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Rijkscniversiteit te Uttucht
Aid. Dietgenetskumle
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BIBLIOTHEEK UNIVERSITEIT UTRECHT
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2911 033 9
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KLINISCH^/ ^'^
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TERMINOLOGIE
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DER
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TIERHEILKUNDE.
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Sammlung der in (Ion tierärztlichen Kliniken gebräuchlichsten
technischen Ausdrücke.
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P. Martin
Professor iler Anatomie and
Physiologie au der Tierarznei-sclmle in Zürich.
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Von
und K. W. Schlampp
I. klin. Assistant füi Chirurgie u. Augenheilkunde a. d. Tierarzneischule in München.
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-raquo;raquo;ilaquo;--
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Wiesbaden. Verlag von J. F. Bergmann.
1887.
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Das Recht der Übersetzung bleibt vorbehalten.
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Vorwort.
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Was uns zu dem manchmal recht trockenen Unternohmen der Ausarbeitung einer klinischen Terminologiequot; veranlasste, war die während unserer Assistentenjahre in Stuttgart und Giessen, sowie die an der Münchener Klinik gemachte Erfahrung, dass der junge, eben dem Tentamen physicum entronnene Klinicist, dessen Auge und Ohr nun plötzlich von den verschiedensten ihm fremden Dingen, von einer ganz neuen Welt, gefangen genommen wird, der Art und quot;Weise, wie man in der Klinik spricht und sich verständigt, vielfach ziemlich rat- und hilflos gegenübersteht. Ist der Reiz der Neuheit verflogen, so pflegt dann bei nicht rechtzeitig sich einstellendem Ver-ständniss auch das Interesse manchmal nicht unbedenklich zu erkalten. quot;Wir wollten ihm ein Buch in die Tasche mit zur klinischen Visite geben, aus dem er sich rasch über die dort fallenden Termini technici orientiren kann. Thunlichste Knappheit und Kürze haben wir daher angestrebt. quot;Wer Genaueres über Dies oder Jenes erfahren will, mag dann zu Hause in Specialwerken und Encyklopädien nachschlagen.
quot;Wir hatten also in erster Linie das Bedürfniss des Studirenden im Auge. Sollte aber auch der angehende Tierarzt oder gar der erfahrene Praktiker bei einem gelegentlichen Blicke in unsere Terminologie auch nur irgendwo eine für ihn brauchbare Kleinigkeit finden, so hätten wir mehr erreicht, als wir zu hoffen gewagt.
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IV
Nu!' für Jene, welche uns Jen Voi'wui'f machen wollten, wir wünschten an und für sich klare Dinge durch Zusammentragen einer Unmasse von Fremdwörtern unnötig zu kompliziren, führen wir, zwar entgegen dem modernen und manchmal nicht ganz glücklichen Triebe sogenannter Spraohpurifikationquot;, Citate zweier hervorragender und hoclibedeutender Gelehrter an:
R. Virchow äussert sich (Berl. klin. Wochenschrift 1875, Nr. 5): Sollte es nicht gerade in der heutigen Zeit, wo dem ärztlichen Stande so viele Crefahren drohen, gerechtfertigt sein, daran zu erinnern, dass die wirklichen Ärzte jode Anstrengung darauf verwenden müssen, auch in den kleinen Dingen ihre wissenschaftliche Stellung zu zeigen? und ist es nicht das erste Zeichen eines wissenschaftlichen Mannes, dass er die Sprache der Wissenschaft versteht? Durch nichts bezeugt der Sachverständige deutlicher seine Befähigung, als durch korrekten Gebrauch der technischen Ausdrücke, durch nichts imponirt er mehr und nützt er mehr. Möchten diese Zeilen dazu beitragen, diese Auffassung recht allgemein werden zu lassen.quot;
Der andere Autor ist der Kanzler von Rümelin: Die wissenschaftlichen Termini, für deren Abgrenzung in der gewöhnlichen Sprache gar kein Bedürfniss ist, würden auch nicht bosser von uns verstanden werden, wrenn sie alle deutsch gebildet wären. Was Keuper und was Lettenkohle besagen wollen, ist dem Laien um nichts verständlicher, als die fremden Bezeichnungen für andere Gesteinsarten, wie Jura, Lias, Mo-' lasse. Aber für das wissenschaftliche Zusammenwirken der verschiedenen Nationen wäre es höchst verhängnissvoll, wenn jedes Volk seine Termini nur aus den eigenen Sprachmittcln bilden wollte. Es würde eine Verwirrung entstehen, wie beim babylonischen Turmbau, und mit den Terminig würden auch die Anschauungen sich entfernen.quot;
Als Vorbild bei der Ausführung dieser Arbeit diente uns nach Form und Inhalt die Terminologia klinikaquot; von Both-G ess ler (Dr. O. Roth, IT. Auflage, besorgt von Dr. Herrn. G essler), welche den Gegenstand für Zwecke des Menschenarztes in kurzer, bündiger Weise wiedergibt.
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Die Bearbeitung des etymologischen Teiles, sowie eine sprachliche Einleitung hat Herr Dr. Hr. Zimmerer, Assistent am Münchener Maximiliansgyninasium, in liebenswürdigster Weise übernommen.
Eine angenehme Pflicht ist es uns, wenn wir hier Herrn Prof. Pri odberger für sein entgegenkommendes Interesse an dieser Arbeit unseren ehrerbietigen und verbindlichen Dank erstatten dürfen.
Zürich und München, im Januar 1SS7.
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Die Verfasser.
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Benützte Litteratur.
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A. Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie (incl. Bacteriologie).
Birch-Hirschfeld, Lehrbuch der pathologischen Anatomie. Bruckmüller, Lehrbuch der pathologischen Zootomie. C o h n h e i m , Vorlesungen über allgemeine Pathologie. Förster, die Missbildungen des Menschen. Gurlt, Lehrbuch der pathologischen Anatomie, mit dem
Nachtrage. Flügge, Fermente und Mikroorganismen. 2. Auflage. Küchenmeister, die Parasiten. Leuckart, die Parasiten des Menschen, v. L i n s t o w, Helminthologie.
Rindfleisch, Lehrbuch der pathologischen Gewebelehre. Ilhle und quot;Wagner, Lehrbuch der allgemeinen Pathologie. Z i e g 1 e r, Lehrbuch der pathologischen Anatomie. Zürn, die tierischen und pflanzlichen Parasiten.
B. Chirurgie und Operationslehre.
Bardeleben, Lehrbuch der Chirurgie und Operationslohre.
Billroth, allgemeine chirurgische Pathologie und Therapie.
For st er, tierärztliche Instrumentenlehre.
Hering-Vogel, Operationslehre für Tierärzte.
Her twig, Handbuch der Chirurgie für Tierärzte.
Pit ha und Billroth, Handbuch der allgemeinen und
speciellen Chirurgie. Stockfleth, Handbuch der Chirurgie für Tierärzte.
C. Specielle Pathologie und Therapie.
Anacker, Specielle Pathologie und Therapie der Haustiere. Dieckerhoff, Lehrbuch der speciellen Pathologie und Therapie.
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VIII
Friedberger-Frdhner, Lehrbuch der speciellen Pathologie und Therapie.
H a u b i\ e r und S i e d a m g r o t z k y, die Krankheiten der landwirtschaftlichen Haustiere.
Xiemeier-Seitz, Lehrbuch der speciellen Pathologie und Therapie des Menschen.
R8II, Lehrbuch der Pathologie und Therapie der Haustiere.
S t r ü m p e 11, Lehrbuch der speciellen Pathologie und Therapie des Menschen.
D. Ophtlialmologie.
Die Lehrbücher der Augenheilkunde vonMichel, Stellwag, S c h e 1 s k e , Meyer, Klein, sowie das Handbuch der Augenheilkunde von Graf e - Sämi s eh. Ausserdem die Zeitschrift für vergleichende Augenheilkunde von B e r 1 i n -E v e r s b u s c h.
E. Gebnrtshttlfe.
Franck, Handbuch der tierärztlichen Geburtshfllfe. F. Pharmacie und Dispensirkunde.
Hager, pharmazeutische Praxis.
Hager, Technik der pharmazeutischen Kecoptur.
G. Encyklopiidien, Lexica etc.
Hering, Etymologisches Wörterbuch für Tierärzte. Hurtel d'Arboval, Dictionnaire de Mcdecine, de Chirurgie
et d'Hygiene veterinaire. H y r 11, Onomatologia anatomica. Koch, Encyklopildie der gesammton Tierheilkunde. Prob st may er. Etymologisches Wörterbuch der Veterinfir-
Medicin. Roth-Oes sler, Terminologia klinika, 2. Auflage, besorgt
von Dr. Herrn. CJessler.
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Sprachliche Einführung.
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Die Wortbildungslehre umfasst zwei Gegenstiinde: a) die Bildung der Wörter durch Ableitung, derivatio; b) die diirch Zusammensetzung nach gewissen Gesetzen, compositio. Dev ganze Wortvorrat einer Sprache in ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit lässt sich auf eine verhältnissmiissig geringe Anzahl von Wurzeln zurückführen, unter Wurzel versteht man denjenigen , bedeutungsvollen Lautcomplex, welcher an einer Wortform nach Ablösung alles Formellen übrig bleibt, z. B. in den Wortformon reg-o rec-s (rex) reg-is, reg-ina, rec-tor, rec-trix, rec-tus, rec-tura, reg-io, reg-imen, reg-imentum ist reg die Wurzel, alles übrige aber Formelles, das an die Wurzel reg angetreten ist. Diejenigen Wörter, welche unmittelbar aus der Wurzel hervorgehen, werden Wurzel Wörter oder auch Stammwörter, vocabula primitiva, genannt, und um diese war es uns bei Feststellung der Etymologie eines Wortes in den meisten Fällen zu thun; denn die Wurzeln selbst hätten gar zu oft uns den Versuch nahe gelegt, den Ursprung derselben bis auf die älteste Form der indogermanischen Schwester-sprachen, das Sanskrit, zurückzuführen.
Ein Stammwort hat zwei Bestandteile: die Wurzel und die Flexions- oder Formationsendung.
Unter Flexionsendungen verstehen wir erstens die Personalsuffixe des Verbum: o, i-s, i-t u. s. w. Durch den Antritt dieser Suffixe an die Wurzel gestaltet sich diese zu einem Zeitwort, also reg, reg-o, reg-is, reg-it u. s. w. Zweitens das Nominativzeichen -j; durch den Antritt desselben an die Wurzel gestaltet sich dieselbe zu einem Substantive der sog. III. Declination, also reg, reg-s = rex, oder zu einem Pronomen, also i, i-s.
Unter den Formationsendungen verstehen wir a) solche Suffixe, durch welche einfach bezeichnet wird, dass das Wurzel-
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wort ein Wort der sog. I., II., IV. und V. Declination ist, also scrib-, scrih-a, hort-us, bon-us, dulc-is, ac-us, gcn-u, di-es; b) solche Suffixe, durch welche dem Worte eine besondere Bedeutung gegeben wird, z. B. reg, rec-tor Lenker, reg-io Richtung, reg-i-men heüsxaLfyfrag-iüs zerbrechlich, luc-idus leuchtend u. s. w.
Den Wurzelwörtern stehen die von denselben abgeleiteten Wörter, vocabula derivata, gegenüber. So wird aus cap-ere, cap-tare, cap-tatio, cap-tator, cap-tivus, aus seru-us, serv-irc, aus gcn-us. Gen. gen-eris, gen-er-are u. s. w.
Die Ableitung der Wörter von den Wurzeln oder von bereits gebildeten Wörtern mittels der antretenden Suffixe ist eine Art von Flexion, unterscheidet sich aber dadurch von derselben, dass sie nicht wie diese die wandelbaren Beziehungen ein und desselben Begriffes, sondern die aus der Wurzel oder einem bereits fertigen Worte gebildeten neuen Wort formen für neue Begriifsformen bezeichnet. Der Wurzelbegriff ist freilich in allen seinen Ableitungen und Weiterbildungen erkenntlich und vorherrschend, ist aber in jeder derselben auf eine besondere Weise gestaltet und tritt daher auch in einer besonderen Wortform hervor. So z. B. zeigt das Suffix -tor, griech. -TTjp, den Begriff einer thätigen Person an, als rec-tor Leiter, das Suffix tio den abstrakten Begriff einer Handlung, als rec-tio Leitung, das Suffix -ilis den Begriff einer Fähigkeit, als frag-ilis zerbrechlich, das Suffix -tare den Begriff einer intensiven Thätigkeitsäusserung, als cap-tare haschen.
Betrachten wir nun die Suffixbildungen in ihrer Anwendung auf unsere medizinischen termini, so ist weitaus das häufigste dem Arzte gebräuchliche
1, Das Suffix auf i-tis. Dasselbe ist zunächst nichts anderes als die gewöhnliche Femininendung zu den Substantiven auf -ty)? und besonders zu den Adjektiven auf a-rraquo;]?, s-ttjc, i-tyk, oi-tt]?, z. B. epyaTYK der Arbeiter, EpyaTis Arbeiterin, ixexrjs schutzflehend ixtttc, 6c3[i(uTifj? gefesselt Ssa^üiTi;, vscppitir)? nierenähnlich vsipptTls.
Die Zahl der Wörter auf itty]; beläuft sich ohne die gen-tilia, welche eine Herkunft oder die Bewohner von Städten bezeichnen, auf circa 400.
Diese Wörter sind durch ein Secundaer-Suffix i-ttjc gebildet.
Den griechischen Formen entsprechen im Lateinischen Bildungen auf itis, z. B. Quiritis und Samnitis.
Man darf annehmen, das sich das ableitende Suffix -ty)-später gern zunächst an adjektivische Formen auf -io an-schloss, z. B. oiitiTY)- (ditto- Birne), rjXi-n)- sonnenartig (i^Xto-Sonne), vintTT)- die Flotte betreffend (vyjio- zum Schiffe gehörig), sxopmTT) Skorpionstein (oxopmo- Skorpion) u. s. f.
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XI
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Verwandt sind diese Bildungen mit den zahlreichen Zeitwörtern auf -tClt;u, welche eine Neigung zu ihrem Stammworte bezeichnen, z. B. eXXrjv-tOu bin hellenisch gesinnt, pjä-iCio etc.
Das zahlreichste Contingent aber liefern sie für die Wörter aus dem Naturreiche, besonders Steine, Weinarten, und Krankheiten, besonders Entzündungen, weil das Suffix eine besondere Bethätigung des im Stammworte liegenden Begriffes bezeichnet, z. B. oijAfUTrj; Sandstein (a[i[J.oc), ßaTpa^itirjc froschgrüner Stein, YepaviTirjj Kranichstein, xsyxpiTrj? hirsenähnlioher Stein, xYjptxii]? Wachsstein, pXiit)]: Rötelstein (jjn'XTOt), Ttpaat-nfj; Lauchstein, itupiTTjj Feuerstein, op.ocpaySi'njt Smaragdfarben, auxiTT); feigenfarbig, /aXxiTrK Kupferstein, )(X(upiTir]s grasgrüner Stein, Btir|XiTraquo;ls Säulenstein, poTpuiTrjc Traubenedelstein, aip.aTiTir]t Blutstein, YaXaxTtTTjt Milchstein, (psYytTnjt Leuchtstein.
Weinarten: [lapaOptTYjj aus Fenchel (p-otpaftpov) bereitet, [iifjXiTirji: Apfelwein (ji^Xov), [iupTi'tr)? Myrthenwein, vapSiTTjt mit Narden bereitet, o[ilt;paxtTTjt aus unreifen Trauben (op/pax-), öuji.ßpt'TT]{ über Saturei (dü^ßpa) abgezogen, itiaotTijs mit Pech versetzt (maao), pirjTtvtTifjs nach Harz schmeckend u. a. m.
Auf Krankheiten bezügl.: aspTnt (scilicet voao?), aijiariTts, avSpiuvtTit, ävdpaziTis, äpoip-aTiTit, #9632;(akaxxlxii, Sovaxitn, syyaoTpm?, rjuattTi;, ^uXaxiTi;, ftmpaxiTit, xapStTi;, xovSuXixit, XcIJwuvTtij, p-up-
[IlfjXlTtJ, OVUyTTH, TtOpTjOVlTl?, TIlSaxlTlC, 1t0lXlXeiU(UVlTt{, itupiTic,
#9632;nuiYuivTti;, nptovittt, axuXaxiTtc, oxu)Xr)xTTic, auXrjvitis, ^psvltt;, ^aXxtStTit, (üviTtj; TtviytTtc, xepapLTtts, payTTic, apiaftttit, äjinöXiTi;, opdpiTit, aipplTt?, ajyoXriq, ßaXavcTij, ßuimic, SaxTuXiTit, osiitvi-cis, smaxXifjpTTi;, imxotlxii, CetpupTti;, ^Xitij, Yjp.iovTTit, xpoTatfixti, xiuviti;, Xs-TtxlTi;, p,app.aptTi;, [isoo-üXeupiTtc, piTaXXTnc, vsupTxis, (vstfpmt, veßpiTi;), v^oiTit, vixpttu, usTaXtTtj, uaXixi;, lt;psXXTTii, (pXoviTi?,
^XuiptTlt, ^OvSpiTlt.
Dazu kommen analoge Neubildungen späterer Zeit wie [wictTtij, xuxXitij, aaXitiyYtTi;, itzpivaginüis, apa^vtris (apo^viov), adenitis, bronchiolitis, bronchitis, oiipindpiTH, OTop-aTlTt?, tsxnmitis, xutpXtTtf, testitis, bursitis, yXuxjoTtij, yoviti?, xoXtciti;, Xapuy-pTtt, [iuioaTti;, cavernitis, gingivitis, enteritis und gar duodenitis.
Diesem gebräuchlichsten aller Suffixe schliesst sich
2. das Suffix auf -ia und ata an. ia, ia, e(a, oia ist die gewöhnlichste Endung, mit welcher Substantiva von Adjektiven abgeleitet werden, um die Eigenschaft als abstraktes Substantiv zu bezeichnen, im Deutschen he it oder keit.
Im Deutschen erleiden sie in der Aussprache mannigfache Veränderungen, besonders die auf - raetrie, - logie, - sophie, -rythmie, -pathie und -mathie, -graphic, -kratie, während
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XII
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die einfachen quot;Wörter wie -atjiia, -itvoia, -ßXscpapia, -Ttaftia, -xpavia, -Xoyta, -Ypalt;p(a, -zpatio, -oösvia, -uraia, -ysvEoia, -TOitia, -tUTpta, -p-aaTta, -poia, -pu8p(a, -azoTt!laquo;, -Tou.ia, -(piuvta thiitsäch-hoh nicht als Substantiva vorkommen, sondern meist auf Ad-jektiva wie Xo-fto?, toitto?, p.irpioj, püamp;pto?, -6p.tot, y^vsoio; zurückgehen , treten sie im Zusammenhange mit dem a privativum oder Compositis oder anderen Substantiven sehr gewöhnlich auf, also OM-aemia, änvoio, aißXe^apia, äXXoitolKa, oxpavia, naamp;o-AOYta (seil. Tey^vYj), oiviptSta, o-pgo-Gamp;evsta, aiuo-cpiXi'a, äpßXum-nia, -naÄiYyevsaia, ftm-^ax^iL, oTTjäo-ozoTiia, äva-Touilaquo;, icoXuouvia.
Neubildungen sind: oup-aipio, dextermtaübia, ixTOicia, noX'jp.aaamp;ia etc.
Sehr häufig schliesst sich das weibliche ia an präsentiacho Partizipformen auf -nt, wie in attdmtia Dreistigkeit audens, n/ident - wagend, cmdimlia Gehör, ieneßcenüa, hcmiwkntia brcvi-loqucntia, cohaerentia, conßdi'iitia, conscicntia, comcqmntia, coiistantia, continentia, convcnicnlia, dcspicimtia, dchhci'ntia, extuniesccntia, ßatn-kntia etc. etc.
Neubildung: /laquo;/V'laquo;/7(7, diese werden alle wie Latenzquot; im Deutschen gesprochen.
Die Substantiva auf aia entstanden aus Ttot, gehen entweder aus Nominalformen hervor wie ayviuaia von laquo;yviu-to;, mw^e-sta von zuvtjys-quot;'!')?, äxaftap-sioi, ay.äamp;ap-TOt, oder von Verbalforme n wie Y^p-vaata (YupvaiCop^Oi Soxt[ia-8ia (Soxtpd^u)), eixaata, sixaClt;quot;i oxcuaata, azsuaico.
Unter den zahlreichen Wörtern auf
3. is, sis, welche eine einfache Weiterbildung des Grundbegriffs sind, eine Handlung oder den Eintritt eines Zugtandes bezeichnen, kurz den abstrakten Begriff der Thätigkeit dos Substantivs ausdrücken (-aio) und im Deutschen entweder durch den zum Substantiv erhobenen Infinitiv oder durch die Endung ung wiedergegeben werden; dXXavrt'aaic, itiipesic (deutsch/gt;j7-?.rf falsch ausgesprochen), avdpvYjotc (deutsch anaimiese!) Neubildung: xevrrjaic, dxüpaXozjaTtc (deutsch liyj-A) sind die zahlreichsten die auf
(uota und (djwi, welche meist eine Fülle bedeuten und von Verben auf ou) abstammen.
Dabei findet eine erhebliche Differenz der Aussprache zwischen dem Accentton im Griechischen und der Quantitätsbetonung im Deutsehen statt.
Die meisten der Verba auf ocu kommen von Nominibus, besonders Adjektiven der II. Deck und bedeuten gewöhnlich das hervorbringen, was das Stammwort bezeichnet, z. B. öyxuXÖu) krümme, laquo;yxuXo? krumm dYx!JXu)|ia, laquo;YÄÜXuiat?, ävaoxopwat; (äva-3TopL-6(u öffne den Mund).
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XIII
Die Substantiva in (tu)jJ-a ^ebon das Vollbrachte oder das Ergebniss der Handlung, die Wirkung; ai|jLaTU)ai{, ar;amp;p(0(jis (Arthrose), apftpöm, dv^pazwait (Anthrakose), dvamp;paxoiu, raquo;pop.-ß(üai{, xapxf.vmai;, xufujoiS, p'Jioois . vsupmaic, vexpojais, oxoXioioi-, Tpt^wats, TÜpiooi;, (yXo^uioi?, X(',^üia'?- Neubildungen: der-matonosis, lnpinosd, vstppuiaic, ouvoaTiuaic, tuberculosis.
oma: xovSÄcupa (xovSuXow) Geschwulst, pueXoipia, oupiiTojjjia.
Neubildungen: adenoma, akestom, angionia (ä^üa^i), ]a, sogar fibrom, grannloma, /yinfhoma, p.'J(upo, OT£dTujp.a, (otsaTÖü) werde zu Talg).
4.nbsp; nbsp; Wörter mit dem Suffix (a)tio a-t-io. Yiele Wörter auf io, s-io, t-io, a-t-io, welche wie im Deutschen die Substantiva auf ung eine Handlung als geschehend, zuweilen jodocli auch ein durch die Handlung bewirktes, ein Ergebniss bezeichnen, sind bei uns durch das Romanische auf dem Umwege über Frankreich eingeführt worden und lauten dann auf on, z. B. Luxation, Nation, Passion, Retorsion, Version etc.: ablactatio, siibluxatio, subfocatio, subpuratio, sus-pensio. Die Wörter auf atio und sio gehen natürlich auf Verbalstämme zurück, abladare, lux-are, tor-qu-cre, luxa-tio, tor(c)-sio etc.
Analoge Neubildungen: anguslatio, cauterisatio, splenisatio. vasalio, vascularisatio.
5.nbsp; nbsp; Wörter auf -tas, griech. -ttjs. Gen. -xrjxo;. Auch sie bezeichnen in der Regel einen abstrakten Begriff, von substantivischen und adjektivischen Stämmen auf -i- und von Adjektivstämmen auf -/, -j, z. ]gt;. ävi-tas, aevi-tas, im-muni-tas, venus-tas, honcs-tas, facul-tas.
Neubildungen: venositas (Gen. vatositat-is) deutsch gegeben: Venosität (vc/ta, venosus').
(gt;. Auf -milS, griech. -p-o?. Substantive von Verbalstämmen durch Anhängung der Silbe -jio; abgeleitet, die gewöhnlich den abstrakten Begi'iff der Thiitigkeit, seltener die intransitive Beziehung des Verbums ausdrücken. Es ist dies die regelmässige Ableitung bei den Verbis auf -Cm, teivso-po; Hippokr. Tcncsmus, albinismus {albin-us weisslich), psio, peOpo, psupocTiCcu, psupaTio-p.6;.
Neubildung: ütivcuTiap-o;, üuvcu-rtCu),
7.nbsp; nbsp; iov, ium (ins, id, inm); z. B. remigium (remex, remig-is Ruder), prineip-ium, fastid-iiim, slilB-cid-iiiin (stllla, -ca-do).
8.nbsp; nbsp;-VHS, -va, -iva, -tia, -uum, -Ulis; acer-vus {acus, acer-is Spreu), cater-va, Miner-va, ging-iva Zahnfleisch, sal-wa Speichel, noct-tia Käuzchen, patr-ut(s Onkel, tonitr-uum Donner.
9.nbsp; nbsp;Die Subst. mit dem Suffix ago sind aus dem Verb agere gebildet, mit Steigerung des Vokals ä in ä und mit der Bedeutung des Bewirkons, Darstellens, Ahulichmachens, z. B.
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XIV
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im-ago (im-ilari) Bild, vor-ago Schlund, lappago (lappa Kette), carr-ago Wagenburg, lumb-ago {lumbus Lende) Ij.-Lähmung, cori-ago Hautkrankheit {corinm), cilr-ago (citrus Citrone), mucil-ago (mucm Schleim, mungo), plumb-ago (plumbum Blei), aur-ago Gelbsucht, vir-ago Mannweib, farr-ago Mengfutter (/(w), sart-ago Tiegel.
In den Suffixen igo und ugo hat sich das ursprüngliche a des Suff, ago zu i und laquo; abgeschwächt.
Statt ago findet sich auch '1-ago in einigen Wörtern wie sals-i-l-ago Salz-ig-keit (snhus), ossi-l-ago Knochenhärte.
Ferner: quot;/'-igo, prur-igo, fct-igo Räude (pelere), vert-igo, claudi-go Hinken (claudus), surd-igo (surdus), knt-igo linsenförmige Flecken (lens, lent-is); lau-ngo (Flaum, /laquo;laquo;laquo;), alb-ugo weisser Fleck (n/bus), aur-ugo Gelbsucht (aurum), sals - ugo Salzgehalt {sal, salstis),/err-ugt) Eisenrost (ferrum), vesper-ugo Abendstern (vesper), rubigo, Rost (ruber), aer-ugo Erzrost (aes).
Neubildung: serpigo, mellago.
10.nbsp; nbsp;Die Formen auf -ber, -bra, -brnm, -bris, -bre sind zurückzuführen auf/f/--quot; trage (deutsch: -bar, z. B. fruchtbar);
candela-brum Kerzenträger, lugu-bris,fa-bcr, solu-ber, cre-ber (cresco). celc-ber, frugi-fer.
11.nbsp; nbsp;Die Suffixe cer, cris, ere, era, cms, crum kommen von der Sanskrit-Wurzel kar machenquot;; volu-cer, ludi-crus, lava-crum bade-bereitend, septd-crum.
VI. ter, tro. tram, Sanskrit-Wurzel tar = vollbringen, fcrc-lrum Bahre, spec-trum Schauen bewirkend; ras-lrum (rad-o\ ros-trum (rod-ci), claus-trum (claud-d), vi-trum (yideo), mulc-lra (mulc-eo).
13.nbsp; nbsp;Die Bildungen auf -tura sind im Lateinischen sehr gewöhnlich und manche sind auch unter ihnen, neben denen die einfachen Formen auf -tor gar nicht mehr auftreten, nur gefolgert werden können; pressura (pressor, premo), fractura (fraclor, frango), punetura (punetor, pungd), sectura (sector, seco), tonsura (tonsor, tonded), unetura (unetor, uugo), litura (lino), jmictura (Jungo), genitura (genitor, gig'\e\tui), mensura (mensor, metior).
14.nbsp; nbsp;orium, tor-iuin, gr. T^ptov, sorium, französ. oir, zur Bezeichnung von Ortlichkeiten, Werkzeugen und ähnlicher Dinge: promunt - orium, tent - orium, aceub -i- torium, suda - torium, ad-ju-torium, ses-sor-ium, dever-sorium, terr-i-torium, calca-torium, emunc-torium, tec-torium.
Neubildung: decoctorium.
15.nbsp; nbsp;Eine grosse Rolle spielen in der Medizinersprache die Deminntiva.
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XV
Sie sind entweder solche, welche das Stammwort als klein bezeichnen: agcllus(ager-ulus), serv-ulus, ^k-c-laquo;älaquo; junger Stier, glori-ola, car-unc-ula Stückchen Fleisch, aren-ula feiner Sand, farfur-ic-ula feine Kleie ;
oft auch eine Liebkosung bedeuten: fili-ola, uxor-c-ula, atiäc-ulus, oc-cllus (aus ocul-ul-us), lect-ulus\
etwas Bedauernswertes, Verächtliches: hom-unc-ulus, as-cllus (asin-uhis), plcb-cc-u!a, mulier-c-iila, lupula Dirne, inerdric-ula, len-imc-ulus Kuppler.
Suffix -lus, -la, -him mit dem Bindevokal laquo;, in u-liis, verlängert in -c-ultts: fasci-culus, folli-cullus, ßos-culus, os-culum Mäulchen.
Das Suffix -ednla haben mehrere Namen von Tieren, besonders Vögeln: acr-editla Käuzchen,^c-i'laquo;'laquo;/laquo;! Feigenschnepfe, mon-edula Dohle, iiit-cdtda Haselmaus, querqu-idida Krickente.
Die Suffixe auf ellus und illus sind aus der Verbindung z w ei e r Deminutivformen idus und Alaquo; entstanden, indem sich das erstere laquo; des ersteren Suffixes zu c oder ; abschwräclitc
enbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; i
und das letzterelaquo; ausfiel, also u!(ii)liis, ul(u)li(s; agiais, agnulus, agnubdus, agnettus, aneUus, caUllus, bacdlum, axilla, maxilla {jiiaxla, mag [iiasiu kaue).
Vereinzelte Formen sind: scutH-scttiii{sctilra%Q\\\\%'Av:\), wie im Gr. die auf laxoe, tsxraquo;), tsxov; leus statt Ins: eaimlem, hinnukus, nucleus; tocidlio Wucherer, tox-oc Wucher, iiaXaxgt;tlt;i)V Weich-ling, SeiX-op-xioiv Jämmer-ling (?), homun-cio Mensch-lein, sen-e-cio, mat-ettio (inatula Nachtgeschirr), rub-ellio rötlicher Fiscli (Köt-ling).
Die Bildung der Deminutiva scheint vorzugsweise in der Volkssprache ihren Ursprung zu haben und so erklärt es sich auch, dass in den romanischen Sprachen ganz gewöhnlich die Deminutivform statt der Stammform gebraucht wird, als soldi = sol, aieul =: avus, ttcceUo (Italien.) = aucella = avi-cclla = avi-cula = avis, corbeille = corbietda = corvus.
Sehr häufig sind Deminutiva als technische Ausdrücke in einer Bedeutung, die von der des Stammwortes wesentlich verschieden ist, wie dmt-i-euhts Zahnschnitt, capitulum Kapital, mus-culus Muskel.
16. Die Adjektiva auf -ax drücken eine Geneigtheit oder Fähigkeit aus, z. B. cap-ax, ten-ax.
Hieher gehören wohl auch die Substantivraquo; auf aculum.
Unter der Schar der lat. nomina instrument! sind tenaculum und retinaciäum jedenfalls mitzuzählen, aber sie stehen unter dieser Schar als falsche Analogie nach dem Bildungsgesetze
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XVI
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von gitbcrii- a-c idum von gttbernare, während sie in Wahrheit ihre Abstammung von den Adjektivstiimmen tcnac- und retinac-nicht verliiugnen können. (Osthoff, Forschungen, 1875, p. 56.)
17.nbsp; Im Zusammenhange stellen damit die Adjekt. auf aceus (griech. -a|, -axioj, -oxtov); saiia-ceus (saeta Borste), herba-ceus grasartig, hcdera-ceus (Epheu), aiiipulla-ceus (Flasche), mcinbrana-ccus (Haut), rosa-ccus, crcta-cens (Kreide), papyra-ccus, arundina-ccus (anmdo Kohr) , pavoua - ecus (Pfau), hordca - ecus (Gerste), farra-ecus (Spelt), gallina-eeus (Henne). Natürlich wird das e in eus kurz gesprochen.
18.nbsp; nbsp; Die Adjekt. auf ilis zeigen eine passive, selten aktive Fälligkeit oder Tauglichkeit an, z. B. fiss-Uis spaltbar.
19.nbsp; nbsp; (i)cus, (i)xo;, aticus. An JTominalstämme angehängt bildet -izoj Adjektiva, die wie die Adj. auf -to? den deutschon Endungen -ig, -lisch, -lieh und -isoh entsprechen und anzeigen, dass etwas zum Nomen gehört, dasselbe betrifft, davon herkömmt, z.B. a8sXlt;p-ncoc von aSöXtpoc etc., divic-us, nephritka, vsupixtxoquot;, veupixog, analcptica, cmalgmca, antcnietica, antidyskratica, cpdcptiea, galactic a, hydropic a seil, re media.
20.nbsp; nbsp;uns und ivns haben passive und intransitive Bedeutung; nat-ivus, vot-ivits, pass-ivus, aest-ivus, captivus, rapt-ivus, fugitivits.
Neubildung: entero-raptiv und vouiiluritivus {vomiturio, vamo),
21.nbsp; nbsp; bundiis, enndus und und us drücken eine Eigenschaft oder Fertigkeit aus; furi-bundus, mor-i-bundus, fe-eundiis (feo gebäre).
22.nbsp; nbsp; -neus, -V20C, fag-i-neus buchen = tf^Y-t-veoc, bezeichnen wie -g(e)nus, gineus (gigno) den Stoff und die Herkunft; imigemis, unigenitiis, henignus, inalignus, indi-gena, terrigeua, aliegnus;
aliens, anus ebenfalls die Herkunft; eastell-amts, pislcmus Pfeilkraut, fontanus. humanus, urbanus, inundanus, decanus, iiiembr-ana, quartana, alt-anus Seewind, sol-anus Ostwind;
hlUS Tiernamen; agninus, anguinus, apriuus, caiiinus, leporinus, leoninus, asininus, poreinus, equinus.
Neubildung: iutra-, sub- xmd per-eutamis (eutis Haut).
23.nbsp; nbsp; Suffix -dns, -da, -duin, von Wurzel da geben; luc-i-dits lichtgebend, frig-i-dus.
24.nbsp; nbsp; auf OSUS bezeichnet eine Fülle; arcn-osits, lapid-osus crythematosus, nodosus.
Neubildungen: eorymbosus, nunumdosus, phlegmonosus, crouposus.
25.nbsp; nbsp; Abgeleitete Denominativa auf cns, xoe (spureus, pau-ciisgt; [j.aXa-z6g); hiul-eus klaffend (von Idol-us, hio, hiare), juven-eus
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XVII
(juvenis), petul-cus stossend {pet-iilus,petere),pris-cus (pris ~ prius), moll-us-cus {moll-is), past-i-cus gemästet (pas/us, pascor), bitbtil-cus Oohsenknecht {bubiiliis), subul-cus (subulus Schwein, ms),
26.nbsp; nbsp;alis, Suff, der Zugehörigkeit; ßor-alis, anstr-alis, nalur-alis, mort-alis, fat-atis.
Neubildungen: cordialis, pulmonalis, laryngealts, synochal.
27.nbsp; nbsp;Bildung auf torn sind natürlich gowöhnliche Vei'bal-Adj. auf oj vom Stamme refj-vo) schneide, also eigentl. äva-roiioc.
28.nbsp; Die Adj. auf ulus drücken eine Neigung aus, z.B. aem-nlus. Neubildung: vokntlus.
Auffälliger sind die Weiterbildungen der Komparativform fortiusailus ein -wenig stärker, grandiiiscuhis, xnctiusculus, pin-giiuisatlns, miniiscnliis, phtsculm, dtiriusctdm
Neubildung: depressiiiscitlus.
29.nbsp; nbsp; Die Adj. auf orius stammen von Subst. auf -tor und -SOIquot;; amator-ins, uxorius; (snspcnsorins und depkforius [dtplco schöpfe aus] sind Neubildungen) deutsch depletor i s c h.
80. tus , atus, itns . utus , otns zur Bezeichnung eines Versehenseins mit Etwas; ansa-tus (Henkel), harba-lns, ala-lus, pennaius, aqualus, Inpatus (mit Wolfszälmen), rostratus, cordatus, hpor-alus lauwarm, auritus, pcllitus, crinitus, fdlitiis, mcllitns, ciiruiitus, hirsHtus, nasntns, aegrotus.
31.nbsp; nbsp;auf olentus, olens, olus, ulus, nlens; cai-r-nliis
hub-ulus (Jws, lio-vis), opidcns, opulcntus, violcns, viokntus, sangnino-lentns, sonst nur -uletitns, fnic-nlaitus, op-ulentus, corp-ulmtus, pol-idmlus, fraud-idmlHs, csc-idmtus, bic-ulfntus, l:il-idcnliis, pulver-iilenlus, turhiilenlus, pocidcntus, rondcntns betaut, puridenlus eiterilaquo;-, temulentus berauscht (tem Stamm wie lern -er-arius), #9632;nindentiis [virum Gift), frushdenlus voller Stückchen, macilentns mager, mustulmtiis mostreich, piscidentns, aqnikntns, bnccuknliis pausbackig. Später sind: carmdentus (Fleisch), faecukntns (Hefe), farhmknlus (Mehl), febrkukntus (Fieber), florukntus (Blume), foe-lidcntus (stinkend), glelndcntus klumpig, Jtirukntus (Jus Brühe,
i marcidentus welk, mcruknlus trunken {mcnis Wein), mucukntiis rotzig, rosidenlus rosig, somnulaUns schlaftrunken, sordulentus schmutzig, suculmtns saftreich, tcmdcnlus irdisch.
Grac-ilis - grac-iknlus führt uns auf die Herkunft des Suffixes -lentils, welches natürlich mit einem Verb oko {olens, olentus) nichts zu schaffen hat; pestikns pestilaUus. Diese lat. Bildungen auf -lern, -lenlus mit dem Bindevokal i, o, u (ilentus, olentus, ulentus) hängen enge zusammen mit denen auf ilis.
32.nbsp; nbsp;Adjektiva auf ot werden einfach aus dem Griechischen herübergenommen und latinisirt; axetpa),oc ohne Kopf akephalus.
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XVIII
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natürlich mit Veränderung der Betonung, aupoownoc ohne Gesicht aprosopm, äitouj ohne Puss afms, ajioptpoc formlos amorphus.
Neubildungen: ävocpftaXfioc ohne Aug anophthalmus, äpsXoc ohne Glied amehis, äzopp.oj ohne Kunipf acormus, arpifjTa-/efaXo':, dTprjxaxoppc, a-^vaSoc ohne Kinnlade agnathus.
33. Weitaus das häufigste aber unter allen Adjektiv-suffixen der med. Terminologie ist das Suffix auf ideus = -o-siSrji:. Hyrtl hat sie in wünschenswerter Vollständigkeit für die Anatomie zusammengestellt; adm-o-idens, alhvit-o-iileus, arachn-o-hkus, arytaen o - idem, ex-o-ideus (alter Name für epi-stropheus), bathm-o-ideus, {sinus artig, von dem Hippokrat. Worte ßaö|j.!C Gelenkgruho) etc. etc.
Alle diese Wörter sind latinisirte Griechen auf etSTje mit dem Bindevokal o.
Als lateinische Epitheta kamen sie erst im 17. Jahrhundert in der Anatomie zur Aufnahme, meistens durch J. Riolanus. Viele dieser Worte stehen jetzt noch im Gebrauch. Die betreffenden griechischen Adjektiva enden mit -siSrjc. Es steht den Lateinern zu, den Diphthong st in / zu kontrahiren und die Endsilbe rjr in eus zu verwandeln, so dass z. B. öSsv-o-siStjc durch aden-o-ideus ausgedrückt werden kann. In diesem ndenmdeus ist das i lang, weil es für ei steht, und das e kurz, wie in allen Adj. aul eus (attreus, argenteus, ferreus, plumbeus etc.). Man darf also nicht anders als ademüdeus sagen, wie denn auch in den dein Grieoh. nachgebildeten Worten adenoid, alcaloid, sareoid, myxoid etc. der lange Accent auf das i fallen gelassen wird. Es ist aber leider zur allgemeinen Unsitte der Anatomen geworden, die Betonung gerade umzukehren; dass es nicht mehr geschehe, müssen alle Sprachkundigen wünschen.
Neubildungen sind 7..Vgt;.fibroid, desmoid, dermoid, discoid \x. a.
34.nbsp; nbsp;Zu-erwähnen ist noch die Sitte, die lat. und griech. Adject, auf ins, icus und to-, izöc mit der deutschen Endung i s c h zu geben, also für depletor-ius depletorisch, creticus kretisch, Suvap-ioj, aSuvap.io': dynamisch, adynamiseh, (puoixoc physisch, lt;5amp;£viq- sthenisch, otitixoc optisch zu sagen.
35.nbsp; Wichtig sind für die Zusammensetzungen, compositiones, die Gesetze des Bindevokals uud der Vokalabstufung. Den erstem, der meist euphonisch zum Zwecke des Wohllautes gesetzt ist, haben wir im Griechischen in dem enthetischen -o-, im Lateinischen als -laquo;- und -*'- erkannt, z. B. ä5ev-o-£i5^c, hu - u - lentus, luc-\- dus, verm - i -formis. Der Umlaut und Ablaut tritt wie im Deutschon in bauerquot;, bäurischquot;, haus, häuslich, ost, östlich, nacht, nächtlich, singe, sang, gesungen etc. beim Lautwandel in Folge nachfolgender, anderstönender Silben ein.
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XIX
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z. B. xetpcu, a-xap-iQc, tpepu), tpopoc, Y^oCi ^ovoc, tpa^', f^h *lt;igt;vi, Xeinu), Xontoc, rpetfu), tpocpoc, Tpocpv'j, JTpätprjv, sepel-io, septil-crum, reg-o, rog-us, tego, toga, fcro, fors.
36.nbsp; nbsp; Eine gewisse Aufgabe hat auch in der Sprache der Medizin das a privativum zu erfüllen. Das äXipa privativum drückt eine Verneinung oder Verschlechterung des nachfolgenden Begriffes aus wie lateinisch in, (grafits, hi-gralus), deutsch u n , vor Vokalen heisst es dv, z. B. ä-ßotoc ungangbar, a-ftoivatcn: unsterblich, d-ßouXo': schlimm beraten, äv-äptamp;|j.oc unzählig, in-mtmcrabilis.
Davon zu unterscheiden ist das ä collectivum oder intensivum, das eine Gemeinschaft ä-Xo^oc Gemahlin, eine Gleichheit, ä-täXavxoc die Wage haltend, eine Versammlung a - tyiooc zahlreich, oder eine Verstärkung bezeichnet ä-tsvrjc stark gespannt.
37.nbsp; nbsp; Häufige Zusammensetzungen geschehen mit laquo;11-, laquo;lis, Sit und Sue.
Die Bedeutung von di-, dis, 8u; ist eine den nachfolgenden Begriff zersetzende, auflösende oder verschlechternde.-
Sta geht gewiss auf einen Nominalstamm (vgl. Sfya) zurück, welcher Zweiheit bedeutete, hiess also ursprünglich bei oder mit Zweiteilungquot;, das ist zwischenquot;-
8i(c) heisst eigentlich zweimal lat. bi oder bis, also 8i'-(utoc mit zwei Ohren.
dis zer, auseinander, bleibt unverändert vor Vokalen und /; (ausgenommen dis-ert-us \ars\). Vor Konsonanten teils dis, teils di.
Sue, untrennbare Vorsilbe wie das deutsche miss oder un, bezeichnet das Missliche, Schlechte; vor Wörtern, die mit o9 und st anfangen, fällt das s gewöhnlich fort.
38.nbsp; nbsp;Von den griechischen Präpositionen und Partikeln ist zu merken: dvä hinauf, xatd hinab, djioc zugleich otioü, Sia.durch, St'^a zweifach, [istä mit und nach, sehr häufig = Veränderung um, -rcapä daneben entgegen, üno drunter, ev, eic drin, hinein, aito weg, otjitpt um, herum, eiü darauf, ävxi entgegen, ex, j? heraus.
Von den lateinischen ab, a, abs; die Grundform ist ab, gr. dito.
ah steht vor Vokalen und /;, kann aber auch vor allen Konsonanten stehen wie a.
Die Form abs {aps) findet statt vor c, q, t, abs-tineo, abs-traho, ahs-cedo, ahs-que.
Verkürzt in as, as-pello, as-porto.
Die Form au in au -fero, au -Jugio geht entweder aus dem Sanskrit ava, ahd. aba von herab, oder aus der Präposition af av =. au hervor.
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Die altlateinisdae Prüpos. am, an entspricht dem griech. dfjLtpt, amb-io, amb-ire, am-plector, an-fractus, skv. abhi, alts, tmthi, ahd. umpi.
39.nbsp; nbsp; Höchst auffallend und barbarisch sind die Zwitterbildungen, voces hybridae, welche aus den beiden Sprachen Worte oder Endungen zusammensetzen, z. B. dextero - xapSta, xspaxo-glaius, vso-naius, /ac/-äfia^{ii:), vap-vaginitis, xouTKjp-Maft'ö, ZTÜap-isatio, avv-ovitis, uuvo/-raquo;/, yapufj-ealis u. a.
40.nbsp; nbsp; nbsp;Über Neubildungen des späteren Griechisch und Lateinisch der Latino - Barbari haben wir oben schon öfter gesprochen; es versteht sich, dass diese Sammlung sich ins Unendliche vermehren Hesse.
Wir erwähnen noch Worte wie acui/aet, kcratinircn (xef/aTtvo^), cysHn{us) (xustic), congelo gefriere, dann steigt die Sprache ins R omanische herunter in Wörtern wie hastoria, historie, rabol-oilonto-tritcitr, sonde {subunda), spara-draf, tendon.
Vereinzelt existiren natürlich auch noch Überreste aus dem Arabischen,Heb raise hen,Alt hoch deutsch on und Angelsächsischen, die sich aber unter keinen der obigen Gesichtspunkte bringen lassen.
41.nbsp; nbsp; Die meisten Bai-barismen und Neubildungen verdanken den Ärzten des späteren Mittelalters ihren Ursprung, Missbildungen sprachlicher Art auch manchen Spezialisten neuerer Zeit, von denen Hyrtl behauptet, dass sie aussei- von ihren Erfindern von Niemand gebraucht würden. Wahr ist, dass mit der Kenntniss der Gesetze der Sprache und Wortbildung eine Barbarei, wie sie Arnobius gemeint, adverms genics Lib. I, 59, Barbarismis et solcecismis obsitae sunt res vestrae, et viliorinm deformitale. polliitae, künftig unmöglich sein wird. Möchte doch dieser unser schwacher Versuch ein kleines Scherflein hiezu beigebracht haben!
Als Hilfsmittel für die sprachliche Einleitung und die Etymologien des Wörterbuches dienten uns aussei- den Quellen selbst: die römische und griechische Literaturgeschichte von T e u ff e I und H e i t z, Geschichte der Medizin von H i r s c h e 1, die Grammatiken von Gustav und Leo Meyer, Kühne r und Schuchard, die Grundzüge der griechischen Etymologie von G. Curt ins, das etymologische Wörterbuch von P n p e , die Lexica von V a n i c e k , Georges, 1) u c a n g e und Diez, Ja c obit z und Seiler, Sach s V i 11 at te , und viele Monographien.
München, im Januar 1887.
Heinrich Zimmerer,
Assistent am k. MaximiliansgymnasiaiA.
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XXI
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Nachtrag.
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Mikrokokken der croupösen Pnenmonie und der Brnstseuche.
Nachdem schon von anderen Seiten Pilze bei der Lungenentzündung der Pferde nachgewiesen worden waren, bekam Lustig durch Anlegen von lleinkulturen 6 verschiedene Pilzformen, von denen er eine, welche aus ovoiden Bacillen bestand, als das Contagium der Brustinfiuenza ansah. Schütz züchtete ebenfalls und erhielt bei der croupösen Pneumonie (Lobär-P. F r i e d b e r g e r 's) und der Brustseuche dieselbe Form von Kokken. Bei der Pneumonie des Menschen wurden ebenfalls von vielen Seiten Untersuchungen gemacht, von denen namentlich die von Friedländer und Fränkel erwähnt werden müssen.
Trotzdem die Mikrokokken der croupösen Pn. des Pferdes und der des Menschen nach Schütz morphologisch sehr übereinstimmen, sind sie nach demselben Forscher nicht identisch, da sie sich wesentlich in der quot;Wachsthumsart unterscheiden (s. Schütz, die Ursache der Brustseucho der Pferde ; Archiv f. Tierheilkunde, Bd. Xlll, Heft I u. II).
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Druckfehler.
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Seite 32 bei Leptotricheen lies: Be^giatoa. 35 B BronoMoMmoirliagia lies: Rhinorrluigia. 3C Bronehomykosis lies: wie sie nicht selten bei
Vögeln. 38 lies : Campylorrbachis. 40 bei Carcinom lies: C. cicatricans. 59 Cryptodidymus lies: (xpüitTU) verberge, StSuiio?
Zwilling). 69 Diabetes mollitus lies: (mel Honig). 81 , Stadium madidans (s. madidans),
Stadium pustiilosuni u. hnpetig-inosura (s. ])ustiila
u. impetigo). 85 Eniprostliomelopliorus lies: überziililige Glied-
inassen tragende Missgeburt. 89 Enteritis catarrlialis setze al): kata-rrhalisclier
und de-siiuamativem. 105 lies: Fissura Storni. 105 Fistula oolli congenitalis = Halskiemenfistel;
Folge mangelhaften Verschlusses der Kiemen-
spalton. 110 Genius epizooiicas, der gute oder schlimme
Verlauf', der Charakter einer Seuche. 116 Hämostasia,
128 llydrooephalus extonms, Ansammlung der Flüssigkeit im Arachnoidealsacke u. Suhduralraum. 129 quot;xtpoj. 182 bei hSmorrhagisoher Infarct lies: metastatiscben
Abscesses. 130 inspissatus lies: Suceus. 158 Malliasmus lies: auch Maliasmus. 170 Morbus Brighti lies: J. Bright. 172 Myelitis lies: (Bollinger, Jahresberichte über die
Fortschritte der Veterinärmedicin von Ellen-beiger u. Schütz). 178 Nubecula lies: gewöhnlich auch noch. ' 185 Osteomalaoia lies : Inanitionsthoone, Fntzündungs-
tbeorie.
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Aa, äa, Abkz. für ana, von jedem gleichviel; gebräuchlich in der Keceptur, um gleiche Gewichtsmengen nicht wiederholen zu müssen.
Abdominelle Pulsation (pulsm Schlag, pukare
schlagen, stossen) bei Pferd und Hund, eine demSingultus des Menschen nahe verwandte Zwerchfellsneurose, die meist nur allein, manchmal jedoch auch gleichzeitig mit nervösem Herzklopfen vorkommt.
cf. Dyspnoea Di ap h rag matis.
Afolactatlo {ab-lac, lactis Milch, ablactare entwöhnen) das Entwöhnen der Jungen von der Muttermilch, das Absetzen, Abspänen.
Ablalio retinae {aufero trage weg, rete Netz) die Netzhautablösung, die Abhebung der If. des Auges von der Aderhaut, entstanden, indem sich seröse, hämorrhagische, fibrinöse, eiterige Exsudate oder feste, zumeist von der Aderhaut ausgehende Geschwulstmassen zwischen beide Membranen einlagern. In gleicher Weise können Cysticerken eine Netzhautablösung herbeiführen.
Syn.: Secessns retinae, Anotio retinae.
Ablepharla (d priv. und ßXeipapov Augenlid) der Mangel der Augenlider; A. totalis-partialis, A. congenita-aoquisita.
Abluentla {sc. remetüa v. ab-luo wasche ab) Reinigungsmittel, Ahspülmittel, z. B. für Wundflächen.
abolitus {abolitio Aufhebung, aioleo vernichte) auf die Athmung bezogen: Respiratio abolita, die Athem-losigkeit.
Abortlva {sc. remcdia v. ab-orior gehe ab) Mittel, welche bei trächtigen Individuen eine Frühgeburt herbeizuführen geeignet sind.
Syn,: Partnrefacientia^ Ämblotica, Kkholiea.
Abortlvknr {ab-orior gehe ab) das Bestreben, eine Krankheit im Stadium der Torboten (Prodromahtadium) abzuschneiden, dieselbe zu coupirenquot;.
Martin n. Schlampp, Terminolugie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; i
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Leptotricheen lies: Beggiatoa. BroncliioUitmori'liagi.i 1 ies: Rhinorrhagia. Brüiiiiliomykosis lies: wie sie nicht selten bei
Vögeln. : Campylorrliacliis. Carcinom lies: C. cicatrioans. Cryptodidymua lies: (xpuircu) verberge, SiBufio;
Zwilling). Diabetes mollitus lies: (mel Honig). Stadium madidiins (s. madidans), Stadium pustulosum u. impetiginosum (s. pustula
u. impetigo). Emprosthomelopliorus lies: überzählige (ilied-
inasson tragende Missgeburt. Enteritis catarrhalis setze ab: kata-rrhalisoher
und de-squamativem. : Fissura sterni. Fistula eolli congenitalis = TTalakiemenflstel;
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Folge mangelhaften Verschlusses der Kiemenspalten. Genius epizooticus, der gute oder schlimme
Verlauf, der Charakter einer Seuche.
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Ilämostasia,
Hydroeephalus externus, Ansammlung der Flüssigkeit im Arachnoidealsacko u. Subduralraum.
quot;XTOO(.
hämorrhagiseber Infarct lies: motastatischen
Abscesses, inspissatus lies: Succus. Malliasmus lies: auch Maliasmus. Morbus Brighti lies: J. Bright. Myelitis lies: (Bollinger, Jahresberichte über die
Fortschritte der Veterinärmedicin von Fllen-
berger u. Schütz). Nubecula lies: gewöhnlich auch noch. Osteomalaoia lies : Inanitionstheorie, Enizfindungs-
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theorie.
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Aa, aa, Abkz. für ana, von jedem gleichviel; gebräuchlich in der Receptur, um gleiche Gewichtsmengen nicht wiederholen zu müssen.
Abdomlnelle Pulsation (pulsm Schlag, puhare
schlagen, stossen) bei Pferd und Hund, eine demSingultus des Menschen nahe verwandte Zwerchfellsneurose, die meist nur allein, manchmal jedoch auch gleichzeitig mit nervösem Herzklopfen vorkommt.
of. Dyspnoea Diaphragmatis.
Ablactatlo (ab-lac, lactis Milch, ablactare entwöhnen) das Entwöhnen der Jungen von der Muttermilch, das Absetzen, Abspänen.
Ablatlo retinae (aufero trage weg, rete Netz) die Netzhautablösung, die Abhebung der N. des Auges von der Aderhaut, entstanden, indem sich seröse, hämorrhagische, fibrinöse, eiterige Exsudate oder feste, zumeist von der Aderhaut ausgehende Geschwulstmassen zwischen beide Membranen einlagern. In gleicher quot;Weise können Cysticerken eine Netzhautablösung herbeiführen.
Syn.: Secessns retinae, Amotio retinae.
Ablepharla (a priv. und ßXecpapov Augenlid) der Mangel der Augenlider; A. totalis-partialis, A. congenita-acquisita.
Abluentla {sc. remedia v. ab-luo wasche ab) Reinigungsmittel, Abspülmittel, z. B. für quot;Wundflächen.
abolitns {aioUtio Aufhebung, aboleo vernichte) auf die Athmung bezogen: Respiratio abolita, die Athera-losigkeit.
Abortlva {sc. remedia v. ah-orior gehe ab) Mittel, welche bei trächtigen Individuen eine Frühgeburt herbeizuführen geeignet sind.
Syn.: Partnref'aoientia, Amblotica, Ekbolica.
Abortlvknr {ab-orior gehe ab) das Bestreben, eine Krankheit im Stadium der Vorboten (Prodromalstadium) abzuschneiden, dieselbe zu coupirenquot;.
Martin u. Schlampp, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; i
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Abortulaquo; (ab-orior gehe weg) die Fehlgeburt, die Ausstossung des Jungen vor Ablauf der Tragzeit, und zwar in so frühzeitiger quot;Weise, dass das Junge, wenn überhaupt lebendig geboren, nicht am Leben erhalten werden kann. Im Gegensatz zum Abortusquot; spricht man von Frühgeburtquot;, wenn die Ausstossung der Frucht um ein Geringes vor Ablauf der typischen Trächtigkeitsdauer stattfindet, so zwar, dass die Jungen am Leben erhalten werden können. Fohlen und Kälber, die 85 Wochen vor Ablauf der Tragezeit geboren werden, können in der Regel erhalten bleiben.
Man unterscheidet zwischen sporadischem und e p i -zootischem Abortus.
Abrachius (ot pr. ßpa^tuiv Arm) angeborener Mangel der vorderen Extremitäten (Förster), cf. Feromelns.
Abraslo (ab-rado kratze weg) ein chirurgisches Verfahren, bei welchem Teile von Geschwülsten, Geschwüren, Knochen etc. mittelst des Schabeisens oder eines scharfen Löffels ab- und ausgekratzt werden.
cf. Evidement.
Abrasio corneae, eine Methode der operativen Therapie gegenüber Hornhautflecken, wobei oberflächliche, trübe Schichten entweder abgeschabt und abgekratzt, oder grössere zusammenhängende Stücke abgetragen werden.
Abscessns (abs-cedo scheide ab) der Abscess; eine umschriebene, mit Eiter gefüllte Höhle in den Geweben des Körpers.
cf. Pus. Pustula, Apostema.
Ein mit acuten Entzündungszuständen einhergehender Abscess wird als h e i s s e r, ein durch chronische Entzündung entstandener als kalter Abscess bezeichnet.
(A. calidus et fr ig id us.)
A. metastaticns s. e m b o 1 i c u s bei Pyaemie vorkommender Abscess, der durch Aufnahme pyäraischen Giftes in das Blut und Festsetzen verschleppter und vergifteter Emboli in inneren Organen verursacht wird.
A. congestionis {congero häufe an) Congestions-, Senkungsoder wandernder Abscess, entsteht, wenn in Folge irgend eines Hindernisses der Abscess sich nicht unmittelbar nach ausaen öffnen kann, sondern der Eiter dem Gesetze der Schwere oder dem geringeren Widerstände folgend an einer entfernter Hegenden Stelle zum Vorschein kommt. (Namentlich im Hufe oder unter Fascien entstehen solche Abscesse.)
A. retro-pharyngealis [retro zurück, rückwärrts, pharynx Schlundkopf) Eiteransammlung zwischen oberer Sohlundkopf-
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Absorbentia.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 3
wand und Halswirbelsäule; bei heftigen phlegraonösen Sohlund-kopfentziindungen nicht selten (Druse).
A. stercoralis [stercus-oris Koth) Kothabscess, Abscess mit kothigem Inhalt z. B. im Darme.
JLbsorbentla (sc. remedia v. absorbeo schlürfe ab) Mittel, welche im Digestions-Apparate pathologisch angehäufte Gase unschädlich machen, indem sie dieselben chemisch binden.
Acardlacus (et friu., xapBia Herz) herzlose Missgeburt.
cfi Amorphns.
Acarus folliculorum {'k-mtn Milbe, dxaprj; winzig, d. priv. xetpw scheere also z. B. vom Haare, nicht scheer-bar) die Haarsackmilhe. (IFund, Katze, Schwein Haarbälge, Ausführungsgänge der Talg- und Schweiasdrüsen.)
Syn.: Demodex tüllicalorum [Owen], Simonea Iblliculoi'uni [(xervais], Malirogaster platipus [Miescher]. Entozoon iulliunlare [Wilson], Steato-zoon fbllicnlare.
Accommoftatlon (ad-commodo passe an) die Fähigkeit des Auges, bis zu gewissem Grade auch solche Lichtstrahlen, welche nicht parallel, sondern convergent oder divergent auf dasselbe auffallen, so zu brechen, dass sie nach ihrem Durchgange durch das dioptrisohe System gleich den parallel auffallenden Strahlen in einem Punkte der Netzhaut vereinigt werden, so dass also ein deutliches Erkennen der gesehenen Gegenstände möglich wird. Als krankhafte Zustände kommen vor Accommodations-Lähmung (Cykloplegia) und Ac-commodationskrampf.
Acephalocyste {v. d friv., xeifaXifj Kopf, laquo;üoTtt Blase) die kopflose, Soolices nicht enthaltende Blase des Blasenwurmes.
Acephalns (d pr. xscpaX^ Kopf) der Ohnkopf, kopflose Missgeburt (Gurlt). Nach der Anzahl der Gliedmassen: unipes, bipes, tripes u. s. w.
Acholie (ajalxa. d pr., x0^] Galle) mangelhafte und gehemmte Gallenbildung, in Folge derer die Secretionsproducte der Leber in das Blut übergehen (Cholaemie).
Achorlon Schönlelnll (d^wp Grind, Schorf [Gale n|) der die Favuskrankheit erzeugende Pilz. Erbestehtaus dem Mycel, welches vielfach verästelt ist und den 0,0050,008 Mm. langen rundliehen, ovalen oder eckigen Sporen, die oft zu rosenkranzartigen Ketten verbunden bleiben. Der Pilz entwickelt sich teils in den Haarfollikeln selbst, die Haarzwiebel netzartig umgebend oder er dringt in das Haar in Form loser Sporen oder gegliederter Fäden ein.
Am häufigsten kommt er bei Katzen, Hunden und Kaninchen, selten beim Pferde, öfters beim Huhne vor.
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4nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Acologia.
Acologla {ami Heilmittel, Xoyoc Lehre) die Lehre von den Heilmitteln.
Syn.: Jamatologia.
Acormus (i pr., xopjiöj Rumpf) rumpflose Missgeburt (Forste r).
Acrania (ä pr. xpavov Schädel) Fehlen des Schädels bei Missgeburten.
cf. Perosomus hemicephalicus.
Acrla {sc. remedia v. acer scharf) die scharfen Heilmittel.
Acnclansnr {acus Nadel, claudo schliesse) Tevsohliessen eines Blutgefässes mittelst Nadeln.
Acupressur {premo drücke) die gleiche Manipulation in der Weise modifioirt, dass die Nadel so in die Weichteile ein- und über das Gelass weggeführt wird, dass sie auf letzteres drückt.
Acntorslon {torqueo drehe) das Geiass wird durchstochen, sammt der Nadel um die Gefäss-Axe gedreht und die Nadel dann in die Weichteile eingestochen, wodurch ein fester Verschluss des Gefassrohres herbeigeführt wird.
Acupimctur (Jnmgo steche) das Anstechen von Körperteilen mittelst einer Nadel zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken.
Acultät {acuo schärfe zu, actiitas neulat.) die Schärfe, z. B. eines entzündlichen Prozesses.
add. Abkz. für adde, addatar, addantur iy. addo füge hinzu) man füge hinzu (auf Tieoepten gebräuchlich).
Adenle (o8^v Drüse) die Erkrankung der Lymph-Drüsen. of. Pseudoleukaemie.
Adenitisequornm (äSrjv Drüse) Druse der Pferde, acuter Katarrh der Nasenschleimhaut mit secundärer Schwellung der Kehlgangslymphdrüsen; häufig sind gleichzeitig auch die Nebenhöhlen der Nase mit afflcirt und in hochgradigen Fällen auch die Lymphgefässe in den Bntzündungsprozess hereingezogen. Die Drüsengeschwulst geht entweder in Zer-teilung über oder sie abscedirt. Bei jüngeren Pferden nimmt die Krankheit oft einen schweren Charakter an, indem ein mehr oder weniger grosser Teil der übrigen Körperlymphdrüsen in entzündliche Schwellung versetzt wird, wobei es zu verschiedenartigen Complicationen kommt, wie Erstickung in Folge quot;Verschliessung der Rachenhöhle durch Drüsenabscesse, Vereiterung oder käsige Entartung der Gekrösdrüsen mit daran sich knüpfender Bauchfellentzündung, Durchbohrung der Darmwandung, Pyaemie: die sogenannte wandernde Drusequot; einzelner Autoren.
Die Druse ist eine Infectionskrankheit.
Syn.: Morbns glandulosus equorum.
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Adenoma.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;5
Adenoma Neubildung mit dem Charakter des Drüsen-gewebes, wobei die Drüse teilweise erhalten bleiben kann; besonders häufig in der Leber, der Vorsteherdrüse, der Schilddrüse und dem Euter. Das Adenom steht in der Mitte zwischen Hypertrophie der Drüse und glandulärem Carcinom, ohne dass scharfe Grenzen nach der einen oder anderen Richtung gezogen werden könnten.
A. diffusum, Schleimhauthyperplasie mit starker Beteiligung der Drüsen.
A. polyposum, (itoXuitout) polypöse Neubildung, welche grösstenteils aus Drüsengewebe besteht.
Je nach den sonstigen Beimengungen geschwulstartiger Grewebsneubildung spricht man von A. fibrös um, sarco-matosum etc.
Adenomalacla (oStjv Drüse, jiaXaxot weich) die Drüsenerweichung ; das Weichwerden einer entzündeten Drüse, wenn sie in Zerteilung oder Eiterung übergeht.
Adcps, tpis, das Fett (und zwar mehr das weiche, im Gegensatz zu dem härteren Sebum). Adeps suillus, Schweinefett = Axungia porci.
adlpOSUS (v. adeps Fett) fetthaltig, fettreich, z. B. Cor adiposum, Fettherz.
Acljuvaiis {sc. remedium, ad-juvo, unterstütze) das Unterstützungsmittel , auf Recepten, welches neben dem Hauptmittel (Basis) wirkt, aber eine untergeordnetere Bedeutung hat.
ad Itblt. Abkz. für ad libitum (z'. libitum, dem Par-ticip Perf. Pass, von libet es beliebt, = nach Belieben, beliebt) nach Belieben, so viel als erforderlich erscheint. Auf Recepten gebräuchlich, wenn man dem Receptar die Bestimmung der Gewichtsmenge irgend eines Stoffes überlässt.
Adstrlcteur frz. {ad-stringo presse an) die Aderpresse.
cf. Tourniquet.
Adstringentia (sc. remedia v. ad-stringo ziehe zusammen) zusammenziehende, die Gewebe schrumpfen machende Mittel.
adynamiscil (a pr., Suva[laquo;t Kraft) kraftlos. Adynamische Fieber sind solche, bei welchen ohne besondere Temperaturerhöhung schwere Allgemeinstörungen vorhanden sind, wie grosse Hinfälligkeit, Herzschwäche, Collaps; besonders häufig kommen sie bei Infectionskrankheiten vor z. B. der Staupe der Hunde. Adynamisch ist gleichbedeutend mit asthenisch.
Aegagropili (atYocypoc Gemse r= ai? äypio? die wilde
Ziege u. ittXolaquo; = Haar) die Eingeweideballen der Gemsen;
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6nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Aegilops.
jedoch auch von den Haarballen, wie sie sich im tractus in-testinorum bei den Wiederkäuern vorfinden, überhaupt gebraucht.
AesllopsCxiyiXojtjjThränenfistel, Dio.scor.aiYiXo?Ziegen-kraut, iui})quot;Gesicht) ein Abscess, der sich gelegentlich phlegmo-nöser Entzündung der den Thränensack bedeckenden Membran im Lide bildet, nach aussen durchbricht und so zur Entstehung einer Fistel Veranlassung gibt. Am ganzen Processe ist der Thränensack selbst mitbeteiligt, bald in geringerem Grade, bald so intensiv, dass es zur Entstehung einer Dacryo-cystitis kommt.
ASraemla (oiifjp Luft, aipa Blut) das Eindringen von'Luft in die Blutgefasse, namentlich in die Venen; dieselbe hat durch Verstopfung der Lungen- und Gehirncapillaren (Luftembolie) häufig den Tod zur Folge.
aSrophorus (v. ar|p Luft und ipepeiv tragen) lufthaltig, gashaltig; Pulvis aörophorns, das (Kohlesäuregas entwickelnde) Brausepulver; Pulvis aerophorus laxans, das abführende Brausepulver.
ASrosaccotomia {sacau, oaxxot Sack, tsjavui schneide) i. q. Hyovertebrotomia, der Luftsaoks chnitt, die operative Eröffnung des Luftsackes, welche die Entleerung und Zugänglichkeit dieser Höhle zur Behandlung bezweckt.
ASrothorax (JhüpaS Brustkorb) = Pneumothorax.
ASrotomla (dTjp Luft, xep-vu) schneide). = Tracheo-tomia.
aethereilS {v. Aether) Äther haltig, mit Hülfe von Äther hergestellt; z. B. Extraotum Filicis maris aethereum.
Aetlologle (a'not schuldig, ama Schuld, Ursache, Xoyo; Lehre) die Lehre von den Krankheitsursachen.
Agalaktia (amp; fr., -jiXa Milch) der Milchmangel; bei diesem Zustande findet man, besonders bei Erstgebärenden, und zwar häufiger bei der Stute als bei der Kuh, zur Zeit der Geburt das Euter noch nicht mit Milch gefüllt, obgleich die normale Tragezeit ihr Ende erreicht hat.
Agene^la (ä pr. ^lyvcfiat aäj. pveatot yevsaij Entstehung) Fehlen oder unvollkommene Entwicklung von Organen oder einzelnen Körperteilen.
Agglutlnatlo vide Conglutinatio {gluten Leim).
Agglutlnattwerband mit Klebemitteln hergestellter Verband, der nicht nur an den Deckhaaren, sondern auch über die zu verbindende Wunde hinaus in grösserer Ausdehnung auf der Haut gut haften soll.
agltlren (agito bewege = ago) technische Bezeichnung für kunstgerechte Führung des Pistills bei Bereitung von Salben, Emulsionen etc.
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Agnathus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 7
AgnathllS (ß-ßi:, Yvädo? Kinnbacken) angeborener Mangel des Unterkiefers in Folge fetalen Mangels der TJnterkiefer-fortsätze ; meist auch Oberkiefer- und Gaumenfortsätze mangelhaft entwickelt. (Forste r).
of, Perooephalus agnathus.
Agonla (a-fuma Kampf) der Todeskampf.
Agraffe (altd. krapfo, ital. graffio hacke, krelle; früher von graphium Ypa(feTov Griffel) Klammer zum Zusammenhalten von Hornspalten im Hufe.
Agrypnotica (ayp-unvo? schlaflos Hippokr. ^laquo;laquo;ä-epecu a'ipeu) nehme, raube und unvoc Schlaf) Nervenmittel, -vvelehe erregend und belebend auf die Gehirnthätigkeit wirken, namentlich bei allgemeinem Gesunkensein der Kräfte.
Ältestes (äxEop.ca heile) der Arzt.
Akestorla (äxsstopia) die Heilkunst.
Akestom (axeojiat heile) jugendliches Granulations- resp. Narbengewebe.
Akltlologia (dxis Nadel) die Instrumentenlehre.
Akldopelrastlk (aixi; Spitze der Nadel gen. axiSolaquo;; Ttetpam versuche impaaTixTj sc. te^vt)) die in der Mensehenheil-kunde gebräuchliche Akupunktur der Herzspitze zur Feststellung des Todes; dann auch das Harpuniren von Muskeln zu diagnostischen Zwecken z. B. bei Trichinose.
Akldnrgla, Akllirgla (eig. axiSoep^ta von axi; (ak, acies, acus) Nadel und epyov Werk) die Lehre von den blutigen Operationen.
et'. Chirurgia, Desmurgia.
Aklnesls (ä pr., xtvrjoic Bewegung) Lähmung von Bewegungsorganen.
oflaquo; Paralysis, Hyperkinesis.
Akme (äxp-ij Spitze) der Höhepunkt einer Krankheit.
vid, iastigium.
Akne (äxv^-Knoten varus) der Finnenausschlag des Menschen, die Talgknötchen. Linsen- bis erbsen-grosse Knötohen, in einer Verstopfung des Ausführungsganges der Talgdrüsen mit Anhäufung des Sekretes im Innern und Entzündung der angrenzenden Hautteile bestehend.
Aktinomykom von Johne eingeführte Bezeichnung für durch den Aktinomycespilz verursachte Geschwülste.
Aktlnomykosis (axTt;, ttvo; Strahl, [iüxtj; Pilz, püxo; Schleim) Strahlenpilzkrankheit; beföllt beim Rinde die Knochen des Vorder- und Hinterkiefers, sowie die Zunge; der Pilz sitzt inmitten stecknadelkopfgrosser Eiterherde, daneben findet starke Bindegewebszubildung, am Knochen Neubildung eines schwammigen Knochengewebes statt.
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8nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Akufilopressur.
Akufllopressur {acus Nadel,//laquo;w Faden,/laquo;wo drücke) Modifikation der Akupressur in der Weise, dass man die Stecknadel mit einer Wundnadel vertauscht, einen Faden durchzieht und dessen Enden kreisförmig um die Nadel windet.
Alblnlsmus (albus, albineus weiss) angeborner Pigmentmangel der Haut.
Albugo {albus) eine Hornhauttrübung, welche in ihrer Dichtigkeit in der Mitte zwischen dem Leukom und der Nubecula steht.
Albumlnnria {albumen Eiweiss, oupov Harn) das Eiweiss-harnen, derUebertritt von Eiweiss aus dem Blut in den Harn.
1.nbsp; nbsp;Nach der früheren Ansicht über deren Entstehung wurde ein erhöhter Filtrationsdruck des Blutes angenommmen.
2.nbsp; Runeberg 'sehe Theorie, nach welcher Sinken des normalen Blutdruckes die Ursache ist.
3.nbsp; R i b b e r t 's und C o h n h e i m's Ansicht, nach welcher bei dem Einen die Grlomerulus-Capillaren, beim Andern das Glomerulus-Epithel im normalen Zustand das Eiweiss zurückhalten.
4.nbsp; Heidenhain's Theorie: die Glomerulusepithelien sind secernirende Drüsenzellen, die das Harnwasser absondern, das Bluteiweiss zurückhalten; wenn sie nicht von normaler Beschaffenheit sind, wie bei Anaemie, Entzündung etc. tritt Albuminurie ein.
5.nbsp; nbsp;S e n a t o r 's Hypothese: In den Glomerulis herrscht ein stärkerer Filtrationsdruck, als in irgend einem andern Capillarbezirke des Körpers, es wird also mehr Flüssigkeit und relativ weniger Eiweiss als anderswo flltrirt, so dass letzteres nach Beimengung des Drüsenaecretes der Niere gar nicht mehr nachzuweisen ist.
Albuminurie tritt auf:
a)nbsp; Bei Veränderungen des Filtrationsdruekes, Zunahme des arteriellen Druckes macht den Harn an Eiweiss procentisoh ärmer, absolut reicher; Abnahme desselben verringert die Flüssigkeitsmenge, erhöht also den Eiweissprocentsatz,
b)nbsp; nbsp;bei Veränderungen in der Beschaffenheit der flltriren-den Membran,
c)nbsp; bei erhöhtem Eiweissgehalt des Blutes oder Freiwerden des Eiweisses der Blutzellen,
d)nbsp; bei fieberhaften Temperaturen.
Alextterlum (ä).e$lt;n abwehren) das Gegengift = Antidotum.
Alexlpharmakon {v. äXIStraquo; wehre ab) Gegengift gegen alle anderen Gifte, Pest, Krankheiten aller Art, das Allheilmittel.
Syn : Pauacee.
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Algesia.
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Algesia, Algla (aXyolaquo; Schmerz aX-pjot?) vermehrte Empfänglichkeit für Schmerzempfindung. cf. Analgesia. ^Neuralgia.
Algor (lat. algeo friere) die Kälte. Algor mortis die Todeskälte.
Alienation {alienare abändern) Abänderung des Appetits; ein krankhaftes Gelüste nach Stoffen, welche in normalem Zustande nicht aufgenommen werten, zum Teil auf Spielerei und Untugend beruhend oder Begleiterscheinung anderer Krankheiten, wie der Wuth; zum Teil aber eine selbstständige Krankheit bildend, welche in anatomischen Störungen, mangelhafter Nahrung, schlechten Stallungen, Knochenbrüchigkeit, nervösen Reizungszuständen u. s. w. ihren Grund hat.
Allantlasls (aXXas Wurst Gen. aXXävroc von einen verl. oXXavTiöCm) == Botulis mus, die Wurstvergiftung.
Alloeopathle (aXXotoc fremd, itaamp;o; Leiden) von dem Homöopathen Hahnemann für die wissenschaftliche Medicin erfundener und spottweise gebrauchter Name, weil sie angeblich das Gegenteil von dem thue, was notwendig sei.
Alloiuretlca (sc. remedia v. äXXolo; anders, oupeiu harne) harnverändernde (der Reaction, Farbe, Geruch etc. nach) Mittel.
Allorhythmla (äXXo? ein anderer laquo;. puamp;fiot Rhythmus) Abänderung im Rhythmus, z. B. der Herzbewegungen.
Allotrlophagle (äXXoc, aXXotpio? fremd, tpaystv essen) die Aufnahme ungeniessbarer Dinge.
cf. Alienatlo.
Alopecia (äXumexta Fuchsräude Hipp. Galen) mangelhafter Haarwuchs.
A. adnata, angeborene A.; bei den Haustieren selten.
A. acquisita, erworbene A. A. decalvans, kahlmachende Flechte {v. decalvo mache kahl, calvus kahl) in manchen Fällen wohl durch Pilze erzeugt, in anderen durch Atrophie der Haarzwiebel hervorgerufen; häufig ist eine Ursache nicht aufzufinden.
A. areata (amraquo;Hof, Glatze, Platte [Celsus]) anfangs an umschriebenen Stellen auftretend, später sich immer mehr verbreitend (Roll). Die A. wird namentlich bei alten Hunden häufig angetroffen.
Alterantla (sc.remecäa, alter, ein anderer, alterare ändern) umstimmende Heilmittel.
Alveolarectasle (ahms Bauch v. A L o nähre; alveus Dem. alveolus kleine Höhlung exTaaid {v. sxtsivu)) Ausdehnung) die übermässige Erweiterung der Lungenalveolen.
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10nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Am.
A in. in Handbüchern der modernen Augeiiheilkunde häufig gebrauchte Abkz. für Arnetropiequot;; s. d.
iVmara (sc. remedia v. amarus, gr. (ujio? roh, skrt. amas althd. ampher z. /gt;'. Sauerampfer) Mittel, deren wirkender Bestandteil ein Bitterstoff ist, bittere Mittel.
Aniiuirosis (a-p-aupou) dunkel machen, fiaüpo? eig. ä[iap Foc Wurzel aop glänze, also, nicht glänzend) bezeichnet in seiner ursprünglichen Bedeutung nur ein Symptom: den vollständigen Verlust des Sehvermögens bei einer Kategorie von Augenleiden, die das Gremeinsame haben, dass man bei Abwesenheit aller äusserlich wahrnehmbaren Entzündungserscheinungen oder deren Residuen, überhaupt aller äusserlich wahrnehmbaren Veränderungen des Auges, den Grund dieser totalen Funktionsstörung in pathologischen Zuständen des nervösen Apparates, sei es nun der empfindenden, leitenden oder centralen Teile, suchen muss, in Zuständen, die sich jetzt teils Ultra vitam schon als Veränderungen des Augenhintergrundes mit dem Augenspiegel erkennen lassen, teils hingegen bei negativem Augenspiegelbefunde erst bei der Section gefunden und erkannt werden können. Nicht in allen Fällen aber müssen diese pathologischen Veränderungen der nervösen Elemente sei es nun, dass sie überhaupt weniger tief eingreifend sind, sei es, dass sie erst in späteren Stadien vollständige Amaurose herbeiführen eine Erblindung bis zum Verluste jeglicher Lichtempfindung verursachen. Es kommt in einer Anzahl von Fällen nur zu einer objectiv gut nachweisbaren Herabsetzung des Sehvermögens, zur A m-b 1 y o p i a.
Syn.: Gutta serena, schwarzer Star.
ambidexter {ambo beide, dexter rechts) eigentl. doppelt rechtshändigquot;, die Fähigkeit, beide Hände gleich gut benutzen zu können, z. B. zum Operiren.
Amblotlca {sc. remedia, dp.ßAoüv unreife Früchte bringen, fehlgebären) Mittel, welche eine Frühgeburt veranlassen.
Syo.: Abortiva, Partnrefacientia, Ekbolica.
Amblyoma amerlcanum (ap.ßXik stumpf) = Ixodes americanus, die amerikanische Zecke.
Amblyopla (atjißXuj stumpf otj; Gesicht) die deutliche Herabsetzung des Sehvermögens bei gleichzeitiger Abwesenheit äusserlich sichtbarer materieller Veränderungen der Augenhäute, Trübungen der brechenden Medien, Refractions- und Accommo-dations-Anomalien. Sie muss als das Resultat einer Unterbrechung in der Leitungsfahigkeit der Nerven angesehen werden.
cf. Amaurosiä.
Ambustlo s. Combnstlo, Dermatitis ambustionis (amburo verbrenne, amb = ajicpi, altd.: umbi, uro brenne)
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Amelus.
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die Verbrennung, sowohl als solche wie ihre Folgen; die allgemeinen Folgen sind Shok, die örtlichen eine nach der Intensität der Verbrennung verschieden hochgradige Hautentzündung; früher unterschied man der Schwere nach Verbrennungen 1. 2. und 3. Grades; zweokmässiger dürfte folgende Einteilung sein :
1.nbsp; nbsp;Frythembildung, Dermatitis ambustionis erythematosa;
2.nbsp; nbsp;Blasenbildung, D. a. bullosa;
3.nbsp; nbsp;Mehr oder weniger tiefe Schorfbildung, D. escha-r o t i c a;
4.nbsp; nbsp;Vollständige Verkohlung.
Amelus (i pr.x [iIXos Glied) angeborener Mangel der Extremitäten.
Amentia (ä/r., ot^w Verstand) der Dummkoller. Eine fieberlose, chronische Krankheit des Pferdes, welche sich durch Störungen des Bewusstseins, der Bewegung, sowie der Sinnesund geistigen Thätigkeit kund gibt. Streng anatomisch kann man nur die chronische Gehirnventrikelwassersucht unter Dummkoller verstehen, klinisch stellt er sich aber als eine Gruppe von Symptomen dar, welche durch verschiedenartige anatomische Veränderungen bedingt sein kann. Da aber letztere vorhanden sein können, ohne dass klinische Erscheinungen während des Lebens zu bemerken wären, so kann man die Diagnose des Dummkollers nicht auf den anatomischen Befund für sich allein gründen. Meist sind die Erscheinungen des Kollers die der Gehirndepression, bei manchen Pferden stellen sich jedoch mitunter Aufregung und Anfalle von Raserei ein, man spricht dann von rasendem oder erethischem Koller. Unter consensuellem Koller versteht man Reizungszustände des Gehirns, welche dem Duramkoller ähnliche Erscheinungen erzeugen.
Ametrople (a-fietpoc ohne Mass, olt;ji Gesicht) eine die Function des Auges beeinträchtigende Abweichung vom normalen Brechungszustand (der Emmetropie), Störung im diop-trischen Systeme des Auges.
amorph (ojiop^oc, iprivativum u. (loptpiQ Gestalt) gestaltlos, ohne besondere, bestimmte Gestalt; in der Chemie daher der Gegensatz zu krystallisirt.
Aniorplms (auoptpov ö pr., ^opcprj Gestalt) die unge-stalte Missgeburt (Gurlt).
A. globosns, kugelige Ungestalt.
Amotlo retinae {amoveo entferne) die Netzhautablösung.
Syn.: Ablatio retinae, Secessus retinae.
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12nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Amphistomum.
Amphlstomnm (du-fi ringsherum, -xoaa Mund) das Endlooh, gekennzeichnet durch einen am Hinterende hefind-lichen Saugnapf.
A. konicum (xüjvoc Kegel) kegelförmiges Endloch (Pansen der Wiederkäuer, zwischen den Zotten des Pansens festgesaugt).
A. truncatnm (trunco verstümmele, beschneide) Gallenblase der Katze.
amphorlSCh (ajupopeut Krug; eigentl. äjupi-(fepsiij von äfKfi-tpeptü trage auf beiden Seiten, Gefäss mit zwei Henkeln, !at. amphora) amphorischen Klang nennt mau einen bei der Percussion erzeugten Schall, ähnlich jenem, welcher entsteht, wenn man in einen Krug hineinspricht oder an denselben klopft; er wird durch die Resonanz der Schallwellen in einer glattwandigen Höhle hervorgebracht z. B. einer Lungencaverne. Wenn eine solche mit einem Bronchus in Verbindung steht, kann man sog. amphorisches oder Krug-athmen hören.
cf, Timbre metallique, Resunatio.
A.mputatlo (amputo schneide ringsherum) die Abtrennung, Absetzung von Körperteilen.
A. spontanea, fötale Abschnürung einzelner Teile durch EihautbrUcken oder den Nabelstrang.
Amyosthenle ([j-öj, [jluo; Muskel asfl-Evsta v. äadsvrjc schwach) die Muskelschwäche.
Amygdalltls (ajiuYSaXTj Mandel lot. amygdala) die Mandelentzündung.
ct. Tonsillitis.
amyloid (amylum Stärkemehl, a-piuXov ungemahlen äjiijXoeiSifj; von EIAß bin ähnlich) speckige Entartung der Organe; nimmt wahrscheinlich ihren Ausgangspunkt von den Grefasswandungen, um später auch die Parenchymzellen zu ergreifen, ihr Wesen besteht in der Einlagerung resp. Bildung eines homogenen, farblosen durchscheinenden Eiweisskörpers in die Zellen, welcher auf Jod wie Pflanzenstärke reagirt. Bei unseren Haustieren wird sie selten beobachtet, z. B. in der Leber, den Nieren und der Vorsteherdrüse. In der Leber vom Huhn bei Tuberkulose.
cf* Degeneratio.
An Abkz. für Anodequot;.
Anaemle (ä pr., aip.laquo; Blut) die Blutleere, wird in der Regel auch für verminderten Blutgehalt gebraucht, obwohl dies nicht völlig correct ist; sie wird klinisch oft mit Oli-gocythaemie, Hypalbuminose, Hydraemie und Leu-cocythose zusammengeworfen. Im Zustande absoluter A. befindet sich ein Organ, wenn es gar kein Blut mehr ent-
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Anaesthesie.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;13
hält; sie ist nur local. Die allgemeine A. erstreckt sich auf den ganzen Körper und kommt durch schlechte Ernährung oder grosse Blutverluste oder chronische Krankheiten zu Stande. Künstlich wird A. einzelner Körperteile erzeugt, um ohne Blutung und Schmerzen operiren zu können. Eine besondere klin. Erkrankung ist die bei Pferden (u. Rindern?) beobachtete perniciöse Anaemiequot;.
Anaesthesie {apr., ois^aia Empfindung verb, aioftävojiai) die Empfindungslosigkeit, welche sich auf den ganzen Körper oder nur auf einzelne Teile erstrecken kann (allgemeine und partielle Anaesthesie). Die A. kann in gestörter Leitungs-fähigkeit der Nerven begründet sein oder auch künstlich erzeugt werden durch verschiedene Mittel, wie z. B. Chloroform, Äther, Cocain, Kälte, Blutleere etc.
Anaesthetlca [se. remedia, dvaioamp;avojiai fühle nicht) die Empfindung (und das Bewusstsein) herabsetzende oder aufhebende Heilmittel.
Anakope (ctvaxonij, ävaxoirrlaquo;) stosse zurück) der quot;Widerwille gegen etwas.
Analdia (äv-aXSrj; nicht gedeihend, äXSifjsxu) wachse, = äXSaivco = oXSiu und aXamp;(u) die Bildungshemmung.
Analeptlca {sc. remedia, otvot Xap.ßäv(o nehme auf) kräftigende, belebende, stärkende, sog. herzstärkende, erquickende Heilmittel, deren Wirkung sich vorzugsweise auf das Herz erstreckt.
Analgesic (avoXYr)tJto, ö pr. äXp? Schmerz, dvaXyiqs unempfindlich) eine Form der Anaesthesie, bei welcher nur die Schmerzempfindung, nicht aber andere Gefühle, wie Wärme- oder Tastempfindung aufgehoben sind.
Anaiges minor milbenartiger Parasit, welcher in den Federkielen der Hühner schmarotzt.
Analgetlca {sc, remedia, av aXyso) schmerze nicht)
schmerzstillende, schmerzmindernde Heilmittel.
Anamnese (övö jjivTjoit Erinnerung, dva (ujjlvtjoxoj erinnere) der Krankheitsvorbericht, die mittelbare Erforschung durch das Examen derjenigen Personen, welche über die Ursachen der Erkrankung, den Krankheitsverlauf, die beobachteten Krankheitserscheinungen und dergleichen Aufschluss zu geben vermögen, also namentlich des Eigentümers und der quot;Wärter kranker Tiere.
Anaphrodlslaca [sc. retnedia. lt;xv a^poStsia Mangel an Liebreiz aphrodite) Mittel, welche den Geschlechtstrieb mindern und herabsetzen sollen.
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14nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Anaplastie.
Anaplastle (ava u. -reXösaco bilde um) das Anheilen abgetrennter Teile auf ihren früheren Platz.
Anasarlia (eigentl. uSpcutji avlaquo; oopxa Wassersucht durch das Fleisch hin, d. h. zwischen den Geweben) die Hautwassersucht im Gegensatz zur Höhlen-Wassersucht.
cf. HyHpops.
Anaspadle cf. Epispadie.
Anatrlpsologie (ava rpißu) reibe ein, ävaTpitjjit) die jatro-leptiache (latpo; Arzt, Xapißaviu) Methode, welche die Medicamente in Verbindung mit tierischen Secreten anwendet, um sie re-sorbirbar zu machen. Dieselbe ist gegenwärtig als völlig nutzlos verlassen worden.
Anchylostoniuni dnodenale (äyxüXo; krumm, axop.laquo; Mund) Dochmius duodenalis s. d.
Androgynia (ocvrjp Mann, yuv^ Weib) der Zwitter (Gurlt); A. masculinus et femininus.
oiquot;. Hermaphruditismus.
Anelektrotonas (äv - = ä priv. = im. ijXexTpov eig. Bernstein der Alten, -siviu spannen tövoc) der Zustand der erniedrigten Erregbarkeit in der Umgebung des positiven Poles, der Anode.
AneurySilia (avsüpuopa = äveüpuau, av-supuveiv erweitern, supik breit) Erweiterung der arteriellen Blutgefässe, der Herzwand oder der Herzklappen.
A. vernm, wahres Aneurysma; an der Ausweitung sind sämmtliche Membranen der Gefasswand beteiligt. Nach der Form unterscheidet man:
A. diffusum, cylindricnm, fusiforme (spindelförmiges A.) und
A. sacciforme oder cirumscriptum.
A. dissecans {dissecare zerschneiden), das Blut ergiesst sich nach Zerreissung der Tunica intima et media zwischen letztere und die Tunica adventitia, diese oft auf weite Strecken hin von der Muskelhaut abhebend.
A. miliare (mißum Hirsekorn) steoknadelkopfgrosse, stets multiple Aneurysmen.
A. spnrinm, falsches A., mit einer Arterie in Zusammenhang stehende Blutgeschwulst, entweder durch Zerreissung der Arterie (A. traumaticum) oder durch Schwund der Wand eines wahren Aneurysma (A. consecutivum) entstanden.
A. anastomoticum, Erweiterung und Verlängerung einer Anzahl von kleinen Arterienzweigen mit Neubildung arterieller Gefässchen (bei unseren Haustieren unbekannt).
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Angina.
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A. arterioso-venosnm, Zusammenhang einer Arterie mit einer Tene.
A. varicosum bei Verbindung durch einen besonderen Sack. Varix aneurysmaticus bei unmittelbarem Zusammenhange, -wobei die Vene durch den Druck des arteriellen Blutes erweitert wird.
A. cirsoidenm, rankenförmiges Aneurysma, Erweiterung und Verlängerung von Arterien sammt ihren Zweigen mit stellenweiser sackförmiger Ausbuchtung der erweiterten Ge-fässwandungen (bei den Haustieren unbekannt).
A. cordis Ausbuchtung der Herzwand; entsteht acut bei Endocarditis und Myocarditis durch Zerreissung des Endo-oardiums, chronisch bei interstitieller Myocarditis.
cC. Angioma, Haematoma, Phlebectasia, Varix.
Aiiglnraquo; ((XY^ovir] xuvaicx') auvä-fj(irj 7mi ti.~[yj;i*i verengern) Halsentzündung, Halsbräune. Entzündung der Schleimhaut der Rachenhöhle und ihrer nächsten Umgebung; man unterscheidet eine
A. katarrhalis, phlegmonosa, crouposa, diphtheritica, nekrotica, parenchymatosa.
Manchmal nimmt sie beim Pferd einen contagiösen Charakter an und tritt dann seuchenartig auf. Ausserdem entsteht sie häufig durch Erkältung, Insulte oder durch Fortpflanzung entzündlicher Prozesse von benachbarten Teilen her. Dann tritt die A. häufig als Complication der Druse auf.
Angioma (äyY^ov Gefäss) die Grefässgeschwulst, geschwulstartige Neubildung von Gefassen oder in ebensolcher Weise auftretende Erweiterung feinster Grefasse; die letztere Form kommt am häufigsten bei den Haustieren vor. (Haut, Darmschleimhaut). Seltener ist das Angioma cavernosum oder der Tumor cavernosus, welcher von Martin beim Pferd und Rind beobachtet wurde. Es kommt meist an verschiedenen Organen zugleich vor und scheint Metastasen bilden zu können.
Angloiherapie (äfceTov Gefäss, Äcparauu) bediene, heile) die Einwirkung auf die Blutgefasse zu Heilzwecken.
Anglotomla (oYyeiov Gefäss, Tepo) schneide) die chirurgische Eröffnung von Blutgefässen.
cf. Venäsectio.
Angnstatlo (mgustus eng) die Verengerung z.B. tracheae, oesophagi etc.
cf. Stenosis.
Anlrldla (ipit, quot;ptSoc Regenbogen, d jgt;riv.) der angeborene Mangel der Iris. Syo.: Irideremia tütalis.
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16nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Anisocorie.
Anlsocorle s. Anlsokorle (äv wo? ungleich xopin Jungfrau, Mädchen, Bildchen im Auge, Pupille) die
ungleiche Weite beider Pupillen.
Anlsometrople (äv 100? ungleich, [istdov Mass, 01)) Gesicht) die Ungleichheit des Eefractionszustandes der beiden Augen eines Individuums.
Ankyloblepharon (ä^xuXc; krumm, ßXsipapov Augenlid, ßXe-nco blicke) die organische Verklebung und Verwachsung der Lidspalte durch Hautbrücken, welche entweder angeboren als Fortdauer fötaler Zustände oder erworben vorkommt.
Ankylosls s. Anchylosis (a^xulo? krumm, äfxuXou) krümme) eine bleibende, die Bewegung hemmende Biegung, daher auch für Verwachsung und Steifheit der Gelenke und Verwachsung überhaupt angewendet.
A. intracapsularis, Verwachsung der Oelenkenden selbst;
A. capsnlaris, V. durch narbige Schrumpfung der Gelenkkapsel;
A. muscularis V. durch Muskelvernarbung herbeigeführt.
annnlatus {annulus Ring, Dem. v. annus Kreis) ringförmig, für die Form von Narben, Stricturen etc. gebräuchlich.
Anode (äva hinauf öSot Weg) oder positiver Polquot; ist jene Stelle, wo der positive electr. Strom aus der zusammengesetzten Kettequot; (electr. Batterie) aus- und in den Schliessungs-bogenquot; übertritt.
Anodyna {sc. remedia, äv = un, oSuvt) Schmerz) schmerzstillende, beruhigende Heilmittel.
Anola (avoia von adj. avout i. priv. laquo;raquo;rf voO? der Verstand) gleichbedeutend mit Dementia.
Anoplithalmus iy. äv [ä priv.\ 6tf9aX|iot Auge) ein Zustand, bei welchem der Augapfel angeboreil, ein- oder beiderseitig, nur als Rudiment entwickelt ist, mit welcher Missbildung manchmal noch andere angeborene Anomalien vergesellschaftet sein können.
Anopsla (äv ä privativ. oi|( Auge) der Nichtgebrauch eines Auges, die Unthätigkeit der Netzhaut, welche nicht durch Paralyse oder Atrophie bedingt ist, sondern durch ausserhalb dieser Membran liegende Hindernisse, z. B. in Folge von Katarakta, Pupillarverschluss, centraler Hornhauttrübung, hochgradigem Astigmatismus u. s. w. herbeigeführt wurde.
Anorexia {a priv. u. ops^it Verlangen, von opsfui, begehre nach etwas. Hipp.) der Appetitmangel.
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Anostosis.
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Anostosis (ä priv. oateov Knochen, adj. avooxeoc ohne
Knochen; lat. os) der Scliwund von Knoohensubstanz.
AntemetlCa (sc, remedia, dvTi entgegen, e[ielt;n speie) Mittel, welche die Beseitigung des krankliaften Erbrechens und der Brechneigung anstreben.
Antlielmlntlilca {sc. remedia, öcvti gegen tmd eXfiivt Wurm, eXiosu) winde) wurmtödtende, resp. abtreibende Mittel, quot;Wurm-Mittel.
Anthema (avftijiia, ävamp;rj[jLlt;uv blühend avöecv) die Ilaut-blüthe.
of* Exanthema.
Anthrakosls (ovdpal, axo; Kohle, ävftpaxmaic [Galen] ävamp;paxou) brenne zu Kohle)
A. pulmonum, Kohlenstaubinhalationskrankheit. Beim Menschen zu schweren Veränderungen führend, was bei unseren Haustieren nicht in dein Masse der Fall ist, obgleich z. B. bei alten Stuben-Hunden die Lungen durch Einlagerung feiner Kohlenstaubpartikelchen meist sohieforgrau verfärbt sind.
Anthrax Milzbrand, eine bei Pflanzenfressern, seltener bei Fleischfressern, meist epi- oder enzootisoh vorkommende acute Infectionskrankheit, welche auch auf andere Tiergattungen und den Menschen übertragbar ist, unter verschiedenen Localisationsformen auftritt und abläuft und durch das Vorkommen der die Krankheit erzeugenden Anthrax-bacillen im Blute, durch die nahezu constante Gegenwart acuter Milzgeschwülste, die Neigung zum Auftreten von Exsudaten, Extravasaten und brandigen Zerstörungen, sowie durch den stürmischen und gewöhnlich tödtlichen Verlauf charakterisirt ist.
Antlaclda {sc. remedia, acidus sauer, acetum Essig, aced) säuretilgende, säurebeseitigende Heilmittel. Antacida.
Anticholagoga. {sc. remedia, anti entgegen, ;(oXrj Galle, äyaiyö? führend) die Leberthätigkeit (d. i. die Gallebildung) herabsetzende und einschränkende Heilmittel.
Antidiaplioretica (sc. remedia, Siatpoprjtixos durchtreibend) Mittel, welche die Schweissseoretion mindern.
Alltidotll {sc. remedia, ävTt u. Sotoc v. 8!8(u[ii gebe) Gegengifte; Mittel, welche bei Vergiftungen den genossenen Giften nachgeschickt werden in der Absicht, dass sie mit denselben je nach dem physikalischen und ehemischen Charakter des Giftes Verbindungen eingehen, welche ungiftig sind und den Tierorganismus nicht weiter schädigen.
Martin u..-Seh 1 a m p p, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
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18nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Antidyscratica.
Antidyskratica (sc. remafia, Suaxpaoia schlechte Mischung der Säfte, 'xepavvuju mische) zur Heilung oder
Besserung dysoratischer Zustünde dienende Mittel.
Antiepileptica (sc. reme.dia,v.Epilepsia, ^hiXtjiJji?, sraXotfißävtu Anfall) Mittel, welche zur Bekänipfung^der Epilepsie gegeben werden.
Alltifebrilia {sc. remedia, febris, Fieber) fieberwidrig wirkende Heilmittel.
Antigalaktica {sc. remedia, fala, fakaxxoi) die Milch-seeretion verringernde Heilmittel.
Syn.: LactH'nKa.
Allfiliycll'Opica {sc. remedia, uSpm']) wassersüchtig) Mittel, welche Transsudationen in Gewebe und namentlich in Körperhöhlen verhindern oder bereits. gesetzte Transaudate wieder beseitigen sollen.
Alltillliasiliatica {sc. remedia, yj.aa^a, jiiatviu verunreinige) Miasmen tödtende und zerstörende Heilmittel Desinfectionsmittel.
Antineiiralgica {sc. remedia, veöpov Nerv, aX^o? Schmerz) Heilmittel, welche zur Beseitigung vorhandener iSTeuralgien und neuralgischer Schmerzen (Nervenschmerzen) gegeben werden.
Alltipai'asitica (sc. remedia, Ttapd cito? Schmarotzer, eigentl. neben der Tafel) Mittel zur Vertilgung tierischer und pflanzlicher Schmarotzer.
Antipatliie (omt entgegen, itocftos Leiden) die Heilung durch Gegenwirkung.
AlltipIllOgistica (sc. remedialy\i-{iii brenne, (fXoyiCu)) entzündungswidrige Heilmittel; Mittel, welche Entzündung von Organen und Geweben hintanhaltenquot; oder schon vorhandene E. beseitigen sollen.
Antipyrese (dvu entgegen, -nüpsoit Fiebern, -nupsosui fiebere) die gegen das Fieber gerichtete Heilmethode.
Antipyretica (sc. remedia) Fiebermittel, fieberwidrige Mittel.
Syn.: Antifehrilia.
Antiseptica {sc. remedia, otjuio faule) Mittel zur Beseitigung septischer Zustände, resp. Vorbeugemittel gegen eine septische (faulige) Infection.
Antispasniodica {sc. remedia, s-Ttasjioc Krampf, aicaa-pnuSrjt = sTtaop.ircosiSrjt Hippocr. den Zuckungen ähnlich, krampfhaft) krampfstillende, fcrampfbeseitigende Heilmittel.
Alltithemiica (sc. remedia, ftepjio? warm) Heilmittel, welche gegen die Temperatursteigerung als eine Folge des Fiebers gerichtet sind.
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Antitypica.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;19
Antitypica (sc. remedia, tüho? Charakter, TÜitixtu schlage, präge) Mittel, welche'quot;bei allen typischeiOLeiden das Fieber beeinflussen, ohne die Temperatur dabei herabzusetzen.
Syn.; Äntipel'iüdica,
Antizymotica (sc. remedia, Ceiu siede, Cüp-T) Sauerteig, Cujiou) gähre) zur Beseitigung von Zymosen gereichte Heilmittel = Antiseptica, Desinflcientia.
Aimrisi (et priv. und oupov Urin) mangelhafte oder vollständig aufgehobene Urinabsonderung.
cf. Ischuria, Dysuria, Stranguria.
Anns der After.
A. präternaturalis, widernatürlicher After, d. h. eine Oifnung des Darmlumens an einer abnormen Stelle, durch welche sich der ganze Darminhalt entleert. (Unterschied von der Kothfistel).
A. imperforatus {ferforare durchbohren) vid. Atresia ani.
A. artifleialis durch Operation hergestellter After. Apepsia (a. priv. u. its-nTU) koche, verdaue) Mangel oder Unvermögen der Verdauung, Unverdaulichkeit. ciquot;. Dyspepsia.
Apliagia (ä priv., tpayetv essen) die Schlingbeschwerde, das Unvermögen zu schlingen.
Apliakie (d priv., (paxo? Linse) die Linsenlosigkeit; ein Zustand, bei welchem die Krystalllinse des Auges ihre normale Stellung im Pupillargebiete verlassen hat, bezw. aus dem Auge entfernt worden ist, wodurch die Dioptrik des Auges eine bedeutende Störung erleiden muss, indem ein solches aphakisches Auge hochgradig übersichtig wird.
Aphrodisiaca (sc. remedia, acppoSiataCeiv sich begatten) Mittel, welche den Geschlechtstrieb und damit die Begattungslust erhöhen sollen.
Aphtbae (aifftai [Hippocr.], Ausschlag am Munde, Schwämmchen) als Aphthen werden im Allgemeinen mit Flüssigkeit, namentlich Eiter gefüllte Bläschen auf Schleimhäuten, besonders der Maulschleimhaut bezeichnet.
A. epizooticae, die Maul- und Klauenseuche der Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine; (beim Pferde selten). Sie ist gekennzeichnet durch das Auftreten von Blasen und Geschwüren auf der Schleimhaut des Maules, an der Krone und im Klauenspalte, bei Rindern auch am Euter, am Flotzmaul und an den Nasenöfihungen; beim Schwein am Rüssel.
Der A.-ausschlag an den Geschlechtsteilen des Pferdes und Rindes; ein bläschenartiger oder pustulöser Ausschlag
2*
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20nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Aplasia.
auf der Scham und Scheide weiblicher, sowie auf der Ruthe männlicher Tiere, welcher durch die jBegattung übertragen wird.
Aplasisi (d pr., TtXäatc Bilden) mangelhafte oder vollständig fehlende Entwickelung von Organen oder Geweben.
cf. A t r o p h i a , A g e n e s i a.
Ajplestia (äpr. u. #9632;ntjj.uXrjjlaquo; füllen) cf. Akorie, die Unersättlichkeit.
ApnenmatoiSiis (a priv., TtveupLa-cmou Aufblasen, itveuraquo; blase, itvsujjLaTocu blase auf) der Luftmangel, die Luftleere.
vid, Atelectasis.
Apnoesraquo; (ä priv., itvorj Hauch) Aufgehobensein des Ath-mens, höchster Grad von Dyspnoea (s. d.).
Apoplexia (ciiio-itXTjaaiu schlage nieder) eine Blutung, wobei sich das Blut reichlich ergossen und die Gewebe zertrümmert hat; die Ergiessungsstelle wird als apoplec-t is eher Herd bezeichnet; z. B. A. cerebri, Gehirnschlag.
Apoplexia subconjunctivalis (sub unter, Conjunctiva Lidbindehaut) Blutaustritte von gleiohmässig roter Farbe im Gebiete und in das Gewebe der Conjunctiva bulbi, wobei jeder weitere Eeizzustand, jede Hyperämie dieser Membran fehlen kann.
Apostema (to äitooTtjp.a von örao u. iOTr)[u, atpiaTirjju stelle beiseite, lat. abscedo) vid. Absoessus.
apostematosus, abscedirend, Beiwort zu verschiedenen Bezeichnungen, z. B. Nephritis apostematosa.
Application {ad-pUcare entfalten, anwenden) die Anwendung, z. B. eines Heilmittels, eines Senfteiges, des Brenneisens etc.
Aprosopns (oi pr., Tcpoccoitov Gesicht) Missgeburt mit fehlendem Gesicht; höherer Grad von Schistoprosopus s. d. (Förster).
Apns (a pr., noü? Fuss) angeborener Mangel beider Hinterextremitäten. (Förster); statt derselben sind rundliche Stumpfe vorhanden.
cf. Peromelus.
Apyrexie (ä pr., itupeaosiv fiebern) die fieberfreie Zeit bei intermittirenden Fiebern, der Abfall des Fiebers.
Aq. Abkz. für Aqna, Wasser; auf Becepten gebräuchlich in den Verbindungen:
Aq. bull. (Jmlüens v. bullio werfe Blasen) kochend heisses Wasser; _
Aq. com. {communis gewöhnlich) gewöhnliches Wasser, Trinkwasser;
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Aquapunctur.
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Aq. dest. (destillata v. destillare herabträufeln) destillirtes Wasser;
Aq. ferv. {fervida v. fernere heiss sein) heisses quot;Wasser;
Aq. fluv. (ßuviatüis v. ßuere fliessen) Flusswasser;
Aq. font, {fontana v. fans Quelle) Quellwasser;
Aq. pluv. (pluvialis v. pluvia Regen) Begenwasser;
Aq. glycerinata (v. Glycerinum, yXoxepoc = yXuxu?) eine Mischung von Wasser mit Glycerin.
AquapHiictnr (a?laquo;a Wasser, pungo steche) eine Methode der Arzneiapplication, bei welcher eine Flüssigkeit (z. B. wässerige Lösungen von Arzneimitteln) in feinem Strahle vermittelst starken Druckes (einer Spritze) durch die unverletzte Haut hindurch gepresst werden soll. Man bedient sich dazu einer mehrere Cbom haltenden Spritze mit sehr feinem Ansatzrohr, die in der Entfernung von 1 cm senkrecht auf die Haut entladen wird.
aqnosnfS {aqua Wasser) wässerig, z. B. Extraeta aquosa, durch Maceration mit Wasser hergestellte Extrakte.
Arachnitis (äpaxvn), öpa^viov Spinne) Entzündung der Spinnwebenhaut (Arachnoidea) des Gehirns oder Rückenmarke.
cf. Meningitis.
Arcanum {y. area, Kasten, Lade zum Verschliessen von Gegenständen) das (wunderthätige) Geheimmittel, das Allheilmittel.
Syn.: Panacee.
Areola {Dem. von area Hof)=Halo, der Hof z.B. von Geschwüren; durch erhöhte Injection der Gefasse im Umkreise derselben gebildet.
Argas reflexns colnmbarnm {v. apY^c weiss, schimmernd) die muschelförmige Saumzecke der Tauben. (Haustaube Haut).
Syn.: Rhinchoporion columbae [Hermann].
Arhythmia (ä pr., puamp;pc Rhythmus) Störung im Rhythmus der Thätigkeit eines Organs, z. B. des Herzschlages, des Pulses.
Aromatica {sc. remedia, optujia Gewürz, aptraquo; passend machen?) gewürzhafte Mittel; Arzneimittel, welche, durch ihren Gehalt an Gewürzstoffen zumeist ätherischen Ölen wirken.
Arrosio {arrodo benage) das Annagen, die teilweise Zerstörung von Teilen, z. B. von Knochen oder Gefässwänden durch geschwürige Prozesse.
cf. Corrosio, Erosio, Exfoliatio, üsnr, Exesio.
Ars obstetricia veterinaria {obstetrix Wehmutter, Hebamme, obsto stehe bei) die tierärztliche Geburtshilfe.
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22nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Arteria hyaloidea persistens.
Arteria hyaloidea persistens 8. perseTerans
(düTTjpta verzv. m. doptT] Schlagader, äsipugt; hebe, uaXo? Glas, uaXosiS^t glasartig, persisto bestehe, beharre) ein seltener Zustand, bei welchem das im embryonalen Leben von der Seh-nervenpapille durch den Glaskörper hindurch zur tellerförmigen Grube der Linse ziehende arterielle Blutgefass auch für die Dauer des extrauterinen Lebens erhalten bleibt, während es normal vor oder doch kurze Zeit nach der Geburt verschwinden sollte.
Arterlektasls (extsivo) dehne aus) Erweiterung von Arterien.
of. Ängioma.
Arterlotomle (tejivu) schneide) die künstliche Eröffnung einer Arterie zum Zwecke der Blutentziehung, vid. Yenaesectin, Phlebotoraie.
Arterloverslo iycrto wende) das Zudrehen durchschnittener und blutender Arterienstümpfe zum Zwecke der Blutstillung.
i. q. Torsio.
Arterltls (dpTY]pia Arterie, fälschlich von i.rß Luft zmd TTjpelv bewahren, enthalten; da die Alten glaubten, die Arterien fuhren Luft) die Arterienentzündung.
cf, Periarteritis, Entlarteritis. Mesarteritis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;
Arthralgla s. Arthropathia (apamp;pov Gelenk, apco füge, lat. artus, articulus, aXyos Schmerz, itaamp;o? Leiden) der Gelenkschmerz.
Arthritis die Gelenkentzündung, welche sich auf alle oder doch mehrere Teile eines Gelenkes erstreckt und nicht nur auf einen derselben beschränkt bleibt:
A. rhenniatica, in Folge von Erkältung entstanden, rheumatische Gelenkentzündung;
A. traumatica (Tpaüjia Wunde) die Folge mechanischer Einwirkung, im Anschlüsse an eine Verwundung sich entwickelnde Gelenkentzündung.
A. urica (uupov Harn) beim Menschen sehr häufig; auf einer Harnsäuredyskrasie und Ablagerung harnsaurer Salze in und um die Gelenke beruhend. Beim Geflügel.
A. defonnans {deformo verbilde) schreitet mit starken Veränderungen einher, welche durch Bildung von dem Granulationsgewebe ähnlichen Massen im Innern der Gelenkhöhle und periarthritische Absoesse, sowie starke Bindegewebs-zubildung charakterisirt sind; dabei geht nicht selten der knorpelige Überzug der Gelenke teilweise zu Grunde;
A. metastatica (ueÄiaTrjjlaquo; stelle um) eine Gelenksentzündung bei mit Pyäniie sich complicirenden Krankheitsprozessen, z. B. Druse; hierher auch die:
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Arthrogryposis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;23
A. pyaemica neonatorum (veo? neu, natus geboren) eine der Formen der sog. Lähme der Neugeborenen; in der Hauptsache ein pyämischer Prozess, welcher in den meisten Fällen seinen Ausgangspunkt von entzündlichen Vorgängen des Nabels und der Nabelgeiasse nimmt.
Arthrogryposis (fpuiios gekrümmt, ypuitou) krümme Hippoor.) Starrkrampf, Starrsucht = Tetanus.
Arthrokace (xaxifj schlechte Beschaffenheit) Caries fungosa artuum, Gelenkoaries; es bilden sich dabei vom Markgewebe des Knochens resp. den Haversischen Kanälchen oder der Synovialmembran ausgehend granulationsartige, schwammige quot;Wucherungen, wobei der Gelenkknorpel zum Schwunde gebracht wird; nebenbei entstehen Abscesse, Geschwüre und Fisteln um das Gelenk herum.
et'. Arthritis deformana,
Arthrolitli (Xiamp;os Stein) freier Körper im Gelenk, Gelenkmaus, auch Arthremphyten (iv-epuu) wachse) genannt, abgeschnürte Teile neugebildeten, manchmal verkalkten Gewebes in der Gelenkhöhle z. B. in Folge von Arthritis defor-mans. Manchmal sind auch Fibringerinnsel bei exsudativer Gelenksentzündung so lest zusammengelagert, dass sie Gelenksteine vortäuschen.
Arthromeningitls ([iyjviyS - tffot Haut Hippoor.) = Synovitis.
ArtlirophlogOsis(lt;fXoYU)an Entzündung, ipXo? Flamme) die Gelenksentzündung im Allgemeinen.
cf. Synovitis, Arthritis.
Artliropliyma (tpüfia die weiche Geschwulst, (pj(u wachse) die Gelenkgesohwulst; Gelenkgallen, Gelenkswassersucht.
ArthropyOSlS (itüov Eiter, huocö eitere) eiterige Gelenksentzündung.
Syn.: Synovitis purulenta,
As in modernen ophthalmologischen quot;Werken häufig gebrauchte Abkürzung für Astigmatismusquot;.
Ascaris {v. aaxapiCsiv hüpfen, springen) der Spulwurm.
A. gibbosa [Rudolphi] (Haushuhn-Darm), (gibbm, gibber, xuTixu) bücke, gebückt, buckelig).
A. lumbrieoides [Cloquet] {y. Lumbricus, der Regemvurm, lubricus schlüpfrig, laquo;. eiSoc Gestalt, Form) der regenwurmähnliche Spulwurm. (Schwein Dünndarm. Mensch.)
Syn.: A. gigas [Goepe]; Fusaria lumbrieoides [Zeder].
A. megalocephala [Cloquet] {v. (isYas gross u. xecpaXif] Kopf) der grossköpfige Spulwurm. (Pferd, Esel, Rind Dünndarm).
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24nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Aschistodactylus.
A. mystax [Rudolphi] [v. [iuaxaS, oactoS Schnurrbart) der Katzenspulwurm. (Katze, Hund Dünndarm).
Syn.: Ä, margiuato. (margo Rand) [Rudolphi]; A. triqnetfa (dreieckig) [Schrank]; A. alata (ala Flügel) [Bei li ngh am); A. leptotera(XeitT6jzart).
Aschistodlictylns (ä priv., ax'?elv trennen, SdxruXot Finger) Missgeburt mit Niclitspaltung der Zehen (Gurlt). A. solidungulus.
Ascites (ioxitnjlaquo; adj. v. aoxöt der Schlauch) Hydrops Ascites, die Bauchwassersucht; Folge von Kreislaufs-Störungen in den Hinterleibsgefässen, namentlich jenen der Leber sowie in Lunge und Herz, als Begleiterscheinung allgemeiner quot;Wassersucht, wobei sich Transsudate oft in grosser Menge ansammeln.
etquot;. Hydrops.
Aspergillns fnmigatas et nigei' {aspergillum =
#9632;jteptpav-rjpiov eig: der Wedel, v. aspergcre besprengen, fumigare rauchen) Schimmelpilze, welche eine Lungenmykose zu erzeugen im Stande sind; sie sind die Ursache der bei Vögeln nicht seltenen Pneumonomykosis aspergillina. A. fumigatus wurde auch schon bei grösseren Haustieren gefunden.
Aspermatismiis (d priv., aitepjia Samen, aicstpcu säe) eine Form von Unfruchtbarkeit des männlichen Tieres, bei welcher die Begattung stattfinden kann, jedoch Samen nicht ejaculirt wird.
cf. Sterilität, Impotenz, Azoosperraie. Aspltyxle ([Galen] apriv., aipuYpoc Puls, ocpüCw walle) der Scheintod, tiefe Ohnmacht, oft auch der Übergang zum wirkliehen Tod; die Tiere atmen nicht und lassen keinerlei Lebenserscheinungen mehr erkennen, wobei die Herzthätigkeit trotzdem noch fortbestehen kann. cf. Collaps, Synkope.
Aspiration {adspirare hinhauchen) eine Methode, in Höhlen angesammelte Gase oder Flüssigkeitsmassen anzusaugen, z.B. bei ßrustwassersucht. Man bedient sich dazu in der neueren Zeit mit vielem Vorteile des Po tain'sehen Apparates.
asü^atlis (f. assare braten) geröstet, gebraten; z. B. Adeps suillusassatus, über Feuer gebratenes Schweinefett.
Asthenie (oofteveia a//., oOevo? Kraft) vid. Adynamie.
Asthma (aodjia, ötaCsiv keuchen) Engbrüstigkeit, Dämpfigkeit; jede chronische, ohne Fieber einhergehende Athmungsbeschwerde; es stellt das A. keine bestimmte Krankheit für sich dar, sondern nur einen Symptomenkomplex. Die Ursachen der Dämpfigkeit können gefunden werden in:
1.nbsp; Veränderungen, welche den Durchgang der Luft zur Lunge erschweren, z. B. Compression, Missbildung der Luftröhre, Stenose des Nasenganges;
2.nbsp; Emphysem der Lunge;
3.nbsp; nbsp;sonstigen anatomischen Veränderungen, welche die respiratorische Oberfläche der Lunge verkleinern;
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Astigmatismus.
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4.nbsp; nbsp;Störungen im kleinen Kreislauf;
5.nbsp; Veränderungen in der Brust- oder Bauchhöhle, wobei die Lungen comprimirt werden;
6.nbsp; nervösen Störungen, namentlich des Vagus und Zwerchfellsnerven, welche auf erhöhter oder verringerter Erregung oder Erregbarkeit derselben beruhen und sich bis zum Krampf bezw. zur Lähmung steigern können.
Diesen verschiedenen Ursachen entsprechend kann man ein A. cordiale, pnlmonale, laryngeale, mucosnm (bei chronischen Catarrhen) und nervosum unterscheiden.
Astigmatisnins (ä priv., axi^jJ-a Merkmal, Punkt, ottCui steche) eine Refractions-Anomalie des Auges, bei welcher die von einer Leuchtquelle ausgehenden Lichtstrahlen überhaupt nicht in einem einzigen Punkte der Netzhaut zu einem deutlichen Bilde vereinigt werden, weil die Brechkraft des dioptrischen Systems entweder nicht in allen Meridianen, oder nicht in allen Abschnitten ein und desselben Meridians die gleiche ist; die durch ein und dieselbe Oberfläche (Hornhaut, Linse) gelegten Meridiane zeigen vielmehr manchmal unter einander ganz bedeutende Abweichungen ihrer Krümmung, es werden die in der Richtung eines stärker gekrümmten Meridians einfallenden Strahlen auch stärker gebrochen und näher hinter der brechenden Oberfläche in einem Punkte vereinigt, als Strahlen, welche in der Richtung eines schwächer gekrümmten Meridians einfallen.
Ist ein stärkerer Unterschied der Krümmung in zwei senkrecht auf einander stehenden Meridianen gegeben, so bezeichnet man diesen Zustand als regulären Astigmatismus, zeigt dagegen der gleiche Meridian in seinen verschiedenen Abschnitten eine ungleiche Krümmung, so wird dieser Breohungsfehler irregulärer Astigmatismus genannt. Ausserdem spricht man unter Benennung der unregelmässig gekrümmten Fläche noch von einem Astigmatismus der Hornhaut, der Linse.
Ataxie (ä priv.,xi£,\lt;i Ordnung) Störungen in.der Coordination der Bewegung.
Atelektasis (areXif]? unvollständig, ä priv., to teXo? die Vollendung, exrocoi? Erweiterung) i. q. Apneumatosis, der luftleere Zustand, wie er der embryonalen Lunge zukommt. Abnormer Weise bleiben auch nach der Geburt einzelne Partien in diesem Zustande, resp. erwerben denselben, man spricht dann von:
A. adnata, A. foetalis die angeborne Atelektase;
A. acquisita die erworbene A.; sie entsteht entweder durch den Druck von in der Brusthöhle befindlichen Massen: wie pleuritische Exsudate, Transsudate, Geschwülste Com-
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26nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Atherom.
pressions-A., oder durch Verengerung resp. Verstopfung eines Bronchialrohres, wobei sich das Lungengewebe contrahirt und die Luft ausgetrieben oder resorbirt wird. of, Splenisation, Carntflcation, Äpneumatusis.
Atherom (aOapa Brei, äamp;r)pu)|j.a Balggeschwulst) die
Grützbreigeschwulst, cystöse Greschwulst mit breiigem, fettigem Inhalt; sie entsteht durch Retention des Secretes der Talgdrüsen, wobei die Cystenwand aus dem Haarbalge hervorgeht und der Inhalt von verfetteten Epithelien geliefert wird; dem entsprechend findet man Epithelien in allen Stadien der fettigen Umwandlung, freies Fett und Cholestearinkrystalle, seltener auch feine Härchen, cf. Bermoidcyste,
Atheroma arteriale atheromatöser Prozess bei chronischer Entzündung der Arterienwand; besteht in Verfettung sowie Bildung von Cholestearinkrystallen und Kalkkörnchen in den tiefsten Lagen der Intima; allmählich werden auch die oberflächlichen Schichten derselben mit in den Prozess hineingezogen und es kann zur Bildung eines atheromatösen Geschwüres kommen, das bald einen flimmerartig glänzenden, bald einen kalkig inkrustirten Substanzverlust darstellt.
Atmiatrie (aTjj.6? Luft, iaTpeflaquo; Heilung, la-cpsikiv heilen) die Athmungs- und Luftheilkunde, von Niemeyer u. A. zu einem besonderen Zweig der Diätetik und Medicin ausgebildet.
A fOll ie (^ Tovia, lt;x priv. reivu) spanne) Schlaffheit der Gewebe und der Lebenstätigkeit.
cf. Adynamie.
Atresia (ä priv., Tpfjai? Loch, Tixpau) bohre) vollständiger Verschluss von physiologischen Oeffnungen und Eöhren-gebilden.
A. ani angeborener Verschluss des Afters; letzterer kann sich gebildet haben, jedoch der Durchbrucli in den Darm hat nicht stattgefunden; fehlt der Afterblindsack vollständig, so spricht man von Agenesia ani; ist der After vollständig ausgebildet, d. h. bis über die Sphinkteren hinaus, so ist das eine A. recti.
A. ani vesicalis das hintere Mastdarmende mündet, statt den After zu durchbohren, in die Harnblase ein;
A. ani vaginalis das hintere Mastdarmende mündet in das Soheidenrohr ein;
A. pupillae der Verschluss des Sehloches; die bleibende, spontan nicht heilende Verkleinerung der Pupille bis unter Stecknadelkopfgrösse oder zu einem schmalen Saume, wobei
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Atretocephalus.
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die Iris. in ihrer Lage durch Verlöthungen mit ihrer Umgebung (Synechien) festgehalten wird.
Atretocephalns (atpYjTOt nicht durchbohrt, xspaXrj Kopf) Missgeburt mit Nichtdurchbohrung oder Nichtspaltung der Organe am Kopfe (Gurlt).
Atretokormus (xopfiölaquo; Rumpf) Missgeburt mit Nicht-durchbohrung oder Nichtspaltung der Organe am Rumpfe. (Q-urlt.)
A t i-ihiii (lat.) der Vorhof. Diejenige Körperstelle, welche bei Infectionskrankheiten den Ansteckungsstoff aufnimmt, z. B. Lunge, Darm, quot;Wunden u. s. w.
Atrophia (et priv., Tpstpm nähre) die Rückbildung der Organe und Gewebe durch Abnahme des Volumens und der Zahl einzelner ihrer Elemente. Dabei können andere Gewebs-Bestandteile zunehmen. Die allgemeine Atrophie, wie sie bei höherem Alter sich einstellt, wird als Marasmus bezeichnet, (s. d.)
Die Ursachen der auf gewisse Teile beschränkten A. liegen:
1.nbsp; in behinderter Blutzufuhr (passive A.) z. B. bei Druck auf die Blutgefässe oder unmittelbarem Druck auf das betr. Organ;
2.nbsp; in längerer Unthätigkeit eines Organs (Inactivitäts-A.), bei Lähmungen, mangelhafter Innervation oder sonstigem Nichtgebrauche, z. B. einer Gliedmasse infolge Lahmgehens;
3.nbsp; in übermässigem Gebrauch;
4.nbsp; in der Einwirkung bestimmter Substanzen, welche in die Blutbahn gelangen, z. B. Jod.
Mit der A. eines Organes schwinden auch die dazugehörigen Kerven, wie andererseits Schwund des Nerven zu A. des Organes führen kann.
A. meseraica ([Ast-ev-ceptov Gekröse) die Darrsucht. Ein chronisches Leiden der Lymphdrüsen, namentlich der Gekrös-drüsen, das besonders bei Fohlen, jedoch auch bei erwachsenen Haustieren vorkommt. Schwellung, Verkäsung und Erweichung der Gekrösdrüsen, Bauchfellentzündung, akuter und chronischer Darmkatarrh; schliessliches Mitergriffensein fast sämmtlicher Körperlymphdrüsen, eiterige Entzündung der Gelenke und Caries der Knochen charakterisiren die Krankheit, bei der die Tiere meist an eiteriger Darmentzündung, Pyaemie oder Erschöpfung zu Grunde gehen.
A. bnlbi der Schwund des gesammten Augapfels, z. B. nach Tridochorioiditis. Syn.: Phthisis bulbi.
A. nervi optici die entweder bereits als angeboren mit zur Welt gebrachte oder erst später intra vitam erworbene
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28nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Auscultation.
Atrophie des Sehnerven. Ihrer Ätiologie nach unterscheidet man die genuine, infolge von Degenerationsvorgängen entstandene A. im Gegensätze zu der inflammatorischen, einer Neuritis optica sich anschliessanden Sehnervenatrophie; beide Formen lassen sich wenigstens bis zu gewissem Grade und zu mancher Zeit mit dem Augenspiegel deutlich von einander unterscheiden.
Auscultation (ausctiltare horchen v. ausicultare v. ansiaila = auricula, Dem. v. auris Ohr) die Kunst, die im Körper unter normalen und pathologischen Verhältnissen entstehenden Töne und Geräusche zu unterscheiden und zu deuten. Jeder Apparat ist in dieser Richtung genau durchforscht und wird die Auscultation des Respirations- und Cireulationa-Apparates sowie des Hinterleibes unterschieden. Bei der Auscultation des Hinterleibes bezweckt man besonders die Feststellung der Darmporistaltik oder bei trächtigen Tieren des quot;Vorhandenseins eines Jungen. Unter anderem dient die A. noch zur Constatirung des Crepitirens bei Knochenbrüchen, von Sehnengeräuschen etc. Die A. ist nur ein Glied der physikalischen Untersucliungsmethoden, welche sich gegenseitig ergänzen.
cf. Percussion, Mensuration. Palpation, Succussion.
Anto-Histotherapie (aüroj selber, ioto? Gewebe,
ftepaireia Pflege) die Naturhülfe bei Krankheiten der Gewebe, namentlich bei nutritiven Störungen.
Aatomatnrie (ocuTouaTos sich selbst bewegend, ',-#9632;. äurot selbst tmd [lax adj. verb. v. jia in [iai[j.au) strebe, bewege, oupov, urina, Harn) periodische, unbewusste Entleerung des Harnes durch Contraktion der angefüllten Blase bei Erschlaffung des Sphinkters. Bei schweren Allgemeinleiden, bei Ohnmacht und in der Agonie vorkommend.
Antophtlialmoskopie (auto: selbst, dtp9aXu.öj Auge uud oxouea) sehe) jene TJntersuchungsmethode, bei welcher man sich mittelst Spiegelvorrichtungen seinen eigenen Augenhintergrund zur Anschauung bringen kann.
Autoplastie (auxoc selbst, nXdoasiv bilden) operative Ilebertragung von Gewebsteilen auf Substanzverluste, welche so lange durch eine Brücke mit dem Mutterboden in Verbindung gehalten werden, bis sie auf ihren neuen Platz aufgeheilt sind, worauf die Trennung der sie festhaltenden Brücke vollends erfolgt.
Antopsia (otu-co; selbst, o-n v. öpaco sehe) die Augen-scheinnahme, die Leichenöffnung.
vid. Sectio.
Aatotransfasion (auto? selbst, tram-fundo über-giesse) eine Methode der Bluttransfusion, bei der man, aus-
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Avulsio bulbi.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;29
gehend von der Ansicht, es handle sich in Folge ungleicher Blutverteilung um locale Anämie irgend eines Organes (z. B. des Gehirnes) bei gleichzeitiger Blutüberfüllung anderer Ge-fassbezh-ke, durch Kneten, Reiben, Umwickeln mit elastischen Binden und anderweitige Manipulationen das Blut aus den peripheren Körperteilen in die grösseren Arterien zu schaffen sucht, um so eine normale Circulation wieder zu ermöglichen.
Avulsilaquo; kulbi (y. avellere abreissen, lossreissen, bulbus, ßoXßo? Bolle, Augapfel) der Zustand der totalen oder doch fast vollständigen Trennung des Augapfels von den sich normal an demselben inserirenden Gebilden (Muskeln, Sehnen, Conjunctiva etc.)
Ax. Abkz. für Axnn^ia {v. axis die Achse des Wagens und ungere salben, bestreichen; also eigentlich die Wagenschmiere) das Fett.
Ax. porci sive porcina {y. porcus Schwein) das Schweinefett.
Syn.; Adeps.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;^
Azoospermie (ä priv., Cfflov Tier) Mangel der Samenfäden im Samen, cf, Äspermatismus,
Bacillus [Dem. v. baculus Stab) das Stäbchen, wohl cha-rakterisirte Gattung der Schizomyceten, von hervorragender Bedeutung für pathologische Zustände. Die Hauptformen derselben bilden Stäbchen, welche bei einzelnen lebhafte Bewegungen darbieten, bei anderen wieder unbeweglich sind. Die Stäbchen können zu langen Fäden auswaohsen und entwickeln in ihrem Innern Dauersporen, welche sich durch auffallende Widerstandsfähigkeit gegen höhere Temperaturen, Eintrocknung und anderen Schädlichkeiten auszeichnen.
vid, Bacterinm.
Als bis jetzt für pathogen sicher erkannt sind zu nennen:
B. anthracis, der Milzbrandbacillus, der Träger des Milzbrandgiftes. 3-6 [J. lang, 1 [i breit, grosse Neigung zu Kettenbildung besitzend. Er ist von Tier auf Tier überimpf-bar. Experimentell lässt sich seine Wirkung während längerer Züchtung bei 42 43deg; C. abschwächen. Tiere, welche mit diesem abgeschwächten Material geimpft wurden, zeigten sich gegen spätere mit virulenter Masse vorgenommene Infektion immun.
B. ödematis maligni, Spaltpilz aus den oberen Schichten der Gartenerde stammend; 2,02,1 [i lang, 1,01,1 [laquo;. breit, mit abgerundeten Enden; ist jedenfalls mit Pasteur's Vibrion septiquequot; identisch; wirkt bei Verimpfung äusserst virulent.
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30nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Bakterien.
B. des Rauschbrandes, 0,000150,008 mm lange, bewegliche, an den Enden abgerundete Stäbchen, meist mit einer glänzenden kugeligen Spore am Ende. Der Erzeuger des namentlich in gewissen Alpengegenden enzootisch auftretenden Rauschbrandes. Bei Verimpfung und natürlicher Infektion entsteht im Bindegewebe stark entzündliche, blutige und seröse Infiltration, die sich oft weit in die angrenzende Muskulatur fortsetzt und zu starker Gasentwickelung führt.
B. des Schweinerotlaufes, findet sich in der Milz und Lunge, weniger zahlreich im Blute von an Rotlauf gefallenen Schweinen. Ist auf gesunde Schweine, Mäuse und Kaninchen überimpfbar.
B. der Schweineseuche; oval; 0,0012mni lang,0,0004mm breit. Findet sich im Blute und allen Organen von an Sohweine-seuche erkrankten oder damit geimpften Tieren. Schütz fand denselben Pilz in den pneumonischen Herden von Lungen solcher Tiere, welche an einer enzootisch auftretenden, multiplen, mortificirenden Pneumonie verendet waren. Züchtungen und Weiterimpfungen waren von Erfolg.
B. der Hühnercholera. Kleiner, an denTEnden abgerundeter B., welcher sich in allen Organen und dem Blute kranker Tiere findet.
B. der Wild- und Rinderseuche. 0,00005 mm lang, halb so breit. Die Krankheit ist auf Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Kaninchen und Tauben übertragbar.
B. tuberkulosis (Koch). Der die Tuberkulose erzeugende Pilz findet sich in allen tuberkulösen Massen, wie auch im Auswurfe und der Milch tuberkulöser Tiere; 25 [i lang. Zuweilen zeigen sich schon im Tierkörper, meist aber im Sputum seine Dauerformen als ovale Körper (Sporen) innerhalb der Bacillen.
B. mallei, Rotzbacillus, Stäbchen von der Länge der Tuberkelbaoillen; mit endogener Sporenbildung. Sie legen sich gerne zu zweien in einem Winkel zusammen.
B. der Taubendiphterie ruft durch Überimpfung wieder den charakteristischen Diphtherieprozess hervor. Auch bei der Diphtherie der Kälber hat Löffler Mikrokokken und Bacillen nachgewiesen.
B. der sog. englischen Pooke der Pferde, bei Überimpfung einen Akneausschlag erzeugend. Auch auf Kälber, Schafe, Hunde und Meerschweinchen übertragbar.
Bakterien (Dem. v. ßäxrpov Stab, ßau) ßaivuj gehe, bacu-lum) allgemeiner Name für die mikroskopischen Spaltpilze. Einteilung der Bakterien nach Cohn:
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Bakterien.
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1.nbsp; nbsp;Kugelbakterien, Sphaerobacteria.
Mikrokokkus (xoxxoc Kern): kugelige oder ovale Einzelzellen. Sie bilden durcb Teilung Paare, Ketten und rosenkranzartige Fäden: Torula (Leptothrix) auch gruppenartig durcb eine scbleimige Substanz zusammengebaltene Massen, Zoogloea. Nach ihrer Wirksamkeit unterscheidet man: farbstoffbildende (chromogene), gährungserregende (zymogene) und krankheitserregende (pathogene) M.
2.nbsp; nbsp;Stäbclienbakterien, Mikrobacteria. Bacterium im engeren Sinne. Kurze, cylindrisohe oder
elliptische Zellen, die während der Teilung paarweise zusammenhängen. Sie zeigen oft sehr lebhafte Bewegung, bilden nie Ketten, aber bewegliche Schleimfamilien (Zoogloea).
Hieber B. termo, das Fäulnissferment, B. lineola in Infusen u. dergl.
3.nbsp; nbsp;Fadenbakterien, Desmobacteria (Seojiot Band, hiia binde).
a)nbsp; Bacillus, aus kürzeren oder längeren cylindrischen Gliedern bestehend, welche starre oder biegsame Fäden darstellen, deren Gliederung oft schwer zu erkennen ist.
B. subtilis, Ferment der Buttersäuregährung: B. ulna; B. anthracis, Milzbrandbacillus.
b)nbsp; nbsp;Vibrio, aus gekrümmten Stäbchen, welche zu Fäden verbunden sind, bestehend.
V. rugula {ruga Runzel); V. serpens.
4.nbsp; nbsp;Schraubenbakterien, Spirochaete (a-rcsTpa Windung, ^aitrj Haar).
1.nbsp; nbsp;Spirochaete, lange enggewundene, flexile Schraubenfaden.
2.nbsp; nbsp;Spirillum, kurze weitläufig gewundene starre Schraubenfäden.
System der Spaltpilze nach Zopf. #9632; 1. Kokkaceen (entsprechen den Kugelbakterien Cohn's).
Streptokokkus (axpetpu) drehe) (Kettenbildung), Meris-mopoedia (Tafelkokken), Sarcina (Paquetkokken), Micro-kokkus (Bildung unregelmässiger oder traubenartiger Haufen), Staphylokokkus, Askokokkus (aoxo? Schlauch).
2. Bakteriaeeen. Kokken oder Stäbchenform.
Bacterium, (Kokken oder Stäbchen oder nur letztere). Spirillum (schraubig gewundene Fäden, aus Stäbchen oder aus solchen und Kokken bestehend). Vibrio (schraubige Fäden mit endogener Sporenbildung). Leukonostoc (Kokken und Stäbchen, in ersteren Sporenhildung). Bacillus (Kokken und Stäbchen oder nur letztere, endogene Sporen). Clostridium (während der Sporenbildung spindelförmige Auftreibung der Stäbchen).
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32nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Balanitis.
3.nbsp; nbsp;Leptotricheen, Kokken, Stäbchen und Fäden, an letzteren Basis und Spitze verschieden.
Crenothrix, Beggiato, Phragmidiothrix, Lepto-thrix,.
4.nbsp; Cladotricheen (xXäSoc Reis, Zweig) Kokken, Stäbchen, Fäden und Schrauben.
Cladothrix.
Italanitis (ßöXavolaquo; Eichel) Entzündung des Überzugs der Eichel. Vid. Praeputialkatarrh.
Itiilaiit ilaquo;l iimi coli suiraquo; (ßotXövTtov Beutel, colus, coli = colon, xoXov Dickdarm), ein beim Schweine von Leuckart im Dickdarme gefundenes. Wimperhaare tragendes Infusorium.
Bailottemeilt {franz. v. la ballotte die Kugel) das Gefühl, welches man bei der Untersuchung trächtiger Tiere bekommt, wenn man das Junge wegstösst. Beim quot;Wiederanschlagen desselben gegen die Bauohwand empfindet man einen eigentümlichen Stoss. In ähnlicher Weise wird dieses Verfahren auch sonst zu differentialdiagnostischen Zwecken in Anwendung gebracht.
Balnenin (ßaXaveiov v. ßaXXsaftai sich umherbewegen) das Bad.
Balsamum (oriental. Wort) ein dicker, ölig-harziger Pflanzensaft.
Bandage frz., Verband, Wundverband, Bruchverband.
Basis (ßaoi; von ßcäveiv gehen, also etwas, worauf man gehen oder stehen kann) der Grund, die Grundlage; auf Recepten bezeichnet man damit dasjenige Mittel der aus verschiedenen Körpern componirten Arzneiform, welches der eigentliche Träger der Wirksamkeit des Medikamentes ist.
Bannscheidtismns, das Baunscheidt'sche Verfahren, welches darin besteht, dass mit Hilfe eines bestimmten Instrumentes viele Nadeln in die Haut eingestossen werden, worauf man ein reizendes Mittel einreiben lässt. Man erreicht damit eine anhaltende und heftige Reizung und es kann die Anwendung in grosser Ausdehnung geschehen.
Bechica {sc. remeätd, ßrjS, gen. ßr)Xo? Husten) Husten lindernde, den Hustenreiz hebende Mittel.
Itilall (bis zweimal, lahhcm Lippe) Instrument zur Entfernung fremder Körper aus der Harnröhre oder dem Schlünde, bestehend in einer Röhre mit zwei federnden, durch eine Vorrichtung von hinten verschliessbaren Lippen.
binocular (bini je zwei, oculus Auge) Bezeichnung für einen Zustand, Prozess etc., der sich auf beiden Augen befindet, bezw. abspielt.
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Biostatik.
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Biostatik (ö ßio? das Leben, ataxi*^ sc. ts/vit) die Statik) die Lehre Tom Gesundheitsstande und der Lebensdauer unter gewissen Yerliältnissen.
Bistouri (franz.; mittellat. bastoria die schneidige Angriffswaffe; lat. bastum Stock; franz. bäton, alt/r. baston; ital. bastone) chirurgisches Messer mit frei beweglicher Klinge. Es zerfallt in Klinge und Griif oder Heft, beide sind durch den Talon verbunden. Der Form nach unterscheidet man: Das geballte B. mit convex gekrümmter Schneide. gerade B. mit gerader Schneide, gekrümmtem Rücken
und scharfer Spitze (Spitzmesser). gerade, geknöpfte B. mit kleinem Knopf an der
Spitze. krumme B. von sichelförmiger Gestalt. gekrümmte Knopf-B. krummes, schmales B. mit Knöpfchen.
Bistonrnage frz., eine Castrationsmethode mittelst Umdrehens des Samenstranges; in Frankreich beim Rindvieh geübt.
bituminös {v. bitumen, inis Judenpech) harzig.
Blennorirhoea (ßXewo; Schleim, ßaXXui werfe, werfe aus) starker eiteriger Katarrh von Schleimhäuten, Schleimfluss, Eiterfluss.
Blepharitis (ßXetpapov Augenlid, ßXeito) blicke), die Lidentzündung.
El. marginalia s. ciliaris {niargo Rand, ciUum Augenwimper) die Lidrandentzündung.
Blepharophimosis (cptpist; Galen, otaolaquo;, ver-schliesse) die Verkleinerung der Lidspalte, entstanden durch Verwachsungen der Lidränder an der äusseren Lidcommissur oder durch starke Schrumpfung der Bindehaut.
Blepharoplastik (nXaasm bilde) die künstliche Lidbildung.
Blepharoplegia (idrjsao) schlage) die Augenlidlähmung.
Blepharoptosis (itTräoi;, iutctu) Fall) das Herabhängen des oberen Lides in Folge Lähmung nervöser oder muskulärer Elemente, Verdickung der Lidhaut u. drgl.
Blepharospasmus (anäcu ziehe, cnaa^ot Krampf)
eine kürzere oder längere Zeit dauernde Verschliessung der Lidspalte in Folge eines tonischen Krampfzustandes, hervorgerufen durch eine directe oder reflectorisohe Reizung.
Blepharospat (sfatha, it. spada, Spatel ?) eine pincetten-artige Lidklemme, in -welche bei Operationen das Lid geMartin u, Schlampp, Terminologie fttr Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;3
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34nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Bol.
streckt eingeklemmt wird, wodurch unverrückbare Fixation und örtliche Blutleere gleichzeitig erreicht werden.
Bol. Abkz. für Kölns {bolus, ßmXoc Bissen; eigentl. Erdscholle) der Bissen, eine in ihrer Consistenz zwischen Pille und Latwerge stehende Arzneiform.
Borborygmische ftreräusche (ßopßopo? Koth, ßop-ßopufjiot Kollern im Leibe) Knurren und Kollern im Hinterleibe, sobald der mit Flüssigkeit und Gasen gemischte Darminhalt verschoben wird.
Botliriocephalns (ßoftpiov, ßoOoj, ßaamp;o? Grube, ßaftu? tief) der G-rubenkopf, ein Bandwurm.
B. cordatus [Leuckart] (cor Herz) beim Hunde.
B. eristatns [Davaine] (crtsta Kammleiste) Mensch.
B. declplens s. Dibothriura decipiens bei der Katze.
B. dubins [Krabbe] beim grönländischen Hund.
B. felis [Creplin] im Darm der Katze.
B. fuscns [Krabbe] beim grönländischen Hunde; (fuscus rotbraun).
B. longicollis beim Huhn.
B. reticulatus [Krabbe] Hund.
B. latus, der Grubenkopf des Menschen, der grösste menschliche Bandwurm (58 m), kommt nach Versuchen von Braun und Knoch auch beim Hunde zur Entwickelung.
Botnlismas (botulus Darm) die quot;Wurstvergiftung.
Syn.: Ällantiasis.
Bongte {franz. Wachskerze; Sachs, Lexicon: von Bugia, Stadt in Algier) oylindrische oder konische Stifte und Stäbe von verschiedener Länge und Dicke, welche in Kanäle und Fisteln eingeführt werden, um dieselben zu erweitern oder offen zu halten. Das B. kann aus verschiedenen Materialien bestehen; das ursprüngliche Material war Wachs, doch kann man auch andere Körper, wie Gummi, Schnüre, biegsames Metall etc. dazu nehmen. B., welche Aetzmittel enthalten oder mit solchen bestrichen sind, werden Aetzbougies genannt; sie dienen zum Ausätzen von Kanälen.
Bonrdonnet (franz.; bordon Stab, Stütze; lat. burdo Maultier Diez) derCharpiemeisel, dieCharpiekugel;regelrecht zusammengelegte Fäden zum Einlegen in Wunden, Fisteln und Abscessöffnungen Masche, Wieke.
Brachymetropie (ßpaxquot;4 k1quot;quot;2! i^pov Mass, otp Gesicht) die Kurzsichtigkeit.
Syn.: Mopie, s, d.
Britsement force {franz. briser zerbrechen; ahd. brestan bersten, brechen) gewaltsame Zerbreohung ver-
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Bromidrosis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;35
wachsener Gelenke oder krummev Röhrenknochen hehufs Streckung der GUiedmasse.
Bromidrosis (Galen. ßp(up.o{ Gestank, ISpw; Schweiss, ISpou) schwitze) die Absonderung übelriechenden, stinkenden Schweisses.
Itromlsilins {Brom, ein Halogen) Vergiftung durch Brom oder seine Salzverbindungen.
Bronchioliämorrhagia, Bronchorrhagia (al-[ioppayia Hippokr., Blutsturz, p^yvu}laquo; breche, reisse) die Bronchialblutung.
oflaquo; Epistaxis, Khinoi'bagia, PneuraoiThagia.
Broncliialatllinen (ppoy^ot Luftröhre, ßpo-yx1laquo; Luftröhrenverzweigungen) jenes Athmungsgeräusch, welches bei sehr angestrengtem Athmen an verschiedenen Stellen des Brustkorbes gehört wird, an denen die Percussion vollen Sehall ergiebt; es ist in diesem Falle ein fortgeleitetes Geräusch, indem das vesiculäre Athmen übertönt wird. Unter pathologischen Yerhältnissen entsteht es, wenn die Alveolen einer Lungenpartie von gewisser Grosse durch Einlagerung von Exsudatmassen oder durch Druck von Aussen luftleer geworden sind. Die an der Grenze solcher verdichteter Partien gelegenen grösseren Bronchien enthalten noch Luft, welche mit der in den übrigen Lungenabschnitten sich bewegenden Luft in Verbindung steht, so dass die Schwingungen sich auf die im Bronchus befindliche, ruhende Luftsäule fortpflanzen. Dadurch consonirt letztere; der Effect wird noch verstärkt durch den Reflex an den festen Wänden und das Geräusch wird dann als bronchiales Athmen vernommen.
cf. Trachealathmen, amphurisches Athmen.
Bronchiektasie (exTeivetv ausdehnen) die Bronchialerweiterung. Die Erweiterung ist entweder eine cylindrische und über einen oder mehrere Bronchialäste sich erstreckende, oder sackförmig und tritt einzeln oder multipel auf. Als prädisponirendes Moment wirkt meist eine Verminderung der Widerstandskraft der Bronchialwand in Folge katarrhalischer Entzündung. Wenn hierzu Veränderungen in der Umgebung der Bronchien kommen, welche einen verstärkten Zug auf dieselben ausüben, wie Schrumpfungen und Verödung des Lungengewebes, Verwachsungen und Verdickungen der Pleura u. s. w., so kommt es zur B. Ausserdem kann auch das in den verstopften Bronchien sich anhäufende Secret das Bronchiallumen erweitern. Meist ist die Schleimhaut verdünnt, das Epithel abgestossen oder seiner Wimperhaare verlustig gegangen, die Knorpelblättchen sind teilweise geschwunden und durch Bindegewebe ersetzt, die ganze Wand zellig in-flltrirt und bindegewebig verdickt. Die Muskelzüge springen
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36nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Bronchiolitis.
deutlich hervor. Der Bronchialinhalt besteht aus Epithelien, Eiterkörperchen in allen Stadien des Zerfalles, detriten Massen.
Jtroiu-liiolitis (hronchiolus Dem. v. Bronchus) Entzündung der feineren Bronchien.
vid. Bronchitis capiliaris, Pneumonia catarrhalis.
Broncllitis, Entzündung der Bronchialschleimhaut.
B. catarrhalis, Oatarrhus bronchialis, Bronchialkatarrh, mit Entzündung der Luftröhrensohleimhaut verbunden, für sich bestehend oder als Begleiterscheinung anderer Krankheiten auftretend, mit oder ohne Fieber. Nach der Beschaffenheit des Auswurfes kann man eine schleimige, eitrige oder trockene Bronchitis unterscheiden.
B. crouposa, croupöse Entzündung der Bronchialschleimhaut, Bronchialoroup, meist mit croupöser Entzündung der benachbarten Schleimhäute vergesellschaftet.
B. capiliaris, Katarrh der feineren und feinsten Zweige des Bronchialbaumes, Bronchiolitis, katarrhalische Pneumonic. Meist als Fortsetzung und Ausdehnung einer intensiven Bronchitis, wobei sich die Entzündung schliesslich auch auf die Lungenalveolen erstrecken kann. Am reinsten kommt sie bei der Staupe der Hunde vor.
Die chronische B. u. Bronchiolitis führt in der Folge häufig zu den Erscheinungen des Dampfes.
of. Trache'itis, Croup, Katarrh, Pneumonie.
Bronchomykosis ([luxcucu?, [uixT); Hippo er. Pilz) Pilzerkrankung der Bronchien, wie sie nicht selten in Verbindung mit einer Mykose der übrigen Teile des Respirationsapparates, sowie der Luftsäcke beobachtet wird.
Bronchoplionie ((fcuvrj Stimme) aus der Menschenheilkunde herübergenommen; die beim Menschen unter normalen Verhältnissen nur summend hörbare Thoraxstimme wird beim Auskultieren so deutlich vernommen, als ob ihm unmittelbar ins Ohr geredet würde. Es beruht dies darauf, dass durch eine verdichtete Lunge die in den Bronchien entstehenden Geräusche besser fortgeleitet werden.
Bronchopnemnonie vid. Pneumonia capiliaris und Pneumonia.
Iti'OM niunisnins das von Brown 1788 veröffentlichte Heilsystem, welches, von der Ansicht ausgehend, die Krankheiten seien Folge mangelhafter oder zu starker Erregung und Erregbarkeit, zwei Heilindicationen aufstellte: 1. die Reizung zu vermindern und 2. dieselbe zu vermehren. gt;
Brnit de pot feie (filer springen, lat. fissütdare, findo spalte) Geräusch des gesprungenen Topfes. Eigenthümlicher Percussionssohall, ähnlich dem Geräusch, welches entsteht, wenn man an einen Krug mit einem Sprunge klopft. Es wird
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Buiatrik.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 37
erzeugt, wenn Luft durch eine verhältnissmassig enge Oeff-nung plötzlich ausgetrieben wird, z. B. aus einer Caverne oder einem zwischen entzündeten Lungenpartien liegenden lufthal-tigen Lungenteile.
cf. Olla rupta; amphorisch,
Itiiiairik (ßoOs Rind, latptxiQ sc. tc^''1') die Heilkunst) die Rindviehheilkunde. Buiater, der Vieharzt.
Bulimia, Bnlimos (ßoü; Ochse, quot;i.viii Hunger) der Heisshunger. cf. Akoria.
Itiillsi (lat. Blase) von Vesicula nur durch die Grosse unterschieden. Davon bullosus, blasenförmig.
cf. Emphysema.
Baphthalmns (ßoO? Rind, 6f 9aX[j.ös Auge) bedeutende Vergrösserung des Augapfels mit völligem Sclerochorioideal-Staphylom, die Augenlider werden vom vergrösserten Bulbus vorgebaucht und deren Schluss erschwert.
Bnrsatti (indisch) eine nur schwer heilbare Hautkrankheit der Pferde in Indien, welche während der Regenzeit am intensivsten auftritt.
Bursitis (bursa Beutel) die Schleimbeutelentzündung, cf. Spavanus.
Bntyphns (ßoQs Rind, Tücpoc Typhus) die Rinderpest. Yeralteter Warne.
Bntyrnm (ßouxupov Butter) die Butter; die Form, in welcher das Milchfett zum Genuss in den Handel und damit auch in die Apotheke kommt. Auch chemische Körper, deren physikalisches Aussehen mehr oder fweniger gut mit Butter verglichen werden kann, werden als Butyrum bezeichnet, so z. B. Butyrum Antimonii.
B W in ophthalmologisohen quot;Werken häufig gebrauchte Abkz. für Brennweite (einer Linse.)
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(cf. den Buchstaben K.)
C'ailfulns (Dem. v. calx Kalkstein) das Steinchen, kalkiges Concrement, wie solche im Innern von Organen oder in Bingeweidehöhlen aus Sedimenten, eingedickten Secreten, Ablagerungen um Fremdkörper etc. etc. entstehen. Lithia-sis, die Steinkrankheit.
Calculus vesicalis, Blasenstein, Calculus renalis Nierenstein;
C. biliaris od. fellis, Gallenstein vid. Cholelithiasis;
C. pulmonnm, Lungenstein;
C, hepatis Leberstein.
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38nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Calefacientia.
Mikroskopisch lassen sich nach Auflösung des Kalkes nicht selten einzelne morphologische Bestandteile nachweisen.
cf. Arthrolitli. Enterolith, DakryolitTi, Phleljolith, KMnolitb, Chalikusis.
Calefacientia. (sc. remedia, calere warm, heiss sein, facere machen) Heilmittel, welche die Innentemperatur zu steigern vermögen, die erhitzendenquot; Mittel.
Callositas (callus Schwiele, calko habe Schwielen) callöser, schwieliger Zustand, z. B. bei Wundrändern, bei welchen statt eines normalen Granulationsgewebes ein schwieliges Bindegewebe gebildet wird.
Callng (callus Schwiele lat. tumor) das nach Knochenbrüchen die Bruohenden wieder vereinigende Gewebe, das grösstenteils vom Perioste stammt, dessen Zellen wuchern; daraus bildet sich ein gefässreiches Keimgewebe, an dem sich nach einiger Zeit Bälkchen osteoiden oder chondroiden Gewebes zeigen, die später in Knochengewebe umgewandelt werden; das dazwischenliegende Keiragewebe spielt dabei die Rolle des Knochenmarkes. Dieser periostale C. wird auch als aus sererquot; bezeichnet; hingegen bildet sich der innerequot; oder myelogene C. in der Weise, dass die Osteoblasten wuchern, sich zu Bälkchen gruppiren, die dann in osteoides und später in Knochengewebe sich umwandeln. Sehr häufig bildet sich ein intermediärer C, meist Product des von aussen hereinwachsenden Periostes. Im weiteren Verlaufe findet eine allmäliche Rückbildung des C. und Resorption statt. Nachdem der anfangs weiche, provisoris ehe C. in Knochengewebe sich verwandelt hat, wird er als definitiver C. bezeichnet.
Calor (lat.) die Hitze, die Wärme; eines der Cardinal-symptome der Entzündung.
cf. Inflamraatiü.
Calviiies (lat. cahus kahl) die Kahlheit.
cf. Alopecia.
csiniplioratus (camphora) camphorhaltig, mit Camphor versetzt.
Campylorrhachns (pax'laquo; Rückgrat) Missgeburt mit Verkrümmung der Wirbelsäule (Gurlt).
C. Skoliose.
Campylorrhinns (xajxnuXolaquo; gebogen) Missgeburt mit Verkrümmung der Nase (Gurlt).
Cancroid (lat. cancer Krebs, El.il-' bin ähnlich, eiSo? Aehnlichkeit) die gestielte Krebsgeschwulst.
cf. Carcinoma.
candens (candeo glühe) glänzend, glühend; Ferrum candens, das Glüheisen.
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candiren.
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Candiren (v, candidare weiss machen, candere weiss sein) die technische Fertigkeit, Pillen mit einem dünnen Mantel von Zucker zu überziehen (Pilulae canditae).
C/illlilliatrin (canis Hund adj. caninus u. iatpixrj sc. ts^vt) Heilkunde iaTp(a) die Hundeheilkunde.
Canities (canus grau)' das Ergrauen in Folge Mangels an Haarpigment. Bei alten Hunden und Pferden oft recht auffällig.
Canon (xavcav Regel, das Richtholz) die Kurmethode, allgemeine Kurregel.
Canthoplastik s. Kanthoplastik (xavamp;6; Augenwinkel, TcXctooiu bilde) die Lidwinkelbildung, eine Methode der operativen Lidspaltenerweiterung bei Terengerung der Lidspalte (Blepharophimosis) und bei Ankyloblepharon.
Capsnla (Dem. von capsa Kasten, Behältnis*) die Papierkapsel, eine kleine, aus weissem oder farbigem Papier durch einfaches Zusammenfalten hergestellte Enveloppe, in welcher der Pharmaceut kleine Quantitäten eines Pulvers digpensirt.
Capsnlae gelatinosae (v. gelare erstarren, zu Eis werden) Gallertkapseln, Gelatinekapseln, Leimkapseln; eine besondere Umhüllungsform für schlecht schmeckende Arzneistoffe ; dieselben bestehen aus Leim, dem etwas arabisches Gummi, Honig oder Glycerin zugesetzt ist.
Capsnlitis die Entzündung der Linsenkapsel.
Carbnncnlns {carbo Kohle) der Carbunkel.
C. contagiosus, vid. Anthrax.
Carcinoni(xapxivu)[iaHippokr., xapxivot Krebs, xapxivou) mache krebsähnlich, lai. cancer) eine bösartige Neubildung, welche meist recidivirt, Metastasen bildet und an der von ihr occupirten Stelle grosse Zerstörungen anrichtet. Sie nimmt immer ihren Ausgangspunkt von den Epithelien, indem von diesen aus Zellzapfen in das umliegende Gewebe eindringen, dasselbe verdrängen und zerstören. Das noch übrigbleibende Bindegewebe bildet das Gerüst der nach und nach einen alveolären Bau annehmenden Neubildung. Je nachdem dieses Bindegewebe auf den Reiz mit Neubildung antwortet oder nicht, ist die spätere Consistenz des C. verschieden. Das hauptsächlich aus Epithel (Krebsnestern) bestehende C. wird Markschwamm C. me dullare genannt, das mit derbem Bindegewebe vermengte Scirrhus oder Faserkrebs.
Vom Carcinom zum Adenom finden zweifellose Ueber-gänge statt.
1. C. medullare, Markschwamm, Zellenkrebs, enthält am meisten Epithelien, ist sehr weich und lässt sehr viel söge-
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40nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cardiaca.
nannte Krebsmilch abfliessen, welche aus fettig degenerirten Epithelzellen und Gewebssaft besteht; daneben sehr wenig bindegewebiges Gerüstwerk. Der Markschwamm ist häufig pigmentirt (melanotischer Krebs).
2.nbsp; C. teleangiectatum (reXos Ende, olffünv Gefäss, ex-totov ausgedehnt), Blutschwamm, sehr weiches C. mit grossem Reichtum an erweiterten Capillaren.
3.nbsp; nbsp;C. flbrosnm, Faserkrebs Bindegewebskrebs, das Bindegewebe ist sehr reichlich und derb, die Schnittfläche ziemlich trocken. quot;Wenn starke Schrumpfung und vollständiger Schwund des Epithels stattfindet, spricht von einem C. cicatrisans (oicatrix Narbe).
4.nbsp; nbsp;C. sarcomatodes, sarkomatöser Krebs, neben der epi-thelialen Neubildung des Krebses, schreitet eine sarkomatöse des Bindegewebes einher. (An der Pferdeniere beobachtet, dass die Rindenschicht sarkomatös, die Markschicht carcino-matös entartet war.)
5.nbsp; nbsp;C. colloides, gelatinosnm, alveolare, Gallert-, Alveo-larkrebs, ein Krebs mit colloider Entartung der Krebsnester, daneben das Bindegewebe meist reichlich entwickelt.
6.nbsp; nbsp;C. myxomatodes, das Bindegewebsgerüste ist schleimig entartet.
Von diesen Krebsformen, welche auch als Drüsenoarcinome zusammengefasst werden, trennen sich die Epithelial-carcinome ab, welche aber bei unseren Haustieren weit seltener als beim Menschen sind.
7.nbsp; nbsp;Plattenepithelkrebs, Cancroid, Epithelioma, geht von der Haut und den mit Plattenepithelien ausgekleideten Schleimhäuten aus.
8.nbsp; nbsp; Der Cylinderepithelkrebs nimmt seinen Ausgangspunkt von den mit Cylinderepithel ausgekleideten Schleimhäuten oder solchen Drüsen.
Zwischen Platten- und Cylinderepithelkrebs gibt es mannigfache üebergangsformen.
Cardiaca {sc. remedia, v. xapBta Herz) Mittel, welche das Herz in seiner Function beeinflussen, daher Herz-Mittelquot;.
Cardiocele (xapSia Herz, x^Xt) Bruch v. xäui, xscu brenne, xtiXos Geschwulst) i. q. Hernia cordis, Herzbruch.
Carditis, die Herzentzündung.
Caries (to.; xeipm scheere) Knochenfrass, Knochengeschwür. Eine fortschreitende geschwürige Zerstörung des Knochens, welche meist aus einer Entzündung desselben sich entwickelt oder im Gefolge von Vereiterung und Verjauchung der umgebenden quot;Weichteile sich einstellt. An den quot;Wirbeln ziemlich häufig als Folge von Druckschäden.
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Carminativa.
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C. necrotioa. C. mit Losstossung von Knochenstiiokchen.
Cni'imnativa (se. remaUa v. carmen Ton, Schall, oder carmen carminare carere krämpeln?) blähungtreibende Mittel.
Carnificatio pnlmoiils Hat. caro Fleisch, facere machen) = Splenisatio; LungenTerdichtung.
Caro lnxni-i:raquo;iis sog. wildes Fleisch, üppig wucherndes Granulationsgewebe, welches in sofern höher differenzirt ist, als sich oft schon ein Stroma in ihm gebildet hat.
Castrand ein Tier, an welchem die Operation der Castration vorgenommen werden soll.
Castrat das seiner Geschlechtsdrüsen beraubte Tier; s. Castratio.
Castratlo (w. castus keusch, Stamm CAST; KA8, xaftoc-pot rein) die operative Entfernung, resp. Destruction der Geschlechtsdrüsen (der Hoden bei männlichen, der Eierstöcke bei weiblichen Tieren).
Bei ersteren kann die C. mit Beibehaltung der Hoden oder ohne dieselbe ausgeführt werden.
a)nbsp; nbsp;Mit Beibehaltung der Hoden durch:
1.nbsp; nbsp; Quetschen der Hoden;
2.nbsp; nbsp;Quetschen des Samenstranges;
3.nbsp; nbsp;Brennen oder Durchstechen der Hoden;
4.nbsp; nbsp;Umdrehen des Samenstranges und Hodens;
5.nbsp; nbsp;Unterbindung des Samenstranges in Substanz oder seiner Gefasse.
b)nbsp; nbsp;Mit Entfernung der Hoden durch: '
6.nbsp; nbsp;Abbinden u. Abschneiden des ganzen Hodensackes;
7.nbsp; nbsp;Abreissen der Hoden;
8.nbsp; nbsp; Anlegen einer Kluppe auf den Hodensack;
9.nbsp; nbsp;Abschaben des Samenstranges;
10.nbsp; nbsp;Einfaches Abschneiden des Hodens;
11.nbsp; nbsp;Durchbrennen des Samenstranges;
12.nbsp; nbsp;Abdrehen des Hodens;
13.nbsp; nbsp;Unterbindung des Samenstranges;
14.nbsp; nbsp; Abschneiden der Hoden nach Anlegen vonKluppen; al auf den blosgelegten Samenstrang (C. ä tes-ticule decouvert) oder b) auf die ungeöffnete Scheidenhaut (C. ä testicule couvert).
Catapljisum ixa-ca-Xaaua -'. xctTcraXässeiv aufstreichen) der Breiumschlag; besteht meist aus vegetabilischen mit warmem quot;Wasser angerührten Substanzen. (Species.)
Cataracta (xatapppäxtTjc Stromschnelle, xa-c-npöaaco reisse herab) der Star, graue Star, Starblindheit. Als Cataracta bezeichnet man jede in dem normal vollständig durchsichtigen Linsensysteme des Auges auftretende Trübung, mögen die Ursachen derselben und die ihr zu Grunde liegen-
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42nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Cataracta.
den pathologisch-anatomischen Prozesse sefti, welche sie auch immer -wollen. Hiebei ist es ganz gleichgiltig, ob der Linsenkörper oder seine Kapsel in ihrer ganzen Ausdehnung getrübt sind, oder ob nur einzelne T ile oder engstumsohriebene Gebiete eine solche Veränderung ihrer Durchsichtigkeit zeigen. Im Gegensatze zu einem solchen Stare Cataracta vera bezeichnet man pathologische Zustände, bei denen sich trübe und undurchsichtige Massen, welche mit anderen festen Teilen des Auges nicht im Zusammenhange stehen, der vorderen oder hinteren Fläche der Linse, resp. deren Kapsel anlagern, als Cataracta spuria, falscher Star.
Zur näheren Bezeichnung der verschiedensten Starformen bedienen sich die Ophthalmologen in der Hauptsache je nach Farbe, Alter, Consistenz, Ursache des Stares etc. etc. etwa folgender Termini technici:
C. accreta (ad-cresco wachse an) der angewachsene Star; jede Starform, welche mit der Iris oder der Hornhaut durch eine Synechie verlöthet ist.
C. adhaerens ein Kapselstar, welcher Adhäsionen mit dem pupillaren Irissaume eingegangen hat.
C. adnata der angeborene Star; Syn.: C. congenita.
C. argentea s. cholestearinicaperlmutterglänzender Star; es tritt ein abnormer Fettgehalt in der Linse auf, die Chole-stearinkrystalle häufen sich namentlich gegen die Linsen-Oberfläche zu, wodurch die Cataract einen eigenthümlichen Perlmutterglanz erhält.
C. arido-siliquosa (aridm (area) trocken, siliqua Schote, Hülse) trockenhülsiger Star; ein vorher erweichter Star fällt der Resorption anheim, der Kapselinhalt wird aufgesaugt und es bleiben zwischen den beiden Kapselhälften nur wenige trockene, sandige Reste zurück, während die beiden Kapselhälften eine derb-zähe, flache oder gewölbte Membran darstellen.
C. axialis Axialstar, die starige Trübung sitzt Inder Axe der Linse.
C. brunescens brauner Star.
C. calcarea s. cretacea (calx xquot;^1? Kalk, creta Kreide) Kalkstar, Kreidestar; entstanden durch Einlagerungen von Kalksalzen zwischen die bereits pathologisch veränderten Linsenelemente.
C. capsnlaris der Kapselstar; die in der Linsenkapsel im Gegensatz zum Linsenkörper sich entwickelnde starige Trübung. Der Kapselstar ist stets eine secundäre Starform.
C. caps, centralis zeigt sich Inder Mitte des Pupillargebietes als ein runder, weisser, von einem graulichen Hofe umgebener Fleck. Gewöhnlich prominirt die Trübung nur leicht über das
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Cataracta.
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Niveau der Linsenkapsel, seltener stellt sie eine kleine Pyramide dar, deren Spitze bisweilen einen fadenförmigen Fortsatz gegen die hintere Fläche der Hornhaut zu entsendet C. pyramidalis.
C. capsulo-lenticnlaris ein Star, welcher sowohl den Linsenkörper wie auch die Linsenkapsel befallen hat.
C. cholestearinica = C. argen tea.
C. chorioidalis fyoptov Haut, ^opioeiSr]? hautähnlich fHyrtl] der als Folge und im Anschlüsse an Aderhauterkrankungen entstandene Star.
C. complicata der mit anderweitigen Erkrankungen einzelner Augenteile vergesellschaftete Star.
C. congenita der angeborene Star; Syn.: C. adnata.
C. consecutiva {consequor folge) der im Anschlüsse und als Folge von Erkrankung der Linse benachbarter Augenteile sich einstellende Star.
C. corticalis [cortex Rinde) derRindenstar, nur die Rinde die peripheren Schichten des Linsenkörpers sind starig verändert.
C. crnenta (cruor Blut) der Blutstar; ein sog. falscher Star, der entsteht, wenn mit Blut reichlich durchsetzte Exsudate vor der Linse im Pupillargebiete liegen bleiben, ohne der Resorption anheimzufallen, wobei dann das Blut sich all-mälig in mehr oder weniger schwarzes Pigment umwandelt; Syn: C. grumosa.
C. cystica(xüaTi; Beutel) der Beutelstar; der Kapselinhalt ist vollständig verflüssigt, wobei die Cataract entweder längere Zeit in diesem Zustande beharrt oder es tritt allmälig Resorption des Fluidums ein.
C. diabetica (Siaß^TTjt Harnruhr, 8ia-ßatvugt; gehe durch) der diabetisohe Star, der sich meist beiderseitig im Yerlaufe einer Zuckerharnruhr ausbildet.
C. discoidea (Sisxct Scheibe) der scheibenförmige Star.
C dislocata eine Starform, wobei der getrübte Krystall-körper eine Verschiebung erlitten hat.
C. dura der harte Star, harte Kernstar; Syn: Phako-scleroma.
C. fluida verflüssigter Star.
C. fnsiformis Spindelstar, eine die ganze Länge der Linsenaxe einnehmende Trübung.
C. grumosa = C. cruenta.
C. gypsea ein in Härte und Ansehen erhärteten Gyps-massen ähnlicher Star.
C. haemorrhagica in Folge Eindringens von Blut in den Kapselsaok zeigt die Linse eine schwärzliche Färbung.
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44nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cataracta.
C. hereditaria (heres. heredis Erbe) der in der Anlage vererbte Star, Erbstar.
C. hypermatura der überreife Star.
C. immatura der unreife, nocli nicht (zur Operation) gereifte Star.
C. incipiens die in der Äquatorialgegend der Linse beginnende, allmälig nach dem Linsencentrum zu fortschreitende Trübung.
C. lactea Milchstar; ein weicher Star, welcher sich verflüssigt und in ein kalkmilchähnliches Pluidum umgewandelt hat; Syn.: Phakohydropsie.
C. lapida Steinstar.
C. lenticularis die im Linsenkörper selbst im Gegensatz zur Linsenkapsel auftretende Trübung.
C. lymphatica (lympha Wasser) ein in Folge iritischer Auflagerungen und unter unvollständiger Resorption flbrinöser Entzündungsprodukte entstandener Kapselstar.
C matnra der (zur Operation) reife Star.
C. mixta der gemischte Star, Mischformen des Stares.
C. mollis weicher Star.
C. Morgagniana Morgagni'scher Star; eine Form der senilen Cataract, bei der ein opaker und harter Kern in einer vollständig verflüssigten Cortikalis schwimmt.
C. natans s. natatilis Schwimmstar; ein nach völligem Einreissen des Ligamentum Suspensorium lentis frei in der vorderen Augenkammer oder dem verflüssigten Glaskörper herumschwimmender Star.
C. nigra Schwarzstar, zeichnet sich durch seine oft intensiv dunkle Färbung aus.
C. nnclearis Kernstar {jmclms Kern), nur der Kern des Linsenkörpers ist getrübt.
C. partialis der Teilstar, Partialstar, welcher im Gegensatze zum Totalstar nur einen beschränkten Teil des Linsenareales einnimmt.
C. pigmentosa der Pigmentstar {pigmentum Farbstoff, pingo male).
C. polaris anterior et posterior der vordere und der hintere Polarstar; es zeigen sich am vorderen oder hinteren Linsenpole, somit in der Linsenaxe gelegen, starige Veränderungen.
C. progressiva eine Starform, bei welcher der cataraotöse Prozess nicht sich auf die bereits ergriffenen Linsenteile beschränkt , sondern vielmehr die Tendenz zeigt, sich auch auf die noch gesunden Linsenabschnitte zu verbreiten und schliess-lich eine Totalcataract herbeizuführen.
C. purulenta der Eiterstar.
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Catarrhus.
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C. pyramidalis s. pyramidata der Pyramidenstar; siehe C. caps, oentralis.
C. regressiva eine Starform, bei welcher vorzugsweise regressive Metamorphosen sich abspielen.
C. secundaria der Nachstar, d. i. die nach gelungener operativer Entfernung des getrübten Linsenkörpers im Pupillar-gebiete als getrübte Membran sichtbar werdende Linsenkapsel.
C. senills der Altersstar, Greisenstar.
C. stellata der Sternstar.
C. stratlfonnis (sterno, straiumstreue) der strichförmige Star.
C totalis der Totalstar: das ganze Linsenareal ist von der starigen Veränderung befallen.
C. traumatica (xpaüfia Wunde) der Wundstar.
C. tremulans der Zitterstar; neben der Starbildung ist eine Verflüssigung des Glaskörpers oder eine Erschlaffung des Ligamentum Suspensorium lentis eingetreten, so dass bei Bewegungen des Auges die Cataract in eine zitternde Bewegung geräth.
O. tumescens der geblähte Star; entsteht wenn gleichzeitig mit der Ausbildung einer Linsentrübung eine beträchtliche Wasseraufnahme von Seiten der Linse erfolgt, so dass die Linse die Iris nach vorne drängt und den Vorderkammerraum verengt.
C. zonularis Schichtstar; eine nur schmale, an den Linsenkern grenzende Schichte ist getrübt, wobei der Kern selbst und die peripherischen Schichten der Corticalis transparent bleiben.
Catari'lmlaquo;) (xatoppeTv herabfliessen) der Katarrh. Die Alten nahmen an, dass das Secret der Nase aus dem Gehirne durch die Nasenhöhle herabiliesse. Den Beginn der katarrhalischen Entzündung bilden Hyperaemie und Schwellung der Schleimhaut, dann folgt seröse , hierauf schleimige , schleimig - eitrige oder rein eitrige Absonderung, demzufolge man einen C. s e r o s u s, mucosus u. purulentus unterscheidet. Meist sind dem Secrete zahlreiche abgestossene und in Zerfall begriffene Epi-thelien beigemengt.
C. haemorrhagicus ein C. mit Beimengung von Blut infolge leichter Blutextravasationen.
cf. Blennorrhoe, Spntam.
Je nachdem die Schleimhäute des einen oder andern Apparates erkrankt sind, unterscheidet man C. nasalis, bronchialis, intestinalis etc.
Candotomia. [cauda Schweif, Tep.vogt; schneide) das Abschneiden, Coupiren des Schweifes = Amputatio caudae.
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Caustica.
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Canstica (sc. remedia, xafetv brennen) caustische, d. h. ätzende Heilmittel, Atzmittel.
cansticns (xaucTtxö; v. xatsiv brennen) caustisch, ätzend, brennend, z. B. Liquor Ammon. caust., caustische Alkalien.
Cantelen (caveo hüte mich) Schutzmassregeln, Schutzvorrichtungen.
Canterisatio (xaurrjptov, xailaquo; brenne) das Brennen mittelst eines glühenden Eisens zu dem Zwecke, eine Entzündung hervorzurufen oder Gewebsteile zu zerstören.
Caaterinm actaale (xocuTrjptov u. ago handle) das Brenneisen als Zerstörungsmittel für tierische Gewebe; es wird mit dem rot- oder weissglühenden, in eine den jeweiligen Zwecken und Körperregionen entsprechende Form gebrachten Metall der zu brennende Teil direkt berührt.-
C. potentiale [potens; fotentia; potentialis kräftig) ein Mittel, welches in ähnlicher Weise auf die Gewebe wirkt, wie ein Brenneisen, ein Atzmittel.
Caverne (to. Höhle, cavus hohl) ein durch Necrose, Gangrän oder Verkäsung mit nachfolgender Erweichung entstandener Hohlraum im Lungengewebe, der häufig mit einem Bronchialast in Verbindung steht. Eine solche C. kann später durch Bindegewebszubildung abgeschlossen werden (abgekapselte C.)
Eine bron eh iect atis ehe C. ist aus einer Erweiterung eines Bronchialastes hervorgegangen; in diesem Falle lässt sich häufig noch das Flimmerepithel der Auskleidung nachweisen.
of. Bronchiectasie, Vomica.
Cavermitis Entzündung des Schwellkörpers der Ruthe, durch Trauma erzeugt.
Cavernom vid. Angioma cavernosum.
CC Abkz. für Cornu Cervi (cornuHoTn, laquo;t-otlaquo; Hirsch) Hirschhorn. Ol. C. C. Hirschhornöl.
C. C. Abkz. für concisa, contusa [v. coneidere zerschneiden k. contundere zerstossen) zerschnitten und zerstossen; eine Art der Zerkleinerung von Arzneimitteln.
C C. m. S. d. Abkz. für Concisa, contusa misoe, signa, da: Man mische vorher zerschnittene und zerstossene Arzneimittel, bezeichne und gebe ab; auf Recepten gebräuchlich, namentlich am Schluss der Aufzählung der einzelnen Mittel bei Verordnung einer Species.
C d. Abkürzung für Conjugata diagonalis, die Entfernung von der Mitte des Promontoriums bis zum Ende der Beckenfuge; ein Beckenmass.
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Cephalitis.
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Cephalitis (xscpaX^ Kopf) die eigentliche Gehirnentzündung = Encephalitis.
Cepbalocele (xetpotXrj Kopf, xrjXri Bruch) ein Teil des Schädelinhaltes (Gehirn, Meningen) sind aus der Schädelhöhle durch eine Lücke des Schädeldaches nach aussen getreten und bewirken eine Bruchgeschwulst.
Cephalo-Cormodidymi (xs^aXr) Kopf, xopjiolaquo; Rumpf, SiSujioi Zwillinge) Kopf-Rumpfzwillinge; Kopf ganz, Rumpf teilweise oder nahezu ganz doppelt; Gliedmassen einfach vorhanden.
Cephalodidymi Kopfzwillinge; Rumpf und Glieder einfach, von zwei vereinigten Köpfen die Theile mehr oder weniger vollständig vorhanden.
Cepbalothorakopagns (xeipaXrj Kopf, amp;wpa£ Brust, nayo; verbunden) Kopfbrustzwillinge, cf. Syncephalas.
Cephalotridymus (TptSujio; Drilling) Missgeburt mit
drei Köpfen.
Cerate (v. cera Wachs) Arzneifonnen, welche in ihrer Consistenz in der Mitte zwischen Fetten und Pflaster stehen.
Cercarien (xepxot Schwanz, circus) eine Stufe in der Entwickelung der jungen Trematoden (insbesondere der Di-stomen).
Cestodes (xeoto? gestickt, Riemen, Gürtet v. xevtecu) Bandwürmer, Plattwürmer ohne Mund und Darm; viele derselben sind zu einer Colonie (Strobila) vereinigt und besitzen eine gemeinsame Amme oder sog. Brutkopf (S colex), welch letzterer mit Saugnäpfen und bei einigen Bandwurmarten auch mit Haken versehen ist.
Chalasis (xaXaaic Nachlassen, ^aXam lasse nach) das Erschlaffen, die Atonie.
Chalazion (^aXotClaquo; Hagelkorn, Gerstenkorn) das Hagelkorn; als H. bezeichnet man eine kleine, feste, unbeweglich im Tarsus des Augenlides sitzende, aus einer dege-nerirten Meibom'schen Drüse hervorgegangene Geschwulst, deren Hülle von der Wand der Drüse gebildet wird, während den Inhalt das veränderte Drüsensekret liefert.
Chalazosis (yalaCa Gerstenkorn, ^oXocCoiraquo; habe Finnen) die Finnenkrankheit der Schweine und Rinder.
cf. Hydatidosis.
Champignon einem Champignon (Pilz) ähnliche Wucherung; namentlich für das verdickte Samenstrangende bei Samenstrangfisteln gebräuchlich.
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48nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Charpie.
Gharpie {frz.; v. carpere pflücken, zupfen) gezupfte Leinwand, Wundfäden.
Charta {charta, ae das Blatt Papier) das Papier.
Ch. cerata [v. cera Wachs) Waclispapier.
Ch. bibula (y. bibere einsaugen, einziehen) das Filtrir-papier.
CliasmUS (xösf-Tj v. yaiiio gähne) der~Gähnkrarapf.
Cb. C. Abkz. für Charta cerata, s. o.
Cheiloangiojskopie (xquot;gt;oc Lippe, ayyeTov Gefäss, oxoitsu) sehe) die von Hueter zuerst geübte Methode, die Blutgefässe am Lebenden und zwar ursprünglich an der Lippensohleirahaut des Menschen, dann an der Palpebra tertia des Kaninchens mikroskopisch zu beobachten.
Cheilog-nathopalatoschlsis (x^o? Lippe, paamp;ölaquo; Kiefer, palatum Gaumen, a^iCu) spalte) der sog. Wolfsrachen, eigentl. Lippen-Kiefergaumenspalte (Förster).
Clieiloscllisis Lippenspalte, Hasenscharte (Förster.)
Chemosis (xlaquo;, fw.'im gähne, fj\YC\ Gienmuschel) bedeutende Schwellung der Bindehaut (sowohl und namentlich des Fornix Conjunctivae als auch des Augapfelabschnittes der Bindehaut), welche in Gestalt von stark saftreichen Wülsten aus der Lidspalte hervorquillt und den Augapfel dabei oft vollständig verdeckt.
Chirurgie (xe'P Hand, spyov Werk) derjenige Teil der Heilkunst, welcher auf wissenschaftlicher Basis die mit oder ohne Instrumenten zum Zwecke der Heilung ausgeführten kunstfertigen Manipulationen in sich greift.
Cholaemie (xoX^q Galle, ai^a Blut) Gallehaltigkeit des Blutes, Icterus; meist wei'den aber nur die schweren Formen d s Icterus darunter verstanden.
Cholagoga (sc. remedia, x0^ Galle, äyoiYo; führend) die Leberthätigkeit (i. e. Gallebereitung) anregende und hebende Mittel.
Cholelithiasis (Xiftolaquo; Stein, Xiftiaa) habe den Blasenstein) Gallesteinkrankheit. Die Steine und Concremente in den Gallenwegen bilden sich aus der Galle selbst und bestehen in der Hauptsache aus Galleharz, Gallefarbstoffen, Galleschleim, Fett und Salzen in wechselndem Verhältnis.
Cholesteatom (Xquot;^raquo;) Galle, ateap Gen. STeaxo? Talg stehendes Fett, axeanupa die Fettgeschwulst Galen; oTsaxou) werde zu Talg) eine Geschwulst, welche Cholestearin enthält. Am häufigsten beim Pferde in den Adergeflechten vorkommend, deren Umfang dann bis zu Hühnereigrosse '
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Cholosis.
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Termelirt sein kann. Als Cholesteatomcysten beschreibt Roll Cysten, deren Inhalt fettig weiss, glimmerartig glänzend erscheint und aus Cholestearintafeln besteht. Auch sie kommen in den Adergeflechten vor.
Cholosis (xoXoui mache gallig, zornig) Bezeichnung für eine mit Gelbsucht (Ikterus) verlaufende Krankheit.
Cbondritis (xovSpot Knorpel) die Knorpelentzündung, in der Hauptsache in einer Wucherung der Knorpelzellen und Schwund der Qrundsubstanz bestehend.
qf. Arthritis defurmans, Perichondritis.
Chondroide (xovSpoc Knorpel, eiSoc Gestalt) knorpelartige Concremente in den Luftsäcken des Pferdes; auch in den Gelenkhöhlen vorkommend.
Cbondrom Knorpelgeschwulst im Allgemeinen.
of, Kk^hondrose, Enchondrom, Osteochondrom.
C'liordapsiis (X0P^ Saite, omria knüpfe, yophaiioi = siXeot) die Darmeinschnürung, Darmverengerung.
Chorioptes [Megnin] = Dermatophagus [Fürst enberg] = S ymbio t es [Gerlach] Fressmilbe.
Ch. ecaudatus auris canis [Guzzoni] = Ch. e. cy-notis [Megnin] = Sarcoptes cynotis [Hering] = Der-m tophagüs canis [Fürs te nberg] im Ohre des Hundes, dortselbst heftige Entzündungen, selbst epileptiforme Anfalle verursachend.
Ch. ecaudatus cati [Megnin] = Symbiotes felis [Huber] = Dermatophagus felis [Gerl.] im Ohre der Katze gefunden.
Ch. spatiferus [Megnin] = Symbiotes bovis [Gerl.] = Dermatophagus bovis [Fürst.] eine Milbe, welche beim Kinde die sog. Fuss- und Steissräude verursacht.
lt; lioriotcli t is s. Choroiditis die Aderhautentzündung, je nach dem Charakter des gesetzten Exsudates als Ch. paren-chymatosa, serosa, purulenta etc. bezeichnet. Irido-chorioiditis recidiva sive specifica equi die sog. periodische Augenentzündung des Pferdes.
Chorio-Retinitis die Aderhaut-Netzhautentzündung; Fortsetzung des entzündlichen Prozesses von der Aderhaut auf die Retina.
ChromOCytometer (eigentl. Chromatocytomcter, xutoc Bläschen) Apparat zur Bestimmung des Hämoglobingehaltes im Blute. Die Prüfung wird in der Weise vorgenommen, dnss man durch eine Schichte Blutes eine Lichtflamme fallen lässt, wobei als Anhaltspunkt das Verschwinden der Contouren dieser Flamme dient. Ein beigegebenes gefärbtes Musterglas ermöglicht einen Vergleich.
Martin n, Schlampj), Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 4
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50nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Chromuretica.
Chromnretica {sc. remedia, ^jKivuju färbe, XP0!461 Farbe, oupelaquo;) harne) den Harn färbende Mittel, wie z. B. Rheum.
ClcatriX (lat.) die Narbe, das aus dem Granulationsgewebe (s. d.) hervorgegangene Bindegewebe, durch welches ein Substanzverlust bleibend ausgefüllt wird.
Cicatrisatio Narbenbildung, Vernarbung.
cf. Graiiuhition, Intentio, Caro luxurians,
Cicatrix corneae die Hornhautnarbe.
Cicatrisantia {sc. remedia, cicatrix Narbe) Heilmittel, welche die Vernarbung befördern, et'. Consolidantia.
cinereus (v. cinis Asche) aschgrau; bes. gebräuchlich in der Verbindung: Ungt. hydrarg. cinereum, die graue Quecksilbersalbe.
circinatns (circinare runA machen; circus, y.ipxoj Zirkel = circinus, xipxivo;) kreisförmig, ringförmig; z. B. Herpes cir-cinatus.
Circiimvollltio (circumvolvo, wälze um) die Umwälzung, z. B. von Eingeweiden.
Cirrliagl'a ixtppöe, cirrus Ranke, Haar, Locke, aypa Beute, Gicht, aypem fange, nehme = aipEtu) der quot;Weichsel-zopf vid. Plica polonica.
CLrrhosis (xippö; = xixptvot von x'ixpov, cedrus cltronen-gelb) die bindegewebige Verhärtung von Organen mit Schrumpfung und Schwund des Parenchyms; meist das Endprodukt einer chronischen interstitiellen Entzündung oder die Folge von Stauungsprozessen.
Am häufigsten kommt bei unseren Haustieren vor: die
C. der Leber, vid. Hepatitis interstitialis;
C. der Niere, vid. Nephritis interstitialis;
C. der Lunge, das nicht seltene Endprodukt chronisch verlaufender Pneumonic, namentlich der interstitiellen. Aus den rundzellig infiltrirten Bindegewebszügen entwickeln sich im Laufe der Zeit dicke, schwielige Balken, daneben schreitet oft eine Zubildung von Bindegewebe in den Alveolen selbst einher, so dass manchmal ein sehr derbes, luftleeres, häufig Pigment haltiges, fibröses Gewebe an Stelle einer normalen Lungenpartie tritt. Nicht selten werden die verschiedensten Stadien der Bindegewebsentwickelung nebeneinander angetroffen, rund-zellige Infiltration neben alten Schwielen, da ein leicht entzündlicher Zustand noch lange Zeit in dem Gewebe zurückbleibt. Bronchiectasien und die Bildung bronchieetatischer Cavernen können die Folge des Schrumpfungsprozesses sein.
Cirsocele (xtpaö; Blutaderknoten, xitjXtj Bruch) der Krampfaderbruch, Venenerweiterung, cf. Varix.
vid. Varicocele.
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cirsoid.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 51
clrsoid (siSu) bin ähnlich) varixartig.
Cito! {cito schnell, rasch) ein Vermerk, welcher auffallend auf ein Recept, gewöhnlich in der Sähe des R!, in jenen Fällen angebracht wird, wo eine Verzögerung der Dispensation Gefahr mit sich bringen würde. Der Pharmaceut muss mit diesem Avis versehene Recepte ohne jegliche Verzögerung vor allen anderen etwa vorliegenden Geschäften erledigen = Statim!
Clandicatio (claudusgr.jiaköi) Aas Lahmgehen, Hinken.
Clinica (xXtvr) Bett, xXim neige) die Klinik; der Warne ist von der menschlichen Medicin auch in die Veterinärmedi-cin übertragen worden.
Kliniker: der klinische Lehrer.
Poliklinik: (noXit Stadt) die Stadtklinik, Behandlung der Stadtkranken.
ambnlatorisclie Kl. (ambido gehe spazieren) die auswärtige Klinik, Landpraxis.
Cliqnetis s. tintement metalllqae (frz.) metallisches Klirren; auskultatorisches Phänomen.
d'. Timbre metalliqne.
Clysma (xXüajj-a v. xXuCslaquo; abwaschen, spülen) Klystier, die Einbringung von Wassermengen oder flüssigen Medikamenten in den Mastdarm vermittelst Spritze.
Coagulantisi {sc. remedia, co agulare (cogere) gerinnen machen) Heilmittel, welche wegen ihrer Eigenschaft, eiweiss-haltige Flüssigkeiten oder Gewebe bei der Berührung schon zur Gerinnung zu bringen, angewendet werden.
Goagnlationsiiekrose (coagulare [= coagerc] gerinnen; vexpotu töte, daher vexpwai? Tod) Jfekrose in Folge Gerinnung der Eiweisskörper in den Zellen oder Geweben. Dieselbe wird dadurch herbeigeführt, dass die Lymphe, welche fibrinogene Substanz enthält, in die Zellen eindringt und mit der fibrinoplastischen Substanz derselben gerinnt.
Coalitio partinm {co-alesco wachse zusammen) Verschmelzung der Organe bei Missgeburten. Sonst getrennte Teile sind einander in der Mittellinie so nahe gerückt, dass sie sich mehr oder weniger innig verbunden haben.
Coaptatio {con-apto füge zusammen) künstliche Zusammenfügung getrennter Teile z. B. das Einrichtenquot; von Bruchenden bei Knochenbrüchen.
Coccidinm (xoxxos Kern) von Leuckart eingeführter Name für die kugel- und eiförmigen Psorospermien. C. ovi-forme, C. perforans.
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52nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Coindicationes.
Coindicatlones (co-con-cum und indico zeige an) alle jene anzeigenden Umstände, die zur Bestätigung der Hauptanzeige dienen, und solche, die in Nebenumständen gegeben umd öconomiseher oder diätetischer oder symptomatischer Natur sind, deren Ausführung den Erfolg der durch die Haupt-indicationen geforderten Massnahmen sichert.
Col. (colare durchseihen, colum Seihkorb) Abkz. für Cola-tura, das Durchgeseihte und für cola, es werde durchgeseiht.
Colatorinm {v. colare durchseihen, reinigen) das aus ungebleichter Leinwand, sog. Müllertuch od. Beuteltuch in quadratischer Form geschnittene Seihtuch, durch welches man Flüssigkeiten laufen lässt, um sie von gröberen Verunreinigungen zu befreien.
C/Olatara. {colatura v. colare seihen, was durchgeseiht worden) das Durchgeseihte.
Collapgns {collabor falle zusammen) rasch eintretender, bedeutender Yerfall der Kräfte, namentlich im Verlaufe Ton heftigen Fiebern, durch plötzlich eintretende Herzschwäche herbeigeführt, nach Operationen etc.
Collapsus pulmonum vid. Atelectasis.
COlliquativ {colliquo verflüssige, liqueo bin flüssig) meist auf Diarrhöe bezogen; ein c. Durchfall ist sehr erschöpfend und schwer stillbar; daher immer der Begriff einer schweren Erkrankung damit verbunden.
Collodesmns (xoXXa Leim, Ssofiot Band, Sem binde) der Kleister- oder Leimverband.
Collonema (xoXXa Leim, vfjjwc webe, veui, lat. neo spinne) die Gallertgeschwulst.
Collyriuni (v, collyrius länglich rund; in der Arzneikunst der Alten ist Coliyrium ein länglich rundes, als Augensalbe dienendes Balsamkügelchen)das Au gen was ser, allgemeine Bezeichnung der flüssigen, zum Gebrauche für die Augen bestimmten Arzneien.
Coloboma ocnli (xoXoßmjj.laquo;, xoXoßou) verstümmele) ein angeborener Defect, von dem ein oder mehrere Teile des Auges betroffen sein können.
C. palpebrarnm das Lidcolobom,
C. iridis das Regenbogenhautcolobom,
C. chorioideae das Aderhautcolobom,
C. lentis das Colobom der Linse.
Combustio = Ambnstio {comburo verbrenne) die Verbrennung.
Comminntio (comminuo zertrümmere) die Zertrümmerung, Zersplitterung.
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Comminutivbruch.
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ComminntiTbrnch (comminno schlage in Stücke) Splitterbruch; vid. Practura.
Commotio [commoveo erschüttere) die Erschütterung, hauptsächlich auf das Gehirn und Rückenmark bezogen. Es wird angenommen, dass dabei Veränderungen der feineren Gewebsstruktur vor sich gehen, durch welche vorübergehend oder dauernd eine Funktionsstörung veranlagst werden kann.
Complicatio (complico verwickle) die Verbindung einer Krankheit mit einer anderen, bzw. das Hinzugesellen von neuen Symptomen zu schon vorhandenen.
COmpositllS [com -Jionere zusammensetzen) zusammengesetzt; im Gegensatz zu simplex. Bes. gebraucht von Arzneien, welche eine grosse Masse von einzelnen Arzneimitteln enthalten.
Compresse {comprimo drücke zusammen) ein meist 4 bis 8 mal zusammengelegtes, nach innen umgeschlagenes Stück Leinwand o. dergl., mit welchem man einen massigen Druck auf davon umhüllte Teile auszuüben bezweckt. Ähnliche Bäusche, aus Werg, Jute etc. gefertigt, nennt man Tampon's; man kann mehrere derselben aufeinander schichten, gra-duirter Tampon, oder einen grösseren Knäuel zur Erhöhung seiner Festigkeit zusammenbinden, Pelotte. Eine andere Form ist die, dass man Bäusche aus parallel liegenden Jutesträngen anfertigt, deren Längsfasern mehrfach über-einanderlegt und daraus ein meist viereckiges, einem kleinen Kissen ähnliches Plumasseau bildet. Aussei- den gewöhnlichen Leinwandkompressen werden auch an den Rändern eingeschnittene, die sich den Vertiefungen dann besser anschmiegen gespaltene Kompressen angewandt. Mehrere pyramidenförmig geschichtete und mit senkrecht durchgezogenen Fäden verbundene C. werden graduirte Kompressen genannt. Soll die C. mehr der Länge nach wirken, so wendet man sog. Longuetten an.
Compressio {comprimo drücke zusammen) die Anwendung von Druck zur Verhinderung oder Beseitigung von Ergüssen, Geschwülsten und Blutungen. Gegen letztere als Druck mit dem Finger, Digitalcompression, Druckverband oder kräftige Tamponade angewandt. Gegen Geschwülste und Ergüsse als permanenten Druck (Druck verb and) oder als Massage (s. d.).
CompressiTVerband eine Verbandmethode, durch welche ein Druck auf die unterliegenden Teile ausgeübt wird.
Compressorinm die Druckbandage, der Aderdrücker.
COnC. Abkz. für concentratus (v. centncm Mittelpunkt ii. con=ciim mit, zusammen = in einem Mittelpunkt vereinigt) concentrirt.
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54nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Concrementum.
Concrementmn (laquo;laquo;erlaquo;laquo; wachse zusammen) das C on -crement, vid. auch Caliculus. Die C. bilden sich aus Niederschlägen von Salzen im Innern von Geweben, in Exsudaten, in den Vevdauungs- und Harn-'Wegfcn.
Coiicretio der Vorgang der Concrementbildung.
Condyloma (xövSuXos Knorren, Zapfen, xovSuXotu schwelle an) die Feigwarze, eine papilläre Neubildung von den Haut- oder Schleimhautpapillen ausgehend.
confertns (cmfercio dränge dicht zusammen) dichtgedrängt z. B. von multiplen Neubildungen gebraucht.
confluent, confluirend (con = cum, fluo fliesse) zusamment'liessend, z.B. Geschwüre, Absoesse etc.
Conformatio (conformo, forme) die Einrichtung von Knochenbrüchen und Luxationen.
Congelatio (congelo gefriere) die Erfrierung. Man kann wie dies früher bei der Verbrennung geschah, 3 Grade unterscheiden:
der 1. Grad ist durch Röthung und Geschwulst der erfrorenen Stellen mit gesteigerter Empfindlichkeit gekennzeichnet;
beim 2. Grade findet Blasenbildung statt (Frostbeulen), dieselben sind meist mit blutigem Inhalte gefüllt;
beim 3. Grade kommt es zum Absterben des betreffenden Teiles. Auch Erfrierungen des ganzen Körpers kommen vor.
Congestio (congero häufe an, führe hin) vid. Hype raemie.
Conglutinatio {con-glutino klebe zusammen, gluten gen. ghetinis Leim) leicht trennbare Verklebung oder Verwachsung von Teilen durch entzündliches Exsudat.
Conjngata diagonalis {conjuga = conjux Gattin, Sti durch, ywvia Winkel) die Entfernung von der Mitte des Pro-montoriums bis zum hinteren Ende der Beckenfuge; ein Becken-mass. Abkürzung: C. d.
Conjngata Vera der Höhendurchmesser des Beckeneinganges, eine Gerade, welche vom oberen, vorderen Ende der Beckenfuge zur Mitte des Promontoriums gezogen wird. Der wichtigste Beokendurohmesser. Abkürzung: C. V.
Conjunctivitis (numirana conjunctiva die Augenlidbindehaut) die Bindehautentzündung, Entzündung der Bindehaut des Auges.
Je nach der Intensität des Leidens und dem producirten Sekrete unterscheidet man:
C. katarrhalis der Bindehautkatarrh, die katarrhalische Bindehautentzündung;
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Conquassatio.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;55
C. serosa seröser Bindehautkatarrh;
C. purulenta eiterige Bindehautentzündung; Bindehaut-blennorrhoe;
C. follicularis Bindehautentzündung unter Anteilnahme der Lymphfollikel der Bindehaut.
Syn.: Syndesmitis.
Conquassatio {quatio, ere quetsche) die Zer-quetschung.
cf. Contusio, Dilacenitio.
laquo;onslaquo;Hquot;iitiviis (consequor folge nach) nachfolgend, z. B. von Folgekrankheiten, Nachkrankheiten.
Conservae {comervare erhalten, unversehrt lassen)
Mischungen vegetabilischer Substanzen, meist aus frischen Ki'äuterteilen bereitet, mit Zucker zum Zweck unveränderter Aufbewahrung stark versetzt, von der Consistenz derber Latwergen.
Oonsolidailtia (sc. remedia, consolido verdichte, solidus fest, solam Boden) zusammenziehende Mittel, welche die Yer-narbung befördern.
of. Cicatrisantia.
consonirend {consono tpne mit) ein Schall, welcher durch das Mitschwingen einer in gewissem Räume enthaltenen Luft- oder Graspartie verstärkt wird.
cf. Hhoncbus.
consp. Abkz. für consperge u. conspergantur {con-spcrgo bestreue) man bestreue (Pillen mit irgend einem Pulver, z. B. Lycopodiura). Auf Eecepten.
Conspergens (conspergo bestreue) das Conspergir-pulver, ein vegetabilisches Pulver, das zum Bestreuen von Pillen, Bissen etc. etc. dient, um diese vor Yerkleben zu schützen.
Constematio (Scheuwerden, consternare, intensivum von consternere; Liv. 37, 42, 1: consternavit equos) das Scheuen, Zusammenfahren der Pferde.
Constipatio (claquo;wö)gt;ö dränge zusammen) Obs true tio, die Verstopfung.
C. falsa, falsche Verstopfung wird jene Form genannt, bei welcher die Ansammlung von Kothmassen ausserhalb des Afters und die Verklebung derselben mit den Haaren die De-faecation erschwert oder unmöglich macht.
Constitnens (laquo;oatiölaquo;raquo;-laquo; feststellen, errichten) aufRe-cepten: das die Arzneiform bedingende Mittel, das Gestalt gebende Mittel.
Constrictenr frz. {comtringo schnüre zusammen) ein Eoraseur, bei welchem die Kette durch eine Drahtschlinge ersetzt ist.
cf. Ecrastjur.
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Consumtio.
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Consnmtio {consumo zehre auf) vid. Phthisis.
C^on tag iu lit {contingo berühre) der Anateckungsstoff, das bei gewissen (contagiösen) Krankheiten vorhandene Gift, welches durch Berührung resp. Impfung bei einem geeigneten, dafür empfänglichen Tiere dieselbe Krankheit mit der Fähigkeit der Fortpflanzung und weiteren Verschleppung hervorzurufen im Stande ist.
Contorsio {cmtorqueo verdrehe) die Verdrehung, Verrenkung.
Contractnra {contraho ziehe zusammen) die dauernde Verkürzung oder Zusammenziehung von Muskeln und Bändern in Folge anatomischer Veränderungen oder auf spastischer oder paralytischer Grundlage beruhend.
Contrafijgsnra und Contrafractnra Ipm contra
gegenüber, fissura Spalt, fractura Bruch, findo spalte, frango breche) eine Fissur oder Fraktur (Knochenbruch) traumatischen Ursprunges, die sich an einer anderen als der Stelle der einwirkenden Gewalt gebildet hat.
C/Ontraindicatio (neulat.: indkare anzeigen) die Gegenanzeige für die Anwendung eines Heilverfahrens oder Heilmittels.
Contnmacia (eig. Widerspenstigkeit, hi. temno, con-tevmo verachte, jetzt im Sinne der Absperrung gebraucht) die sorgfaltige Trennung und Abschliessung mit ansteckenden Krankheiten behafteter Tiere zur Verhütung der weiteren Verbreitung der Krankheit.
ContüJSio {contundo zerquetsche) die Quetschung der Gewebe, häufig mit teilweiser Zerreissung und Bluterguss verbunden.
cf, Conquassatio, Dilaceratio, Commotio,
Convnlslo {cotwelh reisse) die Zuckung, der Krampf.
cf. Spasmus.
convulsivisch zuckend.
COq. Abkz. für coque, coquatur {v. coquere kochen) man koche (auf Rezepten gebr.).
Cor'das Herz.
-C. adiposum Fettherz, Herzverfettung (adeps Fett); man fasst unter diesem Ausdruck zusammen:
a.nbsp; fettige Degeneration des Herzmuskels bei allgemeinen und örtlichen Ernährungstörungen;
b.nbsp; nbsp;abnorme Zunahme des äusseren Herzfettes im Verlaufe der Gefässfurchen;
c.nbsp; Fett-Infiltration des Herzmuskels.
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Corelysis.
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C. taurinum Oohsenherz, die höchsten Grade von Herz-hypevtrophie und Dilatation (tattrus Stier).
C.'villosum s. hirsutum {villus [pilus] Zotte, hirsuius rauh) Zottenherz. Epi- und Pericardium zeigen zottige Bxcrescenzen.
etquot;. Pericarditis.
Corelysis s. Korelysis (xoprj Pupille, Xüotc, Xum löse) die künstliche Pupillenlösung bei Verwachsungen zwischen Hinterfläche der Regenbogenhaut und der vorderen Linsenkapsel (Synechien).
Coremorphosis s. Koremorphosls (ppf'j, p-op-
tpöu), [ioptpouaii; Bildung) die künstliche Pupillenbildung.
CJoriago (carium Lederhaut [Columella n. Veget]) die Harthäutigkeit des Rindviehs, meist nur das Symptom einer chronischen Allgemeinerkrankung.
Cormo-Melodidymi (xopjio? Rumpf, piXoc Glied 8!8upoi Zwillinge) Rumpf-Gliederzwillinge.
Cormotridymns (xoppo? Rumpf, TpiSupo; Drilling) Missgeburt mit drei Rümpfen. (Gurlt). C. tricaudatus.
Cornea die Hornhaut.
C. conica = Keratoconus; Syn.: Staphyloma pellucidum.
C. globosa = Keratoglobus ; Syn.: Hydrophthalmus anterior, Hydrops camerae anterioris.
Cornn cataiieum {cutis die Haut) das Hauthorn, hornartige Auswüchse, aus verhornten Bpithelien bestehend, welche sich über die Hautoberfläohe erheben.
Corpascala oryzoidea (opuClaquo; Reis, etSstv ähnlich sein) die Reiskörperchen. Kleine, freie oder adhärirende Körperchen, welche abgeschnürte quot;Wucherungen von chronisch entzündeten Gelenks- und Sehnenscheidenmembranen darstellen, oder aus fest zusammengebackenen entzündlichen Biweissge-rinnseln bestehen können.
Corrigens (corrigere verbessern) das Geschmaoks-Ver-besserungs-Mittel; zu Arzneiformen, welche sehr schlecht und widerlich schmeckende Substanzen enthalten, beigemengt, um den schlechten Geschmack einigermassen zu verdecken. Man benutzt daher als Corrigentia stark süsse, überhaupt dem Patienten angenehm schmeckende Mittel.
Corrodentia {sc. remedia, rodo nage) Aetzmittel.
COrrodireu (corrodere zernagen) ätzen, anätzen.
Corrosio (corrodo zernage) die teilweise Zerstörung von Geweben und Organteilen durch geschwürige Prozesse oder ätzende Stoffe.
Cl'. AlTüsiü.
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58nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;corrosivus, corrosiv.
corrosivns, corrosiv (v. corrodere zernagen, anätzen) ätzend; z. B. Hydrarg. biclilorat. corrosivum, der ätzende Quecksilbersublimat.
Coi'tex (cortex, ids) die Rinde.
COirymbosiIS {corymbus Blüthentraube) gruppenweise angeordnet nach Art von Trauben z. B. boi Neubildungen.
Coryzsft (Hippokr. xopuCa Rotzfluss) Schnupfen, Nasen-katarrh.
vid. Khinitis, Catarrhus.
Coryzm'ia {sc. remedia, xapu{a Schnupfen) zur Bekämpfung von Nasenkatairhen örtlich angewendete Heilmittel.
COnpireil, (/laquo;. couper schneiden, amp;^laquo;/der Schlag, to;laquo; lat. colaphus Faustschlag, zoXatpo;)
1) Abschneiden, Verkürzen des Schweifes bei Pferden und der Ohren bei Hunden, Mode-Operationen;
2) rasche Beendigung des Krankheitsverlaufes durch geeignetes therapeutisches Eingreifen, cf. Arbotivkur.
Coxitis {coxa Hüfte, eig. coc-sa, xo^covtj) Hüftgelenkentzündung.
Cranioschisis (a^tCu) spalte) angeborene Spaltung der Schädelhöhle (Förster).
Cl'epitatio (crepare -crepitarc) das Gefühl und der Gehörseindruck, welche man beim Reiben rauher Flächen an einander wahrnimmt (z. B. bei Knochenbrüchen; ferner bei Ansammlung von Luft oder Gasmassen im Zellgewebe).
Rünchus crepitans vid. Ronchus.
Cretiflcatio (creta Kreide, facto mache) die Verkrei-dung organischer Gewebsteile durch Einlagerung von Kalksalzen.
cf. Petrificatio.
crocatns {v. Crocus sativus Safran) Safran haltig, mit Safran versetzt: z.B. Tinetura Opiicrocata, safranhaltige Opiumtinktur.
4Cronp {ital. grappo, grupo, franz.; groupe Klumpen, Knoten, althd. krapf.; nord. kryppj Höcker, Krüppel; gälisch crup zusammenziehen) eine Sohleimhautentzündung mit Produktion eines fibrinösen Exsudates, welches die Oberfläche der Schleimhaut als Membran bedeckt. Letztere ist stark hyper-ämisch und ihres Epithels verlustig gegangen. Die Croup-membranen bestehen aus den veränderten Sohleimhautepithelien, einem Netz- und Balkenwerk von Fibrinfäden, weissen und bisweilen auch roten Blutkörperchen, sowie Kernen.
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crudus.
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(Zwischen Croup und Diphterie ist anatomisch nur ein gradueller Unterschied s. letztere). Je nach dem ergriffenen Organ spricht man von:
Pneumonia crouposa, croupöse (lobäre) Lungenentzündung;
Angina crouposa, croupöse Halsbräune;
Enteritis crouposa, croupöse Darmentzündung u. g, w.
crndllS {v.cruor, Blut, daher eigentlich blutig) roh, ungereinigt; besonders für chemische Präparate gebräuchlich, im Gegensatz zu depuratus, womit das von Verunreinigungen befreite, und zu pur us, womit das im Laboratorium chemisch rein dargestellte Präparat bezeichnet wird.
CryptodldymtlS (SiSufioc, Zwilling) der verborgene Zwilling, ein in einem anderen verborgener Fötus. (Fötus in Fötu). (Gurlt.)
C. abdominalis, subcntaneus.
of* Engastrius, Bpigastrins.
Cacnrbita {curvus gebogen; Kürbis) der Sohröpfkopf. Cncnrbitatio das Schröpfen.
er. Scarificatio.
Culter {colo bebaue) das Messer.
et'. Bistouri, Skalpelltim.
Climnllltlv (cumulus Haufe); c. wirkend nennt man solche Arzneimittel, welche bei mehrmaliger Anwendung üblicher Dosen durch Addirung der einzelnen Gaben toxisch wirken können.
Curette frz. (eurer ausräumen, reinigen, lat. eurarc) löffeiförmiges Instrument zum Unterfangen und Ausziehen fremder Körper aus Kanälen, z. B. von Geschossen aus Schusskanälen, von Steinen aus der Harnröhre u. s. w.
C V. Abkürzung für Conjugata vera, die Entfernung von Mitte des vorderen Beckenfugenendes bis zur Mitte des Pro-raontoriums; ein Beckenmass.
Cyanosis (xuavuiou blaue Farbe, xuaveo? dunkelblau) die blaue Färbung der sichtbaren Schleimhäute, bei Hühnern auch des Kammes, in Folge mangelhafter Oxydation des Blutes.
Cyclitis s. Kyklltls (xüxXoc Kreis) die selten für sich allein, gewöhnlich vergesellschaftet mit Entzündungen der Regenbogenhaut als Iridocyclitis oder der Aderhaut als Cyclo-chorioiditis auftretende Entzündung des Ciliarkörpers.
Cycloplegia s. Kykloplegia (xuxXot Kreis, nXrjaaco schlage) die Accommodationslähmung.
Cyklops (xüxXuxji v. xjxXoc Kreis, öS']) Auge) eigentlich Kreisauge; Missgeburt mit Einem Auge. vid, Alonophtbalmus,
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60nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cylindrom.
Cylindrom (xüXivSpo? xuXivSpöu) wälze, Walze) ein Name, unter dem verschiedene Autoren verschiedene Geschwülste begreifen. Am richtigsten dürfte die Deutung von Ewetzky sein, nach welchem Cylindrome plexiforme Sarkome mit kolloider Entartung der Zellen oder des Stroma, oder Angioma mucosum proliferum oder Mischformen sind. He nie nennt es Syphonom, Förster und Küster Sohleimkankroid.
Cynanche (Hippocr. die Hundebräune, äy^eu ango schnüre, würge) vid. Angina.
f'ynolysMiini (xuuw Hund, Xuaaa Wuth) die Hundswuth.
vid. ßabies canina. Lyssa,
Cynorexie (xacuv Hund, Gen. xuvot, opejic Appetit, opeyu) verlange) der Wolfshunger.
Cysticercoid (xuoxi-xspxostSrjc) ein Blasenwurm (Cysti-cercus s. u.) ohne Flüssigkeit, wie z. B. der in der Leibeshöhle von Trichodectes canis (Hundehaarling) lebende C. der Taenia cucumerina.
Cysticercns (laquo;usttc Blase, xepxot Schwanz) der Blasenwurm, d. i. die geschlechtslose Jugendform der Cystotaenien, Blasenbandwünner, welche an der Embryonalblase selbst den Bandwurmkopf und zwar meist in der Einzahl entstehen lassen.
Die bis jetzt als Vorstufen von Bandwürmern sicher bekannten Blasenwürmer sind:
C. cellulosae [Rudolphi] {cella Zelle, celluld) der Zell-gewebsblasenschwanz oder die ächte Finne. (Schwein, selten Hund und Mensch Musculatur, ausserdem so ziemlich alle Organe des Körpers.)
quot;Vom Menschen genossen entwickelt sich derselbe zur Taenia solium.
C. elongatus [Leuckart] {v. longus) (Kaninchen-Bauchfell), die Taenia z. Z. noch unbekannt.
C. fasciolaris in der Leber von Ratten und Mäusen; von der Katze verzehrt, entwickelt er sich in diesem neuen Wirt zu Taenia crassicollis.
C. flstularis [Rudolphi] (_/amp;;laquo;amp; Röhre) der röhrenförmige Blasenschwanz. (Pferd-Bauchfell).
In ihm vermutet man die Vorstufe der Taenia per-foliata.
C. pisiformis [Zeder] (pisum Erbse, forma Gestalt) die erbsenförmige Finne. (Kaninchen, Hase vorzugsweise Leber, ausserdem Lunge, Netz, Gekröse etc.).
Wird vom Hunde genossen zur Taenia serrata.
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Cystinurie.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;61
C. tennicollis [Diesing] (tenuis zart, collum Hals) die dünnhalsige Finne (Schwein und Wiederkäuer Muskulatur.)
Entwickelt sich, vom Hunde genossen, zur Taenia mar-ginata.
Cystinurie (Cystin, modern v. xuans Blase) Ausscheidung von Cystin im Urin.
Cystls (xüctij Blase) von einem fibrösen Sacke oder Balge umgebene geschwulstartige Ansammlung flüssiger oder breiiger Massen.
Nach ihrer Entstehung unterscheidet man;
1.nbsp; nbsp;Cysten, welche aus der Umbildung normaler Hohlräume hervorgehen und zwar:
a)nbsp; nbsp;durch Retention des Sekretes von Drüsen in diesen selbst oder ihren Ausführungsgängen (Ketentionsoysten, v. retineo halte zurück);
b)nbsp; durch Ausdehnung geschlossener Follikel, z. B. Ovario-cystis follicularis (v. follicztlus Bläschen);
c)nbsp; nbsp; durch Vergrösserung von Schleimbeuteln, Sehnenscheiden etc. in Folge vermehrter Secretion oder Ansammlung von hydropischen Ergüssen, Exsudationscyste {exsudare ausschwitzen).
2.nbsp; nbsp;Cysten, welche in Folge mangelhafter Eückbildung embryonaler Organe entstehen.
3.nbsp; nbsp;Cysten, welche durch Absohnürung im Embryonalleben angelegt worden sind und sich später weiter entwickelt haben; z.B. Dermoidcysten.
4.nbsp; Cysten, welche aus Blutergüssen entstanden sind, Extra-vasations-Cysten, Cystis hämorrhagica und apoplectic a; um den Blutherd hat sich eine fibröse Kapsel gebildet und das Blut ist durch klares Serum ersetzt worden.
5.nbsp; nbsp;Cysten, welche durch Degeneration normaler oder pathologischer Grewebe entstehen; z. B. Cystosarkome, Br-w eichungs- C.
6.nbsp; nbsp;Cysten als primäre Neubildung, Cystome.
Nach dem Inhalte trennt man:
a)nbsp; Atherom, die Grützebreigeschwulst;
b)nbsp; nbsp;Choles tear in-Cy s t en;
c)nbsp; nbsp;Dermoid-Cysten; der Balg besteht aus Hautbestandteilen , der Inhalt aus Haaren, Fett und abgestossenen Epi-dermismassen:
d)nbsp; nbsp;Meliceris (s. d.);
e)nbsp; nbsp;seröse Cysten, Hydatis, Wassergeschwulst; Cyste mit dünnflüssigem, klarem Inhalt;
f)nbsp; nbsp;Schleim-Cysten mit schleimigem Inhalt;
g)nbsp; nbsp;hämorrhag is ehe Cysten (s.d.).
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Cystitis.
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Cystitis Blaaenkatarrh, Blasenentzündung.
C. acnta, primär oder als Begleiterscheinung anderer Krankheiten.
C. chronica, bei Blasensteinen oder sonst andauernd einwirkenden Reizen vorkommend, zu Verdickung der Schleimhaut, manchmal zu angiomartigen Blutgelasserweiterungen führend.
Cystitom (xepLVü) schneide) Instrument zum Zerschneiden der Linsenkapsel bei einer gewissen Methode der Staroperation.
Cystocel* Oquot;^7) Bruch) der Blasenbruch; manchmal auch für die Umstülpung der Blase gebraucht.
Cystoleiclins sarcoptoides (xuaxi? Blase, Xet/m lecke?, oapxoitTT]? imd s'Su) bin ähnlich) die Luftsackmilhe der Hühner.
Cystoid (e'6ü) bin ähnlich) mehrkammerige Cyste.
Cystolithns (Xtdo; Stein) der Harnblasenstein.
Cystomyxom vid. Myxoma.
Cystoparacentesis (xevxeiu) steche) der Blasenstich; wird vorgenommen als:
1.nbsp; nbsp;Bammblasenstich;
2.nbsp; Mastdarmblasenstich;
3.nbsp; nbsp;Stich durch die äussere Bauchwand. Cystoplegia {TCk'r^am schlage) die Blasenlähmung,
Lähmung der Blasen muskulatur.
Cystorrhagia (paY*J Riss) die Blutung aus der Harnblase.
Cystospasmns (oitnafioi; Krampf, otozü) ziehe) der Blasenkrampf; krampfhafte Kontraktion der Blasenhaismuskulatur und in Folge dessen gestörter Urinabsatz.
ci. Strangiu'ie, Enuresis, Dysuria spastica.
Cystotoiilie (tefivu) schneide) der Blasenschnitt; kann von aussen durch Einschneiden in die Harnröhre und nachherige blutige Erweiterung des Beckenstückes der Harnröhre und des Blasenhalses oder vom Mastdarme aus gemacht werden.
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U in der Augenheilkunde häufig gebrauchte Abkz. für Dioptrie.
D. bedeutet auf Recepten da, detur {dare geben) man gebe ab = Dispensetur.
d. Abkz. für Dosis (Sooti, 8i8u)[laquo; gebe) die Arzneigabe.
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Dakryoadenitis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 63
Dakryoadenitls (Saxpuov Thräne, öByjv Drüse) die Entzündung der Thranendrüse, Thränendrüsenentzündung.
Dakryocystitis (Säxpuov Thräne, xüstu Sack, Beutel)
die Entzündung des Thiänensackes.
Dakryops (Säxpuov Thräne, ö'j) Gesicht) eine nur selten zur Beobachtung kommende kleine (xesehwulst in der Gegend des äusseren Lidwinkels am oberen Lide, welolre von der Erweiterung eines Ausführungsganges der Thranendrüse mit Zurückhaltung der Thränenflüssigkeit herrührt.
Dakryorrhoe (Soxpuov Thräne, peTv fliessen) Thränen-fluss, Thränenträufeln. Syn,: £|gt;iphoi,a.
Dct. Abkz. für Decocttun {decoguo koche ab) die Abkochung, eine pharmaoeutische Zubereitung.
Dct.-lnf. Abkz. für Decocto-Infusum. s. d.
decantlüren {de ab, xovO-filaquo; Winkel, wegen der Haltung des Gefässes beim Abgiessen) das Trennen einer Flüssigkeit von ihrem Bodensatze durch vorsichtiges Abgiessen derselben.
Decidna (äecado falle herab) die sog. hinfällige oder
Nesthaut.
D. vera die bei der Aufnahme des befruchteten Eies sich eigentümlich umgestaltende, wuchernde und blutgefässreioheUterusschleimhaut. Dieselbe tritt nur bei den Fleischfressern auf.
Uecocto-Infusnill eine Arzneifonn, wobei eine Abkochung und ein Aufguss in der Weise combinirt werden, dass mit dem noch heissen Decocte irgend eines Arzneikörpers ein anderer infundirt (abgebrüht) wird.
Decoctorinm {ße-'coguo koche ab) eine besondere Vorrichtung, in welcher Decocte und Infuse vermittelst der Wärme des Wasserbades hergestellt werden.
I gt;laquo;'laquo;laquo;raquo;laquo;lt; II in (decoguo koche ab) die Abkochung; ein Arzneikörper wird eine bestimmte Zeit hindurch mit einer angegebenen oder vorgeschriebenen Menge einer Flüssigkeit gekocht und dann colirt.
decrepit {lot. decrepitus) altersschwach, abgetrieben.
Decnbitns {deetmbo liege kränk darnieder) Druck-brand; entsteht bei Tieren, welche lange liegen, ohne sich dazwischen erheben zu können, an den zumeist hervorspringenden Körperstellen. Der D. wird in vielen Krankheiten durch die veränderte Beschaffenheit des Blutes und die dadurch alterirten Ernährungsverhältnisse der Gewebe beschleunigt, ebenso durch verminderte Herzthätigkeit.
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64nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Decursus.
Decnrsns {de-curro verlaufe) der Verlauf, Ablauf einer Krankheit, die Dauer und die Reihe der in ihrem quot;Verlaufe auftretenden Veränderungen.
Defatigatio (defatigo v. fatis, ad fatim zur Genüge, fatigo; Curtius) die Ermüdung, Abmattung; z. B. des Herzens bei fieberhaften Krankheiten.
of* Collapsus, Prostratio.
Defervescenlaquo; {ferveo bin heiss, defervesco gähre aus, tobe aus) Rückgang des Fiebers oder aouter fieberhafter Krankheiten, resp. ihrer Symptome.
Defibrinantia (sc. remediä) = Fibrolytica Heilmittel, welche die Neigung des Blutes zur Gerinnung vermindern.
Syn.: Hypinotiea.
Deforillitas (de-form-is hässlich) die Entstellung, Missbildung, Verbildung. Deformans deformirend, entstellend, den normalen Bau stark verändernd, z.B. Arthritis deformans.
Degeneratio (genus Geschlecht, degenero schlage aus der Art) die Entartung, Metamorphose von Zellen, Geweben und Organen. Es lassen sich verschiedene Formen der Degeneration unterscheiden:
1.nbsp; parenehymatöse D. trübe Schwellung, ist als eine Desorganisation des Zellprotoplasmas anzusehen, die unter Aufnahme von Flüssigkeit vor sich geht und zu einer teilweisen Scheidung fester und flüssiger Teile führt. quot; Die Zelle erhält dadurch ein trübes, wie bestäubtes Aussehen, daneben geht ihre normale Form und Struktur verloren.
2.nbsp; nbsp; fettige D. es tritt in den Zellen freies Fett auf, vom Zerfall der Eiweisskörper herrührend. Ein solcher findet schon normaler Weise statt und es handelt sich entweder um Steigerung desselben oder um Verlangsamung der Eiweissver-brennung. Die Ursachen der fettigen D. sind veränderte Blut-beschaifenheit, Sinken der vitalen Leistung der Zellen. Letztere haben dabei ein bestäubtes Aussehen, enthalten kleinere oder grössere Fetttropfen (Körnchenzellen, Körnchenkugeln), der Zusammenhang wird lose (Körnchenhaufen) oder die Zelle löst sich ganz auf (fettiger Detritus). Häufig reiht sich an die fettige Degeneration die Verkäsung an. Die Flüssigkeit wird resorbirt und die Fettkörnchen legen sich zu einer dichten Masse zusammen; besonders gerne verkäsen Eiterherde und Exsudate, namentlich solche tuberkulöser oder rotziger Natur.
3.nbsp; schleimige Entartung, Mucindegeneration findet sich bei jedem Katarrh der Schleimhäute in den Epithelien vor;
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Deglutitio sonora.
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ebenso können Bindesubstanzen und die Gewebe pathologisohei1 Neubildungen schleimig degenerieren.
4.nbsp; nbsp; colloide, gallertige Entartung, die Zellen wandeln sieb in eine gallertige Substanz um und es können sicli durch Versolimelzung der einzelnen Kugeln grössere formlose Gallert-massen bilden.
5.nbsp; nbsp;amyloide D. eine Entartung, die häufig in den Geweben der Bindesubstanz auftritt. Die Ablagerung oder Bildung des Amyloids geschieht in dem Bindegewebe des Blutgefäss-systemes selbst und zwTar vorzugsweise in der Wand der kleineren Blutgefässe.
6.nbsp; nbsp; hyaline Degeneration des Bindegewebes steht der vorigen nahe, doch kommen ihr die eigentümlichen Re-aktioiien, wie wir sie bei der Amyloidsubstanz antreffen, nicht zu.
Deglntitio sonora (de-glutire hinabschlucken, glutus ßpofioi Schluck, verwandt mit gula Kehle) eigentümlich kollerndes Geräusch, welches bei Schlundlähmungen dadurch erzeugt wird, dass die Nahrung wie durch einen todten Schlauch hinabläuft.
Delliscenz (dehiscere sich spalten; hisco, hiasco, yaar-ia gähne) die Spaltenbildung, das Auseinanderweichen, cf. Fissura, Diastasis.
Dejectio (ßejiäo werfe hinab) unter D. versteht man gewöhnlich den abgesetzten Koth, die Darraausleerung (Faeces), ausserdem auch sonstige Auswurfstoffe des Tierkörpers.
deletälquot; (8T)Xr]TT]ptos, SrjXetv zerstöre, deko) zerstörend, vernichtend, tödtend.
Demarcatio (v. franz. demarquer) die Abgrenzung, resp. die Abstossung todter Gewebsteile vom anstossenden gesunden Gewebe durch reaktive Entzündung, Eiterung und Granulationsbildung. Die Grenze zwischen gesundem und mortiiieirtem Gewebe heisst Demarcationslinie.
cf, Sequester.
Demodex ibllicnlaris [Owen] (v. Sepxlaquo; Leib und äe^esamp;ai empfangen) = A cams f olliculorum.
.Demnlceiltia (sc, retnedia, de-mideco erweiche) besänftigende, mildernde, lindernde, erweichende Heilmittel.
Uoniidntion {de-nudare entblössen, midus nackt) Bnt-blössung, z. B. der Haut von Epidermis, von Haaren..
Oepilatoria {sc. remedia, püus Haar) Enthaarungsmittel; chemische Compositionen, welche eine Zerstörung der Haarzwiebel und damit die Vernichtung des Haares zur Folge haben. Martin a. Schlampp, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 5
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66nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Depletion.
Depletion [de-pUo schöpfe aus, leere aus) die Ableitung, Wegleitung, z. B. einer Hyperaemie naoli einer anderen Körpergegend, einem anderen Organe, einem anderen Gewebe.
Depressio {deprimo drücke nieder) auf die Gehirnfunktionen angewendet, bedeutet ein Darniederliegen derselben mit dem Zeichen der Schwäche und Abspannung. Depressions-Erscheinungen.
D. Cataractae eine schon sehr früh geübte, jetzt aber als gefährlich verlassene Methode der Star-Operation, bei welcher die getrübte Linse in den Glaskörper hinuntergestossen wird.
cf. Reclinatio Cataractae.
depnratns gereinigt; gebräuchlich für chemische Präparate, nachdem in denselben vorhanden gewesene Verunreinigungen aus dem rohen (crudus) Präparate entfernt worden sind.
Derivantia (sc. remedia) ableitende Heilmittel, Ableitungsmittel; von
Derivatio (derivo leite ab, rivus Bach) Ableitung von Entzündungen, Schmerzen etc. cf. Depltitio.
Dermanosologia (oipua Haut, voso; Krankheit, Xoyo; Lehre) die Lehre von den Hautkrankheiten.
Dermanyssns aviiun Qtkwa Haut, vuuasiv stechen, bohren) die Vogelmilbe. (Haut der Vögel; geht auch auf Haussäugetiere und den Menschen über und erzeugt dort starkes, höchst lästiges Jucken, Erytheme und selbst Geschwüre der Haut.)
Dei'inatitis (8sp[ia Haut) die Hautentzündung im Allgemeinen.
cf. Erythem, Exanthem. Phlegmone, Erysipelas.
D. simplex einfache Hautentzündung; D. superflcialis oberflächliche H.; D. profunda tiefgreifende H.; D. suppurativa eitrige H.; D. nlcerosa geschwürige H.; D. pustulosa pustulöse H.;
D. contusiformis entzündliche Reaktion der Haut auf Contusionen.
Dermatitis contagiosa pustulosa, die englische Pferde-pocke = Impetigo contagiosa s. Acne contagiosa. Ein eigentümliches pustulöses, ausserordentlich kontagiöses Exanthem mit Bildung herdförmiger Efflorescenzen. In leichteren Fällen beobachtet man einfache Bläschen, Pusteln und Borken,
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Dermatodectes.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 67
in schweren Fällen tiefergreifende Eiterung, Knoten und Geschwüre, sowie Schwellung der Lymphgefässe. Bevorzugter Sitz des Exanthems sind Geschirr- und Sattellage. Störungen im Allgemeinbefinden treten nicht auf.
Sei'Itmtodectes (Sepjia Sepfwcto; Haut, Se/o^ai empfange) [Gerlaeh] =^ Dermatocoptes [Fürstenberg] Saugmilbe.
D. communis [Pürstenberg] beim Pferd, = D. equi [Uerlach], Rind == D. bovis [G.] und Schaf = D. ovis [Gr.].
D. cuniculi im äusseren, mittleren und inneren Ohre des Kaninchens.
Dermatomykosis ([iüxt)? Pilz) durch Pilze hervorgerufene Hautkrankheit, cl'. Berpes, Favus.
Deriuatouosis (voao; Krankheit) die Hautkrankheit im Allgemeinen.
Dermatophagas [Fürstenberg] (8ep[ia u. cpayeiv essen) = Symbiotes [Gerlach] = Chorioptes [Megnin] Schuppen fressende Hautmilbe. Man unterscheidet nach Zürn folgende Species:
D. communis beim Pferd (Symbiotes equi Gerlach) und Rind (Symbiotis bovis Gerlach, Chorioptes spatiferus Megnin);
D. felis bei der Katze (Symb. felis Huber, Chorioptes ecaudatus oati Megnin);
D. can is beim Hunde (Sarcoptes cynotis Hering, Chorioptes ecaudatus cynotis Megnin, Ch. e. aurig canis Guzzoni); D. cuniculi [Zürn] Kaninchen.
Dermatopbilas penetrant [Guerin] (Sep^a Haut, tpiXsTv lieben, lt;fiXo? Freund, penetrare hineindringen) Sar-copsylla penetrans der Sandfloh.
Dermatoplastik (itXaatixrj sc. repr) Bildnerei, v. TtXäaau) bilde) eigentlich Hautbildnerei. Jener Zweig der Chirurgie, welcher sich mit der Heilung von Hautdefecten beschäftigt.
Dermatoryctes nmtans (pu-p/0laquo; Rüssel?) [Ehler] = Sarcoptes mutans [Robin] S. avium [Gerlach] Kne-midocoptes viviparus [Fürstenberg] eine Milbe, welche beim Geflügel Gänge in die Haut der federlosen, mit stärkerer Epidermis versehenen Körperstellen, besonders der Deine bohrt und so die sog. Fussräude (Kalkbeine, Elephantiasis) bei Hühnern erzeugt.
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Dermatozoen.
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DermatOzoeil (Sepjia Haut, CfflovTier) Parasiten, welche dauernd oder nur für begrenzte Zeit die Oberfläche oder das Gewebe der Haut zu ihrem quot;Wohnsitze wählen.
cf. Aearus. Sarcoptes, Dermatücoptes, Dermatodeetes, Symbiotes, Dermatu-phagus, Dermatoryctes, Knemidokoptes, Dermatuphilns, Ixodes, Pnlex, Hae-matopinus, Leptus, DermanyssuSj Harpirhyjichus, Hypodectes, Syringophiluä. Argas, Anaiges.
Dermographia (rpalt;p^ Zeichnung) Hilfsmittel bei der Percussion und Auskultation, sich mit Kreide oder durch Abscheeren der Haare Grenzlinien oder sonstige bemerkenswerte Stellen zu markiren.
Dei'moidcyste (SepjiottSrjlaquo; hautähnlich, xuaxt? Blase) Cyste, deren Wand aus denselben Gewebs-Elementen, wie die äussere Körperdecke aufgebaut ist; s. Cyste. Sie entsteht durch Abschnürungen im embryonalen Leben.
Desinflcientia (sc. remedia, des frz. 'Vorsilbe ent, infi-cers anstecken) Ansteckungsstoffe zerstörende Heilmittel, Des-infectionsmittel.
Detmold (Beojiöc Band v. Ssm binde, stSiu bin ähnlich)
eine Geschwulst, welche ausschliesslich aus gefsisshaltigern Bindegewebe besteht. cf. Fibroid. Fibrom.
Desmurgie (Seajio; Band, spym thue) Zweig der Chirurgie, der sich mit Verbänden und sonstigen Apparaten be-
fasst.
of. Akiurgie.
Desodorisailtia {sc. remedia, dh-odoriser frz., lat. Neubildung) Mittel, welche geeigensohaftet sind, üble Gerüche zu beseitigen.
Desqnamätio {squama Schuppe) Abschuppung z. B. der Epidermis; cf. Psoriasis. Auch die Loslösung der Bpithelien bei Schleimhautcatarrhen.
destillätns {von de #9632;-#9632;-: stillare herabträufeln) destillirt; es ist aus einer Flüssigkeit oder der Mischung mehrerer Flüssigkeiten das in Dampfform Ueberführbare über Feuer verdampft und in einer erkalteten Vorlage wieder aufgefangen und zur Flüssigkeit verdichtet worden. Aquae destillatae, destillirte quot;Wässer.
Detraetio Sangnillis die Blutentziehung, derAder-lass.
vid, quot;Venaesectia, Pblebütomia, Artel'iotomia.
Detritns {de-tero zerreibe) der Zerfall organisirter, morphologischer Elemente zu einer körnigen, an Fettropfen reichen, nicht weiter lebensfähigen Masse. Per Detritus ist resorbirbar.
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Detumescentia.
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Uetnmescentia (tumeo bin geschwollen) die Abnahme einer Geschwulst.
Uenteiropathisclt (Seutspo;-- secunäus) icaftoc Leiden) so viel wie sekundär d. h. im Gefolge anderer Leiden auftretend und damit in generellem Zusammenhange stehend.
cf, idiüpathisoh.
IMabetes (StaßrprK Doppelheber, Siaßocivoi der Zirkel, Siaßaiviu gehe hindurch) die Harnruhr, der Harnfluss; die Entleerung übergrosser Mengen Harnes.
D. insipidus (insipidus geschmacklos, sapio schmecke) die einfache, wässerige Harnruhr. vid, Polyuria.
D. inellitus (Mellituria, Glvkosuria) die Zuckerharnruhr, bei welcher mehr oder weniger bedeutende Mengen von Traubenzucker mit dem Harne ausgeschieden werden; dieselbe, die Folge einer Anhäufung von Zucker im Blute (vid. Melitämie), konnte bei unseren Haustieren nur in einigen, wenigen Fällen nachgewiesen werden.
IHabi'osis (Siäßpujoi? v. 8ta ßißpiuszu) esse durch) das Durchnagen, Annagen, z. B. von Gefässen. of. Haemorrnagia per diabrosin.
Diaeresis (Siaipeto zerreisse) die Zerreissung.
cf. Haemurrhagia.
Diätetik (Siairäopoci lebe, äiaiTKjTixrj sc. TeyvTj Hippocr.) bildet einen wesentlichen Teil der Gesundheitspflege. Während letztere sich mit allen gesundheitswidrigen Momenten und deren Abstellung beschäftigt, befasst sich die Diätetik vorzugsweise mit den Vorschriften einer passenden, den verschiedenen Verhältnissen entsprechendenLebensweise in Bezug auf Fütterung und Körperpflege zum Zwecke sowohl, die Gesundheit der Tiere zu erhalten und zu kräftigen, als auch die Wiederherstellung kranker Individuen zu fördern.
Diagnosis (oiayvmotc Unterscheidung, v. '(i^tma-n.m erkenne) das richtige Erkennen einer bestimmten Krankheit.
Differential D., die Unterscheidung einer Krankheit von anderen ähnlichen;
Diagnostik, die Kunst, Diagnosen zu stellen;
physikalische D., derjenige Zweig der Diagnostik, welcher auf der Wahrnehmung physikalischer Erscheinungen beruht, vid. Percussion, Auscultation, Mensuration, Palpation;
mikroscopische D., Stellung und Begründung der Diagnose durch das Mikroscop;
chemische D., durch chemische Reactionen;
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Diapedesis.
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electrische D., unter Zuhilfenahme des electrischen Stromes.
Diapedesis {sc. saugumis, SianrjSTjan: Hipp., Gal. v. 8ia mrjSäui dringe hervor) das Durchdringen von Blut durch die unverletzte Gefässwandung. Haemorrliagia per dia-pedesin.
cf. Inüammatiü.
diaplian (Sia-tfavfjc durchsichtig, 8ia-lt;patv()) scheine durch) durchscheinend.
Diapliorese (Statpoprjai;, Siä auseinander, (foprjaf: tragen SiatpopsTv zerstreuen, ausdünsten) die Ausdünstung, die (vermehrte) Hautthätigkeit.
IMapIlOl'etica (sc. rcmedia, Diaphoresis, SicKpopetu) die Schweisssecretion erhöhende Heilmittel, schweisstreibende Mittel.
Diaptosis (StänTiuatc, von oia- n. inirreiv fallen) der Zwischenfall, Complikation einer Krankheit durch ungewöhnliche Ereignisse.
Diapyenm (Sia-!tuii)p.a; äianuetv vereitern) Durchbruch von Eiter.
Diarrhoea (Siaöpoia s. Siapporj v. Siappeiu fliesse durch) der Durchfall, in kurzen Zwischenpausen erfolgender Absatz dünnbreiiger oder düniiflüssigei Kotmassen; Diarrhöe beruht entweder nur auf vermehrter Peristaltik, wo dann die Resorption der flüssigen Bestandteile eine verminderte ist, oder sie ist mit entzündlichen Zuständen verbunden, in welchen Fällen sich das katarrhalische Secret oder entzündliche Exsudat den Kotmassen beimengt. Bei empfindlichen Tieren, bes. furchtsamen Hunden, kann D. reflektorisch durch psychische Eindrücke hervorgerufen werden. Heftige und zugleich erschöpfende Diarrhöen bezeichnet man als colliquative Durchfälle.
of. Enteritis.
Diastasis (StdaTasic v. 8ia laquo;. tsTYjjjLt) Auseinanderweichen von Gelenkteilen etc.
Diatliesis (Siäfteaic v. 8ta-tt^ii)[it setze zurecht, lat. Dis-fositid) die Anlage zu gewissen Krankheiten, dieselbe kann erblich oder erworben sein. So vererbt sich z. B. die D. tuber-culosa, während die Neigung zur Wiederkehr von Katarrhen durch einmalige Erkrankung erworben sein kann.
of. Habitus.
Diatresis (SiaTpujuu; von äiaTirpau) bohre durch) die Durchbohrung, Eröffnung, z. B. des Afters bei Atresia ani.
Diceplialns (xstpaArj Kopf) Missgeburt mit vollständiger Verdoppelung, des Kopfes und der Wirbelsäule [Förster].
D. di-tri-tetrabrachins, tripus.
et'. Syocepbalna, tetracliirus.
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Dicranus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 71
Dicranns (xpivov Schädel) Doppelschädel, Missgebuvt mit'zwei Köpfen [Gurlt]. D. bispinalis.
JDigestio {digerere auseinanderbringen, auflösen) die mehrere bis viele Stunden dauernde Einwirkung einer Flüssigkeit auf einen Arzneistoff bei einer quot;Wärme von 50deg;706 C. behufs Extraction der löslichen Substanzen.
Digestiva {sc. remedia, digero löse auf) Mittel, welche Appetit und Verdauung anregen.
Syn,: Stumachica, Peptica.
Dikiatria (Sixyj Recht, iatpeia Hellung, Heilkunde) die gerichtliche Heilkunde.
Dikiatros der Gerichtsarzt.
Diklidostosis (SixXic, tSoc Doppelthüre, Klappe v. 8ia laquo;. xXivu) lehne, u. ooteov Knochen) die Klappenverknöcherung.
dikrotns (Si-xpotoc Gral., Sie zweimal, xpotslaquo;) schlage) doppelsohlägig, vom Pulse gebraucht.
vid. Pulsus.
Dikrotismus Doppelschlägigkeit.
#9632;raquo;iktyitis s. Nearo-Diktyi'tig (Stxvuov Netz) die
Sehnervenentzündung, Netzhautentzündung = Retinitis. Syn.: Neuritis optica, Neuro-Rurinitis, Papillitis, Papillo-Retinitis.
dil. auf Rezepten gebräuchliche Abkz. für dilntus (dihto verdünne, löse auf) verdünnt, z. B. Spiritus dilutus, verdünnter Weingeist.
Dilaceratio {dilacero zerfleische, zerrelsse) die Zerfleischung, Zerfetzung.
cf, Vulnus.
dilapsns (w. dilahi zerfallen) zerfallen, gebräuchlich z. B. für einen Krystall, der unter Verlust seines Krystall-wassers zu Pulver geworden ist.
IMIil tatio {latus breit, dilato erweitere) die Erweiterung, Ausdehnung von Hohlräumen, z.B. D. cordis, oder auch die absichtliche und künstliche E., z. B. von Schnitten, Fisteln.
Dilatator Instrument zur Erweiterung verengter Kanäle, bes. des Muttermundes.
et', Ectasia.
Dilatationsapparat {dilato erweitere) ein Apparat verschiedener Konstruktion, welcher dazu dient, Zwanghüfe auf künstliche Weise zu erweitern.
Diphallms (Sie zweimal, lt;f aXXoc Rute, palm Pfahl) Missgeburt mit doppelter männlicher Rute [Gurlt].
D. imperfeetns.
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72nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Diphtherie.
Diphtherie (SttpSHpa Haut) eine Bezeichnung, bei der in der Veterinärmedioin gegenwärtig noch verschiedene Erkrankungen zusammengeworfen werden. Diphtheritische Entzündung ist eine Schleimhautentzündung, bei welcher ein orou-pöses Exsudat nicht nur auf die Oberfläche der Mucosa gesetzt wird, sondern auch in diese selbst, wodurch sie abstirbt; es entstellen Geschwüre, die nur mit Hinterlassung einer Narbe zu heilen vermögen. Xach ürtel ist ein spezifischer Pilz, der Micrococcus diphtheriticus, die Ursache der Erkrankung. In der neuesten Zeit sind bakteriologische Untersuchungen über das Verhältnis der Tauben-D. zur Menschen-D. angestellt worden, die jedoch noch zu keinem bestimmten Resultat geführt haben. Als die Ursache der Kälber-D. fand Dammann ebenfalls Microooccen. Unter dem Namen D. des Pferdes beschreibt Roll eine Krankheit, die sonst auch unter der Bezeichnung der brandigen Druse oder des brandigen Strengeis bekannt ist und mit Zerstörungsprozessen auf der Nasenschleimhaut und sonstigen schweren Krankheitserscheinungen einhergeht. Ausserdein kommt heim Pferde eine diphtheritisclie Entzündung der Respiratiorisschleimhäute auch beim akuten Rotz vor.
Diphtheritis siniium frontalium die Kopfkrankheit des Rindes; eine Krankheit, welche mit einer der Diphtherie ähnlichen Entzündung der Schleimhaut der Nasen- und ihrer Nebenhöhlen, des Kehlkopfes und der Luftröhre verläuft. Eine Infections-Krankheit.
Dlplegia (Btc-itXt)^ Schlag v. üXtjoscu schlage). i. q. Paraplegia, 3. d.
JDiprosopns (-pöocutov Gesicht) Doppelgesicht. Nach der Anzahl der Augen und Ohren unterscheidet man D. dioph-thalmus, triophthalmus, tetrophthalmus triotus, tetrotus [F.örsterJ.
DipygHS (Tiuyrj Steiss v. tojzvoc fest, tcüS, pttgnus Faust, pugna etc.) Missgeburt mit doppeltem Steisse [Gurlt].
I). bidorsualis, sabbidoraualis. hilninbis, bisaei'alis.
JMsclsslO Cataractae (dis-scindo zerschneide) eine Methode der Staroperation, welche darin besteht, dass mittelst einer Nadel (sog. Disoissions-Nadel) die Sclera in ihrem vordersten Abschnitte (per scleronyxin) oder der Randteil der Hornhaut (per keratonyxin) durchstochen und alsdann mit der zweischneidig geschliffenen Nadelspitze die vordere Linsenkapsel vermittelst eines Kreuzschnittes zerschnitten wird. Indem nun der quot;Weg zur Linsensubstanz für das vordere Kammerwasser offen steht, wird erstere zuerst gebläht, zerfällt alsdann und wird scliliesslich ganz resorbirt, so dass das Pupillar-gebiet wieder frei für Lichtstrahlen wird.
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Dislocatio.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;73
Ulslocatio die Lageveranderung, Verlagerung, Ver-scliiebung. of. Dystopia.
lllsp. Abkz. für dispensatnr (c dispmsare verteilen, besorgen, abgeben) es werde abgegeben (auf Recepten).
Dlspensatlo (dis-pensare verteilen, austeilen, besorgen) die Abgabe einer - vom Apotheker (resp. Tierarzt) nach dem Recepte des Tierarztes kunstgerecht angefertigten, signirten und tektirten Arznei au den Auftraggeber (Tiereigentümer).
Dlsposltlo (dis-pono zerlege) die Anlage, quot;Neigung zu Krankheiten.
cf. Diathesis.
IH^tantla recta postea (distantia Abstand, distare
abstehen) Höhe der Beckenenge (schiefe Linie), gemessen vom Ende der Beckenfuge zum Ende des ruhenden und gestreckten Kreuzbeinendes, gerader hinterer Durchmesser; ein Beckeh-mass. Abkürzung: D. r. p.
Distantia transversa interloi* vel pectlnea
der untere Querdurchmesser des Keckeneinganges, gemessen von einem Tuber pectineum (Ansatzstelle des geraden Bauoh-muskels) zum anderen; ein Beckenmass. Abkürzung: D. t. inf. v. pect.
Distantia transversa pelvis media der mittlere Querdurchmesser der Beckenhöhle, von der Mitte des einen Pfannenkammes zum anderen gemessen; ein Beckenmass. Abkürz.: D. t. p. m.
Distantia transversa media vel psoadica
der mittlere Querdurchmesser des Beckeneinganges, gemessen von Psoashöcker zu Psoashöcker; ein Beckenmass. Abkürzung: D. t. ps.
Distantia transversa pelvis postea vel ischia-dica der hintere Querdurchmesser der Beckenhöhle, gemessen vom oberen Winkel des einen Gesässbeinhöckers zum anderen: ein Beckenmass. Abkürzung: D. t. p. vel iscli.
Distantia transversalis snperior der obere Querdurchmesser des Beckeneinganges, gemessen vom Ende des einen Kreuzbeinflügels zum anderen; ein Beckenmass. Abkürzung: D. t. Slip.
Distichiasis (Sit laquo;. sti^os Reihe) der Doppelwuchs der Gilien; es sind statt einer einzigen zwei Reihen von Cilien vorhanden, von denen die äussere an ihrer normalen Stelle sich befindet, die andere dagegen näher dem Augapfel zu eingepflanzt ist und gewöhnlich das Ende der Cilien mehr oder weniger gegen die Bulbusoberfläche zuwendet.
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Distomum.
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DiMtomiim ß':i zweimal, a-coaa Mund) das Doppelloch.
D. armatiim [Molin] (arzna Waffen) (Haushuhn Dann).
D. campannlatum (campana G\ock.e) [Eroolani] von birn-förmiger Gestalt (in der Leber des Hundes).
D. cirrigernm (cirrus Büschel, gero trage, führe) in der Muskulatur des Krebses; diese Distomatosis ist nach Harz als die Ursache der sog. Krebspestquot; anzusehen.
D. commutatnm fDiesing] (com-mutare) (Haushuhn Dickdarm).
D. conns [Creplin] (xiuvoc Kegel) (Katze Oallen-wege).
D. dilatatum [Miram] (t/. tolaquo; breit, rfw-toalaquo;) (Haushuhn Darm).
D. echinatum [Zeder] {echinatus stachelig, E^Tvog Igel) (Gans, Ente Darm).
D. hepaticnm [Abildgaard] {hepar, ^unp Leber) der grosse Leberegel, das grosse Doppelloch. (Kaninchen, Schwein, Rind, Schaf, Ziege, Pferd Leber, Gallengänge und Gallenblase, verirrt auch in anderen Organen, z. B. Lunge etc.).
D. lanceolatnm [Mehlis] {lanceola, lancea die Lancette) der lancettförmige Leberegel. (Kaninchen, Katze, Schwein, Rind, Schaf Leber, Gallenwege, Darm).
D. lineare [Zeder] {linea Linie) (Haushuhn Darm).
D. ovatum [Rudolph!] {mmm Ei) (Haushuhn Ei, Eileiter, Gans Darm).
D. oxycephalum [Rudolphi] (ojuc scharf, spitz) (Haushuhn, Ente Darm).
D. pellucidum [v. Linstow] (^/--/laquo;laquo;Vifam sehr leuchtend, lux) (Haushuhn Schlund).
IMstorsio {distorqueo verzerre, verdrehe) die Ter-stauchung, Verdrehung, Zerrung eines Gelenkes mit Dehnung oder teilweiser Zerreissung der Bänder.
of. Lnxatio.
Distractio {distraho reisse auseinander) eine bei Knochenbrüchen angewandte Behandlungsweise, bestehend in Vornahme der Extension und Contraextension. S. d.
Dinrettca (sc.remedia, Si-oupeco harne, SiouprjTixoc Galen harnbefördernd) Mittel, welche die Harnabsonderung befördern und erhöhen.
IMvortlciilnm {eigentl. Deverticulum Nebenweg, Seitenweg, Einkehr, de-verto kehre ein) die Ausstülpung oder Ausbuchtung von Hohlgebilden, z.B. D. ösophagi Schlund-D.
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Divulsio.
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Ein D. kann entstehen:
1.nbsp; nbsp;durch Druck von Innen Pulsions-D.quot;;
2.nbsp; nbsp;durch Zug von Aussen Tractions-D.quot;.
Es kann gebildet werden von siimmtlichen Bestandteilen der quot;Wand eines Röhrengebildes, wahres D.quot; oder nur aus einzelnen derselben falsches D.quot;
IMvnlslO (divelh zerrelsse) gewaltsame Trennung, Zer-reissung von Teilen, cl*. Kuptura.
llocllinias (Soyjuo; krumm) der Krummkopt'.
D. balsami Grassi soll nach Grassi bei Katzen schwere gastrische Erscheinungen und Anämie hervorrufen.
D. duodenalis (duodenum Zwölffingerdarm) Dann des Hundes und Menschen.
Syn.: Anchylostomum duudenale. Strongylus duoüonalis.
D. stenocephalus (otsvo? enge, zetpaXrj Kopf) im Darme des Hundes.
D. trigonocephalus im Magen und Darme des Hundes.
D. tnbaeformis (/laquo;tai Trompete,/wwa Gestalt) im Zwölffingerdarm der Katze.
Uolabra (dolo bebaue, bearbeite, SoXcuv) die Hobelbinde; eine in der Schlangenform, die am meisten Aehnlich-keit mit Hobelspänen hat, umgelegte Binde.
D. repens, die Scblangentour; jene Art des Umwickeins mit Binden, -wobei die Haut oder der Verband teilweise unbedeckt bleiben.
Dlictus reversns, das Umlegen einer Binde in der quot;Weise, dass man dieselbe dort, wo ein Klaffen in Folge Veränderung des Dickendurchmessers der Gliedmasse etc. stattfindet, umwendet, so dass die innere Seite nach aussen gekehrt wird. Dieses Umwenden kann nach Bedürfniss mehrmals stattfinden; der Umschlag wird Inversio, Ren verse, genannt, der in dieser quot;Weise ausgeführte Gang die umgeschlagene Tour (Fascia reversa).
Ductns octiformis, die Achtertour. Bei derselben werden die Touren gekreuzt, so dass die Form eines Achter's entsteht. Man benutzt dazu auch zweiköpfige Binden, welche jedesmal bei einer Tour gekreuzt werden, daher auchFascia cruciens, die Kreuzbinde genannt.
Doloi* der Schmerz, eines der Kardinalsymptome der Entzündung.
cf. Intlammatiü.
Dolores die Geburtswehen; periodische Contractionen des Uterus, welche die physiologische Aufgabe haben, die
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Dosis.
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Frucht (Fötus) aus dem Uterus auszutreiben. Man unterscheidet dieselben in Eröffnungswehen, austreibende oder Geburtswehen und Xachgeburtswehen.
lgt;Osls (Sooic v. StSiupn gebe) die Gabe (eines Arzneimittels). Man unterscheidet: Einzel-Dosis, die Gewiehts-menge eines Medicamentes, welche auf einmal gegeben und im Verlaufe eines Tages gewöhnlicli öfter wiederholt werden kann; Tages-Dosis, die Summe des Gewichtes der Einzeldosen, welche im Verlauf eines Tages zu geben erlaubt ist; Maximal-Dosis, die grüsste Gewichtsmenge, welche von einem Arzneikörper eben noch ohne Gefahr gegeben werden kann und deren bewusste Ueberschreitung dem Pharmaceuten durch ein ! kenntlich zu machen ist; Todes-Dosis.
D. Jf. p. Abkürzung für Distantla recta postea, Höhe der Beckenenge (schiefe Linie), gemessen vom Ende der T3eckenfuge zum Ende des ruhenden und gestreckten Kreuzbeinendes; ein Beckenmass.
Itratnag'e {engl. drain Entwässerung, Trockenlegung) Einlegung von Röhren in quot;Wunden oder Abscess-Höhlungen behufs Erleichterung des Eiterabflusses. Die Dr.-Röhrchen werden aus verschiedenen Materialien, Kautschuk, Glas, Silber etc. gefertigt und sind in der Kegel mit seitlichen Oeffnungen (Fenstern) versehen.
Ilrstslica {sc. remedia, opaunxoc, Spaio tue) stark und energisch abführende Heilmittel.
B. t. d. Abkz. für Dentnr tales doses, man gebe so und so viele Gaben von gleichem Gewichte ab, z. B. Dp. pulv. 0,01 d. t. d. Nr. 1IT.
B. t. Inf. Abkürzung für Distantia transversa inferior, unterer Querdurchmesser des Beckeneinganges, gemessen von einem Tuberc. pectineum zum anderen; ein Beckenmass.
D. t. p. in. Abkürzung für Distantia transversa pelvis media, mittlerer Querdurchmesser der Beckenhöhle, gemessen von der Mitte des einen Pfannenkammes zum anderen; ein Beckenmass.
D. t. ps. Abkürzung für Distantia transversa pso-atica {s. media) mittlerer Querdurchmesser des Beckenein-ganges, gemessen von Psoashöcker zu Psoashöcker; ein Beckenmass.
B. t. p. vel tach. Abkürzung für Distantia transversa pelvis postea vel ischiadica, hinterer Querdurchmesser der Beekenhöhle, gemessen vom oberen Winkel des einen Gefäss-beinhöckers zum anderen; ein Beckenmass.
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D. t. sup.
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D. t. Hnp. Abkürzung für Distantia transversalis
superior, oberer Querdurolmiesser des Beckeneingaiiges, gemessen von einem Kreuzbeinflügel zum anderen; ein Beoken-mass.
IIikkIimiIüs (duodenum Zwölffingerdarm, beim Menschen 12 Querflnger lang) Zwölftingerdarmentzündung oder Katarrh.
Cf. Enteritis
D. n. #9632;#9632;. Abkz. für Detur usui noto, es werde zu be-wusstem Gebrauclie abgegeben; auf Kecepten in der Signatur.
Dysenterie (Hippocr. Sjc, ivrspov Darm) die Ruhr,
Magenseuohe, Magendarmseuche; ein specifischer Entzündungs-prozess, der bei Bindern und Pferden beobachtet wird und in seiner Erscheinung manche Ähnlichkeit mit Rinderpest hat. Sie stellt sich besonders im Gefolge von Kriegen, bei denen die mannigfachsten Schädlichkeiten auf die Tiere einwirken ein und erlangt dann bisweilen eine seuchenartige Verbreitung. In den höchsten Graden der Erkrankung findet chie hochgradige Infiltration der Dickdarinschleimhaut statt, die zur Nekrose und Bildung von Substanzverlusten führen kann. Dyskrasie(Suaxpaaia, zpastcMischung, -/.spävvjiumische) Veränderung der Zusammensetzung oder Entmischung des Blutes und der Körpersäfte überhaupt. Die I). kann sein eine:
1.nbsp; nbsp;primäre, d. h. eine von aussen einwirkende Schädlichkeit erzeugt im Blute unmittelbare Veränderungen, z. B. mangelhafte Zufuhr gewisser Stoffe, die zur Ernährung nötig sind;
2.nbsp; nbsp;secundäre, es werden Stoffe aufgenommen, welche entweder schon zur Ausscheidung aus dem Körper bestimmt waren, z. B. Galle (Cholämie), oder die dem normalen Organismus überhaupt fremd sind, wie Krebszellen; man spricht dann von z. B. Krebsdyskrasie etc.
Dyspepsie (-neirco), nssou) koche, verdaue) Verdauungsstörungen, denen die mannigfachsten anatomischen u. chemischen Veränderungen im 5Iagen und Darme zu Grunde liegen.
etquot;. Indigestio.
Dyspliagle (tfayeTv essen) Erschwerung oder Unvermögen des Schluckens, welches auf nervöser oder meehani scher Grundlage, Einkeilung von Fremdkörpern beruhen oder als Folge entzündlicher Zustände auftreten kann.
D. inflammatoria, D. in Folge Entzündung der ersten Wege oder der angrenzenden Teile;
D. spastica, bei Krampfzuständen des Schlundes;
I). paralytica, bei Lähmungen des Schlundes infolge von Veränderungen der Schlund - Muskulatur und im nervösen Centralapparat.
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78nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Dyspnoe.
Dyspnoe (SJcfoia v. uvew blase) die Kurzatmigkeit;, Atemnot, Schweratmigkeit bei den vevsoliiedensten Krankheiten des Respirations-, Cirkulations- und Digestionsapparates vorkommend, welche die respirirende Oberfläche verkleinern oder hindernd für die Luftzufuhr und -Abfuhr wirken, so bei Lungenentzündungen , Insuffizienz der Herzklappen, Olottisödem, starker Auftreibung des Hinterleibes bei Koliken etc.
1.nbsp; D. inspiratoria, bei welcher die Inspiration erschwert ist, z.B. Grlottisüdem;
2.nbsp; nbsp;D. exspiratoria, bei welcher die Exspiration erschwert ist (bei hochgradigem Lungenemphysem);
3.nbsp; nbsp;D. trachealis, die Luftröhren-D. infolge Yerengung der Luftröhre; D. laryngealis, bei Verengerung der Kehlkopfhöhle ;
4.nbsp; nbsp;D. pnlmonalis, Lungen-D., hervorgerufen durch die verschiedenartigsten Erkrankungen, welche die respiratorische Oberfläche der Lunge verkleinern.
Dystopia (xdixocOrt) bleibende Verlagerung von Organen, die entweder angeboren oder erst erworben wurde.
cf, DUlocatiO} Situs transversus.
DySlU'ifl (oupov Harn) Bezeichnung für erschwertes oder schmerzhaftes Harnen, bei verschiedenen Leiden der Harnorgane.
D. spastica vid. Cys to spasm us.
cf. Enureäis, Ischnria. Stranguria, Cystoplegia,
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E in neueren ophthalmologisohen Werken gebräuchliche Abkz. für Emmetropiequot; (Normalsichtigkeit).
Kbul litio {ebullire aufkochen = jxßpasjio? ixßpaClaquo;) siede aus) das Blasenwerfen; E. benigna der Frühlingsausschlag der Rinder [H ubner].
Eburneatio (ebur Elfenbein) ein Polgezustand der Ostitis ossificans (s. d.).
Jßcbolica (sc. remedia, sx-ßaXXetv auswerfen) Mittel, welche eine Frühgeburt bewerkstelligen.
Syn.: Amblütica, Ahortiva, Parturefacientia.
Kiccoprotlca (sc. remedia, sxy.onpoüv Kot ausleeren Hippo er.) Mittel, welche wohl eine weichere und leichtere Kotentleerung, aber keinen eigentlichen Durchfall herbeiführen.
Ecltlnococcns polymorphns (eytvoc Igel, xöxxoc Kern, noXtk viel, ^opfr] Gestalt) der vielgestaltige Blasenwurm oder Tierhülsen wurm, der Blasenwurm der Taenia Echinococcur. Man unterscheidet:
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Echinorrhynchus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;79
E. veterinorum der einfache Blasenwurm;
E. granulosns {granum Korn) [Leuokart], E. scolici-pariens (fario gebäre, oxmXijS Wurm, axoXiöc krumm) [Küchenmeister] ein Blasenwurm, bei welchem sich auf der Oberfläche der Mutterblase Enkelblasen gebildet haben;
E. hydatitosus (hydaüs [ilStup] wasserfarbig) [LeuckartJ, E. altricipariens [Küchenmeister] ein Blasenwurm, bei welchem sich Enkelblasen nach dem Innen räum der Mutterblase zu gebildet haben;
E. mnltilocularis (multus viel, locus, loculus Ort) bildet eine Gruppe von Bläschen, welche nicht über erbsengross sind und neben einander liegen; sie bilden nur zum kleinsten Teile Köpfchen und sind in einem bindegewebigen Stroma eingebettet. Früher ist der multiloculäre E. mit dem Gallert- und Alveolar-krebs zusammengeworfen worden.
Ejclilnorrliynclms {v/woz Igel laquo;. puyx0laquo; Rüssel, psyx10 schnarche) der Kratzer, ein Rundwurm.
E. cuniculi [Bellingham] (Kaninchen-Dünnd rm); E. flllicollis [Rudolphi] (Ente-Darm); E. gigas [Goeze] (Yq-ac Riese, yiyvofiai werde geboren) der Riesenkratzer (Schwein-Dünndarm);
E. polymorphns [Bremser] (icoXüc viel, p-optprj Gestalt) (Gans, Ente-Darm);
E. sphaerocephalus [Bremser] (aoiaipa Kugel, xemaXri Kopf) (Ente-Darm).nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 'nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; '
Gcrasement frz. der Arterien (engl. crash) beruht auf einer langsamen Durchquetschung der Arterienwandungen, von denen die beiden innersten Häute zuerst reissen, so dass der Effekt derselbe ist, wie bei der Torsion (s. d.).
Ecrasenr frz. (ecraser zerquetschen) chir. Instrument zum Abquetschen gestielter Geschwülste mittelst einer Kette oder eines Drahtes, welche in einen Schnürapparat eingesetzt werden.
JEctasia (sxtsivuraquo; dehne aus) die Ausdehnung, Erweiterung.
cl. Dilatatio.
Kdnlinm (edulis fressend) die Beschälkrankheit; die Chankerseuche.
Efflenrage (v. efßeurer [fleur] leicht, obenhin berühren
[eig. pßücken]) das Streichen eine Methode der Massage.
Effluvium (efßuo fliesse aus) Ausfluss aus den natürlichen Körperöffnungen.
Egestio {egero führe aus) die Darmentleerung.
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Eisanthema.
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Klsaiillieum (et? hinein, äv9rj[j.a, avdos Blume, avamp;eiu blühe) ein Ausschlag auf Schleimhäuten. at'. Exanthema.
Ekehondrosls (i* aus, x^äpoc Knorpel) quot;Wucherung au der Aussenfläche eines Knorpels.
cf. Chondruma, Ennhondroma.
Ekcliymom (exyu[laquo;ujia, ex aus, X^y-vs Saft) eine durch Saft- liezw. Blutaustritt hervorgerufene Geschwulst.
Kkfli.ymosis (ix-/'^quot;quot;3'raquo;! X0^ Saft) Ekchymoma, Blutaustritte unter die Haut, unter Schleimhäute und seröse Häute oder in die Gewebe.
at Suffasio, Sugülatio, Petecliien.
.Ekedermia (eveSeppiio, ixlaquo;gt; halte, Sepfta Haut Hippocr., Hauttrockniss) die Harthäutigkeit des Rindviehs.
vid. Coriago.
Eklampsla pnerperalls Kalbefieber, Gebärfieber; eine sehr akute, gefährliche, meist kurze Zeit nach der Geburt auftretende, besonders beim Rinde mid zwar speziell bei den besseren Milchraceu häufige Krankheit, die sieh durch Bewusst-losigkeit und Paralyse in verschieden hohem Grade, seltener durch Krämpfe charakterisirt und auf Gehirnanaemie zurückzuführen ist fFranckj. In neuerer Zeit nahm man als Ursache der E. eine Intoxication, ähnlich der quot;Wurstvergiftung an.
EkpWysls (f. ExcpAÜoou) sprudle hervor, ßuo), auf rasch auftretende Exantheme angewandt.
E. vaccinia die Kuhpocke.
Mkthyina (Hippocr. examp;üsiv hervorbrechen) knotenartige Eruptionen auf der Haut.
£ktopla (sx aus, hervor, totcoc Platz) die Verschiebung eines Teiles oder Organes aus seiner normalen Lage nach einer Oberfläche zu.
Ektopia cordls, Ektopie des Herzens. ui'. SchisUK'orrauä fissicoUis [Onrlt],
Ektopia vesicae nrinariae Bauchblasenspalte, Harnblasenspalte; Offenbleiben der Blase infolge unvollständigen Abschlusses der Allantois.
et'. Schistocm'imis fissivesiralis.
ektroplonlren das künstliche Auswärtskehren des Lides zum Zwecke, die Conjunctiva sich in ihrer ganzen Ausdehnung zur Anschauung bringen und bepinseln oder anderweitig behandeln zu können.
Xiktroplnm (sxTpe-rcu) [extootuov] wende auswärts) die Auswärtskehrung, Auswärtswendung eines oder beider Lider eines Auges, welche von der einfachen Abwendung des freien Lidrandes (Eversie) von Jer Bulbusoberfläche bis zur voll-
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Ekzema.
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ständigen Umstülpung des ganzen Lides entwickelt sein kann. Gerät die nun den verschiedensten Schädlichkeiten ausgesetzte Lidbindehaut in einen Zustand entzündlicher Wucherung, so wird es zum E. luxurlans s. saroomatosum. Als E. paralytic um bezeichnet man die im Gefolge einer Lähmung desMus-culus orbieularis sich einstellende Auswärtswendung des Lides. Ekzema (5x-Cs(a)[j.a, v. Ceugt; siede) eine einfache Hautentzündung in verschiedenen Graden der Intensität.
1.nbsp; Stadium squamosum {sqaama Schuppe) Hauthyperämie mit oberflächlicher Exsudation, leichter Verdickung der Epidermis und nachheriger Abschuppung derselben; zu diesem B. squamosum zählen: die Kleien-quot; oder Schuppen-flechtequot;, sowie teilweise die Raspequot; und Maukequot; des Pferdes.
2.nbsp; nbsp; Stadinm papillosnm {papilla Knötchen) Auftreten kleiner roter Knötchen, erzeugt durch zellige Infiltration, seröse Durchfeuchtung und Schwellung einzelner Hautpapillen. Hieher: die Knötchen-quot; oder Schwindflechtequot;, sowie teilweise der Knoten-quot;, Finnen-quot; oder Hitzausschlagquot; des Pferdes.
3.nbsp; nbsp;Stadinm vesiculosnm {vesica, vesicula Bläschen) entsteht in Folge starker seröser Exsudation, durch welche die Zellen des Rete Malpighii auseinandergedrängt werden und sich Bläschen bilden. Hieher die Blas ehe nfl echtequot; der Haustiere und der Hitzaussohlagquot; des Pferdes.
4.nbsp; nbsp;Stadium madidans Stadium des Nassens nach Aufbruch oder Aufreissen der Bläschen. Hieher der Salzflussquot; und die Fetträudequot; der Hunde.
5.nbsp; Stadium pustnlosum v. impetiginosum; aus den mit seröser Flüssigkeit gefüllten Blasen bilden sich Eiterpusteln, nach deren Platzen oft die Haut auf grössere Strecken eine eiternde Oberfläche zeigt. E. pustulosum vel impetiginosum. Hieher die Pustelflechtequot;, der Hautgrindquot; oder das grindartige Ekzemquot; (vid. Dermatitis purulenta).
6.nbsp; Stadium crustosum, durch Vertrocknung des Exsudates entstanden (E. crustosum). Hieher die Borkenflechtequot;.
of. Dermatitis, Erythema, Papula, Yesicnla, Pastnla.
Ekzema exedens {edo esse) fressende, kriechende Bläschenflechte [An acker].
vid. Serpigo.
Elaeosacchariim s. Ätheroleosaccharnm iv.
eXaioc Ölbaum u. oax^apov Zucker) die Mischung eines flüchtigen Öls mit Zucker, der Ölzucker.
Elaphia (samp;tKfoc Hirsch; adj. eXaiptoc) die Hirschkrankheit, der Starrkrampf.
vid. Tetanus. Martin u. Schlampp, Terminologie föp Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; a
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82nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Elapsus.
Elapsus (labor gleite) die Ausrenkung. Tid. Luxatio.
Elect. Abkzg. auf Eeoepten für Elect(u)arinm.
Xilectroden (ijXexTpov Bernstein, oSocWeg) die zu- resp. ableitenden Teile des Schliessungsbogensquot; einer elektr. Batterie, welche an der Berührungsstelle mit dem tierischen Körper zu praktischen Zwecken eine verschiedene Gestalt erhalten können, so z. B. die einer Platte, eines Knopfes, eines Pinsels, einer Bürste etc.
Mlectrodlagnostlk (riXexTpov Bernstein, Sia-Yvmaic Unterscheidung) die Anwendung der Elektricität zu diagnostischen Zwecken.
Electropnnktnr ty. rjXexTpov Bernstein, fungo steche) ein Verfahren, bei welchem man zwei feine, durch Firnissüberzug isolirte Nadeln in ein Aneurysma einsticht, und darauf die elektrische Kette schliesst in der Absicht, eine Blutgerinnung im Aneurysma selbst herbeizuführen.
Electrotheraple (rjXcxrpov Bernstein, öspaiisuiD bediene, heile) die Anwendung der Elektricität zu Heilzwecken.
mectrotonns (^sxTpov Bernstein, tovoc Spannung) der yeränderte Zustand, in welchen ein vom konstanten elektr. Strome durchflossener Nerv in Bezug auf seine Erregbarkeit, Leistungsfähigkeit etc. versetzt wird.
Electnarinin (Xe-/eiv, Xei^etv lecken) die Latwerge, eine Arzneiform; man unterscheidet nach ihrer Konsistenz:
E. molle (tenne) die weiche L., und
E. spissnm die dicke, zähe L., von der Consistenz des Honigs.
ElephailtfaslS ([Celsus] aXeepac Elefant, eXetpa-rtialaquo;) Dioscor. leide an der E.) Pachydermia, eine Zubildung von Bindegewebe der Haut und des subcutanen Zellgewebes; am häufigsten bei Pferden an den hinteren Gliedmassen, wo sie in Folge akuter und chronischer Lymphgefässentzündung, Thrombosen grösserer Venen und Lynuphgefässe, sowie Verödung der Lymphdrüsen auftritt. Auf Durchschnitten zeigt sich die Cutis und das suboutane Bindegewebe zu einer oft bis nahe 10 Cm dicken, derben, fibrösen Masse umgewandelt. E. wird nicht selten bei Rotz angetroffen. Auch am Hodensacke des Pferdes wird sie beobachtet.
EleTatlo {levo erhöhe) die Ausdehnung, Anschwellung z. B. von Arterien; ausserdem das Erheben, Erhöhen eines Instrumentes bei einer Operation; das Höherlegen erkrankter Teile.
lilevatorillin Hebel; ein Instrument, bei Trepanationen zum Emporheben der Knochenplatte gebräuchlich.
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eliquare.
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ellqnare (/laquo;A flüssig machen z/.£?raquo;^Flüssigkeit) durchseihen, klären, z.B. eine Gelatine etc. (aufRecepten gebräuchl).
JElixlrlnm (arab. al-ecsir) eine aus mehreren Stoffen zusammengesetzte, spirituöse oder ätherische Flüssigkeit. Veraltete Bezeichnung = Tinctura.
ElytrKls (sXurpov [eXüiu, FsX winde] Scheide) die Entzündung der Scheide; s. Vaginitis.
Syn.: Kolpitis, Vaginitis;
Elytrotomla (eXutpov Hülle, Scheide, xejivm schneide) die blutige Erweiterung des Muttermundes bei knorpeliger Entartung desselben.
Emaclatlo (raquo;idäes, macer mager) die Abmagerung.
Vid. Macies.
Embolus (ejißoXXiu werfe hinein) in die Blutbahn hineingelangter Pfropf, welcher an irgend einer Stelle des Gefäss-systems stecken bleibt und hier meist weitere Veränderungen zur Folge hat. Ein solcher Pfropf kann aus den verschiedensten Elementen bestehen, z. B. Teil eines Blutgerinnsels (s. Thrombus), ein Parasit oder sonstiger Fremdkörper sein. cf. Infarct.
Embolie heisst der Vorgang des Einwanderns eines E. mit seinen Folgen (Anämie, Infarcirung, metastatische Entzündung und Abscess), welche von mehr oder minderer Bedeutung für den Gesamratorganismus werden können. Wichtig bei jeder Embolie ist, ob der E. septisch inficirt oder aseptisch war.
Luft-Embolie, Embolie der Lungen- oder Herzcapillaren in Folge Bindringens von Luft bei Verletzung von Venen (z. B. beim Aderlass). Es wird dadurch die Herzthätigkeit beeinträchtigt und ein grosser Teil der Lungencapillaren aus dem Gefässsystem ausgeschaltet, wodurch nicht selten plötzlicher Tod eintreten kann.
Fett-Embolie kann bei Verletzungen und Quetschungen sehr fettreicher Teile, wie des Panniculus adiposus, oder nach Knochenbrüchen entstehen. Namentlich bei letzteren sind die Aufsaugungsbedingungen in Folge Offenstehens der Venenlumina sehr günstig. Bas Fett keilt sich in den verschiedensten Organen, besonders in der Lunge ein, wodurch schwere Erscheinungen und selbst plötzlicher Tod veranlasst werden können.
Ausserdem kann man noch je nach den Bestandteilen, aus denen der Embolus besteht, von Pigment-Embolie, Krebs-E. etc. sprechen.
Embryotom (cvßpusiv hervorkeimen, xop-rj Schnitt) ein Instrument, vermittelst dessen die Zerstückelung des Jungen im Mutterleibe (Embryotomie) vorgenommen wird. Embryotome wurden in den verschiedensten Modificationen construirt,
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84nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Embryotomie,
so z.B. jenes von Brogniez, Contamine, Hubert, Thi-baudeau u. A. m.
Embryotomie (svßpustv hervorkeimen, to^ Schnitt)
die Zerstückelung des jungen im Mutterleibe.
Mmbryotoxon (toSqv Bogen) eine angeborene, ringförmige und marginale Hornhauttrübung, welche sich unmittelbar an den Limbus corneae ansehliesst und gegen das Hornhautcentrum allmälig in die normale Transparenz übergeht.
Emese (siisoi': Erbrechen) das Erbrechen.
Syn.: Yomitus.
KilU'tica (sc. remedia, ijitlv erbrechen) Brechmittel. Emlsslo sangnlnts der Aderlass, das Blutlassen.
etquot;. Venäsectio.
15mmetlquot;OpIe(s[i-(JieTpo7im Masse, os); Gesicht) Normal-sichtigkeit; jener Brechzustand des Auges, bei welchem unter völliger Entspannung des Ciliarmuskels (Accommodationslosig-keit) das Auge allein vermöge seines Eefraotionszustandes parallele, d. h. aus unendlicher Entfernung also mindestens aus 6 bis 8 Metern herkommende Lichtstrahlen auf der Netzhaut zu einem deutlichen Bilde zur Vereinigung bringt. Häufig findet man als Abkürzung für Emmetropiequot; in ophthalmo-logischen Werken ein E.
Emolllentia {sc. remedia, v. e-tnollire erweichen laquo;. mollis) die erweichenden, erschlaffenden Heilmittel.
Emotlo {e-tnoveo bewege heraus) die Ausrenkung, ciquot;. Lusatio.
Emphragma (e^päoostv hineinstopfen) die Verstopfung.
Emphysem (ev-lt;poo(ia) blase hinein) Füllung des inter-stitiellen Gewebes irgend eines Organes mit atmosphärischer Luft oder anderen Gasen, wodurch beim Betasten ein eigentümliches Knistern erzeugt wird. Für die Lunge auch in dem Sinne gebraucht, dass die Luft nicht ins interstitielle Bindegewebe einzutreten braucht, sondern schon eine über-mässige, bleibende Ausdehnung und Erweiterung der Alveolen genügt, um von E. zu sprechen. (Emphysema pulmonum, Alveolarectasie, E. alveolare, vesiculare.) Bei längerer Dauer entwickelt sich hiebei ein Schwund der Alveolarwandung und Vergrösserung der einzelnen Luftzellen, wobei durch die Erweiterung viele Kapillai'gefiisse für Blut undurchgängig geworden sind. (Substantielles E.) Findet aussei- der Ektasie der Alveolen auch noch eine Zen eissung ihrer Wandung und Eintritt von Luft in das interalveolare Gewebe statt, so spricht man von interstitiellem E.; dabei können sich grössere
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Empirie.
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blasige Lufträume bilden, die namentlich unter der Pleura am scharfen Rande der Lunge auftreten, bullöses E. (bidla Blase).
Das vikarürende E. entsteht, wenn ein Teil der Lungen-oborfläche respirationsunfähig geworden, somit der übrige Teil um so stärker in Anspruch genommen und dadurch emphyse-matisch wird.
Das senile E. ist eine Lungenatrophie, welche in höherem Alter sich einstellt.
E. subcutaneum, E. des Unterhautzellgewebes. Die Luft kann von der Lunge aus durch das interstitielle Gewebe der Mittelfeüplatten in den vorderen Brustraum unter die Haut dringen, oder es kann z. B. bei Quetschungen eine septische öasentwickelung zum E. führen. In einzelnen Fällen können Grasmassen vom Darme aus unter die Haut gelangen, indem am Grunde des Blinddarms oder an der Beckenpartie des Mastdarms eine Ruptur stattfindet und sich von dort aus die Gase bis unter die Haut durchdrängen.
cf. Enteritis emphysematosa, Fnenmatosiä, Gangraena eraphysematosura.
Emyliysema infectiosum, der Rauschbrand der Rinder; eine beim Rinde enzootisch auftretende, höchst acute und meist tötlich verlaufende Infectionskranklieit, deren Hauptkennzeichen rasches Auftreten eines sich schnell verbreitenden Haut- und Muskelemphysems, sulzige und blutige Infiltration des Bindegewebes und der Muskulatur, sowie Schwellung der Lymphdrüsen der erkrankten Körperteile sind.
Empli'le (sjiitstpsiv erfahren sein, itsTpa Probe) jenes ärztliche Heilverfahren, welches lediglich auf örund gesammelter practischer Erfahrungen handelt.
Emplastmin (ejiitXaa-rpov v. sp-nXaaostv aufschmieren) das Pflaster, eine zum äusserlichen Gebrauch dienende Arzneiform.
Xlmpresis (i[iTU[ntprj[u brennen = eji-itp^amp;u)) Entzündung.
EmprosthomelOpIlOms (s[n:poa9ev nach vorn, piXoc Glied, lt;fopoc tragend) unten, bezw. vorne am Rumpfe überzählige Gliedmassen tragend [Gurlt].
E. octipes, trichirus, tetrachiras, triscelas, tetrascelus.
Km prost hotoims (spLitpocamp;ev nach vorne, tovo-Spannung) s. Tetanus.
Siinpyeiua (EfmuTjp.a^sp.itur) Hipp, inneres Geschwür, ejinueu) habe Geschwür) Pyothorax, eitrigerErguss in die Pleurahöhle, entweder von eitriger Pleuritis, der eitrigen Umwandlung eines serös-flbrinösen Exsudates oder vom Durchbruoh einer Eiterhöhle in den Brustraum herrührend.
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86nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Empyomphalus.
EmpyomplialllS (e[iiioo; mit Eiter gefüllt, v. ituom, op-tpaXot der Nabel) der Nabelabscess.
empyremnatisch {y. e^uupsüstv anzünden, nup Feuer) angebrannt, brenzlicb riechend.
l'niHlyoinln ill {e - mulgere ausmelken) der behufs Bereitung einer Emulsion in einer Flüssigkeit Menstruum (z.B. Wasser, Infusum, Dekokt) unter Mithilfe eines Emulgens zu suspendirende Stoif (z. B. fette und ätherische Öle, Balsame, Harze, Gummiharze, Camphora, Phosphor, Wachs, Cacao-butter etc.).
ElUlllgens {e-mulgere ausmelken) derjenige Stoff in einer Emulsion, welcher die Suspension des Öles (Baisames, Harzes etc.) im Menstruum (Wasser, Dekokt, Infus) bewirkt; die gebräuchlichen Emulgentia sind Gummi arable, Gummi Tragacanth. und Eigelb.
Emnlslo (e-mulgere ausmelken) die Emulsion; jede innige, flüssige Mischung von schleimigen oder gummösen Stoffen undWasser mit Ölen, fettartigen oder harzigen Stoffen, welche richtig bereitet das Aussehen einer guten Milch besitzt. Man unterscheidet Samen-, Öl-, Balsam-, Harz-, Gummiharz-, Wachsund Wallrath-Emulsionen.
lOiiantliema (iv in, im Innern, av{h)u.a; oeviktv blühen) ein Ausschlag auf Schleimhäuten.
vid. Eisantiiema,
Encepltalltls (epcstpaXov was sich im Kopfe befindet)
Entzündung des Gehirns selbst mit starker Anhäufung von Eiterzellen in den perivasculären Lymphräumen und der Gehirnsubstanz; daneben starke seröse Durchtränkung des
Gewebes.
cf. Encephalomalacie, Cephalitis.
Encephalomalacle ([laXaxoc weich) die Gehirnerweichung, vollständige Degeneration und Erweichung umschriebener Teile des Gehirns als Folge verschiedener Ursachen; rote E., enoephalitischer Herd mit starker Hyperaemie, zahlreichen Blutextravasaten, fettiger Degeneration nervöser Elemente. Zum Teil entsteht sie unabhängig von Entzündung infolge localer Circulationsstörungen, wobei die Eiterzellen und Exsudatstreifen fehlen. Durch Abblassung geht die rote E. in die weisse oder graue E. über, bei welcher der Herd eine graue oder weisse, molkenähnliche Masse bildet. Zwischen rote und weisse kann sich die gelbe E. einschieben (Gelbfärbung durch Blutpigment). Kommt es bei Embolien oder sonstigen Circulationsstörungen nicht zur Infarctbildung, so kann unmittelbar gelbe (d. h. fettige Degeneration) ohne die rote E.
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Encephalopathie.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;87
entstehen. Bei sehr starker Proliferation von Eiterzellen gelangt es zur Bildung von Gehirnabscessen.
Encephalopathie (icäfto; Leiden) das Oehirnleiden, die Gehirnerkrankung überhaupt.
XSiichoudroma (ey^ovSpou) verknorple; v. ev an, ^ovSpo? Knorpel, lat. cartilagd) =
Chondroma Knorpelgeschwulst mit bindegewebigem Gerüste, häufig mit Verkalkung, Osfceoidchondrom oder wirklicher Knocheneinlagerung, Osteochondrom; manchmal mit teilweiser schleimiger Erweichung (E. myxomatodes) oder Cystenbildung (E. cysticum).
Endarterltls (svSov innen, arteria) Entzündung der In-tima der Arterien.
E. chronica deformans, Arteriosklerose ein chronischer Entzündungsprozess, welcher zur Bildung von Bindegewebe und in weiterem Verlaufe zur atheromatösen Entartung und Verkalkung führt. Am häufigsten ist die E. an der vorderen Gekrösarterie des Pferdes, wo sie durch den Strongylus ar-matus veranlasst wird.
E. obliterans eine nur in kleineren Arterien vorkommende entzündliche zellige Infiltration der Intima, welche zu beträchtlicher Verdickung und dadurch zur Verengerung oder zum Verschlüsse des Gefässes führt.
Endarteritis villosa von Bellinger beim Pferde beobachtet. Die Intima im Aortenanfang war dabei leicht getrübt und unmittelbar über den Klappentaschen im Umfange eines Thalers mit zottigen, federartigen und teilweise netzartig verflochtenen Wucherungen bedeckt, und an der Spitze dieser Wucherungen fanden sich hier und da unregelmässige, hanf-korn- bis erbsengrosse Verdickungen und Einlagerungen, die entweder derb und verkalkt waren, oder globulöse Niederschläge frischeren Datums bildeten.
Endocarditis (xapSia Herz) Entzündung des Endocar-diums; die E. kann sich auf die ganze Herzauskleidung erstrecken oder nur auf die Klappen beschränkt sein (E. valvularis). Bilden sich an den Klappen oder Sehnenfaden warzige oder bahnenkammartige Auswüchse, so spricht man von E. ver-rucosa (verruca Warze). Meist ist der Verlauf ein chronischer und führen die Veränderungen zur Stenose der Ostien oder Insufficienz der Klappen und dadurch zu weiteren Circulations-störungen. Bei schweren septischen Formen der E. kommt es zur Nekrose und Geschwürsbildung auf dem Endokardium. Eine besondere Form, die E. traumatica, kommt beim Rinde sehr häufig in Folge Eindringens von Fremdkörpern
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88nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Endocranitis.
von der Haube aus vor. Dieselbe ist meist mit Entzündung der benachbarten Teile vergesellschaftet.
E. mykotica ulcerosa die mykotische, d. h. durch Pilze hervorgerufene Entzündung der Herzklappen, beim Huhn von Bollinger beobachtet.
Endocranitis (craniu/n Schädel; xap, xaprjvov, xpaviov).
i. q. Pachymeningitis.
Endometrltls (evSov innen, [laquo;JTpa Gebärmutter) die Entzündung der Tragsackschleimhaut.
Endophlebltls (lt;pXe!|) Ader) Entzündung der innersten Venenhaut, der Endarteritis analog.
E. verrucosa (verruca Warze) eine eigentümliche Form der Venenentzündung, von Bollinger im Stamme der Pfortader gefunden.
of. Phlebitis.
Endoskopia (evSov innwendig, oxoiteu) schaue, ozoito; Späher) die Untersuchung von Körperhöhlen, resp. Kanälen mittelst künstlicher Beleuchtung.
Endoskop das jeweilig hiezu verwendete Instrument.
Engastrlus (ev in, faoTTjp gm. yaaTpo; Bauch) Doppelmissbildung, bei welcher ein Individuum verkümmert und als parasitische Missbildung von einem eigenen Sacke umgeben in der Bauchhöhle des anderen Individuum gelagert ist. [Förster.]
Ctlaquo; Cryptodidymus.
EngOliement frz. {Wurzel eti in, tmd cavus hohl |Diez], frz. garion Sc\\\\inlt;X) die Anschoppung, meist auf das erste Stadium der croupösen Pneumonic angewendet, im übrigen jede Anschoppung, z. B. von Kotmassen im Darm.
Enophthalmus (iv - olt;pamp;a),[i6c Augapfel) das Zurückgesunkensein des (nicht pathologisch veränderten) Augapfels in die Augenhöhle.
Enorchlsmus (ev in, hinein, op)(i; Hoden) = Kryptor-chismus.
Enostose (öotsov Knochen) eine gegen die Innenfläche des Knochens gerichtete Knoohenneubildung, z. B. gegen das Innere der Kiefer- oder Schädelhöhle, oder nach dem Mark-raume zu.
Enteralgla (svxspov Gedärm, Eingeweide, aXyot Schmerz) Darmschmerz; vid. Kolik.
Enteritisraquo; (evrepov Eingeweide) die Darmentzündung. Nach den einzelnen Darmabschnitten, welche erkrankt sein können, unterscheidet man: Duodenitis, Ilei'tis, Typh-
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Enterocele.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;89
litis, Colitis, Proctitis; bei Anteilnahme des Magens: Gastroenteritis, Gastroduodenitis.
Ihrem Charakter nach kann die E. sein :
E. catarrlialis Darmkatarrh; die Schleimhaut ist diffus oder fleckig gerötet und geschwellt, das Epithel mehr oder weniger abgestossen, wodurch es zur Bildung leichter katarrhalischer Geschwürchen kommen kann. Ist die Abstossung des Epithels eine sehr hochgradige, so spricht man von d e s -quamativem Darmkatarrh. Bei chronischen Katarrhen kommt es zur Schwellung, Vereiterung und Verschwärung der Follikel (foil i culär er Darmkatarrh, E. i'olli-cularis), zurBindegew^ebszubildung und zu Wucherungen der Schleimhaut (E. p o 1 y p o s a).
oflaquo; Gastritis.
E. hämorrliagica, pnrulenta, phlegmonosa, crouposa, (liphtheritica, caseosa (tubercnlosa), nlcerosa etc.
Als besondere Formen sind (nach Friedberger-Fröhner) hervorzuheben:
1.nbsp; nbsp;die einfache Magendarmentzündung, Gastero-Enteritis nicht toxischer Natur;
2.nbsp; nbsp;die croupöse Darmentzündung des Rindes;
3.nbsp; nbsp;die embolisch-hämorrliagische E. des Pferdes;
4.nbsp; nbsp;die sog. enzootisohe Gastroenteritis (die sog. quot;Waldkrankheit) ;
5.nbsp; nbsp;die mykotische G.-E., auch typhöse G.-E.;
6.nbsp; nbsp;die toxische G.-E., durch Gifte hervorgerufen. Die infektiöse E. vid. Dysenteria.
of. Enteruhelkosis.
Enterocele (laquo;rp-i] Bruch) der Eingeweidebruch, Darra-bruch.
vid. Hevnia.
Enterocentesis (xsvteugt; steche, xevnfjoi; Stich) Anstechen, Function des Darmes bei starker Gasaufblähung desselben.
Enterodynla (öSüvrj Schmerz) = Enteralgia, der Darmschmerz.
vid. Kolik.
EnterohelkoslS (EXxmotj Geschwür, iXxaio, eXxoc = ulcus) die Dannverschwärung, geschwürige Veränderung der Darmschleimhaut, beim sog. Pferdetyphus (Petechialfieber), Ruhr etc.
cf. Ulcus.
Enterolithen (Xt9o; Stein) Darmsteine, vorzugsweise im Dickdarm vorkommende Steinbildungen, die in der Hauptsache aus phosphorsaurer Ammoniakmagnesia (Trippelphosphat) nebst geringeren Mengen phosphorsaurer und kohlesaurer Kalk-
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90nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Enterophlogosis.
erde, Kieselsäure, Chlorkalium, Chlor natrium, sowie Spuren von Eisen und organischen Substanzeii und anderen niedergeschlagenen Salzen des Darminhaltes bestehen. Sie enthalten meist einen Fremdkörper als Kern. Man unterscheidet nach der Farbe die bräunlichen, sehr festen und kleinen, meist abgeschliffenen, die selteneren gelb-braunen, weichen und sehr dichten, die häufig vorkommenden grauen, wenn einzeln runden, wenn zu mehreren, gegenseitig abgeschliffenen, und schliesslich die blauen, nicht sehr grossen, aber in der Regel in bedeutender Anzahl vorliandenenDarmsteine. Alle zeigen deutliche Schichtenbildung; besonders gerne kommt die Darmsteinbildung bei Klaie-fütterung vor.
Enterophlogosis (evxepov Darm, (fka-jmsn Entzündung, tpXo^, tfXoyo? Flamme, cfXofim = tpXeyw zünde an) die Darmentzündung.
Enterorrhagia (örjYwp berste) die Darmblutung, der Abgang von Blut mit dem Darminhalte; ausserdem die Darm-zerreissung.
Entcroraphla (palt;fr] Naht, pauxcu nähe) die Darmnaht.
Enteroscop (gzotieo) sehe) Instrument zur Beleuchtung von Körperliöhlen mittels künstlichen (elektrischen) Lichtes.
Knterostenosls (atevoo) verenge, axsvo; eng) die Darmverengerung, Verengerung des Darmlumens an irgend einer Stelle.
Enterotom troikartähnliches Instrument zum Darmstich.
Entcrotomia. (Top-rj Schnitt) der Darmschnitt; bei hochgradigen und auf anderem Wege nicht zu beseitigenden Verstopfungen der Hunde oder bei Gegenwart von Fremdkörpern angewendet.
et', Lapai'atomia.
Entopliyten (evxo? innen, cpu-ov Pflanze) pflanzliche Parasiten, welche die Körperhöhlcn resp. die in denselben gelagerten Organe zu ihrem quot;Wohnsitz erwählt haben.
cf. Epiphyten.
entotlSCh {eigentl. enotlsch, von h in, ou? Gen. (üröt Ohr, z. B. sviÖTiov Ohrgehänge, ivroTiClaquo;) vernehme) werden Schall-schwingungeji genannt, die in der unmittelbaren Umgebung oder im Ohre eines Horchenden selbst entstehen. Derartige Geräusche sind bei der Auskultation von der grössten Wichtigkeit, nachdem sie häufig Verwechslungen herbeiführen.
Entozoen (eveoe innen, Clt;üov Tier) Binnen- oder Eingeweideschmarotzer; jene tierischen Parasiten, welche in den inneren Körperliöhlen und in den Geweben unserer Haustiere schmarotzen.
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Entropia.
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Entropta (ev-Tpeitto wende nach innen) die Einwärtswendung von Membranen, Organteilen.
cf., Kktropia.
Entroplnm (hi-xpiizio wende einwärts) die Binwärts-kehrung oder Einrollung eines oder beider Augenlider eines Auges.
E. partiale es ist nur ein Teil der Lidlänge umgestülpt, während beimnbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;'
E. totale das ganze Lid eine Einwärtskelirung erfahren hat.
Den veranlassenden Ursachen nach unterscheidet man: E. organicum, das nach Schrumpfung oder Entfernung eines Augapfels sich einstellt, und das
E. spasticum, das in Folge von Muskelaktion (Contraction des M. orbicularis) zu Stande kommt.
Enncleatlo bulbl die operative Auslösung des Augapfels aus seiner Scheiden- und Bindehaut unter Schonung und Zurücklassung der Kebenapparate des Auges in der Augenhöhle.
ciquot;. Evisceratio oculi, Exenteratio s. Spoliatio Orbitae.
Enuresis (evoupscu pisse hinein) unwillkürlicher, temporärer Abgang von Urin, cf. Incontinentia urinae.
Enzootle {it in, Cfflov Tier) Ortsseuche Jede ansteckende Krankheit, wenn sich dieselbe auf kleinere Bezirke oder auf gewisse Localitäten beschränkt oder dort einheimisch geworden ist.
cf. Epizootie.
£pendyniltls (e-Ttt-evSupa Ankleidung, Oberkleid) Entzündung des Ependyms bei chronischer Gehirnventrikelwassersucht.
Ephemera {sc.ßiris; kf-r^npoi; für einen Tag dauernd, im auf) plötzlich auftretendes, meist hochgradiges oder doch höhergradiges Fieber, für welches sich eine Ursache nicht auffinden lässt oder bei welchem die etwa bestehenden Local-affectionen so geringgradig sind, dass sie zur Erklärung der Fieberhöhe nicht hinreichen.
Kphldrnsis (scp - (Spcuoi; [Hippokrates] etp - iBpou) schwitze ; iSpit Schweiss) das übermässige Schwitzen.
Epldldymitls (eiuStSup.*; was aufnbsp; nbsp;dem Hoden liegt, SiSujioi Zwillinge, 8uo = Hoden [Galen])nbsp; die Nebenhodenentzündung, selten allein, meist mitnbsp; nbsp;Orchitis und Peri-orchitis complicirt (s. d.).
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Epigastrius.
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Eplgastrlns (eitt auf, yasx^p Bauch) Doppelmissgeburt, bei welülier das eine Individuum verkümmert und als Parasit frei oder unter der Haut in der Begio epigastriea des nnderen Individuum gelagert ist. (Förster).
Of. Cryptodidymus.
EplgastrodidymilS (SiSu[mu Zwilling) der Vorderbauch-zwilling. (Gurlt.) K. ootipes.
cf. Thoratopagas. Steroopugus.
£pikrl$ls (eitlxpion; iitntptv(u entscheide durch Endurteil) das alle wichtigen Daten zusammenfassende, wissenschaftlich begründende Endurteil bei Sektionsberichten und anderen Schriftstücken.
Epllepsla (eiuXifj'jnc, =iugt;.a[j.ßavu) ergreife, befalle) die Fallsucht, eine chronische Erkrankung, die sich durch heftige Krampfanfälle, mit Empfindungs- und Bewusstlosigkeit verbunden, kennzeichnet; zwischen den Anfällen, welche verschieden lange Zeit dauern und oft in grossen Intervallen wiederkehren können, sind vollständig freie Pausen, in welchen man den Tieren nicht ansieht, dass sie krank sind. Es wird eine partielle d. h. nur über einzelne Teile des Körpers, namentlich den Kopf, sich erstreckende, und eine allgemeine, den ganzen Körper befallend^ E. unterschieden. Die Anfälle scheinen von einer Erregung der Varolsbrücke und des verlängerten Markes .abhängig zu sein.
Von der reinen E. sind die epileptiformen Krampfanfalle zu unterscheiden, wie sie bei Bandwurmleiden der Hunde, bei der Staupe etc. vorkommen.
Epiphora (siu-tpopä Zufluss) der Thränenfluss, das Thränenträufeln.
Syn.: Dacryorrhoe, Stillicidium.
Eplphyten (eni auf, -tpucu wachse auf etwas) pflanzliche Parasiten, welche als ihren Wolinsitz die Körperoberfläche (Haut) gewählt haben.
cf. Kntophyten.
, Eplplocele (eiuicXoov Netzhaut [Hippo kr.], Netz; iteXXa Haut [Curtius], pellis Fell, xtjXy) Bruch) der Netzbruch, meist Vordringen des Netzes durch den Leistenkanal in den Hodensack.
cl'. Hernia. EplSClerltiS (axXirjpdj hart, oxXrjpa p-TiviyJ, dura membrana [Hyrtl]) eine Entzündung der oberflächlichen, der Bindehaut des Augapfels zu gelegenen Schichten der Solera oculi, die für gewöhnlich als eine seeundäre Erscheinung sieh einstellt, wenn im Augeninnern, namentlich im Bereiche des Aderhauttraktus entzündliche Prozesse sich abspielen.
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Epispastica.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;93
Eplspastlea (sc. remedia, ent-sirdcu überziehe) Zugmittel; Heilmittel, welche einen Hautreiz ausüben, die Haut röten und selbst Blasenbildung auf derselben hervorrufen.
Syn.: Kubet'acientia.
Eplstaxls (sitisTÖClaquo;raquo; tröpfle darauf, EiasTa^is [Hipp.]) das Nasenbluten.
cf. lihinorrhagie,
eplstomllim (p. eiü auf laquo;. oxojia Mund) der Stopfen auf einer Flasche oder einem Medizinglase.
Epithelioma (von Epithel, welches Wort zuerst R u y s c h für das feine Oberhäutchen an der Brustwarze gebrauchte, amp;f]-a9ai melke, Orj-Wj Zitze, IVIutterbrust,/a/*laquo;7/a, ftfj-Xuc weiblich = femina, \m$T\k[lt;: latinisirt epithelium) aus Epithelzellen bestehende Geschwulst, z. B. Epithel-Carcinom.
Epithelioma contagiosum vid. Grregarinosis.
Kpizoen (stc! auf, Csiov Tier) jene tierischen Parasiten, welche auf der Körperoberfiäche unserer Haustiere sich niederlassen.
Eplxootie (Cffiov Tier) Seuche, welche eine grössere Anzahl von Haustieren zu gleicher Zeit und in grosser räumlicher Ausdehnung befällt.
cf, sporadisch, Panzootie, Enzootie.
Kpiilis (im. auf, ouXt; Zahnfleisch) allgemeine Bezeichnung für Geschwülste des Zahnfleisches, z. B. E. carcinomatosa. cf. Parulis. Odonlom.
Equine {eqims Pferd) die Pferdepookenlymphe.
Erethlsmus (epsSiCui reize) abnorm gesteigerte Erregbarkeit.
Erethisches Fieber = Reizfieber,
Erethische Granulation vid. Granulation.
cf. Ipritatio. Torpor, Synoclia.
ErgotlsmilS die Vergiftung mit Mutterkorn, resp. dessen Präparaten.
Erosion (erodo nage aus) umschriebener Epithelverlust auf Schleimhäuten, welcher zur Bildung leichter Geschwürchen, sog. Erosionsgeschwürchen, führen kann. E. kommen nicht selten bei Catarrhen vor, oatarrhalische E.
Haemorrhagische E. finden sich auf der Magenschleimhaut bei Phosphorvergiftungen und der Rinderpest. Sie entstehen in Folge hochgradiger circnmscriptor Hyperämie, durch Degeneration der Gefasswände oder durch Verstopfung kleinster arterieller Gefässchen.
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94nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Errhina.
Papilläre E. die Papillen der Schleimhäute schwellen an und treten dadurch als leicht blutende, gerötete Erhabenheiten hervor.
et', Excurlation.
Kri'hiiia (sc, remedia, ev in, pi? Nase) Niessmittel. Syn.: Ptarmica, Sternntatüria.
Ernetatio (laquo;^(irfe rülpse, erugo, IpeÜYu) rülpse aus) das Rülpsen, Aufstossen.
Eruptio (erumpo breche hervor) der Ausbruch, das rasche Auftreten von Hautausschlägen oder von Bläschen auf Schleimhäuten.
Erysipelas (spuamp;po; = rutilus, ruber rot; iteXXa = pellis Haut) der Rotlauf, die rotlaufartige Entzündung der Haut, welche ihren Sitz hauptsächlich in der Papillarschichte und dem Bete Malpighii hat. Das E. ist durch oedematöse, sehr schmerzhafte Schwellung der stark geröteten Haut cha-rakterisirt; im Verlaufe der Erkrankung tritt Absohilferung der Epidermis ein; Eieber, oft bis zu sehr hohen Temperaturgraden ansteigend, ist eine regelmässige Begleiterscheinung des Rotlaufes. Zuweilen bilden sich an der Hautoherfläche Blasen, gefüllt mit einer gelblichen Flüssigkeit, die dann platzen, verschorfen und nässende Stellen oder Greschwüre hinterlassen (E. bullosum). Manchmal stellt sich Brand der erkrankten Hautstellen ein (E. gan grän osum). In Folge von Verwundungen entstandenes E. wird E. traumatic um genannt. Die rotlaufartige Entzündung kann weitere Ausbreitung erlangen, dabei aber immer nur ein Teil der erkrankten Partie im Höhestadium der Entzündung sich befinden (E. amhulans). Das E. wird als eine kontagiöse Infektionskrankheit angesehen.
Der Rotlanf der Schweine sohliesst, so viel bis jetzt bekannt, mindestens zwei verschiedene, senchenartig auftretende Krankheiten in sich ein, den eigentlichen S t ä b c he n-R o 11 a u f und die sog. Seh we i n e s e u c h e. Bei dem ersteren findet sich ein zarter Bacillus, welcher Ähnlichkeit mit dem der Mäuse-septikämie hat, bei der letzteren ein grösserer, nur an den Enden färbbarer Bacillus, der dem der Hühnercholera ähnelt.
Ausser den rotlaufartigen Veränderungen an der Haiit trifft man beim Schweinerotlauf auch Veränderungen an den Lymphdrüsen, Ekchymosen an den serösen Häuten, Schwellungen und entzündliche Veränderungen des Darmes und Geschwürsbildung an demselben, Vergrösserung und schmutzig braune Verfärbung der Leber und massige Schwellung der Milz.
Erythema (epudaivui erröthe, epü^rjpia) Dermatitis ery-them tosa, die Hautröte; Hyperaemie des Papillarkörpers
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Erythrolytica.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 95
und der oberflächlichen Hautpapillen. Nur an pigmentlosen Stellen sichtbar, an pigmentirten jedoch durch das Gefühl der erhöhten quot;Wärme -wahrnehmbar. Ursachen: 1. Mechanische Einwirkungen, Reiben, Zwicken, Kneipen, Scheuern (E. trau-maticum), 2. chemische Reize, wie Einreibungen mit differenten Stoffen, 3. thermische Reize, vid. Ambustio, 4. Binfluss der direkten Sonnenstrahlen (E. calorioum, solare).
Eine besondere Form des E. ist der sogenannte Buch-weizenausschlagquot; oder Fagopyrismusquot;, oft mit entzündlicher Infiltration, mit Tesiculärer, bullöser, phlegmonöser, gangraenescirender Hautentzündung verlaufend. Derselbe wird hervorgerufen durch den Genuss des Buchweizens, vereint mit der Wirkung des Sonnenlichtes, und zwar nur an nicht pigmentirten Hautstellen.
Xil'ythrolytlca (sc. remedia) Heilmittel, welche eine Verminderung der roten Blutkörperchen herbeiführen sollen.
Erythrotlca (sc. remedia) Heilmittel, welche eine Vermehrung der roten Blutkörperchen bewerkstelligen sollen.
Eschara (ss^öpa Schorf) der Schorf, die Verschorfung, Verkohlung, der Brandschorf, cf. Gangräna.
Ess. auf Recepten gebräuchliche Abkz. für
Essentla {v. esse sein) die Essenz, der weingeistige Auszug aus frischen Pflanzenteilen, sehr ähnlich der Tinktur und jetzt auch mit derselben identificirt. Veralteter Ausdruck.
Etat mamelonne {l'Stat der Zustand, status, mamelonne warzig, mamma, [KXjijJ-a Mutterbrust) eine im Verlaufe von chronischem Magen - Catarrh sich allmählig ausbildende Veränderung; die Ursache derselben ist eine starke Zubildung narbig schrumpfenden Bindegewebes, in Folge deren sich die Schleimhaut faltet und eine warzige Oberfläche erhält.
EllStrongylllS(eu gut, oTpcfp),!)? rund) der Pallisaden-wurm.
E. gigas [Diesing] (71701? Riese) der Riesenpallisaden-wurm. (Hund, Rind, Pferd, Mensch Nierenbecken, seltener Harnleiter und Harnblase.)
Euthanasie (^avccroc Tod) die Erleichterung des Sterbens.
Evacnantla (sc. remedia, roacuare ausleeren, vacuus leer) Mittel, welche eine Entleerung des Darmkanals von seinem Inhalte bewerkstelligen; milde Abführmittel.
evaporlren {vapor Dampf, Dunst) abdampfen, wodurch die festen und flüssigen Bestandteile geschieden werden.
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Eventratio.
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Eventrallo {venter Bauch, v. evrepov) Zustand, bei welohem sich die Mehrzahl der Bauoheingeweide in einem grossen Bruchsacke befindet.
of, Exenteratio.
Everslo (wertere auswärts wenden) die Umst'ülpung, der niederste Grad eines Bktropium, so lange es sich nur um Auswärtskehrung des freien Lidrandes handelt.
Evldement {franz.; viduus leer) die Aushöhlung, Aus-bolirung. Ausschaben, z. B, von Knochen, cf. Abrasio.
Evisceratio bnlbi s. ocnli (ex-viscera Eingeweide) eine in neuerer Zeit an Stelle der Enucleatio bulbi vorgeschlagene Operation, welche darin besteht, dass nach Ausschneiden und Entfernung des vorderen Augapfelabsohnittes alle Binnenteile des Auges herausgeschnitten, resp. herausgekratzt werden, so dass nur die Sclera als leere schalen-förmige Membran zurückbleibt. Als Vorteil dieser Encheirese gegenüber der Enucleation wird angegeben, dass einmal ein späterhin eingelegtes künstliches Auge eine weit bessere Stütze an der Sclera fände als an dem Muskeltrichter allein und mit dem Augenstuinpfe bewegt werden könne, dann Entropien seltener und weniger entstellend einträten. Die Operation ist nicht ohne Gefahr für das zweite Auge wie für den Gesammt-Organismus.
Exacerbatlo {exacerbo erbittere) rasche Steigerung oder Verschlimmerung einer Krankheit oder eines wichtigen Symptomes, z. B. des Fiebers.
cl. llecrudescenz.
Exanthem (eS - av{}T)|Mc Hautausschlag, ESavSiu) blühe hervor, äv9o; Blüte) Sammelname für eine Anzahl von Hautausschlägen, die alle in einer oberflächlichen Entzündung bestehen und mit Bildung von Stippchen, Knötchen, Quaddeln, Bläschen, Pusteln, Geschwüren, Abstossungen von Borken, Schuppen oder Krusten einhergehen, wonach dann die einzelnen Formen desExanthems noch näher unterschieden werden.
Exarterltis vid. ArterlUlaquo; und Periarterltls.
Exarthrosls die Gelenksausrenkung.
of. Luxatiü.
Exarticulatlo {articidus, Dem. v. artus Gelenk, v. äptu füge) die Ahnahme eines Gliedes im Gelenke.
Excavatlo {cavus hohl) die Aushöhlung.
E. papillae nervi optici die physiologische oder pathologische (als Folge stark erhöhten intraoculären Druckes entstehende) Ausbuchtung oder Aushöhlung der Eintrittsstelle des Sehnerven.
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Excipiens.
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ETi.ei]flens(ex-cipere aufnehmen) das aufnehmende, Gestalt gebende Mittel (in einer Avzneiform).
Kxelslraquo; {excido schneide aus) das Ausschneiden, Ausschälen.
Kxeltantla {sc. remedia, ex - citare aufregen, anregen) die Reizmittel.
Excorlatlo [corium Lederhaut) die Hautabschürfung, Verlust der Epidermis mit Freilegung des Rete oder des Coriums ohne tiefergreifenden, Substanzverlust.
ciquot;. Erosion,
Excrescenz (cresco wachse) irgend welcher Auswuchs im oder am Körper.
Exenterallo (ev-epo Eingeweide) die Ausweidung. Mit dem ÜTamen der Exenteration bezeichnet man ein geburts-hülfliches Verfahren, nach welchem bei abgestorbenen Früchten die Bauch- und Brusteingeweide zur Erleichterung der Geburt entfernt werden.
E. orbitae die Ausweidung oder Ausräumung der Augenhöhle, eine bei Orbitaltumoren indicirte Operation, bei welcher die Augenhöhle ihres sämmtlichen Inhaltes Augapfel, Muskeln, Fasoien, Thränendrüse, Fett etc. entleert wird (im Gegensatz zur Enucleatio bulbi, wo nur der Augapfel allein der Orbita entnommen wird).
Syn,: Spuliatio orbitae.
Kxesio (ex-edo esse) die allmählige, namentlich oberflächliche Zerstörung von Organen oder Organteilen.
liXfoIiatlo {folium Blatt) die Abblätterung, Losstossung abgestorbener Gewebsteile, besonders für den Knochen angewendet.
cf. Demarcatiu. Sequester, Arosio.
Exfollatlvtrepan (exfolio entblättere) ein Trepan (s. d.), mit welchem der Knochen wie bei einem Centrumbohrer abgeschabt, also keine Scheibe herausgesägt wird.
Exitus (lat.) der Ausgang.
E. letalis tötlicher Ausgang einer Krankheit.
Exomphalus {Med. \\ heraus tmd 6[laquo;paXoj Nabel) der Nabelbruch, Nabelvorfall.
CiXophthalmus (ej; aus, o(famp;a),(j.oj Auge, Augapfel) die Hervordrängung des Augapfels aus der Augenhöhle nach vorne, seitlich, oder nach beiden Richtungen zugleich als Folge von Hyperämie oder Entzündungen des Orbitalinhaltes, Tumoren der Augenhöhle u. dgl.
Syn.: Prutrusio oculi. Martin u. Schlampii, Terminologie fttr Tierürzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; n
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98nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Exostosis.
Exostosls (sSoattuait Knochengeschwulst [Galen]) der Knochenauswuchs, das Überbein; meist das Produkt einer Periostitis ossificans. Eine E. kann einen leichten porösen Bau, E. spongiosa, Osteophyt, oder ein dichtes Gefüge von elfenbeinartiger Consistenz haben, E. eburnea. Die letztere Form ist sehr hart und zeigt eine lamellöse Structur. E. von der Beschaffenheit der Rindensubstanz des Knochens werden einfach als compacte B. bezeichnet.
Die E. cartilaginea ist knorpeligen Ursprungs und meist in der Nähe von Gelenken befindlich. Wenn sie von einer Gelenkoberfläche ausgeht, besitzt sie meist einen knorpeligen Überzug, manchmal auch eine Synovialmembran.
of. Spavanus.
Als äussereHyperostose wird eine gleichmässig über den Knochen verbreitete Anlagerung von Knochensubstanz bezeichnet; als innere H. eine teilweise oder vollständige Ausfüllung der Markräume mit Knochengewebe.
cf. Osteosclerose.
Periostose, mehr spindel- oder gürteiförmige Auftreibung des Knochens. Enostose, eine Exostose, die in das Innere eines Knochens hineinragt.
E. medullosa, E. mit grösseren Markräumen.
Expanslo {ex-pando breite aus) die Ausdehnung, Ausspannung, Ausbreitung.
Expectorantta {sc. remedia, pectits Brust) Mittel, welche im Atmungsapparate angesammelte (Entzündungs-)Produkte nach aussen befördern. Vulgär als Brustmittelquot; bezeichnet.
Exploration (laquo;c/foro forsche aus) die Untersuchung überhaupt; in der Regel wird speciell die manuelle Untersuchung der Bauchhöhle und des Beckens vom Mastdarm oder der Scheide aus darunter vestanden.
I^xploraiivtl'ocai'f (trocart \trois carres = trois-quarts = troscari\ Dreizack, Bauch- oder Wanststecher [Sachs-Villatte, Lexicon]) ein schmaler, schwacher Trokart, der in Cysten, Höhlungen, Körperhöhlen, überhaupt in mit Gasen oder Flüssigkeit gefüllte Hohlräume eingestossen wird, um aus der Art der sich entleerenden Flüssigkeit eine präcise Diagnose stellen zu können.
Exspectatlvkur {exspecto erwarte, warte ab) jene Heilmethode, welche statt sofort und oft unnötiger Weise oder gar zum Schaden des Tieres medicamentös einzugreifen sich mit fortgesetzter Untersuchung und Beobachtung des Fort- oder Rückschreitens des krankhaften Prozesses begnügt.
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Exspiratio prolongata.
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Exspiratio prolongata {spiro atme, longt4s lang) verliingerte Ausatmung bei Hindernissen, welche sich dein Entweichen der Luft entgegensetzen.
Exstirpatio {stirps Stamm, exstirpo rotte aus) das Herausschälen, Herausnehmen einer Geschwulst, Cyste u. dgl.
Exsndatlo (laquo;^laquo;laquo;/arlaquo;ausschwitzen) die Ausschwitzung (das Produkt heisst Exsudat), der Vorgang des Austrittes flüssiger oder geformter Elemente (weisser Blutkörperchen aus den Blutbahnen), auf entzündlicher Basis beruhend. Die Ausschwitzung erfolgt bald auf die Oberfläche eines Teiles (Freies oder Oberf lache n-E.), bald durchtränkt es die Gewebe (Infiltrat). Das interstitielle E. oder Infiltrat wird in das stützende Bindegewebe eines Organes gesetzt, das p a r e n -c h y m a t ö s e E. in das Parenchym selbst.
Nach der Beschaffenheit unterscheidet man:
1.nbsp; Das seröse E., dem Blutserum ähnlich, jedoch ärmer an Eiweiss, reicher an Salzen und Extraktivstoffen (seröser Katarrh, entzündliche Wassersucht, entzündliches Ödem). Ist das E. reich an Eiweiss, so wird es albuminöses E. genannt;
2.nbsp; das schleimige E., meist auf Schleimhäuten bei Katarrhen vorkommend infolge schleimiger Umwandlung der Schleimhaut-und Drüsenepithelien, welches Sekret sich mit der serösen Exsudatflüssigkeit und den ausgewanderten weissen Blutkörperchen mischt;
3.nbsp; nbsp;das flbrinöse, faserstoffige E., durch Gerinnung des Fibrins sich bildend. Das E. kann rein fibrinös oder mit Serum gemischt sein (serös-fibrinöses E.) oder reichliche Beimengung von Eiterkörperchen enthalten (eitrig-fibri-nöses E.);
4.nbsp; das cronpöse E., ein fibrinöses E., welches Schleimhäute in Form von Membranen oder Röhren überzieht, vid. Croup und Diphtheritis;
5.nbsp; nbsp;das eiterige E., in der Hauptsache aus Eiter bestehend, doch können auch andere Bestandteile beigemengt sein und unterscheidet man demnach: serös-eitriges, schleimigeitriges etc. Exsudat.
cf, Inflammatio, Transadatiu.
Extensllaquo; {tendo spanne) die Ausdehnung, der Zug;
Contraextensio Gegenausdehnung, Gegenzug. Häufig werden die Extensio und Contraextensio combinirt bei Verrenkungen etc. angewendet.
Kit tensions verband der Zugverband, Gewichts-verband, ein Verband mit Zugwirkung.
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100nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Extractio.
Extractio {ex-traho ziehe aus) das Ausziehen, z. B. eines Fremdkörpers, eines Zahnes etc.
Extractio Oataractae eine Methode der Staroperation, bei welcher die getrübte Linse (meist unter Zurücklassung ihrer Kapsel) durch eine nach Grosse und Consistenz der Linse eingerichtete Schnittwunde in der Cornea oder Sclera aus dem Auge entfernt wird in der Absicht, den Lichtstrahlen wieder freien Durchgang durch das Pupillargebiet zu verschaffen.
Extractnm {ex-traho ziehe aus) das Extrakt; der wässerige, weingeistige oder ätherische Auszug aus pflanzlichen Arzneimitteln, der dann mehr oder weniger eingedickt wird; je nach dem Grade der Eindampfung unterscheidet man a) das E. tenue, das dünne E. von der Consistenz des frischen Honigs, b) das E. spissum, das dicke E., darf sich erkaltet nicht ausgiessen lassen, und c) das E. siccum, das trockene E., lässt sich zerreiben.
Extravasatio {extra ausserhalb, vas Gefäss) jeder Austritt einer Flüssigkeit aus den Gefassen. Meist versteht man jedoch darunter einen Blutaustritt.
ci'. Haeraorrhagia.
Extumescentia {tumeo, tumesco schwelle auf) die Auftreibung, Geschwulst.
Exnlceratio {ulcus Geschwür) die Auseiterung, die Verschwärung mit dem Begriffe tiefergreifender Zerstörung.
of( Ulcus.
Exnstio {ex-uro brenne aus) die Yerbrennung durch Feuer; vid. Ambustio.
Exntoria (sc. remedia, exuo ziehe aus) derivirende Heilmittel, welche, auf die Haut gebracht, eine oberflächliche Verschwärung der damit in Berührung gekommenen Hautstellen veranlassen.
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Fraquo; Abkz. auf Recepten für flat, es werde, z. B. f. elect., es werde eine Latwerge.
Facies Ilippocratica das Totengesicht; der veränderte Gesichtsausdruck bei Sterbenden (beim Menschen zuerst von Hippokrates beschrieben).
Faeces {faex Bodensatz) die Darmentleerungen, Kot.
FagopyrismilS (tpayciv essen,icupot Weizen) derBuch-weizenausschlag; ein bei Pferden, Rindern, Schafen und Schweinen nach dem Genüsse von Buchweizen, besonders an
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Faradisation.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;101
pigmentlosen Hautstellen unter dem Einflüsse der Sonne auftretender Ausschlag.
Faradisation (Faraday (17941867), ein englischer Physiker, -welcher 1831 die inducirte Blektricität entdeckte) die Anwendung dieser inducirten Blektricität in der Medicin.
faradisiren die Vornahme der Faradisation.
Farcimininm {üg. farcimmuvi, Veget. 1, 7; faräo stopfe voll) auf die knotigen Anschwellungen der Haut bezogen, Rotz, Hautwurm.
of. Malleus farciminosus.
Fascia {fascis Bündel) die Binde. Fastidiam [fastus Stolz) der Eckel.
Fataitas (fatuus blödsinnig) der Dummkoller der Pferde.
Syn.: Amentia, s d.
FavilS (lat. die Honigwabe), Tinea favosa {tinea der nagende Wurm) die Favuskr ankheit, Erbgrind, Waben-grind; eine beim Geflügel, bei Katzen, Mäusen, Hunden und selten beim Pferde vorkommende ansteckende Hautkrankheit, deren Ursache ein Pilz, Achorion Schoenleinii, bildet. Sie ist charakterisirt durch die Bildung trockener, weissgrauer oder schwefelgelber Borken von Schüssel- oder schildförmiger Gestalt, welche der verdünnten Lederhaut aufsitzen. Möglicherweise ist der Pilz nur eine Morphe eines anderen (Peni-cillium glaucum, Oidium albicans?) und mit Trichophyton tonsurans verwandt.
felKricitiren (febris, verw. mit ferveo oder mit tpsßofiai, ipoßot Furcht, Beben [Curtius]) leichtes Fieber haben.
Febricnla (Dem. v. febris Fieber) leichtes Fieber bei sonst mit schwerem Fieber verlaufenden Krankheiten.
Febrifnga {sc. rtmetüa, febrifugus) fieberwidrig wirkende Heilmittel.
Febris das Fieber, beruht auf einer Störung in der Wärmeregulirung des Körpers und besteht in einem Symptomen-complex, welcher meist ausser der Steigerung der Temperatur eine Vermehrung der Herzaktion, Abänderung des Pulses, Beschleunigung des Atmens, Durstgefühl, Appetitmangel, Verminderung der Sekretionen, rasche Consumption des Körpers und nicht selten auch Störungen der Gehirnfunction in sich schliesst.
F. essentialis s. primaria reines Fieber, welches scheinbar von selbst sich entwickelt ohne lokale Veränderungen, die als Ausgangspunkt dafür bezeichnet werden könnten.
cf. Ephemera.
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Febris.
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F. symptomatica ein Fieber, -welches die Folge eines anderweitigen Leidens ist.
Nach den Erscheinungen (dem Charakter) und den Ursachen des Fiebers unterscheidet man:
F. sthenica s. synochalis Reizfieber;
F. asthenica, torpida, adynamica mit Darniederliegen der Kräfte und besonders der Herzthätigkeit verbunden;
F. hectica Z e h r f i e b e r, im Verlaufe chronischer Eiterungsprozesse auftretend;
F. traumatica Wundfieber, durch Aufnahme fiebererregender Stoffe ins Blut von quot;Wunden aus;
¥. erethicaReizfieber, bei schmerzhaften Krankheiten.
Nach dem Verlaufe trennt man in:
F. continna anhaltendes Fieber;
F. remittens nachlassendes F., wenn auf einen Nachlass des F. oder ein vollständiges Aufhören desselben wieder eine Verschlimmerung folgt;
F. intermittens quot;Weohselfieber, F., bei welchem die Anfälle in periodischer Weise auftreten und zwischen ihnen vollkommen fieberfreie Pausen liegen. (Apyrexia.)
of. Lysis. Krisis, Acme, Paroxysmus,
Febris catarrhalis can um epizootica die Staupe, die Hundeseuche, eine fieberhafte, namentlich jüngere Hunde befallende Krankheit infektiöser Natur, welche sich in einer catarrhalischen Affektion des Respirations- und Verdauungsapparates, beziehungsweise einzelner Teile derselben, einem häufig auftretenden pustulösen Exanthem und nervösen Erscheinungen kundgibt. Alle diese Symptome können gleichzeitig miteinander zu Tage treten, oder ein Apparat mehr befallen sein wie der andere, und danach hat Her twig verschiedene Staupeformen unterschieden:
Die gastrische St. bei vorzugsweisem Ergriffensein des Verdauungsapparates;
die catarrhalische St. bei Ergriffensein des Respirationsapparates ;
die nervöse St. beim vorwiegenden Vorhandensein nervöser Erscheinungen;
die exanthematische St. bei Pustelbildung auf der Haut.
Von Seite mancher Autoren sind als Ursachen der St. bestimmte Mikroben nachgewiesen worden, doch dürfte darüber ein entscheidendes Urteil z. Z. noch nicht zu fällen sein.
F. puerperalis Gebärfieber, Kalbefieber, Milchfieber u.s. w., eine sehr acute, gefährliche, meist kurze Zeit nach der Geburt
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Ferula.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;103
auftretende, besonders beim Rinde und zwar speziell bei den besseren Milchraoen häufige Krankheit, die sich durch Bewußtlosigkeit und Paralyse charakterisirt und auf Grehirn-anämie zurückzuführen ist. Vid. Eklampsia.
Ferula (Rute, v. ferio schlage) die Schiene zum Feststellen gebrochener Gliedmassen.
Fen par approche, Fen objectif das Distance-feuer; die Anwendung des glühenden Eisens in der Art, dass man dasselbe kurze Zeit in die Nähe des betr. Körperteiles hält, ohne jedoch die Haare zu versengen, zum Unterschiede von dem mittelbaren Brennen, bei welchem man zwischen Haut und Brenneisen eine Zwischenlage bringt und von dem unmittelbaren Brennen, bei welchem in den betr. Organteil selbst eingebrannt wird.
Feu ä pointes das Punktfeuer.
Fen transconrrent, en raies (v. lat. radius Strich) das Strichfeuer.
Bei ersterem werden einzelne Punkte, bei letzterem Striche neben einander gebrannt.
Fen mixte das gemischte Feuer: Striche sind mit Punkten untermischt.
ferTidns (fernere heiss sein, wallen, brausen) heiss, z.B. Aqua fervida (auf Recepten).
Fibroid, Fibrom {fibra Faser) die Bindegewebs-geschwulst, Fasergeschwulst.
cf. Sarcoma.
Fibrolytica {sc. remedia, Xult;u löse) Heilmittel, welche die Neigung des Blutes zur Gerinnung vermindern, daher verflüssigend wirken.
Syn.: Befibi'inantia, üipinotica,
Fibrostbenica (sc. remedia, fibra Faser, aamp;evolaquo; Kraft) Mittel, welche die Neigung zu Gerinnungen des Blutes vermehren, also mehr oder weniger stark coagulirend wirken.
Filar hl (ßlum Faden) der Fadenwurm.
F. anatis [Rudolphi] (anas Ente) (Ente Herz).
F.clava [Wedl] (laquo;r/awa^ir/awj.r/amNagel, Keule, Schlüssel) (Taube Luftröhre).
F. cincinnata (cincinnus, xivxtvvo? Kraushaar) (Pferd Fesselbeinbeuger, Nackenband).
Syn.: Spiroptera cincinnata.
F. immitis [Leidy] (in-mitis? unmild) der im Blute lebende Fadenwurm. (Hund Herz und Blutgefässe.)
Syn.: Filaria papillosa, haematica [Delafond],
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Filtrum.
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F. lacrimalis [Gurlt] {lacrima Thräne) der Thränen-drüsenfadenwurm. (Pferd, Rind Thränengänge, Bindehaut des Auges.)
F. megastoma [Rudolphi] ([ie7olaquo; gross, otojio Mund) der grossmäulige Fadenwurm. (Pferd Magen in Knoten.)
Syn.: Spirüptera megastoma.
F. microstoma [Schneider] ([uxpolaquo; klein, atojia Mund) (Pferd Magen).
Syn.: Spiroptera microstoma.
F. nasuta [Rudolphi] (nasus Nase) (Haushuhn Magen).
F. papillosa [Rudolphi] (papilla Warze) der warzige Fadenwurm. (Rind, Pferd, Maulesel, Esel Bauch- und Brusthöhle, Darm, Auge etc.)
F. sanguinolenta [Rudolphi] der blutsaugende Fadenwurm. (Hund Magen, Schlund.)
Syn.: Spiroptera sanguinoieota,
F. scutata [Müller] [scutum Schild) der Schlundfadenwurm des Rindes. (Pferd und Rind Schlundschleimhaut.)
Syn.: Spiroptera scntata.
F. strongylina [Rudolphi] (aTpoyYuXot rund) (Schwein
nbsp; Magen).
Syn, : Spiroptera strongylina,
F. trispinulosa [Diesing] (//-laquo;drei, spina Dorn) (Hund
nbsp; nbsp;GHaskörper ?).
F. uncinata [Molin] (undnus Haken, uncus, ofxos Bug) (Gans Schlund).
flltr. Abkz. f. flltretur (ßltrum Filter) man filtrire (auf Recepten).
Filtrnm (fiXtpov üg. Liebestrank, ipiXetv lieben) das Filter, eine aus Papier (Filtrirpapier), Glaswolle etc. leicht herzustellende Vorrichtung, durch welche man eine Flüssigkeit von darin enthaltenen Partikelchen trennen kann.
Fissio partinm deflciens (rf^/ofehle) Nichttrennung der Teile bei Missgeburten (Gurlt). Es können dabei die natürlichen Körperöffnungen in Folge Nichttrennung der Teile oder weil die Haut nicht durchbohrt ist, fehlen, oder die Zehen der Extremitäten sind nicht geteilt.
Fissnra {findo spalte) die Spaltung, der Einriss.
F. ossinm die Knochenspalte, der Knochensprung oder Riss, bei welchem die Knochenenden noch fest aufeinander sitzen. Durch Auseinanderweichen derselben und die dadurch ermöglichte Verschiebung der Bruchenden wird aus der Fissur die Fraktur (s.d.).
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Fistula.
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Fissura abdominalis mangelhafter fötaler Verschluss der Bauohwand.
F. Sterni angeborene, offene oder durch quot;Weiohteile mehr oder weniger geschlossene Spaltung des Brustbeines (Förster).
cf, Schiätocormus ßssisternalis.
fistula (Röhre,/raquo;* spalte) die Fistel, eine Hohlgeschwulst und deren Folgezustände oder angeborene Missbildung;
complete F. eine F., welche eine Körperhöhle, einen Kanal oder sonstiges Hohlgebilde mit der Aussenwelt oder solche unter sich verbindet,
incomplete F., welche eine solche Verbindung nicht vermittelt.
Narbenfistel ist mit einer platten, narbigen Auskleidung verbunden.
Nach den Massen, welche aus einer Fistel entleert werden, bezeichnet mau sie als F. stercoralis Kotfistel, F. salivalis Speichelfistel etc., nach den betreffenden Organen Magenfistel, Darmfistel, Grallefistel u. s. w.
Fistula colli congenitalU, s. A.
Flatnlenz {flatus Wind, yfan; blasen) häufiger und reichlicher Abgang von Darmgasen durch den After, etquot;. Meteorisraus.
Flexibilität cerea [flecto beuge, cera Wachs) die
wächserne Biegsamkeit.
cf. Katalepsia.
Floxio die Beugung.
of. Anteflexid, ßetroflexiu.
Flor. Abkz. f. Flores (flos Blume) Blüten (auf Re-oepten).
Flnctnation (fluetuare hin- und herschwanken, fluo fliesse)das Schwappen von in einemHohlraume mit elastischen Wänden eingeschlossener Flüssigkeit, z. B. eines Abscesses.
Fluor ill bus weisserFluss, charakterisirt durch einen eiterähnlichen oder missfarbigen Ausfluss aus der Scheide, der besonders häufig bei der Kuh, seltener bei der Stute und noch seltener bei unseren kleineren Haustieren beobachtet wird. Die Ursachen dieses Leidens bestehen gewöhnlich im Nichtabgange der Nachgeburt, in chronischer Uterus- und Scheidenentzündung, in erschwerten Geburten. Häufig lässt sich irgend eine bestimmte Ursache nicht nachweisen.
Syn.: Leucorrhoea.
Flnxio (fltio fliesse) i. q. active Hyperämie (s. d.). fotid [foetidus, v.foetcrc übel riechen) stinkend, übelriechend.
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106nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Foetor.
Foetor der üble Geruch.
Fol. Abkz. f. Folia {folium) Blätter (auf Recepten).
Follicnlitis {folüs Sack) die Follikelentzündung.
Fornentnin s. Fomentntio (raquo;. fernere erwärmen, ursprünglich nur für den warmen Umschlag gebräuchlich)
der feuchte Umschlag, die Bähung.
Forceps {for-mus---'h^-^.K \fer-veo\ heiss, capio fasse, womit man heisse Gegenstände fasst) die Zange. F. crenata (crena Einschnitt, Kerbe) die Kovnzange.
Forcipressurzange {forceps Zange, privw drücke) eine den sog. hämostatischen Pincetten ähnliche Zange, welche im Griffe ineinanderfassende Zähne hat, bei deren Einschnappen in Folge der Federkraft der GrifTarme das Maul der Zange fest schliesst.
Fractnra {frango breche) der Bruch, Knochenbruch.
F. simplex einfacher, subeutaner B.;
F. complicata offener B. mit Verletzung der Weichteile und Blosslegung der Bruchenden;
F. comminutiva Splitterbruch mit Bildung mehrerer oder #9632;vieler kleiner Bruchstücke;
Torsionsfractur eine durch drehende Gewalt verursachte F., bei welcher die Knochenenden Schraubenform erhalten.
cf. Fissura, Infractura.
Fremissement (fremir zittern, lai, fremere, ßpejim) das Schnurren, Schwirren.
F. cataire das Katzenschnurren; Auskultationsphänomen, welches bei Herzklappenfehlern in Erscheinung tritt.
F. hydatique Hydatidenschwirren; gibt sich durch ein zitterndes Gefühl zu erkennen, welches man beim Percutiren von Echinokokkensäcken empfindet, wie es ähnlich entsteht, wenn man eine gallertige Masse in Erschütterung versetzt.
cC. Fremitus.
Fremitns {lat. v.fremo, ßpe[laquo;B brumme, summe); man versteht unter einem Fremitus das Erzittern der Brustwände, welches die aufgelegte Hand fühlen kann.
Stimmfremitus wird beim Menschen beim Sprechen, Singen etc. beobachtet; verstärkt ist derselbe bei Verdichtungen des Lungengewebes, abgeschwächt bei Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraraura.
Flenraler F. bei Auflagerung fibrinöser Massen oder sonstiger Rauhigkeiten auf der Pleura.
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frigidus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;107
Cavernösßr P. von der Bewegung flüssigen Inhaltes oberflächlich gelegener und lufthaltiger Cavernen herrührend.
Bronchialer F. bei Bewegung grösserer Schleimmassen in den Bronchien durch den Luftstrom.
frigidus (v. frigus, oris Kälte) kalt (auf Recepten).
Fmct. Abkz. f. Fructus die Frucht (auf Recepten).
F. 8. raquo;. auf Recepten nach Aufzählung der einzelnen Mittel und vor Bestimmung der Arzneiform gebräuchliche Formel, welche die Abkz. darstellt von flat secundum artem, es werde nach den Regeln der Apothekerkunst, z.B. electuarium, eine Latwerge.
fuliglilös (fuliginosus, v. fuligo Russ fulgere glänzen) russig.
Inmaiis (fumare dampfen, rauchen) rauchend, Nebel ausstossend, besonders von flüchtigen Säuren gebräuchlich, z.B. Acidum nitricum fumans rauchende Salpetersäure.
Fuinijjatio {fumigare räuchern, fumus Rauch) die Rauche rung.
Fungus (Pilz, stfoyYoc, moYyo?) gestielte Geschwulst mit breitem Kopfe.
F. haematodes der Blutsohwamm;
F. medullaris der Marksohwamm;nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;'
F. artienli der Gelenkschwamm, fungöse Arthritis;
F. vascnlosns der Gefässschwamm.
FunicnlitiiS {funiadus, Dem. vonfunis Seil, Strick) die Entzündung des Samenstranges.
FnrnncnlllS (tolaquo;ä furvunculus Blutschwär v. furvus, ftisvus = fuscus [fwnus Rauch] schwarz) die Eiterbeule.
Fusaria lumbricoidest [Zeder] = Ascaris lum-bricoides.
fnsiformis spindelförmig.
cf, Bronchiectasia, Teleangiectasia, dann auch au) Oeschwülste angewendet.
fiiSUS {v. fundere giessen) gegossen; durch Eingiessen in Formen in Stangenform gebracht; z. B. Argent, nitr. fusum im Gegensatz zu Argent, nitr. crystallisatum.
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vaalactica {sc. remedia, fäXa, fakwzoi Milch) Mittel, welche die Milchsecretion steigern.
Syn.: Lactagoga. Lactica.
Oalactometer ([lerpov Mass) der Milchmesser, ein Instrument zur Prüfung des Rahmgehaltes der Milch.
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galactopoeus.
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jjalnctopoeiis (-'. yäXa Milch, icoietv machen) milch-bereitend, die Milchsecretion anregend und die Thätigkeit der Milchdrüse erhöhend, z. B. pulvis g., sog. Milchpulver. Gralactopoetica, sc. i-emedia, Mittel, welche die Milchsecretion befördern.
Ciialactorrhoea, (yaXa, faXaxro; Milch, porj Fluss, peugt; fliesse) das Ausfliessen der Milch, auf übermässiger Anhäufung derselben in der Milchcysterne oder Erschlaffung der Zitzen beruhend.
lt;*alli (fn. lagalle Galle, lat. galla Gallapfel) die Gallen, die Gelenkswassersucht.
cf. Tendovaginitis, Bursitis.
Cralvanisation (Galvani entdeckte zuerst die Muskelerregbarkeit durch den elektrischen Strom,) die Application des konstanten elektrischen (galvanischen) Stromes zu Heilzwecken.
CiialvaiiokaiiMitk (xaiu) brenne) die Anwendung der elektrischen Grlüh-Schlinge, z. B. zur Ausrottung und Wegnahme von Neubildungen.
Oangraena (YayYpaiva, Ypotviu, ipäm nage) der Brand, das Absterben von Geweben oder ganzen Körperteilen unter Hinzutritt von Fäulniss.
G. humida'feuchter Brand, entsteht, wenn an Flüssigkeit reiche Gewebe absterben und sich dabei eine wahre Fäulniss bildet, Putrescenz, Sphacelus (s.d.). Kommt es daneben zur Entwicklung von Gasmassen, so spricht man von G. em-physematosa.
G. sicca trockener Brand, Mumification ('s. d.) stellt sich an Teilen ein, an denen Flüssigkeit leicht verdunsten kann, worauf dieselben lederähnliche Beschaffenheit bekommen.
cf. Nekrose, P^schara, Phagedaena, Decobitus, Sequester, Ergotismus.
Crargarisma (v. Ylaquo;PYcp'Cquot;v gurgeln) das Gurgel-wasser, Wasser zum Maulausspülen, das Maulwasser.
Garrnlitas vnlvae {garmlus geschwätzig, garrio schwätze, eigentl. Schwatzhaf'tigkeit) das Geräusch, welches beim Eindringen von Luft in die Scheide entsteht.
CJastralffia (yao-cirjp Magen, aXyos Schmerz) Magen-oder Bauchschmerz, Magenkrampf, vid. Cardialgia. Kulika.
Qastrektasie (extsivlaquo;) dehne aus) die Magenerweiterung, Magenvergrösserung, z. B. bei Verengerung des Pylorus.
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Gastrectomie.
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Oastrektomie (ex-te^vw schneide aus; top'j Schnitt)
operative Entfernung von Teilen des Magens bei Vorhandensein bösartiger Neubildungen quot;etc.
Gastritis (yauTrjp Magen) die Magenentzündung.
G. catarrhalis der Magenkatarrh.
Gr. C. acuta akuter Magenkatarrh, vielfach als Gastrosis, Gastricismug, Status gastricus bezeichnet (vid. Enteritis). Manchmal in grösserer Verbreitung auftretend, mit oder ohne Fieber verlaufend.
G. c. chronica chronischer Magenkatarrh (vid. etat ma-mellonne).
G. polyposa chronischer Magenkatarrh, bei dem es in Folge fortdauernder Bindegewebswucherung zur Bildung von Polypen kommt.
G. toxica Magenentzündung, durch Gifte veranlasst.
G. diphtheritica (Dieckerhoff) diphtheritische Magenentzündung.
Gastroadenitis (aSijv Drüse) die Entzündung der Magendrüsen bei chronischem Magenkatarrh.
Gastrocele (xtjXtj Bruch) der Magenbruch, Vorfall des Magens in einen Bruohsack.
Gastrocentesis (xivtnjais Stich) i. q. Punctio alvi, Paracentesis abdominis, der B auchstich, die Function des Hinterleibes.
Gastrodidymns (Yaa-njp Bauch, 8t8u[iot Zwilling) der
Bauchzwilling, eine Doppelmissgeburt, welche am Bauche verwachsen ist. (Gurlt.)
G. qnadrupes, tetrachirus, octipes.
Cf. Dieephalus tripus, Thoracopjtgus.
Gastrodistus polymastosns ([insTÖc Brust) ein zu den Amphistomen gehöriger, nach Leuckart ein besonderes Genus repräsentirender Saugwurm, der 1876 von Sonsino in der Schleimhaut des Verdauungstraktüs bis zu 100 Stück nachgewiesen wurde. Nur in Aegypten beobachtet.
Gastromalacie (juzXaxia, [inXaxo; weich) die Magenerweichung, Selbstverdauung des Magens, meist eine Leiohen-erscheinung.
Gastrorrhagia (f^fvuju breche) 1. Magenberstung, Magenzerreissung, 2. Magenblutung.
Gastrohysterotomla (iwcrjp Bauch, üotepa Gebärmutter, Top.iQ Schnitt) der Fr uchthäl t er s ch ni 11, der Bauchfruchthälterschnitt.
Syn.: Sectio catjsarea, Hvsterotumia abdominalis
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Castro -Thorakodidymus.
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Cüasti-o - Thorakodidymns (amp;(üpa^ Brustkasten,
SiSuiio? Zwilling) Bauchbruatzwilling. (Gurlt.)
Ct. üctipes,
etquot;. Thnrako]iaguSj Sternopagas.
Cilt;aisiroloiii (Yastpo^o^o; magenschneidend) Instruinent zum Anstechen resp. Anschneiden des Magens bei Pansen-überfüllungen des Rindes, Vergiftungen etc.
Oastrotomie (Top) Schnitt) operative Eröffnung des Magens.
(.-#9632;f. Enterotomie, Laparatomie.
Cwaist roioiiicji (sc. remedia v. ^a.axr^, Tstvui dehne, spanne) Mittel, welche die Secretion der Verdauungssäfte steigern und die Magenbewegungen reflectorisch gelinde anregen (Stomachica).
Oastras s. Oastrophiliis (YaaTrjp Bauch, tpiXoc Freund) die Bremsfliege.
G. equi, die grosso Magenbremse. (Pferd Magen.)
Gr. liaemorrhoidalis, die Mastdarmbremse. (Pferd Mastdarm).
G. nasalis, die Nasenbremse. (Pferd, Maulesel, Esel, Ziege die Nasenhöhle ist der Eintrittsweg für den Parasiten, der Dünndarm sein Entwicklungsort.)
G. pecornm, die Viehbremse.
Oelatina (gelare gefrieren) eine nicht flüssige, sehr weiche, homogene, meist durchsichtige oder doch wenigstens durchscheinende, nicht plastische, bei gelinder Wärme schmelzende Masse, welche bei Berührung in eine zitternde Bewegung geräth; Arzneiform. Syn. Gallerte, Gelee.
O-eniuS so. morbi (gigno erzeuge = gi-gmo, genius)
der Krankheitsoharakter.
G. epizootiens, der gute oder schlimme Verlauf des Charakters einer Seuche.
gennin {genu-inus'ac\\t, gigno) acht, eigentlich, wirklich, z. B. Pneumonia genuina.
Crerontoxon (yepwv Greis, toSov Bogen) der Greisen-bogen, eine bei älteren Individuen auftretende, schmale, ringförmige Trübung der Hornhautperipherie.
Syn.: Arena senilis.
O-ingivitis {gingiva Zahnfleisch [Celsus]) die Zahnfleischentzündung.
at. Stomatitis.
Grlancoma (fXauxö? bläulich, meerfarbig) der sog. grüne Star, ein stets zu Erblindung führendes schweres
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Gliom.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Ill
Augenleiden, aus dessen Symptomencomplex folgende hauptsächliche und hervorspi-ingende Erscheinungen zu erwähnen sind:
1.nbsp; zunahm ende Härte des Augapfels, der Spannungsgrad desselben ist erhöht;
2.nbsp; nbsp;die vordere Augenkammer verliert durch Vortreibung der Iris und Linse an Tiefe;
3.nbsp; die dem Drucke ausgesetzten Ciliarnerven verlieren ihre Leitungsfähigkeit und als Folge davon tritt eine Erweiterung und Unbeweglichkeit der Pupille ein;
4.nbsp; Überfüllung mit Blut in den vorderen, episcleralen Ge-fässen;
5.nbsp; die Sehnervenpapille wird durch das Poramen Chorioi-deae und den Scleralring nach rückwärts gedrängt (Excavation der Papille);
6.nbsp; die Funktion des Auges ist völlig gestört.
Grliom (yXio Leim = ^Xivt) = yXoio, yXoioiu leime, also fXoiuipa) weiche, von der Gerüstsubstanz der nervösen Central-organe ausgehende Geschwulst.
Bei unseren Haustieren bis jetzt nicht bekannt.
of. Nem'ora.
Grlobidlnm lienckartii ein der Klasse der Protozoen zugehöriger Parasit, von Flesch in der bindegewebigen Grundlage der Darmzotten des Dünndarms beim Pferde gefunden.
Cirlobnii (Dem.v.globus Kugel) Kugeln, eine Arzneiform, bei welcher ein Arzneimittel z. B. Jodoform mit einem Con-stituens, (z. B. Paraffin oder Gummi Tragacantha u. Aq. glycerinata) zu einer Kugel von haltbarer Consistenz getürmt wird, die man dann in irgend eine Höhle, so in die Scheide einbringen und daselbst kürzere oder längere Zeit liegen lassen kann.
^ijlossailtlirax (yXsuaa Zunge, avftpaj, Anthrax) eine Milzbrandform, vid. Anthrax.
Glossitis die Entzündung der Zunge, cf. Stomatitis.
Crlossocele (xtjXk) Bruch) Heraushängen der Zunge aus dem Maule.
Giossoplegie (icXigsau) schlage, lähme durch Schlag) Lähmung der Zunge.
CiJlossotomie (te^vm schneide) teilweise oder vollständige Entfernung der Zunge, z. B. bei Quetschung der Zungenspitze, Zerreissungen, Neubildungen etc.
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Glutinantia.
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Grlntiltantia {sc. remedia, gluten [gluo\ Leim) die Klebemittel, Mittel für Klebeverbände.
glyeei'inatllS Glycerinhaltig; z. B. Aqua glyceri-nata, Wasser, welches mit der Hälfte seines Gewichtes an Glycerin versetzt ist.
Crlycei'Olatum eine mit Hülfe des Glycerins als Menstruum hergestellte dickflüssige Arzneiform; z. B. Glycero-latum Amyli.
Gnathostoiua hispidnm s. Cheiracanthns
(fvädoc Kinnbacken, axöjia Mund, hispidus rauh, )(etp Hand, äxavöoc Dorn, Stachel, Bärenklau, Akanthus) [Dies in g] ein zwischen der Gattung A scar is und Eus trongylus in der Mitte stehender, von C s o k o r zuerst im Magen des Schweines gefundener Parasit.
Gonitis (yovu, fovaToj Knie) die Kniegelenksentzündung.
tjJrjiuiilsition {gramdum Körnchen) das jugendliche Gewebe, welches zur Deckung von Substanzverlusten sich bildet und in Narbengewebe übergeht; die Oberfläche zeigt ein körniges Aussehen, daher der Name.
Gr. fnngosae stark wuchernde schwammige Gr. von weicher Beschaffenheit; vide Caro luxurians.
Gr. erethicae schmerzhafte, leicht blutende Gr.
Pacchionische Gr. kleine Auswüchse der Arachnoidea cere-bralis, welche beim Grösserwerden die Dura mate^r durohwuchern und selbst in dem Schädeldache grubige Vertiefungen veranlassen. Sie sind unter vollständig normalen Verhältnissen zu finden.
Orannloma {granulum Kern) aus Granulationsgewebe bestehende Geschwulst.
vid. Akestum
Gravedcopy; {gravis schwer) der Schnupfen.
vid. Cul'Vza.
Gravidität (gravis schwer) die Schwangerschaft, Trächtigkeit. Gr. extrauterina die Extrauterin-, die Bauchschwangerschaft, es findet die Entwickelung des Jungen nicht in der Gebärmutterhöhle, sondern in der Bauchhöhle, im Eileiter oder selbst gar im Eierstocke statt. Man unterscheidet daher die Extrauterinschwangerschaft in: eine Bauchschwangerschaft, Gr. abdominalis es liegt die Frucht frei in der Bauchhöhle; eine Eileiterschwangerschaft, Gr. tubaria die Frucht entwickelt sich im Eileiter und eine Eierstockschwangerschaft, Gr. ovarica die Entwickelung geschieht im Eierstocke.
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Gregarinen.
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Oregarinen {grex Haufen, Herde) (Sporozoen) wird eine Klasse von Protozoen (Urtiere) genannt, deren Stellung im Systeme noch zweifelhaft ist, deren Verwandtschaft zu niederen pflanzlichen Organismen aber schon dadurch feststeht, dass sie sich durch Spoi-enbildung vermehren. Zu den Gregarinen rechnet man verwandte Formen, die als Parasiten höherer Tiere und auch des Menschen auftreten, die Psorosper-mien. Nach Leuckart werden die kugel- oder eiförmigen Psorospermien mit dem Namen Coccidium bezeichnet. C. oviforme, C. perforans.
Die Gregarinen erzeugen beim Geflügel die sog. Grega-rinose.
Oregariliosis (grex Herde, gregorinus zur Herde gehörig) eine namentlich beim Geflügel und Kaninchen vorkommende, durch Gregarinen oder Psorospermien erzeugte Krankheit, welche auch beim Menschen auftritt. Sie befällt hauptsächlich den Yerdauungstraktus und ruft hier eine croupös-diphtheritische Entzündung der Schleimhaut hervor. In der Leber führen dieselben zur Bildung kleiner Eiterherde; auf die Haut durch natürliche oder künstliche Impfung übertragen, erzeugen sie das Epitheli oma contagiosum (Bollinger).
gl'OSSUS grob, in der Bezeichnung pulvis grossus, grobes Pulver.
Crtt. 8. gtt. Abkz. für gntta der Tropfen, auf Re-cepten als Masseinheit für stark wirkende flüssige Arzneikörper genommen, z. B. Tin ct. Op. gtt. XV.
guttat, auf Eecepten gebräuchl. Abkz. für guttatim
(w. ^laquo;Ato Tropfen) tropfenweise, tröpfelnd, z. B. add. guttat., setze tropfenweise bei.
Ontta cadens (fallender Tropfen) auskultatorisches Phänomen; Töne von metallischem Klange, welche den Eindruck machen, wie wenn ein Tropfen in ein mit quot;Wasser gefülltes Metallbecken herabfällt. Sie werden in der Brust- und Bauchhöhle gehört.
Gutta Serena {serenus, osip-tvoc, osXac Glanz, 2eip Sonne Sirius, leuchtender Tropfen) = der schwarze Star.
Syn.: Ämaurosis.
Cryrotrop ^üpoc Kreis, xpeitu) wende) der Stromwender, ein elektrotherapeutischer Hülfsapparat, welcher den Zweck hat, in einer Leitung die Richtung des elektrischen Stromes beliebig ändern zu können. Martin u. Schi am pp. Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;g
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H.
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M in ophthalmologischen Werken geübte Abkz. füi-Hypermetropie s. Hyperopie (Übersichtigkeit); es bedeutet z. B. H -(- 4 D eine Uebevsichtigkeit von 4 Dioptrien.
H. s. Ii. auf Recepten angewendete Abkz. für Hora die Stunde.
Habitns {üadeo habe, halte) die Haltung, das Lage-verbältniss, welches die einzelnen Teile eines Fötus (Kopf, Gliedmassen) innerhalb des Uterus zu einander haben.
Hämajgalactiasis (fala.y.xiäu) habe Milch) das Blut-inelken; Gehalt der Milch an Blut in Folge von Blutungen im Euter oder Congestionen zu demselben.
Haemartliras (aijJ-a Blut, apamp;pov Gelenk) Bluterguss in eine Gelenkhöhle.
Haematemesis (l[laquo;9Ui ^iw speie) Erbrechen von Blut oder mit Blut gemengtem Mageninhalt, Blutbrechen.
Haematiunrie (öijJiaTivo; blutig, oupetu harne) der Absatz von Urin, welcher Blutfarbstoff in fester Form enthält.
cf. Haematoglobinurie, Haematnrie, Melanarie, Haemoglobinaemie.
Hämatobex (ß/jS Husten) der Bluthusten überhaupt; das ausgehustete Blut kann dabei aus der Lunge oder von der Nasen- oder Rachenhöhle herstammen; in ersterein Falle erscheint es meist feinschaumig.
Haematocele (laquo;^Xtj Bruch) der Blutbruch, nicht ganz richtiger Name für gewisse Schwellungen mit blutigem Inhalt.
Haematocystis (xuoxi? Blase) die Blutcyste.
et'. Haematum, Cystis haeraorrhagica.
Haematoglobinurie s. Haemoglobinnrie (gh-
bus, gMiuus Kügelchen) Absatz von Urin, welcher aufgelösten Blutfarbstoff (Haemoglobin) enthält.
Haematokathartica (laquo;. remedia, xaftaipcu reinige) blutreinigende, die Blutbeschaffenheit verbessernde Heilmittel.
HaematokolpOS (ai^a, a'^uaTO? Blut, xoXitolaquo; Scheide) die Anfüllung des Scheitlenrohres mit Blut.
Haematoma (ajiaTou) blute) die Blutgeschwulst; grösseres Blutextravasat in Geweben, welches nach aussen durchbrechen oder sich abkapseln kann, in welchem Fall eine Blutcyste (Cystis haemorrhagica, s.d.) daraus entsteht.
Othaematoma ist eine Ansammlung von Blut zwischen der Haut des äusseren Ohres und dem Ohrknorpel; beim Hunde sehr häufig.
of, Angioraa, Haematocele, Apoplexie*
Haematometra (aip-o Blut, p-Tjxpo Gebärmutter) die Anfüllung der Uterushöhle mit Blut.
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Haematomyelie.
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Haematomyelie ^ueXolaquo; Mark) Blutung in die Substanz des Rückenmarkes.
Haematopnenmothorax (icvso^a Luft, uveui hauche) Eintritt von Blut und Luft in die Brusthöhle, cf. Pneumothorax.
Jlaematopoetica (sc. remedia, al\ia Blut, icotetv machen, bilden) blutbildende, die Zahl der Blutkörperchen vermehrende Heilmittel.
Haematosalpinx (aaXiuY? Trompete) die Ansammlung von Blut, resp. blutiger Flüssigkeit im Eileiter.
Haematothorax (ÄmpaS Brustkasten) Eintritt und Ansammlung von Blut im Pleurasacke; meist traumatischen Ursprungs.
HaematosEOen (Cöov Tier) tierische Parasiten, welche dauernd oder nur für eine gewisse Zeit ihren quot;Wohnsitz im Blutgefässsystem ihres Wirtes aufschlagen.
Haematozoon sabnlatns Bezeichnung für einen von Leisering im Blute von Hunden gefundenen Rundwurm.
Maematnria (oüpsco harne) Gehalt des Urins an rothen Blutkörperchen.
H. renalis wenn dieselben aus der Niere stammen;
H. vesicalis wenn sie von der Blase herrühren.
HämogloMnämia {globus Kugel).
cf, Hämaglobiimrie.
Hämoglobinnria das Auftreten von freiem, gelöstem Hämoglobin im Harn, welches Folge verschiedener Affektionen sein kann.
1.nbsp; nbsp;Die toxämische oder hämatogene Hämoglobinämie oder Hämoglobinurie besteht in einer Auflösung der rothen Blutkörperchen mit Freiwerden des Hämoglobins; sie wird teils durch chemische Gifte, teils durch infectiöse Stoffe, wahrscheinlich Spaltpilze erzeugt;
2.nbsp; nbsp;Die rheumatische H., bei welcher es in Folge Einwirkung starker Reize, namentlich Erkältung zu Zersetzungsprozessen in den Muskeln kommt, in Folge deren der mit dem Hämoglobin identische Muskelfarbstoff frei und vom Blute aufgenommen wird. Die meisten Fälle von sog. schwarzer Harnwinde des Pferdes gehören hierher und auch beim Blutharnen des Rindes scheint die Erkältung eine Rolle zu spielen.
Haemopericardiam (iceptxapStov um das Herz, Galen) Ansammlung von Blut im Herzbeutel bei Hämorr-hagie oder hämorrhagischer Pericarditis.
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116nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Haemophilie.
Haemophllie (laquo;ptXia Neigung) Haemorrhaphilie, Diathesis haemorrhagica(-pr)Yvu[llze'*reisse,a'i[).oppayia Hippo or. Blutsturz, aijioppoo; blutfliessend) Bluterkrankheit. Sie ist charakterisirt durch eine grosse Geneigtheit zu Blutungen, die wahrscheinlich in einer abnormen Beschaffenheit des Blutes oder einer Ernährungsstörung der Gefässwand begründet ist.
Haemophthalmus (ölt;fj}agt;.[xo; Auge) s. Hyphaema blutige Ergüsse (Extravasate) oder blutige Färbung iritischer Produkte (Exsudate) in der vorderen Augenkammer.
HaemoptoS, Haemoptysis (tctüu) spucke) eigentlich Blutspucken, der Blutsturz; eine der Tiungenblutung zukommende Erscheinung; bei Pferden nicht gerade selten.
cf. Haercatemesilaquo;.
Haemorrliagla (pyJYvup.! zerreisse) die Blutung, der Austritt von Blut aus den Gelassen.
H. per anastomosin Blutung in Folge Durchtrittes rother Blutkörperchen durch die unverletzte Gefässwand;
H. per diabrosln nach Arrosion einer Gefässwand;
H. per diaeresin nach Terletzung eines Gefässes;
H. per diapedesin Durchtritt rother Blutkörperchen durch die in ihrer Ernährung gestörten oder durch Stauung ausgedehnten Wände von Kapillaren;
H. capillaris Kapillargefiissblutung;
H. parencliymatosa Blutung aus den kleineren Arterien und Venen eines Organ-Parenchyms;
H. per rhexin Blutung in Folge von Gefässzerreissung.
cf, Haematom, Haematooystis. Haomoptoe, Pneuraoin'haKie, Haemateraesis, Epistaxis, Metrorrhagie, Apoplexie. Ekchymosis, Fetechien, Saffusion, Sn-gillatiun.
Haemorrliols (atp-oppot; v. hkm fliesse) varicose Erweiterung der Mastdarmvenen bei Blutstauungen im Gefäss-system des Hinterleibes mit Neigung zu zeitweiser Blutung.
Varices haemorrhoidales Hämorrhoidalknoten, je nach der Lage, ob ausserhalb oder innerhalb des Afters als aus sere oder innere H. bezeichnet.
et*. Plethora ahdominalis.
Hämastasia (quot;oTif)p.t stelle) die Blutstillung; sie kann auf mechanische, chemische und thermische Art ausgeführt werden.
1.nbsp; Die mechanische Hämostase wird bewerkstelligt durch Compression des blutenden Gefässes (vid. Digitalcompression, Tamponade, Tourniquet, Akupressur, Ligatur);
2.nbsp; nbsp;Die chemische H. wird durch chemische Mittel bewirkt, vid. Styptica (z. B. Liquor ferri sesquichlorati);
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Haemostatica.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 117
3. Die thermische H. besteht in Anwendung der Kälte oder des Glüheisens.
Haemostatica (sc. remedia ototixoc, laTijjii stehen machend) blutstillende Mittel.
Syn.: Haemustyptica.
Halisteresis (äX?, agt;.6; Salz, ccepiijat? Beraubung aTepeu)) Armut des Knochens an Salzen, Minderung seines Gehaltes an Salzen.
cf. Osteomalacia.
Halo (fat. v. aXio? Tenne) der Hof, der irgend ein Knöt-chen oder Geschwür ringförmig umgebende rote Kreis.
Hamnia (ap^a alles Geknüpfte, Gürtel, Band, airru) knüpfe) das Bruchband, Bruehbandage.
Harpirliynclms nidnlans äpur) Sichel, püyx0! Rüssel, Schnauze) [Megnin] = Sarooptes nidulans [Nitzsch] sarcoptesähnliolie, zu Hunderten in den zu gelben, erbsen- bis bohnengrossen Kapseln aufgetriebenen Pederbälgen bei Tauben.
Hb. Abkz. für Herba Kraut,
Hb. fl. Abkz. für Herba florida das blühende Kraut (auf Recepten).
Hektik (extixo; hektisch, Galen v. Ijw habe, befinde mich, ejis Zustand) jenes Stadium gewisser Krankheiten, in welchem ein bestimmtes und andauerndes Fieber ziemlich rasch eine allgemeine Atrophie und schliesslich die Auflösung herbeiführt.
cf. Cachexia, Inanitio.
Helkosis (eXxuxji; Verschwärung, eXxot Geschwür, sXxou) eitere) die Verschwärung, Gesohwürsbildung.
Of. Ulcefatiü, Enterohelkosis.
Helmintha (eXjitvs Hip poor., FeX winden) Eingeweidewürmer.
Helminthiasis dieWurmkrankheit, das Vorhandensein von Eingeweidewürmern und die dadurch hervorgerufenen Symptome.
Hemeralopie rtpipa Tag, ctXaoc blind, ot}raquo; Augej die Nachtblindheit, der Nachtnebel; während bei genügenden Lichtintensitäten das Sehvermögen eines mit H. behafteten Auges ein vollständig normales ist, sinkt bei Abnahme der Beleuchtung das Sehvermögen bedeutend rascher, als dies bei normalen Augen der Fall zu sein pflegt.
Hemianaesthesia {t][u, lat. semi, ^[uou halb, aisöavopat fühle) Gefühllosigkeit einer Körperhälfte.
Hemiatrophia (ä priv., Tpetpui nähre) halbseitige Atrophie.
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Hemiparesis.
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Hemiparesis (itäpcotc Erschlaffung, itapinjjjii lasse nach) halbseitige unvollständige Lähmung.
Hemlplegia (uATjaaro schlage) halbseitige Lähmung.
Hemistomnm alatam geflügeltes Halbloch; im Dünndärme des Hundegeschlechtes vorkommend.
Hepar (^itap Leber).
H. adiposum (adefs Fett) diePettleber; entsteht entweder durch fettige Infiltration oder fettige Degeneration der Leberzellen.
H. moschatiforme die Muskatnussleber; ein Zustand, bei welchem die Leber auf Durchschnitten die Farbe und Zeichnung einer Muskatnuss zeigt. Mikroskopisch findet man, dass wie z. B. bei Stauungshyperämie die Centralteile der Acini dunkler erscheinen 1s die Peripherie, die oft durch fettige Infiltration oder Degeneration oder ikterische Durchtränkung noch heller als normal gefärbt ist.
H. moschatif. atrophicum cyanotische Atrophie; bei hochgradigen, lange dauernden Stauungen werden die centralen Gefässe stark erweitert und dadurch die Leberzellen zum Schwunde gebracht.
cf. Induratio, Hepatitis.
Hepatisatio pnlmonis (^ap, ^itotolaquo; Leber) die leberähnliche Beschaffenheit der Lunge in Folge Anfüllung der Alveolen mit Exsudatmassen.
of. Splenisatio. Pneumonia.
Hepatitis (^nimTi? Hippo kr.) Entzündung der Leber, Leberentzündung.
H. parenchymatosa die parenchymatöse L.-E., bei Pferden einige Male beobachtet; hieher auch die gelbe Leberatrophie, wobei es in Folge des Zerfalles der Leberzellen zum Schwunde des Organes kommt, teils aus z. Z. noch unbekannten Ursachen, teils auch in Folge septischer Infection oder Phosphorvergiftung.
cf. Lnpinose.
Typhöse Leberentzündung; von Haubner bei Schafen, welche mit Schlampe gefüttert wurden, beobachtet.
H. suppurativa eiterige L.-B., Leberabscess, sehr häufig metastatischer Natur, z. B. bei Eiterungsprozessen in der Nabelvene.
H. interstitialis chronica {interstitium, inter-sisto, Zwischenraum), Cirrhosis hepatis indurirende Leberentzündung, deren Product eine Zubildung von Bindegewebe ist, welches schrumpft und dadurch weitere Veränderungen veranlasst. Es können die grösseren Bindegewebszüge in der Haupt-
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Herba.
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sache ergriffen sein, wodurch grössere Teile in Folge narbiger Einziehungen von einander geschieden werden können (gelappte Leber); oder es sind auch die kleineren, interaoinösen Maschen mitergriffen (granulirte Leber, Granulationsleber); in Folge der Schrumpfung des Bindegewebes sehwindet das Leberparenchym (Granularatrophie). Es kann jedoch in Folge einer massenhaften Zubildung von Bindegewebe zwischen den einzelnen Zellen und längs der Capillaren auch zu einer Vergrösserung des Organes konnnen (H. interstitialis hyperplastica),
II erba das Kraut (auf Recepten); als Abkz. Hb.
Hermaplirodisia {v. 'Epjifjt Merkur, 'AtppoStfif] Venus) Zwitterbildung; einige oder der grösste Teil der Geschlechtsorgane beider Geschlechter in Einem Individuum vereinigt, oder die des einen Gesohlechtes denen des anderen ähnlich gebildet. (Gurlt.)
Hernia {hernia, Curt. Etym: ^oXaSsc, 5(6X11 [xoXtx] X0P^ Gedärme; lat. haru-spex Eingeweideschauer = har-i-olus. hira Leerdarm, hernia. Altnord.: gam-ir Eingeweide Litauisch: zarna Darm) der Bruch, das Austreten eines Eingeweides oder Eingeweideteiles aus seiner Höhle oder durch eine natürliche Öffnung in Folge Zusaimnenhangstrennung der quot;Wände, jedoch ohne Verletzung der äusseren Haut; der Sack, in welchem der Brucliinhalt liegt, wird Bruchsack, die Öffnung, durch welche er ausgetreten, Bruch ring oder Bruchpforte g^jiannt.
Nach dem Inhalt kann man unterscheiden: Darmbruch (Enterocele), Netzbruch (Omentocele) etc.; nach der Stelle, an welcher der Durchtritt stattfindet: H. abdominalis Bauohbruch, H. d i a p h r n g 711 a t i s Zwerchfellbruch, H. i 1 i a c a Flankenbruch, H. i n g u i n a 1 i s Leistenbruch, H. scrotalis Hodensackbruch, H. crural is Schenkelbruch, H. interna boum der innere Bruch des Ochsen, Überwurf, Durchtritt eines Darmteiles durch eine Rissöffnung im Samenstrang. Durch den Druck des Bruchringes kann der Bruchinhalt abgeschnürt werden, H. incarcerata der eingeklemmte B.
Hernia corneae = Keratokele der Hornhautbruch.
Hernia funiculi umbilicalis Nabelschnurbruch, Nabelspalte, durch kongenitale Fissura abdominalis herbeigeführt.
et'. Scbistocürmud suhistepigasti'icosternalis exomphalus.
Hernia ingninalis interstitialis der falsche Leistenbruch die Einlagerung von Eingeweiden unter die Subserosa der Scheidenhaut durch einen Riss oder eine Spalte, welche neben dem inneren Leistenring entstanden ist.
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Herniotomia.
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Herniotomia (repu schneide) der Bruchschnitt; die operative Reposition von Brüchen.
vid, Kelotomia.
Herpes (epitir)? schleichendes Hautgeschwür, spitu) krieche) Flechte.
H. tonsurans s. tondens, decalvans die kahlmachende oder Ringflechte; durch einen Pilz, Trichophyton ton-s u r a n s erzeugte Hautkrankheit, welche besonders häufig beim Rind vorkommt. Der Pilz breitet sich kreisförmig aus und ver-anlasst ein Abbrechen und Ausfallen der Haare, worauf sich Borken an den befallenen Stellen bilden, die später losgestossen werden und einen kahlen Fleck hinterlassen, auf dem die Haare wieder hervorsprossen. Gresohieht letzteres im Centrum, während die Peripherie noch kahl ist, so spricht man von H. c i r c i n a t u s.
Herpes tonsurans maculosus. Bei dicker, resistenter Haut findet man eine vermehrte Desquamation der Epidermis in Form aschgrauer Schuppen. Bei feinerer Haut ist daneben Hyperämie und Schwellung. Im Weiteren kommt es zur Bildung von Bläschen, welche bald platzen und zu dicken Borken und Krusten eintrocknen. Herpes tonsurans vesiculosus.
Zu H. gehören auch die meisten Fälle des sog. Teigmales der Kälber und anderer noch säugender Tiere.
Heterakis.
H. compressa [Schneider) (comprimo drücke zusammen) (Haushuhn Darm).
H. dispar [Zeder] (Gans Blinddarm).
H. inflexa [Rudolphi] {v. inflecto beuge ein) (Haushuhn, Ente Darm, Ei).
H. macnlosa [Rudolphi] (w. maada Makel) (Taube Darm).
H. vesicularis [Frölich] (w. veska Blase) (Haushuhn, Fasan, Perlhuhn Dickdarm).
Heterocephalns (xe^aXY) Kopf) Missgeburt mit ungleichem Doppelkopf. (Gurlt.) H. interiJositus, appositns.
Heteroehroinia ocnlornm (xp'p^a Farbe, Itepot anders) = Heterophthalmus.
Heterodidymus (!i8u(iolaquo; Zwilling) der ungleiche Zwilling; eine Doppelmissgeburt. (Gurlt.)
Heterophthalmus (e^epo; anders, ocpUaXaoj Auge) ein Zustand, bei welchem die beiden Irides ein und desselben Tierindividuums verschieden gefärbt sind oder selbst eine
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Heteroplasia.
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Regenbogenhaut aus verschieden gefärbten Sectoren zusammengesetzt ist (bei Hund und Scliwein nicht selten). Syn.: Hötei'üchromia.
Heteroplasia (nXaasm bilde) Neubildung, welche dem Mutterboden nicht analog ist oder, im weiterem Sinne gebraucht, welche überhaupt in ihrer Beschaffenheit von demselben abweicht.
cf, Hyperplasia, llomuoplasia.
Henrtelonp (Charles Heurteloup, Chirurg. Schriftsteller, geb. 1793, Erfinder der Lithotripsie) künstlicher Blutsauger, sog. künstlicher Blutegel, daher auch Sangue arti-f'icielle; Zusammenstellung eines Skarificators mit einer kleinen Luftpumpe; als Ersatz des Blutegels.
II idi'otica (sc. remedia, lopiuj Schweiss) schweisstreibende Mittel.
Hipinotica {sc. remedia) - Fibrolytica, Heilmittel, welche die Neigung des Blutes zur Gerinnung herabsetzen.
Syn.; Beßbrinantia
Hippiatrica, Hippiatria (lotpia, iirreoc Pferd, fatpixij) P f er de heil k u n de; auch für Tierheilkunde im Allgemeinen gebraucht.
Hippobosca eqnlna {v. nuioj, ßooxeui weide) die
Pferde 1 ausf lie ge. (Pferd, Rind Haut.)
Hlppomanes (tnico? Pferd, [iatvojiat rase) sog. Pohlen-gift oder Pohlenbrod, das sind in dem Raums der Allantois sich vorfindende, freiliegende, platte, olivengrüne oder bräunliche Körper, die zuweilen noch mit der äusseren Eihülle, dem Chorion und äusseren Blatt der Allantois in Verbindung stehen. Es stellen diese Gebilde nichts anderes dar, als abgeschnürte und verödete Teile der äusseren Fruchthülle (Chorion und Allantois).
Hlppus (iVrcoc Pferd, springende Bewegung) ein Krampf des Sphincter iridis, unter dessen Einflüsse sich die Pupille mehr oder weniger rasch verengert und wieder erweitert.
Homoeopatble (opioioc gleich, ähnlich, -aamp;o; Leiden) jene Heilmethode, bei welcher nach dem Grundsatze Similia similibusquot; Krankheiten mit jenen Heilmitteln beseitigt werden sollen, welche bei gesunden Individuen die gleiche Krankheit hervorrufen.
IComoeopIasla (opioio; ähnlich, nXaaato bilde) Neubildung, ein Gewebe, welches einem normalen an Textur und Function gleicht.
et*. Heteruplasia.
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Hordeolum.
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Hordeolnm (hordeum Gerste) das Gerstenkorn, ein Lidfurunkel in der Nähe des Ciliarrandes.
Hoi'l'lpllatlo (Jwrrere schaudern, pilus Haar) das Schaudern, Aufstellen der Haare, Fieberschauer.
Hyallnosls (uaXo? Glas, üaXtvo? gläsern) glasige Ver-quellung von Zellen in Folge kolloider, amyloider oder schleimiger Degeneration.
Uyalitis (uaXos Glas) die Entzündung des Glaskörpers.
liybrid {Jiybris oder hybrida Bastard, von zweierlei Abkunft, Blendling, ußpiCui schweife aus) bezeichnet gemischte Krankheitsprozesse.
Hydatis, Hy da tide (uSatis Galen) mit heller, klarer Flüssigkeit gefüllte Blase; meist auf Echinokokkusblasen bezogen.
Hydraemia {axy-a. Blut) abnorm erhöhter Wassergehalt des Blutes;
relative H. bei geringerem Erweissgehalt des Blutes;
absolute H. bei mangelnder Ausscheidung von Wasser in Folge von Herz- und Nierenkrankheiten, cfquot;. Anaemia, Hypalbuminosis, Oligaemia.
HydragOga {sc. remedia, üSepo? wässerig [üäcop], ä-^ui^ix; führend] wörtlich: Wasser wegführendo Mittel; daher Heilmittel, welche die Entleerung des Urins beeinflussen, dieselbe erhöhen.
HydrallantoiS (uSoip Wasser, aXXa? Wurst, elSo? Gestalt) abnorm starke Ausdehnung des Allantoissaekes durch wässerige Flüssigkeit.
Hydramnios (uScop Wasser, ajmov Schaf haut) Wassersucht der Eihäute, Eihautwassersucht, öfters wohl auch als Fruchthälterwassersucht bezeichnet. Die Wassersucht der Eihäute wird durch übermässige Ansammlung von Fruchtwässern in den Eihäuten hervorgerufen, bildet eine gefährliche Complication der Trächtigkeit und wird vorzugsweise bei Kühen, dann bei den kleineren Haustieren und erst in letzter Linie beim Pferd beobachtet.
Hydrai'tlirus (uSuip, üScito; Wasser, apamp;pov Gelenk) die Gelenkwassersucht, hochgradige seröse Ergiessung in die Gelenkhöhle bei Synovitis ehren ioa serosa.
cf. Hiiemarthrus.
Hydrocele(xtjXy) Bruch) derWasserbrueh; kein eigentlicher Bruch, sondern Ansammlung seröser Flüssigkeit im Hodensacke.
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Hydrocephalus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 123
Hydrocephalns (xe(faXrj Kopf) der Wasserkopf, intra-cranielle Ansammlung seröser Flüssigkeit.
H. acutus die acute Gehirnliöhlenwassersucht; bei Pferden, welche an den Erscheinungen einer Gehirnhyperämie oder Gehirnentzündung gelitten, bei Hunden, die an Epilepsie gestorben sind, gefunden (Roll). In der Hauptsache ist eine seröse Durchfeuchtung der Ventrikelwandung, kapillare Extra-vasate und Ansammlung von Flüssigkeit in den Ventrikeln zugegen;
H. chronicus, bei Pferden sehr häufig und in der Regel die anatomische Grundlage des Dummkollers;
H. internns verns Ansammlung der Flüssigkeit in den Ventrikeln, daher auch H. ventricular is;
H. externns Ansammlung der Flüssigkeit im Arachnoideal-sacke;
H. hydatideus, bei Anwesenheit von Coenurus cerebralis im Gehirne von Schafen und Rindern, selten bei Pferden;
H. congenitus angeborener Zustand, angeborener Wasserkopf.
Hydrocoelia (xoiXiit Bauch) die Bauchwassersucht.
Syn,: Ascites.
Hydroderma (äepjia Haut) die Hautwassersuoht.
Sjn.: Hydrop? Anasarka.
Hydrometra (uäepot wässerig, [i^Tpa Gebärmutter) die Ansammlung verschieden grosser, oft erstaunlicher Massen seröser oder schleimiger Flüssigkeit im Tragsack. Dabei wird der äussere oder innere Muttermund häufig geschlossen gefunden.
Hydronephrosis (ve(fp6? Niere) Erweiterung und An-füllung der Nierenbecken und häufig auch der Uretheren mit Flüssigkeit in Folge Störung in der Urinentleerung. Die Nierensubstanz schwindet teilweise oder vollständig, so dass oft nur noch ein dünnhäutiger, mit wässeriger Flüssigkeit gefüllter Sack zurückbleibt, in dessen Wandung vereinzelt und inselartig Reste von Nierensubstanz zu treffen sind.
Hydropathie s. Hydrotherapie (uSup Wasser, Curtius: üSapolaquo;, u8(s)poc wässerig) die Lehre von der Verwendung verschieden temperirten Wassers zu Heilzwecken.
Hydropericardinm, Hydroperlcardie, IIy-drocardie (itcpl um, herum, xopSta Herz) Herzbeutelwassersucht; Ansammlung grösserer Mengen von Trans-audat im Herzbeutel.
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Hydrophobia.
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Hydrophobia (tpoßo? Furcht) die quot;Wasser s cheu, die Tollwut; die Bezeiclinuug ist für unsere Tiere nicht passend, da bei ihnen die Wasserscheu meist fehlt.
Hydroplithalmus (oepamp;aXfio? Auge) die abnorme Ver-grösserung des Auges durch Vermehrung des Flüssigkeitsgehaltes seiner Binnenräume.
Syn.: Bapbtbalmus.
Ilydrops, Hydropsla (u5ptui|), uScup Wasser) die Wassersucht überhaupt; keine Krankheit für sich, sondern immer Folge und Symptom eines anderen Priinärleidens, welches vermehrten Durchtritt des Blutwassers durch die Ge-fässwandungen und die mangelhafte Aufsaugung der in den Geweben befindlichen Flüssigkeiten bedingt. Beruht der H. auf Stauung des Blutes, so wird er mechanischer, beruht er aber auf Wässerigkeit desselben, dy skr as is eher II. genannt.
H. gravitativus, Ödem in tief gelegenen Körperpartien, namentlich, wenn dieselben lange oder immer in tiefer Lage verharren (Ursachen meist Herzschwäche und Hydraemie);
H. paralyticUS, H. in gelähmten Teilen; in Folge der mangelhaften Bewegung der Teile besteht auch eine weniger lebhafte Circulation und Aufsaugung der Gewebssäfte;
H. ex vaeno, Ansammlung von seröser Flüssigkeit in geschlossenen Hohlräumen mit fester Wand (Schädelhöhle, Auge), in welchen das normale Gewebe ganz oder teilweise geschwunden und an seine Stelle die Flüssigkeit getreten ist. Der durch den Schwund entstandene Raum muss ausgefüllt werden, da es einen leeren Raum im Körper nicht gibt.
Hydropsia spuria (spurius falsch, unächt, sperno) Sackwassersucht, falsche W., durch Verschliessung von Ausführungsgängen entstanden, z. B. Hydronephrose.
Hydrops camerae anterioris Bezeichnung für eine in allen Meridianen abnorm stark gekrümmte Hornhaut; man unterscheidet dieses Leiden jetzt in den Keratoconus und den Keratoglobus.
Hydrops follicularis {follkula, follis Balg) die Eierstocks-resp. Follikelwassersucht, eine Vergrösserung des Follikels, dadurch herbeigeführt, dass die Berstung des zur Reife gelangten Follikels ausbleibt und anderseits auch keine Rückbildung dortselbst stattfindet, der Follikel sich vielmehr immer mehr vergrössert.
Hydrorachts (pä;(H Rückgrat) Ansammlung von Flüssigkeit im Arachnoidealsacke des Rückenmarkes.
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Hydrothorax.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 125
Hydrothorax (ftiüpaj Brust) Brustwassersucht; Ansammlung serösen Transsudates in der Brusthöhle; meist Folge von Circulationsstöriingen.
cf, Hydrops.
Hydrnrla (oupeui harne) Absatz wässerigen Urines, meist unter gleichzeitiger Vermehrung der Urinmenge, cf. Diabetes insipidus, Polyupia.
hygroskopisch (ÜYpo? feucht, oxoiteiu steche) Feuchtigkeit aus der Luft anziehend; hygroskopische Pulver zerlaufen dabei an der Luft und sind ihrerseits zum Trocknen anderer Gegenstände zu brauchen.
Hypalbamlnose (uuo unter, albumen Eiweiss) Verminderung der Menge der Eiweisskörper des Bltttplasma's im prozentischen Verhältniss; daneben Zunahme des Salzgehaltes.
cf. Hypinost-j Hydraemie.
Hyperaemle (üuep über, oijia Blut) stärkere Füllung der Gefässe eines Körperteiles.
H. activa, arterialis, ongestio, Flnxio, active Blutwallung nach einem Teile mit vermehrter Füllung der Arterien in Folge herabgesetzter quot;Widerstandskraft derselben.
H. passiva, venosa, mechanica, venöse Blutstauung, verursacht durch verminderte Entleerung der Venen in Folge mechanischen Hindernisses oder verminderter Funotions-fähigkeit des Herzens.
cf. Hypostasis.
H. collateralis {lalus Seite) grössere Füllung eines Blut-gefässbezirkes in Folge verminderter oder aufgehobener Durchgängigkeit eines benachbarten.
Hyperaesthesia (ataÄijott Empfindung v, oiaOavojiat fühle) erhöhte Erregbarkeit der sensiblen Nerven, bei welcher durch geringgradige Reize starke Empfindung oder sogar Schmerzgefühl ausgelöst wird.
cf. Anaesthesie, Paraesthesiu.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;x
Myperalbnminosis {albumen Eiweiss) vermehrter Ei-weissgehalt des Blutes.
Hyperemesls (Eiisats Erbrechen) bedeutendes, schwer oder unstillbares Erbrechen.
Hyperldrosls zu leicht eintretendes und übermässiges Schwitzen.
llyperinosls ('s, ivo; Faser, Faserstoff) Vermehrung des Faserstoifgehaltes im Blute.
Hyperkatharse (uitep-xäOapai; [xaamp;aipu) reinige|) eine über das gewünschte ilass hinausgellende, abnorm kräftige quot;Wirkung der Kathartica.
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Hyperkeratosis.
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Hyperkeratosls (ÜTcep-xepa:, xipaxot [xepatou), xepaxwaxt] Horn) älterer Ausdruck für eine Hornhaut, welche in allen Meridianen zu stark gekrümmt (im Gegensatze zum Astigma-tismus, wo nur ein oder einige Meridiane eine Krümmungs-zunahme zeigen); sie scheidet sich in den Keratoglobus und den Keratoconus.
Syn ; Staphyloma corneae pelluc.idnm. Hydrops camerae anterioris.
Hyperklnesls (xivrjoi?, xivem) krampfhaft gesteigerte Bewegung, Krämpfe.
of. Spasmus. Akinesis.
Hyperkrlnla (xpivcu scheide aus) krankhaft vermehrte Sekretion, vid. Hypersekretion.
Hypermetropie (uitEp-p-expo? übermässig, otjraquo; Gesicht)
die Über sie htigkeit: unter einem hypermetropischen Auge versteht man ein solches, das bei völlig entspannter Accommodation nur durch Sammelgläser (Convexlinsen) Gegenstände deutlich und scharf sehen kann. Treffen parallele Strahlen auf ein h. Auge auf, so werden dieselben so gebrochen, dass sie erst hinter der Netzhaut sich vereinigen, auf dieser Membran also nur Zerstreuungskreise entstehen, welche deutliches und scharfes Sehen verhindern. Werden aber die parallelen Strahlen, bevor sie auf das Auge auftreffen, durch eine Convexlinse zu convergenten Strahlen gemacht, dann ist das dioptrische System im hypermetropischen Auge im Stande, die nun convergent auffallenden Strahlen so zu brechen, dass ihr Vereinigungs-punkt genau in die Netzhaut zu liegen kommt, somit deutliches Sehen ermöglicht wird. Hypermetropie ist die bei den Haustieren häufigste (in schwachen Graden gewöhnlich) Refraktions-Anomalie. Als Abkz. für Hypermetropie gilt das Zeichen H. Syn.: Hyperopie.
Hyperople (\mip-oty) die Übersichtigkeit. Syn.: Hypermetropie,
Hyperostosls (öaxeov Knochen) Knochenauswuchs, Knochenauftreibung. cf. Exostosis.
Hyperplasle (nXdaam bilde) numerische Zubildung von Gewebselementen.
cf. Hypertrophie, Heteroplasie,
hyperpyretlsch (ituperö; Fieber) Bezeichnung für ausser-ordentliche Steigerung der Körpertemperatur, in einzelnen Fällen über 42,0deg; C. Mastdarmtemperatur.
Hypersarkosls (odpS Fleisch) excessive Granulationsbildung; ausserdem auch für Hypertrophie der Muskeln gebraucht.
ei'. Granulatio.
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Hypersekretlon.
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Hypersekretlon {secerno sondere ab) vid. Hyper-kvinie.
Hypertrophie (rpetpiu ernähre) Überschreitung des normalen Wachstums.
Wahre, einfache H. Grössenzunahme durch Vergrösserung iler Gewebselemente ohne Vermehrung ihrer Zahl.
Numerische, adjunctive H. (vid. Hyperplasie) mit Zunahme der Zahl der Gewebselemente.
Concentrische H. Vergrösserung eines hohlen Organelaquo; mit Verkleinerung des Lumens, z. B. des Heizens.
Excentrische H. Dickenzunahme der Wandung mit gleichzeitiger Erweiterung des Hohlraumes.
Pseudo-H., falsche H., eine H., welche nicht durch Vermehrung oder Vergrösserung der eigentlichen konstituirenden Gewebselemente eines Organes zustande kommt.
Hyplnose (it, tvo? Faserstoff) Verminderung des Faserstoffgehaltes im Blute. cf. Hyperinose.
Hyphaema {v. üno unter, ai^o Blut j die Blutunterlaufung. Jetzt gebräuchlich für die Ansammlung von Blut in der vorderen Augenkammer.
ciquot;. Haemophthalmus.
Hypnotlca (sc. remedia, v. unvoüv einschläfern) Schlaf machende, einschläfernde Mittel.
Hypnotlsmas schlafähnlicher Zustand.
Hypodectes colnmbariim (uno - Se/ojiai, sus-dpio nehme von unten) wurmförmige Taubenmilbe; im ünter-hautbindegewebe, in der Serosa der Leibeshöhlen bei Tauben.
hypodermatlsch (uno unter, Sspp Haut) als hypo-dermatischequot; Applicationsweise eines Medicamentes bezeichnet man diejenigen Methoden der Arznei-Application, wobei die Medicamente in geeigneter Form in das unter der Haut liegende (subcutane) Zellgewebe eingeführt werden.
Syn.; subcutan.
Hypopyon (uno-ituoc |-i:üov Eiter] Hipp.) das Eiterauge; die Ansammlung einer gewissen Quantität von Eiter in der vorderen Augenkammer, welcher dem Gesetze der Schwere folgend sich während der Kühe des Auges am tiefsten Teile (dem Boden) der vorderen Augenkammer ansammelt und dann nahezu horizontal nach oben abgegrenzt erscheint.
Hypospadle (uno-aitdiu) ziehe nach unten sc. die Harnröhrenmündung) s. fissura urethrae inferior; Offen-
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Hypostasis.
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bleiben des Canalis urogenitalis der Harnröhre in mehr oder weniger hohem Grade. (Förster.)
et*. Andpogynns; Hermaphroriitismns.
Hyposta^lS (üno - otokjilaquo; Heruntersetzen, iotkjjii) die Senkung des Blutes nach den tiefer gelegenen Teilen; eine Art der venösen Hyperämie, bedingt durch Störung des Blutkreislaufes , beziehungsweise Herzschwäche. Man findet bei Sektionen die H. immer auf der Seite, auf welcher der Patient verendet ist oder vor dem Tode längere Zeit gelegen hat.
Besonders wichtig ist die H. pulmonum, da eine ausgebreitete H. den Tod herbeiführt. Tritt dabei Serum durch die Kapillarwandungen, so spricht man von hypostatischem Odem.
Hypotonie (irao-xeivu) dehne nach unten) das Eintreten einer Verkleinerung des Augapfels unter Abnahme der normalen Bulbusspannung und Eintritt einer abnormen quot;Weichheit, ohne dass irgend eine Erkrankung in Erscheinung träte, welche den Augapfelschwund für gewöhnlich zu veranlassen pfiegt.
Syji.: Essentielle Phthisis bulbi, 0[gt;hthalinomalacie.
Hysterotomla abdominalls (ua-espa Gebärmutter,
TojiTj Schnitt, abdomen Bauch) der Pruchhältersehnitt, der Bauchfruclitliälterschnitt.
Svn.: Sectio caesarea, Gastro-hvsterütomia.
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f amatologia (iäaamp;at heilen, Xoyoc lehre) die Lehre von den Heilmitteln. Syn.; Aoologia.
Jaswa die sibirische Beulenseuche; eine unter den Pferden Sibiriens auftretende, ansteckende Krankheit, bei welcher sulzige Infiltrate der Subkutis, Vergrösserung der Milz, multiple Blutunterlaufungen im Magen und Dünndarm etc. gefunden werden.
Jatrik (tOTpoc Arzt, rj larpixTj jv. xeyvrj Arzneikunst) = Therapie.
Javart - Operation der Hufknorpelschnitt; die Wegnahme eines entarteten Hui'knorpels bei Huf knorpelfistel.
.lavart {it. giarda, span, gialars) nach d'Arbo val ein Wort, dessen Etymologie unbekannt ist, mit dem aber verschiedene entzündliche Erkrankungen der unteren Teile der Extremitäten der Huftiere, namentlich der Krone und Hufe bezeichnet werden; ist dabei nur die Haut ergriffen, so spricht man J. cutane, bei Ergriffensein des Huf knorpels von J. cartilagineux.
Ichorrhaemia (i'/iup Blutwasser; früher wurde, darunter dünner, schlechter Eiter und übles Wundsekretquot; ww/nHoferaquo;,
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Icterus,
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ocijiot Blut) vid. Septicaemia, besonders gerne bei hochgradiger Infection mit jauchigen Massen gebraucht.
Icterus (icterus ein kleiner gelblicher Vogel, dessen Anblick von der Gelbsucht [i'xpo?] befreien sollte; von Plinius für den palgulus, die Goldamsel gehalten [Plin. 30. 94]) die Gelbsucht, die Gelbfärbung der Schleimhäute, der Haut und der übrigen Organe durch Gallenfarbstoffe.
I. hepatogenes, mechanicus, Stauungs- oder Re-sorptionsikterus, Retentionsikterus. Seine Ursachen sind meist Störungen des Gallenabflusses irgend welcher Art, besonders katarrhalische Schwellung der Schleimhaut des Ausführungsganges der Leber resp. der Gallenblase^ I. catarr-halis. Hochgradiger I. mit schweren Allgemeinerscheinungen wird als I. gravis bezeichnet.
I. haematogenes, Blutikterus, entsteht ^dadurch, dass der Blutfarbstoff nach Zerstörung der Blutkörperchen innerhalb der Gefässe in Haematoidin umgewandelt wird.
I. neonatoi'iim, I. der Neugeborenen, entsteht nach Frerichs durch plötzliche Verminderung des Seltendruckes in den Lebercapillaren, wenn die Van. port, unmittelbar nach der Geburt kein Blut mehr enthält, in Folge dessen Galle ins Blut übertreten kann. Hart mann führt ihn auf eine Nabelvenenentzündung mit Erkrankung der Leber zurück.
idiopatlliscli (tStoj eigen, itäftoc Leiden) Bezeichnung für Krankheiten, welche selbständig, d. h. von anderen nicht abhängig, auftreten, daher auch primär.
ciquot;. denteropatliisch, seonpdamp;r.
Idiosynkrasie (tSio? eigen, eigentümlich, ouv-xepawuju vermische, oüyxpaai; Mischung) die überaus starke, abnorme Reaction des einzelnen Tierindividuums auf ein Medicament.
tlejanltis (Jejunum nüchtern, sc. intestinum, da diese Barmpartie bei Sektionen stets fast leer gefunden wird) die Dünndarmentzündung, speciell Entzündung des Leerdarmes.
er. Enteritis.
IfjiiipiiiU'tiii' ijgnis Feuer, pungo steche) das Brennen kranker Teile mittelst Brenneisen, an denen sich ein Stift befindet, welcher in den erkrankten Teil eingestochen wird.
IleitlS (ileum, auch He, isfaPlur. ilia, ilium Unterleib, die dünnen Gedärme) Entzündung des Hüftdarmes.
vid. Knteritis.
Immnnltiit {immunis steuerfrei, v. im-munus Freisein von Diensten; Verschontbleiben) die Unempfänglichkeit des einzelnen Individuums für gewisse Krankheiten, namentlich Infectionskrankheiten. Martin u. Schlampp, Terminologie frtr Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Q
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impermeabel.
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impermeabel {in-permeaHUs undurchgehbar, v.per-meare durchgehen, meare gehen) undurchgängig; z. B. für Flüssigkeit, Luft etc.
Impetigo (der chron. Ausschlag, Räude v. impeto greife an) eine Ausschlagsform, bei welcher Pusteln auftreten, die eine zu gelben oder bräunlichen Krusten vertrocknende Flüssigkeit oder blutigen Eiter enthalten, der gleichfalls zu dicken dunklen Borken eintrocknet, unter welchen sich geschwürige Veränderungen einstellen.
I. larvalis {larva Maske) Maulgrind, bei noch saugenden Kälbern, Lämmern, Ziegen und Ferkeln um das Maul herum, am Kopfe, seltener an anderen Körperstellen auftretender Grind, der bei längerer Dauer nicht selten Störungen des Allgemeinbefindens mit sich bringt.
I. labialis Lippengrind der Pferde. (Mähnen-Halsgrind.) Russ der Ferkel.
cf. Ekzem, Paronychia.
Impoi'tatio {importo schleppe hinein) das Einschleppen einer Seuche in eine vorher gesunde Gegend.
Impotentia {posse können, impotms unmächtig). I. coeundi, Unvermögen der Begattung; I. generandi, Impotenz, bei welcher wohl Begattung stattfindet, der Same jedoch unfruchtbar ist.
Inanitio {inanis leer) die Entkräftung durch Mangel an Nahrungsstoffen, Säfteverluste etc. cf. Marasmus.
Inc. s. inc. Abkz. für incisiis {inädere hineinschneiden) zerschnitten (auf Recepten, z.B. herba inoisa).
Incareeratio {career Gefängniss, Elnschluss) die Einklemmung; Eintreten einer Darmpartie in eine Spalte, verbunden mit Einklemmung in dieselbe. Eine solche kann stattfinden: bei Brüchen mit enger Pforte, in alten Zwerchfellrissen, in Netz- und Gekröserissen, im Vinslov'schen Loch, durch Risse des breiten Mutterbandes, brücken- oder bandartige Adhäsionen, endlich noch in einer Spalte der den Samenstrang umgebenden Bauchfellfalte (sog. Überwurf des Ochsen). Infolge der Abschnürung stellt sich an der eingeklemmten Darmpartie bald bedeutende venöse Hyperämie, blutige und seröse Infiltration ein.
Incarnatio nngnis {caro, carnis Fleisch) Einwachsen einer Kralle in den Zehenballen. Bei Hunden nicht selten an den Afterzehen.
Incisio {in-eido schneide ein) das Einschneiden.
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Incontinentia.
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Incontinentia (m-con-Hnms nicht verhaltend, contineo behalte, halte in mich) das Unvermögen, Kot oder Urin zurückzuhalten.
1. alvi, resp. urinae.
Incrementnm morbi (in-craco wachse an) die Zunahme einer Krankheit, Verschlimmerung.
Incrnstatio ( jiapiiapmois das Überziehen mit Marmor, crusta Kruste ; xpuot, xpüa-raXXot Eis), vid. Petrificatiu.
Incnbatio (ineuiare auf etwas liegen, brüten) die Zeit zwischen der Aufnahme eines Infectionsstoffes und dem ersten Ausbruch deutlich wahrnehmbarer Symptome wirklich erfolgter Ansteckung.
cf. Latenz,
liidicsitio (in-dicare anzeigen) die Heilanzeige.
Indicatio prophylactica.
I. cansalis.
I. morbi.
I. symptomatica.
1. palliativa.
I. vitae s. vitalis.
Indigestio (digero verdaue, dis auseinander, gero führe) Verdauungsstörung, Unverdaulichkeit; beim Rinde besonders häufig; mit Verstopfung, Aufblähen etc. verbunden.
Induratio (durus hart) die Verhärtung, vid. Sclerosis, Cirrhosis.
Braune I. der Lunge entsteht bei Stauungsprozessen in der Lunge. Es kommt dabei zu Erweiterung der Geßisse, Zubildung von Bindegewebe und muskulösen Elementen, namentlich in den Bronchiolen und Alveolargängen; ausser-dem zu leichter Pigmentirung durch ausgetretene kleinste Blutmengen.
I. der Leber und Niere vid. Hepatitis u. Nephritis.
Inf. Abkz. für Infusum der Aufguss, und Infande übergiesse (auf Eecepten).
Infarct {infarcio stopfe hinein) die Anschoppung.
Hämorrhagischer Infarkt entsteht in der Regel infolge von Embolie oder Thrombose einer Endarterie. In dem undurchgängig gewordenen Gebiete, welches der Verteilung der Arterie entsprechend meist eine keilförmige Gestalt hat, staut sich das Blut von der Vene her, die Ernährung der Gefasswand
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Inf.-Dct.
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leidet, in Folge dessen tritt das Blut durch dieselbe und inflltrirt das Gewebe. Hieran schliesst sich demarkirende Entzündung, Gangraenescenz, die Bildung eines metastitischen Abscesses oder fettige Degeneration mit nachfolgender Resorption und Narbenbildung. Eine andere Art des hämovrhagisohen Infarktes bildet sich in der Lunge bei Blutungen und Aspiration des Blutes in den Alveolen. Das Blut kann expektorirt und re-sorbirt werden oder sich zersetzen und zu Entzündungen führen. cf. Embolia, Kolik, Abscessus metastaticus,
Kotinfarkt ist eine Anschoppung von Kotmassen im Darm. Besonders gerne bildet er sich im Mastdarme von Hunden.
Niereninfarkt, Anhäufung von Salzen in den Harnkanälchen, zwischen den Nierenepithelien oder im interstitiellen Bindegewebe, meist in der Zone der geraden Harnkanälchen. Hieher
Harnsäure-I., häufig beim Geflügel.
Kalk-L, bestehend aus kohlensaurem und phosphorsaurem Kalk.
Trippelphosphat -1., von phosphorsaurer Ammoniak-Magnesia.
Pigment-I., nach Blutungen in das Lumen der Harnkanälchen.
Inf.-Dct. Abkz. für Infnso-Decoctnm.
Infection {inficio thue hinein, stecke an) die Ansteckung, die direote oder indirecte Übertragung einer Krankheit.
Infiltration {mittellat. filtrum Se\her, Ji/um Faden, neugr. öcpeXeTpov dichtes Gewebe von Haaren; ahd. Filz) in Bezug auf Organe: die Einlagerung flüssiger oder mehr fester, geformter oder ungeformter Bestandteile, z. B. entzündlicher Exsudate, krebsiger Neubildungen etc. in die Zwischenräume des Gewebes. Man spricht demnach von einer entzündlichen, eiterigen, blutigen, krebsigen I. Weiche Gewebe, wie Lymphdrüsen, erhalten dabei manchmal markige Consistenz, markige I.
In Bezug auf die einzelne Zelle versteht man unter I. die Ablagerung von Materialien aus dem Blute im Leibe der Zelle, wie Fett, Pigment, Kalk etc.
Inflammatio {in-flammo setze in Flammen) Entzündung.
I. parenchymatosa (itapey^ujia von nap-ev-^eoi giesse daneben hinein; so nannte Erasistratos die eigentümliche Substanz der Lunge, Leber, Nieren und Milz; Füllsel, das sich aus dem Blute der sich in diese Teile ergiessenden Adern gebildet hat) eine Ernährungsstörung der Zellen des Organparenchyms,
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Influenza.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 133
welches sieh anatomisch durch trübe Schwellung und häufig nachfolgende fettige Degeneration (s. d.) kundgibt.
I. interstitialis, es besteht Anschoppung, Hyperämie, auf welche der Durchtritt entzündlicher Exsudatmassen, bestehend aus Serum und auch roten Blutkörperchen, durch die Gefiisswand folgt. Dieser Durchtritt wird durch eine Alteration der Wand der feinsten Greiasse erleichtert. Die ausgewanderten Zellen können weiterwandern und wieder in die Lymphgefässe gelangen oder liegen bleiben, fettig degeneriren und resorbirt werden, oder wenn eine grosse Anzahl sich zusammenlagert, Abscesse bilden oder endlich sich in Bindegewebe umwandeln. Neben dieser Auswanderung der Zellen ereignet sich nach den Cellularpathologen auch eine Teilung der präformirten Elemente des Bindegewebes.
I. catarrhalis, crouposa etc. vid. Catarrhus, Croup etc. Die Kardinalsymptome der Entzündung sind: Rubor, Dolor, Calor, Tumor und Funotio laesa.
I. per continuitatem [contimms zusammenhängend) eine Entzündung, welche sich von einem Teil auf den anderen, damit in ununterbrochenem Zusammenhange stehenden, fortpflanzt.
I. per contignitatem {contiguus, contingo berühre) Übertragung der Entzündung durch Berührung z. B. vom Parietal-zum Visceralblatt seröser Häute.
Influenza (ital., bedeutet soviel wie Seuche, Contagia) ein Namen, unter dem früher verschiedene Infectionskrank-heiten des Pferdes zusammengefasst wurden, die man allmählig zu sondern bestrebt ist.
1. Die eigentliche Influenza (Friedberger), Leuma equorum (Dieckerhoff) (Xot(j.r) Seuche) die Pferdestaupe ist eine ansteckende, sich sehr leicht verbreitende, acut verlaufende, fieberhafte Infectionskrankheit. Die Natur des Ansteckungsstoffes ist nicht näher bekannt; eine Übertragung durch subcutane und intravenöse Injection warmen Blutes von kranken Pferden gelingt jedoch. Für gewöhnlich haftet der Ansteckungsstoff hauptsächlich an der ausgeatmeten Luft; wahrscheinlich können aber auch Se- und Excrete kranker Tiere mittelbar eine Ansteckung veranlassen. Die einmal überstandene Krankheit macht, meist für die ganze Lebenszeit, immun.
Das Contagium kommt mit der Atmungsluft in die Lunge und geht von hier in das Blut über, durch dessen krankhafte Veränderung die übrigen Störungen hervorgerufen werden. Die roten Blutkörperchen werden in grosser Menge zerstört.
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Infractio.
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Die üblen Folgen bestehen in mein- oder minder hochgradigen CongeBtions- und Inflltrationszuständen in Herz, Respirationsund Verdauungsapparat, Pleura, Bindehaut des Auges , dem Unterhautzellgewebe und den nervösen Centralorganen.
Für die Pferdestaupe sind noch eine Menge anderer Namen aufgestellt, von denen hervorzuheben ist Influenza ery-sipelatosa, die Rotlaufseuche Schütz's.
2. Pneumo-Plenresia contagiosa eqnorum, Epizootia pectoralis equornin, die Brustseuche, ansteckende Lungen-Brustfellentzündung der Pferde.
Eine specifische Infectionskrankheit des Pferdes, welche ihrem Wesen nach als eine miasmatisch-contagiöse Krankheit aufzufassen ist. Von Dieckerhoff wird jede typisch verlaufende , infectiöse Pneumonic oder Pneumopleuresie des Pferdes zur Brustseuche gerechnet. Friedberg er trennt davon streng die croupose, lobäre Pneumonie, welche stets ohne Pleuritis verläuft (s. d.). Die Vehikel des Infections-stoffes sind nicht bekannt; von kranken oder der Genesung entgegengehenden Pferden wird der Infectionsstoff bei der Ausatmung in den Lungen abgeschieden. Im Blute der kranken Pferde findet er sich dagegen nicht vor. Derselbe gelangt direct in die Lungen und ruft hier eine Entzündung hervor. Von dort greift die Entzündung bei oberflächlicher Lage der Herde auf die Pleura über; durch Verschleppung des In-fectionsgiftes kann sich die Entzündung über die ganze Lunge ausbreiten und auch auf das Pleurablatt der anderen Seite übergehen. Inkubation 12 Stunden bis 14 Tage. Misch-infeotionen von Brustseuche und Pferdestaupe (s. d.) kommen vor.
ei'. Pneumonia crouposa.
Infractio (frango breche) Einknicken eines Röhrenknochens oder Einbrechen eines platten Knochen. Kommt zumeist bei sehr weichen, z. B. rachitischen Knochen vor.
ef. Fissura, Fractura.
Infnsio {in-fundere eingiessen, aufgiessen) die Infusion, die kunstgerechte Einführung von Flüssigkeitsmengen in Organe und Apparate des tierischen Organismus unter Benützung der natürlichen Körperöffnungen, wobei als eintreibende Kraft die Flüssigkeit selbst benutzt wird.
Illfaso-Decoct ist eine Combination von Aufguss und Abkochung in der Art, dass zuerst die Species mit der Hälfte von dem zu verwendenden und heissen Wasser übergössen und n*ch der vorgeschriebenen Zeit oolirt wird; sodann wird die gleiche (im Colatorium zurückgebliebene) Species mit der anderen Hälfte kalten Wassers Übergossen, eine Viertelstunde lang gekocht und nochmals colirt; beide Colaturen werden vereinigt.
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Infusum.
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Infasam (infundere aufgiessen, eingiessen) der Aufgus s, dadurch hergestellt, dass Wasser (Wein, Essig etc.) von der Temperatur der Siedehitze über einen Arzneikörper (Species u. s. w.) gegossen wird, um kurze Zeit hindurch die löslichen Stoffe auszuziehen, worauf das Ganze colirt wird.
Inlialatio (in-halare anhauchen, zuhauchen) die Inhalation, eine mit Benutzung des Inspirationsstromes erfolgende Application von gas- und dampfförmigen oder von zu feinem Staub verteilten Heilmitteln auf die Schleimhaut des Respirations-Apparates.
Injectio (in-ßcio werfe hinein) der stärkere Füllungszustand von Gefiissen, besonders Blutgefässen. Die Injection kann eine arterielle, venöse oder capilläre sein; in ersteren beiden Fällen ist sie meist ramiform (ästig verzweigt).
Ausserdem noch gebräuchlich für Einspritzung, z. B. subcutane I., Einbringen gelöster Medicamente in das Unter-hautzellgewebe.
Inocnlatio die Impfung, im Allgemeinen jenes operative Verfahren, durch welches Producte oder Erzeuger einer ansteckenden Krankheit auf ein gesundes Tier übertragen werden, um eine bestimmte Krankheit bei demselben zu erzeugen. Yiele Krankheiten verlaufen übergeimpft leichter, als bei natürlicher Ansteckung, ausserdem werden bei einigen derselben die Tiere für immer oder für eine gewisse Zeit unempfänglich, immun, für eine spätere natürliche Ansteckung.
Die I. wird vorgenommen:
1.nbsp; um durch absichtliches Krankmachen den ungefährlichen Verlauf .einer Infectionskrankheit zu erzielen, wenn deren Weiterverbreitung nicht mehr zu verhindern ist (N o timp fung),
2.nbsp; nbsp;um dem Ausbruche einer Seuche zuvorzukommen, wenn eine solche in der Nähe ausgebrochen ist (Präservativ- oder Schutzimpfung, Präcautionsimpfung),
3.nbsp; nbsp;um durch rasche Übertragung von einem Tier auf das andere den Seuchengang in seinem Verlaufe abzukürzen,
4.nbsp; nbsp;um Tiere überhaupt immun gegen eine bestimmte Seuche zu machen, und
5.nbsp; nbsp; um die Infectiosität einer Krankheit zu konstatiren, bezw. den seuchenartigen Charakter derselben festzustellen.
Zur I. bedient man sich meist einer Lanzette oder einer Nadel, seltener einer kleinen Spritze.
Inopexie (tc, ivlt;k Faserstoff, quot;laquo; = vis Sehne, tvsj, ßbrae Fasern [Hippokr.] itfjlt; Gerinnung, v. TiTJYvuflaquo; zerrinnen) Neigung des Blutes zur Gerinnung innerhalb der Gefässe des lebenden Organismus.
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Inosurie.
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Inosnne (oupov Harn) Absatz von Harn, in welchem Inosit gelöst enthalten ist.
Insolatio (laquo;'/Sonne) der Sonnenstich, Hitzschlag.
Inspection (in-spido sehe darauf) die Besichtigung. Ein Teil der klinischen und pathologisch-anatoniischen Untersuchung.
cf. Percussion, Auscultation, Palpation, Monsoratioo.
Inspersion {in-spergo [spargers] streue ein) die Einstreuung, Einpulverimg. Inspergirpulver, mit welchem eingestreut wird.
inspissatns {m-sfissare dicht machen, spissus dicht, ital. sßesso oft) eingedickt, z. B. Sucus Juniperi inspissatus, eingedicktes Wachholdermus.
Instillatio {imtiüare eintröpfeln, v. stilla Tropfen) das tropfenweise Einbringen flüssiger Arzneimittel, speziell in den Bindehautsack.
Insnfficienz {suffido genüge) mangelhafte Funktionsfähigkeit eines Organes. Namentlich auf die Klappen des Herzens bezogen und hier einen mangelhaften Verschluss derselben bedeutend, wodurch Kreislaufstörungen erzeugt werden.
InsiilUillio {in - sufflare einblasen \sub -ßare]) die Insufflation, Einblasung; eine Methode der Arznei-Application, bei welcher zum Zwecke lokaler Behandlung Medikamente in Form eines höchst fein zerteilten Pulvers in Hohlräume (z. B. die Nasenhöhle) eingeblasen werden.
Intentio {in-tmdo spanne an, strenge an) ein für die Heilung von quot;Wunden gebrauchter Ausdruck. Regeneratio per primam u. per secundam int. sind graduell verschiedene Prozesse.
1.nbsp; nbsp;Heilung per primam intentionem findet bei quot;Wunden statt, bei welchen das Gewebe nur in minimaler quot;Weise zertrümmert wurde, und zwar: a) es kleben die Wundränder unmittelbar durch eine eiweisshaltige Schichte wieder zusammen und verwachsen ohne weiteres, oder b) es hat bei der Verwundung eine leichte Quetschung stattgehabt, wodurch die oberflächlichsten Schichten der quot;Wundflächen nekrotisch werden, die Zerfallsprodukte jedoch sofort zur Resorption gelangen. Die nächste Umgebung wird gleichzeitig hyperämisch, leicht serös und zellig infiltrirt, worauf die quot;Verlötung und definitive quot;Vereinigung stattfindet.
2.nbsp; nbsp; Heilung per secuntlam intentionem bei grösseren Substanzverlusten, Quetschungen oder der in äusseren Verhältnissen liegenden Unmöglichkeit der Vereinigung per primam int. Die nekrotisirten Teile werden durch demarkirende Entzündung
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intermediär.
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abgestossen, die Wunde reinigt sichquot;. Kach einigen Tagen erscheinen Granulationen, die aus embryonalem Gewebe und Gefiissscklingen bestehen und an denen man eine untere plas-matisohe und eine obere pyogene Schichte unterscheiden kann, welch' letztere Eiter absondert, während die erstere sich in festeres, faseriges und narbiges Bindegewebe umwandelt. Wenn der Substanzverlust ausgefüllt ist, überdeckt sich das Ganze, die Eiterung hört auf und damit ist die Narbenbildung vollendet, etquot;. Cicatvix.
intermediär {inter dazwischen, medium Mitte), vid. Callns.
Intermissio (jntermitto lasse dazwischen, setze aus) gänzliches Aussetzen von Krankheiten oder Krankheitssymptomen, z. B. Fieber.
cf. Remissio lebris. vid. Pulsus intermittens.
Intoxicatio (toIizov Gift) die Vergiftung: die durch Aufnahme eines chemischen oder dem Pflanzenreiche ange-hörigen, meist in geringen Quantitäten schon heftig wirkenden Stoffes veranlasste Allgemeinerkrankung. Das Gift kann sich im Organismus nicht vermehren im Gegensatze zum In-fe ctionsstoffe, sondern im glücklichsten Falle nur in der aufgenommenen Quantität gefunden werden.
intraocular {intra innerhalb, ocultis Auge) Bezeichnung für innerhalb der Augenkapsel sich vorfindende Zustände oder dortselbst sich abspielende Prozesse.
IlltnmesceilK {intumesco schwelle auf; Inchoativ v. tumeo) der Vorgang des Anschwellens eines Teiles. of. Tumor.
Intnssnsceptio, Invaginatio {intus nach innen hinein, suseipio nehme auf, sus := sub von unten auf, capio nehme) die Einschiebung eines Darmstückes in ein anderes, meist in das dahinterliegende, was brandiges Absterben des eingeschobenen Stückes zur Folge hat. Geht das Tier nicht septisch zu Grunde, so kann dieser Teil als Ganzes durch den After entleert werden, während gegenüberliegende Flächeii der normalen Darmpartien verwachsen.
Das äussere Darmstück wird als Vagina oder Intus-suseipiens bezeichnet, der eingeschobene Teil als Intus-suseeptum.
Innnctio {in-ungo salbe ein) die Einsalbung, die Im-prägnirung mit Salben. Inunctions-Cur.
In vaisio {invado dringe ein) eigentlich nur das Eindringen tierischer Parasiten in die Gewebe. Jetzt bezeichnet man aber in der Regel als Invasionskrankheiten alle jene, welche
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Inversio uteri.
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durch tierische Parasiten überhaupt (Epi- und Entozoen, s. d.) erzeugt werden.
Inversio uteri {imerto wende ein) die Einstülpung des Tragsackgrundes in die Uterushöhle hinein. Als eine Weiterentwicklung dieses Zustandes entsteht die Uterus-umstü 1 pung und der Prolapsus uteri inversi.
inveterirt [in-vetus, inveterasco a.\Xzre) veraltet, schon lange bestehend chronisch.
In voliu'i'niii {invohere einhüllen) das E in h Uliungsmitte 1, für schlecht schmeckende oder schwer zu schluckende Arzneikörper.
Involntlo (involvo wälze einwärts) die Abnahme an Kraft und Fülle. Involutionszustände sind z. B. trübe Schwellung, fettige und käsige Entartung etc. (Rindfleisch.)
.1 Olli kiii iis (iostSr]!;, quot;ovveilchenfarbig) die Jodvergiftung, Vergiftung mit Jodpräparaten.
Iridectomie (IpiC) ix-tEjiviu schneide aus) eine Operation, welche zum Zwecke der Bildung einer künstlichen Pupille, der Herabsetzung des intraocularen Druckes oder in der Absieht, gewisse chronisch-entzündliche Prozesse zu coupiren, in der quot;Weise vorgenommen wird, dass nach Anlegung eines peripheren Lanzenschnittes in der Hornhaut oder in der Sclera durch die Wunde hindurch ein Stück Iris mittelst der Irispincette herausgezogen und mit feiner Scheere direkt an den Wundrändern abgeschnitten wird.
Iridenkleisis (Ipt?, i'ptSo; Regenbogen, ey - xXstm schliesse ein) eine Modification der Iridectomie, wobei die Iris gleichfalls aus einer mittelst der Lanze gesetzten Hornhautwunde durch die Irispincette hervorgeholt, der Iriszipfel aber nicht abgeschnitten, sondern einfach liegen gelassen wird.
Irideremia (tpi?, epijp-ta, epi^os einsam) der Mangel der Regenbogenhaut.
I. totalis, vollständiges Fehlen der Iris = Aniridia.
Irido-Chorioiditis (ipis yoptov Haut, xoPl0st^laquo; [sISoc Art] hautartig) die gleichzeitige Entzündung der Regenbogenhaut und der Chorioidea.
Je nach dem Charakter des gesetzten Exsudates bezeichnet man die Formen der Iridochorioiditis als plastische, seröse, fibrinöse, hämorrhagische, purulente und Mischformen.
Iridochorioiditis reeidiva s. speeiflea equi die sog. periodische Augenentzündung (Mondblindheit).
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Irldoconus.
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Iridoconns (Ipi?, xuivot Kegel, conus, ctmeus) die kegelförmige Hervorbauchung der Iris gegen den Raum der vorderen Augenkammer.
Syn.: Iris conica.
Iridodesis (Seatlaquo;, äew binde) eine Methode künstlicher Pupillenbildung, wobei aus einer mittelst der Lanze in der Hornhaut angelegten Wunde mit der Irispincette ein Stückchen Regenbogenhaut hervorgeholt und mit einer Fadenschlinge abgebunden wird. Sie ist eine Krsatzmethode der Iridectomie, welche ohne alle Vorteile der letzteren zu bieten bei weitem gefährlicher erscheint.
Iridodialysis (Ipic, TpiSo?, SiaXum löse auf) die Ablösung der Iris von ihrer ciliaren Insertion.
Il'idodonesiS (8oveu)^= Inita wirbele) das Iriszittern; das bei Bewegungen des Auges sichtbar werdende Flottiren des freien (pupillaren) Irisrandes, bes. nach Entfernung der Linse, Verflüssigung des Glaskörpers.
Syn.: Iris tremulans.
Iridoplcgia (itXijaau) schlage) die Lähmung der Iris-Muskulatur.
Irldoptosls (itTüJdi?, niitTU) falle) der Vorfall der Iris durch eine Hornhautwunde = Prolapsus iridis.
Iridoschlsma, Iridosehisls (ayiCiu spalte, syt^laquo;*, o^iat?) die Spaltbildung der Regenbogenhaut.
Syn.: Coloboma iridis.
Iridotomie (Te[J.v(u schneide) eine Ersatzmethode der Iridectomie, wobei die durch die Hornhaut gestochene Lanze auch zugleich in das brüchige Gewebe der Regenbogenhaut eingestossen wird in der Absicht, bei nachfolgender Retraction des Irisgewebes eine künstliche, zum Sehen brauchbare Pupille zu erzielen.
Iridoprolapsns (prolapsus, prolabor falle vor) der Vorfall der Iris durch eine Hornhautwunde. Syn.: Iridoptosi'*.
Iris tremnlans {tremo, trenmlo zittere) das Zittern der Iris bei fehlender oder stark geschrumpfter Linse.
Syn.: Iridodonesis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;/
Iritis (ipis Regenbogenhaut) die Entzündung der Iris, die Regenbogonhautentzündung. Je nach der Art des Exsudates und je nachdem dasselbe in das Gewebe der Regenbogenhaut, auf die freie Oberfläche der Membran oder in den Augen-kammerraum gesetzt wird, spricht man von einer Iritis plastica, serosa, fibrinosa, haemorrhagica, puru-lenta und den daraus gebildeten Mischformen. Setzt sich der entzündliche Prozess in der Continuität auf den Ciliarkörper
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Irradiation.
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fort, so wird derselbe als I r i d o c y c 1 i t i s bezeichnet, nimmt auch die Aderhaut daran noch Teil, als Iri dochorio idit is.
Irradiation {radius Strahl, irradu imradio bestrahle) die Mitempfindung; sie äussert sich in der Weise, dass der Reizungszustand eines sensiblen Nerven anderen sensiblen Nerven mitgeteilt wird (bei Schmerzen in einem Finger treten Schmerzen in der Achselgegend auf, Schmerzen am Schädel strahlen über dag ganze Gesicht aus).
Irrigator (ir-rigo leite Wasser wohin; rignus bewässert,
rigo bewässere) liehälter mit Schlauch zum Bespülen von Körperteilen mit schwachem Strahle.
Irritantia (sc. remedia, in-ritare reizen) reizende, stark erregende Heilmittel.
Iscliaemic (is^u) Nebenform v. hfw halte, hemme, oifia Blut) lokale Anaemie infolge Hemmung der lilutzufuhr.
Iscllialgia (io/tov Hüfte, äX-j-o; Schmerz) das Hüftweh, der Hüftschmerz, die Hüftlähme.
Isclliodidymns (o'Suuo? Zwilling) Beckenzwilling; Doppelmissgeburt, welche mit den Hüften oder mit dem Becken verwachsen ist. (Ourlt.)
etquot;, Pygopagus.
Iscliiopajjns (icsy'i.m Hüfte, Tza^v.c, verbunden) Doppel-missbildung mit Verschmelzung am Becken. (Förster.) cf. l*ygüpagus, Pygoilidymus
Isflmi'ia (!V/(u hemme, oupov Urin) die Harnverhaltung überhaupt.
I. spastica höchster Grad von Dysuria spastica.
Isokorie (zopTj Pupille, i'oos gleich) die gleiche Weite heider Pupillen.
I^opatllie (too? gleich, nado; Leiden) eine aus der
Homöopathie hervorgegangene llichtung, welche es sich an dem similia similibusquot; nicht genügen liess, sondern daraus das aequalia aequalibus curanturquot; machte; so wurde z. B. die Krätze mit dem potenzirten Krätzestoff (Psorin), die Schwindsucht mit Phthisia u. dgl. m. kurirt.
Itinerarinm (Wegweiserquot;; iter, ilineris Reise) Rinnensonde, Hohlsonde, cf. Gurgeret.
Ixodes (i;o; Mistel viscum, eiSo? Gestalt Hipp.) die Zecke.
I. americanus die amerikanische Zecke, amerikanische Waldlaus. (Mensch und Tiere, bes. Pferde, welche in den amerikanischen Wäldern sich aufhalten Haut.)
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Ka.
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I. ricinns die gemeine Zecke, gemeiner Holzbock, Hundezecke (Hund, Schaf, Kind, Mensch Haut).
I. reticulatus {rete Netz) give reduvins die Ochsen-zecke (Schaf, Rind Haut).
Syn.: Arablyuraa amei'ieannm [Koch].
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(cf. den Buchstaben C.)
Ka Abkz. für Kathode.
Kaehexia (xaye;'.a schlechte Beschaffenheit v. e^u Befinden, zaxo? schlecht) schlechter Ernährungszustand und Schwäche infolge mangelhafter Nahrung oder Krankheiten, das Siechtum. K. aquosa Bleichsucht, Fäule bei Schafen, entweder als primäres Leiden, oder in Gefolge anderer, namentlich von AVurmkrankheiten sich einstellend. Durch die ungünstigen Aussen- und Ernährungsverhältnisse leidet die Constitution der Schafe, das Blut wird dünnflüssig, sämmtliche Organe sind von wässeriger Flüssigkeit durchtränkt, es bilden sich leicht wassersüchtige Anschwellungen am Kopf und Halse namentlich beim Weiden aus, ebenso Bauchwassersucht; die Wolle fällt aus und meist gehen die Tiere zu Grunde. Auch beim Rindvieh kommt die Krankheit vor.
K. bonm tuberknlosa; vid. Tuberkulosis. K. cellnlosae hydatidea die durch die Finnen bei Schweinen entstehende K.
K. hydropico-yermlaosa, aquosa. ictero-verminosa
die Fäule, Egelseuche der Wiederkäuer.
K. ossifraga vid. Osteomalacia.
Kachektiscli sind chronische Krankheiten, welche zu hochgradigen Ernährungsstörungen führen.
Kakochymia (x^pc Speisebrei, Saft, x^10 giesse) die fehlerhafte Beschaffenheit der Säfte.
Kakomorphia (^^ Gestalt) die Missbildung von Teilen des Körpers.
KuimI iamorpliin (xapSiaHerz, ö[ioplt;po; ungestalt, [loptprj Gestalt) die Herzmissbildung.
Kai'dianxe (^ aüln) Vermehrung, au^aviraquo; vermehre die Herzvergrösserung.
Kardiopalmns (irocXfio; Klopfen, icdcX).laquo; schwinge) das Herzklopfen.
Katalepsia (xatdXrjtjjis v. xara - Xa^ava) nehme, halte fest die S t a r r s u o h t, ein Starrwerden der willkürlichen Muskeln
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142nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Kataplasma.
ohne krampfhafte Contraction, wobei die Teile leicht biegsam sind und in der Stellung verharren, welche man ihnen gibt. Dabei ist ein nahezu hypnotischer Zustand gegeben. Die Krankheit kommt namentlich bei Hunden und sehr selten bei Pferden vor.
of. Tetanns, FJexilnlitas cerea,
KatapIciSllIfl xaxa- itXaoolaquo;) schmiere auf) der warme Breiumschlag.
Katelectrotoiins der Zustand der erhöhten Erregbarkeit des Nerven oder Muskels in der Nähe der Kathode.
Katgnt (engl.) den Darmsaiten ähnliches Material zum Nähen und Unterbinden, welches vor Seide den Vorzug hat, dass es in Wunden und im Innern des Körpers resorbirt werden kann.
Kathetei' [Galen] (xaamp;er^p was man hinablässt, hineinsteckt v. xaamp;-tTjjj.i herunterlassen) röhrenförmiges Instrument aus verschiedenen Materialien zum Einführen in die Harnröhre und Harnblase behufs Entleerung des Urins oder zu Einspritzungen in die Blase.
Katlteterisiuns (xaamp;sxifjpisjios) die Anwendung des
Katheters, das Katheterisiren.
K. tubae Eustachil, das Einführen eines Katheters in die Eustachische Röhre und den Luftsack durch die Nasenhöhle behufs Entleerung desselben und Application von Arzneimitteln.
ci*. Hyovertebi'utomia.
Kathode (xädoSot, xaxa hinunter, o5o; Weg) oder negativer Polquot; ist jene Stelle, wo der positive electr. Strom den Schliessungsbogenquot; verlassend in die elektrische zusammengesetzte Kettequot; (die hinter einander aufgestellten und verbundenen elektr. Elemente, die elektr. Batterie) wieder eintritt.
Keloifl (x.1)^'] Kralle, Krebsscheere, #9632;/(a^quot;, gähne, klaffe, et8o? Aehnlichkeit) geschwulstartige bindegewebige Neubildung, welche in einzelnen Fällen bei der Vernarbung von Wunden entstehen und manchmal ganz bedeutende Dimensionen annehmen kann. Diese sog. wahren Keloide treten in der Mitte der Narbe auf und sind zu unterscheiden von den Anschwellungen der Narben, die dadurch entstehen, dass in dem in fibröser Umwandlung begriffenen Granulationsgewebe zellenreichere Wucherungen sich bilden. (Narbensarkom, falsches Keloid.)
Kelotomia (x^Xyj Bruch) Bruchschnitt, operative Behandlung eines Bruches (Hernia), vid. Herniotomia.
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Keratektasie.
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U3
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Keratektasie (ex-taoi?, sx-tsivu) dehne aus) die Ausdehnung der Hornhaut, eine bedeutendere, entweder nur einzelne Hornhautpartien betreffende K. partialis oder über die ganze Hornhautfläche ausgebreitete Wölbungszunahme.
keratiniren (xepa? Horn) Pillen, welche den Magen unverändert passiren sollen, um dann erst im Dünndarm zur Wirkung zu kommen, überzieht man mit einer sehr feinen Schichte von in Ammoniak gelöstem Horn, wodurch sie wohl im sauer reagirenden Magensafte nicht, leicht dagegen im alkalischen Dünndarmsafte löslich sind.
Keratitis (zepaj Horn) die Hornhautentzündung. Meyer teilt die Keratiten in folgende, annäherungsweise auch für unsere Haustiere zutreffende Gruppen:
A.nbsp; nbsp;Keratitis superflcialis, oberflächliche K.; nur die vordersten Hornhautschichten nehmen am entzündlichen Pro-zess teil.
1.nbsp; Pannus, Augenfell, oberfl. K. mit Gefässentwicklung; die Hornhaut ist in ihrer ganzen oder doch nahezu ganzen Ausdehnung ergriffen.
2.nbsp; Keratitis superfic. circumscripta, umschriebene oberflächliche Hornhautentzündung; es zeigen sich leichte, umschriebene, grauliche oder gelbliche, im Centrum oder in der Peripherie der Hornhaut sitzende Trübungen.
3.nbsp; Keratitis vesiculosa, es treten Bläschen auf der Hornhaut auf.
B.nbsp; nbsp; nbsp;Keratitia parenchymatosa, parenchymatöser, die eigentliche Hornhaut-Grundsubstanz in bedeutender Dicke einnehmender Entzündungsprozess.
Man unterscheidet zwischen einer interstitiellen, mehr umschriebenen und einer diffusen K. p a renchymato sa:
1.nbsp; K. parenchym. interstitialis; dieselbe kann mit oder ohne Gefässentwicklung verlaufen.
2.nbsp; nbsp;K. parenchym. diffusa.
C.nbsp; nbsp;Keratitis profunrta s. pxinctata; die Entzündung hat ihren Sitz in den tiefsten Schichten der Hornhaut; punktförmige Exsudatmassen lagern sich, zum Teil als Präcipitate aus dem getrübten Humor aquaeus niederfallend, der Hinterfläche der Descemet'sehen Membran, resp. dem Endothele auf; gleichzeitig ist eine Regenbogenhautentzündung vorhanden mit Setzung eines serösen Exsudates in die vordere Augenkammer (Iritis serosa).
Keratoconns (xuWoc Kegel) die in Gestalt eines Kegels erfolgte Hervorbauchung der normal durchsichtig gebliebenen Hornhaut, wobei die Spitze des Conus gewöhnlich mit dem
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144nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Keratoglobus.
Hornhautoentrum zusammenfällt, selten exoentrisch in peri-phere Hornhautpartien zu liegen kommt.
Syn.: Cornea conica s. conea, Staphyloma corneae pellucidum,
Keratoglolins {globm Kugel) gleichmässige abnorme Wölbung der Hornhaut, resp. Ausdelmung der vorderen Aug-apfelliäll'te als Folge entzündlicher Prozesse, welche sich im Innern des Bulbus abgespielt haben.
Keratoiritis s. Iritis sevosa eine unter besonderer Mitleidenschaft der Hornhaut einhergehende bestimmte Form der Kegenbogenhaut-Entzündung.
Keratokelc (xrjli] Bruch) der Hornhautbruch; die Hervorwölbung des stark verdünnten (meist nur noch aus der hinteren elastischen Membran bestehenden) Grundes eines Hornhautgeschwüres.
Keratoiiyxis (vjocjcu steche) das Einstechen mittelst spitzen Instrumentes (Nadel) durch die Randteile der Hornhaut, z. B. zum Zwecke der Uiscission oder Reclination eines Stares.
Keratosltop (-/.epaxoazoTto;, azoueiu sehe) der Hornhaut Spiegel. S. Keratoskopie.
Keratosltople (xepaf, laquo;epatoc Horn, ozoTteu) sehe) die objective Untersuohungsmethode der Hornhaut zur Ermittelung des Astigmatismus, deren Prinzip darin besteht, dass man die abwechselnd schwarz und weissen concentrischen Ringe einer vorgehaltenen Scheibe (Keratoskop) sich auf der Hornhaut spiegeln lässt. Während das Spiegelbild auf einer normal gekrümmten Hornhaut wieder Kreise zeigt, beobachtet man hei bestehendem Astigmatismus in der Richtung des stärker gekrümmten Meridians statt der Kreise jetzt Ellipsen.
Keratotomie (Top-rj Schnitt) die Spaltung der Hornhaut.
Kitta (xtTTa Ekel, auch zioaa) die Lecksueht.
Klimatotlieraple die Beeinflussung von Krankheiten durch Wahl eines Aufenthaltsortes mit bestimmter Beschaifen-heit von Luft, Boden, Wasser, Wärme u. s. w.
klonisch (x).ovoi: heftige, verworrene Bewegung, xlovem jage).
vid, Spasmus.
Klysopoinpe (xXüCeiv ausspülen, la pompefrz. Pumpe) Instrument zum Klystiren mittelst Pumpvorrichtung oder Feder.
Kneiuidocoptes vivipams (xvy)(laquo;laquo; Beinschiene,
xöitTiu schlage, vivus lebendig,/gt;ano gebäre) [Fürstenberg] = Dermatoryctes nuitans |Ehler| s. d.
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Kolika.
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Kolllta (xiuXtxiQ sc. vosos v. xfflXov Grimmdarm [auch xoXov] v. xeXXlaquo;) bewege, oxeXo? Glied) Enteralgia, Entero-dynia, der Darmschmerz, das Orimraen.
Die Kolik ist keine selbständige Krankheit, sondern nur ein Symptom, welches bei verschiedenen krankhaften Zuständen des Magens und Darmes, sowie der Hinterleibsorgane überhaupt in die Erscheinung tritt; meist ist damit eine Unterdrückung der peristaltischen Bewegung verbunden. Man trennt die sogenannten wahren Koliken, d. h. diejenigen, welche von einer Erkrankung des Magens oder Darmes ausgehen, von den falschen, die ihren Grund in Erkrankungen eines anderen Hinterleibsorganes (der Blase, der Niere) haben.
Im quot;Wesentlichen können beim Pferde folgende wahre Koliken unterschieden werden:
1.nbsp; nbsp; nbsp;Krampfkolik, auf einer krampfhaften Contraction der Darmmuskulatur beruhend, deren Ursache zumeist eine Erkältung bildet.
2.nbsp; nbsp;Überfütternngskolik, durch die Gährung von abnorm grossen Mengen in den Magen und Darm gelangter Futterstoffe erzeugt.
3.nbsp; nbsp;Embolisch-thrombotische Kolik', von dem bei den meisten Pferden vorhandenen, mit Bildung eines Thrombus verbundenen Aneurysma der vorderen Gekrösarterie ausgehend, indem sich ein Stück von dem Thrombus loslöst und in eine Darmarterie einkeilt, was zuerst Anämie, Lähmung, häufig Lageveränderung und darauf hämorrhagische Infarcirung, teilweise Necrose, Sepsis und Tod, in langwierigen Fällen auch Geschwürsbildung im Darme zur Folge hat.
4.nbsp; Verstopfungskolik, entsteht durch:
a)nbsp; Futteranschoppung im Darm,
b)nbsp; Darmsteine,
c)nbsp; innere Lageveränderungen,
d)nbsp; Darminvaginationen,
e)nbsp; comprimirende Neubildungen,
f)nbsp; Darmstrikturen,
g)nbsp; Dilatation und Lähmung des Darmkanals.
5.nbsp; nbsp;Windkolik, meist durch blähende Nahrung hervorgerufen, ebenso bei Pferden, welche koppen; mit starker Auftreibung des Hinterleibes verbunden.
6.nbsp; Wurmkolik, durch die Anwesenheit von Würmern im Darmkanale erzeugt, welche entweder durch ihre Menge verstopfend oder durch mechanische Insulte schmerzerregend wirken können.
Martin n. Schlampp, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; iq
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Kolitis.
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Beim Rinde ist K. seltener; ihre häufigste Ursache bilden hier Inyaginationen oder Incarcerationen des Darmes (s. d.).
Auch beim Hunde und Schweine kommen Koliken nicht selten vor.
Kolitis die Dickdarmentzündung. cf. Enteritis.
kolloid (xoXXo Leim, diia bin ähnlich) gallertig; auf Flüssigkeiten und Gewebe angewendet, welche eine solche leimartige Consistenz haben.
cf. kolloide Degeneration, Melineris.
Kolpitis (xoXitot Scheide) die Entzündung der Scheide,
s. Yaginitis.
Syn.: Elytritis, Vaginitis.
Kolpohyperplasia cystica (xoXuos Scheide, üitip über, itXaocu) bilde, xuaxi? Beutel, Blase) das oft massenhafte Vorkommen von Cysten in der Scheide, bes. während der
Trächtigkeit.
Koma, (xajia Schlafsucht, xot[ialt;n schläfere ein) bewusst-loser Zustand bei grosser Erschöpfung oder Erkrankungen des Gehirns und seiner Häute.
cf. Somnolenz.
Kopremesis (xonpoi Kot, sjisai; Erbrechen, e^elt;u speie) Erbrechen von Kot, Kotbrechen.
vid. Miserere.
Koprostasis (oxäoic Feststehen, hxr^u) die Anschoppung von Kot im Dickdarm infolge mechanischer Hindernisse der Fortbewegung, Unterdrückung der Peristaltik oder zu fester Consistenz der Kotmassen.
Korectopie (xopr) Pupille, ex aus, xoito; Ort, exTOictos adj.) die excentrische Stellung der Pupille.
Korelysis (Xuoj löse) die künstliche Pupillenlösung. Die Encheirese besteht darin, dass durch einen kleinen Lanzenschnitt an der Cornealgrenze ein feines Häkchen in die vordere Augenkamraer eingeführt und vermittelst desselben die An-lötungen zwischen Iris und Linsenkapsel (hintere Syneohien) durchrissen werden.
Koremorphosis (^op^ Gestalt, pioptpou) gestalte) die künstliche Pupillenbildung, die Anlegung einer neuen Pupille auf operativem Wege.
Kosmetica (w. remedia, xoupioraquo; schmücke, xocp-os) Mittel, welche zur Haut- und Haarpflege geeignet sind.
Krasis (xpian, xepövvujjii mische) die Mischung der Säfte, cf. Dyskrasie.
Krisis (xpivcu entscheide) die Entscheidung. Die rasche Besserung im Verläufe fieberhafter Krankheiten, he-
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Kryptophthalmus.
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gleitet von raBchem Sinken der Temperatur, der Pulsfrequenz, Ausbruch von Schweiss und Absatz reichlicher Mengen Urins.
cf. Lysis. Perturbatio kritica.
Kryptophthalmilg (xpuittu) verberge, Ö!p9aX[iöt Auge) eine angeborene Missbildung, bei welcher unter Wegfall der Augenlidspalte die Haut die Augenhöhle völlig abschliesst.
Kryptorchismus (opX'S Hode) das Verborgensein der Hoden, welche, statt normaler quot;Weise und zur richtigen Zeit durch den Leistenkanal in das Scrotum hinabzusteigen, in der Bauchhöhle liegen bleiben.
Kteniater (xt^vo? Haustier, xtiopai erwerbe, iarpö? Arzt) der Haustierarzt.
Kyklitis (xüxXot Kreis) die Entzündung des Strahlenkörpers; s. Cyelitis.
Kyniatl'ik (xuiov, xuvo; Hund, iocTptxi^ Heilkunst) die Hundeheilkunde.
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I. a. Abkz. für lege artis, nach den Regeln der (Apo-theker-)Kun8t (auf Recepten gebräuchlich).
Itaceration {laceratio, lacerare zerreissen, lacer zerrissen) die Zerreissung.
Liactagoga (sc. remedia, lac Milch, 0^0)^6? führend) die Milchsecretion steigernde, erhöhende Mittel. Syn.; Lactica, ßalactica.
liactica {sc. remedia, lac Milch) Mittel, welche die Milchsecretion anregen und steigern. Syn.; Lactagoga, Galactica.
Liactifnga {sc. remedia, lac, fugio, adj. fugus) die Milchsecretion beschränkende, herabmindernde Mittel. Syn.; Antigalactica.
IJaesio {laedo verletze) die Verletzung.
laevigatns {Jaevigare zerreiben, levis, XsTo? glatt) fein zerrieben, z. B. pulvis laevigatus.
Liagena (Xa^rivoc, Xayav Höhle, leerer Raum, Xai-ocpoc, languidus schlaff, laxus) die Flasche.
D. ad lag. Abkz. für: Detur ad lagenara, man dispensire es (ein Arzneimittel) in einer Flasche; auf Recepten gebräuchlich.
Lagophthalrnnsi (Xayuit Hase) das Hasenauge; das weite Offenstehen der Lidspalte bei gleichzeitigem Sistiren des Lidschlages.
lane in trend (lancinare zerfleischen, lanced) reissend, z. B. lancinirende Schmerzen.
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Lanzette.
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Ijanzette (lot, lancea die span. Lanze) spitziges Messerchen, aus Klinge und zwei schalenartigen, beweglichen Griff-blättern bestehend. Nach der verschiedenartigen Gestalt des schneidenden Teiles unterscheidet man eine.gerstenkorn-, haferkorn- und pyramidenförmige Lancette; ferner säbelförmige, auf einer Seite konvexe, auf der andern konkave, oder bei noch stärkerer Konkavität geschulterte L. Die englische L. dient zum Aderlassen und ist daher bei ihr die schneidende Partie von bestimmter Länge.
Liaparocele (Xcraapa der weiche Teil des Leibes, Bauch, Xomapo; dünn, xrjXi] Bruch) = Hernia ventralis, Bauchbruch.
Iiäparotomia (tefivu) schneide) der Bauchschnitt überhaupt; jenes operative Verfahren, bei welchem die Bauchhöhle mittelst des Messers eröffnet wird, um die darin gelagerten Organe direkt zugänglich zu machen.
Die L. bildet einen Operationsakt bei folgenden Operationen: beim Pansenschnitt der Wiederkäuer (Laparo-Gastrotomie), bei der Eröffnung und Vernähung des Darmes (Enterotomie, Entero raphie), bei der Castration der Spitzhengste (intra-peritoneale Orcheotomie), bei der Castration weiblicher Tiere (Laparo-Ovariotomie), bei der Lösung von Darmeinschiebungen (De sin vagina tio n), beim Bauchfruehthälter-schnitt (Laparohysterotomie) u. s. w.
liaryngismns stridulns (Xäpuf? Kehle, XapuYytClaquo;) krächze; strido zische, stridulus zischend) die Hartschnaufig-keit, das Kehlkopfspfeifen.
liaryilgitis die Kehlkopfsentzündung.
L. catarrhalis, der Kehlkopfskatarrh.
L. c. acuta, aouter Kehlkopfskatarrh. Primär infolge von Erkältung oder der Einwirkung anderweitiger Reize auf den Kehlkopf vorkommend, secundär als Begleiterscheinung von Krankheiten, die mit entzündliehen Affectionen der übrigen Luftwege verbunden sind, bei manchen Tnfectionskrankheiten, Staupe etc.
L. e. chronica, chronischer Kehlkopfskatarrh; primär infolge andauernder Reizzustände, welche auf den Kehlkopf wirken, secundär mit Bronchialkatarrh verbunden bei Herzleiden, chronischen Lungenkrankheiten, Rotz und Tuberkulose.
L. crouposa vid. Angina membranacea.
L. pnstnlosa, kommt bei Schafpocken vor und ist der Ausdruck der Ausbreitung des Blatternprozesses auf die Kehlkopfschleimhaut; es können sich dabei tief greifende Geschwüre bilden.
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Laryngofissio.
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L. tnbercnlosa und malleosa, eine Begleiterscheinung der Tuberkulose bezw. des Rotzes, bedingt durch die Einlagerung von Tuberkel- oder Rotzknoten in die Schleimhaut, welche meist zur Gesohwürsbildung führen.
liaryngoflssio (findo spalte) Spaltung des Kehlkopfes.
liaryngoskopie (axouaiu besichtige) die innere Besichtigung des Kehlkopfes zu diagnostischen Zwecken; stösst bei den Haustieren auf mannigfache Schwierigkeiten infolge der anatomischen Verhältnisse.
Ijarynjjotoiiiia (tsjivu) schneide) eine 'Operation am Kehlkopfe, welche die Resection des Giesskannenknorpels (Arytänodectoraie) zum Zwecke hat. Sie wird bei der durch einfache Atrophie der Stimmritzenerweiterer bezw. des Nerv, recurrens hervorgerufenen Form des Pfeiferdampfes vorgenommen.
liatenz {latere verborgen sein) das Verborgensein einer Krankheit, d. h. jenes Krankheitsstadium, in welchem noch keine auffälligen Symptome sichtbar sind, die Krankheit jedoch schon in ihrer Entwicklung begriffen ist. of, Incnbatio.
l/axantia (sc. remedia, laxare welch, schlaff machen,
laxus) Mittel, welche eine Entleerung des Darmrohres von seinem Inhalte erzielen; Abführmittel. Syn.: Üsmotica,
liectnli (lectulus Dem. v. lectus Bett, v. legere legen) Strohladen, Strohschienen, zur Umhüllung von Extremitäten dienend.
Lieiomyoma (Xsto? glatt) eine aus glatten Muskelfasern aufgebaute Geschwulst.
Syn.: Myoma laevicellnlare.
lentescirend {lentesco werde zähe, lentus langsam) sich hinausschiebend, sich hinschleppend.
lienticonns (lens Linse, xrävo? Kegel) eine Abweichung in der Wölbung der Augenlinse in der Art, dass die ungetrübte Linse kegelförmig in die vordere Augenkammer oder den Glaskörper vorspringt.
lieptomeningitis (Xeuto? dg. abgeschält, zart, fein v. Xenu) schäle; [ifjviY; Haut) tritt meist an der Convexität der Grosshirn-Hemisphären auf; die Pia mater ist dabei geschwellt, getrübt, mehr oder weniger stark injicirt, die Oberfläche mit einem faserstoffigeh Exsudat belegt. Manchmal liegt zwischen Pia und Arachnoidea eiteriges Exsudat.
Ilt;eptiis antumnalis {v. '/^--i; dünn, zart, autiwmus Herbst) die Herbstgrasmilbe. (Hund, Mensch Haut.)
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letal.
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letal {letum Tod, X^9y) Vergessenheit, Xavdovm bin verborgen) tödtlich, z. B. Exitus letalis, tödtlicher Ausgang einer Krankheit, Ausgang in Tod.
liCtliargia s. liethargns (Xnjamp;apyia oder X^apyot Schlafsucht, X^ftr) [Hippocr.], äspyia [sp^ov Werk] Unthätig-kelt) hoher Grad von psychischer Abgestumpftheit und Be-wusstlosigkeit.
lieukaemia, lienkocythaemia (Xeuxo; licht, welss, aip-a Blut, xuto{ hohler Körper, Bläschen, v. xult;o bin hohl) eine Vermehrung der weissen Blutkörperchen im Verhältnisse zu den roten. Dabei ist das Blut blass, hell, zwischen Blutkuchen und Speckhaut eine graue, eiterähnliche Schichte abscheidend, schlecht gerinnend, im apez. Gewicht vermindert, ebenso die Zahl der roten Blutkörperchen und damit der Eisengehalt; der quot;Wassergehalt hingegen vermehrt.
Nach dem Ausgangspunkte der L. unterscheidet man: 1. lienale L., von einer Hypertrophie der Milz und damit verbundener Mehrproduotion von weissen Blutzellen herrührend; 2. lymphatische L., Folge einer vermehrten Thätigkeit der Lymphdrüsen einzelner Körperregionen;
3. myelogene oder medulläre L., vom Knochenmark,
welches ebenfalls Leukocyten liefert, ausgehend. Selten ist eine dieser Formen allein vorhanden, meist die eine neben der anderen herlaufend.
Psendoleukaemia, Hyperplasie der Lymphdrüsen mit Abnahme der roten, jedoch ohne Zunahme der weissen Blutkörperchen. Häufig ist damit das Vorhandensein zahlreicher Neubildungen in inneren Organen verbunden.
Lienkocytom eine aus herdförmig zusammengelagerten Rundzellen bestehende Geschwulst mit feinem fibrösen Netzwerk.
Lenkocytose eine massige und vorübergehende Vermehrung der weissen Blutkörperchen, wie sie bei Reiz-zuständeu der lymphebereitenden Organe oder bei vermehrtem Zerfall der roten Blutkörperchen vorkommen kann.
IjOiikoma {i-.-r/.'y-, weiss, Xsüxcujuz, Xeux6ugt; mache weiss) eine dichte, im Parenchyme der Hornhaut selbst sitzende Corneal-trübung.
L. adhaerens die Anlöthung der Iris an die Hinterfläche der Hornhaut unter gleichzeitiger Trübung der letzteren an der Verwachsungsstelle (Syneohia anterior).
lieukomyelitis (p-u^Xo? Rückenmark) Entzündung der weissen Rückenmarksubstanz.
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Leukopathia.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;151
liPiikopathia (icädo; Leiden) ==2 Albinismus.
Lienkorrhoea (po^ Fliessen, pew fliesse) weis sei-Fluss.
vid. Fluor albus,
liichen (J-siXT Baumflechte, Idjm lecke, greife um mich, Xi3([laquo;ico züngele, lat. lingo) die Sohwundflechte. Im Verlaufe weniger Wochen meist wieder verschwindender Knötchenausschlag beim Pferde, welcher mit starkem Juckreiz verbunden ist; er kehrt zur Zeit des Haarwechsels gerne wieder.
liichnomania (Xi/voc Lecker, Xs(xlt;u lecke) die Leck-sucht.
liien mobilia (äen altlat. Form für ziCkry) die quot;Wander-milz.
lgt;i{Ilaquo;ttiii-il {ligo binde) die Unterbindung, das Abbinden von Gewebs- und Körperteilen, Geschwülsten behufs Ausrottung derselben. Sie besteht entweder in einem einfachen Abschnüren, oder man durchbrennt z. B. bei breiter Basis einer Geschwulst die Haut ringsum und legt die Schnur an den Schnitt, oder man steckt Nadeln in den Teil ein, unter denen man die Schlinge durchführt, oder zieht durch die Basis Fäden durch und schnürt dieselbe in mehreren Teilen ab (percutane L.).
Die elastische L. besteht aus Kautschukröhren oder soliden Gummisträngen, durch welche bei kräftigem Umschnüren ein permanenter starker Druck ausgeübt wird.
JLiiiüiliira {limare feilen) die Feilspäne, das durch Abfeilen von einem Körper erhaltene Pulvex', z. B. Limatura ferri, Eisenfeile.
limatns [limare feilen, Brno Feile) gefeilt, unter Anwendung der Feile zerkleinert, z.B. Ferrum limatum, Eisenfeile.
Ilmpidus hell, klar, wasserhell, z. B. Liquor limpidus.
I-ii n. Abkz. für Linimentum [linire = linere schmieren).
Llnimentum (Untre mit etwas beschmieren, aufschmieren) das Liniment, die flüssige Salbe. L. sind fette, seifenartige oder spirituöse Arzneiformen von etwas dickerer Consistenz als die flüssigen, fetten Öle und von dünnerer Consistenz als die Salben.
lilnctus (fingere lecken) der Lecksaft, eine Arzneizubereitung.
Syn.; Loocli.
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Lipaemia.
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LJpaemla (Xinoc, Xina Fett, venv. m. äXsiipiu salbe, Xntom mache fett) milclüges Aussehen des Blutes bei hochgradigem Fettgehalt.
I^lparocele, Llpocele (Xmapöc fett, xrjXn] Bruch) = Hernia adiposa, der Fettbruch.
Lilpoma die Fettgeschwulst; eine aus Fettgewebe bestehende Geschwulst mit bindegewebigem Stützgerüste. Manchmal ist viel Bindegewebe beigemengt, wodurch die Geschwulst eine mehr derbe Beschaffenheit bekommt (Speckgeschwulst, Steatom, Lipofibrom). Neben dem Fettgewebe kann noch Schleimgewebe vorhanden sein (Lipomyxom); besonders häufig kommt das L. im subserösen Bindegewebe vor, ist häufig gestielt und kann zu Umschnürungen des Darmes Veranlassung geben. Teilweise schleimige Entartung und Verkalkung sind nicht seltene Metamorphosen des L.
lilpomatosls die Fettsucht; vid. Obesitas.
Lilpnrle (oupov Harn) Fetthaltigkeit des Urins.
Lilq. Abkz. für Liquor, die Flüssigkeit.
Liiquor {Hquere flüssig sein) die Flüssigkeit.
llqulflns {Uquere flüssig sein) flüssig, tropfbar flüssig.
Lltlllasis (Xtftoc Stein) die Steinkrankheit, Bildung von Steinen oder Conorementen; zumeist präcipitirte Salze, welche sich häufig um irgend einen Gegenstand herumkrystalli-siren in Organen und Höhlen des Körpers.
Cystolithiasis, Blasensteinkrankheit; Cholelithiasis, Gallensteinkrankheit.
Liitliolapaxla (Xa-naCm leere) die Entleerung von Blasensteinen; Herausnahme derselben.
Lltlioklast (xXau) frango zerbreche) Instrument zum Zertrümmern von Blasensteinen.
Llthotherlon (Xiamp;oc Stein, Ärjptov Tier) Steinfrucht, ein im Tragsack abgestorbener und mumificirter Foetus.
Liitltotome cache (XiWojiolaquo; steinschneidend [-cejivu)], cache verborgen coactus, co(a)go zwinge) langes schmales Messer in einer Scheide liegend, aus welcher es durch Druck auf einen Hebel hervorgeschoben werden kann.
liithotomie (rejivu) schneide) der Steinschnitt, operative Eröffnung der Harnblase zum Zwecke der Entfernung vorhandener Blasensteine.
liithotripsia, Liithotritia (tpi-lt,-, trittu Reiben
v. xpißtu - tero) Zertrümmerung von Blasensteinen mittelst eines in die Harnröhre eingeführten sog. Litliotripters oder Lithoklasten; nach gelungener Zertrümmerung und
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Ltthotriptica.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;153
Zerkleinerung der Blaseneteine werden die einzelnen kleinen Fragmente derselben durch die Harnröhre herausbefördert.
Liithotriptica (sc. remedia, Xtftos Stein, Tpißm, tero reibe) Medicamente, welche einen im Körper als pathologisches Product gebildeten Stein oder ein sonstiges Concrement (Blasen-, Nieren-, Gallen-, Dannstein) auflösen oder zerstören sollen.
Liithnretica. (sc. remedia, },!8-o; Stein, ouoiiu harne) Harnsäure treibende Mittel.
|jlaquo;laquo;'liion ('.s'/_oc Lager, Xo/sloc zur Geburt gehörig) ein nach der Geburt sich einstellender Ausfluss aus den Geburtswegen, der bei jenen Tieren, bei welchen die Lösung der Ei-häute ohne Verwundung des Uterus vor sich geht (Pflanzenfresser und Schwein) höchst unbedeutend, ja ganz fehlend ist, deutlicher jedoch wahrgenommen werden kann beim Fleischfresser, bei welchem die Nachgeburtlösung mit einer Verletzung des Uterus verbunden ist.
liOOCh (f. arab. Brustsaft, Brustlatwerge = eclegme) der Lecksaft.
Syn.: Linctas.
IiOtio (lavare baden, waschen) die Waschung, das Waschmittel.
liOxarthroamp;te (Xo^o? schief, luxus, Xexpioc; äpamp;pov Gelenk) die Gelenks Verkrümmung.
lillbricantia. {sc. remedia, lubricare schlüpfrig machen, lubricus schlüpfrig) einhüllende, schlüpfrig machende Mittel (Schleime, Öle, Glycerin).
lines venerea eqni {luo büsse) die Beschälseuche, Chankerseuche, Lähmungskrankheit der Zuchtpferde.
Eine nur bei den zur Zucht verwendeten Hengsten und Stuten vorkommende Infectionskrankheit, welche sich durch den Belegakt weiter verbreitet. Bei Stuten macht sich die Krankheit zuerst durch Scheidenkatarrh, sodann durch das Auftreten verschieden grosser, eine gelbliche, zähe Flüssigkeit enthaltender Bläschen ..und späterhin in Geschwürsbildung bemerkbar; auch Ödeme am Unterbauch, am Mittelfleisch und den Extremitäten, Entzündung und Abscedirung im Euter etc. können hinzutreten. Bei längerer Dauer treten an verschiedenen Stellen der Haut quaddelförraige Anschwellungen, sog. Thaler flecke auf, schliesslich kommt es zu paretischen und paralytischen Erscheinungen.
Bei Hengsten beschränkt sich die nachweisbare Aifection der Harnröhre meist auf eine höhere Rötung und Schwellung der Schleimhaut an der Mündung der Harnröhre und massigen Ausfluss von Schleim aus derselben. Die Thalerflecke, die
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Lumbago rheumatica.
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paretischen und paralytischen Erscheinungen stellen sich aber auch hier ein.
Liiimbago rheumatica (lumbus Lende) die Hüft-lahmheit.
Linpinose {tat., Lupine eine Kleeart) die Lupinenkrankheit der Schafe, die acute gelbe Leberatrophie. Eine durch den Genuss von Lupinen hervorgerufene eigentümliche Krankheit. Der Lupinose ähnliche Erkrankungen kommen auch ohne Lupinenfiitterung vor, die eigentliche L. jedoch nur dort, wo Lupinen gebaut und gefüttert werden. Über den krankmachenden Stoff in den Lupinen sind die verschiedensten Ansichten ausgesprochen worden.
Es wurden beschuldigt:
1.nbsp; nbsp;eine sog. Lupinenmüdigkeit des Bodens,
2.nbsp; nbsp;Einlagerung feinen Sandstaubes,
3.nbsp; nbsp;übermässige Fütterung von Lupinen und daraus hervorgehende Überladung des Blutes mit Eiweissstoflfen,
4.nbsp; nbsp;Befallungspilze,
5.nbsp; nbsp;abnormer Gehalt der Lupinen an normal in denselben vorkommenden Alkaloiden.
Alle diese Ansichten sind mehr oder weniger unhaltbar. Mehrere Thatsachen sprechen vielmehr dafür, dass ein chemisches, durch Wasser ausziehbares Gift, . welches von Kühn Ictrogen, von Arnold und Schneidemühl Lupine toxin genannt worden ist, die Krankheit hervorruft.
Die Hauptveränderungen, welche man bei der L. findet, bestehen in einer parenchymatösen Entzündung innerer Organe, namentlich der Leber und Nieren. Daneben bestehen Erscheinungen der Gelbsucht und bildet sich eine hämorrhagische Diathese aus.
liiixatio (luxus; Xojou), luxo verrenke) die Ausrenkung eines Gelenkes, Verrenkung.
L. completa, die Gelenksenden sind ganz aus ihrer Lage gewichen. Bei der
L. incompleta oder Subluxatio ist dies nur zum Teil der Fall.
Beide Male kann eine vollständige oder unvollständige Zer-reissung des Kapselbandes gleichzeitig vorhanden sein.
Die L. kann eine angeborne, traumatische, ferner vorübergehende oder habituelle sein.
Luxatio bulbi, Luxation des Augapfels; ein Zustand, bei welchem das Auge aus seiner Orbita weit nach vorne verschoben und vor die Lidspalte gedrängt ist, während sich die Lider dahinter krampfhaft schliessen.
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L W.
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Luxatio lentis, Luxation der Krystalllinse des Auges. Der Krystallkörper hat entweder spontan Luxatio spon-tanea infolge intraocular verlaufender Prozesse oder als Folge eines Trauma's Luxatio traumatica , welches den ganzen Augapfel als Contusion getroffen oder nach Verletzung der Cornea oder Solera seinen Platz im Pupillargebiete unter Zerreissung des Ligamentum susp. lent, ganz verlassen (luxatio lentis im engeren Sinne) oder er ist unter Vollführung einer Axendrehung nur mit einem Segmente aus der tellerförmigen Grube herausgetreten (unvollständige Luxation oder Subluxatio lent.).
li quot;W in specialistischen Werken sehr häufig gebrauchte Abkz. für Leitungs-Widerstand (den die tierischen Gewebe etc. dem elektrischen Strome entgegensetzen).
Iiympliadenitis {limpha Wasser v. limpa, limpidus -- liquidus klar, tiSiijv Drüse) Lymphdrüsenentzündung, cf. Adenitis.
liympliadenom einfache Hypertrophie einer Lymphdrüse, die später gerne sarkomatösen Charakter annimmt, cf. Lympboaai'com.
Lymphaemie (ai^a Blut) vid. lymphatische Leukämie.
Liymphangioitis vid. Lymphangitis.
Iiymphangioma (äyyetov Gefäss) Lymphgefäss-'
geschwulst.
Liymphangitis Lymphgefässentzündung, meist durch Aufnahme irgend welcher infectiöser Stoffe in die Lymphgefässe entstanden, z. B. bei Druse, Kotz, Jauohever-giftungen. In der Regel sind die zugehörigen Lymphdrüsen gleichzeitig entzündet, ebenso das die Lymphbahnen umgebende Bindegewebe (Perilymphangitis); dasselbe ist mit blutigen Extravasaten durchsetzt, serös oder eitrig infiltrirt, da und dort knotig geschwellt oder in Abscedirung übergegangen.
liymphom Hyperplasie des Lymphdrüsengewebes (nicht ganz korrekt).
et'. Lymphosarkom.
liymphorrhoea, Lymphorrhagia (omo fliesse, pjjYvufu zerreisse) Austritt und Erguss von Lymphe bei Verletzungen grosser Lymphgefässstämme.
Lymphosarkom (3apxu)p.a Gewächs, sapxoiu mache zu Fleisch) Saroom, welches aus der Hypertrophie einer Lymphdrüse hervorgegangen ist.
vid. Lymphom, Lymphadenom.
Ijysls (Xutu löse) das allmälige Schwinden der Fiebersymptome in einer Krankheit; im Gegensatze zur Krisis.
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156nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Lyssa.
liyssa s. Babies (Xüoaa Wut) die Wut; eine hauptsäch-licli bei den Tieren des Hundegeschlechtes vorkommende, rasch verlaufende und immer tödtlich endende Infectionskrankheit, die in einer functionellen Störung der Nervencentren besteht; anatomische Veränderungen sind dabei gar nicht oder in sehr wechselnder quot;Weise vorhanden. Der Ansteokungsstoff wird durch den Biss von einem Tier auf das andere übergeimpft. Die darauf folgende Inkubationsperiode ist sehr verschieden lang, von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten.
Man unterscheidet die tolle oder rasende und die stille oder paralytische quot;Wut.
1.nbsp; nbsp;Die Tollwut.
a)nbsp; nbsp;Das Initialstadium dauert '/z8 Tage und gibt sich durch verändertes Benehmen der Tiere, Traurigkeit, Mürrischsein, Reizbarkeit, übermässige Freundlichkeit, Unruhe, Beiss-sucht, Neigung zur Aufnahme unverdaulicher Gegenstände zu erkennen.
b)nbsp; nbsp;Das Irritationsstadium dauert höchstens 34 Tage, wobei sich noch ein Drang zum Entweichen und Umherschweifen zu den übrigen Symptomen gesellt, ebenso Veränderung der Stimme (Heiserkeit), welche Symptome anfallsweise auftreten. Unter rasch eintretender Lähmung stellt sich oft unmittelbar darauf der Tod ein, oder es geht unmerkbar
c)nbsp; nbsp;das paralytische Stadium daraus hervor. Die Anfälle werden immer kürzer und schwächer, in den Pausen liegen die Tiere soporös da, dazu stellt sich Schwäche des Hinterteils ein, die schliesslich in vollständige Lähmung übergeht. Die Abmagerung nimmt zu, der Blick wird trübe, das Maul steht offen und kann nur noch während der Anfälle geschlossen werden, manchmal treten Convulsionen, selbst tetanische Krämpfe auf, und meist erfolgt dann der Tod während des soporösen Zustandes der Tiere.
2.nbsp; nbsp; Die stille Wut; die Erscheinungen der Hirnreizung sind weniger hervortretend, die Tiere mehr still und traurig, schon bald tritt teilweise oder vollständige Lähmung des Unterkiefers ein. Die übrigen Erscheinungen der quot;Wut, veränderte Fresslust und Stimme, Abmagerung und Lähmung verhalten sich wie bei der rasenden quot;Wut.
Durch den Biss können auch Wiederkäuer, Schweine, Katzen, Geflügel und andere Tiere sowie der Mensch inficirt werden.
Kl in ophthalmologischen Werken übliche Abkz. für Myopie (Kurzsichtigkeit); M 3D bedeutet z. B. eine Kurzsichtigkeit von 3 Dioptrien.
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M.
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M. s. #9632;#9632;#9632;. Abkz. für misce s. miscetur, mische, es werde zusammengemischt; wird zum Schlüsse einer Receptur gebraucht.
Maceratio (macerare mürbe machen, einweichen, macer mager) ein kalter Aufguss, eine Arzneiform.
Blacies (macer mager) die Magerkeit, Schwund des Fettpolsters.
Itladarosis (jiaSapou) mache kahl, jiaSopoc kahl, [laSäm, madeo zerfliesse, bin nass, jiaSoj nass, manure fliessen) die Kahlheit.
M. ciliaris das Ausfallen der quot;Wimperhaare infolge einer Atrophie und Zerstörung ihrer Haarbälge, wie das bei chronischer Lidrandentzündung vorkommt.
madidans (lat.) nässend, z. B. Kkzema madidans, nässendes Ekzem.
Makrocornea. (fiaxpot lang, corttea, cornu Horn) abnorme Grosse der Hornhaut.
Makrostoniist (arofia Mund) s. Fissura buecalis congenita, Grossmaul, transversale Gesiehtsspalte. Durch mangelhafte Vereinigung des oberen und unteren Fortsatzes des ersten Kiemenbogens entstehende Yerlängerung des Mundes (Förster).
Maknlae s. SKacnlae tendineae (macula, verw. m. maceo, tnacies, macer, Fleck, Makel, Undo Sehne) Sehnen- oder Milchflecken; Trübungen und Verdickungen der serösen Häute infolge chronischer entzündlicher Prozesse; sie sind binde-gewebiger Natur.
Macula corneae der Hornhautflecken, eine fleckige, der Pichte nach zwischen dem sog. Nebelfiecken und dem völlig undurchsichtigen Leukom stehende, nicht die ganze Dicke der Hornhaut einnehmende Trübung.
THalacia ([laXaxöc weich, hat jedoch die Bedeutung krankhafter Gelüste gewonnen) Gelüste nach ungeniessbaren Gegenständen. In Wortverbindungen wie Osteomalacie (Knochenweiche) etc. den Begriif der Erweichung in sich schliessend.
Malakosis (fiaXaxou) mache weich) die Erweichung eines Teiles.
Malakosteon (jj.aXaxö{ welch, oateov Knochen) vid. Osteomalacia.
Malaxation (jiaXäsou) mache weich, [laquo;xXa$ic Erweichung , lat. malaxo) Durchkneten des Bauches mit den Fingern und Fäusten, wie man es z. B. bei unterdrückter Fansenthätigkeit des Rindes anwendet.
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malaxiren.
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malaxiren das Zusammenkneten von Pflastermassen.
Malliasmns {malleus Rotz Veget. 1, 2) Malleus humidus (Rotz) et farciminosus (Hautwurra) der Rotz, die Rotz- und quot;W u r m k r a n k h e i t.
Eine durch den Bacillus mallei erzeugte Krankheit con-tagiöser Natur; das Gift kann durch Verletzungen der Haut und von Schleimhäuten aufgenommen sowohl locale als allgemeine Veränderungen zur Folge haben. Anatomisch kann man unterscheiden:
a)nbsp; nbsp;Den Knötchenrotz; er zeigt sich auf den Schleimhäuten der Respirationswege in Form kleiner hirsekorn- bis erbsengrosser Knötchen von gallertigem, gelblich weissem oder graurötlichem Aussehen, dieselben verkäsen meist und zerfallen central, worauf sich nach Verlust der bedeckenden Schleimhaut Rotzgeschwüre ausbilden, deren Rand aufgeworfen und deren Grund speckig, wie angeätzt, aussieht. Durch Zerfall ihrer Ränder fressen dieselben weiter und können tiefgreifende Zerstörungen anrichten, nach ihrer Heilung hinterlassen sie schwielige strahlige Narben. Die Rotzknoten in den Lungen sind von derselben Grosse und Beschaffenheit, von einem roten Hofe und geschwelltem, infiltrirtem Lungengewebe umgeben. Sie gehen meist in Verfettung, Verkäsung oder Verkalkung über.
b)nbsp; Die Rotzgewächse stellen bis hühnereigrosse, graue, auf dem Durchschnitte speckige oder mehr schwielige Knoten vor, welche sich durch Anwachsen und Verschmelzung kleinerer Knoten bilden. Es kann bei ihnen Verfettung und Verkäsung oder Eiterung eintreten.
c) Beim Hautrotze bilden sich Knoten in der Lederhaut und im subcutanen Zellgewebe, welche eine flüssige, lymphartige oder eitrige Masse enthalten, die manchmal abgekapselt und eingedickt wird. Meist aber bilden sich daraus Geschwüre, die angrenzenden Lymphgefässe sind immer strangartig geschwellt. Der rotzige Prozess pflanzt sich meist in ihrem Verlaufe fort, wodurch es dann häufig zu Rotz der Lymphdrüsen, an den Extremitäten zu entzündlichem Ödem und Sklerose der Haut kommt.
d) Diffuser infiltrirter Rotz; auf der Nasenschleimhaut leiten Hyperämie, ödematöse oder mehr derbe flächenhafte oder wulstige Schwellung den Prozess ein, worauf sich mehr oder weniger umfangreiche Geschwüre bilden, welche früher als diphtheritische angesehen wurden. In diesen wulstigen Schwellungen kann noch ohne vorherigen geschwürigen Zerfall die Bildung eines narbigen Gewebes vor sich gehen. Beim diffusen Lungenrotz sind die angegriffenen Lungenpartien
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Man.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;159
gallertig inflltrirt, von hyperamischem Gewebe umgeben; später werden sie gelblich-weiss, hart und trocken und verkäsen oder verkreiden meist, andermale bilden sich Fibrome daraus, seltener vereitern sie (rotzige Lungenentzündung). Der diffuse Hautrotz führt meist zu bedeutender schwieliger Verdiokung der Haut und des subcutanen Bindegewebes mit teilweisem Zerfall und ausgebreiteter Geschwürsbildung.
Immer sind die zu rotzigen Partien gehörenden Lymphdrüsen gesehwellt. Bei hochgradigem Rotze können sich in sämmtlichen Organen Metastasen bilden.
Klinisch unterscheidet man den chronischen und acuten Rotz.
a)nbsp; Der chronische Rotz kann Monate und selbst Jahre dauern, ehe er zum Tode führt. Er bleibt oft lange Zeit auf die Lunge beschränkt und wird in solchen Fällen latenter oder occulter Rotz genannt.
b)nbsp; nbsp;Der acute Rotz kann ursprünglich als solcher auftreten oder er bildet den Schluss des chronischen und verläuft innerhalb 814 Tagen häufig mit Fieber und den Erscheinungen der Lungenentzündung.
Man. Abkz. auf Recepten für 3Ianipnlus {v. manus Hand, pleo fülle) eine Handvoll (etwa 15,0 Gr.), veraltete Gewichtsbezeichnung auf Recepten.
Manege - Bewegung (le manege die Reitbahn, venv. mit manus Hand) Reitbahnbewegung, fortwährende kreisförmige Bewegung nach ein und derselben Richtung durch Druckveränderung oder sonstige Störungen im Centralnerven-system bedingt.
Mania (|j.aivo[iat rase) die quot;Wut, die Tobsucht.
cf. Rabies.
M. periodica, die Stätigkeit, quot;Widersetzlichkeit in periodischen Anfällen ohne Ursache wiederkehrend.
Mamsmns (|iapaivm verwelke) der Schwund, Atrophie sämmtlicher Gewebe und Organe infolge mangelhafter Ernährung, mit Herabsetzung der Lebensthätigkeit verbunden.
M. senilis, der in höherem Alter physiologisch eintretende Rückgang in der Ernährung und Thätigkeit der Organe.
Margarosis (Jat. margarita, [lipYapov Perle) die Perlsucht oder Tuberkulose des Rindes.
Massa pilnlaris (Dem. v. filla Ball, pilula Pille) die aus den vorgeschriebenen Ingredienzen hergestellte plastische Masse, aus welcher nach Teilung mit dem Spatel oder besser der Pillenmaschine die einzelnen Pillen durch Drehen hergestellt werden. Auf Recepten gebräuchlich.
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160nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Massage.
Mamsajje {v. masser \arab^ [Sachs-Villate] kneten) eine methodische Behandlung kranker Teile mittelst der Hand. Man unterscheidet namentlich 4 Methoden der M.:
1. Effleurage (Streichen), 2. Massage ä friction (reibendes Streichen), 3. Petrissage (Kneten) und 4. Tapo-t e m e n t (Klopfen).
SljIMticiltorill (sc. remedia, masticare, mandcre, [laquo;im, iwiaso) kaue, rnassare frz. mastiquer, manger) die Kaumittel.
Mastitis ([lacTO? Brust) Entzündung der Milchdrüse, kann sich auf einzelne Teile, bezw. Viertel derselben oder über das ganze Organ erstrecken; sie kann ferner im Parenchym selbst ihren Sitz haben oder mehr das interstitielle Gewebe ergreifen. Bei heftiger Entzündung entstehen nicht selten Abscesse, welche nach aussen oder gegen die Milohkanäle zu durchbrechen und zu Fistelbildung führen können.
Mechanica {sc. remedia, ^xav^ Maschine) Heilmittel, welche durch physicalische Eigenschaften, z. B. durch ihre Schwere, auf rein mechanische quot;Weise eine Heilwirkung hervorbringen (wie das laufende Quecksilber).
Meconiain ([hjxoviov Mohnsaft) das Darmpech, der Darminhalt des neugeborenen Tieres.
If D. S. Abkz. für Miscetur, detur, signetnr s. Misce, da, signa, man mische es, gebe es ab und bezeichne; am Schlüsse eines Receptes gebräuchlich und leitet die Signatur ein.
Mediastinitis (mediastinum Mittelfell Galen, v. per medium iensum Hyrtl) Mittelf ellentzündung, in Verbindung mit allgemeiner Pleuritis, bei Veränderungen in den Mittelfelldrüsen und bei Perforationen des Schlundes vorkommend.
Medicina die Heilkunde; i. q. Ars medica.
Med. veterinaria (peht fahre, veheterinus zum Zugvieh gehörig, daher veterinarius) die Tierheilkunde.
M. vet. forensis, die gerichtliche Tierheilkunde.
Megaloceplialas (()iYac gross, xecfaXTj Kopf) der zu grosse Kopf, Grosskopf, eine Missbildung. (Gurlt.)
Megalomelas (pya? gross, [isXo? Glied) Missgeburt mit zu grossen Gliedern, mit überzähligen Teilen an den Gliedmassen. (Gurlt.)
M. perissodactylus. vid. Volydactylns.
Melanaemie ([J-sXat, [ieXavoc schwarz, atfio Blut) der Gehalt des Blutes an schwarzem, körnigem Pigment; dasselbe schwimmt frei im Plasma oder ist von den weissen Blutkörperchen aufgenommen. Die meisten Organe zeigen dabei Ablagerungen von Pigmentmassen.
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Melanoma.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;161
Melanoma ([uXavom schwärze) pigmenthaltige Geschwulst (Krebs, Sarcom etc.).
cf. Melanosis.
Bli'lanosilaquo; Ablagerung von Hämatoidin und dessen Zerfallsprodukten in Zellen und Geweben.
Bei den Haustieren werden speoiell die namentlich bei Schimmeln vorkommenden Pigmentgeschwülste als Melanome bezeichnet.
Melicerls (piXi, [ieXi-coc Honig, xrjpiov = cera Wachs, u.eXixy)p!(;) die Honiggesohwulst; Cyste mit honigähnlichem Inhalt.
llelithaemie, Melitaemie (oljia Blut) das Auftreten abnorm grosser Mengen von Traubenzucker im Blute, cf. Diabetes mellitus.
Mellägo ([iiXi Honig) ein bis zur Honigconsistenz eingedicktes Extrakt.
Melodidymi (peXoc Glied, SiSu^oi; Zwilling) Gliederzwillinge; Kopf und Rumpf einfach, Gliedmassen mehr als vier, die überzähligen oben, unten oder an der Seite angefügt. (Gurlt.)
Melopliagns oviniis ([i^Xov Schaf, lt;paysTv essen) die Schaflausfliege, Schafzecke. (Schaf Haut.)
Melotridymns ([iiXoc Glied, TpiBujioc Drilling) Missgeburt mit dreifachen Gliedern. (Gurlt.)
Membrana decidna {de-cado falle ab) die sog. hinfällige oder Nesthaut = Decidua, s. d.
Membrana pnpillaris perseverans s. persistent Bezeichnung für Rudimente der während des Fötallebens bestehenden Membrana capsulo-pupillaris, die sich in Form von Fäden von einem pupillaren Irisrande durch das Fupillargebiet hindurch zum anderen hinziehen, ohne mit der Linse in engere Berührung zu treten oder die Pupillarreaktion wesentlich zu beeinträchtigen.
Meningitis (p-^vq? Hirnhaut) Entzündung der Häute des Gehirns oder Rückenmarks (M. cerebralis, bezw. spi-nalis).
Pachymeningitis, Entzündung der harten Hirnhaut.
Leptomeningitis, Entzündung der weichen Gehirn- reap. Rückenmarkshaut. Klinisch ist die Diagnose, welche Haut betroffen ist, nur äusserst schwierig oder gar nicht zu stellen.
Die Pachymeningitis tritt entweder an der Innenfläche der Dura auf und hat hier, wenn sie nicht den Tod herbeiführt, meist die Bildung von bindegewebigen, schwieligen Ter-dickungen zur Folge. An der Aussenfläche entwickelt sie sich
Martin u. Scblampp, Terminolugie i'ttr Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1i
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162nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Menstruum.
als gewöhnliche Folge von Traumen oder Veränderungen der Schiidelknochen; auch hier kommt es zur Bindegewebsneu-bildung, ferner zur Anlagerung von Knochensubstauz oder zur Vereiterung der Dura.
Die Leptomeningitis befällt hauptsächlich die Con-vexität des Gehirns. Auf der mehr oder weniger stark getrübten, geschwellten und injicirten Haut zeigen sich häufig flockige Exsudatmassen; dabei kann die angrenzende Gehirnsubstanz gleichfalls entzündet sein, oder sie erscheint blutarm und serös durchfeuchtet; seröser Erguss in den Subarachnoideal-sack ist dabei meist vorhanden, seltener Ansammlung von eitrigen Eiftudatmassen zwischen Arachnoidea und Pia.
M. tnberculosa, die tuberculöse M., beim Menschen namentlich im Kindesalter häufig, bei unseren Haustieren noch wenig untersucht. Bei Rindern als tuberkulöse Basilar-Meningitis.
Menstmnm {memis Monat) jede Flüssigkeit, die als gestaltgebendes Mittel bei der Anfertigung von Arzneien verwendet wird.
Mensnra (memiira, metiri messen, ausmessen) das in
Apotheken und Laboratorien gebräuchliche, zur Abmessung von Flüssigkeiten dienende Glas-, Zinn- oder Porzollan-Gefäss, an dessen Wandungen die Masseinheit in Form von aufgetragenen, eingebrannten, eingeätzten oder eingekratzten Strichen angegeben ist.
71 ensiiratio das Messen, die Messung, ein Teil der physikalischen Untersuchung. Die M. wird z. B. angewendet, um Vermehrung des Brustumfanges durch bedeutende pleuritische Exsudate, einseitig oder beiderseitig, zu constatiren.
OTercurialismus {Mercurius Quecksilber, aus der
Alchymie) die Quecksilbervergiftung, Vergiftung mit Quecksilberpräparaten.
Mesarteritis ([iquot;ot Adj. mitten und- ap-njpta Ader) Entzündung der mittleren Arterienhaut. of. Endarteritis.
Mesmeristiiius die von Mesmer aufgestellte Theorie, alle Krankheiten und ihre Heilungen müssten auf Störung und Wiederherstellung der magnetischen Strömungen im Körper zurückgeführt werden.
OTetabole f^ToßaXXelaquo; verändern, daher jiETaßoXirj) Übergang eines Krankheitszustandes in einen anderen.
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Metallotherapie.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 163
Metallotherapie {metallum, amp;apa7C£ult;u bediene, heile) das Auflegen von Platten verschiedener Metalle auf die Haut, die man dann längere Zeit mit derselben in Berührung lässt.
Metamorphosis i'yw'h Gestalt) die krankhafte Umwandlung von Zellen und Geweben in chemischer und morphologischer Beziehung.
Cf. Begeneratio.
metaplasia ([leTa-uXaacuj bilde um) die morphologische Umwandlung von Zellen oder Organen, cf. Metamorphosis.
Metaptosis ([isxauniTeiv sich plötzlich verändern, umfallen) die plötzliche Veränderung einer Krankheit in eine andere.
Metastasis (lASTaoTaoi; v. jj.s8-i5Tir)[ii stelle um) die Ablagerung von geformten Elementen, Griften, Zellmembranen etc. an einer oder mehreren Stellen des Organismus , welche an anderen Orten oder von aussen her in denselben aufgenommen wurden und in der Regel zu tiefergreifenden Veränderungen führen.
cf. Kmbolie, Pyämle, Abscessus metastaticas.
Meteorismns ([iSTecupiofioi Erhebung, Aufgeblasensein Hippokr., [lexeuipot in der Höhe, in der Luft, v. atuipa Schwebe, aeipw hebe, od. ocnupsiu schwebe) Luft- bezw. Gasansammlungen überhaupt.
M. intestinalis, die Trommelsucht, Auftreibung des Hinterleibes durch Ansammlung von Gasen im Darme in Folge krankhafter Zustände desselben.
M. peritonealis, Gasansammlung in der freien Bauchhöhle.
vid. Tympanitis, Fneumatosis.
Metritis (pppa Gebärmutter) die Tragsackentzündung, Uterusentzündung.
Metrorrhagie JpjTpa Gebärmutter, p^fyujlaquo; reisse) die nicht physiologische Blutung aus der Schleimhaut des Uterus, welche im Anschluss und als Folge von Uterusrupturen, Tragsackentzündungen, Infectionskrankheiten, Intoxi-cationen u. s. w. auftritt.
M. f. Abkz. für Jlisce, flat s. miscantur, flant, man mische es und mache daraus, z. B. M. f. pilul No. X, man mische (die Masse) und mache 10 Pillen daraus.
Miasma ([üaafia v. [hoivlaquo;) verunreinige).
cf. Infectio.
Mlea die Krume z. B. mica pan is, die Brodkrume, als Constituens zur Bereitung von Pillen, auf Reoepten gebräuchlich.
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164nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Mictus cruentus.
Mictns crnentns (mmga harne, cruor Blut) das Blut-liarnen.
vid. Hiimaturia.
Mikroblepharie ([uxpolaquo; klein, ßXecpapov Augenlid) das Vorhandensein abnorm kleiner, nur rudimentär angelegter Augenlider.
Mikrobracluns (ßpa/iiuv Arm).
cf. Mikromelus.
Mlkrocephalla (xstpoXrj Kopf) Kleinheit des Kopfes
(Missgeburt). (Förster).
Mlkrocornea {cornu Horn, cornea Hornhaut) die abnorme Kleinheit der Hornhaut.
Mlkrognathla (yviftos Kiefer) angeborene Kleinheit des Kiefers. (Förster).
Mikrokokkus (xoxxo; Kern) vid.B acillus,Bacterium. Als Mikrokokken bezeichnet man eine Abteilung der Spaltpilze oder Schizo myceten, welche kugel- oder eiförmige Zellen darstellen, sieh durch Teilung vermehren und dabei stets wieder kugelige Zellen bilden; sie sind ohne spontane Bewegung. Eine endogene Sporenbildung findet nicht wie bei den anderen Spaltpilzen statt. Als wichtigste Vertreter der Mikrokokken verdienen ungefähr folgende Erwähnung:
Mikrokokkus foetidus (foeteo stinke) von Eo sen bach in cariösen Zähnen gefunden. Sehr kleine, ovale, etwas un-regelmässige Kokken, die sich schlecht mit Anilinfarben tin-giren. Wächst bei Luftabschluss in der Tiefe von Uahragar unter Entwicklung von Gas und heftigem Gestanke.
Mikrokokkos Gonorrhoeae (pvoc, yovrj Zeugung, i,im fliesse) von X eis sei- im gonorrhoischen Secrete des Menschen zuerst gefunden und später als Gonokokkusquot; bezeichnet. Kokken, die fast stets in Form von Diplokokken vorkommen und Biscuitforra zeigen. Seine inittlei-e Länge beträgt 1,25 (i. Sie liegen in Haufen auf oder in den Eiterzellen. Tiere haben sich gegen den Gonokokkus als völlig immun erwiesen.
Mikrokokkiis haematodes (attiarmSr); = a'iaa-osiBrjc blutartig) von Babes als Ursache des roten Schweisses (sueur rouge) entdeckt. Mikrokokken von 1 p. Länge und 0,60,s p. Breite, durch eine gelatinöse, gleichmässig rot gefärbte Zoo-gloeamasse verbunden. Diese Zoogloea unihüllt die Haare der Körperstellen, an welchen sich der rote Schweiss bildet.
Mikrokokkus Pfliigeri, Mikrokokken von 1/2^ [^ Durchmesser, meist in Zoogloeahaufen. Wurde zuerst von Pflüger, dann von Lassar, Ludwig, Nüesch auf selbstleuchtendem Fleische von Schlachttieren etc. beobachtet, dessen Oberfläche
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Mikrokokkus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;165
sie mit einem leuchtenden Schleime überzogen. Auch auf gekochten Kartoffeln und Eierweiss sollen die Kokken waclisen und ihr eigentümliches Leuchten zeigen.
Mikrokokkus pyogenes tenuis (nOov, pus Eiter, Ytyvofiat werde) von Eosenbach als einziger Mikroorganismus im Eiter geschlossener Abscesse selten gefunden. Unregelmässige Kokken, etwas grosser als Staphylokokken, im Gegensatze zu letzteren wenig Neigung zu Haufenbildung zeigend. Mensch, Tierversuche fehlen bis jetzt.
Mikrokokkus subflavus (ßavus blond, gelb, sufflavus etwas blond, hellgelb) gelbweisser Diplokokkus von Bumm. Ähnlich dem Gonokokkus, im Lochialflusse und Vaginalsekrete des Menschen gefunden.
Mikrokokkus tetragonns (Texpäyravos viereckig ?, yuma Eck, tetragenus?, Y'-fopcu vierfach geboren) von Gaffky zuerst beschrieben. Findet sich nicht selten im menschlichen Sputum und ist namentlich bei Lungentuberkulose im Sputum und in der Wand von Cavernen beobachtet worden. Mikro-kokken von 1 p. Durchmesser und mehr, die sich in vier durch eine Schleimhülle vereinigt bleibende Individuen teilen. Das Aussehen erinnert an Sarcina, doch fehlt Teilung nach der dritten Richtung des Raumes und der Aufbau zu vielzelligen Packeten. Kleinste Mengen erzeugen bei weissen Mäusen subcutan geimpft eine am 3. 6. Tage tödtliche Krankheit. Meerschweinchen bekommen nach der Impfung lokale Abscesse, für Hunde und Kaninchen ist der Mikrokokkus nicht pathogen.
Mikrokokkus nreae, Mikrokokken von 0,8l,r, [i Durchmesser, oft in Form von Diplokokken und zu Tetraden zusammengelagert, häufig auch in längeren Ketten. Bringt man eine kleine Menge einer Kultur dieses Pilzes in Harnstoif-lösung oder Harn, so tritt energische Umwandlung des Harnstoffes in Ammoniumcarbonat ein. In gleicher Weise den Harnstoff vergährend, durch verschiedene Differenzen in der Kultur aber unterscheidet sich der
Mikrokokkus ureae liqnefaciens.
Nosema bombycis (vootjjkx Krankheit, moo£(u, voaoc; ßoiißuS Seidenraupe) (Syn.: Mikrokokkus ovatus, Panhistophyton ovatum, Corpusoules du ver a soie) die Ursache der Pebrine (Gattine, Fleckenkrankheit, Maladie des Corpusoules) der Seidenraupen. Im Blute und in allen Organen von dieser Krankheit befallener Seidenraupen finden sich glänzende ovale Zellen, 3 4 [i lang, 2 [i breit, meist isolirt, zuweilen auch paarweise oder zu Haufen vereinigt. Nach neuerer Ansicht soll der Krankheitserreger zu den Psorospermien zu rechnen sein.
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Mikrokokkus.
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Sarcina {sarcina Bündel, sarcio flicke) bis jetzt in drei Yerschiedenen Formen bekannt, nämlich als:
Sarcina aurantiaca (aurantia mittel., arancia ital. Orange [aurum Gold]) die orangefarbige Saroine, in Koch's Laboratorium beobachtet.
Sarcina lutea (lutum Lehm, Thon, Xum löse) gelbe Sarcine, rundliche, über 1 [i grosse Zellen, die sich nach drei Richtungen des Raumes teilen; die Tochterzellen bleiben verbunden und es entstehen so packetförmige, geschnürten Waaren-ballen ähnliche Colonien, die sich ihrerseits noch zu grösseren Packeten zusammenlagern können. Zufällige Verunreinigung, die aus der Luft auf Culturen und Nährböden fallen kann.
Sarcina ventriculi (venter Bauch) Magensarcine, von Groodsir 1842 entdeckt. Findet sich im Mageninhalte von Menschen und Tieren und namentlich im Erbrochenen. Am häufigsten ist sie in den Fällen beobachtet, wo intensive, durch Stauung des Mageninhaltes begünstigte Gährungsprozesse vorliegen. Farblose oder gelbbräunliche, rundliclie oder leicht ovale Zellen von durchschnittlich 2,5 (i Grösae, zu je acht zu kleinen, an den Ecken abgerundeten quot;Würfeln verbunden und dann zu grösseren Packeten zusammengelagert.
Ob alle diese drei Formen der Sarcina mit einander identisch sind, ist nicht erwiesen und unwahrscheinlich.
Zopf hat im Blinddarm des Hausgeflügels eine von ihm Sarcina intestinalis benannte Art gefunden, deren Colonien aber nicht würfelförmige Packete, sondern aus Tetraden bestehende Täfelchen bilden.
Staphylokokkus pyogenes albns (oTatpuXrj = ßorpu; Weintraube) von Rosenbach neben dem Staphylokokkus pyogenes aureus im Eiter gefunden und stimmt in seinen morphologischen Eigenschaften mit demselben überein, nur dass seine Culturen stets weiss bleiben und nicht gelb werden. Mensch, auch bei Tieren beobachtet.
Staphylokokkus pyogenes aurens {aurum Gold) der beim Menschen gewöhnliche Eiterpilz, zuerst von Ogston, dann von Rosen bach gezüchtet. Kleine, isodiametrische Zellen, etwa 0,87 (i im Durchmesser; gruppiren sich oft als Diplokokken, zuweilen zu vieren, auch wohl in kurzen Ketten zu 34 Gliedern, gewöhnlich aber in grösseren, unregelmässigen Haufen. Die Culturen des Mikrokokkus erhalten bei Be-führung mit der Luft eine gelbe Färbung, daher der Name.
Staphylokokkus pyogenes citreus (citrus, xeSpot Cltronen-baum) von Passet im Eiter akuter Abscesse gefunden. Unter-
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Mikrokokkus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 167
scheidet sich von den vorhergehenden nur durch seine hell-citronengelbe Farbe. Mensch.
Streptokokkus artienlornm (orpecpm drehe, artus Gelenk) von Liiffler bei verschiedenen Formen der Diphtherie (des Menschen) gefunden. Nacli intravenöser Injection stellen sich nach 46 Tagen Gelenksaffeetionen ein, bei welchen die Gelenke mit streptokokkenhaltigem Eiter gelullt sind und die meist zum Tode des Tieres führen. Bildet Ketten von oft bis hundert Kokken.
Streptokokkus bombycis (ßo^ßuS Seidenwurm) Syn.: Mikrozyma bombycis (Cu^ Sauerteig, Cecu siede) ovale Zellen von höchstens 1,5 (i Durchmesser, einzeln, paarweise oder zu 48 aneinandergereiht, oder auch zu noch längeren geraden oder gekrümmten Ketten verbunden. Er bewirkt die sog. Schlaffsucht (flacherie, flaccidezza, maladie de morts blancs) der Seidenraupen.
Streptokokkus Charin, von Ch. in Leichen von am Milzbrand gestorbenen Kaninchen gefunden. Ovale Mikro-kokken von 12 (i Durchmesser, die Neigung zeigen, Ketten bis zu zwanzig Gliedern zu bilden. Sie finden sich in grosser Menge in den Oefiissen aller Organe. Kaninchen tödtet der Pilz nach suboutaner Impfung in 1848 Stunden, ausserdem sind Sperlinge und Ratten empfänglich, Hunde und Hühner aber immun. quot;Wahrscheinlich mit der Koch'sehen Kokkensepsis identisch.
Streptokokkus Erysipelatos (epuoiusXa Hippocr. u. Gal., Epuamp;pd? rot, TteXa, pellis Haut) von Fehleisen durch Kultur und Rückirapfung auf den Menschen als der ursächliche Erreger des Erysipels erwiesen. Dem Streptokokkus pyogenes ausseist ähnlich.
Streptokokkus pemiciosHs psittacomm {per-niäes, per u. nex Tod, iiTTaxo? Papagel, oi-tos Sittich) nach Eberth und Wolff werden die nach Europa importirten Papageien massenhaft durch eine Krankheit zu Grunde gerichtet, die mit Knötchenbildung auf der Oberfläche der Lungen, Milz, Nieren u. s. w. einhergeht. In den Gelassen der Knötchen und im Herzblut finden sich Kokken mittlerer Grosse, die Neigung zur Kettenbildung haben.
Streptokokkus pyogenes (uOov, pus Eiter, Yiyvop-ai entstehe) von Ogs ton gefunden und von Rosenbach aus Eiter gezüchtet. Kugelige Kokken, etwa 1 p. Durchmesser, grosser als die Staphylokokken. Teilen sich fortgesetzt nach der gleichen Richtung und bilden dabei Ketten von 4, 5 oder auch 10 Gliedern. Die Ketten sind häufig in zierlichen Ver-
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Mikrophthalmus.
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Rohliiigungen zu grösseren Haufen vereinigt. Ausserdem koramt er noch in Diplokokkenfonn vor. Mensch.
. Streptokokkus pyogenes malignus {mali - genus) dem Str. pyog. sehr ähnlich; bezüglich der Tierexperimente verhält er sich jedoch davon verschieden. Mensch.
Streptokokkus septicus (otjutixoc, g^tob faule) von Nicolaier und Guarneri in unreiner Gartenerde gefunden. Mikroskopisch von den anderen Streptokokkusarten nicht zu unterscheiden, hat aber keine so ausgesprochene Keigung, unter allen Umständen Ketten zu bilden, kommt namentlich in den Geweben meist in der Form von Diplokokken vor. Tödtet Mäuse in 48 72 Stunden. Geht durch die Placenta auf den Fötus über.
Ausserdem sind noch für eine Anzahl von Infectionskrank-heiten unserer Haussäugetiere Mikrokokken als Krankheits-errreger behauptet, ohne jedoch bis zur Stunde mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen zu sein. Es gilt dies namentlich für die Lungenseuche und die Rinderpest.
Einige seltenere Kokken, die durch ihre Farbstoff-production auffallen, seien hier noch erwähnt:
Mikrokokkus aurantiacus (arando Orange) ovale Kügel-chen von 1,5 [x Durchmesser, einzeln oder paarweise oder zu vieren zusammenhängend. Fai-bstoif in Wasser löslich.
Mikrokokkus chlorinus (x^mpoc, /Xöyj blassgrün) feinkörnige Zoogloea, bildet eine saftgrüne Schichte. Farbstoff in quot;Wasser löslich, wird durch Säuren entfärbt.
Mikrokokkus cyaneus (xoavou; blau, xüavo; Stahl) elliptische Kügelchen, Nährstofflösungen intensiv blau färbend.
Mikrokokkus fulvus {fulvus, fuheo rotgelb) kugelige Zellen von 1,5 [i Durchmesser, häufig paarweise zusammenhängend. Bildet rostrote kegelförmige Tröpfchen von fester Con-sistenz und ca. 1/j Mm. im Durchmesser; auf Pferdemist.
Mikrokokkus luteus, Zellen ca. 1 [i Durchmesser, elliptisch, stark lichtbrechend. Bildet gelbe Tröpfchen. Pigment in quot;Wasser unlöslich.
Mikrokokkus violaceus (viola, iqv Veilchen) elliptische Zellen, zu Ketten verbunden. Bildet veilchenblaue Schleim-klümpchen.
cf# Bacillus, Bacterium.
Mikrophthalmus (ötpamp;aXjio? Auge) die bereits mit zur Welt gebrachte abnorme Kleinheit eines oder beider Augäpfel.
MlkrOpilS (itoüt Fuss) vid. Mikromelus.
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Mikrosomia.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;169
Mlkrosoinla (owjia Leib) Zwergbildung des Körpers. (Förster).
cf. Nanosomia.
millar (miUum Hirsekorn ;= [laquo;Xivtj) hirsekorngross, z. B. miliare Knötchen, miliarer Tuberkel.
submiliar kleiner als ein Hirsekorn.
Mitigation (mitigare besänftigen, beruhigen, mitis) Attenuation, die Abminderung der Wirksamkeit eines In-l'ectionsstoffes.
Dieselbe kann nach verscliiedenen Methoden erzielt werden:
1.nbsp; nbsp; Durch künstliche Züclitung des Infeotions-s t off es. Durch längere Fortzüchtung eines Infectionsstoffes in künstlichen Nährstofflösungen tritt unter gewissen Bedingungen eine Milderung ein, so dass derselbe, eingeimpft, eine mildere, nicht tödtlich verlaufende Krankheit erzeugt, nach deren Überstehen aber eine Immunität des Tieres für weitere Infectionen mit natürlichem, kräftigem Ansteckungs-stoife verbleibt.
2.nbsp; nbsp;Durch Einwirkung höherer Temperaturgrade durch eine gewisse Zeit hindurch.
3.nbsp; nbsp;Durch Verdünnung des Infectionsstoffes mit quot;Wasser.
4.nbsp; nbsp; Durch Durchführen des Impfstoffes durch eine andere Tierspecies. Wir wissen, dass einige In-fectionsstoffe den Grad ihrer Virulenz ändern, wenn sie auf Individuen anderer Species übergeirapft, gewissermassen unter andere Culturbedingungen gebracht werden. Sie scheint in einzelnen Fällen sich zu steigern, in anderen sich zu verringern; benützen wir den abgeminderten Infectionsstoff als Impfstoff für die ursprünglich heimgesuchte Species, so erzielen wir eine mildere Krankheit und dabei vollen Schutz vor späterer Erkrankung.
5.nbsp; nbsp;Durch Verwendung des Infectionsstoffes von verwandten Krankheiten anderer Tierspecies.
mixtlira {miscere mischen) eine flüssige Arznei zu innerlichem Gebrauche, welche in einfacher Mischung flüssiger Substanzen oder in Auflösung von Extrakten, Salzen etc. in destillirten Wässern oder auch reinem Wasser besteht.
Molen (inola Mühle. Das Zermalmte u. Unförmliche; Mondkalb) Bezeichnung für sog. Wasserkälber, d. s. Föten, die entweder allein mit Höhlenwassersucht (Brust-, Bauchhöhle) oder ausserdem noch mit Hautwassersucht behaftet sind.
Molluscum contaglosum (mollmcus moWs weich).
cf. Kpithelioma.
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Monarthritis.
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Monarthrltls (jiovot allein, apamp;pov Gelenk) Entzündung eines einzelnen Gelenkes.
MonobrachinS ([iovo;, ßpayx'''quot;1'Arm) angeborener Mangel einer Vorderextremität. (Förster).
cf. Peromulos monochirus.
ifonocranilS (xpoivov Schädel) Missgeburt mit einfachem Hirnschädel und zum Teil doppeltem Angesicht. (Gurlt). M. mesognathus, dignathus. ti'ignathus, tretraprosupuSj bimandibnlaris clquot;. Diprosopus diophthalmus.
Monoplithalmla (povo;, öcp9aX[i6s Auge) das Vorhandensein von nur Einem Auge. (Förster), vid. Cyklopia.
MonopilJS (ptovot, tioijj Fuss) angeborener Mangel einer Hinterextremität. (Förster).
cf; Monuchinis. Peroraelus monoscelus.
fffonoplegla (t^Y*) Schlag, it^rjoau) schlage) apo-plektische Lähmung nur einer Gliedmasse, cf. Hemiplegia.
Wloiiorchls (öp/is Hode) einhodig. Spitzhengst, bei welchem ein Hode in der Bauchhöhle geblieben ist. vid, Kryptorchismus.
Monostomnill (p.ovo; einsam, o-ropia Mund) Trematode, bei dem nur ein Saugnapf vorhanden ist.
M. attenuatnm (attenuafus schwach, attenuo mache schwach, mager) (Blinddarm der Gans).
M. flavnm (Trachea und Oesophagus der Ente).
M. mutabile (Nasenhöhle, Infraorbitalzelle, selten Dickdarm der Gans).
jVI. verriicosnm {verruca Warze) (Blinddarm Huhn, Gans, Ente).
Monstra blgemliia et trlgemlna Zwillings- und Drillingsmissgeburten. (G u rl t).
Körperteile für zwei oder drei Individuen sind, jedoch nicht vollständig, vorhanden; manchmal ist das zweite Individuum sehr verkümmert; die Verbindung der beiden Körper hat an verschiedenen Stellen statt.
Morbllität, Morbtdltät {morbidus krank) das Ver-hältniss der vorkommenden Erkrankungsfälle im Vergleiche zu anderen Zeiten oder Orten.
Morbus Brightü die Bright'sche Nierenerkrankung, nach dem Nierenpathologen R. Bright in London benannt. Man hat darunter sehr Verschiedenes begriffen: teils sämmt-liohe mit Albuminurie verlaufenden Nierenkrankheiten, teils nur die eigentlichen Nierenentzündungen mit Einschluss der
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Morcellement.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 171
Amyloidniere, teils nur die primäre, interstitielle Nephritis. Am angezeigtesten -wäre es, den Namen Morbus Brightii ganz fallen und die anatomischen Bezeichnungen dafür eintreten zu lassen.
Morcellement frz. {morsus \mordeo\ Biss) Abtragen grosser Geschwülste in kleineren Teilen, nachdem dieselben vorher umschnürt wurden.
Mortalität (mors Tod) das jeweilige Verhältniss der vorkommenden Todesfälle. of. Morbilität.
Mortiflcatio {mors, mortis Tod, facio mache) das Absterben von Körperteilen, Geweben, Organen. Tid. Gangraena, I^ekrosis.
Moxagt; (Abst. unbekannt) der Brenncylinder, aus einer Rolle zusammengebundener und mit Terpentinöl oder Weingeist getränkter Baumwolle bestehend, welche angezündet und an Stelle des Glüheisens früher angewandt wurde.
Mnc. Abkz. für Mucilago.
MncilflgO {mungo) der Schleim, der Gummi so hie im.
Mnlomedicina (rnulus Maulesel, medicina Hellkunde) die Tierarzneikunde, Tierheilkunde =Medioina veterinaria.
niultilocularis [loctis) mehr- oder vielkammerig oder -fächerig.
of, Kchinokoltlms;
Dlumlficatio (Mumie, Pers. mümija v. nmm welches Harz oder Wachs, mit dem die Perser Ihre Toten überzogen) das Einschrumpfen, Eintrocknen abgestorbener Teile, wobei jede Fäulniss fehlt.
Mnres articnlares (laquo;laquo;laquo; Maus, artus Gelenk) Gele n k m ä u s e.
vid, Ai'ttirolith.
Mnsca Stabalans {miisca [wia, stabulum Stall) die Stallfliege.
IHyalgla (jiüt Gm. [iuoc Maus, Muskel, öXyD? Schmerz) Myopathia rheumatioa, Rheumatismus muscularis, der Muskelschmerz. Ein mit grossen Schmerzen verbundenes Leiden der Muskeln, Sehnen und Fascien, infolge von Erkältung entstanden. Sichere anatomische Anhaltspunkte sind dabei nicht gegeben, doch ist anzunehmen, dass Circulations-störungen, Hyperämie vielleicht mit geringgradiger Exsudation oder Ergriffensein der intramusculären sensiblen Nervenen-digungen das Leiden hervorrufen.
MydrlasIs(fi-uSpo{ glühend, Metallmasse) die Erweiterung der Pupille infolge nervöser und muskulärer Einflüsse oder
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Mydriatica.
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der Einwirkung gewisser Gifte, namentlich des Atropins.nbsp; nbsp; Je
nachdem ein Reizzustand oder eine Lähmung die Ursachenbsp; der
M. ist, unterscheidet man eine M. p a s t i c a gegenübernbsp; nbsp;der M. paralytics.
Mydriatica {sc. remedia, [uiSpiaoii;) Mittel, welche eine Erweiterung der Pupille bewirken.
Myelitis (jiusXi? = medulla, Mark) die Rückenmark s-entzündung.
Von Thannhofer bei der sog. Zuchtlähme genauer untersucht. Er fand hiimorrhagische Herde, um welche dann das Gewebe entzündet wird, erweicht, vereitert und zerfällt; an ihrer Stelle entwickeln sich Hohlräume mit Nerven oder auch mit zerfallener Masse gefüllt, oder endlich leer. Die Nervenzellen sind mehr als normal pigmentirt, stellenweise geschrumpft, manchmal vergrössert, erweicht, körnige Massen oder auch Eiterkörperchen enthaltend. In den Scheiden der Nerven und Blutgefässe erscheinen die Kerne vermehrt. Das Stützgewebe der weissen Substanz ist mit Zellen, Kernen und Körnchenzellen inflltrirt, mit Hohlräumen versehen. Die Nervenfasern sind teilweise fettig entai'tet, stellenweise mit Vennehrung der Kerne in den Scheiden. Die Endothelzellen der perineuralen Räume sind vermehrt, in letzteren finden sich Körnchenzellen. Endlich sind die Häute des Rückenmarkes mit dem Rückenmarke stellenweise stark verwachsen, sehr verdickt, entzündlich geschwellt und überaus gefässreich.quot; (Bellinger, Jahresberichte.)
Ausserdem tritt die M. spontan auf, oder infolge mechanischer Insulte, Erkältung, Überanstrengung, ferner bei Caries der quot;Wirbel.
Myelom (pueXom fülle mit Fett an) geschwulstartige Neubildung von Knochenmark, et'. Osteumyelitis.
Myelomeiilngitis {^17; Haut) Verbindung von Myelitis und Meningitis spinalis (s. diese).
Myltls (pC, [iuoc Muskel) die Muskelentzündung.
Mykosls jede durch Pilze erzeugte Krankheit, cf. Pneumonomykosis: Endocarditis mykotica.
Mylaceplmlns ([wXyj = mola, a pr., xe^aX-rj Kopf) vid. Pseudocormus, Acormus.
Myocarditis (pc, Gen. poc Maus, Muskel, xap8!a Herz) Entzündung des Herzmuskels.
M. acuta, chronica, parenehymatosa, interstitialis (pnrnlenta, flbrosa) kommt am häufigsten beim Rinde als
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Myom.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;173
traumatische M. vor und führt häufig zu schweren Circulations-störungen und zum Tode, cf. Pericarditis, Endocarditis.
Myom ([j.uöagt; mache muskulös [Hipp.]) Muskel-gesclnvulst.
Rhabdomyoma, (M. striocellulare) (päßSoc Stab), aus quergestreiften Muskelfasern bestehend, wurde bei unseren Haustieren noch nicht beobachtet.
Leiomyoma, (M. laevicellulare) (Xstot glatt), aus glatten Muskelfasern zusammengesetzt, kommt im Uterus nicht selten vor.
Myopathla (toxöoi: Leiden) die Muskelerkrankung überhaupt.
Myopie ([Jiuwtjj kurzsichtig, [iucd schliesse, üitjj Auge) die Kurzsichtigkeit (hergeleitet von dem Umstände, dass Kurzsichtige, um besser zu sehen, häufig mit den Lidern blinzeln). Unter einem kurzsichtigen Auge versteht man ein solches, das ohne corrigirende Gläser nur solche Objecte scharf und deutlich seilen kann, welche dem Auge näher als in unendlicher Ferne liegen, mithin nicht parallele, sondern mehr oder weniger divergente Strahlen entsenden. Denn alle parallel auffallenden Strahlen werden im myopischen Auge so gebrochen, dass ihr Brennpunkt vor die Netzhaut fällt, mithin nur zerstreute und undeutliche Bilder auf letzterer entstehen können. Werden hingegen alle parallelen Strahlen, bevor sie auf das Auge auf-treffen, durch Vorsetzen von Zerstreuungsgläsern (Concavlinsen) zu divergenten gemacht, dann ist die Brechkraft des Auges gerade hinreichend, sie in der Netzhaut selbst zu einem scharfen Bilde zu vereinigen und dadurch ein deutliches und scharfes Seilen zu ermöglichen. Als Symbol für Myopie findet mau in den neueren ophthalmologischen Werken ein M.
Syn.: Brachyraetrupie.
myoplsch kurzsichtig, mit Myopie behaftet.
Myosls (Neubildung von [iu6(u) die durch nervöse und mus-culäre Einflüsse oder als Wirkung gewisser Gifte, namentlich des Bserins, erfolgte Verengerung der Pupille.
Myo^ltls die Muskelentzündung, meist infolge von Traumen, Erkältung oder pyämischen Prozessen entstanden.
Myospasnms (onäo) ziehe, ziehe zusammen) der Muskelkrampf.
Myotlca {sc. remedia, v. (luetv die Augen schllessen) Mittel, welche die Pupille verengern.
Myotomta (tejivu) schneide) der Muskelschnitt. Früher besonders am Schweife unter der Bezeichnung des Englisirensquot;
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174nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Myringitis.
ausgeführte Operation, zu der man sich eines besonderen Instrumentes, des Myotoms bedient; sie wird ofl'en oder subcutan ausgeführt und hat den Zweck, die Wirkung des Wiederziehers des Schweifes aufzuheben. Beiderseitig wird die M. ausgeführt, wenn ein hohes Tragen des Schweifes bezweckt wird, einseitig bei einseitigem Tragen desselben.
9Iyrtngitis ([Mipty^ Trommelfell) die Entzündung des Trommelfelles.
Uyxoma ([iu^o, mucus Schleim, mungo = [wxTTjp Nase, onomlosu) schneuze) Schleimgewebsgeschwulst, weiche, gallertige Neubildung, meist aus einem Netze stern- und spindelförmiger Bindegewebszellen mit schleimiger Grundsubstanz bestehend. Mischformen sind nicht selten, z.B. M. lipomatodes, fibrosum etc.
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Manoceplialns (viivo; Zwerg, xetpaXifj Kopf) der Zwergkopf, Missgeburt mit zu kleinem Kopfe. (Gurlt). of. Mikrocephalus.
ÜTanOCOrmus (xopjio; Rumpf) der Zwergrumpf; Missgeburt mit zu kleinem Rumpfe. (Gurlt). N. rectus, cm'vatus.
Nanomelns ([J-eXoj Glied) Missgeburt mit zwerghaften Gliedern. (Gurlt).
K. brachychivus, campylocUiPas, chiropterus, campyloscelus.
of, Pel'omelas, Phukomelus, Mikromelus, Peropas, Perobrachius, Mikro-brachius.
Sfanosomns (aai[ia Leib) der Zwergleib; Tier bezw. Missgeburt mit zu kleinem Körper. (Gurlt).
\'arkosis (vapxocu betäube) die Betäubung, ein durch arzneiliche quot;Wirkung auf das centrale Nervensystem hervorgerufener Zustand der Gefühllosigkeit und der Bewusstlosigkeit.
Xai'IiOlifa (sc. remedia, vopxocu betäube, vapxam, vapxri Erstarrung) betäubende, einschläfernde Mittel, welche durch ihre Wirkung auf gewisse nervöse Centren den ganzen Organismus in einen Schlaf ähnlichen, empfindungslosen Zustand versetzen.
Xearthrosis (veo? neu, ap9po; Gelenk, apftpou) befestige, gliedere) Bildung eines Gelenkes an einer ungewöhnlichen Stelle bei unvereinigten Brüchen und nicht repo-nirten Luxationen. Es bilden sich dabei glatte Flächen, wodurch die Beweglichkeit erhöht wird. Diese Flächen können selbst einen knorpeligen Überzug erhalten.
STansea (vausia eigentl. Seekrankheit, vaüt Schiff) Würgen, Übelkeit, meist dem Erbrechen vorangehend.
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Nauseosa.
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SITauseosa (sc. remedia, vaüc Schiff) Mittel, welche (gleich einem schwankenden Schiffe) Übligkeit und Erbrechen zu erregen im Stande sind.
raquo;ki-olMOsls (vsxpos AäJ. u. Stibsl. todt, Leichnam, ßiuxn? Leben, ßiow lebe) diejenige Form des Absterbens, welche der käsigen Degeneration vorangeht. Nach der V i r c h o w 'sehen Ansicht bedeutet N. alle Metamorphosen, bei denen ein Absterben, Einschrumpfen und Eintrocknen der in gesundem Gewebe liegenden Teile ohne Fiiulniss stattfindet.
IVekrosls (vsxpiuoi? Absterben, vsxpou) tödte) Absterben irgend eines Gewebes oder Körperteiles.
IVekrotomla (xepivu) schneide) die Lostrennung abgestorbener Teile vom lebenden Organismus, i. q. Sequestrotomia, s. d.
STeoplasma (veo; neu, uXaap.a Gebilde v. -n'i.iscm bilde) die Neubildung von Gewebe, welche zur Entwickelung einer Geschwulst führt.
1.nbsp; nbsp;Histioide oder Bindesubstanzgeschwülste, es sind das Geschwülste, welche aus den Bindesubstanzen sich herausentwickeln und denselben gleich oder ähnlich sind. Hierher: Fibrom, Sarkom, Lymphom, Lipom, Myom, Chon-' drom, Osteom, Angiom, Neurom, sowie die aus Com-binationen dieser Formen gebildeten Mischgeschwülste.
2.nbsp; nbsp;Epitheliale Geschwülste, welche aus epithelialen Elementen bestehen und meist von einem Stroma blutgefäss-haltigen Bindegewebes durchzogen sind. Hierher: Adenom, Carcinom.
IVepheliam (vetpeXiov Wölkchen) eine leichte, zarte Hornhauttrübung. (Veralteter Ausdruck). Syn.: INubecula s. Nubeola.
IVephrltlca {sc. remedia, vstppoc Niere, vslt;fpiTtx6c d. Nierenkrankh. betr. Hipp.) Heilmittel, welche ihre Wirkung auf die erkrankte Niere ausüben sollen.
Nephritis (vstppl-ric v. vetppoc Niere) die Nierenentzündung.
a) Die acute N. tritt auf als:
1.nbsp; nbsp;Glomerulonephritis; das Glomerulus- und Kapselepithel ist geschwellt und abgestossen, in den Glomerulis Exsudate, die Capillaren durch weisse Blutkörperchen verstopft.
2.nbsp; acute diffuse N.; Exsudat im interstitiellen Bindegewebe, Schwellung, fettige Degeneration und Desquamation des Harnkanälchenepithels, hyaline Cylinder.
3.nbsp; nbsp;in kleinen Herden auftretende N.; umschriebene zellige Infiltration namentlich der Rindensubstanz und der Um-
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176nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Nephrolithiasis.
gebung der Venen, aus der sich später Narben und Absoesse herausbilden können.
4. vereiternde Herdnephritis. Eiterige Infiltration des die Venen und GHomeruli umgebenden Bindegewebes, die zur Bildung grösserer oder kleinerer Abscesse führt.
b)nbsp; die chronische Nephritis selten aus acuter N. sich entwickelnd, sondern meist von Anfang an chronisch verlaufend.
1.nbsp; chronische parenchymatöse N.; Epithel geschwellt, verfettet, desquamirt, in den Harnkanälchen Epithelcylinder. Bei vorhandenem entzündlichem Ödeme, kleinzellige Infiltration in der Umgebung der Venen; weisse Blutkörperchen in den Harnkanälchen und Glomerulis; ebenso Exsudatmassen und Austritt weisser Blutkörperchen.
2.nbsp; chronische indurative N.; Zubildung von Bindegewebe, Induration desselben und Atrophie des Drüsengewebes. Durch die Einziehungen des Bindegewebes wird die Nierenoberfläche höckerig: Granularatrophie, granulirte Niere; bei fortschreitender Schrumpfung wird sie zur indurativen Sohrump fniere.
c)nbsp; nbsp;eiterige N., der Entzündungserreger gelangt vom Blute oder vom Nierenbecken (Pyelonephritis) aus in die Nieren und führt die Bildung mehr oder weniger grosser Abscesse herbei, die so umfangreich werden können, dass die Niere nur einen grossen, mit Eiter gefüllten Sack darstellt (Pyo-nephrose). Bricht der Eiter in das die Niere umgebende Bindegewebe durch, so entstehen die sog. paranephritischen Abscesse.
Wephrollthlasls (XiOoc Stein, Xtdiocaic, XiÄtam leide am Blasensteine) Ansammlung von präcipitirten Harnsalzen in den Nieren oder im Nierenbecken (Steine oder Harngries). Sie wirken wie fremde Körper als Bntzündungsreiz.
STephrotomle (Te[i.vu) schneide) operative Entfernung von Nierensteinen.
STervlna (sc. remedia, nervus Nerv) Mittel, deren quot;Wirkung auf das (centrale oder periphere) Nervensystem gerichtet ist.
iVeiiralgla (vsOpov Nerv, aXyoc Schmerz) der Nervenschmerz.
HTenrasthenla (laquo;//-., oSHvo; Kraft otaftsveia) funktionelle Nervenschwäche.
STenrektomla {h. - rejivui schneide aus) das Ausschneiden eines Stückes aus einem Nerven zum Zwecke der Unterbrechung der Leitungsfähigkeit des betr. Nervenastes und zur Verhinderung des erneuten Zusammenwachsens und
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Neuritis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;177
der damit wiederkehrenden Sohmerzhaftigkeit des leidenden Teiles.
Neuritis die Nervenentzündung, in der Regel durch Trauma veranlagst. Meist ist die Nervenscheide, selten die eigentliche Nervensubstanz entzündet. Bei heftiger Entzündung kaijn rote Erweichung und fettige Degeneration der Primitiv-fasern eintreten.
Neuritis optica die Sehnerven-Entzündung.
Syn.: Neuro-Eetinitis, Papillitis, Papillo-Retinitis, Dictyitis, Neurodictyitis.
Neuroma (veupou) spanne die Sehnen an)
a)nbsp; nbsp;die Nervengeschwulst. Bei unseren Tieren nur die Nervenfasergeschwulst beobachtet.
b)nbsp; nbsp;die Nervenmarksgeschwulst aus einer der grauen Gehirn- oder Rückenmarksubstanz ähnlichen Masse bestehend.
Nenroparalysls (icapaXusi!: Lähmung) die Nervenlähmung im Gegensatze zu Lähmungen, die in Veränderungen anderer Organe oder Gewebe ihre Ursache haben.
cf. Paralysis.
Neuropathla (itadoj Leiden) das Nervenleiden überhaupt.
vid. Neurosis.
IVeuro - Retinitis (vsOpov Nerv, retina Netzhaut, rete)
die Sehnerven-Entzündung.
Syn.: Neuritis optica, Papillitis, Papillo.Retinitis, Dictyitis, quot;Neurodictyitis,
STeuroslS Nervenerkrankung überhaupt; im engeren Sinne ein functionelles Nervenleiden mit deutlich wahrnehmbarer Störung der Thätigkeit, z. B. Neurosis des Nerv, re-currens mit Lähmung der Stimmritzenerweiterer.
IVeurotlca (_sc. remedia, veüpov, veupoui) die auf das Nervensystem wirkenden Heilmittel, die Nervenmittel; man unterscheidet:
N. peripherica, welche auf die peripheren Nerven resp. Nervenendapparate wirken;
N. spinalia, welche auf das Rückenmark wirken;
N. eneephalica, welche in erster Linie auf das Gehirn wirken; und
N. organica, welche nur auf das Nervensystem gewisser Organe Einfluss haben.
Syn.: Nervina.
Nenrotomia (tepu) schneide) der Nervenschnitt; beim Pferde nicht selten bei schmerzhaften Leiden des Hufes am N. volar. u. plantar, ausgeführt. Eingreifender ist die Neurektomia, s. d.
Martin u. Schlampp, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; jo
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178nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Neurotonie.
STenrotonle (tsivm spanne) die Nervendehnung, in neuerer Zeit an Stelle des Nervenschnittes in der Menschenheilkunde angewandt.
ÜVlctltatlo (nktare zwinkern) häufiges und fortgesetztes Blinzeln.
mTodus {nodus Knoten) meist auf die Knötohenhildung in der Haut angewandt.
nodosus knötchenförmig, voll Knoten.
Ufo. s. Tür. Abkz. für Numerus, Zahl, Stück, auf Re-cepten gebräuchlich, z. B. bei Pillenteilungen. F. pilul. Nr. X, man mache 10 Pillen daraus.
IVosogenesls (vdoo? Krankheit, Y^veal? Entstehung, YtYvojMtt werde) die Krankheitsursache, die Lehre von denselben.
i. q. Pathogenesis.
IVosologla (Xoyoc Lehre) die Lehre von den Krankheiten.
vid. Pathologia.
SToxe {noxa, noceo schade) die Schädlichkeit, krankmachende Ursache.
IVubecula {Dem. v. mibes Wolke) s. Nubeola, eine Hornhauttrübung leichtester Art, welche neben einer geringen Dicke gewöhnlich auch nur eine nicht bedeutende Ausdehnung besitzt und dadurch ein wolkiges, nebeliges Aussehen erhält.
nummillosiIS {nimmmlus Dem. v. nummns = die gesetzliche, gangbare Münze) münzenförmig.
]Vyctalople (vuxtoXü)']) ; vüj, vuxtoc Nacht, (uii oiXaoc blind) die Tagblindheit, Tagnebel; das Sehvermögen ist bei gewöhnlichem Tageslichte bedeutend herabgesetzt, dagegen bei gedämpfter oder abgeschwächter Beleuchtung (Abenddämmerung) besser oder selbst normal.
Nympliomanle (wjitfr) dasjunge, mannbare Mädchen, [lovto Wahnsinn) der krankhaft gesteigerte Geschlechtstrieb, die Geilheit, namentlich häufig bei Kühen beobachtet, und hier zwar in der Regel bei älteren Individuen. Am häufigsten wird die Nymphomanie der Kühe durch pathologische Veränderungen an den Genitalorganen hervorgerufen, so z. B. durch cystöse Entartung der Ovarian, quot;Wassersucht, sarcomatöse, car-cinomatöse, tuberculöse Entartung der Eierstöcke, Erkrankungen der Gebärmutter u. dgl. m.
of. Satypiasis.
Nystagmns (vuaTaY(i6c; vaaraju), nuo, veutu schläfrig sein, nicken) das Augenzittern; das von N. befallene Auge entbehrt der ruhigen Fixation, befindet sich vielmehr in steter zitternder Bewegung. Dabei erfolgen die Zitterbewegungen ent-
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obsolet.
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weder in horizontaler Richtung oder in vertikaler (N. oscilla-torius) oder das Auge führt, einen Teil eines Kreises beschreibend, Rollbewegungen aus (N. rotatorius). Ausserdem kann eine Combination beiderlei Bewegungen gegeben sein.
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Obsolet {obsolere veralten, in schlechtem Ansehen stehen) veraltet, aussei' Grehrauch gekommen.
Obductto {obducere verletzen) die Eröffnung eines Kadavers und dessen wissenschaftliche Durchforschung.
of, Sectio.
Obesttas (ob-edere sich anfressen) die Fettsucht, abnorm vermehrte Ansammlung von Fett an Stellen, wo normal Fettgewebe vorkommt. In den höchsten Graden noch an anderen, sonst fettlosen Stellen, dabei dann fettige Infiltration der Organe.
vid. Adipositas, Lipomatosis, Polysarkie.
Obllteratlo [oblitero lösche aus, Uno streiche, oblino überschmiere, schmiere zu, verstopfe) der Verschluss eines Hohlgebildes, besonders aber auf die Blutgefässe angewendet; dabei ist es gleichgiltig, auf welche Weise der Verschluss stattfindet.
Obstructio {obstruo baue entgegen, verstopfe) die
Verstopfung, so. des Darmrohres, vid. Constipatio, Obstipatio,
Obstl'uentla {sc. remedia, obstruo baue vor) Durchfall stillende Heilmittel, stopfende Mittel.
Obtegentla (sc. remedia, v. ob entgegen u. tegere decken) die Deokmittel.
ObturatlO {obturo verstopfe) die Verstopfung, z. B. des Uefässlumens durch ein Blutgerinnsel.
Occluslo {occludo verschliesse, ob - daudo) die Ver-sehliessung, Verschluss, z. B. des Darmrohres.
Occlusiv-Verband, ein Verband, der einfach bedecken, keine Nebenwirkung, wie z. B. der Druckverband, ausüben soll.
Occlusio pupillae Pupillarverschluss, Pupillensperre; die Iris bildet nicht mehr wie normaler Weise ein durchbrochenes, sondern ein die Vorderkammer von den hinter der Iris liegenden Gebilden völlig abschliessendes, totales Diaphragma, indem auch das Pupillargebiet durch Exsudat für Licht un-durchgängig geworden ist,
cf. Seclnsio pupillae,
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180nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Octopus.
Octopus (öxtu) acht, noüc Fuss) der Achtfuss, ein Fötus mit acht Füssen. (Gurlt.)
cf. Syncephalus, Ceplialothonicopagus.
O, Jauas - Syncephalus symetros (Fürsler).
(Idoiitalgla (öSouc Zahn, Äyoc Schmerz) der Zahnschmerz.
OdOlltinoifl {Odontin, Dentin [oSo'Jc Gen, Öoovtoj Zahn] Zahnbein) vid. Odontoma.
Odontom (ovSov-rou), ovSovruijia starke Zahnung) monströse Zahnbildung, Zahngescliwulst.
Odema (oi'Srjiia Aufschwellen, oISeiu od. o'.Bam schwelle) krankhafte Anhäufung von Blutserum oder ihr ähnlicher Flüssigkeit in den Körperparenchymen, deren Ursachen zum grossen Teile dieselben sind wie die des Hydrops (s. d.). Durch arterielle Hyperämie kann das collaterale 0. entstehen; es kommt am häufigsten in der Umgebung entzündeter Stellen vor, daher auch entzündliches ü. genannt. Unter p u r u 1 e n t e in 0. verstellt man eine eitrige Infiltration von Geweben mit Beimengung sehr vielen Serums. Das Ö. ex vacuo hat dieselben Ursachen, wie der Hydrops ex vacuo (s. d.).
Ö. glottldis, Glottis-Ö., entsteht als Begleiterscheinung sehr schwerer Kehlkopfs- und Rachenentzündungen oder durch Eindringen fremder Körper in den Kehlkopf und befällt in erster Linie die Basis des Kehlkopfes, jedoch häufig auch die Schleimhaut des ganzen Kehlkopfes; es führt durch Verschluss der Luftwege gelegentlich zum Tode.
0.nbsp; nbsp;pnlmomun, das Lungenödem:
1.nbsp; nbsp;acutesL.-Ö., entwickelt sich im Verlaufe von Lungen-congestionen oder anderer mit collateraler Hyperämie einhergehender Krankheiten der Brusthöhle oder des Hinterleibes (Pleuritis, Pneumonie, Tympanitis);
2.nbsp; chronisches L.-O., ist eine Begleiterscheinung passiver Lungenhyperämie oder von Hydrämie.
O. piilm. iuveteratuni, Folgezustand von Atelectase.
cf. Splenisatio.
Osopliagtsnms ((uaocpdfo- Speiseröhre, oicb = tpepu) führe, ^laquo;yeTv essen) vid. Dysphagia spastica.
Ösopliagitis Entzündung des Schlundes, je nach dem Ergriffensein der verschiedenen Teile als katarrhalische, phlegmonöse und parenohymatöse ü., sowie Peri-ösophagitis. Sie ist entweder Teilerscheinung einer allgemeinen Erkrankung, von Neubildungen im Schlünde abhängig, oder durch fremde Körper, ätzende Substanzen hervor-
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Ösophagomalacie.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 181
gerufen, z. B. croupöse 0. beim Rinde; entsteht dabei eine tiefergreifende Anätzung, so spricht man von O. corrosiva.
Ösophagomalacie (puzXaxia Erweichung, |uiXaxöc weich) Sehlunderweichung.
Ösophagotomie (to^ Schnitt) der Sohlundschnitt; die künstliche Eröffnung des Schlundes mit Durchtrennung der Haut oder ohne dieselbe (suhcutane O.). In manchen Füllen kann man statt des Schnittes auch die einfache Function des Schlundes vornehmen. Beim Geflügel wird die Ü. in Form des Kropfschnittes gemacht.
Oestrns (olaTpoc, ohii tragen, bringen, zu etwas hingezogen werden) die Hautdasselfliege, die Biesfliege.
Oe. bovis die Ochsen- oder Rinderbiesfliege. (Rind Haut als Larve.)
Oe. ovis die Schaf bremse. (Schaf Käsen-, Kiefer- und Stirnhöhle als Larve.)
Offlcina (o^/flaquo;laquo;laquo; Werkstätte, Arbeitsraum, wohl von opi-
ficina, opifex, v. ops und facio Handwerksmann, der bildende Künstler) die Werkstätte des Pharmaceuten, i. e. die Apotheke.
offlcinell {officina Apotheke) Bezeichnung für jene Arzneimittel, welche in der Pharmakopoe aufgeführt sind und infolge dessen in jeder Apotheke des Landes vorräthig gehalten werden müssen.
Oidiimi alblcans {albus weiss) S o o r p i 1 z.
Ein aus verzweigten, gebogenen, stark lichtbrechenden Fäden bestehender Pilz, dessen Enden einfach abgerundet sind oder in eine oder mehrere an einander gereihte Sporen übergehen. In den langgestreckten Zellen des Mycels finden sich meist feine Körnchen.
Der Pilz ist die Ursache des bei Kälbern und Hühnern, wie auch beim Menschen vorkommenden Soor's.
Ol. Abkz. für Olenm, Öl.
Oligaemie (oX!-coc wenig, ätp.a Blut) Verringerung der Blutmenge bei sonst normaler Zusammensetzung, bestellt jedoch nie lange, da sich die Blutmenge durch Aufnahme von Wasser aus den Geweben rasch wieder ersetzt, wodurch das Blut dünner wird.
O. vera, durch plötzliche grosse Blutverluste erzeugt;
O. serosa s. Hydraemie, abnormer Wassergehalt des Blutes.
Oligocytliaeiuie (xüxoc Bläschen) verminderter Gehalt des Blutes an roten Blutkörperchen infolge von Blutver-
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182nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Oligogalia, Ollgogalactla.
lusten oder verminderter Bildung von Blutkörperchen in den blutbereitendeu Organen.
cf, Oligaütnia, Anämia, Leukämia,
Oligogalia, Ollgogalactla (yaXa Milch) die verminderte Milchabsonderung.
OllgOlrlchla (ftp'.J Gen. tpi^öc Haar) Haarmangel, cf. Alopecia' congenita.
oll. Abkz. für olla, das Töpfchen (auf Recepten).
Omasltls chronlca {omasum Rinderkaidaunen, ^povoc Zeit) die chronische Entzündung des Lösers, auch Xöserver-stopfung oder chronisclie Unverdaulichkeit des Rindes genannt.
Omodynla rhenmatlca (ui^oc Schulter, öSuvyj Schmerz) die meist chronische, rheumatische Schulterlahmheit.
Omplialltls (öatpa^o; Nabel) die Nabelvenenentzündung, eine bei neugeborenen Tieren, 0. neonatorum nicht selten beobachtete Entzündung der Nabelvene und deren nächster Umgebung, die durch Eiterung und pyämische Prozesse häufig den Tod der Jungen zur Folge hat.
Omplialo - Cranodidymns (xpavov Schädel, 8i8up.os Zwilling) Kopfnabelzwillinge, wenn die Nabelschnur des einen Fötus im Hirnschädel des anderen wurzelt. (Gurlt).
Omphalorrliagia (^yvup-i berste) Nabelblutung, Blutung aus den Nabelgefässen, wie sie bei Neugeborenen nicht selten vorkommt.
Olldiytis (owS Nagel, eigentl. övu^ixi?) die Hufen t-7, ü n d u n g.
Onkologia (o-pcoc Geschwulst, Xh-^oz Wort, Lehre)
die Lehre von den krankhaften Geschwülsten.
Onkotoinia (tepcu schneide, ropirj Schnitt) die Ex-
stirpation (Ausrottung) von Gesehwülsten.
Onychoptosis (itTöiai; Fall, to-htu) falle, ovu| Nagel) das Abfallen der Hufe.
Oliychla (ovu^ gen. ävu^oc Nagel) Entzündung des
Nagelbettes.
cf. Paronychia.
Onyx s. UngnifS (vuoao ritze ein) Nagel, ein zwischen den Corneallamellen nach abwärts sich senkender Hornhaut-abscess.
Oophoritis (ä)öv [eigentl. wFiov], lüo^öpoc eiertragend) die Entzündung des Eierstockes, welche meistens entsteht als eine Fortleitung von Entzündungsprozessen des Uterus und der Tuba oder des Peritoneum, gelegentlich auch anderer Gewebe. Man unterscheidet eine
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Operation.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;183
O. serosa, das Gewebe des Eierstockes erscheint gerötet und mehr oder minder durchfeuchtet,
O. haemorrhagica, der Eierstock ist von hämorrhagischen Herden durchsetzt,
O. pnrnlenta, es stellt sich Vereiterung des Eierstockgewebes ein, die schliesslich zur
O. nekrotica, der Eierstooksnekrose führen kann.
Ausserdem wird die Eierstocksentzündung nach der Dauer ihres Verlaufes in eine O. aouta u. chronica geschieden.
Operation (ofera Arbeit, ö/VraW arbeiten) jede grössere, wichtigere, manuelle Verrichtung am kranken Körper, welche den Zweck hat, das Leben des Tieres zu erhalten.
Die einfache oder Elementar - O. besteht in einem Stich oder Schnitt.
Blutige O. sind solche, bei welchen Zusammenhangstrennungen der Teile vorgenommen werden.
Palliative O. sind jene, bei welchen es sich nur um die Linderung eines Leidens handelt zum Unterschiede von den Radical-O., bei welchen ein vollständiges Ausrotten des Leidens möglich ist.
Die Llixiis-O. dienen nur zum Zwecke der vermeintlichen Verschönerung eines Tieres (kosmetische O.) oder sie sind Mode- oder Betrugs-Operationen (Mallauchen, Gitschen etc.).
Opllthalmia (Hipp. ocpftaXjios Auge) die Augen-entzündung im Allgemeinen.
O. periodica, die sog. periodische Augenentzündungquot;, besser Iridochorioiditis recidiva s. specifica equi.
O. sympathica, die sympathische Augenentzündung, die Übertragung eines entzündlichen Prozesses von einem Auge auf das zweite, wobei als Übertragungswege die Nervenbahnen anzusehen sind.
Oplitlialmologie (Xoyoc Lehre) die Lehre von den Augenkrankheiten, die Augenheilkunde.
Oplttlialmomalacia (jiaÄaxos weich) deutliche Spannungsabnahme und ausgeprägte Verkleinerung, die sich unabhängig von irgend einem Entzündungsprozesse an einem Augapfel entwickelt, wieder vorübergehen oder auch porsistiren kann und Sehstörungen nach sich zieht.
Opllthalmoplegia (itXrjoau) schlage) die Lähmung der Augenmuskulatur.
Oplltlialmoskopie (oxoneui sehe) die Untersuchung des Auges durch Hilfsmittel, die Spiegeluntersuchung des Augenhintergrundes. Ophthalmoskop der Augenspiegel.
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184nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Ophthalmostatometrie.
Ophthalmosttatometrie (sTa-i- stehend, [lexpov Mass) die Bestimmung der Lage der Augen.
Oplitlialmotonometrle (tovoc, tstvoi dehne) die Bestimmung der Spannung des Augapfels.
Oplithalmotropometrie (tqc-o; Bewegung, ini-iraquo; wende) die Bestimmung der Augenbewegungen.
oplatns (Opium) Opiumlialtig, mit Opium versetzt, z. B. Pulvis Ipeoacuanliae opiatus.
Optsthomelopliorus (SictaJhv nach hinten, txilo- Glied,
tpepiu trage) Rückengliederh-äger; Missgeburt, welche die Gliedmassen auf dem Rücken trägt. (G u r 11). O. trichirus, tetrachims, tetrascelas,
Oplstliotonns (Siiia9Ev nach hinten, tovoc Spannung, tttvo) dehne) Rückwärtskrümmung der Wirbelsäule, cf. Tetanus.
Oppressto (lat.) die Beklemmung.
O. pectoris, die Brustbeklemmung.
Orcheotomla (op^tc Cot. ioc ;lt;. slt;uc Hode; -cofirj Schnitt) die operative Entfernung eines oder beider Hoden, vül. CastiMtio.
Orchltls s. Testltls Hodenentzündung, meist die Folge von Trauma, bei Rindern jedoch auch häufig auf tuberkulöser Basis entstehend.
cl*. Periorciiitis.
Orchocele (x^tj Bruch, Geschwulst) Hodengeschwulst, Hodenbruch.
Organozoen (opyavov, spyov Werk, Cräraquo;quot;' Tier) Bezeichnung für Entozoen, welche im Innern von Körperorganen selbst getroffen werden, z. B. Echinokokken, Cysticerken, Trichinen, Distomen u. a. m.
Orthopaedla (öpamp;oc gerade, TtaiZzia Erziehung v. itolc) die geraderiohtende Behandlung bei Verkrümmungen der Glieder etc.
OrthopnoS (nvorj Schnaufen) höchster Grad von Dys-pnoe, wobei die Tiere mit gespreizten Beinen und ausgestrecktem Kopfe dastehen.
Osmotica (sc. remedia, öop-äop-ai riechen, öop.^) Ab führ-m it t el.
Syn.: Laxantia.
Osslficatlo {os, ossis Knochen, facid) die Verknöcherung. cf. Osteom, Exostose, Callus, Peti'lficatio.
Osteoklasls (xXäatc v. xkdw zerbreche, öot^ov [ostoüv] Knochen) das in der Menschenheilkunde angewendete ge-
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Osteoklasis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; IHo
waltsame Brechen der Knochen bei Knochenverkrümmungen und krumm geheilten Brüchen.
Osteoklasis, Osteitis degeneratlva, Osteo-klasma (xXau) breche) die Kuochenbrüohigkeit.
cf. Osteomalacia.
Osteoma Oeschwulsf;, welche von vornherein vollständig aus Knochengewehe besteht und aicli dadurch von anderen in oder am Knochen auftretenden Geschwülsten unterscheidet, die später ebenfalls verknöchern können.
vid. Exostosis.
Osteomalacia (jiaXaxo; welch) die Knochenerweichung, meist als Knochenbrüchigkeit bezeichnet; ist eine quot;Wiedereinweichung des fertigen Knochens erwachsener Tiere durch Resorption der Kalksalze, im Gegensatze zur Rhachitis, welche ein quot;Weichbleibe n des noch in der Entwicklung begriffenen Knochens jugendlicher Tiere infolge unregelmässiger und mangelhafter Verkalkung darstellt.
Die O. besteht in einer Ernährungsstörung des fertigen Knochens in Folge bestimmter Reizungszustände; die in demselben vorhandenen Kalksalze werden aufgelöst und resorhirt, die Knochenbalken schwinden, wodurch es zu einer Erweiterung der Markräume und Ausfüllung derselben mit rotem, oder einem rötlichen, weichen, stark durchfeuchteten, fibrösen Marke und später mit grauem, derbem Bindegewebe kommt. Der Knochen wird dabei schwammig aufgetrieben und besteht schliesslich nur noch in einem von Knoohenbälkchen und -Plättchen durchsetzten sehr biegsamen Gewebe, wobei die Rindensubstanz oft nur noch als dünne Schale zurückbleibt.
Zu erklären versucht man sich die 0. und Rhachitis:
1.nbsp; nbsp;durch die Inonitionstheorie, bei welcher als Hauptursache Kalkmangel in der Nahrung angenommen wird.
2.nbsp; nbsp; durch die Säuretheorie, zufolge welcher abnorme Mengen von Milchsäure im Blute die Kalksalze im Knochen auflösen und das Knochenmark zur Wucherung reizen.
3.nbsp; nbsp;durch die Fntzündungstheorie, nach welcher entzündliche Reizung des Knochengewebes durch irgend einen im Blute cirkulirenden Stoff erzeugt wird.
vid. Osteoklasis.
Osteomyelitis ([iuslöc Mark) Entzündung des Knochens und Knochenmarkes.
vid. Ostitis,
Osleopliyt ((futov Gewächs, tpuo) wachse) Knoohen-auftreibung, Knochenauswuchs. et'. Kxustosis.
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18Gnbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Osteoporosis.
Osteoporosis (nöpo? Öffnung, Pore #9632;ntipio bohre) Zunahme der Markräume mit Schwund der Knochensubstanz; teils Altersveränderung, teils auf Entzündung beruhend.
vid, Ostitis rareficiens.
Osteopsathyi'Osis ('|ä9upo; zerbrechlich, tfiaamp;upou) mache mürbe, iiam zerreibe) die Knochenbrüchigkeit. vid. Osteoklasis.
Osteoslclei'OSis (oxXijpöc hart, sxXijpooi verhärte).
vid. Ostitis ossificans.
Osteotoillia (teiiviu schneide, to^ Schnitt) die Entfernung von Knoehenstilcken durch Schneiden oder Meisseln, #9632;/.. B. behufs Herausnahme von Sequestern.
Ostitis die Knochenentzündung; die Entzündung befällt hauptsächlich das Knochenmark und die in den Haversischen Kanälchen gelegenen Gewebe; in der Hauptsache chronisch verlaufend, führt sie meist zur Bindegewebswucherung, seltener zu Eiterbildung, wobei an dem Knochengewebe selbst eine Auflösung (Rarefaction), oder eine Zubildung von Knochengewebe vor sich geht, durch welche die Knochensubstanz verdichtet wird. Die O. kann traumatischen Ursprunges sein oder auf allgemeineren ursächlichen Momenten beruhen; (vid. Osteoklasis)
O. fungosa, rareflcans, carnosa, granulosa interna; Myelitis Eyperplastica granulosa; besteht in einer einfachen Entzündung mit quot;Wucherung des Markes und Bin-schmelzung der kompakten Knochensubstanz; die Heilung erfolgt durch Wiederzubildung des eingeschmolzenen Knochengewebes. Sie kann auch als stetig fortschreitende, zur Zerstörung führende chronische Entzündung auftreten: Knoohen-frass; in einer durch die entzündliche Reizung gesteigerten Erweiterung der Markhöhlen bestehend; es findet dabei Teilung der Markzellen und Bildung schwammiger Granulationen an der Oberfläche des Markes statt, durch welche die kompakte Knochensubstanz verdrängt wird; sie können bis zur Oberfläche gelangen, durchbrechen, sich als schwammige Wucherungen hier ausbreiten, so dass der ganze Knochen ein unförmliches, fleischähnliches Aussehen bekommt. An der Resorptionsgrenze sind die sog. Howshipschcn Lacunen zu beobachten, ihnen anliegend die Osteoklasten.
O. superflclalls s. Caries simplex, oberflächliches Knochengeschwür, meist mit chronischer Periostitis verbunden, und mit Ablösung kleinster Knochenteilchen einhergehend.
O. ossificans, sklerosirende Knoclienentzündung, Osteo-Sklerose. Hier findet eine Verengerung der Markräume und Haversischen Kanälchen in Folge Anlagerung von runden Lamellen auf ihrer Tnnenfläche statt; die Knochensubstanz
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Othaematoma.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;187
wird dadurch sehr hart (Ehurneatio ossium). Die Ostitis ossi-ficans bildet eine Phase im Heilverlaufe der Knoohenbrüche.
O. interna suppnrativa circumscripta, Knooben-
abseess; entsteht aus einer umschriebenen Osteomyelitis, welche zur Eiterbildung mit Auflösung der Knochensubstanz führt.
O. bezw. Osteomyelitis malleosa {malleus Rotz Veget.) rotzige Knochenentzündung. Eggeling fand eine solche am zweiten Halswirbel, in dem sich eine haselnussgrosse Höhle gebildet hatte, die in das umliegende Bindegewebe durchgebrochen war. Werner fand sie an mehreren Rippen, wobei der Rotzprozess von der Lunge auf die Pleura und von hier auf die Rippen sich fortgepflanzt hatte.
O. caseosa, die käsige, tuberculöse Knochenentzündung.
OtliaemSltoma (ous Gen. (utos Ohr, aFjia Blut, aiu.a-:6(u mache zu Blut) das Blutohr, die Ohrblutgeschwulst; durch Quetschung bei langohrigen Hunden zwischen Haut und Ohrknorpel sich bildender Bluterguss.
Othelkosis (oü?, ujtos Ohr, e)vxugt;3is Verschwärung, eXxo; Geschwür, k\mm schwäre) die Verschwärung des Ohres.
Otitis die Ohrentzündung.
0.nbsp; externa, Entzündung des änsscren Gehörganges in Folge Zersetzung des Ohrenschmalzes, der Einwirkung fremder Körper etc. Dieselbe kann mit starker eitriger Sekretion verbunden sein, 0. suppurativa, während sie sonst einen einfachen Katarrh, 0. catarrhalis acuta und chronica, darstellt. In den höchsten Graden kann es zum Übergreifen auf das innere Ohr (Otitis interna). Caries des Felsenbeins und Hirnhautentzündung kommen.
cf. Otorrhoea.
Otorrhoea (porj das Fliessen, cikm fliesse) Ohrenfluss, Ausfluss von serösen, eiterigen, schleimigen oder jauchigen Exsudatflüssigkeiten aus dem Gehörgange.
Ovariocele (ovum, ovarium Eierstock, xrjÄrj Bruch) ein Bruch mit einem Eierstocke als Inhalt.
Ovariotomia, Oopliorectomia (ropj Schnitt) die Kastration weiblicher Tiere; dieselbe kann auf 4 fache Weise ausgeführt werden:
1.nbsp; nbsp;durch die Flanke,
2.nbsp; nbsp;durch die weisse Linie (Laparo-Ovariotomia),
3.nbsp; nbsp;durch die Scheide (intravaginale Castration),
4.nbsp; durch den Mastdarm (intrarectale C).
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1S8nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Ovula Nabothi.
Ovnlji Xabotlli {ovum, ovulum Ei) Naboths Eier, im Höheren Alter und bes. nach ohroniselien entzündlichen Prozessen der Uterussclileimlmut auftretende cystische Erweiterungen der in der Tragsackschleimhaut namentlich in der Cervicalgegend eingebetteten Drüsen.
Oxynris (oSü? scharf, oJpti Schweif) der Pfrieraen-schwänz.
0. ambigna [Rudolphi] {ambigo zweifele) (Kaninchen
nbsp; nbsp;Dickdarm).
O. compar [Leidyl {cum - far glelchmässig) (Katze Darm).
O. Clll'vula [Rudolphi] (laquo;raquo;-wolaquo; krümmen, curvus krummj der krumme l'friemenschwanz. (Pferd, Esel, jNlaultier Blinddarm).
0. mastigodes [Nitsoh] ([iaariYo-siSTjc, fuioTt; Peitsche, stSo; Gestalt) der peitschenförmige Pfriemenschwanz. (Pferd
nbsp; nbsp;Darm).
0. vermicnlaris [Bremser] {vermis. vermicuhts Wurm)
der wurmähnlicho Pfriemenschwanz. (Hund, Mensch Mastdarm).
0. vivipara {vivus, pario) der lebendig gebärende Pfriemenschwanz. (Pferd Blinddarm).
Oxäna (oCaiva v. oCu) rieche) die Stinknase, jeder mit üblem Geruch imd stinkendem Ausfluss einhergehende Prozess in der Nase.
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I*. s. p. auf Recepten gebräuchliche Abkz. für Pars, Teil, besonders häufig angewendet in der Phrase: divide in partes aequales No. X, mache daraus (z. B. aus einer Pulver-masse) 10 gleiche Teile.
Pacliyblepharosis (uaxur fett, ßXejfapov Lid) die Verdickung des Ciliarrandes des Lides infolge lange andauernder Blepharitis ciliaris.
Syn.: Tylosis ciliaris,
Pacliydermiraquo; (ita^ur dick, Ssptia Haut) Dickhäutigkeit, Hautverdickung.
vid. Elephantiasis.
Pachyineilingitis (^vij? Hirnhaut) Entzündung der harten Hirn- resp. Rückenmarkshaut, oft mit Entzündung der übrigen Häute vergesellschaftet. In einzelnen Fällen zu Exostosenbildung an der inneren Fläche des Schädeldaches
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Palliativa.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 189
führend (P. ossifioans). In chronischen Fällen bleiben schwielige Verdickungen zurück; daneben Obliteration einzelner Gefasse neben Erweiterung anderer.
Palliativa (sc. remedia, pallhim Mantel, Obergewand, palliatus nur mit dem Obergew.) solche Heilmittel, welche ohne das Leiden an der Wurzel zu fassen dieses doch bis zu gewissem Grad und auf einige Zeit hinaus erträglicher und weniger störend oder gefährdend machen. Eine mit solchen Mitteln unternommene Cur bezeichnet man als Palliativ-Cur.
Palpation (palpo betaste) die Betastung, ein Teil der physikalischen Untersuchungsniethode, z. B. P. des Hinterleibes.
Palpitatio cordis {falpita zucke) das Klopfen des Herzens, Herzklopfen, vermehrte (beim Menschen oft auch nur subjectiv verstärkt empfundene) Herzthätigkeit.
Panacee (ttäv all, axeo[iai heile) das (hypothetische) Allheilmittel, das Universalmittel.
Syn.: Arcanum, Remedium universale, Fanobrestumlaquo;
Panaritinm (Panaritium, verdorben aus Paronychium, itapovu/'tx v. itapa neben, ovuS Nagel) die Nagel-, bezw. Krallengliedentzündung.
d*. Paronycliia.
Paiiehrestnm (tkzyxpiotov, ndv all, xpnjotöc [^paofiai] brauchbar) eine gegen alle Krankheiten dienliche Arznei. Syn.: Arcanum, Panacee, Remedium universale.
Pankreatitis {#9632;u.i.^za.z Bauchspeichel, lauter Fleischquot;) Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Palmas (^avor, töjvo- Tuch) das Augenfell; Bezeichnung für eine in den oberflächlichen Schichten der Hornhaut unter Gefässentwioklung verlaufende Entzündung, bei welcher jedoch auffallende Entzündungs-Erscheinungen fehlen; dagegen zeigt der Pannus grosse Neigung zur Stabilität.
Panophtlialmie (itäv all, itpdaXjios Auge, Augapfel)
eine höchst schwere Form der Augenentzündung, an welcher sämmtliche Augenhäute, allen voran der Uvealtractus, sich betheiligen. Bei der oft äusserst reichlichen Eiterproduction kommt es nicht selten zum Durchbruche desselben nach aussen. Das gewöhnliche Schicksal solcher von Panophthalmie befallener Augäpfel ist eine Phthisis bulbi. Syn.: I'anophthalmitis.
Panzootie (uäv all, Cräov Tier) ansteckende Krankheit, welche, eine grosse Masse von Tieren befallend (Epizootie), sich gleichzeitig über weite Länderstrecken ausbreitet.
PapillitlS {papilla, papula Wärzchen) die Entzündung des Sehnerven; da nicht nur die Sehnervenscheibe selbst,
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190nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Papilloma.
sondern der Regel nach auch die unigebende Netzhautpartie in entzündlichem Zustande getroffen werden, so bezeichnet man das Leiden wohl auch als Papillo-Retinitis. Syn.: INeuru-Retinitis, Kcuritis optica.
Papilloma (Zgt;laquo;laquo;. v. papula Warze, Bläschen) die J'apillengeschwulst, stimmt in ihrem Bau mit den Papillen der Haut und der Schleimhäute überein.
a)nbsp; horniges P., mit einer sehr starken Schichte von Epi-thelien überzogen. Hierher Warzen und Hauthörner;
b)nbsp; nbsp;beerenartiges, kondylomartiges P., durch Verzweigung des Bindegewebsstromas in den Papillen;
c)nbsp; nbsp;zottiges P., Zottengeschwulst, aus zarten Zellen zusammengesetzt oder aus einfachen oder verästelten Binde-gewebszügen mit zahlreichen Capillaren und dünnem Epithelüberzuge bestehend. Häufig tritt das zottige P. als Krebs (Zottenkrebs) auf.
Papnla das Enöiohen, eine bis linsengrosse solide Erhabenheit der Haut.
Paracentesls (itapa neben, xsvtsu) steche an) das
Anstechen irgend einer mit Flüssigkeit angefüllten Höhle (Körperhöhle) behufs Entleerung ihres Inhaltes.
Paracentesis corneae s. camerae anterioris die mittelst der Lanze vorgenommene Eröffnung der vorderen Augenkammer zu dem Zwecke, aus derselben Kammerwasser, Exsudatmassen, Fremdkörper u. dgl. nacli aussen treten zu lassen.
Syn.: Punctio corneae.
Paracystitis (xioxts Blase, Beutel) Entzündung des die Harnblase umgebenden Bindegewebes.
Paralysis ('-reapö-Xusic, mxpa-Xuu) lähme) die Lähmung, Aufhebung der Bewegung infolge Funotionsuniähigkeit des motorischen Apparates.
cf. Paresis, Jgt;europaralysis.
Es werden unterschieden:
1.nbsp; nbsp;Central - Lähmnngeii, Functionsunfähigkeit der motorischen Centralorgane;
2.nbsp; Leitungs-Lähninngen, Aufhebung der Leitungsfähigkeit der motorischen Nerven;
3.nbsp; nbsp;Myopathische L., Aufhebung der Reizbarkeit und Contractionsfähigkeit des Muskels.
Paramastitis (ttapa daneben, p-aa-coc Euter) phleg-monöse Entzündung des um das Euter herum gelegenen Gewebes, die nicht selten in Gangrän oder Abscedirung ihren Ausgang nimmt.
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Parametritis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;191
Parametritis (itopa daneben, y-r^zpa Gebärmutter) die Entzündung des Beokenzellgewebes in der Umgebung der Scheide, in den breiten Mutterbändern und in den fossae iliacae, eine Erkrankung, welche am häufigsten im Puerperium sowie nach operativen Eingriffen an Scheide und Cervix, seltener nacli anderen acuten Entzündungen der Genital-sohleimhaut, nach ulcerösen Prozessen im Mastdarme u. s. w. auftritt.
Paranepltritis (v^pot Niere) vid. Perinephritis.
Paraparesis (itapä an [beiden Seiten], Tzäpta'- Erschlaffung v. TiaptTju-i lasse nach) doppelseitige unvollständige Lähmung.
ci'. Paraplegia.
I'arapliimosis (-iiapd darüber hinaus, cptjuj; Maulkorb, Knebel, tpipiou) schnüre) Einschnürung des aus der Vorhaut hervorgestreckten Gliedes durch diese, meist mit öde-matöser Anschwellung.
cf. Phimosis.
Paraplirenitis (laquo;pp^v, ypevölaquo;; Zwerchfell) Entzündung des Zwerchfellüberzuges auf der pleuralen oder peritonealon Seite.
Paraplegia (#9632;rc^y^ Schlag, nXrjaaiu schlage) doppelseitige Lähmung.
cf. Paralysis, Paraparesis, Hemiplegia, Hemiparaplegia
Parasiten (-napa, oTtot Speise) lebende Wesen, welche die Gewohnheit haben, auf oder in dem Körper eines anderen lebenden Wesens sich niederzulassen, von seinen Gewebs-bestandteilen sich zu nähren, meistenteils auch innerhalb derselben sich zu vermehren und hierdurch die Existenz jenes Wesens (Wirt) in geringerer oder erheblicherer Weise zu schädigen. Sowohl das Tierreich wie das Pflanzenreich hat eine grosse Anzahl Arten aufzuweisen.
Paratyphlitis (xucpXov^. ev-epov Blinddarm) Entzündung des reticulären Bindegewebes, welches den Blinddarm um-schliesst.
Paresis (itapeoi; Erschlaffung, Ttaptrjilaquo; lasse nach) unvollständige Lähmung infolge herabgesetzter Functions-fähigkeit der Muskeln oder der motorischen Nerven.
cf. Paraparesis, Paralysis.
Paronychia (ow; Nagel) die Huf- bezw. Klauenentzündung.
cf. Panaritium.
Paronychia impetiginosa chronica {imfeto greife an) die veraltete Mauke, der Straubfuss.
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192nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Parostosis.
P. acnta die entzündliche Rose, acute Hufentzündung. P. ovinin contagiosa die Klauenseuche der Schafe. P. bourn der Träberausschlag des Rindviehs.
Parostosis (oo-ceov Knochen) Knochenneubildung ausser-lialb des Periostea in Folge Reizung des mit dem Perioste im Zusammenhang stehenden benachbarten Bindegewebes; kommt bei sehr heftiger Periostitis ossiflcans vor.
Parotitis (-Ttapumc Ohrspeicheldrüse, ouc, urtoj Ohr) Entzündung der Ohrspeicheldrüse:
1.nbsp; nbsp;Traumatische P., infolge von Verwundung;
2.nbsp; nbsp;Primäre P., durch einen Infectionserreger von mias-matisch-contagiesem Charakter hervorgerufen und erzeugt, sog. Mumps, Ziegenpeter.;
3.nbsp; nbsp;Fortgeleitete P., bei Speichelsteinen etc.;
4.nbsp; Metastatische P., bei Pyämie und Septioämie;
5.nbsp; Parotitis infolge Infection mit Actinomycosis (P. actinomycotica).
Paroxysmus (itapoSüvo) verschärfe) plötzliche, anfallsweise, hochgradige Steigerung von Krankheitssymptomen.
Pai'tui'efacientia (sc. remedia, parturio gebäre, facio mache) Mittel, welche eine (frühzeitige) Geburt herbeizuführen geeignet sind.
Syn.: Abortiva, Amblütic.a. Ekbolica.
Parvitas pai'tinill regelwidrige Kleinheit der Teile bei Missgeburten. (Gurlt.) Alle Organe sind vorhanden, jedoch siimmtliohe oder zum Teil zu klein.
Pasta (itdara, nooTif), uastoc bestreut, durcheinander gemengt) die Paste, der Teig; eine weitgreifende Benennung für zu äusserlicher Anwendung bestimmte Medicamente, welche die Consistenz bald der Bissen (P. mollis), bald der Pillen (P. compacta) und bald der Morsellen (p. dura) haben.
Pastillen (pasta) ein Täfelchen oder viereckiges Stückchen Arznei; ein rundes Kügelchen. Syn.: Trochisci.
PatllOgenesis (itÄÄ6c Leiden, fevsoic) der Erkrankungsvorgang, das Wesen, die Art und Weise der Entstehung einer Krankheit.
pathognomonlsch (uaamp;(i-YV(u[j.ovixoc, yiyvütou) erkenne, YviujiTj Einsicht) bezeichnet man solche Symptome, welche mit Bestimmtheit aut einen gewissen Krankheitszustand schliesson lassen. Symptome, welche gegenteilig einen Zustand aus-schliessen lassen, nennt man negativ-pathognomonisch.
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Pathologie.
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Pathologie (Xo^os Lehre) die Lehre von den Krankheiten.
pt. Abkz. für praecipitatus.
Pellentla (sc. remedia, pellere austreiben) Mittel, welche eine Geburt (Frühgeburt) herbeifuhren.
pellucid {pellucidus v. per-liuere scheinen) durchscheinend, durchschimmernd.
Pelote O pelote Ballen) der Wulst an Bruchbändern, #9632;welcher vor die Bruchpforte gelegt wird, cf. Tampun.
Pelveoperltonltls {pelvis Schüssel, Becken, itepi--ovatov Bauchfell, -nepi-ceivu) spanne darüber) ^=Perimetritis.
Pelvlmetrlc {pelvis Becken, Schüssel, [j-kpov Mass, Adj. [isTpio-: gemessen) die Feststellung bestimmter Durchmesser des Beckens, die Bestimmung der Beckenmasse.
Pemphigns (ite[laquo;pt$, tyoc Blase) eine bullöse Dermatitis (s. d.), bei welcher grosse, selbst bis hühnereigrosse Blasen auf der unversehrten oder geröteten Haut entstehen. Derselbe ist beim Rinde in zwei Fällen beobachtet worden
Pentastomam (gt;. itevTt fünf, otoülaquo; Mund) das Fünfloch.
P. denticiilatum {dem Zahn) das gezähnelte Fünfloch. (Im Innern von Hasen, Ziegen, Schafen, Rindern und Katzen.)
P. taenioides (touvioeiStjc tkivio Binde) das bandwurmähnliche Fünfloch. (Nasen-, Stirn- u. Kieferhöhle des Hundes und quot;Wolfes, selten beim Pferde).
Peptica {sc. remedia, itsooto koche) Mittel, welche Appetit und Verdauung günstig beeinflussen.
Syn.: Stomachica. Digestiva.
Percussion {percutio erschüttere) ein Te'il der physikalischen Untersuchungsmethode. Durch die P. erzeugt man einen Schall, aus dessen Beschaffenheit auf den Zustand der durch das Klopfen erschütterten Teile geschlossen werden kann; sie wird namentlich auf die Brust- und Bauchorgane angewendet. Die P. wird teils mit besonderen Instrumenten, dem P.-Hanuner und dem Plessimeter, teils mit den Fingern (Digital-P.) ausgeführt.
Die palpatorische P. (palpo klopfe) berücksichtigt ausser der Art des Schalles auch den Widerstand unter dem Hammerquot;, d. h. die Resistenz des beklopften Teiles.
cf. Auscultation, Mensuration.
percntan {per-cutis Haut) unter percutanerquot; Arznei-Application versteht man jene Methode, bei welcher
Martin u. Schlampp, Terminolügie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; jQ
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194nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Perforativ.
die Arzneimittel mit der äusseren Schichte des Hautorganes der unverletzten Epidermis in Berührung gebracht werden zu dem Zwecke, eine Absorption des Mittels und Allgemeinwirkung desselben zu veranlassen.
Perforativ {perforo durchbohre) vierkantiges, spitzes Bohrinstrument zum Anbohren von Knochen.
Of, Trepan.
PeriadenitlS (aSrjv Drüse, nept um, herum) Entzündung der Drüsenumgebung als Begleiterscheinung heftiger Drüsenentzündung.
Periarteritls (apTYjpia, al'pu)) Entzündung der äusseren Arterienhaut.
of, KmiEirteritis, Mesarteritis, Arteritis.
Perilwonchitis (ßp6YXta Luftröhrenäste v. ßpo^fx0^)
Entzündung des den Bronchus umgebenden Gewebes. Man unterscheidet folgende Formen:
P. flbrosa, bindegewebige, schwielige P.; um die Bronchien entwickelt sich ein schwieliges, nicht selten pigmentirtes Bindegewebe, dessen verdickte Balken sich auch auf das interstitielle Bindegewebe der Lunge fortsetzen.
P. nodosa, kann rotziger oder tuberkulöser Natur sein; doch kommt auch eine selbständige Form beim Pferde vor. (Dieckerhoff.) Sie besteht in der Einlagerung kleiner mehr oder weniger derber, manchmal vollständig fibröser Knötchen in der Adventitia der Bronchien und dürfte in der Hauptsache in ihrem Verlaufe an die Lymphgefässe gebunden sein.
P. purulenta, eiterige P., bei welcher der Eiterungsprozess oft das ganze Bronchialrohr ergreift.
Peribrosls (itsp't herum, ßißpdüoxco esse) geschwürige Entartung der Commissur der Augenlider.
Pericarditis (uepi-xapSioc Adj. um das Herz herum, xapSiot Herz) die Herzbeutelentzündung; dieselbe kann spontan entstehen, rheumatischer oder traumatischer Natur sein, in den meisten Fällen verläuft sie chronisch. Ihrem Charakter nach ist sie fibrinöser, serös-fibrinöser, hämorrhagischer oder purulenter Natur. Bei chronischer P. findet immer starke Bindegewebszubildung statt, namentlich bei der traumatischen P. des Rindes, wo dieselbe eine oft ganz enorme ist.
cf. Cop villosnm.
Pei'icliondritis (xovSpoc Knorpel) Entzündung des Perichondriums.
pei'icoi'neal (itepi um, herum, cornea Hornhaut) bezeichnet Zustände, quot;Vorgänge u. s. w., welche sich in dem
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Pericystitis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 195
direct an die Hornhaut ansohliessenden Soleralteile auffinden lassen, resp. dort abspielen; z. B. pericorneale Injection.
Pericystitis (xuoric Blase, Beutel) Entzündung des Bauohfellüberzuges der Harnblase.
cf. Peritonitis.
Perifollicnlltls (follkulns [folBs] kleiner Sack, Balg)
Entzündung in der Umgebung der Talgdrüsen, bezw. der Haarbälge.
Perlgastritis (yocottjp, yaaxpoc Magen) Entzündung des peritonealen Magenüberzuges.
Perihepatltls (^laquo;p, Gen. jjitotoc Leber) Entzündung
des Bauohfellüberzuges der Leber.
Perinepliritis (vetppo- Niere) Entzündung des die Xiere umgebenden Gewebes, cf. Paraüephrltis.
Perimetrltls s. Pelveoperitonltis (nepi herum, [i^rpa Gebärmutter) die Entzündung des peritonealen Überzuges des Tragsaokes.
Perineurltls (veSaov Nerv) Entzündung des die Nerven einhüllenden Bindegewebes.
Perlodontitls (öSouc, öSivtoc Zahn) Entzündung der Zahnwurzelhaut.
Perioophoritls (icept herum, Oophoritis Eierstocksentzündung) die von den benachbarten Organen und Geweben auf die Bierstocksoberfläche fortgesetzte Entzündung.
Perlorchltls (opx'C Hode) Entzündung des Bauchfell-Überzuges des Hoden. ef. Hydrocele.
Periostitis (outeov Knochen) die Beinhautentzündung. Dieselbe kann primär, sekundär oder traumatischer Natur sein. Letztere ist bei Pferden am häufigsten an jenen Stellen, wo gelegentlich ein gegenseitiges Anschlagen der Gliedmassen stattfindet (innere Fläche des Mittelfusses); die P. bildet sich zurück oder führt zur Bildung einer schwieligen, bindegewebigen Auflagerung, P. fibrosa oder zur Osteophy tenbil dung, P. ossificans; seltener tritt Eiterung ein (P. purulenta), durch welche das Periost vollständig vom Knochen abgehoben werden kann. In letzterem Falle kommt es nicht selten zur Sekrose des darunter liegenden Knochens.
Periostosis vid. Exostosis.
Periostotomia (toji^ Schnitt) der Beinhautschnitt. Di' Spaltung der Beinhaut, bei periostalen Entzündungen. r Operation ist von der Ansicht geleitet, dass bei der Bi'
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196nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Peripneumonie.
von sog. Überbeinen die Spannung der Beinhaut in Folge des subperiostalen Exsudates Schmerz und Zucken in der Bewegung veranlasse, was nach Durchschneiden der Beinhaut aufhören soll.
Peripnenmonie (#9632;nvem hauche) vid. Pneumonic.
PeripIlleMtls (tp^-etjj, tpXeßolaquo; Ader) Entzündung der Adventitia der Yenen. vid. Periarteritis.
Perlproktltls (itpuixTÖ? After, Mastdarm) Entzündung des Zellgewebes in der lTnigebung des Mastdarmes, bei Proktitis und Verletzungen des Mastdarms. Es können sich daraus Abscesse und Fisteln entwickeln.
PerlspermatitlS (aitepjia Same, aiteipu) säe) Entzündung des peritonoalen Samenstrangüberzuges.
Perlsplenltls (aidrjv Milz) Entzündung des Bauchfellüberzuges der Milz.
Perltomte (tc[ivu) schneide) eine bei stark vascularisirtem Pannus der Hornhaut (Augenfell) geübte operative Therapie, wobei circular um die Hornhaut herum eine Falte der Conjunctiva nebst dem subconjunctivalem Gewebe emporgehoben und excidirt wird.
Peritonitis (itept - Tovaiov, nept-Teivu) umspanne) die Bauchfellentzündung. Man unterscheidet dieselbe in eine acute, chronische, umschriebene und diffuse, primäre und secun-däre, trockene oder adhaesive und exsudative, seröse, serös-flbrinöse, eitrige, hämorrhagische und jauchige Form. Die secun-däre ist weitaus die häufigste und sind die Ursachen der secun-dären, acuten P. meist Bauchwunden, Perforationen oder Rupturen der vom Bauchfell überzogenen Organe (Perforativperitonitis) oder Fortpflanzung des Entzündungsprozesses vom Darme oder anderen anliegenden Teilen aus. Die chronische P. entwickelt sich aus der acuten oder tritt von Beginn an selbständig auf, in welch' letzterem Falle die Ursachen bis jetzt unbekannt sind. Ausserdem kommt sie nicht selten als tuberculöse, sarcomaföse, carcinomatöse P. vor.
Nicht selten führt die P. zu hochgradigen bindegewebigen Verdiokungen und Schrumpfungen des Bauchfells und der davon eingeschlossenen Organe (P. deformans), besonders häufig ist dieses bei der tuberculösen Darmentzündung des Schweines der Fall.
Ferityphlitis (tixpXov sc. evxspov Blinddarm) Entzündung
des den Blinddarm überziehenden Bauchfells.
Perinrethritis (oüpYjftpa Harnröhre, oupeuj harne) Entzündung des die Harnröhre umgebenden Bindegewebes.
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Perivaginitis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;197
PerlvaglnitlS {vagina Scheide) die von benachbarten Geweben auf die Umhüllungsmembran der Scheide fortgepflanzte Entzündung.
P. dissecans, die phlegraonöse Entzündung des perivaginalen Gewebes, wobei es zur partiellen oder totalen Los-stossung des Scheidenrohres kommen kann.
Perivasculitis {vasculum, Dem. v. vas Gefäss) Entzündung der Aussenhaut der Gefösse.
cf. Periarteritis, Periphlebitis.
Permeabilität {per-nuare durchgehen) die Durchgängigkeit, Durchlässigkeit. Davon
permeabel, durchgängig, z. B. für Luft, Flüssigkeit, Sonden u. s. w.
PeroLradlins (ifrjpot verstümmelt, ßpa^tiuv Arm) Missgeburt mit Verkümmerung der Vorderextremitäten. (Förster).
Perocephalns (itir)p6{ verstümmelt, xstfaXrj Kopf) der
mangelhafte Kopf; Missgeburt mit mangelhaftem Kopf. (Gurlt.) cf, Psendocepbalus. P. aprosopns.
F. mikrocephalus vid. Mikrocepbalia. P. mikrocephalus agnathus vid. Agnathia, P. brachyrh.vnchns vid. Mikrognathia. P. anomatns vid. Äoophthalmia, Monophtlialmia. P. aotns.
PerocormilS (xopjios Rumpf) der mangelhafte Eumpf; Missgeburt mit mangelhaftem Rumpfe.
cf, ^anocormas.
Peromelus ((1.5X0; Glied) Missgeburt, bei der sämmtliche Extremitäten in irgend einer Weise mangelhaft oder missgestaltet sind. (Förster.)
Peropus (itoüt Fuss) Missgeburt mit Verkümmerung der Unterextremitäten. (Förster.)
Perosoinus (offijia Leib) der mangelhafte Leib; Missgeburt mit mangelhafter Entwickelung des ganzen Körpers; Körperverstümmelung.
cf. iNunosomus.
Pertinacia (pertinax beharrlich, w. pertineö) 1. die Stützigkeit der Pferde, 2. die Hartnäckigkeit bei Krankheiten.
Pertnrbatio critica {perturbo verwirre) die bei typischen Krankheiten vor dem Eintritte der Krise sich einstellende Steigerung der Krankheitserscheinungen.
Pertussis (tussis, per in verstärkendem Sinne gebraucht) der Krampfhusten.
Pestis Africana eqnornm die afrikanische Fferde-pest, eine Seuche, welche in Afrika im Jahre 1876 grosse
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Petechiae.
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Verlieerungen unter den Pferden, Eseln und Mauleseln anrichtete. Sie scheint grosse Ähnlichkeit mit den schweren Fällen der Pferdestaupe zu haben. (Dieckerhoff.)
Pestis bovina die Rinderpest; eine den quot;Wiederkäuern eigentümliche Infectionskrankheit, von welcher die Tiere nur einmal im Leben heimgesucht werden. Durch ihre ungeheuer rasche Verbreitungsfähigkeit und ihren bösartigen Verlauf vermag sie bedeutende Verheerungen anzurichten. In Osteuropa beständig herrschend, bricht sie dann und wann auch in die Grenzen der westeuropäischen Länder ein. Der In-fectionsstoff ist ein Contagium fixer Natur, wirkt jedoch durch Hautausdünstung und Atemluft auf gewisse Entfernungen ansteckend ; er kann sich nur am Tierkörper selbst weiterpflanzen. Das Bindringen des Griftes erfolgt vorzugsweise durch die Atmungsorgane und gelangt von hier aus in das Blut. Während der ca. Ttägigen Inkubationsdauer scheint in diesem die Vermehrung und das Wachstum des Krankheitskeimes vor sich zu gehen; in die Gewebe gelangt, ruft er eine spezifische diffuse Erkrankung der obersten Schichten sänimtlieher Schleimhäute, namentlich des Atmungs- und Verdauungsapparates, in manchen Fällen auch der Haut hervor. Der Prozess setzt auf den Schleimhäuten mit einer intensiven Hyperämie, diffuser Rötung und Schwellung ein und steigert sich bis zum 4.5. Tage. An einzelnen Stellen tritt Wucherung des Epithels mit körnigem und fettigem Zerfalle ein, infolge dessen dasselbe breiig erweicht oder käsige, plattenartige Auflagerungen von verschiedener Ausbreitung bildet, nach deren Abstossung oberflächliche Exkoriationen zurückbleiben. Dieselben Veränderungen spielen sich in den Drüsen der Darmschleimhaut, namentlich in den P eye r'sehen Follikelhaufen ab. Besonders heftig wird die Schleimhaut des Maules, des Rachens, der Leber und des Dünndarmes ergriffen.
Manchmal weicht der Befund im Darmkanale in soferne ab, als die käsigen Auflagerungen vermisst werden, dagegen eine reiswasserähnliche gelbliche oder braunrötliche Flüssigkeit im Darme neben weitverbreitetem Verlust der Schleimhaut angetroffen wird.
Der Verlauf der Rinderpest ist ein sehr acuter; die Krankheitserscheinungen sind nach dem vorwiegenden Ergriffensein des einen oder anderen Apparates verschieden und unterscheidet Gerlach danach die nervöse, pneumonische, gastrische und exanthematische Form.
Petechiae (f. petigo, peto greife an) kleine, capilläre Blutergüsse in oder unter die Schleimhäute.
ci'. Ekchymosis.
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Petrificatio.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 199
Petriflcatio (-itexpa, petra Stein, facto mache) die Verkalkung, kalkige Infiltration von Geweben, fremden Körpern oder zurückgehaltenen Sekreten; die abgelagerten Salze sind kohlesaurer und phosphorsaurer Kalk.
of. Incrustatio, Ossificatio.
Fetrissnge (spätlat. pistrire kneten, pistum, frz. pitrir kneten) das Kneten eine Methode der Massage.
Phänomena morbi (ifaivo[iat erscheine) die Krankheitserscheinungen.
Pliänomenologie vid. Symptomatologie.
Phagedäna. (tpayeSaiva, v. (payeSuiv fressen) gangränöser Zerfall von Geschwüren, infolge dessen dieselben an ihrer Peripherie immer gleichsam weiter fressen.
pbagedaenicns {v. tfa^eiv essen, fressen, cpayeSaiva, eSlt;u esse) ätzend; z.B. Aqua phagedaenica.
Pliakitis (laquo;paxoc Linse) die Linsenentzündung, resp. entzündlicher Prozess, welcher sich im Linsenepithele abspielt.
Phakohydropsie (tpaxöjLinse, uSpunfi) die Verflüssigung eines Stares zu einer in der Linsenkapsel enthaltenen kalkmilchähnlichen Flüssigkeit.
Sjn.: Cataracta lactea.
C Phakoscleroma (lt;faz6! Linse, axXrjpou) verhärte) die Linsenverhärtung, der harte Kernstar. Syn.; Cataracta dura
Pharmakodynamik ((fapiioxov Heilmittel, Suvapc Kraft) die Lehre von den Wirkungen der Medicamente.
Pharmakolosia (lt;päp[iaxov Heilmittel, Xo^os Lehre) die Lehre von den Arzneimitteln, die Arzneimittellehre.
Pharmakopoea (cpappiocxoiioia v. tpappLaxoicoios, itoieu) mache) die Pharmakopoe, ein fast in allen civilisirten Staaten amtlich oder durch das Übereinkommen zwischen Medicinern und Pharmaceuten aufgestelltes, gedrucktes Ver-zeichniss derjenigen Arzneimittel, welche als der Erfahrung nach in dem betr. Land am häufigsten gebraucht in jeder öffentlichen Apotheke in gewisser Menge vorräthig gehalten werden müssen. Desshalb werden diese Verzeichnisse nach einer Reihe von Jahren, während welcher ja stets neue Arzneikörper in die Therapie eingeführt werden, regelmässig einer Revision unterworfen. Der Namensnennung des Arzneikörpers schliesst sich eine gedrängte Beschreibung, sowie der Iden-titäts- und Reinheits-Nachweis derselben an. Ph. Germanica, ed. alt. Deutsche Ph. 2. Aufl., 1. Januar 1883. Austriaca, ed. VI. Österreichische Ph. 1869. Helvetiae, ed. I. Schweizer Ph. 1872.
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200nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pharmakum.
Ph. Eossioa, ed. III. Eussische Ph. 1880.
Nerlandica, ed. II. Niederländische Ph. 1879.
Suevica, ed. VII. Schwedische Ph. 1879.
Norwegica, ed. II. Norwegische Ph. 1879.
Danica, ed. II.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Dänische Ph. 1869.
Pharmacopee fran^aise Französische Ph. 1884. British Pharmacopoia Englische Ph.
Pharmaoopoia of the United States of America Amerikanische Ph. 1883.
I'lisil'iiuikiim ((papfiaxov, cpap-jia-xo, tpapjwc Kraut) das Heilmittel.
Syn.: Medicamentum. Eemedium.
Pharyngitis ((fäpüyS, Gen. uy^os Schlund) Entzündung der Schleimhaut der Eachenhöhle, Eachenbräune, Halsbräune.
Ph. acnta (catarrhalis, phlegmonosa, crouposa, dipli-theritica);
Ph. chronica, am häufigsten bei Neubildungen oder bei Gegenwart sonstiger stetig einwirkender Eeize;
Ph. grannlosa, chronische Ph., bei welcher die Schleimhaut ein granulirtes Aussehen bekommen hat.
Ph. r. oder Ph. Germ, häufige Abkz. für Pharma-copoea Germanicaquot;.
Phimosis (lt;pip.6; Maulkorb, (fi[i6u) schnüre zu) Yer-engerung der Vorhaut resp. des Schlauches, in Folge deren Störungen im Urinabsatz sich einstellen können.
cf. Paraphimosis.
Pliissiks laxirende Pillen (pilulae aloeticae) der Engländer.
Phlebectasia (extsivm erweitere, lt;pXelt;}), (fXsßöt Ader, ipXsu) fliesse) sackartige Erweiterung der Venen.
Phlebenrysma (ykty, cpXeßos Ader, eiipuajia Erweiterung, supik breit) die Blutaderausdehnung i. q. Varix.
Phlebitis die Venenentzündung.
P. acuta, meist ist neben der eigentlichen Venenwand auch das umliegende Bindegewebe mitleidend, serös, gallertig, manchmal auch eitrig infiltrirt. Das Lumen der Venen ist mit einem Gerinnsel verstopft. Ist die Ph. die Folge der Aufnahme von Eiter oder Jauche, so tritt meist bald Pyämie und Septicae-mie hinzu.
P. chronica, bei ihr findet bedeutende Verdickung der Adventitia und des benachbarten Bindegewebes statt, welche meist auch die Media und Intima mitergreift. Daneben zeigen sich die Venen meist erweitert.
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Phlebolith.
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Phlebolitb (Xtöoj Stein) der Venenstein, verkalkter Thrombus in einer Vene.
Pblebotomia (T0[irj Schnitt) der Aderlass, die Blutentziehung durch Offnen eines venösen Gefässes.
vid. Venäsectio.
Phlegmasie (tpXeyjia [cpXeym brenne] zähflüssiger Schleim. Hippocr. tfXtfpaala = (fXeyjiovrj v. tfXsfpaiyio entzünde) Entzündung des Unterliautzellgewebes.
Phlegmone (^Xq-fiov^ Zellgewebsentzündung, (fkiypa. Brand, v. (pXeyui brenne, tpXs-j-fiaivu) entzünde) acute Binde-gewebsentzündung mit Tendenz zur diffusen Ausbreitung und häufig auch zur Eiterung.
PlllegmorrliSa ((fX^jJ-a Schleim, als Produkt der Entzündung, porj fliessen) der Schleimfluss, Eiterfluss.
vid. Blennorrhoea.
phlogogon (lt;pX6t, Gen. (pXoYo; Flamme, foveu) erzeuge Adj.^miMi) entzündungerregend, Elemente, welche in den Säftestrom oder die Gewebe gebracht, Entzündung erzeugen können.
Phlogosis (tpXoYuxJi? Entzündung) Entzündung.
vid. Inflammatio.
Phlyktäna (tpXuxtaiva Blase, v. tfXuu) walle auf, ßno fliesse) die mit Flüssigkeit gefüllte Blase; auf Schleimhäuten.
vid. Vesicula.
Phosphatoria (oupov Harn) Absatz eines an Phosphaten sehr reichen Urins.
Phrenitis ((pprjv, tppevö; Zwerchfell) die Zwerchfellentzündung.
Phthiriasis (fdstptaai;, raquo;ihio Laus, tfftstpiau) habe d. Phth.) die Läusesucht.
Physiatrili (ifüoi; Natur, iatpixi] sc. Te^vT] Heilkunst) die Naturheilungslehre.
Physometra (^üaa Blähung, jpuaäcu blase, pi^tpa Gebärmutter) die Ansammlung von Gasen, welche von Zersetzung der Secrete im Tragsack herrühren.
Pica (Elster) die Begierde nach ungeniessbaren Dingen.
cf. Alienatio.
Phthisis (fiKcij Schwindsucht, v. (föiu) schwinde) die Schwindsucht. Man versteht darunter eine Form von Schwund des Körpers, welche durch vermehrte Stoffabgabe bei oft ganz normaler Zufuhr herbeigeführt wird.
Ph. tuberculosa, meist wird darunter nur die Lungenschwindsucht verstanden, (s. Tuberculose).
Ph. pulmonalis verminosa, die Lungenwurmkrankheit der Schafe, eine durch einen Wurm, Strongylus fllaria, her-
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202nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pilula.
vorgerufene Kachexie. Der Luftröhrenkratzer, dessen Entwicklungsgeschichte noch unbekannt ist, wird beim Frühjahrsweidegang aufgenommen und schlägt seinen Wohnort in der Luftröhre und den Bronchien auf. Seine schädliche Wirkung macht sich bei jüngeren Tieren im Sommer, bei älteren kräftigeren im Herbste geltend. Vom Herbste bis Frühjahr nehmen die Würmer ab.
Phthisis luillii. Schwund und Atrophie des Augapfels, als Folgezustand entzündlicher Prozesse in einzelnen Abschnitten des Auges, namentlich nach Chorioiditis und Panoph-thalmie.
Pllnla (Dem. v. fila, Ball) die Pille, eine Arzneiform von der Gestalt kleiner ziemlich harter Kügelchen, welche man, so wie sie sind, verschlucken lässt.
Plmelosls (m^Xrj fett) die Fettsucht, übermässige Fettablagerung im Körper.
vid. Obesitas.
Pincette (franz. pincer Sachs - Villate: dtsch. pfitzen, klemmen) Instrument mit zwei federnden Blättern zum Erfassen kleinerer Gregenstände. Die Spitzen sind an der Innenfläche gekerbt oder gezähnelt. Die sog. Arterien-pincotten, welche zum Festhalten und Verschluss von Blutge-fassen dienen, sind mit irgend einer Sperrvorrichtung, in der Regel einem Schieber, versehen. Die gekreuzte P. ist in Folge Kreuzung der Blätter beständig geschlossen und wird durch Fingerdruck geöffnet.
Pistill (pistillum, pinsere zerstossen , zerstampfen) der
Stössel, das Pistill, ein aus Metall, Porzellan oder Holz gefertigtes Werkzeug, mittelst dessen in dazu geeigneten Gefässen (Reibschale, Mörser) Arzneikörper zerkleinert werden.
Pityriasis (mTUpiaott Kleiengrind, itirupov Kleie, imoau) enthülse, schrote, pinso) die Kleienflechte, Mehlflechte. Ein bei Pferden namentlich am Kopfe, den Seitenteilen des Halses, an der Mähne und am Schweife, manchmal auch über den ganzen Körper verbreitetes Leiden, welches häufig Folge schlechter Hautpflege ist. Beim Rinde kommt sie namentlich am Triel und Nacken vor.
Der Name rührt von der in mehlartiger Form stattfindenden Abschilferung der Epidermis her.
Placenta (placenta Kuchen) der Mutterkuchen. Man unterscheidet:
PL accessoria (accedo komme herzu) jene Zöttchen, die in den Zwischenräumen der eigentlichen Fruohtkuchen dem Chorion aufsitzen und sich teilweise weiter entwickeln, ohne
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Placentitis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;203
jedoch die Grosso der eigentlichen Pruehtkuchen zu erreichen = PL succenturiata.
PL disseminata (dissemino streue aus, breite aus) das Ausgebreitetsein der Chorionzotten über die ganze Oberfläche des Chorion (Pferd) = PL diffusa s. villosa.
PL foetalis der Pruehtkuchen, die Cresammtheit der auf der Oberfläche des Chorion beflndlichen Büschel von kurzen, nur wenige Millimeter langen Zotten, die sog. Chorionzotten.
PL multipla die Chorionzotten sind nicht über die ganze Oberfläche des Chorions (wie beim Pferde) sondern auf einzelne Stellen zusammengedrängt. (Wiederkäuer).
PL praeyia entsteht, wenn die dem Chorion aufsitzenden accessorischen Placenten sich in der Umgebung des inneren Muttermundes entwickeln.
PL succentnriata (subeenturio setze etwas an die Stelle, ergänze) = Placenta accessoria.
PL nnica der einfache Fruchtkuchen (Hund).
Placentae uterinae die Karunkeln oder Mutterkuchen.
Placentitis {placenta Kuchen) die Entzündung der Placenta, des Mutterkuchens.
Platymorpllie (itXaTut breit) der Flachbau des Auges, Verkürzung der Augenaxe, als dessen Folge Übersichtigkeit des betreffenden Auges sich einstellt.
Plessimeteiquot; (ttXtjosui schlage, [lirpov Mass) Platte aus Horn, Elfenbein, Holz, Metall etc. zum Gebrauche bei der mittelbaren Percussion.
Plethora (it^öiupa Vollblütigkeit; Tt)ajöugt; bin voll) die Vollblütigkeit, Zunahme der Gesammtmasse des Blutes.
P. vera, sangninea, die meist durch Transfusion entstandene Blutüberfüllung;
P. spnria, auf einzelne Körperteile beschränkte Blutüberfüllung ;
P. abdominalis, Überfüllung der Bauchgefässe, namentlich des Pfortadersystems, Stauungsprozesse ausgeschlossen.
Pleuresia = Pleuritis.
Pleuritis (nleuptTic sc. voao? Seitenstechen, itXsupa Seite) die Brustfell-, (Lungen-Rippenfell-)Entzündung. Man unterscheidet verschiedene Formen:
acute, chronische, primäre, seenndäre PL, z. B. im Anschluss an oberflächlich gelegene Kavernen der Lunge, dann rheumatische, traumatische, infektiöse, circumscripte, diffuse PL Nach der Beschaffenheit des Exsudates unterscheidet man:
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204nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pleurodynie.
trockene Brustfellentzündung (PL sicea), bei welcher nur geringe, trockene, fibrinöse Exsudatschichten der Pleura aufliegen, fibrinöse, serösfibrinöse, eitrige PL, welch' letztere bei hohem Grade unter den Begriff des Empyem fallt; ferner hämo rrhagisch e, jauchige, tuberkulöse, rotzige, metastatische (Pyämie, Septicaemie); PL monolateralis, bilateralis, duplex.
PL deformans mit hochgradiger Bindegewebszubildung und Schrumpfung des Brustkorbes verbundene PL
PL adhaesiva Brustfellentzündung, welche zur Bildung von Verlötungen der Lunge mit der ßippenwand führt, indem sich an Stelle der Exsudatmassen schwieliges Bindegewebe und Pseudoligamente bilden. In Folge solcher Verwachsungen kommt es zur Absackung von Exsudatflüssigkeiten. Besteht neben der PL noch eine Pneumonie, so spricht man von Pleuropneumonie oder Pneumopleuresie.
Plenrodynte (oSsivr) Schmerz) Rheumatismus der Brustmuskeln.
Flenromelophorns (icXsupov Seite, jieXo? Glied) Seitenglieder tragend. (Gurlt).
P, uctipes, trichipus, tetrachims, triscelns, tetrascelus.
Plenropnenmonie (nvEüp-a v. Wu) hauche) Lungen-Brustfellentzündung.
vid. Pleuritis, Pneumopleuresie.
plexiformis (nXexu) = pkcto flechte, forma Gestalt) gefleohtartig.
Pnenmatocele (xtjXitj Bruch) Luftgeschwulst, bei Eindringen von Blut in das subcutane Zellgewebe, besser aber auf den wirklichen Lungenbruch d. h. den Vorfall oder das Hervorragen eines Lungenteiles aus einer Öffnung in der Brustwand angewendet.
Pnenmatosls (iivsmurnDoi! Aufblasen, Ttveufiaxom blase auf) vid. Meteorismus.
Pneumonia, (imufiovia v. icveü[laquo;uv, ovos Lunge) die Lungenentzündung; Entzündung des Parenchymes der Lunge.
P. crouposa die kroupöse L. (des Pferdes); anatomisch nicht rein als kroupöse Pn. auftretend, wie beim Menschen, und daher besser als lobäre P. bezeichnet; sie stellt meist ein Gemisch verschiedener anatomischer Formen dar.
Bei der Lobär-Pneumonie lassen sich unterscheiden:
Stadium der Anschoppung (engouement) besteht in Hyperämie und Ausschwitzung seröser, eiweisshaltiger Flüssigkeit in die Alveolen.
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Pneumonia.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;205
i Kote Hepatisation. In den Alveolen sammeln sieh rote und weisse Blutkörperchen mit fibrinösem Exsudate gemischt an; nach Zurücktreten der Hyperämie macht die rote Färbung einer grauen oder gelblichen Platz, (graue Hepatisation). Tritt nach Entfärbung der roten Blutkörperchen Fettdegeneration des Exsudates ein, so ist die Farbe rein gelb (gelbe Hepatisation); graue und gelbe Farbe können nebeneinander bestehen (granitähnliche Hep.). Manchmal zeigen die Exsudate ein gallertiges Aussehen.
Infolge fettigen Zerfalles können die ergossenen Massen resorbirt und expektorirt werden, und die Resolution d. h. die Lösung ohne weiteres eintreten. In anderen Fällen findet reichlicher Durchtritt von Eiterzellen mit gleichzeitiger seröser Transsudation statt (eitrige Infiltration), worauf ebenfalls Resolution erfolgen kann. Bei hochgradig eitriger Infiltration kann es zur Ab sees sbil dung kommen; in Folge Yerstopfung der Blutgeiasse mit Gerinnseln, bei vollkommener entzündlicher Stase erfolgt Gangrän; bei mangelhafter oder vollständig sistirter Resorption tritt bisweilen käsige Umwandlung der Bxsudatmassen ein. Manchmal kommt es auch zur Umwandlung der ausgetretenen weissen Blutkörperchen in Bindegewebe, sowohl in dem interstitiellen Gewebe, wie auch in den Alveolen selbst. In der Regel trifft man histologisch kein einheitliches Bild, sondern verschiedene Formen pneu-monischer Prozesse nebeneinander an.
Die croupöse P. ist contagiöser Natur; ihre wichtigsten klinischen Symptome bestehen in hochgradig fieberhafter Allgemeinerkrankung, frequentem, kleinem Puls, Erethismus des Herzens, Gelbfärbung der Bindehaut, serösem, rostfarbenem Nasenausfluss, Husten, den physikalischen Ergebnissen bei Percussion und Auskultation; daneben Albuminurie, Kotstauung, grosse Muskelschwäche und mehr oder weniger hochgradige Gehirndepressionserscheinungen.
P. catarrhalis, die katarrhalische Lungenentzündung, Bronchopneumonie, lobuläre P., Bronchitis capillaris. Eine Entzündung der feinsten Bronchien und Ausbreitung des Entzündungsprozesses auf die Alveolen. Es findet dabei reichliche Exsudation von roten, besonders aber von weissen Blutkörperchen, daneben Quellung und Proliferation der Alveolar-epithelien statt. Die Resolution geschieht durch fettige Degeneration, Resorption und Expectoration.
P. interstitialis, interstitielle P.; kommt selbständig vor, ferner als Begleiterscheinung chronischer Pleuritis oder chronischer Bronchialkatarrhe.
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206
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Pneumonia.
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Pleuro - P. bourn contagiosa, die ansteckende Lungen-Brustfellentzündung des Rindes, die Lungenseuche. Eine Combination von crouposer P. mit interstitieller Lungenentzündung und Brustfellentzündung. Sie tritt herdförmig auf, so dass infolge dessen, und infolge der verschiedenen Stadien des Entzündungsprozesses, in denen sich die einzelnen Lobuli befinden, sowie der hochgradigen gelb-sulzigen Infiltration des interlobulären Bindegewebes die Schnittfläche ein marmorirtes Aussehen erlangt.
Die Veränderungen im Bindegewebe sind: Infiltration mit weissen Blutkörperchen und flüssigen Exsudatmassen, welche wieder resorbirt werden können oder aber sich verdichten zu einem derben fibrösen Gewebe; stellenweise kann käsiger Zerfall und Verkalkung eintreten. Durch hochgradige eiterige Infiltration kann es zur Sequestration einzelner Lungenteile kommen (P. dissecans); diese können abgekapselt werden oder es stellt sich infolge Luftzutrittes faulige Zersetzung und Gangrän der Umgebung ein. Durch Compression und Ver-schluss der Bronchialarterien kommt es zu Thrombenbildung und Nekrose einzelner Lungenpartien. Die Pleuritis ist in der Hauptsache eine intensive fibrinöse Pl.
Klinisch unterscheidet man bei der Lungenseuche zwei Stadien: a) ein fieberloses, weil in ihm die Krankheit ohne genauere Untersuchung nur schwer zu erkennen ist, auch' Stadium occultum (ocadtus verborgen) genannt, b) ein fieberhaftes, in welchem die Krankheitsersoheinungen deutlich zu Tage treten, Stadium apertum {apertus offen).
P. tnberculosa, die tuberkulöse Lungenentzündung. Dieselbe tritt in verschiedenen Graden auf. Einmal als kleinster bronchopneumonischer Herd, in welchem ,die Exsudation der weissen Blutkörperchen oder die Desquamation der Alveolarepithelien vorwiegen kann. Solche Herde können sich durch periplieres Fortschreiten der zelligen Infiltration vergrössern, wozu sich dann in der Regel bald eine tuberkulöse Lymphangioitis gesellt. DurchSachschübe dieser letzteren und gleichzeitige entzündliche Affection des benachbarten Bindegewebes entstehen grössere oder kleinere Indurationsherde. Infolge Erweichung und Durchbruch verkäster Knoten nach den Bronchien findet eine Verbreitung der Tuberkulose durch Aspiration statt. Entzündung der Gefässwände und Verdickungen derselben durch plastische Exsudate treten meist hinzu und überall, wo sich ein tuberkulöser Entzündungsherd bildet, gehen die Capillaren zu Grunde. In den späteren Stadien der Erkrankung treten die bronchopneumonischen Veränderungen den übrigen gegenüber in den Vordergrund und kann man, je nachdem das Exsudat einen mehr zu
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Pneumonödema.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 207
rascher Verkäsung neigenden, einen eiterigen oder fibrösen Charakter hat, eine käsige, käsig - eitrige, käsig - fibröse und indurirende Form der tuberkulösen Bronchopneumonie unterscheiden. Gewinnt der Prozess eine lobuläre Ausbreitung , so spricht man von Bronchopneuinonia tuber-kulosa lobularis caseosa, bei welcher im Beginne die entzündeten Läppchen auf der Schnittfläche gelatinös inflltrirt aussehen. Sind in einem Lappen sämmtliche Lobuli erkrankt, so bekommt der Prozess das Bild einer lobären Erkrankung (Pneumonia caseosa).
P. malleosa. Im Grunde genommen verläuft der Rotz-prozess in der Lunge dem tuberkulösen ähnlich. Bildung kleinster bronchopneumonischer und desquamativ-pneumonischer Herde, Lymphgefässaffection etc. Manchmal tritt der Rotz jedoch auch in diffuser Weise auf und spricht man dann von rotziger Lungenentzündung. Anfangs zeigen sich die entzündeten Lungenpartien gallertig infiltrirt, später werden sie gelblich weiss, hart und trocken, worauf sie verkäsen, verkalken, seltener eiterig einschmelzen können. Nicht selten kommt es infolge reichlicher Bindegewebs-entwickelung zur Induration, nach welcher förmliche Binde-gewebsgeschwülste zurückbleiben.
P. embolica (efißoXrj, sjißaXXo) werfe hinein) die em-bolische Lungenentzündung; tritt zuerst als hämorr-hagischer Infarct (s. d.) in Erscheinung und dabei kann es bleiben, wenn der Embolus nicht infectiöser Natur war; ist er Träger septischen oder anderen Giftes, so bildet sich ein metastatischer Abscess heraus.
P. hypostatica durch Hypostase entstandene katarrhalische Lungenentzündung.
P. ephemera equorum (etprjuepo; für einen Tag) die ephemere, infectiöse Pneumonic Dieckerhoff's, welche sehr rasch, innerhalb 2030 Stunden ablaufen soll.
Fremdkörper- oder Schhickpnenmonie (von Einigen P. medicamentaria genannt, da sie am häufigsten beim Ein-giessen von Arzneimitteln entsteht). Durch Aspiration oder Eingiessen fremder Körper in die Lunge entstandene Entzündung, welche häufig zur Gangrän führt. Lähmungen und entzündliche Zustände des Schliugapparates sind dem Entstehen dieser P. besonders förderlich.
Pnenmonödema (nveu^tuv [ixvecu] Lunge, oiST][laquo;xr oISoj Geschwulst, Hipp. oiSdu) schwelle) die wässerige Infiltration, Odem der Lunge.
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Pneumonokoniosfs.
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Pnenmonokoiliosis (xovt; Staub) die Infiltration des Lungengewebes mit inhalirten Staubmassen, wodurch die Lunge ein pigmentirtes Aussehen erhält. Die häufigste Form ist die Infiltration mit Kohlestaubpartikelohen, Anthrakosis pulraonum (avamp;paj Kohle), seltener die Siderosis s. Pneu-mokoniosis siderotica (oiSrjpot Eisen) die Infiltration mit Eisensalzen. Aluminosis pulm., die Einlagerung von Thon-erdestaub. Chalikosis pulm., die Einlagerung von Kieselstaub.
Pnenmonophthisis ((pfttvui schwinde) die Lungenschwindsucht Phthisis pulmonum.
Pnenmatliaeinie (icveOjia Hauch, Atem, alpa Blut) Luftgehalt des Blutes bei Eindringen von Luft in offene quot;Venen, cf. Embolie.
Pnenmomykosls ((J-uxrj? Pilz) durch Pilzbildung in der Lunge v rursachte Veränderungen. Den Boden für eine P. dürften in den meisten Fällen chronische bronchitische Prozesse bilden. Von Bellinger wurden beim Pferde Knoten beobachtet, deren Ursache Mikrokokken in Zooglöaform waren, auch beim Rinde fand Köckl kleine Knötohen, hervorgerufen durch Aspergillus fumigatus. Siedamgrotzky fand beim Pferde P. durch beim Eingeben in die Lunge gelangte Pflanzenteile mit fauligen Stoffen hervorgerufen.
Pnenmoperlcarcllnm (TOpixapätov Herzbeutel) Ansammlung von atmosphärischer Luft oder Gasen im Herzbeutel als Folge jauchiger Zersetzung von Bxsudatmassen oder Eindringens von Luft von aussen her (nach Traumen).
Pnenmopleurltls Lungen-Brustfellentzündung.
viil. Pleuritis. Pneumüpleuresie.
Pneumorrhagte (hr^mw reisse, öa-pfj, ootfiov Riss) sehr starke Lungenblutung, Blutsturz.
Pneumothorax (Äwpa? Brust) Ansammlung von Luft oder Gasen im Pleurasacke, meist mit Erguss von Eiter oder Blut verbunden.
cf. Pnenmopyothorax. Pnenmohaematothoras.
Podalgla (iioO? Fuss, tüqos Schmerz) die Hufrose, Hufentzündung; inkorrekter Ausdruck.
Podolachnltls (Vatel. lapo; zottig, haarig, Xct/vi) Wolle) die Steingallen: Entzündung der Huflederhaut im Sohlenwinkel infolge Quetschung.
Podometer (pixpovJMass) der Hufmesser, ein Instrument, das gestattet, die einzelnen Hufmasse mit grosser Genauigkeit abzunehmen.
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Podophlegmatitis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 209
Fodopblegmatitllaquo;! (fXeyt1laquo; Brand, lt;pXeYlt;u brenne) Entzündung der HuflederhauJ überhaupt.
Fodophyllttls (icoös Fuss, ^uXXov Blatt, tpiiXiov, folium, ^uXXinlaquo; D lose or.) die Entzündung der Fleischblättclien des Hufes.
l'odorlieiinia, Fodorhenmatismns (p^^a, lim
fliesse) die rheumatische Hufentzündung.
Polycholla (xoX^ Galle, laquo;oXülaquo; viel) stark vermehrte Gallenabsonderung.
Polydactylla (SöxtuXoc Finger) überzählige Bildung von Fingern und Zehen. (Förster.) cf, Megalomelus.
Polydlpsie (Stya Durst) der abnorm krankhaft gesteigerte Durst; auch für Diabetes insipidus gebräuchlich, weil hier die Vermehrung des Durstes ein Hauptsvmptom bildet.
Polykorle (noXüs viel, xopir) Pupille) das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Pupillen in einem Auge. Die Polykorie ist ein congenitaler Zustand.
Polymastia (itoXut viel, [laarös Euter) die überzählige Bildung von Euterdrüsen.
Polyp (itöXunos, mXuicovc Vielfuss, Polyp) gestielte Geschwulst, meist nur für Schleimhauttumoren gebraucht, z. B. Fibroma polyposum.
Polyphagia (tpayetv essen) die Gefrässigkeit.
Polypionia (uiuiv Adj. fett) vid. Obesitas.
Polypotom (ts[ivu) schneide) Messer zur Operation von Polypen.
Polyrrhoea (itoXuppou? stark fliessend, p£lt;u fliesse) der verstärkte Ausfluss, die zu reichliche Absonderung.
Polysarkie (oapS Gen. oapxolaquo; Fleisch) vid. Obesitas.
Polynria (oiSpov Harn) Absatz abnorm grosser Mengen von Urin bei verschiedenen Erkrankungen.
cf* Diabetes insipidus.
Pomphosig (itop-tpo? Blase) die Nesselblasen; Blasen, welche sich durch Transsudationen zwischen Eete Malpighii und Epidermis bilden und in der Regel mit starkem Juckgefühl und Ausfall der Haare verbunden sind.
Pomplms die Quaddel; flache, nur wenig über die Hautoberfläche hervortretende Erhabenheit durch entzündliche Infiltration der Cutis, des Papillarkörpers oder des Rete erzeugt. Martin n. Schlampp, Terminologie fÄr Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;i a
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Porta herniae.
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Porta herniae die Bruchpforte.
Porte-eaustlque (franz.) der Ätzmittelträger, Ätzstift.
Porte-queue {queue-cauda Schweif) der Scliweifträger; eine Vorrichtung, mittelst deren beim Englisiren der Schweif nach der Operation eine Zeit lang in der Höhe gehalten wird.
Porte-remeile (franz.) Arzneimittelträger.
Porus (porus, itäpo? Hipp. Verhärtung, ituipoüv verhärten) 1) die verhärtete Geschwulst an Knochen, 2) die Schwiele.
vid. Callus.
Posltlo {pono lege, stelle) die Stellung, die Beziehungen des Rückens der Frucht (Fötus) zu den Bauch- und Beckenräumen des Muttertieres. Es kann der Rücken des Fötus nach aufwärts, nach abwärts oder seitwärts gerichtet sein und man unterscheidet demgemäss eine obere, untere, rechte und linke Stellung. Die obere Stellung wird wohl auch als erste, die untere als zweite bei unseren Tieren bezeichnet.
Posthltis (iioaoi) Vorhaut) Entzündung der Vorhaut.
Points s. Potio {v. potare trinken) der Trank.
ppt. Abkz. für praeparatus, zubereitet.
Pr. in ophthalmologischen Werken gebräuchliche Abkz. für Presbyopiequot;.
P. IS. in ophthalmologischen quot;Werken gebräuchliche Abkz. für Pupillar-Reaction''.
Praecipitat {praeeipitare hinabstürzen, niederschlagen,
prac-eeps, prae-caput) aus Flüssigkeiten spontan oder durch Reagentien abgeschiedene und daher meist feinkörnige, pulverige, amorphe oder krystallinische Masse.
Praepntialcatarrh {prä-putium Vorhaut, xaTa-peio fliesse herab) die katarrhalische Entzündung des inneren Blattes der Vorhaut und des Überzuges der Eichel resp. des Penis; ausserordentlich häufig beim Hunde. Mit dem spe-eiflschen Tripper des Menschen hat dieser Katarrh nichts gemein. Er entsteht meistens infolge Zersetzung des Präputial-secretes, wobei die freiwerdenden Fettsäuren einen beständigen Reiz ausüben. Dem eitrigen Secrete sind aussei1 weissen Blutkörperchen noch abgestossene Epithelien und freies Fett (Talgdrüsensecret) beigemengt.
Präcantion {fraeccevert sich vorsehen) die Vorbauung, Verhütung.
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Präcognitio.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;211
Präcaiitionsimpfung, wird angewandt, wenn Infections-krankheiten in der 'Nahe einer Heerde oder eines grösseren Viehbestandes, aber noch nicht in dieser selbst auftreten.
Präcognitio u. Pränotio {prae-[cog-]nost:o erkenne vorher) die Vorhersage des Verlaufes und Ausganges einer Krankheit.
vid. Prognosis.
Prädispositio die Anlage zu einer Krankheit.
cf. Diathesis.
Pravaz'sche Spritze die gegenwärtig allgemein zu hypodermatischen (subcutanen) Injectionen von Arzneimitteln verwendete Spritze.
Presbyopie Opeoßuc alt, prhcus, (utp Gesicht) der Zustand der senilen Abnahme und progressiven Beschränkung der Accommodationsthätigkeit.
Priapismns (Iloiomoc Sohn der Aphrodite und des Bacchus) andauernde Erektion des Penis.
Prodroma (itpo-8po[io; vorlaufend, xpiym laufe mßn. aor. 8pa|jLsiv, itpö vor) die Vorboten, Vorläufer einer Krankheit; prodromale Erscheinungen.
Stadium prodromornm, das Stadium der Vorläufer.
Prolluv Iiiih {pro vor, ßuo fliesse) sehr reichlicher Ausfluss öder Erguss, z. B. von schleimigen und eiterigen Massen aus der Nasenhöhle.
profns {profundo erglesse) sich reichlich ergiesscnd, z. B. profuse Durchfälle.
Proglotttden (itpoYXui-Tic Zungenspitze) die Bandwurmglieder.
Prognosis (iipo-yiYviüozu) erkenne voraus) die Vorhersage über den Verlauf einer Krankheit.
Proktltls (itpcoxTo? After, Mastdarm) Entzündung des Mastdarmes, Katarrh der Mastdarmsehleimhaut infolge Erkältung, der Einwirkung reizender Klystiere, oder durch Manipulationen beim Exploriren entstanden. Namentlich in letzterem Falle kommt es auch zu Entzündung des umgebenden Gewebes. (Periproktitis).
Proktocele (wqXi] Bruch) der Mastdarmbruch.
Proktorriioea (itpuixTot After, \Aw fliesse) die Mastdarmblutung.
Proktospasnins (lt;!T:aa[ios Krampf v. aTiäm ziehe) Krampf des Mastdarms.
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Proktotomia.
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Proktotomia u. Proktoplastik (-.iu.-jm schneide,
TtXaaou) bilde) operative Eröffnung, bezw. Bildung eines künstlichen Afters bei Atresia ani.
prolttblren {pro-labor falle vor) vorfallen. Das Hervordringen (Vorquellen) von Eingeweiden oder Eingeweideteilen aus ihren natürlichen Höhlen durch eine natürliche oder arteficiell erst geschaffene Öffnung, einen Gang oder Kanal; z. B. das Prolabiren des Auges, Uterus, der Blase, von Ge-hirnteilen etc.
Prolapsns {prohbor gleite hervor) der Vorfall eines Organs oder Organteiles durch eine natürliche Körperöffnung, eine Wunde oder eine anderweitige Zusammenhangstrennung.
Prolapsus ani, der Mastdarmvorfall;
P. vesicae, der Blasenvorfall;
P. uteri, der Gebärmuttervorfall;
P. vaginae, der Scheidenvorfall, wenn immer nach der Reposition wiederkehrend, habitueller Sch.-V.; P. linguae, Vorfall der Zunge; P. iridis, Vorfall der Iris durch eine Hornhautwunde.
Propagatlo (pro-pago, pango schlage weiter, setze weiter) die Fortpflanzung, das Fortschreiten eines Krankheitsprozesses.
Prophylaxis (itpo - tpuläosiu bewache) die Verhütung, Vorbeugung von Krankheiten durch Hintanhaltung der Ursachen oder Verminderung der Krankheitsanlage.
Prostatltis Entzündung der Prostata (Vorsteherdrüse), welche bei chronischem Verlaufe zur Bildung von Drüsen-ahscessen führen kann. Manchmal kommt es zum Schwunde der Drüsensubstanz und zur Bildung eines grossen Sackes, dessen quot;Wand eine derbe fibröse Beschaffenheit hat und der mit einer trüben, sedimentirenden, übelriechenden Flüssigkeit erfüllt ist; solche Säcke stehen meist durch weite Offnungen, an welchen die Schleimhaut verdickt ist, mit der Harnröhre in Verbindung.
Prostata-Hypertrophie (Prostata Vorsteherdrüse, Ttpoora?, npoaTaTO? Galerie vor dem Hause, was vorsteht) ein namentlich bei alten Hunden häufiges Leiden, welches bei bedeutendem Umfange zu Störungen im Kot- und Urinabsatz führen kann.
Prostratio [prostemc werfe nieder) rascher Verfall und Darniederliegen der Kräfte.
of. Deiatigatiü, Adynamie.
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Prothesis ocularis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 213
Prothesis ocnlarls (itpo-Tiamp;rjjlaquo; setze vor) das Einlegen eines künstlichen Auges zum Zwecke cosmetisclier Verbesserung und zur Hintanhaltung tiefergreifender anatomischer Veränderungen in eine ihres Auges beraubte Augenhöhle.
protopathiscli (-aamp;o^ Leiden) vid. idiopathisch.
Protrnsio {pro-trUdo schiebe hinaus, vor) die Hervordrängung (z. B. bulbi des Augapfels).
Frni'lgO {prurire jucken) ein beim Menschen vorkommender, heftig juckender Hautausschlag, der im Laufe der Zeit zu hochgradigen anatomischen Veränderungen führt. Sein Vorkommen ist bei unseren Haustieren noch nicht erwiesen.
Prnrigo Inmbaris {lumbus Lende) die Traberkrankheit der Schafe.
cf. Tabes dorsxialis.
JPl-iiritus das Hautjucken. Beim Menschen vorkommendes Hautjucken ohne nachweisbar anatomische Veränderungen, dessen Vorhandensein bei unseren Tieren äusserst zweifelhaft ist.
Psammom ((J;aii[j.oj Sand, tj;a(i[).6u) versande, tfidt^uijia) die Sandgeschwulst; in den Gehirnhäuten, den Ventrikeln und den Nerven vorkommende, bindegewebige oder sarkomatöse Geschwülste mit zahlreichen verkalkten Herden. Über das Vorkommen bei unseren Haustieren ist nichts bekannt.
Psendalius trichina (tf'suSaXeo;, lt;hz-jhm täusche)
[Davaine] = Trichina spiralis [Owen].
Fsendoarthl'OSis (tpeuSrji; falsch, t{;eü8o? Lüge, äpftpov Gelenk) sog. falsches Gelenk; es kann sich bilden, wenn ein Knochenbruch nicht verheilt oder bei Dislocationen von Gelenksköpfen.
Pseudohermaphrodltus der falsche, unächte Zwitter. (Gurlt.)
Pseudo-Hypertrophie falsche H., bei welcher nicht die normalen Qewebselemente vergrössert oder vermehrt sind.
Psendokrlsis ('{'JuS'it täuschend, xpivsiv scheiden, entscheiden) es treten nach Ablauf der Krisis wieder Temperatursteigerungen auf, welche die Höhe der ursprünglichen Fiebertemperatur erreichen.
Pseudolenkämle (Xeuxo; weiss, aly-a Blut) s. malignes Lymphosarcom u. Adenie. Eine Hyperplasie sämmtlicher Lymphdrüsen ohne Vermehrung der weissen Blutkörperchen.
Psendomembran (tjjeoSos Lüge, tfieuSyjt falsch, mem-brana Häutchen, Membran) meist wird darunter ein oft teil-
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Pseudoplasma.
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weise oder ganz in Bindegewebe umgewandeltes plastisches, flächenavtig ausgebreitetes Exsudat auf der Oberfläche der Lunge, dos Darmes etc. verstanden. Werden durch ein solches Hiiutchen zwei Organe bandartig verbunden, so spricht man von Psoudoligament.
l'seudoplasma (itXao[ia Bildung) vid. Neoplasma.
Fsendothanatns (amp;ava-ot Tod) der Scheintod.
of. Asphyxia.
Psoriasis {#9632;hmoa = scaiu:t, fyutpiiui habe die Räude) die
Schuppen- bezw. Kleien flechte, aus der Menschonheil-kuiule ohne Berechtigung übertragener Name (s. Friedborger u. Fröhner, Spez. Path. u. Ther. S. 54).
Psorospei'lllien ityütpa, scabies, impetigo Krätze) verwandte formen der Grcgquot;arinen, welche als Parasiten höherer Tiere und auch des Menschen auftreten.
of. Oregarinen,
l'tannlca (V. remedia, ixtatpu) niese) dio Niessmittol.
Syn.: Stei'nntatoria, EtThina.
Pteryginill (n-spui Flügel) Augenfell, Flügelfell; hergeleitet von einer gewissen Ähnlichkeit dieses Gebildes mit einem Insectenflügel. Man bezeichnet damit eine mehr oder weniger ausgedehnte, stark vascularisirte Verdickung der Conjunctiva bulbi in Gestalt eines Dreiecks, dessen Basis dem Augenäquator entspricht und dessen Spitze gegen die Hornhaut gerichtet ist, in welche sie mehr oder weniger weit hineinreicht.
Ptilosis (icTiXuiai? Ausfallen der Augenwimpern, Galen, -ä-tXou) befiedere, -imXgv Feder, metofiot fliege) partieller oder totaler Mangel der Cilien.
Ptisanae (plisana = tisana, luaavr) v. itTtoam stampfe, Gerstengrütze) Aufgüsse oder Abkochungen, welche mit einer grossen Menge Wassers bereitet sind, daher mir geringe Quantitäten der wirksamen Substanz enthalten und besonders zum Getränk dienen, z. B. Reisswasser, Stärkeschleim, Leinsamenschleim etc.
Ptosis (iutitu) falle) unter Pt. versteht man den aus unvollständiger Hebung des oberen Augenlides hervorgehenden mehr oder weniger vollständigen Verschluss der Lidspalte; sie kann abhängen von einer Störung des Gleichgewichtes zwischen Muse, orbicularis und M. levator palpebr., von einer Insufficienz des letztgenannten Muskels, ebenso von dessen Paralyse, welche als Teilerscheinung einer Oculomotorius-lähmung auftritt.
Syn.: Blepharoptosis.
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Ptyalagoga.
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I'lysilagOfja (sc. remedia, itTüu) spucke, nTÜaXov Speichel, äyoiyot führend) die Speichelsecretion anregende und erhöhende Mittel.
Syn.: Sialagoga.
I'tyjilisiiius (iituu) spucke, rauaXiClt;uspeichle) vid. Sali-vatio, der Speichelfluss.
Palex (ijiuXXa) der Floh.
P. irritans, der gemeine Menschenfloli.
P. canis et felis, der Hunde- und Katzenfloh.
P. penetrans [Lin.] = Sarcopsylla penetrans [Westw.] der Sandfloh.
I'ulp. Abkz. für Pulpa, der Brei, das Mus.
Pnlpitis {pulpa das Fleischige) Entzündung der Pulpa der Zahnhöhlen.
Pnlsns (/gt;laquo;/laquo;laquo;#9632; Schlagen, jfe//y) der Puls. Derselbe kann in verschiedener Weise abgeändert sein und man unterscheidet demnach folgende Arten:
In Abänderung
1. der Zeit.
P. freqnens, der häufige P., die normale Zahl überschreitend.
P. rarus, der seltene, verlangsamte P.
P. celer, der schnellende, hüpfende P., bei welchem die Blut welle sich stossweise und kurz anfühlt. P. tardus, der träge, gedehnte P., bei welchem die Pulswelle sich lang unter dem Finger hinzieht.
2. des Rhythmus.
P. arhythmicus, bei Störung in der Gleichmässigkeit der Zwischenräume und der Ausgiebigkeit der Herzschläge.
P. intermittens, aussetzender P., wenn von Zeit zu Zeit ein oder mehrere Schläge ausfallen.
P. deflciens, bei vollständigem Ausfall der Systole.
P. alternans, wenn ein hoher und niedriger P. aufeinanderfolgen.
P. myurns, auf einen kräftigen Schlag folgen mehrere immer kleiner werdende.
P. bigeminns, trigeminus, quadrigeminus, auf je 2,
3 oder 4 normale oder abnorm starke P. folgt eine längere Pause.
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Pulv.
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3. der Stärke und Spannung.
P. fortis und debilis, der starke und schwache P., je nach der Energie, mit welcher der fühlende Finger emporgehoben wird.
P. dlirus und mollis, der harte und weiche P., je nachdem das Arteriemohr schwer oder leicht zu zerdrücken ist.
4. der Grosse der P.-Welle und der Füllung des Arterienrohres.
P. magnns und parvus, der grosse und kleine P., je nach der Grosse der Blutwelle, welche aus dem Herzen in die Arterie geworfen wird. P. plenns et vacuus, der volle und leere P., je nach dem Füllungsgrade der Arterie.
P. inaequalis, der ungleichmässige P. bei Verschiedenheit der Pulsschläge an Zeitdauer und Stärke.
P. imdulosiis, der wellige P., bei welchem die Schläge als niedrige AVellen unter dem Finger weggleiten.
P. flliformis, der fadenförmige P., sehr kleiner P.; wenn er dabei hart ist, wird er drahtförmig genannt. Er kann sich bis zum P. insensibilis, dem unfühlbaren P., steigern.
P. tremulus, wenn der P. so schwach ist, dass nur mehr ein leichtes Zittern des Arterienrohres gefühlt werden kann.
5. Nach der Curve.
P. dikrotus, der doppelschlägige Puls. Auf einem Fühlbarwerden der sonst unfühlbaren Eückstosswelle, welche durch das Zurückprallen der Blutsäule an Jen geschlossenen Aortaklappen entsteht, beruhend. Die Curve ist im Absteigen unterbrochen.
P. anakrotus, der anakrotische P., die Curve ist im Aufsteigen unterbrochen.
Pulv. Abkz. für Pul vis, das Pulver.
Pnlverisator ein Apparat, mittelst dessen Heilmittel zerstäubt und auf die local zu behandelnde Stelle geblasen werden.
Pulvis (/(?amp;laquo; zerstampfen, stossen) das Pulver; eine aus kleinen Körnchen bestehende, trockene, nicht zusammenhängende Masse; je nach dem Grade der Feinheit unterscheidet man:
P. grossus, grobes, nur oberflächlich zerkleinertes Pulver.
P. subtilis, mittelfeines Pulver.
P. snbtilissinuis, höchst feines Pulver (P. alkoholisatus).
Pnnctio (/laquo;laquo;gv steche) das Stechen, Anstechen einer Höhle oder Geschwulst mit dem Troikart.
cf. Paracentesis, Acupuncttir.
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Purgantia.
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Pnnctio corneae s. camerae anterioris, der in den marginalen Hornhautpartien bewirkte Hornliautsclinitt oder Stich; vorgenommen, um Exsudate, Kammerwasser, Fremdkörper, Starteile u. dgl. aus der vorderen Augenkammer austreten zu lassen.
Syn.: Paracentesis corneae s. camerae anterioris,
Punctio ruminis, P. cardiaca {rumen Pansen) der Pansen-, bezw. Magenstich.
Purgantia {sc. remedia, purgare reinigen) energisch abführende Heilmittel = Drastica.
Pnrkinje-ISansoii'sche Flammbildchen die nach ihren beiden Entdeckern so genannten drei Reflexbildchen, welche entstehen, wenn man eine Kerzenflamme in einiger Entfernung vor ein Tierauge hält und dasselbe dann von der Seite her betrachtet. Es kommen die drei Flammbildchen zu Stande als Reflexe von drei Oberflächen, nämlich von der convexen Hornhautoberfläche und der ebenfalls convexen vorderen Linsenkapsel, dann von der concaven hinteren Linsenkapsel; folglich müssen wir die ersten beiden Bildchen aufrecht, das dritte aber verkehrt und verkleinert sehen. Diagnostische Verwertung finden die Flammbildchen bei der Constatirung von Krümmungsanomalien und Epitheldefecten der Hornhaut und bei Localisirung von Starbildungen.
Purpura hämorrhagica (itopcpupa, ^laquo;^ra Purpurschnecke) das Petechialfieber.
cf. Typhus.
pnrnlentns {pus Eiter) eitrig.
pnrns rein; gebräuchl. für Präparate, welche chemisch rein dargestellt worden sind im Gegensatze zu Praeparatum crudum, verunreinigtes Pr., und Pr. depuratum, aus dem Pr. crudum durch Wegnahme der Verunreinigungen gewonnenes Pr.
Pas (lat.) der Bit er; in der Hauptsache aus weissen Blutkörperchen (Eiterzellen) und dem Eiterserum bestehend. Es können demselben jedoch auch rothe Blutkörperchen beigemengt sein, was beim Hunde regelmässig der Fall ist, ferner Fett, abgestorbene Gewebstrümmer u. dgl. m.
Pnstnla ein mit eitrigem Inhalt erfülltes Bläschen auf der Haut oder den Schleimhäuten. Eiterblase.
pustnlosus bläschenartig.
cf. Stumatitis, Dermatitis pustnlusa.
Pustnla maligna {malig(e)nus bösartig) eine Milzbrandform, welche namentlich gerne beim Menschen auftritt.
cf. Carbunkel.
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Pustulantia.
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Pustnlantia (sc. renudia, pustula Eiterblase) Heilmittel, welclie eine Hautentzündung herbeiführen (Epistatioa), wobei es zur Bildung von Eitevbliischen kommt.
PntresceilZ {puter faul) mit stark üblem Oevuoh einher-gehende Fäulniss.
putrid faulig.
cf. septisch, ichorus.
Pyäniie (nuov Eiter, aljia Blut) die Eiterinfeotion des Blutes. Ein meist acutes Allgemeinleiden, entstanden durch Aufnahme von Eiter in die Blutbahn. Sie kennzeichnet sich durch intermittirend auftretende Fieberanfälle. Von Vielen wird die P. von der Septicaeraie als ursächlich verschieden angesehen, indem jene durch einen an Kugelbakterien gebundenen Infectionsstoff, diese durch Fäulnissbakterien hervorgerufen werde. Es bilden sich bei der P. in den verschiedensten Organen metastatisohe Abscesse infolge Thrombosirung der Venen und Embolie losgerissener Thrombusteilchen oder durch Anschoppung der in die Blutbahn aufgenommenen Eiter-körperchen in den Capillaren. Häufig treten auch ausgebreitete metastatische Entzündungen auf, deren Entstehung zum Teile durch die Fortleitung der Entzündung auf dem Wege der Lymphbahnen erklärt wird.
Die pyämischen Herde sind in ihrer Grosse sehr verschieden, meist über das ganze Organ zerstreut. Sie haben rundliche Gestalt, stellen anfangs scharf umschriebene Knoten dar,, in denen sich bald centrale Eiterung entwickelt.
Pyarthrus (äpamp;pov Gelenk) Ansammlung von Eiter in einer Gelenkböhle.
vid. Synovitis suppurativa.
Pyobleimori'Ilöa (otov Eiter) Blennorrhoe (s. d.) mit Beimengung reichlicher Eitermassen, der Eiterfluss.
Pyelitis (icikXos Becken, Trog) die Nierenbeckenentzündung, in Folge von Erkältung, Einwirkung fremder Körper, Eindringen von Fäulnisserregern entstehend. Ist die P. mit Blasenentzündung verbunden, so spricht man von Pyelo-Cystitis, bei Complication mit Nierenentzündung von Pyelo-Nephritis (vscppo? Niere). Die durch Nierensteine veranlasste Entzündung des Niererenbeckens heisst P. cal-culosa.
P. bacteritica durch Eindringen von Bakterien in die Harnwege entstanden. Beim Binde nicht selten vorkommende Erkrankung.
Pygodidymns (-laquo;Y') Steiss, StBupiot Zwilling) Steiss-Zwilling. (G u r 11.)
cf. Ischiopagas.
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Pygopagus.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 219
PygopagUS (itüYirj Steiss, toxvoc bin fest) Zwillings-missgebuvt, aus zwei vollständigen Individuen, die nur durch Kreuz- und Steissbein und die betr. Weichteile zusammenhängen, bestehend. (Forste r.)
Pyogenesis (ylvcat?, gigno erzeuge) die Eiterbildung.
Pyosis die Eiterung, Vereiterung.
Pyometra (nüov Eiter, pnfjTpa Gebärmutter) die Ansammlung flüssiger, eiteriger Massen im Tragsack.
Pyopneiiinothorax u. Pyopnenmoperlcartllnni
vid. Pneumothorax, Pneumopericardium.
Pyorrllöa (porj Fluss) eitriger Katarrh.
Pyosalpinx (ituov Eiter, oaXinyS Trompete) die Ansammlung eiteriger Flüssigkeit im Eileiter.
Pyra (itupa, itüp Feuer) heftiges Fieber.
pyretisch, fieberhaft.
Pyrexla, Pyrexls (ttupeaom fiebere) 1. das Fieber, 2. der Fieberanfall, im Gegensatze zur fieberfreien Zeit (A p y r e x i a).
* pyrogon (yovsucraquo; erzeuge) fiebererregend. Pyiiric (tiüov Eiter, ojpov Harn) Entleerung von Urin, dem Eiter beigemengt ist.
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|. pl. Abkz. für quantum placet, so viel als gefällig ist;
q. 1. quantum libet, beliebt;
q. S. M quantum satis, hinreichend ist;
q. v. quantum vis, du willst.
Durch diese Bezeichnungen überlässt man es auf den Re-cepten dem Pharmaceuten, wie viel er von einem indifferenten Mittel (meist Constituens oder Gesohmackscorrigens) zur Erlangung der gewünschten Arzneiform für geboten hält.
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R! Abkz. für Recipe! Nimm! Einleitungsformel eines jeden Receptes. Auch wohl Rc! oder Rp!
Babies (lat.) die Tollwut.
vid. Lyssa.
Babotodontotritenr (frz. h robot der Hobel, öSoJ?
Gen. oBovto? Zahn, tero, trivi, tritum, tcrerc reiben) der Zahnhobel, ein Instrument zum Abhobeln von Zahnspitzen.
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Rachischisis.
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Kaclllschisls (pctyic Rückgrat, ayiQia spalte) vid.
Spina bifida. (Förster.)
ci', Craniuschi^is.
Kacliitis (päxii Rückgrat, pa^mc sc- vooo? Rückgratskrankheit) die Knoohenweiclie, eine Entwicklungskrankheit , bei der die Umbildung des embryonalen Knorpels in Knochengewebe in der quot;Weise eine abnorme ist, dass der Übergang zwar eingeleitet, aber unregelmässig fortschreitet und nicht vollendet wird, als Folge dessen sich ein weiches Gewebe bildet, welches zu Auftreibungen Veranlassung gibt. Der Knochen ist weich und biegsam, nur geringe Mengen von Kalksalzen sind in demselben abgelagert, so dass er sehr zu Infraktionen und Verbiegungen disponirt.
Cf, O s t e o m a 1 a c i e.
Bad. Abkz. für Radix, die Wurzel.
Radioskop {radius Strahl, oxoitsu) sehe) eine von Otto Becker construirte Vorrichtung zur Demonstration des Astigmatismus.
Ranula (ralaquo;a Frosch) die Froschgeschwulst; cystöse Geschwulst unter der Zunge, von Anfüllung des Speichelganges oder von angeborner Einstülpung herrührend. Beim Hunde ziemlich häufig.
Itareficatlo {rarus selten, spärlich, facto) der Schwund eines ganzen Organes oder einzelner seiner Gewebsteile.
ci'. Atruphia.
rasp. Abkz. für raspatus, als Raspelspäne; Art der Zerkleinerung für manche pflanzliche Arzneikörper, z. B. N u x Areoa raspata.
Raspatoi'lnm {raspo rasple, it. raspa; rado schabe) das Schabeisen, ein Instrument zum Abschaben der Knochenhaut.
Rc! auf Recepten gebräuchliche Abkz. für Recipe! Nimm! Durch dieses quot;Wort wird jedes Recept eingeleitet. = R! oder Rp!
Reactio {re-ago treibe zurück) die Rückwirkung des Organismus auf äussere Einflüsse und Reize überhaupt, sowie auf einen an ihm ablaufenden Krankheitsprozess.
recens frisch, herbae recentes frische Kräuter (im Gegensatze zu getrockneten). Ausserdem auch auf Krankheitsprozesse angewendet, die frisch, erst im Entstehen begriffen sind, z. B. Pneumonia recens.
' Receptam {v. recipio empfange, nehme) die nach den Regeln der Kunst in lateinischer Sprache abgefasste ärztliche
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Receptur.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;221
Verordnung von Medioamenten, #9632;welche stets mit dem quot;Worte Eecipe! beginnt.
Beceptnr {re-cipio nehme) der Geschäftsgang in einer Apotheke, welcher die Ausübung der Keceptirkunst und die Verabreichung der Arzneien bezweckt.
Becidive (recido, v. cado) der Rückfall; erneuter Krankheitsfall;
recidivus rückfällig.
Beclinatio lentis {re-clinare zurücklehnen, lens Linse) eine Methode der Staroperation, die in der Weise ausgeführt wurde, dass mittelst der Spitze einer durch die Sclera eingestochenen Nadel die cataractös getrübte Linse umgelegt und in den Glaskörper hinabgestossen wurde. Veraltete Operation.
Syn.: Depressio Cataractan.
Becognitio {re - cog nosco erkenne wieder) die Besichtigung, Untersuchung.
Beconvalescenz {re-con-valescere wieder erstarken, gesund werden) das bei Ausgang einer Krankheit in Genesung dieser vorhergehende Stadium, welches somit den Übergang von Krankheit zur Gesundheit darstellt.
BecrndescenSE (recrudescere wieder sich erneuern, wieder roh werden, crudus roh) die Wiederverschlim-merung einer Krankheit.
cf. Recidive.
Bectocele {redum Mastdarm, von seiner gerade gestreckten Form; xyjXi) Bruch) der Mastdarmbruch, Einziehung eines Mastdarmstückes in einen vorgefallenen Uterus oder Scheide.
Syn.: Proktooele,
Bedressement (frz. redresser, lat. redirigere) die Wieder-einrichtung, z. B. bei einer Luxation.
Bednctio (re-duco führe zurück) das Zurückbringen verlagerter Teile in die normale Lage, z. B. von Brüchen.
et*. Kepositio.
rednctnis (re - ducere zurückführen) gebräuchlich für Metalle, welche aus ihren Salzverbindungen wieder als reines Metall abgeschieden wurden, z.B. Ferrum reduetum.
refract {re-frangere brechen) gebrochen; gebräuchlich auf Eeoepten in der Phrase in dosi refraetaquot;, in gebrochenen Gaben.
Befractions-Anomalien Fehler in der Brechkraft des Auges.
cf, Myopie, Hypermetropie, Astigmatismus,
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222nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Refrigerantia.
Refrlgerantia (sc. remedia, frigm Kälte) kühlende, er-frisohende Heilmittel.
Refrigeratio (refrigero kühle ab, frigus Kälte) die Erkältung; die Ursache der Erkältungskrankheiten ist naohSeitz in der Übertragung eines eigenartigen Erregungszustandes gegen die Centralorgane des Nervensystems und von diesen auf andere Nervenbahnen, welche eine besondere Erregungsfähigkeit dafür besitzen, zu suchen.
Nach Anderen wird sie durch die quot;Wirkung des in der Peripherie des Körpers abgekühlten, den inneren Organen zuströmenden Blutes erzeugt.
Regeneratio (ngvMlaquo;ngt; erzeuge wieder) die Wiederherstellung, Heilung.
cf. Intentio. Restitutio.
Regimen {regimen Leitung, rego leite) das ganze bezüglich der quot;Wart, Pflege, Nahrung etc. eines Patienten ärztlich angeordnete Verfahren.
Regnlatoria {sc. remedia) die Herzthätigkeit regelnde Heilmittel.
Reit, (iterum wieder) auf Recepten gebräuchliche Abkz. für rei'teratur {reiterare wiederholen) es werde wiederholt, nochmals angefertigt, gleichbedeutend mit repetatur!quot;.
Relaxatio {laxus weit, relaxo lasse nach) die Erschlaffung, z. B. von Gelenkbändern.
Remeflinm {re-mederi heilen) das Heilmittel, Gegenmittel, Hilfsmittel.
Remissio {remitto lasse nach) der Nachlass, z.B. dos Fiebers.
Ren mobilis {ren, rems Niere, tmr im Plural angewandt, rencs) die quot;Wanderniere.
Renverse (frz.) (revertere) das Umschlagen einer Binde, so dass die äussere Seite nun zur Innern wird und umgekehrt.
Reorganisatio {organum Werkzeug; opyavov, Epyov)
die Wiederherstellung von Geweben in einen dem früheren gleichen Zustand, cf. Kegeneratio.
Repet. auf Recepten geübte Abkz. für repetatur {repetere wiederholen) es werde wiederholt; gleichbedeutend mit reiteraturquot;.
Repositio {re-pond) die Wiedereinrichtung von Luxationen, Knochenbrüchen, das Zurückbringen von Hernien etc.-et'. Reductio.
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Resectio.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 223
llesectio {n-seco schneide aus) das Ausschneiden von Nerven, Knochenteilen etc. mit Erhaltung der quot;Weichteile und der Enden des Nervens, resp. Knochens.
Besolntio (re-solvo löse wieder auf) die Lösung, von Krankheiten oder krankhaften Producten.
cf. Lysis.
Itesolventia {se, remedia, resolvere auflösen) auflösende Heilmittel.
Syn.: Solventia.
Sesorptio (resorieo schlürfe wieder) die Aufsaugung normaler oder pathologischer Elemente, meist nach vorhergegangener Erweichung, fettiger Degeneration etc.
Klaquo;raquo;sf Jinriillf isi (sc. remedia, re-stmrare) Heilmittel, welche in der Absicht gegeben werden, dass sie dem Organismus verloren gegangene (organische oder anorganische) Stoffe ersetzen sollen.
Bestitutio {re-statuo richte wieder auf).
R. ad integrum, die vollständige quot;Wiederherstellung des früheren normalen Zustandes.
#9632;vid. Regeneratio.
resnblimiren (re wieder, sublimare hochheben, erhöhen) einen Körper wiederholt der Sublimation (s. d.) unterwerfen.
Betentio (retineo halte zurück) die Zurückhaltung, z. B. R. urinae, die Harnverhaltung.
Retentionscysten sind Cysten, entstanden durch Zurückhaltung des Sekretes einer Drüse nach vorausgegangenem Verschlüsse des Ausführungsganges.
Retentionsknötchen, durch Zurückbleiben katarrhalischer Sekrete in der Lunge entstandene, später meist verkalkende Knötchen.
Retinitis (rete Netz) die Netzhautentzündung. Syn.: Diktyitis.
BetractlO (retraho ziehe zusammen) die Zusammenziehung, Schrumpfung von Geweben, namentlich von Narben gebräuchlich.
cf. Contractio.
retrobnibar {?etro rückwärts, bulbus Augapfel v. bulbus Zwiebel) Bezeichnung für Prozesse, welche sich in den rückwärts vom Auge gelegenen Partien abspielen.
Retl'Opei'itonitis (retro rückwärts) Entzündung des unter dem Peritoneum gelegenen Bindegewebes.
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Retroverseur.
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RefroverHOur nach Darreau {retro rückwärts, verto wende) ein zur Behebung der Tragsackverdrehung construirtes, ziemlich complieirtes und nur selten anwendbares Instrument.
Kenn io (unus, mittell. reunio vereinige wieder) die Wiedervereinigung, z.B. von Wunden, Wundrändern.
cf. [ntentiu.
Revaccinatio die Wiederimpfung mit Vaccine nach längerer Zeit, nachdem die erste Impfung erfolgreich war.
Revulsio (revello reisse weg) die Ableitung einer Entzündung oder eines Reizes von einer Stelle durch Anwendung eines Gegenreizes nach einer anderen, entfernteren Region.
Kevulsiva (sc. remedia, revello reisse weg, entferne) Heilmittel, welche reflectorische Erregung der Centralorgane des Nervensystems und der Nerven bewirken.
Bhabdomyoma (paßSo; Stab, \äi = mus) p.ü(av Muskel) vid. Myoma.
Rhagaden (payä? Genet. payäSoj [piQsouj reisse] Riss) Risse oder Schrunden, wie sie z. B. in der Haut bei Mauke entstehen = rimae cutis, Hautschrunden.
Rhenmatismns (p^p-a, psw fliesse) rheumatisch nennt man alle Krankheiten, von denen man annimmt, dass sie in Folge von Erkältung entstanden sind. Unter eigentl. R. versteht man heutzutage nur noch den Muskelrheumatismus, welcher nichts Anderes als eine Muskelentzündung (Myositis rheumatica) ist, während der Gelenksrheumatismus in der Hauptsache eine auf viele Gelenke sich erstreckende Gelenksentzündung (Polyarthritis serosa) vorstellt.
Rhinitis (ptc Gen. pivo? Nase) Entzündung der Nasenschleimhaut, vid. Coryza.
Rhinitis multiplex diphtheritica, diphtheritische Entzündung der Nasenschleimhaut. Eine beim Pferde in multiplen Herden auftretende nekrotisirende Entzündung der Nasen- und Maulschleimhaut, der äusseren Haut an den Lippen und der
Nase.
Rhinolith (Xtamp;oj Stein) der Nasenstein, durch Ein-dickung von Schleim und Ablagerung von Kalksalzen entstanden. Meist dient irgend ein kleiner fremder Körper als Ausgangspunkt, um welchen sich die incrustirenden Massen gleichsam herumcrystallisiren.
Rhinorrhagia (p^u}laquo; berste) sehr starkes Nasenbluten.
cf. Epistaxis.
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Rhinoscop.
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Bhinoscop (p'-s, Nase, oxoiteui schaue) grosser Concav-spiegel mit centraler Öffnung zur Beleuchtung der von aussen her zugänglichen Partie der Nasenhöhle.
Bhinoscopia Untersuchung der Nasenhöhle mit Beleuchtungsspiegeln.
Itlix. s. Rhiz. Abkz. für Rhizoma (piCa Wurzel, ptCow wurzele, ptC(u[ia).
Rhizoma der quot;Wurzelstock.
Rhynchoporlon colmnbae (icetpcu bohre) [Hermann] Argas reflexus colurabarum, die muschel-förmige Saumzecke der Tauben.
Rliynchoporion penetrant [Oken] (puyxquot;? Rüssel, psy^iu schnarche) Sarcopsylla penetrans [Westw.] der Sandfloh.
Rhysls (pusts Ausfllessen, peou) der Lungenblutsturz.
vid. Pneumort'hagia.
Roborantia {sc. remedia, robur Stärke) Mittel, welche eine Kräftigung und Stärkung des Patienten bezwecken.
Ronclms s. Rhonehns s. Renchns (p^TXquot;3 schnarche) das Rasselgeräusch. Durch das Springen der Blasen von mit Luft gemengten Sekretmassen im Tracheal-baum, teils durch einfache Stenose erzeugt. Nach der Art des Geräusches kann man gross-, mittel- und kleinblasige, ferner feuchte und trockene R. unterscheiden. Weitere Modi-ficationen sind:
vesiculäres Rasseln, krepitirendes R., durch Platzen feinster Bläschen in den Alveolen oder Bronchiolen oder durch Auseinanderreissen der durch zähe Flüssigkeit verklebten quot;Wände erzeugt;
consonirendes, bronchiales oder klingendes R., welches aus weiterer Ferne durch verdichtetes Lungengewebe fortgeleitet wird;
knarrendes R., durch zähes Sekret erzeugt. Zischendes, pfeifendes Geräusch ist ein Stenosengeräusch infolge teilweiser Verstopfung eines Bronchus mit zähem Sekrete. Hieher auch das schnurrende Geräusch;
herzsystolisches R., bei dem Herzen naheliegenden Ca-vernen mit der Herzbewegung isochrones Rasseln, welches von der Übertragung derselben auf den Inhalt der Höhle herrührt.
Roob (v. d. arab. rabba eindicken) der eingedickte Fruchtsaft Linctus.
Rophetica (sc. remedia, pocpeu) schlürfe) mechanisch aufsaugende, daher austrocknend wirkende Heilmittel. Martin u. Schlampp, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; ic
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Roseola.
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Roseola {Dem. v. rosa, roseus rosig) In Form kleiner Punkte und Flecken auftretende Hautröte.
Bp! auf Reoepten gebräuchliche Abkz. für Recipe! nimm! Durch dieses quot;Wort wird jedes Recept eingeleitet. = R! oder Rc!
KnlKkf acieniiJl {sc, remeSa, ruber rot, faccre machen) hautrötende Mittel; Reizmittel leichteren Grades, nach deren Application auf die Haut nur eine leichte Hyperämie auftritt.
Itiibor (lat.) die Röte, eines der Cardinalsymptome der Entzündung.
ISuctllS {ructo rülpse) das Aufstossen, Rülpsen.
ICiiiuiiliitoria (sc. remedia, rumen, altlat. Kehle, ruvtinare wiederkäuen, pem fliesse) Mittel, welche die Rumination der quot;Wiederkäuer anzuregen und zu erhöhen geeignet sind.
Klipia flechtenartiges Abschuppen der Oberhaut (An-acker) nach dem Abtrocknen von Eiterpusteln.
ICuptnra (rumpo zerreisse) die Zerreissung.
cf. Kbexis.
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S in ophthalmologischen quot;Werken häufig gebrauchte Abkz. für Sehschärfe. Dafür auch V = Visus.
S. Abkz. für Signetur, man bezeichne (auf Recepten).
Saburralkollk (saburra SchifFsand = sabulum, ital. sabbia, frz. sabloti) die durch verschluckte Sandmengen, welche im Darmrohre sich anhäufen, hervorgerufene Kolik.
S. a. auf Recepten häufig gebrauchte Abkz. für secunclum artem, nach den Regeln der Apothekerkunst = lege artis.
saccadirt {frz. saccader schnellen, rucken; la saccade schneller Ruck, wenn man den Zaum des Pferdes rasch anzieht) abgesetzt, Bezeichnung für ein Atmungsgeräusch, bei welchem man kurze Unterbrechungen oder Schwächerwerden wahrnimmt. Die Ursachen für dieses Phänomen bilden Hindernisse in den Luftwegen, die mehrmals überwunden werden und sich dann von Neuem wieder entgegensetzen.
SaCCUS {saccus,i) Papier sack, eine aus starkem Papier hergestellte und geklebte Enveloppe, in welcher der Pharmaceut grössere Mengen eines Pulvers oder ähnlichen Körpers (Species) dispensirt.
sect;allvaflo {saliva Speichel) der Speichelfluss. Stark vermehrte Speichelabsonderung infolge Einwirkung der verschiedenartigsten Reize. Sympathisch durch Nerveneinfluss
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Salpingitis.
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bei chronischen Magenkatarrhen mitunter erzeugt. Häufig kommt sie bei Missbrauch von Queoksilberpräparaten vor.
etquot;. Ptyalismus.
Salpingitis (oaXitiySTrompete) die Eileiterentzün-dung, Entzündung der Muttertrorapete. Tritt wohl kaum als selbständiger Prozess, sondern vielmehr als eine in der Continuität oder Contiguität fortgeleitete Entzündung auf.
Sanies (lat.) die Jauche; auch dünner Eiter überhaupt, welcher sehr wenige geformte Elemente enthält.
saponatus (sapo, keltisches Wort, Seife) sei f e n halti g, mit Seife versetzt, z. B. Spiritus saponatus.
saprogen (oerapoe faul, Ysyvau) erzeuge) fäulnisserregend.
Sarcina ventricnli stellt Paquete in Form von quot;Würfeln dar, die, aus runden Zellen zusammengesetzt, durch eine Gallertmembran zusammengehalten werden. Manchmal im Mageninhalt, namentlich bei Dilatation oder chronischen Katarrhen anzutreffen; in ursächlicher Beziehung steht sie dazu nicht. 8. Mikrokokkus.
Sarcop^ylla penetrant [Westw.] (aäp5 Fleisch (jjüXXa Floh; penetrare hineindringen) der Sandfloh. (Hund, Schwein, Schaf, Ziege, Katze, Rind, Einhufer, Mensch Haut.)
Syn.: Pulex penetrans [Lin.]: Ilhynchopopion penetrans [Okenj; Der-matophilas penetrans [Gnerin].
Sarcoptes (aap? Fleisch, xotcturaquo; schneide) Räudemilben, welche sich in die Haut ihres quot;Wirtes eingraben, Gänge in derselben bohren und vom Blutsaugen leben.
S. hominis [Rasp.], S. equi [Gerlach], S. scabiei [Lat.] beim Menschen und Pferde.
S. squamiferils [Fürstenberg], S. suis [Gurlt] beim Hund und Schwein.
S. caprae [Fürstenberg] bei der Ziege.
S. canis [Hertwig] beim Hunde.
S. eati [Hering] bei der Katze = S. minor.
S. mutans [Ch. Robin] Haushuhn.
S. equi [Gerlach] = Dermatophagus communis [Fürstenberg].
S. felis [Gerl.] = D. felis [Fürst.] = Chorioptes ecaudatus oati [Megnin].
Sarcophaga carnaria (oapS Fleisch, (payelv verzehren) die graue Fleischfliege. (Die Larven kommen
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Sarcocele.
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in vernachlässigten1 quot;Wunden und Geschwüren der Tiere und Menschen vor und erzeugen die sog. belebten quot;Wunden.)
Sarcocele (aotp* Fleisch, zrjXif) Bruch) der Fleisoh-bruch; mit diesem aber unrichtigen Ausdruck wird eine bleibende Vergrösserung eines Hodens bezeichnet, wobei letzterer dann meist sehr derb anzufühlen ist.
Sarcoma (aotpziujjwx Gewächs, oapxoro mache zu Fleisch)
mau bezeichnet mit Sarkom Geschwülste, welche nach dem Typus der Bindesubstanzen gebaut sind, bei welchen aber ein starkes Vorwiegen der zelligen Elemente gegenüber dem stützenden Gerüste sowohl der Zahl als oft auch der Grosse nach stattfindet. Nach ihrem Bau unterscheidet man:
1.nbsp; nbsp; kleinzelliges Rundzellensarkom, weiche, rasch wachsende Gesehwulstform aus kleinen Rundzellen bestehend, welche einen grossen Kern besitzen und zwischen denen sich ein spärliches Gerüstwerk hindurchzieht. Die Gefässe sind ziemlich weit und dünnwandig. Als Lymphosarkom bezeichnet man ein Rundzellensarkom, welches den Lymphdrüsen ähnlich gebaut ist.
2.nbsp; nbsp;grosszelliges Rnndzellensarkom, die Zellen sind von bedeutender Grosse, zwischen den Rundzellen finden sich spindeiförmige oder verzweigte Zellen oder ein Netzwerk, wodurch manchmal ein alveolärer Bau zu Stande kommt (gross-zelliges alveoläres Rundzellensarkom).
3.nbsp; nbsp;Spindelzellensarkom, kommt gross- und kleinzellig vor, manchmal sind Riesenzellen dazwischen eingestreut (R i e s e n z e 11 e n s a r k o m): bei Ähnlichkeit im Bau mit Fibromen werden sie als Pibrosarkome bezeichnet. Sarkome, bei welchen keine Beschränkung im quot;Wachstum vorhanden ist, zeigen meist polymorphe Zellen.
4.nbsp; nbsp;Alveolärsai'kom, bei ihm tragen die Zellen epi-thelialen Charakter, sind in Haufen zusammengelagert und durch bindegewebige Scheidewände getrennt, wodurch die Form grosse Ähnlichkeit mit dem Carcinom bekommt.
Weitere Formen sind das Melanosarkom mit Einlagerung von Pigment und das Osteosarkom, bei welchem Knochenbalken in das Sarkomgewebe eingestreut sind.
Satnratio {saturare sättigen, salur satt) die Saturation, eine flüssige Mischung von kohlesauren Basen mit Säuren, welche infolge ihrer Mengung ihre alkalischen und sauren Eigenschaften annähernd aufgegeben hat und noch einen Anteil der freigemachten Kohlesäure in Absorption enthält.
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Satyriasis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 229
Satyriasis (Satüpo; bockähnlicher Waldgott, Faun im Gefolge des Bacchus) krankhafte Begattungswut von Tieren männlichen Geschlechts.
JScaMes (scabeo kratze) die Räude, Krätze, Schabe. Eine ansteckende, durch die Übertragung der sog. Räudo-milben hervorgerufene Hauterkrankung. In der Hauptsache unterscheidet man drei Gattungen von Räudemilben: die Sar-coptiden, Dermatodecten und Dermat ophagen. Dazu kommt noch die sog. Balgmilbe, Acarus folli-c u 1 o r u m.
1.nbsp; nbsp;Die Sarcoptesräude beginnt mit Vorliebe am Kopfe und den weniger behaarten Körperstellen, verbreitet sich aber häufig auch über den ganzen Körper.
2.nbsp; nbsp; Die Dermatodectesräude kommt vorzugsweise an den geschützten Körperstellen am Kehlgang, der Innenfläche der Schenkel etc. vor, verbreitet sich jedoch beim Rinde auch über den ganzen Körper.
3.nbsp; nbsp; Die Dermatophagnsrände ist meist auf gewisse Körpergegenden beschränkt, beim Pferde und Schafe z. B. auf die Hinterfüsse, Fussräudequot;, beim Rind auf die Gegend des Schweifansatzes, sog. Steissräudequot;, beim Hunde, Kaninchen und der Katze auf den äusseren Gehörgang, sog. Ohrräudequot;.
Scalma (v. d. altdeutschen Scalmo od. Scelmo Schelm her-rührend) eine von Dieckerhoff aufgestellte, dem, Pferdegeschlecht eigene Tnfectionskrankheit, welche den Charakter einer Stallseuche an sich trägt und als Hauptsymptom eine diffuse, inf'ectiöse Bronchitis mit subacutem Verlaufe zeigt.
Scalpell (scalpellum v. scalpuo schneide, Dem. v. scalpncni) kleines Messer mit feststehendem Griff.
Scarificatio operatives Verfahren, um Blut, angehäufte Bntzündungsproducte und anderweitige Flüssigkeitsmassen aus leicht zugänglichen Teilen zu entfernen. Der Vorgang besteht in leichtem Einreissen oder mehr oder weniger seichtem Einschneiden in Haut und Schleimhaut zum Unterschied von den tiefer gehenden Incisionen.
Scarificator besonders für die Skarification construirtes Instrument.
scarificiren (sxaptcpeu) ritze mit dem Griffel, szöpitpo; Stift, lat. scarißcare, scarifo ritze) das Ansehneiden oder Anstechen von Anschwellungen behufs Entleerung der in ihnen enthaltenen Flüssigkeiten. Es wurden zu diesem Zwecke eigene Scarificatoren construirt.
Seat. Abkz. für Scatula, die Schachtel (in der pharma-ceutische Präparate dispensirt werden).
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230nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Schistocephalus.
Schistocephalns (ax^vs gespalten, xeipaXi] Kopf)
Missgeburt mit Spaltbildung am Kopfe; Kopfspalte. (Gurlt.)
S. hemicephalus vid. Cranioschisis,
S. bifidus etquot;, Schistoprüsopus.
S. fissopalatinus 5. rictus, lupinus cf. Cheilü-Gnatho-Palatoschisis.
S. fissilabas vid. Cheilo-Schisilaquo;.
S. megalostomus vid. Makrostomia,
S*quot;liis tocoriims (xopfiö? Rumpf) Missgeburt mit Spaltung am Rumpfe; Rumpfspaltung. (Gurlt.) S. fissicollis vid. Ektopia cordiB. S. fissisternalis vid. Fissura sterni.
S. schistepigastricü'Sternalis exomplialus vid. Hernia iunituili umbilicalis. S. fissiventralis vid. Fisslira abdominalis. S fissivesicalis vid. Ektopia vesicae urinariae, S. fissisjiinalis vid. Spina hifida.
Sehistonielus (v-ilos Glied) Missgeburt mit Spaltung der Gliedmassen; die Gliedmassenspaltung. (Gurlt.)
S. ßssimanus, fissungalas.
Schistoprosopns (ayiatos gespalten, icpoomitov Angesicht) Missgeburt mit Gesichtspalte. (Förster.)
Schistosomns (omfia Körper) Missgeburt mit gespaltenem Körper. (Gurlt.)
S. reüexus, contortus. cf. Fissura abdominalis.
Schizoblepliarie, SchizoMepharon (ayj-fa spalte, ßXeipapov Augenlid) das angeborene Colobom der Augenlider, Spaltbildung des Lides.
Syn.: Coloboma palpebrarura.
Scelodidymns (okeXoc Schenkel, äiSujio? Zwillingl Schenkelzwillinge. (Gurlt.)
Scintillatio OCnli (sdnii/la Funke) Flimmer-Synch y s i s ; es zeigt sich bei dieser senilen Veränderung der Glaskörper mit einer beträchtlichen Masse frei beweglicher Cholestearin- und Tyrosin - Krystalle durchsetzt, welche bei Spiegelbetraohtung einen Yergleioh mit herumwirbelnden, grell beleuchteten, glänzenden Schneeflöokchen erlauben.
Syn.: Synchysis scintillans.
Scirrhus (o axippot, oxtppolaquo; hart) vid. Carcinoma.
Scleradenitis (axXrjpo? hart) die Drüsenverhärtung.
Sclerectasie (ex-xetveo dehne aus) die Ausbuchtung, Hervortreibung der Sclera, das Scleralstaphylom.
Sderitis (oxXijpoc hart, oxXijpa ^i-(i = dura membrand) die Entzündung der Sclera oculi; dieselbe tritt in selteneren Fällen für sich allein auf, häufiger im Gefolge einer Aderhautentzündung und wird dann als Sclero-Chorioiditis bezeichnet.
Seleronyxis (vüoaw steche) das Durchstechen der Sclera mittelst einer Nadel, um Operationen an Organen im
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Sclerostomum armatum.
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Binnenraume des Augapfels vornehmen zu können, z. B. die Diseissio Cataractae an der Linse oder die Reclinatio Catar.
Sclerostomum armatnm [Pujardin] = Stron-gylus armatus [Rudolphi].
JSclerostomnm dentatnm = Strongylus den-t atus.
Scoleciasis (sxioXtjxcuiis v. cjxcüXtjS Bandwurmamme, axoXiot krumm, oxtuXrjxtotiu bin wurmstichig) die Finnenkrankheit der Schweine und Rinder.
of. Hvdatidosis, Chalacasis.
Scolex (axAXtj^ Wurm, Made) der Bandwurmkopf, die Brutamme des Bandwurms.
scutiformis s. sen tu I atus {scutum Schild, axüroc Leder) schüssel- oder schildförmig, z.B. schüsseiförmige Borken bei Pavus.
iSeborrhoea {sebum Talg, peiu fliesse) der Schmeer-fluss, krankhafte Abscheidung von mit Hauttalg durchsetzten Epidermismassen.
Sebum Talg, Unschlitt, Fett, gebräuchlich für alle festeren Tierfette (die hohen Stearingehalt zeigen).
S. bovinum, Rindstalg.
Secessus iuvoluntares (se-cedo gehe fort) unfreiwillige Abgänge.
Secessus retiuae (retina Netzhaut) die Ablösung, Abhebung der Setzhaut von der Aderhaut. Syn.: Äblatiu retinae, Amotio retinae.
Seclusio pupillae (se-daudo schliesse s.h,pupilla Sehloch) Pupillarabschluss; eine circuläre Synechie hebt den Verkehr zwischen vorderer und hinterer Augenkammer vollständig auf, so dass beide zwei völlig von einander abgeschlossene Räume darstellen.
Secret (seccmo sondere ab) das Absonderungsproduct.
Sectio (scco schneide) die Sektion, die kunstgemäss ausgeführte Leichenöffnung.
S. legalis die gerichtliche Sektion.
cf. Obduetio.
Sectio caesarea der Fruchthälterschnitt, der Bauch-Fruchthälterschnitt; derselbe stellt eine sehr eingreifende Operation dar, durch welche die Bauchhöhle und der Uterus geöffnet und das Junge auf diesem künstlichen Wege ausgezogen wird. Der Name Kaiserschnitt soll daher rühren, dass Julius Cäsar durch diese Operation zur Welt gebracht wurde.
Syn.: Gastro-liysterotomia, Hysterotomia abdominalis.
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Sedativa.
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Sedativa (sc. remedia, sedare sitzen machen, beruhigen)
beruhigende, sog. niederschlagende Mittel.
{Sediment (sedere sitzen) ein mehr oder weniger feines Pulver, das sich aus Flüssigkeiten sofort oder nach längerem Stehen abscheidet und als speeifisch schwerer zu Boden fällt; Bodensatz, z. B. im Harn oder in chemischen Lösungen.
Semem (sertre säen, pflanzen) der Samen.
Semiotik (s^a Zeichen, otj^eTov, davon arffsiiw bezeichne; oTjjiiiumxrj .rc. T£XV,1 Bezeichnungskunst) vid. 8 ympto-matologia.
Separatio (se-paro trenne) die Absonderung, Absperrung von Tieren, welche mit ansteckenden Krankheiten behaftet sind.
sepoue [seponere) stelle zur Seite (auf Eecepten gebräuchl.).
Sepsin ein krystallisirtes, als schwefelsaures Salz darstellbares, putrides Gift, welches von den Fäulnissbakterien trennbar ist, jedoch ziemlich fest an ihnen haftet und durch sie übertragen werden kann.
Sepsis vid. Septicaemie.
Septicaemia s. Septhämia (oTj-nu) faule) faulige Infection des Blutes durch Resorption von in Zersetzung begriffenen Massen. Die Krankheit beginnt mit heftigem Fieber, Abstumpfung, Hinfälligkeit, Ekchymosenbildung und anderen Zeichen der Blutzersetzung. Im suboutanen Zellgewebe entstehen Ödeme mit Neigung zur Verjauchung, meist treten blutige Durchfälle hinzu und unter zunehmendem Verfall erfolgt der Tod.
Sequester (sequesto trenne, sondere ab, secus minus) abgestorbener Gewebsteil, meist auf Knochen bezogen.
Sequestrotomia (tojnj Schnitt) die Entfernung eines Sequesters mittelst Operation, durch Meissein etc.
Serpigo {serpo krieche) fressende, kriechende Bläschenflechte. (Anacker.)
vid. Ek/.ema exedens.
Setaceum {seta Borste, Haar) das Haarseil, Eiterband; früher als sog. Ableitungsmittel vielfach im Gebrauche.
S. f. Abkz. für sub flnem, gegen das Ende (auf Recepten gebräuchlich), z. B. gegen das Ende der Abkochung, sub finem coctionis.
Shok (engl. shok Stoss) plötzliche Lähmung der Herz-thätigke'it infolge heftiger Reizung, Verletzung oder Erschütterung einer grossen Anzahl von Nerven oder eines grossen Kervenstammes.
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Sialagoga.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 233
Sialagoga {sc. remedia, oiaXos Speichel, äyrnyö? führend Heilmittel, nach deren Gebrauch sich eine erhöhte Speichel-secretion (Speichelfluss) einzustellen pflegt.
Syn.: Ptyalagüga.
Sialostyptlca {sc. remedia, axutpm ziehe zusammen) die Speichelsecretion hemmende, herabsetzende Mittel.
siccus sive siccatns {siccare austrocknen) trocken, getrocknet; gebräuchlich für Pflanzenteile und chemische Präparate; bei Salzen, die Krystallwasser enthalten, unterscheidet man das Sal crystallisatum (wasserhaltig) und das Sal siccum (wasserfrei und daher stärker wirkend).
Midei'osis (aiärjpoc Eisen) eine Pneumonokoniose, bei welcher das Lungengewebe mit roten Partikelchen (einer Eisenverbindung) in derselben Weise infolge von Inhalation beladen ist, wie bei der Anthrakosis mit schwarzem Kohlenstaub.
Signatnra {signare zeichnen) die vom Arzte auf dem Reoepte notirte, stets durch die Worte Detur, Signeturquot; eingeleitete, mehr oder weniger ausführliche Gebrauchsanweisung für die ordinirten Medicamente, welche dann der Pharmaceut in gleichem Wortlaut abzuschreiben und dem Gefässe, welches das Medicament enthält, gut sichtbar aufzukleben hat.
Stimonea follicnlomm [Gervais] = Acarus follioulorum.
simplex (sim einfach [semel], plicare falten; eig. faltenlos) einfach, nicht zusammengesetzt, im Gegensatze zu oom-positus, z. B. Tinctura Opii simplex, einfache Opiumtinktur.
Ninmlisi macnlata (simulm, simus, ai[iö? plattnasig) s. Colnmbacscliensis die Kolumbaczerfliege.
S. ornata, S. reptans {repo, repto krieche) dieKriebel-und Stechmücke.
Sinapismns (sivam Senf) die Auflegung eines Senfteiges.
{Singnltas das Schluchzen, durch plötzliche krampfhafte Contraktion des Zwerchfells hervorgerufenes Phänomen, dessen letzte Ursachen nicht in allen Fällen klar sind.
sinnosns {sinus Bucht) buchtig.
Ulens s. buchtiges Geschwür.
Situs {sino lasse, liege) die Lage des Fötus; man versteht darunter das Verhalten der Längsaxe des Fötus zu jener der Mutter. Es gibt sohin Geradlagen, wo die Längen-axe des Jungen mit der Längenaxe der Mutter zusammenfällt,
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234nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Situs et forma partium abnormis.
resp. parallel läuft. Je nachdem nun Kopf oder Becken vorliegt, unterscheidet man Becken- oder Kopfendlagen. Liegt die Längenaxe des Jungen quer zur Längenaxe des Muttertieres, so spricht man von einer Querlage und bei schiefer Richtung zur Längenaxe von Schieflage.
Situs et forma partinm abnormis regelwidrige Lage und Form der Teile bei Missgeburten. (Grurlt.)
Solv. Abkz. für Solve, löse auf (auf Reoepten).
Solventia (sc. remedia, solvere lösen) auflösende Mittel.
Syn.: ßesolventia.
Somatodidymi (ciöim Leib, SiSu^oc Zwilling) Leibzwilling; Kopf, Rumpf und Gliedmassen mehr oder weniger vollständig doppelt, aber an verschiedenen Stellen verbunden. (Gurlt.)
JSomatotridymiis (aüpz Körper, Leib, SiSuao: Zwilling) Drillinge, welche mit dem ganzen Körper oder wenigstens mit dem grössten Teile desselben mit einander verwachsen sind. (Gurlt.)
S. sternalis.
Stomnolentia {tat, somnus Schlaf, lentus mild) schlafsüchtiger Zustand, Schlafsucht.
Sondos s. Radioli {frz. sonder, lat. subundare eintauchen, radius Strahl) sind verschieden lange, zur Untersuchung von Wunden, Kanälen, Fisteln etc. dienende Stäbchen, die aus verschiedenem Material, Eisen, Silber, Fischbein etc. gefertigt sind. Sie haben verschiedene Form:
Die Knopfsonde ist verschieden lang, in der Mitte angeschwollen und an beiden Enden mit einem Knöpfchen versehen.
Die Myrtlienblattsonde hat an einem Ende eine myrthen-blattförmige Verbreiterung, die Ohrsonde ein mit Schneide versehenes Ohrende zum Durchziehen von Haarseilen.
Die Sondenschraube ist an einem Ende mit einer Schraube zum Anbohren fremder Gegenstände versehen, am anderen Ende ist dieselbe meist meiseiförmig zugeschärft, Meiselsonde.
Die amerikanische Sonde besitzt eine Kanüle, aus welcher bei Bewegung einer Schraube eine elastische Sonde hervorspringt, welche sehr geeignet ist zur Untersuchung verborgener Seitengänge.
Die Hohlsonde besitzt eine Rinne, in welche man ein schneidendes Instrument hineingleiten lassen kann.
Sopor (laquo;f. Schlaftrunk, wwklaquo;^ Schlaf) die Betäubung, ein Zustand, bei welchem Empfindung und Bewusstsein mehr
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Soporifica.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 235
oder weniger aufgehoben sind, und auch die übrigen Körper-functionen grösstenteils darniederliegen.
Soporifica (sc. remedia, sopor Schlaf, fester Schlaf) Schlafmittel; Heilmittel, -welelie vorzugsweise zur Herbeiführung von Ruhe und Schlaf in verschiedenen Krankheits-zuständen benutzt werden und nur ein kurzes, dem Schlafe vorhergehendes Erregungsstadium veranlassen.
Sparadrapa {drap'Vuch) Sparadrap, gewebte Zeuge, wie Leinwand, Taifet etc., welche mit einer dünnen Lage eines Pflasters oder einer ähnlichen Zubereitung überzogen sind.
Spasmus (aTtäiu ziehe) der Krampf, ein Zustand, hervorgerufen durch abnorm starke Reizung der motorischen Nerven oder durch normale Reize bei abnormer Erregbarkeit der Muskeln.
Sp. clonicus, klonischer Krampf, bei dem sich kurz dauernde Muskelcontraktionen folgen, dazwischen Pausen der Erschlaffung. Es entsteht dadurch eine lebhafte Bewegung der betreffenden Teile oder des ganzen Körpers.
Sp. tonicus, tonischer Krampf, von längerer Dauer und in gleichmässigen Contractionen der Muskeln bestehend, so dass keine Bewegung des betroffenen Teiles stattfindet.
of. Tetanus, Epilepsia, Katalepsia.
Spavamis. fSpavenns {miltdlat., St. Petrus de Cres-centius 1. q. id. Ägricult. o. 36 De morbo spaveni, uii legendtmi spaveniv', altdeutsch Spaat, Spatt, Späth, Spaten, Spathen, Spattenquot;; soll entweder mit Spasmus Krampf zusammenhängen, während das Wort in der deutschen Literatur mit dem Begriff spätquot;, soviel als eine Verspätung der mit Spat behafteten Öliedmasse bedeutend, in Verbindung, gebracht wird) eine bei Pferden, seltener bei Arbeitsoohsen vorkommende chronische Arthritis der unteren Knochen der medialen Sprunggelenkseite; meist sind die Grelenkflächen mit afficirt und es kann schliesslich zu Anchylosirung der erkrankten Gelenke mit Osteophytenbildung kommen. Selten ist die entzündliche Neigung auf den medialen Sehnenast des Schienbeinbeugers beschränkt.
of. Bnrsitis.
Spec. Abkz. für Species, der Thee (auf Recepten).
Species {spicere schauen) rohe Arzneikörper in gröblich zerkleinertem Zustande und in zwei- oder mehrfältigem Gemenge.
Specnlnm (specio sehe, schaue) Spiegel, aus Metall oder einer mit Amalgam belegten Glasplatte, in deren Centrum eine runde Öffnung sich befindet. Mittelst des Spiegels werden Körperhöhlen beleuchtet und untersucht.
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Spermatitis.
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Spermatitis (a-Tcap^a Samen, oTtjipw streue aus) die Samenstrangentziindung. Syn.: Fuuiculitis.
SpenuatorrllOea (aiiepjia Samen, oicsipm säe, pecu fliesse) der Samenfluss, Entleerung von Samen ohne ge-schleolitliche Erregung.
Sperrelevatenr {elever, elevarc erheben) ein Instrument, welclies, in das Auge eingelegt, die Augenlider selbstthätig geöffnet hält.
Spluifellis (sijxxxcXoc, anaou tödte) der feuchte, kalte Brand.
cf. Mumificatio, Gangräna.
ySpiiia biflda (spina Dorn, Wirbelsäule, Ufidus geteilt,
ßndo spalte) Rückgrats - oder Wirbelsjjalte, Eückenmarks-wasserbruoh. (Förster.)
Spiii:i ventosa {sßna Dorn, ventus Wind) Winddorn, Auftreibung des Knochens mit Bildung poröser Knochensubstanz, in deren Maschen Bindegewebe, Eiterherde, Fistelgänge etc. vorzufinden sind.
cf. Aktinomykosis.
Spil*. Abkz. für Spiritus.
spirifuosus (Spiritus) wein geistig, z. B. Extraeta spirituosa, mit quot;Weingeist hergestellte Extrakte.
Spiroptera (aitstpa Windung, -rcrepov Flügel) der Fadenwurm.
Sp. cincinnata {cincinnus, xixtvvo; Haarlocke) der haar-lockenförmige Fadenwurm. (Nackenband und Fesselbeinbeuger der Einhufer.)
Syn.: Filaria cincinnata. Onchocera reticulata.
Sp. Iianilllosa [Diesing] {hamus, Angelhaken, hamulus; habeo halte). (Haushuhn Magen.)
Sp. megastoma (piyat gross, orop.laquo; Mund) der gross-mäulige Fadenwurm. (Pferd Magen in Knötchen.)
Syn.: Filaria megastoma.
Sp. microstoma (p.ixp6? klein) der kleinmäulige Faden-wurm. (Pferd Magen.) Syn.: Filaria microstoma.
Sp. sanguinolenta (sanguis Blut) der blutsaugende Fadenwurm. (Hund Magen.) Syn.: Filaria sangninolenta.
Sp. sentata [Müller] {scutum Schild) der Schlundfadenwurm des Kindes. (Pferd und Rind Schlundschleimhaut.) Syn.; Filaria scutata.
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Splanchnolith.
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Sp. strongylina (oTpoyfu^o? rund) der pallisadenföraiige Fadenwurm. (Schwein Magen.) Syn.: Filaria strongylina.
Splanchnolith (ouXayx^ov Eingeweide, Xiamp;o? Stein) der Eingeweidestein, Darmstein.
Splenicraquo; (laquo;. remedia, spien Milz) Heilmittel, welche eine quot;Wirkung auf die Milz auszuüben Termögen.
Splenisatio (aitXrjv Milz, lat. spleti) ein Zustand der Lunge, bezw. einzelner Lungenteile, bei welchem das Gewebe luftleer und hyperämisch ist, wozu nicht selten noch der Austritt von Blutbestandteilen in das Lumen der zusammengefallenen Alveolen rfolgt.
ct. CarniGcatio.
Splenitis (suXrjvtxic, auXifjviCu) leide an der Milz) die Milzentzündung.
Spoliatio Ol'bitae {spoKart rauben, orhita, orbis Kreislauf) die Ausweidung der ganzen Augenhöhle.
Syn.: Exeutevatio orbitoe.
Sponilylarthrokace (stov8uX.os Wirbel, apOpov Gelenk, xäxrj Uebelbefinden) die Wirbelkaries.
Spondylitls (o-kovSuXo; == aitovBuXtov) die quot;Wirbelentzündung.
sporadisch (oitopdts zerstreut, o-itetpo) streue aus) vereinzeltes Vorkommen von Krankheiten, im Gegensatze zu En-zootie, Epizootie, Panzootie.
{Sporozoen vid. Gregarinen.
spur ins (lat.) falsch, z. B. Aneurysma sp., falsches A.
Sputum (j/laquo;raquo; spucke, t:tu(b) der Auswurf; je nach der Beschaffenheit schleimig, sehleimig-eitrig, serös etc.
Squama {squaleo bin starr) die Schuppe, z.B. Ablösung der Oberhaut in Schuppen.
S. S. n. Abkz. für Signa sno nomine, bezeichne es mit seinem eigenen Namen (auf Recepten).
Stadium (oraStov, iaTiij[M stelle, eigentl. das Feststehende; auch die Rennbahn, dann Wegmass = 569 p. F. = 184,97 m.) bei unseren Haustieren ist eine scharfe Trennung von Krankheiten in einzelne Stadien nicht immer in der quot;Weise möglich wie beim Menschen; hier unterscheidet man:
1.nbsp; nbsp; St. prodromorum {prodromus Vorläufer) St. der Vorläufer ;
2.nbsp; nbsp;St. invasionis (invado breche ein) St. des Ausbruches;
3.nbsp; nbsp;St. incrementi (wlaquo;ir^laquo;lt;rö wachse an) St. des quot;Wachsens;
4.nbsp; nbsp;St. acmes (axpuj Höhepunkt) Höhestadium;
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Stagnatio.
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5.nbsp; nbsp;St. kriseos (xptms Entscheidung, Urteil, xpiveiv urteilen) St. der Wendung, der Entscheidung;
6.nbsp; nbsp;St. decrement!, St. der Abnahme;
7.nbsp; nbsp;St. reconvalescentiae, die Genesung.
Stagnatio {stagnare) die Stauung (des Blutes in den
Gefässen).
Stasis (i(3Traquo;)[it stelle) meist auf die Stauung bis zur völligen Bewegungslosigkeit im Blutkreislaufe angewendet.
Entzündliche St., der Stillstand des Blutes und das Ankleben der weissen Blutkörperchen an die Wandung der Blutgefässe bei der Entzündung.
Statim! hat auf Recepten die gleiche Bedeutung wie Cito !
stationär {stare stehen) die Eigenschaft eines Zustandes oder pathologischen Prozesses, nicht in weitere Phasen überzutreten, sondern vielmehr sich gleich zu bleiben.
Status gastricus {sto, stare stehen, yocoTTjp Magen;
Adjectiv yaaxpizoi. auf den Magen bezüglich) vid. Gastritis.
Status praesens das Ergebnislaquo; der Untersuchung des gesammten Gesundheitszustandes eines Patienten, seiner Individualität und seines Verhältnisses zur Aussenwelt.
Staxls (oTaClaquo;) tröpfle) viel. Stillicidium.
Epistaxis das Nasenbluten.
Stenochorie (otsvÖ? eng, ^(upecu befinde mich) Verengerung der natürlichen Körperöffnungen.
Stenokorie (atevoj eng, xopYj Pupille) die Pupillenverengerung, i. q. Myosis.
Stenosis (otsvoo) verengere) Verengerung irgend eines Kanals oder einer Öffnung, z. B. St. der Atrioventricularöffnung, des Darmes etc.
Sterllitas {sterilis unfruchtbar, v. stems utepco? ~~- sreppo; fest) die Unfruchtbarkeit.
Sternopagns vid. Thorakopagus. Sterimtatlo (sternutare sternuere = ittäpvujJiai niesen) das Niesen.
Sternutatorla (sc. remedia, stemm niese) die Niesmittel.
Syn.: Ftarmica, Ei'rhina.
Stertor {stertereVifiisi, Sapöavo) schnarchend schlafen) das röchelnde Atmen infolge Ansammlung von Flüssigkeit in Trachea und Bronchien.
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Stethoskop.
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Stethoskop (attjdoc Brust, 'i(mj]xi hervorstehen, axoitoc Späher, axeuTOjJ-ai sehe) Instrument zur Auskultation des Brustraumes, aus einer Platte und einem HoUcylinder oder einem soliden Stabe bestehend.
stheniseh (aftsvot Kraft) eine für Krankheiten und namentlich Fieber gebräuchlicher Ausdruck, wenn sie von kräftiger Herzthätigkeit und Erregung des Nervensystems begleitet sind.
cf. astheniscli, erethisch.
Stigma (cTtyp-a Stich, utiCo) steche) das Stippchen, roter Punkt auf der Haut mit kleiner, centraler Erhabenheit.
Stigmata (oTtY^a Stich, Fleck) die Narbe auf dem Stempel, z. B. Stigmata Croci, Safran.
Stillicidinm (tropfenweise fallende Feuchtigkeit, stillo, Dem. v. stiria Tropfen, cado falle) Blutung in Tropfen, Abtröpfeln von Blut, z. B. aus der Nase.
Ausserdem: das Thränenträufeln, Thränenfluss.
Syn.; Epiphora.
Stimnlantia {sc. remedia, stinmlare reizen) Reizmittel; erregende, anregende Heilmittel.
Stipites {stipes, itis Baumzweig = axuito;) die Stengel, z. B. St. Duloamarae.
Stomacllica {sc, remedia, arojia^o; Magen, eig. Mündung \v. oTopa]) die Magenmittel.
Stomakace (oTÖfia Mund, xaxrj Übelbefinden) vid. Stomatitis.
Stomatitis (s-cojia Mund) Entzündung der Maulhöhlen-sohleimhaut.
St. erythematosa et catarrhalis, einfache, katarrhalische Entzündung; s. Erythema.
St. aphthosa, die aphthöse Entzündung; s. Aphthae.
St. ulcerosa s. Stomakace die geschwürige Entzündung; eine nekrotisirende Entzündung, bei welcher die Maulschleimhaut, namentlich aber das Zahnfleisch in verschiedener Ausdehnung ergriffen ist.
St. pnstnlosa contagiosa (s. Pustula u. Contagium) eine zu den Exanthemen gehörende, ansteckende Krankheit des Pferdes, welche in der Hauptsache in einer Pustelbildung auf der Maulsohleimhaut besteht, die jedoch auch auf die Cutis und die Nasenhöhlenschleimhaut übergreifen kann.
St. crouposa et diphtheritica (s. Croupe, Diphtheritis) beim Hausgeflügel, zerfällt in eine durch Spaltpilze und eine durch Gregarinen erzeugte Form.
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Stomatomykosis.
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Stomatomykosis ([laquo;Jxt)? Pilz) der Soor, eine Pilzbildung im Munde.
Stomatoskop (oxoiioj Späher) von Brogniez oon-struirtes Instrument, mit einem concaven Spiegel, vor welchem eine Lampenflamme brennt; es werden dadurch die Strahlen concentrirt und in das Innere der Maulhöhle geworfen.
Strabismus (oxpaßo? schielend) das Schielen; eine Veränderung des Gleichgewichtszustandes der Augenmuskeln, wodurch ein Muskel, z. B. der Musculus rectus internus oder externus, das Übergewicht über seinen Antagonisten erhält und somit das Auge in der Blickrichtung abgelenkt wird und zwar beim
Str. convergens nach einwärts, und beim Str. divergens nach auswärts.
8tl*algt;otomie (t^vu) schneide) Schieloperatiou durch Rücklagerung des in seiner quot;Wirkung übermächtigen Muskels mit oder ohne gleichzeitige Verlagerung des Antagonisten.
Strangllllia {strangulare, arpa^aXoia, oTpay-caliCra würge, mittelalterl. Latein. Ruini) der Strengel, die Bräune.
Straugnria (s-paYY1quot; = o-pefü) stränge, presse aus;
v. axpayä der ausgepresste Tropfen).
ct. Dysuria.
Strepitns coriacens (strepo knarre, corium Leder) das Lederknarren, bei der Auscultation vernehmbares Geräusch, z. B. bei Vorhandensein trockener Schleimmassen in den Bronchien.
#9632;Strictni'a (atpaYYlaquo;quot;! tat. siringo schnüre zusammen) die Verengerung von Kanälen, vid. Stenosis.
Stl'idoi' (strideo zxsche, pfeife) das pfeifende oder zischende Geräusch bei Verengung des Kehlkopflumens.
Strongylns (oTpoYfuXo; rund, orpayS Tropfen) der Pallisadenwurm.
Str. armatus [Rudolphi] der bewaffnete Pallisadenwurm. (Pferd, Esel, Maultier Aneurysmen der Gekrösarterien, Darm.)
Syn.: Sclerostoranm armatam. Sei. erjuinum.
Str. cernuus [Creplin] (kopfüber xußisTöv, xäpa Haupt, xpoevo; Helm, cerebrum, cernus, So^jios krumm) der übergebogene Pallisadenwurm. (Schaf, Ziege Darm.)
Syn.: Dochmius cernnas.
Str. caninus [Ercolani].
Str. commutatus [Diesing] (Kaninchen Luftröhre, Bronchien).
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Strongylus.
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Str. contortus [Rudolphi] (contorqueo) der gedrehte Pallisadenwurm. (Schaf, Ziege Magen.)
Str. dentatus [Rudolphi] {dens Zahn) der gezahnte Pallisadenwurm. (Schwein Dickdarm.)
Syn.: Sclerostomum dentatam.
Str. filaria [Rudolphi] {filum Faden) der fadenförmige Pallisadenwurm oder Luftröhrenkratzer. (Schaf, Ziege, Kaninchen Luftröhre und Bronchien.)
Str. fllicollis [Rudolphi] (//laquo;/raquo; Faden, collum Hals) der dünnhalsige Pallisadenwurm. (Schaf, Ziege Dai'm.)
Str. hypostomus [Diesing] (üito unten, otojilaquo; Mund) der Pallisadenwurm mit ahwärts gekehrtem Maule. (Schaf, Ziege Darm.)
Str. inflatns [Schneider] (inßare aufblasen) der breite Pallisadenwurm. (Rind Colon.)
Str.micrnrus [Mehlis] (pixpoc klein, oüpä Schweif) der kleinschwänzige Pallisadenwurm. (Rind, Pferd Luftröhre, Bronchien.)
Str. nodnlaris [Rudolphi] (nodus Knoten) (Gans Schlund, Magen, Zwölffingerdarm).
Str. paradoxns [Mehlis] (ixapä über etwas hinaus, läia. Meinung) der seltsame Pallisadenwurm. (Schwein Luftröhre und Bronchien.)
Str. pergracilis (gracilis schlank) (Tauben und Haselhühner.)
Str. radiatus [Rudolphi] {radius Strahl) der strahlige Pallisadenwurm. (Rind Zwölffingerdarm.)
Str. rnfescens [Leuckart] (rufus rot, rufesco) (Schaf Lungen).
Str. Syngamns = Syngamus trachealis, s. d. (Luftröhre von Huhn, Pfau, Enten, Fasanen).
Str. tennis [Eberth] (temäs dünn) (Gans Blinddarm).
Str. tetracanthus [Diesing] (reasapec (a) vier, axavamp;ot Stachel) der Tierstachelige Pallisadenwurm. (Pferd, Esel, Maulesel Darm.)
Str. trigonocephalus [Rudolphi] (tpsTc drei, yurna Winkel) der Pallisadenwurm mit dreieckigem Kopfe).
Syn.,: Dochmius trigonocephalns.
Str. tubaeformis [Zeder] {tuba Trompete) (Katze Zwölffingerdarm in Knötchen).
Str. vasorum [B a ill et] iyas Gefäss).
Martin n. Schlampp, Terminologie fttr Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; |g
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242nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Struma.
Str. ventricosus [Rudolphi] (venter Bauch) der Palli-sadenwurm mit Hautkanten. (Rind Dünndarm.)
Str. venulosus [Rudolphi] (vena Ader) der geäderte Pallisadenwurm. (Ziege, Schaf Darm.)
Struma {struo baue, struma dicker Hals) der Kropf, Vergrösserung der Schilddrüse infolge verschiedener pathologischer Prozesse.
Str. congenita s. adnata, der angeborene Kropf. Derselbe ist entweder durch übermässige Füllung bezw. telean-giectatische Erweiterungen der Gefässe oder durch Hypertrophie des Drüsengewebes, oder durch übermässige Colloid-bildung, durch Zunahme des Bindegewebes oder durch Adenombildung hervorgerufen.
Str. hypertrophica, die Hypertrophie der Schilddrüse, besteht in einer Vergrösserung und Vermehrung der normalen Drüsenhaufen und Drüsenblasen oder in einer Vermehrung des normalen Drüseninhaltes. Das erstere ist die sog. Str. parenchymatosa, follicularis mollis, glan-dulosa; das letztere die Str. gelatinosa s. colloides.
Ausserdem unterliegt die Schilddrüse sehr häufig carci-nomatösen und sarcomatösen Prozessen, in welchem Falle vielfach von Str. maligna gesprochen wird.
quot;Wie beim Menschen endemisch, so tritt auch bei den Tieren der Kropf häufig enzootisch auf. Der bei jungen Tieren vorkommende Kropf verschwindet im späteren Leben sehr häufig von selbst wieder.
Striimitis Entzündung des Kropfes (der entarteten Schilddrüse).
Stirpor (stupo bin betäubt; sibüirt aus TYII-m, xüitTiu schlage) Zustand von Unempfindlichkeit.
iStuppa (aiumtif) = OTOtßr] Werg) das Werg. Styptica (sc. remedia, otutho stopfe) stopfende Heilmittel, sowohl für die Beschränkung abnormer Entleerungen (des Darmes), als auch für die Stillung von Blutungen gebräuchlich. siilH'iitau {sub unter, adis Haut) unter der Haut gelegen, dem Unterhautzellgewebe angehörend; subcutane (= hypo-dermatische) Injection: Einspritzung von flüssigen Arzneimitteln vermittelst einer Hohlnadel, welche die Haut durchstochen hat und mit ihrer freien Öffnung in die Subcutis ragt. Sublimat (sublimare erhöhen, hoch heben) das Product der Sublimation; als Sublimat bezeichnet man auch kurzweg das Hydrargyrum bichloratum corrosivum.
üiibliniaiio {sublimare hoch heben, erhöhen) die Sublimation eines chemischen Körpers, ausgeführt, indem man den
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Subluxatio.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 243
festen Körper durch Erwärmen in Dampfform bringt und dann in einer kalten Vorlage wieder auffängt; auf diese Weise werden feste Körper von Verunreinigungen befreit und einzelne in Pulverform verwandelt.
JSnblnxatio Quxo, Xo^om verrenke, Xo^oc schief) unvollständige Luxation.
Subluxatio lentis, die teilweise Luxation der Linse des Auges, welche nur zum Teil und mit einem Segmente das Pupillargebiet verlassen hat.
Slllltills (subtilis dünn, fein = stibtexilis, texo webe, also eig. fein gewebt) fein, zart, in der Bezeichnung pul vis subtilis, feines Pulver, und pulvis subtilissimus, höchst feines Pulver oder Staubpulver.
Suflis (sugere saugen) der aus frischen, gewöhnlich im Frühjahr gesammelten Kräutern unter Anwendung der Presse gewonnene Saft, welcher durch nachheriges Eindampfen meist in seinem Volumen noch eingeengt wird, bis er die Consistenz
eines Mus besitzt.
S. inspissatus {in-spissare dicht machen) der eingedickte Kräutersaft.
Sudor frucntus {sudo schwitze, cruor Blut) das Blutschwitzen.
vii). Hämathidrosis.
SmloritVril {sc. remedia, sudor Schweiss,/wv; bringe) sohweisstreibende, die Diaphorese anregende Heilmittel.
Syn.; SudoriSca, Diaphoretica,
Sndorifica {sc. remedia, faäo mache) schweisstreibende, schweisserzeugende Heilmittel.
Syn.: Diaphoretica, Sudoritera
JSnffbkatio {suffoco v. sub laquo;. faux Kehle) die Erstickung infolge Mangel des Blutes an Sauerstoif.
Slidnsio {sub-fundo, suffundo giesse darunter) Blutunter-laufung von grösserer Ausdehnung.
Sngillatio (sugilh schlage braun und blau, Dem. v. sugo sauge) Blutunterlaufung von geringerer Ausdehnung.
siiilins {sus Schwein) vom Schweine herstammend; Adeps suillus, das Schweinefett, das Schweineschmalz = Axungia porci.
Siinim. Abkz. für Summitates {v. summus) die Kräuterspitzen, z. B. Summitates Sabinae.
üaperfoecnndatio (super über, foecundus fruchtbar) die Überschwängorung; es werden Bier einer und derselben Brunst durch verschiedene Begattungsakte befruchtet.
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244nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Superfoetatio.
Snperfoetatio {super über, foetus Frucht) die Über-fruchtung; es werden Eier verschiedener Brunstperioden befruchtet; während eine Frucht bereits in Entwicklung begriffen ist, tritt eine nochmalige Befruchtung ein.
Siilraquo;er|(iirgaiifJa quot;//v/ ühvr, pur gare abführen,/laquo;r[W]-agere rein machen) das übermässige Abführen durch Abführmittel.
Snppletlva (sc. remedia, sub-pleo fülle nach) Mittel, welche innerlich gereicht werden, um den Magensaft oder einzelne Coraponenten desselben zu ersetzen.
Snpposltorlum (supponere unterstellen, untersetzen) das Stuhlzäpfchen; Suppositorien sind glatte, abgestumpfte, 35 cm lange, an der Grundfläche im Durchmesser 1,01,5 era dicke konische Körper aus Arzneistoffen bereitet, geeignet durch den Anus in den Mastdarm eingeführt und dort einige Zeit liegen gelassen zu werden.
Suppresslo {supprimo halte zurück) die Unterdrückung der Thätigkeit eines Organes oder der Absonderung eines Sekretes, z. B. des Eiters.
Siippnratlo {dg. Unterlaufung mit Eiter, v. sub u. pus) die Eiterung.
vid. Ulceratio.
üiispensorlnm {sub von unten herauf, nach oben = sursum In die Höhe, pendo hänge) die Tragbinde, Binde und besonders dazu gefertigter Tragbeutel, welche bei Erkrankungen des Euters und der Hoden den durch Zug und Tieflagerung dieser Teile hervorgerufenen Schmerz und Reiz hintanhalten sollen.
Sntura {suo nähe) die Naht.
In chirurgischem Sinne unterscheidet man folgende Arten der Naht:
1.nbsp; nbsp; Knopf- oder Bnndnaht, Suture entrecoupee, ä points separes {point, tat. punetum Stich) aus einem oder einer Reihe für sich geführter Stiche bestehend. Es wird hiebei auf der einen Seite von aussen nach innen eingestochen, dann auf der andern die'Nadel von innen nach aussen durchgeführt und der Faden mit dem sog. chirurgischen Knoten geknüpft.
2.nbsp; nbsp; Schlingennaht, S. ä ruse {la ruse die List) mehrere Fäden je einer Seite werden dabei zusammengenommen, gedreht, dann mit denen der anderen Seite vereinigt und in die Wunde gelegt.
3.nbsp; nbsp; Zickzacknaht, S. ä points passes au faux fil {faux fd falscher Faden, Heftfaden) man sticht auf der einen
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Sykoma.
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Seite von augsen ein, auf der anderen von innen nach aussen, führt den Faden eine kurze Strecke weiter, sticht auf derselben Seite wieder ein und führt ihn auf der anderen Seite wieder heraus, so dass der Faden nie äusserlich quer über die Wunde, sondern immer seitlich davon zu liegen kommt.
4.nbsp; nbsp;Kürschnernaht, S. des pelletiers oder ä surjet {lai. pellis Fell; surjet lat. superjectus, super über,Jada werfe, überwendliche Naht) es wird immer auf einer Seite ein-, auf der anderen Seite ausgestochen und dabei der Faden schief über die Wunde weggeführt. Das Schliessen der Enden geschieht durch Knüpfen.
5.nbsp; Durchzogene Naht, bei Darmwunden in der Weise ausgeführt, dass man sich einer geraden Nadel und eines doppelten Seidenfadens bedient, die beiden Padenenden zuerst mit einem Knopfe vereinigt, hierauf die Nadel durch die zusammengehaltenen Wundlippen durchsticht, den Faden bis nahe an den Knopf durchzieht, mit der Nadel daselbst zwischen beiden Fäden durch- und anzieht u. s. f.
6.nbsp; Zapfennaht, S. enchevillee, emplumee {cheville, lal. davicula Nagel, laplume Feder) eine Knopfnaht, dahin modificirt, dass die Hefte derselben rechts und links von der Wundlinie durch je einen festen Körper mit einander verbunden werden, ein Holzstäbchen oder dergleichen. An Stelle der Zapfennaht wird auch eine Naht angewendet, bei welcher ein Streifen Heftpflaster auf jede Wundseite aufgeklebt wird, der bis an den Wundrand reicht und hier durchlöchert ist; durch diese Oifnungen gehen Gummibändchen, die auf dem Heftpflaster an kleinen Zapfen befestigt sind. S. elastique avec des bandes agglutinatives (sXaaiixot treibend, springend, v. sXauvu) treibe, agglutinate anleimen, gluten, glutinum Leim \gluo\).
7.nbsp; Umschlungene Naht, eine Nadel (Stecknadel) wird durch die beiden Wundlippen durchgezogen, so dass ihre Enden daraus hervorsehen, und dann um dieselben eine Fadenschlinge geführt; bei langen Wunden kann man mehrere Nadeln durch einen längeren Faden umschlingen, wodurch 8 - förmige Touren entstehen (sog. Aohternaht). S. entortillee amp; tiges {entortiller umwickeln, la tige {lat. tibid] Stengel) bei mehr rundlichen Wunden sticht man Nadeln in der Weise ein, dass sie sich kreuzweise in der Wunde begegnen, worauf um die Enden der Nadeln Fadenschlingen gezogen werden, gekreuzte Naht.
£tykoma (auxdm bilde Feigen, aüxov Feige) die Feigwarze.
cf, Comlyloma.
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246nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Symblepharon.
Symblepliaron (auv mit, ßXecpapov Lid) die Verwachsung der Conjunctiva palpebr. mit jener des Augapfels entweder der ganzen Fläche der Membran nach S. totale, oder nur auf einige Stellen beschränkt S. partiale. Bildet der Narbenstrang eine dicke Lage, so bezeichnet man es als S. sarcomatosum, ist dagegen die Conjunctiva gleichzeitig atrophisch oder zerstört, so spricht man von einem S. fibrosum s. membranaceum.
Symbiotes (aüv mit, zusammen, ßioui lebe) [Gerlach] = Dermatophagus [Fürstenberg] = Chorioptes [Megnin]. S. d.
sympatllisdl (oüv mit, itaamp;olaquo; Leiden, aujiuas^m leide mit) Erkrankungen, welche im Zusammenhang mit anderen auf dem quot;Wege der Nervenbahnen entstehen.
Symptoma (oüjrnTujjia, auv-nnrco) falle zusammen) Erscheinungen einer Krankheit; objektive oder subjektive S., erstere solche, welche von einem Anderen wahrgenommen werden, letztere diejenigen, welche nur vom Kranken selbst empfunden werden können.
Symptomatologie die Lehre von den Krankheitssymptomen und deren Bedeutung, of. Semiotik,
Synaetia (ouv mit, ama Ursache) die Mitursaohe, die noch mitwirkende U.
Syncephalns (xstpaWj Kopf) s. Janioeps, Doppelmissbildung, aus zwei am Kopf oder an Kopf und Brust zusammenhängenden Individuen bestehend. (Förster.)
cf. Octopus, Cephaluthorakopagas.
Synehysis corporis vitrei (suyx1raquo;01laquo; quot; suv-xeiuglesse zusammen) die Yerflüssigung des Glaskörpers des Auges.
S. simplex, die einfache, uncomplicirte Yerflüssigung, bei welcher es sich allein um eine Consistenzveränderung des Glaskörpers handelt;
S. scintillans s. Scintillatio oculi {scintilla Funke) wobei ausserdem noch eine Einlagerung von Cholestearin- und Tyrosin-Krystallen in den Glaskörper hinein statt hat, so dass man bei der Spiegelbeleuchtung von den glitzernden, massenhaften und im Augenhintergrunde herumwirbelnden Kryställchen den Eindruck erhält, als falle im Augenhintergrunde ein feiner Gold- oder Silberregen nieder.
JSyndektomie {verkürzt aus aüvlzsy-oiBmiiehaLUi, exTe[iv(u schneide aus) eine Methode der operativen Therapie des
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Syndesmitis.
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Pannus, bei welcher ein schmaler, ringförmiger Streifen um die Hornhaut herum abgetragen wird.
Syn.: Peritomie.
Syndesmitis (auvSes^oc Bindehaut, suvSecu binde zusammen) die Bindehautentzündung.
Syn.: Conjunctivitis.
Synechiraquo; (amkysia v. auv - ifm halte zusammen) die Verwachsung und Verklebung der Regenbogenhaut durch entzündliche Produkte mit ihren benachbarten Membranen und zwar nach vorne mit der Hornhaut S. anterior, und nach hinten mit der vorderen Linsenkapsel S. posterior; Ist nur ein Teil des Irisareales mit der Umgebung verlötet, so kann man von einer S. partial is sprechen, bei vollständiger Verwachsung dagegen von einer S. totalis; in den letzteren Fällen ist immer Pupillarabschluss vorhanden.
Syn laquo;#9632;Slums tracliealis = Strongylus Syngamus (Luftröhre von Huhu, Pfau, Enten, Fasanen u. s. w.), veranlasst enzootisoh auftretende und verheerende Entzündungen der Luftröhre; Abmagerung, Anämie.
Synganins bronchialis, von Mühlig in den Bronchien derselben Vögel gefunden.
Synicesis (ouv-iCrjSic, v. auv-iCavlt;o sinke zusammen, iCdvlaquo;) = iClaquo;) sitze) die Verschliessung der Pupille, der Pupillarabschluss.
Synkantlins (xavftöj Augenwinkel, aüv mit) es zieht ein Narbenstrang von einem Augenwinkel zum Augapfel hin (Symblepharon), und zwar vom äusseren Augenwinkel S. externus, vom inneren Augenwinkel S. internus.
Synkope (oupcoiaj, ouyxÖutoj schlage zusammen) die Ohnmacht, der Scheintod.
Synocha, Synoehe (auvo^, suve^iu halte zusammen) das entzündliche Fieber.
synochal (auv - e/m halte oder hänge zusammen) auf das Fieber angewendeter Ausdruck, der ihm die Bedeutung des entzündlichen verleiht.
Synostosis (ouv zusammen, ootsov Knochen) im pathologisch-anatomischen Sinne: das Verwachsen normal getrennter Knochen.
Synovitis {Synovia Gelenkschmiere, von Paracelsus erfundenes Wort) Entzündung der die Gelenkhöhlen auskleidenden Membranen.
S. serosa (sero-flbrinosa) s. Hydrops articularis acntns u. chronicus, mit Exsudation seröser oder sero - fibrinöser Flüssigkeit in die Gelenkhöhlen verbunden.
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248nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Syntaxis.
S. snppnrativa s. Pyarthrosis, Arthropyosis, Empyema articuli, die eiterige Entzündung der Synovialmembran. S. metastatica, of. Arthritis.
S. fnngosa s. Tumor albns, eine chronische S., -welche zur Bildung schwammiger Granulationsmassen führt und meist mit Affektionen der umgebenden Gelenksteile verbunden ist (Parasynovitis).
cf. Arthritis, Barsitis, Arthrokace.
Syntjixis (auvxaoora stelle zusammen) die Einrichtung von Verrenkungen oder Knochenbrüchen.
Synthesis (ouv-rMhjju stelle zusammen) das Einrichten von Knochenbrüchen.
Syr. Abkz. für Syrupus.
Syringa undjSyrinx (aüptyS Hirtenflöte) die Spritze, Fistel.
Syringophilns bipectinatas, milbenartiger Parasit, welcher in den Federkielen der Hühner und Tauben schmarotzt.
S. uncinnatus, beim Pfau.
Syrupus (aüpatv ziehen?, öitöc Saft, oder vielmehr Sirop, arab. Scherbet Trank, sirupus späflat.) der Zuckersaft.
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m in ophthalmologischen quot;Werken häufig gebrauchte Abkz. für Tension, d. i. der Spannungsgrnd des Augapfels. Die T. kann verringert oder erhöht sein und es wird dies zum Ausdruck gebracht durch T und -\- T.
Tabernacnla (tabernaadum Zelt, tabernd) Zeltchen; trockene, sehr leichte und zerbrechliche, 23 cm hohe, riefig gewundene Kegel aus Eiweiss und Zucker, die ausserdem noch irgend einen Arzneikörper (z. B. Santonin) enthalten.
Tabes (lat.) der Schwund, die Abmagerung.
Tabes dorsualis (dorsnalis, v, dorsum Rücken, devorsum abwärts) beim Schafe unter demNamen Traberkrankheitquot; als Herdekrankheit bekannt. Sie verläuft chronisch, ist unheilbar und erblich, wird namentlich durch die männlichen Zuchttiere in gesunde Herden eingeschleppt und ist dann schwer oder gar nicht auszurotten. Das Krankheitsbild wird aus drei Symptomgruppen zusammengesetzt: 1. den Erscheinungen einer Alienation der sensitiven Sphäre, 2. Störungen in den motorischen Nerven, 3. gestörte Ernährung. Anatomisch hat sich bis jetzt Positives noch wenig nachweisen lassen.
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Taenia.
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T. Satnrnina {Saturnus, alchym. Blei) die Abmagerung bei chronischer Bleivergiftung.
Taenia (Wurzel ta, xav, tsv, tsivsiv dehnen, ausdehnen, Tavu|xai strecke mich, Tlt;iat;, tovoc, tevuiv, xaivta) der Bandwurm.
T. alba [Perroncito].
T. anatina [Krabbe] (anas Ente). (Ente Darm.) T. cantaniana [Polonio]. (Fasan Darm.) T. cesticillus [Molin] (cesfus Riemen, Gürtel). (Haushuhn Darm.)
T. Coennrns [Küchenmeister] (xucuv, xuvo; Hund?). (Hund Dünndarm.) Blasenwurm: Coenurus cerebralis s. Cysticercus eTaen. Coen. (Schaf, Pferd, vornehmlich im Gehirn.)
T. conica [Molin] (xövot Kegel). (Ente Darm.)
T. coromila [Batsch] (corona Krone). (Ente Darm.)
T. crassicollis [Rudolphi] (crassus dick, collum Hals).
(Katze Darm.) Blasenwurm: Cysticercus fasciolaris
(Leber von Ratten und Mäusen.)
T. crassula [Budolphi]. (Taube Darm.) T. cucumerina [Bloch] (cucumis Gurke). (Hund Dünndarm.)
T. cuneata [v. Linstow] (cimeus Keil). (Haushuhn Darm.)
T. denticulata [Rudolphi] (amp;raquo;i Zahn). (Rind Darm.)
T. echinococcns [v. Siebold] (sx'vos Igel, xoxxoc Kern). (Hund Dünndarm.)
T. elliptica [Batsch] (IXXei(j)u Ellipse). (Katze Darm.) T. expansa [Rudolphi] (expando breite aus). (Rind, Schaf, Ziege Darm.)
T. fasciata [Rudolphi] (fascis Bündel). (Gans Darm.)
T. Friedbergeri. (Fasan Darm.)
T. gracilis [Rudolphi]. (Ente Darm.)
T. imbutiformis [Polonio] (imbuto ital. Trichter). (Ente Darm.)
T. infundibiliformis [Goeze] (in/undo glesse ein, in/un-dibulum Trichter). (Fasan, Huhn, Ente Darm.)
T. lanceolata [Bloch] (lancea Lanze). (Gans, Ente Darm.)
T. mamillana [Mehlis] (mavüUa, twuiTot Brustwarze). (Pferd Darm.)
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250nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Talpa.
T. marginata [Batsch] {viargo Rand). (Hund Dünndarm.) Blasenwurm: Cysticerciis tenuicollis in Serosa und Subserosa der Brust- und Bauchhöhle, bes. im Gekröse, bei Schaf, Rind, Ziege, Schwein.
T. medloeaneÜata [Küchenmeister] (medhis mitten, cannus Rohr). (Mensch Darm; der Cystioercus davon in fast allen Organen des Rindes.)
T. megalops [Nitzsch] dJ-eYlaquo;? gross, otj; Gesicht). (Ente
nbsp; nbsp;Darm.)
T. ovilla [Rivolta] (mis Schaf). (Schaf Darm.) T. pectinata [Goeze] (pectm Kamm). (Kaninchen
Darm.)
T. perfoliata [Goeze] (Jolium Blatt). (Pferd Darm.) T. plicata [Rudolphi] {plicare falten). (Pferd Darm.) T. proglottina [Davaine] (itpo - yXuvcTis Zungenspitze).
(Haushuhn Darm.)
T. semiteres [Baird] {semi, ^[laquo; - ou; halb, xspem drehe).
(Katze Magen.)
T. serrata [Goeze] {serra Säge) der gesägte Bandwurm.
(Hund Darm.) Blasenwurm: Cystioercus pisiformis
nbsp; nbsp;Hase, Kaninchen.
T. setigera [Prolieh] {seta Haar, Borste). (Gans Darm.)
T. slimosa [Zeder] (sinus Busen). (Ente Darm.)
T. soliiini {sohts allein) der Binsiedlerbandwurm. (Mensch
nbsp; nbsp;Darm; davon der Cystioercus).
T. trilineata [Batsoh] {tres lined). (Ente Darm.)
T. tetragona [Molin] (tsaoapa vier, ylaquo;quot;quot;quot;01 Winkel). (Haushuhn-Darm.)
Talpa die Maulwurfsgeschwulst, Geniokbeule.
Xampon (/rz. Pfropfen, tape, span, tapa, deutsch Zapf) ein Bausch, aus Werg, Watte etc. gefertigt, zur Ausfüllung von Höhlen oder zur Ausübung von Druck.
Tamponade (frz.) die Anwendung von Tampons (vid. Compresse) auf Wunden, blutende Gefässe etc.
Tapotement {tape Klaps, tapa span. Deckel, tapoter [taper] klopfen) das Klopfen, eine Methode der Massage.
tariren (arai. tarha Abgang) die Herstellung des Gleichgewichtes auf der einseitig mit einem Glase (Schale) beschwerten Wage, welche dadurch bewerkstelligt wird, dass man die andere Wagschale mit der dem Glase (Schale) entsprechenden Gewichtsmenge von Bleischrot belastet.
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Tarsitis.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;251
Tarsitis (tapoöt Wimper Galen, tepoofiat trocknen)
die Entzündung des Lidknorpels.
Taxis (xaaoiu richte ein) das Zurückbringen von Ein-geweidebrüchen von aussen durch manuelle Behandlung.
Negative T., die Reposition durch Zug von innen.
Tct. Abkz. für Tinctura.
Tectnra (legen bedecken, verschliessen) der vom Pharmazeuten geübte kunstgerechte Verschluss eines Töpfchens oder die Überdeckung des Korkes eines Medicinglases mittelst Papier (ein weisses Unterbindepapier, über das ein farbiges, giftfreies Papier gelegt wird), das durch einen circular laufenden Faden am Gefäss befestigt wird.
Teleangielitasie (Tf]Xe adv. weit, ayfeTov Gefäss, sxieivu) dehne aus) die Erweiterung von Blutgeiassen.
Xemperantia {sc. remedia, temperare massigen, tempus) beruhigende Heilmittel.
IViiariilniu (teneo halte, tetiax festhaltend) Instrument zum Zurückhalten von Wundrändern etc.
Xemakel {teuere halten) ein aus 4 in der Form eines Vierecks zusammengefügten Leistchen gebildetes Gestelle, in dessen in jedem Eck befindlichen Metallnagel das Seihtuch eingestochen wird; die Vorrichtung soll eine Erleichterung beim Coliren bieten.
TViulovsifjiililis {tendo spanne, ital. tenda, frz. tendon die Sehne [Diez], als ob ein lat. tendo vorausgegangen wäre) die Sehnenscheidenentzündung.
Xemesmns (xeivsajios Hippokr.) der A'fterzwang, ein schmerzhafter Krampf des Schliessmuskels, bei welchem mit Anstrengung kleine Mengen von Kot entleert werden.
Tenorrapbie (palt;pri Naht) die Sehnennaht.
Xenotomia {v. tsviuv, Gen. tsvovtoi Flechse, Sehne) der Sehnenschnitt, das Durchschneiden von Sehnen; bei Verkürzungen derselben oder der dazu gehörigen Muskeln geübt. Die T. wird entweder subkutan oder offen vorgenommen, doch ist die erstere Methode vorzuziehen, da der offene Schnitt gerne zu langwierigen Eiterungen führt.
T. plantaris, das Durchschneiden des Zehen- und Fesselbeinbeugers bei sog. Stelzfuss.
TViiwlom das zur Ausführung des Sehnenschnittes benötigte Instrument, ein auf die Schneide gebogenes und geknöpftes Messer.
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252nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;tepidus.
tepidns (ft^^ lauwarm sein, fe/w Lauheit) lauwarm, z. B. Aqua tepida, lauwarmes Wasser.
Termiliatio morbi {Urmino endige, terminus Ende) das Ende einer Krankheit.
Tetracliirns (titpo vier, ^'-p Hand) Misageburt mit vier Torderextremitäten. (Gurlt.) T, symphioceplialus. cf. Dicephalus tri- et tetrabrachius.
Tetrascelns (sxsXo; Schenkel) Missgeburt mit vier hinteren Gliedmassen. (Gurlt.) T; syraphiocephaluä, bifacialis. cf. I)iccopy;phaias ti'ipas.
Testitis [tesiis, Plural festes Hoden) vid. Orchitis.
Tetanus (teivu) spanne an) der Starrkrampf; ein tonischer, in erster Linie die Kopf- und Halsmuskeln, häufig aber auch die gesammte Körpermuskulatur befallender Krampf, der durch äussere Reize ganz plötzlich verstärkt wird, wodurch heftige Erschütterungen, tetanische Stösse erfolgen. Er entsteht im Gefolge von Verwundungen: traumatischer Starrkrampf (s. Trauma). Ist eine Verwundung nicht nachweisbar, überhaupt eine bestimmte Ursache nicht aufzufinden, so bezeichnet man diese Krankheitsform als idiopathischen St. Durch gewisse Gifte wird ebenfalls ein tetanischer Zustand erzeugt, T. toxic us. Nach Erkältungen auftretender Starrkrampt wird als T. rheuma-tious aufgefasst. Ein tonischer Krampf, durch welchen der Körper nach rückwärts gebogen wird, wird Opisthotonus (oTOsikv nach rückwärts, Teivm dehne, xovos Dehnung), ein solcher, bei dem der Körper zusammengebeugt, Emprostho-tonus (e[Mtpooamp;ev nach vorwärts), und jener, bei welchem er nach der Seite gebogen wird, Pleurothotonus (itXsupa Rippe) genannt. Krampf der Kaumuskeln allein wird als Trismus (rpiCm knirsche) bezeichnet.
Tetanus agnornm (agnus Lamm) eine Form der Lämmerlähme.
Therapie (Äepontsia Pflege, {kpaitsuiu pflege) die auf Naturbeobachtung gegründete Naturwissenschaft, welche dem Arzte zeigt, wie er den ihm im practischen Leben gestellten Aufgaben, i. e. das Heilen von Krankheiten, gerecht werden kann; die ärztliche Kunsthülfe.
Syn,: Jatrik.
Thermokantere (als deutsches Wort gebraucht aus dem Griechischen, ftspp.o? warm; lat. cauterium, griech. xaiu) brenne, xauTrjp u. xauxTjpiov Brenneisen) Apparat zum Brennen von Körperteilen. Derselbe besteht aus einem Gebläse, mittelst dessen Benzindämpfe durch einen erwärmten hohlen Platin-
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Thermometria.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;253
brennev getrieben werden, wodurch letzterer permanent glühend erhalten wird.
Thermometria (fietpov Mass, adj. jieTpto?) die Lehre vom Verhalten der Temperatur im gesunden und kranken Körper.
Thermotheraple (depaneia, ftspansulaquo;) pflege) die Anwendung von Heilmethoden, welche die Innentemperatur des Körpers beeinflussen.
Thorakocentesls (ftuipa? Brust, xsv-ceu) durchbohre) das Anstechen der Brusthöhle mittelst besonderer Troikars behufs Entleerung von im Brustraume angesammelten Flüssigkeiten, Exsudaten, Transsudaten.
et'. Paracentesis.
Thorakodldymns (SiSujiolaquo; Zwilling) Brustzwilling. (Gurlt.)
T. octipes cf. Dicephalus tetrabrachius.
Tliorakopagns (TtaYed: verbunden) s. Synthorax, Doppelmissbildung, aus zwei am Thorax zusammenhängenden Individuen bestehend.
Ifach der Anzahl der Arme, bezw. Beine, unterscheidet man den Th. tribrachius, tetrabrachius etc. (Förster.)
cf. Gasti'ü-Thorakodidymns.
Thrombus (Äpojißocu mache gerinnen, #9632;8-p6p.(5(uott Gerinnsel Grälen.) der Blut pfropf, ein in den'Gelassen entstandenes Blutgerinnsel. Die Gerinnung des Blutes erfolgt meist an der Wand und kann auf diese beschränkt bleiben (wandständiger Th.) oder sie pflanzt sich weiter in das Lumen des Gefässes hinein fort und kann dasselbe schliesslioh verstopfen (teilweise oder vollkommen o b t u r i r e n d e r T h r. \obturo verstopfe]). Thromben, welche sich an der Stelle bilden, in welcher sich die Ursache der Gerinnung befindet, heissen primitive Thr., solche, welche von bereits bestehenden sich fortpflanzen, fortgesetzte Thr. Frische Thr. sind weich, elastisch, dunkelrot, geschichtet bei langsamer Bildung und ungeschichtet bei rascher Gerinnung, später werden sie blasser, trockener, bröcklich; ferner kann fettiger Zerfall, eitrige oder jauchige Erweichung im Thr. eintreten oder es macht sich bindegewebige Organisation desselben; selten findet Verkalkung statt.
Der Vorgang der Thr. - Bildung heisst Thrombosis (s. Marasmus) und man unterscheidet nach den Ursachen:
1. marantischer Thr. (p-opaivu) dörre, schwinde) bei Verminderung der Herzkraft in Folge erschöpfender Krankheiten und Altersschwäche. Die Th. sitzen in den grösseren Venen. S. Marasmus.
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254nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Thyreoidektomia.
2.nbsp; nbsp;traumatischer Thr., bei Verletzungen von Gefässen. Durch dieselben wird die Blutung gestillt (s. Trauma).
3.nbsp; nbsp;Compressions - Thr. {comprhno drücke zusammen) in
Folge Unterbindung, Druck auf Gefässe, wodurch die Blutbewegung gehemmt wird.
4.nbsp; nbsp; Dilatations - Thr. {dilato erweitere) bei starker Erweiterung des Gefässlumens.
Aussei- diesen auf Stasis der Blutsäule beruhenden Ursachen kann abnorme Beschaffenheit der Gefasswandung in Betracht kommen, und zwar in Folge Ernährungsstörungen in denselben oder durch Hineinragen fremder Körper in das Gefässlumen. Ferner können noch chemische Substanzen auf die Gefiisswände einwirken, ebenso jauchige Massen Thrombosen veranlassen.
Thyreoidektomia (amp;upeos viereckiger Schild, Thür-schild,SupsosiSi^? schildartigsc. xovSpot Schildknorpel [Galen]) operative Ausrottung der stark veränderten (Kropf) Schilddrüse.
Timbre metalllqne {frz. Metallklang, lat. tympanum [tutitio] Becken) metallische Klangfarbe des amphorischen Schalles bei der Percussion.
Tlnctnra {tingere benetzen, färben) die unter bestimmten Bedingungen gewonnenen alkoholischen oder ätherischen Lösungen chemischer Körper oder der Auszug der in Weingeist löslichen Bestandteile pflanzlicher Arzneimittel.
Tllltemeilt {tinni\la\re klingen) vid. Cliquetis.
Tokolojjjfie (tozo? Geburt, tixtcb gebäre, Xoyos Lehre) die Geburtskunde, der theoretische Teil der Geburtshilfe.
Toleranzstadlnm (tokran, Stamm TOL, tollo, tXccu), tXtjju ertrage) jener Zeitpunkt bei der ^Narkotisirung eines Tieres, in welchem nach Ablauf jeder Brregungserscheinungen (des Excitationsstadiums) die gewünschte völlige Empflndungs-und Willenslosigkeit des Patienten eingetreten; in diesem Stadium der Narkose werden die Operationen vollzogen.
of. Atherisation, ^Narkosis.
Tonlca {sc. remedia, temo dehne, tovo? Spannung)
stärkende, tonisirende Heilmittel.
Tonsillitis {tonsillae die Mandeln, nach Pestua ein Diminutiv vom keltischen tolles Kropf) Entzündung der Mandeln, Mandelentzündung.
Toplca {sc. remedia, Toitolaquo; Ort, totuxos örtlich) örtlich wirkende Heilmittel.
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Torcular.
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Torcular {torcular Kelter, Presse, torquelaquo; drehe) rid. Tourniquet.
Tormina vcntrls {tormen Grimmen, Qual [torqueo drehe], venter Bauch) die Kolik, Darmschmerzen.
tornatiis (tornare drehen) abgedreht, in Form Ton Drehspänen, z. B. Cornu cervi tornatum.
Torpor {torfeo bin erstarrt) die Abstumpfung, Be-aktionslosigkeit.
Torslo {lat. v. torqueo drehe)
1.nbsp; nbsp;das Drehen, Torquiren von Gelassen, in folge dessen die Gefasswand zusammenfällt und eine Blutung steht; die inneren Arterien- oder Venenhäute reissen dabei entzwei, rollen sich auf und verstopfen die Gefässlichtung. Einen teilweisen Ersatz für die T. bildet das Zerquetschen der Ai'terien-wand mit nachfolgendem in die Höhe- oder Zurückschieben.
2.nbsp; nbsp;T. des Darmes ist gleich Axendrehung desselben.
3.nbsp; nbsp;Torsio uteri die Gebärmutterverdrehung, Tragsackverdrehung. Man versteht hierunter eine häufig beim Binde, seltener bei den kleineren Wiederkäuern und am seltensten beim Pferde vorkommende Drehung des Uterus um seine Längsaxe, durch welche Drehung eine Einschnürung der Gebärmutter und der nächstgelegenen Teile durch ein mitgedrehtes breites Mutterband hervorgebracht wird.
Torsionszange Zange zum Fassen und Abdrehen des Eierstockes bei der Castration weiblicher Tiere.
tostus {torrcre dörren, rösten) geröstet.
Tourniquet (Jrz.; lat. torcular, tornkare, ropvoc Dreheisen) die Aderpresse, Pelotte, welche mittelst einer Binde gegen blutende Uefässe gedrückt wird.
Toxaemle (to^ixov sc. ipapjiaxov. zu Bogen [t6£ov] oder Pfeile gehörig; Gift, mit dem man die Pfeile bestrich; aijta Blut) Vergiftung des Blutes in der Weise, dass die Zusammensetzung desselben durch das Gift selbst verändert wird.
Toxlcoiogle (to^ov Bogen, to^ixov Pfeilgift, Xop; Lehre) die Lehre von den physikalischen, chemischen etc. Eigenschaften der Gifte, ihrer physiologischen Wirkung auf den lebenden Tierorganismus und den anatomischen Veränderungen, welche derselbe durch sie erleidet, und schliesslich die Therapie der Vergiftungen.
Toxonosls (vöso; Krankheit, also richtiger Toxmosos) durch Gift hervorgerufene Krankheit.
Tracheitls {trachea Luftröhre) die Luftröhrenentzündung.
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Tracheotomia.
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Tracheotomla (quot;o^ Schnitt, reuviu schneide) der
Luftröhrenschnitt oder Luftröhrenstich; die operative Eröffnung der Trachea bei Stenose der oberen Luftwege.
TracheotubdS (trachea = Tpa^sla = aspera sc. äpTTjpia, Tpa^ut rauh, tubus Röhre) eine Röhre mit Platte, welche beim Luftröhrenschnitte in die Trachealwunde eingelegt wird. Die Form der verschiedenen, aus Metall gefertigten Traoheotuben ist eine sehr mannigfache.
Transfiislo (lat. Übergiessen, trans - fundo giesse) unmittelbare Überführung von Blut aus einem Individuum in ein anderes.
Transplantatlo (lat.) die Überpflanzung eines Hautlappens auf eine von Haut entblösste Stelle, wobei derselbe immer oder nur so lange mit dem Mutterboden in Zusammenhang bleibt, bis die Vereinigung mit seinem neuen Boden stattgefunden hat.
Transsudat {traus-sudo schwitze durch) Durchtritt von Serum durch die Grelässwaud in Körperhöhlen oder Gewebs-lücken in Folge vonBlut- oder Lymphstauung; nicht auf entzündlicher Basis entstanden.
Trauma (rpaüpLa Wunde = xpüijia v. #9632;mpcuoxu) verwunde) die Verletzung, Zusammenhangstrennung überhaupt;
traumatisch, durch Verletzung entstanden, z. B. Tetanus traumaticus, der quot;Wundstarrkrampf.
Tremor (tremo, tpi[\i.]ugt; zittere) das Muskelzittern.
Trepanatio (it. trepano [Diez] gr. Tptinavov Bohrer [Hippokr. Galen] xpiraaiu bohre; Stanwt xpuit, Wurzel tep) das Herausnehmen eines Knoohenstückes aus der Continuität eines Knochens mittelst einer kreisförmigen Säge (Trepan).
Treplitne (frz.) kleiner Trepan, Handtrepan.
Trichina (amp;pi£ Haar, Tpi^tvo? aus Haaren) der Haarwurm.
T. spiralis [Owen] (spira, oitctpa Windung) die Trichine. (Schwein, Ratte, Hund, Katze, Hase, Rind, Mensch kurze Zeit nach der Infection im Darm, später in den Skelettmuskeln eingewandert und eingekapselt.)
Syn.: Pseudalius trichina [üavaine].
Trichinosis die Triohinenkrankheit, das durch Einwanderung von Trichinen in den tierischen Organismus in Folge Genusses von trichinösem Fleische erzeugte Leiden.
[| | Trlchocephalus (ftpfS, Tpi^oc Haar, xetpaX^ Kopf) der Haarkopf oder Peitsehenwurm.
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Trichodectes.
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Tr. afflnis [Rudolphi] (ad-finis verwandt) der verwandte Haarkopf. (Schaf, Ziege, Rind Dickdarm.)
Tr. crenatus [Rudolphi] (crena Einschnitt, Kerbe) der gekerbte Haarkopf. (Schwein Dickdarm.)
Tr. depressiusculus [Rudolphi] (deprivio drücke nieder) der gedrückte Haarkopf. (Hund Blinddarm.)
Tr. dispar [Rudolphi]. (Mensch, Schwein Dickdarm.)
Tr. iingnicnlatus [Rudolphi] (unguis Nagel). (Kaninchen
nbsp; Blinddarm.)
Trichodectes (Opi?, rpixoc Haar, Sepi10quot; empfange) der Haarling.
Tr. canis, der Hundehaarling, die Hundelaus. Tr. eqni, der Pferdehaarling.
Tr. sphaerocephalus (sifatpa Kugel) der Haarling des Schafes, die Sohaflaus.
Trichoma (Tpi^uifia, Tpi^oiu bin haarig, dpi? Haar) der Weichselzopf.
cf. Plica polunica.
Trlchophyton tonsnrans der beim Rind, seltener bei Pferden, Hunden, Katzen, Ziegen, Schafen und Schweinen die Glatzflechte, Herpes tonsurans bezw. circinatus, hervorrufende Pilz. Er gehört zu den Fadenpilzen und unterscheidet sich von dem den B'avusausschlag hervorrufenden Achorion Schönleiiiii durch sein reichlicher vorhandenes Mycel sowie die spärlicheren und kleineren Sporen.
Trlchosfs (Tpf^mot; Behaarung) krankhafte Haarbildung.
Hypertrichosis vermehrte, Atrichosis mangelhafte Haarbildung, Paratricliosis Haarbildung an einer abnormen Stelle.
Trlchosoma (amp;piS Haar, oap-a Laib).
Tr. annnlatiim (mnulus Ring) [Malin] (unter dem Epithel der Speiseröhrenschleimhaut beim Huhne).
Tr. bevicolle {brans kurz, collum Hals) [Rudolphi] (Gans
nbsp; Blinddarm).
Tr. collars (collum Hals) [v. Lins tow] (Haushuhn Darm).
Tr. Felis cati (fclis Katze; catus, frz.: chat, Kater = oü'Xoupot) [Bellingham] (Katze Harnblase).
Tr. lOBgioolle (fongm lang, collum Hals) [Rudolphi] (Fasan, Haushuhn Dickdarm).
Tr. papillosnm (papilla Warze, Dem. v. papula Blatter, nopjpos Blase) [Wede] (Schaf Darm).
Tr. plicata (plica Falle) [Rudolphi] (Hund Harnblase).
Martin u. Schlampp, Terminologie für Tierärzte.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; iw
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258nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Trismus.
Tr. tenuissimum (tennis zart) [Dies ing] (Darm Taube). Trismus (rpiCu) knirsche) die Maulsperre, tetanischer Krampf der Kaumuskeln.
ei*. Tetanus.
trlttlS (terere reiben) zerrieben, abgerieben, durch Reiben fein pulverisirt, z. B. Camphora trita.
Trochlsci (tpo^ot Rad, rpoxiaxoc Rädchen, xpE/m laufe) kleine scheibenförmige Kuchen, im Gewichte von ü,55,0 gr., welche irgend ein Arzneimittel, vornehmlich Alkaloide, enthalten.
Syn.: Pastillen.
Tl'Olkar (Acm triquctra dreikantige Nadel, Trots quarts) spiessartigos Instrument aus einem Metallstiick, dem mit einem Griffe versehenen Stilet, das in einer Röhre, der Kanüle, steckt, bestehend. Man hat runde und flache Tr.; erstere meist mit dreikantiger, letztere mit zweischneidiger Spitze, ferner gekrümmte zum Anstechen der Harnblase. Der Explorativ-Tr. (explorare erforschen) mit dünnem Stilet, wird zur Probe eingestochen in Cysten etc., um sich über deren Inhalt zu vergewissern.
Tnb. Abkz. für Tuber s. Tubera.
Tnbage (frz., v. tubus Röhre) das Verfahren, sich durch Einlagen von Röhrchen aus Gummi, Metall etc. den Abflugs von Wundsecreten zu sichern.
cf. Drainage.
Tuber {tmnere schwellen) der Knollen (auf Recepten).
Tubercnlosis eine durch einen speciflschen Pilz, den Bacillus tuberculosis Koch, erzeugte Krankheit, welche sammt-liche Organe, vorzugsweise aber die Lunge, den Darm, die dieselben überziehenden serösen Häute, sowie die dazugehörigen Lymphdrüsen befällt; der Prozess kann als eine entzündliche Reaktion des Organismus auf den in ihn eingedrungenen Pilz betrachtet werden und erhält nach der Intensität der Einwirkung, der verschiedenen Ausbreitung und dem Alter ein sehr wechselndes Aussehen. Die in knötchenförmiger oder mehr diffuser Ausdehnung auftretende Entzündung führt meist zur Verkäsung, Verkalkung, Geschwürs- und Cavernenbildung. So lange die T. auf dieEintrittspforte beschränkt bleibt, spricht man von localer T., wenn sie jedoch durch die Blut- und Lymphbahnen auf den Gesammtorganismus übergegangen ist, von generalisirter T.; oder man spricht 1. von primärer T. (localer T.), 2. von secundärer T. nach Verbreitung des Giftes auf dem quot;Wege der Lymphbahnen, 3. tertiärer T., auch T. disseminata s. miliaria, aouta, die beim Menschen häufig vorkommende, acute Miliartuberculose (milium Hirsekorn), bei welcher sich in
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Tumor.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 259
rapider Weise durch Selbstinfeotion in den verseliiedensten Körperteilen kleinste tuberoulöse Entzündungsherde (Miliar-tuberkel) entwickeln.
c.f, Brüiioliopoeumouia tubercnlosa, Pufibrünchitis.
Tumor (lat. tumeo schwelle) eines der Kardinalsymptomo der Entzündung, die Geschwulst, die Schwellung; jedoch meist im Sinne von Neubildung gebraucht.
T. albns, früher für eine Form von Arthritis gebraucht.
T. splenis, Milztumor, Schwellung der Milz, bei manchen Infectionskrankheiten.
Turgescenz [furgacere, tiirgere anschwellen) ein Zustand der Schwellung, des Gedunsenseins.
Tussis (lat.) der Husten, auf einem raschen Ausstosaen der Luft aus der Lunge beruhend; er kommt durch Versohluss und plötzliches Offnen des Kehlkopfeinganges mit gleichzeitiger kräftiger Exspiration zu Stande.
T. convnlsiva, der Krampf husten der Hunde, auch T. snffocativa, Keuchhusten, Stie'khusten genannt.
T. sanguinolenta, der Bluthusten, mit blutigem Auswurfe verbunden.
Tylosis (tuXiusi; Galen, tuXocu verhärte, tüXo? Wulst, Schwiele, Stamm tu \tu-mor\) die schwielige Verdickung.
T. ciliaris, die schwielige Verdickung des ciliaren Lid-randes in Folge hypertrophirender Blepharitis ciliaris.
Syn.: Pacliyblephai'osis.
Tylns (tüXot, tuX6(u erhärte) die Hautschwiele.
of. Callus.
Tympanismns s. Tympanitis (TÜ[j.itavov Pauke,
TuitTU) schlage) Trommelsucht, Aufblähung, Ansammlung von Gasmassen, vid. Meteorismus.
Typhlitis (xucpXöj blind, tutpXov sc. svtepov Blinddarm) die Blinddarmentzündung.
Typhoid (TutpostS^s; et2os Ähnlichkeit) die sog. Cholera des Geflügels. Eine beim Hausgeflügel seuchenhaft auftretende, von Tier auf Tier übertragbare Krankheit, welche immer grosse Verluste zur Folge hat. Die Hauptveränderungen bestehen dabei in einer hochgradigen Gastroenteritis, sowie zahlreichen Ekchymosenbildungen auf den serösen Häuten.
Tyrosls (rupom mache zu Käse) das Gerinnen der Milch.
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260nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Ulceratio.
VJlceratlo (idem, eris Geschwür, eXxos) die Verschwärung, Geschwürsbildung. Ulcus, Geschwür, cf. Suppuratio.
Ulltls (oüXov Zahnfleisch) die Entzündung des Zahnfleisches.
Syn.: Gingivitis.
I nst. Abkz. für Unguentnm.
Unguentum {ungo u. vnguo salbe, bestreiche) die Salbe; Salben sind mit Fetten und auch anderen Stoffen bereitete homogene Mischungen, welche an Consistenz fester als die Linimente und weicher als die Pflaster sind. Gemeiniglich sind Schweinefett oder mit quot;Wachs verdichtete Öle Hauptbestandteile der Salben.
ungnlnosus {jmguen Fett, ungo salbe) fettig, fetthaltig.
I räinia (oupov Harn, oujioc Blut) die Harninfection des Blutes; tritt auf unter Verhältnissen, welche die Sekretion des Harnes in den Nieren hindern oder der Entleerung desselben entgegentreten; ferner bei Harninfiltrationen in die Gewebe. Es kommt dabei zu Krankheitserscheinungen, welche von dem Zurückhalten des Harnstoffes, vielleicht auch der Extraktivstoffe des Harnes im Blute, beziehungsweise von der Aufsaugung derselben herrühren.
Uretlteroliflins (Xfdo; Stein) der Harnleiterstein.
Urethrltis (ouprjftpa Harnröhre) die Entzündung der Harnröhre, bezw. deren Schleimhaut.
Urethrobleiuiorrhoea (ß)ivva Schleim, peui fliesse) der Harnröhrenschleimfluss.
IJrethrostenOSlS (oTeviuau; Verengerung) i. q. Strictura urethrae, die Harnröhrenverengerung.
Uretlirotomla (Te^vou schneide, Tofirj Schnitt) der Harnröhrenschnitt, bei Anwesenheit von Fremdkörpern in der Harnröhre vorgenommen. Bei Gegenwart derselben in der Blase wird der Blasensohnitt ausgeführt; vid. Cystotomia. An der Harnröhre sind Operationsstellen:
1.nbsp; am Sitzbeinausschnitt,
2.nbsp; nbsp;im Mittelfleisch,
3.nbsp; vor dem Hodensack,
4.nbsp; nbsp;dicht hinter der Harnröhrenmündung. Urocystltls (xuatu Blase) die Harnblasenentzündung.
cf. Cystitis.
Urollthiasls die Steinkrankheit, das Harnsteinleiden. Urometer (pi-rpov Mass) Instrument zur Bestimmung des spez. Gewichtes des Harnes.
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urophan.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;261
urophan (tpaivm zeige; oupotpavrjlaquo;) sind Stoffe, die, so wie sie in den Körper aufgenommen wurden, wieder aus demselben durch den Harn abgeschieden worden.
IJroskople (oxoicsto untersuche, sehe) die Untersuchung des Harnes.
Urticaria [urtica Brennessel, uro brenne) der Quaddel-aussolilag ist als eine vasomotorische oder Angioneurose aufzufassen, welche Affection sowohl refloetorisch von der Haut aus, als auch von inneren Organen angeregt werden kann.
UStus (iirere brennen) längere Zeit höheren Hitzegraden ausgesetzt, gebrannt, z. B. Alumen ustum, gebrannter Alaun.
llsur (iisura Abnützung, v. utor gebrauche) der Schwund eines Organes oder Teiles an einer Stelle, an welcher es gedrückt wird, z. B. durch Geschwülste etc., namentlich auf den Knochen bezogen.
Uterus (griech. uoxepa) der Fruchthiilter, Gebärmutter, Tragsack des weiblichen Tieres.
Man unterscheidet den
U. bicornis, den zweihörnigen Uterus,
U. (livisilS, den zweiteiligen Uterus,
U. duplex, den doppelten Uterus, und
U. simplex, den einfachen, ungeteilten und ungehörnten Uterus.
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Vlaquo; auf Recepten geübte Abkz. für Vitrum, das Glas (Medicinglas), besonders häufig gebraucht in der Vorschrift det. in vitro nigro, caeruleo, Üavo, man dispensire in einem schwarzen, blauen, gelben Glase.
V Abkz. für Visus = Sehschärfe = S (Sehschärfe); in ophthalmologischen quot;Werken gebräuchlich.
Vaccinatio {yacca Kuh) Überimpfung der Kuhpocke auf den Menschen behufs Schutz vor Menschenblattern. Anfangs bediente man sich der originären, d. h. unmittelbar von Rindern stammenden Vaccine, später der humanisirten, d. i. durch eine Reihe von Kindern hindurchgeführten. In neuerer Zeit verwendet man wieder originäre V., resp. durch Rückimpfung von Kindern auf das Rind (Retrovaccination) gewonnene Lymphe.
Die V. der Schafe zum Schütze gegen Schafpooken hat sich als ganz nutzlos erwiesen.
Vag'iiiitis (vagina Scheide) die Eiftzündung der Scheide.
V. acuta catarrhalis, der acute SoheidenkataiTh,
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262nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Varicella.
V. chronica ()(p6vo; Zeit) die chronische Scheidenentzündung, welche mit Bildung eiteriihnlichen Sekretes in grösseren oder geringeren Massen einhergeht = Fluor albug, Leukor r h o e a.
V. cronposa, diphtheritica, die croupöso, die diphtheri-tische Scheidenentzündung.
Syn.: JUythi'itis, Kolpitis.
Varicella (vartx, varicula, varicella) Wasserpocken des Menschen.
V. boum, der Trilberausschlag des Rindviehs.
V. ovinm, die sog. Steinpocken des Schafes.
Varicocele (varix knotige Erweiterung der Venen, zrjlrj Bruch) Krampf aderbruoh, in einer Erweiterung und Verlängerung der Samonstrangvenen bestehend.
Variola {Dem. v. varus Knoten |Celsus] = tovSoc Hippokr.) eine acute Infectionskrankheit, bei welcher unter Fieberersoheinungen auf der Haut, manchmal auch auf den Schleimhäuten eine Eruption von Knötehen, Bläschen und Pusteln sich zeigt, welche einen typischen Verlauf hat und kontagiöser Natur ist. Im Grunde genommen gibt es nur zwei Pockenformen : die Menschenpooken und die Schafpocken, und es lassen sich alle übrigen Pockenformen in letzter Linie auf diese zurückführen (Bollinger). Das Contagium ist endogener Natur. Im Verlaufe der Pocken unterscheidet man verschiedene Stadien:
1.nbsp; Stadium incubationis dauert bis zu vier Wochen.
2.nbsp; nbsp; St. prodromorum (#9632;npoSpofios Vorläufer) meist von Fieber und katarrhalischen Erscheinungen begleitet, auf welche manchmal Erythem verschiedener^IIautstellen folgt.
3.nbsp; nbsp;St. des Ausbruches. In mehrfachen Schüben bilden sich meist um die Mündung der Talgfollikel kleine stecknadel-kopf- und mehr grosse, derbe, rote Knötehen, die an nicht pigmentirten Hautstellen einen roten Hof zeigen. In den folgenden Tagen werden sie an der Spitze blässer und verwandeln sich in meist bläulieh weisse Bläschen von fächerigem Bau, die in der Mitte häufig eine Delle, den Nabel (umbo) haben. Damit lässt meist das Fieber, wenn solches vorhanden ist, nach.
4.nbsp; nbsp;St. der Höhe. Der Pockeninhalt trübt sich und wird eitrig, die Bläschen verwandeln sich in Pusteln, der fächerige Bau geht verloren, die Delle verschwindet, das Fieber steigt (Eiterungs fieber).
5.nbsp; nbsp; St. der Abtrocknung. Unter Nachlass oder Verschwinden des Fiebers trocknen die Pusteln der Reihe nach
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Variola.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 263
ab, -wobei sich manchmal eine sog. seoundäre Delle bildet. Die dadurch entstandenen braunen Borken lösen sich ab und es bleiben leichte weisse, glänzende Narben oder vertiefte, braunrote, längere Zeit sichtbare Flecken zurück. Abweichungen von diesem Typus kommen vor.
V. ovina, die Schafpocke. Das Contagium ist flüchtiger und fixer Natur und vermag auch Ziegen und Schweine, sehr selten Rinder anzustecken. Dagegen haftet der Kuhpocken-infectionsstoff die Vaccine auf Schafen. Es entstehen dann häufig auch Pocken an den nicht geimpften Stellen und die Krankheit erlangt die Fähigkeit, sich durch die Luft weiter zu verbreiten, welche Eigenschaft der Kuhpocke nicht zukommt. Der regelmässige Verlauf der Schafpocken ist der eben angegebene, Modificationen kommen vor.
Manchmal treten unter ganz geringgradigem Fieber nur einzelne wenige Pocken auf, solitäre Pocken; andere Male entstehen nur Bläschen, ohne Eiterbildung, dann auch nur wieder harte rote Knötchen, Stein- oder Warzpocken; diese Formen verlaufen gutartig. In anderen Fällen sind die Allgemeinerscheinungen sehr hochgradig. Die Pocken fliessen zusammen und die Umgebung ist stark ödematös infiltrirt. Es können sich dann grosse eiternde Flächen bilden und Ausfall ganzer Hautstücke eintreten (V. confluens, zusammen-fliessende Pocken oder wegen des üblen Geruches auch Aaspocken genannt). Bei der V. haemorrhagica, den hämorr-hagischen Pocken, treten neben harten, tief in der Cutis sitzenden Knötchen hämorrhagische, rasch an Ausbreitung zunehmende Fleckchen in der Haut auf, die manchmal den nekrotischen Zerfall derselben herbeiführen (Brandpooken).
Die Schafpocke ist immer eine bösartige Krankheit und führt im besten Falle 1020% Verlust herbei.
V. eqnina, die Pferdepocke. Über ihre Ursache ist nichts Bestimmtes bekannt. Doch weiss man, dass sie durch Übertragung der menschlichen Vaccine, der durch Schafe durchgeführten ovinisirten Vaccine, sowie der eigentlichen Menschenpocke hervorgerufen werden kann. Sie ist unmittelbar auf den Menschen übertragbar und ruft bei ihm einen der Kuhpocke ähnlichen Ausschlag hervor. Meist tritt der Ausschlag nur an den Fesseln und Beinen, manchmal Jedoch auch an anderen weniger dicht behaarten Körperstellen auf.
V. vaccina, die Kuhpocke. Ein an den Strichen sowie am Euter auftretender Pockenausschlag, dessen Contagium nur fix ist; er dürfte zur Zeit am ineisten aus der humanisirten Vaccine entstehen. Die sog. originären Kuhpocken sind sehr selten. Der Inhalt der Kuhpocken, die Vaccine, wird beim Menschen zur Schutzpockenimpfung verwendet.
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264nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Varix.
V. caprina, die Ziegenpooke. V. snilla, die Scliweinepocke. Varix knotige Erweiterung der Venen. varicosns knotig.
Vascnlarisatio {vasculum, Dem. v. vas Gefäss, Adj. vascularius, mittellat. vascularis) die Bildung von Gefässen in vorher gefösslosen Teilen, wie in Granulationen, Thromben etc.
Veg'etatio {vegeto belebe; vegeo, vigeo) die quot;Wucherung.
YeMcnlmn {veheri fahren, fortschaffen) das Vehikel, das Gestalt gebende Mittel. Syn.; Constituens, Exclpiens.
Venaesectio (vcna Blutader, seco schneide) der Aderlas s.
vid. Phlebotomia
Venaesector i. q. Phlebotom, die Fliete, Aderlass-fliete. Eine senkrecht an einen Stab als Griff angebrachte Lancette, welche durch einen Schlag in das Blutgefäss eingetrieben wird.
veiialis (venus, Gen. venus Verkauf) verkäuflich, so wie es im Handel vorkommt, daher roh, ungereinigt. Ein Gegensatz zu dem reinen (purnm) Präparate der Apotheker.
Venosität des Blutes, ein Zustand, bei welchem das arterielle Blut in seinem Kohlesäuregehalt dem venösen nahekommt.
Veiltnse [lat. ventosm, vcntus) Sehr ö p fk ö p fe.
Vermifnga (sc. remtdia, vermis Wurm, fugio fliehe, Adj. fugtis, z. B. profugus) Wurmmittel, Würmer todtende und abtreibende Heilmittel.
Vei'llliiiatio (perto kehre, wende, vermis Wurm, ver-minare Würmer haben) die Wurmkrankheit, of. Hulminthiasis.
VeiTnca {lat. eig. Anhöhe) die Warze.
quot;Vertigo iyerfo drehe) der Schwindel, eine periodisch auftretende Störung des Allgemeinbefindens mit Unvermögen, geordnete Bewegungen auszuführen. Die Empfindung bleibt dabei ungestört.
Vesania {vac weh, santts gesund = male sanus) der Stumpfsinn, Dummkoller der Pferde.
Veslca (lat.) die Blase, Vesicula das Bläschen, mit heller oder milchig getrübter Flüssigkeit erfüllte Emporhebung der oberen Epidermisschichton.
cf, Bnlla. Fustula.
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Vesicantia.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;265
Veslcantla {sc. rcmedia, vesica Blase, veskare B. bilden) blasenziehende Mittel = Vesicatoria.
Veslcatoria [sc. remedia, vesica Blase, veskare, veskator, veskatorius') -- Vesicantia.
Vincliira {vincio binds) 1. die Binde, 2. der Verband.
vlnOSIIS (vimmt Wein) we inhaltig, unter Zugabe von Wein hergestellt, z. B. Tinctura Rhoi vinosa, die mit Xereswein bereitete Rhabarbertinktur.
Vliiiun der Wein.
Virus (lat.) das Gift, Giftstoff, besonders für tierische und infectiöse Gifte gebraucht.
Tlsclde {visddus zäh, klebrig, viscum [iSoc] Mistel, Leim)
zäh, klebrig.
Tit. ov. {vitidits Kalb, FiTaXoc) Abkz. für Vitellum ovi,
das Eigelb (auf Recepten).
Vienilngkx'sche LiOsung, ein Schwefel haltendes Räudemittel, zusammengesetzt aus 40 Tl. Ätzkalk, 80 Schwefel in 800 Wasser.
Volvulus tyoho drehe, winde) Drehung, bes. die Darmverschlingung.
cf. Invaginatio.
Vomlca {yomere ausspeien, da der Eiter bei der Öffnung der Eiterhohlen förmlich herausstürzt) abgekapselte Biterhöhle in der Lunge.
cf. Caverna.
Vomlturltlo (Part. Put. vomiturusv. vomiturire) die Würg-bewegung.
Vomltus (lat.) das E r b r e c h e n, Herauf beförderung des Mageninhaltes mittelst Bauchpresse, Zwerchfell-Respirationsmuskeln, Magen- und Schlundkopfmuskulatur.
Vomltlva {sc. remedia) Brechmittel.
Vortex purulentns {vortex Wirbel v. verto drehe) der Hornhautabscess in stärkster Entwicklung und Ausdehnung; die ganze Hornhaut erscheint in einen gelblichen Eiterpfropf umgewandelt.
Vulnus (lat.) die Wunde, gewaltsame Gewebstrennung, kann sein: Risswunde V. s c i s s u m, Quetschw. V. contusum, Schnittw. V. incissum, Biss-, Schusswunde V. sclopetorum, durch Gewehr- und Geschützprojektile hervorgerufen.
cf. Trauma.
Vnlvltls (vulva Scham) die Entzündung der äusseren weiblichen Geschlechtsteile.
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Xerosls (laquo;spot trocken) Trockenheit. XlphopagUS (^itpoc Schwert) vid. Thovakopagus. Xylotherapie (iuXov Holz) das Auflegen gewisser Holzarten auf schmerzende Stellen, um die Schmerzen zu beseitigen.
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Zoochlrnrgle (xeip Hand, epyov Werk) die Tier-
wundarzneikunde, tierärztliche Chirurgie.
Zoogloea (Cmov Tier, lebendes Wesen, fXoiöi klebrige Flüssigkeit) vid. Mikrokokkus.
Zoolasls, Koolatrlca (Cßgt;ov Tier, quot;aoic Heilung, iÖTpia) die Tierheilkunde.
IRoolater der Tierarzt.
Zoonose (Cfiiov Tier, voao; Krankheit) gewöhnlich im Sinne einer vom Tier auf den Menschen übertragenen Krankheit.
Zymosis, Zymosen (Cüp-i) Gährungsstoff, von Zim siede, schäume auf) Grährungskrankheiten, nennt man die Infectionskrankheiten, welche man früher auf Gährungen beruhend ansah; durch den Nachweis, dass die Gährung durch niedere Organismen veranlasst wird, fällt die Gährungs-theorie mit der des Contagium vivum zusammen.
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ans dem Verlag von J. F. Bergmann in Wiesbaden.
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Das
Dispensirrecht der Thierärzte
nebst den für Thierärzte wissenswerthen Abschnitten
der Aiiotheken-Gesetzgebung.
Von
K. Wilh. Schlampp,
Assistent a. d. Kgl. Centi'ul-Thierarzneisclmle zu fililndieiii
Mit Vorwort
von Prof. J. Feser in München.
Preis: Mk. 2.70.
Inhalt: I. Das Apothekenwesen und der Verkehr mit Arzneimitteln. If. Der Giftverkehr. III. Die Plmrmacopoea Germanica. IV. Das Maass- und Gewichtswesen. V. Das Dispensirrecht der Thierärzte sowohl in den ausser Deutschen Staaten als auch in den Deutschen Bundesstaaten. VI. Die Arzneitaxe.
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Der
Rothlauf der Schweine,
seine
Entstehung und Verhütung.
(Schntzimpfnng nach Pasteur.)
Xach amtlichen Ermittlungen im Qrossherzogthum Baden
im Auftrage
des Grossherzoglichen Ministeriums des Innern.
Bearbeitet von
Dr. A. Lydtin, und Dr. M. Schottelius,
Gr. Had. Mediz.-Rath, Referent imnbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Professot' e. o. der pathologischen
Minist, des Innern u. ausserordentl.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Anatomie an der Universität
Mitglied des K. Gesundheitsamtes.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Freihurg.
Mit S3 Tafeln. Preis Mk. 12.
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Verlag von J. F. Bergmann in Wiesbaden.
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Zeitsclirift
für
Yergleichende Augenheilkunde.
Unter M i t w i r k u n g von
Dr, Albrecht in Berlin. Prof. Bayer in Wien, Prof. O. Hollinger in München, rrof. K. E i elilia um in Glessen, Prof. Kll e n be rger in Dresden, Docent Di- Emmert in Bern, I)r. H. Esbe r g in Hannover, Prof. M. Fies cli in Bern, Prof. Fri edbe rger in München, Dr. G. Hal tenh off in Genf, Prof. Kitt in München, Geh. Bath Prof. 11. Leuckart in Leipzig, Brot. Ln ml gren in Stockholm, Prof. Lustig in Hannover, Prof. L. Matthi essen in Kostock, Prof. Mueller in Berlin, Prof. Müller in Berlin, Prof. Schindelka in Wien, Assistent K. W. Schlarapp in München, Dr. C. Schloesser in München. Med.-Üath Prof. S ied amgr o t zky in Dresden, Prof. Sussdorf in Stuttgart und Prof. Vogel in Stuttgart.
Herausgegeben von
Prof. Dr. R, Berlin quot;raquo;i Prof. Dr. O. Eversbusch
in Stuttgart.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; in Krlangen.
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IV. Jahr rang {i##6). Preis: 4 Mark.
INHALT: I- Matthiessen, Zur Dioptrik der Krystalllinse. 11. Emmert' Über Grossen- und Gewichtsverhältnisse des Augapfels unserer Haustiere und seiner Bestandteile. III. Bilbert, Atrophia nervorum opticorum bei einer Ente. IV Stilling, Das mntmassliche Glaucom an Tieraugen. V. E versbusch , Abgelaufenes Glaucom beim Hunde.
VI.nbsp; nbsp; Sc hloesscr, Acutes Secundär- Glaucom beim Kaninchen.
VII.nbsp; nbsp;E ver sb u so h, Eine mit dem Augenspiegel sichtbare Cystenbihlung der Betinabeim Pferde. VUT. Eversbuschlaquo; Hyperplasie der Trauben-kürner beim Pferde. IX. Marcanus, Zur Lehre von der gerichtsär/t-lichen Beui-teilung ilerlridochorioiditis, X. W u I'd i nger, Vergleichende Anatomie des Ciliarmuskels. XI. Moeller, Operative Behandlung des grauen Staares beim Hunde. XII. PrÜbsting, Feinere Anatomie des Lides und der Conjunctiva des Menschen und des Affen.
V. Jahrgang (iSSj). Erstes Heft.
INHALT: T, Merlin, Über ablenkenden Linsen-Astigmatismus und seinen Kiniluss auf das Empfinden von Bewegung. II. Ma tth i e s sen , Beitrüge zur Dioptrik der Krystiilllinse. III. Bayer, Kleinzelliges Sarcom des Hullms, Caries der Knochen an der Schädelbasis. IV, Deutschmann, ImpCtuberkulose der Kaninebeniris von ungewi'jhnlicliem Verlauf. V. Berlin, Beobachtungen über Staar nnd Staaroperationen bei Tieren. Bei'iclit über die Fortsebritte der vergleichenden Ansreuheilknnde in den Jahren 1885 nnd 1886.
Preis pro Band a 2 Hefte 4 Mark.
Heitl'äge sind an einen der Herren Heraasgeber, Prof. R. Berlin in Stuttgart (Ufalandstrasse 2')) oder Prof. Ü. Eversbusch in Briangen (Ki.nigl. Universität^-Augenkliuik). Separat-Abdrüvke und Uberbaupt alle zn referheiiden Pnhlikatioiien au Herrn Frof. Dr. 0. Eversbusch in Erlangen portofrei einzusenden.
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Medicinischer Verlag von J. F. Bergmann in Wiesbaden.
Der derzeitige Standpunkt
der
Schutzimpfungen.
Von
Dr. Otto Beunier,
l'rivatilu/ent [Hr Hygiene in Oueif^wald. -sect;-j Preis 2 Mark, i-^-
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INHALT: [mmnnität. I. S chutzini]gt;t'iing gegen Me nschen pooke n. 1, Verfahren nach Thiele. 2. Verfahren nach Jenner. IT. Sohutzimp fang ff e gen S c li a f -pocken. 1. Verfahren nach Toussaint. 2. Verfahren nach S emmer und Raupach. 3. Verfahren nach Pourquier. HF. Schutzimpfung gegen Hühnercholera. Verfahren nach Pasteur. IV. S chu t z impf ung gegen Milzbrand.
1.nbsp; Verfahren nach Toussaint. 2, Verfahren nach Pas teur. 3. Verfahren nach Chauvcau. a) mit erhöhter Temperatur, b) mit oomprimirter Luft. V. Schutzimpfung gegen Septicämie der Mäuse. VI. S chutz i m pf ung gegen Septicätnie der Kaninchen. VII. Schutzimpfung gegen Rausehbrand. 1. Verfahren nach Arloing, Cor-nevin und Thomas. 2. Verfahren nach Corncvin. VIII. Schutzimpfung gegen Rotlauf der Schweine. Verfahren nach P a s t e u r. IX. S c h u t z i in p f u n g gegen Lungenseuche. 1. Verfahren am Schwänze der Rinder.
2.nbsp;Verfahren am Halse der Rinder nach Degive. X. Schutzimpfung gegen Hundswut. Vorfahren nach Pasteur.
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Die Lehre vom Auswurf, Technik der Untersuchung, Chemie und diagnostische Verwerthung. Von Dr. med. P. Kaatzer, Badearzt des Königl. Bades Rehburg. Mit Abbild. Preis ca. M. 1.60. (Unter der Presse.)
Pilzinvasion lt;les Ohrlabyrintlis im Gefolge von Dipli-therie. Von Prof. Pr. S. Moos, Director der Univ.-Ohren-Klinik zu Heidelberg. Mit Tafeln. M. 3.60.
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Medicinischer Verlag von J. F. Bergmann in Wiesbaden.
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(-ompendiuni der normalen und der pathologischen Histologie des Auges/ Von Dr. Adolf Alt. M. 10.60.
Die Behandlung der chronischen Lungenschwindsucht. Von Dr. Herrn. Brehmer, eürig. Arst der Ildlanstalt für Lungenkranke in Görbersdorf. Mit zehn Tafeln. M. 6.40.
Der Mikroorganismus der (ionorrhoischen Schleimhaut-Erkranklingelaquo;. Von Dr. E. Bumm, Docent an der Universität zu Würzburg. Zweite ergänzte und vermehrte Ausgabe. M. 6.
Schema der Wirkungsweise der Hirnneryen. Ein Lehrmitte] für Aerzte und Studirende. Von Dr. Jacob Heiberg,
Professor an der Universität Christiania, M. 1.60.
Die Technik der Sputum-Untersuchung auf Tuberkel-
Bacillen. Von Dr. med. Peter Kaatzer, //. Arzt des Kgl. Bades\Rehburg. Zweite Auflage. 80 Pfennig.
Compendium der physiologischen Optik für Medio ine r
und Physiker bearbeitet von Dr. H. Kaiser. M. 7.20.
Pathologie und Therapie der Syphilis. Von Prof. Dr. Ed. Lang, Vorstand der syphilit.-dermatologischen Klinik der Universität Innsbruck. Mit Abbildungen. M. 16..
Lehrbuch der Augenheilkunde. Von Dr. med. J. Michel,
Professor an der Universität Würzburg. M. 18..
Über Mikroorganismen bei Wundinfectionskrankheiten. Von Prof. Rosenbach (Göttingen). M. 6..
Gelenkkrankheiten und Orthopädische Chirurgie. Von Dr. L.-A. Sayre, Professor der Chirurgie zu New- York. Autori-sirte Ausgabe von Dr. F. Dumont. Mit 265 Holzschnitten. M. 12..
Die offlcinellenPflanzenu. Pflanzenpräparate. Zum Gebrauch für Studirende n. Arzte übersichtlich zusammengestellt von Dr. Hugo Schulz, Professor der Arzneimittellehre an der Universität Greifnvald. Mit 94 Illustrationen. M. 4.60.
Taschenbuch der Medicinischeii-Klinischen Diagnostik. Von Dr. Otto Seifert, Docent in IVürzburg, und Dr. Friedr. Müller, Docent in Berlin. Dritte Auflage M. 2.80.
Ueber Vaccine und Variola. Von Geh. Med.-Rath Dr. med. L. Pfeiffer in Weimar. M. 1.
Druclv von C. W. Lcske in Darmstadt.
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