ocr page 1

IV. BehaiidiuDg der Nafep - Polypen. i53

ieiclit blutete/, und ftillte die nachher erfolgende
SJutung mit einer in Weingeift getauchten Schar-
pie. «5)

12.

Pet. Default fuchte die Levret'fchen Tnftru-
i^ente, die nachher noch für die Mutter - Polypen
^on David, Herbiniaux, Brasdor und
^ellocq verändert Avorden waren, dadurch zu
^erbeffern, dafs erfie noch einfacher machte. Seine
Inftrumente beftanden aus zwey Führern und ei-
fern Schliefser der Schlinge. Der eine Führer der
»Schlinge ift eine fieben Zoll lange, etwas gebogene
I^öhre, mit zwey Ringen und an dem obern Ende
einem ausgehöhlten Knopfe verfehn. Der an-
dere Führer ift eine ähnliche Röhre, die einen
oben ausgefohnittenen Stift enthält, welcher fich in
einen Ring endigt. Der Schliefser der Schlinge hat
eine ähnliche Form, nur dafs er mit einem Aus-
fchnitte zur Aufnahme des Kopfes eines von den
erften Stäben verfehn ift. Mit diefen Werkzeugen
legte Default die Schlinge fehr leicht um, die er
wie aus Silberdraht, (der beym Drehen leicht ab-
bricht,) fondern aus eJaftifchen Faden machen liefs,
i^ind fchnürte die Schlinge überhaupt nicht durch
Umdrehen, fonderö dt^rch den Schliefser der
Schlinge

Vogel in Altorf erzählt einen feltenen Fall,
^o er «Wey Polypen, deren einer in der Nafe, der
^J^dere im Gaumen bey derfelben Perfon fafs, durch

Unterbindung mit der Theden'fchen Zange

65) Cbi'rorgiTch. meak. Beobacbt. B. I. S. 170. I

DejkuL·'^ dururgUcherNacWaf?, S, Π, Tk 4. S. iaf»