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DIE MYXOMYCETEN
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Old Prol\', iler Botnnik an ilcr Uiiivcrsiliit Gcinia.
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E. J. I
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Prof. Dr. N. W. P. RAUWENHOFF.
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FLORE DE BUITENZORG
PUBLIKE PAR LE
JARDIN BOTAN1QTJE DE L\'ÉTAT,
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m. 0. penzig
Prof, de Botanique j\\ PUniversité de Genes.
LIBRAIRIE ET IMPRIMERIE
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E. J. IJK ILL
L BID E — 1898.
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DIE MYXOMYCETEN
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FLOR.A VON FiUITEJSZORO
BEARBEITET VON
I3Ji. O. [PKjJSTZlGr
Ord Prof. der Botanik an der Univeraitiit Genua.
BUCHHANDLUNGr und DRUCKEREI
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E. J. I3KT LTj
LE[DEN — 1898.
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V O R R I] D E.
Wahrend meines viertnouatlichen Aufenthaltes aul\' der Insel Java (23 Nov. 189ü — 1 April 1897) habe ich meine Aufmerk-samkeit besonders auf die Pilzflora dieser Region gerichtet, welche bisher noch so wenig bekannt war. und habe reichliches Material gesammelt, das alhniihlig bearbeitet werden soil, ünter den ausserordentlich zahlreiclien Pilzformen, deren Entwicke-Inng von dem feuchtheissen Klitna des Landes begunstigt wird, zog mich besonders die so eigenartige, schart\'nmgrtlnzte Gruppe der Myxomyceten an, deren zierliche Porraen in ungewohnter Anzahl und H^ufigkeit auf Java erscheinen, Ich konnte in kurzer Zeit eine verhaltnissmassig grosse Anzahl von Myxomyceten-Species sammeln, und folgte gern der Aufforderung des Hrn. Prof. M. Trenb, diese kleine Gruppe für die „Florale de Buitenzorgquot; zu bearbeiten.
Die folgende Darstellung ist meistentheils auf die von mir selber gesammelten Materialien begründet: nur wenige An-gaben über das Vorkommen einiger (von mir nicht gefun-dener) Arten sind aus A. Lister\'s trefflicher Monographie der Mycetozoa übernommen. Die sehr sparsamen Notizen über ja-vanische Myxomyceten, welche wir bei alteren Autoren wie Junghuhn, Zollinger und Moritzi finden, sind zu unsicher und nur durch Prüfung der Original-Exemplare zu controlliren. Da mir diese nicht möglich war, habe ich es für besser gehalten, die wenigen betreffenden Arten hier nicht mit aufzuführen. Kurz vor der Veröffentlichung meiner Arbeit ist eine Mitthei-lung von Hrn Dr. M. Uaciborski über Myxomyceten aus Java
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in der Hedwigia erschienen \'), in welclier die void Autor iu Buitenzorg, Tjibodas und uin Tegal get\'undenen Species auf-gezahlt sind: es sind zum grössten Theile dieselben, welche ich selber gleichzeitig ebenda gesammelt habe. Die von mir nicht selber beobachteten Arten nehme ich, auf die Antoritat des Hrn. Dr. Raciborski hin, ebenfalls in der „Florale de Buitenzorg\'\' auf.
üewiss werden weitere Forschungen auf diesem Gebiet noch andere, und vielleicht zahlreiche Arten der Flora von Java zu-fügen: die folgende Abhandlung hat nur den Zweck, vorlaufig die bisher sicher aus West-Java (und besonders aus der Ura-gebung von Buitenzorg) bekannten Species zusammenzustellen und durch kurze, klare Beschreibungen für die Bestimmung leicht zugi\'lng] ich zu machen.
Es sind unter den hier beschriebenen Arten nur wenige, welche für die Wissenschaft ganz neu sind, und das war vor-auszusehen, da im Allgemeinen die verschiedenen Species von Myxomyceten einen sehr grossen Verbreitungskreis besitzen, und von Ort zu Ort sehr wenig variiren. Immerhin ist es interessant zu constatireu, dass auch auf Java eine grosse Anzahl von Myxomyceten vorkommt, und unter ihuen mehrere, die bisher nur von sehr weit entfernten Standorten kekannt waren.
Ich bin in der Bearbeitung fast durchweg der ausgezeichneten Monographic der Myxomyceten gefolgt, welche Arthur Lister vor einigen Jahren veröffentlicht hat1), und die durch kritische Sichtung der zahlreichen, bisher beschriebenen Fonnen, durch die Scharfe der Diagnosen, sowie durch Beigabe vorzüglicher Abbildungen das Studium der Myxomyceten wesentlich erleich-tert und gefördert hat. Herr A. Lister hat die grosse Freund-lichkeit gehabt, das gesammte von mir zusammengebrachte Material durchzusehen und mir seine kritischen Noti zen über dasselbe zur Verfügung zu stellen. Er hat verschiedene von mir
1
A Monograph of tlio Mycetozoa. London {British Museum) 1894. \'lt;?24 p. 8°. LXXVII Ta fed u.
7
begangene Irrthttmer berichtigt, uud die Arbeit wird, aut\' die Autoritat dieses besten Kenners der Myxomyceten gestützt, doppelten Werth haben. Es ist niir Bedürfniss, Hrn. A. Lister t\'ür seine freundliche und uneigenuüt/ige Hilfc hiermit meinen besten Dank öffentlich auszusprechen.
Grenua, Januar 1898. Prof. O. PENZIGr.
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(Myxogastres , Mycktozoa).
Saprophytische, chloiophylllVeie Organismen, welche detn lieiche der Protisten angehören. Ihr Körper besteht aus einer nackten Protoplasnia-Masse {Plasmodium) von unregelmilssiger, wechselnder Gestalt, welche amoebokle and stromende Bewe-gung zeigt, in Platten oder Strilngen das Snbstrat (verrot-tete vegetabilische Stoiïe) durchsetzt und aus demselben dureh die ganze Oberflache Nahrnng aufnimmt. Die Plasmodien sind farblos oder (gelb, rosa, roth, brilunlich) getarbt, und enthalten oft kleine Kalk-Körnclien, Zahlreiche Zellkerne sind im Plasmodium verhanden; doch ist eine Theilung in einzelne Zeilen im vegetativen Zustande nicht erkennbar. Zur Zeit der Fructification concentrirt sich das weit ausgebreitete Plasmodium zu compacteren Massen, und erstarrt zu soliden (seltener gelatinös vveichen, zerfiiessenden) Fruchtkörpern, welche manchmal aut einem krustenförmigen „Hypothallusquot; aufsitzen. Die Früchte sind entweder isolirte Sporanyien, oder sogen. Aethalien, welche wir als Massen verwachsener Sporangien betrachten könncn. Die sogenannten Plasmodiocarpien, welche bei einigen Arten normal, bei anderen als Ausnahme neben den normalen Sporangien auf-
1
Wir beschriloken una in nachfolgendnr Darstellung auf die engere Gruppe der Myxogasteres (Schroeter), mit Ausschluss der Acrasieae und Pkytomyxinae. Von den ersteren ist bistier kein llepraesentant in Java beobachtet worden, und auch über das Vorkommen der letzteren liegen mir wenige indirecte Notizen vor. Von der Pamilio der Myxobacteria babe ich eine Species {Chondromyces crocalus Berk.) in Buitenzorg gefunden; doch ist diese Gruppe, trotz mancher ilusserlicher Aehnlich-keit, zu sehr von den eigentlicben Scbleimpilzen entfernt, um sie hier mit zu berücksichtigen.
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treten, sind vielleicht als Hemmungsbildungen zu betrachten, als Fruchtkörper, welche schnell ihre Sporen differenzirt und gereift haben, ehe eine völlige Individualisirung der einzelnen Spo-rangieu erfolgt ist. Diese IMasmodiocarpien haben rneist unregel-massige oder vielfach variirende Form, und irnitiren oft noch in der Anordnung die kriechenden und netzförmig verbundenen Plasmodiumstrange. Sie sind charakteristisch, normal z. B. für einige Arten aus den Gattungen Licea, Cornuvia, Hemiarcyria, Trichia, üidi/mium, Chondrioderma, Physarum s Erionema, Cienkow-sltia; als Ausnahmen finden wir sie besonders haufig in gewissen Arten von Physarum, Didymium und Bad/iamia. Nur bei einer Gattung (Gerntiomyxd) bilden sich die Sporen ilusserlich, durch Sprossung auf knrzen Stielchen an der Oberflache der gelati-nösen Fruchtkörper: in allen anderen Gattungen ist eine (meist doppelte, seltener einfache) Sporangienwandung ausgebildet, welche den Fruchtkörper bis zur Reife völlig umhüllt. Diese l^esteht hauptsachlich aus solidem Plasma, kann aber in vielen Fallen Pigmentkörnchen und Einschlüsse oder Auflagerungen von kohlensaurem Kalk (in Form amorpher Körnchen, oder in Krystalldrusen, oder Einzelkrystallen) enthalten. In vielen Gattungen besteht auch ein inneres Gerüst oder Skelett in den Sporangien, aus soliden, rait einander verbundenen, oft netzartig verstrickten Faden und Röhren gebildet (das sogen. Capillitium), welches sich in einzelnen Fallen um eine centrale, knopfartige oder verlangerte Columella gruppirt; in wenigen Gattungen sind die Capillitium-Faden ganz frei, weder mit der Sporangienwand noch mit einer Columella verbunden. Auch im Capillitium kann Kalk, langs der ganzen Faden oder nur in vereinzelten Knoten, abgelagert sein.
Die gauze übrige Masse des Protoplasma in den Sporangien wird zur Sporenbildung verbraucht: es zerfallt (nach vorher-gehender Kerntheilung) in zahllose kleine Protoplasten, die sich zur Kugelform abrunden, je mit einer (anscheinend einfachen) Haut umgeben, und von denen jeder einzelne eine Spore dar-stellt. Das Protoplasma der Sporen ist meist ungefarbt, oft stark lichtbrechend und mit Fett-Tropfen versehen; die glatte, oder
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aussen init Stacheln, Warzen, Netzleisten versehene Haut kann verschieden gefilrbt sein, haufig violettschwarz oder rauchfarbig.
Die Sporangien öünen sich bei der Reife auf verschiedene Weise: durcli unregelmilssiges Aufreissen odor Abblattern der Sporangienwand, oder regelmassig, dureh Abspringen eines Deckels, durch gitter- oder netzförmige Perforation, oder in Klappen etc.: die fein pulverförmigen Sporen gelangen auf diese Weise ins Freie und werden durch den Wind, oder z. Th. auch dui\'ch Insecten und Milben verbreitet. Sie können meist schon wenige Standen nach der Aussaat auskeiraen, sind aber andrerseits lïlhig, auch trocken ihre Keimkraft für lange Zeit zu erhalten; die Keimung erfolgt in Wassertropfen oder auf feuchtem Substrat. Die Sporenhaut platzt oder reisst unregelmüssig durch (^uellung des Protoplasten auf: dieser tritt ganz aus der Hülle aus, nnd nimmt bald die Form einer meist langlichen, einkernigen, mit einer Geissel am Vorderende verschenen Zoospore an. Meist ist auch eine Vacuole im Protoplasma vorhanden. Diese Schwarmer, von ihrer Aelmlichkeit mit gewissen Monaden auch „Myxomo-naden\'\' benannt, schwimmen schnell im Wasser, und können sich durch Zweitheilung wiederholt vermehren. Nach einiger Zeit aber setzen sie sich zur Ruhe, ziehen die Geissel ein, und fangen an als „Myxamoebenquot; mit sehr characteristischer, amoe-boider Bewegung (Gestaltwechsel, Ausstrecken und Einziehen von Pseudopodien) auf dem Substrat umherzukriechen. Auch in diesem Zustande können sie sich durch Zweitheilung vermehren. Endlich vereinigen sich die benachbarten Myxamoeben durch Verschmelzung; ein so gebildeter Anfang eines Plasmodium\'s scheint eine eigenartige Attraction auch auf etwas ferner krie-chende Myxamoeben derselben Art auszuüben; und indem die Protoplasten zahlreicher Myxamoeben (aber nicht die Kerne!) spurlos mit einander verfliessen, bildet sich das für jede Species eigenartige Plasmodium, von dem wir ausgingen.
Sowohl die Myxomonaden, als die Myxamoeben und die jungen Plasmodien können sich unter gewissen Umstanden einkapseln, und als Microcysten (die ersteren) oder Macrocysten (die letzteren) eine Art Ruhezustand durchmachen, aus dem sie durch Benetzung
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auch nach Ulngerer Zeit wieder erwerkt werden können. Das Protoplasma sprengt dann quellend die Kapselwand, und nimmt seine dem Knhezustand vorhergehende Form und Function wieder auf. Auch eine Art von Sclera tien bïldu ny ist bei einigen Myxo-myceten bekannt geworden, wenn illtere Plasmodien ihr Protoplasma in viele gleichm.\'lssige Zeilen zertheilen, und diese dann sich alle vereint einkapseln.
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TABELLE ZUR BESTIMMUNG DER FAMILIEN.
1. Sporen auf kurzem Stiel der Aussenseite cylindrischer Fruchttrager aufsitzend. Vam. (Jeraliomyxnceae. (pag. 15.)
Sporen ungestielt, in geschlossenen, nur bei der Reife sich öffnenden Sporangien entwickelt . . 2.
2. Sporen dunkel violett, schwarz oder ranchfarben. 3. Sporen farblos, gelb oder röthlich ..... 5.
3. Sporangien init Kalkabsatz in der Wandung oder
im Capillitium........................4.
Sporangien ohne Spur von Kalkabsatz ....
. Fam. Slcmonilaceae. (pag. 51.)
4. Kalkabsatz in Krystalldrusen. Fam. Didymiaceae. (pag. 47.) Kalkabsatz in amorphen Körnchen und K noten.
. . Fam. Plijisaraceae. (pag. 16.)
5. Zwischen den Sporen ist ein reiches Capillitium
von einförmigen Faden entwickelt..........6.
Capillitium fehlt........................8.
6. Faden des Capillitium glatt, röhrig.....
. Fam, Lyeotialaceae, (pag. 77.) Faden des Capillitium mit Verdickungen versehen. 7.
7. Verdickungen der Capillitiumfaden in Form von
Spiralbandern oder Ringen. . Fam. Trichiaceae. (pag. 06.) Verdickungen der Capillitiumfaden in Form von
Warzen . Stacheln , halben Ringen.....
. . . . Fam, Arcyriaceae. (pag. 70.)
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8. Sporangien kugelig, gestielt, rait netzförmig ocler anderweitig durchbrochener Wandung ....
. F am Heteroflermaceae (pag. 60.) Sporangien nicht kugelig, mit compacter Wandung ................................9.
9. Sporangien röhrentorraig, stets mehrere seitlich
verwachsen......F am. Tuhulinaceae. (pag. 63.)
Sporangien isolirt, oder einfache Aethalien . .
. . . . Fam. Liccaceae. (pag. 65.)
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I. EXOSPOKEAE.
PAM. CERATIOMYXACEAE.
Plasmodien farblos, in faulem Hoi/, uuter der Rinde lebend. Fruchtkörper gelatinös, weiss oder gelblich, sehr vergiinglich, im Wasser zerfliessend, mit plattenförmigen oder cylindrischen Sporophoren, welche einfach oder mehrfach verzwelgt sein konnen. Die Sporophoren sincl an der Oberfhlche in polyedrische Felder getheilt; aus der Mitte eines jeden derselben entspringt ein knrzes Stielchen, das eine Spore trftgt.
Einzige Gattung: CERATIOMYXA SCHROET.
1. CEKATIOMYXA SCHROET.
(Schroeter, in Engler und Frantl, Nat. Pflanzenfam, I, 1 p. 16 [1889]; Ceratium Alb. amp; Schw., Consp. Fung. 1805, p. 358).
Die Charactere der Grattung entspreclien den eben fur die Familie angegebenen.
1. Cer. inucida Schroet. 1. c.
Syu.: [nana mucida Pers,; Ceratium hydnoides Alb. amp; Schw. I. c., Cer. pt/xidatum Alb. amp; Schw.. Cer. Arbusrula J?erk. amp; lir.
Fruchtkörper als schneeweisse oder milchweisse,schinimelartige Rasen, von sehr delicater, leicht verschmierbarer und zerflies-sender Consistenz, auf moderndein Holz, todten und lebenden Baumstammen. Die Ausbildung der Sporophoren ist ausserst variabel: bisweilen sind sie ganz einfache, cylindrische Gebilde, die (etwa 3 -4 Mill, hoch, 1 Mill, dick) wie Palissaden zusamraen-gedrangt auf gemeinsamem , gelatinösem Hypothallus aufsitzen; oder sie sind langer und dunner, divergirend und mehrfach
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dichotomisch getheilt. Die einzelnen Zweige kömien f\'rei sein, oder netzartig untereinander anastomosiren. Die Felder an der Oberfladie der Sporophoren sind sechseckig, et was in die Lange gezogen (man muss den Pilz in feuchter Kammer unter dem Miskroskop prüfen, nicht in Wasser, in welchem sofort die Grundmasse zerfliesst), etwa 10 ft. lang nnd 8 fi. breit; Sporen farblos, elliptisch, 10—12 s 6—7,5 //,, aut\' knrzem, feinem Stiel (5—6 « 1 //.).
Haufig aut\' den Oreodoxa-^iïmwnen vind aut der Rinde anderer Baume, sowie auf faulem Holz im Botanischen Garten von Buitenzorg; aut gefallenen, modernden Stammen und an faulen-den .ZftWtóm-Stangeln im Walde um Tjibodas; leicht vergang-lich, durch Trocknen zu weissen Membranen zusammenfallend, vom Wasser aufgelöst und weggespült.
II. ENDOSPOREAE.
COH. 1. AMAUllOSPORALES.
Sporen violett, violettbraun, schwarzlich oder vauchfarbig (nur bei einigen Arten von Stemonitis und üomatricha braunlich).
Sub co h. I. C al car in a e.
Tn den Sporangien (Wandung oder Capillitium, oder in beiden, oder wenigstens im Stiel und in der Columella) ist Kalk ab-gelagert.
PAM. ). PHYSARACEAE.
Der kohlensauere Kalk ist in kleinen, amorphen Körnchen ausgeschieden.
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SGHLÜSSEL ZUR BES TI MM UN G DER GATTUNGEN.
1. Kalk uur im Stiel und in der Columella abgelagert; Spo-rangienwand und Capillitiura kalkfrei. Diachaea. (pag. 40.)
Kalk in der Sporangienwandung vorhanden . . 2.
2. Capillitium ganz kalkfrei................3.
Capillitiura ra it wenigstens partieller Kalk- Ein-lagerung............................4.
3. Sporangienwandung aus zwei Schichten bestehond.
. Cliondrioilerma. (pag. 43.) Sporangienwand aus einer Schicht bestellend. .
. , . Trichamphora. (pag. 46.)
4. Capillitium aus dicken, durchweg mit Kalk verschenen Röhren oder Knoten gebildet. Badhamia. (pag. 18.) Capillitium aus mehr oder minder feinen, kalk-
freien, verzweigten Faden gebildet, in deren Knotenpunkten kalkhaltige, unregelmtlssige Er-weiterungen oder Blasen existiren..........5.
5. Sporangien zu dicken, unregelmtlssigen Aetha-
lien verflochten.........Fulijyo. (pag. 37.)
Sporangien isolirt, oder Plasmodiocarpien. . . G.
6. Durchbrochene, querstehende Kalkplatten im Capillitium vorhanden......Clenhowslsia. (pag. 39.)
Keine Kalkplatten im Capillitium..........7.
7. Sporangien lang, walzen- oder fadenförmig . .
. . . Erioncma. (pag. 30.) Sporangien nicht fadenförmig..............8.
8. Capillitium aus dunnen, Kalkblasen haltigen
Faden, und aus verdichten, steifen, stachel-
artigen Röhren bestehend. . . . Physarella. (pag. 40.)
Capillitium nur mit dünnen, Kalkblasen haltigen
Faden............... 9.
2
18
9. Sporangienwandung zai\'t, membraaös, kalkhaltig.
. Pliysarum. (pag. 20.) Sporangienwandung derb, papierartig oder knor-pelig............Cratoriiim. (pag. 41.)
1. BADHAMTA BERK.
(Berkeley, in Transact. Linn. Soc. XXI, 1852, p. 153).
Sporangien isolirt der büschelig vereint, seltener Plasmodio-carpien. Sporangienwandung einfach, mehr oder minder reichlich mit Kalkkörnchen versehen. Columella oft fehlend. Capillitium ein grobes GeHecht von ziemlicli dicken, unregelmassig ver-zweigten, anastomosirenden, starren Röhrchen oder Knoten, welehe überall mit Kalkkörnchen dicht impraegnirt sind.
1. Sporen gruppenweise zusammenhiingend . . li. hyalina. Sporen isolirt, leicht trennbar.........2
2. Sporangien büschelig verwachsen ... .15. fasciculata. Sporangien isolirt oder dicht zusammengedrangt, nicht verwachsen...........li. macrocarpa.
1. li. fasciculata Rostaf., Monogr. App., p. 2 (1876).
Syu.: I\'hysarum fasciculatum Jungh., Flor. Crypt. Java p. 11, Taf. [IFig. 8.
Sporangien gesellig, zahlreich, meist zu je 5—6 in kleine Bundel zusammengewachsen. Die verwachsenen Stiele bilden eine tiefgefurchte, zur Reifezeit ott verbogene und gedrehte Saule von 1 —1,5 m.m. Lange, gelblich weiss in den oberen Partieen, braun an der Basis, rait eingelagertem Kalk. Spo-rangienköpfe kugelig oder elliptisch, schueeweiss, zur Reifezeit unregelmassig an der Spitze zerreissend, so dass nur die untere Halfte erhalten bleibt. Capillitium aus ungleich dicken, von Kalkeinlagerung schneeweissen, starren Röhrchen und Knoten gebildet, die auf der Innenseite der Wandung in den aufge-sprungenen Sporangien fest aufsitzen. Columella fehlend.
Sporen violettschwarz, glatt, 10,5—12 fi. im Durchmesser.
Auf abgestorbenen, auf der Erde liegenden Zweiglein, im
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Botanischen Garten von Buitenzorg, selten (nur einmal, im December 1896 gefnnden). Junghuhn sah diesel be Art auf Stilin-men von Pandanus.
2. 15. hyalina Berk., in Transact. Linn. See. XXI, 1852, p. 153.
Syn.: Physarum hyalinum. Pers., Bailhamia capsnliferu Berk., H. varia Massoc.
Fröchte gesellig, meist dicht znsammengedrilngt, auf weiss-lichem Hypothallus, gestielt oder sitzend, bis 2 m.m. hoch. Stiel oft ganz fehlend; im Uebrigen sehr variabel in der L.\'lnge und in Farbe (weiss, gelblich, bis dnnkelbraun), zart, cy]in-drisch. Sporangien meist eifonnig oder birnförmig, in den Stiel verschmalert, weisslich oder schneeweiss, mit dunklerer Basis. Sporangienwand farblos; nach Entleerung der Sporen durch-sichtig, mit sparsamer Kalk-Einlagerung. Capillitium aus ziem-licb gleichförmigen, breiten, mit Kalk impraegnirten, weissen Röhrén gebildet, die an den Knotenpunkten oft erweitert sind. Sporen in Haufchen von 7—20 gesellt, dunkel violettscbwarz, ovoid oder durch gegenseitigen Drnck fast eckig; auf den Be-rilhrangstiilcben fast glatt oder sehr fein gekörnt; aufdenfreien Partieen deutlich warzig-körnig, eine jede etwa 10—12^. im Durchmesser.
Im Botan. Garten von Buitenzorg, selten (Raciborski), in zwei Formen, var. papaveracea List. {Badh. fiapaverucea Berk. amp; Rav.) mit kurzen und var. gracilis Berl. mit langen Stielen.
3. J{. macrocarpa Rost. Monogr. 1875 , p. 143.
Syn.: Physarum macrocarpon Cos., Hadhamia orhic/dala Ilex.
Prilchte isolirt oder zusaminengedrtingt, gestielt oder sitzend, bis 2 m.m. hoch. Stiel, wenn vorhanden, geradeodergekrümmt, gegen die Insertion des Sporangium\'s bin erweitert, kings ge-furcht, braunlich. Sporangien kugelig, oft etwas unregelmassig, schneeweiss, grob runzelig, mehr oder minder dicht mit amor-phem Kalk impraegnirt. Capillitium schneeweiss, aus starren, unregelmassig verzweigten, mit Kalk verschenen, ungleich dicken Faden. Sporen isolirt, dunkelbraun, fast schwarz, 11 — \\h fi. im Durchmesser, kugelig, ringsum sehr fein gleich-massig gestachelt.
Im Botan. Garten von Buitenzorg, selten (Raciborski).
20
3. PHYSARUM PERS.
(Persoon, in Usteri, Ann. d. Bot. XV, 1795, p. 5).
Sporangien gestielt oder sitzend, oder in Form von Plasmo-diocarpien; Wandung einfacli oder doppelt, zart, aber durch mehr oder minder dichte Einlagerung amorpher, kleiner Kalk-Körnchen (seltener sphaerischer Concretionen) verdickt und brü-chigspröde. Die Sporangien öffnen sich entweder unregelm\'dssig an der Spitze, oder durch einen Lilngsspalt auf der Kante (bei den zusammengedrückten Formen), oder oft blumenförmig, durch radiale Spalten. Capillitium aus feinen, verastelten Fiiden ge-bildet, in deren Knotenpunkten verschieden gestaltete, oft gefarbte Kalk-Knoten (Blasen mit amorphen Kalk-Körnchen) existiren.
SCHL ÜSSEL ZUB BESTIMMUNG DER ABTEN.
1. Sporangien stets ungestielt................2.
Sporangien gestielt, oder nur ausnahmsweise vereinzelte sitzend....................ö.
2. Sporangien leistenförmig oder mauerförmig zu-
samraengedrückt......Ph. bivalve, (pag. 33.)
Sporangien ruudlich oder nur etwas Ulnglich. 3.
3. Kalk-Knoten gelb oder roth. . Pb. inaequale. (pag. 34.) Kalk-Knoten weiss....................^
4. Sporangien wandung einfach, weissgrau . . .
.... PI». cinereiitn (pag. 33.)
Sporangienwandung deutlich doppelt, braun . 5.
5. Sporen rauchfarben, klein (7 ^.) glatt . . .
. . . Ph. bogoriense. (pag. 35.)
Sporen dunkelbraun, grösser (10—11 111 ^
dicker, fein punktirter Wandung. Pli. fiulielmae. (pag. 34.)
21
G. Stiel mit reichlicher Kalk-Einlagerung auch im
Centrum............................7.
Stiel ohne eingelagerten Kalk, oder mit spar-lichem Kalk alleia in der Wandung des Stieles. H.
7. Sporangien, Stiel und Kalk-Knoten purpurroth
. . . Pli. pulchcrrimum (pag. 23,) Sporangien nicht purpurfarben............8.
8. Sporangien gelb......................9.
Sporangien weiss oder farblos, (die reifen Sporangien erscheinen in Folge der durchscheinen-
den Sporen violett oder bleigran)..........10.
9. Stiel und Kalk-Knoten weiss . Ph. inelleum. (pag. 22.) Stiel und Kalk-Knoten gelb . Ph. citrinum. (pag. 23.)
10. Sporangien wand mit scharf getrennten, weissen Kalkkörnchen dicht besetzt; Columella fehlend.
. . . . Pli. compactum. (pag. 24.) Sporangien gleichmilssig grauweiss, oder dicht mehlig bestaubt; Columella conisch ....
. . . Pli. giobulifcrum. (pag. 24.)
11. Kalk-Knoten weiss.......... 12.
Kalk-Knoten gelb oder röthlich...... 18.
12. Sporangien seitlich zusammengedrückt, kings
der Kante aufspringend . . Ph. compressum. (pag. 32.) Sporangien nicht seitlich zusammengedrückt . 13.
13. Sporangien wandung mehrschichtig, Kalk-Knoten
sehr zahlreich, abgerundet. . Ph. tlidennoides. (pag. 32.) Sporangienwandung einschichtig, Kalk-Knoten zerstreut, unregelmilssig ........ 14.
14. Sporangien von oben nach unten zusammengedrückt , scheibenförmig, oben concav, unten
convex.........Ph. javanicuin. (pag. 30.)
Sporangien kugelig oder ellipsoidisch, oder unten abgeflacht............ 15.
22
I1
15. Ein kugeliger Ball von Kalkmassen im Centrum des Capillitium\'s . . . PIj. nucleatum. (pag. 27.)
Kein Kalkball im Centrum..............lö.
16. Sporangien kugelig, meist aufrecht, auf Uln-
gerem Stiel........P\'1- Caüdris. (pag. 31.)
Sporangien unten flach, nickend, auf kurzem Stiel...............
17. Dehiscenz der Sporangien durch radiale Risse
. . . . Ph. nutans (pag. 29.)
Dehiscenz der Sporangien unregelm\'assig, in kleinen Schüppchen......Plgt;. Pini. (pag. 30.)
18. Stiel als cylindrische Columella zu 4/- in das Sporangium herein verlangert . Ph. penetra Ie. (pag. 28.)
Keine cylindrische Columella....... 19.
19. Sporangien seitlich zusaramengedrückt, wellig gebogen, gelappt oder seitlich mit einander
verwachsen......PI», polymorphum (pag. 27.)
Sporangien kugelförmig, einfach..........20.
20. Sporangien bunt (blau und roth gefleckt), iri-
descirend........Plgt;. psittacinum (pag. 25.)
Sporangien einförmig gelb, grün oder grau . 21.
21. Kalk-Knoten lang, spindelförmig. Ph. viride. (pag. 25.) Kalk-Knoten unregelmassig, eckig. Ph. Berkeleyi. (pag. 26.)
1. Ph. nicllcnni Mass., Monogr. p. 278.
Syu.; Didymium melleum liork. ot Br., Didijm. chrysopeplum Bork. ct Curt, Phparum Schumacheri var. /3. melleum Eostaf.
Früchte meist zahlreich zusammen, aber nicht sehr einander genilhert, isolirt, ohne Hypothallus, 0,8—1 m.m. hoch. Stiel kurz, nie Itlnger als l\'/a mal der Durchmesser des Sporangiums, oft demselben gleich, selten kürzer; schneeweiss (seltener schwach gelblich oder fleischfarben), dicht mit Kalk impraegnirt, an der Spitze merklich verdünnt. Sporangien etwa 0,4—0,5 m.m. lm
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Durchmesser, kugeltörmig, gelb oder orangefarben, mit matt runzeliger Oberflilche, auf welcher kleine, warzenförmige Kalk-Concretionen von gelblicher Farbe aufliegen. Sporangienwandung gelb, röthlich oder (in alten Exemplaren) bn\'lunlich. Capillitium mit unregelmassig, sparrig verzweigten Filden; Kalk-Knoten von irregularer Form, oft verzwelgt, weiss (oder seltener gelb). Columella fehlend. Sporen violettbraun, glatt, 7—10 fi. diam.
Hiiuflg auf abgefallenen Bltittern (Botan. Garten in Buitenzorg; Tjibodas, Gedeh), an Stammen von Baumfarnen (Tjibodas).
2. Ph. citrinum Schumacb., Enum. PI. Saell. 11, 1803, p. 201.
Syn.: P/i. Schumacheri Spreng., Ph. Leveillei Rost.
Frücbte gesellig, kurz gestielt, aufrecht, 0.8—2 m.m. hoch. Stiele etvva so lang, wie der Durchmesser der Sporangien, gelb, cylindriscb oder gegen die Spitze ein wenig dünner, gefurcht, dicht mit Kalk impraegnirt. Sporangien kugelig, gelb oder gelbgrau, runzelig; Wandung zart, mit gelben Kalkkörnchen reichlich versehen. Columella warzenförmig, stumpf. Capillitium mit reich verzweigten, steifen, farblosen Faden, die an den Knotenpunkten erweitert sind; Kalkknoten zahlreich, von wech-selnder Grosse, meist abgerundet, gelb. Sporen fast glatt, violettbraun, 7—8 /u. im Durchmesser.
Haufig um Buitenzorg nach Raciborski, von mir nicht gesehen.
3. Ph. pulelierriminn Berk. amp; Rav., in Grevilleall, 1873, p. 65.
Syn.: Ph. atroruhnm Peck.
Frücbte gesellig, aufrecht, lang gestielt, bis 1 m.m. hoch. Stiele schlank, borstenförmig, an der Basis erweitert, gefurcht, dunkelroth, mit Kalk impraegnirt und daher steif und brüchig. Sporangien kugelig, mit etwas abgeflachter, scheibenförmiger Basis, purpurroth; Wandung zart, heil röthlich mit dichter Einlagerung von ziemlich grossen, purpurrothen Kalkkörnchen. Columella oft undeutlich, klein. Capillitium mit feinen, röth-lichen, reich netzig anastomosirenden Faden mit Verbreiterun-gen an den Verbindungspunkten; Kalk-Knoten zahlreich, klein, meist von abgerundeter Form, dunkel purpurfarben. Sporen roth, sehr fein punktirt, 7—8 /x. im Durchmesser.
Selten, uur einmal in Buitenzorg von Raciborski gefunden.
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4. IMi. {jlobuliferiiin Pers. Syn., 1801, p. 175.
Syu.: Spnaerocarpus globuliferm Buil., Physarum Pet er sa Berk. et Curt. var. «. Farlowii Host., Phi/s. albicans Pock, iïidymium Barteri Mass., Fhys columbinum Mucbr.
Früchte gesellig, ohne Hypothallus, 1—1,5 m.rn. hoch, auf-recht. Stiel schlank, dicht mit Kalk impraegnirt, schneeweiss, hrüchig, seltener bn\'uinlich ())esonders an der Basis), etwa 1 m.rn. hoch. Sporangien kugelig, grau, mit fein mehligem Kalk-Ueherzug; Wandung der leeren Sporangien farblos. Capillitium ans sparrig verzweigten Faden mit abgerundeten Maschen ge-bildet; Kalk-Knoten spindelförmig oder rundlich, weiss (seltener ockerfarben); Columella conisch, bis zu Vi hi das Sporangium hereinragend. Sporen hellviolettgrau, glatt, 6—8 /n. diam.
Nur einmal von mir gefunden, auf faulem Holze am Berge Salak (eine sehr kalk-arme Form, mit schwach entwickelter Columella, und in welcher die Basis und die Spitze der Stiele fast ganz kalkfrei waren).
5. Ph. conipactum Lister, Monogr. 1894, p. 44.
Syu.; Tiimadoche compacta Wiug.; Ijejndoderma stellatum Maas.
Früchte gesellig, ohne Hypothallus, aufrecht oder nickend, 1 —1,5 m.m. hoch. Stiele schneeweiss, oder bifumlich an der Basis, mit Langsfurchen, oben verdünnt, dicht mit Kalk beladen. Sporangien abgefiacht kugelig, hellgrau, weiss bepudert: bei schwacher Vergrösserung sielit man die nackte, dunkelgraue oder iridescirende Sporangienwandung zwischen scharf umgranz-ten , rundlichen, schneeweissen Kalkhaufchen, ahnlich wie in der Gattung Lepidoderma.
Capillitium mit sehr feinen, welligen Faden, die sich in spitzem Winkel verzweigen; Kalkknoten klein, weisslich, spindel-oder tonnenförmig. Columella fehlt: aber oft liegt im Centrum ein dicker Ball von verwachsenen, weissen Kalk-Knoten. Sporen violettgrau, glatt, 7—9 [x. im Durchmesser.
Nicht selten auf faulem Holz (Botan. Garten von Buitenzorg, Kota Batoe), auf Blattern und auf lebenden Moosen (Tjibodas).
Aehnelt sehr, mit blossein Auge gesehen, dervorhergehenden Art, ist aber besonders durch die characteristische Bekleidung
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der Sporangienwand mit getrennten KalkMufchen, und durch die Form des Capillitium\'s zu unterscheiden.
6. Ph. psittuciiuim Ditm. in Sturm, Deutschl. Fl. Pilze, 1817, p. 125, Taf. 72.
Syn.: F. Carlylei Mass.
Früchte gesellig auf gemeiusamem Hypothailus, aufrecht, bis 1 m.m. hoch. Stiele cylindrisch, tief gefurcht und runzelig, roth oder orangefarben, ohue Kaik-Einlagerung, in Wasser oder Griycerin eingelegt durchscheinend; Sporangien kugelig, von verschiedener Farbung, irisirend, blau und roth gefleckt; Wandung zart, durchscheinend, mit Einlagerung von gelbro-then Kalkkörnchen und scheibenförmigen Sphaerokrystallen von Kalk. Columella fehlt. Capillitium farblos oder gelblich, an den Ecken verbreitert; Kalkknoten zahlreich, sehr variabel in Grösse und Gestalt, meist mit schart\'vorspringenden Ecken, oft et was verzweigt, orangefarbig, durchscheinend. Sporen dun-kel violett-rauchlarben, sehr fein punktirt, 7—8 n, im Durch-messer.
Dr. Uaciborski giebt an, die Var. fulvipes Fr. dieser Art in Buitenzorg gefunden zu haben.
7. Ph. viride Pers., in Usteri, Ann. d. Bot. XV, 1795, p. 6.
Syn.: Stemonilis viridis Gmolin; Physar. aureum Pers. in Roem. Nat. Mag. p. 88; Ph. nutans (3. viride, y. aureum, S. coccineum iV.; Tilmudoche mu-tabilis Rost., T. nitidis Saco.
Früchte meist in grosser Zahl gesellt, auf dünnem, membra-nösem Hypothailus, aufrecht oder nickend, 1 — 1,5 m.m. hoch. Stiel borstenförmig, grau, gelblich, braun oder spater fast schwarz, besonders an der Basis, ohne Kalk-Einlagerung \'). Sporangien tlach kugelig, besonders an der Unterseite abge-flacht, gelb, grün, oder grau, fein mehlig mit Kalk bepudert. Capillitium mit feinen, viel verzweigten Filden, ohne Erweite-rungen an den Knotenpunkten; Kalk-Knoten gelb, orangefarben,
1) Eine eigenthümlicho Varietilt, am 13. Febr. 1897 bei Tjibodas gesammelt, zoigt Einlagerung von gelben Kalk-Körnchen in det verdickten, oberen Hillfte des Stieles; es sind vielleicht »Hemmungsbildungenquot;, welcbe zu früh gereift sind, bever der Kalk völlig in die Sporangien eingewandert war.
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oder rothbraun, die meisten verlangert, spindelförmig (beson-ders in unmittelbarer Nahe der Sporangienwandung). Coln-mella fehlend. Sporen violettbrauu, glatt, 7—10 /u. im Durch-messer.
Hi\'lutig auf alten Baumstamraen, faulendera Holz, abgefalle-nen Zweigen; Botan. Garten in Buitenzorg, im Walde um Tjibodas, am Salak.
Eine ausserordentlich variable Art, besonders rücksichtlich der Sporangien-Farbung. Gelb, orange, grüngelb sind die hiiu-figsten Formen, doch habe ich hélufig aucb die Var. y. incanum (Lister, Monogr. p. 47) gefunden, mit aschgranen Sporangien, deren Wandung nach Ausstrenung der Sporen fast weisslich erseheint. Die nnreifen Sporangien sind nickend; nach der Reife sind sie aufrecht; das Aufreissen der Wandung geschieht oft durch radiale Risse, so dass ein blumen- oder sternförmig ausgebreitetes Hautchen am Ende die Stiele krönt. Von der ahnlichen, folgenden Art lasst sich Ph. viriele besonders gut durch die verlangerten, spindelförmigen Kalk-Knoten im Capil-litiura unterscheiden.
8. Ph. ISerljeleyi Rostaf., Monogr. 1875, p. 105, Fig. 88.
Syn.: Physarum flamcomum Hork., Ph. cupripes Uerk. amp; llav., Ph. galbeum Wing.P, Ph. Petersii Mass. p. p., Didymium Jlavkomum Mass.
Früchte gesellig, aufrecht, 1—1,75 m.m. hoch. Stiel gerade oder an der Spitze nickend, borstenförmig, gegen oben allnulhlig an Dicke abnehmend, leicht h\'ingsgefurcht, roth, rothbraun oder schwarzlich, ohne Kalk-Einlagerung. Sporangien kugelig, gelb-grau, runzelig, bei der Reife an der Spitze irregular oder durch radiale Risse geöffnet; unterer Theil der Sporangienwand der-ber, persistent, zuletzt flach ausgebreitet, gelb. Columella fehlend. Capillitium persistent, mit sparrig verzweigten Fiiden, welche an den Knotenpunkten in eist flache, dreieckige, gelbe Erweiterungen zeigen; Kalk-Knoten zahlreich, unregelmassig, von wechselnder Grosse, gelb körnig. Sporen heil violettgrau, 7—9 fi. im Durchmesser, glatt.
Eben so haufig und verbreitet, wie die vorhergehende Art, mit der sie leicht zu verwechseln ist. Man erkennt Ph. lier-
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keleyi aber leioht durch die oben beschriebene Conformation des Capillitium\'s und der Kalk-Knoten. Auf liinden, faulem Holz, an Blattstielresten und Stiimmen der Baumfarne im Botan. Garten in Buitenzorg, im Forst von Tjibodas, in alten Blüthen-sttlnden von Elettarin.
9. Pli. polymorphum Rostaf., Monogr. 1875 , p. 105.
Syn.: Didymium polymorphum Mont., Did. luteo-griseum Bork. amp; Crrt., Did. ohrusseum Bork. amp; Curt., Did. tenerrimum Bork. amp; Curt., Did. gyrocepha-lum Moul., l\'hysarum obrusseum Host., Tilmadoehe gyrocephala Rost.
Früchte zerstreut oder gesellig auf gemeinsamem, gelbem Hypothallus, oft zu Büscheln verwachsen und gebirnförmige, unregel mossige Massen bildend, aufrecht, nickend oder nieder-liegend, variabel in Grösse und Form, bis 2 m.m. hoch. Stiele von verschiedener Lünge, bisweilen ganz fehlend, gelb, brÉLun-lich oder schwarzlich, durchscheinend, oft zusamraen verwachsen, obne Spur von Kalk. Sporangien sehr variabel in der Form, meist seitlieh zusammengedrükt, bohnen- oder nieren-förmig, oder in mehrere unregelmassige, abgerundete oder flache Zipfel ausgewachsen; in der Traubenform zu faltigen Massen verwachsen, gelb oder gelbgrau. Columella fehlt. Ca-pillitium mit feinen, an den Knotenpunkten oft dreieckig er-weiterten Faden; Kalkknoten gelb, oft spindelförmig, aber im Uebrigen variabel. Sporen violcttbraun, fein stachelig,8—10 u. im Durchmesser.
Hauflg an der stacheligen Kinde von Erythrina-kxiew bei Te-gal, nach Raciborski.
10. Ph. nnclcntum Rex, in Proc. Ac. Nat. Sc. Philad. 1891, p. 389.
Früchte meist zahlreich gesellt, aufrecht oder nickend, 1—2 m.m. hoch. Stiele schlank, borstenförmig, gegen die Spitze all-mahlig verdünnt, gelblich, mit braunlicher Basis, langs ge-streift, oft krumm oder an der Spitze nickend, olme Kalk-Einlagerung. Sporangien exact kugelförmig, in reifem Zustande heil aschgrau, mit einer kreisförmigen, weisslichen Scheibe rings um die Insertion des Stieles \'); im Uebrigen dicht mit
1) Dio Sporangien wand ist in dieser Zone etwas dicker und reaistenter, ala der liest dor Hohlkugel.
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oder rothbraun, die meisten verMngert, spindelförmig (])eson-ders in unmittelbarer Nilhe der Sporangienwandung). Columella fehlend. Sporen violettbraun, glatt, 7—10 im Durch-messer.
Hilufig auf alten Baumstamrnen, faulendem Holz, al)gefalle-nen Zweigen; Botan. Garten in Buitenzorg, im Walde um Tjibodas, am Salak.
Eine ausserordentlich variable Art, besonders rücksichtlich der Sporangien-Ftirlmng. Gelb, orange, grüngelb sind die bilu-figsten Formen, doch babe ich hanflg audi die Var. y. incanum (Lister, Monogr. p. 47) gefunden, mit aschgrauen Sporangien, deren Wandung nacb Ausstreuung der Sporen fast weisslich erscbeint. Die unreifen Sporangien sind nickend; nach der Reife sind sie aufrecbt; das Aufreissen der Wandung geschieht oft durch radiale Risse, so dass ein blumen- oder sternförmig ausgebreitetes Hautcben am Ende die Stiele krönt. Von der ahnlichen, folgenden Art lasst sich Ph. viriele besonders gut durch die verliingerten, spindelförmigen Kalk-Knoten im Capil-litium unterscheiden.
8. Ph. Berkeley! Rostaf., Monogr. 1875, p. 105, Fig. 88.
Syn.: Physarum J/avicomum Berk., Ph. cupripes Berk. amp; llav., Ph. galbeum Wing.?, Ph. Pelersii Mass. p. p., liidyndum Jiavicomum Mass.
Früchte gesellig, aufrecht, 1—1,75 m.m. hoch. Stiel gerade oder an der Spitze nickend, borstenförmig, gegen oben allmahlig an Dicke abnehmend, leicht liingsgefurcht, roth, rothbraun oder schwarzlich, ohne Kalk-Einlagerung. Sporangien kugelig, gelb-grau, runzelig, bei der Reife an der Spitze irregular oder durch radiale Risse geöffnet; unterer Theil der Sporangienwand der-ber, persistent, zuletzt flach ausgebreitet, gelb. Columella fehlend. Capillitium persistent, mit sparrig verzweigten Fiiden, welche an den Knotenpunkten ineist flache, dreieckige, gelbe Erweiterungen zeigen; Kalk-Knoten zahlreich, unregelmassig, von wechselnder Grosse, gelb körnig. Sporen hell violettgrau, 7—9 /u. im Durchmesser, glatt.
Eben so hauflg und verbreitet, wie die vorhergehende Art, mit der sie leicht zu verwecbseln ist. Man erkennt Ph. Bcr-
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keleyi aber leicht durch die oben beschriebene Conformation des Capillitium\'s und der Kalk-Knoten. Auf Einden, faulem Holz, an Blattstielresten und Sttlmmen der Baumfarnc im Botan. Garten in Buitenzorg, im Forst von Tjibodas, in alten Blüthen-stiinden von Eletturia.
9. Ph, polymorphum Rostaf., Monogr. 1875, p. 105.
Syn.: Didymium polymorphum Mont, Did. luteo-griseum Berk. amp; Oiirt., Did. ohrusseum Bork. amp; Curt., Did. tenerrimum Bork. amp; Curt., Did. yyrocepha-lum Monl., Physarum ohrusseum Rost,, Tilmadoche gyrocephala Kost.
Früchte zerstreut oder gesellig auf gemeinsamem, gelbem Hypothallus, oft zu Büscheln verwachsen und gehirnförmige, uuregel mossige Massen bildend, aufrecht, nickend oder nieder-liegend, variabel in Grösse und Form, bis 2 ra.m. bocb. Stiele von versehiedener Lange, bisweilen ganz fehlend, gelb, brÉlun-licb oder schwdrzlicb, durchscheinend, oft zusamraen verwachsen, obne Spur von Kalk. Sporangien sehr variabel in der Form, meist seitlich zusammengedrükt, bobnen- oder nieren-förmig, oder in mehrere unregelraiissige, abgerundete oder flache Zipfel ausgewachsen; in der Traubenform zu faltigen Massen verwachsen, gelb oder gelbgrau. Columella fehlt. Ca-pillitium mit feinen, an den Knotenpunkten oft dreieckig er-weiterten Filden; Kalkknoten gelb, oft spindelförmig, aber im Uebrigen variabel. Sporen violettbraun, fein stachelig,8—10 u. im Durchmesser.
Haufig an der staeheligen Rinde von Erythrina-Kxiew bei Te-gal, nach Raciborski.
10. Ph. nuclcatum Rex, in Proc. Ac. Nat. Sc. Philad. 1891, p. 389.
Früchte meist zahlreich gesellt, aufrecht oder nickend, 1 — 2
m.m. hoch. Stiele schlank, borstenförmig, gegen die Spitze all-miihlig verdünnt, gelblich, mit braunlicher Basis, langs ge-streift, oft krumm oder au der Spitze nickend, olme Kalk-Einlagerung. Sporangien exact kugelförmig, in reifem Zustande heil aschgrau, mit einer kreisförmigen, weisslichen Scheibe rings um die Insertion des Stieles \'); im Uebrigen dicht mit
1) Die Spoiangicnwand ist in dioser Zone etwas dicker und resistenter, als dei-Rest dor Hohlkugel.
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weissen Kalkkörnchen bepudert. Die Sporangien offnen sich (in unseren Exemplaren) sehr regel müssig durch radiale Risse von der Spitze aus, und erscheinen daher wie tlusserst zierliche kleine, schneeweisse Blümchen mit 5—7-theiligem Perigon. Die Wandung der geleerten Sporangien ist rein weiss. Capilli-tium ein dichtes Geflecht sehr feiner Filden mit engen, rund-lichen Maschen; Kalk-Knoten nicht zahlreich, klein, rundlich, weiss. Meistens ist im Centrum des Capillitium eine sphaerische Concretion von Kalk verhanden; eine achte Columella fehlt. — Sporen violettbraun, fast ganz glatt, 6—7 im Durchmesser.
Eine sehr elegante Species, nicht gar hauflg: auf laulen Blattern an zwei verschiedenen Stellen des Berges Salak, auf Laubmoosen bei Tjibodas; auf faulem Holze im Botan. Garten von Buitenzorg.
Lister giebt in seiner trefflichen Monographie das Capillitium als „persistent after the dispersion of sporesquot; an, und bildet auch in Taf. XIII. 13, Fig. a die Sporangien mit fast ganzlich (bis auf die basale Scheibe) zerstörter Wandung und mit bleibendem, kugeligem Capillitium-Netze ab. Ich babe an den javanischen Exemplaren im Gegentheil die Sporangienwand ziemlich resistent, das Capillitium dagegen sehr leicht vergang-lich gefunden: doch ist über die Identitilt unserer Exemplare kein Zweifel.
11. Ph. penetralc Rex, in Proc. Ac. Nat. Sc. Philad. (1891) p. 389.
Früchte vereinzelt oder zu wenigen vereint, auf membra-nösem Hypothallus, aufrecht, bis 2 m.m. hoch. Stiel sehr fein, fast haarförmig, gegen die Spitze noch versclnniilert, röthlich gelb, durchscheinend (wenn im Wasser oder in Glycerin beob-achtet; im trockenen Zustande bnlunlich), ohne Spur von Kalk. Sporangien kugelförmig oder langs ellipsoidisch, grau, mit sparsamer Einlagerung gelblicher Kalk-Körnchen in der Wandung. Diese ist ziemlich robust, und öffnet sich bei der Reife in Langsrissen. Capillitium persistent, mit feinen, dicht ver-flochtenen Fiiden, welche au den Knotenpnnkten erweitert sind, so dass die Maschen abgerundet erscheinen. Kalk-Knoten
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klein, abgerundet, gelblich. Columella stark ausgebildet mid charakteristisch für die Art: sie erscheiut als directe Forsetzung des Stieles, von derselben Consistenz und Farbe, und reicht weit (bis zu etwa 3li oder 4/r, der Höhe) in das Sporangium herein. Sporen klein, blass violettbraun, 5—9 /li. in: Durchmesser, fast ganz glatt.
Selten: nur einmal und in sptirlichen, aber typisch ausgebil-deten Exemplaren gefunden, auf Rinden ira Forst von Tjibodas,
12. Ph. nutans Pers., in Usteri, Ann. d. Bot. XV, 1895, p.G.
Syn.: P/tys. leucophaeum Pr., Ph. gracilentum Fr., Pk. granulatum Balf.. Ph.
\'Readcri Mass., Tilmadoche nutans Rostaf.; T. granilenta Rostaf.
Früchte zahlreich gesellt, isolirt, ohne Hypothallus, nickend, 1,5—2 m.rn. hoch. Stiele gegen die Spitze verdünnt, Ulngsge-furcht, meist nickend , gelblich oder braun, oder noch hJlufiger weisslich in Folge sparlicher Kalkeinlagerung in der Stielwand. Sporangien abgeflacht kugelig, besonders auf der dem Stiele zugewandten Seite, sogar oft concav rings um die Insertion des Stieles; grauweiss, nach Entleerung der Sporen schneeweiss; die Oeffnung geschieht meist durch regelmassige radiale Risse von der Spitze aus, so dass die ofïenen Sporangien sich blu-menförmig zeigen. Capillitium mit feinen, farblosen Faden und zahlreichen, Hachen Verbreiterungen an deren Knotenpunkten. Kalk-Knoten sehr variabel in Grosse und Form, mit Tendenz zur Spindelform, weiss. Columella und centrale Kalkballen fehlen. Sporen heil violettbraun, fast ganz glatt, 8 — 10 ft. im Durchmesser.
Ziernlich haufig auf den verschiedensten Substraten: auf Rinde, auf faulem Holz, auf alten Blattern und Inüorescenzen von Elettaria, im Botan. Garten von Buitenzorg, und im Walde von Tjibodas.
Die Species ist ziernlich variabel, je nach der grösseren oder geringeren Quantitat ausgeschiedenen Kalkes in der Sporan-gienwand, im Stiel und im Capillitium, Sie almelt in der Erscheinung einigermassen dem Ph. nucleatum, unterscheidet sich aber davon durch die stark an der Basis abgeflachten und fast stets nickenden Sporangien, durch die Farbe des Stieles und
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das Fehlen eines centralen Kalk-Conglomerates. Plasmodiocarpien, die in dieser Art oft vorkommen sollen, habe ich nicht geiunden.
13. Pli. Pini Schumach. in Enum. PI. Saell. II, 1803, p, 203.
Syu.; Tilmadoche Pini Roataf.
Früchte gesellig, aufrecht oder nickeud, 1,5—2,5 m.m. hoch, lang gestielt, Stiel schwarzbraun oder grau durcli sptlrliche Auflagerung von Kalk, nach oben verschnitilert. Sporangien halbkugelig, unten abgeflacht oder genabelt, weisslich grau, 0,3—0,8 m.m. im Durchmesser; Wandung zart, mit körnigen Kalkmassen; zur Reifezeit durch netzförmig verbundene Risse in zahlreiche Schüppchen zerfallend, welche an dem persisten-ten Capillitium lange haften bleiben. Capillitium reichlich, mit feinen, farblosen Paden und zahlreichen, kleinen, weissen, spindelförmigen Kalkknoten. Sporen dunkel-violettbraun, fast glatt, 9 — 11 fj,. im Durchmesser.
Raciborski giebt in seiner (in der Einleitung citirten) Arbeit diese Form als „überall gewöhnlichquot; an: ich glaube kaum , dass man sie als selbstandige Art von Ph. nutans trennen kann, obgleich die Art des Aufspringes als sehr verschieden angege-ben ist. Exemplare von Ph. nutans, die ich am 13. Jan. 1897 auf Rinden im Botan. Garten von Buitenzorg sommelte, zeigen in derselben Colonic von Früchten blumenförmig aufsprin-gende und in Schüppchen abbliltternde Sporangien.
14. Ph. javanicuin Racib. in Hedwigia XXXVII, 1898 p. 53.
Früchte gesellig, lang gestielt, 2—3 m.m. hoch. Stiele sehr dünn, gegen die Spitze verschmtLlert, gerade oder ein wenig gedreht und gebogen, langs unregelmassig gefurcht, an dei-Basis in eiuen kleinen Hypothallus erweiterfc, grauweiss. Sporangien 1 m.m. breit, bis 0,25 m.m. hoch, im Querschnitt ge-nau kreisförmig, unten etwas convex, oben schalentormig, immer sehr deutlich und tief concav, horizontal stehend oder etwas geneigt. Die Sporangienwand dünn, weiss, an der Ober-tiache dicht mit unregelmassigen kleinen Kalkdrüsen bedeckt, gegen die Anheftungsstelle radiar gefaltet, nach dem Auflösen des Kalkes farblos; unregelmassig aufspringend. Nach der Reife
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bleibt der untere Theil der Sporangienwand mit uuregelmtlssig zerschlitzten uud ausgebuchteteu lliluderu tellerartig stelieu, wahrend der obere ïheil gauz zerMlt. Das Capillitium bildet ein dichtes, doch weuig festes Netz. Die Capillitiumrohreu siud farblos, sehr düun, au vieleu Stellen spindelförmig, au deu Kuotenpurikten langlich oder dreieckig erweitert uud in diesen Erweiterungen mit weissem Kalk erfüllt. Die Kalkknoten siud 12—65 lang, 5—18 /x. breit uud sehr zahlreich. Die Sporen violett, kugelig, glatt, 10—12^. im Durcbmesser.
Makroskopiseb der Tric/iamphoru pezizoidea ganz ilbnlich, ver-schieden durch die Art des Aufspringens der Sporangienwand und Bau des Capillitium\'s.
Ich babe in obigen Zeilen die Raciborski\'sche Beschreibung genau wieder gegeben. Er fübrt die Art als „gemein bei Buitenzorg, nicht sehr selten bei Tegalquot; an; ich entsinne mich nicht, ahnliche Pormen gefunden zu haben. Die Dehiscenz der Sporangien und die Charactere des Capillitium\'s uud der Sporen stimmen gut mit P/u nutans überein; und nur die concav-eingestülpte Form der Sporangien würde, wenn wirklich constant, eine Trennung von dieser Art rechtfertigen.
15. Ph. calidris List., in Journ. of Bot. 1891, p. 258, Tab, 308, Fig. 2.
Syn.: Didymium punllum liork. amp; Curt., liadhamia nodulosa Mass.
Früchte wenig zahlreich, zerstreut, aufrecht, 1—5 m.m. hoch, gestielt. Stiele gleichförmig dick, oder wenig an der Spitze ver-düunt, schwach langsgefurcht, rothbraun, an der Basis dunkeier, ohne Spuien von Kalk. Sporangien exact kugelförmig, grau oder weisslich, mit runzeliger Oberfiiiche, unregeltniLssig aufreissend. Der untere Theil, rings um die Insertion des Stieles, ist braungefilrbt, dicker und resistenter als der Rest der Sporangienwand. Capillitium mit ziemlich dicken, farblosen, oft irregular verbreiterten Faden und zahlreichen grossen, verlan-gerten und uuregelmassig verzweigten, weissen Kalk-Knoten: es zeigt fast eine Annaherung zum Capillitium der Gattung Badhamia. Columella fehlend. Sporen hell violettbraun, fast glatt, 8—11 f*., im Durchmesser.
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Selten: nur einmal auf vertrockneten Blattstielen, im Ver-suchsgarten von Tjikeumeuh bei Buitenzorg, von Hrn. Prof. A. Zimmermann gesammelt.
1(5. Ph. compressum Alb. amp; Schw., Fung. Lusat. 1805, p. 07.
Syn.; Ph/s. nephroideum Rostaf., Ph. canclidum Rost., Phys. af fine Kost., Ph. Phillipaii Balf. f., Ph. glaucum Mass., Ph nicaraguense Macbr., Didymium glaucum Phill., Did. radiatum Mass.
Früchte gesellig, kurz gestielt oder sitzend, höufig Plasrao-diocarpien, oder zwei bis vier Früchte seitlich zu einem gelappten Körper verwachsen, 1 m.m. hoch. Stiele (wenn vorhanden) kurz, nie lïlnger als der grösste Durchmesser der Sporangien, dick, braun oder schwarzlich, oft mit sparlichem Kalk bereift, Kings gefurcht. Sporangien mebr oder minder stark seitlich zusam-mengedrückt, oft ganz scheibenförmig, langs der abgerundeten Kanten aufreissend, rund oder fast nierenförmig, mit einer Concavitat gegen die Insertion des Stieles zu, grau, runzelig; die Kanten durch reichere Kalk-Auflagerung weisslich. Capilli-tium mit kurzen, starken, nicht reichlich verzweigten, farblosen Faden und sehr zahlreichen, weissen, meist abgerundeten Kalk-Knoten. Columella fehlt. Sporen dunkel schwarzbraun, fein und undeutlich staehelig, 9 — 12 u. im Durchm.
Haufig auf Hinde, auf abgestorbenen Blattern, auf faulem Holze, in den vertrockneten Inflorescenzen von Zingiberaceen (die im Allgemeinen einen gnten Fundort für Myxomyceten abgeben), Buitenzorg; in Kota Batoe (leg. Raciborski), urn Tjibodas.
Eine sehr characteristische Art, welche kaum mit anderen zu verwechseln ist, obgleich die Form der Sporangien, Lange und Farbe des Stieles stark verander lich sind,
17. Pli. didcrmoides Rostaf., Monogr. 1875, p. 97, Fig. 87.
Syn.: Spumaria? didermoides Pors., Physarum limdum (3, licheniforme Rostaf., Php. cinereum var. ovoideum Sacc.
Früchte kurz gestielt oder sitzend, dicht zusammengedrangt, oft auf weissem Hypothallus. Stiele, wenn vorhanden, weisslich mit Kalk bepudert, kurz. Sporangien kugelig oder ellipsoidisch, oft durch den gegenseitigen Druck eckig, grau oder weisslich,
JiB
0,5 m.m. iin Durchraessev; Spoi\'angieuwandung doppelt, mit einer inneren, röthlichen, dickeren, oft gefalteteu und einer iiusseren, zarten, diirchsichtig-membranösen Schicht; auf let/-terer liegt noch eine weisse Kalkkruste, aus feinen, weisseu Körnchen gebildet, welche leiclit abwischbar ist oder abfilllt. Capillitium mit kurzen, farblosen, oft welligen, einfachen Faden, welche zahlreiche abgerundete, farblose Kalk-Knoten mit einander verbinden. Columella fehlend. Sporen fast glatt, sehr dunkel purpurbraun, fast schwarz, 10—13 fi. im Durchm.
Auf Riuden, nicht hauflg: bei Kota Batoe (leg. Raciborski), um Tjibodas.
Im Habitus iihnelt die Art ge wissen Formen von Chondrio-derma, aber unterscheidet sich leicht durch die Charaktere des Capillitium\'s.
18. Ph. cinercum Pers., in Roemer, N. Mag. f. Bot. I, I 794, p. S9.
Syu.: Lijcopenlon cinereum Batsch, Didymium scro/nculatum Berk., Physamm scrohiculatum Masseo.
Sporangien gesellig, sitzend, oft dicht gedraugt und ver-wachsen, und dann plasmodiocarp-ilhnliche, gekrümmte oder gewundene Körper bildend, 0,3—0,5 m.m. im Durchmesser, weiss oder grau, runzelig oder von Warzen rauh. Wandung einfach, zart, mehr oder minder mit körnigem Kalk impraeg-nirt. Columella undeutlich. Capillitium sehr variabel, je nach der Haufigkeit der weissen, unregelmassigen und oft gelappten Kalk-Knoten. Oft wiegen diese vor, und sind nur durch weuige, zarte Capillitiumfaden verblinden, so dass das ganze Capillitium fast wie bei Badhamia gestaltet ist; in anderen Fallen treten die Knoten vor den reicher entwickelten FÉldeu zurück. Sporen hell violettbraun, fast glatt, 7—10^. im Durchmesser.
Von Dr. Raciborski auf der lusel Krakatau, um Buitenzorg und ïegal gefiinden.
19. Ph. bivalve Pers., in Usteri Ann. Bot. XV, 1795, p. 5.
Syu.: lielkularia sinuusa Bull., Angioridiuni simosum Grev., Diderma valva turn Fr., Fhysarum sinuos/m Fr.
Früchte zerstreut, sitzend, meist plasmodiocarpahnlich ver-lilngert, mauerförmig, d. h. als lineare, gerade oder gekrümmte
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senkrecht emporstehende Leisten dem Substrat (ohne Hypo-thallus) aufsitzend, 0,5—1 m.m. hoch, schneeweiss, grau oder gelblich weiss, mit continuirlicliev, compacter (oder seltener netzig runzeliger) Kalkkruste bedeckt, langs der freien (im unreifen Zustande abgerundeten) Kante aufreissend. Kleinere Früchte können auch fast cylindrisch, sitzend sein, an der Spitze sich öffnend. Sporangienwand doppelt, die ilussere dicht mit Kalk impraegnirt, die innere kalkfrei, faltig. Capillitium mit kurzen, wenig verzweigten, farblosen Kilden, welche die zahlreichen, abgerundeten, weissen Kalk-Knoten verbinden. Columella fehlt. Sporen violettbraun, fast ganz glatt, 8—10 im Durcbmesser.
Nicht hi\'iufig: auf abgefallenen Blattern im Forst von Tjibodas (Februar).
20. Pli. inacqunlc I\'eck, in Rep. New York Mus. Nat. Hist. XXXT, 1879, Bot. p. 40.
Syn.: Didymium laterilium lierk. amp; llav., IHdym. croceo-flavum licrk. amp; Jir., l\'hysarum Ditmari /3. croc.eo-J/avum unci y. Interitium Itostaf., 1\'hys. chryso-trichum Mass.
Früchte zerstreut, sitzend, unregelmassig, die einen abge-rundet warzenförmig, die anderen verUlngert, plasmodiocarp-ahnlich, leistenförmig, mit abgerundeter Kante, seitlich zusam-mengedrückt, bisweilen unregelmassig mit einander verwachsen, confluent, 0,5—0,75 m.m. hoch, gelb oder roth, an der Basis meist grau; runzelig, mit citrongelben körnigen Kalkmassen dicht bedeckt, unregelmassig oder langs der freien Kante aufreissend. Sporangienwand einfach, zart. Capillitium mit zarten, farblosen oder leicht gelblichen Faden und zahlreichen abgerundeten Kalk-Knoten von gelber oder orangerother Farbe, oft mit dunklerem Centrum Collumella fehlt. Sporen blass violettbraun, 6—9 /u. im Durcbmesser.
Ziemlich selten, auf Blattstielen von Baumfarnen und in den alten Inflorescenzen von Elettaria, im Botan. Garten von Buitenzorg (December 189G).
21. Ph. Guliel inae Penz. nov. sp.
Sporangien sitzend, dicht zusammengedrangt, kugelig, bis-
weilcn zu zwei oder clrei verachmolzen, 0,5—0,() m.m. im Duvchmesser, vothbraun, runzelig. Sporangienwand doppelt, die aussere mit brüunlich geftlrbten Kalkkörnchen und hier und da mit sphaerischen Kalk-Concretionen, ahnlich denen von Crate-rium leucocephalum und P/njs. psittncinum; die innere zart, glatt. Capillitium fast Badhaniia-A.xi\\g, mit sparsainen, zarten, farblosen Paden nnd grossen, unregchnassig verzweigten, feinkornigen, weissen Kalk-Knoten. Columella fehlt. Sporen mit derber, i\'ein punktirter Wand, dunkel purpurbraun, 10—12 ft. im Durchm.
An alten Inflorescenzen von Elettaria, im Botan. Garten zu Buitenzorg, nur einmal gefunden.
Ich erlaube tnir, die Species Frl. Gulielma Lister, der eifrigen und genialen Kenuerin der Myxomyceten zu widmen.
22. Pli. Iiojjonense Raeib. in Hedwigia XXXVII, 1S9S, p. 52.
Früchte sitzend, isolirt oder dicht zusammengedrilngt, in Form von unregelmassig gekrümmten, sinuösen, auch verzweigten oder zusammenfliessenden Flasmodiocarpien, heller oder dunkier braun, manchmal sogar gel 1)1 ich , 0,5—0,(5 m.m. im Durchm., verschieden lang, meist langs aufreissend, mit lippenförmig zurückgerollter Wandung. Sporangienwand doppelt, die aussere dicker, gelbbraun, glatt, bei der Eeile zurückgerollt; die innere zart, membranös, grauweisslich durchscheinend, bei der Reife meist unregelmassig zerfetzt. Capillitium wie in der vorigen Species, fast Badfiamia-Ühnlioh, mit kurzen, sparlichen Faden und grossen, unregelmassig gestalteten, oft verzweigten weissen Kalk-Knoten. Sporen klein, blass lila-braun oder fast rauchgrau, glatt, 7 ft. im Durchmesser.
Auf abgefallenen Blattern, selten, im Botan. Garten von Buitenzorg.
Die Consistenz der ausseren Sporangienwand, und der Um-stand, dass in einem Falie meine Exemplare dieser Species mit einigen normalen Exemplaren von Craterium Icucoceplalum verge-sellschaftet waren, verleiteten mich zur Annahme, dass die in Buitenzorg gesammelten Pi\'oben eine plasmodiocarpische Form eines Craterium darstellten. Hr. A. Lister, dem ich die fragli-
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chen Exemplare zur Prüfnng einsandte, war so fmmcUich, raich eines Besseren zu belehren, mid die wahre Natur dieser eigen-thümlichen Art festzustellen. Er hatte dieselbe Form schon in Exemplaren aus den Vereinigten Staaten, im British Museum kennen gelernt, welche von Berkeley mit dem Namen Fhys. pallidum versehen (aber nirgends beschrieben worden) waren, und welche Rostaflnski mit Phys. bivalve vereinigen zu können glaubte. Unsere Exemplare stimmen fast genau mit den von Cran in Antigua gesammelten überein (von denen Hr. Lister mit gütigst Original-Exemplare zustellte): von Fh. bivalve unter-scheidet sich die neue Art vorzüglich durch die kleineren, blassen Sporen, sowie durch die Structur und Farbe der Spo-rangienwandung. Tch hatte daher die Art als Pinjsarum pdllidum List. nov. sp. (in litt.) bezeichuet und durch vorstehende Diagnose charakterisirt. Hr. Dr. Raciborski hat aber soeben (Hed-wigia 1898, p. 52) dieselbe Form, die wir zusammen sammel-ten, als Ph. bogoriense n. sp. beschrieben; und der von ihm gewahlte Name hat die Praecedenz.
3. ERIONEMA NOV. GEN.
(jjjtov == Wolle , v^.a = Faden).
Plasmodium f\'arblos oder gelblich.
Früchte auf kurzem Stiele befestigt, lang cylindrisch oder fadenförmig, einfacb oder (seltener) dichotomisch verzwelgt. Sporangienwand einfacb, membranös, dicht mit gelben, amor-phen Kalkkörnchen impraegnirt, uuregelmassig zerbrechend. Capillitium persistent auch nach Ausstreuen der Sporen; ein Netz sehr feiner, farbloser, vielfach anastomosirender Faden, welche in querstehenden, untereinander wieder durch Verbin-dungsfaden vereinten Scheiben angeordnet sind; mit ausserst wenigen Kalkknoten. Columella fehlt gilnzlich. Die von der Sporangienwand befreiten, uur aus Capillitium bestehenden Faden sind zarten, grauen Wollfaden ahnlich: daher der generische Name.
1. Er. aureiiin uov. sp.
Früchte fadenförmig, 0,25—0,35 m.m. dick, bis 1 c.m. lang, t\'rei oder nur an der Basis rait kurzem, gelbem Stiele ange-wachsen, geseilig und vielfach geknimmt, durcheinander ge-wunden, mit goldgelber Wandung, bisweilen (aber nur spilr-lich) verzweigt. Sporangienwand einfach, membranös, gelb, und reich mit einer goldgelben Kalkkruste bedeckt, welche leicht in Stücken abbricht und das Capillitium frei li\'isït: oft sind an den reif\'ea Faden hier und da cylindrische Stücke der Sporangienwand erhalten, wtihrend der Rest davon frei ist: die Sporangien sind am freien Ende stumpf, abgerundet. Capillitium aus fast farblosen (dem blossen Auge grau erscheinenden) Faden zusammengesetzt, welche ein dichtes, ilusserst elasti-sches Netzwerk bilden. Man kann leicht eine regulare Anord-nung der Faden in quergestellte, sehr zahlreiche und dicht auf einander folgende Platten constatiren, welche wieder durch zahlreiche Anastomosen mit einander verbuuden sind. Die Faden sind nicht fest mit der Sporangienwand verblinden, welche leicht abbröckelt. Auch in dem Netzwerk sieht man zahlreiche freie Fadenendigungen. An den Knotenpunkten sind die Faden nicht erweitert. Kalkknoten sehr sparsam, klein, spmdelförmig, gelb. Columella fehlt. Sporen blass violettbraun, glatt, 6,5—7,5 ft. im Durchmesser.
Nur einmal, aber in zahlreichen Exemplaren gefunden auf dürren Halmen und auf den Resten eines holzigen Pobjporus, im botan. Garten von Buitenzorg (24. Dec. 1890).
4. FULIGO HALLEU.
Haller, Hist. Stirp. Helv. Ill, p. 110.
Früchte unregelinassig geformte, oft sehr grosse, kissenartige Aethalien, welche unter einer mehr oder minder dichten amor-phen Kalkkruste zahlreiche mit einander eng verflochtene und untrennbar verschmolzene Sporangien enthalten. In diesen ein reichliches Capillitium mit feinen Faden und Kalkknoten; Columella fehlend.
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1. F. ellipsospora A. Lister, Monogr., 1894, p. 67. Tab. XXIV, B.
Syn.; Physarum ellipsosporum liostaf., Jinteridiwm cinerem Scliwoin., Badha-iiii(i coaadnala Rost.
Aethalien relativ klein, (2—6 m.tn.), kissenförmig, bisweilen verlangert, etwa 1—1,5 in.in. hoch, schueeweiss, auf weissem Hypothallus; Rinde dicht mit einer weissen Kruste amorpher Kalkkömer bedeckt, die sich hiiuflg theilweise abbltlttert, uud eine grauweisse Hunt dnrchblicken liisst. Tin Tnaeren sind die zusammengewaclisenen Sporangieu kanm von einander zn nn-terscheiden, da die Wandungen derselben meist unvollstiindig sind; sie sind weiss, mit Kalkeinlagerung. Capillitium fast Bnd/uüma-üxiig, mit nngleich grossen, irreguli\'iren, oft ver-zweigten, schneeweissen Kalkknoten, welche dnrch vereinzelte dünne Faden mit einander verblinden sind. Columella fehlend. Sporen sphaerisch oder schwach ellipsoidisch, dunk el violett-braun, sehr fein gestachelt, 10,5—13 u. im Durchmesser.
In alten Inflorescenzen von Elcttnria, Botan. Garten von Buitenzorg, selten.
Der Name „ellipsosporaquot; ist nicht sehr glncklich gewahlt, da durchaus nicht alle Sporen ellipsoid sind, und auch bei den wenigen etwas in einer Richtnng verlangerten diese Tendenz so schwach ist, dass der Unterschied kanm ins Auge ftlllt. Die Identiteit nnserer Exemplare mit F. ellipsospora ist jedoch nicht zu bezweifeln.
2. F. scplica Gmelin, Syst. Nat. 1791 , p. 1466.
Syu.: Mncor septious L., Fuligo varians Somm., Aelhalium septioum Fr., Physarum gyrosum liostaf., Ph. cerebrinum Mass., Licea Lindheimeri Berk., Tuhulina Lindheimeri Mass.
Aethalien sehr verschieden in Grosse, von nnr wenige Millimeter grossen Ins zu handtellergrossen und selbst grosseren Formen variirend, kuchen-oder kissenförmig das Substrat über-ziehend, meist auf einem weissen oder grangelben Hypothallus ruhend. Die Masse der fertilen, eng verflochtenen Sporangien ist meist mit einer mehr oder minder dicken Kruste steriler Sporangien nmgeben, die sich wie erstarrter Schauin darstellen , und sehr leicht abbröckeln und abstauben; die ilnssere (kalkreiche) Kruste ist gelblich weiss, gran, gelb, röthlich oder
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braunlich. Seltener fehlt diese Kraste ganz, and man findet die fei\'tilea Sporangien zn einer Gehirnmassen-gleichen Masse mit vielen Windungen verschmolzen (dahin die als Ptnjs. gyromm nnd Phys. certbrinum beschriebenen Formen). Die einzelnen Sporangien haben etwa l —2m.m. Durchmesser, feine, gelblich-weisse Wand; ohne Columella; Capillitium mit reich verzweig-ten, an den Knotenpunkten verbreiterten Paden und zahl-reichen, irreguUlren, gelblichen oder weisslichen Kalkknoten. Sporen rauchfarben oder violettgran, glatt, 7—9,5 fi. in Durchmesser.
Auf Hinden, faulem Holz etc. nicht selten: Batoe Toelis (anf den Stammen von Dammarci), Berg Salak (eiue kleine, rinden-lose Form, dem Phjs. gyrosum Kost. entsprechend); Tjibodas.
5. CIENKOWSKIA ROSTAF.
Rostafinski, Versuch etc. 1873, p. 9.
Früchte cylindrische, verzweigte und anastomosirende, dem Substrate aufliegende Plasmodiocarpien, deren Wand auf der unteren Seite dicker ist; Capillitium ein Netz persistirender, düuner Fadeu, mit runden Maschen und zahlreichen freien, spitzen Endigungen; querstehende, perforirte Kalkplatten thei-len die Frucht in zahlreiche enge Querfacher. Columella fehlt.
1. C. reticulata Rostaf., 1. c.
Syn.: Vhysarum rotieulatmi Alb. amp; Soliw.
Plasmodiocarpien gelb oder braunlich, cylindrisch, sinuös, verzwelgt und oft anastomosirend, 0,3—0,4 m.m. dick; Sporan-gienwandung in der oberen, freien Halfte dünn, membranös, leiclit abbröckelnd; in der dem Substrat anliegenden Partie derber, resistent. Sehr zahlreiche, dünne , aufrechtstehende, von runden Löchern perforirte Kalkplatten von gelblicher Farbe; Capillitium gelb, au den Knotenpunkten schwach verbreitert. Sporen heil violettbraun oder grau, glatt, 9—11 ft. im Durchm.
Selten: an drei verschiedenen Stellen, auf Blattern und auf der Oberflache abgefallener Palmwedel im Botan. Garten von Buitenzorg.
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(i. PHYSAKELLA PECK.
Peck, in Bull. Torrey Bot. Club IX, 1882, p. 61.
Früchte gestielt; Sporangien eiförmig ocler cylindrisch, hohl, d. h. eingestülpt,, rait einera bis zur Sporangienbasis gehenden centralen Nabel, rait sparlicheu, araorphen Kalkkornchen. Ca-pillitium rait sehr feinen, transversalen Faden und sparlichen Kalkknoten: ausserdera sind zahlreiche dickere, zahnförraige Auswüchse der Sporangienwand zwischen der ausseren und inneren Wandung vorhanden.
1. Ph. mirabilis Peck, 1. c.
Svn.: Trichamphora ohloiuja lierk. amp; Curt.; 1\'ilmadoehe oblong a liostaf., Phi/-sarum rujibasis l?ork. amp; Br., Physarum hians Mass., Tilmadoche minuta Berl.
Früchte raeist gesellig, nickend, ohne Hypothallus, bis 3 m.m. hoch, oft unter einander verwachsen und dann unregelraassig ausgebildet, gelbbraun oder röthlich. Stiel cylindrisch, gestreift oder gefurcht, bisweilen gebogen, gelb oder orangefarben , glanzend. Sporangien eiförmig oder becherförtnig, cylindrisch, rait abgerundeter Basis und gerade abgestumpftera Vorderende; die Aussenwand ist braun t)der gelbbraun, rait zerstreuten, spar-lichen Auflagerungen von gelben Kalkkörnchen. Ara Vorderende ist ein tiefer Nabel wie durch Einstülpung entstanden; so dass der Cylinder oder Becher doppelte Wandung bat: zwischen den beiden Wanden befindet sich Capillitiuin, die Sporenmasse, und die (nur an der ausseren Becherwandung befestigten) spitzen Zahne; die centrale Höhlung ist leer. Bei der Reife trennt sich die aussere Becherwand am circularen Rande von der inneren, und rol It sich unregelraassig oder in radial getheilten Lappen nach hinten, so dass die eben erwahnten Zahne sparrig hervor stehen: die Innenwandung bleibt, wie eine trichterför-mige Pseudo-Columella stehen.
Capillitiurafaden selir fein, den horizontalen Zalmen parallel, gelblich , mit sparsamen , gelben, spindelförmigen Kalkknoten.
Sporen blass violettbraun, glatt, 6—8 in.in. ini Durchmesser.
Nicht haulig; aber gesellig, in grossen Massen auftretend:
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aut\' dev Rinde lebender Baume im Botau. Garten von Buitenzorg; audi in Kota Batoe von Dr. Raciborski gefunden.
7. CRATERIÜM TRENTEPOHL.
Trentepohl, in Roth, Catal. Bot. I, 1797, p. 224.
Früchte gestielt, becherförmig, am freien Endc abgevundet oder (hflufiger) mit einem flachen oder convexen, spilter ab-springenden Deckel versehen; Sporangienwand derb, papierartig, meist mit eingelagertem oder aufgelagertem, amorphem Kalk. Capillitium ahnlich, wie bei Physarum, feine verzweigte Fiiden mit Kalkknoten. Columella fehlt; oft durch ein centrales Kalk-Conglomerat ersetzt.
1. Sporangien olme deutlich unterschiedenen Deckel
C. iniifal)il(gt;.
Sporangien mit scharf abgegranztem Deckel .... 2
2. Sporangienwand aussen mit Kalk weiss bepudert.
C. Icucocephalum.
Sporangienwand aussen glatt, nicht bepudert.
C. pedunculatum.
1. Cr. leucocephalum Ditm., in Sturm, Deutschl. Fl., Pilze, 1813, p. 21, Taf. 11.
Syn.: Stemonitis leuoooephala Pers., Physarum scyphoides Cooko amp; Half., Cralerium pruinosum Corda, Cr. minimum 13ork. amp; Curt., C. Fuckelii Mass., C. eylindricum Mass.
Früchte gesellig, aufrecht, ohne gemeinsamen Hypothallus, 1 m.m. hoch. Stiele kurz, 0,25—0,4 m.m., Ulngs gefurcht, braun, an der Basis meist in einen scheibenfönnigen, flachen Hypothallus verbreitert. Sporangien umgekehrt kegelförmig, gegen den circuleren, freien, scharf abgeschnittenen Rand zu noch etwas erweitert, gelblich oder röthlich braun; an der (resisten-teten) Basis meist etwas dunkeier; in dem oberen Theile mit weissem Kalkstaub bepudert. Deckel weisslich, uhrglasförmig. Sporangienwand doppelt: die innere membranös, dünn, transparent; die Jlussere papierartig, braun, mit Einlagerung von
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kleinen amorphen Kalkkörnchen und grosseren, gelblichen Sphaerokrystallen aus Kalk.
Capillitinm persistent, mit sparrig verzweigten, hyalinen Filden, die an den Knotenpnnkten erweitert sind, und unregel-mJissigen, weissen oder gellweissen Kalkknoten. Dieselben bilden oft, im Centrum sich anhaufend, einen soliden Kalkballen.
Sporen violettbraun, ftist^ganz glatt, 7—9 im Durchniesser.
Nicht selten anf abgefallenen Blattern, im Botan. Garten von Buitenzorg.
2. Cr. pedunculatuin Trentepohl in Roth, Catal. Bot. I, 1797, p. 224.
Syn.: Peziza mi nut a Leers, Crater, minutum Fr., Crai. vuhjare Ditm.j 6\'. pj rif or me Ditm., Cr. Oersledtii Kost., C. Friesii Host., C. confusuni Mass.
Prttchte gesellig oder zerstreut, aufrecht, 0,75—1 m.m. hoch. Stiele kurz (0,2—0,5 m.m.), dimkelbraun, meist mit kleiuem, scheibenförmigem Hypothallus, langs gefurcht, Sporangien becherförmig, aber ziemlich variabel; die einen sind fast obco-nisch, und gelui allmablig in den Stiel über; andere sind mehr baucbig, fast ovoid, gegen den Stiel abgesetzt. Der freie Rand ist in unseren Exemplaren stets etwas verdickt. Deckel ubr-glasformig convex oder flacb, meist heller als die Sporangien. Sporangienwandnng doppelt, die innere meist mit Einlagerung amorphen Kalkes in wechselnder Quantitat; die aussere kalk-frei, papierartig, gelbbraun oder hornfarben, durchscheinend, glatt, ohne Spur von Kalk-Anflagerung.
Capillitinm mit grossen, nnregelmassigen weissen Kalkknoten , welche durch feine Faden verblinden sind, und oft im Centrum eine Pseudo-Columella bilden.
Sporen fast glatt, heil violettgrau, 8—9 fi. im Durchmesser.
Auf abgefallenen Zweigen und Blattstielen, auf Grashalmen etc. im Botan. Garten von Buitenzorg und im Forst des Berges Salak (Südwestseite) gefunden.
B. Cr. inutabile Fries, Syst. Mycol. III, 18:29, p. 154.
Syu.; Triehia a urea Solium., Craterium a ureurn Rost.
Früchte zerstreut, isolirt oder truppweise gesellt, gestielt, aufrecht, 0,8—1 m.m. hoch, mit scheibenförmigem oder aderig
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ver/weigtem Hypothallus. Stiele 0,2—0,5 m.m. hoch, gelb, langs gefurcht, mit Kalk-Einlagerung, Sporangien ellipsoid oder last kugelig, an der Basis in den Stiel verschmalert, schön gelb oder grüngelb, grob runzelig. Sporangienwand einfach, im oberen Theil aart membranös, an der resistenten Basis pa-pierartig, unregelmassig oder in Langsrissen von der Spitze aus aufspringend, mit gelben, eingelagerten Kalkkörnchen. Ca-pillitium persistent, mit feinen, farblosen, an den Knoten-punkten ervveiterten Fftden, und gelblichen, unregelmassigen Kalk-Knoten: im Centrum meist eine grössere Anhaufung vou Kalkmassen. Sporen violettbraun, 8—9 //. im Durchmesser, fast glatt.
An abgefallenen Blattern im Botan. Garten von Buitenzorg, selten (Raciborski).
Die Species sieht eher einem Physarum ahnlich, als den anderen Arten der Gattung Craterium.
8. CHONDRIODERMA ROSTAP.
Ilostafinski, in Versuch etc., 1873, p. 13.
Früchte sitzend oder gestielt; Sporangienwandung doppelt; die aussere meist leicht von der inneren trennbar und dicht mit Kalk in amorphen Körnchen impraegnirt. Capillitium aus farblosen oder dunkelen, einfachen oder sparlicli verzweigten Faden gebildet, ohne Kalkknoten. Columella meist vorhanden.
1. Sporen mit netzartigcn Leisten. . Ch. subdictyospenmiin.
Sporen ohne netzartige Leisten.........2.
2. Sporangien gestielt.........Cli. Michelii.
Sporangien sitzend, oder Plasmodiocarpien.....3
3. Sporangien halbkugelig, fleischfarben oder rosa
Cli. tcslaccuin.
Sporangien ganz ttach, oder flache Plasmodiscarpien,
weiss .... Cli. rcticulatiini.
a
1, Cli. subdictyospermiiin Rostaf., Moaogr. Append. 187ö, p. 1G.
Syu.; Didymium dealhatnm Berk, amp; Curt., Ghondrioderma dcalbatum Mass.
Sporangien sitzeud, dicht zAisammengedriingt auf gemeinsa-mem, weissem Hypothallus, schneeweiss, 0,4—0,5 m.m. im Durchraesser, sphaerisch oder durch gegenseitigen Druck fast polyedrisch. Die Iteiden Membranen der Sporangienwand tren-nen sicli schwer von einander; die anssere ist dicker, runzelig, matt weiss, dicht mit Kalk impraegnirt; die innere membra-nös, durchscheinend, glanzend. Columella weiss, warzenförmig. Capillitium ans zahlreichen, dunkelbrannen, ziemlich geraden, einfachen Fi\'iden bestehend, die nur hier und da in einigen Punkten anastomosiren. Sporen dunkel violettbraun, mit flügel-artigen (etwa 2 /u. hohen) Leisten, welche un regel mflssig netz-förmig verbunden sind, 10—12 /u. im Dnrchmesser.
Auf abgefallenen Blattern im Botan. Garten von Buitenzorg: selten.
Eine durch die Sporenbildung sehr ausgezeichnete Art, welche bisher nur vom Cap der Guten Hotfnung und aus Venezuela bekaunt war.
2. Ch. Michclii Rostaf., in Fuckel, Symb. Myc. Nachtr. 2, 1873, p. 74.
Syu.: Didymium Michclii Lib., Physarum depressum Solium., Diderma de-pressmn Fr.
Früchte nagelförmig, gestielt, gesellig, aufrecht, 1 —1,5 m.m. hoch, auf grauweissem, dünnem Hypotliallus. Stiele cylindrisch oder an der Basis schwach verdickt, gefurcht oder mit schwach hervorragenden Lilngsleisten versehen, die sich auch auf der ünterseite des Sporangiums noch fortsetzen, gelblich braun, glanzend, dicht mit Kalk in relativ grossen, krystallahnlichen, compacten Körnern erfüllt. Sporangien scheibenförmig, bis 1 m.m. breit, gvauweiss odef weiss, mit abgerundetem Seitenrande. Zur Zeit der Reife bleibt nur der nntere, resistentere Theil ant dem Stiele erhalten. Sporangienwand doppelt; die beiden Membranen leicht trennbar. Columella brilunlich, dicht mit Kalk impraegnirt. Capillitium mit zarteu, farblosen oder dunkelen
Paden, die nur weuig anastomosiren. Sporen blass violettbraun, fast glatt, 7—0 (w. im Durchmesser.
Nur einmal gefunden (6. Febr. 1897), auf abgefallenon Blat-tern, im Urwalde von Tjibodas.
3. Ch. rcticulatum Rostaf., Monogr. 1875, p. 170.
Syii.: Didymium reticulatum Kosluf., Chondriod. Samdersii Berk. amp; Br.
Flache Plasmodiocarpien von sehr variabler Form; oft rund, scheibenförmig oder flacli kissenförmig, etwa 0,75—1 m.m. im Durchmesser, oder verUlngert, bandförmig; dabei gerade oder verschiedenartig gekrümmt, bisweilen stark sinuös, verzweigt, und labyrinthiscb anastomosirend, 1 —1,5 m.m. breit; scbnee-weiss, opak (oder seltener mit glatt glanzender OberMche). Sporangienwand doppelt; die aussere diclit mit weissem Kalk bedeckt und leicbt von der inneren, dunneren Wandung trenn-bar. Capillitium mit zarten, farblosen oder blass rauchfarbe-nen, einfachen und selten anastomosirenden Faden. Columella undeutlicb, abgeflacbt, grau oder braunlicb, nach der Reife mit dem Basaltheil der Sporangienwand erhalten. Sporen fast ganz glatt, blass violettbraun, 6—8 /.i. im Durchmesser.
Ziemlich haufig, auf abgefallenen Blattern im Botan. Garten von Buitenzorg und unr Tjibodas.
4. Ch. testaceum Rostaf., Versuch 1873, p. 13.
Syn.: Didymium testaceum Schrad., Diderma textaceum Pers., Diderma suhla-teritium Berk. amp; Ur., Diderma cubense Berk. ü Curt., Diderma Mariae-Wilsoni Peck, (\'hondrioderma nuhlateritiwn Host., Chondr. oubense Rost., Chondr. difforme Massoe.
Sporangien sitzend, auf einem gemeinsamen Hypothallus dicht gedrangt, halbkugelig, oft durch gegenseitigen Druck fast po-lyedrisch, fleischfarbig oder röthlich weiss. Sporangienwand doppelt: die aussere von der inneren leicbt trennbar, dicht mit Kalk impraegnirt, compact, leicbt absplitternd; die innere zarter, membranös, gran. Columella meist deutlich ausgebildet, warzenförmig, röthlich oder braunlicb. Capillitiumfaden sehr fein, blass, sparsam verzweigt, seicht wellig. Sporen blass violettbraun, glatt, 7—8^. im Durchmesser.
Auf abgefallenen Blattern im Botan. Garten von Buitenzorg (Raciborski).
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5). TRICHAMPHOllA JÜNGH,
Junghuhn, in Flor. Cryptog, Jav. 1838, p. 12.
Früchte gestielt, scheibenförmig oder flach concav; Sporan-gienwaud einfach, membranös, mit gleichniassig vertheilter Einlage amorpher Kalk-Körncheu. Capillitium aus reichlich ver/weigten, röhrenartigen, farblosen F; ld en, ohne Spur von Kalk-Einlagerung, gebildet.
1. Ti*, pezizoidea Jungh. 1. c.
Syn.: Cliondriodcrmn pezizoides Rostaf., Cliondriod. Muolleri Rostaf., Phy-sarum Muelleri Berk.; Didym. australe Mass., Didymium zeylanicum Berk. Si 15r., Clioudrioderma zeylanicum Rost., Oliondr. Berkeloyanum Kost., Badhamia Fiickoliana Host., ïriohamphora Fuokoliana Rost,
Früchte gesellig, gestielt, aufrecht oder nickend, 1—2,5 m.m. hoch. Stiele verhaltnissmÈlssig schlank, gegen die Spitze bin verschmalert, langs gestreift, orangerotb, durchscheinend , ohne Kalk. Sporangien dick scheibenförmig, eben oder etwas concav im Centrum, etwa 0,8—1,3 m.m. breit, 0,2—0,4 m.m. dick, mit abgerundetem Rande, grauweisslich. Sporangienwand zart, membranös, mit ein- und aui\'gelagerten Kalkkörnchen; bei der lieife zerbröckelt sie in zahlreiche, unregelmassige Stückchen, welche z. Th. am persistenten Capillitium tóngen bleiben. Capillitiumfilden ziemlich dick, vielfach verzwelgt, an den Knotenpunkten und an der Ansatzstelle verbreitert, farblos, ohne Kalkknoten. Sporen violettbraun, glatt oder fein stachelig, 9—15 ju. im Durchmesser.
Mir war es nicht gegeben, Exemplare dieser Species selber zu finden: sie ist schon von Junghuhn in Java gesammelt und beschrieben worden, und audi von Sumatra, Borneo, Ceylon, Queensland und von anderen Standorten innerhalb und ausser-halb der Tropen bekannt.
10. DIACHAEA FRIES.
Fries, Syst. Orb. Veget. I, 1825, p. 413.
Früchte gestielt, mit Kalkablagerung in Stiel und Columella. Sporangien kugelig oder lilnglich; Wandung zart, membranös,
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ohne Kalk; Capillitium mit duukelen, vevzweigten Fiicleii, ohne Spuren von Kalkknoten.
I. I). Inilltillosa (Berk.) L inter in litt.
Syn.: Vidymium Liilhillosiim Hork. amp; Kr. Diachaea splendens Racib. (non Peck.)
Früchte sehr zahlreich gesellt, gestielt, 1—1,25 m.m. hoch, aufrecht, eine jede mit scheibenförniigem, scbneeweissem Hy-pothallus, oder so eng veveint, dass die Hypothalli der ein/el-nen Sporangien zu einer weissen Kruste verschmelzen. Stiele conisch, an der Basis stark verbreitert und an der Spitzescbnial, sclmeeweiss oder seltener etwas briiunlich, dicht mit grossen, rbombischen Kalkmassen erfüllt, starr und leicht zerbrechlicb. Sporangien exact kugelförmig, schwilrzlich, iridescent, mit düuner, membranöser, rauchfarbener Haut. Columella etwa bis zum Centrum der Hohlkugel reichend, stumpf, dicht mit Kalk erfüllt, wie der Stiel. Capillitium mit violettbraunen, reich verzweigten, von der Columella ausstrahlenden Fftden, die gegen die Peripherie zu dunner werden. Sporen 7—12 //. im Durchmesser, violettbraun, mit zahlreichen ziemlicb stark vor-ragenden, isolirten Wilrzchen besetzt (etwa 9—10 auf einer Linie über eine Halbkugel).
Auf abgefallenen Blattern und Halmen, Mufig und oft sebr zahlreich, in hunderten von Exemplaren eine ziemlicb grosse Area einnehmend: Botan. Garten von Buitenzorg, und Tjibodas.
Diese Species unterscheidet sich von den nahe verwandten B. elegans Fr. und D. splendens Peck hauptsÈlchlich durch die Ausbildung der Sporen. Sie existirte schou im British Museum in Exemplaren von Ceylon, welche von Berkeley und Broome als Didymium hulbillosum beschrieben, und von A. Lister in seiner Monographie uur als Varietflt zu l). elegans Fr. gezogen worden waren.
A, Lister halt die Unterschiede (constant sphaerische Gestalt der Sporangien, und stark warzige Sporen) jetzt doch für wichtig genug, ura die Form als eigene Species zu betrachten.
FAM. 2. DIDYMIACEAB.
Die Kalk-Einlagerungen und Auflagerungen der Sporangien-
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wand sind ausgesprochen krystallinisch; meist in Form zier-licher Stacheldrusen (Didymium); seltener (Lepidodermu) in Form von Sphaerokry stall en.
1. DIDYMIUM SCHRADER.
Schrader, Nov. gen. Plant. 1797, p. 20.
Friichte gestielt, sitzend oiler in Form von Plasmodiocarpien, Sporangienwand einfach oder doppelt, mit mehr oder minder dicht (oft zu solider Kruste) vereinten Krystalldrnsen bedeckt; Columella vorhanden oder tehlend; Capillitium mit farblosen oder dunkelen, wenig verzweigten F^lden, ohne Kaik-Einlage-rung, aber oft mit kleinen, knotenförmigen Verdickungen.
1. Sporangien scheibenförmig, gestielt . . . . Igt;. Clavus.
Sporangien kugelig.............2.
2. Stiel weiss.............I), effusum.
Stiel gelb, brann oder schwarz........3.
3. Stiel kurz, dunkelbraun, opak, nicht durchscheinend
. I), farinaceum.
Stiel lang, braun, durchscheinend ... I), nigripes.
1. Did. Clavus Rostaf., Monogr. 1875, p. 153.
Syn.: Physarum Clavus Alb. amp; Schw., Didym. melanopus (i Claeus Fr., D. negloctum Mass.j J), commutabile Berk. amp; Br., D. radialum Mass.
Friichte meist gesellig oder zerstreut, gestielt, aufrecht, ohne Hypothallus, 0,5—1 m.m. hoch, seltener sitzend. Stiel cylindrisch oder an der Spitze etwas verschmalert, braun oder schwarz, doch oft durch Kalk-Auflagerung graulich oder weiss-lich, lilngs gefurcht. Sporangien flach scheibenförmig oder auf der Unterseite concav, wie ein Nagelkopf oder wie der Hut eines Agaricus, mit nach unten eingeschlagenem Rande, weiss oder grau, mit gruppenweis vertheilten (oder in anderen Exemplaren eine continuirliche Kruste bildenden) Massen sternför-miger Krystalldrnsen. Capillitium von vvellig verlaufenden, dunkel purpurbraunen, meist einfachen Ftlden gebildet. Columella nicht immer deutlich. Sporen fast glatt, blass violett-braun, 6—8 im Durchmesser.
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Ziemlich selteu: auf Grashalmen in Privatgilrten ii) buitenzorg , und urn Tjibodas.
2. Igt;. nijfripes Fries, Syst. Mj^col. III, 1829, p. 119.
Syu.: Physarum nigripes Link, J\'h. microcarpon Jf\'r., Didymium mio-ocarpon Rost., 1). xanthopus Fr., 1). pertusum Berk., D. proximum Hork. amp; Curt., 1). eximium Peek, 1). fuloellum Mass., ü. eleyantissimum Mass., Cionium xanthopus Ditm.
Früchte gesellig, aufrecht, gestielt, olme Hypothallus, 1 — 1,75 m.m. hoch, seltener zu 2—4 verwachsen. Stiele scWank, cy-lindrisch, langs gestreift und gefaltet, mit blossem Auge gesehen schwarz oder braunlich, in Praeparaten aber (in Wasser oder Glycerin) gelbbraun oder orangefarben, durchscheinend, ohue Spur von Kalk. Sporangien üach kugelig, mit flacher XJnterseite, 0,5—1 m.m. breit, meist schneeweiss, mit einem inehr oder minder dichten, bisweilen sehr reichlichen, flockigen Ueberzug von steraförmigen Kalkkrystallen, unregelmüssig auf-reissend; die flache Basis meist auch nach Ausstreuen der Sporen erhalten. Sporangienwand farblos. Capillitium aus farblosen oder gefiirbten, geschUlngelten, einfachen oder sparsam gega-belten und anastomosirenden Eaden bestehend. Columella deut-lichausgebildet, warzenförmig convex oder zu einer Scheibe verbreitert, braun, röthlich oder auch weiss, mit Kalk er-füllt. Sporen fast glatt, blass braunviolett, 8—11 /-i. im Durch-messer.
Dies ist der Myxomycet, welchen ich am hJiufigsten an den von mir besuchten Orten in Java vorgefunden habe: auf fau-lendem Holz, auf Hinde, abgefallenen BUittern, Zweiglein, auf Moos etc., im Botan. Garten von Buitenzorg, Kota Batoe, Batoe Toelis, Depok, Berg Salak, Tjampea, Tjibodas, Berg Gedé.
Die oft sehr zierliche Art ist leicht an den schneeweissen Köpfchen auf dunkelem Stiel zu erkennen. Viele der von mir gesammelten Proben gehören der Var. y. xanthopus List, an, mit orangefarbenem Stiel und vveisser Columella. Bemerkens-werth auch eine in Tjibodas gefundeue Form, mit kurzen, oft ganz fehlenden Stielen und oft zu 3—4 verschmolzenen Sporangien.
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3. I), farinaceuin Schrad. in Nov. Gen. PI. 1797, p. 26.
Syn.; Spumnria physaroirtos Pors., Didymium physaroides Fr.
Früchte gesellig odei- zerstreut, aufrecht, kurz gestielt, meist eine jede auf einem isolirten, dunkelbraunen Hypothallus, 0,7—1 mm. hoch. Stiel kürzer als das Sporangium, an der Basis verbreitert, gefurcht, schwarzbraun, undurchsichtig und körnig, anch wenn in Wasser oder Glycerin eingelegt. Sporangien flach kugelig, an der Insertion des Stieles tief genabelt, dun-kelgrau, mehr oder minder dicht weiss bepudert, mit zierlichen Kalkdrusen. Sporangienwand weisslich, durchscheinend. Columella kissenförmig, runzelig, braun. Capillitium mit wenig verzweigten, seicbt welligen, rauchfarbenen oder braunen Kiiden. Sporen dunkel braun, dickwandig, fast glatt, 7—10 n im Durcchmesser.
Auf trockenen Halmen im Itotanischen Garten, Buitenzorg.
4. I), olliisutn Link, Obs. II, 1816, p. 42.
Syn.: Didymium squamulosimi Fr., J), leucopus Fr., D. costatum Fr., 1). conflaens Rostuf., D. macrospermum Rost., ü. Fuckelimvm Rost,, J), praecox De Hary, J), radiatum Berk. amp; Curt., D. Alexandromczii Mass., D. Tmsilaginis Mass., Didema squamulosum Alb. Scliw., Chondrioderma Alexandrowkzii Rest., Ch. Cookei Host,, t\'hysarum Tmsilaginis Berk. amp; Br.
Friicbte gesellig oder zerstreut, kurz gestielt, 0,5—1 m.m. hoch, aufrecht, ohne Hypothallus; aber oft erkennt man noch die Reste der Plasmodien-adern unter den Früchten. Stiele kurz (bisweilen ganz fehlend), sclineeweiss, dicht mit Kalk vollge-stopft, opak, gefurcht; Sporangien kugelig, oft an der Basis mehr oder minder tief genabelt, weiss oder aschgrau, mit einer dichten Kruste sternförmiger Krystalidrusen. Sporangienwand farblos, oder grau, zart, unregelmassig aufreissend. Capillitium in unseren Exemplaren immer mit farbloseu, feinen, wellig ge-schlangelten Faden ohne ringformige Verdickungen. Columella stark convex, dicht mit Kalk erfüllt, schneeweiss, runzelig. Sporen dunkel violettbraun, fast glatt, 8—10 im Durchm.
Auch diese Species ist hiiuflg und weit verbreitet: ich fand sie, hauptsachlich auf abgefiillenen Blattern, Zweiglein und Grashalmen im Botan. Garten von Buitenzorg, um Tjibodas, BergSalak , am Gipfel des Vulcanes Gedeh, im Urwalde bei Depok.
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Die Art ist sehr veriinderlich, besonders was die Constitution des Capillitiura\'s betrifft; auch die Lange des Stieles ist variabel.
2. 1EPID0DERMA DE 1UIIY.
A. De Bary, in Rostafinski, Versuch, 1873, p. 13.
Prüchte kurz gestielt oder sit zend; Sporangienwai;d derb, papierartig, mit zerstreuten Schüppchen besetzt, welche aus Sphaei\'okrystallen nnd krystallinischen Aggregaten von Kalk-nadeln bestehen. Capillitiumfaden ohne Kalk-Einlagerung.
1. L. fijjriniiin Rostaf., Versuch, 1873, p. 13.
Syn.: Didymium t.igrinum Sctirad., liepidodonna fulvum Massee.
Prüchte zerstreut, auf unregelmftssigem oder aderig ver-zweigtem Hypothallus, kurz gestielt, aufrecht, 1—1,75 m.m. hoch. Stiel meist kürzer, nie langer als die Sporangien, dick, langs gefurcht, gelbbraun oder rothbraun, undurchsichtig, mit eingelagertem Kalk. Sporangien flach kugelig, an der Insertion des Stieles genabelt, gelblich, grau oder braunlich, mit Kalk-schuppen mehr oder minder dicht besetzt. Sporangien wand dop-pelt. Columella warzenformig, braun, mit Kalk-Einlagerungen. Capillitiumfaden ziernlich fein], sparsam verzweigt, meist ge-schlangelt, rothbraun, ohne Spur von Kalk. Sporen rothbraun, über und über mit quot;sehr feinen , kaum bemerkbaren Stachelchen besetzt, 8—13 p. im Durchmesser.
Auf Rinden, im Porst von Tjibodas (Raciborski).
Sub cob. 2. A maurochaetinae.
Die Prüchte sind in alien Theilen kalkfrei.
PAM. 1. STEMOJSITACEAE.
Prüchte in Porm gestielter Sporangien, in welche der Stiel mehr oder minder weit als centrale Columella hereinreicht. Auf dieser ist das persistente, aus dunkelen Paden gebildete Capilli-tium inserirt. Sporangienwand einfach, zart, leicht verganglich.
1. Sporangienwand membranös. Columella nur die Halfte der kugeligen Sporangia erreichend . Lamproderma. (pag 52.)
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Sporangienwand schou vor Reife der Sporangien ver-schwunden...............2.
2. CapillitiumfMen spilrlich verzwelgt, vom verbreiterten Eude der Columella entspringend Enerthenema. (pag. 54.) CapillitiumfMen reichlich anastomosirend, von den ganzen Lange des Columella entspringend. 3.
8. Die letzten Verzweigungen des Capillitiums bilden ein oberilachliches, zusammenhtlngendes Netz.
.....Slemonitis. (pag. 55.)
Dieletzten Verzweigungen bilden kein zusammen-hangendes Netz aia der OberfUlche der Sporangien.
.....Comatricha. (pag. 57.)
1. LAMPRODERMA ROST AF.
Kostaflnski, Versuch etc. 1873, p. 7.
Früchte gestielt, Sporangien kugelig oder ellipsoidisch, mit zarter, glatter, iridescirender Wand; Columella bis etwa zum Centrum in das Sporangium eindringend; von ihrem Ende strahlen die vielfach gegen die Peripherie hin getheilten, dun-kelen Capillituunfaden aus.
1. Columella oben in viele, stark geschlangelte Aeste zertheilt
L. Arcyrionerna.
Columella nicht verzwelgt; Capillitiumfaden wenig ge-schlangelt................2.
2. Sporen fein und dicht stachelig ... L, physaroidcs. Sporen mit sparsamen, zerstreuten Warzen besetzt
.......Ij. iridcum.
1. L. Arcyrionerna 11 ostaf. in Monogr., 1875, p. 208; App. p. 26.
Syn.; Slemonitis ■physaroides var. suhaeneus Bork., Lamproderma subacneum Muss., Comatricha Shimekiana Mucbr.
Früchte gesellig, aufrecht, aut\' nicht umgranztem Hopothal-lus, lang gestielt, 1 —1,5 m.m. hoch. Stiel borstenförmig, nach oben allmahlig verdünnt, schwarz, glanzend, an der Basis verdickt. Sporangien kugelförmig, mit zarter, schwarzgrauer
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oder branner, bvonze-artig gUinzender oder irisirender Haut, welche leicht vergilnglich sich in grossen Fetzen ablöst, und von welcher zur Zeit der Reife nur ein schmaler Kragen an der Basis des Sporangium\'s stehen bleibt. Columella bis gegen das Centrum des Sporangium\'s reichend, und ebenda am Ende in zablreiche Zweiglein zertheilt, welche, wiederholt sich thei-lend, das persistente Capillitium abgeben. Die Faden desselben sind stark geschUlngelt und anastomosiren vielfach; sie werden gegen die Peripherie bin immer feiner und bellfarbiger; gegen das Centrum bin sind sie dunkelbraun. Sporen fast ganz glatt oder mit sebr feinen Pünktchen, bell violettgrau, G—^7 /lt;■. im Durcbmesser.
lm Botanischen Garten von Buitenzorg (leg. Raciborski).
2. L. pliysaroides Rostaf., Monogr. 1875, p. 202 und App. p. 25.
Syn.: Stemonilis ph/saroiden Alb. amp; Soliw., Phi/sarum columbinum Pors., ]\'hi/s. iridescens Bork., Lamproderma columbinum Rost., L. iridescens Kost.
Früchte gesellig auf dunkelbraunem Hypotballus, aufrecbt, lang gestielt, 2—3 m.m. bocb, seltener sitzend. Stiel borsten-förmig, an der Basis verdickt und dunkeier, braun oder scbwarzlicb, langs gestreift. Sporangien kugelig oder kurz eiförtnig, an der Basis etwas verengt; Wandung scbwarzbraun, mit metallischem Glanz, resistenter als in der vorbergehenden Art, unregelmtlssig aufreissend. Columella bis ins obere Drittel des Sporangium\'s reichend , cylindrisch , einfacb oder mit scbwach verdickter Spitze. Capillitiumfaden vom oberen Ende der Columella ausstrablend, vielfacb verzwelgt und unter ein ander mit oblongen Mascben anastomosirend; Faden gerade, nicht oder nur wenig geschlilngelt, dunkelbraun an der Basis, fast farblos in den feinen, peripberischen Endigungen. Sporen rötblicb-grau, dicht mit feinen Stacbelchen besetzt, 1—14 /u, im Durcbmesser.
lm Botaniscben Garten von Buitenzorg, leg. Raciborski.
3. L. irideiim Massee, Monogr. 1892, p. 95.
Syn.; Slemonitis mnlillans Bork. amp; Br., Enerthencma muscorum Lev., Lamproderma arcyrioides var. iridea Cooko.
Früchte gesellig, aufrecbt, 1—1,5 m.m. bocb, gestielt, meist jedes Sporangium mit einem scbeibenformigen, nicht scbarf
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umgranzten, sehr zart hiuitigen, irisirenden Plypothallus. Stiele schlank, schwarz, glatt, borstenförmig. Sporangien kugelig, etwa 0,4 m.m. ira Durchm., mit zarter, metallisch glanzender, leicht in unregelraiissigen Fetzen abspringender Haut. Columella cylindrisch, nicht verdickt, bis etwa zum Centrum des Sporangium\'s reichend. Paden des Capillitium\'s ziemlich gerade, wenig geschlangelt, wiederholt 3—4 theilig, die Zweige dabei allmJihlig immer feiner. In der Nahe der Columella sind die Basalstücke der einzelnen Capillitiumfaden heller, als die freien Enden.
Sporen grau-violett, mit gut prononcirten, zerstreuten Wilrz-chen (etwa dreissig auf jeder Hemisphaere), 0,5—8 /x. im Durch-messer.
Nicht haufig; auf abgefallenen Blattern im Botan. Garten von Buitenzorg.
2. ENERTHENEMA BOWM.
Bowman, in Transact, of the Linn. Soc. XVI, 1830, p. 152.
Früchte gestielt, kugelig; Sporangien wand früh zerstört. Columella bis zur Spitze des Sporangium\'s durchgehend und daselbst in eine kleine Scheibe verbreitert, von welcher und unterhalb welcher die sparsam verzweigten Capillitiumfaden ontspringen.
1. E. elegans Bowman 1. c. p. 152, Taf. 16.
Syn.; Slemonilis papillata Pers., Enerthenema iiapillata Rost., E. Berkeleyana Rost., Ancyrophoms crassipes Raunkiaer.
Früchte gesellig, aufrecht, kurz gestielt, 1 — 1,5 m.m. hoch. Stiel schwarz, conisch, nach oben verdünnt, kürzer als die Sporangien. Diese kugelig, 0,5—0,75 m.m. im Durchmesser, schwarz; Sporangienwand schon vor der Reife verschwunden; oft noch ein schmaler Kragen oder Ringwulst davon an der Basis des Sporangium\'s erhalten. Am Gipfel des Sporangium\'s ist das er-weiterte Ende der Columella als kleine runde, concave, metallisch glanzende Scheibe erkennbar. Capillitiumfaden von der Unterseite dieser Scheibe und vom oberen Drittel der Columella ausstrahlend, sparsam verzwelgt, gleichmassig fein, schwarz-brauu, gerade oder wenig geschlangelt. Sporen braunschwarz, sehr fein stachelig, 8—10 /u. im Durchmesser.
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Auf Rinden und t\'aulem Holz im Botan. Garten in Buitenzorg. Auch in der Niihe von Tegal von Dr. Raciborski gefunden.
3. STEMONITIS GLED.
Gleditsch, Method. Fung. 1753, p. 140, Tab. IV.
Früchte gestielt, cylindrisch ; Columella bis nahe an die Spitze des Sporangium\'s reichend; au Stelle der frühverschwmdenden Sporangienwand ein oberHilchliches, von geschlossenen Maschen des Capillitium\'s gebildetes Netz, welches durch clhnliche Maschen mit der Columella verbunden ist.
1. Sporen bla?s gelbbraun........Sf. Smitliii.
Sporen dunkel violettbraun oder rauchfarben ... 2.
2. Sporen mit netzformiger Wandverdickung . . St. fusca. Sporen sehr feinstachelig, fast glatt.......8.
3. Maschen des oberflachlichen Netzes eng, weniger als 20 p. weit.............St. herbatica.
Maschen des oberflachlichen Netzes ziemlich weit, von 20—100 p. Durchmesser.......St. splcndens.
1. St. I\'usca Roth, in Roemer amp; üsteri, Bot. Magaz. I, 2 1787, p. 26.
Syu.: St. maxima Schwoiu., SI. didyospora Rost., St. nigreseens Rex., St.
Gastillensu Maobrido, Amauroehaete speciosa Zukftl.
Früchte gesellig, mehr oder minder dicht gedrilngt, auf ge-rneinsamem, braunem oder metallisch glilnzendem, zart mem-branosem Hypothallus, 4—6 m.m. hoch. Stiele schwarz, glanzend, glatt, 1—3 m.m. lang, dann allmahlig dünner werdend, bis zur Spitze der Sporangien fortgesetzt. Sporangien cylindrisch, mit stumpfer Endigung, dunkel purpurbraun oder schwarz. Capillitium dunkelbraun, mit vielfach geschlangelten Faden; das Oberflachen-Netz von kleinen, polygonalen Maschen von etwa 5—18 /x. Durchmesser gebildet. Sporen braunviolett, sphaerisch, 7—9 /-i- im Durchmesser, mit erhabenen Leisten auf dem Exosporium, welche mehr odor minder vollstandig netzförmig anastomosiren.
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Hiiufig aut\' faulem Holz, auf abgefallenen Blattern, aut\' Palmeu-Scheiden etc. im Botan. Garten von Buitenzorg, um ïjibodas, am Goenoeng boeroeng von Tjampeah etc.
2. St. splendcns Rostaf., Monogr. 1875, p. 195.
Syu.; Stem. Moryani Pock, St. maxima Mass. (non Sohwoin.), St. liauer-linii Mass., St. Wchhari Kox, St. acmninata Mass., St. conjliieiis Cooko amp; Kllis.
Früchte gesellig, rneist eng zusamraengedrangt, auf gemein-samem, metallisch glilnzendem Hypothallus, aufrecht oder zur Zeit der Reife bogenförmig gekrümrat, aus einander spreizend, 8—15 m.m. hoch. Stiele schv/arz, glanzend, bis nahe zur Spitze der Sporangien als Columella durcli gehend, allmahlig nach oben scblanker werdend, gegen die Spitze zu oft wellig ge-schlangelt. Sporangien lang cylindrisch, gegen das Ende bin etwas verschmalert und bisweilen spitz endigend, dunkel pur-purbraun oder schwarz. Capillitium scliwarzbraun, mit unregel-massigen, rundlicben Maschen: die des Netzes an der Oberflacbe sind 25—100^. in Durcbmesser. Die Faden sind oft an denKnoten-punkten oder für eine kurze Strecke unregelmassig verbreitert.
Sporen rauchfarben, fein und regelmassig gestachelt, 7—9 /u. im Durcbmesser.
Haufig auf faulem Holz, auf Rinde lebender Baume, auch auf moosbedeckter Erde im Botan. Garten von Buitenzorg und um Tjibodas.
3. St. herbatica Peck, in Rep. New York Mus. XXVI, 1874, p. 75.
Früchte gesellig, meist in dichten Büscheln vereint, 5—7
m.m. hoch, rothbraun. Stiele schwarz, etwa 0,8 m.m. lang, auf membranösem Hypothallus inserirt. Capillitium dunkelbraun, weitlaufig, die primaren Faden fast gerade von der Columella zurn oberflachlichen Netz durchgehend; dieses von engen, ge-rundeten (nicht über 7—17 iu. im Diameter messenden) Maschen. Sporen purpurröthlich , fein und regelmassig gestachelt, G—9 fi. im Durcbmesser.
Die Species ist in Java von Zollinger gesammelt worden: ich fand (im Bot. Garten von Buitenzorg) nur eine schlecht ausge-bildete, fast monströs zu nennende Form, welclie der var. con-
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/luens anderer Aften entspricht, die uber nach dein Urtheil von A. Lister, und nach Vergleich mit Originalexemplaren von Peek und Zollinger, zu 8. herbatica zn gehören scheint. Zollinger fand seine Exemplare auf Blattern.
4. S. Smithii Macbr., in Bull. Nat. Hist, Iowa 11, 1893, p. 381, Fig. 4.
Syn.: St. fenuginea Hostal\', in p., S. microspora Ijist.
Prvichte raeist zahlreich zusammengedrangt, gesellig, auf Mutigem, dunkelbraunem Hypothallus, 7—12 m.tn. hoch. Stiele kurz, dunkelbraun; Columella nicht ganz bis zum Ende des Sporangium\'s reichend. Sporangien oylindrisch, mit stumpf abgerundetem Ende, oft bogenförmig gekrümint, zimmetbraun, mit braunen Filden: das oberMchliche Netz aus engen (5—10 fi. im Diameter messenden), gerundeten Maschen bestellend; die inneren Maschen des Capillitium\'s viel weiter, mit auffal-lend sterkeren Filden, die von der Columella ausgehen. Sporen blass gelbbraun, fast ganz glatt, verhaltnissmilssig (im Vergl. mit den anderen Arten) klein, 4 — 6 //.. im Durchmesser.
Nur einmal gefunden, auf faulem Holze im Botan. Garten von Buitenzorg.
4. COMATR1CHA PREUSS.
Preuss, in Linnaea XXIV, 1851, p. 140.
Prttchte gestielt; der Stiel als Columella bis nahe an die Spitze der Sporangien fortgesetzt. Sporangienwand sehr fn\'ih verschwindend; Capillitium persistent, von der ganzen Lange der Columella entspringend, vielfach verzwelgt, doch an der OberHiiche kein zusammonhüngendes Netz bildend.
1. Sporangien fadenförmig verlangert. Sporen dunkel. C. lonjfa.
Sporangien cylindrisch, kurz, Sporen heil. . . 2.
2. Sporen mit wenigen grosseren War zen besetzt. C. typhoides.
Sporen sehr fein regelmassig stachelig .... 3.
3. Sporen dunkel violettbraun.......C. obtusata.
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Sporen hell graubraun oder Heischfarbeu . C. Pcrsoonii.
1. C. longa Peck, in Rep. of the New York Muss. XL1I1, 1890, p. 24.
Syn.; Stemonitis lonya Mass.
Früchte dicht zusammengedriingt, fadenförmig-cylindrisch, bis 40 m.m. lang, in ilirer Gesamtheit lange, weiche, kohlschwarze and sttlubende lUirte bildend, mehr der Gattnng Stemonitis ilhnelnd, als den anderen Arten der Gattung Comatricha. Stiele kurz (1—4 m.m.), schwarz, glanzend, wie lackirt, bis kurz unter die Spitze der Sporangien zuerst gerade, spater verdünnt und als wellig geschlangelte oder zickzackförmige Columella fort gesetzt. Sporangienwand früh zerstört. Capillitium dun-kelbraun, steif, wenige grosse Maschen bildend, und reich dicho-, tricho- und polytoinisch verzwelgt, mit geraden, spitzen, freien Endigungen. Sporen schwarzlich, 8—0 /u. im Durchmesser, mit zahlreichen Stacheln, weiche meist netzförmig angeordnet sind.
Wir haben diese autfallende, bisher nur aus Amerika be-kannte Species in typischen, üppig entwickelten Exemplaren nur einmal reichlich auf Einden im Botanischen Garten von Buitenzorg gesammelt. Die von Lister als var. /?. irregularis beschriebenen (Monogr. p. 120) und auf Taf. XLV A, Fig. dund Fig. f—i illustrirten Formen sind uns nicht zu Gesicht gekommen.
2. C. lyplioides Eostaf., Versuch etc. 1873, p. 7.
Syn.: Stemonitis typhoides 1)1., Stem. typhina Wigh., Stom. affinis Mass. St. atra Mass., St. Carlylei Mass. Triehia typhoides Buil., Comatriclia t.ypiiina Kost.. Monogr., Comatr. affinis Host.
Früchte gesellig, gestielt, aufrecht, 2—3 m.m. hoch, auf gemeinsamem , glanzendem , membranösem Hypothallus. Stiele kurz, nie langer als die Sporangien, schwarz, bis nahe zur Spitze des Sporangium\'s reichend, und daselbst in Capillitium-Faden übergehend. Sporangien wurstförmig, d. h. cylindrisch und stumpf abgerundet an beiden Extremitaten, zur Jugendzeit mit einer sehr feinen, granen, bald verschwindenden Membran versehen. Capillitium schwarzbraun oder rauchfarben, dieletzten Verzweigungen heller, gran, mit stark geschlangelten, vielfach verzweigten Vind allmahlig dabei verjüngten Faden. Sporen heil
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gvaubraun , 5—6 in.m. im Durchmesser, mit sparsamen (B—5 auf jeder Hemisphaere), deutlichen Warzen versehen.
Auf faulem Holz, hier and da: im Botan. Garten von Buitenzorg, und auf dein Goenoeng Boeroeng bei Tjampeah.
3. C. Persoonii Rostaf., Monogr. 1875, p. 201.
Syu.: Stemonitis pulohella Church, Slem. tenerrima Curt., Comatrioha pul-chella Rostaf.
Prüchte gesellig, aufrecht, 1—2,5 m.m. hoch, jede aufeinem scheibenforrnigen, dunkelbraunen, glanzenden Hypothallus auf-sitzend, oder mehrere dieser zusainmenhilngend. Stiele schwarz, glanzend, bis nahe zur Spitze des Sporangium\'s durchgehend. Sporangien cylindrisch, oder oblong, in gewissen Varietóten auch ellipsoid, mit grauer, sehr zarter und leicbt verganglicher, membranöser Wandung. Capillitium mit dunkelbraunen Filden, welche sehr stark geschUlngelt und unregelmassig reich verzwelgt sind: der Dicken-Unterschied zwischen Basis und Endtheil der einzelnen Ftlden ist nicht so markirt, wie in der vorherge-henden Art; die Faden sind mehr homogen, nur in einzelnen Strecken unregelmassig erweitert. Sporen hell graubraun, fast ganz glatt oder überall ganz regelmassig fein punktirt oder ge-stachelt, ohne erhabene Warzen.
Auf faulem Holze, im Urwalde am Berge Salak und um Tjibodas.
4. C. obtusata Preuss, in Linnaea XXIV, 1851, p. 141.
Syu.: Slemonitis obtusata Er., Stem, nigra Pers., St. Friesiana Do Jiary, St. subcaespitosa Mass., S. aequalis Mass., S. Suksdorfii Mass., Comatrioha nigra Seliroot., Com. alta Preuss, Com. Friesiana Kostaf., C. subcaespitosa Peck, C. aer/ualis Pock, C. Suksdorfiii Kllis amp; Evcrh.
Früchte gesellig, auf gemeinsamem , oft undeutliehera Hypothallus, aufrecht, 1—6 m.m. hoch, sehr variabel in Form und Grosse. Stiel borstenförmig, an der Basis erweitert, meist liln-ger als die Sporangien oder eben so lang, schwarz, glanzend. Sporangien kugelig, elliptisch oder cylhidrisch-wurstförmig, an beiden Enden stumpf abgerundet, dunkel schwarzbraun; Spo-rangienwand früh zerstört. Columella bis nahe zur Spitze durchgehend und dann sich in Capillitiumzweige auflösend. Capillitiumfftden schwarzbraun, fast alle gleich stark, sehr
60
stark wellig\' geschUuigelt unci vielfacli in engen Maschen ana-stomosirend. Sporen dunkel violettbraun, fast ganz glatt, oder sehr fein mid dicht gestachelt, T—11 // im Durchmesser.
Auf verfaultem Holze, nicht haufig, im Botan. Garten von Buitenzorg (hg. Raciborski).
(JOH. II. LAMPROSPOUALES.
Sporen hellfarbig, oft gelb, roth, hellbraun, farblos, nietnals violettbraun oder dunkel.
Subcoh. 1. Anemineae.
Capillitium fehlend, oder wo vorhanden, aus unregelmftssigen Röhren gebildet.
FAM. 1. HETERODERMACEAE.
Sporangien kugelig, die Wandung mit verdickten, durch zarte Querrippen verbundenen, parallel von dera Nabel zum Scheitel verlaufenden Rippen......Dictydimn (pag. 6B,)
Sporangien kugelig, die Wandung in der oberen Hi\'llfte mit netzartig verbundenen, feinen Leisten, welche an den Knoten-punkten oft erweitert sind.........Cribraria.
1. CHIHRAIMA PERS.
Persoon, in Roemer, Neues Bot. Mag. I, 1794, p. 91.
Früchte gestielt, kugelig; die Wandung entweder ganz, oder in der oberen Hülfte in ein feines Netz persistenter, regelmils-siger Faden aufgelöst, wilhrend die den Maschen entsprechenden Theile der Wandung früh vergilnglich sind. Columella fehlt.
1. NetztMen der Sporangienwand an den Knotenpunkten
nicht verdickt...........C. aqjillacca.
Netzfilden mit Knoten an den Vereinigungspunkten . 2.
2. Basaler, solider Becher der Sporangienwand etwa ein Drittel des Sporangium\'s einnehmend . . C. purpurea.
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Basaler, solider Theil der Sporaugienwand auf eiue kleine Scheibe reducirt..............3.
3. Knoten an der Vereinigung der Faden in der Sporangien-
wand langlich, mit f\'reien Faden.....C. intricnta.
Knoten an der Vereinigung der Faden rund, ohne freie Fadenendigungen...........C. tenella.
1. C. intrieata Schrad,, Nov. Gen. PI. 1797, p. 7.
Syn.: Cribr. diotydioides Cooko amp; Balf.
Früchte lang geatielt, nickend, 1,5—3 m.m. hoch, gesellig. Stiele dunkelbraun, nach oben liin gleichniassig verdünnt, borstenförmig. Sporangien flach kugelig, 0,5—0,75 m.m. im Durchmesser, gelbbraunlich. Sporangienwand im nnteren Drittel (oder nur in einer ganz kleinen Scheibe rings um die Basis) solide, gelbbraun, mit dunkleren Plasraakörnchen besetzt; der Rest der Wandung bildet ein regelmassiges Netz triangularer Maschen, die von feinen Faden begifinzt sind. In den Berührungspunkten dieser beflnden sich oblonge, etwas unregelmassige, oft ge-krümmte Knoten von dunkelbrauner Farl)e, von denen ausser den zum Netz verknüpften Faden auch noch mehrere frei endende kurze Faden ausgehen. Die untersten dieser „Knotenquot; sind langer und vereinigen sich, nach der Basis hin conver-girend, mit dem soliden Theil der Sporangienwand. Sporen fast glatt, gelblich, 5—0 /x. im Durchmesser.
Ich habe diese Species nicht selber beobachtet: Exemplare aus Java existiren jedoch (von Zollinger?) in der Sammlung des British Museum. Sie gehören der Var. /9. dictydioides, mit sehr kleinem basalem Becher an.
2. C. tonella Schrad., Nov. Gen. PI. 1797, p. 0.
Früchte gesellig, aufrecht oder nickend, 1,5—3 m.m. hoch. Stiele borstenförmig, dunkelbraun, nach oben gleichmassig verdünnt. Sporangien sehr ahnlich denen der vorigen Species; nur sind die Maschen des Netzes regelmassiger, und die Knoten gleich gross, gerundet oder polygonal (nicht verlangert), ohne freie Faden.
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Nuv einmal gefunden, auf Palmblattstielen im Walde von Tjibodas.
Diese Species ist violleicht kaum von dev vorhergehenden zu trennen, zumal da Uebevgange nicht selten sind: die extremen Formen freilich scheinen leicbt von einander zu unterscheiden.
3. C. purpurea Schrad. Nov. Gen. Plant. 1797, p. 8.
Früchte gesellig, lang gestielt, auf oft undeutlichem Hypo-
thallus vereint, 2 5 m.ra. hoch. Stiel borstenförmig, nach oben verdünnt, langs gefurcht, oft gekrümmt oder verbogen, purpurbraun. Sporangien kugelig, etwa 1 m.m. im Durchmes-ser. Basaler, solider Tbeil der Sporangienwand etwa ein Drittel des ganzen Sporangium\'s einnehmend, am Rande mit zahlrei-chen, unregelmassigen, vorspringenden Zalmen und Protube-ranzen in das Netz übergehend: dies mit sehr unregelmilssig geformten, ungleich grossen Maschen und verschieden grossen, irregularen und zum Theile gelappten Knoten in den Vereini-gungspunkten verseben. Basalbecher, Netzleisten und Knoten purpurroth, dicht mit dunkelen Plasma-Körnchen besetzt. Sporen purpurbraun, 5—6 im Durcbmesser, mit zerstreuten , vorspringenden Warzen besetzt.
Auf verfaultem Holz, Buitenzorg (leg. Raciborski).
4. C. argillacea Pers., in Roemer, N. Mag. f. Bot. I, 1794, p. 91
Syn.: Stemonitis argillacea Pors.
Früchte gesellig auf gemeinsamem, braunem Hypotballus, gestielt oder sitzend, 0,75—1,5 m.m. hoch. Stiel, wenn verhanden , dunkelbraun, tief lilngs gefurcht, gegen die Basis hin verdickt, oft etwas unregelmassig, und sehr veranderlich in der Lange. Sporangien exact kugelig, 0,5—0,8 m.m. im Durch-messer, graubraun, matt. Sporangienwand in der basalen Halfte resistenter und meist compact, dunkelbraun; in der oberen Halfte fast stets mit unregelmassig netzförmig verzweigten, starkeren Adern oder Leisten verseben, welche dünnhautige Maschen oder Flecke umgranzen: die zarte Haut dieser wird zur Reifezeit zerstört, so dass nur die feinen, netzförmig ver-bundenen Lei-ten übrig bleiben. Die Trennung zwischen dem
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basalen, soliden Becher und dev netzartig durchbrochenen Partie ist jedoch nicht so scharf, wie bei den anderen Arten der Gattnng: C. arjillacea und C. ruhiginosa würden besser (\'inlt;\' eigene Gattnng bilden.
Auf venottetem Holz, bei Tegal (leg. Raciborski).
2. DICTYDIUM SCHRAB.
IT, A. Schrader, Nov. Gen. Plant. I, 1797, p. 11.
Prüchte lang gestielt; Sporangien flach kugelig, rneist tief genabelt; Wandnng mit zahlreichen, vom Scheitel zur Basis verlaufenden Rippen, welche durch feine Quernerven verbunden sind; in den Zwischenrilmnen ist die Sporangien wand früh ver-giinglicb. Columella feblt.
1. Igt;. umbilicntum Scbrad. 1. c.
Syn.; Mucor oancellatus Batsch, Stemonitis cancellata Gmol., Cribraria eer-ma Pors., Cr. exilis Macbr.
Prüchte gesellig, anfrecht oder hilnfiger nickend, 1—4 man. lioch, ohne Hypothallus. Stiele schlank, haarförmig, gegen die Spitze bin dunner, und oft bogenförmig oder hakenförmig gekrüramt, dunkelbraun, langs gestreift, ohne Spur von Kalk. Sporangien Hach kugelig, meist sowohl an der basalen Insertion, wie ara Scheitel (oder uur am Scheitel) tief genabelt, 0,5—0,7 m.ra. breit; die Rippen der Wandung sind zahlreich (40—60), dunkel rothbraun, manchraal gegabelt; sie lassen eine aussen vorspringende, mittlere Partie, und einen inneren, flachen Saum mit feinen Plasmakörnchen erkennen; Querfaden einfach, ausserst zart. Sporen hellröthlich, 4—7 //. im Durch-messer, fast glatt, aber meist mit einigen wenigen (2—6) grosseren Plasm akörnchen auf der Aussenseite der Sporenhaut.
Auf faulem Holz, seltener auf abgefallenen Zweiglein: Botan. Garten von Buitenzorg; Tjibodas; Kota Batoe. Die am letzteren Orte von Dr. Raciborski gesamraelten Exemplare sind durch sehr (bis 5 m.ra.). lange Stiele ausgezeichnet.
FAM. 2. TUBULINACEAE.
Früchto gesellig, auf gemeinsamem Stiel oder auf geraein-
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saroem Hypothallus in wechselnder Zahl langs verwachsen, oblong oder cylindrisch; Sporangienwand compact, nie dnrch-brochen, ohne Plasraakörnchen. Capillitium, wenn vorhanden, ans Röhrchen gebildet.
1. TUBULINA PERS.
Persoon, in Roemer, Neu. Bot. Mag. I, 1794, p. 91.
Früchte cylindrisch, zahlreich auf gemeinsamer Basis zusam-mengewachsen; Capillitium felilend.
Fruchtmasse auf gemeinsamem Hypothallus sitzend, kissen-formig, mehrere Centimeter breit.....T. fragifonnis.
Fruchtmasse auf kurzem, dickem, stielartigem Hypothallus, bis \'l-j c.m. breit............T. stipitata.
1. T. frajjifbrmis Pers. 1. c.
Syn.: Sphaerocarpus cylindrictis Buil., Tubulina ajlindrica Lam. amp; 1)0., Tub. nitidissima Berk., Licea ruhi/ormis Berk. amp; Curt.
Früchte sitzend, in grosser Anzahl vereint, aufrecht, seitlich verwachsen, auf gemeinsamem, schwammig-ausgehöhltem Hypothallus inserirt, grosse (bis 6 oder 7 Centim. im Durchmesser haltende, 3—5 m.m. hohe, kissenförmige Massen bildend. Ein-zelsporangien cylindrisch oder in Folge gegenseitiger Pression prismatisch, bis zur Spitze verwachsen, oder im oberen Drittel frei; Scheitel abgeflacht, stumpf abgerundet, oder (seltener) conisch zugespitzt; Sporangienwandung rostbraun, wie die ganze Fruchtmasse, dünn membranös oder fest, papierartig. Sporen frei in der Capillitium-losen Höhlung, blass rostbraun, 5 — 8 lm Durchmesser, mit netzförmigen Verdickungsleisten ver-sehen, welche jedoch nicht immer die ganze SporenoberMche bedecken.
Nach Exemplaren, die im British Museum aufbewahrt sind, ist die Species in Java (von Zollinger?) gesammelt worden; mir selber ist sie daselbst nicht vor Augen gekommen.
2. T. stipitata Rostaf., Monogr. 1875, p. 223.
Syu.: Licea stipitala Berk. amp; llav.
Früchte zn halbkugeligen oder kugeligen Massen (bis zu etwa
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5 m.m, Durchmesser und Höhe) vereint, auf gemeinsameni j kurzem und dickem (1—2 m.m. dickem und hohem) Stiel, heil rostbraun oder lederfarbig; die eiuzeluen Sporangien ahnlich wie in voriger Art, etwa 3 m.m. lang und 0,5 m.m. dick, manchmal etwas gekriimint, mit stumpfer Endigung. Sporen kleiner als in Tub. fragiformis, 3—5 //. im Durchmesser, mit iihnlicher Reticulation,
Auf alten Bauinstümpfen, an faulem Holz nicht selten im Bot. Garten von Buitenzorg.
FAM. 3. LICEACEAE-
Prüchte nicht mit einander verwachsen, oder in Form von Plasmodiocarpien, mit derber, kalkfreier Wandung. Capillitium und Columella fehlen.
1. LICE A SCHRADER.
Sitzende Sporangien oder Plasmodiocarpien, Wandung und Sporen braun.
1. L. Hexuosa Persoon, in Syn. Fung. 1801, p. 197.
Syn.; Tubulina Jlexuo.ia Puir.
Sitzende Plasmodiocarpien von unregelmassiger Form, entvve-der rund, kissenförmig llach, oder hiiufiger verlangert, gerade oder gekrümmt, sparsam verzwelgt und bisweilen anasto-mosirend, dunkelbraun, matt. Wandung aus zwei Schichten bestehend, von denen die Élussere körnig-rauh, die innere durchscheinend, glatt ist. Keine Spur von Capillitium und Columella: das Innere ist ganz mit kugeligen, olivenbraunen, fein von Stachelchen rauhen Sporen (von 11—14 fx. Durchmesser) erfüllt.
Auf faulem Holz, auf Rinden im Botanischen Garten von Buitenzorg (Raciborski).
Subcoh. 2. Calonemineae.
Capillitium stets reichlich ausgebildet, aus freien, oder netz-förmig verbundenen, oft verdickten Filden oder Röhren gebildet.
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FAM. 1. TRICHIACEAE.
Capillitium entweder aus freien, an beiden Enden /ugespitzten Faden bestehend, oder dieselben sind zu einem elastischen Netz vertiochten und verwachsen; dabei meist mit Verdickungen in Form von Spiralen oder Ringen versehen.
Faden des Capillitium\'s ganz frei, spiralig verdickt. Tricliia.
Filden des Capillitium\'s zu einem Netz verbunden, spiralig verdiekt...........Hemitricliia. (pag. 69.)
1. TRI C HI A H ALLER.
Halier, Hist. Stirp. Helvet. III, 1768, p. 114.
Früchte gestielt oder sitzend, oft zu mehreren verwachsen, seltener Plasraodiocarpien; Sporangienwand einfach, zart, mem-branös; Capillitium gelb, roth oder braun, aus teinen Röhren bestehend, die an beiden Enden zugespitzt sind, (Elateren) und auf der Aussenseite ein verdicktes Spiralband (oder mehrere) tragen, und bisweilen ausserdem mit kurzen Stacheln versehen sind.
1. Sporen mit deutlichen, erhabenen, netzförmig verbunde-
nen Leisten versehen............2.
Sporen mit feinen Stachelchen, die bisweilen auch netz-förmige Anordnung haben können.......3.
2. Sporangien keulenförmig, sitzend . . . . T. favoginea. Sporangien birnförmig, deutlich gestielt . T. verrucosa.
3. Stiel hohl, mit kugeligen Zeilen erfüllt . . T. faliax. Stiel solide, ohne Füllzellen......T. Botrytis.
1. T. favoginea Pers. in Roem. N. Mag. f. Bot. I, 1794, p. 90.
Syu.: Lycoperdon favoyineum Batsch, Slemonitis favoginea Gmol., Trichia nitens Pors. 179(5, Sphaerocarpus chrysospermus Buil., Trichia chryso-spema Rostaf.
Früchte sitzend oder sehr kurz gestielt, auf einem gemein-samen Hypothallus dicht zusammengedrilngt, keulenförmig oder lilnglich eiförmig, ockergelb, bei der Reife an dem gerundet-
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convexen Ende unregelmÉlssig aufreissend. Sporangieuwand zart, mit unregelmassigen, erhabenen Falten. Capillitiumfilden orange-gell), ziemlich dick (7—8 u. im Durchmesser), mit all-mahlig au Dicke abnehmenden, conisch spitzen Endigungen; 4—5 deutiiche, erhabene Spiralbander und lilngs verlaufende, zarte Linien schmücken die Elateren, Dieselben sind manchmal auch noch mit zerstreuten, feinen Stachelchen versehen.
Sporen 13—15 ju. im Durchmesser, einschliesslich der 1,5—2 ft. hohen, schmaleu Leisten, welche netzig verzwelgt einige wenigeMaschen (3—5) aufjeder Hemisphaere bilden, orange-gelb.
Auf abgestorbenem Holz, iu Buitenzorg, selten (leg. Raci-borski).
2. T. verrucosa Berk. in Hook., PI. Tasman. II, 1860. p. 269.
Syn.: \'1\\ super ha Mass.
Früchte gestielt, einzeln oder in Büschel von 3—5 ver-wachsen, 2—4 m.m. hoch, aufrecht. Stiele 1—2 m.m. hoch, langs runzelig, gelbbraun oder braun, gegen die Basis dunkier und etwas verdickt; Sporangien birnförmig, mit conischer Basis, gelbroth; Wandung membranös, glatt. oder mit feinen Papillen besetzt. Elateren des Capillitium\'s goldgelb, 4—6 /u. im Durchmesser, von verschiedener Lange, meist geschlangelt, mit kurzen, conischen Endigungen, und mit 3—4 verdickten Spiralbandern, im übrigen unbewehrt, oder mit sehr wenigen, kurzen Stacheln. Sporen goldgelb, 13—16 /.t. im Durchmesser, mit erhabenen (etwa 1 /u. hohen) Leisten, welche hier und da kleine Unterbrechungen zeigen.
Auf der Einde verschiedener Baume im Walde von Tjibodas, nicht haufig.
3. T. 1\'allax Pers., Observ. Myc. I. 1796, p. 59.
Syu.: Arcj/ria decipiens Pers.
Früchte gesellig, gestielt, aufrecht, 1,5—3 m.m. hoch, nicht selten 3—5 büschelig verwachsen. Stiele cylindrisch, im oberen Drittel verschmalert, dann aber allmahlig in die Sporangien übergehend, schwach gefurcht, braun , innen mit sphaerischen, sporenahnlichen Zeilen bis zur Basis erfüllt. Sporangien birn-
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förmig oder kreiselfömiig, oben abgerundet, gelbbraun, glanzend, namenlicli im unreiten Zustande wie lackirt aussehend. Zur Reifezeit öffnen sie sicb durch einen Querriss, so das nuv der untere, obconischo Theil wie ein Becher übrigbleibt. Spo-rangienwand aus zwei zarten, gelben Membranen gebildet. Ca-pillitium gelbbraun, mit verscbieden langen, 4,5—5,5 breiten, freien Klateren, welche in sebr lange, feine Spitzen alltnilblig auslaufen, und deren sonst unbewehrte Wand 4—5 Spiral-bander zeigt.
Sporen brilunlich gelb, mit feinen Stacheln, welche bisweilen netzförmig angeorndnet sind, 9—12 im Durcbmesser.
Nur eintnal, in zahlreicben Exemplaren, in Tjibodas anf der Hinde lebender Bilume beobacbtet. Eine auffallende Varietiit mit kleineren, sitzenden Sporangien und gelben Sporen, die aber in der Structur des Capillitiu m\'s und Sculptur der Sporenwan-dung mit dem Typus übereinstimmt, tand icb auf abgefallenen Zweigen im Botan. Garten von Buitenzorg.
4. T. Botrytis Pers. in Roemer, N. Magaz. f. Bot. I, 1794, p. 89.
Syn.: Sphaerocarpus fragilis Sow., Trichia piriformis Fr., 1\'. Decaisneana Do Mary, T. laterilia Lev., T. purpurascens Nyl., 7\'. fragilis Kostaf., T. Cartj/teana Mass., T. suh/usca Rox.
Früchte gesellig, gestielt, einfacb oder zu 2—6 auf gemein-samein Stiele traubig verwachsen, 1,5—5 m.m. hocb. Stiel so lang oder Ulnger als die Sporangien, cylindriscb oder gegen die Spitze etwas verdünnt, unregelmassig gefurcht, rotb oder braun, innen solid, olme Füllung mit kugelförmigen Zeilen. Sporangien birnförmig oder kreiselförmig. dunkelrotb, oft mit bellerer Netz-Zeichnung, unregelmilssig Itlngs der helleren Linien aufreissend. Wandung doppelt; die aussere Schicht körnig, die innere zart, hautig. Capillitium röthlich braun; Elateren 4—5 p. im Durcbmesser, in sebr lange, feine Spitzen endigend. mit 3—4 deutlichen Spiralbtlndern, ohne Langsstreifen und ohne Zaline. Sporen rothgelb, 9 —10 im Durcbmesser, sebr fein und gleichmassig gestachelt.
In wenigen Exemplaren (die vom Typus durch kürzer zuge-
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spitzte Klateren abweichen) in Buitenzorg von Dr. Raciborski gefunden.
2. HEMITRICHIA ROSÏAF.
Rostafinski, Versuch etc. 1873, p. 14.
Früchte gestielt oder sitzend, bisweilen Plasmodiocarpien; Füden des Capillitium\'s verzwelgt und zu eiuem elastlschen Netz verschlungen und verwachsen, mit Spiralverdickungen.
1. Früchte gestielt...........II. clavata.
Früchte in Form von Plasmodiocarpien.....2.
2. Sporen mit netzförmigen Leisten.....H. Serpula.
Sporen gleichraüssig fein stachelig, fast glatt
II. KarsU;nii.
1. II. olavatn Rostaf., Versuch etc. 1873, p. 14.
Syn.: Trichia alavata Pers., Arcyria clavata Mass., Are. stipitata Mass., Are. deciineus Hcrk., Hcmiarcyria clavata llostaf\'., llemiarc. stipitata Mass.
Früchte vereinzelt oder zerstreut, gestielt, aufrecht oder nickend, nach der Reife oft niederliegend, 1—1,5 m.m. hoch. Stiele braun oder schwürzlich, seicht gefurcht, cylindrisch, allmflhlig in das Sporangium übergehend, innen hohl und mit runden, freien, sporenillmlichen Zeilen (die aber viel grosser sind, als die Sporen) erfüllt. Sporangien kreiselförmig oder birn-formig, oben abgerundet, schön gelb, gelbroth oder gelbbraun, gegen die Basis etwas dunkeier, Ulngs seicht gefurcht und mit glünzender Aussenseite; sie öffnen sich unregelmüssig au der Spitze; die Lappen rollen sich zurück, und es bleibt die untere resistentere Hülfte stehen. Sporenwandung unter dem Microscop fein gekörnt-papillös erscheinend. Capillitium reieh verzwelgt, gelbbraun, Füden 5—6 //. dick, mit stumpfen Endigungen, und mit 4—6 Spiralbandern versehen. Ich babe an unseren Exemplaren keine Staeheln am Capillitium gesehen. Sporen gelb, fein und gleichmiissig stachelig, 8—10 fi. im Durchmesser.
Auf verrottetem, weissfaulem Holz, nicht selten: Bot. Garten von Buitenzorg, Kota Batoe (leg. Raciborski); Goenoeng Boeroeug bei Tjampea; Depok.
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2. IJ. Serpula Rostaf., Versuch etc. 1873, p. 14.
Syu.: Mucor Serpula Scop., Trichia Serpula Pers., Arcyria Serpula Mass., Hcmiarcyria Serpula Host.
Sitzende Plasmodiocarpien von wechselnder Gestalt, meist verli\'lngert, verscliieden gekrüinmt und gewunden, oft anasto-mosirend, 1—2 m.m. dick, goldgelb. Sporangienwand gelb, glatt, glanzend, aus zwei Schichten bestehend. Capillitium ein sehr elastisches Netzwerk von goldgelben, verflochtenen, zu-sammenhangenden Fiiden, mit 3—4 SpiralbÉlndern und etwa 2 [m, langen, scharfen Stacheln; ausserdem sind die Faden schwach langs gestreift; sie sind 5—6 dick. Sporen gross (10—12 fx. im Durchmesser), goldgelb, rait leistenartigen Ver-dickungen (0,5—1 hoch), welche netzförmig verbnnden sind,
Eine elegante, sehr charakteristische Art auf todtem Holz, auf Einde, auf abgefallenen Palmblattern: Botan. Garten von Buitenzorg; Berg Salak; Kota Batoe (leg. Raciborski).
3. II. Karstenii Lister, Monogr. Mycet. p. 178, Tab. LXV.
Syu.: Uemiarcyria Karstenii Host., //. paradoxa Mass., Are. paradoxa Masseo.
Früchte in Form von Plasmodiocarpien, langlich, wurmför-rnig gekrümmt oder geschlangelt, ziemlich flach, 0,3—0,5 mm breit, hellbraun oder röthlich; Wandung doppelt, die aussere Schicht dicker, körnig, die innere dünn, hautig. Capillitium mit reich verzweigten und anastomosirenden gelben oder röthlich braunen Faden von 3—5 /u. Dicke, die hier und da blasenför-mige Erweiterungen zeigen: 3—5 Spiralbander bilden die Ver-dicknng der Faden. Sporen gelb, gross, 9—15 /n. im Durchmesser, fein und gleichmiissig gestachelt.
Selten, im Botan. Garten von Buitenzorg (leg. Raciborski).
FAM. 2. ARCYRIACEAE.
Früchte gestielt, sitzend oder Plasmodiocarpien, mit einfacher oder doppelter Wand; Capillitium mit reich verzweigten, zu einem Netz verflochtenen Faden, welche als Verdickungen un-vollkommene (halbe) Ringe, Stacheln, Zahnchen oder Warzen tragen.
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Früchte gestielt.............Arcyria.
Früchte sitzend oder Plasmodiocarpien . Perlchaena (p. 75.)
1. ARCYRIA HILL.
J. Hill, Gen. Nat. Hist. II, 1751, p. 47.
Früchte gestielt; Sporangienwand im oberen Theil früh ver-gïinglich, an der Basis in Form eines offenen, meist obconischen Becherchens erhalten bleibend; Capillitiumftlden mit Warzen, halben Ringen, Ziilmchen etc.
1. Sporen 9—11. im Durchm. . . A. fcrru^inea. (pag. 74.) Sporen nur G—8 im Durchmesser .... 2.
2. Capillitium nach der Reife fest an die Sporan-
gienbasis angeheftet....................3.
Capillitium nach der Reife leicht ablösbar . . 5,
3. Capillitiumfaden von dicht stehenden, feinen
Stachelchen rauh.......A. alhida (pag. 71.)
Capillitiumfaden mit Zalmen und halben Ringen 4.
4. Capillitium grauweiss, Sporangien klein (0,5 m.m.)
. . . . A. iiisi{ynis (pag. 72.) Capillitium braunroth oder braun, Sporangien grösser (2—3 m.m.).....A. punicea (pag. 72.)
5. Capillitium nach der Reife stark verhlngert, cy-
lindrisch, gelb........A. flava (pag. 73.)
Capillitium nach der lleife nur schwach ansge-
dehnt, fleischroth oder braunroth . A. incarnata (pag. 73.)
1. A. alhida Pers., in Roemer, Neues Magaz. f. d. Bot. I, 1794, p. 90.
Syn.: Trichia ainerea Bull,, Stemonitis cinerea Gmel., Stem. digitata Schwoiu., Arcyria cinerea Pers., A. stricia Host., A. pomiformis Host, A. Friesii Berk. ot Br., A. digitata Bost., A. glohosa Scliwcin., A. Cookei Mass., Lachnoholus glohosus Bost.
Früchte gesellig, oft dicht gedriingt, gestielt, aufrecht, zur Reife bis 3 m.m, hoch. Stiele grau, braun oder schwilrzlich, 1—2 m.m. hoch, gefurcht, innen mit grossen, sphaerischen
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Zeilen gefüllt. Sporangien oblong, nach der Reife etwas ver-Ulngert, cylindrisch oder wurstförraig; in einigen (nicht java-nischen) Varietaten anch eiförmig oder kugelig, hell grau. Von der zarten Sporangienwand bleibt bei der Ileife nur ein fast tiacher, seicht langs gefalteter Discus an der Sporangienbasis, mit dunner, glatter oder fein körniger Membran. Capillitium persistent, weissgran oder gelblich grau, mit vielfach ver-zweigten, ungleich dicken Paden (die ausseren sind schlanker), dicht mit mehr oder minder hohen, feinen, cylindrischen Stacheln besetzt. Sporen fast farblos, grauweiss, mit wenigen, kaum erhöhten Warzen besetzt, 6—7 im Durchmesser.
Eine der hauflgsten Arten von Myxomyceten in den von mir besuchten Theilen von Java; besonders auf verrottetem, weiss-faulera Holz, auf Rinden, auf abgefallenen Zweiglein, leicht erkennbar: im Botan. Garten von Buitenzorg; um Tjibodas; in Depok; Kota Batoe (leg. Raciborski).
2. A. jjunicca Pers. in Roemer, Neu. Mag. f. d. Bot. I, 1794, p. 90.
Syn.: yi. vernicosa Rost.
Prüchte gesellig oder zerstreut, 2—4 m.m. hoch, aufrecht, oft in Büscheln vereint. Stiele rothbraun, cylindrisch, gefurcht, oft bogenförmig gekrümmt, im Inneren mit sphaerischen Zeilen erfüllt. Sporangien oblong oder cylindrisch; die Sporangienwand roth oder rothbraun, im unteren, stehen bleibenden Theil viel dicker als in der oberen Partie, und ebenda glanzend, mit radialen Falten. Capillitium rothbraun, mit 3—5 f*. dicken Paden, welche dicht mit Halbringen und horizontal abstehen-den Zahnen besetzt sind: die untere Partie des Capillitmm\'s, innerhalb des Sporenwand-Bechers, hat unverdickte, aber hier und da unregelmassig aufgeblasene Paden. Sporen gelbroth, fast ganz glatt, oder mit wenigen, kaum erhabenen Warzen, 6—8 p. im Durchmesser.
jS\'icht selten, auf faulem Holz: Botan. Garten in Buitenzorg; Tjibodas; Depok.
3. A. insijjnis Kalchbr. «amp; Cooke, in GrevilleaX, 1882, p 143.
Prüchte in kleinen Gruppen gesellig, viel kleiner als die der
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vorhergehenden Arten, 0,5—0,75 m.m. hoch. Stiele sehr knvz, röthlich, oben erweitert, mit sphaei\'ischen Zeilen im Centrum. Sporangien ellipsoid, hell rosenroth; die Wand des stehen bleibenden, basalen Bechers mit regulüren, radialen Palten, und von dentlichen, zerstreuten Warzchen papillös. Capillitium farblos, mit feineren Félden als in dev vorigen Art (2—3 ,/t. dick); die Verdickungen der Pilden (Halbringe und Zahnchen) sind viel we-niger prominent. Sporen glatt, oder mit sehr wenigen Warzchen , fast farblos, 6—8 itn Durchmesser.
Ich fand diese seltene, bisher nur vom Gap der Guten Hoff-nung und von Natal, aus Hrasilien und von Antigua (Brit. Antillen) bekannte Species nur einmal auf abgefallenen BUittern, im Secundar-Walde von Depok (4. Januar 1897).
4. \\. incnrnata Pers., Mykol. Gbserv. 1, 179G, p. 58.
Syn.; Stemonitis incarnaia Pers., Clathrus adnalus Batsoh., Arcyria adnata llostuf.
Prüchte kurz gestielt, zerstreut oder in kleinen Gruppen vereint, aufrecht; unreif 1—1,5 m.m. hoch: das nach der Reife ausgedehnte, leicht abfallende Gapillitiumnetz bis 4 m.m. lang, 1 m.m. breit. Stiel nach oben in die trichterförmige Sporan-gienbasis übergehend, röthlich, mit spbaerischen Zeilen erfüllt. Sporangien ellipsoid oder oblong; die stebenbleibende Basis trichter- oder becherförmig, mit hlngsgefalteter, zart raembra-nöser, fleischrother, deutlich papillöser Wandung. Capillitium fleischroth bis braunroth, mit 3—5 //. dicken Pilden, leicht von der Sporangienbasis abgelöst; Verdickungen der Pilden (halbe Ringe und Spitzen) relativ vvenig erhaben, aber sehr dicht stehend, so dass die Oberflache der Paden tast granulirt, rauh erscheint.
Sporen blass röthlich, fast ganz glatt, (i—8 /li. im Durchm.
Nur einmal gefunden, im Botan. Garten von Buitenzorg, auf faulenden Blüthenscheiden von Palmen itn Rotang-Quartier (2. Januar 1897).
5. A. Ha va Pers., in Roemer, Neu. Magaz. f. Bot. I, 1894, p. 90.
Syn.: Trichia nutans Bull., Aroyria nutans Grov.
Prüchte in kleinen Gruppen vereint, bisweilen auf gemein-
H
samem Hypothallus, kurz gestielt, 1,5—2 m.tu. hoch vor tier Reife: Capillitium nach dein Verstreueu der Sporen abfallig und sehr lax, zu einem langen (7 -10 in.m. Lange, 1 m.m. dick), gelben, lockeren Wollfaden ausgedehnt. Stiele röthlich gelb, mit sphaerischen Zeilen gefüllt. Sporangien cylindrisch; die stehen bleibende Basis becberförmig, aber enger und tiefer als in den vorhergehenden Arten, fast einem leeren Sporangium von üraterium ilhnlich, gelbbraun; die Wandung gefaltet, und innen mit Papillen besetzt, die sicb meist in Netzform disponiren. Capillitium sehr lax; Ftlden —5 dick, blass gelb, mit zer-streuten, oder streckenweise dicht stellenden, gt;tark erhabenen Halliringen und Spitzen.
Sporen blass gelb, fast glatt, fi—8 /u. im Durchmesser.
Belten, auf faulem Holz, im Botan. Garten von Buitenzorg.
6. A. fciTiij\'inea Sauter, in Flora XXIV, 1841, p. 810.
Syn.: A. intrioata Rost., //. diclyonema Rost., A. mac.rospora Pock, Ue-terotriohia (SahrieUae Masseo.
Früchte gesellig auf gemeinsamem, hautigem Hypothallus gestielt, aufrecht, 1—2 m.m. hoch, orangeroth, oder ocker-farbig. Stiel kürzer als die Sporangien, oft gelurcht, nach oben erweitert, röthlich, innen mit grossen, kugeligen Zeilen er-füllt. Sporangien oval oder elliptisch, der basale, zur Reifezeit stehen bleibende Theil der Sporangienwandung flach trichter-förmig, roth, glanzend, auf der inneren Seite mit einem rund-maschigen Netz von Verdickungen. Capillitium gelbbraun, zur Zeit der Reife und nach derselben nur massig ausgedehnt, der Sporangienbasis ziemlich fest angeheftet; die Faden reich verzwelgt, 5 8 //. dick (die centralen Faden, au der Basis des Sporangiums feiner, 2—3 p.), mit unregelmassigen Verdickungen; manchmal sind sie ganz von dicht stehenden VVarzen rauh, andere zeigen querstehende und netzförmig verbundene Verdickungsleisten: der Durchschnitt der Faden ist nicht rund, sondern dreiseitig. Sporen heil roth oder gelbbraun, fein und dicht mit Warzchen besetzt. 8—11 /li. im Durchmesser.
Selten an faulendem Holz, in Buitenzorg (leg. Raciborski).
75
2. I\'ERICHAENA FRIES.
Fries, Symbol. Gasterom. 1817, p. 11.
Plasmodiocarpien oder sessile Früchte; Sporangienwand dop-pelt; die aussere Schicht dicker, rait eckigen Körnchen, die irmere zart, raerabranös. Filden des Capillitiura sparsara ver-zvveigt, sehr lang, oft ungleich steckenweise dünner oder dicker, glatt oder mit Körnchen , Warzen oder Stacheln besetzt.
1. Sitzende, braune, dicht gedrangte Sporangieu
. P. depress,i.
Plasmodiocarpien von gelblicher oder rother Farbe . 2.
2. Sporen 10—12 ^ im Durchraesser . . . P. variabilis.
Sporen 6—7 im Durchraesser ... P. microspora.
1. P. depressa Libert, Plant. Crypt. Ard. IV, 1837, N°. 378.
Syn.; P. arlocreas Berk. amp; Ra v., P. irregularis Berk. amp; Curt., Per. australis Berl., Per. applatiata Masseo, Ophiolheoa irregularis Mass., Stegama australe Cesati.
Sporangien racist zalreich auf geraeinsamera Hypothallus ge-sellt, dicht gedriingt, ungleich gross (0,5 — 1 ra.tn. Durchraesser) und durch gegenseitigen Druck unregelmassig polygonal, flach, hellbraun: die freie Oberfiache ist leicht uhrglasl\'önnig convex und dunkelbraun: diesor dunklere Theil springt bei der Reife als Deckel mit scharlem Rande ab. Sporangienwand doppelt: die aussere Schicht derb, brüchig, körnig, braun, die innere t\'ein hautig, glatt. Capillitiura gelb rait zahlreichen, durchein-ander geworrenen, dichten, zarten, verzweigten Faden, deren Dicke (auch in kurzer Distanz) von 1,5 zu 2,5^. wechselt; die Wandung der Fad en ist durch ilusserst t\'eine Warzen rauh. Sporen goldgelb, 8 — 12 ^ ira Durchraesser, mit feinen Wilrz-chen besetzt.
Aut Rinden, ira Botan. Garten von Buitenzorg.
2. P. variabilis Rostaf. Monogr. 1875, p. 295.
Syn.: Physarum vermiculare Scliwoin., Ophiotheca vermicularis Mass., Oph. utnhrinu Berk. amp; Curt,, Oph. reticulata Mass., Licea reticulata Berk. amp;, Br., Perichaena vermicularis liost., 1\'er. Friesiana Rost., 1\'er. confusa Mass.
Früchte sitzcnd, halbkugelig, oder hilutiger Flasraodiocarpien
76
von verlangerter Form, gerade oder gekrümmt, oft netzartig anastomosirend , gelbbraun, blass; Sporangienwand doppelt, die aussere mit eingelagerten Körnchen, die iunere zarter. Ca-pillitium mit unregelraassig verzweigten und verworrenen , gelb-lichen Fiiden, welche wie in voriger Art zahlreiche Auftreibnn-gen zeigen; sie sincl fein warzig rauh. Sporen gelb, fein und zerstreut punktirt-gestachelt, 10—15 im Durchmesser.
An abgefallenen Blattern ira Botan. Garten von Buitenzorg (leg. Raciborski).
3. P. microspura Penz. et Lister n. sp.
Plasmodiocarpien von wechselnder Gestalt, bisweilen kurz, ellipsoid oder oblong, oder lang, cylindrisch, gekrümmt und netzförmig auastomosirend, mit glatter oder seicht runzeliger, glanzender Oberflache, 0,5 m.m. dick, schön fleischroth, Aeussere Sporangienwand dick, und in den basalen Theilen mit braunen Körnchen; die innere sehr zart, mit feinen Papillen besetzt, fieischrotb. Capillitium mit sehr feinen (2 ft. dickeu), sparsam verzweigten, ziemlich gleichmassig starken Faden von derselben Farbe, wie die Sporangienwand, überall sehr dicht mit vor-springenden Warzen besetzt und davon rauh erscheinend. Sporen gelblich roth oder fleischfarben, G—7 im Durchmesser, fast ganz glatt, oder rait sehr feinen, gleichmassig vertheilten Stachelchen.
Auf abgefallenen Blattern und Zweiglein ira Botan. Garten von Buitenzorg, nur einraal gefunden (19. December 1896).
Obgleich das gesammelte Material nicht sehr reichlich ist, glauben wir doch berechtigt zu sein, diese Form als eine neue Art anzusehen. Sie steht bezüglich ihrer Organisation in der Gattung am nachsten der Ver. variabilis Rost., unterscheidet sich davon aber durch die lebhafte Farbung, durch die gleich-förmig dicken, zarteren Capillitiumfaden und besonders durch die auffallend kleineren Sporen.
FAM. 3. LYCOGALACEAE.
Früchte zu einem kugeligen oder ovoiden Aethalium ver-
77
schmolzen, mit cloppelter Wandung; Capillitium aus dickcn, unregc 1 mi\'issigen , verzweigten Röhren gebildet.
I. TACOGALA MIGHELI.
Micheli, Nov. Plant. Gen. 1729, p. 215.
Aethalien kugelförmig, eiförmig oder conisch; von einer zwei-schichtigen Riade umgeben. Capillitiumröhren ungleich weit, wahrscheinlich nur die mit Membran umkleideten Zvvischen-rilume zwischen den verfloehtenen Sporangien darstellend (siehe A. Lister, Monogr. p. 208).
1. L. miniatum Pers. in Roemer, N. Magaz. f. Bot. I, 1794, p. 87.
Syn.: Iqooperdon Epidendrim L., Lycogala Epidendrum Rost af.
Aethalien kugelförmig, sitzend, isolirt oder in Gruppen oder Reihen veveint, 2 m.m. — 1 c.m. im Durchraesser, röthlich grau, gelb-grau, gelb-braunlich oder rothbraun, mit ziemlich glatter Oberfliiche, welche jedoch unter milssiger Vergrösserung getrennte, dunklere Pleckchen zeigt. Capillitiumröhren sehr ungleich in Starke (3—20 dick), mit unregel mossig welliger Wandung und mit gerundeten. geschwollenen treien Endigungen; Sporen 5—7 fi. im Durchmesser, fast farblos, mit netzförmigen Verdickungsleisten auf dem grössten Theil der Sporenwand.
Haufig auf todten Zweigen , auf faulem Holz, auf verrotteten Stangeln von Elettaria etc., im Botan. Garten von Buitenzorg, und um Tjibodas.
Var. ft. tessellatum Lister nov. var., in litt. — Die Warzen oder Blasen auf der Oberflache des kugeligen Aethalium\'s sind in zahlreiche Kammern oder Pelder getheilt, welche durch ihre dunkele Farbung dem Pruchtkörper eiu punktirt-scheckiges Aus-sehn geben. Hr. Lister besitzt ahnliche, von der Stammform wohl zu ixnterscheidende Exemplare auch aus Texas (Brit. Mus. 81:1, A) und aus Nord-Amerika (leg. Rex), sowie aus England (Highcliff). — Ich fand diese Varietat, zusammen mit der ty-pischen Form, in der Nahe von Tjibodas, auf Rinden.
REGISTER.
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(Die Synonyma Aelhalium............. A. septieum Pr.......... Amaurochaete........... A. speciom Zukal......... Ancyrophorus........... A. crasdpes........... Angioridium............ A. simiosum Grev......... Arcyria............ A. adnata Rost.......... A, nlbiila Pers......... A. cinerea Pers.......... A. clavata Mass.......... A, Cookei Mass........... A. decipiens Bork......... A. decipiens Pers.......... A. didyonema Rost........ A. digitata Rost.......... A. flava Pers.......... A. ferru|ginea Saut....... A. Friesii Berk. amp; Bor....... A. globosa Schwcin........ A, incarnata Pers....... A, iiiNig-iilH Kalchbr. amp; Cooke. . A. intricata Rost......... A. Karsteni Mass......... A. maorospora Peck........ A. nutans Grev.......... A. paradoxa Mass......... A. pomiformis Rost........ A. itunicea Pers........ A. Serpula Mass......... A. stipitata Mass......... A. striata Rost.......... A. vernicosa Rost......... Bailliamia........... |
in Cursiv gedruckt). B. capsutifera Berk........ B. coadnata Rost......... B. Tasciciilata Rostaf. .... B. Fuckeliana Rost........ n. Ii.yaliua Berk........ B. macrocarpa Rost..... B. nodulosa Mass......... B. orbiculata Rex......... B. varia Mass........... Ceratiomyxa......... C. ■■■ iii-iila Schroet....... Ceratium............. C. Arbuscula Berk. amp; Curt..... C. hydnoides Alb. amp; Scliw..... C. pyxidatum Alb. amp; Sohw..... dionilriodenna........ C. Alexanclrowiczii Rost....... C. Berkeleyanum Rost....... G. Cookei Rost.......... cubense Rost.......... C. dealbatnm Mass........ C. di/forme Mass......... C, Miclielil Rost........ 6\'. Muelleri Rost......... C. pezizoides Rost......... lt;J. reticulatum Rost...... \'j C. Saundersii Berk. amp; Br...... i C. NiiliilictvoHpcriiiiiiii Rost., d C. sublateritium Rost.. (7. teslacciini Ro.st. C. zeylanicum Roat. . Cieiikowskia . . . C. reticulata Rost. Cionium........ 6\'. xanthopm Ditm.. . Clathrus ....... |
80
i\'«g.
Png
|
6\'. adnatus Batscli........73 C\'Oiimtriclm..........57 C. aequali.i Peck....................59 6\'. affmis Bost..........58 6\'. alia Pronss........... 59 6\'. Friesiana Host.........59 C. Ioh^-m Peck........58 C. nigra Scliroet....................59 C. obtusata Prenss.......59 C. laersooiiii Rost..............59 C. pulchella Rost.........59 C. Shimkiana Macbr................52 C. sulmespitosa Peck.......59 C. Suhdorfii EU. amp; Bv......59 C. typhina Rost..........58 C. typlioides Rost.......58 (lt;ralt;eriuni...........41 6\'. aureum Rost..........42 C. confusum Mass.........4.2 C. cylindricum Mass........41 C. Friesii Rost..........42 C. Fuckelii Mass.........41 leucMceplialum Ditin. . . 41 C. minimum Berk. amp; Curt............41 C. mimifum Fr..........42 •J. ■iintnbile Pr........42 C. Oerstedtii Host.........42 C,\'. |i(Mlimciilittiiiii Trout,. . . 42 C. pruinosim Corda........41 C. pyriforme Ditm..................42 C. vulgare Ditm....................42 (\'rilirarin...........60 C/. argillacea Pers.. . . ... 02 G. cernm Pers..........03 6\'. (lictydioides Cooko amp; Balf, ... 01 C. exilis Macbr.........03 C, intricata Schrad.......01 C. iiiirpurea Sciirad......02 lt;?. («uella Sciirad................01 Hiarhaea...........4R ■». hulltilloNa Lister.....47 IMclydium...........Q3 ■». ■■■■■hilieatum Sciirad. ... 03 üiderma.............33 J). cubense Berk. éi Curt......45 JJ. depressum Fr....................44 /). Mariae-inisoni Peck......45 t). squamulosum Alb. amp; Scliw. ... 50 J). sublateritium.........45 l). lesldoeum Pers..................45 J). vahatum Fr..........33 |
■gt;i«lymiuiii...........48 I). Alexandrowiczii Mass.....50 ü. australe Mass.........40 D. Barteri Mass....................24 D. bulbillomm Berk. amp; Br.....47 D. chrysopepl/m Berk. amp; Curt.. . . 22 lt;?lavii!t Rost........48 J). oommutabile ]?erk. amp; Br.....48 D. conjluens Rost.........50 D. cos latum Fr.........50 D. croeeojlamm Berk. amp; Br..........34 D. dealbalum Berk amp; Curt..........44 U. lt;\' li\'u sum Lk........50 D. elegautissimum Mass..............49 J). eximium Peck.........49 U, rarinaceum Schrad..........50 D. flavieomum Mass........20 I). Fuokelianum Rost.......50 D. fukelhm Mass.........49 D. glaucum Phill.........32 D. gyrocephalum Mout.......27 D. laleritium Berk. amp; Rav.....34 1). leucopus Fr..........50 D. macrospermum Rost.......50 D. luteogriseum Berk. amp; Curt. ... 27 I), melanopus Fr....................48 1). melleum Berk. amp; Br......22 l). Michelii Lib..........44 J). mierocarpon Rost........49 I). neglectum Mass.........4S U. uigriiies Fr.........49 l). obrusseum Berk. amp; Curt..........27 1). pertusum Berk.........49 D. polymorphum Mout.......27 ]). physaroides Fr.........50 D. praeco.v Do Bary.......50 1). proximum Berk. amp; Curt.....49 D. pusilhm Berk. amp; Curt............31 I) radiatmn Mass.........48 D. radiatum Berk. amp; Curt.....32 ü. reliculatum Rost........45 l). scrobiculaltm Berk.......33 1). squamulosum Pr........50 J). tenerrimum Berk amp; Curt. ... 27 l). testaceum Pors.........45 ü. ligrinum Schrad........50 J). Tussilaginis Mass........50 1). xanlhopus Fr....................49 D. zeylankum Bork........46 Knvrtiieiiema.........54 E. Berkeleyana Rost........54 |
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PaR.
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IC, eleirnns Bowiu....... /?. muscorum Li;v......... E. papillata Kost......... Enteridium............ E. cinereum Soliwein........ Krionema n. gen......... K. Miireuni Peuz. n. sp..... I\'1 ii I i i; o............. ellipsospora List...... K. Heptica Gmcl....... F. varians Somm......... Ilemiarcyria............ II. clavata Kost.......... II. Karstenii Kost........ II. obscura Rox......... 11. paradoxa Mass........ H. Serpula Rost......... II. stipitata Mass......... Hemitricliia......... II. clavata Kost........ H. Harüteiiii List....... II. Serpula Kost........ Ileterotriohia........... II. Oahriellae Mass........ Isaria.............. I. muoida Pers.......... Lachnoholus............ L. globonus Kost......... iiamproilerma........ L. aroyrioides Cooko....... ld. Arcyriuiieina Kost..... L. columbinum Rost........ L. iridescens .Kost........ Uj, iriiieiim Mass........ li. ph.rHaroides Rost...... h. subaeneum Mass........ liepitloderma......... L. fulvum Mass.......... L. stellatiiM Mass......... ïïj. (igriiium Rost....... Eiicea.............. li. flexiiONa Pers........ L. Lindheimeri Berk........ L. reticulata Berk. amp; Br...... L. rubiformis Berk. amp; Curt..... L. stipitata Berk. amp; Rav...... Iiycograla........... |
//. Epideiidrum Rost........ li. niiiiiatum Pers..............77 Lycoperdon............li.\'i L. cinereum Batscli........33 L. Epidetulrum L.........77 L. favogineum Batsoh.......66 Muaor.............38 M. caucellatus Batscli......63 M. septicus L......................38 M. Serpula Scop.........70 Ophiotheca..........................75 0. irregularis Mass........75 O. reticulata Mass..................75 O. umbrina Berk.........75 O. vermicularis Mass................75 Pericliaena....................75 I\'. upplamta Mass........75 F. arlocreas Berk. amp; R......75 F. australis Berl.........75 F. confusa Mass.........75 I*, (lepressa Lib................75 F. Eriesiana Rost.........75 F. irregularis Berk. amp;. Curt..........75 F. reticulata Rost.........75 1*. variabilis Rost.......75 F. vermicularis Rost........75 Is. anicrospora Peuz. n. sp. . . 76 Feziza..............42 F. minuta Leors..........42 l\'liy sarei la..........40 I*, mirabilis Peek.......40 Pli^ saniiii...........20 F. ajjine Rost..........32 F. albicans Peck.........24 F. atrorubrum Peek........23 F. aitrcum Pers..........25 1\'. Ilerkeleyi Rost..............26 1quot;. bivalve Pers........33 I*. bugcoriense Racib............35 1quot;. calidris List........31 F. candidum Rost.........32 F. Carlylei Mass.........25 F. cerebrinum Mass........38 F. chrysotrichim Mass.......34 I*. cinereum Pers.......33 F. cinereum Saoe.........32 I*. cifriiiuni Schum......23 F. Clavus Alb. amp; Schw......48 F. columbinum Macbr.......24 I*. compactum List......24 |
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1quot;. coinpressiim Alb. amp; Schw.. 32 l\\ etipripes ]5erk. amp; llav............2C J\'. depressum Sclmm........44 I». «lidermoides Host.....32 P. JHimari Host.........34 P. ellipsosporum Rost.......38 P. fasciculatum Jungli..............18 P. Jlamcomum Berk........26 P. gulheim Wing.........26 P. glaucum Mass.........32 g-lobulirerum Pers..........24 1\'. yracilenium Fr..................29 P. granulatum Balf........29 1\'. (.ulielmae Fenz. n. sp. . . 34 P. gyrosum Rost.........38 1\'. hians Mass..........40 P. hyalinum Pers.........19 P. Javanicuin Kacib............30 Iquot;, inaeqiiale Peck......34 P. kidescens Berk..................53 P. leucophaem Fr..................29 P. Leveillei Rost.........23 P. Imdum Rost....................32 P. macrooarpon Ces........19 1*. melleui» Mass..............22 P. microcarpon Fr.........49 P. Muelleri Berk.........46 P. mphroideum Rost................32 P. nicaraguense Macbr..............32 P. nigripes Lk..........49 P. uucleatum Rex......27 P. nutans Pers..................29 P. obrusseum Rost..................27 P. penetrale Rex......28 P. Petersii Berk. amp; Curt............24 P. Petersii Mass.........26 P. Phillipsii Balf.........32 P. Pini Sclmm..................30 P. polymorphuin Rost. ... 27 P. pgitlavinnm Ditm............25 P. pulclierrimum Berk. amp; Rav. 23 P. Readeri Mass.........29 P. reticutatum Alb. amp; Schw. ... 39 P. Tufihasis Berk. amp; Br......40 P. Schumacheri Spreng..............23 P. scrohkulatnm Mass.......33 P. scyphoides Cooke amp; Balf..... 41 P. sinuosum Fr..........33 P. Tussilaginis Berk. amp; Br..........50 P. vermiculare Sohwein..............75 P. viride Pers.........25 |
Relicularia............33 R. sinuosa Bull..........33 Sphaerocarpus...........24 S. chrysospermns Bull.......60 S. cylindrious Bull.........64 S. gtohuliferus Bull........24 Spumaria.............32 S. didermoides Pers........32 S. physanoides Pers........50 Stegasma.............75 S. australe Ces..........75 StemonitU...........55 S. aequalis Mass.........59 S. acuminata Mass.........56 S. affinis Mass..........58 S. argillacea Pers........ . 62 S. atra Mass...........58 S. Bauerlinii Mass.........56 iV. cancellata Gmel.........63 S. Carlylei Mass.........58 /S\'. castillensis Macbr........55 S. cinerea Gmel..........71 S. conjluens Cooke amp; Ellis .... 56 S. didyospora Rost........55 S. digitata Schwein........71 S. faroginea Gmel.........66 S. ferruginea Rost.........57 S. Friesiana De Bary.......59 S. fusca Roth.........55 ü. Iierbatica Feck......56 S. incarnata Pers.........73 S. leucocephala Pers........41 S. longa Mass...........58 S. maxima Schweiu.......55 S. maxima Mass..........56 S. microspora List.........57 S. Morgani Peck.........56 6\'. nigra Pors...........59 S. nigrescens Rex........55 S. obtusata Fr..........59 S. papillata Pers.........54 S. phy sar aides Rost........53 S. pulahiella Church.......59 S. scintillans Berk. amp; Br......53 N. Smitliii Macbr........57 S. splenilens Rost.......56 S. suhcaespitosa Mass.......59 S. Suksdorjii Mass.........59 S. tenerrima Curt.........59 S. typhina Wigh.........58 S. lyphoides D1..........58 |
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lt;S\', viridis Gmol.......... S. IVehberi Rok......... \'1\'ilmadoche............ T. compacla Wing......... T. gracilenta Rost......... T. gyrocephala Rost........ T, minuta l?erl.......... \'i\'. mutabilis Rost......... T. nutans Rost.......... \'l\\ Pint Rost........... T. oblonga Rost. ........ T. viridis Saco.......... TricliampliorH........ T. Puckeliana Rost........ T. oblonga Berk. amp; Gurt...... T. |i«xizoi(lea Jungh...... Triclii»............. \'1\\ chrysosperma Rost....... T. Carlyleana Mass........ T. Bolr.yti» Pers....... T. aurea Solium.......... T. cinerea lUill.......... |
P«g. \'I\'. clamia, Fors..........09 T. Decaisneana Do Bary......08 T. f\'allnx Pors.........07 T. favoifinea Pors.......00 T, Jragilis Rost.........08 T. lateritia Lev..........08 T. nitens Pers...........00 \'/\'. nutans Bul!..........7:5 T. purpmescens Nyl........08 T. piriformis Kr.........08 T. Serpula Pors....................70 suhfusca Kox.........08 T. superha Mass..........07 T. typhoides Buil........58 X. verrucosa Bork.......07 Titbiilina............04 T. cylindrica Lam. amp; DC......64 T. Jlexuosa Poir.........05 rraKif\'nruiia Pers. . . ... 04 T. Lindheimeri Mass........38 T. nitidissima Berk........04 X. atipitata Rost........04 |
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Verlag der Buchhandlung und Druckerei vormals E. J. BRILL.
Annales du Jardin botanique de Buitenzorg, publiccs p.ir li. 11. C, C. SoiiKFruii. Vol. I. Batavia 1870. 8°. loiie. f 15.75
Annales du Jardin botanique d3 Buitenzorg, publiées ijar Melchiok Theub. Vol. 11—XV. 1881—98. 8quot;. F An nee ƒ 12.—
Annales du Jardin botarjique de Buitenzorg, pnbliées nar Melchior Triiub. l^\' Supplément. 1897. gr. 8°. f 9._
Jardin botanique de Buitenzorg, — Icones Bogorienses. I01\' Fascicule PI. 1—XX\\. 1897. gr. in-80. ... /quot;10
Plore de Buitenzorg, publiée par Ie Jardin Botanique de Buitenzorg. Iquot; 1\'artie. M. U\'aoibouski , Die .Pteridophyten f 3.50
Boerlage, J. G., Handleiding voor de kennis der Flora van Nederlandscli-lmlië. Beschrijving van de families en geslachten der Nederl.-Indische phanerogamen. Deell. 11,]., IbOO 91 gr. 8°. \' \' \' quot;
Dl |: dMypehila,\'. TlmlainilIorao-lHsciflome. Vuui. I. Uanuncnlacono.- — i\'uin. ali I Moi(\'iilycilloiac. ,1\'aiii. XLIII. Connaiaccao. — Fam. LXVI (W-nacoac. 8°......................\' \' ^
Dl. II. Mtoif/ledones gmojrlalitr. 1c Stuk: Inloroo-Uotoromorae\'. — Faiu LXXXli Sh\'iT
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Bryologia Javaniea sen dcscriptio inuscormn frondosorum Ar-chipelagi Indici iconibns illustrata anetoribus F. Dozy et .1 II. Molkenhoeh; post mortem luictorinn edentibus R. B. van DEN Hoscll et (\'. M, van dkil SaNDK, la CoSTE. 2 vol quot;T 111-4°
(/ 128.—) / OO.-\'
Dozy, F., ( | J. H. Molkenboer, Muscorum trondosormn novae specic-s ex Archipelago indico et Japonia. 1844. 8\\ ƒ__,40
Dozy, F. et J. H. Molkenboer, Musci frondosi iuediti Archi-pelagi Indn i sive descriptio et admnbratio niuscormn fron-dosornm ex insvdis Ja,va,. Borneo, Sumatra, Celebes, Ainb^iü ■ nee Kon in .laponia nnper detectorum minusve cognitopïin. S\')\' *.............../ 20.—
Journal do botanique IVéerlandaïso, publiée par F A vV Mjqüki,. Année 1861. 8quot;. ....... f quot; 8 —
Miquel, F. A. W,, Flora van Xedorlandsch Indië. 8 dln 4 stn. Met liijvoegsel..........ƒ -
Mi«uel P A. W., lll,,,,tmtio„s Je la Boro do\'l\'Archipelquot;1.1^ dien. 18/0—d. Livr. 1—3. gr. 4quot;. ƒ ^
Wakker, J. H. en F A. F. C. Went, De ziekten van het smkernet op Java, dm met door dieren veroorzaakt worden S1quot;- s- Ingcnmud m :2 deelen tekst en platen, f 11.— Gebonden in linnen band „ Bi! —
Budulnicknroi vormals E, J. Id.n.i,, Lcidon (Hollanil).