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GEOLOGIE UNO PALAEONTOLOGIE DER UMGEBUNG VON SESTANOVAC,

DALMATIEN

D. G. MONTAGNE

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GEOLOGIE UND PALAEONTOLOGIE DER UMGEBUNG VON SESTANOVAC, DALMATIEN

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GEOLOGIE UNO PALAEONTOLOGIE DER UMGEBUNG VON SESTANOVAC,

DALMATIEN

PROEFSCHRIFT

TER VERKRIJGING VAN DEN GRAAD VAN DOCTOR INDE WIS- EN NATUURKUNDE AANnbsp;DE RIJKS-UNIVERSITEIT TE UTRECHT, OPnbsp;GEZAG VAN DEN RECTOR MAGNIFICUS Dr.nbsp;H. R. KRUYT, HOOGLEERAAR IN DE FACULTEIT DER WIS- EN NATUURKUNDE, VOLGENSnbsp;BESLUIT VAN DEN SENAAT DER UNIVERSITEIT TEGEN DE BEDENKINGEN VAN DEnbsp;FACULTEIT DER WIS- EN NATUURKUNDEnbsp;TE VERDEDIGEN OP MAANDAG 16 JUNI 1941,nbsp;DES NAMIDDAGS TE 4 UUR

DOOR

DIDERIK GERARDUS MONTAGNE

GEBOREN TE ZEIST

BIBLIOTHEEK DER RIJKSUNIVERSITEiT

UTRECHT

N.V. DRUKKERIJ v/h L. E. BOSCH amp; ZOON —¦ UTRECHT

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Bij het beëindigen mijner studie wil ik niet nalaten mijn grooten dank uit te spreken aan U, Hoogleeraren en Lectoren der Faculteit der Wis- en Natuurkunde,nbsp;van wie ik mijn wetenschappelijke opleiding mocht ontvangen.

Dat deze dank in de eerste plaats U geldt, Hooggeleerde Kutten, Hooggeachte Promotor, zal een ieder begrijpen. De wijze, waarop Gij mij steeds met woord en daad geleid hebt, zal ik nimmer vergeten.

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Einleiïung


INHALT.


S. 9


Kap. I. Stratigraphie....................S.


11


I.

11.

III.


IV.

V.

VI.

VII.

VIII.

IX.


Dolomite der Mittleren Kreide.........

Chondrodontenschichten............

Rudistenkalke.................

a. Plattenkalke der Rudistenkalke.......

h. Dolomitische Fazies der Rudistenkalke .... Chemische Analysen einiger Kalk- und Dolomitproben

? Liburnische Stufe..............

Mittel-eozane Konglomerate und Brekzien, und Fora-

miniferenkalke.................

Hornsteinfiihrende Plattenkalke des Eozans . . .

Glaukonitkalke................

Flysch-Formation...............

Quartare Ablagerungen.............


S. 11 S. 12nbsp;S. 13nbsp;S. 18nbsp;S. 18


S.

s.

s.

s.


19

19

19

21


S. 22 S. 23nbsp;S. 25


Kap. II. Tektonik......................S. 26

I. nbsp;nbsp;nbsp;Die Flysch-Zone an der Küste.........S. nbsp;nbsp;nbsp;26

II. Die Küstenkette des Orlovac und Rogoznica im W

und Nevistina Stijena im O..........S. nbsp;nbsp;nbsp;27

III. nbsp;nbsp;nbsp;Der Bergzug des Tilovica und Srederice.....S. nbsp;nbsp;nbsp;28

IV. nbsp;nbsp;nbsp;Die Kette von Sv. l^kola...........S. nbsp;nbsp;nbsp;30

V. nbsp;nbsp;nbsp;Die Flysch-Zone zwischen dem Tilovica und Zadvarjenbsp;nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;31

VI. Die Karstebene zwischen Zadvarje und Sestanovac

und die nördliche Auslaufer des Biokovo .... nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;32

VII. Das Polje von Pejkovici; das Tertiar zwischen San-

trici und Skerici; das Tertiar gerade SO von Sestanovac nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;33

VIII. Die Tertiar-Zone zwischen Blato und 2ezevica und

das Tertiar nordlich 2ezevica..........S. nbsp;nbsp;nbsp;34

IX. Die Rudistenkalke nordlich Mandusici bis an die

grosse Chondrodontenkalk-Zone.........S. nbsp;nbsp;nbsp;35

X. Die grosse Antiklinale von Chondrodontenkalken

siidlich des ,,Rimski-Put”...........S. nbsp;nbsp;nbsp;36

XI. Der grosse Dolomit-Streifen zwischen Provo und

Biorine und der nordlich gelegene Gebietsteil... nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;37

XII. nbsp;nbsp;nbsp;Tektonischer Ueberblick . ...........S. nbsp;nbsp;nbsp;37

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INHALT

Kap. III. nbsp;nbsp;nbsp;Geomorphologie...................S. nbsp;nbsp;nbsp;39

Kap. IV. nbsp;nbsp;nbsp;Palaeontologie...................S. nbsp;nbsp;nbsp;44

I. Klein-Foraminiferen..............S. nbsp;nbsp;nbsp;44

II. Gross-Foraminiferen..............S. nbsp;nbsp;nbsp;55

III. nbsp;nbsp;nbsp;Rudisten und Capriniden............S. nbsp;nbsp;nbsp;61

IV. nbsp;nbsp;nbsp;Gastropoden..................S. nbsp;nbsp;nbsp;64

Kap. V. nbsp;nbsp;nbsp;Versuch einer Bestimmungstabelle fuer Rudisten bis

AUF DAS Genus (ev. Subgenus), auf GruNdlage der an ei-NEM Querschnitt erkennbaren nbsp;nbsp;nbsp;Merkmale......S. nbsp;nbsp;nbsp;67

Literaturverzeichnis.....................S. 84

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EINLEITUNG.

Das im Nachfolgenden beschriebene Gebiet umfasst das Küstengebiet und Hinterland zwischen Biokovo und Mosor. Die Oberflache ist etwa 180 km^;nbsp;die Lange des Küstensaumes betragt ungefahr 12 km. In der SW Ecke liegt dasnbsp;Fischerdorf Baska Voda, im Zentruni, am Strassenknotenpunkt, das Dort §es-tanovac.

Ebenso wie Voorwijk (Lit. 37) babe ich als Arbeitskarte photographische Reproduktionen (1 : 40.000) von der yugoslavischen Spezialkarte 1: 100.000 be-nutzt. Die bis jetzt veröffentlichten geologischen Karten, welche mein Gebietnbsp;umfassen sind folgende: 1. die geologische Uebersichtskarte der Oesterr.-Ung.nbsp;Monarchie 1 : 576.000, Blatt X, Dalmatien, 1868 von Fr. v. Hauer, 2. die geologische Uebersichtskarte der Küstenlander von Oesterreich-Ungarn, 1 : 1.008.000,nbsp;1889 von G. Stache, 3. die ,,Geoloska Karta Kraljevine Jugoslavije, 1930-1931,nbsp;1 : 1.000.000, von Dr. Kosïa v. Petkovic. In den Jahren 1903 und 1905 hatnbsp;Von Kerner schon einige Mitteilungen über die Stratigraphie der Umgebungnbsp;von Sestanovac (Lit. 8 und 11) publiziert. Ausserdem kommen in folgendennbsp;Arbeiten von Schubert einige Einzelheite über mein Gebiet vor: 1. ,,Geologischernbsp;Führer durch Dalmatien.” (Lit. 30) und 2. ,,Die Küstenlander Oest.-Ungarns.”nbsp;(Lit. 33). Geomorphologisch haben sich Cvijic, Maull und Schubert mit einem,nbsp;unser Gebiet umfassenden Teil Dalmatiens beschaftigt (bezw. Lit. 1, 25, 31).

Der Südliche Abschnitt grenzt an das von Voorwijk beschriebenen Gebiet (,,Geologie und Palaontologie der Umgebung von Omis (Dalmatien)”), der nörd-liche Teil ist die östliche Fortsetzung des schon im Jahre 1916 veröffentlichtennbsp;Kartenblattes Sinj-Spalato der k.k. Geologischen Reichsanstalt der Oesterreich-Ungarischen Monarchie.

Die Kartierungstatigkeit fand in den Sommermonaten von 1938 und 1939 statt, wahrend schon im Sommer der Jahre 1936 und 1937 vorlaufige, orientierendenbsp;Aufnahmen gemacht waren.

Das schone Strassennetz ermöglichte die Benutzung eines Autos. Die Aus-gangspunkte der taglichen Exkursionen waren Baska Voda und Sestanovac. Die Dichtheit des Wahrnehmungsnetzes und die Stellen der Fossilfundorte sind aufnbsp;Fig. 8, Taf. V angegeben.

Im Jahre 1937 und 1938, als ich Rudisten aus der Nahe von Sinj, Dalmatien bearbeitete, machte sich der Mangel an einer modernen Zusammenfassung diesernbsp;Familie für nicht in Rudistenpalaontologie spezialisierte Geologen fühlbar. In dernbsp;Hoffnung, diese Schwierigkeiten einigermassen einzuschranken, habe ich, amnbsp;Ende der Besprechung dieses Gebietes eine Bestimmungstabelle für Rudistennbsp;bis auf Genus gegeben. Diese Tabelle gründet sich, aus praktischen Gründen,nbsp;hauptsachlich auf im Querschnitt wahrnehmbare Merkmale.

Bei der Bearbeitung meines Materials und bei der Feldarbeit ist mein Lehrer,

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EINLEITUNG

Prof. Dr. L. M. R. Rutten mir immer wieder mit Ratschlagen und Kritik behilflich gewesen.

Die königliche yugoslavische Regierung batte die Liebenswürdigkeit die Bearbeitung dieses Gebietes zu gestatten.

Herr Dr. M. G. Rutten war so freundlich einige oberkretazische Orbitoiden zu bestimmen.

Herrn A. Dupont danke ich herzlich für die chemischen Analysen einiger Dolomite und Kalke.

Meinem Kollege, Herrn J. H. Germeraad verdanke ich die Bestimmung der quartaren Gastropoden.

Denjenigen meiner Kollegen, welche mir bei der Feldarbeit und der Bearbeitung meines Materials behilflich waren, danke ich vielmals. Besonders gilt dieses für die Herren A. Th. C. Rutgers und J. F. C. de Witt Puyt.

Die Karte und Photographien sind mit grosser Akkuratesse von Herrn J. VAN Dijk besorgt worden.

Die Herren J. Grootveld und J. Vermeer fertigten die vielen, schonen Dünnschliffe der Gesteine und Fossilien und die Rudistenquerschnitte an.

Fraulein J. v. d. Meyden bin ich sehr dankbar für das Durchsehen des Manus-kripts, wahrend mein Vetter J. Th. W. Montagne und mein Kollege F. Keijzer so freundlich waren, mir bei der Korrektur der Druckproben Hilfe zu leisten.

Die Freundlichkeit und Behilflichkeit der dalmatinischen Bevölkerung werde ich immer gedenken.

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KAP. I. STRATIGRAPHIE.

I. Dolomite der Mittleren Kreide.

Diese, im nördlichen Teil des Gebietes in ziemlich grosser Ausdehnung zu Tage tretende Formation enthalt keine Fossilien. Sie bildet das Liegende der Chon-drodontenschichten. Makroskopisch sind es zucker-köniige, leicht verwitterbarenbsp;Dolomite. Die alteren sind gran mit einer braunlichen Verwitterungsfarbe undnbsp;setir undeutlich geschichtet. Die jiingeren sind barter, etwas heller, bisweilen fastnbsp;weiss mit einer dunkel-grauen bis schwarzen Verwitterungsfarbe und deutlichernbsp;geschichtet. Mikroskopisch sind beide Arten fast ausschliesslich aus mehr odernbsp;weniger unregelmassigen Dolomitkristallen aufgebaut; ausnahmsweise kommennbsp;deutliche Rhomboederquerschnitte vor. Bisweilen entdeckt man in den oberen,nbsp;hart eren Partien einige sehr verwischte Fossilreste; wahrscheinlich sind esnbsp;Molluskenreste. In den oberen sowohl wie in den unteren Teilen finden wir manch-mal diinne Kalzitadern. Die Dimensionen der Kristallquerschnitte schwankennbsp;in den alteren Partien zwischen 0,03 und 0,09 mm, in den jiingeren Partien zwi-schen 0,07 und 0,16 mm.

Bisweilen sind Brekzien eingelagert mit Bruchstiicken von Dolomit und dolomitischen Kalken und mit fast stein-roter Kittmasse; auch kommen ziemlichnbsp;diinne, etwas rosa-rote, eingelagerte Kalkbanke vor.

Ihr Liegendes ist in diesem Gebiete nirgends aufgeschlossen; ihre Dicke kann also nicht angegeben werden. Die wenigen Beobachtungen von Streichen undnbsp;Fallen wersen auf N-Fallen hin. Falls in dem breiten Dolomitband, das im Nordennbsp;meines Gebietes verlauft, keine anomalen Kontakte oder isoklinalen Fatten vor-kommen, muss die Machtigkeit der Dolomite auf mindestens 600 m geschatztnbsp;werden. Diese Schatzung ist aber keineswegs sicher; die Möglichkeit besteht, dassnbsp;die wirkliche aufgeschlossene Machtigkeit bedeutend kleiner ist.

Das am NW Abhang des Biokovo angegebene Dolomit-Vorkommen gehort vielleicht dieser Formation an; es ist aber wahrscheinlicher, dass es sich da umnbsp;die unteren, stark dolomitischen Teile der Chondrodontenschichten handelt.

Nach Beobachtungen in benachbahrten Gebieten (Lit. 13, 14, 15, 20, 32) haben diese Dolomite cenomanes Alter und treten oft an der Stelle der schon vonnbsp;VooRWijK (Lit. 37) erwahnten ,,Hornsteinfiihrende Kreidekalke”.

Die Dolomite bilden sowohl den Kern einer Antiklinale, deren Flügel aus Chondrodontenschichten aufgebaut sind (bei Glavica) als auch denj enigen einernbsp;grossen Aufschiebung, die nach SO und NW über die Grenzen unseres Gebietesnbsp;hinausreicht und deren SW-Flügel verschwunden ist (zwischen Provo und Biorine).

Besonders die alteren Partien, die aus sehr leicht verwitterbaren Dolomiten bestehen, sind öfters von einer mehr oder weniger dicken Schicht Terra-Rossanbsp;bedeckt, welche viele Kornfelder tragt. Sie heben sich dadurch deutlich von dernbsp;durch Karrenbildung gekennzeichneten Umgebung ab.

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STRATIGRAPHIE

II. Chondrodontenschichten.

Auch diese Formation kommt fast nur im nördlichen Abschnitt unseres Ge-bietes vor. Sie bildet die Hangendschichten der Dolomite der Mittleren Kreide und liegt diesen konkordant auf.

In den tieferen Teilen kommen gelblich-graue, körnige, stark d o 1 o m i t i-s c h e, schwach durchaderte, undeutlich geschichtete K a 1 k e und mehr oder weniger kompakte, gut gebankte, grau-beige, bisweilen rot- oder grau durchaderte K a 1 k e in wiederholtem Wechsel vor. Mikroskopisch sehen wir in einernbsp;sparlichen, trüben, kalkigen Grundmasse vereinzelte Schalenfragmente von Chon-drodonten zwischen bisweilen isolierten, meistens aber einander berührenden,nbsp;ziemlich groben (0,10-0,40 mm) Dolomitkristallen. Oft zeigen diese Dolomitkris-talle im Dünnschliff sehr deutliche Rhomboederquerschnitte.

In den oberen Teilen herrschen besonders dünn-plattige, blass-gelblich bis blass-graue, sehr fein dunkei durchaderte, dichte Plattenkalke vor; sienbsp;sind bisweilen sehr intensiv gefaltelt. Im Dünnschliff konnte ich zwischen den sehrnbsp;dichten, fein-körnigen Schichten dünne, etwas gröber körnige Teile entdecken.nbsp;Letztere enthalten undeutliche Foraminiferenreste. Schon im Dünnschliff ist dienbsp;Faltelung bisweilen deutlich zu beobachten.

Im Nordflügel der Antiklinale bei Glavica kommen Brekzienbanke vor — die, wie wir spater sehen werden, als tektonisch angesehen werden müssen —nbsp;mit brauner bis roter Kittmasse. Sie enthalten entweder fast ausschliesslichnbsp;scharfeckige Bruchstücke plattiger Kalke, die oft suboolithisch scheinen undnbsp;vereinzelte Milioliden zeigen, oder sie sind aus Bruchstücken kompakter,nbsp;Rudistenführender, ziemlich dunkel-grauer Kalke, heller, zucker-körniger, etwasnbsp;dolomitischer Kalke, stark dolomitischer Kalke und deutlicher Plattenkalke auf-gebaut. Mikroskopisch kommen in den ersteren neben ziemlich vielen Chondro-dontenschalenfragmenten und vereinzelten Rudistenschalenfragmenten meistensnbsp;Bruchstücke eines Kalksteines vor, welche den körnigern Teilen der obengenanntennbsp;Plattenkalke sehr ahnlich sehen. Ausserdem entdecken wir einige dunkle Bruchstücke mit einer sehr eigenartigen, ganz unregelmassigen Zellenstruktur; jede Zellenbsp;ist ungefar 0,1 mm im Durchmesser. Bisweilen haben diese,,Zeilen” ein fast wurm-artiges Aussehen, dann wieder sind sie etwa rund, oval oder stumpfeckignbsp;polygonal; sie sind immer ziemlich deutlich abgegrenzt. Meistens ist eine sparlichenbsp;Grundmasse zwischen diesen ,,Zeilen” zu entdecken. Ob diese Struktur organi-schen Ursprunges ist, konnte ich nicht feststellen. Nebst diesen Fragmenten be-obachtete ich noch ein Bruchstück, das wie eine rekristallisierte Schalengrusbrekzienbsp;aussah.

In einem Dünnscliff der makroskopisch schon deutlich polygonalen Brekzien konnte ich nur die schon erwahnten Formationsglieder zurückfinden. Neben deut-lichen,sehrfeinen, bisweilen intensiv gefaltelten Plattenkalken fand ich Dolomit-fragmente mit schonen Rhomboederquerschnitten, Fragmente mit einer Struktur,nbsp;die derjenigen der körnigern Teile der Plattenkalke ahnlich ist und Chondrodonten-schalen. Die Bruchstücke mit ,,körniger Plattenkalkstruktur” enthalten wiedernbsp;undeutliche Organismenreste; nur Milioliden sind deutlich wahrnehmbar.

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STRATIGRAPHIE

Die Brekzien sind ziemlich schwach aber deutlich durchadert; ausserdem kommen kleine Hohlraumausfüllungen von Kalzit vor.

Ihren Namen verdanken diese Schichten dem stellenweis reichlichen Volkommen radiar gerippter Austern. Es handelt sich, nach Beobachtungen von Von Kerner im benachbahrten Geblete (Lit. 13,14) MvaChondrodonta /oawwae Choffatnbsp;und, in viel geringerem Mass, um Chondrodonta munsoni Choffat. Die vielennbsp;Exemplare aus unserem Geblete sind zu mangelhaft erhalten um eine sicherenbsp;Artbestimmung zu gestatten; sie haben aber eine grosse Ahnlichkeit mit den Ab-bildungen von Schubert (Lit. 28) und Parona (Lit. Rud. u. Gastr. 25) der grob-gerippten Ch. joannae Choffat. Sie kommen besonders haufig vor in den starknbsp;dolomitischen Kalken (Lundorte 31, 33, 35), wahrend auch in den Plattenkalkennbsp;(Lundort 32) und in den kompakten Kalken (Lundort 34) vereinzelte Exemplarenbsp;gefunden wurden. Ausserdem kommen in diesen kompakten Kalken bisweilennbsp;noch Rudisten und Loraminiferen (Milioliden) vor. Nach Schubert deuten dienbsp;Chondrodonten auf Ober-Cenoman bis Unter-Turon.

Die Chondrodontenschichten bilden die Llügel einer deutlichen Antiklinale (bei Glavica) und bauen zum grössten Teil den Abhang nördlich der breitennbsp;Dolomit-Zone zwischen Provo und Biorine auf. Vielleicht gehören die als Platten-kalke der Rudistenkalke angegebenen Gesteine nördlich Mandusici und D. Vukusicinbsp;auch zu dieser Lormation. Sicher ist dieses aber nicht, da keine Lossilien innbsp;diesen Plattenkalken gefunden wurden und niemals, amsgenommen bei dem alsnbsp;Chondrodontenschichten angegebenen Vorkommen nördlich Blato, eine Verknüpf-ung mit stark dolomitischen Kalken zu beobachten ist. Am nord-westlichennbsp;Biokovo-Abhang sind zwei schmale Streifen als Chondrodontenschichten ange-geben. Der nördliche bildet den Kern einer Antiklinale und weist nur Plattenkalkenbsp;auf, der südliche bildet wahrscheinlich eine Aufschiebung; wir finden auf deutlichnbsp;dolomitischen Kalken an der Südseite mehr oder weniger dünn-plattige Bankenbsp;an der Nordseite. Auch in diesen beiden Zonen sind aber keine Los.silien gefundennbsp;worden.

Die Machtigkeit dieser Lormation ist sehr ungleich. Im Nord-Westen ist sie ungefahr 650 m, wahrend sie nach Ostemallmahlich abnimmt und nördlich Provonbsp;nur dl 250 m erreicht. Auch aus Beobachtungen von Von Kerner (Lit. 13), der imnbsp;benachbahrten westlichen Geblete eine stark gegen Norden abnehmende Dickenbsp;der Chondrodontenschichten erwahnt, geht hervor, dass die Machtigkeit diesernbsp;Lormation stark wechselt. Allerdings ist es möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, dass die grossen Machtigkeiten im Nord-Westen unseres Gebietes zum Teilnbsp;nur scheinbar sind, und durch Schuppenbau erklart werden müssen.

III. Rudistenkalke.

Unter diesem Namen sind eine grosse Anzahl von petrographisch verschie-denen Kalken zusammengefasst worden. Am meisten verbreitet sind fast weisse, dichte bis zucke r-k ö r n i g e, oft fast ungeschichtete, manch-mal undeutlich brekziöse K a 1 k e und milch kaffee -farbige, kompa k t e, etwas besser geschichtete K a 1 k e.

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STRATIGRAPHIE

Erstere zeigen im Dünschliff eine sehr feine, bisweilen auch stark rekris-tallisierte Struktur; in diesen Kalksteinen findet man manchmal Rudistenschalen-fragmente und Klein-Foraminiferen (besonders Milioliden und bisweilen auch Textulariden); vereinzelt kommen auch Korallen und Lithothamnien vor, wahrendnbsp;in einigen Dünnschliffen sehr kleine Querschnitte von Dolomit-Rhomboedern zunbsp;sehen sind. Letzere sind meistens sehr fein-körnig, bisweilen etwas gröber, undnbsp;zeigen besonders viele Globigerinen (zuweilen kann man von Globigerinenkalknbsp;reden), wahrend aber auch Milioliden und Rotaliden vorkommen. In einigennbsp;dieser Kalke konnte ich Rudistenschalenfragmenten beobachten. Zwischen diesennbsp;beiden Typen gibt es zahlreiche Uebergange. Gleich über den liegenden Chondro-dontenschichten treten graue bis d u n k e 1-g r a u e, ziemlich kompakte K a 1 -k e zu Tage; im Dünnschliff sind sie etwas brekziös, zum Teil fast suboolithischnbsp;und enthalten sie Milioliden, Rotaliden und Textularia-ahnliche Klein-Foraminiferen. Bisweilen treten in den Rudistenkalken sogar makroskopisch deutlichenbsp;oolithische Partien auf. Diese sind stark kristallinisch und enthaltennbsp;neben den vielen, nur selten deutlich konzentrisch gebauten Ooiden einige Bruch-stücke ziemlich dichter Kalke. Bisweilen zeigen die Ooiden im Kern verwischtenbsp;Klein-Foraminiferen. Viele Kalke enthalten kleine Hornstei n-B ruch-s t ü c k e. Fast alle Kalke sind mehr oder weniger von Kalzitadern durchsetzt;nbsp;diese Adem haben manchmal schwarze, manchmal rote Farbe, meistens sind dienbsp;schmaleren aber grau wahrend die breiteren rein weiss sind. Bisweilen sind kleinenbsp;Verschiebungen an diesen Adem zu beobachten. An einigen Stellen sind die Kalkenbsp;bituminös. In benachbahrten Gebieten im Westen und Osten gibt es sogarnbsp;Asphalt-haltige Kalksteine. Ausserdem kommen nördlich Mandusici, zwischennbsp;den Plattenkalk-Zonen, vereinzelte sehr dunkle, fast schwarze, kör-nige, durchaderte Kalkbanke vor. Sie enthalten bisweilen deutliche Horn-steinfragmente, wahrend mikroskopisch in einer etwas mikrobrekziösen Grund-masse neben vereinzelten Globigerinen und Rudistenschalenresten zahlreichenbsp;Schnitte von Orbulinarien-artigen Fossilien zu beobachten sind. Sie sind sehrnbsp;klein (0,03 bis 0,08 mm), meistens kuglig, bisweilen etwas oval. Fast immer lasstnbsp;sich eine deutliche, aus feinen Kalzitkristallen bestehende, ziemlich dicke (0,01nbsp;bis 0,02 mm) Wand erkennen in welcher die Kalzitkristallen radiar orientiertnbsp;sind; diese Wand zeigt also bei gekreuzten Nicols ein Polarisationskreuz. Der,nbsp;von dieser Wand gebildete Wohnraum enthalt meistens ziemlich grobe, unregel-massige Kalzitkristallen. Sehr selten konnte ich in der Wand eine Oeffnungnbsp;unterscheiden. Die Rander dieser Oeffnung sind dann niemals abgerundet, sondernnbsp;immer von deutlich scharfeckigen Kristallen gebildet. Vielleicht dürfen wir sienbsp;dennoch als eine Mündung betrachten, sicher ist dieses aber bestimmt nicht. Innbsp;einigen Querschnitten ist die innere Abgrenzung der Schale ziemlich deutlichnbsp;und regelmassig rund; meistens ist sie aber volkommen verwischt und sind nuinbsp;unregelmassige, scharfeckige Kalzitkristallen an der Innenseite der Schale an-wesend. Meine Querschnitte sehen den Abbildungen von Beschoren vonnbsp;OrbuUnaria sphaerica (Kaufm.) (Lit. la) sehr ahnlich. Bei dieser Art ist aber bisnbsp;jetzt keine radiare Orientierung der ,,Wandkristallen” beobachtet worden.

Nördlich von 2ezevica fand ich einige dünne, etwas sandig anfüh-

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STRATIGRAPHIE

lende, blassgelbe bis bias s-b e i g e, dünn durchaderte Kalk-b a n k e mit muschligem Bruch.

Neben diesen Gesteinen treten oft deutliche, bisweilen sogar polygene B r e k z i e n zu Tage, in welchen wir, neben den verschiedenen Kalksteintypen,nbsp;bisweilen Hornstein-Bruchstücke entdecken können. Meistens haben diese Brek-zien eine hellrote Kittmasse und unterscheiden sich dadurch von den eozanennbsp;Konglomeraten und Brekzien. In einem Dünnschliff konnte ich folgende Bruch-•stücke entdecken: 1) suboolithische Teile mit ziemlich deutlich konzentrischnbsp;gebauten Ooiden in einer rekristallisierten Grundmasse, 2) dichte Miliolidenkalke,nbsp;3) dichte Kalke mit Textularia-artigen Foraminiferen, 4) Teile mit zerbrochenennbsp;Ooiden; diese haben dann meistens wieder eine deutlich konzentrische Schalenbsp;um die alteren zerbrochenen Teile, 5) Rudistenschalenreste. Auch kommen Brekzien vor, fast ohne Grundmasse, mit noch ziemlich gut erhaltenen Rudisten, innbsp;welchen ich in einem Bruchstück wieder Orbulinaria nachweisen konnte (geradenbsp;nördlich Mandusici), und Brekzien mit einer hell-grauen bis grünlich-grauen,nbsp;etwas körnigen Kittmasse. Diese letzteren haben grosse Aehnlichkeit mit dennbsp;eozanen Konglomeraten und Brekzien. Sie enthalten nur Bruchstücke verschie-dener Ausbildungsformen der Rudistenkalke; mikroskopisch erkannte ich u.m.nbsp;kompakte Miliolidenkalke, vereinzelte oolithische Partien, ,,Schalengrus”-Kalke,nbsp;und sehr viele Rudistenschalenfragmente. Zwischen diesen Bestandteilen konntenbsp;ich in einer Brekzie, die etwas SO von Fundort 9 gesammelt wurde, nebennbsp;vereinzelten Lithothamnienfragmenten, deutliche, oft unbeschadigte oberkreta-zische Orbitoiden nachweisen, wahrend in einem der Dünnschliffe auch noch einnbsp;Bruchstück einer ICamerina zu finden ist. An anderen Stellen habe ich in diesennbsp;Brekzien aber keine Fossilien gefunden. Wegen der grossen Aehnlichkeit mit dennbsp;eozanen Konglomeraten und Brekzien war es in diesen Fallen unmöglich, einenbsp;sichere stratigraphische Position dieser Brekzien anzugeben. Ich habe alle derar-tigen Brekzien, in welchen ich keine, auf Tertiar deutenden Fossilien gefundennbsp;habe, der Kreide zugestellt. Die Abgrenzung der Kreide-Brekzien den normalennbsp;Rudistenkalken gegenüber konnte nicht angegeben werden; auf der Kar te sindnbsp;deswegen keine Grenzen zwischen diese'Glieder gezogen.

Wie schnell der Uebergang von einem Typus der Rudistenkalke in einen anderen statt finden kann, entdeckte ich in einem Bruchstück aus einer Brekzie mitnbsp;roter Kittmasse; innerhalb dieses Bruchstückes anderte sich der Kalk von deutlichnbsp;kompakt bis stark oolithisch.

Ein grosser Teil der Brekzien ist bestimmt tektonischer Ursprunges, ein anderer Teil dagegen ist, wie wir oben gesehen haben, deutlich sedimentar.

Die hellen, manchmal fast weissen Kalke kommen besonders auf der Ebene zwischen Sestanovac und Zadvarje zu Tage; die milchkaffee-farbigen finden wirnbsp;am deutlichsten auf der Ebene südlich Provo, im Terrain nördlich der breitennbsp;Dolomit-Zone und in den Küstenketten. Die Brekzien sind besonders haufig innbsp;der Gegend zwischen Sestanovac und Zadvarje.

Neben diesen nur sehr schwer erkennbaren Gesteinen, kommen in den Rudistenkalken Gesteinsarten vor, die sich weniger stark in einander verlieren und zwar Plattenkalke und dolomitische Gesteine. Sie sollen selbstandig besprochen werden.

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STRATIGRAPHIE

Die Rudistenkalke enthalten nur stellenweise ziemlich viele Fossilien, be-sonders Rudisten, Capriniden, Nerineen und Actaeonellen, wahrend mikroskopisch (in Dünnschliffen) manchmal mehrere Klein-Foraminiferen nachweisbar sind (be-sonders Milioliden). Grosse Teile dieser Formation scheinen aber fast fossilleernbsp;zu sein.

Der Erhaltungszustand der Fossilien ist sehr schlecht. Auspraparierte Exem-plare kommen nie vor und die Bestimmung gründet sich fast immer nur auf Durchschnitte. Es folgt hier eine Eiste der von mir bestimmten Eossilien, nebennbsp;welchen die bis jetzt bekannten .stratigraphischen Grenzen jeder Art angege-ben sind ;

Santonien.

Ob.-Santonien bis Unt.-Campanien. Ob.-Santonien.nbsp;Unt.-Turon.nbsp;Ob.'Kreide.nbsp;Angoumien.nbsp;Ob.-Kreide.nbsp;Angoumien.

Santonien.

Hippurites {Vaccinites) gaudryi Munier-Chalmas.

Hippurites (Vaccinites) sulcatus Defrance.

Hippurites (Vaccinites) praesulcatus Douvillé. Eoradiolites italicus Montagne.

Radiolites (Radiolitella) guiscardiana (Pirona). Biradiolites langulosus d’Orb.

Sauvagesia meneghiniana (Pirona) .

Sauvagesia tturriculata (Catullo). Lapeirouseia 1 pervinquierei (Toucas).

Medeella sp.

Sauvagesia sp. tBiradiolites sp.

Ob.-Kreide.

Ob.-Kreide.

Unt.-Turon.

Caprinidae gen. indet. (?aff. Caprinuloidea). Actaeonella (Volvulina) crassa d’Orb.nbsp;Actaeonella lamarcki Sowerby.

Aptyxiella dalmatica Montagne.

Aptyxiella sp.

Ob.-Cenoman bis Unt.-Turon.

Cenoman bis Turon. Cenoman bis Turon.nbsp;Ob.-Kreide.

Nerinea schiosensis Pirona.

Nerinea cochleaeformis Conrad.

Nerinea sp. (7'jaekeli Futterer).

Keramosphaerina tergestina Stache.

Aus dieser Liste geht ein Unt.-Turon bis Unt.-Campanien Alter dieser Rudistenkalke hervor.

In den Kreide-Brekzien etwas oberhalb Fundort 9 fand ich (in Dünnschliffen) einige Querschnitte oberkretazischer Orbitoiden. Herr Dr. M. G. Rutten hat sienbsp;als Orbitoides sp., Lepidorhitoides sp. und tClypeorbis sp. bestimmt, wahrend ichnbsp;ausserdem einen Querschnitt von einer Omphalocyclus sp. nachweisen konnte.nbsp;Diese Genera sind alle auf dem Maestrichtien beschrankt. Es ist bedeutungsvoll,nbsp;dass auch Voorwijk (Lit. 37, S. 8) aus einer Kreidebrekzie kretazische Orbitoiden beschrieben hat. Man muss also mit der Möglichkeit rechnen, dass dienbsp;Kreide-Brekzien z.T. jünger sind als die nicht-brekziösen Rudistenkalke und dassnbsp;sie Maestrichtien-Alter haben.

Wir finden für die untere Grenze der Rudistenkalke einen deutlichen

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STRATIGRAPHIE

Übergang in die liegenden Chondrodontenschichten. An der oberen Grenze aber tritt oft eine stratigraphische Lücke auf (zwischen Unt.-Campanien und Luté-tien), in welcher Zeit an einigen Stellen Kreide-Brekzien abgelagert worden sind,nbsp;an anderen Stellen aber bestimmt keine Ablagerung statt gefunden bat, deunnbsp;hier grenzen dichte kompakte Kalke mit deutlichen Rudisten unmittelbar annbsp;den tertiaren Foraminiferenkalken von Lutétién-Alter. In Nord-Dalmatien sindnbsp;als Sedimente dieser Zeit die z.T. marinen, z.T. brackischen, z.T. süsswasser-Ablagerungen der I iburnischen Stufe anwesend, wahrend in der Nahe vonnbsp;Knin (Lit. 16) an der Grenze zwischen Rudistenkalken und Foraminiferenkalkennbsp;Bauxitablagerungen in vielen kleinen Linsen vorkommen. Letztere sind, nachnbsp;Von Kerner, als fossile Terra-Rossalager einer Festlandsperiode anzusehen. Innbsp;meinem Geblete kommt an einer einzigen Stelle (gerade nördlich Fundort 7, annbsp;der grossen Küstenstrasse) eine derartige Bauxitbank vor. Hier fand ich vonnbsp;Süden nach Korden folgendes Querprofil:

1) nbsp;nbsp;nbsp;deutlichen Rudistenkalk mit Rudisten (Santonien). Mikroskopisch

enthalten sie Klein-Foraminiferen, u.m. IGümbelina sp.....

2) nbsp;nbsp;nbsp;dunkel-rote bis gelb-rote Bauxite..............d:: 2|- m.

3) nbsp;nbsp;nbsp;sehr dichten kompakten, heil bis dunkel-grauen Kalk mit, u. d. M.,nbsp;sehr feinschaligen kleinen Lamellibranchiaten und wahrschein-

lich Klein-Foraminiferen..................zb nbsp;nbsp;nbsp;inbsp;nbsp;nbsp;nbsp;m.

4) nbsp;nbsp;nbsp;knolligen, grauen bis braunen, brekziösen, rot bis gelblich ge-

fleckten Kalk.......................zh nbsp;nbsp;nbsp;1nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;m.

5) nbsp;nbsp;nbsp;kompakten, sehr dunkel-grauen Kalk mit winzigen Schnecken-fragmenten und etwas helleren, schwarz gefleckten Kalk. Ernbsp;gleicht stark den Chara-Kalken von anderen Orten in Dalmatien;

es wurden jedoch keine Chara aufgefunden.........zh i ni.

6) nbsp;nbsp;nbsp;sehr dunkel-braunen bis grauen Kalk mit undeutlich begrenzten

grossen schwarzen Flecken. Er enthalt verschiedene Klein-Eora-miniferen.........................zb7 nbsp;nbsp;nbsp;m.

7) nbsp;nbsp;nbsp;unregelmassig dunkei und heil gefleckten Kalk mit deutlichennbsp;Alveolinen und sehr vielen Exemplaren von Orhitolites complanata

Lam. und Milioliden....................zh nbsp;nbsp;nbsp;1nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;m.

8) nbsp;nbsp;nbsp;normalen Eoraminiferenkalk mit Alveolinen und Camerinennbsp;(Lutétien).

Vielleicht können wir die Gesteinsfolge 2—6 als ein Aequivalent der oben-genannten Liburnischen Stufe ansehen; das dünne Faket kann aber nicht selb-standig in die Karte eingetragen werden.

Die Rudistenkalke finden wir als Kerne fast aller Küstenketten, als Elügel der Antiklinalen mit Dolomit-Kernen und als einziges Baumaterial grosser Berg-züge und Ebenen. Die Machtigkeit dieser Eormation lasst sich nicht genau be-stimmen; sie kann vielleicht mehr als 1300 m sein. Die Schwierigkeit einer Mach-tigkeitsbestimmung ist hier, wie bei den vorhergehenden Eormationsgliedern,nbsp;dass man in Gebieten, wo nur Rudistenkalk vorkommt, nicht ausfindig machennbsp;kann, ob anomale Kontakte (Schuppengrenzen) anwesend sind.

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STRATIGRAPHIE

Ilia. Plattenkalke der Rudistenkalke.

Mit dieser Signatur sind sehr deutlich geschichtete, oft sogar intensiv ge-faltelte, meistens dünnplattige, bisweilen etwas dicker plattige Kalke angegeben. Sie enthalten niemals Fossilien. Die dünnplattigen Partien sind dennbsp;Plattenkalken der oberen Chondrodontenschicliten ganz gleich. Ihre strati-graphische Stelle ist nicht immer anzugeben. Oft finden wir schmale bis sehrnbsp;schmale Streifen zwischen den normalen Rudistenkalken eingelagert. Von diesennbsp;Streifen konnten nur die grosseren auf der Karte angegeben werden (die Streifennbsp;oberhalb Blato, die zwei südlichen Streifen nördlich Mandusici und die Vorkommennbsp;in der Nahe von D. Vukusici). Auch aber kommen deutliche Plattenkalkzonennbsp;vor im Zentrum einer Antiklinale (gerade südlich G. Vukusici und etwa an dernbsp;SW Ecke des Poljes von Smilovici). Diese beiden letzteren Zonen liegen in dernbsp;Verlangerung der als Chondrodontenschichten betrachteten Zone von Plattenkalken und Dolomit nördlich Blato. Es ist wahrscheinlich, dass es sich auch hiernbsp;um die obersten Partien dieser Chondrodontenkalke handelt. Da aber keinenbsp;Fossilien gefunden wurden und auch keine dolomitischen Gesteine vorkommennbsp;lasst sich dieses nicht entscheiden.

Es ist immerhin möglich, dass auch ein Teil der kleineren Plattenkalkzonen als alter angesehen werden muss, ihr Vorkommen also durch isoklinale Faltennbsp;oder Schuppenbau zu erklaren ist. An einer Stelle, NO von D. Vukusici kommtnbsp;aber eine Anzahl schmaler Zonen sehr dünnplattiger Kalke zu Tage in einemnbsp;deutlich gegen Süden geneigten Südflügel einer Antiklinale. Hier ist Schuppenbaunbsp;ausgeschlossen und müssen die Plattenkalke sicher als Einlagerungen in dennbsp;Rudistenkalke betrachte! werden.

Von Kerner (Lit. 14) hat in seiner Karte die Plattenkalke der Chondrodontenschichten und die plattigen Schichten der Rudistenkalke wegen ihrer grossen petrographischen Aehnlichkeit, mit der gleichen Signatur angegeben. Diese An-gabe kann aber nicht beibehalten werden, da sie, wenn auch petrographisch ganznbsp;gleich, stratigraphisch ganz verschieden sind.

Diese Plattenkalke kommen nur nördlich der Landstrasse von Blato nach 2ezevica zu Tage. Wie schon erwahnt, sind nur die bedeutendsten Zonen in dernbsp;Karte eingetragen.

Illb. Dolomitische Fazies der Rudistenkalke.

Genau wie die meisten Plattenkalke (lila) bilden auch diese Dolomite kein selbstandiges Formationsglied; wir finden sie als mehr oder weniger dicke, sehrnbsp;unregelmassige Banke in den Rudistenkalken eingelagert. Es sind keine reinenbsp;Dolomite sondern mehr oder weniger stark dolomitischenbsp;Kalke von einer oft etwas blassbraunlich-grauen, selten mehr weissen Farbe.nbsp;Manchmal enthalten sie deutlich makroskopisch nachweisbare Rudistenf ragmen te.nbsp;Mikroskopisch sehen wir in einer ziemlich sparlichen, kalkigen Grundmasse vielenbsp;Rudistenschalenfragmente und Dolomitkristalle; letztere sind meistens ziemlichnbsp;unregelmassig und schmiegen sich in diesem Fall fast an einander, seltener kommen

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STRATIGRAPHIE

isolierte, Kristallen mit schoner Rhomboederform vor. Immer sind sie ziemlich gross (bis etwa 0,4 mm).

Die Trennung der anderen Gesteinsausbildungen ist ziemlich leicht durch ihre auffallende braunlich-schwarze Verwitterungsfarbe und ihre stark abge-rundeten Oberflachen. In der Richtung des Streichens gehen sie oft schnell innbsp;normale, kompakte Rudistenkaike über.

Es war nicht möglich, jeden Dolomit-Streifen in die Karte einzutragen. Die scheinbar breiten Zonen auf der Karte bestellen immer aus einem wiederholtennbsp;Wechsel von Dolomiten und Kalken. Sehr schmale Zonen sind nicht angegeben.

Von den Dolomiten der Mittleren Kreide (I) unterscheiden sie sich durch die Anwesenheit deutlicher Rudistenschalen und durch ihre starker kalkige Be-schaffenheit (siehe unten).

Auch diese Faziesentwickelung tritt fast nur im nördlichen Teil unseres Gebietes zu Tage.

Chemische Analysen einiger Kalk- und Dolomitprohen.

. (nach Herrn A. Dupont)

Es folgen die Ergebnisse einiger chemischen Analysen, welche das Verhaltnis von Ca und Mg in einigen Kalken und Dolomiten zeigen;

Vol. %

CaCOg = ± 94 % MgCOs = ± 6 %nbsp;CaCOg = ± 92 %nbsp;MgCOa = ± 8 %nbsp;CaCOs = ± 82 %nbsp;MgCOg = ± 18 %nbsp;CaCOg = ± 56 %nbsp;MgCOg = ± 44 %


Gew. %

CaO = 53,17 % MgO = 2,43 %nbsp;CaO = 52,24 %nbsp;MgO= 3,23%nbsp;CaO = 47,36%nbsp;MgO=. 7,38%nbsp;CaO = 33,98 %nbsp;MgO = 19,08 %


1) nbsp;nbsp;nbsp;milchkaffee-farbiger Rudistenkalk:

2) nbsp;nbsp;nbsp;weisser, zucker-körniger Rudistenkalk:

3) nbsp;nbsp;nbsp;Dolomit aus den Rudistenkalken:

4) nbsp;nbsp;nbsp;Mittel-Kretazischer Dolomit:

IV. ? Liburnische Stufe.

Hierzu gehort eventuell das schon auf S. 17 erwahnte dünne Raket mit u.m. Bauxit und Schnecken-Schichten.

V. Mittel-eozane Konglomerate und Brekzien, und Foraminiferenkalke.

Diese, sich teilweise vertretenden oder ineinandergreifenden Formations-glieder bilden das Hangende des Rudistenkalkes. Sie liegen diesem letzteren kon-kordant auf und bilden, abgesehen von den unter IV erwahnten, sehr lokal auf-tretenden Gesteinen, in dieser Gegend die altesten tertiaren Gesteine.

a. Die Konglomerate und Brekzien. Ihre Ausbildung ist sehr wechselnd. Wir finden ziemlich grobe Brekzien und Konglomerate mit mehr odernbsp;weniger deutlich abgerundeten Elementen bis 20 cm Diameter und sehr feinenbsp;Mikrobrekzien. An einer Stelle, bei dem Nordflügel der Antiklinale von Ora, scheint

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STRATIGRAPHIE

es, dass die gröberen die alteren sind, wahrend die feineren den hangenden ,,Hornsteinführenden Plattenkalken des Eozans” direkt unterlagern. Nur annbsp;einer anderen Stelle, an der Südseite der Antiklinale von Sv. Nikola, ist eine der-artige Gesteinsfolge zu beobachten; hier liegen die groben Brekzien direkt gegennbsp;die Kreide-Gesteine, wahrend sehr feine, mikrobrekziöse Foraminiferenkalke amnbsp;Kontakt mit dem Flysch aufgeschlossen sind. Die Trennung der groben undnbsp;feinen Brekzien ist nimmer schart durchzuführen; zwischen diesen beiden Typennbsp;gibt es zahlreiche Uebergange. Konglomerate mit gut abgerundeten Rollsteinennbsp;kommen nicht vor.

In den Brekzien sind bisweilen kompakte, milchkaffee-farbige oder dunkel-braune, sandig anfühlende Kalkbanke eingelagert.

Unter den Elementen dieser Brekzien und Konglomerate finden wir;

1) nbsp;nbsp;nbsp;Bruchstücke von milchkaffee-farbigem, kompaktem Rudistenkalk.

2) nbsp;nbsp;nbsp;Bruchstücke von weissem, etwas zuckerkörnigem Rudistenkalk.

3) nbsp;nbsp;nbsp;Kleine Bruchstücke von tast schwarzem Kalk.

4) nbsp;nbsp;nbsp;Bruchstücke von stark oolithischem Kalk.

5) nbsp;nbsp;nbsp;Kompakten, Milioliden-haltigen Kalk.

6) nbsp;nbsp;nbsp;Rudistenschalenfragmente.

7) nbsp;nbsp;nbsp;Bruchstücke von Alveolinenkalken.

Das Bindemittel ist meistens grau-grün, bisweilen etwas mergelig und ziem-lich weich. Besonders die feineren Abarten sind oft fossilreich; sie enthalten in der Kittmasse Camerinen, Alveolinen, Discocyclinen, bisweilen Gypsina sp. undnbsp;Lithothamnien. Fast immer finden wir eine grosse Menge Klein-Foraminiferen.nbsp;Das Vorkommen von abgerundeten Alveolinenkalk-Bruchstücken in diesen Brekzien beweist, dass in der Umgebung schon vor der Ablagerung der Brekzien reinenbsp;Alveolinenkalke gebildet sein müssen (siehe auch Voorwijk, Lit. 37, S. 12).nbsp;Unsere Brekzien sind also das Aequivalent der Mosorbrekzien und Konglomeratenbsp;von Voorwijk, die in unserem Gebiete nach Osten an Machtigkeit abnehmen.

Bei Fundort 9 fand ich in einer eingelagerten, dünnen, etwa milchkaffee-farbigen, kompakten Kalkbank zahlreiche Querschnitte von Dictyoconus sp. Etwas mehr nach NW, fast an der Grenze mit dem Flysch, kommt eine Kalkbank vor, die ausserlich mit den viel alteren Charakalken von anderen Orten Dalmatiensnbsp;grosse Aehnlichkeit zeigt. Es ist ein ziemlich körniges Gestein, von braun-grauernbsp;Farbe, fast ohne Kalzitadern. Mikroskopisch enthalt dieser Kalk neben vielennbsp;Klein-Foraminiferen und Spiculae von Spongien, zahlreiche, vollkommen ab-gerundete, kleine Quarzkörnchen. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine,nbsp;raumlich sehr beschrankte Einlagerung; ich habe an keinen anderen Stellen einenbsp;solche Bank gefunden.

b. Mittel-eozane Foraminiferenkalke. Meistens sind es grob-körnige, bisweilen fast mikrobrekziöse, braunlich-beige Kalke, die sehr viele Fossilien (Camerinen, Assilinen, und auch Discocyclinen, Echiniden undnbsp;Lamellibranchiaten) enthalten. Daneben kommen auch viel mehr kompakte,nbsp;etwas brannere Kalke vor mit vereinzelten Alveolinen. Wahrscheinlichnbsp;entstammen letztere einem etwas tieferen stratigraphischen Niveau. An einernbsp;Stelle (Fundort 29) finden wir sehr zahlreiche Discocyclinen in einem braunlich-

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STRATIGRAPHIE

gelben, körnigen Kalk, wahrend an anderen Stellen w e i s s e, k o m p a k t e, stark durchaderte K a 1 k e mit vereinzelten Camerinen vorkommen. Letzterenbsp;kann man leicht mit den weissen Rudistenkalken verwechseln.

Die gegenseitige Trennung dieser zwei Formationsglieder ist oft ganz deutlich, bisweilen aber (bei den fast mikrobrekziösen Kalken und feinen Mikrobrekzien)nbsp;eine Geschmackssache. Es ist möglich innerhalb der, auf der Karte als Brekziennbsp;angegebenen Teile Gesteinsbanke zu finden, welche man besser als Foraminiferen-kalke betrachten kann und umgekehrt. Der grösste Teil einer solchen Zone istnbsp;dann aber deutlich brekziös bezw. kalkig entwickelt.

Von den Fossilien dieser Gesteine konnte ich folgende bestimmen:

Mittel-Eozan.

U nt eres-Lutétien. Ob.-Kreide bis Eozan,nbsp;Eozan bis Rezent.nbsp;Eozan.

Eozan.

Eozan.

Eozan.

Assilina spira De Roissy. lAssilina praespira Douvillé.

7 Pellatispirella sp.

Gypsina globula (Rss.).

Orbitolites complanata Lam.

Alveolina elongata d’Orb.

AlveoUna ?ovula Stache.

Alveolina {Flosculina) dicipiens Schwager.

Discocyclina nov. sp.

Dictyoconus sp. nbsp;nbsp;nbsp;Eozan.

Lithothamnium sp.

Diese Fossilien deuten sehr wahrscheinlich auf Unteres-Mittel-Eozan. Weiter finden wir oft unbestimmbare Camerinen, Alveolinen, Discocyclinen und Klein-Foraminiferen (besonders Milioliden sind haufig). In den Foraminiferenkalken beinbsp;Blato, welche ausserordentlich fossilreich sind, kommen noch Echiniden, Gastro-poden und Lamellibranchiaten vor. Sie sind aber nicht aus dem Gestein zu lösennbsp;und infolgedessen unbestimmbar.

Die Gesteine dieser Formationen bilden die Flügel vieler Antiklinalen und Aufschiebungen und an einigen Stellen (bei Ora, G. Brela und Blato) die Kerne dernbsp;Antiklinalen.

Ihre Machtigkeit wechselt von etwa'50 m bis etwa 170 m.

VI. Hornsteinführende Plattenkalke des Eoziins.

Diese Formation ist nur im Süd-Westen unseres Gebietes in einer schmalen Zone anwesend und bildet da den Uebergang zwischen den eozanen Konglomeratennbsp;und Brekzien einerseits und dem Flysch anderseits.

Es sind sehr deutlich geschichtete, mehr oder weniger plattige bis dünn-bankige, etwas mergelige K a 1 k e, von ziemlich dunkel-grauer bisnbsp;grüniich-brauner oder blassgelblich-brauner Farbe und von sparlichen Kalzita-dern durchsetzt; bei der Verwitterung wird die Oberflache hell-grau bis weiss-grau.nbsp;Auf frischem Bruch können wir eine deutliche Schichtung erkennen indem dienbsp;dunkleren Teile und die etwas helleren Teile einander als unregelmassige Bandenbsp;ablösen. Auffallend und charakteristisch ist das Vorkommen kleiner Hornstein-knollen von meistens etwa 1 cm Durchmesser. Sie sind oft etwas oval.

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STRATIGRAPHIE

bisweilen sogar ganz plattig und folgen der Schichtung; ihre Farbe schwankt von sehr dunkei grün-grau bis fast weiss. Auch grössere Hornsteinknollen (bis etwanbsp;5 cm Durchmesser) kommen vereinzelt vor. Durch ihre grössere Widerstands-fahigkeit werden sie aus dem Gestein ausprapariert und ragen dann oft als deutlichenbsp;Wülste darüber hinaus. Auch auf dem Boden fanden wir mehrere, völlig auspra-parierte Knollen dieses Hornsteins.

Die Gesteine sind fast fossilleer. Mikroskopisch konnte ich nur Bruchstücke von Klein-Foraminiferen (u.a. Milioliden) entdecken. Ihre stratigraphische Position ist aber sicher, da sie konkordant zwischen den eozanen Konglomeraten undnbsp;Brekzien und dem Flysch lagern.

Der Uebergang nach den liegenden Konglomeraten ist ziemlich scharf, nach oben gehen die Plattenkalke allmahlich in die Gesteine des Flysch über.

Am deutlichsten ist diese Formation in der Umgebung von Tadici. Durch ihre leichte Erkennbarkeit und sehr gute Schichtung fallen die von ihr umsaumtennbsp;Antiklinalendeutlichauf.Weiter nach Osten zu wird die Zone allmahlich schmalernbsp;und verschwindet etwa bei Buljevici. Ein zweites, sehr lokales Vorkommen findennbsp;wir an einer der drei Schuppen westlich Marasovici, wo diese Gesteine den Nord-flügel bilden.

Die Machtigkeit dieser Formation muss an der Westgrenze unseres Gebietes etwa 80 m sein; im westlich angrenzenden VooRWijK’schen Gebiete ist sie nurnbsp;wenig grösser.

VII. Glaukonitkalke.

Diese Formation bildet an einer Stelle das Hangende der Foraminiferen-kalke. Sie ist nur in einem schmalen Streifen in der Küstenkette, in einer über-schobenen Synklinale entwickelt. Es sind g r o b e, grünlich-beige bis grau-gelbe K a 1 k e oder mergelige Kalke; bisweilen ist eine mehr oder wenigernbsp;deutliche knollige Absonderung zu beobachten.

Das Gestein enthalt zahlreiche, dunkle, fast schwarze Körnchen. Mikroskopisch ist zu sehen, dass es sich hier um dunkel-grüne Glaukonit - Körnchen handelt, die öfters als Ausfüllungen von Foraminiferen, speziell von Discocyclinennbsp;auftreten.

Die Gesteine sind sehr fossilreich. Neben massenhaften Klein-Foraminiferen (besonders viel Globigerinen) kommen gut erhaltene, fast auspraparierte Cameri-nen, Assilinen und Discocyclinen vor; die mergeligen Teile sind bisweilen fastnbsp;ausschliesslich aus diesen Gross-Foraminiferen aufgebaut mit nur sehr sparlichernbsp;mergeliger Kittmasse, aus welcher sie sich sehr leicht lösen lassen. Weiter fand ichnbsp;noch mehrere, schlecht erhaltene Echiniden, deutliche aber unbestimmbare Gas-tropoden, eine Krabbe und sehr fragliche Crinoidenreste.

Schon Stache (Lit. 35) und Schubert (Lit. 29) nennen das Vorkommen von ,,Krabbenschichten” als Uebergang zwischen Foraminiferenkalken und Flysch-mergeln. Besonders in Istrien sind diese Schichten ,,krabbenreich”, wahrend innbsp;Dalmatien, nach ihnen, diese Fossilien seltener werden, die knollige Absonderungnbsp;hingegen deutlicher. Sie denken sich diese ,,Krabbenschichten” an der Basis des

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STRATIGRAPHIE

Oberen-Mittel-Eozan, als die Liegendschichten des Flysches. Nach ihren Angaben haben diese Schichten nur sehr geringe Machtigkeit (bis einige Meter) und sindnbsp;darum niemals mit eigener Signatur auf den Karten angegeben. Voorwijk sprichtnbsp;von „Knollenkalke und Knollenmergel” (Lit. 37); wahrscheinlich haben wir innbsp;diesen Kalken und Mergeln das Aequivalent unserer Formation zu suchen, die sichnbsp;aber unterscheidet durch die charakteristischen Glaukonit-Körnchen und durch dennbsp;grossen Gehalt an Fossilien, wahrend Voorwijk’s Gesteine tast fossilleer sind.

Von den gefundenen Fossilien konnte ich folgende spezifisch oder generisch bestimmen:

Lutétien bis Auversien. Lutétien.

Mittel-Eozan.

Mittleresbis Oberes-Lutétien.

Camerina perforata (Den. de Montf.).

Camerina lucasana (Defr.).

Assitina spira de Roissy.

Discocydina munieri Schlumb.

Discocydina sp.

IHemiaster sp.

Wahrscheinlichkeit auf

grosser

Das Alter dieser Formation ist also mit Oberes-Lutétien zu stellen.

Die Machtigkeit lasst sich nicht genau angeben; sie muss aber mindestens 25 m sein.

VIII. Flysch-Formation.

Der Flysch umfasst eine Anzahl ganz verschiedener Gesteine undzwar: weiche Mergel, Kalksandsteine, Kalksteine und lockere B r e k z i e n.nbsp;Nach dem Rudistenkalk nimmt der Flysch die grössten Oberflachen auf der Kartenbsp;ein.

Die Mergel; Sie haben meistens eine blauliche bis grünlich-graue Farbe und dichtes Gefüge mit muschligem Bruch. In der Gegend von Blato sind sie etwasnbsp;körniger, haben eine weniger blaue Farbe und unterscheiden sich von den ,,Küsten-mergel” durch eine meistens sehr undeutliche knollige Absonderung und einennbsp;Gehalt an dunkien Glaukonit-Körnchen. Durch ihre knollige Absonderung glei-chen sie den von Voorwijk (Fit. 37) im angrenzenden westlichen Gebiete angegeben Knollenmergeln, durch ihren Glaukonit-Gehalt gleichen sie den Glaukonit-kalken. Nach Osten wird diese Ausbildung allmahlich undeutlicher; sie zeigennbsp;in dieser Zone aber niemals die so typische, blau-graue Farbe vieler ,,Küsten-mergel”.

Immer haben die Mergel einen deutlichen Gehalt an Quarzkörnern. Diese sind zum Teil scharfeckig und klar, zum Teil abgerundet und trüb. Neben diesen Quarzkörnern kommen Spuren Eisenerz vor.

Die Mergel sind immer sehr intensiv gefaltet. Makroskopisch sind sie fast fossilleer, enthalten aber an manchen Stellen eine reiche Mikrofauna (siehe Kap.nbsp;IV, S. 44). Wie aus der, dort gegebenen Liste hervorgeht, ist ein mittel-eozanesnbsp;bis ober-eozanes Alter der Mergel am wahrscheinlichsten ( 93 bezw. 98 der gefundenen Arten sind aus diesen Stufen bekannt; ausserdem deuten Hantkenina liebusinbsp;Shockina und Hantkenina longispina Cushman auf Mittel-Eozan bis Unteres-

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STRATIGRAPHIE

Ober-Eozan und bezw. Unter-Eozan bis Unteres-Ober-Eozan, wahrend Clavulina szahoi (Hantken) in Dalmatien kennzeichnend ist für dieselben Stufen). Diesesnbsp;Alter ist in guter Uebereinstimmung mit der, mittels den Gross-Foraminiferennbsp;bestimmten stratigraphischen Position des Flysch (siehe unten).

Neben den Mergeln kommen, besonders im südlichen Abschnitt, Kalksand-steine, Kalksteine und Brekzien in deutlichen Banken als kartere Teile vor. Die Kalksandsteine zeigen auf frischem Bruch eine graue Farbe, sind aber meistensnbsp;grau-braun verwittert. Sie sind fast ausschliesslich aus scharfeckigen Quarzkörnernnbsp;und Kalksteinfragmenten aufgebaut, zeigen aber im Dünnschliff auch vereinzeltenbsp;Glimmer-Teilchen. Sie sind fast steril; nur sehr wenige kleine Camerinenfragmentenbsp;konnten beobachtet werden. Durch ihre Harte und deutliche Schichtung war esnbsp;möglich an einigen Stellen noch einige tektonische Strukturen in dem Flysch zunbsp;entdecken.

Kalkbanke kommen nicht oft, aber in vielen Ausbildungen vor. Ich habe dunkel-braune, kompakte, fast nicht durchaderte Kalke, hell-gelbe bis weisse,nbsp;weiche, mehr oder weniger mergelige Kalke und mikrobrekziöse, braunlich-gelbenbsp;Kalke gefunden. Die letzteren sind meistens fossilreich und bilden gewisserma.ssennbsp;einen Uebergang zu den Brekzienbanken. Unter diesen Brekzien finden wir solche,nbsp;die fast nur aus Gross-Foraminiferen aufgebaut sind. Ihr Gefüge ist sehr locker.

Ich habe folgende Fossilarten bestimmen können:

Mittel-Eozan.

Lutétien.

Lutétien bis Auversien

Lutétien

Lutétien.

Lutétien

Lutétien.

Oberes-Lutétien.

Lutétien bis Unteres-Oligozan Mittel-Eozan.

Eozan bis Rezent.

Eozan.

Camerina millecaput (Boubée).

Camerina helvetica (Kaufmann).

Camerina perforata (Den. de Montf.).

Camerina lucasana (Defr.).

Camerina gizehensis (Forskal).

Camerina 'icurvispira (Meneghini).

Camerina globula (Leym.).

Camerina 'gt;aturica (Joly und Leym.).

Camerina Ihrongniarti (d’Archiac).

Assilina spira de Roissy.

Gypsina globula (Rss.).

Tubulostium sp.

Echinoldmpas sp.

Diese Fossilien beweisen Lutétien bis Auversien-Alter dieser Brekzien. An einer Stelle (Fundort 6) fand ich in den Mergeln vereinzelte kleine Camerinen,nbsp;wahrscheinlich Camerina budensis (Hantken). Diese deuten vielleicht auf Ober-Eozan.

In manchen hellen Kalken kommen oft deutliche Reste von Echiniden, Gastropoden und Lamellibranchiaten vor; sie sind aber ganz im Gestein einge-schlossen und können nicht bestimmt werden.

In einem, etwas dunkler-braunen Kalk fand ich schlecht erhaltene Korallen, wahrscheinlich zu den Fungidae gehorend. In den Brekzienbanken kommen mehrnbsp;oder weniger grosse Hornsteinknollen vor.

Die Flysch schichten lageren den liegenden Gesteinen konkordant auf. Sie bilden die Synklinalmulden und Antiklinalflanken in der Küstenregion, das Lie-

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STRATIGRAPHIE

gende mancher Schappen und selbstandige Antiklinalen und Synklinalen südlich Zadvarje. Landwirtschaftlich ist der Flysch von grosser Bedeutung; besondersnbsp;die Mergel sind relativ fruchtbar und es findet in den von Mergeln eigenommenennbsp;Gebieten ein intensiver Weinbau statt.

Die Machtigkeit der Flyschformation ist wegen ihrer sehr intensiven Faltelung und der Abwesenheit von Hangendschichten nicht anzugeben. Wahrscheinlichnbsp;muss sie aber wenigstens 300 bis 400 m sein.

IX. Quartare Ablagerungen.

Quartare Ablagerungen spielen in unserem Gebiete nur eine sehr unter-geordnete Rolle. Es gibt jedoch noch drei stark verschiedene Ausbildungen dieser Ablagerungen.

1) nbsp;nbsp;nbsp;Terra-Rossa. Die Terra-Rossa finden wir fast in jeder Doline. Auf dernbsp;Karte sind die Terra-Rossa Schichten nur im Polje von Pejkovici angegeben.nbsp;Diese Schichten sind geologisch ganz ohne Bedeutung, landwirtschaftlich abernbsp;sehr bedeutend indem sie die einzigen Stellen im Karstterrain sind, wo Ackerbaunbsp;möglich ist. Sogar ganz kleine, mit Terra-Rossa bedeckte Dolinenböden sind vonnbsp;den Bauern benutzt worden.

2) nbsp;nbsp;nbsp;Kalkmergelablagerungen der Cetina-Terrassen bei Blato und unterhalbnbsp;Podgrade. Es sind sehr weiche Kalkmergel in deutlich horizontaler Lage. Sienbsp;enthalten viele Schalenfragmente von Süsswasserschnecken. Mein Kollege, Herrnbsp;J. Germeraad, hat von den noch vollstandigen Exemplaren folgende bestimmennbsp;können;

Theodoxus danubialis Pfeiffer.

Valvata fiscinalis Müller.

Belgrandia germanica Clessin.

Lithoglyphus pyramidatus Möllendorf.

Pyrgula annulata nbsp;nbsp;nbsp;^

Bithynia tentaculata L.

Amphimelania holandri Férussac.

Planorbis planorbis L.

Pisidium lamnicum Müller.

Diese Fossilien deuten auf holozanes oder vielleicht noch pleistozanes Alter dieser Mergel.

Sie sind, wie die Terra-Rossa, sehr fruchtbar.

3) nbsp;nbsp;nbsp;Gehangeschutt spielt besonders in der Küstenregion eine, oft ziemlichnbsp;bedeutende Rolle. Wir finden grosse Mengen dieses Schuttes unter den steil-aufragenden Kalkkammen, in den Flyschmulden. Zum Teil ist der Schutt ver-kittet und bildet dann, in der Küstenzone, ein schwach zum Meere fallendes Paket.nbsp;Dort, WO kein Zweifel besteht über die Art des Untergrundes wurde dieser Schuttnbsp;auf der Karte über die Signatur der unterliegenden Formation angegeben; wonbsp;aber die Grenzen der verschiedenen Formationen unter diesen Schuttschichtennbsp;nicht genügend bekannt sind, ist nur Schutt angegeben.

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KAP. II. TEKTONIK.

Das Studium der Tektonik wird im grossen Masse erleichtert durch die sehr gute Erschlossenheit der verschiedenen Formationen. Nur hier und da, in dennbsp;Flyschgebieten und Dolomitzonen verbergen quartare Ablagerungen dienbsp;alteren Gesteine dem Auge. Fin zweiter Vorteil ist der scharfe Gegensatz zwischennbsp;den harten Kalken von Kreide und Unter-Fozan einerseits und den weichennbsp;Flyschmergeln anderseits, wodurch, wenigstens im Küstengebiet der tektonischenbsp;Bau noch akzentuiert wird.

Diesen Vorteilen gegenüber stehen aber einige Nachteile und zwar:

1) nbsp;nbsp;nbsp;Die schlechte Schichtung der meisten Kalke. Besonders in den grossennbsp;Gebieten, die fast nur aus Rudistenkalken aufgebaut sind, lassen Stretchen undnbsp;Fallen sich nur selten messen.

2) nbsp;nbsp;nbsp;Die grossen Schuttmassen, die öfters wichtige Kontakte bedecken können.nbsp;Besonders in der Küstenzone kommt am Fusse der hohen, steilen Kalkkammenbsp;viel Gehangeschutt vor, der über grosse Strecken den meistens anomalen Kontaktnbsp;mit dem weichen Flysch ganz verbirgt.

Diese Umstande sind Ursache, dass in den grossen Kalkgebieten die Struk-turen meistens nur sehr schematisch angegeben werden können und dass das Finfallen vieler anomalen Kontaktebenen hypothetisch ist und nicht auf Mes-sungen beruht. Die Stellen, wo wohl mit Sicherheit Strukturen in den Rudistenkalken oder das Finfallen eines anomalen Kontaktes beobachtet worden sind,nbsp;werden bei der Besprechung der verschiedenen Einheiten genannt.

Selbst wenn die grossen Massen Gehangeschutt und Ackererde, welche die Flyschgesteine öfters bedecken, abwesend waren, wurde es infolge der intensivennbsp;Faltelung unmöglich sein, alle tektonischen Strukturen des Flysch im richtigennbsp;Verhaltnis in den Profilen einzuzeichnen. Deshalb ist nur eine schematischenbsp;Andeutung der meistens sehr intensiven Faltelung gegeben. Die Stellen, wo deut-liche Strukturen im Flysch beobachtet werden können, werden im Texte ange-deutet werden.

I. Die Flysch-Zone an der Küste.

Diese Zone wird im SW von dem Meere, im NO von der Küstenkette begrenzt. Besonders der schmale, westliche Teil ist fast ganz mit Gehangeschutt bedeckt.nbsp;Dieser Gehangeschutt ist z.T. verkittet und bildet dann ein mehr oder wenigernbsp;dickes, zum Meere abfallendes Paket. Sehr deutlich lasst sich dieses beobachtennbsp;gerade an der Westgrenze, an der Küstenstrasse. Wo die Flyschgesteine selbst innbsp;diesem westlichen Teil zum Vorschein kommen, fallen sie immer steil gegen Nnbsp;ein, mit einem Stretchen wechselnd von N 90° O bis N 120° O.

Oestlich der Luka Vrulja wird die Flysch-Zone breiter und die Menge Ge-

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TEKTONIK

hangeschutt, wohl oder nicht verkittet, relativ kleiner. Ein sehr deutliches Beispiel des verkitteten Gehangeschuttes in diesem östlichen Teil der Küstenzone findetnbsp;man ungefahr 1 km NW von D. Brela an der Autostrasse.

Die Flyschmergel bilden WNW und OSO von D. Brela eine deutliche, asymmetrische Antiklinale, deren Achse fast genau mit der Küstenlinie zusammenfallt. Ein sehr schönes Querprofil dieser Antiklinale sieht man etwa 500 m westlichnbsp;von D. Brela, zwischen der Küstenstrasse und dem Meer in einem kleinen Quertal.nbsp;Der Nordflügel hat ein Einfallen von etwa 40°—45° nach N, wahrend der Süd-flügel steil (i 70°—80°) nach S einfallt, oder, an anderen Stellen, vertikal stehtnbsp;(u.m. gut zu beobachten südlich D. Brela, zwischen D. Brela und Soline und geradenbsp;NW von Baska Voda). Der Nordflügel zeigt beim Landeinwartsgehen eine immernbsp;schwacher werdende Neigung. Nördliches Einfallen können wir verfolgen bisnbsp;genau N von der Küstenstrasse; hier ist es an manchen Stellen nur noch etwanbsp;20°—25° N. Weiter nach NO fallt der Flysch immer mit ungefahr 50° nach N;nbsp;er ist hier aber stark mit Gehangeschutt bedeckt. Das Stretchen in diesem östlichen Teil wechselt von N 130° O bis N 170° O.

Ungefahr 1200 m NW von D. Brela, gerade an der Küste, in dem fast vertikal stekenden Südflügel der soebengenannten Antiklinale, kommen lokal sehr vielnbsp;grosse und kleine Camerinen vor in einer lockeren Brekzienbank (Fundort 4).nbsp;Diese Bank verschwindet sowohl nach NW wie auch nach SO schnell ins Meer.nbsp;An der ganzen Küste entlang finden wir die durch das Meer auspraparierten undnbsp;wieder herangeschwemmten Camerinen dieser Bank zurück.

II. Die Küstenkette des Orlovac und Rogoznica im W und Nevistina Stijena im 0.

Diese Kette entspricht einer hohen Aufwölbung von Rudistenkalk, die nach SW auf die Flyschmergel der Küstenzone geschoben ist. Im N wird sie von einemnbsp;Langstal gegen die folgende Kette abgegrenzt.

Der Nordflügel wird gebildet von Rudistenkalken, die unter 35°—55° nach N fallen; diesen folgen konkordant die gpzanen Foraminiferenkalke und lokal dienbsp;Flyschmergel. Letztere kommen nur an den topographisch höheren Teilen desnbsp;Langstales zu Tage; in den tieferen Teilen fehlen sie. Hieraus kann man schliessen,nbsp;dass die Erosion an diesen Stellen fast die Basis der tertiaren Gesteine in der,nbsp;dieses Langstal bildenden Synklinale erreicht hat. Die Tatsache, dass im Langstalnbsp;nördlich der Nevistina Stijena der Flysch-Streifen nur sehr schmal bleibt, beweistnbsp;dass im SO in dieser Synklinale eine starke Achsenneigung nach NW besteken muss.nbsp;Dieser Nordflügel ist meistens ein ,,dipslope”-ahnlicher Abhang. Ganz deutlichnbsp;lasst sich dieses beobachten an der Landstrasse gerade über den Pass bei Dubcinbsp;und im Langstal nördlich der Nevistina Stijena. In den höheren Teilen im SO diesesnbsp;Tales sieht man öfters in diesem Abhang kleine, mehr oder weniger konkavenbsp;Steilwande. Ihre Deutung wird im nachsten Kapitel besprochen werden.

Der Südflügel der Antiklinale besteht aus sehr steil gestellten Rudistenkalken, die an einigen Stellen von konkordanten Foraminiferenkalken bedeckt werden. Die Neigung der Schichten dieses Südflügels ist im westlichen Teil massig-steil bis steil nach N, im östlichen Teil steil nach N bis vertikal. Westlich der

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Luka Vrulja ist der anomale Kontakt mit dem Flysch wegen der grossen Schutt-menge nirgends aufgeschlossen; östlich der Luka Vrulja ist relativ weniger Schutt anwesend und kommt die Aufschiebungsebene bisweilen zum Vorschein u.a.nbsp;gerade nördlich Soline (vertikal) und an der Stelle, wo die Küstenstrasse diesenbsp;Aufschiebungebene bei der Luka Vrulja schneidet (Einfallen des Kontaktesnbsp;etwa 75° nach N.).

Die schmalen Streifen von Foraminiferenkalk, die hier und da an der Süd-grenze der Kette entlang vorkommen, beweisen, dass die Aufschiebung an der Kontaktebene nicht sehr gross gewesen sein kann.

Fine Umbiegung der Schichten in der Achsenregion ist nicht oder nur sehr schwer zu beobachten. Nur beim kleinen Passe östlich D. Brela sind mit Mühenbsp;Spuren einer Umbiegung zu erkennen.

Der westliche Teil dieser Antiklinale wird von einer ganz schmalen Zone ter-tiarer Gesteine, welche gerade südlich der höchsten Gipfel verlauft, in zwei Teilen zerlegt. Die Südseite dieser Zone wird von einem, unter ± 60° nach N einfallendennbsp;Streifen Foraminiferenkalkes gebildet, welcher sich nach W verschmalert und gerade über die Grenze aufhört (siehe Lit. 37; von Voorwijk irrtümlich etwa 200 mnbsp;zu weit nach S angegeben); nach O lasst er sich verfolgen bis an der Luka Vrulja,nbsp;WO er allmahlich schmaler wird und schliesslich ganz verschwindet. Ausgenom-men im O und W wird diese Zone von Foraminiferenkalk an der Nordseite, innbsp;einer schmalen Verebnung im Terrain, von konkordanten Glaukonitkalken be-deckt. Diese Glaukonitkalke grenzen im N direkt an die, ungefahr 60° N-fallendennbsp;Rudistenkalke; es liegen ein anomaler Kontakt und eine ganz kleine Aufschiebungnbsp;vor. Die Küstenkette bildet also im W eine ,,Doppeltaufschiebung”.

Gerade nördlich des Passes bei Dubci finden wir isolierte Reste der grossen Cetina-Ebene (siehe Kap. III). Der südlichste Teil dieser Reste gehört unserernbsp;Kette an und zeigt eine deutliche Schiefstellung mit einer schwachen Neigungnbsp;nach N. Diese Ebene schneidet die Schichten, ist also jünger als die grosse Oro-genese; die Schiefstellung deutet aber auf eine junge Erhebung der Küstenkettennbsp;mit Bezug auf die weiter von der Kilste entfernten Teile des Gebietes.

III. Der Bergzug des Tilovica und Srederice.

Dieser Bergzug ist, wie wir gesehen haben, durch ein schmales, tiefes, teils mit Flysch bedecktes Langstal von der Küstenkette getrennt. Eine kleine, N—S ver-laufende Querkluft teilt diese Kette in einen westlichen und einen östlichennbsp;Abschnitt. Der westliche Teil ist für uns der interessantere; er besteht aus einernbsp;Antiklinale von welcher nach W die Antiklinale von Ora abzweigt.

Der sehr steile Südflügel der grossen Antiklinale ist immer aus den harten, steil nach N fallenden Rudistenkalken aufgebaut und steht nach S in einem ano-malen Kontakt mit den Flyschmergeln oder P'oraminiferenkalken des Langstales;nbsp;gute Messungen des Einfallens dieses Kontaktes sind infolge der grossen Mengenbsp;Gehangeschutt nicht möglich. Aus der Neigung der Rudistenkalke darf mannbsp;schliessen, dass die Kontaktebene wahrscheinlich steil gegen N abfallt.

Der Nordflügel der grossen Antiklinale und die beiden Flügel der Antiklinale

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von Ora bestehen aus einer konkordanten Folge von Rudistenkalken, eozanen Konglomeraten und Brekzien und Flyschmergeln; im westlichen Teil schiebennbsp;sich die hornsteinfiihrenden Plattenkalke zwischen den eozanen Konglomeratennbsp;und Brekzien einerseits und den Flyschmergeln anderseits, wahrend sie nachnbsp;Osten zu allmahlicli diinner werden und etwa bei Buljevici restlos verschwinden.nbsp;Dieser Nordfliigel bildet an vielen Stellen einen fast „dipslope”-ahnlichen Abhang,nbsp;andemdie Schichten mittelsteilgegen N einfallen. Nirgendwo ist dieser „dipslope”-Abhang aber so deutlich ausgepragt wie am Nordabhang der Kiistenkette östlichnbsp;Dubci.

Im Westen, an beiden Seiten von Tadici, und bei der kleinen Kluft nördlich Dubci kommen kleine vereinzelte Teile der grossen Cetina-Ebene vor (siehenbsp;Kapitel III).

Die Klarheit der Struktur der Antiklinale von Ora verdanken wir den hornsteinfiihrenden Plattenkalken, welche hier die massiven, sehr undeutlich geschich-teten eozanen Konglomerate umsaumen und durch ihre sehr deutliche Schichting und gute Erkennbarkeit den tektonischen Charakter leicht verraten. Am bestennbsp;sieht man das steil nach W Untertauchen dieser Antiklinale am Fussweg in dernbsp;Nahe des Dorfes Tadici. An der Landstrasse, etwas südlich vom Seitenwege nachnbsp;Sv. Ivan kann man das Umlaufen des Streichens deutlich beobachten. Nördlichnbsp;der Antiklinale von Ora kommt eine, im Westen mit ihr zusammenhangende,nbsp;fast isoklinal gestellte, kleine Aufwölbung von Plattenkalk vor. Deutlich siehtnbsp;man diesen Plattenkalkkamm und die nach W ausklingende, kleine synklinalenbsp;Flyschzone, wenn man dem Seitenweg, der nach Sv. Ivan einbiegt, folgt. Beimnbsp;Dörfchen Tadici sind die Plattenkalke synklinal gestellt. Der Südflügel der Antiklinale von Ora ist hier fast vertikal, der südwarts angrenzende Nordflügel dernbsp;grossen Aufschiebung ist massig steil. Nur im aussersten Osten dieser kleinennbsp;Plattenkalk-Synklinale lasst sich das Umbiegen und eine undeutlich horizontalenbsp;Lagerung der Schichten beobachten.

Etwas westlich der Antiklinale von Ora, durch einen sehr kleinen Pass von Flyschmergeln davon getrennt, finden wip eine kleine Schuppe mit einem, deutlichnbsp;konkordanten Nordflügel (Flysch-Plattenkalke-Brekzien), wahrend in dem Südflügel die eozanen Konglomerate und Brekzien direkt an den Flysch grenzen.

Der östliche Teil unserer Aufschiebung, der Srederice-Bergzug, ist viel weniger interessant. Wie gesagt wird hier die Aufwölbung von Rudistenkalk im S be-grenzt von dem schmalen Langstal nördlich der Nevistina Stijena; der Kontaktnbsp;mit den Flyschmergeln und Foraminiferenkalken ist hier anomal, aber grossenbsp;Mengen Schutt verbergen ihn fast vollkommen. Dieser Schutt ist unter dem Dorfnbsp;Sokoli, in dem hier bréiteren, muldenförmigen Tal, verkittet. Die Deutung diesesnbsp;verkitteten Schuttes wird im nachsten Kapitel besprochen werden. Genaunbsp;westlich des Gipfels Srederice kommt noch eine sehr kleine, schmale Zone mitnbsp;Foraminif erenkalken und Flyschmergeln vor, ebenfalls mit einem anomalennbsp;Kontakt an ihrer Nordseite; auch hier ist also — wie im westlichen Teil der Küsten-kette — die betrachtete Aufwölbung in sich selbst verschuppt. Im Nordflügelnbsp;des Srederice-Bergzuges finden wir eine konkordante Folge von ziemlich steilnbsp;N-fallenden Rudistenkalken, eozanen Konglomeraten und Brekzien und, zum

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Teil, Flyschmergeln. Oestlich des Dorfes Sokoli sind die Mergel verschwunden; die Brekzien-Zone ist sehr undeutlich zu verfolgen, aber wahrscheinlich dürfennbsp;wir die, mit Schutt bedeckte Verflachung in dem südlichen Abhang des Bukovac-Gipfels als ihre Fortsetzung ansehen.

Am W-Ende dieses östlichen Abschnittes finden wir, im von eozanen Brekzien aufgebauten Teil des Nordflügels der grossen Aufwölbung, einen Streifen fastnbsp;ungeschichteter Rudistenkalke. In der gerade südlich dieses Streifens gelegenennbsp;Zone von eozanen Brekzien lasst sich eine undeutliche synklinale Lagerung be-obachten. Ueber kurze Streckeist die Rudistenkalk-Aufwölbung hier also verdop-pelt.

Im W, bei der Kluft nördlich Dubci, ist noch ein kleiner Rest der Cetina-Ebene auf dieser Kette anwesend.

VI. Die Kette von Sv. Nikola.

Auch dieser Bergzug entspricht wieder einer Aufwölbung von Rudistenkalk. Der nord-westliche Teil zeigt ziemlich deutlich eine asymmetrische Antiklinal-struktur in den eozanen Konglomeraten und Brekzien. Diese Antiklinale ist annbsp;ihrem westlichen Ende in zwei Teilen gespalten; beide Teile, aber besonders dernbsp;kleine nördliche, zeigen ein steiles, axiales Untertauchen unter die Elyschmergelnbsp;und ein deutliches Umbiegen der Schichten. Diese zwei Teile sind von einandernbsp;getrennt durch eine kurze, etwas asymmetrische Flysch-Synklinale mit gegennbsp;Osten ansteigender Achse. Die Strukturen werden hier im W etwas verwischtnbsp;durch die Anwesenheit von Teilen der grossen Cetina-Ebene. Weiter süd-ostwartsnbsp;verschwinden diese Verebnungen; hier kommen Rudistenkalke im Zentrum zumnbsp;Vorschein. Im Südflügel andert sich im Streichen der Antiklinale die Lagerung dernbsp;Schichten und wird von steil S allmahlich vertikal und schliesslich steil N, wahrendnbsp;die Antiklinale, mittels einer steilen Aufschiebung, zuletzt auf die schmale, nachnbsp;S folgende Synklinale geschoben ist. Etwa bei Sv. Nikola verschwinden die Mergelnbsp;an der Südseite und wird die Südgrenze dieses Bergzuges durch eine schmale, fastnbsp;ganz mit Schutt bedeckte Verflachung im grossen Bukovac-Abhang gebildet, worinnbsp;wir nur SO von Sv. Nikola noch tertiare Brekzien entdecken konnten. Auch innbsp;dieser Synklinale lasst sich also ein steiles, axiales Aufsteigen gegen den Biokovonbsp;hin beobachten.

Der Nordflügel zeigt eine massig steil gestellte Folge von Rudistenkalken, eozanen Konglomeraten und Brekzien und Flyschmergeln in dem unteren, nord-westlichen Teil; süd-östlich Sv. Nikola verschwinden auch hier die Flyschmergelnbsp;und wird das ganze Langstal mit einer Schuttschicht bedeckt.

Die ganze Antiklinale zeigt deutliche Achsensteigung gegen SO; nur bei Sv. Nikola ist die Neigung der Achse fiber eine kurze Strecke gegen NW gestelltnbsp;und ist ein kleiner Sattel gebildet.

Die kleinen Steilwande im Nordabhang der Kette bei Sv. Nikola werden im nachsten Kapitel besprochen werden.

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V. Die Flysch-Zone zwischen dem Tilovica und Zadvarje.

Dieses Gebiet lasst sich in zwei, ziemlich verschiedene Teile zerlegen und zwar den süd-östlichen Teil bis an der Cetina und den Teil nördlich der Cetina. In demnbsp;südlichen Teil sind die Flyschmergel und -Sandsteine nicht so intensiv gefalteltnbsp;wie in dem nördlichen Teil und wir können hier mittels der harteren Sandstein-banke einige grosse tektonische Strukturen noch ziemlich deutlich erkennen. Dienbsp;Topographic weist deutlich zwei parallele Rücken auf, von denen der nördlichenbsp;der langere ist. Die Schichten haben in beiden Rücken antiklinale Stelluug mitnbsp;massig steden Flügeln, wahrend an der Nord- und Südseite und zwischen den beiden Rücken synklinal-gestellte Flyschgesteine vorkommen. lm aüssersten Ostennbsp;ist nur eine Antiklinale anwesend; sie ist als die Fortsetzung der Antiklinale vonnbsp;Sv. Nikola zu betrachten. Gerade nördlich Buljevici, wo die .südliche Flysch-Synklinale am breitesten ist, langt die zweite Aufbiegung an.

lm nördlichen Teil des grossen Flyschgebietes ist die tektonische Struktur viel komplizierter, und zwar: 1) durch die viel intensivere Faltelung der Flysch-schichten und 2) durch das Auftreten von sehr schmalen Schuppen von Rudisten-kalk und eozanen Konglomeraten und Brekzien. Wahrscheinlich sind auch hiernbsp;einige grosse Antiklinalen und Synklinalen anwesend (wie z.B. die Hügel Tezinonbsp;und Vrisanj als Fortsetzung der kleinen südlichen obengenannten Antiklinale, undnbsp;der Hügel südlich der Vrisanj als Fortsetzung der Antiklinale von Ora), aber ihrenbsp;Struktur ist zum grössten Teil durch die intensive Faltelung verwischt. Ein gutesnbsp;Bild der Intensitat dieser Faltelung bekommt man wenn man von der Schuppenbsp;genau westlich von Marasovici nach SO ins kleine Quertal der Cetina hineinschaut.nbsp;Hier kann man über eine Strecke von noch nicht 300 m fünf kleine Antiklinalennbsp;erblicken.

Die Schuppen fallen als steile Felsmauern deutlich auf; teils, wie z.B. die Schuppe südlich Podgrade, sind sie nur aus brekziösem Rudistenkalk aufgebaut,nbsp;teils können wir nur eozane Konglomerate und Brekzien mit deutlichen abernbsp;sparlichen Camerinen und Alveolinen entdecken, meistens aber enthalten sie beidenbsp;Elemente, wahrend in diesem Falie der Südflügel aus Rudistenkalk besteht. Nurnbsp;ein einziges Mal — an der kleinsten Schuppe westlich Marasovici — finden wirnbsp;und zwar nur an der Nordseite, das normale Zwischenglied zwischen Flyschge-steinen und eozanen Konglomeraten und Brekzien; die hornsteinführenden Plat-tenkalke. Die Schichten dieser Schuppen stehen entweder vertikal oder fallen steilnbsp;gegen Norden ein. An einer Stelle, bei der westlichsten Schuppe ist der vertikale,nbsp;anomale Kontakt mit dem Flysch an der Südseite deutlich zu beobachten.

InAnbetracht der Tatsache, dass nördlich der Schuppenregion der Rudistenkalk mit einem anomalen Kontakt an den Flysch grenzt, könnte man denken, dieser anomale Kontakt sei flach, und die vorgelagerten, mauerartigen Schuppen müssten als tektonische Klippen aufgefasst werden. Folgende Tat-sachen beweisen aber, dass dem nicht so ist und dass wir mit wirklichen, kleinennbsp;Verschuppungen zu tun haben: 1) der grosse Kontakt im N ist nicht flach, sondernnbsp;vertikal bis steil N-fallend; 2) die anomalen Kontakte in jeder Schuppe mit demnbsp;angrenzenden Flysch sind ebenfalls sehr steil; 3) die Form der Schuppen stimmtnbsp;viel besser mit ,,Schuppen” als mit ,,Klippen”.

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VI, Die Karstebene zwischen Zadvarje und Sestanovac und die nördliche Auslaufer

des Biokovo.

In den bis jetzt besprochenen Teilen des Gebietes war es oft schwer ein klares Bild der tektonischen Strukturen zu bekommen durch die sehr undeutliche Schich-tung der Rudistenkalke und eozanen Konglomerate und Brekzien. In dem neuennbsp;Abschnitt ist dieses noch viel schwerer, indem Bergzüge und Taler fast vollstandignbsp;abwesend sind; wir finden ein tischebenes Land, die Karstebene von Sestanovac-Zadvarje (siehe auch Kap. III und Höhenkarte). Nur im SO kommen hohe Bergzüge vor und zwar die Auslaufer des Biokovo.

Auf der Ebene haben die Schichten, insofern die sparlichen Messungen ein Urteil erlauben, ein massig steiles bis steiles Einfallen nach N; nur im ausserstennbsp;Westen und gerade östlich vom Polje von Pejkovici lasst sich ein Umbiegen dernbsp;Schichten, und über eine kurze Strecke ein schwaches Südfallen beobachten. Dasnbsp;Vorkommen einiger Zonen stark brekziös entwickelter Rudistenkalke macht esnbsp;wahrscheinlich, dass mehrere tektonische Störungen in dieser Ebene verborgennbsp;sind. Aus der sehr undeutlichen Schichtung lassen sich aber keine solche Strukturennbsp;rekonstruieren.

Die Nordgrenze dieser Einheit wird durch einen, konkordant auf den Rudisten-kalken liegenden Streifen Foraminiferenkalkes gebildet. Nur im aussersten Osten keilen diese Foraminiferenkalke im Steilabhang bei 2ezevica aus und bildet einenbsp;nur aus Rudistenkalken aufgebauteFelsmauer die nördliche Begrenzung der Karstebene.

Die Südgrenze wird durch einen Steilabhang gebildet, welcher gerade südlich Zadvarje ungefahr NW-SO verlauft. Hier fallen die Schichten steil gegen N ab. Annbsp;der Kula-Kette finden wir, in konkordanter Lagerung mit den Rudistenkalken,nbsp;eozane Konglomerate und Brekzien, die nach O und W allmahlich auskeilen.nbsp;Dieses beweist, dass an dem anomalen Kontakt mit dem Flysch jedenfalls keinenbsp;grosse Aufschiebungsbewegungen statt gefunden haben. Das Einfallen der Kon-taktebene lasst sich nirgends deutlich bestimmen; es muss vertikal bis steil N-fallend sein, denn in der Cetina-Kluft bei Zadvarje kommt der Flysch kaum weiternbsp;nordwarts vor als oben am Rande der Ebene.

Im süd-ö.stlichen Teil, also in den Biokovo-Auslaufern, finden wir im schmalen Tal gerade nördlich des Kolibret, auf massig steil nord-fallenden Rudistenkalken,nbsp;dolomitische Banke mit sehr wahrscheinlich schwachem Einfallen nach N. Konkordant auf diesen Dolomit-Banken liegen mehf oder weniger plattige Kalke undnbsp;darauf normale Rudistenkalke mit immer steiler er Neigung gegen N. Wahrscheinlich dürfen wir diesen Komplex als eine kleine überschobene Masse betrachten. Dienbsp;Tatsachen sind aber zu undeutlich um dessen sicher zu sein. Etwas weiter nord-warts kommt eine schmale Zone plattiger Kalke zum Vorschein, in welcher wirnbsp;deutlich ein Umbiegen der Schichten von steil nach N fallend via Süd-Neigung bisnbsp;wieder steil N-fallend erkennen können. Diese Zone zeigt, gleich wie der obenge-nannte Dolomit-Streifen, ein sehr starkes Untertauchen nach NW (mit etwanbsp;35“—40°).

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VII. Das Polje von Pejkoviéi; das Tertiar zwischen Santridi und Skeriéi; das Tertiar

SO von Sestanovac.

a. nbsp;nbsp;nbsp;Das Polje von Pejkovici. Die Umrahmung dieses Poljes wird allseitig vonnbsp;Rudistenkalken gebildet. Diese Rudistenkalke sind an der Nord- und Südseite deut-lich stark brekziös entwickelt. Auf dem Boden findet sich nur Terra-Rossa; nirgendsnbsp;kommen tertiare Gesteine zu Tage. Die Abhange sind ziemlich steil; dennoch istnbsp;die Anwesenheit einer Verwerfung nicht zu konstatieren. Wir haben also hier einenbsp;„Riesendpline” vor uns.

b. nbsp;nbsp;nbsp;Das Tertiar zwischen Santrici undSkerici. Dieses Tertiar-Vorkommen ent-spricht einer Synklinale, deren westliche Halfte in Bezug auf ihren östlichen Teilnbsp;weiter gegen SW geschoben ist, wahrend dieser letzte Teil zurückgeblieben undnbsp;axial überschoben ist. lm westlichen Teil finden wir eine deutlich asymmetrischenbsp;Stellung der Schichten der, hier ziemlich feinen, eozanen Konglomerate und Brek-zien. Am Nordflügel stehen die Schichten fast vertikal, am Südflügel fallen sie mitnbsp;35°—40° nach Norden. lm Zentrum sehen wir an einigen Stellen Flyschmergel unternbsp;einer Verwitterungserde-Schicht zu Tage treten. Beim Süd-Ostwartsgehen stos-sen wir plötzlich auf eine vertikale Felsmauer von deutlichem Rudistenkalk;nbsp;dieser Rudistenkalk wird beim Nordwartsgehen brekziös.

Die Struktur der östlichen Halfte war nicht so einfach festzustellen. Hier finden wir in den eozanen Konglomeraten und Brekzien an einigen Stellen Flyschmergel aufgeschlossen. Von diesen Stellen ist die östlichere am leichtesten zu finden. Hier kommt der Flysch in einer Grube von etwa 3 m Durchmesser unternbsp;der Oberflache zu Tage. Man bekommt den Eindruck, dass die nördlichen Konglomerate schwach gegen N fallen, wahrend die südlichen Schichten fast vertikalnbsp;stehen. Die Lagerung der Schichten an den anderen Flysch-Fundorten, und beson-ders an dem westlicheren, bestatigen diese Meinung. Eine derartige Situation istnbsp;nur zu erklaren, wenn wir annehmen, dass hier eine kleine axiale Ueberschiebungnbsp;vorliegt. Nach Osten wird dieser Stréifen tertiarer Gesteine rasch schmaler, wahrend,nbsp;besonders an der Nordseite, die Rudistenkalke brekziös sind. Das Westende diesernbsp;Halfte ist nur sehr schwer zu entdecken; die Querverwerfung ist hier nicht mehr,nbsp;wie weiter südwarts, wie eine Felsmauer ausprapariert und ausserdem sind dienbsp;benachbahrten Rudistenkalke stark brekziös entwickelt, gleichen dadurch dennbsp;eozanen Brekzien.

c. nbsp;nbsp;nbsp;Das Tertiar süd-östlich von Sestanovac. Dieses Tertiar kommt in der-selben Weise vor wie das sub b beschriebene. Auch hier finden wir eine asymmetrische Synklinale, deren Nordflügel wahrscheinlich steil steht, wahrend der Südflügel eine Neigung von etwa 45°—50° nach N aufweist. lm Zentrum liegt, in eineinbsp;schwachen Mulde, eine Schicht Verwitterungserde, deren typisch gelblich-grauenbsp;Farbe die Anwesenheit des Flysch verrat; an einer Stelle tritt dieser Flysch zunbsp;Tage. Auch diese Synklinale wird durch eine Querverwerfung in zwei Teile zerlegt.nbsp;Die Bewegung an dieser Querverwerfung ist hier nicht so gross gewesen wie beinbsp;Santrici. An der Nordseite grenzen im W und O nur Rudistenkalke an einemnbsp;anomalen Kontakt an den Flysch. Die Rudistenkalke sind an der ganzen Südseite

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in einem schmalen Streifen, an der Nordseite in einem ziemlich breit en Streifen brekziös entwickelt mit oft roter Grundmasse.

Vin. Die Tertiar-Zone zwischen Blato und Ze^evica und das Tertiar nördlich

2e2evica.

Diese Zone bildet gewissermassen die Grenze zwischen den beiden Teilen der grossen Cetina-Ebene (siehe Kap. III). Die Nordgrenze ist der anomale Kontaktnbsp;von Rudistenkalken und Flyschmergeln. An einigen Stellen linden wir Foramini-ferenkalke in konkordanter Folge mit den Rudistenkalken. Das Einfallen dernbsp;Kontaktebene ist steil N bis vertikal. An der Südseite linden wir in konkordanternbsp;Lagerung Flyschmergel, Foraminiferenkalke und Rudistenkalke mit einer Neigungnbsp;von etwa 45° gegen N. lm westlichen Teil, bei Blato, entspricht jeder schmalenbsp;Flyschstreifen einer asymmetrischen Synklinale mit steilem oder vertikalem Nord-flügel und massig steilem (meistens ungefahr 40°—50° nach N fallendem) Südflügel.nbsp;Nördlich der Cetina kommen in diesem westlichen Teil nur Flyschmergel vor,nbsp;die ziemlich intensiv gefaltelt sind und meistens unter 40°^—60° nach N fallen.nbsp;Der anomale Kontakt ist hier nirgends gut aufgeschlossen. Etwas östlich Blatonbsp;finden wir eine kleine Schuppe von Rudistenkalk mit einem steilen Einfallen nachnbsp;N. Die horizontalen, quartaren Mergelablagerungen der Cetina-Terrasse liegennbsp;mit einer scharfen Diskordanz auf den alteren Gesteinen. Nur gerade am Flussnbsp;sind sie gut aufgeschlossen.

Weiter nach Osten verschwinden die kleinen südlichen Flysch-Synklinalen und es bleibt ein einheitlicher Foraminiferenkalk-Streifen übrig. Dieser Streifennbsp;verschmalert sich östlich Sestanovac allmahlich und verschwindet (mit demnbsp;nördlich anschliessenden Flysch) im Steilabhang von Zezevica, wahrend dort dienbsp;Rudistenkalke mehr oder weniger brekziös werden.

Auch an der Nordseite dieser Zone kommen bisweilen brekziös entwickelte Rudistenkalke vor (z.B. bei Mandusici). Die etwas mehr ostwarts gelegenennbsp;Foraminiferenkalke lösen die Rudistenkalke bei der Bildung des hiesigen Steil-abhanges ab; sie zeigen ziemlich steiles Einfallen (etwa 50°—60°) nach N und liegennbsp;den hier unter 35° nach N fallenden Flyschmergeln anomal auf.

Beim Ostwartsgehen wird der Steilabhang von Mandusici, der die beiden Ebenen der Cetina trennt, in zwei Teile zerlegt. Der obere, die Fortsetzung desnbsp;Steilabhanges von Mandusici, verschwindet allmahlich und wird von einem neuen,nbsp;der bei 2ezevica seine maximale Höhe erreicht, abgelöst. In diesem südlichen Teilnbsp;finden wir an der Nordseite nur Rudistenkalke, welche dem ganz schmalen Flysch-Streifen anomal aufliegen. Dieser Kontakt ist niemals deutlich aufgeschlossen,nbsp;wahrscheinlich aber wieder steil N-fallend. In der Umgebung von Zezevica könnennbsp;wir in diesen Rudistenkalken, gerade am Kontakt mit den Mergeln, eine fast iso-klinal nach N fallende Antiklinal-Struktur erkennen. Das W-Ende der nördlichennbsp;Zone, W von D. Vukusici, wird von einer schwach gegen Osten aufsteigendennbsp;Mulde mit Foraminiferenkalk und Flysch gebildet. Diese Mulde wird nach Ostennbsp;schmaler und ist da mit immer mehr Schutt bedeckt. Der anomale Kontakt an dernbsp;Nordseite ist bis zum Ende zu verfolgen; noch weiter ostwarts folgt ein Streifen

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stark brekziösen Rudistenkalkes, ohne deutliche Schichtung. Etwa 1 km weiter nach Osten treten plötzlich, an der Südseite des Steilabhanges in den brekziösennbsp;Rudistenkalken, tertiare Gesteine auf in asymmetrisch synklinaler Stellung mitnbsp;einer Aufschiebung des, von Rudistenkalken und Foraminiferenkalken gebildetennbsp;Nordflügels; die Lagerung der Kontaktebene ist deutlich vertikal. Auch dienbsp;Südseite ist zum Teil anomal: an der Ost- und Westseite finden wir Flyschmergelnbsp;direkt auf Rudistenkalken, wahrend im Zentrum die Foraminiferenkalke zwi-schengelagert sind, also eine normale Reihenfolge der Formationen anwesend ist.nbsp;Nach Osten wird diese Zone tertiarer Gesteine schnell schmaler und verschwindet.nbsp;Fin schmaler Streifen brekziöser Rudistenkalke lasst sich noch etwas weiter ver-folgen. Auch der Steilabhang ist nicht mehr anwesend; wir können nur noch einenbsp;Art Biegung der Oberflache im Terrain erkennen.

Gerade südlich der ebenbeschriebenen Synklinale finden wir noch eine viel kleinere Zone tertiarer Gesteine, wieder in asymmetrisch synklinaler Lagerung.nbsp;Diese Zone ist fast ganz mit Schutt und Kornfeldern bedeckt. Im Zentrum habenbsp;ich aber an einer Stelle Flyschmergel gefunden. Nord- und Südseite werden durchnbsp;undeutlich steil stehende bezw. gegen Norden fallende Rudistenkalke gebildet mit,nbsp;an einigen Stellen, vereinzelten Partien konkordant auf den Kreideschichten lie-gender Foraminif erenkalke. Der westliche Teil dieser Synklinale ist durch einenbsp;Querverwerfung vom östlichen Teil getrennt und etwas nach Süden geschoben.

IX. Die Rudistenkalken nördlich Manduëidi bis an die grosse Chondrodontenkalk-

Zone.

Dieser Abschnitt enthalt den oberen Teil der Cetina-Ebene und zahlreiche Gipfel, von denen der Kresevnica und Vitrenik die bedeutendsten sind. Auf diesernbsp;Ebene sind die Strukturen etwas leichter zu erkennen als auf der unteren Ebene,nbsp;zwischen Sestanovac und Zadvarje. Dieses verdanken wir der vielfach plattigennbsp;Etwicklung der Rudistenkalke, besonders im südlichen Teil dieses Abschnittes.nbsp;Ganz deutlich ist die fast symmetrische Antiklinale zwischen G. Vukusici undnbsp;D. Vukusici. Weiter nach Westen andert sich die Neigung des Südflügels via vertikal bis steil oder massig steil N-fallend, wahrend der Nordflügel immer mehrnbsp;horizontale Lagerung zeigt; die Antiklinale ist dann sehr schwer zu erkennen. Nurnbsp;an der Westgrenze, westlich des Kresevnica, können wir sie, allerdings mit Mühe,nbsp;wieder als eine etwa isoklinal gestellte Falte zurückfinden. Deutliches Umbiegennbsp;der Schichten im Kern habe ich aber auch hier nicht beobachtet.

Vielleicht kommen in dem südlich von dieser Antiklinale gelegenen Teil noch Aufschiebungen oder isoklinale Falten vor; das wiederholte Vorkommen von mehrnbsp;oder weniger schmalen Plattenkalkstreifen deutet vielleicht darauf. Aus den Be-obachtungen von Streichen und Fallen liess sich aber nichts rekonstruieren.

Im nördlichen Teil kommen die gut geschichteten, plattigen Kalke nicht mehr vor; statt dessen treten vielfach dolomitische Schichten zu Tage. Auf der Ebenenbsp;fallen die Schichten im Osten alle massig steil gegen Norden, wahrend weiter nachnbsp;Westen, allmahlich deutlicher, eine isoklinale Falte mit fast horizontalem Nordflügel zu beobachten ist. Im Gipfelgebiet des Vitrenik ist diese Falte am deutlich-

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sten; wir sehen von Norden nach Süden zuerst nach S geneigte Schichten (anfangs mit einer Neigung von etwa 70°—80°, weiter südwarts allmahlich schwacher wer-dend), dann folgen tast horizontale Schichten und schliesslich eine massig steilenbsp;Nord-Neigung. Sehr deutlich kann man diese Struktur, und das Umbiegen dernbsp;Schichten im Kern beobachten, wenn man auf dem kleinen Gipfel (504) genaunbsp;westlich Provo steht.

Die Nordgrenze dieses Abschnittes wird von dem Kontakt mit den konkor-danten Chondrodontenschichten gebildet. Dieser Kontakt fallt im Osten massig steil gegen Norden, wahrend nach Westen die Lagerung sich andert via vertikalnbsp;nach steil Süd-fallend bei Vuckova st. Noch weiter westwarts folgt wieder fast ver-tikale Stellung der Schichten.

Das Polje von Smilovici zeigt massig steile Abhange ohne Anweisungen für Verwerfungen. Der Boden enthalt meistens normale, bisweilen aber dolomitischenbsp;Rudistenkalke.

X. Die grosse Antiklinale von Chondrodontenkaken südlich des „Rimski-Put”.

Diese Zone entspricht einer Antiklinale mit schwach gegen Westen aufsteigen-der Achse. Im Osten fallen die Schichten alle mittel-steil nach Norden. Weiter nach Westen wird die Zone allmahlich breiter und bei Vuckova st. können wirnbsp;Antiklinal-Struktur, mit Nord- bezw. Süd-Fallen in den Flügeln und mit Dolomitennbsp;im Kern, beobachten. Noch weiter nach Westen, nördlich des Visocicawird diesenbsp;Antiklinale wieder asymmetrisch mit steil nach Norden fallendem oder vertikalemnbsp;Südflügel. Besonders deutlich ist diese Stellung bei der Kapelle auf dem Hügelnbsp;Glavica zu beobachten, wo wir mehr oder weniger dick-bankige Kalke, mit etwanbsp;55° Neigung gegen Norden, finden und gerade nördlich des Visocica, wo vertikalenbsp;Lagerung vorherrscht.

In den Dolomiten im Kern lasst sich fastgar keine Schichtungbeobachten; nur an sehr wenigen Stellen sind etwas hartere, kalkige Banke eingelagert, die dannnbsp;meistens nach N einfallen. Der Dolomitkern taucht nach Osten unter und wirdnbsp;da in zwei Teile zerlegt; besonders beim nördlichen Teil zeigen die umgrenzendennbsp;plattigen Kalke sehr deutliches Umlaufen des Streichens. Dem Nordflügel sindnbsp;nordfallende Rudistenkalke konkordant aufgelagert; dann folgen meistens sehrnbsp;undeutlich geschichtete, besonders weiche Dolomite; nur ausnahmsweise ist innbsp;diesen letzteren ziemlich schwaches Einf allen nach N (etwa 35°—45°) zu beobachten.nbsp;Die Annahme des anomalen Kontaktes zwischen diesem Dolomit-Streifen und den,nbsp;im Nordflügel unserer Antiklinale liegenden Rudistenkalken, gründet sich auf zweinbsp;Tatsachen und zwar:

1) nbsp;nbsp;nbsp;finden wir an diesem Kontakt, besonders im Westen, oft stark brekziösnbsp;entwickelte Kalkbanke, wahrend weiter nach Süden bald dichte, kompakte Kalkenbsp;auftreten. Bisweilen sind es sogar deutliche Brekzien mit roter Grundmasse;nbsp;neben Rudistenkalk-Bruchstücken kommen vereinzelte Partien von Dolomit vor.

2) nbsp;nbsp;nbsp;ist die petrographische Beschaffenheit der Dolomite der grossen nördlichen Zone stark asymmetrisch (siehe folgenden Abschnitt).

Das Einfallen dieses anomalen Kontaktes ist unsicher; aus der Lagerung der

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TEKTONIK

Rudistenkalke lasst sich aber schliessen, dass er wahrscheinlich mittel-steil nach N einfallt. lm aüssersten Westen ist der Bau etwas komplizierter. Hier finden wirnbsp;nicht nur am Kontakt zwischen Rudistenkalk und Dolomiten die Brekzienbanke,nbsp;sondern auch in dem, hier sehr schmalen, Rudistenkalk-Streifen, am Kontakt die-ser Kalke mit den Chondrodontenschichten und in den Chondrodontenschichtennbsp;selbst sind deutliche Brekzien mit Bruchstücken von Rudistenkalken und biswei-len plattigen Kalken und fossilführenden Chondrodontenkalken eingelagert. Ichnbsp;konnte diese Tatsachen nur erklaren durch die Annahme mehrerer anomaler Kontakte (und also Aufschiebungen) im Nordflügel unserer Antiklinale. Dernbsp;Kartenmassstab erlaubt aber die Angabe aller dieser Kontakte nicht.

Die Unmöglichkeit der Anwesenheit eines, hier sehr flach liegenden Aufschie-bungs-Kontaktes geht hervor aus der Tatsache, dass hier die Rudistenkalke sich an der Grenze mit den Dolomiten als eine steile (etwa 55°—60°nachNeinfallende),nbsp;nach oben allmahlich schwacher werdende, etwa 30 bis 40 m hohe Felswand ausnbsp;das Dolomit-Gelande erheben.

XI. Der grosse Dolomit-Streifen zwischen Provo und Biorine und der nördlich

gelegene Gebietsteil.

Dieser Abschnitt entspricht dem Stirn- und Nordflügel einer grossen Auf-schiebung auf die südlich gelegenen Rudistenkalke, deren Kern von Dolomiten gebildet wird. Diese Dolomit-Zone ist petrographisch stark asymmetrisch. Wah-rend im Süden sehr weiche, körnige, schlecht und undeutlich geschichtete Dolomitenbsp;am Kontakt mit den brekziösen Rudistenkalken und Brekzien vorkommen, findennbsp;wir beim Nordwartsgehen bald eine immer mehr kalkige Ausbildung der Ge-steine; es treten deutliche, gut-geschichtete dolomitische Kalkbanke auf, weichenbsp;den unteren Teil des grossen Abhanges nördlich des ,,Rimski-Put” aufbauen.nbsp;Dieses macht den anomalen Kontakt an der Südgrenze dieser Dolomite sehr wahrscheinlich.

Die Dolomite fallen meistens mittel-steil (etwas 45°—55°) nach N. Bisweilen treten an der Südgrenze etwas schwacher geneigte Schichten zu Tage. Weiter nachnbsp;N wird das Einfallen allmahlich schwacher und auf der Gipfelreihe des Debelonbsp;Brdo und Humac finden wir fast horizontale Lagerung, bisweilen sogar eine Nei-gung nach S. Noch weiter nordwarts kommen wieder allmahlich steiler nach Nnbsp;fallende Schichten vor. An einigen Stellen ist ein undeutliches, antiklinales Um-biegen zu beobachten.

XII. Tektonischer Ueberblick.

Die in diesem Gebiete aufgeschlossenen Formationen liegen einander in konkor-danter Folge auf . Nirgends haben wir eine Spur einer Diskordanz entdecken können. Hieraus kann man schliessen, dass der tektonische Aufbau dieses Gebietes in einernbsp;einzigen, post-mitteleozanen, orogenetischen Periode entstanden ist. Aus Datennbsp;von benachbahrten Gebieten geht hervor, dass die Orogenese hauptsachlich oligo-zanes Alter ist. Dann folgte eine grosse Ruheperiode, in welcher die Cetina-Ebene

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TEKTONIK

entstand. In einer jüngeren Zeit erfolgte dann die Erhebung der Ebene und ibre Zerteilung in zwei Ebenbeiten durcb eine sebr junge, zum Teil gestaffelte Verwerf ung, welcbe östlicb von Blaf o anfangt und bis 2ezevica verlauft. Die oberenbsp;Zeitgrenze des Einscbneidens der Cetina, also der Erbebung des Gebietes, könnennbsp;wir ausfindig macben bei Blato, wo die horizontalen, quartaren Ablagerungen dernbsp;Cetina-Terrassen rezente und quartare Scbnecken enthalten. Die giosse Erhebungnbsp;des Gebietes, die Zweiteilung der Ebene und die Schiefstellung der Randpartiennbsp;der Ebene muss also in quartarer, vielleicht noch prae-quartarer Zeit statt ge-funden haben.

Auch in der Gegend van Omis (westlich unseres Gebietes) und bei Makarska (östlicb unseres Gebietes) sind Spuren jüngerer, orogenetischer Bewegungen ge-funden. Voorwijk (Lit. 37, S. 22) erwahnt das Vorkommen gehobener, jungernbsp;Küstenterrassen und Van Soest (Lit. 34, S. 976) bat junge, schwach gefaltetenbsp;Brekzienbanke am SO Biokovo-Gehange gefunden, deren Faltung, nach ihm, prae-Jung-Quartar ist.

DievonKoBER (Lit. 18, 19), Nopcsa (Lit. 26) und Kossmat (Lit. 21, 22) an-genommenen gross-tektonischen Grenzlinien durcb das ganze dalmatinische Küs-tenland durchqueren unser Gebiet. Nach diesen Forschern sollen diese Linien die Grenzen zweier ganz verschiedenen Teile Dalmatiens bilden, von denen der nord-östliche wie eine riesige Decke mit alpinen Dimensionen über den süd-westlichennbsp;Teilgeschoben sein soil (nach Kober über mehr als 100 km). Schon die petrogra-phisch-lithologischen Verbaltnisse zwischen den Gesteinen im Norden und jenennbsp;im Süden unseres Gebietes macben die Annahme einer derartigen tektonischennbsp;Struktur sebr unwahrscheinlich, denn in einem solchen Fall sollten doch die Ge-steine dieser zwei Teile mehr oder weniger von einander unterschieden sein.nbsp;Ausserdem weisen aber die tektonischen Verhaltnisse, wie schon bei der Einzel-beschreibung der verschiedenen Abschnitte dieses Gebietes gezeigt wurde, nichtnbsp;auf die Anwesenheit grossartiger Decken. Im Gegenteil, die gefundenen Anti-klinal- und Aufschiebungs-Strukturen bedingen deutlich einen mehr oder wenigernbsp;autochtonen Gebirgsbau. Schon 1938 hat L. Rutten (Lit. 27) die Frage über dienbsp;Anwesenheit grosser, regionaler Decken für das ganze mittel-dalmatinische Küsten-land vernemend beantwortet.

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KAP. III. GEOMORPHOLOGIE.

Voorwijk (Lit. 37; S. 21 u. f.) hat auf den engen Zusammenhang zwischen Tektonik und Morphologie in dem an unserem Gebiet grenzenden Küstenstreifennbsp;bei Omis hingewiesen. Gleiches kann von dem hier beschriebenen Gebiet gesagtnbsp;werden. Auch bei uns sehen wir, dass die Oberflachenformen bestimmt werdennbsp;durch den scharfen Kontrast zwischen den Rudistenkalken und eozanen Kon-glomeraten und Brekzien einerseits und der sehr weichen, aus Mergeln, Sand-steinen und brekziösen Kalksteinen aufgebauten Flyschformation anderseits.nbsp;Die Erosion hat beide Gesteinsgruppen sehr verschieden angegriffen. Die Kalkenbsp;erfuhren, infolge ihrer Wasserdurchlassigkeit und Löslichkeit, fast ausschliesslichnbsp;chemische Erosion. Der grösste Teil der Entwasserung in dem von Kalksteinennbsp;eingenommenen Gebiete findet unterirdisch statt und nur ausnahmsweise, wahrendnbsp;schweren Regenperioden, kann ein Teil des Wassers oberirdisch abfliessen. Dasnbsp;Flyschgebiet hat, infolge seiner weichen wasserundurchlassigen Gesteine, ganznbsp;andere Oberflachenformen als das von Kalksteinen aufgebaute Terrain. Mannbsp;findet hier stark ausgeraumte Landschaften mit vielen kleinen Talern, in weichen,nbsp;ausgenommen im Hochsommer, Bache fliessen, die das leicht verwitterbare Ge-stein in grossen Mengen entfernen. Hohe, steile Kamme fehlen hier vollkommen.nbsp;Ein sehr schönes Beispiel von einer derartigen, stark ausgeraumten Landschaftnbsp;ist das Flyschgebiet süd-westlich von Zadvarje.

Wie im vorhergehenden Kapitel gezeigt wurde, besteht der Küstenstreifen tektonisch aus einer Anzahl von ,,kulissenartig” hintereinander liegenden, z.T.nbsp;durch Aufschiebungen komplizierten Antiklinalen, in denen immer der Kern vonnbsp;sehr harten wasserdurchlassigen Kalken gebildet wird und deren Flügel meistensnbsp;aus Flyschgesteinen bestehen. Zu erwarten ist, dass hier Morphologie und Tektonik parallel gehen werden; wir sehep die Antiklinalkerne sich wie hohe, steilenbsp;Kamme zwischen den tiefen Flyschmulden erheben.

Es gibt noch eine dritte Gesteinsart, die einigen Teilen unseres Gebietes ein sehr charakteristisches Aussehen gibt, namlich* die Dolomite. Diese Dolomitenbsp;treten besonders im nördlichen Teil in grosser Ausdehnung zu Tage. Wie dienbsp;Kalke, jedoch in viel geringerem Masse, sind sie wasserdurchlassig, aber imnbsp;Gegensatz zu den Kalken werden sie viel mehr von der mechanischen Erosionnbsp;angegriffen, indem die grobkörnigen, mehr oder weniger porösen Dolomite leichtnbsp;verkrümmeln. So entsteht in den Dolomitgebieten eine Landschaft, die sichnbsp;von dem, durch Karrenbildung typisierten Gebiet scharf abhebt durch abgerundetenbsp;Oberflachen und ausserdem durch die auffallende braune bis rote oder schwarzenbsp;Verwitterungsfarbe des Gesteins.

Neben den erwahnten morphologischen Charakterzügen steht nun noch eine ganz andere morphologische Erscheinung namlich; ,,Die Karstebenen der

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DIE GEOMORPHOLOGIE

Unteren Cetina.” Diese Ebenen und zwar diejenige von Sestanovac-Zadvarje in 240—265 m. ii. M. und die von Provo in 430—465 m. ii. M. haben friiher zu-sammen eine einzige Ebene gebildet. Jetzt werden sie voneinander getrenntnbsp;durch einen sehr deutlich ins Auge fallende Sprung im Terrain (siehe Höhenkarte).nbsp;Von dem Kresevnica bis nördlich Sestanovac ist dieser Sprung einfach; östlichnbsp;Sestanovac besteht er aus zwei Teilsprüngen, von denen der obere allmahlichnbsp;unbedeutender wird und dann verschwindet, wahrend der untere nach Osten zunbsp;allmahlich an Höhe zunimmt und beim Verschwinden des oberen Sprunges einenbsp;Höhe von etwa 140 m erreicht had. Wie friiher bemerkt, entsprechen diese Steil-kanten einer sehr jungen Verwerfung.

Deutliche Reste der unteren Ebene bemerken wir an dem Passe bei Dubci und an beiden Seiten von Tadici. Sie sind z.T. etwas schiefgestellt mit einernbsp;schwachen Neigung nach Norden. Auch in dem von Voorwijk behandeltennbsp;Gebiete, N und NW von Tadici, kommen Fragmente dieser Ebene vor, namlichnbsp;die dreieckige Ebene zwischen den Autowegen nach Blato und Podgrade und ihrenbsp;schmale westliche Fortsetzung bis nach Zvecanje. Die von Voorwijk (Lit. 37,nbsp;S. 22) erwahnten Teile an der Gaj-Kette und bei Omis gehören, wenn auch ver-mutlich zur selben Zeit gebildet, nicht zu unserer Ebene, denn sie werden von dernbsp;Cetina-Ebene durch eine Barrière bei Sv. Vid getrennt, wo Flyschmergel bisnbsp;liber 300 m. ii. M. vorkommen.

Nach Von Kerner (Lit. 17) kommen auch stromaufwarts von Blato Ver-ebnungen der Cetina entlang vor. Diese Verebnungen stehen nicht in deutlicher Verbindung mit den obengenannten Ebenen. Sie liegen auf 350—380 m. ii. M.nbsp;Von Kerner hat hier Quarzgeröllegefunden. Solche Gerölle habe ich auf den Ebenen in unserem Gebiete nicht entdecken können.

Die Umrahmung des oberen Teiles unserer Ebene, also der Ebene von Provo, wird im W gebildet von dem wiisten, stark verschnittenen Komplex von Gipfelnnbsp;der Kresevnica. Die Höhe der 15 hier liegenden Gipfel schwankt zwischen etwanbsp;600 m. und 750 m. ii. M. Im Norden wird die Ebene von Provo durch einen deut-lichen, breiten Bergzug begrenzt, dessen Gipfeln eine Höhe von 620—710 m. ii. M.nbsp;erreichen. Weiter nach Osten werden diese Gipfel höher (bis etwa 850 m. ii. M.).nbsp;Die östliche Begrenzung wird von einigen Bergen mit ziemlich sanftem Abhangnbsp;gebildet, die eine Höhe von 850—900 m haben.

Vor der Bildung der uns hier beschaftigenden Ebene muss also das Bergland in dieser Gegend ein Komplex von Hiigeln gewesen sein, deren Höhe im Allge-meinen von SO nach NW abnahm. Vielleicht diirfen wir in den höheren Teilennbsp;dieses Gebietes Reste einer noch alteren, schiefgestellten Landoberflache sehen.nbsp;Der tiefere und kiistennahere Teil der Ebene, die Ebene von Sestanovac-Zadvarje, hat eine andersartige Umgrenzung. Hier liegt im W das hohe, stark ver-schnittene, unregelmassige und bis 1350 m aufragende Mosorgebirge, im S dienbsp;steilen Kiistenketten, deren Gipfel sehr verschiedene Höhen besitzen, und im Onbsp;der sehr wiiste Biokovo, dessen Gipfel bis zu 1750 m reichen. Die Kiistenzone zeigtnbsp;also keineswegs deutliche Anzeichen einer einheitlichen, alten Landoberflache.

Ueber den Mechanismus der Entstehung der grossen dalmatinischen Karst-

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DIE GEOMORPHOLOGIE

ebenen (derjenigen der Zermanja, der Krka und der Cetina) gibt es verschiedene Meinungen. Cvijic (Lit. 1.) schlagt folgende Entstehungsweise vor;

Das Grundwasser lasst zuerst in jedem Karstgebiet Dolinen entstehen; diese bilden danach Uvala's, diese verschmelzen zu Poljen und dann entstehen all-mahlich, aus einigen dieser Poljen zusammen, Rumpfflachen mit oberirdischernbsp;Entwasserung. Dann folgt die allgemeine Erhebung des Gebietes.

Maull (Lit. 25) und auch Grund (Lit. 5) denken sich jede Ebene entstanden durch laterale Erosion eines Elusses in einer Zeit als die Erosionsbasis etwa 250 mnbsp;höher lag als jetzt. Maull gibt dafiir folgende vier Beweisgründe (Lit. 25, S. 4.):

,,1) Das Zusammenfallen der Verebnungsflache mit den heutigen Fluss-gebieten.

2) nbsp;nbsp;nbsp;Das Zusammenfallen der allgemeinen Neigung der Verebnungsflachenbsp;mit den Flussrichtungen. Quer zu der allgemeinen Neigung gegen SW lasst sichnbsp;ein lokales Absinken gegen die Flusslaufe hin feststellen.

3) nbsp;nbsp;nbsp;Das Auftreten zahlreicher Einzelmosore.

4) nbsp;nbsp;nbsp;Das Vorkommen von Augensteinen, Quarzgeröllen ... in der Gegendnbsp;von Caporice und Ugljane an der mittleren Cetina ...”

Diese Argumente sind aber nicht ausschlaggebend für eine Entstehung der Ebene nur durch laterale Flusserosion, denn;

1) nbsp;nbsp;nbsp;werden die Fliisse immer im niedrigsten Teil des Gebietes stromen,nbsp;also auch auf in anderer Weise entstandenen Ebenen.

2) nbsp;nbsp;nbsp;werden sie in diesen Ebenen wieder nur die niedrigsten Teile aufsuchen.

3) nbsp;nbsp;nbsp;können auch bei der Verschmelzung von zwei oder mehreren Poljennbsp;mehr oder weniger isolierte Berge übrig bleiben.

4) nbsp;nbsp;nbsp;können Gerölle auch noch durch einen See, z.B. aus einem Konglomeratnbsp;oder Brekzie ausprapariert und dann abgerollt werden oder sie können eluvial sein.

Kayser (Lit. 6) hat neuerdings die Verebnungen am Skutarisee studiert und eine z.T. andere Entstehungsweise für Karstebenen vorgeschlagen. Er denktnbsp;sich für dieses Gebiet, in dem drei gehobene Karstebenen über einander vorkommen, den Entstehungsprozess für jede Ebene ungefahr wie folgt (Lit. 6, S.nbsp;39—40):

Zuerst war ein noch nicht verkarstetes Gebirge vorhanden mit im Wesent-lichen fluviatiler, subaerischer Erosion, das sich in der Richtung des heutigen Skutarisees allmahlich bis zu einem flacheii Vorland abdachte. Dann folgte einnbsp;Aufsteigen des Landes. Dieses hatte anfangs nur starkere fluviatile Erosion zunbsp;Folge. Im höchsten Teil trat aber Verkarstung auf und die Flüsse verschwandennbsp;um etwas oberhalb der damaligen Aufschüttungsebene im Vorland in mehrerennbsp;Quellen wieder zu Tage zu treten. Diese Aufschüttungsebene schneidet sich beinbsp;diesen Quellen und in den kleinen, steilen Talern unterhalb dieser Quellen leichtnbsp;ins Gebirge ein. So können Inselberge oder ,,Humi” entstehen. Die Verebnung undnbsp;die Einschneidung werden erleichtert durch eine dünne Schicht Aufschüttungs-detritus, der Humussaure enthalt, die dem Wasser eine grössere lösende Wirkungnbsp;auf die Kalken geben. Ausserdera können wasserreiche Flüsse durch Pendeln dienbsp;Verebnung vollstandig machen. Bei einem erneuten Aufsteigen wird der Detritusnbsp;rasch wieder entfernt und es bleibt eine flache felsige Karstebene übrig. Auch die

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DIE GEOMORPHOLOGIE

Entstehungsweise nach Cvijic kann, nach Kayser, eine Rolle spielen; es ist möglich, dass schon im Karstland ein mehr oder weniger grosses Polje entstandennbsp;ist, das durch die zuriickschreitende Randebene erreicht wird, das ihr also an-gegliedert wird und sie vergrössert.

Kayser hat also die zwei alteren vorgeschlagenen Entstehungsweisen nicht ganz abgelehnt, sondern ihnen nur sekundare Bedeutung zugeschrieben; primarnbsp;ist die Anwesenheit einer Meeresbucht oder eines Sees an deren Randern dienbsp;Ebenen sich einschneiden. Seiner Meinung nach (he. S. 37) sind die grossen dal-matinischen Karstebenen in einer derartigen Weise entstanden. Ihre ausseror-dentliche Flachheit weist obendrein auf ein spateres Stadium, in dem bedeutendenbsp;Fliisse iiber die Ebenen hin und her pendelten.

Ich glaube, dass im Allgemeinen die KAYSER’sche Erklarung unbedingt die meist einladende ist. 1st sie doch aufgestellt beim Studium der z.T. rezentennbsp;Ebenen am Rande des Skutarisees, wo besonders die jiingste Ebene eine sehrnbsp;grosse Ausdehnung hat und stellt sie den alteren Theorien mit nur einem ,,Ent-stehungsfaktor” eine neue mit drei zusammenarbeitenden Faktoren gegenüber.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch bei der Bildung der Karstebenen der Cetina in unserem Gebiete die zwei sekundaren Faktoren Kayser’s eine bedeutende Rolle gespielt haben; denn 1) sehen wir, wie heute mit der Bildung dernbsp;Poljen von Pejkovici und Smilovici ein neues Niveau in Anlage ist und 2) hat dienbsp;Cetina auch in subrezenter Zeit, bei Blato und Podgrade, deutliche Terrassen, alsonbsp;Verebnungen gebildet. Die Anwesenheit einer Meeresbucht zur Zeit der Ebenen-bildung lasst sich nicht beweisen. Wahrscheinlich aber bestand eine Verbindungnbsp;mit dem Meere bei der Luka Vrulja, wo die — hier etwas schiefgestellte — Karst-ebene sich dem Meere am meisten nahert. Hier sehen wir, dass 1) die Kiistenkettenbsp;am niedrigsten ist und 2) dass eine tiefe Einbuchtung der Kiistenlinie anwesend ist.

Wie miissen wir uns nun die Geschichte des Gebietes nach der Bildung der Ebenen vorstellen? Am wahrscheinlichsten ist Folgendes: Beim Aufsteigen desnbsp;ganzen Gebietes (bis zu etwa 250 m. ii. M.) war die Erhebung an der Kiiste grossernbsp;als mehr nordwarts; hier finden wir ja, dass die alte Ebene etwas schiefgestellt ist.nbsp;Infolgedessen musste eine Abdammung der Meeresbucht bei der Luka Vruljanbsp;zustandekommen. Hatte die Schiefstellung der Ebene spater stattgefunden,nbsp;dann miissten wir an der Luka Vrulja die Spuren eines Tales finden, wasnbsp;nicht der Fall ist. Der Wasserspiegel in dem auf diese Weise entstandenennbsp;See ist schnell höher geworden und das Wasser hat die Barrière bei Sv. Vidnbsp;überströmt; es erreichte dann das Tal des kleinen Flusses, der an der Bildungnbsp;der Ebenenreste bei Omis und auf der Gaj-Kette beteiligt war (siehe Voorwijk,nbsp;Lit. 37, S. 22.). Diese letzten Verebnungen zeigen keine Schiefstellung; diesernbsp;Weg zum Meer war also noch nicht abgeschlossen. Wir haben hier also wahrscheinlich eine ,,indirekte” Ablenkung vor uns. In dem von VooRwijK behan-delten Gebiete sehen wir auch noch ein Beispiel ,,direkter” Flussablenkung undnbsp;zwar am Smovobache. Die Bildung der Schlucht von Zakucac hat zum grösstennbsp;Teil erst nach der grossen Ausraumung des unteren Cetina-Tales statt gefunden.nbsp;Vorher strömte das Wasser des oberen Srnovobaches nach SO und erreichtenbsp;etwa bei Smolonje die grosse Cetina-Ebene.

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DIE GEOMORPHOLOGIE

Maull hat (Lit. 25, S. 27 u. f.) in dem Flyschgebiet SW Zadvarje zwei Terrassen zu erkennen geglaubt und zwar eine in 210—215 m. Ü. M. und eine 160—165 m. Ü. M.; er zieht hieraus den Schluss, dass die Erhebung in zwei (warum nichtnbsp;drei?) Phasen statt gefunden hat. Hierzu ist zu bemerken: 1) durchlaufendenbsp;Terrassen in 210—215 m und 160—165 m sind im Terrain gar nicht als solchenbsp;zu erkennen, 2) die Stellen mit einer Höhe von mehr als 200 m in diesem Flyschgebiet sind entweder durch die schmalen Kalkschuppen gebildet oder sie liegennbsp;gerade unter dem steilen Felsabhang der Ebene, also einigermassen geschiitzt,nbsp;3) die ,,Terrasse” von 160—165 m liegt gerade auf der Verlangerung der beinbsp;G. Brela untertauchenden Antiklinalen. Auch hier ist die Tektonik wahrschein-lich Ursache dieser relativ höheren Lage.

Auf S. 19 seines Aufsatzes erwahnt Maull die Anwesenheit einer ,,Alte Tuffe”-Terrasse von 6—10 m Dicke auf beiden Seiten der Cetina unterhalb dernbsp;Gubavica bis etwa die West-Grenze meines Gebietes. Ich habe diese Terrassenbsp;nicht gefunden.Wohl kommen Terrassen vor, die aber bestimmt nicht zu Maull’snbsp;,,Alte-Tuffe” gehören wegen ihrer viel grosseren Weichheit und ihrer vielgeringerennbsp;Dicke. Sie zeigen viel Uebereinstimmung mit den bis 10 m dicken quartarennbsp;Mergelablagerungen der Cetina, welche bei Blato die Terrasse 225 m. ii. M. gebildet haben. Nach Maull (1. c. S. 25) sollen bei Blato zwei Terrassen über ein-ander vorkommen in bezw. 225 m und 300 m. ii. M. Weder Voorwijk noch ichnbsp;haben aber in dieser Umgebung etwas gefunden, was mit einiger Sicherheit alsnbsp;eine Terrasse in 300 m anzusprechen ware.

Im Tal zwischen Kolibret und der Kette, auf welcher die Kapelle Sv. Nikola liegt, finden wir einige Querschwellen, die aus mehr oder weniger verkittetemnbsp;Gehangeschutt zusammengesetzt sind. Nicht nur die siidliche Felswand, sondernnbsp;auch der nördliche ,,dipslope”-Abhang zeigen, von der ersten dieser Schwellennbsp;bis oben im Tal, mehr oder weniger deutliche, hohl ausgeschliffene Steilwande.nbsp;Wahrscheinlich sind diese Erscheinungen als die Folgen einer quartaren Verglet-scherung anzusehen. Auch das Flyschtal zwischen Sokoli und die Nevistina-Stijena weist an manchen Stellen solche Konkavitaten an der Talwand auf,nbsp;wahrend die Talmulde unter (SW) dem Dorf Sokoli fast ganz bedeckt ist mitnbsp;jungem verkittetem Gehangeschutt.

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KAP. IV. PALAEONTOLOGIE.

I. Klein-Foraminiferen.

Klein-Foraminiferen finden wir fast in allen Gesteinen dieses Gebietes. lm Rudistenkalk sind sie ziemlich sparlich, in den eozanen Konglomeraten undnbsp;Brekzien und in den Foraminiferenkalken kommen sehr viele vor. In beidennbsp;Fallen sind sie aber im Gestein eingeschlossen und können wir sie nur in Dünn-schliffen studieren; infolgedessen ist nur ausnahmweise eine Genusbestimmungnbsp;und niemals eine Speziesbestimmung möglich. In den Flyschmergeln aber kommennbsp;Klein-F'oraminiferen vor die durch schlammen isoliert werden können. Es gibtnbsp;Stellen in diesen Mergeln wo zahlreiche Klein-Foraminiferen vorgefunden werdennbsp;und andere wo die Mergel fast steril sind.

Auf S. 46 folgt eine Uebersicht der von mir bestimmten Arten aus diesen Flyschmergeln, in welcher, neben den F'undorten, die zeitlichen Begrenzungen der ver-schiedenen Arten angegeben ist. Die Nummern hinter jeder Art geben die Litera-tur an, die bei der Bestimmung benutzt worden ist; sie korrespondieren mit den Nummern der ,,Literaturliste für Klein-Foraminiferen” auf Seite 85.

Die Reihenfolge der Arten in unserer Tabelle ist die gleiche wie in Cushmans bekannter Arbeit; ,,Foraminifera, their classification and economie use” (Lit. 10).

Wie schon früher, im Kapitel über die Stratigraphic, gezeigt worden ist, muss für die Flyschmergel mitt.- bis ob.-eozanes Alter angenommen werden.

Reophax sp. (Fig. 1, Taf. VI).

Nur ein Bruchstück. Sehr fein agglutiniert; gleicht einigermassen Reophax hacillaris Brady (Lit. 2, S. 293, Taf. 30, Fig. 23-24). Lange; 2 mm.; grösstenbsp;Breite; 0,8 mm.

Fundort; 13.

Textulariaci. stricta Cushman. (Fig. 2, Taf. VI).

Lit. 6a, S. 11, Fig. 13.

Nur ein Bruchstück; sehr wahrscheinlich eine Textularia. Es gleicht Textularia stricta Cushm. am meisten, unterscheidet sich aber indem die Höhe der Kammernnbsp;des jüngeren Teiles bei meinem Exemplar zu gross ist; ausserdem ist der jüngerenbsp;Teil etwas tordiert.

Fundort; 26.

Vulvulina eocaena n.sp. (Fig. 3-4, Taf. VI).

Syn; Vulvulina n.sp. Keijzer, Lit. 25, S. 987.

Viele Exemplare. Anfangskammern deutlich spiralig angeordnet; die jüngeren 7-10, selten bis 13 Kammern alternierend. Letzte Kammern bei erwachsenen

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PALAEONTOLOGIE

Individuen terminal. Diese Fossilien unterscheiden sich von allen anderen Vulvu-lina-Arten durch einen geraden Unterrand an welchem die stark verdickten Suturen kleine Stacheln bilden und aus welchem der spiralige Anfangteil halb-kreisförmig hervortritt. Lange: 0,4-0,8 mm; grösste Breite: 0,5-0,55 mm.nbsp;Fundorte: 11, 13, 21.

Tritaxia }pyramidata Rss. (Fig. 5-6, Taf. VI).

Lit. 11, S. 22, Taf. 2, Fig. 21-24, Taf. 3, Fig. 1-8. (Weiter dort angegeben).

Viele Exemplare. Sie unterscheiden sich von der ursprünglichen Abbildung von Reuss indem sie viel kürzer sind; es gibtjedoch auchAbbildungenwelche un-seren Fossilien ahnlich sehen (Lit. 11, Taf. 3, Fig. 1-3). Lange: 0,5-1,25 mm;nbsp;grösste Breite: 0,45-1 mm.

Fundorte: 21, 26.

Dieser Genus ist bis jetzt fast nur aus der Kreide bekannt. Nur Liebus (Lit. 26, S. 933) nennt das Vorkommen einer Tritaxia {T. tricarinata Rss.) in dennbsp;mittel-eozanen Mergeln Dalmatiens.

Tritaxia sp. I.

Nur ein Exemplar; Lange etwa 0,9 mm, Breite etwa 0,6 mm. Ohne Zweifel eine Tritaxia] infolge des schlechten Erhaltungszustandes ist eine Artbestimmungnbsp;unmöglich.

Fundort: 28.

Tritaxia sp. 11.

Nur ein (?) abgerolltes Exemplar. Es hat fast parallele Seiten. Deutlich ist die typische Tritaxia-AnoxAming der Kammern zu sehen. Eine Artbestimmung istnbsp;unmöglich. Lange: 1,1 mm; Breite: 0,5 mm.

Fundort: 26.

tTritaxia sp. (Fig. 7-8, Taf. VI).

Nur ein Exemplar. Auffallend ist die Grösse des Individuums. Der sehr schlechte Erhaltungszustand lasst nur eine fragliche Genusbestimmung zu. Lange:nbsp;2,2 mm; Breite: 1,25 mm.

Fundort: 26.

Gaudryina cf. faujasi Rss. (Fig. 9-10, Taf. VI).

Lit. 38, S. 320, Taf. 3, Fig. 9a-b.

Lit. 11, S. 39, Taf. 5, Fig. 17-20, Taf. 6, Fig. 1-2. (Weiter dort angegeben). Einige Exemplare. Sie unterscheiden sich von den alteren Abbildungen indemnbsp;sie etwas zu klein sind und ausserdem ihre aussere Form etwas zu konisch ist.nbsp;Lange: 0,45-0,55 mm; grösste Breite: 0,3 mm.

Fundorte: 13, 26.

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Fundorte:


Literatur:


cd


Reophax

scorpiurus

Montf.

id.

sp.

Textularia

agglutinans

d’Orb.

id.

corrugata

Costa.

id.

gramen

d’Orb.

id.

sagitula Defr.

var. atrata

Cushman.

id.

cf. stricta

Cushman.

id.

sp. I

Keijzer.

id.

sp. II

Keijzer.

Vulvulina

eocaena

nov. sp.

id.

nummuliKa

(Gümb.)

id.

pectinata

Hantken.

id.

pennatula

(Batsch)

Tritaxia

Ipyramidata

Rss.

id.

tyicayinata

(Rss.)

id.

sp. I

id.

sp. II

? id.

sp.

Gaudryina

eocaena

V. Bellen.

id.

cf. faujasi

(Rss.)

id.

riigosa

d’Orb.

id. (Pseudogaudryina) sp.

Pseudoclavulina

Uebusi

nom. nov.

Clavulinoides

szahoi

(Hantken)

IClavulina

payisiensis

d’Orb.

Marssonella

indentata

(C. UND J.)

Textulariella

cyetosa

Cushman.

Dorothia

concinna

(Rss.)

id.

cylindyica

(Nutt.)

id.

subglabra

(GÜMB.)

Plectina

cubensis

C. UND B.

id.

dalynatina

(Sch.)

id.

eocaenica

Cushman.

id.

spherica

V. Bellen.

KarrerieUa

si-fjiiOTiiata

(Rteb.)

(d 'Orb.)

Triiaxilina

pentagonalis

nov. sp.

id.

pupa

(Gümb.)

ILiebusella

soldani

(J. UND P.)

Quinq ueloculina

cayinata

d’Orb.

Spiroloculina

canaliculata

d’Orb.

Cristellaria (Rob.)

arcuatosiriata

(Hantk.)

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

cyassa

d’Orb.

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

gutticostata

(Gümb.)

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

iota

Cushman.

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

aff. vortex

F. UND M.

id. nbsp;nbsp;nbsp;(Lent.)

conveygens

Born.

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

cultyata

(Montf.)

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

inoynata

(d’Orb.)

Planularia

tyicarinella (Rss.

var.

styiata

Liebus.

id.

sp.

MarginuUna

bullata

Rss.

id.

decorata

(Rss.)

id.

gladius

^Phill.

id.

jonesi

Rss.

id.

subhullata

Hantken.

Dentalina

bohemiensis

V. Bellen.

id.

communis

d’Orb.

id.

cf. conjluens

Rss.

id.

cf. hoynesi

Hantken.

id.

jarvesi

nov. nom.

id.

pomuligera

Stache.

id.

vagina

Stache.

Nodosaria

cocoaensis

Cushman.

id.

ewaldi

Rss.

id.

latejugata

Gümb.

id.

aff. oythopleura

Rss.

id.

radicula

Linné.

id.

vdsayhelyi

(Hantk.)

id.

c'. vertehyalis

(Batsch)

id.

nov. sp.

id.

sp. I

id.

sp. II

Saracenaria

acutauricularis

(F. undM.)

V aginulina

sp.

2, 25.

2, 6a, 7, 25, 26,

2.

2, 27, 32.

38.

26, 37.

26, 41.

24, nbsp;nbsp;nbsp;26.

25, nbsp;nbsp;nbsp;26, 41.nbsp;25.

14, 17, 35.

25, 26. 25.

24,

26,

27.

25,

26,

27,

32,

33.

22,

24.

2,

15.

25,

26,

27,

30.

8,

9b.

25,

26,

27,

31.

27,

32.

26.

14,

17,

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34.

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17,

30.

25,

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30.

39.

5,

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1,

34.

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26.

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39.

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2,

5,

25,

26.

24.

26,

27,

31.

14,

15,

27.

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Fundorte:


Literatur:


tij


cd


Reophax

scorpiufus

Montf.

id.

sp.

Textularia

agglutinans

d’Orb.

id.

corrugata

Costa.

id.

gramen

d’Orb.

id.

sagitula Defr.

var. atrata

Cushman.

id.

cf. stricta

Cushman.

id.

sp. I

Keijzer.

id.

sp. II

Keijzer.

Vulvulina

eocaena

nov. sp.

id.

nummulii'.a

(Gümb.)

id.

pectinata

Hantken.

id.

pennatula

(Batsch)

Tritaxia

Ipyyamidata

Rss.

id.

tyicayinata

(Rss.)

id.

sp. I

id.

sp. II

? id.

sp.

Gaudryina

eocaena

V. Bellen.

id.

cf. faujasi

(Rss.)

id.

Yiigosa

d’Orb.

id. (Pseudogaudryina) sp.

Pseudoclavulina

Uebusi

nom. nov.

Clavulinoides

szaboi

(Hantken)

IClavulina

payisiensis

d’Orb.

Marssonella

indentata

(C. UND J.)

Textulariella

cyetosa

Cushman.

Dorothia

concinna

(Rss.)

i:l.

cylindyica

(Nutt.)

id.

subglabra

(Gümb.)

Plectina

cubensis

C. UND B.

id.

dalmatina

(Sch.)

id.

eocaenica

Cushman.

id.

spherica

V. Bellen.

KarrerieUa

si^jliomiata

(d 'Orb.)

TriiaxiHna

pentagonalis

nov. sp.

id.

pupa

(Gümb.)

ILiebusella

soldani

(J. UND P.)

Quinq ueloculina

cayinata

d’Orb.

Spiroloculina

canaliculata

d’Orb.

Cristellaria {Rob.)

aycuatostyiata

(Hantk.)

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

cyassa

d’Orb.

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

gutticostata

(Gümb.)

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

iota

Cushman.

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

aff. vortex

F. UND M.

id. nbsp;nbsp;nbsp;{Lent.)

conveygens

Born.

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

cultyata

(Montf.)

id. nbsp;nbsp;nbsp;id.

inoynata

(d’Orb.)

Planularia

tyicarinella (Rss.) var.

styiata

Liebus.

id.

sp.

MarginuUna

bullata

Rss.

id.

decorata

(Rss.)

id.

gladius

^Phill.

id.

jonesi

Rss.

id.

subbullata

Hantken.

Dentalina

bohemiensis

V. Bellen.

id.

communis

d’Orb.

id.

cf. confluens

Rss.

id.

cf. hoynesi

Hantken.

id.

jarvesi

nov. nom.

id.

pomuligeya

Stache.

id.

vagina

Stache.

Nodosaria

cocoaensis

Cushman.

id.

ewaldi

Rss.

id.

latejugata

Gümb.

id.

aff. oythopleura

Rss.

id.

radicula

Linné.

id.

vdsayhelyi

(Hantk.)

id.

cb vevtebyalis

(Batsch)

id.

nov. sp.

id.

sp. I

id.

sp. II

Saracenaria

acuiauficularis

(F. undM.)

Vaginulina

sp.

2, 25.

2, 6a, 7, 25, 26,

2.

2, 27, 32.

38.

26, 37.

26, 41.

24, nbsp;nbsp;nbsp;26.

25, nbsp;nbsp;nbsp;26, 41.nbsp;25.

14, 17, 35.

25, 26. 25.

24, nbsp;nbsp;nbsp;26, 27.

25, nbsp;nbsp;nbsp;26, 27, 32, 33.nbsp;22, 24.

2, nbsp;nbsp;nbsp;15.

25, 26, 27, 30.

8, 9b.

25, nbsp;nbsp;nbsp;26, 27, 31.

27, 32.

26.

14, 17, 25, 34.

3, nbsp;nbsp;nbsp;17, 30.

25, nbsp;nbsp;nbsp;27, 30.

39.

5, 14, 24, 25, 26.

1, nbsp;nbsp;nbsp;34.

2, nbsp;nbsp;nbsp;25, 26, 27, 30.nbsp;17; 38.

21, 26.

14, 16.

44.

14, 44.

8.

8, 25, 26, 27, 36. 14, 22, 24, 26.

17, 39.

1, 2, 5, 25, 26. 24.

26, nbsp;nbsp;nbsp;27, 31.

14, 15, 27.

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Fundorte:

CO

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Literatur:

o

o

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b

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2,

66, 9b.

X

39.

X

6b, 25, 26, 27, 29, 39.

X

2,

25, 26, 29.

X

X

1, 2

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2,9b, 25, 26, 27, 29.

X

2,

6b, 9b.

29.

X

18.

X

2,

3, 26, 27.

X

39.

X

2,

26,

X

45.

X

X

2,

7, 25, 27.

X

5, 14,

16, 25, 26, 27.

X

X

14,

45.

X

X

13,

24, 25, 26, 27.

X

13.

X

13,

26, 27.

X

X

13.

X

19,

26, 27.

X

14.

X

X

X

14,

25.

X

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2,

26.

X

X

14,

25, 27, 40.

X

2, 25, 26, 27, 40.

X

14,

22, 24, 26.

X

14,

25, 26.

X

25.

X

X

25,

26, 28.

X

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27, 32.

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X

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14,

17, 25, 30.


Lagena

advena

Cushman.

id.

globosa

Walk.

id.

laevis

Mont.

id.

Imarginata

W. und j.

id.

orbignyana

Seg.

id.

sulcata

(W. UND J.)

id.

sulcata (W. und J.) var. api-

culata (Cushman.)

id.

sulcata (W. und J.) var. se-

mistriata (Will.)

Guitulina

adhaerens

(Olsz.)

Glandulina

laevigata

d’Orb.

id.

mutabilis

Rss.

? id.

rotundata

(Rss.)

Buliminella

cf. trocheata

(Terq.)

Bulimina

affinis

d’Orb.

id.

Hnflata

Seg.

id.

trigona

Terq.

? id.

sp.

BoUvina

budensis

(Hantk.)

id.

lelongata

Hantken.

id.

nobilis

H,\ntken.

id.

semistriata

Hantken.

Uvigerina

asperula

Czj ZEK.

id.

cf. biserialis

C. UND EdW.

id.

eocaena

Gümb.

id.

lappa

C. UND EdW.

Siphogenerina

striata

(SCHW.)

Pleurostomella

alternans

SCHWAGER

id.

brevis

SCHWAGER

id.

eocaena

Gümb.

id.

incrassata

Hantken.

id.

sp. IV

Keijzer.

id.

sp.

Nodosarella

variabilis

(L. UND S.)

Elli-{)soTiodosavia

votundaia

Ip’Orb .i

id.

aff. iucAerae

Hadley.

Ellipsoglandtdina

exponens

(Brady).

id.

labiata

(SCHW.)

Ellipsolagena

apiculata

(Rss.)

Discorbis

cf. eximia

Hantken.

id.

globularis (d’Orb.) var.

bradyi Cushman.

Gyroidina

orbicularis

d’Orb.

id.

soldani

d’Orb.

Eponides

umbonatus

(Rss.)

Cassidulina

• pacifica

Cushman.

Pullenia

quinqueloba

(Rss.)

Globigerina

bilobata

d’Orb.

id.

bulloides

d’Orb.

id.

conglomerata

Schwager,

id.

inflata

d’Orb.

id.

triloba

Rss.

OrbuUna

univevsa

d’Orb.

Hantkenina

liebusi

Shokhina.

id.

longispina

Cushman.

Globorotalia

crassa

d’Orb.

Anomalina

ammonoides '

(Rss.)

id.

Icomplanata

(Rss.) var.

id.

dalmatina

V. Bellen.

id.

keijzeri

nov. sp.

id.

tenuissima

(Rss.)

Planulina

'WüllerstQrffi

(SCHW.)

Cibicides

keijzeri

V. Bellen.

id.

refulgens

Monte.

id.

sp.

—

—

---

____

__

—

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—

—

—

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2, 24, 25, 26, 27, 36. 2, 24, 25, 26, 27, 36.nbsp;2, 14.

2, 17, 25, 26,27, 36. 32.

2, 25, 26, 27, 32. 2, 40.

2, 25, 26.

2, 25, 26, 27, 35. 2, 27.

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1, nbsp;nbsp;nbsp;25,

2, nbsp;nbsp;nbsp;25, 26, 27.


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Lagena

advena

Cushman.

id.

globosa

Walk.

id.

laevis

Mont.

id.

?marginata

W. und J.

id.

orbignyana

Seg.

id.

sulcata

(W. UND J.)

id.

sulcata (W. une

J.) var. api-

ciilata (Cushman.)

id.

sulcata (W. und J.) var. se-

mistriata (Will.)

Guttulina

adhaerens

(Olsz.)

Glandulina

laevigata

d’Orb.

id.

mutabilis

Rss.

? id.

rotundata

(Rss.)

Buliminella

cf. trocheata

(Terq.)

Bulimina

affinis

d’Orb.

id.

Hnflata

Seg.

id.

trigona

Terq.

? id.

sp.

Bolivina

budensis

(Hantk.)

id.

lelongata

Hantken.

id.

nobilis

Hantken.

id.

semistriata

Hantken.

Uvigerina

asperula

Czj ZEK.

id.

cf. biserialis

C. UND EDW.

id.

eocaena

Gümb.

id.

lappa

C. UND EdW.

Siphogenerina

striata

(SCHW.)

Pleuvostomella

alternans

SCHWAGER

id.

brevis

Schwager

id.

eocaena

Gümb.

id.

incrassata

Hantken.

id.

sp. IV

Keijzer.

id.

sp.

Nodosarella

variabilis

(L. UND S.)

ElU'fiso'nodosaria

rotundata

1p’Orb,'\

id.

alf. iucAerae

Hadley.

Ellipsoglandtdina

exponens

(Brady).

id.

labiata

(Schw.)

Ellipsolagena

apiculata

(Rss.)

Discorbis

cf. eximia

Hantken.

id.

globularis (d’Orb.) var.

bradyi Cushman.

Gyroidina

orbicularis

d’Orb.

id.

soldani

d’Orb.

Eponides

umbonatus

(Rss.)

Cassidulina

¦ pacifica

Cushman.

Pullenia

quinqueloba

(Rss.)

Globigerina

hilohata

d’Orb.

id.

bulloides

d’Orb.

id.

conglomerata

Schwager

id.

inflata

d’Orb.

id.

triloba

Rss.

Orbulina

universa

d’Orb.

Elantkenina

liebusi

Shokhina.

id.

longispina

Cushman.

Globorotalia

crassa

d’Orb.

Anomalina

ammonoides '

(Rss.)

id.

Icomplanata

(Rss.) var.

id.

dalmatina

V. Bellen.

id.

keijzeri

nov. sp.

id.

tenuissima

(Rss.)

Planulina

•wiillersU/rffi

(Schw.)

Cibicides

keijzeri

v. Bellen.

id.

refulgens

Monte.

id.

sp.


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Fundorte:

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CO

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Literatur:

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d

d

o

d

d

X

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X

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2, 25, 26, 29.

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2,9b, 25, 26, 27, 29.

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2, 6b, 9b.

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29.

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18.

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39.

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2, 26.

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X

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2, nbsp;nbsp;nbsp;7, 25, 27.

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X

X

14, 45.

X

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13, 24, 25, 26, 27.

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13.

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13, 26, 27.

X

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13.

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X

19, 26, 27.

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X

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14, 25.

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14.

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2, 26.

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X

2, 25, 26, 27, 40.

X

14, 22, 24, 26.

X

14, 25, 26.

X

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2, 24, 25, 26, 27, 36.

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50

PALAEONTOLOGIE

Gaudryina {Pseudogaudryina) sp. (Fig. 11-12, Taf. VI).

Nur ein schlecht erhaltenes Exemplar. Keine Artbestimmung möglich. Die typische Pseudogaudryina-Ka.mmeTa.nordnung ist deutlich zu erkennen. Lange;

1 mm; Breite der schmalen Seite: 0,42 mm; Breite der breiten Seite; 0,48 mm.

Fundort: 26.

Pseudoclavulina liehusi nom. nov. (Fig. 13-14, Taf. VI).

Syn: ? Clavulina parisiensis Schwager (non d’Orb.) Lit. 41, S. 116. Taf. III, Fig. 18.

Clavulina parisiensis Liebus (non d’Orb.) Lit. 26, S. 933, Taf. III, Fig. 2-4.

Viele Exemplare. Besonders Liebus Abbildungen zeigen gute Uebereinstim-mung. Die Neubenennung gründet sich auf folgende Tatsachen;

1) nbsp;nbsp;nbsp;zeigen Liebus Abbildungen sicher keinen Mund-Zahn.

2) nbsp;nbsp;nbsp;bildet Liebus den Mund ab auf einem terminalen Hals.

Diese zwei Merkmale, zusammen mit der typischen Kammeranordnung stellt die Zugehörigkeit zum Genus Pseudoclavulina sicher. Schon Schwager nenntnbsp;einige Unterschiede zwischen seinen Exemplaren und den Typen d’Orbignysnbsp;und zwar:

,,Die D’ORBiGNY’sche Art ist zwar bekanntlich durch einen in die Mündung hineinragenden Zahn ausgezeichnet, welcher bei unseren Vorkommnissnbsp;nur schwer zu unterscheiden ist; auch besitzt die letztere meist keinen so starrnbsp;stabförmigen Obertheil.”

Er bildet aber keine Spur eines Mündungs-Zahnes ab. Bei den dalmatinischen Exemplaren ist der Oberteil noch kleiner (siehe auch Liebus Abbildungen). Schonnbsp;Liebus spricht von einer Verwandtschaft zwischen seiner Clavulina parisiensisnbsp;und Tritaxia tricarinata Rss. Beide Arten kommen in meinem Material vor. Einenbsp;Grenze zwischen diesen zwei Arten ist nur schwer zu ziehen. Alle Exemplare mitnbsp;einer oder mehreren deutlich runden Endkammern habe ich zu Pseudoclavulinanbsp;gerechnet; nur die Exemplare mit einer schiefgestellten, mehr oder wenigernbsp;zusammengedrückten Endkammer sind als Tritaxia betrachtet. Lange: 1,1-1,3nbsp;mm; Breite: 0,5-0,65 mm.

Fundorte: 21, 26.

IClavulina parisiensis d’Orb. (Fig. 15-16, Taf. VI).

Lit. 12, S. 18, Taf. 2, Fig. 22-26. (Weiter dort angegeben.)

Ein einziges Exemplar. Die Anwesenheit eines Mündungszahnes nicht ganz sicher. Mein Fossil unterscheidet sich von den bisher abgebildeten Individuennbsp;durch seine viel grosseren Abmessungen. Lange; 1,65 mm; Breite; 0,65 mm.

Fundort; 13.

TritaxiUna pentagonalis n.sp. (Fig. 17-19, Taf. VI).

Syn: TritaxiUna sp. van Bellen, Lit. 1.

Mehrere Exemplare. Anfangs fünf Kammern in eine Windung, danach vier, dann drei und im letzten Teil eine deutlich biserialen Anordnung. Suturen deutlich gehoben. Mund Textularia-artig. Die ,,Labyrinth-Struktur” der Kammern

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PALAEONTOLOGIE

habe ich, wahrscheinlich infolge Rekristallisation, nicht beobachten können. Meistens sind die vier- und tri-serialen Teile nur sehr klein; bisweilen kann abernbsp;auch der vier-seriale Teil einen grossen Teil der Schale einnehmen. Die Fossiliennbsp;unterscheiden sich von allen bis jetzt bekannten Tritaxilinen durch das sehr deut-lich ausgespragte, grosse, fünf-eckige Anfangstadium. Lange: 135-1.6 mm;nbsp;grösste Breite: 0,65-0,75 mm.

Fundorte: 21, 26.

Cristellaria [Robulus) aff. vortex (F. u. M.).

Lit. 30, S. 86, Taf. V, Fig. 7.

Einige Exemplare; sie gleichen sehr gut den als Crist, aff. vortex (F. u. M.) beschriebenen Fossilien Nuttalls. Die Unterschiede mit der von Brady u.a. be-schriebenen Crist, vortex sind: 1) Die Suturen sind etwas weniger spiralig, 2) Dienbsp;Suturen sind etwas erhöht, 3) Meine Exemplare enthalten 9 statt 7 Kammern innbsp;der letzten Windung. Durchmesser: 1-1,4 mm; Dicke: 0,6-0,7 mm.

Fundorte: 11, 26.

Planularia sp. (Fig. 20, Taf. VI).

Nur ein einziges Exemplar. Sehr flache Foraminifere, mit deutlichem Planu-/«na-artigem Bau. Die letzte Kammer hat einigermassen die Neigung sich von der Spirale loszulösen. Die Suturen sind ganz flach, nicht erhöht. Etwa 8 Kammern innbsp;der letzten Windung. Grösster Durchmesser: 0,8 mm; Breite: 0,5 mm; Dicke:nbsp;0,15 mm.

Wegen des wenigen Materials ist die Aufstellung einer neuen Art nicht zu empfehlen.

Fundort: 21.

Dentalina cf. confluens Rss. (Fig. 21, Taf. VI).

Ut. 38, S. 335, Taf. VU', Fig. 5.

Lit. 17, S. 30, Taf. 9, Fig. 10-12.

Einige Exemplare; sie gleichen am meisten den von Nut tall beschriebenen Foraminiferen, unterscheiden sich aber indem die Suturen immer etwas tiefer ein-gesenkt sind. Die Kammeranzahl ist mindestens 5 und maximal 7. Die gröbstenbsp;Streifung an meinen Exemplaren ist der von Nuttall und Reuss abgebildeten fastnbsp;gleich. An einigen Exemplaren ist sie etwas tordiert. Lange: 0,7-1,2 mm; Breite:nbsp;0,12-0,2 mm.

Fundort: 21.

Dentalina jarvesi noni. nov. (Fig. 22, Taf. VI).

Syn: D. inornata Cushm. und Jarvis (non d’Orb.) Lit. 16, S. 359, Taf. 32, Fig. 13.

D. inornata Cushman (non d'Orb.) Lit. 14; 5, 4; S. 85, Taf. 12, Fig. 21. Einige Bruchstücke. Diese Neubenennung ist wie folgt zu begründen:nbsp;1) haben d’Orbignys Exemplare deutlich schiefgestellte Suturen, wahrend beinbsp;den hier zitierten Abbildungen und meinen Exemplaren alle Suturen wagerecht

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PALAEONTOLOGIE

auf der Langsachse stehen, 2) haben d’Orbignys Exemplare sehr schmale Suturen, wahrend unsere Exemplare und die von Cushman und Jarvis deutlich mehr odernbsp;weniger bandförmige Suturen zeigen. Besonders mit den Abbildungen von Lit. 16nbsp;stimmen unsere Exemplare gut überein. Genaue Dimensionen sind nicht zu gebennbsp;da keine vollstiindige Exemplare anwesend sind.

Fundort; 21.

Dentalina cf. hörnesi Hantken. (Fig. 23, Taf. VI).

Lit. 24, S. 37, Taf. 4, Fig. 2.

Einige Bruchstücke. Sie zeigen ziemlich viel Uebereinstimmung mit den Fos-silien Hantkens, unterscheiden sich aber durch die ovalere Form der Kammern. Fundort; 21.

Nodosaria aff. orthopleura Rss. (Fig. 24-25, Taf. VI).

Lit. 39, S. 89, Taf. 12, Fig. 5a-b.

Lit. 17, S. 33, Taf. 10, Fig. 10.

Einige Bruchstücke. Sie unterscheiden sich von den Typen von Reuss durch eine viel grössere Anzahl der Langsrippen (10-12, wahrend Reuss nur 5 Langs-rippen abbildet). Die als N. orthopleura abgebildeten Exemplare von Cushman undnbsp;Jarvis zeigen auch mehr Langsrippen als die Abbildungen von Reuss. Bis jetztnbsp;nur aus der Kreide bekannt.

Fundorte: 21, 26.

Nodosaria cf. vertebralis Batsch. (Fig. 26, Taf. VI).

Lit. 31, S. 15, Taf. 3, Fig. 9. (u.a. dort angegeben.)

Einige vollstandige Exemplare. Die obenzitierten Abbildungen von Nuttall zeigen sehr viel Uebereinstimmung. Alle anderen Abbildungen unterscheiden sichnbsp;durch eine viel kleinere Anfangskammer und eine kleinere Anzahl von Langsrippen (meistens 8-10, wahrend unsere Exemplare 10-12 Langsrippen haben.nbsp;Lange: 1,4-2,8 mm; Breite: 0,3-0,6 mm.

Fundorte: 21, 26.

Nodosaria n. sp. (Fig. 27, Taf. VI).

Nur ein Exemplar. Aus drei Kammern bestehende, fast zylindrische Nodosaria. Die letzten zwei Kammern etwas höher als breit; die Initialkammer ziemlich gross. Die Mündung ist schwach radiar gestreift. Die Suturen sind nur wenignbsp;eingesenkt. Zwischen den Kammern, auf den Suturen kommen feine Langs-rippchen vor. Unterscheidet sich von N. fontinensis Berth, var. velascoensisnbsp;CusHM. durch die viel geringere Anzahl der Kammern. Lange: 1 mm; Breitenbsp;0,22 mm.

Fundort: 13.

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PALAEONTOLOGIE

Nodosaria sp. I. (Fig. 28, Taf. VI).

Ein, fast vollstandiges Exemplar, ziemlich schlecht erhalten; zylindro-ko-nisch, aus mindestens 7 Kammern bestehend; die Suturen in dem alteren Teil fast gar nicht, in dem jüngeren Teil etwas eingesenkt. Der Umriss des jüngerennbsp;Telles zeigt eine undeutliche Zick-zack-linie im Langsschnitt. Das Exemplarnbsp;gleicht einigermassen N. mexicana Cushman. Diese letzte ist aber gebogen und dernbsp;Langsschnitt zeigt eine viel ausgepragtere Zick-zack-Form. Lange; mindestensnbsp;1,25 mm; grösste Breite: 0,25 mm.

Fundort: 1.

Nodosaria sp. II. (Fig. 29, Taf. VI).

Nur ein Bruchstück. Es zeigt grosse Uebereinstimmung mit N. ewaldi Rss., unterscheidet sich aber ganz deutlich durch eine typische, aus vielen, sehr feinen,nbsp;etwas gedrehten Rippchen bestehende Ornamentation der Schale. Lange der viernbsp;ersten Kammern: 1,25 mm; Breite: 0,25 mm.

Fundort: 21.

Vaginulina sp.

Nur ein Bruchstück. Artbestimmung ist unmöglicb. Lange; 1 mm; Breite; 0,35 mm; Dicke: 0,2 mm.

Fundort; 26.

Lagena Imarginata W. und J.

Nur ein einziges Exemplar. Brady bildet (Lit. 2, Taf. 59, Fig. 6) eine L. marginata ab mit einem Stachel, wahrend mein Exemplar keinen Endstachel hat.nbsp;Matthes (Lit. 29, Fig. 115-116) gibt Abbildungen die etwas kürzer sind. Im All-gemeinen doch gute Uebereinstimmung. Lange: 0,75 mm; Breite: 0,5 mm.nbsp;Fundort; 13.

Buliminella cf. trocheata (Terq.). (Fig. 30, Taf. VI).

Nur ein Exemplar. Nach Terquem (Lit. 45, S. 111, Taf. 19, Fig. 23) sind vier Windungen über einander anwesend. Bei meinem Exemplar sind nur dreiWindun-gen zu unterscheiden. Terquems Exemplare sind nicht so breit wie die Meinigen.nbsp;Lange; 0,5 mm; Breite; 0,38 mm.

Fundort; 21.

BuUmina ?inflata Seg.

Zwei Exemplare. Die typischen Rippen von B. inflata Seg. sind anwesend, aber viel weniger deutlich ausgepragt als normal. Lange: 0,25-0,35 mm; Breite:nbsp;0,2-0,25 mm.

Fundort: 21.

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PALAEONTOLOGIE

}BuUmma sp.

Zwei sehr schlecht erhaltene Exemplare, wahrscheinlich dem Genus Bulimina angehörend; keine Artbestimmung möglich. Lange: 0,45-0,6 mm; Breite: 0,25-0,35 mm.

Fundort: 21.

Bolivina }elongata Hantken.

Einige Exemplare. Die Unterschiede mit Hantkens Abbildungen sind: 1) Meine Exemplare sind etwas zu rund im Querschnitt und, 2) Meine Exemplarenbsp;sind etwas zu gross nml.; 0,8-0,9 mm statt 0,6 mm.

Fundort: 21.

Uvigerina cf. hiserialis Cushm. und Edwards.

Mehrere Exemplare. Sie unterscheiden sich von U. hiserialis durch die etwas mehr kugligen Kammern und die etwas grosseren Kippen. Lange: 0,4 mm;nbsp;Breite: 0,25 mm.

Fundort: 26.

Pleurostomella sp. (Fig. 31-32, Taf. VI).

Nur ein Exemplar. Gleicht etwas P. alazanensis Cushm. (Lit. 14; I, 1; S. 5, Taf. 1, Fig. 2a-b und idem; III, 2; S. 130, Taf. 25, Fig. 21a-b.). Unterscheidetnbsp;sich aber durch die mehr kugligen Kammern. Lange: 0,8 mm; Breite: 0,3 mm.

Fundort: 13.

Ellipsonodosaria aff. Uickerae Hadley. (Fig. 33-34, Taf. VI).

Zwei gut erhaltene Exemplare. Gute Uebereinstimmung mit E. tuckerae Hadley (Lit. 23, S. 21, Taf. 3, Fig. 1-2); unterscheidet sich aber durch dieglattenbsp;Oberflache. Lange: 0,7 mm; Breite: 0,3 mm.

Fundort: 13.

Discorbis cf. eximia (Hantken). (Fig. 35-37, Taf. VI).

Ein Exemplar. Unterscheidet sich von Von Hantkens Abbildungen und Beschreibungen indem die Endkammer an der ventralen Seite sehr stark ver-dickt ist und indem die dorsale Seite ganz flach ist und nicht die gehobenennbsp;Suturen zeigt, die Von Hantkens Exemplare kennzeichnen. Im letzten Umgangnbsp;6 statt 7-8 Kammern. Durchmesser: 1 mm; Dicke im Zentrum: 0,2 mm.

Fundort: 21.

Elantkenina longispina Cushman. (Fig. 41, Taf. VI).

Einige Bruchstücke. Diese Art ist bis jetzt fast nur aus Amerika bekannt. Unsere Exemplare zeigen sehr gute Uebereinstimmung. Lange des grösstennbsp;Stachels: 0,35 mm; Durchmesser ohne Stacheln: 0,4 mm; Dicke: 0,16 mm.nbsp;Fundort: 21.

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PALAEONTOLOGIE

Anomalina Icomplanata Rss. var.

Nur ein einziges Exemplar. Es unterscheidet sich von der Abbildung von Reuss indem es etwas weniger schnell wachst als dort angegeben ist. In seinernbsp;Beschreibung erwahnt Reuss aber den fast „kreisförmigen” Umriss. Durchmes-ser; 0,45 mm; Dicke: 0,25 mm.

Fundort: 13.

Anomalina keijzeri n. sp. (Fig. 38-40, Taf. VI).

Syn: Anomalina n. sp. Keijzer, Lit. 25, S. 990.

Sehr viele Exemplare. Fast bilateral-symmetrische Anomalina; gehobene, rippenförmige Suturen, nach dem Aüssenrand weniger deutlich hervortretend.nbsp;Die letzte Sutur breiter und etwas eingesenkt. An beiden Seiten mit groben Porennbsp;versehen. An der dorsalen Seite noch etwas von den alteren Windungen zu sehen,nbsp;an der ventralen Seite nicht; 8-10 Kammern in der letzten Windung. Durchmesser:nbsp;0,5-0,6 mm; Dicke: 0,25-0,3 mm.

Fundorte: 2, 21, 26.

Cihicides sp. (Fig. 42-44, Taf. VI).

Mehrere, ziemlich schlecht erhaltene Exemplare. Ventrale Seite stark, dorsale Seite etwas weniger konvex. Nabel ausgefüllt mit klarer Schalensubstanz. Annbsp;der ventralen Seite nur eine Windung, an der dorsalen Seite drei Windungen sicht-bar. Zwölf Kammern in der letzten Windung. Mund nicht deutlich; wahrscheinlichnbsp;eine ventrale Spalte, sich bis auf der dorsalen Seite erstreckend. Durchmesser:nbsp;0,65-0,8 mm; Dicke: 0,4-0,5 mm.

Fundorte: 21, 26.

11. Gross-Foraminiferen.

Sowohl in den Foraminiferenkalken und eozanen Konglomeraten und Brekzien wie auch in den Flyschmergeln kommen sehr viele Gross-Foraminiferennbsp;vor. In den Flyschmergeln sind es hauptsachlich Camerinen und, in einer vielnbsp;geringeren Anzahl auch Discocyclinen und Assilinen; in diesen Mergeln findennbsp;wir niemals Alveolinen. In den Kalken kommen, besonders im unteren Teil nebennbsp;Camerinen sehr viele Alveolinen und zuweilen auch Assilinen vor (z. B. Fundortnbsp;22, 25), wahrend sie an anderen Stellen sehr zahlreiche Discocyclinen enthaltennbsp;(z. B. Fundort 29).

Die Fossilien der Kalke konnten nur im Dünnschliff studiert werden, wahrend diejenigen des Flysches durch Verwitterung oft ganz ausprapariert sind odernbsp;wenigstens durch schlammen isoliert werden kónnen.

Alle Gross-Foraminiferen aus den Mergeln sind stark verkieselt.

Camerina millecaput (Boubée).

Lit. 4: S. 93, Taf. I, Fig. 7, 15, Taf. IV, Fig. 15, Taf. V, Fig. 9-10; Lit. 15: S. 53, Taf. I, Fig. 2; Lit. 21: S. 16, Fig. 7; Lit. 28: S. 43.

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PALAEONTOLOGIE

Sehr viele Exemplare, fast alle durch Verwitterung völlig ausprapariert. Am Fundort 1 durch das Meer am Strand angeschwemmt. Sie gleichen den oben-zitierten Abbildungen und Beschreibungen sehr gut. Das grösste Exemplar zeigtnbsp;einen Durchmesser von etwa 8-9 cm. Diese Art ist sehr allgemein im Mitt.-Eozannbsp;des Mittelmeergebietes. In vielen Literaturangaben ist sie als Nummulina com-planata Lam. angedeutet worden.

Fundorte; 1, 4.

Camerina helvetica (Kaufmann).

Lit. 4: S. 93, Taf. V, Fig. 9; Lit. 9; S. 29, Taf. II, Fig. 10-17; Lit. 14: S. 145, Taf. VIII, Fig. 1-12; Lit. 15: {N. tchihatcheffi) S. 52, Taf. I, Fig. 1.

Mehrere, durch das Meer vollkommen auspraparierte Exemplare. Sie zeigen besonders gute Uebereinstimmung mit den von Martelli als N. tchihatcheffinbsp;beschriebenen Fossilien. Schon Boussac hat Martellis Fossilien der Artnbsp;,,helveticus” zugestellt. Sie unterscheiden sich von C. tchihatcheffi, wie diese vonnbsp;d’Archiac et Haime (Lit. 2) abgebildet worden ist, besonders durch ihre wenigernbsp;regelmassigen Septen und durch ihre viel dünnere Spiralplatte (Die Dicke diesernbsp;Spiralplatte ist hier der Kammerhöhe, wahrend sie bei C. tchihatcheffi dernbsp;Kammerhöhe fast gleich ist). Die Art ist bekannt aus dem Lutétien der Alpen undnbsp;des westlichen und mittleren Mittelmeergebietes.

Fundort: 1, 27.

Camerina perforata (Den. de Montf.).

Lit. 4: S. 66, Taf. III, Fig. 3-7, 13, 14, 16; Lit. 15: S. 74; Lit. 21: S. 17, Fig. 36; Lit. 28: S. 44.

Viele Exemplare aus den Flyschmergeln. Diese Art ist bekannt aus dem Lutétien und Auversien Süd- und West-Europas und Nord-Afrikas.

Fundorte: 1, 4, 8.

Camerina lucasana (Defr.).

Lit. 4: S. 66, Taf. III, Fig. 1-2; Lit. 15: S. 71, Taf. I, Fig. 18; Lit. 21: S. 17, Fig. 37; Lit. 28: S. 44.

Mehrere auspraparierte Exemplare. Besonders die von Martelli abgebildete Fossilien zeigen gute Uebereinstimmung. Sie sind bekannt aus dem Lutétien vonnbsp;Süd- und West-Europa und Nord-Afrika.

Fundorte: 1, 8.

Camerina gizehensis (Forskal).

Lit. 4: S. 89, Taf. IV, Fig. 4, Taf. V, Fig. 2, 7; Lit. 9: S. 67, Taf. V, Fig. 1-10, 12-13; Lit. 20: S. 170, Taf. II, Fig. 10-18, Taf. V, Fig. 12; Fit. 21: S. 16,nbsp;Fig. 8; Lit. 28: S. 43.

Verschiedene auspraparierte Exemplare. Diese Art ist bekannt aus dem Lutétien der Mittelmeerlander.

Fundorte: 1, 4.

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PALAEONTOLOGIE

Camerina }curvispira (Meneghini).

Lit. 2: S. 127, Taf. VI, Fig. 15a-d; Lit. 4; S. 89, Taf. V, Fig. 5 und 8; Lit. 15; S. 67, Taf. I, Fig. 16.

Einige, vom Meere etwas angeschliffene Exemplare. Die Aussenseite zeigt deutlich die ,,filets méandriformes”. Die schlecht erhaltene innere Struktur zeigtnbsp;einige Uebereinstimmung mit dem inneren Bau der Camerina curvispira (Meneghini). Diese Art ist bekannt u.m. aus dem Lutétien des Mittelmeergebietes.

Fundort: 1.

Camerina globula (Leym.).

Lit. 4: S. 26; Lit. 8: S. 54, Taf. I, Fig. 12-17; Lit. 20; S. 178, Taf. III, Fig. 15, 32, 35; Lit. 28; S. 44.

Verschiedene Exemplare, alle ausprapariert. Deutlich sind die typischen radiaren ,,filets” an einigen etwas angeschliffenen Fossilien zu erkennen. Sie istnbsp;in dem Lutétien des Mittelmeergebietes gefunden.

Fundort; 1.

Camerina }budensis (Hantken).

Lit. 4; S. 39; Lit. 11; S. 85, Taf. XII, Fig. 4; Lit. 12; S. 163, Taf. V, Fig. 24-34.

Einige sehr kleine Camerinen fand ich in einem fast sterilen Mergel. Sie zeigen deutlich die, etwas gehobenen radiaren ,,filets” an der Aussenseite. Wegen dernbsp;ziemlich undeutlichen inneren Struktur war nur eine unsichere Artbestimmungnbsp;möglich.

Fundort; 6.

Camerina laturica (Joly und Leym.).

Lit. 9; S. 64, Taf. VI, Fig. 20-28.

Einige auspraparierte, beschadigte Exemplare, an welchen die ,,filets” nicht mehr zu beobachten sind. Die aussere Form und der innere Bau sind den Abbil-dungen von C. alurica fast gleich. Diesi^letzte ist bekannt aus dem Ob.-Lutétiennbsp;Nord-Afrikas.

Fundort; 1.

Camerina ?brongniarti (d’Archiac).

Lit. 4: S. 75, Taf. IV, Fig. 1, 2, 7, 8, 11-14; Lit. 9; S. 72, Taf. VII, Fig. 16.

Nur ein Bruchstück, vom Meere etwas angeschliffen. Es zeigt fast die gleiche aussere Form wie die am Strand gefundenen Bruchstücke von C. millecaput,nbsp;unterscheidet sich aber durch die sehr grosse Anzahl der Pfeiler. Von den ,,filets”nbsp;ist nichts mehr zu sehen. Diese Art ist bekannt aus dem Lutétien und Auversiennbsp;Frankreichs und aus dem Unt.-Oligozan Nord-Afrikas.

Fundort; 1.

Assilina spira de Roissy.

Lit. 2; S. 155, Taf. XI, Fig. 1-5; Lit. 4; S. 98; Lit. 28; S. 44.

Aus den Flyschmergeln konnte ich nur die kleine megalospharische Form

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PALAEONTOLOGIE

sammeln; in den Konglomeraten bei Fundort 15 fand ich ein Stück Kalkstein, das sowohl megalospharische wie auch microspharische, z.T. ausprapariertenbsp;Exemplare zeigt. Nach BoussAC (Lit. 4) unterscheidet sich diese Art von A.nbsp;exfonens indem bei A. spira die Kammerhöhe ^ die Kammerbreite, wahrend beinbsp;A. exponens immer die Kammerhöhe lt; Kammerbreite ist. Bekannt aus demnbsp;Mitt.-Eozan u.m. des Mittelmeeigebietes.

Fundorte: 1, 8, 15, 27.

lAssilina praespira Douvillé. (Fig. 6, Taf. VII).

Lit. 7a; S. 31-32, Fig. 3-4; Lit. 1.

In einigen Dünnschliffen der Foraminiferenkalke bei Fundort 22 fand ich Bruchstücke, welche sehr viel Uebereinstimmung zeigen mit dem, von Arni ab-gebildeten Querschnitt von A. praespira Douv. Sichere Bestimmung war aber,nbsp;wegen des unvollstandigen Materials, unmöglich. Diese Art ist bekannt aus demnbsp;unteren Lutétien des Mittelmeergebietes.

}Pellatispirella sp. (Fig. 11, Taf. VII).

Lit. 11a, S. 114.

In Dünnschliffen einiger eozanen Brekzien fand ich sehr merkwürdige Querschnitte von Mikrofossilien. Sie gleichen im Bau den Camerinen (siehenbsp;Fig. 11c). Die Aussenwand jedes Umganges besteht aus zwei Schichten (Fig. 11b),nbsp;von denen die aussere die dickere ist und mit ziemlich groben Kanalen durchsetztnbsp;ist; die innere zeigt sehr feine, radiare Kanalchen. Der Wohnraum hat im Querschnitt deutliche V-Form. Oberflachlich sind die groben Foren als deutlichenbsp;Löcher zu erkennen (Fig. 11c). An einem schiefen Schnitt sieht man, dass diesenbsp;groben Kanale, wenigstens zum Teil, in den Septen des Wohnraumes verlaufen.

Dimensionen: grösste gemessene Dicke: 0,95 mm; grösster gemessener Diameter: 1,8 mm. Da nur Querschnitte von völlig im Gestein eingeschlossenennbsp;Exemplaren vorliegen, ist es unmöglich eine vollstandige Beschreibung zu geben.nbsp;Die Schnitte zeigen eine ziemlich grosse Uebereinstimmung mit den von Hanzawanbsp;gegebenen Abbildungen und Beschreibung vom Genus Pellatispirella aus Mittel-Amerika. Dieses Genus ist bis jetzt bekannt aus Ob.-Kreide bis Eozan.

Fundort: 15.

Orbitolites complanatus Lam.

Lit. 6; S. 105, Taf. IX; Lit. 7: S. 296, Fig. 5 und 6; Lit. 21: S. 12, Fig. 5 und 31; Lit. 28: S. 44.

Diese Art habe ich nur in Dünnschliffen studieren können. Fast in allen Foraminiferenkalken und in vielen eozanen Konglomeraten und Brekzien kommennbsp;Bruchstücke vor. Sie ist bekannt aus dem Eozan, u.m. aus Dalmatten. Sicher be-stimmte Querschnitte sind gefunden bei den Fundorten 9, 12, 25 und etwasnbsp;nördlich Fundort 7.

Alveolina elongata d’Orb. (Fig. 9, Taf. VII).

Lit. 16: (A. granum festucae Bosc var. elongata d’Orb.) S. 87, Taf. II, Fig. 18-34, Taf. III, Fig. 1-10; Lit. 22: (A. jrumentijormis) S. 22, Taf. II, Fig. 4.

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PALAEONTOLOGIE

Diese, auch schon von Schubert im Adria-Gebiet (Lit. 21) gefundene Art kommt in den Foraminiferenkalken und Konglomeraten und Brekzien haufignbsp;vor. Das grosste Exemplar hat eine Lange von mindestens 4| cm. Ganz sichernbsp;war die Bestimmung nur in einigen Dünnschliffen der Fundorte 12 und 25, wah-rend in den anderen Dünnschliffen nur schiefe Querschnitte studiert werdennbsp;konnten.

Alveolina {Flosculina) dicipiens Schwager. (Fig. 1, Taf. VII).

Lit. 16: {A. bulloides d’Orb. var. sphaeroidea-oblonga (Fort.)), S. 90, Taf. III, Fig. 22, Taf. IV, Fig. 1-10; Lit. 22: S.' 25, Taf. III, Fig. 1; Lit. 21: S. 10, Fig. 4.

Auch diese Art ist schon lange aus dem Adria-Gebiet bekannt. In manchen Foraminiferenkalken und Brekzien kommen Querschnitte vor. Sichere Bestim-mung in den Brekzien bei Fundort 12.

Alveolina lovula Stache.

Lit. 22, S. 95, Taf. I, Fig. 13a-d.

In einem Dünnschliff einer eozanen Brekzie fand ich einen Querschnitt einer fast kugligen Alveolina. Die Aehnlichkeit mit der, als A. cf. ovulum Stache be-schriebenen Form aus Lybien ist ziemlich gut. Da es mir nicht gelungen ist, dienbsp;Originalbeschreibung von Stache zu konsultieren, habe ich ein ? hinzugestellt.nbsp;Schon Schwager nennt das Vorkommen dieser Art aus dem dalmatinischen Eozan.nbsp;Dimensionen: Dicke: 1,1 mm; Lange: 1,15 mm.

Fundort: 9.

Keramosphaerina tergestina Stache. (Fig. 5, 8, Taf. VII).

Lit. 24: S. 35, Taf. VI, Fig. 24-28. [Bradya tergestina St.); Lit. 25; Lit. 26; Lit. 21: S. 5, Fig. 2; Lit. 23.

Viele Exemplare, ganz im Gestein eingeschlossen. Sie zeigen sehr viel Ueber-einstimmung mit den verschiedenen Beschreibungen und Abbildungen von Stache.

SiLVESTRihat 1924versucht denBeweiszu liefern, dass die Keramosphaerinen keine Foraminiferen seien, sondern zu dén Hydrozoen gehören sollen. Er begrün-dete seine Auffassung mit folgenden Argumenten:

1) nbsp;nbsp;nbsp;Die Abwesenheit einer Anfangskammer (,,aparato embrionale”);

2) nbsp;nbsp;nbsp;Die Anwesenheit von konzentrischen (und radiaren) Kanalen. Er meintenbsp;nml. die Scheidewande zwischen den Kammerchen seien hohl.

Schon im Jahre 1912 hat Stache (Lit. 26) den systematischen Platz seines Genus ausführlich und klar hervorgehoben, die nur augenscheinliche Verwand-schaft mit den Hydrozoa besprochen, und Abbildungen mit einem deutlichennbsp;Embryonal-Apparat gegeben. Auch meine Abbildungen zeigen die Anwesenheitnbsp;einer Anfangskammer, wahrend ich niemals hohle Scheidewande zwischen dennbsp;Kammerchen entdecken konnte. Es ist auffallig, dass Silvestri wohl Stachesnbsp;Arbeit von 1905 (Lit. 25) gekannt hat, in welcher er u.in. eine nachkommendenbsp;Diskussion ankündigt, aber diese selbe Diskussion (Lit. 26) volkommen ignoriertnbsp;hat. Dass es ihm nicht gelungen ist einen Schnitt durch die Anfangskammer dar-zustellen, hat vielleicht seine Ursache in den sehr kleinen Dimensionen diesernbsp;Embryonalkammer.

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PALAEONTOLOGIE

lm selben Aufsatz sagt Silvestri (S. 18) auch Keramosfhaera murrayi Brady sei keine Foraminifere sondern eine Hydrozoe, und zwar wegen ihrer grossennbsp;Verwandschaft mit Keramosphaerina.

Es ist merkwürdig, dass in den beiden modernen Zusammenfassungen der Foraminiferen (Cushman und Galloway) Keramosphaera murrayi Brady zu dennbsp;Foraminiferen gestellt wird, wahrend, allerdings mit einiger Reserve, Keramosphaerina als Hydrozoe angesehen wird.

Nach Stache und Schubert sind die Keramosphaerinen kennzeichnend für die obersten Kreideschichten des Adria-Gebietes. In unserem Gebiete kommennbsp;fast in denselben Banken, etwa 300 m östlich, in der Richtung des Streichens,nbsp;Rudisten vor (Fundort 3), die ein Santonien-Alter dieser Banke sehr wahrschein-lich machen.

Fundort: 5.

Gypsina globula (Rss.). (Fig. 4, Taf. VII).

Lit. 27: S. 197, Textfig. 7-9; Lit. 5: S. 717, Taf. 101, Fig. 8; Lit. 30: S. 48, Taf. VIII, Fig. 7.

Sehr viele Exemplare dieser Art fand ich an manchen Stellen in den Eoramini-ferenkalken. Auch in den Kalkbrekzienschichten des Flysch kommen sie vor. In einem Dünnschliff ist, in einem etwa gerade durch das Zentrum gehendennbsp;Schnitt das gewundene Anfangsstadium zu sehen. Die Art ist bekannt vom Eozannbsp;bis Rezent.

Fundorte: 4, 22, 25, 36, 37.

Discocyclina munieri Schlumb.

Lit. 29: S. 63, Taf. XI, Fig. 4. (Weiter dort angegeben).

Nur ein Exemplar dieser Art konnte ich sammeln. Es zeigt die typische Ver-zweigung der Rippen sehr deutlich. Auch die Verteilung der Pfeiler ist gut zu beobachten; die grosseren kommen nur auf der verdickten zentralen Wulst zunbsp;Tage, etwas kleinere finden wir auf den Rippen, wahrend auf den anderen Teilennbsp;der Schale fast gar keine Pfeiler zu sehen sind.

Durchmesser: 7 mm; Dicke (zentral): 1,5 mm.

Fundort: 8.

Am selben Fundort kommen noch mehrere Discocyclinen anderer Arten vor. Ihr innerer Bau war aber durch starke Rekristallisation nicht zu unterscheidennbsp;und die ausseren Merkmale waren nicht kennzeichnend für eine Artbestimmung.

Discocyclina nov. sp. (Fig. 2, 12, Taf. VII).

In Dünnschliffen der Foraminiferenkalke am Fundort 29 kommen einige sehr auffallige Querschnitte von Discocyclinen vor. Sie zeigen eine ausserordentlichnbsp;grosse Anfangskammer und haben auf der ganzen Oberflache ziemlich schwerenbsp;Pfeiler. In einem etwas schiefen Schnitt konnte ich die rechtwinkeligen Aequa-torialkammern beobachten. Die Exemplare sind nicht aus dem Gestein zu lösennbsp;und es ist mir nicht gelungen einen Aequatorialschnitt zu machen. Der Bau desnbsp;Embryonal-Apparates war also nicht zu erkennen.

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61

PALAEONTOLOGIE

Wahrscheinlich liegt eine neue Art vor; in der Literatur habe ich nie eine so grosse Anfangskammer entdecken können.

Dimensionen: Durchmesser: 3-4 mm; Dicke (zentral): 1,2-1,5 mm.

Dictyoconus sp. (Fig. 3, 7, Taf. VII).

Lit. Klein-Foraminiferen 12; S. 188. (Weiter dort angegeben).

In einem dichten, kompakten Kalkstein, eingelagert in den eozanen Konglo-meraten und Brekzien, fand ich sehr viele kleine Foraminiferen, völlig im Gestein eingeschlossen. Sie gleichen den verschiedenen Abbildungen von Dictyoconennbsp;sehr genau. Audi aber das Genus Orbitolina zeigt viele Aehnlichkeiten; die Genus-beschreibungen dieser zwei Gattungen zeigen so viele Uebereinstimmungen, dassnbsp;es mir unmöglich war einen Schluss über die Zugehörigkeit meiner Exemplare zunbsp;einem dieser zwei Genera zu ziehen. Nur wegen der zeitlichen Verbreitung {Orbi-tolina aus der Kreide und Dictyoconus aus dem Eozan) könnte man sagen, es liegennbsp;hier Dictyoconen vor.

Fundort: 9.

III. Rudisten und Capriniden.

Fast alle in diesem Gebiet gefundenen Rudisten und Capriniden sind stark rekristallisiert und ausserdem ganz im Gestein eingeschlossen. Intolgedessennbsp;liegen meistens nur Querschnitte vor, an welchen die für die Bestimmung so wichtige ursprüngliche Aussenseitemerkmale fast nirgends zu erkennen sind.

Für ausführliche Literaturangaben siehe Kühn’s Fossilium Catalogus, pars 54, Rudistae.

Caprinidae gen. indet. (? aff. Caprinuloidea) (Taf. V, Fig. 2).

Mehrere unbestimmbare, stark rekristallisierte Caprinidenresten habe ich am Fundort 17 gefunden. Sie sind ganz im Gestein eingeschlossen. Ein etwasnbsp;auspraparierter Querschnitt hat eine Schalenstruktur, welche grosse Ueberein-stimmung zeigt mit der Schalenstruktur der Amerikanischen Gattung Caprinuloidea (siehe Lit. 20, Taf. 11 und 12 und Lit. 35, Fig. 5). Für eine gute Genus-bestimmung ist das Fossil aber zu schlecht erhalten.

Hippurites {Vacc.) gaudryi Munier-Chalmas. (Taf. IV, Fig. 4).

Lit. 25: S. 21, Taf. I, Fig. 4a und b. Taf. II, Fig. 5a und b; Lit. 36b: S. 100, Fig. 157.

Ein gut erhaltenes Exemplar, ohne Deckel, im Gestein eingeschlossen. Be-sonders die Abbildungen von Parona zeigen viel Uebereinstimmung mit meinem Querschnitt. Sie sind auch ToucAS Abbildungen von H. {V.) cornuvaccinumBRonnnbsp;fast ahnlich, unterscheiden sich aber davon durch den etwas grosseren Bogennbsp;L-S-E, und die Ausbildung von L.

Bis jetzt bekannt aus dem Santonien von den Venet. Alpen, Appenin, Istrien und Griechenland.

Fundort: 7.

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62

PALAEONTOLOGIE

Hifpurites {Vacc.) sulcatus Defrance. (Taf. IV, Fig. 5).

Lit. 25: S. 17, Taf. II, Fig. 3 und 4; Lit. 36b: S. 102, Taf. XV, Fig. 1-3, Textfig. 161-163.

Ein Bruchstück, im Gestein eingeschlossen, ohne Deckel.

Es zeigt grosse Uebereinstimmung mit den verschiedenen Beschreibungen und Abbildungen. Bis jetzt u.m. bekannt aus dem Ob.-Santonien bis Unt.-Campaniennbsp;von Süd-Frankreich, Ost-Alpen, Istrien, Ungarn, Pyrenaen.

Fundort: 12.

Hippurites (Vacc.) praesulcatus Douvillé. (Taf. IV, Fig. 6).

Lit. 36b: S. 98, Fig. 154.

Nur ein Bruchstück, ohne Deckel, ganz im Gestein eingeschlossen.

Zeigt sehr schone Uebereinstimmung mit TouCAS Abbildungen und Beschrei-bung.

Bekannt aus dem Ob.-Santonien u.m. aus den Alpen (Gosau) und dem Kau-kasus.

Fundort: 7.

EoradioUtes italicus Montagne. (Taf. IV, Fig. 7).

Lit. 17: S. 980. (Weiter dort angegeben.)

Zwei Bruchstücke, ohne Deckel.

Sie zeigen gute Uebereinstimmung mit den, 1938 beschriebenen Exemplaren aus der Nahe von Sinj (Dalmatien). Diese Art ist bekannt aus dem Cenoman-Turon von Istrien und aus dem Unt.-Turon von Mittel-Dalmatien.

Fundorte: 7, 16.

Medeella sp. (Taf. IV, Fig. 8.)

Nur ein Bruchstück, ganz im Gestein eingeschlossen, ohne Deckel.

Die drei folgenden Merkmale stellen das Fossil zum Genus Medeella:

1) nbsp;nbsp;nbsp;Eine radiar-konzentrische Struktur der Aussenschale.

2) nbsp;nbsp;nbsp;Die Anwesenheit einer Ligamentfalte.

3) nbsp;nbsp;nbsp;Die Anwesenheit der zwei grossen Scheinpfeiler S und E.

Artbestimmung ist infolge des schlechten Erhaltungszustandes der Aussen-

seite nicht möglich.

Fundort: 17.

Radiolites (Radiolitella) guiscardianus (Pirona). (Taf. III, Fig. 8a und b). Lit. 27: S. 413, Taf. 18, Fig. 2-7; Lit. 6: (R. forojuliensis) S. 535, Taf. XIV,nbsp;Fig. 1-3; Lit. 25: S. 26; Lit. 26: S. 5 und 14.

Nur ein Bruchstück, mit einem Deckel, z.T. im Gestein eingeschlossen. Unser Exemplar zeigt auf dem tieferen Querschnitt sehr schone Uebereinstimmung mit PiRONAs Abbildung (Fig. 7). Der höhere Schnitt gleicht mehrnbsp;der Abbildung Douvillés. Der Deckel ist deutlich konkav.

Bis jetzt bekannt aus der Ob.-Kreide von Friaul und Istrien.

Fundort: 7.

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63

PALAEONTOLOGIE

BiradioUtes langulosus d’Orbigny. (Taf. IV, Fig. 9-10).

Lit. 37c: S. 104, Fig. 67, Taf. XX, Fig. 1-3; Lit. 25: S. 38.

Viele Exemplare, immer ganz im Gestein eingeschlossen; einige mit sehr deutlichem, i.a. konkavem, in der Mitte aber wieder etwas konvexem Deckel.

Von einem Schlossapparat und der Lage von S und E ist nichts zu sehen. Nach dem Aussenumriss bilden die Fossilien etwa eine Zwischenform zwischennbsp;B. angulosus und B. angulosissimus. Die meisten stehen wegen ihrer abgerundetennbsp;Langsrippen dem B. angulosus am nachsten.

Diese Art ist bekannt aus dem Angoumien von Siid-Frankreich, Katalonien, Friaul, Istrien und Dalmatien (besonders von den dalmatinischen In.seln).nbsp;Fundort: 20.

Sauvagesia meneghiniana (Pirona). (Taf. IV, Fig. 11).

Lit. 37c: S. 90, Taf. XVII, Fig. 9-13; Lit. 27: S. 14, Taf. I, Fig. 1-12; Lit. 26: S. 14.

Ein, etwas zusammengedrücktes Exemplar, z.T. ausprapariert, ohne Deckel. Die Aussenseite zeigt an der nicht eingedrückten Seite die kennzeichnendennbsp;ziemlich feinen Langsrippen, mit einer schonen Querstreifung auf dem oberen Teil.nbsp;Diese Art ist bekannt aus der Ob.-Kreide von Friaul und Istrien.

Fundort: 7.

Sauvagesia Iturriculata (Catullo). (Taf. IV, Fig. 12).

Lit. 37c: S. 89 {Sauvagesia da rio p.p.); Lit. 14: S. 99, {Radiolites dariop-p.) Taf. IX, Fig. 1 (non 2-9).

Einige Exemplare, ganz im Gestein eingeschlossen, ohne Deckel.

Die ziemlich schlecht erhaltenen Fossilien lassen nur eine fragliche Artbestim-mung zu. Diese Art ist bekannt aus dem Angoumien der Venetianer Alpen und aus Istrien.

Fundort: 30.

?

Lapeirouseia Ipervinquièrei (TouCAs). (Taf. IV, Fig. 13).

Lit. 37b: S. 57, {SphaeruUtes p.) Taf. X, Fig. 1 (non 2); Lit. 10: S. 26 und 27; Lit. 38: S. 63, Taf. IV, Fig. 19.

Ein sehr kleines Exemplar, ganz im Gestein eingeschlossen. Es zeigt deutlich die zwei Scheinpfeiler S und E. Die Aussenschale ist ziemlich stark rekristallisiert;nbsp;dennoch ist an einzigen Stellen eine schone polygonale Struktur zu erkennen.nbsp;Dem ziemlich schlechten Erhaltungszustand zufolge ist nur eine fragliche Art-bestimmung möglich.

Bis jetzt bekannt aus dem Santonien von Tunis und ? Dalmatien.

Fundort: 3.

1 BiradioUtes sp. (Taf. V, Fig. 1).

Nur ein Bruchstiick ohne Deckel.

VooRWijK bildet einen I BiradioUtes sp. ab (Lit. 38, S. 58, Taf. II, Fig. 6), welcher ziemlich viel Uebereinstimmung mit dem unseren zeigt. Seine Abbildung

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64

PALAEONTOLOGIE

zeigt zwei deutliche breite Einbuchtungen einer dünnen, etwas gerippten Aussen-schale, von einander getrennt durch eine schmale „Interzone”. An den Stellen dieser Einbuchtungen ist die Aussenschale ausserordentlich dünn. Mein Fossilnbsp;unterscheidet sich von dem obengenannten in folgender Weise:

1) nbsp;nbsp;nbsp;Die Einbuchtungen sind nicht schwach, sondern sehr stark eingebogennbsp;mit fast parabelen Seiten.

2) nbsp;nbsp;nbsp;Die Zone zwischen diesen Einbuchtungen ist nicht schmal, sondernnbsp;breit, trapezahnlich mit der kürzeren Seite nach innen gestellt.

Die generische Stellung ist nicht sicher, da kein vollstandiger Querschnitt vorliegt. Infolge der ziemlich grossen Uebereinstiinmung mit dem von Voorwijknbsp;beschriebenen Fossil, babe auch ich eine fragliche Zustelhmg zum Genus Biradio-lites angenommen.

Fundort: 30.

Ausser den hier beschriebenen Arten habe ich noch viele unbestimmbare Rudistenreste gefunden. Die meisten gehören der Subfamilie der Sauvagesinaenbsp;an; sparlicher sind die Radiolitinae. Auffallend ist es, dass Hippuriten fast ganznbsp;fehlen, wahrend sie im benachbarten Gebiet viel vorkommen.

IV. Gastropoden.

Weitaus die grösste Zahl der gefundenen Gastropoden gehort den Nerineidae an. Sie sind fast immer im Gestein eingeschlossen und für Bestimmung standen nurnbsp;Langsschnitte zur Verfügung. Die Systematik dieser Familie beruht zum grossennbsp;Teil auf der Ornamentation der Schale. Infolgedessen ist in meinem Material einenbsp;Artbestimmung nur möglich bei Arten mit typischen Merkmalen des innerennbsp;Baues.

Nur die wichtigsten Literaturangaben sind zitiert worden. Für weitere An-gaben siehe; Diener, Fossilium Catalogus, pars 31, Familie Nerineidae.

Tubulostium sp. (Taf. V, Fig. 7).

Lit. 29.

Nur ein abgerolltes Exemplar.

Das Gehause ist ganz verkieselt und abgerollt. Auf einem Querschnitt ist der typische Aufbau noch deutlich zu erkennen. Der systematische Platz dieses Genus ist lange Zeitfraglichgewesen. Nach Rutsch ist es am wahrscheinlichsten, dassnbsp;diese Fossilien zu den Vernietidae gehören.

Bekannt aus demMitt.- und Ob.-Eozan vom Mittelmeergebiet und von den Antillen.

Fundort: 1.

AptyxieÜa dalmatica Montagne.

Lit. 17; S. 984, Taf. I, Fig. 9, Taf. 11, Fig. 4; Lit. 38: S. 50.

Ein Exemplar, z.T. ausprapariert.

Bekannt aus dem Unt.-Turon von Sinj und dem Rudistenkalk der Umgebung von Omis.

Fundort: 19.

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65

PALAEONTOLOGIE

Aptyxiella sp. (Taf. V, Fig. 3).

Zwei, zum Teil auspraparierte Exemplare.

Sehr wahrscheinlich gehören sie dem Genus Aptyxiella an. Der innere Ban ist durch Rekristallisation sehr schlecht erhalten. Nur mit Mühe sind die recht-winkligen Durchschnitte des Wohnraumes auf einem Langsschnitt zu erkennen.nbsp;An der Aussenseite sieht man auf jeder Windung drei Reihen kleiner Wülste,nbsp;von denen eine auf der distalen Seite liegt. Jede Reihe hat in jedem Umgangnbsp;etwa 14 Wülste und in den drei Reihen liegen die Wülste genau übereinander.nbsp;Diese Fossilien unterscheiden sich von Aptyxiella dalmatica indem sie im Langsschnitt keine Treppenform zeigen.

Lange (rekonstruiert); mindestens 6-7 mm, Breite: mindestens 2 mm.

Fundort: 18.

Nerinea cochleaeformis Conrad.

Lit. 2: S. 205, Taf. Vil, Fig. 1, 2, 9; Lit. 18: S. 128, Taf. VIII, Fig. 1-5; Lit. 38: S. 46, Taf. I, Fig. 3 und 4.

Viele, z.T. auspraparierte Exemplare.

Sie zeigen schone Uebereinstimmung mit den oben zitierten Abbildungen und Beschreibungen. An manchen Exemplaren sind noch ziemlich deutlich die Wülstenbsp;an der Aussenseite zu erkennen.

Bekannt aus dem Cenoman und Unt.-Turon von Syrien und Palastina, Bos-nien, Süd-Istrien, und aus der Umgebung von Omis.

Fundorte: 10, 18.

Nerinea kerneri Voorwijk. (Taf. V, Fig. 5).

Lit. 38: S. 47, Taf. I, Fig. 6.

Nur ein Bruchs tück.

Es zeigt gute Uebereinstimmung mit VooRWij ks Abbildung und Beschreibung; unterscheidet sich nur durch die et was mehr zylindrische Form und die vielnbsp;weniger deutlich ,,hervortretende Leiste” an den Stellen der Suturen. Bis jetztnbsp;bekannt aus dem Rudistenkalke der Umgebung von Omis.

Fundort; 10.

Nerinea schiosensis Pirona. (Taf. V, Fig. 6).

Lit. 28: S. 161, Taf. I, Fig. 1-9; Lit. 14: S. 109, Taf. XI, Fig. 1-4; Lit. 38; S. 45, Taf. I, Fig. 2.

Einige Exemplare, etwas ausprapariert.

Sie zeigen gute Uebereinstimmung mit den von Pirona ausdrücklich als kenn-zeichnend für diese Art abgebildeten zylindrischen Eormen. Zu Unrecht sagt Futterer (Lit. 14, S. 110), dassdie mehr konischen Formen, mit einem Spitzen-winkel von etwa 20° typisch sind und stellt er für die zylindrischen Formen einenbsp;neue Varietat ,,cylindrica” auf. Wenn es ,sich hier nicht um einer Reihe vonnbsp;Uebergangen mit Spitzenwinkeln von etwa 11° bis etwa 20° handelt, wie schonnbsp;Pirona wahrscheinlich achtete, und wenn diese Fossilien dennoch in zwei ver-schiedene Formen aufgeteilt werden müssen, dann muss die zylindrische die

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66 PALAEONTOLOGIE

typischere Form sein und muss für die konische eine neue Varietat; N. schiosensis var. conica aufgestellt werden.

Diese Art ist bekannt aus dem Ob.-Cenoman bis Unt.-Turon von Friaul, den Venetianer Alpen und Istrien und dem Rusistenkalk von Omis.

Fundorte: 14, 19.

Nerinea sp. {^jaekeli Futterer.) (Taf. V, Fig. 4).

Lit. 14: S. 114, Taf. X, Fig. 1-4.

Ganz eingeschlossen in einem Stück Kalkstein fand ich einen etwas schiefen Querschnitt einer Nerinea, welche einige Uebereinstimmung zeigt mit N. jaekelinbsp;Futterer. Da aber die Aussenseite, die Grosse des Spitzenwinkels und das Ver-haltnis zwischen Lange und Breite nicht kontrolliert werden können, ist keinenbsp;sichere Bestimmung möglich. Auch Voorwijk hat derartige Nerineen gefundennbsp;(Lit. 38; S. 48. Taf I, Fig. 7-8). Nerinea jaekeli ist bekannt aus dem Cenoman-Turon der Venetianer Alpen.

Fundort: 14.

Actaeonella (Volvulind) crassa d’Orb.

Lit. 19; S. 111, Taf. 166, Fig. 1-3.

Viele Exemplare, meistens sehr wenig ausprapariert. Die Uebereinstimmung mit d’Orbignys Beschreibung und Abbildungen ist sehr gut. Sie unterscheidennbsp;sich nur durch ihre geringere Grosse, nmh; grösste Lange; etwa 4 cm stattnbsp;14,5 cm, grösste Breite: etwa 1,5-2 cm statt 7,5 cm.

Bekannt aus der Kreide des mediterranen Gebietes.

Fundorte: 14, 18, 19.

Actaeonella lamarcki Sowerby.

Lit. 40: S. 40, Taf. 6, Fig. 2-5; Lit. 38: S. 50, Taf. I, Fig. 10.

Einige Exemplare, ganz im Gestein eingeschlossen.

Sie sind den von Voorwijk gefundenen Exemplaren ganz ahnlich; unterscheiden sich von den Abbildungen Zekelis indem sie etwas schlanker sind. Bekannt aus der Kreide der Go.sau und der Umgebung von Omis.

Fundort: 19.

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KAP. V. VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN BIS AUF DAS GENUS (EV. SUBGENUS), AUF GRONDLAGE DER AN EINEM QUER-SCHNITT ERKENNBAREN MERKMALE.

Der Geologe, der bei der Bearbeitung seines Materials Rudisten bestimmen muss, stösst hierbei auf folgende drei Schwierigkeiten:

1) nbsp;nbsp;nbsp;wird sein Fossilmaterial oft beschrankt sein auf Querschnitten im Gestein,nbsp;wahrend auspraparierte Exemplare selten sind.

2) nbsp;nbsp;nbsp;beruhen die Beschreibungen der Genera und Species in den vorzüglichennbsp;Monographien von Toucas (Lit. 36 u. 37) und Douvillé (Lit. 8) fast ausschliess-lich auf aussere Merkmale.

3) nbsp;nbsp;nbsp;sind seit Toucas und Douvillés Monographien eine Anzahl neuer Genera aufgestellt worden, deren Beschreibungen und Abbildungen aber in sehrnbsp;verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Allerdings enthalt der Fossiliumnbsp;Catalogus (pars 54: Riidistae) von O. Kühn sehr wertvolle bibliographische Datennbsp;über die bis 1931 aufgestellten Genera und Species.

Es ist klar, dass schon eine Genusbestimmung oft nicht leicht und ausserdem sehr zeitraubend sein kann wegen des Sammelns der ausgedehnten Literatur.

Zwei Forscher haben versucht diese Schwierigkeiten einzuschranken:

1) nbsp;nbsp;nbsp;Douvillé hat 1935 (Lit. 13) ein sehr einfaches Schema aller pachyodonternbsp;Lamellibranchiaten gegeben; er verwende! aber auch hier fast ausschliesslichnbsp;aussere Merkmale bei der Genusbestimmung.

2) nbsp;nbsp;nbsp;MacGillavry hat 1937 (Lit. 16) eine vorzügliche Bestimmungstabellenbsp;für Hippuriten gegeben; erstens hat diese Tabelle aber nur Bezug auf die Hippu-riten und zweitens fehlen leider Abbildungen oder Hinweise auf Abbildungen.

Es erscheint deshalb nützlich, eina- Tabelle, der Abbildungen beigegeben sind, zusammenzustellen mit deren Hilfe man Rudisten, die nur im Querschnittnbsp;vorliegen, generisch bestimmen kann. Auch sind Genusbeschreibungen hinzugefügtnbsp;worden; sie sind der Literatur entnommen.

Im Folgenden werden wir öfters Fachausdrücke und Symbole gebrauchen deren Bedeutung man in der Literatur finden kann. Dem nicht in Rudistenpa-laeontologie spezialisierten Geologe wird aber eine Abbildung mehr sagen alsnbsp;eine Definition. Auf Seite 68 wird deshalb eine Liste dieser Ausdrücke und Symbole gegeben werden, in der, notwendigenfalls, neben dem dcutf chen Namen auchnbsp;der französische, englische und italienische angegeben worden ist, und in der fernernbsp;für jeden Ausdruck auf eine Figur hinge wiesen wird.

Die Struktur der Aussenschale der Radiolitidae im Querschnitt.

Douvillé erwahnt drei verschiedene Strukturen (Lit. 8, S. 15-17) und zwar:

1) nbsp;nbsp;nbsp;,,structure striée.”

2) nbsp;nbsp;nbsp;„structure semistriée.”

3) nbsp;nbsp;nbsp;,.structure réticulée” oder ,,polygonale.”

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Deutsch:

Französisch:

.

Englisch:

Italienisch:

Figur;

Tafel:

Andeutung:

Pfeiler Kiemen-

(E)

piliers.

pillars.

pilastri.

4

I

S und E.

Anal-

(S)

2

II

Ligamentfalte.

(L)

arête cardinale. arête ligamentaire.

ligamental °nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;crest.

cresta, nbsp;nbsp;nbsp;,

piega legamentarc

L.

Aussenschicht der Unterschale.

(t)

lames externes de la

outer layer of the

6

I

t.

valve inférieure.

right valve.

8

II

Innenschicht der Unterschale.

(i)

lames internes de la

inner layer of the

6

I

i.

valve inférieure.

right valve.

8

II

punktiert.

Verhaltnis von Bogen L-S-E und dem Aussenumriss.

(r/u)

Winkel zwischen B—und Achse von L.

(a)

6 und 7

I

a

Radiare und konzentrische

lames externes

Struktur der Aussenschicht.

striées.

1 und 2

VIII

Konzentrische Struktur der

Aussenschicht. (durch Rekris-tallisation entstanden.)

2, 3 und 4

YIII

Semiradiare Struktur der

lames externes

Aussenschicht.

semistriées.

5

VIII

Regelmassig polygonale Struk-

lames externes réticu-

tur der Aussenschicht.

léés OU polygonales.

6 (und 7)

VIII

Unregelmassig polygonale Struktur der Aussenschicht.

8

vni

Gemischte Struktur der Aussenschicht.

1

III

Scheinpfeiler. nbsp;nbsp;nbsp;(E und S)

pseudopiliers.

pseudopillars.

2, 3, 4, 6.

III

S und E.

Transversalseptum. nbsp;nbsp;nbsp;(L.T.)

lame transversale.

8. 10.

II

L.T.

5.

III

Siphonal- nbsp;nbsp;nbsp;(EundS)

bandes.

zónes-siphonales.

3—6, 8—10.

7, 12.

II

III

S und E.

Zwischenband.

(I)

interbande.

3, 5, 6, 8.

II

I.

Oi

00

lt;

w

»

in

a

o

a

w

gt;-H

a

w

a

M

w

w

H

a

a

o

gt;

»

W

a

a

w

a

a

a

ö

55

H

a

a

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69

VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FüER RUDISTEN

lm grossen Ganzen schliesse ich mich Douvillés Auffassung an. Seine Ein-teilung ist aber nicht vollstandig; ausserdem kommen, wahrscheinlich in Folge Rekristallisation, vielfach Schein-Strukturen vor, die bei der Bestimmung zunbsp;Irrtümern führen können. Wir werden diese hier beschreiben und die Einteilungnbsp;kompletieren.

1) nbsp;nbsp;nbsp;Die ,,structure striée” Douvillés hat radiaren und konzentrischen Baunbsp;(Fig. 1 und 2, Taf. VIII); hierneben kommt bei den Radiolitinae vielfach eine dichtenbsp;kompakte Struktur der Aussenschale vor, in welcher wir nur konzentrischen Baunbsp;erkennen können (Fig. 3, Taf. VIII) und jede Spur vonradiarem Bau verschwundennbsp;ist. Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Aussenschale nur aus ,,funnel-plates” aufgebaut ist, ware es nicht, dass man im gleichen Querschnitt zuweilennbsp;neben Partien, die noch deutlich radiare und konzentrische Struktur zeigen, anderenbsp;findet, die nur konzentrische Struktur aufweisen, die viel heller sind und dadurchnbsp;verraten dass sie rekristallisiert sind (Fig. 2, Taf. VIII).

2) nbsp;nbsp;nbsp;Bei den Formen mit Douvillés ,,structure semistriée” (Fig. 5, Taf. 8)nbsp;habe ich nimmer dichte kompakte Teile gefunden wie sie soeben (sub 1) beschrie-benwurden.

3) nbsp;nbsp;nbsp;Bei der ,,structure réticulée” Douvillés habe ich wohl Strukturver-wischung gefunden. Auch hier kennen wir neben Aussenschalen mit völlig poly-gonalem ,,Zellen”-Bau (Fig. 6, Taf. VIII), Schalen die eine teilweise kompaktenbsp;Struktur zeigen (Fig. 7, Taf. VIII). Beim Subgenus Radiolitella hat sich dienbsp;,,structure réticulée” insofern geandert, dass die Aussenschale nicht aus regelmas-sigen, sondern aussehr unregelmassigen ,,Zeilen” aufgebaut ist(Fig. 8, Taf.VIII).

4) nbsp;nbsp;nbsp;Das sehr selten vorkommende Rudistengenus Joujia besitzt eine ganznbsp;eigene Schalenstruktur, welche Douvillé in seiner Arbeit (Lit. 8) nicht nennt. Innbsp;der Literatur über Joujia findet sich nur ein einziger schematischer Querschnittnbsp;dieses Genus (Lit. 32, Fig. 2) auf welchem folgende Merkmale der Aussenschalenbsp;erkennbar sind:

a. Ein zentral gelegener Teil mit dentlichem radiarem ,,Zellen”-Bau. Dieser Teil ist ziemlich schmal.

h. Eine nachstfolgende Zone mit kompakter Struktur; es kommen hier je-doch grosse Kanale vor, deren Entfernung von einander fast 2-3 Mal ihr Durch-messer ist. Die Kanale sind am grössten in dem zentral gelegenen Teil dieser Zone. In den Kanalen kommen keine Quersepta vor.

c. Eine aussere Schicht mit ausschliesslich konzentrischem Bau. (Fig. 1, Taf. III).

In der Bestimmungstabelle habe ich diese Struktur ,,gemischte Struktur” genannt.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;*

In Kühn’s Fossilium Catalogus (1931) sind folgende Genera nicht behandelt;

1. nbsp;nbsp;nbsp;Praeharrettia,

2. nbsp;nbsp;nbsp;Parastroma,

3. nbsp;nbsp;nbsp;T orreiies,

4. nbsp;nbsp;nbsp;Paronella und

5. nbsp;nbsp;nbsp;Praelapeirouseia.

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70

VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

Von diesen Genera, Parastroma ausgenommen, sind die Beschreibungen nach 1931 erschienen.

In Kühns Fossilium Catalogus werden wohl genannt und nicht in der Ueber-sicht aufgenommen folgende Genera:

1. nbsp;nbsp;nbsp;Agria {Agriopleura),

2. nbsp;nbsp;nbsp;Colveraia,

3. nbsp;nbsp;nbsp;Ichthyosarcolithes,

4. nbsp;nbsp;nbsp;Parabournonia,

5. nbsp;nbsp;nbsp;Petalodonfia,

6. nbsp;nbsp;nbsp;Sarlaiia,

7. nbsp;nbsp;nbsp;Tepeyacia.

Was der systematische Platz von Agria und Petalodontia anbelangt, gibt es noch keine einheitliche Meinung bei den verschiedenen Forschern. Persönlichnbsp;schliesse ich mich Douvilles Auffassung an; er rechnet diese Genera zur Familienbsp;der Monopleuridae (Lit. 8, S. 17-21).

Vom Genus Colveraia sind keine vollstandigen Querschnitte der Unterschale abgebildet worden.Wohl spricht Klinghardt von einer kennzeichnenden ,,Pseudo-kanalschicht” der Oberschale und bildet sie ab, aber die Unterschiede mit anderennbsp;Genera werden nicht hervorgehoben und es war mir unmöglich sie aus der Be-schreibung abzuleiten.

Das Genus Ichthyosarcolithes zeigt nur ausserlich einige Aehnlichkeit mit den Rudisten; die innere Struktur ist dennoch eine ganz andere. Fine sehr gute Ueber-sicht dieses, zu einer besonderen Subfamilie gehörenden Genus wird von Macnbsp;Gillavry (Lit. 16, S. 46 u.f.) gegeben.

Bei der Genusbeschreibung von Parabournonia nennt Douvillé als kenn-zeichnendes Genusmerkmal nur die Abwesenheit der Prismen (,,Zeilen”) in einem Querschnitt der Aussenschale; es gibt nur konzentrische ,,Ringe”. Wörtlich sagtnbsp;er Folgendes (Lit. 12, S. 55):

,, . . . Les couches externes: on n’observe plus de prismes, mais seulement des lames parallèles, relativement épaisses, reliées par des granules ou des petitesnbsp;épines. Cette disposition . . . mérite d’être distinguée comme caractérisant unnbsp;groupe spécial: Parabournonia.”

Nach Palmer würde eine solche Struktur das Fossil nicht zu den Radio-litidae, sondern zu den Monopleuridae stellen. (Auch Douvillé spricht spater (Lit. 13, S. 348) von einer, die Radiolitidae kennzeichnenden, Struktur ,,nettementnbsp;celluleuse”.)

In seiner Fig. 3, Taf. IV (Lit. 12) bildet Douvillé aber einen Teil eines Querschnittsab, aufwelchem man deu\lich einen ,,prismatischen” Bau erkennennbsp;kann. Man bekommt den Eindruck, dass es sich bei Farabournonia auch um einenbsp;verwischte Struktur handelt. Dieses Genus muss also entweder gestrichen werden,nbsp;oder, wenn die von Douvillé beschriebene Struktur doch primar ist, gehortnbsp;Parabournonia nicht zu den Rudisten. In keinem Fall aber gehort das Genus innbsp;meine Tabelle hinein. (Siehe auch MacGillavry Lit. 16, S. 39 und Ruttennbsp;Lit. 30, S. 138).

Das Genus Sarlatia ist zu schlecht bekannt um eine Stelle in dieser Tabelle

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71

VERSUCH EINER BESTIMMUNGSÏABELLE FUER RUDISTEN

zu bekommen; in der Literator ist kein Querschnitt abgebildet worden und es lag mir kein Material vor, einen solchen anzufertigen. Ausserdem zeigt die ausser-liche Gestallt fast keine Uebereinstimmung mit den jetzt bekannten Rudisten.

Palmer gibt für Tepeyacia als Unterscheidungsmerkmal mit anderen Rudisten die Abwesenheit einer radiaren Struktur der Aussenschale an. Wie bei Parahournonia soil diese Aussenschale nur aus „funnel-plates” aufgebaut sein.nbsp;Ich babe inir einen Dünnschlilf der iVussenschale von einem, von Thiadens (Lit.nbsp;35; S. 1133) als T. corrugata Palmer bestimmten Rudisten machen lassen; aufnbsp;diesem Querschnitt (Fig. 4, Taf. VIII) erkennt man genaueine „sekundare” (ver-wischte) Struktur wie sie bei den Radiolitinae öfters vorkommt (siehe Fig. 2-3,nbsp;Taf. VIII). Man muss also Rücksicht nehmen auf die Möglichkeit, dass die von Palmer beschriebene Struktur sekundar ist und in diesem Fall muss das Genusnbsp;Tepeyacia gestrichen werden und müssen die Arten zu den bereits bekanntennbsp;Genera der Radiolitinae gerechnet werden. (Wahrscheinlich zu Radiolites insofernnbsp;es die Arten mit Ligamentfalte, und zu Biradiolites insofern es die Arten ohnenbsp;Ligamentfalte anbelangt.)

Es sei weiter noch bemerkt, dass das Subgenus Hippuritella, das in Kühn’s Katalog eine eigene Stelle als Subgenus hat, sich von den anderen Subgenera vonnbsp;Hippurites allein unterscheidet durch die Ausbildung der Poren der Oberschale.nbsp;Da diese Poren fast nie auf einem Querschnitt zu sehen sind, kann dieses Subgenusnbsp;in der Bestimmungstabelle nur mit Mühe berücksichtigt werden.

Wir haben die Tabelle so eingerichtet, dass man einige Genera, die undeutliche oder schwer deutbare Organe besitzen, auf verschiedene Weisen finden kannnbsp;{Parastroma, Tetracionites, Bournonia, Chiapasella, Lapeirouseia, Medeella,nbsp;Osculigera, Praelapeirouseia, Praeradiolitis und Radiolites).

siehe:

1. a. Pfeiler anwesend: Fam. Hippuritidae nbsp;nbsp;nbsp;2

h. Pfeiler nicht anwesend: Fam. Radiolitidae nbsp;nbsp;nbsp;11

Neben L und den siphonalen Pfeilern gibt es noch andere grosse Einfaltungen der Aussenschicht in die Innenschicht; die Schalenbsp;meistens sehr dick im Verbaltnis zum Wohnraum.

Neben L und den siphonalen Pfeilern zeigt die Aussenschicht nur kleine Einbuchtungen in die Innenschicht; die Schale nicht sehr dicknbsp;im Verhaltnis zum Wohnraum. r/u gt; ^; oc gt; 50°.

Subgenus Batolites

Neben L, der zuweilen fehlen kann, und den siphonalen Pfeilern keine Einfaltungen oder Einbuchtungen der Aussenschicht in die Innenschicht; Schale nicht sehr dick im Verhaltnis zum Wohnraum.


a.


34


c.


3. a. Ausserhalb L, S und E nur 1 Einfaltung, in vollkommen gleicher Weise ausgebildet wie S und E; r/u gt; J; a gt; 50°.

Genus Tetracionites 40

b. Ausserhalb L, S und E viele Einfaltungen der Aussenschicht in die Innenschicht.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;4

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72

4. nbsp;nbsp;nbsp;a.nbsp;b.

5. nbsp;nbsp;nbsp;a.

b.

c.

Genus Pironaea 38


6. nbsp;nbsp;nbsp;a.nbsp;b.

7. nbsp;nbsp;nbsp;a.nbsp;b.

8. nbsp;nbsp;nbsp;a.

9. a.

b.

10. a.

11. a. b.

VERSU'CH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

r/u lt; a lt; 55°. r/u gt; 1; a gt; 50°.

Die Einfaltungen sind einfach auf Querschnitt; L, S und E sind von den anderen Einfaltungen noch ziemlich deutlich unterschieden.

Subgenus Praebarrettia 39

Die Einfaltungen machen im Querschnitt den Eindruck von ,,Perlen-reihen”. S und E noch ziemlich deutlich, L hingegen sehr schwer von den anderen Einfaltungen zu unterscheiden.

• nbsp;nbsp;nbsp;Genus Barrettia 33

Die Einfaltungen sind fast alle ausgewischt; S und E nur als ovale bis runde Querschnitte ohne Verbindung mit der Aussenschicht; Lnbsp;nicht mehr zu unterscheiden.

Genus Parastroma 37

Ausserhalb L noch drei Einfaltungen; r/u gt; a gt; 50°.

Genus Tetracionites 40

Ausserhalb L nur zwei Einfaltungen. nbsp;nbsp;nbsp;7

L, S und E rudimentar (oder orimentar).

Subgenus Arnaudia 32 S und E deutlich entwickelt; L bisweilen sehr klein oder abwesend. 8

S und E fast gleich lang; L, falls anwesend, nicht langer als E. 9 L viel langer als S und E und ausserdem langer als der Schalenradius.

S langer als E.

Genus Torreiies 41

L immer deutlich ausgebildet; r/u lt; j; oc lt; 55°.

Subgenus Vaccinites 42 p.p. Subgenus Hippuritella 35nbsp;Bisweilen L abwesend oder sehr klein; r/u gt; j; oc gt; 50°.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;10

S und E deutlich verbunden mit der Aussenschicht; L meistens kürzer als S, maximal gleich S, bisweilen abwesend.

Subgenus Orbignya 36 p.p. Subgenus Hippuntella 35

S und E nicht mehr verbunden mit der Aussenschicht; L immer abwesend.

Genus Parastroma 37

radiare und (oder) konzentrische Struktur der Aussenschicht. (Subfamilie RadioUtinae.)nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;12

semiradiare Struktur der Aussenschicht. nbsp;nbsp;nbsp;22

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73

VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

c. nbsp;nbsp;nbsp;polygonale Struktur der Anssenschicht:

1. nbsp;nbsp;nbsp;regelmassig polygonale Anordnung. (Subfamilie Sauvagestnae) 24

28

Genus Joufia 49

2. nbsp;nbsp;nbsp;unregelmassig polygonale Anordnung.

d. nbsp;nbsp;nbsp;„gemischte” Struktur der Aussenschicht.

13

18

Genus Medeella 51

14

15

16

12. nbsp;nbsp;nbsp;a. Ligamentfalte anwesend.

b. Ligamentfalte nicht anwesend.

13. nbsp;nbsp;nbsp;a. Scheinpfeiler anwesend.

h. Scheinpfeiler nicht anwesend.

14. nbsp;nbsp;nbsp;a. Transversalseptum anwesend.

b. Transversalseptum nicht anwesend.

15. nbsp;nbsp;nbsp;a. Transversalseptum nicht tief unter dem Zahnapparat sich erstreckend;

deutliche Ligamentfalte.

Genus EoradioUtes nbsp;nbsp;nbsp;48

b. Transversalseptum in der ganzer Höhe der Unterschale sich erstreckend; Ligamentfalte rudimentar.

Subgenus Paronella nbsp;nbsp;nbsp;53

16. nbsp;nbsp;nbsp;a.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Aussenschichtnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;sehrnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;dicknbsp;nbsp;nbsp;nbsp;imnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Verhaltnisnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;zumnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Wohnraum.

Genus Sphaerulites 59

p.p. Genus Praeradiolites. (Toucas Gruppe des Pr. hoeninghausi

(des Moulins)) 55

b. nbsp;nbsp;nbsp;Aussenschichtnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;nichtnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;sehrnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;dicknbsp;nbsp;nbsp;nbsp;imnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Verhaltnisnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;zum Wohnraumnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;17

17. nbsp;nbsp;nbsp;a. Oft mehr oder weniger unregelmassiger Querschnittumriss; ausser-

halb S und E meistens noch eine dritte Rippe V zwischen E und L; bisweilen noch eine vierte D zwischen S und L. Fast glatter Umriss.

Genus Praeradiolites 55

b. Regelmassiger Querschnitt; die Aussenschicht an dem ganzen Umriss entlang mit regelmassigen kleinen Rippen besetzt. Keine grossen,nbsp;hervorragenden Rippen V und D.

Genus {Eu)Radiolites 57

18. nbsp;nbsp;nbsp;a. S und E in etwa gleicher Weise Gebildet.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;19

b. vS eine breite, schwache Einbuchtung; E ein e tief e, schmale Einfaltung,

welche die Innenschicht fast berührt.

Genus Tampsia 60

1) Für dieses Merkmal müssen verschiedene Querschnitte über einander angefertigt werden.

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74

VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

20

21

19. a. Transversalseptum anwesend.

h. Transversalseptum nicht anwesend.

20. nbsp;nbsp;nbsp;a. Transversalseptum beschrankt sich auf eine Verbindung der beiden

Zahngruben.

Genus Bournonia nbsp;nbsp;nbsp;44

b. Transversalseptum in der ganzen Höhe der Unterschale sich er-streckend.

Genus Distefanella nbsp;nbsp;nbsp;46

21. nbsp;nbsp;nbsp;a. S und E schwache Aushöhlungen; I wie eine, event, geteilte Rippe.

Genus Biradiolites 43

b. S und E deutliche Rippen; I eine Einbuchtung. Oft das Zahnapparat weit nach der Mitte des Wohnraums verschoben.

Genus Bournonia 44

22. nbsp;nbsp;nbsp;a. Einige bis viele kleine, kurze Einfaltungen in der Aussenschicht.

Genus Chiapasella 45

h. Keine kleine Einfaltungen in der Aussenschicht. nbsp;nbsp;nbsp;23

23. nbsp;nbsp;nbsp;a. Transversalseptum anwesend; Scheinpfeiler anwesend.

Genus Medeella nbsp;nbsp;nbsp;51

h. Transversalseptum nicht anwesend; keine Scheinpfeiler anwesend.

Genus {Eu)Radiolites nbsp;nbsp;nbsp;57

24. nbsp;nbsp;nbsp;a.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Scheinpfeilernbsp;nbsp;nbsp;nbsp;anwesend.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;25

b. nbsp;nbsp;nbsp;Scheinpfeilernbsp;nbsp;nbsp;nbsp;abwesend.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;27

25. nbsp;nbsp;nbsp;a.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Nur zweinbsp;nbsp;nbsp;nbsp;deutlichenbsp;nbsp;nbsp;nbsp;grosse Scheinpfeiler zu unterscheidennbsp;nbsp;nbsp;nbsp;26

b. Ausserhalb den beiden grossen Scheinpfeilern noch mehrere, kleine,

,,sekundare” Scheinpfeiler.

Genus Osculigera nbsp;nbsp;nbsp;52

26. nbsp;nbsp;nbsp;a. Ligamentfalte anwesend (rudimentar).

Subgenus Praelapeirouseia nbsp;nbsp;nbsp;54

b. Ligamentfalte nicht anwesend.

Genus Lapeirouseia nbsp;nbsp;nbsp;50

27. nbsp;nbsp;nbsp;a. Ligamentfalte anwesend; keine kleinen Einfaltungen in der Aussen

schicht.

Genus Sauvagesia nbsp;nbsp;nbsp;58

b. Ligamentfalte nicht anwesend; kleine Einfaltungen in der Aussenschicht.

Genus Chiapasella nbsp;nbsp;nbsp;45

Für dieses Merkmal müssen verschiedene Querschnitte über einander angefertigt werden.

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VERSUCH EIKER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

c. Ligamentfalte nicht anwesend; keine kiemen Einfaltungen in der Aussenschicht.

Genus Durania 47

29

31

28. a. Scheinpfeiler anwesend.nbsp;b. Scheinpfeiler abwesend.

29. nbsp;nbsp;nbsp;a. Ausserhalb der zwei, grossen, ,,primaren” Scheinpfeiler keine, kleinen,

,,sekundaren” Scheinpfeiler anwesend. nbsp;nbsp;nbsp;30

h. Neben den zwei ,,primaren” Scheinpfeilern noch mehrere, kleine, ,,sekundare” Scheinpfeiler.

Genus Osculigera 52

30. nbsp;nbsp;nbsp;a. Ligamentfalte anwesend (rudimentar).

Subgenus Praelapeirouseia 54

b. Ligamentfalte nicht anwesend.

Genus Lapeirouseia 50

31. nbsp;nbsp;nbsp;a. Kleine Linfaltungen in der Aussenschicht; regelmassiger, glatter,

Aussenumriss; Ligamentfalte abwesend.

Genus Chiapasella 45

h. Keine kleinen Einfaltungen in der Aussenschicht; unregelmassiger, mehr oder weniger zackiger Aussenumriss; Ligamentfalte anwesend.

Subgenus RadioUtella 56

Hippuritidae.

32. nbsp;nbsp;nbsp;Subgenus Arnaudia. Lig. 1, Taf. I.

Toucas rechnet dieses Subgenus zu seiner Gruppe Orbignya (Lit. 36a, S. 36). Nach Kühn (Loss. Cat.) Subgenus von Hippurites s.s.

Lit. 16, S. 109: ,,Two pillars; r/u gt; |; a gt; 50°; L short.... pillars rudimental or orimental. L likewise. Pores linear, sometimes rounded.”

33. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Barrettia. Pig. 2, Taf. I.

Lit. 16, S. 110: ,, . . . The inner shell layer of the right valve enormously developed, forming a sort of ledge near the border of the valve. Pores (ofnbsp;the upper valve) reticulate (when eroded: denticulate, rectangular). L notnbsp;recognizable .... Many infoldings of outer shell layer towards the interiornbsp;present. These infoldings, L and the stems of S and E dissolved intonbsp;moniliform rays, r/u gt; a gt; 55°.”

34. nbsp;nbsp;nbsp;Subgenus Batolites. Pig. 3, Taf. I.

Nach Kühn (Foss. Cat.) Subgenus von Hippurites s.s.

Lit. 13, S. 357: ,,Les undulations du bord de la valve inférieure s’exagèrent et forment des piliers multiples.”

Lit. 16, S. 109: „Pillars distinct. L short, very rarely a little larger. Pores ? r/u gt; i; oc gt; 50°.”

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76 VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

35. Subgenus Hippuritella.

Nach Kühn Subgenus von Hippurites s.s.

Lit. 8, S. 9; „ . . . Ie développement des Hippurites a partir de YHippurites resechts s’effectue directement par des formes a pores polygonaux ounbsp;denticulés, tandis que les formes a pores franchement linéaires paraissent...;nbsp;il semble done nécessaire de les distinguer en deux groupes et, comme Ienbsp;type d’Orbignya se rattache aux formes a pores linéaires, il faudra donnernbsp;un nom nouveau a celles qui présentent des pores polygonaux simplesnbsp;OU denticulés. Nous avons proposé de les désigner sous Ie nom d’Hippuri-tella, en prenant pour Ie type YHipp. Maestrei Vidal.”

36. Subgenus Orbignya. Fig. 4, Taf. I.

Nach Kühn Subgenus von Hippurites s.s.

Lit. 36a, S. 15: ,,Arête cardinale triangulaire, plus ou moins saillante, pouvant être remplacée par un bourrelet arrondi qui peut même dispa-raitre. Fibers subégaux, Ie plus souvent peu allongés, quelquefois pincés anbsp;la base, rarement pediculés. Appareil cardinale profondément enfoncé,nbsp;toujours transversé et fortement incliné par rapport a l’axe de l’arêtenbsp;cardinale (inclinaison moyenne de 70° et jamais moindre de 50°), ce quinbsp;rend la cavité accessoire antérieure trés petite et parfois même nulle.nbsp;Portion de la coquille, occupée par les trois replis relativement grande,nbsp;variant généralement entre Ie tiers et Ie quart du pourtour. Pores (de lanbsp;valve supérieure) linéaires . . . ., rarement punctiformes.”

37. Genus Parastroma. Fig. 5, Taf. I.

Douvillé reclmet dieses Genus irrtümlicherweise zu den Hydrozoen. (Lit. 11, S. 133).

Lit. 16, S. 110: ,,The inner shell layer of the right valve enormously developed ;the ledge of the inner shell layer takes part in the formation of the commissure. Infoldings of outer shell layer towards the interior, L and thenbsp;stems of S and E entirely effaced (only rudiments of the rays are traceablenbsp;near the outer shell layer in P. guitarti). Pores reticulate (when erodednbsp;denticulate; rectangular), r/u gt; cc gt; 55°.” S. 127: ”It is indeed a Bar-rettia with the rays, L and the stems of S and E entirely effaced.”

38. Genus Pironaea. Fig. 6, Taf. 1.

Lit. 13, S. 357: ,,Les undulations du bord de la valve inférieure s’exagè-rent et forment des piliers multiples qui deviennent des organes de soutien.” Lit. 16, S. 109: ,,Several infoldings of the outer shell layer towards thenbsp;interior in the right valve. These infoldings vary between such as are longnbsp;and thin, sometimes almost moniliform, and such as are short andnbsp;thickened, triangular, some of which may be open exteriorly, but notnbsp;necessarily so. Pores denticulate, r/u lt; ^; a lt; 50°.”

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

39. Subgenus PraebarreUia. Fig. 7, Taf. 1.

Subgenus von Barrettia.

Lit. 16,' S. 110; „The inner shell layer of the right valve enormously developed, forming a sort of ledge near the border of the valve. Poresnbsp;reticulate (when eroded: denticulate; rectangular). The ledge of the innernbsp;shell layer does not take part in the formation of the commissure; there isnbsp;a little distance between this ledge and the left valve. Several infoldingsnbsp;of the outer shell layer towards the interior present. These infoldings, Lnbsp;and the stems of S and E are not dissolved into moniliform rays. Lnbsp;recognizable. S and E extraordinarily pedunculate, r/u gt; J; a gt; 55°.”

40. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Tetracionites. Fig. 8, Taf. I.

Lit. 1, S. 270: ,,Ce qui caractérise avant tout ce Rudiste, c’est le quatrième repli, situé entre I’arete ligamentaire et le deuxième pilier siphonal E . . .quot;nbsp;S. 272: ,, . . . différent totalement du quatrième repli de Tetracionites, anbsp;laquelle toute l’épaisseur du teste participe.”

Lit. 16, S. 109: ,, . . . L short, very rarely a little larger. Three pillars; pores unknown, r/u gt; J; « gt; 50°.”

41. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Torreites. Fig. 1, Taf. 11.

Lit. 16, S. 110: ,,No pores. L extraordinarily elongate, longer than the shell radius. Umbo of the left valve displaced towards the anterior side,nbsp;excentrical. Inner shell layer of left valve with numerous rounded, notnbsp;tabulated, longitudinal canals. Outer shell layer of the right valve sometimes with short narrow infoldings, that do not reach the inner marginnbsp;of this layer.”

42. nbsp;nbsp;nbsp;Subgenus Vaccinites. Fig. 2, Taf. IJ.

Nach KÜHN Subgenus in Hippurites s.s.

Lit. 36b, S. 65: ,,Arête cardinale trés développée, généralement longue, mince et lamelliforme ; piliers inégaux, le premier trés variable, le deuxième toujours beaucoup plus allongé, le plus souvent pincé a la base ounbsp;même longuement et finement pédiculé. Appareil cardinale, peu développénbsp;en profondeur par rapport a la longueur de la valve inférieure, disposénbsp;suivant une direction peu inclinée par rapport a I’axe de l’arête cardinalenbsp;(inclinaison moyenne de 25° et rarement supérieure a 45°), ce qui a pournbsp;effet de rendre la cavité accessoire antérieure toujours trés grande. Portion du pourtour occupée par les trois replis relativement faible, variantnbsp;du J a I de la circonférence et pouvant même être reduite a V2Ü-”

Radiolitidae.

43. Genus Biradiolites. Fig. 3 u. 4, Taf. II.

Lit. 5, S. 477; „Formes sans arete ligamentaire. .... a bandes lisses et un pli intermédiaire souvent unique et trés développé.”

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

Lit. 37c, S. 98: ,,Valve inférieure de forme conique trés irrégulière, plus OU moins allongée, droite ou arquée. Lames externes peu épaisses, anbsp;structure celluleuse peu accentuée, généralement lisses, souvent ornéesnbsp;de cótes longitudinales .sur la région cardinale et présentant toujours, surnbsp;la région opposée deux bandes lisses. Ces bandes .... sont séparées etnbsp;limitées par des cótes ou par des plis plus ou moins saillants et infléchisnbsp;vers Ie bas de la coquille .... Pas d’arête ligamentaire . . .”

Lit. 39, S. 26: ,,...., bei Biradiolites ist der Hauptzahn der Unter-klappe vollkommen verschwunden.”

44. Genus Bournonia. Fig. 5 u. 6, Taf. 11.

Lit. 5, S. 472: ,,Ce genre comprend les Radiolitinés a forme de Praeradio-lites mais ayant perdu leur arête ligamentaire; ce sont des espèces a lames externes non plissées et n’ayant qu’un petit nombre de cótes ou bourreletsnbsp;saillants.”

Lit. 8, S. 24: ,,.... on voit que la coquille présente en réalité des bandes disposées exactement comme dans Eoradiolites davidsoni: une bande largenbsp;et peu saillante . . . E, une bande plus étroite en forme de cóte aplatie . . .nbsp;S. Le limbe est finement strié, . . .”

Lit. 39, S. 26: ,,Bournonia zeigt eine Dorsalkammer, die in der Anlage ziemlich genau der von Eoradiolites entspricht. Die Scheidewand zumnbsp;Wohnraum beschrankt sich im Wesentlichen auf die Verbindung der Zahn-gruben. Die Dorsalkammer ist nicht zweigeteilt, weil die Ligamentfaltenbsp;fehlt.”

45. Genus Chiapasella. Fig. 7, Taf. 11.

Lit. 3, S. 1308: ,,A ligamental groove is absent. The siphonal area’s are striated longitudinally. The outer shell layer of the lower valve isnbsp;composed of small cells, formed by a system of septa, arranged in threenbsp;dimensions, transverse to each other;.... wich are arranged in the samenbsp;level and consequently do . . . form ,,funnel plates”. . . . thin longitudinally infoldings into the outer shell layer.”

Lit. 16, S. 44: ,, . . . Apparently some specimens have a cortical outer part of the outer shell layer and some not.”

48. Genus Distefanella. Fig. 8, Taf. II.

Lit. 9, S. 413: ,,A I’interieure, ce fossile se distinguait dans la section de la valve inférieure par I’existence d’une ,,lame transverse”, réunissant lesnbsp;deux fossettes cardinales, et dans plusieurs espèces, cette lame correspon-dait a un rapprochement de la coquille qui se trouvait ainsi comme com-primée dans cette région.” S. 414: ,,Le genre Distefanella représente donenbsp;un Biradiolite de type ancien et a ce titre il doit être conservé commenbsp;formant le passage aux Eoradiolites', il se distingue de ce dernier genre parnbsp;la disparition de l’arête ligamentaire.”

Lit. 13, S. 358: ,,Coquille conique costulée.”

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

Lit. 35, S. 26; ,,Bei Distefanella ist das Transversalseptum am voll-kommensten entwickelt. Es durchzieht die ganze Lange der Unterklappe. Die geringe Machtigkeiten der Schalenschichten bedingen es, dass dienbsp;Dorsalkammer sogar in der ausseren Form der Schale wieder zu kennennbsp;ist; zwei langs verlaufende Einschnitte kennzeichnen die Ansatzlinien dernbsp;inneren Lamelle; die Dorsalkammer tritt gewissermassen als Abschnürungnbsp;heraus.”

47. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Durania. Fig. 9, Taf. IT.

Lit. 13, S. 358; ,,Les cellules des couches externes se sont individualisées, ont pris la forme polygonale et forment sur Ie limbe un réseau régulier,nbsp;. . . Le ligament disparait; les cótes ont une tendance de s’exagérer.”nbsp;Lit. 8, S. 16; ,,En outre il existe a Textérieure un revêtement de tissunbsp;compact (couche corticale) bien caractérisé.” S. 23; ,,Les Sauvagesia per-dent leur arête cardinale a une date .... J’ai proposé pour ce groupe lenbsp;nom générique de Durania.”

48. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Eoradiolites. Fig. 10, Taf. II.

Lit. 8, S. 22; „En particulier, elles présentent dans la région postérieure deux cótes plus ou moins larges et plus ou moins aplaties qui sont pour moinbsp;de véritables bandes siphonales .... Les espèces de ce genre sont fréquem-ment ornées de cótes, . . . . , ce qui les rapproche des RadioUtes et les distingue encore des Praeradiolites.” ,,Dans les Eoradiolites les bandes siphonales .... sont tantót planes, tantót légèrement concaves, . . . .;nbsp;Tantót l’interbande est constitué par une dépression simple . . . . , tantót

on voit apparaitre dans cette dépression une cóte secondaire;.....”

Lit. 9, S. 414; ,,Nous venons voir que cette lame transverse est la persistance d’un caractère existant dans les formes plus anciennesnbsp;{Eoradiolites),. . . .”

Lit. 35, S. 26; ,,....; das Transversalseptum ist in der Anlage schon bei Eoradiolites verhanden und kann hier bereits zu einer Abtrennungnbsp;der akzessorischen Höhlen O und O' führen.quot; ,,Die Scheidewand zumnbsp;Wohnraum beschrankt sich im Wesentlichen auf die Verbindung dernbsp;Wande der Zahngruben.”

49. Genus Joufia. Fig. 1, Taf. III.

Lit. 6, S. 533; ,,Par leur forme générale les Joufia sont des RadioUtes avec arête cardinale bien marquée; les lames internes ont disparu .... etnbsp;les couches externes présentent un trés grand nombre de canaux étroitsnbsp;disposés en quinconce assez régulier, ayant environ 1 millimètre denbsp;largeur, et séparés par des intervals pleins d epaisseur double; les canauxnbsp;augmentent en nombre et diminuent un peu d’importance quand onnbsp;s’approche de la périphérie.” ,,.... les canaux restent compris dansnbsp;lepaisseur du test et ne s’ouvrent pas a l’extérieur.”

Ausführliche Beschreibung dieses Genus in Lit. 32, S. 1-9.

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

50. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Lapeirouseia. Fig. 2, Taf. III.

Lit. 8, S. 25; ,, . . . .; il est caractérisé par l’absence d’arête cardinale, et la présence de deux renflements internes régulièrement arrondis au droitnbsp;des aires siphonales: ce sont des „pseudopiliers” . . . .” ,,.... Ie limbenbsp;est nettement réticulé;.... les régions siphonales sont bien plus nettementnbsp;spécialisées que dans les au tres Radiolites: elles sont limitées sur Ie limbenbsp;des deux cótés par une sorte d’arête saillante qui aboutit a une crêtenbsp;transversale a laquelle s’arrêtent les lames externes.”

Lit. 10, S. 25: ,,Ce genre, . . . ., est caractérisé par la présence sur la valve supérieure de deux oscules, correspondant sur la valve inférieurenbsp;a des pseudopiliers; ceux-ci sont constitués par une portion individualiséenbsp;du limbe, de forme trapézoidale ou triangulaire, nettement délimitée surnbsp;les sections, et correspondant aux aires siphonales.”

51. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Medeella. Fig. 3, Taf. III.

Lit. 39, S. 20: ,,Die Unterklappen sind konisch oder mehr oder minder zylindro-konisch verlangert. Die Langsleisten sind regelmassig und meistnbsp;sehr deutlich ausgepragt. Die Aussenschicht ist ziemlich dick. Die Strukturnbsp;scheint zum Teil netzförmig gewesen zu sein .... Die Ligamentfalte istnbsp;stets verhanden, wenn sie auch, . . . . , im allgemeinem stark reduziert

erscheint.....; bei den Angehörigen der Untergattung Medeella ist diese

Transversalwand (Transversalseptum) bereits starker ausgebildet, wie bei Eoradiolites .... Die innere Ausbildung der Siphonalzonen ist durch dienbsp;Anlage von Siphonalzylinder charakterisiert, die sich unter den beidennbsp;Sinusbandern befinden. Die innere Schalenschicht springt an den betref-fenden Stellen gegen das Innere des Wohnraumes vor. In diesen Vorsprün-gen schmiegen sich die im Querschnitte ovalen, nierenförmigen odernbsp;trapezahnlichen ,,Pseudopfeiler” an.”

52. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Osculigera. Fig. 4, Taf. III.

Lit. 15, S. 165: ,,General form, flat or cylindro-conical, lamellate or striated; cross-section sub-circular. Cavity of the lower valve irregularnbsp;.... Large, or primary pseudo-pillars of the same evolution as in

or branched, so that some osculae may be seen in cross-section and probably also in the upper valve.” ,,Our example, which shows a greatnbsp;number of pseudo-pillars of smaller size besides these two primary pseudopillars, must therefore be regarded the type of a new genus.”

Nach Kühn gehort dieses Genus zusammen mit dem Genus Lapeirouseia zu einer von ihm gegriindeten neuen Subfamilie: die Lapeirouseiinae. Vonnbsp;dieser Subfamilie sagt er u.a.: ,,It .... is derived from Sauvagesia.’’nbsp;Vielleicht muss das Genus Medeella auch zu dieser Subfamilie gerechnetnbsp;werden.

53. nbsp;nbsp;nbsp;Subgenus Paronella. Fig. 5, Taf. III.

Lit. 39, S. 26: „Die neue Untergattung Paronella hat, genau wie Diste-fanella, ein vollkommen ausgebildetes Dorsalseptum (Transversalseptum).

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

Jedoch besitzt sie eine Ligamentfalte, die aberbereits stark reduziertist.” Von diesem Subgenus sind, nach Wiontzek, nur vSteinkerne bekannt, ohnenbsp;Aussenschalenschicht.

54. Subgenus Praelapeirouseia. Fig. 6, Taf. 111.

Lit. 39, S. 28. Wiontzek gibt keine Subgenusbeschreibung. Aus der Be-schreibung des Subgenotypes ist zu folgenden Bemerkungen geschlossen worden; Typische polygonale Netzstruktur. Die Scheinpfeiler machennbsp;keine Einbuchtungen in den Wohnraum; wohl eventuell eine Abplattung.nbsp;Ganz dünne Innenschicht; Ligamentfalte anwesend, obschon meistensnbsp;sehr klein.

55. nbsp;nbsp;nbsp;Genus Praeradiolites. Fig. 7, Taf. III.

Lit. 37a, S. 28: ,,Lames externes lisses, Ie plus souvent en forme de cornets emboités, légèrement ondulées sur tout Ie pourtour, présentant dunbsp;cóté opposé du bord cardinale deux replis principaux ou sinus S, E, dontnbsp;les inflexions sont tournées et relevées vers Ie haut de la coquille, et ennbsp;outre trois replis auxiliaires dirigés vers Ie bas dont un pli médian séparantnbsp;les deux sinus, et deux plis latéraux limitant les sinus et les raccordantnbsp;avec Ie pourtour.”

Lit. 8, S. 22: ,,Dans les Praeradiolites typiques (P. fleuriaui), les zónes

siphonales sont marquées par des plis arrondis en forme de godrons,.....

.... Dans les Praeradiolites du groupe de Pr. ponsianus, on distingue seulement deux ondulations des couches externes donnant naissance knbsp;deux selles, qui . . . .” S. 23: ,,Dans les Praeradiolites, les lames externesnbsp;sont habituellement dressées en forme de cornets emboités en dehors biennbsp;entendu de la région des siphons.”

56. nbsp;nbsp;nbsp;Subgenus Radiolitella. Fig. 8, Taf. ïll.

Lit. 6, S. 534; ,,.... les canaux paraissent bien homologues de ceux de Joufia, mais ils sont plus larges, moins nombreux et les lames, qui lesnbsp;séparent sont infiniment plus mincesnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;forme générale de Radio-

lites avec arête cardinale; canaux polygonaux se développant dans les lames externes et occupant tout Ie limbe dans Ie jeune age mais disparais-sant dans l’age adulte.”

57. nbsp;nbsp;nbsp;Genus (Eu)Radiolites. Fig. 9-11, Taf. 111.

Lit. 5, S. 470: ,,Les lames externes sont fortement plissées sur tout Ie pourtour de la coquille, qui est toujours nettement dressée et pleuroconque.nbsp;Les deux sinus E et S sont marqués par un relèvement plus ou moinsnbsp;accentué des lames externes; ils forment sur Ie limbe deux saillies, qui sontnbsp;généralement un peu plus importantes que celles qui correspondent auxnbsp;plis périphériques. Bar contre les plis V, I et P(D) ont presque toujoursnbsp;perdu leur individualité et ne se distinguent plus guère de ceux qui cou-vrent la surface de la coquille.”

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

Lit. 37b, S. 59; ,,Valve inférieure de forme conique, généralement assez allongée, toujours ornée de cótes longitudinales plus ou moins fortes etnbsp;espacées. Lames externes assez épaisses, a structure celluleuse trésnbsp;accentuée, Ie plus souvent disposées en cornets emboités, plus ou moinsnbsp;régulièrement plissées, toujours pourvu du repli ou arête ligamentaire L,nbsp;présentant sur la région opposée a cette arête deux inflexions S et E, plusnbsp;grandes que les plis du pourtour et dirigées vers Ie haut de la coquille,nbsp;séparées par un pli, simple dans les formes anciennes, et subdivisé en deuxnbsp;OU plusieurs petits plis dans les formes plus récentes. Le labre est ordi-nairement radié. Valve supérieure assez souvent convexe, quelquefois planenbsp;OU trés peu concave.”

Lit. 8, S. 23: ,,Enfin le genre Radiolites est nettement caractérisé par ses lames externes a bords plissés, ces plis donnaut souvent naissancenbsp;ades véritablescótes.” S. 17: ,, . . . . dans les Radiolites oü la texture (dunbsp;limbe) devient souvent plus ou moins réticulée sur le bord intérieure dunbsp;limbe tandis qu’elle reste striée a la périphérie. Ainsi, dans certaines Radiolites . . . . le limbe est encore entièrement strié, tandis que dans R. sauvagesinbsp;il devient mi-strié et mi-réticulé; dans R. angeoides il est presque entièrement réticulé. Cette dernière modification de texture parait en relationnbsp;avec l’apparition des cótes et elle est accompagnée du développement denbsp;la couche corticale {R. squamosus)

58. Genus Sauvagesia. Fig. 12, Taf. III.

Lit. 8, S. 16: ,,....; le limbe présente ici une réticulation polygonale trés nette, .... En outre il existe a l’extérieure un revêtement de tissunbsp;compacte (couche corticale) bien caractérisé.” S. 23: ,,....; un autrenbsp;groupe d’espèces, qui se distinguent dés l’origine par sa forme cylindro-conique et son ornamentation régulièrement costulée, . . . .; c’est le genrenbsp;Sauvagesia.”

Lit. 24, S. 19: ,,.... al genera Sauvagesia, come dimostra la caratteris-tica struttura largamente cellulare reticolata e la presenza della cresta legamentare dalla forma a piede ben delineata.”

Lit. 5, S. 474: ,, . . . .; il est caractérisé par la présence d’une arête ligamentaire, par des cótes périphériques nombreuses et par des costules, trés régulières couvrant les deux bandes.”

59. Genus Sphaerulites. Fig. 1 u. 2, Taf. IV.

Lit. 37b, S. 50: ,,Valve inférieure généralement trés déprimée, plus large que haute. Lames externes trés développées, foliacées, ondulées, le plus souvent étalées et couchées les unes sur les autres, présentant commenbsp;dans lesnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;deux sinus et trois plis, mais s’en distinguant nette

ment par les deux replis ou bourrelets internes que ces lames forment a hauteur des sinus. Le repli ou arête ligamentaire trés développée. . . .Valvenbsp;supérieure concave, rarement plane, jamais convexe . . . .”

Lit. 5, S. 471: „......Mais les lames externes sont bien plus développées;

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VERSUCH EINER BESTIMMUNGSTABELLE FUER RUDISTEN

tantót elles sont horizontales, tantót même elles sont infléchies en arrière vers Ie sommet de la coquille; elles sont lisses on présenten! seulement denbsp;légères ondulations. Sur ce limbe trés large et quelquefois même convexe,nbsp;on distingue seulement les deux bourrelets saillants, qui correspondentnbsp;aux sinus.

60. Genus Tampsia. Fig. 3, Taf. IV.

Aus der ausführlichen Beschreibung dieses Genus von L. W. Stephenson Lit. 33, S. 4 ist folgende Schlussfolgerung gemacht worden:

a. nbsp;nbsp;nbsp;radiare und konzentrische Struktur der ausseren Schalenschicht.

b. nbsp;nbsp;nbsp;Ligamentfalte nicht anwesend.

c. nbsp;nbsp;nbsp;S eine schwache, breite Einbuchtung; E eine schmale, tiefe Ein-faltung, fast bis an die innere Schalenschicht.

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a. nbsp;nbsp;nbsp;Mém.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;g. Fr.;nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;No:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;36;nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Vol.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;14,nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;1907; S. 1—46, Taf. I—VIII.

b. nbsp;nbsp;nbsp;idemnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;;nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Vol.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;16,nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;1908; S. 47—78, Taf. IX—XVI.

c. nbsp;nbsp;nbsp;idemnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;;nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Vol.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;17,nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;1909; S. 79—132, Taf. XVII—XXIV.

38. nbsp;nbsp;nbsp;VooRWijK, G. H., ,.Geologie und Palaeontologie der Umgebung von Omis, Dalmatien.”

Diss. Univ. Utrecht, Niederlande; 1938; S. 1—84, Taf. I—V.

39. nbsp;nbsp;nbsp;WiONTZEK, H., ,,Rudisten aug der oberen Kreide des mittleren Isonzogebietes. ”

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40. nbsp;nbsp;nbsp;Zekeli, ,,Die Gasteropoden der Gosaugebilde und der Siidalpen.quot; Abh. k. k. geol. R. A.,

Wien; 1852, 1, II; S. 1—124, Taf. 1—XXIV.

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Fig.

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Fig. 1 Fig. 2nbsp;Fig. 3nbsp;Fig. 4nbsp;Fig. 5nbsp;Fig. 6nbsp;Fig. 7

Fig. 8:

Fig. 9 Fig. 10nbsp;Fig. 11nbsp;Fig. 12

Fig. 1 Fig. 2nbsp;Fig. 3nbsp;Fig. 4nbsp;Fig. 5nbsp;Fig. 6nbsp;.Fig. 7

TAFELERKLARUNGEN.

Tafel I.

Hippurites (Arnaudia) arnaudi (Cog.) aus Lit. 36a, Fig. 63.

Barrettia monilifem Woodw. aus Lit. 36a, Fig. 73.

Hippurites (Batolites) tirolicus Douv, aus Lit. 36a, Fig. 59.

Hippurites (Orbignya) hioculata Lam. aus Lit. 36a, Fig. 66.

Parastroma guitarti (Palmer) aus Lit. 16, Taf. 5, Fig. 1. (0,6 x nat. Grosso) Pironea polystyla (Pirona) aus Lit. 36b, Fig. 175.

Barrettia {Praebarrettia) sparcilirata (White.) aus Lit. 3, Fig. la.

Tetracionites mozamhicus Astre aus Lit. 1, Fig. 2.

Tafel II.

Torreites sanchezi (Douv.) aus Lit. 21, Taf. 8, F'ig. 2.

Hippurites (Vaccinites) cornu-vaccinum Bronn aus Lit. 36b, Fig. 158.

Biradiolites canaliculatus d’Orb. aus Lit. 9, Textfig. 5.

Biradiolites lumbricoides Dow. aus Lit. 11, Textfig. 4.

Bournonia excavata (d’Orb.) aus Lit. 8, Textfig. 24.

Bournonia bournoni (des Moul.) aus Lit. 11, Textfig. 6.

Chiapasella radiolitiformis (Trechmann) aus Lit. 3, F'ig. 6.

Distefanella lombricalis (d’Orb.) aus Lit. 11, Textfig. 3.

Durania cornu-pastoris (des Moul.) aus Lit. 4, Textfig. 2.

Eoradiolites davidsoni (Hill) aus Lit. 11, Textfig. 2.

Tafel III.

Schematischer Querschnitt von Joufia aus Lit. 32, Textfig. 2.

Lapeirouseia pervinquièrei (Touc.) aus Lit. 8, Taf. I, Fig. 7.

Medeella n.sp. Montagne aus Lit. 17, Taf. I, Fig. 6.

Osculigera cleggi Kuhn aus Lit. 15, ïaf. II, Fig. 2.

Paronella volzanensis Wiontz. (Steinkern) aus Lit. 39, Textfig. 19. Praelapeirouseia kossmati Wiontz. aus Lit. 39, Textfig. 20.

PraeradioUtes aristides Touc. nach Original aus dem Min.-Geol. Inst, der Reichs-Univ., Utrecht.

Radiolites (Radiolitella) guiscardiana (Pirona). a) nicht weit unter dem Deckel, b) etwa 1,5 cm niedriger. Nach eigenem Material.

Radiolites trigeri Cog. aus Lit. 37b, Taf. XIV, Fig. la.

Radiolites beaumonti Bayle aus Lit. 37b, Taf. XIII, Fig. la.

Radiolites peuceiius Parona aus Lit. 23, Textfig. 1.

Sauvagesia sharpei (Bayle) aus Lit. 4, Textfig. 1.

Tafel IV.

Sphaerulites foliaceus Lam. aus Lit. 37b, Textfig. 25.

Sphaerulites patera Arnaud aus Lit. 37b, Textfig. 27.

Tampsia bishopi Stephenson aus Lit. 33, Taf. Ill, Fig. 2.

Hippurites (Vaccinites) gaudryi Munier-Chalmas......... S. 61

Hippurites {Vaccinites) sulcatus Defrance............ S. 62

Hippurites {Vaccinites) praesulcatus Douv............ . S. 62

Eoradiolites italicus Montagne ................. S. 62

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Fig.

33.

Fig.

34.

Fig.

35.

Fig.

36.

TAFELERKLARUNGEN

Medeeïla sp........................... S. nbsp;nbsp;nbsp;62

Biradiolites }angulosus d’Orb.................. S. nbsp;nbsp;nbsp;63

Biradiolites ?angulosus d’Orb.................. S. nbsp;nbsp;nbsp;63

Sauvagesia meneghiniana (Pirona)................ S. nbsp;nbsp;nbsp;63

Sauvagesia Iturriculata (Catullo) ................ S. nbsp;nbsp;nbsp;63

Lapeirouseia ^pervinquièrei (Touc.) ............... S. nbsp;nbsp;nbsp;63

Tafel V.

1 Biradiolites sp......................... S. nbsp;nbsp;nbsp;63

Caprinidae gen. indet. (? aff. Caprinuloidea) ........... S. nbsp;nbsp;nbsp;61

Aptyxiella sp. (10 x)...................... S. nbsp;nbsp;nbsp;65

Nerinea sp. {Ijaekeli Fdtterer) ................ S. nbsp;nbsp;nbsp;66

Nerinea kerneri Voorwijk ................... S. nbsp;nbsp;nbsp;65

Nerinea schiosensis Pirona................... S. nbsp;nbsp;nbsp;65

Tubulostium sp. (2 x) ..................... S. nbsp;nbsp;nbsp;64

Beobachtungsnetz und Fundorte der Fossilien.

Tafel VI.

Reophax sp. 20 X ....................... S. nbsp;nbsp;nbsp;44

Textularia cf. stricta Cushm. 30 X................ S. nbsp;nbsp;nbsp;44

Vulvulina eocaena n. sp. 51 x nbsp;nbsp;nbsp;.................. S. nbsp;nbsp;nbsp;44

Vulvulina eocaena n. sp. 54 X nbsp;nbsp;nbsp;................. S. nbsp;nbsp;nbsp;45

Tritaxia Ipyramidata Rss. (von oben) 65 nbsp;nbsp;nbsp;X ........... S. nbsp;nbsp;nbsp;45

Tritaxia Ipyramidata Rss. (Seitenansicht) nbsp;nbsp;nbsp;65 X ......... S. nbsp;nbsp;nbsp;45

ITritaxia sp. (Seitenansicht) 25 X ............... S. nbsp;nbsp;nbsp;45

ITritaxia sp. (von oben) 25 X ................. S. nbsp;nbsp;nbsp;45

Gaudryina cf. faujasi Rss. (Seitenansicht) nbsp;nbsp;nbsp;61 X.......... S. nbsp;nbsp;nbsp;45

Gaudryina cf. faujasi Rss. (von nbsp;nbsp;nbsp;oben)nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;56nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;X ........... S. nbsp;nbsp;nbsp;45

Gaudryina {Pseudogaudryina} sp. (breite Seite) 33 x........ S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Gaudryina (Pseudogaudryina) sp. (schmale Seite) 32 nbsp;nbsp;nbsp;X....... S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Pseudoclavulina liehusi nom. nov. (von oben) 30 X nbsp;nbsp;nbsp;........ S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Pseudoclavulina liehusi nom. nov. (Seitenansicht) 30 nbsp;nbsp;nbsp;X....... S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Clavulina Iparisiensis d’Orb. (Seitenansicht) 19 x ........ S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Clavulina Iparisiensis d’Orb. (von oben) nbsp;nbsp;nbsp;19 x .......... S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Tritaxilina pentagonalis n. sp. (Seitenansicht) 26 X ........ S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Tritaxilina pentagonalis n. sp. (von oben) 37 nbsp;nbsp;nbsp;x.......... S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Tritaxilina pentagonalis n. sp. (von unten) 37 nbsp;nbsp;nbsp;x ......... S. nbsp;nbsp;nbsp;50

Planularia sp. 55 X ...................... S. nbsp;nbsp;nbsp;51

Dentalina cf. confluens Rss. 35 X................ S. nbsp;nbsp;nbsp;51

Dentalina jarvesi nom. nov. 35 X ................ S. nbsp;nbsp;nbsp;51

Dentalina cf. hörnesi Hantken. 34 x .............. S. nbsp;nbsp;nbsp;52

Nodosaria aff. orthopleura Rss. 15 x .............. S. nbsp;nbsp;nbsp;52

Nodosaria aff. orthopleura Rss. 15 x .............. S. nbsp;nbsp;nbsp;52

Nodosaria cf. vertebralis Batsch. 23 x.............. S. nbsp;nbsp;nbsp;52

Nodosaria n. sp. iQ x ..................... S. nbsp;nbsp;nbsp;52

Nodosaria sp. I. 32 x ..................... S. nbsp;nbsp;nbsp;53

Nodosaria sp. II. 35 X..................... S. nbsp;nbsp;nbsp;53

Buliminella cf. trocheata (Terq.). 65 X.............. S. nbsp;nbsp;nbsp;53

Pleurostomella sp. (Vorderansicht) 60 X nbsp;nbsp;nbsp;............. S. nbsp;nbsp;nbsp;54

Pleurostomella sp. (Seitenansicht) 60 X.............. S. nbsp;nbsp;nbsp;54

Ellipsonodosaria aff. tuckerae Hadl. (Seitenansicht) nbsp;nbsp;nbsp;60 X ..... S. nbsp;nbsp;nbsp;54

Ellipsonodosaria aff. tuckerae Hadl. (von oben) nbsp;nbsp;nbsp;60nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;X....... S. nbsp;nbsp;nbsp;54

Discorbis cf. eximia (Hantken). (ventral) 34 X.......... S. nbsp;nbsp;nbsp;54

Discorbis cf. eximia (Hantken). dorsal) 37 x........... S. nbsp;nbsp;nbsp;54

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93

TAFELERKLARUNGEN

Fig. 37. Discorbis cf. eximia (Hantken). (Seitenansicht) 32 x ....... S. 54

Fig. 38. nbsp;nbsp;nbsp;Anomaüna keyzeri n.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;sp. (dorsal) 64 x.............. S. nbsp;nbsp;nbsp;55

Fig. 39. nbsp;nbsp;nbsp;Anomaüna keyzeri n.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;sp. (Vorderansicht) 60 x .......... S. nbsp;nbsp;nbsp;55

Fig. 40. nbsp;nbsp;nbsp;Anomalina keyzeri n.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;sp. (ventral) 64 x............. S. nbsp;nbsp;nbsp;55

Fig. 41. nbsp;nbsp;nbsp;Hantkenia longispinanbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Cushm. 62 x ............... S. nbsp;nbsp;nbsp;54

Fig. 42. nbsp;nbsp;nbsp;Cibicides sp. (dorsal)nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;35 x ................... S. nbsp;nbsp;nbsp;55

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;43.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Cibicides sp. (Seitenansicht) 33 x ................ S. nbsp;nbsp;nbsp;55

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;44.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Cibicides sp. (ventral) 35 X................... S. nbsp;nbsp;nbsp;55

Tafel VII.

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;1:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Alveolina (Flosculina) dicipiens Schwagbr. 20 X.......... S. nbsp;nbsp;nbsp;59

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;2:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Discocyclina nov. sp. 20 X .................... S. nbsp;nbsp;nbsp;60

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;3;nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Dictyoconus sp. 33 x....................... S. nbsp;nbsp;nbsp;61

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;4:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Gypsina globula (Rss.) mit deutlich spiraligem Anfangsteil. 38 xnbsp;nbsp;nbsp;nbsp;. . .nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;60

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;5:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Keramosphaerina tergestina Stache; Querschnitt durch das Zentrum

mit deutlicher Anfangskammer. 38 x ............... S. nbsp;nbsp;nbsp;59

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;6:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;lAssilina praespira Douvillé. Querschnitt. 13 x ......... S. nbsp;nbsp;nbsp;58

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;7:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Dünnschliff mit vielen Dictyoconen von Fundort 9. ± 4 x.

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;8:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Keramosphaerina tergestina Stache; Tangentialschnitt. 17 x ....nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;S.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;59

Fig. nbsp;nbsp;nbsp;9:nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;Dünnschliff eines Foraminiferenkalkes von Fundort 25, mit u.a.nbsp;nbsp;nbsp;nbsp;einem

Querschnitt von Alveolina elongata d’Orb. i 5 X.

Fig. 10: Dünnschliff eines Foraminiferenkalk-Bruchstückes aus den eozanen Konglomeraten und Brekzien von Fundort 12, mit Querschnitten vonnbsp;Alveolina (Flosculina) dicipiens Schwager und Orbitolites complanatus

Lam........................... S. 58 und 59

Fig. 11: lPellatispirella sp. a, b und c: Querschnitte; d: schiefer Aequatorial-

schnitt. a: 24 X, b: 40 X, c: 35 X, d': 33 X............ S. nbsp;nbsp;nbsp;58

Fig. 12: Dünnschliff des Discocyclinen-reichen Foraminiferenkalkes von Fundort 29, mit Schnitten von Camerina, Discocylina und Discocylina nov. sp. ± 5,5 X........................... S. nbsp;nbsp;nbsp;60

Tafel VIII.

Fig. 1. Radiar-konzentrische Struktur der Aussenschale von Eoradiolites sp. d: 4 x.

Nach Original aus dem Min.-Geol. Ijast. der Reichs-Universitat Utrecht, Nieder-land.

Fig. 2. Uebergang zwischen radiar-konzentrische Struktur und konzentrische (verwischte) Struktur der Aussenschale von Radiolites trigeri Coq. i 15 x . Nach Originalnbsp;aus dem Min.-Geol. Inst. der Reichs-Universitat Utrecht, Niederland.

Fig. 3. Konzentrische (verwischte) Struktur der Aussenschale von Eoradiolites italicus Montagne. ± 15 X . Nach Original aus dem Min.-Geol. Inst. der Reichs-Universitat Utrecht, Niederland.

Fig. 4. Konzentrische Struktur der Aussenschale von Tepeyacia corrugata Palmer.

± 15 x . Nach Original aus dem Min.-Geol. Inst. der Reichs-Universitat Utrecht, Niederland.

Fig. 5. Semiradiare Struktur der Aussenschale von Radiolites mammillaris Math, d: 4 X .

Nach Original aus dem Min.-Geol. Inst. der Reichs-Universitat Utrecht, Niederland. ,

Fig. 6. Regelmassig polygonale Struktur der Aussenschale von Sauvagesia sp. d: 4 X .

Nach Original aus dem Min.-Geol. Inst. der Reichs-Universitat Utrecht, Nieder^ land.

Fig. 7. Teilweise verwischte regelmassig polygonale Struktur der Aussenschale von Sauvagesia meneghini aua (Pirona). d; 10 X . Nach eigenem Material.

Fig. 8. Unregelmassig polygonale Struktur der Aussenschale von Radiolites {Radiolitella) guiscardianus (Pirona). d: 12 X . Nach eigenem Material.

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Tafel I.


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STELLINGEN.

Douvillé’s Rudistengenus Parahournonia moet vervallen. De eenige soort {P.hispida Douv.) moet tot het genus Bournonia gerekend worden.

H. Douvillé; „Nouveaux Rudistes du Crétacé de Cuba.” B.S.g.Fr.; 4, 27; 1927.

II.

SiLVESTRi's opvattingen omtrent het genus Bradya (= Keramosphaerina) Stache berusten op onvolledige en p.p. foutieve waarnemingen.

SiLVESTRi: „Sulla Bradya tergestina Stache.” Rivistaital. Pal.; 1924; Fase. I—II.

III.

Kayser’s opvatting omtrent het ontstaan van de Dalmatische karstvlakten is waarschijnlijker dan de oudere theorieën van o.a. Cvijic en Maull.

K. Kayser: „Morphologische Studiën in West-Montene-gro, II.” Zeitschr. Ges. f. Erdk., Berlin; 1934.

IV.

Bakker heeft in zijn studie over de Morfologie van de Morvan te weinig rekening gehouden met bewegingen langs breuken, die jonger zijn dan de doornbsp;hem onderscheiden niveaux.

Bakker: ,,Morphologische Untersuchungen im Zentralen und nord-östlichen Morvan (Zentral-Frankreich).” Zeitschr. Ges. f. Erdk., Berlin; 1937.

V.

De vaak groote waarden der na isostatische reductie overblijvende anomalieën, vergeleken met de verschillen dier anomalieën na isostatische reductie volgens verschillende waarden voor de dikte van de aardkorst, maken gevolgtrekkingen omtrent de meest waarschijnlijke waarde voor deze dikte uit dit materiaalnbsp;meestal onmogelijk.

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VI.

Bij het classificeeren van gesteenten volgens chemische methoden door middel van diagrammen wordt het gehalte aan Ti ten onrechte in het „Si-getal” verwerkt.nbsp;De hoeveelheid Ti dient voor dit doel veeleer bij het gehalte aan Fe gerekend tenbsp;worden.

VIL

De als Pithonella, Orbulinaria, ,,Lagena” (uit Seewener Krijt en Hendaye), Cadosina en Stomiosphaera beschreven Klein-Foraminiferen zijn door Wannernbsp;zonder goede gronden in twee nieuw opgestelde Foraminiferen-families ondergebracht. Het verdient de voorkeur ze alle tot Orbidimaria Rhumbler te rekenen.nbsp;De door Rhumbler gegeven genusbeschrijving moet hiervoor eenigszins gewijzigd worden.

J. Wanner: „Gesteinsbildende Foraminiferen aus Malm und Unterkreide des östlichen Ostindischen Archipelsnbsp;nebst Bemerkungen über Orbulinaria Rhumbler undnbsp;andere verwandte Foraminiferen.” Pal. Zeitschr.; Bd. 22,nbsp;No. 2; 1940.

VIII.

De als ,,Minette” bekende ijzerertsafzettingen uit de Dogger van Lotharingen zijn van syngenetisch-sedimentairen oorsprong.

IX.

Aan VAN Bemmelen’s opvattingen omtrent den groot-tectonischen bouw van westelijk Nieuw-Guinea dient de voorkeur gegeven te worden boven de ermede innbsp;strijd zijnde oudere opvattingen.

Van Bemmelen: ,,The Geotectonic Structure of New-Guinea.” De Ing. in Nederlandsch-Indië, IV, 1939.

X.

Het verdient aanbeveling om voor een fijnere, regionaal-stratigrafische in-deeling van mariene, kaenozoische sedimenten waarde te hechten aan het veelvuldige voorkomen van verschillende land- en zoetwatermollusken in deze afzettingen.

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HÖHENKARTE

DER UNTERE-CETINA KARSTEBENEN

UND

IHRER UMGEBUNG








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