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15". Britische Inseln und die Nord - See.
Generalkarte. 15". England. 15«. Schottland. 15·^. Ireland.
16«. Dänemark, Schweden ii. Norwegen.
Generalkarte. IC. Dänemark, mit Schleswig, Holstein u. Lauenburg. Schweden xmd Norwegen.
rianiglob und südl. Halbkugel.
Fhifs- und Bergkarte von Deutschlaiul
u. den anliegenden Ländern. Deutschland, Niederlande u. Schweiz.
Generalkurte. Deutschland und anliegende Länder, zur Ãbersicht der Hauptstrafsen und Entlernungen. (Postätrafsen u. Eisen- hahn - Linien.) 2L Nordwestliches Deutschland. 22". Nordöstliches Deutschland. 22^. Ost-u. West-Preufsen u. Posen, nebst Ãbersicht des ganzen Preufs. Staats.
23. Mittelöstliches Deutschland.
24. Südwestliches Deutschland und die
Schweiz.
25. Siidöstliches Deutschland.
26. Der Ãsterreichische Kaiser - Staat. 2?u28. Königreich Sachsen und Thüringen. 29. Köjiigreich der Niederlande; Königreich
Belgien; Luxemburg.
STIELER8
ÎÎÎ^Î - ATLAS
mm ALLK TIIEILE MM EllDE UNI) ÃKEIl DAS WIlLTGEBlUDE.
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μ öen ein^chieu §rtrtnt
jVo. 1. Titel, â mitGrmidrifs der Stadt Gotha. 2ii3. Die siciitbare Seite der Moiuloberfläclie. 4. Das Planeten - System. 5". Der nördliclie gestirnte Himmel. Si». Der südliche gestirnte niunnel.
6. Westliche Halbkugel.
7. Ãstllciie Halbkugel, der Antipoden. â Nördl.
Zwei Plani-
globen für die gröfste Masse Landes ufid Wassers. Weltkarte in Mercators Projection, â Zeitunterschiede verschiedener Meri- diane.
Die bekannteren Höhen über der Mee- resfläche.
Buropa zur Ãbersiclit der Fhifsgebiete
und Höhenzüge. Europa mit politischer Begränzung. 13». Spanien und Portugal. Generalkarte. 13Spanien und Portugal. Nordwestl. Blatt. 13=. Spanien. Nordöstliches Blatt. 13 d, Spanien und Portugal. Südwestl. Blatt.
13 β, Spanien. Südöstliches Blatt.
14 a. Frankreich. Generalkarte. 141·. Nordöstliches Frankreich. 14 c. Nordwestliches Frankreich. 14^. Südliches Frankreich. |
No. 30u3I. Der Khein vom Bodensee bis Köln. !No. (Württemberg, Baden, Bayer. Pfalz.)
32. Die Schweiz.
33. Italien. Generalkarte.
34 Nördliches Italien. 34b. Südliches Italien.
35 ^ Galizien, Llngarn , Siebenbürgen u. a. 35^. Ungarn.
Ostseeländer und Inneres llufsland bis Moskau.
3Τ». Europäisches llufsland. Generalkarte.
31 b. Nördlicher Tlieil λοÏι Eiirop. Bulsland.
37®, Südlicher Theil vom Europ. Iliirsland.
Europäische TVirkei, Grieclienland imd loüisciie Inseln. Generalkarle.
Die Europäische Türkei von der Gränze Griechenlands bis zu den Mündimgen der Dunau.
38«. Griechenland.
39. Asia. Generalkarte.
40. Africa. Generalkarte.
41». America. Generalkarte,
41 Nordpolarländer.
41 Der Atlantische Oceaii.
42°·. Das Mittelländische u. Schwarze Meer. Generalkarte des Osma7tischen Reichs.
42^·. Palästina.
43 ^ Das Osmanische Reich in Asien. |
43 b. Iran und Turan.
430. Chinesisches Reich und Japan.
44". Ost-Indien mit den Inseln.
44''. Vorder-Indien oder das Indo-Britische Reich.
44 Die Ostindischen Inseln.
4.5». Mittel- und Nord-Africa. W^estliches Blatt.
45''. Mittel- und Nord-Africa (östliches Blatt) und Arabien.
45 Süd - Africa mit Madagascar. 4.)d. Südspitze von Africa.
46". Nord-Ameiica.
40Verein-Staatenvon.Nordamerica,Mexico, Vucatan u. a.
47. Verein - Staaten von Nord - America,
mit Ausnahme Florida's u. der west- â liehen Territorien.
48. West-Indien und Centro-America.
49 Süd - America.
49''. Nördlicher Theil von Süd-America.
49<=. Südliclier Theil von Süd-America.
50". Australien u. Polynesien. Generalkarte.
50^ Das Festland von Australien mid be- nachbarte Inseln,
50 c. Südöstlicher Theil von Australien.
51. West-Polynesien.
52, Ost - Polynesien, |
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BERICHT
Î U
/STIELER S HAND.ATLAS
nebst
ausführlichen Erläuterungen einzelner Karten.
»es Berichts fünfte Anflaae.
Vorwort zur ersten Auflage.
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Es darf nicht unbeachtet bleiben, wie die auf dem Titel be- zeicbaete geographische Uniernehinung· entstanden ist, mid sich iveiter ausgebildet hat.
Eine vorläufige Ankündigung· vom April 1816, und die be- stiinmteie vom August desselben Jahres versprach einen Hand- Atlas von 50 Blättern, Îvelcher aUgemeine Brauchbarkeit mit Gründlichkeit und Vollständigkeit so viel möglich vereinigen, und sowohl für den Unterricht als auch zum täglichen Gebrauch für alle Stände dienen sollte.
Bequemes Format, mäfsige Blätterzahl, Bücksicht auf Gleich- förmigkeit der Projection und des Maasstabs nach gewissen Clas- sificationen, und was aufserdem vom innern Gehalte und der äu- fsern Ausstattung mit Recht verlangt werden kann, bei möglichst billigem Preise â sollte dem Unternehmen Werth und Beifall sichern.
Wohl wufste man, dafs mehrere der eben bezeichneten Zwecke und Eigenschaften mit einander collidiren, und daher nur bedingt zu vereinigen waren, und dafs die Kritik überhaupt ge- gen die Vereinigung so verschiedenartiger Zwecke (aus ihrem Standpunkt nicht mit Unrecht) ankämpft; man sah aber zugleich ein, dafs nur auf diesem Wege die Ausführung zu sichern und allgemeine Verbreitung zu bewirken war.
Dennoch hauete man auf den guten Erfolg nicht mit einer solchen Zuversicht, wie sie nur von Selbstüberschätzung dictirt zu Îverden pflegt. Um desto belohnender aber wurde die gün- stige Aufnahme; nicht, um bequem beim Gegebenen und Vorge- nommenen stehen zu bleiben, sondern um mit gestärktem Muthe die Anforderungen an die eigenen Leistungen möglichst zu stei- , gern. So ist es denn gekommen, dafs schon bei dem Erscheinen der ersten Lieferung des Hand-Atlas (1817) und nachher fortwäh- rend, der Plan erweitert und gesichtet, dabei aber auf innere und äufsere Vervollkommnung des Ganzen und des Einzelnen mit wachsendem Fleifse, selbst auf die Gefahr pecuniärer Aufopfe- rungen, hingearbeitet wurde.
Was in den 18 Jahren, seit dem Beginn des Hand-Atlas, ge- leistet worden, liegt vor den Augen des geographischen Publi- kums. Wie weit es auch von dem Ziel entfernt geblieben ist, Welches die ungebundene, durch Erfahrung nicht gedemüthigte Phantasie sich steckt, oder was bei beschränkterem Umfange der Aufgabe, bei hinlänglicher Mufse, und versehen mit allem Rüst- zeugr» in der Wirklichkeit zu erreichen gewesen wäre; immer darf in Anspruch genommen Averdeu â und dieser Anspruch ward von allen Seiten freundlich gewährt, â dafs redliches Streben nach treuer Lösung des gegebenen Wortes, Bemühung um die Mittel dazu,, und einiger Beruf, zum Gedeihen förderlich gewesen sind; dafs ferner die Unternehmer dem Dämon der Uebertreibung und Grofssprecherei sich nicht hingegeben, und lieber dem ge- bildeten und verständigen Theile des Publikums gehuldiget haben.
Vielleicht dürfte uneern geographischen Bearbeitungen noch dadurch ein indirecter Werth beigelegt werden, dafs sie für an- dere Unternehmungen zum Sporn gedient, auch dem überall auf- wuchernden Unkraut einen Theil seines Bodens entzogen haben.
Leider indefs liegt es in der jfatm. graphischen Produc- tionen, als Bildwerk, dafs zunächst das Auge durch deren Aeufse- res (für oder gegen) bestochen wird, während der innere Gehalt (Treue der Darstellung, Biciitigkeii der Ortslagen, des Wasser- laufs , der Gränzen, der Strafsen etc. â gute Auswahl und Un- terscheidung des Wichtigern vom Unwichtigem u. s. w.) äufserst Stielbk's Hasd-Atias. Bek. 6. A. |
schwer, oft nur mit Hülfe vieler Vorarbeiten und durch mühsame Vergleichungen, oft auch gar nicht, gewürdiget und erkannt wer- den kann. â Deshalb ist nichts trügerischer, als die Urtheile über solche graphische Productionen. Denn, abgesehen von dem in sein Kiclits zurückfallenden schnell fertigen Absprechen hlo- fser Dilettanten, tappt auch oft der grundlichste Geograph im Finstern, Îνβηη er ein solches Werk prüfen soll. Lassen Avic die Sudeleien unberufener Nachmahler und Compilatoren immerhin ganz ans dem Spiel, so ist auch das anscheinend, selbst aner- kannt Bessere doch meist aus den verschiedenartigsten Elemen- ten zusammengetragen, und ist, wenn auch vielleicht tlieilweise aus sehr fleifsigen Versuchen, um Widersprechendes zu vereini- gen, hervorgegangen, dennoch unmöglich richtig zu würdigen, so lange es, ausführlicher und getreuer Rechenschaft über die Art der Bearbeitung haar, kein Maas mitgibt, welches man anle- gen könnte. So geschieht es wohl, dafs â wenn der Prüfende zufällig hier oder dort eine Stelle, eine Gegend, die ihm näher bekannt ist, oder für die er gute Materialien vorliegend hat, gut ausgeführt findet, ein ungetheiltes Lob dem Ganzen zu Theil wird, wie mangelhaft auch viele andere Partien des Gemäldes seyn mögen, und umgekehrt kann auch das Urtheil einseitig zu hart ausfallen. Ein unbedingt gepriesenes Werk dient dann wie- der Andern zur Grundlage, und Fehler pflanzen sich fort, wäh- rend vielleicht Aelteres, Besseres, versteckt bleibt.
Daher immer noch eine Masse neuer Productionen, wenn auch äufserlich wohl ausgestattet, vielfach gepriesen, dennoch von sehr unsicherm Werthe. â Daher leider noch der Landkar- tenhandel mehr oder weniger â Bilderkrämerei, und der wissen- schaftlichen Controle fast ganz entbehrend.
Es ist schon mehrmal die KothAvendigkeit ausgesprochen worden, dem Landkartemvesen eine sicherere Bahn zu ebenen, durch ernstliches Dringen darauf: âdafs jeder Erscheinung eine âausführliche Rechenschaft über die Grundlagen, die gebrauchten âHülfsmittel und ihre Benutzung , über die dabei entdeckten Vnge- âwifsheiten und Widersprüche, und die Art, loie sie zu heben ver- ,,sucht worden, zum Begleiter gegeben werden müsse." Nur auf diesem Wege wird man dahin gelangen, das Richtige vom Feh- lerhaften, das Sichere vom Unsichern zu unterscheiden, auf Ver- besserung der Mängel hinzuarbeiten und vor blinder Nachbildung sich zu bewahren. Eine solche Rechenschaft verlangt man mit Recht vorzüglich von solchen Leistungen, die einen b esondern Werth, eine gewisse Originalität, in Anspruch nehmen, und die zugleich abweichend vom Bekannten und mit mehr Vollstän- digkeit , als dieses, ausgeführt sind. Kicht jeder Zeichner oder Stecher, jeder Kunsthändler und unternehmende Kopf wird, un- berufen und unausgerüstet, sich zum Geographen stempeln und seinen Producteu Eingang verschaffen können, wenn er Rede stehen soll über sein Werk.
Alle, die eine Stimme dabei haben, müfsten vereinigt dahin zu Avirken suchen, dafs Nichts, auch das splendideste und ge- rühmteste nicht, als tauglich anerkannt würde, was nicht auf obige Weise seinen Reisepafs vorgeAviesen hätte. Mit solchen Pässen haben wir unsere Missionäre ausgestattet, und wenn sonst nichts Gutes an ihnen zu rühmen wäre, so roüfste doch dieses offene Auftreten Beachtung verdienen. â Der Herausgeber des Hand- Atlas steht bereits in Jahren, die für ihn selbst und für die Pflege seines geographischen Berufs besondere Früchte einer solchen Vereinigung kaum noch erwarten lassen, er möchte aber, um der |
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gnten Sache überhaupt willen, seinen Wunsch nicht vergebens ausgesprochen haben.
Nach dieser Abschweifung kommen wir auf das vorliegende Werk zurück. Die Periode seit dem Beginn desselben ist für die Ausbildung des geographischen Studiums überhaupt von grofser Wichtigkeit gewesen. Vielleiclit ist in keiner Zeit so Tiel und 80 wesentliches dafür geschehen, wenn auch auf Uebertreibun- gen mancher Tendenz und auf verfehltes Streben nach Auszeich- nung ein besonderer Werth nicht gelegt wird. â Im Jahr 1817 trat Ritter mit dem 1. Theil seiner vergleichenden Geographie auf. Nur langsam schreitet sein Werk fort. Was er aber da- durch und durch seine V'orträge unmittelbar, und in immer Avei- tern Kreisen mittelbar, für würdiges, gediegenes, lebendiges, echt wissenschaftliches Ãuifassen und Verarbeiten des geographischen Stoffs Avirkt â welchem von unsern Lesern wäre dieis fremd ge- blieben? â Wie originell beleuchtet nicht Ritter's neuere kleine Schrift, womit er das Jubelfest Schnepfenthals schmückte 1), eine Seite, die bisher im Halbdunkel lag! â
In dieser 18jährigen Periode sind manche gediegene geo- graphische Werke, auch gröfsere Unternehmungen des Grab- stichels und Steindrucks gefördert, fortgesetzt, angefangen wor- den. â Andere Productionen dieser Zeit haben sich durch ge- ringe Preisstellung, selbst bei geAvisser Eleganz, zu überbieten gestrebt, nicht ohne Keckheit sich oben an stellend·*·"').
Zwischen Allen diesen sind unsere Leistungen fortgewachsen und haben, ohne Herold mit Trompetenstofs, Eingang und Aner- kennung gefunden. Den Unternehmern ward dadurch der Muth bewahrt, in dem mühsamen Tagwerke mit Avachsendem Eifer fortzuschreiten. Die Ãchtung, die sie dem Publikum au beAvei- sen suchten, ist nicht unerkannt und unerwiedert geblieben.
Diefs der kurze Inbegriff der Innern Geschichte unserer Un- ternehmungen von 1816 bis jetzt. Deuten wir noch mit Wenigem an, was zum Aeufsern gehört.
Der Hand-Atlas in 50 Blättern ist von 1817 bis 1823 in 4 Lieferungen (von denen die 2te und 4te in zwei Abtheilungen zer- fiel) ausgegeben worden ; â der erweiterte Plan veranlafste Zu- gaben, neue und veränderte Bearbeitungen, die in 5 Suppl.-Lie- ferungen bis 1831 und in einer Ãten und 7ten (neu bearbeitete Auf- lagen enthaltend) bis 1833 erschienen sind. Damit wurde der Hand- Atlas eigentlich geschlossen, er bestand in fünf und sie- ben zig Blättern
Es leuchtet ein und ergibt sich aus den successiven Erschei- nungen, dafs ein durchaus befriedigendes Eingreifen der spätem Zugaben in den frühem Plan nicht zu bewirken war, und dafs, hätte man gleich Anfangs die Absicht auf 75 Bl. gerichtet, eine andere Anordnung getroffen Avorden wäre. Indessen sieht man doch auch, dafs hierin geschehen ist, Avas die Umstände erlaub- ten. â Uebrigens sind fast alle Blätter im Laufe der Zeit theils mehrfach verbessert, theils ganz neu bearbeitet worden. So bringt iortwähijend jedes Jahr Verbesserungen oder neue Bear- beitungen, und es ist daher der Hand-Atlas von 1830 ein anderer als der von 1833, gegen Avelchen wieder der von 1835 oder 1836 manche Vorzüge haben Avird.
Was die mittlere Ausgabe des Hand-Atlas in LXllI Blättern anlangt, so glaubte man einem viel genährten Wunsch nach ei- nem etwas wohlfeilem und doch möglichst vollständigen Hand-
Atlas , so viel nur irgend thunlich, entsprechen zu müssen. _
Den Besitzern dieser mittleren Ausgabe steht es frei, noch eine weitere AusAvahl von den unter den 63 nicht mit begrifTenen Blättern zu treifen, die ihnen auf Begehren billigst überlassen Averden. â
Eine noch nebenbei, im Jahr 1830 zuerst, erschienene Aus- wahl aus dem Hand-Atlas in ein und dreifsig Blättern entbehrt freilich vieler Special-Karten, die man ungern vermissen wird. Diese Ausgabe wurde nöthig, um einem Nachdruck zu begegnen.
Gedenken wir auch noch der Verfasser, Gehülfen und An- staUeii, durch die Alles gefördert worden.
Die Verfasser dieser geographischen Blätter sind, aufser dem Herausgeber Stieler selbst, nach der Zeitfolge des Anfangs ihrer Theilnahme: |
Vorerst unser Veteran in der graphischen Erdkunde, Hofrath C. G. Reichardf), der unser geographisches Unternehmen mit begründen half. In neuern Zeiten hat derselbe seine Mufse mehr der alten Geographie gewidmet und, Avie bekannt, sich darin einen Namen erworben; aber die Liebe zu diesem seinem frühern Pflegling ist nicht erkaltet.
Nächstdem H. Hübbe, jetzt in Hamburg, in einem andern Avürdigen Wirkungskreis, â In der kurzen Zeit seines Antheils am Hand-Atlas hat er, wie man Aveifs, mehreres Gediegene geleistet.
Fast,gleichzeitig beginnend: J. C, Bär*}, des Herausgebers Stieler treuer Gehülfe, ohne dessen prüfendes Auge seit einer Reihe von Jahren und bis jetzt fast keine Zeichnung dem Grab- stichel, keine Platte der Presse übergeben wird. Doch diefs ist der geringere Theil seiner Leistungen, Anderer Orten ist mehr darüber gesagt worden. Seine Verdienste im geodätischen und hypsometrischen Fach sind nicht unbeachtet geblieben.
Hierauf Hauptmann v. Stiil-pna gel, seit 10 â11 Jahren rastlos thätig an unserer Werkstätte. Ein meisterhafter Zeichner, mit jedem Jahre mehr des Stoffes und der Behandlung mächtig, mit gesundem BlickSpreu vom Waizen zu unterscheiden befähigt.
Seit mehreren Jahren auch H. Berghaus. Diesem in der geographischen Welt sattsam gekannten Namen noch etAvas bei- zufügen, möchte leicht als Anmafsung gedeutet werden, Herr Professor Berghaus, Mit - Begründer der geogr, Gesellschaft in Berlin, hat uns seit einigen Jahren auf mehrfache Weise durch seine Theilnahme erfreut, nicht nur durch Mittheilung werthvol- ler Notizen, Materialien und Bemerkungen, sondern auch: selbst Hand anlegend, Apie die neuern Blätter einiger Theile von Asien zeigen. Wir dürfen hoffen, auch ferner mit Früchten beschenkt zu werden, die Seinem Interesse für unsere geographischen Lei- stungen entsprossen sind.
Unvergessen bleibt ferner, was von vielen Seiten durch Rath, gütige Lösung von Zweifeln, auch unaufgefordert, in jeder Hin- sicht für unsern Hand-Atlas geschehen ist. â Die nahe und fern stehenden AVÃrdigen Männer, von denen dieses ausgegangen, sind unsers Dankes gewifs. Namen aufzuführen, dürfen wir uns wohl nicht erlauben.
Billig aber erkennen wir auch das Verdienst unserer tüchti- gen und fleifsigen, zum Theil der Kunst mit ausgezeichnetem Eifer ergebenen , Stecher an, deren Namen die Blätter selbst, Zeugnifs von ihrem Künstlerwerth gebend, tragen. Zu ihnen ge- hört auch L. Michaelis, seit länger als 30 Jahren mit dem Her- ausgeber des Hand-Atlas zu geographischen Leistungen ver- bunden, eifrig und gewissenhaft in jeder Beziehung, jetzt Inhaber und Vorsteher einer vorzugsAveise für solche ZAvecke errichteten Kupferdruckerei, Aveshalb sein geübter Grabstichel wenig mehr in Anspruch genommen werden kann.
Wenn aus allen diesem das Bestreben hervorgeht, den ge- steigerten Anforderungen an unsern geographischen Productionen fortwährend möglichst zu entsprechen, so kann leicht Jemand auf die Frage kommen: warum nicht Stahlstich von nns angeAvendet Averde, dessen Vorzüge vor Kupferstich man in neuern Zeiten vielfach herauszuheben sucht?
Hierauf dient zur AntAVort, dafs, so sehr auch der Stahlstich für andere Kunstleistungen sich empfehlen mag, er für geogra- phische Blätter, hei denen es auf Correctheit ankommt, am we- nigsten geeignet ist, AA'eniger wegen ScliAvierigkeit der erstem Ausführung und des damit verbundenen längern ZeitaufAvandes, als um deswillen, AVeil Verbesserungen, zumal von gröfsermBe- lang, auf Stahlplatten (Avie auch bei Steingravirungen) nicht ohne grofse Schwierigkeit zu machen sind, und â welche geo- graphische Karte bedürfte nichtschon beim ersten Stich, und dann im Laufe der Zeit, der Nachhülfe und mancher Berichtigung?
per Stahlstich ist daher nur da gut und anwendbar, wo Be- richtigungen sich nicht nöthig machen, oder wo man es mit der Correctheit nicht so genau nimmt. Er gereicht besonders dem Verkäufer zum Vortheil, der in einem Zug 20 bis 30 Tausend Abdrücke zum Verkauf bringen will.
Die Knpferplatte verträgt Correcturen, ohne dafs sie und der Abdruck leidet. Man beschränkt sich auf die Zahl der eben nöthigen Abdrücke und erhält die Platte immerwährend correct, indem man bei jedem gegebenen Anlafs, es sey durch neu er- langte Hülfsmittel, durch politische Veränderungen, oder durch Entdeckung dieser oder jener Unrichtigkeit, sich alsbald zur Ver- besserung anschickt.
Wenn es sonach als ein besonderer Vorzug geographischer Blätter für den Käufer angepriesen wird, dafs sie in Stahl- stichen ausgeführt sind, so werden Sachkenner anderer Ansicht seyn. Nicht einmal erhöhete Eleganz der Ausführung gegen Kupfer- stich gewährt der Stahlstich bei geographischen Productionen.
*) Geboren 5. März 1789 zu Molschleben, gestorben 28. Mai 1848 zu Gotha, |
1 âtfeber das historische Element in der geographischen Wissenschaft."
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Hiermit übergeben Avir unsern Lesern den Hand- Atlas und die Nachweisungen darüber, den Wunsch beifügend, dafs ihnen der Gebrauch Vergnügen und Belehrung gewähren möge. Dank- bar werden wir jede fernere Veranlassung zu gröfserer Vervoll- kommnung unsers geographischen Werkes aufnehmen und mch Moghchkeit benutzen. |
Gotha, im üecember 1834.
Stieler. Perthes. |
Zur zweiten Auflage.
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"er gegenwärtige neue Abdruck, welcher-sich von diesem Be- richt nöthig gemacht liat, bat alle in den letzten zwei Jahren mit den Karten des Hand-Atlas vorgenommene bedeutendere Ver- änderungen berücksichtigt, wie solche theils durch Nachträge und grölsere Correcturen, theils durch Herstelhmg neu bearbei- teter und neu gestochener Blätter herbeigeführt worden sind. Der Correcturen geringem Belangs (Gränzberichtigungen, Ver- besserungen in der Kechtschreibung, Nachträge einzelner Orte und Namen und neuer Eintheilungen), welche fast alle Platten bei jedem neuen Abdruck zu erhalten iiflegen, konnte begreiflich nicht im Einzelnen Erwähnung geschehen.
Von besonderm Einflufs auf veränderte Configuration von Küsten und auf Berichtigung des Flufslaufes waren vornehmlich die Resultate der Reisen von Rofs, Graah, Litike und Back für die arktischen Regionen, und der Gebr. hander für Mittel-Ãfrica. â An neuen Bearbeitungen sind in diesem Zeitraum dem Hand- Atias einverleibt worden: No. 13. Spanien und Portugal. No. 23. Mittel-Oestliches Deutschland. Südwestliches Deutschland. Südöstliches Deutschland.
Galizien, Ungarn, Siebenbürgen, Moldau und JVallachet. Asia.
Der Atlantische Ocean. ]Vo. 45b. Nord-Ost-Jfrica und Arabien. ]Vo. 45c. Mittel-Afrtca. No. 47^». Mexico und Ceniro-America. |
Wie die Freunde des Hand-Atlas von der stets fortschreiten- den Vervollkommnung desselben sich durch eigene Anschauung überzeugen können, so bedarf es wohl kaum der Versicherung, dafs nach dem am ISten März 1836 so unerwartet schnell er- folgten Abscheiden des trefflichen Herausgebers, des Herrn Ge- heimen-Regierungs-Raths STJELER, die seitherigen Mitarbeiter an dem vom Seligen begründeten Werke sich es auf's Eifrigste angelegen seyn lassen, dieses Werk unermüdet zu fördern und damit den unaufhörlich wechselnden und wachsenden Anforderun- gen, wie sie von der wandelbaren Wissenschaft der Erdkunde gesteilt werden, nach Möglichkeit zu entsprechen.
No. 24. No. 25. No. 35a. No. 39. No. 41c.
In gewisser Beziehung mögen auch als ZAveckmäfsige Er- weiterung dieses Hand-Atlas die im Erscheinen begriffenen, dem- selben in Form und Gestalt sich anschliefsenden beiden Kar- tenwerke
BERGHAUS' physikalischer Atlas und
K. V. SPRVNERS historischer Atlas betrachtet und von vielen Besitzern des Hand-Atlas ÎvÎ Ikommen geheifsen werden. Der erst er e wird die Orographie nur mit wenigen Blättern zu berücksichtigen haben, indem die Gebirgs- Verhältnisse im Stieler'schen Hand-Atlas gegeben sind. Der zAveite Aviid bei den Terraingestaltungen die Karten dieses Atlas auch meist in den Maasverhältnissen zu Grunde legen, so dafs Vergleichungen der altern und neuern Gestaltung der Länder (Vergangenheit und Gegenwart) damit erleichtert werden.
Gotha, im Januar 1837.
W. Perthes. |
Zur dr i tten Auflage.
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Bei dem gegenwärtigen dritten Abdrucke dieses Berichts ist das nämliche Verfahren beobachtet worden, wie bei dem vor- hergegangenen. In den letzt verflossenen fünf Jahren haben auf die äufsere und innere Umgestaltung mehrerer Karten des Hand-Atlas, aufser manchem Andern, insbesondere die Entdeckun- gen und Erforschungen von Beechy, Rofs, Back, Derne und Simpson, Wrangdl u. A. in den Nordpolargegenden, und die von Kemp, Balleny, Dumont d'Urville, fVilkes am Südpol, ferner die Aufnahme der ganzen Küste von Neuholland Einflufs gehabt, so wie auch die veränderte Kreiseintheilung des Königreichs Bayern in vielen Nummern des Atlas berück.ijchtigt Averden mufste.
An ganz neu bearbeiteten Blättern sind dem Atlas seit 1837 folgende eingeschaltet worden:
No, 2. a. Die sichtbare Seite der Mondoberfläche. No. 5b. Der südliche gestirnte Himmel.
No. No. No. No. No. No. No. No. No. No. No. No. No. No. |
9. Planiglob in Mcrcators Projection. 11. Europa zur Uebersicht der Fiufsgebiete und Höhenzüge. ISb.c. d.e. Spanien und Portugal in 4 Iii. 14b. Der nordwestliche Thcil von Frankreich. 15a. Britische Inseln. 15c. Schottland. 15<J. Ireland.
27.28. Sachsen und Thüringen. 38. Europäische Türkei.
Afrika (mit Nebenkarte: Algier^. JSordpolarkarte. Süd'Africa. iVestindien.
Festland von Australien und benachbarte Inseln.
fF. Perthes. |
Zur vierten Auflage.
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ist Thatsache und eine erfreuliche Wahrnehmung, dafs der Stieler'sche Hand-Atlas, dessen erste Lieferung im April 1817 ausgegeben wurde, nach einem Zeitraum von 30 Jahren noch unerreicht «â^ unübertroffen besteht, so viele andere Unterneh- mungen sich auch auf dem von ihm mit Glück eingeschlagenen Wege versucht haben. Er erfüllt immer noch, was die erste
Ankündigung voi- 39 Jahren versprach: âAllgemeine Brauch- âbarkeit mit Gründlichkeit und Vollständigkeit zu verbinden und âdem Unterricht sowohl wie dem Gebrauche aller Stände zu âdienen." Eigenthümliche Auffassung, Avissenschaftliche Be- handlung, kritische Sichtung des Materials und unermüdliche Sorgfalt der Herausgeber begründeten seinen Ruf, den er blei- bend zu behaupten vermag, da keine Mühe und kein Aufwand gescheut wird, um der rasch vorwärts schreitenden Wissenschaft der Erdkunde auf dem Fufse zu folgen, womit eine unaufhör- liche Verjüngung und Erneuerung der Karten herbeigeführt wird, â die meisten Nummern Avurden im Verlauf der Jahre zum dritten und mehrere selbst zum vierten Mal neu be- arbeitet und gestochen. In den seit Ausgabe der dritten Auflage dieses Berichts verflossenen fünf Jahren ist insbesondere eine grofse Thatigkeit in Herstellung neuer Blätter entwickelt wor- den, wovon folgende neu erschienene Bearbeitungen und Stiche Zeugnifs geben : |
Schweden, Norwegen und Dänemark. Generalkarte. 1845. Dänemark. Mit 4 Nebenkarten, worunter Plan von
Kopenhagen als neue Zugahe, im J. 1846. Schweden und Norwegen. 1846. Flufs- und Bergkarte von Deutschland. 1846. Deutschland. Generalkarte. 1846. Deutschland. Strafsenkarte. 1844, Der Oesterreichische Kaiserstaat. 1844. 31. Der Rhein vom Bodensee bis Köln. 1845. Die Schweiz. 1844. Italien. Generalkarte. 1845. Nördliches Italien. 1842.
No. IÃa. No. 16b.
No. 17. No. 18. No. 19. No. 20. No. 26. No. 30. u. No. 32. No, 33a. No. 34a, |
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IV
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No. 38a. Europäische Türkei etc. Westlicher Theil von Klein- asien neu bearbeitet 1845.
No. 40. Jfrica. Generalkarte. 1845.
No. 41a. America. Generalkarte. 1843.
No. 42b. Palästina. 1844.
No. 43a. Das Osmanische Beieft in Asien. 1846.
No. 431). Iran und Turan. 1843.
No. 440. Die Ostindischen Inseln. 1846.
No. 45®·. Nordwestliches Africa. 1845.
No. 45^. Nordöstliches Africa und Arabien. 1845.
No. 45®. Süd-Africa mit Madagascar. 1845.
No. 46a. Nord-America. 1847.
No. 47a. Die Vereinigten Staaten Nord-America's, mit Ausnahme von Florida und der westlichen Territorien. 1847.
No' S: ! ««'^-^'"erica in 2 El. 1843.
Neben diesen neuen Bearbeitungen haben fast alle übrigen Nummern ununterbrochen Verbesserungen und Nachträge erhal- ten, wovon sowohl die Karten selbst, als auch die folgenden Vorbemerkungen Zeugnifs und Rechenschaft geben. Die den Eisenbahnlinien in und aufser Deutschland zugewendete Aufmerksamkeit liefs sie immer sogleich Aufnahme finden, sobald man in den Besitz der genauen Tracen kam â sie nur ober- flächlich nach Zeitungsberichten einzutragen, hat man sich nie erlauben mögen. |
In den Nachweisungen zu den einzelnen Nummern des Hand-Atlas wird eine Ungleichheit in der mehr oder minder ausführlichen Behandlung auiFallen. Sie ist daher entstanden, dafs bei der gegenwärtigen neuen Auflage manche umständliche Be- chenschaft über ältere Blätter verkürzt oder weggelassen wurde, da die Karten selbst längst aus dem Atlas weggefallen, die dazu gebrauchten Materialien veraltet, und das Interesse dafür nich mehr sehr rege seyn kann. Um jedoch ein Bild zu geben, mit welcher Sorgsamkeit vom Beginn des Unternehmens an bei Ent- werfung und Ausarbeitung der Karten dieses Atlas zu Werke gegangen wurde, sind zu einigen Nummern, namentlich zu den Karten von Africa (No. 40. 45. 43a. 451). 45c. 45d.) die ausführ- lichen Vorbemerkungen, wie sie früher den einzelnen Lieferun- gen zu den verschiedenen auf einander folgenden Auflagen bei- gegeben waren, in diesem Bericht Avieder vollständig eingeschal- tet worden.
Mit Anwendung*der wichtigen Erfindung des galvanoplasti- schen Verfahrens zur Vervielfältigung gestochener Kupferplatten ist nunmehr für den Hand-Atlas ein neuer bemerkenswerther Zeitabschnitt eingetreten, indem damit der zwiefache Vortheil erreicht wird, erstens, dafs es nun leichter möglich ist, wie früher, eine grofse Menge gleichguter Abdrücke herzustellen, und zweitens, dafs die Möglichkeit gegeben ist, die bedeutenden auf den Stich der Platten verwendeten Kosten auf eine minder beschränkte Anzahl von Abdrücken zu vertheilen, mithin die Preise zu ermäfsjgen, was denn nun auch für den Hand-Atlas mit Erscheinen der seit 1845 lieferungsweise ins Publikum ge- brachten neuen Ausgabe Statt gehabt hat, indem die Preise der drei verschiedenen Ausgaben (in 83 Bl., in LXIII Bl. und in 31 Bl.) um ein Viertel gegen früher erniedrigt werden konnten, die Preise der einzelnen Karten sogar um ein Drittel.
Gotha, im April 1847.
fr. Perthes. |
Zur fünften Auflage.
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JIn den abgewichenen zwei Jahren sind dem Hand-Atlas nach- stehende neue Bearbeitungen einverleibt worden ·
No. 4.
Planetensystem. 1847 vervollständigt durch Aufnahme der Bahnen mehrerer periodisch wiederkehrenden Kometen, der neu entdeckten Planeten Astraea und Neptun, etc. etc.
Deutschland. Generalkarte. 1848. Erweitert im Nor- den und Nordosten.
Südliches Italien. 1848.
Africa. Generalkarte. 1849. Bereichert mit den Be- |
ke sehen Erforschungen am obern Nillauf, und mit einer neu bearbeiteten Nebenkarte von Algier. No. 44l>. Vorder-Indien oder das Inda-Britische Reich. 1849. No. 4Ci>. Die er einStaaten von Nord-America, Mexico, Yu-
catan u. a. 1848. No. 49a. Süd-America. 1848. No. 51. West.-Polynesien. 1849. No. 52. Ost-Polynesien. 1849. Auch haben je nach Bedürfnifs die meisten Platten Berichtigun- gen und Nachträge erhalten.
Gotha, im Juli 1849. W. Perthes. |
Maasstabs-Verhältnisse.
Als Normalmaas kann das der General-Karten der einzelnen Europäischen Staaten galten. Es ist nach den Zeichnungen so, dass 160 geographische Meilen
die Länge Ïοη 1 Pariser Fuss geben, was einem Verhältniss zur -wahren Grösse wie 1 zu nahe 3| Millionen entspricht. Die Abdrücke sind jedesmal etwas kleiner als
die Zeichnung, doch verschiedenartig, je nach Beschaffenheit des Papiers, und der Befeuchtung beim Druck.
In doppelt so grossem Maasstab sind die meisten Special-Karten der Europäischen Länder entworfen. â Andere Karten stehen daroft in einfachem Verhält-
niss, bei mehreren aber gestattete der Kaum eine solche Berücksichtigung nicht â Die kleinen Special-Cartons, zu 32 Meilen = 1 Par. Fuss, haben den Maasstab'
welcher der Karte von Deutschland in 25 Blättern zum Grunde liegt.
Folgende üebersicht zeigt die Verhältnisse genauer. Bei den mit * bezeichneten Blättern, die in Mereators Projeetion mit wachsenden Breiten entwerfen sind·
gilt begreiflich das angegebene Verhältniss nur für eine gewisse geographische Breite.
Auf 1 Par. Fuss
Länge kommen
geogr. Meilen.
1600
1200
885
800
710
circa 600
560â520
nahe 500
425
400
280
220
200
160
100
80
60
50
45
40
35
32
No. 39. Asia, 40. Africa, 41a. America, 50a. Australien
No. 41o. Atlantischer Ocean, 46a. Nord- und 49a. Süd-America.
No. 51. und 52. West - und Ost-Polynesien*.
No. 11. Europa, Fluss-Karte, und 12. politische Karte, 43e. Chinesiscehs Eeich, 44a. Ostindien mit den Inseln.
No. 50b. Festland von Australien.
No. 45a., 4Sb., 45o. Africa in 8 Bl., 49b. Nördl. Süd-America, 49o Südl. Süd-America, 46b. Nord-American. V.-Stnaten und Mexico,
(circa J von 1600.) No. 42a. Mittelländisches Meer, 44o. Ost-Indische Inseln.
No. 37a. Europäisches Kussland.
No. 44b. Vorder-Indien.
No. 16a. Scandinavien mit Island, 4Sb. Iran und Turau, 48. West-Indien und Centro-America.
No. 47. Verein-Staaten von Nord-America.
No. 45d. Südspitze von Africa.
No. 17. Schweden und Norwegen, 18. Fluss-Karte von Deutschland, 43a. Klein-Asien, 50c. Südöstliches Australien.
No. 13a. Spanien, 14a. Frankreich, 15a. Britische Inseln, 19. DeutsChl^d, 2o. Deutschland strassen-Karte, 26. Oesterreichischer Kaiserstaat, 3Sa. Italien,
35a. Ungarn und Galizien, 36. Ostsee-Lander, 37b., 37c. europäisches Kussland in 2 Bl., 88a. Europäische Türkei.
No. 33b. Adriatisches Meer*, 38b. Nördlicher Theil der Europäischen Türkei.
No. 18b. c. a. β. Spanien und Portugal, 14b. c.d. Nordöstliches, Nordwestliches, SUdUches Frankreich, 15b. ,15o. 15a. 16b. England, Schottland, Ireland^
Dänemark, 21-25., 22b. 6 Special-Karten von Deutschland und Preussen, 34». Nördliches Italien, 34b. Südliches Italien, 35b. Ungarn.
No. 380. Griechenland.
No. 29. Niederlande und Belgien.
No. 42b. Palästina.
No. 27 u. 28. Sachsen und Thüringen, 30 u. 31. Der Rhein vom Bodensee bis Köln.
No. 32. Schweiz.
Die meisten Cartons (Städte-Umgebungen).
Preise des Hand - Atlas ;
a) Vollständige Ausgabe in 83 Bl 13 Thlr.; b) Mittlere Ausgabe in LXIII Bl. 10 Thlr.;
c) Auswahl in 31 Bl. 4j Thlr.; d) Jede einzelne Nummer f Thlr. od. 5 SGr.
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BERICHT
ÃBER DIE EINZELNEN
ZU SÃMMTLICHEN AUSGABEN GEHÃRIGEN ALTERN UND NEUERN BLÃTTER
VON
STIEL·ER'S HAMD-ATIiAiS.
Die mit kleinerer Schrift gedrackten Karten-Titel und' die dabei zwischen ( ) gesetzten Nummern beziehen sich stets auf ältere Blätter,
welche ans der neuesten Ausgabe des Hand-Atlas -w-egfalllg geworden sind. '
|
1. x-itel.
statt zweckloser Verzierungen ist demselben ein kleiner Grundrifs der Stadt Gotha und ihrer schönen Umg-el)ungen (gez. ÏÎ¿Ï J. C. Bär) beigefügt, dessen Genanigkeit bis zum Kleinsten verbürgt werden k^inn, und um so mehr bemerkt zu werden ver- dient, da keiner der bis jetzt bekannt gewordenen Grundrisse die- ser Residenz von bedeutenden Fehlern und Mängeln frei ist. â Diese Titel-Vignette ist die Reduction eines gröfsern Grundrisses, Welcher, von "demselben Zeichner äufserst fleifsig ausgearbeitet, im Grabstichel meisterhaft ausgeführt, zuerst 1823, dann 1833 in neuer Auflage und bis zum Jahr 1847 nachgetragen und berich- tigt, erschienen ist.
(2 u. 3.) Bildliche Ucliersicht der 50 Blätter,
aus welchen nach der anfänglichen Bestimmung (1816) der Atlas bestehen sollte. Da diese âbildliche Uebersicht der 50 Blätter" durch neue Zugaben und neue oft in veränderter Stellung aus- geführte Auflagen von Jahr zu Jahr mehr abweichend vom wirk- lichen Inhalt des Atlas erschien, so ist seit 1841 dieselbe ganz Weggelassen und an deren Stelle mit gleicher Bezifferung einge- schaltet worden:
2 u. 3. I>ie siclitbare Seite der Mond- oberlläclie bei voller Beleiichtiing. 1841.
Der verstorbene Herr Herausgeber des Hand-Atlas hatte bei der ersten Ankündigung auf dem Blatte No. 5 auch eine Abbil- dung des Mondes zu geben beabsichtigt â allein bei Entwerfung der für diese Nummer bestimmten Karte des nördlichen gestirnten Himmels blieb kein Baum fär jene Abbildung übrig, und so un- terblieb es, eine solche zu liefern, bis späterhin, mehrseitigen Wünschen zu genügen, dazu geschritten Apard, â Eine nähere auf dieses Blatt Beziehung nehmende Erläuterung findet sich unter A. der Beilagen.
4. Das Planetensystem, Von Ad. St. 1823. Berichtigt und vervollständigt 1847.
Sowohl die Karte als die dazu gehörige Erläuterung (man seheB. der Beilagen) mufsten vielfacher Ergänzung unterwor- fen werden, nachdem sich die Aufnahme mehrerer periodisch wiederkehrender Cometen, ferner die der neu entdeckten Planeten Aätraea und Neptun, so wie die Berichtigung der meisten gegebenen Maas- und Zahlenverhältnisse durch bekanntgewordene Resultate der neuern astronomischen Forschungen dringend nöthig machten. Diese Verbesserungen und Vennehrungen werden der gefälligen Mitwirkung des Herrn Professor Encke in Berlin und des Herrn Hofrath Hansen in Gotha verdankt.
5». »er nördliche g^eistirnte Himmel.
Von Ad. St. 1816. Neu gestochen 1840.
Dieses Blatt enthält fast ganz den Theil des Himmels, der das Jahr durch über unserii Horizont kömmt, mit den Fixster- nen bis zur 5ten GrÃfse, der Milchstrafse und den Stern-
Stieleh's liakd-ATiAS, Ber. 5. A. |
bildern, nach Bode's grofsem Himmels - Atlas genau einge- tragen.
Die (stereographische) Projection bringt bekanntlich eine Ver- gröfserung der Ausdehnungen nach AuCsen mit sich, daher es nicht als ein Fehler in der Zeichnung der Figuren angesehen werden kann, dafs z. B. der Kopf des ScUlangenträgers zu klein, der des Herkules zu grofs gegen die Füfse erscheint.
Um den Ueberblick nicht zu stören, sind nur die Sterne erster GrÃfse und einige andere benannt, und vom Netz ist auch nur das Nüthigste eingetragen. Dagegen ist, nach verschiedenen Ver- suchen, die gewählte Art der Illumination passend gefunden wor- den, wonach der Thierkreis und die altern Sternbilder innerhalb desselben mit Schieferblau leicht angelegt, die Sterne 1., 2. und 3ter GrÃfse durch Gelb und Roth herausgehoben, die neuern Stern- bilder und die aufserhalb des Thierkreises uniUuminirt gelassen sind.
Die Bahn des Cometen von 1811, welche die Karte eben- falls enthält, geht vom kleinen Löwen (24. August 1811) bis über den Adler hinaus (3. Januar 1812). Die in gewissen Zwischen- räumen wiederholten Zeichen c/ deuten auf das Fortrücken von 10 zu 10 Tagen. Man sieht, wie die GeschAvindigkeit zu- und wieder abgenommen hat.
Für diejenigen, welchen es an andern Hülfsmitteln oder nä- herer Bekanntschaft mit dem Gegenstande gebricht, ist noch be- sondere Erläuterung, unter Beilage C. beigefügt, Welche auch zugleich für
Der ^üdliclie greistirnte Himmel. Von J. C. Bär. 1841.
als Erläuterung dient.
I Halb]£iig:el. Von F. von
β. Weisitliche 7, Oestliclie
Stülpnagel. 1832. Rev. 1844 u. 1845.
Beide Blätter enthalten so viel als zum Ueberblick nöthig, nach den besten bekannt gewordenen Quellen, wovon das Wich- tigste bei den Special-Karten angegeben wird. â Die ersten Be- arbeitungen waren von 1816.
8. Fünf Planigloben, Von Ad. St. 1816.
Verbessert 1845.
a) Planiglob der Antipoden oder der gröfsten Entfer- nungen auf der Erde. Das Nöthigste zur Erläuterung enthält das Blatt selbst. Für Ungeübtere hier noch Folgendes:
Man Aveifs, dafs unter der Benennung Gegenfüfsler der Punkt auf der entgegengesetzten Seite der Erde verstanden wird, auf welchen eine, von unserm Standpunkte aus durch die Mitte der Erde gedachte, gerade Linie trifft. Beim Fortbewegen un- sere Standpunkts dreht sich diese Linie um den Mittelpunkt, und so rücken unsere Antipoden auf der entgegengesetzten Seite fort. Beziehen >vir deren Richtung auf die Weltgegenden, so zeigt sich, dafs wenn z. B. wir nach Osten fortrücken, unsere Antipoden ebenfalls nach O., wenn wir aber nach Norden, Diese nach. Süden fortrücken ; daher, wenn w i r nach SO. gehen, rücken Jene nach NO. u. s. w. Mit Hülfe eines Erdglobus versinnlicht man |
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15 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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sich diefs leicht. â Hieraus nun entsteht, wenn alle Antipoden- punkte einer Halbkugel auf einem mit Kugelnetz gehörig ver- sehenen Blatte in dieser Ordnung zusammengestellt werden, das Spiegelbild, was von der Rückseite des gegen das Licht ge- haltenen Papiers angesehen, wieder zum Wahren >vird. â So können auch zvrei gewöhnliche Planigloben, gehörig auf einander gelegt, oder auf beiden Seiten desselben Blattes abgedruckt, zu Antipoden-Karten dienen.
Wie mag es kommen, dafs früher Niemand auf den Gedan- ken einer solchen Darstellung gerathen, oder dafs dieser noch nie zur Sprache gekommen ist, da er doch so nahe liegt und ein solcher Anblick der Erde zu mancher anziehenden Betrachtung, auch für den Physiker, StoiF gibt, und überdiefs zur nähern Kenntnifs der gegenseitigen Lage und Verhältnisse der Länder und Meere beiträgt? Hier steht auch ein künstlicher Erdglobus nach.
Beim Anblick des Antipoden - Planiglob bemerkt man unter andern: dafs die grofse Ländermasse des alten Continents fast ganz in den grofsen Ocean, die von Neuholland ganz in den insel- losen Theil des Atlantischen Meeres, ZAvischen den Azoren, Cap- Verd-Inseln und Westindien,uberhaupt Lan d a uf Was ser fällt (die Südspitze von America, Malacca und Cochinchina u. a. aus- genommen): dafs die Ost- und die Westindischen Inseln als nächste Nachharen einander berühren, hier gleich weit (in der Wirklichkeit sehr ungleich) entfernt von ihren europäischen Be- herrschern: dafs Africa die Inselkette des grofsen Oceans auf- nimmt, Spanien den Neu-Seeländer, der Britische Canal die Anti- poden Insel unter sich hat, u. s. w.
b) Die beiden Planigloben zur Rechten für die gröfste Masse Landes und die gröfste Masse Wassers. Sie geben das inter- essante Resultat, dafs fast alles Continent in eine Halbkugel fällt, abermals mit Ausnahme der Siidspitze von America, Malacca und Cochinchina. Der Britische Canal (50° Br., 14° L.) und die Antipoden-Insel liegen in der Mitte für Land und Meer. Auch nach diesem Gesichtspunkt ist, so viel uns bekannt, noch von Niemand eine bildliche Darstellung gegeben worden.
c) Nördliche und südliche Halbkugel.
9, Planig^lob in Mercators Projection, zur Uebersicht der Erdfiäche und der Seereisen. Von Ad, St. 1828. Neue verb. Auflage 184T.
Die erste Bearbeitung führt den Titel: Zur Uebersiclit der Eirdfläche und der grossen Seereisen, entAV. und gez. von Ad. St. 1816.
In den Vorbemerkungen zur 1. Lief. (1817) ist folgende Nach- richt hierüber gegeben: ,,Τη Osten und Westen enthält die Karte 60° mehr als den ganzen Umfang der Erde, so dafs die gröfsern Seereisen vom Anfange bis zu Ende ohne Unterbrechung verfolgt, auch Länder und Meere in allen Verbindungen über- sehen werden können. An beiden Seiten ist der wachsende Maas- stab in geograph. Meilen 15 = 1° und Seemeilen 20 = 1°. Am nördl. Rande sind die Zeit-Unterschiede bekannter Meri- diane angegeben, deren schnelle Vergleichung oft angenehm ist, und woraus leicht gefunden wird, dafs z. B. Batavia 6 Stunden von Wien, Wien fast 2 Stunden von Lissabon in den Tageszeiten differirt, d. h. Avenn in Wien Mittag ist, hat Batavia 6 Uhr Abends, Lissabon 10 Uhr V'ormittags.
Bei der neuen Bearbeitung wurde durch gröfseresFor- mat Raum gewonnen, um den Maasstab etwas zu vergröfsern, auch eine Nebeneinanderstellung der geographischen Längen einiger Hauptorte auf einer Linie beizufügen. Die Richtung der Namen dabei zeigt, ob der Ort in der nördlichen oder südlichen Halbkugel liegt.
Die neueren interessanten Bintdeckungeu in den nördlichen und südlichen Folargegenden, dort durch Dease und Simpson, hier durch JVilke und Dumont d'Urville, von denen in dem 5. Jahrg. von Berghaus' Almanach (1841) ausführliche Nachweisungen ge- geben sind, finden sich nachgetragen, eben so die spätem Erfor- schungen vom Capit. Rofs (1841 â 1843), Avorunter das Victo- ria-Land und der 13000 Fufs hohe Vulkan Î rebus (17° südl. Br.) besonders bemerkenswerth sind. |
10. Die befeaimtereii Höhen über der Meeresfläche, in transparenten Profilen, nach der geographischen Lage geordnet, mit An^ deutung des Zusammenhangs und der Ent- fernung vom Auge. Ein Versuch von Ad. St. 1822. (Nachträge bis 1849.)
Ausführliche Erläuterungen hierüber, mit den Höhen-Anga- lien, enthält die Beilage 15.
11. Knropa, zur JJ eher sieht der Flufsgebiete und Höhenzüge. Von Ad. St. 1819. â Neue Auflage gez. von F. v. St. 1839. Rev. 1845.
Eine neue Bearbeitung dieser zuerst im J. 1819 entworfenen Karte machte sich um so mehr nothwendig, als schon damals die Ausführung der, durch Punkte verschiedener Stärke nach Maas- gabe der Höhen, angegebenen Höhenzüge dem Verfasser unbe- friedigend erschien. Diese Höhenzüge sind auf dem vorliegen- den Blatte nunmehr durch feine Striche (durch doppelte für Avirk- liche Höhen, durch einfache für Landrücken) bezeichnet und ver- mögen so eine bessere Uebersicht zu gewähren; die Wichtigsten finden sich genannt. Flüsse sind möglichst vollständig aufge- nommen, so Afie alle Haupt-Ca nal-Verb in d u nge n.
Die Colorirung ist nach den gröfsern Wasserbecken (Meergebieten) eingerichtet, Avobei auch zugleich jedes Flufs- gebiet durch farbige Abgränzung hervorgehoben erscheint. Von derColorirung der frühern Auflage unterscheidet sich die gegen- Îvärtige durch zweckmäfsigere Vereinfachung, so dafs z. B. durch eine Farbe das Meergebiet des Atlantischen Oceans hervortritt. Dieser ist nach Krusensler7is Annahme bis zum Nordcap geführt, während Avohl häufig schon eine von Island nach den Lofoddeu gezogene Linie als Gränze desselben gegen das nördliche Eis- meer gelten mag.
Die Betrachtung dieser Karte leitet auf interessante Wahr- nehmungen, z.B. ergibt sich aus dieser Darstellung der gröfsern Wasserbecken, Aviedie innern Meere (dasCaspische, Schwarze) mit ihren Zuflüssen weit nach Norden und Nordwesten eingreifen und die längsten Flufsläufe für sich in Anspruch nehmen, Aväh- rend das gröfsere Mittelländische sich, aufser dem Nil, mit Ebro, Rhone, Po und Küstenflüssen zu begnügen hat, wobei die- ses auf der Nordseite von hohen steilen Gebirgen, jene meist nur von Landrücken eingeschlossen werden. Die ^chon länger vermuthete tiefe Einsenkung des Caspischen und Aralsees hat sich durch das im J. 1837 von russischen Gelehrten (fw/s, Sabler und Saivitscli) unternommene grofse trigonometrische Ni- vellement bestiitigt, indem als nächstes Ergebnifs einer vorläufi- gen Berechnung zuerst bekannt gemacht Avurde, dafs der ÎΥββ- serspiegel des C a s Ï is c h eη Î ee r es 101,2 Russische, oderö4,9 alte Pariser Fufs tiefer liege als der des Schwarzen Meeres. Sorgfältige Discussion der Strahlenbrechung haben aber später- hin den Unterschied beider Meere auf 76,3 pariser Fufs festge- setzt. (Vergleiche: âUeber die Ursache einer Fehler-Anhäufung, die sich im Endresultate der geodätischen Nivellirung zAvischen dem Sclnvarzen und Caspischen Meere, berechnet nach der Me- thode der Beobachtungen aus der Mitte, ergab, von G. Fufs, [Gelesen 31. Aug. 1838"]; und âNote sur les causes de I'effet de l'integrale refraction dans la mesure simultanee des hauteurs par G. Fufs [lu le 18 octobre 1838j. Tire du bulletin scientifique publie par l'Acad. imp. des sciences de St. Petersbourg, T. V. No. 5.") Es ist die Senkung des Bodens dieser Gegend also doch nicht so beträchtlich, als sie nach der frühern barometrischen
Messung von Pm-rot und Eiigclhardt(18ll) angenommen Avard--
In Betreff der Senkung des Τ ο d t e η Meeres hat Delcros in Paris (s. Echo du Mond Savant 23 juill. 1843) die Beobachtungen Ãer- tou's und Hussegger's möglichst genau nachgerechnet und gefun- den, dafs Eertou^s Beobachtungen eine Depression von
419,8 metres ca. 1289 par. Fufs, die Russegger's eine von 42ii,3 - - = - 1309 â â 1) ergeben, so dafs also diese beiden von einander unabhängigen Beobachtungen nur einen Unterschied von 6,5· metres = ca. 20 par. Fufs herausstellen. Er ist der Ansicht, dafs alle Ungewifs- |
1 In Eussegger's Reisen, ÎÎ . Bd. (Stuttgart, 1847), S. 106 u. IS-l, ivird die Tiefe
des Seespiegela des Todten Meeres unter dem Spiegel des Mittelländischen in
Folge zweier Beobachtungen vom 29. Nov. 183S zn 1341 Fu.ss angegeben·
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3 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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heit der Baromeierbeobachtungen eingerechnet, der Irrthum wohl höchstens zwischen 30 bis 40 metres betragen könne, Avonach im- merhin eine Depression von mehr als 400 metres = 1232 par. Fufs unier dem Niveau des Mittelländischen Meeres herauskömmt. Die Senkung des Sees von Tiberias ist von Russegger (Reisen, III. Bd., S. 184) zu 625' gefunden worden.
Leicht zu übersehen ist auch hier die Scheidungslinie der Nordwestabdachung Europa's und der Abdachung zu den innern Meeren, von der Sudspitze Spaniens (Insel Tarifa) bis zur
Quelle des Petschora am tC«'·
Dafs übrigens für die verbesserte Configuration der Küsten, namentlich für die des iWittelländisdien Meeres, des Caspischen Sees, des nördlichen Eismeeres, Islands etc. alle neuesten al» zu- verlässio· bekannten Materialien benutzt Avorden sind, wird von dem Kundigen auf den ersten Blick erkannt werden.
12. JEnropa mit politischer Begränzung. Von Ad. St. 1819. Verbessert und neu gestochen 1826 und 1833. â Neue Bearbeitung von F. V. St. 1839. Neue Aufl. 1848.
Auf der Flufs-Karte No. 11 sind die Gebirge nur angedeu- tet, weil die farbige Begränzung der Flufsgebiete sie meist ver- deckt haben würde; hier sind sie genauer angegeben. â Die Schwierigkeit der Illumination auf gegenwärtigerKarte, besonders in und um Deutschland, ist möglichst uberwunden Avorden. Rufs- land hat zugleich innere Begränzung zur Uebersicht der Haupt- bestandtheile, Avelche geschichtliches Interesse haben, erhalten.
Der neuen Bearbeitung ist eine bedeutend gröfsere Ausdeh- nung gegeben worden, so dafs die Karte alles, was man zu Eu- ropa zu rechnen pflegt, enthält; Die Azoren, Spitzbergen, NoAvaja-
Seinija (dieses nach den Untersuchungen des Hrn von liaer). _
In Bestimmung der Ostgränze Europa's nach Asien hin finden abweichende Ansichten statt, zumal da das russische Gouvernement den Unterschied eines europäischen und asiatischen Rufslands nicht anerkennt. In der neuesten Zeit stimmen aber die meisten Geo- graphen darin überein, als Gränze Europa's und Asien's anzuneh- men: die zwischen dem Schwarzen und Caspischen Meere durch den Lauf des Kuban und Terek sich ergebende Linie, ferner vom westlichen Mündungsarm des Urals den Lauf dieses Flusses auf- wärts bis zum Kamm des Ural-Gebirges, Avelcher dann eine na- türliche Gränzscheide bis zum Ursprung des Flusses Kara bildet, zuletzt den Lauf dieses Flusses bis zu seiner Ausmündung ins Karische Meer. Kach dieser Annahme ist hei Colorirung der Karte verfahren worden, nur mit der Ausnahme, dafs man das Gouv. Perm nicht durch eine mitten hindurch zu ziehende Linie trennen Avollte und deshalb der östlichen Ausbiegung desselben folgte, da ohnediefs dem Auge die Verfolgung der Gränzscheide auf dem Kamme des Ural-Gebirges sich von selbst darstellt. Das hier Angeführte gilt auch für die Blätter Ko. a7ii u. 39.
Zur neuen Auflage von 1848 hat der nordwestliche Theil der Küste von Africa eine ganz neue Darstellung erhalten, M eiche durch Benutzung des âAtlas de VAlgcrie, dresse sur les cartes publ. par le Depot de la Guerre et d'apres les travaux de Mss. Benou, Carrct et Jfarnier, par L. Botiffard. Avec une carte de la Grande Kabylie par Mss. Daiimas et Fabar. Paris 1848." be- gründet >vorden ist.
13a, {Spanien iind Portiig^al. Von Ad. St. 181T. - Neue Bearbeitung von F. v. St. 1834. Verbe.ssert 1849. ι
Î. Zur ersten Bearbeitung: Für die Küsten liegt die 1801 in Madrid erschienene seltene und vortreffliche Curia Es- ferica de las Costas etc. de ÎÏαηα, constr. en la Direcc. hydro- graf. etc. zum Grunde, mit Berücksichtigung, obgleich nicht unbedingter Befolgung der Kritik von Aniillon darüber, wie denn auch dessen Notizen üi,er Portugal und Spanien hier und da «iner Berichtigung bedürfen. Für das Innere bleibt übrigens unter den Karten leider! noch Lopes mit seinen zahllosen Wi- dersprüchen die Hauptquelle (wobei den Güssefcid'sehen Re- ductionen ihr Verdienst nicht abzusprechen ist). Was auch, durch die mit Prüfung und Auswahl gebrauchten Ortsbestimmun- gen, durch die Benutzung mehrerer bekannten Schriften und ein- Zfclner, besonders in den Allg. Gcogr. Eph. und der Mon. Corr. enthaltenen Kotszen und ans andern Kurten, so viel Zeit und |
Zweck erlaubte, daran verbessert werden konnte, läfst immer noch viel zu wünschen übrig. â Für die Darstellung der Ge- birge ist man vorzüglich ÎίÎίÎÎοη gefolgt. â Doch sollte die Karte nicht überfüllt Averden, auch fehlt es noch an Ueberein- stimmung in den Namen. â Für die Pyrenäen ist auch von lioussel Gebrauch gemacht worden.
B. Das Ausführlichere über die neue Bearbeitung die- ses Blattes von F. v. Stülpnagel, welcher hauptsächlich Donnet's mit vielen Special-Cartons ausgestattete Karte in i) gr. Bl. zum Grunde liegt, gibt Beilage E. â Die am 28. October 1848 er- öffnete erste Eisenhahnlinie in Spanien von Barcelona nach Ma- taro, 4 Meilen lang, findet sich eingetragen.
Für Cadix und Gibraltar befinden sich, Cartons auf No. 42a (Karie des Mittelländischen Meeres).
13^, 13c, Ige. iSpanieiii miid Portugal.
Von F. V. Stülpnagel. 1839.
Schon längst lag eine Bearbeitung der iberischen Halbinsel in grol'serm Maasstab als dem der Generalkarte in der Absicht des Herausgehers des Atlas, da in demselben alle andern Länder Europa's mit speciellerer Ausführung bedacht sind, und gerade für Spanien bei der Dauer der Kriegszustände der Wunsch nach einer specielleren Darstellung sich häufig kund that. Nur die Hoffnung auf Erlangung besserer und sorgfältigerer Materialien liefs die VerAvirklichung jener Absicht hinausschieben. Indessen ist diese Hoffnung ohne Erfüllung geblieben und es ist nicht zu erwarten, dafs die politischen Zustände auf der Halbinsel eine Richtung auf sorgfältige Terrainaufnalimen und Veröffentlichung derselben in naher Zeit gestatten Averde, und so bleibt dem zeich- nenden Geographen nichts übrig als das Vorhandene nach bester Einsicht zu benutzen und nur durch Sammlung und Sichtung ver- einzelter zuverlässiger Angaben hie und da Verbesserungen zu beAvirken. Es haben deshalb bei Bearbeitung dieser 4 Blätter meist die nämlichen Materialien gedient, Avie hei der neuen Auf- lage der General-Karte, vornämlich, aufser der (ohne Terrain ausgeführten) Eerghaus'schen Karte, der Atlas von Lopes, Don- nefs Karte in 9 Bl., die Küstenkarten Spaniens von Löwcnörn, dann die Aufsätze von Vincente Tojino, A. von Humboldt, u. a. in der Hertha, und für die Gebirgsdarstellung insbesondere Bory de St. Fincenfs Gemälde der iberischen Halbinsel.
Kriegsgeschichtliche Werke über die in den letzten 30 Jah- ren auf der Halbinsel geführten Kriege sind nebst Zeitungsbe- richten vom Verfasser fleifsig benutzt und alle dadurch historisch merkAvürdig gewordenen Orte aufgenommen Avorden.
In Hinsicht auf die Colorirung hat man vorgezogen, dieselbe nach der bekannten historischen und nationeilen Eintheilung bei- zubehalten, statt sie auf die durch Decret vom Nov. 1833 neu an- geordnete Eintheilung in 49 Provinzen oder Departements zu er- strecken, für deren Abgränzung ohnedem keine sichern Angaben vorliegen. Es sind übrigens die Hauptorte dieser neu gebildeten Defiartements durch farbiges Unterstreichen bezeichnet. Ausführ- licheres über diese neue Eintheilung ist in der Beilage iE. ge- : sagt, auf Avelche verwiesen Avird ; auch findet sich dort ein reich- i haltiges λ erzeichnifs von Berggipfeln nebst Angabe der i bekannten Höhen.
Portugal betreffend ist zu bemerken, dafs diefs früher aus I 6 Provinzen bestehende Königreich gegenwärtig deren sieben zählt, indem die Provinz Beira in JJeira alta (Ober-Beira) und Beira baixa (Unter-Beira) getheilt Avorden ist.
Die auf Blatt ISd- befindlichen Nebenkarten der Umgebungen von Cadix, Lissahon und Madrid werden willkommene Zu- gaben seyn.
Die vier Blätter haben die Einrichtung erhalten, dafs sie so- wohl dem Hand-Atlas als Bestandtheile beigebunden werden, als auch zusammengesetzt als Wandkarte dienen können.
14«. Frankreich. Von Ad» St. 1818. â Neue Bearbeitung von F. v. St. 1829. Neu gestochen 1838. Rev. 1847.
Da alle K. Frankreichs von Cassini direct oder indirect aus- gehen, so ist hier nur zu bemerken, dafs man sich an die bessern in Frankreich selbst erschienenen gehalten hat, die Berichtigun- gen in der Orientirung, Avelche durch spätere Berechnungen der Cass. Î Î und andere Operationen entstanden sind, nicht aus den Augen set/,end â Mehrere K. zugleich, nebst Malte-Brnn, Bü- sching, Hassel u. a. W. sind immer zur Seite gewesen; gesam- |
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4 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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melte Notizen aus epeciellen Nachrichten beachtet worden. â Für die Küsten ward auch ein bis ins g-röfste Detail gehender englischer Atlas benutzt; Dupain Triel beiläufig für die Flüsse; einzelne Blätter von Cassini selbst, Îνο das Detail genauer er- forscht werden sollte; Donnet (25 gr. Bl.); der neue Atlas von Aupick und Perrot u. s. w.
Die Illumination bezieht sich zugleich auf die frühere Eintheilung, und zwar so, dafs z. B. diejenigen Departements, deren Hauptort in Champagne lag, 'dieser Provinz ganz zu- getheilt Avorden, wenn auch ein Theil desselben Departements zu einer andern gehört hatte. Die Benennungen der vormaligen Gouvernements u. s. w. neben der Depart-Eintheilung ist irgendwo als eine überflüssige Zugabe getadelt worden. Möge doch immer solcher Tadel uns treffen!
Das Nebenblatt der Umgebung von Paris hat den fünf- fachen Maasstab der Hauptkarte.
Alle bis auf die neueste Zeit eröffneten Eisenbahnen finden sich hier wie in den Specialblättern 14i>, 14^, und nachge- tragen.
(Dr.) Drninon. (G. V.) Grand Ventron. (M) Morhien. (L) M. Liry.
(Don) Gr. Donnen, 3100'. (Rou) Gros Rougemont.
14'». Biordösfliches Frankreicli. Von Ad. St. 1820. â Keue Bearbeit. 1836. Rev. 1845.
Auf diesem Bl. ist das Terrain, so viel thunlich, getreu nach Ponnet, und im südlichen Theile nach Cassini, mit Rücksicht auf die bekannten Höhen, gezeichnet worden. Es haben aber die französischen und englischen Geographen für Terrain-Darstel- lung noch wenig Sinn^').
Folgende Höhen in den Gebirgen von Auvergne, den Voge- sen etc. sind auf der Karte meist mit den Anfangsbuchstaben be- zeichnet worden :
Mont d'Or: Puy de Sancy, Quelle der Dordogne 6200 Fufs hoch.
Puy de Dome bei Clermont, 4500 bis 4900'.
(Ma) la Madelaine, 4500'.
(Mo) Puy de Montoncelle, 5000'.
(P) Piei-re sur Haut, 6100'. " ,
dann in den V'ogesen:
Ballon bei Sulz, 4400'.
(B. A.) Ballon d'Alsace, 3900'.
(J) M. S. Jean.
(R) Bärenkopf, 2900'.
(G) las Goutteleux.
(Gr) le Gresson.
Die Hauptorte der Departements haben Capital-, die der Arrondissements Antiqua-, die Uebrigen Cursi«-Schrift erhalten, durch Gröfse angemessen unterschieden, etc. â Die Hauptstrafsen und Poststationen sind angegeben, übrigens auch gröfsere und klei- nere Dörfer vonbesonderera Interesse. Abkürzungen einiger Namen, wie bei Lyon, sind dem gänzlichen Weglassen dieser Orte vorge- zogen worden. Auf der Karte von Deutschland in 25 Blatt, wel- che noch bis in diese Gegend reicht, findet man sie erklärt.
Den besondern Zweck der Illnniination mehrerer Departements mit einer Farbe kennt man aus No. 14».
Die neue Bearbeitung hat in vieler Hinsicht Verbesserungen und Berichtigungen erhalten.
14". aiordwestliclies Frankreicli. Von
F. V. Stülpnagel. 1824. Rev. 1848.
Fortsetzung der Karte vom Nordöstlichen Frankreich und ganz so behandelt. Die Küsten möglichst genau und voll- ständig. â Einige unbedeutende Poststationen sind zur Ersparung des Raums nur mit P. bezeichnet. In den Bretagner Gebirgen in W. und S. von St. Brieuc bedeuten die Buchstaben: (Fr) Mge de Fronientel. (L) Foret de Lorge.
(M) Mge de Morhala. (Me) Mge du Menez.
(Fe) Mge de Fenbusque.
14^. Südliches Frankreich und nördli- ches Spanien. VonF.v.St. 1825.Rev. 1848.
Mit Beziehung auf das, was über die Blätter 14a. I4I). I4c. gesagt ist, begnügen wir uns, in der Beilage F. ein reichhaltiges
») Die neu in 259 Blättern und im Maasstab von ^g^r^ erscheinende âCarte io- pographique de la France, publ. par U ÎÎÏÏÎ de la guerre" macht hiervon eine röhmUche Ausnahme. Die in den letzten Jahren davon ausgegebenen 80 Bl. haben natürlich für die Bl. unsere Atlas noch nicht Tvesentlich benutzt Vier- den können. |
nach den Höhenzügen geordnetes Verzeichnifs von Berg- namen und Höhenbestimmungen zugeben, wodurch zugleich die auf der Karte vorkommenden Bergbezeichnungen erklärt werden. Der projectirte Pyrenäen-Canal von Toulouse nach Bayonne wurde nach der Carte de la Navigation de la France etc. von Pubrena, 1832, eingetragen.
15». Die Britischen Iniseln und die
Mord-See. Von F. v. St. 1839. Rev. 1849.
Den beiden ersten Bearbeitungen (1816 u. 1823) lag Lapie C. d. I. Eritt. in 6 Bl. vorzüglich zum Grunde. Cary's Atlas und mehrere englische Karten waren benutzt, so auch die unse- res Wissens auf Bonapartes Befehl zur Zeit des Landungs-Pro- jects ausgearbeitete, in den Buchhandel nicht gekommene, Notice descriptive sur V Angleterre, VEcosse et l'Irlande, 3Bde und andere bekannte Schriften. â Aus der englischen Gradmessung wurde besonders die Lage von Harwick berichtiget, das Uebrige stimmte meist mit Lapie. Die Angaben von Ortsbestimmungen, in der Connaissance des tems u. a. 0. sind nur mit Auswahl und \'or- sieht zu gebrauchen.
Die neue Bearbeitung hat einen Vorzug gegen die frü- hern Auflagen schon durch bequemere Stellung erhalten, Avelche es auch erreichbar gemacht hat, sie bei vergröfserter Ausdeh- nung zugleich zu einer Darstellung der ganzen Nord-See zu benutzen. Es ward dabei möglich, die Niederlande, Belgien, die Eibe aufwärts bis Hamburg und den nordwestlichen Theil Deutsch- lands mit aufzunehmen, Avas bei lebendiger gegenseitiger Bezie- hung die Karte noch brauchbarer macht.
Aufser andern bekannten Materialien wurde für die neue Bearbeitung noch insbesondere zu Grunde gelegt: The Banks of Soundiugs of the British Islands hy Capt. A. T. E. Fi dal, 1830 bis 1831, für die Küsten; Wyld'sMap of England and Wales proj. upon the trigonometrical Operations etc. für das Innere Englands; James Ρ α Im er' s Ireland, für Ireland; William Fa den's Karte und die Positionstafeln im Krit. Wegweiser VI. Bd. I. Stück für Schotland.
Besondere Aufmerksamkeit ist dem englischen Canal-System gewidmet worden, indessen konnten natürlich der Beschränktheit des Maasstabes wegen nur die Haupt-Canäle aufgenommen wer- den, auch findet man die hauptsächlichsten Eisenbahnen einge- tragen.
Auf den Nebenkarten: Umgebungen von Ρ lymouth, Porte- rn outh und London (nach Cary's zum Theil noch ufivollende- tem grofsen Atlas von England) sind die Parks der grofsen eng- lischen Grundeigenthümer nach dem Vorgang des Originals grün angedeutet.
15b Eng^land. Von F. v. St. 1849.
Die erste Bearbeitung von Ad. St. erschien 1817, eine zweite mit Hülfe eines Cartons bis zur Nordspitze erweitert im J. 1830; für die vorliegende dritte kamen nachverzeichnete Materialien zur Benutzung:
New Map of England and Wales, projected upon the trigo- nometrical Operations made for the General Survey of the King- dom. London, publ. by J. Wyld. 1847. 2 Blätter.
England and Wales, published unter the superintendence of the Society for the diff. of useful knowledge. 1846. 6 Blätter.
Raihvay map of England, Wales and Scotland, drawn from the triangulation of the Ordnance Survey &c. &c. London by J, Wyld. 1848. 4 Blätter.
Bradshaw's map of Great Britain, shewing the raihvays completed and in progress Avith the electric telegraph laid down. 1848.
Gorton's topographical dictionary. 3 vol.
15c. Schotland, mit der nördlichen Spitze von England. Von Ad. St. 1824. â Neue Bear- beitung von F. von St. 1837. Rev. 1848.
üie PositionstabeUe im kritischen Karten-Wegweiser VI. Bd. 1. Stück S. 73 hat bei der neuen Bearbeitung wesentliche Dienste geleistet. Für die Küsten wurden Englische Seekarten, für das Innere âWilliam Faden's" Schotland in 2 Bl. benutzt· |
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18 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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15^. Ireland. Von H. Hübbe. 1824. â Neue Bearbeitung von F. von St. 1841. Rev. 1848.
Bei der neuen Bearbeitung· wurden für die Nord- und Ost- küste die Aufnaliinen von Mudge, für die übrigen Küsten und für das Innere die Karten ÏÎ¿Ï James Palmer und Beaufort zu Grunde gelegt.
16». I§chweden nnd STorweg-en, Däne- mark, Island und Fär - Oer. Von
A. V. Stülpnag-el. 1845.
Für die Entvrerfung der ersten Auflage dieser Karte wurde die âGeograph. Milit. och Statist. Karta öfverliela iVeng-e och JSorrige etc. T. 0. J. Hagelstam, 1820" (verbessert 1821) vornehmlioh ge- braucht. â Die neue Bearbeitung gründet sich auf die gleichen Materialien, welche bei den speciellern Karten von Dänemark, Schweden und Norwegen benutzt sind.
16^. nänemark, mit Schleswig, Hol- stein und ILauenbnrgr, auch südlicher Theil von S c h av e d e n. â Nebst vier Neben- Karten : Plan von Kopenhagen, Island, Fasr- Ãer, Umgebung von Hamburg. Von Ad. St. 1833. Rev. von F. H. I. Geerz. 1848.
Dieses ist eine neue Bearbeitung der zuerst im Jahre 1819 erschienenen, von den 4 Nebenkarten nur die der Umgebung von enthaltenden, Karte von Dänemark u. s. w.
Der Vollständigkeit wegen folgt hier wieder mit wenigen Auslassungen, was bei der damaligen Erscheinung dieses Blattes (1810) darüber gesagt worden ist:
âUnter den benutzten Materialien heben wir aus: Die Dan. K. d. Soc. der Wiss. â Karte vom Herzogthuni Schleswig, vom Prem.-Lieut. von Golowin. Schleswig 1813. Ein gr. fleilsig gear- beitetes Bl. â Hzth. Holstein, nach den iVscÃer'schen K. entw. u. ber. V. B. SchlesAvig 1813. 1. Bl. â Geogr. milit. K. des Hzth. Holstein. Hannover 1814. 4 Bl. â Der A'förfeii'schen K. ist auch rühmlich Erwähnung zu thnn. â Gebiet der St. Ham- burg etc., von Ilcinrich. 1810 (zu Hefs Topogr,). â jV. iopngr. K. von Hamburg, Altona und Harburg â in grofsem Maasstab, mehr Plan als Karte; - vortrefflich. Die abgetragene Wilhelms- burger Brücke etc., die Zerstörungen von 1813 bis 1814 etc., sind genau angegeben. â Plan de VEmbouchure de l'Elbe p. Beau- temps Beaupre, au Dep. Gen. de la Marine 181«, 1 gr. Bl. von bekannter schöner Ausführung. Wegen der genauen Bezeichnung der Ufer und Deiche wichtig, aulserdem mehr für die Elbfali- rer. â Dörfeis Topographien von Holstein und von SchlesAvig sind bekannt. Einige handschriftliche Bemerkungen sind dank- bar benutzt worden. â Die Angaben der Strömungen in der Ostsee sind nach Catteau Calleville Tableau de la mer Baltique. Paris 1812. 2 Bände. â Das Nebenblatt von Hamburg, nach
dem Maasstabe ähnlicher Nebenbl."
Durch mehrere Punkte der Holsteinischen ÎÎ und durch die Benutzung einiger neuen Blätter der Dänischen und Schwedischen Originalkarten hat unser neues Blatt an Richtigkeit entschieden gewonnen. â Auch Gliemann General Kart over Kongeriget Dan- ^"rk etc. Kiöhenham 1821. 4 Bl., ob sie gleich nur beschränkten Werth hat, ist nicht unbeachtet geblieben. â Für Island liegen die Küsten-Arbeiten des Kopenhagener See-Archivs zum Grunde, Mackcnzie Reisen durch Island, 1810. etc. (Gliemann's kleine K. V. 1824 gibt fehlerhafte Breiten.)
(16% 16^.) ^cbweden und JfTorwe^en, auch Däne- mark, in a^vei Blättein. Von Ad. St. und H. Hübbe. 1824.
Für diese beiden nunmehr aus dem Atlas wegfällig gewor- denen Blätter ist die vortreffliche Karta öfver Sedra Delen af Saerige och Norrige, die auf Königl. Befehl 1815 bis 1826 unter Leitung von Carl von Forsell bearbeitet und in 8 schön und kräf- i«gr ausgeführten Blättern gröfsern Formats erschienen ist, ferner: Dessen Beskrifning jernte Karta Ãfver Mariestads Län, 1632,â SriELEii's HAHD-Atlas, BER. 5. A. |
Hisinger Profiler och Tabeller öfver de förnämsta Berghöjder etc.; Sverige och IS orrige, 1827, und Mehreres Andere, mit einigen sehr dankensAverthen handschriftlichen Bemerkungen aus Upsala erhaltene, benutzt >vorden. Die Gebirgsdarstellung hat durch fleifsige Benutzung von TSaumanrCs Beiträgen zur Kenntnifs Nor- wegens wesentliche Vorzüge erhalten.
17. Scliwedeia und ÃTorwegen. Mit zwei Nebenkarten: Umgegend vonStockholm; Grundrifs von Stockholm. VonF. v.St. 1846. Rev. 1849.
Eine Umarbeitung der im Jahre 1824 entworfenen Bl. No. IÃc und IÃd wurde nöthig, da sich manche neuere topographische Arbeiten zur Benutzung darboten, die früherhin mangelten. Für die neue Bearbeitung wurde es zAvar angemessener befunden, Sclnveden und Norwegen unzertrennt auf einem Blatte zu geben, indem der Maasstab nur um ein weniges kleiner genom- men zu werden brauchte, Avas sich durch die Weglassung Däne- marks bewerkstelligen liefs, dem ohnediefs das Specialblatt No. in noch bedeutenderem Maasstab schon geAvidmet ist. Die Karte wird so dem Beschaucr ein befriedigendes Gesammtbild geAväh- ren. â Für die Entwerfung dieser Karte haben neben den be- kannten Hermdin'sehen Karten vornehmlich gedient: Karta öfücr Södrn Delen of Sverige och Norrige utg. af Carl
af Forsell. 1815 bis 1826. 8 Bl. Sverige och Norrige etc. af O. J. Πag eist am. 1821. 1 Bl. Karta öfoer Skandinavien. Ny förbättrad applaga. 1843. 2 Bl. Karta öfver Landeswägarne uti Sverige och Norrige. Samman- dragen i cnlighet med de tillförlitligasteefterrättclservidKongl.- Gen.-Landtm.-Contoret af L.JV. Brandenburg. 1843. 1 Bl. in gr. Fol.
G. P. Blom, das Kg'r. Norwegen. Mit Forwort von Karl Rit- ter. 2 Bde mit 1 Karte. Leipzig, 1842. A. G. F. Freese, Reisehandbuch durch Schweden und Norwegen.
Nebst einer Reisekarte. Berlin, 1844. Karte, die Kanalbauten, Fliifsreinigungen, Hafenbautcn^ Befestigun' gen und dnlagcn neuerer Wege anzeigend, v>elche in Schweden ISlObislSZl unternommen worden sind. Fon JFhitelock. 4 Bl. Karta öfver Belägenheiten omkring Stockholm utg. af JF. M.
Carpelan. 1817. 1 Bl. Fol. Wägvisare i Stockholm. Pal. Laser ons förlag. 1839. 1 Bl. Fol.
Für das angrenzende Rufsland: Pediescheff's Atlas vom Russischen Reiche in 70 Bl. â und des Generals Schubert milit. itenerar. Karte v. e. Theile RuÃ- lands in 8 gr. Bl.
Diese Karten-Nummer wurde an die Stelle der Avegfällig gewor- denen No. 17 (Mittel-Europäische Staaten) eingereiht.
(17.) Mittel-Kuropäieclte Staaten. Von Ad. St.
1818.
Zur Uebevsicht der Oesterreichischen und Preufsi- schen Besitzungen, der Deutschen Bundes-Staaten und einiger andern. Mit zwei Scalen über Gröfse und Einwoh- nerzahl aller Europäischen und Deutschen Staaten, als Zugabe am östl. und westl. Rande der Karte.
Diese früher dem Atlas zur Zierde gereichende Karte er- schien späterbiti überflüssig, da der Preufsische Staat eine Ueber- sicht auf No. 221) erhielt, dem Oesterreichischen Staat ein be- sonderes Blatt No. 26 gewidmet M urde, und der Deutsche Bun- des-Staat auf No. Ii) im Zusammenhang dargestellt ist; auch veralteten die statistischen Zugaben. Dei'shalb wird sie den neue- ren Ausgaben des Atlas nicht mehr beigegeben^
18. Flufs- und Berg-Karte von Beutscli-
land und den anliegenden Ländern. Von Ad.
St. 1820. Neu gestochen und vermehrt 1846,
Die Karte geht weit über die Gränzen von Deutschland hin- aus. In O. begreift sie noch das Weichsel- und Theiss-Gebiet, in S. die Rhone-Mündungen u. s. w.
Das Bild des Landes möglichst treu und plastisch zu geben, war der Hauptzweck dieser K., daher ist auch die Störung durch |
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6 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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Namen, so viel als thuiilicli, vermieden Avorden. Weit reiner tritt es freilich auf Abdrücken ohne Schrift hervor. Der Ge- brauch solcher Abdrücke setzt aber voraus, dafs man mit den meisten der angegebenen Flüsse und Orte schon bekannt sey. Solche Abdrücke, deren eine kleine Anzahl besorgt worden, kön- nen auf besonderes Verlangen überlassen werden. â Die Ca- näle sind durch funkte bezeichnet Avorden.
Die neue Auflage hat eine zweckmäfsige Vermehrung in Bezeichnung von 74 bemerkenswerthen Bergkuppen durch An- fangsbuchstaben erhalten, welche unterhalb der Karte benannt sind. Die ganzen Bergzüge zu benennen, durfte man, den Zweck der Karte festhaltend, sich nicht erlauben.
19. ©eiitisclilaiiid, Wiederlande, Belgien nnd IScliwei®. Von Ad. St. 1821. â Neue Bearbeitung von F. von Stülpnagel. 1846 und 1848.
INach demselben Maasstabe wie der der einzelnen General- karten der Europäischen Länder. Kur so viel Detail als zur üebersicht nöthig. Beim angränzenden Frankreich sind die Na- men Champagne, Lothringen, EUafs u. s. w. den De- partements-Namen vorgezogen Avorden.
In der neuen Bearbeitung ist der orographische Theil mehr berücksichtigt worden, wie vorher; alle Hauptgebirgszüge finden sich hier benannt. â Im J. 1848 erhielt die Karte eine bedeutende Erweiterung im Norden und Nordosten, so dafs sie nunmehr ganz Schleswig und Ost- und West - Preufsen mit umfafst.
20. lieutscllland und anliegende Länder zur Tebersiclit der Eisenbahnen und Hanptstrarsen. Von Ad. St. 182». â
Neue Bearbeitung von F. v. St. 1844. Nach- getragen bis 1849.
Dieses zuerst im Jahre 1820 gezeichnete und danach fast jährlich durch Nachträge fortlaufend berichtigte Blatt bedurfte nun um so mehr einer völlig neuen Bearbeitung, als gerade in den letzten Decennien die Fortschritte im Strafsenwesen, soÎvohl in Eröffnung neuer Communicationen, als auch in Chaussirung fast aller nur einigermafsen bedeutenden Landstraisen so umfas- send waren, als wohl nie vorher in einem gleichen Zeitraurae. Dazu kommen die rasch sich in Deutschland entfaltenden Eisen- bahnen, von denen man vor 20 Jahren noch kaum eine Ahnung hatte!
Es fällt ins Auge, dafs die vorliegende Karte, ihrem Zweck als Uebersichtskarte entsprechend, nicht alle Stationen, auch eben so wenig alle Strafsen enthalten kann, man hat sich auf die Auf- nahme der Hauptstrafsen beschränken müssen, und dafs die- ses mit Auswahl und Prüfung geschehen ist, wird erkannt wer- den und der Karte Werth geben. Die chaussirten Strafsen un- terscheiden sich von den nicht chaussirten durch verstärkte Linien· Mitäufserster Sorgfalt und Genauigkeit sind die Entfernungen der Orte von einander angegeben, und zwar für Deutschland, die Niederlande, Belgien, und für die nördlich, östlich und südlich angränzenden Länder durchgehends in deutschen oder geogra- phischen Meilen, welche der preufsischen Postmeile entsprechen. Die neben den Entfernungs-Ziffern stehenden Punkte deuten Vier- telmeilen an (im Königr. Sachsen Fünftel-Meilen nach dem da- selbst bestehenden Längenmaas Verhältnifs). In Frankreich sind die Entfernungen den neueren Verfügungen gemäfs im Decimal- system durch Myriametre und Kilometre ausgedrückt, z. B. die Ziffer 4,4 zAvischen Paris und Meaux bedeutet 4 Myriametres und 4 Kilometres. Der Myriametre ist ziemlich übereinstimmend mit 11 deutscher oder Post-Meile.
Von Eisenbahnen sind alle im Bau vorgeschrittenen, so- weit ihre Linien bekannt waren, aufgenommen, die dem Verkehr eröffneten finden sich durch Colorirung hervorgehoben.
Um die Karte durch Ueberfiillung mit Bergschraffirung ihrem Zwecke nicht zu entfremden, ist diese ganz Weggelassen worden, die hauptsächlichsten Gebirge finden sich aber in einer der Haupt-Biohtung der Züge entsprechenden Stellung benannt, auch die bedeutenderen Gebirgs-Pässe sind bezeichnet. |
21. 22. 22b. 23. 24. 25. Sechs Blätter für Deuiscliland und den Prenfsisclien ^taat. Audi Siiederlande, llelgien, ScliweiK.
Diese zusammengehörigen sechs Blätter geben den Inhalt von No. ly in doppeltem Maasstabe. Sie bilden mit den 10 Blättern der anstofsenden Lande: Dänemark, England, Schotland, Ireland, Nordöstliches, Nordwestl. und Südliches Frankreich, Nördl. und Südl Italien, und Ungarn(35b), einen Complex von Karten von Mittel-Europa, der für die meisten Bedürfnisse befriedigend seyn wird.
Die einzelnen dieser sechs Blätter sind:
No. 21. Mordvcstlicties Deutschland, lÃsr. der STiederlande u.Kj^r.Melsien. 1831. Neu gestochen 1841. Rev. 1848. (Die erste Bearbeitung 1821.)
No. 22. I^'ordöstliclies ^Deutschland. 1831. Neu ge- stochen 1843. Bev. 1848. (Die erste Bearbeitung 1821.)
No. 22b. Die Preufs. Provinzen Freufseil und ^osen. Dabei Ãebersicht des Pffeufsisclien Staats, und Cartons für die Umgebungen von Königsberg und Dan- zig. 1833. Rev. 1845. (Auf der frühern Bearbeitung 1819 ist die Uebersirht des Preufs. Staats nicht befindlich.)
No. 23. Mittel-©estliche8 ©eutschland. 1834. Neu gestochen 1844. Rev. 184!). (Die erte Bearbeitung 1822.)
No. 24. üfidweistlichcs neutsehland, und SchweiK. 1835. Neue Auflage 1847. (Die erste Bearbeitung 1821.)
No. 25. SüdQstliches MeutschlaMd. 1836. Rev. 1846. (Die erste Bearbeitung 1822)
Es Avürde zu weit führen, sich auf eine umständliche Er- örterung über die innere Ausfuhrung einzulassen Es sind der Materialien zu viel, und deren Benutzung ist zu verschiedenartig. Selbst die Gepriesensten sind noch weit davon, den Prüfstein einer sorgfältigen Kritik entbehren zu können, besonders was die Orien- tirung betrifft. Nur wo gröfsere Vermessungen (wie die Oesterr., Bayer, u. a.) Materialien liefern, läfst sich mit Sicherheit auf- treten.
Wer sich aber dafür interessirt, findet Mehreres in den Be- merkungen zur Karte von Deutschland in 25 BL
Abkürzungen, welche besonders auf No. 24 vorkommen, sind daselbst erklärt, und es hat keine Schwierigkeit, sich damit bekannt zu machen. Ohne diese hätte das Blatt nur mangelhaft ausfallen können, und wäre doch mit Schrift überfüllt worden. Jetzt findet man mehr als auf manchem grofsen Blatte, und Lichtpunkte genug zur Beruhigung für das Auge und zum leich- ten Auffassen der Situation.
Die Hauptstrafsen sind nicht ohne Auswahl und Prüfung aufgeniimmen Avorden. â Die in den neuesten Jahren hergestell- ten Eisenbahnen finden sich allenthalben nachgetragen; auf No. 24 auch der Ludwigs-Canal vom Main zur Donau.
(26.) a) Berlin und IJuigebungen. â b) Die Donau von Pasi^au bis Wien, Kuj^leich für die Um- gebungen von Wien.
Diese beiden Halbblätter wurden dem Atlas beigegeben, weil auf den Specialblättern Deutschlands kein Raum übrig blieb, um die Umgebungen der Hauptstädte der beiden gröfsten Bun- desstaaten in Cartons darzustellen.
Indessen sind seit Erscheinung der Karte von Deutschland in 25 Bl. diese in gleichem Maasstab gearbeiteten Blätter ent- behrlich geworden, und mehrfachen Wünschen zu genügen, ist zum Gegenstand dieser Nummer nachgenannte Uebersichtskarte der ganzen Oesterreichischen Monarchie gewählt, da diese siih nur nach ihren einzelnen Bestandtbeilen auf den Nummern 25, 33, 33^, 34, 35, 35li zerstreut dargestellt findet, auch ist hier ein Plan von IVien beigefügt worden; für eine ähnliche Dar- stellung von Berlin dürfte künftig auch noch Raum auf einem der Norddeutschen Blätter des Atlas gefunden werden.
26. öer Oesterreicliisclie Kaiser-Staat·
Mit Plan von Wien. Von F. v. St. 1844. Rev. 1841.
Die Karte ist mit kritischer Sichtung bearbeitet und der Zeichner ist bei Entwerfung derselben auf die besten Quelleu |
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20 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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zurückgegangen, von denen, aufser den treffenden Nummern des Hand-Atlas und der Karte von Deutschland in 25 Hl., die Karten- werke des österreichischen Gcn.-Qiiarticrmeistcrstabs vom Erz- herzogthum Oesterreich, von Tyrol, vom Königreich Illyrien und dem Herzogthum Steiermark namhaft zu machen sind, aufser diesen die FaUon'sche Karte der österreichischen Monarchie, die Centrai-Karpathen von v. Sydow und JVolff, einige Blätter der ^eiyi'schen Karte des Osmanischen Ueiches in Europa, auch für den nördl. Theil Engelhard's Karte des Preufsischen Staats östlich von Berlin.
Von Strafsen sind nur die dermalen befahrenen Eisenbahnen aufzunehmen für zweckmäfsig erachtet vrorden.
27 u. 28. Sachsen, TS»iirin§:en und be- maclil'®''1® Länder. â Nach eigenen Messungen und den besten Hülfsniitteln ent- worfen von J. C. Bär und Ad. St. 183». â Neue Auflage 1838. Revidirt 1848.
Der ursprünglich dem Hand-Atlas zu Grund gelegte Plan hatte anfänglich zwei Blätter lür den Umfang dieser Länder be- stimmt, welche aber späterhin in ein Blatt zusammengezogen wurden, daher erklärt sich die gegebene Doppelnummer; gleiche Bewandnifs hat es mit No. 30 u. 31.
Der zuerst genannte wackere Gehiilfe des Herausgebers hat den wesentlichsten Antheil an der guten Grundlage dieses Blattes. Wiederholte Reisen mit guten Winkel-Instrumenten nach den Gegenden, wo die Orientirung noch mangelhaft war, haben ihn in den Stand gesetzt", ein Gerippe, besonders für den westli- chen Theil dieses Blattes, auszuarbeiten, welches neu ist und nichts zu wünschen übrig läfst. Dabei ist durch Ocular-Auf- nahmen, bei ungemeiner Uebung und Fertigkeit darin und ei- nem treuen Lokal-Gedächtnifs, für Flufslauf und Situations- detail Vieles geschehen, diesen Grundlagen einen vorzüglichen Werth zu geben.
Das vorliegende Blatt kann daher in mehreren Beziehun- gen als Original gelten. Noch eigentlicher ist es als Reduc- tion von topograpliischen Materialien anzusehen, die zu Ausar- beitungen in gröfserem Maasstabe bestimmt sind. Dafs übri- gens die Sächsischen Vermessungen und alle sonst zugäng- lichen Hülfsmittel nicht unbenutzt geblieben sind, versteht sieh ohnehin. Ueher die Art der Benutzung ausführliche Rechen- sehaft zu geben, würde zu weit führen, mit wenig Worten es abzumachen, aber ganz fruchtlos seyn.
(29). Rhein, Maas und Scheide oder IViieder- lande von Dinant bis Alkmaar. Von Ad. St. 1818.
(Rev. 1823, und später.)
Erayenhoff, Cassini, Ferraris, Tranchot, Lccoq waren nach den Vermessungs-Datis und den erschienenen Karten zu benutzen, nicht ohne zeitraubende und schwierige Vorarbeiten, um dem Mangel an Zusammenstimmung, obgleich die Unsicherheiten in ziemlich enge Gränzen eingeschlossen sind, möglichst^abzuhclfen. Man weifs, wie vortrefflich Krayenhnffs Messungen'und Karten sind; so Aveit diese reichen, war nichts zu verbessern. Dabei sind Wiebekings sehr genaue Karten der Provinz Holland und Utrecht ebenfalls gebraucht Avorden; aufserdem von inländischen Werken, mehr zur Vergleichnng undAusAvahl, oder für die neuere Begränzung: Sepp Niederl. Reise en Zack Atl.; Covens beknopte Staats-Beschr. d. Batav. Republ. mit K. (wegen Angabe der Volkszahl aller Dörfer nützlich); Jac. de Gelder K. Amst. 1811; __ jFeygand, Haag 1816; â Caspar Muller, Haag 181« (2 gr. | und 4 kl- gut für die altern Provinzen, bei Aveitem weniger 1 aber füi" "belgischen); v. Kampen Staats- en Aardryksk. Be- j sehr. V. h. Kgr. d. Nederl Haarl. 181Ã, das beste Werk meines Wissens, seit der neuen Verfassung, was aber nach dem Umfang (415 S.) weit reidihaltiger seyn könnte; besonders kurz sind die Belgischen Provinzen abgehandelt. Bei der spätem Bearbeitung noch: Gosselin Alphabetische Naamlyst etc. 1826.
Einiges über die Aussprache der holländ. Namen mag hier Platz finden:
ζ wird aasgesprochen wie s ;
g, ch, aus der Kehle, wie m Ach, Bach; überall, zu An- fang, iiacli e, i, â "· |
ae, aa, wie ah; kann also nicht a geschrieben werden;
eu, eeu, wie öh;
oe, wie u oder uh;
Oll, wie a u.
u, im, wie ii, üh;
ui, ny, wie äü;
y, oder eigpiulich ij, wie ey, in den kurzen Endsylben-we- niger hörbar.
Also: Daendels, Leeuwarden, lioerhave, Zoestdyk, TFoerden, Gouda, Utrecht, Zuyderzee, lihyn, Yssel, Rysswik, spr.: Dahndels, Löhw., Burh., Sustdeik, Wührden, Gauda, Utracht, Säüdersee, Rhein, Eissel, Reissw'k.
An die Stelle dieses Blattes, dem es an Ausdehnung nach Norden wie nach Süden fehlte, ist in neuerer Zeit getreten:
29. Mederlande, Belg^ien, Ijiixembiirg.
Von Ad. St. 1833. â Rev. 1845.
Was so eben zu dem altern Blatte bemerkt worden ist, gilt auch für dieses. Es versteht sich, dafs für das gegenwärtige noch manche neuere Materialien benutzt worden sind.
30 u. 31. öer Bliein vom lEodenisee bis ECÃln. Zugleich Specialkarte von Württemberg, Baden und der Baye- rischen Pfalz. Von F. v. St. 1845.
Die Karte erschien zum erstenmal 1823 \on Ad. St. und zum zweitenmal gestochen 1833. In jener Zeit hatte ihre Bearbeitung viel Mühe verursacht, da das damals vorhandene so sehr ver- schiedenartige Material nur in sorgfältiger Auswahl und mit Schwierigkeit zu benutzen möglich Avar. Seitdem sind für diesen Länderumfang in den theilweise erschienenen Vermessungsarbei- ten Württemberg's, Baden's, des Grofsherzogthunis Hes- sen und Bayern's dem Topographen die zuverlässigsten Grund- lagen geboten, und es bedurfte nur zur Ausfüllung einiger Lücken der Beihülfe andern mindern Werth habenden Materials. Für die angränzenden französischen Departements konnten auch meh- rere der in den ausgegebenen Lieferungen enthaltenen Sectionen der grofsen âCarte topographique de la France pnbl. p. le Depot de la guerre" benutzt werden.
Die das Badische Land von Nord nach Süd durchziehende Staats-Eisenbahn findet sich in ganzer Ausdehnung aufge- nommen.
32. öie Scliweiz. Von F. v. St. 1844.
Eine erste EntÎverfuÏg dieser K. von Ad. St. trägt die Jahr- zahl 1820, ein zAveiter Stich die von 1827; zu diesen beiden Be- arbeitungen findet sich nachstehendes bemerkt:
âDie Beschaffenheit des Landes macht es fast unmöglich, bei beschränktem Räume Anschaulichkeit und leichte Uebersicht mit dem erforderlichen Grad von Genauigkeit und Vollständigkeit zu vereinigen; und doch mag eben bei der Schweiz am Avenigsten von einem dieser Erfordernisse etwas vermifst >verden. â Durch angemessene Bezeichnung der Gebirge, welche zugleich dem Charakter entsprechen, und wobei das >veniger Bekannte ab- sichtlich leichter gehalten worden, hat man versucht, den eige- nen Anforderungen zu genügen. Die Bergnamen sind durch Î n- fangsbuch Stäben bezeichnet, die in dem zur Karte gehöri- gen Commentar: âDie Berge der SchAveiz" mit Beifügung der Höhen, erklärt Averden.
Die innere Bearbeitung der Karte betreffend, heben wir über die in grofser Anzahl benutzten Hülfsmittel, wie gewöhnlich, nur Einiges aus. â Scheudizer (itinera Alpina), obgleich über 100 Jahre alt, ist auch jetzt noch, selbst durch Ebel, wenigstens für graphische Darstellung nicht ganz entbehrlich gemacht, und hätte, von Jf'^ci/s benutzt, dessen Atlas manchcn Vorzug geben können, der an diesem, aus Vortrefllichem und höchst Mangelhaftem zu- sammengesetzten Werke vermifst wird. â Die Scheuermann'schen Kärtchen einzelner Cantone und Gegenden (zwischen Aar und Bh»)ne äufserst genau) sind bekannt; so Kührs für ihren Zweck ganz vortreffliche Reisekarte; ferner die Blätter des top. mil. Alias der Schweiz und a. allg. Werke.
Osterwald's JSeuchaiel (ein Meisterbiatt); Feers Rheinthal, die französische Simplon-Karte (Plan de la Route de Simplon etc. dr. p. Cordier, Ing. au Simplon) sind auf die genauesten Vermessun- gen gegründet |
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Cap. Raymond C. phys. et niincral. da Mont-Blanc, ein gro- fses Blatt. Wenn auch der Zusatz : âlevee etc. â Vauteur rCa cpargne ni soins ni trav. ponr obt. la plus gründe exactitude" im beschränkten Sinne gelten mag; so ist es doch für diese Gegend, neben Saiissure, ÎveIchen es ergänzen soll, das Beste. â Der Mont-Blanc ist daselbst zu 43o 32' 25" L. von Paris, 45° 56' 15" N. Br. angegeben, also abAveichend von der v. Zach'schen Be- stimmung. Für jede derselben vermissen wir befriedigende Nach- weisung.
Dagegen geben und versprechen uns fürs Bern er Land und die anliegende Gegend die Trerei'schen Arbeiten gute Materialien.
Noch verdienen angeführt zu werden die kleine Karte über die L?niÃ~Arbeiten, Stapser Karte vom Erguel, Plan de la ville et des Environs de Zürich etc., die Charte de la Suisse Romande, einige Blätter von Bader Dalbe, von Amman, etc. â Andere lite- rarische Notizen kommen gelegentlich in dem besonders gedruck- ten Commentar zu dieser Karte vor.
In Hinsicht der Orientirung bedarf die südliche Schweiz vor- züglich noch genauerer Angaben. Die UngeAvifsheiten und Wi- dersprüche in der Länge gehen bis auf volle 8 Minuten.
Dafs das nördliche Savojen und einige Nebenländer mit Aus- führlichkeit behandelt worden, wird nicht als überflüssig ange- sehen Vierden." ,
Die gegenwärtige dritte Bearbeitung von F. v. St. weicht in so fern von den vorhergehenden Ausgaben ab, dafs 1) der Maas- stab um ein Bedeutendes gröfser genommen worden, und 2) dem- zufolge bei gröfserer Vollständigkeit in topographischer Hinsicht auch für bequemere Benutzung des Blattes als Gebirgskarte da- durch gesorgt ist, dafs alle Gebirgsnamen vollständig ausgeschrie- ben sich finden. In den frühern Ausgaben konnten diese wegen Beschränktheit des Raumes nur mit Buchstaben bezeichnet wer- den, was die Veranlassung zu Abfassung des erläuternden Com- mentars (âDie Berge der Schweiz von Jd. Stider, 20 Sei- ten in 4to") gab. Dieser Commentar ist somit nunmehr über- flüssig geworden und wird deshalb nicht von Neuem abgedruckt. Es können aber von der letzten Ausgabe noch Exemplare auf Verlangen abgegeben Îverden, da für Jeden, der sich mit dem geograph. Studium der Schwei« beschäftigt, diese lichtvolle Zu- sammenstellung des verewigten Verfassers stets ihren eigentiiüra- lichen Werth behält.
Neben den Hülfsmitteln, über die oben zu den frühern Aus- gaben schon Rechenschaft gegeben worden ist, sind bei der Ent- werfung der neuern Auflage noch aufserdem an neu erschiene- nen kartographischen Werken benutzt worden : PÃsiers Karte der Kantone St. Gallen und Appenzell, Weifs K. des Cant. Bern, Sulzbcrger's K. des Cant. Thurgau, /iTeiiei'sK. des Cant. Zürich, WorVs K. der SchAveiz in 20 Bl. Für die angrän- zenden Theile Tyrol's und der Lombardei dienten die Karten des österr. Gen -QiLartiermeisterstabs, so wie auch für die West- gränze die betreffenden Sectionen des grofsen Atlas topographique de la France. Ueberdem wurden: JSöei's Anleitung, die Schweiz zu bereisen (4 Bde. 8vo), Luts Handlexikon der Schweiz, und Meyer's von Knonau Erdkunde der schweizerischen Eidgenossen- schaft fleifsig zu Rathe gezogen.
33. Italien. Generalkarte. Mit Nebenkar- , ten : Rom's Umgebungen; Neapel's Umgebungen; Malta, Gozzo, Comino. Von F. V. St. 1845.
Zuerst 1817 für eine der ersten Lieferungen des Hand-Atlas entworfen, erfuhr dieses Blatt 1828 eine Umarbeitung, und er- scheint demnach gegenwärtig zum d r i 11 e η m a I neu bearbeitet. Die bei Entwerfung der beiden Specialblätter (No. 34» und 341·) benutzten Materialien dienten auch vornehmlich hier wieder zur Grundlage.
(3.3b.) Bas Adriatische Meer. Von F. v. St. 1828.
Rev. 1845.
Zur Erfüllung einer dreifachen Bestimmung:
a) als Küsten-Karte vom Adriatischen Meere;
b) als Karte der östlichen Länder: Dalniatien, Croa- tien, Bosnien u, s. W.
g) als hydrographisch-orographische Ueber- sichts-Karte von Italien. |
Den ersten Anlafs zur Entwerfung gab die nunmehr allge- mein bekannte, auf genaue Vermessungen gegründete einzig schöne Carta di Cabotaggio del Mare Adriatico u. s. Îν., welche in 24 Blättern gröfsten Formats in Mailand erschienen ist.
Es hat sich dadurch bestätiget, wie fehlerhaft zum Theil noch die bisherigen Darstellungen der Küsten des Adriatischen Meeres, besonders der östlichen, waren.
Die östlichen Länder: Dalmatien, Croatien, Bosnien u. s. w. sind, was die innere Ausfuhrung betrifft, nach der vom Gen. Quartiermeisterstab in 9 schönen Blättern herausgegebenen K. der Oesterreich. Monarchie bearbeitet. â Obgleich damit die Meinung nicht ausgesprochen seyn soll, als sey diese Karte über- haupt und durchgängig untadelhaft befunden worden: so läfst sich doch, der Beschränktheit des Maasstabes ungeachtet, kaum bezweifeln, dafs derselben für Dalmatien, aufser den Resultaten der Küsten-Vermessung, noch andere neuere Materialien zum Grunde liegen, >velche dem Verfasser der grofsen Karte von Dal- matien in 8 Blättern (M. d. T-x. Wien 1810) zu jener Zeit nicht zu Gebote standen "'). Der orograpbische Theil ist, was die Na- men betrifi't, vollständig der Karte des Gen.-Quartiermeister- stabes entnommen.
Bei der hyd rο gr apliisch - οrogra Ïhischen TJeb er- sicht von Italien spricht der ZAveck und die Ausführung von seihst. Die Haupt-Kergzüge sind von den untergeordneten durch leicht fafsliche Abstufungen unterschieden. Den Anhöhen am Adri:iti.schen Meere ist angemessene Schraffirung gegeben.
Es verdient Πohl überhaupt die grofse Süd-Europäische Senkung (zwischen den Alpen in N. und den beiden Ausläu- fen: den Πpennine η in W. und den Croatisch-Dalmati- scben Gebirgen [dinarischen Alpen u. s. w.] bis zum Hämus, in O.), welche als Po-Thal und als Adriatisches Meer gewisser- mafsen ein Ganzes bildet, mit den sie einfassenden Gebirgen im Zusammenhange überblickt und in ihren Theilen unter verschie- denen Gesichtspunkten verglichen zu werden. Hier sey nur auf die äufsere Form der Gebirge hingedeutet, welche das Adriati- sche Meer umschliefsen.
Durch Italien zieht der Rücken der Apennin e η wie ein ge- schlängeltes Band, zuletzt gespalten um den Busen von Tarent. â Nach dem Po und dem Adriatischen Meere hin fast durchgehends kurze senkrechte Seitenäste, nach dem Becken des Tyrrhenischen Meeres zu ausgedehnte Verzweigungen, dem Hauptzuge mehr parallel, und unter diesen ein fast völlig isolir- tes kleines Gebirgssystem, dasToscanische Mittelgebirge.
Bei der östlichen Fortsetzung der Alpen nach dem Hämus hin eine Menge einander gedrängt begleitender paralleler, viel- fach abgebrochener und durchsetzter Reihen, zerrissene Küsten, mit Inseln und Halbinseln seltener Form, dem Gebirgslande selbst gewissermafsen mit angehörend, halb trockene und von Flüs- sen ohne Verbindung bewässerte Thäler u. s. w.
Diese Beschaffenheit hört auf, da wo eine zweite Abtheilung des Adriatischen Meeres durch die von Ragusa über Meleda, Lagosta u. s. w. nach dem Monte-Gargano oderdenTre- miti-Inseln gebildete Linie vorgezeichnet ist- âNach der Ver- engung auf 9 Meilen zwischen Cap d'Otranto und C. Lin- guetta erweitert sich das Adriatische Meer zum Jonischen, wo die Küsten von Calabrien und Sicilien den Gegensatz zu de- nen der Jonischen Inseln u. s. >v. bilden.
Anm. Diese Nummer 33l> (Das Adriatische Meer) ist aus der neuesten Ausgabe des Πand-Atlas weggeblieben, weil die- selbe durch die beidea Karten Nn. 51 und 52, West- und Ost-Polynesien, eine nothwendige Vermehrung erhalten hat, und doch die Gesammtzahl von 83 Blattern nicht über- schritten werden solL
34a IS^ördlicheiS Italien. Von F. v. St. 1842.
Rev. 1848.
Dieses Blatt erscheint hier zum drittenmal neu bearbeitet, nachdem die früheren Ausgaben (von 1818 und 1833) nicht mehr befriedigen konnten. Das Lombardisch-Venetianische Königreich ist nach der Vermessungskarte des österreichischen Gen,-Quariier- Meisterstabs entworfen, eben so die Herzogthümer Parma, Pia- |
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cenza unil Guastalla nach der ebenfalls in Mailand von dem Ãster- reich. Gen.-Quartier-Meisterstab erschienenen Vermessungskarte dieser Herzogthümer. Für Toscana diente die bekannte Inghira- mi'sche Karte in 4 grofsen Blättern, und für Sardinien und den Kirchenstaat wurden die neuesten ^For/'schen Karten zu Rathe gezogen.
Für die Besitzer der altern Ausgabe, und zugleich den Er- läuterungen zur neuem als Anhalt dienend, lassen wir die damals über die Karte gegebene Nachricht hier vorausgehen :
âUiese Karte war mit der ersten Auflage von No. 33 zugleich in Stich gegeben Avorden, erschien aber um ein Jahr später als diese, wodtu-ch sie an innerem Werthe gewonnen hat, da man- ches Neuere noch nachträglich benutzt worden ist, besonders Frhr. von Liechtenstern (Geographie d. Oesterr. Kaiser-Staates III. Bd.); auch Orgia^^i wegen der Begränzung (Italie, 2 grofse Blätter «rut im Technischen, Copie von Bader Dalbe). Reich an Nachrichten über Italien sind die erschienenen Hefte der in- teressanten Correspondance astronomique, welche Frhr. v. Zach in Genua herausgab. Wir finden darin unter andern ein herr- liches Skelet für Toscana aus Inghiranii's Vermessung, viel ein- zelne Ortsbestimmungen vom Herausgeher, von Capitain Smith s. w. Zur Berichtigung unserer (damals) im Stiche schon voll- endeten Karte konnte von diesen Schätzen kein Gebrauch mehr gemacht werden (ein paar Nachträge abgerechnet), selbst mit erkannten bedeutenden Mängeln hätte die Karte dem Publikum übergeben werden müssen. â Indessen, das Resultat der Prüfung hat sich günstiger gezeigt. â Was Îvir aulser Inghirami in die- ser Correspondenz finden, läfst für unsere Karte nichts zu wün- schen übrig; aber auch im To scani sehen ist auf unserer Karte der wichtigere Theil, von der Voltata des Arno gegen des- sen Mündung hin, und was ihm zur Seite liegt, ohne merkliche Fehler dargestellt. Florenz, Lucca, Livorno, Volterra, die Küste bis Elba etc. stimmen vortrefflich; 20 bis 30 Orte dieser Gegend kiinnen unverrückt an ihren Stellen bleiben; Pisa (der merk- würdige Streitpunkt zwischen geodätischen und astronomischen Resultaten) mül'ste nur ein weniges mehr nördlich, Siena um eine ähnliche Distanz mehr südlich liegen. Bedeutendere Ab- weichungen zeigen sich südöstlich von Florenz. Der obere Arno, gewifs auch die obere Tiber, werden mehr nach Westen zu le- gen seyn. Dreht man den ganzen Strich bis zum L. di Perugia um Florenz Avie um einen Pol gegen W. hin, mit angemessener Zusammenziehung, so wird man auch hier das Richtige ziemlich treffen. Nicht also eigentlich eine Entstellung des Bildes, nur gegen SO. hin eine zu grofse Ausdehnung geht daraus hervor. Toscana ÎνίÎά künftig etwas kleiner erscheinen. â Es Aväre zu wünschen, dafs die Î Î bis Riraini und Ancona fortgesetzt wer- den könnten! â Südlich von Siena fehlen noch die Angaben zur Prüfung. Uebrigens verschAvinden diese Fehler für den ge- wöhnlichen Gebrauch. Die meisten bleiben innerhalb der Gränze einer pariser Linie, wenige (beiM.Varchi am obernArno) wach- sen bis auf das Doppelte. Der Gränzort Cortona aber, an der Stralse nach Perugia, würde über 4 Linien WSW. zu liegen kommen müssen, Avenn anders die Lange richtig angegeben ist.
Für einen Theil des grofsen Po - Thaies und einige Alpen- Gipfel kann Kellers Panorama von Mailand einen Probierstein abgeben, da aus demselben dieAzimuthe der Umgebung auf das genaueste nachzumessen sind. â Dafs für das Venetianische von Liechtcnsterns Karte der von Zac/i'schen Vermessung vorzüglich benutzt worden, wird des Anführens kaum bedürfen. â Die Carta amministrativa und andere sind schon früher genannt.
Der οro- und hydrographische Theil ist so sorgfältig bearbeitet, als es dem Maasstabe angemessen schien, hier und da mit Verbesserungen aus einzelnen Werken. Was für die Al- pen einer Erläuterung bedarf, hat sie bei Erscheinung der übri- gen Alpenblätter erhalten.
Die Begränzung des Venetianischen gegen Illyrien ist aus Jjicchtenstern möglichst genau abgeleitet worden. Zwar bemerkt von hie(^^ienstern, dafs einiges noch nicht definitiv bestimmt sey, doch scheint diefs nur Kleinigkeiten zu betreffen, die hier ziem- lich verschwinden."
So weit die fiühernBemerkungen. âFür die spätere (zweite) Bearbeitung (1833) sind noch zwei klassische Originalwerke: Carta Topogr. dei Ducati di Parma, Piacenza et Guastalla, levata dietro misure trigon. 1821 bis 1822. â Dell' Inst. Geogr. Mil. d- Magg. Gen. Austr. â Milano 1828. 8 Blätter.
Inghirami Carta Geometrica della Toscana. Firence 1830. â 4 Blätter gröfsten Formate, auch die in mancher Beziehung recht brauchbare
SriEiER'a Hahd-Atlas. Ber. 5. A. |
Carta del Regno Lombarde Veneto, compil. da Gaetano Mon- ticelli, 1827. 1 grofses Blatt benutzt worden. â Das neue Blatt enthält den Kirchenstaat, auch Corsica vollständig; das frühere Blatt ging nur bis 42° Br. Die neuen Eintheilungen der verschiedenen Staaten sind angege- ben, auch die Gränzen einer Jeden, da wo man sich deren ver- sichern konnte. Die 5 Compartimento's von Toscana sind auf Inghirami's Karte nicht durch Gränzen unterschieden.
3#. König;reicli beider !Sicilieii3 nebst dem j^üdlichen Tlieile deis» Kir- clienstaatjs. Mit Nebenkarte von Malta. 1848.
Die ältere Bearbeitung unter dem Titel: âSüdliches Italien mit Sicilien, 1825." gehört Herrn Iläbbe ausschliefslich zu, und der Herausgeber hat nur durch nähere Besprechung über die erste Anlage und durch einzelne unbedeutende Bemerkungen Antheil daran. â Dafs diese schwierige Arbeit keinen unwürdi- gen Händen anvertraut worden, beurkundet die von Herrn Hübbe selbst über sein Verfahren gegebene Nachweisung, die wir hier meist mit seinen eigenen Worten, ausführlicher als der Zweck eigentlich erfordert, den Lesern vorlegen wollen, damit diejeni- gen, Îvelche sich für die Erdkunde zwar interessiren, von gra- phischer Kritik jedoch keine oder nur eine mangelhafte Vorstellung haben, daraus einigermafsen abnehmen mögen, wie für den Kartenzeichner eine geschickte Hand und ein geübtes Auge nicht blos die Hauptsache sey.
An Hülfsmitteln hat der Verfasser aufser den inländi- schen Karten hauptsächlich benutzt und verglichen:
R. Zannoni, â Bader Dalbe, â die Carta ammini- strativa, â Orgiazzi, â Werke, die aus unsern frü- hern Berichten schon bekannt sind, dann das MeisterAverk: Carta di Cabotaggio del Mare Adriatico. Mi- lano 1821 bis 1822. 24 gr. BL Nuova Carta degli stati Pontifici meridionall. Milano 1824. 4 Blätter. Nächstdem die bekannten allgemeinen geographischen Werke, und unter den Reisebeschreibungen etc. vorzüglich de Sayve, Kephalides, Bartels, Spallanzani.
Zur Grundlage diente zugleich eine Auswahl aus des Her- ausgebers handschriftlicher Sammlung von Ortsbestimmun- gen und dahin gehörigen Notizen. Dafs aber dieser Theil einer geographischen Grundlage in der Anwendung der allergrölsten Vorsicht bedarf, ist dem Kenner nicht fremd. Die Zahl sonst schätzbarer Karten, auf Avelche eine oder einige unrichtige Orts- bestimmungen den nachtheiligsten Einflufs gehabt haben, ist nicht so gering als man glauben möchte. Ganz neue mit dem rühm- lichsten Fleifs gearbeitete Blätter sind an dieser für alle Graphi- ker gefährlichen Klippe gescheitert. Ein einziger falscher Win- kel, ein Schreib- oder .Rechnungsfehler des Beobachters, ein Re- ductionsfehler, oder, was nur zu häufig vorkömmt, ein Druckfeh- ler, kann Verzerrungen der Ortslagen herbeiführen, die vielleicht lange Zeit für Berichtigungen gelten. Bader Dalbe, wegen scharf- sinniger Ausmittelung der richtigen Ortslagen besonders geprie- sen, Avenn auch früher fast über Gebühr gerühmt, zeigt in die- ser Hinsicht eines der auffallendsten Beispiele. Erst die Vermes- sung des Πdri ati sehen Meeres mufste uns ein Licht aufstecken.
Lassen wir nun den Verfasser unserer vorliegenden Karten selbst sprechen.
âLeider zeigte schon eine oberflächliche Vergleichung, Avie sehr selbst die bessern der gebrauchten Hülfsmittel von einan- der abweichen.
Der Carta di Cabot. gebührt bis zum Capo di Leuca ganz unbedingt der Vorzug vor allen andern genannten, da sie bis zu diesem Punkte auf einer mit astronomischen Beobachtun- gen verbundenen ΠΠReihe beruht, in deren Richtigkeit ohne sehr geAvichtige Zeugnisse kein Zweifel gesetzt werden darf. Ueberdiefs wurde aus den verglichenen Ortsbestimmungen, Reise- beschreibungen etc. manches Falsche und Mangelhafte berichtigt und vervollständigt. Alles Einzelne anzugeben würde hier zu weit führen, indessen glaubt sich der Verfasser wegen einer Ah- vreichung von frühern Darstellungen rechtfertigen zu müssen, welche zu auffallend ist, als dafs sie dem Blick des mit dem Ge- genstande Vertrauten entgehen könnte.
Die Küste des Adriatischen Meeres und ein schma- ler Strich des anstofsenden festen Landes wird, Avie schon ange-
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führt worden, von der Carta di Cabot. auf eine so zuverläs- sige Weise bestimmt, dafs eine Aenderung daran sich wohl schwerlich würde verantworten lassen, allein wie sehr ist diese Bestimmung von der frühern verschieden.
Capo di Leuca liegt nach Bader Dalbe 36° 30' 0. v. Ferro, nach der Carta di Cabot. 36° 2' - - - also eine Differenz in der Länge von beinahe einem halben Grade, um welche auf B. D. und nach ihm auf allen spätem Karten, dieser Punlit zu weit nach 0. liegt.
Je weiter man an der Küste gegen KW. hinauf geht, desto mehr nähern sich die Angaben beider Karten, und an der Mün- dung der Pescara (42j° Br.) stimmen sie beinahe überein.
An der Westküste durfte eine ähnliche V^erschiebung ge- gen W. nicht vorgenommen werden, denn viele Ortsbestimmun- gen, unter denen die zuverlässigsten die von Neapel, Messina und Palermo, beweisen, dafs diese Küste auf B. D. ziemlich richtig niedergelegt sey; ja es ergab sich sogar als muthmafs- liches Resultat, aus mehrfachen Combinationen der Torliegenden Materialien, dafs ein Theil der Westküste um 4 bis 6' gegen 0. gerückt werden müsse : so auch, in dessen Folge, der östliche Theil von Sicilien; dagegen der westliche Theil dieser Insel, vom C. di Rama in N. und C. St. Marco in S. an (30|° L ), nach den Aegadischen Inseln zu, hinsichtlich dieser und des C. St. Vito, successiv um etwa 5' nach W. zu ausgedehnt wor- den ist. In wieweit der Verf. darin das Richtige getroffen bat, bleibt künftigen genauem Bestimmungen zu entscheiden vorbehalten.
Auch die Ost-liüste von Calabrien zeigte sich auf B. D. im Wesentlichen als richtig niedergelegt, und so ging denn aus dem Allen hervor, dafs erst in N. von Calabrien, etwa von der Mündung des Crati an (39° 40'Br.), mit der allmähligen Verkürzung bis zum Capo di Leuca der Anfang gemacht wer- den müsse; denn nur dadurch liefs sich hoffen, ein der Natur mehr entsprechendes Bild als das auf den altern Karten befind- liche zu geben. â Dafs bei dieser mühseligen und erst nach manchen vergeblichen Versuchen, das Widersprechende zu ver- einigen, ausführbaren Arbeit, mit der gröl'sten Vorsicht verfahren wurde, bedarf wohl keiner Erwähnung.
Es sey noch erlaubt, die Vermuthung aufzustellen, dafs B. D., irre geleitet durch einige unrichtige Ortsbestimmungen (vielleicht Otranto, Gallipoli, Lecce) die östlich vom Apennin- Kamme belegene Gegend vom Crati bis etwa Mt® Gargano gegen 0. zu ausdehnte, und dafs aus seiner Karte diese falsche Darstellung in alle spätem überging, eine Vermuthung, die da- durch bestätigt zu werden scheint, dafs die altern Karten, z. B. Zannoni, der Wahrheit näher kommen, als B. D.
Capitain Smith, dessen Chart of the Western divis. of the Mediterranean Sea erst nach der unsrigen (!Nov.l82ä) erschienen ist, legt Messina etwas nördlicher, verkürzi überhaupt Cala- brien, von der Punta del Tronta (Capo Trionto) an (wo die Brei- ten gut stimmen), bis zum Cap Spartivento, um 5 bis 6 Minuten."
Nachdem sich die Nothwendigkeit herausgestellt hatte, die im Jahre 1825 gestochene und 1845 revidirte Platte der, von Heinrich Uübbe gezeichneten, Karte vom südlichen Italien durch eine neue Platte zu ersetzen, mufste in Ueberlegung genommen werden, ob es rathsaui seyn werde, jene ältere Zeichnung wie- derum zu benutzen, oder eine andere in neuer Bearbeitung dem Kupferstecher als Vorbild zu übergeben. Mit Rücksicht auf das, >vas sowohl der Gründer des Atlas als auch Hübbe selbst über die Grundlagen jener Zeichnung und die dabei benutzten Mate- rialien bemerkt haben (4te Auflage des Berichts S. 9) konnte die Wahl nicht lange schwanken, demgemäfs die Bearbeitung einer völlig neuen Zeichnung beschlossen wurde. |
Der Vorrath an geographischem und besonders kartographi- schem Material ist seit den zuletzt vergangenen zwanzig Jahren in Bezug auf das nördliche und mittlere Italien ungemein berei- chert worden, so zwar, dafs nichts, oder doch nur sehr wenig zu wünschen übrig bleibt, was vorzugsweise den vortrefflichen Arbeiten des k. k. österreichischen General-Quartiermeister-Sta- bes zu verdanken ist. Minder reichlich sind die Quellen für das südliche Italien, oder das Königreich beider Sicilien, geflossen. Indessen ist durch Veranstaltung einer Gesellschaft italiänischer Gelehrten und Geldmänner, an deren Spitze Graf Orlandini steht, ein allgemeines geographisch - historisches Werk bearbeitet und herausgegeben worden, welches ganz Italien, daher auch das genannte Königreich, umspannt. Zu diesem, seinem Inhalte, wie dem Preise nacli sehr kostbaren Werke gehört auch eine grofse Sammlung von Karten, die, unter dem Titel: Manie geografico degli statt Ilaliani, (lelineato sopra Je migUori e phi moderne mappe, per servire e corredo alla corrografica Ãsica, storiea et statistica dell Italia, di Attilio Zucagni Orlandini, aus zwei Bän- den in gr. Folio besteht, davon der erste eine allgemeine Karte von ganz Italien im Maasstabe von 1:620,000, und in ISSectio- nen zerlegt und 52 Staats- und chorographische Provinz-Karten des nördlichen Italien, und der zweite Band eine ähnliche Samm- lung von 77 Karten enthält, die sich auf Unter-Italien beziehen. Die Provinz-Karten des Königreichs beider Sicilien diesseits des Faro, fünfzehn an der Zahl, sind sämmtlich in einerlei verjüng- tem Maafse entworfen, welches sich zur natürlichen Länge wie l:2(i7,000 verhält. Von demselben Theile des Königreichs giebt der Atlas drei Generalkarten, deren erste einer oro-hydrographi- schen Darstellung gewidmet ist, während die zweite den politi- schen Zustand unter der Herrschaft der Römer und im Mittelal- ter, und die dritte den politischen Zustand der Gegenwart enthält. Jede dieser drei Generalkarten ist im Maasstabe von 1:647,000 gezeichnet. Von dem Königreich jenseits des Faro, oder der Insel Sicilien sind in dem Attas zwei Karten gegeben, eine alt- geographische und eine neu-geographische, davon letztere nach dem Verhältnifs von 1:534,000 entworfen ist; und endlich von Malta eine Specialkarte im Maasstab von 1:146,000.
Man konnte nicht lange darüber zweifelhaft seyn, dafs Or- landini's Atlas der neuen Bearbeitung unserer Karte zum Grunde zu legen sey. Das italiänische Werk ist im Jahre 1844 zu Flo- renz ans Liebt getreten, und gehört in Deutschland, theils wegen der Höhe seines Preises, theils des geringen literarischen Ver- kehrs mit Italien halber zu den Seltenheiten. Das Exemplar, welches diesseits benutzt wurde, ist ein Eigenthum S»' Majestät des Königs von i'reufsen; Allerhöchstdieselben haben es mir, auf Alexander von Humboldt's Vortrag, aus Ihrer Privat-Biblio- thek zu überweisen geruht.
So werthvoll Orlandini's Atlas ist, so darf es doch nicht un- bemerkt bleiben, dafs er in den Ortslagen hin und wieder Ab- weichungen darbietet gegen die Resultate der trigonometrischen Vermessungen, welche im Königreich beider Sicilien auf Befehl der Regierung ausgeführt und von meinem ehrenwerthen Freunde C. L. von Littrow zu Wien in seinem âVerzeichnifs geographi- scher Ortsbestimmungen" (Leipzig 1844) nach handschriftlichen Mittheilungen des Generals Visconti, Inspectors des topographi- schen Instituts in Neapel, bekannt gemacht worden sind. Jene Abweichungen sind aber nur in dem Maasstabe der Specialkar- ten auffallend, dagegen in dem Maasstabe unserer Generalkarte weniger merkbar oder gänzlich verschwindend ; und darum wurde es für rathsam erachtet, die Ortslagen nicht zu corrigiren, was immer ein Verfahren ist, welches ohne Kenntnifs der Gesammt- heit einer zusammenhängenden Landes-Vermessung, seine be- denkliche Seiten hat. Die neue Karte ist daher eine treue V er- kleinerung der Orlandini'schen Blätter; ihre Bearbeitung fällt in das Jahr 1847; das geographische Netz ist von J. C.Bär entwor- fen und die Zeichnung von meinem Neffen Hermann Berghaus ausgeführt worden. Berghaus.
Ï
35». Galizieii, Ung^arn^ mit Kroatien, Slavonien^ â Siebenbürgen; JTIol- daii, Wallach ei 5 Nervten ^ JBos· nien etc. Von Ad. St. u. C. G. Reichard. 1822 u. 1827.â Neu bearbeitete Auflage von F. V. St. 1835. Rev. 1846.
Der osmanische Theil der ersten Aufl. war vom Herrn Hof- rath Reichard entworfen. â In der neuen Bearbeitung ist die Darstellung der Dalmatischen Küste durch die mehrmals an- geführte" Ca rta di Cabot. d. M. Adr. veranlafst, auch sind die Donau-Mündungen und die Küsten des Schwarzen Meere« berichtigt worden.
Der seit 1815 bestehende Freistaat Krakau wurde 1846 dem Oesterr. Kaiserstaate einverleibt.
SS^». Ung^arn und ein Theil von Sieben- bürg^en. Von F. v. St. 1825. Rev. 1845.
Dieser Karte liegen hauptsächlich die neuen Arbeiten des Oesterr. General-Quartiermeisterstabs, so weit sie «ur Zeit der Erscheinung bekannt waren, und Lipszky zum Grunde. â Nach Jenen raufste der westliche Theil etwas ab- weichend von Lipszky orientirt werden. |
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Die verwickelte Begränzung findet man hier so vollständig und genau, Avie sie noch kein Blatt im Zusammenhange gab.
Zugaben zu dieser Karte findet man, wie die Anmerkung auf dem Blatte selbst schon berichtet, in der Beilage nämlich:
1) Uehersetzung einiger ungarischen Worte etc.
2) Eintheilung von Ungarn und Siebenbürgen, mit der Farbenerklärung.
3) Zusammenstellung derjenigen Orte, die auch deutsche Namen haben.
4) Erklärung der Bergbezeichnungen.
36. Oj^tiSee-I^änder mit Polen und dem west- lichen Rufsland bis Moskau. Nebenkarte: Umgebungen von Petersburg. Von Ad. St.
1834. Rev. 1848.
Dieses Blatt erschien zuerst 1819 unter dem Titel ·. Ostsee- Länder von der Oder bis zur Newa, war hochgestellt, also weni- ger bequem, und reichte in 0. nur bis 48 auch 4i)o._ Das neue Blatt ist, Avie man sieht, um ein volles Drittheil gröfser.
Zu den beim ersten Entwürfe gebrauchten, damals angeführ- ten Hülfsmitteln (Textor, Gilly, Sotzmann, Engelhard, Mellin, Hermelin, Klödcn) sind besonders mehrere russische von Wich- iigkeit gekommen, als:
1. des Obersten Pediescheff Atlas vom Russischen Reiche in TO Blättern, 1821 bis 1829. (In russischer und franz. Sprache.)
2. Eine 1824 in Petersburg erschienene Postkarte von Rufs- land in (i Blättern. (In russischer Sprache.)
3. Des Generals Schubert milit. itiner. Karte von einem Theil Bufslands u. s.w. in 8 gr. Blättern 1829. â Der Gebrauch die- ser ausgezeichneten Karte Avird theils dadurch, dafs sie die Na- men blofs in russischer Sprache enthält, theils durch die grofse Feinheit und Schärfe der Schrift nicht wenig erschwert.
37®. jEnropäisicIies Rnfslandj, auch Schwe- den «nd Norwegen. â Dabei Uebersicht des Oesterreichischen und Preufsischen Staats.
Von Ad. St. 1833. Rev. 1846.
Die erste Bearbeitung führt den Titel: âDes Russischen Ti -rhs Europäischer Theil: meist von C. G. Reichard, EiViges von Jd. Stieler. 1821." In den Vorbemerk, zur 1. Abth. der IV Lief, sagt unser R. folgendes darüber: âDafs die neue- Îη sowohl "^raphischen als geographischen Hülfsmittel dieser Lrte zum Grunde liegen, wird Niemand bezweifeln. Die des ⢠ntlichen Bufslands sind bekannt: bei der Darstellung neuacquirirten Kaukasischen Länder habe ich, so viel sien betrifft aufser den übrigen altern und neuern Reisen hauptsäcilich Klaproth^· treffliches Werk, und in dem, was die- m abgeht, Jrroivsmiths grofse Karte von Constantinopel bis η Ihv Aveh'he die richtigste und vollständigste Darstellung des J;"' is'chen Meeres und Aral-Sees in sich fafst, vor Augen ge- ' jj.^ Moldau hat einen beträchtlichen Zuwachs erhalten, η'ihr die viel sudlichere, durch die von Tauferer'scAxe ^ Î Î Mierer'sche Karte des Donaustromes, die Peutingersehe Tafel Tnd die Routen des Grafen ÃTaracsai; gefundene Breite
von Galacz verschafft hat.' .. . ,,
Jenes Blatt war hochgestellt. Das g e gen w arti ge (,m Maas- stab I der übrigen Gen.-Karten «L Europ Länder) hat bei be- quemerer Stellung einen weit grofseren Umfang erhalten.-Der neuen Materialien für Bnfsland ist so eben schon gedacht wor- den. Hier ist noch zu erwähnen: Posniafco/'sKarte von Sibirien in 2 Blättern vom milit. topogr. Depot in St. Petersburg 1825
in russischer Sprache herausgegeben.
Der sibirische Theil, von Tobolsk bis zu der Mündung des <)b ist nach Ermans neuen Längen-Bestimmungen, sehr abwei- â chend vom Bisherigen, niedergelegt (s.Bergh. Annal. V, 64). - Man hat angenommen, dafs sich dadurch auch eme Verschie- Imnff des östlichen Theils des Gouvernements Archangel bis dies- seits des 70. Längengrades nöthig mache. Uebcr die Küsten des Eismeeres ist in der Bemerkung zur Nordpolar-Karte dasNöthige
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Bei der Illumination ist, aufser der Begränzung der einzel- nen Gouvernements, auch auf die General-Gouvernements und so viel thunlich auf die zu verschiedenen Zeiten zum Bussischen |
Reiche gekommenen Ländermassen Rücksicht genommen, das Gouvernement Moskau aber gewissermaafsen als Central-Punkt herausgehoben worden. Es handelt sich hier nicht sowohl darum: irgend eine secundaire Eintheilung streng consequent durchzu- führen, als vielmehr: das Auffassen überhaupt zu erleichtern.
Anm. 1847. Für die Venvaltong des transkaukasischen Länderte- zlrks ist ein Statut vom Kaiser am 26. Doc. 1846 sanctionirt worden, nach â welchem eine Eintheilung in vier Gouvernements: Tiflis, Kutais, Sche- in a eh a (Schamacha) und Derhent mit den gleichbenannten Provinzial- städten statt findet.
Stb, 37«. £nropäi^â¬he8 Kiifsland in 2 Blät- tern. Von F. V. St. 1825. Rev. 1845.
Dem Bedürfnisse einer speciellern Karte von Rufsland für den Hand-Atlas suchte man dadurch abzuhelfen. Diese beiden Blätter reichen in 0. bis 61 und 65 Grad der Länge, in N. bis Archangel, in W. bis Riga, in S. bis Georgiewsk. Einen hesondern Vorzug haben die neueren Abdrücke durch genauere Angabe der Canal-Verbindungeu erhalten, die einem nicht öffent- lich ausgegebenen hydrographischen Atlas entnommen sind. Auch die Linie der Eisenbalm von St. Petersburg bis Moskau ist nach- getragen worden.
Was die russische Sprache betrifft, mag noch folgendes zur Erläuterung dienen.
Die Ortsnamen auf der Karte in 2 Bl. sind nach der russi- schen Orthographie eingeschrieben worden und ζÎνβÎ, da uns mehrere russische Buchstaben fehlen, mit Hülfe folgender Sub- stitutionen :
Das russisclie Sciuinete, sanfter Zischlaut, darcli Sh. Das Tschesw, was tsch ausgesprochen wird, durch cz. Das Scha, unser sch, durch ss.
Das Schtscha, wie schtscli auszusprechen, durch szcz.
Auf No. 3f> u. 37a ist diese Schreibart nicht beibehalten. Uebrigens wird
das russische On (o) oft wie α ausgesprochen, > das G als Kehllaut oft mit Î verwechselt, das Jest (E) bald je bald e ausgesprochen, das Ja oft wie ja, oder wie jä, oder auch mehr wie ä, das Cberr (Griechisch Ï, unser ch) mehr Kh, das Jerrü, mit auderer Schrift meist durch y ausgedrückt, mehr wie ü,
das Jerr, am Ende eines Worts nach einem Consonanten zur Verstärkung dienend, gibt den mit Wiedi (uoserm W} sich endigenden Sylben ow oder ew fast den Klang von off, eff, daher die so sich endigenden Namen häutig auf diese Weise geschrieben werden.
Aus allen diesen erklären sich die Verschiedenheiten in un- serer Schreibart russischer Namen. â Zu besserm Verständnifs über die in geograph. Bezeichnungen öfter vorkommenden russi- schen Wörter, fügen wir ein kleines aiphabet. Verzeichnifs hier bei.
Bjeloi, weil's. Detewna, Dorf. Gora, Berg. Gorod, Stadt. Jam, Poststation. Jug, Süd. Jirepost, Festung. Maloi, klein. Monastir, Kloster. Höre, Meer. Most, Brücke. Mscknei, unter.
Ostrme, Insel. Pagost, Kirche, Kirchdorf. \Pristan, Hafen. ProtocTi, Bach, Rutschei, Bach. Samok, Schlofs. Sapalnik, West. Selo, Dorf, Flecken. Sjewerr, Nord.
iVos, Vorgebirge. \Nowoi, neu.
Slowody, Ort, Flecken. Srednei, mittel (der mittlere). 'Staroi, alt. SiD., Swiatoi, heilig. Tokk, Fluss. Troitzkoi, Dreieinigkeit. Tschernoi, sch"svarz. Ust, Mündung. Welikoi, grofs. Werchnei, ober. Wostok, Ost.
38». Des O^maniIndien Reiche Europäischer Theil, Crrieclieiiland u. die Ioiiii§icheii
loiseln. Von P. v. St. 1832. â Neu ge- stochen 1837 und 1845.
Seit der ersten Bearbeitung (1818 von C. G. Reichard) ist mehreres Klassische erschienen, was den Küsten dieser ausge- dehnten Länder eine ganz andere Gestalt gibt. Statt der sclxAvan- kenden, durch allerlei künstliche Combinationen mehr oder we- niger selbstgeschaffenen Umrisse haben Avir jetzt meist feste Grundlagen. â Auch im Innern ist Vieles mehr als bisher sicher gestellt. Die unübertreffliche Caria del Mare Adriatico, Cap. Smith^s und Gauttiers hydrographische Arbeiten, so wie Guille- minot-Lapie und die K. der Eur. Türkei vom Oesterr. General- Quartiermeisterstab leisteten gute Dienste.
Um die Unbequemlichkeit der frühern Hochstellung zu ver- ,i,eiden, ist über das gewöhnliche Format hinaus gegangen, und dadurch mehr Raum für den westlichen Theil von Klein-Asien, welcher 1845 nach der Kieperfschm K. neu entworfen wurde, geAVonnen worden. Von den Schntzstaaten fand die .Moldau |
3*
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12 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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keinen Raum auf diesem Blatte, sie ist auf No. 35» zu suchen. Das Kgr. Griechenland ist nach den Bestimmungen der Ver- träge abgegvänzt.
Die Provinzen der Europ. Türkei sind nach den neuern und den altgeschichtlichen Benennungen:
1. Rumelies, Rum-Iii, Land der Römer (^ÎαοÏÏοάιεν und
thbmcibn).
2. Bui.garie!v, Bulgar-Ili (Moesia ÎλίÎβίοκ).
3. Albaivibiv, Arnaud {IlIjYricvm. Epinus). i. Thbssahen.
5. Bostvieiv mit Türk. Croatien.
6. Herzegoaviisa und Montenegro.
7. Die Insbliv.
8. }), 10. Die Schutzstaaten Sukbikw, Serf-TÃa Jeti {Moesia
superior), Moldau und Wallachei als zinsbare Lehn.s- fürstenthümer.
Dagegen sind die unmittelbaren Länder der Europ. Türkei politisch eingetheilt in 4 Ejalets (Statthalterschaften) und diese in Liwas oder Sanbschaks, während die beiden Hauptstädte Con- sTANTiiNoPEi. Und ADRiANOPEii besondere Bezirke für sich bilden.
1. Ejalet Rüm-im. Hanptort Sofia. 16 Liwas, nach den Haupt-
orten benannt: Sofia, Janina, Salonik, Trikala, Scutari, Ochrida, Avlone, Kostend», 11 Bassan, Perserin, Dukagin, Uskup, Delvino, Welischterin, Lavala, Kruschewacz.
2. Ejalet Bosnien. Hauptort uosjv^-sbh^j. 6 Liwas: Trawnik,
Widdin, Kiliss-Bosna, Isrornik, Srebernik, Trebignie (Herzegowina).
3. Ejalet SiwsTBiA. Haupiort Silistbia. 5 Liwas: Silistria, Ni-
copoli, Tschirmen, Wisa, Kirkilisia, und Festung Belgrad.
4. Ejalet der Dschesair oder Inseln. Hanptort Gallii-oli. 9 Li-
was: Das Dardanellen-Schlofs, Metelino, Rhodos, Skio, Samos, Candia, Retino und Canea (diese 3 auf Candia), Nicosia auf der Insel Cypern, und Liwa Moiiastir im Innern von Macedonien.
38^ 1). Di© Ewropäiisclie Tiirltef, von der Gränze Griechenlands bis zu den Mündungen der Donau. Von F. v. St. 1834. â Neu gestochen 1838. Rev. 1845.
Es lag das Bedürfnifs vor, für den Haupttheil der Europäi- schen Türkei mehr Detail zu geben, als die General-Karte No. 38'' gewähren kann. Der Maasstab des gegenwärtigen Blattes ist um die Hälfte gröfser, was mehr als das Doppelte im Räume aus- macht. â Das Wenige was in NW. fehlte, gibt die Karte des Adriatischen Meeres No. 33t> in demselben Maasstabe.
Was für diese Karte geschehen ist, ergibt meist sich schon aus dem über die General-Karte und andere verwandte Blätter Gesagten.
Eine besondere Berichtigung hat die Küste des Schwarzen Meeres, von Varna bis zur Russischen Gränze, auch die Donau- biegung zwischen Silistria und Hirsova erfahren, nach den An- gaben der früher genannten russis eh e η Karten. Gauiticr hatte, wie man aus den Bemerkungen zu seiner Karte vom Schwarzen Meere sieht, diesen Theil nicht untersuchen können. _ Der rus- sischen Marine fehlte es nicht an Gelegenheit dazu.
38«. Glriechenland und die loniischen
Inseln, mit Beachtung der klassischen Zeit. Nebst Plan von Athen, und der Gegend zwi- schen Athen und dem Piraeus. Von F. v. St. 1843. Rev. 1846.
Dieses Land wird hier zum drittenmal und zwar in sehr ab- weichender Gestalt ÏÎ¿Ï den frühern Bearbeitungen gegeben. Die erste Auflage, von C. G- Reichard (nach Pouquemlle) entworfen, erschien 1823, die zweite von Ad. Stieler (besonders nach Guille- minot) 1831. Seitdem hat die geographische Kenntnifs Griechen- lands Tornehmlich durch ZAvei neuere Kartenwerke
Carte de la Moree, redigee au Depöt gen. de la guerre, d'apres la triangulation et les leves executee en 1829, 1830 et 1831 |
par les officiers d'Etat-Major attaches au corps d'occupation, par ordre de Mr. le Marichal Duc de Dalmatie, sous la di- rection de Mr. le Lieut.-General Pelet. Paris 1832. β Blätter.
Carte du Royaume de la Grece dressee au 400,000® d'apres les triangulations et les leves de Mss. les officiers d'Etat-Major de l'armöe fran^aise et les renseignements communiques par le Gouvernement Grec, et l'Epire et Thessalie etc. d'apres la carte de Mr. le Colonel Chevalier Lapie. Dediee ä Sa Maj. le Roi de la Grece Othon par Ferdinand Aldenhoven. Athenes, 1838. 8 Bl. In neugriechischer und französischer Sprache, um so viel an Sicherheit gewonnen, dafs wir nicht umhin konn- ten, eine neue Bearbeitung unserra Atlas einzuverleiben. Aufser den eben genannten Karten Avurden auch âL. Ross Reisen und Reiserouten durch Griechenland. 1. Bd. mit Karten, Holzschnitten und Inschriften. Berlin 1841.", und âS. F. TV. Hoffmann's Griechen- land und Griechen im Alterthum. Leipzig 1841.'' mit Vortheil be- nutzt, das letztere vorzügliche Werk insbesondere bei Berück- sichtigung des klassischen Zeitalters, das auch bei einer modernen Karte von Griechenland nie aufser Acht gelassen werden sollte. Der Freund des Alterthunis Avird alle merkwürdigen Orte der historischen Zeit nach ihrer durch Forschungen festgestelltea Lage finden, zum Theil als noch in der Gegenwart bewohnte Plätze, zum gröfsern Theil aber als Ruinen .·. bezeichnet. Diese historischen Namen sowohl für Landschaften als für Städte, Berge und Flüsse etc. unterscheiden sich durch besonders dafür ge- wählte Schriftgattung.
Leider herrscht gegenwärtig in vielen Karten und Werken über Griechenland eine grofse Verwirrung in Benennung der Topo- und Orographie, da die Namen zum Theil aus der Zeit der türkischen Herrschaft noch herstammend, zum andern Theil aber aus der altgriechischen Zeit neu hervorgesucht, oft cor- rumpirt in die Sprachen des westlichen Europa's übergehen. Die Aldenhoven'sche Karte hat gesucht sich von diesen Uebelständen möglichst frei zu halten; leider gibt aber die griechische Re- gierung selbst zu weiterer VerAvirrung Anlafs, indem sie Namen alter bedeutender Städte nicht immer den auf ihren Ruinen noch stehenden kleinen Orten gelassen, sondern oft andern davon ent- fernt liegenden gegeben hat; z. B. ist Vonitza (am Busen von Arta) unter dem Namen von Anaktorium zur Hauptstadt in Akar- nanien ernannt worden â allein Vonitza ist keineswegs das alte Anaktorium, dessen Ruinen sich (Actium gegenüber) weiter nord- westlich an der Küste nahe bei dem auf unserer Karte stehen- den Ort Azio finden, .
Die Abgränzung und Colorirung des Königreichs Griechen- land ist nach der im Jahr 1846 wieder hergestellten frühern Ein- theilnng in 10 Nomarchien yorgenommen worden.
Der beigegebene kleine Grundrifs von Athen Avurde nach dem von F. Aldenhoven im Maasstab von ^ösöii herausgegebenen Plan reducirt.
Der zur vorigen Auflage dieser Atlas-Nummer (vom J. 1831) ausgearbeitete und damals beigefügte reichhaltige âCommentar nebst Itepertorium über die Hydrographie, Orographie und Topo- graphie Griechenlands von Dr. H. Möller, 31 Seiten in 4°," wird auch jetzt noch für das Studium der Erdkunde dieses Landes von Interesse seyn, â Exemplare desselben werden auf beson- deres Verlangen abgegeben.
39. Aisia.
Die General-Karte dieses Erdtheils ist, nach den Bedürfnis- sen und Mitteln, welche die fortschreitende Kenntnifs desselben herbeigeführt hat, zu verschiedenen Zeiten neu bearbeitet worden, jedesmal auf den Grund der vorliegenden speciellen Bearbeitung einzelner Theile, 1) im Jahre 1821 von C. G. Reichard, 2) im Jahre 1826 von R. und St., und 3) im Jahre 1834 vom Haupt- mann von Stülpnagel, und danach neu gestochen 1841, und rev. 1849.
Dieses Letztere, mit ausgezeichnetem Fleifse â besonders auch, was die durch die neuern Forschungen wesentlich berich- tigte Gebirgs-Darstellung betrifft â ausgearbeitete Blatt, ver- dient vorzügliche Beachtung. Eine willkommene Zugabe ist die unter dem Rande gegebene Zusammenstellung der Reiche und Staaten in Asien. |
1 In der VIII. iSuppl.-Lieferung ist dieses Blatt zuerst unter der Bezeichnntipr
38d ausgegeben worden, welche aber späterhin in 38b nmgeäudert wurde.
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13 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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40. Africa. Mit Nebenkarte: Algier. Von F. V. St. Nachgetragen u. ergänzt
mit Benutzung der neuesten Reiseberichte bis 1849.
Die Fortschritte , >yelche in neuerer Zeit die geographische Kenntnifs in diesem Erdtheil gemacht hat, liefsen die Nodnven- digbeit fühlen, statt der im Jahre 1828 entworfenen und in fol- genden Jahren mehrfach revidirten und verbesserten Auflage dieser Karte, eine ganz neue Bearbeitung zu geben.
Zu dem, was in den Vorbemerkungen zu den früheren Auf- lagen schon gesagt ist, mag es genügen, hinzuzufügen, dafs bei Bearbeitung der Auflage von 1840 an neuerem Material für die Küste von Algier â Jlgerie par Dufour, für die übrigen Küsten des Mittel-Meeres â Smith's Atlas des
Mittdländ. Meeres, für die Westküste von Tanger bis zu dem 10° N. Br. mit Ein- schlufs der Inseln, und ebenso für Madagascar â Hors- burgh's Seekarten, für die Küste vom Cap Verde bis zur Gr. Fisch-Bai â Berg- hans' UebersicJit von Mittel-Jfrica (No. 45<= des Hand-Atlas), für das Capland und bis zum Cap Frio â Berghaus' Karte von
Süd-Africa (Ko. 45des Hand-Atlas), für Aegypten von Assuan bis El Obeyd â The Nile from Es- suan to Al-leis etc. by Holroyd (Journ. of the Boy. Geogr. Soc. Vol. IX.),
für die Südkäste Arabiens von der StraFse Bab el Mandeb bis zum 70 ° O. L. von Ferro â South - Coast of Arabia by Capt. Haines (Journ. of the Roy. Geogr. Society Vol. IX.) gedient-haben. Die im J. 1845 der Karte zu Theil gewordenen Berichtigungen fliefsen aus den für die speciellern Bl. JMo. 451). c. d. benutzten neuen Quellen.
BegreiflicherAveise hat die Darstellung dieses Erdtheils im Laufe der fortschreitenden Kenntnifs in den letzten 20 Jahren mehrfache Umgestaltungen erfahren, und die im J. 1845 ausge- gebene K. ist als fünfte, die vom J. 1849 als sechste Auf- lage zu betrachten. Für diese letztere ist die Nebenkarte Al- gier in vergröfserter Ausdehnung nach dem schon oben bei Pio. 12 genannten âAtlas de l'Algerie par Bouffard. Paris 1848." neu entworfen worden. Die Nordküste von Africa erhielt im All- gemeinen danach bedeutende Berichtigungen. Hinsichtlich des Oberlaufs des Nil ist man der neuesten zu überraschenden Er- gebnissen führenden Hypothese von Beke (s. Berghaus' Zeitschr. f. Erdkunde, IX, 3. 1848.) gefolgt, so dafs der Kadada oder lies, später Ke-ilah, aus dem Njassi-See entströmend als Hauptstrom des Nil angenommen worden ist; daher auch das Tafelland Ma- kadah und die Verlegung des Mondgebirges an den hohen Ost- rand desselben. Für die innere Landschaft Muropua dienten die Cooley'schen Berichte.
Es gehört zum Zusammenhang der über den Hand-Atlas abzulegenden Bechenschaft, ist auch für die Besitzer der altern Auflagen von Nutzen, das Wesentliche der jede neue Auflage be- gleitenflen Berichte Avieder hier aufzunehmen.
1. Zur ersten Auflage 1820 von C. G. Reichard. Mit Cartons: Das Capland im 4fachen-, die Mascarenkas- Inseln im Sfachen Maasstabe der Hauptkarte. Man Avird in diesem Welttheile mancherlei Abweichungen allen bisherigen Darstellungen desselben vorfinden, und zwar: a) einen, den lautersten portugiesischen und englischen Reise- ''"'ichten gemäfs entworfenen, Zug des die Mitte dieses Continents, ^on Habesch bis an den Busen von Guinea oder Kongo, durch- sc neidenden Gebirges, und in der Nachweisung der Avahrschein- hchsten Stelle des Hauptstockes desselben â des Kumri. Da dieses nut dem mir wahrscheinlichen Laufe des Nigers genau I zusammenhängt, von mehreren Meinungen die älteste: dafs der Niger n^hts anders als der Nil selbst sey, neuerdings durch den Generalconsm ^^ Murzuk in dem Quarterly
Review ^'^der HervoVgetreten, und durch mancherlei Aussagen muhamraedanischer Handelsleute hat unterstützt werden wollen; so erachte ich mich für schuldig, die Gründe anzugeben, welche mich von jeher abhielten, dieser Meinung beizutreten. Nicht nur durch die altern arabischen und portugiesischen Nachrichten, sondern auch durch die tüchtigen Beobachter und Augenzeugen, Bruce, Browne und Salt ist völlig entschieden, dafs das Land in Nubien und Darfur (Für) schon vom 150 ^n, gegen Sü-
den zu, nach der Richtung des Nils und seiner Nebenäste immer höher ansteige und im 10° und weiter hinauf zum Hochge- Stiei.er's Hakd-Atlas. Bee. 5. A. |
hirge Avird, Avelches sich von der südl. Glänze von Habesch über Narea und Kaffa hinweg bis in den gebirgigen Land- strich Donga (südl. über Darfur) ziehet. Von der Mündung des Nils bis über Kordofan herauf auf der westl. Seite kein Flufs, kein Bach. Der Misselad und die westlicheren Flüsse, Batta, Wull, Salamat, Feruge und der mächtige Kulla, ent- springen sämmtlich aus demselben nördl. Abhänge dieses Gebir- ges, und fliefsen alle η or d wes t lieh ; die KaraAvanenwege gehen von Norden nach Süden immer aufwärts bis ins Gebirgsland Donga â von Darfur bis Donga kein Strom, über >velchen die Karawanen zu setzen hätten. Wenn nun schon im 14. und 15. Gr. der Br., in der südl. Hälfte von Darfur und seiner westl. Nach- barländer, die Höhen im Zunehmen sind, [über welche (d. i. über die Stelle, die jene Ãrowne'schen Flüsse einnehmen) der Verfasser der, diese Meinung verdeutlichen sollenden, Conjectural-Karte â sie ist im Oppos. Bl. 1820 No. Î Beil. in Steindruck gegeben â den Niger in südöstl. Richtung führt, und somit alle sich ihm entgegen strebenden Berge mit einem Federzug vertilgt]; so ist es, in der Voraussetzung, dafs die Browne'schen Angaben keine Unwahrheit, d. h. falsch aufgegriffen sind (von blofser Erdich- tung kann hier die Rede nicht seyn), meiner Einsicht nach, physische Unmöglichkeit, dafs der Kiger, der schon auf weit niedrigerm Gebirge, als der Kumri ist, entspringt, und bei Ghano (Kano) in sehr niedrige Gegenden nach Wangara (Wassanah?) zu (the sink of North Africa) herabtritt, dem Laufe jener Broujne'schen Flüsse gerade entgegen, d. i. bergauf ströme, um zu dem Abiad, dem Hauptstrom des Nils, zu gelangen; wozu noch kommt, dafs der Niger schon durch Kaschna und Ghano eine gröfsere Breite und Tiefe als selbst der Nil unterhalb der Aufnahme der abyssinischen GeAvässer hat. Sonst müssen auch die Kumri-Gebirge (Möns Lunae) von bedeutenderer Gröfse und Umfang seyn, als die abyssinischen, weil sie schon vom Ftolemaeus als das wichtigere bemerkt sind, dagegen die letztern von ihm übergangen werden.
b) Einen Versuch, die Ostküste zwischen dem Doara(4° N.Br.) und Mozambique (15° S. Br.) mit der Hydrographie zu bereichern, welche wir den englischen Schiffen Ternate und Sylphe (N. G. Eph. II. 3.) zu danken haben. Nicht zwecklos glaubte ich hier- innen zu handeln, weil ich diese Beschreibung mit den altern portugiesischen sehr übereinstimmend gefunden liatte. Er mag als Vorarbeit gelten, und Avird es auch lange noch, da mehr als ein Jahrzehent vergehen wird, ehe wir eine genauere Kunde dieser Küste und des hinter ihr ansteigenden Landes erlangen.
Πη m. Unserm Edchard ist, wie man ·νÏβΪ88, der verdiente Kuhm zu Tiieil ge- worden, unter allen Hypothesen über den Lauf des Niger, die richtige, nicht bloss auf gut Glück hin, sondern gestützt auf. historische, geographische und physische scharfsinnig aufgefasste und reif durchdachte Gründe, aufgestellt zu haben.
2. Zur zweiten Auflage. Von H. Uiibhe. Mit Car- tons: Südspitze von Africa â und Umgebungen der Capstadt.
Dafs Africa ganz neu gegeben werden mufste, leuchtet ein. Wir verweisen hinsichtlich des gegenAvärtigen Blattes auf die ausführlichen Nachrichten, welche Prof. Berghaus über seine Bearbeitung der Karte von Africa (Berlin 1825 und Ergänzung 1826) in der Hertha gegeben hat. â Diese ausgezeichnete, auch in technischer Hinsicht einzige Arbeit des gelehrten Verf. bedarf der Anpreisung so wenig, als es einer Entschuldigung bedürfen wird, sie hier hauptsächlich zum Grund gelegt zu haben, jedoch nicht, ohne dafs andere bekannte Hülfsmittel, namentlich Ukert's Bearbeitung (Weimar. Handbuch) mit zu Rathe gezogen worden.
3. Zur dritten Auflage, 1832, 1834. Berichtigt nach Lander und Douville.
Beide Auflagen sind nicht in besondern Lieferungen ausge- o-eben worden, sondern haben, von der Zeit ihres Erscheinens an, ohne weiter darüber gegebene Erläuterung, die Stelle der
frühem eingenommen.
Da hier nicht ganz neue Bearbeitungen vorliegen, sondern nur die auf dem Titel bemerkten Zusätze und Verbesserungen, so ist um so Aveniger darüber zu sagen, als die Erforschungen der Brüder Lander, so wie die Nachrichten von Douville*) be- kannt genug sind. â Auch verweist man auf die Bemerkungen 2U den speciellern Blättern.
Die Ergebnisse der Douvüle'sehen Nachrichten sind, da sie von vielen Sei- ten, insbesondere von englischen Geographen als trügerisch betrachtet wer- den , neuefdings von den betreffenden Karten des Hand-Atlas entternt wor- den; doch drän»-t sich als eigenthümliche Wahrnehmung auf, dafs sie mit den Coolei/'schen Zusammenstellungen verglichen, immerhin zu überraschen- den Resultaten fuhren. So scheint es, dass Cooley die Landschaft Muropua zu weit südlich angesetzt habe, während Douville s Cuffua-See merkwürdi- gerweise mit dem nördlichen Ende des Njassi zusammenlallt, das hier Bahr el Abiad genannt wird. (Anm. 1849.) |
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14 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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41a. America. Generalkarie. Von. F. v. St. 1843. Revidirt 1849.
Die Generalkarte dieses Erdtheils war für «nsern Hand-Atlas zuerst im J. 181à von C. G. Reichard entworfen und später im J. 1828 mit den nothwendig ge\vordenen Berichtigungen neu ge- stochen worden.
Bei der vorliegenden neuen Bearbeitung sind die nördlich- sten Regionen mit zu Grundlegung der im Vten Jahrgange von âRerghaus' Altnanach" enthaltenen Karte:
âUebersicht der Entdeckungen 0 welche im Arktischen America in den Jahren 1832 bis 1839 durch Engländer und Russen gemacht Avorden sind." dargestellt, Avährend ftir das übrige Nord-America alle bekannt gewordenen Berichtigungen und Verbesserungen mit Sorgfalt be- nutzt >vurden. Die durch Lord Aahburton's Vertrag bestimmte Gränze zwischen den V'ereinigten Staaten und Canada ist nach Sketch of the North-Eastern-Ãoundary between Great-Britain and the United-States as settled by treaty aug. üt^ 1812. London, by J. Wyld. festgestellt, und danach auch in andern treffenden Nummern des Hand-Atlas berichtigt worden. â Der Staat Texas hat liier seine Umgränzung nach
Arrowsmith's Map of Texas compiled from surveys recorded in the Land-Office of Texas and other official surveys. London 1841.
erhalten. Nachgetragen Avurde die durch den Friedensvertrag vom 2. Febr. 1848 zAvischen den Vereinigten Π-Am. Staaten und Mexico festgestellte Gränze.
Für die Entwerfung Süd-America's >vurden die neu bearbei- teten beiden Specialblätter No. 49^ u. zu Grunde gelegt.
41^. Polar-Karte, enthaltend Länder und Meere vona Nord-Pol bis 50" NBr. und weiter, mit Uebersicht des Ru.ssischen Reichs in Europa, Asia und America. Von Ad. St. 1832. Revidirt und neu gestochen 1846.
Dieses Blatt dient:
1. als eigentliche Polar-Karte, zur ©übersieht der genann- ten Länder und Meere, wobei die neuen Entdeckungen von Bofs, Parry, Kotzebue, Franklin, Scoresby, Beechey besonders interessiren.
2. Als General-Karte der ganzen Besitzungen Russ- lands, was seinen Mantel um die nördliche Halbkugel, über 3 Erdtheile, durch 200 Längen - Grade, ausbreitet, dessen Enden (vom Süden der Kaukasus - Länder zum Süden der Nord-Americanischen Etablissements^ eine über den Pol ge- zogene Meridian-Linie von 1300 geographischen Meilen trennt.
3. Als Special- Karte von Nord-Asien oder vom Asiati-^ sehen Rufsla^d.
4. Als Karte der englischen Besitzungen in Nord-Ame- rica (obgleich man diese auch auf der neuern Bearbeitung der Karte von Nord-America eben so ausgeführt findet).
Der zur Karte gehörige Maasstab ist nach den Gesetzen der hier gebrauchten Projection (stereographische Polar- Proj., mit abnehmenden Breiten) eingerichtet, und, wie man sieht, für die verschiedenen Breiten verschieden zu gebrauchen.
Die neue Bearbeitung enthält viele und bedeutende Verbes- serungen, besonders an der Asiatischen und Americanischen Seite. â Die Ungewifsheiten über die Lage und Gestalt der Küsten des Eis-Meeres, vom weifsen Meere bis zu den Mündungen der Lena sind durch Lilke und Iwanoff wenigstens gemindert, wenn nicht gehoben.
In dieser Karte wurden im J. 1834 die Berichtigungen der Ostknste von Grönland nach Graah und des Capt. Rofs nfeueste Entdeckungen im Polarmeer aufgenommen, dann spSter auch noch die durch Litke berichtigte Configuration von Nowaja Semlja und der benachbarten Küsten, eben so auch die JVr an gelt sehen Erforschungen und diejenigen von Back, Dease und Simpson an den arktischen Küsten America's bis auf die neueste Zeit. |
41«. Her Atlantisclie Ocean. Von Ad. St. 1835. Rev. 1846.
Der Ueberblick der gegenseitigen Lage der Hemisphären auf unserer Westseite und der Ausdehnung des Atlantischen Oceans in der nördlichen Halbkugel gewährt in vielfacher Hinsicht In- teresse. Was in dieser Beziehung die Weltkarte in Mercators- Projection oder ein Planiglob für die Halbkugel diesseits und jenseits des Meridians von Ferro leisten könnte, ist entweder durch den Maasstab zu beschränkt, oder bei sehr grofsem Format für den Gebrauch unbequem, überhaupt aber Îveniger geeignet, die Aufmerksamkeit vorzugSAveise auf die räumlichen Verhältnisse ZM'ischen uns und dem vielbesuchten America zu richten.
Ohne Anstand sind wir daher auf die erste, von einem Freunde unserer Productionen, Herrn Prof. Behagel in Heidelberg, deshalb geäufserte Idee eingegangen.
Das gegenwärtige Blatt kann ein besonderes Verdienst nicht weiter in Anspruch nehmen, als das zAveckmäfsiger Raumbe- nutzung, ÎvodurcIl es möglich geÎvorden, die Avestlichen, östlichen und nördlichen Extremitäten des Atlantischen Oceans zu über- sehen, und dennoch des Liinder-Details nicht ganz zu entbehren. â Diis Auge durchläuft leicht den Raum von 140 Längengraden vom Busen von Mexico bis zum Schwarzen Meer, und erhebt sich vom Aequator bis zum nördl. Polar-Kreis und bis Peters- burg, AVO der liottnische und Finnische Meerbusen ihre zarten Finger ausstrecken.
Durch Bezeichnung einiger Meereswege aus Europ. Häfen nach Americanischen ist die Karte bereichert worden. Man findet dargestellt:
Columbus' Fahrt zur Entdeckung der Neuen Welt 1492.
Desselben Rückfahrt im J. 1493 nach Lissabon.
Gewöhnlicher Curs aus dem Canal nach Nord-America spät im Jahre.
Der niimliche . . . früh im Jahre.
Reise des Schiffes Christian (1826) auf dem südl. Curs nach America.
Reise des Mentor (1834) von New-York nach Cushafen in 2fi Tagen.
Reise des Bremer Schiffes Ernst Gustav, Capt. Lann, nach New-Orleans im J. Iö34.
Westindischer Curs, Schiff ®isa&eift Lnise, Capt. Monis 1830/1831,
Alex. V. Humboldt's Fahrt zur Erforschung der Neuen Welt, 1799.
Hamburger Schiff Sophie nach Rio de Janeiro (1819) in 68 Tagen.
Es sey hier bemerkt, dafs man auf der Reise nach den Vereinigten Staaten vom Canal ab so westlich Avie möglich steuert, bis Neu-Schottland, und dann nahe an der Küste von America â auf der Rückreise aber bald den 50° bis 52·^ Br. zn erreichen sucht, wo man gewöhnlich einen Westpassatwind findet, der das Schiff schnell nach Europa führt, so dafs die Ruckfahrt in der Regel von kürzerer Dauer ist.
42«. »as Mittelländisclie nnd Schwarze
Meer, auch als General-Karte des Oisma- nischen MelcfiiSa â¢it mehreren Neben- karten von Ad. St. 1833. Rev. 1846.
Die Neben-Karten sind:
1. Die Canarischen Inseln mit Madeira.
2. Nil-Delta und Palästina.
3. 4. 5. Cadiz, Gibraltar, Meerenge von Constantinopel. Diese drei im Maasstabe der Städte-Umgebungen bei den übrigen Blättern.
6. 7. Constantinopel und Alexandria in gröfserm Maasstab.
Frühere Ausgaben des Hand-Atlas hatten an der Stelle die- ser Karte 2 Blätter unter folgendem Titel:
âDas Slittelläudieche Meer in z^ei Blättern, entw. und gez. von C. G. Reichard. 1818.
No. 42. W estl. Blatt, als Special-Karte der Nordafrican. Länder: Marocco mit Fez, Algier, Tunis, Tripolis, â dabei die Cartons von Cadiz, Gibraltar und den Cana- rischen Inseln.
No. 43. Πes tl. Blatt, zur Uebersicht des Türkischen Reichs, und als Special-Karte der Asiatischen und Africanischen Türkei, mit Cartons von Constantinopel, der Meerenge von Constantinopel und des Nil-Delta." |
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15 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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Bei der neuern Bearbeitung ist zum Gewinn für andere Zugaben und füf bessere Anordnung überhaupt, Einiges vom Umfang der Nordafricanisclien Staaten weggeblieben.
Die Nebenkarte Palästina ist nach Grimm reducirt; für die Canarischen Inseln wurde L. v. Buch benutzt.
42^ Paläistlna, nach den zuverlässigsten alten und neuen Quellen. Von K. v. Elaumer und F. V. Stülpnagel. 1844.
Ueber dieses Blatt berichtet Herr Professor von Raumer: Eine Charakteristik der Schriften, welche bei EntAverfung gegenwärtiger Karte zu Grunde gelegt ATurden, habe ich in mei- nem Werke âPalästina" und den sich ihm anschliefsenden «Beiträgen «ur biblischen Geographie" gegeben.
Unter den Karten von Palästina benutzten ÎνΪΠvorzüglich die von Berghaus und Kiepert. Was Berghaus für das ostjor- danische, das leistete Kiepert für das westjordanische Land, in- dem Beide mit grofsem Geschick und gewissenhafter ausdauern- der Mühsamkeit den ausgey.eichneten Reiseberichten folgten, Berghaus denen von Burckhardt, Kiepert denen von Robinson und Smith.
Unsere Karte ist vorzugsAveise bestimmt, zum Verständ- nifs der Bibel zu dienen.
Dem Hauptblatte, welches das eigentliche Palästina befafst, sind mehrere kleine hinzugefügt. Das oberste erste Blatt be- greift fast alle Länder, welche in der heiligen Schrift erwähnt â werden. Nur Italien und Malta, die Apost-Geschichte 28 vor- kommen, mufsten wegen Mangel an Raum Avegbleiben; dafs die Völkertafel, 1 Mos. 10, nicht berücksichtigt Averden konnte, leuch- tet ein. â Grimmas Karte zu Neander's Werk âdas apostolische Zeitalter" und Böttger''s fleifsige Untersuchungen Avurden vorzüg- lich bei diesem Blatte benutzt.
Die ZAveite Karte âZug der Israeliten" ist grofsen- theils Copie der Karte, Avelche ich meiner Schrift: âder Zug der Israeliten von Aegypten nach Kanaan" beigefügt. Einige Aenderungen, Avelche gemacht Avorden, habe ich in meinen ,,Bei- trägen zur biblischen Geographie" motivirt. Aus diesen Beiträ- gen nahm ich das dritte Blatt, den âH ö h en d ur ch s chnitt vom Sinai bis zum grofsen Hermon" auf.
>Den drei übrigen Blättern liegen Kieperts Arbeiten zu Grunde. Der Naclnveis, warum der Plan von âJerusalem zur Zeit der Zerstörung durch Titus" in einigen Punkten von Robinson's Ansicht abAveicht, ist in meinen erAvähnten âBeiträgen" gegeben.
Die biblischen Ortsnamen sind nach der Orthographie der lutherischen Bibelübersetzung geschrieben und durch stehende Schrift Ijervorgehoben. â In Bezug auf Angabe grofserer und kleinerer Districte Palästinas, Aveicht unsere Karte öfters von den früheren ab, die Gründe habe ich in meinem âPalästina" angege- ben. In der Kürze bemerkeich folgendes über jene Eintheilungen.
Ganz Palästina zerfiel in frühester Zeit in das ostjordanische Land Gilead und das westjordanische Land Kanaan. Als Moses mit den Israeliten aus Aegypten kam, hatten die Moa- biter das Land südlich vom Arnon, die Ammoniter die Ger gend im Osten des obern Jaboks (Nahr Amman) inne, das Land Gilead war im Besitz der Am or iter-Könige Sihon und Og. Letzterer beherrschte das Reich Basan von den Jordanquellen am Hermon südostAvärts bis Salcha. Moses eroberte die beiden Amoriterreiche; Avas Sihon früher besafs erhielten die Stämme Ãub en und Gad, Ogs Reich bekam der halbe Stamm Ma- nasse. Zu letzterem hielt sich Jair, Avelcher väterlicher Seits jedoch von Juda abstammte, daher der von ihm eroberte und besessene District den Name« Juda am Jordan führte. Die Gränzen der drei ostjordänischen Stämme lassen sich ziemlich genau bestimmen. â Zur Zeit des Geschichtschreibers Josephus ward das ostjordanische Land Gilead in die Provinzen Gaula- âitis (= Juda am Jordan), Ituraea, Trachonitis, Bata- naea, Auranltis und Peraea eingetheilt.
Das Avestjordanische Land, Kanaan, war, als Josua mit den Israeliten über den Jordan ging, im Besitze sieben kanaanitischer Völker, deren Sitze jedoch nicht genau anzugeben sind. Die süd- westliche Meeresküste hatten die Philister inne.. Nach der Eroberung durch Josua ward Kanaan unter die Stämme Juda, Simeon, Benjamin, Dan, Ephraim, (West) Manasse, Issaschar, Sebulon, Naphthali und Asser vertheilt. Es nicht möglich eine genaue Begränzung aller dieser Stamra- theile zu geben. Um die Zeit Christi war auch diese Stamm- eintheilung längst in den Hintergrund getreten, und das Avestjor- danische Palästina zerfiel in die Provinzen Judäa, Samaria und Galiläa, deren Gränzen ebenfalls nicht mit voller Sicher- heit auszumitteln sind. |
War es nun meist unmöglich, eine genaue farbige Begrän- zung der verschiedenen Districte zu geben, so Avandten wir da- gegen die gröfste Sorgfalt auf richtige Stellung und Ausdehnung der geschriebenen Namen, Avie sich aus Vergleichung dieser Na- men mit dem, über den Ort und die Ausdehnung der benannten Provinzen, Stämme etc. im Werke über Palästina, Gesagten er- giebt. So reichte z. B. der Stamm Benjamin von Kirjath Jearim im Westen bis zum Nordende des todten Meeres im Osten, und eben so weit reicht der Name Benjamin auf der Karte.
43a. öas O^manisclie Reich in Asien
(Klein-Asien, Armenien, Kurdistan, Mesopotamien, Syrien). Von F. v. St. 1846.
Sammlungen, EntAvürfe und Vorarbeiten, Avelche seit Jaliren für dieses Land gemacht wurden, sind meist fast Averthlos ge- Avorden durch das Erscheinen der in 6 Blättern 1845 beendigten von II. Kiepert redigirten iTarfe von Klein-Asien nach den neue- sten und zuverlässigsten Quellen, hauptsächlich nach den in den J. 1838 bis 1839 von Bar. Ï
. Vincke, Fischer und Bar. von Moltke, Majors im K. Preufs. Generalstabe, und 1841 bis 1843 von H. Kiepert, A. Schönb orn und K. Koch ausgeführten Recognoscirungen, so wie nach den besten neuern Reiserouten, vor· zügl. der Engländer.
Diese, soAvie:
H. Kl epert' s Karte des türkischen Reichs in Asien. Ber- lin, 1844. 2 Bl. in Fol., bilden sonach gegenwärtig vorzugsw eise die Hauptgrundlagen. â Um (Joch das osmanische Reich in sei- ner ganzen Erstreckung bis zum Persischen Meerbusen darlegen zu können, ohne deshalb aber den Maasstab kleiner zu nehmen, AA'urde das Auskunftsmittel getroffen, den südöstlichen Theil des Paschaliks von Basra als Carton zu geben.
43^. Iran «nd Tiiran; (Persien, Afghanistan, Beludschistan, Turkestan). Von F. v. St. 1843. Revidirt 1848.
Zum erstenmal erschien dieses Blatt unter dem Titel: Ho ch- asien im J. 1821 von C. G. Reichard entworfen; danach unter dem gegenwärtigen Titel entworfen von H. Berghaus 1831, und in zAveiter verbesserter Ausgabe 1835. Es umfafst das Hoch,- land von Vorder-Asia, das Plateau von Iran, das Hochland von Armenien und das Kaukasische Alpen- land, auch ostAvärts die Angränzung des östlichen hohen Asiens, bis zum Himalaja. Nach dem Vorgange Ritters hat man diese Tafel- und Gebirgsländer unter dem gemeinsamen Namen Iran zusammengefafst, an das sich nördlich das Gebiet der tiefer lie- genden Landschaften von Tu r a η anlehnt. Die neue vorliegende Bearbeitung hat eine gröfsere besonders nach Norden weiter rei- chende Ausdehnung erhalten. Eine Vergleichung derselben mit den frühern Auflagen zeigt, Avelche Riesenschritte unsere Kennt- nifs dieser inner-asiatischen Ländermasse in den letzten .Jahr- zehnten gethan hat, es sey erlaubt nur z. B. auf die Entdeckung der Oxus-Quellen aus dem Seri-kul-See durch iFood's Beharr- lichkeit hinzuAveisen, und doch ist des Zweifelhaften und SchAvan- kenden noch sehr viel vorhanden, und wir müssen uns gestehen, wie noch gar manche Jahrzehnte und vielfältige Forschungen nöthig seyn Averden, um ein wirklich treues Bild dieser Gegenden zu erlangen. Für die gegenAWrtige Darstellung hat eine ziem- liche Menge zum Theil mühsam und schwierig zu gebrauchen- der Quellen gedient; Avir nennen daraus:
EntAvurf des Kriegstheaters Rufslands gegen Chiwa. Von
Carl Zimmermann. Berlin 1840, Carte du pays occupe par les Kirghiz-Kaissaks et du Turke- stan dressee d'apres les donnees les plus recentes. Par Alexis de Lewhin. Paris 1840. Karte vom Kaukasus. Nach den neuesten Aufnahmen des k.
russischen Generalstabes entworfen. Berlin 1838. Map to illustrate Major Rawlinson's route from Zoah to Khu- zistan in 1836. |
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16 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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Tlie Tigris between Bagdad andMosnlby Lieut. J- B. Lynch. Sliewing also the routlies of Mss. Ross and Forbes. 1839.
Map of Major Ilawlmson's reute from Tabriz by TakMi So- leiman to Gilan, and to illustrate his nieraair on the Eoba- tana of Atropatene. 1838.
Kurdistan and part of Persia to illustrate the routes of Lt.- Col. SJiiel, Major D'Arcy Todd and Mr. T. Thomson. 183S.
Atlas Ton Forderasien γοη Carl Zimmermann. Istes Heft in 5 Bl. Berlin 1841.
Versach einer Darstellung von Khorassan ju C. Ritters Erd- kunde. Von Carl Zimmermann. Berlin 1842.
Karte von Beludschistan von H. Bergbaus.
The country of Seistan. By the Ca^tain Edward Canolly. 1842.
Î narrative of the march and Operations of the arm^ of the Indus in the expedition of Afghanistan. By Major W. Hough. 1841. Nebst 1 Karte.
Map of the Himalayah Provinces of Hindustan, the Penjab, Ladakh, Kashmir, Kabul, Kunduz and Bokhara, to illu- strate the travels of Moorcroft and Trebeck. Constructed from their original fields-books and notes by John Ar- rowsmith. 1841.
Map of de Countries on the Nord West frontier of India, compiled from various documents by John IValker, geogra- pher to the honWe East India Company. London. 4 Blatt.
Map of the Western Provinces of Hindoostan, constructed from the most recent surveys. DraAvn and engraved by J. et C. Walker 1830. Correcfed to 1839. London. 4 Blatt.
Map of the North Western frontier of British India, inclu- ding the protected Sikh States, Labore Cashmeer, Cabul, Herat, Candahar, Shikarpore and Bhawulpore: together -with Sinde and Rajpootana; the Indus Uiver and part of Beloochistan. Compiled from the best and most recent Authorities by J. B. Tasiin.
China von H. Berghaus. [No. 2 seines grofsen Asia-At}as.]
Mehrere von Herrn Prof. H. Berghaus gefälligst mitgetheilte Manuscript-Karten.
(Die Karte: Asia minor et Armenia to illustrate the routes of Mr. Ainsworth, M^. Brand, Mr. Suter and Lord Polling- ton kam zu spät zu Händen, um noch benutzt Averden zu können, da der Stich unserer Karte schon zu Aveit vorge- rückt war.)
43<=. »as Cliinesisclie Reicli mit seinen Schutzstaaten. Nebst dem Japani^clieii Inselreiclie. 1833. (Von H. Berghaus.)
Es ist dieses ebenfalls eine neue Bearbeitung des früher er- schienenen Blattes:
(43c,) âDas Chinesische Reich mit den Schiitzstaaten und Japan, entw. n. gez. v. Reichard 1826."
In beiden Ausgaben ist Umfang und Einrichtung dieselbe ge- blieben.
Hier folgt, was beim Erscheinen einer Jeden gesagt worden;
A) Zur Ausgabe von 1826.
â1. China mit der Mongolei, Mandschurei, Grofs- Tib et und Korea. Die noch immer unentbehrliche Du Balde'- sche Grundlage aus den Messungen und Combinationen der Mis- eionarien, mit den nöthigen Verbesserungen aus Macarlney's, Am- herst's, Turner^s und den neuesten russischen Gesandtschafts-Rei- sen, dann Broughton's, Pcyrouse's, Krusenstern's und HaWs See- reisen. Die Gränze zAvischen China und Bufsland ist aus den russischen Berichten so viel möglich nach den vorhandenen, an- geblich besten Karten Arrowsmith's, Lapie's, Brue's u. s. w., die aber immer noch nicht detaillirt und richtig genug sind, gezo- gen, jedoch im Ganzen mit der Gränzbeschreibung, die man in des berühmten Klapr oth Memoires relatifs ä VAsie, Paris 1824, S. 14 u. f. findet, so viel der Maasstab zuläfst, übereinstimmend geworden. |
â2. Japan mit seinen Neben-Inseln nach jffämp/er (welcher stets die Hauptquelle bleiben Avird), Thunberg, Bronghton, Kru- senstern und Golowkin zusammengesetzt, lieber die schon mehr- mals gerügte Unsicherheit der gewöhnlichen mangelhaften Dar- stellung der Mongolei, hauptsächlich,aber des östl und nördl. Tübet aus den Berichten der Missionarien findet man Folgen- des zu bemerken nötbig. Diese unermefslichen Landstriche, mit ihren Flüssen, Gebirgen, Wüsteneien und Orten, sind von diesen Missionarien gröfstentheils nur nach Hörensagen und daraus ent- standenen Combinationen entAvorfen worden, im Grunde also mei- stens aus ihrer Einbildungskraft, obwohl mit vieler Ueberlegung hervorgegangen. D'Anville führt den Bramaputrem (er nennt ihn in seinem obern Laufe selbst schon Tsampu) nach Ava und nennt ihn daselbst Ava, und' diefs ist der Irawaddy. Da man endlich Aen.Bramaputrem kennen lernte, fing man an ihn für den Tsampu zu halten, wenn schon sein Lauf vom Palte-See an bis fast zur Bengalischen Gränze noch ganz unbekannt war. Und diese Darstellung hat sich noch bis jetzt erhalten, so wie sie auch gar nicht folgewidrig ist. Die östlichem Flüsse aber, den Ava {Irawaddy') nebst seinem Arm, den Kinduem, den ISou (wei- ter unten Lou und Thaluayn), den Peitschu (weiter unten Kiulong, Mayka-ung und Cambodja) liefs man ihres Weges ziehen, den ihnen die Entwürfe der Missionarien zugewiesen hatten. Allein wer bürgt uns dafür, da ihr Lauf nicht auf Augenzeugen be- ruht ? Wo ist es erwiesen, dafs jene Flüsse, die aus dem nörd- lichen hohen Tübet herabkommen, dieselben sind, welche im süd- lichen Hinter-Indien ihre Ausströmung in's Meer haben? Es ist möglich , ja sogar sehr wahrscheinlich, dafs der Bramaputrem, weil er der Beschreibung nach schon in Ascham eine gröfsere Wassermasse als der Ganges enthalten soll, in dem noch gänz- lich unbekannten Striche von Ascham bis Lassa viel gröfsere Flüsse aufnehme, als ihm nach der jetzt geAvöhnlichen Darstel- lung zugetheilt werden können, da er bei Lubrong noch bei wei- tem schwächer ist. Dringt sich hier nicht die Vermuthung auf, dafs, wo nicht alle, doch einige von jenen nördlichen beträcht- lichen Strömen, und zwar die nächsten, ihn in dieser unbekann- ten Gegend zu einer so ungeheuern Gröfse erst anschwellen? Von kleinern Flüssen und Bächen kann er auf so kurzem Wege, als von Lassa bis Ascham ist, unmöglich diese Fülle erlangen, indem er diese auch in der trocknen Zeit behält. Nächstdem ist die Wassermenge des Irawaddy, Thaluayn und Cambodja in ihren untersten Strömungen weit geringer, als man aus dem ih- nen angewiesenen, aufserordentlicli langen Lauf, der den des Gang-es und Burramjmter weit übersteigt, vermuthen sollte, indem die Witterung des hohen Tübet von der des Himalaya nicht ver- schieden seyn kann und auf diesen Fall die nämlichen, ja noch stärkere Wirkungen bei ihnen hervorbringen müfste. Es würde daher viel wahrscheinlicher seyn, dafs Hinter-Indiens Flüsse erst aus den südlichem Gebirgen zAvischen Tübet, Ava und Yünnan ihren Anfang nehmen, wo sich diese ausbreiten und den Gewäs- sern immer noch so viel Nahrung verschaffen können, dafs sie die Gröfse erreichen, die man an ihnen Avahrnimmt.
âIndessen darf eine solche Vermuthung, so lange sie nicht durch sichere Nachrichten von Augenzeugen unterstützt wird, kei- nen Kartenzeichner verleiten, die Entwürfe der Missionarien vor der Hand gänzlich zu verlassen, man darf ihnen doch zutrauen, dafs sie von allerhand Gründen, die uns unbekannt geblieben sind, dazu bewogen worden, ob sich schon keine eigentlichen Thatsachen, die es ins Klare setzten, auffinden lassen wollen. Defshalb ist auch der Verfasser ihnen sowohl in dieser als in andern Gegenden dieser Terra incognita treu geblieben, so Aveit es nicht neuere sichere Entdeckungen erforderten, von ihnen ab- zugehen."
Schliefslich noch die Bemerkung, wenn es derselben bedarf, dafs die in der Mongolei etc. gezogenen Gränzen nur zu leichte- rer Uebersicht und Auffassung der verschiedenen Länder und Völ- ker-Namen angegeben sind, da von genauen Begränzungen in diesen Gegenden nicht die Rede seyn kann.
B) Zur Ausgabe von 1833.
Auf der Karte selbst sind die geographischen Quellen nam- haft gemacht worden, aus denen bei der neuen Zeichnung dieser Karte geschöpft wurde. Vergleicht man sie mit der ersten Aus- gabe, welrhe von Herrn Hofrath Reichard verfafst war, und da- mals als das Beste Vorhandene in diesem Maasstab gelten konnte, so werden sich nicht unwesentliche Veränderungen zu erkennen geben, insbesondere für den westl. Theil der Karte, d. i. für die Dzungarei, die sogenannte hohe Tartarei und Tübet; so wie für die südl. Theile, die Angränzungen von Hinter-Indien. In der neuen, gegenwärtigen Ausgabe ist es versucht worden, die lehr- reichen Thatsachen wiederzugeben, welche A. v. Humboldt über die Gebirgssysteme von Inner-Asia, mit der, diesem grofsen Na- turforscher eigenthümlichen Klarheit, in klassischer Auffassung zusammengestellt hat. Wahrscheinlich zum ersten Mal auf einer deutschen Karte erscheint hier die Eintheilung von China nach seiner gegenwärtigen Provinzen-Zahl, so Avie die Eintheilung der Dependenzicn dieses Reiches. Alle Begränzungen sind, wie man hofft, deutlich hervorgehoben durch sachgemäfses Kolorit. Klap- roth war dabei der Führer. |
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30 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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Dafs hier, bei der gebotenen Beschränkung des Formats, die geographischen Verhältnisse nur in allgemeiner Uehersicht gege- ben werden konnten, leuchtet ein; dafs Manches künftig einer Korrektion unterÎvorfen werden könne, ist nicht unwahrscheinlich, wenn man erwägt, wie schwankend unsere Kenntnisse über die Geographie von Inner-Asia sind; es gilt dies insbesondere von der Provinz Thian - Schau - Pelu , der vormaligen Dzungarei, wo sich namentlich Lage und Form des grofsen Sees Balkasch ver- Tindern dürften.
Die in Folge des Friedensschlusses zwischen Grofsbritannien und China vom 29. Aug. 1842 erfolgte Abtretung der Insel Hong- kong an Grofsbritannien und die Eröffnung der Häfen von Can- ton, Amoy, Fotscheu, Ningpo und Schanghay für den europäi- schen Handel überhaupt hat auf den neuern Abdrücken der Karte Berücksichtigung gefunden.
Japan, Tarrakai (Sakhalin) und die Kurilen sind nach des Vice-Admirals von Krmenstern's grofsem Atlas von der Südsee eingetragen worden.
44^. Ostindien mit den Inseln. Von F. v. St. 1849.
Als dritte Bearbeitung der früher erschienenen Karte: (44.) Ostindien, entw. n. gez. v. C. G. Reichard 1819; revidirt 1825.
Bemerkungen zur altern Ausgabe von 1819 und 1825.
âZu dem festen Lande diesseits des Ganges: Arrowsmith, Ifalrymple's Mündungen des Ganges, Turner, Elphinstone, die Ver- messung von Decan und sonstige bisherige zerstreute Nachrichten der Engländer; jenseits, Symes zum Innern; zu den Küsten und dem ganzen ostindischen Archipel die grofse vortreffliche -Arrow- smith'sche Seekarte in 4 Bl., Dalrympls's Entwurf des chinesi- schen Meeres, â und sonst in einzelnen Theilen: Broughton's Fahrt, Flinder's Atlas, Peron's und Freycinefs Neuholland und andere Holländische neue Entwürfe, wobei der erste Theil des seinen grofsen Werth noch immer behauptenden PZani'schen Po- lynesien nicht vergessen worden."
Die zAveite Bearbeitung dieses (von Ad. St. 1832) als Ge- neralkarte behandelten Blattes konnte für das Auge wohlthätiger emgerichtet Averden, indem es zugleich gröfsere Ausdehnung, um die Molukken im Zusammenhange zu geben, erhielt.
Die dritte im J. 1849 nöthig gewordene Umarbeitung, ge- stützt auf die zu gleicher Zeit bearbeitete No. 44b und die 1846 erschienene No. 44<=, unter Beihülfe der Karten von Hinter-Indien und China (No. 8 und 2) aus Berghaus' grofsem Asia-Atlas, hat eine Erweiterung im Norden erfahren, so dafs der ganze Lauf des Indus sich hier darstellt.
Torder-Indien oder das Indo-Briti- sche Reich. Von F. V. St. 1849.
Als dritte Bearbeitung der früher erschienenen Karte:
(44b.) Ilindostan mit einem Theile des Birmani- schen Reichs, entAV. u. gez. von Hübbe. 1828. Letztere ward zuerst im September 1828 ausgegeben, mit folgenden Bemerkungen:
2ur Grundlage dieser Arbeit dienten die Karten von Jrroio- smith 1816, Gary 1824, Walker 1825 und 1826, und JV. Hamilton Description of Hindostan 1820. Verglichen Avurde Hassel (Wei- mar. Handb. IV. Abth. 3. Band 1822) und viele Abhandlungen, Reise-Berichte und Vermessungs-Cataloge, welche theiis selbst- ständige Werke, theiis in englischen und deutschen Zeitschriften zerstreut sind. Für die Zeichnung des Birmanischen Reiches ist noch Snodgrass Burmese War benutzt; doch konnte von der diesem Werke beigefügten Karte nur ein sehr beschränkter Ge- brauch gemacht werden, da über ihre Entstehung, obgleich sie von altern Darstellungen bedeutend abweicht, nicht die geringste Nachweisung gegeben ist. Seit TV. Hamilton durch sein oben angeführtes vortreffliches Werk einiges Licht über die Geogra- phie Hindostans verbreitet hat, seitdem/iodg^son und Webb durch ihre Messungen im Gebirgslande des Himalaya, und Walker, durch die oben angeführte Karte, im Quelllande des Mahanuddy die beiden grofsen Lücken ausgefüllt haben, welche Hamilton aus Mangel an zuverlässigen Daten lassen mufste, ist eine im All- gemeinen befriedigende Bearbeitung Hindostans möglich geworden.
Die zweite 1834 von H. Berghaus auch schon unter dem gegenwärtigen Titel erschienene Bearbeitung wurde von folgen- den Bemerkungen des Verf. begleitet: Stieiek's Hahd-Atlas. Ber. 5. A. |
Der Stich dieser Karte gründet sich auf eine neue Zeich- nung, bei der das betreffende Blatt aus meinem Atlas von Asia, demnächst aber auch alle geographische Elemente, welche die neueste Zeit gebracht hat, geAvissenhaft benutzt worden sind.
Es gehören dahin die wichtigen Belehrungen über die nordwest- lichen Gegenden Hindustans, namentlich >vas denLauf des Indusund seiner Zuströme (das Pendjab) und die Konfiguration des Runn und seiner Nachbargegenden betrifft, â Belehrungen, welche wir Ale- xander Bilmes (dem wackern Beisenden nach Bokbara) verdanken.
Im Innern von Dekan enthält die Karte manche Berichti- gungen gegen frühere Darstellungen; â und in
der Geographie der nordöstlichen Gränzgebiete von Bengal, die bereits zur jenseitigen Halbinsel gerechnet werden, nämlich in Assam und den anstofsenden Gebieten der kleinen, unter dem Schutz der ostind. Kompagnie stehenden Radjahs ÏÎ¿Ï Katschhar, Djyntia, Munipur etc., sowie des Birma-Reichs, sind, nach An- leitung meiner Special-Karte von Assam (No. 9 im Atlas von Asia), wesentliche Korrectionen vorgenommen worden, worüber die historisch -geograph. Beschreibung von Assam, die ich der genannten Karte beigefügt habe, näheren Aufschlufs gibt. Es mufs hier lediglich darauf ver>viesen werden.
Die Hypothesen über die Stromverbindung des Yaru ezang bo tsiu, entweder mit dem Irawaddi oder mit dem Brahmaputra sind auf unserer Karte, ebenfalls nach meiner gröfsern Zeichnung, angedeutet. Ein Problem ist diese Wassei-verbindung noch immer und wird es bleiben bis dabin, wo es einem ZAveiten Lander ge- lingen sollte, von Teschu Lumbu herabzufahren auf dem Strom von Tübet; die eine Meinung hat die historischen Berichte chine- sischer Autoren für sich, die andere â Analogien der physikali- schen Geographie aus der Beschaffenheit der Ströme in Ober- Assam, namentlich des Dihong, hergeleitet, so wie Erzählungen der Bergbewohner, die europäischen Reisenden den Zugang auf- wärts versperren.
Für die dritte neueste Umarbeitung ist hauptsächlich be- nutzt worden:
der âunder the Superindence of the society for the diffusion of useful knowledge" in London erschienene Atlas der britischen Besitzungen in Indien;
Berghaus'' Karte von China und Japan (No.2 des Asia-Atlas).
Carl Zimmermannes Uebersichtskarte des Kriegsschauplatzes in Afghanistan.
Desselben Karte des westlichen Himalaya und des Fünf- Stromlandes am Indus zur Uebersicht der Kriegsereignisse in den J. 1845 und 184«.
Das höchst wichtige Ereignifs, welches durch Proclamation des Generalstatthalters Dalhousie, d. d. Firozpur 29. März 1849, das Auf- hören der Sikh-Souverainetät und die Einverleibung des Pendschab sammt Pescha>var (eines Landes von 4000 DM. mit mehr als 3 Mil- lionen Einwohner) in das indobritische Reich verkündigt, konnte auf die schon vor dem Bekanntwerden desselben gedruckten Exem- plare der Karte nur in sofern von Einflufs seyn, dafs die Colori- rung danach eingerichtet wurde.
44c. nie Oi^itindiisclien Inisein. Von F. V. St. 1846.
Diese Karte erschien in erster Auflage 1830, gez. von Ad. St., dessen Bemerkungen hiezu in Nachstehendem folgen:
Die Grundlage für den gröfsern und Avichtigsien Theil des Blattes ist Horsl·urgh''s East India Pilot, ein Werk, welches als das beste und vollständigste über jene Gegend anzusehen ist. Die Ausgabe von 1826 bis 1827, welche benutzt worden, besteht aus einem Atlas in gröfstem Format und 2 Quartbänden Text. â Der gelehrte Hydrograph der Ostindischen Kompagnie ist unab- lässig bemüht, die Karten seines Piloten fortwährend zu verbes- sern, Avozu ihm die zahlreichen Berichtigungen, welche die mit Chronometern ausgerüsteten India- und Chinafahrer liefern, Ge- legenheit geben. Daher sind auch die Karten von sehr verschie- denen Jahren, Einige älter und begreiflich von minderem Werth, Andere, die wichtigsten von neuem Datum, Besseres gebend als zuvor bekannt war. Für Java ist zugleich Raffles benutzt.
Ueber die doppelte Angabe der SOKüste von Mindanao ist auf der Karte selbst Notiz gegeben. Herr Prof. Berghaus hat die Güte gehabt, dem Verfasser die Positionen
Sarangani In., westl. 5° 24' NW., 143" Î Î. L. Cap St. Augustin 6° 20' â 143°44' â als Resultat seiner Untersuchungen, mitzutheilen, wonach sich die innere Küstenlinie der Karte bestätigen dürfte; doch hält Ã, selbst die Länge vom Cap St. Augnstin noch für zweifelhaft. |
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18 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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Gede, Vulkan, 9273' hoch, nach Blume. Baduwa, Vulkan. Tilo, Vulkan. Ds. Dshermei, Vulkan. Ge. Gede od. Tagal, Vulkan über 10/ra. Fufs hoch. Prahu, Vulkan (Pr a b a n?) S a m d ο η g. Ungarang, Vulkan. Merapi, Vulkan.
Uebrigens ist bekannt und besonders durch E. von Buch nä- her nachgewiesen, dafs die ganze Reihe der gröfsern und klei- nern Inseln, von den Ãndamanischen in KW. über Sumatra, Java, die kleinen Sunda-Inseln, die Banda-Inseln, die Amboinen, die ei- gentlichen Molukken (auch Celebes, NOSp.) bis zu den Philippi- nen und den Babuyanes voll von Vulkanen sind. Einige findet man auf der Karte angedeutet. Der Raum gestattete aber über- haupt nichtsie vollständig anzugeben, noch Îveniger sie zu benennen.
Der Bezeichnung der Europäischen Besitzungen glaubt man die erforderliche Aufmerksamkeit gewidmet zu haben. Mit sol- cher Freigebigkeit dabei zu verfahren, wie auf den meisten Kar- ten geschieht, schien jedoch bedenklich, da Anspräche noch kei- nen Besitz und keine Oberherrschaft begründen, und da bekannt ist, dafs die Völkerschaften in jenen Gegenden nichts weniger als geneigt sind, solche anzuerkennen. Defshalb ist z. B. bei Mindanao und bei der Westküste voii Sumatra etAvas karg zuge- messen worden. Ueberhaupt möchten die Gränzlinien zwischen wirklichem Besitz mit Oberherrschaft und blofser Niederlassung oder gar blofs gestattetem Verkehr schwer zu ziehen seyn.
Die neue Bearbeitung dieser Nummer wurde durch das Er- scheinen der auf Anordnung des Gouvernements in 9 grofsen Blät- tern herausgegebenen
Kaart van Nederlandsch Oosfindie met hoogsfdeszelfs too- stemming opgedragen an zijne Majesteit den Konig der Nederlanden etc. etc., te zamengesteld door G. F. Baron Dcrfelden van Hind er stein, Amsterdam 1842. veranlafst, welche nebst den treffenden Nummern aus Bergham' grofsem Asia-Atlas, No. 8 Hinter-Indien, und No. 13 Philippi- nen und Sulu-lnseln, die Hauptgrundlagen der Karte bilden.
Die Eintheilung der niederländischen Besitzungen in Resi- dentschaften ist genau nach der Derfeldcn'sehen Karte vorge- nommen worden. â Von grofsbritannischen Niederlassungen fal- len, mit Ausnahme der auf der Halbinsel Malacca befindlichen, drei besonders bemerkenswerthe dem Beschauer der Karte in's Auge: 1) das als höchst wichtig schon bekannte Singapore, 2) Insel Pulo Lab ο an an der Nordküste von Borneo, die erste Niederlassung der Engländer im indischen Archipelagus, von wo aus sie auch bereits Versuche zum Eindringen in Borneo machen (im Juli 1846 landete schon ein Geschwader unter Cap. Cochrane in dieser Absicht), und 3) Victoria am Port Essington auf der Halbinsel Coburg im Norden des Australischen Festlandes.
(45). Westliches Mittel - Africa. (Senegambien, Soudan u. Ober-Guinea) mit den Nachträgen aus Sidi Hamets Reise. Von C. G. Reichard. 1818.
Nebst Carton: die Darstellung Soudans aus Don Badia's {Ali Hei el Abassi) Atlas zu dessen Voyage en Afrique etc.
Die Karte wird jetzt nicht mehr sum Complex des Hand- Atlas gerechnet, bietet aber als Beitrag zur Geschichte der Erd- kunde noch fortwährend Interesse dar, dä in demselben unser würdiger Reichard seine Hypothese über den Niger niedergelegt hat, die ihm zu bleibendem Ruhm gereicht. Der vom Verf. dar- über zu seiner Zeit gegebene Bericht wird daher auch hier wie- der aufgenommen.
âAn neuen Gegenständen erhält man hier:
1) den, worauf die Augen der Welt aufs neue gerichtet sind â den Nigerstrom, und die Fortsetzung seines Laufes
Das Innere der Inseln ist mit Benutzung^ der zugänglichen Hülfsmittei dargestellt, lieber Borneo, gewissermafsen auf gut Glück hin, mehr zu geben, als geschehen, konnte sich der Ver- fasser nicht entschliefsen. Seit Jahrhunderten umschifft, erwartet diese gröfste der Ostindischen Inseln noch die geographische For- schung. Selbst lange Küstenstrecken sind noch völlig unbekannt.
Java, unter allen Ostind. Inseln die bekannteste, ist nach Raffles, so viel der Maasstab gestattete, im Innern ausgeführt. Die auf der Karte mit den Anfangsbuchstaben bezeichneten Berge sind:
von W. nach O.
L. La weil, Vulkan. W. Wilis, Vulkan. P. Ρ a η a η k a η a n.
Smeero, Semira, Vul- kan, vielleicht der höchste auf Java. Yiang.
Taschem, Tadsjer, In- dieniie, oder Mar Api, d. Ii. Feuerberg. |
von Tombuctu aus, neben der bisher gäng und gäbe gewesenen jRenJieli'schen Darstellung, auch nach der durch Riley bekannt gewordenen Reise Sidi Hamefs. Es Avürde voreilig und anma- fsend seyn, die von mir schon 1803 in meiner Abhandlung zum Erdatlas in der Central-Projection als höchst wahrscheinlich dar- gestellte Mündung in den Guineischen Meerbusen als unwider- legbar durch diesen Reisebericht anzugeben, weil in der Stelle, wo von einem Ausflufs ins grofse Wasser die Rede ist, kein den Europäern bekannter Gegenstand des Meerbusens genannt wird, und die Europäischen Schiffe und Kanonen nur an der aben- theuerlichen Beschreibung zu erkennen sind. Dafs aber meine Vermuthung a) durch diesen Bericht, welcher nicht den minde- sten Widerspruch , ja sogar vieles mit altern Nachrichten über- einstimmende und sonach das Gepräge heller Erinnerung und ungeschminkter Wahrheitsliebe mehr als alles, wodurch sich Hornemann, Seetzen und Don Badia irre machen liefsen, an sich trägt; b) durch eine von mir in der Sammlung aller Reisen z. W. u. L. Bd. III. S. 45)2 aufgefundene Nachricht von den König- reichen Medra und l'ebeldera, die in der Nachbarschaft von Biafara nicht Aveit vom Niger liegen sollen, welches mit der ehemaligen aus der Acht gelassenen dunkeln Sage von der Mün- dung des Nigers in den Avestlichen Ocean zusammenhängt; c) durch das Resultat der Zaire-Expedition, nach welchem der Was- serstand dieses Flusses schon an der erreichten Stelle â höch- stens 30 geogr. Meilen von der Mündung â dem Niveau des Nigers bei Wassanah, oder, Avenn man ÎνίÎÎ, in Wangara gleich seyn oder es gar übersteigen mufs, der Wahrheit um ein grofses näher gerückt sey, wird hoffentlich niemand bezweifeln, als der Engländer, dem diese Meinung ein Gräuel zu seyn scheint. Nur ist zu beklagen, dafs diese liberale Nation zu Gunsten einer viel gröfsern Unwahrscheinlichkeit und im Geiste des Widerspruchs lieber das Leben von beinahe 700 nützlichen Bürgern â so viel kosteten die Unternehmungen Park's und die zwei letztern gro- fsen Expeditionen â aufopfern als einer auf Natur und Geschichte gegründeten, von aller Abentheuerlichkeit entfernten Meinung hat Gehör geben Avollen. 2) Die Reise des Americanischen Matro- sen Adams nach Tombuctu und zurück. 3) Alle Forts und An- siedelungen der Europäer an der westlichen Küste."
(45a. 45b.) Mittel- und Slord-Africa und Arabien.
18.30. Entw. 11. gez. von F. v. St.
Die seit Erscheinen des Rdehard^schm Mittel-Africa, also seit 12 â 13 Jahren gemachten Fortschritte in der Kenntnifs des Innern Africa's legen diese beiden Blätter dar. lieber die innere Ausführung lassen Avir Ilm Professor Berghaus, der die Blätter einer genauen Prüfung unterAvarf, selbst sprechen :
âDie schönen Zeichnungen, welche Hr. von St. über das mittlere und nördliche Africa in den vorliegenden Blättern lie- fert, erheischen meinen wärmsten Dank, da der Hr. Verfasser die kartographischen Versuche, womit ich die Geographie von Africa einigermafsen aufzuliellelv bemüht geAvesen bin, grofsen Theils zum Grunde gelegt, und mit so ausgezeichneter Geschick- lichkeit benutzt hat. Nichts desto weniger hat Hr. von St. auch andere Hülfsmittel zu Rathe gezog'en, und die wichtigsten von den später bekannt gewordenen Entdeckungen nicht unbeachtet gelassen, und so ein berichtigtes Bild von dem Norden und der Mitte des in Rede stehenden Erdtheils geliefert, das sich gegen meine Arbeit vom J. 1824 durch wesentliche Vorzüge aus- zeichnet.
Es gehören dahin : die verbesserte Zeichnung der westl. Was- serbegränzung des Kontinents, wo insbesondere die Korrection des Littorale von Sierra-Leona, und hinauf bis zum grünen Vor- gebirge, ins Auge springt, die mit den Resultaten von Capitain Owen's astronomisch-hydrograph. Untersuchungen in der Haupt- /' Sache übereinstimmt. Viele Zusätze wird man auch an dem ganzen guineischen Küstensaume bemerken, vor Allem in der Biafra Bucht, an der Küste des (von unserm A'ejc/tard zuerst) ver- mutheten Niger-Delta. Die Zeichnung der mediterraneischen Kü- ste stützt sich auf des Capit. f-rUh. Georg Smith grofse Karte vom Mittelländischen Meere, und bietet manche Verbesserungen in der Konfiguration, so wie Zusätze in der Nomenclatur dar.
Für die Analyse der Zeichnung vom Innern des Kontinente ist es von der gröfst«n Wichtigkeit den Zeitpunkt anzugeben, in Welchem Hr. von St. seine Karte bearbeitet hat. Dieser Zeitpunkt fällt in die letzten Monate des Jahres 1827 und in die ersten von 1828; vom 1. April 1828 bis Ende 1829 sind beide Blätter unter den Händen des Kupferstechers geAvesen. Natürlich also, daf« |
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nicht Alles, Îναβ die neueste Zeit Erspriefsliches zur Erweiterung der Africanischen Erdkunde gel)racht hat, bis zum letzten Mo- ment benutzt werden konnte.
Doch hat es Hr. von St., â und wie mich dünkt, nicht mit Unrecht, â fiir angemessen gehalten, die positiven Thatsachen in seiner Karte (No. 45a) aufzunehmen, welche durch Capitains Clapperton zweite Reise in den Sftden, von der Benin-Bucht aus, ein Eigenthum der Geographie geworden sind. Dies fand bei -dem zwar beendigten Stich der Platte darin eine Erleichterung, -dafs die betreffende Stelle gröfstentheils ein Blankett war. Herr von St. hat hierbei die kleine âKarte zur Uebersicht der Ent- deckungen in Beziehung auf die Stromsysteme des Süden," die ich in den I. Band des âkrit. Wegweisers im Gebiete der Land- kartenkunde" eingeschaltet habe, benutzt. Das Profil von der Benin-Küste bis zum Tschad-See, welches ich nach Clapperton's
Barometer-Beobachtungen entwarf und a. a. O. bekannt machte,
diente Herrn von St., um den Abfall des Hochlandes im Grund-
rifs darzustellen.
Die Zeichnung des Hrn von St. unterscheidet sich von der meinigen (von 1824) auch Avesentlich dadurch, dafs sie Laing's Beiseweg von Sierra-Leona bis in die Gegend der Djoliba-Quelle (der betreffende Bericht erschien 1825) aufgenommen hat. Mol- lien's Nachrichten blieben aber auch hier, mit Rücksicht auf Bitter's Erdkunde (I. Band, zweite Auflage, S. 356) unbeachtet; obwohl es nicht verkannt werden kann, dafs sie bei einer künf- tigen Revision der Geographie von Africa einer kritisch-verglei- chenden Untersuchung unterÎV0rfeÏ werden müssen.
In Dar-Fur wird man auf Hrn von St's Karte mehrere Zu- sätze finden; hier sind auch zwei Karawanenstrafsen, die von Kobba nach Wara führen, nachgetragen worden.
Was die Darstellung des Nillandes betrifft, so hat sich Herr von St. für den Stromlauf aufwärts bis Dar-Scheyga (Schakie) an die vier Nil-Karten gehalten, welche sich in Ritter's und O'Etsel's Atlas befinden; von da an bis zum Aequator ist Alles nach meiner Karte, doch mit mehreren Korrectionen und Zu- sätzen, welche sich aus den später gewonnenen Kenntnissen er- geben haben.
Arabien: Hier ist Jemen und Oman nach Niebuhr (dem unvergleichlichen genauen Reisenden) eingetragen, und Nedjd nach Jomard's Darstellung von 1823. Die von Ehrenherg zuerst entdeckte und späterhin von Rüppell bestätigte Busenbildung des Rothen Meeres zwischen der Insel Tyran (deren Namen wegen Mangel an Raum keinen Platz fand) und Moilah konnte bei dem vorgerückten Stich der Karte nicht mehr eingetragen werden. Die arabische Küste des Rothen Meeres scheint künftig einer Verbesserung unterliegen zu müssen, so wie auch das zunächst liegende Binnenland, wie ich in meinem Atlas von Asia näher entwickeln werde. Die arabische Küste am Persischen Golf ist, seit 1821 durch den Capt. Maughan, und die Lieutenants Guy und Brucks von der Bombay-Marine, so wie durch andere Of- ficiere dieses intelligenten Corps, unter den gröfsten Mühselig- keiten erforscht und aufgenommen worden. So weit die Resultate dieses wichtigen Unternehmens , welches der Südküste des Golfs eine, von der bisherigen Darstellungsweise ganz abweichende, Gestalt gegeben hat, bekannt geworden, sind sie von Hrn von St. nicht unbenutzt geblieben.
Obwohl eine specielle Ausarbeitung desjenigen Theils vom Hochlande Vorderasia's, welcher noch auf die Karte fällt, dem Titel desselben zufolge, nicht eigentlich verlangt werden konnte, so erhält dennoch der Besitzer des Hand-Atlas als Zugabe ein lehrreiches Anschauungsmittel von dem Plateau von Iran und seinen Terrassen - Abfällen, bei dessen Ausführung Herr von St. überall Ritter's Erdkunde, Ii. Band, gefolgt ist.
Berlin, Ende Januar 1831," B.
Das Westliche Blatt (No. 45a) ist im Jahr 1835 mit den Ent- deckungen Landers u. A. bereichert, und das östliche (No.45b) nach neuem Entwurf des Herrn Prof. Berghaus 1836 neu ge- stochen worden. Dasselbe hat alle auf die neuesten Erforschun- gen sich gründende Verbesserungen erhalten. Der Herr Verfasser berichtet darüber am 28. Sept. 18S6:
âDie Platte der l. Auflage dieser Karte, von 1830, hätte noch lange Zeit ihre Dienste leisten können, wäre sie nicht durch ein eigenes Mifsgeschick unbrauchbar, und dieserhalb der Stich «iner neuen nothwendig geworden. Unter diesen Umständen stellte mein verstorbener Freund Stieler die Frage, ob es nothwendig »seyn werde, auch die Zeichnung zu erneuern. So werthvoll unseres v. StülpnageVs Arbeit war, über die ich mich bei ihrem Erscheinen im J. 1831 äui'serte (man sehe oben), so konnte die |
Antwort auf jene Frage doch nicht anders als bejahend ausfallen, weil von StülpnageVs Zeichnung hin und wieder wesentliche Be- richtigungen erfahren mnfste, in Folge der Untersuchungen über die Geographie von Arabien und dem Nillande, deren Resultate ich in meiner grofsen Karte von diesem Ländergebiete (im Atlas von Asien) niedergelegt und durch ein ausführliches Memoir im Einzelnen diskutirt und nachgewiesen habe. Die neue Ausgabe von No. welche wir den Freunden des Hand-Atlas anjetzt
vorlegen, ist demgemäfs eine getreue Reduktion meiner grofsen Karte. Der auf dieser nicht vorkommende Theil der africanischen Küste, südlich vom Cap Guardafui, gründet sich auf Capt. Owens hydrographische Vermessung, und die skizzirte Darstellung der auf dem abyssinischen Hochlande entspringenden und jener Küste zuströmenden Flüsse auf Salt's Angaben. Ich glaube den Freunden unsers Hand-Atlas einen, vielleicht nicht unangenehmen Dienst zu erweisen, dafs ich das Hochland Habesch (nach Rüppell) in gröfserm Maafsstab als Karton dargestellt habe.
Demjenigen, welcher an der Graphik der Erdkunde ein leb- hafteres Interesse nimmt, als der blofse Gebrauch der Karten zu erwecken pflegt, d. h. Aver nach den Grundlagen forscht, dem, sage ich , wird bei Dnrchblätterung meines arabischen Memoire die Mühe wohl nicht entgangen seyn, welche ich auf die kritische Bearbeitung der Hydrographie des Rothen Meeres verwendet habe. In wie fern diese Mühe nützlich oder nutzlos gewesen, läfst sich einigermafsen aus der kleinen Karte vom Rothen Meere ersehen, die ich in dem geograph. Almanach für d. J. 1837 be- kannt gemacht habe. Sie ist das übersichtliche Resultat der, von der britisch-indischen Marine unter Leitung des Capt. Moresby ausgeführten Vermessung des in Rede seyenden Meeres, welche 1830 begann und 1834 beendigt wurde.
(45c.) Uebersieht der neuern ISrforecliunsen in Mittel-JLfrica. Mit Nebenkarten: Land Walo und Liberia. Von H. Berghaus. 183.5. Ueber diese Karte, welche dem Hand-Atlas nicht mehr bei- gegeben wird, die aber auf Verlangen noch besonders zu haben ist, sagt der Herr Verfasser selbst:
âDieses Blatt will es versuchen, den Zustand der geographi- schen Kenntnisse zu zeigen, weiche wir von den räumlichen Ver- hältnissen der Aequinoctial-Länder von Africa vorzugsweise seit dem J. 1794 bis auf die gegenwärtige Zeit erlangt haben. Um die Linien übersichtlicher zu machen, auf denen die kühnen (ihren wissenschaftlichen Eifer und ihren Muth in so vielen Fäl- len mit dem Tode opfernden) Männer zogen, deren Ausdauer diese Kenntnifs zu verdanken ist, hat man die wichtigsten Reise- routen selbst angegeben und durch einen Farbenton hervorge- hoben. Zur nähern Erläuterung der Reisenden und der Wege, welche sie einschlugen, ist ein kronologisch und geographisch geordnetes Verzeichnifs hier folgend beigefügt. Seitdem der Lauf und die Mündung des Quorra-Niger gefunden, und die Hy- pothese unsers Reichard dadurch aufs Glänzendste bestätigt wor- den, ist Africa nicht mehr der âverschlossene Erdtheil"; er wird völlig geöffnet werden, wenn erst der â Dank sey es Gott, â schmale Saum des Littorals gereinigt worden von den Kaufherren und Maklern, die ihre eigene Speeles aU Waare verhandeln; auch R. Lander fiel als ihr Opfer. Ist erst diese moralische Barriere beseitigt, dann wird auch die physische Schranke min- der unübersteiglich seyn; der christliche Kaufmann und der wis- senschaftliche Reisende werden auf dem grofsen Strome und seinen Zweigen eben so in's Innere von Africa schiffen, wie seit Jahrhunderten auf dem Amazonen- und Plata-Strom in's Binnen- land von Süd-America.
Diese Zeit liegt vielleicht nicht mehr fern von der unsrigen; dann wird die gegenwärtige Darstellung der räumlichen Verhält- nisse inner-Africa's eine gröfsere Ausführlichkeit gewinnen; die vielen Lücken, die sich noch zeigen, werden ausgefüllt werden; obwohl der Gewinn, der seit den letzten zehn Jahren gemacht worden, ein nicht unbedeutender ist; denn wir sehen auf der grofsen Fläche zwischen dem obern Djoliba (Mungo Parle) und Darfur {Browne), auf der im J. 1824 nur vage Positionen er- scheinen konnten, jetzt bestimmte Thatsachen angegeben.
Auch Douville's Reiselinien hat man geglaubt in der vorlie- genden Karte aufnehmen zu müssen, obwohl sich gegen die Authenticität dieser'Reise Bedenken erhoben haben (siehe u. a.: meine Annalen, the Foreign Quaterly Review, le Temps), die Douville seinerseits zu entkräften bemüht gewesen ist (vergl, u. a.: meine Annalen; November-Heft 1834). |
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Es darf nicht unbemerkt bleiben, dafs die vorliegende Karte nicht allein in der Zeichnung ganz, sondern auch im Stich grör«- tentheils vollendet war, lange zuvor, ehe mir der Bericht über der Brüder Lander Beise nach Ja-uri und auf dem Quorra be- kannt wurde. Die schöne Karte, welche Lieut. Belcher dazu ge- liefert hat, weicht, auf dem Wege von Badagry nach Bussa, hin und wieder etwas ab von der Karte zu Capt. Clapperton's zweiter Beise, ohne dafs diese Abweichungen durchweg gerechtfertigt zu seyn scheinen. Bis eine kritische Untersuchung vorgenommen werden kann, bin ich bei Clapperton^s Karte stehen geblieben.
Dem aufmerksamen Betrachter der Karte wird es nicht ent- gehen , dafs Lage und Form der Küstenlinie hier in vieler Be- ziehung anders erscheinen, als auf früheren Darstellungen. Die trefflichen Vermessungen, welche seit den letzten 10 bis 15 Jah- ren durch britische Seefahrer (man darf nur an den Namen Owen erinnern), auch durch französische, ausgeführt worden sind, waren Führer bei diesen Veränderungen. Es möge erlaubt seyn, als Beispiel die Lage der Insel Fernäo do Po anzuführen, die hier in der absoluten sowohl als relativen Lage gegen die benachbarte Küste des Kontinents eine nicht unbedeutende Verschie- denheit (u. a. gegen meine K. v. 1824) darbietet; man vergleiche ferner die Küste von Sierra-Leona und die Windward-Küste, wie die britischen Seefahrer die Pfeffer- [Körner-] u. s. Îν. Küste nennen.
Was dieCartons anbelangt, so ist der erste, vom Lande Walo, aus Jomard's schöner Karte entlehnt, der zweite, Col. Liberia, aus einem Plane, den Warden im Bull, de la Soc. de Geogr. be- kannt gemacht hat.
Kronologisches Verzeichnifs der Reisen in's Innere von Africa. I. Reisen von Senegambien und Sierra-Leona aus.
1794. Watt und Winterhotton; vom Rio Nunez nach Labbe und Timbo, in Futa Diallon, zurück nach der Mündung des Kissey. 1196, 91. M. Parkas erste Reise von Kayaye am Gambia über Kemmu und Benown nach Sego, am Djoiiba aufwärts über Bammaku, Kumikumi und Faokia zurück nach dem Gambia. 1805. M. Park's zweite Reise von Kayaye auf der vorigen Koute bis Fankia; dann über Fadjemia und Bangazi nach Bammaku, wo er sich auf dem Djoiiba einschifft und bei Ãoussa ver- unglückt.
1817. Campbell, Dochard, Kummer, Stokoe reisen von Kakondy nach Labbe und Timbo. Campbell und Kummer sterben nach der Rückkehr, die auf demselben Wege erfolgt.
1818â1821. Gray, Dochard u. a. reisen von Kayaye am Gambia nach Bulibany in Bondu, Bakel am Senegal und Kiridju in Kaarta.
1818. Dochard^s alleinige Reise von Bondu über Bangazi nach Sego, am Djoiiba, und zurück nach Kiridju in Kaarta.
1818. MolUen; νοα St. Louis nach Labbe in Futa Diallon, und zurück nach Geba.
1821. O'Beirno; von Porto Logo nach Timbo; (von dieser Reise ist wenig bekannt geworden).
1822. Laing's Reise von Sierra-Leona nach Sulimana, und Jack le Barels Reise eben dahin und nach Timbo.
1824, 25. Ãeaufort; von St. Louis nach Medina, Bakel und Elimane in Kaarta.
1825. Duranton; von St. Louis über Kalor und Makana ebenfalls nach Elimane.
1827 28. Caillie's Reise von Kacondy nach Time, dann nach dem Djoiiba, wo er sich nach Timbactu einschifft (dessen Lage nach seinem Itinerar eingetragen ist), und durch die Sahara nach Fez und Tanger geht.
II, Reisen von Norden her.
1792â1798. Browne erreicht von Aegypten aus Cobbe in Darftir und bleibt mehrere Jahre daselbst.
1822_24. Oudney, Denham und Clapperton^s Expedition in's Herz
von Africa; Entdeckung des Tschad - See's. Oudney stirbt in Bornu; Denham dringt bis Mandara, Loggun und zum Ostende des Tschad-See's vor; Clapperton bis Sackatn. 1828. Laing erreicht Timbuctu von Tripolis aus, und wird auf seiner Weiterreise nach Sego u. s. w. erschlagen.
III. Reisen von Süden her.
1772. Morris ersteigt von Juida aus das Bergland Dahomey und
kommt bis zu dessen Hauptstadt Abomey. 1817. Bowdich geht als Abgesandter vom Cap Corse (Coast Castle)
nach Coumassie, der Hauptstadt der Aschantis. 1825 , 26. Clapperton's zweite Reise; von Badagry über Wawa, Kano nach Sackatu, wo er stirbt. Sein Diener Richard Lander kehrt über Kano, Daurora und Zaria auf dem vorigen Wege zurück.
1830. Richard Lander geht, mit seinem Bruder John, von Badagry aus, fast auf demselben Wege, den er fünf Jahre früher mit Capt. Clapperton gezogen war, nach Boussa und Ja-uri, schifft sich auf dem Quorra ein und findet die Mündung des Niger da, wo sie ein Viertel Jahrhundert früher der deutsche Geo- graph C. G. Reichard vermuthete. 1833 , 34. Richard Lander und Jüan befahren den Quorra, mit Dampfboot, bis Rabba (9° N. Br.), und den Tschadda bis 40 deutsche Meilen von seiner Mündung. R. Lander wird in |
der Gegend von Eboe von den Eingebornen überfallen und stirbt an seinen Wunden auf Fernäo do Po, den 6. Febr. 1834.
IV. Reisen in's Binnenland, südlich vom Aequator.
1785. bon Gregorio Mendez' Expedition von Benguela aus gegen Süden. (Der aufserste Südpuukt, welchen Mendez erreicht, ist von Quimbumby 35 deutsche Meilen entfernt.1
181(>. Tuckey's Expedition auf dem Zaire. Fast alle Theilnehmer kommen um.
1828â30. Douville's 'Reisen durcli Congo, Angola, Benguela bis zum Cuffua-See und Bomba. (Die Echthcit dieser Reisen wird aus mehr oder minder triftigen Gründen in Zweifel gezogen).
NB. Mit Ausnahme der Eouten im N. Ïοη Aschanti und einiger anderer Punkte hat man in der Karte nur dasjenige eingetragen, was auf Beobachtung Europäischer Eeisenden beruht.
45a. jfiittel- und UToril-Africa. Westlicher Theil. Von F. V. St. 1845. Ausgabe 1848. 45»^. Mittel- und Word-Africa (östlicher Theil) und Arabien. Mit Nebenkarte: Πa b e s c h. Von F. v. St. 1845. Aus- gabe 1848.
45«'. ISüd-Africa mit Madagascar. Von F. V. St. 1845. Ausgabe 1848.
Diese 3 Summern dienen Kum Ersatz der gleichbezeichneten altern und haben aufser dem Vorzug der Darstellung des Neuesten, auch den, dafs sie gleichzeitig entworfen und bearbeitet worden sind, während die Bearbeitung jener in verschiedene Jahre (1830 bis 1835) fiel. Zugleich ist bei der Entwerfung wie beim Stich Rücksicht genommen worden, dafs die 3 Blätter am Aequator zu einem ganzen vereinigt werden können.
Aufser vielen andern znm Theil auch schon bei den frühern Ausgaben genannten Materialien wurden vornehmlich benutzt: New Map of Africa from the latest authorities dedicäted to H. R. H. Prince Alhert, hy James Mac Queen. Londonpubl. 14 April 1841. Ey J. Arrowsmith. 2 gr. Bl. Fol. Berghaus' astronomische Geographie von Africa und Hydro- graphie des atlant. und indischen Oceans. 2. Bd. der Annalen. Berghaus' Arabien und das Nilland (aus dem gr. Asia-Atlas). Karte von Oman von Wellstedt.
Das rothe Meer, nach der letzten Aufnahme von Moresby. Part of the south coast of Arahia. From α survey of Captain
Haines 1. N. and the officers of the Palinurus. 1839. Survey of part of the south east coast of Arabia hy S. B.
Haines, Commander, L N. 1845. Russeg ger' s Reisen in Europa, Asia und Africa. 2Bde mit Atlas. 1843 bis 1845.
C. Zimmermannes Karte zur Darstellung des obern Nillandes
und des östlichen Mittel-Africa. Pyritz, 1843. C. Ritter, ein Blick in das Nil-Quellland. Mit Karte von
Zimmermann. Berlin, 1844. Harris Gesandtschaftsreise nach Schoa und Aufenthalt in Süd- Abyssinien. 1841 bis 1843. I.Band. Mit Kartevon Mac Queen. Premier voyage ä la recherche des sourees du Bahr el Abiad ou Nil blanc ordonne par Mohamed-Aly, f iceroi d'Egypte, sous le commandement du capit. de freg. Sei im Bimbachi; und Docu- ments et observations sur le cours du Bahr el Abiad ou du fleuve hlanc par Mr. d' Arnaud avec Carte du Bahr el Abiad d'apres les travaux de Vexpedition, dressee par Ving. d'A rnaud Bim- bachi, Chef scientiÃque de Vexpedition. 1840, 1841 u. 1842. Map illustrating Dr. Beke' s Journey through Abyssinia. 1840 bis 1843.
Sketch of the Lower Courses of the Jub and Haines Rivers etc.
By Lt^ Wilmot Christopher R. N. 1843. The Old Calabar or Cross River hy Mr. J- B. King. 1842. The lower course of the River Kawara by Capt. Beer oft. 1841. Sketch of the lower courses of the Jub and Haines Rivers etc.
by Lt. W. Christopher. 1843. Berghaus' Uebersicht der neuern Erforschungen in Mittel-
Africa (No. 45« des Stieler'schen Hand-Atlas). 1835. Berg haus' Karte von Süd-Africa (No. 4δΠdes Hand-Atlas). Carte de Vlle de Madagascar. Redigee par Mr. B. F. Le- guevel de La Combe, d'apres ses reconnaissances, ses iiineraires, et les Cartes du Depot de la Marine, dressee par A. H. Dufour, Geographe. 1840.
Um wieviel die Kenntnifs Africa's in dem letzten Jahrzehent zugenommen hat, geht am anschaulichsten ans einer V'ergleichung |
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21 Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
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der vorliegenden 3 Blätter mit den altern Blättern des Hand- Atlas herTor â es ist allerdings viel geschehen, allein die Durch- forschung der weiten innern Räume dieses Welttheils findet noch einen unermeCslich grofsen Spielraum, dafs Menschenalter hin- gehen werden, ehe dieses Innere unserer Kenntnifs aufgeschlos- sen seyn wird.
Keine Gegend Africa's hat in dem letzten Jahrzehent so viel europäische Reisende an sich gezogen, als Habesch, dem auf No. 43b ein besonderer Carton gewidmet ist. Seit Dr. Ed. Eüppell, nach dessen Entwürfen die der vorigen Auflage beigegebene kl. Karte von Habesch gezeichnet war, 1831 bis 1833 daselbst reiste, haben sich nach und nach die evangelischen Missionaire Gobat aus Bern, Kugicr aus Württemberg, henberg und Krapf, der Kriegsmana Kielmayer, der Botaniker ScMmper aus Baden, die Franzosen Lefevre, Dr. Petit und Dr. Quartier-Dillon, Comhes und Tamisier Ferret und Galinier, die Brüder Jrnold und Anton d'Abbadie, Dufey, fiochet, de Jacobis, ferner die Engländer Jirston, Dr. T. Beke, Harris, Ch. Johnston, Parkins u. a. der Durchforschung dieses Landes zugewendet und bedeutende Ausbeute für die Kenntnifs desselben geAvonnen. Die Engländer haben von der so wichtigen Station Aden aus über Tajurrah den Weg in diese ost- africanischen Länderstrecken gebahnt und es wird nicht fehlen, dafs sie ihn in merkantilischer Weise Aveiter zu benutzen Avissen werden.
Ein Reisebericht: âDie portugiesischen Besitzungen in Süd- West-Africa, von G. Tams. Mit Vorwort von Carl Ritter. Hamburg, 1845." gibt interessante Mittheilungfcn über ein an der Westküste östlich von Loanda am rechten Ufer des Cuenza lie- gendes Negerreich Ambriz, mit der Residenz Quibanza, dem aber wegen mangelnder Bestimmungen kein Platz auf der Karte angewiesen werden konnte.
Seitdem die an der Küste Peru's liegenden Guano-Inseln er- schöpft sind, hat man in den letzten Jahren dieses Düng-Material auch an der Westküste von Africa aufgesucht, insbesondere >vird gegenwärtig die kleine aber ungemein steil aus der See empor- steigende Insel Ichaboe ausgebeutet; sie findet sich auf der Karte 45c unter 26° 13' südl. Breite vor der Spencers-Bai, in Avelche der Flufs Angra-Pequena mündet. '
Die Gegend des Mar a vi- oder Nyassa-See's, so wie das Flufssysteni des Zambeze sind der Karte von Mac Queen entnom- men. Der Lauf des Zambeze oder Cuama hat Bestätigung erhalten durch den Bericht des Reisenden Livingston, der im J. 1843 vom Cap aus bis zum 20»t⢠Breitengrad in Länder vordrang, die noch kein Europäer betreten hat. Er sah den grofsen See Mokorro oder Mampur (so genannt nach einem am Westufer wohnenden africanischen Häuptling) und fand, dafs zahlreiche kleine Flüsse von Südwesten her in denselben münden, und dafs ein beträcht- licher Flufs gegen Nordosten daraus hervorströmt. Dieser soll sich 80 oder 100 (engl.) Meilen oberhalb Zumbo mit dem Cuama (Zambeze) verbinden.
Eine von Dr. C. T. Beke in der Sitzung der Lond. geogr. Ges. vom 28. Dec. 1846 gelesene Abhandlung über die Quellen des Nil schliefst mit dem interessanten Resultat: âder Bahr el Abiadh oder weifse Nil ist der Hauptstrom, der Bahr el Asrek (Abai oder blauer Flufs) ist der Nebenflufs." Hiernach wäre die auf (der ersten Ausgabe von 1845) unserer Karte No. 451^ am Ursprung des Abai stehende Notiz Ml-Quelle zu streichen. .
Die aus der neuesten Denkschrift des Dr. Beke zu ziehen- den Schlüsse auf die Darstellung des obern Nillaufes (s. die Ausgabe der Generalkarte No. 40 von 1849 u. die Vorbemerkun- gen S. 13) sind für die 3 Specialkarten noch nicht in Anwen- dung gebracht worden, da man doch wohl hoffen darf, dafs in der nächsten Zeit sicherere Nachrichten bekannt werden.
45^. Süd-Africa. Mit Carton des Cap-Districts. Von H. Berghaus. 1841. Zweite Ausgabe 1848.
Dieses Blatt wurde schon im Jahre 1835 gezeichnet und da- mals auch der Stich desselben theilweise begonnen; ausgesetzt aber Avurde die Vollendung der Platte, als um jene Zeit die Her- ausgabe der Tagebücher der grofsen Entdeckungs Expedition zu erwarten stand, welche unter Dr. SmitWs Leitung weit in's in- nere Hochland, bis gegen den Wendekreis vorgedrungen ist. Diese Reisebeschreibung ist leider noch nicht erschienen. Unser Kartenblatt, â das nach physicaliechen Gränzen colorirt, der physicalisch-geographischen Beschreibung von Süd-Africa in âBerghaus' geograph. Almanach, 4. Jahrg." beigegeben war, ~ stützt sich in der Hauptsache auf die Hebert-Arrow- smitVsche Karte, doch sind bei seinem Entwürfe auch alle an- derweitigen neuern Quellen und Hülfsmittel benutzt worden, Stieler's Hand-Atias. Ber. 5. A. |
insbesondere die Reisen der Capitains Alexander und Gardner, sodann auch ältere Werke, namentlich die treffliche Karte von Burchell. Eine sehr wesentliche V'ermehrung hat die Karte (nach der im Berghaus'schen Almanach erfolgten Ausgabe) erhalten durch Eintragung der vom Gapt. Harris in den J. 1836 und 1837 unternommenen grofsen Reise von Graaf Reynett aus bis über den 24" S. Br. hinauf reichend.
Die Colorirung der Karts ist nach der politischen Einthei- lung hergestellt Avorden.
Im Nord-Osten findet man um Port Natal einen District Victoria besonders durch Colorit hervorgehoben, dieser ist von dem Fürsten der Zulah's (Amazula, Zuluh's) an die engl. An- siedler des Port Natal 1835 geschenkt und von diesen Victoria genannt worden, Avährend er in der Sprache der Zulah's: Issi- bubulungu heifst. Der nördl. angränzende Bezirk Clomanslien (Clomanthleen in engl. Orthographie, ein Zulah-Wort) ist dieje- nige Gegend des Amazula- oder Zulo-Landes, in welchem es den Engländern gestattet worden ist, Missionen anzulegen, und namentlich war im J. 1835 Culoola der erste Punkt, welcher zu einem Missionsposten ausersehen wurde. Die abgesonderte Co- lorirung dieses Districts hat demnach keine politische Bedeutung, sondern ein philanthropisches Interesse, indem er bis jetzt der nördlichste Punkt im Kafferlande (Kaffiria, besser als Kaffraria) ist, von dem aus das Ciiristenthum und seine Aufklärung im östlichen Africa verbreitet werden kann.
Die zweite Ausgabe 184S hat mehrerlei Nachträge erhalten, auch durch Benutzung von âM. Delelorgue: voyage dans l'Afri- qae australe, notamment dans le Territoire de Natal, dans celui des Cafl'res Amazoulous et Makatisses et jusqu'au tropie du ca- prioornc. Acc. par de dessins et cartes. 2 vol. Paris 1847."
46a. Bioi-d-America. Von F. v. Stülpnagel. 184T.
Die Grundlagen , welche sowohl bei der ersten Bearbeitung Nord-America's (1818 durch C. G. Reichard), als bei der zweiten (1833 durch F. von Stülpnagel), dienten, konnten bei dieser neue- sten Ausgabe nicht mehr in AnAvendung komiäen, da sich in diesem Zeitraum die Configuration dieses Erdtheils bedeutend verändert und berichtigt hat; man betrachte nur die Nordküste, Avelche in dem letzten Jahrzehent durch die Erforschungen kuh- ner Seefahrer in ihrer ganzen Erstreckung bekannt geworden!
Aufser mehrern bei den folgenden Specialkarten genannten Materialien wurden jetzt noch besonders benutzt:
Illustrated Atlas geographical, Statistical and historical of the United States and the Adjacent Countries by T. G. Bradford. Boston 1838.
Morse's cerographic maps. New-York 1846.
Die America betreifenden Karten aus H. S. Tanner, new Uni- versal-Atlas of the World. 1846.
Map of Texas by Arrowswith. 1841.
New Map of Texas, Oregon and California by Mitchel. 1846.
Uebersicht der Entdeckungen im arktischen America in den Jahren 1832 bis 1839. In Berghaus' Almanach 1841.
Bergketten in Nord-America, und Vulkanreilie von Guatemala, No. 6 und 10 der geologischen (3ten) Abtheilung des Berg- haus'schen physikalischen Atlas.
Kurz nach Ausgabe dieser Karte im J. 1847 wurde eine neue mit der Jahrzahl 1848 bezeichnete nothwendig, indem der in den Mackenzie-Strom einmündende Peel-Flufs nach einer in dem âJournal of the royal geographical society of London, T. XV. P. II." von A. K. Isboster gegebenen Darstellung einge- zeichnet wurde, auch Mexico und Californieu eine berichtigte Gestaltung erhielt.
46'', Verem-Siaateii von MoFil-Aitaerica, Mexico, Yaicatan u. a. Von F. v. St. 1848.
Diese Nummer erschien früher als Karte der: Vereinig- ten Staaten von Nord-America, und zwar zuerst im J. 1825 bearbeitet von H. Hübbe, danach 1834 von Ad. Stieler und 1836 mit Zusätzen von H. Berghaus, späterhin vielfach nachge- tragen. Auf diese zweite Bearbeitung beziehen sich nach- stehende Bemerkungen:
Für die neue Bearbeitung bildet H. S. Tanner's grofse Karte der Vnited States 3<i ed. die Hauptgrundlage. Der Verfasser ist bemüht gewesen, das vorliegende neue Blatt dem Auge möglichst ansprechend einzurichten, durch sparsame, doch naturgemäfse, Gebirgsdarstellung und sorgfältiges Ausscheiden des Entbehrli- chen, auch durch angemessene Schriftstellung.
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Die Karte hat nach und nach alle neuen darauf Beziehung habenden Erg-ebnisse aufgenommen, unter welchen besonders her- vortreten; die im J. 1842 fesfgestellte N.-OâGränze des Staates Maine gegen Canada; dann die dem Vereinigten-Staaten-Bunde neu einverleibten Staaten Iowa, Wisconsin und Texas; die nun- mehr nur noch bestehende Eintheilung des Westens im Indian-, Missouri- und Oregon-Territorium; neuerdings die nach langen und drohenden Verhandlungen zur Feststellung gekommene Nord- Gränzedes Oregon-Territoriums gegen das Britische Nord-America. Mehrere in neuester Zeit zum Aufblühen gelangte Städte Avurden nachgetragen, dann die den jährlich aus den östlichen Staaten gegen Westen ziehenden AusÎvanderungsgesetlschaften zu Ruhe- und Stiitzpunliten dienenden Forts: /ntfe/jendence (Missouri), Sam- melplatz der Auswanderer, Laramie am Batsoah oder Sherry-Flufs (750 engl. Meilen Entfernung von Independence), jenseits des Fel- sengebirges Hall am Le>vis (550 Î. von Laramie), IValla-JFalla am Einflufs des Lewis in den Columbia (450 M. von Hall), Î an- couver am Columbia (250 M. von Walla-Walla).
Im Jahre 1848 wurde zur dritten Hauptbearbeitung dieses Blattes geschritten und die neuem Kriegsereignisse liefsen es für angemessen erkennen, demselben eine bedeutend gröfsere Aus- dehnung zu geben, um auch noch Mexico und Yucatan dar- auf zur Darstellung zu bringen, >vodurch eine erhöhete Brauch- barkeit erlangt worden ist. Aul'ser bekanntem Material wurde dafür benutzt:
NeAvMap of Texas, Oregon and California by^ii^. MiicÃc/Z. 1847.
Capt. Fremonfs expeditions to the Rocky Mountains and to
Oregon and Upper-California in the y. 1842â1847.
//, Kieperfs Mexico, Texas und Californien. 1847. ,
Von dem Goldland Californien mangeln noch genaue specielle Darstellungen, der Flufs Sacramento mit seinen von der Sierra- Nevada herabströmenden Nebenflüssen, so wie des Capt. Sutter's Colonie Neu-Helvetia findet man auf der Karte nach Fremont eingetragen.
(47,,), Mexico und Centro-Americsi. Von F. v. St.
1836. Centro - America berichtigt 1841 , Texas ii. A. 1845.
Die erste meist nach Arroiosmith, von Humboldt und Purdy entworfene Ausgabe erschien 1825. â Obige zweite ist aus den neuesten Exemplaren des Hand-Atlas >veggelas8en Avorden, weil Mexico und Californien in der vorangehenden No. 4iil> auf- genommen und natürlich richtiger dargestellt sind, als es auf diesem altern Blatte der Fall sein konnte. Centro-America findet sich durch eine auf dem Blatte No. 48 im Westen vorge- nommene Erweiterung daselbst an passenderer Stelle,
48. WestinclieM Hiid Ceiairo-America.
Von F. V. St. 1848. Mit Nebenkarten: 1) Guadeloupe mit Marie-Galante; 2} Martinique.
A. Die erste Bearbeitung von Ad. St. (1818) ist gröfsten- theils nach des Verf. gröfserer K. von Westindien (Nürnberg, Sehn. u. W.) entworfen, die er damals mit einer ausführlichen Nachricht über sein Verfahren dabei begleitete, welcher ein kri- tisches Verzeichnifs mehrerer hundert Ortsbest. beigefügt war. Diese Arbeit ist öffentlich und privatim auf eine Art gewürdigt worden, die das eigene Vertrauen zu ihrem Werthe nicht min- derte , daher sie hier zum Grunde gelegt Averden durfte und mufste.
B. Für die neue Bearbeitung (1837â1848) liegen folgende Materialien zum Grunde:
1) Die von der engl. Admiralität publicirte Karte von West- Indien in 4 Blatt 1821, verbessert 1832 (mit der Oiüen'schen Be- richtigung), welche als Hauptgrundlage für die Küsten benutzt Avurde.
2) Die span. K. vom Antillen-Meer, und Purdy Gen.-Karte V. West-Indien, 1 Bl. v. J. 1823, beide zur Vergleichung.
3) Purdy Gen.-K. v. Jamaica mit spec. K. der Häfen etc.
4) Cartes des Colonies fran^aises etc., par Aupix et Perrot, für Haiti und die beiden Nebenblätter Guadeloupe und Martini- que, doch mit dem Bemerken, dafs die beiden Nebenkärtchen hier richtiger orientirt sind.
5) Florida und die Aveitere Küste von Nord-America nach Tanners grofser Karte.
6) Das Festland von Süd-America und die Küsten des An- tillen-Meeres nach der oben unter 1) angeführten engl. See- Karte, das Innere nach dem NW. Blatte von Ãrue's neuer K. v. Süd-America in 4 Bl. |
7) Centro-America wurde nach Berghaus' schöner Karte (No. 10 des Fhysical. Atlas) berichtigt.
8) Für Cuba ist für das Innere jetzt noch nicht viel Gedie- genes zu leisten â Ï
. Humboldt's Karte ist hier gebraucht.
49» §üd-Ainerica. Von F. v. St. 1848.
Die erste Bearbeitung erschien 1820 von C. G. Reichard ent- worfen mit einem Nebenblatt: Gegend der französisch- spanischen Gradmessu ng, den höchsten Theil der Andes darstellend. Dieser Carton wurde wegen der späterhin gelieferten 2 Specialblätter No. 49'', 49c. überflüssig, und blieb deshalb bei der zweiten 1831 von F. v. St. bearbeiteten Ausgabe weg.
Für die dritte Bearbeitung wurden die beiden Specialblät- ter No. 49'', 49" vornehmlich zu Grunde gelegt.
49b, 49c. j§üd-America in zwei Blättern. Mit den Grundrissen der Stadt und der Bai von Rio de Janeiro. Von F. v. St. 1843.
Beide Blätter wurden zuerst auch von demselben Verf. 1828 und 1831 bearbeitet, hauptsächlich nach der bekannten Karte von Spix und Martins. Indessen wurde nicht unterlassen, auch andere Materialien zu Rathe zu ziehen, Avohin insbesondere die von dem âKrit. Wegweiser im Gebiete der Landkarten-Kunde" bekannt gemachten genauem Ortsbestimmungen zu rechnen sind. Auf die Querjochsbildung der Andes-Kette, nach Anleitung von Î.Ï
. llumboUWs geistreichem geognost. Gemälde von Süd-America (Voy. aux reg. equinox. du nouveau Continent. Edit. in 8. T. X.)i ist, so Aveit sich, ohne der Phantasie zu viel einzuräumen, thun zu lassen schien, Rücksicht genommen. Wir theilen hier das Nähere darüber mit:
1. Das Querjoch (Contre-Fort) der Sierra de Cordova zwi- schen 33° und 31° S. Breite, welches als das südlichste Vorge- birge der Andes-Kette gegen die Fampas ausläuft, bis über den Meridian von Cordova hinaus.
2. Das Querjoch der Sierra de Salta und de Jujui, dessen gröfste Breite in 25° S. zu fallen und welches sich gegen den Bio Vermejo unter 44° W. zu verlaufen scheint.
3. Das Querjoch der Sierra Nevada de Cossabamba und de Santa Cruz, das sich mit dem Andes-Knoten von Porco unter 19° S. verbindet und zwischen 22" und 17^° S. Breite fällt. Die- ses Schneegebirge bildet die Wasserscheide zwischen dem Becken des Amazonen-Stroms und dem Becken des Rio de la Plata, in- dem der Cachimayo und Pilcomayo gegen SO. fliefsen, während der Tarapiti und der Guapey (Guapahi, oder Rio de Mizque) gegen NO. in den Marmore sich entladen.
4. Das Querjoch des Beni, zwischen 13° und 11° S. Breite; Herr von Humboldt nennt diese Gebirgsgruppe nach dem Namen des Beni, weil dieser Strom seine Quellen in derselben hat (Voy. X, p. 51.), und sie selbst zu durchbrechen scheint, so dafs sie auf seinem östl. Ufer bis 8° S. verfolgt Averden kann (a. a. O. p. 51.).
Ein besonderes Interesse möchte unsere Karte auch dadurch gewonnen haben, dafs die astronomischen Beobachtungen von Peniland, welche durch Herrn v. Humboldt in Berghaus Hertha, XIII. Band, bekannt geworden sind, zu Rathe gezogen Avurden. Die geographische Darstellung von Bolivia (Alto Peru) hat da- durch ein neues Ansehen erhalten.
Bei dem schwankenden Zustande der politischen Verhältnisse I der Hispano-Americanischen Staaten, wo alles in einem fortAväh- renden Aufbauen und Zerstören begriffen ist, mul's man dahin gestellt seyn lassen, ob der wahre derzeitige Stand der innern Organisation jener Staaten getroffen Avorden. Trotz aller Nach- forschungen mag es hin und wieder vielleicht nicht gelungen seyn, dasjenige, Avas schon der Historie verfallen ist, von dem- jenigen zu sondern, was der Statistik angehört.
Die lange Reihe der Vulkane und Schneegebirge (Nevado's) I von 46° S. Br. bis 15° findet man vollständig angegeben.
Bei Darstellung von Ländern, wo fast jedes Jahr neue Er- scheinungen darbietet (geographische und politische) , ^vje hier, darf nicht übersehen werden, dafs vom Beginn der Arbeit, ja von Beendigung der Arbeit an bis zum Erscheinen ein Zeitraum verläuft, innerhalb dessen sich manches Beacbtenswerthe ereignet haben kann. â Solche Blätter unterliegen daher fortwährender Revision. Indessen genügt das Nachbessern nur eine gewisse Zeit lang, und nach Ablauf einer längeren Zeit, etwa eines Jahr- zehents, drängt sich meist die Ueberzeugung nach der Noth- wendigkeit einer neuen Bearbeitung auf, wie es denn auch hei |
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diesen beiden Nummern der Fall war. Sie wurden im J. 1843 neu gezeichnet und dem Netze wurde die Einrichtung gegeben, dafs sie zusammengesetzt werden können, indem sicli auf dem eüdl. Blatte die Linie bemerkt findet, auf welcher der Abschnitt
aai machen ist.
Als Hauptgrundlagen für die neue Darstellung dienten:
South-America from original-documents , inclviding the survey of the officiers of H. M. ship® Adventure and Beagle. De- dicated to Captain B. Fitz-Roy hy John Arrowsmith. London 1840. 2 Blätter.
Map of Guayana to illustrate the route of R. H. Schomburgk Esq··. 1840.
Karrative of the surveying Toyages of H. M. ships Adventure and Beagle between the years 1826 and 1836, deseribing their examination of the sonthern shores of South-America, and the Beagles circumnavigation of the globe. 3 Ïοί. London 1839. Mit Karten.
Das Britische Guayana auf No. 49ib ist 1846 berichtigt einge- tragen worden nach âPart of Guarjana to Ulustrade the excursions Of the Chevalier Rob. H. Schov^hurgk in 1841 ef 1843."
In Folge der 1848 durch Pentland's Mittheilungen neu be- richtigten Höhen - Angaben verschiedener Gipfel der Andes sind auf dem nördlichen Blatte
Chimborazozu . , . 20100 Par. F. üb. d. M. Nevado de Sorata zu 19972 - - - _ _ Sahaina ...... 20970 ------
auf dem südliehen
Aconcayua..... 21768 - - - _
nachgetragen worden. Letzterer wäre demnach nun als die gröfste Erhebung auf der Avestlichen Halbkugel zu betrachten. |
in die beiden Provinzen Neu-Munster und Neu-XJlster eingetheilt wird, und in der Person des G. Grey einen Statthalter und Ober- befehlshaber erhält. Für die Colonisirung der Insel hat sich schon früher in London eine neuseeländische Compagnie gebildet, und in Port Nicholson (an der Cooks - Strafse) soll bereits eine Nationalbank angelegt seyn. â Eine französische Ansiede- lung befindet sich (zu Akaroa) auf der Halbinsel Banks, an der Ostseite der grofsen Südinsel. â Für die neuseelindischen Inseln wurde benutzt: New-Zealand, from Cook, D'UrviUe, Du- perrey and Herd with additions hy J. S. Polack, London 1838.
Es schien zweckmäfsig, diesem Blatte die Nummer 50b zu geben, obgleich dieselbe Nummer schon eine Karte des Hand- Atlas: âDas Innere von Neu-Süd-Wales nach J. Oxley. 1821. Mit Nachträgen und Verbesserungen nach J. Gross. 1831" trägt, welche aber für die Folge weggelassen wird, da der Inhalt dieser Karte sich auf No. 50«, Avenn auch in etwas kleinerem Maafsstabe, wiederholt. Ueber diese ältere Nummer 50t· >rurde bei deren erster Ausgabe gesagt:
âDie neuern Entdeckungen im fünften Erdtheil, je sparsamer sie bis jetzt sind, durften um desto weniger dem Hand-Alas vor- enthalten Averden. Das gegenAvärtige Blatt enthält Alles, was man auf dem vieriftal gröfsern und zwölfmal theuerern englischen Original findet, nur einzelne Bemerkungen über BeschaiFenheit des Bodens sind weggelassen. Die Erforschungen am Brisbane und nach der Bergstrafse zu, fallen über den Rand der Karte hinaus, auch gebrach es an graphischem Material, um sie be- friedigend darzustellen. â Die spätem Jahre werden uns viel- leicht mehr Stoff zu Bearbeitungen über dieses merkwürdige Land voller Anomalien geben." |
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50^. Anstralien, in Mercators Projection. Von Ad. St. 1826. Nachgetragen bis 1845.
Für die frühere Ausgabe dieses Blattes, entworfen und gez. Ton C. G. Reichard, 1816, dienten aufser Flinders als Quellen;
Ilawkesworth, Ryron, Wallis, Carteret·, Cooks 3 Reisen, Sunville, Shortlandf Hunters, BUgh, d'Enirecasteaux, Wilson, Bougainville, FancoMDer, Krusenstern·, Zimmermanvi s Australien, Purdy's grofse Weltkarte u. a.
Die zweite Bearbeitung hat durch gröfseres Format we- sentlich gewonnen, indem sie dadurch um 30° nach 0., 6° nach N. und eben so viel nach S. hat erweitert werden können, so dafs auch die Oster-lnsel, Californien etc. noch ihre Stelle ge- funden haben. Krusensterns grofser Atlas der Südsee ist haupt- sächlich benutzt, vieles Andere verglichen. Die Entwerfung der Specialblätter 50Πu. 5Cc gab Veranlassung zu vielfachen Berich- tigungen bis auf die neueste Zeit.
50^. Festland vosi Awstralien und be- naclibarte Inseln. Von F. v. St. 1841.
Berichtigt 1846.
Bei dem steigenden Wachsthmn der Colonien im australi- schen Festland erschien es nothwendig, eine, dasselbe in gröfserm Maafsstab, als es auf der Generalkarte No. 50. möglich ist, dar- stellende Karte dem Hand-Atlas einzuverleiben. Die vorliegende ist hauptsächlich nach Arrowsmith''s neuester in 2 gr. Bl. (1840) erschienener Karte entAvorfen. Die in den letzten Jahren unter- nommenen Reisen von Eyre (zu Erforschung des untern Darling- Laufes), von Grey (Entdeckungsreise auf der Südostküste), von Dl'· I^eichhardt (von der Moreton-Bai aus quer durch das Innere nach dem Golf von Carpentaria und dann nach Victoria auf der Halbinsel Coburg) u. A. werden, wenn deren graphische Resul- tate erst vorliegen, manche Aufschlüsse über Flufslauf etc. im Innern geben. Als wichtigster Ansiedelungspunkt der Briten an der Wordküste des Festlandes ist Port Essington mit der neu gegründeten Stadt Victoria auf der Halbinsel Coburg bemer-
kenswerth.
Es war augenehm, dafs dem Blatte so viel Ausdehnung ge- geben Averden konnte, um auch die Neuseeländischen Inseln mit aufzunehmen, Avelche gegenwärtig ebenfalls lebhaftes Inter- esse erregen, nachdem durch einen am 5. Febr. 1840 vom grofs- brit. Capt. William Hobson mit den Häuptlingen der Nord-lnsei geschlossenen Vertrag die Souveränetät dieser Insel der Königin Victoria übertragen worden ist. Am 30. Dec. 1846 ist nun auch in der amtlichen Gazette von London die Verfassungsurkunde .(Charter) für Neuseeland veröffentlicht worden, wonach dasselbe |
50«^. Karte von dem südöstlichen Xlieile Anstraliens, zur Uebersicht der Entdek- kungen im Innern von Neusüdwales, bis zum Jahre 1832 (von H. Berghaus}, ausgegeben 1834. Revidirt und nachgetragen 1846.
Mit Carton: Wes t-Πu s tr al i a, die Colonien am Schwan- flufs und König Georg's Sund enthaltend.
Die auf dem Blatte selbst enthaltenen Nachrichten geben über die Bearbeitung dieses interessanten Blattes Rechenschaft.
In letzter Zeit ist mancherlei Neues erschienen, das Veran- lassung gab, besonders die Südküste von Spencers Golf an, die Ostküste bis zum Brisbane, auch die Westküste vom Schwanflufs bis zur Sbark Bai umzuarbeiten und zu berichtigen, was auf j beiden Blättern 50t> und 50«: im J. 1846 vorgenommen Avorden ist. i Dieses neue Material besteht vornehmlich in : i 1) Trigonometrical Survey of part of the Country between Melbourne and the River Glenelg etc. 1840.
2) Map shewing the Special Survey's in South Australia, to the Eastward of the Gulf of St. Vincent; from Lat. 30" to 35° 40' S. from documents in the Survey Office Adelaide.
3) Map shewing the Surveyed Lands and Port Philip from the Government Survey's made in 1840.
4) Map and Chart* of the West-Coast of Australia; from Swan River to Sbark Bay including Houtman's Abrolhos and Port Grey from the Surveys of Capts Grey, Wickham, King, and from other Official documents.
5) S. E. Extremity of South Australia, to illustrate Governor G. Grey's Expedition. 1844.
6) Sketch of the Country East of Fiinder's Range; South Australia; by Capt^ Frame. 1843.
7) Sketch of New England, Beardy Plains, the Clarence et Bichmond Rivers, New South Wales, to illustrate the Route of Capt" H. G. Hamilton, R. N.
West-Polynesien.
^ ^ , . Jti-ntworfen von
Ost-Polynesien.
Dr. Heinrich Berghaus· 1849.
Mehrfach ist das Bedürfnifs gefühlt worden, dem Stieler'- schen Hand-Atlas eine Darstellung von der Inselwelt des Grofsen Oceans einzuverleiben, welche ausführlicher sei, als die Gene- ralkarte No. 50a., die ganz Australien enthält. Diesem Bedürf- nisse wünschen die beiden Blätter abzuhelfen, welche den Freun- |
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den unseres Atlas, wie der Geographie im Allgemeinen, hiermit dargeboten werden.
Der Verfasser glaubt, dafs ihm Nichts, oder doch minde- stens nichts Wichtiges von den Kenntnissen entschlüpft sei, wel- che bis zum Zeitpunkt der Bearbeitung beider Karten, der in den Monat Mai 1848 fällt, für die Hydrograpliie der Südsee vor- lagen; überdem hat er auch während der Zeit, dafs sie unter den Händen des Kupferstechers gewesen sind, keine Gelegen- heit Yorübergehen lassen, Alles aufzuspüren und zu benutzen, was die neUern und neuesten Reisen gebracht haben. Die letzte Durchsicht von Probeabdrücken der Platten hat im Dec. 1848 Statt gefunden, so dafs die vorliegenden Karten unsere geogra- phischen Kennntnisse von den Eilandfluren des Stillen Oceans nach ihrem Znstande am Schlüsse des Jahres 1848 darstellen.
Für die Geschichte der Positionenkunde Avürde es ohne Z>vel- fel eben so wichtig als lehrreich seyn, die Abweichungen in der Lage der Inselgruppen und einzelnen Inseln nachzuweisen, welche die vorliegenden Karten gegen frühere darbieten, und diese Abweichungen gehöriger Mafsen zu begründen; allein dazu ist die Abfassung einer ausführlichen Denkschrift erforderlich, welche, weil sie zu umfangreich ausfallen würde, nach dem Plane des Begründers dieses Atlas, unseres verstorbenen Freun- des Adolf Stieter, nicht in den Kreis dieser kurzen Vorbemerkun- gen gehört.
Kenner der Geographie werden beim ersten Blick auf die Karten wahrnehmen, dafs es ein Hauptaugenmerk gewesen ist, die inheimischen Benennungen der Inseln an die Stelle der sonst üblichen, von den europäischen Seefahrern ihnen beigelegten Namen zu setzen. Die Kenntnifs dieser Benennungen verdankt man vorzugsweise den Heilandboten, welche seit den letzten dreifsig Jahren die malayisch-polynesischen Völker der christ- lichen Gesittung entgegengeführt haben, obwol auch Laien da- für sehr thätig gewesen sind; so, schon zu Coofc's Zeiten, der älterejiTorsier, und in neuerer Zeit C/iamisso, Lütke, Fitz Roy, TVilkes und viele andere, besonders britische, Seefahrer, die in- d6fs meistens von den Missionairen belehrt Avurden, welche die malayisch - polynesischen Dialekte zum Gegenstände ihrer eifrig- sten Studien gemacht haben.
Eine vergleichende Ãbersicht der ihheimlschen und der von den Seefahrern den Inseln beigelegten Namen ist unstreitig ein Bedürfnifs, sei es, dafs ihm auf den Karten selbst, oder in Form einer Tabelle abgeholfen werde. Den ersten Weg hierbei ein- zuschlagen , war nicht möglich , weil dies, des Raumes wegen, einen Maasstab voraussetzen würde, der mindestens zehn Mal gröfser sein müfste; der zweite Weg ist hier gleichfalls unzuläs- sig, in Betracht, dafs eine und dieselbe Insel oft die manchfaltig- sten Namen führt, und die Zusammenstellung aller die Tabelle zu umfangreich macht, um in diese kurzen Vorbemerkungen Auf nähme zu finden. Der Verfasser mufs sich vorbehalten, auf diese vergleichende Ãbersicht, so wie auf eine Kritik der Positionen- kunde bei einer andern Gelegenheit zurückzukommen.
Die Karten sind nach dem Meridian von Greenwich graduirt, weil in allen Reiseberichten, mit Ausnahme der französischen, die Längen nach diesem Meridiane gerechnet Averden. Ferro und Paris sind aber auch am Rande angegeben, w as die Vergleichung der Meridiane erleichtert. Der Meridian von IfiO" W. Grw. theilt Polynesien in zwei Hälften, West - und Ost-Polynesien. |
Zu West-Polynesien gehören: die Marianen oder Ladronen (Diebs-Inseln); der Archipelagus der Carolinen; die Inselreihen Ralick und Radack, Avelche zusammen den Marshalls-Archi- pelagus bilden; die Gruppe Tarawa, auch Gilbert oder Kingsmill genannt; die Gruppen Phönix, Ellice und Union, welche letztere einen Theil des Archipelagus von Samoa, oder der Schiffer- (Na- vigators-) Inseln ausmachen; der Archipelagus Witi oder Fidschi; und Tonga oder die freundschaftlichen Inseln (friendly Islands von Cook).
Zu Ost-Polynesien gehören: Hawaii oder Cook's Sandwich- Inseln; Nuka Hiwa oder Mendana's Archipelagus (von Krusen- stern so genannt), bestehend aus den Marquesas de Mendoza und den Washington-Inseln; Paumotn, oder der Gefährliche Archipe- lagus oder die Niedrigen Inseln (Archipel dangereux von Bou- gainvile, Low Islands von Cook etc.); Tahiti, oder die Gesell- schafts-Inseln (Society Islands) und Cook's Gruppe (von Krusen- stern genannt) oder Harvey's Gruppe (der Missi(niaire).
Die sechs Nebenkarten, welche einzelne Avichtige Ortlichkei- ten enthalten, Averden vielleicht als eine angenehme Zugabe ange- sehen Averden.
Von den bei Bearbeitung dieser Karten benutzten Werken nennen Avir nur folgende:
1) Johann Eeinhold Forstcr's Bemerkungen auf seiner Reise um die Welt. Ãbersetzt von seinem Sohne und Reisegefährten Georg Forster. Wien 1187. 1 Hd. in 8., mit Karten.
2) Adalbert von Cftomwso's Bemerkungen und Ansichten auf einer Entdeckungsreise in den Jahren 1815 â 1818 auf dem Schiff Rurik unter dem Befehle Oito's v. Kotzebue. Weimar 1821.
1 Bd. in 4. , mit Karten.
3) William ElUs' Polynesian Researches, during a Residence of nearly six years in the South Sea Islands. London, 1830.
2 vols in 8.
4) Frederic Lütke, Voyage autour du Monde sur la corvette le Senjavine. Paris 1836. 3 Bde in 8., mit Atlas.
5) Narrative of the Surveying Voyages of H. M. S. Adventure and Beagle, betAveen the years 1826 and 1836, describing their examination of the southern shores of South America and the Beagle's circumnavigation of the globe. (Von King^ Fitzroy anA Darwin). London,1839. 4 vols in gr. 8., mit Karten.
6) Charles Tf^ilkes' United States Exploring Expedition. London, 1845. 5 vols in gr. 8., mit Atlas.
7) Krusenstern, Recueil de memoires hydrographiques pour ser- vir d'analyse et d'explication ä l'Atlas de l'Ocean pacifique. St. Petersiiourg, 1824â1835. 3 Bde in 4., mit Atlas.
8) 'I'he Nautical Magazine and Naval Chronicle. London, 1832 â 1848; ein Werk, das sehr reich ist an Berichten über Kreuz- und Querfahrten, welche von Offizieren der engli- schen Kriegs- und der Handelsflotte in der Südsee unternom- men worden sind. Die Namhaftmachung aller dieser Be- richte, von denen ein grofser Theil anonym erschienen ist, würde, bei der grofsen Menge derselben, hier zu Aveit führen.
Berghaus.
[Geschrieben den 7. Mürü 1849.] |
Πe il η S e A. (Zur Karte No. 2 u. 3.)
»IE l§Iâ¬HTBABK SEITE ÃE» IttOSTDOBERlxACHE.
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F.
ür die, welche sich dem Studium der Astronomie ernstlich zu- wenden, ist durch die bekannte Beer- und Mädler^sche grorse Karte des Mondes in 4 Blatt aufs Trefflichste gesorgt; deshalb glaubte man durch ein möglichst vereinfachte.s, leicht übersiclitliches Bild des Mondes, %yie das vorliegende, den Besitzern des Hand-Atlas am Besten zu dienen, da es wohl vornehmlich darauf ankömmt, ein Hiilfstnittel darzubieten, das den Laien in Stand setzt, sich auf der uns Erdbewohnern zugekehrten Mondfläche mit Hülfe eines , wenn auch nur mittelmäfsigen Fernrohrs, zu orientiren. Zu solchen Beob- achtungen mögen stets einige Tage vor imd bis nach dem Ersten oder Letzten Viertel zu wählen seyn, indem die schönsten Partieen immer zu diesen Zeiten bei zunehmendem oder abnehmendem Lichte des Mondes am besten zu sehen sind. Auf der Karte selbst finden sich mehrere der gröfseren Flächen, z. Ã. die Mare und Hauptgebirgszüge benannt, während die kleineren Flächen und Ãinggebirge mit Ziffern be- zeichnet wurden, deren Benennung jedem Quadranten gegenübersteht. |
Zur bessern Uebersicht der täglichen Lichtzunahme des Mon- de.? ist noch unten zur Seite der Hauptkarte eine verkleinerte Skizze angebracht,' auf welcher die Bögen von Tag zu Tag die Lichtabschnitte andeuten, so dafs die für jeden Tag sichtbar wer- denden Partieen leicht übersehen werden können ; auf gleiche Weise läfst sich die Abnahme des Li&htes an dieser Skizze erse- hen, da dasselbe, gleich nach dem Vollmond, ungefähr in dem glei- chen Verhältnifs wieder abnimmt.
Indessen ist zu beachten, dafs, weil die Skizze ebenfalls in mittlerer Lage (oder mittlerer Libration) wie die Hauptkarte dar- gestellt ist, die Bögen der Lichtabschnitte, bei Vergleichung des zu- oder abnehmenden Lichtes des Mondes zu verschiedenen Zei- ten, nur mehr oder weniger annähernd erscheinen können.
Der Durchme-sser des Mondes hat eine Lange von 454 geo- graphischen oder deutschen Meilen (15 = 1° des Erdäquators), sein Umfang beträgt 1426 geographische Meilen, und seine mittlere Entfernung von der Erde 51800 geogr. Meilen. â Der Um- |
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Zar Mondkarte No. 2 u. B. 25
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fang des Mondes ist ebenfalls in 360° getheilt, wie die Karte zeigt, 1° des Mondäquators begreift aber nur 4,088 geogr. Meilen.
In Betreff der Bewegung des Mondes ist auf das Planeten- system (No. 4 des Hand-Atlas) und auf die dazu gehörigen Er- läuternngen zu verweisen, wo genügende Erklärung zu finden ist.
Den Beschauern dieses Blattes durfte zu uaherm Verstandnifs nachstehende Betrachtung der verschiedenen Mondgebilde wohl willkomraen seyn, welche wir uns aus des Herrn Geheimen-Raths Dr. Nürnberger Neuen natur- «nd gewerbwissenschaftlichen Berichten" (Abendzeitung 1841, No. 78 u. 79) mit dessen Zustim- mung zu entlehnen erlauben:
âIch- will jetzt eine Beschreibung der verschiedenen Mondge- âbilde versuchen bemerke aber sogleich, daPs eine Terminologie âdieser Formen nothwendig an ähnliche Gestaltungen auf utiserm âErdkörper erinnern mufs, ohne jedoch darum mehr bezeichnen zu âsollen, als eben eine aufs er e, vielleicht oft nur sehr entfernte âAehnlichkeit. Denn wir können als gewifs annehmen, dafs nicht ânur die gleichklassigen Weltkörper unseres Systems unter sich, son- âdern noch raelir die verschiedenen Klassen: Sonne, Planeten, jjMonde Kometen, selbst auch eine höchst verschiedene Na- ,>turbeschaffenheit haben, und dafs der fieichthum der Schöpfuiig nicht durch die Erdgebilde erschöpft sey.
Man bezeichnet also auf dem Monde zuerst durch âMare" âgröfsere und kleinere graue Flecke, theils scharf getrennt vom â'reinen Mondlichte, theils allmälig in dieses übergehend und sich j^mit ihm vermischend. Die früheren Astronomen hielten sie, mit â'zu strenger Beziehung auf das Irdische, für Meere: ââdo,"" sagt âKepler, âânmculas esse maria; do , lucidas esse terras."" â Al- âlein schon der Umstand, dafs man mitten in diesen vermeinten âMondmeeren unverkennbar leer stehende Tiefen wahrnimmt, zeugt âdafür, dafs sie Meere im irdischen Sinne nicht seyn können. âDamit will ich die Abwesenheit eines, unserm Wasser eutsprechen- âden Elementes auf dem Monde nicht behaupten; aber in wieweit â âMondwasser" dem irdischen Wasser gleichen oder ahnein durfte, âbleibt billig dahin gestellt1). ^ - i-,
Sumpf und See hat man ferner, mit gleicher zu strenger âBeziehung auf das Irdische, diejenigen k 1 e i η e r η Moadüächen âgenannt, 'welche etwa an diese Dinge bei uns erinnern könnten. â âNach e'iner Schätzung mögeR etwa | der uns zugewendeten "*) 'Wondhalbkugel mit solchen âMeeren'," ,,Sümpfen," âSeen" bedeckt ,,seyn; wo sie deutlicher begrenzt erscheinen, finden wir sie kreis- förmig, wie denn überhaupt der Kreis der vorherr- schende Grundtypus aller Formen ist. Die helleren ^^Landschaften des Mondes sind fast ohne Ausnahme gebirgig, ^,und diese Gebirge des Mondes übertreffen die höchsten der Erde ,,zwar nicht an absoluter Erhebung, aber an Steilheit. Zuweilen, âaber viel seltener als auf der Erdkugel, bilden sich einfache Rei- âhen solcher Mondberge, mit einzelnen Gipl'ela und kleineu Aus- âläufen (Bergketten) ; gewöhnlich aber zeigen sich die Mondberge âin neben einander gelagerten breiten Massen, mit tief einschnei- 'âdenden oder auch ganz hindurchgehenden Querthälern(Mas- ,'s eng e birge); oder aber es erhebt sich ein bedeutender Theil ,"der Mondfläche über die umliegenden helleren und dunkleren â'Landschaften als Hochland, und trägt dann auf seinem Plateau ,^eine Menge der verschiedenartigsten Gebirgsformen, an einer Seite âaber ein hohes Gebirg, welches sich mit gewaltigen Abstürzen plötz- âlich in die graue Ebene hinabsenkt (Raη dg e b ir ge).
âHäufiger als auf der Erde stehen aber auch einzelne Berge ,,νοη allen Formen und Dimensionen isolirt in der Ebene, oder âbilden, ohne bestimmt e.n Zusammenhang, Reihen und ââKränze," welche in regelmafsiger Kreisform (dem angege- âbenen vorherrschenden Grundtypus der Mondformen) grofse Ebe- ânen umschliefsen, und den Eingang in dieselben durch Querthäler âverstatten.
âDiese âMond-Berggränze" machen nun den Uebergang zu âden merkwürdigen, jedes bewaffnete Auge durch Anzahl und âGröfse, wie durch Fremdartigkeit des Anblicks, in Erstaunen ver- setzenden Mondgebilden, welchen man den Namen der ââGrat er" " âbeigelegt hat. Ihr allgemeiner Charakter ist folgender: Ein hoher, ','kr eis f) förmiger, nach aufsen fast geradlinig, nach innen ,'konkav geböschter Wall umgibt eine sphäroidische Î'ertiefüng, âwelche fast ohne Ausnahme unter dein Niveau der Umgebung âsteht, und in deren Innerem sich zuweilen Berge erheben, die âoben, ihrer Steilheit und relativ bedeutenden Höhe ungeachtet, âdoch mit ihren Gipfeln die Höhe des umgebenden Walles nicht ',erreio]ien, auch nicht mit diesem zusammenhangen. Dieser allge- âmeine Charakter aber erscheint so mannigfaltig modificirt, und âseine Nüancen sind durch so viele Uebergänge unter sich und âmit den Mondmeer- und Gebirgsformen verbunden, dafs die irdi- âsche Terminologie sehr dürftig gegen diesen ungeheueren Reich- âthnm der Mondnatur erscheint. Ich hebe daher von diesen un- âzähligen Craterformen nur die der sogenannten Ringgebirge âhervor, weil man ihrer bei Anführungen über den Mond, ohne âweitere Beschreibung, öfter erwähnen hört. Unter âMond- âRingg^^^'^S®»" im engern Sinne aber (denn im Allgemeinen âköuute man jede kreisartige Bergbegränzung einer Tiefe dahin ârechnen) versteht man gröfsere, also bergbegrenzte Tiefen, oft âvon 100 und mehr (geographischen) Quadratmeilen Flächen-In- âhalt, dabei von der bestimmtesten Kreisform, und auf der innern ,,Fläche meistens noch einen Centraiberg tragend, und über- âdiefs mit Gehügel erfüllt. Die Menge solcher, kleineren und âgröfseren, Ringgebirge auf dem Monde ist unendlich.
Stiemr's Hakh-Atlas. Ber. 5. A, |
âBei diesen eigentlichen Ringgebirgen steht die Höhe des um- âringenden Bergwalles stets im genauesten Verhältnisse zur abso- âluten Tiefe der inneren Concavität; und der bekannte grofse ältere ,,Mondtopograph Schröter weist nach, âdafs der Wall, wenn âman ihn rasirte, gerade hinreichen würde, um die Tiefe auszu- âfüllen." Diefs ist höchst merkwürdig, und scheint anzudeuten, âdafs sich die Ringgebirge durch (wahrscheinlich vulkanische) Pro- âcesse aus den Moudebenen erhoben haben. Da die Mondberge, âangegebenermafsen, an absoluter Höhe den Erdbergen gleichkom- âmen, und die Tiefe der âCrater," âGruben," oder wie man die âÎ'^ertiefungen nun weiter benennen will, also jener Höhe gleich âkommt, die Menge solcher Formationen aber, wie gesagt, auf dem ,,Monde ganz ungeheuer ist, so mag man sich daraus einen Begriff" âvon der zerrissenen Gestalt der Oberfläche dieses Gestirns machen.
âEs erhellt aus dem Angeführten , wie wenig äufsere Analogie âdiese, wahrscheinlich nur mit geringem Rechte âCrater" ge- ânannten Mondformen , mit den Cratern unseres Planeten haben. âDie gröfsten Crater der irdischen Vulkane sind kaum den klein- âsten solcher Mondformationen zu vergleichen; alle Crater des âMondes ferner lassen deutlich einen Boden sehen, wogegen die âirdischen Crater meistens wahre Schlünde sind. Es zeigt diefs âwiederum die grofse Verschiedenheit der physischen Beschaffea- âheit zwischen Mond und Erde; und ich werde gleich noch zwei âandere Mondgebilde beschreiben, für welche wir noch vergeblicher âEntsprechendes auf der Erde suchen werden,
âDas Erste derselben sind die so höchst merkwürdigen âRil- ,,len." Eine sehr schmale, lange, entweder geradeaus gehende âoder nur mäfsig gebogene, oder auch schlangen- und hakenförmig âgekrümmte Vertiefung läuft entweder durch Crater hin, oder âdicht an ihnen vorbei, zieht sich auch wohl isolirt in den grauen âEbenen fort, ohne dafs die Endpunkte durch irgend Etwas aus- âgezeichnet wären ; oft sind die Rillen dicht von Bergen begrenzt âlaufen aber nicht quer über dieselben hin; sie haben, bei einer âBreite von oft ^ Meile, 2, 3, 10, ja 30 Meilen Länge. Sind âdiese âRillen" Mondflüsse? Der Umstand, dafs sie nicht âüber Berge gehen, scheint dafür, der andere angeführte Um- âstand, dafs sie durch Crater gehen, dawider zu sprechen. âSind es künstliche Lan d'strafs en, wie z. B. Gruithuisen âannimmt? Was könnte die Selenitea veranlassen, Landstrafsen âvon der angegebenen aufserordentlichen Breite anzulegen? Ue- âberdiefs trifft man oft parallel laufende Rillen in der Entfernung âweniger Meilen von einander, auch treffen sie gewöhnlich nicht âauf besonders ausgezeichnete.Punkte, sondern brechen in freier âEbene ab. Was sind sie also? â VVir wissen es bis jetzt nicht âbestimmt; wenn es aber entdeckt werden sollte, und ich dann âdiese Berichte noch für die ,,Abend-Zeitung" schreibe : so werde âich gewifs keinen Augenblick verlieren, es meinen Lesern mitzu- âtheilen. Die andern dieser Gebilde sind die Mond-Strahle n- âsysteme. Sieben der gröfsten Ringgebirge, Anaxagoras, âAristarch, Byrgius, Copernicus, Kepler, Olbers und âTycho, sind weit und breit von radienartig fortziehenden Licht- ,,st reifen umgeben*): diese Streifen fangen gewöhnlich erst in âeiniger Entfernung vom Fufse des Ringgebirges an, ziehen von da â30, 50, ja Hunderte von Meilen quer über Ebenen und Berge, âdurch Crater und Rillen, kurz über und durch alle möglichen âMondgebilde fort, ohne dadurch nur im mindesten modificirt zu âwerden. In der Nahe des, den Mittelpunkt abgebenden, Ringge- âbirges drängen sie sich oft so dicht zusammen, dafs sie einen âwahren Nimbus bilden, weiterhin verzweigen sie sich oder sind âdurch Querstreifen verbunden , durch mattere Stellen schwach ,,unterbrochen, oder es läuft auch wohl auf ihrer Mitte ein dunk- ,,ler, schmaler Streifen fort. In einigen Fällen endigen sie plötz- âlich an einem Ringgebirge, meistens aber unmerklich in der Ebene. ââ Das ausgedehnteste und prachtvollste dieser Mond-Strahlen- âsysteme ist das des Ringgebirges Tycho: mehr als hundert ,,unterscheidbare, meistens meilenbreite Lichtstreifen durchziehen ,,νοη seinem Fufs aus fast den ganzen südwestlichen Quadranten ânach allen Seiten, und einen grofsen Theil des südöstlichen; ja, ,,zwei dieser Streifen erstrecken sich noch ungleich weiter : der âeine, ein doppelter mit dunkeln Zwischenräumen, läuft gegen âNordosten, wo er sich, nach einem Laufe von mehr als löOMei- ,',len verliert; der andere ziemlich gerade nach Norden bis in die âRand-Landschaften durch eine Strecke von mehr als 400 Mei- ,len. â Wo diese Streifen sich stark verbreiten, âüberglänzen sie im Vollmonde Alles; â aber was sind âsie nun? Soviel ist gewifs, dafs die Erde durchaus kein Analogen âfür sie darbietet; Mädler â und ich weifs über den Mond âkeinen besseren Gewährsmann zu citiren â bezeichnet sie als fort- âlaufende sanfte Erhöhungen (vielleicht darf ich âaderartige" sa- âgen) der Mondoberfläche, denen eine besonders starke Licht-Re- âflexions-Fähigkeit beiwohnt, und hat nichts dawider, ^venn man âdabei an eine âVerglasung" vulkanischer Ausströmungen denken will.
,,Da hätten meine Leser nun eine, durch die Mondfinsternifs â(in der Nacht vom 5. auf den 6. Febr. 1841) sehr natürlich ,jherbeigefiihrte allgemeine Beschreibung der hauptsächlichsten âGebilde der Mondoberfläche ; bei der nächsten ähnlichen Veran- âlassung durchwandere ich mit Ihnen das Detail einiger beson- âders merkwürdigen Mond-Landschaften."
») Diess sind nur die bedeutendsten Strahlensysteme; in kleinerem Maasstabe
wiederholt sich die Erscheinung öfter. jf. |
1 Das Weitere hierüber hängt eng mit einerüntersnclinng über die Πeschaf-
fenheit der Mond-Atmo Sphäre zusammen, worauf ich, bei dem un-
endlichen Interesse des Gegenstandes, in einem dernäehsten Berichte zurückzu-
kommen verspreche. â Gewiss bedingen sich die Kiemente auf den verschie-
denen Planeten einander gegenseitig so fern, als grössere Feinheit des einen
nuch eine solche grössere Feinheit des andern fordert. ^ ,-Î^·
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26 Zum Planeten - System No. 4.
|
Dieses Blatt enthält folgende, zur Kenntnifs unseres Sonnen- und Planeten-Systems dienende, bildliche Darstellungen:
I. In der Mitte, als Haoptgegenstand: die Bahnen der Pla-
neten und mehrerer Cometen, umgeben vcm Gradrand, dessen äufsere Linie die Sonnenscheibe vorstellt.
II. In der untern Ecke, zur Rechten, Erde, Venus und Mer-
kur. â Vergleichung ihrer Bahnen.
III. Heber dieser: der Planeten mittlere Entfernungen von der Sonne, Weg in 88 Tagen und Umlaufs- z e Ϊ t e n.
ly. Oben, zur Linken, die Planeten und die Trabanten- Abstände, nach ihrer wahren Gröfse verglichen mit der Sonnenscheibe.
V. Neben diesen, Links, etwas tiefer: die scheinbare Grö- fse etc. mit derselben Sonnenscheibe verglichen. â Dabei den Werth in Zahlen. Zwei Tafeln, auf beiden Seiten des Titels, geben die Gröfsen und Entfernungen der Pla- neten und die Neigungswinkel ihrer Bahnen, in Zahlen.
VI. In der untern Ecke, Links: Moadlauf und seine Phasen.
VII. Daneben, mit schiefgestellter Worterklarung: Verglei- chung der Mondbahn mit der Î rdb a Ii n. VIII. Dieser entgegengesetzt, zur Bechten: Angaben einiger kos- mischen Geschwin^ligkeiten.
Ferner hat mau aufserhalb des ^Randes der Karte ein Stück der Neptunbahn angegeben und auf diesen Planeten bezügliche Bemerkungen beigefügt. Doch darf nicht unberührt bleiben, dafs diese Angaben in der Folge merkliche Berichtigungen werden erleiden können.
Die nachstehende Erläuterung, im J. 1823 von Ad. St. ver- fafst, wird, wie zu hoffen ist, genügen und verständlich seyn. Die wesentlichen Verbesserungen und Vermehrungen, welche im J. 1847 sowohl die Karte, als auch diese Erläuterung erhalten hat, werden den gefälligen Mittheilungen des Herrn Professor Encke in Berlin und des Herrn Hofrath Hansen in Gotha verdankt.
I.
Der gröfsere, vom farbigen Gradrande eingeschlossene, mittlere Raum zeigt die Bahnen der Planeten und fünf merk- würdiger Cometen.
JD
er Gradrand
hat die bekannte doppelte Eintheilung, in 360 Längengrade und in die 12 Zeichen, jedes zu 30 Graden. An der innern Einfas- sungslinie sind zugleich die Längen der Perihelien ^Sonnennähen'), der Jphelien (Sonnenfernen) und der aufsteigenden (^) und nie- dersteigenden Knoten (^) für jeden Planeten angegeben.
Diese Angaben gelten für die nächstvergangenen und nächst- folgenden Jahre (1847 geschrieben) ohne merklichen Fehler
Der bequemen Uebersicht wegen geben wir hier die Zahlen, von welchen indefs die für die Asträa und den von Le Verrier und Galle entdeckten Planeten, Neptun, jetzt blos nur vorläu- fige ^Angaben seyn können. »
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a) Für die |
Perihelien; |
|
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Jupiter. . |
|
Länge oder Widder . . . |
. .111 Gr. |
|
Juno . . , |
. . 54 |
â |
â |
Stier .... |
. 24 â |
|
Merkur. . |
. . 75^ |
â |
â |
Zwillinge . . |
. m - |
|
Saturn . . |
â . 90A |
â |
â |
|
â |
|
Erde . . â |
|
â |
|
|
|
Pallas . . |
, . 121 |
â |
â |
Löwe .... |
|
|
Venus |
. . I29§ |
â |
â |
Löwe .... |
. 9| - |
|
Asträa . . |
, . 135 |
â |
â |
Löwe .... |
. 15 ~ |
|
Ceres. . . |
. . 148 |
â |
â |
|
. 23 â |
|
Uran u s . |
, . 168i |
â |
â |
Jungfrau . . . |
. 18i â |
|
Vesta . . |
. . 249 |
â |
â |
Schütze . . . |
. 9 â |
|
Neptun . |
. . 285 |
â |
â |
Steinbock . . |
. 15 â |
|
6) |
Für die |
aufsteigenden Knoten: |
|
|
Merkur. . |
. 4610 |
|
|
|
Mars . . · |
. 48f |
â |
â |
|
|
|
Uran u s . · |
; in |
â |
â |
Zwillinge . . . |
⢠13i- |
|
V enus |
â |
â |
Zwillinge . . . |
. 151- |
|
Ceres . . |
. 81 |
â |
â |
Zwillinge · . . |
. 21 â |
|
Jupiter |
. 98/5 |
â |
â |
|
â |
|
Vesta . . |
. 103 |
â |
â |
|
|
|
Neptun . . |
. 131 |
â |
â |
|
|
|
Asträa . . |
. 141 |
â |
â |
|
|
|
Juno. · · |
. 171 |
â |
â |
Jungfrau . . . |
. 21 â |
|
Pallas . . |
. 173 |
â |
â |
Jungfrau . . . |
. 23 â |
|
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*) Beim Uranus rücken die Knoten jährlich um 3/5 Min., also erst in 100 Jah- ren um 1 Grad, bei den übrigen Planeten noch langsamer, 2/5 bis 1/8 Min-i fort, Alles rücMäufig. Das Fortrücken der Perihelien und Aphelien geschieht nicht weniger unmerklich. Pür die secJts neueren Planeten lässt sich noch keine Periode bestimmen.
·*) Also: 10 Tage nach Sommers Anfang, da die Sonne im Zeichen des Krebses steht, sind ivir am Weitesten von derselben, und 10 Tage nach Winters Anfang .oder um Neujahr, am Nähesten bei ihr. |
|
B. Die Bahnen der Planeten ·
in verhältnifsmäisigem Abstände von der Sonne, mit den Perihe- lien, Aphelien und Knoten1) einer jeden Bahn.
Die Sonne, â der gemeinschaftliche Anziehungs- oder Brenn- punkt für alle Planeten (die in Ellipsen, nach der Ordnung der Zeichen, sich um dieselbe bewegen), so wie für die Cometen, â steht in der Mitte.
Die Planetenbahnen weichen, wie man sieht, von der Kreis- gestalt nicht sehr ab. Aus dem Unterschiede zwischen Aphelium und Perihelium ergibt sich die Gröfse der Abweichung. Zieht man durch beide Punkte die gröfse Achse oder Î Ï si d e η - L i η i e, und sucht auf ihr den Mittelpunkt der Ellipse, so zeigt sich dessen Abstand von der Sonne oder die Ekzentricität. Der radius vec- t ο r oder die Linie von irgend einem Punkte der Bahn nach der Sonne,· wächst vom Perihel zum Aphel, und nimmt ab vom Aphel zum Perihel. â Umgekehrt verhält es sich mit der Geschwindig- keit: sie ist am gröfsten in der Sonnennähe, abnehmend bis zur Sonnenferne, dann wieder zunehmend bis zur Sonnennähe.
Die mittlere Geschwindigkeit folgt aus der Verglei- chung der Vmlaufszeit mit dem ganzen Umfang der Bahn. â Nach der mittlem Geschwindigkeit berechnet man den mittlem Ort des Planeten, d. h. die Stelle, welche er, unter vorausgesetz- ter gleichförmiger Bewegung, für einen angenommenen Zeitpunkt einnehmen würde. Damit vergleicht mau den wahren Ort. â Der gröfste Unterschied zwischen beiden (in der Mitte zwischen Perihel und Aphel) heifst die gröfste Î i 11 e 1 Ï u η k t g 1 e i- chung"·*^*).
Unter den Planetenbahnen zeichnen sich die fünf kleinen der neuern Entdeckung durch ihr Ineinandergreifen, in Folge gröfserer Ekzentricität, aus; auch sind die Î e ig im g s win k el bei ihnen am stärksten (S. die Tafel zur Rechten), besonders bei der Pallas, wo der Winkel über 34| Grad ist. â Die Ekzentricität ist bei Juno, Pallas und Asträa am stärksten, bei der Juno über, bei der Pallas fast J, und bei der Asträa f der mittlem Entfer- nung. Die Ekzentricität der Ceres (j'g.) und Vesta wird von der des Mars , noch mehr aber von der des Merkur, über- troifen, wo sie über f der mittlem Entfernung beträgt und ein wenig gröfser wie die der Asträa ist. Uebrigens haben unter den ältern Planeten Venus und Erde die geringste Ekzentricität (^J^ und j^). Bei den drei entferntesten Planeten, 2|., J, ist sie bis ; für den Neptun kann jetzt hierüber noch nichts gewis- ses gesagt werden.
C. Die Bahnen von fünf Cometen.
1) Vom grofsen Cometen von 1811 ist nur ein Theil der Bahn hier zu sehen. Dieses Gestirn, was im Spätsommer und Herbste 1811 aller Augen Bewunderung auf sich zog, ward schon am 25. März 1811 in der mit a) bezeichneten Stelle (zwischen Mars- und Ceres-Bahn) zuerst beobachtet, zuletzt aber am 1. März 1812 bei b). â Eine Reihe von Beobachtungen dieses kleinen Theils seiner Bahn haben hingereicht, dieselbe mit solcher Genauigkeit zu bestimmen, dafs man nicht nur weifs, sie sey geschlossen (eine Ellipse, keine ParabeV), sondern auch die Umlaufszeit berechnen konnte, die = 3063 Jahre gefunden worden. Sonach wäre dieser Comet ums Jahr 1252 vor unserer Zeitrechnung, oder 70 Jahre vor der Zerstörung Troja's zuletzt zu sehen gewesen, und wird von unseren Nachkommen im lOOsten Gliede wieder zu sehen seyn.
Die Knoten seiner Bahn (bei 40° und 320° L.) sind am Grad- rande angegeben. Die Neigung seiner Bahn ist sehr grofs (= 73° 5'), dabei die Bewegung rückläufig, d. h. der Ordnung der Zeichen entgegen i
In der gegenwärtigen Zeichnung, wo die Bahn auf die Ebene der Ekliptik zu projiciren war, indem die berechneten Abstände
Beilage B· (Znr Karte No. 4.)
DAS PliAHTETESi-lSYSTKjMi. |
1 Für die Knoten ist hier eine andere Bezelchnungsart gewählt worden,
a / aufsteigend
η 1j niedersteigend,
die der Verwechslung beim Drehen des Blattes nicht ausgesetzt ist, wie S?
und Ã-
ocr page 32
Zum Planeten - System No. 4. 2T
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von der Apsidenlinie durch' den Cosinus des JSeigungswinkels zu verkleinern gewesen, finden wir daher eine aufFallend schiefe Lage der Bahn gegen die Sonne. Sonach fällt die Grofse Achse m 289" L. und das jenseitige Perihel zwischen die T^enus- und Merkur-
^"^'wollte man aber die Ebene der Cometen - Bahn selbst der Zeichnung zum Grunde legen, um die eigentliche Gestalt derselben daraus zu beurtheilen, so würde die Achse ohngefahr dahin fallen, wo jetzt 3550 L. steht und die beiden Schenkel gleichweit von der Achse abstehend, ' in 220° und 290 0 L. Das Perihel würde in die Erdbahn fallen, d. h. es wiirde sich die Entfernung des Cometen von der Sonne im Perih. der der Erde ziemlich gleich finden, wie sie denn auch nach den Berechnungen nicht viel mehr, nämlich = 20 258000 Meilen gibt.
Die Sonnenferne hat man gefunden = 8481 Mill. Meilen: also 22 mal so grofs wie beim Uranus.
2) Der merkwürdigen Bahn wegen hat man auch den grofsen Cometen von 1843 aufgenommen. Dieser kam der Sonnenober- fläche so nahe, dafs er sie fast berührte. Ueber die Umlaufszeit desselben läfst sich noch nichts gewisses mittheilen. Vermuthun- gen dafs er mit früher erschienenen Cometen identisch sey, sind bis 'jetzt weder zur Gewifsheit erhoben, noch als unhaltbar erkannt.
3) Die kleinste aller bekannten C 0 m e t e η-B a hn e η er- scheint hier in ihrem ganzen Umfange und ist so klein, dafs der Comet im Aphelio noch bei weitem die Jupiter - Bahn nicht er-
reicht._
Die Berechnungen darüber, welche wir Hrn. Prof. JSncke (^vormals Director der Sternwarte Seeberg bei Gotha, seit 1825 der Königl. Sternwarte zu Berlin) verdanken, nehmen, nach dem Urtheile der Kenner, eine der ausgezeichnetsten Stellen unter den astronomi- schen Leistungen neuerer Zeit ein, daher denn auch dieser, von Pons in Marseille aufgefundene Comet, anerkannt den Namen des- sen trägt, der ihm zuerst seinen Lauf im Sonnensystem anwies.
Eneke's Comet ist rechtläufig; seine Bahn 13|0 gegen die Ekliptik geneigt. Das Perih. fällt in die Merkursbahn, das Aph. zwischen Jupiter und die neuen Planeten. In Meilen ist der kleinste Abstand von der Sonne = 7 MilL, der gröfste ~ ,80 Mill. _ Die Umlaufszeit ist 1208 Tage, oder 3 Jahre 112 Tage. In sei- ner Sonnennähe wurde der Comet zum letztenmal vor der Ent- deckung seiner Umlaufszeit am 27. Januar 1819 beobachtet, früher am 31. Januar 1786, 2). Decbr. 1795, 22. Nov. 1805. Er ist nach- dem bei jeder Wiederkehr zur Sonne beobachtet worden.
4) In Bezug auf die Dauer der Umlaufszeit folgt auf den En- cke'schen Cometen der Ãieia'sche. Nachdem dieser Comet im J, 1826 von dem Hauptmann von Biela entdeckt worden war, er- kannten mehrere Astronomen fast zu gleicher Zeit seine Identität mit dem Cometen von 1772 und dem zweiten Cometen von 1805. Sie folgerten hieraus eine Umlaufszeit von 6f Jahren, welche die Folge- zeit bestätigt hat. Seine letzte Erscheinung im J. 1846 zeigte die vorher noch nie wahrgenommene Merkwürdigkeit, dafs er sich in zwei von einander anscheinend getrennte Cometen auflöste, die sich mit einander fortbewegten.
Der Biela'sche Comet ist rechtläufig; seine Bahn ist 13^° gegen die Ekliptik geneigt. Das Perihel fällt zwischen die Erd- und Venusbahn, das Aphel zwischen Jupiter und Saturn. In Mei- len beträgt seine kleinste Entfernung von der Sonne 18 Mill., seine gröfste 128 Millionen.
5) Im J. 1682 erkannte der englische Astronom Halley die Identität des nach ihm benannten Cometen mit den in den J. 1456, 1531, 1607 erschienenen, berechnete seine Umlaufszeit zu nahe 75 Jahren, und kündigte seine Wiedererscheinung auf das Jahr 1759 an die auch erfolgte. Dieses war das erste Beispiel einer Vorher- verkündigung der Erscheinung eines Cometen. Nach dem ist er im J. 1835 der Vorausberechnung gemafs wieder erschienen. Dieser Comet ist rückläufig. Sein Perihel liegt zwischen der Venus- und Merkurbahn, sein Aphel über die Neptunbahn hinaus. Seine kleinste Entfernung von der Sonne beträgt in Meilen 12 Mill., seine gröfste 732 Millionen.
II.
In der uiitern Ecke zurBechten: Erde, Venus u. Merkur.
Einen sehr kleinen /rheil unsers Sonnensystems macht die Erdbahn mit der der untern Planeten, Venus und Merkur, aus. Diese Bahnen sind hier in gröfserm iWaasstabe, zur Versinnlichung der bekannten abwechselnden Erscheinungen bei der Venus, ange- geben worden, mit folgendem Beispiel:
Wenn am 10. März Erde und Venus, jede in ihrer Bahn, an â¢der hier angegebenen Stelle sich befindet, nach derselben Seite von der Sonne abstehend, und mit ihr in gleicher Richtung, so steht, von der Erde aus gesehen, Venus in der untern Conjunctioa
mit der Sonne. _ Hier ist uns Venus am nähesten, würde daher
auch uns ttm Gröfsten erscheinen, wenn sie zu sehen wäre. Aus der Stellung ergibt sich aber, dafs sie der Erde nur die dunkle Seite zukehrt und nur am Tage über dem Horizont, in der Gegend der Sonne, steht, wie diefs beim Neumond der Fall ist.
Nun rücken beide Planeten fort, jeder in seiner Bahn und mit der ihm angemessenen Geschwindigkeit, Venus um J geschwinder. Diese erscheint also nach und nach immer weiter Rechts von der Sonne, zeigt dabei auf der linken Seite immer mehr von ihrer be- leuchteten Hälfte, und geht, bei der Achsendrehung der Erde, «der bei dem täglichen Auf- Untergang der Sonne, dieser
voraus. So zeigt sie sich als Morgenstern (Lucifer), an-
*) Es versteht sich, dass alsdann die Gasiaif oder doch die EMhälmg äer Eclip- tik den Projectionsgesetzen gemäss einzurichten seyn würde, wobei dann wie- der, wie jetzt, die grosse Achse in 289 L. fallen müsste. |
fangs der Sonne noch nahe, in schwacher Morgendämmerung, kaum noch bemerkbar, dann, nach und nach, weiter weg von der Sonne, mit gröfserer Lichtgestalt und mehr in tiefer Dämmerung (oder noch bei nächtlichem Dunkel), also aus doppelten Ursachen an Glänze immer zunehmend.
Am 22. Mai, 73 Tage nach der untern Conjunction, hat Venus die gröfste westliche Ausweichung (Elongation). Sie beträgt, je nachdem eben Venus und Erde in diesem oder jenem Theile ihrer Bahn sich befinden, 45 bis 48 Grade, im gegenwärti- gen Falle 46 Grade. Hier zeigt also Venus etwas mehr als die Hälfte ihrer erleuchteten Seite. Von da nimmt die Beleuchtung zwar ferner zu, die Elongation aber nimmt ab; Venus nähert sich wieder der Sonne, nach der entgegengesetzten Seite. Diefs dauert durch 8 Monate, oder 216 fap, bis zum 24. Deccmber, wo Erde und Venus einander gegenüberstehen, die Sonne zwischen beiden. Dies ist die Obere Conjunction. Hier erscheint Ve- nus zwar im vollen Lichte, aber auch in der gröfsten Entfernung von der Erde, mithin am Kleinsten und abermals mit der Sonne in einerlei Richtung, mithin dem unbewafi"neten Auge nicht sichtbar. Nun aber tritt sie, beim weitern Fortrücken, auf die linke oder östliche Seite der Sonne und wird Abendstern (Hesperus). Ihre gröfste östliche Ausweichung (von 45° 40') erhält sie am 1. August (220 Tage nach ihrer obern Conjunction), um, nach 70 Ta- gen, am 10. October, wieder mit der Sonne in die untere Conjun- ction zu kommen. So dauert die Zeit von einer Conjunction zur andern ohngefähr 290 Tage, oder nahe an 10 Monate.
Es ergibt sich daraus für die Venus ein ähnlicher Wechsel der Lichtgestalten, wie beim Monde, mit unbewaffnetem Auge aber nicht wohl zu unterscheiden. â Bei der untern Conjunction ist Venus dunkel wie der Neumond; vor derselben aber als Abend- stern, halbvoll und sichelförmig, auf der rechten Ãejie beleuchtet, wie der Mond im ersten Viertel: nach derselben, als Morgen- stern sichelförmig und halbvoll von der linken Seite beleuchtet, wie der Mond im letzten Viertel.
Während der 143 Tage, von der gröfsten Elongation als Abend- stern bis zu der als Morgenstern, erscheint uns Venus rückläufig, von da an aber bis zur gröfsten Elongation als Abendstern (436 Tage) rechtläufig. â Alles dieses läfst sich aus der eben erklär- ten Abbildung versinnlichen; auch wird map , bei aufmerksamer Vergleichung des Fortrückens beider Planeten, finden, dafs in der Nähe der untern Conjunction die Ab- oder Zunahme der Elonga- tion, mithin auch der Lichterscheinung, am schnellsten, dagegen in der Nähe der gröfsten Elongation, und nach der obern Con- junction zu, diese am langsamsten νοκ sich geht. Daher kommt es, dafs Venus, eben erst schön und deutlich als Abendstern zu sehen, nur auf kurze Zeit verschwindet, um nach wenig Wochen wieder als Morgenstern zu erscheinen; dagegen sie mehrere Monate lang als Hesperus oder als Lucifer, durch ihr strahlendes Licht uns erfreuet. Der Glanz der Venus wird übrigens bedingt: 1) durch die Lichtgestalt, je nachdem Venus mehr oder weniger voll, sichelförmig etc. ist; 2) durch die Grofse, in der die Scheibe sich uns zeigt, je nachdem Venus der Erde mehr oder weniger nahe steht; 3) durch den Elongationswinkel, weil, je gröfser dieser ist, in desto tieferer Dämmerung oder Dunkelheit Venus noch über unserm Horizonte stehen kann. Da aber diese drei Bedingungen zum Theil gegenseitig störend auf den Glanà der Venus einwirken, so ist die Frage: âin welcher Lage Venus im gröfsten Glänze sich uns zeigen müsse?" â nicht ohne eine eigene complicirte Be- rechnung zu beantworten. Man hat gefunden, dafs dies 36 Tage vor und eben so viel Tage nach ihrer untern Conjunction, bei einer Ausweichung von 39 bis 40 Graden, der Fall sey.
Beim Merkur finden wir ähnliche Erscheinungen wie bei der Venus, Er ist der Begleiter der Sonne als Morgenstern, oder als Abendstern, wechselt in seinen Lichtgestalten etc. Da er aber sehr klein ist, und nicht über 18 bis 28 Grade von der Sonne aus- weicht, so zeigt er sich meist nur in der Dämmerung am Hori- zonte, dem blofsen Auge selten, wiewohl, unter günstigen Um- ständen, als ein feurig glänzender kleiner Punkt, sichtbar.
III.
Neben dem farbigen Gradrande, zur Rechten, findet man, an einer Vertikal-Linie, die mittleren Entfernungen der Pla- neten von der Sonne, nach dem danebenstehenden Maasstabe verzeichnet (der auch für No. 1. gilt), und zugleich die Grofse des Wegs, welchen jeder Planet während eines Merkur-Jahrs von 88 Tagen macht. Es zeigt sich daraus, wie jeder entferntere Planet sich langsamer fortbewegt, als der nähere, d. i. einen klei- nern Weg (nicht nur nach Graden, sondern auch nach Meilen) gleichzeitig zurücklegt.
Die Umlaufszeit, oder das Jahr eines jeden Planeten, ist, da- bei in Zahlen angegeben, sowohl nach Tagen als auch mit unserm Jahre verglichen.
Die mittlem Entfernungen der Planeten von der Sönne be- treffend, welche die kleine Tafel innerhalb des Gradrandes in Zahlen angibt, so wird manchem Leser bekannt seyn, dafs ein ge- wisses regelmäfsiges Verhältnifs dabei gefunden worden , was auf die Frage nach einer naturgesetzlichen Begründung der Entfernun- gen geführt hat, und vvaS durch die für die 51) neuen Planeten ge- fundene Entfernung einen höhern Werth bekommen zu haben ge- schienen, indem diese 5 kleinen Himmelskörper, oder eigentlich deren Schwerpunkt, die in dem Verhältnifs früher gebliebene Lücke auf das vollkommenste ausfüllen. |
7*
1 Anm. 1849. Es sind nun 10 in der Gruppe der sogenannten lileinen Planeten
zwischen Mars und Jupiter beitanrit, indem ausser jenen Tdnf am 1. Juli 1347
Hebe von Henke in Driesen, am 13. Aug. 1847 Iris, am 18. Oet. 1847 Flora,
beide von Hind in London, am 26. April 1848 Metis voH Graham in Markree, und
am 12. April 1849 der zehnte (noch unbenannte) von de Gasparis in Neapel
entdeckt wurden.
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28 Zum Planeten - System No. 4.
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Wiewohl nun in neuern Zeiten für gewisse Trabauten-Ab- stände ein physischer Grund wirklich entdeckt worden, so scheint es doch, dafs obiges Verhältnifs bis jetzt nur noch als blofses Zahlenspiel gelten könnte. Doch kommt es dem Gedächtnifs sehr 2U Statten, und Freunde der Himmelskunde werden gern folgende darauf sich beziehende nähere Angaben hier finden 1).
Wenn man nämlich die mittlere Entfernung in kleinen Zahlen ausdrückt, die des Merkur zu 4 angenommen, so kommen sie der nachstehenden Progression so nahe, als die dabei angegebenen ge- nauem Yerhältnifszahlen zeigen.
|
Angen. Progress. |
Wirkl. Distanz in Verhältniss-Zahlen. |
Diffe absolute |
renz in Theileu der Entf. |
|
§ . 4 =4 ^ . 4 -H 3 = 7 J . 4 '6 = 10 ^ . 4 -H 12 =: 16 Lücke 4 -+- 24 = 28 . 4 -i- 48 = 52 Ii . 4 -t- 96 = 100 5 . 4 -t-192 = 196 ») Die gemeinsame Entfer |
ö . . . = 4,000 9 . . . 7,474 S . . . 10,332 (f . . . 15,745 3, Φ, ί,ΰη 28,214 U . . . 53,762 b . . . 98,576 1 . . . 198,228
niing derselben in runder Zi |
0,000 H- 0,474 0,332
â 0,255 -t- 0,210 -H 1,762
â 1,434 â +· 2,228
Ï1 zu 55 Mi) |
ο,Ï
οο 0,063 0,032 0,016 0,008 0,033 0,014 0,012 11. Meilen an- |
|
|
genommen. |
Sonach wäre die Differenz bei der Venus am gröTsten, näm- lich yig. ihrer Entfernung, bei Erde und Jupiter Jg "· ®·
IV.
Oben zur Linken des Blattes findet man die Planeten nach ihrer wahren Gröfse, verglichen mit der Gröfse der Sonne, ab- gebildet.
Die äufsere Linie des Gradrandes gilt hier als Bild der
Sonnenscheibe.
In einer Tangente der Sonnenscheibe, die den Nullpunkt des dazu gehörigen Maasstabes trifft, sind die Planeten über einander gestellt.
Die Gröfsen in Zahlen zeigt die nächste kleine Tafel innerhalb des Gradrandes, sowohl nach geograph. Meilen, als auch in Maasen des Erddurchmessers ausgedrückt. â Die Gröfsen der 4 kleinen Planeten sind, so viel erinnerlich, nach Schröters Angabe, mögen aber, wegen der Unsicherheit einer wirklichen Messung dieser Him- melskörper, kaum als muthmafslich gelten können.
Bei· den hier gegebenen Abbildungen des Jupiter, Saturn und Uranus wird die Abplattung derselben bemerkbar. Kleine Punkte, über und unter jeder Scheibe, bezeichnen den Unterschied zwischen dem vertikalen Durchmesser (^der y/cÃse) und dem hori- zontalen (dem des Jequators). Die Abbildung des Saturn ist nach der in âEncke's Abhandlung über den Ring des Saturn, 1838" enthaltenen Darstellung gezeichnet.
Neben den Planeten sind die Monde oder Trabanten, nach ihrer Gröfse, so weit diese mefsbar, und nach ihren Entfer- nungen, in demselben Maasstabe , auf den punktirten Horizontal- Linien angegeben.
Wir finden
unsern Erd-Mond, dessen Entfernung von der Erde nicht viel über ein Viertheil des Sonnendurclimessers beträgt, so dafs die ganze Mondbahn mit der Fläche, die sie einschliefst, fast zweimal neben einander und, dem Flächeninhalte nach, iiberhaupt mal in der Sonnenscheibe Raum findet;
2) vier J u Ï i t e r s - Τ r a b a η t e η , un ter denen der 3te an Gröfse sich auszeichnet. â Durch mäfsig vergröfsernde Fernröhre sieht man sie mit Jupiter zugleich im Felde, meist in gerader Linie, auf einer oder 2 Seiten des Planeten, Einen oder den Andern öfter bedeckt oder beschattet. Die Verfinsterungen dieser Trabanten werden häufig beobachtet, auch zu geogr. Längenbestimmungen benutzt;
3) sieben S a t u rn s - Tr a b a η t e η ;
4) sechs Ur an u s-Tr a b an t en. Merkwürdig ist dabei, dafs der
4te vom Uranus so weit wie der 5te vom 4ten (82f tausend Meilen), und der 6te vom öten doppelt so weit (165 taus. M.) abstehen soll ; doch mag die Unsicherheit der Uranus-Trabanten-Beob- achtungen überhaupt nicht mit Stillschweigen übergangen werden.
V.
Die scheinbar e Gr öfse der Planeten ist neben den Vorigen, etwas tiefer, angegeben, theils bildlich, theils, in einer kleinen Tafel, in Zahlen.
Die Angaben zeigen, in welcher Gröfse uns der Planet er- scheint je nachdem er uns am nächsten steht, oder am weitesten von uns entfernt ist; begreiflich läfst sich für diese Gröfse nur der Sehe-Winkel und ein relativer Maasstab angeben. Letzterer ist hier so genommen, dafs abermals die Sonnenscheibe Aà zum Grunde Hegt. Denken wir nun also diese als das Bild der Sonne, so erscheinen nach derselben Proportion die Planeten in der hier angegebenen Gröfse.
Am kleinsten erscheint uns der Planet, wenn er am weitesten von uns entfernt ist, d. i. Wenn die Sonne zwischen ihm und uns sich befindet; wir sehen ihn dann in der Richtung der Soune, d. h.
*) Es verdient bemerkt zu werden, dass, so weit bis jetzt unsere Kenntniss von der mittlem Entfernung des JVq>tun von der Sonne reicht, dieser Planet sich nicht in diese Progression fügt, »*) Anm. Der Astronom Lassen in Liverpool zeigt im Septemb. 1848 in den âTi- mes" an, dass er einen achten Trabanten des Saturn entdeckt habe. |
in Conjunction mit derselben. Bei den «niern Planeten {Venus und Merkur) heifst diefs die obere Conjunction. Am gröfsten erscheint er uns dagegen in der Opposition oder der untern Conjunction, wo er am nächsten bei uns steht.
Uebrigens ist leicht einzusehen, dafs bei Venus und Mars der Unterschied zwischen beiden Extremen der scheinbaren Gröfse am stärksten seyn müsse.
In Ansehung der Zahlen-Angaben bemerken wir, dafs sie sich bei der Sonne auf das Perihelium und Aphelium der Erde, bei dem Monde auf Erdnähe und Erdferne (Perigeum, Apogeum) be- ziehen. Man sieht daraus, dafs uns der Mond in der Erdnähe et- was gröfser erscheint, als die Sonne im Perihel. â Die mittlere scheinbare Gröfse aber ist bei der Sonne 32' 2", beim Monde nur 31' 7".
VI.
Der Mondlauf mit seinen Phasen in der untern Ecke zur Linken.
Dieser Gegenstand, der uns unter allen himmlischen Begeben- heiten vorzüglich interessirt, scheint, um richtig aufgefafst und in der Vorstellung festgehalten zu werden, der bildlichen Darstellung wohl zu bedürfen. Der Gegenwärtigen hätte ich gewünscht, einen gröfsern Raum widmen zu können. Diesen Mangel mag die Er- läuterung ersetzen.
Man sieht hier; in der Mitte die Erde, und um dieselbe concentrische Kreise, welche den Mondlauf bezeichnen. Dabei kommt es auf die Entfernung des Mondes von uns nicht an.
Wir betrachten den Umlauf des Mondes um die Erde oder den Monat in doppelter Beziehung, und unterscheiden des- halb den siderischen und den synodischen Monat.
a) Der siderische Monat.
Sieht man blofs auf die Richtung des Mondes gegen die himm- lischen Zeichen oder gegen die Fixsterne, so braucht der Mond zum einmaligen Umlauf um die Erde, oder: um wieder mit dem- selben Fixstern zugleich zu culminiren, 27 Tage, 7 Stunden, 43 Mi- nuten, also nicht volle 27|· Tage. Diefs ist der siderische Monat. Täglich durchläuft der Mond auf diese Weise einen Bogen von 13" 10' 35".
Für den siderischen Mondlauf ist es auch gleichgültig, ob man sich die Erde ruhend, oder in ihrer Bahn um die Sonne fort- rückend vorstellt. Denn dieses Fortrücken der Erde hat hierauf keinen sichtbaren Einflufs, wegen der unermefslichen Entfernung der Sterne von uns, gegen die die ganze Erdbahn nur wie ein Punkt zu betrachten ist. â Die subtilem Unterscheidungen zwischen dem tropischen und siderischen Monat übergehen wir hier.
Diesen siderischen Monat bezeichnet der äufsere concen- trische Reif, der in 27| Tage eingetheilt ist. â Ueber demselben befindet sich eine Fortsetzung dieses Reifs vom 27steii Tag bis zum 30Bten. Zugleich sieht man ans den Unterabtheilungen des 27sten Tages in 6 Theile, die Zahl der Stunden, welche zum vollen Mo- nate gehören.
b} Der synodische Monat.
Es ist bekannt, dafs die jährliche Bewegung der Erde uns vor- züglich durch das scheinbare Fortrücken der Sonne in der Ekliptik bemerkbar wird, und dafs in Beziehung auf diese Erscheinung Eines für das Andere gesetzt werden kann, wie wir z. B. sagen: ,,die Sonne tritt ins 'Zeichen des Krebses," wenn es eigentlich die Erde ist, die in das entgegengesetzte Zeichen rückt. â So auch hier. Statt der Erdbahn nehmen wir, aufserhalb des bezeichneten Mondringes, die Ekliptik als Sonnenbahn an, und bemerken den Stand der Sonne darin, nach Tagen und nach Graden. Dazu dient das äufserste Bogenstück, Avelches einerlei Nullpunkt mit der Mond- bahn hat. Auf absolute Entfernung kommt hier ebenfalls Nichts an, da blofs die gegenseitigen Richtungen zu beurtheilen sind. Nimmt man nun an, dafs zu Anfang des Monats der Mond in Null seiner Bahn, die Sonne ebenfalls in Null ihrer Bahn stehen. Beide also mit der Erde in einer Linie'^), so kehrt der Mond uns seine dunkle Seite zu, und steht mit der Sonne csugleich im Meri- dian, oder: der Neumond beginnt.
Nach abgelaufenem siderischen Monat (^27f Tage) wird der Mond wieder im Nullpunkt stehen ; aber die Sonne ist während dieser 27| Tage um 26-27 Grade (26° 25' 45") in ihrer Bahn fortgerückt, und die 3 Himmelskörper stehen nicht mehr in einer Linie: die Sonne nämlich um 26 â 27 Grade links, östlich vom Monde, oder der Mond, zur Mittagszeit, um so viel westlich vom Meridian.
Es braucht daher der Mond, um wieder mit der Sonne in die- selbe Richtung zu kommen, uoch 2 Tage 5 Stunden Zeit. Die Zeit von einem Neumond zum Andern beträgt also über 29| Tage, ge- nauer : 29 Tage 12 Stunden 44 Minuten. â Diefs ist der syno- dische Monat. Aus der Abbildung sieht man auch, wie 29f Tage der Sonnenbahn mit der Zeit des synodischen Monats zusammen- treffen.
Die Eintheilung des stjnodischen Monats nach den einzel- nen Tagen zeigt der mittlere Reif.
Synodisch rückt also der Mond täglich nicht so weit fort als siderisch, weil der Anfangs - Punkt für den synodischen Monat, die Sonne, dem Monde nachrückt, und dessen Entfernung von ihr dadurch täglich um so viel vermindert. Nun beträgt aber die mittlere tägliche Bewegung der Sonne fast einen Grad, nämlich 59' 8|". Um so viel also beträgt auch der Unterschied zwischen dem täglichen siderischen und synodischen Fortrücken des Mondes. Jenes ist 13° 10' .35", dieses 12° H' 26|". Vergleicht man den |
1 Damit ist nicht gesagt, dass sie einander genau decken müssen, was eine
Sonnen- oäev Erdfinatemiss wäre; sondern nur, dass sie in Beziehung auf
Rechts oder Linke, in einer Linie stehen.
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Zum Planeten-System No. 4. 29
|
täglichen synodischen Weg mit dem ganzen Umlauf, so findet man genau die oben angegebene Zeit des synodischen Monats. Noch sind
c) die Lichtgestalten (^Phasen) des Mondes zu erklären. Bekauutlich hängen sie von der Stellung des Mondes gegen die Sonne und gegen die Erde ab; sie gehen also gleichen Schritt mit dem synodischen Monat. Dasselbe ist auch der Fall in Ansehung des Standes des Mondes über unserm Horizont, in An- sehung der Zeit seines Auf - und Untergangs, seines Culminirens etc., weil alles dieses mit dem Stande der Sonne zusammenhängt, von dem wir die Bestimmung des Mittags, und also auch die der übrigen Tageszeiten hernehmen.
Da der Mond sein LicM von der Sonne empfängt, so ist die der Sonne zugekehrte Seite immer die Lichtseite. Dabei kann man, weil die Mondbahn, im Verhältnifs zur Entfernung der Sonne von uns oder vom Monde, sehr klein ist, ohne Fehler die Sonnen- strahlen als parallel auf alle Stellen der Mondbahn fallend an- sehen'^). Hierauf bezieht sich der breite Streifen mit den Son- nenstrahlen 1). Wir sehen da den Mond an verschiedenen Stellen seiner Bahn immer von derselben Seite beleuchtet, indem unser Auge, immer senkrecht über der Mondbahn, dem Wege des Mon- des folgt. Für ein solches Auge wäre die Lichtgestalt unveränder- lich eine Halbscheibe.
Denkt man sich aber die solchergestalt beleuchtete Kugel aus der Mitte der Bahn, von unserer Erde aus, gesehen, so zeigen sich die bekannten abwechselnden Li c h tge s ta 11 eii, wonach der Mond in die sogenannten Viertel eingetheilt wird. â Diefs ist in dem innern schattirten Reif angedeutet worden , den man sich als aufrecht stehend denken mufs, so dafs die äufsere Peripherie oben, die innere unten zu liegen kommt.
d) Die Stunden der Culmination des Mon- des für jede Lichtgestalt finden wir hier aus dem in seine 24 Stunden eingetheilten Kreise, zusammengehalten mit den Kreisen für die Monate und denen für die Lichtgestalten. Z. B.:
Der Neumond culminirt Mittags 12 Uhr.
Am ersten Tage nach dem Neumond culminirt der Mond vor 1 Uhr Nachmittags (12 Uhr 48| M.).
Am Sie« Tage nach halb 2 Uhr (1 U. 37§ M.).
Am 3ten vor halb 3 Uhr (2 Uhr 26^ M.) u. s. f.
Im Isien Viertel (nach 7 Tagen 9 St. 11 Min.) culminirt der Mond 6 Uhr Abends.
Beim Vollmond 12 Uhr Nachts.
Im letzten Viertel 6 Uhr Morgens. Hierbei mag noch
*) Der Mond ist in runder Zahl 50 tausend Meilen von uns entfernt, die Sonne 20 Mill., also 400 mal weiter. Der Winkel vom Mittelpunkte der Sonne nach zwei Extremitäten der Mondbahn betragt daher nicht mehr als 8 bis 9 Bogen- Miiiuten. TJeberdiess geht das Sonnenlicht nicht von Einem Punkte, sondern von der ganzen Sonnenschnbe aus, die die Grosse der Mondbahn bei Weitem übertrifft.
â 2») Diese Darstellungsweise scheint angemessener, als wenn man die Sonne selbst als Lichtpunkt in das Bild mit aufnimmt, da man derselben die gehörige Ent- fernung vom Monde nicht geben kann. |
e) der Höhe über den Horizont gedacht werden, welche der Mond bei seioer Culmination, nach Verschiedenheit seiner Phasen, erreicht.
Der Neumond geht gleichen Schritt mit der Sonne. Der Vollmond, welcher der Sonne gegenüber, d. i. im entgegenge- setzten Zeichen steht, geht den Weg, welchen die Sonne vor 6 Mo- naten gegangen war, steht also im Winter ganz hoch, im Sommer ganz tief.
Das Erste Vier tel steht um 3 Zeichen weiter von derSonne, also im Krebse, wenn die Sonne im Widder steht u. s. w. â Mit- hin culuminirt es im Frühjahre sehr hoch, im Herbste sehr tief.
Das Letzte Viertel umgekehrt, culminirt im Herbste hoch, im Frühjahr tief.
Beide Viertel haben im {Vinter und Sommer die Ãequator-
VII.
Vergleichuilg der Mondbahn mit der Erdbahn.
Es ist keine ungewöhnliche Vorstellung, dafs der TVeg, wel- chen der Mond bei seinem Umlauf um die Erde, und, zugleich mit dieser, um die Sonne, beschreibt, mit einer Schlangenlinie oder gar mit einer Radlinie zu vergleichen sey. Selbst Diejenigert, welche mit dem Mondlauf vertrauter sich gemacht haben, werden leicht in Gefahr kommen, sich die Ausweichungen der Mondbahn nach beiden Seiten der Ekliptik, oder diese sogenannte Schlangerdinie weit mehr gebogen vorzustellen, als sie wirklich ist.
Diese Vorstellung zu berichtigen, dient das kleine Bogenstüch NN, welches man parallel mit dem Gradrande, Rechts neben der vorigen Abbildung findet. â Hieraus, und mit der Erklärung dazu sieht man, wie äui'serst flach gekrümmt diese Mondbahntheile, im Vergleich mit der Erdbahn, erscheinen. Es folgt diefs aus dem Verhältnisse des Mond-Abstandes (51 taus. Meilen) zum Wege der Erde in einem halben Monat (über 5 Mili. Meilen), was fast ganz genau wie 1 zu 100 ist. Die Ausweichung der Moiulhabn von der Erdbahn beträgt also nur den 100sie?i Theil der Länge.
In der That ist aber auch der Lauf des Mondes iu seiner Bahn um die Erde nur ein träger Gang zu nennen, gegen das 30 mal schnellere Fortreifsen der Erde in ihrer Bahn.
Die genaueren Zahlen sind :
Mondbahn = 323700 Meilen, Erdbahn = 126| Mill. Meilen;
also: Weg in 1 synod. Monat = 10 Mill. 217 taus. Meil. Weg in 1 period. Monat = 9 Mill. 466 taus. Meil.
VIII.
An diese Geschwindigkeits-Vergleicliung schliefsen sich einige andere Zusamm en s t eil un g e η von Geschwindigkeiten an, die man gegenüber am untern Rande findet. Aus den bekann- ten Elementen lassen sich die Angaben leicht vermehren. |
e 1 1 II s e C· {Î,μ No. S«» und 5f.)
DB» aiÃRÃIilCHE tlWD !8ÎίÎ>Î.Îâ¬ÎÎ ^ESTIRMTE HIMMEL·.
|
Die Karte des nöffdiiclien Himmels hat ein doppeltes
a) Das eine besteht aus dem Aequator mit 12 Abweichungs- kreisen von 30 zu 30 Grad (die hier als gerade Linien erscheinen und sich im Nordpol vereinigen) und mit 3 Parallel-Kreisen {Tage- Kreisen) zwischen Aequator und Pol, durch den SOs'en und 60sten Grad der Abweichung gehend. Im Rande der K. sind die Grade der geraden Aufsteigung (von 0 bis 360} angegeben. â Gerade Aufsteigung und Abweichung heifst hier, was auf der Erde Länge und Breite genannt wird. â Die 4 durch den Frühling-, Sommer-, Herbst- und Winterpunkt (0° oder 360°, 90°, 180°, 270°} gehende Abweichungskreise (Koluren) sind starker bezeichnet.
Diese Eintheilung bezieht sich auf die tägliche Bewegung der Erde um die Achse, Îvelche uns als eine Umwälzung des gestirnten Himmels erscheint· wir sehen daher die Sterne (so wie die Sonne) von 0. nach AV. am den Pol, und zwar alle 2 Stunden um 30° (â auf der Karte in der Richtung von 360 zu 330, 300 u. s. w., d. i. gegen die Ordnung der Zeichen'), sich fortbewegen.
b) Das andere Netz, welches sich auf die jährliche Bewegung der Erde (scheinbar der Sonne} in ihrer Bahn bezieht, enthält diese Bahn, Ekliptik, mit 12 himmlischen Zeichen. Durch sie gehen die Breitenkreise, die im pgi fier Ekliptik (23J ° vom Pol des Aequators) zusammenstorsen. Zwei dieser Breitenkreise, durch Ï und ^ (Krebs und Steinbock), sind zugleich Abweichungskreise, die übrigen 10 der Karte sind mit abgesetzten Strichen bezeichnet und erscheinen als Bogen. â Aequator und Ekliptik theilen sich in Î und ii (Widder und Waage) gegenseitig in 2 gleiche Hälf- ten ; die Projection bringt es aber mit sich, dafs die beiden Hälf- ten der Ekliptik hier sehr ungleich erscheinen.
Nun weifs man, dafs die Sonne im Frühling (21. März) im Zeichen V steht, ohngefähr von Monat zu Monat in die folgea- Stieleb's Hand-Ailas. Beb. 5. A. |
den Zeichen ^ , Î u. s. w., tritt; man findet also leicht auf der Karte die Gegend der Sonne für jeden gegebenen Tag. Nächst- dem ist, wenn man die Weltgegenden kennt, und mit Hülfe des Polarsterns, ebenfalls leicht ausgemittelt, wo sie ^Ïα Himmel zu einer gegebenen Stunde bei Nacht steht, so wird es nicht schwer, die Karte mit dem Himm'el zu vergleichen, sich die Sternbilder und selbst ihre Lage für eine gegebene Stunde, bekannt zu ma- chen, Wer den Versuch machen will, wird finden, dafs der Reiz einer solchen Anschauung des Himmels mit zunehmender Bekannt- schaft ungemein wächst. Um dem Gedächtnifs zu Hiilfe zu kom- men, thut man wohl, sich die gröfsern Sterne durch Linien oder Winkel in Verbindung zu denken.
Hier folgen die Namen der Sternbilder, welche die Karte ent- hält. Die altern Sternbilder sind mit Zahlen bezeichnet und mit Citmu-Schrift gedruckt â die neuern mit gewöhnlicher Schrift und ohne Zahlenbezeichnung. Dabei sind die einzelnen ausge- zeichneten Sterne oder Gruppen genannt.
A. Der Thierkreis. Die Bilder trefien nicht auf das gleich- namige, sondern meist auf das folgende Zeichen. Z. B. Widder auf das Zeichen des Stiers.
1} Widder.
2} Stier mit Plejaden*), Hyaden, Aldebaram.
3} Zwillinge mit Castor und Pollux.
4) Krebs. |
8
1 somie" an: âtch bezeichne die Plejadengruppe als die CentralgraMie des ge-
.sammten Fixsternsystems bis in seine äussersten durch die MUchstrasse be-
zeichneten Gränzen hin; imd Alcyone als denjenigen einzelnen Stern dieser
âGruppe, der nnter allen übrigen die meiste Wahrscheinlichkeit für sich hat,
âdie eigentliche Centralsonne zu seyn."
2 Prof. Mädler in Dorpat führt in seiner 1847 erschienenen Schrift: Central-
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30 Zum gestirnten Himmel No. und ^K
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5) Löwe, mit Regiilus und Deiiebola.
6) Jungfrau, mit Spica (Kornähre) und Vindemiatrix (Weinleserin).
7) Waage.
8) Scorpion, mit Antares,
9) Schütze,
10) Steinbock,
11) Wassermann,
12) Fische,
B. Die nördlichen Sternbilder (innerhalbdesThierkreises). Kleiner Bär (kleine Wagen) mit Polaris (Polarstern).
2) Drache.
3) König Cepheus, den Fufs gegen Polaris.
4) Cassiopeja, sitzend; neben Cepheus Scepter. 5 Sterne 3ter Gröfse bilden ein W.
GirafFe.
Erndtehüter (Messier). Renuthier.
5) Andromeda, an Felsen geschmiedet, mit Sirrah.
6) Perseus mit Medusenhaupt, Algenib, Algol (Lichtwechsel von 2. bis 4. Gröfse, periodisch, alle 2 Tage 21 Standen).
7) Grofser Triangel.
Kleiner Triangel. Fliege.
8) Fuhrmann mit Ziege (Capella) und den beiden Böckohen.
Herschels Telescop. Luchs.
Kleine Löwe.
9) Grofser Bär. (Der gröfse Wagen mit den 7 bek. Sternen ist nur ein Theil des ganzen Sternbildes. â Eine gerade Linie von den beiden aufsern [vordem] Sternen des grofsen Wagens zeigt auf den Polarstern.')
10) Bootes oder Bärenhüter (mit Arktur) hat an der Leine die Jagdhunde.
Haupthaar der Berenice. Berg Maenalus, worauf Bootes steht. Nördliche Krone (Kranz) mit Gemma.
Herkules, die Füfse gegen den Drachenkopf und Bootes, halt den Cerberus (die Sköpfige Schlange) und Zweige. Anm.: I (Lamda) im Herkules hielt Herschel fiir die Ge- gend im Welträume, nach welcher unser Sonnensystem sich hin bewege. Mauerquadrant.
13) Leier, die ein Geier hält, mit Wega (iucida 13'rae).
14) Schwan, in Gestalt eines Kreuzes, mit Deneb.
15) Pegasus, mit Marcab, Algenib.
Friedrichsehre mit Krone, Schwerdt u. s. w. Eidechse.
16) Kleines Pferd (nur Kopf).
17) Delphin.
18) Adler, mit Atair.
19) Pfeil.
Fuchs und Gans. Antinous.
Sobieskische Schild. Poniatowskische Stier.
20) Schlangenträger, mit der
21) Schlange.
G. Die südlichen Sternbilder (aafserhalb des Thierkreises).
1) Wallfisch, mitMenkar, im Halse der veränderliche Stern Mira (hier 3ter Gröfse) mit Lichtwechsel von der 2teu Gröfse bis zur Unsichtbarkeit. Lichtperiode = 332 Tage.
2) Flufs Eridanus.
Georgsharfe.
Brandenburgischer Scepter.
3) Orion, mit Rigel, Beteigeuze und Bellatrix. Die 3 gröfsteu Sterne im Gürtel werden auch der Jacobs-Stab genannt.
4) Hase (zum Theil).
5) Grofser Hund mit Sirius.
6) Kidner Hund mit Procyon.
Einhorn,
Buchdruckerwerkstatt.
7) Wasserschlange. *
Spiegelsextant.
Unter der Waage steht noch der Einsiedlervogel (Drossel).
8) Südl. Fisch mit Fomahand im Rande, der nebst dem ganzen Sternbilde aufserhalb der Karte fällt.
nur zum Theil auf der Karte. |
See-Octant. Paradiesvogel. Chamäleon. Tafelberg. Gr. Wolke.
1) Schlange. Kl. Wolke. Amerikanische Gans. Indianer.
Pfau. - Südl. Dreieck. Zirkel. Biene.
Fliegende Fisch.
Schwerdtfisch.
Netz.
Pendeluhr. Phönix. Kranich. Mikroskop.
Astronomisches Fernrohr.
2) Südliche Krone,
3) Altar.
Lineal und Winkelmaafs.
4) Wolf.
5) Centaur.
Kreuz (ist nach dem Orion das auffallendste Gestirn am südlichen Himmel). Karl's-Eiche.
6) Schiff mit Canopus, der glän-
zendste Stern nach dem Sirius.
Die Gröfsen der Sterne werden übrigens mitunter verschie- den angegeben, z. B. Sirrah in Andromeda auch 2ter Gröfse etc. Durch Glanz zeichnen sich aus: Sirius vor Allen, dann Arktur, Antares, Capella, Wega u. a.
Die Karte des sttdlicben HimmellS (5b) ist in gleichem Maafse, wie die des nördlichen bearbeitet und hat die gleiche Einrichtung erhalten, nur mit dem Unterschied, dafs das auf die Ekliptik sich beziehende Netz nicht ausgezogen worden ist, und dafs nur die von dem Kreise der Ekliptik nach dem Pol hinwei- senden Durchschnitte auf dem Kolur der Sonnenwenden angedeu- tet sind. Um leichtere Uebersicht zu gewähren , sind die Figuren der Sternbilder weggeblieben, dagegen aber die Sternbilder mit Gränzen umzogen.
Zu bequemerem Gebrauche der Karte bei Vergleichung mit dem Himmel finden sich am Rande die Monate mit der Eintheilung in Tage, welche von der rechten zur linken Hand zu zählen sind, angegeben. Die Eintheilung gibt für jeden Tag die Culmination (den Durchgang durch den Meri4ian) der Sterne um Mitternacht 12 Uhr an; â um z. B. zu wissen, an welchem Datum Mitter- nacht 12 Uhr der Sirius culminirt, lege man ein Lineal an den Südpol über den Sirius nach dem Rande, so wird die dadurch ge- fundene Linie auf den 30. December treffen.
Zur Bezeichnung derjenigen Gestirne, welche für die Bewoh- ner des 51sten Grades nördlicher Breite gar nicht aufgehen, ist der 39ste Grad südl. Breite ausgezogen und innerhalb mit einer Schat- tirung versehen worden. Das Gleiche^ läfst sich fiir andere Brei- tengrade der nördlichen Halbkugel in ähnlicher Weise finden; z. B. würde ein Bewohner des 55° N. Br., um den Horizont auf seiner Karte anzudeuten, mit Hülfe des Zirkels einen Kreis auf den 35° südl. Br. zu ziehen haben u. s. w.
Indem die nördlichen Sternbilder sich oben unter Πund Πver- zeichnet finden, so läfst man hier nur das Verzeichnifs der südli- chen innerhalb des Thierkreises auf der Karte 5^». befindlichen folgen, wobei zu bemerken ist, dafs die ältern mit Zahlen bezeich- net und aus Cursivschrift, die neuern ohne Zahlenbezeichnung aus gewöhnlicher Schrift gedruckt sind.
Die südlichen Sternbilder (innerhalb des Thierkreises). |
MalerstaiFelei. Einsiedlervogel.
7) Rabe.
8) Becher. Sextant.
Wasserschlange mit Alphard.
Katze.
Luftpumpe.
See - Compafs und Loch- Leine.
9) Kl. Hund.
Einhorn.
Buchdruckerwerkstatt.
10) Gr. Hund mit Sirius. Taube. ' Grabstichel.
11) Hase.
12) Orion mit Rigel, Beteigeuze,
Bellatrix, die 3 Gürtel- sterne (oder Jacobsstab) und Nebelfleck. Brandenburger Scepter.
13) Eridanus mit Archarnar und
Zanrak. Georg's Harfe. Chemischer Apparat. Elektrisirmas chine.
14) Wallfisch mit Menkar, De- nebkaitos und Mira. Bildhau er-Werkstatt.
15) Südlicher Fisch. Luftballon. |
Seila^e D· (Zur Karte No. 10.)
BicKJüS[]irTx:B£sr HöHKS üBiiB
in transparenten Profilen etc.
Diesen Autsatz der neueren Zeit völlig angemessen abzuändern, -nairde theils für die Karte, zu welcher er bestimmt ist, nicht ganz passend gewesen seyn, Ifeeils
mehr Zeit erfordert haben, als dem Verfasser damals zu Gebote stand. Er bleibt daher im Wesentlichen so, wie er der 1822 zuerst ausgegebenen Kaite beigefügt war,
nur mit Ideinen Aenderungen versehen, obgleich viele Höhen-Angaben der Berichtigung (wenn auch nur kleiner) bedürften, und manche des Noc^tragens werth wären.
Es sind noch nicht 40 Jahre, als Pasumot auf den Gedanken | vergleichende Höhen-Karte kennen (in Roaiers Obss. sur la
kam, die bekannten Berghöhen zusammen au stellen, und mit einem Physique, Sept. 1783). PasMmot's Verzeibhnifs enthält nicht mehr als
kleinen gestocbenea Blatte zu begleite«, welches wir als die erste 83 Höhen (15 von America, 28 von Frankreich, 40 von den Alpen),
iiSMl
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Zu den Höhen-Profilen No. 10.
|
aufser einigen, âplutot des cstimes ideales que des observations," Seit jener Zeit und mit den verbesserten und erleichterten Beob- achtuugsmethoden ist die Zahl der,bekanntea Höhenbestimrnungen auf mehrere Tausend angestiegen,*)
Das Interesse an Höhenfcarten, dem eigentlichen tableau comparatif der Verzeichnisse, hat sich auch bei sehr mittelmäfsi- gen Erscheinungen dieser Art sattsam ausgesprochen. Es bedarf daher keiner Bechtfertigung, dafs dem gegenwärtigen Hand-Atlas ein solches Blatt zugetheilt worden.
Bei dem vorliegenden Versuche ist es dem Verf. zugleich Be- dürfnifs gewesen , diesem Interesse noch durch eine instructivere Behandlungsweise entgegen zukommen, indem er in der Anord- nung und Zusammenstellung der Höhen die geographische Ortslage genau beachtete, auch den Zusammenhang der Höhenzüge natur- gemäfs zu bezeichnen suchte. So â schien es ihm, werde das sonst Vereinzelte mehr zu einem Ganzen sich verbinden und da- durch zu mancher anziehenden und nützlichen Vergleichung Anlafs gegeben seyn. Auch der äufsere Zuschnitt ward nicht für un- wesentlich gehalten. Denn obgleich dieses Blatt keineswegs be- stimmt ist, blofs zur Unterhaltung für den Liebhaber und fluch- tigen Beschauer zu dienen, so sollte es doch aufserlich ansprechen, eben damit man geneigt sey, länger dabei zu verweilen, mit der Darstellungsweise sich mehr vertraut zu machen, und so das min- der Deutliche sich mehr zu verdeutlichen.
Dessen ungeachtet sah der Verf. ein, dafs eine umständliche Erläuterung zu dem Blatte, die über die ganze Darstellung, und die einzelnen Angaben nähern Aufschlufs gäbe, von den mei- sten Besitzern als unentbehrlich angesehen, Allen wenigstens er- wünscht seyn werde. Er hat sich daher nicht davon lossagen mögen.
In wie weit er aber überhaupt erwarten dürfe, etwas Befrie- digendes hier geleistet zu haben, wird der Erfolg zeigen. So leicht ist ihm die Arbeit nicht geworden, wie bei der Antipoden - Karte, die, mit einem Gedanken aufgefafst, auch bald ausgeführt war. Erst nach vielen Versuchen , nachdem Vorarbeiten , Entwürfe aller Art gemacht, verworfen, umgeändert, zu andern Zwecken bei Seite ge- legt waren, hat das Blatt seine gegenwärtige Gestalt erhalten.
») Schon Müferiberg's Sammlang (Fkf. 1815) enthält deren mit Inbegriff der wi- dersprechenden, unsichern oder ganz verwerflichen, gegen 3000. Besonders verdienstlich wäre jetzt eine gründliche kritische Bearbeitung des reichen Stoffes, mit strengem Ausscheiden des üntanglichen. Bs müssten dabei die Gränzen der Fehlbarkeit für jede Angabe ansgemittelt werden, auch dürfte hei keiner die Nachweisung fehlen, von welcher primairm Höhenbesümmimg sie ausgehe, oder welchen Andern sie zur Grundlage diene. Denn nur auf solche Weise wird es möglich seyn, vor Verwirrung zu sichern und von künftigen Verbes- serungen angemessenen und vollständigen Gehrauch zu machon. In Hinsicht der Anordnung scheint die Geographische oder eigentlich die Hydrographi- sch«, auch für die einzelnen Höhen, den Vorzug vor Andern zu verdienen, Sie ist die Einzige, die sich überall genau verfolgen lässt, und ist gewiss frucht- barer , als die Classification nach der absoluten Höhe, â nicht zu gedenken, dass diese immerwährend Veränderungen unterliegt. Doch dürfen I-Iindeutun- gen auf andern, vom Flusslauf nicht vorgezeichneten, innern und äussern Zu- sammenhang nicht fehlen. â Auch über Lage und Benennung jedes angegebe- nen Punktes müsste durchaus befriedigende Nachweisung gegeben werden. â Eines Mannes Arbeit könnte ein so ausgestattetes vollständiges Verzdchniss freilich nicht seyn.
Nachschrift 1834. Mit jedem Jahre läuft man mehr Gefahr unter der Last des bis ins Zahlenlose wachsenden Stoffes zu erliegen, aber noch ist zur Lösung der hier gestellten Aufgabe kein Versuch gemacht. |
Dabei war der gegebene Haum, â noch mehr, es waren die Schranken der Zeit zu beachten. Defshalb mufste der Verfasser sich meist darauf beschränken , aus dem bereits Gesaramelten nur auszuwählen·, wiewohl er schon seit längerer Zeit auf Berichtigung und Vervollständigung der Höhen - Verzeichnisse bedacht gewesen, auch jetzt nicht umhin gekonnt hat, mancher zeitraubenden, oft vergeblichen, Nachforschung über Höhe, Lage, Benennung etc. sich zu unterziehen.
Auf diese Art wird billigen Anforderungen an Correctheit holFentlich Genüge geschehen seyn.
Aus dem Gesagten und aus dem Titel der Karte ergibt sich die Aufgabe, welche der Verfasser zu lösen versucht hat:
Was die Landkarte für die verticale Gesichtslinie oder für die Vogelperspective ist (der Grundrifs des Gebäudes), das sollen diese Profile für die horizontalen Gesichtslinien seyn (der Aufrifs und Dur ohschniti), und zwar mit der zum Sichtbarwerden zurückliegender Gegenstände nöthigen Trans- parenz.
Auch findet man bald, wie die Höhen nach ihrer senkrech- ten Erhebung über der Meeresfläche abzumessen, und wie sie nach ihrer gegenseitigen Lage zu beurtheilen sind. Für die Höhen (nach pariser Fufs) sind die Scalen auf den Seiten an- gegeben, und für die Horizontal-Abstände die Maafse (in Meilen oder Graden) am untern Rande. â Begreiflich gilt für jene ein sehr viel gröfserer Maafsstab, als für diese (12 mal, 50 mal und mehr); daher das übermäfsig steile und spitze Ansehen der Berge, deren eigentliche Gestalt also hier durchaus η i ch t in Be- tracht kömmt. Man möge diefs nicht übersehen und möge sich nicht verleiten lassen , eine wirkliche, naturgemafse Abbildung der Berg-Ansichten hier zu suchen. Schon durch die glatten Umrisse der Berge hat möglichen Täuschungen in dieser Hinsicht vorge- beugt werden sollen. â Damit aber auch die Gröfse des Mifsver- hältnisses zwischen Höhe und Weite durch ein der Wahrheit mehr entsprechendes Bild ins Auge falle und mit einem Blicke er- kannt werde, ist zur mittlem Tafel noch das kleine Profil A, wovon das gröfsere 15 eigentlich das Zerrbild ausmacht, gegeben worden.
Uebrigens ist der Maasstab für die Höhen durch alle Tafeln gleich grofs genommen worden. Die durchgehenden horizontalen Parallelen von 1000 zu 1000 Pariser Fufs (bei 5, 10, 15 verstärkt) werden dienen, die Schätzung bis auf die einzelnen Hunderte zu machen: Eine Genauigkeit, mit der man sich wohl begnügen kann, zumal da überhaupt nur wenig Höhen-Bestimmungen bekannt sind, die auf viel kleinere Theile zu verbürgen wären, und da sogar viele vorkommen, wo die Ungewifsheiten und Widersprüche bis auf mehrere Hunderte, ja bis auf Tausende gehen. Da indessen auch die Angabe in Zahlen für Gedächtnifs und Mittheilung grofse Bequemlichkeit hat, so ist sie bei der folgenden ^u/eäAZung· der Höhen
in Hunderten von Pariser Fufs beigesetzt worden, hier und da mit Bemerkungen über Quellen oder widersprechende Angaben.
Betrachten Avir die einzelnen Tafeln. |
|
Die Gegenstände sind nach der Karte No. 32 des Hand-Atlas (Iste bis Ste Aufl. d. J. 1820 bis 1837) und in demselben Maasstabe eingetragen worden, der sich auch aus der untern Meilen^ Scale ergibt. Doch hat die Ansicht eine andere Orientirung bekommen. Man denke sich nemlich die Gesichtslinie nicht von S. nach N., sondern von SSO. nach NNW., oder genauer, senkrecht auf eine von Martigny nach Chur gezogene Linie. ^ (Wer sich die Verglei- chung erleichtern will, wird wohl thun, diese Basis und einige Per- pendiknlar-Linien auf der erwähnten Karte wirklich zu ziehen, es ist aber zu beachten, dafs die neueste Auflage der Karte der Schweiz vom J. 1844 einen etwas gröfsern Maasstab hat.) Auf gegenwärtiger Tafel finden wir hiernach Folgendes:
1) Im niedrigen Vordergrunde:
die Seen 12 13
13 18
14 7
13 11 7 10
III
64 108 124 67 147 74 84 76 84 130 106 126 71 96 42 95 15
von
Genf,
N'euchatel, Biel, Thun, Luzern, Como, Zürich,
Gonstanz, I dann: Basel, und den Rhein aufwärts, bis Schaffhausen ^) etc.
mit den gleichnamigen Städten,
Von allen diesen liegt der Corner-See allein vor der Alpen- kette, die übrigen liegen hinter derselben.
*) Nicht der Rheinfall allein, sondern auch die Verkürzung der Ansicht vom Rhein- lauf in dieser Gegend geben dem Profil des Eheins hier eine so starke Senkung. |
von der Linken an:
(Kl. u.) Gr. M. Cdnis,
Pafs über den M. Ce'nis, zwischen Beiden,
Rochemelon,
M. Iseran,
Kl. S. Bernhard-Pafs, M. Î1 a η 0 , â dessen Verbindμng mit Col de Bonhomme, . Col du Four, . Col de la Seigne, . M. Cramont, Aiguille du Geant, Col du Geant, Aiguille d'Argentiere, Col de BaJ.me (Arve-Quelle),
M. Buet. â Weiterhin theilt sich der Zug. I . les Voirons, links bei Genf.
Dent du Midi, rechts vom Rh<5ne, unweit [ . . Martigny.
Ferner vom Col de Balme zum
Col de Ferret, Zuckerhut, Pointe de Dronaz, Gr. St. Bernhard-Pafs, M. Velan, M. Combin,
M. Cervin (oder Matterh. ? â Nach der C. des Alpes von Raymo'i'l [1821], ist das Matterh, ein anderer Berg). . Weifshorn,
I· Die mittlere Tafel gilt als Special-Profil für die SCHWEIZ.
2) Im HauptgeUrge. |
8*
138
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32 Zu den Höhen-Profilen Ko. 10.
|
. Furca-Pafs, . Galenstock, Fieudo,
St. Gotthard-Pafs, Prosa (u. Cornera), Sixraadun (u. Crispalt), in O. Von 'L^tzterm geht in N. der Uebergang über die Tcufels- hrücke westlich zum Galenstock, womit sich das Viereck schliefst. Vom Prosa in der südlichen Hauptkette ferner: 57 Luckmanier, 102 Vogel-B., 96 Marsol,
St. Bernhardin-Pafs, Schwarzhorn, Tomba, Splügen-Pafs, Septimer, der Pafs, . Julier-Pafs, und die Fortsetzung der Graubündtener Alpen,
Maloia-Pafs, Inn-Quelleu, Oro,
Ort 1 e-Sp.
Dieser ganze Zug macht meist die Gränze von Wallis und von Graubündten gegen Italien.
3) Ein zweiter Hauptzug,
durch Rh<5ne und Rhein vom Vorigen getrennt, enthält die hohen Berner-, Urner- und G lar η er - Alp en. Seine Ausdehnung wird hier angenommen: vom Rhöne bei Martigny, bis zum Rhein bei Chur.
Nach eben dieser, für die Schweizer-Alpen vorherrschenden Richtung ist die vorhin gedachte Basis für die Gesichtslinien ge- zogen worden.
Die angegebenen Höhen sind: 15 ... Martigny,
91 Dent de Mordes,
92 Gr. Moveran, 99 Diablerets,
68 . Tour d'Ay, " 62 . . Molesson, 28 . . Jorat,
96 Oldenhorn, Geltenhorn, Rawilhorn,
75 Rawil-Pafs, von Sitten in das Sinimen-Tal.
Daube B. mit dem
70 Gemmi-Pafs,
44 . . Bad Leuk,
114 Alt-Els,
114 Balmhorn,
113 Doldenhorn,
114 Frau B. (Blüralisalp) zum Tschingel, dann 120 Breithorn,
117 Mittagshorn,
129 Jungfrau, '
127 Mönch,
123 Eiger,
51 ... Grindelwald, in N.,
24 ... Laaterbrunn, in W.,
125 Viescherhörner,
132 Finster-Aarhorn,
126 Schreckhorn,
115 Wetterhorn, 91 Grimsel B.,
68 Grimsel-Pafs (68-71),
100 Negei,
113 Galenstock, â wo das St. Gotthards-Gebirge sich an- schliefst,
109 Süstenhorn, )
102 Titlis,
100 Grofse Spannort,
94 Uri Rothstock, )
Dann ferner, durfch die Renfs von den vorigen getrennt, an den Sixmadun des St. Gotthards-Gebirges sich anschliefsend:
M. Rosa, Simplon-Pafs, Gries, mit
Pafs. Muttliorn.
Mit diesem, oder eigentlich mit dem vorliegenden Disrutlier B., fängt das |
71 Krützli-Pafs, beim Crispalt.
95 Bristenstock, 1
102 Ober-Alpstock, [ S.-O. Gränze von Uri.
101 Scherhorn, )
III Dödi (Tödi),
104 Kisten-B.,
97 .Hausstock, .
70 Segnes-Pafs, > Süd-Gr. von Glarus.
84 . "Rarpfestock,
89 , Glärnisch,
79 Ofen-B., ,
89 Tschingel oder Segnes-B. (auf dessen höchster Spitze
das Martinsloch ist),
95 Sauren? (statt Martinsloch),
94 Scheibe-B. â Drei-Cant.-Gränze.
97 Ringel-B.
83 Galan da bei
18 . Chur zum Rhein.
4) Die Graubündtener Kette.
zwischen den beiden vorgenannten Hauptzügen, oder zwischen dem Rhein und Inn, vom Julier-B., längs dem Inn, nach Tyrol etc. 81 I Scaletta.
Von da zur Quelle der Landquart, von wo der Zug ferner zur III-, Lech- und JiZer-Quelle geht, und zum
90 I Hochvogel, u. s. w.
Ein Seitenzug, von der Quelle der Landquart nordwestlich um die- sen Flufs, bis zum Rhein :
91 . Hohe Tschingel (Sesa plana, nicht Scaletta), 77 . Falknis,
33 . St. Luzi-Steig. Ferner, über den Rhein, durch St. Gallen fort, mit . Schollen-B.,
. Sieben Kuhfirsten, j des Wallensee's.
. Sperkamm, hnks, (
; ' Kamor | , im Cant. Appenzell.
5) Die übrigen zurüchliegenden Alpen.
a) Vom Scherhorn nach Schwye etc., zum
Mieseren (SiÃZ-Quelle), und von diesem, α) nördlich zum . Ezel, am Züricher See,
Ã) westl. und nordwestl. zum . Mythen-Felsen (des Hacken-Berges), . Ruffl- oder Rofs-B.,
. Rigi-B., in den Luzerner See einfallend. . . Albis, am Züricher See, vom Ruffi nördlich. Titlis, zwischen Canton Unterwaiden und dem Hasli-
Thale, zum
Rothhorn. â Von da α) an der Westgr, des Canton
ünterwalden fort, (direct) zum Pilatus, dem Rigi gegenüber, am Luzerner See, und Ã) an der Südgr. des Cantons Luzern, über den Brienzer Grat, nördlich zum Napf-B. (zwischen Bern und Luzern), und westlich zum Hohgant, im Winkel des Thmier und Brienzer See's. der andern Seite des Thuner See's erhebt sich der Niesen, der sich zwischen Gemmi und Rawil an die Hauptkette der Berner Alpen anschliefst.
52 52
51
52 52 52 46 48 50 45 40
44 50
45 40 40 24
Ausgang 36
6) Das Jura-Gebirge.
Reculet, Colombier, Chalet, Daie,
Noirmont, 46? 54? Mont Tendre, Dent de Vaulion, Aiguille de Baume, Chasseron, Creux du Vent, M. Tourne, T^te de Rang, Chasseral, Hasenmatte, Weifsenstein, Gber-Hauenstein, Geisfluh, über die Aar, zum ' Läger-B.
Die Gränze des ewigen Schneens, welche hier zwischen 8 und 9000Fufs fällt, ist an beiden Seiten, neben dem Rande, blos durch die Wortstellung angegeben worden, weil eine scharfe Granzlinie sich nicht ziehen läfst. |
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46 Zu den Höhen-Profilen Ko. 10.
IL III. Die obere und die untere Tafel.
Beide für die EUROPÃISCHEN HÃHEN
|
überhaupt bestimmt, gehören zusammen, und stehen in gegensei- tiger Beziehung.
Bei der obern liegen die Gegenstände neben einander, wie ge- wöhnlich auf den Landkarten, nach der geographischen Länge. Die Gesichtslinien denkt man sich von S, nach N., oder in der Richtung Î¬Î²Ï Meridiane, â versteht sich: nicht convergirend, son- dern als gleichlaufende Perpendikular-Linien.
Bei der untern Tafel ist die Ansicht von W. nach O. genom- men, so dafs die Gegenstände von S. nach N., also nach der geo- graphischen Breite, neben einander liegen. Die Gesichtslinien folgen hier dem krummen Wege der Parallel-Kreise, ebenfalls als gleichlaufende, geradlinige Perpendikel. |
Aus dem Gradrande ergibt sich der Maasstab für die geogra- phischen Lagen, oder für das Nebeneinander. Er ist hiernach 50mal kleiner, al® ^^^ Maasstab für die Höhen. Man sieht aber ein, dafs dieses Verhältnifs bei der obern Tafel, wo die Längen- grade zu I der Breitengrade angenommen word'en, nur für die entsprechende geographische Breite (d. i. 48° 11' N. Br.) als ge- nau gelten kann.
Die obere Tafel enthält, wie man sieht, das, was zwischen 22° und 35° O. L, und über 50° Br. hinaus, die untere, was zwischen 50° und 40° N. Br. fällt. Die Jlpen sind, ihrer Wichtigkeit ünd verschiedenen Richtung wegen, auf beiden Tafeln aufgenommen worden.
Bei dieser Einrichtung beider Blätter allein schien es, nach mehrern Versuchen, thunlich, neben der Fafslichkeit auch einen gewissen Grad von Vollständigkeit zu erlangen.
Einige Britische Höhen enthält die westliche Fortsetzung der obern Tafel, und am Rande findet man noch einige Süd-Spanische, Süd-Italienische und Andere. |
Die obere Tafel
mit den
ALPEN, NORD-DEUTSCHEN UND SCANDINAVISCHEN GEBIRGEN.
Diese drei Hauptreihen lassen sicli nach den vorherrschenden Höhen in drei Terrassen abtheilen.
|
A. Das Norwegisch-Schwedische Gränzgebirge
in der Mitte, Nur einige Höhen sind liier herausgehoben, unter mehreren Hundert, die man angegeben findet (s. d. Erläut. zu den betreifenden Karten). â Den ersten Rang behauptet:
Snoehättari des Dovrefield (8337 Schwedische Fufs). An diesen schliefsen sich links:
Gansta, Sogne,
Lang, _
Folge Fonde, bis zum
Ulrichs-B. bei der Stadt Bergen (nicht die Stadt selbst,
(2278 Schw. F.) â Rechts Sylt Fjället, Sulitelma.
B. Die Alpen-Höhe
in ihrer ganzen Ausdehnung, von den äufsersten westlichen Zwei- gen bis nach Croatien und Dalmatien. Wir bringen sie unter meh- rere Abtheihingen:
1) Die FranZÃS.-ItaL Alpen, (Meer-, Cottische, Graue
Alpen). Sie erscheinen hier verkürzt. Nach dem bezeichne- ten Zusammenhange ist ihre Folge:
62 M. Ventoux, Vaucluse-Dep., | i . , j. r>
M. St. Victöire, bei Aix, j Ourance.
. . Marseille, 144, M. Viso, Po-Quellen. (Alm. Genov. nur 118.) les 3 Ellions, M. Cenis,
der Pafs am M. Cenis, M. Is^ran, M. Î1 a η c.
76 132 125 138 145 62 73 64 102 60 98 60
81
90
91 16
2) Die Schweizer-Ital. Alpen, (Pennin., Lepont., Rhät.
Alpen) vom Mont-Blanc bis zur Ortle-Spitze. St. Bernhard-Pafs, M. Combin, M. Cervin,
. Weifshorn, M. Rosa, Simplon-PaCs, Gries-Pafs, St. Gotthard-Pafs, Vogel-Berg, St. Bernhardin-Pafs, Tombenhorn,
Splügen-Pafs. Von da, längs dem Engadin und in N. des Inn:
⢠Scaletta,
⢠Hochvogel, in S. von Kempten,
⢠Sollstein, bei Innspruck in NW.,
⢠- München, L. 29i°.
Maloia-Pafs, M. Oro,
. Ofen-B., (zw. Unt.-Engadin und Müiister-Th.) Ortle-Spitze, . M. Ãaldo, am Garda-See.
sueler's Hand-Atlas. Beb. 5. A.
3) Die Bern- Walliser und innere Scliweizer-Alpen.
Gemmi-Pafs, Jungfrau, Finster Aarhoru, Galenstock, |
Finstermünz-Pafs (in gleicher Gesichtslinie mit dem
Insels-B.}, Platey-Kogl,
Schnee-B. in W. von Sterzing, 28° 52' L. Brenner-Pafs, Brenner-B.
Krimler Tauern an der Salzb, Granze, mit der Drei Herren-Spitze, , . Wazmann, bei Berchtesgaden. Von den Krimler Tauern geht ein südöstlicher Hauptzug ab, nemlich die Fortsetzung der Alpen bis Croatien u. s. w. (s. unter b.) , der gegenwärtige Zug aber behält die ONO. Richtung meist bei, und geht zwischen der Salzach und Enns auf der einen, Drau und Muhr auf der andern Seite etc. Auch das Salzkammergut und alle Gebirge zwischen der Enns und Salzach gehören dahin, wiewohl sie äufserlich durch die ziemlich ebene Strafse von Rad- stadt nach Wagrein getrennt erscheinen.
Heiligenbluter Tauern,
115 Gr. Glöckner, 108 Wisbachhorn, 82 Rathhaus-B. â Von da in N.
63 . Die Silbergruben bei Böckstein und 29 , Das Wildbad, im Gastein.
Aufserdem vom Rathhaus-B.
α) ein Arm nach NO. mit 86 . Dachstein des Hallstadter Schnee-Berges, 66 . Priel ^ beide in Ober-Oesterreich.
(3) ein Arm nach O. mit 75 . Eisenhut (31° 40').
y) die Hauptkette nach ONO. fort: 48 Radstadter Tauern-Pafs, 98 Hoch-Golling (Wölser-Tauern), 60 . Oetscher in W. v. Mariazell (321° L.),
64 . Wild Kogl (6355),
64 . Schnee-B. bei Wiener Neustadt (6444).
Niveau der Donau:
Ulm, . . . Regens bürg, Ρ a s s a u, . . Wien, . . - Pressburg,
Anfang der Karpathen. b) Der südöstliche Hauptzug, welcher das ganze Donaugebiet, mit InbegriiF der Drau, Sau, Kulpa, von den Küstenflüssen trennt, (Karnische und Julische Al- pen). Er geht Anfangs südlich durchs Pusterthal, zu den Drau- Quellen :
39 Toblach, Pafs (iRiens-Qu.), 108 . Vedretta Marmolata, in SW. zwischen Etsch und Pia^e-Gebiet,
dann SO., an der Ital. Gr., zu den Quellen der Sait und des Isonzo : 94 Terglou (Verbindungslinie mit der Drei-Herren-Sp.), 103 Steiner-Alpen, in 0., zwischen Sau und Drau, und von da mehr südlich, unterbrochen, zur Kulpa-Quelle, nach Croatien u. s. w.
70 Schnee-B, (Snisnik) in Krain,
65 Kleck, bei Ogulin in Croatien (Capeiia-Geb.), Anfang der Dinarischen Alpen, wozu auch das WeUehit- oder Morlachische Gebirge gehört. 70 Dinario (? S. Miltenb.). Hier liegt der Biokovo bei Markaska, der aber gewifs niedriger ist.
Ober-Alpstock,
Dödi,
Ringel-B.
4) Die OesterreicMschen Alpen, im weitem sinne (d.
Tyr., Salzb., Oest., Steyr. u. s. w.) a) Von der Ortle-Sp. bis Wien. (^Norische Alpen.) |
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34 Zu den Höhen-Profilen Ko. 10.
|
{Sudetisches oder RiphäiscJies Geb. etc.) Altvater, Kleiner Gr ο Ts er
'Glatz, 907, . . . Zobten-B., . . . Breslau LO,
Hohe Eule. (Das Eulen-Geb. ist durch die Neisse vom Vorigen getrennt.) . . Festung Silber herg (34° 17§' L.), Hohe Mense (in SW. der Stadt Glatz, Granze gegen
Böhmen), Heuscheune (in NW. von Glatz), Spiegel-B. (auf Glatzer Gebiet),
. . Gottesberg in W., Riesenkoppe oder Schneekoppe, Sturmhaube,
. . Kynast, in N., Grofse Rad, Reifträger (37? 43?),
Tafelfichte, â her-Gebirge. â Dann weiter, um die
Lausitzer Neisse, mit dem Jeschken-B., (32° 41' L.), zum Lautsche oder Spitz-B. (in SW. von Zittau). â . Landskrone, bei . . Görlitz (521). â . Oybin, bei . . Zittau, Winter-B., an der Sachs.-Böhm. Gränze, zur Elbe ab- fallend (Sächs. Schweiz).
2) Das Böhmische Mittelgebirge, zwischen der Eger und
Bila. Auch die Fortsetzung über der Elbe mit dem Fierzehn- Gebirge wird dazu gerechnet.
26 1 Donner- oder Milleschauer-B. bei Milleschau.
3) Das Erz - Gebirge fällt in O. zur Eibe, mit dem
23 Schnee-B. (Uebergang zum vorhin genannten Winter-B. u. s. w.),
17 . . Festung Πönig s t ein , 1400' über der
3 . . Stadt Πönigstein,
3 . . Dresden (280),
U . . Freyberg,
3i) Keil-B-, der keilförmige Kopf des Schwarzwald-Bergs,
36 Fichtel-B., bei Gottesgab,
31 Aners-B., zwischen Eybenstock und .Toh. Georgenstadt.
4) An der Eger, zur Rechten:
17 Dreikreuz-B., bei
11â12 . . Carlsbad, 17 . . St. Anna, bei
12â13 . . Eger*).
*) Die Töpl beim Einfluss in die Eger, unterhalb Carlsbad, = 1109, bei C. selbst also Tielleicht 1140' oder mehr. Nach einer genauen Winkelmessung ist der Dreikr.-B. 39.'- Wiener Klafter, = 522 Par. F. höher, also wohl 1700' über der Meeresfläche. - Oen Ama-B. hat David zu 1729' bestimmt. Hiermit, mit Carlsbad und dem ganzen Eger-Gefälle verglichen, wird Eger 12â1300 haben.
5) Das Fichtel-Gebirge (und die Schwäb. Alp).
S. Mon. Corr. XXL
32 Schnee-B., 3217, 31 Ochsenkopf, Die Verbindung mit der Schwäb. Alp (251"^ L.) ist durch Pfeilspitzen auf dem Blatte bemerklich gemacht worden. Eine zu- sammenhängende und sehr hervorstehende Höhenlinie existirt da in der Natur nicht. (Man wird die Blätter der Bayer, gr. Ver- mess.-K. erwarten müssen, um die Erhebungen und ihre eigentliche äufsere Be.schaffenheit genauer kennen zu lernen.) â Nach den Flufsqnellen bezeichnet, macht die Linie ein Zickzack, mit einer südlichen Spitze, bei der Schwäb. Rezat, und einer nordwestl. bei der Altmühlquelle. Geognostisch betrachtet soll hier der Jura- Kalkstein, von dem Jura-Gebirge an, durch Schwaben und Franken bis StalFelstein fortherrschen. Ausläufer dieser Höhen schliefsen mit dem Steigerwald und Odentvald.
Von der Schwäb. Alp bemerken wir hier :
29 Oberhörnle, in S, von Hechingen. Zellerh.? Heiligen-
B.? (S. Moreau Carte de la Souabe). 27 Rofs-B. (in S. v. Tübingen').
6) Der flache Norden.
Peters-B., bei Halle (1086),
. . Halle, (279?)
. · Leipzig, (330) 30° L.
, . Wittenberg, (137) 301° L·
. . Magdeburg, SPi-O L. \
. . Hamburg, 27f° L. ( der Gesichtslinien we-
. . Berlin, 31° L. 1 gen hier angegeben.
. . Stettin, 32^0 L. )
C. Die Norddeutschen Höhen. '
Von der Rechten zur Linken :
1) Das Mährisch-SchlesiscJie, Glazer- und Riesen- Gebirge, und das Lausitzer-Gebirge.
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Sclinee-B. (der Glatzer-) |
Sieglitz-B., 2198. Culm-B., bei Lobenstein, 2269.
Anmerk. 1834. Nach spätem Ermittelungen müssen die fol- genden von der Sternwarte Seeberg abgeleiteten Höhen um 92â94 Fuss erniedrigt werden. S. u. A. Ï. Î off Πö h e nm es- sungen in u. um Thüringen.
Blefs-B., (2791 E.) Werra-Quelle. Anfang des eigent- lichen Thüringerwaides, der von der Wasserscheide abgeht, indem er die Werra auf der Nord-Seite begleitet. â Dahin gehören : . Schneekopf (3141 E.),
. Insels-B. (2949 E.), â S. Pafs von Finstermünz.
8) Unter dem Thiiringerwalde, auf dessen Nordost-Seite
Der Etters-B. (1557 E.) bei . Weimar, (29° L.) . Erfurt, (281'^ L.)
die Wachsenburg (1465 E.) die höchste der so- genannten 3 Gleichen, das Observatorium Seeberg, (1220 E.)+) der grofse Seeberg, (1372 E.) . Gotha, Schlofsplatz, (1146)'·^*) . Gotha, Neamarkt, (1033) Hörsel-B. (1621 E.) . Eisenach, (28° L.) *) Eigentlich zwischen 1189 und 1284. â Die Hohe 1220 liegt den hier mit E. bezeichneten trigon. Bestimmungen zum Grunde, welche Herr Director Backe mitgetheilt hat. (Vergl. Anzeiger d. D. 1820, No. 355.) **) Nämlich'das Kreuz auf dem wostl. Schlossthurm (= 1298 E.) ist 152' höher als der Schlossijlatz, und dieser 113' höher als der Neumarkt bei der Kirche.
9) Westliche Fortsetzung des Frankenwaldes, auf
der Südseite der fVerra, welche das Elbe-Geh\et vom Rhein- Gebiete sclieidet und sich an die Rhön-Gebiige anlegt. Dahin gehören :
22 Gr. Gleich-B. (2241 E.) / ^ . α .
21 Kl. Gleich-B. (2116 E.) Romhild die 2 Spitzen.
24 Geba-B., 2442 E.
16 . . Meiningen, [die Werra*) bei M. 1066 E.]
*) Das Gefälle der Wcrra bis hinter Cassel, wo die Fulda zutritt, erscheint hier übermässig stark, aus ähnlichen optischen Gründen, wie das Ehein-GefäUe bei Schafl'hausen. Im Stich ist die sehr geringe Höhenverschiedenheit ζÎνί- â sehen der Fulda bei Cassel, und der Werra hinter Cassel nicht zu bemerken.
10) Der Harz, (511° Bv.) hinter dem Thüringer-Walde. 36 I Brocken (3633 E.)
11) Das Rhön-Gebirge.
30 Heilige-Kreuz-B. (2996 E.)
30 Dammersfeld, ziemlich von gleicher Höhe (links). Anmerk. 18 34. Nach den neuesten Untersuchungen ist die grosse Was- ser kuppe bei Abts ΠOde etwa 64 Fuss höher als der H.-Kreuz-B., und entschieden der höchste Punkt der Rhön, dennoch aber nur 2952 über der Meereafläohe.
Von diesen nördlich nächst der Werra:
22 I Meisner (2184).
12) Das Yogels-Gebirge, Quellen der Schwalm, Ohm,
Nidda. â
nahe beisammen. Die Hö- hen ans Meister chor. K. v. Grofsh. Hessen.
21 Taufstein (2140) 21 Hoherodskopf (2080) 20 bei Crainfeld (1970) 17 . . Schlofs ülrichstein, Damit in Verbindung, aber entfernt in N., der 17 I Knill bei Schwarzenborn (1740).
13) JVestphälische Höhen etc.
Vom Vogels - Gebirge geht die Linie, zwischen Rhein- und Weser-Gehiet, nördlich und westlich zwischen der Eder und Lahn zu den Quellen beider Flüsse Snd zur Quelle der Sieg mit dem I Ederkopf.
Von da nordöstlich zu den Quellen der Lenne, Ruhr, Diemel: I Rothhaar-Gebirge. â Höhe von Winterberg.
Von der Winterberger-Höhe ein Nebenzug östlich zwischen der Diemel und Eder zur Fulda, dahin gehört:
14 I Herkules auf der Wilhelmshöhe (Habichtswald), 5 I . . Cassel (486). â
Der Hauptzug geht ferner nördlich um die Lippe: Egge,
Teutoburger (Deutschburger-) Wald.
Beide Benennungen gelten theilweise dem zusammenhängenden, durch manche Eigenthümlichkeiten ausgezeichneten, nur von einigen Einschnitten unterbrochenen, schmalen und nicht hohen Rücken, der sich, den Krümmungen der Weser gleichlaufend, über Biele- feld, dann weiter nordwestlich, zwischen der Ems und Hase nach Tecklenburg, über Ibbenbühren zieht, auf der Ems-Seite zur völli- gen Ebene abgeschnitten , auf der entgegengesetzten aber zu klei- nen Höhen übergehend.
Parallel damit, in N. von Osnabrück anlaugend, östlich, streicht ein Rücken zur Weser mit der
Westphälischen Pforte, bei . Minden, â der die Weser überspringt, u. s. w.
7) Der Thüringerwald mit dem Franhenwald.
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Zu den Höhen - Profilen No. 10. 35
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14) Rheinische Höhen.
Vom Vogels-Gebirge westlich, gegen Giefsen hin, begleitet und begränzt ein niedriger Zug die Wetterau. Hinter Butzbach erhebt er sich, südlich gewendet, zwischen Laha und Main zum
Taunus-Gebirge:
26 I Gr. Feld-B. Vom Ederkopf, ebenfalls südlich, ist der Uebergang zum
Westerwald: |
15) Am innern Rande,
Rechts: 90 Häraus: Orbelos. 81 Karpathen : Lomnitzer Sp. 61 Olymp.
Links: Auf Island. 90 Oefields Jökul, feuerspeiend, 52 Eiafialla Jökul, , 42 Wester Jökul, 40 Hekla. |
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20
Salzburgerkopf, CI^^T' S. Nass. Staats- und Adressb. von 1821).
Zwischen der Wied und Sieg geht ein Zug zum
Siebengebirge:
16 Lösvenburg. Nach Benzenberg 1444. Nach Nose 1900, â und so bei den übrigen Spitzen des Siebenge- birges abweichend.
Der Rhein von Mainz bis Düsseldorf. Die Eifel, Hoheveen, die Ardennen. |
16) Britische Höhen. - im Neben-Profil zur Linken:
QA ΤÎÎÎ,. ___J? TT" .
Edinb. Rev., Mai 1820.
Hekla, auf Süd-Uist, Ben More, auf Mull, Ben Macdui in Aberdeen (4390')· Ben Newis, Ben Lawers, Snowdon, Grosfeld, Wharnside, Ingleborough, Pennigant,
zum Theil Mittel aus sehr abweichen- den Angaben. |
Die untere Tafel
enthält die Profile der
ALPEN, PYRENÃEN, APENNINEN, DEK ÃBRIGEN
SÃD-DEUTSCHEN, FRANZÃSISCHEN UND ANDERER GEBIRGE.
Der Dnrchschnitt ist von N. nach S. â Die Gesiclitslinie von W. nach 0.
|
1) Die Alpen,
in der Mitte thronend. _ Die Oesterr. und Schweizer A. erschei- nen hier gedrangt, einander mehr deckend, die Italienischen mehr ausgedehnt, also entgegengesetzt dem oberu Profil, wie die Ge- sichtslinie es mit sich bringt. â Beide Profile vereinigt, geben die geogr. Positionen. â Die Erhebung beginnt links, von
5 64 91 90 98 108 120 64 44 97 144 77 89 III 102 126 132 129
in Oesterreich, Tyrol und Salzburg.
Dann folgt:
. . Wien. Schnee-B. Wazmann. Hochvogel, Hoch-Golling, Wisbachhorn, Gr. Glockner, Brenner-Pafs, Brenner-Berg, Platey Kogl, Ortle-Sp. Sentis, Glärnisch,
Dödi, (Tödi) Titlis,
Schreckhorn, Finster Aarhorn, Jungfrau
68
95 42
96 138 145 147
68 124
m 61 120 62 8 31 1 61
130 35 85
50 I
Ferner vom Genfer See hinauf:
Dent d'Oche, . Dent du Midi, [ Savoyen. , . les Voirons, ) M. Bnet,
⢠Weifshorn, i . M. Rosa, ^
M. Blanc,
, Kl. St. Bernhard-Pafs, M. Isdran. M, Cenis,' Pafs über M. Cenis, les trois Ellions. Von da nach . M. Ventoux zur . Durance, und nach
M. St. Victoire C3126 v. Zach), nach . . Marseille (Observ. 144}, M. Genevre (.Pafs v. Brian^on nach Susa), Durance-
Quelle. M'· Viso,
⢠· Bar celo nette, in SW.
Col de Fenetre (Quelle der Vesubia, eines Nebenflusses
des Far), Col de Tenda . . Î
Ton a CO, niedrig am Meere. (Miltenb. Angabe 1656' bezieht sich wohl auf einen Berg über Mo- naco.^
Uebergang zu den Apenninen.
2) Die Ajpenninen,
â¢leren Richtung anfangs Ãstlich, mit nördlicher Ansbiegnng, ist, zeigen sich eben deshalb hier zunächst sehr verkürzt, und links gewendet, im Bogen, bis _M. Cimoue, von wo die Richtung einen immer weniger spitzen Winkel mit der Gesichtslinie macht.
Bocchetta. Der Pafs von Genua ins Innere, M, Cimone, Süd-Gr. v. Modena, |
Sasso di Cimone, Ost-Gr. f. Toscana, M. Casale, 1
M. Peimino, > Kirchenstaat. M. della Sibylla, ) M. Vetora,
Gran Sasso d'ltalia (Gr. Corno auf dems.). M. Terminello,
Abruzzo.
M. Velino, . Lago di Celano, . . M. Gennaro bei Tivoli, . . . Rom, (32â142; . . M. Cavo, in SO. von Rom, M. Amaro in der Majella-Kette (31° 40' L.),
. M. Calvo, am Golf v. Manfredonia. Vesuv, . . Neapel (26") . M. Rotondo auf Corsica, M. Sila in Calabr. 39° 5' Br. j ^^ ^^^^^ Aetna, ί
3) Die Pyrenäen
sind hier nur im schmalen Durchschnitte zu sehen. Einige andere Spanische Höhen werden zugleich mit angegeben.
Pic du Midi, Vignemale . . Bareges (3972) Maladetta, M. Perdu, M. Canigou.
Montserrat,
. . Barcelona, Combre de Mulhazem, ^^ ^^^^^ . . Madrid,
Im südl Frankreich: Cevennen u. a.
4)
Dieser Gebirgszug, den die flachere Gegend des Canals von Languedoc von den Pyrenäen trennt, schneidet den Rhone von dem Garonne- und Loire-Gebiet ab, und tritt zugleich mit den höchsten Punkten zwischen Letztere ein. . . Carcassone,
M. lu Lozere (44° 25' Br.), Tarn- und Lot-Quellen (doch gewifs höher als 700 Metr. ? = 2180 P. F.). Eigentlich '
, Bois des Armes, in O. von Lozere, Tarn-Quelle. Von hier geht a) der ebengedachte Haupt-Arm unter dem Namen der
Gebirge von Auvergne nach NW. zur nahen Quelle des Allier (Foret de Mercoire) und längs diesem Flufs bis Clermont etc.
57 M. Cantal, (Montagnes de Granit),
58 M. Dor,
45 Puy-de-Dome,
13 . . Clermont (451° Br.)
*) Die Angaben "schwilnken zwischen 56 und 63. - Nach «'OfJ«^^
bre und Mechain 53, Cassini 6288. - Auf Bonnefs I^arte (26 Bl.) tofet mim 8 einzelne Höhen: PuySAigmller, de Sarcy, Gros ® -
6268 Ρ. F. ~ Dieser Angabe zufolge wäre der M. Dor der höchste Berg in Frankreich, nach den Ifpen und Pyrenäen. Es scheint aber, als seyen Cassini's Höhen-LSiSimungen Tn diesen Gebirgen durchaus zu hoch Auch bei den Angaben vom Canialmd Pup-de-Börne finden sich grosse Abwei- chungen.
38
48 70
76 89 66
77 20
39 1
29 |
9*
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36 Zu den Höhen-Profilen No. 10.
|
b) ein anderer Arm zwischen Allier und Loire, durch das nördliche Languedoc (Vivarais und Velan, jetzt Ardeche und Haute- toire-Dep.) nach Auvergne und an der Westgränze von Lyonnais (Forez, Loire-Dep.') unter dem Namen der
Gebirge von Forez:
61 Pierre sur Haut, 51 Montoset,
45 la Madelaine,
c) die Fortsetzung der Hauptwasserscheide, längs Ãhöne und Sadne, zu den Vogesen über. Zunächst
Gerbier de Jone, (Loire-Quelle, Einsturz 15. Juni 1821), der sich gegen N. an den
62 M. Mezen (Mezin) anschliefst. â (Nach Donnet nur
1774 IVT^tr. = 5470 P. F.). Ferner: 34 M. Pilat (bei St. Etienne, Br. 45|°).
5) Das'Jura-Gebirge
erhebt sich von Perte du Rhöne (S. Pfeilspitze) zum:
52 52 52 50 50 29 , Ferner: 45 50 36
Reculet, Dole, M. Tendre, Chasseron, Ghasseral. â Mit
. . M. Terrible, zu den Vogesen übergehend.
Hasenmatte, Hauenstein. Läger-B.
6) Die Vogesen.
39 Ballon d'Alsace, 43 Ballon de Sulz, 31 Grand Donnon, und bis zum 21 Donners-B.
. . der Rhein von Mainz aufwärts, bis Strasburg und Basel.
7) Der Schwarzwald, Odenwald und die Rauhe Alp.
Auf der östlichen Seite des Rheinbettes, den Vogesen cor- respondirend : |
36 Blauen, 43 Belcheu, 46 Feld-B.,
Kniebis-Pafs. Dann die nördliche Fortsetzung um die
Quellen der Murg, Pfintz etc. bis zum Königsstuhl, wo der Abfall nach . . Heidelberg ist. Jenseits des Neckar-Flusses der Odenwald:
16 I Melibocus. Auch die Rauhe Alp würde hierher gehören.
S. obere Tafel.
29 Oberhörnle, 48° 20' Br. 27 Rofs-B., 48° 25' Br. , Am Rande zeigen sich noch: das Fichtelgebirge und die Höhe von Staffelstein.
8) Das Böhmerwaldgehirge.
Arber,
Haydel-B., bei Reichenstein, (im Haydler-Gericht? oder bei Haydl imS. von Reichenstein?) (3517? 4203?!) Rachel-B. Drei-Sesselstein, . . Senkung nach Passau.
9) Die Karpathen
im Hintergrunde, nur der Vergleichung wegen mit zwei Haupt- spitzen hier bezeichnet:
81 Lomnitzer Spitze, 67 Surul in Siebenbürgen.
10) Der Kaukasus,
als üebergang nach Asien hier angegeben:
Elborus (Chat), j"s."auch Kasbeck, 2440 tois. j Asiat. B.
Noch ist hier zu bemerken:
Gay-Lussac's Luftreise, die höchste von Menschen erreichte Höhe. Nachdem G.-L. am 6. Fructidor An 12 mit Biot über Paris bis 12/m. F. aufgestiegen war, trat er am 29. Fruct. (16. Sept. 1804) die Reise zum zweitenmal allein an, und gelangte zu einer Höhe von 6977 Metres = 21480 F. über Paris (S. Ann. de Phys. LIX.), oder 7016 Metres = 21600 F. über der Meeresfläche. |
IV. Aufser-Europäische Höhen.
Auf beiden Seiten der untern Tafel, in der Richtung von W. nach O., nach der gewöhnlichen Karten-Orientirung, und mit einigen
Andeutungen des Zusammenhanges. Zar Rechten: östliche Länge von Ferro (Africa, Asia). Zar Linken: westliche Lange (America).
Die Höhenangaben gröfstentheils nach blofser Schätzung; deshalb sind in der vordem Columne nur die Tausende angegeben.
über 15 MownaRoa aufOwyhee, Hawaii,(Sandwich-J.), 15468
nach Marchand (von Humb. angenommen). Nach
King nur 14|, nach Horner 13§.
über 20 Chimborafo, 20100 F. (nach Humboldt^. über 14 Egmont-B. in Neu-Seeland, 14370.
über 18 Cayambe Urcu,'18330. über 10 Auf Otaheite, Tahiti, (Gesellschafts-Inseln), 10230.
2) Africa.
Pic de Teyde auf Teneriffa. Von vielen sehr abwei-
chenden Bestimmungen ist 11500 die höchste ba-
rometrische, aber die geometr. gehen bis über
14/i«. â L. Ï
. Buch gibt der v. Borda, 11430,
den Vorzug.
Dianen-B., auf St. Helena, 2692 engl. F.
Atlas.
Capländische Schnee-Berge. (Nieweveld 10/m., Rogge-
veld 5300, nach Lichtenstein.)
. Tafel-B. 3598 â 3666.
Ferner in O., bei 60 und 70° L.
Madagascar (Ambohistmen. Geb.).
I. Bourbon. Morne de Salazes 1693 Toisen= 10258 F.,
ungewifs nach Humboldt. Andere nur 9600 Fufs.
3) Asia.
Sinai. â Nach Ritter 6 â 7/m.
Libanon: Tumel Mezereb 1491 Tois., also nicht volle
9/m F.
Ararat, gegen l2/m. F. geschätzt.
Kaukasus, S. d. vorige Tafel. â Elborus und Kasbeck,
hier, nach einer andern Schätzung, höher.
Ural-Geb.: Pawdinskoe Kamen, 6365 F. über d. Casp.
14 Sierra-Nevada de Meri da de Maracaybo, 14100. Meer, was aber tiefer liegt als das Mittell. Meer'"").
â 14 Vulk. Parace' in Neu-Granada, 13650. *)Anm. 1841. Nach verschiedenen schwankenden Annahmen
ist durch Fuss, Sdbler und Sauritsch (1837) ennittelt worden,
dass der Wasserspiegel des Caspischen Meeres um 76,3 Pariser
Fuss tiefer liegt als der des Schwarzen Meeres.
Himala; a-Geb.: Dhawalagiri Î').
⢠Kiatschin-jinga (soll etwa 100 Fufs niedriger seyn als
der Dhawalagiri nach Hooker im J. 1849).
Ghauts - Gebirge (Küste von Malabar) , die höchste
Höhe über 13/ra. F. geschätzt.
*) Die Angabe d. Imaiis: 33424 F. (S· Miltenb.) â Die HBhenmessungen des
U. Weöb geben dem 0 h a w a 1 ag ir i des Himalaja-Gebirges mehr als 26/m. F.
Späterhin hat man die Höhe in Zweifel gezogen. Nach den neuesten Nachr.
aber sind diese Angaben nicht nur nicht übertrieben, sondern es gibt Cap.
Blaie dem Dhaw. sogar 28/m. F. Höhe. Sicherlich also mehr als 26/m. Pa-
riser Fuss.â Es wird selbst behauptet, dass die Kette des Himalaja im Lande
Hochkananur (am obern Sedledsch) noch höhere Gipfel habe. Am Spiti, einem
Nebenflusse des Sedledsch, liegen die Ortschaften 12000 F., ja sogar 16000 F. hoch,
Am Rande sind noch angegeben:
15â16 Russ. Chin, Gränz.-Geb. (15810?)
12 â 13 Ophir auf Sumatra 12162, 12976.
6â7 Altai 6558 ? â
a) Andes-Kette in Süd-America.
Chimborafo, 20100 F. (nach Humboldt^.
Cayambe Urcu,' 18330.
Antisana, 17958.
Cotopaxi, 17712.
llliniga, 16502.
Pichincha, 14988.
. Stadt Quito, 9036·.
. V. Πu m b ο 1 d t erstiegen: 18200.
. . Gränze des ewigen Schnees am Aeq.
Nevado de S οrata, in Boliviaöstl.amTiticaca-See,
dessen südlicher Gipfel (nach Pentland im J. 1848)
19972'; der Ort Sorata, der auch den Namen
Esquibel führt, 8185'.
lllimani, östl. von la Paz, 19843' (nach Pentland
im J. 1848); der Ort Cebollullo am südwestl. Fufse
des Berges 8224'.
Titicapa-See (12058' nach Pent/and) [so hoch wie
der Gr.-Glockner in den Salzburger Alpen],
Sahama, in Bolivia, westl. von Arica, 20970' (nach
Pentland 1848).
Aconcagua in Chili, 21768 (nach Fitzroy 1848).
b) Bei Mexico;
Vulk. Popocatepecl 16584. j j^^^rern Andern.
â Ittaccihuatl, 14722. j
. . Stadt Mexico, 7062.
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9
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15
20
c) An der Nord-Küste von Süd-America.
Sierra-Nevada de Merida de Maracaybo, 14100.
Vulk. Parace' in Neu-Granada, 13650.
Duida-B. des Parima-Gebirges, in W. der Onnocco-
Quellen, 7854.
. . Stadt Caraccas, 2496.
d) In den Vereinigten Staaten:
Washington-Berg, zum weifsen Geb. geh., 9379.
Pic Otter, Alleghani-Berge, 3752.
Blaue Berge^
e) West-Indien.
Blaue Berge auf Jamaica, 6828.
Vulkan auf Guadeloupe, 4794.
M. Pel^e auf Martinique, 4416.
Elends-B. auf St. Christoph (Kitts), 3711.
f) Am Rande: _
Der Grofse Pic in N.-America, wo Missouri und
Rio del Norte entspringen, 18581.
Elias-B. in NW. Amer., 16924.
9 â 10
⢠3â 4
2
gegen 7
gegen 5
4 â 5
3 â 4
18 â 19
17
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Zu Spanien und Portugal No. 13% und 13^, % ^^ 31
e i 1 a ^ e H·
Zu No. 13^ Spanien und Portugal. Neue Bearbeitung 1834 â183T.
Auch zu No. IS^», % Spanien und Portugal in 4 Bl.
|
Diese Karte gründet sich Iiauptsachlicli auf Donnet's mit vie- len Special-Cartons ausgestattete^
Mapa civil y Militär de Espafia y Purtugal, con la nueva di- vision an distritos enriquecido de los planes particulares de 34 Ciutades y puertos principales etc., construido sobre las observaciones astrdnomicas y nauticas raas nuevas, sobre los roas autenticos mapas, j sobre las operaciones ge'odesicas hechas por los oficiales Espanoles, Fraiiceses e Ingleses du- rante la guerra de la independencia, por Don Alejo Donnet etc. Paris, 1823.
Der weitläufige Titel, der nicht einmal vollständig hier wie- der gegeben worden, gibt wenigstens im Allgemeinen fiechenschaft von den vom Verf. gebrauchten Hiilfsmittelii, unter denen die operaciones ge'od. h. p. 1. of.Esp., Fr. e' Ingl. dur. 1. gu. d. 1. indep., wenn sie dabei wirklich zum Grunde liegen, von besonderer Wich- tigkeit sind; auch hat diese K. bei genauer Vergleichung mit den sonst vorhandenen Materialien, insbesondere auch der von Hum- boldt und Andern über die wahren Verhältnisse zwischen Hoch- iind Tiefland gegebenen Aufschlüsse dem Verf. unserer Karte dasselbe Vertrauen eingellöfst, dessen sie überhaupt geniefst, wenn gleich die Terraindarstelluug und Chorographie auch hier wie auf allen Karten der I^renäischen Halbinsel viel zu wünschen übrig läfst. Daher sagt auch der Kritische IVegweiser bei der überaus günstigen Beurtheilung unserer vorliegenden Karte (VlI. Bd. p. 101) : 5,so wissen wir doch vom Innern der Halbinsel so viel wie gar nichts, und es sind nur isolirte Punkte, welche von dem Centrum Madrid radienförmig auslaufen, deren geographische Lage annä- hernd genau bekannt ist."
Wer graphisch mit Liebe zur Genauigkeit arbeiten mag, weifs übrigens, wie schwer es hält, ja wie es raeist unmöglich ist, aus Beschreibungen und allgemeinen Andeutungen Umrisse und Terrain- darstellungen zeichnend niederzulegen, wenn einigermafsen ins De- tail dabei gegangen werden mufs.
So viel ist aber gewifs, dals wir von Niemand ein für den jetzigen Stand unserer Kenntnifs von der Iberischen Halbinsel treueres und vollständigeres Bild hätten erwarten dürfen, als vom Or. Berghaus in seiner vortrelFlichen Karte von dem Iberischen Halbinsel-Lande,, welche 1834 in einem sehr grofsen Blatte in München ausgegeben worden, wenn diese mit Angabe des Terrains versehen wäre, wie solches unsers Wissens die Zeichnung enthält. Die sehr grofse Anzahl von Bergnamen und Höhen-Bestimmungen, die man auf dieser Karte findet, enthält auch reichen StolF dazu: lind bei einem Maasstab, der sich zu dem unserer Karte wie 12 zu 5 verhält (ira Flächenraum fast 6 mal so grofs), läfst sich schon viel ausführen.
Ueber das, was für Spanische Geographie seit 40 bis 50 Jah- ren geschehen ist (Fischers Reisen, dessen Gemälde von Spanien «ach Alex. La Borde, Jntillon, Bourgoing, und andere bekannte Werke inbegriffen), findet man in mehreren Aufsätzen unserer geo- graphischen Zeitschriften ziemlich alles beisammen.
V. Zach Allg. Geogr. Eph. IV. p. 28 sqq., Recens. Mentelle K. in 9 Bl. mit verdientem Tadel der Lopezischen Karten, und pag. 542, Avomit eine kleine nach damaligem Stand ver- besserte von Ad. Stieler gezeichnete Karte von Sp. u. Port. C1799) ausgegeben worden.
T. Zach monatl. Corresp. I. p. 319 ff. mit Nachrichten über To- fino's Küsten-Karten.
Bertuch Allg. Geogr. Eph. XXVI. p. 71. Ree. von Mentelle's obgedachter K. â Dem Recens. scheint die frühere Anzeige nicht bekannt gewesen zu seyn.
Hertha III. p. 5 ff., wo Schröder: üeber die Aufnahme der Küsten etc. deutsch gegeben ist.
Hertha XI. p· 535 ff. u. Xlt. p. 410 ff., wo die Span. Blätter des Atlas universel von v. d. Maelen ausführlich beurtheilt werden, und
Hertha IV. p. 5 ff., ein höchst interessantes Schreiben A. v. Hum- boldt's über die Gestalt und das Klima des Hochlandes der Iberischen Halbinsel.
Dieses und was in XII. der Hertha über den physischen Cha- rakter Spaniens gesagt ist, verdient besondere Beachtung und dient 2ur Berichtigung älterer Darstellungen der Gebirgszüge. Begreiflich Icami es aber noch nicht auslangen, ein treues und vollständiges Bild zu geben. Erholt sich Spanien aus seinem Todeskampf oder lebt es einsx neu auf, dann wird auch hierin gewifs viel ge- leistet werden. Zur hessern Benutzung unserer Karte (auch der neuen kleinem des Schul-Atlas, die mit Sorgfalt bearbeitet ist) lassen wir am Ende eine Uebersicht der bedeutendsten Höhen-
Punkte folgen. _ . Ï n· , . . \ .
Seit der neuern Eintheilung Spantens in Ol Uistncte sind wir mit einer noch neuern in 49 Districte beschenkt worden , durch Decret der KÃnigin-Regentin. â Beiden liegt die bekannte bis- herine mehr historische und nationeile Eintheilung zum Grunde, die sich auch in ihren Hauptgestalten gewifs noch lange Zeit er- halten wird Wer mag genau wissen, nach welchen dieser Ein- theilungen die Verwaltungsbehörden jetzt organisirt sind? In- dessen geben wir hier den Haupt-Inhalt jenes Decrets, für Die- jenigen, welche Interesse daran haben, mit einigen Bemerkungen darüber.
Stieiee's Hakd-ätlas. Bek. 5. A. |
Art. 1) Das Spanische Gebiet sowohl auf der Halbinsel als auf den nahe liegenden Inseln wird in 49 Provinzen abgetlieilt, welche den Namen ihrer Hauptstädte führen sollen; mit Ausnahme von Navarra, Alava, Guipuzcoa und Biscaya, die ihre gegenwärtigen Benennungen beibehalten. Art. 2) Andalusien, welches die Königreiche Cordova, Jaen, Gra- nada und Sevilla umfafst, zerfällt jetzt in folgende acht \Provinzen: Cordova, Jacn, Granada, Almeria, Malaga,
Karte. (Sevilla, Cadiz und Huelva; ,
Arragonien in drei Prov.: Saragossa, iJuesca und Tarucl, (Hier ist die Prov. Calatayud eingegangen,^
Das Fürstenthum Asturien bildet die Prov. Oviedo.
Neu-Castilien bleibt fernerhin getheilt in die fünf Prov.: Madrid, Toledo, Ciudad-Real, Cuenga und Guadalaxara.
Alt-Castilien zerfällt in acht Prov.: Burgos, Avila, Se- govia, Soria, Logrono, Santander, Valladolid und Palencia. (Hier ganz etwas Neues, dafs beide zuletztgenanote Pro- vinzen vom Königr. Leon zu Alt-Castilien geschlagen sind; da doch bis jetzt alle geographischen Lehrbücher, und auch die Karte von Donnet diese zu Leon gerechnet ha- ben.)
Catalonien theilt sich in vier Prov.: Barcelona, Tarra- gona, Lerida und Gerona; Estremadura umfafst die Pro- vinzen Badajoz und Caceres;
Galicien, die Prov.: Corutia, Lvgo, Orense und stattVigo, Pontevedra.
Das Königreich Leon zerfällt in Leon, Salamanca und Zamora (hier fallt die Provinz Ponferada oder Villafranca weg); das Königreich Murcia in Murcia und (statt der bisherigen Chinchilla) Albacete.
Das Königreich Valencia in Valencia, Alicante und Castellon de la Plana (hier fällt die Provinz S. Felipe weg). Pamplona, Vitoria, Bilbao und San Sebastian sind die Hauptstädte der Provinzen Navarra, Alava, Biscaya und Guipuzcoa. Palma ist die Hauptstadt der Baleari- schen etc. und Santa Cruz de Tenerifa die der Canarischen Inseln.
Art. 3) Die Gränzen der genannten Provinzen werden in einem Anhange zu diesem Gesetze naher bezeichnet. Wenn eine Gemeinde an der Gränz-Linie belegen ist und ein Theil ihres Gebietes auch jenseits dieser Linie sich befindet, so soll dieses Gebiet zu der Provinz gezählt werden, in wel- cher die Gemeinde belegen ist. Mit Bezug auf diejenigen Provinzen , die an Frankreich oder Portugal granzen, ist in Gemäfsheit der mit diesen Ländern bestehenden Trak- taten zu verfahren.
Auch Portugal hat eine neue Eintheilung erhalten, dnrch Ge- setz vom 28. Febrnar 1835, im Diario do Governo 10. Agostö sqq. bekannt gemacht.
Hiernach steht die Verwaltung unter den zwei Ober-Tribu- nalen von Porto und Lisboa, Die beiden Theile, in welche Beira zerfällt, scheidet das Estrella-Gebirge. Beira Baixa (Unter-Beira), der südöstl, Theil , gehört zum Ober-Tribunal von Lisboa. Die- ses fafst daher ziemlich zwei Dritttheile von Portugal. Das Nä- here ist:
1. Ober-Tribunal von Porto.
a. Prov. Minho mit 3 Districten: Vianna, Braga, Porto, zusam-
men 23 Gerichtsbezirke und 192000 Feuerstellen.
b. Prov. Tras os Montes, 2 Districte t Villa Real, Braganza, zus.
14 Gerichtsbez. und 73000 Feuerst.^
c. Prov. Beira alta , 4 Districte: Aveiro , Coimbra, Lamego,
Guarda, 36 Gerichtsbez., 200000 Feuerst.
2. Ober-Tribunal von Lisboa.
d. Prov. Estremadura, 3 Districte: Leiiia, Santarem, Lisboa,
28 Gerichtsbez., 177000 Feuerst.
e. Prov. Beira Baixa, 1 District: Castello Branco, 4 Gerichtsbez,,
24000 Feuerst.
f. Prov. Alentejo, 3 Districte: Portalegre, Evora, Beja, 20 Ge-
richtsbez., 72000 Feuerst.
g. Prov. de Algarve, 1 District: Faro, 5 Gerichtsbez., 32000
Feuerst.
Aufserdem werden noch dazu gerechnet:
h. Illhas adjacentes.
Madeira e Porto Santo, 2 Gerichtsbez., 25000 Feuerst.
Cabo Verde, 1 Gerichtsbez. 12000 Feuerst.
Zusammen 19 Districte, 133 Gerichtsbezirke, ohngefahr 800000 Feuerstellen.
Die Hauptorte der Districte sind auf unserer Karte roth unterstrichen.
Wir beschliefsen diese Anzeige mit Erklärung der auf unserer Karte vorkommenden Bergbezeichnungen, ohne jedoch der von yiai&i hervorgesuchten Nomen clatur des feesp er 2 scAen Systems (Pöni-bätische, marianische, oreto-herminische, carpetovettoniache, celtiberische, galliberische Kette) zu huldigen.
10 |
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38 Zu Spanien und Portugal No. 13», und 13^, % %
|
I. Pyrenäen von Ost nach West.
Die Zahlen bedeuten die Höhe über der Meeresfläche nach Par. Fuss.
Mt. Canigou (in Frankr.)........
Monserrat (bei Barcelona).......
Port Fontargente (beim Pic de Serrere . · . . . Port Noris (bei Andorra) . . Monte Seco (weiter in Süden)
Tue de Manberme..........
Col de Llesol (in S, von Viella) Maladetta, dazu
Pic Netou (Anetbou) .........
. . Pena Montanesa (in Süden)
Pic du Midi de Bigorre (Frankr.).....
Mt. Perdu .............
Vignemale (Frankr.)..........
Pic du Midi â d'Os..........
Mt. d'Aspe
Pic d'Anie.............
. . Muela de Abodi. Hory, Orhi.
Fortsetzung durch das Cantabrische Gebirge bis zum Cap Finisterre und bis zum Douro.
Sierra de Arabar. M. de Aranzazu. Pena Anbolo. Pena de Carbea.
(Montanas de Burgos, mit dem Puerto Laraada,
bei Larena)............ 4400
M. Cabillas (?) . Pena de Rocias (in N.) (?) (Hochterrasse Ãeynosa, beim Orte dieses Namens). [Von da ein üebergaag nach Burgos zum Casti- lischen Scheidegebirge, davon weiter unten.] (PeÃas de Europa), und P.M. PeÃa Mellera (13° Länge). P.E. . Pena Espignal (in S. des Vorigen). P. . M. Pardomino (daneben). S, . Müntes de Sebares (in N.) L. M. de Llende.
(Weiter in Westen beginnt die Spaltung, in die westliche und südwestliche Fortsetzung.)
a) Westlich nach Galicia. . M. St. Estevan im nördl. Asturia. Sierra de Penamarella.
Puerto Piedrahita (Pafs zwischen Villa Franca de
Vierzo und Donoos).........
. . M. de Courel. M. Orio.
El Cebrero. (Die Bezeichnung sollte etwas mehr
östlich seyn.) Hier beginnt die sogenannte Berg-Terrasse der Parameros, die sich von N. nach und durch Galicia erstreckt. Darin: M. de Quadramont. . . M. del Buhio und M. S. Salvador, an der Küste.
:
Pico M.
M. de la Tecyra.
M. Silbaja (?) in W, von San Jage. (Sierra Torrinana, bei Corcubion, nächst Cap Fi- nisterre) .............
. . M. de Barbanza.
Dann, zwischen Minho und Ullaflurs: M. Testeyro. Müntes de Barcia. M. Faro.
b) Südwestlich von Asturia nach Portugal. (Montafias de Leon, wo der Pafs Puerto Manzanal
in NW. von Astorga) . .......
M. Teleno. Pena Trevinca.
Sierra de Montezinho, mit mächtigem Anhang .
nach Süden bis zur (Sierra Qaadrasal, östl. neben Mirandola) . , M. de ORios (?) Sierra Larongo.
Sierra de S. Mamed (bei Orense).
Sierra de Gerez..........
Sierra de Suazo, mit dem M. Gaviai-ra . . . . . Sierra de Marao, am Douro ......
Su. Ma.
III. Das grofse (Castilische) Scheide - Gebirge von der Mündimg des Teio bis zum Cap Oropesa, in N. von Valencia (40° Br.)
von W. nach O.
Cap de la Roca.
Sierra de Cintra, beim Ort dieses Namens. (M. Junta, in W. von Santarem...... 2180)
8606 3805 9090)
8220
10722
8940 10482 10340 9006
7728
N. s.
Maub. LI. Mal.
P.M.
M.
Vign.
As. Anie A. |
Sierra Estrella mit Malhao de Sierra . .
Sierra de Gata.
(Sierra) Pefia de Francia.
Sierra Negra.
Sierra de Gredos.
Sierra de Piornal, in SW. des Vorigen. Sierra de Guadarrama, die eigentliche Scheide zwischen beiden Castilien. Dazu gehört; von Madrid nach S. Ildefonso, Puerto de Guadarrama, oder Leon, der berühmte Löwen-Pafs, nach v. Humboldt 4818', nach Betancourt nur 4374', einstweilen nach v. Hum- boldt angenommen zu........
7 Picos..............
Penalara, in Î............
(Cerrü de Bustar?) Somosierra, höchster Punkt
der Landstrafse..........
(Cerro de la Batrera?) Sierra de Aylion. Cerro de la Cilla. Altos de Barahona. Oestlich von hier geht die Verbindung mit dem Cantabrischen Gebirge nach NO. u. NW. ab, darin : . . M. de los Valeros. . . Sierra de Moncayo. Müntes de Urbion (42° Br.) . Monte Gallo (?).
. . Müntes de Oca oder Idubedas, bei Burgos. Im Hauptzug ferner;
(Sierra Ministra) und.........
Sierra de Sotorio. Sierra de Cuenga.
Sierra de Molina .......*..,.
Von hier südlich; die Sierra de Albaracin mit; Cerro de S. Felipe, und Cerro Canale, so wie
Cerro de Poyales...........
und
Monte Colado de la Plata........
von da im Süden am Jucar; Monte Caballon mit . Muela del Oro. . Müntes de los Almudes.
Ferner in der östl. Fortsetzung des Haupt- zugs ;
(Fuente de Cella) gilt der Quelle der Jiloca beim Ort Cella.
Pena Golosa.............
Muela de Ares............
. M. Moyaque, in NO. . . M. Tosa weiter in NW.
. . Monsia (am Canal der Ebro-Mündung) . . . . M. Cüra, bei Tortosa Sierra de Engarceran und
Desierto de las Patmas, bei Oropesa ....
. . Pico Espaden (Sierra Espadan).....
. . Pena Casuleatas (?) in N. von Valencia.
Müntes de Toledo, dazu: Cerro del Baey. Sierra de Guadaloupe.
Puerto de Sta. Cruz (von Truxillo nach St« Cruz). Sierra de S. Mamed (Gränze von Portugal).
Sierra de ................
(Monte) Serra de Viana.
IV. Die Toledo-Kette mit westlicher Fortsetzung bis Elbora in Portugal.
B. P.C.
M.V.
2030
V. Der Zug von Cap S. Vincente in Algarbe, bis Cap de la Nao in Valencia.
(^Andalusisches Scheidegebirge mit der Sierra Morena).
a) In Portugal
über
Cabo de S. Vincente, (Foya) Sierra de Monchique . · · . . Montes Azulos, ganz in N. (?)· Monte Figo (in N. v. Faro)........
b) In Spanien bis Murcia.
Sierra de Aroche. Combre de Aracena (?)· Sierra de Constantina.
(Sierra de Cordoba, NW. und NO. der Stadt Cordüba.)
(Sierra de Almaden, in S. und SO. von Alma- den.)
Sierra Morena (von Almaden östl. bis 15° L.)
Cerro del Vidrio.
Cerro Cornejo,
M. Navalazara.
Javarancil (?).
M. Salido. |
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Îα Spanien und Portugal No. 13% und 13^,%·',
|
La Sagra Sierra...........
Sierra de Castril und Cerro del Cuba.
Cerro Alcatim.
(ia N.) Sierra de Alcaraz.
c) Von Jucar bis Murcia.
Pena negra (Palomera ?).
M. Mayor (zu Monte Caroclie) )
(Ohil?) Puerto Onteniente > Sierra Mariola.
(in NO.) (M. Cabren?) )
(in Süd.) Sierra de Saliaas. [«· d. K. sieht C statt Ã]
Camara Sierra.
Pena de Xixona CJii""®)·
Dann von Alcoy östlich Monte de Altana und Uebergang zu den Caps
S. Antonio und la Nao. . . Montes la Baro, in Osten von Murcia.
a) Uebergang nach den Balearen.
'Silla de Torellas auf Mallorca......
M. Toro auf Menorca. |
VI. Die Gebirge von Granada W. nach O.
a) Noch in Sevilla. Montanas del Pinal, Nordgräaze des Districts von Cadiz.
Sierra del Pinar.
b) In Granada. Sierra della Nieve, zur Serrania de Renda gehörig M. Pereyla.
Cerro de Villarias in der Sierra de Malaga.
Sierra de Almi)aras.......iu NW.
Sierra Nevada, los Alpujarras, mit
Combre de Mulahacen.........
la Veleta..............
Cerro Montayle.
Cerro Zaymo.
Cerro de Montenegro (?).
Sierra de Gador...........
Cerrajon de Murtas (in S.).......
Sierra Filabres (in Osten)........
Sierra del fiallo in N. von Granada. |
e i 1 a ^ e F. (Zu No. w, s
SYSTEMATISCHES VEHZEICHNISS
der vorzüglichsten Gebirge und Berge Frankreichs.
Die Höhen-Angaben beziehen sich auf die Meeresfläche und sind in Pariser Fnfs. Da wo sie aus den Angaben in
Metres reducirt worden, ist der Metre = 3,079« Par. Fufs, oder 25 Metres = 77 Par. Fufs, angenommen.
I. DIE PYRENÃEN (von West nach Ost).
|
u· -'^nsdehnung dieser, Spanien von Frankreich scheid^ndeu Gebirgskette wird gerechnet: Vom C. Figueras, an der Spitze von Fuenterrabia, in W., (das Thal der Bidasoa umschliefseiid") bis zum Cap Cervera oder eigentlich dem Cap de Crews in O. â
An einigen Stellen weicht die Granze zwischen Spanien und Frankreich von dem eigentlichen Gebirgsrücken ab.
a) die Bidasoa, welche eigentlich diesseits des Kammes liegt, gehört gröfstentheils zu Spanien, nur ihr unterer Lauf bildet die Gränze.
b) die Quellen des Span. Flusses Irati gehören zu Frankreich.
c) beim M. Perdu schneidet die Granze etwas nördlich ab.
d) das ganze Fal d'Arran ^ von der obern Garonne bewässert, gehört zu Spanien.
e) der ganze französische Landstrich, welcher das Thal von Carot und die Cerdagne enthält, gehört zum .SegTe-Gebiet und liegt jenseits des Kammes.
f) das Andorra-Thal, was ganz auf spanischer Seite liegt , ge- hört nur in geistlicher Beziehung zu Spanien, übrigens zu Frankreich.
Die Ordnung, in welcher die Berge hier aufgeführt sind, rich- tet sich nach der Hauptwasserscheide, indem zugleich Berge der Seitenarme, in der Reihe wie sie vom Hauptkamine abgehen, und zwar mit dem Beisatz «· für die Nord- und s. für die Südseite des Kammes, au den gehörigen Stellen eingeschaltet werden.
Die cursiv gedruckten Zahlen und Namen beziehen sich, auf Angaben von CÃfiirpeniier und andern Werken über die Pyrenäen.â Das Uebrige ist aus Donnefs Karte und zum Theil aus dem neuern Atlas von Perrot et jiupik entlehnt.
4002. Montagne d'Hausa in S. v. Yrun.
Hierauf vom Anfang des Baigorr^-Îhals nördl. n. Arriele, im VVinkel der Nive. n. Atchiola (Atchola) im Winkel der Bidasoa. Hurombur (Ahadi). 6186. (Hory) M. d'Orhi.
n. Belehn QMendi-Belchu, östlich daneben Mendi- Belra, in W. Handia-Mendi.) 79SS. Pic d'Anie (nach Junker nur 6500', nach Dralet's Verz. von Reboul und Vidal's Messung: 7614', nach Donnet's Karte: 2130 M. =: 6559'). 6775. Mt. Rouge?
6297. Aspe (itf. ffAistaince, M. d'Epalungueres?). 9186. n. Pic du Midi de Pau, oder d'Osseau. 9642. Som de Soube, nächstbei in O. auf dem Kamm. 7532. n. Pic de Gabisos, in NO. des Pic du M. d'Osseau, i 03.50. Vignemale.
6080. Port de Gavarnie (Pafs von Turlo nach Gavarnie), le Taillon.
8760. Rolands Breche (Breche de Roland). 101 i 4. Tour du Marbore. io3y4. Cylindre du Marbore.
io48i· Mont Perdu,auchsonstAstazon,tresSorellas,ge- nannt. ZuReöoul's Zeiten waren diese Benennun- gen, dieraan jetzt unterscheidet, gleichbedeutend. |
Port de Pinede,
Port vieil, östl. beim Vorigen.
Mgne de Troumouse, nächstbei in NW.
n. Pic long.
n. Pic d'Arbizon.
Pic de Ne'ouville.
n. Pic du Midi de Campan oder de Bigorre. (Claibide) Pic de Baota oder Briedous. Port d'Oo.
(Mont Brioulles) Crabioules. Port de Venasque.
Port de Picada, Pafs von Venasque nach Castel- leon.
fi. Sacaube, schliefst auf der linken Seite der Ga- ronne das Arran-Thal in N. ein. Maladetta (Mt. Maudit), höchste Spitze Nethou
oder Anelthoii''^'). Port de Viella {Biella}. Pic de Rious oder Montarto. Monredon. Pic de Lart. n. Mgne Crabere und
n. Pic de Montouliou oder Tue de Mauherme. II, la Tcntenade, schliefst auf der rechten Seite der ' Garonne das Arran-Thal in N. ein. Es ist hier der Anfang der östlichen Hälfte der Pyrenäen, die durch die Garonne von der westlichen ge- wissermafsen geschieden wird. n. Cagne.
Pic de Mont Vallier. n. Ms. de Ballire. Fonta.
Port de Salat, Gehirgspfad von Valencia nach Seix- les Tuns, M. Rouge.
(Mgne de Collat) Montcalm, wenn nicht derselbe,
doch ganz nahe, ji. Roc de Lulle, 71. M. de Bassic. n. Pic de Berne. n. Mt. du Pia de la Serre.
Port Negre, Pafs von der Noguera Pallaresa nach
Vic de Sos QVic Oessos). (M. de Rialp ?) Port de Rat in O. des Gipfels. Pic du Port de Signier.
ηοι4 9014.
AnmfTk nifip TTiihe üibt Ãralet nach Vidal und Reboul nnr zu 10,680 an. â Ãt·^ nach »nur zu 10,020' Es hat aber » nicht den höch- ^en Punkt, sondern nur dei» ersteigUchen m W. der Spi damit
Eemeint. â Seit VidaVs und Eeboufs Messung, oder eigenthoh seit der Revi- sion und Berichtigung der Berechnungen im Jahre 1807, ist es aber entschie- den, dass die Maladetta hoher sey, als der M. Ρ er du. Bei Lwiemann (Züge durch die Pyrenäen. Berlin 1825) ist die Matadetta unter, den Berg- höhen gar nicht aufgeführt. -g λ .i,
10*
9696.
8940· 9ÎΦ· 934ο.
9900.
η4* ο. 7458-
Ca, M. B, F.
Tu.
Co.
L. B.
Ãe. PI. S. |
ocr page 45
|
A. gog6. (Pic d'Astagnon) Pic de la Serrere. s. Pic de Casemaigne.
Fo. 8^8^· Pic de Fontargente.
J. M. d'Inclas.
P, M. de Pin-Morent. Mit diesem tritt der Hauptzng
der Wasserscheide über die Gränze nach Frank- reich ein (^zwischen den Quellen der Arriege, Jude und Teta auf Französischer, und denen des Segre auf Spanischer Seite) und erreicht beim Piiygmal wieder die Granze. Es ist hier der Pafs von der Arriege nach Puycerda (Port d'Hospitalet oder Espitalet). Von da zieht sich die Wasserscheide zwischen der ^rrieg^c und Aude von der Haaptkette ab und bildet den Uebergang nach den Sevennen1). |
PicPeyrie, oder de Prigue â Pedrouxt â (Quel- len der Aude und der Teta).
75/β. Mgne du Roc Blanc, au fond de la Vallee de l'Aude, (in der Nahe der Aude-Quellen ?).
M. 74f6. n. Mgne de Messet, in W. des gleichnamigen Orts, in N. von Ms. Louis.
M. s. M. de la Mene.
T. s. M. de la Tosa.
Puy. Puygmal.
B. Cote Bonne.
Canig. n. Ganigou.
A. les Alberes, in O. des Fort Bellegarde (Strafse von
Perpignan nach Barcelona).
Ferner, weiter im N. der Pyrenäen - Kette:
Bu. 3883. Puy de Bugarach und 1 â ^^^^
les Corbieres > sonne
Al. Mgne d'Alaric )
Mgne de la Clappe, am Meere, in O. von Narbonne. |
II. DIE SEVENNEN. (Cevennen.)
|
Unter dieser Benennung verstehen wir hier a) die Bergkette, welche von der Nordseite des Canal du Midi (C. Royal, C. de Languedoc) bei Carcassonne anfangend, zwischen den Quellen der Aude, des Herault, Rhone und der Saone einerseits, dann des Agout, Tarn, Lot, Allier und der Loire u. f. andererseits, in NO. und N. als Wasserscheide zwischen dem Mittelländischen Meer und dem Oeean sich fortzieht, bis zum Plateau de Langres â (Uebergang nach den Vogesen^; b) die nordwestlichen Verzwei- gungen derselben, zwischen dem Lot und der Dordogne, und auf beiden Seiten des Allier, welche unter dem Namen der Gebirge von Auvergne und von Forez bekannt sind.
(Hier sind die Abweichungen von der jedesmaligen Hauptwasser- scheide durch die Cursiv-Buchstabea I [links], r [rechts] bezeichnet.)
A. Der Hauptziig bis zu den Vogesen.
1) Von der Gegend des Canal du Midi bis zum Losere- Gebirge.
a) Montagne noire, oder dieSchwarze Höhe, begleitet das Fliifschen Thore auf der Südseite.
b) Gebirge Espinousse bis zur Quelle der Or&, mit Gar. M. Carroux.
C. l. die Berge la Caune, im W. der Vorigen.
c) die Kalkhügel les Garrigues in O. Ser. r. M. de la Seranne.
d) die eigentlichen Sevennen, (Quellendes Herault bis zum Lozere). Dazu gehören:
F. 2400. Esperon. Su. l. Suquit.
Li. r. Liron.
L. Eaigonal (nachDonnet: Largonal), HerauU-Qatlle.
Lenglas? B. les Bouges.
2371. Tarn-Quelle, der höchste Punkt dabei.
2) Das Lozere-Gebirge,
auch Mgnes de Gevaudan genannt, von der Provinz dieses Na- mens, die das jetzige Lozere-De'p. ausmacht. Lozere 2454. M. Lozere, zwischen d. Tarn- und Lot-Qu. M. l. Monbanast 1
CN. l. Causse Noir > Aveyron-Oep., vormals Rouergue.
L. l. Leveson ι
Mont'Margeride_(? de la Marguerite) Î. d'Aubrac, mit den einzelnen ^
Bergen: Montasset, la Faulice, Bruneliere, le Peyron.
3) Der nordöstliche Theii der Sevennen,
(vom Lozere durchs Ardeche-Dep. bis zum Mezenj unter dem Namen der Gebirge von Vivarais und Velay bekannt. Ta. 2587. M. de la Tanargue (840 M.?, 502 T,? Vergl. Îοη- , net und Berghaus'). Von hier geht ein Seitenzug durchs Lozere-Dep. zu den Gebirgen von Auvergne.
Gr. 2771. Gravenne de Montpezat (450 T. nach Bergh.), wo die Gebirge von Forez ausgehen, Suc de Bauzon, in derselben Gegend. Ger. 5266. (7) Gerbier des Jones (de Joux ?) *) Von da durchschneiden nach SO. die Montagnes de Coyron das Ardeche-Dep,
») Anmerlc. Nach Bertrand Eoux hat der Gerbier de Jones nur 4811 Fuss Höhe. Vgl- Bertha V. I. â AnmerTc. 1834. Nach Yignard hat der Gerb. d. J. sogar nur 4532. (S. ilon. Corresp. ΧΠÎ. p. 451.) â Andere Bestimmungen von Yig- nard im Ardiche-Mp. sind, ausser dem ÎÎζβη (mit Obigem übereinstimmend) â:
4226. Quelle der Loire am Fuss des Gerl·. d. J.
3326. Plateau d^üsclades. (In S. der Loire-Qu. 2 lieues davon.)
2052. Plat. de la Chavade. Wasserscheide zw. Loire u. Ãa&ne.
3846. M. Peyre-laie.
3475. Ville de Pradelles. (Wenn damit das ausserhalb des Dep. unweit des AUier gelegene Städtchen d. N. gemeint ist, so -waltet hier em offenbarer Fehler in der Ziffer-Angabe [579i tois.] ob; selbst 379i möchte noch zu viel seyn.)
3180. M. Gourdon [in W. v. PrivasJ.
3162. Mgne de Blandine. |
Mez. 5464. Me'zen (Mezin).
Von hier geht ein Rücken nach NNW., der zwischen dem Arzon und der Ance von der Loire durchbrochen wird , zu den Gebir- gen von Forez.
4) Fortsetzung des Hauptzugs
zu der Cote d'Or und den Vogesen. Pi. 3400. M. Pilat. Er gehört eigentlich zu einem durch den Flufs Gier von dem Hauptzuge getrennten, in NO. bei Vienne zum Rhone sich einsenkenden Sei- tenarm.
M. d'Or, ist ein zweites, niedriges, mit Reben be- bautes Seitengebirge, was, von dem Hauptzuge ab- gehend, die Stadt Lyon von W. nach N. im Halb- kreis umgibt. Doch zählt man auch die Berge von Rivirie und Izeron, die zum Hauptzuge gehören, mit zum M. d'Or.
Aufser dem Flusse Gier gehen auch die Brevenne (Rhone-Gebiet) und gegenüber der Furand, bei St. Etienne, und die Coise (Loiregebiet) dem Höhen- zuge eine zackige Gestalt, bis sich dieser (vergl. hier Hand-Atlas No. 14b.) über Montrotier, in W. von Lyon, zu den
Monts de Tarare (bei der Stadt dieses Na- mens) erhebt.
4460. (1450m.) höchster Punkt, in SW. der Stadt Tarare. 2770. (900m.) etwas weiter nördlich, in W. von Tarare. 2460. (800m.) nächstbei, höchster Punkt der Strafse. Weiter nördlich senkt sich der Zug noch mehr, indem er zwischen der Loire und Saone, welche beide entgegengesetzten Lauf haben, durch die Bur- gunder-Bezirke von Macon und Charolle (Saone et Loire-D^p.^ fortgeht.
Diefs sind die Monts de Charolais.
Mit den Gebirgen von Tarare scheinen zwar auch die Ms. de Macon (deren nachher bei B. nä- her gedacht wird) in directem Zusammenhange zu stehen; hier aber bleiben wir bei der Anordnung, wie sie der Wasserlauf nachweist.
Von den Ms. de Charolais erhebt sich der Zug wieder bis 1102. bei St. Bonnet de Joux und zum 1798. M. St. Vincent, um zugleich wieder bis zu 1127. und wieder bis 917. beim Etang de Longpendu, dem Scheitelpunkte des Canal du Centre, abzufallen. (In NW. abwärts vom Hauptzug ist 1232, die Höhe von Mont Cems.)
Dann geht der Zug zur Strafse von Chalons nach Autun.
(1293. Höhe von Couche) bis in W. von Beaune (wo Cote d'Or rechts abgeht) und wendet sich von da etwas westlich nach den 1456. Quellen des Arroux und der Ouche, zu den 1229. Quellen des Armangon,C^on ^fo der lange Zug ab- geht, dessen unter B. G näher gedacht wird), 1312. nach Pouilly, (dem Scheitel des Canal de Bour-
gogne'), 1638. zur Quelle der Brenne, 1783. nach Sombernon, weiter zum
2500. Tasselot, dann 1| Meil. weiter nördl. nach den 1336. Quellen der Seine, wo der Zug sich mehr östlich biegt, zu den Quellen der Aube, der Marne, (Plateau deLaugres: ·
1386. in S. i
1626. in SO. ί von Langres)
1195. in O. j
und der Maas, ferner nach den Quellen der Saone und
1250. der Madon, und zu den |
1 Anmerk. Chörpentier nennt diesen üebergang Ms. d'Albferes. Denselben
Namen fuhrt der östlichste Pyrenäen-Kamm in O. vom F<yrt de Bellega/rde.
ocr page 46
Zu Frankreich No. 14^, 41
|
V ο g e s e n,
welche die Mosel umschliefsen, indem sie dem Rheine bis zum Donn ersb erge folgen.
4368. Ball 0 η de S u Iz oder de Guebweiler, in (4415? W. der Orte, von denen er benannt wird, aber au- 4500?) fserbalb des Hauptgebirgszugs, östlich. Er ward bisher als der höchste Berg der Vogesen angesehen. Aber auf dem Gebirgsrücken selbst erhebt sich der 4514? Grand Ventron noch etwas höher (nach JBerg·- haus 733t.>
jj. Die Seitenzüge, welche von diesem Haiiptzug auslaufen.
1) Die Gebirge ÏÎ¿Ï Auyergne,
zwischen dem Mier und der Truyere auf einer und der Dordogne auf der andern Seite.
a) Cantal-Gebirge. Cantal 5877. Plomp de Cantal. G. 5851. Puy de Grion. M. 5752. Puy Mari.
5635. Cd de Cabre, zwischen den beiden zuletzt ge- nannten.
V. 5734. Puy Violent. â Von da über den Bergrücken; Cez. 4648. le Cezallier, nach
b) dem Mont Der (nicht d'Or.) Puy de Monchat.
5556. Puy Gros.
M. Dor. 6260. (5837 ?) Puy de Sucy (Sangi). Höchster Punkt des M. Dor.
5682. Puy de l'Aiguille (PAiguiller? l'Eguille?).
c) Gebirge von Puy de Dome. S. 3249. (3234.) M. de la Serre.
2834. Puy de Cherade. 2344. Puy de Sergovin. Puy de D. 4548. Puy de Dome. In W. Puy de Coni.
P, 3766. Puy de Pariou. In N. Puy de Louchardiere.
2) Ein Arm, der vom M. Dor nordwestlich zu den Quellen des Chavanoux und von da südwestlich geht, wo
Od. M. Odonze einen Gebirgsknoten zwischen den Quellen der Creme, Vienne , Vezere etc. bildet.
Unter mehreren von hier auslaufenden Aasten ist hier zu bemerken:
a) der Zug, welcher die Dordogne mit ihren nördli- chen Nebenflüssen (Vezere, Isle, Dröme) von der obern Vienne scheidet (^also zwischen Gaionne-und Loire - Gebiet.)
Ja. 2925. M. Jargeau mit dem Wald von Chateauneuf.
Dieser Zug geht nordwestlich nach Poitou (^Vienne-, Deux-Sevres-, Vendee-DepartO, wo das Höhen-Plateau Gatine, zwischen den beiden Sevres, und das bekannte Pays de Bocage ihn endigen, (S. Hand-Atlas No. 14c.)
b) der kürzere mehr getheilte Zug zwischen der Creuse und Vienne.
Puy de V. 3002. Puy de Vieux (le puy vieux) in NO. von Limoges (No. 14c.) |
3) Die Gebirge von Forez,
als ein Seitenzug der Hauptwasserscheide zwischen dem Al- lier und der Loire. Die hier vorkommenden hohen Berge werden auch wohl mit zu den Gebirgen von Auvergne ge- rechnet, obgleich die Landschaft Forez nicht zu der Juvergne, sondern zu Lyonnais gehört hat. '
Der Uebergang dahin , vom vorigen Hauptzug durch das ganze Haute-Loire-Dep., enthält keine ausgezeichneten nam- haften Berge, erst weiter im N. fangen die hohen Massen an. 6109. Pierre sur haute.
2119. Die ungenannte Höhe an den Quellen des Lagnon oder Lignon.
Hier endet auf dieser Seite das Blatt No. Md; die Fort- setzung dieses Zugs findet man auf No. 141', als: Mo. 5404. Puy de Montoncelle, Ma. 4496. Cime de Madelaine,
worauf der Zug sich verflacht.
4) Die Ms. de Macon, welche von der Quelle der Grone (Nord-
gränze des Rhone-De'p.) ab, in Nordöstl. Richtung der Saone zugehen.
3061. höchster Punkt in W. von Macon.
5) Die Cote d'Or (an deren Fufs, von Beaune nach Nuits ge-
gen Dijon hin, die besten Burgunder-fVeine wachsen) geht im W. von Beaune vom Hauptzug ab, längs des Canal de Bourgogne, dem Hauptzug parallel, gegen Dijonhin gewendet. 2063. Bei Bligny erhebt sich die Kette zu 670m.
6) Von den Quellen des Jrmangon geht westl. der lange, den
Canal oder la Manche vom Ocean scheidende Zug bis Brest ab. Zunächst die Ms. de Πer ν an, die obere Yonne um- gehend, mitM. de Beuvron, dem südl. Punkt an der Fonne- Quelle, dann verflächt sich der Zug und geht zum Wald von Orleans über das Plateau von Orleans nach der Quelle der Eure.
524. am Scheitel des Canals von Briare. 480. zw. Orleans und Pitliiviers.
462. höchster Punkt der Strafse von Orleans nach Paris. 554. Quelle des Loir. Quelle der Eure.
Der Zug geht weiter, die Sarthe und Mayenne südlich und die Orne nördlich lassend. 862. in N. von Jlengon, 924. vom M. Halouze westlich,
(wo der nördl. Ast nach dem Cap de la Hague bei Cherbourg abgeht) mehr südlich gewendet, mit dem Me. Mgne de Menez.
L. Foret de Lorge.
Fe. Mgne de Fenbusque (in N. M. Morhale und M.
Fromentel). 942. M. Menebre und von da a) nach den 967. Ms. d'Arrec gegen Brest hin , und b) nach den 788. Mgnes Noires, welche die Aulne auf der Südseite begleiten.
7) Die Höhenzüge, welche die Maas zu beiden Seiten begleiten,
und zum Argonner Wald und zu den Ardennen über- gehen, können nur uneigentlich hierher gerechnet werden, da besonders der die westl. Seite der Maas begleitende Zug zu der Hauptwasserscheide gehört, welche nordwestlich bis zur Meerenge von Calais sich erstreckt. 694. Höhe in W. von Mezieres, |
III. DIE ALPEN.
Mit ihren Verzweigungen bis zum Rhöne-Flufs, so weit sie auf der Karte vorkommen.
|
Da hier nur Bruchstücke zu geben sind, so ist vorgezogen worden, ohne Rücksicht auf die Bergzüge, der Karte zu folgen, uud zwar von N. nach S. in einzelnen kleinern Abtheilungen.
Die Höhen - Angaben sind meist nach Donnet j eine nähere Prüfung derselben war jetzt unthunlich. Einiges ist aus Milten- berg zugesetzt worden.
1) Z\vischen der Isere und Romanche (Isere-D^p.)
7L. M. de sept Lacs )
B. M. Belledonue [ in O. von Grenoble.
Ch. 8204. M. des Chalanches )
A. ^gne Abime'e )
Gr. 99®'· Grandes fiousses (Gr, Herbta) > Ital. Gränze.
3ÎΪ1. H9-53· les trois Ellions. )
2) Zwischen der Romanche und dem Drac.
6605. M. de Lans
M. du Rechail M. de la Mazelle
isere-De'p,
M. d'Ollan
lÃ. M. de Chaillot le Vieux / ^ipes-ÎÎÏ.
M. Chirao, Quelle des Drac ^ " ^
L. B.
Mz, T.
O,
Ch.
c.
Stielek's Hand-Atlas. Beb. 5. A. |
3) Auf beiden Seiten der obern Vurance bis zur Vbaye imd bis Gap.
M. Ge'nevre bei Brian90ti Roc d'Aiguiller Col d'Abries
Mont Viso (de Ristolas).
M. de C<5te Loupel M, de Parpaillon M. de M^ale Rochelaire )
Crite des Bartes > in N. v. Embrun. Col de Loup )
ein nördl. Gebirgszweig.
4) Von Gap nordwestlich und westlich bis Falence, zwischen dem Drac, der Isere imd der Drome.
Ob. 11209. M. Obious
Pr. M. de France, Gränze der 3 De'p., welche das Dau-
phine ausmachen. V. 5200. le Grand Vehdmont M. 5500, la Moucherolle B. Bnre |
ocr page 47
â M. de Lans in W.
Co! de S. Delmas.
δ) Von hier westlich nach der Durance zu :
M. de Pallon
M. des Sestrieres
M. de la Blanche
M. de la Laupia
Cernan M.
Gaebe M.
c) In O. V. Digne.
Coupe M.
M. du Cheval Blanc, u.
Cdte longue M.
M. Savion.
Corduech M.
Chamalle M.
d) Zwischen dem Verden und dem Por.
M. de Combrene
M. du Chabanac
M, de la Colle St. Micliel
M. de Chamalac
Valplanne M.
M. de Taillon.
1) Im Var-Departement und westlich.
M. de Bloine
M. de Thorene
(am Erseron) Choiron M.
le Gran M.
(nächst Grosse) M. Carrau
Mgne Audivergue.
Weiter südlich :
Estre
Montuby
M. de Vinargue
Ms. d'Esteret
Mgnes de Maures
2100. M. des Anges
M. de la Ferriere
M. de Veyron.
8) Bei Marseille, Aix und Arles.
Gr. M. de la Gradule
Ol. les Vans d'Ollioule
B. 2800. la Grotte de St. Baume
R. M. de Regargnas
M. de l'Etoile, in N. von Marseille
M. Perglan
S. Vict. 3000. M. St. Victoire
Alp. 2300. Monte Alpines.
|
42 |
I |
Zu Frankreich No. |
|
N. |
3850. NÃve |
|
L. |
|
E. |
4600. Eimbel |
|
S. D. |
|
C. |
1200. Compalu |
|
|
|
P. |
2300. . . Penet, in N. |
|
P. |
|
Ch. |
Chomdane |
|
Se, |
|
R. |
2500. la Rave |
|
Bl. |
|
M. |
Mieri |
|
L, |
c.
G.
c.
Ch. B.
S,
Cr.
Ch.
C.
Cc.
M.
Cm.
V.
T.
5) Von Gap und Ïοη der Drötne südlich, bis zur
Durance.
Mgne de Seuze, in SW. v. Ga(j.
Toussiere, naher a. d. 3. Ddp.-Granze v. Dauphine'
Col de Cabres
Volvent und
Ancelon
Conspeaux
Poet
la Lance
Mgne de Chanvet
Tuen
Claviliere
Cotalongo
Gardegros
Antuche
Luneau
Chaumonze
Mgne de Chabres
Genes
Bluye
Bac und
S.
T.
Ca.
V.
Cn.
P.
L.
Cv.
T.
Cl.
Ca.
G.
. . M. de Chantaduc
Vent. 6242. M. Ventoux
Lure üb. 3/wi. . . Mgne de Lure
Lu. Mgne de Luba ( ^^^ j}urance.
Leb. Mgne de Leberon \
6) Im Dep. des Basses-Alpes.
a) An der Gränze von Italien:
Pietralünga
Bre'e de las Aignillas
9400. Bre'e de Chambeiron
â Col Maurin in W.
â Col della Partiella in S.
über die 4 Cols: Sontrana, della Monge, de Roburent,
9300. della Magdella
Col de l'Argentiere
Col Portao (?)
Col del Mule
|
Das Verzeichnifs der Pyrenäischen Berge hatte leicht reich- haltiger ausfallen können^ was aber gegen den Zweck gewesen wäre. |
Ueberhaupt aber versteht sich von selbst, dafs die gegenwärtige Zu- sammenstellung nicht Anspruch macht, kritisch bearbeitet zu seyn. |
Beilage G· (Zu No. 35" auch 35«.)
ERLÃUTERUNGEN ZUR KARTE YON UNGARN UND SIEBENBÃRGEN.
I. Erklärung ungarischer, auch slavonischer, croatischer oder illyrischer Wörter, die bei
geographischen Benennungen vorkommen.
|
Aussprache: a = sch;
Also', Al, All, (slavon. Dolnj,
niznj) Unter, Sitebec Arany, @ülb Arok, (grübe Banya, SSergwerf, SSab Bjelä, f. Fejer Bo'r, boros, SBein Bd, büs, Stauer, traurig Cs^, «Îο^Î·Î¹Î¹Î¯Ï Czerne, f. fekete Dolnj, f. Also' Egyhaz, Ãtrdje, ©ebaube Erdö, aöSaib
Ersek, ©rjbif^of Falü, Falva, ®orf Fejer, Fehe'r, (sl. bjela), toei^ Fekete, (sl. szerne), fdjwarj Felsö , (sl. Hornj, er. ill. Gornj),
ober, Uber Folyoviz , gluà Fö, fej, ^aupt Föld, (Srbe, Sanb Gornj, f, Felsö mi, HalÃsz, gtfdj, gif^er Halom, ^ügel |
V = w; ζ = s; CS, ts = tsch;
Häz, ^aug Hegy, SBerg
Hely, (sl. mesio), Drt, Siaum
Hev (heo), marm, l)eip
Hid^g, falt
Homok, @anb
Hornj, f. Felsö
Kerezt, Ãreuj
Kiraly, .Sontg
Kis, (sl. er. ill. mala) iUitt Kö, ©tein
Kdt, nuette, SBrunnen
Lak, ©ee, ©umpf
Liget, Ïαι^η
Magyar, Ungatifd}
Mali , f. Kis
Meleg, warm
Mesto , f. Hely
Mezö , gelb
Monostor, Ãiofter
Nagy (sl. welka, er. ill. velka),
grof .
Nemes, abeitg
Ne'met (sl. nemta), beutf^
TSignj, f. Also' |
0', (sl. ill. Stara, er. Sztara) alt
Oläh, 3ÎαÎαÏÎÎÏ Orszag, ba§ Sietcft Palanka , ©djan^e Puszta, SBüfte, Ãtnobe Sajo, So, ©als Sebes, fc^nell Stara, f. O'
Szasz, ©αÏίβη - (ίάÏ[ίÎΦ_) Szent (sl. Swata, ill. Sveti), SiU
Uq (@anct) Sziget, Snfei Sztara, f. 0'
Tartomany, ^roottlj , SSejtrf
Telek, ©ejiräui^i, SSufdö, .fJol^
Tenger, SReer
To', ber ©ee
Tot, 5Ãenbti(ft
Török, SürEif^
Uj, (sl. IVoiüe) neu
Var, aSurg, ©ÏÎο^
Varmegye , g)ro»ins, ©efpann-
ίÏαÎί Varos, â¬>tabt
cz = tz; sz = s; ks = x; zs = j im Französischen. |
Vasar, 5J?arit
Viz, vize, äSaffer, gluf
Welka, f. Nagy
Einige Heiligen - Namen. Agotha, Mgatbe Andras, Eiulre, 2inbteag Benedek, SSenecict Erstibeth, Ãrsebeth, (glifabeth Gyorgy, @eorg Illona, Ïείεηε Imre, ©ÎÎΠίÎÎÎÏ
Istvan , ®tepi)an tvauy, Jan, Jänos, So^onn Jakab, Jab , 3afüb K-atalin, Katharina Läszlo', eabt«(ao Lörincz, Sorenj Margitha, sS?ac9arett)e Marton, sDiartin Mih41y, ξÎÏίÏαβη Miklös, 9litla« Päl, g)aul Tamas, Sipotnag |
ocr page 48
Zu Ungarn und Siebenbürgen, No. 35^ u. 35'». 43
IL EINTHEILUNG von Ungarn und Siebenbürgen.
Zugleich Erklärung der Illumination der Karte von Ungarn.
A. UNGARN, mit 55 Gespannschaften {Comitatm), 6 besondern Districten, und den
Militair-Gränzen.
|
I. Nieder - Ungarn.
a) Kreis jenseits (in S. u. W.) der Donau.
(Grundfarbe Πellgelb.)_ Gespannschaften: üomitatus:
1 Wieselburger . .
2 Oedenburger · ·
3 Raaber . . . â
4 Koniorner
5 Stuhl-Weissenburger Jlbensis
6 Wespriraer . · · T^esprimiensis
7 Eisenburger . · â Castriferrei
8 Szalader . . · · Saladiensis
9 SchÃmeger . · · Simighiensis
10 Toltiaer .... Tolnensis
11 Baranyer . . Baranyensis
b) Kreis diesseits Cif> N. n. O.) der Donau.
(Grundfarbe Carminroth.)
12 Ãatscher (Ãats-Ãodroger) Bacsiensis
13 Pesther .... Pestiensis
14 Neograder . . . Neogradiensis
15 Neusohler . . . Zoliensis J6 Honther .... Hontliensis
17 Graner .... Strigoniensis
18 Barscher .... Barsiensis
19 Neutraer .... Nitriensis
20 Presburger . . . Posoniensis
21 Trentschiner . . Trensiniensis
Tiirotziensis
Arvensis
Liptovensis
22 Turotzer
23 Arwaer
24 Liptauer
II.
Ober - Ungarn.
α) Kreis diesseits (in N. u. W.) der Theiss. (Grundfarbe Grün.)
25 Zipser.....Scepusiensis
26 Gömorer .... Gömöriensis
Mosoniensis Soproniensis Jauriensis Comaromiensis |
27 Hewescher
28 Borschoder
29 Tornaer .
30 Abaujwarer
31 Scharoscher
32 Sempliner
33 LTnghwarer
34 Beregher .
mediocris 4H Krasznaer Krasnensis 49 Zarander Zarandensis Kövarer District.
III. Slavonien. (Eoth.)
50 Syrmier .... Stjrmiensis
51 Werowitzer (Werowititzer) Veröezensis
52 Posegaer .... Poseganus
35 Marmaroscher
36 Ugotscher . .
37 Sathmarer . ,
38 Saboltscher . .
39 Biharer . .
40 Bekescher .
41 Tschongrader
42 Tschanader . .
43 Arader . . .
44 Kraschowaer
45 Temescher . .
46 Toronthaler
47 Mittel-Solnoker |
Hevesiensis
Borsodiensis
Tornensis
Abaujvariensis
Sarosiensis
Zempliniensis
Vnghvariensis
Bereghiensis
b) Kreis jenseits (ia O. u. S.) der Theiss. (Grandfarbe Πrä unlieh-gelb.)
Marmarosiensis Ugotsensis Szathmariensis Saholtsensis Bihariensis Bekesiensis Csongradiensis Csanadiensis Aradiensis Grassoviensis Temesiensis β an» Torontaliensis) aus.
Solnok Diese 1733 zu
Siebenbürgen ge- zogenen Landes- theile sind seit 183& wieder mit Ungarn vereinigt worden. |
IV. Croatien.
53 Kreutzer . (>isie,uis 1
54 VVarasdiner l· arasdinensisj gleichnamigen
55 Aeramer . Zagabriensis ι Hauptorten
^ ° ) auf U. Karte.
V. Besondere Districte.
(Die Illumination Zinnober, gleichförmig,
mit Ausnahm-e von C.) Al) Land der Jazyger ν Î) Klein-Kumanien I auf beiden Seiten
C) Grofs-Kurnanien } der Theiss.
D) Die 6 Heiduckenstädte 1
E) Die XVI Städte in d. Zipser (Jespannschaft.
Diese (zerstreut liegenden jl/örJfci^ec/iera) sind: 1. Nen- dorf (Iglo) der Hauptort; 2. Bela;"3. Laibitz; 4. Men- hardsdf.; 5. Deutschendf.; 6. Knieseii; 7. Michelsdf.; 8. Eisdf.; 9. Wallendf.; 10. Fölli; 11. Pudlein; 12. Kü-Chdf.; 13. Matzdf'.; 14. Georgenberg; 15. Lublau; 17. Durlsdf.
VI. Militair - Gränzen. (Blaugrün.) a) Croatische.
56 Liccaner Regiment
57 Ottochaner ,-
58 Oguiiner -
59 Sluiner
60 Kreutzer
61 St. Georgen -
Carlstadter Gene- I ralat
\ gehört zu Illyrien.
Warasdiiier Geaeralat
--------D""
62 Deutsch-Banalisches Regim.) Croatische
63 Wallachisch-lllyrisch. - ^ Banal.
b) Slavonische:
64 Graclishaer 1
65 Broder > Regiment
66 Peterwardeiner )
67 Tschaikisten-Bataillon. |
B. SIEBENBÃRGEN, hat 8 Gespannschaften, 14 Stühle etc. ^ (GrundfarbeGrün.)
|
I. Land der Ungarn. (Zinnober.)
68 Hunyader Gesp. . Com, Hunyadensis
69 Innere Solnoker . Solnok interior
70 Dobocker . . · Dobokensis
71 Klausenburger (Koloscher) Kolosensis
72 Thorenburger (Thordner) Thordensis
73 Kokelburger (Küküllö} Küküllöensis
74 Unter-Weissenburger Albensis inferior
75 Ober-Weissenburger Albensis superior |
II. Land der Szeckler. (vioiet.)
76 Aranyoscher Stuhl
77 Maroscher Stuhl
78 Udvarhelyer Stuhl
79 Tschiker (Gsikeer) Stuhl
80 Dreistühler (Häromszeker) Stuhl |
81 Sepser Stuhl .
82 Sohaesburger .
83 Grofs-Schenker
84 Mediascher . .
85 Lesohkircher
86 Hermannstädter
87 Raismarkter . .
88 Mühlenbacher .
89 Brooser . . .
III. Das Königliche Land der Sachsen. (Geib.)
Sedes Rupensis
Sabesiensis
JSagy Sinkensis
Mediensis
JJj-egyhaziensis
Cibiniensis
Mercuriensis
Sabesiensis
Ssdscvdrosiensis |
B) Nosnerland, Districtus Bistriciensis
C) Kroustadter District, oder Burtzenland,
Districtus Coroniensis.
III. Alphabetische Zusammenstellung von Orten,
welche auch ti^MiscÃ^ Namen haben.
|
@r.:®ct)Iattett ob. 2tüenbura . 2lgnit6ien
©aiäburg
Ãarlgburg (©tebenb.)
©tulfttoeifenburg
®aaenfrag (glug)
i>te 2Cu
SenWmam Saatfdft 5)uianis
15 Balasfäiva"; ! . . â Siafenbf.
16 Balaton.....5)latten=©ee
17 Bän.......San 0 Wie
Bans Hunyad 134
18 Bartfa ......©ortfelb
19 Bath.......f?rauenmarit
^ Batos.......ίÎαÎοίΦ
21 Bazinium, Baziny . . SoftnS (9?0ftt»g)
Ungarische oder Lateinische etc.
1 Abrudbänya
2 Sz. Agotha.'
Agria 75
3 Akna (Viz-) .
4 Alba Carolina, oder Ãlbä
Julia, Karoly-Pejervar oder Gyula Tejervar '
5 Alba regalis, Szekes Pe-
jervar ..... .
All Gyögy 117
6 Almakerek.....
7 Aluta . ......
8 Alvinz . · â · ·
9 Sz. Andres, Sz. Endre 10 Sz. Antal . . · · · " O'. Ãj-Arad . - · â
Aranyos Gyeres - â ·
13 ...........
14 |
^ecse . . .
22 Î'
23 Uj- oder TörBk-Becs .
24 K. Becskerek. . . .
25 Bela.......
26 Belabänya.....
27 Sz. Benedek (Siebenb.)
28 Sz. Benedek (üng.) .
29 Berethalom . . . .
30 Bernzencze , . . .
31 O' Besenyö . . . .
32 Besztercze.....
33 Beazterczebanya . . .
34 Bethlenfalva . . . .
35 Biese
36 Nemeth Boksän (Bogsän)
Seutfd&i ob. aSeA-aSoi-' fian
37 Boidogaszony .... g^rauenftri&en
38 Bolly.......SSoOl ^
39 Bonyhdd.....Sonftep
40 Borbänd......® ctnbf.
41 Borberek.....SOBetnbe.fg
42 Borostyanko .... ffiernftetn (f ertift.)
43 Börsöny......©«Ï
ίÎÏί?"'!«"
Brassd, Brassovia, 51
44 Breznobanya . . . SSrtefen
45 Bröd ..............SStOOb
46 Buda.......Ofen
Anmerh. 1. Dieses Verzeichniss enthält nur die Städte, Marktfleclten und einige wenige Dörfer von Dörfern mit deutschen Namen.
2- Die hier vorkommenden lateinischen Benennungen haben Cursiv-Schrift. .,
3- Abkürzungen: A- Alstf (unter); F. Felsö (ober); K. Kis (klein); N. Nagy (gross); Sz. Szent (ganctj.
Deutsche
Namen.
Ungarische oder Lateinische etc.
9ieu--SSetfc6e ^ ÃI. sBeifdjEcreB
SäUc«/ oi>·
Senberbf. (gt. sBeneblci sgirthetm
ffiiltril ob. ytofen sfteufoi)! sgetblfuS®!· Sitfcfiie. |
Deutsche Namen.
eben
lermannflebf
Uaufenburg
Ãronftabt Crisium 170
52 Csäkiiny......gatfetSbf.
53 Csanäl (Magyar-) . . Ungarifcfi ^fd&anab
54 Csäntornya .... Sfcftaiateurm
55 Cseld&z. ..... βαηίΦιί! ober Sanbftft
56 Csepregh.....SfÃapnng
57 Cseszte......®ii)atmangbf
58 Csötbrtök.....Soipet^bf (Î±Î±Ï Sonnerg;
marSt)
59 Csütortökeiv . . â · ®onnerSmarii
60 K. Czell.....ÃI· Seil
61 N. Czenk.....gtnienbf
Daröcz 159
62 Debreczen.....SebreÃin
63 Derecske.....Siajenb. Ob. SDreffenmarBt
64 Deva.......Simrtci) Ob. ©cfclofberg
65 Dövöny......SÃe&en
66 Dobra......S^euftauS
67 Dobrona......®6bring
68 Dobsina......Sobfd&au
auch einige Flüsse etc. Ausserdem existirt noch eine grosse Zahl
Ungarische oder Lateinische etc.
47 0' Bada...... Ktt:Ofen
Carolina (Alba-) 4
48 Cibinium, Kis Szeben .
49 Cibinium, Nagy Szeben
50 Claudiopolis, Koslovär .
51 Corona, StffhanopoUs, |
11 *
ocr page 49
44 Zu Ungarn und Siebenbürgen, No. 35^. u, 35^,
|
s8crgn)erEr®ognatf(Jöia
®cetiobetg
®onau
SurlSborf
(gbeitn
täriau
gcicnmartt
Sefctiiirci)
©tegerSbacf)
119
120 121
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ISO
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178
(gnpebett, ob. ©teafburg ^ocftftraf dperteg (ättfditn J&anftlbeE ansylvavia . (Siebenbürgen giifabetbftabt SReuftäufel SfffS
®Îαη (®tabt) . ©raner ©efilof . Seutfci) gatfcfiet (®f) . aSalacfiifcbSatfcfeettStabt) . SDunbelgtircijen . SÃeiSEircben . Seiben . ^urbfldE) . geltvbab . goli ob. 33&IE . SRiebct^Salj
. Sber^aBinä
. ©erolbSau, ob. ©tetclSau . ?leuftebler ©ee . ®arienberg . gorcijtenau KS-) 116 . (gapiing . gcct;ftobI . @ol6
. ®Ïαη (glu«
Sanctus Georgius, Sz. György
©t. ©eotgen (B. ^refburg) Ginsium (Köszegh) . @ίηÎ, @un§ (©tabt)
Gnizda.....Ãniefen
Göllnicz.....©δÎηίξ
Gradisska (Nova-, Sztara-) . 2iIt:®rai)iSia
Sz. Groth.....©t. ©rote
Guta.......@utta
GyaW......Salmarit
Gyepü Füzes, ob. Kö-Füzes . Ã60 gibtf^ Gj'ergyö Sz. MikWs 209 AU Gyögy .... ©ergeSbotf
Gyöngyöä.....@ίηξ. Ob. ©utlS (Siuf)
N. Györ 144
Sz. György (bei ^jrefburg) los Sz. György . . . ©t. (Ãeorgen ((JiCeitb. ©efp.) Sz. György . . . . @t. ®&Ï8?η (©iebenb.) Sz Györgymezeje ©eotgenfelb Ob ©ürgenliabl Gyula Fejervar 4
Gyurgyevecz ©t. ©eorgen (5Bara?bincr @efp.)
Hanzsabek 83 Harka . . . Haromszek .
ÏαÏίαα
®retliu6Ier ©tul)l ^eiitgenflcin
, ©iebenlinben ®etb
Ãaltenbrunnen
SReur-^)obi§ J&Olttfii) 4>onienau @r. ^offlein
(gifenmarEt Ãuppenborf ob. Ãi:a})unbötf sjleuborf auciu
glienmarEt gisel (Slug) SaaE (ob. @t ©eotgen) ©t. 3oi)onn Sogg ob. SooS Siaab ©ttfdf)
Sofe¥i)gborf
Ãobcrgbf ÃobÃbf Ãopteinig Ãarlowil
Ãafdbau SSiauenflein ^eiligenireuj Ãreuä (in Ungarn) Ãreuj lin ©iebenb.) .RaSmarit ob.Ãaiferimarft gjiannergbf. gRatterÃbf Ãei«b oö. Ãai)gb Sarbolä
®er Ã5ntgS:S5erg Ã&nigg:©ee
©aljgruB ob. Ãiofmarit
Ãomorn:, Ïί. Ã. Ãarijfen
Hegyko . . . Heo Szamos 296 Hitbärs . . . Hlbbe .... Hid^gkiit . . . Hidig Szamos 296 Uj-Hodasz . - HoUcs .... Homonna . . . N. Höfflein . . Hunyad (Banfi) Hunyad (Vaida) Igen (Magyar-) .
Iglo.....
lllava .... Illye .... Ipoly ....
Jak.....
Sz. Jänos . . . Jaszd .... Jaurinium, (N. Györ) Jolsva .... Josefsdorf. . . Julia (Alba-) 4 Kabdld .... Kaposzta Falva Kaproncza . . Karlovicz . . . Karoly Fejervär 4 Kassa .... Kökkö .... Sz. Kereszt . . Nem. Keresztür Keresztiir (Szäkely) Kesmark . . Ketbely . . Szasz K^zd . Klrdly Dardcz Kirälyhegy . Kirälytö . . Kismarton 198
Kolos......
Kolosvdr 50 Kotnarom, Kis Kom:
Korpona.....
Kö Füzes 116
Köbaiom (©iebenb.), Rnpes Köhalom (in Ung.) . fietnberg
Köiesd.......fieieftp
Köpcsiny.....Ãttifee
Körmocz Banya . . .Rremntfe Körös, Crisium . . â ÃreuJ (©roat.) Koros, glu®, (Fejer-, fekete-, sebes-) ÃötofdE) (WeU per, fcfiroatäer, fcfcnetter) . . TOenburg (in ©iebenb.)
Körösbanya . . Köszegh 109 KtikHlö (gluf) . Kükülövar . . Lajta (Slug) . Laitha talva . . Lanzsir . . . Lapines (gluf).
.ROcEel
ÃocEelburg, ÃUCfelB. Sai)t6a, δαίίβα 53o|neuftebel Sanfee ob. Sanbfee Safnift
Dognäcska. Drava . . Drenöhegy Düna - . Durand Edeleny . Eger, ^prna, Egerhegy . Uj-Egyhäz Sz. Elek . Sz. Endre, 9 N. Enyed . Eötteveny. Eperjes. . Ercsdn . . Erd, Hanzsabik Erdäly Orszäg, Ersebethväros Brsek-Djvar . Eszek . . . Esztergom.Ãinpf Eszlergomvär Nemethi Facset Oläh-Facset . Fejiregyhiiza Fejertemplom Feketehalom . Feketeväros . Felixbanya . Felka . . . Felsö-Sajo . Felvintz . . Fenyö Falva. Fertö . · . Földvär . . Frakndallya . Filzes (Gyepü- Ob Gajar . Galgdcz, Gällos Garara
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80 81 82 83 8i
85
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88
89
90
91
92
93
94
95 90
97
98
99 100 101 102 lOS
104
105
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107
108
109
110 111 112
113
114
115
116
117
118 |
179 Lendva (Als<5-, Felsö-) Unt.i, Db.:Simbad)
180 Leopoldvära .... Seopolbjlabt
181 Leuca, L<5kö Soie^aut vulgo SucEefeaug
182 Leutsovin, Löcse . . Seutftftau
183 L^va......Seroenj
184 N. ί,ÎνÎÏά ....
185 Libeth Banya . . . Sibetben
186 Nem. Lipcse .... ®eutfd):2ii)tfi)
187 T6t Lipcse (Zolyom.L.) Soöwifd) SiptW
188 Locsmand.....SutfdbmannSburg.
189 Loraom.....®iaria Saureten
190 Lös.......Softng
191 Lödös......Stäetgborf
192 Lövö......©ctlufeen
193 Lubld......Sublau
194 Lugos (Nemethi-, Oläh-) ®eutfci)3atad)tfd& Suflofc^ Magyar Csanäd 53
Magyar Igen 136 Magj'ar Orszäg 232 Magyar O'rvär 233
195 N. Majtiny .... SKnibing
196 Sz. Margitta (Margaretha) gjiargarettjen
197 Sz. Maria (oormalö Szabatka), Maria Theresiopolis,
9Jiaria SÃerefianopel
198 K. Marlon .... (gifenftabt
199 N. Märton .... sjjtatterebf
200 Sz. Märton (Siaaber ®efp.) Möns Pannoniae SJior;
tingberg
linm. (Sg gibt nocfi^ 4 ©tobte Sz. Märton {n Ungern unD »iele ®otfer unb ®üfer biefeS 9ία: tnenS in Ung. u. ©iebenb., bie aber auger ein »aar ®6rfern (©t. «Olärten) ieine beutfijen Benennungen feaben.
201 Marus, fj......ξÎαÎÎÎΦ
202 Matejocz.....SDlagborf
203 Medgyes.....SKebwifefi, «OleSiafcb
204 Menyhärd.....®ienl3arbSbf
205 Metzcnzif (Alsd, Felsö-) . Unt.=, Ob-'^Kegenfeif
206 N. Mihäly ....
207 N. Sz, Mihäly . . . @r.:5)etergbf
208 Sz. Miklds (DebenB. @efp.) . Siiilag
209 Sz. Mlklös (Gyergyo) SitElagniatit
210 Sz. Miklös (Nagy-, Nemet-) . ®r. ©t. Stiflag
211 Mitrovicz.....sjJKtrottJi^
212 Modor......gjlobern
213 Uj Moidawa .... SSergttjeti SteuiSJtolbau
214 Monyorökerdk . . . (Sberau
215 Mosony äBiefelburg Mura Szombath 317
216 Muravize, Mura (gluf) 50tur
217 Nagybänya Ob. üjväros 9teuftabt
9iafc!)i? 9ieufa6
sReuftebel am ©ee sjieutra
®alIenborf ÎÏβ«)ίζ
®eutfd) Sraiüil 3BaIeciiifc& Oran)t| . . Sräiborf Ãarlburg (in SSiefelb. ©eftj.) . . Ungarif«iie§ Steici), Ungarn Ungarifdb itUenburg
218 Nassicze Nemethi 301
219 Weoplanta, üjvjdek
220 Nezide'r ....
221 Mtria, Nyitria . .
222 Nyek......5i!ecfenmarE
223 Nyulas......@oig
224 O' falu......2Cltenborf
225 Offenbänya . . ©^TOenbburg Ob. DffenBurg Oläh-Fascet 91
Oläh Liigos 194 Oläh Oravicza 229 Oläh Eesioza 266
226 Olaszi .....
227 Orahovicza . . â
228 Oravicza (Nemet-)
229 Oraviza (Oläh) . .
230 Orczi falva . .
231 Oroszvär . . .
232 Orszäg (Magyar-)
233 Ovär (Magyar-) Ozolyom 362 Ãrmenyväros 297
234 Päks......^alfdf)
235 Palocsa.....spiautfdft
236 Pancsova.....^antfd)oroa
237 Pändorf.....Ïαbenborf ober parenborf
Pannoniae mons 200
Pgcs 254
238 Uj-Pic3.....
239 Pecska·......g)eif(tiEa
240 Pecsvär......^etfdiwar
241 Pelsöcs......pieifni^
242 Petervär.....$ieteribarbetn
243 Piskie......Seructenau
244 Pocsega.....^ofciiega
245 Podmuran .... @r.:50luranl)
246 Podolincz.....^tublein
247 Poprad......®eutfibenbf
248 Alsö Porumbäck . . ^orumbacö
249 Posny, Posonium . . ^repurg
250 Pösteny.....^ufcbtin
251 Prasmar.....Sartlnu
252 Prividgye.....«riwife
253 Püspöki.....
254 QÃinque Ecclesiae, P^cs
255 Kaba (gl.) ....
256 Eadafalva.....SiuberSbf (®f.)
257 Radna ...... Siobnen Ob. Siobe«
258 Rajka......Siagenbf
259 Eäkos......Ãtoiibnci)
260 Alsö Eämdcz . . . Unter:3iabni^ â
261 Edcse . SiagerSbf ob. Siaigi^bf, vaigo SRatftf)bf
262 Eegen (Szasz) . . · SRfnnmarEt Ob. Stegen
263 Eegöly......Siegel
264 Rekicze.....9ieEiftbf (Sf.)
265 Remete .....(Sinftebel
266 Eesicza (Oläh) . . · ffialadjifei) SiefdSig
267 Retteg......SRettenecE ob. Sitcfenbf
268 Kima Szombath, StPphavovoKs . @r.;©teffelSbOrf
269 Biomfalva. . . · Stetliiegbf.
270 Eohoncz.....Siechnig
271 Eosnyo......Stofenau (in ©iebenb.)
272 Eozsnobanya . . · Siofenau (in Ungarn)
273 N. Röcze.....®r.=yiauf(t)enbac&
274 Euzskinöcz . . . · Wtegbf
275 Ruszth .....Stujil)
Sabaria 319
Sajo, (Felsö-) 98
276 N. Säros.....®r.=©(iiarofd&
277 Sasrär ©Cftogberg
278 Schanmdum, Selymeczbänya, . ©d^emnife
279 Sebes (Szasz-) . · â 50Îΰί)ίίηÎÎ±Ï |
I 280 Segesvär.....©dbafbacf)
Segniä 312
281 Selyk (nagy, kis) . Selymeczbänya 278
282 Sempthe.....©d&intatt
283 Sepsi......SOlolbau
284 Sink.......©.fenE
285 Smizsäny.....©cfimogen
286 Somorja.....©omerein
287 Soovär......©aljburg bei Ãperieg
288 Soprony, Sopronium . Sebenburg Stephanopolis 51. 268.
289 Stompfa.....©tamufen
290 Stösz ....... ©top
291 Sträzsa......50li(i)elSbf
Strigonium 88
292 Sümegh.....©cbimegi)
293 Sv(Sdii5r.....©d)it)ebter
Szabatka 197
294 Szakolcza.....©Eali^
295 Szalonak.....©ct)leining
296 Szamos, heo, hideg, kis . ©amofdft, gl.. Warme,
Ealte, ileine
297 Szamos Ujvär, (fonft Ãrmeny väros) ^irmenteri^abt
298 Szarvkü.....^ornfiein
299 Nem. Szaszka . ©eutfc!) Ob. a3ergweri--©a«gEa
Szasz Regen 262 Szäsz Sebes 279
300 Szäsväros.....58rog
301 Szathmär - Nemethi, ober Szathmär unb Nemethi
©att)mer
302 Szäva-vlze (fjiuf) . ©aüe, ©aU
303 Szebekleb .... Ãlieb Szoben, kis, nagy 48. 49
304 Szeged......©egebin
305 Szek.......©ecien
306 SziSkilyhid, Szekelyvaros . gtifelftib Sziikely-Keresztiü· 155 Szekely-Udvarhely 338
Szekes fejervar, f. Alba reg.
307 Szekszard.....©evarb
SOS Sziieskut.....®reitenbrunn
309 Szelindek.....©toljenburg
310 Szencz......gSartberg
311 Szenicz.....©enig
312 Szeny, Segnia . . . 3eng Szepes Szombathely 320
Szepes Varallya 349 ^
313 Szerdaheiy .... 9{ei?marEt, 3ieufmarft
314 szigst......©iget
315 Szikszo......©iE|
316 Szolnok.....©olnoE
317 Mura Szombath . . Oifjni^
318 Nagy Szombath . . JJprnaU
819 Szombathely, Saharia (Stein am Ifnget
320 Szombathely, (Szepes Szombathely) ©eorgenberg
321 Szomolnok .... ©djm&lniS
322 Szomolyan .... ©moIeni|
323 Szuha......®ürnbacb
324 Sz. Tamäs .... Sfcomagberg
325 Tasnäd (Tosnäd) . . ffireflenburg
326 Tata.......£)Otig (SobeS)
327 Teke......KecEenbf
328 Temesvär.....Semefcfcmat
M. Theresiop. 197
329 Theresiopolis (Wal. Yinga) . Sijereftojjel
330 Thorda......SÃorenbutg
331 Tisza (gl.) (fekete, fejer) . Sfieif, fd&roarje, Weife
332 Tiszölcz.....SiljeigÃots
333 Tolna......Solnnu
334 Toplya......Kopi (Drt «. gluf)
335 Torna......SEornau
Tosnad 325 ,
Tot Lipcse 187
Török B(Scs 23
336 Töviö......2)re9Eirij6en ob. Sornjiabt
Transylvania 84
337 Trin sin.....Srentfdbin
338 Udvarhely (Szikely) . Sberfte» Uj Arad 11
339 Uibänia.....Ãfintggberg
Uj Bdcs 23
340 Ujfalu (Nyerges-) .
341 Ujhelz (Kiszucza).
342 Väg-Ujhely . . . Uj Hodasz 130
843 Ndmet Ujvär . . Uiväros 217 Uivldik 219
344 Und.......Unbten
345 Vacz . '.....SBatfeen (SBa^en)
346 Väg, Vagus (gluf) ""
347 Vagendrlszel . . Va'ida Hunyad 135
348 Nagy Värad . . .
349 Varallya (Szepes-)
350 Varasdirmm
370 Zemlin ICroat.)
371 Zemplin, Zempl^n
372 Zilah . . . . 873 Zniovarallya. . ,
0' Zdlyom 362 Zdlyom Lipcze 187 .
374 Zsolna......©tttetn
375 Zsomboly.....>&agfeJb
351 Väsärhely (Kezdi-), Siculopolis . 9J:eumarit
352 Väsärhely (Marus- ob. Szikely) Areopolis ob. Agro-
polis......Steumarft
353 Vascapu.....(giftntf)or.-3)afi
854 K. Värda.....ÃI.=SBarbein
355 Vasvär......©fenburg
356 Vedeny.....gÃeiDen
357 Velkopolya .... ^ocbwtefen
358 Vdp . ......®eppenborf
359 Veröcze.....
360 Versecz.....
361 Veszprdm.....aSeÃprim
362 Yeterosoliam, O' Zdlyoni 2CIt!©oJ)l
363 Vincovce (croat.) - · äBinEoWig
364 Visegräd.....pitntenburg
365 .............Seini^
Viz Akna 8
366 .............SiofÃentÃurm
367 Zagrab......Mgram
368 Zaiathna . . Ãl..-©dtilaiten ob. ©oibenmarit
369 Szasz-Zaiathna . . . ©efclatt Ob.©ctjiaiienbotf ©emlin ©cmpltn
sDBaitenberg, ^iUenmarit ÃlofterEüi)i)orn
SReuborf Sb..-s«euildbel gieuftabtt α. b. gSaag
©öfftng ob. ©ifftng
aSaag SSagenbrufTel
®r.:2!Sarbein Ãircbbrauf äÃaregbin |
ocr page 50
Zu Ungarn und Siebenbürgen No. 35% u. 35·'. m
Deutsche Namen mit Nacliweisiing der Nummern
des vorstehenden Verzeichnisses.
|
iignetfjten 2 3tgram 367 Tfltenburg 1
2Clfen6uicg in ©iebenb. 172
Ung. OTtenBurg 233
2£ltenbf. (3tlibf.) 223
mt> Sl. 7
©f. :iCnbra 9
3irab ZIU, 9ieu= il
2trmenterftabi 297
Sie 2Cu 10
5Baatfd6 is
58αηο»Ïζ 17
SSattfcIb 18
58atüfd& 20
ScnbeSbotf 27
©t. SBenebict 28
SetgioerE ®ognatfd&!a 69
--5leu:smDlbau 213
--©αδβÏα 299
58ert25 Setnftcm 42 2tlt.-SSefij5)enoTOa 31 aSeteien^bf 34 SetfcÃe, TO:, 22. 23
ÃI.:S8etfd[,Eerei 24 Siitiictm 29 Stfd()bf 25S SBtfiril 32 -aStif(iEe 35 Slafetibf 16 Slauenftein 1S2 »ocEfd&an 36 58on6ai;& 39 5SooI 38
SJoew. S'fiW
S&ft«9 21 sgreitenBruntt 308 sBreänig 30 Stiefen 44 sgroob 45 fSxoS 300 sBtüiettau 243 SarÃoli 159 Scbre^tn 62 ®eutf(i):S8oiffii6an 86 ®eutf(5cnbf 247
Seutfd&.-eii^tfd) 186 ®eutfd&=8u9of<i) 194 ®euif^iSrowiif(]6 228 ®eutfd)=9)tlfen 4S Z)eutf^-®aSSEa 299 Ste«irie6 (©dSloÃberg) 64 ®iln 26 Sobfaja« 68 . iDognaifd&Ea, SSergroerE 69 ®onau:Sl. 74 SonnerSmarEt 58, 59 ©ornftabt 336 23otiS 326 Sobrtng 67 ®rau, Sratie, gl. 70 ®renoberg 71 SteffenmatEi 63 Sreijliriijen 336 ®Ï65Ïβί>ÎÎ¯Ï Â©tuftl 124 SunbelSEiriien 92 ®urlgbf 73 Sölten 26 ©ΰÏηÎÎ±Ï 323 ©berftu 214 @belin 75 (Sinfiebl 265 140
(gifenburg 352 gifenmarEt 135 (Sifenllaöt 198
S5S
©lifennt«« 139
©ifabettlflaW eitfd& 145 ©noeben 79 @i;erieS 81 ©tlau 75 ©HenmatEt 76 ertfd[,in 82 effeg 87 |
Safebet, S)eutm= SO 1 _ 2ÎÎÎβÏίίΦ= 91
gelipbab 96 gibifcb 116
gotd)tenau 103 δδÎί 97
grauenEircöen 37 grauenmarEt 19 jfreOftabl 105 j^utifitr^e« 254 ©a^xtng 104 @etb 128
©t. ©eorgen (9)iefb.) 108 ©t. ©eorgen (©fenb.) 119 ©t. ob. Saai (@tfenb.) 141 ©t ©eorgen (SÃäaraSb.) 122 ©eorgenbctg 320 ©eorgenfelb 121 ©erolbgau 100 ©ergeSboif 117 ©ierel^au 100 (Sing 109
113 ©iffing 343 223
©otbenmarEt 368 @olg 106 @δίηί| III
@t. @6rgfn (©iebenb.) 120 ©rabtSEa, 2£lt-, §Jieu: 113 @ran, ©tabt, 88. 89
©tan, gl. 107 ©t. ©roti) 113 @utta 114 @ung 109 @ung, gl. 118 ©ürgenftabl 121 ©ufftng 343 ^anfelbcdE 83 ÏÎÎÎαα 123 ^alfelb 375 J^etligenEreui 153 .i^eiligcnftetn 126 ^ermannftabt 49
80
j^od)miefen 357
Siieu=.i)Db{f 130
ÏοÎίίÎΦ 131
Lentenau 132
^ocnlietn 298
.^oling 125
@r.=^5ffletn 13S
^un^ob 134
Sllau 138
SaaE 141
SalmarEt 115
Serifci)marEt 12
©t. Softann 142
Soog ob. Sof 143
SofeijftSborf 146
.RabSborf 148
ÃaiferlmarEt 156
Ãaltenbrunn 129
Ãatte ©amof<ä)=gl. 296
Ãarlbutg (SIBiefelb.) 231
Ãorlorotg 150
Ãatlgburg (©tebenb.) 4
Ãaipfen 164
Ãafd&au 151
.Rapgb Ob. Ãctgb 158
ÃägmarEi 156
Jielefc& 167
ÃDo gibifd6 116
Ãttebbrauf 349
Ãittfee 168
Ãlaufenburg 5
Ãlieb 303
Ãlofroarit 162
.Rlf«. .RöDecrn 373
Ãtitefen 110
Ãober^bcrf 147
ÃocEcl=gl. 173
ÃocEelburg 174
â Komotn, «. Ãt.iÃomorn 163
â Koisreinii 149
ÃötttggBers 339 |
I b. ÃonigäiSSeig 160 ' b. ÃönigS--©ee 161 171
ÃKäpunbotf 136 Ãemnil 169 Ãreug (in 6roat.) 154 Ãreu^ (in ©iebenb.) 155 Ãreui (in Ung.) 170 Ãroigba« 259 Ãrontiabt 51 Ãuäelberg 174 Ãuiijenbf 136 Ãüeeorn, Ãlftr. 373 δααηÎÏÎξ 55 Safni^igl. 178 £aitt)al75 Sanbfee 177 Sanbfig, Sanbfdöig 55 aanfee 178
Sauteten 189 iieo»olbiiabt 180 SefcbEtrci) 77 eeutfdba.« 182 Seioenä 183 8ei)ti)a 175 Stbet^en 185
δίιηÎαÏ, Sb.:, Unt.; 179 Siptfi), B&f)m.,Z5eutfd[) 186.187 Sisergborf 191 .U' , /
SocEeijauS 181 Soipcrgborf 58 goftng 190 Sublau 193 SudEeöaug 181
Ãugofti), Seutfd);, 3ÎαÎαÏ.= 194 Sutfct)niannSburs (®orf) 188 ffliaibtng 195 gjiaUenErag 6 gjlannetSborf 157 gjiorgareteen 196 SBlatia Sauteten 189 SKaria SÃeteftanojjel 197 ©larienbutg 102 gjtarofc()=gl. 201 sOlattingberg 200 yjiatiergbotf 157. 199 gjiagborf 202 SJlebtafcb, SÃlebroifi) 203 SÃenearbSbotf 204 ajicgenfeif, Sb.:, Unt.-- 205 j a!liÏelSbOÏf 291 I @Ï.=®ίÎÏÎ 206 I gjtttrcwtg 211 ' gjiobern 212 SJiolbau 283
S^.rSSJtolbau, »etgwetE 213 aiuör, SJlur, gl. 216 @r.=sBlu»anu 245 ^ÎÏβÎεηÎÎ±Ï 279 9taf®i| 218 s«ecEenmar£t 222 Sieuborf 137. 340 sjieui)aug 66 Srteul)a«fel 86 gieumorEt, 351. 352 gfieufafe 219 · sjieuftebel am ©ee 220 ipcg gteuftebel 176 gieuftebler See 101 sReufogl 33 Ob.=9leufl:abel 341 gieuftabt 217
gieuftabl on bet aSaag 342 SReutra, ©t. u. gl. 221 9lieberfali 98 91ίÎÎαδ 208 SiliElaSmatEi 209 @r. ©t. 9ÏÏ1αδ 210 SiSfen 32 Sberfee? 338 Sfen 46 2Clt=Ofen 47 OfFenburg 227 SigniS 317 £3ratt)i|, ®««ίÎΦ-' 228
--ΪÎαÎαÏÏίÏ.- 229
Srowig 227 |
Orjiborf 230 Debenburg 288 f abenborf 237 5)aEfct) 234 ÏαηÎίÏοÏοα 2S6 ?)arenborf 237 ^ernjlein 42 ®r.r5)ctergborf 207 9)etertt>atbein 242 S^eu.-petfä) 238 ÏetfÏEα 239 ÏetfÏmαr 240 5)ilfen, 2)eutfÏ: 43 flatten:@ee 16 g)lautfà 235 g)tci|nig 241 Pantenburg 364 ÏοÎηÏιÎÎ±Ï 248 5)0fÏegα 244 Ροζ gfieufiebel 176 f ofing 21 Prejburg 249 PriTOil 252 Publein 246 PuEanj 14 purbÎ±Ï 95 ÏίιÎÏÎίη 250 Sioab, gl. 255 Siaab, ©tabt 144 Unt.=sftabni8 260 9iagenborf 258 SÃai^iSbf, ^ÎαtfÏbf 261 Sia^enbf 63 9ia|etSbf 261 ®r.ί^ίαufÏenbÎ±Ï 273 ««βÏηίξ 270 SRetfenbf 267 sRegel 263 SRegen 262 9^etÏeβbf 269 SieigmarEt 313 SfteEi^botf 264 sRennmarEt 262 Siepg 165
sÏtefÏi%, aSatt. 266 SReiteneii 267 Sieufmatit 313 giiefbotf 274 Sioben, SRobnen 257 SRofenau (in ©iebenb.) 271 Slofenau (in Ung.) 272 3iotiienti)Mm 366 SiuberSborf 256 9iuf}6 275 â 9lteb.=©alä 98 ©aljburg (in ©iebenb.) 3 ©aljburg bei gj^erieS 287 |©ol3grub 162
©aggEa, ®tfÏ. ob. »gwi. 299 ©otfimar 301 ,s)l«u=©ag 219 j©au, ©atie 302 |@ί.=©ÏαÎθ[Ï 276 ι©Ïαtmαnnδbocf 57
280
©ÏβÎÎβη 281 j©Ïemnig 278 ^©ÏβηΠ284 @Ïimege 292 @Ïintαu 282 ©Ïlα(ning 295 ©ÏÎαίί, ©Ïlαttenbf 369 @r.=©®latten 1 Ãl.^©Ïlαtten 368 ©Ï^ofberg 64 ©ÏmSgen 285 ©«mSlntg 321 ©®neUe gi- Î^^Î
©d)Cgberg 277 ©ÏÏξεη 192
184
ί©ÏÎ)αÏ5« Ã6rof«, gl. 171 :©Ïmαrae SÃei?, gl. 331 â¢Â©cbroebler 293 ©«»enbburg 225 ©eäen 305 |
©egebin 804 ©emlin 370 ©em?lin 371 ©eni® Sil ©eyarb 307 ©iebenbitrgen 84 ©iebenlinben 127 ©iget 314 ©iiti 315 ©ittein 374 :©Eali| 274 ©moleni^ 322 @0ί)Î, 2ilti, mu= 362. 3S ©olnoi 316 ©omeretn 286 ©tampfen 289 â ®r.:©teflrel§bf 268' ©tegerSbad) 78 ©tetn am Finger 319 ©teinbergl66 ©toläenburg 309 ©to? 290 ©tragbutg 79 ©tuDlroeiÃenburg 5 ©umeretn 286 Sattlau 251 SedEenbotf 827 Seinig 365 5ΣemefÏwαt 328 SÃebett 65 SDetÃ, gl. 331 5£i)et?8olä 332
Sfietefianopei 197 Seeteftopel 329 5££)omogbet9 324 5S6orenburg 330 Sobeg 326 Solnau 333 Sornou 835 So^jl, gl., ©tabt 834 Stentfiin 337 Sreffenberg 325 a;fÏαEαtl)utm 54 Ung. a;f«anab 53 2:fÏätιÏing 56 " Sarnau 318 Unbten 843
UngαttfÏ iCltenbutg 233 Ungarif® SΣfÏαnαb 53 Ungarn 232 SSolE 97 aSaag, gl. 346 aBa8enbtöffel.347 aSaigen 345 2ÎαÏαÏÎ¯Î¯Ï Sugof® 194
--Steroid 229
--9ί6ίÏί6 266
äBaUenbotf 226
©amof4,gl.,El.,Ealte,n)arm.296 sÃ5altenbera 372
aSBaraSbin 850
Ãl.:3Barbein 348, 354 SBarme ©omofcb, gl, 296 aSattberg 310 2Ba|en 345 SBeiben 356 aSeinbetg 41 SSeinborf 40 SBetpe ÃStof«, gl. 171
--SDeif, gl. 331
®eiSenburg (©tuÃl;) 5 SίBeίgfitÏen 93 aOiJcpijenborf 358 gSetf 58oiifdian 36 SDSeroroig 359 äBerfÏig 360 ®eg})rim 361 SBiefelbutg 215 SDSinEowig 363 Sb.:, Unt,--aBin;s 99. 8 iiacEergborf 52 3eben 40 Reiben 94 Ãl..-3ett 60 geng 312 3tcEeli)ilb 306 gillenmarEt 372 ©r.rgtnienbDtf 61 |
Stifxer's Hand-Ati.as. a·
ocr page 51
46 Zu Ungarn und Siebenbürgen, No. 35^. u, 35^,
IV Erklärung der Buchstaben^ womit einzelne Berge bezeichnet sind^ mit einigen
Bemerkungen über die Gebirgs-Verhältnisse Ungarns.
|
Ungarn mit Siebenbürgen ist, von Preis bürg an nach N., O., SO. und SW., bis zur W a 11 a c h i sc Ii e ii Westgra'nze, von Gebirgen umgeben, uiul mehr oder weniger tief ius Land damit bedeckt. â Dieses sind die
KARPATEN.
Der innere Bau zeigt den Anfang der K. sogar noch jenseits der Donau, beim Dorfe Wolfsthal, wo das Granitgebirge zu streichen beginnt, und bei Prefsburg von der Donau durch- brochen wird.
Der Kamm der Karpaten bildet längs idera Trentschiner und Arvicier Comitat (mit kleiner Unterbrechung beim erstern)^ dann wieder in NO. des Liptauer, dann vom Sa,röscher Co- mitat ununterbrochen bis Siebenbürgen, die Granze Ungarns, und zugleich zur Hälfte die grofse Wasserscheide zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer, nämlich vom Berge Wisoka, an der Mährisch-Schlesischeu Griinze {zwischeu ;:0 d er - uüd Marc h-Gebiet) an, bis zur NO.-Ecke des Ãryäer Comitats, und vom Saroscher C. bis zur NO.-Gra'nze des Unghvarer C., wo diese Wasserscheide zwischen Saan und Stry oder Dniester nach Galizien, dann nach Polen und Rufsland übergeht.
Der südwestliehe Theil Ungarns nebst Groatien und Dalmafien enthalt Fortsetzungen der Steyerischen, Kai-nischea und Julischen A}pcn.
Ã) Die Karpaten mit ihren Verzweigungen.
1) Anfang der Karpaten bei
Bezeichnung auf derKarte.
Ki.Karp. Kleine Karpaten. Weiss G. Weiss Gebirge.
J Gr. Jarorina und
Sztrany-Pafs
Hrasinsko-Pafs zwischen diesen beiden wird die Gränze von dem Wlar-Pafs, Gebirgskamme uberschritten bis zum Liszka-
Liszka-Pafs. Pafs. Der kleine Flufs Wlar kommt hier aus
Mähren und fliefst in die Waag.
2) Jablunka-Gebirge.
Jablunka-Gebirge, längs der NW. u. N. Gränze des Trentschiner Comitats.
W Wisoka, 49" 22'Br. Eintritt der grofsen Wasserscheide.
(Diesen Berg gibt Lipszky nicht an.) Π, "ι Bes^id, zwei Meilen uordöstl. des Vorigen. Jablunka-Pafs (von Csac'za nach Jabluaka) und Schanze.
Τ I Trojatska, Gränze von Oeslerr. Schlesien u. Galizien.
3) Nördliche Vor-Karpaten.
Bukovie (Bukovecz?) Gränze zwischen dem Comit. von
Arva und Trentschin. Von hier zieht sich:
a) südlich Idugs der Gränze Und bis zum Thuroczer Com. das
Fafra-Gebirge.
Fatra Grofse Fatra, endet in 'S. iiächst der Waag mit dem Thuroczer Krivan , 5300' Hohe über der Mee- resfläche.
Von der Waag durchbrochen schliefst sich süd- lich die
Kleine Fatra ^an , gegen 4/m Fufs Höhe,
auf die wir der hydrographischen Ordnung gemäfs später wieder zurückkommen.
b) neben der grofsen Fatra nordöstlich, längs des Flusses Arva, das
Mag Arväer Magura - Gebirge,
c) an der Nord-Gränze gegen Galizien - ΠOszusskdva ΠZlatne polye Ρ Podbabow
ΠZsylecz, der nördlichste Punkt Ungarns. (; Chotar; Nordostgränze des Arvaer Comitats.
J , Jaworzina | , .. i- · â
Î . Magahoza j
4) Die höchsten oder Centrcd-Karpaten, auch
Alpinische Karpaten, oder nördiiche Liptavier Alpen nnd Tatra - Gebirge. Vom Chotar geht zwar die grofse Wasserscheide längs der Ostgränze des Arvaer Comitats nach Süden fort zu jener impo- santen Felsenraasse, welche nach der Ueberschrift unter mehreren Benennungen bekannt ist. Dieser hydrographisch wichtige Ueber- gang ist aber so wenig über dem nächsten Flufsbette des Schwar- zen Dunajec (Poprad, Weichsel, Ostsee) erhoben, dafs er, statt als Höhenzug zu gelten , vielmehr als breiter Thaleinschnitt zwi- schen den nördl. Gränz-Gebirgen und den Centrai-Karpaten be- zeichnet werden mufs. An der tiefsten Stelle, welche unweit des Ortes Schwarz-Dunajec seyn mag, erhebt sich die sumpfige Was- serscheide, wie der Flufs selbst, noch nicht zu 2400'.â Beim Ort |
Czochohora (49° 18' Br-, 2421' H. iiber d. Meeresfl.) beginnt ^-ie- der die Erhebung des Bodens und dessen Ansteigen zu einem'sHid- lich gerichteten kleinen Bergrücken mit mehreren namhaFt^n'KidJl- pen, bis zum Anschliefseu an den Ãohats, 6 â 7000' hoch. â Dieser kann als Mittelpunkt der ganzen von W. nach O. gerichtötfen Centrai-Kette gelten, obgleich er an Höhe vom Ãstlichen Th^ile noch weit iibertrolfen wird.
Ziehen wir die schon genannte Fatra (von Tatra wöhl zu unterscheiden, wie auch von Matra) nebst der Ar νÎ^^ÎÎ Magura und den südlichen Liptauer Alp« η nicht mit zürn Cottiplex der Centr α l-Kar 2} aten, so werden diese als eine Gebirgsöiiisse zu bezeichnen seyn, die von W. aus, hart am Einflufs der A'f'Va in die Waag, zwischen beiden Flüssen östlich fortsetzt bis.iilm vorhin genannten Ãohats (bis dahin weniger zerrissen αιν^'ζ^ klüftet) , von hier an aber im Zickzack (als Wasserscheide}, littd mit einer Unzahl der imposantestenFelsenspitzen und Klüfte drtfeh- worfen, gewissermafsen ein Felsenknaul bildet, was ungemein schroff nach Kesmark und dem Thal des Poprad, südlich und östlich, abstürzt^^).
Si) Πη m. y. Sydow-Wolfs Karte der Central-K. (Berl. 1S30), wenn auch hart m der Ausführung, liefert doch ein weit instructiveres Bild von diesem, 'den Beschauer in Begeisterung setzenden Gebirge, als die Abbild, zu Wahlenbei^. Ueber die Verschiedenheit der Höhen-Angaben zAvischen Beiden ist vielleicht irgendwo Aufschluss gegeben, dem Verf. ist aber eine Nachricht darüber jetzt wenigstens nicht zur Hand. Da wo in gegenw. Ucbersicht zwei Zahlen neben- einander stehen, bezieht sich die erste auf SydoAV, die zweite auf Wahlenbei^.
Der leichtern Auffassung wegen gehen wir hier von der sonst befolgten hj'^drographischen Anordnung ab , und halten uns an die eben angedeutete Bichtutig von W. nach 0.
A. D e r we s 11 i c h e Theil oder di e η ö r d Ii c he η Liptauer-Alpen.
Einflufs der Arva in die AVaag, 1235' W. Sip, Anfang des Gebirges, 3600', 3100. C Gr. Chocs, 4995, 4916. Î Biela Szkala, 4500, 4600.
R Ilohats, der vorhin schon genannte Central - Punkt,
6675, 6407. Gränze zwischen Galizien und den Go- niitaten von Arva und Liptau. Tamauova, 6900 W. Tomanovo bosco, 6500 r. S. Javorova, 7300 W.
B. Das eigentliche Tee ί r α - G eb i r g e. Kr. Gr. Krivan 7634, 7538*).
*)Anmerk. Die Bezeichnung Kr. auf den altern Abdr. ist et- was zu weit nordöstlich geltoininen, und steht richtiger an der Gränze zwischen Galizien, dem Liptauer Comitat und der Zips. Jene Stelle trifft mehr die Eisthaler Spitze.
Basta Csabi . . . . \ 7800 v. S. â d. Mengsdorfer Wisoka^ ..... ? Berg^ tritt am weitesten Kopa, Mengsdorfer Berg) südlich hervor. Î Eisthaler ξ>γÏίζ& der Iröchste Punkt der Karpaten, über 8000' W., über 8100' v. S., sogar 8400' nach der Profil-Zeichnung v. S. Lomnitzer Spitze, nächstbei in SO,; die ausgezeichnetste von Kesmark aus, und deshalb sonst als der höchste Punkt angenommen. 7^42' W.. 8133 v. S. Ferner, nördlich der Tatra: ' P^'· Î . . Zipser Madürä-G'ebirge 3â4/ra. F.
Vom Grofseu Kril'an oder seinem Nachbar, Basta Csabi südlich, geht die"Wasserscheide an der Ost- gräaze des Liptauer Coiliitats mit dem ΠHochwald, 2689' W. _
zur Fortsetzung der Gräiiz-Karpaten, welche, die Zips nach NO. durchschneiden und, im Comitat von Scha- rosch, Galizien wieder erreichen. (Siehe No. 6.} Der nochwald führt aber auch zur
5) Innern Fortsetzung der Karpaten^
die mit dem
Kö Königsberg beginnt. Gegen 5/m Fufs hoch, beherrscht er gewissermafsen das innere Ungarn fflit grofsarti- ger Aussicht. â Hier entspringen die Flüsse Waag, Gran , Gölnitz, Hernad. Der Königsberg und der nahe Τ Tresznick, nebst dem üoiÃensiein, bilden gewissermafsen den Knoten für die Vereinigung der vier innern Ãergreihen mit den eigentlichen Karpaten.
Von der Donau aus ansteigend folgen nämlich von W. nach O.
a) Das Freystadtier Gebirge, zwischen der Waag nnd Neutra,
b) das Neutraer Gebirge, zwischen letzterer und der Gran.
Beide, um die Südwest-Gränze des Thurotscher Com. verbunden , erheben sich mit einem grofseti Ge- birgskamm, der das Liptauer Com. in SüdeYi ibegleitet und so mit dem Königsberg schliefst.
c) Das Karpfener Gebirge, zwischen der Grän und Eypel, biegt sich zur Gränze zwischen Sohler und Gömörer Comitat und legt sich durch letz- teres mittelst des Tresznick (T) ebenfalls an den Königsberg.
d) Das Tscherhater Gebirge fangt hart au der Donau im Honther und Neograder Comitat an, geht |
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Zu Ungarn und Siebenbürgen, No. 35% u. 4T
|
nordöstl. zur Südgrätize des Görnörer Comitats und längs dessen Westseite nördl. zum Vorigen. Die ausgezeichneten auf der Karte zu findenden Punkte dieser innern Gebirgs-Verzweigungen sind : α) Vom Königsberg westlich, Siidgranze von Liptau und weiter:
Teufelshochzeit bei Bocza, 3696'.
Dumper, 6170.
Szoliczko.
SUiiez, Haiiptstrafse von Neusohl iiac'h Liptau. Krisiia , Gränze zwischen den 3 Comitaten Liptau, Thurotscli und Sohl.
Von hier nördlich die Verbindung mit der Kleinen Fatra, die (wie oben bemerkt} durch die IVaag von der grofsen Fatra getrennt ist. Ferner von Krisna südwestlich: Klack, Nordgränze des Harscher Com. in W. . von Kremnitz. (Südlich von hier: die warmen Bäder von Skleiw ünä Eisenbacli und die Goldgruben von Königsberg und Eisenbach.) Facskovszka, am Trentschiher Goraität,Quelle der ISeutra. Ã) Nächst dem Königsberg und dann zum Karpfener
tibd Tscherhater Gebirge. Tresznick und Rothenstein.
1) Von da nach SO.
. Csentova Hola und Ochsen-B. (Pozsälo'). Der Blick von hier soll bezaubernd seyn. Den Ochsen-B. nennt Lipszlcy nicht. Pipitka, südlichster Punkt der Zips.
2) Nach W. und SW. Fabova j
,, i Westsränze des Gömörer Com. Homolka ί °
Pietrova )
Javorina, â Sohler und Neograder Com., nächst dem Honther.
Ferner:
Medves, Südgränze des Gömörer Com., in Neograd. Tscherhdter Gebirge , mit . Szanda, dann Naszal, zunächst der Stadt Waitzen.
y) Îα ii-ti-Gebirge. Vom Medves südlich zieht sich ein Rücken in das Hewescher Comitat, welcher sich mit dem von W. nach O. gerichteten, in die südliche Ebene hart ein- fallenden Maira-Gebirge schliefst.
Auch findet sich, östlich vom Medves das Bih-Gebirge im Biharer Comitat angegeben. Πη m e r k. Aber weder Lipszky noch der Verf. der Beschreibung -Fon Ungarn (Leipzig 1834) benennen dieses Gebirge.
Î J
Î
Pi
Ρ
Î
Î
C
Ρ
R
G
6) Fortsetzung der Gränz-Karpaten.
Vom Hochwald (Liptau-Zipser Gränze) geht die grofse Was- serscheide mit dem Hauptrücken nordöstl. durch die Zips und durch einen Theil des Comitats von Sarosch zur Gränze Ungarns, und mit dieser fort.
Br : Brinken, Ostgränze der Zips, Centrai-Punkt mehrerer Aeste.
Ihla, zunächst in N,, 3800'.
Beskid, Ãesfeed-Gebirge, von der Nordgränze des Com. von Sarosch bis zur Gränze des Unghvarer Com.
Von da weit in Süden an der Südost-Gränze des Abaujwarer Com. . . Hegyallva.
Ferner :
Szereinke. Nördl. Gränze des Unghvarer Com.
Uebergang der grofsen Wasserscheide nach Ga- lizien in 0. des Orts Uzsok.
Husznya 40° 50' L. / Nord-Gränze des Beregher Jaszin Javornik 4)° L. j Comitats. Von da südlich: . . Borlo, Gränze zwischen Beregh und Marmarosch. Pirgau. Popadia.
. . Kraszna, südlich vom Vorigen, im Innern.
Bisztra / Galisien 42° L.
Csorna ( ° °
Pietros ( Ostgränze d. Marmar. Com. über 48 Br. Rusky ( â Quellen der weifsen Theiss. Grob, Südgränze von Marmarosch gegen das Sachsen- land, zw. den Quellen des Viso (Theiss-Gebiet;) und der nach der Moldau strömenden Bistriz.
Von hier geht a) ein starker Ast westl. und nordöstl. , indem er das Com. von Marm. überall begränzt, mit Batrina . . um die Mitte der Südgränze v. Marm. C. Czibles . . südlichster Punkt des Marmaroscher C. Pleska . . vom Vorigen NW., «och an Siebenbürgen gi'änzend.
Pretosza . . weiter in NW. an das Sathmarer Com.
gränzeod.
b) der äufsere Gebirgskamm an der Gränze von Siebenbürgen gegen Galizien und die Moldau und auch gegen die Wallachey bis zur Durch- brechung der Jluta foTt. Radna-Pafs, aus dem Thal des Gr. Szamos nach der Bukowina.
(Von diesem südl. Kukov α - Berg, fehlt hei Lipszky.) |
Börgst^afsi nahe bei, von Bistritz und Borgo eben- falls nach der Bukowina.
8â¢uniol(8trumora?3>) den Winkel wo
Dalbidan ' ' f Bukowina und die Moldau
fjgigja > sich nach Siebenbürgen ein-
Kelimar \ bilden so einen
Pogani teteje ] bedeutenden Gebirgsknoten.
Vom Dalbidan nordöstlich Piatra le Ross (Pietrelle Ross) an der gemeinschaft- lichen Gränze der genannten Länder.
i) Innere Siebenbürgische Karpaten.
Von demselben Dalbidan westl., mitten durch Siebenbürgen geht der bedeutende Rücken zwischen den Flufsgebieten des Scha- mos und Marbsch mit Bisztricsora Pojana Lunka
Tamas Kantoka, i ,
worauf er.sich verflacht, um gegen Ungarn zu sich wieder bedeuteüd zu erheben , rriit . Mont le Mare (östlich vom ilräptrücken} Kalinvasza
Batrina, Gränze ge^en Ungarn und 'Spalturig' I) nach Nord Kumeczel in Ungarn. â Die bedeutendere Fort- setzung dieses Zugs führt weiter nordwestl. durch das Biharer Comitat,, wo sie in die Ebene über- geht; â die Wasserscheide aber zeigt eine wieder nach Siebenbürgen übergehende kurze Biegung um die Quellen der Koros (die schnelle Koros Sebes Koros) , die bei dem Berge Ostiana (über welchen die Strafse von Gr.-Wardein nach Klausenburg führt) sich abermals theilt, westlich zum
Reu^fe""*^ ^^ Ungar. Gränze (Bihar. Com.)
und nördlich zum Bück-Gebirge an der Gränze v. Sathmarer Com.
2) Von obiger Batrina-Spaltung westl. und südl., an der Gränze von Siebenbürgen. G Gyalu Ripi 1
Π. Bihar > Südost-Gränze des Biharer Com.
Î . Moma J
Ferner:
ΠMagura auf der Süd-Seite der weifsen Koros, in Sie- benbürgen.
8) Moldau - Wallachische Gr änz - Karpaten.
Von obgedachter Gränze der drei Hauptländer streicht der äufsere Gebirgszug zwar immer nahe an den Gränzen, doch so, dafs diese meist den Kamm nicht erreichen, welcher Siebenb. allein angehört, darin S Sarmos und Borzek Kozrecz (fehlt bei Lipszky).
Tatar mezö.
ΠKlokavas, Quellen der Aluta (fehlt bei Lipszky, dage- gen sind daselbst genannt Kis , Havas, Lahas). Von da südwestlich: Π. Magos, Quelle des Maros.
Von hier bedeutende Verzweigungen nach innen durch den südlichen Theil von Siebenbürgen , die wir aber übergehen, so reichhaltig auch die Nomenclatur ausfallen könnte, weil Lipszky hier nicht durchaus sicherer Gewährsmann zu seyn scheint, und genauere Erforschung zu weit führen würde. â
Ferner in 0. und Süden der Aluta: ΠKaszony, 46° 10' Br.
ΠMurtani, unweit der Moldau-Wall. Gränze. ΠKapri, südlichster Punkt von Siebenb. in Osten.
. Töriöscher Pafs / · â i oiir rr j.
. Türtzburger Pafs ( Kronstadt.
Nachdem der Gebirgsrücken die Südgränze von Siebenb. begleitet hat, wird er von der Aluta durch- brochen , auf deren Westseite der ΠArpasul,
Τ Turkul,
Tatara, und
|
Rothe-Thurm-Pafs von Hermannstadt nach der Wallachei führt. Von hier weiter an der Südgränze : |
|
Ï |
Tiszomoi |
|
|
κ |
Kirsztest, und von |
da in Norden : |
|
S |
. . Sztrimba. |
|
|
|
Ferner |
an der Gränze |
|
Ï |
Pojana Mujeri |
|
|
Î |
Mancha. |
|
|
Vulkan-Pafs.
ΠOszla; und von da nordöstlich R . . Retezat.
Ferner:
ΠMorarul, Gränze der Wallachei Ρ . Vürvü Petri
Von hier nördlich : Eisenthor-Pafs 40° 20' L. |
12*
ocr page 53
|
B) Forts, der Steyerischen u. Kamischen Alpen.
1) Von Grafs östlich, zwischen der Raab und Mur geht ein Zug durch A&s, Eiseniurger , der sich im Wesprimer zum Bakonyer Wald erhebt und mit dem
M. Pilis, in SO. von Gran, sich in den Winkel der Donau einlegt. ' j:
2) Von Kärnthen her,; «wischen Drau und Sau tritt ein anderer Gebirgszug, unter dem Namen des Gebirges Matzel, die G.ränze ein Stück begleitend, nach Croatien. In seiner Fortsetzung bis zur Vereini- gung der, Theiss mit der Donau bemerken, wir:
Iv Ivanchicza. |
Sei Selesnicza. Kai Kalnik. Ãe Ãekau. Bi Bilo Pap Papuk. Kr Krstovi.
Dann :
Szl Szlema, in S. des obigen Zugs, bei Agram und
Geb. Werdnik in Syrmien, unweit Peterwardein,
Zu Ungarn und Siebenbürgen, No. 35% u. 35''. |
AnmerTeung m Seite 27, isweite Spalte. Der zehnte fler sogenannten kleinen Planeten, von de Qasparis in Neapel anj 12. April 1849 entdeckt, hat den Namen
Hygieia erhalten.
AnmerTeung zu Säte 3G, zweite Spalte. Aus einem an A. von Humholdt gerichteten Briefe des Dr. BooTcer vom 26. April 1849 aus Darjiling im Staat Sikkim werden
folgende die höchsten Berggipfel der Erde betreflfenden Interessanten Eesnltate mitgetheilt:
1. Kanchain- (KuTiCiiln- oder Kinchin-) jungra ist bei Weitem der höchste unter den bisher mit Genauigkeit gemessenen Gipfeln .des Himalaya; seine Höhe beträgt
26436 pariser Fuss.
2. Dawülagiri Ist unlängst vom Obersten Wangh neu gemessen worden. Er hält dafür, dass die Höhe beträchtlich zu niedrig angeschlagen worden sey, und dass sio
sich eben so hoch, wenn nicht etwas höher, als die des Kanchain erweisen werde.
3. Es giebt einen Gipfel zwischen Gossain than n. Kanchain, der sowohl vom Nepal-Thale, â wo er Deodangha genannt wird, â als auch von Sikkim zu sehen
ist. â Dieser ist noch niemals gemessen und nicht einmal auf den Karten angegeben worden. Indessen betrachtet ihn Oberst Waugh als muthmasslich ein klein
" wenig höher, als Kanchain und Dawalagiri.
l^'ih-
i'. :
Gotha, Druck der Ehgelhard-Eeyher'schen Hofbxichdruefcerei,
ocr page 54
auö
^em Xievia^
t) 0 η
^ttftm in
(&cUbex 1849.
|
STIELS R'S HA
über alle Theile der Erde und Inhalt der vollisitäniligeii |
ND-ATLAS
über das "Weltgebäude. Anisgrabe in 83 Bl. |
|
Titel mit Grundrirs der Stadt Gotha.
2â5b. Hais Weltgebäude.
Die sichtbare Seite der Mondoberfläche bei voller Be- leuchtung. Planeten-System.
Der nördliche gestirnte Himmel. Der südliche gestirnte Himmel.
6â10. Allgemeine Karten.
Westliche Halbkugel. Oestliche Halbkugel.
Planiglob der Antipoden und vier andere Planigloben·
1) Nördlicher, 2) südlicher, 3) für die gröfsie Masse Lanl des, 4) für die gröfste Masse Wassers. Planiglob in Mercators Projection, zur Uebersicht der Erd- fläche und der Seereisen. Höhen-Profile, oder: Die bekannteren Höhen über der Mee- resfläche in transparenten Profilen.
11â38c. Kuropa betreffend.
Europa, zur Uebersicht der Fluf s g ebi e t e und Höhen- züge.
Europa mit politischer Begränzung. Spanien und Portugal.
Spanien und Portugal in vier Blattern. 3 Nebenkarten auf No. 13d: Madrid, Lissabon, Cadiz.
Frankreich. Nebenkarte: Umgebung von Paris. Nordöstliches Frankreich. Nordwestliches Frankreich.
Südli ches Frankreich, nebst einem Theile von Spanien. Die Britischen Inseln und die Nord-See. 3 Neben- karten: London, Edinburgh, Portsraouth. Bng lan d. Schottlan d. Irland.
Scandinavien, oder: Dänemark, Schweden und Norwegen Island und die Fär-öer. ® '
Dänemark mit Schleswig, Holstein und Lauen- burg. 4 Nebenkarten: Kopenhagen, Island, Fär-öer auCh
Hamburg. '
Schweden und Norwegen. 2 Nebenkarten: Umhegend vnn
Stockholm und Grundrifs von Stockholm. " ^
Flnfs- und Berg-Karte von Deutschland und anlie- genden Ländern (M. i 11 e I - Î u r ο Ï a). Deutschland, Niederlande, Belgien und Schweiz Geneialkarte.
Deutschland und anliegende Länder, zur Uebersicht der
Eisenbahnen und Î au Ï ts tr aTsen. Πο r d w e s 11 i c h e s D e u t s c h 1 au d, Niederlande u. Belgien Nordöstliches Deutschland. ® "
Ost- und West-Preufsen und Posen. 3 Nebenkarten · Uebersicht des Preufsischen Staats, Danzig, Köniesber"
Mittel-Oestliches Deutschland. ^
Südwestliches Deutschland und Schweiz. Südöstliches Deutschland.
Der Oesterreichische Kaieerstaat. Nebenk.: Wien. Sachsen, Thüringen und benachbarte Länder. INiederlande und Belgien.
?Der Rhein vom Bodensee bis Cöln, zugleich als Special- S Karte v. Württemberg, Baden u. der Bayer. Pfalz. IDie Schweiz.
33. 34a. 34b. 35a.
35b. 36.
37a. 37b. 37c.
38a.
38b. 38c.
2.
3.
4. 5a. 5b.
6.
7.
8.
9. 10.
11,
12.
13a.
13b.
13c.
13d.
13e.
14a.
14b.
14c.
14d.
15a.
15b.
15c. 15d. Ifia.
16b.
II. 18.
19.
30.
21. 22a. 22b,
23.
24.
25.
26.
27.
28.
29.
30.
31.
32.
39.
40. 41a. 41b.
41c. 42a.
42b.
43a. 43b.
43c. 44a. 44b. 44c. 45a. 45b. 45c. 45d. 46a. 46b.
47.
48.
49a. 49b. 49c.
50a. 50b, 50c.
51,
52, |
Italien, Nebenkarten: Rom, Neapel, Nördliches Italien,
Südliches Italien, Nebenkarte: Malta, Gozzo , Comino. Galizien, Ungarn, Siebenbürgen, Moldau, Wala- chei.
Ungarn und ein Theil von Siebenbürgen. Ostseeländer, mit Polen und dem westl. Rufsland bis Mos- kau. Nebenkarte: Petersburg. Europäisches Rufs lan d.
Europäisches Rufsland in 2 Bl. Nördliches Bl.
----- - - Südliche.s Blatt.
Des Osmanlschen Reichs Europäischer Theil,
Griechenland und die Ionischen Inseln. Die Europäische Türkei, von der Gränze Griechenlande
bis zur Donaumündung. Griechenland (mit Beachtung der klass. Zeit) und die Io- nischen Inseln. Nebenk.: Athen, u. Athen mit Piraeus.
39â52. AuTeer Kuropa.
Asia,
Africa, Nebenkarte: Algier. America,
Nord-Polar-Karte, enthaltend die Länder und Meere vom Nordpol bis Ã0° N, Br. und weiter, mit Uebersicht des Rus- siechen Reichs in Europa, Asia und America. Der Atlantische Ocean, mit Bezeichnung einiger Meeres- wege aus Europäischen Häfen nach Americanischen, Das Mittelländische und Schwarze Meer, auch als Generalkarte des Osman. Reichs. 6 Nebenkarten: Cana- rische Inseln, Nil-Delta und Palästina, Cadiz, Gibraltar, Constantinopel, Alexandria. Palaestina. 6 Nebenkarten: Die Länder der heil. Schrift; Zug der Israeliten aus Aegypten nach Kanaan; Umgebungen von Jerusalem; 2 Pläne von Jerusalem; Höhendurchschnitt vom Sinai bis zum Hermon. Klein-Asien, Armenien, Mesopotamien, Syrien. Iran und Turan (Persien, Afghanistan, Biludschietan, Tur- kestan).
Das Chinesische Reich nebst Japan. Ost-Indien mit den Inseln.
V or d er-Indie η oder das Indo-Britische Reich. Die Ostindischen Inseln.
Nord-Africa bis zum Aequator. Westlicher Theil. Nord-Africa (östl, Theil) und Arabien. Nebenk.: Habesch. Süd-Africa (südlich vom Aequator) mit Madagascar, Südspitze von Africa. Nebenkarte; Kap-District, Πor d-America.
Verein-Staaten von Î or d - Amer i c a, Mexico, Yu-
catan u, A, Nebenkarte: Plateau von Mexico, Verein-Staaten von Nord-America mit Ausnahme von
Florida und den westlichen Territorien. Nebenk.: Texas, Westindien und Ce η tr ο - Πm er i ca, Nebenkarten: Gua- deloupe; Martinique. S üd-America,
Nördlicher Theil von Süd-America,
Südlicher Theil von Süd - America. Nebenkarten:
Bai von Rio de Janeiro; Grundrifs von Rio de Janeiro. Australien oder Polynesien.
Das Festland von Australien und benachbarte Inseln. Südöstlicher Theil von Australien, Nebenkarte: Co-
lonie am Schwanflufs, West - Polynesien, Nebenkarten: Witi-Lewu; Tongatabu und Eua.
Ost-Polynesien. Nebenkarten: Hawaii Vulkane; Tahiti; Floriana; Honolulu. |
a) Vollständige Ausgabe in 83 Bl. nebst Bericht 13 Thlr.
b) Mittlere Ausgabe in LXllI Bl. nebst Bericht 10 Thlr.
c) Auswahl in 31 Bl. nebst Erläuterungen 4| Thlr.
d) Jede einzelne Nummer ^ Thlr. od. 5 SGr.
ocr page 55
AD.
|
DEUTSCHLAND,
Königr. der NIEDERLANDE, Köiiigr. BELGIEN und die SCHWEIZ
mit den angränzenden Ländern irf XXVtatum. Blättern in Folio. Maasstab sösWö (circa 5 Meilen auf 2 Zoll). Neue Auflage 1848.
|
1« |
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3a |
4a |
5a |
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Titel. |
Helgoland. |
Schleswig. |
Stralsund. |
Danzig. |
|
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
|
Haag. |
Bremen. |
Hamburg. |
Berlin. |
Posen. |
|
11 |
12 |
,13 |
14 |
15 |
|
Brüssel. |
Cöln. |
(Jotha. |
Dresden. |
Breslau. |
|
16 |
ni â |
18 |
19 |
20 |
|
Paris. |
Straseburg. |
München. |
Linz. |
Wien. |
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21 |
22 |
23 |
24 |
25 Zeichen- |
|
Dijon. |
Bern. |
Innsbruck. |
Grätz. |
Erklärung. |
|
Ib |
2b |
Sb |
4b |
6b |
|
Lyon. |
Malland. |
Verona. |
Triest. |
Maasstäbe. |
So wie die Erfindung der Vervielfältigung von Kupferplatten auf galvanoplastischem Wege seither für deu ,,Stieler'schen Hand-Atlas'"' mit Erfolg angewendet worden ist und damit die Möglichkeit zu ei- ner im Preis verringerten Ausgabe gegeben war, â so ist nunmehr das gleiche Verfahren auf did Atlidif. Ϋ0ή Deutschland in 25 Bt. aus- gedehnt worden und es ist auch für dieses werthvolle Kartenwerk die Fiiglichkeit gegeben, dasselbe zu dem geringen Preis von
Thlr. (also unter der Hälfte des früheren Preises) dem Publikum zugänglich zu machen. Für die Besitzer des Hand- Atlas bieten diese im gleichen Format erschifeiie'nen Blätter eine stets erwünschte Vervollständigung, zumal da sie so eingerichtet sind, um afs Atlas gebündeü gebraucht zu werden, wo' das Zusammensetzen der Karte zu einem Ganzen zu umständlich erscheint. Die Karte zeich- net sich durch befriedigende' Behandfung des Terrains und durch to- pographische Vervollständigung aus , so dafs alle gröTsern Dörfei- und überhaupt alle Gegenstände von einigem Interesse, besonders an den Hauptstrafsen möglichst alle Orte aufgenorhmen sind. Alle Sectioneu sind bis auf die neueste Zeit berichtigt und' alle Eisenbahnen durch farbige Linien bezeichnet. â Einzelne Sectionen kosten | Thlr.
~ AD. STIELEE'S
ÎίÎÎΤÎÎ VON njEWTISCMljAJ^ns
nftch dem Reichsschlusise vom 27. April 1803 mit den bis zum September 1H04 erfolgten Veränderungen. Gr. Fol. ülum. 1805.
Preis I Thlr. (36 Kr.)
Die Karte zeigt deii Bestand des Deatschen Reichs vor seiner Auflösung und behält daher ein historisch wichtiges Interesse.
DAS HER Î 0 G Τ Πü Î
«ΠΤ II Î
wnd umliegende Länder. Meist nach Messifligen und ört- lichen Untersuchungen bearbeitet von J. C. BÃR. llhirainirt. Fol. Mäasstab 50/050· ^"η Berichtigt
bis März 1846. Preis f Thlr. Grundrifs der Herzogl. Residenzstadt GOTHA. Nach vorhandenen \ind eigenen genauen Messungen eritwor- feli und gezeichnet von J. C. BÃR. Fol. Maasstab ^ö'öö· Neue Aufl. 1847. Preis f Thlr.
Dap>erste dieser Blatter, dessen Umfang sich in N. bis Tenn- stedt, in W. bis Marksuhi, in S. bis Meiningen , in 0. bis Weimar erstreckt, wird als einzige richtige Karte des bezeichneten Umfangs anerkannt.
Der Grundrifs der Stadt GOTHA ist bis ins kleinste De- tail genau und vollstäudig, r überdiefs nach den neuesten Bestimmun- gen der Sternwarte Seeberg und den Verbindungsdreiecken mit der- selben orientirt und gradnirt, der Gradrand von Secunde zu Secunde eingetheilt.
In neun und zwanzigster vermehrter und verbesserter Auflage erschien 1849:
S C ΠU L - ΠΤ L ΠS
aber alle Theiie der Erde nach dem neuesten Zustande und über das Weltgebäiide
nach STIELER'S Hand-Atlas verkleinert.
28 ill. Karten in Real-Quart. Pr. If Thlr. (2 Fl. 6 Kr.)
Durch besondere Gunst der Verhältnisse hat im J. 1841 für den Sciiül-Atlas eine Einiedrigun^ im Preise (von auf If Thlr.) bewirkt werden können, so dafs dieses seit 25 Jahren durch zweck- mäPsige Einrichtung, Richtigkeit und iSchönheit der Darstellung den ersten Ã^ang behaiipteiide Hiilfsmittel beim Unterricht in der Erd- kunde auch daneben den Vorzug der möglichst erreichbaren W ο h 1- feilheit sich bewahrt.
Von diesem Schul-Atlas sind von 1821 bis 1849 über 220,000 Exem- plare in 29 Auflagen verbreitet worden, wie nachgewiesen werden kann.
Zum Schul-Atlas sind früher schon nachstehende zwei sehr in- structiv bearbeitete Bl. in gleichem Format eirschienen:
Physische Karte von Europa, Physische Karte von Asien, |
Von dem Schul-Atlas ist für die Schulen Schwedens und Finlands eine Ausgabe ia s ch w e d is c h e r S Ï r a c h e (mit einigen Special-Blättern vermehrt) ersohieiiea unter dem Titel:
SKOL-ATZ^AS
öfver alla Jordens Delar enligt dess nuvarande tillstand, samt öfver Verldsbyggnaden &c. &c. 28:de Original-upplagan innehällande 31 Kartor.
Es sind Vorbereitungen getroffen, um den Atlas auch noch in an- dere Sprachen übersetzt erscheinen au lassen.
Auf mehrseitige Anforderungen wurde herausgegeben:
Supplement
zu STIELER'S SCHÃL-ATLAS,
seöhs illum. Karten zür Physikalischen Erdkunde
von Dr. H. Bergtiane.
Fünfte Auflage. 1849. Preis | Thlr. (36 Kr.)
itiftält: No. XXI. Isothermenkarte der Erde. â XXII. Warme- ^erbreitung in Europa. â XXIH. Verbreitung der Bäume in Europa. â XXIV. Verbreitung der Pflanzen auf den Bergen; Kamm- und Gipfelhöhen der Hauptgebirge. â XXV. Verbreitung d'er Kultnrge- wächse in Europa. â XXVI. Verbreitung der Luft - und Meeres- strömungen,
Dem sich driägertd äiiispieöhendefii Bödürfnifs nach Schnlkarten der einzelnen Länder und Provinzen Deutschlands in speeiellerer Darstellung, als e» auf den Nummern XI bis XIV des Schul-Atlas geschehen konnte, zu genügen, ist in gleichem Format erschienen: ein vollständiger
KLEINER ATLAS
der Deutschen Bundes-Staateii
für Schulen und zum häuslichen Gebrauch besorgt von
in 29 ill. Karten. Preis If Thlr. (3 fl.) Dritte verb. Aufl. 1848.
Inhalt:
Kur-Hessen. â Waldeck.
Orossh. Hessen. â Xiassau. - Fraiikfurt.
Baden. - Bayem's PfaU-
Bayern's Ober-Bayern und Sehwaben mit Neuhurg.
Bayern's Ober-Pfalz mit Regensburg und Nieder-Bayern.
Bayern's Ober-, Mittel- u. Unter-Fran- ken mit Mchaffenbwrg; nebst XTebers. d. Kgr.
Eönigr. Wilrtemberg u. Fiirsteathümw HohenzoUem.
ErzherzogOi. Oesterreich.
1. Uebersicht des PrenssiscMn Staate.
2. Provinz Prmssm.
Kgr. Illyrien.
l^rol. â FstOi. Liechtenstein. Kgr. Böhmen.
Mähren mit Ãsterreich. Schlesien, nebst Uebersicht der österr. Bundesstaaten.
Brandenburg. Pommern.
Sachsen. â (Anch Anhalt.) Schlesien.
Khein-Provinz. â Auch Grossherzogth,
Luxemburg u. Serzogth. Limburg, Provinz Westphalen. Ileckleniurg-Schwerin und Sirelitz. Holstein. â Bamburg. â LUbeclc, N.-Oestl Hannover. â Bremen. Westl. Hannover. â Oldenburg. Siedl. Hannaver. â Braunschweig. â
Lippe. Königreich Sachsen. Sachsen-ErnesUn.-, Schwarzburgische-, Reussische Lande.
Ãber alle Tlieile der Surfte
nach dem neuesten Zustande in 24 iiluminirten Karten.
Zweite Aufl. 1847. Preis | Thlr.
Stefer 2ttlag Cnadft bem Stiel er'sehen tjerfletnert) {inpfte()lt Î¯Î¯Ï uot allen anbeten in ^(εÏÏίηι gormat erf^tenencn burc^ comcte ^ειÏ' nung unb »οÏίΰ9Î{Ï faubere JCugfü^rung in ^ηÏίβÏÎÏÏ.
Aö. STIEIiffiR'S
geographische Uebersicht der S achs e» - Πrne- stinischen, Schwarzburgischen, Reussischen und der anliegenden Laude. Als Commeutar zu einer kleinen Karte von Thüringen, gr. 8vo. 3826.
Preis mit ill. Karte | Thlr. (1 FL Vi Kr.) Eine mit Berg -, Flufs - und Ortschafts - Verzeichuisseu versehene Schrift, welche als ein genaues topographisches Reperto- rium über die genannten Staaten dient.
ORBIS TEREARÃM ANTIQUUS.
SCHUL-ATLAS DER ALTEN WELL
NachD'Anville, Mannert,Ukert, Reichard, Kruse, Wilh e 1 m u. A. iö ilhim. Karten in Real-Quart. Mit einem Jbrifs der alten Geographie von Dr. J. H· Möller.
2i8te yerra. Aufl. 1849.
Preis 1 Thlr. (1 Fl. 48 Kr.) im Format dem Schul-Atlas der neuern Erdbeschreibung gleich, bietet er durch die sorgfältigste Bearbeitung den mittlerii Klassen der Gelehrten - Schulen ein zureichendes Hülfsmittel beim Unterricht in der alten Geschichte und beim Lesen der Klassiker dar. Auch Freun- den der alten Geographie, die keinen Atlas in grofsem Format sich anschaffen, oder neben dem grofsen sich gern eines von kleinerra Um- fang zum Handgebrauch bedienen mögen, wird er brauchbar seyn. |
ocr page 56
|
ZiitH'Reisegebraitfch sind die bis auf die neueste Zeit stets be- richtigten Ausgaben der D ISS Ãrschen grofsen
Kei^ekarte von 3®eutscl»Ia»d, dem der Hiiederlande, dem Kgf. Belificn, der Schweis und anliegenden Ländern, entworfeii uiiid gezeichnet von F. von STÃLPNAGEL·, und J. C. BÃR, in 4 Bl. Nebst Eiseilbaim-Atlas. Preis aufgezogen 3 Thlr. (roh 2f Thlr.)
und der kleineren DiEZ'scheii
Fost- und Kiseabahnliarte von jAeutschlaad und anlie- genden Ländern, gez. von J. C. BÃB, in 1 Blatt. Preis aufge- zogen If Thlr.
als die aneikaunt ζ u ve rl äs s ig s t en zu empfeliJen. Auch als W a itd- karten für Geschäftszimmer bewähren sie ihre Brauchbarkeit.â Sie geben aufser den deutschen Bundesstaaten, den Niederlanden und der Schwei«, welche vollständig bögränzt sind, auch den preufsischen aufserdeutschen Besitz, einen Tlieil von Polen und Ungarn, das nördliche Italien zum Theii, das nordwestliche Frankreich bis zum Khöne, zur Loire und bis Röuen, einen Tlieil der Ostitüste von Eng- land, die südlichem Inseln DSnetnarks. Die Hauptrouten von Paris bis Lissabon, Cadix und Neapel, und von Wien bis Peters- burg und Constautiηopel sind iu Gartens augebracht. â Die isufsersten Granzörte der grot'seii sind: Otiense auf Furien, Oxford, â¬aen, Genua, Warschau, â und die d6r kleinerri: Kopenhagen, Jiouen, Venedig, Krakau.
Alle befahrenen Πi s e u b ahustr a Ts e η finden sich in diesen Kar- ten verzeichnet und farbig angegeben.
EISEICBAHMT - ATLAS
von
Deutschland, Belgien, Eisais und Nord-Italien. 15 Specialkarten auf 12 Bt. nebst 1 Uebersichtskarte.
Entworfen und gezeichnet von F. V. Stiilpnagel und J. â¬. Bär. Dritte Aufl. 1849. Schön gebunden. I Thlr. |
Oie Karten dieses neuesten Eisenbahn-Atlas zeichneu sich durch geographisch richtige und genaue Bearbeitung aus; in der Nähe der Eisenbahnlinien sind a11 e Πr ts chaf t e η aufgenommen. Wohlfeil- ί h eit nebenZ weckmäfs igkei t empfehleniJin dem reisen ΠenPublicum, ^
Hr. II. Berg^Jiaui^'
ethnographisch-statistische Darst etlung des
in tabellarischer Uebersicht, nebst colorirter Karte. 1848. Preis 25 Sgr.
ORIENT
F. V. ü^tülpua^el und J. C. JBär,
nelist einer statistischen Tafel von Dr. H. BERGHAUS.
Zweite Auflage. 6 grofse Blätter. 184Ϊ.
Dieser schönen Karte ist eine so bedeutende Ausdehnung gegeben, dafs das gauze Mittelländische und Schwarze Meer, die ganzeNord- kiist^ vonAfrica, Pälästiiia, Syrien, Kleinasien, das Osinanische Reich in Asien überhaupt, der Caspische und Aral-See sich darauf inbe- griffen finden, und überdem der Staat Chiwa, das Persische Reich, die Staaten voii Afghanistan und der westliche Theil des Indobriti- sehen Reiches (bis Bombay und Luknow reiohend) in ihrem Zusam- menhang und nach ihrer Stellung zu den europäischen Staaten über- sehen Wörden fcö'nneii.
Die Routen der von Bombay «ach London gehenden iudischeu ITeberlandpost sind vollständig darauf zu verfolgen.
ifeben sorgfältiger topographischer und orographischer Ausfährang findet man Angabe
der Hauptstrafsenzüge, iu deu europäischen Landern mit Bemerkung |
der Entfernungen iu geographischen (oder deutschen) Meilen; der befahrenen Eisenbahnlinien;
der Dampfschifffahrten in den europäischen Meeren, wie nach der Levante, mit Angabe dei' Entfernungen, theils in Zeit, theils in Seemeilen ausgedrückt. Die Städte Europa'« sind durch verschiedenartige Bezeichnung nach ihrer Giöfse oiassiticirt; bei den grolsen Städten, die über 50,000 Einwohner haben, ist deren Zahl in runder Summe beigefügt. Preis: in 6 Bl· Thlr. (4|F1.)· Aufge/ogetie (zugleich zum Aufhan- gen eingerichtete) Exemplare iu Mappe Thlr. (5 Fl. öl Kr.).
J. VON PLJISCKNER:
DER THtRIMGER WALD.
Ansicht von der Nordseite desselben als Halb-Panorama auf- genommen auf dem Tlmringer Haus. Nebst aueführlichem Coramentar. 1830. Preis 1| Tlilr,
Die atis einem 5 Fufs laugen und Zoll hohen Streifen bestellende schön gestochene Ansicht und der damit verbundene reichhaltige Com- mentar bieten jedem Freunde der Länderkunde eine interessante Dar- stellung des schönen Thüringer Waldgebirges dar, und insbesondere eine bisher noch nicht vorhandeu gewesene Schilderung des über den Hauptrückeu des ganzen Gebirges fortlaufenden sogenannten iiennsfeigs. |
J. voiv PLlNCKNER:
DER INmSBERG UND SEINE AUSSICHT,
dargestellt durch ein 90 Zoll langes Panorama Und erläutert durdi ein Wink^biatt und eine kurze Beschreibung.
1839. Gr.-Real-Octav. 2| Thlr.
Ein mit bewundernswerther Ausdauer und mit sorgfältigster Ge- nauigkeit hergestelltes Panorama , das 1039 vom luselsbei-g aus dem Auge sich darstellende und bemerkenswerthe Punkte namhaft macht, sowohl deu Genufs bei Besteigung des Berges um Vieles erhöht, als auch späterhin der Erinnerung ein treues Bild willkommener Anhaltspunkte gewährt. Als die entferntesten Punkte der umfangsreicheu Aussicht von diesem Berge aus sind anzuführen: der Brocken (gegen Norden), das Schlafs bei Kckardsberga (gegen Nordosten), die Leuchtenburg bei Kahla (gegen Osten), die Hafsberge bei Πö Ï i g s ho f en in Bayern (gegen Süden), der Kreuzberg auf der Rhön (gegen Südosten), der Hercules auf W il h e 1 m s h öhe bei Cassel (gegen Westen).
Î S I Î
von
Ãr. M. ΠΠ» Î Î ÎÎ S.
XVm Blätter in grofs Adlerformat, mit ausführlichem Text in g r. 4to.
â 0*'» <SU» iV
Titelblatt des Atlas.
A. Landkarten ;
1. Generalkarte von Asia.
2. Chinesisches Reich und Japan.
3. Das westliche Hochasia.
4. Die Halbinsel von Kl ein asia.
5. Syrien.
6. Arabia und das Nilland.
7. Vorderiudien.
8. Πi η t e r i η d i e η.
9. Assam mit Bhotan, Djiuthia, Katschhar, Munipur.
10. Theil des Himalaya in KumaOn, Gnrhwal, Sirmur etc. 18. (19.) Das Ural-Gebirge.
B. Seekarten:
11. Insel Sumatra, die Laccadiven, Malediven, Insel Singa- pore, Baugka-Strafse.
12. Der Persische Meerbusen.
13. Die Philippinen und der Sulu-Archipelagus.
14. Das Chinesische Meer. Südliches Blatt.
15. Das Chinesische Meer. Nördliches Blatt.
; 16. Die Chinesische Küste zu beiden Seiten von Macao. i 17. Das Sun da- oder Bor neo-Meer, zugleich als Karte von D j a ν a, den kleinen Sunda-Inseln, Celebes etc. Lieferungsweise erschienen diese Karten: Iste Lief.: No. 8. Hinter-lndien, 12. Pers. Golf, 13. Philip- pinen mit dazu gehörigen Denkschriften (35 Bog. in gr. Quart). Subscrlpt.-Pr. IJ Thlr. (13 FL 12 Kr.) Ute Lief.: No. 9. Assam, 16. Die Chinesische Küste umMacao.
Mit Denkschr. Pr. 5 Thlr. (9 Fl.) lllte Lief.: No. 5. Syrien, 6. Arabien, 14, C hin es. Meer, südl.
BL mit Denkschr. Pr. 7 Thlr. (12 Fl. 36 Kr.) IVte Lief.: No. 7. V.-Indien, 10. Himalava, Chines. Meer,
nördl. Bl. mit Denkschr. zu No. 10. Pr. 5|Thlr. (9 Fl. 36 Kr.) Vte Lief.: No. 11. Sumatra etc., 17. Sunda-Meer, 19. Ural.
Pr. Thlr. (9 Fl. 36 Kr.) VIte Lief.: No. 2. China und Japan. Pr. 2 Thlr.
Die Karten werden auch einzeln abgelassen, jede zu 2 Thlr., â mit Text je nach Starke desselben zu verschiedenem Preis. â No. 1, 3 u. 4 sind nocll nicht erschienen.
Selbst bei flüchtiger Ansicht der Blätter dieses Atlas wird sich der Beschauer überzeugen, dafs die kartographische Darstellung der aofser- europäischen Erdkunde in Deutschland nie zuvor so ausführlich und gründlich versucht worden ist, als es hier geschehen, und dafs die äufsere Ausstattung vom Verleger mit aufserordentlichem Kostenaufwand
bewirkt, dem Stande der Kunst geroäi'suud des Unternehmens würdig ist.
«
Der Asi.4-Ati.as ist Sr. Maj. dem Könige Friedrick Wilhelm III. von Preufsen gewidmet, welcher Seine Allerhöchste Zufriedenheit da- mit dem Verfasser und Verleger durch Kabinetsschreiben ausgedrückt und Jeden mit der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft beehrt hat.
Kleiner Geographisch - Statistischer Atlas
der Preussischen Monarchie.
Zehn ill. Karten. Real-Quart. 1842. Preis f Thlr.
INHALT: Tabelle über Volksmenge und Viehstand.
No. 1. Eiutheilung der Provinzen und Regierungsbezirke.
(( 2. Provinzial-Ständischer Verband.
« 3. Die Wärme-Verbreitung in ihren Haupt-Momenten.
« 4·. Die relative Bevölkerung in den Provinzen.
« 5. Die intellectuelle Kultur in den Regierungsbezirken.
« 6. Eintheilung in Justiz-Verwaltungs-Bezirke.
,( t. Deutschlands Handels- und Zoll-Verein.
<f 8. Eintheilung in Bezug auf das Berg- und Hüttenwesen.
« 9. Dislokation des stehenden Heeres.
« 10, Eintheilung in Beaug auf die Landes-Wehr. |
ocr page 57
|
Dr. κ. von SPRüNER'S
HAND-ATLÃS
zur Geschichte der STAATEN EUROPA'S vom Anfange des Mittelalters bis auf die neueste Zeit.
13 color. Karten mit mehr als lOONebenkärtchen, Plänen etc.
Mit Erläuterungen. 1846. Fr. gebunden 22 Thlr.
Der historische Atlas, als ein steter belehrender und erläuternder Begleiter jedes geschichtlichen Studiums, bildet, um diesen Zweck zu erfiillen, für jede Hauptperiode der Geschichte nicht allein den aufsern Umfang, sondern auch die innere Abgrenzung der treiFenden Länder ab. Des Herrn Verfassers Aufgabe: âdafs jede der Karten so viel als möglich gerade das für die treffende Periode leiste, was man von einer guten geographischen Karte für u nser e Tage verlangt," fin- det sich nach dem Unheil der angesehensten Geschichtskundigen in befriedigender Weise gelöst. â Der Atlas stellt die vorzüglichsten Perioden des Mittelalters dar, und behandelt als Hauptauf- gabe die Gestaltung der einzelnen Länder von der Periode der Völ- kerwanderung bis auf die neueste Zeit in besonderer Berücksichtigung der von âHeeren und Ukert" herausgegebenen âGeschichte der Europäischen Staaten." â In Form, Gröfse, Art der Be- handlung schliefst er sich durchweg an den S ti e 1 e r'sehen geogra- phischen Hand-Atlas an, für welchen er also gleichsam einen, die Ver- gangenheit abbildenden, ergänzenden Theil ausmacht.
INHALT in systematischer Anordnung:
1. Die Welt der Alten, Uebergang zur Geographie des Mittelalters.
Elf üebersich tskarten von Europa.
2. Das EÃmüche Reich und die nördlichen Barbaren im IV. Jahrh. â Nebenkarte: Die untern Donauländer um 380 n. Chr.
a. Europa im VI Jahrh. (Die aus der Völkerwanderung hervorgegangenen romani- schen und getmano romanischen Staaten.) 10. Europa zur Zeit Karls des Grossen. 44. Europa in der 2ien Hälfte des X. Jahrhunderts. 46. Europa zur Zeit der Kreuzzüge. 48. Europa am Ende des XIV. Jahrhunderts.
61. Europa in der Mitte des XVI. Jahrhunderts. Zeitraum der Reformation.
66. Europa während des XXXjährigen Kriegs und bis 1700,
58. Europa im XVIII. Jahrhundert.
78. Europa von 1789 bis 1816. Zeitalter Napoleons.
64. Europa nach Völker- und Sprachgränzen. Ethnographisches Bild.
Zwölf Karten zur G es chic hte Deutschi an d s , der Schweiz, der Niederlande und der Ostseeländer. 9. Alt-Oermanien, und die Süd-Donauländer um die Mitte des V. Jahrhunderts. â Ne- be..karte: Die Reiche der Franken um 650 n. Chr.
12. Die Theilungen vom Reiche Karls des ürossen. â Nebenkarten: Lotharingia. â Schlachtfeld von Fontenay.
13. Deutschland unter den Sächsischen und Fränkischen Kaisern bis zu den Hohenstau- fen. â Nebtnk.: Tharingia. â Der Bodensee.
14. Deutschland unter den Hohenstaufen und bis 1273. â Nebenk,: Die grossen Ge- schlechter um 1170. â Das Stammgebiet der Hohenstaufen.
16. Die Herzogthümer Francia, Alemanma, Bavaria, Lotharingia superior und Burgun- dia minor. â Nebenk.: Habsburgische Stammlande. â Schlachtfeld von Göllheim.
16. Die Herzogthümer Saxonia und Lotharingia inferior; dann Ihuringia, Osterland, Bassia etc. â Nebenk.; üebersicht der Theilungen in den Sächsischen Ländern. â Die Pfalz und umliegenden Länder.
17. Deutschland von Rudolph von Habsburg bis Maximilian I. 1273 bis 1493. â Nebenk.: Deutschland um 1350. - Schlachtfeld bei Stillfried.
18. Deutschland von 1493 bis 1618. â Zeitraum der Reformation. â Nebenk.: Prag und die Schlacht auf dem Weissen Berge.
19. Deutschland zur Zeit des 30jährigen Ki-ieges. â Nebenk.: Der Rhein von Strassburg bis Köln. â Pläne der Schlachtfelder bei Wimpfen, Breitenfeld, Nördlingen, Witt- Stock, Tuttlingen, Jankow.
20. Deutschland von 1649 bis 1792. â Nebenk.: Wien und dessen Belagerung 1683, â Belgien. â Antwerpen und seine Forts.
21. Deutschland von 1792 bis zur Gegenwart.â Nebenk.: Deutschland im Jahre 1811. â Schlachtfeld hei Leipzig (16. bis 19. October 1813).
Ostsee Länder Polen und lAtthauen ün XIIl. Jahrh. â 22b. Die OrdemgeKete in Preus- sen und UeUnd bis 1625 und 1662. â Nebenk : Die Ostseeländer bis 1772. â Deren kirchliche Eintheilung bis zur Reformation. â Gegend um Riga.
Fünf Karten zur Geschichte Italiens.
4. Italien unter der Herrschaft der Langobarden. â Nebenk.: Unter-Italien vom IX. bis ins XI. Jahrh. â Das Hzgth. Trident. â Venedig. â Neapel, Sorrent und Amalfi. â Mte Cassino. â Umgegend von Rom und Capua.
5. Italien unter den Sächsischen und Fränkischen Kaisern bis zu den Hohenstaufen. â Nebenk.: Rom im Mittelalter. â Grundriss des Lateran.
6. Ober-Italien unter den Hohenstaufen. â Nebenk.: Das Gebiet von Mailand.
7. Italien von 1270 bis 1450. â Nebenk.: Apulien u. Sicilien. â Die griech. Bes. der Venetianer seit d. XIIL Jahrh. â Kgr. Cypern.â Ins. Gerbers ij. Carchis.â Pläne von Mailand, Florenz, Neapel. â Schlachtfeld von Scurcola und von Benevent.
8. Italien von 1450 bis 1792. â Nebenk.: Italien von 1793 bis 1815. â Die Herzogthü- mer am Po. â Schlachtfeld v. Pavia. â Pläne von Venedig, Genua u. la Valetta.
Sechs Kartenzur Geschichte Frankreichs.
23. Die Reiche der Franken in Gallien unter den Merowingern, â Nebenk.: Pagus Pa- risiacus. â Die Champagne (zu No. 24).
24. Die Königreiche Frankreich und Arelat bis 1180. â Nebenk.: Normandie, Anjou, Touraine und Maine. â Die untere Rhene. â Paris im XIL Jahrhundert.
25. Frankreich von 1180 bis 1461. â Nebenk.: Aquitanien, Gascogne und Languedoc. â Schlachtfelder bei Bouvines, Crecy, Maupertuis, Azincourt.
26. Frankreich von 1461 bis 1610. â Nebenk.: Frankreich 1360 (zu No. 25). â Paris im XVI. Jahrh.
27. Frankreich von 1610 bis 1790. â Nebenk.: Umgebungen von Paris. â Paris am Ende des XVIII. Jahrh.
28. Die Republik und das Kaiserthum Frankräch mit seinen Bundesstaaten. â Nebenk.: Die Vendie.
Vier Karten zur Geschichte der Britischen Inseln.
30. Die Britischen Inseln bis auf Wilhelm d. Eroberer 1066. â Nebenk,: Die Brit. Inseln im VIII. Jahrh. â Der Busen des Förth.
31. Die Britischen Inseln von Wilhelm d. Eroberer bis zum Hause Tudor, â Nebenk.: London. â Die untere Themse. â Schlacht bei Bannockburne.
32. Die Britischen Inseln seit 1485, â Nebenk,: Die Englisch-Schottischen Gränzlande. â Gegend von Glasgow.
84. Grossbritanniens sämmtliche Besitzungen mit Angabe ihrer Erwerbungszeit. â Ne- benk.: Nordamerica bis 1783. â Vorder-Indien um 1760.
Sechs Karten zur Geschichte Spaniens und Portugals, 36, Das Reich der Westgothen auf der Iberischen Halbinsel von 477 bis 711, 36, Das Emirat von Cordoba bis zum Untergange der Ommijaden; und die Christlichen
Reiche im Norden der Iberischen Halbinsel, von 711 bis 1028, 87, Die Iberische Halbinsel bis in die Mitte des XIII, Jahrh. (Bis zur Gründung des Kgr. Granada 1238 und der Vertreibung der Almohaden 1267.)
38. Die Iberische Halbinsel 1257 bis 1479, â Nebenk,: Andalusia und Granada, â Plan von Granada. â Nordgränze von Catalnna,
39, Die Iberische Halbinsel seit dem XVL Jahrh. â Nebenk.: Navan-a und die Vascon- gadas. â Gegend um Lissabon.
41. Die Besitzungen der Spanier und Portugiesen im SVI. Jahrh. â Nebenk.: Hindustan. â Mexico. â Tenochtitlan. â Küste von Veracruz. â Das Gebiet des Hauses Hababurg in Europa im XVI. Jahrh.
Acht Karten zur Geschichte der nordischen Reiche (Scandina- viens, Polens, Russlands). 57. Die Reiche der Nordmannen vom VIU. bis ins XU. Jahrh. â Nebenk.; Küsten von Nord-America im X. Jahrh. |
49. Scandinamen bis zur calmar, Union, 1397. â Nebonk.: Dänemark, â Swealand, â Snialand od. Island, â Faer-Eyjar, â Orkneys, â Thrond.
50, Scandinamen bis zum Frieden zu Friedrichsham 1809,
52, Die Völker und Reiche der Slavm zwischen Elbe und Don bis 1125,
53, Polen nnd Litthauen von 1125 bis zu ihrer Vereinigung 1386,
54, Polen und lAtthauen unter den Jagjellonen 1386 bis 1572,
55, Polen bis zu seinem Untergange 1795,
47, Das Russische Reich nach seiner allmähligen VergiOSSerung. â Nebenk.: GrossiUr- stenthum Moskau.
Acht Karten zur Geschichte Südost-Europas, Kleinasiens etc,
59, Das Byzantinische Reich bis ins XI, Jahrh,, westl.Bl, â Nebenk,: Constantinopolis,
60, Das Byzantinische Reich, östliches Blatt,
61, Griechenland und Klein-Asien vom XL bis ins XIII. Jahrh, â Nebenk.: Livadia und Morea; Hellespont und Propontis.
62, Griechenland und Klein-Asien bis zur Eroberung Constantinopels durch die Osman- nen 1453. â Nebenk.: Albanien; der Bosporus; die Prinzen-Inseln.
42.? Reich der KhalAfea in seiner grössten Ausdehnung, â Nebenk. : Al Dschesira. â 43.5 Irak Arabi.
45. Syrien und angränzende Länder zur Zeit der Krenzziige. â Nebenk.: Kgr. Jerusa- lem, â Grundrisse von Jerusalem â von Antiochien â von Ptolemais.
68, Das Türkische Reich mit seinen Schutzstaaten im XVH. Jahrhundert.
Vier Karten zur Geschichte Ungarns.
65. Die Länder an der untern Donau vom VL bis ins X. Jahrh,
66. Ungarn und seine Nebenlande bis zum Aussterben des Arpadischen Stammes 1801.
67. Ungarn und seine Nebenlande bis zur Schlacht von Mohacs 1526. â Nebenk.: Schlacht von Varna; Schlacht von Mohacs,
68 Ungarn und seine südl, Nachbarländer seit 1526. â Nebenk.: Die Nordgränze der Türken im XVL und XVIL Jahrh.
Acht Karten zur Darstellung der kirchlichen Verhältnisse. 72. Europa nach seinen kirchlichen Verhältnissen, â Nebenk.: Deutschland. â Gebiet
der Jacobiten. â Gebiet der Nestorianer, â Der Libanon. 11. Deutschianns kirchliche Eintheilung bis ins XVI. Jahrh., mit Angabe der ältesten und vorzüglichsten Klöster.
70. Italien nach seiner kirchlichen Eintheilung. â Nebenk,: Rom und seine Sufifragane. â Neapel, Sorrent, Amalfi, Benevent, Capua etc, â Die 7 Basiliken Roms,
29. Frankreichs ältere kirchliche Eintheilung bis 1822. â Frankreichs kirchliche Eintheilung
von 1322 bis zur Reformation. 33. Kirchliche Eintheilung der Britischen Inseln bis zur Reformation. â Nebenk.: Eng- lands kirchliche Eintheilung seit 1543. â Südl. Theil von Lincoln. 40. Die Iberische Halbinsel nach ihrer kirchlichen Eintheilung,
71, Scandinamen und Polai nach ihrer kirchl, Eintheilung bis zur Reformation, â Ne- benk. : Provinz Lund. â Der Prov. Gnesen westl. Theil.
69. Ungarn und seine Nebenlande nach ihrer kirchl. Eintheilung bis ins XV. Jahrh. â Nebenk.: Ungarns jetzige kirchliche Eintheilung.
Einzelne Karten des Atlas kosten f Thlr. â Auch werden, da oft nur auf den Besitz der Gesohichtskarten eines einzelnen Landes die Wünsche gerichtet sind, die Abtheilungen einzeln zu nachstehen- den Preisen abgegeben :
Elf Karten zu Europa...........3| Thlr.
Zwölf » » Deutschland, Schweiz, Niederlande etc. 4 »
Fünf » » Italien ...........1| »
Sechs » » Frankreich..........2 «
Vier » » den Britischen Inseln......1| »
Sechs » « Spanien und Portugal......2 »
Acht » » den INordischen Reichen.....2| »
Acht » » Süd-Ost-Europa, Kleinasien etc. . . «
Vier » » Ungarn...........1| »
Acht » zur Erläuterung der kirchl. Verhältnisse . 2f »
Die.sem histor, Atlas der Staaten Europa'« etc. ist auf dem Titel die Bezeichnung ,, Πweite Abtheilung" gegeben, weil der Verf., vielfach geäufserten Wünschen nachzukommen, sich veranlafst sieht, noch zwei Abtheilungen anzureihen, nämlich:
eine Iste Abth. als: Atlas der alten Welt. In 27 Karten, nnd lllte Abth. als: Atlas zur Geschichte Asiens, Afri- cas und bezüglich Americas vom Anfange des Mittelalters an. In etwa 8 Karten. Mit dieser Vervollständigung ist dann ein nach allen Seiten zureichendes Hülfsmittel für histor. Studien dargeboten.
Die Iste Abtheilung erscheint als
ATLAS ANTIQUUS
mit folgendem INHALT auf 17 Haupt- und 6l Nebenkarten; Preis: 6f Thlr.
I, Orbis terrarum veteribus notus. Nebenk.: Orbis secundvun Homeri et Herodotl opi- niones depictus.
Î , Orbis terrarum notus usque ad Alexandri Magni tempora, Nebenk,: Orbis terrarum
ad mentem Ptolemaei. *UI, Regnum Alexandri Magni. Nebenk.: 1) Caucasus Indiens. 2) Proelium ad Grani-
cum, 3) Proelium ad Issum. 4) Proelium ad Gangamela, IV. Regna successorum Alexandri Magni circa medium saec. tertium ante Chr. Nebenk.: 1) Regna Epigonorum post pugnam apud Ipsum. 2) Proelium ad Sellasiam. 8) Graecia temp. foederis Achaici et Aetolici usque ad occupationem Romanorum. *V. Hispania. Nebenk.: Baetica.
*VL Gallia. Nebenk.: 1) Gallia ante Caesarem. 2) Insula Batavorum, 3) Gallia inter Alpes et Rhodanum.
*Vn, Britannia. Nebenk,: 1) Britannia Strabonis. 2) Britannia Ptolemaei. 8) Ha- drian! murus, *VIII. Germania, Bhaetia, Noricum.
IX. Imperium Romanorum latissime patens.
X. Imperium Rormmorum post divisionem in Occidcntale et Orientale. *XI. Italia superior. Nebenk.: Roma.
*XIL Italia inferior. Nebenk,: 1) Urbs cum adjac. regionibus. 3) Collis CapitoHnus,
Collis Palatinus et Forum Rom, 3) Albanns mons. 4) Caropania. 5) Syracusae, »XIII, Persis.
*XIV, Graecia. Nebenk.: 1) Athenae, 2) Acropolis. 3) Athenae, Piraeeus et Salamis.
4) Piraeeus. 6) Delphi, 6) Thermopylae, *XV, Asia minor et Syria. Nebenk.: 1) lonia, 2) Hellcspontus et Troas, 3) Campus Trojae.
*XVI. Armenia, Mesopotamia, Bdbylonia et Assyria cum adjacenUbus regionibus. *XVII. Thra/Aa, Dada, Illyria, Macedouia. Nebenk.: Macedonia.
*XVIII· Palaestina a temp. Maccabaeorum usque ad eversiouem Hierosolymae. Nebenk.: 1) Palaestina temp. Judicum et Regum. 2) Hierosolyiua temp. eversionis per Ti- tum. 3) Hierosolyma urbs et regio. 4) Tabula populorum sec, Mosern I, 10. *XIX. India. Nebenk.: 1) India Eratosthenis. 2) India Ptolemaei. 8) Dachinabades et Taprobane.
*XX, Aegyptus et Arabia. Nebenk.: 1) Aegyptus Inf.; 2) Hcptanomis et Thebais. *XXI, Mauretania, Numidia, Afriea propria üt Gyrenaica. Nebenk.: 1) Numidia Zeugi-
tana et Byzacium, 2) Alexandria. 3) Carthago. 4) Cyrene. XXIL ItaMa initio primi belli Punici. Nehenk.: 1) Agrigentum, 2) Tareutum. 3) Italia temp. fundationis Urbis. 4)Kegnum Romanum cum confoederatis Latinis, Tarquinii sup. tempore.
XXIIL Italia a bellis Punicis usque ad flnem Imperii odcidentalis, Nebenk.: Roma et Carthago initio secundi belli Punici, 2) Corsica, 3) Sardinifi.
XXIV, Graecia tempore migrationis Dorioae ca. 1000 ante Chr, Nebenk,: 1) Graecia heroum tempore, 2) Proelium ad Marathon, 3) PioeUuro ad Plataeam,
XXV. Graecia a bello Peloponnesiaco usque ad Plnlippum IL Regem Macedoniae. Ne- benk.: Graecia temp. belloruni contra Persas. 2) Proelium ad Mantineam. 8) Proe- lium apud Leuctra,
XXVI, Regna successorum Alexandri Magni post niagnum Syriae Imperium pngna ad Magnesiam diremtum, Nebenk.: Asia minor et Syria usque ad occupationem Ro- manorum.
XXVII. Pontus Euxinus et quae atyacent, Nebenk.: Bosporus Cimmerius.
Die mit * bezeichneten 16 Nummern sind in der liten und Ilten Lief. (1847, 1848, Preis k 2 Thlr.) «chon erschienen, die übrigen 11 bilden die Illte im J. 1849 erscheinende Lieierunf, |
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K. VON SPRUNER'S
Atlas zur Geschichte
von Î Î Y Î R M.
1838. Real-Folio. Preis Î Thlr. (5 Fl. 24 Kr.) I Î Î Î I. T:
EatÃUTEKUlVGEIli. â ΤίΤÎÎÎÎÎΤΤ.
I. IVoRicrM, Rhabtia und die angränzenden Länder. II. Die Gauen Ïοη Bojoaria , Francosia und Alemansia. VII. bis
XI. Jahrh. â Nebenk.: Ducatcs Franciae ιιηελ-ακαε. lITa. Besitziâ¢Â«eii beb Welfen γνβ Hohenstaufew im ΧΠ. Jahrh lllb Die südösttichbiy Marken Deütschiasids bis zur Gründunff der Herzogthümer Oesterreich und Steyermark. â Nebenk. â Süd- Deutschland am Ende des VHf. Jahrhunderts. IV. Die Herzogthümer Bavawa, Franconia und ein Theil von Aie- mannia nach erblichen Gratschaften und Gebieten eingetheilt.
Nebenk.: JRheinfrankek·
Va. Bbsitzusgen dbb witteisbacher im XIV. Jahrhundert. Vb. Churfürstenth. PeAi^ am Rhein u. d. Hzgth. Zweybrückbn. Via. Bayern imv Ï
ιΠobkbe ÎΤα^ζ mit ihren Theilungen, Erwer- bungen und Verlusten vom XI11. bis ms XVI. Jahrh.
.. BayIbn, Pfalz u⢠Zâ¢bucken nebst den niederrheinischen
Herzogthümern im J. 1^»· - iNebenk.: Die Pfälzischek Be- s,tzâ¢Ln in den N.cderlauclen. _
J. Das Kösigbeich ÎαÏ
εβιν nach seinen gegenwärtigen Bestand- theilen mit allen Gebietsveranderungen von 1801 bis 1816.
Bayern besitzt in diesem Atlas einen Vorzug vor vielen Ländern, da nur wenige für ihre Geschichte HuUsmittel haben, welche wie die- ses auf so gründliche und umlassende historische Studien gestützt sind. Auch aufser Bayern wird dem Atlas eine weitere Theilnahrae bei Al- len nicht entgehen, die Sinn und Mufse für das Studium der Special- geschichte von Deutschland haben, -
Als Begleiter zur AbtheiJnug Deutschland in v. Spruner's histo- f
rischem Atlas erscheinen:
TABELIiSN
zur GescMclite der deutsclien Staaten
und ihrer geschichtlichen Geographie von K. V. Sprimer und S. Hänle.
Es sind davon auspgeben: Jste Lieferung: Von den ältesten Zeiten
bis zur Besiegung der Alemannen durch Chlodwig 496 n. Chr__Ute η JUte
Lieferung: Bis zum Vertrag von Verduu 843 n. Chr. Nebst 1 Karte von Grofsgermanien. â Preis: 2| Thlr.
Von der Reichhaltigkeit dieser Lieferungen (19 Haupt- FD ο η
el-] Tabellen und 22 einfache Ne b e n-Ta b e 11 e η füi^eol
graphie und Genealogie) gibt nachstehender Inhalt Zeugnifs ·
J, Von den ältesten Zeiten bis zum Tode des Drusus 9 ν Chr
II. Bis zum Ende des batavischen Kriegs, 70 n, Chr ' in. Bis z. Errichtung des gallischen Reiches d, Posthumus, 260 n. Chr IV. Bis zu den Kriegen Julians am Rhein, 355.
V. Bis zum ersten Auftreten Alarichs, 395.
VI. Bis 3um Tode Attila's, 453 n. Chr.
VII. Bis zur Besiegung der Alemannen durch Chlodwig 496 Vin. Bis zum Ende des vandal. u. ersten bnrgund. Reiches 5S4
IX. Bis zu den Langobarden in Italien, 568 '
X. Bis zu Chlotar IL, 613. XL Bis zu Chlodwig IL, 656. Xil. Bis zum Tode Pippins v. Heristal, 714. XIII. Bis zum Tode Karl Martells, 741. XrV. Bis zum Tode Pippins des Kleinen, 768. XV. XVL XVII. Regierung Karls des Grofsen, 768 bis 814 XVin. XIX. Bis zum Vertrag von Verdun, 843.
Die Gesammtgeschicht e Deutschlands tritt in diesen Tbl len aufs deutlichste und übersichtlichste hervor. In der letzten Ab- theilnng jeder Tabelle ist die Culturgeschkhte mitgetheilt
Die Neben-Tabelien 1 u. 2 stellen die geograph. Verhältnisse von Germama magna, Rhaetia, Noncum und der Rheinlande Germania prima und secunda, Belgia und Maxima Sequanorum dar und be- zeichnen ausführlich die diese Landestheile bewohnenden Völker â Die Neben-Tabellen 3 bis 9 geben in möglichst ausführlicher Dars'tel lung die geograph. Verhältnisse aller von Deutscheu Völkern bewohn- ten Lander bis in die Mitte des Xli. Jahrh, hinab und liefern somit eine Gangeographie von Deutschland, Frankreich und Ita- lien, sowie eine übersichtliche des Reiches der Westgothen und derAngelsachseu. Auf der 9. u. 12. Neben-Tabelle werden Stamm- tafeln geliefert: der Thüringer-Herzöge, der Thüringer-Könige, der Sueven-Könige, der Merovinger, der Vorfahren Karls d. Gr., der Agilolfinger, der Burgunder-Könige, der Karolinger, der Alemannen- Herzoge, der Vandalen-Könige, der Vorfahren des heil. Arnulph und der iaogobardischen Könige.
C, Î. MretschneideVs
historisch-geographische Wandkarte
Î IJ » ΠΡ Î
zur Zeit der Reformation.
Nach K. V. iSpruxter.
(9 grofse Seetionen, colorirt, nebst Begleitworten,) 1849. 2 Thlr. |
I] E. VON SYDOWS
WAND-ATLAS.
1. EBOKARTE in 2 Planigloben (jeder zu 3 Fufs Durchmesser) nebst 4 kL Planigl. Sn 12 cotor. ©CcHonen (jurammenoefc^i 20 Dgu^ grog). 2ie 3i;ufi.l844. If S^ir.
2. JIBIJROPA. Sn9sr.(Seetionen. 3te2tufl. 1847.
3. Îί^ίÏÎ. 2n 12 ©ectionen. 2te 2iufl. 1845. IJ SDlr.
4. AFMCA. Sn 6 gr., ©ectionen. 2te2iufl. 1846, 13:i)lr.
5.U.6. MOBO-undlSUD-AMJEÃlCA. SnlOSec^ tionen. 2te 2iufia9c. 1845. If S^ir.
12. »JEUTSCHIiAaiD (Mittel-Europa). 3n 9 qxo-^ ©ectionen. 1847. 2f Sl^lr.
No. 2 ^at ben SRaaSflab »on^ösio^ir/ bii 6 ben t50ng-ö5jiö5g, No. 12 loon Ï5ϧο<Îη. Set»« ^arte tli »on einem ^efte edauterungen begleitet. £)tefe in neuer eigenttjümli^er SBeife aue9efüt)rien SüJanbj Ãorten jet^nen Î¯Î¯Ï burd^ ιοοΧή9ÎÏÏ berSeci
rainformen ouö unb liefern burd^ Jintcenbung angemelTener garbengebung anfpre^etibe beutlidbe Sioiurbilbec bec ©rbrdume/ tnbem bte 3eiÏen bet ^9brogtai)t)tc blau, bec Orograpi)ie btaun, bec Steflänbec gcun unb aEe anbern a5eJe{Ïtl^n9en ΤÏÏαÎί ge^iaUen ftnb» ~ ®ie »ieberi IjoUen neuen 2Cuflagen teÏtfet·ttflen bae überaus giinjitge Uttt)etl, waä Karl Ritter in Berlin (Ïοη bei bem erften©rf^etnen batübet fällte. 9leuerbingg ^at Dr. G. A.Klöden, ίηι@ÏÎÎ61. für Stanbenburg (Ht 3a£)rg. 1846, U ^eft) bei JCufia^lung »on etwa 90 oecfÏiebeÏen aSanb^ iarten bte von Sydow'fÏen alä bte üοÏ%δ9ÎÏÏ11βη
II] Î. von SYDOWS
iiietliodischer Hand-Atlas
für das wissenschaftliche Studium der] Brdkunde. Zweite Auflage. 184T. Preis: Thlr.
Inhalt:
I Kartograph. Elemente, II. Erdkarte. I!l. Africa. IV. Nord-America.
XI. Hesperien.
XII. Italien.
XIII. Osinanieche Halbinsel.
XIV. Europ. Rufsland. XV. Mittel-Europa.
XVL
^. Süd-America. VI. Asia.
VII. Europa.
VIII. Scandinavien.
IX. Grolsbritannien , Nieder- land und Belgien. X Frankreich.
Deutschland in 4 Bl.
Uebereicht der politi- , , sehen Eintheilungen.
Um den Atlas auch für ein weiter und tiefer eingehendes Studium der Erdkunde geeignet zu machen, wird den obigen 21 Bl., welche an sich schon ein Ganzes bilden, noch eine Abtheilung folgen, von wel- cher die Iste S upp 1 em ent-L i e f e r ung (Preis 1 Thlr.) 1846 ev-
-schienen ist, enthaltend :
III. Erdkarte zur Erläuterung der Klimalehre.
IV. VTeetliches Vorder-Asien.
V. Vorder-Indien.
la. Sternkarte d. nördl. Himmels. I^- â d.südl. Himmels. II. Erdkarte: Luft-und Meeres- strömungen.
III] E. V. SYDOW'S
HYDROGRAPHISCHER ATLAS.
27 Fliissiietze
über alle Theile der Erde, nebst Mnsterblatt und ÎηλÏβί- sung zu deren zweckmäfsiger Ausfüllung. 1847. Preis 1 Thlr. 4 Sgr.
IV] E. v. SYDOW'S GRADNETZ-ATLAS
in 16 Blättern, entworfen und gezeichnet von C. BAU., isn. Preis: 16 Sgr.
Die Karten dieses und des hydrographischen Atlas greifen als Flufsnetze und Gradnetze methodisch in den Gebrauch der Wan.d- und Hand-Karten ein, wodurch auch die repetitorische Seite des erd- kundlichen Unterrichts zweckniäfsige Hiilfsmitte] erhält. Die Karten sind alle einzeln verkäuflich.
E.T. SYDOW'S SCHUL-ATLAS
in 37 Blättern.
1848. 1§ Thlr.
Vorstehende mit I bis V bezeichnete Atlanten bilden eine Reihen- folge von sich gegenseitig unterstützenden Unterrichtsmitteln, und sind als solche insbesondere allen Lehrern der Erdkunde willkommen, wel- che in ihrer Unterrichtsmethode dem von Karl Ritter neubelebteu Geiste dieser Wissenschaft huldigen.
Dr. FBR». RdUTEiR's
Wand-Karte
des nördlichen gestirnten Himmels.
Die Sterne Ijell l)froortretcni auf fdjtoarjem ©runlif.
1849. Preis 2 Thlr. |
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Hühenmessungen in und um Thüringen.
Gesammelt, verglichen und mit Bemerkungen begleitet Ïοη Î. Î. Î. TO» HOFF. Î8:ί4. 4to. Mit Ϊ Höhenprofilen. Preis: Thlr. (3 FL 18 Kr.)
Diese Schrift enthält eine kritische Znsammenstellutig aller bis jetzt Torhandeneu Höhenraessungen vieler (über 1100) Puncte in allen Theilen Thüringens. Von diesen Bestimmungen ist der gröfste Theil neu, nud war bis jetzt nur handschriftlich vorhanden. Eine damit verbundene übersichtliche Darstellung der natürlichen Verhältnisse des Bodens von Thüringen und 7 lithographirte Durchschnitte dienen da- zu, ei» Bild von diesen Verhältnissen zu geben.
K. Î. von HOFF'^
GESCHICHTE der durch JJeher lieferun^ nachsewiesenen VERÃNDERUNGENderERDOBERFLACHE. I. Theil, eine gekrönte Preisschrift. 33 Bogen gr. 8. Mit einer Karte von Helgoland. 1S22. Preis: 3 Thlr. DesselbenBuchsII. Theil: GESCHICHTE des VUL-
CANE Ulf ν ERDBEBEN. 1824. Preis: 3§ Thlr. Desselben Buchs III. Theil. 1834. Preis: 3 Thlr.
In diesem Werke wird zum ersten Mal ausführlich ein Gegenstand abgehandelt, welcher von bedeutendem Interesse für den Naturkundi- gen, den Erdbeschreiber, den Geschichtsforscher und überhaupt für jeden iVeund der Natur und ά^Ï Erdkunde ist. DaFs die Behandlungs- weise diese Classen von Lesern nicht unbefriedigt lassen wird, dafür spricht das über den 1. Theil gefällte Urtheil der Kön. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, welche demselben den von der phys. Classe für das J. 1821 ausgesetzt gewesenen Hauptpreis zuerkannt hat.
~ CHRONIK
der Krdbeben und Vulkan-Ansbrüclie.
Mit vorausgehender Abhandlung über die Natur dieser Erscheinungen.
Von Î Î. Î. von Hoff.
Erster Theil. | Zweiter Theil.
Vem J. 8460 V. Chr. bis 1769 n. Chr. I Vom J. 1760 Ws 1805, u. von 1821 bis 1832.
1841. Preis: 5f Thlr.
Eine nachgelassene Arbeit des berühmten und gelehrten Verfas- sers der âGeschichte der Veränderungen der Erdoberfläche," die zu- gleich den 4*en und t^eu Theil des eben genannten Hauptwerkes bil- det. In der mit umfassender Gelehrsamkeit und bewundernswerthem Fleifi abgefafsten Chronik erhalten die Freunde der Naturwissenschaf- ten eine Fundgrube von Nachrichten über die bezeichneten Naturer- scheinungen,
UEBERSICHT
der geognostischen Verhältnisse
VhUrln^en^ und des Harjees.
Zur Erläuterung
einer orographisch-geognostischen Skizze dieser Gegenden
von
i^iinrtcl) Crii>n<r,
Herzogl. Sachs. Bergmeister.
gt. 8. 1843.
eine flare unb fafItc&e iDarficaung bcr genannten ©egenben, n)e^Ïe in geognotiifcfeic ÏίηίιÏί ju ben intereffanteften Seutfc^lanbe geboren. â ®ie betgegebene Ãacte: Thüringen und der Harz, SRoaäjiab Tsssffiiff/ tfi mittetfi lit^ograiJ^ifcben garbenbruieö geognoflifc^ tolottrt, ?)reiö beg SBuc^g unb bec Ãdrte 1| St)lr.
C«eo^no8tisc1ie Karte
des THÃRMGER WALDES. N.-West-Hälfte,
Nebst
einem Blatt mit 14 Profilen und mit Erläuterungen
von H. CKKiOIliKli.
1847. Preis: 1| Thlr.
Diese zwei schönen, mit grofsem Kunstaufwand colorirten Blätter gelten als einzig richtige Darstellung der geognostisclien Verhältnisse der genannten Gegend.
t t i
»SS THÃRINGER WALDES,
im Süden bis Meiningen, Suhl und Saalfeld.
Eotworfen und gezeichnet von
J. â¬. JBJEn.
Maasstab: 1847. Preis: 16 Sgr. |
Î. von SYDOW: Thüringen und der Marx, im Maafsstab von xööBööö· Eine physikalische Skizze nebst Begleitworten. 1841. Preis:! Thlr.
Die Bodenerhebungen und Thalsenkungen des auf dem Titel be- zeichneten, in seinen Gliederungen so mannichfaltigen und interessan- ten Landstriches, finden sich auf diesem kleinen Blatte aufs anschau- lichste dargestellt.
SScrg^awö' 21ÎηιαηαÏ
i)er iBelei)rung uni> Unteri)aliung auf bem ©ebietc
te (!Er^'-, iÎätt^er-, 'Oöiker^ unir 0taatnilumi»e
gewibmet.
4»« Sai)rs. mit 1 »tlbn. uni> 2 Ãarien. 1840. ^r. 2 S^tr, Satjrg. mit 1 Hilfen. «ni> 3 Ãarten. 1841. ^r. If S^lr.
Stefe inöaltrei^en 2iltnana(^e bieten ben greunben bec ©rbfunbe tn mannt^facbem SS5ed)fel njidjtige unb intereffante iDotjieUungen aul fflfi allen änjetgen ber geograjji), 5ÎÎιί[εηίÏαίί bar.
U η f e r e
mit tftrem SJioit&e.
ein SSeitrag jur allgemeinen SJerbreitung ber ©nfi^t in bae SBeltgebdube. SSon g, m. ©täf.
SJiit 3 grofen golto = Ãu?>fertafeln unb 2 fleinern, ^reiä: U 3;{)tr. (2 gl. 6 Ãr.)
®tefe igc^rift be^ianbelt einige bec ansie^enbiien Î¯Î¹Ï un6 togli^ bacjleUenben (äcfÏeiιlungen mit gcopec Ãlariieit unb §α§1ÏÏ1βίί unb wirb ba^ec jebem ©ebilbeten/ bec (Î¯Ï unterctÏten will/ wie Î±Î·Ï bem 3uesttblet)rrr unb bem »igbegierigen Sungling genügen. 83οη mehreren gunftigen Utt^eüen fe^ es erlaubt nur bas an^ufütjcen, n)elÏeβ Dr. Peterö jn ©reiben in feiner ®ÏÏÏ|[: âüeber das Studium der Ma- thematik auf Gymnasien" barüber falltj ®c ru^mt efi ,,αÎβ ein SBerf, bag an lt4tt)ollec S)atjieUung/ ÃBunbigEeit unb SwedmäftgSeit fetneg ©ÎβίÏβη [Ï
Ïί unb in biefec ίÎδÏΡÏÎ ba⬠SEBerf unfer« SSobe Î·Î¿Ï Ã¼bertrifft."
Mir. M. Möller's
geographisch- statistisches
HANDWÃRTERBUCH
Ãber alle Vhelle der £rde
mit besonderer
Berücksichtigung des S ti e 1 e r' sehen Hand - Atlasses.
3 Bände in Lex.-Octav. (85 Bogen). 1846. Preis: 4 Thlr.
®αδ publicum eri)olt in btefem SSerie ben ίÏοη längft beobft^ttg« ten 6otnmcntar pm @ίÎ6ÎβÎ'ί·Ïβη >|>anb>2itlag/ jugleid^ aber Î±Î±Ï ein allgemetnee geogcα1)^{fÏ=jiαttfttfÏeö aB6rterbuÏ, tt)elÏeÎ bie neuem άί)ηÎιÏ6η erfÏe{nungen an SBoUjianbigfeit (baSjelbe enti)ält über 60,000 3Crtifel) unb ©enauigieit übertreffen bitrfte. ®er ^aupttsorjug beffelben bejieljt nάÏilbem bann, baf bie aufgenommenen Siamen Î¯Î¹Ï Â»Î¬Î¯ÎÏÏ auf ben beften Ãarten, «είÏε anecianntermaafen bem ©ÎÏβίβÎ'ίÏβη 2itlag jum ®tunbe liegen, finben, baf fte Î·Î±Ï Original«ÃueEen ober Î·Î±Ï Î±mtίiÏeÏ ÏÎαÏιίÏίβη bettÏtigt, bag bie gcgenfettige Sage beröcte, bec Sauf ber gluffe, bie 3ÏίÏίÏ
ηβ ber ©ebtrge genau angegeben ftnb. SDiefe unvecanberlic^en ©runblogen eineö gcogrα}5ί)^ίÏen aBÏrterbuÏg werben tbm feine ®rαuÏbαrfeit immer ftÏern, wenn Î±Î·Ï bie ftαtiftifÏen 2tnt gaben, obgletÏ Î·Î±Ï ben bejten >&uifönutteln betgefügt, »ie cà ber Sia» tur ber @αÏβ Î·Î±Ï Î·ÏÏί anberS fei)« fann, oeralten foEten.
^err Ãonferenjcati) ©ÏumαÏer in 2tltona fügt ber in Str. 549 (30. Dct. 1846) feiner astronom. Nachrichten gegebenen Sin« jeige be§ Stiel er'sehen Hand-Atlas bie SSemcrfung ,,3u etni=
âgen eÏgliίÏeÏ Ãarteni@ammlungen, j. SB. Hall's Atlas, tjl «in ffiecs âieίÏni^ aller in bem 3ttlae uorEommcnben Crte mit betgefügter Sänge âunb aSreite unb ber 9lummer ber Ãarfen, auf ber fie fielen, gegeben, âbaä bei bem @ebrαuÏe ber .Karte fe^r bequem ift, jeigt gletÏ, âob irgenb ein gefuÏter Ort im 2ftlag enft)alten tfl, unb Wà man i^n âfinben ίαηη. fÏeint, bap ein folÏeS SSerjeidjnif οηΦ für ben ,,@tteIer'fÏen 2itla6 ηÏ|1ÏÏ fe^n würbe." â liefern αuSgef^)roÏenen 3ÎÏ
ηίÏβ wirb burÏ ba6 t)ier angezeigte âMöller'sche Hand-Wörter- buch" bereite in Î·Î¿Ï weiterem Umfange genügt, ba ieber JCrtifel ηίÏί nur bejlimmte ö^aÏroetfung ^um leisten 3(uffinben ouf ber betreffenben Ãarte enthalt, fonbern Î±Î·Ï burÏ bie beigefügte ©rlauterung in geogras Ï^ίίÏεÎ, jlααtliÏer, inbuftrieller unb |iαtijttfÏer .|)ÎηίίÏί wünfÏenswer= t^e aSeleijrung gewaijrt â jebenfalls ein bebeutenber SSorjug, ben biefec beutf^e Sommentar »or jenen engltίÏen Siomencloturen beljauptet. 2)te Ãangen unb «Breiten {jinjupfe^en'l)at ber SBerfaffer (f. «Borrebe jum I. aSanbe) αbίtÏtIiÏ Ã¼ermieben; für bie meiften Orte ber ©rbe 1let)t bie aSeftimmung iiirer Sage Î·Î¿Ï fo wenig fc(l, baf man bamit auf ein gelb »on @Ïwαnίungen ?iu gerat^jen ίήνÏίεη mug, wae lebigltÏ ber frittJ fÏen @iÏtung bec 2i|tronomen unb <Beograpi)en ferner anM'neia«'"" bleiben mag. |
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Dr. Î. B£ReHAUI§:
Die vereinigten Staaten von Nordamerika,
geographisch - statistisch, vorzugsweise nach Van der Straten Ponthoz geschildert.
Mit besonderer Rücksicht auf die
Deutsche Auswanderung.
Nebst zwei Karten entworfen und gezeirJiuet von Fr. von Siülpnag-el.
1848. geb. '21 Sgr.
S e t t f α b e η
fiir i>eii geogta^^ifc^eit UuUtvi^t
in ben uniern Ãiaffen
^tr ©^mnaftiti unb EealfcliuUn. S3on 5t. ^tctfÏnct^er,
$»cofciroc am SKeatgi^mnaftum Ï @oti)a. 1847. ^tr. sei), i SEijlr.
ATLAS SACER SIVE ECCLESIASTICUS.
üivcl)n\ii)i(toxiU\)n 21ί1α0
von Vh Wiltsch
in fünf gr. illiim. Karten. Real-Folio.
Mit Commentar. 1843. Preis: 3 Thlr.
INHALT;
I. Tabula geographica exhibens religionum, gentilis, judaicae christianae, eiatam, qui erat inde a temporibus Apostolo- rum usque ad annam CCCXI. ülfbmKitrte: Palaestina Jesu et Apostoloruni temporibus, II, Tabula geographicareligionis Christianae statum inde ab a. CCCXI usque ad a. DCXXII continens. |
litebfiikörtill: Descriptio sedium episcopalium, quae erant in Italia propria anno DCXXII. â Descriptio provinciarum ecclesiasti- caram Arelatens., Viennens., Ebvedunens.
UI. Tabula geographica statum relig. Chr. qualis fuit ineunte anno Chr. MLXXIII et quidem paulo ante Gregorium VII creatum, cum in Bomana, Constantinopolitana, Antiochena, Hierosolymi- tana, dioecesibus, tum in iis regionibus, quae extra has sitae erant, depingens.
Bebenkartin: Descriptio provinciarum in Caroli Magni imperio pariter, quam in Ãnglia ecclesiasticarum. â Descriptio cum se- dium episcopalium in Italia ante Gregorium Vil sitarum, tum S. Fetri patrimonii etc.
IV. Tabula geographica describens statum relig. Chr., qualis fuit medio a. Chr. MCCXVI, et quidem mortuo Innocentio III, pon- tifice Romano.
llebenkürten: Monasteria aeque majoris momenti, quam loca Gal- Hae, in quibus concilia inde ah a. DCCCXIV usque ad a, MCCXVI habita sunt. â Provincia Hamburgo - Bremensis, item parochia Caminensis episuopi exemti, aliaeque parochiae adjacentes provinciarum videlicet Gnesnensis, Magdeburgensis, Mognntinae, Coloniensis.
V. Tabula geographica statum repraesentans relig. Chr. qualis fuit anno exennte MDXVll sub Leone X, pontifice Romano.
ilebenkarten: Descriptio provinciarum aeque ecclesiasticaruiu in Italia sitarum, ac patrimonii S. Petri, a. Chr. MOXII. â Ecclesiasticae Galliae meridiem versus sitae provinciae anno WDXVIl. â Monasteria aliaque dioeceseon Mindensis, Pader- hornensis, Hildesheimensis, Halberstadiensis loca etc. â Mona- steria in parochia Caminensi. â Prussiae dioeceses ah anno MCCXLIII usque ad annum MDXVll.
Die günstigen Ucllieile über diesen Atlas von dem Prof. Karl Ritter iu Berlin und dem Prof. Dr. Guericke in Halle liegen vor, auch hat der Cous.-Rath Dr. A. ISie ander iu dem Vorwort (S. XII.) zum 9. Bde seiner âAllg. Geschichte der christl. Religion und Kir- che" auf den Werth des Atlas, der iu solcher Ausführung noch ohne Vorgänger i.st und eiu treffliches Hülfsmittel dem kirchengeschicht- lichen Studium durbietet, aufmerksam gemacht. â In fiudelbach's Zeitschrift ist nachstehende Beurtheilung zu lesen:
,,Die Hierographie vou Möller war ein nur sehr ungenügendes, ,,populäres Surrogat eines fehlenden wissenschaftlichen Werkes über âveranschaulichte kivchenhistorische Geographie, eities kirchenhisto- ârischen Atlas. Wiltsch hat nach langjährigen Vorarbeiten und ,,gründlichen Studien eine Arbeit geliefert, die in Wahrheit eine.Lü- ,,cke in der theologischen Literatur ausfüllt, und in ihrem gediegenen ,,svissenschaftlichen Werthe, wie in ihrer schönen künstlerischen Aus- ,,führung eine Zierde theologischer Bibliotheken seyn wird. Den âCharten geht eiue Descriptio vorher." |
PHTSIKALISGHER ATLAS
von
Dr. H. Î Î R G Î Î U S.
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In diesem Atlas wird es zum ersten Mal versucht, Alles, was sich auf die Physik der Erde bezieht, übersichtlich darzustellen. Die Freunde der Natur - und Erdkunde werden darin die mannich- faltigen Erscheinungen finden, welche der Luftkreis, das Wasser, der Ocean sowohl als die Flüsse i»nd Ströme des festen Landes, so wie die starre Erdrinde gewährt, nicht muider auch die Phänomene des Erd'Magnetismus, der Pflanzen- und Thier-Verbreitung g-eo- graphisch geordnet und gruppirt, auch auf eine Weise aufgefafst, die dem Auge wohlthuend ist; die in den beiden letzten Abthei- liingen gegebenen Darstellungen aus dem Gebiete der Anthropo- graphie, so wie zur Uebersicht der Vertheilung der Menschheit in Fölker/amilien und Völkergruppen sind vorzüglich geeignet lebhaf- tes Interesse zu erregen. feanii nicht fehlen, <Ja£s diese Karten, iu Verbindung mit den, in einer allgemein fal's- lichen populären Sprache geschriebenen Vorbemerkungen und Er- läuterungen, wesentlich da»« beitragen werde», Ate Kenntnifs von der natürliche« Be^^chafrenheit «n- )ierefii Planeten i« einem grofsen Kreiiüe k« ver- breiten. In diesem Gemälde der physischen Welt wird über viele Gegenstände die gewünschte Aufklärung gefunden werden, nach der man sich bisher oft ganz vergeblich umgesehen hat, nnd Je- der, der auf Bildung Anspruch macht, Avird darin nicht vergebens nach Nahrung für Geist und Gemüth suchen, so wie aufmerksame Beschäftigung mit diesen Karten eben so angenehme als lehrreiche Unterhaltung verschaffen wird. Die Karten der ersten 5 Abtheilun- gen bieten willkommene Hülfsmittel beim Studium von Alexander von Humboldt's plastischen Darstellungen und grofsartigen Na- turansichten in seinem berühmten âKosmos", und werden von dem grofsen Gelehrten selbst dazu empfohlen. |
Der Atlas hat unter den Naturforschern, den Geographen und dem gebildeten Publicum überhaupt schon einen so grofsen An- klang gefunden, dal's er (mit Ausnahrae der Pyräneischen Halbinsel und der Türkei) in alle Länder Europa's und selbst nach Amerika, direct von Gotha aus, verbreitet worden ist, während die Theil nähme für denselben fortwährend steigt. Der Präsident der geo- graph. Gesellschaft zu London, Mr. Hamilton, bemerkte in der Ge- neral-Versammlung des J. 1843: âDieser Atlas habe iu keinem Lande ,,Europa's seines Gleichen, und er könne daher nur seine Freude dar- âüber aussprechen , dafs ein so höchst schätzbares Werk durch Hrn. ,,Johnston in Edinburgh in einem englischen Kleide in Grofsbritaa- ânien allgemeiner werde." Und Coionel Jackson, der Secretair der geograph. Gesellschaft, sagte: âEr könne die Uebersetzung von Berg- âliaus' physikal. Atlas nicht dringend genug empfehlen; sie werde ein ,,grofses Bedürfnifs befriedigen und wesentlich dazu beitragen, einen âZweig der Geographie populär zu machen, der, obschon von höch- ,,stem Interesse, in diesem Lande (Grofsbritannien) gana vernachläs- âsigt worden sei," Die erwähnte englische Ausgabe des physikal. Atlas, mit der im 3. 1843 der Anfang gemacht worden, erfolgt mit ausdrücklicher Zustimmung und Unterstützung des Herausgebers sowohl, als des Verlegers der deutschen Originalausgabe. Diefs ist aber keinesweges der Fall mit einigen Nachahmungen, die der physikal. Atlas in Deutschland selbst hat erfahren müssen. Na- mentlich ist in Efelingen ein Atlas erschienen, der das Resultat der Forschungen, welche vielen Blättern des physikal. Atlas zur Grund- lage dienen, abgeschrieben hat, ohne die Ehrlichkeit zu haben, die Quelle anzugeben. Auf diesen Efslinger Karten läuft Alles wild durcheinander, und die Idee, >velche den physikal- Atlas hervorge- rufen hat, ist hier ganz verfehlt. Denn das Hauptverdienst einer Karte kann, neben ihrer geograph. Richtigkeit, nur in der Deut- lichkeit der Gegenstände bestehen, die sie /ur Anschauung bringt. Dafs man die meisten, wohl gar alle geographischen Momente auf einem und demselben Blatte zusammen fassen will, widerspricht durchaus der erwähnten Grundbedingung jeder Karte- Die Tren- nung der verschiedenen Momente, ihre abgesonderte Dar- stellung ist nothwendig, wenn geographische Zeichnungen ihren Zweck erfüllen sollen. So verfolgen drei in gleicher äufgereu Form für das gebildete Publicum bestimmte Atlanten:
der Stieler'sche für die neueste allgemeine geographisch-po- litische Kenntnifs,
der V. Spruner'sche für die Darstellung der Staaten-Geschichte, der ISershane'sche für übersichtliche Zusammenstellung alles dessen, was sich auf die Physik der Erde bezieht,
ihren Zweck nach festem vor gezeichneten Plane und ergänzen eich danach in gewissen Beziehungen gegenseitig.
Der Physikal. Atlas ist mit der im August 1848 erschiene- nen XVIIlten Lieferung beendigt worden. Er wird seitdem in zwei Bänden aussreffeben. von denen der erst». Î;» ------- j |
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I. Ãbtheilung. meteoToloi^ie (IS Bl.):
1. A. v. Humboldt's System der hotherm-Eurven. Weltkarte.
2. Die Isotherm-Kurven der nördl- Halbkugel. Polar-Projection.
3. Europa zur Ãbereicht der JVdrme- Verbreitung.
4. Die Haupt-Momente der Temperatur auf dem ganzen Erdboden, gegründet auf die Beobachtungen an 307 Orten. Graphische Darstellung des Ganges der Temperatur innerhalb der täglichen und jährlichen Periode in allen Zonen. Ãbersicht der mittleren Barometerstände am Meere und der Oscil- lationen des Luftdrucks.
fVindkarte der Erde, nebst barometrischer und thermischer Wind- rose. Verbreitungsbezirke eines Maurititis-Orkans 1809 und des westindischen Orkans im Aug. 1837.
8. Die Luftströmungen auf dem ISordatlantischen Ocean, im westl. Gebiet der Alten und im östl. Theile der Neüen Welt.
9. Hyetographische (Regen-) Karte der Erde.
10. Europa zur Ãbersicht der Regenverhältnisse.
11. Ãbersicht der meteorologischen Stationen in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden etc.
12. Summarische Ãbersicht der auf der ganzen Erde angestellten hyetometrischen Beobachtungen.
13. Geographische Verbreitung der Gewitter, a) in Europa; b) in Böhmen.
IL Abtheilung. Hydrographie (16 Bl.):
Erdkarte zur Ãbersicht der Fluthwellen. Das Deutsche Meer und Theile des Atlantischen Oceans. Ãbersicht der Fluthwellen und des Seebodens.
3. Der Atlantische Ocean, zur Ãbersicht der Strömungen, Handels- strafsen, der Temperatur, des Seebodens etc.
Oer Grofse Ocean, zur Ãbersicht der Strömungen, Handelsstrafsen, der Temperatur etc.
Das Indische Meer, enthaltend Temperatur-Verhältnisse, Luft-und Meeres-Strömungen, Handelsstrafsen etc.
Der warme Meeres-Strom des Atlantischen und der kalte des Grofsen Oceans.
7. Asiu-Eüropa in Beziehung auf das Fliefsende und seine Verthei- lung in Stromgebiete.
8. Stromgebiete der Neüen M^elt. a) Nord-Amerika; b) Süd-Ame- rika. Länge der Hauptströme in beiden Hemisphären.
9. Ãbersicht der bekannten Gabeltheilungcn des strömenden Was- sers â Hase, Else, Weser. â Arno, Chiana. â Orenoco, Rio- Negro, Amazonen - Strom. â Irawaddi-Saluän. â Mäkhaun, Anan, Mäprän.
Vermischtes: Schwankungen des Ostsee-Standes. â Strom-Nei- gungen: Wolga, Ganges, Donau, Elbe, Rhein, Rhone.â Karte und Profil vom Niederrhein. â Ebbe und Fluth im Niederrhein. Höhe einiger Landseen.
Hydro-historische Ãbersicht vom Zustande der Elbe in dem , Jahrhundert von 1731 bis 1830.
13. Hydro-historische Ãbersicht vom Zustande der Oder, von 1778 bis 1830.
14. Vergleichende Ãbersicht vom Zustande des Rheim, der Weser, Elbe und Oder von 1831 bis 1840. Nebst Kurven der jährlichen Periode des Bodensees und der Donau.
15. Die Ströme Rhein, Elbe und Oder, nach ihrem Verhalten in- nerhalb eines Jahres. Nebst Darstellung dieser Ströme seit 1728.
16. Hydrographisches Tableau der Weser, Weichsel und des Me- melstroms.
VHI. Abtheilung: Kthnosraphie (19 Bl.):
1. Die Völker Asiens und Eüropa's.
2. Verbreitung der Indo â Germanen und Semiten über die ganze Erdfläche.
3. Verbreitung der Deutschen über die ganze Erdfläche.
4. Ãbersicht von Eüropa mit ethnogr. Begränzung und mit den Völkersitzen im XIX. Jahrh.
5.1
6. ΠEthnographische Karte von Europa in vier zusammenstofsenden l.i Blättern. 8.)
9. Deütschland, Niederlande, Belgien und Schweiz: National-, Sprach-, Dialect-Verschiedenheit.
10. Ethnograph. K. der Oesterreichischen Monarchie.
11. Sprachenkarte von Frankreich.
12. Völker- u. Sprachenkarte der Britischen Inseln.
13. Ethnograph. K. des Russischen Reichs.
14. Völkerkarte der Indischen Welt.
15. Die Völker des Kaukasus.
16. Ethnograph. K. von Afrika. â Die Australischen und Polynesi- schen Völker.
17. Ethnograph. K. von Nord-Amerika.
18. Ethnograph. K· von Süd-Amerika. _ 19. Ethnograph. K. des Osmanischen Reichs und Griechenlands.
[NB. Die Karten rler VUT. Abth. sind in der 14. bis 1 7. Lief, enthalten.]
Dieser Atlas erscheint gegenwärtig in einer neuen Ausgabe abtheilungsweise zu Erreichung doppelten Zweckes, einerseits, um denen, die die Ausgabe für das Ganze auf einmal scheuen, Gelegenheit zu bieten, die Anschaffung allmählich zu beimriea und doch jedesmal einen für sich
geschlossenen Abschnitt in die Hände zu bekommen; andererseits, um den Ansprüchen zu genügen, die vielfach an die Verlagshandlung gestellt worden sind, die AUMlungen einzeln beliehen m TcHnnen, so ÎνÎβ gerade Studium oder Bedürfniss auf einen oder den andern der in dem Atlas behandelten Gegenstände hinführen.
Durch diese abtheiiungsweise erscheinende Ausgabe ist übrigens die Ausgabe des vollständigen Atlas keineswegs gehemmt, es Îverden von derselben stets Exemplare in schönem Einbände zu Thlr. bereit gehalten und können durch alle Buchhandlungen bezogen werden.
Der Preis der Isten Abtheilung âMeteorologie und Klimatographie" ist: 5 Thlr. Die Ute Abtheilung: âHydrographie'' soll Anfang 1850 zur Ausgabe kommen, und die folgenden sechs Abtheilungen werden iu rascher Folge erscheinen._
©otl)«, ^rfjitfäprilfmiirudt »it CEitflelljari» - Ãep^crfdjtn $ofbud)iirud\eret. 1849.
HI. Abtheilung: «eologie (15 Bl.):
1. Erdkarte zur Ãbersicht des Starren und Flüssigen, so wie der Verschiedenheit der Oberflächen-Gestalt.
2. Bergketten in Asia und Eüropa. Vulkanreihe von Djava. He- bung der Insel Reguain. Vulkanreihe von Luzon. Europa's Haupt-Gebirgs-Systeme.
Eüropa in geologischer Beziehung nach den Hauptmassen der Gebirge-Formationen. ^
Karte von Süd-Amerika zur Ãbersicht der Unebenheiten des Bo- dens. Hochland von Quito mit Quer-Profil. â Bolivia.
6, Bergketten in Nord-Amerika. Profil des Tafellandes von Mejico. â Insel Trinidad. Plan des Vulkans Jorullo.
7. Die vulkanischen Erscheinungen der Alten Welt in und um den Atlantischen Ocean.
Specialia vom Vulkan - Gürtel des Atlantischen Oceans, â 20 verschiedene Kärtchen und Ansichten enthaltend. Karte von dem Vulkan-Gürtel und den Central-Gruppen des Grofsen Oceans. Nach L. von Buch.
Die Vulkanreihe von Guatemala , die Landengen von Tehuante- pec, Nicaragua und Panama, und die Central-P'ulkane der Südsee. Idealer Durchschnitt eines Theils der Erdrinde. Mit Pflanzen- und Thier-Abbildungen. Doppelblatt.
Geologische Karte von Deütschland und den anliegenden Ländern.
13. Specialkarte vom Riesengebirge, geognostisch colorirt.
14. Geologische Profile von Deütschland im Allgemeinen und vom Riesengebirge insbesondere. â Tertiärbecken von Paris.
15. Hochthal von Quito mit den Vulkanen Pichincha und Antisana. Vulkan von Gedee auf Java. â Korallen-Gruppe der Keeling- Inseln. â Die Pyrenäen mit geolog. Kolorit und Profilen. â Der Himalaya mit Profilen. |
IV. Abtheilung: Magiietismue (^ Bl): Wachsende Karte der magnetisnhen Meridiane u. Parallelen. Die magnetischen Meridiane und Parallelen, in stereographischer Polarprojection.
Wachsende Karte der isodynamischen Linien. Die isodynamischen Linien in der Horizontal-Projection. Karte für die in den Jahren 1827 bis 1831 beobachteten Werthe der Declination.
V. Abtheilung: PflaiiKen^eographie (6 Bl.): Umrisse der Pflanzengeographie. Zur Ãbersicht der V^erbreitung der Pflanzen in wagerechter sowohl, als senkrechter Richtung. Mit Skizze einiger Pflanzenformen.
Verbreitungs-Bezirke der wichtigsten Kultur-Gewächse, Getreide- arten etc.; Cacao, Vanille, Coca, Chinawälder; Zucker, Kaffee; Thee, Gewürze. Pflanzenformen.
Tabellar. Darstellung der Statistik des Gewächsreiches in Eüropa. Botanisch-geographisch-statistische Karte von Europa. Schouw's Ubersicht der Verbreitung der wichtigsten Kultur-, Baum- und Strauchgewächse in Europa. Mit Angabe der Isothc- ren und Isochimenen.
Botanische Karte von Deütschlaiid, enthaltend die Statistik der vornehmsten Pflanzen-Familien. â Verbreitung der Phaneroga- men. â Temperatur-Kurven. NB. Die Abtheilangen I â V. sind iu der l. bis 11. Lief, enthalten.
VL Abtheilung: Zoolo^itriiiche C}eog:raphie (12 Bl.):
Verbreitung der Vierhänder, der Beutel - und zahnlosen Thiere, sowie der Dickhaüter. â Mit Thierabbildungen. Verbreitung und Vertheilung der Raubthiere.
Jagdgebiet der sogen. Pelsthiere. â Schauplatz des nordischen Walifisch- u Robbenfangs. â Verbreitung dea Katzengeschlechts. Verbreitung und Vertheilung der Nagethiere und der Wieder- käuer. â Verbreitungsbezirk des Sumpfbibers. â Verbreitungs- bezirk der Gemse in den Alpen.
Verbreitung der vorzngl. Saügethiere in der Alten Welt. Verbreitung der vorzüglichen Saügethiere in der Neüen Welt.â Mammalogische Monographien: a) des Erzhzgth. Oesterreich; b) des Indischen Archipelagus.
Statistische Ãbersicht der Saügethiere Eüropa's nach ihrer geo- graphischen Vertheilung. Verbreitung der Saügethiere in Eüropa.
Allgemeine ornitho- und erpetologische Erdkarte zur Ãbersicht der Vertheilung der Vögel und Amphibien.
Statistische Ãbersicht der Eüropäischen Vögel nach ihrer geo- graphischen Vertheilung.
Verbreitung u. Vertheilung der in Eüropa heimathlichen Vögel. Versuch einer Schlangen-Karte.
NB. Die VL Abtheiliiiig ist in der 12. und 13. Lief, enthalten.
VH. Abtheilung: Aiithropologitsche Daretellung^en·
1. Verbreitung der Menschen-Rassen. â Ãbersicht der Nahrungs- weise und Volksdichtigkeit in den Ackerbauländern. â Manches zur Physik des Menschen. â Charakteristische Abbildungen von Köpfen und Schädeln.
2. Geographische Verbreitung der vornehmsten Krankheiten auf der ganzen Erde. â Charakter-Krankheiten in Nord-Amerika und den Antillen. â Süd-Afrika^s Klima. ââ Gang der Cholera.
3. Bekleidungsweise der Bewohner des ganzen Erdbodens. Nebst 15 Trachten-Bildern für: a) Völlige Nacktheit, b) Kleidung von Thierfellen, c) von Thierwolle, d) von Baumwolle, e) von an- dern Pflanzenzeügen.
4. a) Geogr. Verbreitung der Religionen, b) Die geistige Kultur der Menschen nach ihrer geogr. Verbreitung, c) Beschäftigungs- weise. d) Regierungsweise.
NB. Diese VII. Abtlieilung ist in der 18. Lief, enthalten.
INHALT von BERGHAUS' physikaliscliem Haud-Atlas. |