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ZUR SYNTAX

DER

PRONOMINA

IM

^ V E 8 T

VON

Dr. W. GALAND.

VeröH'entliclit durch die Königliche Akadcmic der Wisscnscliaften in Amsterdam.

AMSTERDAM,

JOHANNES MULLER.

1891.

RIJKSUNIVERSITEIT UTRECHT

0738 7875

WiLlOTHEEK DER

RIJKSUNIVERSITECE U T R E C H Tl'

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V O R REDE.

„Vorausgcschickt muss werden, class cine vergleichendo Syntax des Iranischen, Indisehen und Grieehischen ihre volle wissenschaftliche Berechtiguug hat.quot;

Jolly, Ein Kapittel vergl. Synt. s. 118.

Wer es unternimmt die syntax der sprache der Alt-ostêraniër zu untersuchon, so weit diese uns aus ihren heiligen büchern, dem Avesta, bekannt ist, hat mit eigenthümlichen beschwerden zu kampten. Denn erstens bietet das Avesta, in der gestalt in welcher es zu uns gekommen ist, eine verhaltnissmassig kleine literatur; daraus folgt, dass man sich oft gezwungen sieht aus zwei oder drei stellen den syntaktischen gebrauch eines wortes zu bestimmen ; dann ist das „avestischequot; nicht einmal eine einheitliche sprache, denn die Gatha's — lieder, hymnen — sind in einem alteren dialekt verfasst als das sogenannte jüngere Avesta (yasts, vendidM, vispered, yasna), sodass das schon enge gebiet noch mehr eingeengt wird ; drittens ist ein grosser theil auch des jüngeren Avesta zum theil im versmass zu uns gekommen, zum theil wenigstens ursprünglich in gebundener form abgefasst gewesen ; prosa ist durchgiiiigig nur der Vendidad, und selbst in diesem zeigen sich hie und da metrische stollen. Es wird somit höchst schwer sein eine die lebendige sprache beschrcibende syntax dor alten sprache der Ostêraniër zu liefern, weil ja der normale sprachbau sicli in der prosa, nicht in der poesie findet. Aber für syntaktischo untersuchungen bietet das Avesta noch mehr und noch grössere schwierigkeiten, denen freilich auch der exeget rechnung zu tragen hat. Bokanntlich strotzt das Avesta von syntaktischen ungenauheiten und groben sprachfehlern, die desto auffallender sind, weil sie zuweilen mitten in zweiffellos correct üherlieferten stellen auftauchen. Nicht selten steht das subject im accusativ, das object im nominativ, werden die verschiedenen casus mit einander verwechselt u. s. w. Augenscheinlich sind in stücken, wo sich solcherlei abirrungen finden, leute thiltig gewesen, denen die einstmals lebendige Ost-êranische sprache nichts weniger als gelautig war und die vielleicht stücke zu redigiren batten, die ihnen von vorigen generationen her mündlich und weniger gewissenhaft, als ihre nachbarn am Indus und Ganges

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LETTKRK. VKRH. DKR KONINKL. AKADEMIE. DEEL XX.

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VOKREDE.

das thaten, überliefert worden waren; mancher unter diesen redacteuren, mit einer dürftigen kenntniss der ausgestorbenen sprache ausgestattet, wird sich audi berufen geachtet haben die heiligen texte ausznbreiten. Dass in der leben-digen, von den gebildeteren gesprochenen (und geschriebenen ?) sprache derartigen abnorrae erscheiimngen bestanden batten, ist kaum glaublicb; und aucb der hinweis auf die spateren Achaemenideninschriften ist nicht itn stande die be-bauptung zu stützen, dass im A.vesta die gemeinten abnormitaten zur lebendigen sprache gehort hiitten. Man kann doch die sprache nicht verantwortlich machen f'iir die schnitzer, die dieser oder jener in seiner unwissenheit macht; und die proclamationen des Artaxerxes Mnemon können sehr wohl von einem hofbeambten abgefasst sein, des es mit den grammatischen regcln nicht allzu genau nahm. Es ist ja schwer an „sprachverderbnissquot; zu glauben, da wo z. b. akunas statt des allein richtigen akunaus steht, wahrend es in einer spateren inschrift wieder ganz richtig akunaus beisst.

Also der zustand, in welchem unser Avestatext vevkehrt, verbietet es, meine ich, überall gewaltsauie verbesserungen und anderungen vorzunehmen, urn die sprache mit den regeln der grammatik in einklang zu bringen. Wie bei mancher anderen sache, weiss mann aucb hier wohl wo man anfangt, aber nicht wo man aufhört. So lange wir noch nicht geuau wissen, welche die eigentlichen ursachen dieses zustandes des verderbnisses sind, ist das verstandigste und be-sonnenste verfahren, einfach zu constatiren, dass z. b. da und dort ein instrumental als subject auftritt, dass einem dual gelegentlich ein verbum in singulari folgt u. s. w. Wer sich aber bemüht die syntax des Avcsta zu untersuchen, muss dann seine aufgabe dahin beschranken, dass er absieht von denjenigen stellen, wo die grammatik aus ihrem geleise gerathen ist, wo constructionen stehen, von denen man überzeugt sein kann, dass sie niemals in einer lebendigen indogevmanischen sprache haben bestehen können. Freiiich liisst man so der subjectiven kritik grossen spielraum, weil jeder für sich zu entscheiden bat, was seine aufmerksamkeit verdient, und was unbeachtet bleiben kann. Ich habe mich zwar bemüht in dieser hinsicht die schranke der aonpQoavvi] einzuhalten, der sachkundige leser aber wird entscheiden ob mir das gelungen sei. So habe ich z. b. beim relativpronomen nicht einmal die frage behandelt, ob dasselbe gelegentlich aucb ausgelassen werden dürfe, habe ich nicht die falie untersuciit, wo das relativ nicht in numero und genere mit der bezugsmasse tibereinstimmt, z. b. wo ein masc. sng. yó auf ein neutr. plur. zurückweist u. s. w.

Weil das studium des Avesta erst in den letzten decenniën streng wissen-schaftlich zur hand genommen ist und wir erst jetzt eine gute — freiiich noch nicht gauz vollstandige — ausgabe der heiligen texte besitzen, durch welche

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VORREDE.

die basis für unsere operationen so fest gelegt ist, als unter rleu angedeuteten verhaltnissen möglich, woil noch so mancho stelle ganz uuaufgeklart bleibt odor nur zum theil verstanden wird, versteht es sicli, dass untersuchungen nach der syntax des Avesta nicht durch dogmatische ilusserungen gefördort werden, sondern dass der untersucher sein terrain fuss vor fuss zu recognosciren bat, dass er nicht selten gezwungen ist, gegen die ansichten anderer gelehrten zu polemisiren, und dass schliesslich manches „non liquetquot; seine schritte hemmt. Dieselbe ursache bat es auch, wenn ich um raeine ilusserungen zu belegen vied rnebr stellen citire, als in einer wirklichen „syntax der pronominaquot; nöthig ge-wesen ware. Zu einer vollstandigen syntax des Ost-êranischen kann mann nach meiner ansicht vorlaufig nur materialien sammeln; was nun Hübscbmann für die Casuslehre und Jolly für die Moduslehre geleistet bat, hoffe ich iin folgenden für die lehre der pronomina zu thun, obsclion ich mir klar bewusst bin, wie fern meine arbeit hinter denen der genannten gelehrten zurückgeblieben ist.

Durch die güte des Herrn Pruf. ür. Boot, sekretar der Kön, Akndemie der Wissenschaften, habe ich die bemerkungen der Herren Tiele und Speyer in ihrer beurtheilung meiner abhandlung, soweit ich damit einverstanden war, noch benutzen können.

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Breda, September 1890.

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ZÜR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

-----T^i'T?'

I. DEMONSTRATIVA.

Dlt;as Avestische besitzt vier demonstraü onomina :

a. das vom stamrae ta- abgeleitete.

b. das von den stammen a-, i- „

c. das vom stamme aëta- „

d. das vom stamme av- „

a. Das pronomen ta-.

§ 1. Von diesem pronomen sind zn belegen: Sg. nora./w, Ae,/lt;as-(Gathisch: hvó) !); hd ; taf. — ace. tem ; tam ; tat. — instr. ta. — Dual ta (y. 30. 3.4). — Plur. nom. tói, të, taêca ; tdo, tnosca; ta. — acc. têng, ta; tdo, tdosca; td. — instr. tdis. — dat. taêihyó (nicht ganz siclier, Bartholoma A. F. II liest y. 44.6 mit einigen IISS taihyo ; statt taêihyó in y. 34.1 ist taihyó zu lesen, vgl. BB. XV s. 253).

Noch einige andere formen werden angenommen, nl. tahê, vd. 6.29, statt dessen ca hë zu lesen ist, Verf. K. Z. XXXI. s. 264; Vend. 3.14 = 7.24 steht të aësdm paiti sraoë; hat man hier taësam zu restituiren, oder ist es ein ge-

') hvó natürlicli etymologisch von ho versclileden, vgl. note ad § 90. Ausserdem nimmt Bnrtlio-lomii nocli elnen nomin. liiio an, der sleh decken soil mit gr. ovlros, Skt. .só/ aber an allen stellen, wo dies Mo vorkonnnt, stelit die v.1. hdu daneben ; audi an der stelle yt. IS).50 nuf welche Geiger (aog. s. 143) sein Mo, das er überall ini Aogemadaicu aufgenommen hat, stützt, liaben fast alle HSS. Mn.

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ZUR SYNTAX DEll PHONOMINA IM AVESTA.

dankenlos formierter genit. pl. zum nom tê aêtê (— skt. té éte Qat. Br. VII. 5. 2. 37), Vend. 5.41 ? Nach Hübschmann, zur Casuslehre s. 211, sollte Vend, 3.29 statt tê iïbya : taëibyó lierzustellen sein ; schwerlich richtig, denn die worte sind aus y. 32,] 5 herübergeschleppt, wo tót' uhjd.

§ 2. Der gewöhnlicliste gebrauch dieses pronominalstammes ist, dass er auf etwas zurückweist das schon vorher genannt war, ganz wie dasselbe pronomen im altindischen, vgl. Delbrück A, I, S. § 139, Speyer, Sanskrit Syntax § 275,2 z. b. . „mit diesem heiligen Geist {td) dem in str, 1 genannten) raögest du, Ahura Mazda, das gericlit abhalten; denn dieses {ha auf vtdêiitm gehend) wird viele willig bekehren (y 47.6); „wir erwahlen euren heiligen guten gehorsam ; dieser {hd auf drmaühn) soli uns bleibenquot; (y 32.2) ; „wer das lohn {taf mtzdem geht amp;\x{dasd aspdo ustremcd in str, 18) nicht gibt dem, der es verdient..quot; (y 44.19) ; „wer ist im anfang der erzeuger und vater des Asa ? wer sehuf der sonne und den gestirnen ihre balm ?. .. das (tdctt) und noch anderes möchte ich wissen.quot; (y. 44. 3); „und wer zu ihm {têm, nl. dem bekehrten aus str. 5) nicht gehen magquot; (y 46. 6); „dem Fraëaostra gib das vereinigt werden mit dem Asa ; das {taf) frage ich dich, Ahura Mazdaquot; (y 49. 8); — „er betete mit lauter stimme. . , diese stimme {hó vdkhs) drang bis zu den sternen (yt. 10.89); „der zweite Berg ist der Zairidha . . . auch dieserquot;... {hascif, yt. 19.1); „das (tdosca, die vorher genannten) sind meine namenquot; (yt. 1. 16); „mit diesen worten (td vaca geht auf das § 17—21 von Ahura gesagte) beruhigte Ahura Mazda den Zarathustraquot; (Vend. 5.21); „sind die leute zu salviren, welche aas eines hundes oder men-schen gegessen haben ?quot; Es antwortete Ahura Mazda : wnein Zarathustra, diese {taêca) leute sind für die hölle bestimmtquot; (Vend, 7.24); u. s. w. Natürlich braucht das pronomen nicht immer auf ein wort zu gehen, auch auf einen ge-danken in den vorhorgenannten worten enthalten kann es zurückweisen z. I), „und diesem glauben ist von Mazda das Wahre innegelegt, um (den menschen) das heil zu bringen, dem afterglauben aber die Lüge, um (die menschen) zu verderbcn ; darum {td) strebe ich nach dem verblinde mit dem Guten Geistquot; (y 49.3) ; „spreche die worte aus den Gatba's die zweimal, die dreimal, die viérmal zu wiederholen sind, dann {aipi td eig. „nach diesemquot;) wird das lei-chengespenst entfiieheuquot; (Vend. 9.46).

§ 3 a, ünser pronomen weist auch auf etwas, das zwar nicht im vorigen genannt war, aber als allgemein bekannt vorausgesetzt wird. In diesem falie entspricht es dem deutscben jener, lat. ille, gr. sxeivos, skt. ta- (vgl. Delbrück § 137, Spejer § 275.1); z. b, : td vê urvdtd (y, 31.1); idt mainyü (y, 30, 3.4): „das bekannte Geisterpaar, die beiden Geisterquot; ; têny pathmêng hucistois (y 46A): „in jene raume des guten glaubensquot;; tem dziUóis mdthrem (y, 29. 7). Aus

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ZUB, SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

dem jüngeren Avesta citire ich: kva tu ddthrd bavainti (Vend. 19.27): „wo werden jeue abrechnungen gehalten.quot;

§ 3 b. Von bier ist der übergang zu demjenigen gebrauch loiclit, wo das Avestiscbe flemonstrativ ganzlich mit unserem artikel (dem bestimmt-indivi-dualisirenden 1) gleichwertliig ist, wie denn aucli schon z. b. ein td ddthrd (1.1.) richtig übersetzt ware mit : „die abrechnungen.quot; So heisst das leichenge-spenst: hd druhhs (Vend. 9. 13j; von der Ardvi Süra wird gesagt, dass sie einen edelstein trage upa tam sriram manöthrïm „an dem schonen balsequot; (yt. 5. 1quot;27, vgi. Yend. 13. 30); „wer auf seine (des hundes) stimmo erwacht, nicht (wird) ein dieb in dessen hauser (kommen)quot; (Vend. 13. 40), der textliat: mit he tdo visa; — ava id any a mayha diti.jasoit (Vend. 9. 31): „zu den anderen griibenquot;; ava td [diti\ nmdna diti.jasoit (ib. 32): „nach dem {— seinem) liause gehe er.quot;

Dass der promominalstamm ta jemals audi die function unseres generischen artikels geliabt haben, linde ich nirgends im Avestn. Auf den ersten anblick könnte man meinen, dass in den anfangsworten von Vend. 7 : ddtare kat td nara irista aësa drukhs yd nasus upadvasaiti diese bedeutung sich finde in td nara : „die todtenquot; (im allgemeinen). Man hat aber, meine ich, diesen Pargard als directe fortsetzung des sechsten anzusehen, und folglich td für zurückwei-send zu halten.

§ 4 a. Einige male weist dieses pron. auch voraus {tat = „das folgendequot;), speciell in den Gathas : tat thwd peresd er es mói vaocd ahurd (y. 44); hamem tat (y. 32.16) „das bleibt bestandig : (?); yèzt alhd sta haiihtm .. at taf mói dakhstem ddtd (y. 34.6): „wenn ihr wirklich bestehet. ., so gebt mir das als ein zeichen :quot; (nach Geldner, BB. XV. 258); daidt asd tam as tin vanhêus d-yapid manaüho (y. 28.7): ,.gib mir, o Asa, diesen erfolg (diese asi, als term. techn.: den im jenseitigen lebon erwarteten lohn) : die beglückungen des Guten Geistes (= das Paradies).quot;

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§ 4 b. Olme nachdruck gebraucht kann es einen erst im folgenden zu nennenden gegenstand schon im voraus andeuten, anticipiren, wie z. b. 6 im Homerischen o lt;f aneifieto (flog 'Udvffffsi'g ; so steht es in : at ahurd hvö mainyüm zarathustró verentê yastë ciscd tpênistó (y 43. 16): „Z. erwahlt sich jeden liei-

') Generische bedeutung hat der artikel, wemi er „ein bloss gedachtes (beliebiges) individuum gleiclisam als musterbild zum vertreter einer ganzen gattung machtquot;, z. b. in : „der adler heisst könig der vogel,quot; „der winter ist eine der jahreszeitenquot;; individualisirende bedeutung dagegen, wenn er einen gegenstand als bestimmt oder schon bekannt (erwahnt) hervortreten lilsst; z. b. in: „der winter, der jetzt eingetreten ist,quot; „der adler, der dort fliegt.quot;

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ZUE SYNTAX DEE PRONOMINA IM AVESTA.

ligaten Goist von dirquot; ; hvCgt; vtciro ahuro (y 29. 4^: „er, Ahura, hat die ent-soheidungquot;; hvó.. maidhydmdonhd (y. 51.19). — In den obliquen casus wird meist eine enclitisclie form (wie im Homerischen : r] fur 'éysiQsv Navöixaav) gebraucht (vgl. § 103); einige male findet sich auch eine form des demonstra-tivstammes a- (vgl. § 7). — Fiir diesen gebrauch babe ich nur zwei jungaves-tische stellen finden können, wo keine correlation vorhamlen ist M : azem bdit turn td nipayëmi vlspa vohü mazdadhata (yt. 5. 89) ; ho bd aPso as... asemaoghó (Vend. 9.52, vgl. note zu § 13).

§ 5. Fur die verbindung des ta- mit andoren pronominibus kenne icb nur einen beleg, y. 34.7: naêctni têm anijnn vaêdu ynhnat ah% aiha ndo thrdzdüm : „ich kenne keinen solchen (= der das vermochte) ausser euch, o Asa, so be-schützet uns.quot; têm bedeutet; „00 und so (wie angedeutet) beschaffen,quot; vgl. RV. 8. 65. 7 : tdm tvd vdyam havamaJte ; 7. 06. 13 : rtavdna rtdjdtd rtdvfdho... tésdm valt sumné sydma; vgl. Delbrlick § 138 und Speijer § 278, 445. In Vend. 18.6: tern dim mruyuo dthravanem yó.., scheint dim nur zur hervorhebung des vorhergehenden wortes zu dienen, wie dit hinter hdo im Aog. 77.

Auch allein hat ta- die bedeutung „so und so beschaffen,quot; „talisquot; : têm vdo ahüm dregvantó daênd naësat (y. 31.20): „in ein solches (wie vorher gemalt ist) leben wird euch eure Dacna fiihren, ihr Ketzer !quot;

§ 6. Ein ganz gewöhnlicher gebrauch, auch in den Veda's regelmassig, ist die anwendung des ta- in correlation mit dein relativum. Weil nun aber die sprache des Avesta, wie schon oben bemerkt, nicht mehr die vollstandige declination dieses stammes besitzt, fragt es sich, welches pronomen die erman-gelnden casus ersetzt hat. Das syntaktische paradigma nun fiir das pronomen demonstrativuin, wenn correlat mit einein relativ (er-der; der-welcher), ergiebt sich aus folgenden citalen :

(Mthisch: Sg. nom. yê. . hvv) hvó.. yê (y. 33.3, 31.6 und passim) acc. yas.. tern (44.19), tdm... yd (43.10, 49.6).

instr. td.. yd (43.4).

dat. ahmdi.. yr (31.6); ahmdi.. yahmdi (43.1).

gen. ye., ahyd (46.8); yêhyd .. ahyd (45.6).

abl. ah mat., yê (45.11).

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loc. yahmt... ah mi (43.6).

') Fiille wie z. b. hd asis.. yat (y. 9.4), tao... ydo dkannam fravasayo (j't. 13). uinht'.... yat yasnalilca vahmahlca (y. 1.23), ha yd daSua mdzdayasntii (Vend. 5.31), ha... yd daêoa drukhs (vend. 18. 37) siml also nicht hierhar zu ziehen ; die fiille geboren unter § 6.

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ZUÏ. SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

PI. nom. tói.. yói (30.d) •, yê (sing. coll.)... tói (33.2). acc. têny.. yói (32.1); yói.. ta (51.22).

instr. tdis... yaêsu (34.9); tdis... yêng (46.16). dat. aêibyó.. yói (32.12); yói... aêibyö (34.8, u. s. w.) gen. yd (instr. sng. neutr. coll.).. aêsam (34.1).

neutr. pl. : td.. yd (31.14); yd., td (46.9^.

Jungavestisch : Sg. nom. yó.. ho (vend 3.31); hu., yd (vd. 5.21).

acc. tem., yim (y. 9.24); tam., yam (vend. 5.1). dat. ahmdi.. yö (yt. 13.24).

gen. ahê.. yó (y. 10.12).

loc. ah mi... yó (y. 65.7).

Pl. nom. taëcit.. yói (y 9.22); tdoscit.. ydo (y 9.23.) acc. td.. yd (y 70.1).

instr. aëibis.. yói (y. 9.22),

dat. aêibyó... yói (visp. 3.21); yó (coll.).. «Zn/d (y. 10.9). gen. aêsam... ydis (y. 19.10); donham., ydo (vend. 5.4). neutr. pl. td.. yd (yt. 13. 153).

Man ersieht aus diesou citaten, dass überall wo die declination des ta- defect ist, der a- stamm eintritt, was noch deutlicher ist an solchen stellen, wo beide pronomina neben einander gebraucht sind : cvat hó na asayêiti cvat ahmdi nairê mtzdem ahhot yó... (air. 4.4). Man vergleiche: vtspë tê ratavó yói (y. 2.10) mit : vtspaêibyó aêibyó ratubyó yói (y. 3.12).

Im allgemeinen liebte der Eraniër es 1) auf ein relativpronomen durcb ein demonstrativpronomen vorzubereiten; wahrend wir sagen: „der wind triigt den speer fort, welchen dor MiUirafeind scbleudert,quot; sagte der Eraniër: „diesen speer welchenquot; (yt. 10.21); so lieisst z. b. td syaothna varsta yd (Vend. 15.1): „die thaten, welchequot;; vgl. aêsö nd yó yaozddthryó (Vend. 9.39) ; aêtahê nars yat iristókasahê (3.15), ha ca avainhat vtsat yat mazdayasnóit (19.62): „aus dem Mazdayasnischen hause.quot;

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Nach einem comparativ ist der ablativ ahmdt, vorausweisend auf den folgen-gen yatha-samp;t?, fast regel, z.b. ydo masyêhts ahmdt... yatha vaca framravdirë (yt. 13.64). Audi in dem bokannten mdnayen.... yatha (eig. man möchte meinen wie) = „gleich wiequot; findet man moist ahë: mdnayen ahê yatha. 2)

0 VVie er es noch liebt, vgl. •/.. b. Salemann und Shukowski, Persische Gramrnatik §§ 19.37. ;) Wie ist hier der geuit, ahê zu erkliiren ? Und ist es überhaupt ein genitiv? Statt mumyen nfö yatha steht au drei stellen (Vend. 5,33, 7.67, 9.48): manayen ha... yatha. Vielleicht ist alii an einigen stellen interjection, z. b, yt. 24, 22 : tum. ahê puthru kam vtUdspdi.. avajasdi.

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ZUR SYNTAX I)Kil PRONOMINA LM AVESTA.

§ 7. Aber nicht bloss in correlation mit relativis wird das paradigma des ia- stammes durch die forraen von u- erg-iin/t, auch im anaphorischen g-ebnuicli (§ 2), z. b. : ho (nl. Sraosa) no it tarstó frdndinaitë. . fra ah mat paró vtspr. (larva anusó tarsta nementê (y. 57.18): „er fiieht nicht aus furclit vor den teu-ieln, sondern aus furcht vor ihm fliehen alle toufel erschreckt.quot; So auch in y. 47. sir. 1: spentd inainy/1, str. 2.3: ahijd mainycus, str. 4 : ahmdt mainyêus, str. 5.6: td.. spentd mainyii, Dasselbe auch bei vorausweisendem gebrauch (vgl. § 4. b), so weist ahyd (y. 32.1) auf ahurnhyd niazddo; und (y. 28.1) auf mainyêus spentaliyd (vgl. verf. in K. Z. 31. s. 256).

Der a- stamm ersetzt die ta- formen auch in der abgeschwachten bedeutung, so dass er unserem artikel gleichkommt (vgl. § 3.b); man vergleiche z. b. ava td... nmdm: „nach dem hausequot; (vend. 9.32) mit: haca aêibydnmdnaëibyd: „aus dem hausequot; (ib. 40); alt? gmvahë (vend. 9.14), vgl. § 22.2.

§ 8. An einigen Gathastellen scheint hvu auffallenderweise die function zu haben, ein pron. relativum aufzunelnnen, ohne dass es den nachsatz einleitet oder die rede ware von coordination anstatt subordination; denn im letzteren fall könnte ein ca nicht fehlen. Die stellen, aus denen man diesen gebraueli erschliesst, scheinen mir jedoch noch nicht iiire endgültige lösung gefundon zu haben. Es sind 48.4 (K.Z. XXX. 530), 33.6 (B.B. XV. 255), 31.7 (Jackson, a hymn). Eng verwandt ist der gebrauch des hvn, wenn es (im nachsatz) bei einer verbalform der zweiten (oder ersten?) person steht: hyat nüzdem... fra-daddthd.. ahurd. . ahyd hvó nê daidt (y. 40.1): „davon gib du uns.quot; — Nicht ganz klar ist mir der gebrauch des hvó in y. 32.9, 51.21.

§ 9. Wenn ein substantiv in zwei eng verbundeoen satzen bei verschiede-nen wörtern als attribut gebrancht, zweimal vorkommen sollte, wird das zweite mal entweder wie in den modernen sprachen ein demoustrativ gesetzt:

zl t/uvd y at ha na taf êmavatdin (y. 43.10): „denn eine frage von dir ist wie d i e machtiger herrenquot;; ar et hu vóizdydi kdinahyd tem mui ddtd dar eg ahyd yihis (ib. 13): „um die ziele meines wunsches zn orfahren; gewahrfc mir den nach dem ewigen leben.quot; (beide stellen nach Geldner, K. Z. XXX.) — oder das demon-strativ wird wie im Lateinischen weggelassen : „yrnhdo ainikó brüsaiti yathu tistryo.stdrahê (yt. 10.143): „dessen antlitz strahlt wie das des sternes T.quot;

§ 10. Nach Bartholomii (A. f. II. 7.11) und Baunack (Studiën, 354) findet sich der stamm ta- auch enclitisch (als artikel) gebraucht; man fasst es als solches auf wenn es, die zweite stelle im satze einnehmend, mit dem vorher-gehenden worte in eins geschrieben ist, z. b. yastd (y. 31.7, 45.11), und wenn eine enclitica folgt (A. f. 11). Aber erstens ist an einigen von Bartholomii angeführten stellen das pronomen gerade sehr emphatisch gebraucht, z. b.

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LETTERK. VETIH. DER KONINK L. AKAUEMIE. DEEI. XX.

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ZUR SYNTAX DEIl PEONOMINA IM AVESTA.

taf (y. 34.6 vu'1. B.B. XV. 257, und 49.8: „das frage ich dichquot;) und zweitens vergleiche man die unten (§ 94) gemachte einwendung.

b. c. Die pronomina o-und aHa-.

§ 11. Dass die casus von a-,, welche im paradigma des stammes ta- fchlen, in correlation mit dem relativ erscheinen, ist oben bemerkt worden. Die casus-formen von a-, welche aus dem stamme i- {im-) gebildet sind (also: aëm, !) hn = iyeni, imat; imern, imam, imaf; inn;, imuo, ima; ima, imuo, ima), erscheinen nur dann in correlation mit dem relativ, wenn die specielle bedeutung des pron. aëm auf den vordergrund treten soil; sonst verwendet die spracho dafür hauptsachlich den stamm ta-.

§ 12. Im jüngeren Avesta wird aëm einige male wie das Gathische hvó gebraucht urn im voraus auf das subject zu deuten (§ 4): dat mé aëm paiti aolchta Itaomó asara dnraosó. Hanfig wird es auch gebraucht mit der bedeutung unseres nachdrucklosen pronomens der dritten person (vgl. § 101), z. b. : yaëibyo aëm ham pacditë (nl. dtars) (y. 62.7); dat yëzi.së aëm haraiti aësmem (nl. der fracarethwdo) (ib. 9.); ebenso yt. 8.38, 43; yt. 10.71; yt. 19.54 {aëm überall = „erquot;).

§ 13. Die eigentliche bedeutung des pron. aëm jedoch ist: „'las, welches in der gegenwart von, oder au dem orte der sprechenden person ist, z. b. avi imam tandm yam masydnam (vend. 20, 3,5); asaya dadhdmi imaf haresma (y. 7.3); imem narent (vend. 18.51): „diesen mann hierquot;; jaidhyëmi drvatdtem ainhdose tanvu (y. 9.19); hier ist ainhdose geradezu = „memquot;] pitthrem aëm narv varsta (vend. 15.13): „dieser mann hier hat das kind erzeugt.quot; tdosca imdo ndmênis (yt. 1.16): „das sind meine namenquot;. Daher der gegensatz von aëm und av- (unten § 17). Man würde erwarten, dass aëta dagegen dasjenige bezeichne, was bei der angerodeten person sei (wie lat. isté); aber dieser gegensatz ist nicht mit sicherheit zu constatiren 2), nur dass aëta- nicht das, was bei der redenden person ist, zu bezeichnen scheint.

') Nur diese form ist suis den Oatlias zu belegen; vielleiclit geliören etymologisch zu diesem stamme die encl. geschlechtlosen formen : im (vgl. skt. im-dni), U (vgl. skt. id-dm') und ?». Weil sie aber nicht fils demonstr. sondern nur als pron. personale Hac jiers. in gebraucli sind, habe icli die formen unten (§ 103) behandelt.

a) Vielleicht noch y. 19.1, wo nuf die frage: cit aval vacó as yatmv frdoaocd geantwortet wird : hnglm aeia au ahmahë vairyêhë = das (istnd, das was du fragst) war..; § 5 steht wieder hdmthagha ah. vair.; //dieses A. V.quot; — Vend. 9.52 wird auf die frage: cis hdu dn... yó mê asadayat geantwor-tet: lid hd aêh dn... aSemaoghd; //das (nach dem du mich fragst - aèsd) war dieser (7/o!- der A.quot;

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA

§ 14 a. Ein weiterer unterschied zwisohen arm mul wkn ist fol^ender:

arm weist meistens voraus (= gr. ode), aber aucli oft zurück (— ovroq), aëm

aber weist fast ausschliesslich, rait mehr emphase als blosses hó, zurück. Das

es vorausweist habe ich selten gefuiulen und meistens an zweifelhaften stollen.

Aueh im vorklassischen sanskrit ist diese anwendung des aasserst selten

(vgl. Delbrück, s. 220) und ebenso ist für die klassische periode das zurück-

weisen die gewöhnliclie function dieses pronomens, man verg-leiche z. b. Knau-

er's bemerkung in : das Grobhiiagrhyasütram s. XXI; in Manu gibt es nur

vier stellen, wo em vorausweist, siehe P. W. s. v. eta-. Für das Avcstische

nun vergleiche man die folgcuden stellen :

«. aëm weist voraus: imam thwüm paourvtm yunem jaidhyëmi: valmtem

ahüm (y. 9.19); aya antare.uhhti (y. 19,5): „mit dieser (folgenden) verfluchungquot;;

aya ratnfrita (y. 55.5); hathra ana gdthwya vaca\ (y. 65.14 — 10.19), das

citat folgt; ima vacó frantra: (y. 65.10); imat vacó framr/t: nemo urvairë

(vend. 19.8); ima vacó framruydo: (yt. lij.20); ana yasna (yt. 5.91): „mit

dem opfer das icli jetzt andeutequot; wie aus der vorhergehenden frage : kana

yasna erhellt; am scliluss des liedes (y. 9.18) heisst es : „imaose ü haoma (jdthdo

imdo hehti staomayó u. s. w.; airydmainë imat sanhdis; (vend. 22.7), der auf-

trag folgt; ima vacó clredjayóis : nemasca yd drmaitis izdca (vend. 9.12); vend.

9.27; 11.3; 17.5; y, 8.4: ima vacó, nl. die folgenden asem rolul u. s. w.; auf

die frage: kctya acte vacó yói hehti (jdlhdhva bmïmrüta (vend. 10.3): „welclie

sind die {ciëtë) verse, welclie viermal zu sprechen siud ?quot; wird geantwortet mit:

„imê aëte vacó yói hehti u. s. w., daim folgen die citaten.

ft. aëm weist zurück : imat dthró afrivanem (y. 62.10): „so (wie gesagt /\ t 14'

worden) lautet Atar's segenswunsch' ; imat vó dpó jaidhyëmi (y. 65.12), nl. was

in § 11 enthalten ist; atha imdo ndmênts drehjayó framrava (yt. 1.11) ist

unsicher, weil eine aufzilhlung von namen vorhergeht und folgt; überdies kann

hier imdo aucli „meinequot; bedeuten, vgl. § 13; vend. 10.15 heisst es aueh nach

der citirung der catusamrüta's u. s. w. imë aëië vacó u. s. w.

y. aësó weist voraus: yó aëlacsdm sunain jaiiiti yim pasushaurvamca vishaurvamca

(vend. 13.8); über diese stelle vgl. § 110; athu hó nó aëlursdin vacdm (yt. 2.11),

lesung und deutung ganz unsicher; in azem aëta zaota vtsdi staotaiidin yesnyandm

frasraothremca framarethremca (visp. 3.7) deutet aëta wohl nicht auf die

accusativi (?) voraus; Geldner (Stud. 142) übersetzt : „ich will hierbei der

zaotar sein.quot; TJnklar ist mir aëtat y. 27.1 und aêtaf aësa y. 68.1.

(f, aësó weist zurück : aësa asti daënaydo d sta it is (y. 12.9); cim aëtai/a

paitivaca paiti.dmraot (y. 21.4); aëta yasna aeta vahma aëta paiti avajasa (yt.

5.132); aëtem rnathrem (yt. 14.46), nl. das in § 45 genannte, vgl. yt. 4.9;

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA 1M AVESÏA.

aêtaëca tê vocó yai (ib) ; „das {aêtê) sind die {ie) worte, die...quot;; alia humata aêta hukhta aêta hvarsta (yt. 22.14); aësd zl vtikhs (yt. 21.4); aêfê zt viïcó vahista a. m. framraot zarathmtrdi (y. 71.14); vtspanamca aêtaësam vaciïm aojasca verethremca... yaz. (ib, 8); aêtat, aêtafca (y. 19.8, 10, 11); aêsó zl (vend. 7.44): nl. der erwahnte arzl; aêtacit (veud. 3.40): „selbst diese sündequot; (des begrabeus in die erde); aêsó (vend. 5.11); aësó zl (vend. 4.49], nl. dei-ia § 48 zuletzt genannte ; aêtê pasavó (vend. 9.39), nl. die in §§ 37, 38 ge-nannten thiere; auf die frage : kat tat da ma (vend. 13.1): „■welclies ist das geschöpf..quot;, wird geantwortet mit: spdnem sizdrem..., aêtat taf dut na.l) Man vergl. mit dieser stelle die obeu (sub «) aus vend. 10.3 eitirte.

Bezeichnend für den gegensatz dieser pronomina sind nocli die folgenden Veudidildstellen: yu kaininem upditi... puthranica hê dadhaiii yêzica vaocdf aësa ya hainë puthrem aêm narö var sta yëzi ca vaocdf aê s O nd... (15.13): wenn einer ein madchen besueht und sie scliwanger macht, und wenn (dann) das madchen sagt: „dieser mann hier (den sie anweist) ist Arater des kindesquot; und wenn dann der (aësó) mann sagt..; hataró z1 aydo vehrkaydo jathwótaró ahhen yatha spd vehrlcahê kerenaoiti yatha yaf vehrkó spa (13. 41): „welche von die-sen beiden wölfen ist cher zu tödten : das junge eines hundes und einer wölfin oder das eines wolfes und einer hiindin ?quot; Die antwort ist: aêsó zl aëtayd o vehrkaydo j. ahhaf u. s. w. ; also auch hier deutei aydo auf das noch zu nennende, aëtaydo auf das schon genannte; man vergl. audi vend. 4.48 (vgl. unten § 18).

Auch itn Altpersischen liegen die vcrhaltnisse ahnlich : imd in imd dahydva tya mand paiüydisa (Bh. I. 13) weist voraus, aber auch zurück (ib. 18); iind tya mand kar tam weist I. 27 voraus, aber ib. 68 zurück: imd adam akunavam. aita- kommt sparlich vor, meistens aber zurückweisend : aita adam ydniyain jadiyamij (H. 20); aiiamaij auramazdd daddtuv (ib. 22).

§ 14. b. quot;Wie ta- und a- (§ 3, § 7), so wird auch aêta- in abgeschwachter bedeutung gefunden und zwar gleichwerthig 1. mit unserem individualisiren-den artikel: caiti aêtê mithra tava yai ahurahê mazddo (vend. 4.2): „wie viele sind deine contractequot; (die contracte des A. M.); 2. mit unserem generischen artikel an einer stelle, die wahrscheinlich zu den spateron gehort was ihre redaction betrifft: yêzica aêtê mazdayasna upairi aêtem iristem [avimam] here-zyuf yavaf aêsa caraitika avimam Jiarekê.harecaydt u. s. w. (vend. 5.61): „wenn die (d. h. der) Mazdaanbeter über den todten nur soviel wirft, als das

') Iquot; /''ai tnf. ilama... hazaiiraja aurd.mainj/tul paitijasaiti ist das relntiv yat, wie es scheiut, nus-gefullen, und diinn ist taf diima., . yai — das geschöpf, welches, vgl. § 6 s. f.

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA IM Aquot;VISTA.

inadchen..... spinnt.quot; Darmesteter übersezt: « maid, a dead body. Dieser

^•ebrauch ist jedoch höchst selten ^: moistens eatspriclit unserem artikel in dei* generischen bedeutung eine andere wendung im Avestischen, s. § 26 mit note.

d. Das pronomen av-) hau.

§ 15. Von diesem pronomen lassen sich folgende formen belegen :

Sing. nom. hdu, und avfio (?); Mu ; aval nnd nach nominaler declination aom. acc. aom (d. i. avem)-, avdm; avaf, aom.

instr. avd (masc.-neutr.)

abl. fem. avainhat.

gen. avanhê, avainhao.

loc. avói (? yt. 4.1).

Plur. nom. avé; avdo; ara und avdo.

acc. masc.; ave (nom. pro acc.) und ava ; f. ; avdo^ n. : ava) avaó. gen. avaësam.

instr. avals.

dat. abl. avatbyó, avahyó .

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Im glt;anzen ist Bartholoma, K. Z. XXIX, 498 zu quot;vergleiclien. Ich kann diesem abcr nicht beistimmen, wenn er aom fiir nom, masc. erklart. In vend. 18.37 aom asti ainhë uzvarezem beweist niclits, dass uzv. masc. generis ist; auch cis, mit welchem dasselbe wort verbunden auftritt, wird im Vend, zu wiederholten malen als neutr. gebraucht; yt. 10.127 aom vakihê fasso ich mit Geldner (K. Z. 25.530) als adverbialen accusativ. Selbst der nominat. avdo (vend. 3.20, 9.49) ist meines erachtens nicht ganz sicher, möglich ware es auch die form als acc. pi. neutr. (wie z. b. avdo tbaêsdo, yt. 1.10) vorausweisend auf die folgenden accusativi, und Mm als reflexiv zu nehmen (vgl. §§ 93,106), § 16. Dass hdu der gewöhnliche nom masc. fem. zum stamme av- ist, wie im indischen asa/t zu «;«?lt;-, beweisen folgende stellen überzeugond :avat hvare... hdu mdo... ave slaw (vend. 9.41); hdu pair ilea yd duzyairya (yt. 8.54) neben avdm pairikdm (ib. 55) und avainhdo pairihaydo .. ya. duzyairya (ib. 51); yatha hdu inaza mereghó sacno yatha avé aivrdo upapdo (yt. 14.41); hdu asti daêvu hdu asti daevaydzó hdu daëvandm handvarend hdu d. hdmpatanó avat dacva

1) Vend. 7.50 aêsa pasnu ist wohl ara besten mdit zu eiiinnder v.n nehmen, sondern cwla auf wire zu beziehen; //bis sie (die überbleibsel) sich mit dem stnube verinischt haben.quot;

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ZUE SYNTAX DER 1'RUN OMINA IM AVESTA.

handvarenti vend. 7.56); man verg'leiche auch cit avat vacó cis yat më fravaocó (y. 19.1) mit: cis hdu ds yó më asadayat (vend. 9.52).

§ 17. Von allen dernonstrativpronominibus sind hdu (av-) und «ë?w am sehaif-sten von einandor unterschieden: wahrend aëm auf alles deutet was intierhalb der menschlichen sphare ist, und z. b. das stehende pronomen ist für ; die erde, der von den menschen bewohnte erdtheil und ferner alles was sich bei den menscben befindet (vg-l. § 13), weist hdu {av-) auf das entferntere bin und wird z. b. stets den benennungen für himmel, sterne, sonne u. s. w. beigefügt. Ausser den schon citirten stellen vergleiche man: ainhaosca zemO avanhêca asno (yt. 1.16); aom mdonhem (yt. 12.33); lm zdo (yt. 19.7); am raocao (yt. 21.16); aom starem yim tistrtm (yt. 8.56); ava patha (yt. 13.16) von den ge-stirnen; ahmdica ahnyê manahydica (y. 7.25), wo ahmdi geradezu „irdischquot; bedeutet; avat karsvare yat arezaki savahi... imat kar soar e yat hvanirathem bdmmi (vend. 19.39); imë nu aurvahtó aspa para.. nayentë (yt. 10.42), vgl. RY. 8.3.3 : ima giro.. yti mama. Was sich zwischen himmel und erde befindet, wird dem menschlichen kreise zugerechnet: vtspem imat yat ahtare zam asmanemca (yt. 10.95). Auffallend ist y. 36.6 (vgl. 58.8): imd raocdlo barezistem harezimanam avat yat hvare avdd: „diese himmelslichter, die höoh-ste der höhen, jenes was da sonne heisst;quot; ydt ist trotz Baunack doch wohl nichts anderes als yat, vgl. y. 32.4. Man erwartete hier avd raocdo, aber auch im Yedischcn worden die pronomina einige male verwechselt, Delbrück, s. 209. Ubrigens hat das Altindische denselben gegensatz zwischen den pronn. ayam und asau (Delbrück, § 136; Speyer § 271.3), und auch das Altpersische, z. b. imdm bumtm avani asmdnem (O. 23) ; ahydhyu bumiyd (ib. 17).

Wenn wir in ausdrücken wie tm zdo, aom asmdnem, aom mdonhem u. s. w. das demonstrativ durch den (individualisirenden) artikel iibersetzen, so hat man darum noch kein rccht hier eine abschwachung der ursprünglichen bedeutung anzunehmen. Es ist einfach verschiedener sprachgebrauch : der Eraniër sagte: „diese erdequot; — die erde hier, „jene sonnequot; = die sonne dort, wir sagen einfach : „die erde, die sonne.quot;

§ 18. Ein anderer unterschied besteht zwischen hö und hdu. Von zwei ge^enstanden, die genannt sind, wird auf den unmittelbar vorher genannteu durch hó, auf den entfernteren durch hdu zurückgedeutet. In diesetn falie ist hdu = o iitv, ille; hó — ode, hic. Aus dem Altindischen ist mir keine stelle be-kannt, wo sich derartiges findet. Die belegstellen sind : hdu ca aydo nardo vohumanó jdgerebustaró anhot yó geus uruthware hdmpdfrditi yatha hdu yó nóit itJi'i. h ó upameretó h d u asperendmuzó hdu anumayó mazó hdu staoró.-mazó hdu viró.mazó (vend. 4.48). Darmesteter übersetzt: „and of the two men

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ZUR SYNTAX DEH PRONOMINA IM AVESTA.

lie who fills himself with meat, is filled with the good spirit much more than he who does not so; the latter {ho) is all but dead, the former {luiu) is above him by the worth of an asperena (= dirhem), a sheep, an ox, a manquot;; ho asti \d(tëvd kó daêvuyazd MJ duëvanüm khavzo ho dacvanam Jchumbd ku d. kundiris ko hvas daëvó kó vispó daêvó? kó parameretó daëvo kó pascameretó mainyara dneva frabavainti (sic)? antwort: ursaca viptó arkidluica vaêpayó 1) huu anti daêvó.... hdu vtspó daêvó; hó parameretó daêvó hó pascameretó u. s. w. (vend. 8,31.32): „wer ist [ein teufel, wer ein teufelanbeter, wer] ein napf der teufel, wer ein nachttopf der teufel, wer ein paramour der teufel, wer ein halber (?) teufel, wer ein ganzer teufel ? wer ist sehon vor seinem tode ein teufel und nach dem tode ein geistiger teufel?quot; antwort: „das paidikon und der paederast: der erstere {hdu) ist ein teufel — ein ganzer teufel; dor letztere schonvordem tode ein teufel und nach dem tode ein geistiger teufel.quot;

Danach hat Geld nor (K. Z. XXV. 583) recht mit seiner übersetzung von khavzó und khumbó, nicht Darmestoter, wenn er „male paramour, female paramourquot; übersetzt; es ist eben eine und dieselbe person.

§ 19. Natürlich kann hdu {av-) auch in correlation mit dem rolativ gebraucht werden, entsprechend einem Lateinischen: ille ... qui.. .: avahëca paiti ydnahë yat hè dathaf (yt. 16. 6); ave aipi daidhyantó yói (yt. 10. 45); a naë mm pathó pao ut ó yim (ib.); avdo zt khsathrisu hupntotemdo ydo ustró paiti (yt. 14. 12); cit avat vacó as yat më frdvaocó (y. 19.1); vielleicht auch avói.. yat (yt. 4.1); „dazu dassquot; (Geldner, Stud. s. 111).

Nicht selten findet man es selbstandig, als pron. 3ac personae verwendet: avaësdm nóit vtduyë yd (y. 29.3): „jene können nicht wissen, wie.. .; yói vispë të apayëinti yd ave paska! vyëinti nóif avë paskdt afentë (y. 57. 29): „welche alle diejenigeu einholen, welebe sie {quos illi) von hinten verfolgen, nicht aber werden sie selbst eingeholtquot;; aont jaidhyat avat dyaptem (yt. 15): „von ihm bat er folgendesquot; ; mdhvdo avat hava khraihwa (vend. 15.2): „sol-ches wissend in seinem geiste.quot;

Seiner bedeutung gemass wird av- mit vorliebe dort gebraucht, wo vom jen-seitigen leben die rede ist: „avat mizdem paróasndi anuhê.. vazdvare vahistahê anhêus (vend. 9.44): „diesen (solches als) lohn im jenseitigen leben: das wohl-sein im paradiesquot;; vtdvuo avdm {maënim) yd hn anhat apêmd (y. 44.19); avdo ydo ddo asts dregvditë asaonaêcd (y. 43.4); mazddi avat khsathrem (y. 31.6).

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§ 20. Einige male ist es übersetzbar mit einem adv. loei (temporis): hdu

') Vgl verf. K. Z. XXXI, 270.

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

srira kereta talchma huraodha jasaitl (vend. 19.30): „dort (oder: dann) kommt..quot;; weiterhin heisst es: hu: „dieses mildchenquot;; hdu apaghzaro ba vat (yt. 19.56): „dort entstand.quot;

§ 21. Die bedeutung ille, d. h. jener allbekannte, beriihmte, berüchtigte, hat das pron. hdu (av-) ebenfalls: aornca sükem (yt. 14.29'); avainhdo jahikaydo yd aom jputhrem baraiti anyahmdi arsandi var stem (yt. 17.58), hier wird ebeu das gewöhnliche betragen der buhle gemalt ; fravastm avdm yam ahuralw mazddo (y. 26.2); avdis urvdtdis yd til mazda dlderezó (y. 44.1 5) ; man beachte jedoch § 22.3.

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22. Abgeschwacht ist die urspriingliche bedentung 1. da \vo hdu mit hó gleichwerthig ist: hdu hd yam nd staoitl (yt. 21.7); hdu hd yo .. . varesdosca hdmruzayeiti (vend. 17.2); hdu dacvandm snathó (vend. 19.2); 2. da wo es sich mit unserem bestimmten artikel deckt: ddrenjayóis aom srum paurva-naëmdt ahë gravahë (vend. 9.14); „fasten the leaden spoon to the upper end of the stickquot; (Darmesteter); aom puthrem... . anyahmdi arsandi varstem (yt. 17.58): „das von einem anderen manne erzeugte kindquot;; yasetat pa Hi avdo (jaêthdo tdyus vd vehrlco vd apaitihusti haca gaëthdbyó parabaraiti (vend. 13.10): „wenn dann {tat paiti) ein dieb oder Avolf nnbemerkt zn den hürden (kommt und?) ans den hürden stiehlt. ..quot; (vgl. die parallelstelle vend. 13.40); 3. wo es in correlation mit dera relativ in der bedeutung: „ein solcher, der,quot; „der.. , welcherquot; auftritt: aom narem yim (yt. 1.24); aom bipaitistdnem aur-vantem yö anhat dsns (yt. 5.131); no it avdo zaothrdo paitivisë ydo mdvöya franuharenti (yt. 5.93). ^

') avat in avat IMathrem.. (y. 29.10), mat cao (yt. 13.49) fasse icli als acc. neutr. von avaut-(tantus), das man nacli meinet' nnsicht gar nicht aus avavant- zu erkliiren gezwungen ist, wie iki-tholomii (K. Z. 39.498) will; amnt- verliiilt sieh zu yamnt- wie z. I), atha zu ijatJia, (I. h. es ist dem sinne nach = sift, tuvant- ater vom demonstrntivstamm a- abzuleiten.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

II. RELATIVA.

Im folgenden behandela wir :

a. die relativsatze ohne verbum.

b. die relativsatze mit verbum.

c. die auflösung: relativ = subordinirende conjunction -f pronomen

demonstrativum, personale oder indefinitum.

d. don gebrauch des demonstrativs anstatt des relativs in mehreren

coördonirten relativsiltzen.

a. Die Relativsatze ohne verbum.

Dass die ursprüngliche bedeutung des relativs eine anaphorische, demonstrative, oder gar interrogative sei, wie zuweilen behauptet wird (im allgemeinen von Delbrück, S. F. I, Jolly, Ein Kapitel, s. 72; für das Avestische von Philippi, Status constructus im Hebraïschen s. 120; für das Altêranische von Spiegel, Altêranische gramm.3 § 393, und für das Lafeinische von Schmalz, lateinische Syntax § 237, sqq.), dunkt micli nicht wahrscheinlich. Denn zn dieser annabme berecbtigt uns weder der umstand, dass im altesten Griecbisch das pron. o's aucb anaphorisch ist'), noch dass ein relativ auch zuweilen (scheinbar, füge ich hinzu) anaphorisch gebraucht wird (wie im Avestischeu 3), noch dass eine sprache für relativ ein pronomen demonstrativum verwendet (wie im Alt-persischen), noch dass an stelle eines relativs ein vom interrogativstamm abge-leitetes pronomen tritt (wie im Lateinischen).

Wenn Altindisch, Avestiscli und (Jriechisch einig sind im gebrauch eines absonderlichen pronomens als relativ, das also schon im Indogermanischen verhanden gewesen sein muss (//c?A, yó, og), so ist man gezwungen anzunehmen,

') Weil dieses 2^ sioh doch wolil mit dein Indischen m's deckt, also seinem ursprung nach ein gaiiz verschiedenes wort ist,

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■) Den von Jolly angefiihrten stellen yt. 8.4, vend. 13.3 wird man wolil schwerlich den beweis der demonstrativen function des ya-stammes entnehmen kunnen.

LETÏKRK. VERB. JJKR KO^INKL. AKADEMIK. UKKf. XX.

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ZUR SYNTAX DEll PEONOMINA IM AVESTA.

dass alle indogermanischen sprachen in ilirer frühesten periode aucli einabsonder-liches relativ o-ehabt liabcn und relativsiitze von interrogativ- und aussagesatzen haben unterscheiden kütinen. Nach dem verlust des absonderlichen relativpro-nomens ist aber doch das we sen der relativsiitze liauptsaehlich dasselbe geblie-ben, sei es dass das relativprono men durch ein demonstrativ oder durch ein interrogativ ersetzt worden ist. Wem» man dies im auge behalt, bat man nicht nöthig zum lichtigen begriff des gebrauches des relativa, den wir jetzt besprechen wollen, obschon es zum theil ein specifisch êranischer gebrauch ist, das Arabische oder Hebraisehe oder Neupersische herbeizuziehen; in ganz unge-zwungener weise lasst er sicli aus dem Êranischen selbst uuter vergleichung des Altindischen erklilren ; nur dass lt;?s zum thcil ein neu entwickelter gebrauch ist.

Bei den relativsatzen ohne verbum lassen sich folgende fiille unterscheiden.

§ 24. I. Das pronomen relativum leitet in regelmassiger weise einen sutz ein, in welchem aber das verbum finitum (cine form von ah-) nicht ausgedrückt ist; dadurch. erhalt der relativsatz das ansehen einer attributiv-bestimmung und das relativ scheinbar den werth unseres bestimmten artikels. Also statt nnseres: Karl der Grossequot; sagte der Eranier: „Karl, welcbor gross (ist).quot; In allen tilllcn ist dieses relativ übersetzbar mit dein griechischen artikel Z. 1). (iaffiXtvq u jityag, ódog i] rractn {hcüutjatxv, riutq rorg (tyyofaovi. Diese relativsiitze ohne verbum lassen sich folgendermassen specialisiren ;

§ 25. 1. a. Pron. personale relat. snbst.

Avestisch : aze»/ yó ohvró mazdüo (y. 19.6): „ich, Ahura Mazdaquot;; nzem yn haomó amva (y. 11.3): „ich, der heilige Haoma azem yó zarothuUro (y. 8.7); azem yó zaota (viap. 11.19); tünicif yó zarathustró (vend. 2.43); vaêm yui dnêva (vend. 18.15)); vaëm i/ói amesa speïda (yt. 24.32); vaëm yói saosyantó dahyti-ndm (visp. 11.13); ytizem yói nx/sydka (vend. 7.57).

Man vergleiche dazu Altindisch : tvdm divo duhitar ya ha devt. (RV. YI. G4.5).

§ 2C. 1. b. Pron. demonstr. relat. subst. Diese wortfügung (mit pron. aèla-) dient speciell im Vendidad um einen gewissen gegenstand anzudeuten, der noch nicht erwiihnt ist, aber doch als allgemein bekannt vorausgesetzt wird oder als natürliche folge von dem gesagten zu erwarten ist. Wir ge-brauchen in diesem falie den bestimmten (generalisirenden) artikel. ^

') Diese ausd racks weise scheint selir alt zu sein, im ludisohen aber nur noch mit dem neutrum des relativs so verwendet zu werden, z. b. paqavo vu de yuil ajmh ; «das wasser ist das vieh,quot; vgl. Delbrück altind. Synt. s. 56(j. —

Ubrigens liisst sich die function dieser verbindung ganz eintncli erklilren; man bedenke nur dass

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ZUll SYNTAX DEll PRONOMINA IM AVESTA.

Avestisch : aèsa yó ratus (vend. 5.2(5] : „flor Hatuquot;; (têtê i/ói mnzdaijasna (vend, pass.): ,.die njazd aan beterquot;; aëlê ijói spam) (vend. 15.20): r,(lie (zu erwartenden jungen) hundequot;; aêsa yd kuinë (ib. 9) : „das madchenquot;; aêsó yö aperendyülcó (ib. 15): „das (zu erwartende) kindquot;; af'ki yd pcntiirista (vend. 9.12): „die verunreinigtequot;; aêtc yoi daêva (vend. 7.57): „die teufel.quot;

Darf man vergleiehen RV. VI. 28.5: ima ya yarah sd jandsa iiidrah : „die külie, das sind (ist), ihr leute, Indra.quot; ?

§ 27. 2. a. Subst. - ■ relat. -1- subst.

Avestisch: daëvu yu apaosó (yt. 8.21); nairyd.senlio yo indyus (yt. 10.52); yó dadhvdo ahuró mazddo (yt. 13.83); cjairis yó usiddo (yt. 19.(50); yó spUdmó zarathustró (vend. 19.7); yê zaotd zarathuUró (yt. 4.7); yö vifró navuzó (yt. 23.4.W.); mereghó yó paródars nama (vend. 18.15): „ein vogel P. mit namen.quot;

Altindisch : dditir.. yd duhita tdva (RV. 10.72.5); rtvfjo yé havükfto (Ath, V. 19.42.3).

Altpersiscli : yaurndta hya nniyus (j5lis. I. 44); bfirdiya hya kurans put ra (I. 39); vasaij tya naibam (inschr. Xerxes K. 19).

§ 28. 2. b. Pron. demonst. subst. relat. -f- subst.1)

Avestiscli: aêsa drukhs yd nasus (vend. 3.14): „der leichenteufel,quot; niclit: „dieser 1.quot;; aësó spd yó tirupis (vend. 5.33) : ^rler f'uclisquot;; kurz vorhor : spa ■urupis: „ein fucbsquot;; aësó mereghó yó par ódars (yt. 22.43 W.): „der vogel P.quot;; nvot zrayo yaf vourukaseni (yt. 13.59); avot karsvare yaf arezahi (vend. 19.39); td ma my il yd yêmd (y. 30.3): „jene beiden zwillingsgeister.quot;

§ 29. 3. a. Subst. relat. -f genit. possessivus.

Avestisch: ijdo nsdondm framsayó2) (y. 1G.7); gaêlhuo ydo asahë (yt. 19.22); fravasayó ydo amesandm speïdondm (yt. 13.83); aspacif yói mithródrujam (yt. 10.20); yd nerds sddrd dregvató (y. 45.7): „die qualen des ketzerisclien mannesquot;; yóistó yó frydnandm (yt. 5.81).;i)

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z. b. ucsó ralnt! bedeuteu muss: //dieser ratuquot;, (ein enviihnter oder bestinimter ratu), yu ralun dngegen : //der, welcher ratu (ist)'', also ein mibestimmtes individuum, das die gnttung der rutu's vertritt; es tinden sich uur wenige ausnahnien zu dieser regel (vgl. § 14 1).)

Man vergl. noch §§ 28,43.

') Wenu dnss demonstr. cwta- ist, so gilt aiich hier das unter l.b. bemerkte.

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J)asa hier und in derartigen ausdrücken das relativ verangeht, darf nicht dazu verieiten, diese (alle unter III. 3. b. (§ 49) unterzubringen; man vergl. z. b. visp. 11.7.: fravcamp;ihyó ydo iririthnsam aiaonam; nach dieser stelle ist y 16.7 zu construiren : fraealuyo ydo d'saonam.

:1) Steht das zu bestimmende wort aber auch im genitiv, daim kann das relativ wegbleiben, brauoht auch nicht durch yut ersetzt zu werden (vgl. § 43), z. b.: yóHtahê frydmmm (yt. lo.lSO); ciulavamol

otairydnahë (il). 1Ü3).

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

Altindiscli: anéna viqva sasahe yiï jutani pigucyah (Ath. V. I. 16.3); „die kinder der Pigaci.quot;

Altpersisch: hija amdkham tautiui (Bhs. I. 8); kard htjd mand (Bhs. 11.35); hifd auramazddhd framdnd (NR. a. 56).

§ 30. 3. b. Prou. dem. -f- subst. -f- relat. genit. possessivus. Gewöhn-lich ist die wortfolge in diesem falie, dass relativ und genitiv dem substantiv vorangehen. Was die bedeutung angeht, so gilt auch hier das sub 1. b gesagte:

Avestiscli: hó yó haoinuhï' madhó (y. 10.8), bedeutet deinaach nicht: „dieser rausch des Hom,quot; sondern : „der rausch des H.quot;; taf yat haomahë draonó (y. 10.15): „der eigenthum des Homquot;; geschieden: tdo.... ydo asaonam khmü-tasca nsayasca (y. 60.2): „dio zufricdenstellung uud belohnung der gerechtenquot;; ava boësaza.... yd hvmdiyêhê asaonó (visp. 9.2).

Altindisch : tdd... vimor yat puramdm pa dam (KV. I. 22.21): „der höchste ort des Visnu ima yiro. . ya mdma (ib. VIII. 3.3); sa... yó aghdsya dhdta (ib. I. 123.5): „der übelthaterquot;; sd mdma ydh pdpds tam dvisaté prd hinma. (Ath. V. 19.57.3).

§ 31. 4. a. Subst. -f relat. adjectiv (oder particip, pron. possess.).

Avestisch : viUaurus yd naotairydnó (yt. 5.76); nar aait yói takhma (ib. 86): „selbst tapfere mannerquot;; vdtasca yó dar sis (yt. 8.84): „der kraftige wind.quot; ydus yd canranhdkM (yt. 10.38); asis vanuhi yd berezaiti (ib. 68); rasnus berezó yó amavuo (ib. lt;00); mathró spentó yó ahhvarendo (yt. 12.2); garayasca yói lerezcmtó (yt. 13.9); yói takhma khstdvayó {ib. 37); asem yat vahistem (y. 18.18); yd hava darna (yt. 22.9) — daëiia yd ha va; ham) yat avdstrem (vend. 13.51) : „dürre mit misswachsquot;; yasetakhmó kam vistdspó (yt. 19.87); yó asava zarathustró (y. 9) ; yói aperendyó tuur una, ydo kainina anupaêta masydndm (yt. 17.56), vgl. kaininó ydo anupaêta masydnam (yt. 15.39) und dasselbe ohne relativ yt. 17.54; yó yimó khsaêtó hvathwó (y. 9.4); mazduo yê sevistó verethrajdo (y. 55.3); yd srtra ustdvaitica, yd sura.urvadhca pouruvdstra (yt. 19.67) man beachte die stellung, die ca einnimmt.; hutaosa yd pouru-brdthra (yt. 15.35). — Aus den Glthas : umo.. . ydo manaothrts cazdónghvantem arethahyd (y. 44.5) : „welche den verstandigen menschen an seine pflicht er-inneren.quot;

Altindisch : devdhitam ydd ayuh (KV. I. 89.8); yó' adrihhtt prathamajdrtdvd hrhaspdtih (YI. 73.1); vybma paró yat (X. 129.1); vi'gah... wanustr yah (X. 80.6,83.2) vgl. manusrr... vtgah (V. 8.3) und vipo mcinusth (III. 6.4); Indrah... maghavd ydh (IV. 7.11): ndragca yé pitubhajah (I. 124 12); pandyo yê sagopdh (X. 108.7); rdijó yé pdrthivdsah (VI.36,1); sómo ydh sulcrdtuh kavih (IX. 12.4); hdrigipro yd dyasdh (X. 96.4j: „der eherne mit fahlen zahnenquot;; mdro yó'

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ZUll SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

diutnamjaydh (Ath. V. III. 14 2), paiirusetjo vadhó yó (I. 30.1 j; imvo dahnjd yah neben (isavo) manmtr (XVII. 1.28) ; pdtir ydh pratikdrnyah (IV. 36.8).

Altpersisch : sakd tyaij taradraya (NK. a) : „die überseeischen Scythen.

§ 32. 4. b. Pron. dem. subst. relativ adjectiv Der unter-schied zwischen 4» und 4b sclieint folgender zu sein: 4a wird uur dann von etvvas bestimmtem gebraucht, wenn das substantiv an sich schon bestimmt ist (personennamen oder sachen, die nur in der einzahl bestellen); sonst deutet es unbestimmte, 4 b uber nur bestimmte sachen an. Wenn wir bei fallen, die unter 4 b zu bringen sind, auch den artikel gebrauclien, dann hat dooh dei-artikel in beiden fallen nicht dieselbe kraft, sondern ist bei 4 b individuali-sirend.

Avestisch : nësó nd yó yaozddthryó (vend 9.40j; „der zu reinigende niannquot;; aësó mithró.. yu vacahinó (vend. 4 5): „der wörtliche contractquot;; — hdu pair ilea yd duzydirya (yt. 8.54) ; imat karsvare yaf hvanimthem (pass.); hó yó duzddo ahró mainyus (yt. 17.19); hd... yd daëna mdzdayasnis (vend. 5.21); të... yói nasukerehta drvantó (vend. 7.26); hd... yd daëva drukhs (vend. 18.31); tdo... ydo rdkhsyëitis dainhavó (yt. 10.78.)

Altindisch : tdccitrdin rddJiah... yud dtrghagrüttamam (RV. Vil. 81.51; tydd var t Ir ydd dradhram (VI. 62.3); so asya vdjro har ito yd dyasdh (X. 96.3).

§ 33. 5. Bei einem dual oder plural werden die beiden gegenstande, die die den dual oder plural ausmachen, appositionsartig im nominativ hinzugesetzt, unter sich durch cu... ca verhuilden, also : dual (plural) -f- relat. -f- ca -{- nominativ substautivi -f relut. -f- ca nomin. subst.

Avestisch: dva yaska.... yasca sudhó yasca tarsnó (vend. 7.70); mainyü... yasca spefitó [mainyus] yasca anró (y. 57,17, yt. 13.76); dva... yasca spa pasu-shaurvó yasca spa vishaurvó (vend. 13.49).

Altindisch: viqvesdm... yéca devah... yé ca mdrtuh (RV, 11. 27.10); yé vo devdh pitdro y'i ca putrah (Ath. V, I. 30.2) : „die viiter und die söhne unter euch, ihr Oötterquot;; sdrvam... ydr.ca gudró utaryah (ib. IV. 20.4) = sarvdm güdram idaryam^ wie es thatsachlich ib. 8 steht. 2)

§ 34, II. In der satzverbindung : relativ subst., wie sub I behandelt, wird das relativpronomen nicht mehr in seiner ursprünglichen kraft gefühlt,

') vgl. note 1 seite 19,

') Man könnts noch «ineii seclisten t'all unterscheiden, nl.: subst. 4- relat. -f- adverbielle bestiin-mung; icli liabe aber zu wenig belege gefunden urn diese categorie aufzunehmen: Avestisch : nisaim yim aïdare miïurumca haklulimca (vend. 1.8), womit zu vergleichen ist Altpersisch : kMairam tya hdbirmv (lihs, I. 81); quot;die heiTschaft in Babylon.quot;

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA 1M AVESTA

sondern die gauze masse in denjenigen casus obliquus gesetzt, welchen daö durch den relativsatz bestimmte substantiv bat. Diese eigenthümlichkeit, die wie man bis jelzt meinte, unter don indogermanisehen spraclien nnr der des Avesta und der Achaemenideninschriften eigen ist, beweist, dass das feinere sprachge-fühl verloren gegangen ist, denn der werth des relativpronomens ist hier beinalie der des neupersischen izafat, d. h. es ist zur blossen verbindungspartikel ver-blasst. Dieser process des lierabgekommenen wertbes des relativs bat sicb wohl ganz olme fremde einfliisse innerhalb des êranisehen sprachgebietes vollzogen. Zur bestatigung dieser ansicht bin ich itn stande einon voreinzelten fall dessel-ben vorganges in Altindischen, aus der vorclassiscben literaturperiode mitzu-theilen. quot;VVenn sicb in den Veda's dieselbe eigenthümlichkeit sporadisch findet, die iin Avesta fast zur regel geworden ist, so kann man mit grund sagen, dass der gemeinte vorgang in beiden sprachen selbststandig eingetreten ist, bzw. sicb entwickelt bat. Die stelle, die einzige, die ich babe finden können, ist zu lesen Atharva Veda XIX. 20. 1. Gerade dort findet sicb aucb ein indic. aor., welcher offenbar als injunctiv dienst tlmt, ein solöcismus, wie es die spiitere sprache, das Epos und das Pali, bietot. Das lied ist also in einor zeit gedichtet, da aucb hier das feinere sprachgefühl zu erlosclien begann : apa nyndhuh jmtiruseijam vadium yam indrdgni dhuta savitci bfhaspdtih kann nur bedeuten: „mogen Zudra und Agni, Dhatar, Savitar und Brhaspati den tod durch menschenhand (von uns) fernbaltenquot; (vgl. pdtu der folgenden zeile). Dass bier paüruseyani vadhdin yam der regelrechte accusativ eines paüruseyo vadhó' yah ist, lehrt Ath. V. T. 30.1 : mémam prcipat paüruseyo vadhó ijdh. Merk-würdig ist in dieser hinsicht auch KV. VIII. 80.10: vo... amrUt devd utd yarca-devt/j; aus der accentlosigkeit des letzten wortes erhellt, dass man es als voca-tiv gefühlt liat und folglich yah nicht mehr als relativ; grammatisch richtig ware gewesen ; devt'h weil es eigentlich ist: yacca dev/'h sthd.

§ 35. Dieselbe specialisirung, die oben für I gemacht wurde, liisst sicb aucb bier durcbführen:

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Zu § 25. (1. a.): thwa yêm asd vahistd hazaosem ahurem (y. 28.8); vdoyêhy daëvêng (y, 32.5) ; tem...yêm ahurem mazdam (y. 45.8); mdmcit yim ahurem mozdam (yt. 8.50); mam yim dadhvdonhem spenistemca (vend. 18.7); feme it yim keresdmm (y. 9.24).

') z. b. matyagdt stutt matigdt, MBh. I. 0190. md tvdm l'dlo Uyagdd ayam; V. 1-212 ; md tmiit, dieryodhandlyiujdih. Kin mantra aus dem Kiltyflyanacrilddliaka 1 pa (bei Hemddri, Qrilddhak. s. 149?, vgl. Maim III. 259) lnutet: graddhd ca no via vyagamat, Vgl. Holtzmann, Grammatisches § 829. J3erar— tiges audi im ITili nach Prof. Kerns brief licher mittheilung.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA LM AVESTA.

§ 30. Zu § 27 (2. a.): dcoiitin yam armaithn spehtdin (visp. 19.2); ahiijnca ratümca yim ahurem nmzdam (y. 27 1); apüm yatu rauhOni (yt. 5.62); va nam yam hvapüm (vend. 5.19); yimca kavuëm aipivohüm (yt. 19.71); strêus ya haptóirincja (yt. 8.12); daèiwi yim upaosem (yt 8 28); sta rem yim tistrhn (ib. 50); spünem yim vanhuparem (vend. 13.12).

§ 37 Zu § 29 (3. a.): mathrem yim haurvataió... ameretatdosco (y. 31.6); daenam yam linddndn* (y. 44.9); pareadim ydmca bipaitixtanam axaoii/m (y. 13. l)1); iiparatdtem yainca sraosahë ydmca. ar.Hói.s (y. 57.34); iirvaêsem yim fr a soleer et ó it vaiihuydo (yt. 13.58); ydis speïdahë mainyêus ddman (visp. 12.4;; raocebis ydis ahurahê mazddo (y. 58.6).

§ 38. Zu § 30 (3.b.): têïiy... yêng asahè va zd ré hg (y. 46.4), was also nicht bedeutet : „die se trager des gesot/.csquot; (so Geldner, B.B. XIV), sondern einfach : „die trager des g.quot;, wolche individuen uur immer dainit gemeint sein mogen ; fravasim avdm yam ahuraiiê (y. 26.2); ardm vandm ydm suëmdtè (yt. 12.17); aedm khsiidrdm ydm zarathtistrahë (yt. 13.12; tem ahdm yim drcatam (veud. 5.62): tam kehrpem ydm iristahê masyêhë (vend. 5.1); imam tanum ydm im/syd-ndm (vend. 20.3).

§ 39. Zu § 31 (-1. a.); yaydo spanydo dit/ mravat yim ad rem (y. 45.2 ; yim anrem sc maivyüm = ■mainydm yim ad rem)] ydis datdis paoirydiê ahvra-hyd (46. 12 — dat. ah. ydis p.)\ vdsim ydm pahedsadvardm (y. 42.4); khurern yim asavanem (ib.); avi ydm astvaithn yaëlham (y. 9.3 — nvi y. ydm ast.)] azim yim aspóyarem (y. 9.11); mairtm... yim tüirim franrasyunem (y. 11.7), ohne relativ : mairlin tüirrm fr. yt. 9.18; astm ydm isydim (y. 54.1); gdthdio ydo panca zarathustrahë (y. 57.8); vis pais ha ca karsvdn ydis hapta (y. 61.5); asdca yd vahistd khsathrdca yd vair yd- (instrumentale, fr. 1. 1); u. s. w., u. s. w.

§ 4U. Zu § 32 (4.b.) : tuis syaothnuis ydis vahistdis (y. 35.4); imdm daëndm ydm dhuirim (yt. 14.52); ydm hit ydm... aëtam khsapanem (yt. 22.3): „die zweite nacht''; aëtem ddtem yim vtdóyüm (vend. 5.22) u. s. \v.

§ 41. Zu § 33 (5) dva aurvanta ydsdmi yimca bipaitistdnem aurvantem yimca cathwarepaitistdnein (yt. 5.131).

§ 42. Merkwürdigerweise tritt der soeben (§ 34. sqq.) besprochene fall nur dann ein, wenn das relativpronomen einsilbig ist 3j; wiirde das relativ mehr-silbig sein, so wird entweder

') Man benchte die stelluug welche ca hier eiunimnit; ebenso: vrinino yn^ca mkrdtxüi (RV. Yl[[. 25.3); wpiiu hier y. s. noch ills relativsatz gefühlt ware, würde es eher gelieissen haben ; vdrumgca yah sukratuh.

■) Eine ausnahrae scheint yihhdo kehrpó Jmraodhaydo (yt. lü.'JO) zu machen. Zweifel los ist das stück ganz spiiten ursprungs. Mit dem relativ sind hier die diasoeuasten ebenso verfahren, wie die

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

a. die wendung mit dem relativ ganzlich aufgegeben (vgl. s. 19 note 3) oder der regelntössige relativsatz wird behalten und zwar mit oder ohne copula: avainhdo pairtkaydo yd duzyainja (yt. 8.51); ainhdo daënaydo yd dfnnris zarathustris (y. 8.7, vgl. die stelle § 43 ; amesandm spehtanam yöi aithjëjanha asdvanó (yt. 13.82); fravasibyó ydo maimjavandm yazatandm (y. 23.5); nemo dbyö dóithrdbyó ydo ahurahè (y. 68.22); fravasibyó ydo irtrithusdm asaondm (visp. 11.7); donhamcit ydo vanuhts ydo dpó ydosca urvaruo (visp. 21.1); astvai-thydi... gaêthydi (y. 9.3) dativ zum ace. ; yam astvaithn gaêtham; yimdi khsaêtdi hvathwdi o'end. 19.39); dativ zum nom; yö yimo Tchsaëto hvdthwó; asdundm vanuhibyó fravasibyó ydo uyhrdosca aiwithürdosca (visp. 11.15), oder § 43 b. statt der mehrsilbigen relativform tritt das neutrum yat ein. ') Das appositum hat in diesern fall den casus des wortes, welches durch das appo-sitimi naher bestimrnt wird. (Auch schon die vorklassisciie periode des Altindi-schen kennt einen ühnlichen gebrauch des ueutr. relativi ; ubhdyair... ydd devdigca brdhmandigca, etiïsdm... ydd g du don vgl. Delbrück, A. I. S. s. 567) : mana yat ahurahè mazddo (yt. 19.82) dativ zu azem yó a. m.; ahmdkem yat saosyahtam (y. 13,1), yusmdkem yat amesandm spentandm (ib ), genitive zu vaèm yöi saosyantó (visp. 11.13) und yüzem yói amesê spentê; khsmavóya yat saosyantaêibyó (y. 20.3); thivaf yat zarathustrdt (vend. 2.1); te hvdvóya yat zaothrè (y. 59.30): für dich selbst, den zot,quot; dativ zu tam yó zaotd, vgl. mdvayaca zaothrê (y. 68.2) — zu vergl. ist § 25.

aëtahê yat iristahë (vend. 5.11) gen. zu aëso yó iristó „der todtequot;; aêtaêsam yat dalchmandm (vend. 7.51) gen. zu aHè yói dakhma = die loichenthürme; aêiaësdm yat azicithrandm (yt. 3.10) ; aëtaësdm yat bizangrócithrandm (ib. 13); audi vend. 13.8 : yó aëtaësdm sundm jainti yim pasushaurvdimca vishaurvdmca,

sanskrt-ubersetzer êrnnischer texte mit dem siiuskrt relativ wenn sie •/.. 1). eiu m/ivd yat astvaiTdi wiedergeben mit: nntau yamin asthimati. Miiji vergleiche jedoch-yêhhdo (yt. 10.143). l'ür das Altpersische scheint das in § 42 u. 43 bemirkte nicht zu gelten : lyana mand data Hbs. I. 23: klisayathiya dahyundm. tyuiidm parnndm (Persei). '■ •') quot;konig vieler liinder,quot; nicht: //dieserquot; wie Spiegel übersetzt.

') Von diesem gebrauch zu dem des neupersischen kasra i i'zdfat ist der übergang leicht zu er-mitteln; es ist nl. sehr wohl denkbar dass, uls die sprache ihre flexionsfühigkeit aufzugeben begann, in allen verbindungen yat (oder «vie die form des relativa gewesen sei) eintrat, so dass es z. b. sowohl hacn. thwat yat zarathuUrdt u. p. az tu i zartult) als tnm yat zarathuUrd (= n. p. tu i zartult) statt turn yó z, hless. Nicht wenig ward dann diese ausbreitung durch den umstand gefördert, dass im A rabischen (wie in den übrigen semitischen sprachen), das so grossen eintluss auf das Kranische ausübte, eine construction (der «status constructusquot;) vorhanden war, die, obschon dem ursprung nach ganz von der êranischen verschieden, ihr doch ganz analog war.

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ZUTl SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

scheint aëtaësam sunam falsch überliefert zu sein statt: aët. yat sunam, weil der satz offenbar bedeutet ; „wer von den luinden tödtet den berden- und den haushund.quot; — zu vergleicben ist § 26.

apat yat hasayat (yt. 19.42); drvataf yat anrdt mainyaot (yt. 1.19) u. s. w.

— zu verg'leichen § 27.

aëtahë mereghahë yat parodarkihë (vend. 18.29) zu aëso mereghó yóparódars; ahëca karsvanê yat hvanirathahë (visp. 10.1), — zu vergleicben § 28.

thrimdi yat pouruhaolchsnahë (y. 9.27); donham ddmanam yat ahurahë tnazddo (yt. 19.18), — zu vergleicben §§ 29. 30.

daënaydo yat haithindm vnhistaydo (vend. 4.1); asdt haca yat vahistdt zu asem yat vahistem; amesahë hit yat aurvataspahë (yt. 10.13); avdm kehrpeni.. yam sdmahë keresdspahë yat gaësdus gadhavarahë (yt. 13.61), —zuvergl. §31.

ainhdo daënaydo yat dhuróis zarathustróis (vgl. die stelle aus y. 8.: s. 24, § 42); aëtahmi anhvó yat astvainti (vend, pass.); ainhdo zemó yat patharmydo,

— zu vergl. § 32.

Der § 43 constatirte spracbgebraucli ist aus dein Gatbadialeet niebt sieber zu belegen. ^

§ 44. Zwar ist das gewöbnlicbste verfabren, in den angedeuteten tallen den accus. und den instr. eines relativs subst. (adj.) so zu forrniren, dass relat. -f- subst. beide in den vom zu bestimmenden worte erforderten casus gesetzt werden, aber dies ist docb keine regel, wie die GhitbAstellen tam daënam yd hdtam vahistd (44.10), tam daënam yd khsmdvató (49.6) und aJuhn yê vaühêas mananhó (53.5) beweisen. — lm allgemeinen liebt die spiltere spracbe die rela-tivanknüpfung: airyêmd isyo (y. 54) neben airyamd yd isyd (vend. 22.19).

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§ 45. Von dem oben gesagten abweicbend stebt an einigen stellen das neutr. yat, wo eine flektirte form des relativs möglich gewesen ware: tem Ultra hanjasdontë yat (für yim) mdthrem spehtem haëêazim, vgl. das folgende : aëso... yat m. s. b. (vend. 7,44); puthrem yat aurvataspahë vistdspem (yt. 5.105), puthrem yat pourusaspahë zarathustrem (yt. 5.18). yo anstatt des zu erwartjn-den yat stebt; niv0 hankf rathwó herezatö yó asahë (y. 1.17); so wabrscbeinlicb aucb in dem bekannten ; ahëca anhêus yo astvató yasca asti manahyó (y. 57.25, yt. 10 93), man erwartet entweder yö astvdo oder yat astvató; yöi anstatt des zu erwartenden yat stebt; aëtaësam yói yêus saredhandm (vend. 2.41); „von

') Nicht einraal aus dem //siebentheiligen yaanaquot;, denn in daitikanani lujat uruuó (y. 3'.).3) ist hyat urunö mit Baunack für glosse zu halten; oder es steht in correlation rait dem volgenden dat; — liul'lisathrótemai... khmthvem... dadeniahi... lujat mazddi.. aSaicd(y. 35.4) ist, wohl zu übersetzen //das reich des Ahura Mazda und ties Ashavahishta.

LETTKRK. VEBH. DEK KONINKL. AKADEMIE. DEEL XX.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

den thierartenquot; vgl. § 36, ein genitiv, der direct von einem nomin. aêtê yói ghis sa red ha abgeleitet ist. Aueh findet sich yim statt yaf specie'11 im Ven-didad: sünê yim pasushaurvë (sic. 15.3). Mazdayasnanam yam asaonam (yt. 10.120) vermag ich nicht zu deuten ; wahrscheinlich ist das relativ uns in fal-scher gestait überliefert; statt yam hatte es yat sein sollen. Zu pairilcdm yam khnathaiti (vend. 1.10; 19.5) ist wohl der nominativ pairikd yd khndthaiti; khnathaiti 3° ps. sng., vgl. altind. kmth- „himsdrthequot;. Spatere wussten nicht mehr, dass es verbum war, uud setzten das relativ in den acc. ohne die construction danach zu richten.

§ 46 III. Ein relativsatz (relativ -f- subst. in nominativo) ersetzt ein einziges wort oder eiuen einzigen begriff, sodass das relativ scheinbar zuweilen die function unseres bestimmten artikels tibernimmt, ohne natürlich jemals artikel zu sein.

Eine solche verbindnng, relat. -f- subst., ersetzt

1. den nominativ und steht neben einem nominativ ohne relativ, hat also denselben werth wie ein blosser nominativ

Avestisch : yêhyü.. hêmemydsait'e mithahyd ydcd hoi drezvd (y. 33.1): „dessen falsche und we'lche seine gerechte (thaten) sind, d. h. dessen falsche und gerechte thaten sich die wage haltenquot;; vispê mainyava daëva yaëca varenya drvahtü (yt. 10.69): „alle geistigen teufel und die varenischen ketzerquot;; mainyava yazata yaëca gaëthya (fragm. I. 2) — mainyavaca yazata gaëthyaca, wie thatsaclilich steht ny. 1.14 und yt. 6.4; mithró rasnusca ydca daëna mdzdayas-nis (yt. 14.52).

Vergl. Altindisch : havihnanta ugijo yé ca mdrtdh (11V. I 60.2) nach Sayana — havismanto mdrtdi yé ca uc. : „die havisbesitzer und die danach verlangenden (gutter)quot;; devuh sddhyu fsayagca yé (X. 90.7); tvdm rajendra y/'ca devah (I. 174.1); „du, Indra, bist der fürst und die Götterquot;; yé té pü'rvê pdrdgatd dpare pitdragca yé (Ath. V. 18.3.72); „welche dir vorangegangen sind : die kinder und die vaterquot;; rdtdyo 'rdtayagca yah (ib. 11.8 21).

§ 47. 2. einen casus ob 1 i q uus, und steht neben dem erforderten casus, init welchem folglich die umschreibung relat. -f nomen syntaktisch gleichwerthig ist2).

i) In etwns anderer weise qualificiren B. R. v. s, yu cliesen full: //ein oder mehrere subjecte durcli diis rel. zu einem satze ervveitert uud dadurch hervorgeliobeu.quot;

3) Weuii es im Peterab. Wörterb. s. v. ya lieisst: //auii'alleuder ist, dass sogar ein object in einen solclieu relativsatz aufgelost uud anderen objecten ohne weiteres angereibt wird,quot; so ist das gar nicht aulïallend, sonderu nur den bedürfnissen des metrums zuzuschreiben. Niclit nur aas dem ManavadhanmKjilstra uud der übrigen klassischen literatur ist dieser tall zu belegen, sonderu auch mis Veda uud Avesta.

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/UR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

Avestisch: -paurvatdtem manahhasca vauhêm syaothamlnjd... i/ucd nkhdhahyd (y. 33.14), „die fülle der guten gedanken, werke und wortequot; (yucd = se. paur-vatds, und ydcd paurvatds — paurvatdtemca)] hi/at ddo hjaothand mtzdavan ydcd ukhdhd (y. 43.5); „wenn du die werke und worte init ilarem lohn ver-sehen wirst.quot; M

Man vergl. aus dein Altindisclièu : yuvór In' sahhydm utd vd ijdd fipyam nl yacchatam (K.V, VIL 82.8): „verleiht uns eure freundschaft und euer bünd-nissquot;; ahldvflya sapdtndn ahhl yïi no drdtayah abh! prtanydntatn tiUha (X.

174.2): „überwindend die nebenbuhler, iiberwindond unsere ar.Ui's, greife den

/\

an der una zürntquot;; vi janthi arydn yc ca ddsyavah (I. 51.8) : „die Arya und Dasyuquot;; paca n aranjdn grdniyagca //■■ (X. 90.8); jayati... dhdndni pydtijanydni ufd yiï sdjanyd {yd saj. = sdjanydni, IV. 50.9); td... vfyvasya yopd yajase mitra vdruno ydigca sukrdtuh (- varünciinca mdrrdtuin VHI. 25.2); asa/t ca ija na urvdrd dd imam tanvam mama dtho tatasya ydcchfrah sdrvd td romagd krdhi (VUL i'l.G), bier steht der accus. mitten zwischen zwei umsebreibiingen rnittelst des relativa; stotdram.. yéca tva rrktdbarhi.sali (VIII. 97.1); rudrdnn payupdtigca ydh (Ath. V. X I. 6.9 rudrdnn pagupdtiin ca); apdunóryu apa-mdrstu ksetriydm gapdthagca ydh (ib. IV. 18.7): „A. moge abwiscben dass ksetriya-übel und den tiiicliquot; imdinca yónim dnu ydcca pü'rvuh (R.V. X. 17.11).

§ 48. 3. Die verbindung relat. subst. (nominat.) steht al lei n anstatt eines casus des betreffenden substantivs und zwar:

a. mit dem werth eines voeativs:

yc sevistó ahnru mazddosca drmaitisca.. sraotd mol (y, 33.11); ydo dpó ydosca urvardo ydosca asdondm fravasayo... fritdo buy (da (yt. 13.147).

§ 49. b. Mit dem werth eines nominativs:

yê asavti dregvantem (y. 4G.5): „der froinme den ketzerquot;; yc asavd ist appo-situin zum subject, dregvantem zum object des vorbergehendeu relativsatzes1); aydo mainivdo varatd yc dreyvdo acistd verezyó (y. 30.5); „der ketzer,quot; wenn nicht /ai construiren ist ye dregvdo {mainyus), in welcbem fall es unter § 29 geboren würde ; yd karpótdoscd kevitdoscd (y. 32.15); i/ói ukhsdnó asndm (y.

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quot;) yC- aêava eig. «vver fromm ist = der fromme,quot; mit genernlisirendem artikel. Eine derartige sat/,-vvendung, nher ohne relativ hat y. 53.4 : asainu aiavahyd, weil hier von einer bestimmten person der Poimicista, die rede ist.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

46.3); yathd tu t mehhdca vaocascd... yd vohü (y. 13.5); uzjamyan yd stmt a yêsnya (y. 55.3); yó zaotd (y. 3.25 und anderswo; etwas früher zaotd allein); yd dtravakhsó (visp. 3.7 ; y. 15.4);

Man vergl. aus dem Altindischen : hlmvanasya ydii pdtih (R.V. X. 128.7); asyd yah pdtir jwdti garddah gatdm (X. 85.39); tc'sdm vak sumné sydma. {vdyam) yó ca sürdyah (VII. 06.13); ilia tisthatu ya rayrh (X. 19.3 vg-l. Ath. V. I. 15.2); stinavo... amrtasya yé (R.V. VI 52.9).

§ 50. c. mit dem werth eines accusativs:

vtdvdo yaëcit (juzrd senhdonhó (y. 48.3) : kennend allo {elf) geheinien offcn-barungen; kê (ddt) ydu usdo arêmpithwd khmpdcd (y. 46.8): „wcr (sclmf) mlt dem mittag und der nacht die morgenröthequot;; yê mui ydo (jaêthdo dazdê oênanhè (y. 46.8), moi ydo gaêfhdo — mói gaëthdo, wie es stelit y. 44.10; ygl. ahmdi gaëthdo „seine leutequot; (y. 43.13); yd dregvatö daêndm (y. 49.4 nach (ieldner, B.B. XV. 252); doisi mói yd vê ahifru td khsathrahyd ahut'd yd vahhem asis mananhó (33.13): „versprich mir das was in eurem reiche ohne gleichen ist: die belohnung des guten geistesquot; (nach Geldner, B.B. XV. 251).

Man vergleiche damit die Vedischen stollen : spdqdyasva yó asmadhrük (R.V. I. 176.3): = asmadnihdm; nudasva ydh parisprdhah (IX. 53.1); yuyutdm yd' drdtnyah (VIII. 9.1); vi vdta vdhi ydd rdpah (X. 137.3); suyüjd yé dgvdh (IV. 33.10) — suyiijdn dgvdn; rdihah sudgno ajdro yó dsti (IV. 45.7) = rdtham svdgvam ajdram ; jydghosd' dunduhhdyo ahhilcrogantu yUdlgah (Ath. V. V. 21.9); adhaspaddm krnmva yé prtanydvah (ib. VII, 34.1 = 62.1)= prtawjün- u. s. w.

§ 51. d. mit dem werth eines anderen casus obliqui.

Aus dem Avesta weiss ieh keinen sicheren beleg zu citiren, man könnte yd ddtd paouruyêhyd aiihêns (y. 33.1) fassen als yd is paouruyêhd anhêus ddtdis: „nach den gesetzen fürs erstere lebenquot; (vgl. ydis paoirydis almrahyd ddtdis y. 46.15), aber es steht hier eine bezugsmasse dis irn hauptsatz; das satzscheu ist also eher zu verstehen wie unten angegeben werden soil (§ 54).

Aus dem Veda könnte man vergleichen : pdtvagnlh givd yé asya pdydvah (Ath. V. VI. 3.2) = givébhir asya pdyiihhih, vgl. givébhih pdhi pdyubhih R-V. \ III. 49.8). ydd vo bdlam (R.V. 1. 37.12) = bdlena vo. Aber diese und dergleichen satzwendungen sind einfach aus weglassung des antecedents zu erk laren, vgl. z. b. ydt te tdpas té na (Ath. V. II. 19.1), wo auch tena ausge-lassen batte sein können; so ist an der citiorten Atharvastelle tdis und an dei-Kcstelle tena hiuzuzudenken (vgl. § 57).

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA 1M AVESTA.

b. Die Relativsatze mit verbum.

§ 52. Die relativsatze mit verbum will ich im folgenden in anderer weise zu behandeln versuchen als es Delbrück in seiner altindischen syntax für das Vediscbe und die vorklassiscbe Sanskrt-prosa gethan hat. Delbrück hat nur auf die form der verscliiedeuen satze achtgegeben und sie der form nacli grup-piert. Eine andere eintheilung ist von mir versucbt worden, bei welcher icb an erster stelle auf die verschiedenen bedeutungen achtgebe, welche meiner meinung nach die verschiedenen wendungen haben. Zunachst reihe icli alle relativsatze in zwei hauptgruppen ein :

I. relativsatze, wo das relativ adjectivisch,

II. relativsatze, wo das relativ selbstandig steht.

I. Die satze mit adjectivischem relativ.

I. a. Wenn ein relativsatz flazu dient ein substantiv, welches ohne diesen relativsatz in der satzverbindung niciits bedeuten würde, nilher anzudeuten und zu pracisiren, so gebrauchen das Indische und Alt-êranische eine andere wort-fügung als die modernen sprachen. Wenn man z. b. einen satz : „ich liabe den mann gesehen, welchen ich (gestern) ein almosen gab1'; ins Indische oder Alt-êranische übertragen wollte, müsste man sagen : „welchem mann ich (gestern) ein almosen gab, der ist von mir gesehenquot;: yasmai parusdya bhf/csaiii adaddm sa maya drstah. Diese stellung, von Delbrück „die verschranktequot; genannt, ist also dort erfordert, wo die rede von einer person oder sache ist, die zwar bestimmt ist, aber erst durch den inhalt des relativsatzes ihre bestimmung erhalt. Das relativ steht in den beiden alten sprachen in adjectivischem verhaltniss zum substan tiv-autecedent.

Die wortfolge ist in diesera falie : relativ, substantiv (eod. casu), verbum — demonstrativ, verbum. Selten folgt der relative satz. Beispiele :

aus den Gat lias: at yêng asdatcd vóistd vanhêusca ddthêny manahhó ereth-wêng aëibyó perend ka mem ;28.1()) : „erfülle den gerechten, welche du meinst dass des Asa und des Vohumanah würdig sind, ihren wunscliquot;; yê nê aëvó sasndo güsatd zarathustró spifdmd hvó nê mazdd vastt as/ncd careharethrd sruvayênhê (29.8): „der eiuzige, der unsere gebote vernommen bat, der Zarathustra, der will unsere ermahnungen, o Mazda und Asa, verkündenquot;; yam ddo mainyü aihrdca... rdnóihyd khmütêm hyat nrvatem cazdónghvadhyó tat nê... vaocd (31.3): „die freude, die du durch die beiden verbündeten, den Geist und das Feuer

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'/.{JU SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

geben wirst: was du für die klugen beschlossen luist, — das tlieile uns inifcquot; (nach Geldner, B.B. XIV; hij af, urv. cazcl. ist appositum za yam khs., und das relativ hat sich nicht nach yam, sonderu nach hyat gerichtet) ; „das frage icli dich, yüo isudö dadentë ddthranam hacd asaono ydosca.. drecjvódhyu ycdlw tdo ahhen henkeretd hyaf, „wie die schuldfordernngen (die posten, die debita und credita) der lebensbücher, welche von dein gerechten und von den ketzern werden eingefordert werden, stehen werden, wann sie aufgezahlt werdenquot; (y. 31.14) '); yd hyaothand yd vacanhd yd yasnd ameretdtem axon cd taibyó ddonhd... aêsam (34.1) : „das handeln, reden, beten, wofür du die ünstorblich-keit und dein Asa schenken wirst, davon...quot; (das demonstr. im plural, wei! es sich auf mehrere gegenstande bezielit); yói spehtam drmaiüm... dushyoathand (n. pi. niasc.) avazazat aêibyó man... syazdat (34.!)): „vor den bosartigen, die die heilige Arraaiti verscheuchen, sol! der mensch zurückweichenquot; (Bartholoma, K. Z. 29.280) ; yahmt urvaêsé jasó... ahmi vohü mananhd... ratus sêncjhaitt drmaitü thwahyd khrcdêus (43.C): „am letzten tage, an welchem du mit deinem heiligen Geiste kommen wirst, wird Armaiti mit Vohumanah (den geschöpfen) die beschlüsse deiner weisheit mittheilenquot;; af yastêm mit nd ismanó diydf drujö hvó ddmdn haithyd gat (46.C): „der raann welcher zu dein nicht gehen mag, kommt sicher zu den geschöpfen des Bösenquot;; yê vd mui, nu yenu va., ddydf... yd tü vuistd vahistd... ydscd hakhsdi khsmdvatdm vahmdi n fró tdiis vtspdis cinvaió fró joeretüm (46.10): „der mann odor das weib, welches inir thun wird was du als das beste kennst, und welche ich überrede euch anzubeten, mit allen diesenquot; u. s. w. yói duskhrathiod aësmem vareden... fsüydsü afsuyantd tói daëvêng dan yd dregvató daênd (49.4): „die nicht-bauern, welche unter den bauern böslich die raserei verbreiten, diequot; u. s. w. Meines erachtens gehort unter diese categorie auch 51.9 : yam khsnütem rdnóibyd ddo thwd dtlirdi sukhrd ntazdd ayanhd khsnstd aibt ahvdhü dakhstem davói: „die freude, die du durch die beiden verbündeten, dein helles Feuer, o Mazda, und dein geschmie-detes Eisen (— Khsathra) geben wirst, gib über diese eiue belehrung. 2)

') Mit geringer abweiclmng folge icli Greldners und Jacksons exegese dieser stelle (a hymn s, 45); unr dass ich henkeretd als loc. zu /lt;e»X»gt;'erfj-fasse; erst daim kanu raau aiihen zu henkeretd Jiyaf, suppliren; //vveiiu sie in bereohnung kommenquot;; zur construction vgl. aihidereïtd (y, 31.3). Eei Jacksons auffassung miisste man nicht a/iheu soudern anhat beim ueutr. plur. hinzudenken.

quot;) aiht ahvdhü t'asst Geldner: //in die gemütlier,quot; als loc. pl. von anhva; ich fasse es als loc. pl. fem. zum demonstrativ a- mit doppelter endung wie altp. uhydyd = ahjd, ToisSem — rolfSe, prtsuhi — jirtsd. Was das kur/e a angeht, man denke an das nebeneinander von dtyó, abyusca u.s.w.; langere formen haben neigung ihren aulautsvokal zu veiküraen. Aibi bedeutet auch 43.7 //über, jrepi (gen.), du.quot; Construction wie y, 1U. 8, vgl. § 69.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESÏA.

A us (lem jüngeren Ave sta: yd vê va/m/üs mazddo noma daddt idis vdo yazamaidé (y. 38.4): wir verehren euch mit den guten namen, die Mazda euch gegeben hat;quot; lu/af vd tót namandin vdzistem.. fd thwd pairiyasdmaidê (y. 36..'}); ydosca tói ghendo... vairydo tdo yazamaidé (y. 38.1); hyat m/zdeni iiiavaëthem fradadcttha.. ahyd hvo nê daidi (y. 40.1); „der unwandelbare lohn, den du aus-gesetzt liast, davon gib du unsquot;; yam akivu vanuhmi asyaiii vaëdha lam drvdo êvtdvdo (visp. 22.2): „der ketzer kennt niclit den guten lohn {?), welchen der gerechte kenntquot;; yó nu Jus huheretdo hardt, sukd dahyêus..., hö anhaiti fyt. 13.] 8): „der landesfürst, der sie wohl pflegt, der wird...; yó nd hts frayazditë.. a hm ui afrmehti fravasayó (ib. 51).

§ 54. Bemerkung I. In poesie wird einige male das pron. demonstr. uu-mittelbar) vor das relativ gesetzt; dis.... yd data paouruyêhyd aiihêus (y. 34.1) = yd d. p. anhêus... dis = naeh den gesetzcn fürs erstere loben; avdo ydn ddo asis dregvaitê asaonaëcd (y. 43.4) : „jene belohnungen, die du dein ketzer und dem gerecliten geben wirstquot;; ha oma a ë ibis yói aurvaütó hila takhsenti erendum zdvare aojasca hakhsaiti (y. 9.22) = ha onto yói aurvantó hita takhsenti e. aêibyó a. h.

§ 55. Bemerkung II. Es kommt in diesem und in anderen fallen, wie im Alt-indischen, vor, dass das bezugswort in den haupt- und nebensatz gesetzi wird; meistentheils ist diese wiederholung aus dem streben naeh deutliehkeit entstanden : yói (1. yd) pal, ha uzbarehtë spana ca irista naraca irista kat tdo pat/aio frayan u. s. w. (vend. 8.14).

§ 56. I. b. 1st das relativ adjectivisch gebraucht, das correlatieve pronomen aber nicht ausgedrückt, so geht meistentheils der hauptsatz oder wenigstens das verbum des hauptsatzes voran. Die normale wortfolge ist dann : verbum, — rel., subst. (eod. casu), verbum. Beispiole :

aus den Gathas: gustd yê ma aid asem ahumbis vidrdo (31.19): „höret auf den allwissenden lebensartz, der das Asa ausgedachtquot;; at fravakhsyd hyat mói mraot spehtotemó (mazddo ahuró) vacë sruidydi hyat maretaëibyó vahistem (45.5): „ich will verkünden das wort, welches A. .VI. miralsdas beste für diemenschen zu horen gesagt hatquot;; tdcd spehtd mainyü mazddi ahnrd asaunë co is yd zi ctcd vaJiistd... dregvdo bakhmitt (47.5) : „durch diesen (vgl. § 7) heiligen Geist hast du, A. M., dem gerechten all das gute versprochen, das (jetzt) der ketzer geniesstquot; (etwas verschieden Geldner, B.B. XIV); kadd djm muthrem ahyd magahyd yd... karn-pdnó urüpayëintt yd cd khratti dusekhsathra dahyundm (48.10) bedeutet nacli Geldner (K.Z. XXX. 534): „wann werden sie uuterlassen die verunreinigüng dieser gemeiude mit ihrer lehre, durch welche die karapans und die schlechten fursten lt;ler gaue ansteckenquot; (wörtlioh : „mit welclier (lebre) die k. und mit welcher

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ZUR SYNTAX DEE PRONOMINA IM AVESTA

lehre die schl. f. ansteeken); yê nd vnrdayaëta yam nazdistam gaëtham dregvdo balchsaiti (50.3j: „der mann, welch or zu blute bringen soil das benachbarte haus, das jetzt der ketzer besitztquot;; ob auch y. 33.6 mit Geldner (B B. XV. 294) hier unterzubringen ist, bezweifle ich. Audi ohne annahine einer „ver-schrankungquot; kommt man aus; iibersetzt man die worte in's latein: qui ex optima Mente noscere velim eadem mente qua colenda esse constituit pascua, dann ist das = qui pascua noscere velim, eadem mente qua ea colenda esse constitult; man hat also vor pascua ein: zu denken und dasselbe ist aueh in dem avesti-schen satz möglich.

Aus dem jün geren A v e s t a : tüm sraoghenem nmdnem daddhi yasethwd yazdite... asava (yt. 10.30); ydca upairi tdo akarana anaghra asaonó stis did hi (yt. 8.48); fra pourvó vatdm vazaiti yam (1. yd) pathó diti haomó. (ib. 33); dvistayaêca aiwivistayaêca... yoi henti haoma siira fvisp. 9.3).

§ 57. Bemerkung I. Geht in diesem fall der relativsatz voran, dann hat man im hauptsatz das demonstrativ hinzudenken, und zwar in dem durcli das hauptverbum erforderten casus : yascd vdo mas yazaitë (hvó) drujascd pairima-toiscd syaomdm aipi.daibitand (y. 32.3, vgl. Geldner, K. Z. XXX. 528); yd daend vairim handt mizdem [ahydi) asuhgd ydsu a sim (y. 54.1); „für die seele, die den herrlichen lohn verdient, frage ich die belolmung des Asaquot;; drüjo hacd raihemói yême spas{n)uthd frdidhhn (tam) drüjo ayêsê (y. 53.6): „den wohlstand den ihr bei dem anhanger des Bösen seht, entnehme ich dem Bösenquot; (vgl. Bartholoma in K. Z. XXIX. 327); at yd raresd ydcd pairi dis syaothand ydcd... are jat {td vtspd) khsmdkdi vahmdi (asti) (y. 50.9): „die thaten, die ich verrichten werde und vordem (verriclitet habe) und das, was..., das alles ist zu eurem preisquot;; man vergl. noch y. 45.5. c.d; y. 48.4 wo zu vergl. K. Z. XXX. 525; nicht ganz siclier ist y. 50.6 : yê niathrd vdcem baraitt urvdthó asd nemanhd zarathustró data khratêus hizvu raithtm stói; ich begreife die worte so: „Gebet dass der weg der zunge eures profeten, des Zoroaster, eures freundes, o Asa, der die stimme erhebt, der (nl. weg) der weisheit sei.quot; Wenn aber mahyd (in c.) als pron. personale gebraucht ist, was Geldner will, Bartholoma aber in zweifel zicht, so könnte mahyd das antecedent zu yê sein.

§ 58. Bemerkung II. Einen eigenthümlichen typus von relativsatzen bietet der Hóm-yast (y. 9): haomó taêcit yói katayó naskófrasdonhö donhehti spdnd masttmca bakhsaiti (§ 22); und : haomó tdoscit ydo kaimnó donhare dareghem ughravó haithtm rddhem \ca\ bakhsaiti (23). Nach Justi hatte man hier attraction von aêibyó yói in tê yói. Also eine attraction wodurch das indirecte object im nominativ zu stehen kame! Vielmehr hat man diese construction aus der eigenthümlichkeit zu erklaren, die auch im Altpersischen so stark her-

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ZUE SYNTAX DEE PE0N0M1NA IM AVESTA.

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vortritt, class erst der nominativ eines begrifFes gesetzt wird unci dann das erforderte casusverhaltniss durcli ein demonstrativpronom ausgedriickt wird, z. b. Bhs. T. 21 martya hya daustd aha avam uhartam aharam, audi II. 30, IV. 88; so ist auch y. 33.10, wenu ich nicht irre, erst der nominativ gesetzt und nachher durch rlie enclitica Ms das casusverhaltniss zum hauptsatz ange-deutet: vhpaose tói hujitayu (nomin.) yao zt donhare ydoscd hentt... thwahmt Ms zaosë dbalchsóhvd. Vergleicht man ferner eini^e Veda-stellon, wie z. b. amt' yé (leva sthdna trisvU rocant divdh had va rid in (li.V. I. 105.5), ami1 yé yiidham dydnti... tan (Ath. Y. VI. 103.3), imti yas te hirUh... tasdm (VII. 35.2), sd mdma yah pdvdts tdm dvisaté prd Iilniiia (XIX. 57.3), iddtn ydt... yénaiva... ténaiva (ib. 9-4), imuni ycini indriyUni... yalr..tair (ib. 5), a yarn ydg camasó devapano tdsmin.. (XVIII. 5.53) u. s. w., so ersieht man, wie die Homyast-stellen zu tassen sind : es ist namlich jedesmal das erforderte d e mons tr. hin-zuzudenken, an der ersten stelle : aêibyó, an der zweiten: dhyo.

§ 59. Bemerkung III. Wenn in unseren sprachen ein von einem relativsatz gofolgtes substantiv oder adjectiv als apposition zu einem (anderen) substantiv gesetzt wird (z. b. „Rom, eine stadt, welche am Tiber liegtquot;), so muss im Lranischen gerade wie im Lateinischen ^ (vgl. Kühner, Gramm. der Latein. Sprache II. 195.4) die oben behandelte gruppierung I. b. gebraucht werden : kavdcd vtstdspó zarathustro spitdmd frasaostrascd ddonlw erezds pathu yam daënam aliuró saosyantóii) daddt (y. 53.2); „K. V., Z. S., und F., die pioniere der geraden wege : der lohre, welche Ahura dem Heiland eingabquot; (vgl. !].B. XV. 255); nd hvdthrem daidUd....yd ddo asd vanheus maydo mananhd (y. 43.2): „der mann soli die seligkeit empfangen : die freuden des guten Geistes, welche du duroh Asa gibstquot;; (advdnem).. yd hukeretd.. urvdkhsat hynt civistu huddbyó mtzdem (y. 34.13) : „auf welchem (wege) man zu den glücklichen statten ge-langt : zu dem lohn, welches den frommen versproclien wardquot; (so nach Bar-tholoma, B.B. XIII. 67); aztm dahdkem... yam asaojastemdm drujein fraca'2)

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) Uud im Altindischen, wie es scheint. Will man z. b. sagen : //jetet will ich die grosse des stieres preisen, des Vrtratodters, weloheu die leute verelirenquot;, so heisst das: prd nü' maJiitvdm vréabJidsya vocam yam prirdvo vrtrahdnam sdcante (R.V. I. 59.6); ein safe: //zerschmettre die feinde, die sterbliohen, die utis angreifen,quot; heisst: nl gnathihj amltriïn ahM ijk no mdirtiko amdnti; ein satz ; quot;icli flelie um die gunst des quot;Vavuna, des gottes, der lieblich ist zura verehren,quot; heisst; yó idandru ynjdtlw/a decdh. sulurUm bhiMe vdrunasya. Auoli hier kanu der relativsatz vorangehen, wie z. b. in den von Delbrück (Synt.) auf s. 55'.) citirteu stellen.

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quot;) fraca ist hier entweder fiir verdorben zu halten oder es ist anzuuehraen, dass fraca (= fra cd) als ein wort gefühlt worden ist; vielleicht auch ist noch ein verbum ausgefallen, vgl. vend. 7.11 fraca kereïiten nica kanayen.

LETTERK, VEBH. DER KOSINKL. AKADLMIE. DKEL XX.

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ZUll SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

kerentat anró mainyus (y. 9.8j; „welcher Azlii Dahaka erlegte, den gewaltigen unhold, welohen Ahriman sclmfquot; u. s. w, In den angeführten satzen ist die apposition ein substantiv ; von derartigen satzen mit adjectiv-apposition 1) er-walme ist: vispè daman yais daddtha povuca vohuca (y. 71.10) : „alle geschöpfe, die vielen und guten, die du gesehaffen hastquot; ; imam tarntm. yd mê vaënaitë huraodha (y. 10.14): „diesen leib, den schöngestalteten, den man an mir siehtquot;; berekhdhdm mói frasaostró... daêdóist kehrpem daênaydi vanhuydi ydmhöi isydm ddt'il khsayds mazddo ahuró (y. 51.17): „F. versprach mir die theure person, die geliebte, welche mir, dem guten, Ahura Mazda geben moge, er, der das vermag.quot;

II. Die siitze mit selbstandigem relativ.

§ 60 II. a. Die einfachste form der relativsatze mit selbstandigem relativ findet man dort, \vo das blosse relativ sich auf das blosse demonstrativ bezieht; bedeutnng und gruppierung ist in allen spraclien dieselbe: is..., qui.., oder : qui... is..] also: rel., verbum — demonstr. verb., oder: dem. verb. — rel. verbum. Beispiele:

aus den Gathas: aëibyó saste ahurd yói asdi daden zastayó drujem f30.8); aten tói vayem hydmd yói ïm frasêm kerenaon ahtlm (30.9): „mögen wir die sein, die die menschheit dereinst bekehren werdenquot;; ayustd vacdo aëibyó yói asaliyd gaëthdo vtmarencaitë atett aëibyó vahiHd yói zrazddo anken mazddi (31.1); tut mói vaoed.. hyat mói... ddid vahyó (31.5): „das, was ihr mir als das beste geben werdetquot;; ahmdi anhat vahistem yê mói vtdvdo vaoedt (31.6): „wer mir «teftog sagen wirdquot;; noch 31.14, 32.1, 32.11, 32.12; yêhg dainti nóit jydtêus khsayamnêng vasó tui dbya bairijdohtë (32.15) : „die, welohen sie nicht sie freiheit des lebens g(5nnen, werden von den beiden (wohl: den beiden Rana's) in das hans des Bahman getragen werden; yê akmnë vahistó... at hvó asahyd ahhat vanhêusea vdstrë mananhó (33.3); noch 33.9, 34.8, 43.11. e: vahistem: „als das bestequot;; 43.14. e; yd frarakhsyd yëzt tu athd haithyd(44.6): rob was ich sagen werde, wahrlich so istquot;; 44.11. b. c, 44.19. b. d; at tt peresd yói pisyëinü aëibyó kam yd is etc. (44.20): „das frage ich ibnen zu lieb, welche ansehen müssen, dass 2) Karapan und Usij das rind dem Aesma preis-geben; 45.3. c. e; 45.9. a. b; yê maibyd yaos ahmdi asctt vahistd... cóisem, asteng ahmdi yê ndo dstdi daidttd (46.18), u. s. w.

') fiir das lateinische vergl. man Kiihner, 1.1. 195.3.

2) ich fasse ydis als conjunctio = yd, yal wie öt'ters ; im übrigen vergl. Burtholoma iu 15.15 XII. 98.

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ZUR SYNTAX DEE PRONOMINA IM A VESTA.

aus dein j iingeren A vesta: yó vó dpó yazditê.. alimdt raësca hvcirenasca day (da (y. 68.10-12); yahmdi... khsmUó havaiti ah mui jasaiti avait/të (yt. 10.87); aësam yunaoiti verethraghnem yói dim dahinn vtdns.am zaothrubijo frdya-zehtê (ib. 16), die adjectiva logisch zuiii pradicat frayaz. gehorig.

§ 61. TI. b. Wird die aus einem pronomen bestellende bezugsmasse ausgelas-sen, so ist das pronomen relativum, sofern es sich nicht auf eine bestimrate (erwahnt'e) person oder sache bezieht, iibersetzbar mit; „wer—, jemand der—, jeder der—, -wenn einer.quot; Natürlich gilt dies nicht fur den fall, dass das relativ sich auf das subject des hauptsatzes bezieht, weil ja in diesein fall eine bezugsmasse vorhanden und zwar in der endung des verbi ausgedrilokt ist. Ausser diesem letzterwahnten fall folgt meist dor nebensatz dem hauptsatz nach; wenn der satz bestimmt hypothetisch ist {yu — yat cis), so geht der relativsatz voran. Aus einer grossen menge beispiele fiihre ich nur einige an.

aus den Gathas: frasaostrdi maibyucd yaëibyascd it rdohhahhöi (28.8): „dem F. und mir und welchen du es gonnestquot;; mazduo daddt... khsathivhyd saró vanhêus vazdvare manahhó yê hoi tnaiiiyd syaothandis urvatho (sc. anhcit) (31.21); dregvataêcd hyatcd asdoiië ychydcd hêinemydsaitë mithahyd ydcd hoi drezvd (33.1) : „und jedem dessen falsche und gute thaten sich die wage haltenquot;; khsayas rnazdd yêhyd ma dithisctt dvaëthd (32.16) : „über jemand von dem mir verderben drohtquot; ^); yëzt hui dat dyaptd... ahnró inazddo.. Jimnhevtm yaëca hoi daben sasencd daënaydo vanhuyao nhhdhd syaothandcd (53.1) : ,, und allen, die unterrichten und lehren die worte und thaton der guten lehre !lê vahyö vanhêus dazdë yasca hoi vdrdi rdduf ahuru.. mazddo (51.6): „A. M., der gibt was besscr als gut ist, wer (jedem der) nach seinem willen handelt.''

aus dom j tingeren Avosta: imat dthró dfrivacem yó ahmdi aësmem baraiti (y. 62.10); ustd hd yim hacahi (y. 17.7); dsvasjuin dadhditi inithró i/oi mithrem nóit akoidnizenti (yt. 10.3); pourimarem kerenüisi... yastë... hukhsaitë (y. 10.13); huhaoidhis baodhaitë nmdnem yëhhë nmdnë asis vahuhi pddha nida-thditë (yt. 17.6) 3)

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§ 62. Bemerkung I. Öfters dient ein derartiger relativsatz zur urnschrei-bung eines einzigen wortes: vdstrydt vd ditê yê vd nóit anhaf vdstryo (y. 31.9) = avdstrydt vd, vgl. str. 10; akoyd dregvditë ustd yê asem dadrë (51.8): = ustd asdunë; „das wollen wir uns erwahlen, Ahura Mazda, schoner Asa, dass

') N. B. y. 8.9 wo fast dieselben worte ; yêzi cahjd kMayathd... yè/njii ntd dithïi dmtëtha : über jemnncl [cuhyd), von dem.

=) In dem jiingeren Avestn linde ich ein beispiel wc das relativ eine bestimmte personniideutet; hvarenó yat uptmliacaiti yd avadhdt fnmalMaiti (yt. 11).G(P.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVKSTA.

wir denken, leden uud thun wollen, yd hutani syaoihananam vahistd hydt, das beste handeln (reden, denken)quot; (y. 35.3).

§ 63. Bemerkimg 11. Diese art relativsatze sind es, die wir, wenn sie bei bestimmten verben (z. b. des fragens., wissens, lehrens) als object stehen, indirecte fragen nennen (vgl. Delbrück, Synt. § 283), z. b: fró mu stsd.. ydis d anhus paoiryo bavat (y. 28.11): „lebre mich, woraus das erstere leben entstanden istquot;; peresd avat yd maênis yê dregvóitê khsathrem hunaiti (31.15) : „das trage icb, welclie strafe jeraand treffen wird, der dem ketzer die herrscbaft fördertquot;; tat thwd peresd.... yd tol ddistis.. ydcd... ydcd (44.8); „das frage ich dicb, was deine anweisung ist, und was...quot;

§ 64 III. a. Hat das demonstrativpronoin (jiö, taf) die pragnante bedeutung : „ein solcber mann... der, derjenige mann,. welcher,quot; so baben Indisch sowobl als Eranisch die siellung, von Delb'-üek „die natürlichequot; genannt, d. h. die wortfolge kommt mit der in unseren sprachen üblichen überein.

Wahrend also yó jdnah... (sd) (gruppierung I) bedeutet: „der mann, welcher..quot;, ist sd jdnah... ydh (gruppierung III a) zu übersetzen mit: ein derarti-ger mann, der — ein soicher mann, der — derjenige mann, der, — der mann, welcher.quot;

Beide gruppierungen, I und III. a, werden also gebraucht uin bestimmte personen oder gegenstande zu bezeichnen, mit III. a aber wird mit grösserein nach-druck die identitat des im haupt- und des im nebensatze erwahnten gegenstan-des hervorgehoben. Die wortiolge ist: demonstr., subst,, (eod. casu), verb. — relativ, verbum. Selten geht der relativsatz voran. Beispiele

aus den Gathas: td urvdfd yd mazddo ddt masydonhó {SO.ll): „diejenige gebote, die Mazda verordnet hat, ibr Menschenquot;; hvó mu nd sravdo mórehdat yê acistem vaënanhê aoyedd yam asibyd hvarecd yascd.. (32.10) : „ein soicher mann durchkreuzt meine lehren, welcher...quot;; tdis zi syaothandis byehtê ydesü as pairt pourubyó ithyejo (34.8) : „durch solche handlungen setzen sie (uns) in gefahr, durcli welche der menge gefaiir geworden istquot; (?); at hvó vanhêus vahyó nd aiht jmnydt yê ndo erezüs savanhó pathó stsóif (43.3): „der mann inöge..., welcher..''; td (sc. syaothand) ahmdi jasöit... tanüm d yd im hujydtois pdydt mit duzjydtóis Jcdctt (46.8); „all diejenigen thaten mogen ihn treffen, welche ibn abbalten werden von einem glücklichen, nicht von eiriem elenden leben;quot; athrd tü aredrais idt tuis... yêng usvaht ustd stói (46.16) : „komme du dort mit denjenigen getrcuen, von denen wir beide wünschen, dass es ihnen wohl ergehe,quot; u. s. w.

aus dem jüngeren A v e s t a : tdo sravdo drenjayan ydo pour va aêthra-patayó drenjayan (vend. 4,45): „dieselben lehren, welche..quot;; actatca aësam

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ZUR SINTAX DER PRONOMINA IM AVESTA

ukhdhanam ukhdhötemem ydis yava fra.. vaocê (y. 19.10); „lt;lies ist das wür-digste derjenigea worte, welche jemals gesprochen worden sind mtd ahmdi nairë... yahmdi zaotd yazaitê (yt. 10.137);

§ 05. Benierkung. Bezugstnasse theilweise wiederholt irn relativsatz (vgl. § 53): ahmdi naëmdi uzjasditL. yahmdi naëmandrn mithródrukhs (yt. 10.19); vtspaêibyó aêihtjo ratubyó yoi henti asahë ratavó thryasca thrisdsca nazdiUa etc. (y. 1.10),

§ 66. III. b. Der relativsatz kann auch bloss dazu dienen die bezugstnasse naher zu pracisieren, eine eigenschaft, handlung u. s. w. derselben zu beschrei-ben, oluie jedoch unentbehrlich zum rechten verstandniss des im hauptsatz gesagten zu sein. Dann luiben Indisch und Êraniscli die aucli in nnserea sprachen gewöhnliche wortfolge. Man kann sagen, das in diesem falie der relativsatz dazu dient, durch hinzufügung eines neuen gedankens die rede fortzu-führen ; darum kann man denn auch haufig in dergleichen relativsatzen das relativ auflösen in: „und dieser.quot; Also scharfer unterschied mit [ : yasmai purusdya bhiksdm adaddm sa ma yd drstah; aber 111. b. mayd puruso drsto yasmai bhiksdm adaddm, d. h. : „ich babe einen mann gesehen, welclien ich ein almosen gab = und habe ihrn eiti alraosen gegeben.quot; — Die wortfolge ist: subst. — relativ. verbum. Beispiele.

a us den Gr Ti tb as: aydo mainivdo varatd... asem maiiïyus spenistó yê khraoz-distêng asênó vdstë (30.5): „von diesen beiden geistern erwahlte sich das Asa der heiligste Geist, der sich mit dein festen himrnelsgewande kleidetquot;; isasd maihyó khsathrem aojónghvat yëhyd veredd vanaêmd drujem (31.4): „ich erflehe mir eine kraftige macht, durch deren grosse wir den Böseu überwinden rnögen .-1= und rnögen wir durch derer grosse..quot;; kdmc thwahyd mathrdno düthn yê is pat daresdt asahyd (32.13): „im verlangen nach der sendung deines profeten, der sie abhalten wird vora schauen des Asa = aber dieser wird sie..quot;; ereziis pathó yaêsu tnazddo ahuró saêitt (43.5); vohü mananhd yëhyu syaothandis gaëthdo asd frd-dentê (43.6); athrascd mananhascd yaydo syaothandis asem thraostd ahurd (46.7); karapanó kdvayasccl..., jêng hvê urvd hvaëcd khraodat dacnd (46.11): = „aber die wird ihre eigene seele und ihr eigenes gewissen angstigen, wenn sie u. s.w.quot;; ukhdhdis vanhêus mananhd ijaësdm tü pouruyó tnazdd fradakhstd ahi (51.3): = „und da von bist du der erste anweiser.quot;

aus dem jüngeren Ave sta: ahurem mazddm yê yamca asemca ■ ddt (y. 37.1); der ganze anfang des Farvardln yast (§ 3. sqq.); u. a. m.

Nur unter dieser, oben ausgesprochenen, bedingung also kann man sagen, das relativ stehe für das demonstrativ (freilich mit „und, aber, dennquot; u. s. w); die stellen anderer art, au denen Justi (Handbuch s. 239.a) und Jolly (Ein Kapi-

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

tel, s. 73) annimmen : „das relativ stelit für das demonstrativ,quot; siud er.tweder falsch begrifFen oder verdorben, oder aber überhaupt undeutlich.

§ 67. Bemerkung- I. Eineu beleg für diesen fall mit wiederholung der bezugs-raasse im relativsatz finde icli mit Bartholoma (A. f. II. 7G) in : hvdis syaotha-ndis sênghdiicd yê is sênyhd apêmem drujó demamp;rië d dut (y. 51.14). Geldner (B. B. XV. 260) übersetzt die stelle ; „nach ihren thaten und worten wider das vieli vollstrecke, wie sie es verdienen, so dass [yê = hyat hvó) sie der richterspruch in das bans des Satans überanUvorten wird.quot; Icli halte diese übersetzung für unhaltbar (vgl. § 75 unten); ausser dem spilter zu entwickeln-den grunde dagegen, warum sollte sênyhd is iu anderer bedeutung als sênyhd zu nehmen sein? Meines erachtens ist der sinn einfacb : ... nach ihren thaten und worten, welches wort (= welche worte, thaten und wcrke) sie scliliesslich in das haus des Satans bringen wird = und diese worte werden...quot;; audi vend. 14.8 s : vlspö zuya athaurunê nerehyö asavabyd... nisirinuyut yaësam zayanam athuurunê: „zu welchen gerathen für den priester geboren : = zu diesen gera-then nuu geboren.quot;

§ 68. AVie im Alt-indischen (vgl. Delbrück, Synt. s. 557.559) wird zuwei-len, meistentheils, wie es scheint, deutlichkeitshalber die aus adjeetiv und sub-stantiv bestellende bezugsmasse auf haupt- und relativsatz vertheilt. lob habe dafür aus dem Avesta nur einen sieheren beleg gefunden (zu vergl. ist aber § 59); mainyüm zarathustrd vereütë yastè ciscd spênistó (y. 43.16) : „jeden hei-ligsten geist von dir erwahlt sich Z.quot; Analog gebaut ist das von Delbrück citirte : a tisthatam suvftam yó rdtho vdm anu vratuni vdrtate huvismün. ^

Übrigens hüte man sich diese satzwendung da zu suchen, wo adjectiva im relativsatz stehen, die zwar grammatisch die bezugsmasse naher bestimmen, logisch aber zum relativsatz geboren wie z. b. in têny d avd yói asrustdis pere-ndonho nóit asahyd adtvyëintt hacênü (y. 44.13) : „zu denen bin, die voll un-glaubens nicht streben nach der theilnahme am Asaquot;.

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§ 69. Die verbindung des relativsatzes mit dem bauptsatz kann eine grammatisch ungenaue sein, dadurch dass die form des relativs nicht die ist, welche man nach numerus und genus der bezugsmasse erwartet (constructio ad sensuni).

') Odyss. VII. 259: i'lpuTz .. . rei poi H/uppiirx SSks K»Av\IjiS; RV. X. 15.6: hin-siSta. kéna cin no ydtl va iïgah... kdrdma --- ydt Jcdccit êgah, vgl. II. 27.14 : ddite mltra vdninotd mrla ydd vo vaydm cakrinê kdccid d'gah.

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/iUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

z. b: at yë akem dregvditê vacanhd af va mananhd zastóibyd va varesaitt van]i dn vd cóithaitë asttm tói var ai d radehü ahurahyh, (33.2): „wer dera ketzer in reden, denken handeln schleclites thut, im guten aber..., die handeln nacli dem willen des Ahura.quot; yd yatha puthrem taurunem haomem vandaëta masyó frd dbyó tanuhyó haomó vtsditë baëmzdi (y. 10.8): „wet1., den Haoma pflegt, dissen leuten ist er zur arzneiquot;.

§ 70. Eine andere ungenaue verbindung liegt da vor, wo das relativ grammatisch gar keine bezugsmasso bat; logisch muss aber immer, eine n fall aus-genommen wie es scheint(vgl. unten § 71), eine bezugsmasse verhanden sein, sei es auch in anderer gestalt als das relativ erwarten lasst, z.b : yó mam taf. draonó zintU... noit ahmi nmdnë zdnditë athrava (y. 11.5-6): „wer micb dieses eigenthums beranbt,... in diesem bause wird kein preister geborenquot;; grammatisch ist bier yó = yat cis (§ 61), logisch bezieht es sich auf ahmi welches = ahyd ist yd frasa avisyd yd vd mazdd peresditë tayd yê vd kasêtis aënanho di mazistam ayamaitë hüjem td... aibi vaënaht vtspd (y. 31.13): „alle ofFenbare und verborgene (übertretungen), die sie umhersuchend entdeckt, und wer für ein kleines verbrechen sich die grösste absolution sucht..., alles das siehst duquot;; auch hier yê = yat cis, und die bezugsmasse ist tó, weil zurückdeutend auf avisyd und tayd und auf den ganzen satz yê.. bujem. 2)

Aui' eine bcbandlung der scbwierigsten stixcke des Avesta, des honovêrs, yênhë hdtdm, y. 51.22 verzichte ich ; sie haben gewiss noch nicht ihre endgül-tige erklarung gefunden, auch wohl nicht durch Biumack (Stud. II. 303). — Mehrere belege für diese art ungenauer verbinduug iiudet man unten § 75.

§ 71. Der eine fall (§ 70), in dem ein beziehungswort zum relativ fehlen kann, ohne auch logisch hinzugedacht werden zu können, ist dor, dass der relativsatz ein concessiver ist; man bat dann im Indischen und wohl auch im Eranischen (wofür ich aber keinen beleg finde) dieselbe satzwendung wie in den modernen sprachen, z.b. in: „was du auch immer sagst, ich gehe nicht;quot; nur dass im Indischen die concessive bedeutung nicht iminer durch ein speciel-les wort (z. b. cit) angedeutet wird.

') bo scheiut nuf dem ersteu anblick die bezn^sinasse y.u fehlen im MilnavadlmrmaQlstrn IX. 34 : oglmvdtdhrium bijam yasya kletre prarohati ksetrikusyuiva tad bijam na vuptd lahhaie phalam.

//auf wessen land ein saat nufsclnesst, durch fluth oder wind dahin getragen, des eiguers ist, die saat,quot; aber die bezugsmasse von yasya ist eben Metrikasya, welches — tasya ist.

') So weist das demonstr. auch auf den ganzen relativsatz zuriick RV. I 116.fi ; ydin dadathuh qvetdm dgvam aghd'gvdya... tdd vdm ddtrdm mdlii kirtényam hhul.

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40 ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

Ich lasse hier, obwohl in einer abhandlun^ über Èranische Syntax, einige derartige satze aus dem Veda folgen, weil ja die syntaxen beider sprachen sich gegenseitig erganzen; yé cid dhi tvtim fsay ah... juhüré.. sa na stómd^ abhi grnthi (RV. 1. 48.14): „welche weisen dich nur immer gerufen haben, nimra du unsere preislieder anquot;; yé tvtim indra nd tustuvür fsayo yé ca tustuv/ih mdméd vardhasva smtutah (RV. VIII. 6.12) : „welclie weisen dich (auch) ge-priesen liaben und nicht gepriesen haben, freue dich an mir, weil du schön von mir gepriesen bistquot;; yé indra yutayas tvd hhfgavo yé ca tustuvüh mdméd uyra grudhi hdvam (ib. 18) : „welche Yati's unrl Bhrgu's dich (aucli) gepriesen haben, höre, o machtiger, meinen rufquot;. 1) An der letzten stelle will Roth (abhandlung über yasna 31, s. 19) ye auflösen in yat tê] daim würde sich aber als sinn des relativsatzes ergeben : „weil dich diese Yati's und Bhrgu's gepriesen habenquot; u. s. w., was schwerlich richtig ist, weil ein pron. demonstrat. te sehr wenig ara platze ist.

I,

a :

yo janal.i .

. , sali .

. § 53.

I.

b :

yo janah .

. § 56.

II.

a :

yah ....

■ § 60.

II.

b :

yah ....

. § 61.

III.

a :

sa janah .

. , yah .

• § 64.

III.

b :

. , yah .

. § 66.

Meine eintheilung der relativsatze ist nach dom oben gesagten also diese: adjectivisches relativ

selbstandiges relativ

c. Uberdieauflösungdes relativsin: subordinierende conjunction mit pronomen demonstr.

§ 72. Dass unter gewissen bedingungen das relativpronomen einer conjunction pron. dem. (person, oder indefin.) gleichgesetzt werden kann, wird weder für das Avestische noch für irgend eine andere indogermanische sprache jemand in abrede stellen. Die weise aber, wie einige gelehrten diese auflösung ange-wendet haben, macht vielleicht einen versuch nicht überflüssig, zu bestimmen,

') vgl. auch RV. VIII. 9.3.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA LM AVESTA.

unter welchen bedingungcn eino derartige auflösung oder umschreibung zuzu-lassen ist.

Zunachst ist nicht aus dem auge zu verlieren, das ein relativsatz, in weieher beziehung sein inhalt nur inamer zum hauptsatz stehe, immer ein relativsatz bleibt, d. h. dass das proiu relat. immer im hauptsatz einen beziehungsgegen-stand haben inuss, der entweder in sichtbarer gestalt anwesend ist oder sup-plirt werden kann. Nur die concessiven relativsatze kunnen eine ausnahme raaehen (§ 71).

Auf grund der natur des relative und der syntax der anderen indogermani-schen sprachen glaube ich mm, dass man nur in den tblgenden fünf fallen bereehtigt ist, die gemeinte auflösung des relativpronomens zuzulassen.

I. Wenn der relativsatz ein final er ist, kann das relativ aufgelöst werden in : „damit dieser, du, ich'' u. s. w. wie z. b, in : mis it legatos qui {~ttt ü) pncem rogarent; r yé^iov' èatyXov 'ónaaoov og xt {= önaxs (tv ovtoq) [ir- xeTo' (lyt'yj]; y. 28.6: daidt rafenó.. yd daibisvató taurvaydmd : „damit wir dadurch über-winden.quot; Also yd — yatltiï hê, yat hó.

II. Wenn der relativsatz ein hypothetischer ist, kann das relativprono-men, welches sicli nicht auf eine bestimmte person oder sache bezieht, mit „wenn einerquot; umschrieben werden (vgl. oben § 61 und für das Indische P.W. s. v. ya- th. YI. s. 3). In diesem fall ist also yo — yat cis '), wie yah — yadi kagcit, qui =- si quis, cs — ei' rt$,

III. 1st der relativsatz ein consecutiver, so kann das relativ einem : „(so) dasz dieserquot; gleichgestellt werden : tig ovto [xatvsrca oazig ov pov/enu ooi tpiXos elvm. Aus dem Avesta citire ich ; yutha hdcayeni hutaosam yd mê daëndm rndzdayasmm zrasca ddf aipica aotdt (yt. 9.26), yd — „so dass sie.quot;

IV. In causa 1 en relativsatzen ist das relativ durch : „wei 1 dieser, ich, duquot; u. s. w. ersetzbcir, z. b. thaviuaJrdv Jtoieiq o's' (=oti ov) i^xtv ovdèv lt;U'(ko^. A.U8 dem Avesta : buy do afrazaintis... yd mam hvdstam nóit hakhsahi (y. 11.1), hier ist yó — yat tüm.

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V. Eigenthüralich ist der relativsatz, welcher die stelle eiiies objectsat-zes cinnimmt; solche finden sich im Avesta, wenn Geldner recht bat mit seiner erklarung von y. 51.13 : td dreyvató maredaitt daënd.... yêhyd urvd khraodaitt cinvafó peretdo akao: „das vergisst der ketzer, dass seine secle (eigentlich: dessen seele) jammern wird an der Cinvat-brücke.quot; Dass eine derartige satzwen-

') Der gebrauch des cü sei mir liier nuf grund des unten § SU s. 18 7.11 sngeuden erlmibt.

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42 ZUR SYNTAX DER PRONOMINA 1M AVESTA.

dung möglich ist, lehrt das griecliische z. b. Ilias II. 275 ;

vvv de rode (ity' aQidtov èv 'AgyeioifSiv eQt-^sv,

og róv ïojftrirfjoa éné^okov 'éay^ ayoQaoiV

= ^diese that, dass erquot;; und Odyssea XVIII. 222 :

olóv (fr tóös èQyov évi nsydyoiaiv srvy^ihi]

og róv gsïvov sartag ('wixKTihrj^ievai oitoj = ,cliese that, dass du,quot; aber eigentlich: „(durch) dich, der du zugelassen liast.quot; Vielleicht ist yó auch so zu deuten y. 65.11 : %d ydnem vó ydsdmi mazdoritem tem mói duyata yênhë daiti paiti vanhó nlsrtta nnaiwidrukhti; „Wasser, einen grossen wunsch richte ich au euch, erfüllt mir den, dass ihr mir rneiner gabo wegen (eigentlich : dessen gabe wegen) das bessere (= behist?) getreulich gewühretquot;; yênhë bezieht sich dann auf mói und ist aufzulösen in: yat anhë = yat mói. Man vergleiche auch: at ha zt d'mhdo asti yaózdditis hahmdicit.. havaydo erezvó daënayuo yó hvam daënam yaozdditi humatóisca (vend. 10.19) : „die seele eines jeden ist dadurch') zu salviren, dass er (eigentlich: „werquot;) seine seele salvirt durch gut denken, reden, handelnquot;.

§ 73, Ich wiederhole, dass all diese satze relativsatze sind und bleiben, dass also immer dem umstand reclmung getragen werden muss, dass eine be-zugsmasse im hauptsatz anwesend oder hinzuzudenken ist. Für einige falie scheint dies beim ersten anblick nicht zu gelten, z. b. für das Avestische: yó ■mithrem aiwidruzaiti... led hë asti cithd (vend. 4.11): „wenn jemand (eig. wer) den contract bricht, was ist dafür die strafe?quot;; für das Indische (Delbr. Synt. s. 568) : ya dhitdgnir dsannesu haviksu mriyeta kd tatra prayagcittih: „wenn einer (eig. wer).., stirbt, welche busshandhing findet dann statt?quot;'; für das Griechische (Hom. Ilias XIV.81) : ftélrsQov óq (pevyiav nqrxpvyy] xaxóv rjê aXvSy : rwenn einer (eig. wer) fliehend dem unglück entrinnt, (das) ist besser als wenn or eingeholt wirdquot;; für das Ennianische: ea libertas est, qui pectus purum et fir mum gestitat: „wenn einer... (eig. wer) hat, das ist freiheitquot;; aber immer ist doch ein beziehungsgegenstand da, demi hè itn avestischen und tatra im indischen cital weisen nicht zurück auf die pronomina relativa, sondern aut die handlungen resp. des betrügens und des sterbens, man vergl. das citat seite 39 n3. Der homerische satz ist = fiékreQÓv tan (pevyovta jiQoyvyslv -ij und der lateinische = pectus p. e. f. gestitare, ea libertas estquot; § 74. Keine anderen falie, wo die gemeinte auflösung des relativs statt finden kann, sind meiner meinung nach denkbar und möglich, als die erwahn-

') aiv/ulo fiilsclilich geuit, pro instr. wie z, b. dat anhë ahi (ihoi/ustó y- it.2ü.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

ten. An mancher stelle jedoch wollen Roth, Bartholoma, Geldner, Baunack ohne weiteres yó mit yut hó, yëhyd mit yat akyü, yui mit yal aêto u. s. w. als gleichwerthig betrachten, wo dies meines erachtens niclit moglich ist und mit der natur des relativs im widerspruch stelit. Ja, Geldner uml Bauaack siud noch weiter gegangon und setzeu sogar yim = yó imem, yëhyd — yaësam ahyu, yëhya — yó anhë, was ich jetzt ') für ganz verfehlt halten muss. In diescr sache stimme ich aus pollster überzeugung de llarlez bei, wenn er (B.B. XIII. 251) sagt: „la disjunction de yim eu yó imem est de la gram-maire subjective qui s'écarte des régies de la science; yim peut égaler hó yim on un autre cas de hó mais pas yó imem: le rélatif ne peut pas être l'antecé-dentquot;. Auch Bartholoma nennt Geldner's auflösuug von yim in yó im (im lionovêr, Stud. I. 145) „eine hartequot;, es ist aber mehr, es ist eine unmöglich-keit, denn ein pron. relat. kann umnüglich auf zwei personen oder gegenstande deuten, von denen das eine im hauptsatz, das andere im relativsatz selber sicb finden würde. Dasselbe gilt für Baunack's (studiën s. 1321) identificirung von yënhë init yaësam ahyu (in y. 27.15), für Geldner's yim = yó imem in Yt. 14.57 („Drei yast aus dom Z. Av. s. 90, wo dies sogar eine verschrankung heisst, die jedem der sich etwas genauer mit diesen texteu abgegeben hat, hinreichend bekannt ist). Bei der behandlung von yt. 17.50 (drei yast s 138 macht Geldner mit seiner parallele yënhë = yó ahhë, wenn ich nicht irre, den fehler, dass er das relativ {yëiïhë), welches sich auf „bundesgenosen des Vispa-tauruquot; bezieht, luich der von ilun gemachten auflösung in yó anhë auf pnthró zurückdeuten lasst; also, ware wirklich yënhë — yó anhë, dann würden die worte, wolche tbatsachlich bedeuteu: „mein solui gewann die schlacht gegen den bundesgenossen des Ytspatauiu, dessen 700 kamele er erbeutete,quot; mit Geld-ners auflösung diesen sinn erhalten: „mein solm gewann die schlacht gegen den bundesgenossen des V., der seine 700 kamele erbeutete,quot; demi das relativ muss sich doch auch nacli der von Geldner gemachten auflösung auf sein antecedent boziehen, oder soil es auf ein beliebiges wort im hauptsatze deuten? — Eine andere auflösung ist aber möglich, obschon keineswegs nöthig : yënhë kann gleich anhë ca gosetzt werden, weil der relativsatz einer der art ist, wie sie in § 64 behandelt. — Dieselben beschwerden habe ich gegen Geldners yó tam für yam (y. 44.9 in B.B. XII. 100).

') Ich Imbe niich selbei- darun schuldig gemacht (K-. Z. XXXt. s. 257), ghmbe aber jetzt, dass y. 28.3 nur bedeuten kann: '/der icli ench, o Asa und den Vohumanah und Almrainazdu anrule und die, welchen (quibus) Armaiti das unvergangliche ileich fördertquot; (=denen... schenkt ?); sind vielleicht mit den let/,ten worten die asdmiaiii i/ruaiió geineint ?

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESÏA.

§ 75. Wenn Roth (K. Z. XXV. 103 anm.) sclireibt : „ich fasse ydsya = ydd asya...] ein solcher gebrauch des relativs kommt hie und da vor, und wer ilm kennt, kann damit einige schwierigkeiten lösen,quot; und (in seiner abhandlung über yasna 31, s. 19) : „yêhyd. statt yat ahyu, „wessenquot; statt „wenn eines, wie eines,quot; u. s. w. ist nicht selten uml findet sich auch im Vedaquot; so ist das zura theil richtig, zum theil aber entschieden zurückzuweisen. Erstens ist die auflösung von yasya in yad asya und die von „wessenquot; in „wenn einesquot; nicht dieselbe; gegen die letztere wird niemand einspruch erheben, wohl aber, in anderen als den fünf oben besprochenen fallen, gegen die erstere. Der feliler von Roth, Bartholoma und Geldner nun ist, nach meiner meinung dieser, dass sie mehrere male meist an dunklen stellen, diese auflösung zu hilfe nifen, wo sie unmöglich anzubringen ist ohne den sinn der worte zu andern. Die ge-wöhnliche folge dieser unrichtig gemachten auflösung ist ein anderer fehler, nl. dass man das vom relativsatz bestimmte subslantiv, welches an sich noch unbestimmt ist, und erst vom relativsatz seine volle bedeutung erhillt (vgl. § 53), durch das eingefügte ho u. s. w. zu einem an und für sich bestimmten macht und folglich in die inconsequenz geriith, dieses hó u. s. w. unübersetzt zu lassen, also thatsachlich nicht eine auflösung in yat hó macht, sondern einfach yat anstatt des relativs übersetzt.

Dieser fehler ist an folgenden stellen zu constatireu :

yd khsathrd grêhmó hisasat (y. 32.13). Geldner will (stud. 1. 56) bier „nach dem bekannten gebrauch des relativsquot; yd = yat td nehmen, ebenso Bartholoma (K. Z. XXIX. 281); td khsathrd wird dann mit „die reichequot; übersetzt, was aber ksathrd allein schon ist, weil ein bestimmender locativ folgt. Kaum wird, glaube ich, jemand zugeben, das die worte: quae ragna occupabit Grehmus auch quando illa regna occ. Gr. bedeuten können, oder dass quam quisque norit artem dieselbe bedeutung hiitte als: quia quisque earn norit artem. Die einfacbste lösung der schwierigkeit ist, dass man yd khsathrd zurückbezieht auf khsathrem in str. 12 und übersetzt (12) „...und die macht des satans; (13) durch welche macht (= und durch diese macht, vgl. § 67) der Grehma einaehmen wird die wohnung des schlechtesten Geistes, und die zerstörer dieses lebens, welche wehklagen werdenquot; u. s. w., vgl, K.Z. XXIX. 281.

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yam khsnütem rdnóibyd ddo (y. 31.3 und 51.9). Bartholoma nimmt (A. f.

') die dort citirte Vcdastelle (KV. V[II. C.18) habe icih oben s. 40 behandelt; über die von Roth in k.Z. WV. lo;J behandelte Vcdastelle hut selbst Prol'. Kern mir keinen völligen anlschlussgeben können.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA

II. 167, K.Z. XXVIII. 48) yam — yat tam und übersetzt tam khsnutem mit: „dein wohlg-efallen.quot; Zweifellos hat Geldner die beiden strophen in B.B. XIY richtiger übersetzt.

Was die schwierige stelle y. 44.9 betrifït, wo Bartholorna (A. f. II. 167) yam daënam in yat tarn daênam auflöst — was aucli hier nicht richtig sein kann, so ist vielleicht aus einer wörtlichen übersetzung in 's Lateinische der sinn zu erschliessen: ecquid mihi quam viri justi animam salvam faciam, tu, imperii compos expectationes regni tui pro vera tua potestate facere potes?quot; quam animam — ei animae quam, also ein relativsatz nach dem schema I. b. (§56). Der sinn ware dann : „wird mir einer wie du, der du dazu die macht hast, o Ahüra, für die seele des rechtschaffenen, welche ich salviren möchte, hotFnun-gen auf dein reich einflössen ?quot;

In yëhyd savd radanhó isdontt yöi zt jvd donharecd hvainticd (y. 43.7) will Bartholorna (K. Z. XXVIII. 28) yëhyd wieder in yat ahyd auflösen und iiber-setzen: „wenn sie den Ion für ihr tun empfangen.quot; Ob ahyd radanhó „für ihr thunquot; bedeutcn kann, bezweifle icli; um dies auszudrücken könnte radanhó allein genügen. Ahyd radanhó ist: „für dieses thunquot;, aber ich frage: „für welches?quot; Es ist aber eine andere auffassung aucli dieser stelle möglich : ich beziehc yëhyd auf mazddo ahuró der vorigen strophe und nehme es als geuit, subjectivus bei savd, wobei radanhó genit. object, ist. (zur construction vgl. Jackson, ad. y. 31.6). Die stelle besagt also nach meiner meinung : „dessen lohn für ihr handeln (= von welchem den lohn für ihr handeln) alle die erap-fangen werden, die leben, gelebt haben und leben werden : in der unsterblich-keit..quot; u. s. w.

yim = yat imem (yt. 14.48) nach Geldner, drei yast s. 86 fallt hinweg, die besten HSS haben yat.

Wenn Geldner in y. 51.14 yê is sênghó apêmem drujó demdnë addt übersetzt (B.B. XV. 260) mit: „so dass (yê = yat hvó) sie der richterspruch in das haus des Satans überantworten wirdquot;, so macht er, wie ich meine, wiederum denselben fehler, deun hvó sênghó ware : „dieser richterspruch,quot; und man hat alles recht auch hier zu fragen : „welcher richterspruch?quot; Über die wahrschein-liche deutung der stelle vgl. § 67.

An einigen stellen hat Geldner zwar eine auflösung gemacht aber offenbar eine verkehrte, z. b. yöi patha uzbarehtë spanaca irista naraca irista hat too pathdo fray an (vend. 8.79 in K.Z. XXV. 582); bier soil yói s. v. a. yaf te sein. Aber die stelle bedeutet nicht: „wenn die se todten huilde und todten menschen auf die strasse hinausgetragen werdenquot;; also nicht in yat të sondoru in yat cayó ist das relativ aufzulösen (über die stelle vgl. § 55). !gt;assBlbegilt

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ZUll SYNTAX DEE PRONOMINA IM AVESTA.

liir öeldners exegese von vend. 8.79 (K.Z. XXV. 585) und vend. 5. 27 (ib. 205).

An den übrigen stellen, wo ich einen vorschlag zur tiuflösnng des pron. rela-tlv. gefunden liabe, ist diese tlieils zu rechtfertigen, theils sind die stellen von anderen interpreten richtiger übersetzt; einige stellen sind mir noch ganz unbe-greiflich.

Ich glaube somit nachgewiesen zu haben, dass die auflosung des relativs in subordinirende conjunction -t- pronomen demonstr (personale) niemals in satzen mit adjectivischem relativ, wie oben §§ 53—60 beschrieben, statt-finden kann.

d. Die ver bin dung mehrerer coordinirten rclativsatze.

§ 76. Der im Lateinischen haufige, im Griechischen fast zur regel gewordene gebraucb, in zwei oder mehr coördinirten relativsatzen dus relativpronomen nur ilas erste mal zu setzen und das zvveite und dritte mal entweder ganz wegzu-lassen oder durch ein demonstrativ zu ersetzen, liisst sich audi im Avesta nachweisen : uta huijdo afrazainiis... yd mam hvustam nóit hakhsahê dat mam tüm fsaonayêhë (y. 11.1): „dor du mich niclit austheilst, sondern micli zur mast gebrauchstquot; (wörtlich: „sondern du gebrauclist michquot;); clazcli nó.. yat nmdnópaitim vinddnia.. yó nó Jmheretam hardt... frazainttmca hó verezyut (yt. 15.40): „welcher uns sorglich verpflege und welcher (wörtl. und dieser) nach-kommen erzeugequot;; djjo.. vó... jaidhydmi... frazaintirn hvdpardm yènhdopourüsca berejayan naëcisca airihdo ydsditi zydnói (y. 65.11): „welche viele beneideu mogen, um deren vergewaltigung aber niemand bitten mogequot;; vgl. noch vend. 15.1 (K.Z. XXXL 263).

§ 77. Etwas anders und, so viel ich weiss, dein Avestischen eigenthümlich ist es, wenn mitten in einem relativsatz das relativ durch hvó aufgenommen wird, ohne ca oder andere coördinironde conjunction. Die betreffenden Gratlm-stellen sind von Geldner behandelt, B.B. XV. 255 und K.Z. XXX. 530 ; vgl. § 8.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

III. INTERROG ATI YA ÜND INDEFINITA.

a. I n te r r o gati va.

§ 78. Der gewöhnliolie gebrauch des fragepronoms lieferfc nicht viel, was eine besondere besprechung verlangt. Niir zwei punkte wollen wir hier hervor-heben ; erstens : gebraucht die sprache des Avesta das fragepronom auch als relativum? Ich habe diesen gebrauch nur an zwei stellen gefunden : vtspë dfri-ndmi kê asti vohu asava antare zam asmanemca hazangrem haëmzamm haëvare haësazandm (y. 68.15); „ich segne all das gate nnd gerechte (?), was zwischen himmel und erde ist: die tansend heilmittel, die myriaden heilmittelquot;; nnd: asa-vanë fravasë kê asti Icvacit ainhao zemo pairi.irista (y, 23.3); „die fravasi der gerechten (frau), welche an irgend einem orte dieser erde gestorben ist.quot; Es ist aber wahrscheinlich dass dieser gebrauch ein solücismus ist, vielleicht durch irgend einen persischen redacteur, dein in seiner sprache das „/«quot; als relativ gewöhnlich war, in den text gerathen. Nach Darmesteter (Et. Ir. I. § 141. 143) soil im Altpersischen ka- gebraucht sein um auf unbestimmte, hya-um auf bestiminte gegenstande zurüclczuweisen. Seine auffassung der Behistun-stellen, auf' welche er diese annahme stützt, ist aber keinenfalls unanfechtbar. Aus diesen stellen (IV. 37: tuvam ltd khsdyathiya hya uparam dhy {— ahahi nach Kern) und IV. 70: tuvam kd hya aparam, imdm dipim vaindhy) geht unter vergleichung der Assyrischun übersetzuug wie mir Prof. Kern mitzutheilen die güte hatte, vielmehr hervor, dass kd.. hya im sinne von quicunque gebraucht wird, aber nicht kd allein als relativ. kd hya wilre dann das altpersische equivalent des indischen yah kagcit) und die stellen bedeuteten dann : „du, der du, wer du auch bist, diese inschrift lescu wirst,quot; und: „du, der du, wer du auch bist, nachher könig sein wirst.quot;

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§ 79. Sonderbar ist die im Vendidild sioh findende verbindung von interrog, -f relat. : ka,strem paitisharezem varezayanlem (nisirinui/dp hakeref erezatem

uur der ersteren stelle : maimii atta sum/ Sa héla nrkPu — quot;tu quicunque {kd. hya) rex postea erisquot;; die zweite stelle ist mnngelbuft.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

hakeret zaranim („er gebe eine schelle, gleichzeitig eine silberne imd eine goldnequot;)- Ddtare cvaf yavat yat erezatem („wie gross die silberne?quot;); kanyam... nisirinuydt ddtare hu yd ka ine („was für eiu raadchen?quot;) vend. 14. 11—15,

b. Indefinita.

§ 80. Wahrend das Indische in positiven satzen für „jemand, rtgquot;, nur kagcit gebrauchen kann, bat die Avestasprache auch hier cis, obschon der no-minativ nicht zu belegen ist, z. b. yêzt cahyd khsayathd (y. 48.9): „ob ihr über jemand die macht habt;quot; kat mui urvd isê cahyd avanhó (y. 50.1) : „ver-fügt meine seele über einigen beistand?quot;

In yerschiedcnen weisen werden ferner die indefinita gebildet.

1. Dem stamme ka wird cit oder cina (nur zur bildung von adverbien) angehangt, in welchem fall z. b. Jcascit bedeutet „wer nur immer, irgend einer, jeder,quot; z. b. dddydi kahydicU paiit (y. 33.11): „bei einer jeglichen vergeltung.quot; (Goldner); Jcemcit paiti cathrusanam (vend. 2.24 u. ö): „nach jeder richtungquot;; kahmdicit ydonham... kahmdicit dzanhdm (yt. 13.41): „in welche mühe nur immer, in welche drangsal nur immerquot;; havdi kdcit ndfydi (yt. 13.66): „suae quisque familiaequot;; kascit aësam vairyanam (yt. 5.101): „jeder dieser kanalequot;; yat dim kascit anhêus astvató avahistaitë (vend. 8. 100) : „wenn ihm einer der menschen entgegen kommtquot;; vi kahydcit hdtdm dtardis {sarem mruyë) (y. 12.4): „ich entsage dem bündniss mit jedem der schlechten wesenquot; (?); katarascit = uterque y. 9.5, yt. 19.46, 24.47;

Adverbia: kvacit ainhdo zemó (y. 16.10): „wo immer auf der erdequot;; kathacina (visp. 22.2): „wie nur immerquot;; (im negat. satze).

2. llinter kas- wird city hinter cis wird ca angehangt, und das relativpronom geht voran; yê kascit und yê cisca bedeuten dann: „jeder der...quot;, wer immer...quot;, niemals: „jederquot;; fast1) immer leitet es einen relativsatz ein :

a. mit cit: yê daêndm vohü sdrstd viananhd... kascit (y. 49.5): „jeder der seine seele mit Vohumanah verbündet hatquot;; at hoi vohü sraosö jahtü mananhd mazdd ahmui yahmdi vast kahmdicit (y. 44.16): „zu ihm möge, o Mazda, Sraosa mit Vohumanah kommen, zu jedem zu dem du willst (das Sr. kom me)quot;; ebenso 43.1; td.. {syaothand).., yd tm hujydtóis pdydt.. kdcit (46.8): „die (tha-

') Ich fiige hinzu //fastquot;, weil es in den Veda's nicht immer so ist; z. b. Ath. V. 19.64. 3 yad ayne yd'ni Jed'nicit d' te dd'nhii dddhrnasi sarvdm tad astu me givdm.

Nach dem oben gesagten ist also Bartholoina's iiusserung (K.Z. XXVIII. 35): nyd.. hyalcil wie yahmdi kahndicilquot; unmöglich richtig, es hiitte dann sein sollen: ydm.. kdcit.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA 1M AVESTA.

ten), welche, jede fiir sicli, ihn vom gutcn leben (imjenseits) abhalten werdenquot;; yahmdt ka/mdfcit naëmanam... ahmat h. naëmanam (vend. 8.80): „von jeder seite von wo — von diescr seitequot;; über taêcit yói katayó (y. 9.23) vgl. verf. K.Z. XXXT. s. 265.

li. mit ca ; maim/itm.. yastê eisen spenistó {y. 43.16); yd zt d cd vahistd dreyvdo bakhsaitl (y. 47.5): „allo güter, die der ketzer geuiesstquot;; yói indiaJundi sraosem dan cayascd (y. 45.5) : „alle weielie diesom meinen Sraosa (gehorsarn) leisten, die werden...quot;; vtspa ld syaothnd yd cica verezyêiti (vend. 3.41): „allo die tliaten, welche nur immer, die verrichtet werdenquot;; yd cisca ahmi nmanë aênanhê asti masyó (y. 9.28) : „jeder übelthater der in diesein hanso istquot;; yavut cvatca (vend. 6.29): „wie viel nur immerquot;; katarascit yatdrd (? yt. 14.44, vgl. verf. K.Z. XXXI, s. 273);

Adverbia: yatha kavaca.. adha (vond. 1.15): „wo immer — dortquot; — skt. yatra kvaca; yathakathaca (yt. 19.82) : „wie nur immerquot;; ebenso vend. 2.11, yt.4. 8.

o. Das pron. interrog, wird zweimal gesetzt und dom lotzten das enclitische cit angehangt; diese verbindung scheint distributive kraft zu habon : „jeder fiir sich,quot; z. b.: kern kemcit aipi nindne (yt. 5.102, zu lesen nmdnandm?) \ „iu iedem einzelnen hansoquot;; kahë Icahydcit drvatdm (y, 61.4); kaiihë kanhë apa-ylizairê (yt. 5.101, hier ohne cit; richtig ?); kahmi kahmicit aipyandm (yt. 11.5) scheint falseh statt: yahmi cit.

§ 81. Nacli Bartholoma (K. Z. XX/VIIt.42) gebe es noch eino andere weise, im Avestischon „quicunquequot; auszudrücken, nl. yascd (in y. 51.6). Aus dein Avesta is' mir koine andere belegstello bekannt, und auch im Altindischen ist dor gobrauch nicht oinmal sicher zu constatiren, vielleicht Nulopikhyana 20.29 (ed. Böhtl.) und Pancatantra 1. 33 (— Ind. Spr' n. 3107). Dass abor eino andere auffassung der strophe als die vou Hartholoma vorgeschlagene grairunatisch möglich ist, ersieht man aus de Harlez' übersetzung, obschon ich zugoben muss, dass Bartholoma's übersetzung anspreohender und wahr-scheinlicher ist. Es ist also wohl besonncner, wenu man diosen punkt noch unentschieden liisst, bis violleicht aus dom Avestischon und Altindischen noch einigo stollen nachgewiesen werden, wo sich derselbo gobrauch des rolativs ca findet. Das von Jolly (Ein Kapittel V. S. 73) citirte yasca (vend. 13.3) ist zweifellos „und wer.quot;

§ 82. In negativen satzen werden niemals dio von kas-, sondern immer die von cis abgeleiteton formen gebraucht: mdcis at vê dreyvatdm mdthrdscd yüstd sdsndoscd (y. 31.18); naëcit (y. 32.7); naëcirn tem anyêm yüsiiiat vaëdd (y. 34.7); yêm naëcis dabdyëiü (y. 43.7); tjêm vdo naëcis dorest itë (43.13). — Hidcis aëvó hard yat iristen) (vond. 3.14); mdcis mè donham zaothrandm franu-

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LETTERK. VERH. DKll KON INK L. AKADEMIE. DE KI- XX.

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ZUll SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

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hardt (yt. 10.122); mdctm yerezanuo pdrayantu haca ahmdt nmdndi (yt. 13.157); nuit zi cis (fr. 8.1); naëdha cis (yt. 14.36, vend. 18.11); md cis pourvó hüidh-yaëta no (y. 9.21); nur yt. 10.17 zeig't die form mit h: nóit Imhmdi, aber yt. 13.3 hat wieder die mit c: yahméi nóit cahmdi naémanam karam pairi-vaënöithë: „nacli keiner seite.quot;

§ 83. Nun ist es auffallend, wie im Avestisclien die fragepronomina uml die indefinita ursprünglioh von einander geschieden gewesen sind. In den Gamp;thas werden an allen stellen, nur eine ausgenomrnen, als interrog, die formen von ka- (jto-, quo) gebrauoht: kê, kd, kat; kern, kam; kahyd; kahmdi, hahydi; pl. kói, kaëihyó. Eine stelle gibt es wo cis interrogative angewandt ist: y. 43.7: cis ahi, wafür man kê erwartete. Andrerseits werden die formen mit c nur als indefinita gebrauoht: cis (masc. und fem.), cit ; cuhyd ==. xm; cahmdi; pl. cayas-, lm jtingeren Avesta verwischt sich der unterschied, den wir vielleicht mit recht ftir altererbt halten dürfen, noch mehr : kaya — rivets in vend. 10.3,7, aber cayó (id.) in vend. 2.39; kó hó anhat yó (vend. 7 78) neben cis hdu as., yd (vend. 9,51, y, 17.1); kat tat dama (vend. 13.1) neben cit avat vacó as ISA).1)

') 1st man liierniich vielleiclit bereclitigt zu der aiiualime, dass urspriinglich das ludoêranische (und vielleicht das IiulOgernuiuische) ei» absouderliolies pron. interrog, und indeiin. gehabt liabe? Interr.: Ms, kd', had; gen. ketsya u. s. w.; pl. kdi; dat. kaihlujds, u. s. w.; [ndef. : cü, cid (das neutr. schon früh anch mit nominalendung: civi); gen. cusya; dat. casmdi pl. cayan. Das Altindi-sohe hiltte sodann die declinationen der beiden einander so nalie liegenden vvörter ausgeglicheu, so ware z. 1). kim entstunden, mit dein anfangselement des fragenden, der endung des iiideliniten pro-noms. In nakiS, mdkïb wiire die nrspr. indefiuite form noch am treiiesten bewnhrt geblieben. Man denke an das nebeneinander von 7ró-: ti, sl. kiilo : ycïto, lat. ijno: qui. Zwnr hat man anch im Griecli. ti'lt; neben t(«, aber das paradigma des ti? zeigt eine alterthümliclie form, welche das interrog, vielleicht niemnls gehabt hat, weil es vvohl anch in dieser spraclie dein indeiin. nachge-bildet ist, icli meina das neutr. pl. 'tt« {rüa ttu) = cya (—av. ci im yacica, 2 rra -- ydci).

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/UR SYNTAX DEll PIIONOMIXA IM AVKSTA.

IV. POSSESS [VA.

§ 84. Der altesten schicht der Avestasprache siml die pronomina possessiva der 1st011 und 2teu person, die dein jüngeren Avesta, so wie init einig'en nus-nahmen 1) auch dein Vedischen, abgehen, noch ganz geifiufig. Diese pronomina brauchen jedoch fur die begriffe „mein, dein,quot; u. s. w. nicht immer gebrsiucht zu werden; oft geinig wird der possessivbegriff, wenn aus dem zusaiuinenhang zu ersehen, gar nicht ausgedrlickt. Soli aber die person der eine saclie gehort oder mit welclier sie in verbindung ist, angedeutet werden, so setzt man : 2)

1. die pron. possessiva: ma- (meus); ahmdka- (noster);

thwa- (tuns); jusmüka-, khsmdka- (vester);

hva-, hvdpaithya- (suus)j

2. die enclitischen genitive der personalpronomina: mói, nê; iói, vê; 3j

3. don nicht enclitischen genitiv (odor dativ in genitivischer function) des pron. pers. der 2teu person sing, tava (taibi/ó), falls das subst ein acc. masc. oder nom. acc. neutr. ist, weil in diesem fall das pron. possess, nicht vom per-sonalpronomen zu unterscheiden ware; also statt turn oder tvêm khsathrem wird gesagt: tava khsathrem]

4. bei der dritten person anstatt des reflexivischen possessivs den demonstra-tivstamm

§ 85. Zahlreiche belege für die pron. erster und zweiter person so wie auch für § 84,4 hut Bartholoma a. o. s. gesammelt. 3) Es ist also nur noch noting

1

') Sporadisch tincleu sieli im Vedn tonnen vou tva-, amdka-, yuhidka-,

2

:gt;) Es kömite sclieinen, duss die possessiveu «djectivii grosseren imehdruck ids die enclitischen genitive nuf die persen des besitzers legen, z. b. mói urva (y. 50.1): //meine seelcquot;, aber mê urm., (jmlca aztjdo (y. 2:i.5) : //meine und der mutterkuh seele.quot; Vergleiclit, man aber vaiiM/r thmahmi d l-hsathrói (49.8; mit ; lui.. vmlMnh. hMathrahyd, dnnti bestiitigt sich dies nicht.

3

) Vergl. auch Geldner, drei yast s. 60.

*

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ZUll SYNTAX DEE PRONOMINA IM A VESTA.

hvu- hier zu besprechen. Die Gathèstellen, wo es sich findet, sind : „Zarathush-tra gibt... das leben seiner personquot; (y. 33.4: tanvuscU hvahydo ustdnem); „die Karapans und Kavi's,... wel die ihre eigene seele und ihr eigenea gewissen (hvé urvd hvaeca daënd) angstiger, wirdquot; (46.11); „die bösen, welehe durch ihre worte {fivdls hizuhis) die raserei vernnclironquot; (y. 49.5); „in ein solches leben wird euch, ihr ketzer! die daena (= eure eigene seele, yt. 22) als lohn fur ilire thaten (hvdis sijaothandis) fiihrenquot; (y. 31.20); „das vergisst die seele der ketzers,.... weil sie durch ihre thaten und worte {hvdis syaothandis hizvasca) voin pfade des Asa abgewiehen istquot; (y. 51.13); iiber hvdis hjaothandisca sênyhdisca (y. 51.14) vgl. Geldner in B.B. XV. 260 ; „der ketzer... der seiner thaten wegen verflucht istquot; {hvdis syaothandis, y. 46.4); „.... die rufe ich betend mit ihren namen [hvdis ndmêms) anquot; (y. 51.22); audi hvahydi tanuyê (y. 30.2) ist wohl reflexiv zu nehmeu = suae, vgl. Baunack, Stud. 8.469; audi y. 31.21 ist hvdpaiihydt reflexiv. Betrachtet man diese stellen, so ergibt sich, dass der Githische ge-brauch des hva- sich vollig mit dem des Lateinischen smis deckt. Wie jenes steht es wenn es auf das in der 3teu person stehende subject des satzes zuriick-deutet, aber audi wenn es sich auf ein (meist) vorangehendes object in ace. oder dativ bezieht (vgl. Kühner, Lat. gramm. II § 117.1. b).

^ 86. Im jungavestischen dagegen linden sicli die possessiva nicht mehr, nur wird noch, wie in der klassischen Sanskrt-sprache, das neutr. sing, der pron. ler und 201' person plural als geuit, zum pron. personale gebraucht {ahmdkem, yusmdkem eig. = nostrum, vestrum). An der stelle dieser verloren gegangenen pronomina nun wird, ganz wie sva- im klassischen und schon zum theil im Vedischen Sanskrt, hva (havo) oder hvaêpaithya gebraucht, das nun nicht mdir allein suus bedeutet, sondern audi tuus, me us. Auf' eine erste person bezieht sicli hva in :

„welchen ich jemals in meinem {hvahè) leben gesdien habequot; (y. 9.1); „zur bestimmten zeit meines Qivahè) lebens würde ich kommenquot; (yt. 8.11); „wir verehren unsre eigne seele unsre eigne frava§iquot; {haom und havam, y. 59.28); „ich vertreibe Ahriman.. aus meinem leibequot; (hvahydo, vend. 10.5); „ich über-gebe euch das leben meiner {hvahydo) personquot; (visp. 5.2).

Auf eine zweite person bezieht es sich in :

„wohl dir, der du durch deine (hva) macht unumschrankt herrschestquot; (y, 9.25); „unumschrankt mögest du, Ahura Mazda,., über deine {havanam) ge-schöpfe herrschenquot; (y. 8. 5); „du gebrauchst inich fïïr deinen eiguen leib {haoydo) zur mastquot; (y. 11. 1).

Auf eine dritte person und zwar auf das subject bezieht sich hva wie lat. suus, in :

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ZUH SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

„er verehrt seine eigne (haom) seelequot; (Ny. 1.14); „Thiere und menschen schreiten einher nach ihrem (hvam) willen und gelustequot; (vend. 2.11); „die Fra-va§i, die im kampf'e morden nach ihrer (havdi) lust und begierquot; (yt. 13.33); „wasser liolend jede für ihre {havdi) familiequot; u. s. w. (yt. 13.66);') „sie streiten in den kampfen an ihrem {have) ort und platzquot; (ib. 67); „welchen der arme zn hülfe ruft, der um sein {havdis) reclit gebracht worden istquot; (yt. 10.84) ; „welcher mit seinen beiden (/lt;«më«7;ya) armen dem leibe am besten raum schafftquot; (yt. 13.107); „wer... in seinem {hava) geist...quot; (vend. 15.2); „nicht moge Abri-man herrscben über seine {hvaêsu) geschüpfequot; (fr. 4.2).

§ 87. Herabgesunken zur bedeutung unscres „seinquot; (lat. saus und eins) ist hava an den folgenden stellen : „wenn ein gerecliter stirbt, wo verweilt dann diese nacht seine {havo) seele?quot; (yt. 221); es batte ahê sein sullen; „die Mazdeïsten sollen ihn festbinden au seinen beiden {havaëibya) füssen und seinem {hvaëpaithya) haarquot; (vend. 6,46); yó jainti.. vayötarusca havo (v. 1. hvó) urva pardüi paró.asndi anuhê (vend. 13.8) : „wer... todtet, seine seele...quot;, nicht „diese seelequot;, wie Geldner übersetzt (drei yast, s. 52), vgl. s. 54 note; in yd hava daêna hvaêpaithê tanvó (yt. 22.11) bat hava offenbardie bedeutung „seinquot; nnd hvaêp. „eigenquot;: „seine eigne daênaquot;; so bat sich auch yt. 10.23 {htm avi hvaëjoaithyaose tanvó thwyam avabarahi) die bedeutung des possessivs abge-schwacbt, die worte besageu nur: „du bringst furcht in ihre leiber.quot;

§ 88. Um nachdrücklich hervortreten zu lassen, dass etwas jemandes e i gn e r besitz ist, wird dem h{a)va noch der genitiv der personalpronomina beigefügt, wie im Vedischen : tanvam idva svam (R.V. VI. 11.2, vgl. VII. 56.24); so iu mavóya havdi urunê (y. 71.11): „meiuer eignen seelequot; (mavóya in genitivi-schem sinne, vgl. § 97); hvaëpaithya no danhus (yt. 13.66); „unser eignes landquot;; aësdm hvaëpaithya hizvó (yt. 19.95) : „init ihrer eignen zunge.quot;

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§ 89. Vergleicht man den gebraucb der prossessiva im Avestisciien mit dem in Vedischen, so fallt os ins auge, dass das Vedische in dieser hinsicht nicht mit dem GAtbiscben sondern beiuahe mit dein jungavestischen auf eiuer stufe stebt. Die possessiva sind im Veda im aussterben begriffen, in den Gathas noch in ihrer vollen kraft; der Veda gebraucht anstatt des pron. 1^ und 2er person das ursprünglich reflexive sra-, die Gatlias wenden hva- nur im sinne des lateinischen suns au. Die consequeuz liegt nahe, dass auch das Vedische einstmals alle possessiva gekannt habe, deren sich nur nocli sparliche reste finden, aber nachher das reflexive sva- an ihre stelle getreten sei.

') Man beaclite die stellung des kdcit: havai Mcif, ndfydi gan/, wie Int. q\ris ue: //suae quisque faiuiliae.quot;

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ZLB SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

§ 90. Es fragt sich noch, ob hva- im Avestischen jemals substantiviscli g-e-braucht worden sei, wie sva- im Indischen vereinzelt gebraucht erscheint (Del-brück, Synt. § 135). Joh finde nur eine stelle wo diese auffassung möglich ware ; alles andre wofür Jnsti s. v. hva die bedeutung „ipsequot; vindicirt, ist ein-taeh pron. demonstr. ^ Die stelle, die ich meine, ist y. 58.30: varihu.. të.. bay ut hyuvóya yut zaothrë (vgl. oben § 43, s. 24); hier ist hvdvóya offenbar dativ, formirt nach analogie von mdvóya, in der bedeutung : ipsi.2)

') Der nvestische reflex des altiiulischen soa/t ist hvê, utul dus demonstr. /wu gehort uur dein Gfithischen au; über hoó yt. 4.9 vgl. Gelduer Stud. I. 113. Ereilich ist der auslautvoooi des hi;o nuöallig, iuhu erwartete eher /we. Ich wage hier eine etymologie. 1st hcó (pron. dem.) vielleicht der uoiu., nud /.war mit versxarkter bedeutung, des im Indischen noch als demonstrativ fungirende tra- {* ma,*sva,*had)? Das Gfithische neutrum J/yut dagegeu köuute das ueutr. des auch im Altpersischen als relntiv t'uugireuden hya- sein, mit übertrngung des aaluuts vou der masculiueu auf die neutrale form.

^ Die gauze stelle bedeutet: j//\vus gut, was besser als gut ist, mögest du selbst, der Zaotar, erwerbeu; mögest du jeneu lolm dir verdienen, welcheu ein Zaotar m verdienen i)flegt, dessen gednnken, worte und werkt mehr gute als schlechte sind.quot;

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ZUTl SYNTAX DER PRONOMINA LM AVESTA.

V. DIE UNGESCHLECHTIGEN PRONOMINA.

§ 91. Die enclitische n form en. Für das Avestisehe gilt was Speijer (Sanskrit Syntax § 257) für c]as klassische Sanskvt bezüglich fles gebrauchs der encliticae gegenüber dom der nicht-encliticae bemerkt bat, dass die ersteren ibrer natur gemass nicht stehoii können :

1. zu anfang einer verszeile oder ei nes pada : yê vuo pairijasdi ] maibyö dovói (y. 28.21 : „der ich euch anflehe... gebet mirquot;; hier ist es nicht die ab-sicht der dichters gewesen, einen besonderen nachdruck nuf das pron. personale maihyó zu legen; man vergleiche die folgende strophe: yê vao... ufyant.. d mói rafedrdi.. jasatd: „der ich euch singe..., kommot mir zu hilfe.quot;')

2. vor hervorhebenden partikeln, z. b. cit das ebenso gebraucht wird wie skt. eva; man vergleiche z. b. henti bddha mavayacit cathtodró ariana (vend. 18.31) mit: hd mói astu (y. 12.2)und hu nê anhat (y. 32.2); mavayacit tanuyë (yt. 14.38) u. s. w.; eine ausnahme bietet vend. 13.31, vgl. nnten § 92.

3. unmittelbar nach einem vocativ, der zu anfang der verszeile oder des pada steht; die ursache dieser erscheinung ist selbstverstandlich die thatsache, dass dei' vocativ ausserhalb d(!S satzes steht; also: haoma dazdi më baêsazanam (y. 10.9); dpó ydnem vö ydsdmi (y. 65.11); asd kat thwd daresdnt (y. 28.5); apó dasta nê tem ydnem (y. 68.21); dagegen: iniat ró dpó jaidhyêmi (y. 65.12). Überhaupt scheint die Avestasprache niemals eine enclitica unmittelbar nach einem vocativ zu sotzen, sondern dieselben durch mehrere worte zu trennen; meist aber steht das enclitische pronomen vor dem vocativ.

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§ 92. Stel lung der encliticae im satze. Die frage, wo die encliticae wobl stehen dürfen und müssen, ist für das Gathische eingehend von Bartho-loma in seinen Arischen forschungen, II. 13. sqq. erörtert worden. Für das jüngere Avesta gibt eine genaue untersuchung der stellen folgendes resultat : enclitische pronomina nehmen den zweiten platz im satze ein, ausser I. wenn

') lm gmizen Avesta liiule ich mir eine stelle, wo eine encliticn /.u anfnng der verszeile steht: thwn paiti si hakliertmn daidë (yt. lü.SU), statt: paiti zi lined oder tkwam zi paiti.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

der satz mit eiuem vocativ anfèingt (vgl. § 91.8); JI. wenn mehrere encliticae auf einander folgen; dann stellen ca, cit, zt, tü, bd, vd, nd und selbst zuweilen idha vor den personalpronominibus, z. b. frataremcit tê (y. 10.2); d ca no (y. 57.3); yêdhi zt md (yt. 8.11); upa til no (yt. 13.145); avi tü dim (y. 8.3); hó bd mé (vend. 18.46); tjezi vd dim (yt. 10.18); yd nd Ms (yt. 13.18); dat idha dim (visp. 12.21); kern idha tê zaothrdo (yt. 5.94), aber mit më idha (yt. 13.12); III. wenn der satz mit dem engverbundenen: rel. interr. -j- ca anfiingt; in diesem fal] wird die enclitica hinter diese drei wörter gesetzt; z.b.: yavat cvat ca hë (vend. 6.29); yatha kathaca tê ds zaosó (yt. 19 82, vgl. venrl. 2.19). Es gibt einige stellen, wo sich diese regel niclit bewalirt; leiclit zu beseitigen ist die umregelmassigkeit in : dat hun jaidhyat avat dyaptem dazdi mè (yt. 5), wenn man diis lesezeiohou nach dyaptem setzt; dass es in yt. 9 immer heisst : dazdi me., taf, (tyaptem beweist niohts dagegen. Die ursache der unregelmassigen stellung sehe icb nicht in den folgenden stellen: yó aênanhaiti nd mando (y. 9.29); thrücit peretumcit hë urvdnem (y. 19.6); frasa frayantu të madhó (y. 10.14); atha isüidhydmaln thwd (y. 13.5); an drei von diesen stellen liat sich die enclitica dem verbum angehangt. Was immerlnn die ursache dieser abnormen stellung sei, diese und einige Vendidadstellen, wo hê mitten im satze auftritt, sind nicht im stande gegen die unmasse von stellen etwas zu bezeugen, wo tê, vó, hê, dim, hts u. s. vv. an zwei ter stelle stohen.

§ 93. Die enclitischen pronominalformen können im Avestischen auch von prapositionen regiert werden : ndo antare (y. 33.7, vgl. RV. I. 168.5 ; vo'ntar, RV. VIL 1.11 : pari tvd); më pascdt (yt. 14.18) ; dim ava (yt. 13.70); yat hts antare vdtó fravditi (ib. 46); hë pascdt (yt. 19.47). So meine ich, dass aueh in avdo htm paiti mithnditi (vend. 9.49) Mm von paiti regiert wird, dass mithnditi paiti him eigentlich bedeute : „er kommt zur einkehr in sichselbstquot; (hollandisch : hij komt tot inkeer, keert tot zichzelven in), dann transitive „er herent.quot; Dieses mithnditi ist doch wohl nicht zu scheiden von mithndtu (y. 10.2), maêthanem, „bausquot;, u. s. w.

§ 94. Gibt es auch enclitische nominative der crsten und zweiten person? Bartholoma (Ar. f. II. s. 5) bejaht diese frage, indem er dazu rechnet -tü, z. b. in ddos.tü mazdd (y. 28.7); man könnte, meine ich, auch das nachher von demselben gelehrten entdeckte as = azem für eine enclitica halten : tuvem: tu — azem: as. Ich wage es aber vorlaufig nicht ein entscheidendes nrtheil zu lallen, vornehmlich weil die zusammenschreibung zweier wörter noch gar nicht immer die enclitische natur des zweiten wortes beweist; man findet auch yasethwdm, yasetava, yasetakhma, hvaëpaithydosetanvó, imdosetümcit, yasetdm, apam napdosetdo. Um die nicht enclitische natur des as zu beweisen, könnte

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESÏA.

man auf das oben § 91.2 gesagte hinweisen ; man bedenke aber wieder, dass audi an htm, das doch sicher enclitisch ist, aucli einmal cit angehangt gefunden wird (vend. 13.31). Die wahrscheinlichkeit ist also nach meiner meinung nicht für die behauptung tiï sei enclitica; man bedenke auch dass ijüs, welches man mit gleichein recht für enclitische nebenform halten könnte von yiïzem, wie tü von tüvem, gerade sehr nachdrncksvoll gebraucht wird (y. 32. )i.4).

§ 95. Was don syntaktischen gebrauch der encliticae anbelangt, so ist schon von Bartholoma mit reclit bemerkt worden, dass in den GAthas nao, vdo accnsativ, nê, rê dagegen genit.-dativ sind (vgl. K.Z. XXVIT. 38). Dieser nn-terschied erlischt spater; die einzige enclitische form, die das jungavestischo hat, ist no und vd. Überall wo sich nao und vdo im jüngeren Avesta finden liegen citaten vor oder ist nachahmung der alteren sprache zu constatiren, z.b. zam yu nao haraitt (y. 13.1), citirt aus y. 38.1. Dass nó und vö audi ablative sind, wie Justi will, bezweiHe ich; zwar findet sich yt. 23.5: haca vd, aber vó kann hier wohl accus. sein, ebeiiso gut wie in haca nasüm yt 4.3 haca den acc. regiert; vö vend. 13.15 ist mir unbegreiflich; nê in y. 32.15 ist falsche lesart, nnd schliesslich ist y. 11.9 ganz aus stücken und worten aus den GathAs zusaminengeflickt. — Ganz unsicher ist mir të als ablativ, wie os Justi und wohl nach ihm Johansson (B.B. XfV. 153) in y. 35.7 auffassen. Baunack z. b. (Stud. s. 353) halt es für neutr. pl. des demonstrativs. Dass të dagegen auch ein einziges mal als acc. sing, auftritt, ist nicht zu leugnen, wenigstens scheint es das zu sein y. 1.21 ; d të ainhê fraca stuyc (vgl. § 21 wo : d vö u. s. w.); die andren von Wackernagel (K.Z. 24.599) angeführten belegstellen beweisen nichts; über 71.13 vgl. Hübschmann, Casuslehre 179; und y. 08.1 : aëtat të a Day am aiühë ddniahi yat thwu didvtsma bedeutet wohl : ,,das geben wir dir als abbittc dafür, wenn wir dich gekrankt haben.quot; (so nach Kern, der skt. avaydtar vergleicht.)

§ 96. Es giebt noch manche andere schwierigkcit auf dem gebiete der encli-tischen pronomina, u. a. die frage was vê bedeute in stellen wie y. 28.10 : at vê khsmaibyd asünd u. s. w., 49.6 : yd vê khrutêus khhndikahyd d mananhd : „was nach dem geiste eurer gedanken istquot;; sehr möglich ist, was Baunack (stud. II. 353) vorschlagt, dass hier vé nicht mehr gen.-dat. des pronomens, sondern in der wcise von rot zur hervorhebenden partikel verblasst ist, etwa : „fürwahr.quot; Die jungavestische form würde vó lauten ; hat man diese zu constatiren vend. 7.71 : dat vö yiïzem ijöi mazdayasna cithdm frathivevesaëta, oder ist hier vó ein irrthum fur vói — skt. vai, welches zweifellos y. 36.3 steht (vgl. auch Baunack 1.1. 367) ? Man vergleiche yt. 13.30 {yói vó, v. 1. vói), 50. — Weniger scheint mir für Baunack's vermuthung zu sprechen, das vê

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LETTKKK. VKRU. DEK KONINKL. AKAUEMIE. DEEL XX.

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

gelegentlich auch yüzem bedeuten konne, und sogar als nom. pl. der lst;ea person auftrete. An den stellen, auf welche diese vermuthung sich stützt, scheint mir vê eher als genit.-dativ oder zur noth — vai genommen werden zu müssen.

§ 97. An zwei stellen sollte nach Geldner anstatt des personalpronomens eine form des possessivs gebraucht sein, was an und fur sich sehr wohl raög-lich erscheint, wenn man z. b. an tftsfo, tui denkt. Die stellen sind aber zu unsicher um die annahme als bewiesen zu betrachten; es sind : mahmt (y. 32.1, vgl. K.Z. XXVIII. 259) und mahyd (y. 50.6, vgl. K.Z. XXVIII, ib., Bartha? lorna. Ar. f. III, 47). *)

lm jüngeren Avesta findet sich der genii, von azem: mam etwa sechsmal, wird aber meist durch den dativ ersetzt: mavóya khsathrèdha (yt. 15.16): nin meinem reichquot; (vgl. verf. K.Z. XXXI s. 270) = mana khsathrë (vend. 2.5); ferner yt. 5.89; 14.38; y. 71.11; y. 9.27; visp. 20.2. Umgekehrt findet sich mana einige male mit dativischer function : yt. 1.2 (wenn es hier überhaupt = und nicht ein substantiv ist, vgl. Darmesteter, Et. Ir. II. 271); un

sicher ist vend. 2.1 : anytgt; mana ijat zarathustrdi gegenüber anyo thwat yat zarathuUrdt. Ganz so wechselt taibyo mit tava (oben § 84.3), ahmdkem mit ahmaibya (yt. 10.33).

§ 98. Vom pronomen personale der ersten person kann — und das ist nicht nur auch im Indischen (vgl. Delbrück, Synt. s. 204, Speyer, Synt. § 25), son-dern in mancher anderen sprache nichts ungewöhnliches — der plural auch dann gebraucht werden, wenn eine einzige person der redende ist, ohne dass an einen pluralis majestaticus zu denken ware. Nicht immer ist aber zu entscheiden ob : „wirquot; statt „ichquot; auf eine person deutet oder ob der redende andere personen in diesem; „wirquot; mit einschliesst. Wenn z. b. Vohumanah (vend. 19.31) an die seele des frommen, die soeben das paradies eingetreten ist, die frage richtet: „wie bist du zu uns gekommen?quot; kann hier „unsquot; auch bedeuten : „mir und den übrigen Amesaspenta's.quot; Dagegeu scheint der plural mit einem singular gleichwerthig zu sein in : „wer mir geneigt ist, detn ver-spreche ich (ascU) das allerbeste,... aber bedrücker demjenigen, der uns (nao) dem bedrücker preisgibt'' (y. 46.18); „mir (gib) kraftvolle macht, durch deren fülle wir den bösen überwinden mogenquot; (y. 31.14); „das sage uns (ne), damit ich alle lebenden bekehrequot; (y. 31.3|

') Nach Bnrtholoma, Handb. § Sfi'.l ist auch ahmdi aus dem possessiv alma- gebildet, wie Yedisch (ifiHié sg. loc; nach Kern (briell. mittheilung) ist auch in 34.9 tluoahjd — tiÏo — aov ■ quot;Die, welche von der heiligen Armaiti, deiner geliebten, wiewohl sie dieselbe kennen, doch durch schlecht handeln abfallen.quot;

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

§ 99. Die frage, ob in den Gathus bei anrufung oder anredung e i n e s got-tes neben dem singular audi der plural des pronomens unci vorbums gebrauclit werde, glaube ich noch immer vernemend beantworten zu müssen. Die be-gründung dieser ansicht habe ich in K. Z. XXX. 541) gegeben. Im allgemei-nen wird es wahr sein, dass, wenn bei der anrede eines gottes, dessen (cuius) namen im vocativ genannt wird, das pradicat oder pronomen personale oder possessivum in plurali steht, dass dann zum namen des einen genannten gottes die der andern Amesaspeata's hiuzuzudenken sind (vornehmlich die des Volm-manah und Asavahista), ganz in der weise wie so oft von dor trias : gut denken, gut handeln, gut reden nur eins genannt wird imd doch die drei gemeint sind. Meistentheils wird nur der namen des zuerstgenanntcn gottes in den vocativ gesetzt und folgen die namen der anderen als apposition zum pronomen des plural; aber auch kann statt des pluralpronomens womit die (drei) götter an-geredet werden, das singularpronomen, welches deu zuerstgenannten gott be-zeichnet, gesetzt werden; also, statt unseres : „euch, o Mazda, Vobuinanah, Aia !quot; sagte man : „euch, o Mazda, und dem Vohumanah und dem Asa''; es kann aber auch heissen : „dir, o Mazda, und dem V. und dom Asa.quot; ') Selbst stellen wo tlava- unmittelbar neben vê vorkommt {thwahmt vê mazdd khsathroi asdicd senyhó vidam y. 32.8; tü . .. vê y. 28.7; thwói dütdonhö donhdmd teug ddrayó ijói vdo daibisenti y. 32.1) lassen sich mit dom gesagten in einklang bringen, wenn man annimmt, dass der dichter seine worte an alle (drei) götter richtet, aber zuweilen nur einen mit grösserem nachdruck anredet.2)

§ 100. Von y. 33.8 übersetzt Geldner (B.B. XV. 250) die worte : yasnem mazdd khsmdvató: „moin gebet an euchquot;; eigentlich jedoch sollte es heissen: „das gebet an einen wie ihr seid, o Mazda.quot; Diesen singulargebrauch des khsmdvant- könnte man vielloicht anführen um meino ansicht von dem gebrauch der numeri bei apostrophirung eines gottes zu wiederlegen. Aber erstens würde man in avestischer poësie ebenso gut von yasnem khsmdvató wie in deutscher von : „das gebet au euresgleichenquot; reden können, um zu besagen : „das gebet

') Deu Vedastellen, K.Z. XXX.ü-U gesummelt, knun icli uoe.li die folgenden hinzufügen: magha-vdnd yuvdm... tndragca soma (IIV. IV. 28.5); yncdm... hrlmpate... Indragca (Atli. V. XIV. 2.1:2).

2) bin inzwiachen uuf eiuige Rgvedii stellen aufraerksam geworden, wo vah bei der anrede eines einzelnen gottes steht. 1st hier vah aber wirklieh pron. oder mit Baunack für partikel zu halten, wie z. b. {Jroi ? Die stellen sind: havé vah sünum. sdhasah (VI, 5.1); mayndyo vo aynihhih syd'ma süuo sahasah (VIII, lü.7); vdrunam vo.. . mitrdm havdmahe (V, 64,1); tdm vo damdm ahhi... {ndram navdruahe (VIII, 88.1); tdxya vratd'ny dim vag cardmasi (VIII, 25.16); hier kann vah mit Ludwig ala partitiver genitiv genomraen werden. Man vergleiehe noch die stellen bei Delbrück, syntax s. 206, der es auch mit Jj'toj in eine linie stellt.

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA 1M AVESTA.

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an euch,quot; unci zweitens kaïm thwdvant-, khsmdvant- auch bedeuten : „dir (ouch) ergeten, der dir (euch) zugethane,quot; eine bedeutung die z. b. für das vedische yuvdvant- (RV. III. 62.1) feststeht (vgl. Roth, s. v. bhrmi-). Diese bedeutung passt auch vortrefflich an allen stellen, wo khsmdvant- in singulari numero auf-tritt: tat thwd peresd . . . nemanhó d yathd neme khêmdmtó (44.1): „das frage ich dich... mit (eig. aus) ehrerbietung, wie die ehrerbietung des euch zugetha-nen (ist)quot;. Auch ist nemê = skt. ndmah, nicht nemë wie Bartlioloma Ar. f. II. 155 lesen will, handschriftlich am besten bezeugt. Auch y. 33.8 kann yasnem Ichsmdvató sehr wohl bedeuten: „das gebet des euch zugethanen, o Mazda und Asa, und die worte seines liedes.quot; Y. 49.6 übersetze ich : „Euch bitte ich, o Ahura Mazda und Asa, zu sagen, damit ich es richtig unterscheide, was nach dam geiste eurer gedanken ist, damit wir es verkünden als die religion des euch zugethanen.quot; In y. 34.2 ist khsmdvató nach Bartholoma (A.r. f. II. 106) acc. plur., die strophe ist inir aber noch dunkel.

Im übrigen ist mdvaiit- (eigentlich: einer wie ich) meistentheils umschreibung für azem, vgl. Bartholoma, A. f. II. 155. AVenn aber thwdvant- zur umschreibung der zweiten person dient, dann ist die construction eine eigenthümliche, denn das verbum steht in der 3teu person, der namen des angeredeten aber wird im vocativ gesetzt, und zwar der namen ahuru mazddo so, dass ein tlieil im vocativ (ad sensum), ein anderer theil im nominativ (ad formam) erscheint. Man kann dann, um die constr. wenigstens zuin thcil zu behalten, thwdvaïit-ain richtigsten durch; „deine gnadequot; wiedergeben: „das beste der gebote, welches deine gnade, Ahura Mazda, gibt, der heilige, der alle geheimnisse kennt durch den verstand des Vohumanahquot; (48.3, vgl. Geldner K.Z XXX); so auch 44,9: sahyut... thwdvds (vgl. obeu § 75. s. 45). Über 43.3 bin ich unsicher ob man thwdvds so, oder in der bedeutung „dir ergebenquot; zu lassen habe.

§ 101. Pronomen der dritten person. Für unser pronomen der drit-ten person, wenn es emphatisch steht, gebraucht das Avestische eins der pronn. demm. r/ëw?, hdu, hvó, je nachdem die natur der anzudeutenden person oder sache ist; wenn os aber nachdrucklos steht, wird es im nominativ meist nicht ausgedruckt — zuweilen aber durch hvó (gathisch), ho (j. av.) oder aêm (vgl. § 12). Die casus obliqui werden in diesem fall meist durch enclitische pronomina ersetzt und zwar im

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ZUB, SYNTAX DEll PRONOMINA IM AVESTA.

acc. sng. masc. fem. durch: tm l) ( gnth.), hun (g-ath. nnd j.av.), ± 14 mal.

dim (j. av.) ± 70 mal.

„ „ neutr. „ ü (gath.); dit (j.av.) 2 mal.

gen. dat. sng. und pl. der drei geschlechter durch :

hoi (gathisch); hè, së (j.av.) 5)

acc. dual. durch : kt (gath.), t (id.) y. 29.7.

acc. pl. masc. fem. durch: Is (giith.), his (gath. 1 mal, j.av. ± 14 mal.);

dis (j. av.) ± 8 mal.

neutr. pl. „ ! (gath.), dt (? j. av.) y. 65.8.

Diese pronomina nun werden in drei weisen gebraucht:

1. als nachdruckloses pronomen der dritten person (§ 102), auch schwach vorausweisend (§ 103) und in correlation mit einem relativ (§ 104).

2. als expletiv (§ 105).

3. als selbstandiges reflexiv — lat. se, sibi (§ 106).

§ 102. Der gebrauch dieses pronomens als einfaches pronomen 3ae personae, um auf etwas schon bekanutos und genanntes zurückzuweisen, ist der meist gewöhnliche in den Gathas und im jüngeren Avesta : at hoi uojt (y. 43.8) : „ich sprach zu ilnndat hë inraom (vend. 2.3); dat Mm j aid hy at (yt. 5); ijói tm tarêm maini/antd (y. 45.11); d dim peresat (y. 9.1); yê U tihmdi erezulchdhd nd dditë (y. 44.19); d dit franharayata (afr. 3 4, G.); hawvdtd amercfdtó yathd hl taêihyó ddoiihd (y. 44.18); aat hc apara erezataëna (yt. 10.125) und uta hë (d. h. „ihnenquot;, nl. saosyafdaëihyo) dsnem Ichratüm baraiii (yt. 17.2); vivditi hts zrayanhat haco (yt. 8.40); yê ts pat daresdt asahyd (y. 32.13); yatdra vd dts paurva frayazditë (yt. 13,47); yd vê khratêus khsmdlcahyd d mananhd yathd i (=i ea) srdvayaëmd tam demi dm u. s. \v. (y. 49.6).

§ 103. Sehr haufig wird dasselbe pronomen, für unser sprachgefühl iiber-tiüssig, gebraucht um das noch zu nennende wort schon im voraus anzudeuten, eine eigenthümlichkeit, die wir schon oben bei dein demoustrativ (§ 4) consta-tirt haben. Es versteht sich, dass in diesem fall das pronomen und das wort,

') im bestelit nicht inehr im jüngeren Avesta; uur nocli y. lii.12, 13 kommt es vor, nicht iiuoli y. 19.7 wie Bmimick (s. 311) will; Vend. 16.16 ist yim (— yai) zn lesen; »11 uilen anderen stellen ist es in i'/em, fem. /.u ayem aufzulösen /,. b. Vend. 3.8: dat hè iyem zdo heat parend; parem iyem zdo hengata.

■) Merkwiirdigerneise ist in der behandlung dieses pronomens das Jungavestische alterthümlicher als der Gathadiaiect; das erstere, zeigt nl. hinter -i noch die zu erwartende tbrm -së, wilhrend das Gathische nur noch die aiua erstari'te form //ui kennt, statt -fc z. h. nacli yS~i und (y. 53.1, 5). Das unigekehrte in den A itpersischen keilinschrii'ten; dort hat sich die form mit s eingebürgert, K. Z. XXIV, 195.

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ZUE SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

auf welches dasselbe hinweist, beide entweder im hauptsatz oder im nebensatz stehen, niemals jenes in haupt-, dieses im nebensatz. So ist gebraucht;

t m: yói im frasein kerenaon ahüm (y. 30.8): „die, welche (sie) die welt bekehren werdenquot;; yói im vê no it ithd maihrem varesenti (y. 45.3) : „die von euch, welche (es) das wort nicht also ausführen werdenquot;; no it tu tm Ichsndus vaêpyó. . m zarathustrem spitdmem (y. 51.12) zum nominativ hvó . . . zarathuUró (vgl. § 4.b.).

h ó i, h ë: atcu hoi scantü . .. mazddi (y. 53.2); weitere belege gibt Wackernagel (K.Z. XXIV, 607). An der s. 61 fus«note citirten Vendidadstelle ist /«ê dativus ethicus, nicht voraus deutend auf pasvdm; man könnte audi an stelleu wie vend. 6.7 : aêtadha liê acte yói mazdayasna ainhdo zemó pairisayanta aêtanhdm astamca varesdmca auf den ersten anblick meinen, dass hë auf die genitive astdm etc. vorausweise; man vergleiche aber über diese und dergleichen stellen § 107, s. 65.

htm in den Gat bas 29.2? hyat htm ddtd Jchsayantó gaodoyó thwakhsó ; hier soil es auf ein subst. neutr. vorausweisen; y. 50.2, 44.14 ist Mm zurück-weisend, gehort also unter § 100. In dem jüngeren Avesta : yazaësa më htm spitama zarathustra yam ardvtm sürdm anahitam (yt. 5); yt. 13.10, zweimal; dat yat him aëm draogein vdcem ... cinmani paiti harata (yt. 19,34); yt. 2.12 ?; nach Wackernagel auch vend. 2.8: nóit htm (jddaró vindenti.

dim: paiti dim peresat zarathuUró ardvtm sürdm (yt. 5.90, 94); d dim framraom asem vahistem (yt. 3.3); yasca dim jamt... spdnem stzdrem (vend. 13.3).

tt habe ich nicht mit vorausweisender kraft gefunden ; es scheint an allen stellen — lat. id zu sein, ausgenommen 45.8 nü z'i tt, dort soil es auf ahurem weisen (?); die stelle ist aber wohl falsch überliefert.

d i t scheint afr. 3.4 neutr. sg. zurückweisend zu sein.

hi: hi... vahyó akemcd (y. 30.3); hi.. . avdstrtm fsuyantem ahurem asava-nem (y. 31.10, weun Jackson, a hymn. s. 38 recht bat); hi... hyat hyatcd (y. 32.14, K.Z. XXYIIL 263).

t: yê t ddydt êvd maretaëibyó (y. 29.7, vgl. Bartholoma, Ar. f. III.).

së, hë als gen. dat. pl. habe ich nicht vorausweisend gefunden. hts: fraglich ist yt. 10.12: paiti hts yastdo visanuha; wahrscheinlich ist yastdo hier acc. pl. fem. des part. pass. und ist hts zurückweisend auf zaothrdo gebraucht, wie in dem gleichfolgenden satz; sonst ist es entweder = eos eas, oder expletiv.

ts ist an allen stellen, wie es scheint, zurückweisend als acc. pl. masc. oder fem. gebraucht; auch y. 53.8 (B.B. XIV. 27).

dts ist überall acc. pl. masc. und fem., zurückweisend.

t nimmt Bartholoma (Ar. f. II. 106) vorausweisend auf mananhd vtspd ddtdr

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESTA.

was aber fraglich ist; denn erstens halte ich es noch für unentschieden, ob man das recht habe die formen auf —anhd als neutr. pl. aufzufassen, und zweitens ist der beweis noch zu liofern, dass av. ddta-, wie skt. hita-, die be-deutung „gutquot; hat.

§ 104. Correlation mit einem relativ ist z. b. an folgenden stellen zu con-statiren : (der relativsatz geht vorau :) yê aydt nsavanem divanmem Mi aparem khsyo etc. (y. 13.20); vgl. y. 8.3; 9.28; 19.6; vend. 7.29; 3.26; 13.39; (der relativsatz folgt): yt. 10.24; vend. 7.53; 13. 3.40; y. 44.16: hoi... yahndi vast kahmdidt.

§ 105, Dass ursprünglich die erwahnten enclitischen fonnen sammtlich pronomina sind, bezweifelt jetzt, wie ich glaube, niemand raehr. Aber es ist doch, scheint mir, auch nicht zu leugnen, ebensoweuig für das Vedische wie für das Avestische, dass diese pronominale function so erblasst ist, dass man in manohem htm, hts unmöglich etwas mehr als ein expletiv se hen kann. Aus andren sprachen lassen sich hierfür analogien beibringen, icli erinnere nur an gr. rot. Die ursache dieser erscheinung liegt vor der hand ; sie liegt in der vorausweisenden function des tm htm u. s. w, in welchem fall es tiiatsachlich überflüssig ist. Selbst Wackernagel scheint die expletive function für unsere encliticac anzunehmen, wenn er ohne weiteres hyat htm dem Vedischen slt;w gleichstellt. Est ist nun aber die frage ob ursprünglich als encl. formen nur ar. stm und Sf/i bestanden haben, oder ob es auch ace, pl. sZs, dual, st gegeben habe. quot;Wackernagel scheint das erstere anzunehmen und zu meinen, dass sts u. s. w. den sim, sai nachgebildet seien. Zu gunsten der letzteren annahme spriclit dasAltpersi-sche und wohl auch das Griechische, das niemals ol, t /xiv als plurale gebraucht *).

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Nimmt man nun an, dass nur die formen Mm hoi (Jw) altererbt und die anderen (hts ht u. s. w.) neuschöpfungen seien, so ist es doch auffallig dass im Vendidad, wo sich sonst die pluralischen hts und dis eingebürgert haben, ein htm gebraucht ware um auf einen ace. pl. masc. hinzuweisen ; eher halte ich in no it htm gdtavó vindenti pasvasca staar aca (vend. 2.8) htm für ein expletiv; so auch: misti zi mê htm spitama varsentaëca (yt. 5.120), Geldner: „durch ihr harnen namlich regnen .. . diese mirquot;. Darmesteter: „and thus ever {misti — sadd) upon the earth it is rainingquot;. Die verba sind intransitiv, was ist htm also anders als expletiv?; kutha hts azein kerenavdni (yt. 17.57), Geldner : „was soil ich thun ?quot; Interpretatoren, die mit diesem hts nichts anzufan-gen wissen, könnten es einfach nach ausweis des metrums einklammern; aber

') Ob die griechischen wörter audi lautlich smiz identisoh mit den arischen sitid, thut niohts zur saohe; syntaktisch sind sie es, und zum tlieil gewiss auch etymologisch, wie die endungen beweisen.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVISTA.

■wie ist es in (Jen text gerathen ? eher ist, wenu man überhaupt eino metrische lesung will, die gewohnliche anderung kerenavd zu machen und lm auch hier für expletiv zu nehmen. Vend. 3.20 (5.13): dat yat h/.s fra vayó patan fasst Wackernagel : „wann die vogel auf sie zufliegenquot;. Der sinn der worte ist aber ganz allgemein: „wenn nach verlauf des winters die vogel zurückkehrenquot;. Man beaehte die vorhergehenden worte, wo hts fehlt: „man soil den leichnam hinlegen bis die vogel zurückkehren; wenn nun die vögel zurückkehrenquot;. . ., lus dient hier also zur hervorhebung des yat. In yt. 9.14 (=: 5.34) yói hen keltrpa sraësta zazditëê soil hen eine form von ahnii sein. Welclie dennaber?1) der indic. ist henti, der conj. anhen, der opt. hyan. Ich meine class mit der mehrzahl des HSS. hem (tl. i. him. hhn) zu lesen ist, und wir auch hier das expletiv haben.

§ 106. Wenn Wackernagel als seine meinung aussert, dass im Avesta das ursprünglich reflexive hè htm u. s. w. die reflexivbedeutung verloren hat, so hat er damit wohl recht; trotzdem gibt es einige stellen, wo höi und vielleicht Mm diese bedeutung hat; es ist aber leicht anzunehmen, dass in diosen fallen, ganz wie der pronominalstamm a- zuweilen als reflexiv gebrauclit wird, so auch aus der anaphorischeu bedeutung des höi u. s. w. sich die reflexive entwickelt hat. So steht z. b. y. 48.9 vtdydt saosyas yathd hoi as is anhat (: „derS. möchte wissen, wie sein los sein wirdquot;) hoi gleichwertig mit hcöi — sua; in y. 45.10 ist khsathroi hoi ~ hvahmt l:hs° ; auch in yt. 5.127 : hu hë maidhtm nydsata ist hë wohl direct auf Ardvi Süra zu beziehen; nach meiner meinung ist hhn aucli reflexiv in avdo hhn paiti miihnditi (vend. 3.20, vgl. oben § 93).

§ 107. Die formen der pronomina 3n': personae sind oben § 99 gegeben nach ihrem etymologischen werth und nach der function die man nach analogie andrer sprachen berechtigt ist ihnen als die ursprünglichen beizulegen. Manchmal werden sie aber noch anders gebraucht. Dass man in y. 35.8 yathd it a sit, U als nominativ findet, darf nicht auffallen ; eigentlich sind ja die mit i anfangenden formen demonstrativa; so dass aëm (— ayein), tm (= iyem) und U zusammen gehörten wie das indische ayam) iyam, idam und das lateiuische is ea iel. Das paradigma nach der syntax muss aber oft von dem nach der etymologie verschieden sein. So ist das neutr. bei uëiu im j. Avesta nicht mehr tt sondern imut.

Hts weist zuweilen auf ein neutr. plur. nicht auf einen acc, masc. fem. zurück, welche seine ursprüngliche function war; z. b. in y. 55.4 (auf staota yësnya), visp. 12.4 (auf ddrndn), yt. 13.7 (auf zrayó vourukasem), llë bat speciell im Vendidad ausser genetiv-dativischer function auch die accusativische

^ san, RV. V. 11).5 ist wohl verdorhene lesart ?

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SUR SYNTAX DKR PRONOMINA IM AVESTA.

übernommen (vgl. Spiegel, Gramm.2 s. 481, Wackernagel, K.Z. XXIV), z. b.

ava aëtem nasupdkem janaêta ava hê j amy en (8.74); yèzi.sê aêvó hardt yat iristem (3,14); sehr auffallend ist he nach aètadha; oft kaim man es als acc. auffassen, aber es fragt sich ob dies richtig, und ob nicht hê geradezu zum expletiv geworden sei (vgl. auch oben § 101 unter '); man beachte folgende stellen: aêtadha hê .. . pairidaëzam pairidaêzayen (3 18); aètadha hê. . . aêtem kehrpem (5.13); aêtadha hê aêtem iristem (6.46); aêtadha hê . .. vastruo (7.! 3); wichtig sind : aêtadha hê aêtê nasukasa nishidhaêta (8.11); „darm sollen sich die leichertrager niedersetzenquot;; airimë ydtum hê nishidhaêta (9.33): „er soil sich ini Annest-gah niedersetzenquot;; entweder ist hier hê expletiv oder es ist reflexiv acc., was aber wegen der medialform des verb, nicht wahrscheinlich ist; nishidhaêta bedeutet ja für sich schon: „er soli sich niedersetzenquot;.

§ 108. Als re f lexi v p r on om en gebraucht das Avestische, wie schon oben bemerkt, er stens die casus obliqui des demonstrativstammes vgl. Bartholoma in K.Z. XXVIII. 40, und tjê Juni ahmdi vdstravaittm stui usijdt (y. 50.2) : „qui sibi earn... esse vultquot;; noch y. 49.2; 48.4 (vgl. Geldner in K.Z XXX. 530) ; athd hat vohu tat êeddu verezyotucd H ahmdi (y. 35.6) : „so soil er was gut ist, das der lehre gemiiss für sich thanquot; (nach Geldner, K. Z. XXX.528); z we i t e n s das uugeschlechtige pronomen der dritten person, vgl. § 104; d r i 11 e n s eine umschreibung mittelst eines subst. wie tanu-\ nur dann aber kann man sagen, dass tanu- das reflexivproiiom ersetze, wenn dasselbe ohnc ein bestim-mendes „mein, dein, eigenquot; u. s. w. gebraucht wird, wie z. b. in dem Vedi-schen yajasva tanvam : „oplere dir selhst.quot; In dieser weise linde ich es nur an wenigen stollen gebraucht: „dat azent tanüm aguzê (yt. 17.55;: „ich barg michquot;; yo naêcim isaiti hunarandm tanuyê isaiti thrdthrem (vend. 13.19): „welcher keine kunststücke, sondern beschützung für sich wünschtquot;; yêzi ca thwaêsdi tanvu (yt. 13.20): „wenn du um dich selbst besorgt bistquot; (auffallend iamp;t der gen.abl. anstatt des dativs); yó tanuyê ravó aêsista (yt. 13.107): „der sich am besten raum schaffte,quot; Die stellen, wo tanu- so das reflexiv ersetzt, sind aber selten; meistens steht ein pron. possess, oder possessivcr genitiv dabei; class nun „tneine person, deine personquot; als umschreibung von : „ich, duquot; dienen kann, ist selbstverstandlich. So: aibi thwdhü gaêthdihü tanusicd (y. 43.7): „über deine leute und deine person (= dichselbst)quot;; hier ist zu tanusi der locat. von thiva- hinzuzudenken. Die yasnastelle 33.10, wo Jackson (a hymn. 33) tanüm flurch „thyselfquot; wiedergibt, ist noch nicht ganz sicher, vgl. Geldner, B.I?. XV. 250. In teresenti mdvayacit tanuyê (y. 14.38) will Geldner (drei yasht s. 78) das verbum gleichsam einon doppelten dativ regieren lassen oder annehmen dass tann- zum reflexivpronomen herabgesunken sei. Keines von beiden ist, wie

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LETTERK. VEKII. DER KONINKL. AKADEMIE. DEEL XX.

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ZUR SYNTAX DER PRONOMINA IM AVESÏA.

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ich glaube, der fall; ioh halte tanvó (abl.) für die bessere lesart und meine dass mdvaya als genitiv gebraucht ist (vgl. obeu § 95), also: wfür meine person = für michquot;; rnöglich ist aber auch Hübschraann's construction, casuslehrc s. 171. Man vergleiche noch : amdica thwd verethraghndica mdivóya upamruyë tanuyê (y. 9.27). An dergieichen stellen ist also nicht tanu- zum reflexivpronora herabgesnnken, sondern „meine personquot; u. s. w. steht einfach für „ich.quot; Auch daëna- kann gewissermassen als eine umschreibung angesehen werden, wie z.b. drëgvató daënd =. dreyvdo ; so ist: yê daënam vohu sdrstd mananhd Icasctt (y. 49.5) = „jeder dor sich rait V. M. verbindetquot;; so mui... dmnaydi = „mir' lt;y. 46.7).

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INHALTSANGABE.

I. Demonstrativa. § 1—23.

ta- § 1 —11.

a-, aëta- § 11 —15.

av- hdu § 15—23.

II. Relativa § 23—78.

relativsiitze ohne verbum § 23—52.

relativsiltze mit verbum § 52 — 72.

auflösung dos relativs in conjunctio -f pr. Jem. § 12

verbindung mehrerer relativsatze § 76—78.

III. Intkiuiogativa und Indefinita § 78—84.

interrogativa § 78 — 80.

indeiinita § 80 — 84.

IV. Possessiva g 84 — 91.

V. Ungeschlechtige pronomina § 91 —108.

enclitische formen ^ 91—97.

orthotonirte t'omien der len und 2«quot; person g 97.. nuraeri § 98 — 100.

adjective in -vant- § 100.

pron. der S611 person § 100—108.

pron. reflexiva § 108.

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VERZEICHNISS DER WICHTIGSTEN STELLEN.

Alteres Avesta.

Gdthas. 33.13.....§ 50.

»14.....» 46.

28.2.....§ 91. 34.1.....» 46,53. 54.

»3.....» 74, s. 43, nt. »2.....» 100.

»7.....» 4«. »6.....» 4.

»■8.....» 61. »7.....» 5.

»10.....» 53, s. 29, 96. »8.....» 64.

»11.....» 63. »9.....» 53.

29.8.....» 53. s. 29. »13.....» 59.

30.5.....» 66. 43.2 .....» 59.

»9.....» 60. »4.....» 54.

»11.....» 64. »5.....» 47.

31.1.....» 60. »6.....» 53.

»3.....» 53,s.29.75,s.44. »7.....» 75, s. 45.

»4.....» 66. »10.....» 9.

»5.....» 60. »13.....» 9.

»9.....»62. »16.....» 4.68.

»13.....igt; 70. 44.1 .....» 100.

»14.....» 53,98. »5.....» 31.

gt;■15.....»63. »8.....»63.

»19.....» 56. »9.....» 75. s. 45; 100.

»20.....» 5,85. »13.....» 68.

32.1.....»97. »19.....» 2.

»2.....» 2. »20.....» 60.

»10.....» 64. 45.5 .....» 56.

»13.....» 66.75, s. 44. 46.4 .....» 3.110.

»15.....» 60. »6.....» 2.53.

»16.....»61. »8.....» 50.64.

33.1.....» 51.61. »10.....» 53.

»2.....» 69. »11.....» 85.

»6.....» 56. »15.....» 51.

»8.....» 100. »16.....» 64.

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46.18.....§ 98. 9,27 .....§ 108.

47. 5.....»56. 10.8.....»69.

»6.....» 2. 11.1.....»76.

48. 3.....» 50.100. 19.1 .....»13 note.

»9.....»61. 23.3...... 78.

»10.....» 100. 54.1 .....» 57.

49. 4.....» 50,53. 57.18 .....» 7.

»5.....» 85, 57.29 .....» 19.

»6.....» 100. 58.30 .....»90.

50. 3.....» 56. 59.30 .....»43.

»4.....» 47. 65.11 .....» 72.76,

»6.....» 57.97. 68.1 .....»95.

»9.....» 57. 68.15 .....»78.

51. 6.....»61. 71.10.....»59.

»8.....» 62.

gt;9.....» 53.75, s. 44. Vispered,

»14.....» 67.75, s 45.

»15.....»63. 3.7.....§ 14 5,

» 17 . . ... . » 59. 22.2 .....»53.

53.2.....» 59.

» 0.....»57. Yah.

Yasna haptanhditi. 1.16.....§ 2.

5.89.....» 4.

35. 4.....§ 44. 5.120 .....»105.

»6.....» 108. 9.14.....gt; 105.

»7.....» 95. 10,69 .....»116,

36.6.....»17. »89.....» 2.

38.4.....» 53. »90.....»42 note.

39.2.....»44. »127.....»15,

40.1.....» 11.53. »143.....» 9.

»5.....» 8. 13.64.....» 6.

14.38.....» 108.

Jungeres Avesta. 15,40.....»76,

Yasna. 17.2.....» 102.

»50.....» 74.

1.2 1.....§ 95. »58.....»22.

quot;9.8.....» 59. »57.....»100.

9.2 2.....» 54.58. 19.1 .....» 2.

9.2 3.....» 58, 24,22 .,.,,» 10 note.

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Venciidad. 9.14.....§ 22.

»33.....» 107.

1,10.....8 45. »44.....»19.

2.8 101 note; 105. » 46 » 2.

»41.....»45. »49...... 15. 93.

3,14 ...... 1. »52.....8 13 nüte*

»20.....» 15, 93, 105. 10.3 .....gt; 14«.

»29.....» 1. » 19.....»72.

5.13.....» 105, 13.1...... 14 /3f.

»21...... 2. »8.....»43.

»51.....» 1. »41...... 14 s. f.

7.24.....» li 2. 14.11.....»79.

»71.....»96. 15.13.....* 13, 14 s. f.

8.11.....» 107. 18.37 .....» 15.

»31.....»18. 19.5.....»45.

»79.....» 75, s. 45. » 27.....» 3.

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ARABICA

REVUE D'ÉTUDES ARABES

FONDÉE ET PUBLIÉE

PAR

E. LÉVI-PROVENgAL

AVEC LE CONCOURS DE L'UNIVERSITÉ DE PARIS ET DU CENTRE NATIONAL DE LA RECHERCHE SC1ENT1FIQUE

1 m.I

LEIDEN E. J. BRILL

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E. J. BRILL ÊDITEUR_LEI DEN

La Revue ARABICA, organe des arabisanf francais largement ouvert a la collaboration extérieure, paraitra trois fois par an (janvier, mai, octobre). Elle publiera des études et des notes sur la langue, la littérature, Thistoire et la civilisation du monde arabe, ainsi que sur l'influence de la culture arabe sur la culture occidentale. Chaque fascicule (format du présent prospectus) comprendra en principe:

1°) des articles de fond;

2°) des comptes rendus critiques d'ouvrages récemment parus concernant le domaine de l'arabe;

3°) des notes bibliographiques et une revue des revues;

4°) des analyses critiques sommaires des ouvrages et memoires d'érudition parus en langue arabe en Orient;

5°) une chronique de l'activité arabisante dans le monde.

Le premier fascicule d'ARABICA paraitra dans le courant de décembre 1953 et portera la date du lcr janvier 1954.

ADMINISTRATION de la Revue ARABICA:

E. LÉVI-PROVENgAL (Sorbonne, Paris), Dircctcur.

R. BLACHÈRE (Sorbonne, Paris), Dircctcur-Adjoint.

CH. PELLAT (Écolc des Laugues Orientales, Paris), Secretaire de la rédaction.

Adresse: 20, Avenue Émile-Deschane), Paris, 7°.

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E. J. BRILL_ËDITEUR LEIDEN__

Prix de 1'abonnement annuel:

26 florins hollandais ou 2400 francs frangais Les abonnements sont regus dès a present a la Librairie E. J. Brill, Leiden, et a la Librairie Orientale et Américaine G. P. Maisonneuve (M. Besson, successeur), 198, boulevard Saint-Germain, Paris, 7°. On est prié d'utiliser le bulletin ci-dessous.

BULLETIN D'ABONNEMENT Veuillez m'abonner a la Revue ARAB1CA pour 1'année 1954. Je règle le montant de eet abonnement par;

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Bulletin a adresser soit a

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soit a

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ENCYCLOPÉDIE DE L'ISLAM

nouvelle Edition

PUBLIÉE AVEC LE CONCOURS DES PRINCIPAUX ORIENTALISTES

ÉDITÉE PAR

J. H. KRAMERS t • H. A. R. GIBB • E. LÉVI-PROVENQAL

sous le patronage de 1'Union Académique Internationale

La nouvelle edition de 1' ENCYCLOPÉDIE DE L'ISLAM commencera a paraitre en octobre 1953. Cette édition, dont la plupart des articles font l'objet d'une rédaction nouvelle et qui sera considérablement augmentée par rapport a la précédente, sera publiée simultanément en frangais et en anglais, par livraisons de 64 pages, a raison de 6 livraisons par an. L'ensemble formera environ 100 livraisons, soit cinq volumes de 20 livraisons, comprenant chacun 1280 pages).

Prix de la livraison;

10 florins hollandais 950 francs francais

Les souscriptions sont revues dès a présent par E. J. BRILL, Leiden (Hollande);

Librairie Orientale et Américaine G. P. Maisonneuve (M. Besson, successeur), 198, boulevard Saint-Germain, Paris, 7°.

MEDE VERKRIJGBAAR DOOR BEMIDDELING VAN DE BOEKHANDEL

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