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BIBLIOTHEEK UNIVERS1TEIT UTRECHT
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Tierärztliches Arzneibuch
für
Studierende und praktische Tierärzte.
Teil I
Pharmazie
und
Arzneiverordnungslehre
bearbeitet von
Dr.
Carl Arnold
Ordinarius der Chemie und Pharmazie,
Vorstand des chemischen und pharmazeutischen Instituts
der Königl. tierärztlichen Hochschule zu Hamp;mamp;öolaquo;
#9632;-#9632;
^S-
Berlin 1890.
Verlag von Th. Chr. Fr. EnslinT
(Richard Sehoetz.)
Luisenstrasse No. 36.
BIBUOTHEEK
DIERGENEESKUNDE
UTRECHT
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Vorwort.
Vorliegendes Buch tritt an Stelle der zweiten Auf­lage der im Mai 1886 erschienenen, von mir hearbeiteten „Pharmakognosie, Pharmazeutisch-chemische Präparate und Rezeptierkundequot;.
Einem vielseitig ausgesprochenen Wunsche folgend, wurde die Rezeptierkunde bei der notwendig gewordenen Neuauflage getrennt herausgegeben, und zugleich meine seit Jahren gehaltenen Vorlesungen über tierärztliche Pharmazie hinzugefügt, wobei ich bestrebt war, unter Berücksichtigung aller in das behandelte Gebiet fallenden Fortschritte, doch den Umfang der früheren Ausgabe nur wenig zu überschreiten, wodurch ich dem Buche nicht nur seine alten Freunde zu erhalten, sondern auch neue zuzuführen hoffe.
Die zweite Abteilung: „Drogen und chemische
Präparate, unter Berücksichtigung der aus
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ihnen hergestellten pharmazeutischen Präpa­rate, sowie ihrer Anwendung und Dosierungquot; wird kurz nach dem Erscheinen der neuen Auflage des Arzneibuches für das deutsche Eeich (Pharmacopoea Germanica, Editio III) herausgegeben werden.
Hannover, im Mai 1890.
Carl Arnold.
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Inhaltsverzeichnis.
Seite
Tierärztliche Pharmazie.
Der Verkehr mit Arzneimitteln.........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Das Dispensierrecht der Tierärzte........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;6
Die tierärztliche Apotheke...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;8
a.nbsp;Utensilien...............nbsp; nbsp; nbsp; 1U
b.nbsp; Gefässe für Vorratsstoffe..........nbsp; nbsp; nbsp;13
c.nbsp; Gefässe zur Abgabe von Arzneien........nbsp; nbsp; nbsp;13
d.nbsp; Arzneimittel und Pharmakopöen........nbsp; nbsp; nbsp;15
e.nbsp; Reagenzien zur Prüfung der Arzneimittel.....nbsp; nbsp; nbsp; 17
Aufbewahrung der giftigen und starkwirkenden Arznei­stoffe .................nbsp; nbsp; nbsp; 28
Der Bezug der Arzneistoffe...........nbsp; nbsp; nbsp; 30
Hauptregeln der Rezeptur...........nbsp; nbsp; nbsp;30
Pharmazeutische Termini technici ........nbsp; nbsp; nbsp;32
Pharmazeutische Synonyma..........nbsp; nbsp; nbsp;34
Berechnung der Arzneien...........nbsp; nbsp; nbsp;34
Taxe der tierärztlichen Arzneimittel in Bayern und
Sachsen...............nbsp; nbsp; nbsp;35
Tierärztliche Arzneiverordnungslehre.
Allgemeiner Teil.
Das Rezept...............#9632; . .nbsp; nbsp; nbsp;49
Dosierung der Arzneimittel...........nbsp; nbsp; nbsp; 56
Mass und Gewicht..............nbsp; nbsp; nbsp; 58
Hauptregeln bei der Verordnung eines Rezepts ...nbsp; nbsp; nbsp;59
Löslichkeit chemischer Arzneistoffe.......nbsp; nbsp; nbsp;61
Substanzen, deren gleichzeitige Verordnung zu ver­meiden ist..............nbsp; nbsp; nbsp; 68
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VI
Gefährliche Arzneimischungen........nbsp; nbsp; nbsp;66
Formen der Arzneimittel...........nbsp; nbsp; nbsp;67
Anwendungsmethoden der Arzneimittel......nbsp; nbsp; nbsp;67
Spezieller Teil.
Pulver...................nbsp; nbsp; nbsp; 70
Spezies..................nbsp; nbsp; nbsp; 75
Stifte...................nbsp; nbsp; nbsp; 77
Latwergen.................nbsp; nbsp; nbsp;79
Pasten..................nbsp; nbsp; nbsp;82
Pillen und Bissen..............nbsp; nbsp; nbsp;82
Kapseln..................nbsp; nbsp; nbsp;87
Breiumschläge ...............nbsp; nbsp; nbsp;88
Pflaster..................nbsp; nbsp; nbsp;89
Gallerten..................nbsp; nbsp; nbsp;92
Salben..................nbsp; nbsp; nbsp;93
Linimente.................nbsp; nbsp; nbsp;97
Auszüge (Abkochungen, Aufgüsse etc.)......nbsp; nbsp; nbsp;98
Emulsionen.................nbsp; nbsp; 110
Mixturen und Lösungen............nbsp; nbsp; 117
Räucherungen, Dampf- und Qualmbäder, Inhalationennbsp; nbsp; 125
Destillierte Wasser..............nbsp; nbsp; 129
Syrupe..................nbsp; nbsp; 129
Liquor..................nbsp; nbsp; 130
Mel und Oxymel...............nbsp; nbsp; 130
Mucilago..................nbsp; nbsp; 130
Spiritus..................nbsp; nbsp; 130
Elixir...................nbsp; nbsp; 131
Tinkturen.................nbsp; nbsp; 131
Extrakte..................nbsp; nbsp; 132
Seifen...................nbsp; nbsp; 135
Verbandstoffe................nbsp; nbsp; 136
Register..................nbsp; nbsp; 142
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Tierärztliche Pharmazie.
Der Zweck der praktischen Pharmazie ist die Aufbewahrung, Zubereitung, Prüfung und richtige Mischung der Arzneimittel zum Zweck der ärztlichen Verwendung. Dieselbe zerfällt in die Eezeptur (Re-zeptierkunst), d. h. die kunstgerechte Anfertigung einer Arzneinachder ärztüchenVorschrift, und die Defektur, d. h. die Ergänzung und Prüfimg der in der Rezeptur verbrauchten Arzneistoffe und die Einfüllung derselben aus den Vorratsgefässen des Materialienraumes in die Vorratsgefässe (sog. Standgefässe) des Apothekenraumes; da dem Tierarzte in den meisten Staaten das Selbst­anfertigen seiner verordneten Arzneien gestattet ist, so muss derselbe eine gewisse, allerdings beschränkte Kenntnis der Rezeptur und Defektur besitzen.
Der Verkehr mit Arzneimitteln
ist in Deutschland durch das Reichsgesetz vom 27. Januar 1890 geregelt. Die unter A aufgeführten Zubereitungen und unter B angeführten Drogen und chemischen Präparate dürfen nur in Apotheken feil­gehalten und verkauft werden. Die Bestimmung findet auf Verbandstoffe, auf Zubereitungen zur Herstellung von Bädern, sowie auf Seifen keine Anwendung.
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Diese Verordnung richtet sich gegen den unbefugten Arzneihandel der Kaufleute, Drogisten etc. und be­zieht sich nicht auf das Selbstdispensieren der Aerzte und Tierärzte, welches in den einzelnen Bundesstaaten, wie nachstehend angegeben, verschieden geregelt ist. Der Handel mit Tierheilmitteln ist aber auch dem Tierarzte verboten, und darf derselbe in denjenigen deutschen Bundesstaaten, wo ihm das Dis­pensierrecht gestattet ist, nur Arzneien etc. für die von ihm behandelten Tiere abgeben.
Verzeichnis A.
1.nbsp; Abkochungen und Aufgüsse;
2.nbsp; Aetzstifte;
3.nbsp; Auszüge in fester oder flüssiger Form, ausge­nommen : Arnikatinktur, Baldriantinktur, Benzoe-tinktur, Eichelkaffee - Ex­trakt, Fichtennadelextrakt, Pleischestrakt, Himbeer­essig , Kafleeextrakt, La­kritzen (Süssliolzsaft), auch mit Anis, Malzextrakt, auch mit Eisen, Leberthran oder Kalk, Myrrhentinktur,Thee-extrakt von Blättern des Theestrauches, Wacholder­extrakt ;
4.nbsp; Gemenge, trockene, von Salzen oder zerkleinerten Substanzen oder von bei­den untereinander, ausge­nommen: Brausepulver, ein­fache oder mit Zucker und ätherischenOelen gemischte, Kiechsalz , Salicylstreu-pulver, Salze, welche aus natürlichen Mineralwässern
bereitet oder den solcher­gestalt bereiteten Salzen nachgebildet sind;
5.nbsp; Gemische, flüssige, und Lösungen einschliesslich ge­mischte Balsame, Honig­präparate und Syrupe, aus­genommen : Ameisenspi­ritus , Eukalyptuswasser, Fenchelhonig, Fruchtsäfte mit Zucker eingekocht, Hoff­manns Tropfen, Kampfer­spiritus , Leberthran mit Pfefferminzöl, Pepsinwein, Rosenhonig, Seifenspiritus, weisser Zuckersyrup;
6.nbsp; Kapseln, gefüllte, von Leim (Gelatine) oder Stärke­mehl ausgenommen solche Kapseln, welche Brause­pulver, auch mit Zucker und ätherischen Oelen gemischt, Copaiva - Balsam , Leber­thran, doppeltkohlensaures Natrium, Ricinusöl oder Weinsäure enthalten;
7.nbsp; Latwergen;
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8.nbsp; Linimente, ausgenommen flüchtiges Liniment;
9.nbsp; Pastillen (auch Plätzchen und Zeltchen), Pillen und Körner , ausgenommen: aus natürlichen Mineral­wässern oder aus künst­lichen Mineralquellsalzen bereitete Pastillen, einfache Molkenpastillen, Pfeffer­minzplätzchen , Salmiak­pastillen ;
10. Pflaster und Salben aus­genommen : Cold - Cream, englisches Pflaster, Heft­pflaster, Hühneraugenringe, Lippenpomade, Pappel­pomade , Pech - Pflaster, Salicyltalg, Senfpapier;
H. Suppositorien in jeder Form (Kugeln, Stäbchen, Zäpfchen oder dergl.).
Verzeichnis B.
Acetanilidum. Aeida chloracetica. Acidum benzoicum e resina sublimatum.
„ cathartinicum.
„ chrysophanicum.
„ hydrocyanicum.
„ lacticum et ejus salia.
„ osmicum et ejus salia.
„ sclerotinicum.
„ succinicum.
„ sulfocarbolicum.
„ valerianicum et ejus salia. Aconitinum, Aconitini derivata
et eorum salia. Adonidinum. Aether bromatus.
„ jodatus. Aethyleni praeparata. Aethylidenum bichloratum. Agaricinum.
Aluminium acetico-tartaricum. Ammonium chloratum ferratum. Amylenum hydratum. Amylium nitrosum. Antipyrinum.
Anthrarobinum. Apomorphinum et ejus salia. Aqua Amygdalarum araararum. „ Lauro-cerasi. ,. Opii. Arsenium jodatum. Atropinum et ejus salia. Betolum. Bismutum bromatum.
oxyjodatum.
salicylicum.
tannicum. Blatta orientalis. Bromalum hydratum. Brucinum et ejus salia. Bulbus Scillae siccatus. Butyl-chloralum hydratum. Camphora monobromata. Cannabinon. Cannabinum tannicum. Cantharides. Cantharidinum. Cardolum. Castoreum.
Chinidinum et ejus salia. Chininum et ejus salia. Chinoidinum.
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Chloralum hydratum crystalli-
satnm. Chloroformium. Chrysarobinum. Cinchonidinum et ejus salia. Cinchoninum et ejus salia. Cocainum et ejus salia. Codeinum et ejus salia. Coffeinum et ejus salia. Colchicinum. Coniinum et ejus salia. Convallamarinum. Convallarinum. Cortex Chinae.
„ Granati.
„ Mezerei. Cotoinum. Cubebae. Cuprum aluminatum.
B salicylicum.
„ sulfocarbolicum. Curare.
Curarinum et ejus salia. Daturinum. Delphininum.
Digitalinum et ejus derivata. Duboisinum et ejus salia. Bmetinum et ejus salia. Euphorbium.
Fel tauri depuratum siccum. Ferrum arsenicicum.
„ arsenicosum.
„ carbonicum sacch.
.. citricum ammoniatum.
„ jodatum s a cellar a, tu m.
„ oxydatum dialysatum.
s oxydatum saccharatum.
„ reductum.
s sulfuricum oxydatum ammoniatum. sulfuricum siccum.
Flores Cinae. „ Koso. Folia Belladonnae. „ Bucco. •„ Cocae. „ Digitalis. ., Jaborandi. ., Ehois toxicodendri. , Stramonii. Fructus Colocynthidis.
, Papaveris immaturi. „ Sabadillae. Fungus Laricis.
Galbanum. Gruajacolum.
Herba Aconiti. , Adonidis. „ Cannabis indicae. , Cicutae virosae. , Conii. ., Gratiolae. „ Hyoseyami. , Lobeliae. Homatropinum et ejus salia. Hydrargyrum aceticum. ..nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;bijodatum.
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;bromatum.
.,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;chloratum.
.,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;cyanatum.
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;formamidatum.
.,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;jodatum.
,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;oleinicum.
,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;oxydatum via hu-
mida paratum. nnbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;peptonatum.
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;praecipitatum
album. .,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;salicylicum.
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;tannicmu oxydu-
latum. Hydrastis canadensis.
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Hyoscinum et ejus salia.
Hyoscyaminum et ejus salia.
Jodoformiumquot;.
Jodolum.
Kairinum.
Kairolmum.
Kalium jodatum.
Eamala.
Kosinum.
Kreosotum (e ligno paratum).
Lactucariom.
Magnesium citricum efferv.
,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; salicylicum.
Manna.
Morphinum et ejus salia. Muscarinmn. Narceinum et ejus salia. Narcotinum. Natrium aethylatum. a benzoi'cum. „ pyrophosphoricum
ferratum. B salicylicum. Natrium santonicum.
„ tannicum. Oleum Chamomillae aethereura.
, Crotonis.
„ Cubebarum.
, Matico.
.. Sabinae.
„ Sinapis aethereum.
j Valerianae. Opium.
Paracotoinum. Paraldehydum. Pasta Gruarana. Pelletierinum et ejus salia. Phenacetinum. Physostigminum (Eserinum) et
ejus salia. Picrotoxinum.
Pilocarpinum et ejus salia. Plumbum jodatum. „ tannicum. Podophyllinum. Propylaminum. Radix Belladonnae.
„ Colombo.
,, Gelsemii.
„ Ipecacuanhae.
, Bhei.
s Sarsaparillae.
„ Senegae. Besina Jalapae.
, Scammoniae. Resorcinum purum. Rhizoma Pilicis. Rhizoma Veratri. Sololum. Santoninum. Secale comutum. Semen Calabar.
„ Colchici.
„ Hyoscyami.
,, St. Ignatii.
„ Stramonii.
;, Strophantin.
, Strychni. Sozojodolum. Stipitus Dulcamarae. Strychninum et ejus salia. Sulfonalum. Sulfur jodatum. Summitates Sabinae. Tartarus stibiatus. Terpinum hydratum. Thallinum et ejus salia. Thebamum et ejus salia. Tubera Aconiti.
, Jalapae. Urethanum. Veratrinum et ejus salia.
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Zincum aceticum.
„ chloratum puruni.
„ cyanatum.
„ permanganicum.
Zincum salicylicum. ,. sulfocarbolicum. ,. sulfoichtliyolicuin. „ sulfaricum purum.
Das Dispensierrecht der Tierärzte
ist in den einzelnen deutschen Staaten sehr verschieden geregelt.
In Preussen ist es laut Ä'Iinisterial-Verfügung vom 23. Juli 1833 den Tierärzten gestattet, die für die eigene Praxis nötigen Arzneimittel zu dispensieren, mit alleiniger Ausnahme der direkten Gifte (siehe Tabelle B, Seite 28). Die gleiche Bestimmung besteht in Elsass-Lothringen.
Laut Eegierungs-Verfügung vom 11. Juni 1888 dürfen ferner die Tierärzte zum äusserlichen Ge­brauche bestimmte Mittel, welche Gifte mit andern Substanzen gemengt enthalten, vorrätig halten, jedoch nicht selbst zubereiten, sondern aus einer Apotheke beziehen. Zusammengesetzte Arzneien zum innerlichen Gebrauche, welche direkte Gifte ent­halten, dürfen Tierärzte unter keinen Umständen vor­rätig halten.
In Bayern, Sachsen, Mecklenburg, Olden­burg, Weimar, Koburg, Gotha, Anhalt, Reuss, Schaumburg - Lippe, Schwarzburg - Rudolstadt, Hamburg, Bremen, Lübeck ist den Tierärzten die Abgabe von Arzneien für Tiere der eigenen Praxis, einschliesslich der Gifte, gestattet.
In Württemberg, Hessen, Meinigen ist den Tierärzten das Halten von Hausapotheken verboten und dürfen dieselben Medikamente für die von ihnen behandelten Tiere in der Regel nicht abgeben.
In Baden ist den Tierärzten nur mit besonderer
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Erlaubnis des Ministeriums gestattet, an solchen Orten Handapotheken zu halten, an welchen die Entfernung von einer Apotheke oder die Schwierigkeiten, dieselbe zu erreichen, gross sind.
Das Dispensierrecht der Tierärzte in ausserdeutschen Staaten ist folgendermassen geregelt.
Belgien. Den Tierärzten sind uneingeschränkte Dispensierbefugnisse eingeräumt.
Italien. Es besteht ein allgemein für Tierärzte geltendes Dispensierrecht nicht. In kleinen, von einer Apotheke fern abgelegenen Gemeinden kann der Prä-fekt in Einvernahme mit dem Provinzial-Sanitätsrate dem Tierarzte die Genehmigung erteilen, sich in Form einer Hausapotheke eine grössere Anzahl von Medika­menten vorrätig zu halten und sie an die kranken Tiere seiner Praxis zu dispensieren.
Bussland. Den russischen Tierärzten ist das Selbst­dispensieren von Arzneimitteln nicht gestattet.
Griechenland. Den griechischen Tierärzten ist, ohne dass ein Gesetz oder eine Verordnung dies speziell ausspräche, gestattet, die benötigten Medikamente selbst zu präparieren.
0 esterreich-Ungarn. Den Tierärzten ist dasHalten von Handapotheken gestattet.
Dänemark. Die Tierärzte Dänemarks haben Dis­pensierbefugnisse, müssen aber ihre Arzneien aus der Anstalts-Apotheke der Kopenhagener Tierarzneischule beziehen.
Schweden. Tierärzte dürfto Medikamente selbst dispensieren, wenn an Ort und Stelle des Krankheits­falles keine Apotheke vorhanden ist.
Norwegen. Tierärzte dürfen an Orten, welche in einiger Entfernung von Apotheken liegen, die für Tiere ihrer eigenen Praxis benötigten Medikamente selbst her-
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stellen und an die Tiereigentümer abgeben. Doch müssen die fertigen Medikamente und die einzelnen Ingredienzien im Inlande angekauft werden.
England. Den Tierärzten ist durch gesetzliche Parlaments-Akte erlaubt, sich einen beliebigen, ihnen ausreichend dünkenden Vorrat von Arzneimitteln zu halten und aus demselben an die Patienten ihrer eigenen Praxis unbehindert zu dispensieren.
Holland. Es wird vollkommenes unbeschränktes Recht zum Selbstdispensieren gewährt.
Frankreich. Den Tierärzten ist das Selbstdispen­sieren gestattet, mit Ausnahme der Abgabe von Giften.
Schweiz. Es sind Vorschriften von Seite der Zen­tralbehörde nicht erlassen, sondern die Regelung des Verkehres in den tierärztlichen Hausapotheken Sache der einzelnen Kantons-Regierungen. So kommt es, dass in einzelnen Kantonen bis ins Kleinste vorsehende Be­stimmungen über die Art und Weise des tierärztlichen Selbstdispensierens bestehen, wie z. B. in Bern, Basel, Luzern, Zürich, in anderen dagegen diesbezügüche Vor­schriften überhaupt nicht erlassen sind. Doch wird auch in den letzteren Kantonen das Selbstdispensieren von den Tierärzten geübt und ihnen Hindernisse nicht in den Weg gelegt.
Ausführliches über diese, sowie über viele andere für den selbst dispensierenden Tierarzt wichtige gesetzliche Bestimmungen, in „Das Dispensierrecht der Tierärzte, von K. W. Schlampp, Karlsruhe. 1890.quot;
Die tierärztliche Apotheke
kann aus einem Schranke zur Unterbringung der nöti­gen Utensilien und Arzneimittel bestehen, sowie aus einem kleinen Tische, auf welchem sich die Kochuten-
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silien und in dessen Schubladen sich die Mörser und die notwendigen Verbandstoffe befinden. Nachstehend beschriebener Apothekenschrank hat sich infolge seiner Billigkeit und Handlichkeit bei sehr vielen Tierärzten
eingebürgert und kann denselben jeder Tischler nach der Zeichnung anfertigen.
Die Grössenverhältnisse sind angegeben und den käuflichen Standgefässen angepasst. Doch versäume man trotzdem nicht, bei Bestellung der Gefässe die gewünschte Maximalhöhe anzugeben. Die Gesamtkosten
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des Schrankes mit nachstehend verzeichneter Einrich­tung belaufen sich auf 350 his 400 Mark.
Der ohere seitliche Schrank dient für die Stoffe der Tabelle B und C (siehe S. 28) und hat des bessern Aussehens halber eine verschliessbare Glasthüre, der untere seitliche Schrank dient für die Arzneigläser und Kruken und ist mit einer Bretterthüre mit Riegel ver­sehen. Im Tische selbst befinden sich in den oberen schmalen Schubladen verschiedene Utensilien, die übri­gen dienen zur Aufnahme der nachstehend unter d. laquo;. angeführten Arzneimittel und besitzen einen Umfang von 16 bis 18 #9633; cm und sind BO bis 55 cm lang. Für stark riechende oder hygroskopische Stoffe lässt man in dieselben Einsätze von verzinktem Blech machen, welche einen aufzuklappenden Deckel besitzen.
Die Tischplatte besteht aus hartem, gut geöltem Holze ohne Anstrich oder Politur. Die seitlich am Schrank befindlichen Haken dienen zum Aufhängen der Handwagen etc.
Der Apothekenschrank enthält:
a. Utensilien.
Eine sog. Stand- oder Tarierwage, welche an einem Stative hängt und flache Schalen hat, geeignet Gläser und sonstige Gefässe darauf zu stellen und zu wägen (tarieren). Zum Tarieren bediene man sich blechener Schälchen, welche mit Schrotkörnern gefüllt sind.
Eine gute Tarierwage muss bei voller Belastung durch ein Übergewicht von 0,2 Gramm aus der Gleichgewichtslage gebracht werden. Jemehr eine Wage belastet wird, desto weniger empfindlich zeigt sie sich, weshalb man die kleinsten Mengen zuerst abwiegen muss und auch eine zu starke Belastung zu
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vermeiden ist. Wird die Wage nicM gebraucht, so ist sie, zur Schonung der Achsenlager, zu arretieren, d. h. man stellt auf die eine Schale die Tarier­schachteln.
Drei Handwagen mit Hornschalen, darunter eine Centigrammwage, eine Wage mit 100 und eine mit 1000 Gramm Tragkraft. Nach dem Gebrauche werden die Schalen mit einem trockenen Tuche ausgewischt und die Wage sogleich an ihren Ort so aufgehängt, dass Wagenbalken und Schalen nach beiden Seiten des Nagels herunterhängen und eine Schale in der andern hegt.
Geaichte Präzisionsgewichte aus Messing. Dieselben werden in den in der Tarierwage befind­lichen Schiebkästchen, in welchen man am besten einen mit Oeffnungen für die einzelnen Gewichte yersehenen Holzblock befestigt, aufbewahrt. Man bedarf je . 4 Gewichtsstücke von 0,1—0,2—0,5—1,0—2,0—5,0— 10,0—20,0—50,0—100,0—200,0 Gramm, femer einige Gewichtsstücke von 0,01—0,02—0,05 Gramm. Die kleinen, flachen Gewichtsstücke unter 1 Gramm werden in einer Schachtel aufbewahrt. Schmutzige Gewichte dürfen nicht mit scharfen Stoffen geputzt werden, weil sie dadurch leichter werden. Sie brauchen nicht blank, sondern nur rein zu sein, was am besten erreicht wird, wenn man sie zuweilen in verdünnten, mit Essig versetzten Weingeist legt und dann mit einem trocknen und warmen Tuche abreibt.
Reibschalen von Steingut und zwar je eine mit 35 und 20 cm Durchmesser und je zwei mit 10 und 15 cm Durchmesser.
Ein eiserner Mörser mit 15 cm Durchmesser zum Anstossen von Pillen etc.
Drei Hornlöffel von 25, 20 und 10 cm Länge.
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Drei eiserne Spatel Ton 35, 20 und 15 cm Länge.
Zwei Zinnmensuren von 1000 und 500 Ccm, innen mit Strichteilung von je 200 resp. 100 Ccm.
Einen Petroleumkochofen mit 2 Flammen, für ein Gefäss eingericlitet.
Vier eiserne, innen weiss emaillierte Koch­töpfe mit Deckeln, etwa 2000, 10O0, 500 und 200 Gramm fassend.
Mehrere sog. Koliertücher und grössere und kleinere Blechseiher, zum Durchseihen von Ab­kochungen etc.
Zwei sogen. Pflasterpfannen, zum Zusammen­schmelzen von Pflastern und Salben, 200 Gramm und 1500 Gramm fassend.
Scheere, Papiermesser, Korkzange, Korke, Bindfaden, Kartenblätter für die Bereitung ge­teilter Pulver.
Filtrierpapier und 3 Trichter.
Eine Anzahl grösserer Holzlöffel, etwa 100 Gramm fassend, welche man in den vielgebrauchten pulverförmigen Arzneistoffen stecken lässt.
Apparate zur Prüfung der Arzneimittel auf ihre Identität und ihre Eeinheit, nämlich: Keagenz-gläser (sogen. Probierröhreben), Kochflaschen, Glas­trichter, Becbergläser und einige kleine Porzellan-schälchen, Spirituslampe, Lötrohr und ein Stückchen Platinblech, Glasstäbe und Glasröhren, Entwicklungs-Apparat zu Schwefelwasserstoff.
Zwei Aräometer zum Bestimmen des spezifischen Gewichts von Flüssigkeiten leichter und schwerer als Wasser.
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b. Gefässe für Vorratsstoffe.
Man kauft die Gläser und Porzellanbüclisen mit eingebrannter Schrift in jeder Handlung pharmazeu­tischer Utensilien, ebenso die Porzellanschilder oder emaillierten Eisenschilder mit eingebrannter Inschrift, welche an die Schubladen angeschraubt werden. Die Gefässe sind in der angegebenen Grosse zu wählen. Ueber die Farbe der Aufschriften siehe S. 28.
c. Gefässe zur Abgabe der Arzneien.
Dieselben sind aus Glas, Thon, Holz, Papier ge­fertigt. Die Medizin- oder Mixturflaschen wählt man rund und von dem billigeren, grünen Glase und zwar zu 5—, 10-, 20—, 30-, 60-, 100-, 200-, 300-, 400—, 500— Gramm Inhalt.
Arzneien, welche durch das Licht zersetzbare Sub­stanzen enthalten, giebt man in schwarz- oder braun­gefärbte Gläser (ad vitrum nigrum) oder umwickelt das Glas mit dunklem Papier, z. B. braunem Packpapier (vitrum charta fusca obductum). Die zum Verschliessen nötigen Korkstopfen passe man stets auf das noch leere Gef äss und wähle dieselben von etwas grösserem Umfange als die Flaschenöfihung und mache sie dann durch Pressen mit der Korkzange passend und weich. Beim Aufsetzen des Korkes auf die gefüllte Flasche halte man dieselbe stets frei am Halse zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand und führe mit der rechten Hand den Kork langsam drehend bis zu seiner Hälfte in die Flaschenmündung ein; wird hierbei die Flasche zersprengt, so hat man keine Verletzung zu befürchten, die unfehlbar eintritt, wenn man die ganze Flasche mit der Hand umfasst. Dass die Flasche gut verschlossen ist, erkennt man, indem man mit dem zugepfropften Ende
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derselben mehrmals gegen die Handfläche stösst, wobei sich keine herausgespritzten Tröpfchen zeigen dürfen.
Die Signaturen werden an den Gläsern entweder angeklebt oder angebunden; das Papier ist für Arz­neien zu innerlichem Gebrauche weiss, zu äusserlichem Gebrauche rot oder blau. Anhänge-Signaturen werden stets durch einen Knoten, nicht durch eine Schleife des Bindfadens befestigt und versäume man nicht auf das Glas selbst bei äusserlichen oder giftigen Arzneien einen Zettel mit „Aeusserlichquot; resp. „Giftquot; zu kleben, da die Anhänge-Signatur leicht verloren gehen kann. Zum Verbinden der Gläser (zur Tektur) nimmt man zwei Lagen Papier, die obere häutig aus Glanzpapier, und bindet sie mit einer Schleife zu. Zur Aufnahme von Salben und Latwergen gebraucht man einen Topf, Kruke (olla seu pyxis fictilis) aus grauem oder gelbem Thon.
Die Gebrauchsanweisimg etc. schreibt man am besten auf die Tektur oder man klebt eine Signatur an die Seitenfläche. Zum Verschliessen der Töpfe (zur Tektur) verwendet man Pergamentpapier, das man bei leicht­flüssigen Stoffen vorher anfeuchtet und mit einer Schleife zubindet. Statt der Kruken verwendet man zuweilen die billigen Holzspahnschachteln.
Zur Aufnahme von Pulvern verwendet man Papier­säcke; da der Apotheker meist Schachteln verwendet, so schreibe man bei Pulvern stets „cletur ad chartamquot;. Die kleinen beiderseits offenen Papiersäcke, welche durch Ineinanderschieben der Enden geschlossen werden, nennt man Kapseln (capsulae). Hygroskopische, klebrige oder fettige Pulver giebt man in Wachs- oder Paraffinpapier (ad chartam ceratam).
Das Oeffnen der Flaschen mit Glasstopfen bietet oft Schwierigkeiten. Gefässe mit Kalilauge,
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Wasserglas etc. werden am besten mit Gummistopfen geschlossen, oder der Glaspfropfen wird an den Schliess-teilen öfters mit Vaseline bestrichen. Ist ein Stopfen ohne Anwendung von Gewalt, wobei meistens die Flasche zu Grunde geht, nicht zu entfernen, so stelle man das Gefäss mit dem Stopfen nach unten in heisses, öfters zu erneuerndes Seifenwasser, oder erhitze nach und nach den Flaschenhals, wenn die Flasche keine feuer­gefährliche Substanz enthält, unter fortwährendem Drehen um seine Axe über einer Spiritus- oder Petroleumflamme, wiederholt versuchend, ob sich der Stopfen gelockert hat. Der zur Verwehdung kommende Bindfaden ist ungebleicht oder gefärbt von 0,7—0,8 mm Dicke (sog. Rezepturbindfaden). Der Anfang desselben ist aus dem Inneren der Eolle herauszuziehen. Er wird in einer Schublade des Arzneitisches aufbewahrt, wobei man das Anfangsstück durch eine dünne Oeffnung der Vorderwand heraushängen lässt.
d. Arzneimittel.
Ueber die Anzahl und Beschaffenheit der in den Apotheken vorrätig zu haltenden Arzneimittel giebt es in den meisten Ländern besondere Gesetzbücher, welche man Pharmakopöen nennt. Ein für ganz Deutschland gültiges Gesetzbuch giebt es erst seit 1872 und führte die erste und zweite Auflage (1882), welche wie die meisten Pharmakopöen in lateinischer Sprache erschienen waren, den Titel „Pharmacopoea Germanicaquot;, während die demnächst erscheinende dritte Auflage in deutscher Sprache geschrieben ist und offiziell „Arzneibuch für das deutsche Reichquot; heisst. Der Tierarzt ist nicht an das Halten bestimmter Stoffe und an die Vorschriften der Pharmakopöe gebunden, jedoch wird er sich die-
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selben zur Eichtschnur dienen lassen, solange nicht Zweckmassigkeitsgründe Abweichungen erfordern.
Im Nachstehenden ist dem angehenden Thierarzte ein Anhalt für die zu beschaffenden Vorräte gegeben. Es empfiehlt sich, den Arzneischrank von solchem Umfange zu wählen, dass auf demselben noch mehr Gefässe wie ursprünglich beabsichtigt auf­gestellt werden können und dass auch mehrere überflüssige Schubladen vorhanden sind, wie dies bei dem angeführten Modelle auch der Fall ist.
a. In Schubladen, etwa 5 Kilo fassend, wird auf­bewahrt:
1.nbsp; Aloe.
2.nbsp; Ammon. chlorat.
3.nbsp; Calc. sulfuric. ust. (in ver­schlossenem Glase).
4.nbsp; Cort. Quercus.
5.nbsp; Ferr. sulfuric.
6.nbsp; Flor. Chamom.
7.nbsp; Pruct. Foeniculi.
8.nbsp; Herb. Absinthii.
9.nbsp; Magnes. carbon.
10.nbsp; Natr. bicarbon.
11.nbsp; Natr. carbonic.
12.nbsp; Natr. chlorat.
13.nbsp; Natr. sulfuric.
14.nbsp; Ead. Alth. pulv.
15.nbsp; Kad. Gentian, pulv.
16.nbsp; Kad. Valerian, pulv.
17.nbsp; Ehiz. Calami pulv.
18.nbsp; Sem. Faenugr. pulv.
19.nbsp; nbsp;Sem. Lini pulv.
20.nbsp; Sal. Carolin, factit.
21.nbsp; nbsp;Sulfur dep.
ß. In Porzellanbüchsen,
etwa 750 Gramm fassend,
wird aufbewahrt:
1.nbsp; Adeps suillus.
2.nbsp; Acid, boric.
3.nbsp; Acid, salicylic.
4.nbsp; Acid, tannic.
5.nbsp; Alumen.
6.nbsp; Ammon. sulfoichtyolic. (in einem weithalsigen Glase in die Büchse gestellt).
7.nbsp; Antifebrinum.
8.nbsp; Bals. peruvian. (in einem weithalsigen Glase in die Büchse gestellt).
9.nbsp; Calc. carbonic.
10.nbsp; Calc. phosphoric.
11.nbsp; Camphora.
12.nbsp; f Cantharides.
13.nbsp; Colophonium.
14.nbsp; Cera flava.
15.nbsp; t Chloral, hydrat.
16.nbsp; fCupr. sulfuric.
17.nbsp; fFol. Digital.
18.nbsp; Gummi arable.
19.nbsp; Kal. bromat.
20.nbsp; Kal. sulfurat.
21.nbsp; Pix liquida. (In einem weithalsigen Glase in die Büchse zu stellen.)
22.nbsp; fPlumb. acetic.
23.nbsp; fEMz. Veratri.
24.nbsp; Sapo viridis.
25.nbsp; Syrup, simpl.
26.nbsp; Stibium sulf. nigr.
27.nbsp; Styrax liquid.
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28.nbsp; Terebinthina.
29.nbsp; Ung. Cantharid.
30.nbsp; Ung. Hydrarg. ein.
31.nbsp; Ung. Parafflni.
32.nbsp; fTartar. stibiat.
33.nbsp; fZinc. sulforic.
34.nbsp; Lanolin.
y. In enghalsigenPlaschen ä 760 Gramm.
1.nbsp; fAcid. carbol. liquefact.
2.nbsp; fAcid. hydrochloric.
3.nbsp; fAcid. nitric, fumans.
4.nbsp; Aether.
5.nbsp; f Aqua Amygd. amar.
6.nbsp; Aqua destillata.
7.nbsp; f Chloroform.
8.nbsp; Collodium.
9.nbsp; Glycerin.
10.nbsp; Liquor Ammon. caust.
11.nbsp; Liquor Perri sesquichlor.
12.nbsp; f Liquor Plumb, subacet.
13.nbsp; Oleum Lini.
14.nbsp; Oleum Eapae.
15.nbsp; Oleum Eicini.
16.nbsp; Oleum Terebinth.
17.nbsp; Spiritus.
18.nbsp; Spir. camphorat.
19.nbsp; Tinct. Aloes.
20.nbsp; f Tinct. Jodi.
21.nbsp; f Tinct. Opii.
S. In weithalsigen Glas flaschen a, 100 Gramm.
1.nbsp; fAcid. arsenicos.
2.nbsp; Antipyrin.
3.nbsp; f Argent, nitric.
4.nbsp; f Atrop. sulfuric.
5.nbsp; Chinin, sulfuric.
6.nbsp; fEuphorbium.
7.nbsp; fHydrarg. bichlorat.
8.nbsp; fHydrarg. bijodat.
9.nbsp; fHydrarg. ohlorat. mite.
10.nbsp; f Jodoformium.
11.nbsp; f Jodum.
12.nbsp; Kalium jodatum.
13.nbsp; Kamala.
14.nbsp; fMorph. hydrochlor.
15.nbsp; f Opium.
16.nbsp; f Physostigm. sulfuric.
17.nbsp; Santonin.
18.nbsp; f Strychn. nitric.
19.nbsp; Sulfonalum.
20.nbsp; f Veratrinum.
21.nbsp; f Zinc, chlorat.
e. Reagenzien zur Prüfung der Arzneimittel.
Von grösster Wichtigkeit ist es, sich von der Identität und gewünschten Beschaffenheit der einge­kauften Arzneimittel vor ihrer Aufstellung im Apotheken­schranke zu überzeugen, wohei zu bemerken ist, dass eine solche absolute Eeinheit der Präparate, wie sie das „Arzneibuch für das deutsche Reichquot; fordert, in der Tierheilkunde meistens nicht nötig ist. Wie weit hier die Anforderungen gehen müssen, ist im zweiten Teile dieses Werkes bei den einzelnen Arzneimitteln
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neben der Identitätsprüfung genau angegeben. Die zur Prüfung dienenden Eeagenzien müssen, wenn die damit erzielten Resultate zuverlässig sein sollen, voll­kommen cbemisch rein sein, weshalb man jedes Reagenz, bevor man dasselbe zur Untersuchung verwendet, einer genauen Prüfung unterziehen muss. Sämtliche gelösten Reagenzien müssen ganz klar sein, eventuell durch Filti'ieren geklärt werden. Die Reagenzien sind meistens aus den offizinelleii Arzneimitteln leicht herzustellen und werden am besten in Mengen von 50—100 ccm auf einem besonderen Gestelle aufbewahrt, welches man oben auf den Arzneischrank stellt.
Acidnm acetlcnm dilutum. Verdünnte Essigsäure.
30 Teile Essigsäure und 70 Teile Wasser. Spez. Gew. 1,04. Dient zum Ansäuern und als Lösungsmittel. Rieche nicht hrenzlich, werde weder durch Baryum- oder Silbersalze, noch durch Ammoniak und Schwefelammonium verändert, Kalium-permanganat und Indigolösung werde nicht entfärbt. Sie ver­dampfe ohne Eückstand.
Acidum hydrochloricum. Salzsäure.
Reagenz auf Silber-, Merkuro- und Bleisalze, auch auf Ammoniak, indem ein mit Salzsäure befeuchteter Glasstab bei Gegenwart von Ammoniak weisse Nebel erzeugt; ferner als Lösungsmittel für viele Körper. Sie sei farblos, ohne Rückstand flüchtig, entfärbe nicht Indigolösung oder blauen Jodstärkekleister, bläue ferner nicht Jodkaliumstärkekleister, werde verdünnt weder durch Baryumchlorid, noch durch Ammoniak und Schwefel­ammonium gefällt. 10 g Salzsäure werden mit 1 g Stanno-chlorid entweder erwärmt oder eine halbe Stunde stehen gelassen; ist Arsen vorhanden, so scheidet sich dasselbe als braune Trü­bung ab.
Acidnm iiitriciun. Salpetersäure.
Löst die meisten schweren Metalle leicht auf, dient ferner zum Ansäuern von Flüssigkeiten, namentlich wenn andere Flüssigkeiten nicht gebraucht werden dürfen, z. B. bei Reaktion
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mit Silbersalzen oder Baryuinsalzen. Dient ferner als Oxyda­tionsmittel. Sie sei farblos, verdampfe ohne Eüekstand, werde nach dem Verdünnen mit Wasser durch Silber- und Baryumsalze nicht getrübt.
Acidum sulfuricnm. Schwefelsäure. Dient zur Entdeckung schwächerer Säuren, indem sie diese meistens aus ihren Verbindungen austreibt, ferner zur Zer­setzung organischer Körper, z. B. der Oxalsäure. Meistens wird mit 5 Teilen Wasser (man giesse stets die Säure langsam zum Wasser, nicht umgekehrt) verdünnte Schwefelsäure genommen, z. B. beim Auflösen von Zinkoxyd, Magnesia u. s. w. Sie ist das empfindlichste Reagenz aiif Strontium-, Baryum- und Bleisalze. Sie sei farblos, färbe sich in Berührung mit Ferro-sulfatlösung nicht braun, bläue, nach dem Verdünnen mit 20 Teilen Wasser, Jodkaliumstärkekleister nicht, mische sich klar mit 5 Teilen Spiritus, verflüchtige ohne Eüekstand. Verdünnt werde sie durch Schwefelwasserstoff und Silbernitrat nicht ver­ändert und entfärbe weder Indigo- noch Kaliumpermanganat-lösung. Prüfling auf Arsen wie bei Salzsäure.
Acidum tartarienm. Weinsteinsäure, gelöst in 4 Teilen dest. Wassers. Fällt nicht zu verdünnte Lösungen der Kaliumsalze, verhindert die Fällung von Ferri-und Aluminiumsalzen durch Aetzalkalien. Die wässrige Lösung werde durch Schwefelammonium, Ammoniumoxalat, Baryum- und Calciumsalze nicht verändert.
Aether
dient zur Prüfung bei Chromsäure, Alkaloiden und verschiedenen organischen Körpern. Sei in 9 Teilen Wasser mit neutraler Reaktion löslich, verdunste schnell und ohne Rückstand.
Ammonium carbonicum. Kohlensaures Ammoniak, gelöst in 4 Teilen dest. Wassers und 1 Teil Atzammoniaks, dient zum Fällen von vielen Metallsalzen, wo Kali- oder Natronlauge zu vermeiden ist, namentlich aber zur Abscheidung der Calcium-, Baryum- und Strontiumsalze und deren Trennung von Magnesium­salzen. Es sei vollkommen in der Hitze flüchtig, die salpeter­saure Lösung werde von Baryum- und Silbersalzen, sowie von Schwefelwasserstoif nicht verändert.
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Ammonium chloratnm. Salmiak, gelöst in 9 Teilen dest. Wassers, dient als Hülfsmittel bei ver­schiedenen Reaktionen, z. B. auf Phosphorsäure, auf Magnesium­salze etc. Die Lösung sei neutral, in der Hitze vollkommen flüchtig und werde durch Ammoniumsulfid nicht verändert.
Ammonium molybdaeuicnm. Molybdänsaures Ammoniak. Giebt mit phosphorsauren und arsensauren Verbindungen gelbe, in Salpetersäure unlösliche Niederschläge und dient nament­lich zum Nachweise der Phosphorsäure in sauren, Metallsalze enthaltenden Lösungen. 15 g Ammoniummolybdat löse man in 100 ccm dest. Wassers unter Erwärmen und giesse die Lösung nach dem Erkalten in 100 ccm Salpetersäure (nicht umgekehrt). Die Lösung wird nach einigen Tagen von einem etwaigen Boden­satze abgegossen und vor Licht geschützt aufbewahrt.
Ammonlcum oxalicnm. Oxalsaures Ammoniak,
gelöst in 20 Teilen dest. Wassers, giebt mit Calcium-, Baryum-, Strontium-, Bleisalzen unlösliche oder schwerlösliche Verbindun­gen, dient namentlich zur Entdeckung und Abscheidung der Cal-ciumverbindungen. Das Salz muss vollständig in der Hitze ver­flüchtigen, die Lösung durch Schwefelammonium nicht verändert werden.
Amylum. Stärkemehl. Stärkekleister ist ein Eeagenz auf Jod; wird am einfachsten durch Schütteln eines Stückchen weisser Oblate mit siedendem Wasser und Filtrieren bereitet.
Aqua Barytae. Barytwasser. Man löse 1 Teil Atzbaryum in 20 Teilen Wasser. Dient zur Fällung von Metallsalzen, namentlich der Magnesiumsalze, zur Prüfung auf Kohlendioxyd, zur Entfernung von Schwefel-und Phosphorsäure etc. Nachdem das Baryum durch Schwefel­säure ausgefällt ist, gebe das Piltrat mit Weingeist keine Trübung und beim Verdampfen keinen Rückstand.
Aqua bromata. Bromwasser. Wird wie Chlorwasser verwendet, ist aber wegen der leichten Darstellbarkeit und Haltbarkeit diesem vorzuziehen. Man schütte
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in eine Flasche mit dest. Wasser soviel Brom, dass ein Teil des­selben ungelöst am Boden bleibt und bewahre das Gefäss an einem schattigen und kühlen Orte auf. Es sei braunrot und von starkem Gerüche.
Aqnae Calcariae. Kalkwasser. Fällt Kohlendioxyd und Karbonate, sowie manche organische Säuren. Man übergiesst gebrannten Kalk mit der Hälfte seines Gewichtes Wassers und hierauf das erhaltene Calciumhydroxyd mit Wasser, lässt einige Tage stehen und hebt die klar abge­gossene Lösung in wohlverschlossenen Gefässen auf. Muss Kurkumapapier stark bräunen und mit Sodalösung einen starken Niederschlag geben.
Aqua clilorata. Chlorwasser. Dient zur Vermittlung der Lösung von einigen Metallen und Metallsulfiden, ferner zur üeberführung niederer Oxydationsstufen in höhere, überhaupt zur Oxydation, ferner um Brom und Jod aus Verbindungen abzuscheiden. Man leitet Chlor so lange in eine mit dest. Wasser gefüllte Flasche, bis das Wasser gesättigt ist und dann beim Schütteln die auf die Flaschenöffnung gesetzte Handfläche nicht mehr ansaugt, sondern abstösst. Es sei von starkem Gerüche und werde in kleinen Fläschchen im Dunkeln aufbewahrt.
Aqna destillata. Destilliertes Wasser. Wird stets angewendet, wo bei chemischen Untersuchungen Wasser notwendig ist. Es sei färb-, geruch- und geschmacklos, hinterlasse verdampft keinen Eückstand, werde durch Schwefel­ammonium, Barytwasser, Ammoniumoxalat, Baryumchlorid, Silber-nitrat, Quecksilberchlorid, Nesslers Reagenz nicht verändert und besitze neutrale Reaktion.
Aqua hydrosulfurata. Schwefelwasserstoffwasser. Wird erhalten durch Einleiten von H2S in ausgekochtes und wiederum erkaltetes dest. Wasser bis zur Sättigung. (Siehe Chlorwasser.) Dient als Gruppenreagrnz zur Trennung und Abscheidung der Metalle; als spez. Reagenz durch Bildung charakteristisch gefärbter Sulfide. Werde wohlverkorkt in kleinen Fläschchen, deren Hals in Wasser gestellt ist, aufbewahrt. Es sei klar, von starkem Gerüche, ohne Rückstand flüchtig, sich nicht mit Ammoniak dunkel färbend.
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Annnoninm hydrosnlfuratum. Schwefelammonium, wird erhalten durch Einleiten von H2S in Salmiakgeist, his die Flüssigkeit Magnesiumsulfatlösung nicht mehr trtiht; dient zur Fällung der durch H2S nicht fällbaren Schwefelmetalle, sowie zur Trennung der Sulfide des Arsens, Antimons und Zinns von den übrigen Metallsulfiden. Es schlägt wie H2S die schweren Metalle nieder, wirkt aber oft noch empfindlicher. Anfangs farblos, färbt es sich hei Luftzutritt bald gelb unter Bildung von Polysulfiden. Dieses gelbe Schwefelammonium ist für die meisten Zwecke dem farblosen vorzuziehen und kann auch durch Stehenlassen des farblosen mit Schwefelstückchen rasch erhalten werden. Sei von starkem Gerüche, ohne Rückstand flüchtig und werde durch Calcium- und Magnesiumsalze nicht gefällt.
Argentum nitricum. Salpetersaures Silber, gelöst in 50 Teilen dest. Wassers. Gruppenreagenz und spe­zielles Reagenz für Säuren, namentlich zum Nachweise von Chlor-, Brom- und Jodwasserstoffsäure. Die mit überschüssiger Salzsäure gefällte Lösung hinterlasse nach dem Filtrieren und Abdampfen keinen Rückstand.
Baryum chloratum. Chlorbaryum, gelöst in 19 Teilen dest. Wassers. Reagenz auf Schwefelsäure und Sulfate. Gruppenreagenz zur Unterscheidung von Säuren. Die Lösung sei neutral, werde durch Schwefelammonium und Schwefelwasserstoff nicht verändert. Das Filtrat der Fällung durch Schwefelsäure hinterlasse beim Verdampfen keinen Rück­stand.
Baryum nitricum. Salpetersaures Baryum, gelöst in 19 Teilen dest. Wassers. Dient wie das Chlorbaryum in Fällen, wo keine Chlormetalle zugegen sein sollen. Prüfung wie bei Chlorbaryum.
Borax. Gepulverter Borax. Zu Lötrohrreaktionen. Die geschmolzene Perle sei farblos.
Calcium chloratum. Krystallisiertes Chlorcalcium, gelöst in 5 Teilen dest. Wassers. Wie Chlorbaryum als Gruppen­reagenz für Säuren, namentlich zur Trennung mancher orga­nischer Säuren. Die Lösung sei neutral, werde durch Schwefel-
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ammonium nicht verändert und entwickle beim Erwärmen mit Alkalilauge kein Ammoniak.
Calcium sulfuricniu. Gyps. Durch Schütteln von Gypspulver mit etwa 100 Teilen Wasser und Filtrieren der Lösung zu erhalten. Zur Unterscheidung von Baryum- und Calciumverbindungen.
Carbonenni snlfuratnm. Schwefelkohlenstoff. Als Lösungsmittel, ferner mit Chlorwasser als Reagenz aut Jod, indem es das aus Verbindungen ausgeschiedene Jod mit violetter Farbe auflöst. Sei farblos, leicht völlig flüchtig, neutral und verändere Bleiacetatlösung nicht.
Charta exploratoria coerulea. Blaues Lackmuspapier. 2 Teile Lackmusfarbstoff werden zerrieben und in einem Glase mit dem 6 fachen heissen dest. Wassers Übergossen und unter bisweiligem Umschütteln beiseite gestellt. Man filtriert dann und rührt das Filtrat mit einem Glasstabe, den man in verdünnte Schwefelsäure eingetaucht hat. Man wiederholt dieses so oft, bis die Farbe der Flüssigkeit anfängt violett zu werden. Durch diese Flüssigkeit zieht man Streifen leinen Filtrierpapiers und hängt dieselben zum Trocknen an Fäden auf. In Streifen geschnitten in dunklen Gefässen aufzubewahren.
Charta exploratoria rabra. Kotes Lackmuspapier. Zu der zur Bereitung des blauen Lackmuspapiers angefer­tigten Flüssigkeit giebt man so lange mittelst des Glasstabes verdünnte Schwefelsäure, bis die Flüssigkeit eben deutlich rot erscheint. In Streifen geschnitten in dunklen Gefässen aufzu­bewahren.
Charta exploratoria Intea. Kurkumapapier. 1 Teil Kurkumarhizom wird mit 3 Teilen Spiritus und 3 Teilen Wasser 24 Stunden digeriert und mit dem filtrierten Auszuge Papierstreifen getränkt und getrocknet. In Streifen geschnitten und in dunklen Gefässen aufzubewahren.
Chloroform i inn. Chloroform. Anwendung wie Schwefelkohlenstoff. Es sei wasserhell, neu­tral und verändere Silbernitratlösung nicht.
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Cuprum. Kupfer. Jede blanke Kupferfläche, z. B. Kupfermünze, ist brauchbar.
Ferrum. Eisen. Reduziert viele Metalle und schlägt sie als solche aus Lösungen nieder. Alle blanken Eisenteile, wie Messerklingen, Nägel, Draht, können benutzt werden. Als Pulver nimmt man das Ferrum pulveratum der Apotheken.
Ferrum sulfuricum. Eisenvitriol. Zum Nachweise der Salpetersäure und der Ferricyanwasser-stofisäure, zum Fällen von Gold und Platin. Bilde blassgrüne Krystalle ohne braune Flecken, vollkommen löslich in Wasser. Die Lösung werde erst vor dem Grebrauche und nur durch ge­lindes Erwärmen hergestellt.
Ferrum trichloratum seu sesquichloratum. Eisenchlorid. 1 Teil Ferrichlorid gelöst in 9 Teilen dest. Wassers oder durch Verdünnen der offizineilen Bisenchloridlösung mit 3 Teilen dest. Wassers. Die Lösung enthalte keine freie Säure, muss also beim Umrühren mit einem in Atzammoniak getauchten Glasstab einen bleibenden Niederschlag geben; sie darf Ferri-cyankaliumlösung nicht bläuen. Gruppenreagenz für Säuren, zur Zerlegung der Erdalkaliphosphate, zum Nachweise der Ferro-cyanwasserstofisäure, Reagenz auf Gerbstoif, Karbolsäure und einige Alkaloide.
Hydragyrum bichloratum. Quecksilberchlorid, in 20 Teilen dest. Wassers gelöst. Zur Prüfung auf Stanno-ünd Jodsalze. Das Präparat des Handels ist genügend rein.
Kalium Mchromicnm. Doppeltchromsaures Kalium, gelöst in 10 Teilen dest. Wassers. Reagenz auf Blei- und Baryumverbindungen, ferner als Oxydationsmittel.
Kalium cyan at um. Cyankalium. Reduktionsmittel, ferner Scheidungsmittel, z. B. des Schwefel­kupfers von Schwefelkadmium. Man löst es erst beim Gebrauche in 4 Teilen Wasser. Werde, wegen seiner grossen Giftigkeit, sehr vorsichtig aufbewahrt.
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Kalium hypermanganicum. Uebermangansaures Kalium, gelöst in 1000 Teilen dest. Wassers. Dient als Oxydations­mittel, zur Erkennung von organischen Stoffen, zur Überführung von Eisenoxydul, schwefliger Säure, phosphoriger Säure in höhere Oxydationsstufen, wobei es zersetzt wird und die Farbe verliert.
Kalium ferricyanatum. Perridoyankalium. Kalium-eisencyanid, gelöst in 9 Teilen dest. Wassers. Reagenz auf Ferrosalze. Erst vor dem Gebrauche zu lösen.
Kalium ferrocyanatum. Perrocyankalium. Kalium-eisencyaniir, gelöst in 9 Teilen dest. Wasser. Reagenz auf Ferri- und Kupfersalze.
Kalium sulfocyanatum. Schwefelcyankalium.
Khodankalium,
gelöst in 16 Teilen dest. Wasser. Empfindliches Beagenz auf
Ferrisalze, in deren Lösungen es eine blutrote Färbung erzeugt.
Liquor Amonii caustici. Salmiakgeist. Zum Neutralisieren, als Fällungsmittel für viele Metallsalze, als Reagenz auf Kupfer, als Trennungsmittel etc. Man ver­wendet den offlc. 100/0 Salmiakgeist, der mit Kalkwasser keine Trübung gebe und nach dem Uebersättigen mit Salpetersäure weder durch Baxyum- noch Silbersalze oder Schwefelwasserstoff gefällt werde.
Liquor Kalii und Natrli caustici. Aetzkali- und Aetznatronlauge.
Zum Fällen der Erd- und Metallsalze, zum Nachweis von Ammoniumverbindungen, Trennung der Thonerde und des Chroms, zum Neutralisieren etc. Man löst 1 Teil Natrium causticum purum in 10 Teilen dest. Wassers. Die Lösung darf mit Salz­säure kaum brausen, mit Schwefelammonium sowie mit Sal­petersäure, Ammoniummolybdat, ferner mit Kesslers Reagenz keine Fällung geben.
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Magnesium sulfuricum. Bittersalz, gelöst in 9 Teilen dest. Wassers. Zur Erkennung der Arsen­säure, Phosphorsäure und der Alkalibikarbonate. Die Lösung sei neutral und werde mit genügend Chlorammonium versetzt, durch kohlensaures und oxalsaures Ammonium, sowie durch Schwefelammonium selbst nach längerer Zeit nicht getrübt.
Natrhim carlmnicum. Kohlensaures Natrium, gelöst in 10 Teilen dest. Wassers. Dient als allgemeines Fällungsmittel und zur Neutralisation. Die mit Salpetersäure übersättigte Lösung werde durch Baryum- oder SilbersaJze, Sulfocyankalium, Ammoniummolybdat und Salpetersäure nicht verändert. Mit überschüssiger Salzsäure zur Trockne verdampft, hinterlasse es beim Wiederlösen in Wasser keinen Rückstand (Kieselsäure). Mit Cyankalium in Glasröhrchen erhitzt, entstehe kein dunkles Sublimat (Arsen).
Natrium phosphoricum. Phosphorsaures Natrium, gelöst in 10 Teilen dest. Wassers. Zur Erkennung der Mag­nesiumsalze. Mische sich mit Ammoniak ohne Trübung, die durch Baryum- und Silbersalze entstandenen Niederschläge müssen sich in Salpetersäure und zwar ohne Aufbrausen lösen.
Natrium phosphoricum ammoniatum. Phosphorsalz. Zu Lötrohrreaktionen. Die geschmolzene Perle sei farblos.
Nesslers Reagenz. Zur Prüfung auf Ammoniak und dessen Verbindungen. 5 Teile Jodkalium werden in 5 Teilen heissen dest. Wassers gelöst und mit gesättigter heisser Merkurichloridlösung so lange versetzt, bis eben ein bleibender roter Niederschlag entsteht. Hierauf setzt man eine Lösung von 15 Teilen Aetzkali in 30 Teilen dest. Wassers hinzu, verdünnt auf 100 Teile, giesst nach dem Absetzen die klare Flüssigkeit ab und bewahrt dieselbe in mit Gummipfropfen gut verschlossenen Flaschen auf.
Platinum chloratum. Platinichlorid, gelöst in 20 Teilen dest. Wassers. Reagenz auf Kalium- und Ammontumverbindungen. Platinchlorid sei in Weingeist völlig löslich.
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Plumbum aceticum. Bleiacetat,
gelöst in 10 Teilen dest. Wassers. Gruppenreagenz und spe­zielles Reagenz für Säuren. Die Lösung, mit Ammoniumkarbonat gefällt, sei nach dem Filtrieren nicht bläulich gefärbt; mit Schwefelwasserstoff gefällt und filtriert, hinterlasse sie keinen Bückstand.
Solntio Amyli Kalii jodati. Jodkaliumstärkelösung.
Man fügt zu Stärkelösung einige Tropfen Jodkaliumlösung. Dient zum Nachweise oxydierender Substanzen, wie Ozon, Chlor, Brom, salpetrige Säure.
Spiritus. Alkohol. Weingeist.
Man gebraucht den offic. Spiritus rectificatissimus. Dient als Trennungs- resp. Lösungs- oder Pällungsmittel, zur Reduk­tion und Plammenreaktion mancher Körper etc. Sei vollkommen flüchtig, rieche beim Reiben zwischen den Händen nicht fuselig, brenne mit kaum sichtbarer Flamme und reagiere neutral.
Stannum chloratum. Zinnchlorür,
gelöst in 10 Teilen dest. Wassers, welchem etwas Salzsäure zu­gesetzt ist. Die klare Lösung werde über Stanniol oder Zinn­stückchen aufbewahrt. Reagenz auf Gold- und Quecksilbersalze. Kräftiges Reduktionsmittel. Die Lösung werde durch Schwefel­wasserstoff dunkelbraun, durch Merkurichlorid weiss resp. dunkel gefällt, von Schwefelsäure aber nicht verändert.
Ziucum. Zink.
Zur Entwicklung von Wasserstoff, resp. Arsen- und Anti­monwasserstoff, zur Fällung verschiedener Metalle aus ihren Lösungen, zur Erkennung der schwefligen Säure. Es wird gekörnt, indem man es geschmolzen in dünnem Strahle in ein grosses Gefäss mit Wasser giesst. Zink sei namentlich arsenfrei (Prüfung mit arsenfreier Salz- oder Schwefelsäure im Marsh'schen Apparat), welchen Anforderungen namentlich der sogen. Zinkdraht des Handels entspricht. Je reiner Zink ist, desto langsamer entwickelt es Wasserstoff; einige Tropfen Platinchloridlösung beschleunigen die Entwicklung.
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Auf bewahrung der giftigen und starkwirkenden Arzneistoffe.
Das „Arzneibuch für das deutsche Reichquot; (S. 15) enthält im Anhange mehrere Tabellen, von denen die Tabelle B die gewöhnlich als Gifte bezeichneten Arzneimittel enthält, Tabelle C enthält die stark­wirkenden Arzneimittel (sog. Separanda). Auch für den Tierarzt empfiehlt sich zur Vermeidung von Ver­wechselungen die Einhaltung dieser Vorschrift insofern, dass er die von ihm geführten Stoffe der Tabelle B und C getrennt von den übrigen in einem verschliessbaren Schranke aufbewahrt und dadurch auch Unbefugten diese Stoffe unzugänglich macht. Die Signaturen der Standge-fässe sind in den Apotheken für die Gifte „weisse Schrift auf schwarzem Grundequot;, für die Separanda (Tabelle C) „rote Schrift auf weissem Grundequot;, für die übrigen Arzneistoffe „schwarze Schrift auf weissem oder gelbem Grundequot;; für die tierärztliche Apotheke dürfte ein grosses Kreuz auf der Signatur der Gefässe für die Stoffe der Tab. B und C genügen.
Tabelle B. Die gewöhnlich als Gifte bezeichneten Arzneimittel, welche unter Verschluss und sehr vor­sichtig aufzubewahren sind.
Acidum arsenicosum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Hydrargyrum oxydat. v. hum. Acidum hydrocyanatum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;parat.
Atropinum sulfuricum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Hydrargyrum praecipitatura Hydrargyrum bichloratum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; album.
Hydrargyrum bijodatum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Liquor Kalii arsenicosi.
Hydrargyrum cyanatum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Phosphorus.
Hydrargyrum jodatum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Physostigminum salicylicum.
Hydrargyrum oxydatum.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Strychninum nitricum.
Veratrinum.
Die in dieser Tabelle enthaltenen Substanzen dürfen von den preussischen Tierärzten weder vorrätig gehalten noch dis-
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pensiert werden; es müssen daher Eezepte, welche diese Stoffe enthalten, in einer Apotheke angefertigt werden. (Siehe S. 6).
Tabelle C. Die Arzneimittel, welche zur Verhütung
von Verwechselungen, von den ührigen getrennt und
vorsichtig aufzuhewahren sind.
Acetum Digitalis. Acidum carbolicum. Acidum carbolicum liquefactura. Acidum chromicum. Acidum hydrochloricum. Acidumhydrochloricum crudum. Acidum nitricum. Acidum nitricum flimans. Acidum sulfuricum. Acidum sulfuricum crudum. Amylium nitrosum. Apomorphinum hydrochloricum. Aqua Amygdalarum amararum. Argentum nitricum. Argentum nitricum cum Kalio
nitrico. Auro-Natrium chloratnm. Bromum. Cantharides. Cerussa.
Chloralum hydratum. Chloroformium. Codeinum.
Collodium cantharidatum. Cuprum oxydatum. Cuprum sulfuricum crudum. Buphorbium. Extractum Aconiti. Extractum Belladonnae. Extractum Cannabis Indicae. Extractum Colocynthidis. Extractum Digitalis. Extractum Hyoscyami. Extractum Opii. Extractum Sabinae.
Extractum Scillae.
Extractum Stryohni.
Eolia Belladonnae.
Folia Digitalis.
Folia Stramonii.
Fructus Colocynthidis.
Gutti.
Herba Conii.
Herba Hyoscyami.
Hydrargyrum chloratum.
Hydrargyrum chloratum vapore
paratum. Jodoformium. Jodum.
Kalium causticum fusum. Kalium bichromicum. Kalium jodatum. Kreosotum. Laotucarium. Liquor Kalii caustici. Liquor Natrii caustici. Liquor Plumbi subacetici. Liquor Stibii chlorati. Lithargyrum. Minium.
Morphinum hydrochloricum. Morphinum sulfuricum. Natrium causticum. Natrium jodatum. Oleum Crotonis. Oleum Sinapis. Opium.
Pilocarpinum hydrochloricum. Plumbum aceticum. Plumbum aceticum crudum. 3*
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Plumbum jodatum. Pulvis Ipecacuanhae opiatus. Radix Bel la do mi ae. Radix Ipecacuanhae. Retina Jalapae. Bhizoma Veratri. Santoninum. Semen Colchici. Semen Strychni. Summitates Sabinae. Tartarus stibiatus. Tinctura Aconiti. Tinctura Belladonnae. Tinctura Cannabis Indicae. Tinctura Cantharidum. Tinctura Colchici. Tinctura Colocynthidis.
Tinctura Digitalis. Tinctura Jodi. Tinctura Ipecacuanhae. Tinctura Opii benzoica. Tinctura Opii crocata. Tinctura Opii simplex. Tinctura Strychni. Tinctura Veratfi. Tubera Aconiti Tubera Jalapae. Vinmn Colchici. Vinum Ipecacuanliae. Vinum stibiatum. Zincum aceticum. Zincum chloratum. Zincum sulfocarbolicum. Zincum sulfuricum.
Der Bezug der Arzneistoffe
empfiehlt sich im allgemeinen direkt von einer gut-hekannten Grossdrogenhandlung; bei geringem Be-darfe ist der Bezug aus der benachbarten Apotheke vorzuziehen, wenn der Apotheker einen die Preise der Grossisten nicht zu sehr überschreitenden Preis fordert. Man vermeidet hierdurch den Zeitaufwand und die Transportkosten und kann die Zahl der vorrätig zu haltenden Stoffe sehr einschränken, da weiterer Bedarf sofort aus der Apotheke gedeckt werden kann.
Hanptregeln der Rezeptur.
1.nbsp; nbsp;Man beginne erst dann mit der Anfertigung einer Arznei, nachdem man das Rezept von Anfang bis zu Ende durchgelesen hat.
2.nbsp; nbsp;Auf Arzneigläsern ist der Stopfen stets vor der Arzneianfertigung aufzupassen.
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31
3.nbsp; Die kleinsten Quantitäten sind stets zuerst abzu-zuwiegen.
4.nbsp; Nach Anfertigung der Arznei werde das Kezept nochmals durchgelesen, damit man sich überzeugt, dass alle verordneten Stoffe und Gewichte rich­tig genommen wurden.
5.nbsp; Jede Arznei werde, um Verwechslungen vorzu­beugen, sobald sie angefertigt ist, mit der Signa­tur versehen.
6.nbsp; Niemals dürfen 2 oder mehrere Mixturen zugleich auf einer und derselben Wage gemischt werden.
7.nbsp; Jedes gebrauchte Vorratsgef äss ist sogleich wieder an Ort und Stelle seiner alphabetischen Ordnung zurückzusetzen, auch jede Handwage nach dem Gebrauche sofort gereinigt an ihren Platz zu hängen.
8.nbsp; Von jedem Vorratsgefässe ist vor und nach dem Gebrauche die Signatur zu lesen.
9.nbsp; Man giesse die Flüssigkeiten aus Vorratsgefässen niemals auf der Seite der Signatur aus.
10.nbsp; Jedes Eezept wird nach dem Anfertigen der Arznei, bezüglich deren Mischung und Taxierung genau vervollständigt; ist die Angabe „(ßian-tum satisquot; vorhanden, oder ist irgend ein in­differenter Zusatz, den das Eezept nicht angiebt, zum Gelingen der Mischung nötig, so ist sowohl derselbe als die nötigen Gewichtsmengen der betr. Stoffe anzugeben.
11.nbsp; Die fertige Arznei wird auf das zugehörige Rezept gestellt und letzteres bei Abgabe nochmals durch­gelesen und die Übereinstimmung der Signaturen verglichen.
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32
Pharmazeutische Termini technici
sind häufig sog. Küchenlatein und daher für den An­fänger nur schwer verständlich, dieselben sind in den letzten Jahren sehr eingeschränkt worden, so dass die Kenntnis der nachstehenden in den meisten Fällen genügen dürfte.
Absolut, vollkommen rein.
Alcoholisatus, sehr fein gepulvert.
Colare, durch ein Tuch seihen.
Colatur, durchgeseihte Flüssigkeit.
Concindere, zerschneiden.
Conspergere, bestreuen.
Contundere, zerstossen.
Decmithare, Flüssigkeit vom Bodensatze vorsichtig abgiessen.
Biger ere, bei 30—40deg; etwas ausziehen.
Decodum, Abkochung einer Substanz.
Destillare, eine Flüssigkeit in Dainpfibrm überführen und die Dämpfe wieder verdichten.
Dispensare, abwägen.
Epistonia, Stopfen.
Exstinguere, fein verteilen, z. B. Quecksilber in Fett.
Exprimere, auspressen, ausdrücken.
Fictilis, irden.
Galenische Prueparate nennt man die Drogen und die aus denselben durch einfache Manipulationen er­haltenen Arzneiformen, im Gegensatze zu den auf chemischem Wege gewonnenen, den sog. spagiri-schen Präparaten.
Infusum, Aufguss einer Substanz mit einer kochenden Flüssigkeit.
Liquefacere, flüssig machen.
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33
Macerare, etwas mit Wasser von gewöhnlicher Tempe­ratur ausziehen.
Malaxare, zusammenkneten; bei Pflastern angewendet.
Manipulus, eine Hand voll.
Menstruum, die aufnehmende oder auflösende Flüssig­keit.
Offidnell, die in der Pharmakopoe enthaltenen Arznei­mittel.
Ofßcina, Apotheke.
Olla, Topf, Kruke.
Operculatus, mit einism Stopfen oder Deckel versehen.
Operculum, Stopfen, Deckel.
Palma manus, Handfläche.
Pauxillum, ein wenig.
Penicillum, Pinsel.
PharmaJcopoea, von dem Staate herausgegebenes Sammel­werk, die Beschreibung, Anleitung zur Darstellung und Prüfung etc. der pharmazeutischen Präparate enthaltend.
Praecipitieren, aus einer Lösung etwas herausfällen.quot;
Pulverare, pulvern. Man unterscheidet pulvis grossus, grobes Pulver; pulvis subtilis, feines Pulver; pulvis suhtilissimus oder allcoholisattis, feinstes Pulver.
Pyxis, Büchse.
Eectißcation, Reinigung destillierter Flüssigkeiten durch nochmalige Destillation.
Refrigerare, wieder abkühlen.
Retterieren, wiederholen.
Scatula, Schachtel.
Sublimieren, Ueberführen fester Substanzen in Dampf­form und wieder verdichten.
Tectur, Papier, mit welchem Arzneien zugebunden werden.
Vehiculum, das Formgebende einer Arznei.
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34
Pharmazeutische Synonyma.
Die Bezeichnungen der Arzneistoffe, haben im Laufe der Zeit häufig gewechselt, so dass oft für einen und denselben Stoff eine ganze Reihe von Bezeich­nungen existieren. Dieselben sind, soweit sie nicht nur historisches Interesse besitzen, in jeder Arznei­mittellehre sowie in Verfassers tierärztlicher Waren­kunde bei den einzelnen Arzneistoffen angegeben und ist durch Benutzung des Inhaltsverzeichnisses des letzteren Buches leicht die jetzt gebräuchliche Bezeich­nung aufzufinden. Ein Arzt, welcher ohne bestimmte Gründe statt der von dem Arzneibuche gewählten Be­zeichnungen veraltete Namen beibehält, erregt den Ver­dacht, dass er auch im Übrigen nicht die Fortschritte seiner Wissenschaften berücksichtigt.
Berechnung der Arzneien.
Der Preis, welcher vom Apotheker für die nach einem Rezepte angefertigte Arznei erhoben werden darf, ist ein ganz bestimmter, durch die Arzneitaxe für die einzelnen Staaten etwa alljährlich festgesetzter. Bei der Abgabe von Arzneien für Tiere wird meistens von den Apothekern ein Abzug von 20—250/0 gewährt. In manchen Staaten ist ein Abzug von 250/0 gesetz­lich vorgeschrieben, z. B. in Mecklenburg, Weimar, Oldenburg; Bayern und Sachsen haben besondere tier­ärztliche Arzneitaxen; in den übrigen Ländern, wo den Tierärzten das Dispensieren gestattet ist, sind die­selben an keine Taxen gebunden, so z. B. in Preussen. Im Interesse gleichmässiger und nicht zu über­triebener Forderungen und um mit den Preisen in den Apotheken nicht in zu grossem Widerspruche zu stehen, ist es notwendig, auch dort, wo keine Taxe vorgeschrieben ist, die Arzneien nach bestimmten Normen zu berechnen.
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35
Man bediene sich hierzu der bayerischen oder sächsischen tierärztlichen Arzneitaxe, oder man lege die preussische Arzneitaxe mit einem Abzüge von 250/0 zu Grunde. Die deutschen staatlichen Arzneitaxen enthalten den Preis der Arzneimittel, femer der zur Anfertigung der Arznei nötigen Arbeiten und Gefässe. Der Gesamtpreis einer Arznei ergiebt sich durch Addition des Preises für Arzneimittel, Arbeit und Gefäss. Arzneimittel, welche in der Taxe fehlen, berechnet man je nach der ver­ordneten Menge mit einem Zuschlage von 50 bis 100 0/0 zum Einkaufspreise oder nach solchen Arzneimitteln, welchen sie im Einkaufspreise am nächsten stehen. In Fällen, wo besondere Preise für verschiedene Ge-wichtsmengen eines Arzneimittels ausgeworfen sind, ist bei Taxationen zwischenliegender Quantitäten der Taxpreis der kleineren Gewichtsmenge nur so lange zur Berechnung zu benützen, als derjenige der nächstfolgenden nicht über­schritten wird, welch letzterer alsdann für alle grösseren Gewichtsmengen der Berechnung zu Grunde zu legen ist.
Taxe der tierärztlichen Arzneimittel in Bayern und Sachsen.
In Bayern ist die Vergütung für die von Tier­ärzten dispensierten Arzneimittel der Vereinbarung der Beteiligten anheimgestellt. Die Taxe ist als Norm für streitige Fälle massgebend. Die niederste Taxe für ein Arzneimittel beträgt 5 Pf. Nicht in der Taxe ent­haltene Arzneimittel dürfen mit 50 0/0 Zuschlag zum Einkaufspreise berechnet werden. Apotheker dürfen nach der menschenärztlichen Taxe berechnen.
In Sachsen ist die dortige tierärztliche Arzneitaxe für den Apotheker und Tierarzt als Maximaltaxe bindend. In allen den Fällen, wo in der Taxe nur der Preis für eine Gewichtsmenge ausgeworfen und die zehnfache Menge oder mehr verordnet ist, ist der Preis in der
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Weise zu massigen, dass die grösseren Mengen nur zu 4/5 des einfachen Preises zu berechnen sind.
Das Minimum eines Preises ist 2 Pfennige; Pfennig­brüche werden zu einem vollen Pfennig berechnet.
Wenn auf einem Rezepte Mittel angeordnet sind, oder der Natur der Sache nach zur Verwendung kommen, deren Menge erst bei der Anfertigung sich feststellt, so ist diese auf dem Rezepte zu bemerken.
Bei dem Taxieren aller Rezepte ist der aus dem Summieren der einzelnen Positionen sich ergebende Taxpreis in der Weise auf 10 und 5 Pfennig abzu­runden, dass 1 bis 2 Pfennig über 10 und 5 Pfennig in Wegfall kommen, dagegen der 3. und 4. Pfennig gleich 5 Pfennig, der 8. und 9. Pfennig gleich 10 Pfennig in der Totalsumme zu berechnen sind.
Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gl
fff
gr 3f.
100 500
10 100
10
1
10 10
10 10
10 100 500
100
10 100
10 25
5 15 10
5 10 10
15 15
5 25
80
10
5
30
100 100
10
10 100
10 100 100 500
10 100
1
100
10
100
100
10
5
Acetum pyrolignosum crudum.....
Acidum acßticum
6
Acidutn arsenicosum pulvis......
5
10
„ ,. subtil, pulv.......
Acidum carbolicum crystallisatum . . .
Acidum carbolicum crudum......
„ „ liquefaetnin .... Acidum chromicum
80
8 60 20 80
7 55
4
Acidum hydrochloricum crudum .... „ „ purum.....
Acidum nitricum crudum.......
„ „ fumans.......
8
3
20
20
10
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37
Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gr
3f.
gi-
Äcidum phosphoricum .....
Acidum salioylicum ......
Aoidum snlfuricum crudum . . .
,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;i'umans . . .
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;purum ....
Acidum tannioum.......
Adeps suillus.........
Aether........... .
Aloe pulv...........
Alumeu pulv..........
„ ust um pulv.......
Ammonium earboniciun.....
Ammonium chloratum pnly. . . .
Amylum Tritici........
Apomorphinum hydrochloricum
Aqua Amygdalarum amararuin . . Aqua Calcariae........
Aqua carbolisata .......
Aqua chlorata.........
Aqua eommunis bis zu 500 gr . .
Aqua destillata........
Aqua Föniculi.........
Aqua Plumbi.........
Argentum nitricnm.......
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; fusum........
Asa fötida pulvis.......
Atropinum sulfuricum .....
Balsamum peruvianum.....
Benziniun Petrolei.......
Bolus alba et rubra pulv.....
Bromum...........
Bnlbus Scillae concisus.....
„ pulvis.........
Calcaria usta pulvis......
Calcium carbonicum praecipitatum
10
10
10
100
10 50
a
10
10
10
100
10
10
10
10 100
10 100
10
10 100
10 100
10
100
100
0,01
0,1
10
100
1
35
10
3
4 15
5 35
8
50
(i
3
20
10 10
100 10
100 10 10
100 10
10
10
100
20 5 30 10 50 10 5 20 10
10
5
60
4 30 15
S 60 10
4
0,1
5 10 15
5 35
100 500 100 10 100
100
100 500
1
10
0,01 0,1 10
10 20 40
20
5 40 60
100 100 100 500
1
10 100 0,1
10 100 100 100 100
3
8
6
25
25 12
80 40
35 300 20 10 20
50
5 10
10
10
100
100 10
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38
Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gr
gf.
gr
Oalcium phosphoricum crudum . . ,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;punun . .
Camphora pulvis........
Cantharides pulvis.......
Carbo Ligni pulvis ......
Cera flava..........
Cernssa pulverata.......
Chininum sulfuricnm......
Chininum hydrochloricum ....
Ohinoidinum .........
Chloralum hydratum......
Chloroformium.........
Collodium...........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; cantharidatnm ....
Colophonium.........
Cortex Cliinae contusus.....
,,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „ pulvis......
Cortex Granati conc. et gr. m. pulv. Cortex Quereus........
,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;, sul)t. pulv.....
, Salicis conc. et gr. m. pulv.
Greta praeparata .......
Cuprum alumina turn......
Cuprum sulfuricum crudum pulv. .
Euphorbium subt. pulv......
Extractum Aooniti.......
Bxtractum Aloes........
Extractum Belladonnae.....
Extractum Digitalis......
Extractum Filicis aethereum . .
Extractum Hyoscyami.....
Extractum Secalis cornuti ....
Farina Secalis ........
Ferrum lacticum........
Ferrum sesquichloratnm ....
10
10
100
10
10 0,1 1
0,1 1
10
1
50 10
10 10 10 10 10
10 100
15
40
5
10
5 10
100
10
10
10 100
10
10 100
10 0,1
1
10 0,1
1
10
1
10
10 100
10
10 100
15
100
25
5
100
15
15
SO
5
30
40
6 25
10
100
10 100 100 100
10
10
10
10
10
10
1 1
10 10 0,1
1 1
100 10
10
1 1 1
5 15
15
5
15
50
15
10
10
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39
Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gr 3f.
gr
3%.
Ferrum sulfnricnm crndum pulv. . . . Flores Arnicae..........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ pnlveratae ......
Flores Chamomillae........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;pulveratae ....
Flores Chrysanthem. Dalmat. subt. pulv.
Flores Cinae ...........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ subt. pulv........
Flores Kose subt. pulv........
Flores Sambuci cono. et gr. m. pulv.
Flores Tanaceti gr. m. pulv......
Flores Tiliae conc.........
Folia Belladonnae conc. et gr. m. pulv.
Folia Digitalis ..........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „ subt. pulv.......
Folia Malvae concisa........
Folia Menthae piperitae ......
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ pulverata......
Folia Nicotianae..........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;pulverata .....
Folia Salviae concisa........
Folia Sabinae...........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „ pulverta.......
Folia Sennae...........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ subt. pulv........
Folia Trifolii fibrini........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ pulverata ......
Fructus Anisi...........
10
100
10
10
100
100
5
10
5
10
40
50
10 100
10 100
10 100 100
10 100
10
10 100
10 10 10
100 10
100 10 10
100 10 10
3 20
5 35
G 45 30
4 35
5
8 60
5 15
4 30
3 20
5
5 35
10 10 10
100 10
100 10
100
10 100
5
10
5 10
5 35
5 45 10 20
5 30
10
100
100 10 10
100 10
100
30
4 5
35 4
30
10 100
10 100
10
10 100
10 100
10 100
5 20 10 30 10
5 20 10 30
5 25
10
10
10
100
10
15
3
20
10 100
4
30
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40
Arzneimittel.
Bayern, gr ^
Sachsen, gr 3f.
Fructus Carvi.........
Fructus Foeniculi pulv......
Fructus Juniperi pulv......
Fructus Lauri gr. m. pulv. . . .
Fructus Pliellandri pulv.....
Glycerinum..........
Gummi arabicum pulv......
Herba Absinthü........
„#9632;nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; raquo; pulv.......
Herba Ceutaurii .......
pulv.......
Herba Conii conc. et gr. m. pulv .
Herba Hyoscyami.......
Herba Hyoscyami pulv.....
Hydrargyrum bichloratum pulv. .
Hydrargyrum chloratum pulv. subt.
Hydrargyrum bijodatum pulv. . . Hydrargyrum oxydatum.....
Hydrargyrum jodatum.....
Hydrargyrum praecipitatum album
Jodoformium.........
Jodum............
Kalium aceticum .......
Kalium bichromicnm......
Kalium bromatum.......
Kalium carbonicum......
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; crudum . . .
Kalium causticum fusum ....
Kalium chloricum pulv......
Kalium jodatum........
10 100
10 100
25 5
20
10
100
10
100
100
500
100
500
10
100
10
10
10
10
100
10
100 100
10
10 100
10 100
10 100
10 100
5 25 50 15
5 20 10 30
5 20 10 30
100 10
1
10
1
10
1 1
10
1 1
10
1
10 10 10 10 10 100 10 10 10
40 10
5 30
5 30 15
5 30 10
10 100
10 100
1
10
1 1
1 1
10 10
1
10 80 20 10 10 15 30 20 15
10
10
100
10 10 10
1
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41
Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gr
gr
Kalium nitricum pulv.........
Kalium permanganicum........
Kalium sulfuratum pulv........
Kalium sulfuricum..........
Kamala..............
Kreosotum.............
Liehen islandicus ..........
Linimentum ammoniatoscamphoratuia . .
Linimentum ammoniatum •......
Linimentum saponato - eamphoratum (
liquidum.......(
Linimentum terebinthinatmu......
Liquor Aluminis acetici........
Liquor Ammonii acetici........
Liquor Ammonii anisatus.......
Liquor Ammonii caustici.......
Liquor corrosiyus (Villati).......
Liquor Ferri sesquichlorati......
Liquor Ferri sulfurici oxydati.....
Liquor Kalii acetici.........
Liquor Kalii arsenicosi........
Liquor Kalii caustici.........
Liquor Plumbi subacetici.......
Lyoopodium.............
Magnesia usta............
Magnesium carbonicum........
Magnesium sulfuricum........
Manna communis ..........
Mel crudum.............
Morphium hydro chloricum.......
Mucilago Gummi arabici.......
Myrrha pulv.............
Naphtalinum album .........
10
100 10 10 10
100 10
1
100
5 30 15 5 5 30 50
5 15
10 100
10
10
10 100
1
10
10 100
10 100
10 100
10 100
10 100
10
10
10
10 100 100
10
10
10
10 100
10
10 100
10
10
10
100 500
10 100
10 0,1
1
10 10
10
4
so
15 3 3
20 3
25
3 20
6 50
5
40
5
40
G
50
6
4
8
3
20
20
5
8
6
10
80
3
3
20-
10
10
5
10 40
8 30
4
8 55
6 20
4
10 100
5 20
10
100
10
100
10
10
10 100 500
100
0,1
1
10
5 30
15 10 5 20 60
10 80 10
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Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gr
gr
Natrium benzoicum . . . .
Natrium bicarbonicum pulv. .
Natrium carbonicum crudum .
Natrium chloratum.....
Natrium nitricum.....
Natrium salicylicum . . . .
Natrium subsulfurosum . . . Natrium sulfuricum . . . .
Oleum Anisi........
Oleum camphoratum . . . . Oleum cantharidatum . . . ,
Oleum Crotonis......
Oleum Hyoscyami.....
Oleum Jecoris Aselli . . . .
Oleum Juuiperi......
.,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Ligni . . . .
Oleum Lauri.......
Oleum Lini........
Oleum Olivarum......
Oleum Papaveris .....
Oleum Bapae.......
Oleum Ricini.......
Oleum Sinapis.......
Oleum Terebinthinae . . . .
Opium pulv.........
Pepsinum (germanioum) . . .
Phosphorus . .......
Physostigminum sulfuricum .
Pilocarpinum hydrochloricum
Pix liquida........
Plumbum aceticum crudum
100 100 100 10 100
10
100 500
30 10
1
10
10 100 100 100
10
1
10
100
100
500
1
10 10 10
1
10
100 500
10 100
10 100 100
10 100
100 10
1
10 100
1
10
10 0,01 0,1 0,01 0,1
100
10
100
5 20
10 35
1
10
10 100
5
10
5
35
10
10
100
10 100 100 100 100
10 100
1
10 40
5 40 40 30
50
3 30 40
10 100
10 100
5 20
20
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43
Arzneimittel.
Bayern.
Sachsen.
gr
g*
Pnlvis
Radix
Radix
Radix
Radix
Radix Radix Radix
salicylicus cum Talco . . Älthaeae concisa et pulv.
Angelicae.......
Arnicae gr. m. pulv. . . Carlinae gr. m. pulv. . .
10 100
10 100
10 100
10 50
5 30
5
10
100
10 100
10 100
10 100
10
10 100
10 100
1
10 100
10 100
10 100
1
10 10 10
100 10
100
10 100
10 100
10 100
10 100
10 100
10 100
10 100
10
10
4 25
4 25
8 50
4 25
Colombo concisa . .
Colombo pulv.....
Gentianae conc. et pulv.
10 10
io
100 500
10
20
5
30
100
4
25
5
30
8
4
25
5
30
6
85
10
30
15
20
150
5
Radix Helenii gr. m. pulv.
Radix Ipecaouanhae snbt. pulv. . Radix Liquiritiae conc. et pulv. .
1
10
100
10 5
Radix Levistici......
Radix Rhaponticae gr. m. pulv. Radix Rhei subt. pulv. . . .
1
10
10 50
Radix Senegae conc. . „ subt. pulv. . .
Radix Valerianae pulv.
10 100
1
10
100
10
30 15
Resina Jalapae......
Rhizoma Calami conc. et pulv.
3 20
5 30
5 30
4 25
6 40
5 30
8 50
4 10
30 10
Rhizoma Filicis maris pulv. . . . Rhizoma Imperatoriae gr. m. pulv. Rhizoma Tormentillae gr. m. pulv.
„ subt. pulv...... .
Rhizoma Veratri pulv. .......
Rhizoma Zingiberis pulv. . ....
10
Saccharum pulv......
Saccharum lactis subt. pulv.
20
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44
Arzneimittel.
Bay
em.
Sachsen.
gr
Sfi
gr
3?.
i
15
_
_
—
—
10
4
—
—
100
25
100
20
10
2
500
70
100
15
—
—
10
4
—
—
100
35
10
10
10
10
10
20
_
_
10
5
_
_
100
20
100
15
10
5
100
12
100
30
500
50
100
30
100
20
500
120
500
80
1
5
—
—
10
20
10
8
loo
40
100
20
—
—
10
3
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60
10
4
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5
10
1
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40
100
25
—
—
100
12
—
—
10
5
10
5
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4
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30
100
25
—
—
10
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—
—
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10
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100
100
—
—
10
5
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—
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—
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10
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70
—
_
1
5
1
3
10
25
10
15
10
5
10
3
100
20
100
20
Santoninum............
Sapo domesticus rasus.......
Sapo viridis (kalinus venalis) ....
Sebum ovile ...........
Seeale coruutum contusum.....
„ pulv.............
Semen Foenu Graeci........
Semen Lini............
Semen Sinapis nigrae pulv......
Semen Stryohni pulv.........
Spiritus..............
Spiritus aethereus.........
Spiritus camphoratns........
Spiritus dilutus..........
Spiritus Formicarum........
Spiritus saponatus.........
Spiritus Sinapis..........
Stibium snlfuratnm aurantiacum . . .
Stibium sulfuratum crudum gr. m. pulv.
Strychninum nitricum .......
Styrax liquidus...........
Succus Juniperi inspisatua......
Succus Liqniritiae depuratus .... Sulfur snblimatnm.........
Syrupns communis.........
Tartarus depuratus ........
Tartarus stibiatns.........
Terebinthina...........
ocr page 55
45
Arzneimittel.
Bayern, gr. amp;
Sachsen.
Thymolum.............
Tinctura Aloes , ..........
Tinctura Amicae..........
Tinctura Asae foetidae........
Tinctura Calami...........
Tinctura Cantharidum........
Tinctura Capsici...........
Tinctura Ferri pomati........
Tinctura Jodi............
Tinctura Myrrhae..........
Tinctura Opii crooata........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ Simplex........
Tinctura Rhei aquosa ........
„nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;„ vinosa ........
Tinctura Strychni..........
Tinctura Valerianae.........
Tinctura Veratri...........
Tubera Jalapae subt. pulv.......
Unguentnm basilicum.........
Unguentum Cantharidum.......
Unguentum cereum..........
Unguentnm Cerussae.........
Unguentum flavum sen Althaeae ....
Unguentum Glycerini.........
Unguentum Hydrargyri album.....
Unguentum Hydrargyri cinereum ....
Unguentum Kalii jodati........
Unguentum ophthalmicum ......
Unguentum Parafflni sen Vaseline album
Unguentum Plumbi..........
Unguentum Tartari stibiati......
Unguentum Terebintliinae.......
Unguentum Zinci..........
Veratrinum.............
Vinum generosum rubrum.......
Vinum stibiatum...........
Zincum cbloratum..........
Zincum oxydatum crudum.......
Zincum sulfo-carbolicnm.......
Zincum sulfuricum pulv........
10
10
100
10 10 60
1 10 10
10 10 10 10 10 10 10
10 10 10 10 10 10
10 10 10 10
100 10 10
100 10 10 10
100 10
100 10 10 10 10 10 10
1
100 10 10 10
10
20 8 6
10 8 25 8 10 15 10
40
30
8
15
8
10
15
10 10 100
20 10 75
40
10 10
10
10 10
10 25 10
20
8 20 10 80 10
8 50 10 15 15 120 20 150 25 10
8 10 12
8
40 35
6 15
5
10
10
10 10 0,1
1
10
10 5
4*
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46
Taxe der Arbeiten.
Königreich Bayern.
Pf.
1.nbsp; Für Mengen von Pulvern und Species liis'zu '/z Kilogrammnbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;15
„ jedes folgende raquo;/a Kilogramm ...'........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 5
„ Dispensation einzelner Pulver inkl. Sack und Signatur
per Stück...................nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 5
2.nbsp; nbsp; „ eine Abkochung bis zu 'Z2 Kilogramm.......nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;25
„ jedes weitere '/laquo; Kilogramm '. . .........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;10
3.nbsp; nbsp; „ einen Aufguss bis zu '/• Kilogramm........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;20
„ jedes weitere 'h Kilogramm...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;10
4.nbsp; nbsp; ., eine Auflösung jeder Art............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;10
5.nbsp; nbsp; ,, Bereitung einer Latwerge oder Emulsion bis zu
„ Vraquo; Kilogramm.................nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;20
jedes weitere '/a Kilogramm...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;10
Mischen und Formen, inkl. des Pulvers zum Bestreuen
von Pillen, Boli bis zu 8 Stück..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;20
je weitere 2 Stück #9632;....-...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 5
Mischung von Salben und Pflastern ohne Anwendung
von Wärme bis zu 250 Gramm ..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;20
je weitere 250 Gramm.............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;10
Bereitung von Salben und Pflastern durch Schmelzen um die Hälfte mehr.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; #9632; •
ausführliche, schriftliche Vorschrift zur weiteren Zu­bereitung im Hause des Eigentümers.......10—20
Königreich Sachsen.
Auflösen.
Pf.
Für das Auflösen [von Extrakten, Salzen u. s. w., wie für das Anreiben von Pulvern, auch wenn mehrere derselben in einer Auf­lösung verordnet sind, wird berechnet.............10
Anmerkung: Für das Auflösen von Extrakten, Salzen u. s. w., zur Bereitung von Salben, Pillen, Latwergen und dergleichen darf nichts in Anrechnung gebracht werden.
Dispensieren nicht flüssiger Arzneimittel.
Für die Dispensation eines- iricht flüssigen Arzneimittels, z. B.
einer Quantität Spezies, eines einfachen oder gemischten Pulvers,
wenn hierbei die Verwendung eines Gefässes nicht stattfindet, sind
inkl. des Beutels oder der Kapsel und Signatur zu berechnen:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Pf.
bis inkl. 500 Gramm- ; ;............ 5
für jede weiteren 500 Gramm.......... 3
Wägen. • . Für jede Wägung und Tropfenzählung, welche zur Anfertigung oder Dispensation einer zum inneren oder äusseren Gebrauche be­stimmten Arznei erforderlich ist, wird berechnet........2
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47
Zubereitung von Dekokten und Infusionen.
Für ein Dekokt oder Infusum, inkl. der Wägung des Wassers: wie der Kolatur:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Pf.
bis inkl. 250 Gramm..............15
„ „500 „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;..............25
für Jede weiteren 250 Gramm..........5
Zubereitung von Emulsionen. Für Bereitung von Emulsionen inkl. der Wägung des Wassers Pf.
bis inkl. 500 Gramm............. . 15
für jede weiteren 250 Gramm..........5
Zubereitung von Latwergen.
Für Bereitung einer Latwerge:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pf.
bis inkl. 250 Gramm..............nbsp; nbsp;10
laquo; „500 , ..............nbsp; nbsp;15
für jede weiteren 250 Gramm..........nbsp; nbsp; nbsp;5
Zubereitung von Pflastern.
Für Mischung von Pflastern ohne Wärme:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Pf.
bis inkl. 125 Gramm..............nbsp; nbsp;15
„ „250 „ ..............nbsp; nbsp;20
„ „500 „ ..............nbsp; nbsp;30
für jede weiteren 125 Gramm..........nbsp; nbsp; nbsp;5
Für Mischung von Pflastern durch Schmelzen oder Kochen tritt eine Erhöhung dieser Preise um die Hälfte ein.
Zubereitung von Pillen und Bissen.
Für das Anstossen einer Pillen- oder Bissenmasse:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pf.
bis inkl. 100 Gramm..............nbsp; nbsp;10
für jede weiteren 100 Gramm..........nbsp; nbsp; 5
Für das Formieren und Bestreuen:
bis inkl. 4 Stück ä Stück............nbsp; nbsp; nbsp;3
jedes folgenden Stückes ............nbsp; nbsp; nbsp;2
Zubereitung von Pulvern und Spezies. Für Mischung von Pulvern und Spezies:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Pf.
bis inkl. 250 Gramm..............8
, „500 „ ..............10
für jede weiteren 250 Gramm..........6
Für Dispensation einzelner Pulver ä Stück .... 2
Zubereitung von Salben. Für Bereitung einer Salbe durch Mischen mehrerer Salben oder Fette, oder von Salben und Fetten mit flüssigen Substanzen ohne Schmelzen:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pf.
bis inkl. 125 Gramm..............10
, „250 „nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; ..............15
für jede weiteren 250 Gramm..........10
Für das Mischen der Salben mit Pulvern, Extrakten, Salzen und dergleichen, oder durch Schmelzen erhöht sich der Preis um die Hälfte.
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48
Taxe der Oefässe.
. .nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Königreich Bayern.
. .nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Pf.
. Für ein Glas samt Kork und Tektur:
von 10 bis 100 Gramm.............nbsp; nbsp;10
, 100 , 400 , .............nbsp; nbsp;15
„ 400 „ 1000 „ .............nbsp; nbsp;30
Für einen Krug von 1 Liter...............nbsp; nbsp;80
Für irdene Tigel samt Tektur:
bis zu 50'Gramm...............nbsp; nbsp; nbsp;5
,„200 „ ...............nbsp; nbsp;15
„ „ 300 „ ...............nbsp; nbsp;20
, , 500 „...............nbsp; nbsp;25
Bei mitgebrachten unverletzten Gefässen kommt der halbe Preis derselben in Anrechnung.
Königreich Sachsen.
Pf.
Büchsen, graue oder gelbe mit Tektur und Signatur:
bis inkl. 50 Gramm..............nbsp; nbsp; nbsp;5
. ,100 „ ..............nbsp; nbsp; nbsp;8
raquo; ,200 , ..............nbsp; nbsp;10
, ,400 , ..............nbsp; nbsp;15
, ,500 „ ..............nbsp; nbsp;20
für jede weiteren 500 Gramm...........nbsp; nbsp; nbsp;8
Flaschen, irdene, mit Kork, Tektur und Signatur:
bis inkl. 350 Gramm ... -..........nbsp; nbsp;12
, ,500 „ ..............nbsp; nbsp;18
für jede weiteren 500 Gramm..........nbsp; nbsp;10
Gläser, grüne und halb weise, mit Kork, Tektur und Signatur:
bis inkl. 50 Gramm..............nbsp; nbsp; nbsp;6
, „150 „ ..............nbsp; nbsp;10
„ ,300 , ..............nbsp; nbsp;15
, ,500 ,, ..............nbsp; nbsp;20
Gelbe, blaue und schwarze Gläser werden um die Hälfte höher be­rechnet. Bei mitgebrachten Gläsern kommt der halbe Preis in Anrechnung.
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Tierärztliche Arzneiverordnungslehre.
Die Arzneiverordnungslehre oder Rezeptier-kunde zeigt, wie Arzneimittel nach allgemein gültigen Regeln in passenden Formen zu einer Vorschrift zu­sammengestellt werden, nach welcher dieselben zu einer Arznei zubereitet werden können.
Die allgemeine Arzneiverordnungslehre be­spricht alles, was von allgemeinem Interesse für die Arzneiverordnungslehre ist, während die spezielle Arzneiverordnungslehre die Verordnungsweise der einzelnen Arzneiformen, also der Pulver, Pillen, Salben, Lösungen etc. ausführlich behandelt.
Die Kozop tierkun s t ist die kunstgerechte Anfertigung von Arzneien nach diesen Vorschriften. In der speziellen Rezeptier-kunde wird hier, da der Tierarzt nicht nur die Rezepte schreiben, sondern anch anfertigen kann und muss, bei den einzelnen Arznei­formen nicht nur die Verordnungsweise, sondern auch die kunst­gerechte Anfertigungsweise beschrieben.
Allgemeiner Teil.
Das Rezept
(Arzneiformel, Ordinatio, Formula medico) ist die schriftliche Verordnung des Arztes an den Apotheker
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50
zur kunstgerechten Anfertigung und Verabfolgung einer Arznei. Solche Verordnungen heissen Eezepte, von recipio, ich nehme auf und beginnen mit dem Worte „Becipequot; (nimm), welches durch die Abkürzung „B.quot; oder „Rec.quot; ausgedrückt wird.
Das Eezept wird auf Papierstreifen von etwa 8 cm Breite und 20 cm Länge, wie man deren acht aus einem Bogen Papier schneidet, geschrieben.
In Bezug auf Anwendung und Zusammensetzung kann man folgende Arzneiformeln unterscheiden:
Formulae internae sen medicinales, solche, welche Arzneien zum innerlichen Gebrauch enthalten;
Formulae externae seu chirurgicae, solche, welche Arzneien zum äusserlichen Gebi'auch enthalten, wohin auch Klystiere, Maulwässer, Einspritzungen gerechnet werden;
Formulae simplices, einfache Formeln, enthalten nur ein Arzneimittel;
Formulae compositae, zusammengesetzte Formeln, ent­halten deren mehrere.
Giel)t ein Rezept eine Arznei an, welche nach Angabe des Arztes zusammengesetzt wird, so nennt man es Magistral-Formel (Formula magistralis), giebt das Eezept eine Arznei an, zu deren Zusammensetzung die Pharmakopöe eine Vorschrift enthält, so nennt man es Offizinalformel (Formula officinalis).
Jedes einfache Rezept besteht aus 4 Teilen:
1.nbsp; der Ueberschrift mit Ort, Jahr und Datum der Arzneiverordnung,
2.nbsp; dem Arzneimittel,
3.nbsp; der Signatur, welche die Gebrauchsanweisung ent­hält,
4.nbsp; nbsp;der Unterschrift des verordnenden Arztes.
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Die zusammengesetzten Rezepte bestehen aus 5 Teilen:
1.nbsp; der Ueberschrift mit Ort, Jahr und Datum,
2.nbsp; den Arzneimitteln,
3.nbsp; der Angabe, was aus den Arzneimitteln bereitet werden soll, ob Pulver, Pillen, Latwergen u. s. w., weshalb man z. B. schreibt misce fiat pulvis, misce fiant pilulae, misce fiat electua-rium (siehe spec. Arzneiverordnungslehre).
4.nbsp; der Signatur, ausgedrückt durch das Wort Sig-netur oder Signa (abgekürzt S.), worauf die gerade Bezeichnung der Gebrauchsform, Dosis, Häufigkeit der Anwendung, ferner Bezeichnung des Patienten und dessen Eigentümers erfolgt.
5.nbsp; der Unterschrift des verordnenden Arztes.
Beispiele für einfache Rezepte:
Hannover, d. 1. 11. 90. R. Tartari stibiati pulverati, Grammata decem. Signetur. In das Saufwasser zu geben. Für ein Pferd des Herrn N. N.
Dr. X. X., Tierarzt. E. Tincturae Cantharidum, Grammata triginta.
Signetur. Zum Einreiben der bezeichneten Stelle. Für einen Hund des Herrn N. N.
Dr. X. X., Tierarzt.
Beispiele zusammengesetzter Rezepte.
Hannover, d. 1. H. 90. R. Natrii sulfwrici, Grammata 360,0
Aloes lucidae pulveratae, Grammata 30,0 Badicis Gentianae pulveratae, Grammata 60,0 Syrupi communis quantitatem sufficientem, Misce ut fiat electuarium. Signetur. In einem Tage zu verbrauchen. Für ein Pferd des Herrn N. N.
X. X., Tierarzt.
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52
Hannover, d. 1. II. 90. B. Natrii bicarbonici, Decigrammata 35,0 Extracti Aloes, Centigrammata 33,0 Sued Liquiritae, Decigrammata 25,0
solve in Aquae fontanae Grammatis 100,0. Signetur. Alle drei Stunden einen Bsslöffel voll zu geben. Für einen Hund des Herrn N. N.
Dr. X. X., Tierarzt.
Die Arzneimittel eines zusammengesetzten Rezeptes werden häufig unterschieden in:
Hauptmittel (Susis), Unterstützungsmittel (Adjuvans), Verhesserungsmittel (Corrigens), Ge­staltgehendes Mittel (Vehiculum oder Constituens).
Von dem Hauptmittel erwartet man die eigentliche Wirkung. Das Unterstützungsmittel soll die Wirkung des Hauptmittels unterstützen oder modifizieren. Das Verhesserungsmittel soll entweder unangenehme Nehen-wirkungen heseitigen oder den Geschmack resp. Ge­ruch der Arzneien einhüllen oder deren Farbe ver­bessern. Das Vehikel bedingt namentlich die Form der Arznei. In den beiden angeführten Beispielen stehen die vier Mittel in der Reihenfolge unter einander, wie es denn überhaupt Regel ist, das Rezept mit dem Hauptmittel zu beginnen, dann das Unterstützungs­mittel, das Verbesserungsmittel und das Vehikel folgen zu lassen.
Es ist jedoch nicht notwendig, dass jedes zusammen­gesetzte Rezept aus den vier Mitteln bestehe. Das Unterstützungsmittel und das Verbesserungsmittel können fehlen, und es kann das Vehikel die Stelle beider vertreten, in welchen Fällen es zweifelhaft bleibt, was unter Korrigens oder Vehikel zu verstehen. Die Korri-gentien werden in Geruchs-, Geschmacks- und Farben-korrigentien unterschieden. Als Geschmackskorri-
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53
gentien verwendet man in der Tiermedizin für Pflan­zenfresser namentlich ätherisches Oel enthaltende Pflan­zenteile, z. B. Fenchel, Wachholderheeren, Kalmus, oder bittere Mittel, z. B. Wermut, Schafgarbe, und besonders oft Kochsalz, bei Omnivoren giebt man süsse Stoffe, namentlich Zucker und Zuckersyrup.
Geruchskorrigentien werden nur selten und meist aus Rücksicht für die Geruchsorgane der Tiereigen­tümer angewendet, namentlich bei Jodoform; am besten eignet sich bei Jodoform der Zusatz von einigen Centi-grammen Cumarin.
Farbenkorrigentien haben nur den Zweck, der Arznei ein angenehmeres Aussehen zu geben und werden in der Tiermedizin nur selten angewendet; bei Pulvern und Latwergen verwendet man am besten den ganz indifferenten, feingepulverten roten Bolus.
Das Vehikel ist eine Flüssigkeit oder ein schlei­miges Bindemittel (Altheepulver, Leinsamenpulver, Mehl u. s. w.), oder ein anderes Mittel, wodurch z. B. bei trocknen Arzneien die Masse vermehrt wird.
Werden ungewöhnlich starke Dosen ver­ordnet, so muss das Gewicht dieser Dosis entweder unterstrichen oder mit einem ! versehen werden.
Soll ein Rezept eilig gemacht werden, so schreibt man über das Datum das Wort cito! oder statim!
Soll ein Rezept nochmals gemacht werden, so bemerkt man dieses an der linken freien Stelle des Rezeptblattes mit dem Worte repetatur (repet.) oder reiteretur (reit.). Geschehen die Wiederholungen öfters, so kann das jedesmalige Datum unter oder neben die Re'iteratur gesetzt werden.
Es sei z. B. ein Rezept am ersten Juni zuerst an­gefertigt, und soll am 3., 6. u. s. w. erneuert werden.
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54
Hannover, 1. VT. 90.
renet d 3 VI 90 **quot; Hydrargyri hichlorati corrosivi,
____!__!__!__!__1nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Decigrammata 12,
„ d. 6. VI. 90.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;solve in
Alköholis Vini, Grammatis 30.
Signetur. Zum Einreiben.
Wird die Abschrift eines Rezeptes verlangt, so schreibe man als Kopf z. B.
Copia uti 1. VI. 90. E. Hydrargyn etc.
Abkürzungen sind zulässig, doch müssen solche vermieden werden, die Irrtum veranlassen. Ferr. sulf. z. B. kann sowohl Ferrum sulfuratum als Ferrum sulfuricum heissen. Die gebräuchlichsten Abkürzungen sind folgende:
ää = ana, von Jedem gleich viel, c. = cum, mit. Col. = Colatura, Colatur. C.c. = concisa et contusa, zerschnitten und zer­quetscht. Ccm. = Kubikcentimeter. Consp. = Consperge, bestreue.
J). = da seu detur, gieb oder es werde ge­geben. Dec. == Decochtm, Abkochung. Disp. = dispense, verabreiche. Div. = divide, teile.
F.nbsp; nbsp;= fiat oder fiant, es werde. Fl. = Flores, Blumen.
F.l.a. = fiat lege artis, es werde nach den Re­geln der Kunst.
G.nbsp; nbsp;= Gramm.
Gtt. = gtt., gutta, Tropfen. Hb. = Herba, Kraut.
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55
Inf. = Infusum, Aufguss. M.D.S. = misce, da, signa, mische, gieb, bezeichne. M.f. = misce, fiat, mische, es werde. Pts. aeq. = partes aequales, gleiche Teile. Praec. = praecipitatus, gefällt.
Q.s. = quantum satis oder quantitas sufficiens, so viel genug ist oder genügende Menge. Kad. = Badix, Wurzel, ItM#. = Rhizom. Eect. = rectificatus, rectificiert. Rectff. = rectificatissinms, höchst rectificiert. R. Rec. Rp. = recipe, nimm.
Reit. = reUeretur, werde wiederholt. Rep. = repetatur, werde wiederholt. S. = signa, bezeichne. Tinct. = Tinctura, Tinktur. Ungt. = ünguentum, Salbe. Andere Abkürzungen ergeben sich von selbst. Die früher an Stelle von Abkürzungen gebrauchten aus den alchemistischen Schriften stammenden Zeichen werden nicht mehr gebraucht. Zuweilen findet man solche bei älteren Verordnungen noch angeführt, und mögen einige der Merkwürdigkeit halber hier Platz finden.
V
= Acidum. = Aqua. = Camphora. = Perrum. = Stibium.
= Pulvis.
Sl = Spiritus. 4 = Sulfur.
M = Tartarus.
0 = Aurum (auratus). copy; = Sal.
Wiederholungen sucht man auf Rezepten mög­lichst zu vermeiden. Wenn daher mehrere Wurzeln, Kräuter oder Blumen u. s. w. vorkommen, so werden sie unter einander gesetzt. Ebenso werden gleiche Gewichte verschiedener Substanzen durch das Zeichen ää (ana) angedeutet, z. B.
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R. Hthisomatis Calami,
Radicis Gentiamae, ää. Grammata 50,0. Foliorum Menthae piperitae, Herbae Ahsinfhii, ää. Grammata 25,0. Misce fiat pulvis u. s. w.
Mehrere Verordnungen auf ein und dasselbe Papier geschrieben, müssen durch einen Querstrich oder durch ein ^ von einander getrennt werden, und das neue Rezept muss wieder mit einem Mc. beginnen. Muss ein Teil der Verordnung wegen Mangels an Raum auf die andere Seite des Papiers geschrieben werden, so ist dieser Umstand durch „vertequot; zu bemerken.
Die Verpackung der Arznei wird meistens an­gegeben, obgleich es sich von selbst versteht, dass Flüssigkeiten in Gläsern, Salben in Kruken, Pulver in Papier verabreicht werden. Es heisst: Detur in Charta oder ad chartam, es soll in Papier, detur ad vitrum oder in vitro, es soll in ein Glas, detur ad ollam oder in olla, es soll in eine Kruke, detur ad scatulam, es soll in eine Schachtel gegeben werden. Grössere Quan­titäten Flüssigkeit werden in einer Flasche, lagena, Pulver zuweilen in einer Schachtel, scatula, dispensiert. Zur Ersparung von Kosten werden die Gef ässe zuweilen in die Apotheke geliefert. Man schreibt dann: Detur in olla allata, vitro allato u. s. w.
Die Signatur oder Gebrauchsanweisung muss die Bezeichnung des Kranken, die Art und Weise, wie die Arznei angewendet werden soll, und das Datum enthalten.
In Bezug auf die lateinischen Namen der verordneten Arzneistoffe berücksichtige man, dass das Arzneibuch die Hauptworte stets gross schreibt, weshalb dies bei den Verordnungen ebenfalls geschehen sollte. Siehe femer „Synonyma S. 34quot;.
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Dosierung der Arzneimittel.
Die Gewichtsmenge, in welcher ein Arzneistoff ver­ordnet oder eingegeben wird, bezeichnet man als Dosis oder Gabe. Man unterscheidet die Durchschnittsgabe eines Arzneimittels als die
Mittelgabe, Dosis medicinalis sen media, die kleinste, eben noch wirkende Gabe als
Minimalgabe, Dosis minima, die höchste, ohne Gefahr für den Patienten,
zulässige Gabe als Maximalgabe, Dosis maxima, eine hohe, Vergiftungserscheinungen, jedoch
ohne tödlichen Ausgang, hervorrufende Gabe
als Dosis toxica, giftige Gabe, eine den Tod bewirkende Gabe als Dosis lethalis,
tödliche Gabe. Je nachdem eine bestimmte Arzneimenge auf einmal oder in mehreren, auf verschiedene Zeiten verteilten Gaben eingegeben wird, unterscheidet man die volle Gabe, Dosis plena, und die gebrochene Gabe, Dosis repleta. Die innere Gabe eines Arzneimittels wirkt beiläufig zehnmal schwächer als die subkutane, intratracheale und parenchymatöse.
In Bezug auf die einzelnen Tiergattungen wird bei ausgewachsenen Tieren im allgemeinen folgendes Gaben­verhältnis beobachtet:
Rind . . . l1/2 Teile. Hund . . . Vw Teil. Pferd ... 1 Teil. Katze . . . %a „ Schaf, Ziege . 1l2 „ Geflügel . . 1l2b „ Schwein . . 1U „
Halb erwachsene Tiere erhalten 1/2, junge 1/4, sehr junge 1IS, Säugetiere 1lie—1l2i obiger Gaben.
Gegen manche Arzneimittel zeigen die einzelnen Tiergattungen jedoch eine von obigen Verhältnissen abweichende Empfindlichkeit; so vertragen Binder nur
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kleinere Gaben der Kupfer-, Blei- und Quecksilbersalze als wie Pferde, Schweine eine 10—30 mal grössere Gabe der meisten Abführmittel als wie Hunde, etc. Eine Tabelle der einzelnen, mittleren Gaben für die verschiedenen Haustiere hier anzuführen, erscheint überflüssig, da diese Gaben in der Arzneimittellehre besprochen und auch bei den einzelnen Arzneimitteln im zweiten Teile dieses Buches angeführt werden.
Mass und Gewicht.
Die Gewichte werden entweder mit Worten oder mit Zeichen und Zahlen ausgedrückt. Seit Einführung des Grammgewichts existiert ein eigent­liches Medizinalgewicht nicht mehr. Es gilt überall das neue Gewicht, dessen Einheit das Gewicht von 1 Cubikcentimeter Wasser bei 4deg; C. = 1 Gramm ist. Bei der Teilung bedient man sich entweder der ganzen Worte oder der Buchstaben oder der Decimalzahlen: 1 Grammnbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; = 1 g =1,0.
1 Decigramm = 1 cft/ = 0,1. 1 Centigramm := 1 claquo;/ = 0,01. 1 Milligramm — 1 mg — 0,001.
Die Declination des Wortes Gramma ist: Gramma, Gram­matis, Grammati, Gramma. Grammata, Grammatum, Grammatis, Grammata.
Die früher gebräuchlichen Medizinalgewichte waren: das Gran, Granum, = gr. = 0,0625 Gramm, der Skrupel, Serupulus = J) = 1,25 Gramm (= 20 Gran), die Drachme, Dracftjwa = 3 = 3,75 „ (= 3 Skrupel), die Unze, TJncianbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;= sect; = 30,00 „ (=8 Drachmen),
das Pfund, Libra = # = 360,00 „ (= 12 Unzen).
Die Grundlage der Körpermasse und Hohlmasse ist das Kubikmeter. Die Einheit ist der tausendste Teil eines Kubik­meters = 1 Liter oder Kanne, '/j Liter ist ein Schoppen. Das Gewicht eines Liters Flüssigkeit hängt vom spec. Gewicht der Flüssigkeit ab. 1 Liter Wasser = 1000 Kubikcentimeter wiegt bei 4deg; C. 1 Kilogramm = 1000 Gramm.
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Nach dem Arzneibuche sollen Masse nicht gebraucht werden, sondern alle Flüssigkeiten gewogen werden, doch mögen folgende Angaben zur allgemeinen Orientierung dienen.
1 gewöhnlicher Stalleimer fasst an Wasser 12—15000 g,
1 quot;Weinglas .........= 90—120 g,
1 Tasse...........= 120—150 g,
1 Esslöffel..........= 10—15 g,
1 Theelöffel..........= 4—6 g.
Flüssigkeitsmengen bis zu 1 G-ramm lassen sich mit den gebräuchlichen Wagen nicht genau wiegen und werden daher besser getröpfelt. Nach den Vorbemerkungen zur preussischenArznei-taxe sollen von den fetten und spec, schweren ätherischen Oelen und von den Tinkturen 20 Tropfen, von den übrigen ätherischen Oelen, dem Chloroform, dem Essigäther und Aetherweingeist, 25 Tropfen, von Aether 50 Tropfen auf 1 gr. berechnet werden. Von wässerigen Flüssigkeiten entsprechen 16 Tropfen einem Gramm. Das Gewicht der Tropfen richtet siel nach den Eigen­schaften der Flüssigkeiten und nach der Beschaffenheit der Gefässe, aus welchen sie getropft werden, so dass obige Angaben nur allgemein sind und man am besten durch den Versuch er­mittelt, wie viele Tropfen aus einem bestimmten Standgefässe einem Gramm entsprechen.
Ganz unzuverlässig sind die Raumgefässe für trockne Substanzen, als Pulver, Kräuter, Wurzeln u. s. w., wie schon die Getreidemasse, die in dieser Hinsicht doch am genauesten sein sollten, je nach dem spec. Gewicht der Kömer verschieden ausfallen müssen. Man gebraucht sie deswegen fast gar nicht mehr.
1 Arm voll oder Bund, Fasciculus = 180 g,
1 Hand voll, Manipulus . . . . = 15—90 g,
1 Prise, Pugillm......= 2—7,5 g,
1 Messerspitze voll .....= 0,6—1,2 g.
Hauptregeln der Rezept-Yerordnung.
a) Man verschreibe keine Mittel, welche sich chemisch mit einander umsetzen; zur Vermeidung dessen ist nach­stehend ein Verzeichnis heigegeben, welches miteinander in Arzneien unverträgliche Substanzen aufführt. Es kommen jedoch öfters Formeln vor, die zwar chemisch
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unrichtig sind, sich jedoch durch Erfahrung bewährt haben.
b)nbsp; Man verschreibe bei Lösungen nicht mehr, als das Vehikel lösen kann, beachte also die nachstehende Löslichkeitstabelle.
c)nbsp; Man verschreibe nicht zu grosse Mengen der betr. Arznei, da sich dieselbe zersetzen kann oder nicht aufgebraucht wird etc.
d)nbsp; Existieren von einem Arzneimittel mehrere Präparate, so wähle man stets dasjenige, welches am wenigsten nebensächliche Bestandteile enthält, z. B. statt Herha Belladonnae das Extractum Belladonnae, statt Extractum Belladonnae aber noch besser die entspr. Menge Ätropin, statt Folia Jaborandi die entspr. Menge Pilocarpinum etc.
e)nbsp; Man kürze nie so ab, dass Missverständnisse ent­stehen können, also z. B. nicht Calc. chlor, was Cal­cium chloratum und Calcaria chlorata heissen kann.
f)nbsp; Man schreibe deutlich und vermeide unbedingt jedes Ausstreichen und Korrigieren.
g)nbsp; Man vergesse bei giftigen oder ätzenden Stoffen nie anzugeben, dass die Arznei mit „Giftquot; oder „Vor­sicht, Äusserlichquot; signiert werde. Femer verschreibe man von solchen Stoffen möglichst geringe Gesamt­mengen und lasse lieber die Arznei mehrmals machen.
h) Man vermeide es, Rezepte mit Bleistift zu schreiben. Der Apotheker ist berechtigt, von Men­schenärzten mit Bleistift geschriebene Rezepte zurück­zuweisen.
i) Man lese jedes Rezept nach dem Verschreiben nochmals aufmerksam, namentlich auch in bezug auf die Gewichtsmengen durch.
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Lösllchkeit cbemlscher Arzneistoffe
in Wasser, Weingeist und Aether bei 15deg; C.
1 Teil Substanz erfordert Teile
lt;D m
tn
a 1
#9632;3
Acidum benzoicum.......
400
30
20
1
3
600
5
1
12
25
2
4
4
190
1
1
1
2
18
40
12
40
800
100
80
80
4
50
2
20
20
20 1
2
4
10 1
12 3
35
4
90
150
50
__
__
3
130
20
Acidum boricum . .
Acidum oarbolicum
Acidum citricum........... .
Acidum pyrogallicum..........
Acidum salicylicum........
50
Acidum tannicum.........
Acidum tartaricum . ....
Alnmfin
Alumen ustum .
Aluminium snlfuricum .
Ammonium carbonicum..........
Ammonium chloratum..........
Antifebrin..........
in
AntipyriTi , . ,
50
Argentum nitricum...........
Atropinum snlfuricum
Auro-Natrium chloratum........
Bromum . .......
Chininum bisulluricum..........
Chininum hydrocbloricum
—
Chinolinum tartaricum.........
Codeinum .........
CofEeinum ... ........
Cuprum sulfuricum...........
Ferrum lacticum . ......
—
Fermm snlfuricum
Hydrargyrum bichloratum.........
Hydrargyrum bijodatum.........
Hydrargyrum cyanatum.........
4
5*
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1 Teil Substanz erfordert Teile
I
£
0gt;
Jodoformium.............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;— 50
Jodum...............nbsp; nbsp; 5000 10
Kalium aceticum............nbsp; nbsp; nbsp; 0,5
Kalium bicarbonicum..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;4
Kalium bromatum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Kalium carbonicum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Kalium chloricum............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;20
200
130 12
Kalium jodatum............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Kalium nitricum............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;5
Kalium permanganicum.........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;25
Kalium sulfuricum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;12
Kalium sulfuratum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Kalium tartarium............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Lithium carbonicum...........nbsp; nbsp; nbsp; 150
Magnesium sulfuricum..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Manganum sulfuricum..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Morphinum hydrochlor...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;25
Morphinum sulfuricum..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;20
Natrium aceticum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;3
Natrium benzoicum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Natrium bicarbonicum..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;15
Natrium bromatum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Natrium carbonicum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Natrium chloratum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;3
Natrium jodatum............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Natrium nitricum............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2
Natrium phosphoricum..........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;10
Natrium salicylicum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Natrium sulfuricum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;4
Physostigminum salicylicum........nbsp; nbsp; nbsp; 150
Plumbum aceticum...........nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;3
Plumbum jodatum...........nbsp; nbsp; 2000
Saccharin..............nbsp; nbsp; nbsp; 230
Saccharum..............nbsp; nbsp; nbsp; 0,5
Saccharum Lactis............nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;7
Salol................nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —
50
30
3
50
12 30
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1 Teil Substanz erfordert Teile
DQ
00
GO
1
1
Santoninum .............
5000
100
500
1
200
2
20
1200
ä
2
1
60
100
65
1
4
40
2
Strychninum nitricum .........
Sulfonal .... ......
135
Tartarus boraxatus . . ... . .
Tartarus depuratus ...
Tartarus natronatus . ...
Tartarus stibiatus ...
Thymolum..............
Veratrinum . . ......
_
Zincum aceticum . . . .....
Zincum sulfocarbolicnm ..... . .
Zincum sulfuricum
Substanzen, deren gleichzeitige Yerordnnngr in einer flüssigen Arznei zu -vermeiden ist.
Acetum crudum, Aeidum muriatieum, Acidum nitricum, Acidum sviphuricum. Vermeide: Eeine Alkalien, Erden, Kalkwasser, kohlensaure Salze, Metalle, Schwefelmetalle, Seifen.
Acidum tannicum. Vermeide: Metallsalze, Alkalikarbonate, Alkaloide, Biweiss.
Alkaloide, Vermeide: Alle gerbstoffhalt igen und basischen Substanzen.
Alumen. Vermeide: Beine Alkalien, kohlensaure Alkalien, Erden, Kalkwasser, Bleizucker, Bleiessig, Salmiak, Salpeter, Quecksilbersalze, Brechweinstein, Gerbstoff.
Ammonium carbmicum. Vermeide: Säuren, saure Salze, essig­saures Blei, Eisensulfat, Zinksulfat, fixe und kohlensaure Alkalien, Kalkwasser.
Ammonium muriatieum. Vermeide: Alkalien, Erden, Kalkwasser, kohlensaures Kalium, kohlensaures Natrium, kohlensauren Kalk, Alaun, Bittersalz, salpetersaures Silber, Blei-, Eisen-, Kupfer- und Quecksilber-Salze, Schwefelleber.
Antipyrin. Vermeide: Natriumsalicylat und Quecksilberchlorür.
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Apomorphin. Vermeide: Basen und Lichtzutritt.
Agua Cdlcariae. Vermeide: Säuren, kohlensaures Kalium, kohlensaures Natrium, kohlensaures Ammonium, Alaun, Bitter­salz, Salmiak, Weinstein, Quecksilber- und andere Metallsalze, adstringierende Mittel.
Argentum nitricum. Vermeide: Brunnenwasser, reine und kohlensaure Alkalien, Salzsäure, Schwefelsäure, Chlormetalle, schwefelsaure Salze, Schwefelleber, Gerbstoff.
Arsenicum album. Vermeide: Brunnenwasser, Mineralsäuren, Metallsalze, Schwefelleber, Gerbstoff, Eiweiss.
Calcaria chlorata. Vermeide: Säuren, reine und kohlensaure Alkalien, schwefelsaure Salze.
Cortex Chinae, Cortex Quer cms, Cortex Salicis. Vermeide: Alkalien, Erden, Kalkwasser, Metallsalze, Brechweinstein, Eiweiss.
Cuprum sulfuricum. Vermeide: Beine Alkalien, kohlensaure Alkalien, Erden, Salze der Erden, Schwefelleber, Seife, Gerb­stoff.
Ferrum sulfuratum. Vermeide: Säuren, saure Salze, adstrin­gierende Mittel, Quecksilberpräparate, Bleisalze.
Ferrum sulfuricum. Vermeide: Siehe Cupr. sulfuric.
Chimmi ardbicum. Vermeide: Weingeist, Aether, Borax, Blei­essig, schwefelsaures Eisen, Eisenchlorid, salpetersaures Queck­silber.
Hydrargyrum hichloratum. corrosivum (Sublimat). Vermeide: Brunnenwasser, reine und kohlensaure Alkalien, reinen und kohlensauren Kalk, reine und kohlensaure Magnesia, Kalk­wasser, Salmiakgeist, Schwefel und Schwefelleber, Seife, äthe­rische Oele, stärkemehlhaltige Stoffe, Extrakte (Lakritzensaft), Eiweiss, gerbstoffhaltige Mittel (Chinarinde), Opium, Jod- und Chroinsalze.
Hydrargyrum chloratum mite (Calomel). Vermeide: reine und kohlensaure Alkalien, Kalkwasser, Salmiakgeist, lösliche Chloride, Schwefelleber, Goldschwefel, Jod, Salzsäure, Chlor-waaser.
Jod um. Vermeide: Metalle, Alkaloide, Stärkemehl, Basen und besonders Ammoniak.
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Kalium carbonicum. Vermeide: Säuren, Kalkwasser, Ammonium­salze, Erdsalze und Metallsalze.
Kalium camticum. Vermeide: Brunnenwasser. Säuren, Ammo-niumsalze, Erdsalze und Metallsalze, Gerbstoff, Schwefel.
Kalium nitricum. Vermeide: Konzentrierte Säuren, Alaun, Eisen-, Kupfer- und Zink-Sulfat.
Kalium sulfuricum. Vermeide: Kalkwasser, Baryum-, Blei-und Quecksilbersalze.
Kalium jodatum. Vermeide: Säuren und saure Salze, Metallsalze.
Kalium sulfuratum. Vermeide: Säuren und saure Salze, Metallsalze, Brecbweinstein, Alaun.
Kreosotum. Vermeide: Säuren, ätzende Alkalien, Quecksilber­salze, Eiweiss, Gummi.
Liquor Ämmonii caustici. Vermeide: Säuren, Alaun, Calomel und Sublimat, Eisen-, Kupfer- und Zink-Sulfat, Bleizucker, Brechweinstein.
Liquor Ferri sesquichlorati. Vermeide: Basische und gerbstoff-haltige Substanzen, Metalle, Arsenverbindungen, Sulfide.
Liquor Kalii arsenicosi. Vermeide: Säuren, Schwefel- und Metallverbindungen.
Liquor Plumbi subaeetici. Vermeide: Säuren und deren Salze, Alaun, Gerbstoff, Chlor, Brom und Jod und deren Verbin­dungen, Eiweiss, Gummi, Pflanzenauszüge.
Magnesium carbonicum, Magnesia usta. Vermeide: Säuren, Alaun, Salmiak, Metallsalze.
Natrium carbonicum. Vermeide: Säuren, Kalkwasser, Ammonium­salze, Erdsalze, Metallsalze.
Natrium muriaticum. Vermeide: Schwefelsäure, Aetzkalk, kohlensaures Kalium, Bleisalze.
Natrium salicylicum. Vermeide: Säuren und Eisensalze.
Natrium sulfuricum. Vermeide: Kalkwasser, kohlensaures Kalium, essigsaures Blei.
Plumbum aeeticum. Vermeide: Brunnenwasser, Schwefelsäure und Salzsäure, kaustisches und kohlensaures Kalium und Natrium, Seifen, Gerbstoff, Schleim, Eiweiss.
Badix Althaeae. Vermeide:-Blei- und Quecksilbersalze.
Sapo albus et viridis. Vermeide: Brunnenwasser, Kalkwasser, Säuren und saure Salze, Erdsalze.
Semen Lini. Vermeide: Metallsalze, Säuren, Alkohol.
Spiritus camphoratus. Vermeide: Wasser und wässerige Flüssig­keiten.
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Spiritus saponatus. Vermeide: Brunnenwasser, Kalkwasser, Säuren und saure Salze, Erdsalze.
Stibiwm sulfuratum nigrum. Vermeide: Säuren und saure Salze, ätzende Alkalien.
Sulfur. Vermeide: Säuren, Metallpräparate.
Sulfur stibiatum aurantiacwm. Vermeide: Alkalien und Säuren, Metallsalze.
Tartarus stibiatus. Vermeide: Brunnenwasser, Alkalien und
Säuren, Erdsalze, Schwefelleber, Gerbstoff. Zineum chloratum und sulfuricmn. Vermeide: Reine und
kohlensaure Alkalien, Bleizucker, Gerbstoff.
Oefährliche Arzneimischnngen,
d. h. solche, welche sich während der Herstellung oder
nachher derart verändern, dass sie explodieren oder
sich unter Feuererscheinung- zersetzen:
Acidum chromicum mit Glycerin, Alkohol, Aether.
Brom, Chlor, Jod mit Ammoniak und ammoniakhaltigen Flüssig­keiten (z. B. Linimenten), mit ätherischen Oelen, namentlich Terpentinöl.
Acidum nitricum in Verbindung mit Salzsäure bei Gegenwart alkoholischer Flüssigkeiten, ferner mit Glycerin, ätherischen Oelen und ähnlichen Stoffen.
Acidum sulfuricum concentr. mit Terpentinöl, Alkohol. Beim Mischen mit Wasser giesse man stets die Säure in das Wasser, nicht umgekehrt.
Argentum nitricum mit Kreosot und Karbolsäure.
Kalium chloricum explodiert schon beim Verreiben mit den meisten Metalloiden (Kohle, Schwefel etc.), organischen Ver­bindungen (Karbolsäure, Salicylsäure, Tannin, Zucker, Stärke etc.); auch in wässriger Lösung, namentlich in kon­zentrierter, sind viele organische Stoffe auszuschliessen.
Kalium picronitricum verhält sich wie Kai. chloric.
Kalium hypermanganicum verhält sich wie Kai. chloricum. Kann nur in wässriger Lösung oder mit Bolus vermischt ohne Zersetzung dispensiert werden.
Calcaria chlorata mit vielen organischen Stoffen (Fetten, Glycerin, ätherischen Oelen etc.), mit Schwefel, Chlorammonium.
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Formen der Arzneimittel.
Die Formen, in welchen die Arzneimittel in den Apotheken vorrätig gehalten werden, lassen sich folgen-dermassen einteilen:
a)nbsp; Drogen, Rohprodukte des Tier- und Pflanzen­reiches. Madices, Wurzeln. Rhizomata, Wurzelstöcke. Tubera, Knollen. BulM, Zwiebeln. Cortices, Rinden. Ligna, Hölzer. Stipites, Stengel. Herhae, Kräuter. Summitates, Spitzen (die obersten Teile blühender Pflanzen). Folia, Blätter. Flores, Blüten. Fructus, Früchte. Semina, Samen. Balsamum, Balsam. Mesina, Harz. Gummi, Gummi. Gummi-Besina, Gummiharz. Adeps, Axungia, Fett. Sebum, Talg. Oleum, Oel.
b)nbsp; Organische und anorganische Produkte der chemischen Industrie.
c)nbsp; Pharmazeutische Präparate, Arzneiformen, welche aus Drogen, chemischen Produkten, oder beiden zusammen durch einfache pharmazeutische Manipula­tionen, wie schmelzen, mischen, ausziehen etc. gewon­nen werden. (Siehe S. 129).
Anwendungsmethoden der Arzneimittel.
a) Die innerliche oder stomachikale Methode ist die häuflgste. Dieselbe geschieht indirekt durch Verschlucken oder direkt durch Eingiessen mit der Schlundsonde, z. B. bei ekelerregenden Stoffen. Mittel, welche den Magen belästigen, giebt man nach der Fütterung, Mittel, welche nur auf die Magenwandungen wirken sollen, führt man in den vorher entleerten Magen auf kurze Zeit mit der Magenpumpe ein und entfernt sie dann mit der Pumpe wieder. Sollen Stoffe nicht auf den Magen wirken, so giebt man sie in Keratinkapseln, welche erst im Darme gelöst werden. Die Arzneien werden als Pulver, Flüssig-
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keiten, Latwergen, Pillen, event, auch in Gelatinekapseln gegeben.
b)nbsp; Die Applikation in die Maul- und Rachenböhle. Man verwendet Maulwässer (Gargarismata), Pinsel­flüssigkeiten (Litus oris), Lecksäfte (Linctus), Einblase-und Einstreupulver.
c)nbsp; Die Einführung in den Mastdarm (rektale Methode). Man verwendet Klystiere (Clysmata), Eingiessungen (In-fusiones), selten Stuhlzäpfchen (Suppositoria, z. B. aus Seife geschnitzt) oder gasförmige Einblasungen (z. B. sogen. Tabaksrauchklystiere, S. 128).
d)nbsp; Die Einspritzung in das subkutane Gewebe (sub­kutane oder hypodermatische Injektion) oder in Gelenke, seröse Höhlen etc. (parenchymatöse Injektion) oder speziell bei Tieren in die Trachea. Man spritzt die womöglich sterilisierte Flüssigkeit in das Gewebe mittelst einer Pravaz'schen (Charriere'schen, Lauer'sehen, Leiter'-schen) Spritze. Statt der meist unreinen Stempeldichtung aus Leder oder Gummi verwende man die sogenannten sterilisirbaren Spritzen mit Asbestdichtung. Sehr handlich sind die Injektionstabletten aus kom­primierten Arzneimitteln, deren Auflösung mit reinem Brunnenwasser in der Spritze selbst unmittelbar vor dem Gebrauche erfolgt.
e)nbsp; Die Einführung in den Urogenital-Apparat. In den Uterus werden Flüssigkeiten veimittelst des Irrigators eingeführt, manchmal auch Pulver eingeblasen; femer wendet man Tampons, Pinselungen, Aetzstifte, Bougies an. In die Vagina führt man Lösungen, Salben, Aetz-mittelträger, mit den Arzneien getränkte Watte ein. Die Lösungen kommen als Injektionen, Irrigationen, Vaginaldouchen, Sitzbäder zur Anwendung. In die Harnröhre bringt man die Medikamente als Lösungen
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mit der Spritze oder mit einem damit bestrichenen Bougie, oder führt zerfliessende, die Arznei enthaltende Bougies ein. In die Harnblase führt man Flüssigkeiten mittelst Irrigators durch die Höhlung des Katheters ein.
f)nbsp; Die Einführung in die Luftwege. In die Nase und den Kehlkopf pinselt man die Substanz in Lösung ein, oder man blässt sie als Pulver ein, oder führt sie mittelst Sonden, Aetzmittelträgern, Douchen, Tampons ein.
In die Lunge führt man die Substanz gasförmig ein; kann die Substanz nicht in Gas- resp. Dampfform gebracht werden, so lässt man dieselbe in gelöster Form in besonderen Apparaten durch einen Luft- oder Dampfstrom fortreissen, so dass sie in zerstäubter Form in die Bronchien gelangt. Siehe ferner S. 125.
g)nbsp; Die Applikation auf die unverletzte Haut (epider-matische Methode). Man verwendet Salben, Linimente, Breiumschläge, Bähungen, Lösungen (jedoch nicht wässrige, welche die Haut nicht durchdringen, es sei denn, dass sie dieselbe angreifen), Pflaster, etc. •
h) Bei leblosen Gegenständen zum Zwecke der Des­infektion wendet man Abwaschungen, Besprengungen (mit dem Sprayapparate) Räucherungen (Chlor, Brom) an.
Specieller Teil.
Je nach der Form, in welcher die Dispensation der Arzneimittel stattfindet, unterscheidet man
a)nbsp; die trockne Form: Pulver, Species, Stifte;
b)nbsp; die weiche Form: Latwergen, Pillen, Bissen, Kapseln, Pflaster, Pasten, Salben, Breiumschläge, Gallerten;
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c)nbsp; die flüssige Form: Mixturen, Extraktionen, Lini-menta, Emulsionen;
d)nbsp; die Gas- oder Dampfform: Desinfizierende Käucherungen mit Chlor etc; femer die soge­nannten Dampf- oder Qualmbäder, Tabaksrauch-Klystiere, Inhalationen;
e)nbsp; Arzneiformen, welche meist in den Apotheken vorrätig und nach den Vorschriften des deutschen Arzneibuches angefertigt sind.
Pulvis. Pulver.
Die meisten Arzneistoffe müssen, um gepulvert werden zu können, zuvor nochmals ausgetrocknet werden, welches bei einer 50deg; C. nicht überschreiten­dem Temperatur geschieht. Zähe Substanzen, wie Rinden und Wurzeln, werden vor dem Austrocknen erst zerschnitten. Gummiharze werden gepulvert, nach­dem sie vorher eine Zeit lang der Winterkälte ausge­setzt gewesen sind, indem sie in der Wärme zu­sammenballen.
Das Pulvern geschieht in eisernen Mörsern. Wird das Eisen von der zu pulverisierenden Substanz ange­griffen, so bedient man sich der Mörser von Porzellan oder Marmor.
Metallische Pulver werden, um sie recht fein zu bereiten, auf einem Reibsteine mit Läufer, wie ihn die Maler gebrauchen, oder in einem Porzellanmörser mittelst Wasser zu einem Brei angerührt und längere Zeit gerieben, darauf gewaschen und getrocknet. Ein solches Pulver heisst präpariert oder lävigiert, z. B. Hydrargyrum oxydatum rubrum praeparatmn, Stibium sulfuratum nigrum laevigatum. Kampfer wird gepul­vert, indem man denselben mit etwas Spiritus befeuchtet.
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Um die feineren von den gröberen Teilen zu trennen, werden sie durch Siebe gesiebt, welche in verschiedenen Graden der Feinheit vorhanden sind.
Zur Verordnung in Pulverform eignen sich alle nicht ätzenden oder nicht zerfliesslichen oder beim Vermischen nicht explodierenden Substanzen, und werden dieselben gewöhnlich in Papiersäcken (det. ad chartam) abgegeben. Bei flüchtigen Stoffen geschieht die Abgabe in Wachspapier (det. ad chartam ceratam), bei manchen Stoffen (z. B. Jodoform) in Gläsern (det. ad vitrum).
Flüssige Substanzen können Pulvern nur in solchen Mengen zugesetzt werden, dass die pulverige Form nicht beeinträchtigt wird.
Als Farbenkorrigens verwendet man roten Bolus, als Geschmackskorrigentien Zucker, aromatische Früchte oder Wurzeln, Kochsalz etc. (S. 53), femer Oelzucker.
Oelzucker, Elaeosaccharum, ist die Form, in welcher ätherische Gele verabreicht werden. Mit je 2 g Zuckerpulver wird 1 Tropfen des betr. äth. Oeles verrieben, z. B. Elaeosaccharum Foeniculi.
R. Sacchari albi pulverati 2,0 Olei Foeniculi gutt. 1 Misce, da ad chartam ceratam.
Man unterscheidet pulvis grossns, grobes Pulver, pulvis subtilis, feines Pulver, pulvis subtüissimm, pulvis alkdholisatus, feinstes Pulver.
Je feiner das Pulver ist, um so wirksamer ist es im allgemeinen. Werden Arzneisubstanzen zum Ein­streuen und zu Salben verwendet, so ist in der Regel das feinste Pulver zu nehmen.
Die Pulver sind einfache, gemischte, dividierte und dispensierte.
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1.nbsp; Einfache Pulver. Sie bestehen nur aus einem Teile und sind als einfache Formeln, wie oben angegeben, zu betrachten.
Beisp.: R. Pulver is Shizomatis Veratri, Deägrammata guinque. Da in charta. Signa. Auf ein Mal zu geben.
Abgekürzt. R. Pulv. Bhiz. Veratri, 0,5.
D. S. Auf ein Mal zu geben.
2.nbsp; nbsp;Gemischte Pulver. Bei der Bereitung der gemischten Pulver werden in der Regel die kleineren Quantitäten zuerst abgewogen, im Mörser innig gemischt und nach und nach die grösseren Quantitäten hinzu­gefügt. Besonders ist das bei heftig wirkenden Sub­stanzen zu beobachten.
Die Formel lautet „Misce fiat pulvisquot;, da hierin bereits die Anweisung enthalten ist, so braucht bei den einzelnen Ingredienzen das Wort „pulvisquot; nicht angeführt zu werden. Man wird natürlich von jedem Ingredienz das Pulver nehmen und nicht dieselben mischen und dann pulverisieren. Oder man fügt das Wort „pulvisquot; oder „pulverisatusquot; den einzelnen Ingre­dienzien bei und setze die Formel M. D. S. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) R. Natrii stdfurici, Grammata quadringenta.
Fructuum Juniperi, Grammata centum et
viginti. Badicis Gentianae, Mhizomatis Calami, ana Grammata guingua-
ginta. Misce fiat pulvis. Detur in charta. Signetur : Auf das Futter zu streuen. Abgekürzt: R. Natr. sulfuric, 400,0. Fruct. Jump., 120,0. Rad. Gentian. Bhizom. Calami, ää 50,0. M. f. pulv. B. S. Auf das Futter zu streuen. 2) R. Pulveris Natrii sulfurici, Grammata qua­dringenta.
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Pulveris Fructuum Juniperi, Grammata centum
et viginti. Pulveris Radicis Gentianae, Pulveris Bhisomatis Calami, ana Grammata
quinquagiwta. Misce. Da. Signa. Auf das Futter zu streuen.
Abgezürzt: E. Pulv. Natr. sulf., 400,0.
Pulv. Fruct. Junip., 120,0.
Pulv. Bad. Gentian.,
Pulv. Bhiz. Calami, ää. 50,0.
M. D. S. Auf das Futter zu streuen.
Als Beispiel, wie Pulver verordnet werden, die in sehr feinem Zustande angewandt werden müssen, möge folgendes dienen:
R. Zinci sulfurici, Decigrammata quindecim. Sacchari albi, Grammata tria. Misce fiat pulvis subtilissimus. Detur in vitro. Signetur: Augenpulver.
Abgekürzt: E. Zinci sulf., 1,5. Saechar., 3,0.
M. f. pulv. suhtilissim. D. in vitro. S.: Augenpulver.
3. Dividierte Pulver. Wenn es nötig ist, dass eine grössere Quantität Pulver in bestimmten Dosen eingeteilt werde, so lautet die Formel:
Misce fiat pulvis, divide in (x) partes aeguäles. Oder: Misce et divide in u. s. w.
Aus den S. 84 angeführten Gründen, verordne man niemals: Misce, fiant pulveres No. . . .
Beisp.: 1) R. Kalii nitrici, 60,0.
Badicis Liquiritiae, 25,0.
Fructus Anisi,
Fruetus Foeniculi, ana 15,0.
Misce fiat pulvis. Divide in partes aequäles
quattuor. Signa: Täglich dreimal ein Pulver mit Vi
Flasche Wasser geschüttelt einzugeben.
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Abgekürzt: R. Kai. nitric, 60,0.
Sad. Liquirit., 25,0.
Fruet. Foenic,
Fruct. Änisi, ää. 15,0.
M. f. pulv. Div. in IV. part. aeq.
S.: Täglich u. s. w.
2)nbsp; B. Pulveris Kalii nitrici, g. 60,0
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Badicis Liquiritiae, g. 25,0
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Fruct. Foeniculi,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Anisi, ana g. 15,0
Misce et divideinpartes aequales quattuorn. s. w. Abgekürzt: R. Fulv. Kalii nitric, 60,0.
—nbsp; nbsp; Mad. Liquirit., 25,0.
—nbsp; nbsp; nbsp;Fruct. Foenic,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Anisi, ää. 15,0.
M. Div. in W. part. aeq. u. s. w.
Als Beispiel grösserer Mengen dividierter Pulver möge folgendes dienen:
3)nbsp; R. Foliorum Digitalis purpureae, Centigrammata
septuaginta quinque. Tartari stibiati, Centigrammata viginti quinque. Kalii nitrici, Decigrammata viginti quinque. Sacchari albi, Grammata octo. Misce fiat pulvis. Divide in partes aequales
duodecim. S.: Morgens und Abends ein Pulver mit etwas
Wasser einzugeben. Abgekürzt: R. Fol. Digit, purp., 0,75. Tart. stibiat, 0,25. Kalii nur., 2,50. Sacch. aTb., 8,00. M. f. pulv. Div. in XII part. aeq.
4. Dispensierte Pulver. Soll eine genau be­stimmte Gabe einem Kranken in bestimmten Zwischen­räumen wiederholt beigebracht werden, so verordnet man solcher Gaben so viel auf einmal, als man für nötig hält. Oder es können auch mehrere Kranke vorhanden sein, denen eine gleiche Dosis verabreicht werden soll. Die Formel lautet: Misce fiat pulvis.
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Dispense tales doses Nro — oder: Misce et dispense u. s. w. Bei Anfertigung dispensierter Pulver wird ganz so verfahren, wie bei Anfertigung dividierter. Man wägt die Gesamtmengen'der einzelnen vorgeschrie­benen Ingredienzien ab, mischt und teilt dieselben in so viel Teile, als Dosen angegeben. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) E. Hydrargyri chlorati mitis, Centigrammata 25.
Tuberuin Jalapae, Centigrammata 125.
Misce fiat pulvis. Dispense tales doses numero quinque.
S.: Jedem Hunde ein Pulver zu geben. Für fünf Hunde des Herrn N. N. Abgekürzt:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Hydr. chlorati mitis 0,25.
Tub. Jalapae, 1,25.
M. f. pulv. Disp. tal. dos. Nro. V.
Man wägt in diesem Falle 1,25 g Calomel und 6,25 g Jalapenpulver in den Mörser, mischt und wägt für jede Dosis 1,50 g des Gemisches ab.
2) E. Stibii sulfurati nigri, Grammata quindedm. Fructus Anisi,
— Foeniculi, ana Grammata triginta. Natrii chlorati, Grammata quadraginta. Misce fiat pulvis. Dispense tales doses numero
quattuor. S.: Einen um den anderen Tag ein Pulver auf das Putter zu geben. Abgekürzt:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; E. Stib. sulfur, nigr., 15,0.
Fruct. Anis.,
— Foenic, ää. 30,0. Natr. muriat., 40,0. M. f. pulv. Dentur tal. dos. Nro. IV.
Species. Theeform. Man versteht darunter zerschnittene oder gröblich zerstossene Pflanzenteile (zuweilen gemischt mit Salzen), welche durch Schneiden mit dem Schneidemesser oder Wiegenmesser und Durchsieben durch ein weites Drahtsieb, sog. Speciessieb, in diese Form gebracht
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sind. Es giebt einfache und gemischte Species; das Mischen geschieht mit der Hand auf einem ausgebrei­teten Bogen Papier. Sie dienen zu Abkochungen^. Aufgüssen, zu trocknen und nassen Umschlägen, finden aber in der Tierheilkunde wenig Anwendung. Man' behilft sich hier in der Regel mit einfacheren Mitteln; als Pfeffermünze, Leinsamen und Kamillen.
Vielfache Verwendung finden in dieser Beziehung in der Thiermedizin die sogenannten Heublumen oder Heusamen, die auf den Böden abfallenden feineren Teile von gutem einschurigen Wiesenheu. Bin lateinischer Name ist diesem Mittel nicht gut beizulegen, da dasselbe sowohl Blüten als Samen von Gräsern und anderen Wiesenpflanzen enthält. Je nach Umständen sind in diesen Heublumen aromatische und adstringierende Stoffe vorhanden. Sie lassen sich zu Umschlägen, Bähungen, Qualm­bädern u. dergl. verwenden, und können, wenn es nötig ist, zerstossen oder zerschnitten und durchgesiebt werden.
Die Formel lautet: Concisa et contma misce, ut fiant species, wenn Samen oder solche harte Substanzen zugegeben sind, die vorher erst zerstossen (cotundiert) werden müssen. Ist letzteres nicht der Fall, so bleibt
„contusaquot; weg.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Radieis Liquiritiae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Althaeae, ana Grammata 10,0 Fntctus Foeniculi, Grammata 5,0 Concisa et contusa misce, ut fiant species. S.: Mit 4 Tassen heissen Wassers zu über-
giessen, nach einer halben Stunde durch­zuseihen und dem Hunde öfters einen Esslöffel voll davon einzugeben. Abgekürzt: R. Bad. Liguirit,
— Alth., ää g 10 (10,0). Fruct. Foenic, g 5 (5,0J. C. c. m. f. spec. Signa u. s. w. 2) R. Florum Chamomillae, Grammata centum.
—nbsp; nbsp; nbsp; Arnicae, Grammata quinquaginta. Serbae Serpylli, Grammata viginti guinqne. Concisa misce, ut fiant species.
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Ä.-Mit 4 Liter kochenden Wassers zu ttber-giessen, nach' einer Stunde durchzuseihen und die Brühe zu Waschungen zu ver­wenden. Abgekürzt:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Flor. Ghammn., g 100 (100,0).
— Arnic., g SO (50.0). Herb. Serpyl. g 25 (25,0/ G. m. f. spec. Signa u; s. w. Zu Umschlägen werden die Species meist in Form grober Pulver angewandt, und kann man in diesem Falle zwischen Species und gemischtem Pulver keinen Unterschied machen.
Bacilli. Stifte. Unter dieser Bezeichnung lassen sich alle festen zur Einführung in Körperhöhlen bestimmten und dem­entsprechend geformten Arzneiformen betrachten, die­selben lassen sich je nach ihrer Anwendung folgender-massen einteilen.
1.nbsp; Aetzstifte, BaciUi caustici, Lapides, nennt man in Stangenform gebrachte und womöglich zugespitzte chemische Aetzmittel, z. B. Argentum nitricuw fusum, Kalium causticum fusum, Wiener Aetzpasta (ist keine Pasta, sondern eine schmelzbare und daher event, in Stangen giessbare Masse). Zuweilen ersetzt man die Stifte durch zugespitzte grosse Krystalle, z. B. bei Kupfervitriol. Man lässt die Stifte oft in Federspulen gesteckt dispensieren (detur cum penna ad vitrum).
2.nbsp; nbsp;Quellstifte zur Erweiterung von Fisteln und engen Kanälen werden gewöhnlich aus der Laminaria-alge oder aus Tupeloholz hergestellt und kommen in verschiedenen Dimensionen in den Handel. Vor dem Gebrauche werden sie durch rasches Eintauchen in kochende l0/0 Sublimatlösung desinfiziert. Man ver­ordnet deutsch, z. B. „Einen Laminariastift 4 cm lang, 2 mm dick.quot;
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3.nbsp; Einreibestifte werden viel bei Menseben ver­wendet, z. B. Mentbolstifte als Migrainestifte, Anetbol-stifte als Mückenstifte etc., und in Fabriken dargestellt.
4.nbsp; JBougies oderSuppositorienstifte^Cereo^, kegel­förmige Zäpfcben für den Mastdarm (Suppositoria analia, Stublzäpfcben) und die ovalen oder kugel­förmigen Gebilde für die Scheide (Globuli vagi­nales, Scheidenkugeln) werden aus dem betreifenden Arzneimittel unter Zuhilfenahme von Kakaobutter, Kakaobutter und Lanolin, die Stifte meist mit Tra-ganthgummi und Glycerin geformt.
Die meisten gebräuchlichen Arzneistoffe kommen in Bougie- und Suppositorienform in den Handel, der Tierarzt wird sich auf die Anfertigung von Bougies beschränken müssen und meist nur aus Hausseife geschnittene Suppositorien selbst bereiten, die übrigen aber aus der Apotheke verschreiben. Auch Salben und Pasten werden neuerdings in Stiftform in den Handel gebracht. Die Bereitungsvorschrift lautet bei Bougies: Misce fiant lege artis iacilli suppositorii (Cereoli), bei Stuhlzäpfchen: Misce fiant lege artis suppositoria, bei Scheidenkugeln: Misce fiant lege artis globuli vaginales. Die Abgabe geschieht nach dem Ein­wickeln der einzelnen Stücke in Wachspapier zum Schütze vor dem Zerbrechen in Kruken oder Schachteln. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Jodoformii 5,0.
Olei Cacao quantum satis.
Misce, fiant bacilli suppositorii Nro. IV.
Longitudine centim. 5, crassitudine cent. 0,1.
D. 8. Jodoformstifte. 2) R. Jodoformii 5,0
Tragacanthae,
Glycerini ana quantum satis ut fiat massa e qua formentur bacilli supositorii Nro. X. longitud. cent. 5, diamet. mm. 5.
D. S. Jodoformstifte.
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3) R. Acidi tannici 10,0.
Old Cacao quantum satis*), ut fiat massa e
qua formentur suppositoria Nro. X. D. 8. Zweimal täglich 1 Stück einzulegen. *) Bei Tieren ist die Menge des Konstituens oder die Grosse der Suppositorien etc. anzugeben.
Electnarium. Latwerge.
Ist eine teigartige, halbfeste Arznei aus Pulvern und einem flüssigen süssen Safte, oder statt dessen aus einem schleimigen Bindemittel und Wasser bestehend. Sie dient nur zum innem Gebrauch und hat in der Regel eine solche Konsistenz, dass sie nicht mehr vom Löffel fliesst (Honigkonsistenz). Es richtet sich aber nach Umständen, ob sie steifer oder flüssiger bereitet werden soll und müssen bezügliche Angaben auf den Rezepten bemerkt werden.
Es ist nicht zweckmässig, Quantitäten von Latwergen zu verordnen, die längere Zeit vorrätig gehalten werden müssen, weil sie, wenn sie süsse Säfte ent­halten, leicht in Gärung übergehen oder bei schlei­migen Bindemitteln leicht zu hart werden. In letz-term Falle kann man durch Zusatz von Wasser die richtige Form zuweilen wieder herstellen.
Aetzende und starkwirkende, teure, schlechtriechende oder schlechtschmeckende Stoffe sollen nicht in Lat­wergenform dispensiert werden. Geringe Mengen von löslichen Arzneikörpem werden vor der Bereitung der Latwerge in einem Teile des zu verwendenden, event, erhitzten Wassers gelöst.
Die Quantität des süssen Saftes oder des schlei­migen Bindemittels muss im allgemeinen angegeben werden, da von süssen Säften manche pulvrige Arznei­stoffe so viel erfordern, dass, wenn man die Angabe durch „quantum satisquot; ausdrücken würde, die Arznei
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übermässig verteuert würde. Man kann, wenn die Menge des Saftes bestimmt ist, durch Wasserzusatz die richtige Konsistenz herbeiführen. Pulvrige Kräuter und Wurzeln erfordern oft das Dreifache ihres Ge­wichtes an gereinigtem Honig; Salze erfordern weniger, weswegen man bei Latwergen mit grossem Salzgehalt die Anweisung „quantum satisquot; gebrauchen kann. Wegen des billigeren Preises und der grösseren Halt­barkeit ist ein schleimiges Bindemittel stets vor­zugehen, dem man als Geschmackskorrigens noch 1/4 bis 1/6 seines Gewichtes Zuckersirup zusetzen kann.
Die Menge des schleimigen Bindemittels ist eben­falls nach den Ingredienzien zu richten. Bei pulvrigen Kräutern oder Wurzeln genügt 1 Teil Afthäapulver oder Mehl auf 6 Teile des Pulvers, bei Salzen 2 Teile auf 6 Teile Salz. Von Leinsamenmehl ist fast das Doppelte, wie von Althäapulver und Mehl erforderlich.
Zur Bereitung der Latwerge mischt man die Pulver nach den allgemeinen Regeln und fügt dann die nötige Flüssigkeit, meist aus Wasser bestehend, nach und nach hinzu; bei Gegenwart von löslichen Salzen setze man zuerst nur wenig Flüssigkeit hinzu und erst nach einiger Zeit den Best, da Salze, welche Kristallwasser enthalten, häufig nach dem Lösen die genügende Lat­wergenkonsistenz geben. Die Formel lautet: Misce fiat electuarium, oder: quantum satis, td fiat eleduarium. Die fertige Latwerge wird in Kruken dispensiert und mit Pergamentpapier Überbunden, worauf die Signatur zu schreiben ist.
Soll die Latwerge eine steife Konsistenz haben, so schreibt man „fiat electuarium spissumquot;, soll sie dünner sein „fiat electuarium mollequot;.
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Be is p.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Pulveris Tartari stibiati 10,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Soracis, 150,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Badicis Althaeae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Liquiritiae, ana 55)0. Aquae plumalis quantum satis. Misce fiat electuarium. Da in dlla.
Ä: Dreimal täglich einen Spatel voll einzu­geben. .2) iß. 3yd/rargyri cMorati mitis, 10,0. Puiveris Fölior. Digitalis, 15,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Matrii sulfurici, 200,0. Sued Juniperi quantum satis,
tct fiat electuarium. Da in olla.
3)nbsp; R. Puiveris Kalii nitriei 25,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; Natrii sulfurici, 200,0. Farinae Tritici, 50,0.
Aquae fontanae, quantum satis. Misce fiat electuarium. Da in olla.
4)nbsp; R. Camphorae tritae,
Ptdveris Fölior. Digitalis, ana g 10. Sulfuris aurati Antimonii, g 15. Puiveris Fructuum Foeniculi,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;— Anid,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Radids Gentianae, ana g 50. Farinae Tritid et Aquae fontanae quantum
satis, ut fiat electuarium. Da in olla. Signa n. s. w. in diesem Falle setzt man erst das Wasser zu, dann die erforderliche Menge Mehl, welche kaum 30 g betragen wird.
5)nbsp; R. Sulfuris aurati Antimonii, 7,5.
Puiveris Radids Liquiritiae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;— Althaeae, ana 50,0. Aquae fontanae quantum satis, ut fiat elec­tuarium molle.
Da in olla. Signa u. s. w. Weil es sich von selbst versteht, dass zu Latwergen mA Pillen die Arzneisubstanzen in Pulverform angewandt werden, .so ist der Zusatz „Pulvisquot; nicht gerade not­wendig.
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Pasta, Pasta.
Man versteht hierunter halbweiche, sowie einige feste Gemische, welche zum Teil auch zu den Latwergen, Salben, Gelatinen gerechnet werden können. Hierher gehören z. B. die Pasta gummosa (der bekannte weisse Lederzucker der Apotheker), Pasta Liquiritiae (brauner Lederzucker), die Zahnpasten, die Schokolade (Pasta Cacao), die Leimpasten (bei den Gelatinen besprochen), die Phosphorpasta zum Vergiften der Ratten. Als wirk­liche Arzneien sind die zu äusserlichem Gebrauche dienenden, meist aus Mehl, Glycerin, Wasser und einem Arzneimittel bestehenden, halbweichen Arznei­formen zu betrachten, welche zu gleichem Zwecke wie die Gelatine dienen.
Die Formel lautet: Misce, fiat pasta. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; ß. Zinei chlorati 100,0.
Farinae Seealis 200,0.
Aquae dest. quantum, satis ut fiat pasta. Detur ad oltain. S.: Aetzpasta.
Pilulae, Pillen. Boli, Bissen.
Pillen nennt man rundlich geformte Arzneikörper von zäher, knetbarer Konsistenz. Für die meisten Arzneisubstanzen, welche in Latwergenform Anwendung finden, passt auch die Pillenform, und hängt es von Umständen ab, welche Form zu wählen ist. Scharfe Stoffe, die leicht örtliche Beize hervorbringen, heftig wirkende und widerlich riechende Mittel, ferner solche, deren Dosis genau zu bestimmen ist, bringt man gern in Pillenform. Das Eingeben erfolgt bei grösseren Tieren am besten mittelst einer sogen. Pillenpistole.
Bei der Anfertigung der Pillen gelten dieselben Regeln, wie bei den Latwergen, es muss aber die Menge des Bindemittels meistens grosser, der Zusatz von Wasser
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oder süssem Safte dagegen geringer sein. Heftig wirkende, im quot;Wasser lösliche Stoffe, wie Sublimat, Stryolmin und dergl., sucht man vorher besonders in Auflösung zu bringen, oder mit Wasser möglichst fein zu zerreiben, falls zuviel Wasser zur Lösung nötig wäre.
Die sorgfältige Mischung und Zusammenknetung zu einer plastischen Masse mit Hülfe des Bindemittels (Konstituens) geschieht am besten bei den Pillen in einem eisernen, sogen. Pillenmörser, bei den Bissen in einem grösseren Porzellanmörser. Eiserne Mörser und Pillenmaschinen sind bei Säuren, sauren Salzen, Metall­salzen (Quecksilber-, Silbersalzen etc.), Jod etc. zu ver­meiden. Ist eine Pillenmasse zu weich geworden, so setzt man von dem Konstituens bis zur richtigen Kon­sistenz zu.
Als Pillenkonstituens dient Mehl (Farina Seealis) oder Althäapulver (etwa die Hälfte des Gewichtes der übrigen Substanzen, event, bedeutend mehr, wenn die wirksamen Mittel sehr geringe Mengen bilden), und Wasser, welches bis zur Erlangung der gewünschten Konsistenz allmählich in kleinen Mengen zugesetzt wird.
Zu kleinen Pillen kann man weiche Pflanzenextrakte bis zur Hälfte des Gewichtes unter Zusatz von etwas Althäapulver verwenden.
Zuweilen empfiehlt es sich, das zuzusetzende Wasser teilweise, bei kleinen Pillen ganz durch Gummischleim zu ersetzen. Harze etc., namentlich Aloe, geben mit Kaliseife ohne jeden weiteren Zusatz gute Pillenmassen. (Siehe Beisp. 4). Leicht zersetzliche Stoffe, wie Silber-, Quecksilbersalze etc., müssen mit indifferenten Stoffen gebunden werden. Hierzu eignet sich der weisse Thon, Bolus alba, der mit gleichen Teilen Wasser und Glycerin anzustossen ist.
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Boli oder Bissen werden Pillen für grössere Tiere genannt. Sie werden von dem Gewicht von 15—40 g be­reitet, entweder mit Mehl, Lykopodium, Althäapulver etc. bestreut, meistens aber in nicht zu hartes Papier in Form eines Cylinders eingewickelt. In diesem Falle kann die Menge des Bindemittels geringer sein. Wenn die Masse nicht gar zu bröcklich ist, lässt sie sich durch Papier genügend zuhammenhalten.
Für kleinere Tiere werden die Pillen zu runden Kügelchen formiert und, um das Zusammenballen zu verhindern, mit einem Pulver, am besten Lykopodium, Althäa-, Zimtpulver, bestreut. Kleinere Quantitäten, die aber selten vorkommen, werden auf der Pillen­maschine abgeteilt, grössere Quantitäten werden ab­gewogen und mit der Hand geformt.
Unter Umständen empfiehlt sich die Verabreichung der wohlbestreuten Pillen in Kruken.
Die Formel lautet in beiden Fällen gleich: Misce fiat massa ex qua formentur pilulae (boli) Nro. — oder Misce fiant pilulae Nro. —.
Die letztere Verordnungsweise ist in der Tiermedizin zu vermeiden, da sie zu Irrtümern führen kann; bei Beisp. 2 kann man z. B. im Zweifel sein, ob die ver­ordnete Menge sechsmal zu dispensieren oder in 6 Teile zu teilen ist. Es ist daher besser, die Vorschrift zur einzelnen Pille zu geben und dabei zu bemerken, wie viel solcher Pillen bereitet werden sollen. Dann heisst die Formel: Misce fiatpilula, dispense tales doses Nro.—.
Das zum Bestreuen dienende Pulver heisst das Konspergierpulver. Ist dieses erforderlich, so heisst der Zusatz: Conspergentur oder Comperge pulvere.
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Be is p.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Ammonii chlorati, 25,0.
Pulveris Fruetus Anisi,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Badicis Liquiritiae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Althaeae, ana 50,0. Aquae fontanae quantum satis. Misce fiat massa, ex qua formentur pilular,
Nro. VI. Da. Signa.
2)nbsp; E. Optlaquo; puri pulverati, 7,5.
Plumbi acetici,
Pulveris Badicis Gentianae, 5,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Althaeae, 50,0. Aquae fontanae quantum satis.
Misce fiant pilulae Nro. VI. Da. Signa.
3)nbsp; E. Colophonii pulverati,
Kalii nitrid pulverati, ana 15,0.
Farinae secalinae,
Saponis viridis, ana 10,0.
Aquae fontanae quantum satis.
Misce fiat massa, ex qua formetur pilula.
Dispense tales doses Nro. VI.
Da. Signa.
4)nbsp; E. Hydrargyri cMorati mitis, g 4.
Aloes lucidae pulveratae, g 15. Saponis viridis quantum satis. Misce fiat pilula. Dispense tales doses Nro. V. Da. Signa.
In den angeführten Beispielen kann die Formel ebenso wohl auf bolus wie auf pilula Anwendung finden, und würde man im ersten Falle schreiben: Misce fiant holi u. s. w.
.5) E. Cfummi Gutti.
Hydrargyri chlorati mitis, ana 0,5. Pulveris Badicis Althaeas,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Sued Liquiritiae, ana 4,5. Aquae fontanae quantum satis.
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Misce fiat massa ex qua formentur piliäae
Nro. X. Consperge pulvere Radicis Idguiritiae. Da. Signa.
Sollen Terpentinöl, Alkohol oder ähnliche Stoffe in Pillenform gebracht werden, so ist zu be­denken, dass Terpentinöl etc. den Schleim nicht bindend macht.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Olei Terebinthinae, 5,0.
Pvlmris Radicis Althaeae, 15,0.
Aquae fontanae quantum satis.
Misce fiat massa ex qua formetur pilula
Nro. una. Da. Signa. Es ist daher zuerst das Bindemittel zur Pillenmasse von sehr zäher Konsistenz mit Wasser- oder besser Gummischleim anzustossen und dann die betr. Flüssig­keit langsam beizumengen. Man nehme vom Binde­mittel das 21/2—Sfache der betr. Flüssigkeit.
Zur Verabreichung Ton sehr flüchtigen Stoffen, die man nicht gern in flüssiger Form giebt, kann man sich mit Vorteil der Bissenform bedienen, z. B.:
B. Pulveris Sadicis Althaeae, 30,0.
Aquae quantum satis ut fiat bolus in quo
instilla. Acidi hydrocyanici, 2,0. D. S. Sofort zu verabreichen. Für das Pferd des Herrn N. N. Man verfertigt den Bolus, schiebt das Ende eines Glasstabes oder Bleistiftes, mit etwas Wachspapier umwickelt, hinein, so dass nach dem Entfernen des Glasstabes das Papier in Form eines Hohlcylinders in dem Bolus sitzen bleibt. In diese Form wird die Flüssigkeit hineingegossen und rasch mit einem bereit gehaltenen Pfropf von der Bolusmasse verschlossen. Solche Arzneiformen können ein Aufbewahren nicht ertragen.
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Soll ein Arzneimittel erst im Darme wirken, so überzieht man die Pillen mit Hornstoff (Keratin). Diese Arbeit erfordert viele Uebung, weshalb man in solchen Fällen das Medikament am besten in Keratin-kapseln (siehe unten) dispensiert.
Capsulae. Kapseln.
Kapseln benutzt man, um Arzneimittel in den Magen oder Darm gelangen zu lassen, ohne dass dabei eine Geschmacksempfindung erregt wird. Es giebt Oblaten-, Gelatine- und Hornkapseln. Für Tiere sind die Gelatinekapseln brauchbar und kommen entweder schon gefüllt mit bestimmten Arzneimitteln in den Handel oder man füllt die leeren Kapseln, welche aus zwei Hälften bestehen, die nach Füllen der engeren in einander gesteckt werden und dann gut schliessen event, mit einem dünnen Ueberzuge von Collodium ver­schlossen werden.
Die Horn- oder Keratinkapseln (Pohlsche Dünndarmkapseln) finden Anwendung, wenn ein Me­dikament den Magen unresorbiert passieren und erst im Darm wirken soll. Der Hornstoff (Keratin) ist im Magensafte unlöslich, hingegen löslich im Darmsafte.
Die Verordnungsformel lautet: Detur ad capsulam gelatinosam resp. capsulam Jceratinosam. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Extracti Filicis 0,5.
Dentur tales doses ad capsulas gelatinosas
Nro. V. S. Für einen Hund mit Bandwurm.
Verordnet man vorrätige Kapseln, über deren Dosierung man natürlich unterrichtet sein muss, so schreibt man:
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; K. Capsul. gelatinös. Extract. Filicis replet.
Nro. V. B. S. Für einen Hund des Herrn N. N.
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Cataplasma. Breiumschlag. Eine zum äusserlichen Gebrauch bestimmte, brei­artige Arzneifonn, welche aus trocknen, gröblich ge­pulverten oder fein zerschnittenen, meist vegetabilischen Substanzen (Blüten, Kräutern, Samen, Mehl, Kleie, Grütze, Brot oder Semmelkrume), die mit Hilfe von Wasser, Essig, Milch, Bier u. s. w. in diese Form gebracht sind, besteht.
Man unterscheidet rohe und gekochte Breiumschläge. Die rohen werden bereitet, indem die pulverigen Arzneimittel mit Wasser oder mit einem andern Vehikel nach Umständen warm oder kalt zusammengerührt werden. Die Formel lautet einfach: Aquae (oder anderes Vehikel) quantum satis, ut fiat cataplasma. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) R. Pulveris Seminis Sinapis, 750,0.
Aquae communis quantum satis, ut flat cata­plasma.
Da. Signa: Senfpflaster. 2) R. Pulveris Seminis Lini, 200,0. Aquae fervidae quantum satis,
ut flat cataplasma. Da. Signa: Leinsamenumschlag. Enthalten die zu Umschlägen zu verwendenden Pulver flüchtige Substanzen, so darf das Wasser als Vehikel nur lauwarm sein. So darf z. B. Senf-kataplasma (Senfteig) nur durch Verrühren von mögr liehst frisch gepulvertem Senfsamen mit lauwarmem, nicht mit heissem Wasser, hergestellt werden. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Camphorae tritae, 7,5.
Pulveris Florum Chamomillae, 50,0.
— Seminis lAni, 200,0. Aquae tepidae quantum satis, ut flat cata­plasma. Da. Signa.
Gekochte Breiumschläge kommen seltener in An­wendung, weil ihre Bereitung viel umständücher ist.
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Die Formel lautet wie bei einem Dekokte: Coque mm Aquae fontanae quantitate sufficients, ut fiat cataplasma.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Foliorum Malvae, 200,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; Bdladonnae,
—nbsp; nbsp; nbsp; Hyoscyami, ää. 25,0. Capitum Papaveris, 50,0.
Concisa et contusa coque cum Aquae fontanae quantitate sufficiente, ut fiat cataplasma. Da. Signa.
In der Praxis wird man diese Formeln der Brei­umschläge selten benutzen. Man verordnet vielmehr die Substanzen entweder in Form eines groben Pulvers oder einer Species, und lässt die Eigentümer die Umschläge selbst bereiten, wozu man die Anweisung entweder mündlich oder auf der Signatur giebt.
Emplastrnm. Pflaster.
Zähe, biegsame, mehr oder weniger klebrige Massen, deren Beschaffenheit sehr verschieden sein kann.
Sie werden durch Zusammenschmelzen der Grund­bestandteile in gelinder Wärme, am besten auf dem Wasserbade, und etwaiges nachfolgendes Einrühren der fein gepulverten, nicht schmelzbaren Bestandteile be­reitet, dann in Wachskapseln ausgegossen oder nach dem Erkalten gerollt (malaxiert). Schwere Pulver (Metallsalze) können bis zu einem Viertel, leichte Pulver (Pflanzenpulver, Extrakte, Harze) können bis zu einem Fünftel, Balsame und Oele bis zu einem Achtel, ätherische Oele bis zu einem Zwölftel vom Gewichte des Excipiens zugesetzt werden. Leicht zersetzliche oder flüchtige Arzneimittel dürfen selbstverständlich erst nach dem Schmelzen und teilweisen Erkalten der Grundmasse zugesetzt werden (Liquefactis et semire-frigeratis adde). Das als Grundmasse dienende Blei-
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pflaster wird am besten aus der Apotheke bezogen, da dessen Herstellung nicht leicht ist.
Den Grundbestandteilen nach kann man die Pflaster einteilen in:
1)nbsp; Harzpflaster (Drqpax), enthalten neben wirksamen Harzen meist auch noch Wachs und Fett.
2)nbsp; Wachspflaster (Geratum), stehen meist in der Konsistenz den Salben nahe, enthalten als Grund­substanz Wachs und Gel.
3)nbsp; Bleipflaster, enthalten als Grundsubstanz fett­saures Blei und kleben meistens schlecht.
4)nbsp; Kombinationen obiger Pflaster.
5)nbsp; Kautschukpflaster, Collemplastra, als Grund­substanz Kautschuk und indifferente Harze ent­haltend, dürfte bald viele ältere Pflastersorten verdrängen.
6)nbsp; nbsp;Guttaperchapflaster, eine Mischung von Gutta­percha und Ammoniakgummi, dient als Hufkitt.
Die Verordnungsformel lautet: Liquefac leni calore ad emplastnm; oder einfacher: Fiat lege artis em-plastrum.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) E. Gerne flame, 100,0.
Resinae flavae, 50,0. Terebinthinae communis, Sehi, ana 25,0.
Liquefac leni calore ad emplastrum. 2) R. Tereiinthinae communis, Pias nigrae, ana g 25,0. Liquefac leni calore ad emplastrum.
Gemischte Pflaster entstehen, wenn der Grundlage noch andere meist pulvrige Arzneisubstanzen zugefügt werden, z. B.:
R. Colophonii, 160,0.
Terebinthinae communis, 80,0.
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Leni calore liquatis et ab igne remotis admisce
Cantharidum pulveratarum, 80,0. JEuphorhii pulverati, 10,0. Fiat emplastrum. Effunde ad capsulas papyraceas. Die Verordnungen für ein Pflaster können manchmal sehr kompliziert sein, z. B. folgende Formel für das
Emplastrum oxycroceum. Oxycroceuspflaster. Safranpflaster. ß. Cerae flavae,
Colophonü, ana 90,0. Liguefactis et semirefrigeratis adde Ammoniaci depurati, Gdlhani depurati, aim, 15,0. antea balneo vaporis söluta in Terebinthinae communis, 30,0.
Tunc admisce Mastichis Myrrhae.
Olibani, singulorum pulveratorum, 30,0. Croci pulverati, antea ope Spiritus vini in
formam pultis redacti, 15,0. Fiat lege artis emplastrum. Von solchen komplizierten Formeln wird man jedoch selten Gehrauch machen. Sollte es dennoch vorkommen, so thut man am besten, wenn man sämtliche Ingredienzien nur dem Ge­wichte nach angieht mit dem Schlüsse: Fiat lege artis Emplastrum. Sollen mehrere, bereits fertige Pflaster zu einem neuen Pflaster gemischt werden, so lautet die Formel einfach: Misce fiat emplastrum. Beisp.;nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Emplastri Sydrargyri,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Conii, ana, 50,0.
Misce fiat emplastrum. Detur in Charta cerata. S. Soll ein Pflaster auf Leinen oder Leder gestrichen werden (Emplastra extensa oder Sparadrapa), so ist die Angabe zu machen: Extende supra linteum (seu corium). Die gewünschte Form und Grosse des Pflasters wird im üblichen Flächenmasse oder nach
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bekannten Grossen bestimmt, z. B. von der Grosse einer Spielkarte, magnitudine chartae lusoriae, von der Grosse einer Handfläche, magnitudine palmae manus, oder 1 dm lang und breit etc.
Be is p.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;R. Emplastri Hydrargyri.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Conii, ana, 10,0.
Misce fiat emplastrum.
Extende supra corium, magnitudine 5 cm
in O D- S.
Die als Pflastermulle in den Handel kommenden
gestrichenen Pflaster enthalten in jedem Qcm eine
bestimmte Menge des oder der wirksamen Bestandteile;
dieselben sind für die Tiermedizin zu teuer.
J
Gelatinae. Gallerten.
Als Gelatine oder Gallerte bezeichnet man eine starre, gleichartige, durchsichtige, elastische Masse, welche tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein kann. Die Gelatinen zu innerlichem Gebrauche (sog. Gelees) finden in der Tiermedizin keine Anwendung. Die Gelatinen zu äusserlichem (dermatotherapeutischem) Gebrauche sind von Pick und Unna erfunden und werden in dem aus Gelatine mit Glycerin und Zihkoxyd hergestellten Vehikel die verschiedensten Arzneisub­stanzen beigemischt. Man unterscheidet
Gelatina glycerinata Zinci mollis.
15 Teile Gelatine werden in 45 Teilen Wasser geweicht, dann durch Erwärmen gelöst, hierauf 25 Teile Glycerin und schliesslich 15 Teile Zinkoxyd zugesetzt und die ganze Masse unter mehrfachem Umschmelzen verrieben.
Gelatina glycerinata Zinci dura besteht aus Gelatine, Glycerin, Wasser je 30 Teilen und Zinkoxyd 10 Teilen.
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Die wirksamen Substanzen werden dem erwärmten Zinkleim unter Umrühren (oft bis 10 0/o, bei Jodoform und Schwefel bis 30 0/0) beigemischt; einige Medika­mente (Karbolsäure, Salicylsäure, Resorcin, Naphtol, Kreosot, Schwefelkalium) yerhindern das Erstarren der Gelatine, andere Medikamente (Fette, Teer, Ichthyol etc.) wirken zu sehr yerdünnend; in diesen Fällen verwendet man den harten Zinkleim und setzt nicht mehr wie höchstens 10 0/0 der Substanzen zu. Sublimat ist nur bis 3 0/0 im Zihkleime löslich, ganz auszuschliessen sind Zusätze von Tannin, Quecksilberoxyd und starken Säuren. Man dispensiert die Gelatinen in Kruken oder weithalsigen Gläsern, welche beim Gebrauch bis zum Schmelzen der Masse in heisses Wasser gestellt werden; die Beigabe eines Pinsels (detur cum penicillo) ist wünschenswert. Die Verordnungsformel heisst: Misce fiat lege artis gelatina.
Be is p.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Zinci oxydati,
Gelatinae animalis, ana 15,0.
Glycerini, 25,0.
Äquae, 45,0.
Fiatlegeartisgelatina. Massaesemirefrigeratae
admisce Jodoformii, 10,0.
Detur ad vitrum amplum cum penicillo. S.: Nach Bericht erwärmt aufeustreichen.
2) E. Gelatinae Zinci durae, 40,0. Besorcini,
Acidi salicylici, ana 3,0. Fiat lege artis gelatina. Detur ad ollam. 8.: Aeusaerlich nach Bericht.
Unguentum. Salbe.
Salben sind weiche schmierige Arzneiformen zum äusserlichen Gebrauche, fester als die Linimente,
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weicher als die Pflaster. Sie haben eine Grundlage (exeipims) und einen aufeunehmenden Körper (ex-cipiendum). Die excipienda müssen in der Regel fein gepulvert sein und werden entweder der bei ge­linder Wärme geschmolzenen Grundlage, wenn sie noch flüssig ist, hinzugemischt, oder im fein pulverisierten Zustande mit einer bereits fertigen Grundlage innig vermengt.
Die Verordnung dieser Formeln ist sehr einfach und wird meistens durch die Anweisung: Misce fiat unguentum ausgedrückt.
Die Bereitung der Salben geschieht in der Regel durch Mischen der Substanzen in einer Reibschale. Gepulvert zuzusetzende Stoffe müssen zuvor entweder mit etwas Wasser oder Gel, oder mit wenig von dem fetten Vehikel recht fein gerieben werden, ehe die ganze Menge des Vehikels zugesetzt wird. Namentlich gilt dieses von Augensalben und solchen, die an Stellen appliziert werden, wo ein mechanischer Reiz nachteilig wirken kann. Die Canthariden werden dagegen meist als gröbliches Pulver der Salbe zugesetzt. Festere Salben werden mit geringen Mengen weicherer Zusätze zuerst verrieben. Alkoholische Flüssigkeiten lassen sich oft erst nach dem Konzentrieren durch Abdampfen oder nach Zusatz von Seifenpulver vermischen.
Obgleich es sich von selbst versteht, dass die Mischung genau geschieht, pflegt man doch bei solchen Salben, wo es besonders darauf ankommt, die An­weisimg zu geben: Misce exadissime, fiat unguentum.
Die Salben werden meistens in Kruken (olla, pyxis, fictile) dispensiert, seltener in Pergamentpapier oder in hölzernen, sogenannten Salbsnschachteln. Die Kruken
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werden mit Pergamentpapier verbunden, auf welches man die Signatur schreibt.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) R. Unguenti Cantharidum,
— Hydrargyri cinerei, ana 30,0. Misce fiat unguentum. Da in ölla.
S.: Wie eine Wallnuss gross die bezeichnete Stelle damit einzureiben.
2)nbsp; B. Terebinthinae communis 50,0.
ViteUa Ovorum duorum.
Misce fiat unguentum. Da in ölla.
S.: Digestivsalbe.
3)nbsp; B. Hydrargyri bichlorati corrosivi, 3,5.
Unguenti Cantharidum, 50,0. Misce fiat unguentum. Da in olla. S.: Zweimal täglich die bezeichnete Stelle damit einzureiben.
4)nbsp; B. Jodi, 10,0.
Kalii jodati, 5,0.
Unguenti flavi, 50,0.
Misce fiat unguentum. Da in olla. S.
5)nbsp; B. Hydrargyri oxydati rubri praeparati, 3,5.
Camphorae tritae, 1,5. Opii pulverati, 3,5. Ädipis suilli recentis, 30,0. Misce exactissime, fiat unguentum. Da in olla. S.: Augensalbe.
Es wird selten eine Verordnung vorkommen, wo die Grundlage erst geschmolzen wird, indem man an den offizineilen Salben und Fetten (Unguentum flavum, Un­guentum ad ungulas, Unguentum basilicum, Ädeps suillus u. s. w.) genug Material hat.
Sollte es nötig sein, so lautet die Formel ähnlich wie beim Pflaster: Liquefac leni calore ad unguentum. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Cerae flavae, 25,0.
Olei Olivarum, 100,0.
Liquefac leni calore ad unguentum.
Da in olla. S.
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Oder soll nach dem Schmelzen noch eine Substanz hinzugefügt werden:
B. Cerae flavae, 25,0. Olei Olivarum, 100,0. Liquefae lent calore, admisce Hydrargyri oxydati rubri praeparati, 15,0. Fiat unguentum. Detur in ölla. S.
Es kann vorkommen, dass Salben zu manchen Zwecken eine zu steife Beschaffenheit haben. In diesem Falle lässt man die Salbe mit etwas Oel oder Fett vermischen, wobei entweder die zu verwendende Quan­tität Oel anzugeben ist, oder dem Anfertiger überlassen bleibt; im letzteren Falle schreibt man: quantum satis, ut fiat unguentum molle.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Unguenti Hydrargyri dnerei, 30,0.
Olei Olivarum quantum satis, ut fiat unguentum molle. D. 8. u. s. w.
Das Verhältnis des Arzneimittels zum Excipiens ist meist 1:9 oder 1:10, bei konzentrierteren Salben kann zum Excipiens gesetzt werden:
von ätzenden Alkalien, Ichthyol und dessen Präparaten bis zu 1/g des Salbengewichtes.
von ätherischen Oelen und Kampher bis zu 1/10 des Salbengewichtes,
von flüssigen Extrakten, Balsamen und löslichen Salzen bis zu 1/4 des Salbengewichtes,
von Tinkturen und Chloroform bis zu 1/6 des Salben­gewichtes,
von Pulvern (Harzen, Seifen, trocknen Extrakten etc.) bis zu 1lB des Salbengewichtes.
Als Salbengrundsuhstanzen benutzt man Schweinefett (Adeps suillus), welches nicht ranzig sein darf und am besten in verschlossenen Gläsern aufbewahrt wird,
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Paraffinsalbe (ünguentum Parafßni), in der Tiermedizin durch käufliche Vaseline zu ersetzen, Lanolin (Axungia Lanae), welches nicht ranzig wird und über 100 0/0 Wasser aufnimmt, jedoch sehr zähe ist und daher mit 25 bis 30 0/0 Fett zu vermischen ist; wo man wasser­freies Lanolin wünscht, z. B. um das Ablaufen der Salbe zu verhüten, verschreibe man „Lanolinum anhydricumquot;; das „Lanolinum Liebreichquot; des Handels enthält viel Wasser. Andere Grundsubstanzen sind Wachssalbe {ünguentum cereum), Schmierseife (Sapo Icalinus), seltener die teure Glycerinsalbe (Ungumium Glycerini) oder Cold-Cream {ünguentum leniens). Neuere Salbengrundlagen sind Mollin (eine Mischung von Kaliseife und Fett) und Sölvin (aus Rizinusöl und Schwefelsäure hergestellt); letzteres ist nur mit Vorsicht anzuwenden.
Linlmentum. Liniment.
Die Linimente sind dickflüssige Arzneimischungen zum äusserlichen Gebrauch, die meistens zu Ein­reibungen, auch wohl zum Bestreichen der leidenden Teile bestimmt sind. Von den Salben unterscheiden sie sich oft nur durch die Consistenz, indem das Excipiens in der Regel ein flüssiges Fett ist, weshalb die bei den Salben zu beobachtenden Regeln auch hier Anwendung finden. Man unterscheidet Olimente, d. h. ölhaltige Linimente, Saponimente, d. h. seifenhaltige Linimente, Lanolimente, d. h. lanolinhaltige Linimente.
Aetherische Oele, Tinkturen, Kampfer, Chloroform und fette Oele können einem Linimente bis höchstens zu 1/g der Gesamtmenge zugesetzt werden.
Mischungen von Spiritus, Tinkturen, Salmiakgeist, fetten und ätherischen Gelen und dergl. werden eben­falls oft Linimente genannt, wenn sie zu Einreibungen bestimmt sind.
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Die Formel lautet einfach: Misce fiat linimmtum, oder im Falle einer einfachen Mischung: Misce. Da. Signa.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) K. ünguenti Hydrargyri cinerei, 15,0.
Olei Lini, 60,0.
Idquoris Ammonii caustici, 10,0. Misce fiat linimentum. Detur in vitro. 8.: Umgeschüttelt damit einzureiben.
2)nbsp; E. Eoetracti Hyoscyami, 1,5.
Solve in pauxillo Aquae destillatae et admisce
Hydrargyri chlorati mitis, 3,5.
Olei Papaveris, 30,0.
Misce fiat linimentum. Da in vitro. S.
3)nbsp; R. Aeruginis pulveratae, 7,5.
Olei Lini, 30,0.
Misce fiat linimentum. Da in vitro.
S. Umgeschüttelt, damit zu bepinseln.
4)nbsp; E. Camphorae tritae, 3,5.
Solve in Olei Papaveris, 30,0,
adde Liquoris Ammonii caustici, 15,0. Misce fiat linimentum. Da in vitro. S.: Umgeschüttelt u. s. w.
5)nbsp; E. Spiritus eamphorati, 50,0.
Tincturae Cantharidum, 35,0. Misce. Da. S.: Zum Einreiben.
Extractiones. Auszüge.
Man versteht hierunter das Ausziehen fester, pflanzlicher Arzneistoffe durch Zusammenbringen mit Flüssigkeiten bei verschiedener Temperatur und bei verschiedener Zeitdauer zum Zwecke des Ueber-f ührens ihrer löslichen Bestandteile in eine flüssige Form
Man unterscheidet
1.nbsp; das Dekoktum oder die Abkochung.
2.nbsp; das Infusum oder den heissen Aufguss,
3.nbsp; die Digestion oder den -warmen Aufguss,
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4.nbsp; nbsp;die Mazeration oder den kalten Aufguss,
5.nbsp; Kombinationen obiger vier Auszugsarten.
Ptisanae, Ptisanen, Tisanen, nannte man früher Aufgüsse oder Abkochungen, welche mit einer grossen Menge Wassers bereitet sind, daher nur geringe Quantitäten der wirk­samen Substanz enthalten und besonders zum Getränk dienen, z. B. Reiswasser, Stärkeschleim, Leinsamenschleim, Altheeschleim etc.
1. Decoctum. Dekokt. Abkochung.
Abkochungen werden bereitet, indem zerschnittene oder auf andere Weise zerkleinerte Pflanzenstoffe, welche keine flüchtigen Bestandteile enthalten, mit Wasser ge­kocht werden. Hierauf wird die Flüssigkeit durch ein Tuch (Colatorium) geseiht (kollert) und durch Drücken ausgepresst. Die erhaltene Flüssigkeit heisst Kolatur. Auf 10 Teile Kolatur ist 1 Teil Arzneisubstanz zu nehmen, wenn nicht anders bestimmt wird oder wenn nicht starkwirkende Substanzen vorliegen. Zu einem Decoctum concentratum nimmt man 1,5 Teile Substanz auf 10 Teile Kolatur, zu einem Decoctum concentra-tissimum 2 Teile Substanz auf 10 Teile Kolatur.
Nach dem Arzneibuche sollen die Substanzen in einem passenden Gef ässe mit kaltem Wasser Übergossen und eine halbe Stunde hindurch im Wasserdampfbade unter bisweiligem Umrühren erhitzt, alsdann noch warm unter Auspressen durchgeseiht werden. In der Tier­heilkunde werden die Abkochungen meist über offenem Feuer vorgenommen und zwar derart, dass man das doppelte der geforderten Kolatur an Flüssigkeit ver­wendet, eine halbe Stunde lang kocht, dann kollert und die erhaltene Flüssigkeitsmenge auf die vorgeschriebene Kolaturmenge bringt.
Zum Kochen nimmt man Gef ässe von Zinn, Porzellan, Kupfer oder Messing, welche letztere verzinnt sein müssen;
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eiserne sind in der Regel zu vermeiden, jedoch können gusseiserne emaillierte Kochgeschirre in den meisten Fällen gebraucht werden.
Die Koliertücher sind von Leinwand, Beuteltuch oder Flanell. In manchen Fällen können Seiher von Weissblech, bei grossen Massen Flüssigkeit grobes Leinen benutzt werden.
Die Verordnung einer Dekoktformel geschieht auf verschiedene Weise:
a.nbsp; Ohne Angabe der Menge der auszukochenden
Substanz. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) R. Decocti Corticis Quereus, 500,0.
Detur in vitro. S.: Zum Blähen.
Man nimmt 1 Teil Substanz auf 10 Teile Kolatur, also 50 g Eichenrinde.
2)nbsp; R. Decocti Corticis Quereus eoncentrati, 500,0.
Detur u. s. w.
Man nimmt l1^ Teile Substanz auf 10 Teile Kolatur, also 75 g Eichenrinde.
3)nbsp; R. Decocti Corticis Quereus concentratissimi,
500,0. Detur u. s. w.
Man nimmt 2 Teile Substanz auf 10 Teile Kolatur,
also 100 g Eichenrinde.
b.nbsp;Mit Angabe der Menge der auszukochenden
Substanz. Wenn nur ein Arzneimittel zum Auskochen benutzt werden soll, so lässt sich die Menge am einfachsten dadurch bestimmen, dass man dieselbe in Klammem beifügt.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) R. Decocti Foliorum Nicotiame (ex grammatis
centum parati), 1600,0. Detur in vase terreo. S.: Zum Waschen der räudigen Stellen.
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2)nbsp; E. Decocti Cortieis Ghinae fusci (ex 15,0 parati),
180,0 Detur in vitro. S.: Dreimal täglich einen Esslöffel voll zu geben. Sind mehrere Arzneimittel zugleich auszukochen, so braucht man die Formel: Coque cum Aquae commums (oder einem andern Mittel) quantitate suffidente ad
colaturam.....
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Corticis Quereus, 30,0.
— Salicis, 15,0. Mhizomatis Tormentillae, 60,0. Coqtie cum Aquae communis quantitate suffi­dente ad colaturam, 1000,0. Detur in lagena. S.: Zum Blähen.
3)nbsp; R. ßhizomatis Veratri albi contusi, 60,0.
Coque cum Cerevisiae 1000,0, ad colaturam 750,0.
Setur in lagena.
S.: Zum Baden des an Baude leidenden Hundes. Etwas komplizierter wird die Formel, wenn gegen Ende des Kochens noch eine andere Substanz hinzu­gefügt werden soll, die entweder leichter auszuziehen ist, oder die solche Bestandteile enthält, welche hei längerm Kochen sich verflüchtigen würden. Folgendes Beispiel möge für ähnliche Fälle genügen:
E. Corticis Chinae fusci, 15,0.
Coque cum Aquae communis quantitate suffi­dente. Sub finem coctionis adde Bhizomatis Calami, 10,0. Fiat colatura, 250,0. Detur in vitro. 8. u. s. w. Sind dem Dekokte eine oder mehrere Substanzen einfach zuzumischen, so sind diese Zusätze durch die Worte: Adde (admisce) oder nur durch die Formel M. D. S. anzugeben.
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Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Decocti Foliorum Nieotianae, 1000,0.
Kreosoti, 5,0. Misce. Da in lagena. S.: Zum Waschen u. s. w.
2) R. Corticis Salicis, 100,0.
Coque cum Aquae communis quantitate
suffidente ad ^colaturam, 1000,0. Admisce
Acidi hydrochlorici concentrati, 150,0. Da in lagena. S.: Zum Anfeuchten des Verbandes.
Wenn in einem Dekokte Salze, Extrakte oder andere Substanzen aufgelöst werden sollen, so lautet die Ver­ordnung wie bei Solutionen. Die Auflösung erfolgt leichter, wenn die noch warme Flüssigkeit gebraucht wird. Am besten kollert man nach erfolgter Lösung noch einmal.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) B. Decocti Badicis Althaeae, 250,0.
Ammonii chlorati, 10,0.
Solve. Detur in vitro. S.: u. s. w.
2)nbsp; R. Natrii sulfiirici, 300,0.
Solve in Decocti Seminis IM (ex 60,0 parati), 750,0. Detur in lagena. S. u. s. w.
3)nbsp; R. Decocti Corticum Quercus, 350,0 (ex 30,0
parati). Aluminis pulverati, 7,5.
Solve. Detur in vitro. S.: Zum Blähen.
4)nbsp; B. Seminis Lini integri, 60,0.
Capitmn Papaveris, 30,0. Coque cum Aquae communis quantitate sufficiente ad colaturam, 758,0. In qua solve Extracti Belladonnae 7,5. Natrii sulfurici, 150,0. Detur in lagena. S.
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Flüchtige Substanzen dürfen dem Dekokte erst nach dessen Abkühlung hinzugefügt werden, weshalb man schreibt: Post refrigerationem adde, oder Refrigeratis admisce.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Corticis Chinas fusci, 10,0.
Goque cum Aqaae communis quantitate suffi-ciente ad colaturam, 200,0. Post refrigerationem adde Spiritus aetherei, 2,0. Detur. S. u. s. w. Diese Formel kann auch so geschrieben werden: R. Decocti Corticis Chinae fusci (ex 10,0 paratij, 200,0. Mefrigeratis adde Spiritus aetherei 2,0. Detur. S. u. s. w. Besteht der fernere Zusatz zu den Dekokten aus Salzen und flüchtigen Stoffen zugleich, so werden erst die Salze in der warmen Kolatur aufgelöst, darauf nach dem Erkalten die flüchtige Substanz zugefügt. Es heisst dann: Coque u. s. w. ad colaturam, in qua solve. Befrigeratis (oder post refrigerationem) adde (oder admisce).
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;B. Sem. Lini, 100,0.
Coque ad colaturam, 750,0.
In qua solve Eoctracti Aloes, 15,0, Natrii sulfuriei, 200,0.
Befrigeratis adde Aetheris, 10,0. Detur. S. Werden Oele, Kampher, Gummiharze als Zusatz zu Dekokten verordnet, so sind diese als Emulsionen zu betrachten und so zu schreiben, wie es bei diesen Formen angegeben wird.
Wenn es erforderlich scheint, dass die auszukochende Substanz mit der kalten Flüssigkeit vor dem Kochen
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eine Zeit lang in Berührung bleibt, damit sie von der­selben gehörig durchdrungen werde (sog. Mazerations-Dekokt), so ist ungefähr anzugeben, wie lange diese Mazeration dauern soll.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;R. Corticis Querem, 250,0.
Aquae communis, 3000,0. Maceraper noctem; tune cogue ad eolaturam 1500,0.
Soll die Substanz mit der Flüssigkeit vor dem Kochen längere Zeit bei 50—75 Grad stehen, (sogen. Digestions-Dekokt), so schreibt man statt macera: Digere.
Leicht auszuziehende Substanzen, namentlich wenn dieselben flüchtige Bestandteile enthalten, werden in der Kegel infundiert. Jedoch kann es in der Absicht liegen, dass die harzigen Stoffe in die Kolatur gelangen sollen. Es ist dann nicht erforderlich, dass das Kochen lange fortgesetzt wird, wodurch die flüchtigen Bestandteile ganz verloren gehen würden. Man lässt in solchen Fällen die Flüssigkeit einige Male aufwallen, welches durch die Worte ebulliant -per breve tempus (semel, bis, ter u. s. w.) ausgedrückt wird.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Herbae Ahsinthii, 60,0.
Aquae communis, 750,0. Ebulliant per breve tempus; tune cola. Sit colatura, 600,0 u. s. w.
Es ist oben bemerkt, dass beim Kochen auf freiem Feuer in der Regel die doppelte Menge der zu be­schaffenden Kolatur an Flüssigkeit genommen wird. Dadurch wird die Dauer des Kochens veränderlich sein, je nach der Menge des zu verarbeitenden Materials. Der Apotheker wird stets nach dem Arzneibuche arbeiten, ausser wenn auf der Verordnung die Zeit des Kochens oder die einzukochende Quantität Flüssigkeit ange-
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geben ist. Es würde dann heissen: Coque per horam (höram dimidiam, horae quadrantem u. s. w.) oder: Coque cum aquae communis (oder einer andern Flüssig­keit) Grammatis. . . . ad colaturam Grammatum ....
2. Infusum. Aufguss.
Aufgüsse werden bei solchen Substanzen vorge­nommen, welche flüchtige Bestandteile enthalten. Die zerkleinerte Substanz wird mit kochendem Wasser in einem Gefässe mit schhessendem Deckel (Infundier­büchse) übergössen (infundiert). Nach aufgesetztem Deckel bleibt solche eine halbe Stunde stehen, wonach, wie beim Dekokt angegeben, kollert wird.
Man rechnet ebenfalls gewöhnlich 1 Teil Substanz auf 10 Teile Kolatur, falls nicht starkwirkende Substanzen verwendet werden. Dabei ist zu bemerken, dass so viel Wasser mehr aufgegossen werden muss, als möglicher Weise von den Substanzen zurückgebalten wird, was auf 30 g Substanz 30—90 g beträgt. Bei Infusum concentratum und concentratissimum findet dasselbe Verhältnis wie bei Dekokten statt.
Nach dem Arzneibuche soll die das Infusum ent­haltende Infundierbüchse 5 Minuten den Dämpfen des siedenden Wasserbades ausgesetzt, alsdann bei Seite gestellt und nach dem Erkalten kollert werden.
Die Verordnung der Infusionen geschieht ähnlich wie der Dekokte. In der Regel werden die Infusionen mit Wasser bereitet, man kann aber auch andere Flüssigkeiten anwenden. Unter der einfachen Be­zeichnung „Infusumquot; versteht man immer nur einen mit heissen Vehikeln bereiteten Aufguss und sind andere Fälle (z. B. kalte Aufgüsse, S. 108) besonders anzugeben. Man verordnet wie bei Dekokten:
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a.nbsp; nbsp;Ohne Angabe der Menge der zu infundieren-
den Substanz. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) K. Infusi Florum Chamomillae, 250,0.
Detur. S. u. s. w. Man nimmt 1 Teil Substanz auf 10 Teile Kolatur, also 25 g Kamillenblumen.
2)nbsp; R. InfusiFlorumChamomillae cmcentrati, 350,0.
Detur u. s. w. Man nimmt l1^ Teile Substanz auf 10 Teile Kolatur, also 37,5 g Kamillenblumen.
3)nbsp; R. Infusi Florum Chamomillae eoncentratissimi
250,0. Man nimmt 2 Teile Substanz auf 10 Teile Kolatur, also 50 g Kamillenblumen.
b.nbsp; nbsp;Mit Angabe der Menge der zu infundierenden
Substanz. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) B. Infusi Florum Arnicae (ex 15,0 parati), 350,0.
Detur in vitro. S.: Zum Blähen. 2) E. Infusi Badicis Valerianae (ex 10,0 paratij, 180,0. Detur. S. u. s. w. Sind mehrere Arzneimittel zugleich zu infundieren, so verfährt man, wie bei den Dekokten angegeben. Die Formel heisst: Infunde cum Aquae fervidae (oder einem andern Auf lösungsmittel) qimntitate sufßdente ad colaturam. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Florum Arnicae,
Badicis falerianae, ana 7,5.
Foliorum Menthae piperitae, 15,0.
Infunde cum Aquae fervidae quantitate
sufficiente ad colaturam, 350,0. Detur. S. u. s. w. In der Kolatur soll eine Substanz aufgelöst werden. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) E. Infusi Foliorum Sennae, 350,0.
Magnesit sulfurici, 50,0.
Solve. Detur. S. u. s. w.
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2)nbsp; E. Amonii chlorati, Grammata quinque.
Solve in Infusi Seminis Foeniculi (ex Grammatis
decem parati), Grammatis centum et
viginti. Detur. S. u. s. w.
3)nbsp; R. Infusi Florum Chamomillae (ex g 5 parati),
g 100. Cupri aluminati, eg 25.
Solve. Detur. S.: Zum Waschen der Augen.
4)nbsp; E. Florum Chamomillae, 50,0.
Foliorum Menthae piperitae, 25,0. Infunde cum Aquae fervidae quantitate suffi-ciente ad colaturam, 750,0. In qua solve Eactracti Belladonnae, 4,0. Natrii sulfuriei, 250,0. Detur in lagena, S. u. s. w.
Zumischungen von flüchtigen Substanzen u. .dergl. werden auf dieselbe Weise angegeben, wie beim Dekokt.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Infusi Florum Chamomillae, Grammata 300.
JRefrigerato admisce Liquoris Ammonii earbonici pyro-oleosi,
Grammata 30,0 Da in lagena. 8. n. s. w. 2) R. Florum Arnicae,
Badicis Valerianae, ana 10,0.
Foliorum Menthae piperitae, 15,0.
Infunde cum aquae fervidae quantitate
sufficiente ad colaturam, 300,0. Post refrigerationem admisce Aetheris, 3,0.
Detur in vitro. S. u. s. w. 3. R. Foliorum Sennae, 10,0. Fructus Foeniculi, 5,0. Infunde cum Aquae fervidae quantitate sufficiente ad colaturam, 150,0. In qua solve Natrii sulfuriei, 20,0.
8
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Pos* refrigerationem adde Spiritus aefherei, 3,0. Detur in vitro. S. u. s. w. 4) R. Infusi Foliorum Salviae, 250,0. Boracis, 10,0.
Solve et adde Mellis depurati, 30,0. Da in vitro. S.: Zum Auspinseln des Maulen.
3.nbsp; nbsp;Digestio. Digestions-Infusum. Warmer Aufgnss.
Man verstellt hierunter die andauernde (meist 24stttndige) Einwirkung einer Flüssigkeit auf eine Droge bei 50—76 0 C. Diese Operation wird in einem gut verschlossenen Gefasse vor­genommen, am besten nimmt man eine mit feuchtem Fergament-papier verbundene Flasche und durchbohrt das Papier mit einer Stecknadel. Nach Beendigung der Mazeration wird kollert, event, auch hierauf noch filtriert. Aetherhaltige Flüssigkeiten können nicht zum Digerieren verwendet werden, da der Aether dabei sich verflüchtigen würde. Die Formel lautet: Bigere cum .... per horas . . . Beisp.':nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Bhiz. Zedoariae 10,0
Vini rubri 100,0.
Digere per horas XX. Golat. adde
Syr. cinnamomi 15,0.
M. D. S.: Theelöffelweise für einen Hund.
4.nbsp; nbsp;Maceratio, Mazerations-Infusum, kalter Aufguss,
auch Einweichung , Infusum frigide paratum genannt, ist ein Ausziehen von Drogen mit einer Flüssigkeit bei gewöhnlicher Temperatur. Die offizinellen Tinkturen werden so hergestellt. Die Verordnungsweise lautet: Macera per horas .... Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Gort. Chinae concis. 25,0
Aquae frigidae 250,0
Macera per horas XXIV.
M. B. S. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;2) R. Gort. Chinae concis. 25,0
Aquae frigidae 250,0.
Macera per horas XX., saepius agitando.
Tunc exprime et cola
M. B. S.
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5.nbsp; nbsp;Decocto-Infusum. Dekoktaafguss.
Will man einem Dekokte eine Substanz zusetzen, welche flüchtige Bestandteile enthält, so geschieht dies nach dem Ende des Kochens, worauf man weiter wie bei einem Infusum verfährt. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;R. Gortieis Chinae fusci, 30,0.
Goque cum Aquae communis quantitate sufficimte. Infunde super
Bhizomatis Galami,
Sadicis Valerianae, ana 10,0.
Sit colatura 330,0.
Detur in vitro. 8. u. s. w.
Nötige Zusätze werden wie bei Dekokten und Infusionen angegeben.
6.nbsp; nbsp;Infuso-Decoctum. Aufgussdekokt.
Diese Arzneiform wird bei Substanzen angewandt, aus welchen man sowohl die flüchtigen, als auch die schwer aus­zuziehenden Stoffe gewinnen will.
Die Infuso - Dekokte werden auf die Weise bereitet, dass die Substanz zuerst mit soviel Flüssigkeit infundiert wird, dass man die Hälite der verlangten Kolatur erhält. Nachdem die Kolatur abgepresst ist, wird aus dem bleibenden Ettckstande mit der anderen Hälfte der Flüssigkeit ein Dekokt dargestellt und beide Eolaturen gemischt.
Auf die einfachste Weise geschieht die Verordnung durch die Formeln: R. Infuso-decocti u. s. w. oder E. u. s. w. Fiat infuso-decoctum.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) B.. Infuso-deeocti Ehizomatis Galami, g 200,0
D. 8. u. s. w.
2)nbsp; E. JRhizomatis Calami,
Florum Arnicae, ana g 50, Fiat infuso-decoctum, g 750,0 D. 8.\
3)nbsp; E. Bhizomatis Calami,
Florum Arnicae, ana 50,0. Fiat infuso-decoctum. In colatura 750,0.
Solve Natrii sulfurici, 250fi. D. 8.
8*
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Mit diesen Formeln reicht man in allen Fällen aus, und dürfte es unnötig sein, durch detaillierte Angaben weitere Vor­schriften zu machen. Dadurch wird das Rezept sehr lang, wie aus folgender Umsetzung der letzteren Formel hervorgeht: R. Bhizomatis Calami,
Florum Arnicae, ana 50,0.
Infunde cum Aquae fervidae quantitate
sufficiente ad colaturam 375,0. Residuum coque cum Aquae communis quanti­tate sufficiente ad colaturam, 375,0. lAquores colatos misce et adde Natrii sutfurici, 350,0. Solve. D. S.
Emulsio. Emulsion.
Eine flüssige Arzneiform von milchähnlicher Be­schaffenheit, welche aus fetten, wachsartigen oder harzigen Stoffen und Wasser besteht. Damit diese Stoffe im Wasser suspendiert bleiben, wird ein schleimiges Bindemittel zugesetzt. Eine Emulsion enthält demnach:
1)nbsp; eine im Wasser unlösüche Substanz, das Emul-gendum: Oele, Harze, Kampfer, Wachs;
2)nbsp; das Bindemittel, Emulgens: Eigelb, arabisches Gummi, Altheeschleim, Leinsamenschleim und dergleichen.
3)nbsp; das Vehikel, Menstruum: Wasser oder eine andere wässrige Flüssigkeit, Infusum, Dekokt und dergleichen.
Die Milch der Säugetiere und die Milchsäfte der Pflanzen sind natürlich vorkommende Emulsionen. In der Milch wird das Fett durch Käsestoff, in den Milch­säften der harzige Körper durch Schleim in Suspension gehalten.
Oelhaltige Samen und Gummiharze enthalten die beiden ersten Bedingungen für eine Emulsion, nämlich einen unlöslichen Körper und ein Bindemittel in sich
im
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Ill
vereinigt und geben daher mit Wasser zerstossen oder zerrieben für sich schon eine Emulsion. Um Gummi­harze in Emulsion zu bringen, pflegt man aus anderen Gründen noch ein Bindemittel, meistens Eigelb zuzu­setzen.
Wie in der Milch bei ruhigem Stehen der spezifisch leichtere Körper, das Fett, sich allmählich oben ab­scheidet, so geschieht es auch bei Emulsionen, weshalb sie vor der Anwendung umgeschüttelt werden müssen. Von den Schüttelmixturen (S. 118) unterscheiden sie sich dadurch, dass die Trennung der suspendierten Körper nur sehr allmählich stattfindet. Da sie wegen des Gehaltes an Schleim u. s. w. leicht verderben, lässt man sie in dem baldigen Verbrauch entsprechenden Quantitäten bereiten und möglichst kühl hinstellen.
Man unterscheidet:
1.nbsp; Samen-Emulsionen, Pflanzenmilch, Samen­milch, Emulsiones verae, wahre Emulsionen,
2.nbsp; Oel-Emulsionen, Emulsiones oleosae,
3.nbsp; Harz-Emulsionen, Emulsiones resinosae,
4.nbsp; Seifen-Emulsionen, Emulsiones saponatae,
5.nbsp; Kampfer, Wachs, Phosphor, wenn zum inner­lichen Gebrauche bestimmt, bringt man ebenfalls in Emulsionsform.
Im Gegensatze zu den Samen-Emulsionen heissen alle anderen Emulsionen unechte, Emulsiones spuriae.
1. Samen-Emulsionen. Sie werden auf die Weise bereitet, dass der zur Emulsion bestimmte Samen in einem blanken, metallenen oder besser in einem steinernen Mörser anfangs mit wenig Wasser oder einem andern Vehikel möglichst fein zerstossen und zerrieben, darauf die übrige Flüssigkeit allmählich unter fortwährendem Rühren hinzugesetzt
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wird. Ist dieses geschehen, so wird die Emulsion durch Kolieren von den zerquetschten Samen getrennt.
Mandeln, Hanfsamen, Mohnsamen, Leinsamen sind in der Kegel diejenigen Substanzen, welche man ver­wendet. Es ist Vorschrift, auf 10 Teile Emulsion 1 Teil Samen zu verwenden, wenn weiter keine Be­stimmung getroffen ist. Wenn demnach die Verordnung lautet:
K. Emulsionis Seminum Papaveris, Grammata treeenta. D. S., so würden 30 g Mohnsamen auf die angegebene Weise mit Wasser zur Emulsion gebracht werden. Soll das Verhältnis des Samens ein anderes sein, so wird das Gewicht in Klammem beigeschrieben.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;E. Emulsionis Seminum Papaveris (ex g 15
paratae), g 250. D. S.
Sollen der Emulsion andere Arzneimittel beigemischt werden, so gebraucht man die bei Dekokten und Infusionen angegebenen Bezeichnungen. Beim Erwärmen ge­rinnen die Emulsionen. Deswegen muss bei Salzen, welche durch Erwärmen gelöst werden müssen, ein Teil der zur Emulsion bestimmten Flüssigkeit zurückbehalten werden, in welchem man das Salz auflöst, und diese Auflösung der mit so viel weniger Flüssigkeit bereiteten Emulsion zusetzt. Diese Operation hat auf die Auf­stellung der Formel keinen Einfluss.
Wenn mehrere Emulgenda oder ein anderes Vehikel als Wasser zu einer Emulsion verwandt werden sollen, so lautet die Formel: Contunde et tere cum etc., üt ßat lege artis emulsio. Da aber eine Samen-Emulsion nur durch Zerstossen des Samens und allmähliches Umrühren der Flüssigkeit bereitet werden kann, so
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kann man die ersten Worte füglich weglassen und schreiben: Fiat lege artis emulsio.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;K. Amygdalarum dulcium, 30,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;amararum, 10,0. Seminum Syoseyami, 5,0.
Contunde et tere cum Aquae fontanae, 350,0
ut fiat lege artis emulsio. Tune cola et in colatura
solve Kalii nitrici, 10,0. D. 8. Kürzer lässt sich dies so schreiben: R. Amygdalarum dulcium, 30,0.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; amararum, 10,0. Seminum Hyoscyami 5,0. Aquae fontanae, 250,0.
Fiat lege artis emulsio in qua solve Kalii nitrici, 10,0. D. S.
2. Oel-Emulsionen.
Diese Arzneiform kommt häufiger vor. Die Be­reitung ist verschieden, je nach dem Bindemittel, wozu sich für tierärztliche Zwecke namentlich das Eigelb eignet. Man nimmt auf 30—60 g Oel ein Eigelb, reibt unter Zusatz von etwa 15 g Wassers die Ingredienzien sorgfältig unter einander, und setzt darauf allmählich unter fortwährendem Rühren das übrige Wasser oder die dazu bestimmte Flüssigkeit hinzu.
Nach dem Arzneibuche ist das Verhältnis von Emul-gendum, Emülgens und Menstrimm gewöhnlich 2:1:17.
Vom arabischen Gummi ist die Hälfte vom Gewichte des Oeles erforderlich. Man wiegt auf 4 Teile Oel, 2 Teile Gummi arabicum pulveratum und 3 Teile Wasser ab. Oel und Gummi werden zuerst gemischt,
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alsdann rasch das Wasser zugesetzt und in einer flachen Porzellanschale mit Ausguss anhaltend so lange gerieben, bis die Masse milchweiss geworden ist, keine Oeltröpfchen mehr zu sehen sind und ferner zugesetztes Wasser oder sonstige Vehikel sich leicht damit mischen. Bei manchen Oelen kann auch mit geringerer Menge Gummi eine Emulsion gemacht werden; für Ricinusöl ist nur 1li Gummi zu nehmen.
Gummischleim und schleimige Dekokte von Althee-wurzeln und Leinsamen lassen sich durch Schütteln in einem Glase mit dem Oele zu einer Emulsion vereinigen, die zwar nicht so bindend ist, meist aber vollkommen genügt.
Man wägt zuerst im Glase auf 1 Teil Oel 1—2 Teile Schleim ab, fügt darauf nach und nach unter kräftigem Schütteln das Oel hinzu und dann ebenfalls allmählich unter fortwährendem Schütteln den Rest des schleimigen Dekoktes oder bei angewandtem Gummischleim das zur Emulsion bestimmte Vehikel.
Das einfachste und billigste Bindemittel ist das Altheepulver, welches mit Wasser sich zu einem Schleim zerreiben lässt, der nur einige pulvrige Teile der Wurzel suspendiert hält.
Man kann bei Anwendung dieses Mittels ebenso verfahren, wie bei Anwendung von arabischem Gummi, indem man das Oel erst mit dem Pulver mischt, darauf das Wasser zusetzt, oder indem man zuerst das Pulver mit Wasser zu einem Schleime verreibt, darauf nach und nach das Oel unterreibt. Auf 1 Teil Oel gebraucht man 1I10 — 1I5 Altheepulver.
Emulsionen mit Balsamuni Copaivae und Bals. jperuvianmn werden wie Oel-Emulsionen angefertigt und verordnet. Die Emulsion ist dann als gelungen zu betrachten, wenn auf der ruhigen Oberfläche keine ein-
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zelnen freien Oeltröpfchen mehr wahrnehmbar sind, femer beim Verreiben im Mörser ein eigenartiges knackendes Geräusch entsteht.
Bei der Verordnung der Emulsionen ist es nicht nötig, die Operation genauer anzugeben. Statt der langen Formel: Subige cum vitello ovi et terendo sensim misce cum Aqua u. s. w., kann man kürzer schreiben: Misce fiat lege artis emulsio. Will man die Gewichts­menge des Emulgens dem Apotheker überlassen, so schreibt man z. B.: Fiat ope Gummi arabici emulsio.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1) R. Olei Lini, 100,0.
Vitella Ovorum duorum. Aquae communis 300,0. Misce fiat lege artis emulsio. Detur in lagena. S. u. s. w.
2)nbsp; ß. Olei Papaveris, 100,0.
Gummi arabici pulverati, 50,0.
Aquae communis, 400,0.
Misce fiat lege artis emulsio. In qua solve
Natrii sulfurid, 100,0.
Detur in lagena. S. Man wird hier, wie stets hei Gegenwart von Salzen, die Hälfte des Wassers zur Bereitung der Emulsion, die andere Hälfte zur Auflösung des Glaubersalzes ver­wenden, und diese Lösung der Emulsion zumischen.
3)nbsp; R Olei Bicini, 45,0.
Chtmmi arabici pulverati (Mucilaginis Gummi
arabici) quantum satis. Aquae communis, 180,0. Misce fiat lege artis emulsio.
Adde Tincturae Opii simplicis, gttttas quindecim. #9632; Da in vitro. S. u. s. w.
4)nbsp; R. Olei Lini, 100,0.
Vitella Ovorum duorum,
Infmi Florum Chamomülae (ex 30,0 parati), 400,0.
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Misce fiat lege artis emulsio.
In qua solve Natrii sulfurici, 200,0. JExtracti Aloes, 15,0. Detur in lagena. S. u. s. w.
5)nbsp; R. Olei Terebinthinae, 10,0.
Pulveris Itadicis Althaeae, 2,0. Aquae comtmmis, 200,0. Misce fiat lege artis emulsio. Adde u. s. w.
6)nbsp; R. Baisami Copaivae, 10,0.
Yitellum Ovi unius. Aquae communis, 100,0. Misce fiat lege artis emulsio. Adde u. s. w.
3. Harz-Emulsionen. Man verfährt hier ebenso wie bei Verordnung der Oel-Emulsionen. Die Bereitung ändert sich insofern ab, als das Emulgendum zuerst gepulvert werden muss, ehe man das Bindemittel zusetzt. Eigentliche Harze werden selten gebraucht, meistens Gummiharze, welche, wie bereits bemerkt, auch ohne Bindemittel Emulsionen geben. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;R. Asae foetidae pulveratae, 30,0.
Vitella Ovorum duorum. Infusi Eadicis Valerianae, 500,0. Misce fiat lege artis emulsio u. s. w. Kampfer-Emulsionen sind wie Harz-Emulsionen zu behandeln. Der Kampfer muss zuvor mit etwas Spiritus verrieben werden und erfordert etwas mehr Bindemittel, wie andere Mnulgenda. Man rechnet gewöhnlich auf 1 Teil Kampfer 1/2—2 Teile Bindemittel. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;R. Campliorae tritae, 5,0.
Gummi Ardbici, 2,5. Infusi Itadicis Valerianae (ex 30,0 parati)
350,0. Misce fiat lege artis emulsio u. s. w.
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4. Wachs-, Walrat-, Kakaoöl-Emulsionen werden bereitet, indem man die geschmolzene Masse im erwärmten Mörser mit der entsprechenden Menge Gummi und warmem Wasser verreibt, und dann allmählich das erwärmte Vehikel zusetzt und ganz langsam erkalten lässt. Zu Phosphor-Emulsionen muss der Phosphor erst in der Wärme in einer entsprechenden Quantität fetten Oels aufgelöst und diese Auflösung wie eine gewöhnliche Emulsion behandelt werden. Ebenso kann man mit Kampfer verfahren.
5. Seifen-Emulsionen entstehen, wenn man Fette mit einer wässrigen Lösung von Alkalien schüttelt, wobei infolge der entstehenden Seifen Emulgierung des Fettes stattfindet. Die Emul­sionen sind, da durch Schütteln herstellbar, nur als Schüttelmixturen zu berechnen.
Mxtura. Mixtur.
Mixturen sind flüssige Arzneien, die entweder durch einfache Mischung der Ingredienzen oder durch Auf­lösung fester Stoffe bereitet werden. Als flüssige Vehikel dienen Wasser, Weingeist, Tinkturen, Dekokte, Infusionen, Emulsionen etc. Jedoch ist nicht immer ein Vehikel anzugeben, indem es zweifelbaft bleibt, welches von den Arzneimitteln man als Vehikel bezeichnen soll. Man unterscheidet
1. die eigentlichen Mixturen
(Mixturae stride sic dictae)
aus einer Mischung zweier oder mehrerer Flüssigkeiten
bestehend. Man verordnet einfach: Misce. Da. Signa.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) K. Acidi hydrochlorici comentmü, 60,0.
Spiritus, 120,0.
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Aquae pluvialis, 180,0. Misce. Da. S: Nach Abrede zum äusser-liohen Gebrauch. 2) ß. Olei Petrae, 15,0.
Aquae Calcariae, 350,0. Spiritus Frumenti, 60,0. Misce. Da. 8.: Auf einmal zu geben. Sind die Vehikel Solutionen, Dekokte, Infusionen oder Emulsionen, so geschieht die Verordnung wie unter diesen Formen angegeben, und da alle daselbst an­geführten Formeln, welche ausser der eigentlichen Hauptform andere Zusätze enthalten, Mixturen sind, so möchten weitere Beispiele überflüssig sein.
2. Schüttelmixturen oder Mittelmixturen (Mixturae mediae seu agitandae).
Dieselben enthalten unauflösliche Stoffe, welche in der Flüssigkeit nur durch immer zu wiederholendes Umschütteln eine Zeit lang suspendiert erhalten werden können, weshalb auf der Signatur die Bemerkung „Um­geschütteltquot; anzugeben ist.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Radicis Ipecacuanhae pulveratae, 2,0.
Tartari stibiati, 0,1. Aquae, 50,0.
Misce. Da. 8.: Umgeschüttelt, alle halbe Stunde einen Esslöffel voll zu geben. 2) R. Opii pulverati, 0,25.
Badicis BJiei pulveratae, 5,0. Magnesii carhonid, 2,0. Aquae 120,0.
M. D. 8.: Umgeschüttelt, auf einmal zu geben. Bei Anfertigung der Schüttelmixturen muss man sich hüten, dass die pulvrigen Substanzen nicht in Klumpen zusammenballen, welches man dadurch ver­meidet, dass man dieselben in einem Mörser mit einer passenden Menge des Vehikels durchfeuchtet
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und verreibt und mit dem Reste des Vehikels in das Gefäss spült. Zuweilen kann man das Verreiben er­sparen, wenn man in das Gefäss etwas Flüssigkeit bringt, das Pulver unter Umschütteln hinzuschüttet und nach erlangter Verteilung den Rest der Flüssigkeit zufügt. Schüttet man umgekehrt die Flüssigkeit auf das Pulver, so bleibt dieses leicht als klumpige, nur schwer verteilbare Masse am Boden des Gefässes hängen. Zusatz von Syrup oder Gummischleim begünstigt die Verteilung des Pulvers in der Flüssigkeit.
Schwere Substanzen, die leicht zu Boden sinken, eignen sich nicht zur Schüttelmixtur, ferner sind un­lösliche, starkwirkende Arzneimittel zu vermeiden.
Linctus, Looch, Schleke, Lecksaft, nennt man noch zuweilen Mittelmixturen, welche nahezu Latwergen­konsistenz besitzen. Dieselben werden teils innerlich, teils äusserlich bei krankhaften Affektionen der Maul­höhle, des Schlundes und der Luftröhre angewendet, und enthalten Säuren, kühlende Salze, milde Gele u. dergl., die in einem Vehikel verteilt sind. Durch Zusatz von Schleim, Honig, Eigelb u. dergl. wird die dickflüssige Konsistenz erzielt.
Soll sie vorzugsweise dazu dienen, die leidenden Teile zu bepinseln, so wird sie auch wohl Pinselsaft, Litus oris, genannt, und ist dann von dem Maulwasser, nur durch die Konsistenz unterschieden.
Die Verordnungsformel kann statt: „Misce. Da. Signa.quot; auch lauten: Misce fiat linctus.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Natrii sulfurici, 180,0.
— nitrici, 30,0. Pulveris Badicis Älthaeae, 90,0. Aquae communis quantum satis. Misce fiat linctus. Detur in olla. S.: Nach Bericht zu verhrauchen.
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2) K. In/im Foliorum Scdviae (ex 90,0) 1300,0. Admisee Aluminis pvlverati, 25,0. Mellis communis, 350,0. Farinae Tritici, 90,0. Misce fiat linctus. Detur in oNa. S.: Gut umgerührt, die Maulhöhle damit zu befeuchten.
Für die Kühe des Herrn N. N.
3. Lösungen {Solutiones).
Unter Lösung versteht man die Auflösung einer oder mehrer festen Substanzen in einer Flüssigkeit. Der aufzulösende feste Körper ist das Solvendum, die auflösende Flüssigkeit das Solvens oder Menstruum. Als Solvendum können natürlicher Weise die ver­schiedensten in irgend einer Flüssigkeit auflöslichen Stoffe dienen. Als Auflösungsmittel oder Vehikel be­nutzt man Wasser, Weingeist, Aether etc., auch wohl zusammengesetzte Flüssigkeiten.
Besonders kommen die Auflösungen von Salzen in Wasser in Betracht, und ist deswegen die Kenntnis der Auf lösungsverhältnisse von grosser Wichtigkeit. Bei den Arzneimitteln sind die betreffenden Angaben hierüber gemacht und ausserdem noch Seite 61 eine Solutions-Tabelle angegeben, woraus ersichtlich ist, wie viel einer Substanz in Wasser etc. bei gewöhnlicher Temperatur aufgelöst werden kann.
In Beziehung auf die Mengenverhältnisse zwischen dem Solvendum und dem Auf lösungsmittel nennt man die Auflösung gesättigt (Solutio saturata), wenn das Auflösungsmittel so viel von dem Solvendum enthält, als es aufzunehmen vermag. Die auf der Tabelle an­gegebenen Verhältnisse beziehen sich auf gesättigte Auflösungen. Die Auflösung heisst verdünnt (Solutio
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diluta), wenn die Menge des Auflösungsmittels sehr überwiegend ist. Sie heist konzentriert (Solutio cmcmtrata), wenn sie mit dem Solvendum noch nicht ganz gesättigt ist. Begreiflicher Weise sind die beiden letzteren Bezeichnungen relativ, da hierbei die Auf-löslichkeit der Solvenda in Betracht kommt.
Die Verordnungsweise ist sehr einfach, wie aus den Beispielen hervorgeht. 1st man sich über die Lös­lichkeit eines Stoffes nicht im klaren, so schreibt man einfach: Misce. Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) K. Boracis, 15,0.
Solve in
Aquae fontanae 500,0.
Da in vitro. S.: Zum. Auspinseln.
2)nbsp; R. Natrii stdfurici, 30,0.
Tartari stibiati, 0,1. Aquae destillatae, 240,0.
Solve et adde Syrupi communis, 30,0. Da in vitro. S: Alle zwei Stunden einen Löffel voll zu geben.
3)nbsp; E. Hydrargyri bichlorati eorrosivi, 1,5.
Aluminis crudi, 3,0.
Aquae destillatae, 180,0.
Misce fiat solutio. Da in vitro.
S.: Zum Befeuchten der bezeichneten Stelle.
4)nbsp; E. Hydrargyri bichlorati eorrosivi, 10,0.
Spiritus Vini.
Aquae destillatae, ana 180,0.
Solve. Da in vitro. S.: Gift! dreimal täglich da­mit einzureiben. Es kann vorkommen, dass eine Auflösung ganz klar und frei von allen suspendierten Teilen sein muss. In diesem Falle wird sie filtriert und heisst die Formel: Solve et filtra. Natürlich ist das Filtrieren zu ver­meiden, wenn hierdurch ein beim Mischen entstandener unlöslicher, wirksamer Körper entfernt würde.
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Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Calcariae chloratae, 50,0.
Aguae pluvMis, 500,0.
Solve et ßtra. Da in vitro. S.: Zum Auswaschen der brandigen Stellen. Wenn das Filtrieren nicht anwendbar oder nicht nötig ist, so lässt man absetzen und abgiessen: Solve et decanta. Oder man giesst die Flüssigkeit durch einen Stoff, der nicht angegriffen wird, z. B. durch Glaswolle.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; R. Kalii hypermanganici venalis. 25,0.
Aquae communis, 500,0.
Salve et decanta. Da in lagena. S.: Zum Ausspritzen.
Schwimmen in einer fertigen Mixtur nur einige grössere Verunreinigungen, wie Korkstückchen, Stroh­fasern etc., so wird die Mixtur kollert (S. 99) oder durch ein Bäuschchen ausgewaschener Gaze oder Glas­wolle, das in einem Trichter steckt, gegossen.
Die Bereitungsweise der Lösungen hängt vom Solvendum ab. Leichtlösliche Stoffe werden direkt im Arzneiglase gelöst, schwerlösliche Stoffe werden im Mörser unter Zerreiben mit dem Pistill gelöst. Event, wird das Solvens erwärmt. Dickflüssige Extrakte werden auf Papier oder einem vorher gewogenen Spatel ab­gewogen und dann in dem mit einem Ausguss versehenen Mörser gelöst. Bei Lösungen von Alkaloiden, Höllen­stein, Sublimat (bei Abwesenheit von Kochsalz), Blei­salzen, Brechweinstein ist stets destilliertes Wasser zu verwenden. Häufig ist die Reihenfolge der Mischimg der einzelnen Bestandteile von Bedeutung; z. B. sind alkoholische Lösungen von Harzen und ähnlichen Stoffen stets zu der völlig kalten, wässrigen Flüssigkeit tropfenweise unter Umschütteln zuzusetzen, sonst scheidet sich das Harz etc. in Klumpen aus. Sollen
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in einer Mixtur vegetabilische, ganz \)der teilweise in Wasser lösliche Substanzen mit Metallsalzen gemischt werden, so ist sowohl erstere Substanz als das Salz für sich in je der Hälfte des Lösungsmittels zu lösen und dann erst die Lösungen zu mischen; man erhält dann entweder keinen oder einen durch Schütteln leicht verteilbaren Niederschlag. Häufig verhindern Zucker-syrupe mit den Tinkturen etc. vor dem Wasserzusatze gemischt, die Entstehung eines Niederschlages.
Injektionen müssen vollkommen klar, neutral und steril sein. Es kommen neuerdings mit 1 Ccm einer bei 200deg; sterilisierten Lösung gefüllte, zugeschmolzene Glasröhrchen in den Handel. Vor dem Gebrauche wird die Spitze des Röhrchens abgebrochen und die Flüssigkeit in die vorher sterilisierte Spritze (S. 68d.) eingesogen und hierauf in die mit Sublimatlösung ge­reinigte Hautstelle eingestossen.
Manche Substanzen, z. B. Terpentinöl, erzeugen auch im sterilisierten Zustande Eiterung.
Die offizineilen Lösungen führen nicht den Namen Solutio, sondern Liquor, Spiritus, Tinctura, Aqua, Vinum etc. Hierher gehören: Liquor Ammonii acetici, Liquor Ammonii anisatus, L. Ferri acetici, L. Ferri oxycMorati, L. Ferri sulfurici oxydati, L. Kalii arsenicosi. Spiritus aethereus, 8p. Aetheris nitrosi, Sp. Menthae piperitae, Sp. Melissae comp., Sp. Angelicae convp., Sp. Vini Cognac. Mixtura sulfurica acida, Mixt, oleosa halsamica, Vinum camphoratum, V. Chinas, V. Pepsini, V. Lpecacuanhae, V. stibiatum. Elixir amarum, El. Aurantiorum comp., El. e Succo Liqui-ritiae. Aqua Amygdalarum amararum, Aq. Calcariae, Aq. carholisata, Aq. Plumbi, Aq. Foeniculi, Aq. Menthae pip., Aq. Picis, Aq. Cinnamomi etc. Tmcturae siehe Seite 131.
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4. Zuweilen erlialteu die Mixturen nach ihrer Beschaffenheit und Anwendung Namen,
deren Bedeutung aus den Worten hervorgeht; da bei diesen keine besondere Verordnungsformel in Anwendung ist, so werden sie wie die übrigen bereits erwähnten verschrieben und können als Mixturen, Infusionen etc. betrachtet werden. Bemerkenswert sind folgende:
Haustus, Fötus, Tränkchen, eine Mixtur, von der grössere Quantitäten auf einmal eingenommen werden. Guttue, Tropfenmixtur, welche nur in kleinen Mengen, tropfen- oder theelöffelweise genommen wird. Ueber das Gewicht der einzelnen Tropfen siehe Seite 59. Gary arisma seu Collutorium, Maulwasser, Gurgelwasser. Collyrimn seu Aqua opkthalmica, Augenwasser.
I
Lotio, Waschmittel
Injectio, Einspritzung. Siehe vorige Seite. Clysma, Klystier.
Fomentum seu Epiihematmn, Bähung, nasser Umschlag. Nicht zu verwechseln mit den breiartigen Kataplasmen. Julapium, Julepmixtur nannte man früher klare, süssschmeckende Arzneien von nahezu Syrupkonsistenz. Linctus, Schlecke, Lecksaft. Siehe vorige Seite.
Bei diesen Verordnungen giebt man jetzt den Zweck der Arznei nur noch auf der Signatur an, also z. B. nicht: Misce fiat lotio, sondern: M. D. S. Waschmittel für einen Hund.
Beisp.:nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1) R. Boracis, 30,0.
Mellis crudi, 120,0.
Solve in Aquae communis, 500,0.
Adde Tincturae Catechu, 15,0. Misce. Da, S.: Dreimal des Tages die Maul­höhle damit auszuspritzen.
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2)nbsp; R. Apomorphini hydrochlorici, 0,05.
Solve in Aquae destillatae, 4,0. M. D. S.: Zur Injektion für einen Jagdhund.
3)nbsp; R. Cupri aluminati, 1,5.
Solve in Infusi Florum Ghamomillae (ex 5,0 parati)
100,0. Da. S.: Zum Waschen des Auges.
In ähnlicher Weise verfährt man bei Verordnung der übrigen Arzneien, wovon sich unter den früheren Beispielen bereits einige angeführt finden.
Räuchernngen^ Dampf- und Qualmbäder, Inhalationen.
Mit der Besprechung dieser Arzneiformen hat die Rezeptierkunde sich im ganzen wenig zu befassen, da die dazu nötigen Ingredienzen einfacher Art sind und die Operation selbst am Verbrauchsorte ausgeführt wird.
Die Räucherungen (Fümigationes) haben entweder den Zweck, die Ställe zu desinfizieren oder den Tieren die Dämpfe einatmen zu lassen.
Zu desinfizierenden Räucherungen benützte man früher besonders brennenden Schwefel, sowie die Guiton-Morveau'sche Räucherung, welche aber jetzt durch Räucherung mit Chlorkalk und Salzsäure oder die ziem­lich teure Bromräucherung ersetzt werden. Hierbei soll die Luft mindestens l1/2 Volumprozente Chlor oder 2 Volumprozente Brom enthalten, so dass auf den Kubik­meter Luft 250 g Chlorkalk zu nehmen sind. Die Smith'sche Salpetersäure-Räucherung wird kaum mehr gebraucht.
Bei Anwendung anderer Räucherungen ist darauf Rücksicht zu nehmen, ob die Stoffe sich bei gewöhn­licher Temperatur verflüchtigen, oder ob sie dazu der
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Erwärmung bedürfen, und ob sie in der Wärme zer­setzt werden. Es wird also von Umständen abhängen, welches Verfahren dabei einzuschlagen ist. Sind die Stoffe bei gewöhnlicher Temperatur flüchtig, so wird ihre Dampfbildung bei Anwendung von Wärme natür­licherweise beschleunigt. Man bedient sich, wenn es nötig ist, in solchen Fällen eines heissen Eisens, z. B. einer heissen Feuerschaufel oder eines heissen Steines, auf welchen man die Stoffe verdampfen lässt. Dämpfe von Jod, Karbolsäure, Essigsäure, Salmiak, Teer u. dergl. können auf diese Weise entwickelt werden.
Zu den Stoffen, welche in der Hitze zersetzt werden und welche man zu Käucherungen verwendet, gehören Harze,Gummiharze,verschiedenePflanzenteile, namentlich Wachholderbeeren, aromatische Wurzeln u. dergl. Diese Substanzen werden auf glühende Kohlen gestreut, wobei sich ein Kauch entwickelt, welcher aus teils unzersetzten, durch die Hitze flüchtig gewordenen Stoffen, teils aus Produkten der trocknen Destillation besteht. Diese Räucherungen wurden früher häufiger gebraucht, finden jetzt aber kaum mehr Anwendung.
Die Dampf- oder Qualmbäder aus Heublumen, Kamillen oder anderen aromatischen Substanzen werden auf die Weise bereitet, dass man die Ingredienzien in einem Eimer oder in einem andern passenden Gefässe mit heissem Wasser anbrüht und das Gefäss zugedeckt hält, bis die Flüssigkeit sich auf 36 bis 40 0 R. ab­gekühlt hat. Das Gefäss wird dann unter den leidenden Teil gebracht und die daraus sich entwickelnden Dämpfe durch zweckmässiges Anbringen von Tüchern, Decken u. dergl. zusammengehalten.
Qualmbäder aus Gerste können nicht durch An-brühen bereitet werden, sondern die Gerste wird mit Wasser so lange gekocht, bis sie mit den Fingern sich
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leicht zerdrücken lässt, und darauf die ganze Menge in ein passendes Gefäss geschüttet.
Sollen die Dämpfe auf die Schleimhaut der Re­spirationsorgane wirken (sog. Inhalationsmethode), so bedient man sich bei grösseren Tieren eines Eimers, welchen man in einen langen Sack stellt, dessen Oeflhung um den Kopf des Tieres befestigt wird.
Zu Qualmbädern benutzt man auch solche Substanzen, die für sich nicht flüchtig sind, tou denen aber Teilchen mit dem Wasserdampfe mechanisch fortgerissen werden, z. B. Kochsalz, Silbernitrat u. s. w. In solchen Fällen ist Sorge zu tragen, dass die Flüssigkeit gekocht werden kann. Silbernitrat z. B. löst man in Wasser auf, giebt die Lösung in eine Porzellanschale, welche auf einem Stative mittelst einer Spirituslampe erwärmt werden kann, und sorgt durch Ueberhängen von Tüchern da­für, dass die aus der Flüssigkeit aufsteigenden Dämpfe zusammengehalten werden. Hunde bringt man am ein­fachsten auf einen geflochtenen Rohrstuhl, unter welchen man den erforderlichen Apparat anbringen kann.
Zur Ergänzung mögen einige Räucherungen und Qualmbäder hier folgen.
Desinfizierende Räucherung.
R. Calcariae chloratae, 3500,0
Detur in olla S.: Dieses Pulver in einer ge­räumigen Schale mit 5 Liter Wasser anzurühren und, wie verabredet, die Salzsäure zuzugiessen. R. Acidi hydrochlorici crudi 350,0.
Detur in vitro. S.: Salzsäure, wie verabredet, zum Desinfizieren zu ver­wenden. Dabei wird vorausgesetzt, dass die beteiligten Personen gehörig instruiert sind, dass sie namentlich mit dem Zusatz der Säure rasch verfahren, damit sie
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sich den schädlichen Einwirkungen der Chlordämpfe entziehen können.
Qualmhad von salpetersaurem Silber. R. Argenti nitrici, 0,5. Solve in Aquae destülatae, 50,O. J). S.: Nach Verabredung zum Qualmbade zu gebrauchen.
Aromatisches Qualmhad. R. Florum Chamomülae, 200,0. — Sambuci, 50,0. Herbae Serpylli, 100,0. Concisa misce, ut fktt species. S.: Nach Vorschrift zu Qualmbädem zu be­nutzen. Die Anwendung der Dämpfe des Aethers, Chloroforms und anderer leicht flüchtiger Flüssigkeiten geschieht ent­weder mittelst eigener Apparate oder einfacher, indem man sich eines mit den betr. Mitteln befeuchteten Schwammes bedient, welcher behufs Einatmung vor­gehalten wird.
Um den Tabaksrauch auf den Mastdarm wirken zu lassen, leitet man denselben vermittelst einer gewöhn­lichen Tabakspfeife mit elastischem Rohre in den After, oder man bedient sich eines eigenen Apparates, der Tabaksrauchklystiermaschine (aus einem Kautschukrohre, einem kleinen Blasbalge und einer thönernen Pfeife zu­sammengesetzt).
Um Flüssigkeiten, welche gewisse Substanzen auf­gelöst enthalten, als feinen Nebel auf leidende Teile einwirken zu lassen, bedient man sich eigentümlicher Apparate von verschiedenen Formen (sog. Pulverisa­toren, Inhalations-, Sprayapparate), in welchen durch einen Luft- oder Dampfstrom die betr. Flüssigkeiten mechanisch in dem Strome mit fortgerissen werden.
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Arzneiformeu, welche meist nach Offizinalfor-meln (nach dem Arzneibuche für das deutsche Reich) angefertigt und in den-Apotheken vor­rätig sind.
Aquae destillatae. Destillierte Wasser.
Durch Destillation von Wasser mit Pflanzenteilen, welche mit den Wasserdämpfen flüchtige Substanzen (wie äther. Oele etc.) enthalten, erhält man wässerige Destillate, welche den Geruch und Geschmack der zu ihrer Darstellung verwendeten Substanzen besitzen.
Sie werden bereitet, indem man die gröblich zer-stossenen oder zerschnittenen Substanzen mit der hin­reichenden Menge Wassers, oder, wo es vorgeschrieben ist, verdünnten Weingeists anrührt, und in einer, mit guter Abkühlung versehenen Destillierblase bei massigem Feuer die vorgeschriebene Menge abdestilliert. Unmittelbar nach der Destillation wird das destillierte Wasser mit dem übergegangenen, nicht aufgelösten ätherischen Oele tüchtig geschüttelt, vierundzwanzig Stunden leicht be­deckt hingestellt und dann von dem nicht gelösten Oele durch Filtration getrennt.
Die destillierten Wässer sollen den eigentümlichen Geruch der Substanzen besitzen, aus welchen dieselben bereitet sind, klar oder von fein suspendiertem äthe­rischem Oele etwas trübe sein. Man bewahrt sie am besten in kleinen irdenen oder gläsernen Gefässen im Keller auf. Mit der Zeit werden sie häufig geruchlos, setzen flockige schleimige Massen ab und sind dann unbrauchbar.
Syrupus.
Syrupe sind konzentrierte Lösungen des Zuckers in Wasser, Aufgüssen oder Pflanzeusäften. Man benennt
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den Syrup nach den dazu verwandten Stffffen, z. B. Syrupus Bubi Idaei, Himbeersaft etc. Sie dienen zum Verbessern der Arzneien, als Vehikel zu Latwergen, wo man aber meist den gemeinen Syrup, Syrupus communis, benutzt. Einige andere, selten in Anwendung kommende, finden sich unter dem betreffenden Hauptmittel.
Liquor.
Unter dieser Bezeichnung wurden früher die ver­schiedenartigsten Flüssigkeiten zusammengefasst. Gegen­wärtig führen diese Bezeichnung nur noch eine Anzahl vorrätig zu haltender wässeriger Lösimgen der Aetz-alkalien und des Ammoniaks, so dass Liquor jetzt gleichbedeutend mit „Solutioquot; ist.
Mel und Oxymel. Honigsaft und Sauerhonig.
Wird gereinigter Honig mit dem Aufgusse einer Pflanzensubstanz versetzt und wieder zur Honig­konsistenz eingedampft, so erhält man den betr. Mel z. B. Mel rosatum, Eosenhonig. Unter Oxymel versteht man Honig, der mit Essig oder mit einem mittelst Essig bereiteten Auszuge versetzt und bis zur Konsistenz eines Syrups eingedampft ist, z. B. Oxymel Aeruginis.
Mucilago. Schleim.
Eine wässerige, konzentrierte Auflösung von Gummi oder in Wasser aufgequollener Pflanzenschleim, z. B. Mucüago Gummi arabici, Mucilago Salep.
Spiritus.
Unter Spiritus verstellt man farblose oder wenig gefärbte Auflösungen von Arzneisubstanzen in Wein­geist. Dieselben werden entweder erhalten durch direktes Mischen oder Auflösen der Substanzen in dem
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Weingeist, z. B. Spiritus camphoratus, Spiritus sapo-natus, oder durch Destillation der betreffenden flüchtige Stoffe enthaltenden Substanzen mit Weingeist, z. B. Spiritus Cochleariae, Spiritus Juniperi. Früher wurde die Bezeichnung Spiritus für alle möglichen flüchtigen Substanzen gebraucht.
Elixir
ist die nichtssagende Benennung einiger alter Offizinal-formeln, welche ebensogut „Mixturaquot; heissen könnten, z. B. Elixir Äurantiorum compositum.
Tinctura.
Tinkturen nennt man die alkoholischen Auszüge vieler pflanzlicher Arzneimittel, jedoch werden auch einige alkoholische und alkoholisch-ätherische Lösungen von Metallsalzen etc. so bezeichnet. Die Tinkturen werden, wenn kein anderes Verfahren vorgeschrieben ist, derartig bereitet, dass die fein geschnittenen oder gröblich gepulverten Substanzen mit der zur Extra­hierung dienenden Flüssigkeit übergössen und in einer verschlossenen Flasche an einem schattigen Orte bei etwa 15 0 C. eine Woche lang unter öfterem ümschütteln maceriert werden. Dann wird die Flüssigkeit durch Kolieren oder, wenn nötig, durch Auspressen vom un­gelösten Rückstände getrennt und nach dem Absetzen filtriert. Während der Filtration ist eine Verdunstung der Flüssigkeit zu vermeiden.
Tinkturen sind an kühlem Orte in gut verschlossenen Gefässen, gegen Sonnenlicht geschützt, aufzubewahren.
Die früher gebräuchlichen Essenzen (Essentiae) stimmen mit den Tinkturen fast überein. Im Drogen­handel nennt man auch wohl ätherische Oele und Parfümerieartikel Essenzen.
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1)nbsp; Tinkturen, welche aus 1nbsp; nbsp;Teil Substanz mit 5 Teilen Spiritus dilutus bereitet werden:
Tinctura Absinthii,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Tinctnra Gentianae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Anrantli Corticis,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;— Fimpinellae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Calami,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;—
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cascarillae,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Catechu,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;—
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Chinae,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;—
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cinnamomi,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —
Batanhiae,
Scillae,
Trifolli,
Talerianae,
Kingiberis.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Oallarum,
2)nbsp; Tinkturen, welche aus 1nbsp; nbsp;Teil Substanz und 10 Teilen Spiritus dilutus bereitet werden:
Tinctnra Aconiti,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Tinctnra Ipecacuanhae,
Arnicae, Colchici,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Croci,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Digitalis,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Hellebori viridis,
Lobeliae, Seealis cornuti, Strychni, Veratri.
3)nbsp; Tinkturen, welche aus 1 Teil Substanz
und 5 Teilen
Spiritus Vini rectificatissim.us bereitet werden: Tinctnra Aloes,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Tinctura Gnajaci,
Asae foetida,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;— Kino,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Benzoes,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Myrrhae.
4)nbsp; Tinkturen, welche aus 1 Teil Substanz und 10 Teilen Spiritus mni rectificatissimus bereitet werden:
Tinctnra Cautharidum,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Tinctura Colocyuthidis,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Capsici,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; — Enphorbii, Castorei,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;— Jodi.
Extractum.
Extrakte nennt man eingedickte wässerige, alko­holische oder ätherische Auszüge pflanzlicher Arznei­mittel. Die zur Extraktbereitung bestimmten Substanzen müssen gleichmässig zerschnitten oder zerstossen werden. Die Maceration geschehe bei 15—20 0, die Disgestion bei 35—40deg;, unter öfterem Umrühren. Das Abdampfen der wässerigen und weingeistigen Auszüge geschehe unter 100 0, bei den ätherischen unter 500.
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Die Extrakte werden in betreff ihrer Konsistenz in folgenden drei Abstufungen bereitet:
a)nbsp; dünne, von der Konsistenz des frischen Honigs; Der bis zum dünnen Extrakt eingedampfte Saft
frischer Früchte heisst auch zuweilen Succus inspissatus oder Rooi; Extrakt, welches zugleich durchgeriebene Pflanzenteile enthält, heisst Ptdpa (Muss, Kraut). Succus Juniperi inspissatus. Pnlpa Tamarindonm.
b)nbsp; dicke, welche erkaltet nicht ausgegossen werden können; hierher gehören alle unter a. und b. nicht erwähnten Extrakte.
c)nbsp; nbsp;trockne, welche sich zerreiben lassen. Zu dem Zwecke werden sie unter besonderen Vorsichtsmassregeln getrocknet. Trockene Extrakte sind:
Extractnm Aloes,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Extractum Opii,
Colocynthidis,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Strychni.
Die übrigen trocknen, narkotischen Extrakte werden nach dem Arzneibuche bereitet, indem 4 Teile Extrakt mit soviel feingepulvertem Süssholze bei 40—50 0 ausgetrocknet werden, dass sie das doppelte Gewicht des angewendeten Extraktes enthalten. Da die Be­standteile und also auch die Wirkung der Extrakte schwankend ist, werden die narkotischen Extrakte nur selten angewendet.
Die Darstellung der Extrakte geschieht je nach der Be­schaffenheit des anzuwendenden Materials auf nachstehende Weise:
1. Die Substanzen werden wiederholt mit Wasser infundiert und einige Stunden digeriert, dann sofort zum dritten TeU des Volumens eingedampft, hierauf einige Tage durch Absetzen­lassen an kühlem Ort geklärt, koliert und unter beständigem Umrühren auf dem Dampfbade eingedickt. Extractum Aloes,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Extractum (Jraininis
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cardni benedicti, —nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Helenii
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Cascarillae,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Qnassiae, Dulcamarae, — Trifolil.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Fnmariae,
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2.nbsp; nbsp;Die Substanzen werden mit Wasser wiederholt längere Zeit maceriert und dann wie oben behandelt. Es werden hier­durch Stoffe, wie Harz, Fett etc., welche sich in heissem Wasser lösen würden, ausgeschlossen.
Extractum Chinae aquosuiu, Extractnm Seealis cornuti,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Oentianae,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Taraxaci.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Opii,
3.nbsp; nbsp;Die Substanzen werden mit Gemischen von Spiritus und Wasser wiederholt längere Zeit maceriert; nach dem Absetzen wird filtriert und abgedampft.
Extractum Absinthli,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Extractnmnbsp; Helenii,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; Aconiti,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; —nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Sabinae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Calami,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Scillae,
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Chinae spirituos., —nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Strychni.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Colocynthidis,
4.nbsp; nbsp;Die Substanzen werden mit Spiritus oder Aether, oder Gemischen von Spiritus und Aether wiederholt maceriert; nach dem Absetzen wird filtriert und abgedampft.
Extractum Cauabis indicae, mit Spiritus dargestellt.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;rilicis, mit Aether dargestellt.
__nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Cubebarum mitAlkoholundAetherowa dargestellt.
5.nbsp; nbsp;Die frischen Pflanzenteile werden mit Vao Wasser in einem Mörser zerstampft und ausgepresst, dieselbe Operation mit dem Pressrückstande unter Zusatz von 3 Teilen Wasser nochmals wiederholt. Die zusammengemischten bis auf 80deg; er­hitzten Flüssigkeiten werden durchgeseiht und im Dampfbade bis auf 2 Teile der angewandten Pflanzensubstanz eingedampft. Diese werden mit 2 Teilen Weingeist gemischt 24 Stunden hin­durch hingestellt, bisweilen umgeschüttelt und darauf kollert. Der dabei erhaltene Rückstand wird mit verdünntem Weingeist (1 Teil) in einem verschlossenen Gefässe erwärmt, wiederholt umgeschüttelt und nach dem Absetzen die klare Flüssigkeit zur andern gesetzt und abgedampft.
Nach dieser Vorschrift werden die meisten narkotischen Extrakte bereitet.
Extractum Belladounae,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Extractum Hyoscyami.
—nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Digitalis,
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6.nbsp; nbsp;Extract um Camis Liebig, Fleischextrakt, wird aus Büffel- oder Hammelfleisch, nach Entfernung des Fettes, Eiweisses und Leimes, auf verschiedene Art dargestellt und hildet eine kömige, braune, halbweiche, angenehm riechende, in Wasser leicht lösliche Masse, welche 7—80/0 Kaliumverbindungen, femer Phosphate, Kreatin, Kreatinin, Sarkosin, Xanthin, Hypoxanthin, Inosit, Milchsäure etc. enthält. Wird als Stomachicum und Bxcitans und Blutplasticum angewendet. Besitzt keinen direkten Nährwert.
7.nbsp; Fluidextrakte nennt man namentlich in Amerika ge­bräuchliche, sehr dünnflüssige Extrakte, von denen 1 Ccm = 1 g der zur Herstellung verwendeten Droge ist. Dieselben werden in besonderen Apparaten (sog. Perkolatoren) hergestellt, welche eine bessere Extraktion der betr. Droge gestatten.
8.nbsp; nbsp;Abstracta nennt man in Amerika pulverförmige, also trockne Extrakte, welche ähnlich wie die Fluidextracte unter Zusatz von Milchzucker hergestellt werden. Bin Teil des Ab­straktes enthält das lösliche aus 2 Teilen der betr. Droge.
Sapones. Seifen.
Seifen nennt man die fettsauren Alkalien. Ausser in harte oder Natronseifen und weiche oder Kaliseifen kann man die Seifen einteilen in
1.nbsp; gewöhnliche Seifen, welche infolge ihres grösseren oder geringeren Gehaltes an freiem Alkali mehr oder minder stark alkalisch reagieren und deshalb oft zu stark reizen oder beigemengte Arzneimittel zersetzen. Hierher gehören die käuflichen Natronseifen, z. B. Kern- oder Hausseife (Sapo oleaceus seu domesticus), die spanische oder venetianische Seife (etwas milder), femer die namentlich stark alkalische Schmier- oder Kaliseife (Sapo vwidis seu kalinus),
2.nbsp; Neutralseifen, früher durch Aussalzen, jetzt durch Zentrifugieren und Dialysieren erhalten. Sie dienen
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namentlich zur Aufnahme von Arzneimitteln und bilden die Grundlage vieler medizinischer Seifen, z. B. der Teer-, Karhol-, Jod-, Schwefel-, Ichthyol-, Lanolin-seife etc.,
3.nbsp; Uehersäuerte Seifen, welche einen Ueberschuss freier Fettsäuren enthalten und zur Herstellung der Sublimatseife dienen. Die freien Fettsäuren verhindern die Bildung basisch fettsaurer Alkalien bei Gegenwart von Wasser, weshalb Sublimat in solchen übersäuerten Seifen unzersetzt bleibt.
4.nbsp; Ueberfettete Seifen enthalten überschüssiges, nicht verseiftes Fett, wodurch das Auftreten freien Alkalis in der Seife bei Gegenwart von Wasser verhindert wird.
Verbandstoffe.
Die Verbandstoffe werden am besten aus den Apotheken oder Fabriken bezogen, da deren Zubereitung zum Teil schwierig ist, zum Teil viel Zeit und Sorgfalt in Anspruch nimmt. Einige derselben, wie Karbol-und Sublimatwatte können nach den in Band II bei den betr. Arzneimitteln angegebenen Vorschriften leicht hergestellt werden. Nachstehendes Verzeichnis enthält die wichtigsten, zur Zeit gebräuchlichen Verbandstoffe.
1. Verbandbaumwollen.
a)nbsp; nbsp;Gossypium depuratum, Wundwatte, (ent­fettete Samenhaare mehrerer Gossypiumarten) muss, auf Wasser geworfen, sofort untersinken.
b)nbsp; nbsp;Gossypium salicylatum, Salicylbaumwolle, enthält 40/0, 50/0 und 10%.
c)nbsp; nbsp;Gossypium carbolisatum, Karbolwatte, 50/0 und 100/n.
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d)nbsp; Sublimatbaumwolle, O,250/0ig.
e)nbsp; Alembrothsalzbaumwolle enthält Sublimat und Salmiak; hält sich besser als reine Sublimat­baumwolle.
f)nbsp; Jodoformbaumwolle 40/0, 100/0 und 200/0.
g)nbsp; Borsäurebaumwolle 50/0, 100/0 und 200/0. h) Thymolbaumwolle 2- und 50/0ig.
i) Benzoesäure-Baumwolle 30/0ig, 50/0ig und 100/0ig.
k) Resorcinbaumwolle, 30/0ig.
1) Hydrochiuonbaumwolle 2- und 30/0ig.
m) Gossypium haemostaticum, blutstillende Baumwolle, enthält Eisenchlorid und muss, vor Feuchtig­keit geschützt, in Gläsern aufbewahrt werden.
n) Gossypium jodatum, Jodbaumwolle.
o) Baumwolle mit Zincum sulfopbenolicum.
p) Baumwolle mit Natron chloroborosum.
q) Ichthyolbaumwolle.
2.nbsp; nbsp;Yerbandjuten sind gröber und viel wohlfeiler als Baumwollepräparate. Sie bestehen aus den Bastfasern verschiedener Tiliaceen, namentlich des sogen, arau-canischen Hanfs (Corchorus capsularis) und kommen teils
a)nbsp; als reine Jute zur Verwendung, teils imprägniert mit folgenden Stoffen:
b)nbsp; nbsp;Salicylsäurejute, 4- und 100/0ig.
c)nbsp; nbsp;Carbolsäurejute, 5- und 100/0ig.
d)nbsp; nbsp;Sublimatjute, 0,250/0ig.
e)nbsp; Resorcinjute.
f)nbsp; nbsp;Chlorzinkjute.
g)nbsp; Essigweinsaure Tonerdejute.
3.nbsp; nbsp;Holzwollpräparate, aus Cellulose in feinster wolliger Verteilung bestehend, wie sie z. B. beim Schleifen des Holzes abfällt.
ocr page 148
138
a)nbsp; Eeine Holzwolle.
b)nbsp; Sublimatholzwolle, 0,30/0ig, mit 50/0 Glycerin imprägniert.
c)nbsp; Serosublimatholzwolle enthält ein Gemisch von Pferdeblutserum mit Sublimat.
d)nbsp; Holzwollwatte ist 800/0 Holzwolle mit 200/0 Verbandbaumwolle.
e)nbsp; Sublimatholzwollwatte, 0,30/0ig.
4.nbsp; Yerbandgazen aus chemisch reinem, entfettetem, gebleichtem Midi teils rein, teils imprägniert.
a)nbsp; Nicht imprägnierte Gaze, namentlich soge­nannte Krüllgaze.
b)nbsp; nbsp;Salicylsäuregaze, 50/0ig und 100/oig.
c)nbsp; Lister'sche antiseptische Gaze, Lister's Serosublimatgaze und Alembrothsalzgaze.
d)nbsp; nbsp;Carbolgaze, 100/0ig.
e)nbsp; Sublimatgaze, 0,250/0ig.
f)nbsp; Sulfophenolsaure Zinkgaze nach Bottini.
g)nbsp; Thymolgaze.
h) Jodoformgaze, 100/0ig, 2O0/0ig, 300/0ig und 500/0ig.
i) Benzoesäure-Gaze, 50/0ig und 100/0ig. k) Kreolingaze etc.
5.nbsp; nbsp;Leinenpräparate.
a)nbsp; Zupfcharpie, früher fast das einzige Verband­mittel, kommt jetzt nur noch selten rein zur Ver­wendimg.
b)nbsp; nbsp;Carbolsäurecharpie, 50/0ig.
c)nbsp; nbsp;Salicylsäurecharpie, 50/0ig und 100/0ig.
d)nbsp; nbsp;Sublimatcharpie, 0,250/0ig.
e)nbsp; nbsp;Borlint, englische Charpie, mit Borsäure im­prägniert.
f)nbsp; Hydrochinonlint.
ocr page 149
139
6.nbsp; Hanfpräparate, von denen die Hanfcharpie als Ersatz der Wundwatte jetzt in den Gebrauch kommt.
7.nbsp; Torfmullpräparate, aus den verschiedensten Torfmoosen (Sphagnumarten) bestehend, besitzen ein sehr beträchtliches Aufsaugungsvermögen für Wasser.
a)nbsp; Unpräparierter Torfmull wirkt schon an sich antiseptisch.
b)nbsp; Carboltorfmull, 20/oig, 50/0ig und 100/0ig.
c)nbsp; nbsp;Jodoformtorfmull, 20/oig, 50/0ig und 100/0ig.
8.nbsp; Binden aus den verschiedensten Stoffen, teils imprägniert.
a)nbsp; Calicobinden, aus einem leinwandartig ge­webten Baumwollzeug.
b)nbsp; Mullbinden, aus Baumwolle.
c)nbsp; Cambricbinden. Cambric ist eigentlich locker gewebte Batistleinwand, jetzt versteht man darunter eine Imitation aus Baumwolle.
d)nbsp; nbsp;Gazebinden, appretiert.
e)nbsp; Flanellbinden.
f)nbsp; Leinenbinden und Lintbinden.
g)nbsp; Guttapercha-Maulbinden.
h) Gummibinden, teils aus Gummifäden gewebt, teils aus einem Stück.
i) Kautschukbinden zum Ersatz der vorigen.
k) Priessnitz'sche Binden für die feuchte Ein-wickhmg der verschiedensten Körperteile.
1) Chlorzinkbinden aus rein wollenem Gewebe nach Bardeleben.
m) Gipsbinden, am besten in Blechdosen aufzu­bewahren, zum Gipsverband.
n) Alaungipsbinden, sehr schnell erhärtend.
o) Tripolitbinden enthalten einen Gips, welcher
10
ocr page 150
140
etwas Eisenoxydul und kieselsauren Kalk enthält und schnell erhärtet.
p) Wasserglasbinden zum Wasserglasverband.
q) Seidenabfallbinden.
r) Wattebinden.
s) Kreolin-Moltonbinden sind Wollbinden, mit Kreolin imprägniert.
9.nbsp; nbsp;Schafwolle, namentlich als Ichthyolschafwolle.
10.nbsp; Plastischer Filz, zu Verbänden empfohlen.
11.nbsp; Plastische Pappe,nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;desgl.
12.nbsp; nbsp;Schlenenstoff, von Esmarch eingeführt, der Pappe ähnlich.
13.nbsp; Wasserdichte Stoffe.
a)nbsp; Mackintosh, von Lister eingeführt.
b)nbsp; nbsp;Silk protective, desgl.
c)nbsp; Cotton protective, desgl.
d)nbsp; Wachstaffet.
e)nbsp; Augentaffet, Chiffon gare.
f)nbsp; Guttaperchataffet.
g)nbsp; nbsp;Guttaperchapapier (Percha lamellata). h) Oelleinwand.
i) Wachsleinwand, k) Gummituch.
1) Verbandpergamentpapier, Verbandseiden­papier und Firnisspapier.
14.nbsp; Drainagegegenstände.
a)nbsp; Gummidrains, Schläuche aus rotem oder schwarzem Gummi.
b)nbsp; Knochendrains, resorbierbare Röhren aus Knorpel.
c)nbsp; Glasdrains, aus geflochtenen Glasfäden.
ocr page 151
141
15. Yereinigungsmittel.
a)nbsp; nbsp;Seide, gebleicht und ungebleicht, in Fäden und' Bändern, karbolisiert, sublimatisiert oder jodoformiert.
b)nbsp; nbsp;Gummifäden zu Ligaturen.
c)nbsp; nbsp;Catgut (eigentlich Katzendarm), meist aus Schafdärmen gefertigte Fäden, in desinfizierenden Lösungen liegend.
d)nbsp; Silkwormgut, Seidenwurmdarm.
e)nbsp; Silberdraht, rein und vernickelt.
10*
ocr page 152
Register.
A.
Abkochung.....nbsp; nbsp; nbsp; 99
Abkürzungen ....nbsp; nbsp; nbsp; 54
Abschriften.....nbsp; nbsp; nbsp; 54
Abstrakta.....nbsp; nbsp; 135
Allgemeine Arzneiverord-
nungslehre ....nbsp; nbsp; nbsp; 49
Anetholstifte.....nbsp; nbsp; nbsp; 78
Anwendungsmethoden d.
Arzneimittel ....nbsp; nbsp; nbsp; 67
Apotheke, tierärztliche .nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;8 Apparate z. Prüfung der
Arzneimittel ....nbsp; nbsp; nbsp; 15
Aqua.....123.nbsp; nbsp; 129
„ ophthalmica . . .nbsp; nbsp; 124
Aräometer.....nbsp; nbsp; nbsp; 12
Arbeiten, Taxe der . .nbsp; nbsp; nbsp; 46
Arzneibuch.....nbsp; nbsp; nbsp; 15
Arzneien, Berechnung .nbsp; nbsp; nbsp; 34 „ Taxe . . .nbsp; nbsp; nbsp; 35 „ Verpackung .nbsp; nbsp; nbsp; 56 Arzneiformel ....nbsp; nbsp; nbsp; 49 Arzneimittel, Anwen­dungsmethoden ...nbsp; nbsp; nbsp; 67 Arzneimittel, Dosierung .nbsp; nbsp; nbsp;56 „ Form der Dispensation ....nbsp; nbsp; nbsp; 69 Arzneimittel, Formen dernbsp; nbsp; nbsp;67 „ Verkehr mitnbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1 Arzneimischungen, ge­fährliche .....nbsp; nbsp; nbsp; 66
Arzneimischungen, un­rationelle .....nbsp; nbsp; nbsp; 63
Arzneimittel, Reagenzien
zur Prüfung ....nbsp; nbsp; nbsp; 17 Arzneistofie, Aufbewah­rung giftiger u. stark­wirkender .....nbsp; nbsp; nbsp;38
Arzneistoffe, Bezug . .nbsp; nbsp; nbsp; 30
Arzneistoffe, Löslichkeits­tabelle ......nbsp; nbsp; nbsp;61
Arzneitaxen.....nbsp; nbsp; nbsp;35
Arzneiverordnungslehre .nbsp; nbsp; nbsp;49
„ allgem.nbsp; nbsp; nbsp;49
„ speziellenbsp; nbsp; nbsp;69
Asbestdicht, d. Spritzennbsp; nbsp; nbsp;68
Ätzstifte......nbsp; nbsp; nbsp;77
Aufbewahrung giftiger u. starkwirkender Arznei­stoffe ......nbsp; nbsp; nbsp;28
Aufguss......nbsp; nbsp; 105
„ warmer ...nbsp; nbsp; 108
kalter ....nbsp; nbsp; 108
„ Dekokt- ...nbsp; nbsp; 109
Auszüge......nbsp; nbsp; nbsp;98
B.
Bacilli.......nbsp; nbsp; nbsp;77
„ caustici ....nbsp; nbsp; nbsp;77
Bähung......nbsp; nbsp; 124
Bayrische Arzneitaxe. .nbsp; nbsp; nbsp;35
Berechnung der Arzneiennbsp; nbsp; nbsp;34
Bezug der Arzneistoffe .nbsp; nbsp; nbsp;30
Binden.......nbsp; nbsp; 139
Bindfaden......nbsp; nbsp; nbsp;15
Bissen.....82.nbsp; nbsp; nbsp;84
Bleipflaster.....nbsp; nbsp; nbsp;90
Boli......82.nbsp; nbsp; nbsp;84
Bougies......nbsp; nbsp; nbsp;78
Breiumschlag ....nbsp; nbsp; nbsp;88
C.
C. siehe auch K. und Z.
Cataplasma.....nbsp; nbsp; nbsp;88
Ceratum......nbsp; nbsp; nbsp;90
Cereoli.......nbsp; nbsp; nbsp;78
Clysma.......nbsp; nbsp; 124
Colatorium . . . . .nbsp; nbsp; nbsp;99
Collemplastrum ....nbsp; nbsp; nbsp;90
Collutorium.....nbsp; nbsp; 124
ocr page 153
14B
nnllvrinm .
124
Conspergieren . . . .
84
D.
Damnlbäder
125
Defektur......
1
Dekoktum.....
99
„ concentratum.
99
, concentratiss
99
Dekoktinfusum . . .
109
Digestion
108
Digestionsdekokt . .
104
Digestionsinfusum . .
108
Dispensierrecht . . .
6
Dispensierte Pulver .
74
Dividierte Pulver . .
73
Dosen, starke . . .
53
Dosierung d. Arzneimitte
56
Dosis lethalis . . .
57
media .
57
, maxima
57
, minima
57
nlena .
67
„ repleta
57
„ toxica .
57
Dropax . .
90
Drainagegegenstände.
140
Dünndarmkapseln . .
87
E.
Eilige Rezepte . . .
53
Einfache Pulver . .
71
Einführung in die Luft
wege.....
. 69
Einführung in den Uroge
nitalapparat . . .
. 68
Einreibestifte
. 78
Einspritzungen
. 68
Elaeosaccharum
71
Electuarium .
. 79
Electuarium spi
ssum .
. 80
„ molle. .
. 80
Elixir......
131
Emplastrum.....nbsp; nbsp; nbsp;89
„ extensum .nbsp; nbsp; nbsp;91
Emulgendum ....nbsp; nbsp; HO
Emulgens......nbsp; nbsp; HO
Emulsionen.....nbsp; nbsp; HO
„ wahre .
111
„ unechte . .
111
Emulsiones verae . .
111
„ spuriae . .
111
Epidermatisehe Methode
69
Epithematum . . .
124
Explodierende Arznei-
mischungen . . .
66
Extractiones ....
98
Extrakte.....
132
Excipiens.....
94
Excipiendum....
94
F.
Fachausdrucke, pharma-
zeutische ....
32
Farbenkorrigentien .
53
Fictile......
94
Filz, plastischer . .
140
Fleischextrakt . . .
134
Fluidextrakte . . .
135
Fomentum ....
124
Formen d. Arzneimittel
67
Formula chirurgica *.
50
„ composita .
50
„ externa . .
50
, interna . .
60
„ magistralis .
50
„ medica . .
50
„ ofiicinalis
50
„ simplex . .
60
(i.
Gabe der Arzneimittel
57
Gallerten.....
92
Gargarisma ....
124
Gefährliche Arzneimisch
66
Gefässe für Vorratsstofft
13
ocr page 154
144
Gefässe zur Abgabe der
Arzneien.....nbsp; nbsp; nbsp; 13
Gefässe, Taxe ....nbsp; nbsp; nbsp;48
Gelatinae......nbsp; nbsp; nbsp;92
Gelees.......nbsp; nbsp; nbsp;92
Gemischte Pulver . . .nbsp; nbsp;• 71
Geruchskorrigentien . .nbsp; nbsp; nbsp;53
Geschmackskorrigentien .nbsp; nbsp; nbsp; 52
Gewicht......nbsp; nbsp; nbsp; 58
Gläser.......nbsp; nbsp; nbsp; 13
Globuli vaginales ...nbsp; nbsp; nbsp;78
Grammgewicht ....nbsp; nbsp; nbsp; 58
Guttae ......nbsp; nbsp; 124
Guttaperchapflaster . .nbsp; nbsp; nbsp;90 H.
Handwagen.....nbsp; nbsp; nbsp; 10
Hanfpräparate ....nbsp; nbsp; 139
Harzemulsionen . 111.nbsp; nbsp; 116
Harzpflaster.....nbsp; nbsp; nbsp; 90
Hauptregeln der Rezept­verordnung ....nbsp; nbsp; nbsp; 59 Hauptregeln der Rezepturnbsp; nbsp; nbsp;30
Haustus......nbsp; nbsp; 123
Heublumen .....nbsp; nbsp; nbsp; 76
Holzwollpräparate . . .nbsp; nbsp; 137
Hornlötfel......nbsp; nbsp; nbsp; 11
Hornkapseln.....nbsp; nbsp; nbsp;87
Hufkitt......nbsp; nbsp; nbsp; 90
I.
Innerliche Methode . .nbsp; nbsp; nbsp; 67
Infusum......nbsp; nbsp; 105
„ concentrat. . .nbsp; nbsp; 105
„ concentratiss. .nbsp; nbsp; 105
Inhalationen ... 69.nbsp; nbsp; 125
Inhalationsapparate . .nbsp; nbsp; 128
Inhaltsverzeichnis ...nbsp; nbsp; nbsp; 10
Injektion......nbsp; nbsp; 123
„ subkutane . .nbsp; nbsp; nbsp; 68
„ parenchymatösenbsp; nbsp; nbsp;68
„ hypodermatischenbsp; nbsp; nbsp;68
Julapium......nbsp; nbsp; 124
Julapmixtur.....nbsp; nbsp; 124 |
K.
Kakaoölemulsionen . .nbsp; nbsp; 117
Kapseln .... 14.nbsp; nbsp; nbsp;87
Kataplasmen ....nbsp; nbsp; nbsp;88
Kautschukpflaster ...nbsp; nbsp; nbsp;90
Keratinkapseln ....nbsp; nbsp; nbsp;87
Klystier......nbsp; nbsp; 124
Kochofen......nbsp; nbsp; nbsp; 12
Kochgeschirre . . 12.nbsp; nbsp; nbsp;99
Kolatur......nbsp; nbsp; nbsp;99
Koliertttcher . . 12. 99.nbsp; nbsp; 100
Konspergieren ....nbsp; nbsp; nbsp;84
Korrigentien . . 52.nbsp; nbsp; nbsp; 53
Kruken......nbsp; nbsp; nbsp;49
L.
Lapides......nbsp; nbsp; nbsp; 77
Latwergen.....nbsp; nbsp; nbsp;79
Lecksaft .... 119.nbsp; nbsp; 124
Leinenpräparate . . .nbsp; nbsp; 138
Linktus .... 119.nbsp; nbsp; 124
Linimente.....nbsp; nbsp; nbsp;97
Liquor .... 123.nbsp; nbsp; 130
Löffel.......nbsp; nbsp; nbsp; 11
Löslichkeitstabelle . .nbsp; nbsp; nbsp; 61
Lösungen .....nbsp; nbsp; 120
Lösungen, offizineile .nbsp; nbsp; 123
Looch.......nbsp; nbsp; 119
Lotio.......nbsp; nbsp; 124
Luftwege, Einführung i. d.nbsp; nbsp; nbsp;69
M.
Maceratio.....nbsp; nbsp; 108
Magistralformel ...nbsp; nbsp; nbsp; 50
Malaxieren.....nbsp; nbsp; nbsp;89
Mass und Gewicht . .nbsp; nbsp; nbsp;58
Mazeration.....nbsp; nbsp; 108
Mazerationsdekokt . .nbsp; nbsp; 104
Mazerationsinfusum . .nbsp; nbsp; 108
Mel........nbsp; nbsp; 130
Mensuren......nbsp; nbsp; nbsp; 12
Menstruum.....nbsp; nbsp; 110
Mentholstifte ....nbsp; nbsp; nbsp;78
ocr page 155
145
Methode, stomachikale .nbsp; nbsp; nbsp;67
„ rektale ...nbsp; nbsp; nbsp; 68
„ epidermatische.nbsp; nbsp; nbsp; 69
Migrainestifte ....nbsp; nbsp; nbsp; 78
Mittelmixturen ....nbsp; nbsp; 118
Mixtura stricto sic dictanbsp; nbsp; nbsp; 17
„ media seu agi-
tanda......nbsp; nbsp; 118
Mixturen......nbsp; nbsp; 117
Pulver.....
„ einfache. .
,. gemischte .
„ dividierte .
„ dispensierte Pulverisatoren . Pyxis.....
Q.
Qualmbäder . . . Quellstifte . .
R.
Räucherungen . . Kaumgefässe. . , Reagenzien zur Prüfung
der Arzneimittel
70 71 71 73
74
128
94
126
77
125
59
17 11 55 68 55 49 50 51 53 49 49 1 30
35
91
93
96
111
135
130
140
78
140
119
130
118
Mückenstifte .
N. 0.
50.
78 136
129 14
113 71 94
Neutralseifen
Offizinalformel .
Öffnen der Flaschen . . Olemulsionen . . 111.
Ölzucker......
Olea........
Reibschalen Re'iteraturen Rektale Methode Repetitionen .
Oxymel......nbsp; nbsp; 130
P.
Pappe, plastische . . .nbsp; nbsp; 140
Pasta.......nbsp; nbsp; nbsp; 82
„ gummosa ...nbsp; nbsp; nbsp; 82
„ Liquiritiae ...nbsp; nbsp; nbsp; 82
„ Cacao ....nbsp; nbsp; nbsp; 82
„ phosphorata . .nbsp; nbsp; nbsp; 82
Pfannen......nbsp; nbsp; nbsp; 12
Pflaster......nbsp; nbsp; nbsp; 89
„ gestrichene . .nbsp; nbsp; nbsp; 71
Pflastermull.....nbsp; nbsp; nbsp; 92
Pharmakopoea ....nbsp; nbsp; nbsp; 15 Pharmazeutische Termini
technici......nbsp; nbsp; nbsp; 32
Pharmazie.....nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; 1
Pillen.......nbsp; nbsp; nbsp; 82
„ mit flüchtigen
Stoffen .....nbsp; nbsp; nbsp; 86
Pillenkonstituens ...nbsp; nbsp; nbsp; 83
Pohlsche Kapseln ...nbsp; nbsp; nbsp; 87
Potus.......nbsp; nbsp; 128
Präzisionsgewichte . .nbsp; nbsp; nbsp; 11
Rezept. . .
„ einfaches
„ zusammen
gesetztes
Rezepte, eilige Rezeptierkunst Rezeptierkunde Rezeptur . . Rezeptur, Hauptregeln
S. Sächsische Arzneitaxe Safranpflaster . Salbe .... Salbengrundlage Samenemnlsionen Sapones . . Sauerhonig . Schafwolle Scheidenkugeln Schienenstoffe Schlecke . . Schleim . . Schüttelmixturen
ocr page 156
146
Seifenemulsionen . 111.nbsp; nbsp; 117
Signaturen.....nbsp; nbsp; nbsp; 14
Solvens......nbsp; nbsp; 120
Solvendum.....nbsp; nbsp; 120
Solutio......nbsp; nbsp; 120
„ concentrata . .nbsp; nbsp; 121
„ diluta ....nbsp; nbsp; 121
„ saturata . . .nbsp; nbsp; 120
Sparadrape.....nbsp; nbsp; nbsp; 91
Spatel.......nbsp; nbsp; nbsp; 12
Spezies.......nbsp; nbsp; nbsp; 75
Spezielle Arzneiverord-
nungslehre ....nbsp; nbsp; nbsp; 69
Spiritus .... 123.nbsp; nbsp; 130
Sprayapparate ....nbsp; nbsp; 128
Spritzen......nbsp; nbsp; nbsp; 75
Spritzen, sterilisierbare .nbsp; nbsp; nbsp; 68
Standwaage.....nbsp; nbsp; nbsp; 10
Standgefässe.....nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;1
Stifte.......nbsp; nbsp; nbsp; 77
Stomachikale Methode .nbsp; nbsp; nbsp; 67
Suppositorienstifte ...nbsp; nbsp; nbsp; 78
Suppositoria analia . .nbsp; nbsp; nbsp; 78
Synonyma......nbsp; nbsp; nbsp;34
Syrupe.......nbsp; nbsp; 129
T.
Tabaksrauchklystiere . .nbsp; nbsp; 128 Tabelle B n. C d. Arznei­buches .... 28.nbsp; nbsp; nbsp; 29
Tarieren......nbsp; nbsp; nbsp; 10
Tarierwaage.....nbsp; nbsp; nbsp; 10
Taxe der Arbeiten . .nbsp; nbsp; nbsp; 46
„ „ Arzneien . .nbsp; nbsp; nbsp; 35
„ „ Gefässe ...nbsp; nbsp; nbsp; 48
Tekturen......nbsp; nbsp; nbsp; 14
Termini technici, pharma­zeutische .....nbsp; nbsp; nbsp;32
Theeform......
Tierärztliche Apotheke . Tinkturen . . . 123.
Töpfe.......
Tränkchen .....
U.
Üherfettete Seifen . .
Übersäuerte Seifen . .
Umschlag, nasser . . .
Unguentum.....
Unrationelle Arznei-misclmngen ....
Urogenitalapparat, Ein­führung in den . . .
Utensilien.....
75
8
131
14 124
136
136
124
93
63
68 10
110
137
136
136
1
63
56
123
90 71 117 117 124 129 55
92
V.
Vehikel . . .
53.
Verbandjuten .... Verbandstoffe .... Verb and wolle .... Verkehr mit Arzneimitteln Verordm-mg,gleichzeitige, verschiedener Stoffe . Verpackung der Arzneien Vinum.......
W.
Wachspflaster .
Wachskapseln .
Wachsemulsionen
Walratemulsion
Waschmittel
Wasser, destillierte
53
Wiederholungen
Z.
Zinkleimgallerten .
Druck von Edmund Stein in Potsdam.
JVtftf
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