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RÉSULTATS

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L\'EXPÉDITION SCIENTIFIC^JE NÉERLANDAISE À LA

NOUVELLE-GI; iNÉE.

en

1903

SOUS LES AUSPICES

de

ARTHUR WICHMANN

VOL. II.

2ème PARTIE.

ENTDECKUNGSGESCHICHTE VON N

(188B bis 1902)

VON

D^ ARTHUR WICHMANN

o. Ö. Professor an der Universität zu Utrecht.

Mit 2 Tafeln und 36 Karten im Text.

LEIDEN
BUCHHANDLUNG UND DRUCKEREI

VOKMALS

E. J. BRILL.

19 12.

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NOVA GUINEA
II.
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Nova Guinea.

UITKOMSTEN

DER

NEDERLANDSCHE NIEUW-GUINEA-EXPEDITIE

IN

1903

ONDER LEIDING VAN

D^ ARTHUR WICHMANN,

Professor te Utrecht.

MET MEDEWERKING VAN DE MAATSCHAPPIJ TER BEVORDERING VAN HET
NATUURKUNDIG ONDERZOEK DER NEDERLANDSCHE KOLONIËN, HET INDISCH COMITÉ VOOR
WETENSCHAPPELIJKE ONDERZOEKINGEN EN HET MINISTERIE VAN KOLONIËN.

LEIDEN
BOEKHANDEL EN DRUKKERIJ

VOORHEEN

E. J. BRILL

I 9 I 2.

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Guinea.

RESULTATS

de

L\'EXPÉDITION SCIENTIFIQUE NÉERLANDAISE À LA

NOUVELLE-GUINÉE.

en

1903

sous LES AUSPICES

de

ARTHUR WICHMANN

K

VOL. II.

2eme PARTIE.

ENTDECKUNGSGESCHICHTE VON N

(1880 bis 1902)

VON

D^ ARTHUR WICHMANN

o. ö. Professor an der Universität zu Utrecht.

INEA

Mit 2 Tafeln und 36 Karten im Text,

LEIDEN
;UCHHANDLUNG UND DRUCKEREI

VORMALS

E. J. BRILL.

i 9 i 2.

RIJKSUNIVERSITEIT UTRECHT

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VORREDE.

Der Druck dieses letzten Teiles begann Ende Januar 1911. Er hat längere Zeit bean-
sprucht, als ursprünglich vorauszusehen war, und erlitt durch die Beigabe des umfangreichen
Registers eine weitere Verzögerung. Ich habe mich nicht entschliessen können von dem
ursprünglichen Plane die Entdeckungsreisen bis zum Jahre 1902 (einschliesslich) zu schildern,
abzugehen, im Gegenteil bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es besser gewesen wäre
den Schluss weiter zurück zu verlegen, da man der neueren Forschungstätigkeit doch weniger
objektiv gegenübersteht. Ebensowenig habe ich Anlass gefunden in der Art und Weise der
Behandlung des Gegenstandes eine Änderung des ursprünghchen Planes eintreten zu lassen.
Über die Zweckmässigkeit dieser Behandlung lässt sich natürlich streiten. Die Aufgabe wäre
sehr wesenthch erleichtert worden, wenn man wüsste, welche Mitteilungen einigen Wert für die
Nachwelt — denn auf diese kommt es ja im wesentlichen an — besitzen werden. Aber es
ist nun einmal eine bekannte Erfahrung, dass Ereignisse, denen die Mitwelt keine oder nur
geringe Beachtung schenkt, der Nachwelt durch ihre Beziehungen zu anderen wissenswert
erscheinen. Da der Einzelne ferner nur ein beschränktes Gebiet — und auch dieses nur

mühsam _ zu beherrschen vermag, so wird er niemals imstande sein, aus den Berichten der

Reisenden stets das für ahe Teile Wichtigste wiederzugeben.

Ich würde kaum Anlass gefunden haben auf diesen Punkt näher einzugehen, wäre es
nicht, dass der Ethnograph
Fr. Graebner zweimal den Beruf in sich verspürt hätte, sich in
abfälliger Weise dahin zu äussern, dass die Darstellung „nahezu ausschhesslich topographisch

onbsp;•

und deshalb z.B. für den Ethnographen unfruchtbarquot; sei (Petermanns Mittlg. LVII. 2. 1911,
p. 99, s. auch a. a. O. LV. 1909, Lit. Ber. Nquot;. 598). Wie niedrig muss Herr
GraeBNER die
Wissenschaft einschätzen, dass er mir, der ich gar kein Ethnologe bin und mich auch niemals
für einen solchen ausgegeben habe, zumutet, eine Geschichte der ethnographischen Entdeckungen
auf Neu-Guinea zu schreiben. Mit viel grösserem Rechte hätten auch die Zoologen, die
Botaniker, die Geologen, die Meteorologen, die Philologen usw. Zusammenfassungen von den
auf ihren Wissensgebieten gemachten Entdeckungen fordern können. Dazu würden unzweifelhaft
gehören Aufzählungen sämtlicher Tier-, Pflanzen- und Gesteinsarten, eine Wiedergabe sämt-
licher Wörterverzeichnisse, aller meteorologischer Daten usw. Jeder Einsichtige wird sofort
erkennen, dass dies Aufgaben sind, die nur von der Sache Kundigen erfüllt werden können.
Ich habe daher eine Darstellung gewählt, die für alle, die sich mit der Erforschung von Neu-
Guinea beschäftigen — andere Kreise kamen nicht in Betracht — von Interesse sein könnte.

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Aus diesem Grunde wurde denn auch auf die Ermittelung der Orte, welche die Reisenden,
deren Beobachtungen und Sammlungen doch die Grundlagen unserer Kenntnisse bilden, besucht,
welche Wege sie eingeschlagen sowie dessen, was sie sonst erlebt haben, der grösste Wert
gelegt. In dieser Hinsicht herrschte bisher, ganz besonders in älteren Reiseberichten, grosse
Unsicherheit; sie gänzhch zu beseitigen glückte nicht. Auch einzelnen Irrtümern bin ich nicht
entgangen. Da nun unter den gesammelten Objekten die ethnographischen — mehr als alle
anderen — häufig mit unzuverlässigen oder geradezu falschen Etiketten in die Museen gelangten,
so sollte man meinen, dass es vor allen dem Ethnographen wichtig erscheinen müsste zu
erfahren, wo der Reisende seine Sammeltätigkeit ausgeübt hat. Manche Ethnographen scheinen
allerdings auf eine derartige Feststellung keinen Wert zu legen, und zahlreiche Titel ethno-
graphischer Abhandlungen mussten in diesem Buche unerwähnt bleiben, weil unterlassen
wurde, die Namen der Sammler der beschriebenen Gegenstände anzuführen. Ein derartiger
Mano-el ist übrigens auch nicht selten in entomologischen und malakozoologisch Arbeiten zu

Önbsp;o

beklao-en. In wie wiUkürlicher Weise man zuweilen Fundorte sich zurechtlegt, dafür bietet
die Geschichte der Tridacnabeile ein sehr lehrreiches Beispiel Man sollte übrigens meinen,
dass es selbst einem Ethnographen, der sich niemals mit

cntdcckuri^s^GSchiclitlicliGn. Studien
befasst hat, nicht schwer fallen dürfte, auf Grund der von mir zusammengestellten Angaben,
nunmehr eine Entdeckungsgeschichte von Neu-Guinea vom ethnologischen Standpunkte aus
zu schreiben.

Der an und für sich höchst erfreuhche Umstand, dass die Forschertätigkeit auf Neu-
Guinea im Laufe des letzten Jahrzehnts eine erhebliche Steigerung erfahren hat, brachte
es mit sich, dass während des Druckes mehrere wichtige Arbeiten erschienen, die berücksichtigt
werden mussten. Zahlreiche Namen erfuhren eine Richtigstellung, andere Angaben eine Ergän-
zung, infolge dessen Unstimmigkeiten nicht vermieden werden konnten, ein Beweis dafür, dass
noch alles im Flusse ist. Alle diese Änderungen sind berücksichtigt, kleinere Fehler zugleich
stillschweigend im Register berichtigt worden.

Den in der Vorrede zum ersten Bande ausgesprochenen Dank an alle, die mir bei der
Abfassung dieses Werkes hülfreiche Hand geboten haben, möchte ich auch an dieser Stelle
erneut zum Ausdruck bringen.

Der Verfasser.

Utrecht, August 1912.

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INHALT.

VIIL Die Fahrten von der Aufteilung Neu-Guineas bis ziim Jahre igo2.

Vorrede............

Inhalt............

Verzeichnis der Karten......

Einleitung...........

1.nbsp;Sir Peter Scratchley (1885). . . .

2.nbsp;Société des Missionnaires de Notre-
Dame du Sacré-Coeur (1885) . . .

3.nbsp;Theodore F. Bevan (1885—86) . .

4.nbsp;Kapt. Webb (1885)......

5.nbsp;Frank Gerret (1885)......

6.nbsp;James Chalmers (1885).....

7.nbsp;Hugh Hastings Romilly („Victoriaquot;)
(1885) ...........

8.nbsp;Henry Charles Everill (,,Bonitoquot;-
Expedition) (1885).......

9.nbsp;John Strachan (1885)......

10.nbsp;Henry O. Forbes (1885).....

11.nbsp;Samuel Mac Farlane (1885). . . .

12.nbsp;John Douglas (1885)......

13.nbsp;Francis S. Clayton („Diamondquot;) (1885)

14.nbsp;T. F. Pullen („Larkquot;) (1885—86) .

15.nbsp;J. W. Potts (1885—86).....

16.nbsp;Koninklijk Nederlandsch Aardrijks-
kundig Genootschap (1885).

17.nbsp;G. L. Bink (1885) ....

18.nbsp;F. Albrecht (1885). . . .

19.nbsp;Richard Parkinson (1885) .

20.nbsp;Neu Guinea Compagnie (1885—i!

21.nbsp;G. Inhülsen (1885).......

22.nbsp;R. Mentzel, F. Grabowsky, R. von Op-
pen und E. Schollenbruch (I885—86)

23.nbsp;Graf von Baudissin und M. Plüdde-
mann („Albatrossquot;) (1886) ....

Seite
v—vi
vii—xiv
xv-xvi

371—375
375—377

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379—380

380—381

381

381—382

382—383

383—388

388-389

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391

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392—393

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49.
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394—398

398

399—400

400—^401nbsp;\'

24.

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26.

27.

28.

29.

30.
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32.

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35-
36.

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38.

39-

40.

41.

42.

43-
44.

45-

46.
47-

immer Gosende und Dr. Kümmel

(1886) ......

Henry O. Forbes (1886)
E. B. Savage und Watson Sharpe (1886)
Kapt. Tappe (i
C. Stewart (1886)
George Hunter und C. H. Clarkson
(1886). .......

Walter R. Cuthbertson (i

B.nbsp;Rehberg (1886).....

W. N. Allison (1886). . . .
H. St. Verjus und Louis Couppé (i
George und Robert Hunter (i
Henry O. Forbes (1886). . .
John Douglas (1886) ....
Hugh Müman (1886) ....
John Douglas (1886) ....
Kapt. Brooks\'(„Opalquot;) (1886).
H. C. Holland (1886) . .\' .
K. Stakman Bosse und D. W. Hors
(„Trompquot;) (1886) ....
Konteradmiral Knorr (1886)
Otto Elle und F. Drees (r
Kriegsschiffe „Olgaquot; und „Bismarck\'
(1886) ..........

C.nbsp;Schräder, M. Hollrung und C

Schneider (1886) .....

Eduard Dahmann (1886) . .
G. E. G. Freiherr von Schleinitz (i
M. Dreger, P. Schneider und E. Schol-
lenbruch (1886). . ......

Max Hollrung (1886)......

Johannes Flierl (i886).....

Seite

401
401—403

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413—415
415

415—420

420
420—421

421

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M. Dreger, C. Schneider, C. Hunstein
und E. Schollenbruch (1886). . -

H. Möller (1886).......^^

Korv. Kapt. von Wietersheim („Adlerquot;)

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424

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423—

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455
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80.

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82.

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87

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459

-460

90

91

(1886—87).........

R. H. Rickard (1886).....

John Strachan (1886—87). . - -
A. G. Ellis und F. S. A. de Clercq

(„Javaquot;) (1887) .......

Kapt. Green (1887)......

Theodore F. Bevan (1887) . . -

John Douglas (1887).....

E. G. Edelfeh und Rob. Hunter (1887)
C. H. Hartmann und George Hun-
ter (1887) .........

M Livesey (1887) ......

C. H. Martin (1887) . . . - •

Hume Nisbet (1887).....

, E. B. Savage (1887)......

. George Pratt (1887)......439

. George Beiford (1887).....

. Kapt. Cole (1887)......

. Walter R. Cuthbertson (1887) . -
. Lord Thomas Brassey (1887) - .
. Henry O. Forbes (1887) . - - -
L. A. Navarre, IL St. Verjus, L.
Couppe und E. G. Edelfeh (1887) -
J. B. Cameron und A. C. English

(1887) ..........

Hugh Hastings Romilly (1887—1888) 449
J. M. Hennessy und James Chal-
mers (1887) ........

Williaiii E. Armit Jr. (1887) . . -
C. Schräder, M. Holhung und C.

Schneider (1887) .......

W. von Puttkammer und E. Schol-
lenbruch (1887) .......

O. Schellong (1887). . . . - -
Kapt. Tadhomme (1887) . . . -
G. E. G. Freiherr von Schleinitz (1887)
453-
C. Schräder, M. Holhung und C.

Schneider (1887) ....... 454-

J. Chr. Christians (1887) ....
, Schoner „Forest Kingquot; (1887) . - 455quot;

, Douglas Rannie (1887).....

. Graf von Baudissin („Albatrossquot;) (1887)
. H. Maschwedt (1887) . . . • -
. Station Hatzfeldt-Hafen (1887) . .

. FreiherrG. E.G. von Schleinitz (1887) 457

Ludwig Kärnbach (1887) ....
Rheinische Missions-Gesehschaft

(1887) ..........459

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SS-
BÖ.

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78

■423
423

421—

Richard Parkinson (1887?) . . -
Kapt. z. See Kuhn und Kapt. z. See^
Aschmann („Bismarckquot; und „Carolaquot;;

(1887nbsp;)...........

P. Schneider (1887)......

W. D. Pitcairn (1887—89) . - -
F. S. A. de Clercq (i
Arthur Baessler (i
Alexander Craig (i

Hugh Milman (1888).....

E. B. Savage (1888)......

James Chalmers und Albert Pearse

(1888)nbsp;, . - . ......

C. E. Strode Hah (1888) . . - •

, J. B. Cameron und David Burke

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466
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467

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471

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116.

117.

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119.

120.

121.

122.
X23.

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125.

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128.

129.

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478-

•483
483

W. Whitton (1888) . .
Alfred C. Haddon (1888—89) . - 466—
John Douglas (1888).....

A.nbsp;J. Vogan (1888)......

Wilham Macgregor (1888—89) . •

B.nbsp;F. S. Baden-PoweU (1888—89) .
Société des Missionnaires de Notre-
Dame du Sacré-Coeur (1888—89) .
New-Guinea Syndicate, New Guinea
Company und Papuan Syndicate

(1888—89).........

Robert und George Hunter (i
A. Mostyn Field („Dartquot;) (xquot;
Kapt. Leutn. Bethge („Eberquot;) i
Kapt. z. See H. Strauch („Olgaquot;) 18»
Carl Hunstein und Stefan von Kotze
(1888) ..........

, FreiherrG. E.G. von Schleinitz (1888) 474

. Gründung der Station Kelana (1888)
. Carl Hunstein und P. W. von Below

(1888)..........

Joachim Graf Pfeil (1887—88) . .

Georg Schmiele (1888).....

Landgraf Wilhelm von Hessen (1888)
Gründung der Station Stephansort

(1888).....\' • ■ ■ ;

Ludwig Kärnbach und Richter (1888)

Hugo Zöher (1888)......

Franz Hehwig (1888).....

Gründung der Missionsstation Wen-
dèsi (1889) .........

J. Loots („de Ruyterquot;) (1889) . .
J. Bensbach und A. P. Tadema
(„Havikquot; und „Javaquot;) (1889—90) . 481—
, Unfreiwillige Fahrt von Tinioresen
nach Neu-Guinea (i quot;

461
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ICI,

102.

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109.

HO,
III

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;nbsp;Seite

131.nbsp;William Macgregor (1889) . . .nbsp;483—485

132.nbsp;E. B. Savage (1889)......485—486

133.nbsp;William Macgregor (1889). . . .nbsp;486—489

134.nbsp;Goldgräber auf der Normanby-Insel

(1889)....................489

135.nbsp;Bark „Windhowerquot; (1889) ...nbsp;—

136.nbsp;Bark „Nelliequot; (1889)..........—

137.nbsp;Sir William Macgregor (1889) . .nbsp;489—491

138.nbsp;James Chalmers und B. Savage

(1889)....................49 ^

139.nbsp;Lamberto Loria (1889—90) . . .nbsp;491—492

140.nbsp;Franz Hehwig (i 889).....492—493

141.nbsp;Gründung der Missionsstation auf der

Insel Siär (1889)........493

142.nbsp;W. von Puttkammer (1889) . . .nbsp;493—494

143.nbsp;Bergingenieur Recknagel (1889). .nbsp;494

144.nbsp;Otto Warburg (1889)..........—

145.nbsp;Übernahme der Verwaltung des
Schutzgebietes der xXeu-Guinea-Kom-

pagnie durch das Reich (1889) . .nbsp;495

146.nbsp;Korv. Kapt. von Prittwitz und Gaf-
fron („Alexandrinequot;)
(1889) . . .nbsp;495—496

147.nbsp;Eduard Dallmann und O. Schneider

(1889nbsp;)....................496

148.nbsp;George Schmiele (1889) ....nbsp;496—497

149.nbsp;C. A. F. Weinland (1889—91) . .nbsp;497

150.nbsp;Fritz Rose (1889—90)..........—

151.nbsp;Sir William Macgregor (1889—90).nbsp;497—502

152.nbsp;Kapt. Meerburg (1889)..........502

153.nbsp;J. A. Snoek und J. Bensbach (1890)nbsp;502—503

154.nbsp;J. Bensbach und J. A. Snoek (1890)nbsp;503—504

155.nbsp;Dampfer „Sumbawaquot; (1890) ...nbsp;504

156.nbsp;Sir William Macgregor (1890) . .nbsp;504—509

157.nbsp;Bingham Ä. Hely (1890) ....nbsp;509—510

158.nbsp;Kriegsschiff „Fasanaquot; (1890). . .nbsp;510

159.nbsp;Sir WiUiam Macgregor (1890) . .nbsp;—

160.nbsp;Fix (1890)..................835

161.nbsp;Dampfer „Quettaquot; (1890). ...nbsp;510

162.nbsp;Kapt. Sinclair (1890)..........511

163.nbsp;L. S. Dawson („Ramblerquot;) (1890).nbsp;—

164.nbsp;G. Pirie („Palumaquot;) (1890) . . .nbsp;51c—512

165.nbsp;H. C. Bluntschh (1890) ....nbsp;512

166.nbsp;Gründung der Station Erima (1890)nbsp;—

167.nbsp;Gründung der Station Herbertshöhe

(1890nbsp;)......... • .nbsp;-

168.nbsp;Winter (1890)........512—513

169.nbsp;Korv. Kapt. Herbing und Korv. Kapt.
Plüddemann(„Sophiequot; und „Leipzigquot;)

(1890). ..........nbsp;513—514

T70. Korv. Kapt. von Prittwitz und Gaf-
fron („Alexandrinequot;)
1890 ...nbsp;514

171. O. Schneider (1890)............—

Nova Guinea Entdeckungsgeschichte. II.

172.nbsp;Gründung der Missionsstation auf der
Dampier-Insel [KrakarJ
1890. .

173.nbsp;Carl Lauterbach (1890—91) . . .nbsp;516-
174
Bruno und Herbert Geisler (1890—91)nbsp;517-

175.nbsp;Carl Wahnes (1890)......518-

176.nbsp;Kaiser Wilhelms-Land Plantagen-
Gesellschaft
(1890—91).....

177.nbsp;Mission vom Heiligen Herzen Jesu

(1899)...........519—520

178.nbsp;R. Weller (1890)..............520

179.nbsp;Ricardo Rohde (1887—1890) . .nbsp;—

180.nbsp;Sir Wüliam Macgregor und George

Beiford (1890—91)......520—521

181.nbsp;Sir William Macgregor (1890—91).nbsp;521—^526

182.nbsp;A. Gibb Maitland (1891) ....nbsp;526—527

183.nbsp;James Chalmers, Frances Baildon

und H. Ballyse Baildon (1891) . .nbsp;527

184.nbsp;Lamberto Loria (1891—96) . . .nbsp;527—528

185.nbsp;Sir William Macgregor (1891) . .nbsp;529—532

186.nbsp;Ferdinand Hartzer und H. St. Verjus

(1891)........... 532

187.nbsp;Sir William Macgregor (1891) . .nbsp;—

188.nbsp;Sir William Macgregor and Sir S. W.

Griffith (1891—92)......533—535

189.nbsp;Schiff „Rhinequot; 1891............535

190.nbsp;Verlegung der Station Finsch-Hafen
und Gründung der Station Friedrich
Wilhelms-Hafen
(1891) . . . . .

191.nbsp;A. Stalio und H. Böhmermann (1891)

192.nbsp;Korv. Kapt. Voss („Sperberquot;) (1891)

193.nbsp;Bodo von Moisy, Wüh. Scheidt und
Chr. F. Bosch
(1891) ....

194.nbsp;Ludwig Kärnbach (± 1891) . .

195.nbsp;Mission vom Heiligen Herzen Jesu
(1891). . . .......

196.nbsp;Johannes Flierl (1891—92) . .

197.nbsp;Wüly von Puttkammer (1891) .

198.nbsp;Astrolabe-Kompagnie (1891-—92)

199.nbsp;Samuel Fenichel (1891—93) . .

200.nbsp;David Burke (1891).....

201.nbsp;J. A. Scherpbier (1891) . . .

202.nbsp;„Dr.quot; Montague (1891—92) . .

203.nbsp;J. Bensbach (1892).....

204.nbsp;G. L. Bink (1892).....

205.nbsp;William Doherty (1892—93) . .

206.nbsp;Richard Semon (1892) ....

207.nbsp;Sir William Macgregor (1892) .

208.nbsp;James Chalmers (1892). . . .

209.nbsp;H. Naville Chester (1892). . .

210.nbsp;Sir William Macgregor (1892) .

211.nbsp;Frank E. Lawes (1892) . . .

212.nbsp;Sir Wüliam Macgregor (1892) ,

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Charles Kowald (1892).....

Kriegsschiff „Lizardquot; (1892) . • . .
Korv. Kapt. Fischer („Sperberquot;)

(1892)......... • ■

Ernst Tappenbeck und Gustav Berg-
mann (1892) ........

Kriegsschiff „Hi-yeiquot; (1892) . . .
Korv. Kapt. Gertz („Bussardquot;) (1892)

Bruno Geisler (1892).....

Arthur Baessler (1892).....

Station Friedrich Wilhelms-Hafen

(1892)...........,

Georg Schmiele und Ad. Bamler (1892
Henry Coë (1892) .......

Schoner „Sentaquot; (1892).....

Chr. Braue (1892)......

Korv. Kapt. Fischer („Sperberquot;)

(1892—93).........

R. C. A. L. Jansen van Afferden und
J. Bensbach („Javaquot; und „Zee-
meeuwquot;) (1892—93)......

G. L. Bink (1893).......

Melchior Treub .......

J. A. H. Beck („Pontianakquot;) (1893)

G.nbsp;W. van Ahee (1893) ....

James Chalmers (1893).....

Sir WilHam Macgregor (1893) . .
Verlegung der Regierungsstation Ma-
budauan nach der Insel Daru (1893)

H.nbsp;Naville Chester (1893) . .
. Kriegsschiff „Penguinquot; (1893) .

Dampfer „Albatrossquot; (1893) . .
, Sir William Macgregor (1893) .
. John Marriott (1893) ....
. Louis Cochard (1893) ....
. Kriegsschiffe „Goldfinchquot; und „Cu

ragoaquot; (1893) .......

. Georg Schmiele, Leo Frobenius und

P. Chr. Arff (1893).....

. H. Böhmermann (1893) . . .
August Rocholl (1893) ....
Korv. Kapt. Flichtenhöfer („Bus

sardquot;) (1893) .......

F Mentz und C. Dewers (1893)
Ludwig Kärnbach (1893) . . .
Carl Ribbe (1893—95). . . .
Unruhen auf der Gazelle-Halbinse
(Neu-Pommern) (1893). . . .
Korv. Kapt. von Arnoldi („Sperber\'

(1893) .........

Bernhard Hagen (1893—95) . .
F. Kunzmann (1893—96). . .

213.

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2 l6.

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E. Fisser („Ysabelquot;) (1893—1894)
W. Micholitz (1893—94) . ■ .
H. Cayley Webster und Kapt. Cot

ton (1863—94)......

H. Velthuijzen („Borneoquot;) (1894)
Koninklijk Nederlandsch Aardrijks
kundig Genootschap (1894) . .
C. J. F. Le Cocq d\'Armandville

(1894—96)........

J. van Oldenburgh (1894). . .
Sir William Macgregor (1893—94)
Reginald E. Guise und W, E. Armi

(1894).....• • •

James Chalmers (1894). . . .
Sir Wilham Macgregor (1894) .
Albert Pearse und F. W. Walke

(1894)..........

Francis P. Winter (1894) • • •
Jean Gabriel Coltée (1894) . ■
. Albert S. Meek (1894—95) • •
. J. H. Holmes (1894) ....
, H. Böhmermann und P. Reimer

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^orn

K. von Adamovic (1894) . • .
Louis Couppé (1894) ....
Schoner „Larsenquot; (1894). . .

E. Fisser (1894)......

W. Brown (1894)......

Georg Schmiele (1894)....
Wilhelm Vallentin
(1894—95) •

J. Bamler (1894)......

A. C. Zeeman („Borneoquot;) (1895)
G. W. van Ahee (1895) . . .
Vertrag zwischen Gross-Britannie
und den Niederlanden (1895)
D. W. Horst (1895)....
W. A. Mouton („Borneoquot;) (1895—96)
Arie Heybroek (1895) . .
Francis P. Winter (1895) .
Sir William Macgregor (1895)
George E. Clark (1895)
W. Simpson (1895) . .
Sir Wilham Macgregor (1895)
A. S. Anthony (1895—96).
L. A. Navarre (1895) . .
Marquis de Cacqueray de

(1895) .......

Brigantine „Look-Outquot; (1895) .
A. C. English (1895) . . , .
Charles Kowald (1895). . . .
Sh Wilham Macgregor (1895) .
, Sir William Macgregor (1895—96

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George Kerr (1895) . . .
Ludwig Kärnbach (1895) .
Louis Couppé (1895) . .
O. Dempwohf (1895—96).
Arthur WiUey (1895—97) .
H. Rüdiger (1895) . . .
Otto Ehlers (1895) . . .
Wasa Mende (1895) . . .
Korv. Kapt. Grapow, Kapt. Leutn
Janke und Friedr. Hayn („Möwequot;

(1895-96) ......

Graf Rudolf Festetics von Tolna

(1895-96)........

Richard Parkinson (1895). . .
H. Cayley Webster (1895—97) .
J. G. Pfalzer (1895).....

D.nbsp;W. Horst (1896).....

William Doherty (1896—97) . .

E.nbsp;St. Vraz (1896—97). . . .
Karl Schädler (1896—97) . . .
Sir Wilham Macgregor (1896) .
Alexander Agassiz (1896) . . .
M. P. Cosgrove (1896) ....
Sir Wihiam Macgregor (1896) .
Amedeo Giulianetti (1896) . .
André Jullien und Victor de Rijke

(1896)........

Bingham A. Hely (1896) . .
Sir William Macgregor (1896)
John Schmitt und David Davi

(1896—97)......

Wüliam Simpson (1896) .
David Davis, George Steele und
Peter Olsen (1896—97) .
Kriegsschiff „Dartquot; (1896)
Schoner „Tarawaquot; (1896).
Albert S. Meek (1896—99)
Wilham H. Rands (1896) .
Korv. Kapt. Krieg („Falkequot;) (1896
A. F. V. Andersen (1896). . .
Schiff „Big Bonanzaquot; (1896). .
Lajos Birö (1896—99) ....

C. Lauterbach, O. Kersting und E

Tappenbeck (1896) .....

Albert Hahl und R. Parkinson (1896
Matthäus Rascher (1896) . . .
Friedrich Dahl (1896—97) . .
Neu-Guinea-Kompagnie (1896) .
Korv. Kapt. Winkler („Bussardquot;)

(1896)...........

Mission vom Göttlichen Wort (S. V. D.)
(1896)...........

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Korv. Kapt. Janke („Möwequot;) (1896)nbsp;651 — 652
Gründung der Missionsstation Wuna

Marita (1896)................652

Friedrich Wandres 1896—97 . . .nbsp;652—653
C. F. A. Gregory und D. W. Horst

(„Javaquot; und „Zeemeeuwquot;) (1897) .nbsp;653
W. A. Mouton und D. W. Horst

(„Borneoquot; und „Zeemeeuwquot;) (1897)nbsp;653—655

E. Heldring (1897?)......655—656

John Green (1896—97)..........656

Sir William Macgregor (1897) . .nbsp;656—658

Bingham A. Hely (1897) ... .nbsp;658

Amedeo Giulianetti (1897). . . .nbsp;658—661

Wilham Nettle and W. J. Kelly (1897)nbsp;661
W. Crosfield and R. Wardlaw

Thompson (1897).......661—662

Fraser A. Rochfort (1897). . . .nbsp;662—663
André Jullien und Victor de Rijke

(1897)................663

Wilhelm Joest (1897)..........—

Sir William Macgregor (1897) . .nbsp;664—665
Fraser A. Rochfort und D. Ballantine

(1897)...........665—666

Sir William Macgregor (1897) . .nbsp;666—667

A. Clunas und Robert Elliott (1897)nbsp;667

Bingham A. Hely (1897—98) . .nbsp;667—669

J. A. Blayney (1897)..........669

M. W. Shahanan (1897) ....nbsp;—
C. A. W. Monckton und A. W.

Butterworth (1897)......669—670

H. P. Schlencker (1897) ....nbsp;670

Kriegsschiff „Wallarooquot; (1897) . .nbsp;—

Francis P. Winter (1897—98) . .nbsp;—
British New Guinea Syndicate (1897—

99).......... ■ • •

Korv. Kapt. Krieg und Korv. Kapt.
Wallmann („Falkequot;) (1897) . . . 671-
Korv.Kapt. Merten („Möwequot;) (1897) 672-
Gründung der Missionsstation Bongu

(1897).........._ •

Gründung der Missionsstation Regina

Angelorum (1897)......

George Brown (1897).....673-

Fregattenkapitän Lecuve („Eurequot;)

(1897)...........

A. Hahl, C. Danneil und M. Rascher

(1897)...........674-

C. Sander (1897) .......

Kapt. Voogdt (1897).....

Anonymus (1897—98)..........—

Unfreiwihige Fahrt von Talaut-Insu-
lanern (1898)........676-677

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378.nbsp;Gründung der Regierungsstationen
zu Manokwari und Fak-Fak
(1898)

379.nbsp;P. F. van der Velden Erdbrink
(„Serdangquot;)
(1898) ......

380.nbsp;J. J. W. H. van der Toorn und D
W. Horst („Ediquot; und „Zeemeeuwquot;

(1898)..........

381.nbsp;Paul Bouellat und Jos. M. Vitale
(1898).........

382.nbsp;J. A. Blayney (1898) . . .

383.nbsp;Sir William Macgregor (1898)

384.nbsp;Lord Lamington, Sir Hugh M. Nelson
und Sir William Macgregor (iquot;

385.nbsp;A. C. Enghsh (1898) • • • _

386.nbsp;New Guinea Development Syndicate
(1898)..........

387.nbsp;Alfred C. Haddon (Cambridge-Expe
dition)
(1898).....■ . •

388.nbsp;A. Chinas, M. M. Clark, J. G. Nelson
und J. F. Close
(1898) . . .

389.nbsp;Sir William Macgregor (1898)

390.nbsp;F. Manson Bailey (1898) . .

391.nbsp;André JuUien und Victor de Rijk
(1898)......

3.92. J. A. Blayney (1898),

393.nbsp;Francis P. Winter (i

394.nbsp;A. W. Butterworth (i

395.nbsp;M. H. Moreton (1898—99)

396.nbsp;Amedeo Giulianetti (1898)

397.nbsp;Paul Breuer und W. C. Dammköhle

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Levesey (i
S. Face (i

Emil Weiske (1898—1900)
Kreuzer „Bussardquot; (i
C. Sander
(1898) . .
Korv. Kapt. Merten („Möwequot;) (1898)
Gründung der Missionsstation Sankt

Paul (1898).........

Ernst Tappenbeck (2. Ränu-Expedi-

tion) (1898)......, • • •

Alfred Zdekauer (1898).....

Axel Monrad (1898)......

Korv. Kapt. Wahmann („Falkequot;)

(1898)...........

Albert Hahl (i
Kapt. Voogdt (i
A. Hanke und H. Helmich
(1898).
Paul Lücker (i
W. A. Lucas (i
P. H. Brocx und J. Bollaan („Bor-
neoquot;)
(1898—99).......

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Heinrich Kühn (1899).....

L. A. van Oosterzee (1899) . . .

J. A. Kroesen (1899).....

R. D. M. Verbeek (1899). . . -
Max Weber und G. F. Tydeman
(„Sibogaquot;-Expedition)
(1899—1900)
H. Engelsman (1899) .
P. F. van der Velden Erdbrink
(„Serdangquot;)
(1899—1900) .
D. deGrooth(„Camphuysquot;)(i899—

1900).........

J. M. Dumas (1900). . . .

G.nbsp;Ruthven Le Hunte (1899)

H.nbsp;H. Stuart Russeh (1899) .
D. Ballantine (1899). ...
A. W. Butterworth, A. C. Enghsh
und C. G. Murray
(1899) . . -

J. A. Blayney (1899) ... .
Robert Elliott (1899) ....

G.nbsp;Ruthven Le Hunte (1899) .
John Douglas (1899) ....
Kriegsschiff „Royalistquot; (1899) .

H.nbsp;Lyster Jameson (1899—1900)
Christian Schleiermacher (1899).
Erik Nyman (1899) , . . . .
Heinrich Schnee (1899). . . .
Neu-Guinea-Kompagnie (1899) .
Korv. Kapt. Emsmann („Cormoran\'

(1899) • ......

Korv. Kapt. Merten und Korv
Dunbar („Möwequot;)
(1899) .
Georg Thilenius (1899). .
Johannes Wilda (1899) . .
, Hannah Chewings (1899) .
. Le Wando wsky (1899) . .
. Rudolf von Benningsen und Kor

Kapt. Dunbar („Möwequot;) (1899).
. Rudolf von Benningsen (1899) .
. Carl Lauterbach (3. Ränu-Exped

tion) (1899—1900).....

. Dampfer „Dundeequot; (1899) . .
. Max Laenger (± 1899) ....
. Heinrich Schnee, Louis Couppé un

M. Rascher (1899) ....
. Robert Koch (1899—1900) .
. Jos. Erdweg (1899) ....
. Gründung der Missionsstation in
Monumbo [Potsdam-Hafen]
(1899—

1900) ...........

I. D. Heijning und D. W. Horst
(„Javaquot; und „Zeemeeuwquot;)
(1900) .
P. E. Moolenburgh (1900) . . .

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443\'

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Kap

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453\'
454

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455- J- Kroesen (1900) . . .
456. G. W. C. Pirn und W. C. Damm

köhler (1900).......

457- A. Seret, A. M. P. C. van de
Laar, J. A. Kroesen und Charles G
Murray („Sumatraquot; und „Serdang\'
(1900)..........

458.nbsp;William E.-Armit (1900) . . .

459.nbsp;G. Ruthven Le Hunte (1900) .

460.nbsp;Robert Bruce (1900) ....

461.nbsp;G. Ruthven Le Hunte (1900) .

462.nbsp;Charles G. Murray (1900—i)

463.nbsp;O. Ballantine (1900) ....

464.nbsp;J. A. Blayney, F. R. Barton une
A. C. English
(1900)

465.nbsp;H. Moreton (1900) . . .

466.nbsp;F. R. Barton (1900). . .

467.nbsp;Vermessungsschiff „Penguinquot; (1900

468.nbsp;H. P. Schlencker (1900) . . .

469.nbsp;Alexander Fillodeau (1900—i) .

470.nbsp;R. H. Rohu (1900).....

471.nbsp;H. R. Maguire (1900—2) . . .

472.nbsp;Heinrich Schnee (1900) . . .

473.nbsp;Rudolf von Benningsen und Korv
Kapt. Schack
(1900).....

474.nbsp;Rudolf von Benningsen (1900) .

475.nbsp;Ernst von Hesse-Wartegg (1900)

476.nbsp;Rudolf von Benningsen und Kor
Kapt. Schack („Seeadlerquot;)
(1900)

477.nbsp;.Alexander Pfiüger (1900) . . .

478.nbsp;Rudolf von Benningsen und Robert
Koch
(1900) . . ... .

479.nbsp;Jos. Erdweg und Friedrich Vorman

(1900)...... • • ■

480.nbsp;Rudolf von Benningsen und Kap
Leutn. z. See Hering
(1900) . .

481.nbsp;P. Boether und Fran z Vormann (1900)

482.nbsp;Heinrich Schnee und Alexander Pflü
ger
(1900) .......

483.nbsp;Albert Daiber (1900) . . ,

484.nbsp;Albert Hoffmann (1900) . .

485.nbsp;Max Wiedemann (1900) . .

486.nbsp;Rudolf von Benningsen (1900)

487.nbsp;Schiff „Cambusdoonquot; (1900) .

488.nbsp;Paul Preuss (1900) ....

489.nbsp;Georg Wegener (1900) . . .

490.nbsp;Bruno Mencke (1900—i) . .

491.nbsp;E. F. F. Bik („Javaquot;) (1901).

492.nbsp;D. A. P. Koning und L. A.
Oosterzee („Ceramquot;)
(1901) .

493.nbsp;J. A. Kroesen (1901) . . .

494.nbsp;J. C. van der Meulen (1901).

Seite

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768 — 770

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771—772

van

495.nbsp;P. E. Moolenburgh (1901) .

496.nbsp;G. Ruthven Le Hunte (1901)

497.nbsp;Archibald L. Walker (1901) .

498.nbsp;C. A. W. Monckton und F. R. Barton
(1901)......;

499.nbsp;James Chalmers and Oliver Fellowes
Tomkins
(1901) . . .

500.nbsp;C. G. Murray (1901) .

501.nbsp;J. A. Blayney (1901) .

502.nbsp;Flood (1901) ....

503.nbsp;George Klotz und Frank Pryke

(1901). • ........

504.nbsp;G. Ruthven Le Hunte (1901—2)

505.nbsp;P. H. Parke (1901—2). . . .

506.nbsp;A. J. Jiear (1901—2) ....

507.nbsp;A. Malcolm Campbell (1901). .

508.nbsp;C. A. W. Monckton (1901—^2) .

509.nbsp;Schoner „Tarawaquot; (1901) . . .

510.nbsp;Rudolf von Benningsen (1901) .

511.nbsp;Franz Vormannn (1901) . . .

512.nbsp;Gründung der Missionsstation Bogfa

(1901).......

513.nbsp;E. Limbrock, Jos. Erdweg und J
Klaffl (igoij .......

514.nbsp;Korv. Kapt. Grapow („Comoranquot;

(1901)..........

515.nbsp;Dampfer „Willowdenequot; 1901. .

516.nbsp;Korv. Kapt. C. Schönfelder („Möwe

(1901)..........

517.nbsp;Paul Schlenzig (1901—3) . . .

518.nbsp;Rudolf Schlechter (1901 —2) . .

519.nbsp;Henri Rouyer (1901—2) . . .

520.nbsp;Gründung der Regierungsstation Me
rauke
(1902) .......

521.nbsp;J. W. van Hille (1902). . . .

522.nbsp;J. M. Dumas (1902). .

523.nbsp;J. M. W. Kuijl und J. W. van Hille
(„Javaquot; und „Pionierquot;)
(1902)

524.nbsp;J. W. van Hille (1902).

525.nbsp;John Waterstradt (1902)

526.nbsp;G. Ruthven Le Hunte (1902)

527.nbsp;Sir Francis P. Winter (1902)

528.nbsp;A. L. Walker (1902) .
529 A. Elhott (1902) . . .

530.nbsp;R. Hislop (1902) . .nbsp;.

531.nbsp;F. R. Barton (1902).nbsp;.

532.nbsp;A. C. English (1902)nbsp;.
533-nbsp;.T- Jiear (1902). . .

534.nbsp;M. H. Moreton (1902) .

535.nbsp;C. A. W. Monckton (1902)

536.nbsp;A. M. Campbell (1902). .
5^7. Sir Francis P. Winter (1902)

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538. A. E. Pratt (1902)......

800-

~8oi

539-

Max Thiel, Rud. Wahlen, H. Fell-

mann und Warnecke (1902) . . .

801-

—802

54°-

Albert Hahl (1902) ......

802

541-

Emil Wolff (1902)......

802-

-803

542.

Gründung der Missionsstation Nacha-

runep (1902) ........

803-

—804

543-

A. Hoffmann, A. Hanke, H. Oster-

mann und 0. Dempwolff (1902). .

804

544- Korv. Kapt. Seiferling („Möwequot;)

(1902)..........

545. Otto Dempwolff und F. E. Hell

wig (1902)........

Rückblick........

Nachträge und Berichtigungen .

Inquirenda........

Register . ........

804—805

80s

805—811
812-839
839—640

841—1026

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VERZEICHNIS DER KARTEN.

Seite

Fig. 38. Ausschnitt aus: Map of British New Guinea. Compiled from the latest Official Maps and

Charts and embracing the recent Explorations and Discoveries. Brisbane 1892 (Sheet i) . . . 385

Fig. 39. Ausschnitt aus: Map of part of southeast New Guinea. Compiled from Surveys----and

from the Explorations of Mssrs. H. O. Forbes and W. R. Cuthbertson (Ann. Report on Brit.

New Guinea 1888—89. Brisbane 1890) . ....................402

Fig. 40. Karte zu: Journal of Mr. George Hunter on an Expedition from Kappa Kappa to the
Heads of the Kemp Welch River. (Proceed, and Transact. Queensland Br. Geogr. Soc.

Australasia. II. 1886—87. Brisbane 1887, bei p. 96).............. • • 4^5

Fig. 41. C. Schräder. Umgegend von Finschhafen. (Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. V. Berlin

1889, bei p. 88) . . -...............•.........4T4

Fig. 42. Frhr. [G. E. G.] von Schleinitz. Vorläufige Skizze des Kaiserin Augusta-Flusses. (Nachr.

über Kaiser Wilhelms-Land. II. 1886, bei p. 136).................416

Fig. 43. [Max] Dreger. Skizze des Huon-Golfes. i : 50.000. (Nachr. über K. W. L. III. 1887, bei p. 178) 422
Fig. 44. Theodore F. Bevan. Jubilee and Philp Rivers. (Nature. XXXVI. London 1887, p. 621) . 433
Fig. 45. Map shewing the discoveries in British New Guinea of Mr. Theodore F. Bevan. (Theodore

F. Bevan. Toil, Travel and Discovery in British New Guinea; London 1890, Map 4) . . . . 435

Fig. 46. Ausschnitt aus: Map of part of southeast New Guinea. Compiled from Surveys----and

from the Explorations of Mssrs. H. O. Forbes and W. R. Cuthbertson. (Ann. Report on Brit.

New Guinea 1888—89. Brisbane 1890).......................

Fig. 47. Ausschnitt aus : Map of Portion of South-East New Guinea. Compiled from the Surveys of

Mr. Henry O. Forbes____i : 253 440. (Scottish Geogr. Magazine. IV. Edinburgh 1888, bei p. 456) 445

Fig. 48. Mgr. [L. A.] Navarre. La Nouvelle-Guinée. (Bull. Soc. Géogr. VII. Lyon 1887, bei p. 489) 448
Fig. 49. Nordküste des westlichen Teües von Neu-Pommern. 1:1.500000. Nach den Aufnahmen
von G. E. G.
von Schleinitz (Zeitschr. Gesellsch. für Erdkunde. XXXL Berlin 1896, Taf. VII) und
S. M. S. „Möwequot; (Vorläufige Karte der Nord- und Südküste von Neu-Pommern. Reichs-Marine-

Amt. Berhn 1896 (Neudruck 1910). N°. 90)...................453

Fig. 50. [Hellwig und Winter]. Routenskizze der Expedition nach dem Finisterre-Gebirge. (Nachr.

über Kaiser Wilhelms-Land. V. 1889, Heft i)..................480

Fig. 51. Map illustrating Sir William Macgregor\'s Route to the Owen Stanley Range i88g.

(Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. XII. London 1890, bei p. 256)............487

Fig. 52. Ausschnitt aus: Map of the Eastern Part of British New Guinea by Sir William Mac-
gregor
and Officers of the British New Guinea Government 1898. (Aînn. Report on Brit. New

Guinea 1897—98, Sheet 4).........................53°

Fig. 53. Kaartje der Zuidwestkust [sie!] van Nieuw-Guinea door Dr. Montague. Februari 1892.

(Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootschap. (2) IX. 1892, kaart XIV)..........541

Fig. 54. J. B. Cameron. Sketch Map shewing the Rivers and an outhne of the Coast from Long.
143° 40\'E. to Long. 144° 35\'E. Gulf of Papua. (Annual Report on Brit. New Guinea. 1891 — 92.
Brisbane 1893, Map 5)..........................548

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Fig. 55. Ausschnitt aus: Schetskaartje van een gedeehe der Noordkust van N. Guinea, ineer bepaald
van de Humboldtsbaai en het in de nabijheid daarvan gelegen Meer Santani. (Tijdschr. K.

Nederl. Aardr, Genootsch. (2) XI. 1894, bei p. 325)................564

Fig. 56. [E. Fisser]. Neu-Hannover. 1:550000. (Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. II. Berhn

1894, P- 43)..............................595

Fig- 57- Ausschnitt aus: Map of the Eastern Part of British Nevi^ Guinea by Sir William Macgregor
and Officers of the British New Guinea Government 1898. 6 miles to i inch. Sheet 2. (Ann.

Report on Brit. New Guinea 1897—98. Brisbane 1898)..............606

Fig. 58. Charles Kowald. Approximate Plan showing Route from Govt, station via Ra Rai crossing
Biaru to Amo Amo [Ako] and from there to four Mountain Villages in the Mt. Yule Range.

(Ann. Report on Brit. New Guinea 1895-—96. Brisbane 1897, p. 88)......... . 612

Fig. 59. Ausschnitt aus: Map of the Eastern Part of British New Guinea by Sir William Macgregor

amp;c. 1898. Sheet i. (Ann. Report Brit. New Guinea 1897—98. Brisbane 1898).......633

Fig. 60. Ausschnitt aus: Dr. Lauterbach und Dr. Kersting. Vorläufige Skizze des Reiseweges der
Kaiser Wilhelm-Land-Expedhion im Jahre 1896. 1:3.000000. (Verhandig. Gesellsch. f. Erdk.

Berlin XXIV. 1897, Taf I)........................645

Fig. 61. Schizzo degl\' Itinerari di A. Giulianetti nella Nuova Guinea Britannica. (Boh. Soc. Geogr.

Ital. XXXV. 1898, vor p. 417)..........................659

Fig. 62. Ausschnitt aus der Karte: Nouvelle-Guinée anglaise. Régions explorées par les R. P. de Rijke
et JuLLiEN, Missionnaires du Sacré-Coeur 1898. [1:1,200000]. (Missions Catholiques. XXXI.

Lyon 1899, p. 294)...........................68g

Fig. 63. Der Ramu-Fluss in Kaiser Wilhelms-Land nach den Ergebnissen der i\'®quot; u. 2\'®quot; Ramu-

Expedition 1896 und 1898. 1:3.500000. (Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XIV. 1898) . . 699
Fig. 64. G. F.
Tydeman. Wunoh Bay. Waigeu Island. H. M. „Sibogaquot; 1899. (G. F. Tydeman. Hydro-
graphie Resuhs of the Expedition. Siboga-Expeditie. III. Leiden 1903, PI. VII)......707

Fig. 65. Ausschnitt aus der Karte von H. H. Stuart Russell: Survey to Yodda Valley via Brown

River Valley. (Ann. Report on Brit. New Guinea 1998—99. Map. 10).........717

Fig. 66. [J. A. Blayney] Map showing position amp;c. of Camps on visit to the Inland Tribes of Mafula.

6 Miles to an Inch. (25 mm.). (Ann. Report on Brit. New Guinea 1899 — 1900, bei p. 69) . . 720

Fig. 67. P. Moolenburgh. Skizze der Witriwai-Lagune 1900 . ............ 73g

Fig. 68. Mapia-eilanden i : 100000 Hr. Ms. Serdang 1901. (Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-

Guinea en nabijliggende eüanden. Blad II. \'s Gravenhage 1903. Min. v. Marine, N°. 199—5) • 743

Fig. 69. F. R. Barton. Ann. Report on Brit. New Guinea 1900-1901. Map II.......750

Fig. 70. F. R. Barton. Ann. Report on Brit. New Guinea 1900—1901. Map VI.......752

Fig. 71. Skizze der Nordostseite der Admiralitäts-Insel aufgenommen von S. M. S. „Seeadlerquot;. Januar

1900. (Ann. d. Hydrographie. XXIX. 1901. Taf 3) . ...............756

Fig. 72. Ausschnitt aus der Karte: Noordkust Nieuw-Guinea. Opgenomen door Hr. Ms. Ceram.

\'sGravenhage 1902. Min. van Marine Afd Hydrographie, N°. 253...........770

Fig. 73. Verkleinerter Ausschnitt aus der Karte: Golf van Bintoeni (oostelijk gedeelte der Mac-Chier

Golf) 1:160.000. (Schetskaarten van Nederk Indië, N°. 46. \'s Gravenhage 1903)......yg^

Taf I. Ausschnitt aus der Karte von Ger. Mercator: Nova et aucta terrae descriptio. Duisburgi 1569

nach E. F. Jomard. Les Monuments de la Géographie Paris [1842 — 62], PI. XXL
Taf. II. Karte von Neu-Guinea [1902] aus Stielers Handatlas 9. Aufl. Gotha, N°. 81.

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VIII.

DIE FAHRTEN VON DER AUFTEILUNG NEU-GUINEAS
BIS ZUM JAHRE 1902.

Die im Jahre 1885 vorgenommene Operation bedeutete für Neu-Guinea den Anfang
eines neuen Abschnittes in seiner Entwickelung. Wer aber geglaubt hatte, dass nach allen
den hitzigen Notenkämpfen, die ihr vorangegangen waren, nunmehr ein edler Wetteifer
unter den beteiligten Mächten entbrennen würde, der sollte ein herbe
Enttäuschung erfahren.
Für das grosse Fublikum hatte der Gegenstand nach Abschluss der Verträge seinen Reiz
verloren, und auch die Austraher sollten keine Ursache
haben länger zu grollen, da die von
ihnen in überlauter Weise ausgesprochenen Befürchtungen sich nicht allein nicht bewahr-
heiteten, sondern sie es gerade waren, die infolge der Transaktion das beste Geschäft
machen sollten. Waren sie es doch, denen durch Passagier- und Schiffsfrachten, durch Schiffs-
verkäufe und -reparaturen, durch den Verkauf von Lebensmitteln und anderen für die Errich-
tung von Stationen im deutschen Anteil notwendigen Gegenständen ein ganz erhebhcher
Gewinn zufloss. Von einer gegenseitigen Beeinflussung der auf den drei Gebieten unter-
nommenen Arbeiten, von weiteren Anregungen, die von ihnen hätten ausgehen können, war —
mit einer Ausnahme — nirgends die Rede. So kam es denn, dass die Forschungen auf den drei
Gebieten nicht
pari passu stattfanden, sondern unabhängig von einander unternommen wurden.

In diesem kurzen Überbhck möge zunächst der von den ältesten Besitzern ins Leben
gerufenen Fahrten gedacht werden. Es zeigt sich dabei die auffallende Tatsache, dass trotz
des von Neu-Guinea gemachten Aufhebens, die Forschungen im holländischen Anteil ins
Stocken gerieten, ja, dass während des ganzen Zeitraumes nicht eine einzige wissenschaftliche
Expedition ausgerüstet wurde. Zwar hatte die
königl. niederländische geographische
Gesellschaft
zweimal dahingehende Schritte unternommen — 1885 und 1894/96 —, die
aber nicht zum Ziele führten. Man darf das Misslingen dieser Pläne nicht allzu tragisch nehmen,
denn es liegt auf der Hand, dass eine zum ganz überwiegenden Teile aus Laien bestehende
Körperschaft unmöglich als das geeignete Organ angesehen werden
kann, um wissenschaftliche
Unternehmungen ins Leben rufen. Unter den Residenten von Ternate war es diesmal nur
F. S. A.
de Clercq, der sich um die Erforschung der Insel Verdienste erwarb. Die Not-
wendigkeit, sich mit den Besitzungen auf Neu-Guinea näher zu befassen, ergab sich erst durch
einen von aussen kommenden Anstoss. Nachdem nämlich von britischer Seite festgestellt
Nova Guinea. ii. EntdeckungsgeuCHIchte.

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worden war, dass die Eingeborenen, die von Zeit zu Zeit Raubfahrten nach den Gestaden
der Südküste bis in die Nähe der Fly-Mündung unternahmen, an derselben Küste des
holländischen Anteils beheimatet waren, ergab sich für die Indische Regierung die Notwendig-
keit Massregeln für die Unterbindung zu treffen. Diese bildeten somit den Anlass, dass eine
Reihe von Fahrten unternommen und auch eine Station in Serire, die jedoch sehr bald
verlassen wurde, gegründet wurde. Eine weitere Folge war der Abschluss eines Vertrages
zwischen Gross-Britannien und den Niederlanden behufs einer Neuregelung der Grenze im
Jahre 1895. 1898 erfolgte die Errichtung zweier Regierungsstationen, zu Manokwari in der
Doré-Bai für die Abteilung Nord-Neu-Guinea und zu Fak-Fak für die Abteilung West-
Neu-Guinea. Von der letztgenannten wurde 1902 die Abteilung Süd-Neu-Guinea abgetrennt,
zugleich auch von der Residensschaft Ternate, so dass sie eine selbständige Verwaltung erhielt,
deren Sitz die 1901 gegründete Station Merauke wurde.

Der Hauptanteil an der Erforschung von Niederländisch-Neu-Guinea innerhalb des
Zeitraumes von 1885—1902 fällt der Marine zu, die ausser kleineren Einzelaufnahmen, die
Vermessung der Südküste, ferner des Ostendes des Mac Cluer-Golfs und des östhchen Teiles
der Nordküste von der Tanah Merah-Bai bis zur deutschen Grenze vornahm. Eine Abteilung
des Kreuzers „Ceramquot;, der mit der letzterwähnten Arbeit 1901 betraut gewesen war, begab
sich überdies nach dem im Hinterlande der Humboldt-Bai liegenden Sentani-See, um ihn in
seiner ganzen Ausdehnung aufzunehmen. Auch die hauptsächlich mit Tiefseeuntersuchungen
beschäftigte, unter der Leitung von
Max Weber stehende „Sibogaquot;-Expedition nahm Ver-
messungen im nordwestlichen und westlichen Teile unseres Gebietes vor.

Am heftigsten legte man sich anfänglich auf deutscher Seite ins Zeug, doch sollte sich
nur zu bald herausstellen, dass der Eifer der Neu-Guinea-Kompagnie, denn diese war es, die
die Verwaltung und Bewirtschaftung des gesamten Anteils übernommen hatte, nur Strohfeuer
gewesen war. Der ersten Expedition unter
C. Schräder folgte keine zweite. Der erste
Landeshauptmann, G. E. G. Freiherr
von schleinitz, hatte sich noch um die Erforschung
mehrerer Küstengebiete sowie um die Aufnahme des Kaiserin Augusta-Flusses verdient ge-
macht, aber seine Nachfolger waren von anderen Empfindungen beseelt und darf es daher
nicht Wunder nehmen, wenn verhältnismässig wenig zustande kam. Die wenigen Expeditionen,
die unternommen wurden, wie die von
H. zöller und von C. Lauterbach, sind auf die
Initiative von Privatpersonen zurückzuführen. Einen hervorragenden Anteil an der Erforschung
von Kaiser Wilhelms-Land und dem Bismarck-Archipel darf sich jedoch die Marine zuschreiben.
Während im ersten Jahrzehnt die Kriegsschiffe ihren Aufenthalt in den Gewässern Neu-
Guineas zu gelegentlichen Vermessungen, besonders der wichtigsten Reeden, verwendeten,
wurde mit dem Jahre 1896 durch den eigens zu diesem Zweck entsandten Kreuzer „Möwequot;
eine systematische Aufnahme in Angriff genommen.

Gross-Britannien war die erste Macht gewesen, die einen höheren Verwaltungs-
beamten nach Neu-Guinea gesandt hatte, aber dieser — Sir
Peter H. Scratchley —•
starb, nachdem er kaum sein Amt angetreten hatte, bereits am 2. Dezember 1885- Nach
einemnbsp;Jahre währenden Interregnum erfolgte die Ernennung von
william MaCGREGOR

zum Administrator von Britisch-Neu-Guinea, womit die Regierung einen ganz besonders
glücklichen Griff getan hatte. Die Leistungen dieses Mannes während seiner zehnjährigen
Amtszeit, stellt alles, was vorher und nachher auf Neu-Guinea geleistet worden ist, weit

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in den Schatten. Als Arzt hatte er gelernt das Menschliche menschlich zu nehmen, aber
so human er war und so sehr er sich auch angelegen sein liess die Eingeborenen gegen weisse
Eindringlinge und Abenteurer zu schützen, so nachdrücklich wusste er ihre Übergriffe, selbst
mit dem Einsatz seiner Person, zu verfolgen und zu bestrafen. Auch der Hervorragendes leistende
Beamte wird auf Neu-Guinea nicht gerade von seinen Berufspflichten erdrückt, und so
konnte
Macgregor die Zeit erübrigen, seine weiteren Kräfte der Erforschung des Landes
zu widmen. Mit welch ausgezeichnetem Erfolge er dies getan hat, davon werden die nach-
folgenden Blätter noch häufig genug Zeugnis ablegen. Im Gegensatz hiervon, waren die von
anderen Seiten nach Britisch-Neu-Guinea ausgesandten Expeditionen nicht vom Glück begünstigt.
Bereits sehr bald nach den Flaggenhissungen wurde eine Reihe derartiger Unternehmungen
in den austrahschen Kolonien, teils von geographischen Gesellschaften, teils von Privatpersonen
ins Leben gerufen, aber keine hat die in sie gesetzten Erfahrungen erfüllt; einige missglückten
sogar vollständig. Auch die in England unter der Leitung von H. O.
Forbes ausgerüstete
Expedition hatte ihr Ziel — den Gipfel des Owen Stanley-Gebirges — nicht zu erreichen vermocht.
Grössere Erfolge waren dagegen den unter der Führung von A. G.
HaDDON unternommenen
Expeditionen, deren Hauptzweck eine eingehendere Untersuchung der Inseln der Torres-
Strasse war, beschieden.

Der alte Traum, dass Neu-Guinea ein Goldland sei \'), sollte für einen Teil der Insel
wenigstens, doch noch Wirklichkeit werden. Trotz aher Fehlschläge während des vorher-
gehenden Zeitabschnittes (s. oben p. 154, 165, 241, 251, 252), hatten sich immer wieder
Goldsucher nach dem Lande der Verheissung aufgemacht. Sie trafen zuerst ergiebige Mengen
im Jahre 1888 im Louisiaden-Archipel an und zwar auf der Sud-Est-Insel, bald darauf
auch auf der St. Aignan- und der Woodlark-Insel sowie 1894 auf einigen Inseln der Torres-
Strasse. Auf dem Festlande trat dieser Fall erst 1895 im Stromgebiet des Mambare ein. Die
Ausbeute stieg hier von 240 Unzen (1895/6) auf 10000 Unzen (1900/1). Grössere Mengen des
Edelmetalls wurden auch in der Umgebung der Milne-Bai gefunden, wo die Produktion im
Jahre 1899/1900 mit 4000 Unzen einsetzte, aber bereits in den folgenden Jahren bedeutend
herunterging. Die beiden Expeditionen in Kaiser Wilhelms-Land, die während 1897 und der
folgenden Jahre im Ränu-Gebiet sowie 1901—3 in der Umgebung des Huon-Golfs tätig waren,
nahmen dagegen einen unbefriedigenden Verlauf.

Eine bemerkenswerte Erscheinung bilden die in zunehmender Zahl sich auf Neu-
Guinea einstehenden Naturaliensammler, die es besonders auf zoologische, daneben oder
auch auf botanische und ethnographische Objekte abgesehen hatten. Unter ihnen sind zu
nennen
J. Anthony, L. Birö, W. Doherty, J. M. Dumas, Sam. Fenichel, Bruno
und Herbert Geisler, A. Giulianetti, L. Loria, Alb. S. Meek, W. Micholitz, Erik
Nyman, A. E. Pratt, Carl Ribbe, Carl Wahnes, H. Cayley Webster
und E. Weiske.
Man würde sie als Pioniere im besten Sinne des Wortes bezeichnen können, wenn sie ihre,
häufig in schwer zugänglichen Gebieten gemachten Beobachtungen und Erfahrungen auch in
Wort, Karte und Bild niedergelegt hätten. Soweit sie dies aber getan haben, können ihre Arbeiten
nur wenig befriedigen, die Aufzeichnungen entbehren vor
allem der erforderhchen Genauigkeit.

I) Nova Guinea. i. 1909, p. 5, 7, 14, 33, 34, 52, 59, 63, 76, 179, 218.

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Eine weitere Eigentümlichkeit dieser Periode bildet das Auftreten einer Reihe von
Personen, deren Abwesenheit nicht gerade schmerzlich vermisst worden wäre. Unter diesen —
g-emeint sind die „Weltreisendenquot; — wären namentlich aufzuführen
B. F. S. Baden-Powell,

Onbsp;7)

Arthur Baessler, A. Daiber, Otto Ehlers, Graf Rudolf Festetich von Tolna,
E. Heldring, E. von Hesse-Wartegg, Wilh. Joest, Bruno Mencke, Hume Nisbet,
Georg Wegener
und Johannes Wilda. Von ihnen war wohl Joest der begabteste, der
Graf
Festetich aber sicher der nichtsnutzigste \'). Geleistet hat keiner von ihnen etwas,
was auch von Leuten, die die
dira neccessitas kaum gekannt haben, denen jeder Tag ein
Sonntag ist, nicht erwartet werden kann. Zu dem Unfug, den manche auf Neu-Guinea ange-
richtet haben, kommt der weitere, in der Heimat verübte, wo sie sich in geographischen
und kolonialen GeseUschaften breit machten oder in ihren, nur zu oft von unwissenden oder
liebedienerischen Rezensenten angepriesenen Schriften den Anschein erwecken wohten, der
Sache Kundige oder bedeutende Forschungsreisende zu sein.

Zum Schluss noch einige Worte über die Missionen. Während im holländischen Anteil
die
Utrechtsche Zendingsvereeniging, sich, nach wie vor, auf die Westseite des Geelvink-
Busens beschränkte, gründeten die Jesuiten im Jahre 1894 an der Kapaur-Bai eine Station,
die aber bereits zwei Jahre später, infolge des Hinscheidens des Missionars, wieder auf-
gegeben wurde. In Britisch-Neu-Guinea dehnte die
london missionary society ihre
Tätigkeit besonders nach Westen hin aus. 1891 begann die
Australian Church of
English Mission
(Anglikanische Mission) Stationen auf der Ostküste einzurichten und
übernahm zugleich diejenigen, welche die London Missionary Society hier bereits besass.
In demselben Jahre erfolgte das Auftreten der
australasian Wesleyan Methodist Mis-
sionary Society
auf den Louisiaden und den D\'Entrecasteaux-Inseln. Die Société des
Missionaires du Sacré-Coeur
hatte sich 1885 auf der Yule-Insel niedergelassen, ging
aber sehr bald dazu über, ihre Tätigkeit auf das Festland — den Mekeo-Distrikt —
auszudehnen.

Auf Kaiser Wilhelms-Land hielten Sendboten erst nach der Besitzergreifung ihren
Einzug. Zuerst war es die
gesellschaft für innere und äussere mission im sinne
der lutherischen kirche
(Neuendettelsauer Mission), die 1887 eine Station in Simbang
gründete, der weitere auf den Tami-Inseln, dem Sattelberge sowie im Küstengebiet des
Huon-Golfs folgten. Etwas später, aber noch in dem nämlichen Jahre, erschien die
rheinische
Missions-Gesellschaft
auf dem Blan und errichtete Niederlassungen an der Astrolabe-Bai.
Die 1890 auf der Dampier-Insel gegründete wurde 1895 wieder verlassen. Im Jahre 1896
folgte sodann die
mission vom göttlichen wort (S. V. D.), die ihre erste Station auf
der Insel Tumleo im Berlin-Hafen^gründete, aber bald darauf ihre Tätigkeit auf das gegenüber-
liegende Festland ausdehnte.

Im Bismarck-Archipel traten zu den vorher bestehenden Missionsgesellschaften (s. oben

i) Damit man niclit etwa glaube, dass ich übertreibe, gebe ich das Urteil einer sich stets in sehr gemässigten
Ausdrücken bewegenden Zeitschrift wieder: „But that any person calling himself a civilised being, as Count Festetics presumably
does, could deliberately induce savages to take him on a cannibal expedition for the express purpose of seeing defenceless
persons massacred and eaten, would be absolutely incredible did we not find it recorded by the author himself z\'« i\'.r/^wj-c,
and without any apparent sense of shame or horror. Against actions such as these no protest can be too strongquot;.
(Geographical Journal. XXIH. London 1904, p. 581).

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p. 218, 295-297) keine neuen hinzu. Obwohl eine Vermehrung der Stationen eintrat, so bheben sie
doch auf Neu-Pommern, Neu-Lauenburg
und Neu-Mecklenburg beschränkt.

Sir Peter H. Scratchley 1885.

Am 20. November 1884 hatte der zum Special Commissioner für Neu-Guinea ernannte
Sir
Peter H. Scratchley England verlassen ^ und war am 5- Januar 1885 m Melbourne
eingetroffen. Wie wir gesehen haben, waren die
deutschen Erwerbungen das Signal zu teil-
weise recht groben Ausfällen gegen die britische Regierung geworden.
scratchley fand
daher bei seiner Ankunft in Austrahen eine so tiefgehende Misstimmung vor, dass sogar
die Flüssigmachung des zugesagten Beitrages von £15000 zu den Verwaltungskosten auf
Schwierigkeiten stiess, - von dem Dampfer, den der Kolonialminister verlangte, um den sich
aber die austrahschen Kolonien von Anfang an herumzudrücken versucht hatten, gar nicht
erst zu reden Es bedurfte daher von selten
SCRATCHLEYs langwieriger Verhandlungen, ehe
er diese Angelegenheit zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen vermochte. Erst am
13. August konnte er von Sydney, auf dem eigens für diesen Zweck gecharterten Dampfer
„Governor Blackallquot; Kapt. T. A.
LaKE, die Fahrt antreten. Nach einem Besuch von
Brisbane, Townsville und Cooktown erfolgte am 28. die Ankunft in Port Moresby, wo bereits
das vom Leutn.
ThOMAS francis fullen befehhgte Vermessungsschiff „Larkquot; vor Anker
lag. Nachdem die vorbereitenden Massregeln für die Errichtungeines Regierungssitzes getroffen
worden waren, trat
scratchley eine Inspektionsreise durch das ihm noch unbekannte
Gebiet an

Am 8. September unternahm SCRATCHLEY eine Fahrt nach der Redscar-Bai, besuchte
die unweit der Aroa-Mündung liegende Missionsstation Wanuabada [Vanuabada] und kehrte
am 12. nach Port Moresby zurück. Am 21. Hef der „Governor Blackallquot; aufs neue aus.
Nacheinander wurden besucht Tupuselei, Kaile,
Kapa-Kapa, Hula, Kalo, Kerepunu und die
Mündung des in die Hood-Bai mündenden Kemp
Welch-Flusses. Am 2. Oktober fiel der
Anker bei Parimata, und am nächsten Tage wurde bei dem Dorf Maopa gelandet. Am 5-
erreichte der Dampfer die Insel Suäu und am 6. die Insel Samarai in der Chma-Strasse.
Hier erhielt
scratchley die Kunde, dass ein Händler, namens Fred. Miller, der eine
Faktorei auf der in der Nähe der Heath-Insel liegenden Insel Koilao neben mehreren
kleineren Niederlassungen auf anderen Eilanden des
Louisiaden-Archipels besass, trotz aller

I) Further Correspondenee respeeting New Guinea and other Islands in the Western Paeifie. February 1885.

\'\'quot;\'quot;.T\'Furthe; \'colLpondenee respeeting New Guinea.....August 1885 [C. 4584], P- 76, s. ferner p. 93-95,

ISprSi^ l^rUrdie koloniale Korvette „Wolverenequot; ins Auge gefasst, die sieh aber als nieht geeignet

cook. Australian Defences and New Guinea. Compiled from the -P^^J^ of the late^
General L Peter Scratchley. London
1887, p. 271-358. - J- W. Lindt. Picturesque Newnbsp;Lo^^^^

9-105. - G. S™. Fokt. Report on British New Guinea, from Data and Notes by the late ^^J «
(Wiederabdruck bei
J. W. Lindt. I.e. pag. 137-166). - H. H. Romillv. betters from the Western Pa^^^^^^
Mashonaland. London .893, P-
248-249. - British New Guinea. Proceed. R. Geogr Soc. N.VIII. London 886,
p. 596-598. - H.nbsp;Scratchley über Britisch-Neu-Guinea. Globus. L. f ^^ p. i 6-157. - J- W

Reminiscences of Travel in British New Guinea. Transact, and Proceed. R. Geogr. Soc. Aujralasia. Vict. Bx. IX. pt. 2.
Melbourne 1S92, p. 124—129.
- James Chalmers. Pinoeering in New Guinea. London 1887, P- 227-20I.

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Warnungen beabsichtigt hatte, auch auf dem nahe der Südostspitze der Normanby-Insel
[Duau] hegenden Eiland Digaragara ein Haus zu errichten. Mit seinem Schoner „Daisyquot; auf
der Normanby-Insel angelangt und hier am Strande mit seinem Begleiter
Paolo Fidele
sitzend, wurde er hinterrücks von einem kurz zuvor aus Queensland zurückgekehrten Einge-
borenen durch Beilhiebe niedergemacht. Ein zweiter Bericht besagte, dass auch ein Kapitän
John Fryer (auch Fryar und Frier geschrieben) kürzhch in der Hoop-iron-Bai auf der
Moresby-Insel ermordet worden sei.

Nachdem die Kriegsschiffe „Diamondquot;, Kapt. Francis S. Clayton, und „Ravenquot;,
Leutn. H. L.
Ross, auf der Reede eingetroffen waren, ging Scratchley am 12. Oktober
nach der Normanby-Insel ab. Obwohl ihm noch in der China-Strasse, das Kriegsschiff „Dartquot;
mit dem Mörder
Millers an Bord entgegenkam \'), setzte er seine Fahrt fort, um das an
dem Totschlage beteiligte Dorf einäschern zu lassen. Hierauf wurde die zur Engineer-Gruppe
gehörende Slade-Insel [Tubi-Tubi] aufgesucht, auf der der Händler
william Reid erschlagen
worden war. Da die Untersuchung ergab, dass dieses Individuum seinen Tod durch Zügel-
losigkeit und Rohheit selbst verschuldet hatte -), sah
Scratchley von einer Bestrafung des
dabei beteihgten Dorfes Baragi ab. Endlich ging es nach der Hoop-iron-Bai, wo sich heraus-
stellte, dass KapL
john Fryer, gleich john Watkins das Opfer eines Racheaktes geworden
war, indem man sie für das Vergehen eines anderen Weissen büssen
liess, wie dies des Landes
der Brauch ist =). Am 16. kehrte das Geschwader nach Samarai zurück, am 17. traf der
Schoner „Harrierquot; mit der Post von Cooktown kommend ein. Während der „Dartquot;, der
auch den begleitenden Photographen J. W.
Lindt an Bord genommen hatte, am 21. nach
Sydney abging, dampfte
Scratchley nach den Killerton-Inseln ab und traf zwei Tage
später in einer der Dufaure-Insel gegenüberliegenden Bucht ein, die den Namen Scratchley-
Bai erhielt Am 24. wurde nach den Juliade-Inseln gedampft, wo der „Governor BlackaUquot;
mit dem „Diamondquot; hegen blieb, während
Scratchley und James Chalmers auf den
„Ravenquot; übergingen, um den Millport-Hafen [Losoa Dudu] aufzusuchen, an dem Kapitän
Webb mit seiner Frau Anfang des Jahres einen gewaltsamen Tod gefunden hatte. Bei dem
Näherkommen machten die Eingeborenen sich aus dem Staube, worauf die Mannschaft des
„Ravenquot; am 25. das Dorf den Flammen preisgab. Nach der Wiedervereinigung des Geschwaders
in der Cloudy-Bucht wurde nach der Colombier-Spitze gedampft, auf der das vom „Beaglequot;
1879 gezüchtigte Dorf Dedele gestanden hatte. Hier ging der „Governor BlackaUquot; nach
Port Moresby ab, während
Scratchley auf dem vom „Ravenquot; begleiteten „Diamondquot; nach der
Keppel-Spitze fuhr, um am 30. Truppen zu landen und in feierlicher Weise die Flaggenhissung
im Dorfe Maopa vorzunehmen. Am folgenden Tage traf das Geschwader in Port Moresby ein.

Am 4. November machte Sir Peter sich auf den Weg nach Sogeri, um das Lager

1)nbsp;Papers relative to Armed Reprisals inflicted upon Naüves of various Islands in the Western Pacific by H. M. S.
„Diamondquot;. September
1886. London, p. 45—51. — Further Correspondence respecting New Guinea.... Aug. 1889.\'
London 1890 [C. 5883], p. 10—13, 48—49.

2)nbsp;Papers^relative to Armed Reprisals . . . 1886, p. 24—27. — Further Correspondence . . . Aug. 1889, p. 54—55. —
Nach Th. F. Bevan (Toil, Travel, and Discovery. 1890, p. 94—95) hatte, der Mord am 24. Dezember 1884 stattgefunden.

3)nbsp;Das schuldige Dorf wurde von dem „Diamondquot; in Brand geschossen. (Papers relative to Armed Reprisais ..
p.
36—43. — Further Correspondence... Aug. 1889, p. 46.-— Th. F. Bevan. Toil, Travel, and Discovery 1890 p!
104, 105, 107).nbsp;\'

4)nbsp;Sie führte bereits den Namen Argyll-Bai [Masawani Ju-Ju].

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von H. o. Forbes zu besuchen. Am ersten Marschtage gelangte die Reisegesellschaft bis zum
Dorfe Sodara, am folgenden wurde der Berg Weriata [Variata] erstiegen und im Dorfe Taburi
das Nachtquartier aufgeschlagen. Am 6. November wurde Nakäri und am 7. endlich das Ziel
erreicht. Bereits am
9. trat SCRATCHLEY den Rijckmarsch nach Port Moresby an.

Am 19. wurde endhch die Fahrt angetreten, welche sich bis zur Grenze des deutschen
Schutzgebietes ausdehnen sollte. An derselben nahm abermals
James Chalmers und ausserdem
auch
H. O. Forbes teil. Nachdem in die Milne-Bai eingelaufen worden war, landete ScRATCHLEY
bei dem Dorfe Maiwara. Er unternahm auch von der Küste unweit der Kiherton In.seln aus
eme Besteigung des zu der Stirling-Kette gehörenden Kiherton-Berges [Binumu]. Am
22. setzte
der Dampfer seine Fahrt, dem Laufe der Küste folgend, durch die Bentley-, die Bartie- sowie
die Goodenough-Bai fort und ging in einem Einschnitt am Nordufer der letztgenannten, der
Rawdon-Bucht, vor Anker. Zwei von ihr aus besonders ins Auge fallende Gipfel erhielten die
Namen Lady Scratchley-Pik und Service-Berg. Am
23. wurde das Kap Vogel [Ipote] dublirt
und darauf die Jabbering-Inseln, bei denen das Schiff ankerte, besucht. Der
24. ging zunächst
mit der Fahrt durch die Golhngwood-Bai bis zum Kap Nelson dahin. Die im Laufe desselben
gewahrten sehr hohen Gipfel erhielten die Namen Ross- \') und Romilly-Berg sind aber nicht
nichts anders als der Victory- und der Trafalgar-Berg. Nach dem Passiren des Kaps Nelson
wurde in die Dyke Acland-Bai eingelaufen und bei dem Südost-Kap geankert. Am nächsten
Tage trat der „General Blackahquot;, nachdem die Grenze bei dem Mitre-Felsen erreicht worden
war, die Rückfahrt an. Er gelangte noch bis in die Holnicote-[Gona-] Bai, in der er während
der Nacht liegen blieb. Die nahe dem Südende befindlichen Eilande erhielten den Namen
Glanville-Inseln. Hierauf wurde am
26. aufs neue in die Dyke Acland-Bai eingelaufen und
der in ihr mündende, mächtige Musa entdeckt und Rossitter-Fluss genannt. quot;) Abends erfolgte
das Einlaufen in die Porlock-Bai, an der am folgenden Morgen gelandet wurde. Die hier
aufgefundene Lagune empfing den Namen Clayton Inlet. Nachdem für die Dauer der Nacht
der Ankerplatz bei den Jabbering-Inseln wieder aufgesucht worden war, ging es am
28. nach
der Lydia-Insel [Nuakata] und nach der Chads-Bai. Schwer erkrankt traf
SCRATCHLEY am
näch.sten Tage auf Samarai ein. Nachdem
Chalmers und Forbes auf Suäu abgesetzt worden
waren, eilte der Dampfer der australischen Küste zu, aber noch vor dem Eintreffen in
Townsvihe erlag
Scratchley seinem Leiden am 2. Dezember.

Am 16. wurde seine Leiche in Melbourne beigesetzt.

1)nbsp;Nach dem Kommandanten des „Ravenquot;, Leutn. H. L. Ross.

2)nbsp;Nach dem Deputy Commissioner H. H. Romilly.

3)nbsp;Nach dem Arzte von Sir Peter Scratchley.

4)nbsp;Nach dem zweiten Steuermann des „Governor Blacicallquot;.

5)nbsp;Nach dem Kommandanten des „Diamondquot;, ICapt. Francis S. Clayton.

6)nbsp;Kurz vor seinem Tode hatte Scratchley den mit nur beschränkten Vollmachten versehenen und zeitweiligen
Deputy Commissioner
Anthony Musgrave mit seiner Stellvertretung beauftragt. Als dieser jedoch am 14. Dezember sich an
den Minister
Fred. Stanley mit der Bitte um Instruktionen wandte, erhielt er unter dem 9. Januar 1886 die Antwort,
dass nur H. H.
Romilly im Besitz der zur Verwaltung des Protektorates erforderlichen Vollmachten sei. Gleich-
zeitig wurde aber dem High Commissioner of the Western Pacific,
J. B. Thurston, der Wunsch ausgesprochen John
Douglas
zum Special Commissioner für Britisch-Neu-Guinea und die benachbarten Inseln zu ernennen, dem selbstver-
ständlich entsprochen wurde. An dem Tage der Ernennung
(27. Februar 1886) übergab Romilly die Geschäfte undreiste
Antang März auf Urlaub nach England ab. (Further Correspondence respecting New Guinea. August
1889. London 1890
[C. 5883], p.nbsp;10, 14. ig, 113).

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Société des MlsaionnaireB de Ifotre-Dame du Saoré-Coeur 1885

blick vültnbsp;Heiligstei, Her.en Jesu ■„ dem Ai,.en-

blick ve,-assen, als s.e ohne Neu-Guinea erreich, zu haben, auf der Thursday-Insel umkehren

-s ten (p. 3.9,. I i3chen hatte Pater Lo„:s Co„ppe Marseille am 33. Ok olTsst

Begleitung- von 5 Nonnen und 3 Laienbrüdern verlassen, und am .o Novembe war l \'

London aus der ebenfalls für die Nen-Gninea-Mission bestimmte Pater H.\'st. V^ Uf 1 \'

rSrHV—

Erst .m Juni konnten sie sich auf der Bark Joshquot;. die von ihren, Besitzer, namens Moresbv
ur Verfugung gestellt worden war. einschiffen, worauf die Landung auf der y1 CeHm

gegenüberliegenden Neu-Guinea-Küste. Er besuchte die am HilH. fT r .
Nikura, Epa und Taiaranbsp;Hilda-Fluss hegenden Dörfer

er dem diett \'^let rdel\' V^: den\'Wuth^r^\'c quot; ^^^^^

nach dem Südostende von Neu-cTea oder näcl d Tnbsp;Missionsstation

Kenntn.s brachte. Auf seine AnS^e ^ c ^te sL^hnbsp;\'\'

olchtnbsp;^rtervotrsr-,!-^^^^^^^^^^^ rt-

________vuiiier srarD. j bo konnten denn Navarre und

Sr. vt„,„s [.ic], L..,,e d\'oL.ie. Tc Xx!\' p S-!\',««\'\' quot;quot;nbsp;\'\' \'\'

3) H. St. VÉR1DS. k\'oavelIe-Guinée. 1. c. XX i88(nbsp;\' w

da Sacré-Coeur. Is.oi.dun ,88,, p. ,24-132nbsp;\'\' ^\'-t-S^o- - Victor Jouît. I,. Société des Missionnaires

Co.«,. xl. m^p^X^\'squot;;quot;quot;nbsp;quot;•»-e-G.i.^e, Ann. de K-ü. dn Sacé-

die MissfonÏÏLTirLÏriirnbsp;Tnbsp;„e,e,e„

errichten. (Cl„onicle London Miss. SoSet, ,885 quot;nbsp;»

Foi. iud. p. .80J.1,. inbsp;:nbsp;quot; quot;

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Verjus im Januar 1886 unangefochten nach der Yule-Insel zurückkehren, zu welchem Zweck
sie sich auf dem „Pie IXquot;, der früheren „Gordonquot;, einschifften.

Theodore P. Bevan 1885—86.

Bereits am 27. Februar 1885 trat Bevan seine zweite Fahrt nach Neu-Guinea (s. oben
P- 342) an, und zwar auf der „Pride of the Loganquot; von Cooktown aus. Am J. März lief er
in Port Moresby ein und segelte am 11. in östhcher Richtung weiter. Nachdem er vor Kalo
Anker geworfen hatte, unternahm er eine Ruderfahrt auf dem Kemp Welch-Fluss, bei
welcher Gelegenheit die landeinwärts liegenden Dörfer Quibo (lies Kwaibo) und Kaa Kaa
(lies Kéa-Kéa) besucht wurden. Von Kalo aus setzte
Bevan seine Reise fort, wurde aber
durch Windstillen in der Hood-Bai zurückgehalten, welchen Umstand er dazu benutzte, um
in Begleitung des Häuptlings von Kerepunu die 7 miles entfernten Dörfer Kamali und Pepaka
aufzusuchen. Darauf segelte der Schoner weiter und traf nach dem Besuch mehrerer
Buchten am 5. April vor der Insel Suäu ein.
BevaN unternahm von hier aus einige Boot-
fahrten nach der Bertha-Lagune, dem Baxter Hafen usw., worauf die „Pride of the Loganquot;
am 15. wieder ausHef und in der Nähe der kleinen Leocadie-Inseln Elorlor und Dèrenai
abermals Anker warf. Alsdann suchte sie, nach einem Besuch von Samarai, am 18. die Insel
Nuakäta [Lydia-Insel] auf. Nach dreitägigem Aufenthalt ging die Fahrt weiter längs der Nord-
küste der Moresby-Insel, wo bei dem kleinen Dorfe Wakorwa, in der Nähe der Mudge-Bai
geankert wurde. Am 27. lief der Schoner in die Milne-Bai ein. Während des dreiwöchigen
Aufenthaltes unternahm
Bevan eine Bootfahrt der Küste entlang und besuchte u. a. das
unweit des Westendes liegende Dorf Mita, auch gelang es ihm von dem unweit der Kiherton-
Inseln liegenden Dorfe Wotunu aus das Ostkap zu Fuss zu erreichen. Als das Schiff, in der
Absicht andere Fischgründe aufzusuchen, am 14. Mai bei dem Dorfe Samaumor auf der
Moresby-Insel eintraf, erhielt
Bevan den Besuch von nikolaus minister, der ihn einlud
auf seinem Kutter „Dulamaquot; die verschiedenen Stationen zu besuchen. Auf dieser F\'ahrt, an
der auch der bald
darauf ermordete john Fryer teilnahm, wurde zuerst die Sandfly-Bucht
auf der Skelton-Insel [Nara-Nara Wai] (Engineer-Gruppe) aufgesucht. Am nächsten Tage segelte
das Schiff nach der Maben-Insel am Ostende der
Moresby-Insel und hierauf nach der Teste-Insel
[Wari]. Am 21. wurde die
FRYERsche Tripangstation in der Kosmann-Gruppe erreicht, worauf
Fryer auf seinen dort liegenden Schoner „Lalla Rookhquot; überging. Die „Dulamaquot; passirte am
Mittage des 23. die Real-Insel [Pana Sia] und ging abends bei Pana Èt [Deboyne-Insel] in der
Redlich-Gruppe, auf der
Minister eine Station für den Tripangfang besass, vor Anker. Alsdann
ging die Fahrt nach der Brooker-Insel [Utian] und ferner nach Mewstone [Moturina], wo vor
dem Dorfe Wènaliwa geankert wurde. Am 26. ging der Kutter aufs neue unter Segel,
erreichte am folgenden Tage den
Bramble-Hafen und am 30. wieder die Mudge-Bai an
der Moresby-Insel. Am 31. traf
Bevan auf der Insel Samarai ein, und erreichte 3 Tage
später die am Südkap Hegende „Pride of the Loganquot;. Sehr bald verhess er sie jedoch
wieder, um eine Bootfahrt längs der Südküste bis zur Orangerie-Bai anzutreten. Hier ging er
wieder auf den Schoner über, nachdem er noch die Dufaure-Insel besucht hatte. Am 19. Juni

1)nbsp;L. A. Navarre. Ann. de Notre-Dame du Sacré-Coeur Le. pag. 226—227.

2)nbsp;Toü, Travel, and Discovery in British New Guinea. London 1890, p. 33—132.

Nova Guinea. ii. Entdeckungsgeschichte.nbsp;48

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lief das Schifif in entmastetem und sinkendem Zustande auf der Reede von Cooktown ein,
worauf
Bevan nach Sydney zurückkehrte.

Hier erwarb er den kleinen Kutter „Electraquot; und erwirkte zugleich von Sir Beter
Scratchley
die Erlaubnis „to explore and tradequot;. Von Cooktown aus, das Bevan am 29.
August verliess, gelangte er am 2. September nach Port Moresby, wo ihm kein besonders
freundhcher Empfang zuteil wurde, da seine Ausfälle gegen die Mission dort übel vermerkt
worden waren \'). Vierzehn Tage später wurde ihm jedoch ein Grundstück von acre ange-
wiesen, zugleich mit der Erlaubnis sich vorläufig dort niederzulassen. Nach Fertigstellung
seines Hauses trat
Bevan am 23. September eine Handelsfahrt nach dem Papua-Golf an,
auf der er sich u. a. in Toaripi, dem Hauptort der Landschaft Motu-Motu, 2 Wochen auf-
hielt. Nach Port Moresby zurückgekehrt, ging er dazu über an verschiedenen Küstenplätzen
Stationen für den Tripangfang zu errichten. Als die „Electraquot; am 14. Oktober in der Bai
von Hula eintraf, fand sie hier den „Governor Blackahquot; und den „Harrierquot; vor Anker
hegend.
Bevan benutzte diese Gelegenheit, um bei dem Special Commissioner eine Audienz
zu erwirken, doch erlangte er nur zu dessen Privatsekretär Zutritt Flierauf setzte er längs
der Küste seinen Tripangfang fort, bis der Kutter am 29. Dezember in der Nähe des Round
Head auf ein Riff stiess, von dem er am Nachmittage des 30. mit Hülfe von Eingeborenen
wieder abgebracht wurde. Als
Bevan sich am 3. Januar 1886 mit seinem Gehülfen Peter
Hayward
nach Kapa-Kapa begeben hatte, um Wasser und Proviant einzunehmen, verübten
Eingeborene Diebstähle an Bord des Schififes. Auf seine nach Port Moresby gerichtete Klage,
entsandte A.
Musgrave Jr. 12 Mann der Polizeitruppe unter der Führung von George
Hunter,
worauf die Dörfer Ikoro, Raboni und Tubutala durchsucht und die beiden letzt-
genannten den Flammen preisgegeben wurden, als sich in ihnen ein Teil der geraubten
Gegenstände vorfand ■\'\').

Kurze Zeit nach dieser Begebenheit erkrankte Bevan in Port Moresby, unternahm
aber doch aufs neue eine Küstenfahrt, die sich bis Hula ausdehnte.
Im April erfasste ihn
das Goldfieber. Er trat einen Marsch nach dem Astrolabe-Gebirge an, von dem er ohne
Erfolg erzielt zu haben, zurückkehren musste. Am 7. Juh segelte er nochmals nach Hula, wo
ihm jedoch seine Mannschaft entlief, so dass es ihm nur mit Mühe glückte Port Moresby
wieder zu erreichen. Infolge abermaliger Erkrankung sah er sich genötigt vorläufig von Neu-
Guinea Abschied zu nehmen. Über Cooktown, das am 4. Juli erreicht wurde, begab er sich
nach Sydney.

Kapt. Webb 1885.

Als der mit dem Tripangfang beschäftigte Kapt. Webb Anfang Januar 1885 mit seinem

1)nbsp;Toü, Travel, and Discovery, p. 133 — 176.

2)nbsp;„But while Sir Peter Scratchley had been all courtesy and kindness in Sydney ... his approval of my efforts
was counteracted by the poisonous influences at his elbow, and his past pledges were forgottenquot;. (Toil Travel and
Discovery, p. 150).nbsp;\'nbsp;\'

3)nbsp;Die oflrziellen Berichte stimmen nicht völlig mit denen von Bevan überein. Als letzterer im 16. Januar 1886
in Port Moresby eintraf, erzählte er, dass er zur Zeit der Plünderung sich in Rigo befunden habe. Auf seinen Bericht hin
wurde
Frank Lawes nach dem Tatorte gesandt, und es gelang diesem in den Dörfern Gabone (wohl dem Raboni bei
Bevan entsprechend) und Ikoro einen Teil des gestohlenen Gutes aufzuspüren. Wie R. Hünter am 11. Januar mitgeteilt
hatte, waren es Bewohner von Buriwaja gewesen, die sich des Vergehens schuldig gemacht hatten. (Further Correspon-
dence respectmg New Guinea. August 1889. London 1890 [C. 5883], p. 139, 142—143).

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Kutter „Marionquot; vor derquot; Toulon-Insel lag, beabsichtigte er die gegenüberliegende Neu-
Guinea-Küste aufzusuchen. Die Warnung der Eingeborenen vor den Bewohnern des am West-
emgang des Mihport-Hafens [Losoa Dudu] liegenden Dorfes Mahhora, mit denen sie in Feind-
schaft lebten, schlug
Webb in den Wind. Als er jedoch in die Bai eingelaufen war und das
erwähnte Dorf in Begleitung eines Malaien aufsuchte, wurden beide mit Keulen erschlagen.
Damit nicht genug, begaben sich die Übeltäter nach dem Kutter, wo sie die Frau von
webb
nebst 4 Australiern niedermachten und das Schiff ausraubten. Als die Nachricht von dem
Morde bekannt wurde, erhielt der vom Leutn.
john L. Marx befehligte „Swingerquot; den
Befehl den Fall zu untersuchen. Von Townsvihe kommend, traf er von 8. Februar in Port
Moresby und am i6. vor der Toulon-Insel ein. Im Millport-Hafen gelang es unter der
Führung einiger Eingeborener die am Strande verscharrten Leichen von
Webb und seiner
Frau, aber der Köpfe beraubt, aufzufinden. Noch während der Besichtigung wurden
Marx
und seine Begleiter von den Dorfbewohnern mit Steinen und Speeren beworfen. Nachdem
die beiden Leichname an Bord geschafft worden waren, ging der „Swingerquot; wieder nach
Port Moresby ab.
Webb war übrigens als roher Mensch bekannt. Bereits im Jahre 1882, als
er die „Pride of the Loganquot; führte, hatte er „wantonlyquot; auf Eingeborene geschossen. Als
das Kriegsschiff „Sapphoquot; sich 1878 in diesen Gewässern aufhielt (s. oben p. 235), hatte er
bereits vom Kommandanten eine Verwarnung erhalten \').

Wie bereits erwähnt (p. 376), das schuldige Dorf am 25. Oktober vom Kriegsschiff
„Ravenquot; beschossen wurde

Frank Gerret 1885.

Frank Gerret war am 31. Januar 1885 von der Deboyne-Insel nach der nahe ge-
legenen Insel Pana Pompon gefahren, um dort dem Tripangfang obzuhegen. Kaum war sein
Kutter „Petrelquot;, den er nach Queensland sandte, ausser Sicht gekommen, als er überfallen
und getötet wurde, angeblich aus Widervergeltung, weil der Sohn des Häuptlings der Deboyne-
Insel [Pana Et] von Eingeborenen der St. Aignan-Insel ermordet worden war, was nicht wahr-
scheinlich klingt. Nach den Angaben von Kapt.
Glayton im Dezember desselben Jahres,
hatte
Gerret seinen Tod durch sein Betragen selbst verschuldet.

James Chalmers 1885.

Über die Reisetätigkeit von chalmers im Jahre 1885 liess sich P\'olgendes ermitteln:
Am 29. April 1885 begab er sich auf der „Hannah Morequot; von Samarai nach Aroma Am
25. Juh trat er eine Bootfahrt nach den östlich von Port Moresby gelegenen Stationen an.
Nachdem er nachts in der Nähe der
Pyramid-Spitze vor Anker geblieben war, traf er am
folgenden Tage vor Tupuselei ein. Nachmittags erreicht er Kaile. Nach einem Besuch von Kapa-

1)nbsp;Papers relative to Armed Reprisals inflicted upon Natives of various Islands in the Western Pacific by H. M. S.
„Diamondquot;. September
1886. London, p. 15—23. — Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889.
London 1890 [C. 5883], p. 57. — Theodore F. Bevan. Toil, Travel, und Discovery in New Guinea. London 1890,
P- 35—37- — G. W. Lindt. Picturesque New Guinea. London 1887, p. 146—147.

2)nbsp;Wie Sir V^illiam Macgregor mitteilt, war der wirkliche Name des Dorfes Berebo, das sein Loos mit Pediri, das am
Westkap der Millport-Bai lag, teilen musste. (Annual Report Brit. New Guinea
1890—91. Brisbane 1892, p. 59).

3)nbsp;Theodore F. Bevan. Toll, Travel, and Discovery in British New Guinea. London 1890, p. iio—iii.

4)nbsp;Papers relative to Arm.ed Reprisais .... September 1886. p. 27—29.

5)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1887. December 1888. London, p. 75.

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Kapa traf er in Hulä ein, wo er im Auftrage der Regierung den Eingeborenen, die beim
Scheitern der „Pride of the Loganquot; hülfreiche Dienste geleistet hatten, Geschenke über-
brachte. Nach Ablauf einiger Tage ging er nach Kalo ab, von wo aus er nochmals nach Hulä
zurückkehrte, um darauf seine Reise nach Aroma fortzusetzen. Er fand in der Nähe die
Mündung der Clara-Flusses, besuchte ferner Belerupu, das am Mac Farlane-Hafen liegende
östlichste Dorf der Landschaft Aroma. Auf seiner Rückfahrt lernte er auch Parimata, das
am meisten nach Westen gelegene Dorf dieser Landschaft kennen. Über Kerepunu und Hulä
kehrte er nach Port Moresby zurück.

In Gemeinschaft mit ANTHONY MuSGRAVE Jr. unternahm CHALMERS ferner eine Boot-
fahrt nach den Unterdistrikten Daura und Kabadi, auf der auch allen zwischenliegenden
Küstendörfern ein Besuch abgestattet wurde. Von Manu-Manu aus wurde Kabadi aufgesucht.
In Daura beklagten die Eingeborenen sich über Plünderungen seitens der Leute von Lea-Lea
und, wie
CHALMERS sagt, wären sie längst ausgemordet worden, wenn C. H. Page, der hier Holz
fällen liess, sich nicht ihrer angenommen hätte Die Rückkehr nach Port Moresby muss
vor dem 19. August, dem Tage an welchem der Häuptling von Lea-Lea sich dort einstellte,
erfolgt sein

Hugh Hastings Romilly 1885.

Nachdem die Untersuchungskommission in ihrem mehrfach zitirten Berichte festgestellt
hatte, dass 648 Eingeborene von der Ostküste Neu-Guineas und den benachbarten Insel-
gruppen in widerrechtlicher Weise für die Bewirtschaftung der Zuckerplantagen in Queensland
angeworben worden waren erging von der Regierung der Befehl, sie in ihre Heimat
zurückzubefördern. Es legt abermals von der Verderbtheit der öffentlichen Meinung, der eine
nichtsnutzige Presse sekundirte, Zeugnis ab, dass diese Massregel grosse Erbitterung hervor-
rieft). Leiter dieser Expedition, für die man den Dampfer „Victoriaquot; (900 T.) gechartert
hatte, war der Deputy Commissioner
H. H. Romilly, dem der Police Magistrate H. M. Chester
zur Seite stand. Weitere Teilnehmer waren stanley harris, Geo Harris, die Zeitungs-
berichterstatter W. B.
Livesey, W. J. Lyne und Herbert s) sowie der als ehemaliger Führer
eines Arbeiterschiffes mit den Örtlichkeiten vertraute W. T.
Wawn

Der Dampfer verliess Brisbane am 8. Juni 1885, ankerte vor Mackay, wo 35 Mann
eingeliefert wurden, am 11., worauf nach der am nächsten Tage erfolgten Ankunft in Towns-
ville 370 Mann an Bord kamen, von denen einer bald nach der Abfahrt starb. Statt 648
waren es also nur 405, die den Boden Australiens wieder verlassen sollten. Die übrigen

1)nbsp;Furthei- Correspondence respecting New Guinea. August 1890. London 1890 [C. 5883], p. 123.

2)nbsp;James Chalmers. Pioneering in New Guinea. London 1887, p. 247—252. —Pioneer Life and Worlc in New
Guinea
1877—1894. London 1895, p. 139—145.

3)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea and other islands in the Western Pacific Ocean. August 1885.
London [C. 4584].

4)nbsp;„I do not land, as the population of this northern town [Townsville] would probably pelt me if I did. On
the other hand, I allow no one on board the ship except officialsquot;.
(H. H. Romilly. Letters from the Western Pacific, p. 221).

5)nbsp;„The newspaper people have been a great worry to mequot;. (Romilly. 1. c., p. 221—222).

6)nbsp;H. H. Romilly. Letters from the Western Pacific and Mashonaland 1878—1891. London 1893, p. 221—247.—
From my Verandah in New Guinea. London 1889, p. 213—223. — New Guinea. Proceed. Geogr. Soc. of Australasia.
Queensl. Br. 1.
1885—86. Brisbane 1886, p. 46—54. — William T. Wawn. The South Sea Islanders and the Queens-
land Labour Trade. London
1893, p. 373—393.

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waren teils gestorben\'), teils nicht transportfähig oder aus anderen Gründen zurückgebheben.

Nachdem die „Victoriaquot; die Cleveland-Bai wieder verlassen hatte, traf sie am 17. in
Port Moresby ein, wo sie einen Tag liegen bheb. Am 20. wurde die Teste-Insel [Wari] und
darauf die Hayter-Insel aufgesucht. Am folgenden Tage landeten auf den Killerton-Inseln
50 Mann, die in den auf dem gegenüberliegenden Festlande liegenden Dörfern Bura-Bura und
Wako-Wako zu Hau.se waren. Bei dem Ost-Kap wurden 16 Leute verabschiedet, die dem in
der Nähe desselben befindhchen Dorfe Motuna angehörten. Darauf ging es nach der Moresby-
Insel, wo das Schiff vor Masiu am Mittage des 22. eintraf. Am 23. erfolgte der Besuch der
Bentley-Insel [Anagusa], der Insel Watu Koiaria und der Slade-Insel [Tubi-Tubi]. Am nächsten
Tage wurden Leute auf der Lydia-Insel abgesetzt, worauf Kurs nach der Normanby-Insel
genommen wurde. Es war auf dieser Strecke, dass die oben (p. 359) erwähnte Begegnung
mit der „Samoaquot; stattfand. Mittags ankerte die „Victoriaquot; an der Ostküste angesichts des
Dorfes Bobuon, dampfte alsdann nach dem 2 miles östhch davon hegenden Kasi-Kasi und
nach Rikorea. Während des 26. und eines Teiles des 27. wurden die übrigen Normanby-
Insulaner gelandet und auch noch die Inseln Goulvain und Wikumara [Vekumara] besucht.
Am 28. traf die Expedition vor der Welle-Insel [Sanaroa] ein, auf der
MaC Neil von der
„Hopefulquot; s. Zt. zwei Männer erschossen hatte. Am 29. wurde die Kleine Woodlark-Insel
und am 30. die Inseln Jouvency [Iwa], Jurrien [Kitawa] und Evans [Tana Ba] aufgesucht. Nachdem
die Fergusson-Insel bei dem Dorfe Hiliwut am i. Juh berührt worden war, ging der Dampfer
nach dem Louisiaden-Archipel ab, in welchem am 3. auf der Deboyne-Insel, auf der
St. Aignan-Insel sowie auf der zur Renard-Gruppe gehörenden Insel Kamutu Eingeborene
gelandet wurden. Ein Gleiches geschah am 4. auf der Pig-Insel [Nimoa] und auf der Joannet-
Insel [PanaTimani] und am 5. auf der Brierly-Insel [Dudekai] und der
Grass-Insel [Ganim]. Die
Tage vom 6.-8. wurden darauf verwendet, die Dörfer Reua, Pana Tona, Motupuia, Mandona,
Patibo und Hupoani auf Sud-Est-Insel [Tagula] zu besuchen. Nachdem die „Victoriaquot; am 9.
noch vor der kleinen Insel Mewstone [Moturina] und am 10. wiederum vor der Teste-Insel
gehalten hatte, suchte sie nochmals Port Moresby am 13. auf und bheb
hier bis zum folgenden
Tage. Am 16. erreichte sie Townsville, am 23. Brisbane und endhch am 27. Sydney.

Henry Charles Everill 1885. („Bonitoquot;-Expedition).

Die Kolonien Neu-Süd-Wales und Victoria hatten 1884 in ihren Budgets je £ looo.—
für eine Expedition nach Neu-Guinea. ausgeworfen. Am 24 Juni 1884 fasste der Zweigverein

l) Für die Angehörigen jedes Verstorbenen wurden als „Entschädigungquot; für die geleisteten Dienste folgende
Gegenstände mitgegeben :

„I axe.......value £ —.4 s. 7 d.nbsp;Transport £ 1.8 s. 2 d.

1nbsp;double blanket.....„ —.9 „ — „nbsp;i long knife......... —.2 „ — „

12 yards turkish red .... „ —.5 „ 4 „nbsp;i short knife........„ —-.1 „ 6 „

12 H.K.F\'s.......„ —.3 „ 3 „nbsp;2 lbs. tobacco........ —.3 „ — „

2nbsp;hatchets........ —.6 „ — „nbsp;i waterproof bag......« —-3 —

£ 1.8 s. 2 d.nbsp;£ I-I7 s. 8 d.quot;

A. Musgrave Jr., dem wir diese Zahlen entnehmen, fügt hinzu: „but I feel morally sure from reading the printed reports
that not half of
194 were so presentedquot;. (Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. London 1890
[C. 5883], p. 22). — Herr Dr. H. A. Lorentz hatte auf meine Bitte die Güte sich während seines Aufenthaltes auf der
Thursday-Insel nach der Bedeutung der erwähnten H. K. F\'s zu erkundigen. Sie waren dort
1907 nicht mehr bekannt.
Auf umständlichem Wege vermochte er aber doch schliesslich zu ermitteln, dass es Baumwollenzeuge waren, die von einer
Kongsi von Chinesen, die diese Buchstaben als Zeichen führte, vertrieben wurden.

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für Neu-Süd-Wales der Geographical Society of Australasia den Beschluss bei der
Regierung in Sydney um die Bewiüigung dieser Summe einzukommen und zugleich dem Victorian
Branch der genannten Gesellschaft nahe zu legen, ein entsprechendes Gesuch an die Regierung in
Melbourne zu richten \'). Die für die Entsendung einer Expedition ausserdem noch erforderhchen
Mittel sollten von beiden Branches aufgebracht werden. In der Vorstandssitzung am 31. Oktober
wurde ein Komitee „to organize a scientific exploratory expedition into New Guineaquot;, bestehend
aus
Harrie Wood, G. S. Wilkinson, Lawrence Hargrave, H. G. Everill und den
Schriftführern beider Zweigvereine erwählt. Ihnen wurde am 12. Dezember noch hinzugefügt
Leutn.
Conner und F. C. Mann In den Tagen des 17., 18., 19., und 23. Dezember tagte
in Melbourne eine Konferenz, welche die verschiedenen Pläne zu prüfen und zu beraten
hatte Von der in erster Linie ins Auge gefassten Besteigung des Owen Stanley-Gebirges
wurde im Hinbhck auf die Expedition von
H. O. Eorbes abgesehen. Dagegen fand ein
Antrag Annahme, das zwischen diesem Gebirge und dem Fly-Fluss hegende Gebiet in
Angrifif zu nehmen, und zwar sollte der seit der „Flyquot;-Expedition nicht wieder besuchte
Aird-Fluss aufwärts gefahren werden, um von ihm aus landeinwärts vorzudringen Als
Leiter war
James Chalmers in Vorschlag gebracht worden, doch lehnte dieser ab.

Um kurz zu gehen, fiel jetzt die Wahl auf Kapt. H. C. Everill, von dessen Verdiensten,
weder vor- noch nachher jemand etwas hat in Erfahrung bringen können. Die Namen der
übrigen Mitgheder, denen man tönende Titel mit auf den Weg gegeben hatte, trotzdem keiner
von ihnen befähigt war das gesammelte Material wissenschaftlich zu bearbeiten, lauteten:
J. W. Haacke, Chief Scientist (Zoology and Geology); sidney A. Bernays, Surgeon and
Botanist;
Godfrey Hemsworth, Nautical sub-leader; R. Gethin Cragh, sub-leader on land;
Walter W. P^roggat, Assistant Zoologist; Kendal Broadbent, General Collector®);
James H. Shaw, Photograph er; W^ilhelm BäUERLEN, Botanist; A. hastings W^. senior
Surveyor and Explorer; Arthur J. vogan, Artist and Explorer; W. Mac Gechan,
Engineer and Explorer sowie Peter Waddick, Seaman and Explorer. Ausserdem hatte man
11 Malaien und einen Singalesen in Dienst genommen.

Am 10. Juni 1885 hef der Dampfer „Egmondquot; mit einem Teil der Mitgheder und
mit der für die Flussfahrten auf Neu-Guinea bestimmten Dampfbarkasse „Bonitoquot; (77 T.) im
Schlepptau aus Port Jackson aus. Der Leiter H. C.
Everill folgte mit den übrigen Teil-
nehmern am 13. auf dem Dampfer „Wentsworthquot;, der von der Moreton-Bai bis Townsville
das Schleppen des „Bonitoquot; übernahm.
Everill war mit seiner Reisegesellschaft in jener
Bai auf die „Alexandraquot; übergegangen, die nach der Ankunft in Townsville den „Bonitoquot;
bis Thursday-Insel, wo sie am 25. eintraf, weiterschleppte. Da die Barkasse in dem
stürmischen Wetter, das während des ersten Teiles der Überfahrt herrschte, Beschädigungen
davongetragen hatte, musste sie auf der Thursday-Insel einer Reparatur unterzogen

1)nbsp;Proceed. Geogr. Soc. of Australasia. II. 1884. Sydney 1885, p. 162—163.

2)nbsp;L. c. pag. 167—169.

3)nbsp;L.c. pag. 185—189, 2io, 211, 214, 220.

4)nbsp;Harrie Wood. Report of the Exploratory Committee. Proceed. R. Geogr. Soc. Australasia. N. S. W. Branch.
III. amp;
IV. 1885—86. Sydney 1888, p. 199—201. — Ausser dem „Exploratory Committeequot; gab es noch ein „Steam

Launch Sub-Committeequot;, ein „Medical Store Sub-Committeequot; und endlich auch ein „Instructions Sub-Committeequot; _ also

genug Köche, um den Brei zu verderben.

5)nbsp;Broadbent wurde auf der Thursday-Insel krank und musste nach Sydney zurückkehren.

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werden. Der dadurch verursachte unfreiwiUige Aufenthalt wurde dazu benutzt auf diesem und
den benachbarten Eilanden Naturalien zu sammeln. Inzwischen lief ein Telegramm von Sir
Edward Strickland als Präsident der Geogr. Soc. Australasia, N. S. W. Branch, dem
überhaupt in dieser Angelegenheit Ungeschicklichkeiten vorgeworfen werden ein, mit der
Anweisung weder den Aird-Fluss aufzusuchen, noch den Papua-Golf zu durchqueren. Darauf
wurde beschlossen nach dem Fly-Fluss abzugehen.

Es währte bis zum 13. Juli nachmittags, ehe die Expedition ihre Fahrt fortsetzen
konnte. Der „Bonitoquot; war von der „Advancequot;, Kapt.
williams, bis zur Horn-Insel geschleppt
worden, als diese abberufen wurde, um den von Australien nach Indien bestimmten „Jan de
Costaquot;, der auf ein Riff geraten war, wieder abzubringen. Der „Bonitoquot; sah sich zunächst
auf sich allein angewiesen, ging am 14. bei der Turtle-backed-Insel vor Anker, stiess aber am 15.
auf der Weiterfahrt auf ein Riff, von dem er erst am nächsten Tage wieder abkam. Darauf
wurde das Schifif von der „Advancequot; wieder eingeholt, die es weiter schleppte. Auf der
Fahrt längs des Warrior-Rififes fand eine Begegnung mit dem Missionskutter „Mayriquot;, mit
S.
Mac Farlane an Bord, statt, der sich den Schiffen anschloss. Am 18. liefen sie in die
Fly-Mündung ein und erreichten nachmittags die Insel Mibu, an der bereits der Schoner
„Mavisquot; mit dem Missionsboote „Venturequot; lag. Am folgenden Tage wurde der Ankerplatz
nach Kiwai verlegt Am 23. Juli segelte die „Mavisquot; mit
john douglas, S. Mag Farlane
und C. H. Hartmann ab und überliess die Expedition ihrem Schicksalquot;), die nunmehr
stromauf ihre Fahrt nach einem Besuch von Sumai fortsetzte. Die Nordwestspitze von Kiwai
erhielt den Namen Dickson-Kap und die zwischen diesem und dem Fly-Ufer befindhche
Enge den Namen Grifihths-Kanal, zu Ehren von W. M.
Griffiths. Am 25. wurde ein Vor-
sprung im Flusse, auf dem 2 oder 3 Dörfer lagen, passirt. Er wurde Fortescue-Spitze genannt
und ein Flusslauf am rechten Ufer, von dem man vermutete, dass er mit dem Meere in Ver-
bindung stehe, Mac Ilvraith-Kanal. Am 28. wurde unter 7° 34\' S., 141° 21\' E. der mächtige, aus NE.
kommende, bereits von D
\'albertis bemerkte Nebenfluss erreicht (Fig. 38) Anfänglich Bonito-
Fluss genannt, wurde er später, dem Präsidenten der Gesellschaft zuliebe, in Strickland-Fluss
umgetauft. Die Stelle, an der er in den Fly-Fluss einmündete, erhielt den Namen Everill Junction.

1)nbsp;R. von Lendenfeld in Petermanns Mittlg. XXXII. 1886, p. 61.

2)nbsp;Exploration of New Guinea; Capt. Everill\'s Report. Transact, and Proceed. R. Geogr. Soc. of Australasia.
N. S. W. Branch. III. amp; IV. Sydney
1888, p. 170—187. — Official Report of Capt. H. C. Everill. Sydney 1886.,
Wiederabdruck in J. W. Lindt. Picturesque New Guinea. London 1887, P- 167—188. — W. Bäuerlen. The Voyage
of the Bonito. Sydney
1886. — W. Haacke. Forschungs-Expedition der „Royal Geographical Society of Australasiaquot;
nach Neu-Guinea. Export. VIII. Berlin
1886, p. 404, 405, 437—438, 444, 451—453. — Neu-Guinea. Ein Tropenbild aus
meiner Erinnerung. Jahresbericht des Frankfurter Vereins für Geogr. und Statistik. LIII. amp; LIV.
1888—1890. Frankfurt
a/M.
1890, p. 100—117. — H. C. Everill. Recent Explorations in New Guinea. Report Brit. Assoc. Adv. of Sc. Bir-
mingham
1886. London, p. 739. — E. Marin la Meslée. L\'expédition à la Nouvelle-Guinée, organisée par la Société
australienne de Géographie. Compt. rend. Soc. de Géogr. Paris
1885, p. 32—38. — Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. VIL
London
1885, p. 669. — Petermanns Mittlg. XXXIl. 1886, p. 60—61. — VoN Koenneriïz. Englische Expedition nach
Neu-Guinea. Deutsche Kolonialzeitung. III. Berlin
1886, p. 93. — H. Greffrath. Rückkehr der Neu-Guinea-Expedition
unter Kapitän Everill. Globus. XLIX.
1886, p. 271—272.

3)nbsp;Wie William Macgregor berichtet, wurde des Dorf lasa besucht. (Ann. Report Brit. New Guinea 1889—90.
Brisbane 1890, p. 37).

4)nbsp;Die „Mayriquot; war bereits früher wieder abgesegelt.

5)nbsp;Sumati bei Everill, Tsumauta bei Bäuerlen.

6)nbsp;Da die Originalkarte sich zur Reproduktion nicht eignet, wurde Fig. 38 entnommen der Map of British New
Guinea. Brisbane
1892, Sheet i.

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Es muss als ein sehr verständiger Beschluss angesehen werden, eine Erforschung des
unbekannten Strickland-Flusses zu unternehmen. Anfänghch bereitete es der Barkasse keine
Schwierigkeit den zahlreichen Windungen zu folgen. Einen Tag musste man hegen bleiben,
um Holz für die Heizung der Maschine zu fäUen. Ab und zu erschienen Hügel von 25—40
feet Höhe, an denen rote und gelbe Tone entblösst waren. Am 2. August traten an ihre
Stelle weite Grasflächen und bald darauf kam man an die Mündung eines Zuflusses, des
Service-Flusses, vorbei. Je weiter die Fahrt vorwärts schritt, desto schwieriger gestaltete sie
sich. Am 3. geriet der „Bonitoquot; zu erstenmale auf Grund an der Douglas Bend, wurde aber
erst am 8. infolge des Steigen des Flusses wieder flott. Auf der Weiterfahrt musste wegen
Untiefen, die die Expedition 14 Tage festhielten, abermals gestoppt werden, so dass erst am
23. weiter gedampft werden konnte. An den Tagen des 24. und 25. wurde eine Wanderung
unternommen, aber selbst von einem Baumgipfel auf einem Hügel vermochte man, so weit
das Auge reichte, kein Gebirge wahrzunehmen. Am 27. August sass das Schifif aufs neue fest,
ohne seinen Standort bis zum 21. Oktober wieder zu verändern. Die Stelle erhielt den Namen
Observatory Bend {6° 38\' 30quot; S., 142° E.). Nachdem das Schiff gelöscht und ein Lager am
Ufer errichtet worden war, wurden Versuche gemacht weiter ins Innere einzudringen, was aber
nicht gelang. Am 16. September wurde daher eine Bootfahrt angetreten, auf
der man am 22. an
die Einmündung eines aus NNE. kommenden Zuflusses, Gecilia-Fluss nach der Lady
GarrinGTON
genannt, gelangte, während die Vereinigungstelle beider Gewässer den Namen Garrington
Junction erhielt. Am Nachmittage des 24. erreichte man eine etwa 1000 feet hohe Bergkette,
von der aus zwei Bergketten gewahrt werden konnten. Die eine, Von
Mueller-Kette genannt,
lag etwa 50, die andere nur 8 miles entfernt. Das Flussbett war allmählich enger und enger
und die Ufer steiler und höher geworden. Als man am 27. schätzungsweise in 5° 30\' S.,
142° 22\' E. gelangt war, musste die Weiterfahrt eingestellt werden. Das Bett besass hier noch
eine Breite von 50—60 feet, während die Uferwände eine Höhe von 300 feet erreichten.
Nachdem noch ein 750 feet hoher Berg erstiegen worden war, von dem aus man jedoch
keine Aussicht hatte, wurde am 28. die Rückfahrt angetreten und bereits am 29. nachts die
Observatory Bend wieder erreicht. Leider wurde kein Versuch gemacht einen der entdeckten
Nebenflüsse zu erkunden. Am 25. Oktober trat der „Bonitoquot; die Heimfahrt an, und zwar
gelangte er am 9. November an die Strickland Junction und am 15. nach Sumai. Am 18.
wurde die Fly-Mündung verlassen und am 20. die Thursday-Insel erreicht, wo die „Alexandraquot;
die Barkasse am 21. wieder in Schlepptau nahm und mit ihr am 3.
Dezember in Sydney eintraf.

Als im Oktober das Gerücht verbreitet worden war, dass die Expedition ihren Unter-
gang gefunden habe, begab S.
Mag FaRLANE sich nach der Fly-Mündung, wo die Angaben
der Eingeborenen dasselbe zu bestätigen schienen. Am 17. November ging daher der Schoner
„Wild Duckquot; nach der Fly-Mündung ab, um aber dort in Erfahrung zu bringen, dass der „Bonitoquot;,

bereits auf dem Heimwege war.

Der der Expedition in Sydney bereitete festliche Empfang konnte über die Tatsache
nicht hinwegtäuschen, dass man von den Erfolgen wenig befriedigt war. Die Sammlungen
sind im Hinblick auf das aussergewöhnlich grosse Personal sehr dürftig zu nennen \'), obwohl

I) Edw. P. Ramsay. [Exploration of Neu Guinea]. Report on the Collections. Transact, and Proceed. R. Geogr.
Soc. Australasia. N. S. W. Branch. HI amp; IV.
1884—85. Sydney 1888, p. 207-208. — C. S. Wilkinson. Report on the
Geological Specimens from New Guinea, collected by the Exploring Expedition of the Geogr. Soc. of Australasia. 1. c.,
pag.
203_206. — Ferd. von Mueller. Descriptive Notes on Papuan Plants. VII, VIII. [1886], IX [1890], p. 25—70.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;49

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sie Gegenstände enthielten, die eines besonderen Interesses wert waren i). Das Verdienst den
Strickland-Fluss zuerst erforscht zu haben, muss indessen der „Bonitoquot;-Expedition umsomehr
angerechnet werden, als im Laufe des nunmehr verflossenen Vierteljahrhunderts niemand dem
gleichen Ziele zugestrebt hat.

Sein wahres Gesicht zeigte Everill, als er auf Grund seiner Entdeckungen Anspruch
auf die Zuweisung von Ländereien am Fly-Fluss, die er mit Hülfe australischer Kapitalisten
zu kolonisiren gedachte, erhob. In dem Gutachten, das der Special Commissioner
John Douglas
erstattete, wurde das Gesuch befürwortet und hinzugefügt: „I cannot see any reasons why
some inducements should not be offered to people to go there, if they are prepared to risk
their health, their lives, and their money in these pursuits.quot; 2)

John Straohan 1885.

In Melbourne war John Strachan augenscheinlich der Boden zu heiss geworden
(s. oben p. 339), denn nunmehr versuchte er sein Glück in Sydney, wo es ihm in der Tat
gelang, „leitendequot; Kreise für sein Projekt „to open up the country for settlement and com-
mercial entreprise on a just and equitable basisquot; zu interessiren und von ihnen die Mittel zu
erlangen, um eine Expedition auszurüsten. Am 17; September 1885 verliess er Port Jackson
auf dem Schoner „Heraldquot; und suchte, nachdem er in der Torres-Strasse angelangt war, die
Insel Dauan auf^), wo er die Missionsstation in einer traurigen Verfassung vorfand. Nach
einem Besuch der Insel Saibai segelte er nach Boigu [Talbot-Insel], wo er auf die Dampf-
barkasse überging, die ihn zunächst nach dem westlichen Mündungsarm des Mai Kusa, den
Wasu Kusa®), brachte. Auf diesem gelangte er 95 miles stromaufwärts bis an den früher
erreichten höchsten Punkt, kehrte darauf um, untersuchte einen westlichen Nebenfluss, den
Kethel-Fluss, und lief wieder aus.
Strachan besuchte hierauf die unweit der Mündung
liegende Insel Mata Kaua, bemerkte im W. die Forsyth-Insel [Adaberdana Kaua] und noch
weiter westlich die Trouton-Gruppe.

Nachdem die Barkasse sich vom „Heraldquot; mit frischen Vorräten versehen hatte, dampfte
sie abermals nach dem Wasu Kusa, durchfuhr ihn, bis sie in den Mai Kusa gelangte. Der
Tokuda-Mündung gegenüber landete
Strachan auf der Strachan-Insel, durchwanderte sie
bis nahe ans Südufer und hess sich von der Mündung des Mai Kusa aus nach dem jen-
seitigen Ufer hinübersetzen, worauf er in die Landschaft Bern gelangte. Nach seiner irrigen
An.sicht sollen hier alle linken Nebenflüsse des Mai Kusa, nämlich der Gard-, Cook-, Macqueen,
Kethel-, sowie der Herald-Fluss mit dem Fly-Fluss in Verbindung stehen. Nach dem Ver-
lassen des Mai Kusa suchte
Strachan am 19. November wieder Boigu, das er für den Anbau

1)nbsp;Hierzu sind insbesondere zu zählen die Funde von Ammoniten (Oppelia und Stephanoceras) sowie von Inoceramus.
(Robert Etheridge Jr. On our Present Knowledge of the Palaeontology of New Guinea. Records of the Geolog. Survey
of N. S.
W. L pt. 3. Sydney 1889, p. 174., auch Rob. L. Jack, and Rob. Etheridge Jr. The Geology and Palaeontology
of Queensland and New Guinea. Bri.sbane and London 1892, p. 696).

2)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888. London. March 1889 [C. 5620] p. 8.

3)nbsp;John Strachan. Explorations and Adventures in New Guinea. London 1888, p. 70—170. — Exploration in
New Guinea. Proceed. R. Geogr. Soc. of Australasia. Queensl. Br. 1. 1885—86. Brisbane 1886, p. 84—99.

4)nbsp;Strachan hat es zwar in dem obengenannten Werke ängsflich vermieden genaue Zeitangaben zu machen,
doch konnte ich einige seinem Berichte im Sydney Daily Telegraph, January 21th. 1886, hieraus Scott. Geogr. Magazine\'
n. Edinburgh 1886, p. 247—248, entnehmen.

5)nbsp;Es ist dies der Prince Leopold-Fluss Strachans; vergl. auch Fig. 35 (p. 338) und Fig. 38 (p. 385).

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von Mais und Reis für sehr geeignet hielt und das nach ihm auch vortreffliche Nutzhölzer
besitzen soll, auf. Am 22. ging er nach Saibai ab, von wo aus er den Stamm der Daubo an
der gegenüberhegenden Südküste von Neu-Guinea aufsuchte. Einen weiteren Ausflug unter-
nahm er von Saibai aus nach dem am Binaturi gelegenen Mawata, um alsdann die Fahrt
nach der Fly-Mündung fortzusetzen, die er aber nicht zu erreichen vermochte. Nach Mawata
zurückgekehrt, wurde sowohl das westlich davon hegende Masagari, als das östliche Turi-Turi
besucht. Mit einer Sammlung von
Landesprodukten beladen, trat der „Heraldquot; am 15. Dezember
die Heimfahrt an. Nach einem Besuch von Somerset hef er am 20. Januar 1886 wieder in
Port Jackson ein.

In nicht misszuverstehender Weise Hess Strachan durchblicken, dass john douglas
es war, der der Verwirklichung seiner Pläne in den Weg trat. Dieser bekundete indessen,
nachdem er hervorgehoben hatte, dass „Strachan\'s so-called explorations and definitions, .sub-
sequently made in 1886, have been proved to be gravely in errorquot;, ausdrückhch: „Never-
theless, if Mr. John Strachan can find men and money to form a settlement on the Mai
Cusa, I see no reason why he should not have a slice of land in that locality. There are
hardly any natives on Strachan Island, and they are in mortal terror of their lives from the
Togari pirates. If therefore Mr. Strachan would undertake to keep oflquot; the Togari people from
the westward he might be of ereat use to the New Guinea tribe,.....and I feel disposed,

onbsp;o

to recommend that this application should be favourably entertained.quot;

Henry O. Forbes 1885.

Wie erinnerlich (s. oben p. 327), war auf der Versammlung der British Association im
Jahre 1883 ein Komitee gewählt worden mit dem
Auftrage, Vorschläge über die zweckmässigste
Art und Weise der Erforschung Neu-Guineas zu machen. Wie wissen aus den Unterhand-
lungen mit der Roy. Geographical Society, dass W.
Powell als Leiter einer Expedition in
Vorschlag gebracht worden war, dass man aber schliesslich von ihm absah. Bericht über seine
Tätigkeit hatte das Komitee nicht erstattet, statt dessen ernannte der Council im folgenden
Jahre abermals ein Komitee und dieses entschied sich dafür, die von der Association bewilligte
Summe von £ 200
Henry O. Forbes für die von ihm geplante Neu-Guinea-Expedition
zur Verfügung zu stellen Auf der Versammlung des folgenden Jahres konnte berichtet
werden, dass der Betrag zur Auszahlung gelangt sei Die Royal Geographical Society in
London machte bekannt, dass
FoRBES beabsichtige, den Gipfel des Owen Stanlej^-Berges von
einem nordwestlich von Port Moresby gelegenem Punkte aus zu besteigen, und bewilligte zu
diesem Zweck £ 250 Die Scottish Geographical Society in Edinburgh wies zunächst
£gt; 400 an, zu denen später noch als zweite Rate £ 100 hinzukamen

Am I. April 1885 trat FoRBES von London aus seine Fahrt an, von der im Laufe

1)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888. March 1889. London [C. 5620—3]. Colonial Report, N° 45-
British New Guinea p. 7—8.

2)nbsp;Report of the Fifty-fourth Meeting of the British Association for the Advancement of Science held at Montreal
1884. London 1885, p. LXXII.

3)nbsp;Report of the Fifty-fifth Meeting____1885, p. 690. Später wurden noch £. 150 gespendet.

4)nbsp;Lord Aberdare. The Annual Address on the Progress of Geography: 1883—84. Proceed. R. Geogr. Soc.
N. S. VL 1884,
p. 372.

5)nbsp;Scottish Geogr. Magazine. II. Edinburgh 1886, p. 768.

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dieses sowie der folgenden Jahre sehr viel Aufhebens, besonders in englischen Zeitschriften
gemacht wurde. Das Resultat hat den gehegten Erwartungen in keiner Weise entsprochen\'
Die Ursache des Misshngens ist nicht in dem Missgeschick zu suchen, von dem
Forbes ohne
Zweifel verfolgt wurde, denn einen entscheidenden Einfluss hat es nicht ausüben können
Dagegen wurde völlig ausser Acht gelassen, dass es erst dann Sinn hat, die an und für sich
schwierige Besteigung eines im Innern aufragenden Berges auf das Programm zu setzen, sobald
einer der Zugangswege bekannt war. Da diese Vorbedingung eines Gelingens nicht erfüllt
war, musste es ganz dem Zufall überlassen bleiben, dass er den richtigen Pfad auffand. Wie
es die Regel ist, geriet er auf den falschen. Ebenso lässt sich nicht verkennen, dass er auf
nebensächliche Dinge Zeit und Mittel verwendete und verschwendete.

Am 8. Mai traf Forbes in Batavia ein, das er nach achttägigem Aufenthalt verliess

um einen kostspieligen Abstecher nach Amboina zu machen, wo er einige Jäger anwerben

wollte, die in mindestens gleicher Güte auf Java zu haben gewesen wären. Nachdem er

am 29. Juni wieder in Batavia angelangt war, begab er sich am 13. Juh an Bord des nach

Queensland abgehenden Dampfers, bei welcher Gelegenheit durch das Umschlagen einer Prau

fast sein ganzes Gepäck ins Wasser fiel. Trotzdem setzte Forbes die Fahrt nach Brisbane

fort, wo die Ausrüstung, dank der ihm von London aus zuteil gewordenen Unterstützung

ergänzt werden konnte Forbes traf in Cooktown ein, als gerade der „Governor Blackall\'\'

auf der Reede lag, und Sir Peter Scratchley gestattete ihm die Fahrt nach Port Moresby
mitzumachen.

In Brisbane war Kapt. J. M. Hennessy engagirt worden, der am 17. September auf
dem „Herbertquot; mit den javanischen Kulis und dem Gepäck in Port Moresby eintraf. Als
weitere Begleiter hatte
Forbes noch den Pflanzensammler G. G. Andersson und den Aus-
stopfer J.
Lopes in Dienst genommen. Am 25. September - also fast 6 Monate nach seiner
Ausreise und in vorgerückter Jahreszeit - trat die Expedition ihren Marsch nach dem etwa
45 miles NE. von Port Moresby liegenden Sogeri oder, wie
forbes sich ausdrückt the
final
Start for the Owen Stanley Rangequot; an. Nachdem\' die Küstenkette in einem Sattel
unterhalb des Pullen-Berges überschritten worden war, erfolgte der Abstieg auf eine grasbe-
deckte Hochfläche, worauf in östhcher Richtung fortschreitend die Dörfer Muninumu, Gorubada
Warirata und Narianumu passirt wurden. Nach Überschreitung des Narinoko, eines Neben-
flusses des Laioki, wurde über eine niedrige Hügelkette gewandert und darauf der Laioki
selbst erreicht. Nach Besuch des Dorfes Mawotunumu ging es über die Richardson-
Kette, worauf die Ankunft in dem etwa 1500 feet ü. d.M. liegenden Hauptort der Landschaft
Sogeri, namens Saminumu, erfolgte. Aus dem Umstände, dass das Owen Stanley-Gebirge
meistens in Wolken gehüllt war und häufig Gewitter eintraten, zog
Forbes den voreiligen
Schluss, dass die Regenzeit herannahe. Er liess ein Lager aufschlagen, für sich und seine
Begleiter Hütten bauen, und beschäftigte sich im übrigen mit dem Sammeln von Naturalien

Am 7. November erhielt Forbes den Besuch des Special Commissioners (s. oben p. 377),

R- Geogr. Soc. N. S. VIIL London 1885, p. 607, 669, 815-816

Henry O. Forbes. On Attempts to reach the Owen-Stanley Peak. Scott. Geogr. Mag IV. Edinburgh 1888
p. 401-405.
- James M. Hennessy. A few months\' Experience in New Guinea. Proceed. Que^ensl. Branch R Geogr\'
Soc Australasia. ^ 1885-86. Bnsbane 1886, p. xo6-z:6.
- Henry Greeerath. Die Foles-Expedition nach Z:
Guinea. Aus allen Welttheden. XVII. 1886, p. 304.

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auf dessen Einladung hin er - alles im Stiche lassend - diesen nach Port Moresby und
weiter auf der Fahrt nach der Ostküste von Neu-Guinea begleitete Am 8. Dezember traf
er wieder in Port Moresby ein, worauf er sich nach Sogeri zurückbegab in der Absicht, nach
Eintritt der Trockenzeit die Besteigung des Owen
Stanley-Gebirges in Angriff zu nehmen -).

S. Mac Farlane 1885.

Die im September 1883 in der Fly-Mündung eingesetzten Missionsgehülfen (siehe oben,
p. 316) wurden im April 1885 bei Gelegenheit eines Festes der Eingeborenen in Kiwai
bedroht, so dass sie unter Zurücklassung ihrer gesamten Habe flüchteten und auf ihrem

Boote nach der Murray-Insel zurückkehrten

In der zweiten Hälfte des Jahres segelte MaC Farlane wieder mit ihnen nach der
Fly-Mündung ab. Er fand bei seiner Ankunft das Dorf Kiwai fast verlassen. Von einem
zurückgebliebenen alten Häuptling gelang es friedfertige Zusicherungen zu erhalten, so da.ss
er kein Bedenken trug die Gehülfen wieder einzusetzen. Auf seiner Rückreise besuchte er
Saibai und Mabuiag [Jervis-Insel] quot;).

John Douglas 1885.

Im Auftrage der Regierung von Queensland unternahm john douglas eine Fahrt
durch die Inseln der Torres-Strasse, die bis zur
Südküste von Neu-Guinea ausgedehnt wurde. Er
suchte zunächst das Feuerschiff bei der
Proudfoot-Untiefe auf, gelangte von dort nach der
Booby-Insel und hierauf nach der Goode-Insel [Palilug]. Nach einem Besuch der Friday-Insel
und der benachbarten Insel Wai Wer, dem Black Rock sowie dem Ghibber-Felsen, hef er m
Port Kennedy auf der Thursday-Insel ein. Auf der Weiterfahrt berührte er die Prince of
Wales-, die Mulgrave- und die Banks-Insel, hielt sich einige Tage auf der Jervis-Insel auf,
um alsdann Saibai aufzusuchen. Nach einem Abstecher nach Kadawa am Binaturi an der
Südküste von Neu-Guinea, begab
douglas sich über Boigu, Pärama und Daru nach der in
der Mündung des Fly-Flusses hegenden Insel Mibu. Auf der Rückfahrt legte das Schiff bei
der Darnley-, der Murray-, der Yorke- und der Stephens-Insel an s).

Francis S. Clayton 1885.

Unter den britischen Kriegsschifi-en, die im letzten Quartal 1885 in den westpazifischen
Gewässern stationirt waren, um Vermessungen vorzunehmen oder handelnd bei Uberfahen
von selten eingeborener Völkerschaften aufzutreten, war der vom Kapt.
francis S. clayton

1)nbsp;Nonh-East Coast. Memo., by Mn H. O. Forbes. Further Correspoadeneenbsp;^

Loudonnbsp;1890nbsp;[C.nbsp;5883],nbsp;p.nbsp;49-50. -Mittheilungen über die Nordostküste von Neu-Guinea. Nachr. Kaiser Wühelms-Land.

II. 1886, p. 98. — J. W. Lindt. Picturesque New Guinea. London 1897, p. 98—101.

2)nbsp;Mr. H. O. Forbes. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. VIIL London 1886, p. 268--269.

3)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889 [C. 5883], P- 158. - Chronicle London Miss.
Soc. 1885, p. 207—208.

4)nbsp;Chronicle London Miss. Soc. 1885, p. 341—342-nbsp;„

5 john Douodas. Cruise amongst the Islands of Torres Strait. Parliamentary Papers Queensland. H- Busbane

188s (nicht zugänglich). _ The Islands of the Torres Straits. Proceed. Queensl. Br. Geogr. Soc. of Australasia. 1. 1885-86.

Brisbane 1886, p. 70—83.

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befehligte „Diamondquot; besonders in Anspruch genomen worden, wie wir wiederholt gesehen
haben. Da das Journal dieses Schiffes nicht veröffentlicht worden ist, so können wir nur kurz
die den eingesandten Berichten entnommenen Daten zusammenstellen : lo.—12. Oktober
vor Samarai, 12.—13. Negawo-Bucht, Normanby-Insel. Am 14. über Tubi-Tubi [Slade-Insel]
nach der Hoop-iron-Bucht auf der Moresby-Insel. Am 25. Millport-Hafen und am i. November
m Port Moresby. Am 10. befand sich das Schiff unter 11° 52\' S., 152° 3\' E., am 15. im
Harthorn-Sund (Salomo-lnseln), am 23. vor Ugi, am 26. vor Baura, San Christoval, am 28 * vor
Mboh, Florida-Insel, am 3. Dezember vor der Rendowa-Insel. Hierauf ging der „Diamondquot;
nach der Deboyne-Insel ab und befand sich am 16. wieder auf offenem Meere.

T. F. Pullen 1885—86.

Das für die Aufnahmen im westlichen Teile des Stillen Ozeans bestimmte britische
Vermessungsschiff „Larkquot; war im Oktober 1881 in Port Jackson eingetroffen. Am 4 März
1885 erhielt der Kommandant, Leutn. T. F.
PULLEN, den Befehl nach der Küste von Neu-
Guinea abzugehen\'^), wo die „Larkquot; gegen Ende des Monats eintraf und ihre Arbeiten bis
Ende November fortsetzte 3). Da die Berichte anscheinend nicht veröffenthcht worden sind,
so ist man auf kurze Notizen angewiesen.

Zunächst wurde der zwischen Bura und Tupuselei hegende Küstenstrich in Angriff
genommen. Von der Bura-Spitze in 147° E. wurde in südösthcher Richtung das Barrier-Riff
mit den Idiha-[Aplin-]Inseln Idiha und Bawo, ferner die Insel Tauko [Daugo], die
Fishermen-Insel
die Liljeblad-Passage, die Idlers-Bucht, die Clarke- und die Lark-Untiefe, das SE. vom
Bergé
Mawara Lolo (273 feet) liegende Eiland Hanudamawa, in dessen Nähe das Esede Motu-Riff
aufgefunden wurde, sowie die beiden kleinen, etwa 100 feet hohen Inselchen Lolo Rua
Hieran schloss sich eine Aufnahme des Moresby- und des Fairfax-Hafens an. Am Ostufer
fanden sich die beiden Rifife Logula Motu-Motu und Wahuna Bada [Vahunabada]. Erwähnt
werden auch die Inseln Elewara und Taima. Auf der Weiterfahrt wurde das Küstendorf Ela
27, miles davon entfernt Wapakuri [Vapakuri], darauf Pari sowie Taurama angetroffen Dié
Padana Nahua-Einfahrt entdeckte das Schifif 2\'/, miles SW V, S. von Tupuselei und unter-
suchte sie eingehend, wie denn
auch die übrigen Einfahrten durch das Barrier-Riff: die Liljeblad-

und die Basilisk-, die Sunday-Passage sowie die EIIengowan-Einfahrt nebst dem Coutance-
Riff, das nicht aufzufinden war, einer näheren Betrachtung gewürdigt wurden.

Hierauf gelangte die „Larkquot; nach Suäu, untersuchte die in der Nähe hegende Wed-e-
Insel [Wehl oder Vehi] sowie die zwischen Suäu und dem Festland liegenden Stapleton-Rrffe
und den nördhch von der Ostgpitze von Suäu befindlichen Cawston-Felsen. Auch die Tissot-
Insel [Bai Besika] und Leocadie-Inseln wurden besucht. Über Cooktown kehrte das Schiff
nach Sydney zurück.

Durch E. G. Edelfelt vernimmt man, dass die „Larkquot; 1886 im Hall-Sund tätig

1)nbsp;Papers relative to Armed Reprisals inflieted upon Natives of various Islands in the Western Pacific by H M S
„Diamondquot; London 1886 [51-Sess. 2],
p. 12, 23, 26, 27, 29, 31, 34, 35, 40, 43, 44, 46, 49-

2)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea.... August 1885 [C. 4584] p 128—129

3)nbsp;Australia Directory Vol. II. 3d. ed. Revised Supplement. London 1887, p 06 \'101-107 quot;11^ t i r \' r

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war und dass ferner Untiefen und Riffe in 8° 50\' S., 146° 20\' E., 8° 54\' S., 146° 26\' E., 8° 57\' S.,
146° 28\'E., 9°5\'S., 146° 37\'E., sowie 8°53\'S., 146° 30V2\'E. entdeckt wurden n.

J- W. Potts 1885—86.

Im Jahre 1885 trat J. W. POTTS eine Fahrt nach Neu-Guinea auf dem Schoner „Elsiequot;
an. Von Port Moresby machte er einen Ausflug nach den Quellen des Laioki und segelte
darauf nach der Cloudy- und der Baxter-Bai. Auf der Rückfahrt landete er in Kerepunu
und unternahm hierauf eine Bootfahrt nach dem Kalo-Fluss, womit der Kemp Welch-Fluss
gemeint ist. Nachdem er 20 miles stromaufwärts gerudert war, zwangen Stromschnellen zur
Umkehr. 1886 kehrte POTTS mit einer Sammlung einheimischer Waffen und Geräte, 60 Arten
Paradiesvögeln und zahlreichen Orchideen beladen, nach Queensland zurück

Nederlandsch Aardrijkskundig Genootschap 1885.

Im Jahre 1884 hatte die Niederländische Geographische Gesellschaft zu Amsterdam
eine Expedition nach der Insel Engano geplant und dazu auch die Unterstützung seitens des
Kolonialministers erbeten. Die Stimmung in Batavia erwies sich diesem Projekte gegenüber,
als wenig förderlich, vielmehr wurde es in dem dort erstatteten Gutachten als eine
wünschenswertere Aufgabe angesehen, eine Forschungsreise nach Neu-Guinea zu unternehmen.
Dementsprechend gab der Minister dem Vorstande in Erwägung ihm dahinzielende Vorschläge
zu unterbreiten. Eine zu diesem Zwecke eingesetzte Kommission (P. J. B.
C. RoBiDE van
der Aa, C. M. Kan, A. L. van Hasselt
und F. W. Versteeg arbeitete ein Projekt aus,
das nach wiederholtem Schriftwechsel die Billigung höheren Ortes erlangte und dazu führte
den alljährlich mit
fl 10000 in das Budget eingestellten Posten für das Jahr 1886 um 15000
zu erhöhen. Die Zweite Kammer lehnte diese Erhöhung jedoch am 17. November 1885, auf
Antrag des Abgeordneten J. T.
Cremer, ab Eine weitere Folge dieses Beschlusses war,
dass der Minister sich nunmehr auch weigerte den ihn im Ordinarium zur Verfügung
stehenden Betrag von
fl 10000 der genannten Gesellschaft zuzuwenden

1)nbsp;Notes on New Guinea. Proceed, and Trans. Queensl. Br. R. Geogr. Soc. Australasia. III. 1887—88, p. loi.

2)nbsp;Australia Directory Vol. II. 3d. ed. Revised Suppl. I.e. pag. loi.

3)nbsp;J. W. Potts. Notes on a Trip to New Guinea. Proceed. R. Soc. of Queensland. III. Brisbane 1886 (unzu-
gänglich). — Die Fortschritte der geogr. Forschungen and Reisen im Jahre 1886. l. Australien und die Südsee von
Henry Greffrath. Deutsche Rundschau f. Geogr. und Statistik. IX. Wien 1887, p. 443.

4)nbsp;Verslag der 45ste algemeene vergadering van het Ned. Aardr. Genootsch., 18 April 1885. Tijdschr. Ned.
Aardr. Gen. (2) II. 1885, Versl. en med. p. 528, 530, 533.

5)nbsp;Nach der im Hinblick auf dieses Unternehmen verfassten Abhandlung von F. W. Versteeg zu urteilen, scheint
eine Küstenfahrt längs eines Teiles der West- und Südwestküste von Neu-Guinea geplant gewesen zu sein. (Nieuw-Guinea,
in \'t bijzonder Onin en Kowiai. Tijdschr. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) II. M. U. A. 1885, p. 114—172)-

6)nbsp;Verslag der 46ste algemeene vergadering____21 Novbr. 1885, I. c. pag. 544—548. Nederlandsche expeditie naar

Nieuw-Guinea. 1. c., pag. 426. — Verslag van de Handelingen van de Tweede Kam er der Staten-Generaal 1885-86, p. 465—470. —
J. H. P. E. Kniphorst. Een koloniaal staatkundig misdrijf. De Indische Gids. VIII. 1. Leiden 1886, p. 298—311.

7)nbsp;Aan de Leden van het Nederl. Aardr. Genootschap. Tijdschr. Ned. Aardr. Gen. (2) III. 1886. Versl. en med. p. 1—5.
Als die Geographische Gesellschaft im folgenden Jahre den Plan entwarf eine Expedition nach den Aru-Inseln

auszusenden, erachtete der Vorstand des Bataviaasch Genootsch. van Kunsten en Wetenschappen es für zweckmässiger,
wenn sie sich nochmals darum bemühe, eine Unterstützung von
fl 25.000 für Neu-Guinea zu erhalten, oder falls dies
nicht angängig sei, die jährlich dem Minister zur Verfügung stehenden
fl 10.000 3 Jahre hindurch aufsammeln zu lassen.
(Notulen van de Algem. en Bestuursvergaderingen van het Batav. Gen. XXIV. 1886. Batavia 1887,
p. 107 —109). Diesem
Vorschlage scheint keine Folge gegeben worden zu sein.

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G. L. Bink 1885.

Missionar G. L. Bink unternahm im Februar und März ,88; von seiner Station

L t\'r^HTot hquot; :r:nbsp;waniam.„-HZfer::

t« er L TTnbsp;quot;quot;nbsp;™ APquot;\'nbsp;^.röckgekehrt

an seine Stelle trat

F. Albreeht 1885.

R. Parkinson 1885.

April desselben Jahres hatte r. Parktnson eine Bootfahrt längs der Ostküste von
Neu-Pomrnern unternommen und bei dieser Gelegenheit den schönen
und .eschi.tz^^ln pl pT
Hafen, 2 Seem, nördlich von Kap Palliser, aufgefunden •).nbsp;»eschutzten Put-Put-

Im August bestieg er darauf zum zweitenmale den Wuna Kokor IMont .
Beaupré] in Gesellschaft des kaiseri. Kommissars G. yoN OERTZEroÏ h ^^
verobte ümtaufung in den Kamen Varzin-Berg wurde Ta:^ o^z-Ltllquot;quot;^^^

Neu Guinea Compagnie [Neu-Guinea-Kompagnie] 1885—86

I ca p. 20S), dessen Kmfluss aber schwerlich ausgereicht haben
wenn er nicht in
Heinrich von Kim^FRownbsp;• ,nbsp;^^creicnt naben wurde,

. lag von Anf—dl—nle—t: ^

I) Berigten van de Utreciitsehe Zendingsvereeniging. XXVII 1886 n rr, .
Lystje van telwoorden en eenige zelfstandige naamwoorden in\'WandlnLn opVeteeSr \' F ^

der bevolking wonende in de negeri Rasjé (Wandammen-baai). TijdsI v Ind T T quot;vf vvquot;/\'\'\'
^^^^^ . Wirkliebkelt sind es
.0 Inseln. (O..0 Sch.agLaL. Equot; ÏLl ^f

4)nbsp;R. Parkinson. Im Bismarck-Archipel. 1887 n In W;-tlf\'m

5 km. Aug. Rochoix stellte übrigens fest dass dlL Ha/en 7 fnbsp;Entfernung vom Kap Palliser

nommenen Rügen-Hafen. (P. Langhans Edti-^e Knbsp;7nbsp;„Albatrossquot; aufge-

189s, P. 169).nbsp;I^-^^-hen Schutzgebiete. Petermanns Mittlg. XLI.

5)nbsp;Deutscher Reichsanzeiger und Königl. P,euss. Staatsanzeiger. Berlin z. Dezember ,885, N= 382.

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zu bilden, die unter dem Schutze des Reiches die von ihr zu erwerbenden Ländereien
selbständig verwalten sollte. Die einzelnen Phasen, die zu ihrer Gründung führten, sind
bereits zur Darstellung gelangt (s. oben p. 285—286, 345—352), so dass aUein noch ihre
Konstituirung unter dem Namen
neu guinea compagnie und ihre Weiterentwickelung
zu besprechen ist. Ihr Gründungstag ist der 26. Mai 1884 und bereits im August desselben
Jahres wurde ihr durch eine kaiserhche Kabinetsorder der Schutz des Reiches zugesichert.
Am 17. Mai 1885 folgte der berühmte „Kaiserhche Schutzbrief für die N eu Guinea Compagniequot; %
in dem es heisst: „nachdem die Compagnie, rechtlich vertreten durch Unseren Geheimen
Commerzienrath Adolph von Hansemann, nunmehr angezeigt hat, dass sie es übernehme, die
zur Förderung des Handels und der wirtschaftlichen Nutzbarmachung des Grund und Bodens,
sowie zur Herstellung und Befestigung eines friedlichen Verkehrs mit den Eingeborenen und
zu der Civilisirung dienenden staatlichen Einrichtungen in dem Schutzgebiete zu treffen und
zu erhalten, auch damit den Antrag verbunden hat, dass ihr zur Erreichung dieses Zweckes
durch einen Kaiserhchen Schutzbrief das Recht zur Ausübung landeshoheitlicher Befugnisse
unter Unserer Oberhöheit zugleich mit dem ausschhesshchen Recht, unter der Oberaufsicht
Unserer Regierung herrenloses Land in Besitz zu nehmen und darüber zu verfügen und
Verträge mit den Eingeborenen über Land und Grundberechtigungen abzuschliessen, verheben
werden möchtequot;.

Wie sich sehr bald herausstellte, war dieser Schutzbrief ungesetzlich da weder der
Bundesrat noch der Reichstag befragt worden waren, ein Fehler, dem durch das Gesetz
betreffend die Rechtsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete vom 17. April 1886 abge-
holfen wurde

In dem Statut der Neu Guinea Compagnie vom 29. März 1886 wurde als Zweck
der Gesehschaft angegeben: „i. die ihr durch den gedachten kaiserlichen Schutzbrief unter
der Oberhoheit Seiner Majestät übertragenen Rechte der Landeshoheit auszuüben und die
dazu erforderhchen staatlichen Einrichtungen zu treffen und zu erhalten; 2. kraft des ihr
vorbehaltlich der Oberaufsicht der kaiserhchen Regierung verliehenen ausschhesshchen Rechtes,
herrenloses Land in Besitz zu nehmen und Verträge mit den Eingeborenen über Land und
Grundberechtigungen abzuschliessen, auch die Ländereien und Grundberechtigungen der Com-
pagnie, einschliesshch der unterirdischen Bodenschätze, zu verwerten; 3. der Ansiedelung und
dem Verkehr im Schutzgebiet den Weg zu bahnen; 4. Bodenanbau, Handel und Gewerbe
auf eigene Rechnung zu betreiben, jedoch nur soweit, wie dies zur Entwickelung des Unter-
nehmens oder zur Anregung und Förderung privater Unternehmungen dienlich erachtet wird

An dem darauf folgenden 12. Mai wurden ihr die Rechte einer juristischen Person
verliehen

Das auf 800 Anteile zu je 1250 Mark verteilte Grundkapital betrug bei der Gründung

1)nbsp;Siehe ferner: Die Disconto-Gesellschaft 1851—1901. Denlcsclirift zum 50-jährigen Jubiläum. Berlin I90l,p.227—236.

2)nbsp;Deutscher Reichsanzeiger. Donnerstag den 21. Mai 1885, N°. 117,, p. l. Wiederabdruck: Nachrichten über
Kaiser Wilhelms-Land und den Bismarck-Archipel.
i. Berlin 1885, p. 2—4.

3)nbsp;Wie Pierre Decharme ausserdem dartat (Compagnies et Sociétés coloniales allemandes. Paris 1903, p. 89—104),

enthielt der Schutzbrief auch zahlreiche Lücken.

4)nbsp;Nachr. K. W. l. II. 1886, p. 25—27.

5)nbsp;Nachr. K. W. L. IL 188Ó, p. 31.

6)nbsp;Nachr. K. W. L. II. 1886, p. 30.

Nova Guinea. il Entdeckungsgeschtchte.nbsp;50 \'

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dne Million Mark. Die Kompagnie wirtschaftete aber in einer Weise darauf los, dass dieses
Kapital bereits Anfang Dezember 1886 längst aufgezehrt war. Wie
kürt Herfurth auf

Grund der Akten der Kolonialabteiluug des Auswärtigen Amtes mitteilt, verteilten sich die
Ausgaben auf die folgenden Posten:

Kaufpreis für 7 Schifife..........StS at ,

, .. , , \'nbsp;...........818,500 Mark

Ausrustung der Schifife.........

Totalbetrag der gezahlten Beamtenbesoldungen

Aus Europa bezogener Proviant für Stationen.

Häuser und Hauseinrichtungen

Sonstiger Stationsbedarf aus Europa, Sydney und Cooktown 156,\'150

^ ,, .nbsp;Total 1,702,920 Mark \').

Es steUte sich also eine bedeutende Erhöhung des Aktienkapitals als notwendig heraus
Bereits im Jahre 1887 geschah dies, indem der Betrag jedes Anteilsscheines auf 2750 Mark
festgesetzt, schliesshch aber allmählich derart gesteigert wurde, das er 1899 die gewaltige
Hohe von 12000 Mark erreichte 2).nbsp;b g

Da in die Hände der Kompagnie die Verwaltung eines ungeheuren Gebietes gelegt
worden war, so nimmt ihre Tätigkeit ein erhebhch höheres Interesse für sich in Anspruch
als dies sonst mit Gesehschaften der Fall ist. Obwohl erst die Nachwelt in der Lage sein\'
wird sich ein abschliessendes Urteil über sie zu bilden, liegen doch genügend Tatsachen vor
die schon jetzt zu einer Kritik berechtigen. Leicht wird dies aherdings nicht gemacht\'
da diejenigen, welche den Geschäftsbetrieb aus eigener Erfahrung kennen zu lernen in de^
Lage waren, zugleich Partei sind, aber bezeichnend ist es jedenfalls, dass man bei ihnen bis
auf ganz wenige Ausnahmen, nur absprechende Äusserungen findet.

Kompagnie sprechen von Anfang an \' Mangel an Sachkenntnis
Die obenerwähnte Denkschrift der Disconto-Gesehschaft aus dem Jahre 1901 beteuert zwarquot;
dass man vor der Gründung die älteren Reisewerke studirt habe. Ich möchte aber wissen\'
welche dies gewesen sind und welche unter ihnen zu der Hoffnung berechtigten Kaise;
Wilhelms-Land mit Erfolg in Kultur bringen zu können. Man war überhaupt von ganz falschen
Voraussetzungen ausgegangen, indem man die alten Kompagnien zum Vorbilde nahm, die
ausschhesshch als Handelsgesellschaften begonnen waren, die später zwar Plantagenwirts;haft
betrieben für die aber eine alteingesessene Ackerbau treibende Bevölkerung das Ruckgrat
bildete. Von einem Handelsbetrieb hatte die Neu-Guinea-Kompagnie absehen müssen, um
den im Bismarck-Archipel tätigen Firmen nicht die Kreise zu stören. Auf Kaiser Wilhelms-
Land konnte überhaupt nur von einem in mikroskopischen Abmessungen sich bewegenden
Handel der Eingeborenen die Rede sein. Er bewegte sich innerhalb so bescheidener Grenzen
dass nicht einmal ein armseliger Trader es der Mühe wert erachtet hatte sich dort nieder-\'
zulassen. Die irreführenden Berichte von
Otto Finsch waren auch nicht dazu angetan
gewesen zur Vorsicht zu mahnen. Statt nun aber mit tastenden Versuchen vorzugehen, wurde
arwlei^^chiedensten Stellen mit der Anlage von Stationen vorgegangen und - was das

1)nbsp;Fürst Bismarck als Kolonialpolitiker. Zeitschrift für Kolonialpolitik XI Berlin looo nnbsp;quot;r- . t,-

2)nbsp;JiCK.L. Die Ne. Guine. Comp.gnie. Zeitechr. filr Kolonialpolilik. XI. „o,, p. 36-38.-

110,900
328,570
108,100
180,100

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Schlimmste war — es wurde von Berlin aus, wo man bekanntlich nicht allein alles, sondern
auch alles besser weiss, vorgeschrieben, an welchen Punkten sie anzulegen seien \'). Es darf
daher nicht Wunder nehmen, wenn die meisten dieser kostspieligen Niederlassungen ein recht
ephemeres Dasein geführt haben. Bei der Anlegung von Pflanzungen steUte sich heraus,
dass die eingeborene Bevölkerung für eine geregelte Plantagenarbeit nicht zu haben war, dass
daher — abermals mit ungeheuren Kosten — fremde Arbeiter eingeführt werden müssten,
die den Betrieb derartig verteuerten, dass an einen Reingewin nicht zu denken war. Die
Kompagnie sah sich daher ausserstande, ihr ursprüngliches Programm zur Ausführung zu bringen.

Aus den Taten der Kompagnie sprechen zweitens Mangel an Wahrheitsliebe. Eine
Gesellschaft, an der die Spitzen der Aristokratie und Plutokratie beteiligt waren, hätte es nicht
nötig gehabt sich der üblichen Reklamemittel zu bedienen und die Verhältnisse günstiger
darzustehen als sie es in Wirkhchkeit waren, und ungünstige nach Möglichkeit zu verheim-
lichen oder zu verschleiern. Die 14 Jahrgänge der von ihr herausgegebenen „Nachrichten
über Kaiser Wilhelms-Land und den Bismarck-Archipelquot; bieten in dieser Hinsicht eine lehr-
reiche, aber keineswegs erfreuliche Lektüre. Auch mit wissenschafthchen Unternehmungen, von
denen so viel Aufhebens gemacht wurde, ist es ihr niemals Ernst gewesen. Gleich der ersten
Expedition dieser Art begegnen wir von Ort zu Ort auf der Suche nach kulturfähigen
Ländereien, wobei dem Leiter C. SCHRÄDER — einem Astronom — sonderbar zu Mute gewesen
sein muss.

Zum dritten hat sich die Kompagnie durch eine ganz unangemessene Behandlung ihrer
Beamten, die sich anfänghch sogar auch
auf die Verpflegung erstreckte, ausgezeichnet. Wie JÄCKEL
{1- c. pag. 51) mitteilt, wurden von 1886—98 angestellt 224, davon starben 41 und wurden
entlassen 133. Es haben ferner vom 1886 bis April 1899 nicht weniger als 11 Personen die
höchste Stelle im Schutzgebiet innegehabt, was einem Wechsel von i\'/g Jahr entspricht.
Diese Zahlen reden eine nur allzuberedte Sprache. Gewiss hat
JÄCKEL recht, wenn er sagt,
dass viele der angestellten Twente lediglich aus Abenteuerlust und ohne Neigung und
Sachkenntnis hinausgingen, aber die Direktion hat mancher gebrochenen Existenz auf die
Empfehlung „guter Freundequot; hin eine Stehe in ihrem Beamtenkörper angewiesen, ohne zu
bedenken, dass in unzivilisirte Gegenden nur sittlich hochstehende Menschen hingehören. Kein
Beamter fühlte sich zudem in seiner Stellung sicher, und das dadurch erweckte unbehagliche
Gefühl liess auch keine Anhänghchkeit und keine Begeisterung für den Beruf aufkommen.
Die Unzufriedenheit setzte mit dem Tage der Landung der ersten Beamten in
Finsch-Hafen
ein und frass sich wie ein schleichendes Übel weiter.

Ein gute Tat hat aber die Neu-Guinea-Kompagnie unter allen Umständen verrichtet,
indem sie verstanden hat Abenteurer aller Herren Länder ihrem Gebiete fern zu halten.
Hinsichtlich der von JÄCKEL rühmend hervorgehobenen Opferwilligkeit der Anteilsinhaber
bin ich anderer Meinung. Nach der Transaktion im Jahre 1899, von der noch weiter unten
die Rede sein wird, kann ein derartiges Lob nicht aufrecht erhalten werden.
adolph von
Hansemann
gedachte ursprünglich mit dem Unternehmen ein gutes Geschäft zu machen

.1) Auch jäckel konnte sich nicht enthalten zu bemerken: „Früher machte man dieser Direktion den vielleicht
nicht unberechtigten Vorwurf der Eigenmächtigkeit und der mangelhaften Sachkenntnisquot;. (1. c. pag. 49).

2) A. von Hansemann hatte seine Hand in den verschiedensten geschäftlichen Unternehmungen und war kemes-
v/egs der von idealen Gesinnungen beseelte Mann, wie er zuweilen dargestellt wird. Charakteristisch ist in dieser Beziehung

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und „,cht das allen n.an fühlte sich in den massgebenden Kreisen der Konipagnie sehr als

ke^ s?;;?/nbsp;anf, ohne indessen das Vefantwortlich-

kctsgefuhl derer zu bcs.tzen, die den Kreisen der wirklich Regierenden angehören. Welcher

Bürgersmann hat s.ch sonst jemals rühmen können einen Vizeadmiral a D., „ie es der erste
Landeshauptmann war, seinen Untergebenen nennen zu dürfen gt;

.eh hnbsp;f Wernden Umstand fü, manche Fehlschläge möge endlich „och hervor-

gehoben werden, dass d.e Neu-Guinea-Kompagnie in ihrem ersten Lebensalter vom Unglück
geradezu verfolgt wurde Ihre Schiffe scheiterten, eine Anzahl tüchtiger Beamte büsste
Leben em, und wiederholt hielten Epidemien ihren Einzug in ihren Besitzungen ■).
G. Inhülsen 1885.nbsp;^

Schiff wfnbsp;Compagniequot; nach Kaiser Wilhelms-Land entsandte

Gnbsp;Tquot;:;nbsp;J- H, Lübkenquot;, Kapt.

OktÔrnbsp;L.Tnbsp;Sydney uud am ,8.

Oktober ,n F.nsehhafen eintraf, aber dort niemand zur Abnahme der Ladung vorfand

Dagegen stellte sich am .8. das von Matupi kommende, vom Fregattenkapitän COCHET

j Tt. Tnbsp;quot;boot .Fabertquot; ein. das am nächsten Tage seine Fahrt fort-

setzte). Am 4. November besuchte Inhülsen die Mündung eines WSW. von Kap Bredow
der Nordspitze der Halbinsel Nugidu, befindlichen Flusses, womit der Bu Bui gemeint ist\'
und ruderte 3 Seemeilen in ihm stromauf

für den cVnbsp;«ine Blütenlese von Urteilen über die Neu-Guinea-Kompanie zn geben Wer sieh

Kolonisation. DenM.e Koloni.keitnng. N. F. III ,890 p Aquot; „„r^ 7 „r M Î ®\'

Be„a,e „,.„ B„Mne, Ct«nbsp;i ^/N^trcTjuHTir

Über Deutsch-Neu-Gninea. Das Echo XXXTT R. r rß snbsp;• 30 (23 JuU 1900). — L. K. Eine Plauderei

B. ,nnbsp;p. _nbsp;Dec„.„„. Compagnies et Sociétés coloniale, dlenfnäe,. Pari, ô», ,

MrLLE^ Land und Leute Bi.m„clt,cl,ip.l. Au. allen Wel,heilen. XXVL So; pnbsp;\' G

äLl DetitNnbsp;»r Koloni.lpoii.it. HI. Be, in\';,»-,nbsp;L

au. Navfgtet\'. pill^^sÎ^^^^^X^/l/\'^tquot;quot; r\'^\'nbsp;^^nbsp;^^^^ ^^ ^^^^nbsp;(^v^^

g iraiis lööO, IN . 27/147, hieraus Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1886, 10/89).

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Richard, Mentzel, Fritz G-rabowsky, Rudolph von Oppen und Ernst Schollenbruch 1885—86.

Die erste von dieser Kompagnie nach ihrer Konstituirung ausgesandte Expedition,
bestehend aus
R. Mentzel als Leiter, F. Grabowsky, R. von oppen und E. schollenbruch,
hatte Berlin am 29. Juni 1885 verlassen, um nach einem Besuch von Batavia (6. August)
sich nach Sydney zu begeben Hier bestiegen sie den Dampfer „Samoaquot;, Kapt.
Ed. Dallmann,
auf dem sie am 19. Oktober Cooktown erreichten, wo der zweite auf Kosten der Kompagnie
erbaute Dampfer „Papuaquot;, Kapt.
pfeiffer, der den Hamburger Hafen am 9. Juli verlassen
und in Batavia 37 Malaien an Bord genommen hatte, bereit lag.

Am 28. Oktober dampften beide Schiffe gemeinschafthch aus, legten am i. November
bei der Insel Samarai in der China-Strasse an und begaben sich darauf nach den Killerton-
Inseln, um
Carl Hunstein und Patterson samt den Vorräten der ehemahgen Station
Blumenthal (s. oben, p. 359) an Bord zu nehmen Zwei Tage nach dem Verlassen dieser
Inseln, erfolgte die Ankunft in Finsch-Hafen am 5., worauf man sich nach mehrstündigem
Suchen dafür entschied, die Station auf der in Bucht liegenden Insel Madang [Holz-Insel] zu
errichten, obwohl in ihrer unmittelbaren Nähe kein Wasser zu haben war. Nachdem das
erwähnte Eiland gegen Zahlung von 4 Beilen, 4 bunten Taschentüchern, 4 Tonpfeifen und
24 Stangen Trader-Tabak in den Besitz der Kompagnie übergegangen war wurde mit dem
Löschen des „J. H. Lübkenquot; begonnen, der alsdann am 18. über Mioko nach Samoa weiter-
segelteDer Dampfer „Papuaquot; ging, nachdem er gelöscht hatte, am 3. Dezember nach
Austrahen ab, hatte aber das Unglück in der Nacht des 9./10. Dezember auf dem Osprey-
Riff zu scheitern. Passagiere und Mannschaft trafen in zwei Booten am 14. in Cooktown ein

Nachdem die Station Finsch-Hafen einigermassen eingerichtet worden war — das erste
Haus war am 14. November fertiggestellt worden —, gingen F.
GrabowSKY und R. von
Oppen
in Begleitung von malaiischen Kulis am 15. Dezember auf der „Samoaquot; nach dem
Dallmann-Hafen ab, um dort, einem von Berlin aus erteilten Befehle Folge leistend, ebenfalls
eine Station zu gründen. Nach der zwei Tage später erfolgten Ankunft stellte sich jedoch
heraus, dass diese Bucht dazu ungeignet war, umsomehr als in der nächsten Umgebung
Süsswasser fehlte. Bereits am 18. wurde auf der Suche nach einem für eine Niederlassung
geeigneteren Platze wieder ausgedampft. Die Wahl fiel nach einem Besuch der Hansa-Bucht
auf den Samoa-Hafen, der sehr bald in Hatzfeldt-Hafen umgetauft werden sohte Für die
Anlage der Niederlassung wurde die in der Bucht hegende Insel Tschirlmotsch erwählt. Nachdem
die Vorräte gelöscht und die ersten Gebäude errichtet worden waren, fuhr die „Samoaquot; am
IS- Januar 1886 wieder ab. Am 31. traf alsdann der von der Kompagnie gecharterte Dampfer
„Truganiniquot;, Kapt.
dickson, mit carl Hunstein an Bord und weiteren Vorräten ein

1)nbsp;Nacliricliten über Kaiser Wilhelms-Land. L 1885, p. 6, 18.

2)nbsp;Nachrichten für und über Kaiser Wilhelms-Land. II. 1886, p. 8. — Bei dieser Gelegenheil wurde auch ein
E V3 S., 2\'/2 Seem, von den Killerton-Inseln entfernt liegendes Riff entdeckt. (1. c. pag. 61).

3)nbsp;F. Grabowsky. Erinnerungen an Neu-Guinea. Das Ausland. LXII. 1889, p. 123.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. II. 1886, p. 22.

5)nbsp;Nachr. K. W. L. II. 1886, p. 2.

6)nbsp;F. Grabowsky. Der Bezirk Hatzfeldthafen und seine Bewohner. Petermanns Mittlg. XLI. 1S95, p. 186—189.
Taf. XIII. — Erinnerungen an Neu-Guinea, Das Ausland. LXIII. 1890, p. 91—94.

7)nbsp;Progress in German New Guinea. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. VIIL 1886, p. 332—333 aus Melbourne
Argns, loth March 1886. Es beruht wohl auf einem Schreibfehler, wenn
dickson behauptet im Hatzfeldt-Hafen 50
Deutsche angetroffen zu haben. Der „Truganiniquot; trat übrigens am 12. April noch eine zweite Fahrt von Cooktown nach
Finsch-Hafen an, von der er am 10. Mai zurückkehrte. (Deutsche Kolonialzeitung. III. 1886, p.
477)-

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Seinen ersten Ausflug unternahm Grabowsky am 20. Februar, der ihn nach dem Bergdorf
Tambero, das auch Aikihia heissen soll, führte \').

Kapt. Leutn. Graf von Baudissin I. und Korv. Kapt. Max Plüddemann 1886.

Der vom Kapt. Leutn. Graf von Baudissin befehligte Kreuzer „Albatrossquot; hatte die
Samoa-Inseln am 14. Januar 1886 verlassen und war über die Tonga-Inseln am 12. Februar
vor Matupi in der Blanche-Bai vor Anker gekommen. Die nur unzusammenhängenden Berichte
lassen es nicht zu eine Darstellung seiner Fahrten im Bismarck-Archipel in chronologischer
Reihenfolge zu geben

Auf Ansuchen des kaiserlichen Kommissars, G. von Oertzen, begab der Kreuzer sich
zunächst auf dem Wege durch die Stefi-en-Strasse nach der Nordostküste von Neu-Mecklenburg,
wo die Händler
CAMPBELL und Carr beraubt und ermordet worden waren. Hier wurde bei
Kapsu gelandet, aber das Dorf verlassen gefunden, worauf es den Flammen übergegeben
wurde. In Mankäi, richtiger Mongai, leisteten die Eingeborenen dagegen heftigen Widerstand.
Die folgenden Dörfer Libidor und Lasua (2°48V;S.) fand man dagegen wiederum verlassen.
Nachdem die Fahrt noch bis südlich von Lamerote (2
°S3\'S.) ausgedehnt worden war, dampfte
das Schiff- nach der Insel Nusa. Von dort ging eine
Abteilung nach dem an der Nordost-
ecke der Balgai-Bai an der Neu-Mecklenburg-Küste liegenden Dorfe Balgai (Kolenus nach
anderer Angabe) ab, wo es gelang 2 der Mörder von
Carr gefänglich einzuziehen, während
ein dritter auf der Flucht erschossen wurde. Der Ort selbst musste das Schicksal von Kapsu
teilen. Hierauf wurde bei dem Nusa gegenüberliegenden Dorfe Kewing (offiziell Käwieng),
damals aber als Kabln bezeichnet, gelandet, bei welcher Gelegenheit zwei Eingeborene fielen!

Der Aufenthalt wurde ferner dazu verwendet emen Teil der Meerengen zwischen Neu-
Mecklenburg und Neu-FIannover zu vermessen. Bei dieser Gelegenheit gelang es an der
Nordwestspitze von Neu-Mecklenburg eine neue Durchfahrt zu entdecken, die den Namen
Albatross-Kanal erhielt. Die durch ihn und die Steff-en-Strasse gebildete Insel wurde Baudissin-
Insel genannt. Ausserdem zeigte sich, dass östlich von der Nordeinfahrt des Kanals noch
eine Insel [Mane] lag, die als Halbinsel sich bereits auf der Karte der „Hyänequot; angedeutet findet

Am 5. März traf der „Albatrossquot; wieder vor Matupi ein, um nach Einnahme von
Kohlen am 7. nach der Atahklikun-Bai an der Nordküste der Gazelle-Halbinsel abzugehen, wo
auf einen berüchtigten Mörder gefahndet werden soUte. Am 8. wurde an der Ostseite,\' bei
Kambair, eine Abteilung gelandet, die aber des Gesuchten nicht habhaft werden konnte.\' Bei
der erneuten Landung am 9. erfolgte ein Angriffquot; seitens der Eingeborenen. Nachdem an den
Tagen des 9. und 10. einige Dörfer beschossen worden waren, ging das Schiffquot; nochmals
nach Neu-Mecklenburg ab, wo es diesmal in Libidor gelang den Mörder von
Campbell
niederzustrecken. Nach Aufnahme der s. Zt. auf Nusa zurückgelassenen Abteilung, ging es
nach der Gazelle-Halbinsel zurück, an der vor Kambakanda am 16. geankert wurde. Wieder-

1)nbsp;Nachr. K. W. L. II. 1886, p. 62—64,

2)nbsp;Hydrographische und kartographische Beobachtungen und Aufnahmen im Bismarck-Archipel Annalen der
Hydrographie. XIV.
1886, p. 516-520. - H. Greffrath. Die Fahrten des Kanonenbootes „Albatrossquot; in der Südsee
Aus allen Welttheilen. XVIIL Leipzig
1887, p. 178-179- - Von Koenneritz. S. M. Kreuzer „Albatrossquot; in der
Sudsee. Deutsche Kolonialzeitung. IIL Berlin
1886, p. 365—366., s. auch 1. c. IV. 1887, p. 446.

3)nbsp;Annalen der Hydrographie. XL 1883. Taf. IX. (s. oben Fig. 32, p. 304).

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holt suchte das Kanonenboot den Mioko-Hafen auf und entdeckte unweit des Kaps Palliser
unter 4° 37\'S., 152° 25\'E., (besser 4° 33^4\'S-, 152° 23\'E.) eine tiefe Bucht, die den Namen
Rügen-Hafen erhielt i).

Hierauf dampfte der „Albatrossquot; nach Sydney ab. Nach dem Auslaufen aus Port
Jackson am 3. Mai wurde der Bismarck-Archipel aufs neue aufgesucht, und an den vom
31- Mai bis 6. Juni währenden Aufenthalt in der Blanche-Bai schloss sich ein vom 7.—9.
dauernder vor der Insel Nusa an

Inzwischen hatte der Korv. Kapt. Max PlÜDDEMANN das Kommando übernommen,
der nach einem dritten Aufenthalt des Schififes im Matupi-Hafen, die Blanche-Bai am 4.
September verliess, um die Karolinen aufzusuchen, bei welcher Gelegenheit die Insel La Vandola
[Naüna] am 6. passirt wurde. Am 25 Oktober erfolgte die Rückkehr nach dem Matupi-Hafen,
worauf, nach einem Besuch des Mioko-Hafens, am 28. der St. Georg-Kanal verlassen und am
4. November Cooktown erreicht wurde

Immer Gosende und Kümmel 1886.

Wie ein australischer Korrespondent berichtet waren Immer Gosende, „Leutnant
auf der deutschen Flottequot;, und ein Dr.
kümmel im April 1886 von einer Expedition nach
Nordost-Neu-Guinea in Cooktown wieder eingetroffen. Sie sollten 12 Tagesmärsche von der
Küste entfernt ins Innere gelangt sein und auf ihren Wanderungen einen Baum entdeckt
haben, in dessen Nähe der Kompas den Dienst versagte. Er besass ausserdem die Eigenschaft
einer stark geladenen elektrischen Batterie, so dass
kümmel zu Boden geworfen wurde, als
er den Baum, der den Namen
Elsassia electrica erhielt, berührte.

Man darf wohl die Frage aufwerfen, ob es kein anderes Mittel gibt-einen aufdring-
lichen Interviewer loszuwerden, als derartige Erzählungen, die immer noch von einem Teile
des Publikums für bare Münze hingenommen werden, in die Welt zu schicken?

Henry O. Forbes 1886.

Wie wir oben gesehen (p. 391) haben, war forbes im Dezember 1885 nach Sogeri
zurückgekehrt, und betrachtete er es als eine nächste Aufgabe mit den umwohnenden Stämmen,
von denen er Hülfe für die Verwirklichung seines Planes erwartete, Verbindungen anzu-
knüpfen
5). Kapt. Hennessy hatte ihn Anfang 1886 Krankheit halber verlassen und nach
Australien zurückkehren müssen.

Sieben Monate waren inzwischen seit dem Eintrefifen von FORBES auf Neu-Guinea ver-
strichen, ohne dass er ernsthafte Schritte zur Besteigung des Owen Stanley-Gebirges unternommen
hätte. Mit den verrinnenden Monden schmolzen aber auch die Gelder immer mehr zusammen, und
es kam der Augenbhck heran, an dem
FoRBES sich vis-ä-vis du rien befinden musste. Als er sich
mit der Bitte um Beihülfe an den Special Commissioner
JOHN DOUGLAS wandte, erklärte dieser,

r) Wie August Rocholl feststellte, ist er identisch mit dem zuerst von R. Parkinson erwähnten Put-Put-Hafen.
(Petermanns Mittlg. XLL
1895, p. 169). Siehe auch oben p. 344.

2)nbsp;Annalen der Hydrographie. XIV. Berlin 1886, p. 541-

3)nbsp;Bericht über die Reise S. M. Kr. „Albatrossquot; von Matupi durch die Carolinen und Palau-Inseln, zurück nach
Matupi und weiter nach Cooktown. Aus dem Reiseberichte des Kommandanten Korv. Kapt.
PlÜddemann. 1. c. pag. 472 477.

4)nbsp;Export. VIII. Berlin 1886, p. 452—453.

5)nbsp;Mr. H. O. Forbes\' Expedition. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. VIIL 1886, p. 332.

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dass die Besteigung des Owen Stanley-Piks sich zurzeit nicht verwirklichen lassen werde weshalb
Forbes beschloss wenigstens einen Vorstoss in nördhcher Richtung zu unternehmen.\' Am 12.
April brach er in Begleitung von
James Chalmers, 10 Malaien und 30 Papuanen auf,
marschirte von dem Ostabhang des Koikoko über die Richardson-Kette in das Tal des sich
m den Goldie-Fluss ergiessenden Beccari-Flusses. Nach dem Durchschreiten desselben ging es
m nördhcher Richtung die Justice Fry-Kette aufwärts nach dem Dorfe Kaukari. Da die
angeworbenen Führer hier verschwanden, sahen die Reisenden sich gezwungen nach So-eri

zurückzukehren (Fig. 39). Im Hinblick auf die kartographische Aufnahme seines Gebietes unter-
nahm
Porres noch Ausflüge nach dem 9 miles östlich von seinem Lager hegenden Moroka, nach

aus Neulfoea^Globurr\'ssrquot;-nbsp;quot;quot;nbsp;^^^nbsp;quot;nbsp;^^^

H N Ridlquot; Onnbsp;m \'nbsp;~nbsp;^\'-\'--lien erschienen die folgenden Abhandlungen:

XXIV frdnbsp;M°--°tyledo„ons Plants of New Guinea collected by Mr. H. O. Forbes. Journal of Botany

XXIV London 1886, p 321-327. - H. O. Forbes. On a new species of from New-Guinea. Ibid. XXV 188^

1886 Nature. xxxiv. London 1886, p. 341. - John Gould. The Birds of New Guinea. Parts 21 amp; 22 London

oldeield Thomas. Description of a new Genus and Species of Rat from New Guinea. Proceed. Zolg.\'soc x888

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dem im Süden liegenden Gawada, sowie nach dem im NE. befindlichen Wori-Wori (Fig. 39)

Nachdem er Port Moresby wieder aufgesucht hatte, dampfte er am 3. Mai nach
Cooktown ab und beförderte
von dort aus die malaiischen Träger nach Java zurück. Die
Unterredung, die er an diesem Orte mit John Douglas hatte, führte zu dem Resultat, dass
dieser sich bereit erklärte die
Summe von £500 aus den Fonds des Protektorats für weitere
Forschungsreisen zur
Verfügung zu stellen, falls die Kolonien Neu-Süd-Wales, Victoria und
Queensland einen gleichen
Betrag zu stiften bereit seien. Da jedoch die geschäftliche Erledigung
dieser Angelegenheit noch auf sich warten lassen würde, so dass im laufenden Jahr an eine
Fortsetzung des
Unternehmens nicht zu denken war, nahm forbes die Ernennung zum
Regierungsagenten auf der
Insel Samarai an. In Begleitung seiner inzwischen in Australien
eingetroffenen Frau traf er am 21. Juni in seinem neuen Wirkungskreise ein

E. B. Savage und Watson Sharpe 1886.

Die London Missionary Society besass eine Hauptstation in Port Moresby für den
zentralen Teil von Britisch-Neu-Guinea und eine auf der Murray-Insel für den westlichen
Teil. Wie erinnerlich, hatte die für den östlichen Teil auf Suäu gegründete Hauptstation
sich nicht bewährt, weshalb
chalmers nach Port Moresby verzogen war (s. oben p. 265).
Da aber die Beaufsichtigung und Verwaltung der einzelnen Stationen Schwierigkeiten
verursachten, so wurde die Errichtung einer neuen Hauptstation im östlichen Neu-Guinea aufs
neue ins Auge gefasst, wobei die Wahl auf die Insel Samarai fiel. Ihre Leitung wurde dem
Rev. E. B.
Savage, der ein Jahr zuvor auf der Murray-Insel eingetroffen war übertragen,
während der 1885 nach Port Moresby gelangte Rev.
Watson Sharpe in der Gegend der
Orangerie-Bai sich niederzulassen beabsichtigte Er starb, ohne den Plan zur Ausführung
bringen zu können, bereits am 20. März Da Rev.
harry ScOTT, der im Dezember
1883 nach der Murray-Insel gekommen und infolge der Versetzung von
SavaGE Leiter der
Station geworden war, erkrankte und die Stätte seiner Wirksamkeit verlassen musste, sah
Savage sich gezwungen nach Mèr zurückkehren \').

Kapt. Tappe 1886.

Der Kutter „Marionquot;, Kapt. Tappe, wurde am 26. Mai 1886 an den Strand der Toulon-
Insel getrieben, wo die Eingeborenen sich des Schiffes bemächtigten und es nach der Plünde-
rung in Brand steckten.
Tappe wurde nebst seiner Mannschaft von dem am 30. eintreffenden
Kutter „Daisyquot;, Kapt. Nn
lt;:olaus minister, aufgenommen

1)nbsp;Henry O. Forbes. On Attempts to reach the Owen Stanley Peak. Scott. Geogr. Magazine. IV. 1888, p. 406—408.

2)nbsp;Fig- 39 ist entnommen der Map of part of southeast New Guinea. Compiled from Surveys .... and from the
Explorations of Messrs.
H. O. Forbes and W. R. Cuthbertson. Ann. Report on Brit. New Guinea. 1888—89. Brisbane 1890.

3)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 18S9. London 1890 [C. 5883], p. 160. Hier sammelte
er die von
W. F. Kirby beschriebene Hirdapa rezia (Ann. and Mag. Nat. Hist. (6) XIII. 1894 p. 166—167).

4)nbsp;Reception at Murray Island. Chronicle London Miss. Soc. 1886, p. 42—43.
5} New Guinea Eastern Mission. Ibid. p. 220—^221.

6)nbsp;Death of Rev. Watson Sharpe. Ibid. p. 305.

7)nbsp;The Rev. Harry Scott. Ibid. p. 479.

8)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. London i8go. [C. 5883] P- ^47-
Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

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C. Stewart 1886.

Wie H. Greffrath mitteilt, segelte im April 1886 ein gewisser C. Stewart in
Begleitung von 4 Personen von der Thursday-Insel ab, um das im Westen des Fly-Flusses
hegende Gebiet zu untersuchen Über den Verlauf dieser Fahrt war nichts Näheres in
Erfahrung zu bringen.

George Hunter und Charles Howard Clarkson 1886.

Am 14. Juli 1886 verliessen G. Hunter und C. H. Clarkson in Begleitung des
Missionsgehülfen
Peter Lifu Port Moresby und segelten auf dem Kutter „Adaquot; in südöst-
licher Richtung über Kalle nach Kapa-Kapa, wo sie am Nachmittage des 15. eintrafen^).
Am folgenden Morgen wurde nach dem 8 miles entfernten Rigo marschirt, das zugleich Sitz
emer Station der London Missionary Society war Nachdem die Reisenden aus einer
Besprechung mit den Häuptlingen die Überzeugung gewonnen hatten, dass sie auf dem
Marsch ins Innere für ihre Person nichts zu fürchten hätten, begab
Hunter sich nach Kapa-
Kapa, um den Kutter nach Port Moresby zurückzuschicken. Nach dem Wiedereintreffen in
Rigo, machte man sich am 19. auf den Weg und erreichte an dem nämlichen Tage noch
den Paradise-Fluss, an dem das Lager aufgeschlagen Mmrde. Am 22. unternahm man einen
Ausflug nach demnbsp;miles entfernt hegenden Kemp Welch-Fluss und weiter seinem Ufer

entlang stromaufwärts bis zur Mündung des linksseitigen Nebenflusses Taboro, der den Namen
Musgrave-Fluss erhielt«). Am 27. wurde abermals der Taboro aufgesucht, seinem Lauf gefolgt
und dann mit Sonnenuntergang der Gipfel eines Berges erstiegen (Fig. 40). Am 28. besuchte
Hunter das in 2000 feet Höhe und 1V2 miles vom Flusse entfernt liegende Dorf Taboro,
von dem aus er in nordwesthcher Richtung den 3000 feet hohen Douglas-Berg auf dessen
Gipfel die Dörfer Kwirle [Quirley] und Woepa [Voepa] lagen, bemerkte. Nach der Rückkehr
ins Lager, wurde am 29. eine Wanderung längs des Taboro unternommen, aber nach Zurück-
legung von einer mile in östhcher Richtung bergan gestiegen. Oben lag das Dorf Taboro
Goro und wenige miles davon entfernt das auf dem Gipfel liegende Ino Goro [Enogoro]. Hierauf
begann die Besteigung des Bogoro-Rückens, an dem beim Abstiege die Dörfer Modar Goro
und Didomerer angetroffen wurden. Gegen Abend erfolgte die Rückkehr nach Taboro. Am
30. ging es nach dem Kemp Welch-Fluss, an dem nunmehr das Lager weiter stromaufwärts

i) Der Fortschritt der geographischen Forschungen und Reisen im Jahre i886. Deutsche Rundschau für Geogr.
und Stat. IX. Wien
1887, p. 443, s. auch Globus. L. 1886, p. 80.

^ 2) Nach anderer Lesung hiess das Schiff „Daisyquot;. Die Angaben von G. Hunter und C. H. Clarkson sind nicht
immer in Einklang zu bringen. Ich folge denjenigen des erstgenannten.

3)nbsp;Journal of Mr. George Hunter on an Expedition from Kappa Kappa to the Heads of the Kemp Welch
River. Proceed, and Transact of the Queensl. Br. of the R. Geogr. Soc. of Australasia. IL
1886—87. Brisbane 1887, p.
85—97- — [C. H. Clarkson]. Exploration of New Guinea. An Inland Trip. Mackay 1886. 17 pp.

4)nbsp;Die beiden in Rigo und Saroa ansässigen Missionsgehülfen hatten der Expedition, statt ihr behülflich zu sein,
nur Schwierigkeiten bereitet. Auf die erstattete Anzeige erfolgte später eine Bestrafung. (Further Correspondence respecting
New Guinea. August
1889. London 1890, p. 91—94).

5)nbsp;Nach ihren Angaben lauteten die Namen der wichtigsten Dörfer dieser Landschaft: Rigo, Komiti, Kemir,
Lelo-Lelo, Paka-Paka, Borno, Saroa, Saroa Ke, Kito Barta und Bobo Bober.

6)nbsp;Er darf nicht mit den jetzigen Musgrave-Fluss verwechselt werden, der ein rechter Nebenfluss des Kemp Wel h
[Wanigela] ist.

7)nbsp;Nach dem Special Commissioner John Douglas genannt.

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und zwar unterhalb des Douglas-Berges aufgeschlagen wurde. Am 2. August erreichte die
Expedition einen Nebenfluss, den Arume, und marschirte von hier aus nach dem lO miles
entfernten, auf einem Hügel hegenden Dorf Kibere. Am folgenden Tage ging es weiter
stromaufwärts längs eines nördlich vom Fluss aufragenden Rückens bis an ihr scheinbares
Ende. Geradeaus schien das Land bis zum Fuss der Hauptgebirgskette eben zu sein,
während zur Linken der Obree-Berg sich erhob. Nachdem am 3. noch der vergebhche Ver-
such gemacht worden war, das an der gegenüberhegenden Seite des Wanigela hegende

I!hi.\'irr-alin.y the- Journoi
Glu

Dorf Dokoro zu erreichen, schifften sich die Reisenden auf den inzwischen angefertigten
Flössen ein und landeten 8 miles unterhalb der Taboro-Mündung. Am nächsten Tage
wanderten sie über Rigo nach Kapa-Kapa, schifften sich dort ein und erreichten am 6.
wieder Port Moresby.

Dieser erste Versuch den Kemp Welch-Fluss näher zu erforschen, kann umsoweniger
als besonders ergebnisreich bezeichnet werden, als die von G.
HunteR angefertigte Karte
(Fig. 40), wie sich aus den Aufnahmen von W. R.
cuthbertson ergibt (Fig. 46), durch und
durch fehlerhaft ist.

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Walter E. Cuthbertson 1886.

Der in Queensland beschäftigte Landmesser W. R. Cuthbertson erhielt 1886 den
Auftrag Port Moresby mit der nächsten Umgebung zu vermessen. Seinem Berichte vom 21.
September ist zu entnehmen, dass er einen Plan der neuen Stadtteile GranviUe West und
Granville East sowie eine Übersichtskarte von ganz Port Moresby entworfen hatte. Auch
eine Vermessung des Weges nach dem Laioki nahm er vor: „From transverse at beach near
native village to gap in range, 91 chains 30 links; to first water, 225 chains; to Vaigana
Creek, 439 chains; to Lalokie-River, 632 chains; along river bank to crossing, 56 chains;
making a total of 688 chains from beach traverse to Lalokie River crossing, or S% milesquot; \').

B. Rehberg 1886.

Die Bark „Van den Berghquot;, Kapt. B. Rehberg, hatte in Matupi Kopra geladen und
segelte darauf am 10. Juni zu dem nämhchen Zweck nach der ebenfalls an der Blanche-Bai
liegenden Ralum-Plantage. Von hier fuhr sie am 21. wieder ab und begab sich auf dem
Wege durch die Stefl\'en-Strasse nach der Insel Nusa, wo sie am 26. eintraft).

W. N. Allison 1886.

Der britische Dampfer „Fei Lungquot;, Kapt. W. N. Allison, entdeckte auf der Fahrt
von Sydney nach Shanghai im Jahre 1886 eine kleine bewaldete, unter 1=25\' S., 143° 26\' E.
liegende Insel, die 100—150 feet hoch und 2—3 Seemeilen lang war. Sie erhielt den Namen
Allison-InseP). Seit ihrer ersten Entdeckung durch VillGO
Ortiz de Retes am 21. August
1545 hatte sie unbeachtet dargelegen Nach G.
ThilenIus ist sie gegen Ende der sieben-
ziger^), nach R.
parkinson dagegen erst im Anfang der neunziger Jahre des vorigen
Jahrhundert von verschlagenen Anachoreten-Insulanern besiedelt worden Ihre Lao-e ist
neuerdings von dem Reichspostdampfer „Sigismundquot;, Kapt.
Lenz, genauer zu 1=24\' S.,
134° 37,5\' E. bestimmt worden^). Die irrtümhche Längenbestimmung durch
Allison dürfte
durch Stromversetzung veranlasst worden sein.
Lenz ging aber zu weit, indem er die
Existenz der Allison-Insel leugnete und nicht bemerkte, dass sie auf der deutschen Admirali-
tätskarte zweimal vorkam. Sie wurde 1902 von
O. Dempwolff und darauf am 5. Juh 1904 von
A.
Hahl besucht®).

H. St. Verjus und Louis Couppé 1886.

Am 17. September 1886 traten die Patres H. St. Verjus und L. Couppé ihre erste Orienti-
rungsfahrt nach der der Yule-Insel gegenüberhegenden Küste an. Auf dem kleinen Segelboot

1)nbsp;Further Correspondenee respeeting New Guinea. Aug. 1889. London 1890 [C. 5883], p. 94—97.

2)nbsp;Aus dem Reiseberichte des Kapt. B. Rehberg, Führer der deutschen Bark „Van dea Berghquot; Annalen der
Hydrogr. XVI.
1888, p. 231.

3)nbsp;Discovery of a New Island. Scottish Geogr. Magazine. HI. Edinburgh 1887, p. 205. - Nautical Magazine. LV

London 1886, p. 759. —Deutsche Kolonialzeitung. IIL 1886, p. 688-689. — Nachr. f. Seefahrer. XVIL 1886, N° 1385, p 357

4)nbsp;Nova Guinea. L 1909, p. 27.nbsp;\'nbsp;P--iä/-

5)nbsp;Ethnographische Ergebnisse aus Melanesien. Nova Acta. Abhandig. Leopold. Carol. Akad. LXXX. 1902, p. 113
Nach ihm lautet der einheimische Name Manus, nach O. Dempwolff jedoch Malus.

6)nbsp;Beiträge zur Kenntniss der Matty- und Durour-Inseln. Internat. Archiv, f. Ethnographie. IX. Leiden 1896 p 196

7)nbsp;Feststellung einer Südsee-Insel. Deutsches Kolonialblatt. XIX. 1908, p. 1078.

8)nbsp;Über aussterbende Völker. Zeitschr. f. Ethnologie. XXXVI. Berlin 1904, p. 390.

9)nbsp;Reise des Gouverneurs mit dem Dampfer „Seesternquot;. Deutsches Kolonialblatt. XV. 1904, p. 617. — Lauter-
bach
. Reise nach den Samoa-Inseln und dem Bismarck-Archipel. 25. Jahresber. Ver. f. Erdkunde. Metz 1905—6, p. 136

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„Pie IX.quot; ging es zunächst durch den Hall-Sund, worauf bei Pinupaka die Landung erfolgte.
Nach einem Besuch von Araha wurde die Fahrt nach Mohu fortgesetzt und am dritten Tage
Rapa aufgesucht, worauf die Rückfahrt angetreten wurde \').

Dieselben Geistlichen unternahmen am 30. November abermals eine Bootfahrt durch
den Hall-Sund und erreichten nach Ablauf einer Stunde den Hilda-Fluss [Oreke], der strom-
aufwärts gerudert wurde. Nachdem der Bioto-Fluss zur linken Hand hegen gelassen worden
war, gelangte das Boot in den Ethel-Fluss [Kiwa] und endhch in den Bach Aroi. An der
für das Dorf Inawabui bestimmten Landungsstelle wurde ausgestiegen und nach zweistündigem
Marsche der Ort erreicht. Der folgende Tag brachte eine Wanderung nach Inawapokoa und
der dritte nach dem hiervon nur eine Stunde entfernten, am St.
Joseph-Fluss (hier Paimumu
genannt) gelegenen Dorf Inawäi, das nicht weniger als 122 Häuser zählte. Hierauf wurde die
Rückreise nach der Yule-Insel angetreten

G-eorge und Robert Hunter

Am 21. September 1889 traf in Port Moresby ein Brief von C. F. PAGE, der am
Unterlauf der Laioki Nutzhölzer fällen liess, ein mit der Nachricht, dass die Einwohner von
Manu-Manu und Bori Bada das Dorf Daura geplündert hätten und dass die Bewohner in fort-
währender Angst vor einem neuen Überfall sich befänden. Auf Befehl von
anthony Mus-
GRave gingen hierauf G. und R. hunter mit bewaffneten Leuten in einigen Booten ab, mit
der Aufgabe nicht allein Ruhe zu stiften, sondern auch die Grenzen zwischen Kabadi, Morabi,
Daura und Manu-Manu möglichst genau festzustellen. Am 25. kehrte R.
Hunter bereits mit
8 Gefangenen zurück, die aber ihre Freiheit wieder erhielten, nachdem die schuldigen Dörfer
Schadenersatz geleistet hatten

Henry O. Forbes 1886.

Im September 1886 lag der Schoner „Emilyquot; in dem Joannet-Hafen der Insel Joannet
[Pana Timani], wo der Kapitän und Eigentümer J. G.
Craig mit Perlfischerei beschäftigt
war. In der Nacht vom 15./16. wurde das Schiff von Eingeborenen ausgemordet und nach
der Plünderung auch verbrannt^). Nachdem H. O.
forbes, der, wie wir p. 403 gesehen
haben, zeitweilig eine Anstellung als Stationsvorsteher auf Samarai erhalten, über den Fall
berichtet hatte, erschien das Kriegsschifif „Diamondquot;, Kapt.
francis S. GlaytON, das am
16. November mit
forbes an Bord und dem Kutter „Coral Seaquot; im Schlepptau nach dem
Tatort abging. Der Kutter wurde am 17. abgelassen, um auf Mewstone [Moturina] nach
Dolmetschern auszusehen. Am folgenden Tage trafen beide Schifife vor der Joannet-Insel
ein, worauf am 19. eine Dampfbarkasse nach der Feu-de-joie-Bai abging und in dem an
ihr liegenden Dorf Kasowai erfuhr, dass Bewohner von Godau sich der Untat schuldig

1)nbsp;L. COUPPÉE. Nouvelle-Guinée. Ann. de NoUe-Dame du Sacré-Coeur. XXII. Issoudun. 1887, p. 361—37°, 411—419-

2)nbsp;Mélanésie et Micronésie (Nouvelle-Guinée). Lettre du R. P. Vérius [sic!]. Les Missions Catholiques. XIX.
Lyon
1887, p. 349—353.

3)nbsp;Ein-ther Correspondence respecting New Guinea. August 18S9. London 1889. London 1890 [C. 5883], p. 150—I5I-

4)nbsp;Die Nachricht traf Ende Oktober in Brisbane ein und rief eine lebhafte Erregung hervor, die sich auch m
einem Protestmeeting gegen den unzureichenden Schutz der Weissen Luft machte. (Further Correspondence respecting
New Guinea. August
1889. London 1890 [C. 5883], p. 89—91). — Theodore F. Bevan (Toil, Travel, and Discovery.
1890, p. 178, 179, 99) verlegt den Überfall auf den 14. September und schreibt J. G. Craig.

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gemacht hatten. Da diese bereits bei dem Insichtkommen des „Diamondquot; die Flucht ergriffen
hatten, so war keine Aussicht vorhanden sie in die Hände zu bekommen, und wurde daher
die Rückfahrt angetreten. Die Ankunft in Samarai erfolgte am 21.

Der Special Commissioner beauftragte Forbes nochmals nach der Insel abzugehen
um den Versuch zu machen wenigstens die Waffen und Munition der „Emilyquot; zurück zu\'
erlangen Ausser der „Coral Seaquot; ging am 11. Dezember der zu diesem Zweck gecharterte
Kutter „Lizziequot;, Kapt.
nikolaus Minister, mit und an der Expedition nahmen ausserdem

noch teil R. V. Cholmondely, Colin Thompson, Thomas Connor, P. Holtmann und
W.
Josche.

Unterwegs brachte man in Erfahrung, dass Craig einem Eingeborenen von Popogania
auf der Sud-Est-Insel ein Gewehr zugesagt, aber dieses Versprechen nicht eingelöst habe
und dass dieser Wortbruch der Anlass zu dem Raubmord geworden war. Nachdem die
beiden Fahrzeuge am Abend des 14. am Ostende der Insel Kaluma vor Anker gekommen
waren, gmg die „Lizziequot; mit N.
Minister und einigen der oben erwähnten Teilnehmer
nach der Joannet-Insel ab. Das Dorf Godau wurde zwar verlassen gefunden, dafür gelang es
aber das in der Nähe befindliche Lager zu überfallen, den Haupträdelsführer zu erschiessen
und 4 Gewehre, i Revolver, 300 Patronen sowie 50-60 Beile und Messer zu erbeuten Die
„Coral Seaquot;, mit
Forbes an Bord, ankerte am Mittage des 16. bei der Huxley-Spitze. Abends
ging
Minister nach der Sud-Est-Insel ab, um sich in Popogania Craigs Mörder zu bemächtigen.
Als man das Dorf verlassen fand, wurde es in Brand gesteckt. Nach der Rückkehr nach der
Huxley-Spitze, wurde am 17. nochmals auf Joannet gelandet und hier die Dörfer Godau,
Ewia und Kasowai eingeäschert. In den ersten Tagen des Januar 1887 traf die Expedition
wieder auf Samarai ein.

Am 27. Juni 1891 gelang es Sir William Macgregor gelegentlich seines Besuches
den Schädel von
Craig von den Eingeborenen zurück zu erhalten

John Douglas 1886.

Am 3. September 1886 verliess der Special Commissioner JOHN DOUGLAS die Thursday-
Insel auf dem queensländischen Regierungsdampfer „Albatrossquot;, Kapt.
Wilkie, um das
westhch von der Fly-Mündung liegende Küstengebiet aufzusuchen Auf der Insel Dam
fand er eine Niederlassung von
Tait und Williams, die sich damit beschäftigten die Zedernholz-
bestande an der Mündung des Oriomo [Tait-Fluss] auszubeuten. In Begleitung von
Tait
unternahm DOUGLAS eine Bootfahrt dorthin und gelangte 30 miles stromaufwärts. Hierauf
dampfte er weiter nach der Mündung des Binaturi, wo bei dem Dorfe Kadawa 3 Weisse
ebenfalls mit dem Fähen von Zedernholz beschäftigt waren. Die Bark „Diamondquot; hatte
bereits 300.000 Kubikfuss aus dem 20 miles westlicher gelegenen Kau Kusa nach Melbourne

SS n,nbsp;Commissioner for 1887. Colonial Reports Nquot;. 38. British New Guinea, p. 84, 85,

Sö—93- — Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. I.e. pag. 106—109

2)nbsp;Annual Report on British New-Guinea 1890—91. Brisbane 1892, p. 66.

3)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. London 1890 [C. 5883], p. 82, 83

Ro h rrnbsp;Muellrr mitteilt, ist die sogen. Zeder von Neu-Guinea identisch mitnbsp;Too.a

Roxb. [C. febr^fuga BL] (Report on Botanical Specimens. Annual Report Brit. New Guinea 1889-90, p. 639. Auch

IV 1887 \' )nbsp;^^^nbsp;Südsee. Deutsche Jonialzeitung

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befördert. Nach einem Besuche von Saibai und einiger anderer Inseln der Torres-Strasse
traf
Douglas am 15. September wieder auf der Thursday-Insel ein.

Hugh Milman 1886.

Noch während der Anwesenheit auf Daru war dort der grösste Teil der Mannschaft des
70 miles stromaufwärts im Fly-Fluss gescheiterten Kutters „Manu Manuquot; eingetrofifen. Auf
der Thursday-Insel wieder angelangt, beauftragte
douglas den Deputy Commissioner for the
Western Division,
Hugh Milman, mit Nachforschungen nach etwaigen weiteren Überlebenden \').
Bereits am 21. September dampfte dieser in Begleitung von
Richard V. ChOLMONDELY an
Bord des „Albatrossquot; ab und erreichte am folgenden Tage Daru. Am 23. begab
Milman
sich nach der nahen Bampton-Insel [Pärama], um CHRISTIE JOHNSTONE, den Kapitän der
„Manu Manuquot;, ferner den dort stationirten Missionsgehülfen und ausserdem einen Einge-
borenen, der an der Fahrt des „Wild Duckquot; teilgenommen hatte, mitzunehmen. Hierauf lief
das Schifif in den Fly-Fluss ein und ging während der Nacht in dem zwischen den beiden
Inseln Dauat [Dowat] und Mibu liegenden Port Spicer vor Anker. Am nächsten Tage wurde die
Fahrt bis zu dem Dorf Abru, in dessen Nähe der Schiffbruch erfolgt war, fortgesetzt.
Nachdem ermittelt worden war, dass die beiden Vermissten in den Wellen ihren Tod
gefunden hatten, wurde am 25. die Rückfahrt angetreten und nach am Abend das Dorf Sumai
(gegen 1000 Einwohner] auf der Insel Kiwai, dem man am 26. auch einen Besuch abstattete,
erreicht. Darauf dampfte das Schiff nach dem am rechten Ufer hegenden Dorf Sui. Am
27. wurde nochmals auf Pärama gelandet und am folgenden Tage nach der Thursday-Insel
zurückgekehrt.

John Douglas 1886.

Als im November 1886 Gerüchte über Angriffe von Eingeborenen nach Port Moresby
drangen, schififte
John Douglas sich am ii. auf dem „Governor Cairnsquot; ein. Als er zwei
Tage später auf der Paramata-Reede bei Aroma eintraf, stellte sich heraus, dass zwar gegen die
Missionsgehülfen in Aroma und Maopa Drohungen ausgestossen worden waren, von einer
ernsthaften Gefahr jedoch keine Rede sein konnte. Dagegen hatten
4 Aromaer eine Frau aus
Kerepunu umgebracht, weshalb
ROBERT HuNTER und Clayton F. Page mit dem Kutter
„Mainoquot; zurückblieben, um den Frieden wieder herzustellen.
douglas setzte am 15. seine
Fahrt nach Samarai und einigen anderen Inseln der China-Strasse fort, worauf er nach Port
Moresby zurückkehrte

Nach der Übernahme des Protektorates war in Port Moresby allmähhch ein eigener
Stadtteil durch die verschiedenen Regierungs- und Privatgebäude entstanden. Unter dem 16.
Juli unterbreitete
john douglas dem Kolonialminister das Gesuch ihn mit dessen Namen
zu verbinden, was am 23. Oktober genehmigt wurde. Die Bezeichnung Granvihe, unterschieden
in GranviUe West und Granvihe East, hat aber niemals besonderen Anklang gefunden

1)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. 1. c. pag. 82—83. — Report of the Special
Commissioner for 1887. London 1888 [C. 5249—31].

2)nbsp;Siu bei Milman, Luigi bei Cholmondely. Man findet zuweilen auch den Namen Uhiri.

3)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. London 1890 [C. 5883], p. 104—106.

4)nbsp;L. c. pag. 72—75.

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Kapt. Brooks 1886.

Von der Anwesenheit des Kriegsschiffes „Opalquot;, Kapt. Brooks, in den Gewässern
von Neu-Guinea, vernimmt man zum erstenmale, als es im November 1885 nach dem Fly-
Fluss gesandt wurde, um nach der „Bonitoquot;-Expedition Erkundigungen einzuziehen Von der
Tätigkeit im Jahre 1886 verlautet nur, dass er eine Untiefe von 15,16—23 m., zwischen
den Laughlan-Inseln und dem Cannac-Felsen, deren Nordende in 9° 18\' S., 153° 30,2\'E.
lag, auffand. Ein zweite wurde an der Ostküste von Neu-Guinea zwischen der Hull-Insel und
der Mid Sand-Bank in 10° 24\'30 \'S., 151° 8\'30quot; entdeckt 2).

H. C. Holland 1886.

Seit dem Jahre 1882 dehnten die ternatanischen Handelsschoner ihre Fahrten in der
Geelvink-Bai auch auf die Insel Wiak, die östliche Schouten-Insel, aus, bei denen die Kapitäne
Houtkooper und Ligtermoet wiederholt mit der zu Übergriffen nur allzu bereiten
Bevölkerung in Differenzen gerieten. Als nun der kleine Dampfer „Coredoquot; der Firma
C. W. R.
van Rennesse van Duivenbode am 22. Juli 1886 vor dem Dorfe Mokmèr lag,
erfolgte ein ÜberfaU, bei dem der Kapitän H. C.
holland nebst 3 Matrosen erschlagen
wurde. Als die Räuber hierauf mit der Plünderung begannen, gelang es dem an Bord
befindlichen Händler
Djambruk sie mit Hülfe der übriggebliebenen Mannschaft durch Gewehr-
schüsse zu vertreiben und den Dampfer nach der Doré-Bai zu bringen, wo Kapt.
holland
auf der Insel Manaswari beigesetzt wurde

K. A. Stakman Bosse und D. W. Horst

Bald nachdem durch den „Coredoquot; die Nachricht von diesem Überfall nach Ternate
gebracht worden war, ging das vom Kapt. z. See K. A.
Stakman Bosse befehligte Kriegsschiff
„Trompquot; am 8. August nach dem Geelvink-Busen ab An dieser Fahrt nahm der Kontrolleur
D. W.
Horst, der einen ausführlichen Bericht über dieselbe verfasste, teiP). Am 11. traf
das Schiff an dem Ankerplatz vor der Insel Klein-Saünek [Wéem] ein, worauf in einem
Boote der gegenüberliegenden Südküste von Waigëu ein Besuch abgestattet wurde. Man fand
hier die beiden Dörfer Umkaund Saléo, von denen das erstgenannte aus 8 Häusern
bestand und
10 Minuten vom Strande entfernt am Wai Wo lag. Am nächsten Tage
wurde auch auf Klein-Saünek gelandet und darauf weitergedampft. Vom
15. bis 18. lag der
„Trompquot; in der Doré-Bai und begab sich alsdann nach Korido an der Südküste von Supiori

1)nbsp;Von Koenneritz. Aus Australien: Englische Expedition nach Neu-Guinea. Deutsche Kolonialzeitung III
Berlin 1886, p. 94.

2)nbsp;Ondiepten gevonden be O. de ZO. punt en op de O. kust van Nieuw-Guinea. Bericht aan Zeevarenden
\'s Gravenhage 1886, N°. 49/1812,
p. 499—500 nach Avis aux Navigateurs. Paris 1886, 189/991 amp; 992 — Nachr f
f. Seefahrer. XVIL Berlin 1886, 2377.

3)nbsp;[J. L. van Hasselt]. Nieuw-Guinea. Berigten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. XXVIII. 1887, p. 49—54

4^ Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht 1886—87. \'s Gravenhage 1888, p. 395—399.

5)nbsp;Rapport van eene reis naar de Noordkust van Nieuw-Guinea aan boord van Z. M. Stoomschip „Trompquot;
Tijdschr. voor Ind. T. L. en Vk. XXXII. Batavia 1889, p.
217—260.nbsp;»nbsp;:

6)nbsp;In Wirklichkeit heisst es Napirboi, wie F. S. A. de Clercq ermittelte (Tijdschr. v. Ind. T. L. en Vk XXXIV
1891, p. 132). Umka ist zwar der gebräuchliche Name, bezeichnet aber die ursprünglich von Wiak stammende Bevölkerung

7)nbsp;Ankerplaats van Korrido. Soepiori. i : 40000. Schetskaart Z. M. Tromj, 1886. Plannen van Ankerplaatsen op
Nieuw-Guinea. Batavia [1890], N°. 156. Wiederabdruck: Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea Blad III
s Gravenhage 1903, N°. 200/7.

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Am 21. wurde die Fahrt in östlicher Richtung nach Wiak fortgesetzt. Beim Insichtkommen
des Schiffes entflohen die Bewohner der am Überfall beteiligten Dörfen Swuriai und Mokmèr
{i° 12 S., 136° 8\'E.)*), die hierauf den Flammen übergeben wurden. Am 27. erfolgte die
Ankunft in der Bai von Ansus an der Südküste von Japen, wo sich die Faktoreien der
Firmen
C. W. R. van Rennesse van Duivenbode und A. A. Bruijn befanden, deren Handel
in Dammaraharz und Tripang aber nicht besonders schwunghaft war. Die erstgenannte hiess
Kambèpi und lag auf der Insel Kei Ari; die andere wurde Kambui genannt und befand sich
auf der Halbinsel Marai Swari. Am i. September suchte der „Trompquot; die östlicher hegende
Surui-Bucht auf und ankerte zwei Tage später vor dem Dorf Manüpu auf der Insel Aberé
[Kurudu]. Nach Aussage der Eingeborenen hatten zwei Monate vorher Leute aus Korido
und Wiak den Ort überfallen und
20 Menschen in die Sklaverei weggeführt. Ferner hatten
sie das Dorf Manüpu zum Teil, Munubäi, Monokwari, Nusundu, Manubóri und Monopämba
dagegen gänzhch eingeäschertquot;). Am 4. wurde die Fahrt längs der Nordküste von Neu-Guinea
fortgesetzt und am 6. die Insel Anus erreicht Nach der am nächsten Tage erfolgten
Landung ermittelte
Horst die Namen der folgenden Dörfer: Daiwer, Mosmosa, Nigirsa,
Sabarwin, Kabroja Bukoswin und Semtowin. Am 8. dampfte die Barkasse nach der gegen-
überliegenden Festlandsküste, konnte aber wegen Niedrigwasser nicht in den Witriwäi einlaufen,
weshalb das Dorf Tarawasi vom Strande aus zu Fuss erreicht werden musste. Hier traf man
einige ternatische Jäger, die der Schoner „Nieuw-Beertaquot;, Kapt.
Houtkooper, unlängst
mitgebracht hatte.

Auf Grund von Erkundigungen teilte Horst zum erstenmale die Namen der Dörfer
auf den benachbarten Inseln Podéna [Fadän] und Jarsun mit, wobei ihm aber das Missgeschick
zustiess, dass er diese Inseln verwechselte. Zu Podéna gehören Urut, Jarowin und Mambuwin,
zu Jarsun: Naresüm, Samrün und Saütwer

Am Abend des 9. ging der „Trompquot; wieder unter Dampf und lief am Mittage des
10. in die Humboldt-Bai ein, wo er unweit des Einganges zur Binnenbai ankerte. Am nächsten
Tage wurde eine Bootfahrt dorthin unternommen und das Dorf Tobadi besucht Der
Nachmittag war den im westlichen Teile der Aussenbai liegenden Kajó-Inseln, insbesondere
Kajó Entsäugewidmet. Am 12. fand ein zweiter Besuch der Jotefa-Bai statt, der dem
an ihrem Südufer liegenden Dorfe Waba [Nafri] galt. Da seine Bewohner beim Näherkommen
der Boote ein überaus dreistes Betragen zur Schau trugen, nahm man von einer Landung Abstand.

Am 13. wurde die Rückfahrt angetreten. Im Geelvink-Busen wieder angelangt, ging

1)nbsp;Nach Horst heissen die Dörfer Wosnik und Sapor. Wie jedoch A. G. Ellis (Mededeelingen beUquot;. het
Zeewezen. XXVI. \'s Gravenhage 1890. N°.
5 [1888], p. 46) und F. S. A. de Clercq (Tijdschr. v. Ind. T. L. en Vk.
XXXIV. 1891,
p. 160) dargetan haben, bedeutet Sapor der Name eines Vorgebirges und ist Wosnik der Name einer
Landschaft, der die obenerwähnten Ortschaften angehören.

2)nbsp;F. S. A. de Clercq führt nur Kurudu und Manupu an. Auch erklärte er, dass die Angaben Horsts hinsichtlich
der Überfälle auf einem Irrtum beruhen müssten (Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) X. 1893, p. 859). An anderer
Stelle sagte er dagegen ausdrücklich, dass Manupu 1885 von Leuten aus Wiak verbrannt worden sei (Tijdschr. v. Ind.
T. L. en en Vk. XXXIV. 1891,
p. 153).

3)nbsp;Ankerplaats bij Anoes. Nieuw-Guinea N.kust 1:40000. Schetskaart Z. M. Tromp 1886. Plannen van Anker-
plaatsen op Nieuw-Guinea. Batavia [1890], N°. 156.

4)nbsp;Es muss heissen Rabrosa. Ausserdem gibt es noch ein Dorf Tarteldär, das zwischen Nigirsa und Mosmon liegt.

5)nbsp;Ausserdem liegen auf dieser Insel noch die Dörfer Wansu und Bigiwin.

6)nbsp;Horst erwähnt ausserdem die Dörfer Tudus und Ugru, die in Wirklichkeit Ingräs und Ingräu heissen.

7)nbsp;Nicht Unsau, wie Horst schreibt.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.

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das SchifF am 17. vor dem Dorf Jendé auf der Insel Ron vor Anker, wo der erst seit einem
Jahre stationirte Missionar J.
van Splunder \'), schwer erkrankt, an Bord genommen wurde.
Am 19. erfolgte ein Besuch der noch immer nicht wieder besiedelten Karwän-Bucht (s. oben
p. 171, 214). Vom 22. bis 24. lag der „Trompquot; in der Doré-Bai, besuchte am 26. auf der
Heimfahrt noch Samaté auf Salawati und traf am 30. auf der Reede von Ternate ein. Der
am 27. auf hoher See gestorbene
van Splunder wurde noch an demselben Tage auf dem
Friedhof der Europäer bestattet.

Konteradmiral Knorr 1886.

Das aus den Kriegsschiffen „Bismarckquot;, Kapt. z. See Kuhn, und „Gneisenauquot;, Kapt.
z. See
Valois, bestehende Geschwader, dessen Chef der Konteradmiral Knorr war, traf
von Sansibar kommend am 28. Februar 1886 in Port Jackson ein Es setzte am 23.
März seine Fahrt über Auckland (Neu-Seeland) nach Apia (Samoa-Inseln) fort, wo die
Ankunft am 28. April erfolgte. Von hier aus wurde die Fahrt nach dem Bismarck-Archipel
angetreten, auf der am 14. Juni zunächst Nissan [Sir Charles Hardy-Inseln] in Sicht kamen.
In der P ruhe des 15. kamen die Schiffe an dem St. Georg-Kap vorbei und fanden in dem darauf
durchlaufenen St. Georg-Kanal keinen Strom. Mittags fielen die Anker im Matupi-Hafen
Der Aufenthalt wurde dazu verwendet einen Teil der Nordküste der GazeUe-Halbinsel aufzu-
nehmen und zwar bei Kap Luin (lies Liwuan) und ferner von der Tahli-Bucht bis zur
Kambair-Bucht [Weber-Hafen]. Bei den Nachforschungen nach der Conflict-Untiefe (s. oben
p. 271, 361) gelangte man zu dem Resultat, dass sie als identisch mit einer kleinen, etwa
457 m. vom Strande entfernt liegenden Untiefe anzusehen sei. Auch die Lage des Midway-
Riffes (s. oben p. 271, 361) wurde festgelegt\'\'). Von Matupi aus wurde auch ein Abstecher
nach Finsch-Hafen unternommen

Am 3. Juli setzte das Geschwader seine Fahrt längs der Küste von Neu-Mecklenburg
und Neu-Hannover fort, passirte am 20. die Nordostspitze von Luzon und erreichte am 23.
Hongkong

Otto Elle und Fr. Drees 1886.

Die beiden Beamten der Neu-Guinea-Kompagnie O. Elle und Fr. Drees waren
beauftragt worden an der Astrolabe-Bai eine Station zu gründen, für deren Anlage der
Friedrich Wilhelms-Hafen in erster Linie ins Auge gefasst worden war. Gelegentlich ihres
vom 25. bis 30. April währenden Aufenthaltes ergab die Untersuchung, dass weder dieser
noch der benachbarte Prinz Heinrich-Hafen für den gedachten Zweck brauchbar erschien, da
es beiden an bequem erreichbarem Süsswasser mangelte. So fiel ihre Wahl denn auf den

1)nbsp;Berigten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. XXVIII. 1887, p. 14, 20—22.

2)nbsp;Reise des Kreuzer-Geschwaders von Zanzibar nach Sydney. Nach dem Berichte des Geschwader-Chefs, Kontre-
Admiral
Knorr. Annalen der Hydrographie. XIV. Berlin 1886, p. 390—391.

3)nbsp;Notizen betreffend die Navigirung an der Küste von Upolu, Samoa-Ins., auf der Reise von Jaluit nach dem
Bismarck-Archipel, und im letzteren. Ibid. p.
520—521.nbsp;,,

4)nbsp;Hydrographische Wahrnehmungen auf der Fahrt von Matupi nach Weber-Hafen und zurück nach Neu-Pommern.
Ibid.
427—-429.

5)nbsp;Über die Ansteuerung von Finsch-Hafen. Ibid. p. 500—501.

6)nbsp;Reise der Kreuzer-Geschwaders, Geschwader-Chef Kontre-Admiral Knorr, längs der Küste von Neu-Mecklenburg
und Neu-Hannover und von da nach Hongkong, Ibid. p.
429.

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Konstantin-Hafen, obwohl er nur Platz für 2—3 kleinere Schiffe bot Am 30. Mai wurde
mit dem Bau der Station begonnen, mit deren Leitung
Elle betraut worden war. Anfänglich
hatten sowohl sämthche Europäer als die eingeführten Malaien von der Malaria zu leiden,
doch trat im Laufe des Juli eine Besserung des Zustandes ein

Kriegsschiffe „Olgaquot; und „Bismarekquot; 1886.

Das deutsche Kriegsschiff „Olgaquot; hatte Sydney am 21. März 1886 verlassen und traf
über Auckland am 28. April vor Apia (Samoa-Inseln) ein. Gemeinschaftlich mit dem Kreuzer
„Bismarckquot; wurde eine Fahrt nach dem Bismarck-Archipel angetreten, auf der beide Schifife
^m 15. Juni den Matupi-Hafen (Neu-Bommern) erreichten. Die „Olgaquot; begab sich hierauf nach
Mioko. Auf der Weiterfahrt nach der Stefifen-Strasse wurde beim Passiren der Sandwich-
Insel [Djaul] bemerkt, dass die kleine Redland-Insel [Malt] auf den Karten i\'/, Seem. zu
weit östhch lag. Bei der Einfahrt in die Steffen-Strasse konnte beobachtet werden, dass
das Mausoleum-Rifif sich bedeutend weiter nach Süden erstreckte, als bisher angenommen
Wurde und augenscheinlich eine Fortsetzung desjenigen Riffes war, welches sich südlich von
der Insel Neuwerk [Bangatang] befand. Auf dem Wege nach Nusa, wo das Schifif vor Anker
gmg, wurde nördlich von der Insel Lelemus (lies Lemus) ein Rifif aufgefunden. Nach einem
Besuch von Kapsu an der Nordostküste von Neu-Mecklenburg kehrte die „Olgaquot; nach der
Reede von Matupi zurück, die sie am 3. Juli gemeinschaftlich mit dem „Bismarckquot; verliess

Carl Schräder, Max Hollrung und Carl Schneider 1886.

Am 3. Februar 1886 verliess eine von der Neu-Guinea-Kompagnie ausgerüstete wissen-
schaftliche
Forschungsexpedition, bestehend aus dem Astronomen C. schräder als Leiter,
dem Botaniker
Max Hollrung und dem Geologen C. schneider, den Hafen von Hamburg,
um über Batavia und Cooktown nach Finschhafen befördert zu werden. Die ihr gestehte
Aufgabe bestand darin: „das Deutsche Schutzgebiet, zunächst Kaiser Wilhelms-Land, in einer
den
praktischen Zwecken der Compagnie entsprechenden Ausdehnung und Weise zu erforschen
und über die gesammelten Ergebnisse der Beobachtungen zu berichten. Hauptgegenstände
der Forschung sollen sein die allgemeinen geographischen, klimatischen und meteorologischen,
sowie geologischen Verhältnisse des Landes, die Bodenbeschaffenheit, die Pflanzen- und
Thierwelt, die Ermittelung der physischen, psychischen und socialen Verhältnisse der Ein-
geborenen.
Alles im Hinblick auf die Möghchkeit der Besiedelung und Nutzbarmachung des
Gebietes und der friedhchen Gewinnung der Eingeborenen für die Kultur t)quot;.

1)nbsp;Nachr. K. W. L. II. 1886, p. 82—83.

2)nbsp;Ibid. p. 116 —118.

3)nbsp;Hydrographische und kartographische Beobachtungen auf der Fahrt S. M. S. „Olgaquot; im Bismarck-Archipel von
Meoko [sie!] nach Nusa und zurück nach Matupi. Nach dem Bericht des Navigationsoffiziers... Kapt. Lieut.
Gehrmann.
Ann. d. Hydrographie. XV. Berlin 1887, p. 13—14.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. II. :886, p. 4—6. Der reichhaltige Speisezettel scheint den Ansprüchen noch nicht genügt
zu haben, denn als eine weitere Nummer wurde auf das Programm gesetzt: ein Vorstoss bis an die englische Grenze
und die Rückkehr auf einem neuen Wege nach dem Ausgangspunkte, nämlich Finschhafen. (Petermanns. MitÜg. XXXII.
^ 06, p. 128). Ein derartiges Unternehmen ist auch heute, nach Ablauf eines Vierteljahrhunderts, noch nicht geglückt.

ass die Ergebnisse der Expedition den Erwartungen in keiner Weise entsprochen hatten, lag in erster Linie daran,
dass an sie Anforderungen gestellt wurden, die sie auch unter den günstigsten Bedingungen niemals hätte erfüllen können,
as Wertvollste, das sie heimgebracht hat, waren die botanischen Sammlungen. Geologisch hat sie gar nichts geleistet.

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Nach Eintreffen in Finsch-Hafen am 19. April wurde zunächst eine meteorologische
Station eingerichtet und eine Untersuchung der nächsten Umgebung vorgenommen Einen

weiteren Ausflug traten die Mitglieder nach dem nördhch von der Station mündenden Bu Mi

1)nbsp;Nachr. K. W. L. II. i886, p. 83—90.

2)nbsp;Erforschung des Gebietes nördlich von Finschhafen. Ibid. p. 119—123.

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[Korallen-Flussl an und erstiegen von ihm aus einen Hügehücken mit dem Dorfe Amböm
Nachdem in dem unfernen Dorfe Busum übernachtet worden war, erfolgte am nächsten Tage
der Rückmarsch durchweg längs der Strandes, bei welcher Gelegenheit der Bu Ja [Boja], die
grösstenteils ausgetrockneten
Bäche Bu Angl und Bu Ma [Boma] sowie der Bu Mi durch-
schritten wurden.

Am lo Mai wurde ein Marsch nach der im Süden von Finsch-Hafen liegenden
Langemak
-Bucht [Bubui Aua] unternommen und auf ihm zunächst das aus 5 Hütten bestehende
Dorf Koluwa am Nordufer der Bai erreicht. Dem Strande entlang gehend gelangten die
Teilnehmer darauf nach
Simbang und damit zugleich an die Mündung des Bu Bui. Auf
emem Boote ruderten sie eine Strecke stromaufwärts und unternahmen schliesshch noch
eme Wanderung nach den landeinwärts liegenden Dörfern Roro und Nagling (Fig. 41)^).

Am 8. Juli unternahmen die Mitglieder der Expedition in Begleitung des Konsuls
Knappe eine Segelfahrt nach der in nördlicher Richtung 15 km. entfernt hegenden Mündung
des Kalueng, in deren Nähe sie landeten und ein Lager aufschlugen. Während des ein-
wöchigen Aufenthaltes wurde die nördhch vom Lager hegende Selang-Bucht, ferner Bogidu
sowie der beim Kap Sibidä mündende Sanküe besucht. Auf dem Wege dorthin berührten
die Reisenden die beiden kleinen Flüsse Tanamo und Malaküe sowie das Dorf Kerigia.
Südlich von Kalueng erfolgte eine Besteigung des Berges Wa Ulu. Am 15. gelangte die
Expedition nach der Mündung des Bu Sim, marschirte im seinem Tal aufwärts, durchzog
die Dörfer Wäne [Wonne oder Uonne], Bowongko [Gambunko], Hembongko und Mauwa.
In dem in 450 m. Höhe liegenden Hembongk\'o schlug sie während zweier Tage das Lager
auf und unternahm einen 3 Tage währenden Ausflug bis unmittelbar unter die Kuppe des
Sattelberges (6° 29\' S., 147° 45\' E.) in eine Höhe von 775 m. Aus den Beobachtungen
ergab sich, dass der Bu Sim und sein rechter Nebenfluss Wongi unterhalb des Sattelberg-
gipfels entsprangen, ebenso wie der Siki, der aber seiner Südostseite entströmte.

Eduard Dallmann 1886.

Die erste Befahrung des Kaiserin Augusta-Flusses unternahm der Führer der „Samoaquot;,
Kapt.
Ed. Dallmann. Mit O.. Schellong, R. Mentzel und C. Hunstein an Bord, kam
der Dampfer am
4. April an der Mündung vor Anker. Am Nachmittage des nächsten Tages
wurde auf dem Dampfbeiboot eingelaufen und noch 6 Seem. stromaufwärts zurückgelegt. Am
6. setzte es die Fahrt noch 35 Seem. weiter fort, musste darauf aber wegen Kohlenmangels
umkehren f\').

G-. E. G. Freiherr von Schleinitz 1886.

Der erste Landeshauptmann, der zur Verwaltung des Schutzgebietes der Neu-Guinea-
Kompagnie berufen wurde, war der Vizeadmiral a. D. Freiherr G.
E. G. VON SCHLEINITZ,

1)nbsp;Er wird auch unter den Namen Bumbi und Bumbing angeführt.

2)nbsp;Damit dürfte das Dorf Meming gemeint gewesen sein. Der Name des Rückens lautet Kamumping Amblöm.

3)nbsp;M. hollrür^g verlegt den Abmarsch in den Anfang Juni. (Nachr. K. W. L. IV. 1888, p. 183).

4)nbsp;C. Schräder. Umgegend von Finschhafen. Nachr. K. W. L. V. 1889, bei p. 88.

5)nbsp;Im Text steht 700 m. M. Hollrung sagt (1. c. pag. 184), dass der Sattelberg erstiegen wurde. Erreicht wurde
der Gipfel jedoch nicht.

6)nbsp;Nachr. über K. W. L. IL 1886, p. 67—69.

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der am April 1886 auf dem Dampfer „Dorundaquot; von London abgegangen \') und über
Australien am 11. Juni in Finsch-Hafen eingetroffen war. Seinen ersten Ausflug unternahm er
in Begleitung von C.
schräder auf einer Dampfpinasse am 3. Juh nach dem 8 km. nördhch
von Finsch-Hafen liegenden Dorf Katika. Bei dieser Gelegenheit wurden die beiden kleineren
Flusse Kunu und Kensa sowie der grössere Bu Sim entdeckt.

Da die Lotungen von Kapt. Dallmann ergeben hatten, dass der Kaiserin Augusta-
Fluss für Dampfer befahrbar war, trat
von schleinitz am 24. Juni eine Fahrt dorthin auf

—i.\'l-\'\' (.

Fig. 42.

der „Ottiliequot;, Kapt. W. Rasch, an. In der Begleitung des Landeshauptmannes befanden sich
Konsul
Knappe, C. Schräder, M. Hollrung und C. Hunstein. Nachdem am 25. Konstantin-
Hafen an der Astrolabe-Bucht erreicht und die Station nebst ihrer Umgebung besucht worden
war, wurde am nächsten Tage der Hatzfeldt-Hafen aufgesucht. Am 27. unternahm die Reise-
gesellschaft einen Ausflug und gelangte bis nach dem in 370 m. Höhe liegenden Dorf
Tambero Die „Ottiliequot; lief in der Frühe des 29. wieder aus und traf mittags vor der in

1)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land II. 1886, p. 60.

2)nbsp;Nachr. K. W. L. I.e. pag. n8. — M. Hollrung. Vegetationsverhältnisse von Hatzfeldthafen. I.e. IIL ü
p. 67—69.

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3 50)6 S., 144° 29,6\' E. liegenden Mündung des mächtigen Stromes ein in die sofort mit
Volldampf eingelaufen wurde. Bis Eintritt der Dunkelheit konnten noch etwa
20 Seem.
zurückgelegt werden. Den vielfachen Krümmungen des Laufes folgend, konnten bis zum
I- August
200 Seem. zurückgelegt werden, worauf die „Ottiliequot; bei einer seeartigen Erweiterung
in flaches Wasser geriet (Fig.
42). Am 2. ging von schleinitz nebst seinen Begleitern auf
die Dampfbarkasse über, die ein Beiboot mit einem auf
4 Tage berechneten Proviant mit
sich führte. Nach 2\'/^ tägiger Fahrt wurde unter
4° 16\'S., 141° 50\'E. eine Stelle erreicht, an
der der Fluss noch eine Breite von
300—400 m. besass. Es war daher lediglich der Mangel
an Lebensmitteln, der zur Umkehr zwang. Am Nachmittage des
5. traf die Barkasse wieder
äuf dem
Ankerplatz der „Ottiliequot; ein. Die Ufer des sich in einem weiten Tale bewegenden
Flusses zeigten sich fast überall von Wald und Grasland eingefasst. Während bis zum letzten
Ankerplatz des Dampfers die Landschaft ausgesprochenen Flachlandscharakter zur Schau trug,
stellte sich weiter stromaufwärts im Süden ein Gebirgzug ein, von dem hier und da sich
abzweigende Ausläufer bis an den Fluss herantraten. Am 6. dampfte die Expedition ab und
langte nach einem abermaligen Besuch
von Hatzfeldt-Hafen am 10. wieder in Finsch-Hafen an

Im letzten Quartal des Jahres unternahm von schleinitz noch zwei Rekognoszirungs-
fahrten. Die erste trat er abermals von Finsch-Hafen aus und zwar am
7. Oktober auf dem
Dampfer „Samoaquot;, Kapt. H.
Sechstroh, an Sie führte zunächst zu einem Besuch der nur
wenige Kilometer südhch, nahezu sich parallel dem Festlande hinziehenden Gingala-Inseln,
nämlich Sagäing Saun, Sagäing Kapuing, Siana, Monenu, Matura [Nubäling], Kambam, Siboa
und Nusing, die grösstenteils miteinander durch Rifife verbunden waren. Als der Dampfer durch
die südliche Einfahrt einlief, entdeckte er eine sichere Bucht, die den Namen Dreger-Hafen
erhielt Das in der Umgebung niedrige Land stieg von der Küste aus allmählich zu dem
Hügelrücken Lugaueng an. In den Hafen mündete der Bu Barum. Die Einfahrt zu dem
nördlich hiervon liegenden Schneider-Hafen wurde bei dem aus dem Meere aufragenden
Felsen Siana angefunden. Ein in diese Bucht mündender Fluss hiess Bu Gaim. Auf der
Weiterfahrt wurden zunächst die Tami-[Cretin-]Inseln besucht und darauf auf Käingana
[False Island] zugesteuert. Infolge eintretender Dunkelheit musste jedoch direkt in den Huon-
Golf eingelaufen werden, nachdem die kleine Insel Megim passirt worden war.

Am nächsten Morgen landete von schleinitz in der Nordwestecke unweit der etwa
200 m. breiten Mündung des Lugarno, der den Namen Adler-Fluss erhielt Alsdann ging die
Fahrt nach dem westhch davon liegenden Markham-Fluss, dessen Mündung eine Breite von
300—500 m. besass. Der hier befindliche Ankerplatz erhielt den Namen Preussen-Reede. Auf
der Weiterfahrt gewahrte man bis zur Parsee-Spitze der Küste parallel laufende,
300—700 m.

1)nbsp;Nach Full nennen ihn die an der Mündung wohnenden Eingeborenen Abschina oder Sipik (Deutsches
Kolonialblatt. XX.
1909, p. 739), nach G. Friederici dagegen (I.e. pag. 332) Azimar (lies Atsimar). Einige Kilometer
stromaufwärts lautet der Name bei den Uferbewohnern Kokuan, wie der letztgenannte bemerkt.
Rud. Pöch gibt als ein-
heimische Bezeichnung den Namen Watam an. (Deutsches Kolonialbi. XVIL
1906, p. 347).

2)nbsp;Erforschungsfahrt auf dem Augusta-Fluss. Nachr. K. W. L. II. 1886, p. 123—128.

3)nbsp;Untersuchungsfahrt im Huon-Golf. Nachr. K. W. L. III. 1887, p. 5—26. — Zur Küstenbeschreibung von Kaiser
Wilhelms-Land. Annalen der Hydrogr. XV. 1887, p. 181 —188.

4)nbsp;Nach dem Hauptmann Max Dreger.

5)nbsp;Nach Dr. C. Schneider.

6)nbsp;Diese Mündung war bereits von John Moresby 1874 bemerkt worden.

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hohe Bergzüge — das Herzog-Gebirge \') —, die steil abstürzten, so dass sie längs des Strandes
nur ein schmales Vorland freiliessen, das zudem noch durch Vorgebirge unterbrochen wurde,
die durch die Ausläufer der von der Hauptkette sich abzweigenden Rücken gebildet wurden\'

Sie erhielten die Namen Steinmetz-, Schneider- und Manteuffel-Spitze. An der Ost-
seite der letzteren wurde eine ausgezeichnete Bucht, der Saro.oa-Hafen, entdeckt. Am lo.
Oktober umfuhr die „Samoaquot; die nach Norden weit vorspringende, in der Parsee-Spitze
endigende Halbinsel Heia und fand an der dem Samoa-Hafen gegenüberhegenden Seite, im
Osten durch das Rawlins-Kap begrenzt, die Bayern-Bucht. Der in ihrer Südostecke mündende
Salam Bu, der in einem Boote 1—2 Seem. stromauf befahren wurde, erhielt den Namen
Franziska-Fluss. Nachmittags setzte
VON SCHLEINITZ die Fahrt in südlicher Richtung fort,
auf der erst die kleine Dot- und alsdann die Solitary-Insel passirt wurde. Die dieser auf dem
Festlande gegenüberhegende Landzunge erhielt den Namen Gossler-Spitze s). In der sich
hieran anschliesenden Nassau-Bucht ging die „Samoaquot; vor Anker.
Nachdem der hier mündende
Nassau-Fluss eine Strecke weit (3 Seem.) befahren worden war, wurde die Küstenfahrt am
nächsten Tage fortgesetzt. An das Kap Moltke schloss sich die Sachsen-Bucht an, an das
den Dampling-Liseln gegenüberliegende Kap\' Roon, die Hessen-Bucht an, die im Süden von
der Wrangel-Spitze begrenzt wurde. Auf dem in diese Bai mündenden Stein-Fluss wurde eine
Bootfahrt unternommen und zwar bis zu der ii/, Seem. aufwärts hegenden Stehe, wo er
einen reissenden, aus S. kommenden Nebenfluss aufnahm. Weitere 2 Seem. wurden darauf
zu Fuss zurückgelegt.

Am 12. folgte längs der Küste zunächst das Kap Bronsart dann die Baden-Bucht,
an der ein gut bevölkertes Dorf lag. Auf das Kap Göben 5) folgte die ziemlich tiefe
Württemberg-Bucht, vor der die kleine Boyen-Bucht «) lag. Das nächste steil abfallende Vor-
gebirge erhielt den Namen Kap Verdy \'), dem eine kleine Bucht folgte, die im Südosten
von der Blumenthal-Spitze «j begrenzt wurde. Jenseits von ihr schnitt eine tiefe Bucht, der
Braunschweig-Hafen, kesselartig in das Festland ein. Hierauf folgte das Werder-Kap % während
ein anderes, zwischen diesem und dem Kap Longerue vorspringendes, den Namen Kap
Falkenstein erhielt.

Nach Verlassen des Braunschweig-Hafens fuhr die „Samoaquot; zwischen dem Kap Longerue
und den Stragghng-Inseln hindurch, nach der Mündung des südhch von der Bötticher-Spitze quot;)
mündenden Margot-Fluss, auf dem
VON SCHLEINITZ eine Bootfahrt unternahm. Hierauf wurde
umgekehrt und in der Frühe des 13. Finsch-Hafen wieder erreicht.

1)nbsp;Nach dem Staatssekretär a. D. und Vizepräsidenten der Neu-Guinea-Kompagnie C Herzog

2)nbsp;Nach der Halbinsel Heia im Regierungsbezirk Danzig. L. Kärnbach ist nicht im Recht, wenn er behauptet,
dass dies em emheimischer Name sei (Deutsche Kolonialzeitung. N.
F. VI. 1893, p. 172). Von Schleinitz hatte niemand
an Bord, der diese Namen kannte.

3)nbsp;Nach Gustav von Gossler, dem ehemaligen preussischen Kultusminister.

4)nbsp;Nach Bronsart von Schellendorf, dem ehemaligen preussischen Kriegsminister.

5)nbsp;Nach dem General August von Göben.

6)nbsp;Nach dem General Leopold Hermann von Boyen.

7)nbsp;Nach dem General, späterem Kriegsminister Julius von Verdy du Vernois.

8)nbsp;Nach dem Generalfeldmarschall Leonhard Graf von Blumenthal.

9)nbsp;Nach dem General August Graf von Werder.

10)nbsp;Nach dem General Ed. Vogel von Falkenstein.

11)nbsp;Nach dem damaligen Staatssekretär im Reichsamt des Innern Karl Heinrich von Bötticher. Die übrigen
Namen erklären sich mit Ausnahme des Franziska- und Margot-Flusses von selbst.

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Die zweite, ebenfalls ergebnisreiche Fahrt umfasste die Zeit vom i. bis 19. November
und wurde auf dem Dampfer „Ottiliequot; unternommen. Sie bezweckte eine fliegende Aufnahme
des Küstengebietes von der Fortifikations-Spitze [Kilumala] bis zum Kap Deila Torre \').
Zunächst wurde die Mündung des südlich von dem erwähnten Vorgebirge sich ins Meer
ergiessenden Bu Forum die durch eine Barre verschlossen war, aufgesucht. Einige Hundert
Meter südlich davon wurde der Bach Hengo aufgefunden. Am Morgen des
2. passirte das
Schiff die Iris-, alsdann die Kepler- und die Herwarth-Spitze, worauf es in die Pommern-
Bucht einlief und in deren Grunde, in der Nähe der Bäche Jakai und Bring, ankerte. Östhch
von dem letztgenannten lag das Dorf Masel. Auf der Weiterfahrt wurde alsbald das Kap
Rigny [Te walib] passirt und damit in die Astrolabe-Bai eingelaufen. Unweit der darauf folgenden
Encke-Spitze zeigte sich dem Auge das breite Bett des Kabarang und bald auch das noch
breitere des Kole [Käle]. Nachdem der Dampfer noch die Novosilsky-Spitze und die Mündung
des Rabenau passirt hatte, ging er in dem Konstantin-Hafen vor Anker, worauf die Dörfer
Korendu und Bongu besucht wurden. Auf der Weiterfahrt längs der Küste ging es an dem
Kap Gorima und der Mündung des Gogol vorbei, nach der Insel Bih-Bili. Nach einem Besuch
derselben gelangte die „Ottiliequot; nach einstündiger Fahrt nach der im Westen von Urem
[Gronemann-Insel] entdeckten Mündung des Tamembo, der den Namen Marien-Fluss erhielt.
Nachdem eine Untersuchung des Fahrwassers zwischen dem Festlande und Jabob [Golomb-
Insel] vorgenommen worden war, fuhr der Dampfer am 4. im Süden und Osten um Urem
herum und zwischen Jabob und Misem hindurch. In nördhcher Richtung längs des Archipels
der Zufriedenen Menschen seine Fahrt fortsetzend, gelang es ihm nördhch von der Follenius-
Insel die Rasch-Einfahrt zu entdecken, die zu einer tiefen Bucht führte, die den Namen
Friedrich Carl-Hafen erhielt, deren Ufer aber überall von Rhizophorenmorästen umsäumt
erschienen. Nach dem Wiederauslaufen wurde längs der Westseite von Segu [Skobelew-Insel]
gedampft und durch die zwischen dieser und dem Festlande aufgefundenen Ottilien-Einfahrt
ausgelaufen. Halbwegs zwischen der Juno-Spitze und dem Kap Croisilles entdeckte
von
Schleinitz
den Ama, der in einem Boote 2 Seem. stromaufwärts befahren wurde. An seiner
Mundung lag das Dorf Blala und 100 Schritt nördhch davon das ebenfalls besuchte Tumamaran.
Nachdem Kap Croisilles gerundet worden war, gelangte die „Ottiliequot; nach einer 16 km.
nordwestlich davon hegenden, durch Inseln geschützten Bucht, die den Namen Prinz Adalbert-
Hafen erhielt. Am 6. ging der Dampfer im Hatzfeldt-Hafen vor Anker. Von hier aus wurde der
östlich von der Samoa-Huk mündende Kaukambär, Margarethen-Fluss genannt aufgesucht.
Im Hintergunde erhob sich eine bewaldete Gebirgskette [Tambero-Kette] mit schmalem Grat,
auf dem auch das bereits bekannte Tambero lag. Nachdem noch 5 kleinere Buchten, die
westhch vom Hatzfeldt-Hafen lagen — die erste mit dem Dorf Dugumor s), die dritte mit
dem Dorf Banim — untersucht worden waren, setzte die „Ottiliequot; ihre Fahrt zwischen den
kleinen Legoarant-Inseln und der Festlandsküste fort und gelangte an eine Bucht; die

1)nbsp;Freiherr von Schleinitz. Rekognoscirungsfahrt mit dem Dampfer Ottilie. Nachr. über K. W. L. IIL 1887,
p. 32 66,,—-Beschreibung der Nordküste von Kaiser quot;Wilhelms-Land von Kap Cretin bis zu den Legoarant-Inseln. Ibid.
V. 1889,
p. 48-87.

2)nbsp;Bupollum bei von Schleinitz.

3)nbsp;Ursprünglich als Gabina bezeichnet.

4)nbsp;Bub bei M. Hollrung. (Nachr. K. W. L. III. 1887, p. 131).

5)nbsp;Es dürfte mit dem von Recknagel ervi^ähnten Aidubal [Eidubal] identisch sein. (Nachr. K. W. L. VI. 1890, p. 92).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;53

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vorliegenden Nielsen-Inseln waren bereits durch Finsch bekannt geworden. Nach Umfahren
der Podbielsky-Spitze geriet man wiederum in eine Bucht, den Potsdam-Hafen, in deren
Mitte eine kleine Insel lag. Alsdann wurde in die westlich davon liegende Hansa-Bucht mit
der flachen Laing-Insel eingelaufen.

Nach Passiren der Venus-Spitze kam eine etwa 400 m. breite Mündung eines Flusses
in Sicht, in die die „Ottiliequot; einlaufen und gegen 8. Seem, stromauf fahren konnte. Er
erhielt den Namen Ottihen-Fluss, ist aber, wie erst später erkannt wurde, identisch mit
dem Ränu Nachdem wieder ausgelaufen war, wurde die mit dem Kap Fransecky
endigende Brecher-Bai [Broken Water Bay] durchfahren und hierauf direkt auf die zwischen
3° 15\'—3° 20\' S., 146° 10\'—146° 23\' E. hegenden Purdy-Inseln gesteuert. Die Untersuchung
ergab, dass die auf den Karten eingetragene Bat-Insel aus 3 Inseln bestand. Der Versuch
einer Landung auf der Mouse-Insel schlug fehl, und ebensowenig gelang es auf dem Latent-
Riff, an dessen Südseite ein kleines Eiland lag, zu ankern. Die Mole-Insel wurde 3—4 mal
grösser als die Mouse-Insel gefunden. Nach Besuch der weiter östhch liegenden Elizabeth-
Insel [Alim] dampfte die „Ottiliequot; nach dem an der Südwestküste von Neu-Mecklenburg
liegenden Katharinen-Hafen, ankerte vom 13.^—16. November im Matupi-Hafen in der
Blanche-Bai und trat alsdann, nach einem Besuche von Mioko, die Rückfahrt längs der Süd-
küste von Neu-Pommern an. Als das Schifif sich am 18. zwischen der Montague-Spitze und
Kap Beechey befand, lief es in die nächste Einbuchtung bei Kap Roebuck ein. Am nächsten
Tage erfolgte das Wiedereintreffen in Finsch-Hafen.

Max Dreger, P. Schneider und E. Sehollenbruch 1886.

Die ersten Europäer, die die seit der Expedition von D\'entrecasteaux (1793) bekannten
Crétin-Insein, von den Eingeborenen Tami genannt, besuchten, waren M.
Dreger, P. Schneider
und E. Schollenbruch, die am 12. September 1886 von Finsch-Hafen aus eine zweitägige
Segelfahrt dorthin unternahmen. Sie fanden die Gruppe, von der auch eine Karte angefertigt
wurde aus 6 Inseln bestehend, unter denen 3 von einem wohlhabenden Fischer-und Handels-
volk bewohnt waren, das den Reisenden einen freundlichen Empfang bereitete Auf jeder
der Inseln Kalal, Wonam und Nuschunut wurde ein gleichnamiges Dorf vorgefunden. Ausser
der grossen flachen Insel Djan (Bugüe der Jabimleute) gehörten noch die beiden Felsen
Namakalau dieser Inselgruppe an. Während der Fahrt wurde ausserdem ein im NW. dieser
Eilande liegendes Riftquot; entdeckt.

Max Hollrung 1886.

Ende September 1886 waren die Mitglieder der wissenschaftlichen Expedition zu

1)nbsp;Nach dem General Eue. Anton Theophil von Podbielski.

2)nbsp;Freiherr von Schleinitz. Der Ottilienfluss, bezw. der Ramu. Deutsche Kolonialzeitung. N. F. XI. Berlin
1898, p. 74—76.

3)nbsp;Nach dem General Ed. Friedr. von Fransecky.

4)nbsp;Nebenkarte zu der Karte: Umgegend von Finschhafen. Nachr. K. W. L. V. 1889, Heft 2 (s. oben fig. 41).

5)nbsp;Nachrichten über K. VV^ L. III. Berlin 1887, p. 26. -- Max Dreger. Aus Kaiser Wilhelms-Land. L Eine
Fahrt nach den Tami-Inseln. Tägliche Rundschau. Berlin
1888. Unterhaltungs-Beilage, N°. 148, 149, 155, 156, 172, 173.,
P- 590, 594—595, 622, 686—687, 689—690.

6)nbsp;Von den Bewohnern der Landschaft Jabim an der gegenüberliegenden Neu-Guinea-Küste Laula, Langeu, Sokambim
und Bugtie genannt.

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längerem Aufenthalt im Hatzfeldt-Hafen eingetroffen. Anfang November machte M. Hollrung
sich auf dem Weg, um das im Osten hegende Gebiet bis zum Kap Gourdon zu begehen
In östhcher Richtung längs des Strandes wandernd, traf er in der ersten Einbuchtung das
Dorf Kafteh und in der dritten das Dorf Mbüdsib an, während die zweite einer Ansiedelung
entbehrte. In diesem Küstengebiet ergossen sich 4 Flüsse ins Meer, nämhch der Dodo, west-
lich von Tombenam, der Kaukambär [Margarethen-Fluss bei der Samoa-Huk, der Dsu-Dsur
/a km. östlich davon und der Bölobab etwa westlich von Mbüdsib. Von hier bis zum
Adsunambär besass die Küste nur noch zwei, kaum bemerkbare Einbuchtungen mit dem
Dorfe Kalelat in der Nähe von Mbüdsib. Die beiden auf dieser Strecke mündenden Flüsse
hiessen Kalebat Ag und Mbüdsib Ag. Jenseits des Adsunambär sollte noch ein Dorf Tsimbin liegen.

Des Weiteren nahm Hollrung an einem Ausfluge nach dem im Süden vom Hatzfeldt-
Hafen sich erhebenden, 700 m. hohen Regenberg [Ulum Bebi] teil. Auf dem Wege dorthin
traf man auf einem steil abfaUenden Ausläufer desselben das Dorf Wuenam an, auf dem
eigentlichen Kamme ausserdem von Ost nach West noch die Ortschaften Tjiriar Munu-
Munadak, Tjiriar Beiadat und Kawowär.

Endlich fand durch Hollrung noch eine Begehung des westlich vom Flatzfeldt-Hafen
liegenden Küstengebietes statt, wobei sich herausstellte, dass die Buchten, im Gegensatz zu
dem im Osten vorhandenen, tief eingeschnitten waren. An der ersten, der Dugumor-Bai lag
em gleichnamiges Dorf Es mündeten in dieselbe die Flüsschen Gorag Ag, Namidsin Ag,
Dagäputa, Malobotan und Abui. An der folgenden, der Bilau-Bucht, lagen die Dörfer Aidibal
[Eidibal], Bilau und Nambar. Westlich vom letztgenannten befand sich die Mündung des
Kabalinak und weiter nach Westen lag das Dorf Daku.

Johannes Flierl 1886.

Gleich nach der Besitzergreifung von Kaiser Wilhelms-Land tauchte der Gedanke auf
hier Missionsstationen zu gründen. Die erste Gesehschaft, welche diesen Gedanken in die
at umsetzte, war die
NeuENDETTELSAUER LUTHERISCHE MlSSIONSGESELLSCHAFT und ihr
erster Sendbote
Johannes Flierl. Dieser war von 1878 bis 1885 in der Kolonie Süd-
Australien tätig gewesen. Dem an ihn ergangenen Rufe Folge leistend, reiste er am 10.
November 1885 von Tanunda ab und traf am 4. Dezember in Cooktown ein, wo er indessen
seine Fahrt nicht fortsetzen konnte, da die Behörden seine Niederlassung in Kaiser Wilhelms-
Land noch nicht genehmigt hatten. Erst Anfang Juli konnte er sich auf der „Ottiliequot; ein-
schiffen und am 12. in Finsch-Hafen landen^). Am i. Oktober gesehte sich zu ihm
Tremel,
mit dem er sich am 8. Oktober nach dem südlich von Finsch-Hafen liegenden Dorf Simbang
am Bu Bui begab, in welchem im folgenden Jahre die erste Station erstehen sollte

M. Dreger, C. Schneider, C. Hunstein und B. Schollenbruch 1886.

Gegen Ende des Jahres 1886 wurde M. Dreger, C. schneider, C. Hunstein und

1)nbsp;Nachr. K.W.L. III. 1887. p. 130—135., IV. 1888, p. 184.

2)nbsp;Hollrung nennt ihn Bub, doch ist nach Recknagel Bub [Bup] ein Dorf. (I.e. VL 1890, p. 19)-

3)nbsp;Tugumor nach Hollrung.

^ 4) JoH. Flierl. Führungen Gottes. Neuen-Dettelsau 1899, p. 60—67. — Kirchliche Mittheilungen aus und über
Nord-Amerika, Australien und Neu-Guinea. Neuen-Dettelsau
1889, p. 94.
5) Nachr. K.W.L. IIL 1887, p. 5, 85.

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E. Schollenbruch der Auftrag zuteil eine nähere Untersuchung des inneren Teiles des
Huon-Golfs vorzunehmen. Nachdem einige Mitglieder der Expedition am 29. November in
dem Samoa-Hafen gelandet worden waren, setzte die „Samoaquot; am i. Dezember ihre Fahrt
nach der Mündung des Markham-Flusses fort. Hier wurde am folgenden Morgen auf einer
Barkasse in den Strom eingelaufen. Wiederholt geriet das Boot auf Grund und musste bereits
am 3. die Weiterfahrt einstellen. Zwar ruderte man in einem tragbaren Boote weiter, doch
war der am 7. erreichte, äusserste Punkt erst 32

Norden dieser Stelle erhoben sich der Schlossberg und der Hausberg (ca. 300 m.) Das
Leckwerden des Bootes hatte die Umkehr veranlasst und am
8. traf Dreger wieder an
Bord der „Samoaquot; ein. Nachmittags wurde noch eine Untersuchung des in der Nähe
mündenden Herzog-Kreeks, in dem 3 Pfahldörfer lagen, vorgenommen. Wie sich sehr bald
herausstellte, bildete er den Zugang zu einer ausgedehnten Lagune, Herzog-See genannt,
die sich bis zur Höhe der Steinmetz-Spitze ausdehnte und ein Gewirre von Inseln und
Inselchen enthielt. Am 9. setzte die „Samoaquot; ihre Fahrt zunächst nach der Mündung des
Nassau-Flusses fort, an der
C. Schneider am 5. von Eingeborenen angegriffen worden war.

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Zur Strafe für den Überfall wu\'rde das hier liegende Dorf zerstört. Nach einem Besuch der
Sachsen-Bucht untersuchte die Expedition am lo. und ii.
den in die Bayern-Bucht mundenden
und
zwischen den Kuper- und Herzog-Bergen entspringenden Salam Bu [Franziska-MussJ
bis etwa 4 km. stromaufwärts. Am 12. dampfte die „Samoaquot; nach der Mündung des Adler-
Flusses (Fig. 43). Die auf der Heimfahrt längs der Nordküste der Huon-Golfs gesichteten,
vorspringenden Felsen erhielten die Namen Arkona, Stubbenkammer und KonigstuhL Die
Westspitze des Hämsch-Hafens wurde Kap Gerhards genannt. Am 13. erfolgte das Wieder-
einlaufen in den Finsch-Hafen.

H. Möller 1886.

Der auf der Fahrt von Hamburg nach Finsch-Hafen begriffene Dreimastschoner „Peterquot;

Kapt. H. Möller, lief infolge starker Stromversetzung am Abend des 27. August 1886 auf
das Rossel-Riff im Louisiaden Archipel auf und musste von
der Mannschaft verlassen werden

Korv. Kapt. von Wietersheim 1886—87.

Der vom Korv. Kapt. von WIETERSHEIM befehligte deutsche Kreuzer „Adlerquot; hatte
die Reede von Kupang auf Timor Anfang September 1886 verlassen und
dampfte zunächst
auf dem Wege durch die
Torres-Strasse nach Cooktown 3), wo er bis zum 13. Oktober hegen
blieb. Auf der Weiterfahrt wurden zunächst die Salomo-lnseln besucht und darauf Kurs
nach Matupi in der Blanche-Bai gesetzt, wo die Ankunft am 2. November erfolgte ). Der
bis zum 21. währende Aufenthalt wurde verwertet die vor dem östlichen Ufer hegende
Barre, auf der einige Monate vorher das britische Kanonenboot „Dartquot; festgekommen war,
auszuloten und auch sonst
Vermessungen vorzunehmen. Nach einem vom 21. bis 22.
währenden Besuche des Mioko-Hafens, ging der Kreuzer nach der Nordkuste der Gazelle-
Halbinsel (Neu-Pommern) ab. Nachdem das Kap Stephens [Tawui] gerundet worden war,
wurde längs des Conflict-Riffes auf die Halbinsel Luin zugehalten und noch an demselben
Tage vor Kurakakaul an der Talili-Bucht, zwischen der Missionsstation Rutawul und dem
Junior Mission House bei Kambakanda, geankert. Wie
von WIETERSHEIM bemerkt, lag
diesseits der erwähnten Halbinsel eine bedeutend grössere, aber flachere Bucht mit dem
Dorfe Ragunai (lies Rakunai). Es ist die
Liwuan-Bucht gemeint. Am 23. setzte der Kreuzei
seine Fahrt längs der Westküste von
Neu-Mecklenburg fort und erreichte am 24. auf dem
Wege durch die Steß-en-Strasse die Insel Nusa, um das
Nusa-Fahrwasser, insbesondere d^
Untiefen südhch von den Nainuk-Inseln (lies
Enuk-Inseln) näher zu untersuchen. Vom 26.
30. November hielt der „Adlerquot; sich in dem 1875 von der „Gazellequot; entdeckten Holz-
[Bagatere-]Hafen (s. oben p. 211) auf und ging darauf nochmals nach Nusa ab. Von hier
aus wurde auch die Reede von Kapsu aufgesucht und das Dorf, wegen eines
an dem Handler
Hermann im September begangenen Mordes, eingeäschert. Am 11. Dezember dampfte das
Schiff durch die Steff-en-Strasse wieder aus und erreichte am folgenden Tage die Anachoreten

O^^Drecer. Untersuchung des inneren Theiles des Huon-Golfs. Nachr. K. W. L. HL Berlin 1887, P- 164-178.

2)nbsp;Annalen der Hydrographie. XV. Berlin 1887, P- 42-nbsp;Tnoktown Nach den Berichten

3)nbsp;Hydrographische Beobachtungen auf der Reise von Koepang auf Timor nach Cooktown. xNach

S.M.Kr. „Adlerquot;, Kommandant Korv. Kapt. von Wietersheim. Ibid. P- 91-92.nbsp;Wilhelms-Land, den

4)nbsp;Hydrographische Beobachtungen S. M.K. „Adlerquot;.... im Bismarck-Archipel, Kaisei Wilhelms

Anachoreten- und Hermit-Inseln. Ibid. 266—269.

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[KanTt], am 13. die Hermit- [Luf-] Inseln, wo bis zum 14. im Alacrity-Hafen, in der Nähe
der Insel Reme (s. oben Fig. 31,
p. 303) geankert wurde. Am 15. hef der Kreuzer in den
Hatzfeldt-Hafen ein, dessen Aufnahme, unter Benutzung der Vorarbeiten von C.
schräder,
beendet wurde \'). Am 19. ging er nach dem Konstantin-Hafen an der Astrolabe-Bai ab, wo
der Aufenthalt vom 20.—27. währte. Über Finsch-Hafen gelangte das Schiff am 29. nach
Mioko, suchte am 30. wieder die Reede von Matupi auf und blieb dort bis zum 19. Januar
1887 hegen. Am 2. Februar erfolgte die Ankunft in Port Jackson.

R. H. Riekard 1886.

Der Rev. R. H. Rickard, Vorsteher der Wesleyanischen Missionsstation zu Kambakanda
[Kabakada] an der Nordküste der GazeUe-Halbinsel auf Neu-Pommern, unternahm im Dezember
1886 eine Rundfahrt durch den Bismarck-Archipel. Er besuchte Nusa und die gegenüber-
liegende Küste von Neu-Mecklenburg, die Visscher-Insel [Simberi], die St. Jan- [Feni-] Inseln,
die Carteret-Inseln und die Fead- [Nuguria-] Inseln. Endhch gelangte er nach den Admiralitäts-
Inseln, unter denen er sich auf der Green-Insel [Rubal] und auf Waikatu aufhielt. Auf
Nusa und auf der Green-Insel hatte er auch ein Wörterverzeichnis angelegt

John Strachan 1886—87.

Trotz der ablehnenden Haltung von Sir Peter Scratchley, der wohl Ursache gehabt
hatte sich weitere Besuche auf Britisch-Neu-Guinea zu verbitten, und trotz der ihm sonst
zuteil gewordenen Enttäuschungen, beschloss
Stachan seine Forschungsreisen fortzusetzen
„not only for the purpose of strengthening my own individual claims to properties I had
acquired in New Guinea, but also from a broader and more patriotic motive — the advance-
ment and development of the trade of those great islands for the benefit of the great
Australian Commonwealthquot;. Dieses „patriotischequot; Vorhaben sollte jedoch einen starken
Stoss durch die nach Sydney gelangte Mähr von grossen Goldfunden in West-Australien
erleiden.
Strachan hatte nämhch nichts Eiligeres zu tun, als am 18. Juni 1886 mit einer
Schiffsladung im Werte von £ 1600 nach dem Fundorte abzusegeln, in der Hoffnung einen
Gewinn von ioo°/„ einheimsen zu können Als er auf dem Wege durch die Torres-Strasse
das Ziel erreicht hatte, musste er erfahren, dass die Gerüchte stark übertrieben waren und
dass daher auch die erwarteten Käufer ausblieben. Nachdem der dem Verderben ausgesetzte
Teil der Ladung seinen Weg über Bord gefunden hatte, beschloss er eine Untersuchung des
Mac Cluer-Golfes vorzunehmen. Auf dem Wege durch die Samäu-Strasse, darauf der Nord-
küste von Timor entlang und schliesslich durch die Ombai-Passage, gelangte
Strachan in
die Banda-See. Sein Schiff legte bei den Inseln Run (Banda-Inseln), Kefiing (Ceram Laut-
Inseln) und Gisser an, worauf Kurs nach dem Mac Cluer-Golf genommen und bei Ati-Ati
sowie bei Rumbati geankert wurde Nach einem Besuch der Sekär-Bai ging es nach dem
an der Nordküste des Golfs liegenden Tambani, worauf nach der Rückkehr nach dem

1)nbsp;Deutsche Admiralitätskalte, N°. 99, auch Petermanns Mittlg. XLI. 1895, Taf. XIII. Nebenkarte.

2)nbsp;Uaimkatou der deutschen Seekarte N°. 480.

3)nbsp;Sidney H. Ray. Note on the People and Languages of New Ireland and Admiralty Islands. Journ. Anthro-
polog. Institute. XXL
1892, p. 3—12.

4)nbsp;John Strachan. Explorations and Adventures in New Guinea. London 1888, p. 175.

5)nbsp;Auch diese Darstellung entbehrt durchweg der Zeitangaben.

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Südufer, die Fahrt in östhcher Richtung fortgesetzt wurde. Über Bombaräi und Bintuni war
Strachan innerhalb dreier Tage an das Ende gelangt und lief hier er in den Südeingang,
womit er den Inse meinte, ein. „We reached a bend, at a distance of not more than 3 miles
from Gleevink [sic!] Bay, where we anchoredquot;. Da er bereits 7 Gefangene an Bord hatte
ihm ferner mitgeteilt worden war, dass die hier hausenden Eingeborenen feindseliger Natur
seien sowie sein Gesundheitszustand zu wünschen übrig liess, beschloss er umzukehren. Er hielt
sich davon überzeugt, dass er auf der Weiterfahrt innerhalb 2—3 Seem, in den Geelvink-
Busen gelangt wäre, eine Ansicht, die von C.
IM. Kan ernsthaft diskutirt wurde

Auf der Rückfahrt fuhr StraCHAN zunächst längs der Nordküste des Mac Cluer-Golfs,
schwenkte darauf nach der Insel Arguni ab und setzte alsdann nach der Insel Gisser Kurs,
wo er eine Woche bheb. Auf der Weiterfahrt wurde er nach der Beräu-Küste abgetrieben
und musste infolge eines heftigen Sturmes im Mac Cluer-Golf bei der Insel Arguni Schutz
suchen. Als stilleres Wetter eingetreten war, segelte er nach der Insel Goram [Gorong], wo
er bei dem Dorfe Kiliakat ankerte. Nach 8 tägigem Aufenthalt wurde nach der Westküste
Neu-Guinea Kurs gesetzt. Da bei Samäi keine Eingeborene bemerkt werden konnten, begab
Strachan sich nach den Inseln Karas und Tuburuasa, von denen aus er nochmals nach
Samäi abging und einen hinter der Bai liegenden Berg erstieg. Nach Tuburuasa zurück-
gekehrt, wo er sich am 17. Januari 1887 aufhielt, segelte er in südlicher Richtung weiter,
ankerte erst an der Nordseite von Adi und lief, alsdann in den Arguni-Busen ein. Bei dieser
Gelegenheit erzählt
Strachan, dass die Eingeborenen von Bintuni jährlich Muskatnüsse und
Massoirinde nach dieser Bai bringen, woraus der unzutreffende Schluss gezogen wurde, dass
eine Wasserverbindung zwischen dieser und dem Mac Cluer-Golf bestehe Die Fahrt wurde
längs Namatote nach Aiduma fortgesetzt in der Absicht, an der Südwestküste einen der
Providential-Bank gegenübermündenden Fluss aufzusuchen, „which river will, I believe, be found
connected with the Fly river at its junction with the Alice riverquot;. Mangel an Proviant zwang
ihn aber Dobo auf den Aru-Inseln aufzusuchen. Nachdem er noch bei den Kei-Inseln angelegt
hatte, schlug er den Weg nach der Torres-Strasse ein, schwenkte aber vom Prince of Wales-
Kanal nochmals nach Neu-Guinea ab. Er ging hier an der Binaturi-Mündung bei Mawata
vor Anker, besuchte die Inseln Sabai und Boigu, sowie die Strachan-Insel am Mai Kusa,
worauf er nach Kap York abging, das am 2. März erreicht wurde. Im Januar 1888 traf
Strachan in England ein

1)nbsp;Einen papuanisclien Knaben entführte er sogar nach England und zeigte ihn dort in einer Sitzung des
Anthropological
Institute am lo. April 1888 vor. (Journal Anthropolog. Inst. XVIII. 1889, p. 134).

2)nbsp;De samenhang tusschen de Mac Cluergolf, Geelvinlibaai en Argoenibocht. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch.
(2) V. 1888, p. 561—564. — Siehe auch Onderzoekingen van Kapiteln Strachan op Nieuw-Guinea. De Indische Gids
X.
I. Leiden 1888 p. 504—505.

3)nbsp;A. G. Ellis bemerkte, dass nach seinen Erkundigungen auch diese Behauptung Strachans der Begründung
entbehre. Wie der Radja von Rumbati ihm mitteilte, seien die unweit des Ostendes des Mac Cluer-Golfs mündenden
Jlusschen Kaitorö und Sugan soweit befahrbar, dass man nur ein kleines Stück Wegs über Land zurückzulegen brauche^
um in die Arguni-Bai zu gelangen. (Rapport der reis van Zr. Ms. schroefstoomschip 4e klasse „Javaquot;...
1887. Mede-
deelingen op zeevaartkundig gebied. XXVI.
1890, N°. 5, p. 18). Siehe auch oben, p. 100, Anm. 2).

4)nbsp;Nature. XXXII. London 1888, p. 302. — Wiederholt hat Strachan später noch von sich reden gemacht.
Wie
wir noch sehen werden, hatte er in der zweiten Hälfte des Jahres 1889 die Südwestküste Neu-Guineas abermals
aufgesucht, von der aus er im März
1890 nach Somerset gelangte. Ferner erhob er Ansprüche auf Zuweisung von
I-ändereien in Britisch-Neu-Guinea (Report of the Special Commissioner for
1888. March 19 [C. 5620—37. Colonial
Report N°. 45, p. 78), die er auch in London geltend zu macl^en suchte. Als der Kolonialminister, Lord Knutsford,

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A. G. Ellis und F. S. A. de Clercq 1887.

Am 20. Mai 1887 erschien auf der Reede von Ternate das vom Leutn. z. See A. G.
Ellis befehhgte Kriegschiff „Javaquot; mit dem Auftrag den Residenten F. S. A. de Clercq an
Bord zu nehmen und mit ihm eine Fahrt nach der Nord- und Westküste von Neu-Guinea
anzutreten. Der von
de Clercq über diese Reise erstattete Bericht unterscheidet sich in sehr
günstiger Weise von denen seiner Vorgänger dadurch, dass ihm sorgfältige Beobachtungen
und eingehendste Erkundigungen zugrunde liegen Ausser diesem Bericht hat er eine Reihe
noch zu erwähnender Einzelbeschreibungen und endlich eine zusammenfassende Darstellung
der West- und Nordküste veröffenthcht Die ethnographischen Resultate dieser und anderer
Reisen wurden in einem besonderen Werke niedergelegt Der von A. G.
Ellis verfasste
Bericht enthält eine Reihe bemerkenswerter Beobachtungen, besonders auf hydrographischem
Gebiet %

Nachdem Ternate am 26. verlassen worden war, legte die „Javaquot; zunächst bei der
Insel Gag an, suchte von hier aus die Jèf Doif [Doif-Inseln] (s. oben p. 298) auf, um deren
Lage zu bestimmen und begab sich darauf nach Kofiau, wo die an ihrer Südwestküste liegende
Bucht vermessen wurde. Am 2. Juni fiel der Anker an der Nordküste von Misol vor dem
auf einer kleinen Insel hegenden Dorf Katepu, dem Wohnsitze des Radja von Waigama.
Gelegentlich einer auf der Dampfbarkasse längs der Küste unternommenen Fahrt stellte sich
heraus, dass von den in früheren Berichten erwähnten Niederlassungen Gu und Kasim (s. oben
p. 215, 223, 260) keine Spur mehr zu entdecken war, während von Fagëu nur noch 3 Hütten
übrig gebheben waren. Am 6. dampfte das Schiff nach dem an der Südostküste liegenden
Lilinta (eigentlich Sei Palèket), in dem der Radja von Misol seinen Wohnsitz hatte. Nachdem
ausser diesem Ort noch Biga, Gamta und Fafanlap besucht worden waren, wurde die Fahrt
am 8. fortgesetzt. Am folgenden Tage wurde bei Jèf (Insel) Jus und am 10. vor Sailolof an
der Südwestküste von Salawati geankert. Am 13. fuhr die „Javaquot; nach dem nahe dem Süd-
eingang der Sélé-Strasse liegenden Stranddorf Segèt, wo ein Lotse an Bord genommen wurde,
und setzte die Fahrt in südwestlicher Richtung, fort, bis sie abends vor der Insel Jal

unter dem 29. Dezember 1888 die queensländische Regierung um ein Gestachten ersuchte, erwiederte diese, dass es nicht
in der Politik der Regierung liegen könne derartige Pläne zu unterstützen und, „that the Government is not aware that
Capt. Strachan has rendered any special service, in the way of exploration of New-Guinea, or otherwise, which would
entitle his claim to any special considerationquot;. (Further Correspondence respecting New Guinea. Aug. 1889. London 1890
[C. 5883], p. 397). Selbst im Jahre 1906 hat er noch derartige Ansprüche erhoben. (Report of the Royal Commission
of Inquiry into the Present Condition of Papua... The Commonwealth of Australia. Melbourne 1907, p. LXV). In
neuester Zeit hat er endlich die Aufmerksamkeit auf sich gezogen durch einen gegen den deutschen Generalkonsul in
Sydney,
Georg Irmer, angestrengten Prozess. Strachan hatte auf dem Helen-Riff im Stillen Ozean (2° 58\' N., 131° 50\' E.)
unberechtigter Weise Tripang gefischt, auf den benachbarten Inseln Handel getrieben und Tobi-Insulaner „angeworbenquot;,
wofür er von dem Gericht in Jap (Karolinen) in Geldstrafe genommen worden war (Kölnische Zeitung, 13. Aug. 1910, N°. 877).

1)nbsp;F. S. A. de Clercq. Rapport over drie reizen naar Nederlandsch Nieuw-Guinea. Tijdschr. voor Ind. T. L
en Vk. XXXIV. Batavia 1891, p. 117—l6g.

2)nbsp;De West- en Noordkust van Nederlandsch Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) X. Leiden
1893, p. 151—219, 438—465, 587—649, 841—884, 981 — 1021.

3)nbsp;Ethnographische beschrijving van de West- en Noordkust van Nieuw-Guinea. Met medewerking van J. D. E.
Schmeltz. Leiden 1893.

4)nbsp;Rapport der reis van Zr. Ms. schroefstoomschip 4e klasse „Javaquot; naar de Noord- en. Westkust van Nieuw-
Guinea in de maanden Mei—November 1887. Mededeehngen betreffende het Zeewezen. XXVI. \'s Gravenhage 1890, N°. 5

[1888], p. I—61.

5)nbsp;Djaru der älteren Karten.

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(i 41 S., 131° 31\'E.) vor Anker ging. Von hier aus unternahm de Clercq auf dem Dampf-
beiboot am 16. eine Fahrt nach dem unter etwa 1° 30\'S. mündenden, 500—600 m. breiten
Karabra, die auf dem Flusse selbst bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt wurde. Am
nächsten Morgen dampfte man noch bis zu der Stelle, an der die Händler mit den Einge-
borenen zusammenzutreffen pflegten, und kehrte hierauf nach dem Schiffe zurück. Dieses
ging am
19. der Küste entlang, aber in weitem Abstände von ihr bleibend, durchquerte
am 20. den Mac Cluer-Golf und ging vor Rumbati vor Anker Von hier aus besuchte
de
Clercq
das Dorf Patipi, das an einer kleinen Bucht zwischen der Salakiti- und der Patipi-Bai
[Solat Len oder Werl Abuan] lag. Auf der Weiterfahrt längs der Südküste des Mac Cluer-Golfs
wurde zunächst in der Sekär-Bai geankert, um die Dörfer Sisir, Kapituar, Mandoni und Patiburak
aufzusuchen. Am 27. gelangte die „Javaquot; nach der Insel Arguni auf der ein gleichnamiges
Dorf an der Südküste lag. Am folgenden Tage machte
de Clercq einen Abstecher nach
dem auf dem gegenüberliegenden Festlande sich befindenden Dorf Tiur, das 50—60 Seelen
zählte, worauf am 29. die Fahrt in östlicher Richtung fortgesetzt wurde. Sehr bald schon fiel
der Anker zwischen den auf kleinen Inseln liegenden Dörfern Turin und Drèmbang [Darèmbang,
Dorimba], nach denen
de Clercq auf der Dampfbarkasse gelangte. In derselben Weise fuhr
am nächsten Tage nach Goras und dem an der Mündung des Wir Jas liegenden Bombaräi
oder Mombaräi. Das letztgenannte Dorf war verlassen, da die Bewohner nach der Mündung
des Bintuni- [Bentuni-] Flusses verzogen waren. Am i. Juli kam die „Javaquot; angesichts der
Dörfer Siritu und Bonggosé die zu der Landschaft Bintuni gehörten, und kehrte darauf um.
Nachdem sie den Mac Cluer-Golf verlassen hatte, suchte sie die Insel Èga auf, an deren
Nordküste sich damals der Wohnsitz des Radja von Ati-Ati befand (s. oben p. 283). De
Clercq
hatte hier eine Untersuchung zu führen anlässlich des an einem Händler, namens
Danu Gébé, verübten Mordes, an dem ein Teil der Bevölkerung mitschuldig war. Da der
Radja sich weigerte an Bord zu kommen und auch die an den Tagen des 4., 5. und 6. Juh
geführten Unterhandlungen resultatlos verliefen, wurde am 7. ein Detachement gelandet, das
aber das Dorf verlassen fand. Nachdem es den Flammen übergeben worden war, trat das
Kriegsschiff an demselben Tage die Rückfahrt an und gelangte am 11. wieder nach Ternate.

Am 30. lief die „Javaquot; zum zweitenmale aus, nahm diesmal aber Kurs nach der
Sagewin-Strasse und ging bei Samaté auf der Insel Salawati vor Anker Nach einem vom
I- bis
3. August währenden Aufenthalt wurde nach dem unweit der Südküste von Waigëu,
bei der Insel Saünèk befindlichen Ankerplatz gedampft und von hier aus die auf Waigeu
hegenden Dörfer Napirboi und Saléo, gewöhnhch nach dem ganzen Küstenstrich unter dem
Namen Umka zusammengefasst, besucht. Auch suchte
de Clercq das auf der Insel Klein-
Saunèk hegende Dorf Saünèk auf. Am 4. machte der Radja von Waigeu seine Aufwartung
an Bord des Schiffes, und am nächsten Morgen fand dieser Besuch seine Erwiederung in

1)nbsp;F. S. A. de Clercq. Langs de Zuidzijde der Mac Cluergolf. De Indische Gids. XL 2. Leiden 1889, p. 1666—1684.

2)nbsp;Nach de Clrrcq lautet der einheimische Name Argunung.

3)nbsp;Das Dorf Siritu wird noch auf den neueren Karten angeführt, ist aber seit einigen Jahren verlassen. Von
Bonggosé hat man seit
de Clercq nichts wieder gehört.

4)nbsp;Ankerplaats bij het eiland Ekka. Schetskaart Z. M. Java 1887. Plannen van Ankerplaatsen op Nieuw-Guinea.
s
Gravenhage. Dep. van Marine [1890]. N°. 156/6.

5)nbsp;Ausser den oben angeführten Schriften kommt für diese Fahrt noch in Betracht: F- S. A. de Clercq. Het
gebied der Kaiana fat of vier Radja\'s in Westelijk Nieuw-Guinea. De Indische Gids. XI.
2. 1889, p. 1297—1314.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschiquot;hte.nbsp;54

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dessen Residenz in dem am Eingang der Rabiai-Strasse liegenden, aus etwa 20 Häusern
bestehenden Mumus Am 6. wurde auf der Dampfbarkasse eine Fahrt nach der seeartig
sich erweiternden Majalibit-Bucht [Tip Wagé], die die Insel beinahe in zwei Teile trennt,
unternommen und nach vierstündiger Fahrt Wai 0min oder War Mak, der frühere Wohnort
des Radja, erreicht An Bord zurückgekehrt, ging die „Javaquot; unter Dampf, um eine Um-
schiffung von Waigëu vorzunehmen. Von Osten kommend, erreichte sie die Nordküste zunächst
bei der kleinen Insel Lawai oder Lak. Das auf ihr liegende Dorf zählte
12 Häuser. Alsdann
wurde in die Fofag-Bai eingelaufen, von der aus
de Clercq in Begleitung zweier Ofifiziere
die diese Bucht von der Majalibit-Bai trennende Landenge überschritt und auf der letzt-
genannten Bucht sogar noch eine Fahrt bis in die Nähe der Stelle Kabital machte. Am
12. lief das Schiff wieder aus, rundete das Nord westkap der Insel und ging des Nachmittags
bei der Insel Mutu Besar\'\'), eine Stunde Ruderns von Biantji [Biansi] entfernt, vor Anker. Am
nächsten Tage ging es durch die Gaman-Strasse, um das am
3. verlassene Samaté wieder
aufzusuchen. Nunmehr wurde die Fahrt längs der Nordküste der Nordwesthalbinsel von Neu-
Guinea fortgesetzt. Der erste Besuch galt der Insel Dom, bekannter unter dem Namen Sorong.
Nach
De ClercQ lautet der einheimische Name des auf ihr liegenden Dorfes Kasiu, das,
obwohl es nur gegen
20 Häuser zählte, in die 3 Bezirke Warfandu, Mansémber und Warwé
eingeteilt war. Am Nachmittage des
14. erreichte die „Javaquot; das Dorf Äs [Wasé], am.15. die
beiden Mios Su [Amsterdam und Middelburg] und ankerte vor dem letztgenannten Eiland.
Am folgenden Morgen suchte
de Clercq auf der Barkasse das auf dem gegenüberliegenden
Festlande an der Mündung des gleichnamigen Flusses liegende Dorf Wewé auf, das von den
Bewohnern der nicht lange vorher verlassenen Dörfer Mär und Warsai besiedelt worden war,
aber nur aus 8 armseligen Hütten bestand. Das in der Nähe befindliche Kap der Guten
Hoffnung, Jermur Sba der Eingeborenen, bildete die Ostgrenze des Gebietes des Radja von
Salawati. Am
16. wurde die Kleine Geelvink-Bai erreicht, nachdem unterwegs bei dem Dorf
Saukorem gelandet worden war. In der Mittagsstunde des
17. lief die „Javaquot; in die Doré-
Bai ein und blieb dort, behufs Einnahme von Kohlen, bis zum
20. liegen. Hierauf setzte sie
die Fahrt längs der Westküste der Geelvink-Bai fort und ankerte abends in der Warbusi-Bai
bei dem vor der Mündung des Sendasi liegenden Dorfe Siarf. Zwei Tage später ging es, die
Insel Amberpon im Osten umfahrend, nach der Insel Rön auf der
de Clercq die Dörfer
Jendé, Mana und Siabes besuchte. Alsdann suchte das Schiff am
25. wieder die Westseite
des Geelvink-Busens auf und lief in die Karwän-Bucht, deren Ufer immer noch unbewohnt
waren, ein (s. oben p.
171). Wie de ClercQ ermittelte, bringen die Angehörigen des Stammes
Weror [Wairor] jährlich hierher Massoirinde und wilde Muskatnüsse, die besonders an die
Eingeborenen von Wendèsi an den Mann gebracht werden. Nach diesem,
23 km. südlicher

1)nbsp;Reede Moreha (Moemes). Waigeoe Z. kust. 1:80.000. Schetskaart Z. M. fava 1887. Plannen van Ankerplaatsen
op Nieuw-Guinea. Batavia [1890], N°. 156. —• Mumus ist, wie mir Herr Dr. L. F. de Beaufort freundlichst mitteilte,
vor einigen Jahren verlassen worden. Bei seinem Besuche im Dezember 1909 waren nur spärliche Reste noch zu bemerken.

2)nbsp;Telaga Waigeoe. Zuidkust Waigeoe. 1:200.000. Zr.Ms. fava 1887. Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-
Guinea. Blad. I. \'s Gravenhage 1903, N°. 198/5.

3)nbsp;Kobilo der französischen Karte, (s. Nova Guinea. L Fig. 42, p. 314).

4)nbsp;Mededeelingen op zeevaartkundig gebied over Nederlandsch Oost-Indië. Afd. Hydrographie van het Min. van
Marine, \'s Gravenhage 1902 (quot;Nquot;. 27), p. 23.

5)nbsp;Reede Jendee. NW. kust Roon. l : 75.000. Ankerplaatsen op de Nordkust van Nieuw-Guinea. Blad II. \'s Gra-
venhage 1903, N°. 199/14.

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legenden und 20 Häuser zählenden Ort richtete die Javaquot; am 26. ihren Kiel gt;) und dampfte
dm folgenden Tage nach der gegenüberhegenden Küste der Wandamèn-Halbinsel, wo
sie zunächst vor dem Dorfe Mijé ankerte Auf der Dampfbarkasse besuchte
de Clercq
lerau die zur Landschaft Wandamèn gehörenden Ortschaften Marai, Djotjir, Wasior und
ije. Hierauf verlegte das Schiff seinen Ankerplatz nach dem Dorfe Rasié. Nach dem Besuch
^esselben unternahm
de Clercq auf der Barkasse eine Fahrt nach dem Wamori und Wosimi,
^e^n^Mundungsarmen eines ein Deha bildenden Flusses, an denen die beiden gleichnamigen
^or er lagen. Sie waren bewohnt von Eingeborenen, die aus der Landschaft W^aropèn an
er Ostkuste des Geelvink-Busens stammten. Nach dem weiter landeinwärts hegenden Tandia
wurde ein Marsch unternommen. Am i. September setzte die „Javaquot; ihre Fahrt in nörd-
ic er Richtung fort, durchfuhr die Numamura-Strasse und hielt zunächst vor dem Dorfe Jop
nggar, m dessen Nähe man am Flü.sschen Wewaté eine erst vor kurzem errichtete Nieder-
assung von Eingeborenen der Landschaft Umär vorfand. Am nächsten Tage erfolgte das
intreffen vor dem an der Ostseite der Umär-Bai hegenden Dorfe Napan, das nur aus
2
ausern bestand. Am 3. wurde das an der gegenüberliegenden Seite der Bucht, auf der
a binsel Jäur hegende Monukwär aufgesucht. Hieran schloss sich eine Fahrt auf der
ampfbarkasse nach dem im Grunde der Bai hegenden Siébu S). Von Jäur begab die „Javaquot;
sic nach der Stehe, an der das durch A. B. Meyer bekannt gewordene, aber inzwischen
ver assene Dorf Irubi gestanden hatte (s. oben p.
170), um hierauf die 0.stküste des Geelvink-
usens aufzusuchen. Unterwegs wurde bei der Insel Mör, das
9 Dörfer mit etwa 100 Häusern
und ±
2000 Seelen zählte. Halt gemacht und alsdann am 6. bei Wainami geankert. Der
aus^ii Häusern bestehende Ort lag unweit der Mündung des Kurl. Auf dem Dampfbeiboot
gmg es hierauf nach dem am weitesten im Süden an der Ostküste liegenden Dorf Makimi
[ akim], das am Sanggéweri lag und aus
12 Häusern bestand. Es bildete nach den von de
LERCQ eingezogenen Erkundigungen zugleich die Südgrenze der Landschaft Waropèn. Als
fitere Ortschaften, von S. nach N. einander folgend, wurden ihm
genannt : Makimi, Wainami,
aren, Sanggei, Woju, Fareirori, Nu woai % Risei, Wóti und Wapori. Am
7. ging die „Javaquot;
zwischen der kleinen Insel Näu und dem Dorfe Warén vor Anker. Nachdem die Untersuchung
er ^uste bis zum
11. fortgesetzt worden war, wurde die Insel Aberé [Kurudu] aufgesucht,
as
1885 von Bewohnern der Insel Wiak eingeäscherte Dorf war erst kurz vorher wieder
erbaut worden. Am
12. lief das Schiff wieder in die Doré-Bai ein. Während Kohlen geladen
wurden, unternahm
de Clercq am folgenden Tage einen Ausflug nach Andai. Am 14. dampfte
ctie „Java\' wieder aus und traf am
17. auf der Reede von Ternate ein.

Nachdem der erschöpfte Vorrat an Geschenken und Tauschartikeln, die für die Ein-
geborenen bestimmt waren, eine Ergänzung erfahren hatte, verliess die „Javaquot; die Reede am

I) Reede Wendesi. Nieuw-Guinea. i : 40.000. Plannen van Ankerplaatsen op Nieuw-Guinea. Batavia [1890], N°. 156.
Leidennbsp;\' 6nbsp;Wandamèn in het zuidwesten der Geelvink-baai. De Indische Gids. XI. i.

X Tor;.., Qc^quot;nbsp;• ^^^ quot;Ii Wandamèn e la costa de Jäoer della baia del Geelvink. Cosmos di Guido Cora.

iormo 1886, p. 136—151.

1889,nbsp;Clercq. Een paar dagen op de kust van Ja-oer in de Geelvink-baai. De Indische Gids. XL l.

Gids y qLnbsp;Clercq. Iets over het eiland Mor tegenover de kust van Waropèn (Geelvink-baai). De Indische

A. I. 1S88, p. 526—529.

5) Der Ort ist bekannter unter dem Namen Kai.

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I. Oktober zum drittenmale und erreichte drei Tage später die Doré-Bai. Am 5. ging sie
nach der Insel Nuför, auch Mefor oder Mafor genannt, ab und ankerte hier zwischen dem
Kap Ensowèni und dem Inselchen Manèm. Am folgenden Tage suchte
de Clercq die Dörfer
Nambèr (5 Häuser) und Waridori auf, dagegen gelang es ihm nicht am J. das nahe der
Südküste liegende Rumsaro zu erreichen. Nunmehr wurde die Fahrt nach den Schouten-Inseln
fortgesetzt und zunächst auf der Reede von Korido an der Südküste von Supiori geankert \').
Die Nachforschungen von
de Clercq ergaben, dass der unter dem Namen Korido zusammen-
gefasste Komplex von 38 Häusern, von den Dörfern Awawiadi, Awaki, Umaséwi, Umperäi,
Inggaboe und Warbéfondi gebildet wird. Nachdem noch der in der Nähe liegenden Insel
Sowèk ein Besuch abgestattet worden war, dampfte die „Javaquot; am 10. in östlicher Richtung
weiter und langte nach 3 stündiger Fahrt vor dem Dorfe Emburuwoi an der Küste der Insel
Wiak [Biak] an An einen Besuch der Dörfer Wardo, Emburuwoi und Dédifu schloss sich
am nächsten Tage derjenige der Dörfer Sopèn und Mamoribo [Amaribo] an. Am 12. erreichte
das Schiff das östlicher und unweit des Kaps Sneri Swari liegende Dorf Sambéri, bei dem
gelandet wurde. Sodann wurde bei den Dörfern Sorido und Endidori geankert. Am nächsten
Tage liess
de Clercq bei dem erstgenannten ein Wappenschild anbringen. Am 14. traf die
„Javaquot; nach zweistündiger Fahrt vor den in dem vorhergehenden Jahre von dem Kriegsschiff
„Trompquot; gezüchtigten Dörfern Mokmèr und Swuriai, die inzwischen aus der Asche neuer-
standen waren, ein (s. oben, p. 411). Nachdem der Korano wegen des an Kapt. H.
C. holland
begangenen Mordes um Verzeihung gebeten hatte, wurde der Friede wiederhergestellt. Am
16. dampfte das Schiff nach Wosnik [Bosnik], dem grössten der 6 zwischen Kap Sapor und
Enggami liegenden Dörfer, darauf an Soriari, Arion, Upiarfi, Saba und Wadiwu vorbei,
nachdem an den drei letzterwähnten gelandet worden war. Nunmehr ging der Kurs der unbe-
wohnten Ostküste entlang, worauf die „Javaquot; am 17. in der kleinen Bucht von War [Wari]
{0° 49\'S., 136° 2\') an der Nordküste vor Anker ging Nach dem Besuch des an ihr hegenden
Dorfes suchte
de Clercq noch an demselben Tage auf der Dampfbarkasse das südlicher
gelegene Korèm und am nächsten Tage die in nordwestlicher Richtung am Strande liegenden
Dörfer Sor und Dwar auf. Am 19. wurde auf der Weiterfahrt dem Dorfe Warsai [Warsa]
ein Besuch abgestattet. Es waren 360 Jahre verstrichen, seit der Fuss eines Europaers diesen
Boden wieder betrat
\'\'). De ClerCQ hinterliess hier ein Wappenschild. Nach Passiren des
isolirten Felsens Miogrèk und des Nordeinganges der schmalen Sornidori-Strasse, die Wiak
von Supiori trennt, dampfte die „Javaquot; längs der Nordküste dieser Insel weiter und gelangte
nach dem nahe der Nordwestecke liegenden Maudor, das 10 Häuser zählte Am 20.
umfuhr sie die Westküste von Supiori und traf alsdann wieder auf der Reede von Korido
ein, wo die Häupthnge, welche an der Rundfahrt teilgenommen hatten, an Land gesetzt

1)nbsp;Mededeelingen op zeevaartkundig gebied voor Nederlandsch Oost-Indië. Afd. Hydrographie van het Ministerie
van Marine, \'s Gravenhage. Januari
1902, N°. 27, p. 25.

2)nbsp;F. S. A. de Clercq. Het eiland Wiak of Biak benoorden de Geelvink-baai. De Indische Gids. X. i. Leiden
1888, p. 293—311.

3)nbsp;Baai van Wari. Wiak 1:15000. Schetskaart. Z. M. Java 1887. Plannen van Ankerplaatsen op Nieuvr-Guinea.
Batavia
[1890], N°. 156. Wiederabdruck: Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea. Blad III. \'s Gravenhage
1903, N°. 200/9.

4)nbsp;Über die Fahrt des Jorge de Menezes 1526.—-27 s. Nova Guinea. I, p. 15.

5)nbsp;Im Jahre 1903 war von diesem Dorfe nicht die geringste Spur mehr vorhanden.

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wurden. Unmittelbar darauf wurde die Fahrt in östlicher Richtung fortgesetzt, so dass bereits
am folgenden Morgen das Schiff sich angesichts der Mamberomno-Mündung befand und nach-
mittags die Arimoa-Inseln erreichen konnte \'). Während die beiden kleineren Lansutu und
Armofin unbewohnt waren, zählte Liki die drei Dörfer Tinanwa, Tanfaluwa und Bearikwär,
von denen
de Clercq das letztere aufsuchte. Am 22. lief die „Javaquot; in die Matterer-Bucht
um, nach Aufnahme zweier Dolmetscher aus Tarfi\'a, nach der Tanah Merah-Bucht
weiter zu gehen, in der nachmittags vor den Dorfe Wandisiau geankert wurde Am nächsten
Tage landete
de Clercq bei diesem Ort sowie bei Suwamo, das am Oststrande lag. Nördlich
vom letzterwähnten wurde noch das Dorf Tabèra bemerkt. Am 24. dampfte der Kreuzer wieder
aus und lief an demselben Tage in die Humboldt-Bai ein, wo sie in der Nähe der Kajö-Inseln
vor Anker ging. Am 25. besuchte
de Clercq das am Nordwestufer der Bai liegende Kajö
Jenbi und darauf das Dorf Kajó Entsäu dessen Häuser auf beiden Kajö-Inseln lagen. Am
26. wurde eine Bootfahrt nach der Binnenbai [Jotefa-Bai] angetreten und den Dörfern Tobadi
und Waba [Nafrf] ein Besuch abgestattet.

Von der Humboldt-Bai kehrte die „Javaquot; zunächst nach der Matterer-Bai zurück, von
der eine flüchtige Aufnahme gemacht wurde während
de Clercq das Hauptdorf Tarfia
aufsuchte und hinter ihm, auf dem Festlande ein Wappenschild anbringen liess. Tarfia
zählte etwa 40 Häuser, das an der Nordwestecke der Bai liegende, zu Tarffa gehörende
Warmasui (2° 20\'S., 140° 3\'E.) dagegen nur 25. Am 29. ging es weiter nach der im Westen
hegenden Walckenaer-Bal, in der es der starken Brandung wegen nicht gelang bei Mawes zu
landen. Alsdann wurde die Mündung des Witriwäi aufgesucht und hier unweit des Dorfes
Tarawäsi ®) geankert. Am 30. fuhr de Clercq auf einem, von der Dampfbarkasse geschleppten
Boot in
die oben (p. 311) bereits geschilderte Lagune ein, nachdem Bonggo passirt worden war.
Zunächst wurde Taromta besucht. In der eigenthchen Lagune lagen Armopa [Ormapa] und
Kibuan [Gibuan], Als das Ruderboot die Mündung des Witriwäi verlassen wollte, geriet es
in die Brandung und schlug um. Ein Matrose ertrank und
de Clercq konnte nur mit Mühe
gerettet werden. Nach einer in keineswegs beneidenswertem Zustande am Strande verlebten

t) F. S. A. de Clercq. Iets over de beoosten van Kaap d\'Urville gelegen Koemamba-eilanden. De Indische Gids.
X. i. Leiden 1888, p. 662—666. — F. S. A. de Clercq. Le isole Kumamba, Mor, Wiak o Biak nel nord della Nuova
Guinea Olandese. Cosmos di Guido Cora. IX. Torino 1886—88, p. 218—224, 232—244.

2)nbsp;Auf dem Wege dorthin bemerkte man zwischen den Inseln Masi-Masi und Jamna starke Brandung. Nach der
Angabe des Lotsen war auch die Durchfahrt zwischen den Inseln Anus (nicht Aru) und dem westlich davon liegenden
Eiland, nämlich Jarsun, für Schiffe mit Tiefgang nicht befahrbar (Bericht aan Zeevarenden.\'s Gravenhage 1888, N°. 38/1274).

3)nbsp;Pitia nach D. P. Koning. Sämtliche Besucher haben für diesen, an einer Halbinsel unter 2° 26\' 20quot; S., 140° 20^2\' E.
liegenden Ort einen anderen Namen angegeben (s. oben p. 288, 311).

4)nbsp;F. S. A. de Clercq. Van af Tarfia tot de Humboldt-baai of het zoogenaamde Papoewa Talandjang. De
Indische Gids. XI. 2. 1889, p. 1258—1270.

5)nbsp;Kajo Gabau nach de Clercq und Ellis.

6)nbsp;Matterer-baai. Nieuw-Guinea N.kust. Schetskaart Z. M. Java 1887. 1:30.000. Plannen van Ankerplaatsen op
Nieuw-Guinea. Batavia [1890], N°. 156. Wiederabdruck: Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea. Blad III.
s Gravenhage 1903, N°. 200/13. Siehe auch: Matterer-baai. 1:40.000 G. S. S.
Zeemeeuw 1903. Verbeterblad van de
Plannen op de Ned. Ind. kaarten, \'s Gravenhage. October 1905.

7)nbsp;Nach de Clercq heisst der Ort Pigajab. Die Tarfianer, die ich während meiner Anwesenheit in der Matterer-
Bai 1903 darnach fragte, kannten den Namen nicht. Nur der Kovano sagte, dass es der frühere Name sei, doch sind die Worte
dieses redegewandten Herrn nicht für bare Münze zu nehmen. Tarfia ist der Name der Landschaft. Der erwähnte Ort,
der allgemein auch hierunter verstanden wird, ist ein Komplex von 3 Dörfern unter besonderer Verwaltung: l) Tandi-
fuitau, dessen Häuptling zugleich als Korano, der Beherrscher der ganzen Landschaft ist. 2) Daisiutau und 3) Wintau.

8)nbsp;Taroasi nach de Ci.ercq.

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Nacht konnten die Schiffbrüchigen erst am folgenden Mittage an Bord des Schiffes gebracht
werden.
De Clercq war damit die Lust vergangen seine Untersuchungen fortzusetzen. Am
i. November ging das Schiff nach der Doré-Bai weiter, die es nach Einnahme von Kohlen
verliess. Am Nachmittage des 6. erfolgte die Ankunft auf der Reede von Ternate.

Kapt. Green 1887.

Der Dampfer „Guthriequot;, Kapt. Green, fand 1887 bei Kap Valsch in 8° 28\'S., 137° 30\'E.,
bei einer Tiefe von 3 Faden weichen Schlamm; 9 Seem. westlich von dieser Stelle 5 Faden
Tiefe. Die Dreifaden-Tiefe erstreckte sich nach dieser Beobachtung 3I/2 Seem. weiter seewärts,
als dies nach der Angabe der englischen Seekarte der Fall war \').

Theodore F. Bevan 1887.

Der Mangel an Erfolgen hatte Bevan nicht zu entmutigen vermocht. Es gelang seiner
beredten Zunge
Robert Fhilp, den Chef der Reederei BuRNS, Fhilp amp; Co in Sydney, für
seine, vornehmhch auf Landerwerb gerichteten Pläne in dem Masse zu interessiren, dass er
ihm den kleinen, von Kapt.
Fred. A. Boore geführten Dampfer „Victoryquot; zur Verfügung
stellte 2). Dieser war im Februar 1887 auf der Thursday-Insel eingetroffen, doch währte es
bis zum 17. März, ehe die Expedition auslaufen konnte. Als sie zwei Tage später im Aird-
Fluss, der 1845 von der
„Flyquot;-Expedition entdeckt, befahren und von Kapt. Blackwood
benannt worden war (s. oben p. 62), eintraf, fand Bevan, dass er der Mündungsarm eines ein
Delta bildenden Flusses war (Fig. 44). Von jenem aus gelangte der Dampfer in den Hauptarm,
der den Namen Douglas-Fluss erhielt 3). Den Strom selbst, oberhalb Barnett Junction, nannte
Bevan Philp-Fluss\'\'). Nachdem die „Victoryquot; bei der Annäherung an die Küste die Salisbury-
Insel, deren Südspitze das Kap Blackwood bildet, zur Rechten gelassen hatte, fuhr sie in den
Aird-Fluss ein, dampfte zwischen der Entrance- und der Holland-Insel hindurch, umfuhr die
Nordspitze der letzteren und gelangte darauf in die Mündung des Douglas-Flusses, die den
Namen Bevan-Hafen erhielt Der Douglas-, richtiger Aird-Fluss [Auror], wurde nunmehr bis
kurz vor dem Aird-Berg [Daräi] aufwärts befahren und darauf in westlicher Richtung in den
Newbery-Fluss [Wairoror], ein zweiter Mündungsarm, eingelaufen. Alsdann wurde die Fahrt
wiederum in nördlicher Richtung fortgesetzt, auf der oberhalb Barnett Junction, erst am

1)nbsp;New Guinea — Soutii Coast —- Frederick Henry Island — Position of Shoal Ground Southwestward of Cape
Valsche. Nautical Magazine. LVI. 1887, p. 1055.

2)nbsp;Theodore f. Bevan. New Guinea Expedition, the Douglas and Jubilee Rivers. Sydney Morning Herald, 27th
May 1887, hieraus: New Guinea Expedition. Nature. XXXVI. London 1887, p. 351—352, 620—622, auch Globus LIL
1887, p. 175.
— Th. f. Bevan. Discovery of two new rivers in British New Guinea. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. IX.
London 1887, p. 595—608.
— Frederic A. Boore. Description of the Exploration of the Aird River. Proceed, and
Transact. Queensl. Branch R. Geogr. Australasia. III. 1887—88. Brisbane 1888, p. 21—32.
— Henry Greffrath. Die
Victory-Expedition nach Neu-Guinea. Aus allen Welttheilen. XVIII. 1887, p. 298—299. — J. A.
Lemoine. Exploration
de la Papouasie. Bull. Soc. Géogr. de l\'Est. XVIII. Nancy 1896, p. 366—380.
— Th. F. Bevan. Toil, Travel, and
Discovery in British New Guinea. London 1890. p. 188—210.

3)nbsp;Zu Ehren des damaligen Special Commissioner John Douglas. Sehr merkwürdig nimmt sich dazu aus, dass
Bevan ihn als „a wily Queensland politicianquot; bezeichnet.

4)nbsp;Nach Robert Philp. Die Einführung des Namens Philp-Fluss war natürlich eine captatio benevolentiae,
[s grober Unfang bezeichnet werden, da der Name Aird-Fluss, der 1845 bereits bis in die Nähe des Aird-B
a wurde, die Priorität hat.

5)nbsp;Nach Thomas Bevan, dem Oheim des Reisenden.

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hnken und sodann am rechten Ufer angebhch vulkanische Berge auftauchten. Die letzter-
wa nten worden Clarke-Berge genannt Oberhalb derselben, bei Bowden Junction, mündete
Flussnbsp;Burns-Fluss [Udubi], Die „Victoryquot; gelangte auf dem Philp-

Krdd knbsp;zahlreichen Windungen durch 300—2000 feet hohe Wände von

^rei ekalkstein hindurchwand, noch bis an die Victory Junction, in deren Nähe zunehmende

Rude rnbsp;^^^^ bereiteten. Es gelang am 2. April jedoch in einem

fuhr\'^Bnbsp;\'\'\'nbsp;gelangen. Nach der Rückkehr an Bord des Dampfers,

Evan stromabwärts und erreichte am 9. die Deception-Bai, worauf er sich nach Toaripi

b^gab. Wenige Tage später ging die „Victoryquot; aufs neue nach Westen ab. Sie befand sich
am 14. bei der Bald-Spitze, nachdem sie vor den Küstendörfern Karama, Silo, Wailala und
^rokolo angelegt hatte, und gelangte mit nördlichem Kurse in eine tiefe, Port Romiüy
genante Bucht An ihrem Ende, der Beveridge Junction, mündeten der Penrose- und der
daaenbsp;[Kapaina], von denen der erstgenannte nur 6 miles aufwärts, der letztgenannte

Jige^n bis in f 14\' S. befahren wurde. Nach Beveridge Junction zurückgekehrt, gelangte

i) Nacli Dodd Clarke.

^vhatnbsp;B^VA^ (Toil, Travel, and Discovery 1890, p. 135) „a very dark, some-

.hlegmaüc-looking, smooth-tongued gentleman of a brachycephalic typequot; nennt. ^ \' ^nbsp;quot;

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Bevan auf der Weiterfahrt in östhcher Richtung, in eine neue Flussmündung, die Macleay
Junction, in der auch der Edgar-[Pic-] Fluss mündete. Den zahlreichen Windungen des Stromes
vermochte der Dampfer bis zum 23. April zu folgen; zwei weitere miles wurden in einem
Boote zurückgelegt. Zur Erinnerung an das 50jährige Regierungsjubiläum der Königin Victoria
gab
Bevan ihm den Namen Queen\'s Jubilee-Fluss. Am 28. traf die „Victoryquot; wieder an der
Bald-Spitze und am 3. Mai auf der Thursday-Insel ein.

Bevan versprach sich von seinen Entdeckungen goldene Berge und meinte, dass die
ausgedehnten Gebiete von „unclaimed and inhabited landquot; besonders für die Reis-, Zuckerrohr-
und Tabakskultur geeignet seien Nach einem am 13. Juli 1887 in der Geographischen
Gesellschaft in Sydney gehaltenen Vortrage fiel es ihm denn auch nicht schwer, weitere Kreise
für die Fortsetzung seiner Unternehmungen zu interessiren.

Die Vergünstigungen, welche Bevan für eine fünfte Fahrt nach Neu-Guinea gewährt
wurden, bestanden von selten der Regierung von Neu-Süd-Wales darin, dass ihm ein Topograph
beigegeben und die Dampf barkasse „Mabelquot; zur Verfügung gestellt wurde. Privatpersonen
hatten ihn durch Geldbeiträge unterstützt

Nachdem die Barkasse Ende Oktober 1887 auf der Thursday-Insel eingetroffen war,
wurde sie am i. November von dem queensländischen Regierungsdampfer „Albatrossquot; in
Schlepptau genommen und nach Port Bevan an der Südküste von Neu-Guinea gebracht
(Fig. 45). Am 8. dampfte die „Mabelquot;, nunmehr sich selbst überlassen, den Douglas-Fluss
[Auror] aufwärts, geriet aber am 12. auf eine Geröllbank, von der sie erst am 18. abgebracht
werden konnte. Am nächsten Tage ging die Fahrt wieder stromabwärts, worauf
Bevan am
23. an der Bald-Spitze eintraf, von wo er nunmehr von Port Romilly aus in den Queen\'s
Jubilee-Fluss [Baroi] einfuhr (Fig. 44). Am 25. war die Woodhouse Junction^) erreicht
worden, worauf die Fahrt noch bis oberhalb des Saul Samuel-Berges ausgedehnt wurde. Nach
der Rückkehr nach dem Zusammenfluss folgte
Bevan dem nach Süden verlaufenden Mün-
dungsarm, Aiwai der Eingeborenen\'quot;), dessen Mündung er am 29. erreichte. Er kehrte am i.
Dezember auf demselben Wege zurück und lief durch den Baroi wieder aus. Am 3. dampfte
die „Mabelquot; vom Bald Head aus in nordwesthcher Richtung nach dem Langford-Sund
[Era-Bai], in dem ein Fluss mit zahlreichen Krümmungen mündete, der den Namen Centenary-
Fluss erhielt. Die Barkasse folgte seinem Laufe und fand am 6. an der Ostseite des Aird-
Berges [Daräi] einen Verbindungskanal mit dem Douglas-Fluss [Auror]. Nach zweitägigem
Aufenthalt gelangte
Bevan auf der Weiterfahrt in westlicher Richtung in den Douglas-Fluss

1)nbsp;Die von ihm gesammelten Pflanzen wurden von Ferdinand von Mueller beschrieben (Report on a small
Collection of Plants from the Aird River, obtained by Mr. Theodore Bevan. Proceed. Linn. Soc. N. S. W. (2) 11. 1887.
Sydney, p. 418—422). Über die von ihm erbeuteten Vögel berichtete E. P.
Ramsay (Proceed. Linn. Soc. N. S. Wales
(2) IL Sydney 1887, p. 451).

2)nbsp;Boore war ausserdem (1. c. pag. 32) der Meinung, dass weiter landeinwärts auf „splendid mineral and auriferous
countryquot; gerechnet werden könnte.

3)nbsp;Fifth Expedition to British Neu Guinen under the Command of Theodore F. Bevan. Preliminary Presentation
Pamphlet. Sydney 1888 (unzugänglich). Hieraus Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. X. London 1886, p. 606.
— Th. F. Bevan.
Explorations in New Guinea. Proceed. R. Geogr. Soc. of Australasia. N. S. Wales Branch. VL Sydney 1888. — Further
Exploration in the Regions bordering the Papuan Golf. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. XI. London 1889, p. 82—89. —
Toll, Travel, and Discovery in British New Guinea. London 1890, p. 211—^260.

4)nbsp;Kairu Effluence bei Macgregor.

5)nbsp;Auch Aurormar genannt. Es ist dies der Purari bei Macgregor.

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durch den er aushef und am lo. das offene Meer erreichte. Mangel an Brennholz und Wasser
zwangen ihn aufs neue einen geeigneten Fluss aufzusuchen. Durch den Mitchell-Sund
zwischen dem Festlande und Insel Goari Bari, der
Bevan den Namen Bates-Insel gab, wurde
in den Omati gedampft, der den Namen Merewether-Fluss erhielt und etwa 20 miles strom-
aufwärts verfolgt wurde. Am 12. befand
Bevan sich wieder an der Mündung des Omati und
landete hier an der Mündung des Nebenflüsschens Omati, die gegenüber der Insel Goari Bari

und in der Nähe des Dorfes Semeruai lag. Nachdem hier Holz gefällt worden war, dampfte
die „Mablequot; in westhcher Richtung weiter und ging am folgenden Tage im Schutze der
kleinen Midge-Insel in der Fly-Mündung vor Anker. Auch hier wurde Holz gefäUt und darauf
die Insel Kiwai aufgesucht, auf der
Bevan, und zwar im Dorfe lasa während des 18. und

1)nbsp;Nach dem Sekretär der Handelskammer m Sydney.

2)nbsp;Nach H. W. Bates, Assistant Secretary R. Geogr, Soc. London.

3)nbsp;Nach E. C. Merewether in Sydney, der die Expedition unterstützt hatte.

4)nbsp;tiber den Namen dieses Ortes s. Sir William Macgregor. Ann. Report British New Guinea 1889—oo
ßnsbane 1890, p. 38.

Nova Guinea. H. Entdeckungsgeschichte.nbsp;55

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ig. blieb. Am 22. gelangte er noch der Insel Daru und am 23. nach dem unweit der Binaturi-
Mündung liegenden Turi-Turi. Nachdem er am 26. wieder auf der Thursday-Insel eingetroffen
war, kehrte er nach Sydney zurück.

Die Ehre der Entdecker des Queen\'s Jubilee-Flusses zu sein, wurde ihm sehr bald nach
dem Bekanntwerden des ersten Reiseberichtes abgestritten durch die Behauptung, dass
James
Chalmers
ihn bereits 1883 aufgesucht und Wickham-Fluss genannt habe i). Der hierüber
mit einem grossen Aufwand von Worten ausgetragene Streit, bei dem
Bevan den Mund
etwas reichlich voll nahm, ist jedoch eigentlich die darauf verwendete Druckerschwärze nicht
wert. Es ist wahr, dass
James Chalmers 1883 an der Mündung des Hauptarmes des Purari,
der Aurarmar oder Aiwai heisst, gewesen ist und dass er ihn Wickham-Fluss genannt hatte
(s. oben p, 217). Aber den Fluss befahren, und zwar bis zum Saul Samuel-Berge, hat doch
zuerst
Bevan. Einen anderen Mündungsarm, den Baroi, den er als Queen\'s Jubilee-Fluss im
engeren Sinne bezeichnete, hat er unter allen Umständen aufgefunden (Fig. 44). Inzwischen
ist sowohl der Name Wickham- als der Name Queen\'s Jubilee-Fluss von den Karten
verschwunden.

Ein Nachspiel fand die Expedition dadurch, dass Bevan im Aphl 1888 den vergeblichen
Versuch machte, die Kleinigkeit von 250000 acres Land als „Belohnung für seine Verdienstequot;
zugewiesen zu erhalten -).

Jonh Douglas 1887.

Von Townsvihe in Queensland kommend, trafen am i. April 1887 eine Anzahl Louisiaden-
Insulaner, deren Arbeitszeit auf den Zuckerpflanzungen abgelaufen war, mit dem Dampfer
„Wentworthquot; auf der Thursday-Insel ein. Der Special Commissioner für Britisch-Neu-Guinea,
John Douglas, beschloss sie in Begleitung von R. V. Cholmondely unter seiner persön-
lichen Leitung in ihre Fleimat zurückzubefördern Der zu diesem Zweck gecharterte Dampfer
„Truganini,quot; Kapt.
RuNClE, dem Kapt. Colin Thomson als Lotse zugeteilt war, ging am
3. April zunächst nach Port Moresby ab, wo die Ankunft am 5. erfolgte. Der Ort hatte seit
der Annexion Veränderungen erfahren. Ein kleiner Stadtteil, Granville West, war erstanden,
in welchem die verschiedenen Regierungsgebände sowie der Laden von
andrew goldie
erbaut worden waren. Auf der Weiterfahrt traf douglas über Suäu am 9. auf der Insel
Samarai ein, wo ihn die Nachricht von der Ermordung von 6 Chinesen und der Vernichtung
der „Pride of the Loganquot; auf der Moresby-Insel erreichte. Am 11. wurde wieder abgedampft

1)nbsp;Bevan hat die über diesen Gegenstand geführte Korrespendenz in seinem Werke: Toil, Travel, and Discovery.
1890, p. 309—313 abgedruckt. Siehe ferner
Theod. F. Bevan. The Discovery of the Great „Purariquot; [Queen\'s Jubilee
River], New Guinea. Sydney 1896. — Sir
William Macgregor, Re. the Discovery of the Purari River, British New
Guinea. Proceed, and Transact. Queensl. Branch R. Geogr. Soc. Australasia. XIII. 1897-—98. Brisbane, p. 83—87., XIV.
1898—99, p. 50—55.
— Theod. F. Bevan. The Discovery of the Aird and Purari rivers (Gulf of Papua, British New
Guinea). Transact. R. Geogr. Soc. Australasia, Vict. Br. XV. Melbourne 1898, p. 12—15. — H.
O. Forbes. Proceed.
R. Geogr. Soc. N. S. X. London 1888, p. 606. — Petermanns Mittlg. XLII. 1896, p. 47.

2)nbsp;Copies of certain Correspondenee in reference to a Claim made by Mr. Theodore BevaN for a Grant of
Land in New Guinea. London 1888. (unzugänglich).

3)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1887. Presented to both Houthes of Parliament. Decbr. 1888. London
[C. 5249—3]. Colonial Report, N°. 38, p. 22—31. —Further Correspondence respecting New Guinea. Aug. l88g. London
1890. [C.
5883], P- 167—173-, — John Douglas. Notes on a recent Cruise through the Louisiade Group of Islands.
Transact, and Proceed. R. Geogr. Soc. of. Australasia. Victorian Br. V. pt. i. Melbourne 1888, p. 46—59.

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und zunächst die Bentley-Insel aufgesucht. Am nächsten Tage ging es weiter nach Mewstone
^oturma] und traf der „Truganiniquot; abends vor der Joannet-Insel [Pana Timani] ein. Als
OüGLAS am 13. die Sud-Est-Insel [Tagula] erreichte, fand er den Schoner „Albertquot;, Kapt.
J-
Robinson, vor Anker liegend. Nachdem hier abermals Arbeiter gelandet worden waren,
wurde Kurs nach der Round-Insel, am 14. nach der Piron-Insel gesetzt, worauf es nach der
^ordkuste der Sud-Est-Insel weiterging. Hier landete
DOUGLAS am 15., um am nächsten
age emen Ausflug zu unternehmen. Der Fluss, dessen Lauf er stromaufwärts folgte, erhielt
en Namen Runcie-Fluss und der von ihm gebildete Wasserfall den Namen Cholmondely-
a • Am
17. folgte noch eine Bootfahrt der Küste entlang in östhcher Richtung. Am 18.
ging der Dampfer durch den Bramble-Pass nach der Rossel-Insel weiter und ankerte, um
1quot; eiter abzusetzen, in der CannibaLBai, wie sie von
DOUGLAS getauft wurde. Auf der Rück-
^ rt hielt das Schifiquot; am 19. vor Moturina, um die Witwen dreier Männer an Bord zu nehmen,
le 1878 mit
Mag Ort ermordet worden waren (s. oben p. 254). Am Mittag des 20. wurde
^ isima [St. Aignan] erreicht, deren Südostkap den Namen Truganini-Spitze erhielt, und des
nachmittags wurde nach der Renard-Insel gedampft, um die letzten Arbeiter ihrer Heimat
zurückzugeben. Da hier kein Ankergrund zu finden war, musste Misima wieder aufgesucht
werden. Am 21. ging der „Truganiniquot; durch die zwischen der Brooker-Insel und der Redhch-
ruppe liegenden Rifi-e hindurch und erreichte im Laufe des Nachmittags die Conflict-Gruppe,
von der zwei Inseln besucht worden. Als am 22. die Insel Basilaki passirt wurde, konnte
von dem Wrack der „Pride of the Loganquot; nichts bemerkt worden. Nachdem die Nacht in
der. Mudge-Bai geankert und am nächsten Tage die Lydia-Insel besucht worden war, traf
Douglas wieder auf Samarai

ein.

E. G. Edelfelt und Rob. Hunter 1887.

Im Juni 1887 wurde der in Toaripi [Motu-Motu i) ] stationirte Missionsgehülfe Tauraki
von Bewohnern der einige miles stromaufwärts am Lakekamu gelegenen Dörfer Hetuari
und Mowi Awi ermordet. Auch sein Kind fand bei dieser Gelegenheit den Tod, während
seine Frau mit schweren Verwundungen davonkam. Auf den Bericht von E. G.
Edelfelt
hm, der m Toaripi nebenbei das Amt eines Regierungsagenten bekleidete, entsandte john
Douglas
von Port Moresby aus 8 bewaß-nete Leute unter Führung von Rob. Hunter
sowie in Begleitung.von M. Livesey und Mudholland. Gemeinsam rückte man am 24. Juni
nach Hetuari aus, wo die Truppe von einem Hagel von Pfeilen begrüsst wurde. Fünf der
Angreifer wurden erschossen und 4 verwundet. Nach der Rückkehr nach Toaripi marschirte
man nach Mowi Awi, von dem
3 Häuser in Flammen aufgingen

C. H. Hartmann und George Hunter 1887.

C. H. Hartmann und George Hunter verhessen Ende Juni 1887 Port Moresby
m Begleitung von 27 eingeborenen Trägern, in der Absicht die Südosthalbinsel zu durch-
queren, ind^m sie den Weg über den Gebirgssattel in der Nähe des Obree-Berges nach der

I) Motu-Motu ist die bei den Händlern übliche Bezeichnung.

n unbsp;^^^nbsp;Commissioner for 1887. Decbr. 1888. London [C. 5249—31]. Colonial Report, N°. 38.

British New Guinea, p. 32—37.nbsp;l 3 j jnbsp;f , .5

r ^^nbsp;Harding, wie er zuweilen genannt wird (Globus. LH. 1887, p. 271). Hartmann starb noch in dem

nämlichen Jahre.

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Dyke Acland-Bai einschlugen. Nachdem sie nach dreitägiger Wanderung das unweit Kapa-Kapa
hegende Rigo erreicht hatten, setzten sie ihren Marsch durch das Tal des Kemp Welch-Flusses
[Wanigela] und darauf durch dasjenige des Mu.sgrave-Flusses [Aleme] aufwärts fort. Ihrer
eigenen Aussage nach konnten die Reisenden zwar den zwischen dem Obree- und dem
Brown-Berge liegenden Sattel ersteigen, nachdem es gelungen war den Widerstand des
feindlichen Stammes der Paramagoro (Saromagoro ?) zu überwinden, doch wurden sie hierauf
durch das schlechte Wetter zur Umkehr gezwungen. Der Hinmarsch von und der Rückmarsch
nach Rigo hatte ii Tage beansprucht. Am 15. Juh traf die Expedition wieder in Port
Moresby ein

Wie W. R. CUTHBERTSON dartat, waren Hartmann und HuNTER nicht einmal bis an
den Fuss der Owen Stanley-Kette, sondern nur bis in die Nähe des Gillies-Berges in etwa
2300 feet Höhe gelangt

M. Livesey 1887.

Ebenfalls in der Absicht eine Durchquerung der Südosthalbinsel ins Werk zu setzen, war
M.
Livesey im August 1887 in Begleitung von zwei Weissen und einigen Südsee-Insulanern
von Port Moresby aufgebrochen und hatte sich zunächst nach der Redscar-Bai begeben.
Nach Erreichen des Dorfes Wainuri [Veinouri] wurde nordwestliche Richtung eingeschlagen
und, wie
Livesey behauptet, die Wasserscheide in einer Höhe von 6000—7000 feet erreicht.
Ja, noch mehr, er will auch den Übergang über das Gebirge entdeckt haben, den weiter zu
verfolgen der Mangel an Proviant verhinderte. Den mehrere Wochen währenden Aufenthalt
am Oberlauf der Flüsse Djaroga [Jaroga] und Madia will
livesey dazu benutzt haben nach
Gold zu suchen, wobei er „einigenquot; Erfolg erzielte. Am 13. Oktober erfolgte die Rückkehr
in Port Moresby

C. H. Martin 1887.

C. H. Martin aus Toowoomba hatte behauptet im Jahre 1887 die Owen Stanley-Kette
bis in eine Höhe von 13205 feet erstiegen haben,- dabei aber unterlassen Angaben über die
Marschrichtung, den Ausgangs- und Zeitpunkt der Expedition zu machen

Wie Lamberto Loria zwei Jahre später in Port Moresby in Erfahrung brachte, war
dieser Herr, der augenscheinlich niemals den Boden Neu-Guineas betreten hatte, dort gänzlich
unbekannt

Hume Nisbet 1887.

Hume Nisbet, anscheinend ein beliebter englischer Reiseschriftsteller, der aber an

1)nbsp;Ascent of the Owen Stanley Range. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. IX. London 1887, p. 621. — Explorations
in New Gninea. Scott. Geogr. Mag. III. Edinburgh
1887, p. 542.—^ The Colonies and India, Novbr. H. London 1887.—
Petermanns MitÜg. XXXIIL 1887, p. 383.

2)nbsp;W. R. C[uthberts0n]. Journal of the R. Geogr. Society\'s Exploration. Proceed. R. Geogr. Soc, Australasia.
Vict. Br. V, pt.
2. Melbourne 1888, p. 13—15, 32.

3)nbsp;The Colonies and India, Novbr. 11., Decbr. 9. 1887., hieraus Petermanns Mittlg. XXXIII. 1887, p. 373.,
XXXIV. 1888, p. 91.

4)nbsp;The Colonies and India. London 1887, Septbr. 30., hieraus Petermanns Mittlg. XXXIIL 1887, P- 373- —
Globus. LIII.
1888, p. 63.

5)nbsp;Lamberto Loria alia Nuova Guinea. Boll. Soc. Geogr. Ital. XXVII. Roma 1890, p. 491.

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Oberflächlichkeit schwerlich zu übertreff\'en sein dürfte, war am 27. Januar 1887 von London
nach den britischen Kolonien in Australasien abgereist. Gelegenthch seiner Anwesenheit in
Nord-Queensland fasste er den Entschluss auch Neu-Guinea mit seinem Besuch zu beehren
und hatte auf der Thursday-Insel die Gelegenheit, auf einem Dampfer nach Port Moresby zu
gelangen. Von hier aus unternahm er in Begleitung von
vivian Bowden, dem Vertreter von
urns, Philp amp; Co, eine Fahrt längs der Südküste nach Samarai. Er verliess diese Insel am
7- August, um einen Abstecher nach der Milne-Bai und dem Ost-Kap zu machen. Von Samarai
aus kehrte er über die Teste-Insel und Port Moresby nach der Thursday-Insel zurück. Er
setzte seme Reise über Brisbane, Melbourne und Hobart fort, um sich nach Besuch von
Neu-Seeland wieder nach England einzuschiffen.

Nisbet hat seinen kurzen und ganz bedeutungslosen Aufenthalt auf Neu-Guinea zu
verschiedenen Aufsätzen i) und zwei Büchern verarbeitet-), in welchen letzteren auch Tage-
buchaufzeichnungen anderer einen Platz fanden. Er geht dabei so flüchtig zu Werke, dass aus
A. Goldie ein Golchi, aus H. St. Verjus ein Virgice, aus R. E. Guise ein Gerise und
aus
Kussack ein Kissick wurde.

E. B. Savage 1887.

Der 1885 nach der Murray-Insel gelangte Rev. E. B. Savage «) trat im i. Quartal
1887 auf dem Missionsschoner „Maryquot; eine Fahrt nach dem Fly-Fluss an, auf der er zunächst
Saibai besuchte. Am Tage vor der Weiterfahrt nach Boigu [Talbot-Insel], auf der sich eben-
falls eine Missionsstation befand, war ihm aus Dauan berichtet worden, dass auf dem gegen-
überliegenden Festlande Feuer der Tugeri, die zwischen November und März die Gestade
heimzusuchen pflegten, beobachtet worden waren.
Savage konnte diese Lagerfeuer auf seiner
Fahrt nach Boigu ebenfalls bemerken und da man glaubte, dass diese Leute es auf Saibai
abgesehen hatten, kehrte er um. Einige auf Kundschaft ausgesandte Kanus kehrten am späten
Abend des folgenden Tages mit der Nachricht zurück, dass sie eine friedfertige Begegnung
mit den Tugeris gehabt hätten. Darauf segelte
Savage ab und gelang es ihm ebenfalls
mit diesen Leuten, die einige Scheu an den Tag legten, zusammenzutrefl\'en

George Pratt 1887.

Der besonders mit Sprachstudien beschäftigte Rev. George Pratt 3) traf am 5. April
1887 in Port Moresby ein, wo er die Motu-Sprache sich anzueignen suchte. Am 4. Mai trat

„ .nbsp;Papuan and his Master. Fortnightly Review. 1891, p. 413—426. — In New Guinea. English lllustr.

^^agazme. III.^ London 1891. Oct. (unzugänglich). — Papuan Art. Chronicle London Miss. Soc. 1888, p. 499—500. —
ew Guinea: its Inhabitants. Tradesc. Cassell\'s Picturesque Australasia. 1. London 1887 (unzugänglich).

2) The Land of the Hisbiscus Blossom: a Yarn of the Papuan Golf. London 1888.— A Colonial Tramp. Travels
and Adventures in Australia and New Guinea. II. London
1891, p. 116—159.

Vnbsp;Richard Lovett. The History of the London Miss. Soc. 1. 1889, p. 449. Im Jahre 1891 zog Savage sich

von der Mission zurück.

Th tnbsp;Friends in New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. 1887, p. 377—381. s. auch A. C. Haddon.

e Tugere Head Hunters of New Guinea. Internationales Archiv, f. Ethnogr. IV. Leiden 1890, p. 177—181.
sei -Ifnbsp;Macgregor später berichtete, wurde Boigu doch noch überfallen, wobei der Häupüing und ein Missions-

Üb™f 11nbsp;wurden (Ann. Report British New Guinea 1889—90, p. 69). J. A. Kroesen verlegte irrigerweise diesen

e» all auf die Insel Saibai (Koloniaal Verslag van 1901, Bijlage A, p, 6, auch Indische Gids. XXIV. i. 1902, p. 218).
5)
A Comparison of the Dialects of East and West Polynesian, Malay, Malagassy and Australian. Journ. and

Proceed. R. Soc. N.S.W. XX. 1886. Sydney 1887, p. 45-62.

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er auf dem „Ellengowanquot; eine Fahrt in östlicher Richtung an, auf der er auf Suäu, Samarai, den
Killerton-Inseln und der Teste-Insel landete. Auf der Rückfahrt besuchte er Aroma, traf am
27. Mai in Kerepunu ein, von wo aus eine Bootfahrt nach der Mündung des Kemp Welch-
Flusses, nach Kerepunu und nach Kalo unternommen wurde. Von hier aus fuhr er am 28.
nach Hula, wo er wieder an Bord des „Ellengowanquot; ging. Am 30. besuchte
Pratt Saroa
und wanderte von dort nach Rigo und nach Kaile. Schliesslich erfolgte über Tupuselei die
Rückkehr nach Port-Moresby \').

George Beiford 1887.

Wie Sir william Macgregor mitteilt trat George Beleord 1887 von Sogeri aus
einen Marsch bis Eaha am Brown-Fluss [Naoro] an, ein Punkt, der 10 miles weiter landeinwärts
lag als Ginianumu, welches der äusserste Punkt war, den H. O.
Forbes einige Monate später zu
erreichen vermochte (s. unten p. 445). Das Journal von
Belford ist niemals veröffentlicht worden.

Kapt. Cöle 1887.

Kapt. CoLE hielt sich im Jahre 1887 in Britisch-Neu-Guinea auf, um zu seinem Ver-
gnügen der Vogeljagd obzuliegen. Es wird berichtet, dass er sich zu diesem Zweck von
Mawata am Binaturi aus ins Innere begab Er wird es auch gewesen sein, der im Mai
desselben Jahres gemeinschaftlich mit H. H.
RoMiLLY (s. unten p. 449) einen Ausflug nach dem
Laioki unternahm.

Walter R. Cuthbertson 1887.

Die Victorian Branch der Roy. Geographical Society of Australasia rüstete im Jahre
1887 eine Expedition behufs Erforschung des Owen Stanley-Gebirges aus Zu dem von der
Regierung der Kolonie Victoria bewilligten Beitrag von 1000, hatte die Gesellschaft
aus eigenen Mitteln £ 900 beigesteuert. Nachdem der in erster Linie als Leiter ins Auge
gefasste Rev.
james chalmers abgelehnt hatte fiel die Wahl auf den Landmesser walter
R. Cuthbertson, der sich, wie gesagt wurde, „considerable experience as a surveyor in New
Guinea and North Borneoquot; erworben hatte. Seine Begleiter auf dieser Expedition waren
George Hunter und W. A. Sayer, der letzgenannte als Naturaliensammler

1)nbsp;New Guinea: A Visitor\'s Report. Chroniele London Miss. Soc. 1887, p. 478—-481.

2)nbsp;Annual Report on British New Gainea 1897—98. Brisbane 1898, p. XIL

3)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888. London March 1889, p. 24—25.

4)nbsp;Wie H. Greffrath mitteilt, sollte es sich um die Erforschung des hohen Tafellandes handeln, das sich
zwischen der Hood-Bai in
10° 7\'S., 147° 45\'E. und der Dyke Acland-Bai in 8° 58\'S., 148° 31\'E. ausdehnt und bis
14 000 feet ansteigt. Man beabsichtigte dabei festzustellen, ob das Klima dieses Hochlandes eine dauernde Ansiedelung
von Weissen gestattete (Expedition nach Neu Guinea. Globus. LH.
1887, p. 94).

5)nbsp;Nature. XXXVI. London 1887, p. 17.

6)nbsp;Explorations in New Guinea. Transact, and I\'roceed. R. Geogr. Soc. Australasia. Vict. Br. V. pt. I. Melbourne
1888, p. 69. — Walter R. Cuthbertson. Exploration of the Highlands of South-Eastern British New Guinea (July to
October
1887). Ibid. V. pt. 2, 7—12. — W. R. C[uthbertson]. Journal of the Royal Geographical Society\'s Exploration
to the Highlands of British New Guinea. Ibid. p. 13—
43. — Mr. Cuthbertson\'s Journey in New Guinea. Scott. Geogr.
Magazine IV. Edinburgh
1888, p. 57. — A new Expedition to the Owen Stanley Range. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S.
IX. London
1887, p. 305. — Expedition to the Highlands of New Guinea. Ibid. p. 508. ■— The Colonies and India.
I Ith Nvbr. 1887, hieraus: Petermanns Mittlg. XXXIII. 1887, p. 337.— W. L. Distant. An enumeration of the Rhynchota .. .
collected by Mr. Sayer in New Guinea during Mr. Cuthbertson\'s Expedition. Transact. Entomolog. Society. London
1888,
p. 475—489. — Edward Meyrick. On some Lepidoptera from New Guinea. Ibid. 1889, p. 455—522. — Baron von
Mueller
and J. G. Baker. On a new Seliganella from New Guinea. Journ. of Botany. XXVL 1888, p. 26.

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Dampfe?\'^\'\'\'\'\'\'\'\'\'\'\'nbsp;Melbourne aus am 2. Juni auf dem

ThurLa\' T Tquot;quot;quot; \'\'\'\'nbsp;quot;quot;quot;quot; Dampfer „Tsinanquot; nach der

Aufenthrn^r . \'nbsp;erwähnten Insel währenden

am 8 der Dampfer „Truganiniquot;nbsp;die Reisenden nach Port Moresby, wo sie

heima\'ek hTnbsp;George Hunter am 15. von seiner Expedition (s. oben p. 438)

Kutter Vhnbsp;Expedition sich am 20. auf dem von A. Goldie gecharterten

« da nach Kapa-Kapa ein, das noch an demselben Tage erreicht wurde. In dem 4

quartie^ ^^liegenden Kopogoro [Copogoro] schlug Cuthbertson sein Haupt-
konnte ^r ■ fnbsp;^quot;^quot;sgesetzt herrschenden Regenwetters
Dörfer l T-f\'nbsp;Abmarsch in östlicher Richtung begonnen werden. Nachdem die
etwa qo f\' R Knbsp;Guscheru durchwandert worden waren, wurde in
und üb ° gelagert. Am 3. nachmittags setzte die Expedition ihren Marsch in NE. fort
Welch F?quot;quot; rwnbsp;Karewaro. Am
4. wurde erst der Nutmeg-Fluss, der sich in den Kemp
iuss [Wamgela] ergoss, darauf der Hunter-[Wudjewa] und der Musgrave-Fluss über-

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schritten. In NNW. konnte der Bride-Berg gesichtet werden. Am 5. ging es zunächst durch
einen namenlos gelassenen Nebenfluss, alsdann durch den Sayer-Fluss [Meneme] und endhch an
den Kemp Welch selbst. Nach einer Wanderung längs seines Ufers wurde am Fuss des Douglas-
Berges [Duamaga] das Lager aufgeschlagen. Als die Expedition ihn am nächsten Morgen
bestieg, hatte sie von ihm aus eine gute Aussicht. Einem in WNW. aufragenden Gipfel der
Astrolabe-Kette gab
CUTHBERTSüN zu Ehren seiner Frau den Namen Lilo-Berg, einem anderen
im W. hegenden den Namen Yorick Club-Pik 2), einem dritten in N W. Griffiths Sugar Loaf
und einem vierten, der östlich von diesem in etwa gleicher Breite lag, den Namen Deakin-
Berg^). Nach Besuch der in 1820 feet Höhe hegenden Dörfer Tuaro und Kwaile [Qualle]
erfolgte die Rückkehr ins Lager. Am 9. liess man sich über den Wanigela setzen, um
von dem jenseitigem Ufer aus nach dem auf dem Giles-Berg s) hegenden Dorf Taborogoro
zu wandern, von dem die Rückkehr am 10. erfolgte. Hierauf wurde auf dem Weitermarsch
ein grösserer hnker Nebenfluss, der Margaret-Fluss [Buredobu]angetroffen, dessen Lauf eine
Strecke am ri. gefolgt wurde, um alsdann einen im Norden aufragenden, steilen Berg, auf
dem das Dorf Kokoela lag, zu ersteigen. Von hier aus konnten gesichtet werden: die Henty-
Kette von S. bis S E. an der sich im Westen der Shilhnglaw-Berg anschloss, die Governor
Loch-Kette im W., dem Lauf des Wanigela parallel laufend. Ihre höchste Spitze am Südende
erhielt den Namen Loch-Berg, und ein anderer, südhch von diesem liegend, den Namen
Pasco-Berg 1°). In NE. erhob sich der Potter-Bergquot;) und östhch davon Turner\'s Bluff
Nachdem in der Nähe von Kokoela übernachtet worden war, setzte die Expedition am 12.
ihren Marsch in NE. fort, durchschritt einen Nebenfluss des Kemp Welch, der den Namen
Alice Gordon-Fluss i^) erhielt und bezog in dem verlassenen Dorf Seremagoro [Sekeremaga]
Quartiere. Der in der Nähe befindhche, 2030 feet hohe Gillies-Berg wurde noch an diesem
sowie am nächsten Tage erstiegen. Am 14. und den darauf folgenden Tagen beschäftigte man
sich damit einen Weg durch den Wald zu schlagen, bei welcher Gelegenheit die vom Ahce-
Fluss gebildeten Kernot-Fälle i\'^), die über Schiefer und Granit herabstürzten, aufgefunden
wurden. Am 25. August konnte endlich der Weitermarsch in östhcher Richtung, auf dem der
Scarr- und der Strong-Berg passirt wurden, fortgesetzt werden. Am nächsten Tage

1)nbsp;Nach einem der Gründer der geogr. Gesellschaft in Melbourne, namens T. T. Bride.

2)nbsp;Von cuthbertson in dankbarer Erinnerung an die von diesem Klub, nach seiner Rückkehr nach Melbourne,

veranstaltete Feier benannt.

3)nbsp;Nach G. S. Griffiths in Melbourne.

4)nbsp;Nach A. Deakin, Chief Secretary in Melbourne.

5)nbsp;Nach Ernest Giles, dem bekannten Erforscher der Australischen Wüste.

6)nbsp;Nach Margaret Rainey Macdonald, Gemahlin von A. C. Macdonald.

7)nbsp;Die in Klammern beigefügten einheimischen Namen sind von Sir William Macgregor ermittelt worden (Ann.
Report Brit. New Guinea
1895—96, p. 33—34).

8)nbsp;Nach Francis Henty.

9)nbsp;Nach Sir H. B. Loch, Gouverneur von Victoria.

10)nbsp;Nach Kapt. C. A. D. Pasco.

11)nbsp;Nach William Potter.

12I Nach Henry Giles Turner.

13)nbsp;Nach Alice Gordon, Tochter von George Gordon.

14)nbsp;Nach Duncan Gillies, Premierminister von Victoria.

15)nbsp;Nach W. C. Kernot. Auf der Karte ergiessen sich diese Wasserfälle irrtümlicherweise in den-Lillie-Fluss.

16)nbsp;Nach Frank Scarr.

17)nbsp;Nach Charles Strong.

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gelangte die Expedition zunächst durch das Dorf Borowari, durchschritt den Lilhe-Fluss \')
und erstieg alsdann den 2965 feet hohen Gipfel des Panton-Berges Am 27. gelangte man
nach Überschreitung des Winter-Flusses in den Margaret-Fluss, dessen Lauf stromaufwärts
in nordlicher Richtung bis zur Mündung des Ormond-Flusses eines linken Zuflusses, verfolgt
wurde. Hierauf ging es im Margaret-Fluss in westlicher Richtung weiter bis zum Fuss des
Obree-Berges in 1650 feet Höhe. Ein im W. aufragender zuckerhutförmiger Berg wurde The
Baron genannt Am 28. begann die Besteigung des Obree-Berges, und gelangte man an
diesem Tage in eine Höhe von 3000 feet. Die hier vom Margaret-Fluss gebildeten, 80 feet
hohen Wasserfälle erhielten den Namen Currie-Fälle Am 29. wurde eine Höhe von 6500
feet und am 30. der Gipfel in 8000 feet erreicht. Nach diesem Erfolge trat
Cuthbertson
den Ruckmarsch an, erreichte am i. September wieder Seremagoro und am 5. Kopegoro. Auf
einem Walboote der Mission ging die Expedition am 9. von Kapa-Kapa ab und erreichte
abends noch Port Moresby.

Lord Thomas Brassey 1887.

Am 18. November 1886 verhess Lord Thomas BraSSEY Southhampton auf seiner Jacht
„Sunbeamquot;, um aufs neue eine Weltreise anzutreten. Lady
Brassey, die einen weitverbreiteten
Ruf als Reiseschriftstellerin genoss, hatte sich erst Monate später auf direktem Wege nach
Indien begeben und ging erst in Bombay an Bord. Nach einem Besuch Vorder-Indiens, Ceylons
und Borneos durchfuhr das Schifif die Makassar-Strasse, erreichte in der Darvel-Bai zuerst
austrahschen Boden, wo die wichtigsten Hafenstädte berührt wurden, und traf am 22. August
1887 auf der Thursday-Insel ein Hier war gerade der Rev. A. E.
hunt angelangt, der mit
seiner Frau am 27. Juni London verlassen hatte, um zunächst seinen Wohnsitz auf der Murray-
Insel, der Station der London Missionary Society, aufzusuchen Da Lord
Brassey die Absicht
hatte die Inseln der Torres-Strasse zu besuchen, so machte er Mrs.
Hunt das Anerbieten,
sie nach ihrem Bestimmungsort zu befördern. Nachdem er am 23. der Goode- sowie der Prince
of Wales-Insel einen Besuch abgestattet hatte, wurde die Thursday-Insel am 25. verlassen.
Uber Nacht bheb der „Sunbeamquot; vor der Yorke-Insel [Masig] vor Anker hegen und setzte
am 26. seine Fahrt bis zur Darnley-Insel [Èrub] fort, wo er sich einen Tag aufhielt. Da das
Wetter sehr böig war, beschloss Lord
Brassey umzukehren. Vom 27. August bis zum i.
September blieb das Schifif wieder vor der Thursday-Insel liegen und traf am 6. in Port Darwin
ein. Am 14. verschied Lady
Brassey unter i5°5o\'S., 110° 35\'E. Die Heimkehr des „Sunbeamquot;
im Hafen von Portsmouth erfolgte am 14. Dezember.

1)nbsp;Nach Lillie Macdonald.

2)nbsp;Nach J. A. Panton in Melbourne.

3)nbsp;Nach William Irving Winter in Noorilim, Victoria.

4)nbsp;Nach Francis Ormond in Toorak, Victoria.

, 5) Nach Ferdinand von Mueller, der vom Könige von Württemberg den persönlichen Adel und den Freiherrn-
titel erhalten hatte.nbsp;^

6)nbsp;Nach J. L. Currie in St. Kilda, Victoria.

7)nbsp;Voyages aud Travels of Lord Brassey, from 1862 to 1894. Arranged and edited by S. Eardly-Wilmot. IL
ondon and New York 1895, P- 143—146. — The Last Voyage to India and Australia in the „Sunbeamquot; by the late

i^ady Brassey. Edited by M. A. Broome. London 1888, p. 400—421.

8)nbsp;Reception at Murray Island. Chronicle London Miss. Soc. 1888, p. 42—43. — Early Experiences in the
Western Mission. Ibid. p. 180—181. — Murray Island. Ibid. p. 234—236.

Nova Guinea. IL Entdecku^gsgeschichte.nbsp;56

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Henry O. Forbes 1887.

Forbes legte im März 1887 das von ihm auf Samarai bekleidete Amt nieder (s. oben p. 403,
407—408), da er Aussicht hatte die von den Regierungen von Neu-Süd-Wales und Victoria der
Royal Geographical Society of Australasia für Forschungsreisen nach Neu-Guinea bewilligten
Mittel zugewiesen zu erhalten. Allein seine Hoffnungen erwiesen sich als trügerisch und auch
seine persönliche Vorstellungen in Sydney und Melbourne waren nicht imstande, die gegen ihn
herrschende Animosität zu erschüttern. Abermals war es der Special Commissioner
John Douglas,
der als ein rettender Engel einsprang und ihm eine Anstellung in Port Moresby verschaffte
Um
Forbes nochmals die Gelegenheit zur Erreichung des gesteckten Zieles zu geben, erteilte
er ihm am 27. September den Auftrag den Goldie-Fluss bis zu seinem Quellgebiet aufzunehmen,
wobei die Wahl des einzuschlagenden Weges seinem eigenen Ermessen überlassen wurde.

Forbes trat am i. Oktober in Begleitung von Denis Gleeson, George Beleord
sowie den Südseeinsulanern jack Tanna und caesar Lifu nebst 8 Pferden den Marsch
von Port Moresby an -). An dem nämlichen Tage konnte er noch, nach Überschreitung
des Laioki, den Goldie-Fluss erreichen, dessen Lauf er am 3. weiter talaufwärts folgte. Nach-
dem von hier aus in NE. der Wallaby-Berg überschritten worden war, gelangten die Reisenden
unterhalb des über dem linken Ufer sich erhebenden Lawes-Berges, den
forbes in Seymour
Fort-Berg umtaufte wiederum an den inzwischen stark angeschwollenen Goldie-Fluss. Er
wurde am 7. hinter der Mündung des von Osten kommenden Hihwick-Flusses abermals ver-
lassen, um auf die Annabel-Kette bis in 600 feet hinanzuklettern. Am nächsten Tage wurde
der Goldie-Fluss bei der Einmündung des Beccari-Flusses wieder erreicht. Am 12. marschirte
die Expedition bergauf in SE. bis in 1500 feet und gelangte nach dem Abstieg in N. aufs
neue an den Goldie-Fluss, in dessen Tal an den Tagen des 13. und 14. weitergewandert
wurde. Hierauf ging es in Begleitung von Bewohnern des Dorfes Ebe nach dem Bowdler
Sharpe-Berge, der sich nur wenige miles nordwestlich von dem im verflossenen Jahre besuchten
Dorfe Kaukari (s. oben p. 402) erhob (Fig. 47). Nach dem Goldie-Fluss zurückgekehrt, besuchte
Forbes von seinem Lager aus am 16. das Dorf Ebe. Am 19. unternahm er unter Führung
von Eingeborenen eine Besteigung des Bowdler Sharpe-Berges, gelangte an demselben Tage bis
in 3000 feet und am folgenden auf den 4500 feet hohen Gipfel, worauf er ins Lager zurückkehrte.
Am 25. erfolgte endlich der Aufbruch nach dem Owen Stanley-Gebirge. Von dem zunächst
erreichten Dorfe Urawa konnten die Dörfer Bereka, Aipikara, Origanumu und Jawibinumu
[Yavebenumu] gesichtet werden. Am 26. marschirte
forbes in nördlicher Richtung weiter und
überschritt in 4500 feet den Savage Club-Rücken worauf der Abstieg nach dem Serpentine-Bach
stattfand, dessen Lauf bis zu seiner Einmündung in den Naoro [Brown-Fluss] gefolgt wurde.
Am 27. führte der Pfad über den Archer-Berg nach dem Dorf Uburukara und am folgenden
Tage, bergauf, bergab, schliesslich auf den Berg Ginianumu, an dessen Fuss der Fluss Warumi

1)nbsp;Wie berichtet wurde, war Forbes zum Meteorologen ernannt worden (Scott. Geogr. Magazine. III. 1887,13.650).

2)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1887. December 1888. London [C. 524g—31]. Colonial Reports, N°. 38.
British New Guinea, p. 55—68. — Henry O. Forbes. New Guinea: Attempted Ascent of Mount Owen Stanley. Scott.
Geogr. Magazine. IV. Edinburgh
1888, p. 138—145. — On Attempts to reach the Owen Stanley Peak. Ibid. p. 409—415.

Die Resultate dieser Expedition sind bereits auf der Übersichtskarte (oben p. 402 Fig. 39) zur Darstellung gelangt.

3)nbsp;Hier liegt ein Irrtum vor. Der von Forbes benannte Seymour Fort-Berg ist niemals als Lawes-Berg bezeichnet
worden. Dieser liegt westlich vom Goldie-Fluss und zwar in etwa
9°2i\'S., 147° 14\'E. (s. auch oben p. 402. Fig. 39).

4)nbsp;Nach dem Savage Club in London, einer Vereiniging von Forschern und Reisenden.

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vorbeifloss \'). Die Leute von Uburukara, welche FoRBES begleitet hatten, weigerten sich hier
noch weiter mitzutun und verschwanden während der Nacht, so dass nichts anderes übrig

blieb als am 30. den Rückmarsch anzutreten. Über Uburukara wurde nach dem Naoro abwärts
gestie^ und dort in der Nähe des Dorfes Madilo übernachtet. Als die Expedition am 31.

(1 c . Sowohl Sir William Macgregor (Ann. Report on Brit. New Guinea 1897—98, p. 2, 4) als Fräser A. Rochfort
^..e. pag. II) bestätigen auf Grund der Aussagen von Eingeborenen, dass Forbes bis Ginianumu gelangte.

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wieder das Lager am Goldie-Fluss erreichte, stellte es sich heraus, dass es inzwischen geplündert
worden war. Am folgenden Tage trat
Forbes den Rückmarsch an und erreichte am 5.
November Port Moresby. Ende Februar 1888 erfolgte .seine Rückkehr nach England

Man kann die Ergebnisse dieser mehr als zweijährigen Reisen nur als überaus dürftig
bezeichnen. Auf naturwissenschaftlichem Gebiet waren die Resultate kaum nennenswert und, was
seine geographischen Forschungen anbetrifft, so wurden zwar einige bisher unbetretene und schwer
zugängliche Gegenden aufgesucht, aber der Wert seiner Aufnahmearbeiten ist zum mindesten
sehr anfechtbar^). Aus den Aufnahmen von Sir
William MacgreGOR und J. B. Cameron
geht zudem hervor, dass er sich auf falscher Fährte befand und nicht einmal — wie er gemeint
hatte — bis an den Fuss des Owen Stanley-Gebirges gelangt war. Mit vollstem Rechte konnte
denn auch
Macgregor sagen: „I regret that neither myself nor Mr. Cameron could identify
many of the places named by Mr.
forbes ... Mr. forbes has clearly been looking at the
south-east end of Mount Victoria, so that the mountain has shut ofif from this view its great
extension on the north-west into the Owen Stanley Rangequot; •\'\').

L. A. Navarre, H. St. Verjus, L. Couppé und E- G. Edelfelt 1887.

Als Wirkungskreis für die Mission du Sacré-Coeur erwies sich die Yule-Lisel, die nur die
beiden Dörfer Tjiria [Chiria] und Erinina mit insgesamt 200 Einwohnern zählte, viel zu klein,
so dass sich sehr bald das Bedürfnis geltend machte, die Tätigkeit auf das gegenüberliegende
Festland von Neu-Guinea auszudehnen. Zu diesem Zweck waren bereits gelegentlich Beziehungen
mit den Eingeborenen der Küstendörfer angeknüpft worden, aber diese selbst waren noch nicht
von den Missionaren aufgesucht worden.

Im April 1887 traten nunmehr die Patres L. A. Navarre, H. St. Verjus und L.
Couppé mit dem Laienbruder Mariano eine Bootfahrt durch den Hall-Sund an, worauf sie
an die Mündung eines grossen Flusses gelangten, der den Namen St. Joseph erhielt Infolge der
in einem der Mündungsarme herrschenden starken Strömung sah man sich zur Umkehr gezwungen.

Gegen Ende desselben Monats unternahmen Verjus und CoUPPÉ, abermals von Mariano
begleitet, auf dem kleinen Kutter „Pie IX.quot; eine Küstenfahrt in nordwesthcher Richtung. Nach
Passiren des Possession-Kaps wurde auf Toaripi zugesteuert, vor der Mündung des Lakekamu

1)nbsp;Nature. XXXVII. London 1887, p. 421.

2)nbsp;Forbes hat, um die Lüclcenhaftiglceit seiner Darstellung zu entschuldigen, sich darauf berufen, dass erstens
während seines Marsches mit
James Chalmers (1886) die Kompassnadel versagt habe und zweitens bei der Plünderung
seines Lagers am
31. Oktober 1887 eines der wichtigsten Notizbücher abhanden gekommen sei. Es ist jedoch daran zu
erinnern, dass er Port Moresby am
3. Mai 1886 verlassen und die Zeit vom 21. Juni bis März 1887 auf der Insel Samarai
zugebracht hatte, wo er doch, nicht gerade von Amtsgeschäften überhäuft gewesen war, und somit sehr wohl eine Karten-
skizze der Umgegend von Sogeri hätte anfertigen können. Die auf seinem Marsche im Oktober gemachten Eintragungen
hatte er zudem unversehrt heimgebracht. „A very complete set of observations has been obtained by me, and I hope as
soon as
I have got fresh instruments to supply your Excellency with a map as accurate as it is possible for a flying
survey to producequot;, heisst es in dem von ihm an den Special Commissioner erstatteten Bericht (^1. c. pag.
67). Trotzdem
ist die Karte so fehlerhaft, dass nicht einmal der Lauf des Goldie-Flusses eine zutreffende Darstellung erhalten hat.

3)nbsp;Journey to the Summit of the Owen Stanley Range, New Guinea. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. XII. 1890,
p. 218—219. — In seiner Erwiderung (The Owen Stanley Range. I.e. pag. 558—363) suchte Forbes die Berechtigung
der Namen der von ihm am Owen Stanley-Pik bemerkten Erhebungen (Mount Walker, Abercromby Peak, Huxley Pinnacle,
Coutts Trotter Crag und Wharton Summit) darzutun und zugleich einige von ihnen mit den von
Macgregor angeführten
zu identifiziren. Ein Vergleich beider Karten zeigt aber, dass die Darstellung von
Forbes nicht brauchbar ist.

4)nbsp;Der Fluss wird von den anwohnenden Stämmen verschieden benannt Paimumu oder Paimomo, Angabunga,
Alabule, Arab ure, Agabuge. Am meisten gebräuchlich ist die in der Landschaft Mekéo übliche Bezeichnung Angabunga.

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genet das SchifF aber am 30. auf eine Bank und musste verlassen werden. Am nächsten Morgen
wurde es von Eingeborenen flott gemacht und in sicheren Port gebracht. Nach dreitägigem
Aufenthalt in der Behausung von
E. G. Edelfelt. der hier Kopra und Sago aufkaufte, wurde
die Rückfahrt angetreten

Am 18. Mai sollte endlich die Befahrung des St. Joseph-Flusses zur Tatsache werden.
Couppé und Verjus hatten mit dem Laienbruder George Port Léon in der Frühe verlassen
und liefen des Nachmittags in einen Mündungsarm, den Kémélu, ein in dem sie übernachteten.
Nachdem sie am nächsten Morgen einen anderen Arm, den Owapua, durchfahren hatten,
gelangten sie in den Hauptstrom, auf dem die Fahrt fortgesetzt wurde. Eine halbe Stunde
weiter stromaufwärts passirte man einen anderen Mündungsarm, den Baütsu. Nach Einbruch
der
Dunkelheit, nach Zurücklegung von etwa 16 km. auf dem 50—80 m. breiten Fluss, wurde
in dem am rechten Ufer hegenden Dorf Akabara Pohé gelandet und in dem 5 Minuten
entfernt liegenden Akabara Kafpu übernachtet. Beide Dörfer gehörten der Landschaft Paitana
und die Bewohner dem Stamme Roro an. Am 20. setzten die Missionare die Fahrt fort,
passirten erst den Landstrich Napafru, später Bäibua und erreichten nachmittags das Dorf
Ina Waé, wo über Nacht geblieben wurde. Am nächsten Morgen ging es nach dem 10 Minuten
vom Ufer entfernt liegenden Ina Wi, das 120 Häuser zählte. Am 23. wurde nach Ina Wepaf,
das 3 km. entfernt lag und sodann nach Bäipaha marschirt, von wo aus nach Ina Wi zurück-
gekehrt wurde. Am nächsten Tage trat man die Rückfahrt nach der Yule-Insel an.

Am ii. August unternahmen L. couppe und H. St. VerjuS, denen sich E. G. Edelfelt
angeschlossen hatte, aufs neue eine Fahrt, diesmal in der Absicht die Landschaft Mekéo
in der Umgebung des Yule-Berges [Kowio] näher zu erforschen Nachdem der Hall-Sund
gequert worden war, ruderten sie den Oral, der zwischen dem Bioto und dem Kiwa mündete,
eine Strecke stromaufwärts und erreichten alsdann, nach einem Marsch durch morastiges Land,
das aus 78 Häusern mit etwa 500 Seelen bestehende Ina Wabui (Fig. 48). Sodann ging
es m N W. weiter nach dem etwa 7 miles entfernt liegenden Eboa, das aus 96 Häusern mit
etwa 500 Einwohnern bestand. Am folgenden Morgen wurde Nordrichtung eingeschlagen,
worauf die Reisenden in das aus 40 Häusern mit etwa 200 Bewohnern bestehende Dorf Bebéo
gelangten, das nach
Edelfelt in 8° 24\' S., 146° 38\' 30quot; E. liegt Nachdem noch weitere 2
miles in N zW. zurückgelegt worden waren, ging es durch den Amo-Amo, einem Nebenfluss

1)nbsp;L. Couppé. Découverte d\'un grand fleuve en Nouvelle-Guinée. Annales de Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXIII.
Issoudun
1886, p. 27—34. — Lettre du R. P. Couppé. Les Missions Catholiques. XX. Lyon 1888, p. 117—1)8.—
Lettre du R. P. vérius au R. P Jouet. Ann. de la Propagation de la Foi. LX. Lyon 1888, p. 67—70. — Le Saint-
Joseph. Fleuve découvert dans la Nouvelle-Guinée par les Pères du Sacré-Coeur. Les Missions Catholiques. XX.
1888, p. 92—94.

2)nbsp;Nach Couppé besitzt der Fluss 5 Mündungsarme, von denen namentlich aufgeführt werden Kémélu, Owapua,
Ibé Aüriri und Baütsu.

3)nbsp;[F. Romanet du Caillaud]. Le Saint-Joseph. Fleuve découvert dans la Nouvelle-Guinée. Les Missions Catho-
liques. XX. Lyon
1888, p. 140—142, 162—165. —• L. Couppé. Exploration du fleuve Saint-Joseph. Annales de Notre-
Dame du Sacré-Coeur. XXIII.
1886, p. 83—76, 129—135. — V. JouËT. La Société des Missionnaires du Sacré-Coeur
dans les vicariats de Mélanésie et de Micronésie. Issoudun
1887, p. 206—230.

4)nbsp;E. G. Edelfelt. Notes on New Guinea. Proceed, and Transact. Queensl. Br. R. Geogr. Soc. of Australasia.
HI. 1887—8. Brisbane 1888, p. 92—102. — Victor JouËt. La Société des Missionnaires du Sacré-Coeur. 1887, p. 247—252. —
Mission de Notre-Dame du Sacré-Coeur. Annales de Notre-Dame du Sacré Coeur. XXIII. 1888, p. 158—161. — H. St. VÉRIus
[sic!]. Lettre à Monseigneur Navarre, ibid. p. 260—268,310—319. — F. Romanet du Caillaud. Les dernières explorations
des missionnaires du Sacré-Coeur en Nouvelle-Guinée. Compt. rend, des séances Soc. de Géogr. Paris
1888, p. 36—38.—
r\'. Romanet du Caillaud. Quelques renseignements géographiques. Océanie-—Nouvelle-Guinée. Ibid. p. 147—150.

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des Angabunga und schätzte von hier aus die Entfernung von dem in Wolken gehüllten
Yule-Berg auf etwa 5 miles. Am Nachmittag des 15. erfolgte das Eintreffen in dem aus 3
Ortschaften sich zusammensetzenden Raräi (ca. 250 Häuser und 1250 Seelen). Nach einem
zweitägigen Aufenthalt, während dessen es nicht gelang Führer und Träger für die Besteigung
des Kowio zu erlangen, wurde Bebeo wieder aufgesucht. Während
COUPPE hier zur Bewachung
des Gepäckes zurückblieb, folgte n
Verjus und Edelfelt aufs neue dem Lauf des Flusses

stromaufwärts bis zu einer Gabelung, bei welcher Gelegenheit im Sande Spuren von Gold
entdeckt wurden. Hier am Fuss des Berges, wurde ein 200 feet hoher Hügel erstiegen. Aus
einer Besteigung des Kowio wurde infolge andauernden Regenwetters und Widerhaarigkeit
der Eingeborenen auch diesmal nichts, so dass unverrichteter Sache nach der Yule-Insel
zurückgekehrt werden musste.

Am 4. August trafen die ersten Nonnen unter dem Geleite der Mère générale auf der
Missionsstation am Port Léon auf der Yule Insel ein \').

i) F. Hartzer. Cinq ans parmi les sauvages de la Nouvelle-Guinée. Issoudun 1888, p. 75.

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J- B. Cameron und A. C. English 1887.

inbsp;^^^ Nachricht von der Entdeckung des Goldes angelockt, stellte sich bereits am

Zr Ynbsp;Goldsucher J. B. Cameron in Begleiter des Vogelsammlers A. C. english auf

ihre quot;nbsp;Tage später setzten sie unter der Führung des Paters H. St. Verjus

Fhis ^^^^nbsp;einem Besuch von Pinupaka gelangten sie am 20. in den St. Joseph-

StroL ^^^ ruderten auf ihm 8 km. stromaufwärts. Infolge des gewaltigen Anschwellens des
g mes erwies sich das Vorwärtskommen am nächsten Tage untunlich, weshalb es am 23.

^^^ Baütsu ging und von dort weiter nach der Mündung des Kiwa. Am 24.
Sbir^quot;^ Reisenden über Oroi nach Ina Wabui und am folgenden Tage über Eboa und
hl ^ Lnbsp;Oberlauf des Flusses. Am 26. erreichten sie Taéna und am folgenden Tage

zahlT\'^^quot; ^^^nbsp;jenseitigen Ufer hegende Ina Wahuni. Im Flusssande wollte Cameron

Da rjr^^ Goldblättchen gefunden haben, der damit „au comble des voeuxquot; angelangt war.
Flösset,-^^ grossen Schwierigkeiten begegnete, liess man sich am 29. auf einem
IS Ina Wäi abwärts treiben. Am 31. kehrte die Expedition nach der Yule-Insel zurück gt;).

Hugh Hastings Romilly 1887—88.

^ H. H. Romilly langte von seinem in England verlebten Urlaub im März 1887 in

nj h^\'Tnbsp;\'\'\'\'\'nbsp;Brisbane begab. Am 2. April kehrte er über Cooktown

^ac Port xMoresby zurück 2). Im Mai machte er in Begleitung eines Herrn C. (cole?) einen
und^\' von Ihm beschriebenen Ausflug nach dem Laioki Später begab er sich nach Cooktown
dL s\'Tnbsp;der^ .Hygeiaquot;, in Begleitung des „Rapidquot;, im Juh nach Samarai, wo sich noch

^ r c oner „Harrierquot; hinzugeseUte, um eine Strafexpedition nach der Moresby-Insel, auf der
^ inesen von den Eingeborenen beraubt und erschlagen worden waren, anzutreten. Das
résultat war: „Bombarding the villages we could not reach, and burning those we
couldquot; 4).

m 4 Oktober suchte er mit John Douglas die Yule-Insel auf und begab sich von dort
nach Cooktown. Anfang November kehrte er auf der „Hygeiaquot; von dem östhchen Teile von
- eu-Cuinea, das er inzwischen aufgesucht hatte, zurück

Um die Jahreswende lief das russische Kriegsschiff „Ryndaquot; mit einem Grossfürsten an
Ord m Port Moresby ein. „They stayed about a fortnight, ate aU my food, drank all my
nnks, demoralized aU the natives, swore strange oaths, and went away when they had
squeezed the place quite dry. The Grand Duke is a capital fellow. I took him inland for a

Shooting party for a couple of days, but he very nearly shot me several times, and I was
glad to get backquot;

Am 26. März 1888 trat Romilly eine Fahrt auf dem „Ehengowanquot; nach Toaripi,
auch Motu-Motu genannt, an. Nach einem Besuch der Yule Insel, wurde am 31. in Toanpi
gelandet. Am 2. April erfolgte die Rückkehr nach Port Moresby.

missionnailef\'nlï!™^quot;nbsp;^enseignements géographiques contenues dans les dernières publications des

2 Hnbsp;Compt. rend, des séances. Soc. de Géographie. Paris 1888, p. 437-439-

in Sydney heJLtTZT\'f wnbsp;Mashonaland. London 1893, p. 281. Die Tagespresse

ydney begrusste .ha mU den Worten: „Arrival of another useless English officiaP\'... „Lord Cairns and his bear-leaderquot;.

3)nbsp;Fiom my Verandah m New Guinea. London 1889, p. 156-171.

4)nbsp;Letters from the Western Pacific, p. 283—286.

5)nbsp;L.c. pag. 313—316.

6)nbsp;L. e. pag. 299.

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4SO

Am 29. Jum segelte er mit James Chalmers nach Kabibi zum Besuch der dort

hegenden Dörfer. Beim Passiren der vor dem Edith-Fluss [Wanapa] befindhchen Barre schlu^.

das Boot um, die 22 Insassen erreichten den Strand mit heiler Haut, der übrige Inhalt einquot;
aber verloren i).nbsp;0nbsp;t, t,

Mit dem Eintreff-en von William Macgregor in Port Moresby, am 4. September, fand
Romillys Tätigkeit auf Neu-Guinea ihr Ende und reiste er nach Cooktown ab

J. M. Hennessy und James Chalmers 1887.

Im letzten Quartal des Jahres 1887 unternahmen James Chalmers und Kapt T M
Hennessy eine Fahrt auf dem „Ellengowan-), hauptsächhch zu dem Zweck, um zuquot; unter-
suchen, ob der 1879 von
Chalmers entdeckte Wickham-Fluss (s. oben p. 268) mit dem
von
Bevan aufgefundenen Queen\'s Jubilee-Fluss in Verbindung stehe Nach Besuch der
Yule-Insel wurde direkt auf den Wai Lala [Annie-Fluss] zugesteuert und etwa 2 miles von
der Mündung entfernt in 7°
57\'S., 145° 26\'E. geankert. Alsdann wurde in die Mündung ein-
gelaufen und am rechten Ufer das Dorf Perau angetroff-en (s. oben
p. 317). Auf einer
Bootfahrt gelangten die Reisenden 15 miles stromaufwärts, worauf sie landeten und nach einem
Marsch von miles durch sumpfiges Gebiet nach dem Dorfe Ope gelangten. Ein von hier
aus bestiegener Hügel gewährte keine Aussicht. Nach dem Verlassen der Wai Lala-Münduncv
wurde in Orokolo übernachtet und hierauf von dem Fluss Al^e [Arere] durch zahllose Kreekt
gerudert bis abermals ein grosser Flus.s, der Ai Wai [Aivai]
erreicht wurde. Auf einem weiteren
Kreek gelangten die Reisenden in den Mai Pua und bald darauf an das „Kannibalendorfquot;
Maipua. Von hier ruderten sie in den Panaroa (ca. 7° 49\'S., 145° S6\'E.), der gleich dem
AI Wai und Alele [Arere] ein Mündungsarm des Wickham-Flusses war. Die Mündung des
Panaroa bildete eine grosse, sichere Bucht, der
Hennessy den Namen Bloomfield-Hafen gab
Von Ihm aus konnten der Aird-, der Charleton-, der Giles-
sowie der Alexander-Berg deutlich
gesehen werden^). Auch die Sir Arthur Gordon-Kette sowie der Chester-Berg waren sichtbar.
Nachdem auf demselben Wege die Mündung des Wai Lala, die den Namen
Anderson-Hafen
Jhielt, wieder aufgesucht worden war, wurde an Bord des „Eüengowanquot; zurückgekehrt. Auf

der Heimfahrt nach Port Moresby legte das Schifif noch bei Kerema, Karama, Toaripi, der
Yule-Insel und Bura an.

1)nbsp;L. c. pag. 316.

2)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888, p. 25—28

bis 25 VC\'IZTZnbsp;dass CHALMERS, der sich vom 10. August 1886

zu ücktulih ennbsp;T quot;nbsp;September Sydney verlassen hatte, um nach Port Moresby

™iuckzullt;ehien (Cuihbert Lennox. James Chalmers of New Guinea. London 1902, p. 139, 147 Wie er selbst aus VoJf

hatte sich alsdann in einem Boot nach Maiwa begeben, wo er am 8. eintraf. Am 9. traf er in Djokea [Jokea] unT m
o in Toanpr ein (
James Chalmers. Back in New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. 1888 p. 14-19) ^ musquot;

also die oben geschilderte Fahrt in den letzten Monaten des Jahres 1887 stattgefunden haben -nbsp;\'9). Es muss

and Tra\'nsai; R Z^\'snbsp;\'nbsp;^^nbsp;^ew Guinea. Proceed

and l^ransact. R. Geogi. Soc. Australasia. Queensl. Br. IIL 1887-88. Brisbane 1888, p. 64-71. - [tp Thomson]

New Guinea. Scott Geogr. Magazine. IV. Edinburgh 1888, p. 334-335- - J- P. Tho^. Le village de llrbaTes d^^
Maipua, Nouvelle-Gumée. Revue d\'Ethnographie. IIL Paris
1889, p 391nbsp;cannibales de

in B ^^ Theodore F. Bevan hatte diese Berge unter dem Namen Stanhope-Kette zusammengefasst und sie ausserdem
in Brassey-, Wynne-, Barkly-, Mac Arthur-, Fergusson- und Paul-Berg umgetauftnbsp;aussei dem

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C. Schräder, M. Hollrung und C. Schneider 1887.

Nachdem die Mitgheder der wissenschafthchen Expedition Anfang 1887 von Hatzfeldt-
Hafen nach Finsch-Hafen zurückgekehrt waren, dampfte M.
Hollrung am 31. Januar zunächst
nach Konstantin-Hafen ab, um bis zum 31. März das an der Astrolabe-Bai zwischen Kap
Märagun und Friedrich Wilhelms-Hafen liegende Gebiet zu untersuchen \'). Er unternahm
einige grössere Ausflüge längs der ganzen Küste von dem gegenüber der Insel Bili-Bili
mündenden Gogol [Weu] bis zum Kap Meragun und dem unweit mündenden Kabenau.
Ferner bestieg er die Berge im Süden der Bai zwischen dem Kabenau und dem Konstantin-
Berg [Sambu Mana] bis auf 6 km. Entfernung von der Küste Die hier bis zum Kabenau
von W. nach E. mündenden Gewässer Kior, Kaja Gi, Uwag Tulumbi [Telum], Jelegde,
Sobala, Gurur, Tjonioku, Maclay-Bach, Hafen-Bach, Golang Samba, Gharendele und Marau
besassen nur einen kurzen Lauf. Mit dem Kabenau nahmen einige grössere Flüsse den
Anfang, nämlich Bok, Kole, Maken und Käbarang. Kleinere Bäche, die sich ostwärts vom
Bok fanden, waren Bülidan, Dälichula, Ona, 011, Tsarar, Gumbim sowie
3 Bäche, deren Namen
nicht ermittelt werden konnten. Östlich vom Maken mündeten noch die Flüsse Gangjimbi
und Inanggi.

Von Bogadj im aus unternahm Hollrung einen Ausflug nach den Dörfern Saugomu
Tsubia und Gorima, ferner nach dem Gogol, von dessen Mündung aus er auch nach Bili-Bili
gelangte.

Am 19. März wurde Hollrung von der „Samoaquot; vom Konstantin-Hafen nach dem
Friedrich Wilhelms-Hafen befördert, um seine Gestade sowie einige der benachbarten Eilande
zu untersuchen. Inzwischen war G.
schneider nach dem Konstantin-Hafen gelangt, in dessen
Umkreis er Exkursionen machte

Ende März müssen die Mitglieder der wissenschaftlichen Expedition sich wieder ver-
einigt haben «j, denn am i. April bezog sie ein Lager nordösthch vom Dorfe Bägili, das an
der Küste ungefähr gegenüber der Juno-Insel lag Am
16. April brach hollrung auf, um
den Strand bis zum Kap Groisilles zu begehen. Zunächst durchschritt er den Fluss Ama von
dem aus — Y2 km. entfernt — ein Teil des zur Zeit verlassenen Dorfes Sumbü Marän sichtbar
war. Gegen Mittag wurde das Dorf Matükär erreicht und später der Fluss Barel, an dem
Hollrung übernachtete. Nach dem Besuch des Kaps Croisilles, bei welcher Gelegenheit er,
50—200 m. von der Küste entfernt, den i km. langen und 100—150 m. breiten See Diwir
auffand, erfolgte die Rückkehr ins Lager. Am
18. stellten sich hier Bewohner der Landschaft
Bunu ein, in deren Begleitung die Expedition aufbrach und die Dörfer Bunu Muruik, Bunu
Miäu, Bunu Udüsik und Bunu Likesal besuchte. Nachmittags ging es nach Matükär und darauf

1)nbsp;M. Hollrung. Untersuchung des Gebietes längs der Astrolabe-Bai. Nachr. K. W. L. III. 1887 p 135_143 _

Bericht. Ibid. IV. 1888, p. 184.nbsp;5 •nbsp;.•

2)nbsp;Dahinter erhob sich eine Kette, auf deren Kamm die Spitzen Budeöbu und Horegöru hervorragten.

3)nbsp;Zwischen dem Kaja Gi und Uwag münden noch der Marienga und Imbaha.

4)nbsp;Am 17. März nach J. W. Thomas (Von Nias nach Kaiser Wilhelms-Land. Gütersloh 1892, p. 38).

5)nbsp;C. Schneider. Forschungstouren im Umkreise der Station Constantinhafen. Nachr. K. W. L. III. 1887, p. 144_148.

6)nbsp;Hollrung sagt, dass dies Anfang März geschah, was jedoch mit den übrigen Angaben nicht in Übereinstim-
mung zu bringen ist (Nachr. K. W. L. IV.
1888, p. 184).

7)nbsp;C. .Schräder. Bericht. Nachr. K. W. L. IIL 1887, p. 148—150.
Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

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am 19. nach Bâgih zurück. Inzwischen hatte C. Schneider eine Untersuchung des zwischen
dem Fluss Gabarön und der Juno-Insel liegenden Gebietes vorgenommen.

In der Zeit vom 22.-25. und 25.-28. April hielten Hollrung, C. Schneider und
Hunstein sich in dem zwischen dem Alexis-Hafen und dem Gabaron hegenden Gebiete auf,
zu welchem Zweck sie von der „Ottihequot; etwa 3 km. im Norden der Ottilien-Einfahrt gelandet
wurden. Ein Marsch brachte sie, bis 1 — 1% km. vom Eingang des Alexis
-Hafens [Bostrèm-Bai]
entfernt, in die Nähe des Dorfes Kekar. Auf der Wanderung landeinwärts wurde am nächsten
Tage der in die Bostrèm-Bai mündende Ju aufgefunden. Den letzten Tag verwendete die
Expedition auf die Irempi- und Sembi-Landschaft, die mit ihren vielen Dörfern und Pflanzungen
einem grossen Garten glich. Auf dem Rückweg ins Lager durchzog man die nördlich vom
Sembi liegenden Dörfer Geiso, Dore, Wuéla, Gabidsau und Hiwéla.

Einen dritten, vom Wetter wenig begünstigten Ausflug unternahm die Expedition in
der Zeit vom l.—9. Mai nach dem Hauptgebirgskamm, wie sie sich euphemistisch ausdrückte.
Von Bägili aus ging die Wanderung durch die Dörfer Malab und Babuk, worauf nachmittags
bei einigen Hütten unterhalb einer Bergkuppe gelagert wurde. Nach zweitägigem Aufenthalt
wurde der Kamm bestiegen und alsdann nach dem Dorf Wolembik, das als Aufenthaltsort
bis zum 7. diente, marschirt. Nachdem das Bägili-Lager am 9. wieder erreicht worden war,
schifften sich die Mitgheder der Expedition am 13. auf der „Ysabelquot; ein, um nach Finsch-
Hafen zurückbefördert

zu werden. Von hier aus begaben sie sich nach Butauèng an der
Langemak-Bucht zu einem von 19. Mai bis i. Juni währenden Aufenthalte
Hollrung
besuchte von hier aus u. a. das Dorf Mésuing

W. von Puttkammer und E. Schollenbruch 1887.

W. von Puttkammer und E. Schollenbruch trafen in der ersten Aprilwoche von
Finsch-Hafen in der Langemak-Bucht [Bubui Aua] ein, um an dem Zusammenfluss des Bu
Tauèng und des Bu Bui die Errichtung der Nebenstation Butauèng in Angriff zu nehmen

O. Schellong 1887.

Am 18. Juli 1886 hatte O. schellong in Gemeinschaft mit dem Vizekonsul Knappe
und E. Schollenbruch dem unweit Finschhafen liegenden Stranddorf Kätega einen Besuch
abgestattet und dort einem Tanzfest beigewohnt. Er wiederholte diesen Besuch 1887 gelegentlich
des Hauptfestes der Beschneidung (Balum), das von Ende März bis Anfang April währte %

Kapt. Tadhomme 1887.

Im März 1887 besuchte Kapt. Tadhomme um Kopra zu laden die Reede von Matupi,
von der er eine Beschreibung gibt

1)nbsp;M. Hollrung. Untersuchungsreisen vom i. April—24. Juni 1887. Nachr. K. W. L. HI. 1887, p. 178—189.

2)nbsp;L. c. pag. 188—189.

3)nbsp;Nachrichten K. W. L. III. 1887, p. 150—151. — P. Langhans. Der untere Bubui mit der Missionsstation
Simbang nach den Aufnahmen von R. [sie!] Schollenbruch und P. Schneider
1887. Petermanns Mittlg. XLIV. 1898. Taf. 8.

In August 1889 wurde, behufs Vereinfachung der Verwaltung, die Station aufgehoben und mit der von Finsch-
Hafen vereinigt. (Nachr. K. W. L. VI.
1890, p. 10).

4)nbsp;O. Schellong. Das Barium-Fest der Gegend Finschhafens (Kaiser Wilhelmsland). Internat. Archiv, für Ethno-
graphie. IL Leiden
1889, p. 145—162. Taf. VII.

5)nbsp;Notice sur le port de Matupi (Nouvelle-Bretagne) et le port de Tomil (Isle de Yap, Carolines). Bull. Soc.
Géogr. comm. de Hâvre.
1888, p. 115—118.

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G. E. G. Freiherr von Schleinitz 1887.

Eine im Mai 1887 auf dem Dampfer „Ysabelquot; längs eines Teiles der Nordküste von Neu-
Pommern unternommene Fahrt sollte
von Schleinitz darüber belehren, dass die bestehenden
Karten der Wirklichkeit sehr wenig entsprachen \'). Von Finsch-Hafen aus kam das Schiff
zunächst am Kap Gloucester vorbei in eine ziemlich tief einschneidende Bucht, die den Namen
Zöller-Bai erhielt (Fig. 49). Ein südöstlich davon sich erhebender, etwa 1500 m. hoher Berg
wurde Schrader-Berg
genannt 3). Auf der Weiterfahrt tauchte, g\'j^ km. vom Kap Gauffre

30

entfernt, ein als Kap Kiepert bezeichnetes Vorgebirge auf, das den westhchen Abschluss der
Börgen-Bai bildete. Ihre Ostspitze bildete das Kap Mensing c), an das sich unmittelbar die
Rottok-Bai\') anschloss. Nach Passiren des Kaps Raoul dampfte die „Ysabelquot; an dem unter
149° E. hegenden Kap Boguslawski vorbei und lief in die Rein-Bai ein, die im Westen

vom Kap Neumayer\'O), im Osten vom Kap Kirchhoffquot;) begrenzt wurde. Nach der Landun^r
--- amp;

1)nbsp;Frhr. von Schleinitz. Begleitworte zur Karte der Nordküste des westlichen Teils von Neu-Pommern Zeitschr
Gesellsch. f. Erdkunde. XXXI. Berlin 1896, p. 143-150, Taf. VII. - Vorläufige Karte von Neu-Pommern. Berlini897.
Reichsmarineamt, N°. 90 (Neudruck 1910).

2)nbsp;Nach Hugo Zöller in München, der 1888 das Finisterre-Gebirge besuchte. Auf der deutschen Admiralitäts-
karte N°. 90 irrigerweise als Börgen-Bai bezeichnet,

3)nbsp;Nach dem Astronomen C. Schräder in Berlin, s, Zt, Leiter der wissenschaftlichen Expedition,

4)nbsp;Nach dem Historiker und Kartographen Heinrich Kiepert in Berlin. Das Vorgebirge ist auf der deutschen
Admiralitätskarte als Kap Raoult bezeichnet.

5)nbsp;Nach dem Vorsteher des kaiserl. Observatoriums in Wilhelmshaven, Carl Börgen.

6)nbsp;Nach dem Korvettenkapitän Mensipig.

7)nbsp;Nach dem Kapt. Leutn. Rottok.

8)nbsp;Naeh dem Hydrographen Georg von Boguslawski.

9)nbsp;Nach dem Geographen Joh. Justus Rein in Bonn.

1-0) Nach Georg Neum.ayer, damals Direktor der Deutschen Seewarte in Hamburg.
II) Nach dem Geographen Alfred Kirchhoff, damals in Halle a/S.

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unternahm von Schleinitz eine Bootfahrt 4\'/^ Seem, aufwärts auf dem hier mündenden, etwa
40 m. breiten Fluss [Azia]. Nach Rückkehr an Bord wurden auf der in östlicher Richtung
fortgesetzten Fahrt die kleinen Heinrichs-Inseln, hinter denen sich das Ruge-Kap\') erhob,
umfahren, worauf im östlichen Teile der Emilien-Bai unweit einer Flussmündung vor Anker
gegangen wurde. Auf der Weiterreise in nordöstlicher Richtung wurde bis eben über das
Virchow-Kap hinausgedampft, das den nördlichen Ausläufer des hohen, zackigen Fenck-
Berges bildete, der zugleich im Osten die fast rififreie Eleonoren-Bai begrenzte. Die kleinen,
ihm vorliegenden Eilande erhielten den Namen Sigismund-Inseln Hier sah
von Schleinitz
sich gezwungen die Aufnahmen abzubrechen und nach Finsch-Hafen zurückzukehren.

C. Schräder, M. Hollrung und C. Sehneider 1887.

Nach den früheren Fahrten auf dem Kaiserin Augusta-Fluss, denen ein vorbereitender
Charakter zukam, konnte die wissenschaftliche Expedition endlich am 24. Juni die Abfahrt
auf der „Samoaquot; antreten, um dem ihr erteilten Auftrag, eine eingehendere Untersuchung des
Stromgebietes vorzunehmen, nachzukommen. Zunächst wurden Konstantin-Hafen am 26. und
Hatzfeldt-Hafen am 27. besucht, wo sich auch die Missionare
Friedr. Eich und J. W. Thomas
einschifften, dann gelangte der Dampfer am 28. vor die Mündung des Flusses Die Fahrt
auf ihm ging glatt von statten bis am 6. Juh, als die „Samoaquot; unter 4°i3\'S., 141° 55,7\'E.
auf Grund kam. Am 8. bezog die Expedition bei dem Dorfe Tsenap [Zenäp] ein Lager
unter 4° 17\'S., 142° 16\'E., an einer Stehe, an der die Ausläufer eines 300—400 m. hohen
Bergrückens bis an die Ufer herantraten. Die „Samoaquot; dampfte hierauf mit den beiden Mis-
sionaren an Bord wieder stromabwärts und traf am 16. in Finsch-Hafen ein. Auf Anordnuno-
des Landeshauptmanns kehrte sie am 20. August zurück, um die Expedition aufzunehmen
und alsdann unterhalb des ersten Lagers, und zwar bei dem Dorfe Malu (4° 12,4\' S., 142° 54\' E.)
wieder abzusetzen und darauf zurückzukehren. Die anfänglich guten Beziehungen zu den
Eingeborenen sollten bald einen Stoss erleiden, der zum Abbruch jeglichen Verkehrs
führte. Hierdurch wurde man auch daran gehindert die Namen der meisten Ortschaften in
Erfahrung zu bringen Der südlich und östlich von Malu streichende Rücken erhielt den
Namen Hunstein-Gebirge. Am 7. November fuhr die Expedition auf der inzwischen einge-
troffenen „OttiUequot; wieder ab \'^j und begab sich nach dem Auslaufen direkt nach den Furdy-

1)nbsp;Nach dem Geographen Sophus Rüge in Dresden.

2)nbsp;Nach Rudolf Virchow. Jetzt trägt dieses Vorgebirge den Namen Rüdiger-Spitze.

3)nbsp;Nach dem Geographen Albrecht Penck, damals in Wien.

4)nbsp;Die grösste und eigentliche Sigismund-Insel wurde später in Forsayth-Insel umgetauft. Ihr einheimischer Name
ist Nugakau, nach anderer Angabe jedoch Kambi (Globus XCVI. 1909,
p. 64).

5)nbsp;Nach Rud. PöCH (Bericht über eine Reise nach Neu-Guinea. Deutsches Kolonialblatt. xviii. 1906, p. 347)
lautet der einheimische-Kame Watam, nach
Full (Eine Fahrt auf dem Kaiserin Augusta-Fluss. I.e. XX. 1909, p. 739)
jedoch Abschima oder Sipik. G.
Friederici sagt endlich (Die Expedition Sapper-Friederici. 1. c. XX. 1909, p. 332), dass
er im Mündungsgebiet Azimar, aber einige Kilometer aufwärts Kokuan genannt wird.

6)nbsp;In Berührung kamen die Mitglieder der Expedition noch mit den Bewohnern von Mechan oberhalb und mit
denen von Jambonai und Tjesbandi unterhalb des Lagers. In den Bergen sollte sich noch ein Dorf Jergai befinden.

7)nbsp;Da es, abgesehen von der Fahrt von H. C. Bluntschli am 15. und 16. März 1890, noch 18. Jahre währen
sollte, ehe der Strom wieder von Weissen befahren wurde und uns demnach keine Gelegenheit mehr geboten wird, diese
Fahrten zu beschreiben, so mögen sie wenigstens kurz angeführt werden. E.
Krauss (Eine Reise nach Kaiser Wilhelmsland.
Deutsches Kolonialblatt. XVIIL 1907,
p. 204) lief am 29.\' August 1906 auf dem „Seesternquot; ein, gelangte 6 Seemeüen
stromaufwärts und besuchte das Dorf Koferan. Im August 1908 wurde der Fluss von G. A.
Dorsey auf der „Siarquot; 100 km.
stromaufwärts bis Kewando befahren (Deutsches Koloniablatt. XX. 1909, p. 741). Vom 20.—26. November 1908 unternahmen

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Inseln, die durch die auf ihnen vorkommenden phosphoritischen Kalke die Aufmerksamkeit
auf sich gezogen hatten. Der Aufenthalt auf dieser kleinen, aus der Süd-Bat-, Nord-Bat-,
Mouse- und Mole-Insel bestehenden Gruppe währte vom 12. bis 15. November. C.
SCHRÄDER
bestimmte die Nordspitze der Bat-Insel zu 2° 50,6\'S., 146° 14,1\'E. und die Südspitze der
Mole-Insel zu 2° 52,5\'S., 146° 28,3\'E.

Nach Erledigung ihrer Arbeiten setzte die Expedition ihre Fahrt nach der Steffen-
Strasse fort, um die Insel Nusa aufzusuchen und kehrte über Mioko, Matupi und Ralum nach
Finsch-Hafen zurück, wo sie am 25. eintraf.

Worin die Tätigkeit der Expedition während ihres 4 volle Monate währenden Aufent-
haltes am Kaiserin Augusta-Fluss eigentlich bestanden hat, ist ihr Geheimnis geblieben. Bekannt
geworden ist nur, dass ein paar astronomische Ortsbestimmungen vorgenommen und pfianzhche
sowie ethnographische Objekte gesammelt wurden \').

J. Ch. Christians 1887.

Die deutsche Bark „Emanuelquot;, Kapt. J. Chr. Christians, verhess am 26. Mai 1887
den Mioko-Hafen, um 42 eingeborene Arbeiter in ihre Heimat zurückzubefördern. Sie traf am
29. vor dem Eingang der Steffen-Strasse ein, durchlief sie am folgenden Tage und ging abends
vor der Insel Kaboteran vor Anker. Die Insel Nusa wurde jedoch erst am i. Juni erreicht^).

Schoner „Forest Kingquot; 1887.

Der Arbeiterschoner „Forest Kingquot; war mit 120 Eingeborenen, die von Queensland
nach dem Bismarck-Archipel zurückbefördert werden sollten, Ende 1886 in den St. Geor«--
Kanal gelangt. Nachdem er infolge stürmischen Wetters an der Neu-Mecklenburg-Küste Havarie
erlitten hatte, begab der

an Bord befindhche Regierungsagent Murray sich in einem mit 5
Matrosen bemannten Boot an den Strand, um nach Wasser und Proviant auszusehen, wurde

Full (Deutsches Kolonialblatt. XX. 1909, p. 739—745) und G. Friederici (Ibid. p. 331—334) eine Fahrt auf dem
Dampfer „Langeoogquot;, Kapt.
Roscher, die sich bis 4° 6\'S., 143° 11\'E. ausdehnte. Die Hamburger Südsee-Expedition befuhr
ihn in der Zeit vom 22. Mai bis 2. Juni 1909 auf dem Dampfer „Peihoquot;. (Von der Hamburger Südsee-Expedition. Globus
XCVIL 1910, p. 95.,
O. Reche. Eine Bereisung des Kaiserin Augusta-Flusses I.e., p. 285—286., O. Schlaginhaufen.
Reisen in Kaiser Wilhelmsland. Abh. u. Ber. Zoolog, u. Anthrop. Ethnogr. Museum. Dresden. XIIL 1910, p 7) Der
Besuch des deutschen Kriegsschiffes „Cormoranquot; fand in den Tagen vom 13.—21. November statt.
(Pfarrius. S M.S.
„Cormoranquot; im Kaiserin Augusta-Fluss. Marine-Rundschau. XXI. 1910, p. 386—389., Deutsches Kolonialblatt. XXI. 1910,
p. 236—238.,
Frhr. von Spiegel. 183 Seemeilen im Innern Neuguineas. Deutsche Kolonialzeitung. XXVII. 1910, p\'
421—422, 437—438, 451—452). Nachdem das niederländische Kriegsschiff „Ediquot;. Lt. z.
See J. J. Rambonnet, in Begleitimg
des Ideinen Dampfers „Pionierquot; und schliesshch in Booten, den Nachweis erbracht hatte, dass man ohne erhebliche
Schwierigkeiten bis an 141° E. gelangen könne (Java-Bode 25. Aug. 1910., Petermanns Mittlg. LVI. 2. 1910, p. 309.,
Globus. XCVHI. X910, p. 376—378., Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) XXVH. 1910, p. 1246—1249), trat die\'
deutsch-niederländische Grenzexpedition die Fahrt nach dem Fluss an, in den sie am 10. September 1910 einlief an. Der
fernste, von ihr erreichte Punkt lag in 4° 49\'S. und etwa 141° 15\'E. (H.
Wichmann. Die deutsch-niederländische Grenz-
kommission in Neuguinea. Petermanns Mittlg. LVII.
i. 1911, p. 186 Taf. IV., C. Craandijk. De kaart der Keizerin
Augusta-rivier. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) XXVIII. 1911, p. 311—312, Karte VH).

1)nbsp;Expedition nach dem Kaiserin Augusta-Fluss. Nachr. K. W. L. III. 1887, p. 189_192., IV. 1888, p. 23_32._

[C. Schräder]. Erläuterungen zu der Karte des Kaiserin Augusta-Flusses. Zeitschr. Gesellsch. f. Erdkunde. XXIV. Berlin
1889, P- 191-193-
C. Schräder. Astronomisch-geographische Ortsbestimmungen in Kaiser Wilhelms-Land. I.e. pag.
181. — R.
Parkinson. Ein Ausflug auf dem Kaiserin Augusta-Strom in Kaiser Wilhelmsland. Norddeutsche Allgemeine
Zeitung. XXVH. Berlin 1888, 179 (16. April) und N°. 181
(17. April). — [M. Hollrung]. Expedition nach den
Purdy-Inseln. Nachr. K. W. L. IV. 1888, p. 32—34. — K.
Th. Preuss. Ueber einige Ornamente vom Kaiserin Augusta-
Fluss in Deutsch-Neu-Guinea. Internat. Archiv, f. Ethnogr. XI. Leiden 1898,
p. 145_153, Taf. VHI.

2)nbsp;Über die Einsegelung nach Nusa an der Nordküste von Neu-Mecklenburg. Ann. der Llydrographie. XVII.
Berlin 1889, p. 41.

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aber hier von den Eingeborenen mit Steinen und Speeren begrüsst, so dass er zur Umkehr
gezwungen wurde. Als der „Forest Kingquot; nicht wieder aufzufinden war, setzte das Boot seine
Fahrt in nördlicher Richtung fort und landete am 24. Januar auf der Ralum-Plantage an der
Blanche-Bai, wo die Insassen von dem gerade dort hegenden Dampfer „Ottiliequot; aufgenommen
wurden. Als dieser sich sofort auf die Suche begab, glückte es ihm den Schoner, der 34 Tage
lang im St. Georg-Kanal umhergetrieben war, ausfindig zu machen und nach Matupi zu
schleppen \').

Douglas Rannie 1887.

Douglas Rannie, der bereits 1884 eine Fahrt nach Neu-Mecklenburg unternommen
hatte segelte am 15. Mai 1887
im Auftrage der Firma Brydon, Jones amp; Co von Brisbane
aus, um Eingeborene, deren Arbeitszeit auf den Zuckerplantagen in Queensland abgelaufen
war, in ihre Heimat zurückzubefördern Nachdem das Schifif bei Liki-Liki angelegt hatte,
setzte es seine Fahrt längs der Ostküste von Neu-Mecklenburg fort. Die hinter dem Kap Santa
Maria sich erhebenden Berge schätzte
\'Rannie in übertriebener Weise auf 7000 bis 8000 feet.
Einige miles nördlich davon traf er die Landschaft Rahalu [sie!] an, auf die Koblaman (lies
Kabelman) folgte. Unter den von ihm besuchten Inseln werden erwähnt die St. Jan-[Feni-]
Inseln, die Anthony Caens-[Tanga-] Inseln, Lihir, die grösste der Gardenijs-Inseln, von der
gesagt wird, dass ihr einheimischer Name Nolam sei, sowie, dass an ihrer Südwestseite sich ein
Ankerplatz befinde. Nachdem das Schifiquot; noch Arbeiter auf der Visscher-Insel [Simberi] gelandet
hatte, durchlief es nach einem Besuch von Nusa die Stefi\'en-Strasse und ging am 30. Juni in
der Blanche-Bai vor Anker. Am 4. Juli weilte
Rannie auf der Ralum-Plantage, aber erst einige
Wochen später wird er die Rückfahrt nach Queensland angetreten haben, denn erst am\'28.
lief sein Schifif aus dem St. Georg-Kanal aus.

Kapt. Leutn. Graf von Baudissin I. 1887.

Das deutsche Kanonenboot „Albatrossquot;, Kapt. Leutn. Graf von Baudissin I, hatte
Apia (Samoa-Inseln) am 13. Dezember 1886 verlassen und Jaluit (Marshall-Inseln) am 24.
erreicht. Nach einem am 28. unternommenen Abstecher nach dem
Kwajelin-[Mentschikow-]
Inseln, von dem es am 5. Januar 1887 zurückkehrte, setzte es die Fahrt am 7. fort und traf
am 15. vor Matupi in der Blanche-Bai ein. Über die Verrichtungen des Schiffquot;es im Bismarck-
Archipel ist nichts Näheres bekannt geworden. Am 15. Mai wurde Matupi wieder verlassen
und nach einem Besuch mehrerer Küstenplätze die Heimfahrt auf dem Wege durch die
Torres-Strasse (Thursday-Insel 10.—11. Oktober) fortgesetzt^).

H. Masehwedt 1887.

H. Maschwedt berichtete aus Cooktown, 3. Juli 1887, über einen Besuch von Finsch-
Hafen und der neugegründeten Missionsstation Simbang

1)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. IIL Berlin 1887, p. 87.

2)nbsp;Bei dieser Gelegenheit hatte er Arbeiter nach den Anthony Caens-Inseln [Tanga] und nach der Visscher-Insel
[Simb6ri] zurückbefördert.

3)nbsp;Douglas Rannie. New Ireland. Proceed, and Transact. Queensland Br. R. Geogr. Soc. of Australasia III
1887—88. Brisbane 1888, p. 73—90.

4)nbsp;Reise-Chronik der Schifife und Fahrzeuge der Kaiserl. Marine. Ann. der Hydrographie. XVI. 1887, p. 513.

5)nbsp;Deutsche Kolonialzeitung. III. 18S7, p. 723.

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Station Hatzfeldt-Hafen 1887.

Der Betrieb auf der Station Hatzfeldt-Hafen erfuhr im Jahre 1887 eine empfindliche
Störung dadurch, dass
12 auf der der Insel Tschirlmotsch gegenüberhegenden Pflanzung
beschäftigte Malaien am
23. Juli unvermutet von etwa 25 Eingeborenen angegriffen wurden.
Durch Speere und Pfeile wurden 6 Arbeiter verwundet und einer getötet. Nachdem die
Dampfer „Samoaquot; und „Ottiliequot; am
27. August Verstärkungen gebracht hatten, ging man am
29. zunächst gegen das Dorf Dugumor vor, das aber verlassen war und nunmehr einge-
äschert wurde. Ein gleiches Loos traf am folgenden Tage das Dorf Tombenam. Ein drittes,
nämlich Tjiriar [Tschiriar], in dem sich Mitschuldige aufhielten, konnte dagegen nicht erreicht
werden

In demselben Jahre wurden Teile des Hinterlandes vom Landmesser VON BrixeN
aufgenommen

Freiherr G. E. G. von Schleinitz 1887.

Erst am 23. September konnte von Schleinitz seine Untersuchung der Nordküste
von Neu-Pommern wieder aufnehmen (s. oben p.
453). Er verliess Hatzfeldt-Hafen auf der
„Ysabelquot;, Kapt. W.
Rasch, mit den Missionaren Fr. Eich und J. W. Thomas an Bord
Bei dem Anlaufen des Whirlwind-Riffes, am nächsten Morgen, wurde die Beobachtung gemacht,
dass es auf der Karte mehrere Seemeilen zu weit nach Süden lag. Am
25. gelangte das Schiffquot;
m die Nähe der von D\'entrecasteaux 1793 entdeckten Inseln Willaumez und Raoul 4). Als
jedoch vergebens nach einer östlichen Durchfahrt ausgespäht und zugleich erkannt wurde, dass
man es mit einer Halbinsel zu tun habe, beschloss
von schleinitz die Küste dieses Landes-
teils in möglichster Nähe zu verfolgen (Fig.
49). An dem bereits erwähnten Kap Wilson
vorbeifahrend, gelangte die „Ysabel\'quot; in die Riebeck-Bucht
s), an der sich, nur wenige Kilometer
vom Ufer entfernt, der Krümmel-Bergerhob. Im Osten ragte der vulkanische Kegel des
Welcker-Berges empor. Das die Bai im N. abschliessende Vorgebirge erhielt den Namen
Kap Bastian®) und dasnbsp;km. nördhch davon hegende den Namen Kap ScheUong 3), das

ein Ausläufer des vulkanischen Langhans-Berges \'O) war. Etwa 20 km. NNE. hiervon passirte
die „Ysabelquot; das Goltz-Kap, über dem sich der bisher als Insel angesehene Raoul-Berg

1)nbsp;Nachr. K. W.L. IH. 1887, p. 192-194. - J. W. Thomas.nbsp;Von Nias nach Kaiser Wilhehns-Land. Gütersloh
1892, p. 61.

Nach der Deutschen Kolonialzeitung. IV. Berlin 1887, p. 662.nbsp;Anm. und p. 723 wurde im September noch ein
Angriüf auf die „Ottiliequot; verübt.

2)nbsp;Das Hinterland von Hatzfeldthafen. Auf Grund der Aufnahmen und Vermessungen von Brixen und Linnemann
Petermanns Mittlg. XLI.
1895, Taf. 13.

3)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. IV. 1888, p. 34-35- - Frhr. von Schleinitz. Begleitworte zur
Karte der Nordküste des wesüichen Theils der Insel Neu-Pommern. Zeitschr. Ges. f. Erdkunde. XXXI. Berlin
1896, p.
150—154. Taf. Vn. - J. W. Thomas. Von Nias nach Kaiser Wilhelms-Land. Gütersloh 1892 p. 94—101.

4)nbsp;Siehe Nova Guinea. I, p. 271.nbsp;\'

5)nbsp;Nach dem Forschungsreisenden Hermann Riebeck.

6)nbsp;Nach dem Geographen Otto Krümmel, damals in Kiel.

7)nbsp;Nach dem verstorbenen Kartegraphen des Hydrographischen Amtes, Welcker in Berlin.

8)nbsp;Nach dem Ethnologen Adolf Bastian.

9)nbsp;Nach O. Schellong, dem damaligen Arzt der Neu-Guinea-Kompagnie.

10)nbsp;Nach dem Geographen Paul Langhans in Gotha.

11)nbsp;Es ist dies der 1020 m. hohe Willaumez-Berg.

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erhob. Der Kopf, der nunmehr als Admirals-Halbinsel eingeführten Halbinsel besteht nach
von Schleinitz aus einer mittelhohen, im östlichen Teile etwas hügeligen Ebene, dem Plateau
Villaumez (sie!). Das westliche Vorgebirge wurde Kap Knorr, das nordwestliche Kap Monts,
die Nordspitze Kap Hollmann und die Südspitze Kap Heussner genannt, während das Ostkap
seinen bisherigen Namen Kap Campbell beibehielt. Auf der weiteren Umfahrung der Halbinsel
tauchten bei südlichem Kurse abermals mächtige Vulkane auf und wurde der erste, dem das
Schifif sich näherte, Schering-Berg, das in See springende Vorgebirge Schering-Kap und die
kleinen vorhegenden Eilande Schering-Inseln genannt^). Südhch davon meinte
von Schleinitz,
ohne Gewissheit erlangen zu können, die einen Vulkan tragende Gicquel-Insel zu erkennen,
die aus zwei Bergkuppen bestand Infolge des Eintretens trüben Wetters konnte der Verlauf
der Küste zwischen der Gicquel- und der Du Faur-Insel nur annähernd festgestellt worden.

Hierauf wandte der Dampfer sich der Ostküste Neu-Pommerns zu und zwar dem Gebiet, in
welchem die 3 Vulkane Vater, Nord-Sohn und Süd-Sohn — die beiden ersterwähnten rauchend —
sich erhoben. Nachdem auf die Aufnahme drei Tage verwendet worden waren, wurde die
Gazelle-Halbinsel umfahren und lief die „Ysabelquot; am i. Oktober in den Mioko-Hafen ein. Die
Absicht des Landeshauptmannes eine Station auf der benachbarten Insel Utuan anzulegen,
musste aufgegeben werden, da sich dem Grunderwerb Schwierigkeiten entgegenstellten«). Man
entschied sich daher für die Insel Kerawara, auf der die erforderlichen Arbeiten Mitte Oktober
in Angriff genommen wurden

Nach der Rückkehr nach Finsch-Hafen trat von Schleinitz aufs neue eine und zwar
vom 10. bis 19. Dezember währende Fahrt auf der „Ysabelquot; nach Neu-Pommern an, die
diesmal der Südküste galt«). Hier wurde am 11. westlich vom Südkap (6° ig\'l^\'S., 149° 40^3\'E.)
ein 200—300 m. breiter Fluss entdeckt und am nächsten Tage in der östhch von ihm hegenden
Doppelbai, in die mehrere Flüsse mündeten, geankert. Alsdann dampfte die „Ysabelquot; in west-
licher Richtung zurück, um Gelegenheit zu haben das 130—160 m. hohe Plateau zu unter-
suchen, das wenige Seemeilen im Westen des zuerst erwähnten Flusses steil zur Küste abfiel.
Am 13. fuhr
von Schleinitz in der Barkasse einen kleinen Fluss, dessen Tal einen Einschnitt
bildete, aufwärts, um darauf die Hochfläche zu ersteigen. Am folgenden Tage wurde abermals
in W. gedampft und vor der Mündung eines etwa 400 m. breiten Flusses geankert \'), der in
der Barkasse 6 Seemeilen stromaufwärts befahren werden konnte. Auf der Weiterfahrt bemerkte
von Schleinitz noch mehrere Flussmündungen und gelangte nach dem Umfahren des nächsten
Vorgebirges in eine schöne, nördlich von den Roos-Inseln ®) hegende Bucht Als das Schiff

1)nbsp;Die von v. Schleinitz eingetragenen Vorgebirge erhielten die Namen deutscher Admirale. Auf den neueren
deutschen Seekarten wird die Halbinsel mit Recht Willaumez-Halbinsel genannt.

2)nbsp;Nach dem Kapt. z. See Schering. Auf der Karte steht infolge eines Stichfehlers Scheering. Die grösste der
Schering-Inseln heisst Kapepa.

3)nbsp;Da sich durch die Aufnahmen der „Möwequot; herausgestellt hat, dass die Gicquel-Insel von D\'Entrecasteaux
mit dem Langhans-Berg identisch ist, ist dieser Name durch Gicquel-Berg ersetzt worden. Die mit 2 Kuppen versehene
Gicquel-Insel
von Schleinitz ist dagegen identisch mit dem an der Westseite der Halbinsel liegenden Raoul-Berg.

4)nbsp;Sie hatten auch das Schicksal Th. Kleinschmidts beeinflusst (s. oben p. 293).

5)nbsp;Nachrichten K. W. L. IV. 1888, p. 17—18. Sie wurde bereits 1889 nach der Blanche-Bai verlegt.

6)nbsp;Nachr. K. W. L. IV. 1888, p. 35—41.

7)nbsp;Pulie der Eingeborenen nach R. Parkinson (Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907, p. 26).

8)nbsp;Nicht Ross-Inseln, wie bereits dargetan wurde. (Nova Guinea. I, p. 327). Der einheimische Name lautet nach
R.
Parkinson (1. c. pag. 26) Aweleng.

9)nbsp;Es ist dies der Möwe-Hafen.

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sich am 15. unweit des Merkus-Kap befand, bemerkte man die Mündung eines statthchen
Flusses, der am nächsten Tage 9 Seem, aufwärts befahren werden konnte und der nirgends
eine geringere Tiefe als 5 m. zeigte. Kaumnbsp;Seem, im W. von ihm entfernt, wurde

wiederum eine breite Flussmündung bemerkt, vor der eine kleine Insel lag. Westhch vom
Kap Merkus begann ein ausgedehnter Archipel von meist mittelgrossen Inseln, dem tiefe
Buchten mit Flüssen und inselartig sich erhebenden Vorgebirgen folgten. Etwa 30 Seem,
westlich von dem Kap Merkus entfernt, tauchte ein weit vorspringendes Vorgebirge auf, hinter
dem ein etwa 250 m. breiter Fluss mündete.

Hierauf verliess das Schiff die Küste von Neu-Pommern und dampfte am 17. nach der
Südspitze der Rook-Insel, die von einem Inselkranze (Siasi- oder Lage-Inseln) und zahlreichen
Rififen umgeben war. In einer tiefen Bucht, dem Marien-Hafen, fand die „Ysabelquot; einen sicheren
Ankerplatz. Nachdem
von Schleinitz eine Bootfahrt auf dem hier mündenden Simbang
unternommen und zwei Dörfer besucht hatte \'), nahm er am 19. eine Untersuchung der West-
und Nordwestküste der Insel vor, worauf er noch an demselben Tac^e wieder in Finsch-
Hafen eintraf.

Ludwig Kärnbach 1887.

Zur Erforschung des Hinterlandes von Finsch-Hafen unternahm LuDW. KÄRNBACH
gegen Endes des Jahres 1887 von Butaueng aus kurze Ausflüge in das Gebiet des Bu Bui-
Tales und besuchte die zumeist auf den Bergrücken liegenden Dörfer Memen, Muka, Songalon,
Oga, Mongen, Tinbeke. Auf den im Südwesten der Station sich erhebenden
Lugaueng-Bercren
meinte er die Ausbeute lohnende Bestände von Massoi entdeckt zu haben -).

Am 24. Dezember wiederholte er seinen Besuch des in etwa 1000 Fuss Höhe liegenden
Dorfes Memen

Rheinische Missions-Gesellschaft 1887.

Bald nach der Erwerbung der Schutzgebiete im Stillen Ozean durch das Deutsche Reich
beschloss die Rheinische Missions-Gesehschaft in Barmen ihre Tätigkeit, wenn tunhch, auf
Neu-Guinea auszudehnen. Nachdem die langwierigen Unterhandlungen mit der Neu-Guinea-
Kompagnie im November 1886 zum Abschluss gediehen waren 4), beauftragte sie im Dezember
die Missionare J.
W. Thomas und Fr. Eich eine Untersuchungsreise anzutreten und nach
geeigneten Stätten für die Anlage von Stationen Umschau zu hatten.
Thomas, der auf der
Insel Nias stationirt war, traf am 12. Januar 1887 in Singapore ein und ging am 27. auf dem
Dampfer „Ysabelquot;, Kapt.
Ed. Dallmann, nach Finsch-Hafen ab, der am 17. Februar erreicht
wurde. Am 15. März fuhr er auf der „Samoaquot;, Kapt. H.
Sechstroh, über Konstantin-Hafen
nach Friedrich Wilhelms-Hafen ab, wo er am 17. eintraf. Von hier aus besuchte er den
Archipel der Zufriedenen Menschen und fand hier, dass die Insel Siar für die
Niederlassuno-

1)nbsp;Siehe auch Nachr. über K.W.L. VI. 1890, p. 82—83.

2)nbsp;Ibid. p. 58—59.

3)nbsp;T. [sie!] Kärnbach. Eine botanische Weilinachts-Exlcursion in Neu-Guinea. Gartenflora. XLII. 1893, l^- 4—7-

4)nbsp;Rheinische Missionsarbeit 1828—1903. Gedenkbuch zum 75iährigen Jubiläum der Rheinischen Mission. Barmen
1903, p. 30—32. — A. Schr[eiber]. Neu Guinea. Berichte der Rheinischen Missions-Gesellschaft. Barmen 1886, p.
100—102. — Neu Guinea. I.e. 1887, p. 10—^12;

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;58

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einer Mission in Betracht zu ziehen sei. Am 19. nach Finsch-Hafen zurücicgekehrt, dampfte
er bereits am 21. auf der
„Ottihequot; Kapt. W. Rasch, wieder aus. In der Astrolabe-Bai angelangt,
legte sie bei Bogadjim und der Insel Bili-Bili und darauf bei
Konstantin-Hafen an, wo Thomas
Ausflüge in die Umgebung mit dem Stationsvorsteher J. S. Kubary unternahm i). Am 13. Mai
traf
von Schleinitz auf der „Ottihequot; ein, die zugleich Eich an Bord hatte 2). Auch Thomas
nahm an der bereits (s. oben p. 454) geschilderten Fahrt teil, nach deren Ablauf die erste
Station in Bogadjim [Bogadje] in Angriffquot; genommen wurde. An der von
von schleinitz am
23. September von Hatzfeldt-Hafen aus angetretenen Fahrt nach Neu-Pommern, nahmen
Eich
und Thomas ebenfalls teil (s. oben p. 457). Bald nach der Rückkehr nach Finsch-Hafen hatte
der letztgenannte einen schweren Anfall von Malaria. Er schiffte sich am 28. Oktober zusammen
mit J.
Flierl auf der „Ysabelquot; nach Cooktown ein; seine Ankunft in Barmen erfolgte in
den ersten Tagen des Februar 1888.
elch kehrte ahein nach Bogadjim am 8. November
zurück. Inzwischen waren die beiden Missionare
wilhelm Scheidt und Gustav Bergmann
über London (21. Oktober 1887) und Cooktown nach Neu-Guinea abgefahren, wo sie auf der
Missionsstation am 5. Januar 1888 eintrafen

Richard Parkinson 1887 (?)

Leider ohne Angabe der Zeit, berichtete R. Parkinson über eine augenscheinlich im
Auftrage von
Thomas Farrel unternommene Dampferfahrt nach einigen im Osten und Süd-
osten von Neu-Mecklenburg liegenden Inselgruppen % Hinsichtlich der Fead- [Abgarris-] Inseln
wurde nachgewiesen, dass sie aus zwei durch eine breite Strasse getrennten Atollen bestehen,
von denen das nordwestliche aus 6, das südöstliche dagegen aus vielen kleinen Eilanden sich
zusammensetzt; von letzteren war nur das südhchste, die Godman-Insel [Nuguria], bewohnt. Auf
dem sich in NW. erstreckenden Riff bemerkte
Parkinson das Wrack der „Frederika
Wilhelminaquot;. Ein auf Nuguria stationirter Händler hatte die Insel des unerträglichen Gestankes
wegen verlassen müssen. Auf der
15 km. SSW. von der Südspitze entfernt hegenden Sable-
Insel konnten zwei dorthin verschlagene Fead-Insulaner, die hier kümmerhch während 2\'/,
Jahre ihr Dasein hatten fristen müssen, befreit werden. Ein weiterer Besuch galt Marken
[Mortlock-Inseln], wo 3 Monate vorher ein Händler gelandet worden war und die
parkinson
am 8. Juni zum zweitenmale aufsuchte. Sodann legte das Schiff bei den Ontong Java [Lord
Howe-Inseln], den Stewart-, den Salomo- und den Carteret-Inseln an, worauf er nach den
Grünen [Sir Charles Hardy-] Inseln gelangte. Es waren dies gehobene Korallen-Inseln, von
denen die grösste, Nissan [Nesan], die Lagune in einem weiten Bogen umringt. Die kleineren
Eilande Barahun und Sirot [Serot] schlössen den Kreis. Im Nordwesten lag Pinepil mit dem
kleinen Eiland Esaw. Hierauf wandte sich der Dampfer nach den St. Jan- [Feni-] Inseln, zwei

^x -1,,nbsp;Kaiser-Wilhelms-Land und über Australien zurück. Gütersloh 1892. -- Kaiser

Wühelmsland aus eigener Anschauung und eigenem Urtheil. Export. X. Berlin 1888, p. 223—228.

2)nbsp;Eich war von Barmen über London und Cooktown nach Finsch-Hafen gereist, wo er am 16. April eintraf
(Berichte der Rh. Missions-Gesellschaft.
1887, p. 198, 356).

3)nbsp;Berichte der Rheinischen Missions-Gesellschaft. Barmen 1887, p. 359, 1888, p. 52—54, 186.

4)nbsp;Beiträge zur Kenntniss der Deutschen Schutzgebiete in der Südsee. MitÜg. c\'eogr. Gesellsch. Hamburg 1887—88
Hamburg 1889,
p. 202—224, 272-283. - Zur Ethnographie der Ongtong Java- und Tasman-Inseln, mit einigen Bemer-
kungen
Uber die Marqueen- und Abgarris-lnseln. Internat. Archiv f. Ethnographie. X. Leiden 1897, p. 104—118 137——
Nachträge zur Ethnographie der Ongtong Java-Inseln. Ibid. XI. 1898, p. 194—209

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sehr gebirgigen und stark zerklüfteten, durch eine schmale Meerenge getrennten Inseln. Auf der
Weiterfahrt gelangte
parkinson nach der Ostküste von Neu-Mecklenburg, an dessen Küste er,
etwa 40 Meilen vom Kap Santa Maria [Rikambeng] entfernt, eine weit ins Meer vordringende
Halbinsel auffand. Längeren Aufenthalt nahm er in dem etwa 20 Meilen weiter nordwestlich
liegenden Dorf Riberoi, in welchem auch ein Händler stationirt wurde. Auf der Weiterfahrt kam
der Dampfer in dem an der Gardenijs-Insel hegenden Louise-Hafen vor Anker, setzte am nächsten
Tage zwischen dieser Insel und Sant Bruno [Mali] hindurch Kurs nach der Gardner-Insel, die,
wie
Parkinson bemerkte, aus zwei durch eine schiffbare Strasse getrennten Inseln [Korumbo
und Napakur] besteht, von denen die letztere die höchste ist. Beide erschienen sehr gebirgig
und sehr zerklüftet, waren aber trotzdem stark bevölkert. Auch die nördlich von ihnen hegende,
steil in See abfallende Visscher-Insel [Simbéri] zählte zahlreiche Bewohner. An der Nordwest-
küste, 2 Meilen südhch von einer kleinen Felseninsel entfernt, wurde Ankergrund gefunden,
worauf
Parkinson landete und einen Händler, in dessen Begleitung er mehrere Dörfer besuchte,
einsetzte. Nunmehr fuhr er nach der Insel Nusa, auf der sich seit 7 Jahren eine Handelsnieder-
lassung von
Hernsheim amp; Co befand. Auf dem Wege durch die Steffen-Strasse wurde nach
der Blanche-Bai zurückgekehrt.

Kapt. z. See Kuhn und Kapt. z. See Aschmann 1887.

Die deutschen Kreuzer „Bismarckquot;, Kapt. z. See kühn, und „Carolaquot;, Kapt. z. See
Aschmann hatten am 27. November 1887 die Reede von Apia (Samoa-Inseln) verlassen und
trafen am 10. Dezember vor Matupi in der Blanche-Bai ein. Am 13. unternahm der „Bismarckquot;
einen Abstecher nach Kaiser Wilhelms-Land, wohl nach Finsch-Hafen. Nach einem Besuch
von Neu-Lauenburg dampften beide Schiffe gleichzeitig am 21. wieder ab und erreichten
Hongkong am 6. Januar 1888

P. Schneider 1887.

Als eine vortreffliche Leistung ist die während des Jahres 1887 ausgeführte Vermessung
der Neu-Lauenburg-Gruppe sowie eines Teiles der Gazelle-Halbinsel durch den Feldmesser
P.
Schneider hervorzuheben. Leider ist seiner Karte keine Beschreibung des untersuchten
Gebietes beigefügt worden

W. D. Pitcairn 1887—89.

Der Händler W. D. pitcairn gelangte im Jahre 1887 auf dem Schoner „Spitfirequot;,
Kapt.
Matheson, von Cooktown aus nach 12 tägiger Fahrt nach der Insel Samarai in der
China-Strasse Nachdem er sich hier häuslich eingerichtet hatte, konnte er im Januar 1888
auf einem kleinen Schiff nach Kitai auf der Basilisk-Insel absegeln, wo er etwas Kopra erwarb.
Auf der Rückfahrt lief er die Teste-Insel an, auf der er Kopra und Tripang erhielt. Soweit

1)nbsp;Reisechvonik der Schiffe und Fahrzeuge der Kaiserlichen Marine 1888. Annalen der Hydrogr. XVI. 1888,
P- 534- — C. F. Sperling. Eine Weltreise unter deutscher Flagge 51000 Seemeilen mit dem deutschen Kreuzergeschwader
durch den Ozean. Leizig
1907, p. 119—129.

2)nbsp;Gazelle-Halbinsel und Neu-Lauenburg. i: 100 000. Nebenkarten: Matupi 1:10000 und Mioko 1:20000.
Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. IV. Berlin 1888, p. 75. Taf. L

3)nbsp;Two Years among the Savages of New Guinea. With introductory notes on Queensland. London l89i,p.27ff.—
British Nev,quot; Guinea: Its geography and the manners and customs of the Natives. Journ. Manchester Geogr. Soc. VI,
1890, p. 49—63.

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seine Geschäfte dies erlaubten, unternahm er auch Ausflüge nach der gegenüberliegenden
Neu-Guinea-Küste, ohne dass seine Bemühungen Gold zu finden von Erfolg gekrönt waren.

Wie Pitcairn erzählt, hatte der auf einem Perlfischerboot beschäftigte David Whyte
vernommen, dass auf der Joannet-Insel Gold entdeckt worden sei. Er benutzte den Aufenthalt
m Cooktown dazu den Kutter Juanitaquot; zu erwerben und mit 8 Leuten am 23. Mai 1888
über Samarai, das am 28. berührt wurde, um Brennholz und Wasser einzunehmen, die erwähnte
Insel aufzusuchen. Nach der am 10. Juni erfolgten Ankunft wurde die Joannet-Insel [Pana
Timani] nach aUen Richtungen, aber ohne Erfolg durchsucht. Hierauf begab sich die Gesell-
schaft nach der Sud-Est-Insel, auf der sie nach kaum zweimonatiger Tätigkeit 150 Unzen
Gold im Werte von £550 durch Waschen erbeutete. Diese Entdeckung, welche den Aus-
gangspunkt für den Goldbergbau auf dem Louisiaden-Archipel bildete, veranlasste einen „rushquot;,
als sie bei der Rückkehr nach Cooktown bekannt wurde. Bereits am 14. August lief der
Schoner „Griffinquot; mit 26 Goldgräbern aus und schnell folgten andere diesem Beispiel. Die
Verwaltungsbehörden benutzten diese Gelegenheit, um vom 6. September an hohe Einfuhrzöüe
zu erheben „as a relief to the impoverished state of the New Guinea fundsquot;.

Sechs oder sieben Wochen nach diesen Ereignissen verliess der Kutter „S .... 1quot; Cooktown
auf dem sich auch
Pitcairn einschiff-te, als jener am 30. September bei Samarai anlegte. Da man
vernommen hatte, dass der Administrator
William Macgregor täglich auf dem Regierungs-
schoner „Hygeiaquot; zu erwarten sei, so beeilte man sich wegzukommen, um der Entrichtung der
Zollgebühren zu entgehen. Der auf Samarai befindliche Regierungsagent
E. G. Edelfelt,
„an ignorant foreignerquot;, dachte jedoch anders und verweigerte die Ausklarung. Das Schiff
verhess darauf heimhch die Reede, sollte aber bereits 6 Seem, von der Blanchard-Insel vom
Schicksal in Gestalt der von Port Moresby kommenden „Hygeiaquot; ereilt werden. Um die Zoll-
gebühren erleichtert setzte der Kutter seine Fahrt nach Sud-Est fort. Eine Anzahl Goldgräber
gmgen von hier aus nach der Rossel-, der Normanby-, der Fergusson- und der Goodenou^h-
Insel ab.
Pitcairn blieb nur wenige Wochen auf Sud-Est und trat bald nach seiner Rückkehr nach
Samarai mit Kapt.
[Oscar] S[öLBEr]g eine Reise nach dem Bismarck-Archipel an. Nach einem
Besuch der Milne-Bai, der Lydia-Insel [Nuakata], der Insel Egum und der Lagrandière-Insel
setzte das Schiff seine Fahrt nach Mioko in der Neu-Lauenburg-Gruppe fort, worauf
Pitcairn
der Ralum-Plantage an der Blanche-Bai auf Neu-Pommern einen Besuch abstattete. Auf der
Rückfahrt wurde nochmals bei Egum angelegt und hierauf Samarai am 24. Dezember erreicht

Im Frühjahr 1889 begleitete er einen Händler K., der auf dem gegenüberhegenden
Festlande, m der Nähe eines unweit der Coast-Insel mündenden Flüsschens eine Kaffeplanta^^e
anzulegen beabsichtigte. Nicht lange darauf ging
Pitcairn jedoch nach Port Moresby ab, wo
er im August noch weilte. Schhesslich kehrte er aber nach Queensland zurück

F. S. A. de Clereq 1888.

Seine letzte Reise nach Neu-Guinea trat de Clercq auf dem Regierungsdampfer „Havikquot;
am 28. Mai 1888 von Ternate aus an In Mumus, an der Südküste von Waigëu, nahm er

1)nbsp;Two Years among the Savages, p. 97_202.

2)nbsp;Ibid. p. 236—258.

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den Radja an Bord und suchte darauf die Insel Ron im Geelvink-Busen sowie die Doré-Bai
auf, welche letztere am 8. Juni verlassen wurde. Am folgenden Tage ankerte der Dampfer in
der Ansus-Bai\') an der Südküste von Japen, am 11. in der östlicher liegenden Surui-Bucht
mit den beiden Dörfern Wonopai (20 Häuser) und dem westlich davon gelegenen Surui (15 Häuser).
Die Bai besass durch die ihr vorliegende Felsinsel Nunda Uwip eine geschützte Lage. Am 12.
lief das Schiff in die Adiupi-Bai ein, worauf
de Clercq eine Bootfahrt in östlicher Richtung
nach dem an der Südküste des Eiland Pakémi liegenden Dorf Ambai unternahm^). An seiner
Nordseite befanden sich die beiden Dörfer Munwaworu mit 30 und Rondepi mit 20 Häusern.
Ausserdem sollten noch die beiden Dörfer Manawi und Manutawa mit zusammen 20 Häusern
vorhanden sein. Nach diesem Besuch wurde die Fahrt nach der Küste von Waropen fortgesetzt
und hier am 13. das Dorf Kai (50 Häuser) besucht. Alsdann ging es längs der Nordküste weiter,
um zunächst bei der Insel Jamna am 15. vor Anker zu gehen. Am 17. besuchte
de Clercq als
erster Europäer das wiederholt erwähnte Küstengebiet Takär, das vielfach auch Tabi genannt
wird. Er fand westhch vom Biri-Fluss die beiden Dörfer Namosé (5 Häuser) und Wonsudu
(10 Häuser). An dem nämhchen Tage suchte das Schiff die kleine Insel Masi-Masi auf, dampfte
in der Frühe des 18. nach der Landschaft Takär, die 4 Dörfer mit zusammen 43 Häusern
besass, und darauf nach den Inseln Insu Moär und Insu Manai, von denen die erstgenannte
16 Dörfer (75 Häuser) mit etwa 1000 Seelen zählte. Am 19. schlug der Dampfer westlichen
Kurs ein und hielt zunächst bei dem Dorfe Jobi an der Nordküste von Japen. Da die Mehrzahl
der Bewohner abwesend war, so wurde die Fahrt nach dem am Mamanaiami liegenden
Küstendorf Awèk, das von Wiakern bewohnt war, fortgesetzt. Nach einem Besuch der westlich
liegenden Dörfer Siréwèn mit 16 und Pom mit 23 Häusern wurde das an der Küste von
Wiak liegende Mokmèr aufgesucht und alsdann die Rückfahrt angetreten. Am 29. Juni erfolgte
die Ankunft auf der Reede von Ternate.

Arthur Baessler 1888.

Arthur Baessler, der sich seine Sucht Titel und Orden zu erwirken. Schätze
kosten liess — er hatte sie —, hat Neu-Guinea zweimal berührt. Das erste Mal war es im
Jahre 18amp;8, als er von Batavia nach Makassar gelangt war und von dort aus auf dem Post-
dampfer eine Rundfahrt antrat, die ihn über Amboina, die Banda-, die Kei- und die Aru-Inseln
nach der Westküste von Neu-Guinea brachte, an der er auf zwei verschiedenen Stehen
zu landen versuchte. „Da aber die Bewohner gerade auf dem Kriegspfade waren und ihr
Häuptling dem Redner erklärte, dass er ihn nur, wenn er beständig an seiner Seite bliebe,
während des Tages gegen die erregten Leidenschaften der Menge schützen könne, er aber
einen Versuch, die Nacht über am Lande zu bleiben mit dem Leben werde bezahlen müssen,
so hat Redner von der grossen Insel nur wenig zu sehen bekommenquot; Diese Angabe muss
als eine grenzenlose Übertreibung bezeichnet werden, da die geschilderte Unsicherheit weder

1)nbsp;Nach de Clercq sagen die Bewohner Asuwa.

2)nbsp;Manolcwar. Ankerplaats ZO. kust. 1:20.000 (Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea. Bl. III.
\'s Gravenhage
1903. — N°. 200—4).

3)nbsp;Manawi liegt an der gegenüberliegenden Küste von Japen.

4)nbsp;Arthur B.\\essler. Über seine Reisen im malayischen Archipel und den gegenwärtigen Zustand in Atjeh
(Sumatra). V. Jahresber. Geogr. Gesellsch. Greifswald
1890—93, p. 126—127.

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in Ati-Ati Onin, noch in der Sekär-Bai — dies waren damals die Ankerplätze der Post-
dampfer — deren Namen sogar
Baessler unbekannt geblieben zu sein scheinen, bestand.
Über die Kei-, Aru-, Tanembar- und Südwest-Inseln kehrte er nach Makassar zurück.

Alexander Craig 1888.

Das Schifif „Princess Louisaquot;, Kapt. alexander Craig, trat um das Jahr 1888 herum
eine Fahrt von Sydney aus an und ging nach einem Besuche der Inseln der Torres-Strasse
in westlicher Richtung weiter. Nachdem Niederländisch-Neu-Guinea umschifft worden war,
wurde die Reise bis nach den Admiralitäts-Inseln ausgedehnt und darauf nach Sydney zurück-
gekehrt. Auf der nächsten Fahrt scheiterte das Schiff und wurde
Craig bei dieser Gelegenheit
getötet; auch das Logbuch ging verloren \').

Hugh Milman 1888.

Der auf der Thursday-Insel stationirte Deputy Commissioner der Western Division von
Britisch-Neu-Guinea,
Hugh Milman. unternahm im August 1888 in Begleitung von Edw.
Beardmore
und Alfr. C. Haddon auf dem Kutter „Albatrossquot; eine Fahrt nach der Südküste
von Neu-Guinea. Er fand bei dieser Gelegenheit eine sichere Durchfahrt von der Insel Saibai
nach der Mündung des Binaturi. Von dem an diesem hegenden Dorf Mawata aus wurde auch
eine „bird-shooting expeditionquot; in das Hinterland unternommen

E. B. Savage 1888.

Der auf der Murray-Insel [Mèr] seit 1885 stationirte Rev. E. B. SavaGE unternahm
m der Zeit vom
17. April bis 2. Mai 1888 auf dem Kutter „Maryquot; eine Fahrt nach der
Mündung des Fly-Flusses. Nach einem Besuch der Darnley-Insel [Èrub] und der Stephen-Insel
[Ugär] traf er auf der Bampton-Insel [Pärama] ein, wo er in der in Tetebe befindlichen Mis-
sionsstation abstieg. Hierauf segelte er nach lasa, das an der Südküste der in der Fly-Mündung
liegenden Insel Kiwai sich befand. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt besuchte er das
jenseits Kiwai hegende Eiland Wabuda und nach der- Rückkehr nach lasa, das westhcher
liegende Sumai
3). Über Pärama kehrte Savage nach Mèr zurück %

James Chalmers und Albert Pearse 1888.

Im März 1888 hatte James Chalmers eine Inspektionsfahrt nach den westhch von
Port Moresby hegenden Missionsstationen unternommen. Nach der Rückkehr trat er zu dem
nämlichen Zweck eine Reise in östlicher Richtung an. Als er in einem Walboot nach Hulä
gelangt war, ging er auf den dort liegenden „Ellengowanquot; über, der alsdann nach Kerepunu
weiterging. Hier hatte sich der Rev.
Albert Pearse, der 1887 von England abgereist war,

1)nbsp;R. Etheridge, Junr. A second undescribed form of Womerah from Northern Australia. Proceed Linn Soc
N.
s. Wales. (2) VII. 1892. Sydney 1893, p. 170—171.

2)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888. March 1889. London [C. 5620-3]. Colonial Reports N° 45
p. 24-25. _ Edward Beardmore. The Natives of Mowat. Daudi. New Guinea. Journ. Anthropol. Institute XXX
London 1890, p. 459—466. — A. C. Haddon. Notes on Mr. Beardmore\'s Paper. Ibid. p. 466—478.

3)nbsp;Nicht Sumaiut oder Soomioot, wie in den Berichten steht.

_ 4) Report of the Special Commissioner for 1888. 1. c. pag. 24. - E. B. Savage. Work on the Fly River New
Guinea. Chronicle London Miss. Society.
1889, p. 73 — 81.

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niedergelassen Gemeinsam setzten beide Missionare die Fahrt fort und besuchten nach
einander Aroma, Mailiu Kolo, Deirina, Waga-Waga und endlich Suäu. Mitte Mai erfolgte die
Rückkehr nach Port Moresby

C. E. Strode Hall 1888.

Die keine befriedigende Übereinstimmung zeigenden Berichte von H. M. chester,
Rob. Brew
und John Strachan über den Mai Kusa und den Chester-Fluss (s. oben p. 222, 237,
338) sowie der Wunsch die Heimat der räuberischen Tugeri zu ermitteln, veranlassten den Special
Commissioner,
john douglas, C. E. Strode Hall mit der Untersuchung der Verhältnisse
zu betrauen. In Begleitung von G. A.
johnson und einigen Torres-Strassen-Insulanern segelte
er auf dem Kutter „Queen Victoriaquot;, dem die Gig „Crystalquot; beigegeben war, am 19. April
von Saibai ab Nachdem am folgenden Tage auf Dauan Wasser eingenommen worden war,
wurde die Insel Boigu (9° 20\'S., 142° 18\'E.) nach 472 stündiger Fahrt erreicht. Am 22. lief
der Kutter in die 5 Seem, entfernt hegende Mündung des Mai Kusa ein und ankerte gegen-
über einem verlassenen Tugeri-Lager. Am nächsten Morgen ging die Fahrt stromaufwärts
weiter bis zu dem Zusammenfluss mit dem Chester-Fluss, dem Wasu Kusa der Eingeborenen.
Als die Expedition auf diesem am 24. stromabwärts fuhr, bemerkte sie bei der Landung an
mehreren Stellen verlassene Lagerplätze der Tugeri. Am 26. wurde ausgelaufen, wobei
HaLL
gegenüber und im Westen der Mündung drei statt der bisher angegebenen zwei Inseln, nämlich
Mata Kaua, Wara Kaua und Adabama Kaua gewahrte. Da die Witterungsverhältnisse eine
Fortsetzung der Fahrt in westlicher Richtung nicht zuliessen, suchte
Hall am 29. nochmals
den Mai Kusa auf, um das umgebende Gebiet sowie die Nebenflüsse zu untersuchen. Am 9.
Mai war er bis in etwa 8° 33\' S. gelangt, wo der Quellfluss [Bé Kusa] nur noch eine Breite
von 10 yards besass. Auf der Rückfahrt besuchte er am 18. im Unterlauf den auf
der Strachan-
Insel entspringenden Tobiau Kusa, an dem er 30—40 Eingeborene antraf, die aus dem eine
Tagereise in SW. entfernt liegenden Dorfe Maat stammten. Es waren die einzigen menschlichen
Wesen, die der Expedition in diesem Gebiet zu Gesicht kamen. Nachdem die beiden linken
Nebenflüsse Tomari Kusa und Jaru [Yarro] Kusa ebenfalls befahren worden waren, wurde der
Mai Kusa verlassen und traf der Kutter am 23. vor Boigu, am 28. vor der Thursday-Insel
wieder ein. Während
Hall die Beobachtungen Chesters vollauf bestätigen konnte, erwiesen
sich diejenigen von
Brew und Strachan als sehr fehlerhaft.

J. B. Cameron und G. L. Burke 1888.

W^ie wir oben (p. 449) sahen, hatte cameron gemeint im Bett des St. Joseph-Flusses
Goldblättchen entdeckt zu haben. Am 24. Februar 1888 traf er in Begleitung des Pflanzen-
sammlers
Burke und einiger Eingeborener auf dem Dampfer „Gympiequot;, von Port Moresby
kommend, wieder auf der Yule-Insel ein Hier warb er noch 6 Eingeborene an, die aber bald

1)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888. March 1889. London, p. 9.

2)nbsp;[James Chalmers], Progress among the Carmibals. Chronicle London Miss. Soc. 1888, p. 413—415.

3)nbsp;Report of the Special Commissioner for 18S8. March 1889, [C. 5620—3). Colonial Report. N°. 45, p. 66—71m.
Karte. — Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. London 1890 [C. 5883], p. 213—215 m. Karte,—
The Mai Kassa or Baxter. Proceed. R. Geogr. Soc, N. S, X. London 1888, p. 708—709.

4)nbsp;In Wirklichkeit gibt es noch eine vierte, nämlich Karobailo Kaua.

5)nbsp;I.ettre du R. P. Couppé à Monseigneur Navarre. Ann. Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXIII. Issoudun 1888,
p. 366—373.

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wieder wegliefen an und begab sich bereits am folgenden Tage nach dem jenseitigen Ufer
des Hall-Sundes. Da infolge der herrschenden Regenzeit der St. Joseph-Fluss stark angeschwohen
war, beabsichtigte
Cameron über Land nach Taéna, dem Endpunkt der vorigen Reise zu
marschiren. Nachdem Bioto am Hilda-Fluss im Boot erreicht worden war, wanderte er mit
seinen Begleitern am 26. nach Ina Wabui, wo der Häuptling die Weiterreise verhindern und
auch keine Träger stehen wollte. Endhch gelang es Bewohner von Eboa zu Dienstleistungen
heranzuziehen und unter strömendem Regen ging es unter ihrer Führung über Eboa und Bebéo
nach Taéna Hier nahmen die Eingeborenen eine so drohende Haltung an, dass beschlossen
wurde ein Floss anzufertigen und auf diesem zu flüchten. Bald nach der Abfahrt scheiterte
es jedoch, und konnten die Teilnehmer an der Expedition nur mit Mühe und Not gerettet
werden. Eingeborene brachten sie über Ina Fokoa, Ina Wepahe und Ina Wi nach Ina Waé und
endlich auf Kanus nach der Yule-Insel, wo sie in einem geradezu erbarmungswürdigen Zustande
eintrafen.
Cameron hatte seine ganze Ausrüstung im Werte von einigen Hundert £ eingebüsst.
Wie L.
Couppé mitteilt, hatte er durch die aussergewöhnliche Menge von Beilen, Messern,
Tabak sowie anderen Tauschartikeln nicht allein die Träger überlastet, sondern auch die
Begehrlichkeit unter den Eingeborenen erweckt, ein Umstand, dem er.auch in erster Linie
das Missglücken des Unternehmens zuschrieb.

W. Whitton 1888.

Der Kapitän des Kutters „Albatrossquot;, W. Whitton, unternahm gegen Mitte des Jahres
1888 von Samarai aus eine Fahrt nach der Woodlark-InseP). Nachdem er^das Kap Ventenat
[Karitahua] der Normanby-Insel passirt hatte, steuerte er auf er die Egum-Gruppe zu, der er
den Namen Albatross-Gruppe gab Von diesen 14 kleinen und niedrigen Eilanden besass
die Hauptinsel Januba 3 Dörfer mit etwa 200 Seelen. Egum war 150 feet hoch, und konnte
man von hier aus die Inseln Gawa und Kwaiawata der MarshaU Bennett-Gruppe erblicken.
Bei der Woodlark-Insel ging der Kutter vor dem an der Westküste liegenden Bugis vor
Anker, setzte darauf die Fahrt um die Nordwestspitze herum, an der die Landschaft
Marau lag, fort und fand an der Nordküste eine tiefe Bucht und i Seem, östlich von ihr das
Dorf Moniwäuf, 6 miles. weiter das Dorf Nikwegai. Die folgende Ortschaft, die in früheren
Zeiten vielfach von Walfischfängern aufgesucht worden war hiess Waspimat ; sie gehörte bereits
der Landschaft Wamana an. Das an der Westecke der Richards-Bai [Nuwankai Wawena]
liegende Hauptdorf hiess Kanikai Bua. Nach weiteren 5
—6 Seemeilen erreichte Whitton die
Nordostspitze und gelangte nach weiterer Umsegelung nach der Westküste zurück.

Alfred C. Haddon 1889.

Alfred C. Haddon trat seine erste Reise nach den Inseln der Torres-Strasse,
die er in eingehendster Weise, besonders im Hinbhck auf die ethnologischen Verhältnisse,
wie keiner vor ihm, untersuchte und über die er eine grosse Zahl von Abhandlungen

1)nbsp;Ch. Kowald meinte, dass sie bis an den Zufluss Aduala gekommen waren (Ann. Report on Brit. New Guinea
1892—93. Brisbane 1894, p. iii).

2)nbsp;Report of the Special Commissioner for 1888. London March 1889 [C. 5620—3], Colonial Report N°. 45, p. 71 — 74.

3)nbsp;Da Whitton, soweit nachweisbar, der erste europäische Besucher war, so hat dieser Name die Priorität.

4)nbsp;Yanuba oder Nanuba bei G. Ruthven Le Hunte (Ann. Report Brit. New Guinea 1900—01. Brisbane 1902,
p. 17). Whitton schreibt Yan-iba, aber die meisten seiner Namen sind verstümmelt.

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veröffentlicht \'), aber keinen Reisebericht erstattet, so dass man genauere Daten über seine Route
und über den Aufenthalt auf den verschiedenen Inseln schmerzlich vermisst^). Er besuchte Saibai,
Dauan, Boigu, Mabuiag, Tud [Tutu], Jam [Yam], Nagir, Warabèr, Masig, Damut, Mua, Muralug.
Wie oben (p. 464) erwähnt, gelangte er im August 1888 nach Mawata am Binaturi. Anfang 1889
weilte er auf Mèr [Murray-Insel] und kehrte noch in dem nämlichen Jahre nach Dublin zurück.

John Douglas 1888.

Der Special Commissioner für Britisch-Neu-Guinea, John douglas, segelte aus Anlass
der Gerüchte über die Entdeckung von Gold, im Juni 1888 auf dem Regierungsschoner
„Hygeiaquot;, Kapt.
colin Thompson, von Port Moresby nach der Sud-Est-Insel ab. Er landete
zunächst auf der Insel Samarai in der China-Strasse, alsdann auf der Teste-, der Brooker-und
der Huxley-Insel, worauf am 19. abends bei der Joannet-Insel geankert wurde. Als der Schoner
am nächsten Tage längs der Nordküste der Sud-Est-Insel segelte, kam kurz vor Sonnenunter-
gang der oben (p. 462) erwähnte Kutter „Juanitaquot; in Sicht, der vor der Mündung des Runcie-
Flusses geankert lag. Gleich nach dem Eintreffen der „Hygeiaquot; begab sich
David Whyte
an Bord und erzählte von seinen Goldfunden, zugleich berichtete er, dass es unter den Ein-
geborenen zu Feindseligkeiten gekommen sei, indem Bewohner der kleinen Insel Aia das Dorf
Binowa überfallen hätten. Am 21. ging
douglas an Land und fand die Goldgräber stromaufwärts
am Cholmondely-Fall an der Arbeit. Nachdem
colin Thompson und A. MuSGRAVEjr. am 22.
einen Ausflug längs der Küste in westlicher Richtung unternommen hatten, wurde am folgenden
Tage die Fahrt nach der Südküste fortgesetzt und hier östlich von der Bosynet-Spitze ein guter
Ankerplatz gefunden. Am 25. wurde die westlich liegende Insel Aia aufgesucht auf der zur
Strafe einige Kanus und Hütten zerstört wurden. Die geraubten Kinder konnten ihren Eltern
in Binowa zurückgegeben werden. Nach einem Besuch von St. Aignan [Misima] trat
douglas
die Rückfahrt an

1)nbsp;Legends from Torres Straits. Follc-lore I. London 1890, p. 47—81, 172—196. — On some fonrier Customs
and Beliefs of the Torres Straits Islanders. Report Brit. Assoc. Adv. of Science.
1890, p. 786. — The Tugere Head-
hunters of New Guinea. Internat. Archiv für Ethnographie. IV. Leiden
1890, p. 177—181.—^ Papuan Dances. Lippincott\'s
Magazine. London
1890. Septbr. —■ On the geographical distribution and retrogressive evolution of the Art and Ornament
in British New Guinea. Nature XLIV. London
1891, p. 188. — Manners and Customs of the Torres Straits Islanders.
Ibid. XLII.
1890, p. 637—642. — The Ethnography of the Western Tribes of Torres Straits. Journ. Anthropolog. Institute.
XIX. London
1890, p. 297—440. — Notes on Mr. Beardmore\'s Paper. Ibid. p. 466—468. — The Affinity of Heliopora
caerulea.
Nature. XLII. 1890, p. 463. — The Secular and Ceremonial Dances of the Torres Straits. Internat. Arch. f.
Ethnographie. VI. Leiden
1893, P- 131 —162. — The decorative Art of British New Guinea, a study in Papuan Ethno-
graphy. Roy. Irish Academy „Cumminghan Memoirsquot; N°. X. Dublin
1894. 279 pp. ■—• Sid.ney H. Ray and Alfred
C. Haddon
. A Study of the Languages of Torres Straits. Proceed. R. Irish Academy. (3) 11. Dublin 1891—93, p. 463—466.,
(3)
IV. 1896—98, p. 119—373. — Alfred C. Haddon, W. J. Soll.a.s and G. A. J. Cole. On the Geology of Torres
Straits. Transact. R. Irish Acad. XXX. Dublin
1892—96, p. 419—473. — Report on the Zoological Collections made in
Torres Straits by Professor A. C.
Haddon 1888—89. Scientif. Proceed. R. Dublin Soc. N. S. VII. 1891—92, p. i13,
137 — 146, 496—510, 552—558.
(Abhandlungen von G. H. Carpenter, Edgar A. Smith und Sidney H. Hickson), —
A. C. Haddon. Notes on the Geology of Torres Straits. Report Brit. Assoc. Adv. of Sc. 1889, p. 587—5^8. — A. Willey.
Report on a Collection of Amphioxus. Quart. Journ. Microsc. Sc. XXXV. 1894, p. 361^—371. — R. C. Punnett. On
some Nemerteans from Torres Straits. Proceed. Zoolog. Soc.
1900, p. 825—831.

2)nbsp;In seinem Werke: Head-Hunters, Black, White and Brown. London 1901, p. 117 und 185 erwähnt Haddon,
dass er 1888 fünf Wochen auf Mabuiag zugebracht und Ende des Jahres der Prince of Wales-Insel [Muralug] einen
kurzen Besuch abgestattet habe.

3)nbsp;John Douglas. Sudest and the Louisiade Archipelago. Proceed, and Transact. Queensland Branch R. Geogr.
Soc. Australasia.
IV. 1888—89. Brisbane 1889, p. 216. — [J. P. Thomson]. New Guinea. Scott. Geogr. Magazine. IV.
Edinburgh 1888, p. 613—615.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;59

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\'a. j. Vogan 1888.

Der Konservator des Museums in Auckland, A. J. Vogan, beabsichtigte nach Ablauf
der Regenzeit 1887—88 die Südosthalbinsel von Neu-Guinea von der Freshwater-Bai nachdem
Huon-Golf zu durchqueren. Man hat aber nichts von einem Versuch, diesen damals noch ganz
aussichtslosen Plan zu verwirklichen, vernommen

William Macgregor 1888—89.

Am 4. November 1887 hatte das Parlament von Queensland „The British New Guinea
(Queensland) Act of 1887quot;, angenommen, die im wesenthchen besagte, dass die Kolonie
jährlich £. 15000 für die Verwaltung von Britisch-Neu-Guinea zur Verfügung stellen wolle, falls
es zur Kronkolonie erhoben würde. Nachdem diese Bedingung durch die Proklamation vom
8. Juni 1888 erfüllt worden war, ernannte die Königin fast gleichzeitig (9. Juni) Dr.
william
Mac Gregor
zum Administrator 2), der nach der Ankunft in Australien sich am i. September
in Cooktown auf dem Kriegsschiff „Opalquot;, Kapt.
Day H. Bosanquet, einschiffte und in
Port Moresby am 4. eintraf Noch an demselben Tage übernahm er von dem Deputy Com-
missioner
H. H. Romilly die Geschäfte und liess zugleich eine Proklamation verlesen, in der
Britisch-Neu-Guinea zur Kronkolonie erhoben wurde

Bereits am 21. September brach er zu einer längeren Reise auf und zwar wurde der
Weg bis Kerepunu längs der Südküste zu Pferde zurückgelegt. Hier ging er mit seinen
Begleitern am 27. an Bord des Schoners „Hygeiaquot;, Kapt.
Colin Thompson, über und traf
am
i. Oktober vor Samarai ein. Noch an demselben Tage setzte Macgregor seine Fahrt an
Bord des bereitliegenden Kriegsschififes „Swingerquot;, Kapt.
Allen, fort Bei der Ankunft auf
der Sud-Est-Insel am 4. fand man bereits 130 Goldgräber an der Arbeit, zu denen im Laufe
der nächsten 3 Tage noch weitere 70 hinzukamen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus,
dass die Insel aus Schiefern, die vielfach von Quarzgängen durchsetzt wurden, bestand. Nachdem
J. B.
Cameron als Justice of the Peace und zugleich als Officer of Customs eingesetzt worden

1)nbsp;[W. G. Lawes], New Guinea Exploration. Proceed, R. Geogr. Soc. N. S. IX. 1887, p. 245. — Rob. Etheridge Jr.
Our Present Knowledge of the Palaeontology of New Guinea. Records of the Geologieal Survey of N, S. Wales.
I. pt. 3.
Sydney 1889—90, p. 174. — Proposal to cross South-East New Guinea. Nature
XXXV. London 1887, p. 547. —
[J. P. Thomson]. British New Guinea. Scott. Geogr, Mag. IV. Edinburgh 1888, p. 495—496.

2)nbsp;Instruments and Instructions for erecting certain British Territory in New Guinea and the Adjacent Islands
into a separate Possession and Government by the name of British New Guinea .. , , London. November 1888. [C. 5564], p. 4fF.
In dem Ernennungspatent heisst es
Mac Gregor, er selbst schreibt sich Macgregor.

3)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. Aug, 1889. London 1890 [C. 5883], p. 225—227. ■— H. H.
Romilly. Letters from the Western Pacific and Mashonaland. London 1893, p. 331.

4)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. Aug, 1889. London 1890 [C. 5883]. p. 243—263. — Report
of the Administrator for the period 4th Sept. 1888 to 30th June 1889. (Colonial Possessions Report, N°. 103). London
1890 [C. 5897—33],
p. 18—21. — Annual Report on British New Guinea from 4th Sept. 1888 to 30th June 1889.
Brisbane 1890, p. 9—12.
— Basil H. Thomson, Narrative of an Exploring Expedition to the Eastern Part of New
Guinea. Scott. Geogr. Magazine.
V. Edinburgh 1889, p. 513—535- — Basil H. Thomson. New Guinea: Narrative of an
Exploring Expedition to the Louisiade and D\'EntrecasteauX Islands. Proceed. R. Geogr. Soc. N, S. XI. London 1889,
p. 525—542. Map. —
Rob. L. Jack and A, W, Clarke. Report on Geological Specimens. Report of the Administrator
1. c. pag.
93—97- — H. B. Tristram. On a small Collection of Birds from the Louisiade and D\'EntrecasteauX Islands.
Ibis. (6)
1. London 1889, p, 533—558. — W. F. Kirby. On the Collection of Lepidoptera formed by Basil Thomson
in the Louisiade Archipelago. Ann. and Mag, Nat, Hist.
(6) IV. London 1889, p. 156—167. — Edgar A. Smith. On
the Land and Freshwater-Shells of the Louisiade Archipelago. Ibid. p. 199—209. —
W, F, Kirby. Notes on the Specimens
of Phasmidae collected by Basil Thomson, in the Louisiade Archipelago. Ibid. p. 229—231.
— Basil H. Thomson. Notes
on the Fauna of the Louisiade und d\'Entrecasteaux Islands. Report Brit. Assoc. Adv. of Sc. 1889, p, 615.

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war, dampfte der „Swingerquot; mit der „Hygeiaquot; im Schlepptau am 9. nach der Rossel-Insel
ab, an deren Westküste, bei der High-Insel [Wöla], er abends vor Anker ging. Nachdem hier
ein Dolmetscher an Bord genommen worden war, wurde am nächsten Morgen in die Dickson-
[Jongga- oder Yongga-] Bai eingelaufen, worauf der „Swingerquot; nach Ausschiffung der Passagiere
nach Austrahen zurückdampfte. Am 12. trat
Macgregor mit seinen Begleitern und den 21
mitgekommenen Goldgräbern den Marsch ins gebirgige Innere an, von dem er erst am 16.
zurückkehrte. Man beobachtete von Quarzgängen durchsetzte Schiefer, aber kein Gold. Am
17. kehrte
Macgregor auf der „Hygeiaquot; nach der Sud-Est-Insel zurück. Mit 12 Goldgräbern
an Bord wurde die Fahrt am 19, fortgesetzt und zunächst bei der Joannet-Insel [Pana Timani],
auf der man Tonschiefer mit Qüarz fand, gehalten. Am 20. erfolgte die Ankunft auf der
St. Aignan-Insel [Misima]. Ihr Westende wurde von dem Lakia-Gebirge, dessen höchster Gipfel
3500 feet hoch war und das im wesentlichen aus Tonschiefer bestand, gebildet. Die Osthälfte
setzte sich aus schroffen, höhlenreichen, 1000—2000 feet hohen Kalksteinbergen, an denen
auch Konglomerate sowie Tonschiefer mit Quarzgängen auftraten, zusammen. Am 3 Stellen
fanden die Goldgräber das gesuchte MetaU, jedoch nicht abbauwürdiger Menge. Die Insel
enthielt gegen 30 Dörfer mit etwa 3000 Seelen \').

Am 24. traf die „Hygeiaquot; an der Nordostspitze der Normanby-Insel [Duau] ein, nach-
dem sie auf der Fahrt dorthin die kleine, aus Korallenkalk bestehende East-Insel [Waremata]
(io°3o\'S., 152quot; 5\'E.), die zu der Bonvouloir-Gruppe gehört, besucht hatte. Am 26. unternahm
Macgregor mit seinem Sekret är BaSIL H. Thomson einen Marsch landeinwärts auf dem
nicht weniger als 31 Dörfer besucht wurden. Am 27. ging der Schoner 7—8 Seem. westhch
von dem ensten Ankerplatz, der 8—10 Seem. westhch von Kap Pierson [Babaklinai] lag, vor
Anker. Auch hier wurde den in der Nähe liegenden Dörfern ein Besuch abgestattet. Alsdann
begab sich das Schiff nach demjenigen Teile der Normanby-Insel, der gegenüber dem im
Norden der sogen. Harris-Insel befindlichen lag.
macgregor trat von hier aus einen vom
Nachmittage des 29. bis zum Abend des 30. währenden Ausflug in das Innere an. Vor dem
Verlassen der Insel konnte noch festgestellt werden, dass die erwähnte kleine Harris-Insel eine
mit ihr fest verbundene Niederung war. Am 31. passirte die „Hygeiaquot; die Goulvain-Insel
[Dobu], die ein erloschener Krater ist, und ging an dem Ostende der Fergusson-Insel, auf
der noch nachmittags gelandet wurde, vor Anker. Drei grosse Bergmassen traten deutlich
in Erscheinung, nämlich der an der N E-Ecke sich erhebende, etwa 6000 feet hohe Kilkerran-
Berg, die im nordwestlichen Teile hegende etwa 5000 feet hohe Maybole-Kette, beide aus
Glimmerschiefer mit Quarzgängen bestehend, und ein an der Südwestecke befindhcher, nie-
drigerer Rücken. Am 2. November verlegte das Schiff seinen Ankerplatz nach einer kleinen
Bai, die 7—8 Seemeilen östlich von dem vorigen lag und am 3. nach dem Ostende der
Hughes-Bai, die den Fuss des Mt. Kilkerran bespült. Aus den Beobachtungen von
MacgreGOR
ergab sich, dass die Küste der Fergusson-Insel [Morotau] bis zum Kilkerran von vulkanischen
Gebilden bedeckt ist. Die heissen Quellen, welche die enghsche Seekarte bei dem Kap
Labillardière eingetragen hatte, konnten jedoch nicht aufgefunden werden. Der nächste Anker-
platz war eine kleine Bucht am Südende der Maybole-Kette in der Moresby-Strasse und der
letzte befand sich in der Seymour-Bai, die an der Süd-Küste zwischen der Maybole-Kette und

i) Furthev Correspondence respecüng New Gninea. Aug. 1889. London 1890, p. 249—251.

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dem Kap Mourilyan liegt. Unfern des Nordufers der Bai fand Macgregor ein ebenes,
sumpfiges, waldiges Gebiet, das einen Salzsee und zugleich einige Hügel, denen Schwefel-
dämpfe entstiegen, enthielt. In Begleitung von
thomson unternahm er einen Marsch 6—8
miles landeinwärts, i—miles von der Bucht entfernt, stiess er auf heisse Quellen und
Solfataren i). Der 8. und 9. wurde auf die Untersuchung der Küste der Goodenough-Insel
[Boidoga]^) verwendet. Auch hier waren Glimmerschiefer mit Quarz vorherrschend, doch
wurden in den Flussbetten auch vulkanische Gesteine bemerkt. Auf der sich am weitesten ins
Meer erstreckenden Landzunge entdeckte
Macgregor einen kleinen Vulkan mit einem Krater
an seinem Gipfel, der augenscheinlich vor nicht langer Zeit seine Tätigkeit eingestellt hatte.
Am 16. November traf die „Hygeiaquot; wieder auf Samarai ein

Das Erste, was Macgregor hier vernahm, war die Nachricht von der Ermordung des Kapt.
E.
Ancell. Dieser hatte auf seinem Kutter „Star of the Peacequot; {18 T.) Samarai am 27. Oktober
verlassen und war am folgenden Tage in der Chads- [Awaiama-] Bai eingetrofl\'en, wo er von
den Eingeborenen Kopra erhandelte. Auf die Warnung eines Matrosen hin, dass Gefahr drohe,
wollte
Ancell den Anker lichten lassen, wurde aber beim Betreten des Decks ergriffen
und totgeschlagen, worauf das Schifif geplündert wurde. Nur einem Matrosen gelang es nach
Samarai zu entkommen. Das gerade dort hegende Kriegsschiffquot; „Rapidquot;, Kapt.
Mann, ging
mit dem Beamten
Bingham A. Hely am i. November nach der Chads-Bai ab, vermochte
aber den Tatort nicht zu erreichen. Nach der Rückkehr machte sich
robinson, Miteigentümer
des Kutters, ebenfahs auf den Weg und fand das Schiffquot; treibend. Da die Eingeborenen auf
ihn feuerten, sah er sich zur Umkehr gezwungen. Am 9. begab sich der „Rapidquot; zum zwei-
tenmale nach der Chads-Bai und fand diesmal die Leiche von
Ancell. Die Eingeborenen
hatten sich auf die Flucht begeben, und der „Star of the Peacequot; war inzwischen verbrannt worden.

Bereits am 18. November brach MacgregoR in Begleitung von Hely und A. C. English,
denen sich die Goldsucher G. L. burke, E. W. Morgan, P. Harwood, G. Mackay, S. P.
Carlson, W. Winston,
A. Keith, James Ferguson, J. Newell, J. Swanson, W. Bowles
und J. Palmer angeschlossen hatten, auf der „Hygeiaquot; auf, um die Verfolgung der Räuber
selbst in die Hand zu nehmen. Seine Absicht war das schuldige Dorf zu umzingeln, doch als
er am Nachmittage des 19. diesen Plan zur Ausführung brachte, stellte sich heraus, dass
sämtliche Bewohner bereits das Weite gesucht hatten. Das Gleiche war mit den benachbarten
Dörfern der Fall. Da die Erreichung des Zieles längere Zeit und Geduld erforderte, sandte
Macgregor ahe Freiwilligen nach Samarai zurück. Als er am 20. nach Amai Ama kam,
dessen Bewohner den Mord verübt hatten, fand er den Ort eingeäschert. Am 24. wurde die\'
westhch von der Chads-Bai hegende Landschaft Tauputa aufgesucht, um mit ihren Bewohnern
freundliche Beziehungen anzuknüpfen, was nach Überwindung einiger Schwierigkeiten auch
glückte. Bereits am nächsten Tage stellten sich 140 Tauputaner ein, um die an der Ostseite
der Chads-Bai hegende Ancell-Halbinsel, die in der ExceUent-Spitze endigte, nach Flüchthngen

1)nbsp;A. Liversidge. Note upon Hot Spring Waters, Ferguson Island, D\'Entrecasteaux Group (Report of the
Administrator Brit. New Guinea 1888—89. London 1890, p. 46-49-, Report 2d Meeting Australasian Assoc. Adv. of
Science, 1890. Sydney, p. 388—392).

2)nbsp;Damals wurde Dawila [DauUa] als der einheimische Name ermittelt. Später vernahm Macgregor jedoch (Ann.
Report Brit, New Guinea 1891—92, p. 2), dass er Boidoga lautete. Man findet auch den Namen Morata.

3)nbsp;Further Correspondenee respeeting New Guinea. Aug. 1889. London 1890, p. 252—263.

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zu durchsuchen. Es konnten jedoch nur einige wenige Leute ergrifffen werden. Nachdem mac-
gregor
am 28. auf die inzwischen in der Bentley-Bucht wieder eingetroftene „Hygeiaquot; über-
gegangen war, gelang es im Laufe der nächsten Tage noch mehrerer am Morde beteiligter Personen
habhaft zu werden. Auch Waffen wurden teilweise zurückerhalten. Am 11. Januar 1889 trafen
die am Morde von
Ancell Beteiligten auf Samarai ein. Macgregor verliess diese Lisel am 13.
auf dem Dampfer „Albatrossquot; und landete an dem nämlichen Tage bei dem etwa in der Mitte der
Nordküste der Milne-Bai liegenden Ahioma [Hioma], um 6 s. Zt. gefangen genommene Einge-
borene wieder frei zu geben. Von hier aus besuchte er auch das westhch hegende Dorf Rabi
Endlich begab er sich nach dem östlich von Mita hegenden Watino, um von dort aus die
Halbinsel zu durchqueren und nach der Bentley-Bucht zu gelangen, wohin das Schiff inzwischen
abgegangen war. Auf dem „Albatrossquot; dampfte er nach der kleinen Annie-Bucht, die die
Ancell-Halbinsel im Osten begrenzt und marschirte von dort nach der Chads-Bai, wo er den
Dampfer wieder antraf, auf dem er sodann Tauputa besuchte. Nach einem Besuch der Teste-
Insel erfolgte die Ankunft auf Samarai, am 17. Am nächsten Tage war Gerichtstag und wurden
4 der Schuldigen zum Tode, einer zu i\'/s jähriger Gefängnisstrafe verurteilt, während einer
freigesprochen wurde. Die Hinrichtungen wurden teils auf Samarai, teils zu Ahioma am 29.
und teils an der Chads-Bai am 30. vollzogen, zu welchem Zweck sich der „Albatrossquot; dorthin
begeben hatte

B. r. S. Baden-Powell 1888—89.

In einem nichtssagenden Buche hat B. F. S. Baden-Powell auch seine Fahrt nach
Neu-Guinea geschildertquot;). Er war am 3. Februar 1888 von London abgereist und über
Ceylon nach Australien gelangt. Im November bot sich ihm in Cooktown Gelegenheit nach
Samarai zu gelangen, wo wenige Tage nach seiner Ankunft
macgregor eintraf, den er auf
seiner Fahrt nach der Chads-Bai begleitete. Weihnacht befand er sich auf Samarai, besuchte darauf
die Heath-Insel [Logia] und gelangte am 30. Dezember auf der „Hygeiaquot; nach Port Moresby.
Er nahm ferner an einer Fahrt des Missionsschoners „Harrierquot; teil, auf der er nach Toaripi
[Motu Motu], wo er J.
chalmers antraf, und endlich nach der Murray-Insel gelangte. Über
die Thursday-Insel setzte er seine Reise nach Java fort. Erst im Jahre 1891 kehrte er nach
England zurück.

Société des Missionnaires de Notre-Dame du Sacré-Coeur 1888—89.

Der Pater L. A. Navarre war 1887 von der Yule-Insel zeitweilig nach Frankreich
zurückgekehrt, um am 30. November zu Issoudun (Dep. Indre) die Weihen als Bischof von
Pentaconie i. p. i. zu empfangen Im folgenden Jahre kehrte er über Sydney nach der
Mission zurück. Er verhess die Thursday-Insel am 28. Oktober 1888 auf dem Schoner
„Curlewquot; und traf am 3. November auf der Yule-Insel ein. Pater
H. St. Verjus hatte Krankheits
halber auf der Thursday-Insel zurückbleiben müssen und konnte erst am 20. Dezember auf

1)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. Aug. 1889. London 1890 [C, 5883] p. 262—264, 270—277,

279, 297_301. _ Report of the Administrator for the period 4th Sept. 1888 to 30th June 1889. London 1890. Colonial

Possessions Report, N°. 103, p. 22—27. — Annual Report on British New Guinea from 4th Sept. 1888 to 30th June 1889.
Brisbane 1890, p. 12—14.

2)nbsp;In Savage Isles and Settled Lands. London 1892, p. 129—209.

3)nbsp;Missions Catholiques. XIX. Lyon 1887, p. 567—568.

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der Station landen. Es war dies eine grosse Enttäuschung für eine Gesellschaft von 20 Gold-
gräbern, die
Navarre vorfand und die ungeduldig eines im Gebiet des St. Joseph-Flusses
orts- und sprachkundigen Führers harrten. Am
6. November zogen ihrer 17 ohne jeghche
weitere Begleitung, trotz der ungünstigen Jahreszeit und trotz des Misserfolges des Unter-
nehmens von
Cameron und Burke, ab und wurden zu diesem Zwecke auf einem Boote der
Mission nach der gegenüberliegenden Festlandsküste befördert Mit Ausnahme von zweien
kehrten sie bald darauf jedoch zurück, „harassés de fatigue, de faim et de maladiequot;. In Pokäu
hatten sie auch aherlei Unfug getrieben^).

In den ersten Tagen des Dezember begab F. Hartzer sich nach Mohu am St. Joseph-
Fluss, um zunächst einen für die Anlage einer Station geeigneten Platz auszusuchen Am
28. Januar 1889 suchten Hartzer und Verjus, in Begleitung des Laienbruders Thomas
aufs neue Mohu auf, um ein Haus zu bauen. Thomas musste aber wegen Malaria bald darauf
nach der Thursday-Insel evakuirt werden und etwas später ereilte
Hartzer, der der Station
vorstand, das gleiche Schicksal^). Einige Monate später wurde sie von
Athanase Toublanc
(bis Januar 1890) und zwei Laienbrüdern besetzt

New Guinea Syndicate, New Guinea Company und Papuan Syndicate 1888—89.

Ende 1888 suchte ein gewisser J. Balcombe, namens „The New Guinea Syndicate,
Limited
1889quot; bei dem Colonial Ofihce um die Erlaubnis nach, ausgedehnte Ländereien auf
Neu-Guinea zu erwerben «). Das von Lord
Knutseord hierüber von willtam Macgregor
eingeforderte Gutachten lautete dahin, dass Balcombes Angaben über die Fruchtbarkeit des
Bodens von völliger Unkenntnis Zeugnis ablegten und däss überdies „the total quantity of
good land that can be alienated or occupied by Europeans without pressing on the natives
and creating civil disturbances is very hmitedquot; Da der Gouverneur von Queensland, Sir
H.
w. Norman, ebenfalls ein ungünstiges Urteil angab, so erfuhr das Gesuch eine Ablehnung.
Nicht besser erging es einem Ableger dieses Syndikats, das sich unter dem Namen „The
New Guinea Company, Limitedquot;, zur Aufgabe gemacht hatte, die von dem erwähnten Syndikat
auf der Yule-Insel, am Coombes-Fluss, am Fly- sowie am Baxter-Fluss, ferner im Kabadi-
Distnkt und am Bootless Inlet zu erwerbenden Ländereien anzukaufen s).

Abgewiesen wurde desgleichen ein ähnlich lautendes Gesuch seitens des „Papuan Syn-
dicate, Limitedquot;, das augenscheinlich in Beziehungen zu H. C.
Everill stand, der wie wir
oben (p.
388) sahen, bereits 1886 den Besitz von Ländereien angestrebt hatte

Endhch möge noch erwähnt werden, dass der von der ersten STRACHANschen Expedition
her bekannte
T. C. Kerry, am 5. Dezember 1888, und John Strachan selbst, am 29.

1)nbsp;Lettre de Monseigneur Navarre au T. R. P. Chevalier . . . Ann. de Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXIV
Issoudun 1889, p. 74—75. — Lettre du
R. P. Fernand Hartzer. Ibid. p. 260—266.

2)nbsp;Lettre de Monseigneur Navarre . . . Ibid. p. 508, 569.

3)nbsp;Lettre du R. P. Fernand Hartzer... Ibid. p. 211-214. - Lettre du R. P. Vérius .. . Ibid. p. .67

4)nbsp;Lettre du R. P. Hartzer à Mgr. Marchal. Ibid. p. 577—578.

5)nbsp;Lettre du Père Hartzer à son père. Ibid. XXV. 1890, p. 275—276.

6)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. August 1889. London i8go [c. 5883], p. 307

7)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. April 1891 [C. 6323], p. 29 35—36.

8)nbsp;L. c. pag. 47—48.nbsp;\'

9)nbsp;L.c. pag. 71.

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Dezember, ähnliche Gesuche einreichten, die gleich denen ihrer Konkurrenten eine ungünstige
Beurteilung erfuhren \').

Robert und George Hunter 1888.

Der in Rigo ansässige Regierungsagent GeorGE Hunter hatte nach Port Moresby
. gemeldet, dass am 25. Oktober 1888 5 Bewohner fi Frau und 4 Kinder) des 4 miles landeinwärts
von Tupuselei hegenden Dorfes Wardèli [Vardelli] von Leuten aus der Landschaft Manugoro
ermordet worden seien. Der Gouvernementssekretär
Anthony Musgrave schickte darauf
Rob. Hunter mit bewaffneter Macht am 29. auf dem Kutter „Mainoquot; nach Kapa-Kapa ab,
wo er am 30. eintraf. Am i. November brachen die Gebrüder
HuNTER von Kaile zur Ver-
folgung auf und nahmen auch einen der Schuldigen gefangen, dem es aber gelang zu entweichen\'quot;^).

A. Mostyn Field 1888,

Das unter dem Befehl des Leutn. A. Mostyn Field stehende britische Kriegsschiff
„Dartquot; führte im September 1888 eine Reihe von Lotungen unweit der Hood-Spitze aus, um
Gewissheit über das Vorhandensein des 1804 entdeckten und auch angeblich i860 noch
bemerkten Goutance-Riffes zu erlangen, welches bereits die „Larkquot; 1885 nicht aufzufinden
vermochte Die 5 Tage währenden Messungen ergaben an den bewussten Stellen Wasser-
tiefen von 2070 und 2825 m., so dass hinsichtlich der Nichtexistenz des Riffes -kein Zweifel
mehr obwalten konnte

Kapt. Leutn. Bethge 1888.

Das vom Kapt. Leutn. z. See Bethge befehligte Kanonenboot „Eberquot; hatte den Hafen
von Kiel am 10 November 1887 verlassen, war am 25. Februar 1888 vor Kupang auf Timor
und, nach dem Durchfahren der Torres-Strasse, am 7. März vor Cooktown eingetroffen. Die
Weiterfahrt erfolgte am 20. desselben Monats, worauf das Schiff am 2^. auf der Reede von
Matupi vor Anker ging. Es musste hier wegen Einnahme von Kohlen und Kesselreparatur bis
zum 5. April, dem Tage der Abfahrt nach den Samoa-Inseln, liegen bleiben ■\'quot;\').

Kapt. z. See H. Strauch 1888.

Der Kreuzer „Olgaquot;, Kapt. z. See STRAUCH, war von Apia (Samoa-Inseln) am 25. April
1888 abgedampft und nach einem, vom 4.—7. Mai währenden Aufenthalt vor Ugi (Salomo-
lnseln), am
II. in den St. Georg-Kanal eingelaufen und vor Matupi vor Anker gekommen.
Am 16. ging das Schiff wieder in See und traf zwei Tage später im Nares-Hafen an der

1)nbsp;Further Correspondence... Aug. 1889. London 1890, p. 307.

2)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. Aug. 1889. London 1890 [C. 5883], p. 320—323. Am 24.
März 1889 gelaug es Macgregor 3 der Mörder habhaft zu werden und nach Port Moresby bringen zu lassen (s. unten).

3)nbsp;Siehe Nova Guinea. I, p. 393., II, p. 112—113, 392.

4)nbsp;List of Ocean Depths i888. London 1889. Hydrogr. Departm., p. 6., hieraus: Lothungen im Stillen Ocean,

Korallen-See. Ann. der Hydrographie. XVIII. 1890, p. 137—138. — Sondages exécutés par le navire Dart____ Annales

hydrogr. (2) XL Paris 1889, p. 162—164. — Nichtvorhandensein des Coutance-Riffes an der Süd-Küste von Neu-Guinea.
Nachr. für Seefahrer. XIX.
1888, Nquot;. 2242 nach Notice to Mariners. London 1888, N°. 363. — Nautic. Mag. LVIII. 1889, p. 71.

5)nbsp;Aus dem Reiseberichte S. M. Knbt. „Eberquot; von Cooktown über Matupi nach Apia. Ann. der Hydrogr. XVL
1888, p. 470—472. — Erste imd letzte Sesreise mit S. M. Kanonenboot „Eberquot;. Reise-Erlebnisse des am 16. März 1889
im Sturm bei Samoa ertrunkenen Obermatrosen Adolph Thamm. Berlin 1889, p. 35—38. — [P.] KoCH. S. M. Kanonen-
boot „Eberquot;. Ein Gedenkblatt. Marine-Rundschau. XIV.
2. Berlin 1903, p. Soo.

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Nordwestecke der Grossen Admiralitäts-Insel ein. Nach dem Verlassen derselben am 19. wurde
die Fahrt in westlicher Richtung fortgesetzt, am 24. die Mios Su passirt und am 29. die Reede
von Makassar erreicht

Carl Hunstein und Stefan von Kotze 1888.

Im Januar 1888 unternahmen C. Hunstein und St. von Kotze von dem südlich von
Finsch-Hafen liegenden Butauèng aus zwei grössere Ausflüge. Sie segelten am 20. nach dem
südhch vom Schneider-Hafen liegenden Dorf Kualsan, überschritten die Ulama-Berge und
folgten dem Lauf des in den Bu Gaim mündenden Bu Kau Imbang. Hierauf wurden die
Lugauèn-Berge bestiegen und das an ihrem Westrande liegende Dorf Dambir aufgesucht.
Nachdem das Tal des Bu Gaim wieder erreicht worden war, erfolgte die Rückkehr nach dem
Schneider-Hafen und von dort, nach einer Wanderung längs der Küste, nach Butauèng -).

Am 24. traten beide eine zweite Exkursion an, die sie längs des Bergrückens im Tal
des Bu Bui aufwärts führte, der die Wasserscheide zwischen dem genannten und dem nördlich
von Finsch-Hafen mündenden Fluss darstellt. Am Ende des zweiten Tages war als Endziel
ein etwa 1400 m. hoher Bergrücken, der 15—-16 Seemeilen von dem Ausgangspunkt entfernt
lag, erstiegen worden. Im Westen vermochte man noch ein etwa 3000 m. hohes Gebirge
zu erblicken.

Freiherr G. E. G. von Schleinitz 1888.

Der Landeshauptmann dampfte in Begleitung von G. W. von Below und Gh. Bar-
thélémy
am i. Januar 1888 auf der „Ottiliequot; von Finsch-Hafen aus, um nach einem für die
Gründung einer neuen Station geeigneten Gebiet Umschau zu halten. Am 2. kam das Schifif
an der Ostseite der kleinen, 10 km. NW. vom Kap King Wilham befindlichen Insel Ghisi,
auf der sich das Dorf Kelana befand, vor Anker In einem Boot gelangten die Reisenden
nach einer der Insel gegenüberliegenden Stelle an der Küste, Bole genannt, und in den dort
mündenden Fluss. Nach der Rückkehr an Bord wurde die Fahrt in westlicher Richtung fort-
gesetzt und alsbald eine zweite, weit grössere Flussmündung bemerkt, zugleich eine ausge-
dehnte Grasebene, hinter der sich drei Terrassen erhöben. Noch weiter gen W. wurde eine
dritte Mündung vorgefunden, in deren Nähe ein guter Ankerplatz vorhanden war.

Am 3. entdeckte von schleinitz etwa 3 Seem. von der Dorf-Insel bei Kap Teliata
entfernt, einen aus tief eingeschnittener Gebirgsschlucht kommenden Fluss und 13 Seem. weiter
abermals einen anderen, dessen Mündung er nur flüchtig besuchen konnte, da die ungünstige
Witterung zur Weiterfahrt zwang. Nach einem Besuch von Konstantin-Hafen in der Astrolabe-
Bucht wurde die Dampier-Insel [Krakar] angelaufen, aber nirgends ein Ankerplatz gefunden.
Am 8. ging es nach Friedrich Wilhelms-Hafen und von dort nach Prinz Heinrich-Hafen,
wo gelandet wurde. Mit der am 12. erfolgten Rückkehr nach Finsch-Hafen fanden die
Forschungsreisen von
Schleinitz ihr Ende. Nachdem Reinhold Kraetke am i. März die

1)nbsp;Aus dem Reisebericht S. M. S. „Olgaquot;, Kommandant Kapt. z. See Strauch. Reise von Apia nach Singapore.
Ann. der Hydrographie. XVI. 1888, p. 505—507.

2)nbsp;Nachrichten K. W. L. IV. 1888, p. 59—60. — Es wird dies wohl einer der Märsche gewesen sein, die St. von
Kotze
ohne genaue Angaben in seinem mir widerwärtigen Buche (Aus Papuas Kulturmorgen. Berlin 1906, p. 43 fF.) beschreibt.

3)nbsp;Nachrichten K. W. L. IV. 1888, p. 64—71.

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Geschäfte als stellvertretender Landeshauptmann übernommen hatte, begab er sich nach Cook-
town, wo er am 27. März die Heimfahrt antrat \').

Gründung der Station Kelana 1888.

Am 16, Februar gingen Ch. Barthelemy, Rohde und St. von kotze auf der
„Samoaquot; nach Kelana ab, um dort eine Pflanzungsstation anzulegen die aber bereits im
Juli desselben Jahres aufgegeben werden musste

Carl Hunstein und P. W. von Below 1888.

C. Hunstein und F. W. von Below waren am 16. Februar auf der „Samoaquot; mit
ausgelaufen, um das westlich von Kelana hegenden Gebiet näher zu untersuchen. Das Resultat
scheint den von
v. schleinitz geheg ten Erwartungen nicht entsprochen zu haben, denn
bereits am 4. März dampften sie von Finsch-Hafen aufs neue aus, um das Bergland an der
Westküste von Neu-Pommern im Hinblick auf die Anlage von Kaffeanpflanzungen in Augen-
schein zu nehmen Die Landung erfolgte bei dem Dorfe Sag-Sag.

In der Frühe des 13. fand ein von einer verheerenden Flutwelle begleiteter Ausbruch
des Vulkans der Ritter-Insel statt Während das Wasser im Finsch-Hafen um 2—3 m. stieg,
muss es an der Westküste von Neu-Pommern eine bis zu 15 m. reichende Höhe erreicht
haben. Als die von Kapt.
Hutter geführte „Ottiliequot; sich am 15. der Landungsstelle näherte,
waren die Dörfer verschwunden und die bis zu den Bergen reichenden Landstreifen durch das
Umbrechen von Bäumen und die Überschüttung von Bimssteinmassen verwüstet. Nur 5 Ein-
geborene konnten als die einzig Überlebenden der Expedition gerettet werden

Am 17. ging die „Ottihequot; auf Anordnung des Landeshauptmannes nochmals nach der
Unglücksstätte ab, vermochte aber nur einige wenige Gebrauchsgegenstände, die als das
Eigentum
HunsteiNS und v. Belows erkannt wurden, aufzufinden.

Joachim Graf Pfeil 1887—88.

Joachim Graf Pfeil war im Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie am 22. Dezember 1887
in Finsch-Hafen eingetroffen. Sechs Tage später begab er sich, von C.
hunstein und 24
Trägern begleitet, in 2 Booten nach dem Festungs-Kap [Kilumala], wo
hunstein eines

1)nbsp;Nachr. K.W.L. IV. 1888, p. 57.

2)nbsp;Ibid. p. 71. Barthélémy starb dort liurze Zeit darauf (I.e. pag. 146).

3)nbsp;Der am 7. Mai in Finsch-Hafen eingetroffene Botanilcer Franz Hellwig besuchte diese Anlage in der Zeit
vom 15. Juli
—II. August, wie aus den Etiketten seines Herbars hervorgeht (o. Warburg. Plantae Hellwigianae. Bota-
nische Jahrbücher herausgeg. von A. Engler. XVIII. 1894, p. 184—212). Das auf der Station beschäftigte Personal traf,
nach einer Mitteilung von
Fr. Eich, am 26. Juli in der Astrolabe-Bucht ein (Berichte der Rheinischen Missions-Gesellsch.
1888, p. 377, s. auch Nachr.
K.W.L. V. 1889, p. 63).

4)nbsp;Nachrichten K.W.L. IV. 1888, p. 76—79, 147—149- — Die Ritter-Insel und die Fluthkatastrophe in der
Dampier-Strasse. Mittlg. von Forschungsreisenden aus den Deutschen Schutzgebieten. IV. Berlin 1891, p. 59—-61. —
[Winter]. Arbeiteranwerbung im Schutzgebiet. Nachr. K.W.L. VL i8go, p. 83. — Robert Steinhäuser. Die Flutwelle
und die Hilfsexpeditibn von Finschhafen nach der Südwestküste von Neu-Pommern. Westermanns illustr. deutsche Monats-
hefte. LXXI. Braunschweig 1892, p. 265—275.

5)nbsp;B. Hagen schreibt die Flutwelle einem Ausbruch des Vulkans von Manam [Vulkan-Insel] zu, der 400 km.
entfernt liegt und damals gar nicht tätig war (Unter den Papua\'s. Wiesbaden 1899, p. 6).

6)nbsp;R. Hindorf stellte die Behauptung auf, dass die Flutwelle „sich meilenweit weit ins Land hinein fühlbar
machtequot;, obwohl er sich selbst zu jener Zeit im Schutzgebiet befand und es daher besser hätte wissen können (V. Jahres-
bericht Geogr. Gesellsch. Greifswald. 1893, p. 116).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;60

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Unwohlseins wegen umkehren musste. Graf Pfeil trat darauf eine Wanderung in dem Tal des
unweit jenes Vorgebirges mündenden Bu Forum bis zu einer Entfernung von 45 km. in der
Lufthnie an. Am Ausgangspunkte wieder angelangt, wurde der Weg nach dem etwa 60 km.
entfernten Finsch-Hafen zu Fuss zurückgelegt

Bald darauf erfolgte seine Versetzung nach dem Bismarck-Archipel als Leiter der neu
gegründeten Station Kerawara auf der gleichnamigen zur Neu-Lauenburg-Gruppe gehörenden
Insel. In dieser Eigenschaft nahm er das Fahrwasser zwischen Kerawara und Ulu auf und
gab ihm den Namen Rohlfs-Hafen

Am 22. Mai trat er in Begleitung von A. .Rocholl, Ramsay und Martin eine Fahrt
nach Neu-Mecklenburg an zur Erforschung des Landes sowie zur Anwerbung von Arbeits-
kräften für die ihm unterstellte Station In der an und für sich schon sehr mangelhaften
Beschreibung vermisst man eine chronologische DarsteUung der Begebnisse, die sich um so
empfindlicher fühlbar macht, als auch seine Aufnahme des Gebietes nicht viel taugt Der
Karte entnimmt man, dass er am 23, Mai von Matakama [Makataua] in 3° 5 i\'/a\'S., 151° 33\'E.®)
abmarschirte und in nördhcher Richtung über Kabur nach Urasire in 333 m. Höhe gelangte.
Am folgenden Tage erreichte die Expedition das in 480 m. Höhe liegende Napusis und damit
zugleich die Wasserscheide der Rossel-Berge. Nachdem das Dorf Ule Put-Put passirt worden
war, ging es in NE. weiter bergab nach der jenseitigen Küste. Nachdem von hier aus am
25. ein Abstecher nach dem nördhch liegenden Malum bei Matantidu gemacht worden war,
wurde eine Wanderung in östlicher Richtung über Kudu-Kudu nach dem bei Kap Rees
liegenden Dorf Malai unternommen. Nach Kudu-Kudu zurückgekehrt, durchquerte Graf
Pfeil
Neu-Mecklenburg in nordsüdlicher Richtung und erreichte die Westküste bei dem in 3°53\'S.,
151° 40^2\' E- liegenden Dorfe Kahl. Nach Besuch der westlich hiervon hegenden Mündung
des Matakin [Madagin] begab die Expedition sich nach einer in SE. in 3° 5674\'S., I5I°43\'E.
hegenden Flussmündung, von der aus ein erneuter Vorstoss ins Innere erfolgte. Am 2.
Juni erreichte sie das in 520 m. Höhe hegende Dorf Jäten [Jaban]. Nachdem dieses am
4. wieder verlassen worden war, befand Graf
Pfeil sich am 5. in dem an der Küste in

1)nbsp;Bericht über eine Reise in Deutsch-Neuguinea. Petermanns MitÜg. XXXVI. 1890, p. 219—227.

2)nbsp;Petermanns Mittlg. XXXIV. 1888, p. 251. — Auf der erst 1898 veröffentlichten Karte ist dieser Name unter-
drückt worden, freilich war
Gerh. Rohlfs inzwischen verstorben (P. Langhans. Karawarra in der Neu-Lauenburg-Gruppe.
Nach den Aufnahmen von
W. Rocholl u. J. Graf Pfeil. Petermanns Mittlg. XLIV, p. 275).

3)nbsp;Nachrichten K. W. L. IV. 1888, p. 153—154. — Joachim Graf Pfeil. Neu-Mecklenburg. Petermanns Mittlg.
XL.
1894, p. 73—82. Taf. VII. — Studien und Beobachtungen in der Südsee. Braunschweig 1899, p. 290—303. — Land
und Leute im Bismarck-Archipel. Verhandl. Gesellsch. f. Erdkunde. XVII. Berlin
1890, p. 144—156.

4)nbsp;Sie ist ganz und gar nicht in Einklang zu bringen mit derjenigen des Landmessers Peter Behrendt (Mittel-
Neu-Mecklenburg. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XVIII.
1904. Karte 4, D. i) und ebensowenig mit denjenigen
der Marine (St. Georgs-Kanal. Bismarck-Archipel i :
200 000. Berlin. Reichs-Marine-Amt, N°. 25, 1908), und endlich auch
nicht mit der kürzlich von K.
Sapper veröffentlichten Karte (Höhenschichtkarte von Süd-Neu-Mecklenburg. Mitteilungen
aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergänzgsheft N°.
3. 1910. Karte 3). Sapper ignorirt die Karte des Grafen Pfeil, von
der er wie von den meisten Arbeiten seiner Vorgänger gar keine Kenntnis gehabt zu haben scheint. — Ferner möge
bei dieser Gelegenheit daran erinnert worden, dass
Carl Peters über die Aufnahmen des Grafen Pfeil in Ost-Afrika
den Ausspruch getan hat, dass sie „durch die neueren Forschungen fast ohne Ausnahme umgestossen seienquot; (Das
Deutsch-Ostafrikanische Schutzgebiet. München-Leipzig
1895, P- 267), worauf Pfeil nur mit einer lahmen Entschuldigung
erwidern konnte (Deutsche Kolonialzeitung. N. F. VIII.
1895, p. 76—77).

5)nbsp;Auch auf der Karte findet sich diese falsche Längenangabe. Es müsste zum wenigsten 152° 33\'E. heissen.

6)nbsp;Matäntuduk bei Rudolf Pöch, der von dort aus auf ungefähr demselben Wege die Insel an den Tagen des
6. und 7. Mai 1905 durchquerte (Wanderungen im nördlichen Teile von Süd-Neu-Mecklenburg. Globus XCIII. 1908, p. 11).

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S\'SsVa\'S., i50°4iY2\'E. liegenden Dorfe Guriron. In dem ersten Berichte heisst es\'), dass
der südhche Teil von Neu-Mecklenburg viermal durchquert wurde, was aber aus der Karte
nicht ersichtlich ist. Auf dem Rückweg erlitt die Expedition einen Angrifif seitens Eingeborener,
dem der Händler
Ramsay sowie ein eingeborener Träger zum Opfer fiel. Man erfährt aber
nicht, in welchem Orte der Überfah stattfand, auch begreift man nicht, wie trotz der dadurch
veranlassten Störung des Marsches doch noch der beinahe i6 km. betragende Weg von Jäten
nach Guriron zurückgelegt werden konnte.

Uber einen später (wann ?) der Insel Neu-Hannover abgestatteten Besuch wird nur
bemerkt, dass sie viel und schönes Land biete und, dass das besuchte Gebiet (welches?) dicht
besiedelt sei. Endlich teilt Graf
pfeil in einem ganz nichtssagenden Aufsatz noch mit, dass
er eine Besteigung des Varzin-Berges [Wuna Kokor] unternommen habe, ohne anzugeben,
wann dies geschehen ist 2). Über eine Besteigung des Vulkans Mutter [Kombiu] wird ebenfalls
berichtet mit der Bemerkung, dass er dessen Höhe mittelst Kochthermometer zu 2241 Fuss
bestimmt habe

Im Jahre 1889 schied Graf Pfeil wieder aus dem Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie

Georg Schmiele 1888.

Der Gerichtsassessor G. schmiele trat am 3. Juni 1888 in Begleitung des Gerichts-
schreibers
Oscar Hering und des GerichtsvoUziehers Langmaack einen Marsch durch die
Gazelle-Halbinsel von der Blanche-Bai nach der 14 km. entfernt liegenden Atahklikun-Bai an.
Ein Boot hatte die Reisenden von der Insel Matupi nach dem Stranddorf Kore-Kore, das an
der Westseite des Simpson-Hafens lag und zur Landschaft Walaur gehörte, gebracht. Nach
zweistündiger Wanderung, vorherrschend durch Grasland, erfolgte die Ankunft in einem, in
der Nähe einer Quelle liegenden Marktplatz. Die mitgenommenen Träger weigerten sich am
folgenden Tage weiter zu gehen und mussten entlassen worden. Der Marsch wurde mit am
Orte selbst Angeworbenen fortgesetzt, die dann an jedem Grenzgehege wechselten, bis schliess-
lich der Fall eintrat, dass die Träger sich heimlich entfernten. Nunmehr wurden die Reisenden
durch Speerwürfe angegrififen und verwundet. Ohne den Weber-FIafen erreicht zu haben,
musste in der Wildernis übernachtet werden. Am 5. steigerten sich die Angriffe zu einem
Bombardement von Steinen und Knütteln, so dass erst durch das Hinzukommen von
Heinr.
Vallendar
und Dupre, Angestellten der Firma Hernsheim amp; Co, Schmielle und seine
Begleiter aus ihrer bedrängten Lage befreit werden konnten. Es währte aber noch bis zum
nächsten Tage, ehe die Faktorei Unter-Kambair erreicht wurde

Landgraf Wilhelm von Hessen 1888.

Der Landgraf Wilhelm von Hessen traf von 26. Juli 1888 in Begleitung der Freiherren
von Hugo und von Starck auf der „Ysabelquot; in Finsch-Hafen ein. Zwei Tage darauf setzte

1)nbsp;Nachrichten K. W. L. IV. 1888, p. 153.

2)nbsp;Bilder aus dem Schutzgebiet in der Südsee. Westermanns illustr. deutsche Monatshefte. LXXII. Braunschweig
1892, p. 539—540.

3)nbsp;Studien und Beobachtungen iu der Südsee, p. 170.

4)nbsp;Nachr. K. W. l. V. 1889, p. 8.

5)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. IV. 1888, p. 154—158.

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er die Fahrt nach Matupi fort, um am 6., seine Reise nach Cooktown fortsetzend, wieder aus
dem Schutzgebiet zu verschwinden

Gründung der Station Stephansort 1888.

Im August 1888 legte die Neu-Guinea-Kompagnie an der Südküste der Astrolabe-Bai
unweit des Dorfes Karegulan eine Station an, die den Namen Stephansort erhielt Sie war
in erster Linie dazu bestimmt worden Tabaksanpflanzungen anzulegen, und man gedachte bis
Ende Januar 1889 zunächst 20 Hektar in Kultur zu bringen

Ludwig Kärnbach und Richter 1888.

Im September 1888 dampften Ludwig Kärnbach und Richter mit eingeborenen
Arbeitern von Finsch-Hafen nach den Purdy-Inseln. Es gelang ihnen bis Ende Dezember
mehrere Hundert Kubikmeter Phosphate zutage zu fördern, deren Verschiffung sich aber nicht
bewerksteUigen liess, da die Inseln keinen Ankerplatz besassen und inzwischen auch der
Westmonsun zum Durchbruch gelangt war

Hugo Zöller 1888.

Im Auftrage des Inhabers der „Kölnischen Zeitungquot;, august Neven du Mont, i^nter-
nahm der Korrespondent
HuGO Zöller im Jahre 1888 eine Fahrt nach Kaiser Wilhelms-Land.
Nachdem er während des Monats August seine Ausrüstung in Australien besorgt hatte, begab
er sich von Cooktown auf dem Dampfer „Ottiliequot; nach Finsch-Hafen, wo er seinen Auf-
enthalt während des folgenden Monats darauf verwendete die Einrichtungen dieser Station
kennen zu lernen Seine Berichte erscheinen gefärbt und gaben kein zutreffendes Bild von
den wirklich bestehenden Verhältnissen Neben einer Reihe von Ausflügen in die Umge-
bung beschäftigten ihn die Vorbereitungen für eine grössere, in das Hinterland der Astrolabe-
Bai zu unternehmende Expedition, die dahin abzielte, womöglich den Gladstone- [Kant-] oder
den Disraeli- [Schopenhauer-] Berg zu besteigen. Am 3. Oktober dampfte er in Begleitung des
Botanikers
Fr. Hellwtg, des Beamten Winter und einer Anzahl farbiger Träger nach
Konstantin-Hafen ab, der am nächsten Tage erreicht wurde. Hier erfuhr das Expeditions-
personal eine Ergänzung durch den Schwager des Stationsvorstehers J. S.
KuBARY, namens

1)nbsp;Ibid. p. 146.

2)nbsp;Nach dem Staatssekretär des Reichspostamtes Heinrich von Stephan.

3)nbsp;Nachr. K. W.L. IV. 1888, p. 179., V. 1889, p. 24—25.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. V. 1889, p. 27—28. — H. Seidel. Die Erforscliung der Purdy-Inseln. Globus LIX. 1891.
P- 303—304- — Die Ladung wurde bald darauf auf der „Esmeraldaquot;, Kapt. R. Weller, nach Hamburg verschifft
(Deutsches Kolonialblatt. I.
1890, p. 341—342).

5)nbsp;Hugo Zöller. Kolonisationsstationen in Deutsch-Neu-Guinea. Kölnische Zeitung, 12. und 13. Februar 1889. _

Deutsche Cultur in den Barbarenländern von Neu-Guinea. Vom Fels zum Meer. I. Stuttgart 1889/90, Heft I.—-Deutsche
Kultur in den Barbarenländern von Neuguinea. Jahresber. d. Frankfurter Ver. f. Geogr. und Stat. LV und LVI.
1893,
p. 59—60. — Deutsch-Neu-Guinea und meine Ersteigung des Finisterre-Gebirges. Stuttgart 1891, p. i—51.

6)nbsp;Einen geradezu peinlichen Eindruck macht seine parteiische Haltung zugunsten der Neu-Guinea-Kompagnie,
mit der er der Verwaltung nieht einmal einen Dienst erwiesen hat. Hinsichüich seiner Unzuverlässigkeit möge man das
Weitere in dem Werke von
R. Parkinson (Dreissig Jahre in der Südsee 1907, p. 21, 453—454, 463, 467) nachlesen.

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Yelliott, sowie durch eingeborene Träger. Der am 7. angetretene Marsch führte durch das
benachbarte Dorf Gorendu nach dem eine Stunde entfernt hegenden Kabenau, dessen Bett
stromaufwärts verfolgt wurde (Fig. 50). Nach weiteren 2 Stunden wurde es verlassen, um nach
einem steilen Anstieg auf einen Bergrücken zu gelangen, auf dem das Dorf Djongu Mana in
315 m. lag 2). Am 8. erreichte die Expedition zunächst das kleine 430 m. hoch liegende
Gogulum, darauf, nach NW. sich wendend, Djansimbi, in dessen Nähe die Dörfer Bang und
Guolbe lagen. Am 9. erfolgte der Abstieg in das Bett des Kabenau, in dem man bis zur
Mündung des Baches Tsiringi aufwärts marschirte. Der letzterwähnten gegenüber begann darauf
ein steiler Anstieg nach dem Dorf Kada-Kada. Auf einem anderen Pfade ging es am 10.
wieder in das Bett des Kabenau, dem während des nächsten Tage gefolgt wurde, bis am 13.
in 1525 m. der Flusswanderung durch eine steile Felswand, über die sich ein Wasserfall ergoss,
ein Ziel gesetzt wurde. Am 14. brach die Expedition am rechten Ufer auf und erkletterte
einen steilen Abhang bis in 2550 m., am folgenden Tage einen weiteren Grat in 2660 m.
Meereshöhe Die Neu-Guinea-Kompagnie gab ihm den Namen Neven Du Mont-Berg Von
hier aus erblickten die Reisenden in SW. das Bismarck-Gebirge, dessen höchster Gipfel Otto-
Berg, während drei kleinere nach den Kindern
bismarcks Herbert-, Marien- und Wilhelm-Berg
genannt wurden. Einem im Süden entdeckten Gebirge gab
Zöller den Namen Kraetke-Gebirge
und drei bemerkenswerten Gipfeln desselben, von W. nach E., die Namen Hellwig-, Zöller-
und Winter-Berg. Nachdem noch an dem nämlichen Tage der Abstieg nach dem Lager im
Flussbett vollzogen worden war, wurde der Rückmarsch angetreten. Bereits am 17. konnte ein
Lager unterhalb Kada-Kada bezogen werden. Am 18. wurde in dem unfernen Tsiringi ein
Rasttag gemacht. Am 19. gelangte die Expedition in nördhcher Richtung bis zum Dorfe
Maniku Mana®), am 20. nach Koliku Mana worauf die Reise am 21. in Konstantin-Hafen
ihr Ende fand.

Graf Pfeil hat sich der Mühe unterzogen die Marschroute nachzumessen und ist dabei
zu dem Resultat gekommen, dass
ZöLLER die Entfernungen ganz erheblich überschätzt hat.
In der Tat kann die Länge des Expeditionsweges eine Reduktion auf die Hälfte ganz gut

vertragen \')

Anfang November besuchte Zöller noch die Station Hatzfeldt-Hafen und die Purdy-

1)nbsp;Kölnische Zeitung, 16. Febr. 1889, 47., 17. Febr. Nquot;. 48., 22. Febr. 53., 24. Febr. 55., 27. Febr.
Nquot;.
58., 3. März 62., 7. März N°. 66., lo. März N\'\'. 69. — Hugo Zöller. Deutsch-Neuguinea und meine Ersteigung
des Finisterre-Gebirges.
1891, pag. 87—157. — Meine Ersteigung des Finisterre-Gebirges. Petermanns Mittlg. XXXVL
1890, p. 233—235. Taf. 18. — Meine Reise in das Innere von Deutsch-Neuguinea. Jahresber. Geogr. Gesellsch. München
1888—89. XIIL 1890. p. I—19. — [Winter und Franz Hellwig]. Expedition nach dem Finisterre-Gebirge. Nachr.
K. W. L. V.
1889, p. 3—15- Siehe hierzu O. Finsch. Kaiser Willielmsland. Deutsche Kolonialzeitung. N. F. IL 1889,
P- 75—77, 262—263.

2)nbsp;Nordöstlich davon wurde das durch ein tiefes Tal davon getrennte Djingle Mana bemerkt.

3)nbsp;Hellwig hatte die erwähnten Plöhen zu 2300 und 2330 m. bestimmt.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. VII. 1891, p. 31. — Di» bei dieser Gelegenheit gesammelten Pflanzen sind von O. Warburg
beschrieben worden (Bergpflanzen aus Kaiser Wilhelms-Land, gesammelt auf der Zöller\'schen Expedition im Finisterre-
Gebirge von Franz Hellwig. Botanische Jahrbücher von A. Engler. XVL Leipzig
1893, p. i__32).

5)nbsp;Mannikam bei Zöller.

6)nbsp;Kollyko bei Zöller, Kaligumana bei Winter und Hellwig.

7)nbsp;Verhandl. Ges. f. Erdk. Berlin. XVIIL 1891, p. 432—435. Die starken Übertreibungen Zöllers sind auch in
der Neuausgabe der Karte von
P. Sprigade und M. Moisel auf ein annehmbareres Mass zurückgeführt worden (Grosser
Deutscher Kolonial-Atlas. Ergzgs-Lief i. Nquot;.
26. 1909).

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Inseln, darauf die zur Neu-Lauenburg-Gruppe gehörenden Inseln Kerawara und Mioko sowie

Fig. so.

die in der Blanche-Bai liegende Insel Matupi und die unfern gelegene Ralum-Pflanzung auf
Neu-Pommern

_ 0 H. zöller. Deutsch-Neuguinea, p. 159-169, 282-302. - Hervorzuheben ist, dass Zöller auch Wörter-
verzeichnisse papuanischer Sprachen gesammeit hat (Deutsch-Neuguinea, I.e. pag. 351-426,. - Untersucliung über 24

Sprachen aus dem Schutzgebiet der Neu-Guinea-Compagnie. Petermanns Mittlg. XXXVI. 1890 p 122—128 145—152 182 —
Untersuchung der Sprachen im Schutzgebiet der Neu-Guinea-Compagnie. Nachr. K.W.L. VL 1890,\'n. 97-08) Siehe
hierüber auch A. B.
Meyer. Die Erforschung der Sprachen Neuguineas. Petermanns Mttlg. XXXVII. 1891, p. 48. -
W. Grube. Em Beitrag zur Kenntniss der Kai-Dialecte. Zeitschr. f. afrikan. und ocean. Sprachen. 1. Berlin 1895 p. 83, 443

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Franz Hellwig 1888.

Am 17. Dezember 1888 machte Franz Hellwig in Begleitung von Winter und des
Pflanzensammlers G. L.
Burke auf einer Dampfbarkasse von Finsch-Hafen aus einen Ausflug
nach dem am Osteingang des Hänisch-Hafens hegenden Dorf Ti\'gedu. Anlass zu diesem Besuch
hatte ein aussergewöhnliches Fest gegeben, an dem auch einige nur wenig oder gar nicht
bekannte Stämme teilnahmen. Nach Ablauf des Festes wurde dem 3 Stunden entfernt, im
Innern des Hänisch-Hafens liegenden Dorfe Bukau Asip ein Besuch abgestattet. Den Rückweg
nach Finsch-Hafen legten die Reisenden ebenfalls zu Fuss zurück \').

Gründung der Missionsstation Wendèsi 1889.

Nachdem auf Grund wiederholter Besuche (s. oben p. 330, 334) von den Missionaren das
an der Westküste des Geelvink-Busens liegende Wendèsi als für eine Niederlassung geeignet
erachtet worden war, beschloss die Utrechtsche Zendingsvereeniging im Jahre 1888 hier eine
Missionsstation ins Leben zu rufen, und traf J. A.
van Balen als erster Missionar am 20,
Januar 1889 dort ein Beiläufig bemerkt wurde am 19. April die Kirche zu Andai, wozu der
Grundstein am 28. März 1888 gelegt worden war, eingeweiht

J. Loots 1889.

Das niederländische Kriegsschiff „de Ruyterquot; hatte den Befehl erhalten den britischen
und deutschen Besitzungen auf Neu-Guinea einen Besuch abzustatten, wobei zugleich dem
Kommandanten, Kapt. z. See J.
LoOTS, der Auftrag erteilt worden war mit den dortigen
Behörden Massregeln zu vereinbaren, um die Einfuhr von Kriegskonterbande im niederlän-
dischen Anteil zu verhindern Am 10. April wurde der Hafen von Tandjong Priok [Batavia]
verlassen und die Reede von Townsvihe (Queensland), nach einem Besuch von Kupang, Port
Darwin und der Thursday-Insel, am 27. Mai erreicht. Am 5. Juni setzte der „de Ruyterquot; seine
Fahrt nach Port Moresby fort, wo er am 10. eintraf, aber
Macgregor nicht vorfand. Nach
fünftägigem Aufenthalt dampfte das Schiff längs der Südküste von Neu-Guinea weiter, durchfuhr
die China- und die Ward Hunt-Strasse und ankerte am 21. Juni im Finsch-Hafen Am 4. Juh
wurde wieder ausgelaufen und nach einer bis zum 9. währenden Fahrt der Nordküste entlang
die Doré-Bai erreicht®). Am 15. setzte der „de Ruyterquot; seine Fahrt nach Ternate fort und
kehrte über Makassar, das am 24. September verlassen wurde, nach Batavia zurück.

J. Bensbach und A. P. Tadema 1889—90.

Als Amos Kalyngkongan, Führer des in Ternate beheimateten Dampfers „Coredoquot;,
Anfang 1889 von einer Handelsfahrt aus dem Geelvink-Busen zurückkehrte, überbrachte er
dem Residenten 5 zugespitzte Bambusstäbe, die der Häuptling
Sabèki von Tandia in der
Landschaft Wandamèn die Unverfrorenheit gehabt hatte, ihm mitzugeben. Diese Gabe bedeutete

1)nbsp;Franz Hellwig. Expedition nach Tiggedu. Nachr. K. W. L. V. 1889, p. 36—40., s. auch das Kärtchen in
Petermanns Mittlg.
XLIV. 1895, p. 170.

2)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. (2) II. 1889, p. 117—121.

3)nbsp;Ibid. p. 168—169., (2) I. 1888, p. 158—159.

4)nbsp;Taarboek van de Koninkl. Nederlandsche Zeemacht 1888—89. \'s Gravenhage 1890, p. 313—316.

5)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. VI. Berlin 1890, p. 38—39.

6)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging (2) II. 1889, p. 170—175, 180—183.

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nämlich nichts weniger als eine Herausforderung und wurde auch als solche aufgefasst. Ende
Juh stellte denn auch der Resident J.
Bensbach sich auf dem Regierungsdampfer „Havikquot;,
Kapt. D.
Nolles, in der Wandamèn-Bai ein, um nicht aUein Genugtuung für diese Beleidi-
gung, sondern auch Rechenschaft für die in letzter Zeit wiederholt von Bewohnern dieser
Landschaft verübten Räubereien zu fordern. Da sein Auftreten nicht den erwarteten Erfolg
hatte so entsandte die Indische Regierung den vom Kapt. Leutn. z. See A. P.
Tadema
befehligten Kreuzer „Javaquot; und gestattete ausserdem die Einberufung eingeborener Hülfstruppen.

Die „Javaquot; traf am 3. November auf der Reede von Ternate ein, musste aber bis zum
4. Dezember untätig verharren, um die „Mobilmachungquot; der Hülfstruppen abzuwarten Am
8. lief sie in die Doré-Bai ein, zwei Tage später folgte der „Havikquot; mit dem Residenten an
Bord, aber noch volle 2 Wochen währte es, ehe auch die aus 47 Frauen und 1367 Köpfen
bestehende Hongiflotte unter der Führung des Postenhalters von Patani, G. W.
van Ahee,
erschien. Die Inseln Tidore, Salawati, Halmahera, Waigëu und Gébé hatten jede ihr Kon-
tingent gestellt. In der Doré-Bai kamen noch 8 Frauen mit i6r Mann hinzu, die aus dem
Geelvink-Busen stammten Der Resident hatte den unfreiwilhgen Aufenthalt dazu benutzt
einen Abstecher nach dem an der Südküste von Japen liegenden Ansus zu machen, deren
Bewohner ebenfalls Anlass zu Klagen gegeben hatten. Da die Bewohner jedoch friedliebende
Gesinnung zur Schau trugen und auch Besserung gelobten, so wurde von Bestrafung
abgesehen.

Am 22. Dezember konnte endlich die Weiterfahrt der Westküste des Geelvink-Busens
entlang angetreten werden, doch mussten die Dampfer vor Wendèsi bis zum 25. auf die
nachhinkende Hongiflotte warten. Hierauf wurde Kurs nach der gegenüberliegenden Wandamèn-
Halbinsel genommen und dort zunächst das Dorf Samabowi beschossen. Während die „Javaquot;
und der „Havikquot; halbwegs zwischen Rasié und Mijé Aufstellung nahmen, wurden die Hülfs-
truppen gelandet. In der Erwartung, dass sie nunmehr dem ins Innere geflüchteten Feind
nachsetzen würden, sohte man bitter getäuscht werden. Die Horden beschränkten sich darauf,
die am Strande liegenden Häuser anzuzünden sowie die Kokospalmen zu fähen. Als sich am
folgenden Tage 20 feindliche Kanus aus der Mündung des an dem Südende der Bai mün-
denden Wosimi herauswagten, erwiesen sich die Hongifahrer abermals unfähig die Verfolgung
aufzunehmen. So blieb nichts anderes übrig, als am 27. drei armirte Boote der „Javaquot; unter
der Führung des Leutn. z. See W. A.
Palm nach dem erwähnten Fluss abzufertigen. Diese
durchsuchten im Laufe der nächsten Tage die östlichen und westlichen Arme seines Deltas
und zerstörten die drei aufgefundenen Dörfer. Hierauf ging eine Abteilung nach dem Dorf
Tandia ab, das sie den Flammen übergab.

1)nbsp;Wie aus einer brieflichen Mitteüung von J. Bensbach hervorgeht, befand er sich am 30. Juli auf der Reede
von Kabo und hatte hier Gelegenheit zwei Eingeborene zu bemerken, die mit einem herausgewachsenen Steissbein von
4 cm. Länge versehen waren (Notulen Batav. Gen. v. K. en
wquot;. XXVHL Batavia 1889, p. 129. — Schwanzmenschen
von Neu-Guinea. Zeitschr. f. Ethnologie. XXII. Berlin 1890 p. [405J).

2)nbsp;Herr J. W. van Nouhuys, der diese Expedition an Bord des „Havikquot; als Steuermann mitmachte, teilte mir
freundlichst mit, dass diese Hülfstruppen teils von ihren Dörfern abgeholt wurden, teils sich auf ihren Frauen nach dem
als Sammelplatz bestimmten Eüand Gébé begeben hatten.

3)nbsp;Koloniaal Verslag van 1890. \'s Gravenhage, p. 19—20. — Jaarboek van de Koninkl. Nederl. Zeemacht 1889—90.
\'s Gravenhage 1891, p. 379—383. — Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. (2) II 1889, p 137 183—184
(2)
m. 1890, p. 75—76.nbsp;\'

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Am I. Januar 1890 gelang es durch Überredung einen Teil der Hülfstruppen zu einem
Zuge ins Innere zu bewegen, doch erst dann nachdem
4 bugische Sträflinge die Tete
genommen hatten. Sobald der Fuss des Wondiwoi-Gebirges erreicht worden war, erfolgte der
Rückmarsch, ohne den Feind zu Gesicht bekommen zu haben Auf das Gerücht hin, dass
die Wandamener sich nach dem nahe dem Osteingange der Bucht liegenden Dorf Mawoi
o-eflüchtet hätten, verzog die Kriegsmacht dorthin, fand es aber leer. Mit seiner Einäscherung
musste die Expedition ihre Aufgabe als beendet ansehen Die beiden Dampfer suchten
nochmals Wendèsi, darauf die Insel Ron und alsdann die Doré-Bai auf, in die sie am 5. ein-
liefen. Am 12. wurde die Rückfahrt nach Ternate angetreten \'\').

Wenige Wochen später stellten die Häuptlinge der zerstörten Dörfer sich als reumütige
Sünder bei dem auf der Insel Ron stationirten Missionar
G. L. Bink ein Der Friede konnte
jedoch erst 9 Monate später geschlossen werden.

Unfreiwillige Fahrt von Timoresen nach Neu-Guinea 1889.

Im Jahre 1889 verhess eine mit 7 Eingeborenen bemannte Prau Kupang auf Timor,
um nach Endeh an der Südküste von Flores zu segeln. Sehr bald wurde aber das Schifif in
östlicher Richtung nach einer unbewohnten Insel abgetrieben, auf der die Insassen 5 Monate
blieben. Nachdem 3 von ihnen den ausgestandenen Entbehrungen erlegen waren, wurde auf
dem defekten Fahrzeug, das wieder in einen leidlich seetüchtigen Zustand gebracht worden
war, die Fahrt fortgesetzt, bis schliesslich die Ankunft auf der unweit der Triton-Bai liegenden
Insel Aiduma erfolgte. Hier machte man die Mitfahrenden zu Sklaven, von deren Loos erst ein
arabischer Händler, der im August 1891 nach dem Eiland kam, hörte. Er kaufte die Leute
frei und übergab sie nach seiner Rückkehr nach Banda der Behörde, die ihm eine Belohnung
für seine menschenfreundhche Tat zukommen liess

William Macgregor 1889.

Wir hatten MACGREGOR verlassen, als er am 17. Januar 1889 von der Chads-Bai nach
Samarai
zurückgekehrt war (s. oben p. 471)- Am 22. dampfte er auf dem „Albatrossquot; wieder
aus, um von Maiwara am Westende der Milne-Bai die südöstliche Halbinsel von Neu-Guinea
zu durchqueren. Am 24. wurde aufgebrochen und nach einem Marsch durch niedriges Land
zuerst das Dorf Imwäi erreicht, dem bald darauf die Überschreitung des Flusses Gumini
folgte. Nach Zurücklegung von 6—7 miles ging es über eine Hügelkette, die eine Höhe bis

l) Ein bei dieser Gelegenlieit vermisster Einwohner von Doré kehrte nach Ablauf einiger Monate mit heiler Haut

in seine Heimat zurück.nbsp;. , j t^ ■ r..,nbsp;, ^nbsp;.....

2I Die Kritik welche F. S. A. de Clercq an diese Art der Kriegführung knüpfte, war durchaus berechtigt,

obwohl die Schlussfolgerungen, zu denen er gelangte, unrichtig waren (Moet Nieuw-Guinea een tweede Atjeh worden?
De Indische Gids. XII. 2. 1890, p. 1682—1694). Die Verhältnisse auf Neu-Guinea lassen kaum einen Vergleich mit
denjenigen auf Atjeh zu, da schon das herrschende
Sprachengewirr die Möglichkeit eines allgemeinen Aufstandes völlig
ausschliefst Es fehlt den Stämmen, die fortwährend untereinander um Nichtigkeiten in Fehde leben, auch die Gemein-
samkeit der Interessen Nachdem die Indische Regierung die Hongifahrten im Jahre
1861 abgeschafft hatte (s. oben p. 103},
war sie es selbst, die dieses Institut wieder ins Leben rief, allerdings auf Antrag des Residenten von Ternate, der —

und das ist das Charakteristische — em Mestize war.nbsp;^ , ■ ^r unbsp;u-nbsp;rnbsp;.. • i,.

3)nbsp;Die Javaquot; traf am 26. Januar auf der Reede von Ternate ein, blieb dort bis zum 25. hegen und erreichte

die Reede von squot;urabaja, auf dem Wege über Makassar, am 6- Febmar

4)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging (2) IV. 1891, p. 51, 72-74-

5)nbsp;Koloniaal Verslag van 1892. \'s Gravenhage, p. 23.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;61

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zu 800 feet besass, und nach dem Abstieg durch das Dorf Sagaräi mit 12—15 Häusern. Die
Reisenden hessen den im Süden Hegenden Berg Deba-Deba hnks hegen und gelangten,
nachdem sie den Fluss Sagaräi durchschritten hatten, erst in das Dorf Dahuta und alsdann in
das kleinere Puri-Puri, in dem das Nachtlager aufgeschlagen wurde. Am nächsten Tage erreichte
Macgregor das unweit der Mündung des Sagaräi in den Mullens-Hafen liegende Godawa.
Hier liess er das Gepäck in einem Kanu nach Bowera befördern, während er selbst den Weg
zu Fuss längs des Nordost- und Oststrandes zurücklegte. Die beiden bei dieser Gelegenheit
besuchten Dörfer hiessen Bara Ramo und Tamaro, die beide zur Landschaft Tamaro
gehörten. Am Morgen des 26. trafen die beiden Weissen, welche das Kanu begleitet hatten,
in Tamaro mit der Nachricht ein, dass dieses bei der Ankunft in Weri-Weri unweit Bowera
von Eingeborenen angegriffen worden sei.
Macgregor begab sich mit 3 Kanus darauf nach
Weri-Weri, wo es zu einer friedfertigen Auseinandersetzung mit den Bewohnern kam. Hierauf
erfolgte die Einschiffung in der Orangerie-Bucht, um nach Samarai zurückzukehren. Der bisherige
Regierungsagent E. G.
Edelfelt wurde durch Bingham A. Hely als Police Magistrate ersetzt.

Am 29. Januar schiffte Macgregor sich aufs neue ein, um erst nach Logia [Heath-
Insel] zu fahren, wo er alle Dörfer besuchte. Der 31. war Sariba [Hayter-Insel] gewidmet,
auf der er 8 Dörfer besuchte, darunter das Hauptdorf Arawasi. Nachdem er am 2. Februar
auf der Stacey-Insel [Suäu] geweilt hatte, begab er sich wieder nach Port Moresby.

Am 18. Februar verliess Macgregor Port Moresby aufs neue und segelte auf einem
Kutter nach Kerepunu, wo er am folgenden Tage eintrafVon hier aus marschirte er nach
der seit 2 Jahren bestehenden Regierungstation Rigo, wo
George Hunter Regierungsagent
war, seiner Beurlaubung wegen aber zeitweilig von A. C.
English vertreten wurde. Die
Niederlassung befand sich in einem unbefriedigenden Zustande. Nachdem während des 20. Hulä
und Kalo besucht worden waren, machte
Macgregor am 21. von Kerepunu einen Abstecher
nach dem 4—5 miles in der Luftlinie entfernt liegenden Kwaipo Ropu [Quaiporopu], dem
Hauptdorf der Landschaft Kwaipo [Quaipo], das auf dem Gipfel eines 800—1000 feet hohen
Berges lag und aus 40 Häusern be.stand. Am 23. besuchte er von Hulä das landeinwärts
liegende Dorf Papaka, wo es ihm gelang, die zwischen dessen Bewohnern und denjenigen von
Kamali ausgebrochene Fehde zu schlichten. Am 25. weilte er in Kapa-Kapa, wo es einen
zwischen diesem Ort und Tupuselei ausgebrochenen Streit beizulegen galt. Am 27. wurden
Rigo und das etwa 2 miles SSE. davon gelegene Kemaia aufgesucht. Zwei Tage später ging
es nach dem 5—6 miles von Rigo entfernt liegenden Saroa, das etwa 50 Häuser zählte. Am 4.
März trat
Macgregor von der Station aus den Marsch nach dem 50 Häuser zählenden Dorf
Ubikoro an, das er erst abends erreichte. Es gehörte zum Stamm der Ikoro, der viel von den
ÜberfäUen der Eingeborenen von Rigo und Saroa zu leiden hatte. Der anfängliche Plan, auch noch
das 2 miles weiter entfernt hegende Papa Kadobo aufzusuchen, erwies sich als unnötig, da seine
Bewohner sich teils in Hulä, teils in Papaka oder in Kalo niedergelassen hatten. Nach der
Rückkehr nach der Station am 5. machte
MacGREGOR sich am nächsten Tage auf den Weg,

i) Further Correspondence respecting New Guinea. Aug. 1889. London 1890 [C. 5883], p. 302—306. — Rob.
L. Jack and A. W. Clarke. Report on Geological Specimens. Report of the Administrator for the period 4th Sept. 1888
to _3oth June 1889. London 1890. (Colonial Possession Reports, N°. 103),
p. 93—97, auch Ann. Report on Brit. New
Gumea 1888—89, p. 52—53. — Explorations in South-eastern New Guinea. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. XI London

-««9, P. 504.

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um die beiden Dörfer Gosoru (22 Häuser) und Garia (12—15 Häuser), letzteres auf einem
1500—2000 feet hohen Berge liegend, zu besuchen. Am 10. erfolgte die Rückkehr nach
Port Moresby

Während seines Aufenthaltes in Rigo hatte macgregor bereits in Erfahrung gebracht,
dass während der verflossenen 2—3 Jahre wiederholt kleine Expeditionen nach der Landschaft
Manugoro unternommen worden waren, um Morde, die deren Bewohner verübt hatten, zu
bestrafen, dass es aber wegen unzureichender Kräfte niemals geglückt war der Übeltäter habhaft
zu werden. Der letzte ÜberfaU hatte, wie oben (p. 473) erwähnt, am 25. Oktober 1888 statt-
gefunden, doch hatte der zur Ergreifung der Schuldigen ausgesandte ROB.
Hunter nur einen
ergreifen können, dem es indessen gelungen war zu entwischen.
Macgregor beschloss
die Sache selbst in die Hand zu nehmen, segelte zu diesem Zweck am 21. wieder von Port
Moresby ab und traf am folgenden Tage in Kalle ein. Am 23. wurde der Marsch landein-
wärts angetreten und zunächst das 3—4 miles in NE. hegende Waiburi [Veiburi] erreicht.
Nur 2 Häuser dieses Dorfes befanden sich auf ebener Erde, die übrigen 11 waren in luftiger
Höhe in den Bäumen errichtet worden. Eine mile nordwestlich davon lag Seme, in dessen
Nähe an einem Flüsschen der Mord am 25. Oktober 1888 stattgefunden hatte. Im Laufe
des Tages traf hier der Häuptling des schuldigen Dorfes Maniko ein, der sich schliesslich
dazu bequemte die Namen der 3 Täter zu nennen, worauf
MacGREGOR am nächsten Tage
von Kaile aus Anstalten traf ihrer habhaft zu werden. Sechs miles landeinwärts stiess er
mit seiner Truppe auf die ersten zur Landschaft Manugoro gehörenden Dörfer. Über Hitu ging
es schliesshch nach Maniki, einem aus 15—16 Häusern bestehenden Dorfe, in dem es nach
der Umzingelung gelang die 3 Übeltäter zu fesseln und mitzunehmen. Die Rückkehr nach
Kaile, wo
MacGREGOR auch noch den 25. über blieb, erfolgte abends. Am 26. fuhr er in

einem Walboot nach Port Moresby 2).

Am 9. April segelte MacGREGOR auf einem Walboot in westlicher Richtung nach dem
5 miles entfernten Küstendorf Borobada (40—50 Häuser) und von dort nach Bura [Boera].
Am folgenden Tage erreichte er Morobada [Manu-Manu] an der Mündung des Laioki, am 10.
fuhr er durch die Galley Reach nach der Mündung des Wai Mauri [Veimauri], den er aufwärts
bis „Paget\'s Campquot; ruderte und von dort nach Daura marschirte, wo er die Reste des Stammes,
über dessen Verfolgungen bereits berichtet wurde (p. 279, 300), antraf. Am 13. kehrte er nach
Morobada zurück und marschirte nachmittags weiter nach Kabadi, das eigentlich ein Komplex
von 4 Dörfern ist, nämhch Kaukane, Kiwio [Keveo], Matabaira und Harmabada. Am 15. langte
er wieder in Port Moresby an

E. B. Savage 1889.

Als der Rev. E. B. Savage sich am 21. April 1889 auf der Missionsstation der Insel
Saibai befand, vernahm er, dass am 18. an der gegenüberliegenden Festlandsküste Leute
vom Stamme der Tugeri bemerkt worden seien, und am Abend des 21. wurde die Nachricht

1)nbsp;Further Correspondence respecting New-Guinea. Aug. 1889. London 1890 [C. 5883] p. 310—316. — Report
of the Administrator for the period 4th Sept. 1888 to 30th June 1889. London 1890, p. 29—30. — Annual Report on
British New Guinea from 4th Sept. .1888 to 30th June 1889. Brisbane 1889, p. 17—18.

2)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. Aug. 1889... Aug. 1889... p. 315—320. — Report of the
Administrator... 4th Sept. 1888 to 30th June 1889, p. 30—31.

3)nbsp;Report of the Administrator. L c. pag. 31. — Further Correspondence... April 1891 [C. 6323], p. 8—10.

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verbreitet, dass sie am 17. einen Engländer, namens Martin, der mit seinem Kutter bei
Mawata lag, nebst Eingeborenen dieses Dorfes getötet hatten. Am 24. setzte
Savage, nach-
dem von den Tugeris nichts zu sehen gewesen war, seine Inspektionsreise nach Boigu fort.
Als er am nächsten Abend im Begriffe war nach Saibai zurückzukehren, wurden an der Küste
unweit der Mai Kusa-Mündung Lagerfeuer der Tugeris bemerkt und zugleich, dass einige
Kanus auf das Schifif abkamen. Während
Savage in die Kajüte ging, um einige Tauschartikel
zu holen, waren die ihn begleitenden Kanus von Boigu den Tugeris entgegen gefahren und
hatten sie durch Gewehrschüsse in die Flucht getrieben, angeblich weil sie von ihnen ange-
griffen worden seien \').

William Macgregor 1889.

Am 20. April verhess Macgregor Port Moresby auf einem Walboot, um von dem
Wanapa [Vanapa] aus seine mit Recht Aufsehen erregende Besteigung des Owen Stanley-
Berges zu unternehmen Am folgenden Tage erreichte er Manu-Manu und am 22. einen der
Mündungsarme des Wanapa, in dem er 5 miles stromaufwärts gelangte. Am 23. wurden weitere
7 miles zurückgelegt, worauf am 24. die Schwierigkeiten begannen, das Boot über die Strom-
schnellen zu bringen. In den nächsten Tagen verengerte sich ausserdem das Bett dermassen,
dass am 27. die Weiterfahrt eingestellt und unter etwa 9° 7\' S. ein Lager errichtet werden
musste. Am folgenden Tage wurde
J. B. Gameron mit dem Boot nach Port Moresby zurück-
gesandt, um Lebensmittel und Träger zu holen, während
Macgregor Ausflüge in die nähere
Umgebung unternahm. So bestieg er am 30. den 2V2 miles entfernten, etwa 1000 feet hohen
Gleeson-Berg

Am 12. Mai traf Cameron über Land mit 15 Trägern ein, worauf am 16. zwei Boote
mit den Vorräten folgten. Am 17. brach
Macgregor mit J. B. Cameron, D. Gleeson, Charles
Kowald 4),
A. F. Goodwin George Beleord, 5 Polynesiern und 32 Papuanen auf, über-
schritt einen Ausläufer des Gleeson-Berges und bezog das erste Lager bei der Mündung des
Exton-Flusses in den Wanapa (Fig. 51). Am Mittage des folgenden Tages wurde die Mündung
des Kaboka Namo [Taula] in 583 feet erreicht und darauf der Berg Guba
an seinem Westende
(etwa 1000 feet) erstiegen und dort übernachtet. Am 19 ging es weiter aufwärts nach dem
Gipfel des 1437 feet hohen Caesar-Berges®), von dem aus der Abstieg nach dem Nebenfluss

1)nbsp;E. B. Savage. A Second Tugeri Incident. Chroniele London Miss. Soc. 1889, p. 384_389.

2)nbsp;Sir William Macgregor. Journey to the Summit of the Owen Stanley Range, New Guinea. Proceed. R. Geogr.
Soc. N. S. XIL London 1890, p. 193—223. — Further Correspondenee respecting New Guinea. April 1891. London

[C. 6323], p. 12—28. — Annual Report on British New Guinea from 4th Sept. 1888 to 30th June 1889, p. 37_48. _

Report of the Administrator for the period 4th Sept. 1888 to 30th June 1889. (Colonial Possessions Report Nquot;. 103)
London 1890
p. 39—87. — J. P. Thomson. Sir Wüliam Macgregor\'s Ascent of Mount Victoria, and Explorations of
the Owen Stanley Range, Brit. New Guinea. Journal Geogr. Soc. Manchester. VI. 1890, p. 184—193. —J. P.
Thomson.
British New Guinea. London 1892, p. 88—113. — J- B. Cameron. Dr. Sir William Macgregor\'s Ascent of Mount Oweii
Stanley. Transact, and Proceed. R. Geogr. Soc. Australasia Vict. Br. VIII. pt. i. Melbourne 1889, p. 58—66.

3)nbsp;Nach einem seiner Begleiter, Dennis Gleeson.

4)nbsp;Sein eigentlicher Name war Karl Kowald.

5)nbsp;A. P. Goodwin hatte Anfang 1889 Lismore am Richmond-Fuss in Neu Süd-Wales verlassen, um ornitholo-
gische Studien in Britisch-Neu-Guinea zu machen. Wenige Tage nach seiner Ankunft in Port Moresby trat
Macgregor
seinen Zug nach dem Owen Stanley-Gebirge an, an dem ihm teilzunehmen gestattet wurde. Nach Ablauf der Expedition
begab
Goodwin sich^ nach England (Notes on the Paradise-birds of British New Guinea. Ibis (6) II. London 1890, p.
150—156. — Exhibition of, and remarks upon some rare Paradise-birds... Proceed. Zoolog. Soc. 1889,
p. 451). \'

6)nbsp;Nach Caesar Lifu, einem der ältesten Missionsgehülfen in der Kolonie.

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Atoa erfolgte. Den Beschluss des Tages machte die Besteigung des Kowald-Berges. Der 20.
brachte einen mühseligen Marsch über die von diesem Berg auslaufenden Rücken, so dass erst
am 21. der Abstieg in das Bett des Wanapa vollbracht werden konnte. Den folgenden Tag
verwendete die Expedition darauf den schwierigen Übergang nach dem linken Ufer auf einem
Floss zu bewerkstelligen, worauf sie am 23. den Marsch stromaufwärts fortsetzte. Nach Zurück-
legung von 3 miles wurde einer der Ausläufer des Belford-Berges erstiegen und in der Höhe
von 2530 feet gelagert und am 24. der Gipfel des etwa 3500 feet hohen Berges erreicht.
Während
MäCGREGOR am 25. seinen Marsch am Nordabhang entlang fortsetzte, ging ein Teil

der Träger zurück, um neue Vorräte aus dem Wanapa-Lager herbeizuschaffen. Am 26. wurde
in 2635 feet ein Bergstrom, der Joseph-Fluss, überschritten und auf einem Ausläufer des
Musgrave-Berges in 3380 feet Höhe gelagert. Am folgenden Tage konnte der Marsch auf
diesem Rücken bis in etwa 5000 feet Höhe fortgesetzt werden. Einer Hütte, die man hier
vorfand, gab
MACGREGOR den Namen Goodwin Lodge. Am 21. gelangte man am Musgrave-
Berge bis in 5588, am 29. bis in 7180 feet. Am 30. ging es in östhcher Richtung den Gipfel
entlang, wobei eine Höhe bis 8000 feet erreicht wurde, und darauf am Nordabhang abwärts
bis in 6000 feet. Am letzten Tage des Monats wurden weitere 1700 feet abwärtsgestiegen. Hier

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blieb Cameron zurück mit dem Auftrage die Höhe des Musgrave- sowie des Mac Ilwraith-
Berges zu bestimmen und ausserdem u. a. auch den Brown-Fluss aufzunehmen
\'). Macgregor
behielt noch zu seiner Verfügung George Belford, 2 Polynesier und 6 Papuanen, mit denen
er beim Weiterabstieg an den Wanapa gelangte, der nur noch 30—40 yards breit und dessen
Bett mit grossen Felsblöcken und GeröUen erfüllt war. Damit hatte er zugleich den Fuss des
Knutsford
-Berges 2) erreicht, dessen Besteigung am i. Juni nach Überschreitung des Flusses
in 2790 feet begann. Es konnten an diesem Tage noch 500 feet zurückgelegt werden, aber
erst am 6. wurde der Gipfel in
11 100 feet erreicht. Macgregor blieb hier den 7. über und
fand Pflanzen von alpinem Gepräge. Die weite Fernsicht gestattete die Lage des Victoria-,
Lilley-, Kowald-, Griffith-s), Douglas- und Morehead-Berges sowie der Winter-Höhe zu
bestimmen. Beim Abstieg wurde der Wanapa am 9. in 10130 feet Meereshöhe überschritten,
um nunmehr den zentralen Rücken des Owen Stanley-Gebirges zu erklettern. Die Winter-Höhe
(11882 feet) und den Dickson-Pafs (10885 feet) erreichte
Macgregor noch im Laufe des
Nachmittags. Am 10. wurde der 11 796 feet hohe Douglas-Berg, auf dem sich Erdbeeren
fanden, erreicht und bald darauf traf
caesar lifu nebst 4 Trägern mit Lebensmitteln ein.
Am Vormittage des 11. konnte das Ziel, der NW.-Gipfel des Owen Stanley-Berges, den
Macgregor Victoria-Berg^) zu Ehren der Königin nannte, in einer Höhe von 13 121 feet
erreicht werden«). Bis 1500 feet unterhalb desselben war er vorherrschend mit Gras bedeckt,
auch Butterblumen, Vergissmeinnicht und Marienblümchen fanden sich vor, aber keine Bäume!
Während der beiden Tage des
11. und 12. hatte Macgregor sein Lager 670 feet unterhalb
des Gipfels aufgeschlagen. Morgens war das Gras bereift, aber im Laufe des Tages stieg
die Temperatur auf 21°
c. Von dem von H. O. Forbes erwähnten Huxley Pinnacle war
nichts zu gewahren \'). Der Victoria-Berg war kein isolirter Berg, sondern stellte lediglich das
Ostende des Owen-Stanley-Rückens dar, der ununterbrochen in N. und NW. verhef, bis er
mit dem Rücken des Scratchley- und des Grifiith-Berges zusammentraf und sich in W. über
den Thynne- und der Lilley-Berg fortsetzte. In der Ferne, in NE. und Nord, konnten die
Ketten der Parkes-, Gillies- und Albert Edward-Berge gewahrt werden.

Am 16. traf Macgregor im Lager am Südfuss des Knutsford-Berges und am 24., nach
12 tägigem Marsche, an der Küste wieder ein. Unter den vielen Ehrungen, die ihm für diese
hervorragende Leistung zuteil wurden, ist zu erwähnen, dass die Königin ihm den Adel verheh.
Seine mitgebrachten Sammlungen fanden sehr bald Bearbeiter «).

1)nbsp;Es glückte ihm zwar den Gipfel des Musgrave-Berges, dessen Höhe zu 9150 feet bestimmt wurde, zu erreichen,
die Abgründe, die ihn vom Mac Ilwraith-Berge trennten, vermochte er jedoch nicht zu überschreiten.

2)nbsp;Nach Lord Knutsford, dem damaligen Kolonialminister. Der Berg setzte sich, ebenso wie der Musgrave-Berg,
aus Tonschiefern und Quarziten zusammen. Auf dem Victoria-Berg erreichten die Quarzgänge eine Mächtigkeit von
15quot;.

3)nbsp;An diesem Berge konnte noch in 4—5000 Fuss Höhe ein Dorf beobachtet werden.

4)nbsp;Nach Francis Pratt Winter, Chief Judicial Officer in Port Moresby.

5)nbsp;Gegen diese Benennung erhob H. O. Forbes Widerspruch (Proceed. R. Geogr. Soc. XH. 1890, p. 558—563).

6)nbsp;Den höchsten Gipfel auf Britisch-Neu-Guinea trägt der am 20. Mai 1906 von G. A. W. Monckton bestiegene
Albert Edward-Berg
(13230 feet), der den Victoria-Berg um 109 feet — nicht 30 wie Monckton meinte — übertriift
(Ann. Report Brit. New Guinea
1905—6, p. 91. — Geogr. Journal. XXXH. 1908, p. 269).

7)nbsp;„I regret that neither myself nor Mr. Cameron could identify many of the places named by Mr Forbesquot;
(Macgregor. Journey to the Summit. 1. c. pag. 218). Der Huxley-Pik ist inzwischen als Südostgipfel des Victoria-Berges
wieder zu Ehren gekommen. (Ann. Report Brit. New Guinea
1896—97. p. 6).

8)nbsp;William H. Rands. Report on Geological Specimens from New Guinea. Report of the Administrator 1888—89
p. 97—101. — W. H. Miskin. Note on a Collection of Lepidoptera from SE. New Guinea. Ibid. p. 117--124.

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Bereits am 2. Juli verliess Macgregor aufs neue Port Moresby und zw^ar auf dem
eigens für diesen Zweck erbauten Regierungsdampfer „Merrie Englandquot; zu einem Besuch der
Inseln St. Aignan und Sud-Est. Als er am 5. abends vor der erstgenannten eintraf, fand er
den Kutter „Marionquot; vor; das beim vorigen Besuch noch bewohnte Dorf war von den meisten
Eingeborenen verlassen, dagegen waren einige als Läden dienende Gebäude errichtet worden.
Am 6. suchte
macgregor in Begleitung des Resident Magistrate Bingham A. Hely das etwa 3
miles entfernt, an einem Flüsschen befindliche, von 60—70 Goldgräbern besetzte Lager auf. Die
Flusssande waren bereits erschöpft, ausserdem waren Krankheiten ausgebrochen, so dass die Lage
keine glänzende genannt werden konnte. Am 7. wurde die Fahrt nach Sud-Est fortgesetzt und
am nächsten Tage das aus 80—90 Zelten bestehende Lager, das beinahe 300 Goldgräber beher-
bergte, aufgesucht. Auch hier waren die Flusssande bereits grösstenteils ausgebeutet worden

Nach der Rückkehr nach Port Moresby unternahm Macgregor auf der „Merrie Englandquot;
am 18. ein zweitägige Fahrt nach der Landschaft Aroma. Rev.
Albert Pearse war von
Kerepunu gekommen, um ihn zu begrüssen und die Missionsschule zu zeigen

Goldgräber auf der Normanby-Insel 1889.

Im Juni 1889 kamen 37 Goldsucher nach der Insel Samarai und segelten von dort nach
der Normanby-Insel. Sie fanden nur ganz geringe Spuren des edlen Metalls, hatten aber desto
mehr von Krankheiten zu leiden, von denen viele hingerafft wurden. Der Resident Magistrate
Bingham A. Hely beförderte ihrer 15 von Samarai auf Kriegsschiffen nach Queensland zurück

Bark „Windhowerquot; 1889.

Die Bark „Windhowerquot; strandete am 20. August auf dem Bramble Cay

Bark „Nelliequot; 1889.

Als die Bark „Nelhequot; im September 1889 von Samarai nach Port Moresby segelte,
berührte sie, 12 miles im Süden der Round-Spitze, ein Korallenriff mit etwa 10 feet Wasser
in ca. 10° 6\' S., 147° ^o\'j^\' E. %

Sir William Macgregor 1889.

Am 23. September 1889 kehrte Macgregor von Brisbane, wo er seit dem 12. August
geweilt hatte, nach Port Moresby zurück und fand hier die Nachricht vor, dass zwei Goldgräber
John Mac Tiers und Rochefort im Hinterlande der Cloudy-Bucht ermordet worden seien.

Ferdinand von Mueller. Brief Report on the Papuan Highland Plants gathered during Sir William Mac Gregor\'s
Expedition in May und June
1889. Ibid. p. 125—-128. — Ferd. von Mueller. Some Scientific Results of Sir William
Macgregor\'s recent Expedition to the Owen Stanley-Range. Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. XII. London
1890, p. 616—618.—
Ferd. von Mueller
. Highland Plants from New Guinea. Nature XLII. London. 1890, p. 382—383. — J. G. Baker.
Vascular Cryptogamia collected by Sir W. Macgregor. Journ. of Botany. XXVIII. London 1890, p. 103\'—no. — F. Stephani.
Hepaticarum species novae. Hedwigia. XXXII. Dresden 1893, p. 139, 211., XXXIII. 1894, p. 154, 162.

1)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. April 1891 [C. 6323], p. 1—3. — Sir William Macgregor.
Despatch reporting Visit of Inspection to the islands Tagula [Sudest] and Misima [St. Aignan]. Ann. Report Brit. New
Guinea
1889—90. Brisbane 1890, p. 25—26.

2)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch reporting Visit to District of Aroma. Ibid. p. 27.

3)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Eastern Division. Annual Report Brit. New Guinea 1889—90, p. 105.

4)nbsp;Nautical Magazine. LIX. 1890, p. 84.

5)nbsp;New Guinea — South Coast — Reef reported Southward of Round Head. Nautical Magazine. LIX. 1890, p.
344—345- — Lage eines Riffes südl. von Round Head. Nachr. f. Seefahrer. XXI.
1890, N°. 613 nach Notice to Mariners.
1890, N°. 112.

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Er begab sich am 29. auf der „Merrie Englandquot; nach Kerepunu und von dort teils zu Fuss,
teil zu Boot über Aroma nach der Cloudy-Bucht, wo die Ankunft am i. Oktober erfolgte,
zugleich mit dem Schoner „Hygeiaquot;, Kapt.
Colin Thompson 1). In den Nachmittagstunden
landete
macgregor noch bei dem Dorf Domara, wo der dort hausende Händler John Thomas
Auskunft gab. Die erwähnten Goldgräber waren, von Sud-Est und St. Aignan kommend, in
Domara eingetroffen und am 20. August, aher Warnungen ungeachtet, nach Merani gegangen,
wo sie am nächsten Tage ihren Tod fanden.

Nachdem macgregor die Nacht in dem verlassenen Orte zugebracht hatte, fuhr er
am 2., nach Eintritt der Flut, mit seinen Begleitern den Domara Wai aufwärts bis zum Dorf
Merani (18 Häuser), das aber verlassen war. Auch in dem nur 150 yards davon entfernt
liegenden Isimari war keine Seele anzutreffen. Nach der Rückkehr nach Domara am 3.
versuchte er durch Vermittelung von
J. Thomas mit dem Häuptling in Berührung zu
kommen, was dieser aber ablehnte. Als
Macgregor am 4. wieder in Merani eintraf, war
die dort zurückgelassene Mannschaft wiederholt mit Steinen und Speeren angegriffen worden.
Er machte sich nunmehr mit T. H.
Hatton-Richards, 10 anderen Weissen und 2 Polynesiern
auf, um die Umgegend in den folgenden Tagen abzusuchen. Es kam alsbald zu einem Zusam-
mentreffen, bei dem 2 Eingeborene erschossen und 4 verwundet wurden. Am 9. wurde in Booten
der „Hygeiaquot; der Duramu aufgesucht, an dem Angehörige des Stammes Domara, mile von
Strande entfernt, kampirten. Es wurde ihnen gestattet nach Merani zurückzukehren und
denen, welche die Mörder aufspüren wollten, Geschenke verabreicht. An diesem und dem
folgenden Tage fuhr
Macgregor noch 47^ miles stromaufwärts, ohne Niederlassungen anzu-
treffen und, da der Fluss sich in kleine, nicht befahrbare Arme zerteilte, kehrte er um. Am
ii. suchte er den in der Ostecke der Domara-Bucht mündenden Oisini auf, der nur 3 miles
stromauf befahrbar war. Am 13. wurde eine Bootfahrt an den Inseln Abau und Abori vorbei
nach der Mündung des Robinson-Flusses unternommen, von dort aus in den Ri Gina [Riguina]
eingelaufen und nach Zurücklegung von 2^/3 miles das Dorf Inimari (11 Häuser) auf einem
200 feet hohen Hügel bemerkt. Bei der Annäherung begaben die Eingeborenen sich, mit
Ausnahme des Häuptlings, auf die Flucht. Nach seiner Aussage sollte im NE. der von ihnen
gefürchtete Stamm Wea [Veä] hausen. Es wurde darauf die Fahrt fortgesetzt und nach weiteren
3 miles das Dorf Aromari erreicht. Am 14. wurden noch 2 miles zurückgelegt, dann aber
umgekehrt, da der Fluss sich in kleine Bäche verlor. Von der Mündung des Ri Gina fuhr
Macgregor nach dem Robinson-Fluss und in diesem 5—6 miles stromauf; er enthielt jedoch
Brackwasser und war überaU vön Mangroven umsäumt. Am 15. begab
Macgregor sich an
Bord der bei Abau ankernden „Hygeiaquot; und bald nach seiner Ankunft wurden die beiden
gesuchten Mörder eingeliefert.

Am 16. wurde eine Bootfahrt nach dem Gada Gina, an dem das verlassene Dorf
Maregadagina lag, unternommen. Weiter ging es nach dem i\'/^ mile östhch davon mündenden
Oo Gina oder Ogoda Gina, der nur
i\'/j miles stromauf befahrbar war. Am 19. fuhr Macgregor
in dem Boote in östlicher Richtung längs der Küste und gelangte 5 miles vom Ankerplatz an

I) Further Correspondenee respeeting British New Guinea. April 1891 [C. 6323], p. 54—58. — Sir Wm. Macgregor
Despatch reporting Expedition undertaken to attempt Capture of the Perpetrators of the Cloudy Bay Murders. Ann Report
Bnt. New Guinea
1889—90. Brisbane 1890, p. 28-31, ferner p. 31-36. — T. H. Hatton-Richards. Travels with
Sir William Macgregor. Transact. R. Geogr. Soc. Australasia. Vict. Br. VIII. pt.
2. Melbourne p. 53—62

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die Stelle, an der einst das Dorf Dedele [Dedere] gestanden hatte (s. oben p. 270). Die
Bewohner hatten 4—5 miles davon entfernt, an der Ostseite der Bai, ein neues Dorf, Burumäi
genannt, erbaut, das 100 Seelen zählte. Nachdem hier übernachtet worden war, suchte
Mac-
gregor
noch das 45 miles entfernte Boru mit 250—300 Einwohnern auf und kehrte alsdann
nach dem Schoner zurück. Am 23. wurde noch Domu, von den Bewohnern von Aroma
Damulu genannt, ein Besuch abgestattet und darauf am 24. auf der inzwischen wieder einge-
troffenen „Merrie Englandquot; nach Port Moresby zurückgekehrt. Auch die beiden Übeltäter
wurden dorthin mitgenommen.

James Chalmers und E. B. Savage 1889.

Im Oktober 1889 besuchten J. chalmers und E. B. Savage auf dem Kutter „Maryquot;
die westhch vom Hall-Sund liegenden Missionstationen. Sie gründeten ausserdem 4 neue,
indem sie in Lese, Karama, Kerema und Wailala Missionsgehülfen einsetzten i).

Lamberto Loria 1889—90.

Lamberto Loria war Ende 1888 mit seinem Gehülfen Amadeo Giulianetti von
Genua abgereist, um auf Neu-Guinea naturwissenschafthche Sammlungen anzulegen. Da in
Batavia der Agent der „Queensland Royal Mail Linequot; wegen der Quarantainemassregeln in
Austrahen sich weigerte, ihn samt seinen Kulis an Bord zu nehmen, gestatteten die Marinebe-
hörden seine Einschiffung an Bord des „de Ruyterquot; (s. oben p. 481), der ihn bis Port Moresby
mitnahm. (Ankunft 10. Juni 1889).

Am 3. Juh verhess er auf dem kleinen Kutter „P. E. E.quot;, Kapt. George Kerr, Port
Moresby, landete am 4. in Kapa-Kapa und wanderte von dort nach der Regierungsstation
Rigo, in deren Umgebung sowie in der von Saroa er tätig war. Nach nochmaligem Besuch
von Port Moresby traf er am 3 August wieder in Rigo ein, um seine dort zurückgelassenen
Leute samt den Vorräten nach der Küste zu bringen und sich am 7. einzuschiffen. Am Morgen
des 8. traf er in der Beagle-Bai ein, von der aus er das in S
E. hegende Trupara und ferner
Papaka, Kamah und Kalo, aufsuchte, das letzterwähnte am 25. Nachdem er zu Fuss am 30.
in Kerepunu eingetroffen war, ging der Kutter nach Aroma ab, welche Landschaft seiner Angabe
nach aus den Dörfern Paramata, Obaköi, Pelaköi, Maüpa, Akalauna, Karikatä, Iluone, Uolo,
Koapeüpa, Bamia, Upukäu, Bereruba, Uanakila mit etwa 3000 Seelen bestand. Nachdem er im
September Suäu besucht hatte, traf er im folgenden Monat in Cooktown ein, wo sein Schiff
einer Reparatur unterworfen werden musste. Am 20. November lief er wieder aus und begab
sich zunächst nach Samarai, das er am 16. Dezember verhess. Er passirte das Ost-Kap, die
Goodenough-Bai, Kap Nelson und lief in die Porlock-Bai ein. Am i. Januar 1890 gelangte er

1)nbsp;Placing Teachers in New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. 1890, p. 92—93. — Cuthbert Lennox. James
Chalmers of New Guinea. London
1902, p. 158.

2)nbsp;Giacamo Doria. Lamberto Loria nella Nuova Guinea. Boll. Soc. Geogr. Italiana. XXVII. Roma 1890, p. 479—492,
559—586., XXXIV. 1897, p. 156—157.
— Tommaso Salvadori. Viaggio di Lamberto Loria nella Papuasia Orientale,
Collezioni ornitologische. Ann. Mus. civ. Storia Nat. (2) VII. Genova 1890, p. 554—592. — G. A. Collini. Collezione
etnografica della Penisola S.
E. della Nuova Guinea formata dell dott. Lamberto Loria. Boll. Soc. Geogr. Ital. XXVIII.
1891,
p. 830—840. — Guroo Cora. Viaggi di Lamberto Loria. Cosmos di Guido Cora. X. Torino 1889—91, p. 155—15-—
G.
Sergi. Die Menschenvarietäten in Melanesien. Archiv für Anthropologie. XXL Braimschweig 1892—93, p. 339—383
nach Boll. R. Academia Medica
di Roma. XVIIL

Nova Guinea. II. Entdecküngsgeschichte.nbsp;62

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in eine Bucht, die er nach seinem Neffen Lina-Bai nannte. Loria behauptete, dass am
nächsten Tage an der Bucht eine Menge bewaffneter Eingeborener sich eingefunden hätte,
„i quah baUavano una ridda guerrescaquot;, und dass er noch an späteren Tagen Feindsehgkeiten
ausgesetzt gewesen sei „anche questa volta un colpo di carabina tirato in aria bastö a calmar
i boUenti spiriti de quei signori. Vedendo che l\'internarmi in quella regione sarebbe stata
una vera pazzia, decisi di partire: primo perö andai nel viUaggio, ne scacciai gh abitanti e
feci buona messe di coUezioni etnografiche, lasciandovi naturalmente in cambio generosi doniquot; \').

Nachdem er hier seine Heldentaten verübt hatte, zog Loria nach der Fergusson- und
der Goodenough-Insel ab und traf am
26. in der Milne-Bai ein. Er segelte alsdann nochmals
nach der Fergusson-Insel ab, besuchte die Trobriand-Inseln und Woodlark, worauf er über
Samarai im April nach Cooktown gelangte. Als er hier die Nachricht von dem Hinscheiden
seiner Schwester erhielt, tat er die Absicht kund nach Port Moresby zu gehen und sich in
seinem Schmerze auf der grossen Insel einzuschliessen. Indessen besann er sich bald eines
anderen und kehrte im November in seine Heimat zurück

Franz Hellwig 1889.

Am 12. Januuar 1889 fuhr Franz Hellwig mit G. L. burke in zwei Booten von
Finsch-Hafen nach dem nördlich davon in
30\' 40quot; S. liegenden Küstendorf Busum, um von
hier aus die erste Besteigung des Sattelberges [Suputina Saleng] 3)
anzutreten s. Fig. 41, p. 4144).
Auf dem Wege dorthin wurden die Dörfer Kabogeba, Bisotega (Binotega der Karte), Wakawa,
Kufi sowie Lata passirt und in dem
460 m. hoch gelegenen Pasai übernachtet. Nach einem
steilen Abstieg in ein tiefes Tal erkletterten die Reisenden am nächsten Tage einen Rücken,
auf dem sie in etwa
760 m. Meereshöhe ihr Lager aufschlugen. Am Morgen des 14. gelang
es nach einstündigem Marsche einen Gipfel des Sattelberges zu erreichen, von dem aus in
N
30° W der 30—40 km. entfernt aufragende Ulur [Cromwell-Berg] bemerkt wurde. Einen anderen
Teil desselben Gebirgszuges bezeichneten die Eingeborenen mit dem Namen Nanson. Nach

1)nbsp;Die Saclie verliielt sich etwas anders! T. H. Hatton-Richards, der im Auftrage von Macgregor nach dem Tatort
abgesandt worden war, ermittelte, dass die Eingeborenen seit der Ankunft von
Loria und seiner Genossen in fortwäh-
render Furcht lebten und daher den baldigen Abzug wünschten. Am Morgen des 8. wurde bei dem Dorf gelandet und es,
nachdem man die Eingeborenen durch Gewehrschüsse in die Flucht gejagt hatte, geplündert. Nicht weniger als
2 Boot-
ladungen von „Kuriositätenquot; wurden an Bord geschleppt. Um den Eingeborenen „die Macht des weissen Mannesquot; zu
zeigen, hatte man ferner den Versuch gemacht, eine Kokopalme mittelst Dynamit zum Umfallen zu bringen, was aber
missglückte. Auch anderer grober Unfug wurde verübt, wie das Öffnen der Gräber, um der Schädel habhaft zu werden,
sowie das Herunterschiessen von Kokosnüssen. Es stellte sich ferner heraus, dass
Loria auf den obengenannten Inseln
4—500 Schädel „erworbenquot; hatte. Macgregor legte auf die geraubten Sachen Beschlag und bestimmte die Zurückgabe
an ihre Eigentümer. Von anderen gegen
Loria zu ergreifenden Massregeln sah er ab. „It need hardly to be said that if
any similar case occurs after this warning, it will be dealt with an ordinary police matterquot;. Dieses Vorgehen fand die
volle Billigung seitens des Colonial Office (Further Correspondence respecting British New Guinea.... April
1891.
London [C. 6323], p. 136—139). Am 27. September 1893 hatte Macgregor Gelegenheit den Tatort Oifabama „that was
assaulted and plundered by Dr. Loriaquot;, in 8°53V2\'S.,
148° 31\'E. zu besuchen. Er ermittelte auch, dass die Eingeborenen
die Lina-Bai Oro nennen (Ann. Report Brit. New Guinea
1893-94, P- 3)- G. Ruthoven Le Hunte sprach allerdings
1899 seinen Zweifel an der Richtigkeit der Macgregorschen BesÜmmung aus, ohne ihn indessen näher zu begründen (Ann
Report Brit. New Guinea.
1898—99, p. 19).

2)nbsp;Boll. Soc. Geogr. Italiana XXVIII. Roma 1891, p. 905.

3)nbsp;Nach Joh. Flierl lautet der einheimische Name Kekagalu (Koloniales Jahrhrb. VL 1893, p. 105).

4)nbsp;Mit der oben (p. 414) abgedruckten Karte von C. Schräder ist diejenige von Max Moisel (Mittlg aus den
Deutschen Schutzgebieten. XX. Berlin
1907, Karte 8) zu vergleichen.

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der Rückkehr ins Lager wurde über dem in SE. hegenden Autila wieder das Dorf Pasai
aufgesucht, dessen Umgebung
Hellwig und Burke zunächst am 15. durchstreiften und hierauf,
nach Überschreitung des Bu Laki nach dem in SSW, liegenden Dorfe Buarba marschirten.
Am 16. ging es durch den Fluss Ubaja und alsdann nach dem Dorf Jaümba (Semmla der
Karte) sowie nach dem südöstlich davon hegenden Dorf Basakai, in dem übernachtet wurde.
Der letzte Tag brachte die Reisenden in südöstlicher Richtung längs des Rückens des
Kamumping Amböm und über das am Bu Mi liegende Dorf Kanguar nach Finsch-Hafen zurück \').

In den Tagen des 9. bis 16. unternahm Hellwig in Begleitung des Stationsvorstehers
Winter und des Bergingenieurs RecknaGEL eine Bootfahrt nach dem am Festungs-Kap
[Kilumala] liegenden Dorf Kemboa, um von hier aus eine Untersuchung der in der Nähe
liegenden Landschaft Pöum vorzunehmen

Gründung der Missionsstation auf der Insel Siär 1889.

Nachdem der Missionar W. Scheidt in den ersten Tagen des Dezember 1888 von
Bogadjim aus eine Fahrt nach dem Friedrich Wilhelms- und dem Prinz Heinrich-Hafen unter-
nommen und auf der in der Nähe des letzteren liegenden Insel Siär ein Grundstück erworben
hatte, siedelten
GUST. bergmann und GeoRG Kunze am 25. Januar 1889 auf der „Ottihequot;,
die bereits die aus Cooktown mitgebrachten Bauhölzer an Bord hatte, nach dem erwählten
Wohnsitz über. Die Leitung der Station war dem erstgenannten übertragen worden 3).

W. von Puttkammer 1889.

Der Stationsvorsteher W. VON PUTTKAMMER in Hatzfeldt-Hafen machte am 13. Januar
1889 mit dem Stationsbeamten
LUDWIG einen Ausflug nach den nächsten Küstenbergen.
Innerhalb zweier Stunden war das Dorf Tambero erreicht worden, von dem aus es auf steilem
Grate nach dem Amutak-Berge ging, auf dem das gleichnamige Dorf (10 Hütten) stand. Über
Tombenam erfolgte im Laufe des Nachmittags die Rückkehr nach der Station^).

Am 15. Juni 1889 besuchte V. PuTTKAMMER in Begleitung von Ludwig und B. Linne-
mann
abermals Amutak, stieg am folgenden Tage von hier nach dem Kaukambar ab, dessen
Lauf stromauf bis zum Dorfe Gabia gefolgt wurde. Am 17. ging der Marsch im Flussbett bis
zur Mündung und dort aus, nach einem Besuch der Küstendörfer Mutji und Kaiti, nach der
Station zurück

Als am 21. November 1889 malaiische Arbeiter im Walde hinter der Station Hatzfeldt-
Hafen mit dem Schneiden von
Palmenblättern beschäftigt waren, wurden sie von etwa 40
Eingeborenen aus dem Dorfe Tambero überfaUen. Ein Arbeiter hatte so schwere Verwundungen
davongetragen, dass er am nächsten Tag starb. Der Stationsvorsteher W.
VON PUTTKAMMER
entschloss sich zur sofortigen Verfolgung der Übeltäter, die aber flüchteten, so dass er sich
darauf beschränken musste, das Dorf nebst den darin gefundenen Waffen und Vorräten zu
zerstören. Der letzte gegen die Malaien
gerichtete Überfall hatte am 23. Juh 1887 stattgefunden «).

1)nbsp;Expedition nacli dem Sattelberg. Nachrichten K. W. L. V. 1889, p. 40—44. Die auf diesem Ausflug gesam-
melten Pflanzen sind
von O. Warrurg beschrieben worden (Botanische Jahrbücher von A. Engler. XVIII. 1894, p. 184—212).

2)nbsp;Excufsion nach Boom. Nachr. K. W. L. VI. 1890, p. 19—20.

3)nbsp;Berichte der Rhein. Missions-Gesellschaft. Barmen 1889, p. 176—179, 237—250.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. V. 1889, p. 45—47.

5)nbsp;Recognoszirung der weiteren Umgebung von Platzfeldthafen. Nachr. K.W.L. VI. 1890, p. 21—27.

6)nbsp;Nachr. K.W.L. VI. 1890, p. 15.

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Bergingenieur Reeknagel 1889.

Aus seiner Beschreibung der Umgegend von Hatzfeldt-Hafen geht hervor, dass Reck-
nagel
im März 1889 das westlich von dieser Station hegende Gebiet und zwar die Dugamor-
die Bilau-, die Dalua- sowie die Akor- oder Schour-Bucht besuchte. Auch im östlichen Teil
der Küste und im Küstengebirge hat er sich aufgehalten

Während der Monate Juni bis September finden wir ihn auf den Purdy-Inseln mit der
Untersuchung der phosphoritischen Kalke beschäftigt, über deren Ergebniss aber nichts ver-
lautet. Dagegen werden meteorologische Beobachtungen mitgeteilt Im November widmete
er sich endlich dem Margarethen-Fluss [Kaukomba] unweit Hatzfeldt-Hafen, doch war diese
Exkursion sehr wenig vom Wetter begünstigt

Otto Warburg 1888—89.

O. Warburg besuchte im Dezember 1888, von den Molukken kommend, Sekär am
Mac Cluer-Golfi Später gelangte er von Queensland aus im März 1889 nach Kaiser Wilhelms-
Land, wo er sich in Finsch-Hafen, Konstantin-Hafen, Stephansort, sowie auf den Inseln Bili-
Bili und Siär und in Hatzfeldt-Hafen aufhielt^). Im Bismarck-Archipel betrat er die Insel
Nusa in der Stefiquot;en-Strasse, die Inseln Mioko, Kerawara und Ulu in der Neu-Lauenburg-Gruppe,
die Insel Matupi in der Blanche-Bai und endhch die Ralum-Pflanzung auf Neu-Pommern.
Nähere Zeitangaben werden nicht gemacht, wie auch den beschriebenen Pflanzen das Datum
der Einsammlung fehlt. Nur über den vom 6. bis 12. April unter der Führung von
Fr.
Hellwig
gemachten Ausflug nach dem Sattelberge liegt ein Bericht, und zwar von dem
letztgenannten Botaniker, vor s). Von dem nördlich von Finsch-Hafen liegenden Busum
ging der Marsch über Pasai nach dem unterhalb des Berges hegenden Dorf Autila, in dem
übernachtet wurde. Am nächsten Morgen wurde der Berg an dem westlichen Gipfel nahe
seiner höchsten Stelle überschritten und nach dem im W. liegenden Dorf Sililio abgestiegen.
Am 9. ging es über Hopi Bamanka nach Hesimbu und am 10. wieder nach Autila. Am 11.
gelangten die Reisenden nach Busum und am 12. nach Finsch-Hafen, das
Warburg am 15.
endgültig verliess, um sich nach Cooktown zurückzubegeben.
Hellwig erlag leider bereits am
24. Juni der Dysenterie

1)nbsp;Nachr. K. W. L. VI. 1890, p. 89—93, 73- — In dem nämlichen Jahre machte auch der Landmesser B. Linne-
mann
Aufnahmen im Hinterlande von Hatzfeldt-Hafen (Petermanns MitÜg. XLI. 1895, p. 189 Taf. XIII)

2)nbsp;Nachr. K. W. L. X. 1894, p. 48—50.nbsp;\'

3)nbsp;Deutsche Kolonialzeitung. N. F. II. Berlin 1889, p. 75, lll —112.

4)nbsp;O. Warburg. Beiträge zur Kenntnis der papuanischen Flora. Botanische Jahrb. von A. Engler. XIII. 1891,
p. 230—456. — O. Warburg. Die Vegetationsverhältnisse auf Neu-Guinea. Verhdlg. Gesellsch. f. Erdkunde. Berlin. XIX.
1892, p. 130—148. — O. Warburg. Monsunia 1. Leipzig 1900 (enthält auch, soweit dies Neu-Guinea betrifft, Beiträge
vot H. Christ und V. Schiffnrr). — F. Heydrich. Beiträge zur Kenntnisss der Algenflora von Ost-Asien. Hedwigia
XXXIII. Dresden
1894, p. 267—306. — F. Heydrich. Beiträge zur Kenntniss der Algenflora von Kaiser Wilhelm\'s Land.
Berichte der Deutsehen botan. Ges. X. Berlin
1892, p. 458—485- —A. Engler. Beiträge zur Kenntnis der Araceae. Botan.
Jahrb. von A. Engler. XXV.
1898, p. 7, 24. — P. Hennings. Fungi novo-guineenses. Ibid. p. 495. —P. Hennings. Fungi
Warburgiana. Hedwigia. XXXH.
1893, p. 216-227. — V. Schiffner. Über exotische Hepaticae. Nova Acta Abhdlg. Leop.
Carolin. Akad. LX. Halle
1893, p. 223, 228, 229, 231, 233, 238—239, 244, 247, 249—250, 265, 275. — K. Schumann und
K.
Lauterbach. Flora der Deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig 1901, p. 61, 63, 64, 69 et passim. — K. Schumann
und K. Lauterbach. Nachträge zur Flora der Deutschen Schutzgebiete. Leipzig 1905, p. 31, 44, 244, 246, 249, 250.

5)nbsp;Ausflug nach dem Sattelberg. Nachr. K. W. L. VI. 1890, p. 20—21.

6)nbsp;C. Lakowitz. Franz Carl Hellwig. Bericht über die Verhandlungen der deutschen botan. Gesellsch. VIIL
Berlin 1890, p. [12]—[17]. — Die von Hellwig gesammelten Pflanzen sind von O. Warbürg beschrieben worden
(Plantae Hellwigianae. Englers Botan. Jahrbücher.
XVIIL Leipzig 1894, p. 184—212).

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Neu-Guinea-Kompagnie 1889.

Am 23. Mai 1889 wurde ein Abkommen zwischen dem Auswärtigen Amte in Berhn
und der Neu
-Guinea-Kompagnie getroffen, in dem bestimmt worden war, dass die staathche
Landesverwaltung, einschliesslich der Rechtspflege und den auf der Landeshoheit beruhenden
Steuern und Zöllen, vom Reiche übernommen und durch einen kaiserlichen Kommissar, dem
ein Kanzler und ein Sekretär zur Seite stehen, geführt werden sollte. „Im Übrigen soU die
lokale Verwaltung für Rechnung der Neu-Guinea-Kompagnie auf Grund eines zwischen dem
Auswärtigen Amt und der Gesellschaft jährlich zu vereinbarenden Etats in der Weise erfolgen,
dass die Ausgaben der örtlichen Verwaltung aus den Einnahmen gedeckt werden und etwa
erforderliche Ausfälle bezw. Überschreitungen von der Gesellschaft zu tragen sind, Ersparnisse
und Überschüsse ihr dagegen zu Gute kommenquot; \').

Diese Übernahme der Verwaltung war auf spätestens den i. Oktober festgesetzt worden.
Es war dazu ein Nachtragsetat zum Reichshaushaltetat im Betrage von 25 500 Mark für
Gehälter erforderhch, der die Genehmigung des Bundestags und des Reichstages fand 2). Der
zum kaiserlichen Kommissar ernannte Legationsrat
Fritz Rose traf Ende Oktober im Schutz-
gebiet ein. Die
Neu-Guinea-Kompagnie ernannte zu ihrem Direktor Hans Arnold, der am 2.
Juni die Ausreise antrat. Er übernahm am i. November in Finsch-Hafen von dem kommis-
sarischen Landeshauptmann
Reinhold Kraetke die Verwaltung, starb aber bereits am 30.
Januar 1890, wodurch der kaiserliche Kommissar veranlasst wurde vorläufig die Verwaltung
zu übernehmen

Korv. Kapt. von Prittwitz und Gafiron 1889.

Die Kreuzerkorvette „Alexandrinequot;, Korv. Kapt. von Prittwitz und Gaferon, verliess
Wilhelmshaven am 15. April 1889 und traf in Port Jackson am 6. Juh ein. Sie lief am 24.
wieder aus und erreichte die Reede von Matupi in der Blanche-Bai am 9. August, nachdem
sie die Salomo-Inseln besucht hatte. Am 16. wurde die Fahrt nach Finsch-Hafen fortgesetzt,
wo die Ankunft zwei Tage später erfolgte. Nach kurzem Aufenthalt ging die Korvette nach
den Hermit-Inseln ab und dampfte darauf nach Neu-Mecklenburg, um eine Bestrafung der
Eingeborenen herbeizuführen, die zwei Händler getötet und ihre Niederlassungen geplündert
hatten. Bei der Annäherung der Expeditionstruppe an den Strand flüchteten die Bewohner
des schuldigen Dorfes, das nunmehr zerstört wurde. Augenscheinlich — denn Namen werden
im Berichte nicht angeführt — handelte es sich um die Bestrafung des Dorfes Kapsu, in
welchem 1888 zwei Händler, ein Kapitän
Hoppe sowie ein Chinese, ermordet und beraubt
worden waren

Vom 15. bis 25. September befand die „Alexandrinequot; sich in Finsch-Hafen und unter-

1)nbsp;Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das
Etatsjahr
1889/90! Anlage I (Deutscher Reichstag 1888—89. Drucksache N°. 272. 7. Legislatur-Periode. IV. Session
1888—89). — Von dem Bundesrat. Deutsche Kolonialzeitg. N. F. IL 1889, p. 176. —Nachr. K. W. L. V. 1889, p. 29-32.

2)nbsp;Bereits im April 1892 wurde dieser Vertrag gelöst und trat das frühere Rechtsverhältnis wieder in Kraft.

(Nachr. K. W. L. VIII. 1892, p. 17—18).

3)nbsp;Nachfolger von Arnold war Eduard Wissmann, der am 12. Juli 1890 in Finsch-Hafen eintraf und am 17.

die Geschäfte übernahm (Nachr. K, W. L. VL 1890, p. 9—i^i

4)nbsp;Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 81.

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nahm hierauf eine Fahrt längs der Küste von Kaiser Wilhelms-Land und besuchte die Stationen

Konstantm-Hafen, Stephansort und Hatzfeldt-Hafen \'). Hier entdeckte die Korvette bei ihrem

Emlaufen am 28. eine Untiefe^). Nach einem nochmaligen Besuch von Finsch-Hafen von

Nusa und von Matupi, welches letztere am 19. Oktober verlassen wurde, ging es durch den

St. Georg-Kanal nach Liueniua [Ontong Java], wo die deutsche Flagge am 22. gehisst wurde

Der am 20. gestorbene erste Offizier Kapt. Leutn. Max Paleske fand hier, und zwar auf

dem Eiland Ebolo, seine letzte Ruhestätte. Am 23. wurde die kleine Inselgruppe verlassen

und, nachdem am 25. die Flagge auf der Insel Ysabel (Salomo-lnseln) gehisst worden war

nach Cooktown weitergedampft. Von hier aus ging die „Alexandrinequot; weiter nach den
Samoa-Inseln

Eduard Dallmann und O. Schneider 1889.

Auf der Fahrt von Surabaja nach Finsch-Hafen bemerkte der Dampfer „Ysabelquot;, Kapt
Ed. Dallmann, am 29. September 1889 zwischen der Kleinen Providence-Insel [Aifondi]
und der Nordwestspitze von Supiori, und zwar im Süden der erstgenannten Insel, ein Riff
YsabeFRiff genannt, das etwa 5 Seem, lang und i-x\'/, Seem, breit war. Der Nordrand schien
etwa 27, Seem, von Aifondi entfernt zu hegen.

Als dasselbe Schiff, nunmehr von Kapt. O. schneider geführt, von Finsch-Hafen nach
Surabaja dampfte, wurde am 12. November bei der Lapar-Spitze eine Fläche grünen Wassers
bemerkt, augenscheinlich von dem Wasser eines in der Nähe mündenden Flusses herrührend
Drei Tage später befand die „Ysabelquot; sich in der Nähe von Aifondi, wo das am 29. September
entdeckte Riff abermals deutlich gesehen werden konnte\'. Überdies beobachtete
schneider
ein von dem Westende der Insel in WSW. laufendes, langes Strandriff. Wie in dem Berichte
noch erwähnt wird, hatte die „Ottiliequot; im Juh zwischen Aifondi und dem Ysabel-Riff hin-
durchzugehen versucht, dies aber schhesshch unterlassen und den Weg um das Eiland Ajawi
herum gewählt

Georg Schmiele 1889.

Die Handelsstation von Friedrich Schulle zu Tub-Tub an der Ostküste von Neu-
Mecklenburg war von den Bewohnern geplündert und verbrannt worden. Der auf der Insel

rR ■nbsp;lag die „Alexandrinequot; von 26.-29. September im Friedricla Wiliielms-Hafen

(Berichte der Rhein. Missions-Gesellschaft 1890, p. 139, 145).

2) Lage einer Untiefe in der Einfahrt des Hatzfeldt-Hafens. Nachr. f. Seefahrer. XXL Berlin iSqo N° .22 d
III, auch Deutsches Kolonialblatt. I. 1890, p. 8.nbsp;Vi- V-

H.. tnbsp;Howe-Gi^ppe. Auszug aJs einem Berichte S. M. Kreuzerkorvette „Alexandrinequot; betreffend den Besuch

dei Lord Howe-Gruppe (auch Ontong-Java genannt). Mittheilungen von Forschungsreisenden. iii. Berlin 1890 87-88

N IZnbsp;Wilhelms-Land, im Bismarck-Archipel, Lord Howe- und Salomon^

Inseln. Nach dem Berichte des Navigations-Offiziers... Kapt. Lieut. Schnaks. Ann. der H;drographie. XVIIL 1890 p
\\nbsp;\'i™ ^Kriegsmarine im Jahre 1889. Norddeutsche Allgem. Zeitg. 4. Februar 1890, 57, p. 2 -

Ann. der Hydrogr. XVH. 1889, P- 491- — Nachr. K.W.L. VL 1890, p. 39.nbsp;\' ^

d.n.nbsp;Lapar-Spitze [Woltangin Sauwin] liegt aber nicht wie angegeben in 142° 4\'E., sondern in 142=22\'. Mit

dem erwähnten Fluss wird der Ranjatüm gemeint gewesen sein.nbsp;4 2. mit

6) Schifffahrtshindernisse und Segelanweisungen. Nachr. K.W.L. VL 1890\', p. 47-48 - New Guinea North

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Kerawara stationirte Kanzler Georg schmiele ging im November 1889 nach dem Tatort ab
und liess zum Schutze der verschiedenen Niederlassungen einen Polizeiunterofiizier und 6 ein-
geborene Polizeisoldaten in Nusa zurück \').

Carl August Friedrich Weinland 1889—91.

Im Mai 1889 trat Carl WeinlaND als Arzt in den Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie
und war zunächst in Stephansort, bald darauf in Finsch-Hafen tätig. Er hat ausgedehnte
naturwissenschaftliche Sammlungen, besonders ein grosses Herbar angelegt Die Pflanzen
waren in der Umgebung von Butaueng, am Bui Mi, auf dem Bumi-Gebirge sowie dem Sattel-
berge gesammelt worden. Nachdem er noch im Februar
1891 zur Bekämpfung der unter den
Arbeitern ausgebrochenen Cholera auf der Station Stephansort tätig gewesen war, von der er
Ende des Monats zurückehrte, erlag er selbst am
12. März der in Finsch-Hafen herschenden
Malariaepidemie

Fritz Kose 1889—90.

Am 28. Dezember 1889 trat der kaiserl. Kommissar Fritz Rose seine erste Informa-
tionsreise durch das Schutzgebiet an, insbesondere um Material über die Ausdehnung der
Pflanzungen sowie über den Umfang des Handels zu sammeln. Die Fahrt ging längs der
Südküste von Neu-Pommern durch den St. Georg-Kanal nach den Inseln Kerawara und
Mioko. Darauf wurde die Ralum-Pflanzung der Frau
Forsayth, der späteren Frau KoLBE
[Queen Emma], an der Blanche-Bai besucht. Nach Besichtigung der Handelsstation auf der
Insel Nusa, kehrte
Rose nach Kaiser Wilhelms-Land zurück und stattete den Stationen
Hatzfeldt-Hafen, Stephansort und
Konstantin-Hafen einen Besuch ab Am 12. Januar il
erfolgte das Wiedereintreffen in Finsch-Hafen.

Sir William Macgregor 1889—90.

Am 21. November 1889 traf Macgregor auf der „ Merrie Englandquot; Kapt. James
M. Hennesey, in der Fly-Mündung ein, um diesen in seinem Oberlauf seit D\'Albertis\'
Zeiten nicht wieder besuchten Fluss soweit als möglich stromaufwärts zu befahren Am
Morgen des
22. ging das Schiff an der Südseite der Insel Kiwai bei dem Dorf lasa, gewöhnlich

1)nbsp;Nachr. K.W.L. VI. 1890, p. 39.

2)nbsp;Ein Teil desselben wurde von H. Christ bearbeitet (Reliquiae Weinlandianae. Bull, de l\'Herbier Boissier
(2) 1. Genève 1901, p. 445—460). Andere Pflanzengruppen sind in Karl Schumann und Karl Lauterbach. Nachträge
zur Flora der Deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig
1905 verwertet worden.

3)nbsp;Karl Schumann und Karl Lauterbach. I.e. p. 13, 23—24.

4)nbsp;Reise durch das Schutzgebiet der Neu-Guinea-Kompagnie. Deutsches Kolonialblatt. I. Berlin 1890, p. 26—27.

5)nbsp;Die „Merrie Englandquot; war ein 1883 in Leith erbauter Dampfer von 176, 6 Reg. T. Sie wurde am 3. Januar
1889 in Hull für £ 8500.— angekauft, um als Regierungsdampfer für Britisch-Neu-Guinea zu dienen. (Memorandum
respecting purchase and equipment of Steam Yacht for Service in New Guinea. Further Correspondence respecting New
Guinea. Aug.
1889. London 1899 [C. 5883] p. 266—^268). Sie scheiterte am 30. Juni 1906 bei Kaibola.

6)nbsp;Further Correspondence respecting British New Guinea. London April 1891 [C. 6323], p. 73—83. — Sir
William Macgregor. Annual Report on British New Guinea. 1889—90. Brisbane 1890, p. 36—49. — T. H. Hatton-
Richards
. Travels with the Hon. Sir William Macgregor. Transact, and Proceed. Roy. Geogr. Soc. Australasia, Vict. Br.
VIII. pt.
2. Melbourne 1891, p. 53—62. — James M. Hennessy. Notes made in the Fly River, British New Guinea.
Proceed, and Transact. Queensl. Br. R. Geogr. Soc. of Australasia
1889—90. V. pt. i. Brisbane 1890, p. 61—67. --
J- P. Thomson. Sir William Macgregor\'s Upper Fly River Exploration. Ibid. p. 94—100.

7)nbsp;Die nördliche Hälfte dieses Ortes heisst Gabara Sapua, die südliche Pedea Sapua.

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Kiwai genannt, vor Anker. Er verwendete die Zeit bis zum 8. Dezember darauf die gegen
36 miles lange und durchschnittlich 2V2 miles breite Insel \') zu untersuchen. Am 25. fuhr er
nach dem am Ostende hegenden Dorf Saguana, das etwa 250 Einwohner zählte, und besuchte
am 26. Ipisia. Am 28. unternahm
Macgregor wiederum von lasa aus eine Bootfahrt nach
den beiden, westlich von Saguana liegenden Dörfern Samari und Mabuduma. Das letztere
bestand aus 2 Häusern, von denen jedes etwa 120 feet lang war. Am 29. dampfte die Barkasse
in westhcher Richtung erst nach Kubira mit etwa 300 und darauf nach Sumai mit etwa
500 Einwohnern. Am nächsten Morgen setzte
Macgregor die Fahrt von hier aus fort,
erreichte bald Auti, umfuhr alsdann die Ostspitze der Insel und traf, nachdem Doropadai
passirt worden war, mit Einbruch der Dunkelheit in Wiorubi (etwa 700—800 Einwohner) ein.
Am 8. Dezember ging es zum zweitenmale nach Ipisia, das von den eigenen Bewohnern
Ougase genannt wurde und in Wirklichkeit aus zwei, mile von einander getrennt liegenden
Ortschaften Agabara und Gamobobo bestand. Die ganze Insel zählte nach
Macgregor gegen
5000 Seelen.

Nach lasa zurückgekehrt, wurden die Vorbereitungen für die Fahrt auf dem Strome
beendet und dampfte die Barkasse am Morgen des 10. Dezember ab. Zuerst wurde auf der
12—15 miles stromaufwärts liegenden Insel Daumori gelandet, augenscheinlich derselben, welche
D\'Albertis Long-Insel genannt hatte und die neben Kiwai wohl die einzige war, die sich
einer ständigen Bevölkerung (± 300 Seelen) erfreute. Das Dorf bestand aus 6 Häusern, von
denen ein jedes die Länge von 120—150 feet besass. Am 12. war die „Merrie Englandquot; 51
miles von der Mündung entfernt und ging hier in 8° 25\'S., 142° 55V2\'E., zwischen der Insel
Sumogi und dem Südufer des Flusses vor Anker. Nachdem die Barkasse mit einem mit
Kohlen beladenen Boot am 16. das aus 6—8 Häusern bestehende Tagota erreicht hatte, wurde
etwas oberhalb des Dorfes in 7^53\' 16quot; S., 141° 47\'E. ein Kohlendepot angelegt. Auf der am
18. wiederum angetretenen Talfahrt konnte
macgregor freundliche Beziehungen zu dem
Stamm der Bisisera, deren Dorf 3 miles unterhalb Tagota lag, anknüpfen. Am 20. wurde die
„Merrie Englandquot; bei Odagositia (8° 27\' 54quot; S., 143° i\' 24quot; E.) hegend vorgefunden % Am 26.
ging der Dampfer über Port Moresby nach Cooktown ab, während
macgregor mit J. B.
Cameron, Charles Kowald, George Beleord sowie dem übrigen Personal, im ganzen 18
Personen, auf der Barkasse, die 2 Walboote mit sich führte, stromaufwärts dampfte. Am 27.
waren insgesamt 150 miles zurückgelegt worden, bis zu welchem Punkte die Flut noch merkbar
war. Am 28. war die Barkasse infolge der reissenden Strömung nur um 26 miles vorwärts
gekommen. Die täghch abwärts fliessenden Wassermengen wurden auf 180 ooo Mihionen
Gallonen [81.774000 hl.] geschätzt. Am 30. wurde die miles lange Ellengowan-Insel
und am Morgen des i. Januar 1890 die Everill Junction, die 400 yards breite Mündung
des Strickland-Flusses, erreicht. Am 2. setzte
Macgregor die Fahrt auf dem Fly-Fluss
fort und schnitt am 9. in 6°2i\'S., den i4isten Grad. Am nächsten Tage erfolgte die Ankunft
an der Mündung des Ahce Hargrave-Flusses und wurde Soak Point in Albertis Junction um-
getauft. Der Fly-Fluss besass hier eine Schnelligkeit von i\'/^ miles in der Stunde und führte

1)nbsp;Sie wird durch eine schmale Meerenge in ihrem östlichen Teile [Samari] in 2 Teile geteilt.

2)nbsp;Para bei D\'Albertis, doch ist dies der Name der Landschaft. Sumaat, Sumanti, Sumiut oder Sumaiut ver-
schiedener Autoren. Die Bewohner selbst nennen den Ort Imari.

3)nbsp;Further Correspondenee respeeting British New Guinea... April 1891 [C. 6323], p. S3—91.

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innerhalb 24 Stunden iiooo Millionen Gallonen ab [500 Millionen hl.], während der Alice
Hargrave-Fluss eine Geschwindigkeit von 2 miles in der Stunde besass und 8500 Millionen
Gallonen [386 Millionen hl.] innerhalb 24 Stunden lieferte. Am 13. wurde die Expedition bald
nach dem Verlassen des Nachtlagers mit Pfeilen beschossen. Auf einer Bank im Flussbett, der
Lario-Bank, auf der auf Gold gewaschen wurde, fand man einen kleinen Rubin oder Granat.
Bald darauf konnte
MacGREGOR die noch etwa 60 miles entfernt liegende Victor Emanuel-
Kette sichten. Die Hügel in der nächsten Umgebung bestanden aus Ton und Sandstein,
während als Gerölle im Flussbett Granit, Basalt, Kalkstein, Quarzit, Feuerstein, fossile Korallen
und Muscheln sowie ein Stück fossiles Palmenholz vorkamen. Nachmittags erfolgte die Ankunft
an der zu Ehren des queensländischen Ministers of Mines benannten Maccrossan-Insel. Wie
Macgregor bemerkte, ist die Karte von D\'albertis vom Alice-Fluss ab unbrauchbar, und
wir haben oben (p. 230, Fig. 17) seine Bedenken gegen die von letzterem behauptete Fort-
setzung der Fahrt bis in etwa 5° 30\'S. mitgeteilt. Man muss bis auf weiteres der Angabe
Macgregors, dass D\'Albertis unmöglich die Maccrossan-Insel habe übersehen können,
Glauben schenken, aber nicht unerwähnt will ich lassen, dass Herr J. W.
van NoUHl vs mich
darauf aufmerksam machte, dass bei allen Unterschieden zwischen beiden Karten, dennoch
hervorgehoben zu werden verdient, dass bei beiden dieselben Flusskrümmungen, wenn auch
in der Gestalt abweichend, sich vorfinden. Herr
van Nouhuys hält es denn auch nicht für
ausgeschlossen, dass
D\'Albertis wenigstens bis oberhalb der Mündung des TuUy-Flusses
gelangt ist.

Am 14. Januar vermochte die Barkasse nur noch 7^4 miles zurückzulegen und musste
alsdann der Stromschnellen wegen unter 5° 58\' 15quot; S. die Weiterfahrt einstellen. Während ein
Teil der Expedition bei der Barkasse zurückblieb, machte sich
macgregor mit George
Belford,
2 Papuanen und 5 Polynesiern in einem mit Lebensmitteln für 9 bis 10 Tage
beladenen Boot auf den Weg. Vier miles stromaufwärts teilte sich der Fluss und es hielt
schwer festzustellen, welcher von beiden Zuflüssen als der Hauptstrom zu betrachten sei.
Schliesslich wurde derjenige, welcher eine Geschwindigkeit von 3\'/2 miles in der Stunde besass
und 14.760 000 Gallonen [670 600 hl.] innerhalb 24 Stunden lieferte, als Fly-Fluss angenommen.
Der andere, aus ENE. kommend und als
Palmer-Fluss bezeichnet \'), besass eine Geschwin-
digkeit von 2\'/3 miles in der Stunde und führte 12.770000 Gahonen [580000 hl.] ab. Die
Fahrt wurde auf diesem fortgesetzt, und man war am 18. bis 30 miles von der Palmer Junction
entfernt gelangt. Während der Nacht fiel der Fluss um 5 feet. An den Bäumen waren Flut-
marken zu gewahren, die sich 20—-25 feet über dem Niveau des Flusses befanden. Am 19.
konnten 10 miles zurückgelegt werden. Vormittags wurde an der rechten Seite die Mündung
eines fast 100 yards breiten Nebenflusses,
Donaldson-Fluss genannt bemerkt. Am 20. befand
man sich 590 miles von der Mündung entfernt, die Victor Emanuel-Kette trat deutlich hervor,
und zwei Ketten waren zu unterscheiden. Etwas oberhalb dieses Punktes befand sich die 60—70
yards breite Mündung des Black-Flusses von der ab die vielen im Palmer-Fluss auftretenden
Kalksteinfelsen die Fahrt erschwerten. Am 22. ging er mit noch für 3 Tage reichenden

1)nbsp;Nach Sir Arthur Palmer in Queensland.

2)nbsp;Nach dem Treasurer von Queensland, J. Donaldson.

3)nbsp;Nach dem Minister for Lands von Queensland.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;63

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Lebensmitteln weiter. Zwei miles stromauf bemerkte macgregor das Nordende der Victor
Emanuel-Kette in 45 miles, ihr Südwestende in 30—35 miles Entfernung, so dass sie augen-
scheinlich ganz und gar auf deutschem Gebiet lag. Ihre Höhe schätzte er auf 12000 feet.
Zwischen seinem Standpunkt und der genannten Kette befand sich ein etwa 10 miles ent-
fernter, vielleicht 20—25 miles langer und 1500—2000 feet hoher, gänzlich bewaldeter Bergrücken,
Donaldson-Kette genannt. Einer zwischen dem NE-Ende dieses und dem Victor Emanuel-
Gebirge auftretenden, 5—6000 feet hohen und etwa 50 miles langen, steilen und schroffen
Bergmasse gab
Macgregor den Namen Mount Blücher. Entgegen seiner Annahme, befand
sie sich noch auf britischem Gebiet. Am 23. musste des Mittags, nachdem 6 miles zurück-
gelegt worden waren, die Weiterfahrt infolge einer im Flussbett auftretenden Felsbank ein-
gestellt werden und wurde in 5°3i\'S., 605 miles von der Fly-Mündung entfernt, das Lager
aufgeschlagen. Fünf miles weiter stromauf legte
Macgregor noch zu Fuss zurück.

Am 24. wurde die Rückfahrt angetreten und nachmittags die Barkasse wieder erreicht.
Am 30. erfolgte die Ankunft bei der Everih Junction, wo
Macgregor Messungen mit den
folgenden Ergebnissen anstellte :

Stromgeschwindigkeitnbsp;Breitenbsp;Wassermengen

Strickland-Fluss 3,3 miles in der Stunde.....420 yards.....106000 Mill. Gallonen [4816,000000 hl.]

Fly-Flussnbsp;1,5 „ „ „ „ .....302 „ ..... 45000 „nbsp;„ [2044,000000 „ ]

Am I. Februar gelangte die Barkasse wieder an das Dorf Tagota, und am 2. fand die Fahrt
mit der Ankunft auf Kiwai, wo die „Merrie Englandquot; bereits lag und auch
james Ghalmers
anwesend war, ihr Ende \').

Nachdem die Mitgheder sich etwas von den Strapazen erholt hatten, verliess Macgregor
am 9. Kiwai [lasa], um die linke Seite des Fly-Deltas zu untersuchen. Auch chalmers nahm
an dieser Fahrt, auf der zunächst die Insel Domögi besucht wurde, teil Am Morgen des
10. ging es nach der Insel Domöri und darauf zwischen den Inseln Dogöpe, Abo und Gebaro
hindurch. Nach eingezogenen Erkundigungen führte das am Fly, zwischen Domöri und dem
Meere liegende Dorf den Namen Manueti. Die den 4 erwähnten Inseln gegenüberliegende
Uferlandschaft hiess Madiarubi.
MacgregoR dampfte hierauf mit der Barkasse in östlicher
Richtung nach der 6—y miles langen Insel Wariura, an deren Ostende er nach Einbruch der
Dunkelheit vor Anker kam. Am 10. ging es zwischen den beiden Inseln Wabuda und Furutü
[Burutü] hindurch in den engen Kanal zwischen dieser Insel und Aibinio, in der die Navigation,
der vielen Schlammbänke wegen, schwierig war. Nach Rückkehr nach dem Ankerplatz bei
Domögi ging die „Merrie Englandquot; nach der Thursday-Insel ab, während
Macgregor auf der
Dampf barkasse sich der Untersuchung des rechten Fly-Ufers unterhalb Odagositia zuwandte,
das ebenso eintönig morastig wie das linke war. Der erste Besuch galt der Landschaft Dawäre
mit dem gleichnamigen Dorfe, alsdann ging es nach Sui (6 Häuser), in dem übernachtet
wurde. Am 14. mittags erfolgte die Ankunft auf Pärama [Bampton-Insel]. Die Eingeborenen
nannten das zwischen dieser und dem Mai Kusa liegende Land Daudai, das zwischen Sui und
oberhalb Odagositia liegende Dudi. Am 15. setzte
Macgregor die Fahrt in westlicher Richtung

1)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea... April 1891 [C. 6323], p. 92—114. — Annual Report
Brit. New Guinea 1889—90, P- 49—64.

2)nbsp;Trip to the Fly River, New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. 1890, p. 271—275.

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fort nach der Insel Daru Beim Näherkommen liefen 8 Kutter und —4 Walboote in
der Richtung des Warrior-Rififes aus, um Perlmutter und Tripang zu fischen. Am 16. wurde
eine Fahrt auf dem Daru gegenüber mündenden Oriomo [Tait-Fluss] unternommen. Etwa 40
miles stromauf teilte sich der Fluss und war für die Barkasse nicht mehr befahrbar. Nach
eingezogenen Erkundigungen hiess die an der linken Seite liegende Landschaft Dariamo
und die an der rechten liegende Keruriamo. Am 17. ging es längs der Küste weiter. Das
erste hier wieder bemerkte Dorf war Kumini, das die Bewohner selbst Kuniniamo nannten.
Es war erst vor 2—3 Jahren erbaut worden an Stelle des früheren im Walde liegenden. Kurz
darauf folgte das bekannte Turi-Turi, in dem ein Missionsgehülfe hauste. Den Beschluss des
Tages machte das Einlaufen in den Binaturi und der Besuch der an und unweit seiner Mün-
dung liegenden Dörfer Mawata und Kadawa. Am 18. wurde stromaufwärts gedampft, bis nach
Zurücklegung von 8 miles eine Teilung des Flusses erfolgte, der sich hier von der ursprüng-
lichen Breite von 70—80 yards auf 20—30 yards verengert hatte. Die beiden Quellfiüsse
waren für die Barkasse nicht befahrbar. Am 21. traf
macgregor an dem zwischen den Inseln
Malu Kawa und Sapural Kawa mündenden Kawa Kusa [Pahoturi] ein und gelangte auf dem
von Mangrovegebüsch eingefassten Fluss 4 miles stromaufwärts. Von einem Landungsplatz des
Stammes Toga am linken Ufer marschirte er auf morastigem Pfade landeinwärts, fand aber
keine Niederlassung, da die Bewohner sich aus Furcht vor den Tugeris zurückgezogen hatten.
Nachdem
Cameron den an der Mündung des Pahoturi liegenden Mabaduan, der aus Granit
besteht, am 22. bestiegen hatte, um zu untersuchen, ob er für die Anlage einer Regierungs-
station geeignet sei wurde nach der Insel Dauan gedampft, wo die „Merrie Englandquot; wieder
angetroffen wurde

Hier rüstete sich Macgregor für eine nach der Westgrenze der Kolonie zu unter-
nehmende Fahrt aus, die besonders im Hinblick auf die Tugeri-Einfälle unternommen wurde,
um die Heimat dieses räuberischen Stammes zu ermitteln. In Begleitung von T. H.
Hatton-
Richards, James Chalmers
und J. B. Cameron dampfte er am 28. Februar auf der geräumigen
Barkasse „Rubyquot;, die 2 Boote im Schlepptau mit sich führte, ab und erreichte am Mittag
zunächst die Insel Boigu. Aus den eingezogenen Erkundigungen ergab sich, dass die Tugeris
vor 3 Jahren den letzten Überfall verübt und den Häuptling sowie einen Missionsgehülfen
getötet hatten. Der Weg dorthin führte sie jedesmal durch den Wasu Kusa und den Mai
Kusa. Nachmittags setzte die „Rubyquot; ihre Fahrt fort und ging im Mai Kusa 7 miles oberhalb
seiner Mündung vor Anker. Am nächsten Tage wurde der Fluss weiter durchfahren und durch
den Wasu Kusa, an dem man Leuten aus der Landschaft Wasu begegnete, wieder ausgelaufen
und nach dem Passiren der Inseln Karobailo Kawa, Mata Kawa, Abadama Kawa und Kawa
längs der Küste weitergefahren. Am 2. März gelangte die Expedition an eine flache Bucht in
146° 50\' E. mit Sandstrand, Thomson-Bai «) genannt, und einige Stunden später an die Heath-

1)nbsp;Yaru bei Macgregor.

2)nbsp;Der rechte Quellfluss heisst Tripupu, der linke Kunini Badaga.

3)nbsp;Kawa = Insel.

4)nbsp;Auf Grund dieser Untersuchung beantragte Macgregor hier eine Regierungstation anzulegen und J. B. Cameron
als Resident Magistrate der Westabteilung einzusetzen.

5)nbsp;Further Correspondence respecting British New Guinea... April 1891 [C. 6323] p. 114—120. — Annual Report
on Brit. New Guinea 1889—90, p. 64—68.

6)nbsp;Nach Basil H. Thomson, dem früheren Sekretär von Macgregor.

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Bucht\'). Westhch von ihr nahm die Küste wieder ihren monotonen, durch die Mangrovevegetation
bedingten Charakter an. Am 3. wurde die Heath-Bai wieder verlassen, worauf gegen 2 Uhr
nachmittags an der Küste einige Hütten und Eingeborene in Sicht kamen, mit welch letzteren
Macgregor nach Überwindung einiger Schwierigkeiten in Berührung kam. Es waren Tugeris,
die mit 36—40 feet langen Booten ohne Ausleger versehen waren. Nachts konnten 6—8 grosse
Lagerfeuer an der Küste bemerkt werden. Bei Tagesbruch am 4. kamen 5 Leute angerudert,
um Tauschhandel zu treiben. Gern wäre
macgregor weitergefahren, da es ihm daran gelegen
war die Heimat dieser Menschen zu ermitteln, die vorgenommene Ortsbestimmung überzeugte
ihn jedoch davon, dass er sich bereits 9 miles jenseits der britischen Grenze, also auf niederlän-
dischem Gebiet befand. Es wurde sofort der Steven gewendet und, da bald darauf ein Defekt
an der Maschine eintrat, nochmals die Heath-Bai aufgesucht. Zwei Tage später suchte man
hier nach einem Fluss, dessen 150—200 yards breite Mündung endlich aufgefunden wurde. Am
6. gelangte
Macgregor noch auf ihm 4 miles, am 7. 28 miles weit. Am 9. wurde die Fahrt
fortgesetzt und hatte man bis zum 11. schliesslich 120 miles in etwa 8° 33\'S., 141° 38\'E.
zurückgelegt, als der Morehead-Fluss — dies war der Name, den er erhielt —■ noch 30 yards
breit und 3 Faden tief war. Umgefallene und quer im Strome liegende Baumstämme verhinderten
weiteres Vordringen. Auf der Talfahrt kam man am 13. in Berührung mit Eingeborenen,
die sich auf Tauschhandel einliessen. Am 14. gelangte die Barkasse wieder an die Küste und
wurde die Lage der Mündung zu 8° 54\'41quot; S., ca. 141° 40\'E. bestimmt. Am 15. setzte die
„Rubyquot; die Fahrt in Östhcher Richtung fort und blieb die Nacht über am rechten Ufer des
Wasu Kusa, 1^/2 niiles von der Mündung entfernt. Am 16. wurde der Wasu Kusa und darauf
der Mai Kusa durchfahren, ohne Spuren von Tugeris anzutreffen. Als
MacGREGOR am nächsten
Tage wieder Dauan erreichte, lag die „Merrie Englandquot;, die inzwischen auf der Thursday-
Insel gewesen war, dort vor Anker um ihn nach Port Moresby zurück zu befördern.

Kapt. Meerburg 1889.

Der Führer des Dampfers „Coredoquot;, Kapt. Meerburg, fand im Jahre 1889 im Geelvink-
Busen, nordwesthch von der Insel Anggar Mios, in etwa 2° 50\'S., 135° E. ein Riff auf, das den
Namen Coredo-Riff erhieltEs muss jedoch bemerkt werden, dass es bereits 1881 von
H. C.
Holland, dem Kapitän des Schiffes „Adolphinaquot;, entdeckt worden war

J. A. Snoek und J. Bensbach 1890.

John Cundree Warlters war 1889 von England nach Cooktown gekommen, das er
am 20. August auf dem Kutter „Ysabelquot;, in Begleitung von
W. E. F. Spencer, W. C. Hope
und John Hedley verlassen hatte, um eine Handelsfahrt nach der Südwestküste von Neu-
Guinea anzutreten. Von dem unvorteilhaft bekannten
john Strachan, der plötzlich in
Somerset auftauchte, erhielten die queensländischen Behörden Kunde, dass
Warlters am

1)nbsp;Nach Kapt. G. P. Heath, dem Postmaster von Queensland.

2)nbsp;Nach dem Chief Secretary of Queensland, B. D. Morehead. Als einheimische Namen werden von den ver-
schiedenen Besuchern angegeben Barimbär, Totogabe und Turuasi.

3)nbsp;Further Correspondenee respeeting British New Guinea... Aprü 1891 [C. 6323], p. 121 —131. — Annual
Report Brit. New Guinea 1889—
go, p. 69—75.

4)nbsp;Rif ontdekt in de Geelvink-baai. Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1889, N°. 46/1018, p. 289.

5)nbsp;Rif ontdekt in de Geelvink-baai, Ibid. 1881, 51/1585, p. 420.

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lo. August (sic!) von den Aru-Inseln nach Namatote gesegeit sei, wo man ihn samt seinen
Gefährten umgebracht habe \'). Auf Ersuchen der Famihe von
Warlters wurde das britische
Kriegsschiff „Cordeliaquot; am 28. April 1890 von Port Darwin nach den Aru-Inseln gesandt, um
Erkundigungen einzuziehen Die ebenfalls von dem Vorfall in Kenntnis gesetzte Regierung
in Batavia entsandte den unter dem Befehl des Kapt. Leutn. z. See J. A.
Snoek stehenden
Kreuzer „Javaquot;, der am 19. Mai Surabaja verliess und am 28. vor Dobo auf den Aru-Inseln
eintraf. Wenige Tage später langte auch der Resident von Ternate, J.
Bensbach, auf dem
Regierungsdampfer „Raafquot;, Kapt.
G. P. L. HauËT, an. Aus den Mitteilungen des hier
stationirten Postenhalters
O. Th. Erntsen ging hervor, dass Warlters aller Warnungen
ungeachtet nach Namatote gesegelt sei und dort den Tod gefunden habe.

Am 9. Juni dampften beide Schiffe ab und steuerten, nach Besuch der Insel Adi,
am
ii. auf die Südspitze von Namatote zu, wo sie das ihr nahe liegende Dorf verlassen
fanden. Hierauf wurde in die Königin Sophia-Strasse eingelaufen, an deren Westseite man in
3°52\'S., 133° 51\'E. eine kleine Bucht, die Java-Bai^), mit einem ebenfahs verlassenen Dorf
entdeckte. Beide Ortschaften wurden den Flammen preisgegeben. Auf der Weiterfahrt wurde
im nördlichen Teile der Meerenge, und zwar an der Neu-Guinea-Küste, eine tiefe Bucht
aufgefunden, die den Namen Raaf-Bai erhielt und die ebenfalls vermessen wurde Hierauf
gelangten die Schiffe in die Bitjaru-Bai, in der nichts Verdächtiges bemerkt werden konnte;
als sie aber am 23. nach der Kaimana-Bai kamen, fanden sich in den an einer Flussmündung
liegenden Hütten Gegenstände vor, die zweifellos von der „Ysabelquot; herrührten. Nachdem die
Häuser eingeäschert und die in der Nähe befindlichen Anpflanzungen zerstört worden waren,
entdeckte man beim weiteren Absuchen der Küste noch einen Rettungsgürtel des Kutters.
Am 30. wurde Adi nochmals besucht, um ein W^appenschild anzubringen, worauf die Schiffe
zwei Tage später auf der Reede von Amboina vor Anker kamen

J. Bensbach und J. A. Snoek 1890.

In September 1888 war ein im Dienste von A. A. Bruijn in Ternate stehender terna-
tischer Händler nebst seinen 3 eingeborenen Jägern, die Vögel jagten, zu Pokembo auf der
Nordwesthalbinsel von Neu-Guinea ermordet worden. Am 29. Juli 1890 traf das Kriegsschiff
„Javaquot;, Kapt. Leutn. z. See J. A.
Snoek, in Begleitung des vom Kapt. G. P, L. Hauët geführten
Regierungsdampfers „Raafquot;, auf dem sich der Resident J.
Bensbach befand, in der Kleinen
Geelvink-Bai ein. Am 7. August erschien unter der Führung des Postenhalters G. W.
van
Ahee
eine 252 Mann starke Bande Hülfstruppen aus Salawati und Waigëu, die am 9. in
Begleitung einer vom Leutn. z. See W. A.
Palm befehligten Abteilung von der „Javaquot; den
Marsch ins Innere antrat. In dem unwegsamen Gebiet kam man nur langsam vorwärts und.

1)nbsp;El- hatte das in Rede stehende Gebiet zwei Monate nach dem Vorfall besucht.

2)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea. April 1891. London [C. 6323], p. 121, 134, 140. — Das
Ergebnis der angestellten Nachforschungen wird jedoch nicht mitgeteilt.

3)nbsp;Oostkust Namatotte. Java-baai. i : 15000. Gouv. S. S. Raaf 1890. (Vaarwaters en Ankerplaatsen op de Zuidkust
van Nieuw-Guinea. \'s Gravenhage. Min. van Marine. Afd. Hydrographie 1903. N°. 271—2).

4)nbsp;Kaimana-baai, Bitsjaroe-baai en Koningin Sophia-straat. (Ibid. N°. 271—3).

5)nbsp;Koloniaal Verslag van 1891, p. 21—23. — Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht 1889—90.
\'s Gravenhage 1891, p. 381—383.

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als nun gar am dritten Tage die Führer entliefen, musste der Befehl zur Umkehr gegeben
werden. Nachdem das Detachement am 13. wieder an Bord gekommen war, dampfte die „Javaquot;
am 14. nach Ternate ab und traf am 23. auf der Reede von Amboina ein. Der „Raafquot; hatte
den Ankerplatz bereits wenige Tage nach der Ankunft wegen plötzlicher Erkrankung des
Residenten verlassen

Damit hatte die Angelegenheit noch keineswegs ihre Erledigung gefunden, wenngleich
auch der zweite Versuch, den Mord zu ahnden, missglücken sollte. Im Laufe des Oktober
stellte sich in der Kleinen Geelvink-Bai eine aus etwa 600 Köpfen zählende Hongiflotte ein,
deren Ausschiffung am i. November erfolgte. Während ein Teil zur Bewachung der Prauen
am Strande zurückblieb, traten 500 Mann den Marsch längs des Aruwi an. Die unterwegs
angetroffenen Dörfer wurden zerstört; am vierten Tage erklärten jedoch die Führer, dass
ihnen der Weg nicht weiter bekannt sei, worauf nach der Küste zurückgekehrt wurde.

Inzwischen war der Resident auf dem „Havikquot; nach der Landschaft Wandamèn gedampft
und schloss mit ihr Frieden, nachdem die Häupthnge in einer am 15. abgehaltenen Versamm-
lung feierlichst Treue und Gehorsam gelobt hatten. Auf der Rückfahrt nach Ternate wurde
zunächst Samaté auf Salawati und alsdann das unter etwa 1° 25\'S., 131° E. an der Sélé-Strasse
liegende Segèt aufgesucht. Die Bewohner des letzteren Dorfes hatten nämlich Ende 1889 die
einem auf Banda Neira (Banda-Inseln) ansässigen Chinesen gehörende Prau geplündert, eine
ambonsche Frau gefangen genommen und gleichzeitig 2 Chinesen und 4 Matrosen ermordet.
Das aus 12 Häusern bestehende Dorf wurde eingeäschert, während 22 Teilnehmer an dem
Überfall gefänglich eingezogen wurden, um dem Sultan von Tidore zur Aburteilung übergeben
zu werden. Es stellte sich bei dieser Gelegenheit überdies heraus, dass die Bewohner von
Segèt sich im Laufe der letzten Jahre wiederholt Raubanfälle schuldig gemacht und dass der
Radja von Salawati dabei die Hand im Spiele gehabt hatte.

Dampfer „Sumbawaquot; 1890.

Als der Dampfer „Sumbawaquot; der Niederl. Indischen Dampfschiffahrtsgesellschaft am 30.
Dezember 1890 auf der Reede von Ati-Ati Onin an der Westküste von Neu-Guinea lag,
geriet er in Brand und ging verloren. Die mit Einschluss der Passagiere loi Köpfe zählende
Besatzung musste ihre Zuflucht in den armseligen Hütten der Eingeborenen am Strande
suchen, wobei der Radja von Ati-Ati, dessen Dorf von der „Javaquot; im Jahre 1887, als er sich
noch auf der Insel Èga befand, in Brand gesteckt worden war (s. oben p. 427), hülfreiche
Hand leistete. Es währte noch bis Ende Januar 1891, ehe der Regierungsdampfer „Arendquot;
auftauchte und die Schifif brüchigen aus ihrer nichts weniger als beneidenswerten Lage befreite

Sir William Macgregor 1890.

Am 22. April 1890 verhess Macgregor Port Moresby auf der „Merrie Englandquot;,

1)nbsp;Koloniaal Verslag van 1891. \'s Gravenhage, p. 21—23. — Jaarboek van de Kon. Nederl. Zeemacht 1889—90.
\'s Gravenhage 1891, p. 381—383.

2)nbsp;Offiziell wurde stets Sekru [Sekru], irrigerweise aber meistens Skroë geschrieben, als Anlegeplatz angegeben.
Tatsächlich gingen die Postdampfer aber entweder bei Ati-Ati Onin — wie im vorliegenden Falle —, oder bei Tubi
Serang unweit Fak-Fak vor Anker.

3)nbsp;Koloniaal Verslag van 1892, p. 23.

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hauptsächtlich zu dem Zweck, das Stromgebiet des St. Joseph-Flusses näher kennen zu lernen
Nachdem er am 22. der Station der London Missionary Society in Delena einen Besuch abge-
stattet hatte, begab er sich am folgenden Tage nach Nara, wo wenige Tage vorher ein
Mord veriabt worden war. Er landete bei Keobada, erreichte auf dem Marsche längs der
Bucht das kleine Dorf Oao, von dem Nara, wo sich ebenfalls eine Missionsstation befand,
5—6 miles entfernt lag. Seine Bemühungen des Übeltäters habhaft zu werden, waren zunächst
von keinem Erfolge begleitet Nach Delena zurückgekehrt, verliess er diesen Ort am 26. und
begab sich nach Port Léon auf der unfernen Yule-Insel, um in Begleitung des inzwischen zum
Bischof von Limyre i. p. i. geweihten
H. St. VerjUS nach der Mündung des St. Joseph-
Flusses [Anga Bunga] abzufahren. Nachdem auf der Barkasse 10—12 miles stromaufwärts
zurückgelegt worden war, erfolgte die erste Landung bei dem Dorf Akabara (6 Häuser). Nach
Besuch des \'j2 mile entfernten Tépéina (250 Seelen) wurde die Fahrt bis Mohu (300 Seelen)
fortgesetzt, wo die Reisenden in dem Hause des Faters A.
Toublanc Unterkunft fanden.
Am 28. erfolgte auf der Weiterfahrt die Ankunft in dem 6—8 miles entfernten Ina Wala,
das etwa 700 Einwohner zählte, alsdann in dem i—2 miles weiter hegenden Ina Wai, wo
die Reisenden landeten. Am 30. ging es über Land durch das verlassene Dorf Auratona
nach Ina Wi (700 Seelen), deren Bewohner das erstgenannte vor einem halben Jahre über-
faUen und z. Tl. zerstört hatten. Nach weiteren
4-—5 miles wurde das Dorf Aipiana, das
nicht weniger als 1000 Einwohner besass, erreicht. Ganz in der Nähe befand sich das Dorf
Baipaha. Am i. Mai setzten die Reisenden die Wanderung nach dem 2\'/^ miles entfernten
Amo-Amo (etwa 500 Seelen) und darauf nach dem 6 miles weiter liegenden Rarai^) (500—600
Seelen), in dem übernachtet wurde, fort. Der folgende Tag brachte einen Marsch nach dem
Dorfe Ngawaüni, das
6 miles von dem vorigen entfernt lag und 34 Häuser zählte. Am 3. wurde
über den Fluss gesetzt und nach Ina Wabui [Taéna] gewandert, das unweit des linken Ufers
lag und 13 Häuser mit 60—70 Einwohnern zählte. Da es nicht gelang Träger zu erhalten,
so musste auf den Weitermarsch nach dem Yule-Berg [Kowio] verzichtet werden. Der 4. und
5. wurde auf die Untersuchung des Hügellandes im N. von Ina Wabui verwendet und darauf
umgekehrt. Am 7. erfolgte die Wiederankunft in Rarai, am 9. die Rückkehr nach der Yule-
Insel, auf der
macgregor den lo. über blieb. Am 11. setzte er seine Fahrt nach der benach-
barten Landschaft Maiwa fort, wo er an dem gleichnamigen Dorfe mit etwa 1500 Seelen
landete und über Arabukupuna längs der Bai bis in die Nähe von Kiwori [Kevori] gelangte.
Alsdann trat er die Rückfahrt nach Port Moresby an

Nachdem macgregor am 18. der Einweihung der ersten englischen Kirche auf Neu-
Guinea in Port Moresby beigewohnt hatte dampfte er am 22. auf der „Merrie Englandquot;

1)nbsp;Further Correspondence respecting British New Guinea... April 1891 [C. 6323], p. 150—165, 175—180.—
Ann. Report on British New Guinea 1889—90, p. 76—86. — H. St. Vérius (sic!). Journal d\'une excursion sur le fleuve
Saint-Joseph en compagnie de M. Macgregor. Ann. de
Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXV. Issoudun 1890, p. 531—^540.

2)nbsp;In der Nacht vom 8/9. Mai gelang es James M. Hepwessy das Haus zu umzingeln und den Mörder gefangen
zu nehmen. (Further Correspondence. 1. c. pag.
163).

3)nbsp;L. A. Navarre weilte damals zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in Sydney.

4)nbsp;Auch Iko-Iko oder Tauabéni genannt.

5)nbsp;Further Correspondence respecting New Guinea... April 1891 [C. 6323], p. 175 —180. — Ann. Report Brit.
New Guinea
1889—-90, p. 87—91.

6)nbsp;Opening a Church in New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. 1890, p. 292.

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wieder aus, um über die Yule-Insel abermals Maiwa aufzusuchen. Er traf hier am folgenden Tage
ein und fand, dass der Friede zwischen dieser Landschaft und Kiwori inzwischen geschlossen
worden war. Nach einem Abstecher nach Kiwori und Iriauna, wo ein Missionsgehülfe stationirt
war, begab er sich am 25. von Maiwa aus nach dem St. Joseph-Flussgebiet, um den Eingeborenen
die Macht der Regierung vor Augen zu führen. Er blieb den 26. über in dem
14 miles entfernten
Aipiana hegen und setzte am 27. den Marsch in Begleitung der inzwischen eingetroffenen
Häuptlinge von Ina Wi, Bäipaha, Amo-Amo und Rarai fort. Zunächst wurde in Bäipaha Halt
gemacht, um den Frieden zwischen den verschiedenen Ortschaften wieder herzustellen. Dann
wurde der kleine Fluss Miaru oder Makuna, der bei Lese münden soll, durchschritten, nach
Zurücklegung weiterer 3 miles in N. z. E. der Maha, worauf der Weg durch einen Morast
führte. Am Nachmittag erfolgte die Ankunft in Amo-Amo, in welchem
MacGREGOR am 29.
hegen blieb. Einigen charakteristischen, von dort aus sichtbaren Gipfeln gab er die Namen Drew-
Berg
1), Tully-^), Davidson-Berg 3), Verjus-Dom und Navarre-Nadel. Am nächsten Tage ging
es nach Aipiana zurück, von dem aus er am 31- auf einem Floss den St. Joseph-Fluss abwärts
fuhr. Am i. Juni wurde an dem Landungsplatz von Ina Wäia gelandet, am 2. Ina Wabui und
am 3. Bioto besucht. Am Hall-Sund fand
Macgregor die „Merrie Englandquot; wieder vor.
Vor der Rückkehr nach Port Moresby landete er noch bei Morawi, dessen Bewohner wiederholt
Überfälle von selten der Leute von Kabadi zu erdulden gehabt hatten. Er begab sich in
Begleitung von A.
C. English zu Fuss nach Hanuabada, dem Hauptdorf der Landschaft
Kabadi, liess die im Orte vorgefundenen Waffen verbrennen und den Häupthng verhaften,
jedoch nach einigen Tagen wieder entlassen. Bei einem späteren Besuch, Anfang Dezember,
fielen drei der vermeinthchen Mörder in seine Hände, mussten aber mangels an Beweisen
wieder freigelassen werden

An der Fahrt, die Macgregor Ende Juni antrat, nahmen ausser dem Chief Justice
Francis P. Winter teil die Reverends George Brown und Albert A. Maclaren, jener
als Vertreter der Australasian Wesleyan Methodist Miss. Soc. und dieser als Vertreter der
Anghkanischen
Mission Der erste Besuch galt der unter der Leitung des Rev. A. Pearse
stehenden Mission in Kerepunu. Am 27. wurde auf der Toulon-Insel [Mailiu Kolo], die ein
Dorf mit 80 Häusern und nicht weniger als 700 Einwohnern besass, gelandet. Auf der i\'/^

1)nbsp;Nach W. L. G. Drew, früherem Auditor General von Queensland.

2)nbsp;Nach W. A. Tully, früherem Surveyor General von Queensland.

3)nbsp;Nach Davidson, damaligem Surveyor General von Queensland.

4)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1890—91. Brisbane 1892, p. 25—26.

5)nbsp;Macgregor haUe 1889 im Hinblick darauf, dass die D\'Entrecasteaux- und die Louisiaden-Inseln noch der
Missionsstationen entbehrten, die Wesleyanische Mission aufgefordert ihre Tätigkeit auf diese Gebiete auszudehnen, womit
die London Missionary Society aber nicht einverstanden war. (Further Correspondenee respeeting Brit. New Guinea April
1891 [C. 6323], p. 147—149). Ausserdem hatte auch die Anglikanische Mission [Church of England] den Wunsch
geäussert, an der Bekehrung der Papuanen mitzuvpirken. Nachdem die Vertreter dieser beiden Missionsgesellschaften durch
Macgregor und Hely Gelegenheit gehabt hatten die beregten Gebiete in Augenschein zu nehmen, fand in Port Moresby
am ^
30. August eine Konferenz statt, an der W. G. Lawes und James Chalmers als Vertreter der London Missionary
Society,
Alb. A. Maclaren als Vertreter des Anglican Board of Mission und George Brown als Vertreter der Austra-
lasian Wesleyan Methodist Missionary Society teünahmen. Sie kamen freundschaftlich überein der Anglikanischen Mission
die Nordostküste vom Kap Ducie (io
°i2\'S., 150\'\'36\'E.) bis zum Mitre-Felsen und der Wesleyanischen Mission alle
ösüich von der Hayter-Insel [Sariba] liegenden Inseln einzuräumen, während die ganze Südküste der London Missionary
Society verblieb, mit Ausnahme der Yule-Insel und des St. Joseph-Gebietes, das die katholische Société des Missionaires
du Sacré-Coeur bereits-seit
1885 unter ihre Obhut genommen hatte. (I.e. pag. 185—186).

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miles davon entfernten kleineren Insel Mailiu Para [Mairupara] hauste ebenfalls ein Missions-
gehülfe. Nach Besichtigung der vom Rev. F. W.
walker geleiteten Mission auf Suäu am
28. traf die „Merrie Englandquot; am nächsten Tage vor Samarai ein. Da in Mita an der Milne-
Bai eine grössere Festlichkeit stattfinden sollte, begab die Reisegesehschaft sich dorthin, musste
aber bei der Ankunft vernehmen, dass die Feier auf den 2. Juh gelegt worden sei. Es wurde
an dem genannten Tage der Besuch wiederholt. Der Umstand, dass 8 Schweine bei dieser
Gelegenheit ihr Leben lassen müssten, legte von der Bedeutung dieses Festes Zeugnis ab. Am
4. ankerte die „Merrie Englandquot; vor Wari [Teste-Insel] und, deren Missionsstation als die
erste, die unter die Obhut der Wesleyanischen Mission gestellt wurde. Nachdem das Schiff
noch an dem nämlichen Tage die Conflict-Gruppe erreicht hatte, gelangte es am 5. nach
Sagara auf der St. Aignan-Insel [Misima]. Der hier stationirte Stipendiary Magistrate M. H.
MoretoN hatte seinen Wohnsitz nach Bogoja [Bogoya] an der anderen Seite der Insel verlegt,
erschien aber am folgenden Tage und berichtete, dass die Eingeborenen untereinander Krieg
geführt und auch mit den Goldgräbern Streit gehabt hatten, von denen aber die meisten die
Insel bereits verlassen hatten.

Mit Bingham A. Hely und M. H. MoretON an Bord ging es weiter nach der Sud-
Est-Insel, die am 8. erreicht wurde. Die
Insel wurde nach verschiedenen Richtungen durchstreift ;
so besuchte
MacGREGOR die Landschaften Bilibuna und Bulikina und, nach Überschreitung des
Gebirgsrückens, auch noch Dörfer der Landschaft Duramba. Vierzig Goldgräber waren noch auf
der Insel anwesend. Am 10. ankerte die „Merrie Englandquot; in der Mebi-Bucht auf der Rossel-
Insel gegenüber der High-Insel [Wöla]. Da das Gerücht ging, dass noch 2 Chinesen von dem
1858 gestrandeten „St. Paulquot; (s. oben p. 104—105) an der Nordküste lebten, so beschloss
Macgregor diese Strecke persönlich zu untersuchen. Er suchte mit Maclaren auf einem
Walboot die Küste bis nahe dem Kap Délivrance von
bougainville ab, fand bei den
Eingeborenen freundliches Entgegenkommen, aber keine Chinesen.
Hely besuchte unterdessen
die kleinen Dörfer an der Dixon-Bai sowie auf Wöla, während der Kapitän
J. M. Hennessy
die Südküste aufnahm. Am 13. traf die „Merrie Englandquot; wieder vor Sagara ein, wo Moreton
von Bord ging. Am 14. erfolgte die Ankunft in dem Guasöpa-Hafen an der Südostecke der
Woodlark-Insel. Einige Monate vorher waren die Händler
Kickbusch und Neilson ermordet
sowie ihr Kutter „Albatrossquot; geplündert und verbrannt worden. Am nächsten Tage landete
Macgregor bei dem Dorfe Ondamuda und wanderte nach dem —3 miles in NW. entfernt
hegenden Soakiki (9 Häuser), in dem die Mörder beheimatet waren. Sie gingen freiwillig mit
nach dem Strande, wo sie gefangen genommen wurden. Am 16. begab
macgregor sich
nochmals nach Soakiki, während
Hennessy und Hely am folgenden Tage die Guasopa-Bucht
aufnahmen. Am ihrem Westeingang lag die kleine Insel Wawiai [Vavi-ai], südwestlich davon
die Round-Insel [Aiona]. Zehn miles im Westen der Guasopa-Bai wurde eine tiefe Bucht
entdeckt, an deren Eingang die Insel Mapas lag. Ihre Westecke bildete der Pik Suloga. Am
18. suchte
Macgregor die Landschaft Wamana auf, deren Hauptdorf Kanakaibua hiess. Er
landete und übernachtete an einer Lagune, die als Fischfangstelle der Bewohner der Land-
schaft Nuwankawena diente. Nachdem die „Merrie Englandquot; am 19. an der Westküste bei
dem Dorfe Bobagisa, von einem auf der Insel Tokuna ansässigen Stamme bewohnt, geankert
hatte, setzte sie am 20. die Fahrt nach den Trobriand-Inseln fort. Die zunächst erreichten
Inseln Gawa und Kwaiawata waren unbevi^ohnt. Da bei der folgenden, Iwo [Juvency-Insel],
Nova Guinea. ii. Entdeckungsgeschichte.nbsp;64

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kein Ankergrund gefunden werden konnte, so wurde die Falirt nach Kitawa [ Jurien-Insel]
fortgesetzt. Hier bezeichnete man die zunächst hegende Hauptinsel Kiriwina als Waigua und die
zweitgrösste Kaileuna als Awatana [Avatana].
Macgregor besuchte das auf dieser liegende
Dorf Kadowago (200 Häuser), in dem er freundliche Aufnahme fand. Es war von den
beiden Stämmen Puanaio und Tokajako bewohnt, die beide ihren eigenen Häuptling hatten.
Vom Deck des Dampfers aus gaben diese Häuptlinge ihre Namen für die einzelnen D\'Entre-
casteaux-Inseln an und zwar Kwaibaga für Goodenough-Insel, Kaluwawa für Fergusson-Insel
und Kwaiatabu für Normanby-Insel.

Am 17. Juli traf Macgregor auf den Laughlan-Inseln [Nada] ein und fand hier den
bereits erwähnten Händler C. F.
wilh. Tetzlaff (s. oben p. 120—121), der jährlich 40
Tonnen Kopra exportirte. Er erhielt eine Konzession für die Dauer von 10 Jahren. Die Inseln
lagen auf einem hufeisenförmigen, nach
w. geöffneten Atoll, dessen Lagune einen Durchmesser
von 4—5 miles besass (Fig. 33). Die Zahl der Einwohner betrug i6g.

Nunmehr setzte die „Merrie Englandquot; Kurs nach der Ostküste von Neu-Guinea und
traf am 23. vor Awaiama in der Chads-Bai ein. Sie ging alsdann nach Samarai ab, um Kohlen
zu laden, während
Macgregor in Begleitung von Maclaren die Landschaft Taupota westhch
von der Chads-Bai besuchte. Nach dem Wiedereintreffen des Dampfers ging die Fahrt am 27.
nordwärts, um in der Nähe der kleinen Insel Kairaga bei Jasa-Jasa [Yasaiasa], 5—4 miles
nördlich vom Kap Vogel [Ipote] \'), vor Anker zu gehen. Auf einer Bootfahrt längs der Küste
wurden die Dörfer Ataijo [Ataiyo] (30—40 Häuser), Inagero, Ogerema, Ginada (10 Häuser)
und das ungefähr gleich grosse Kitora besucht. An diese schloss sich die grösste Niederlassung
an, die den gemeinsamen Namen Kapi-Kapi für die Dörfer Tarapui und Jarogu [Yarogu] führte.
Ihr gegenüber lag, nahe der Kibirisi-Spitze, die kleine Koralleninsel Ikara oder Ipoteto Ikara
mit 60—-So Einwohnern. Die beiden 60—80 feet hohen Felsen stürzten steil ab und trug ein
jeder etwa ein Dutzend Häuser. Sie konnten nur mittelst einer Leiter, die aus Furcht vor
den Uberfällen seitens der Bewohner der Landschaft Maisina an der Collingwood-Bai jedesmal
aufgezogen wurde, erreicht werden. Ferner besuchte
Macgregor das i\'/a miles westlich von
der Kibirisi-Spitze in einem Palmenhain hegende Mukawa. Weiter nach Westen setzten sich
an der Küste aus Korallenkalk bestehende Hügel fort und erreichten, allmählich höher werdend,
den niedrigen Sydney-Inseln gegenüber eine Höhe von 800—1000 feet. Nachdem der Dampfer
bei der Fir-tree-Spitze vor Anker gekommen war, setzte
Macgregor die Untersuchung der
Küste fort und fand 10 miles westlich von der Spitze in 9°3i\'S. eine Bucht, die nach dem
ersten Maschinisten des Dampfers den Namen Phillips-Hafen erhielt. Am 30. untersuchte
Mac-
gregor
im Walboot die im Norden sich anschliessende Westküste der Collingwood-Bai bis
jenseits der Keppel-Spitze. Zunächst lag die gefürchtete Landschaft Maisina, in der er 3 Dörfer
besuchte, die ersten auf Neu-Guinea, in denen er noch Steinäxte vorfand. Hinter der Keppel-
Spitze, an der übernachtet wurde, lag niedriges und flaches Land, aber einige miles entfernt
erhoben sich in NW. und NNW. der Victory- und der Trafalgar-Berg, von denen der erstere
Rauchwolken ausstiess, der letztere aber bis zum Gipfel mit Wald bedeckt war, der die ganze
Halbinsel am Nelson-Kap bedeckte.
Macgregor fuhr am 31. längs ihrer Ostküste an der

i) Macgregor hatte anfänglich den Namen Sebiribiri als einheimische Bezeichnung angegeben. (Further Corres-
pondence . . . April 1891, p. 207). Später ermittelte er aber, dass dies der Name der kleinen, in der Nähe liegenden Inseln
ist, während das Kap Vogel selbst Ipote heisst. (Ann. Report on Brit. New Guinea 1893—94, p. 30).

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Hardy-Spitze und ging nachmittags zwischen dieser und am Nelson-Kap vorbei in dem aufge-
fundenen Hennessy-Hafen vor Anker Der folgende Tag wurde auf eine nähere Untersuchung
der Küste verwendet und bei dieser Gelegenheit nördlich vom Kap Nelson die Maclaren-Bucht
entdeckt. Am 2. August dampfte die „Merrie Englandquot; nach der Holnicote- [Gona-] Bai und
ging an der Westseite vor einer Gruppe von Ortschaften, Oro genannt, vor Anker. Nach
einem Besuch dieser und eines anderen Dorfes am 3., setzte sie die Fahrt nach der Robinson-
Bai (8° 39\' S.) fort, worauf
Macgregor den übrigen Teil der Küste bis zur deutschen Grenze
(8°S.)^) in einem Walboot untersuchte. Er fand den unweit des Ward Hunt-Kaps aufragenden
Mitre-Felsen gegen 60 feet hoch und ihn an seiner Basis ebenso breit. Nahe der nächsten
Festlandsspitze befand sich ein ähnlicher Felsen, aber nur von halber Höhe, der nach dem
zweiten Offizier des Dampfers den Namen Craig-Ffeiler erhielt. Eine kleine Insel, 3 miles südlich
vom Mitre-Felsen, ganz nahe der Küste liegend, wurde nach dem ältesten Seemann an Bord
Harper-Insel genannt. Eine kleine Bucht, die im Süden des Ward Hunt-Kaps lag, erhielt nach
dem zweiten Maschinisten den Namen
Douglas-Hafen. Hier kehrte die „Merrie Englandquot; um.
Infolge wiederholter Malariaanfälle erachtete es
macgregor für ratsam zunächst einige Zeit in
Australien zuzubringen. Er traf am 16. in Cooktown, am 25. in Brisbane ein, wo er bis zum
15. Oktober blieb

Bingham A. Hely 1890.

Der Resident Magistrate bingham A. Hely segelte am 30. Juli mit dem Rev. george
Brown
und dem Konservator des Queensland Museum, Charles Hedley\'\'), auf dem Schoner
„Hygeiaquot; ab. Nach einem Besuch von Wari [Teste-Insel] kam das Schiffquot; nachmittags an der
Ostküste der Moresby-Insel [Basilaki] in der Pitt-Bai vor Anker, wo
Hedley die zur Landschaft
Sakalaki gehörenden Dörfer Masiu (24), Ubauna (5), Jaras [Yaras] (5) und Konasiali (4 Häuser)
aufsuchte; am i. August wurde die Slade-Insel [Tubi-Tubi] berührt und darauf die Finn-
Bucht auf Basilaki, an der die Dörfer Ikahila (50), Kwaiama (50) und Gigia (7 Häuser) lagen.
Am Eingange der Bucht fand sich das kleine Eiland Gigia, das kaum mehr als eine Sandbank
war. Am 2. wurde Kurs nach der
Normanby-Insel gesetzt, und traf die „Hygeiaquot; hier am
nächsten Morgen bei Dibua ein, einem grossen unweit Kap Pierson liegenden Dorfe, in dem
5 Goldgräber kampirten, die seit einiger Zeit vergeblich auf Gold geschürft hatten. Sie wurden

1)nbsp;Auf der Map of the Eastern Part of British New Guinea. Ann. Report Brit. New Guinea 1897—98. Sheet 4
ist Port Hennessy nördlich von Kap Nelson in i\' S. eingetragen.

2)nbsp;Damals meinte man noch, dass der Mitre-Felsen in S. läge und die Grenze bildete. Erst am 15. März 1894
fand Macgregor, dass er in 8° 2\' 50quot; S. liegt.

3)nbsp;Further Correspondence respecting Brit. New Guinea... Aprü 1891, p. 206—218. — Annual Report on Brit.
New Guinea
1890—91. Brisbane 1892, p. 11—18. — Albert A. Maclaren. A Visit to the North-East Coast of British
New Guinea. Transact, and Proceed. R. Geogr. Soc. Australasia. IX. pt. i. Melbourne
1891, p. 24—35. — Sir William
Macgregor
and the Islands South-East of New Guinea. Geographical Journal. I. London 1893, p. 274. — J. P. Thomson.
On the North-East Coast of British New Guinea and some adjacent Islands. Proceed, and Transact. Queensl. Br. R. Geogr.
Soc. Australasia. IV. pt.
I. Brisbane 1891, p. 32—42.

4)nbsp;Charles Hedley befand sich seit dem Monat Mai in der Kolonie und hatte, wie er selbst mitteilt, bereits
an den Fahrten
Macgregors nach dem St. Joseph-Fluss, nach der Milne-Bai u. s. w. teilgenommen. (Annual Report on
Brit. New Guinea
1890—91, p. XXXV, XXXVI. — Ann. Report for 1890—91. Colon. Reports, N°. 37. London 1892
[C. 656321], p. 41. — Charles Hedley. The Land Molluscan Fauna of British New Guinea. Proceed. Linn. Soc.
N. S. Wales
(2) VL 1891 Sydney, p. 67—116, 685—698. — Henry Tryon. List of Butterflies collected in British New Guinea.
Expeditions untertaken during year
1889—90. Ann. Report Brit. New Guinea 1889—90, p. 112—115, s. ferner 1. c. pag.
76—84, 109—112., Ann. Report... 1890—91, p. 99., Annais of the Queensland Museum. N°. 2. Brisbane 1892, p. 13—24.

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auf ihren Wunsch nach der Goulvain-Insel [Dobu] mitgenommen, auf der GEORGE BROWN
eine Missionsstation anzulegen beabsichtigte. Am 5. setzte der Schoner seine Fahrt fort und
traf abends in der Seymour-Bai an der Westküste der Fergusson-Insel ein, worauf die Reise-
gesellschaft am folgenden Tage einige Dörfer sowie die heissen Quellen (s. oben p. 470)
besuchte. Am 7. kam das Schiff bei der Insel Kwaru Awa [Wapiga], die an der SE-Spitze
der Goodenough-Insel und der Seymour-Bai gegenüber lag, vor Anker. Die auf ihr liegenden
Dörfer zählten 100 Häuser. Nach einem missglückten Versuch in der unfernen Mud-Bai an
der Ostseite der Goodenough-Insel einen Ankerplatz zu finden, wurde die Rückfahrt angetreten
und Samarai am 8. wieder erreicht

Kriegsschiff „Pasanaquot; 1890.

Von den Viti-Inseln kommend, traf das österreichisch-ungarische Kriegsschiff „Fasanaquot;
am
i. August 1890 in Port Moresby ein, über welchen Ort Graf Carl Lanjus bei dieser
Gelegenheit einiges mitteilt

Sir William Macgregor 1890.

Das letzte Unternehmen Macgregors im Jahre 1890 galt dem Hinterlande von Port
Moresby. Am 20. Dezember trat er in nördlicher Richtung den Marsch an und erreichte
zunächst Gawaida Nonoto, in welchem nach der Ankunft auch Bewohner der benachbarten
Dörfer Sirika, Sabara Makara und Nagira erschienen, um Lebensmittel zu überbringen. Am
21. gelangte er nach Übei-schreitung des Bergrückens Weriata nach Oketana, dem Hauptdorf
der Landschaft Taburi, daher in der Regel kurzweg Taburi genannt, das zwischen dem Laioki
und seinem Zufluss, dem Näriro, liegt. Es befindet sich zugleich miles oberhalb der
Rauna- und mile von den Okiama-Fällen entfernt. Nachdem
Macgregor den 22. über in
Taburi geblieben, kehrte er auf demselben Wege nach Port Moresby zurück, wo er am 24. eintraft).

Dampfer „Quettaquot; 1890.

Trotz aller verbesserten Karten, Baken, Tonnen und Feuerschiffen, sollte das grösste
Schiffsunglück in der Torres-Strasse am Ende des 19. Jahrhunderts vorkommen. In der Nacht
des 28. Februar—I. März 1890 ging der Dampfer „Quettaquot; (3480 T.) der British India
and Australian Steam Navigation Company unter Volldampf zwischen der Albany- und Mount
Adolphus-Insel hindurch und stiess auf einen unbekannten Felsen. Innerhalb 3 Minuten lag
das stolze Schiff auf dem Meeresboden in 13 Faden Tiefe. Von den 282 Mitfahrenden ver-
mochten sich nur 162 zu retten, die von dem herbeigeeilten Regierungsschiff „Albatrossquot;
nach der Thursday-Insel gebracht wurden

Die Lage des Quetta-Felsens wurde vom Vermessungsfahrzeug „Palumaquot; zu 10° 40\' 5 \'S.,
142° 38\'5quot; E. bestimmt 3).

1)nbsp;Further Correspondenee respeeting Brit. New Guinea... April 1891 [C. 6323], p. 218—219.

2)nbsp;Carl Graf Lanjus. Reiseskizzen aus der Südsee. Petermanns Mittlg. XXXIX. 1893, p. 287—288.

3)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1890—91. Brisbane 1892, p. 26—27.

4)nbsp;W. Saville-Kent, The Great Barrier Reef of Australia. London [1893], p. 46—47. — Nautical Magazine.
LIX. London
1890, p. 529, 721.

5)nbsp;Geringste Wassertiefen auf den Klippen Quetta und Mid Rocks, Mount Adolphus-Insel. Nachr. f. Seefahrer.
XXII.
1891, N°. 461 (p. 123) nach Noüce to Mariners. London 1891, Nquot;. 71.

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Sinclair 1890.

Der Perlfischer sinclair meinte 1890 etwa 15 Seem. W z N. von der Booby-Insel
ein bhnde Klippe mit gegen 5,5 m. Wasser entdeckt zu haben \'), doch konnte L.
s. DaWSON
bei seinen Nachforschungen in demselben Jahre nichts davon bemerken (s. hierunter). Ferner
fand
Sinclair ein nordöstlich von der Insel Gaba [Brothers Hill] liegendes Rifif^).

L. S. Dawson 1890.

Das britische Vermessungsschiff „Ramblerquot;, Leutn. L. S. Dawson, gelangte von Sydney
aus durch die Innere Route nach der Thursday-Insel und nahm auf dem Wege dorthin eine
Untersuchung des Quetta-Felsens vor Nach dem Auslaufen durch den Prince of Wales-
Kanal wandte es sich der
Proudfoot-Untiefe zu, auf der das Feuerschiff in io° 32\'30quot; S.,
141° 28\' 25quot; E. lag. Etwa 8 Seem. E N. von ihr wurde eine Untiefe mit 7.3 m. Wasser
entdeckt^) und östhch von ihr, in i0°30\'i5quot;S., 141° 38\'15quot; F., eine Korahenkhppe mit 8,2 m.
Wasser sowie 3 andere Untiefen®). Ferner stellte der „Ramblerquot; Nachforschungen nach dem
westlich von der Booby-Insel hegenden Bramble-Felsen an, der wirklich in 10° 31\' S., 141° 36\' E.
vorhanden war Dagegen gelang es nicht die angeblich 15 Seem. WzN. von ihr liegende
Untiefe, die vom Perlfischer
sinclair berichtet worden war, wieder aufzufinden, indem
überall 14—16 m. gelotet werden konnte Hierauf wurde die Fahrt längs der Südküste von
Neu-Guinea fortgesetzt und die Umgebung von Kap Valsch ausgelotet. Auf dem Wege über
Ternate gelangte das Schiff alsdann nach China.

G. Pirie 1890.

Nachdem das britische Schiff „Volgaquot; am 6. August 1890 auf den am Osteingang des
Prince of Wales-Kanals liegenden Beresford-Untiefen gescheitert war ®), nahm das britische
Vermessungsschiff „Palumaquot;, Leutn. G.
PiRIE, bald darauf deren Auslotung vor und fand in
10° 27\'20quot; S., 142° 20\'55quot; E. eine Wassertiefe von 7 m. Im November ging sie, wie bereits

1)nbsp;Lage einer Klippe wesüich von der Insel Booby. Nachrichten f. Seefahrer. XXI, 1890, Nquot;. 1052, p. 258—259
nach Notice to Mariners. Brisbane 1890, N°. lo/i.

2)nbsp;Lage eines Riffes nordöstlich der Insel Brothers Hill (Gabba), Ibid., N°. 1057, p. 360 nach Noüce to Mariners.
Brisbane 1890, N°. 10/2.

3)nbsp;An dieser Fahrt nahm auch W. Saville-Kent teil (Presidential Address. Proceed. Roy. Soc. of Queensland
1889—90, VII. Brisbane 1891, p. 31). Es möge bei dieser Gelegenheit bemerkt vi^erden, dass dieser Forscher von Ende
1888 bis Ende 1891 Inspektor der Fischereien von Queensland war und in dieser Eigenschaft wiederholt die Torres-Strasse
und ihre Inseln besuchte. Da er es aber unterlassen hat seine Fahrten im Einzelnen zu schildern, so können wir auch
mangels genauer Zeitangaben auf seine Untersuchungen nicht eingehen. (The Great Barrier Reef of Australia. London
[1893]. — The Naturalist in Australia. London 1897. — The Zoological Affinities of Heliopora caerulea. Nature. XLII.
London, 1890, p. 340—341).

4)nbsp;Lage einer Untiefe östlich der Proudfoot Shoal. Nachr. f. Seefahrer. XXI. 1890, N°. 1495 (P- S^O nach
Notice to Mariners. London 1890, N°. 323.

5)nbsp;Flache Stellen und Untiefen ösüich der Proudfoot Shoal. Ibid. N°. 1910 (p. 468).

6)nbsp;Admiralty Surveys [1890]. Nautical Magazine. LX. 1891, p. 710, 277., LX. 1890, p. 985.

7)nbsp;Nichtvorhandensein einer blinden Klippe westl. der Booby-Insel. Nachr. f. Seefahrer. XXI. 1890, N°. 2189
(P- 532) nach Notice to Mariners. 1890, N°. 514.

8)nbsp;Wassertiefen auf den Beresford Shoals. Ibid. N°. 2405 (p. 584) nach Noüce to Mariners. 1890, N°. 580. —
Nautical Magazine. LIX. 1890, p. 1065.

9)nbsp;Wassertiefe auf den Beresford Shoals. Ibid. N°. 2837 (p. 685) nach Notice to Mariners. 1890, N°. 677.

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erwähnt, nach dem Quetta-Felsen, auf dem sie bei Springflut Niedrigwasser nur 2,7 m., auf
dem Mid-Felsen sogar nur 2,1 m. Wasser fand.

H. C. Bluntsehli 1890.

In der zweiten Hälfte des Februar 1890 traf H. C. Bluntschli, Leiter einer Tabaks-
pflanzung in Dell (Sumatra), in der Astrolabe-Bucht ein, um auf Wunsch der Neu-Guinea-
Kompagnie Untersuchungen darüber anzustellen, ob und welche Teile im Kaiser Wilhelms-Land
für den Tabaksbau geeignet erschienen. Besucht wurde das Bergland hinter der Astrolabe-Bucht
bis zu einer Höhe von 1300 Fuss, ferner der Grossfürst Alexis-Hafen und andere Küstenteile,
zum Teil unter Führung und in Gesellschaft des Missionars W.
scheidt Auf der Rückreise
nach Surabaja, die
BluntsCHLI auf dem Dampfer „Ottihequot;, Kapt. H. Sechstroh, von
Finsch-Hafen aus antrat, gelangte er am 14- März nach Hatzfeldt-Hafen, am 15- nach dem
Kaiserin Augusta-Fluss. Nachdem die Fahrt am 16. bis morgens 10 Uhr fortgesetzt worden
war, wurde gelandet, um eine Untersuchung des Bodens vorzunehmen. Mittags ging es wieder
stromab und konnte abends noch das offene Meer erreicht werden

Gründung der Station Erima 1890.

Im März 1890 wurde zwischen Stephansort und der Gorima-Spitze, am Westufer der
Astrolabe-Bai, von der Neu-Guinea-Kompagnie eine neue Station angelegt, und zwar sollte
zunächst eine unter der Leitung von KoCH stehende Fläche von 30 ha. als Tabakspflanzung
in Kultur gebracht werden

Gründung der Station Herhertshöhe 1890.

Die im Oktober 1887 gegründete Station auf der Insel Kerawara in der Neu-Lauenburg-
Gruppe (s. oben p. 458) hatte sich wegen ihrer geringen Grösse und ungenügender Ergiebigkeit
für Kulturarbeiten nicht bewährt. Die Neu-Guinea-Kompagnie erwarb daher bereits im Jahre
1889 ein an die Ralum-Pflanzung an der Blanche-Bai angrenzendes Gebiet von 600—700 ha.
und beabsichtigte mit der Verlegung von Kerawara im Januar 1890 einen Anfang zu machen.
Im Mai war das Haus des Stationsvorstehers überführt und damit die alte Station geräumt
worden. Im Juh erfolgte auch die Übersiedelung des kaiserlichen Gerichtes nach der neuen
Station, die zu Ehren des älte.sten Sohnes von
bismarck den Namen Herbertshöhe erhielt

Winter 1890.

Im März 1890 machte der Beamte WiNTER in Begleitung von L. KÄRNBACH auf der
„Ottihequot; eine Fahrt nach der Nordküste des Huon-Golfs, wo es ihm gelang auf der
Küstenstrecke zwischen Kap Gerhards und Kap Arkona 49 Eingeborene als Arbeiter
anzuwerben.

1)nbsp;Deutsche Kolonialzeitung. N. F. III. Berlin 1890, p. 161—-162, 242.

2)nbsp;Aus Kaiser Wilhelms-Land. Kölnische Zeitung, Samstag 16. August 1890, i. Morgen-Ausg. (Auszug: Koloniales
Jahrbuch. III. 1890. Berlin 1891, p. 257—259).

3)nbsp;Nachr. K.W.L. VL 1890, p. 72—73, 87., s. über diese Station ferner VII. 1891, p. 10—12, VIIL 1892, p.
31, 36., X. 1894, p. 29—30. 1895 wurde sie mit Stephansort als Nebenstation vereinigt. (Nachr. K.W.L. 1896, p. 14).

4)nbsp;Nachr. K.W.L. VI. 1890, p. 16—17, 74—75. — Im Jahre 1905 wurde die Verwaltung nach Simpson-Hafen
[Rabaul] verlegt. (Deutsches Kolonialblatt. XVH. 1906, p. 62).

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Wichtiger war die Fahrt, die er im Mai zu dem nämhchen Zweck von Finsch-Hafen
aus auf der „Ysabelquot;, Kapt. O.
Schneider, antrat. Zunächst wurden in der Nähe von
Blücher-Huk die Dörfer Ago und Komoka, zwischen Hardenberg-Huk und dem Kap King
William die Dörfer Kuam-Kuam und Sialum abgesucht. Hierauf dampfte das Schifif nach den
im Süden der Rook-Insel liegenden Siasi- [Lage-] Inseln, von denen Malawaja und Tu, deren
Lage aber nach
Schneider auf den Karten nicht richtig angegeben war besucht wurde.
Ferner erfolgte das Einlaufen in den Marien-Hafen, an dem sich aber keine Eingeborene sehen
liessen, worauf
winter eine Bootfahrt den Simbana- [Marien-] Fluss aufwärts unternahm und
nach Zurücklegung von 3 Seem. das Dorf Simbana erreichte. Nachdem er noch eine Seemeile
weiter stromaufwärts gerudert war, kehrte er an den Strand zurück, um noch das in der Nähe
liegende Bergdorf Gora aufzusuchen.

Hierauf verliess die „Ysabelquot; die Rook-Insel und dampfte nach dem an der Westküste
von Neu-Pommern liegenden Dorfe Sag-Sag, in dessen Nähe
hunstein und von BelOW 1888
ihren Tod gefunden hatten (s. oben p. 475) und weiter nach Tawale. Auf der Rückfahrt
gelangte des Schifif in die Nähe der Ritter-Insel, von deren Kegel, infolge der Katastrophe
des 13. März 1888, nichts weiter übrig gebheben war als eine halbkreisförmige, nach beiden
Seiten steil abfallende Mauer von 80—100 m. Höhe. An der ganzen Ostküste der Rook-Insel
waren Siedelungen nicht zu entdecken, da die früheren der Flutwelle zum Opfer gefaUen waren.
Nach Besuch des an der Nordwestspitze hegenden Luther-Hafens, der ebenfalls ganz verlassen
war, ging es nach dem Ausgangspunkte der Reise zurück.

Endlich wurde der Huon-Golf im August nochmals auf der „Ottihequot; besucht. Nachdem
in dem grossen Bukaua-Dorf, das in einer Bucht am Kap Arkona lag, gelandet worden war,
entdeckte
WiNTER 8—9 Seemeilen westlich davon den grossen Fluss Bu Hem (nicht Bufo),
auf dem er eine Bootfahrt 2 km. stromaufwärts unternahm. Hierauf erfolgte ein Besuch der
zwischen dem Bu Su [iVdler-Fluss] und dem Burgberg liegenden Landschaft Lagamu, dem sich
ein solcher der Landschaft Kelo, zwischen der Schneider-Spitze und dem Samoa-Hafen,
anschloss. Nachdem auch der Herzog-See befahren worden war, dehnte die „Ottiliequot; ihre Fahrt
noch bis zur Bayern-Bucht aus und kehrte alsdann nach Finsch-Hafen zurück. Hieran schloss
sich noch eine kurze Fahrt, die sich auf die Umgebung des Kaps King Wilham und auf die
Küste bis zur Dorf-Insel [Teliata] beschränkte, an
WiNTER erhielt 1891 seine Entlassung^).

Korv. Kapt. Herbing und Kapt. z. See M. Plüddemann 1890.

Die Kreuzerkorvette „Sophiequot;, Korv. Kapt. Herbing, war aus Port Jackson am 25.
Januar 1890 ausgelaufen und am 7. Februar auf der Reede von Matupi angekommen. Sie
setzte am 13. ihre Reise nach Finsch-Hafen fort, wo sie am folgenden Tage eintraf. Auf
Requisition des kaiserlichen Kommissars dampfte sie am Abend des 16. weiter nach Hatzfeldt-
Hafen. Nach einem vom 18.—19. währenden Aufenthalt fuhr die Korvette nach dem
Bismarck-Archipel zurück und ging, nachdem im Mioko-Hafen geankert worden war, weiter
nach der Steffen-Strasse zu einem Besuch der Handelsstation auf der Insel Nusa und von
Tub-Tub an der Neu-Mecklenburg-Küste, wo 1889 der Händler
Bradley ermordet worden war.

1)nbsp;Bemerkungen über einige Inseln und Untiefen im Bismarck-Archipel. Ann. der Hydrographie XIX. 1891, p. 45.

2)nbsp;Nachr. K. W. L. VL 1890, p. 81—85.

3)nbsp;Nachr. K. W. L. VIL 1891, p. 4.

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Auf der Weiterfahrt wurde noch in der Meerenge zwischen der Visscher-Insel und Korumbo
(Gardner-Inseln) bei dem Dorfe Kotum gestoppt \').

Am 14. Juni traf das Schiff von China kommend in Singapore ein und wurde hier mit
der Kreuzerfregatte „Leipzigquot;, Kapt. z. See
Max Plüddemann, zu einem unter dem Befehl
des Kontreadmirals
Valois stehenden Kreuzergeschwader formirt, das am 21. Juh aushef.
Über Makassar und Amboina ging es am 15. August durch die Sagewin-Strasse. Am 18. wurde
Kap D\'Urvihe passirt und am 22. Finsch-Hafen erreicht, in dem der Aufenthalt bis zum 3.
September währte, worauf die Ankunft in Sydney am 16. erfolgte 2).

Korv. Kapt. von Prittwitz und Gaffron 1890.

Die unter dem Befehl des Korv. Kapt. von Prittwitz und Gaffron stehende
Kreuzerkorvette „Alexandrinequot; traf am 26. Juli auf der Reede von Matupi ein und setzte
nach einem Besuch der neuen Station Herbertshöhe ihre Fahrt nach Finsch-Hafen fort, wo
sie vom 2. bis 4. August liegen bheb. Mit dem kaiserhchen Kommissar
RoSE an Bord ging
sie nach dem Bismarck-Archipel zurück und landete am 13. Pohzeisoldaten auf Nissan [Grüne
Inseln]. Da der Händler
Kerakoose mit Frau und Kind von den Eingeborenen ermordet
worden war, wurde das Dorf nebst den Anpflanzungen zur Strafe zerstört. Nach der Rückkehr
nach Finsch-Hafen dampfte das Schifif weiter nach Sydney^). Der kaiserliche Kanzler G.
Schmiele,
der bei dieser Gelegenheit auch die Nachbargruppe Pinepil besuchte, blieb hier noch bis zum
5. September^).

O. Schneider 1890.

Gelegenthch einer Fahrt des Dampfers „Ysabelquot; von Finsch-Hafen nach den Franzö-
sischen [Witu-] Inseln entdeckte Kapt. O.
schneider ein unter etwa 4° 33^12^; 148° 36\'E.
hegendes Riff, auf dem eine Sandbank lag; es erhielt den Namen Ottihen-RififEr erkannte
ferner die Identität der Gipps-Insel von J. F.
king mit der Nord-Insel von D\'entrecasteaux
(s. oben p. 56) und nannte die an ihrer Westseite liegenden felderartigen Rifife Hero-Felder.
Ferner gelang es ihm an der Südküste von Neu-Hannover einen guten Ankerplatz — den
Weiber-Hafen — ausfindig zu machen. Den an seinem Eingange sich erhebenden Berg nannte
er Bloxberg [sie !] \').

1)nbsp;Beobachtungen S. M. S. „Sophiequot; im Bismarcli-Archipel und an der Küste von Kaiser Wilhelms-Land. Ann.
der Hydrographie. XVIII. 1890, p. 337-—340, auch Deutsches Kolonialblatt. I. 1890, p. 334—336.

2)nbsp;Ann. d. Hydrographie. XVIII. 1890, p. 521—522. — Nachr. K.W.L. VL 1890, p. 65—66. — Aus dem
Reiseberichte S. M. Kr. Freg. „Leipzigquot;. Ann. der Hydrographie. XIX. 1891, p. 72—74.

3)nbsp;Nachr. K. W.L. VL 1890, p. 65—66.

4)nbsp;G. Schmiele. Aus dem Schutzgebiete der Neu-Guinea-Kompagnie. Die Insel Nissan. Mittlg. von Forschungs-
reisenden aus den Deutschen Schutzgebieten IV. Berlin 1891, p. 100—112. — Bemerkungen zur Kartenskisse des Atolls
Nissan. Ibid. p. 65—66 m. Taf. IV. — Das Atoll setzt sich aus den fast einen geschlossenen Kreis bildenden Inseln
Nissan, Basahun und Sirot zusammen. Ausserdem erhebt sich inmitten der Lagune noch die kleine Insel Han.

5)nbsp;Bemerkungen über einige Inseln und Untiefen im Bismarck-Archipel. Annalen der Hydrogr. XIX. 1891, p. 45,
auch Nachr. f. Seefahrer. XXL 1890, N°. 2657., Nautieal Magazine. LX. 1891, p. 89., Deutsches Kolonialblatt. 1. 1890,
p. 272. — Hydrographisches aus dem Neu-Guinea-Schutzgebiet. Ann. d. Hydrogr. XIX. 1891, p. 475.

6)nbsp;Damit war w^ohl der Metawoi-Hafen gemeint.

7)nbsp;Es dürfte das der Bali Lasän sein.

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Gründung der Missionsstation auf der Dampier-Insel [Krakar] 1890.

Da die Malaria in der Station, die die Rheinische Missions-Gesellschaft auf der Insel Siär
unweit des Friedrich Wilhelms-Hafens errichtet hatte, sehr häufig auftrat, sahen die Missionare
sich nach einem geeigneteren Orte um. Ihre Blicke fielen auf die Dampier- und die Rich-Insel.

Die erste Rekognoszirungsfahrt, die aber missglückte, traten die Missionare G. BERG-
mann, G. Kunze, Fr. Eich
und Chr. Fr. Bosch in einem Boot am 13. Januar 1890 an. Sie
waren der Rich-Insel [Bagabäg] bereits ziemlich nahe gekommen, als sich ein Unwetter erhob
und sie während der Nacht nach dem Festlande abtrieb, worauf sie am folgenden Tage nach
Siar zurückkehrten \').

Am 2. Juh wiederholten kunze, bösch und J. Fr. Klaus diese Fahrt. Sie landeten
an der Südostküste der Dampier-Insel und beschlossen bei dem Dorfe Kulobob eine Station
anzulegen, trotz mannigfacher Bedenken Das Eiland sohte sich in der Tat für seine neuen
Bewohner zu einem Lande der Tränen und der Trübsal gestalten.

Kurz darauf vermittelte ein Dampfer der Neu-Guinea-Kompagnie die Überführung der
erwähnten Missionare samt ihrem Hausrat, und wenige Tage nach der ziemlich schwierigen
Landung konnte ein auf einem 150—180 Fuss hohen Hügel hegendes Grundstück erworben
werden. Der erste Besucher, der sich einstellte, war
Leo Frobenius der am ix. Juh in
Bogadjim eingetroffen war und mit dem Dampfer, der Bauhölzer gebracht hatte, nach seiner
Station zurückkehrte. Das erste Opfer, welches die neue Station forderte, war der junge
Missionar JOH.
Friedr. Klaus, der am 27. September hingerafft wurde.

Ende Dezember war KUNZE mit BÖSCH nach Siär und Bogadjim gesegelt. Als er am
4. Januar 1891 allein die Rückfahrt antrat, wurde er am 9. nach der Rich-Insel verschlagen,
wo er einige Tage bheb, um ruhigeres Wetter abzuwarten. Nach seinen Mitteilungen verteilt sich
die dortige Bevölkerung auf
6—8 Dörfer, die auf den Bergen liegen Anfang Februar fuhr KuNZE
von der Dampier-Insel nach Siär und bald darauf nach Bogadjim, wo er am i. März heiratete
Am 7. Mai beförderte ihn die „Ysabelquot; nach seiner Station zurück, nahm dagegen
SCHEIDT
mit, der mit dem an Bord befindlichen BÖSCH nach der Frankhn-Bai weiterfuhr«).

1)nbsp;Berichte der Rhein. Miss. Gesellschaft. Barmen 1890, p. 148—151.

2)nbsp;Berichte der Rhein. Miss. Gesellsch. 1891, p. 28, 46—54.

3)nbsp;Ausgedehnte Fahrten scheint Frobenius, der 1890—96 und 1898—1900 Missionsarzt war, nicht unternommen
zu haben. Dagegen hat er eine Reihe von ethnologischen und ethnographischen Arbeiten verfasst, von denen hervorge-
hoben zu werden verdienen: Oceanische Masken. Internat. Archiv, f. Ethnographie. X. Leiden
1897, p. 69—70, 206—209.,
XL 189S, p. 82—85, 130 — 132., 162—164. — Bedeutung, Umfang und Behandlung der Maskenkunde. Verhandig. Ver-
sammlung Deutscher Naturf. und Ärzte.
1896. IL l. Leipzig 1896 p. T33—141. —Die Weltanschauung der Naturvölker.
Weimar
1898. — Die Kulturformen Ozeaniens. Petermanns Mittlg. XLVI. 1900, p. 204—115, 234—238, 262—271. —
Die Schilder der Ozeanien Naturw. Wochenschrift XV. Berlin 1900, p. 49—S5i 61—67. — Die ozeanischen Bogen. Ibid.
p. 457.
—.464, 472—475. — Die Mathematik der Oceanier. Ibid.

4)nbsp;Aus Deutsch-Neu-Guinea. Deutsche Kolonialzeitg. VIII. 1891, p. 50—51. — Nachrichten von Missionar Kunze.
Berichte der Rhein. Miss. Gesellsch.
1891, p. 339—341. — Krakar oder Dampier-Insel. Petermanns Mittlg, XLII. 1896,
p. 193—195.

5)nbsp;G. Kunze. Im Dienste des Kreuzes auf ungebahnten Pfaden. I. 2. Aufl. Barmen 1901, p. 6--78., II, p. i.

6)nbsp;Die weiteren Schicksale der Staüon sind mit wenigen Worten erzählt. 1892 kam der Missionar J. Aug. Pilkuhn
nach Krakar (Berichte Rhein. Miss. Ges. 1893, p. 68—71), starb aber ebenso wie die Gattin von Kunze (24. April) noch
in demselben Jahre
(15. November). Kunze musste Krankheit halber 1894 nach Deutschland reisen. Der 1893 ausgesandte
Missionar
BarKEMEYER verschied im Juni 1895 (Ber. Rhein. Miss. Ges. 1895, p. 313—316). Der allein übriggebliebene
Missionar
Ad. Dassel verliess die Insel infolge der sich wiederholenden vulkanischen Ausbrüche (seit 17. Juni 1895) und
damit wurde die Station endgültig aufgegeben. (Berichte Rhein. Miss. Ges.
1896, p. 49—52).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;65

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Carl Lauterbaeh 1890—91.

Der Botaniker Carl Lauterbach hat Neu-Guinea dreimal besucht und sich um die
Kenntnis der Flora der deutschen Schutzgebiete, insbesondere von Kaiser Wilhelms-Land, sehr
verdient gemacht. Seine erste Reise trat er im Jahre 1890 an \'). Er war im April nach Kaiser
Wilhelms-Land gekommen in der Absicht den Kaiserin Augusta-Fluss zu befahren und, wenn
möglich, bis zu seinen Quellen vorzudringen. Da die beiden Dampfer der Neu-Guinea-Kompagnie

diensthch zu stark in Anspruch genommen waren, um längere Zeit entbehrt werden zu können
und auch Träger nicht in genügender Zahl zu beschaffen waren, musste dieser Plan aufgegeben
werden. Zunächst besuchte
Lauterbach, wie sich nach den Datumangaben in seinem Her-
barium feststehen lässt, die folgenden Lokalitäten: r. Mai Finsch-Hafen 3. Mai Butauèng
am Bu Bui Hierauf dampfte er nach der Blanche-Bai. Am 14. Mai war er auf der Insel
Kerawara von dem nämlichen Tage bis 21. Mai hielt er sich in Ralum an der Blanche-Bai
auf 5). Am 25. sammelte er am Kap Gazelle [Birara-Spitze] Am 28. befand er sich an den
Abhängen des Vulkanes Mutter, am 29. besuchte er den Vulkan Kaije, am 3. Junj bestieg
er nochmals die Mutter \'). Bald darauf muss er nach der Insel Nusa abgegangen sein, wo wir
ihn am
II. antreffen®). Am i. Juh und den folgenden Tagen finden wir ihn wieder sammelnd
in der Umgebung von Finsch-Hafen«). Alsdann unternahm er eine Besteigung des Sattelberges,
auf dem er sich vom 22.-27. Juh aufhielt In den ersten Tagen des August unternahm
er eine Fahrt nach dem Huon-Golf (2. Kap Arkona, 3. Bu Su [Adler-Fluss] und Lagune
Lugaumu im Markham-Delta, 5. Samoa-Hafen) quot;). Am 26. und 27. befand er sich zu Bonga
am Stationskap bei Finsch-Hafen am 28. auf den Tami-Inseln Im September und Anfang
Oktober hielt er sich noch in Finsch-Hafen auf\'^), um darauf wieder die Astrolabe-Bucht
aufzusuchen, wo er am 11. Oktober in Konstantin-Hafen eintraf

Er fasste nunmehr d en Entschluss eine eingehende Untersuchung de.s gegenüber der
Insel Bili-Bili mündenden Gogol vorzunehmen und trat in Begleitung von
Ludwig KäRNBACH
am 15. die Fahrt dorthin auf einer Dampf barkasse an. Als er in dem unweit der Gogol-
Mündung liegenden Maraga, dem Wohnsitz von
Ludwig Kindt eintraf, teilte ihm dieser
mit, dass er den Gogol 9 km. weit stromaufwärts befahren und auch einen \'grösseren Neben-
fluss, den Ehsabeth-Fluss, entdeckt habe
\'5). Als Lauterbach am nächsten Tage in die Mündung

1)nbsp;Im August und September 1889 hatte er Neu-Seeland, im Oktober Victoria, im November Neu-Süd-Wales
besucht. Am 3. Januar 1890 berührte er die Thursday-Insel auf der Fahrt von Australien nach Java, wo er bis zum
März blieb. (Englers Botanische Jahrbücher. XVIIL Beibl. N°. 44. Leipzig 1894, P- 22—40).

2)nbsp;Karl Schumann und Karl Lauterbach. Die Flora der Deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig igoi
p. 105, 113 passim.nbsp;»
î

3)nbsp;Ibid. p. 129, 134, 138, 143, 149, 151 et passim.

4)nbsp;Ibid. p. 150.

5)nbsp;Ibid. p. 43, 52, 63, loi, 112, u6, 118, 128, 133, 134, 150 et passim.

6)nbsp;Ibid. p. 38, 39, 46, 52, 55, 83, 100 et passim.

7)nbsp;Ibid. p. 146.

8)nbsp;Ibid. p. 80, 135, 145.

9)nbsp;Ibid. p. 13, 34, 103, 140 et passim.

10)nbsp;Ibid. p. 7, S, n, 12, 30, 41, 45-47, 49, 5i, 52, 59, 7h 72, 77, 79, 88—91, 93, 95,....

11)nbsp;Ibid. p. 2, 3, 9, 10, 13,. 17, 18, 21, 31, 32, III, 122, 126, 132, 141—144, 150,....

12)nbsp;Ibid. p. 48, 54, 116, 125, 126 et passim.

13)nbsp;Ibid. p. 14, 15, 23.nbsp;14) Ibid. p. 14;, 112.

15) Nach der Gattin von L. Kindt. Der einheimische Name lautet Nuru.

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einlief, musste er sich davon überzeugen, dass er mit der Barkasse nicht befahrbar war und
daher die Expedition nur auf dem Landwege unternommen werden könne. Am 26. Oktober
wurden alle Teilnehmer, einschliesslich der 40 Träger, auf einem Segelboot und der Barkasse
nach der Gogol-Mündung befördert. Nachmittags konnte noch in dieselbe eingelaufen und am
Morgen des 27. km. aufwärts gerudert werden, worauf ein Lager errichtet wurde \').

Erst am 6. November konnte der Aufbruch nach dem Innern angetreten werden, das
Vordringen wurde aber durch das Unterholz dermassen erschwert, dass täglich nur 5 km. im
Durchschnitt zurückgelegt werden konnten. Am 8. erreichte die Expedition das linke Ufer
des Elisabeth-Flusses, sah sich aber infolge des Überfalles eines Lagers genötigt umzukehren.
Erst am 15. konnte der Marsch wieder fortgesetzt werden und wurde an diesem Tage das
Gepäck über den Elisabeth-Fluss geschaift, worauf es längs des Gogol weiterging. Am 17.
erfolgte die Ankunft in dem aus 4 Häusern bestehenden Dorfe Jeri, am 18. in dem Dorfe
Ajuru (20 Häuser), während das Dorf So am Abhänge eines Höhenzuges bemerkt wurde.
Nachdem man den 20. zu einem Ruhetage gemacht hatte, traf man am folgenden Tage einen
Teich, an dem ein aus 8 Hütten bestehendes Dorf lag Am 22. konnten 7 km. zurückgelegt
werden, und am 23. gelangte die Expedition an einen linken Nebenfluss des Gogol, Gui
genannt. Am 24. war abermals Rasttag. Am 25. tat sich auf dem Weitermarsch ein Gebirgs-
panorama in N W. auf. Es zeigte sich in einer Entfernung von 7 km. aufs neue ein wiederholt
bemerkter, 400—500 m. hoher, WNW—ESE. streichender Bergzug, der von einem etwa
1000 m. hohen Bergkegel gekrönt wurde. Am 26. sah
Lauterbach sich gezwungen den
Weitermarsch einzustellen, da starke, immer wiederkehrende Fieberanfälle ihn völlig entkräftet
hatten.
Kärnbach, der ebenfalls sehr leidend war, versuchte am 29. noch mit einem Teil der
Leute weiter vorzudringen, doch kehrte er bereits am Nachmittage im völhg erschöpften
Zustande zurück. Am i. Dezember trat die Expedition den Rückmarsch an und traf am 4.
Avieder in dem Lager an der Mündung des Gogol ein. Im ganzen war eine Strecke 70 km.
zurückgelegt worden. Am 9. wurde die Überfahrt nach dem Konstantin-Hafen vollzogen und
Ende Januar 1891 dampfte
lauterbach wieder von Neu-Guinea ab

Bruno und Hubert G-eisler 1890—91.

Die Gebrüder Geisler, welche sich mit dem Sammeln von Naturalien beschäftigten,
verliessen im Juni 1887 Europa und gelangten, nach längerem Aufenthalt auf Ceylon und
Java, im Juli 1890 nach Finsch-Hafen. Von Ende Juli bis Ende September bereisten sie das
im N. und N W. hegende Gebiet, indem sie von dem Küstendorf Busum aus in westlicher
Richtung nach Jakema und Fasahei vordrangen und weiter in SSE. nach Lolebü sowie in
SW. nach dem an den Quellen des Bu Mi liegenden Sapareko gelangten. In dem Flussbett
wurde der Rückmarsch nach Finsch-Hafen angetreten.

1)nbsp;C. Lauterbach. Eine Expediüon zur Erforschung des Hinterlandes der Astrolabe-Bai. Nachr. über Kaiser
Wilhelms-Land. VII.
1891, p. 31—62.

2)nbsp;Der nicht unbedeutende Nebenfluss Kokhun in der Nähe von Ajuru scheint von Lauterbach nicht bemerkt
worden zu sein.

3)nbsp;V. F. Brotherus. Musci novi papuanae. Botanisehe Jahrbücher von A. Engler. XVII. Leipzig 1893, p. 476—481. —■
A. Engler. Beiträge zur Kenntnis der Araceae. Botan. Jahrb. von A. Engler. XXV. 1898, p. 2, 3, 4, 5, 7, 9, 10, 12,
18, 19, 22, 23, 28.

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Einen zweiten Ausflug traten die beiden Brüder am 29. September in einem Segelkanu
nach der Nordküste des Huon-Golfs an, bei welcher Gelegenheit fast sämtliche Dörfer bis
Oligedu besucht wurden. Nach der Rückkehr am 7. November erfolgte die Übersiedelung von
Finsch-Hafen nach Stephansort an der Astrolabe-Bai. Die im Süden sich erhebenden Berge
waren das nächste Ziel. Nachdem mittags das Dorf Jaua passirt worden war, erreichten sie
das auf der ersten Bergkuppe liegende Baua, das während der nächsten Tage als Aufenthaltsort
diente. Auf dem Weitermarsch ging es nach sehr steilem Anstieg nach dem etwa 600 m. hoch
hegenden Dorf Jebbe (hes Jebe). Infolge der wenig befriedigenden Ausbeute kehrten die beiden
Geisler nach der Astrolabe-Bai zurück und nahmen an einer 12 tägigen Fahrt des Stations-
vorstehers nach dem Grossfürst Alexis-Hafen teil, worauf sie über Finsch-Hafen, dessen Station
zu jener Zeit gerade aufgehoben wurde (also März 1891), nach Herbertshöhe dampften. Ihre
Jagdzüge, auf denen sie im März und April von Kinigunan an der Blanche-Bai aus weit bis
ins Innere der Gazelle-Halbinsel eindrangen, müssten bald eingestellt werden. B.
Geisler
sagt: „Man setzte unseren Untersuchungen von Beginn an in jeder Beziehung und, wie
begreiflich, mit Erfolg Widerstand entgegenquot;.

Im April nach Finsch-Hafen zurückgekehrt, trennten sich zunächst die Brüder. Während
Hubert nach Böum (nicht Bom) am Festungs-Kap ging und später an dem in die Langemak-
Bucht mündenden Bu Bui sammelte, segelte
Bruno im Mai mit 2 Eingeborenen nach dem
Huon-Golf, in welchem er bis zum Kap Arkona [Gundu] vordrang. Der Versuch ins Innere
vorzudringen scheiterte an der Weigerung der Küstenbewohner ihn zu begleiten. Nach der
im Juli erfolgten Rückkehr nach Finsch-Hafen, fuhren beide Brüder gemeinsam nach dem
Huon-Golf und blieben zunächst mehrere Tage im Mündungsgebiet des Adler-Flusses [Bu Su].
Im August waren sie wieder in Finsch-Hafen und verlegten ihr Jagdgebiet nach der Umgebung
von Butaueng und nach dem Gebiet des Bu Bui.
Hubert, der sich der Neu-Guinea-Kompagnie
als Pflanzer verdingt hatte, siedelte alsbald nach der Gazelle-Halbinsel über

Carl Wahnes 1890—1906.

Der am 11. März 1910 in hohem Alter verstorbene Insektensammler CaRL Wahnes
traf 1890 in Finsch-Hafen ein wo er in der nächsten und weiteren Umgebung (Butaueng
und Simbang) im Auftrage von
wole von schömberg in Naumburg a/S. tätig war Nach

1)nbsp;A. B. Meyer. Neuer Beitrag zur Kenntniss der Vogelfauna von Kaiser Wilhelmsland, besonders vom Huongolfe.
Abhandig. und Berichte K. Zoolog, und Anthrop. Ethnogr. Museum. Dresden
1892/3. Berlin 1894, N°.3 p. 1—3. Taf. I. — A. B.
Meyer. Beitrag zur Kenntniss der Vogelfauna von Kaiser Wilhelms-Land. Journal für Ornithologil XXXX. Leipzig 1892,
p. 254—256. — A. B. Meyer. Goura beccarii huonensis n. subsp. Ornithologische Monatshefte. i. Berlin 1893, P-65—67.

2)nbsp;Er lebte dort noch 1899. (Deutsches Kolonialblau. X. 1899, p. 809—811).

3)nbsp;B. Hagen. Unter den Papuas. Wiesbaden 1899, p. 141. — Verzeichniss der in den Jahren 1893—1895
gesammelten Tagesschmetterlinge. Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde. l. Wiesbaden 1897, p. 27—28.

4)nbsp;Arnold Pagenstecher. Über Schmetterlinge aus dem Schutzgebiet der Neu-Guinea-Compagnie. Jahrbücher des
Nassauischen Vereins f. Naturk. XLVIL Wiesbaden
1894, p. 63.

Über seme Aufsammlungen finden sich noch folgende Beschreibungen: F. Förster. Odonaten aus Neu-Guinea.
Termeszetrajzi Füzetek. XXI. Budapest
1898, p. 81—108. — Hugh Fulton. Descriptions of new Species of Helicoids
from German New Guinea and New Mecklenburg (New Ireland). Ann. and Mag. Nat. Hist.
(7) IX. 1902, p. 315—318.—
H. Fruhstorfer. Ein hervorragender neuer Tagfalter aus Kaiser Wilhelmsland. Entomolog. Nachrichten. XIX. Berlin
1893, P- 317—319- — J-
röber. Zwei neue Papilioniden aus Deutsch-Neuguinea. Entomolog. Nachr. XXII. 1896, p. 289,
292.
— K. M. EIeller. Sechs neue Käfer aus Deutsch Neu-Guinea. Deutsche Entomolog. Zeitschr. Berlin 1903, p.
305
314- K- M. Heller. Zehn neue Käfer aus Neu-Guinea. Ibid. 1905, p. 65—76. ■— Ernest A. Austen. A new
species of the Dipterous genus
AcMas. Novitates Zoologicae. XVIL 1910, p. 461. — O. Boettger. Reptilien und Batrachier
von Deutsch-Neu-Guinea. Abh. u. Ber. K. Zoolog. u. Anthrop. Ethnogr. Mus. Dresden.
1896—97, N°. 7.

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Aufhebung der Station, im Frühjahr 1891, siedelte er nach der Astrolabe-Bai über, wo er
besonders in der Umgegend von Konstantin-Hafen und Stephansort sammelte. Später hat er
auch längere Zeit auf dem Sattelberg zugebracht. Als er 1893 nach Herbertshöhe kam, trat
er von dort aus am 16. August mit
Carl Ribbe eine Fahrt nach dem Salomo-Inseln an
1894 finden wir ihn wieder auf Neu-Pommern, von wo aus er auch Neu-Mecklenburg auf-
suchte Gegen Ende der 90geiquot; Jahre des vorigen Jahrhunderts erwählte er aufs neue
Stephansort und Bongu zum Schauplatz seiner Tätigkeit, wo P.
schnee seine Mitteilungen
über die Eingeborenen niedergeschrieben hat Zuletzt trifft man ihn im März 1906 auf dem
Sattelberg an

Kaiser Wilhelms-Land Plantagen-Gesellschaft 1890—91.

Am 13. November 1890 konstituirte sich in Hamburg mit einem Kapital von 500 000
Mark die
Kaiser Wilhelms-Land Plantagen-Gesellschaft. Der zum Leiter der Pflan-
zungen ernannte
ludv^ig kindt war bereits im Juni abgereist, hatte auf Ceylon Kakaosäm-
linge erworben und traf am 10. September in Stephansort ein. Von hier aus unternahm er
einen 14 tägigen Ausflug nach den
Astrolabe-Bergen, in denen „grossartiges Landquot; für die
Anlage einer Kakaoanpflanzung gefunden wurde
kindt liess sich jedoch nicht dort, sondern
bei Maraga unweit der Gorima-Spitze nieder und machte in dessen Hinterlande den Anfang mit
einer Plantage Das Ergebnis war aber nicht günstig, da die Saatbohnen den Transport von
Ceylon nur zu einem geringen Teile überstanden hatten. Im Juh 1891 wurde die Pflanzung
von Bewohnern der Nachbardörfer überfahen, wobei 8 Arbeiter ihr Leben einbüssten. Da
Kindt
sich wiederholt Misshandlungen von Eingeborenen und Malaien hatte zuschulden kommen
lassen\'), untersagte der kaiserliche Kommissar die weitere Überlassung von Arbeitern. Die Folge
davon war, dass
Kindt entlassen wurde und die Gesellschaft ihre Auflösung beschloss. Die
Aktionäre erhielten dafür eine Beteiligung an der Astrolabe-Kompagnie zugesichert®).

1)nbsp;C. Riebe. Einige noch nicht bekannte Raupen und Puppen. .. Iris. Deutsche Entomolog. Zeitschr. VIIL
Dresden
1895, p. 105. — Beiträge zur Lepidopteren-Fauna des Bismarck- und Salomon-Archipels. Ibid. XI. 1898,. p. 43.

2)nbsp;Arnold Pagenstecher. Die Lepidopteren-Fauna des Bismarck-Archipels. I. Zoologica, herausg. von C. Chun.
XI.
Stuttgart 1899. Heft 27, p. 6.

3)nbsp;Einiges über Sitten und Gebräuche der Eingeborenen Neu-Guineas. Zeitschr. f. Ethnologie. XXXII. Berlin
1900, p. (413)—(416). Diese Mitteilungen sind von Schnee aus dem Munde von W., den er. Vahness nennt, 1897 auf
Neu-Guinea aufgezeichnet worden.

4)nbsp;Walter Rothschild. Catalogue of the Arctianae. Novitates Zoologicae. XVII. Tring 1910, p. 146, 152. —
Ernst Hartert
. On the Eggs of the Paradiseidae. Ibid. p. 485, 488—490.

5)nbsp;Nachr. K. W. L. VL 1890, p. 76—77.

6)nbsp;Im Jahre 1892 wurde der Name dieser Pflanzung Gorima in Maraga ungetauft. (Deutsches Kolonialblatt. III.
Berlin
1892, p. 381).

7)nbsp;Nachr. K. W. L. VI. 1890, p. 40, 89. — Deutsches Kolonialblatt. I. Berlin 1890, p. 40—41.—-Kennzeichnend
ür diesen Mann ist die folgende Auslassung: „Oft wünschen auch betrübte Eltern ein missratenes Pflänzchen in tropischen

Boden zu versetzen ... Ich habe daher die Besserungsbedürftigen .. . stets auf Deutsch-Neu-Guinea verwiesen. Dort ist für
solche Leute eine ausgezeichnete Schulequot;. (Auswanderung deutscher Landwirthe nach Java. Beiträge zur Kolonialpolitik
und Kolonialwirtschaft. IV. Berlin
1903, p. 10). Es würde um die Kolonien ganz anders stehen, wenn nur sittlich hoch-
stehende Personen dort zugelassen würden. Wenn man wissen will, was ein Europäer wert ist, braucht man nur einen
Eingeborenen zu fragen. Der beobachtet ihn auf Schritt und Tritt — er hat ja die Zeit dazu ■— und kommt nur zu bald
hinter alle seine Schliche und Ränke. Wie kann man aber erwarten den Schwarzen auf eine höhere Stufe zu heben,
wenn ihm der Weisse, der ihm ein Vorbild sein soll, in einer abschreckenden Gestalt vorgeführt wird?

8)nbsp;Nachr. K. W. L. VIL 1891, p. 10, 11, 22.

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Mission vom Heiligen Herzon Jesu 1890.

Als Ersatz für die auf der Gazelle-Halbinsel auf Neu-Pommern stationirt gewesenen
Patres der
mission de Notre-Dame du sacré coeur entsandte das Missionshaus in
Salzburg im Jahre 1890 die Priester
Hermann Klien und Bernhard Bley nebst den
Laienbrüdern
coelestin KasSER und Jacob Winkler. Sie traten am 26. April die Ausreise
über Amsterdam an und trafen am 12. Juli in Finsch-Hafen ein, wo sie die Fahrt nach der
Blanche-Bai fortsetzten.

E. Weller 1890.

Die im Jahre 1888 auf der Mole-Insel (Purdy-Inseln) geförderten Phosphate (s. oben p. 478)
konnten endlich von der Bark „Esmeraldaquot; geladen werden, die am 17. September 1890 über
Australien nach Hamburg absegelte, wo sie am i. August 1891 eintraf Der Führer, Kapt.
R. Weller, war unterwegs gestorben.

Im Dezember 1890 wurden die Ausgrabungsarbeiten auf der Mole-Insel unter der
Leitung von
AUGUST RoCHOLL wieder aufgenommen. Ein schweres Unwetter zerstörte aber
am 14. sämtliche Gebäude -).

Ricardo Rhode ± 1890.

Es wird berichtet, dass RICARDO RHODE im Auftrage der Neu-Guinea-Kompagnie
mehrere Jahre lang auf Neu-Guinea und den Salomo-lnseln tätig war und Anfang 1891 nach
Berlin zurückkehrte Welcher Art seine Untersuchungen waren und an welchen Orten sie
vorgenommen wurden, darüber verlautet nichts.

Sir William Macgregor und G-eorge Belford 1890—91.

In der Absicht eine Regierungsstation am Unterlauf des St. Joseph-Flusses [Anga Bunga]
in der Landschaft Mekeo zu errichten und damit eine eingehendere Untersuchung zu ver-
binden, verliess Sir
william Macgregor Port Moresby am 14. November 1890 auf der
„Merrie Englandquot; und traf noch an demselben Tage auf der Yule-Insel ein. Nach Besuch
der zurzeit von A.
toublanc geleiteten Mission dampfte er am folgenden Tage weiter
und landete am i6. in Maiwa. Am 17. marschirte er mit seinen Begleitern nach Aipiana, wo
Frank E. Lawes und Robert Hunter zurückblieben, um das für die Stationsgebäude
erforderliche Terrain zu erwerben und diese selbst zu bauen
macgregor wanderte mit den
übrigen am 18. weiter nach Amo-Amo, kehrte aber, da von dort aus kein geeigneter Pfad
nach dem Yule-Berg vorhanden war, am 19. nach Aipiana zurück. Am 21. ging die für die
Besteigung des Yule-Berges [Kowio] bestimmte Expedition unter
george Beleord und dem
Prospektor
w. Nettle nebst Trägern, im ganzen 17 Mann, abermals nach Amo-Amo ab,
während
macgregor sich nach Rai-Rai begab. Am 22. erreichte er Ngawaüni und setzte
am folgenden Tage in NE. den Marsch nach dem Gipfel des bewaldeten Auonganga fort.

1)nbsp;Es geschah dies auf Wunsch der Regierung, die einen Ersatz durch deutsche Geistliche wünschte.

2)nbsp;Nachr. K.W.L. VII. 1891, p. 17.

3)nbsp;Verhandig. Gesellsch. f. Erdkunde. XVIIL Berlin 1891, p. 139—140.

4)nbsp;Die Gebäude wurden innerhalb 5 Tage fertiggestellt und darauf die Leitung dieser Mekeo-Station Charles
Kowali)
übertragen.

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Am 24. legte er 5 miles in NzW. zurück und übernachtete an einem Bach. Am nächsten
Tage war er einer nicht zu passirenden Schlucht wegen genötigt einen grossen Umweg zu
machen und konnte am 26. vier miles in einer mehr nördlichen Richtung zurücklegen. Am
27. ging es in N., aber etwas östlich, 2 miles weiter. Am 28. wurde ein steiler Rücken
erstiegen, von dem es nach einem 60—70 yards breiten Fluss abwärts ging\'), in dem
sich mächtige Blöcke von Tonschiefer und Quarzit fanden, während man bisher auf dem Wege
nur Konglomerate von vulkanischem Material angetroffen hatte. Da die Lebensmittel auf die
Neige gingen und auch von
Belford und den Seinen seit 4 Tagen nichts vernommen worden
war, sandte
Macgregor am 29. Eingeborene zurück, um Proviant zu holen sowie um der
Expedition als Führer zu dienen. Als alle endlich beisammen waren, trat
MacgreGor am r.
Dezember den Rückmarsch an. Am 4. besuchte er Ina Wi und erreichte noch an demselben
Tage Maiwa. Am 5. ging er nach einem Besuch von dem westlich von Kiwori liegenden Waikapu
nach der Yule-Insel ab, wo er übernachtete und alsdann nach Port Moresby zurückkehrte

Die Expedition unter Belford setzte am 2. Dezember den Marsch fort und gelang es
ihr am 24. den etwa 7500 feet hohen Gipfel des Yule-Berges an seinem südöstlichen Abhänge
zu erklettern. Leider ist die Beschreibung von
Belford ganz nichtssagend, was ihm als
samoanischen Mestizen nicht allzusehr verargt werden soll. Am 3. Januar 1891 erfolgte über
Amo-Amo die Ankunft auf der Mekeo-Station, wo der Aufenthalt bis zum 7. währte. Über
Maiwa traf die Expedition am 10. wieder in Port Moresby ein

Sir William Macgregor 1890—91.

Am 27. Dezember 1890 verliess MaCGREGOR Port Moresby auf der „Merrie Englandquot;,
erreichte abends Kerepunu, wo er zum Besuch der unter der Leitung von
Alb. Pearse
stehenden Missionsstation den 28. über blieb. Am 29. wurde auf der Weiterfahrt bei der
Toulon-Insel angelegt und am nächsten Tage Samarai erreicht. Am 31. ging es nach der
westlich davon und in der Nähe der Neu
-Guinea-Küste gelegenen Insel Kwato, wo der Rev.
F. W. Walker mit der Errichtung einer Missionsstation als Ersatz für das aufgelassene Suäu
beschäftigt war^). An dem nämlichen Tage wurde noch Logia [Heath-Insel] erreicht, wo
sämtliche Dörfer besucht wurden.

Am 3. Januar 1891 traf MACGREGOR in Begleitung des Chief Justice FRANCIS P.

1)nbsp;Dieser Fluss muss bereits zum Stromgebiet des Biaru gehören.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Mekeo [Upper St. Joseph] District. Ann. Report Brit. New Guinea

1890—91.nbsp;Brisbane 1892, p. 19—24.

3)nbsp;Despatch covering continuation Report of the Expedition to the Kovio Range, Mount Yule. Ibid. p. 34—42.—
Proceed. R. Geogr. Soc. N. S. XIII. 1891,
p. 229, 450—431. — F. voN Mueller. New Papuan Plants. Journal of Botany
XXXI. London 1891, p. 176—178. — Highland Plants of New Guinea. Gardener\'s Chronicle (3) IX. London 1891, p. 648.—
F.
Stephanl Hepaticarum species novae. Hedwigia. XXXIII. Dresden 1894, p. 134—155. — Zu bemerken wäre noch,
dass am 8. Dezember der Südwest-Abhang des Drew-Berges erstiegen wurde. Während die Expedition bis hierher nur
Tonschiefer und Quarzite bemerkt hatte, begannen nunmehr vulkanische Gesteine aufzutreten. Der Yule-Berg bestand
aus Andesit und anscheinend war auch die Kette, auf der er sich erhob vulkanischen Ursprungs. Zwischen dem
Tully-Pik und dem Drew-Berg wurden Schiefer mit Spuren von Gold gefunden.
(1. c. pag. 34, 36. — A. Gibb Maitland.
Note on some Geological Specimens collected in British New Guinea. Ann. Report Brit. New Guinea 1890—91, p. 92—93.,

1891—92,nbsp;p. 68).

4)nbsp;Kwato Island, the new centre of Missionary Operations in Eastern New Guinea. Chronicle London Miss. Soc.
1892,
p. 3538. Ursprünglich war die 1878 von Mac Farlane erworbene Insel Samarai dafür ins Auge gefasst worden
(s. oben p. 257), die man aber der Regierung überlassen hatte.

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Winter auf der Dufaure-Insel ein, aus Anlass eines an neil anderson an der Westspitze
der Orangerie-Bai in der Nähe der Insel Baibara begangenen Mordes. Wie
Macgregor
berichtet, zählte die Dufaure-Insel etwa 500 Einwohner und 77 Häuser, die sich auf 10
Dörfer verteilten, von denen er am 4. eine Anzahl besuchte. Nachdem am 5. in dem an der
Nordküste liegenden Isi Kokoiro Gerichtssitzung abgehalten worden war, trat
Macgregor am
folgenden Tage eine Bootfahrt nach Suabina an, das an der gegenüberhegenden Festlandsküste
lag, lief hierauf in den Muhens-Hafen [Päro] ein und übernachtete in dem Dorfe Weri-
Weri. Von hier aus begab er sich am 7. über Land nach dem in SW. am Nordufer der
Ellengowan-Bai liegenden Sila-Sila, das sich ein halbes Jahr zuvor eines Mordes schuldig
gemacht hatte und das er nunmehr zu überraschen gedachte. Er musste aber unverrichteter
Sache nach Weri-Weri zurückkehren, da die Bewohner sich inzwischen aus dem Staube
gemacht hatten. Am
8. trat Macgregor eine Bootfahrt längs der Küste in westlicher Rich-
tung an, durchfuhr darauf die Meerenge zwischen ihr und der Dufaure-Insel und gelangte
längs der Südküste bis zu der kleinen Insel Isidau, auf der sich eine Mis.sionsstation befand.
Es wurden bei dieser Gelegenheit auch den grösseren Ortschaften, wie Dahuni, Wabumari,
Nupaiwa, Kenara, Awaroro, Jau-Jau und Aru-Aru, Besuche abgestattet. Die Rückkehr nach
Samarai erfolgte am 12 \').

Am 17. Januar lief die „Merrie Englandquot; aufs neue aus, um zunächst Kurs nach der
Sud-Est-Insel [Tagula] zu setzen, wo am 19. über zwei Eingeborene, die einen Goldgräber
William Bakem ermordet hatten. Recht gesprochen werden sollte. Am 20. tjaf Macgregor
in der Bogoja-Bai auf Misima, dem Sitz des Resident Magistrate der Louisiaden, W. T. camp-
bell,
ein Die Zahl der mit Goldgraben beschäftigten Leute betrug noch 26. Am 21.
wurden die Laughlan-Inseln aufgesucht, um Dolmetscher für die Woodlark-Insel an Bord zu
nehmen. Auch der dort ansässige Händler
Tetzlafe nahm an der Fahrt teil. Als der Dampfer
am nächsten Tage in der Guasöpa-Bucht an der Südküste der genannten Insel ankerte, fand
man das Dorf Ondamuda verlassen. Auch der nächtliche Marsch nach Soakiki, um eines
der Mitschuldigen des an den Goldgräbern
Kickbusch und Neilson begangenen Mordes
habhaft zu werden, war vergeblich. Am Morgen des 24. musste der Ankerplatz wieder
verlassen werden, worauf abends die Ankunft bei der 500—600 feet hohen East-Insel
[Warimata] erfolgte. Am Abend 25. traf
macgregor vor Mita am Nordufer der Milne-Bai
ein, wo er am nächsten Tage die meisten der zu dieser Landschaft sowie zu den westlicher
liegenden Rabi und Ahioma [Hioma] gehörenden Dörfer besuchte. Am 27. ging er bei der am
Grunde der Bai hegenden Landschaft Maiwara an Land, berührte das an der Discovery-Bai
liegende Waga-Waga (Südufer der Milne-Bai) und erreicht noch abends Samarai.

Auf der Rückfahrt nach Port Moresby landete Macgregor am 9. Februar in der
Meikle-Bucht [Gabu Gaurea], um von hier aus über Land unbemerkt nach Sila-Sila zu
gelangen. Wie am 7. Januar, war auch diesmal die Mühe vergeblich. Die Häuptlinge der
benachbarten Dörfer Suaiaro und Wabumari erzählten, dass die Bewohner am Berge Erima
lagerten. Am 10. wurde über Land nach Weri-Weri gewandert und hier durch Vermittelung

1)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1890—91. Brisbane 1892, p. 28—30.

2)nbsp;Campbell hatte dieses Amt am 7. November 1890 angetreten, musste aber am 26. Juni 1891 Krankheit halber
wieder zurücktreten.

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einiger Häuptlinge, die Einwohner von Sila-Sila zur Rückkehr veranlasst. Da MACGREGOR
gezwungen war nach Port Moresby zurückzukehren, übertrug er dem Resident Magistrate die
Erledigung dieser Angelegenheit

Am 2. März machte er sich wiederum auf den Weg, diesmal, um das Gebiet der Western
Division zu inspiziren. Am Vormittage des 3. hatte die „Merrie Englandquot; den Bramble Gay
[Masaramker] passirt und erreichte erst am 6., nach schwieriger Fahrt durch die noch wenig
bekannte Missionary Passage, Mabudauan, den Sitz des Resident Magistrate J. B.
Cameron
(s. oben p. 501). Nach einem Besuche der nächsten Umgebung des Ortes trat Macgregor
am 7. eine Bootfahrt auf dem Paho Turi an, übernachtete in einem Rhizophorenmorast und
wanderte am nächsten Tage landeinwärts, um das 6 miles landeinwärts gelegene Lager der
Angehörigen der Landschaft Dabulai aufzusuchen. Sie hatten früher in der Nähe von Mabudauan
gewohnt, sich aber infolge der Tugeri-ÜberfäUe zurückgezogen. Nach dem Paho Turi zurück-
gekehrt, begab
Macgregor sich am 9. zu dem am Ostufer lebenden Stamm der Toga
[Togolai], der sich ebenfalls aus Furcht vor den Tugeris zurückgezogen hatte. Seinerseits
hatten aber Angehörige die Regierungsstation bestohlen, konnten aber die Sachen teilweise
noch zurückerstatten

Am II. fuhr MacgregOR mit seiner Begleitmannschaft in 2, von der Dampf barkasse
„Rubyquot; geschleppten Walbooten nach Boigu, wo die Bewohner nach der Ankunft am 12.,
erzählten, dass die Tugeri allein auf diesem Eiland im Laufe der allerletzten Jahre 11 Leute geraubt
hätten. Vom 13. bis 15. wurde der Mai Kusa sowie der Wasu Kasu untersucht. Die Barkasse
ging noch weiter bis zur Thompson-Bai, ohne auch hier etwas von den Räubern entdecken
zu können. Am 18. traf
Macgregor wieder in Mabudauan ein.

Am 21. März wurde wiederum in 2 Walbooten, abermals im Schlepptau der „Rubyquot;
und in Begleitung von
J. B. Cameron und George Wriford, in westlicher Richtung weiter-
gefahren Der erste Besuch galt den Dörfern Kadawa und Mawata an der Mündung des
Binaturi. Von dem erstgenannten aus ging es alsdann über Land nach dem 3 miles in W. liegenden
Masingara, das 400—500 Seelen zählte. Hierauf wurde der Marsch nach einem 8 miles entfernten
Dorf der Landschaft Badu, dessen Einwohner sich des Diebstahls von Kokosnüssen schuldig
gemacht hatten, fortgesetzt Bei der Ankunft war aber das Nest leer. Nach der Rückkehr nach
Kadawa wurde auf der Weiterfahrt bei Turi-Turi angelegt und am 23. die Insel Daru erreicht.
Am 24. erfolgte die Ankunft auf der Insel Pärama, auf der die Dörfer Gasira und Pärama
[Pärama Maura] besucht wurden. Nunmehr liefen die Fahrzeuge in die Fly-Mündung ein, die nach
einem Besuch des Dorfes Sui gequert wurde, um nach der Insel Kiwai zu gelangen. Von lasa
an ihrer Südküste aus ging es erst nach dem an der jenseitigen Küste hegenden Agabara, um
von dort aus in nördhcher Richtung nach den Inseln Aibinio und Purutü [Burutü] zu gelangen.
Nachdem der enge Kanal zwischen diesen beiden durchfahren worden war, ging es an dem
Ostende der Insel Wariuro vorbei nach dem am hnken Fly-Ufer unter etwa 8° 17\' S., 143° 27 Y^\' E.

1)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1890—91, p. 31—33-

2)nbsp;Ibid. p. 42—45.

3J Ann. Report British New Guinea 1890—91. Brisbane 1892, p. 46—54.

4) Dieser Diebstahl hatte im Dezember 1890 stattgefunden und hatte Macgregor bereits damals auf das Ersuchen
von
J. B. Cameron einen Teil der Polizeitruppe unter der Führung ihres Kommandanten George Wriford nach Mabu-
dauan gesandt. (Ibid. p. 55—57).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;66

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liegenden Gowaburai das etwa 300—400 Bewohner zählte und in dem Macgregor über-
nachtete. Am 28. wurde nach dem etwa i mile östlicher liegenden, 7—8 Häuser zählenden
Segara [Dibiri] gerudert, das an dem Dibiri Turi [Asara Mirubi] lag, der 10 miles aufwärts
befahren wurde. Am Morgen des 29. setzte
Macgregor die Fahrt in östlicher Richtung fort
bis zur Mündung des Fly-Flusses und landete bei dem Dorfe Maipani, das auf der Insel Dibiri
lag, die bereits zum Delta des Bamu gehörte. Hierauf fuhr er durch den kleinen Arm Duro
in den westlichsten Arm des Bamu-Deltas, der Dibiri hiess. Das erste Dorf, bei dem gelandet
wurde, hiess Sagumu, war aber unbewohnt. Als man sich hierauf nach dem an der gegenüber-
liegenden Seite befindhchen Oropäi begab, flüchteten die Bewohner. Durch Seitenarme gelangten
die Boote in den Bebea [Bebea Romo], den östlichsten Deltaarm, und von hier in den eigent-
hchen Bamu. Gerade oberhalb des Bebea waren Bewohner des Dorfes Moröo mit dem Bau von
Häusern beschäftigt, liefen aber beim Herankommen der Boote weg. Weiter stromaufwärts, dort
wo der beginnende Oberlauf des Bamu den Namen Awära [Aworra] führte, kampirte die
Expedition am rechten Ufer. Am 30. gewahrte man auf der Weiterfahrt alsbald die beiden
ausgedehnten und neben einander liegenden Dörfer Sisiamia und Sepota^), mit deren Bewohnern
freundhcher Verkehr angeknüpft wurde. Nachdem die Boote am 31. bis beinahe 60 miles von
der Mündung entfernt zu einem Dorfe gelangt waren, wurde umgekehrt und Sepota wieder
aufgesucht. Am l. April fuhren die Boote auf dem Bebea Romo abwärts, um seinen Lauf
aufzunehmen. Am rechten Ufer fand sich das Dorf Nabeu, ihm gegenüber am linken das Dorf
Bebea, dessen Bewohner bei der Annäherung flohen.
Macgregor suchte, wie oben (p. 62.
Anm. 4) erwähnt, dieses Verhalten dadurch zu erklären, dass dieses Dorf es gewesen, das am
30. Mai 1845 mit dem „Prince Georgequot; in Konflikt gekommen war Wie aber bereits dargetan
wurde, kann diese Ansicht nicht als zutreffend erachtet werden.

Am Abend passirte Macgregor das am rechten Ufer des Dibiri hegende Warari und
kampirte in dessen Nähe. Nachdem der 2. April auf weitere Untersuchung des Deltas ver-
wendet worden war, kehrte die Expedition nach Kiwai und von dort nach Port Moresby zurück.

Auf der am 28. Mai aufs neue angetretenen Fahrt untersuchte Macgregor zunächst
eingehender einzelne Gebiete der Südküste im östlichen Teile der Kolonie Nach einem
Besuch von Kerepunu dampfte die „Merrie Englandquot; nach der Dedele-Spitze. Hier wurde am
29. zunächst das Dorf Dedele besucht und darauf in den Robinson-Fluss eingefahren, an dessen
Oberlauf der gefürchtete Stamm Wea [Vea] vermutet wurde. Man fand aber nur einen Brack-
wasser-Kreek. Alsdann folgte
Macgregor dem Laufe des Rig Wina eine Strecke weit, während
Frank E. Lawes zu gleicher Zeit den Dörfern Inimari und Aromari einen Besuch abstattete.
Am 31. fuhr
macgregor in den Kreek Omagag Wina ein und traf hier die in einem
Mangrovesumpf liegenden Dörfer Naminadobu und Winibu [Vinibo], an der Mündung auch
das kleine Dorf Lawoidai [Lavoidai] an. Als der Dampfer am i. Juni während einer kurzen
Zeit an der Westseite der Table-Spitze ankerte, wurde diese Gelegenheit benutzt, um in dem

1)nbsp;Gauoburarubi bei Macgregor.

2)nbsp;Nach Robert Bruce ist statt Sepota und Sisiamia zu setzen Abo und Gebora (Report of a Visit to the Baum
and Betura Rivers, Western Division. Ann. Report on Brit. New Guinea
1899—1900. Brisbane 1901, p. lol).

3)nbsp;J. Beete Jukes. Narrative of the Surveying Voyage of H. M. S. Fly. I. London 1847, p. 275.

4)nbsp;Despatch reporting Visit to the Eastern Part of the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea. 1891—91.
Brisbane
1892, p. 57—61.

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Dorf Magaubu vorzusprechen. Nachdem die „Merrie Englandquot; am 3. zw^ischen Ainioro, einer
der Amazonen-Inseln, und dem Festlande vor Anker gekommen war, besuchte
MacGREGOR
Laraoro, die zweite Amazonen-Insel, mit einem Dorf gleichen Namens, in dem auch ein
Missionsgehülfe hauste. Auf der Weiterfahrt wurde in die Ebu-Bucht [Ebu Du-Du] eingelaufen,
worauf einige Teilnehmer das i\'/z miles vom Ufer entfernt, in 1650 feet Höhe liegende Dorf
Derebai aufsuchten. Eine halbe mile NNE. davon lag das Dorf Gadarama, ebenfalls auf einem
Kalksteinberge. Hierauf wurde in die westhch gelegene Amazonen-Bucht [Selai Du-Du], an
deren Ostecke der Kalksteinfelsen Teraioro emporragte, eingefahren, an deren Westseite man
das einzige Dorf, namens Kurere, an der Mündung des Bomu antraf. Am nächsten Morgen
ruderte
MACGREGOR nach der Insel Ainioro und besuchte die beiden Dörfer Raupomu und
Gagaisena. Hierauf ging es auf der „Merrie Englandquot; in östlicher Richtung weiter nach der Mayri-
Bucht [Launoka Du-Du], von deren N E-Ufer eine Besteigung des 800 feet hohen Kalkstein-
berges, Goldie-Berg genannt, erfolgte, auf dem das Dorf Berebo lag. Als es 1885 von dem
„Diamondquot; beschossen wurde, befand es sich
loo feet niedriger. George Wriford suchte
noch das etwa eine mile entfernte, auf einem 900 feet hohen Berge Hegende Dorf Maisioro
und das mile im W. hiervon, ebenfalls auf einem Berge (800 feet) liegende Taioro auf. An
demselben Tage wurde nach dem Mihport-Hafen (Losoa Du-Du] gedampft, an dessen Ostspitze
das aus 14 Häusern bestehende Dorf Kauauro auf einem 500 feet hohen Berge lag. Am
r;. Juni wanderte MACGREGOR nach dem unweit des Westeinganges der Losoa-Bucht auf einem
800 feet hohen Kalksteinberge hegenden, aber aus nur 2 Häusern bestehenden Dorfe Pediri,
in welchem er noch das Stück einer eisernen, von dem Kutter des Kapt.
Webb stammenden
Kette vorfand (s. oben p. 381). An demselben Tage hef die „Merrie Englandquot; noch in den
Glasgow-Hafen [Nobanoka-Bucht] ein und fand hier auf einer Landzunge, die sie im Süden
begrenzt, die beiden Dörfer Borasomari und Were-Were [Vere-Vere]. Diese früher auf dem
Gipfel des Geaoro befindlichen Niederlassungen waren erst kürzhch nach dem Strand verlegt
worden. Am 9. wurde hinter der nur mile langen, unbewohnten und dicht bewaldeten
Insel Baibara, die
MaC Gregor ebenfalls besuchte, geankert. Eine vorspringende Spitze an
diesem westhchen Teile der Orangerie-Bai erhielt zur Erinnerung an den Mord (s. oben p. 522)
den Namen Anderson-Spitze.

Inzwischen war ein Teil der Polizeimannschaft unter Wriford am 8. Juni zu Weri-
Weri im Mullens-Hafen gelandet worden und war es ihr geglückt eines der Mörder aus dem
Dorfe Sila-Sila habhaft zu werden. Am 10. wurde zu Gedi-Gedi über ihn zu Gericht gesessen,
worauf die „Merrie Englandquot; am folgenden Tage Samarai erreichte.

Bereits am 12. dampfte MacGREGOR in Begleitung des Resident Magistrate Bingham
A. Hely wieder ab und zwar nach der Ostküste. Nachdem in der Chads-Bai [Awaiama]
geankert worden war, ging es am 13. nach der Landschaft Taupota, am 15. nach der benach-
barten Landschaft Agonal, in der die Hinrichtung eines Eingeborenen, der einen Angehörigen
der Landschaft Wamira ermordet hatte, vohzogen wurde. Abends ging die „Merrie Englandquot;
in der Bartle-Bai [Baunia] vor Anker. Nach Besuch der umliegenden Ortschaften setzte
Macgregor seine Fahrt nach der Normanby-Insel fort, wo er an der Koruwea- [Perry-] Bai
in Erfahrung brachte, dass der Urheber des an dem Chinesen
Ah Gim verübten Mordes (s. oben
p. 282) in Gurewa Weria am SW-Abhang des Soromanai hauste. Als man sich den hier lie-
genden Dörfern näherte, begab sich alles auf die Flucht. Auch die am 18. Juni fortgesetzten

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Bemühungen des Übeltäters habhaft zu werden, schlugen fehl Am ig. wurde die Goulvain-
Insel [Dobu] erreicht und fast zu gleicher Zeit traf hier
George Brown in Begleitung von
4 Missionaren und zwei Dutzend Missionsgehülfen ein, um eine Station der „Australasian
Wesleyan Methodist Missionary Societyquot; zu errichten, die der Leitung des Rev. W.
Bromilow
unterstellt werden sollte. An dem nämhchen Tage untersuchte MacGREGOR noch den Dobu
gegenüberliegenden Teil der Küste der Normanby-Insel [Duau]. Am 22. nahm er die Küste der
Fergusson-Insel von der Llewellyn-Spitze [Ebeboa] bis Giri-Giria auf und kehrte darauf am 24.
nach Samarai zurück

Am 26. setzte er seine Fahrt nach dem Louisiaden-Archipel fort und traf abends, nach
Besuch der Teste-Insel, in der Conflict-Gruppe [Baga Warina] ein. Am 27. passirte er
die Torlesse-Inseln [Bona-Bonana], 3 niedrige Koralleneilande, und gelangte darauf nach der
Deboyne-Insel [Pana Et], die 1500—2000 Einwohner zählte, und auf der er den Schädel des
1886 erschlagenen J.
C. Craig zurückerhielt (s. oben p. 408). Alsdann besuchte Macgregor
das benachbarte Pana Pompon, zuweilen auch Ware genannt, ein 500—600 feet hohes,
hügeliges Eiland mit 2 Dörfern. Am 28. schloss sich daran der Besuch der Brooker-Insel
[Utian] an, die ebenfalls hügelig, Anhöhen von 400—500 feet besass und 3 Dörfer zählte
(Manurei, Kasinarei und Pana Kaururu). Das folgende Eiland, Pana Udi-Udi, besass nur eine
Niederlassung. Nachdem schhesslich noch Pana Roa [Eddystone] mit den beiden Dörfern
Marara und Sean [Zean] besucht worden war, ging es nach Mewstone [Moturina], wo während
der Nacht geankert wurde. Am 29. erreichte die „Merrie Englandquot; die Sud-Est-Insel, deren
Untersuchung
Macgregor, in Begleitung von A. Gibb Maitland, die nächsten Tage widmete.
Zahlreiche Goldgräber waren hier noch beschäftigt. Am 3. Juh wurde bei der Renard-Insel
geankert und am nächsten Tage Bogoja am Südostende der St. Aignan-Insel [Misima] erreicht.
Auch hier waren noch 38 Digger anwesend. Nach mehrtägigem Aufenthalt traf der Dampfer
am 10. wieder vor Samarai ein \'\').

A. Gibb Maitland 1891.

Auf Anregung Macgregors, der es für wichtig erachtete einen allgemeinen Überblick
über die geologischen Verhältnisse von Britisch-Neu-Guinea zu erhalten, reiste der Geolog der
Geological Survey of Queensland, A.
gibb Maitland, am 21. Mai 1891 von Cooktown auf
der „Merrie Englandquot; ab und traf am 23. in Bort Moresby ein. Von hier aus begleitete er
Macgregor auf den soeben beschriebenen Fahrten bis zum 10. Juh, untersuchte alsdann die
Samarai benachbarten Küstengebiete und Inseln, dampfte am 13. mit
MacgreGoR Wiederaus,
den er aber am 14. an der Fergusson-Insel wieder verliess, um mit H. m. moreton und
R. Guise von der „Merrie Englandquot; nach Taupota westlich von der Chads-Bai gebracht zu
werden. Bereits am nächsten Tage wurden 41 Träger eingeschifft, worauf am 16. im Laufe
des Nachmittags die Ankunft im Phillips-Hafen am Westende der Collingwood-Bai erfolgte.
In der Frühe des 17. wurde der Marsch, auf dem man zuerst das Dorf Jaumobi [Yaumobi]

1)nbsp;Die Gefangennahme lionnte noch Ende des Monats durch George Wriford bewirkt werden. (Ann. Report
on Brit. New Guinea
1891—92. Brisbane 1893, p. 7).

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Louisiades and neighbouring Islands. Ann. Report on Brit. New
Guinea
1890—91. Brisbane 1892, p. 65—70.

3) Geological Observations in British New Guinea in 1891. Ann. Rep. Brit. New Guinea 1891—92. Brisbane 1893,
P- 53—54, 64—84. Maps 7, 8, 9.

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berührte, nach den Abhängen des Suckhng-Berges angetreten, womit zugleich der Zweck
verbunden war, zu ermitteln, ob sie für Weinbau und andere Kulturen geeignet wären.
Das Vorwärtskommen wurde durch starke Regengüsse sehr erschwert, auch war das unbe-
wohnte Gebiet sehr unwegsam. Die Expedition trat am 31., nachdem sie die Höhe von 7733
feet erreicht hatte, den Rückmarsch an und langte am 3. August wieder an der Küste an.
Die Hornby-Kette konnte nicht aufgefunden werden und war
MoretON der Meinung, dass
Ausläufer des Suckhng-Berges als ein besonderes Gebirge angesehen worden waren
\'). Maitland
hatte auf der ganzen Strecke, zuerst am Bache Dori, lediglich Quarzite, Quarzitschiefer und
schwarze graphitartige Schiefer angetrofifen

Anfang August begleitete er MaCGREGOR auf seinem von der Milne-Bai nach Mullens-
Hafen unternommenen Marsch. Nach der Rückkehr nach Port Moresby am 13. August unter-
nahm er ferner mit
George Wriford und Denis Gleeson einen mehrtägigen Ausflug über
Werirata an der Astrolabe-Kette nach Taburi und ferner bis zur Einmündung des Goldie-
Flusses in den Laioki. Die
\'3 ersten Wochen des September widmete Maitland dem Mekeo-
Distrikt. Er besuchte Delena, landete darauf auf der Yule-Insel und begab sich von dort aus
nach Maiwa. Über Aipiana wurde nach der Regierungsstation marschirt. Da sein Gesundheits-
zustand keinen längeren Aufenthalt zuliess, begab er sich nach Port Moresby und von dort
nach Besuch der Regierungsstation Mabudauan und der Insel Dauan [Mount Cornwallis] nach
der Thursday-Insel. Anfang Oktober traf er wieder in Brisbane ein.

James Chalmers, Frances Baildon und H. Ballyse Baildon iSgr.

Nachdem Chalmers Anfang 1890 eine Wanderung von Toaripi nach Oiapu unter-
nommen hatte, verhess er im Juli Port Moresby, um auf dem Schoner „Harrierquot; nach Queens-
land zu segeln Am 24. scheiterte das Schifif am E-Rifif unweit Kap Bedford. Nachdem die
Mitfahrenden sich in die Boote gerettet hatten, wurden sie von dem queensländischen
Regierungsschoner „Governor Cairnsquot; aufgenommen Y.

Gemeinschafthch mit H. Ballyse Baildon und Fräulein Frances Baildon trat
Chalmers die Rückfahrt nach Port Moresby an, wo die Landung am 15. August erfolgte.
Von hier aus begaben sie sich nach Toaripi [Motu-Motu], von welchem Ort aus auch eine
Kanufahrt nach Mowi Awi unternommen wurde. Die Geschwister
Baildon besuchten nach
der Rückkehr nach Port Moresby noch Kerepunu und die Hood-Bai, die sie am 2. September
verliessen, um nach Cooktown zurückzufahren

Lamberto Loria 1891—96.

Nach fünfmonatiger Ruhepause (s. oben p. 492) trat Lamberto Loria seine zweite
Reise nach Neu-Guinea, und zwar in Begleitung von
Amedeo Giulianetti an. Wie berichtet

1)nbsp;Auf neueren Karten, wie der Map of Britisli New Guinea. Brisbane 1900, wird dieses im N. des Mount
Suckling liegende Gebirge als Goropu oder Macgregor Mounts bezeichnet. Man findet auch den Namen Koropu.

2)nbsp;H. M. Moreton. Report on Expedition conducted by him from Phillips Harbour, in Collingwood Bay, towards
Mount Suckling. Ann. Report on Brit. New Guinea
1891—92, p. 11—Hi Map N°. 4.

3)nbsp;Cuthbert Lennox. James Chalmers of New Guinea. London 1902, p. 168—170.

4)nbsp;W. Saville-Kent. The Great Barrier Reef of Australia, its products and particularities. London [1893], p. 46-

5)nbsp;Miss Frances Baildon. On a Visit to British New Guinea. Report Brit. Assoc. Adv. of Sc. Oxford 1894, p.
716. — H. Ballyse Baildon. On some of the Natives of British New Guinea. Ibid. p. 788—789.

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wird, schiffte er sich in Neapel am 20. April 1901 auf dem „Taraquot; ein und erreichte über
Batavia am 14. Mai die Thursday-Insel. Nach der Ankunft in Port Moresby, die am i. Juni
erfolgt sein soll begab er sich nach Kapa-Kapa, wo er landete, und weiter nach Lakumi am
Hunter-Fluss. Hier wird seine Anwesenheit am 9. August erwähnt und ferner, dass er vom
Fuss des Berges Lakumi nach Ugibago marschirte, wo er sich vom 18. August bis 2. Sep-
tember aufhielt Wenige Monate später bestieg er den Obree-Berg Weitere Reiseberichte
hat er nicht erstattet Einige Anhaltspunkte über seine Reisen geben die Fundortangaben
in seinen Sammlungen, soweit Zeitangaben mitgeteilt werden. Wie weit diese richtig sind, ist
natürlich nicht zu kontrohiren. Während er Ende Mai 1892 noch im Grund von Meroka [Moroka]
jagte, finden wir ihn Anfang Juni zu Waimauri [Veimauri] unweit der Mündung des Wanapa und
im November und Dezember im Gebiet des St. Joseph-Flusses. Im Februar 1893 ist er in
Gerekanumu am Südabfall des Astrolabe-Gebirges, 3 Stunden Gehens von Tupuselei entfernt,
tätig. Vom
i. Juh bis 31. Oktober hatte er sein Lager in Meroka aufgeschlagen. Darauf ver-
lieren sich seine Spuren, da er sich nunmehr fast gänzlich auf den Insektenfang warf, und in
den entomologischen Arbeiten nicht, wie bei den ornithologischen, Datumangaben beigefügt
wurden. 1894 und auch 1895 brachte er auf Einladung des Rev.
C. w. Abel längere Zeit auf der
Insel Kwato unweit Samarai zu. Bei dieser Gelegenheit hielt er sich auch zeitweihg auf Logia
[Heath-Insel] auf\'). Ende 1894 weilte er als Gast des Rev. T. W.
walker auf der Insel Dobu

Auf Neu-Guinea kam es, wie bei seinem früheren Aufenthalt, wiederholt zu Konflikten
und war sein Verhalten nicht einwandfrei. So wurde von Beamten festgestellt, dass er Einge-
borene inisshandelt und dass seine Begleiter Gärten geplündert hatten Seine Sammlungen
besassen dagegen bedeutenden Wert und sind Gegenstand vieler mehr oder weniger ausführ-
licher Abhandlungen geworden Am 10. September 1896 traf er wieder in Italien ein.

r) Diese Angabe kann unmöglich richtig sein, denn auch bei unmittelbaren Anschlüssen konnte man die Thursday-
Insel nicht innerhalb des erwähnten Zeitraumes erreichen.

2)nbsp;Auch dieses Datum ist unrichtig, denn nach Ausweis seiner Vogelsammlung jagte er bereits am 27. Mai in
Kapa-Kapa. (T.
Salvadori. Uccelli della Nuova Guinea . .. Ann. Mus. civ. stor. nat. (2) XVI. Genova i8g6, p. 55—56).

3)nbsp;Diese Angabe stimmt ebensowenig als die früheren. Er war in Lakumi vom 7.—-19. September. (T, Salvadori 1. c.).

4)nbsp;Dair intorno della Nuova Guinea. Boll. Soc. Geogr. Ital. XXVIII. Roma 1891, p. 905—911.

5)nbsp;Spedizione Loria nella Nuova Guinea. Ibid. XXIX. 1892, p. 50—51.

6)nbsp;In einer wenig besagenden Übersicht seiner Reisen teilt er nur mit, dass er in den Gebieten des Kemp
Welch-, des St. Joseph- und des Purari-Flusses sowie auf der Hochfläche nördlich vom Astrolabe-Gebirge gesammelt habe.
Die von ihm in Aussicht gestellte ausführliche Reisebeschreibung scheint nicht erschienen zu sein. (I viaggi del dott.
Lamberto Loria nella Nuova Guinea. Boll. Soc. Geogr. Ital. XXXIV. 1897, p. 156—161). \'

7)nbsp;L. Loria. Notes on the Ancient War Customs of the Natives of Logea and Neighbourhood. Ann. Report on
Brit. New Guinea 1894—95,
p. 39—43.

8)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1894—95, p. 22, 39 — [L. Loria]. A Scientist\'s Estimate of a New
Guinea Station. Chronicle London Miss. Soc. 1897, p. 37—40.

9)nbsp;Frank E. Lavées. Extracts from the Journals of the Resident Magistrate for the Central Division. Ann. Report
on Brit. New Guinea 1892—93. Brisbane 1894, p. 124. — Sir
William Macgregor. Despatch reporting Visit of Inspection
to Eastern portion of the Possession. Ibid. 1891—92. Brisbane 1893, p. 22.

10)nbsp;E. Bergroth. Aradidae. Ann. Mus. civ. stor. nat. (2) XIV. Genova 1894, p. in—112. — Tommaso Salvadori.
Uccelli. Ibid. p. 150—152. — A. L. Montandon. Coptosoma. Ibid. p. 403—427. —■ A. Perugia. Pesci d\'acqua dolce.
Ibid. p. 546—553. ■— A.
Senna. Brentidi. Ibid. p. 554—564. — R. Gestro. Hispidae. Ibid. p. 701—706. —
F.
silvestri. Chilopodi amp; Diplopodi, Ibid. p. 619—621. — E. Candèze. Elatérides. Ibid. (2) XIL 1892, p. 801—^805.—

C. Kerremans. Buprestidae. Ibid. p. looi —1006. — A. Léveili.é. Temnochilides. Ibid. (2) XIII. 1893, p. 248—250. _

J. Schmidt. Histeridae. Ibid. p. 231—240. — R. Gestro. Coleotteri. Ibid. p. 285—^293. — T. Salvadori. Uccelli.
Ibid. (2) XVI. 1896, p. 55—120.
—• Ch. Kerremans. Buprestides. Ibid. p. 353—360. — A. L. Montandon. Hémiptères
de la S. Famille Plataspidinae. Ibid. (2) XVIIL 1897, p. m.
— Ed. Fleutiaux. Sur quelques espèces de Trixagidae.

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Sir William Macgregor 1891.

Am 13. Juli brach MacGREGOR auf der „Merrie Englandquot; von Samarai aus wieder
auf und traf noch an dem nämhchen Tage vor der kürzlich errichteten Missionsstation auf
der Insel Dobu ein. Am nächsten Tage schleppte der Dampfer zunächst den „Lord of the
Islesquot;, der
George Brown nach Matupi in der Blanche-Bai befördern sollte, in die offene
See und ging dann weiter nach dem Dorf Nadi an der Südküste der Fergusson-Insel. Während
Macgregor hier landete, setzte die „Merrie Englandquot; ihre Fahrt mit M. H. Moreton und
A.
Gibb Maitland nach der Ostküste von Neu-Guinea fort (s. oben p. 526). Während des
zwei Tage währenden Aufenthaltes in Nadi besuchte
Macgregor die Umgebung. Die sich
hinter ihm erhebende, 4000—5000 feet hohe Bergmasse des Edagwaba bestand aus Glimmer-
schiefer, während die Berge der Südwestküste, die in dem 1500—1800 feet hohen Nawawara
gipfelten, vulkanischen Ursprungs waren. Zwischen diesem und dem Edagwaba lagen noch die
1000—1200 feet hohen Abugobi-Berge. In einem Walboot wurde die Fahrt in westlicher
Richtung bis zur Mündung des Matakoka, der bereits in der Landschaft Karagaga lag \'), fort-
gesetzt. Am nächsten Morgen ging es in dem Boote weiter. Nachdem die Mündung des Giria
passirt worden war, nahm die Landschaft Kukuia ihren Anfang, der die nunmehr folgenden
Stranddörfer Ibawageta, Kukuia, Nabanapa und Nau-Nau angehörten. Nach Rundung des
Mourilyan-Kaps [Waneta] erfolgte die Ankunft in Ubuta. Der 16. wurde der Untersuchung
der Seymour-Bai gewidmet und am 17. schlug
MacGREGOR sein Lager zwischen der Tuma-
gabuna- und der Waluwea-Spitze auf. Dahinter erhob sich die 3000—4000 feet hohe Masse
des Kubioia. Am 18. konnte die inzwischen wieder eingetroffene „Merrie Englandquot; in der
Nähe der Insel Wagipa [Dodogèsa] an der Ostküste der Goodenough-Insel wieder bestiegen
werden. Sie ging an demselben Tage noch bei der Insel Ilamu umweit der Watutu-Spitze auf
der Goodenough-Insel vor Anker. Am 20. wurde die Insel Nuama und am 21. die Trobriand-
Inseln erreicht. Hierauf erhielt
bingham A. Hely den Auftrag auf dem Dampfer nach der
Woodlark-Insel, den Laughlan- und den Egum-Inseln abzugehen, von deren Besuch er am 29.
zurückkehrte
-). Macgregor war bei Kadawaga, dem Hauptdorf der Insel Kaileuna gelandet

Ibid. p. 327, 328. — W. L. Distant. Additions to our Knowledge of the Cicadidae of New Guinea. Ibid. (2) XVIL
1897,
p. 378—383. — Oldfield Thomas. On some new Phalangers of the Genus Pseudochirus. Ibid. (2) XVIII.
1897—985 P- 142—144. — G. A.
Boulenger. An Account of the Reptilia and Batrachians. Ibid. p. 694—710. —
Oldfield Thomas. Descriptions of two new Cuscusses. Ibid. \'(2) XIX. 1898—99, p. 58. — Daniele Rosa.
Terricoli. Ibid. p. 57—65. — icriaclo Bolivar. Contributions à l\'étude des Acridiens. Ibid. p. 66—loi passim. —
E.
Silvestri. Alcuni nuovi Diplopodi della Nuova Guinea. Ibid. p. 441—450 passim. — K. Kertész. Die Cleitamia-
Arten Neu-Guinea\'s. Ibid. p. 557—568. — G. Mantero. Mutilidae e Scoliidae. Ibid. (2) XX. 1899—1901, p. 580—592.—
Maurice Pic. Diagnoses de Macratria . . . Ibid. p. 597—601. — M. Pic. Diagnoses d\'^wMiV/iamp;i; ... Ibid. p. 602—608.—
G.
W. Kirkeldy. On some Rhynchota. Ibid. p. 804—810. ■— Walter Rothschild. Casuarius Loriae sp. n. Novitates
Zoolog. V. 1898, p. 513. — K.
Jordan. Some Oriental Anthribidae.. Ann. Mus. civ. st. nat. (3) I. 1904—5, p. 80—91
passim.
— Mart. Jacoby. Descriptions of new genera and species of Phytophagous Coleoptera. Ibid. p. 469—514. —
J. J.
Kieffer. Nouveaux Proctotrypides exotiques. Ibid. (3) II. 1905—6, p. 13, 16, 17, 23, 29—30, 32. — Knud
Andersen.
On some new or little known Bats. Ibid. p. 173—176. ■—■ A. Grouvelle. Clavicornes nouveaux. Ibid. p.
308—333. — A.
Grouvelle. Étude sur le genre Macroura. Ibid. (3) III. 1907—8, P- 554, 558. — J. c. H. de Meijere.
Über einige indo-australische Dipteren. Ann. Mus. Nat. Hung IV. Budapest 1906, p. 165—^196. — Knud Andersen. On
some new or little known Bats of the genus Rhinolophus. Ann. Mus. civ. (3) II. Genova 1906, p. 173—195.
— Knud
Andersen.
On Hipposiderus diadema and its closest Allies. Ann. and Mag. Nat. Hist, Nat. Hist. (7) XVI. 1905, p. 498—499. —
W. L.
Distant. Rhynchotal Notes. Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) XV. 1905, p. 63.

1)nbsp;Zwischen Nadi und Karagaga lag noch die Landschaft Kuimara.

2)nbsp;Ann. Report Brit. New Guinea 1891—92. Brisbane 1893, p. 8—-9. Die Egum-Gruppe wurde erst am 2. April 1901
wieder eines Besuches und zwar durch G.
Ruthven Le Hunte gewürdigt. (Ann. Report Brit. New Guinea 1900—1901, p. 17).

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und begab sich von dort aus nach der 5 miles im NW. liegenden, unbewohnten Insel Buriwa di.
Nach der Rückkehr übernachtete er im Dorfe Tawema auf Kaileuna. Am
23. unternahm er
eine Bootfahrt nach Kiriwina, besuchte mittags in der Nähe der Kaibula-Bai und des Vorge-
birges, das
Macgregor anfänglich für das Kap Denis ansah die nur 30 yards vom Strande,
hegende Insel Sia (Fig.
52). Nachdem an der Kaibula-Bai übernachtet worden war, besuchte
er am nächsten Tage unter der Führung des Häuptlings das landeinwärts hegende Dorf Kaibula
und setzte alsdann die Bootfahrt in südlicher Richtung fort. Auf die Landschaft Nabai folgten
Ikas, Kulabweta und Lobua, worauf abends an der Bucht zwischen Boll und Kumkuri gelagert

__151°

QOSO

wurde. Da der Aufenthalt des Administrators sehr bald ruchbar geworden war, stellten sich
dort gegen
200 Eingeborene aus dem benachbarten Kawatari ein. Am 25. wurde zunächst
nach diesem von
1200—1500 Seelen bewohnten Ort und alsdann nach Taiawa (500—600
Seelen) gerudert. Von hier aus trat Macgregor einen Marsch quer durch die Insel in nörd-
hcher Richtung an. Das durchwanderte Gebiet bestand aus Korallenkalk und erhob sich nur

i) Seh.r bald überzeugte sich jedoch Macgkegor davon, dass es sich um die Bumatu-Spitze (8° 24\' 19quot; S.) handelte,
und konnte er den Irrtum noch auf der Karte berichtigen. (Ann. Report Brit. New Guinea 1891—92, Map
N°. 3). Die
oben stehende Fig. 52 ist kein Abdruck dieser Karte, sondern ein Ausschnitt aus der Map of the Eastern Part of Brit.
New Guinea. Ann. Report Brit. New Guinea 1897—98. Brisbane 1899, Sheet 4.

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30—40 feet über dem Meeresspiegel. Nachdem mehrere Ortschaften passirt worden waren,
kehrte er wieder um und schlug das Lager in dem Dorfe Takwauüku unweit Taiwa auf Am
26. wurde die Bootfahrt fortgesetzt und zwischen der Insel Baimopau und Kiriwina hindurch-
gefahren, worauf erst bei dem Dorfe Sinakata wieder gehalten wurde. In der nächsten Ort-
schaft, Waboma, wurde das Nachtlager aufgeschlagen. Am 27. erreichte
macgregor Giriba,
das an der Südspitze von Kiriwina (Bwoio nach
Le HüNTE) an der schmalen Kasilamaka-Strasse
lag, und fuhr darauf nach der tiefen Bucht an der Westseite der gegenüberliegenden Lagrandière-
Insel, dem Wakuta [Vakuta] der Eingeborenen. Nach Kadawaga zurückgekehrt, suchte er
abends noch die nördlich davon liegende Bucht von Kumkwalegu auf und übernachtete dort.
Endhch durchquerte
Macgregor noch am 29., vor dem Wiedereintreffen der „Merrie Englandquot;,
die Insel Kaileuna von E. nach W. In den ersten Tagen des August erfolgte die Rückkehr
nach Samarai

Bevor Macgregor den östhchen Teil der Kolonie verliess, beschloss er, mit Rücksicht
auf die Vorfälle im Juni (s. oben p. 525), eine zweite Durchquerung der Südosthalbinsel von
Neu-Guinea vorzunehmen. Er dampfte am 7. August von Samarai ab und trat am folgenden
Morgen von Maiwara am Grunde der Milne-Bai den Marsch an. Nachdem an demselben Tage
noch Sagara erreicht worden war, wurde am 9. die niedrige, bis 800 feet hohe Kette des
Kaisabu überschritten und auf dem Wege nach Tamoro am Mullens-Hafen mehrere Dörfer der
Landschaft Buhutu besucht. Am 10. liess die Expedition sich in 6 Kanus von Tamoro über
Weri-Weri nach Dahuni befördern. Am
ii. landete macgregor an der Mündung des Nigo-
Nigo im westhchen Teile der Orangerie-Bai, wanderte zunächst nach dem Dorfe Suabina,
hierauf nach Laimotu, das m^e östlich von der Mündung des Sagamodu lag. Auf dem
Weitermarsch gelangte er nach dem 2-—3 miles westlich von Laimotu liegenden Gadafsu und
überschritt bald darauf den Fluss Kifauna. Nach einem Besuch der Dörfer Modiri Siba, Wari,
Nabäi und Kiai erreichte er den Fluss Wai Daba, an dem er übernachtete 3).

Nach Port Moresby zurückgekehrt, verliess Macgregor diese Station wieder am i.
September auf der „Merrie Englandquot; zu einer Inspektion des Mekeo-Distriktes. Als er auf der
Yule-Insel eintraf, fand er den Erzbischof L. A.
Navarre sowie den Bischof H. St. Verjus
anwesend, die ihn davon benachrichtigten, dass kurz zuvor ein Angriff der Bewohner von
Ina Wabui auf diejenigen von Ina Wai stattgefunden habe Als
macgregor mit
seinen Begleitern und der Polizeitruppe im Hall-Sund anlangte, stellte es sich heraus, dass es
infolge der durch heftige Regengüsse verursachten Überschwemmungen unmöglich war über
Land nach der Regierungsstation zu gelangen, aber auch im Paumumu, dem Unterlauf des
St. Joseph-Flusses, herrschte eine Strömung, die das Vorwärtskommen sehr erschwerte. Nach-
dem
Gh. Kowald mit Macgregor unterhalb Akabara zusammengetroffen war, gelang es am
Abend des 6. eines der beiden Walboote bis etwa % mile unterhalb Ina Wai zu bringen. Am
7. traf der Rest der Expedition dort ein, worauf nach der Mekeo-Station marschirt wurde.

1)nbsp;Im Text (L c. pag. 5) heisst es Ilsasa.

2)nbsp;Despatch reporting Visits to the Dentrecasteaux and Trobriand Groups. Annual Report on British New Guinea
1891—92. Brisbane 1893, p. 1—7.

3)nbsp;Despatch reporting Visits to Buhutu and Wari tribes. Ann. Report on British New Guinea 1891—92. Brisbane

1S93, P- 9—II-

4)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Mekeo district. Ibid. p. 15—20.
Nova Guinea.
II. Entdeckungsgkschichte.

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Am io. ging es nach Eboa, um einige Unruhestifter festzunehmen. Am 12. wurde Ina Wai
besucht und im Laufe der folgenden Tage Abteilungen nach mehreren Ortschaften ausgesandt.
Am 20. trat
Macgregor die Rückfahrt an.

Ferdinand Hartzer und H. St. Verjus 1891.

Am Nachmittage des 14. November 1891 trat Pater ferdinand Hartzer von der
Yule-Insel aus eine Bootfahrt nach dem an dem Westende des Hall-Sundes liegenden Pinupaka
an, wo die Missionsstation von einem Laienbruder verwaltet wurde. Am folgenden Tage traf
er nach dreistündigem Marsch in nördlicher Richtung auf der Missionsstation in Mohu
ein, der der Pater
hubert mit 2 Laienbrüdern vorstand. Am Mittage des 16. setzte er
seine Wanderung fort, auf der er nach Stunden an den Poimo gelangte, wo er mit Bischof
Verjus zusammentraf, mit dem er gemeinsam stromabwärts und darauf längs der Küste
weiterfuhr bis Abeära, dem ersten Dorf der Landschaft Maiwa. Zu Fuss ging es weiter bis
Berei\'na, in welchem Dorf Pater
théophile Cramaille einige Monate vorher eine Station
gegründet hatte. Am 17. abends wurde Ina Wai erreicht, in dem sich eine kürzlich gebaute
Schule befand, die unter die Leitung des Paters Jos. M.
vitale gestellt zu werden bestimmt
war. Alsdann ging es nach dem Stunden entfernten Ina Wi, in dem
vitale wohnte. Am 20.
unternahmen die Reisenden gemeinschafthch mit dem letztgenannten einen Marsch nach dem
nur wenige Kilometer entfernt liegenden Aipiana, das gegen 1000 Seelen zählte. Nachdem
noch der etwa 20 Minuten davon entfernt liegenden Regierungsstation bei Amo-Amo ein Besuch
abgestattet worden, war, erfolgte die Rückkehr nach Ina Wi. Am 20. traten
Verjus und Hartzer
die Fahrt auf dem St. Joseph-Fluss an und erreichten mittags Ina Wai. Die dortige Missions-
station hatte den Namen Jesu Bäibua d. h. Friede von Jesus, erhalten. Auf der Weiter-
fahrt langte das Boot bei der Landungsstelle von Babiko an, worauf, nach einem Abstecher
nach dem gegen 2 km. entfernt hegenden Dorf, die Fahrt bis Mohu fortgesetzt wurde. Am
21. kehrten die Patres nach einem Besuch von Bioto nach der Yule-Insel zurück.

Sir William Macgregor 1891.

Am 9. Dezember verliess MacgreGOR Port Moresby auf der „Merrie Englandquot; zu
einem abermahgen Besuch des Mekeo-Distriktes (s. oben p. 531). Nachdem er auf der Yule-
Insel eingetroffen war, setzte der Dampfer seine Fahrt nach Cooktown fort, während
mac-
gregor
am 10. auf einem Boot durch den Hall-Sund und von dort den St. Joseph-Fluss bis
Akabara aufwärts fuhr. Er besuchte an diesem Tage noch das benachbarte Miauri [Meauri].
Am nächsten Tage erfolgte die Ankunft in Ina Wai, von dem aus Beipa [Beipaha], Amo-Amo
und Rarai am 11. besucht wurden. Am 12. wanderte er nach Aipiana sowie nach Ina Wi und
übernachtete in Ina Wai. Hierauf trat er die Rückfahrt an und kehrte nach einem Besuch
von Pinupaka am 14. nach Port Moresby zurück

1)nbsp;Die Eingeborenen macliten daraus Jeku, da sie das Wort Jesus nicht aussprechen können.

2)nbsp;Fern. Hartzer. Sur les rives du fleuve Saint-Joseph. Ann. de Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXVII. Issoudun
1892, p. 508—513, 571—579, 631—644, 697—701., XXVIII. 1893, p. 89—94, auch,Missions Cathohques. XXIV. Lyon

1892,nbsp;p. 410—412, 421—422, 434—436, 446—448, 470—472, 493—495-

3)nbsp;Despatch reporting further Visit to Mckeo district. Ann. Report on British New Guinea 1891—92. Brisbane

1893,nbsp;p. 20—22.

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Sir William Macgregor und Sir S. W. Griffith 1891—92.

Die „Merrie Englandquot; hatte Cooktown am 12. Dezember mit Sir S. W. GRIFFITH an
Bord verlassen und
macgregor von der Yule-Insel abgeholt. Am 17. dampften beide von Port
Moresby zu einem Besuche des östlichen Teile des Schutzgebietes ab. Zunächst wurde in Kapa-
Kapa, Hula, Kamali und Kalo gelandet. Am 18. erfolgte der Besuch von Aroma und Kaiwala,
am 19. der Insel Laraoro, auch die alte Missionsstation auf Suäu und die neue auf Kwato,
von F.
W. Walker und Charles W. Abel geleitet, vergass man nicht. Am 21. verliess
der Dampfer Samarai, ankerte während der Nacht bei dem Dorfe Hehegu am Ost-Kap und
traf am nächsten Tage auf der Insel Dobu ein, wo die vvesleyanische Missionsstation unter der
Leitung von
W. E. Bromilow inzwischen grosse Fortschritte gemacht hatte (s. oben p. 526).
Im Laufe des Nachmittags besuchten
MacgregoR und griffith noch 3 Stationen bei Baio
auf der Fergusson-Insel. Nachdem am 23. das Urteil an dem Mörder von
Ah Gim (s. oben
p. 525, 526) vollzogen worden war, dampfte die „Merrie Englandquot; nach der kurz zuvor unter der
Leitung des Rev. A.
Maclaren errichteten anglikanischen Missionsstation zu Wedau an dem
Westende der Bartle-Bai [Baunia].
MaclareN war durch seine Erkrankung gezwungen worden,
sich nach Samarai zu begeben\'). Nach der Ankunft auf Uruma [Duchess-Insel], wo
Macgregor
mit seiner Begleitmannschaft ausgeschifft wurde, setzte die „Merrie Englandquot; mit griffith
die Fahrt nach Cooktown fort.

Macgregor -begab sich hierauf nach dem an der gegenüberhegenden Westküste der
Normanby-Insel hegenden Dorf Bakera, in dem vor
68 Wochen der Händler heinrich
Morro
ermordet worden war, und lagerte in dessen Nähe während der Nacht Am 25. liess
er sich längs der Küste in südlicher Richtung bis Kap Prevost [Dima Dimwara] rudern.
Eine halbe mile davor bemerkte man einen bedeutenden Bergstrom, dèn Wai Poiam. Der steil
abstürzende Berg, der die Südwestecke der Normanby-Insel bildet, wurde von den Bewohnern
der Westküste Owio, von denen im Innern der Insel Hobia und von denen der Südküste Sobia
genannt. Am Nachmittag des 26. lief das Walboot in die 4—5 miles im N. des Kap Prevost
liegende Sewa-Bai ein, vor deren Eingang sich die Insel Sisiba befand. Am folgenden Tage
besuchte
Macgregor nochmals Bakera und traf am 28. wieder auf der Insel Dobu ein. Am
29. unternahm er eine Rundfahrt um die Insel, um die Küstenstämme kennen zu lernen, steuerte
darauf nach der Ostküste der Normanby-Insel, an der er auf der kleinen Insel Mewadi über-
nachtete. Am nächsten Tage wurde die Fahrt in südlicher Richtung bis Gesiwa von der Sawatatoi-
Bai, und am 31. bis Dawada fortgesetzt. Am i. Januar 1892 rundete das Boot das Kap Pierson
[Baba Klinai], gelangte mittags in die kleine Bucht Marupwasia und abends in die von Erierua.
Am Mittage des 2. passirte
macgregor das Kap Ventenat [Karitahua], das seiner Angabe nach
von den Eingeborenen Magadebwana genannt wird, und im Laufe des Nachmittags die Küste
von Karara, wo der Händler
AxEL Luthander ermordet worden war Nachdem in dem Dorfe
Waipoiana übernachtet worden war, erfolgte am nächsten Tage die Rückkehr nach Dobu ^j.

1)nbsp;Maclaren schiffte sich in Samarai auf der „Merrie Englandquot; ein, starb aber bereits am 27. vor der Ankunft
in Cooktown. (I.e. pag.
117).

2)nbsp;Der Mörder Topiu wurde von Ringham A. Hely verhaftet. (1. c. pag. 26—27).

3)nbsp;Er war von den britischen Behörden verfolgt worden, weil er ohne jeglichen Grund einen Eingeborenen der
Goodenough-Insel erschossen hatte. (Ann. Report Brit. New Guinea
1891—92, p. 8).

4)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Eastern Portion of the Possession. Ann. Report on Brit. New
Guinea
1891—92. Brisbane 1893, p. 22—26.

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Da der Rev. Bromilow die Bewohner der Wehe-Insel [Sanaroa] als feindselig geschildert
hatte, trat
MacGREGOR am 4. eine Bootfahrt dorthin an, aber es währte bis zum Abend, ehe er
an einer Bai nahe der Südwestecke landen konnte. Als er am folgenden Tage das Lager der
Eingeborenen aufsuchte, sagte ihm einer, der als Sprecher fungirte: „The ground on which
we stand is mine; if the missionary will come here this land will be hisquot;. Im weiteren Ver-
lauf des Tages wurden die beiden grossen, an der Westküste liegenden Dörfer Raputata und
Udauuna besucht und darauf nach der Ketaupai-Bai an der Küste Fergusson-Insel gefahren,
nachdem unterwegs auf der kleinen Insel Koianiu gelandet worden war. Im südlichen Teile
der Ketaupai-Bucht fand
Macgregor heisse Quellen und hinter ihr einen 800—900 feet hohen,
erloschenen Vulkan. Am 6. traf wahrend der Weiterfahrt die Nachricht ein, dass die „Merrie
Englandquot; wieder vor Dobu eingetroffen sei, worauf er sich dorthin begab

Am 8. dampfte macgregor mit m. H. Moreton sowie den Missionaren W. E.
Bromilow und William Abel zunächst nach der Mündung des Nbuli-Nbuli [Nbulibuli] auf
der Fergusson-Insel, um Wasser einzunehmen, worauf er am 9. Kurs nach den Trobriand-
Inseln setzte (Fig. 52). Der erste Ankerplatz war hier vor Kadawaga auf der Insel Kaileuna.
Am II. wurde die Fahrt nach dem Nordende von Kiriwina fortgesetzt und, nach kurzem
Besuch von Kaibula, vor Kaurakuba geankert, von wo eine Wanderung nach dem i miles
landeinwärts gelegenen Emaräkana angetreten wurde. Nach seiner Rückkehr an Bord, ging
die „Merrie Englandquot; nach der Insel Kitawa weiter, auf deren Besuch der 12. verwendet
wurde. Sie zählte 1000—1200 auf 13 Dörfer verteilte Einwohner. Am 13. erreichte das Schifif
die Jouvency-Insel [Iwo], ein gehobenes Atoll mit stellenweise 50—150 feet hohen, steil anstei-
genden Uferwänden. Auf ihr lagen 2 Dörfer, auf deren Besuch verzichtet wurde, da man keinen
Ankergrund fand. Am 14. erfolgte das Einlaufen in den Guasöpa-Hafen auf der Woodlark-
Insel. Während Kapt. J. M.
Hennessy mit der „ Merrie Englandquot; am 15. nach den Laughlan-
Inseln dampfte, von wo er am 16. zurückkehrte landete
macgregor bei Ondamuda und
wanderte nach Wakoia. Er besuchte auch die wichtigsten Dörfer der Landschaft Wamana.
Am 18. ging es auf dem Dampfer weiter nach dem Eiland Gawa, das sich 250 feet über dem
Meer erhob, und alsdann nach Kwaiawata. Am 19. wurde Gawa nochmals aufgesucht, worauf
am folgenden Tage an der Ostküste von Kiriwina bei den Ortschaften Wamela und Giriba
[Giliba] gelandet wurde. Als
MaCGREGOR hierauf der Insel Wakuta einen Besuch abstattete,
gelang es nicht die Korallenfelsen zu erklettern. Nachdem das Schifif am 21. in der Hughes-Bai
[Mobowaräi] auf der Fergusson-Insel eingelaufen war, kehrte es am 22. nach Dobu zurück.
Am 23. fuhr es weiter nach der Sewa-Bai und von dort nach Samarai

Bevor Macgregor nach Port Moresby zurückkehrte, galt es noch im Louisiaden-
Archipel einiges zu erledigen. Am 26. dampfte die „Merrie Englandquot; zunächst nach der
Deboyne-Insel [Pana Et]. Hier waren am Westende die Reverends
S. . B. Fellows und
Watson damit beschäftigt die Hauptstation für die Wesleyanische Mission zu errichten.

1)nbsp;Despatch continuing the Report of his Visit of Inspection to the Eastern Portion of the Possession. Ibid. p. 27—28.

2)nbsp;Wie Bromilow mitteilt, wird diese Insel von den Dobu-Insulanern Baio genannt.

3)nbsp;Er berichtete, dass der Schoner „Zoequot;, Kapt. Andersen, aus Matupi im November 1891 dort geankert und
den Zoll umgangen hatte.

4)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch continnuing the Report of his Visit of Inspection to the East Portion of
the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea
1891—92. Brisbane 1893, p. 28—31. — W. E. Bromilow. Eine
Rundfahrt durch die Trobriand-, Woodlark- und Mc Laughlin-lnseln. Mittlg. Geogr. Gesellsch. Jena. XIL
1893, p. 17—27

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Nach Besuch einiger Dörfer wurde die Fahrt nach Bogoja [Bogoya] an der Südküste der
St. Aignan-Insel, wo H. N.
chester als Resident Magistrate stationirt war fortgesetzt.
Hier brachte
macgregor in Erfahrung, dass Bewohner der Landschaft Gulewa an der Nord-
küste kürzhch wiederholt Überfälle in der Landschaft Hariba verübt hatten, denen auch 2
Menschen zum Opfer gefallen waren. Desgleichen hatten sie auch Segara angegriffen und dort
einen Mann getötet. Als
macgregor am 28. vor Gulewa eintraf, konnte des stürmischen
Wetters wegen nicht gelandet werden, auch nicht bei der Wiederholung der Fahrt am 29.
Es wurde daher bei Ehus an der Südküste an Land gegangen, um Gulewa zu Fuss zu erreichen.
Bei der Ankunft fand man das Nest leer.
macgregor beschloss nach Samarai zurückzukehren.
Erst am 6. Februar konnte die „Merrie Englandquot; mit einem Teile des Folizeitruppe wieder
auslaufen. Die Expedition nach Gulewa, um der Mörder habhaft zu werden, konnte aber ihren
Auftrag nicht ganz erfüllen

Schiff „Rhinequot; 1891.

Das britische Schiff „Rhinequot; stiess 1891 auf einen 0,5 Seem, vom Ninepin-Felsen entfernt,
in etwa 10° 13\'10quot; S., 142° 41\'! 5quot; E. liegenden, unbekannten Felsen Y.

Verlegung der Station Finsch-Hafen und Gründung der Station Friedrich Wilhelms-
Hafen 1891.

Im Januar 1891 kam auf der Station Finsch-Hafen eine Malariaepidemie ^ zum Aus-
bruch, der im Laufe dieses und des folgenden Monats der Generaldirektor der Neu-Guinea-
Kompagnie E.
Wissmann, der die Geschäfte erst am 17. Juli 1890 übernommen hatte, ferner
8 andere Beamte derselben sowie 2 Beamte der Landesverwaltung zum Opfer fielen. Der
kaiserliche Kommissar
Fritz Rose übernahm nach dem Tode wissmanns (28. Februar)
interimistisch die Verwaltung und verfügte zunächst eine vorläufige Verlegung der Station
nach Stephansort an der Astrolabe-Bucht. Die Übersiedelung des Personals erfolgte Mitte März,
während die Gebäude im April verladen worden®). Gleichzeitig machte RoSE den, bald auch
in Berlin genehmigten Vorschlag, den Sitz der Verwaltung nach Friedrich Wilhelms-Hafen zu
verlegen. Mit der Anlegung dieser Station auf der Schering-Halbinsel wurde am 15. Juh ein
Anfang gemacht

Noch andere für die Kompagnie unerfreuliche Ereignisse hatte das Jahr zu verzeichnen.
Am 14. März scheiterte der Dampfer „Ottihequot;, Kapt.
Budde ®), auf dem Latent-Riff unweit

1)nbsp;Infolge der ungesunden Lage dieser Station beschloss man bereits im Laufe der nächsten Monate ihre Ver-
legung nach Pana Pompon vorzunehmen.

2)nbsp;Sir WiLT.iam Macgregor. Despatch reporting visit to the Louisiades. Ann. Report on Brit. New Guinea
1891—92, p. 31—33-

3)nbsp;Klip in Torres-straat. Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1891, N°. 45/J320, nach Notice to Mariners.
London 1891, N°. 510.

4)nbsp;Man gab ihr wenigstens diesen Namen, obgleich Chinin völlig versagte. E. Tappenbeck hält als Ursache den
Genuss minderwertiger Fleischkonserven für möglich. (Vortrag mit Lichtbildern der Deutschen Kolonialgesellschaft. Berlin
1901, p. 7)-

5)nbsp;Rose hatte vom 14.—21. Januar eine Fahrt nach Herbertshöhe unternommen, um die dort aufgeführten Gebäude
der Landesverwaltung zu besichtigen. (Deutsches Kolonialblatt. II. 1891, p. 291).

6)nbsp;Der Rest der Sachen traf erst am 19. Februar 1892 in der Astrolabe-Bai ein. (Deutsches Kolonialblatt. IIL
1892, p. 331).

7)nbsp;Nachr. K.W.L. VII. 1891, p. 3—7.nbsp;8) Ibid. p. 26—27.

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der Purdy-Inseln und am i8. Mai brach die als Hulk bei Stephansort benutzte Bark „Normaquot;
infolge schweren Wetters und starker Brandung zusammen

A. Stalio und B. Böhmermann 1891.

Der der Firma E. E. Forsayth in Ralum gehörende Dampfer „Eudoraquot; war im
Januar 1891 in der Nähe der Gardenijs-Insel [Lihir] gescheitert, worauf es dem Kaptiän A.
Stalio nach sechstägiger Bootfahrt gelang Herbertshöhe zu erreichen, um Hülfe zu holen. Die
bald darauf auslaufende „Sentaquot;, Kapt.
b. böhmermann, traf nach 14 tägiger Fahrt an der
UnfallsteUe ein und konnte den Rest der Mannschaft sowie einen grossen Teil der Ladung
in Sicherheit bringen. Ehe sie nach Herbertshöhe zurückkehrte, legte sie bei den Fead-lnseln
[Nuguria] an, um dem dort lebenden Händler der Firma
Forsayth Lebensmittel zuzuführen

Korv. Kapt. Voss 1891.

Die Kreuzerkorvette „Sperberquot;, Korv. Kapt. Voss (nicht Foss), war am 8. Januar 1891,
von den Samoa-Inseln kommend in Port Jackson eingetrofifen, wo sie bis zum 21. März hegen
blieb. Ihr nächstes Ziel war die Blanche-Bai auf Neu-Pommern, von der aus sie am 14. April
eine Untersuchungsfahrt antrat. An der Nordküste konnte festgestellt werden, dass weder
die Lage der Insel Watom, noch diejenige des Kaps Lambert [Tongilus] auf den Karten
richtig war. Ebensowenig vermochte man die Legelis-Untiefe wieder aufzufinden Hierauf
gelangte die Korvette nach den Französischen Inseln und vermochte aufs neue die Identität
der Gipps- mit der Nord-Insel festzustehen. Ihr höchste Spitze wurde zu 287 m. bestimmt.
Dem Nord-Insehiff entlang ging es an der Deslacs- und der Merite-Insel vorbei nach dem
Whirlwind-Rifif, das am 16. erreicht und näher untersucht wurde. Es setzte sich aus mehreren
Atollringen mit ungleichmässig sich erhebenden Rändern zusammen und lag in 4° 45,4\'S.,
148° 12,2\'E. Auf der Rückfahrt noch Matupi bemerkt das Schifif unter etwa
4° S.,
I48°45\'/2\'E. eine Untiefe, die als möglicherweise dem Ottilien-Rifif entsprechend angesehen
wurdequot;). Nach Erledigung dieser Aufgabe setzte der „Sperberquot; über die Marshall-Inseln seine
Fahrt nach Apia fort, wo er am 6. Juni eintraft).

Bodo von Moisy, Wilh. Seheidt und Chr. P. Bösch 1891.

Die Missionare G. Kunze und wilh. Scheidt hatten sich am 7. Mai 1891 auf der
„Ysabelquot; von der Astrolabe-Bai aus nach der Dampier-Insel begeben. Am folgenden Tage
kehrte
scheidt wieder zurück, worauf sein Amtsbruder Chr. F. BöSCH und der Stationsbeamte
Bodo von Moisy sich an Bord des Schiffes begaben, das nunmehr nach der Franklin-Bai
dampfte. Am 27. wurden alle drei nebst 14 Arbeitern im Dorfe Laden der Landschaft Malala
ermordet und beraubt«).

1)nbsp;Nachr. K. W. L. VII. 1891, p. 27—28.

2)nbsp;Aus dem Bismarck-Archipel. Deutsches Kolonialblatt. II. 1891, p. 291—292.

3)nbsp;Nach der Bestimmung des Kriegsschiffes. „Cormoranquot; im Jahre 1899 liegt die Südspitze dieses Riffes in
4° 42\'S., 148° 17,3\'E.

4)nbsp;Diese Annahme dürfte zutreffend sein. Gegenwärtig wird als Position angenommen 4°32\'S., 148° 46\'E.

5)nbsp;Reisechronik der Schiffe und Fahrzeuge der Kaiserl. Marine. Ann. der Hydrographie. XIX. 1891, p. 518. —
Hydrographisches aus dem Neu-Guinea-Schutzgebiet. Ibid. 473—478.

6)nbsp;G. Kunze. Im Dienste des Kreuzes. Barmen. 2. Aufl. 1901, Heft 2, p. 30. — Die Ermordung der Missionare
Scheidt und Bösch. Berichte der Rhein. Missions-Gesellsch. Barmen
1891, 324—331. — Nachrichten über Kaiser Wilhelms-
Land. VII.
1891, p. 13, 14.

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Ludwig Kärnbach ±1891.

Ohne genauere Angabe des Zeitpunktes, aber etwa im Jahre 1891, trat Ludwig Kärn-
bach
von Butauèng an der Langemak-Bucht aus eine Segelbootfahrt nach dem Huon-Golf
an. Nachdem er den Dreger- und den Schneider-Hafen durchfahren hatte, bheb er über Nacht
bei der kleinen Insel Mègim. Am nächsten Morgen gelangte er nach Tigedu, wo er bei den
Eingeborenen Massoirinde bestellte, von der er sich Wunder für Gewinn versprach. Nach i\'/^
stündiger Fahrt wurde das im Hänisch-Hafen hegende Oli Gedu, das letzte vom Stamme
Jabim bewohnte Dorf erreicht. Ein halbstündiger Marsch längs des Strandes brachte ihn nach
Taminu Gedu, das von Tami-Insulanern besiedelt worden war. Auf der Weiterfahrt gelangte
er nach dem Passiren des Königstuhls nach Bugemgin, dem ersten Dorf der Landschaft Bukaua,
nachdem Arkona [Gundu] gerundet worden war, nach dem Hauptdorf Bukaua und endlich nach-
mittags noch nach der Mündung des Adler-Flusses [Bu Su], Eine halbe Stunde stromaufwärts
traf
Kärnbach am Fusse des Bung-Berges das Dorf Lugamo an. Nachdem das Boot die Segel
gesetzt hatte, ging es an der Mündung des Markham-Flusses [Bu Si] vorbei nach dem Herzog-See,
der nach \'/2 stündigem Rudern durch einen 20 Fuss breiten Kanal erreicht wurde. Die Bewohner
der 9 in ihm liegenden Pfahldörfer lebten der Hauptsache nach vom Fischfang. Nachdem
Kärnbach seine Fahrt noch bis zum Samoa-Hafen ausgedehnt hatte, kehrte er über Bukaua
und Tigedu nach Butauèng zurück

Mission vom Heiligen Herzen Jesu 1891.

Den 1890 nach Neu-Pommern entsandten Missionaren vom Heiligen Herzen Jesu (s. oben
p. 520), folgten 1891 J. N.
Kieft, G. J. Huser, A. Friedebach und F. Lakasse, die am 17.
Oktober in Herbertshöhe eintrafen. Der im Dezember 1890 zum Bischof von Lero i. p. i. geweihte
Louis CouppÉ, der bereits auf Britisch-Neu-Guinea tätig gewesen war (s. oben p. 378, 406, 446,
466) schiffte sich zur Übernahme des apostolischen -Vikariats am 16. September in Genua auf
dem Dampfer „Priokquot; ein in Begleitung von 4 Priestern und 6 Nonnen. Von Singapore aus
gelangte er auf dem Dampfer „Niersteinquot; nach Neu-Guinea und endlich am 20. Dezember
nach Herbertshöhe. Die ebenfalls für Neu-Pommern bestimmten 3 Priester und 5 Nonnen,
welche am 6. November Marseihe verlassen hatten, begaben sich zunächst nach Sydney

Johannes Flierl 1891—92.

Nachdem die Missionare der Neuendettelsauer Mission von ihrer Station Simbang aus
im November 1891 eine Forschungsreise nach der im Hinterlande hegenden Landschaft Kai,
auf der die Dörfe Mèming [Memming], Gulungeo und Korboro besucht würden, unternommen
hatten®), trat
joh. Flierl Anfang 1892 einen Marsch von Busum aus über Katika am Bu
Sim nach Bonga an, das 6 Stunden von Simbang entfernt lag und kehrte auf demselben
Wege wieder zurück. Am 3. März gelangte er vom Dorfe Sankalago nach Dobeo, das von

1)nbsp;L. Kärnbach. Eine Bootsfahrt durch den Huongolf in Kaiser Wilhelms-Land. Deutsche Konialzeitung. X.
1893, p. 170—173.

2)nbsp;Zur deutschen Südsee. Gott will es! V. München-Gladbach 1893, p. 62—64. — K. Hespers. Die katholischen
Missionen in den deutschen Schutzgebieten. IV. iSgi. Berlin 1S92, p. 67., V. 1892, p. in—113.

3)nbsp;J. Deinzer. Die Neuendettelsauer Heidenmission in Neu-Guinea (Kaiser Wihelms-Land). Allgem. Missions-Zeitschr.
XIX. Berlin 1892, p. 34—41. ■—■ E.
Wallroth. Die evangelische Missionsthätigkeit in den deutschen Schutzgebieten.
Koloniales Jahrbuch. VL 1893. Berlin 1894, p. 105—106.

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Angehörigen der Landschaften Kai und Jabim bewohnt war, über Wäne [WonneJ, Hembongko,
Gunggnugu nach der Kuppe des Sattelberges [Kekagalu], dessen Höhe zu
970 m. bestimmt
wurde. Zehn Tage später fand
flierl einen bequemeren Pfad, der von Bumi über Katika,
Dobeo und Nagimu bei Hembongko nach dem Sattelberg führte. Am 8. November wurde auf
ihm mit der Errichtung einer Station, die der Leitung von
Flierl unterstellt wurde, be-
gonnen, während der seit
1891 ansässige Missionar Adam Hoh die Verwaltung von Simbang
übernahm \').

quot;Willy von Puttkammer 1891.

Der 1891 in das Schutzgebiet zurückgekehrte Beamte der Neu-Guinea-Kompagnie,
W.
VON Puttkammer untersuchte im Juli das Hinterland von Friedrich Wilhelms-Hafen,
die sogenannte Jomba-Ebene. Er fand den westlich von der Schering-Halbinsel mündenden
Fluss Gauta bis 1
,5 km, stromaufwärts bequem befahrbar. Alsdann machte aber eine quer durch
ihn streichende Bank von Korallenkalk den Fluss unpassirbar. Ferner erreichte
VON PuTT-
kammer auch den Mittellauf des Marien-Flusses [Gum], Seiner Schätzung nach sollte die Ebene
samt dem Hügelland etwa
3500 ha. für Tabakskultur vorzüglich geeignetes Land bieten Ausser
dieser Station Jomba wurde eine zweite bei Maraga unweit der Gorima-Spitze errichtet

Astrolabe-Kompagnie 1891^—92.

Die im Jahre 189O begonnenen Unterhandlungen, welche die Gründung einer Pflan-
zungsgesellschaft für Tabak bezweckten, führten am
27. Oktober 1891 zu der Konstituirung
der
Astrolabe-Kompagnie mit einem Grundkapital von 2 400 000 Mark. Sie erhielt von der
Neu-Guinea-Kompagnie ein geeignetes Grundstück an der Astrolabe-Bai angewiesen, wofür diese
als Gegenleistung Anteilsscheine empfing Die Baumaterialien, Lebensmittel sowie die für
die Kultivirung des Landes erforderhchen Kulis wurden von den Dampfern „Schwalbequot;,
(23.
August 1891) „Niersteinquot; (27. Oktober 1891 und 4. Januar 1892) und „Dewawongsequot; (5. Dezember
1891 und Februar 1892) herbeigeschafft.

Schliesslich entschloss die Neu-Guinea-Kompagnie sich der Astrolabe-Kompagnie auch
die Stationen Erima (i. Januar
1892) und Stephansort (i. März 1892) abzutreten, so dass ihr,
da die Station Hatzfeldt-Hafen aufgelöst wurde nur noch die Stationen Friedrich Wilhelms-
Hafen und Konstantin-Hafen verbheben. Die Leitung der Besitzungen der Astrolabe-Kompagnie
befand sich anfangs in der Hand des Regierungsrates
Fritz Rose, der zugleich steUvertretender
Direktor der Neu-Guinea-Kompagnie war. Am i. Juni
1892 wurde sie dem zum Hauptver-
walter ernannten W.
von Puttkammer übertragen

1)nbsp;Eine Recognoscirungsfahrt ins Kai. Kirchl. Mittlg. aus und über Amerika, Australien und Neu-Guinea. XXIV.
1892, p. 33—38 (nicht zugänglich).

2)nbsp;Er war 1890 nach Deli auf Sumatra gesandt worden, um die Fermentation des Tabaks kennen zu lernen, und
nach einem in Deutschland verlebten Urlaub nach Neu-Guinea zurückgekehrt.

3)nbsp;Nachr. K.W.L. VIL 1891, p. 19—-20.nbsp;4) Ibid. VIIL 1892, p. 21.

5)nbsp;Ibid. VI. 1890, p. 78., VII. 1891, p. 18—19, 2I-: VIIL 1892, p. 21.

6)nbsp;Die Kompagnie wurde zu dieser Auflösung (18. November 1891) durch die feindselige Haltung der Einge-
borenen, gegen die ihr nur unzureichende Schutzmittel zur Verfügung standen, gezwungen. Ausserdem stand auch der
Boden an Brauchbarkeit demjenigen der Astrolabe-Ebene nach. (Deutsches Kolonialblatt. III.
1892, p. 80).

7)nbsp;Die Astrolabe-Kompagnie. Deutsches Kolonialblatt. III. 1892, p. 82. —Nachr. K.W.L. VIIL 1892, p. 31.-—
Koloniales Jahrbuch. V, 1892. Berlin 1893, P- 260—262. — Im Juni 1893 übernahm Cürt von Hagen die Hauptver-
waltung mit der sonderbaren Bestimmung, dass
von Puttkammer abwechselnd mit ihm die Geschäfte führen sollte.

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Samuel Fenichel 1891—93.

Der Zoologe samuel Fenichel verband sich 1891 mit albert Grubauer zu einer
Forschungsreise nach Kaiser Wilhelms-Land. Sie wandten sich zunächst um Auskunft an die
Neu-Guinea-Kompagnie, „welche aber — wie es scheint — die Lösung und den Weg uns zu
erschweren trachtet. Diese Gesellschaft hält unsere Mission sehr im Verdachtquot;.
fenichel
dampfte am 30. September 1891 von Hamburg ab, während Grubauer erst am 15. Oktober
in Genua an Bord des Dampfers kam. Infolge der von selten der Neu-Guinea-Kompagnie zu
gewärtigenden Schwierigkeiten hatten sich beide entschlossen den holländischen Anteil auf-
zusuchen, mussten aber bei ihrer Ankunft in Surabaja erfahren, dass dort die Cholera ausge-
brochen sei. Sie kehrten mit demselben Schiffe nach Singapore zurück und traten von dort
aus am 15. Dezember die Weiterfahrt nach Konstantin-Hafen an, wo sie am 24. landeten
und während der nächsten Monate in der Umgebung jagten. Mitte März trat
GrUBAUER,
ohne Abschied zu nehmen, die Rückreise nach Europa an, so dass Fenichel fast mittellos
dastand. Das Ungarische National-Museum bewilligte ihm eine Summe, wodurch er in den
Stand gesetzt wurde seine Sammeltätigkeit an der Astrolabe-Bai fortzusetzen Sein Plan, eine
Expedition nach dem Finisterre-Gebirge zu unternehmen, kam nicht zur Ausführung. Zwar
hatte er im Dezember 1892 von Bongu aus, wo er sich in der zweiten Hälfte des Jahres
niedergelassen hatte, eine zehntägige Exkursion nach dem Hinterlande, auf der er bis in
lOOOm.
Höhe gelangte, unternommen, aber bereits im März 1893 wurde er vom Schwarzwasserfieber
dahingerafft

David Burke 1891.

Wie E. St. VrIz mitteilt unternahm der im Auftrage der Firma James Veitch
and Sons
in Chelsea, London S W., tätige Pflanzensammler David Burke von Andai aus
eine Besteigung des Arfak-Gebirges, auf der er bis zum Dorfe Hatam gelangte. Er fand bei
dieser Gelegenheit eine neue Orchidee doch hat er auch tierische Objekte gesammelt
Auf meine Anfrage hatte die obenerwähnte Firma die Güte mir mitzuteilen, dass
BuRKE
zweimal in Neu-Guinea gewesen, dass ihr aber Einzelheiten über seine Reisen unbekannt seien.

1)nbsp;O. Staudinger teilt mit, dass Grubauer um 1891 in Konstantin-Hafen Schmetterlinge gesammelt hat. (Iris.
VI. Dresden
1893, p. 351). Sonst habe ich ausser in der Arbeit von Herman seinen Namen im Zusammenhang mit
Neu-Guinea nur noch einmal kurz erwähnt gefunden. (Zeitschr. Gesellsch. f. Erdk. Berlin
1909, p. 271).

2)nbsp;Otto Herman. Erinnerung an Samuel Fenichel. Aquila. A Magyar Ornithologia Központ Folyöirata. I.
Budapest
1894, p. 69—71. — Julius v. MadarAsz. Samuel Fenichels ornithologische Ergebniss aus dem Finisterre-Gebirge.
Ibid. p.
72—106. — B. Hagen. Unter den Papua\'s. Wiesbaden. 1899, p. 140. —^ J. Janko. Beschreibender Catalog der
ethnographischen Sammlung Ludwig Birö\'s aus
Deutsch-Neu-Guinea. Budapest 1899, p. VII. (In diesem Buche lässt der
Autor
Fenichel erst im Jahre 1894, und zwar am Gallenfieber, sein Ende finden). — Ausser in einigen der bereits
erwähnten Werke finden sich noch Beschreibungen der von ihm gesammelten (3bjekte in den folgenden Abhandlungen:
L.
v. Mehely. Beiträge zur Herpetologie von Neu-Guinea. Termeszetrajzi Füzetek. XVIII. Budapest 1895, p. 128—136.—
F. Förster
. Odonaten aus Neu-Guinea. Ibid. XXI. 1898, p. 271—302. — H. Rebel. Über neue Rhopaloeeren. Ibid.
XXI.
1898, p. 368—380.

3)nbsp;Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. IX. Berlin 1893, p. 30.

4)nbsp;Reise nach Neu-Guinea. Petermanns Mittlg. XLIV. 1898, p. 233.

5)nbsp;R. Allen Rolfe. Coelogyne Veitchii. Royal Gardens of Kew. Bull, of Mise. Information. London 1895, p.
282. — J. D. H[ooker]. Coelogyne Veitchii. Native of New Guinea. Curtis\'s Botanical Magazine. (3) LVI. London
1900, tab, 7764.

6)nbsp;Oldfield Thomas. On some new Phalangers of the Genus Pseudochirus. Proceed. Zoolog. Soc. London 1892,
p. 144. — A. G. Butler. On the Butterflies of the Genus Charaxes. Journ. Linn. Soc. (Zoology). XXV. 1896, p. 395-

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;68

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Er dürfte mit dem oben p. 465, 472 und 492 erwähnten BURKE (also nicht G. L. Burke)
identisch sein.

J. A. Scherpbier 1891.

Mit dem Jahre 1890 war der Kontrakt der Indischen Regierung mit der Nederlandsch-
Indische Stoomvaart-MaatscHAPPIJ
erloschen. Die an ihre Stelle getretene Koninklijke
Paketvaartmaatschappij
hatte den Postdienst übernommen und war zugleich von der
Regierung veranlasst worden regelmässige Fahrten nach Neu-Guinea einzustellen, was besonders
im Hinbhck auf die Entwickelung der Verhältnisse im deutschen und englischen Anteil sehr
wünschenswert erschienen war. Diese Fahrten, die 1891 ihren Anfang nahmen, dehnten sich
an der Nordküste bis zur Humboldt-Bai und an der Südküste bis zum 141° aus, welche
Strecke vom Dampfer „Camphuysquot;, Kapt. J. A.
scherpbier, im Frühjahr zum erstenmale
besucht wurde. Als das Schiff im Juni abermals längs der Küste fuhr, wurde ein grosses
Dorf bemerkt, doch kam man mit seinen Bewohnern nicht in Berührung. Zum drittenmale
wurde eine derartige Fahrt im Herbst desselben Jahres unternommen \').

„Dr.quot; Montague 1891—92.

An der vierten Fahrt des ebengenannten Dampfers „Camphuysquot; nahm im Auftrage
des Residenten von Ternate der Postenhalter von Patani, G. W.
VAN Ahee, teil. Nachdem
das Schifif am 31. Januar 1892 der Vorschrift gemäss bis an die Grenze gelangt war, kehrte
es um und liess am folgenden Tage angesichts eines Dorfes ein Boot abgehen. Unweit des
Strandes kam ihm ein Kanu entgegen, in dem sich zur allgemeinen Überraschung ein Weisser
befand, der sich als Dr.
MoNTAGUE vorstellte. Es wurde hierauf das als Sileraka bezeichnete
Dorf, das in Wirklichkeit aber Sarire heisst, aufgesucht, worauf
VAN Ahee in demselben ein
Wappenschild anbringen liess Kapt.
SCHERPBIER gewährte MONTAGUE freie Fahrt bis
Amboina, wofür dieser als Gegenleistung einen schriftlichen, von einer Karte begleiteten
Bericht über seine Erlebnisse hinterliess In diesem wird erzählt, dass er sich im März 1891, im
Auftrage der
Church Medical Missionary Society zu London, ungeachtet der Warnungen des
Resident Magistrate in Mabudauan, in dem 20 miles oberhalb der Mündung, am Morehead-Fluss
liegenden Dorfe Barpilominka niedergelassen habe (Fig. 53)quot;). Am Dienstag, den 21. April®)
sei ein Überfall von etwa 300 Tugeris erfolgt, bei dem ein Dorfbewohner den Tod und zwei

1)nbsp;Koloniaal Verslag van 1892, p. 23.nbsp;quot;

2)nbsp;Von seinen Fahrten nach diesem Gebiet hat Scherpbier auch einige Ethnographica mitgebracht, die von
J. D. E.
Schmeltz beschrieben wurden. (Beiträge zur Ethnographie von Neu-Guinea. Internat. Arch. f. Ethnogr. VIIL
1895, p. 153—165).

3)nbsp;Leven en zendingswerk onder \'de Tugere-zeeroovers door Dr. Montague. Batavia 1892 12 pp. (autogr.) mit
Karte (Einleitung von J. A.
Scherpbier und Nachschrift von Jhr. L. P. D. Op ten Noort). —• Dr. Montague\'s verslag
omtrent zijn verblijf bij de Tugere\'s. Maandberichten van het Nederlandsch Zendelinggenootschap. XCIV. Rotterdam 1892,
p. 81—92. — Een bericht van den zendeling Montague over Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardrijksk. Genootsch.
(2) IX. Leiden 1892, p. 506—512, 1003, kaart N°. XIV. — Dr. Montague\'s gevangenschap bij de Tugere\'s. Algemeen
Handelsblad. Amsterdam, 3 April 1892., hieraus: Dr. Montagues Gefangenschaft unter den Tugerekannibalen. Globus LXI,
1892, p. 268—279., LXII, p.
ho.

4)nbsp;Da sich das Original für die photographische Reproduktion nicht eignet, ist Fig. 53 der Kopie in Tijdschr.
K. Nederl. Aardr. Gen. (2) IX. 1892, Kaart XIV entnommen worden. Da sie keinen Wert besitzt, unterlasse ich es auf
die Unstimmigkeiten, die der Wiedergabe anhaften, einzugehen.

5)nbsp;Der 21. April 1891 war gar kein Dienstag, sondern ein Donnerstag.

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andere Verwundungen davontrugen. Nachdem Montague u. a. auch seiner medizinischen
Instrumente beraubt worden war, sei er als Gefangener weggeführt worden. Nachdem abends
die Mündung erreicht worden, habe man den Toten geröstet und buchstäblich aufgezehrt,
worauf die Tugeris die Heimfahrt nach Sileraka ihrem Wohnsitz, angetreten hatten Nach
dreimonatiger Haft habe es sich ermöghchen lassen, einen Fussmarsch längs der Küste bis zur
Prinses Marianne-Strasse zu unternehmen, auf dem er zahlreiche F^lüsse und Inseln habe

entdecken können Dabei habe er überall freundhche Aufnahme gefunden. Die folgenden
Monate seien endlich darauf verwendet worden, um die Eingeborenen in erfolgreicher Weise
in den Anfangsgründen der christlichen Lehre zu unterrichten

1)nbsp;Der wirkliche Name lautet wie erwähnt Sarire.

2)nbsp;In einem, am 2. April 1892 in die Hände von Macgregor gelangten Schreiben heisst es, dass er „had
travelled along the Dutch coast and had started missionary work among the Tugeri. He claimed to have gained sufficient
influence among them to detain them at home in future, and to stop their raids into this Possessionquot;. (Ann. Report on
Brit. New Guinea
1891—92, p. 49). Von einem Überfall am Morehead-Fluss ist mit keinem Worte die Rede. Wie sich
übrigens bei dieser Gelegenheit herausstellte, war
Montague wirklich Anfang 1891 der Gast des Resident Magistrate in
Mabudauan, J. B.
Cameron, gewesen, bei dem er sich aber nur als Reisender eingeführt hatte.

3)nbsp;Montague gibt Moluka (Moletka auf seiner Karte) als einheimische Bezeichung an, doch ist dieser Name
niemals wieder gehört worden. Auf den neuesten Karten findet sich der Name Muli.

4)nbsp;Es besteht an der ganzen Küste nur eine einzige Insel, nämlich die seit Jahrhunderten bekannte Fledermaus-
Insel [Habeke].

5)nbsp;Die einzigen greifbaren Beweise seiner Anwesenheit hat Montague in Gestalt zweier von ihm gezeugter
Knaben hinterlassen, die, wie Herr Dr. H. A.
Lorentz mir freundlichst mitteilte, 1907 noch am Leben waren. Dieses
„Hineinheiratenquot; wird wohl der Hauptgrund gewesen sein, dass er unter diesen Leuten unangefochten hat leben können.

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Die vorstehenden Angaben erregten allgemeines Aufsehen, aber bereits sehr bald sollte
sich herausstellen, dass dieser
Montague eine zum mindesten höchst zweifelhafte Persön-
lichkeit war. Wie H.
wichmann zunächst feststellte, gab und gibt es gar keine Church
Medical Missionary Society.
Die einzige an der Südküte tätige protestantische Missions-
gesellschaft, die
London Missionary Society aber zählte Montague nicht zu ihren Mitar-
beitern
1). Die Utrechtsche Zendingsvereeniging vermochte festzustellen, dass ebensowenig
ein Arzt dieses Namens in den Registern Englands eingetragen war Endhch teilte die
Koninklijke Paketvaart-Maatschappij durch ihren Generalagenten in Batavia, Jhr. L. P. D.
Op ten Noort, mit, dass Montague unentgelthch Passage bis Batavia gewährt worden sei,
dass ihn aber der dortige britische Konsul, bei dem er sich um freie Fahrt nach Europa
bemüht, argwöhnisch abgewiesen habe. In Singapore sei es endgültig festgestellt worden, dass
er sich falscher Angaben bedient habe

Wir könnten diesen Abenteuer, dessen Persönlichkeit bis zur Stunde nicht festgesteUt
worden ist, seinem weiterem Schicksale überlassen, wäre es nicht, dass der Geograph J. F.
Niermeyer wieder einmal das Bedürfnis gefühlt hätte Mohrenwäsche vorzunehmen. Er kam
durch die „Nachprüfungquot; der MONTAGUEschen Kartenskizze zu dem Resultat: „Niet aUeen
dat de dorpen op Montague\'s kaart bezuiden de Merauke-rivier langs de kust geteekend, alle
door Kroesen zijn aangetroffen, maar dat ook Montague\'s tekst juiste beschrijvingen geeft van
den levensstaat der Papoea\'s, die veel hooger is, dan men wel verwacht hadquot; Y. Bei der leider ihm
nicht allein eigenen Kritiklosigkeit kam es ihm gar nicht in den Sinn sich von der Richtigkeit
der übrigens fingirten Angaben von J. A.
Kroesen zu überzeugen Jeden Gelehrten hätte
gerade die Tatsache, die auch
Niermeyer nicht entgangen war, dass nämhch die Namen
der Ortschaften bei beiden gleichlauteten, stutzig gemacht, da ihre Transkription im Enghschen
und Holländischen nicht überall die gleiche hätte sein können. Aber abgesehen hiervon hätte
die Bemerkung des Postenhalters G. W.
van Ahee, der bekundet, dass er „geheel zonder
vrucht gebruik gemaakt van de woordenlijst, in den aanvang van 1892 verkregen van den
zich noemenden Dr. Montaguequot;, sowie der Ausspruch des Kapt. Leutn. z. See R. C. A. L.
Jansen van Afferden, „de latere ondervinding heeft geleerd, dat de rapporten van dien
vermoedelijken pseudo-dokter veel onjuistheden bevattenquot; c), bereits zur Vorsicht mahnen
müssen, umsomehr als es sich um eine Angelegenheit handelt, die wie gewöhnlich
Niermeyer
zu beurteilen ganz ausserstande war. Dass es ihm überhaupt gar nicht um die Ermittelung
der Wahrheit zu tun war, ergibt sich ferner daraus, dass er es wohlweisslich unterliess die
falschen Angaben zu berichtigen, als es sich heraussteUte, dass fast kein einziger der von
Montague angeführten Namen mit den wirklichen übereinstimmt Dass MontagUE in Sarire

1)nbsp;Petermanns Miulg. XXXVIIL 1892, p. 223, s. auch Nature. XLVL London 1892, p. 258.

2)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. (2) V. 1892, p. 190.

3)nbsp;Petermanns Mitteilungen, XXXVIIL 1892, p. 294—295.

4)nbsp;De Zuidkust van Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XVIIL 1901, p, 956—957., s.
auch Petermanns Mittlg. XLVIII.
1902, p. 119.

5)nbsp;Koloniaal Verslag van 1895, P- 29.

6)nbsp;Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht 1892—93. \'s Gravenhage 1894 p. 512.

7)nbsp;Man vergleiche mit der Karte von Montague die neueren offiziellen Aufnahmen: Zuidwest- en Zuidkust
Nieuw-Guinea i : i.oooooo. \'s Gravenhage. Min. van Marine
1908, N°. 154 sowie Schetskaart van Nieuw-Guinea (Nederl.
Gebied) I : i.ooo
000. Batavia 1909, Blad IIL Bereits G. P. Rouffaer hatte hervorgehoben, dass ein grosse Anzahl der
Namen bei
Montague falsch ist. (Tijdschr. Kon. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXV. 1908, p. 618-619). Ebensowenig.

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gewesen ist und sich dort eine zeitlang aufgehalten hat, ist von niemand bestritten worden,
ebensowenig als es niemand
— Niermeyer natürlich ausgenommen -— bestreiten wird, dass
er sich einer Reihe von unwahren Angaben schuldig gemacht hat. Worauf es für uns ankommt,
ist, ob seine Mitteilungen über ein damals so gut wie unbekanntes Gebiet Vertrauen verdienen.
Welchen Wert seine Karte besitzt, haben wir bereits gesehen. Sein Wörterverzeichnis kann
nach dem von
van Ahee darüber gefällten Urteil und nach einem Vergleich mit dem aus-
führlichen Vokabular von
J. Seijne Kok \') nicht höher eingeschätzt werden. Einige Angaben
über die Lebensweise der Eingeborenen haben sich dagegen als zutreffend herausgestellt, andere
dagegen als unwahr. Seine medizinischen Kenntnisse endlich können ebensowenig hoch ein-
geschätzt werden. Zwar redet er über Beri-Beri und Tinea desquamans, aber es ist abermals
bezeichnend, dass er die so verbreitete Hautkrankheit Cascado für Lepra ansieht.

J. Bensbach 1892.

Der Resident von Ternate, J. Bensbach, unternahm während der Monate April und
Mai 1892 eine Fahrt nach der We.st- und Südwest-Küste von Neu-Guinea auf dem Regierungs-
dampfer „Zeemeeuwquot;, Kapt.
U. Uges. Nach einem Besuch von Rumbati und Patipi am Mac
Cluer-Golf, dampfte das Schiff nach dem Kampong Baru [Tagar Tuping] in der Landschaft
Kapaür, wo sich herausstellte, dass dieser mit dem benachbarten Pasir Puti auf dem Kriegsfusse
stand. Auch die Insel Karas wurde besucht Bei dieser Gelegenheit wurde am 6. Mai
nördlich von Adi, in etwa 4° 8\'40quot; S., 133° 4172\'^- ^^^ \'^er Fahrt nach der Kaimana-Bucht ein
Riff und auf der Rückfahrt östlich von Pulu Baru (Kanari-Inseln) unter etwa 1° 42\' S., 129° 48\' E.
ein untermeerischer Felsen entdeckt

In der Zeit vom 10. Oktober bis 18. November wurde eine Fahrt nach Waigeu,
Waigama, Misol, Salawati und ferner längs der Nordküste bis zur Humboldt-Bai unternommen,
über die nur wenig Einzelheiten bekannt geworden sind. Zu Ansus an der Südküste von Japen
konnte
Bensbach zwei geraubte Eingeborene in Freiheit setzen. Wie üblich, wurde auch Doré
ein Besuch abgestattet

G. L. Bink 1892.

In der Absicht sich über die an der Humboldt-Bai herrschenden Verhältnisse für die
Zwecke der Mission zu orientiren, schiffte sich der auf der Insel Ron im Geelvink-Busen stationirte
Missionar G. L.
BiNK am 30. April 1892 auf dem Postdampfer „Camphuysquot; ein, der auf der
vorgeschriebenen Fahrt auch bei Ansus an der Südküste von Japen und bei der Insel Djamna
anlegte. Am 2. Mai erfolgte die Ankunft in der Humboldt-Bai, worauf
BiNK sich am nächsten

vermochte Le Hunte in Jahre 190g, bei seinem Besuch des Morehead-Elusses, das von Montague erwähnte Barpilominka
ausfindig zu machen. Es hatte auch vor ihm an der erwähnten Stelle niemand eine Niederlassung bemerkt, sondern erst
viel weiter stromaufwärts.

1)nbsp;Het Halifoersch, zooals dit gesproken wordt ter Zuid-Oostkust van Nederlandsch Nieuw-Guinea. Verhandel,
van het Batav. Genootsch. van K. en W. LVI. N°. 4. Batavia 1906.

2)nbsp;Koloniaal Verslag van 1893, P- 28.

3)nbsp;Es geht dies aus einem Auszug aus dem Logbuch hervor, den Herr J. W. van Nouhuys so freundlich war
mir zur Verfügung zu stellen.

4)nbsp;Riffen gevonden op de W. kust van Nieuw-Guinea. Bericht van Zeevarenden. \'s Gravenhage 1892, N°. 169/70
1213. — Sunken Rocks Northward of Adi Island und North-westward of Misool. Naut. Mag. LXI. 1892, p. 965.

5)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging, (2) VL 1893, p. 71—72.

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Morgen nach der inneren [Jotefa-] Bai rudern liess. Er besuchte hier das Dorf Tobadi und
darauf die kleine Insel Metu Débi auf der er einen seit 5 Monaten ansässigen Ternatanen
antraf. Nachmittags trat
Bink die Heimfahrt auf dem „Camphuysquot; an, doch schien ihm die
Sache aussichtsvoll genug, um im folgenden Jahre zu einem längeren Aufenthalt zurückzukehren

William Doherty 1892—93.

In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hat william Doherty wiederholt
Reisen nach dem niederländischen Anteile von Neu-Guinea unternommen, wo er im Auftrage
von Sir
Walter Rothschild zoologische Sammlungen für das Museum in Tring anlegte.
Die Absicht, eine Beschreibung seiner Fahrten herauszugeben, ist infolge seines frühzeitigen
Todes (25. Mai 1901) nicht zur Ausführung gelangt. Es ist das Verdienst von
Ernst Hartert
die hinterlassenen Tagebuchblätter veröffentlicht zu haben, aus denen zunächst die auf die
Jahre 1892 und 1893 bezugnehmenden Stellen mitgeteilt werden mögen 2).

1892. „Ternate. Trip to Halmaheira or Gilolo. Departure for New Guinea. New insects
at Gani Coast along Humboldt Bay. Engage Kasim, a Trepang fisherman^), and its slaves.
Take possession of an island % Peace with natives. Devil house at Yutafa Young men there.
A naked race\'). Girls swimming from Ingeros ®). German pictures. Subordinate tribes at
Anaphir®). First dangerous encounters with Sentani people. Discovery of Lake Sentani and
its Lake vihages Escape to the bay. Visit of Sentani people to my people. — Great sen-
sation — peace made. Pambu get lost. Brought back by Tombât people. Trouble with the
old chiefquot;). Arrival of a man - of - war in outer
bay\'2). Reach it with difficulty. Volcanic
bay of Tana Mera i®). Terfia Dangerous landing at Biakand Korrido^®); discover new
insects. Our ship attacked at Ansus, in Jobi\'\'). Peace made. Yaur Stay at Wandesi; no
paths there. Reach Dorey and go to Andai. Dutch missionaries and native converts. Slave

1)nbsp;Tocht van Br. Bink naar de Humboldtsbaai. Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. (2) VI.
1893, p. 4—8.

2)nbsp;William Doherty. Obituary. Novitates Zoologicae. VIII. Tring 1901, p. 500—501.

3)nbsp;Gan6 di dalam an der Westküste der Südhalbinsel von Halmahera.

4)nbsp;Das wird der oben von Bink erwähnte Ternatane gewesen sein.

5)nbsp;Metu Debi.

6)nbsp;Damit war der Karawari von Tobadi, der mit dem Teufel übrigens nichts zu tun hat, gemeint. Jotefa ist der
Name des Stammes.

7)nbsp;Daher auch von den Malaien Papua Telandjang genannt.

8)nbsp;Ingras ist ein nur wenige Minuten von Metu D6bi entfernt, im Wasser liegendes Pfahldorf.

9)nbsp;Nafrl [Waba], das am Südufer der Jotefa-Bai liegt. Der dort hausende Stamm ist ganz unabhängig und spricht
auch eine andere Sprache.

10)nbsp;Hieraus geht mit Sicherheit hervor, dass Doherty wirklich der erste Europäer war, der den Sentani-See besuchte.

11)nbsp;Damit war der Korano von Tobadi gemeint.

12)nbsp;Es war dies kein Kriegsschiff, sondern der Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot;, der in der ersten Hälfte des
November
1892 in der Humboldt-Bai eintraf. — Nebenbei bemerkt, entdeckte das Schiff bei dieser Gelegenheit ein Riff
mit
3V2 Faden Wasser in etwa 2°33V3\'S., 140° 43V2\'E. (Bericht aan Zeevarenden. Batavia 1892, N°. 25., hieraus
-Bericht aan Zeevarenden \'s Gravenhage
1893, N°. 19/115. — Nachr. f. Seefahrer. XXIV. Berlin 1893, N°. 252, p. 84).

13)nbsp;Dieser Irrtum wird wohl durch die ziegelroten Laterite, welche am Osteingang der Tanah Merah-Bai anstehen,
veranlasst worden sein.

14)nbsp;Tarfia am Westufer der Matterer-Bai.

15)nbsp;Wiak, die östliche Schouten-Insel.

16)nbsp;Korido an der Südküste von Supior, der westlichen Schouten-Insel.

17)nbsp;Ansus an der Südküste von Japen.

18)nbsp;Jäur am Westufer der Umär-Bai, die sich an der Südküste des Geelvink-Busens befindet.

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trade encouraged by the missionaries Collecting in the island of Ron. Sickness at Andaiquot;.
1893. „Dangerous expedition to Jobie. We suffer from Beri-Beri. Leave island and return to
Ternate by slow degreesquot;

Richard Semon 1892.

Am 13. Juni 1891 trat R. Semon von Jena aus eine an wertvohen Resultaten reiche
Studienreise nach Australien an, wo er am 31. Juh in Adelaide landete. Seinen vom 13.
Februar bis 4. April 1892 währenden Aufenthalt auf der Thursday-Insel verwendete er auf
die Untersuchung dieser und anderer Inseln der Torres-Strasse, nämlich Wednesday-, Tuesday-,
Hammond-, Double-Insel und Strait-Felsen. Er segelte alsdann in Begleitung von R.
Sholto
Johnston Douglas
auf dem gecharterten Kutter „Heklaquot; nach Neu-Guinea ab, passirte am
7. April den Bramble Cay und landete am 10. auf der Yule-InseP). Bereits am folgenden Tage
ging es in einem Walboot durch den Hall-Sund und den St Joseph-Fluss eine Strecke aufwärts.
Nach einem Besuch von Pinupaka an der Westecke des Hall-Sundes wurde die Fahrt längs
der Küste in nördhcher Richtung fortgesetzt und darauf in den Poimo eingelaufen. Abends
erfolgte die Ankunft in Mohu. Am 12. besuchte
Semon die benachbarten Dörfer Miori und
Erine, musste aber am 13. die Rückfahrt antreten, da er auf die beabsichtigte Fahrt auf dem
St. Joseph-Fluss infolge seines starken Anschwehens verzichten musste. Von der Yule-Insel, ging
der Kutter bereits des Nachmittags wieder unter Segel und ankerte die Nacht über in der Redscar-
Bai gegenüber Manu-Manu. Am folgenden Tage gelangten die Reisenden nach Port Moresby
und segelten am Vormittage des 15, in östlicher Richtung weiter. Sie blieben vor Kapa-Kapa
über Nacht liegen und erreichten am Abend des 16. Hulä, wo ihr Aufenthalt bis zum 20. währte.
Am 21. wurde Kerepunu, am 22. Parimata in der Landschaft x\\roma sowie Maüpa besucht.
Alsdann ging der Kurs nach Suäu [Stacey-Insel], von der aus
Semon sich nach der Mündung
des Gara an dem gegenüberhegenden Festlande übersetzen liess, wo er mehrere Tage lang in
dem stromaufwärts liegenden Gebiete sammelte. Von Samarai, der nächsten Station aus, machte
er allein einen Abstecher nach dem in der Nähe des Ost-Kaps, den Killerton-Inseln gegen-
überhegenden Dorf Bou, von dem er nach einem einwöchigen Aufenthalte zurückkehrte. In
Samarai kam
douglas wieder an Bord und mit ihm zugleich ein Händler Richard Ede,
der eine Fahrgelegenheit nach der Thursday-Insel suchte. Nach einer von 10. bis 20. Mai
währenden Fahrt traf
Semon wieder in Port Moresby ein, landete am 22. nochmals auf der
Yule-Insel und am 26. auf der Thursday-Insel. Das letztgenannte Eiland sollte er nach der
Rückkehr von seiner zweiten australischen Reise am 5. November, gelegenthch seiner Weiterfahrt
nach Java, nochmals berühren. Nachdem er von hier aus noch eine Fahrt nach dem östhchen

1)nbsp;Dies ist ein ganz berechtigter Vorwurf, denn die Kinder wurden lediglich ihren Eltern geraubt, um sie an
die Missionare zu verkaufen, die sie zwar unterrichteten, aber sie zugleich für die Haus- und Gartenarbeit verwendeten.

2)nbsp;Über die von Doherty angelegten Sammlungen berichteten Walter Rothschild und Ernst Hartert
(Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. VIII. Tring 1901, p. 53—88). — H. Grose-Smith (An Account of a
collection of Diurnal Lepidoptera made by Mr.
W. Doherty at Humboldt Bay. Ibid. I. 1894, p. 331—365, 543—551).—
Hamilton H. Druce
(Descriptions of Three new Lycaenidae from New Guinea. (Ann. and Mag. Nat. Hist. (6) XIIL
1894, p. 252—255). — Walter Rothschild and K. Jordan (On some New Lepidoptera from the East. Novitates Zoo-
logicae. VI. Tring
1899, p. 431).

3)nbsp;Semon schreibt beständig Jule-Insel. Es ist daran zu erinnern, dass das Eiland seinen Namen zu Ehren von
Charles B. Yule (s. oben p. 73) erhalten hat.

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Teilen des Indischen Archipels unternommen hatte, kehrte er über Vorder-Indien nach Europa
zurück. Am 28. April 1893 landete er in Brindisi.

Obwohl Semon keine unbekannten Gegenden auf Neu-Guinea aufgesucht hat und
manche Aussprüche erkennen lassen, dass er seinen Gegenstand nicht völhg beherrscht, gehören
seine Schilderungen zu den besten, die wir über diese Insel besitzen\').

Sir William Macgregor 1892.

Am 29. Februar 1892 verliess Macgregor auf der „Merrie Englandquot; Port Moresby in
we.stlicher Richtung. Er landete am nächsten Tage in Toaripi die Beamten
Frank E. Lawes und
J. J. COBON, die die von einigen Weissen erhobenen Ansprüche auf Ländereien einer Prüfung
zu unterziehen hatten. Zugleich wurde
James Chalmers und dessen Frau, die sich nach der
Thursday-Insel zu begeben gedachten, an Bord genommen. Am 3. März wurde die Regierungs-
station Mabudauan erreicht, wo der vom Resident Magistrate
J. B. Cameron über eine Fahrt mit
der Schutztruppe nach Kiwai in der Fly-Mündung erstattete Bericht
macgregor veranlasste
am 5. dorthin abzugehen. Über Mawata und die Insel Daru traf er nach einem Besuche des
Dorfes Sui am rechten Fly-Ufer, am 6. vor lasa auf der Insel Kiwai ein. Als er am 8. das
an der N E-Seite derselben liegende Dorf Warigarauu, dessen Bewohner dem Wari-Rubi-Stamm
angehörten, aufsuchte, erzählten diese ihm, dass die Eingeborenen der Landschaft Sisiami den
Bamu abwärts gekommen seien und Maipani angegrififen hätten.
Macgregor gelangte auf der
Barkasse „Rubyquot;, die ein Walboot im Schlepptau mit sich führte, noch vor Einbruch der
Nacht bis auf einige miles Entfernung von Maipani und am Morgen des 9. auf einem Walboot
nach Maipani selbst, wo ihm die Nachricht von dem Überfall bestätigt wurde. Am 10. ging
es von der Duro-Mündung aufwärts in diejenige des
Bebea 2), eines Mündungsarmes des
Bamu, die am 11. nachmittags wieder verlassen wurde, um nach einer weiteren Fahrt von 12
miles in östlicher Richtung längs der niedrigen, mit Rhizophoren bedeckten Küste, an der
Mündung des Gama Oromo einen guten Ankerplatz zu finden. Am 12. dampfte die Barkasse
mit dem Walboot 35 miles stromaufwärts, wo die Breite des Flusses sich von beinahe i mile
an der Mündung auf 80 yards vermindert hatte. Unerwarteter Weise erfolgte hier ein Angriff
von
Seiten der Bewohner der Landschaft Sogeri, die aber durch Gewehrschüsse in die Flucht
getrieben wurden. Darauf ging es wieder stromabwärts und kam man am Unterlauf mit Leuten

I) Im australischen Busch und an den Küsten des Korallenmeeres. Leipzig 1896, p. 303—433 (2. Aufl. 1903

enghsche Ubersetzung London 1899). — Reisen in Australien, nach Neu-Guinea und dem Malayischen Archipel Mittlg\'

Geogr. Gesellschaft Jena. XH. 1890, p. 147-160. - Australier und Papua. Korresp.-Blatt der Deutschen Gesellschaft

für Anthropol. XXXIIL Braunschweig 1902, p. 4-8, 11-14, 22-23, 32-34- - Die Säugethier-Fauna Australiens.

Verhandig. des XH. Deutschen Geographentages zu Jena 1897. Berlin 1897, p. 167, 175-179- - Reisen in Australien

und Neu-Gumea. Mittlg. Ges. f. Erdkunde. Leipzig 1893, P- XLVI-XLVHI., Verhdlg. Ges. f. Erdkunde. XXL Berlin
tRquot;-\'., p. 272—289.

Zoologische Forschungsreisen in Australien und dem Malayischen Archipel. Ausgeführt in den Jahren 1891—1893
von Richard Semon. V. Jena 1894-1903. (Besteht, soweit Neu-Guinea und die Torres-Strasse in Betracht kommt, aus
Beitragen von
Carl Graf Attems, O. Boettger, Eug. Burchardt, Ant. Collin, L. Döderlein, W. Fischer, Max
Furbringer, K. M. Heller. Ernst Hentschel, G. Horväth, Aug. Herm. Krauss, C. R. Kwietniewski, Ed. von
Martens, Paul Matschie, M. Meissner, A. Ortmann, J. Th. Oudemans, Arnold Pagenstecher, Anton Reichenow
F. Romer, E. Simon, C. Ph. Sluiter, Max Weber und W. Weltner.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Western Division of the Possession. Ann. Report on Brit New
Gumea
1891—92. Brisbane 1893, p. 34—36.

3)nbsp;Oromo bedeutet Fluss.

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des Dabura-Arobi-Stammes in freundschaftlichen Verkehr. Am 12. verliess MacGREGOR den
Gama und setzte die Fahrt der Küste entlang fort, bis er nach etwa 6 miles hinter der Bell-
Spitze in die mächtige, gegen 12 miles breite Mündung des Gawäi, der am Oberlauf Turama
heisst, gelangte. An den Ufern befanden sich, umgeben von Sago- und Kokospalmenhainen, eine
Reihe von Dörfern. Inmitten des Ästuars lagen die Inseln Neäbo und Morigio. Die Barkasse
dampfte zwischen dem Festland und Neäbo hindurch stromauf und ging etwa 5 miles nördhch
von dieser Insel vor Anker. Auf der Weiterfahrt am 13. stiess man, nach Zurücklegung von
7 miles, auf die kleine, niedrige Insel Umaidäi und am gegenüberhegenden Ufer auf em gleich-
namiges Dorf. Höher hinauf passirte man, ebenfalls am rechten Ufer, die Dörfer Wariada und
Tabara und schlug in der Nähe des Baches Gagawäi das Nachtlager auf. Jenseits des Turama
war ein Kalksteinrücken, die Daräi-Berge, aufgetaucht. Am
14. gelangte MaCGREGOR bis auf
eine Entfernung von etwa 80 miles von der Mündung und übernachtete oberhalb Wariatutu,
worauf am folgenden Tage die Rückfahrt angetreten wurde. Am 16. dampfte er zwischen\'den
Inseln Neäbo und Morigio hindurch in See, besuchte die unmittelbar im Osten der Mündung
hegende und durch die Aumo-Strasse vom Festlande getrennte Insel Goari Bari und blieb
hier an der Risk-Spitze über Nacht (Fig. 54). Am nächsten Morgen hess
Macgregor
zunächst Brennholz fähen und setzte nachmittags die Fahrt nach dem Kap Blackwood
fort, dessen Breite er zu 7° 49\' 24quot; S. bestimmte. Hierauf dampfte die Barkasse längs der
Ostküste von Ibibu Bari, der Lord Salisbury-Insel von
Bevan, deren Südspitze das Kap
Blackwood bildet. Nach der Aussage von Eingeborenen, denen man in ihren Kanus begegnete,
hiess die grosse Flussmündung Port Bevan bei ihnen Auro. Während der Nacht blieb
Macgregor an ihrem Nordende liegen, worauf er am 17. bis zum Südfuss des Aird-Berges,
Daräi der Eingeborenen, dampfte. Bei der darauf folgenden Besteigung bestimmte er die
Lage des Ostabhanges zu 7° 27\'33quot; S., die Höhe des Berges, auf dessen Gipfel übernachtet
wurde, zu 850 feet. Als
Macgregor mit J. B. Cameron auf dem Walboot am 18. weiter
stromauf ruderte, musste er sich gegen einen Angriff seitens der Eingeborenen verteidigen,
worauf er nach der Barkasse zurückkehrte. Am 19. wurde stromab gedampft und von
der an der Risk-Spitze eingetroffenen „Merrie Englandquot; Kohlen und Lebensmittel, über-
nommen. Während diese am 24. nach der
Thursday-Insel abging, fuhr die Barkasse von Osten
her in die miles breite Aumoturi-Passage \') ein, die Goari Bari vom Festlande trennt,
worauf
Macgregor an der Nordseite der Insel landete und die beiden Dörfer Anawafda und
Oteäi besuchte. Alsdann ging es in die Mündung des Omati. Nach Besuch des am rechten
Ufer liegenden Daiamo ging es stromaufwärts an dem riesigen Dorf Baina , das eine
Länge von mile besass, und ferner an dem Eiland Kerowaia vorbei, worauf einige miles
weiter stromauf die Nacht über im Strome geankert wurde. Auf der Weiterfahrt am 25.
passirte
Macgregor das Dorf Naimèse, worauf bald der Fluss sich auf eine Breite von
60 yards verengerte und durch Kalksteinberge sich hindurchwand. Hier, in 7° 19\', wurde
eine Wanderung 10 miles landeinwärts über die Berge unternommen und nach der Rück-
kehr stromabwärts gedampft, um an der Risk-Spitze zu übernachten. Am 26. lief die
Barkasse in den nördlich verlaufenden Airo oder Airori ein, für den von
macgregor und

1)nbsp;Aumo-Passage nach der Karte.nbsp;\'

2)nbsp;Als bemerkenswert hebt Macgregor hervor, dass er hier in einem Kanu einen Epileptiker gewahrte.
Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;69

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J. P. Black wood 1845 befahrenen und benannten Aird-Fluss ansah (s. oben p. 62). An seinem
Osteingange fand sich die Insel Bäi-Bäi Bari mit den beiden Dörfern Neuri und Dubumabai,
am Osteingange die Mündung des Wai Roro [Newberry-Fluss]. Nachdem die Barkasse den
Airo stromauf gedampft war, fuhr sie in den Kikori ein, kehrte aber, nachdem nachmittags
das in 19V3\'S., 144° ii\'E. liegende Tumu erreicht worden war, wieder um und bheb über
Nacht an dem unteren Ende. Am 27. lief sie in den Wai Roro ein und befuhr ihn bis zu

seiner Mündung, an der das dort hegende Dorf Upua besucht wurde. Am 28. trat die Barkasse
von der Risk-Spitze aus über Bebea die Rückfahrt nach Mabudauan an

Während Macgregor am Nachmittage des 4. April in Mabudauan mit den letzten
Vorbereitungen zu einer Fahrt nach dem westlichen Teile der Küste, auf der er die Tugeri
fassen zu können hoffte, beschäftigt war, stellten sich Angehörige der Landschaft Dabu auf der
Station ein mit dem Rufe, dass die Tugeri kämen und bereits am Mai Kusa gesehen worden

i) Sir William Macgregor. Despatch continiüng Report of Visit of Inspection to the Western Division of the
Possession. Ann. Report on Bridsh Nevs^ Guinea 1891—92,
p. 37—48, Map N°. 5.

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seien. Sofort wurde am nächsten Morgen auf der Barkasse „Rubyquot; mit 2 Walbooten im
Schlepptau ausgelaufen, als man aber am späten Nachmittage in den Mai Kusa einlief, war
von den Tugeris keine Spur zu entdecken. Am 6. ging die Fahrt weiter stromaufwärts bis
zu seiner Vereinigung mit dem Wasu Kusa und alsdann auf diesem stromab bis zur
Mündung, wo in der Nähe der hier liegenden Inseln übernachtet wurde. Am 7. dampfte
Macgregor in westlicher Richtung weiter bis zur Mündung des Morehead-Flusses und darauf
in diesem 3 miles stromauf, abermals ohne etwas von den Gesuchten zu bemerken. Am
8. ging es bis zur niederländischen Grenze und am 9. noch 40 miles über sie hinaus,
worauf umgekehrt wurde. Als am Vormittage des 10. die „Merrie Englandquot; auftauchte, ging
Macgregor an Bord und fuhr nach der Jervis-Insel [Mabuiag] ab. Kapt. john A. young
bestimmte die Lage einer Sandbank, von den Eingeborenen dieser Insel Turu genannt,
zu 9°54\'S., 141° 28\'30quot; E. \').

Nachdem Macgregor inzwischen wieder in Port Moresby eingetroffen war, erhielt er
am 5. Juni die Nachricht, dass die Tugeris einen neuen Überfall verübt hatten und bis
Mabudauan gekommen waren. Am 8. dampfte er auf der „Merrie Englandquot; ab und kam am
II. auf dieser Station an, wo sich herausstellte, dass die Tugeris dort am 15. Mai gesehen
worden waren. Als die am Vormittage des 12. mit 2 Walbooten im Schlepptau abgedampfte
„Rubyquot; abends auf Boigu anlangte, fand sie die Insel verlassen, da die Bewohner sich nach
Dauan geflüchtet hatten. Am 13. wurde in den Mai Kusa eingelaufen, um das alte Tugeri-
Lager aufzunehmen. Bei der Besichtigung stellte sich heraus, dass es zuletzt vor 3 Wochen
und zwar von 300 Individuen benutzt worden war. Nachdem
MacGREGOR auch noch andere
Lager aufgesucht hatte, blieb er über Nacht in der Nähe der Wasu Kusa-Mündung. Während
die Barkasse nach Boigu zurückging, setzte er auf einem Walboot die Fahrt in westlicher
Richtung fort und landete zwischen der Thomp.son-Bai und dem Morehead-Fluss in etwa
141° 40\'E., wo er ein erst vor 8—10 Tagen verlassenes Tugeri-Lager auffand. Das hierauf
wiederum aufgesuchte Boigu wurde am 20. verlassen, aber infolge stürmischen Wetters währte
es bis zum 24., ehe
MacGREGOR Dauan erreichen konnte

James Chalmers 1892.

Im Juni 1892 unternahm CHALMERS in einem Walboot eine Fahrt längs der Küste des
Papua-Golfs. Nachdem er von Port Moresby nach Toaripi gelangt war, setzte er die Fahrt
nach der Mündung des Wai Lala [Annie-Fluss] fort und besuchte das dort liegende Dorf
Herauwiri, auch Wailala oder Bairara genannt. Hierauf ging es weiter nach Orokolo von dem
aus über Land nach der Mündung des Alele [Arere] gewandert wurde. Ein Kanu brachte ihn
nach dem am Westufer des Ai Wai kürzhch erbauten Dorf Apiope. Nachdem hier genächtigt
worden war, ging es an Maipua vorbei in die Mündung des Panaroa und sodann nach dem Urika^\').
Stromaufwärts rudernd gelangte
CHALMERS nach dem Dorfe Koro Panairu, dessen Häuser auf
dem hohen Ufer des Aral standen. Auf der Talfahrt auf diesem Flusse besuchte er Ukerawe,
weniger ein Dorf als vielmehr eine Anhäufung von Dörfern, fand im Unterlauf ferner

1)nbsp;Despatch reporting Expedition midertalsen with object of meeting Tugeri invaders. Ann. Report on British
New Guinea 1891—92. Brisbane 1893, p. 49—50.

2)nbsp;Despatch reporting Expedition undertalien to repel Tugeri invaders. Ibid. p. 50—53.

3)nbsp;Nicht Urita, wie Chalmers schreibt.

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Kowi und Kairawi, die zur Landschaft Kaiburawi gehören. Nachdem er noch den östhch
hegenden Kaimari, der in Port Romilly mündet, befahren hatte, kehrte er nach Kariki
zurück, wo er noch einen Tag blieb und alsdann stromab nach Port Bloomfield und endhch
nach dem Ai Wai gelangte

H. Naville Chester 1892.

Der Resident Magistrate der Louisiaden, H. Naville chester, hatte im Jahre 1892
einige Dienstreisen zu unternehmen, und zwar besuchte er im Juni auf dem Schoner „Mainoquot;
die Dörfer auf den Inseln Sabara und Pana Pompon sowie einige Niederlassungen der Gold-
gräber auf der Sud-Est-Insel [Tagula]. Auf der Rückfahrt nach Samarai legte er bei den
Inseln Wanim [Grass-Insel], Pana Munara, Bagaman [Stanton-Insel], Moturina, Gulewa, Pana
Udi-Udi und Utian [Brooker-Insel] an.

Vom 28. August bis 13. September war Chester auf der Sud-Est- und der Rossel-
Insel tätig, worauf die „Merrie Englandquot; ihn am 14. wieder nach Samarai
zurückbrachte. Kurz
darauf fuhr er nochmals ab und zwar nach der St. Aignan-Insel [Misima], wo er ebenso
wie auf der Sud-Est-Insel die Lager der Goldgräber inspizirte und ausserdem die Inseln
Moturina, Pana Krusima, Grass-Insel, Da-Da Häi [Brierly-Insel], Ninau, Gulewa, Pana Udi-
Udi, Pana Pompon und Pana
Et besuchte. Am 19. Oktober erschien endlich der Kutter
„Septimusquot; mit dem Zimmermann, der die von
Macgregor befohlene Errichtung der
Stationsgebäude zu Niwani auf Pana Pompon auszuführen hatte (s. oben p. 535, Anm. i).

Im Oktober fuhr chester, der Goldgräber wegen, nochmals nach Misima und suchte
bei dieser Gelegenheit die Dörfer Enauta, Nauwasewe, Tauahik, Gaibobo, Labipäi, Lagira,
Eihaus, Tenok Lamana, Pana Hara, Alhoka, Eiu Guga-Guga, Patnäi und Baga-Baga auf. Die
Wesleyanische Mission hatte in Alhoka und Baga-Baga je einen Missionsgehülfen eingesetzt.
Am 4. November wurde die Rückfahrt angetreten, jedoch Samarai erst am 14.
erreicht 2).

Sir William Macgregor 1892.\'

Am Morgen des 6. Juh dampfte macgregor auf der „Merrie t:nglandquot; von Port
Moresby in östlicher Richtung ab, landete nach einem kurzen Besuch von Tupuselei bei
Kapa-Kapa und wanderte von dort nach der Regierungsstation Rigo. Am nächsten Tage
marschirte er über Saroa nach Gosoru, wo er übernachtete, und setzte am 8. seinen Weg
nach Libikina, dem Hauptort der Landschaft Saroaki, unweit des Kemp Welch-Flusses
[Wanigela] fort, bei welcher Gelegenheit auch das in der Nähe liegende Dorf Berikagera
besucht wurde. Am Nachmittage des 9. traf
macgregor in dem auf einem etwa 200 feet
hohen Hügel liegenden Imoa Gola ein, dem Hauptdorf der Landschaft Wabaraba, zu der noch
3—4 kleinere Dörfer in der Umgebung gehörten. Am 10. gelangte er nach dem am rechten
Ufer des Wanigela liegenden, etwa 12 miles entfernten Vv^aikuni und legte am folgenden Tage
auf einem Kanu die 12—15 miles bis zur Mündung zurück, worauf er in Kalo
übernachtete.

i) James Chalmers. An Adventurous Journey in the Golf of Papua. Chronicle London Miss. Soc. 1893, p. 52—
57, 95—98. — The Coastland of the Golf of Papua. Geographical Journal. IL London 1893, p. 172—173. — James
Chalmers
. Pioneer Life and Work in New Guinea 1877—94. London 1895, p. 207—228. Hier wird die Fahrt irriger-
weise in den Juni
1892 vorlegt.

2) Report of the Resident Magistrate for the Louisiades. Ann. Report Brit. New Guinea 1892—93. Brisbane
1894, p. 47—50.

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Den 12. brachte Macgregor in Kerepunu auf der von Alb. Pearse geleiteten Missions-
station zu und fuhr am nächsten Tage vireiter nach der Landschaft Aroma, in der er die
Kiastendörfer von Parama im Westen bis Bilirupu im Osten besuchte. Am i6. ging er wieder
an Bord des Dampfers und traf am 21. in Samarai ein \').

Am 24. fuhr er weiter nach der Insel Kitai Bona-Bona und darauf nach Tubi-Tubi
[Slade-Insel], auf der die Missionare
Watson und J. T. Field mit der Errichtung eines
Missionsgebäudes beschäftigt waren. Am 25. besuchte
Macgregor die Deboyne-Insel [Pana
Et] sowie Pana Pompon, auf der sich ebenfalls eine Wesleyanische Missionsstation unter der
Leitung von S. B.
Fellows befand. Mit diesem wurde nach Misima gedampft, nachdem
unterwegs noch auf Baga-Baga, wo sich 2 samoanische Missionsgehülfen, und auf Alhoka, wo
sich einer befand, gelandet worden war. Auf Misima hausten noch 33 Digger, die aber erklärten,
dass so ziemlich alle Goldlagerstätten erschöpft seien. Darauf wurde bei Niwani auf Pana Pompon
gelandet, um einen für die Louisiade Government Station geeigneten Platz auszusuchen. Am
30. Juh traf
Macgregor an der Griffith-Spitze auf der Sud-Est-Insel ein und fand noch gegen
30 Goldgräber, darunter ein halbes Dutzend, die von der Rossel-Insel zurückgekehrt waren
und erzählten, dass dort kein Gold zu finden sei. Am 31. ging es nach dem Fluss Rabuso, um
sich einen Dolmetscher für die genannte Insel zu verschaffen. Am i. August kam die „Merrie
Englandquot; im inneren Teile der an der Westseite tief einschneidenden Jongga- [Yongga-] Bai
zu Anker. Der Hauptzweck ihrer Anwesenheit war die Ermittelung des Urhebers eines
Mordes, der an
lucien flolini, augenscheinlich einem aus Neu-Kaledonien entwichenen Depor-
tirten, verübt worden war. Die von
macgregor zu diesem Zwecke erlassenen Verfügungen
sollten auch zum Ziele führen. Am 2. August trat er die Fahrt auf einem Walboote von
der Westspitze der Insel aus an und gelangte längs der Nord- und Ostküste bis zu dem
Kap Délivrance von
D\'Entrecasteaux, das, wie die Untersuchung ergab, auf dem kleinen,
nur durch eine 100 yards breite Meerenge von der Rossel-Insel getrennten Eiland Diama lag.
Am 9. erfolgte die Rückkehr nach der Jongga-Bai. Während der Gerichtssitzung am 10.
unternahm
macgregor noch eine Fahrt längs eines Teiles der Nordküste bis zur Jenggi-
Spitze und besuchte die Dörfer Däu, Wäu und Bewa

Am 16. August wurde Samarai wieder verlassen, um auf der „Merrie Englandquot; zunächst
bei dem bereits bekannten Bakera (s. oben p. 533) an der Ostküste der Normanby-Insel zu
landen und darauf die Missionsstation auf der Insel Dobu aufzusuchen. Stürmisches Wetter
verhinderte am nächsten Tage die Landung bei der Landschaft Kukuia. Als
Macgregor am
Morgen des 18. ein Dorf der östlich von der Llewellyn-Spitze [Ebeboa] liegenden Landschaft Boio
besuchte, ging er auf die Nachricht hin, dass ein Mann und eine Frau aus Kukuia von Ange-
hörigen der Landschaft Kiletu an der N E-Küste der Fergusson-Insel getötet worden seien, dorthin
ab und fuhr mit der „Merrie Englandquot; nach der Hughes-Bai weiter, nachdem
George Wrieord
mit einem Teil Schutztruppe gelandet worden war. Am 19. wurde nach dem Südende von

1)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection towards the Eastern end of the Possession. Ann. Report on Brit. New
Guinea
1892—93. Brisbane 1894, p. I—3.

2)nbsp;Wie Macgregor bei dieser Gelegenheit ermittelte, war der bisher für die Rossel-Insel angegebene einheimische
Bezeichnung Rua, Rowa oder Roua der bei den Bewohnern von Sud-Est übliche Name, während die eigenen Bewohner
sie J^la [Yela] nennten. Das letzte ist aber nur bedingungsweise richtig, nämlich nur für einen Teil der Insel.

3)nbsp;Despatch reporting Visit to various Islands at the Eastern End of the Possession. Annual Report on British-
New Guinea
1892—93. Brisbane 1894, p. 3—7.

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Wakuta [Vakuta] gedampft, wo MACGREGOR zurückblieb und nachts die Breite von Giriba, der
Südspitze von Kiriwina zu 8° 48\'17quot; S. bestimmte (Fig. 52). Am 21. liess er sich von Giriba nach
dem Dorf Sinaketa rudern, in dem sich auch der Häuptling nebst anderen Bewohnern des benach-
barten Maniana einstellte. Hierauf ging es weiter nach Oburaka an der Ostseite der Wagwama-
Bai, wo übernachtet wurde. Am 22.^ ging es durch die schmale Meerenge, welche Baimapu
von Kiriwina trennt, nach dem von 2 Stämmen bewohnten Dorf Kawatari und von dort über

Lobua nach dem nahe dem Nordende der Insel liegenden Kaibula. In der Nacht vom 24._25.

bestimmte MaCGREGOR das Kap Denis [Bomatu] zu 8° 24\' 19quot; S. \') und traf am 27. wieder auf
Dobu ein, wo er abends für die Lage der Missionsstation 9°45\'oquot;S. fand. Am 29. traf er auf
der Station der anghkanischen Mission zu Wedau an der Bartie- [Baunia-] Bai (Ostküste von
Neu-Guinea) ein, die vom Reverend G.
King geleitet wurde, und fuhr am nächsten Tage auf der
Dampfbarkasse, die ein Boot im Schlepptau mit sich führte, nach Radawa und darauf nach dem
im Grunde der Goodenough-Bai liegenden Rabua, wo aber ebensowenig, wie in dem alsdann
aufgesuchten Matabara gelandet werden konnte. Es geschah dies miles weiter an der
Küste und zwar erst mit Hülfe der Eingeborenen. Am 31. setzte
MACGREGOR die Fahrt nach
den Mosquito-Inseln [Tuwai und Tuwäikike] fort, besuchte nachmittags mit
KiNG die Dörfer an
der Rawdon-Bai und bestimmte abends die Lage von Tuwäikike zu 9° 7\' 23quot; S. Die mittags
eingetroffene „Merrie Englandquot; wurde nach Radawa gesandt, um die Polizeitruppe an Bord
zu nehmen, die den Häuptling von Matabara wegen eines am vorigen Tage verübten
Diebstahls verhaften sollte. Sie hatte sich, wie
MacgreGOR bei seinem Eintreffen am i.
September ermittelte, erst nach Jabo-Jabo [Yabo-Yabo] und darauf nach Oboro begeben, wo
aber die Herausgabe des gestohlenen Gutes abgelehnt wurde. Nach der Gefangennahme des
Häuptlings erfolgte ein Speerangriff seitens der Eingeborenen, so dass von der Feuerwaffe
Gebrauch gemacht werden musste.

Hierauf trat MACGREGOR die Heimfahrt an -).

* Frank E. Lawes 1892.

Am 24. August 1892 verhess der Resident Magistrate Frank E. Lawes das Dorf
Domu in der Cloudy-Bucht und gelängte nach einem Marsch von 5 miles in westhcher Rich-
tung nach dem am Ufer des Maitagina [Cheshunt-Fluss] hegenden kleinen Dorf Kokipau. Am
nächsten Tage begab er sich in dem Kutter nach Wererupu [Vererupu], bheb dort am 26.
und fuhr am 27. mit 2 Kanus in die Pawa-Lagune ein, in die die Flüsse Wai Para, Wai La
und Lako mündeten. Er ging den Wai La aufwärts und dann zu Fuss weiter. Nachdem am
Lako übernachtet worden war, wurde am 28. nach der Landschaft Goruoni marschirt und hier
zunächst das in gegen 2000 feet Höhe liegende Hihilo erreicht. Am 29. gelangte
Lawes nach
dem etwa 2 miles entfernten und grössten Dorfe Manu-Manu (67 Häuser), darauf nach dem
mile westhcher liegenden Hokara (22 Häuser) und alsdann in die Landschaft Galirupu. Das erste
Dorf hiess Tongolo (11 Häuser), das etwa 4 miles SW. von Hihilo entfernt lag, das folgende,
3 miles weiter liegende, hiess Kowakau und besass 43 Häuser. Das letzte hiess Kopogoro

1)nbsp;Wie Macgregor liervorhebt, stimmt diese Beobaclitung sehr gut mit derjenigen D\'Entrecasteauxs (1793),
während im Gegensatz hierzu die Pacific Islands Directory (1. 2d ed. 1893, p. 241) 8° 27\'40quot; angaben.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to certain places in the D\'Entrecasteaux Group und Neighbouring
Islands. Ann. Report on Brit. New Guinea 1892—93. Brisbane 1894, P- 8—14-

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(i2 Häuser), und auf den Bergen, jenseits des Wanéa ^—an der Mündung Upugau genannt —
lag das Dorf Kamisi. Am 30. verliess
Lawes Kopogoro durchschritt den Wanéa und traf
nachmittags in Maüpa ein, nachdem er unterwegs unweit Luleba vorbeigekommen war.

Auf die Nachricht hin, dass Eingeborene feindselig gegen Lamberto Loria aufgetreten
seien, rückte
Lawes am 3. September von Gosoru aus, überschritt den Musgrave-Fluss eben
unterhalb seines Zusammenflusses mit dem Hunter-Fluss und übernachtete in dem kleinen
Dorfe Kariko Dabu am rechten Ufer des Kemp Welch-Flusses [Wanigela]. Am nächsten Tage
liess er sich über diesen Fluss setzen, folgte dem Laufe des Karomei und stieg zu dem ersten
Dorf der Landschaft Taboro, lodomu (16 Häuser), empor. Endlich wurde auch das in etwa
2500 feet Höhe liegende Taboro Goro (27 Häuser) erreicht. Am 5. setzte
Lawes seinen Weg
fort und traf, nachdem er Y2nbsp;zurückgelegt hatte, in Bududu Goro (18 Häuser) und,

nach einer weiteren mile, in Uga Goro (30 Häuser) ein. Nach anstrengendem Marsch
langte er abends in dem zur Landschaft Boku gehörenden Dorf Gamio Komani an. Am 6.
ging es über das zur Landschaft Doromu gehörende Dorf Epa Komani nach Buto Goro.
Ihre Bewohner waren mit denen von Koriko, die mit
Loria ein Gefecht gehabt hatten,
befreundet. „They state that they wilfully misled Loria, hoping to tire him out, so that
he would return. They say Loria\'s trouble arose through Medanikeina stealing foodquot;. Am 7.
traf
Lawes bel heftigem Regenwetter endhch in der Nähe von Koriko ein und schlug sein
Lager am Ufer auf. Vier Leute von Buto Goro wurden ins Dorf geschickt, worauf sie mit
20 Bewohnern zurückkamen, unter denen ihr Häuptling „accuses Loria of stealing from his
garden and housequot;.
Lawes kehrte auf demselben Wege, wie gekommen, zurück und traf am
10. auf der Regierungstation Rigo ein \').

Sir William Macgregor 1892.

Am 8. Oktober dampfte Macgregor auf der „Merrie Englandquot; von Port Moresby in
westlicher Richtung aus. Nach einem Besuch von Büro [Boera], in dessen Nähe der Dampfer
auf Grund kam, setzte er am 9. die Fahrt nach der Yule-Insel -) fort und übernachtete in
dem unfernen Delena am Hall-Sund. Am nächsten Tage ging er mit 2 Häuptlingen der
Landschaft Mekeo in einem Boote nach Bioto und am 11. über Akabara und Rapa nach Mohu,
wo er mittags eintraf. Die Wanderung wurde noch nach dem über 100 Einwohner zählenden
Babiko fortgesetzt und am folgenden Tage auf dem St. Joseph-Fluss nach dem kürzhch in
der Nähe des Ufers erbauten neuen Dorfe Ina Wäi, das Jeku [Yeku] genannt wurde gerudert.
Hier stellte sich auch der Regierungsagent
Ch. Kowald ein. Am 13. ging Macgregor nach
dem eigenthchen Ina Wäi und weiter nach Ina Wabui. Am 14. wurde der Marsch über Ina Wi
nach der Regierungsstation fortgesetzt und nachts deren Lage zu 8° 33\'40quot; S. bestimmt. Am
16. fuhr er den Anga Bunga und Paimumu (Ober- und Unterlauf des St. Joseph) stromab,
besuchte darauf Pinupaka und blieb über Nacht sowie am folgenden Tage in Maiwa. Am 18.
wurde die Fahrt über Jokea [Yokea] nach der Mündung des Biaru [Coombes-Fluss] fortgesetzt, um

1)nbsp;Extracts from the Journal of the Resident Magistrate for the Central Division. Ann. Report on Brit. New
Guinea
1892—93. Brisbane 1894, p. 123—124.

2)nbsp;Es war bei dieser Gelegenheit, dass Macgregor ermittelte, dass der einheimische Name der Yule-Insel nicht
Roro, wie seit
1876 angenommen worden war, sondern Rawao lautete.

3)nbsp;Wie oben (p. 532) erwähnt war es von Verjus Jesu Baibua genannt, aber der Name von den Eingeborenen
verstümmelt worden.

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hier eine Breitenbestimmung vorzunehmen, die aber des Sturmes wegen misslang. Am 19.
ruderte
Macgregor nach dem 14 miles oberhalb der Mündung liegenden Dorf Apanaipi
(15—16 Häuser) und 20. noch weitere 12 miles, worauf er nachmittags am linken Ufer bei
dem Dorf Aipéa landete und nachts dessen Lage zu 8° 25\' 36quot; S. bestimmte. Am 22. ging es
wieder stromabwärts und glückte es, an der Coombes-Mündung angelangt, diese zu 8° 20\'51quot; S.
zu bestimmen. Am 23. wurde zunächst Lèse und darauf Toaripi, der Hauptort der Landschaft
Motu-Motu und zugleich Missionsstation, aufgesucht. Für die Lage dieses Ortes fand
mac-
gregor
8° r2\'52quot;S. Am 24. galt es noch in Kalawa am Westende der Freshwater-Bai \') sich
einiger aufsässiger Eingeborener zu bemächtigen, worauf auf der „Merrie Englandquot; die Rück-
fahrt nach Port Moresby angetreten wurde

Charles Kowald 1892.

Von der Regierungstation Mekeo aus trat der Regierungsagent charles KowALD, in
Begleitung des Prospektors W.
Nettle, des Gehülfen von loria, AmedeO GiULIANETTI, sowie
von 6 Mann der Schutztruppe und 26 Trägern eine Expedition nach dem Oberlauf des St. Joseph-
Flusses an. Nachdem sie am 14. November bis Ngawaüni gelangt war, legte sie am folgenden
Tage 5 miles in ENE. zurück und traf am 15. am Wele [Vele] ein, von dem aus das Lager
wieder aufgesucht wurde Am 16. wurde die Mündung des Wele erreicht, wo der Weiter-
marsch grossen Schwierigkeiten durch das unwegsame Terrain und die vielen Regengüsse
begegnete, so dass auch die Träger zum grossen Teile wegliefen. Am 18. erfolgte die Ankunft
in Toiliwoilo, am 19. in dem in 2900 feet Höhe liegenden Oidjagu [Oijagu], worauf noch die
höher liegenden Dörfer Mapalona und Kekamana erreicht wurden. Am 20. erfolgte der Abstieg
zum Aduala, einem Zufluss des Anga Bunga und übernachtete die Expedition in dem 3000
feet hoch hegenden Lilipa. Nachdem sie am folgenden Tage wieder in Kekamana eingetroffen
war, schlug sie am 22. einen anderen Weg ein, auf dem sie das Dorf Ulu passirte und längs
eines Rückens die Höhe von 4500 feet erreichte. Sie übernachtete in Walilipa (2900 feet).
Am 23. legte sie den 3 miles langen Weg nach Oidjagu zurück and erreichte am 24. über Poili-
woilo das Dorf Wikaiku. Am 10. Dezember erfolgte die Rückkehr nach der Regierungsstation Y.

Kriegsschilf „Lizardquot; 1892.

Das britische Kriegsschifif „Lizardquot; entdeckte am i. November 1892 an der Südküste
der Ward Hunt-Strasse an drei Stellen entfärbtes Wasser und zwar i) eine in etwa 9° 35\'/a\'S.,
149° 54\'E.; 2) zwei in etwa 9° 34\'/./S. 149° 52\'E.; 3) zwei in etwanbsp;149° 49\'E.quot;).

Korv. Kapt. Fischer 1892.

Die nunmehr vom Korv. Kapt. Fischer befehligte Kreuzerkorvette -„Sperberquot; (s. oben

1)nbsp;Bestehend aus den 4 Dörfern Olaruru, Ipiu, Maroi und Kalawa.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to Country West of Port Moresby as far as Freshwater Bay. Ann.
Report on Brit. New Guinea 1892—93. Brisbane 1894, p. 15—20.

3)nbsp;Hier war Macgregor am 2. Mai 1890 bereits gewesen (s. oben p. 505).

4)nbsp;C. Kowald. Account of a Visit to the Villages on the Upper Angabunga River. Ann. Report on Brit. New
Guinea 1892—93. Brisbane 1894,
p. 107—113.

5)nbsp;New Guinea. — N. E. Coast. — Ward Hunt Strait. — Discoloured Patches on South Shore. Nautical Magazine.
LXII. 1893, p. 283. — Notice to Mariners. London 1893, N^. 58; hieraus Nachr. f. Seefahrer. XXIV. 1893, 253.,
Bericht aan Zeevarenden. 1893, N°. 24/152.

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p. 536) trat am 15. Dezember 1891 von den Samoa-Inseln aus ihre zweite Fahrt nach dem
Schutzgebiet der Neu-Guinea-Kompagnie an. Sie verliess Jaluit am 28. Januar 1892 und kam
am 6. Februar, nachdem sie zuvor bei Matupi angelegt hatte, vor Herbertshöhe zu Anker. Von
dort aus ging sie durch die Steffen-Strasse nach Nusa und weiter nach dem an der Nordostküste
von Neu-Mecklenburg liegenden Kapsu Nachdem der „Sperberquot; hierauf vom 12. bis 16. auf der
Reede von Matupi zugebracht hatte, lief er durch den St. Georg-Kanal aus, dampfte der Süd-
und Westküste von Neu-Pommern entlang und traf am 20. vor Stephansort in der Astrolabe-
Bai ein Am 20. wurde die Fahrt nach Sydney fortgesetzt, wo der Aufenthalt bis zum 3.
Mai währte. Die Ankunft vor Apia erfolgte am 17

Ernst Tappenbeck und Gustav Bergmann 1892.

Der 4^2 km- vom Friedrich Carl-Hafen entfernt liegende Rücken des Hansemann-Berges
wurde im April 1892 von dem Beamten der Neu-Guinea-Kompagnie,
Ernst tappenbeck, und
dem Missionar G.
bergmann nach dreistündigem, beschwerlichem Marsche erstiegen

Kriegschiff ,,Hi-yeiquot; 1892.

Gelegentlich einer Übungsfahrt durch den Stillen Ozean stattete das japanische Kriegs-
schiff „Hi-yeiquot; Friedrich Wilhelms-Hafen einen vom 22. bis 25. Februar währenden Besuch ab

Korvetten-Kapitän Gertz 1892.

Der vom Korvetten-Kapitän gertz befehligte Kreuzer „Bussardquot; dampfte am 15. August
1891 von Kiel ab und traf am 11. Oktober in Batavia ein, das er am 14. wieder verliess.
Nach einem vom 27. bis 28. währenden Aufenthalt an der Thursday-Insel wurde die Torres-
Strasse durchlaufen und, nach Anlaufen von Cooktown, Sydney am 10. November erreicht.
Am
I. Dezember wurde die Weiterfahrt nach Apia (Samoa-Inseln) angetreten®). Von hier
gelangte das Schiff nach Auckland, dessen Hafen am i. April 1892 verlassen wurde. Das erste
Ziel war das am 17. April erreichte Stephansort, wo der Regierungsrat
Fritz Rose und
Leo Frobenius an Bord genommen wurden, um eine Bestrafung der Ortschaften hinter
der Franklin-Bai vorzunehmen, die sich im vorhergegangenen Jahre des Mordes des Orts-
vorstehers
Bodo von Moisy und der Missionare W. scheidt und Chr. F. bösch schuldig
gemacht hatten (s. oben p. 536). Am 20. wurde zunächst nach Krakar [Dampier-Insel] gefahren.

1)nbsp;Reise von Apia nacli den Gilbert- und Marschall-[sie!] Inseln. Aus dem Bericht S. M. Kr. „Sperberquot;, Kom-
mandant Korv. Kapt.
Fischer. Ann. d. Hydrographie. XX. 1892, p. 215—217, 323. ~ Bericht des Kommandanten
S. M. Kr. „Sperberquot;, über eine Rundreise durch die Schutzgebiete. Marine-Rundschau. IV. Berlin
1893, p. 230—234. —■
Reise S. M. Kreuzer „Sperberquot;. Deutsches Kolonialblatt, III. 1892, p. 331.

2)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. IX. 1893, p, 40—41.

3)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 41.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. VIII. 1892, p. 25.

5)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. VI^I. Berlin 1892, p. 43. Vielleicht finden sich nähere Mitteilungen
über diese Fahrt in dem in japanischer Sprache veröffentlichten Aufsatz von Y.
Tashiro (My explorations in the Pacific
Islands. Journ. Tokyo Geogr. Soc. XIII.
1893, N°. 4 amp; 5, p. 3—22; N°. 6, p. 39—58; N°. 7, p. 23—26; N°. 8 amp; 9,
P. 57—86; N°. 10, p. 3-36; N°. 12, p. 31-55)-

6)nbsp;Annalen der Hydrographie. XIX. Berlin 1891, p. 517.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;70

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wo indessen der Ortsälteste sich weigerte der Expedition als Führer zu dienen \'), und
• hierauf nach der Franklin-Bai gedampft. Bei der Landung am nächsten Tage wurde das
Stranddorf Maläla verlassen gefunden. Ein Gleiches war der Fall mit einem 20 Minuten
landeinwärts hegenden Dorf, in dem das Gewehr
von MoiSYS vorgefunden wurde. Der Ort
wurde zerstört und dann auch die übrigen Dörfer am Strande gezüchtigt. Darauf dampfte
der Kreuzer nach dem östhch hegenden Hatzfeldt-Hafen, um die Landungstruppen an Bord
zu nehmen. Nach einem Be.such des Friedrich Wilhelms-Hafens am 22. wurde am 23. vor
Stephansort geankert, um ausser dem kaiserlichen Kommissar RoSE und der Fohzeitruppe den
Kaufmann
Friedrich Schulde an Bord zu nehmen. Am 25. in der Frühe wurde nach den
Hermit- [Luf-] Inseln Kurs gesetzt, auf denen sowohl die Firma D. D. O\'
Keeee auf Jap
(Karolinen) als auch die Firma
Hernsheim amp; Co. auf Matupi je einen Händler stationirt
hatten und wo erstere durch Umgehung eines Zollhafens für die Ein- und Ausfuhrartikel die
Geschäfte der zweiten stark benachteiligt hatte. Am Abend des 26. wurde aus der Lagune
wieder ausgedampft, am 27. an der Grossen Admiralitäts-Insel, am nächsten Tage an den
Portland-Inseln, auf denen FriEDR. ScHULLE seit 1892 Tripangfischerei betreiben liess, vorbeige-
fahren und darauf nach der Blanche-Bai Kurs gesetzt. Bereits am i. Mai dampfte der „Bussardquot;
wieder aus, nachdem noch der Kanzler
Geissler mit seiner Fohzeitruppe in Herbertshöhe
sich eingeschifft hatte. Am folgenden Tage erfolgte die Durchfahrt durch die Steffen-Strasse
und ging der Kreuzer unweit der Insel Nusa, zwischen Neu-Hannover und Neu-Mecklenburg
gelegen, vor Anker. Bei der Insel Nusalik lag das 128 T. grosse, japanische Handelsschiff
„Kaitsu Marnequot;, das für die Erzeugnisse des japanischen Gewerbes hier einen Absatz suchte.
Nachmittags setzte der „Bussardquot; seine Fahrt nach Losuk auf Neu-Mecklenburg fort, wo der
Händler
gunderson 1891 erschlagen und seine Station völhg ausgeraubt worden war. Einem
später zur Wiedereröffnung der Station hingesandten Manilamann
cordelo war dasselbe
Schicksal bereitet worden. Die geplante nächtliche Überrumpelung misslang und, da auch die
am 3. eingeleiteten Verhandlungen mit Eingeborenen resultatlos verhefen, wurde das Dorf

genommen und eingeäschert.

Nachmittags ging der Kreuzer wieder in See, fuhr an den Gardenijs- und Anthony
Caens-Inseln vorbei um darauf nach den Tasman-Inseln [Nukumanu] zu steuern, wo er am 6.
in der Lagune vor Anker ging. Mit dem Besuch wurde bezweckt die deutsche Flagge zu zeigen
im Hinblick auf das Treiben australischer Handelsfahrzeuge, die zudem die Zollgesetze um-
gingen. Ausserdem hatte der Händler der Firma E. E.
Forsayth in Ralum die Station im Herbst
1891 verla.ssen müssen, da er sich dort nicht mehr sicher fühlte und sogar ein Mordversuch

1)nbsp;Bericht des Korvetten-Kapitäns Gertz üloer die Reise mit S. M. Kreuzer „Bussardquot; durch die deutschen
Schutzgebiete der Südsee. Marine-Bundschau. HL Berlin
1892, p. 425—429. — Strafexpedition in Kaiser Wilhelms-Land.
Deutsches Kolonialblatt. HI. Berün
1892, p. 373- — R^se von Auckland durch das deutsche Schutzgebiet nach Apia
Aus dem Reisebericht S. M. Kr. „Bussardquot;, Kommandant Korv. Kapt.
Gertz. Ann. der Hydrographie. XX. 1892,
P- 352—353- — Rundreise S. M. Schiff „Bussardquot; durch die Schutzgebiete. Deutsches Kolonialblatt IV. 1893. p. 459—
461. — Rose
. Bericht über eine im April und Mai an Bord S. M. Kreuzer „Bussardquot; im Schutzgebiet der Neu-Guinea-
Kompagnie ausgeführte Dienstreise. Deutsches Kolonialblatt IV.
1893, P- 88—94.

2)nbsp;Bemerkungen über das Vorhandensein von Steinen in der Steffen-Strasse. Deutsches Kolonialblatt. III. 1892,
p. 415. — Passage zwischen den Inseln Lelemnus und Lusaum in der Steffenstrasse. I.e.

\' 3) Bemerkung über die Insel Gerrit Denys und über die Kaan-Inseln (1. c.) Die Gardenys-Insel liegt nach der
Seekarte
3 Seemeilen zu weit nach Süden und die Anthony Caens- [Tanga-] Inseln sind bedeutend grösser als auf der
Karte angegeben.

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auf ihn gemacht worden war. Die Eröffnung eines gerichtlichen Verfahrens erwies sich zunächst
als zwecklos, doch wurden die beiden Hauptbeschuldigten vorläufig nach Herbertshöhe mit-
genommen, um zugleich als Geissein für die Sicherheit des FORSAYTHschen Händlers zu dienen.
Am späten Nachmittage konnte die Inselgruppe verlassen werden, worauf am 7. morgens vor
der Insel Ebolo an der Südseite der Ontong Java- [Lord Howe-] Inseln geankert wurde. In
der Dampf barkasse erreichte man nach i\'/a stündiger Fahrt die Hauptinsel Liueniua\'). Nach
der Rückkehr an Bord ging der „Bussardquot; wieder unter Dampf, um zunächst der Reede
von Wulawu [Vulavu] auf der Insel Ysabel (Salomo-Inseln) einen Besuch abzustatten. Am il.
traf der Kreuzer wieder in Herbertshöhe ein und trat am folgenden Tage die Weiterreise
nach den Marshall-Inseln an.

Bruno Geisler 1892.

Nachdem Bruno Geisler (s. oben p. 517—518) sich bis Ende März 1892 am Bu Bui
aufgehalten hatte, segelte er am 2. April aufs neue nach dem Huon-Golf ab und versuchte
vom Kap Arkona aus in das Gebirge vorzudringen, wurde aber von den Eingeborenen
überfahen, wie er denn bereits im Dorfe Bugemgim in Gefahr geraten war, erschlagen zu
werden Nach einem Besuch des Dorfes Bukaua traf er am 10. Mai in Butauèng
wieder ein.

Seine weiteren Untersuchungen bewegten sich im Gebiet des Sattelberges. Von der
Missionsstation Simbang aus wanderte er, anfänghch dem Lauf des Bu Bui folgend, nach
dem Dorf Mèming Säun (ca. 300 m.), von wo nach längerem Aufenthalte der Marsch
nach Sarka Bu (ca. 350 m.) und nach Jambang (7—800 m.) fortgesetzt wurde. Auf depr
Rückwege über den höchsten Berg der Gegend traf er riesenhafte Araucarien an und kehrte
über Mèming Saun nach Butauèng zurück. Am 20. Juli trat
Geisler die Fahrt nach dem
Sattelberge an. Ein Kanu brachte ihn zunächst nach Busum, das seit der Ermordung des
Häuptlings
Kasai im Jahre 1891 verlassen war, wo die Wanderung über Katika und Dobeo
angetreten wurde. Am Abend des 21. erfolgte die Ankunft auf dem ersten Gipfel des Sattel-
berges, wo er sich eine Hütte baute. Der Aufenthalt wurde auch dazu benutzt den etwa 22 km.

O \'

entfernten hegenden Berg Nanson (ca. 1600 m.) nach zweitägigem Marsch zu besteigen. Auf
dem Rückwege übernachtete er im Dorfe Lauo. Nachdem die Lebensmittel auf die Neige
gegangen waren, kehrte
Geisler über Bimang in der Landschaft Laokope, Kako [i\\utila] und
das Stromgebiet des Bu Bui am 20. August nach Butauèng zurück.

Sein ungünstiger Gesundheitszustand sowie die durch Beamte der Neu-Guinea-Kompagnie
ihm in den Weg gelegten Hindernisse veranlassten ihn, die Rückreise nach Europa ins Auge
zu fassen. Nachdem er von Eingeborenen des Dorfes Kokobu überfallen worden war, wobei
einer seiner Diener das Leben einbüsste, siedelte er nach Simbang über. Von Finsch-Hafen

1)nbsp;Wie Augustin Krämer behauptet, lautet der Name Loaniua. (Studienreise nach den Zentral- und Westka-
rolinen. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XXI. Berlin,
1908, p. 169).

2)nbsp;A. B. Meyer. Neuer Beitrag zur Kenntniss der Vogelfauna von Kaiser Wilhelmsland. Abhdlg. und Berichte
K. Zoolog, und Ethnogr. Anthropol. Museum. Dresden
1892/93- Berlin 1894, N°. 3, p. 2—3. — A. B. Meyer. Be.
Schreibung einiger neuen Vögel aus dem OsÜndischen Archipel. Journ. f. Ornith. XLII. Leipzig 1894, P- 89, 91-
Walter Rolhschild and E. Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. 1903, p. 66, 79-

3)nbsp;„Da die aus dem Dienste der Compagnie heimgekehrten Arbeiter einen tödtlichen Hass gegen die Weissen hatten ■

4)nbsp;B. Geisler. Die Kampfschilde der Jabim auf Deutsch-Neuguinea. Globus XCIV. 1908. p. 127.

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aus, suchte er nochmals die Astrolabe-Bai auf und dampfte alsdann nach Herbertshöhe, wo er
am 17. Dezember die Heimreise antrat. Am 17. Februar 1893 traf er in Bremen ein.

Arthur Baessler 1892.

Zum zweitenmale sah Baessler Neu-Guinea im Jahre 1892 (s. oben p. 463). Am 15.
April verliess er Singapore auf dem Dampfer „Schwalbequot;, der am 29. in Friedrich Wilhelms-
Hafen einhef und am nächsten Tage vor Stephansort zu Anker kam. Nach Besuch von
Jomba sowie der Insel Jabob setzte
Baessler seine Fahrt nach Herbertshöhe fort, besuchte
Matupi und die Ralum-Fflanzung, worauf er am 14. Mai nach Friedrich Wilhelms-Hafen
zurückfuhr Krank verliess er diese Station wieder auf der „Schwalbequot;, die am 2. Juni in
Singapore eintraf Y. Nachdem er vergeblich im Hochlande von Java Wiederherstellung ge-
sucht hatte, ging er nach Australien. Von Sydney aus besuchte er die Neuen Hebriden sowie
die Viti-Inseln und befand sich im November 1892 in Melbourne Seine Reisebeschreibung
bietet nichts Neues

Station Friedrich Wilhelms-Hafen 1892.

Die infolge der Malariaepidemie beschlossene Verlegung der Station Finsch-Hafen nach
Friedrich Wilhelms-Hafen (s. oben p. 535) begegnete mannigfachen Schwierigkeiten. Nachdem
bis Ende November 1891 ein Teil der Baulichkeiten fertig gestellt war, gerieten die Arbeiten
durch den Ausbruch der Influenzaepidemie während der Dauer von fast 2 Monaten ins Stocken.
Erst im Laufe des August näherten sich die wichtigsten Ausführungen ihrem Ende Nachdem
der neuernannte Landeshauptmann
GeorG Schmiele am 24. August im Schutzgebiet einge-
troffen war wurde die Zentralverwaltung der Neu-Guinea-Kompagnie am 2. September und
diejenige der Landesverwaltung am 17. nach Friedrich Wilhelms-Hafen verlegt Der Regie-
rungsrat
Fritz Rose legte seine Ämter nieder und kehrte nach Deutschland zurück.

Georg Schmiele und Ad. Bamler 1892.

Im Oktober 1892 machte der Landeshauptmann G. schmiele von Simbang aus eine
Fahrt nach den Siasi-Inseln, um Arbeiter, deren Dienstzeit abgelaufen war, in ihre Heimat
zurückzubefördern. Wie der Missionar
Bamler, der an ihr teilnahm, berichtet, ankerte der
Dampfer zunächst bei der Insel Tuom, nach deren Besuch es nach der Südküste der Insel
Rook M^eiterging. Hier wurde den Reisenden in dem Dorfe Simbana ein freundlicher Empfang
zu teil. Sie ruderten den gleichnamigen Fluss aufwärts bis zum Dorf Ngor. Nachdem schliess-
lich noch der Fluss Ison aufgesucht worden war, kehrte der Dampfer nach Simbang zurück

1)nbsp;Arthur Baessler. Südsee-Bilder. Berlin 1895, p. 43—106.

2)nbsp;Nachr. K. W. L. VIIL 1892, p. 40.

3)nbsp;Internationales Archiv für Ethnographie. V. Leiden 1892, p. 263.

4)nbsp;E. Tappenbeck hat sich in scharfer Weise gegen einige Auslassungen von Baessler gewendet und zwar
insofern mit Recht, als dieser sich über Dinge aussprach, die zu beurteilen er ausserstande war. (Arthur Baesslers Südsee-
bilder. Deutsche Kolonialzeitung. N. F. VIII. 1895, P- 243—244).

5)nbsp;Nachr. K. W. L. VIIL 1892, p. 22.

6)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, P- I5-

7)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 1—2.

8)nbsp;E. Wallroth. Die evangelische Missionsthätigkeit in den deutschen Schutzgebieten. Koloniales Jahrbuch. VL
1893. Berlin 1894, p. 105.

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Henry Coe 1892.

Die Firma E. E. forsayth in Ralum an der Blanche-Bai hatte in den 8oger Jahren
eine Handelsstation auf der Insel Akani {Fead- oder Abgarris-Inseln) errichtet und als ihren
Vertreter
john COE, einen Bruder der Inhaberin der Firma {der jetzigen Frau Emma Kolbe)
eingesetzt. Im Jahre 1889 verschwand er spurlos und erst später vernahm man, dass er eines
Tages nach der benachbarten Insel Nuguria gefahren sei, um von dem dort wohnenden
Häuptling SöR Kopra zu erstehen. Hier wurde er samt seinem Begleiter mit Knüppeln
erschlagen und ausgeraubt. Die Mörder liessen es hierbei nicht bewenden, sondern begaben
sich am nächsten Tage nach Akani, um seine gesamte Habe nach Nuguria zu schleppen

Der Bruder des Ermordeten und zugleich sein Nachfolger, Henry Coe, erfuhr diesen
Vorgang im August 1892, als ihm ein ähnlicher, auf ihn gemünzter Anschlag verraten wurde.
Sogleich begab er sich mit 10 Eingeborenen in einem offenen Boote auf die Flucht und gelang
es ihm glücklich nach Nusa zu entkommen, von wo aus er Herbertshöhe aufsuchte. Die Firma
ForSAYTH steUte ihren von Kapt. A. Stalio geführten Schoner „Three Cheersquot; zur Verfügung,
und schifften sich auf ihm der kaiserhche Richter
Geissler und einige andere Weisse nebst
30 Mann der Schutztruppe ein. Nach der Landung auf Nuguria, am 3. September, wurde das
Dorf des Häuptlings umzingelt und in dem darauf entstehenden Gefecht SöR nebst seinem
Sohne erschossen. Auf der Gegen.seite fiel
Stalio. Später wurde noch einer der Mörder in
Herbertshöhe eingeliefert und zwei weitere fielen einer Landungsabteilung der Kreuzerkorvette
„Sperberquot; im Januar 1893 in die Hände 2).

Schoner „Sentaquot; 1892.

Der Schoner „Sentaquot; der Neu-Guinea-Kompagnie unternahm im August und September,
und dann wieder im Dezember 1892 Fahrten nach der Nordost- und nach der Westküste von
Neu-Mecklenburg, um Arbeiter anzuwerben

Chr. Braue 1892.

Die von Kapt. chr. Braue geführte Bark „Mariequot; traf, von den Samoa-Inseln kommend,
am 7. Oktober 1892 im St. Georg-Kanal ein und kam zwei Tage später im Matupi-Hafen zu
Anker. Nachdem das Schifiquot; vom 11. bis 20. vor Mioko gelegen hatte, setzte es die Fahrt
nach der Stefl\'en-Strasse fort, auf der es am 23. in etwa 2° 44\'S., 150° 35\'E.\'i), 2\'j^ Seem.
südhch von Selapiu [Mausoleum-Insel] entfernt, auf ein Rifif lief, von dem es aber abtrieb.
Am 24. erfolgte die Ankunft vor der Insel Kaboteran, die am 2. November mit voller Kopra-
ladung wieder verlassen wurde, um die Heimfahrt nach Europa auf dem Wege durch den
St. Georg-Knal anzutreten. Am 20. befand es sich unter ii°S., 158° 48\'E. 3).

1)nbsp;Dieselben Missetäter hatten bereits in der Mitte der Soger Jahre 2 auf einer anderen Insel ansässige Kopra-

händler ertränkt und darauf ausgeplündert.

2)nbsp;[Fritz Rose]. Eine Expedition nach den Fead-[Abgarris-]Inseln. Deutsches Kolonialblatt. IV. 1893, p. ISS- —

Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 45—47-

3)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 28.

4)nbsp;In Wirklichkeit ist die Lage dieses Riffes etwa 2° 42,7\'S., 150° 37,2\' E.

5)nbsp;Chr. Braue. Bericht über Häfen und Fahrten im Bismarck-Archipel. Ann. der Hydrographie. XXL 1893,
p. 349-351- - Nautical Magazine. LXH. London 1893, P- 1159- - Vorhandensein eines Riffes östlich von der Insel
Mausoleum in der Steffen-Strasse. Nachrichten für Seefahrer. XXIV.
1893. N°. 2108, p. 603.

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Korv. Kapt. Fischer 1892—93.

Am I. November 1892 verliess der „Sperberquot; die Samoa-Inseln zu einer dritten Fahrt
nach dem Schutzgebiet der Neu-Guinea-Kompagnie (s. oben p. 554). Er traf nach einem
Besuch der Marshall-Inseln, durch den St. Georg-Kanal kommend, am 17. Dezember auf der
Reede von Matupi ein, wo er bis zum 28. hegen bheb. Auf der Weiterreise wurde durch den
St. Georg-Kanal ausgelaufen und hierauf nahe der Südküste von Neu-Pommern entlang
gedampft, wodurch es möglich wurde die bestehenden Karten zu verbessern. Nachdem der
Kreuzer die hinter der Tongue- [Zungen-) Spitze liegende Henry Reid-Bai vermessen hatte,
fuhr er am 2. Januar 1893 weiter und traf am 5. im Friedrich Wilhelms-Hafen ein. Am
nächsten Tage wurde Kurs nach dem Nares-Hafen an der N W-Ecke der Grossen Admira-
litäts-Insel gesetzt \'). Auf dem Wege dorthin beobachtete
Fischer , dass die unweit des
Südwest-Kaps liegenden Sabben-Felsennbsp;Seemeilen westlicher lagen, als auf der Karte

angegeben war

Dem Kommandanten des „Sperberquot; war mitgeteilt worden, dass der Führer des austra-
lischen Schoners „Clara Jacksonquot;, Kapt.
Charles Butchart, seinen Steuermann William
Pitt
nebst 3 farbigen Seeleuten am 5. September nach dem an der Nordküste liegenden Dorf
Drugul, das i Seemeile von der Insel Hus oder Ärhüs {1° Sy^j^\'147° 8\'E.) entfernt lag,
gesandt hatte, wo sie von den Bewohnern überfallen wurden, und dass nur einige, unter
Zurücklassung des Bootes, schwimmend sich hatten retten können.

Vom Nares-Hafen aus, der am 7. erreicht worden war, ging der Kreuzer am 8.
der Nordküste entlang, doch konnte er, da niemand an Bord der Sprache der Eingeborenen
mächtig war, die Schuldigen nicht ermitteln. Am 9. kam St. Matthias und wenige Stunden
später Neu-Hannover in Sicht. Beim Passiren der Visscher-, Gardner- und San Francisco-
Inseln konnte festgestellt werden, dass sie auf der Seekarte etwa 10 Seem, zu weit nach E.
eingetragen waren Am 10. wurde bei den Fead-lnseln gehalten, wo, wie bereits oben (p. 559)
erwähnt, noch 2 Teilnehmer an dem Morde von
JOHN CoE festgenommen wurden Als
der „Sperberquot; am nächsten Tage an den Grünen Inseln vorbeifuhr, konnte beobachtet werden,
dass sie auf den Karten etwa 3 Seem, zu südlich und etwa 7 Seem, zu westlich lagen. Vom
13. bis 21. lag der Kreuzer wieder vor Matupi, suchte darauf die Salomo-Inseln auf und traf
am 6. Februar in Port Jackson ein.

R. C. A. L. Jansen van AtFerden und J. Bensbach 1892—93.

Nachdem es Macgregor gelungen war festzustehen, dass die durch ihre Raubfahrten an
den Gestaden von Britisch-Neu-Guinea berüchtigten Marinde Anim [Tugeri] im niederländischen

1)nbsp;Von Apia nach den Marshall-Inseln, Neu-Guinea, den Admiralitäts- und Salomon-Inseln und nach Sydney.
Aus dem Reisebericht S. M. Krzr. „Sperberquot;, Kommandant Korv. Kapt.
Fischer. Ann. der Hydrogr. XXI. 1893, p.
276—278., Deutsches Kolonialblatt. IV. 1893, p. 406—408. — Bericht des , Kommandanten S. M. Krzr. „Sperberquot;,
Korvettenkapitän
Fischer, über eine Rundreise durch die Schutzgebiete. Marine-Rundschau. IV. Berlin 1893, p. 230— . —
Auszug aus dem Schreiben des Landeshauptmannes der Neu-Guinea-Kompagnie an den Kommandanten S. M. Kreuzer
„Sperberquot;. Ibid. p.
234—236. — Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 47.

2)nbsp;Lage der Sabben Rocks am SW-Ende der Admiralitäts-Insel. Nachr. f. Seefahrer. XXIV. 1893, N°. 836, p. 245.

3)nbsp;Bemerkungen über die Lage der Inseln Visher [sie!], Gardner, S. Francisco, Abgarris oder Fead und Sir
Charles Hardy oder Nissan... Bismarck-Archipel. Nachr. f. Seefahrer. XXIV. Berlin
1893, N°. 837, p. 245—246.

4)nbsp;Die gegen sie erkannte Todesstrafe wurde nachträglich auf 5 Jahre Gefängnis herabgesetzt.

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Anteil beheimatet war, hatte die britische Regierung der niederländischen Vorstellungen
gemacht. Hierdurch wurde der Generalgouverneur von Niederländisch-Indien veranlasst den
Kreuzer Javaquot;, Kapt. Leutn. z. See R.
C. A. L. jansen van Afferden, nach der Südküste
von Neu-Guinea zu senden. Dieser traf am i8. Oktober auf der Reede von Makassar ein und
ging am
7. November nach Ternate weiter, wo der Aufenthalt vom 12. bis zum 19. währte. Als
der Kommandant auf der Reede von Amboina die Nachricht erhielt, dass auf den Aru-Inseln
mehrere Mordanfälle stattgefunden hätten, beschloss er auf das Ersuchen des Residenten hin,
zunächst das bedrohte Gebiet aufzusuchen. Nach einem Aufenthalt vom
23 bis 25. vor Tual
auf Kei Dula (Kei-Inseln) wurde nach Dobo auf Wamar (Aru-Inseln) gedampft, wo die „Javaquot;
am
26. zu Anker kam. Tags zuvor war der Regierungsdampfer „Arendquot; mit einer Abteilung
Infanterie eingetroffen. Nach Erledigung seiner Aufgabe, setzte der Kreuzer am
28. Kurs nach
der Südküste von Neu-Guinea, wo er am i. Dezember mittags unter 8°
15\'S., 139° 15\'E. eintraf.
Abends gegen 6 Uhr, als das Schiff sich unweit und westlich von der Fledermaus-Insel
befand, kam ein grosses Kanu längseits, mit deren Insassen Geschenke ausgetauscht wurden.
Am
2. mittags war die Lage des Schiffes 8° 12\' S., 139° 47\' E., worauf es nachmittags in 8° 15\'S.,
140quot; 2\'E. ankerte\'). Am Morgen des 3. kamen nicht weniger als 12 Kanus angerückt, deren
Insassen ein ohrbetäubendes Geschrei erhoben und stets Kaja-Kaja riefen. Auch während
der Weiterfahrt tauchten noch zahlreiche Kanus auf. Die Lage war mittags 8°
21,5\'S., 140° E.,
nachmittags etwa 8*^
35\'S., 140° 20\'E. Auf der Weiterfahrt am 4. verschwanden die Kokos-
palmen und wurde die Küste morastig. Der abends erreichte Ankerplatz lag in
140° 38\' S., am
5. lag er in 15\'S., i4o\'\'58,5\'S. Hier erfolgte nachmittags das Eintreffen des Regierungs-
dampfers „Zeemeeuwquot;, Kapt.
U. Uges, mit dem Residenten J. BensbaCH, dem Pater C. van
der Heyden
sowie dem Postenhalter G. W. van Ahee an Bord. Am nächsten Tage begaben
sich die genannten Personen in einem
Dampfbeiboot der „Javaquot; nach der Küste und fanden
hier eine Mündung, in die eingelaufen wurde. Der Fluss, Java-Kreek genannt, nahm strom-
aufwärts sehr bald an Breite
ab und wurde schliesshch durch Baumstämme versperrt; sein Wasser
war überall brackig. Wie die weitere Untersuchung ergab, war die Küste unbewohnt und von
Mangrovesümpfen umsäumt. Als die Leute wieder an Bord eingetroffen waren, gingen die Schiffe
unter Dampf, um Sarire, das Sileraka von
montague aufzusuchen. Am Morgen des 7. wurde
unter 8°
42\' S., 142° 27\' E. geankert und zwar der vielen Untiefen wegen etwa 8 km. vom
Strande entfernt. Nach Besuch von Wenerika, westhch von Sarire, wurde dieses selbst aufgesucht
und als Niederlassung für G. W.
van Ahee nebst 12 Pohzeisoldaten bestimmt. Das am 12.

1)nbsp;Nach der neuesten niederländischen Seekarte (N°. 154- Ausgabe 1908) liegt diese Stelle bereits auf dem Fest-
lande. Die Kanus kamen augenscheinlich von einem der ösÜich von der Bian-Mündung liegenden Dörfer.

2)nbsp;Kai oder kaja = gut, kaja [kai] anim — Freund. Man hat auch ein Kap Kaja-Kaja genannt (8° 12\'S., 139° 20\'E.).

3)nbsp;Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 1891 hatte der Bischof von Batavia um die Erlaubnis nachgesucht,
eine Missionsstation an der Südküste von Neu-Guinea zu gründen, die von der Regierung am
11. Juli unter Vorbehalt
gewährt wurde. (Koloniaal Verslag
1891, p. 126). Nachdem Pater C. van der Heyden im Oktober desselben Jahres an
einer Fahrt des Postdampfers „Camphuysquot; teilgenommen hatte, gestattete die Regierung unter dem
8. August 1892 die
Gründung einer Niederlassung in dem am Südeingang der Prinses Marianne-Strasse nach der Karte von
Montague
liegenden, aber nicht bestehenden Ort Moluka. (Koloniaal Verslag 1892, p. 113). Es war aus Anlass dieses Beschlusses,
dass dem Pater
van der Heyden gestattet wurde an der Fahrt der „Javaquot; teilzunehmen. (Koloniaal Verslag 1893, p. 29).
Die Pläne gelangten infolge der Überfälle in Sarire nicht zur Ausführung (Koloniaal Verslag 1894, P- 123) und währte
es bis
1903, ehe eine Missionsstation in diesem Gebiet, und zwar in Merauke, errichtet werden konnte.

4)nbsp;Der einheimische Name lautet nach R. L. A. Hellwig Baratara, nach anderer Angabe dagegen Sendaririki.
(De Indische Gids XXIX
1907, p. 737).

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fertig gestellte Gebäude konnte sofort bezogen werden. Die „Zeemeeuwquot; dampfte am 15. nach
Dobo ab, während die „Javaquot; am 16. nochmals eine Barkasse nach Sarire sandte. Am 18.
ankerte sie etwanbsp;Seem. von Habéke [Fledermaus-Insel] entfernt in 8°I3\'S., I39°43\'E.

und nahm in den folgenden Tagen Vermessungen vor. Dabei stellte sich heraus, dass das
an der Küste bemerkte Dorf Wombékahiess, und ferner wurde ein S S W. =t 1600 m. von
Habéke entfernt liegendes Rifif entdeckt. Nachdem am 21. die Insel ausser Sicht gekommen
war, wurde die Mündung des Flusses Warmuruka ^ gepeilt und unter 8° 14\'S., 139° 7\'E.
geankert. Der letzte Ankerplatz, am 22., befand sich in 8° 23\'S., 139° 30\'E- Nachdem der
Kreuzer am 24. wieder vor Dobo eingetroffen war, wurde er auf den Aru-Inseln durch die
aufs neue ausgebrochenen Unruhen bis zum 11. Januar 1893 in Anspruch genommen, so dass
er erst am 19. in Ternate eintreffen konnte

Inzwischen hatten sich die Verhältnisse in Sarire nicht in der gewünschten Weise ent-
wickelt. Bereits am 20. Dezember war ein Polizeisoldat verwundet worden, worauf eine
Beschiessung des Blockhauses durch 300 Papuanen folgte. Neun Mann trugen Pfeilschuss-
wunden davon. Als ferner die kleine Besatzung jede Nacht alarmirt und dadurch erschöpft
wurde, fasste
van Ahee den Entschluss mit seinen Leuten abzuziehen, wozu das Eintreffen
des Postdampfers „Camphuysquot; am 6. Januar die erwünschte Gelegenheit gab.

„Die „Javaquot; verhess Ternate am 2. Februar, nachdem der zur Vornahme astronomischer
Ortsbestimmungen angewiesene Leutn. z. See R.
posthumus Meyjes an Bord gekommmen
war und traf am 5. auf der Reede von Amboina ein. Nachdem am 12. auch die Ankunft
der „Zeemeeuwquot; mit dem Residenten J.
Bensbach erfolgt war, setzten beide Schifife am
14. gemeinsam ihre Fahrt nach der Thursday-Insel fort, wo Besprechungen mit den britischen
Behörden vereinbart worden waren. Am 19. fielen dort im Port Kennedy die Anker. Am 20.
erschien Sir
William Macgregor auf der „Merrie Englandquot; und einen Tag später der
britische Kreuzer „Daphnequot;. Nachdem eine gemeinsame Befahrung des Grenzgebietes beschlossen
worden war, lichteten die „Javaquot;, die „Merrie Englandquot; und die „Zeemeeuwquot; am 25. die Anker
und trafen am 26. in 9° 20\'S., I50°54\'E. etwa 12 Seem. von der Küste entfernt ein®). Am
nächsten Tage wurde auf den Java-Kreek zugesteuert und unweit desselben geankert.
Mac-
gregor, Posthumus Meyjes
sowie ein britischer Navigationsoffizier gingen dort an Land,
konnten aber ihre Instrumente in dem schlammigen Boden nicht aufstellen. Sie fuhren
daher nach SE. weiter und entdeckten einen ansehnlichen, etwa 150 yards breiten Fluss,
den
Macgregor zu Ehren des Residenten Bensbach-Fluss nanntequot;). Die Westseite seiner

1)nbsp;Dieser Name war der Karte von Montague entnommen worden. Der Ort heisst Jolce.

2)nbsp;Ist ebenfalls ein von Montague eingeführter Name. Nach neueren Angaben heisst er Bulaka.

3)nbsp;Jaarboek van de Koninkl. Nederlandsche Zeemacht 1892—93. \'s Gravenhage 1893, p. 512—533. — Koloniaal
Verslag van
1893. Bijlagen van het Verslag der Handelingen van de Tweede Kamer der Staten-Generaal 1893—94*
C. p.
28. ■—. Die vom Kommandanten der „Javaquot; mitgebrachten ethnographischen Gegenstände hat J. D. E. Schmeltz
beschrieben. (Beiträge zur Ethnographie von Neu-Guinea. Intern. Arch. f. Ethnogr. VIIL Leiden 1895, p. 153—165).

4)nbsp;R. Posthumus Meyjes. De astronomische plaatsbepalingen ten dienste der Hydrographie in Nederlandsch-Indië.
Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch.
(2) XVIII. 1901, p. 562—575

5)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch reporting the Proceedings in Connection with the Delimitation of the
boundary between British and Dutch New Guinea. Annual Report on British New Guinea
1892—93. Brisbane 1894, p. 20—21.

6)nbsp;Nach G. Ruthven Le Hunte wird der Fluss von den Anwohnern des Morehead-Flusses Turasi genannt.
(Ann. Report on Brit. New Guinea
1899—1900, p. 27). Nach J. A. Kroesen nennen ihn die Eingeborenen Toro Kusa
(De Indische Gids. XXIV. i.
1902, p. 366).

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Mündung wurde zu 9° 7\'34quot; S., 141° i\'47,9quot; E., mit einem wahrscheinlichen Fehler von ± 7\'4quot;
bestimmt Man kam überein den beiderseitigen Regierungen diesen Fluss als Grenze vorzu-
schlagen, ferner bis zum Fly-Fluss den Meridian von i4i°i\'48quot;E. und von hier ab sein
rechtes Ufer, bis es stromaufwärts vom 141° geschnitten wird. Von dort ab bis 5° S. sollte
alsdann dieser Meridian wie bisher als Grenze gelten. Nachdem am 28. noch ein Ankerplatz
unter 9° 10\'S., 140° 55,4quot; E. aufgesucht worden war, trat die „Merrie Englandquot; die Rückfahrt
nach der Thursday-Insel an, während die „Javaquot; und die „Zeemeeuwquot; westhchen Kurs ein-
schlugen und abends unweit Sarire in 8°4i\'S., 140° 25\'E. ankerten. Am 3. gingen sie vor
Buti 2) in 8°34\'S., 140° 18\'E. zu Anker
und traten am 5. die Heimfahrt an. Die „Javaquot;
traf nach einem nochmaligen Besuch der Aru-Inseln am 6- April in Makassar und am 12. in
Surabaja ein.

G. L. Bink 1893.

Am 18. August 1893 traf der auf der Insel Ron stationirte Missionar G. L. BiNK zum
zweitenmale, nunmehr aber zu einem dreimonatigen Aufenthalte in der Humboldt-Bai ein. Er
hess sich auf der in der inneren [Jotefa-] Bucht liegenden Insel Metu Débi nieder, wo er in
der Wohnung eines ternatischen Händlers, der Vertreter des chinesischen Kaufmannes
Bau
Jang King
in Ternate war, Unterkunft fand. Während seiner Abwesenheit (s. oben p. 543)
waren 4 weitere Ternatanen hinzugekommen, natürlich um Paradiesvogelbälge zu erwerben.
Bink besuchte nicht allein die in der Bai liegenden Dörfer, sondern unternahm auch zweimal
einen Ausflug nach dem 7,8 km. entfernt Hegenden Sentani-See. Bei seinem Marsch am 14.
September beschränkte er sich darauf das Ostufer zu erreichen und an dem nämlichen Tage
zurückzukehren. Als er jedoch am 29. wieder dorthin gelangte, Hess er sich in einem Kanu
nach dem in der Mitte des Südufers liegenden Dorf Ajäpo rudern, das 20 Häuser und etwa
1400 Seelen zählte (Fig. 55). Zwei Tage später fuhr er nach dem am Ende der südlichen
Ausbuchtung gelegenen Puë, worauf er nach der Humboldt-Bai zurückkehrte Wenngleich
Bink nicht der erste Europäer gewesen ist, der diesen See aufgesucht hat (s. oben p. 544), so
hat er ihn doch zum erstenmale beschrieben und die erste, allerdings noch sehr mangelhafte
Karte veröffentlicht Ferner hat er das erste Wörterverzeichnis der Jotefa-Sprache, die von
den Bewohnern von Tobadi, Ingräs und Ingräu gesprochen wird, sowie ein kleineres aus dem
Wortschatze der Sentani-Sprache angelegt

In der ersten Hälfte des November kehrte er mit dem Postdampfer nach seiner
Station zurück.

1)nbsp;R. Posthumus Meyjes. 1. c. pag. 571.

2)nbsp;Buü [Butireke] liegt in 8°2i\'S., 140° 23\'E.

3)nbsp;Tocht van den zendeling Bink naar de Humboldtsbaai en verblijf aldaar. Berichten van de Utrechtsche Zendings-
vereeniging. N. S. VII. 1894, p. 65—77. — G. L.
Bink. Drie maanden in de Humboldtsbaai. Tijdschr. voor Ind. T. L.
en Vk. XXXIX. Batavia 1897, p. 143—211. — Drei Monate in der Humboldt-Bai. Mittlg. Geogr. Gesellsch. Jena. XIII.
1894, P- 22—30. — Globus LXV. 1894, p. 347.

4)nbsp;Tocht van den zendeling Bink naar de Humboldts-baai. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XL 1894,
p. 325—332. Es war ihm entgangen, dass der See sich noch weit nach W. fortsetzt.

5)nbsp;G. L. Bink. Lijst van eenige woorden opgeteekend uit den mond der Karau-Jotafa, bewoners der Humboldts-
baai. Tijdschr. v. Ind. T. L. en Vk. XLV. 1902, p. 59—92., s. auch H.
Kern. Over de taal der Jotafa\'s aan de Hum-
boldtbaai. Bijdr. t. de T. L. en Vk. (6) VIL 1900, p. 139—158.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;7i

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J. A. H. Beck 1893.

Auf die Nachricht hin, dass fremde Perlfischer in der Sagewin-Strasse, an den Küsten
von Salawati und Batan Tä gesehen worden seien, wurde der vom Leutn. z. See J. A. H.
Beck befehligte Kreuzer „Pontianakquot; dorthin beordert. Er verliess am 16. September 1893
die Reede von Surabaja, am 23. diejenige von Makassar und traf am 30. vor Ternate ein.
Am 5. Oktober lief er wieder aus und nahm am 6. in Labuha auf Batjan den Kontrolleur K. H.
F. Roos an Bord. Das nächste Ziel war Samaté an der Nordostecke von Salawati und der
folgende Ankerplatz die Reede von Saunek. Von hier aus begab
beck sich nach Mumes an
der Südküste von Waigëu, wo der dort wohnende Radja die Erklärung abgab, dass in der
Tat einen Monat zuvor englische Berlfischer in dieser Gegend 14 Tage lang sich aufgehalten
und 65 Pikul Perlmuscheln gewonnen hatten. Ihm, dem Radja, sei 10 °/o als Abgabe zuge-
faUen, den er zu 70 fl. das Pikul verkauft habe. Die „Pontianakquot; setzte hierauf ihre Fahrt

Fig. 55-

nach Sailolof an der Westküste von Salawati fort und brachte dort in Erfahrung, dass englische
Perlfischer 3 Monate vorher in der Sélé-Strasse gesehen worden waren. Nach einem Abstecher
nach Sekär an der Südküste des Mac Cluer-Golfs traf das Schifif am 22. Oktober wieder auf
der Reede von Ternate ein

Es lief am 2. November zum zweitenmale aus, erreichte am 5. Samaté und lief am
folgenden Tage in die Sélé-Strasse ein. Beim Einlaufen in die Passage zwischen den Inseln
Warir und Kabra lief die „Pontianakquot; nördlich von der letzterwähnten auf ein Rifif, wurde
aber wieder filott. Am 8. setzte sie ihre Fahrt fort und ging bei einer im Norden von Jèf Kebon
liegenden Sandbank zu Anker. Am nächsten Tage wurde durch die Sélé-Strasse ausgedampft

l) Jaarboek van de Koninkl. Nederlandsclie Zeemacht 1892—93. \'s Gravenhage 1894, p. 511—512.

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und abends Sekâr erreicht. Auf dem Wege nach den Aru-Insehi konnte bei den Karas-Inseln,
und zwar bei Tuburuasa in etwa 3° 2472\'S., 132° 32\'E., ein Riff entdeckt
werden\'). Nachdem
die Ankunft vor Dobo auf der Insel Wamar am 13. erfolgt war, ging das Schiff nach der
Insel Karang (7° i\'S., i34°4i\'E.) weiter, an der am 17. der Schoner „Mavisquot;, Kapt. O\'
kelly,
mit 5 Kuttern vor Anker kam und den Befehl zum Verlassen der territorialen Gewässer
erhielt. Am 28. kehrte die „Pontianakquot; nach der Reede von Ternate zurück

Gr. W. van Ahee 1893.

Der Postenhalter von Patani auf Halmahera, G. W. van Ahee, unternahm im Auftrage
des Residenten im November 1893 auf dem Postdampfer „Camphuysquot; eine Fahrt nach der
Nordküste von Neu-Guinea. Es wird hierüber nur Weniges und zwar Unerfreuliches berichtet.
Auf der Insel Ron im Geelvink-Busen wurde die Auslieferung von 4 in Andai geraubten
Eingeborenen verweigert und zu Ansus an der Südküste von Japen legten Einwohner an Bord
des Dampfers eine Art Kriegserklärung in Gestalt von zerbrochenen Pfeilen, Steinen und
Holzkohle nieder

James Chalmers 1893.

Nachdem am 5. Januar 1893 die von der London Missionary Society angekaufte und
„Miroquot;^) benannte Dampf barkasse in Port Moresby eingetroffen war, wurde sie sofort von
James Chalmers übernommen und bemannt. Am 12. lief er auf ihr aus, zunächst um einige
Inseln der Torres-Strasse zu besuchen. Abends wurde bei den Sisters, am 13. bei Masig
[Yorke-Insel] und am 14. bei Èrub [Darnley-Insel], wo er den 15. über blieb, geankert. Am
16. erfolgte die Ankunft bei Mèr [Murray-Insel], auf der der Aufenthalt bis zum 20. währte.
Über Erub gelangte
chalmers darauf am 21. nach Damut [Dalrymple-Insel], bheb hier den
folgenden Tag und dampfte am 23. nach Dauan. Nachdem er Wasser und Brennholz einge-
nommen hatte, ging es über Saibai am 25. nach der Regierungsstation Mabudauan und nach
Turi-Turi. Nunmehr setzte er die Fahrt nach der Fly-Mündung fort, in der er, nach einem
Besuch von Pärama [Bampton-Insel], am 27. vor Saguana an der Südostspitze der Insel Kiwai
zu Anker kam. Am 30. dampfte er wieder ab und traf am i. Februar zu Orokolo mit
mac-
gregor
zusammen. Am 2. fuhr er den Wai Lala eine Strecke stromaufwärts, kehrte nach der
Mündung zurück und gelangte am folgenden Tage nach Kerema. Am 4. erfolgte, nach einem
Besuche von Karama, die Ankunft in Toaripi, wo auch
Frank E. Lawes, der Resident
Magistrate der Central Division eingetroffen war. Nachdem
chalmers am 8. Lèse und Djokéa
[Jokéa] besucht hatte, gelangte er am 9. nach Delena am Hall-Sund. In einem Kanu ruderte er
am
II. nach Kap Suckling und marschirte von hier aus landeinwärts nach Nala [Nara], wo er
bis zum 13. bheb. Über Delena traf er am 14. des Nachmittags wieder in Port Moresby ein

1)nbsp;Rif be NW. het eiland Karas. Bericht aan Zeevarenden.\'s Gravenhage 1904, N°. 29/211, auch Nautical Magazine.
LXIIL
1894, p. 363.

2)nbsp;Jaarboek van de Koninkl. Nederlandsche Zeemacht 1893—94, p. 426—427.

3)nbsp;Koloniaal Verslag van 1894. \'s Gravenhage, p. 32.

4)nbsp;Miro bedeutet der Friede.

5)nbsp;Arrival of the Steam Launch. Chronicle London Miss. Society 1893, p. 111, s. auch L c. 1892, p. 279., 1893, p. 47-

6)nbsp;James Chalmers. Pioneer Life and Work in New Guinea 1877—94. London 1895, p. 229—243. Die Reise
fand nicht, wie hier erwähnt wird, im Jahre
1892 statt.

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Arn 23. Februar wurde dieser Ort wieder verlassen und zunächst das unferne Bura auf-
gesucht. Vom 25. abends bis zum 28. hielt
chalmers sich in Delena auf und ging alsdann nach
Maiwa weiter, von wo aus er die verschiedenen Missionsstationen besuchte. Hieran schloss sich
ein Besuch von Diapu und Djokéa, worauf er am 3. über Lèse in Toaripi eintraf. Am 4. und 5.
weilte er in Kerema und Karama, um dort je einen Missionsgehülfen einzusetzen. Ebenso
wurde am 6. in Wailala ein Gehülfe gelandet. Infolge eines Defektes an der Maschine konnte
die Fahrt erst am 12. nach der Mündung des Ai Wai fortgesetzt werden. Nach dem Passiren
der Bald-Spitze gelangte die Barkasse nach Waboda [Midge-Insel], in deren Nähe
macgregor
und Chalmers sich begegneten. Am 17. erfolgte die Ankunft auf Dauan und am 22. auf der
Thursday-Insel, wo
ChalmerS den am 23. nach Kwato abgehenden Schoner zu finden hoffte.
Bald darauf hess er sich wieder in Toaripi [Motu-Motu] nieder, wo E. B.
Savage ihn während
seiner Abwesenheit vertreten hatte.

Sir William Macgregor 1893.

Am 9. Januar 1893 trat Macgregor von Toaripi [Motu-Motu] aus eine Bootfahrt auf
dem dort mündenden Lakekamu an\'). Bis etwa 12 miles
stromaufwärts waren die Ufer grössten-
teils von Rhizophoren- oder Sagopalmensümpfen eingefasst. Höher hinauf traten Brotfrucht-
bäume,
Hibiscus und stehenweise Sagopalmen auf. In 7° 51\'24quot; S. war der Zusammenfluss der
beiden, ungefähr gleich grossen Quellflüsse Tiweri (im W.) und Orepäi oder Biaru (im E.).
Eine kleine Hügelgruppe am rechten Ufer des letztgenannten hiess Urima, während etwa 14
miles in N E. der Lawson-Berg sich erhob.

Bald nach der Rückkehr nach Toaripi traf die „Merrie Englandquot;, mit der Dampf bar-
kasse „Rubyquot; im Schlepptau, am 17. Januar ein. Am folgenden Tage fuhr
MaCGREGOR auf
dieser durch den Kreek Kalawawu [Kalavavu] im Delta, das durch die Flüsse Lakekamu und
Tauri gebildet wird, in den Mapu, den westlichsten Mündungsarm, auf welchem er nach dem
am linken Ufer des Tauri hegenden Dorfe Mowiawi [Mobiabi] gelangte und weiter noch bis
7° 55\' S. fuhr. Nach der Rückkehr nach Mowiawi lief er durch den Mapu wieder aus und suchte
die kleinen vor der Mündung hegenden Keai-Inseln auf, deren Lage er zu 8° 9\' 13quot; S. bestimmte.
Am 22. ging es auf der „Rubyquot; weiter nach Karama, von wo aus er den Fluss 3—4 miles
stromaufwärts befuhr, darauf in dem am Strande liegenden Orte übernachtete und am folgenden
Tage in westlicher Richtung weiterdampfte. An der zunächst bemerkten sandigen Bucht mit
flachem Hinterland lagen einige Dörfer, unter denen Wamai das bedeutendste war. Zehn
miles von diesem bis zur Kerema-Bai lief der bis 100 feet hohe Hügelrücken Keauna der
Küste entlang.
MACGREGOR landete in dem am Ostende der Bai liegenden, kleinen Dorfe
Ipisi, um zwei Jungen als Führer für die Fahrt durch die Lagune mitzunehmen. Im Norden
erhob sich die etwa 4000\' hohe Nabo-Kette (7° 46\' S., 145° 46\'—50\' E.), in deren Umgebung
der Stamm Kuku-Kuku hausen quot;ollte. Nachdem der Matupe eine Strecke befahren, das am
Kreek Siria hegende Dorf Uaripi und das westhcher hegende Mäi besucht worden war, wurde
Kerema am Westeingange der Bucht aufgesucht und dort übernachtet. Am 24. ging er in
westlicher Richtung weiter an den Hie-Bergen vorbei in die Hie-Bucht, hierauf an der Mün-

1)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection of the Gulf of Papua from Hall Sound to Port Bevan. Annual Report
on Brit. New Giunea 1892—93. Brisbane 1894, p. 24—36.

2)nbsp;Nicht zu verwechseln mit dem unter 8° 20\'51quot; S. in See mündenden Fluss gleichen Namens.

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dung des Keura vorbei nach derjenigen des Wai Lala, deren Lage macgregor zu 7° 56\'31quot; s.
bestimmte. Er fand hier die beiden Dörfer Herauwiri an der Ost- und Kauaheri an der West-
seite. Nachdem er im letztgenannten Orte über Nacht geblieben war, begann am Morgen
des 25. die Fahrt auf dem Wai Lala. Als am zweiten Tage die Barkasse bis in 7° 17\'S.,
145° 25\'E. gekommen war, musste sie der Stromschnellen wegen umkehren. Nach der Rückkehr
nach Kauaheri am 30. trat
macgregor mit Frank E. Lawes eine Wanderung längs der
Küste an und traf nachmittags über Haru und Haiari in Orokolo ein, wo übernachtet wurde.
Von hier aus nahm die Untersuchung des Furari-Deltas, über welches
macgregor in einen
Streit mit
theodore F. Bevan verwickelt wurde, (s. oben p. 436) seinen Anfang. Er fuhr
in den Alele, wie ihn die Bewohner von Apiope nennen \'), ein und gelangte, nachdem er die
Alele-Insel erreicht hatte, auf dem Walboot durch den Kreek Hauboho oder Aumuho nach
Apiope das von der Barkasse auf einem anderen Wege erreicht worden war. Am 2. Februar
ging es in dem Boot durch enge Kanäle des Deltas nach dem aus 108 Häusern bestehenden
Dorf Maipua (1500—2000 Seelen) und darauf mit der „Rubyquot; den AI Wai und Furari auf-
wärts bis zu der Stelle, wo er sich teilt —■ Woodhouse Junction bei
Bevan — in den Kairu
[Koriki] und den Purari. Während
macgregor mit M. H. moreton hier das Lager in
7° 32\'21quot; S. aufschlug und den Fluss bis 7° 4\'S. stromauf untersuchte, dampfte J.\'B.
cameron
auf der Barkasse nach Apiope zurück, um den Rest der Vorräte zu holen. Nachdem
er am 5. zurückgekehrt war, ging die Fahrt am 7- Boote stromab durch den Kairu
[Koriki] und wurde am 8. auf Seitenkanälen das grosse Dorf Koropenaira (etwa 7° 42\' S.,
145° 5\' E.) erreicht. Von hier aus gelangten die Reisenden in westlicher Richtung in den
600—1000 yards breiten Mündungsarm Aräi, dessen Ufer überall von Rhizophoren eingefasst
erschienen. Kurz vor dem Erreichen des Meeres vereinigte er sich mit den Maroi, dem
Unterlauf des Baroi der bald darauf von
cameron befahren wurde. Da beim Auslaufen in
See die „Rubyquot; nicht bemerkt worden war, setzte
macgregor die Fahrt in westlicher
Richtung bis zur Marikimiro-Spitze fort, deren Lage er alsdann zu 7° 46\'41quot; S. bestimmte.
Während er hier an einer sandigen Bucht lagerte, ging das Boot durch den Kaimari-Kanal
nach dem Dorf Kaumai, um Taro und Bananen zu erhandeln. Nachdem die Barkasse am
nächsten Morgen eingetroffen war, wurde die Fahrt in nordwesthcher Richtung fortgesetzt,
die Bald- [Miri-] Spitze gerundet und vom Port Romilly aus in den Kaimari-Kanal von
W. her eingelaufen.
Macgregor fand hier die 3 Dörfer Api, Kwai und Kaumai, die der
Landschaft Kaimari angehören. Am 9. kehrte er nach Port Romilly zurück und fuhr nach
seinem inneren —• nördlichen — Teile mit seinen vielen Sandbänken und Untiefen. Er fand
hier den Pic-Fluss, auf dem eine Strecke zurückgelegt wurde, um darauf in den Wame,
einen Deltaarm des Baroi, einzulaufen. Seine Breite betrug anfangs 300 yards, verringerte sich
aber bald auf 100—120 yards. Weiter aufwärts wurde, kurz vor dem Dorf Ewara [Evarra],
kampirt. Am 10. besuchte
MacGREGOR dieses 200—300 Einwohner zählende Dorf und kehrte.

1)nbsp;Die im Osten des Flusses wohnenden Eingeborenen nanten ihn Ai Wai Hekai und den Mündungsarm, an
dem Apiope liegt, Ai Wai Eapu, der von den dortigen Bewohnern sehleehthin Ai Wai genannt wird. Beide besitzen an
ihrer Mündung eine Breite von etwa i mile.

2)nbsp;Macgregor bestimmte die Breite dieses Ortes zu 7° 56\'31quot; S.

3)nbsp;Dies ist der Name unter dem das Dorf bei den Nachbarstämmen bekannt ist. Die eigenen Bewohner nennen
es Baiarabi oder Rabi.

4)nbsp;Beide Namen besagen dasselbe und hat nur eine Vertausehung des B und M stattgefunden.

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nachdem er bis zum Zusammenfluss des Warne mit dem Baroi gelangt war, nach Port
Romilly zurück, um bis in dessen äusserste Spitze und den dort mündenden Kapaina der
eine Breite von i mile besass, vorzudringen. Als er
22 miles von der Mündung aufwärts
befahren war, wo er zum Gebiet der Landschaft Ipikoi gehörte, betrug seine Breite nur
40
yards. Die Ufer waren überall von Sago- und Nipapalmen sowie von unübersehbarem Mangrove-
gebüsch umsäumt. Nachdem
Macgregor stromabwärts auf einer etwas höher gelegenen
Mangrovebank übernachtet hatte, suchte er am 11. den nach
Bevans Karte zu erwar-
tenden, nach der Era-Bai führenden Kanal, fand ihn aber nicht, worauf er wieder nach Port
RomiUy auslief und an dessen Westseite in den Fluss Aia gelangte Unweit seiner Mündung
fand sich am
13. das Dorf Baimura zu beiden Seiten des gegen 80 yards breiten Kreeks
Pirimo. Hierauf lief er in die Era-Bucht ein, deren Ostküste von Nipapalmen und Rhizophoren
umsäumt ward. Die Lage der nördlichsten der beiden in der Bai hegenden Inseln Iwiri
[Iviri] bestimmte
Macgregor zu 7° 35\' S. Nachdem die Fahrt längs unabsehbarer Nipasümpfe
fortgesetzt worden war, wurde unter etwa 7°
27\' S. gelagert. Am 14. fuhr das Boot in die
Era-Bai zurück, rundete die, Marea genannte Westspitze und gelangte in den ersten, westlich
davon mündenden Kreek Kaa, der sich ahmählich in Mangrovesümpfen verlor. Auf der
Weiterfahrt in westhcher Richtung ging es an der Buri-Spitze vorbei in die
2—3 miles breite
Paia-Bai und am
15. weiter stromaufwärts, worauf in 7°22\'i5quot;S., 5—6 miles nördhch von
den Aird-Bergen übernachtet wurde. Am
16. fuhr das Boot in einen Kanal ein, der mit der
Paia-Bai in Verbindung stand, doch vermochte
Macgregor nicht zu ermitteln, was Bevan
eigentlich unter dem Centenary-Fluss verstanden hatte, denn das ganze sumpfige Gebiet war
von unzähligen, weit verzweigten Kreeks durchzogen. Als abends die erwartete „Merrie
Englandquot; nirgends bemerkt werden konnte, wurde am
17. die Untersuchung der ersten, im
Westen der Era-Bai,
3—4 miles nördhch von der Marea-Spitze hegenden Bucht in Angriffquot;
genommen, in der man Leuten des Stammes Miniäu begegnete. Durch einen westhchen Arm
gelangte
Macgregor in die Paia-Bai und kampirte an der Westecke, S W. von der ihr gegen-
überliegenden Puri-Spitze. Am
19. wurde in Port Bevan [Auro] eingelaufen und die „Merrie
Englandquot; in 7° ss\'li S-, .144° 32V2\' E. liegend gefunden. Die Lage des Kaps Blackwood bestimmte
Macgregor zu 7° 49\' 24quot; S.

Wie wir bereits mitgeteilt haben (s. oben p. 562) traf die „Merrie Englandquot; am nächsten
Tage vor der Thursday-Insel ein, um mit
macgregor an der Untersuchung der britisch-
niederländischen Grenze teilzunehmen.

Nach der Rückkehr nach der Thursday-Insel trat macgregor am 9. März eine Fahrt
auf dem ihm zur Verfügung gestellten queensländischen Regierungsdampfer „Albatrossquot; nach dem
Fly-Delta an\'). Es waren nämlich Berichte der Häuptlinge von Kiwai eingetroffen, in denen
sie Klage darüber führten, dass Eingeborene von der Insel Wabuda die Landschaft Egeriba,
die
30—40 miles oberhalb der Mündung am hnken Ufer lag, überfallen und 8 oder 9 Menschen

1)nbsp;Es ist dies der Stanliope-Eluss von Bevan.

2)nbsp;Die Ostspitze seiner Mündung heisst ßapai.

3)nbsp;Lenon-Sund bei Bevan.

4)nbsp;Bei dieser Gelegenheit dürfte das genannte Schifif die westlich vom Warrior-Riff, in 9° 38\'loquot; S., 142° 51\'20quot; E.
liegende Reid-Bank entdeckt haben, gleichzeitig wurde ermittelt, dass die in der Mis.sionary-Passage liegende Mangrove-Insel
nicht existirte, sondern dass sich in deren Position (9°I5\'S., I43°5V2E.) ein sehr langes Riff befand. (Nachr. f. Seefahrer.
XXIV.
1893, N°. 1400 und 1455 nach Notice to Mariners. London 1893, N°. 308).

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getötet hatten. Macgregor erhielt noch Kunde von einem anderen Überfall, der dem Stamm
Barutu gegolten und bei dem 16 Angehörige desselben das Leben eingebüsst hatten. Es war
derselbe Stamm, der aus seinem Wohnsitz auf der Insel Burutu von den Wabudas vertrieben
worden war und sich in der Landschaft Egeriba angesiedelt hatte. Als
macgregor in Saguana
an der Südostspitze der Insel Kiwai eintraf, erwarteten ihn dort bereits 4 Häuptlinge, von
denen er 2 mitnahm, worauf er am 12. nach Wabuda weiterging. Als die „Merrie Englandquot; dort
vor den am Südostende hegenden Dörfern Damera Muba und Aipisia erschien, verhessen die
Weiber samt ihrer beweglichen Habe die Häuser. Bei der Landung stellte sich heraus,
dass die Mehrzahl der Männer mit dem Fischfang in der Nähe der benachbarten Insel Umudu
beschäftigt war, weshalb
Macgregor beschloss ihnen den Rückweg abzuschneiden. Wirkhch
gelang es ihm am nächsten Tage eine Anzahl Kanus abzufassen und sich der Haupträdels-
führer zu bemächtigen, die alsdann nach der Regierungsstation Mabudauan gebracht und dem
Gericht übergeben wurden.
MacGREGOR kehrte hierauf nach der Thursday-Insel zurück \').

Am 9. Mai verhess er Fort Moresby, wohin er inzwischen zurückgekehrt war, und
dampfte auf der „Merrie Englandquot; zunächst nach Delena. Am 11. traf er auf der Yule-Insel
ein, von der aus eine Bootfahrt durch den Hall-Sund und den St. Joseph-Fluss aufwärts
angetreten wurde. Nachdem am 13. in Jeku [Yeku] übernachtet worden war, marschirte
Macgregor am nächsten Morgen nach Ina Wi, wo Pater JoS. M. Vitale die Mission leitete.
Am 15. fand dort eine Zusammenkunft mit den Häuptlingen statt, veranlasst durch die Nicht-
befolgung der Verordnung, die den Eingeborenen untersagte dem alten Brauch zu folgen und
die Toten unter ihren Wohnungen, statt in besonderen Begräbnisplätzen zu bestatten. Am 16.
traf
Macgregor wieder in Ina Wi, ein, besuchte am 17. Oriropetana, Jeku sowie Babiko, am
18. Mohu. Am 19. ging es den St. Joseph-Fluss abwärts und hierauf nach Delena. Die fol-
genden Tage wurden dazu benutzt über Land Morabi [Manu-Manu], Keabada, Nara und Isiu
aufzusuchen. Das letztgenannte Dorf lag etwa 1Y2 quot;lij^e westhch vom Flusse Tau-Tau und
zählte fast 30 Häuser. Am 23. traf
macgregor an der Mündung des Tau-Tau ein und kehrte
von dort nach Port Moresby zurück

Verlegung der Regierungsstation von Mabudauun nach der Insel Daru 1893.

Die erst 1890 errichtete Regierungsstation zu Mabudauan hatte sich besonders im
Hinblick auf ihre ungünstige Lage für die Schiffahrt nicht bewährt, so dass ihre Verlegung
nach der westhch von der Fly-Mündung hegenden Insel Daru beschlossen worden war. Der
Resident Magistrate der West-Abteilung,
BinGHAM A. Hely, liess am 17. April den Anfang mit
dem Abbruch der Gebäude machen, während er den Ort verhess. Am folgenden Tage traf er
auf Daru ein, wo unmittelbar darauf mit dem Bau der neuen Station begonnen wurde, die am
28. Juni im grossen und ganzen fertiggestellt war

1)nbsp;Despatch reporting Expedition undertaken to visit and deal with the Wabuda tribe. Ann. Report on Brit. New
Guinea 1892—93. Brisbane 1894, p. 22—23.

2)nbsp;Über den Ursprung dieses Namens s. oben p. 532, 553.

3)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Mekeo District. Ann. Report on Brit. New Guinea 1892—93.
Brisbane 1894, p. 36—38.

4)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Western Division. Ibid. p. 39—43.

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H. Naville Chester 1893.

Der Resident Magistrate H. N. Chester trat von der neuen Regierungsstation Niwani
auf Pana Pompon am i. Juni
1893 auf dem Schoner „Mainoquot; eine Inspektionsreise an, die ihn
zum Besuch der Mission zunächst nach Pana Èt [Deboyne-Insel] führte. Rev. S. B.
Fellows
stand im Begriff sie zu verlassen, um eine neue Station auf den Trobriand-Inseln einzurichten.
Am
13. segelte Chester weiter nach der Sud-Est-Insel und besuchte hier mehrere Dörfer
sowie die Niederlassungen der Goldgräber. Am
30. traf er wieder in Niwani ein

Kriegsschiff „Benguinquot; 1893.

Das britische Kriegsschifif „Penguinquot; hatte in den ersten Tagen des Juli 1893, von
Westen kommend, die Torres-Strasse durchlaufen, worauf es unweit der Südküste von Neu-Guinea,
zwischen
5,55nbsp;12,8 S. und 146° 39—156° 39gt;7\' E. Lotungen vornahm

Dampfer „Albatrossquot; 1893.

Der queensländisehe Regierungsdampfer „Albatrossquot; fand gelegenthch einer Fahrt durch
die Torres-Strasse im Jahre
1893 westlich vom Warrior-Rifif in etwa 9° 38\' 10quot; S., 142\' 51\' 20quot; E.
eine trockene Sandbank, die den Namen Reid-Bank erhielt % Ferner fand er, dass die in etwa
9°I5\'S., 143° 5\'30quot; S. in der Missionary-Passage angegebene Mangrove-Insel nicht bestand,
sondern dass die Nord- und Westseite des Fahrwassers von einem ausgedehnten Riff
begrenzt wurde

Sir quot;William Macgregor 1893.

Am 26. Juni 1893 lief Macgregor auf der „Merrie Englandquot; von Port Moresby aus
zu einer Inspektionsfahrt nach dem östhchen Teile des Schutzgebietes. Nach Besuch von
Kaile landete er in Kapa-Kapa, machte einen Abstecher nach der Regierungsstation Rigo
und fuhr alsdann weiter nach Kerepunu. Hier ging ihm die Nachricht zu, dass in der Landschaft
Aroma Kriegszustand herrsche und eine grosse Schlacht zwischen den Bewohnern von Maüpa
und denen der mhegenden Dörfer stattgefunden habe. Am
28. Juni erfolgte mit einem Teil
der Schutztruppe die Landung zu Paramän.
Macgregor besuchte die an der Küste wohnenden
Stämme bis zu dem am Ostende der Aromai-Bai mündenden Upugäu, um sich versichert zu
halten, dass sie Maüpa keinerlei Hülfe leisteten. Auf dem erwähnten Fluss unternahm er noch
eine Ruderfahrt und wanderte darauf von Waila Banua über Land nach Aroma. Am
10. Juli
gelangte er zum zweitenmale nach Maüpa, wo ihm die Mehrzahl der Rädelsführer ausgeliefert
wurde. Am
14. nahm die Schutztruppe noch einige Verhaftungen vor

Nachdem Macgregor am 17. Samarai erreicht hatte, traf er zwei Tage später auf
Niwani ein. Am
20. stattete er den meisten Dörfern auf Pana Èt [Deboyne-Insel] Besuch
ab und setzte am
21. seine Fahrt nach der Sud-Est-Insel fort, wo er den folgenden Tag an

1)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Louisiades. Ibid. p. 47—50.

2)nbsp;List of Oceanic Depths. Loudon 1894, p. 2, hieraus Sondages exécutés par le navire de guerre anglais
Penguin, en juillet 1893. Ann. hydrogr. (2) XVL Paris 1894, p. 105.

3)nbsp;Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1893, N». 129/907 nach Notice to Mariners. London 1893, No. 308.

4)nbsp;Bericht aan Zeevarenden. 1893, NO. 131/918 nach Notice to Mariners 1893, Nquot;. 308.

5)nbsp;Despatch reporting Visit to Eastern End of the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea 1893—94.
Brisbane 1895, p. 8n.

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der Griffin-Spitze zubrachte. Am 23. gelangte er nach Hula und ging darauf der Dampfer bei
der Conde-Spitze [Baganowa] zu Anker.
MacGREGOR bestimmte die Lage des einige miles
östhch davon liegenden, 60 feet hohen Felsens Rewi, der den südlichsten Punkt des Schutz-
gebietes darstellt, zu 11^39\'25quot; S. Am 24. sohte die „Merrie Englandquot; eine Durchfahrt durch
das die Insel am östlichsten Ende umgebende Barrierriff aufsuchen, doch musste dieses Vor-
haben wegen der vielen im Fahrwasser auftauchenden Riffe aufgegeben werden und begab
sich das Schifif nach der Lidji-Lidji- [Lijiliji-] Bai. Am folgenden Morgen setzte der Dampfer
seine Fahrt nach der Rossel-Insel fort, die abends erreicht wurde. Am 26. begab
Macgregor
sich in einem Walboot nach der Nordküste zu einem Besuch der dort hausenden Stämme und
übernachtete in dem Dorfe Mbewa. Am 27. erreichte er die unweit der NW-Spitze liegende
Heron-Insel, bestimmte ihre Breite zu 11° 17 39quot; S. und ruderte am 28. nach dem auf der
gegenüberhegenden Küste der Rossel-Insel hegenden Dorf Tjeme [Cheme], worauf er die Nacht
in der Penegwa-Bai zubrachte. Am nächsten Tage segelte er der Insel weiter entlang bis zu der
nur sehr schwach bevölkerten SE-Ecke und von dort nach der dicht bewaldeten, \'/g mile
langen Adele-Insel [Loa oder Bölora], wo er die der Rossel-Insel am nächsten hegende Spitze
zu
ii°26\'53quot;S. bestimmte.

Am 30. ging Macgregor auf der „Merrie Englandquot; nochmals nach der Sud-Est-Insel
ab und ankerte bei der Mündung des Rabuso unweit des Ostendes. Nachdem am nächsten
Tage an der Griffin-Spitze Gericht über einen Eingeborenen, der einen Goldgräber namens
William Bakem ermordet hatte, gehalten worden war, fuhr der Dampfer weiter nach Misima,
wo er am 31. vor Bogoja, am Ostende, eintraf. Nach abermaligem Besuch von Niwani, gelangte
Macgregor am 3. August nach Wari [Teste-Insel], übernachtete dort und traf am nächsten
Tage in Samarai ein \').

Am 9. ging er weiter nach den D\'Entrecasteaux-Inseln und traf zunächst am Abend
in der Bucht an der Nordseite von Nuakata [Lydia-Insel] ein. Am 11. erreichte er die
Insel Digaragara nahe dem Südende der
Normanby-Insel und begab sich hierauf nach dieser
selbst. An dem von den Eingeborenen Karitahua genannten Kap Ventenat erhob sich der
250 feet hohe Gogoiareba. Am 14. wurden die umliegenden Küstendörfer besucht und bei
dieser Gelegenheit ein ausgezeichneter Ankerplatz in der Bunama-Bucht gefunden. Die
Nacht brachte
Macgregor in dem am Fusse des Berges Sobia liegenden Waipoiana zu,
wo ein Bach mündete, an dessen Ufern er einige Hundert yards stromaufwärts heisse
Quellen und Dampfquellen auffand. Hierauf begab er sich nach der Sewa-Bai, deren Eingang
zu 10° 2\' S. bestimmt wurde. Am 18. ging es im Walboote zunächst nach dem uns bereits
bekannten Bakera an der Südwestküste, darauf nach der Karuwea-Bucht, an der sich eine
Missionsstation befand, und endlich nach der Nordspitze, Gigipwara oder Gegepwara, deren Lage
zu 9° 42\'S. bestimmt wurde. Am 21. wurde die Dawson-Strasse gequert und an der Südküste
der Fergusson-Insel die Dörfer Sikiruku, Begase sowie ein Dorf der Landschaft Baiio besucht,
in denen sich Missionsgehülfen der Wesleyanischen Mission niedergelassen hatten. Von
der Missionsstation auf der Insel Dobu aus, wohin
Macgregor noch an dem nämlichen
Tage gelangt war, besuchte er die Dörfer an ihrer Nordküste, ferner das östlich hegende

l) Despatch reporting Visit of Inspection of various Places in the East End of the Possession. Ann. Report on
Brit. New Guinea 1893—94. Brisbane 1895, p. 12—
15.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;72

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Nekumara [Epidermis-Insel] und endlich das Dorf Kainea. Inzwischen war die „Merrie Englandquot;
wieder von Cooktown angelangt und konnte
Macgregor auf ihr am 24. seine Fahrt fortsetzen.
Nachdem das Schiff am Fluss Mbuh-Mbuh [Mebuhbuli] auf der Fergusson-Insel Wasser einge-
nommen hatte, ging es in östhcher Richtung weiter nach der Amphlett-Gruppe, in der am 25.
bei der Insel Wamea geankert wurde. Sie war ebenso wie die benachbarte Insel Urasi, die
Macgregor gleichfalls aufsuchte, vulkanischen Ursprungs. Abends erfolgte die Ankunft auf
Wakuta [Vakuta], der südlichsten Trobriand-Insel. Am 26. wurde die Insel Gawa, am 28. Wamana
an der Nordküste der Woodlark-Insel und abends die Laughlan-Inseln erreicht. Am Abend des
I. September landete Macgregor in der Guasopa-Bai, an der Südküste der Woodlark-Insel und
bestimmte die Lage des an derselben liegenden Dorfes Ondamuda zu 9° 13\' 58quot; S., ca. 153° 2\' E.
Am 2. ankerte der Dampfer in der Wawepu-Bucht, an der Westseite des Berges Suloga; es
gelang
Macgregor hier die Stelle zu ermitteln, an der das Gestein, das die besten Steinbeile in
dem östlichen Teile des Schutzgebietes lieferte, anstehend vorkam. Sie heisst Debene Watu und
hegt i\'/^ miles von der Bucht entfernt auf dem Gipfel des Berges Tabukuia\'). Alsdann ging
es weiter nach der einige miles im Osten der Suloga-Berge hegenden Insel Mapas mit einem
gleichnamigen Dorfe. Nördhch von ihr schnitt eine Bucht tief in die Insel ein. Am 4. fuhr
die „Merrie Englandquot; längs der Südküste weiter und setzte darauf Kurs nach der Insel Gawa, auf
der ebenso wie auf der benachbarten Insel Kwaiawata gelandet wurde. Am 5. besuchte
Mac-
gregor
die Insel Iwo, die gleich den beiden vorhergehenden aus gehobenem Korahenkalk
bestand. Er fand auf der
350—400 feet hohen Hochfläche eine 50—100 feet tiefe Depression,
in der 9 Dörfchen lagen und begab sich nach der volkreichen Insel Kitawa, auf der er über-
nachtete. Am 6. landete er bei Wawera an der Ostseite von Boidagu [Kiriwina], darauf bei
Kaurakuba und ging von hier über Land nach dem Hauptdorf Omaräkana. Am nächsten Tage
traf er nach Durchquerung der Insel in Likasi ein, von dem aus er sich in einem Kanu
nach Kawatari rudern liess. Am 8. landete er nochmals bei Likasi, begab sich darauf nach
Rabai und schliesshch nach der Insel Tumu (Tuma der Karte), auf der er übernachtete. Am
9. dampfte er mit der „Merrie Englandquot; zunächst längs eines Barrierrififes und ging in der
Nähe der gegen
250 feet hohen Zwihings-Inseln Kumkwalegu und Wagalusu, zuweilen Sim-
Sim und Kone genannt, vor Anker. Zwischen diesen und Tumu wurden die niedrigen und
unbewohnten Koralleninseln Kadai, Silipuaka, Nuarguta, Lulima, Kuaniagal, Kanamu, Simlaiadoi
und Deia angetroffen. Am
ij:. besuchte MacGREGOR die i mile breite und gegen 200 feet
hohe Insel Nauria, am folgenden Tage das aus Korallenkalkstein bestehende, etwa 1
50 feet hohe
Kawa^). Am 13. traf die „Merrie Englandquot; wieder vor Likasi ein, um die Schutztruppe an
Bord zu nehmen und nach der Fergusson-Insel weiterzufahren. Zwei Tage später begann
Macgregor seine Untersuchungen am Südende der Hughes-Bai und schlug sein Lager nahe
der Mündung des Bai auf, wo er zahlreichen Besuch von Eingeborenen erhielt, die aus den

1)nbsp;Rob. L. Jack und W. H. Rands bezeichneten das Gestein, aus dem die Beile verfertigt werden, als Quarzit.
(Report on Geological Specimens. Ann. Report Brit. New Guinea
1893—94 Brisbane 1895, p. 96). Nach den Unter-
suchungen von J.
E. Marr und W. G. Eearnsides ist es „composed of lava showing well-marked flow structure (rhyolite),
and contammg inclusions, the latter giving rise to the lighter bandsquot;.
(C. G. Seligmann and W. Mersh Strong. Anthro-
polog.ca Investigations in Britisch New Guinea. Geographical Journal. XXVIII.
1906, p. 348). Nach einem Stück, das
ich der Güte des Herrn
Seligmann verdanke, ist das Gestein ein Epidotgestein.

2)nbsp;Die Namen der drei Kawa-Inseln lauten Kawa, Matäga und Nukuana.

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an den Abhängen des Berges Kilkerran liegenden Landschaften Maiadobu, Meduwe und
Lewe herabgestiegen kamen. Seinerseits suchte er am i6. die Stämme Gamata und Basima,
die an demselben Berge hausten, auf. Am i8. befuhr er die Küste in nordwesthcher Richtung
und traf zunächst den Stamm Kineta und darauf den der Seita im westhchen Teile der
Hughes-Bai an. Abends wurde das Kap Labillardière erreicht und seine Lage bestimmt.
Am 19. fand er in der Nähe der Bucht die von
john moresby beschriebenen heissen Quellen
wieder auf (s. oben p. 187) und suchte ferner den Stamm Jue-Jue [Yueyue], der an den
Abhängen des Maybole-Berges wohnte, auf. Nach Besuch einiger anderer Dörfer, fuhr er am
20. nach Mogobu an der Mud-Bai auf Kwaibwaga, brachte die Nacht auf der Lisel Wagipa^)
zu, um alsdann die Ostküste von Neu-Guinea aufzusuchen

Hier traf er am 21. auf der anglikanischen Missionstation zu Wedau an der Bartle-Bai
ein. Da der Leiter Rev. C. KiNG in Wamira sich aufhielt, um eine Kirche einzuweihen, folgte
ihm
Macgregor dorthin. Am folgenden Tage landete er in der Landschaft Paiwa, die im
Grunde der Goodenough-Bai lag. Der 23. und 24. wurde auf die Befahrung der Strecke zwischen
Mosquito-Inseln und Kap Nelson verwendet, und alsdann die Küstenfahrt auf der Dampfbar-
kasse mit einem Boot im Schlepptau fortgesetzt. Als in der Porlock-Bai der Victory- und der
Trafalgar-Berg gesichtet wurden, stiess der erstgenannte machtige Dampfmassen von seinen
beiden Gipfeln aus. Am 26 gelangte
Macgregor von der Porlock-Bai nach der Dyke Acland-
Bai [Ketakerua] und entdeckte unter 9° 2\'20quot; S., 148° 55\' E. die Mündung eines Flusses.
Nachdem nachmittags ein gewaltiges Unwetter niedergegangen war, setzte er am folgenden Tage
die Untersuchung der Bai fort und fand in ihrer Mitte eine 150 yards breite Mündung. Die
Fläuptlinge von Eroro und Oifabama trafen zum Besuch ein und konnte nunmehr festgestellt
werden, dass das letzterwähnte Dorf „the place that was assaulted and plundered by Dr.
Loriaquot;, war und das
macgregor auch besuchte Seine Lage wurde zu 8° 53\' 50quot; S., 148° 29\' 30quot; E.
bestimmt. Am 28. ging es nach den nördhch davon liegenden Dörfern der Landschaft Eroro
und darauf einige 30 miles weiter der Küste entlang bis zur Gona- [Holnicote-] Bucht.
mac-
gregor
vermochte bei dieser Gelegenheit nicht auszumachen, was mit dem Kap Killerton
auf den Seekarten gemeint war. Mit Sonnenuntergang wurden noch die Dörfer Basabua und
Mombara erreicht, die damit zum erstenmale den Besuch von Weissen erhielten. Am nächsten
Morgen erhielt
macgregor seinerseits Besuch von den Bewohnern der umliegenden Dörfer,
suchte noch das am vorigen Tage passirte Gona auf und verliess alsbald die Bai, um zunächst
nach der Mündung des Kumusi zu fahren, deren Lage er zu 8° 26\' 50quot; S., 148° 14\' E. bestimmte.
Hierauf besuchte er ein 3—4 miles im Norden derselben liegendes Küstendorf der Landschaft
Kumusi und traf endhch die „Merrie Englandquot; etwa 16 miles südhch vom Mitre
-Felsen, gegen-
über einem 600 feet hohen Berge vor Anker hegend an. Auf diesem Schiffe dampfte er am
30. erst nach dem Douglas-Hafen, in dem etwa i mile südlich vom Mitre-Felsen geankert
wurde. Während der Nacht nahm
MaCGREGOR gemeinschafthch mit Kapt. JONES eine Breiten-

1)nbsp;Oia Tabu i. e Heiliger Berg der Eingeborenen.

2)nbsp;Der auf den Karten sich findende Name Dodogessa war den Eingeborenen unbekannt.

3)nbsp;Despatch reporting Visit to D\'Entrecasteaux and Neighbouring Islands. Ann. Report on Brit. New Guinea
^893
—94. Brisbane 1895, p. 16—21.

4)nbsp;Damit berichtigte Macgregor seine frühere Angabe, dass ein Dorf an der Oro-Bai von Loria geplündert
worden war (s. oben p.
492.).

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bestimmung desselben vor und fand 8° und beinahe 3\', wodurch festgestellt wurde, dass er sich
noch auf britischem Gebiet befand In der folgenden Nacht wurde die Bestimmung der Lage
einer Landzunge ausgeführt, die sich 10 miles jenseits des Felsens befand und die NW-Ecke
einer Bucht bildete. Da für diese 7° 58\'31quot; E. gefunden wurde, ergab sich ihre Zugehörigkeit
zum deutschen Schutzgebiet Y. Am 5. Oktober kam die „Merrie Englandquot; bei Kap Nelson,
unweit der Hardy-Insel zu Anker und gab Gelegenheit deren Lage zu 9° 10\' 38quot; S., 149° 18\' 50quot; E.
zu bestimmen. Am 6. landete
macgregor in einer Bucht am Südfusse des Trafalgar-Berges.
Am Nachmittage des nächsten Tages besuchte er in einem Boote Maki-Maki, das erste zur
Landschaft Maisina gehörende Dorf und ging dann weiter nach dem grössten Dorfe der-
selben, das Wiaku [Viaku] hiess. Inzwischen war die „Merrie Englandquot; nach dem Phihips-
Hafen abgegangen, in der
Macgregor sie v/ieder antraf Nachdem er noch die Lage der
kleinen Insel, die dessen östliche Grenze bildet, zu 9° 29\' 45quot; S. bestimmt hatte, trat er die
Heimfahrt an

John Marriott 1893.

Am 12. Juni 1893 verhess das Missionsschiff „John Williamsquot;, Kapt. R. Turpie, mit
dem Rev.
John Marriott und 18 Missionsgehülfen aus Rarotonga, Niue und den Samoa-
Inseln nebst deren Frauen die Reede von Apia und traf am i. Juli auf der Insel Samarai
ein. Während
Marriott sich mit einigen Missionsgehülfen zum Rev. G. W. abel nach der
Missionsstation auf der in der Nähe liegenden Insel Kwato begab, setzte der „John Williamsquot;
am 5. seine Fahrt nach Fort Moresby fort. Nachdem der Rev. F. W.
Walker von einer
Inspektionsreise nach Kwato zurückgekehrt war, ging er, diesmal in Begleitung von
Marriott
und 5 Missionsgehülfen, am 5. wiederum auf dem Kutter „Niuequot; ab. Am 6. traf er auf der
Station Bou, am 7. auf derjenigen der Killerton-Inseln ein, um die Missionsgehülfen zu instal-
hren, worauf Kwato am 8. wieder erreicht wurde. Zwei Tage später ging es weiter, um zunächst
bei Suäu anzulegen und am 11. auf der Toulon-Insel, auf der
Walker zurückblieb, einzu-
treffen. Am 12. langte
Marriott bei Alb. Pearse in Kerepunu an, mit dem er am 14. eine
Bootfahrt nach Kalo und von dort aus einen Marsch über Kamali nach Hulä unternahm. Am
folgenden Morgen fuhr er auf der „Niuequot; weiter nach Port Moresby, wo er nachmittags bei
W. G.
Lawes eintraf und 5 Tage zubrachte. Am 22. trat er auf dem „John Wilhamsquot; mit
Missionsgehülfen, die in ihre Heimat befördert werden sohten, die Rückfahrt an. Am 4. Sep-
tember erreichte das Schifif Niue und am 9. die Reede von Apia %

Louis Cochard. 1893,

Der Pater Louis Cochard unternahm im November 1893 von der Yule-Insel aus eine
Fahrt nach den Missionsstationen im Gebiet des St. Joseph-Flusses, doch werden in seinem
Berichte keine bemerkenswerten Einzelheiten mitgeteilt®).

1)nbsp;Eine neue Bestimmung am 15. März 1904 ergab 8° 2\'50quot; S. (Ann. Report on Brit. New Guinea 1903—4, p. 33).

2)nbsp;Die im März 1894 wiederholte Bestimmung ergab 7° 58\' 27quot; S. (Ann. Report on Brit. New Guinea 1893—94, P- 30).

3)nbsp;Despatch reporting Inspection of the North-east Coast of the Possession. Ann. Report 1. c. pag. 1—8.

4)nbsp;John Marriott. A Visit to New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. 1894, p. 11—13, 35—38.

5)nbsp;Lettre du P. Cochard à M. l\'Abbé Laiteux. Ann. de Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXIX. Issoudun 1894,
p. 272—280.

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Kriegsschiffe „Goldünchquot; und „Curaeoaquot; 1893.

Der Kommandant des Britischen Kriegsschiffes „Goldfinchquot; berichtete über ein in etwa
10° 29^2\'S., 151° 40^2 E. nordösthch vom Emerald-Riff aufgefundenes Rifif mit vermuthch nicht
mehr als 50—^70 dm. Wasser

Die „Curaeoaquot; entdeckte N W. von demselben Riff in 10° 34\'45quot; S., 151° 30\'30quot; E.,
ebenfalls ein Riff von 3 Kabeljängen Ausdehnung

Georg Schmiele, Leo Frobenius und P. Chr. Arif 1893.

Die vielen Krankheitsfälle in der Astrolabe-Ebene veranlassten die Neu-Guinea-Kompagnie
sowie die Rheinische Missions-Gesellschaft die Anlage einer in ihrer Nähe hegenden Gesund-
heitsstation ins Auge zu fassen. Einer Anregung des Anfang 1893 verstorbenen
samuel Fenichel
Folge leistend, traten G. Schmiele, L. Frobenius und der Missionar F. Chr. Aree am 2.
März einen Marsch nach dem empfohlenen, in 370—400 m. Höhe hegenden Dorf Buramana
an. Jenseits des westlich von Bongu mündenden Tolumbi erfolgte zunächst der Anstieg nach
dem 4 km. vom Strande entfernt und 120 m. hoch liegenden Dorf Koliku, von dem aus
Buramana erreicht wurde. Am nächsten Tage erfolgte der Abstieg durch das Bett des Tolumbi,
der 3 Stunden beanspruchte. Ein zweiter Besuch durch die Missionare G.
Bergmann, i\\rff
und A. Hoffmann führte zu dem Beschluss die gedachte Anlage für die Missions-Gesellschaft,
durch
Arff ausführen zu lassen. Er traf zu diesem Zweck am 22. Juni zu drittenmale in
Buramana ein, starb aber vor der Fertigstellung des Gebäudes bereits am 4. Juli am
Gallenfieber

Heinrich Böhmermann 1893.

Der Schoner „Sentaquot;, Kapt. H. böhmermann, unternahm 1893 eine Reihe von Fahrten
im Bismarck-Archipel, um Arbeiter die auf den Pflanzungen der Neu-Guinea-Kompagnie
beschäftigt gewesen waren, in ihre Heimat zurückzubefördern und zugleich neue anzuwerben\'^).
In der Zeit von Anfang Januar bis zum 2. Februar wurden die Gardenijs-Inseln [Lihir] und
die Ostküste von Neu-Mecklenburg, vom 13. Februar bis Anfang März die letztere allein
besucht. Vom 30. März bis 15. April währte eine F\'ahrt nach den Französischen [Witu-]
Inseln, bei welcher Gelegenheit
böhmermann im Süden der Deslacs-Insel [Garowe] einen
ziemlich guten Ankerplatz aufifand Die Zeit vom 13.—^31. Mai war der Westküste von Neu-
Mecklenburg, der Sandwich-Insel [Djaul] und Neu-Hannover gewidmet. Vom 15. Juni bis
10. Juli befand die „Sentaquot; sich auf der Fahrt nach der Ostküste, vom 14. bis 25. Juh auf
der Fahrt nach der Westküste von
Neu-Mecklenburg und endhch wurden zwischen dem 11.
und 25. September nochmals Neu-Hannover und Neu-Mecklenburg besucht.

1)nbsp;Lage einer Korallenuntiefe nordöstlich des Emerald-Rififes. Louisiaden-Archipel. Nachrichten für Seefahrer.
XXV. 1894, Nquot;. 324 nach Notice to Mariners. London 1894, N». 28.

2)nbsp;Lage eines Riffes nordwestlich des Emerald-Riffes beim SO-Ende von Neu-Guinea. Nachr. f. Seefahrer. XXIV.
1893, NO. 2109 nach Noüce to Mariners. London 1893, N». 483.

3)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. IX. 1893, p. 29—30, 36. — Berichte der Rhein. Missions-Gesellschaft.
Barmen 1893, p. 204—206, 331—338.

4)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 29.

5)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 61.

6)nbsp;Es war somit das erste Mal, dass diese Insel von einem Weissen betreten wurde.

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August Rocholl 1893.

Der 1893 in den Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie zum zweitenmale eingetretene Land-
messer
August Rocholl, begab sich Ende Februar von Herbertshöhe aus nach der Ostküste
von Neu-Pommern. Er vermochte zunächst die Identität des Rügen-Hafes mit dem Put-Put-
Hafen feststellen (s. oben p. 394, 401) und suchte den grössten an dieser Küste mündenden Fluss
Warangoi auf), um ihn auf seiner ganzen, im Boote schiffbaren Länge (etwa 27 km.) zu
befahren, wovon die letzten 27^ km. auf den nördlichen Quellfluss, den Karawat 2), entfielen, an
dem am 3. März ein Lager bezogen wurde. Nach den Erkundigungen von
Rocholl soll
der Warangoi die Entwässerung des Wuna Kokor sowie des Nordabhanges (sie!) des Baining-
Berges übernehmen, nicht aber der Holmes-Fluss [Toriu] der am Südabhange des Baining-
Gebirges entspringt
3). Nach seinen ferneren Angaben sohen die von R. Barkinson erwähnten
Flüsse Mbop, Vaangiok und Imarre an der Ostküste und auch die Baining-Bai an der
Nordküste nicht bestehen

Bereits im Juni musste RoCHOLL infolge Kränklichkeit das Schutzgebiet wieder verlassen

Korv. Kapt. Fliehtenhöfer 1893.

Der Kreuzer „Bussardquot;, Korv. Kapt. FlichtenhöFER, war am 17. April aus Port
Jackson ausgelaufen und am 23. in Friedrich Wilhelms-Hafen eingetrofifen, wo er bis zum 29.
liegen bheb. Die Ankunft in Herbertshöhe erfolgte am i. Mai gleichzeitig mit derjenigen des
Landeshauptmanns G.
schmiele an Bord der „Ysabelquot;. Nachdem dieser die Schutztruppe
an Bord genommen hatte, dampften beide Schifife am 3. ab und befanden sich in der Frühe
des folgenden Tages vor der Einfahrt in die Stefifen-Strasse«). Die hier vorzunehmenden
Operationen wurden dadurch veranlasst, dass der Händler der Firma E. E.
Forsayth, namens
William Mac Nicol, der sich im September 1892 mit 19 Arbeitern auf der Insel Pitau (hes
Batio) niedergelassen hatte, um dem Tripangfang obzuliegen, am 30. desselben Monats über-
fallen worden war. In 30 Kanus waren etwa 250 Einwohner von den Opuos- (lies Upuos-) Inseln
nach Batio gekommen und hatten die Station geplündert, v^ährend
Mac Nicol mit seinen Leuten,
von denen einer getötet wurde, mit genauer Not sich hatte retten können. Der am 4. Mai 1893
von
Schmiele gemachte Versuch die Räuber zu bestrafen, war missglückt. Mit Hülfe des
„Bussardquot; hofifte er jetzt mehr Erfolg zu haben. Die Schutztruppe ging in 2 Abteilungen unter
Führung von
Schmiele und dem Stationsvorsteher P. Kolbe in Booten, die von der Dampfbar-
kasse des Kreuzers geschleppt wurden, nach den Upuos-Inseln ab. Die Bewohner hatten jedoch
die ihnen drohende Gefahr rechtzeitig erkannt und flüchteten nach den westhch von Selapiu

1)nbsp;Vaangiop bei Parkinson.

2)nbsp;Marawat bei Parkinson. P. Sprigade und M. Moisel bezeiclinen mit dem Namen Karawat auf ihrer neuesten
Karte (Grosser Deutscher Kolonialatlas. NO. 27.nbsp;Egzgslief. 1. 1909), einen am Sinewit entspringenden Fluss, der an der
Südostküste der Ataliklikun-Bai mündet.

3)nbsp;Nach der erwähnten Karte entspringen sowohl der südliche Quellfluss des Warangoi als der Toriu an den
Abhängen des Sinewit.

4)nbsp;Paul Langhans. Beiträge zur Kenntnis der Deutschen Schutzgebiete. Petermanns Mittlg. XLI. 1895, p. 169—170

5)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 15.

6)nbsp;Bericht des Kommandanten S. M. Kreuzer „Bussardquot;, Korvettenkapitäns Flichtenhöfer, über eine Rund-
reise durch die Schutzgebiete der Südseestation. Marine-Rundschau IV. Berlin 1893, p. 466—474., Deutsches Kolonial-
blaU. IV. 1893, p. 459—461., Deutsche Kolonialzeitg. X. 1893, p. 145., Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 62—63.

7)nbsp;Es sind ihrer drei, nämlich Upuos, Utukul und Kulenus.

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liegenden Mangrove-Inseln. Die eine Abteilung verfolgte sie, landete auf der Insel Hinang
(lies Enang), die nebst einer kleineren ohne Erfolg durchsucht wurde. Die Kanus, Speere,
Lebensmittel sowie Pflanzungen wurden der Vernichtung preisgegeben und hierauf auf Selapiü
gelandet. Die andere Abteilung hatte unterdessen die Upuos-Inseln abgesucht. Hierauf dampf-
ten „Bussardquot; und „Ysabelquot; durch die Steffen-Strasse und gingen bei der Insel Kaboteran
vor Anker. Da auf der dortigen Station Tauschwaren entwendet und augenscheinlich nach
der Insel Mane [Namanne] gebracht worden waren, so ging
Kolbe zunächst nach dieser
Insel, ohne aber etwas vorzufinden. Alsdann landete er auf Kaboteran mit 12 Pohzeisoldaten,
um Nachforschungen nach den geraubten Waren anzustellen, die von den Eingeborenen ge-
stohlen worden waren, nachdem der von der Firma Hernsheim amp; Co eingesetzte Händler
Max von Nassau alias Otto Zander durch Selbstmord geendet hatte.

Nach einem Besuch der Insel Nusa dampften die beiden Schiffe am Morgen des 5.
nach Kapsu an der Nordküste von Neu-Mecklenburg, wo die Sicherheit der Weissen im Laufe
der letzten Jahre wiederholt zu wünschen übriggelassen hatte. An demselben Tage erfolgte
die Rückkehr nach Kaboteran und am 6. wurde an der Nordwestspitze von Mane geankert,
um eine nochmalige Untersuchung der Insel vorzunehmen. Der „Bussardquot; ging hierauf nach
Matupi ab, wo er am 8. eintraf und am 12. seine Fahrt nach Jaluit fortsetzte\'). Die „Ysabelquot;
trat die Rückfahrt nach Herbertshöhe erst am 17. an.

F. Mentz und C. Dewers 1893.

Der Reichspostdampfer „Lübeckquot; (1815 Reg T.), Kapt. F. Mentz, trat am 12. April
1893 von Sydney aus seine erste Reise nach Neu-Guinea an, auf der er am 21. in Friedrich
Wilhems-Hafen zu Anker ging. Die weiteren regelmässigen, zugleich bis Herbertshöhe sich
ausdehnenden Fahrten erfolgten vom 19. Mai ab von Singapore aus und zwar unter der
Führung von Kapt. C.
Dewers^). Bereits 2 Jahre später musste das Schiff seines geringen
Laderaums wegen durch den Dampfer „Stettinquot; ersetzt werden®).

Ludwig Kärnbach 1893.

Der Beamte der Neu-Guinea-Kompagnie, ludwig kärnbach, unternahm nach seiner
Rückkehr nach dem Schutzgebiet, im Mai 1893, eine Anzahl Fahrten behufs Anwerbung von
Arbeitern, die er z. Tl. nach unbekannten Gegenden ausdehnte. Er geschah dies meistens
auf dem Dampfer „Ysabelquot;, Kapt. E.
Dallmann. Auf der ersten, vom 21.—28. Mai währen-
den Reise wurden die Le Maire-Inseln vorgenommen. Auf der Lesson-Insel [Bern] traf er
nur eine Bevölkerung von etwa 100 Seelen an, auch fand er einen bis zum Strande reichenden
Lavastrom, der von Vegetation fast völlig entblösst war. Während diese Insel zahlreiche Kokos-
palmen trug, waren auf der bis zum Gipfel bewaldeten Garnot-Insel [Blup-Blup], deren nur
wenige zu gewahren. Auch die Jacquinot-Insel [Wiei] war dicht bewaldet und besass eben-
falls nur wenige Kokospalmen sowie einige ärmliche Niederlassungen. Die Deblois-Insel [Keule]

1)nbsp;Nach R. von Bfnningsen beschoss der „Bussardquot; auch Dörfer auf der Insel San Gabriel [Päk] zur Strafe
für die
1893 dort ermordeten Händler Möller und Andersen. (Deutsches Kolonialblatt. X. 1899, p. 699J.

2)nbsp;Zur Hydrographie und Meteorologie der deutschen Postdampferroute zwischen Singapore und Herbertshöhe
(Neu-Pommern). Ann. der Hydrographie. XXII.
1894, p. 369—371. — Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 60., X. 1894, p. 34.

3)nbsp;Nachr. K. W. L. XL 1895, p. 43.

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war dagegen vom einem Palmenkranze umgürtet, und konnten vom Schiffe aus einige Dörfer
und Gärten beobachtet werden. Die schluchtenreiche Roissy-Insel [Wogeo] endhch war dicht
bewaldet, Palmen fehlten ihr nicht. Von dieser Fahrt konnten nur 4 Eingeborene mitge-
bracht werden, die zudem noch bald wieder in ihre Heimat befördert werden mussten, weil
sie sich nicht auf längere Zeit verpflichten wollten»). Endhch gelangte die „Ysabelquot; am 26.
nach der Matty-Insel, auf der aber weder gelandet noch Arbeiter angeworben werden konnten.
Dagegen gelang es
KÄRNBACH von den Eingeborenen eine Reihe von Gebrauchsgegenständen
zu erwerben, die in Europa Aufsehen erregten und von F.
vON LUSCHAN beschrieben wurden

Die zweite Fahrt währte vom 20.—30. Juni. Vom Friedrich Wilhelms-Hafen aus ging
es zunächst nach Finsch-Hafen und von dort weiter nach der Nordküste des Huon-Golfs. Nach
der Landung bei Oh Gedu an der Westseite des Hänisch-Hafens wanderte
KÄRNBACH nach
dem in der Nähe von Kap Gerhards hegenden Dorf Taminu Gedu. Auf der Weiterfahrt
besuchte er ebenfalls das unweit Stubbenkammer hegende Dorf Bugemgim, die erste der zur
Landschaft Bukaua gehörenden Niederlassungen, von denen die meisten (15 Dörfer) in der
Umgebung des Kaps Arkona lagen

An der dritten Fahrt (12.—20. Juli) nahmen auch R. Parkinson und der Pflanzer
Brückner Teil, die auch in sofern erfolgreich war, als sich 132 Eingeborene anwerben
liessen. Nachdem die „Ysabelquot; die nach den Le MaireTnseln zurückkehrenden gelandet hatte,
hef das Schiff in den DaUmann-Hafen ein. Auf der Weiterfahrt entdeckte man unmittelbar
im Osten des Kaps Pomone einen ziemlich wasserreichen Fluss, südöstlich davon einen
zweiten, dessen Mündung dauernd geschlossen schien, ein Umstand, der zur Bildung einer der
Küste parallel verlaufenden Strandlagune den Anlass gegeben hatte. Nach einem Besuch der
an der Ostseite des erwähnten Vorgebirges liegenden Küstendörfer Buut, Kafu und Soein,
wurde auf der Insel Juo [Guap] gelandet und ein grosses Dorf besucht Alsdann lief die
„Ysabelquot; in den Berhn-Hafen ein und ankerte bei Seleo [Sahü], der Sainson-Insel
Nach Besuch dieser und der benachbarten Sanssouci-Insel [Angel] ging der Kurs nach der
angeblichen Tiger-Insel, in Wirkhchkeit Matty-Insel [Wuwulu], von der die Mitfahrenden
glaubten, dass sie bisher von keinem Schiff berührt worden sei
Dallmann, der ihre Lage
zu i°45\'S., 142° 47\'E. bestimmte, vermutete mit Recht, dass sie mit der Matty-Insel identisch
sei. Das flache, mit Kokospalmen bedeckte Eiland schien stark bevölkert zu sein, die Einge-
borenen, welche weder Tabak noch Eisen kannten, zeigten Furcht und Misstrauen, aber keine
feindselige Gesinnung. Man bemerkte unter ihnen viele hellfarbige, den Malaien ähnliche Leute \').

1)nbsp;Ai-beiteranwerbung. Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 27—29, 43—45.

2)nbsp;Zur Ethnographie der Matty-Insel. Internat. Arch. f. Ethnogr. VIII. Leiden 1895, p. 41—56. — Ueber die
Matty-Insel. Zeitschr. f. Ethnologie. XXII. Berlin 1895, p. (443)—(449).

3)nbsp;Paul Langhans. Beiträge zur Kenntnis der Deutschen Schutzgebiete. Petermanns Mittlg. XLI. 1895, P- 170.

4)nbsp;Kärnbach konnte bei dieser Gelegenheit feststellen, dass auf dieser und den benachbarten Inseln sowie auf
denen des Berlin-Hafens langjährige Beziehungen mit denen des Indischen Archipels bestanden. Der Häuptling der
Bertrand-Insel [Tendange] sprach fliessend malaiisch und kannte auch Ternate, Makassar und Surabaja.

5)nbsp;R. Parkinson. Ueber das Durchbohren von Muschelplatten, behufs Herstellung von Armringen. Internat.
Archiv, f. Ethnographie. VII. Leiden 1894 p. 89. — Die Berlinhafen-Section. Ibid. XIII. 1900, p. 18.

6)nbsp;Wie wir oben (Nova Guinea. 1. 1909 p. 294)nbsp;gesehen haben, war die Insel am 26. Mai 1806 von Austen
Forrest
besucht worden.

7)nbsp;Ed. Dallmann. Aus der Südsee. (Die Lage dernbsp;Tiger-Insel und die Bewohner derselben). Deutsche geograph
Blätter. XVI. Bremen 1893, p. 360—361. s ^ F ■

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Ebenfalls der Arbeiteranwerbung gewidmet waren endlich die Fahrten, welche KäRNBACH
im August und September nach der Nordostküste und im Dezember nach der Westküste von
Neu-Mecklenburg unternahm

Carl Ribbe 1893—95.

Der Entomologe Carl Ribbe verliess Anfang 1893 Dresden, um, hauptsächlich im
Auftrage von
wolf von SchöNBERG in Naumburg a. S., Schmetterlinge im Bismarck-Archipel
zu sammeln, die dann in
arnold Pagenstecher einen Bearbeiter fanden Zunächst hess er
sich in Kinigunan unweit Herbertshöhe an der Blanche-Bucht nieder, war alsdann während
mehrerer Monate auf der Neu-Lauenburg-Gruppe (Mioko, Neu-Lauenburg, Mualim, Utuan, Ulu,
Kerawara, Kabakon und Makadau) tätig, worauf er nach Herbertshöhe zurückkehrte. Nachdem
er noch an dem Zuge zur Bekämpfung der Unruhen auf der Gazelle-Halbinsel teilgenommen hatte
(s. folgende Seite), benutzte er eine Fahrt des Dampfers „Ysabelquot;, um in Gesellschaft von
C. Wahnes nach den Salomo-lnseln abzugehen, wo er besonders auf den Shortland-Inseln
bis 1895 sammelte. Allerdings hatte er in der Zwischenzeit wiederholt Herbertshöhe aufgesucht,
um für die Weiterbeförderung seiner Sammlungen Sorge zu tragen. Nach dem endgültigen
Verlassen der Salomo-lnseln hielt er sich noch fast 6 Monate lang auf der Insel Nusa in der
Steffen-Strasse auf, von der aus er ferner Kapsu und Nowaum auf Neu-Mecklenburg aufsuchte.
Auch die Französischen Inseln wurden kurz berührt. Im nämlichen Jahre kehrte er nach
Deutschland zurück

1)nbsp;Nachr. K.W.L. IX. 1893, p. 29, 42—45. kärnbach hat auch auf seinen Reisen zahlreiche Pflanzen gesammelt.
(P.
Hennings. Fungi novoguineenses. Englers Botan. Jahrbücher. XV. Leipzig 1892, Beibl. 33., XVII. 1894, Beibl. 44.,
XXV. 1898, p. 495, 501, 506, 507. — F.
KräNZLIN. Dendrobium Augustae Victoriae. Gartenflora. XLIII. Berlin 1894,
p. 115. — F.
Stephani. Hepaticarum species novae. Hedwigia. XXXIH. Dresden 1894, p. 152—153. — F.. Kränzlin.
Orchidaceae Papuanae. Oesterr. Botan. Zeitschr. XLIV. Wien 1894, p. 163. — A. Engler. Über einige Guttapercha-
Bäume. Notizbl. d. Kgl. Botan. Gartens Berlin. N». 2. 1895, p. loi.
— k. Schumann und K. Lauterbach. Flora der
Deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig 1901, p. 9, 12; 13, 14, 16, 18, 19, 36, 37, 41, 42, 43, 56 passim.,
Nachträge zur Flora.... Leipzig 1905, p. 20—21, 32 passim).

2)nbsp;Beiträge zur Lepidopteren-Fauna des Malayischen Archipels X. Über Schmetterlinge aus dem Schutzgebiet der
Neu-Guinea-Compagnie. Jahrbücher d. Nass. Ver. f. Natiirk. XLIIL Wiesbaden 1894, p. 59—81, Taf. II, III. — Die Lepi-
dopteren-Fauna des Bismarck-Archipels. Zoologica herausg. von C. Chun. XI. Stuttgart 1899, Heft 27., XII. 1900, Heft 29 passim.

3)nbsp;Carl Ribbe. Die Unruhen auf Neu-Pommern. Jahresber. d. Vereins, f. Erdkunde Dresden. XXIV. 1894, p.
57—65. •— Oscar Schneider. Carl Ribbes Reisen in der Südsee. Deutsche geogr. Blätter. XVIIL Bremen 1895, p.
382—385.
— Carl Riebe. Einige noch nicht bekannte Raupen und Puppen von Schmetterlingen aus dem deutschen
Schutzgebiet in der Südsee. Iris. Deutsche Entomolog. Zeitschr. VIIL Dresden 1895,
p. 105—115. — Beiträge zur
Lepidopteren Fauna des Bismarck- und Salomon-Archipels in der Südsee. Iris. XL 1898, p. 35—133., XH. .1899 p. 219—■
268. —• Ein entomologischer .Sammelaufenthalt in Mioko. Insekten-Börse. XIV. Leipzig 1897, p. 223—224, 248—249,
254, 258—260. — Eine entomologische Sammelreise im deutschen Schutzgebiete der Neu Guinea Compagnie. Insekten-
Börse. XIL 1897, p. 103—^104, 121 —122, 164—165, 170—171, 223—224,248—249,254,259.—260.
— Neue Lepidopteren
aus der Südsee und einige Bemerkungen. Iris. XII. 1899, p- 408—409. .—.Noch nicht bekannte Raupen und Puppen
von Schmetterlingen aus dem Schutzgebiete der
Neu-Guinea-Compagnie in der Südsee. Iris X. 1897, p. 245—248. —
Neue Lepidopteren aus dem Schutzgebiete der
Neu-Guinea-Compagnie. Bismarck- und Salomo-Archipel. Societas Entomologica.
XIL Zürich 1898, p. 153—154, 161, 162, 171, 177, 178. — Bevorzugte und berühmte Fundstellen für Insektensammler
IV. Neu-Lauenburg. Insekten-Börse. XX. Leipzig 1903, p.
37o—571-, 387—388. — Sitten und Gebräuche der Einge-
borenen in, Neu-Pommern. Jahresb. Ver. f. Erdkunde Dresden. XXXL 1901. — Kreuz und quer durch den Bismarck-
Archipel. Ibid. XXXII. 1902. — Ein Sammelaufenthalt in Neu-Lauenburg. . Mittlg.. Ver. f. Erdkunde Dresden. II. 2. 1910,
p. 75—150, 163—222.

Nova Guinea. II. Entdeckdngsgeschichte.nbsp;73

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Unruhen auf der Gazelle-Halbinsel (Weu-Pommern) 1893.

Auf der Gazelle-Halbinsel hatte es Unzufriedenheit erweckt, dass mehr und mehr
Grundstücke an der Blanche-Bai an Weisse verkauft und dadurch die eingeborene Bevölkerung
vom Meere zurückgedrängt wurde. Sie glaubte nicht genügend Terrain für ihre eigenen
Anpflanzungen übrig zu behalten. Wiederholt waren diejenigen der katholischen Mission
bestohlen worden, und hatte man die erbeuteten Kokosnüsse und Bananen den Weissen wieder
zum Verkauf angeboten. Zwei Leute waren dabei ertappt und bestraft worden. Der dadurch
gesteigerte Unwille gelangte zum Ausbruch, als ein Eingeborener aus dem Hinterlande der
Blanche-Bai ein Mittel entdeckt zu haben behauptete seine Landsleute kugelfest zu machen. So
rotteten sich denn die Bewohner der Landschaften Tingenawudu und Malaguna zusammen, um
Herbertshöhe zu überfallen und ahe Europäer zu vernichten. Nachdem am 18. Juh ein Angriff
auf die Arbeiter der Station erfolgt war, zogen der Vorsteher B.
kolbe und Gerichtsaktuar
Arno Senfft mit allen verfügbaren Kräften am 25. aus. Wie Bh. GouthÉrand mitteilt, erfolgte
nur
I km. von Herbertshöhe entfernt ein Angriffquot; seitens der Eingeborenen, der aber zurück-
geschlagen wurde. Ferner wurden ihre weiter landeinwärts hegenden Siedelungen (gegen 150
Häuser) zerstört. Diese Züchtigung schien wenig Eindruck gemacht zu haben, denn am 21.
August und am 6. September kam es aufs neue zu Zusammenstössen. Obwohl bei Gelegenheit
des letzten infolge einer Tücke des Schicksals auch der Erfinder des Zaubermittels gefahen
war, hessen es sich etwa 300 Eingeborene nicht nehmen am 15. and 16. einen Angriffquot; auf
die Station zu unternehmen, der aber abgeschlagen wurde.

Als der Landeshauptmann G. Schmiele im Oktober in Herbertshöhe eintraf, waren
zwar auf beiden Seiten die Feindseligkeiten eingestellt, jedoch kein förmhcher Friede geschlossen
worden. Eine zu diesem Zwecke nach Gire-Gire Balnakawur auf den 26. Oktober einberufene
Versammlung veriief erfolglos, da die Häuptlinge ihr fernblieben. Nachdem ein weiterer Ver-
such sie zur Unterwerfung zu veranlassen gescheitert war, nahm
schmiele die Hülfe des am
8. Dezember eingetroffquot;enen Kreuzers „Sperberquot; in Anspruch. Die am 14. gelandete Abteilung
von 60 Mann hatte in der Landschaft Tingenawudu mehrere kleinere Zusammenstösse zu
bestehen, bei denen aber wesentliche Erfolge nicht erzielt wurden. Überraschend schnell
wirkten dagegen die vom Kreuzer entsandten Granaten. Bereits nach wenigen Tagen trafen
die Friedensbotschaften ein und wurde die aufedegte Busse in Muschelgeld [Dewara] entrichtet \').

Korv. Kapt. von Arnoldi 1893.

Der vom Korv. Kapt. von Arnoldi befehhgte Kreuzer „Sperberquot; hatte die Reede von
Apia (Samoa-Inseln) am 6. November 1893 verlassen und war, nach einem von 17.-22.
währenden Aufenthalt auf Jaluit (Marshall-Inseln), am 29. in der Blanche-Bai eingetroff-en.
Noch an demselben Tage wurde durch den St. Georg-Kanal wieder ausgelaufen, um auf
der Route längs der Südküste von Neu-Pommern und der Dampier-Strasse nach Friedrich
Wilhelms-Hafen am 2. Dezember zu gelangen. Am 5. trat der Kreuzer die Rückfahrt nach
Herbertshöhe an und ging, nachdem er hier am 8. eingetroff-en war, auf der unfernen Reede

I) Nachnchten über Kaiser Willielms-Land. IX. 1893, P- 67-68., X. 1894 p. 17-19. - Reise des Landes-
hauphnanns naeh üem Bismarelc-Archipel. Deutsches Kolonialblatt. V.
1894, p. 75- - Lettres du R. P. GouthÉrand à
sa mere. Ann. Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXIX. Issoudun
1894, P- 100-107. quot; Carl Ribbe. Die Unruhen auf Neu-
Pommern (Bismarck-Archipel). XXIV. Jahresber. Ver. f. Erdkunde Dresden
1894, p. 57-65

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von Matupi vor Anker. Wie bereits oben (p. 580) bemerkt, nahm der „Sperberquot; am 14. an
den Operationen gegen die Unruhestifter auf der Gazehe-Halbinsel teil, worauf er am 20. die
Heimfahrt längs der Nordküste von Neu-Guinea antrat. Am 22. wurde Friedrich Wilhelms-
Hafen nochmals kurz berührt, am 3. Januar 1894 Makassar und am 16. Singapore erreicht \').

Bernhard Hagen 1893—95.

B. Hagen hatte Genua am 28. August 1893 verlassen und am 5. November Friedrich
Wilhelms-Hafen an der Astrolabe-Bai erreicht, worauf er am 12. in Stephansort sein Amt als
Arzt der Astrolabe-Kompagnie antrat. Im Februar des folgenden Jahres wurde er Gesundheits-
beamter für die Reeden Erima und Stephansort, schied aber seines ungünstigen Gesundheits-
zustandes wegen im Februar 1895 wieder aus. Durch seine Dienststellung war es ihm nicht
möglich gewesen grössere Reisen zu unternehmen, desto mehr war er bemüht gewesen zoolo-
gisches, anthropologisches und ethnographisches Material zu sammeln

E. Fisser 1893—94.

Über die Fahrten des Dampfers „Ysabelquot;, Kapt. E. FisSER, behufs Anwerbung von
Arbeitern, wird berichtet, dass vom 11. Oktober bis 8. November 1893 zunächst die Nordküste
von Kaiser Wilhelms-Land bis zum Angriffshafen und alsdann die Ost- und Westküste von
Neu-Mecklenburg abgesucht wurde. Eine Reise nach der Langemak-Bucht währte vom 23.—27.
November. Vom 5. Dezember bis zum 8. Januar 1894 war das Schiff unterwegs, um ausser
Herbertshöhe, Neu-Hannover, Neu-Mecklenburg, die Gardner-Insel [Tabär] und die Visscher-
Insel [Simbéri] zu besuchen. Vom 10.—
16. Januar war er wiederum in der Langemak-Bucht
beschäftigt, wohin am 22. zum drittenmale gedampft wurde, um ferner bis zum 6. März
Malabaia, den Marien-Hafen und endlich die Westküste von Neu-Pommern zu befahren. Es
gelang im ganzen 560 Arbeiter und Arbeiterinnen für die Pflanzungen anzuwerben Auf einer
dieser Fahrten, die von der Langemak-Bucht aus nach dem Huon-Golf unternommen worden
war, konnte FiSSER feststellen, dass statt der auf den Karten zwischen 7° 15\' und 7° 20\'S.
angegebenen 5 Inseln, die nördlich von den Longuerue-Inseln und östlich von der Hessen-
Bucht liegen, tatsächlich nur 4 vorhanden waren und die südhchste zugleich so nahe der
Longuerue-Insel lag, dass schwerlich eine Durchfahrt zwischen beiden vorhanden war

Am 22. März ging die „Ysabelquot; behufs Vornahme von Reparaturen nach Sydney ab,
wo sie sich vom 3.—26. April aufhielt. Am 10. Mai traf sie wieder in Friedrich-Wilhelms-
Hafen ein

1)nbsp;Von Apia über Jaluit, Friedrich Wilhems-Hafen und Herbertshöh nach Singapore. Aus dem Reisebericht S. M.
Krzr. „Sperberquot;, Kommandant Korv. Kapt.
von Arnoldi. Ann. der Hydrographie XXIII. 1895, p. 41—43. — Bemer-
kung über Herbertshöh-Gazelle-Halbinsel. Nachr. f. Seefahrer. XXV.
1894, N». 891 (p. 229).

2)nbsp;Nachr. K. W. L. IX. 1893, p. 134.. X. 1894, p. n, 26—29., XI. 1895, p. 14. — B. Hagen. Vorläufige
Mittheilungen über das Thierleben an der Astrolabebucht in Kaiser Wilhelmsland. Berichte der Senckenberg. Naturf. Ges.
Frankfurt
1897, p. CXVI—CXIX. — Die Eingeborenen von Deutsch-Neu-Guinea. Ibid. 1898, p. CVI—CVII. — Land und
Leute in Deutsch-Neu-Guinea. Die Umschau. IH.
1899. p. 499—502. — Verzeichniss der in den Jahren 1893—9S von mir
in Kaiser Wilhelmsland und Neupommern gesammelten Tagesschmetterlinge. Jahrb. des Nassauischen Ver. f. Naturkunde.
L. Wiesbaden
1897, p. 23—96. — Anthropologischer Atlas ostasiatischer und melanesischer Völker. Wiesbaden 1898,
p. 46—54. Taf. 89—loi.—Unter den Papuas. Beobachtungen und Studien über Land und Leute, Thier- und Pflanzenvs^elt
in Kaiser Wilhelms-Land. Wiesbaden
1899. — Kopf- und Gesichtstypen ostasiatischer und melanesischer Völker. Stuttgart 1906.

3)nbsp;Nachr. K. W. L. X. 1894, p. 22—23.

4)nbsp;Ibid. p. 44—45-nbsp;S) Ibid. p. 34.

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Wilhelm Mieholitz 1893—94.

Über die Reisen von W. micholltz, auf denen er hauptsächlich Pflanzen im Auftrage
der Firma J.
Sanders amp; Co zu St. Albans in Hertford sammelte, ist nur wenig bekannt
geworden. Nachdem er sich
1892 noch auf den Natuna-Inseln und Sumatra aufgehalten
hatte, treffen wir ihn nach einem Besuch der Timor Laut-Inseln in den Jahren
1893 und 1894
auf Neu-Guinea, in dem letztgenannten auch auf Neu-Pommern und Mioko an. Im Juni 1893
lässt sich sein Aufenthalt in Simbang bei Finsch-Hafen sicher nachweisen. In demselben Monat
gelangte er nach Friedrich Wilhelms-Hafen, wo er sich noch im September befand, im Oktober
weilte er auf Mioko und im Dezember an der Ataliklikun-Bai, wahrscheinlich an der Kambair-
Bucht, endhch im Januar
1894 zwischen Kap Carteret und Praslin-Hafen [Kambotorosch].
Ferner war er noch auf der Normanby-Insel und endlich an der Milne-Bai sowie in den
Gloudy-Bergen (Brit. Neu-Guinea) tätig, doch fehlen hierüber Daten. Das Letzte, was man von
ihm hört, ist, dass er sich im Oktober
1897 zu Simbo (Salomo-Inseln) aufhielt »).

H. Cayley Webster und Cotton 1893—94.

„Unter den Passagieren befinden sich zwei komische Käuze, zwei englische „Natur-
forscherquot;, die eine Sammelreise nach Kaiser Wilhelmsland machen wohen, Capt.
cotton und
Capt.
Webster. Sie sind wunderbar gut mit allem Möglichen ausgerüstet und haben Emp-
fehlungen von
Rothschild und Hansemann. Ihre naturwissenschafthchen Kenntnisse scheinen

nicht ahzu weit her zu sein, denn sie haben, wie sich im Lauf der Unterhaltung ergiebt, keine
Ahnung, welche Fauna sie in Neu-Guinea erwartetquot;. Mit diesen Worten führt B.
Hagen zwei
Reisende ein, die am
4. August 1893 London auf dem „Ballaratquot; verlassen und in Singapore
4 Wochen - bis zum 26. Oktober - auf den Abgang des Dampfers „Lübeckquot; hatten warten
müssen, der sie endhch am
5. November nach Friedrich Wilhelms-Hafen brachte^). Wenige
Tage später begaben sie sich nach Stephansort, um Vögel und Schmetterlinge zu erjagen. Bald
darauf erhielten sie Gelegenheit auf der „Ysabelquot; nach Simbang bei Finsch-Hafen zu fahren
wo sie sich längere Zeit aufhielten und auf ihren Ausflügen auch nach Butauèng und dem
Sattelberge gelangten^). Infolge Erkrankung
Websters kehrten sie nach Friedrich Wilhelms-
Hafen zurück, von dem aus letzterer sich nach seiner WiederhersteUung nach Stephansort begab,

nnd maf irsst^\'^rr^nquot;nbsp;Lepidoptera from German New Guinea. Ann.

ana Mag. Nat. Hist. 6) xu. 1893, p. 455-457- - e. KräNZLIN. Beiträge zu einer Orehideenflora der asiatischen

::: xlïlt\'\';8o:nbsp;^^^^^^^nbsp;P- 48.. - f. KräNZ.:n. Grammatophynum Gunelmi ii. Garten

flora. xliii. 1894 p. 114- - K. Schumann und K. Lauterbach. Flora der Deutsehen Schutzgebiete in der Südsee
Leipzig 1901, p^82, 83, 84, 96, 97, 99, 100, 103, 105, passim., Nachträge zur Flora der Deutschen Schutzgebiete 1905
p. 32- — f. Kranzlin. Orchidaceae novae australasiaticae. Englers Botan. Jahrb. xliv. 1910 Beibl p 2^—26 —
Gunther Enderlein.
Neue Evaniiden, Stephaniden, Mutilliden (Apterogyna), Proctotrupiden und chaleidid;n. Archiv f.
Naturgesch lxvil i. Berhn 1901, p. 191, 192. 194, 195, 196, 198, 215, 217, 218. _ f. KräNZLIN. Orchidaceae
Papuanae. Oesterr. Botan. Zeitschr. xllv. Wien 1894, p. 254, 302, 333,337, 460, 462., xlv. 189S, p. i77, 178,181 -
Rich. Krieger.
Uber die lehneumonidengattung Echthromorpha. Mittlg. Zoolog. Mus. Berlin. iv. 2. 1908, p. 308-311
2)
Unter den Papuas, 1899, p. 4.nbsp;^ 1 r o

Buchnbsp;fquot;nbsp;Through New Guinea and the Cannibal Countries. London 1898, p. 20, 102. Dieses

Buch wiehes sich bereits durch seinen irreführenden Titel auszeichnet, trägt auch durch die Entstellung von Personen-
und Or^namen einen globetrotterhaften Charakter zur Schau. Der Autor hat kein Gefühl dafür, dass es unschicklich ist
sich nicht einmal nach den Namen von Leuten zu erkundigen, deren Gastfreundschaft und Hülfe er in Anspruch genommen
hatte. Aus einem Flierl macht er Fleyel, Piering wird zu einem Pearing u. s. w.

4) Nach b. Hagen (1. c. pag. 141) gingen Webster und Cotton im November 1893 nach Herbertshöhe ab und
kehrten am 19- Januar 1894 nach Stephansort zurück. Am 17. Februar traten sie alsdann erst ihre Fahrt nach Simbang an.

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wo er Cotton wieder antraf. Am 22. März 1894 brachen beide mit eingeborenen Trägern unter
der Führung des Unteroffiziers
plering von Bogadjim auf und folgten zunächst dem Laufe des
Mintjim. Am
24. trafen sie in dem Dorf Wjenge ein und blieben dort den folgenden Tag über
liegen. Am
26. mittags wurde das Dorf Witib, darauf Dibori passirt und auf einem Rücken
oberhalb des Mintjim gelagert. Am nächsten Tage ging es weiter bergan bis in
1450 feet,
wo in dem Dorfe Djihm übernachtet wurde. Als sie am
28. in dem, in etwa 3000 feet Höhe
liegenden Dorfe Dumbu anlangten, stellten sich so heftige Regengüsse ein, dass sie erst am
2. April weiter marschiren und nach dem Bett des Mintjim, das 380 feet hoch lag, absteigen
konnten. An den Tagen des
7. 8. und 9. ging es weiter flussaufwärts bis zu seiner Bifurkation
und nachdem ein im W. liegender Berg
{5400 feet) erstiegen worden war, wurde am 13. der
Rückmarsch angetreten. Am
16. erfolgte die Ankunft in Dumbu, am 18- in Wjenge und am
20. in Stephansort. Unterwegs waren die Reisenden bei Wjenge noch angegrififen worden,
weil
Webster ein Schwein, das er für herrenlos gehalten, erschossen hatte \').

Am 25. trafen Webster und Cotton in Friedrich Wilhelms-Hafen ein, wo beide
erkrankten, doch konnten sie am
4. Mai auf dem Dampfer „Lübeckquot; zugleich mit B. Hagen
nach Herbertshöhe weiterfahren. Von hier aus unternahmen die beiden erstgenannten Aus-
flüge und hielten sich auch mehrere Wochen auf der Ralum-Pflanzung auf, worauf sie am
24. Juni in einem Schoner nach den Salomo-lnseln absegelten, die sie am 18. September
wieder verliessen. Am
18. September erfolgte die Ankunft in Sydney und, am 19. November
in England mit einer Ausbeute von
16000 Schmetterlingen Y.

H. quot;Velthuijzen 1894.

Dem vom Leutn. z. See H. velthuijzen geführten Kreuzer „Borneoquot; war der Befehl
erteilt worden nach dem niederländischen Anteil der Südküste von Neu-Guinea abzugehen,
um zu untersuchen, ob hier ein für kleine Dampfer befahrbarer Fluss vorhanden sei und bejahen-
denfalls diesen möglichst weit aufwärts zu befahren und aufzunehmen. Das Schiff war im März
1894 von Lombok aus über Makassar nach Ternate gelangt und hatte die dortige Reede am
15. wieder verlassen, nachdem der Postenhalter G. W. van Ahee an Bord genommen worden
war. Nach kurzem Aufenthalt auf Dobo
(Arurlnseln) am 18., kam die „Borneoquot; zwei Tage
später im Osten der Prins Frederik Hendrik-Insel zu Anker. Am
21. wurde die Fledermaus-
Insel [Habé oder Habéke], von der aus die gegenüberliegende Festlandsküste einem unab-
sehbaren Palmenhain glich, besucht. Die Lage dieser Insel wurde an dem genannten Tage
und dann wiederum am
26. zu I4\'35quot;S., 139° 27\'23quot; E. bestimmt. Ihre Bevölkerung bestand
z. Zt. aus
200 Männern und 40 Frauen Nachdem das Eiland vermessen und die angrenzenden
Meeresteile ausgelotet worden waren, ging
das Schiff äm 27. unter 8° 13\'44quot; S., 139° 24\'42quot; E.

1)nbsp;B. Hagen teilt (1. c. pag. 141) einen kurzen Auszug aus dem Tagebuch von Piering mit, dessen Angaben
sich nicht völlig mit denen
Websters decken (s. auch I.e. pag. 252253).

2)nbsp;H. Grose Smith. Descriptions of Eight new Species of Butterflies from New Britain and Duke of York
Islands, in\' the Collections of the Hon. Walter Rothschild and Mr. Grose Smith, captured by. Captains Cayley Webster
and Cotton. Ann. and Mag. Nat. Hist.
(6) XIIL 1894, p. 496—502. —• Descriptions of Two more Species, of Butter-
flies from .New Britain... Ibid.
(6) XIV. 1894, p. 25. — Descriptions of Nine New Species, of Butterflies. Novit. Zoolo-
gicae.
i. Tring 1894, p. 585—590. — Walter Rothschild. On the Habitat of Chalcopsittacus.. . Ibid. p. 677.

3)nbsp;Wie ausdrücklich angegeben, hatte sich beim Verkehr mit den Eingeborenen dieser Insel herausgestellt,
dass die Wörter in dem Verzeichnis von
Montague (s. oben _p. 5,42)\'beinahe alle richtig waren. Die Liste scheint aber
nicht- ausgereicht zu haben, um auch die richtigen Namen der Ortschaften und Flüsse zu erkunden.

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vor Anker, um die Untersuchung des Fahrwassers fortzusetzen. Am 29. ging die Dampfbarkasse
mit
van Ahee an Bord nach der Küste ab, um zu untersuchen, ob das Flüsschen bei Jouke [Joke]
(hes Joo) jederzeit für Fahrzeuge zugänglich war. Man trat bei dieser Gelegenheit mit den
Eingeborenen in freundlichen Verkehr. Am 30. wurde der Ankerplatz nach 8° 14\' 0,5quot; S.,
139° 18\'47quot;
E. verlegt und am folgenden Tage mit den Vermessungen und Lotungen fortge-
fahrön. Am 2. April wurde längs des zwischen Sarire und 141° E. hegenden Küstenabschnittes
gedampft, doch konnte an diesem, des schlechten Wetters wegen, nicht viel ausgerichtet werden,
so dass nach der Fledermaus-Insel zurückgekehrt und in ihrer Nähe (8° 11\' i6,5quot;S., I39°4i\'22,5quot;E.)
wieder geankert werden musste. Nach weiteren Aufnahmen ging es am 8. nach der Mündung
des Bian ^ und am 9. abermals in östhcher Richtung weiter, um womöglich Tugeris abzufassen.
Da von ihnen nichts zu bemerken war, nahm der Kreuzer Kurs nach der Thurday-Insel behufs
Ergänzung des Kohlenvorrats. Nach einem von 11.—13. währenden Aufenthalt traf er am 15.
wieder bei der Fledermaus-Insel ein und ging unweit derselben in 8° 19\'S., 139° 37\'E. zu
Anker. Die Tage vom 17.—20. waren dem Mündungsgebiet des Bian gewidmet. Das Schiff
selbst konnte nicht weiter als bis 8° 12\'39,5quot; S., 139° 537/E., kommen, aber am 18., 19. und
20. gelang es der Barkasse in die etwa 1500 m. breite Mündung einzulaufen. Am 21.
begann der Ostmonsun kräftig einzusetzen. Am 24. kam die „Borneoquot; unter 8°
20\'21quot; s!,
139° 58\' 22,5quot; E. zu Anker, stellte sich aber am 27. bereits wieder westlich von der Fledermaus-
Insel in 8°
i5\'9quot;S., 139° 23\'16quot; E. ein und brach hier ihre Arbeiten am ri. Mai ab. Als sie
am 16. auf Ternate eintraf, litten sämtliche Matrosen an der Beri-Beri. Nach dem Verlassen
der Reede am 23., erfolgte am 26. die Ankunft in Makassar, wo das Schifif bis zum 4. Juni
blieb, um nach Lombok zurückzukehren

Koninklijk Nederlandsch-Aardrijkskundig Genootschap 1894—96.

Das im Jahre 1894 aufgetauchte Projekt einer Forschungsreise nach Neu-Guinea ver-
anlasste den Vorstand der Niederländischen Geograpischen Gesellschaft eine Kommission mit
dem Entwurf eines Planes und der Ausarbeitung eines Kostenanschlages zu beauftragen In
dem Bericht über das Jahr 1895 wurde mitgeteilt, dass das Projekt einer Untersuchung der
Südküste noch immer im Stadium der Vorbereitung verkehre 7. Im folgenden Jahre hatten
die Beratungen zu dem Ergebnis geführt, dass der Vorstand bei der Kolonialregierung um die
Gewährung eines Regierungsdampfers während der Dauer der Expedition nachsuchte. Mit der
Ablehnung dieses Gesuches fiel der ganze Plan ins Wasser

C. J. F. Le Cocq d\'Armandville 1894—96.

Wie bereits oben (p. 561) erwähnt, hatte Pater C. VAN DER HEYDEN 1892 an der Fahrt
der „Javaquot; teilgenommen, um an Ort und Stelle Untersuchungen darüber anzustellen, ob die

1)nbsp;Dieser Fluss wurde stets unter dem unrichtigen Namen Dewinka angeführt.

2)nbsp;Jaarboek der Koninkl. Nederl. Zeemacht 1893—94. \'s Gravenhage 1895, p. 428—451. — Mededeelingen op
zeevaartkundig gebied over Nederlandsch Oost-Inclie. Afd. Hydrographie van het Ministerie van Marine, \'s Gravenhage,
I Nvbr. 1896. N°. 5, p. 2. — Mededeelingen omtrent een gedeelte der Zuidkust van Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. NederL
Aardr. Genootsch. (2) XIH. 1896, p. 543—547.
H. Zondervan. De reis der „Borneoquot;. Ibid. (2) XH. 1895, p. 258—261.

3)nbsp;Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XII. Leiden 1895, P- 314.

4)nbsp;Ibid. (2) XIIL 1896, p. 208, s. auch p. 199—200. .

5)nbsp;Ibid. (2) XIV. 1897, p. 191., s. auch G. W. W. C. Baron van HoSvell. Het wetenschappelijk onderzoek
van het Oostelijk deel van den Indischen Archipel en speciaal van de Zuidkust van Nieuw-Guinea. Ibid.
p. 161—169.

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Südküste des niederländischen Anteils von Neu-Guinea zur Anlage von Missionsstationen sich
eigne. Infolge der Angriffe auf den Posten in Sarire, die G. W.
van Ahee zum Verlassen
desselben veranlassten (s. oben p. 562), wurden diese Pläne vorläufig zurückgestellt

Erst in der ersten Hälfte des Jahres 1894 hört man von erneuten Versuchen der Jesuiten
sich auf Neu-Guinea, und zwar diesmal an der Westküste, niederzulassen. Es war der Pater C. J. F.
le CocQ d\'Armandville, der im Februar 1892 eine Station zu Bomfia in Ost-Ceram gegründet
hatte nachdem er lange Jahre zuvor auf der Insel Flores mit Erfolg tätig gewesen war,
und nunmehr eine Fahrt nach Neu-Guinea antrat, auf der er am 23. Mai 1894 bei Kampong Baru
[Tagar Tuping] in der Landschaft Kapäur landete. Den 10 Tage währenden Aufenthalt benutzte
er dazu 73 Kinder zu taufen und auch einen Ausflug nach dem dahinter hegenden Gebirge
zu unternehmen. Nach seiner Rückkehr nach Ceram im Juni sandte er einem Bericht nach
Batavia, der zur Folge hatte, dass die Regierung die Erlaubnis zur Gründung einer katholischen
Mission erteilte und ihr das bis zum Kap Sélé reichende Gebiet zuwies %

Es währte bis zum Frühjahr 1895, ehe Le Cocq seine zweite Reise antreten konnte.
Nachdem er im April nach Langur auf den Kei-Inseln, wo sich bereits eine Missionsstation
befand, angelangt und eine Woche geblieben war, ging er in Begleitung der Laienbrüder
J. M.
zincken und Te Boekhorst nach Kapäur ab, wo er am i. Mai eintraf. Sofort wurde
mit der seelsorgerischen Tätigkeit, deren Resultat 83 Getaufte waren, sowie mit dem Bau eines
Hauses begonnen^). Am 24. Juli ging
Le Cocq auf dem Dampfer „Camphuysquot; nach Gisser
ab, um von hier aus zum letztenmale Bomfia aufzusuchen und die Station aufzulösen. Am i
Novem-ber kehrte er nach Kapäur zurück.

Lange litt es ihn hier- nicht in der Enge der Verhältnisse. Am 5. März 1896 trat er
auf dem Schoner „AI Bahanasaquot;, Kapt.
Pieter Salomon, eine Fahrt längs der Südwestküste
an, die sich bis durch die Prinses Marianne-Strasse hindurch ausdehnte. Auf der Rückfahrt
landete er bei Kapia, wo seiner Angabe nach 3—4000 Menschen in 13 Dörfern lebten. Die
wichtigsten hiessen Prepe, Kaffir und Bukemau, und der Name des in dieser Gegend mün-
denden Flusses lautete Tewouka
Le Cocq befand sich am 26. zur Heimfahrt bereit an Bord
des Schiffes, als er am folgenden Tage nochmals beschloss an Land zu gehen. Bei der Rück-
fahrt kenterte das Boot und fand er nebst einem Matrosen seinen Tod in den Wellen, während
die übrigen Mitfahrenden den Strand zu erreichen vermochten. Neun Tage bheb der Schoner
noch hegen, ohne dass eine Spur von den Vermissten entdeckt werden konnte. Nach seiner
Rückkehr nach Kapäur verliess auch
zincken, der allein noch übrig geblieben war, den Ort

1)nbsp;Koloniaal Verslag van 1894. \'s Gravenhage, p. 123.

2)nbsp;Diese Station war nicht zu halten, da die Eingeborenen in kleinen Niederlassungen zerstreut in dem schwer
zugänglichen Gebirge lebten und zudem auf einer besonders niedrigen Bildungsstufe standen.

3)nbsp;Koloniaal Verslag van 1895, P- 3i-

4)nbsp;Erst durch J. W. van Hille erfährt man Genaueres über die Lage der Station. In die Kapäur- [Wodär-] Bai
fällt ein Mündungsarm des Kwuh Tuwaré in die kleine
Bronkendi\'k-Bucht und schneidet dadurch eine Insel ab. Während
an der Wodärseite sich das Dorf Pratkendak Pona befand, hatte
Le Cocq seine Wohnstätte an der Seeseite aufgeschlagen.
Gegenwärtig ist keine Spur mehr davon vorhanden und nur eine kleine Palmenanpflanzung bezeichnet die Stelle, wo sie
gestanden hat. (Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIII. 1906, p. 518).

5)nbsp;Für Prepe ist Paripia (136° 18\'E.) und für Eukemau ist Bokamau (136° 7V2\'E.) zu setzen. Die übrigen Namen
sind unbekannt.

6)nbsp;De Missie op Nieuw-Guinea. Brieven van C. le Cocq D\'Armandville en C. van drr Heyden. Berichten
uit Nederl. Oost-Indië voor de leden van den Sint Claverbond. \'s Gravenhage 1896, N°. 2, p. 5.
— Le Cocq d\'Ar-

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J. van Oldenborgh 1894.

Der Resident van Ternate, J. van Oldenborgh, unternahm während der Monate JuH
und August 1894 auf dem Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot; eine Inspektionsreise, die sich
nach einem Besuche von Salawati und Waigëu auf die Nordküste von Neu-Guinea bis zur
Humboldt-Bai ausdehnte Es gelang ihm in Ansus, an der Südküste von Japen, zwei geraubte
Eingeborene von Amberpon in Freiheit zu
setzen 2). In der Humboldt-Bai, und zwar in der
Jotëfa-Bucht, war kurz vor der Ankunft ein Streit zwischen einem Vogeljäger aus Halmahera
und den Bewohnern des Dorfes Waba [Nafri] entstanden, der dahin geführt hatte, dass jener
mit Hülfskräften vorging, einige Leute erschoss und nach der Flucht der Einwohner jenen
das Dorf zur Plünderung Überhess.

Von hier aus begab der Resident sich nach der Westküste, besuchte Sekär am Mac
Cluer-Golf, ferner Sekru und kehrte darauf nach Ternate zurück

Im November dampfte van Oldenborgh nach der Südküste von Neu-Guinea ab, doch
ist über diese Fahrt nichts Näheres bekannt geworden Y.

Zu erwähnen wäre, dass in dem nämlichen Jahre ein Beamter nach der Astrolabe-Bai
abging, um sich davon zu überzeugen, dass die im Indischen Archipel angeworbenen Arbeiter
auf den dortigen Pflanzungen gut behandelt würden

Sir William Macgregor 1893—94.

Macgregor verHess Port Moresby am 27. Dezember 1893 zu einem erneuten Besuch
des Stromgebietes des Purari (s. oben p. 567). Nach kurzen Besuchen von Delena und Kerema
ging die „Merrie Englandquot; vor Orokolo zu Anker. Am nächsten Tage landete
Macgregor
in Apiope an der Mündung des Ai Wai und bestieg am 2. Januar 1894 die Dampfbarkasse
„Rubyquot;, die mit zwei Walbooten im Schlepptau stromaufwärts fuhr. Nach der Ankunft an
der 80—100 yards breiten Mündung des linken Nebenflusses Auri [Aure] sandte er die
Barkasse nach Apiope zurück, um neue Vorräte zu holen, während er mit den Booten den
Auri aufwärts ruderte. Sehr bald setzten Stromschnellen der Weiterfahrt unüberwindliche Hin-
dernisse entgegen. Nach dem Purari zurückgekehrt, ging er diesen am 4. aufwärts, doch machte
man bei der kräftigen Strömung (6 Knoten) nur geringe Fortschritte. Bis
zum 11. waren erst 20
miles zurückgelegt worden. Während der Fahrt auf dem, eine gleiche Breite von 250—300 yards
behaltenden Strom wurden zuerst die beiden Bevan-Inseln, darauf die 8 Chalmers-Inseln und

mandville. Overzicht van de telwoorden in de taal die gesproken wordt in het gebergte van Kapaur tot aan Sekar
(Nieuw-Guinea). Notulen Batav. Genootsch.
K. en W. XXXIV. Batavia 1896, Bijlage 2. - H. ten Kate. Brieven van
R. P.
le Cocq d\'Armandville. Tijdschr. voor Ind. T. L. en Vk. XL. 1898, p. 214—238. — W. van Nieuwenhoff
Levensbeschrijving van R. P. le Cocq d\'Armandville. Amsterdam 1900, p. 154, 159—172., Übersetzung: Pater le Cocq
d\'Armandville von der Gesellschaft Jesu. Regensburg
1902, p. 221, 225—230.

1)nbsp;Die Ankunft in der Doré-Bai erfolgte am 18. Juli. (Berichten Utr. Zendingsver. (2) VIIL 1895, p. 43).

2)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. (2) VIIL 1895, p. 41.

3)nbsp;Koloniaal Verslag van 1895, p. 29.

4).nbsp;Beim Druck des Verslag war der Bericht noch nicht eingetroffen, aber eine quot;Wiedergabe desselben für den
nächsten Jahrgang in Aussicht gestellt worden, der aber kein Wort darüber enthält.

5)nbsp;Koloniaal Verslag van 1895, p, i.

6)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Purari District, Ann. Report on Brit New Guinea 189\'\'\'_94

Brisbane 1895, p. 22—29,

7)nbsp;Der Auri kommt aus dem Norden zwischen den Bergen Naiwaia und Mai Kikiria hindurch und mündet in
7° 6\' S. Es gibt noch einen zweiten linken Nebenfluss dieses Namens, der aber 9 miles oberhalb Apiope in etwa 7° 47\' S. mündet.

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endlich, loo miles von der Mündung entfernt, die Gleeson-Insel passirt. Da die Barkasse nicht
erschien und die Lebensmittel auf die Neige gingen, wurde
Macgregor am 12. zur Umkehr
gezwungen. An der Mündung des Auri traf man die gerade angelangte „Rubyquot;, die die Boote
ins Schlepptau nahm und am 15. nochmals die Fahrt stromaufwärts antrat. Nachdem am 17. in
6° 54\' 3quot; S. die Barkasse ihre Fahrt wegen eines Defektes hatte einstellen müssen, wurde am Ufer
ein Lager aufgeschlagen \'), von dem aus M. H.
MoRETON und J. B. Cameron Ausflüge nach den
Abhängen der aus Sandstein bestehenden Hauptkette unternahmen, die als die Fortsetzung der
Naiwaia- und Mai Kikiria-Berge erschien und vielleicht mit der Sir Arthur Gordon-Kette von
Chalmers identisch ist. Am 20. fuhr Macgregor in einem Boote weiter und traf am 23.
bei dem Dorf Biröi ein, dessen Bewohner anfänghch eine feindselige Haltung zur Schau trugen;
ihr Misstrauen konnte aber besiegt werden. Eisen war ihnen unbekannt, auch besassen sie weder
Hunde, Schweine noch Geflügel. Am 26. mass
Cameron die Wassermengen des Purari unter-
halb der Auri-Mündung. Die Berechnung ergab, dass bei einer Breite von 265 yards, einer
mittleren Tiefe von 22 feet und einer Schnelligkeit von 4 miles 54 chains in der Stunde,
64.624700000 Gallonen pr. Tag stromabwärts geführt wurden. Am 29. fand man 10 miles
oberhalb der Bifurkation des Purari in den Ai Wai und Al^e, bei der Insel Abukiru, Kohlen-
fragmente im Sande. Die Rückkehr nach Apiope erfolgte am i. Februar.

Am 3. fuhr Macgregor mit der Barkasse und den beiden Booten in östlicher Richtung-
weiter nach lare, das im Delta etwa 6 miles NE. von Maipua lag und gerade einen Tao-
vorher von
James Chalmers besucht worden war. Am 4. ging es durch die Kanäle weiter
nach Koriki, mit dessen diebischer Bevölkerung es zum Konflikt kam, so dass ein Angriff
mit Feuerwaffquot;en abgewiesen werden musste. Nach der Rückkehr nach Apiope brach
Mac-
gregor
am 7. aufs neue auf, erreichte auf dem Wege durch den Panaroa und Mai Pua,
das Dorf Maipua, von dem er an dem nämhchen Tage nach Orokolo gelangte. Am 18.
erfolgte die Rückkehr nach Port Moresby.

Von hier aus setzte er die Fahrt nach Samarai fort, das er am 24. verhess, worauf er
an demselben Tage in Wedau, der Hauptstation der Anglikanischen Mission, eintraf Am 25.
wurde nach Paiwa gedampft und von dort aus, in der von einem Boote begleiteten Dampf-
barkasse während der beiden folgenden Tage die Küste zwischen dem Kap Vogel [Ipote] und
Fir-tree-Spitze [Dako oder Dago] untersucht. Zu gleicher Zeit hatten R. E.
Guise und W. E.
Armit die noch zu besprechende Exkursion nach dem Gebirge vom Fluss Dako aufwärts in
Aussicht genommen. Eine von
Macgregor am 27. vorgenommene Untersuchung des Mobiri,
der sich bis zum Fuss des Berges Maneäo verfolgen liess, gab den Anlass die beiden hier am
28. an Land zu setzen. Bereits am Nachmittage traf jedoch die Nachricht ein, dass die Ein-
geborenen ihrem Weitermarsch Widerstand entgegengesetzt hatten, weshalb
Macgregor sich
persönlich am i. März nach Pibubu am Mobiri begab und dort übernachtete. Auf dem Weiter-
marsch erreichte er am nächsten Tage das 3 miles entfernt liegende Dorf
Mapama (7—8 Häuser)
und mile weiter den Bergfluss Kwagira. Am 5. traf er wieder an Bord der „Merrie Englandquot;
ein und fuhr nach der Mündung des ersten, nördhch vom Clyde-Fluss [Mambare] hegenden

1)nbsp;In dem Sande der dem Lager gegenüberliegenden Inseln fanden sieh Spuren von Gold.

2)nbsp;Wie Macgregor ermittelte, heisst der Ort eigentlich Hawido und ist Orokolo der bei den Händlern übliche Name.

3)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the North-east Coast. Ann. Report on Brit. Neu Guinea 1893—94.
Brisbane 1894, p. 30—37.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;74

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^quot;^g^führte Breitenbestimmung ergab
7 5« 27 h. ). Am 7. wurde der Mambare, ein Mündungsarm des Clyde-Flusses, erreicht und am

8. an emem anderen Arm gelandet. Nachdem 20 miles zurückgelegt worden waren, wurde ein
Lager bezogen. Am nächsten Morgen besuchte
Macgregor zunächst das benachbarte Dorf und
setzte alsdann die Fahrt weiter fort. Als er am
9. in 8° 25\'30quot; S., 147° 54 25quot; E. gekommen war,
musste die Barkasse, der Stromschnellen wegen die Weiterfahrt einstellen. Nördhch von der
Stelle erhob sich der Wasi oder Wasi Gororo. In Booten ging er noch bis zum
14 weiter
stromaufwärts, worauf umgekehrt und am folgenden Tage die „Merrie Englandquot; wieder erreicht
wurde. Nachts bestimmte
Macgregor die Lage des Mitre-Felsens aufs neue und fand diesmal
unter günstigeren Bedingungen 8°
2\'50quot; S. Unmittelbar daraufdampfte er nach der Douglas-
Bai, um hier vor Anker zu gehen. Am
16. traf er vor der der Mündung des Ope TOpera]
ein und bestimmte ihre Lage zu 8°
18\'16 S., 148° 11\'25quot; E. In ihrer Nähe, am linken Ufer
erhob sich der gegen
600 feet hohe Gumboro [Gumbo], Auf der Barkasse wurden auf dem
Flusse noch etwa
10 miles zurückgelegt. Am 17. wurde ein Lager an der 8°28\'S., 148° 16 E
hegenden Mündung des Kumusi bezogen und am folgenden Tage flussaufwärts bis in
8° 28\'30quot; S
148° i\'E. gefahren. Am 19. konnten etwa 15 miles zurückgelegt werden, worauf a» einem
300 feet hohen Hügel, dem ersten, den man zu Gesicht bekam, kampirt wurde. Auf der
Weiterfahrt kam die Barkasse in
8° 35\'S., 148° l\'E. auf Grund und obwohl sie wieder flott
wurde, kehrte
Macgregor um und erreichte am 21. wieder den Strand. Am 23. querte er
die Gona-[Holnicote-] Bai und ging vor der Mündung des Basari (8°3/4oquot;S.,
148° 16\'30quot; E )
zu Anker. Nachdem er am folgenden Tage auf diesem Fluss eine Fahrt unternommen hatte
fuhr er am
25. längs der Küste weiter, passirte das Vorgebirge Eudaiadere und traf alsdann
bei dem Sudest-Kap ein, dessen Lage er zu etwa
8° 44\'S., 148° 25\'/; E. bestimmte. Am 26
gelangte er in eine, 7-8 miles nördhch von Oifabama befindliche Bai, deren Lage er zu

9°o\'45quot;S., 148° 27\'E. bestimmte. Am 27. wurde die Dyke Acland-Bai durchfahren und zunächst

bei der Mündung des Kewoto (9°4\'55quot;S., 148° 33\'E.) gelandet, wo den Dörfern an der Bucht
Besuche abgestattet wurden. In dem V, mile von der Kewoto-Spitze entfernt mündenden Umunda
unternahmen M. H.
Moreton und J. M. Hennessy eine Bootfahrt 2-3 miles stromaufwärts
Nachdem die Expedition am
29. die Mündung des Musa erreicht hatte, erschien am i April
die „Merne Englandquot; von Cooktown zurück. Während
Moreton am 3. abmarschirte um
den Victory-Berg zu besteigen fuhren
Macgregor und Hennessy den Musa stromaufwärts
und gelangten am Abend des
9. in 19\'10quot; S., 148° 53\'E., 35 miles vom Strande entfernt
Sie trafen am 11. wieder an der Mündung ein und liessen sich vom Dampfer nach der Porlock-
Bai schleppen, um
Moreton abzuholen. Während der Nacht wurde an einer der Hardy-Insel
gegenüberhegenden Stelle der Bucht kampirt. Am
13. ging es wieder nach dem Dako, wo
Guise mit Armit ^ an Bord genommen wurde und Macgregor die Lage des Vorgebirges
zu
9° 33\'10quot; S., 149° 25\'56quot; E. bestimmte. Am 14. wurden die Boote nach dem Phillips-Hafen
geschleppt, von dem es an Bord der „Merrie Englandquot; am
15. nach Kap Vogel [Ipote] und
Paiwa, am
16. nach Samarai weiterging.

lief Macgregor wieder aus, um die Südküste von Neu-Guinea in der Umgebung

1)nbsp;Die frühere hatte 7° 58\'30quot; S. ergeben. (Ann. Report on Brit New Guinea 180,-4 p

2)nbsp;Anstatt 8°3\'S., siehe oben p. 574.nbsp;F- U-

3)nbsp;Es gelang Moeeton nur 7 miles von der Küste entfernt vorzudringen.

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der Table-Bai zu untersuchen Nachdem hier zunächst in Darawa das Lagere aufgeschlagen
worden war, wurde am 23. ein Marsch der Küste entlang bis zur Parimata-Spitze angetreten.
Am folgenden Tage wurde Dedele erreicht, um am Abend des 26. von dort aus nach dem
Innern_ zu marschiren. Man beabsichtigte damit das Dorf Baili [Bari] dessen Angehörige
sich Überfälle hatten zu schulden kommen lassen, noch vor, Tagesanbruch zu überraschen.
Bei der Ankunft war aber das Nest leer. Es lag an einem Flüsschen voUer Basaltgerölle, das
sich in den in die Cloudy-Bai mündenden Rig Wina ergoss. Ein Besuch der umhegenden
Dörfer ergab, dass auch diese verlassen worden waren. Nachdem
MACGREGOR einen Teil der
Schutztruppe zurückgelassen hatte, begab er sich Mitte Mai nach Samarai zurück.

Reginald E. Guise und w. E. Armit 1894.

Wie bereits oben (p. 587) erwähnt, waren R. E. Guise und W. E. Armit am 26.
Februar bei der Fir-tree-Spitze ausgeschifft worden, um eine Besteigung des Vietory-Berges
vorzunehmen 3). Sie hatten zu ihrer Verfügung einen UnterofiEzier, 2 Polizeisoldaten und 52 Träger,
die in zwei Walbooten am folgenden Tage auf dem Fluss Dako i\'/, miles weit gelangten^
worauf in der Nähe des Dorfes Ibiru gelagert wurde. Nach den Angaben des Häuptlings
hiessen die umliegenden Ortschaften Kokoi, Didiwago, Maiu, Keowi, Maneäo und Duna-Dunl
Am 28. kam. die Barkasse an und schleppte die Boote bis zum Forewa, wo sie zurückblieb,
während die Boote weiterruderten. Bei dem Dörfchen Guba-Guba wurde ein Lager aufge-
schlagen. Hier erschien auch
Macgregor, der am i. März den Bergstrom Kwagila\'\'besuchte
und am 2. nach der Küste zurückkehrte. Durch Krankheiten wurde die Expedition zu einer
dreitägigen Pause verurteilt, die ein Teil dazu benutzte den Dörfern Boromata, Niuma, Gabi-
tuma, Wailolo, Topiwage und Arapanur, an dem Wege nach Kwagila liegend, Besuche abzu-
statten. Am 6. erfolgte der Aufbruch in der Richtung des Wala Waima [Pin-tree-Rücken],
aber bereits nach Zurücklegung von 4 miles wurde gelagert. Auf dem Weitermarsch am 8. konnte
kein Wasser aufgefunden werden, weshalb nach dem Kamp zurückgekehrt wurde. Am 9. wurde
nochmals aufgebrochen, aber erst am 10. Wasser gefunden und darauf am 11. hier ein Lager
bezogen. Am 13. hatte man eine Höhe von 650 feet erreicht, am 15. ging es in WSW. längs
des Fusses des Maneäo und durch 3 Bergbäche, die sich in den Airöo ergossen, der die
Gebirgsrücken Tanamgina und Wala Waima entwässerte. Auf dem Weitermarsch am 17. wurde
eine Höhe von 2400, am 19. von 4650 feet erreicht. Am 21. lagerte die Expedition in 5200
feet Höhe. Am 23. konnte bemerkt werden, dass der Victory-Berg Rauch ausstiess und zugleich
wurde an diesem Tage die Stehe erreicht, an der der Tanamgina und der Wala Waima sich
vereinigten. Nachdem am 3. April der Abstieg begonnen war, erfolgte die
Rückkehr nach der
Dako-Mündung am 12. Am 13. wurde die Expedition wieder auf der „Merrie Englandquot; ein-
geschifft und traf
Guise am 21. in Port Moresby ein.

James Chalmers 1894.

Die von James Chalmers beschriebene Fahrt auf dem Fly-Fluss mit der Dampfbar-

1)nbsp;Despatch reporting Visit of certain Tribes on South Coast of Mainland, near Table Bay. Ann. Report on Brit.
New Guinea
1893—94. Brisbane 1895, p. 40—41.

2)nbsp;Bari ist der Name mit dem die Bewohner von Dedawi diesen Ort bezeichnen.

3)nbsp;Report by R. E. Guise, Esq. on the Expedition despatched from Collingwood Bay to the Main Range.
Ann. Report on Brit. New Guinea
1893—94, p. 78—87.

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kasse „Miroquot; hat wahrscheinhch im Jahre 1894 stattgefunden\'). Von Sumai auf der Insel
Kiwai aus dampfte er an Baramura ^ vorbei und landete an einem nicht genannten Ort in
dem er übernachtete. Am nächsten Morgen ging es weiter stromaufwärts. Nachdem Aduru
besucht worden war, wurde Pisirami, der Bennet-Insel gegenüber passirt und darauf vor Tagota
geankert.
Chalmers fand an der bezeichneten Stelle nicht ein einziges Haus, vernahm aber
üass die Eingeborenen weiter stromabwärts und von dort aus landeinwärts sich im Walde aufs
neue angesiedelt hatten. Von einem Eingeborenen wurde er nach dem Dorfe Baisasarara
geleitet und fuhr darauf stromabwärts worauf er bei Pisirami landete. Auf der zweiten Fahrt
nach Tagota bemerkte er ein Kanu mit Eingeborenen, auf deren Anweisung der Miroquot;
nach der Mündung des Baches Maüpa fuhr, bei der geankert wurde. Bei einem Besuch den
chalmers dem unfern gelegenen Dorfe Kewarmumi abstattete, erzählten die Eingeborenen
dass der Maüpa sich in
2 Teile teile, von denen der eine zwischen Tagota und Aduru in den
Fly-Fluss munde, während der andere, wie
Chalmers vermutete, sich in den Mai Kusa
ergösse. An Bord zurückgekehrt, setzte er die Fahrt stromaufwärts fort und traf auf einer hohen
Bank einige Häuser an. Der Ort hiess Digana. Noch weiter stromaufwärts fand er an einem
rechten Nebenfluss, der eine Strecke aufwärts gerudert wurde, das Dorf Jauna. Nach der
Ruckkehr wurde die Fahrt fortgesetzt, auf der aber keine Niederlassungen mehr angetrofi-en
wurden. Die Hofi-nung in Kamkamura jenseits der Howling-Spitze Eingeborene zu finden
erwies sich vergeblich, worauf umgekehrt und unterwegs noch Baramura besucht wurde.

Sir William Macgregor 1894.

Wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Samarai (s. oben p. 589) dampfte Macgregor
auf der „Merrie Englandquot; nach Dobu [Goulvain-Insel], nachdem er unterwegs noch das
Ost-Kap von Neu-Guinea besucht hatte Während W. E.
Armit mit Trägern nach der
Goodenough-Insel
y abging, um das Gebirge zu untersuchen®), fuhr Macgregor am 19
Mai weiter, landete zunächst auf der bisher von keinem Weissen betretenen Insel Tewara
(9
28 S., 151° E.) und erreichte an demselben Tage die zur Amphlett-Gruppe gehörende Insel
ürasi. Am
20. setzte er die Fahrt nach den Trobriand-Inseln fort, besuchte Wakuta und am
nächsten Tage das Dorf Giriba an der gegenüberliegenden Südspitze von Bwoio [Kiriwina]
Bei Katawari ging er wieder an Bord des Dampfers und traf am
22. in Kadawaga [Kadiowaga]
auf der Insel Kaileuna (s. Fig.
52, p. 530) ein, dessen Lage zu 8° 31\' S., 150° 56\' 10quot; E. bestimmt
wurde. Am 23. landete Macgregor auf Kwaiawata, besuchte nachmittags die auf einem

die Fahi\'t imThL^Sortnbsp;X877-1894. London 1895, P- 244-255. leh entnehme dem Titel, dass

: ! M .Tahre 1894 stattfand, denn es ist die letzte, die Chalmrrs in diesem Buche beschreibt. Vom 3. Juli 1894

X 8 i^^rXn 2. ?nbsp;England. (Cuthbkrx Lknkox. James Chalmers of New Guinea, z902 p\'

Won Sissnbsp;Missionsstation Saguana in der Ely-Mündung wieder ein. (Ch\'ronlcfe

2) Dieser Ort liegt am rechten Fly-Ufer, in der unmittelbaren Nähe von OdagosiÜa
p. 3o_37.^^^ North-east Coast. Ann. Report on Brit. New Guinea 18^3-94,

scheinUrh ITT^\'Tnbsp;Namen Kwaibwaga, die englische Seekarte No. 938 aber Morata an. Augen-

quot;b^i:::nbsp;—- « -

of Lci\'i ÖfitTS,nbsp;MoUuskea sind von Ena^r A. Sm.tr beschrieb» worden. (De^criptloas

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Plateau liegenden Dörfer und fuhr am 24. weiter nach der Guasopa-Bai auf der Woodlark-
Insel, nachdem er unterwegs auf Wamana gelandet war. Am nächsten Tage wurde der von
der D\'ENTRECASTEAUXschen Expedition her bekannte Cannac-Felsen, den die Eingeborenen
Weneina [Veneina] nennen und der die Höhe von 600 feet besitzt, besucht und darauf nach
den Laughlan-Inseln weitergedampft. Das nächste Ziel war die Fergusson-Insel, um an dem
nahe ihrem Südende mündenden Mbuli-Mbuli Wasser einzunehmen. Am 31. traf
MacGREGOR
auf Wari [Teste-Insel] ein, dampfte von dort aus über Niwani nach der Sud-Est-Insel, auf der
er am 2. Juni eintraf. Am nächsten Tage suchte er ein
5—6 miles SE. von der Griffin-Spitze
im Gebirge aufgefundenes und viel Gold versprechendes Quarzriff auf. Am 4. erfolgte die Ankunft
auf der Rossel-Insel, längs der am 5. eine Rundfahrt in einem Walboot unternommen wurde.
Nachdem am 11. Bogoja auf Misima, am 12. Niwani und darauf der Mission auf Pana Et ein
Besuch abgestattet worden war, kehrte
MacGREGOR nach Samarai zurück.

Vor der Heimkehr nach Port Moresby wurden noch einige Ortschaften an der Südküste
besucht^). Am 15. Juni erfolgte die Landung in Dedele, worauf
Macgregor sich zwei Tage
später nach Domara an der Cloudy-Bucht und nach dem unweit Kap Rodney hegenden
Eaula begab. Am 19. traf er in Wererupu [Vererupu], am 20. in Galoma, am 21. über Keapara
in Kalo und schliesshch über Kemali und Hula in Port Moresby ein.

Am 26. ging er bereits wieder weiter nach der Yule-Insel, wo er Gelegenheit fand dem
schwer erkrankten Pater G.
Genocchi ärztliche Hülfe zu leisten. Hierauf trat er die beab-
sichtigte Bootfahrt nach dem Mekeo-Distrikt an und besuchte hier insbesondere Pinupaka,
Abeära, Berem\'a, Ina Wi und Jeku Auf der Rückreise nach Port Moresby wurde noch in
Delena vorgesprochen.

Albert Pearse und p. W, Walker 1894.

Die Missionare A. Pearse und F. W. Walker waren mit dem Schoner „Maryquot; auf
einer Küstenfahrt begriffen, als am 19. Juni 1894 das Schiff bei Kerema auf eine Bank gesetzt
wurde. Durch die Hülfe der Eingeborenen konnte wenigstens die bewegliche Habe gerettet
werden. Auf die Nachricht von dem Unfall hatte der Missionar H. M.
Dauncey in Delena
sein Walboot gesandt. Wenig später, am 4. Juli, traf aber der von
MacGREGOR abgefertigte
Kutter „Tokohuquot; ein, auf dem die Schiffbrüchigen nach der Darnley-Insel gelangten und von
der aus ein Perlfischerkutter sie nach der
Thursday-Insel brachte

Francis P. Winter 1894.

Da Macgregor eine Urlaubsreise nach England angetreten hatte, von der er erst Ende
Mai 1895 zurückkehrte, übernahm der Chief Justice
francis P. Winter seine Stellvertretung.
In dieser Eigenschaft trat er am 17. Oktober 1894 von Port Moresby aus eine Fahrt auf der
„Merrie Englandquot; an Nach Besuch von Dedele langte er am 20. auf Samarai an und

1)nbsp;Despatch reporting Visit certain Tribes on South Coast of Mainland of near Table Bay. Ann. Report on Brit.
New Guinea
1893—94, p. 41—42.

2)nbsp;Despatch reporüng Visit of Inspection to the Mekeo District. Ann. Report on British New Guinea 1893—94,
P- 43—44-

3)nbsp;The Wreck of the schöner „Maryquot;. Chronicle London Miss. Soc. 1894, p, 343.

4)nbsp;Despatch reporting Visit to various Places in the Eastern and North-Eastern Parts of the Possession. Ann.
Report on Brit. New Guinea
1894—95. Brisbane 1896, p. 3—7.

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dampfte 2 Tage später nach der Regierungsstation Niwani auf Pana Pompom. Am 24. ging
er nach der Sud-Est-Insel
ab, auf der er am nächsten Tage, von der Griffin-Spitze aus, dat
bereits (p. 591) erwähnte Quarzriff besuchte. Am Abend des 26. traf die „Merrie Englandquot;
bei der Rossel-Insel ein. Während die Polizeitruppe
unter Führung eines Unteroffiziers am 27.
nach dem Innern aufbrach, um gegen einige Bergdörfer vorzugehen, deren Bewohner Ende 1893
die Mehrzahl der Einwohner des Küstendorfes lauwa ermordet hatten, besuchte
winter die
Süd
Westküste der Insel. Nachdem er am 30. nochmals bei der Sud-Est-Insel angelegt hatte,
landete er am 31. bei Bogoja auf der St. Aignan-Insel [Misima] und fand hier gegen 30
Goldsucher. Nachmittags fuhr er längs der Küste und ging bei Segara vor Anker. Nach einem
Abstecher nach den Laughlan-Inseln am 2. November besuchte er am
5. nochmals Niwani und
traf am 7. in Samarai ein, das noch an demselben Tage wieder verlassen wurde. Als
winter
bei seiner Ankunft auf Dobu am nächsten Tage die Nachricht erhielt, dass James Hurley,
der Leiter einer aus 11 Köpfen bestehenden Goldsucherexpedition im Hinterlande der Bartle-
Bai ermordet worden war entsandte er die Schutztruppe unter der Führung von A. W.
Butterworth, der von Wamira aus auf die Verfolgung der Mörder ausging. Er selbst
setzte die Fahrt nach den Trobriand-Inseln fort und besuchte mehrere Dörfer am Strande
sowie im Innern von Bwoio [Kiriwina], wo er er den Vorsteher der Wesleyanischen Mission,
S. B.
Fellows, antraf. Nach Dobu am 19. zurückgekehrt, ging er am 21. nach Taupota ab,\'
suchte am 23. einige ,im Grunde der Goodenough-Bai liegende Dörfer auf und fuhr nachmittags
nach Dobu zurück. Am 24. landete er in Sikiruku auf der Fergusson-Insel, wo die Dörfer
verlassen worden waren. Von Dobu aus dampfte
Winter am 25. nach Samarai und traf am
27. m Dedele ein. Am 28. ging er nach Domara, von wo aus er mit der Schutztruppe nach
Ipsomari, deren Bewohner sich eines Überfalles schuldig gemacht hatten, aufbrach. Da die
Bevölkerung nach Mesani entwichen war, so wurde dieser Ort umzingelt und fielen 7 Mann
in die Hände der Polizei. Von Domara aus ging es über Aroma, Hulä und Kapa-Kapa nach
Port Moresby zurück.

Am 21. Dezember fuhr Winter nach der Yule-Insel, hierauf nach Toaripi [Motu-Motu],

worauf er am 24. vor Karama ankerte. Auf der Weiterfahrt besuchte er Kerema, Orokolo und

Apiope, machte von letztgenanntem Orte aus einen Abstecher nach Maipua und ging alsdann

weiter nach der Regierungsstation auf der Insel Daru, die am Westeingange der Fly-Mündung

lag und auf der er zunächst bheb, während die „Merrie Englandquot; nach der Thurday-Insel
weiterfuhr

Albert S. Meek 1894—95.

Der hervorragende Naturaliensammler Alb. S. Meek, der während langer Zeit auf Neu-
Guinea und den im Osten hegenden Inselgruppen tätig war und noch tätig ist, widmete sich
m den Jahren 1894 und 1895 zunächst den D\'Entrecasteaux-Inseln, besonders Fergusson-Insel
(Oktober) und wandte sich darauf nach den Trobriand-Inseln (März—Mai), Egum und Woodlark %

1)nbsp;Die übrigen Mitglieder der Expedition waren, da nur wenig Gold gefunden worden war, nach Samarai zurückgekehrt

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection from Port Moresby Westwards. Ann. Report on Brit. New Guinea
I094—95. Brisbane 1896, p. 7—8.nbsp;. ,nbsp;^mjicd.

3)nbsp;walter Rothschild. A New Species of TÄeretra. Novitates Zoologicae II. Tring. 1895, p. 162 - Oldfield
Thomas
. On some Mammals collected by Mr. Albert Meek. Ibid. p. i63-^i66.l- Ernst Hartert Some New and Rar!

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J. H. Holmes 1895.

Der Rev. J. H. Holmes begab sich im November 1894 nach Djokea [Jokea] und
besuchte auf der bis zur Mündung des Wai Lala ausgedehnten Küstenfahrt auch Orokolo und
Maipua im Hinblick auf eine Gründung neuer Missionsstationen

H. Böhmermann und P. Beimers 1894.

Der von Kapt. H. Böhmermann geführte Schoner „Sentaquot; der Neu-Guinea-Kompagnie
machte im März 1894 eine Anwerbetour längs der Ostküste von Neu-Mecklenburg, als er am
30. in die Nähe d^s Dorfes Uranepa (nicht Usanepa) ca. 3° 10\'5quot; S., 152° 5\'E. gelangte. Als
der Steuermann
Fr. Senf sich mit den beiden grossen Booten an Land begab, wurde er mit
Beilhieben zugerichtet und ins Wasser geworfen, zugleich wurden von der Mannschaft 2
erschlagen, während 6 mit Verwundungen davon kamen. Durch das Eingreifen des Kapitäns,
der Schnellfeuer gab, gelang es die Eingeborenen zu vertreiben. Sofort trat die „Sentaquot; die
Rückfahrt nach Herbertshöhe an, wo
Senf am 27. April seinen Wunden erlag

Auf der nächsten Fahrt, diesmal unter der Führung von Kapt. B. Reimers, wurden
die ausgesetzt\'en Boote in der Nähe von Kapsu von Bewohnern des in 2° 47\'S., 151° 10\'E.
liegenden Dorfes Lakurefange (nicht Lagunafanna) heimtückisch überfallen, doch gelang es der
Besatzung sich der Angreifer nicht allein zu erwehren, sondern auch 7 von ihnen nach Her-
bertshöhe aufzubringen. Es war auch auf dieser Fahrt, dass
Reimers die Beobachtung machte,
dass die Gardner-Insel aus 2 Inseln besteht die durch einen schiffbaren Kanal von einander
getrennt werden. Auch fand er, dass ihre Entfernung von Neu-Mecklenburg nicht, wie bisher
angenommen worden war, 5, sondern 12 Seemeilen betrug

K. von Adamovie 1894.

Das von K. von Adamovic befehhgte österreichisch-ungarische Kriegsschiff „Fasanaquot;
verweilte vom 21. Juh bis i. August 1894 auf der Reede von Matupi und besuchte auch

Birds from Fergusson Island. Ibid. p. 6i—64. — K. Jordan and Walter Rothschild. Some new Forms of the Genera
Bizarda und Milionia. Ibid. p. 464—465. — Walter Rothschild and Ernst Hartert. List of a Collection made by
Albert S. Meek on Fergusson, Trobriand, Egum, and Woodlark Islands. Ibid. III.
1896, p. 233—251. — Hamilton H.
Druce
. Description of some Species of Heterocera. Ann. and Mag. Nat. History. (7) III. 1899, p. 235. — G. A. Bou-
lenger. On a Collection of Reptiles, and Batrachians from Ferguson Islands. Ann. and Mag. Nat. Hist. (6) XVI. 1895,
p. 28—32. — Hamilton H. Druce. Description of Four new Species of Lycaenidae from the Eastern Archipelago. Ann.
and Mag. Nat. History.
(6) XIX. 1897, p. 14, 15. _ H. Grose Smith. Descriptions of New Species of Oriental Butter-
flies. Novitates Zoologicae. V.
1898, p. 106. — ,H. Grose Smith. Descriptions of new Species of Butterflies from the
Pacific Islands. Ann. and Mag. Nat. Hist.
(6) XIX. 1897, p. 174—180. — H. Grose Smith. Descriptions of further
New Species of Butterflies from the Pacific Islands. Ibid. p.
403-—407. — G. A. Boulenger. Description of a new Genus
of Elapine Snakes from Woodlark Island, Brit. New Guinea. Ann. and Mag. Nat. Hist.
(6) XVIII. 1896, p. 152—154.—
W. Warren
. Drepanulidae, Thyrididae, Uraniidae, Epiplemidae and Geometridae from the Oriental Region. Novitates
Zoologicae. IX.
1902, p. 352.

I.) Chronicle London Miss. Soc. 1895, p. 112, 142.

2)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. X. Berlin 1894, p. 32—33- — Überfall des Segelschoners Senta der
Neu-Guinea-Kompagnie. Deutsches Kolonialblatt. V. Berlin
1894, p. 375. — L. Couppé. Apostolisches Vikariat Neu-
pommern. Gott will es! VII. München-Gladbach
1895, p. 76—84. — Lettre de Mgr. Couppé. Ann. de Notre-Dame du
Sacré-Coeur. XXIX. Issoudun
1894, p. 509—510.—Die Bestrafung dieses Dorfes durch das Kriegsschiff „Möwequot; erfolgte
im Jahre
1895 zugleich mit derjenigen des Dorfes Kabln, deren Bewohner Anfang 1894 den auf Nusa ansässigen Händler
Rojahn erschlagen und ausgeraubt hatten. (Nachr. Kaiser Wilhelms-Land. X. 1894, p. 22., XIL 1896, p. 62).

3)nbsp;Korumbo und Napakur nach Sprigade und Moisel, Tatau, Tabâr und Mopüe nach Friederici.

4)nbsp;Bemerkung über die Insel Gardner. Nachr. f. Seefahrer. XXV. Berlin 1S94, 275 (p. 745).

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Ralum und Kinigunan an der Blanche-Bai \'). Ende August erfolgte die Ankunft vor der
Thursday-Insel, worauf die „Fasanaquot; am 4. September ihre Fahrt nach Amboina fortsetzte

Louis Couppé 1894.

Anfang 1894 unternahm der Bischof LOUIS CouPPÉ in Begleitung von R. PARKINSON
und A. Rocholl von Kinigunan an der Blanche-Bai eine Bootfahrt längs der Ostküste von
Neu-Pommern. Die Reisenden fanden in der Nähe vom Kap Palliser den Fluss Karawat, den
sie zwei Tage stromaufwärts befuhren, ohne an seinen Ufern eine Niederlassung anzutreffen

Am II. Mai trat er auf dem Kutter „Mariaquot;eine weitere Fahrt nach der Nordküste
an. Nach einem Besuch der Missionsstation Wlawolo [Vlavolo] am Fuss der Nord-Tochter
segelte er in der Nacht des 13. in westlicher Richtung weiter, umschiffte das Kap Lambert
[Tongilus] und nahm darauf südlichen Kurs. Nachdem die Offene Bucht gequert worden war,
ging es weiter längs der im Westen von den Vulkanen Nord-Sohn, Vater und Süd-Sohn^
hegenden Küste bis zu der Low-Spitze [Koäs], wo gelandet wurde. Die hier liegende Land-
schaft hiess Nakanai, bekannt als Stapelplatz der als Geld [Dewara] dienenden
nbsp;callosa.
Nachdem CouPPE am 18. in der Hixson-Bai an der Mündung des Langa-Langa zu Anker
gekommen war, trat er eine Wanderung längs des Strandes an, um einen Pfad zu suchen,
der ins Innere führte, was aber nicht gelang. Darauf fuhr er in den erwähnten Fluss ein und
fand unweit seiner Mündung das Dorf Laga-Laga [sie !] Nach dem Auslaufen aus der Hixson-Bai
vor Anbruch des Abends passirte die „Mariaquot; die Ledanseur-Insel, deren einheimischer Name
nach
Couppé Koläo lautet, und befand sich am folgenden Morgen zwischen dem Kap Deschamps
[Torkoro] und der Long-Spitze. Während der Vater beständig rauchte, waren der Nord-,
sowie der Süd-Sohn erloschen und bis zum Gipfel bewaldet % Nachmittags fiel der Anker bei
Witäu [Vitao] am Westfuss des Vaters. Am 20. wurde die Fahrt fortgesetzt und am 21.
nochmals bei der Low-Spitze, gegenüber dem Dorf Bubu geankert, worauf abends die Rück-
fahrt angetreten wurde. In der Nacht des 23. rundete der Kutter das Kap Lambert und lief
am Morgen des 24 in die Baining-Bucht gegenüber dem Dorf Také ein, um Taro einzukaufen
und alsdann nach Kinigunan weiterzufahren.

Schoner „Larsenquot; 1894.

Der norwegische Dreimastschoner „Larsenquot; stiess am 4. Juli 1894, auf der Fahrt von
Neu-Lauenburg nach den Azoren begriffen, auf ein S W. von der Grossen Admiralitäts-Insel
in etwa 2° 26\' S., 146° 27\' E. hegendes Riff, das den Namen Larsen-Riff erhielt

r) Nachr. Kaiser Wilhelms-Land. X. 1894, P-35-, XL 189S, p. 46. Auch ein russisches Kriegsschiff, der „Kreisserquot;,
hatte m den Tagen des 25.-26. Mai die Reede von Matupi aufgesucht.nbsp;^ «nbsp;,

Bemerkung über Greet-Hafen in der Blanche-Bai. Insel Neu-Pommern. Nachr. f. Seefahrer. XXVL Berlin 1895
N . 364 (p. 107) nach Kundmachung für Seefahrer. Pola 1894, Nquot;. 26/730.

2)nbsp;Lettre du R. P. [Giovanni] Genocchi. Ann. de Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXX. 1895 p 158—161

3)nbsp;Lettre de Monseigneur Couppé au T. R. P. Chevalier . .. Ann. de Notre-Dame du Sacré-Coeur. XXX. Issoudun
1895, p. 94—99, 148—157, 210—214, 272—281.

4)nbsp;Es war dies die frühere „Zereldequot;, die beim Übergang in den Besitz der Mission umgetauft worden war

5)nbsp;Langa-Langa, Landschaft mit 4 Dörfern nach der deutschen Seekarte N° 90

6)nbsp;Nach Couppé nennen die Eingeborenen den Nord-Sohn, den Vater und den Süd-Sohn Nikuruaga, Aulawum
und Bamus (s. auch oben p.
245).nbsp;^ \'

quot; Admiralty Island - SW. Point. Nautical Magazine. LXIH. 1894, P- 1146. - Lage eines
Riffes südwestlich der Admiralty-Inseln. Nachr. f. Seefahrer. quot;XXV.
1894, 2344 (p. 659).

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E. Fisser 1894.

Eine Fahrt zur Anwerbung von Arbeitern gab dem Dampfer „Ysabelquot;, Kapt. E.
Fisser, Gelegenheit fast ganz Neu-Hannover zu umfahren und die Kenntnis seiner Küsten
wesentlich zu erweitern »)• Diese Aufnahme (Fig.
56) ist inzwischen durch diejenigen der
deutschen Marine
2) sowie K. Sappers überholt worden.

Am 12. August 1894 gelangte der Dampfer durch die Byron-Strasse an die Südküste
bis etwa
5 km. westhch vom Kap Werner^) und setzte alsdann die Fahrt längs dieser sowie

der Südwestküste bis zum Nord- [Ungulabü-] Hafen fort, der sich nordöstlich vom West-Kap
oder Matanalem [Queen Charlotte-Vorland] befindet s). Am
15. passirte die „Ysabelquot; bis zum
Salomon Sweers- [Einfahrts-] Kap f\') die Inseln Ungulabü Kunglik Kung, Dunung und

1)nbsp;Eine Umsegelung der Insel Neu-Hannover. Ann. der Hydrogr. XXIII. 1895, p. 89—91. — Nachr. K. W. L.
X.
1894, p. 42—44.

2)nbsp;Neu-Hannover und nordwestlicher Teil von Neu-Mecklenburg. Berlin 1909. Reichs-Marine-Amt N°. 414.

3)nbsp;Karl Sapper. Höhenschichtkarte von Neu-Hannover. Beiträge zur Landeskunde von Neu-Mecklenburg. Mit-
teilungen aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsheft
3. Berlin 1910, Karte i.

4)nbsp;Kap Werner bildet die Südspitze der Insel Enang, die aber ebensowenig wie Tüngelo [Konokapü] als solche
von
Fisser erkannt wurde.

5)nbsp;Irrigerweise identifizirt Sapper den Nord-Hafen mit dem unmittelbar am West-Kap liegenden West-Hafen.

6)nbsp;Seflaba nach Sapper.

7)nbsp;Unalabu nach Fisser, Ungulapü nach Sapper.

8)nbsp;Guilik nach Fisser.nbsp;9) Thonner nach Fisser, Dönung nach Sapper.
Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.
75

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Ne ItaPj und ging hierauf, die Fahrt längs der NE-Küste fortsetzend, zwischen der kleinen
Insel Ungahk und dem Festlande hindurch in die Ysabel-Fahrt, wie der zwischen Neu-Hannover
und den vorhegenden Inseln Nemtö, Luküs Kanai Nuslik, Ustsar u s w. sich erstreckende
Meeresarm zu Ehren der „Ysabelquot; genannt wurde 3). Am r;. ging das Schiff bei einem SzW
von Nushk hegenden Dorf vor Anker, in dessen Nähe ein ziemlich grosser Fluss mündete^)
der 2 Seem, aufwärts befahrbar war. Zwei Seemeilen vom Ankerplatz entfernt lag die Insel
Mosuang^). Auf der Weiterfahrt gewahrte
Fisser an Backbordseite 6 langgestreckte Inseln
nämhch Tsöe Wuka«), Tsöe Boto Ungaküm KawulekäoTsoe Laünungund Nusan-
kelo ). Die Sudspitze der letzgenannten bildete das Kap Klatt. Nachdem Kap Schräder [Denge-
Huk] passirt worden war, ging es an Nusa Mawian, welche Insel wohl dem Denge-Riff der Seekarte
entspricht, vorbei nach der Insel Ene [Anelaüa], in deren Nähe geankert wurde. Am i8 «belangte
der Dampfer nach Nusandaülawandte sich alsdann in östhcher
Richtung durch die zwischen
Fatio und Nub liegende Alexandra-Durchfahrt und lief durch die Byron-Strasse wieder aus.

W. Brown 1894.

Der Missionar W. Brown unternahm im Sommer 1894 von seiner Station auf Neu-
Lauenburg aus eine Fahrt nach der Westküste von Neu-Mecklenburg, wo er bei Kabakadäs
(3 57 S.,
152 34V, E.) landete. Er durchquerte die Insel und besuchte bei dieser Gelegenheit
den Ort, in welchem
Joachim Graf Pfeil überfaUen wurde (s. oben p. 476), dessen Name

man diesmal ebensowenig erfährt. Von dem an der Nordostküste liegenden Kudu-Kudu wanderte

Brown noch nach Eramau und kehrte alsdann nach dem Ausgangspunkte zurück

Georg Schmiele 1894.

Der Landeshauptmann G. Schmiele nahm 1894 an einer Anwerbetour des Dampfers
„Ysabelquot; nach dem westlichen Teile von Kaiser Wilhelms-Land teil. Er landete auf der
Gress^n-Insel und fand hier die Dörfer Sub, Beam, Gononkon, Ababümu, WinJet sowie
Muschu, welcher Name nach ihm nur für das Dorf und nicht für die ganze Insel gilt Da die
Insel unfruchtbar ist, so befanden sich die meisten Pflanzungen der Eingeborenen auf der
benachbarten D\'Urville-Insel [Kairiru]. Hierauf ging es nach dem Berlin-Hafen, wo
Schmiele
von den hier hegenden Inseln Angal [Sanssouci] und Seleo [Saliü oder Sainson-Insel] besuchte.

1)nbsp;Neytape nach Fisser, Neitap nach Sapper.

2)nbsp;Ushanai nach Fisser.

3)nbsp;Nachr. K.W.L. XL Berlin 1895, P- 53-

4)nbsp;Es muss heissen S z E. Mit dem Fluss ist der Mise [Mosse] gemeint

5)nbsp;Manne nach Fisser.

7)nbsp;Isobuka nach Pisser, Binbingseng nach Sapper.

8)nbsp;Passik nach Fisser, Ungachum nach Sapper.

9)nbsp;Wakum nach Fisser, Kawulikäu nach Sapper.

10)nbsp;Kudikan nach Fisser, Tsoi Läung nach Sapper.

11)nbsp;Tsanbulo nach Fisser, Nusak61o nach Sapper.

12)nbsp;Nusotam nach Fisser.

13)nbsp;Bateo und Unius nach Fisser.

14)nbsp;Es war mir nicht möglich die Lage dieses Ortes zu ermitteln.

16) Schmiele gibt den Namen Seniü an. ,

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Beim Verlassen des Hafens wurde ein Rifif, von dem aus Dudemaine-Insel [Tumléo] in West
und die Nordspitze von Alii in SSE i], E. gepeilt wurde\'), und ein anderes zwischen dem
Bastian- und Joest-Fluss, etwa 3 Seemeilen von der Küste entfernt liegendes Rifif entdeckt
Bei der Ankunft im Angrififs-Hafen landete er an der Nordwestecke, an der sich 50 Einge-
borene einstellten, die sich indififerent verhielten

Im letzten Quartal des Jahres suchte schmiele Finsch-Hafen auf und begab sich aus
Gesundheitsrücksichten nach dem Sattelberg, von dem er, ohne Genesung gefunden zu haben,
nach achtwöchigem Aufenthalte, im Dezember nach Friedrich Wilhelms-Hafen zurückkehrte.
Am 15. Februar 1895 übernahm H.
rüdiger die Geschäfte als stellvertretender Landeshaupt-
mann und trat
schmiele eine Urlaubsreise nach Deutschland an. Bereits am 3. März ver-
schied er kurz nach der Ankunft im Hafen von Tandjong Briok an Bord des Dampfers „Lübeckquot;

Wilhelm Vallentin 1894—95.

W. Vallentin hatte in seiner Eigenschaft als Beamter der Astrolabe-Kompagnie im
Oktober 1894 Genua verlassen, musste aber bereits im April 1895 Krankheit halber den Kon-
trakt lösen und von Friedrich Wilhelms-Hafen aus die Heimfahrt antreten. In seinem äusserst
flüchtigen Buche beschreibt er auch eine von Stephansort aus auf dem Dampfer „Ysabelquot;
unternommene Fahrt nach dem Huon-Golf behufs Anwerbung von Arbeitern Aus anderer
QueUe«) wissen wir, dass diese Fahrt vom 23. Oktober bis 14. Dezember währte. Nachdem
der die Anwerbung leitende Beamte in Butauèng an der Langemak-Bucht an Bord gekommen
war, ging es in südhcher Richtung weiter. Nach dem Passiren des Kaps Crétin wurde vor den

gehalten und darauf in den Hänisch-Hafen eingelaufen, an
dem die Dörfer Bukau Asip, Mange und Oli Gedu lagen. Zwischen Kap Gerhards und Stubben-
kammer traf man die Ortschaften Boa, Bugemgim. Das folgende Dorf, Malaheï, war infolge
der Blatternepidemie fast verödet. Auch in den Niederlassungen an der
Preussen-Reede, am
Adler-Fluss, an der Schneider-Spitze, am Samoa-Hafen, die nach einander besucht wurden,
hatte die Krankheit gewütet. Mit nur 67 Angeworbenen an Bord wurde der Huon-Golf ver-
lassen. Nachdem
Vallentin den Aufenthalt in Finsch-Hafen noch zu einem Ausfluge nach
dem Sattelberge benutzt hatte, dampfte die „Ysabelquot; nach Friedrich Wilhelms-Hafen weiter.

J. Bamler 1894.

Der bereits erwähnte (p. 558), seit 1887 im Schutzgebiete der Neu-Guinea-Kompagnie
tätige Missionar der Neuendettelsauer Missionsgesellschaft J.
Bamler war zwei Jahre später
im November nach den Tami-Inseln übergesiedelt, wo er auf Wonam eine Station gründete.
Neben seiner Berufstätigkeit widmete er sich auch der Erfüllung anderer Aufgaben. Im Jahre
1892 übernahm er es Herbariumsmaterial zu sammeln, von dem er 1894 eine grössere Samm-
lung auf seinen Wanderungen zusammenbrachte \').

1)nbsp;Es ist dies das in 3° 6\'52quot; S., 142° 28\'22quot; E. liegende Sang-Riff.

2)nbsp;Die deutsche Seekarte N\'\'. 148. Berlin 1901 kennt dieses Riff nicht.

3)nbsp;Nachr. K.W.L. X. 1894, p. 45—47.

4)nbsp;Nachr. K.W.L. XL 1895, p. 12. — Deutsches Kolonialblatt. VL 1895, p. 167,\'213. — Deutsche Kolonialzeitg.
N.F.
VIIL 1895, p. 85. — B. Hagen. Unter den Papua\'s. Wiesbaden 1899, p. 8—9.

5)nbsp;Irrfahrten. Berlin 1899, p. 67-—93.

6)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. XI. 1895, p, 36.

7)nbsp;J. Deinzer. Die Neuendettelsauer Heidenmission in Neu-Guinea. Allgem. Missions-Zeitschr. XIX. Berlin 1892,

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A. C. Zeeman 1895.

Der vom Leutn. z. See i. KL A. C. Zeeman befehligte Kreuzer „Borneoquot; verhess am

13- Januar 1895 die Reede von Surabaja und traf am 19. über Makassar auf Amboina ein.

Nach der Ruckkehr von einer vom 22. dieses Monats bis zum 18. Februar währenden Fahrt

musste das Schiff nach den Pulu Lima an der Westküste von Halmahera abgehen, um den

auf em Riff geratenen Regierungsdampfer „Zeeduifquot; wieder abzubringen, was am 25. März

gluckte. Am 30. April verliess es alsdann Ternate zu einem Besuch der Papuanischen Inseln

augenscheinlich im Hinblick auf die von australischen Schiffen unbefugterweise ausgeübte\'

Perlfischerei Am i. Mai wurde vor Sailolof an der Südwestküste von Salawati geankert

Auf der Weiterfahrt nach der Sélé-Strasse stellte sich am nächsten Tage heraus, dass die auf

den Karten eingetragene Insel Los-Los 3\'/, Seem. in S. 54° W. von der wirkhchen Insel

diesen Namens entfernt lag. Sie erhielt daher den Namen Valsch Los-Los In der Sélé-

Strasse traf die „Borneoquot; am 3. die „Entreprisequot; bei der Insel Kabra an, sie bestimmte die

Lage der Insel Matan [Kail] zu 0° 5/S., i3i°ii\'E.^) und suchte hierauf die Reede von Samaté

auf. Weiter gelangte sie nach Saünèk, wo sie die Lage der in in S. 65,5° W. davon he-enden

Camphuys-Insel zu 0° 29\'S., 130° 46\'E. bestimmte^). Von dem an der Südküste von Waigëu

hegenden Ort Mumes aus unternahm Zeeman einen Ausflug nach der Rabiai-Strasse und

setzte alsdann die Fahrt durch die Gaman-Strasse nach Sekär an der Südküste des Mac

Cluer-Golfs fort, wo er, nach einem Besuch von Jèf [Insel] Jus, am 8. eintraf. Nachdem am

10. in Dobo [Aru-Inseln] Kohlen eingenommen worden waren, erfolgte vier Tage später die
Ankunft in Amboina.

Vom 22. bis zum 31. war die „Borneoquot; unterwegs nach den Tanembar-Inseln. Am 19.
Juni hef sie aufs neue aus, um über die Kei- und Aru-Inseln am 28. vor der Insel Aiduma
einzutreffen. Von hier aus suchte sie die in der Nähe liegende Triton-Bai auf und ging vor
dem früheren Fort Dubus zu Anker. Am folgenden Tage durchhef sie die Königin Sophia-
Strasse, ankerte dort in der Java-Bai und gelangte auch in die Nähe der Raaf-Bucht
Nach einem^ Besuch des Kampong Radja in der Kaimana-Bucht, in der ein Riff in etwa
3°45\'S., 133° 39\'E. aufgefunden wurde s), lief sie am i. Juh in die Kamrau-Bai ein wo sie
den gesuchten Schoner „Harrietquot; antraf und alsdann abends unweit der Insel Karawatu vor
Anker ging. Der ungünstigen Witterung halber wurde am nächsten Morgen die Rückreise
angetreten und Amboina am 3. erreicht^).

isgt\'serlin iTgTr^oö^\'quot;\' evangelische Missionsthätigkeit in den deutschen Schutzgebieten. Koloniales Jahrbuch. VI.

TJ^nn J;Balumglaube der Eingeborenen in Kaiser Wilhelms-Land. MitÜg. Geogr. Gesellsch. Jena. VIII
N F Ivvmnbsp;Tami. Kirchl. Mittlg. aus und über Nord-Amerika, Australien und Neu-Guinea

N.E. XXVIIL Nordhngen 1896, p. 69-71. - Die Tami-Inseln. Petermanns MittL XLIV. 1898, p. 105-106. Taf. 8 -
Bemerkungen zur Gramn^atik der Tami-Sprache. Zeitschr. f. ozean. und afrikan. Sprachen. V. Berlin 1900, p. 198-217
K. Schumann. Plantae Bammlerianae [sie!]. Notizbl. des Kgl. botan. Gartens in Berlin, N°. 2. Leipzig 1895 p
S^ef 1877. HeTr\'quot;\'quot;\'nbsp;Deutsch-Neu-Guinea (Kaiser Wilhelms-Land). Bibliotheca botanica VII.quot;

I) Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht 1894-95- \'s Gravenhage 1896, p 476-478.

Snbsp;\'«G\'-avenhage 1895, 257/2138«, hieraus Nachr. f. Seefahrer. XXVI. 1895,N°. 2904.

3)nbsp;Ibid.nbsp;N°. 257/2138«, hieraus Nachr. f. Seefahrer. XXVL 1895, Nquot;. 2905.

4)nbsp;Ibid.nbsp;1895, N°. 257/2138^5, hieraus Nachr. f. Seefahrer. 1895, 2903.

5)nbsp;Ibid.nbsp;1896, N°. 13/72, hieraus Nachr. f. Seefahrer. XXVII. 1896, N°. 170.

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G. W. von Ahee 1895.

Der Postenhalter von Patani (Halmahera], G. W. van Ahee, machte im Juni 1895 auf
dem Postdampfer „Camphuysquot; eine Dienstreise nach den Papuanischen Inseln und nach der
Nordküste von Neu-Guinea. Einzelheiten über diese Fahrt sind nicht bekannt gegeben worden

Vertrag zwischen Gross-Britannien und den Niederlanden 1895.

Die im Februar 1893 zwischen dem Administrator von Britisch-Neu-Guinea, Sir William
Macgregor,
und dem Residenten von Ternate, J. Bensbach, getroffenen Vereinbarungen

über eine zweckmässigeren Abgrenzung der beiderseitigen Gebiete (s. oben p. 562_563)

führten zu einem zwischen Gross-Britannien und den Niederlanden am 16. Mai 1895 abge-
schlossenen Vertrage, dessen wesentliche Bestimmungen folgendermassen lauteten:

Art. i. Die Grenze zwischen den niederländischen und britischen Besitzungen in Neu-
Guinea beginnt an der Südküste in der Mitte der Mündung des
Bensbach-Flusses [Turasi],
die in ungefähr 141° i\'47,9quot; E. liegt.

Art. 2. Die Grenze geht von da nach Norden auf dem genannten Meridian bis dorthin,
wo er den Fly-Fluss trifft.

Art. 3. Von dort an bildet der Talweg des Fly-P lusses die Grenze bis zu 141° E.

Art. 4. Der 141° bildet alsdann die Grenze bis zu dem Punkte, an dem die nieder-
ländischen, britischen und deutschen Besitzungen sich berühren.

Durch diesen Vertrag wurde erreicht, dass der Fly-Fluss in seinem ganzen Laufe
britisches Gewässer wurde und nur das zwischen etwa 6° 22\' und 6° 58\' S. liegende Westufer
den Niederlanden verblieb. Es wurde daher noch eine Bestimmung aufgenommen, die den
Angehörigen beider Nationen freie Schiffahrt, ausgenommen Waffen und Munition, sowie die
zollfreie Behandlung von Waren auf dem Flusse zusicherte

D. W. Horst 1895.

Der Resident von Ternate, D. W. horst, trat im September 1895 eine Fahrt nach
der Nordküste von Neu-Guinea auf dem Regierungsdampfer „Pelikaanquot; an, die er bis nach der
Astrolabe-Bai ausdehnte um Nachrichten über das Wohlergehen der dort auf den Pflan-
zungen beschäftigten 560 Javanen einzuziehen Nachdem er im Oktober in der Doré-Bai
eingetroffen war, dampfte er längs der Westküste des Geelvink-Busens nach Wendèsi, wo der
Missionar J. L.
d. van der RoEST als Dolmetsch an Bord genommen wurde. In einem Streit
zwischen Angehörigen der Landschaften Wandamèn und Wendèsi hatte ein Bewohner von
Kabo einen Wendèsier erschlagen und war der angebotene Sühnepreis unzureichend befunden
worden. Als der Resident zur Beilegung dieses Zwistes vor Kabo erschienen, begab sich die

1)nbsp;Koloniaal Verslag van 1896, p. 33.

2)nbsp;Despatch from his Honour the Administrator of British reporting the Proceedings in Connection v?ith the
Delimitation of the Boundary between British und Dutch New Guinea, 6th March. London 1893. Der von
J. Bensach
an seine Regierung erstattete Bericht ist meines Wissens nicht veröffentlicht worden.

3)nbsp;Convention between Great Britain and the Netherlands defining the Boundaries between the British and
Netherland Possessions in the Island of New Guinea. Signed at the Hague, May 16, 1895. Ratifications exchanged at
The Hague, July 20. 1895). London 1895. [C. 7834].

4)nbsp;Koloniaal Verslag van 1896, p. 33.

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Mehrzahl der Einwohner auf die Flucht. Nach einem Besuch von Dusnèr wurde die Rückfahrt
angetreten

W. A. Mouton 1895—96.

Der Kreuzer „Borneoquot;, dessen Führung nunmehr der Leutn. z. See W. A. MoUTON
übernommen hatte, verhess am 23. Oktober 1895 abermals die Reede von Amboina mit dem
Befehl die 1894 unter dem Leutn. z. See H.
Velthuijzen in Angrifif genommenen hydro-
graphischen Aufnahmen an der Südküste von Neu-Guinea fortzusetzen. Am 28. kam die
Fledermaus-Insel in Sicht und wurde alsbald mit den Arbeiten ein Anfang gemacht, denen aber
der noch immer kräftige Ostmonsun wenig förderlich war. Während des 5. November und der
darauf folgenden Tage mussten sie überhaupt ausgesetzt werden. Nachdem am 11. nach der
Thursday-Insel gedampft worden war, um den Kohlenvorrat zu ergänzen, traf die „Borneoquot;
am 18. wieder im Aufnahmegebiet ein. Erst mit dem Eintritt der Kenterung nahmen die
Arbeiten den gewünschten Fortgang. Mit dem Dampfbeiboot gelang es den Bian zu befahren,
da aber die Ufer von Rhizophorengebüsch umsäumt waren, gelang es nicht einen für eine
Niederlassung geeigneten Platz ausfiindig zu machen. Nachdem das Schiff vom 23.-30. aber-
mals nach der Thursday-Insel abwesend gewesen war, bereiteten die Unbilden des Westmonsuns
den Arbeiten bald ein Ende. Nachdem die Küste am 6. Januar 1896 verlassen worden war
wurde nachmittags auf offenem Meere ein abgetriebenes Kanu mit 3 Frauen aufgenommen\'
Da die Witterung nicht gestattete .sie an der Küste abzusetzen, nahm man sie nach Ternate

mit, wo die Ankunft am 12. erfolgte. Am 22. ging die „Borneoquot; über Makassar nach Surabaja
ab und traf dort am 30. ein

Arie Heybroek 1895.

Die „Nederlandsche Nieuw-Guinea-Handelsmaatschappijquot;, welche die Besitzungen der
Firma C. W. R.
van Rennesse van Duivenbode in Ternate übernommen hatte, sandte
im Jahre 1895
Arie Heybroek nach dem Geelvink-Busen zur Erschliessung neuer Handels-
gebiete Nachdem dieser am
5. September auf dem Postdampfer „Camphuysquot; abgegangen

war, fand er in der Doré-Bai den ^u .seiner Weiterbeförderung bereit liegenden kleinen Dampfer

„Coredo , der das Eigentum der erwähnten Gesellschaft war. Am 12. hef er aus und traf nach
einem Besuch mehrerer nicht namenthch angeführter Ortschaften am 15. in Wendèsi ein
das
Heybroek Walisi nennt. Am 16. wurde bei der Insel Ron angelegt und am 22. Amahü
erreicht, wo gelandet und eine Handelsniederlassung gegründet wurde. Vier T.age später trat
Heybroek m Begleitung von 2 Jägern, 2 papuanischen Händlern und 11 Trägern einen
Marsch ins Innere an. Nachdem er das sumpfige Küstengebiet durchschritten hatte, gelangte
er in wald- und wasserreiches Gebiet, in dem insbesondere dem Lauf des Harimon Rodac^o
gefolgt wurde. In seinem Bett fand er zahlreiche Kalksteingerölle und KoraUen, stellenweite
auch einen blauen Ton mit zahlreichen Muschelresten. In Höhen über 1000 Fuss kamen keine
Korallen mehr vor. Das leider nicht näher umschriebene Gebiet muss sich in der Gegend der
Sudostecke des Geelvink-Busens befinden, zumal
Heybroek auch erwähnt, dass er die Insel

1)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. N. S. IX. 1896, p 76

2)nbsp;Jaarboek van de K. Nederlandsche Zeemacht 1895-96. \'s Gravenhage 1897 p

3)nbsp;Onderzoekingstochten in Nieuw Guinea. De Indische Mercuur. XVHL Amsterdam 1895, p. 737. ■

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Mor (2°56\'S., 135° 40\'E.) besucht habe. Ferner erfährt man, dass der „Coredoquot; vor Kwatisore
unweit des Kaps Maniburu lag, als
Heybroek am 11. Oktober hier eintraf. Am 16. gedachte
er aufs neue auszuziehen, doch ist über diesen Marsch nichts veröffentlicht worden. Aus einer
Mitteilung von G. L.
Bink erfährt man nur, dass er am 24. November auf der Insel Ron
eingetrofifen war und erzählt hatte, dass er von dem Südende der Umär-Bai aus landeinwärts
vorgedrungen sei, ohne die erwarteten Schneeberge anzutrefifen

Francis P. Winter 1895.

Von Daru aus (s. oben p. 592) machte francis F. Winter im Januar 1895 einen
Ausflug nach der in der Fly-Mündung hegenden Insel Kiwai und dampfte, nach Rückkehr
der „Merrie Englandquot; nach der Yule-Insel, von der aus er den Mekeo-Distrikt am St. Joseph-
Fluss inspizirtequot;

Nach Port Moresby zurückgekehrt, lief er am 2. Februar aufs neue aus und ging über
Samarai nach Tubi-Tubi, nach der Sud-Est-Insel und nach Niwani auf Pana Pom-Pom Von
hier aus gelangte er nach Dobu, wo er sich 3 Tage aufhielt; nach einem kurzen Besuch der
Fergusson-, sowie der Normanby-Insel kehrte er nach Samarai-zurück. Am 5. März dampfte er
nach Kawatari auf den Trobriand-Inseln ab, um nähere Erkundigungen nach den Nusa-Insulanern
einzuziehen, die von einer Tabakspflanzung in Kaiser Wilhelms-Land desertirt, dann aber in
ihrem Boote nach Kumkwalego [Sim-Sim], einer der Lusangay-Inseln, abgetrieben waren. Von
diesen waren 8 am Leben geblieben, während einer bei einer Landung an der Küste von
Neu-Guinea getötet worden war, 3 unterwegs und 2 noch auf Kumkwalego gestorben waren.
Als die „Merrie Englandquot; am 6. März vor der Insel Jaga [Yaga] (Trobriand-Inseln) vor Anker
lag, wurde um
6h 25m p. „i. ein heftiger Stoss gefühlt. Als sie am nächsten Morgen vor
Kawatari eintraf, erfuhr man, dass auch hier das Beben beobachtet worden. Auf Kumkwalego,
(8°nbsp;, I50°27\'E.), das am 8. erreicht wurde, hatte an jenem Tage nicht allein ein Erd-

beben, sondern auch eine Flutwelle stattgefunden. Am 9, gelangte Winter nach Kawa (8° 31\'S.,
150° 19\'E.) 3) und setzte hierauf die Fahrt nach der Welle-Insel [Sanaroa] und ferner nach
Dobu fort. Nachdem er am 15. Begasi auf der Fergusson-Insel besucht hatte, ging er am
nächsten Tage nochmals dorthin ab und unternahm einen Marsch landeinwärts bis 10 miles
vom Strande entfernt. Hierauf dampfte er nach Wamira in der Bartle-Bai, wo sich die
Anglikanische Missionsstation befand und besuchte am folgenden Tage die im Grunde der
Goodenough-Bai liegenden Dörfer. Am 21. landete er am Kap Vogel [Ipote] «) und kehrte alsdann
nach der Bartle-Bai zurück, wo Goldsucher inzwischen im Hinterlande erfolglos tätig gewesen
waren.
Winter nahm sie an Bord und setzte sie in dem am Nordufer, unweit des W^estendes

1)nbsp;Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. N. S. IX. 1896, p. 71.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to Daru and Kiwai Islands. Ann. Report on Brit. New Guinea 1894—95.
Brisbane 1896, p. 8.

3)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Mekeo District. Ibid. p. 9.

4)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Eastern District of the Possession. Ibid. p. 9.

5)nbsp;Auch hier war das Beben verspürt worden, ohne indessen von einer Flutwelle begleitet gewesen zu sein.
Nebenbei bemerkt^ war das Erdbeben am 6. März überall in Britisch-Neu-Guinea sowie auf Kaiser Wilhelms-Land
beobachtet worden. (Transact. New Zeeland Institute. XXXI. Wellington, 1898, p. 551., Nachr. K.W.L. XL 1895,
p. 52., XIL 1S96,
p. 60).

6)nbsp;Hier war am 6. März das Erdbeben ebenfalls bemerkt worden und desgleichen an der Porlock-Bai mit dem
Unterschiede, dass in diese auch eine Flutwelle eindrang.

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der Goodenough-Bai Hegenden Paiwa ab. Nachdem er noch Taupota, westhch von der Chads-
Bai, besucht hatte, ging er über Bakera, an der Westküste der Normanby-Insel, nach Samarai,
von wo aus er nach Port Moresby zurückkehrte \').

Am 22. April verHess er diesen Ort aufs neue, traf nachmittags in Kerepunu ein,
besuchte am nächsten Tage Kerepunu und Aroma nebst den umhegenden Ortschaften und kam
am 25. vor der Marshall-Lagune zu Anker, um das östlich von der Einfahrt liegende Dorf
Bilirupu aufzusuchen. Gegenüber Wanigela [Vanigela] war ein neues Dorf, namens Palopogolo,
erbaut worden, das ebenfalls besichtigt wurde. Nachdem er noch einer Mordaffäre wegen im
Hinterlande tätig gewesen war, begab
WINTER sich nach Hulä und traf am 7. Mai vor Kapa-
Kapa ein, wo er landete und den Marsch nach der Regierungsstation Rigo antrat. Von hier
aus unternahm er einen Ausflug nach dem Kemp Welch-Fluss und besuchte unterwegs die
Dörfer Giniakuru und Saroa Ke. Von Rigo wanderte er am 13. Mai über Manugoro und Kisiri-
maika nach Kaile und kehrte alsdann nach Port Moresby zurück

Sir William Macgregor 1895.

Nach seiner Rückkehr von England betrachtete MacgreGOR, der inzwischen vom
Administrator zum Lieutenant-Governor befördert worden war, es als seine erste Aufgabe die
verschiedenen Stationen zu besichtigen. So weilte er im Juni auf der Insel Daru, vom 20. Juni
bis 5. JuH im Rigo-Distrikt und am 6. besuchte er die Kokosanpflanzungen der Regierung Roko
auf dem Festlande sowie auf der Insel Tauko bei Port Moresby. Auf der „Merrie Englandquot;
erreichte er am 14. Laraoro [Amazonen-Insel], ging am 15. in der Wabumari-Bai vor Anker,
von der er zu Fuss nach Sila-Sila gelangte. Am 16. erfolgte die Ankunft auf Samarai

Am 20. setzte er seine Fahrt nach Dobu fort, wo er bei der unter der Leitung des
Rev.
W. E. Bromilow stehenden Mission landete. Zwei Tage später traf er in Begase an der
Südküste der Fergusson-Insel ein, um nach dem bereits von
Francis P. Winter vergebens
gesuchten Mörder zu fahnden. Zuerst brach er nach dem 3 miles entfernt Hegenden Mogoruia
auf, passirte alsdann die Dörfer Kwaba-Kwabaia, Aumoborepa, Seburuia und Auapata, um in
Ebwauepa am Flüsschen Marasi das Lager aufzuschlagen. Am 23. überschritt die Expedition
den Fluss und gelangte, nachdem sie am Hnken Ufer i mile weit aufwärts gewandert war
auf einen niedrigen Ausläufer des Oia Tabu [Kilkerran-Berg]. Hier wurden in einigen der
Landschaft Garea angehörenden Dörfern einige Eingeborene gefangen genommen und schliess-
hch m emem, 1000 feet hoch Hegenden Orte übernachtet. Nach der Einheferung des

Mörders trat Macgregor am 24. den Rückmarsch nach Begase an und erreichte am späten
Abend wieder Dobu.

Am 26. ging er nochmals nach der Fergusson-Insel ab, um sie von der Hughes-Bai bis
zur Seymour-Bai zu durchqueren. Er landete beim Dorfe Wetari bei der Mündung des Paai
und wanderte an ihm aufwärts bis zum Dorfe Lageagea, überschritt den Fluss und erstieg
die niedrigsten Ausläufer der Diria-Kette. Weiter gelangte er nach dem östlichen, 700-800

Reno tnbsp;^ifnbsp;Plaees in the North-Eastern and Eastern Portions of the Possession. Ann.

Report on British New Guinea 1894—95, p- 10—14.

2) Despatch reporting Visit of Inspection to Portions of the Central District of the Possession. Ibid p 14-16

Brisbanenbsp;^^^ Guinea 1895-96:

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feet hohen, vulkanischen Rücken, auf dem das Dorf Asarimana lag. Von diesem zum Diria
gehörenden Rücken stieg er nach dem Plateau des Flusses Totobwaia ab und übernachtete
in dem Dorfe Diaware. Am 27. wurde nach Zurücklegung von i\'/, miles der Fluss Buinai
erreicht. Nach dem Überschreiten desselben führte der Pfad über einen 700—800 feet hohen
Rücken, von dem aus ein kleiner See nahe dem Fuss des Taumoa, etwa 2 miles entfernt
liegend, gewahrt werden konnte. Nachdem er in dem Dorf Itona über Nacht gebheben war,
setzte
Macgregor am 28. seine Wanderung über die 1500—1800 feet hohen Berge von
Buhna fort und traf endlich bei Augobi an der Seymour-Bai [Midimini] ein, wo die „Merrie
Englandquot; bereits lag. Nachdem er am 31. wieder auf Dobu eingetroffen war, besuchte er am

1.nbsp;August Sikiruku, Begasi, Boioa und einige andere Küstendörfer auf der Fergusson-Insel, am

2.nbsp;in Begleitung von Bromilow die Normanby-Insel und kehrte am 3. nach Samarai zurück\').

Eine Klage des Rev. Copland King über die Ermordung zweier Missionsgehülfen durch
iVngehörige der Landschaft Boianai, die auch zwei Leute von dem benachbarten Stamm
Kwamana aufgefressen hatten, veranlasste
macgregor nach der Murawawa-Bucht, die einen
Einschnitt in die Goodenough-Bai bildet, abzugehen. Er traf hier am 10. August ein und
unternahm von Kaibada aus den Marsch nach dem 4 miles entfernten, äusserst steil gelegenen
Kwamana. Der ihn begleitende Kommandant der Schutztruppe, A. W.
Butterworth, gelangte
noch nach dem 2500 feet hoch gelegenen Bergdorf Budi und suchte am 14., in Gemeinschaft
mit
M. H. Moreton, die westhch von der Murawawa-Bucht hegenden Dörfer ab

George E. Clark 1895.

Eine „New Guinea Prospecting Expeditionquot;, deren Leiter G. E. Clark und deren
weitere Teilnehmer
Anthony Linedale, Edward Braddon, Samuel Mac Clelland,
William Day
und Thomas Drislane nebst 2 eingeborenen Queensländern waren, hatte
sich in Queensland eingeschifft und war, nachdem sie bei Samarai angelegt hatte, nach der
Bartle-Bai gesegelt, die am 20. Juni 1895 wieder verlassen wurde. Nachdem sie am i. Juh
vor der Mündung des Mambare eingetroffen war, trat sie am nächsten Tage die Fahrt strom-
aufwärts an. Während der ersten 8 oder 9 Tage lief ahes ganz gut ab, soweit man nicht von
Regengüssen behelligt wurde. Am 12. Juh war die Expedition bereits 45 miles von der
Mündung entfernt, als Stromschnellen die Mitglieder, mit Ausnahme von
Clark, veranlassten
auszusteigen und das Boot mittelst eines Taues zu ziehen. Dasselbe riss, oder war vielmehr
von den Eingeborenen durchschnitten worden, so dass das Boot vom Strom zurückgetrieben
wurde und zwischen die zahlreichen Kanus der Eingeborenen geriet.
Clark wurde von
Speeren überschüttet, darauf totgeschlagen und das Boot geplündert. Ihres Leiters beraubt,
kehrten die Goldsucher nach der Küste zurück^).

1)nbsp;Despatch reporting Visit to Dobu and Duau Islands. Ann. Report on Brit. New Guinea iSqi;—q6 Brisbane

1897, P. 3-6.

2)nbsp;Die an der Murawawa-Bucht liegenden Dörfer heissen von Ost nach West: Kaibada, Boianai, Radawa, Kai- \'
baboana, Urawara, Pagou und Dogura.

3)nbsp;Despatch reporting Visit to Murawawa Bay and Baunia Bay. Ann. Report on Brit. New Guinea 1895—96.
Brisbane 1897,
p. 6—11.

4)nbsp;Dieser brachte vom Mambare eine Kröte mit, die von A. Günther beschrieben worden ist. (Description of a
new Toad
{Xenorhina) from New Guinea. Novitates Zoologicae. III. Tring 1896, p. 784—785).

5)nbsp;Mervine Albine Jones. Report. Ann. Report Brit. New Guinea 1895—96. Brisbane 1897, p. 15—17. —
Sir
William Macgregor. Despatch reporting Result of Expedition to the Mambare River to capture Natives implicated
in the Murder of the late Mr. George Clark. Ibid. p. 12—15.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;76

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W. Simpson 1895.

Neun oder zehn Tage nach dem Eintreffen der CLARKschen Expedition an der Mün-
dung des Mambare, langte die „Ivanhoe Prospecting Expeditionquot; \') auf dem Kutter „Mayflowerquot;
an. Ausser dem Leiter W.
Simpson werden als Teilnehmer namentlich angeführt Alexander
Clunas, Joseph Mac Laughlin, Newman, Elliot, Neilson
und Barton. Nachdem sie
in einem Kutter 20 miles weit stromaufwärts gekommen war, begegneten
ihr die Mitglieder
der oben erwähnten Expedition, mit denen sie nach der Küste zurückkehrte. Darauf vereinigten
sich beide Gesellschaften und gingen in einem Walboote und 3 Kanus abermals den Mambare
stromaufwärts. Zunächst fand eine Durchsuchung des Dorfes statt, in dessen Nähe die Ein-
geborenen zuerst feindselige Gesinnungen an den Tag gelegt hatten, worauf man diejenigen
Hutten, in denen Gegenstände, die von dem an
Glark verübten Überfah herrührten
gefunden wurden, den Flammen übergab. Nach einem mehrtägigen Aufenthalte an der
Stätte des Dramas setzte die Expedition ihre Fahrt fort und errichtete am 23. Juli, etwa 60
miles von der Küste entfernt, als der Fluss nur noch schwer zu passiren war, ein Hauptlager
Nachdem weitere 30 miles zu Fuss zurückgelegt worden waren, fuhr man auf Flössen nach
dem Lager zurück. Die Aussichten für die Goldgewinnung erschienen günstig, aber das
Gebiet war nur schwach bevölkert und Nahrungsmittel nicht zu erlangen. Es ging daher die
„Mayflowerquot; am 16. August mit
simpson, Braddon, Linedale, Neilson und Day nach
Samarai ab, um neue Vorräte zu holen, während die übrigen ihr Lager an der Mambare-
Mundung aufschlugen. An dem nämhchen Tage traf auch der stellvertretende Landeshauptmann
von Deutsch-Neu-Guinea, H.
Rüdiger, an der Mündung des Mambare ein

Sir William Macgregor 1895.

Als Macgregor am 19. August auf der „Merrie Englandquot; der Nordostküste entlancr
dampfte, begegnete er dem Kutter „Mayflowerquot; und erhielt durch W. simpson die ersten
Nachrichten über das Schicksal von G. E.
Clark und den weiteren Erlebnissen der Gold-
sucherexpeditionen am Mambare. Er änderte sofort seinen Kurs und traf am 20 an der
Mundung ein, wo er zunächst die umhegenden Dörfer besuchte. Am nächsten Tage hef er auf
der Dampfbarkasse in den Strom ein und landete bei einem grossen Dorfe, das 3-4 miles
unterhalb der Einmündung des Tamatara in den Mambare lag. Es war dies dasjenige, welches
bereits von den Goldsuchern bestraft worden war, doch fand
Macgregor auch in anderen
spater besuchten Ortschaften noch Gegenstände, die von der CLARKschen Expedition herrührten\'
Da mit der geringen, ihm zur Verfügung stehenden Macht nicht viel auszurichten war so
setzte er zunächst die Fahrt nach dem Musa fort und kehrte erst am 23. September nach
der Mundung zurück. Nachdem hier eine Abteilung Polizeisoldaten ausgeschifft worden war
ging es am 24. aberrfials auf dem inzwischen stark angeschwollenen Fluss aufwärts. Die beiden
Erdstösse, welche sich abends 9 Uhr einstellten, also mit dem Kommen der Weissen zusammen-
fielen, riefen einen tiefen Eindruck auf die Eingeborenen hervor, so dass einer am Ufer erschien
und „Friede, Friedequot;! rief Am 26. musste in 8° 24\'30quot; S. bei einer Insel, der Stromschnellen
wegei^J^ahrt in Booten fortgesetzt werden. Das mit dichtem Walde bedeckte Gebiet

2) Nachr. K.W.L. XI. 1895, P- 24.

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wurde nach allen Richtungen durchstreift, aber nirgends Gold in ausbeutefähigen Mengen
gefunden. Am 7. Oktober traf
Macgregor wieder an dem Zusammenfluss des Tamatara ein, wo
die Schutztruppe ihr Lager aufgeschlagen hatte. Sie blieb dort unter der Führung von A. W.
Butterworth, um zur Verfügung des am 10. von der Mambare-Mündung aus aufwärts
gegangenen Government Agent
john Green zu stehen \'). Macgregor ging mit 6 Gefangenen
nach der Küste ab, die er alsdann verhess. Noch einmal traf er am 22. Oktober an der
Mambare-Mündung ein und entdeckte bei dieser Gelegenheit den kleinen Nebenfluss Dubila
V2 mile oberhalb derselben am linken Ufer

Wir sind den Ereignissen einigermassen vorausgeeilt, um die Operationen am Mambare
im Zusammenhang darzustellen.
Macgregor hatte seine Mündung am 24. August verlassen,
um die geplante Untersuchung des Musa vorzunehmen, wohin ihn auch 6 der am Mambare
zurückgebliebenen Goldgräber begleiteten. Am 25. begann die Fahrt auf der Dampfbarkasse,
die einige Boote im Schlepptau mit sich führte. Am folgenden Tage wurden die ersten
beiden kleinen Dörfer Giodjiwari [Giojiwari] und Difoda und nachmittags noch Baruga, sämt-
lich am rechten Ufer gelegen, passirt. Am 27. kam
Macgregor an dem, am linken Ufer
hegenden Gewadura vorbei, das er auch besuchte, doch musste die Barkasse bereits mile
oberhalb desselben die Fahrt einstellen, da der Fluss zu untief wurde. Am 28. ging\'es in
Booten weiter und wurde abends an einer Stehe Saumoto, wo sich die ersten Stromschnellen
befanden, gelagert. Sie gehörten zu der Landschaft Gudari. Auf der Weiterfahrt am 29.
besuchte man unterwegs das Dorf Dugari und erreichte nachmittags die ersten niedrigen Hügel
am Westende der Didina-Kette. Die dort auftretenden Stromschnellen bildeten ein grosLs
Hindernis, so dass am 31. die Boote verlassen werden müssten. Der Musa war hier an beiden
Seiten von steilen, bis 1500 feet hohen Bergen umgeben. Unter Zurücklassung einiger Polizei-
soldaten zum Schutz der Boote, trat die Expedition an dem genannten Tage einen auf 6 Tacre
berechneten Marsch an (Fig. 57). Nach dem Überschreiten der Bergkette konnte beobachtet
werden, dass der Musa sich in einem weiten Tale bewegte und von 2 Quellflüssen, dem Moni
und dem Adaua gebildet wurde, von denen der erstere aus SW., aus der Gegend des
Victoria-Berges kam, während der andere in der S E. hegenden Domora-Kette zu entspringen
schien. Das vom Moni gebildete Tal besass eine Breite von 15—20 miles. An seiner Nordseite
wurden die Obei-Berge und dahinter der Farkes-Berg, den
Macgregor zuerst vom Gipfel des
Owen Stanley-Berges gesehen hatte, bemerkt. Etwa 6 miles oberhalb des Zusammenflusses lag
am Moni das Dorf Mongori. Im Adaua-Tal fand
Macgregor zwei bemerkenswerte Berge. Der
östhchste war der 1000—1200 feet hohe Boro-Boro, während der höhere Goidami 2—3 miles
SW. davon entfernt lag. Genau im Süden erhob sich der 5000—6000 feet hohe Udjauro
[Ujaurol. Die Didina-Tewara-Kette lag zwischen dem Berge Goropu und dem Musa sowie
den Obei-Bergen.

Am 12. September trat die Expedition die Rückfahrt an und erreichte mittags bereits
wieder Dugari. Am 16. lagerte sie in der Nähe von Gewadura und besuchte ausserdem Enda
[Endari], Am 18. schlug sie ihr Lager am rechten Ufer auf, von dem aus
john Green und

1)nbsp;Report of the Government Agent for the N. E. District. Ann. Report Brit. New Gninea 1895—96. Brisbane
1897, p. 20—22.

2)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch reporting Result of Expedition to the Mambare River to capture Natives
implicated in the Murder of the late Mr. George Clark. Ibid. p.
12_20.

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einige Polizeisoldaten sich aufmachten, um einen für die Besteigung des Victory-Berges
geeigneten Pfad zu erkunden. Am nächsten Tage erfolgte die Rückkehr nach der Mündung,
vor der die „Merrie Englandquot; inzwischen wieder eingetroffen war. Da am vorhergehenden
Abend eine Kanuflotihe an dem Lager vorbeigerudert war, von der
Macgregor mit Recht
vermutete, dass sie sich auf dem Kriegspfade befand, so ging er mit dem Kommandanten
sowie einem Teil der Schutztruppe aufs neue stromaufwärts und erreichte die Kanus, in
denen sich wirkhch einige Leichen befanden. Bei der Verfolgung wurden 2 Eingeborene
getötet und ein Schwerverwundeter gefangen genommen.

Nach Ablauf der inzwischen unternommenen Expedition traf Macgregor am 25. Oktober

Fig. 57-

im Porlock-Hafen ein. Er fuhr einen dort mündenden Kreek stromaufwärts und kam unweit
semes Endes mit Angehörigen der am Trafalgar-Berg liegenden Landschaft Mapuja [Mapuya]
in Beruhrung, deren Aussage er entnehmen musste, dass zum wenigsten Eingeborene von
Maki-Maki an der Collingwood-Bai an dem Überfall am Musa beteiligt gewesen waren Er
stattete daher am folgenden Tage dieser Bucht einen kurzen Besuch ab. Auf der Insel Sinapi
mi Philhps-Hafen fand er ein halbes Dutzend Häuser, die dorthin übergesiedelte Einwohner
von Maisina errichtet hatten. Hierauf begab
Macgregor sich in einem Boote nach Maki-Maki
dessen Häuptling entschieden ein Beteiligung seiner Dorfgenossen an dem erwähnten Überfall\'
bestritt.
M. H. Moreton und A. W. Butterworth waren gleichzeitig in einem anderen

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6O7

Boote nach Maisina abgegangen und hatten bei den Bewohnern ebenfahs eine freundhche

Aufnahme gefunden Von der Cohingwood-Bai aus wurde die Rückfahrt nach Samarai
angetreten

Es erübrigt noch die Lücke vom 13.-21. Oktober auszufühen. An dem ersterwähnten
Datum traf
Macgregor vor der Mündung des Kumusi ein, konnte aber der heftigen Bran-
dung wegen erst am 15. auf der Dampf barkasse stromaufwärts fahren. Die früher bemerkten
Gärten und Hütten (s. oben
p. 588) waren sämthch verschwunden und begegnete man erst
etwa 2 Dutzend miles von der Küste entfernt den ersten Eingeborenen am rechten Ufer
Abends wurde in der Nähe eines Hügels kampirt, dessen Lage bei dem vorigen Besuche zu
8°35\'S., 148°
i\'E. bestimmt worden war. Am Vormittag des 16. bemerkte man auf der
Weiterfahrt dagegen viele Eingeborene. Im Laufe der nächsten Tage wurde, etwa 50 miles
von der Küste entfernt, eine Stromschnelle erreicht, wo das Lager 50 feet über dem rechten
Ufer aufgeschlagen wurde. J. B.
Cameron und M. H. Moreton setzten die Fahrt noch weiter
bis zum Fuss der 2000-3000 feet hohen Berge fort. Sie fanden im Flussbett zwar viele
Quarzgerölle, aber kein Gold. Am Morgen des 21. wurde vom Lagerhaus die Rückfahrt ange-
treten und bereits nachmittags die Mündung erreicht

A. S. Anthony 1895—1896.

Im Auftrage von Sir Walter Rothschild unternahm der Naturahensammler A. S.
Anthony Jagdausflüge in Britisch-Neu-Guinea. Am 12. Juni 1895 trat er in einem kleinen
Segelboot von Port Moresby aus die erste Fahrt bei sehr ungünstiger Witterung an und landete
zunächst auf Mailiu Kolo [Toulon-InselJ. Am 6. Juli begab er sich von dem gegenüberliegenden
Festlande aus auf den Marsch in der Richtung des Dayman-Berges. Nachdem er
25 miles
zurückgelegt hatte, schlug er ein Lager auf und suchte während der folgenden 2 Wochen das
umliegende Gebiet ab. Darauf wurde ein zweites Lager 25 miles weiter landeinwärts errichtet
und hier ein 10 tägiger Aufenthalt genommen. Nach Zurücklegung weiterer 10 miles gelangte
Anthony an den Fuss der Berge, an dem er Tage lang sammelte. Hierauf wanderte er\'^in
südösthcher Richtung der Kette entlang und gelangte nach Ablauf von 3 Wochen bei der
Orangerie-Bai wieder an die Küste. Anfang September kehrte er nach Port Moresby zurück

Ein zweiter Ausflug wurde im Oktober nach dem Hinterlande von Port Moresby ange-
treten, auf dem er in der Landschaft Eafa zwischen dem Alexander- und dem Behamy-Berge
Höhen von 5—6000 feet erreichte und endlich nach Meroka gelangte. Da es fast unausgesetzt T^
und Nacht regnete, hatte
Anthony mit sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen

1)nbsp;Am 6. April 1896 gelangte Macgregor aufs neue nach der Goodenough-Bai, wo ihm bestätigt wurde, dass
die Eingeborenen von Maisina an dem Überfall nicht beteiligt gewesen waren, sondern Bewohner der Dörfer Ta\'rama,
Kopon, Tupi, Amiowani, Topari, Babine, Kabun, Kwawi, Jagerua [Yagerua], Toaware, Rerete, Maipuia, Orea und Kaiuoni.
(Ann. Report Brit. New Guinea
1895—96. Brisbane 1897, p. 51).

2)nbsp;Despatch reporting Expedition to effect the Ascent of the Musa River. Ibid. p. 22—28.

3)nbsp;Despatch reporting Ascent of Kumusi River. Ann. Report on Brit. New Guinea 1895—96. Brisbane 1897, p. 29—30.

4)nbsp;Walter Rothschild and Ernst Hartert. List of three small Collections from British New Guinea, mostly
brought together in the Owen Stanley Mountains. Novitates Zoologicae. III. Tring
1896, p. 8—19.

5)nbsp;Walter Rothschild and Ernst Hartert. On some Species in a small Collection made in the Owen Stanley
Mountains. Ibid. p.
252—255. — W. Warren. New Species of Drepanulidae ... Novitates Zoologicae. V. 1898, p. 235, 232,
238, 245, 246.,
VI. 1899, p. 41. — Walter Rothschild. Catalogue of Arctianae... Ibid. XVII. 1910, p. 152—153.—
Sir George F. Hampson. Descriptions of new Pyralidae . . . Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) XVIIL 1906, p. 468.

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Im Januari 1896 jagte er in den Landschaften Oriori nnd Koiari zwischen dem Alexander-
nnd dem Nisbet-Berge, während er endhch vom April bis Jnni am Victoria- und Knutsford-
Berge im Owen Stanley-Gebirge seiner Sammlertätigkeit oblag \').

Ein weiteres Unternehmen, am Scratchley-ßerg zu jagen, schlug fehl. Am 19. Oktober
1896 trat er in Begleitung von
Eraser A. Rochfort, dem wir einen Bericht über die Fahrt
verdanken ), nebst 2 Südseeinsulanern, in einem Kutter die Fahrt nach Tupuselei an. Nach-
dem hier Trager angeworben waren, wurde am 22. nach der Astrolabe-Kette aufgebrochen
und in dem halbwegs zwischen dieser und der Küste liegenden Dorfe Djanari [Janaril über-
nachtet. Am nächsten Tage trafen die Reisenden nach Überschreitung des Gebirges in Taburi
ein. Am 24. wurde der Marsch durch offenes Grasland nach Eikiri [Aikiri] fortgesetzt, nach
zweitägem Aufenthalt in NE. weiter gewandert und am 28. das 17 miles entfernt hegende
Ufer des Goldie-Flusses erreicht. Als man nach weiterer zweitägiger Wanderung nirgends
Eingeborene antraf, erfolgte der Rückmarsch nach Eikiri, um darauf in östlicher Richtung
nach dem 9 miles entfernt liegenden Wakari zu wandern. Nach zweitägigem Aufenthalt ging
es auf Üben zu, wo, 2 miles vom Dorfe entfernt, das Lager aufgeschlagen wurde. Nachdem
am 15. November der Wiederaufbruch erfolgt war, wurde alsbald der Goldie-Fluss und
nach emem Marsch durch Gebirgsland, am 17. das Dorf Wamai erreicht. Am 19. trafen
die Reisenden m dem auf einem 1300 feet hohen Berge unweit des Brown-Flusses FNaorol
hegenden Ginianumu ein 3). I„ der Frühe des 24. wurde hier einer der Südseeinsulaner über-
fallen und durch einen Speer schwer verwundet, worauf
anthony und Rochfort unter
Zurucklassung fast der gesamten Habe den Rückmarsch antraten.
Nachdem sie am 7. Dezember
einen nördhchen Zufluss des Goldie-Flusses durchschritten hatten, gerieten sie am nächsten
Tage auseinander^).
Rochfort musste seinen Weg ahein fortsetzen und traf am 15 in
halbverhungertem Zustande am Laioki ein, wo er den von
Macgregor, der um das
Schicksal der Expedition bezorgt geworden war, nachgesandten D.
Ballantine antraf mit
dem er nach Fort Moresby zurückkehrte. Hier erfuhr er, dass auch
Anthony mit sdnen
Begleitern die Küste ungefährdet erreicht hatte.

Bald darauf wurde Anthony vom Goldfieber ergriffen und begab er sich als Leiter
einer Expedition nach dem Yodda-Goldfeld, wo er sich im August 1897 befand^).

L. A. Navarre 1895.

_verhess der Erzbischof L. A. Navarre in Begleitung der Friester

Islands. Ibid. ?I. 1899; pnbsp;quot;VTquot; Borr\'nbsp;^^^nbsp;- New Guinea and the Sula

Owen Stanley Range.\'C ^d ^Nt. H~nbsp;SmS: ^

^rquot; -r Är

XNII x9:o p 487 1 Ol F T 4 \'\' quot;nbsp;~nbsp;^^^ ^^^^ ^^^ Paraäiseiäae. Ibid.

Nat. Hi^^rci/XVL-.905 P.T3. ^ ■nbsp;^^^nbsp;• • • Ann. and Mag.

2) Ann. Report on British New Guinea 1897—98 p 9—11

Eandsehä^r—nZrirLfrL^nbsp;^^^^^^ ^^^ ^ ^^^ ^ ^ Name der

objection\'^Crg^lfof\'rdt\'h^\'^^ g™»bling about the hardships we had to undergo ... The latter had a great
pai-t of the daf fL laTernngquot; a e. pag:^:;;:\'^\'^\'nbsp;^nbsp;^^^^^^

5) Ann. Report on Brit. New Guinea 1897—98, p. 37.

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J. Karseleers, Giov. Genocchi, L. Hubert, A. Jullien, L. Cochard und L. J. Guis Port
Leon auf der Yule-Insel zu einem Besuch der Missionsstationen im Gebiet des St. Joseph-
Plusses Wahrend die beiden erstgenannten sich auf direktem Wege durch den Poimo nach
Mohu begaben, fuhren die übrigen durch den Hall-Sund nach der Mündung des Ethel-Flusses
[Kiwa], in den sie einhefen. Darauf wurde ein rechter Nebenfluss, der Oroi, aufwärts gerudert
und nach zweistündiger Fahrt an einer Stehe gelandet, die als Marktplatz für die Ort-
schaften Roro, Bioto, Ina Wabui und Nikura diente. Nachmittags ging die Reise zu Fuss
weiter nach dem nördhch gelegenen, aus 40 Häusern bestehenden Ina Wabui, in dem auch
ubernachtet wurde. Am 26. erreichten die Patres zunächst nach % stundigem Marsch das
aus 12 Hausern bestehende Ina Wa, nach weiteren Stunden Ina Wala, das etwa 300
Seelen und etwa 60 Behausungen zählte und endlich die V, Stunde entfernt hegende Missions-
station Jesu Baibua [Jeku], Bald darauf stehte sich auch
Navarre, auf einem Boote von
Mohu kommend, ein. Nachmittags wurde die Fahrt auf dem St. Joseph-Fluss fortgesetzt,
bei Ina Wai gelandet und der Weg nach Ina Wi, wo übernachtet wurde, zu Fuss zurück-
gelegt. Am nächsten Tage begaben sich
Navarre und Cochard nach Baipaha wohin die
übrigen Teilnehmer am 28. folgten. Nachdem der Erzbischof am 29. die neue Kirche ein-
geweiht hatte, wurde nachmittags dem am jenseitigen Ufer des Flusses hegenden Oriropetana
ein Besuch abgestattet. Während
Navarre, Jullien und Hubert vorläufig in Bäipaha zurück-
bheben, traten die übrigen am i. Juli den Rückmarsch an. Sie übernachteten in Ina Wi
fuhren von hier aus am nächsten Tage auf dem St. Joseph-Fluss stromabwärts und trafen
abends wieder auf der Yule-Insel ein

Marquis de Cacqueray de Lorme 1895.

Der Marquis de Cacqueray de Lorme unternahm im Jahre 1895 eine Reise nach
Britisch-Neu-Guinea, über die wenig bekannt geworden ist. Er hat sich auf der Yule-Insel
aufgehalten, dort am 25. Juh einem Feste der Eingeborenen beigewohnt und auch das ^eaen-
uberhegende Festland besucht. „II croit que les Papouas sont le résultat d\'une méknge
d\'indiens de l\'Amérique (aux cheveux lisses) avec les nègres aux cheveux crépus ... Ils sont
tous anthropophagesquot; -).

Brigantine „Look-Outquot; 1895.

Die Brigantine „Look Outquot; verhess am 21. Juh Erub [Darnley-Insel] und segelte nach
der Yule-Insel, wo sie bis zum 25. bheb. Am 29. befand sie sich am Warrior-Riffquot;, wurde
leck und strandete auf der Dove-Insel [Utu], wo sie von der Mannschaft verlassen wurde. Das
Gericht auf der Thursday-Insel erkannte, dass das Scheitern des Schiff-gs durch „culpable negligence
of the masterquot; verursucht worden sei und entzog ihm das Patent für die Dauer eines Jahres

i) [L. J.] Güls. Promenade à travers la mission de la Nouvelle-Guinée. Les Missions Catholiques. XXXIII. Lyon

c!f\'nbsp;s. hierzu auch [L. J.] Guis. Les

Canaques. Ibicl. XXX. 1898, p. 9-11, 16-18, 28-30, 44-46, 57^59, 7o~7i, 82-84, 95-96, 106-108 118-120,

; 141-143,151-153, 161-163, 176-179, 183-185, 201-203, 213-214, 224-226, 238-240, 251-251:
ATnbsp;La Nouvelle-Gumée. Compt. rend. Soc. Géogr. Paris 1896, p. 267-268. - Photographies et objets de la

Nouvdle-Gumee anglaise. Bull, et Mém. de la Soc. d\'Anthropologie. (5) IL Paris\' 1901, p. 393-394. - Chez les
Jdtgenes de la Nouvelle-Guinée Britannique. Tour du Monde. N. S. XVL 1910, 39, hieraus De Aarde en haar Volken.

trnbsp;\'911, p. 161-168. Wie JOH. F. Snelleman zutreffend bemerkte, stammen die Abbildungen teilweise

von JNeu-Pommern und Bougainville. (Nieuwe Rotterd. Cour. 25. April 1911).

3) Nautieal Magazine. LXV. 1896, p. 278.

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A. C. English 1895.

Am 5- August 189s trat der Resident Magistrate des Rigo-Distriktes, A. c. english
von der Regierungsstation aus eine Inspektionsreise nach dem Oberlauf des Kemp Welch-
Flusses [Wanigela] an Nachdem er in Kemaia übernachtet hatte, setzte er am 6. seinen
Marsch über Saroa und Gusoro bis Ginihikolo fort, überschritt am 7. den Wudjewa [Hunter-
Fluss] und traf nachmittags in dem am rechten Ufer des Wanigela liegenden Kalikodobu ein
Am 9. gmg es über den Gipfel des Karai Goro und, nach dem Abstieg, auf eine Erstreckun^
von 3 miles wieder längs des Flusses. Hierauf marschirte
english landeinwärts und traf
mittags an der Mündung des Meneme [Sayer-Fluss] ein. Mit der Wanderung nach dem am
Berge Dumaga liegenden Dorf Kwari wurde der Tag beschlossen. Am 10. besuchte er
zunächst das % mile entfernt liegende Madimaga, passirte darauf das bereits zur Landschaft
Wagopi [Vagopi] gehörende Dorf Oarimaga und traf nachmittags in dem aus 36 Häusern
bestehenden, auf dem Gipfel des Pasco-Berges hegenden Wegopimaga [Vegopimaga[ ein
Nachdem am folgenden Tage ein Abstecher nach den kleinen, in der Nähe liegenden
Ortschaften Oibutetimaga und Pagamaga gemacht worden war, stieg
english am 12. län^s
eines steilen Ausläufers nach einem Nebenfluss des Meneme, dem Luhwa, ab, worauf L
jenseits desselben einen Bergrücken aufwärts ging, auf dessen Gipfel das aus 17 Häusern
bestehende Dorf Madamaga lag, das erste, das zur Landschaft Medene gehörte. Die Bewohner
waren mit Ausnahme des Häuptlings und seines Bruders in den Wald geflohen. Schliesslich
wanderte er noch nach dem zur Landschaft Gania gehörenden Auopimaga (14 Häuser), in
dem ubernachtet wurde. Am 13. wanderte er über Wadumaga [Vadumaga] nach Ihowi [Ihovi],
wo er mittags eintraf. Das Dorf lag nicht weit mehr von Sogeri und Meroka entfernt. Heftige
Regengusse zwangen
english während des folgenden Tages hegen zu bleiben. Am 15. über-
schritt er den gegen 2000 feet hohen Rücken des Tibumaga und gelangte nach steilem Abstieg
an den Irarawo, dessen Lauf gefolgt wurde. Nachdem am folgenden Tage Demori erreicht
worden war, in dem auch der 17. zugebracht wurde, erreichte er auf dem Weitermarsch den
Wanigela, wo ein Floss ihn an das jenseitige Ufer brachte. Am 20. war ein steiler Rücken
zu ersteigen, der etwa 10 miles nördhch von dem Pfade lag, dem
Cuthbertson auf seinem
Marsche nach dem Obree-Berg gefolgt war (s. oben
p. 442 und Fig. 46). Hierauf wurde nach
dem Aruwo abgestiegen. Halbwegs auf dem Weitermarsch nach Turner\'s Blufl^ bemerkte
Lnglish zahlreiche Eingeborene, die von einem steilen Berge aus die Näherkommenden mit
r!quot;!nbsp;begrüssten. Einige Gewehrschüsse genügten, um sie zu verscheuchen.

Auf dem ^^eitermarsch am 21. gesellten sich einige Angehörige der Landschaft Kokila zu der
Expedition, kaum V, mile weiter erfolgte ein unerwarteter überfah durch etwa 200 Eingeborene
der zwar abgeschlagen wurde, aber doch den Verlust eines Teiles des Gepäckes zur Folge hatte.\'
Ausserdem hatten 3 Träger Verwundungen davon getragen und wurde einer vermisst. Nach Über-
schreitung eines Rückens wurde in dem verlassenen Dorfe Serumamaga Halt gemacht, um die

Verwundeten zu verbinden und hierauf noch bis zu dem am rechten Ufer des Wanigela gelegenen

Maru gewandert und sodann über den Fluss gesetzt. Wie die Nachforschungen ergaben, stammten

I) Ann. Report Brit. New Guinea 1895—96. Brisbane 1897, p. 35—38

Kwari eli^y\'f ^i^\'Tllnbsp;^^^^ ^er Landsehaft Kwari war Tabomaga, das nur i müe vom Dorfe

Kwau entfernt, am Nordabhang des Duamaga [Douglas-Berg] lag.

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die Angreifer aus den Dörfern Jaku [Yaku], Matakamaga, Borware, Sekerimaga, Burumaga,
Irimaga, Konamaga und Bagamaga. Am 23. ging es auf Flössen den Wanigela abwärts bis
zur Mündung des Meneme, am 24. bis Kalidobu, wo gelandet und nach Ginihikolo gewandert
wurde. Am 26. erfolgte endhch die Rückkehr nach Rigo.

Charles Kowald 1895.

Am 4. September 1895 trat der Resident Magistrate des Mekeo-Distriktes, Charles
Kowald
in Begleitung von J. A. Blayney, 9 Pohzeisoldaten und etwa 32 Trägern von der
Regierungsstation aus einen Marsch nach dem oberen Stromgebiet des St. Joseph-Flusses an.
Nachdem in Rarai übernachtet worden war, gelangten die Reisenden am nächsten Tage
zunächst an den Fluss Inawa Hanga und 4 miles weiter an den Biaruan dem gelagert wurd\'e.
Sie befanden sich hier am Fusse der Mekeo-Kette und der Drew-Berg lag etwa 4 miles entfernt
m ENE. Auf dem Weitermarsch am 7. in westlicher Richtung musste der Iwo, ein Nebenfluss
des Biaru mehrmals überschritten werden und traf man nachmittags in dem an ihm liegenden,
neu erbauten Dorfe Awaka (Owaka der Karte, Fig. 58), das 15 Häuser zählte, ein. Am 9. ging es!
nachdem der Iwo wohl sechsmal durchschritten worden war, 3 miles vom Dorfe entfernt, über
einen 1000 feet hohen Berg. Am nächsten Tage musste der Iwo noch zweimal passirt werden,
ehe der Anstieg in N. auf einen steilen Gebirgsrücken erfolgte, an dem in 2500 feet Höhe
kampirt wurde. Am 11. traf man auf dem Weitermarsch in NNE. in 3000 feet Höhe das Dorf
Witaita [Vitaita]. Am 12. ging es 2000 feet bergab nach dem\' Waruwa [Varuva], einem Neben-
fluss des Biaru, in dessen Bett vergeblich nach Gold gesucht wurde. An der Mündung ange-
langt, wurde der Biaru durchschritten, worauf es am jenseitigen Ufer wieder bergan ging bis
zu dem aus 12 Häusern bestehenden Dorf Awika. Von hier aus erfolgte am nächsten Tage
ein weiterer Anstieg, doch kehrte
Kowald abends wieder nach Awika zurück. Am 14. trat
die Expedition den Rückmarsch an und erreichte am 19. wieder die Regierungsstation

Sir William Macgregor 1895.

Nachdem Macgregor Ende Oktober wieder in Samarai eingetroffen war, hef er am
I. November auf der „Merrie Englandquot; aus, um zunächst einige Inseln des Louisiaden-
Archipels zu besuchen. Über Pana Et traf er am 3. an der Griffith-Spitze der Sud-Est-Insel
ein, wo er den Resident Magistrate M. H.
Moreton antraf. Am 4. weilte er auf Misima
[St. Aignan-Insel] und am nächsten Tage ging er in der Meerenge zwischen den Inseln Ejuna
und Makwas an der Südküste der Woodlark-Insel zu Anker. An einem Ausläufer des Suloga-
Berges fand er die Goldgräber beschäftigt. Darauf dampfte er am 7. nach den Trobriand-Inseln
ab, wo er gegen Mitternacht in der Meerenge zwischen\' Kiriwina und Kaileuna eintraf und
am folgenden Morgen auf der erstgenannten Insel landete. Ein Händler, der einen Einge-
borenen erschossen hatte, war verhaftet worden. Am 9. ging es mit der Polizeitruppe nach
dem 3—4 miles landeinwärts hegenden Boiatalu, dessen Bewohner sich wiederholt Übergriffe

1)nbsp;Nach der Karte ist der Inawa Hanga gleichbedeutend mit dem Biaru. Der letztgenannte heisst auch Karaka.

2)nbsp;Report by Mr. c. Kowald of a Visit to Villages in the Mount Yule Ranges, September 1895. Ann. Report
on Brit. New Guinea
1895—96. Brisbane 1897, p. 87--89.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;77

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gegen die Mission erlaubt hatten. Zur Strafe dafür liess Macgregor ihre Waffen einziehen
und verbrennen. Am 15. erfolgte die Abreise

Auf Grund der Nachrichten, die er in Samarai aus der Rigo-Station von A. C. English

vorfand ging Macgregor dorthin ab. Am 21. November begab er sich in Begleitung von
A. C.
English und eines Teiles der Schutztruppe trotz der Regenzeit auf den Marsch

zur

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Bestrafung der Urheber des Überfaüs am 21. August (s. oben p. 610). Nachdem in Ginihikolo
übernachtet worden war, wurde am 22. der Wudjewa [Hunter-Fkiss], gerade unterhalb der
Einmündung des Aleme [Musgrave-Fluss], durchschritten und, nach kurzem Aufenthalt, in
Kalikogolo, abends noch der Meneme [Sayer-Fluss] erreicht. Der hier sich meldende Häupt-
ling von Kwari berichtete, dass die Bewohner der Landschaft Dokura (3 Dörfer), die die Träger
von
English beraubt hatten, sich mit denen der Landschaft Kokila (8 Dörfer) verbunden
hätten, um das Gouvernement zu bekriegen. Am 23. wurde der Marsch bis zur Mündung des
Buredobo [Margaret-Fluss] in den Kemp Welch-Fluss fortgesetzt, wo sich der Häuptling von
Mara einstellte, um zu bekunden, dass die Eingeborenen von Kokila bei der damaligen
Begegnung mit
English so empfindhch bestraft worden seien, dass sie ihre Dörfer verlassen
hätten. Als
Macgregor am 24. über den Wanigela gesetzt war, trafen Bewohner von
Dokura ein, die um Frieden baten. Nachdem ■ die Expedition i mile stromaufwärts im Bett
des Buredobo gewandert war, bestieg sie einen am rechten Ufer sich erhebenden, etwa 1000
feet hohen Berg, auf dem das Dorf Burumaga lag. Mit Ausnahme von 2 Männern und einem
Knaben, die ergriffen wurden, hatten die Bewohner die Flucht ergriffen. Jenseits eines engen
Tales wurden noch 5 Dörfer besucht. Nachmittags passirte
Macgregor das auf einem Rücken
liegende Bagamaga und traf darauf in dem höher gelegenen Sekerimaga ein, das zum Haupt-
quartier erwählt wurde. Am 26. gelangte er nach Irimaga, in dem die Polizeitruppe bereits
tags zuvor eingetroffen war und an der Stätte des Überfalles am 21. August eine Menge Kon-
servenbüchsen, aber auch die Gerippe mehrerer gefaUener Krieger vorgefunden hatte. Von hier
aus erstieg
Macgregor einen etwa 2500 feet hohen Berg, auf dem er das Dorf Kaunamaga
und, zu seiner Verwunderung, auch Kokospalmen antraf. Am 27. wurde Sekerimaga endgültig
verlassen und nach dem früheren Lager am Zusammenfluss des Burudobo und Wanigela
zurückgekehrt. Hier traf der Häuptling der Landschaften Demori und Musia, die hinter den
Bergen von Meroka liegen, ein, und überreichte Lebensmittel. Am folgenden Morgen erfolgte
die Ausheferung der an dem Überfall beteiligt gewesenen Angehörigen von Dokura, womit
die Expedition zum erfolgreichen Abschluss gediehen war. An dem nämhchen Tage ging es
in Flössen stromabwärts nach Kalikogolo und \'darauf nach Ginihikolo. Über Rigo gelangte
Macgregor am 29. nach Kapa-Kapa und darauf nach Port Moresby

Sir William Macgregor 1895—96.

Am 13. Dezember 1895 dampfte MacgreGOR auf der „Merrie Englandquot; von Port
Moresby ab und traf nach einem Besuch des Dorfes Kauaheri an der Mündung des Wai Lala,
am 14. auf der Regierungsstation auf der Insel Daru ein. Am 23. gelangte er nach den Dörfern
Turi-Turi und Mawata und schlug abends sein Lager am Zusammenfluss des Binaturi mit den
Flüsschen Guepupu, fast i mile von Ausere entfernt, auf Am 24. traf er in Ausere ein und
wanderte nach dem beinahe 4 miles entfernten Dirimu. Auch der Weitermarsch führte durch
flaches, niedriges Land, in dem, nach Zurücklegung von 3 miles, die Ankunft in dem ver-
lassenen und verfahenen Dorfe Suwe-Suwe [Suvesuve] erfolgte; noch weiter gelangte
Macgregor
an das hnke Ufer des Binaturi, dem entlang gehend er bald darauf das Gebiet der Landschaften

i) Despatch reporting Visit of Inspection to the Inland Portion of Rigo District. Ann. Report on British New
Guinea 1895—96, p. 33—35.

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Turupo und Kedari betrat. Hier begann das Land höher zu werden und auf einem etwa loo
feet hohen Hügel etwa 14 miles von Ausere entfernt, fand sich das Dorf Djibu [Jibu]. Nord-
westlich von Djibu lag die Landschaft Kuru, im NE. Namaka, im Osten das frühere Sawarika,
dessen Bewohner aber durch diejenigen von Kuru vor einiger Zeit gänzhch aufgerieben
worden waren.

Am 25. traf Macgregor wieder in Mawata ein, das er am folgenden Tage verliess,
um nach Masingara zu gehen. Von dort kam er am
27. nach Somlos, am 28. nach dem NW.
davon liegenden Mirapo und alsdann nach Irupi, worauf er am
29. längs der Küste nach
Masingara zurückkehrte. Am
30. erfolgte die Abfahrt von Mawata, um die im W. liegenden
Gebietsteile zu untersuchen. Nachdem er auf der Insel Boigu gelandet war und übernachtet
hatte, suchte er am nächsten Tage den Wasu Kusa auf, an dessen Ufern nirgends Anzeichen
von einem kurz zuvor erfolgten Besuch der Tugeris bemerkt werden konnten. Am i. Januar
1896 wurde die Fahrt nach dem Morehead-Fluss [Turuasi] fortgesetzt und an den folgenden
Tagen auf ihm stromauf gefahren. Am 4. gewahrte man am rechten Ufer eine Anzahl Einge-
borener, die aus der Landschaft Bangu stammten. Beim Besuch eines armseligen Dorfes am
5.
erzählten die Bewohner, dass sie von den Kwarama überfallen worden seien, die viele von
ihnen weggeführt und getötet hätten. Zugleich mit ihnen seien Leute von Berekom, Duki,
Mati, Maneo, Bingabon und Daui gekommen, von denen
Macgregor vermutete, dass damit
Tugeri-Dörfer gemeint gewesen waren. Nachdem er am 6. den Morehead-Fluss abwärts gefahren
war, hef er in eine, ein paar Dutzend miles östhch von seiner Mündung hegende Bai ein. Am
9.
und 10. machte J. B. Cameron einen Ausflug nach dem einige 20 miles östlich von Boigu
hegenden Dorfe Ber sowie eine Fahrt auf dem gleichnamigen Fluss. Am 11. begab sich die
Expedition von Boigu nach Daru.

Am 18. suchte macgregor die Insel Faramä und die kleine Bucht Giawi an der
Mündung des Werara Turi auf, in der er zum erstenmale ankerte. Das Land zu beiden
Seiten des Flusses war morastig. Am 21. besuchte er Sui am Westeingang der Fly-Mündung
und erreichte abends Sumai an der Südküste der Insel Kiwai. Am
23. traf er in Ipisia und
am
24. nachmittags in Wabuda ein, das er am Morgen des 28. wieder verhess, um nach
Maipani zu gehen. Am
29. ging die Dampfbarkasse den Bamu so weit stromauf als erforder-
lich war, um süsses W^asser zu erhalten, lief darauf durch den Bebea wieder aus und erreichte
nachmittags den Fluss Gana. Nachdem er am
30. am Kap Blackwood gelagert hatte,
dampfte
Macgregor am nächsten Tage den Aird-Fluss bis zu den Aird-Bergen aufwärts,
übernachtete im Langford-Sund und traf am i. Februar vor Orokolo ein. Auch das Dorf
Itawihaira wurde besucht. Am
2. ging er nach Apiope am Ai Wai und alsdann nach Maipua
ab, wo er vernahm, dass einige Leute, die nach Koriki, insbesondere nach Ukiarawi gegangen
waren, um Töpfe feilzubieten, dort ihren Tod gefunden hatten.
Macgregor setzte noch an
demselben Tage seine Fahrt fort, kampirte
3 miles unterhalb lare und traf nach einem Besuch
dieses Dorfes und einer Irrfahrt durch zahlreiche Kanäle des Deltas, vor Ukiarawi ein, wo er
mit Pfeilen begrüsst wurde. Nach einigen Gewehrschüssen stob ahes auseinander. Abends traf
Macgregor an der Mündung des Baroi ein, worauf er am 4. die grossen Dörfer von Kaimari
besuchte. Am 6. übernachtete er abermals am Kap Blackwood und traf am Vormittag
des
7. bei den Dörfern der Risk-Spitze ein. Alsdann dampfte er den Omati aufwärts, um
das Dorf Otaia aufs Korn zu nehmen, fand es aber verlassen. Angeblich hatten die

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Bewohner sich in Terebo niedergelassen. Am folgenden Tage ging es wieder stromab, um
zunächst das an der Westseite der Mündung liegende grosse Dorf Neuri zu besuchen. Ihm
folgten die früher volkreichen Niederlassungen am Gawäi, worauf
Macgregor nach dem Guna
weiterfuhr. Am lO. suchte er den Bebéa und die an ihm liegenden Ortschaften Mogosi,
Tabuirodato u. a. auf. Nachdem Sisiamia passirt worden war, ging es den Bamu aufwärts bis
zu seinem Zusammenfluss mit dem Wawiturai und darauf in diesen weiter, an dem die vor
der Bevölkerung von Sisiamia geflüchteten Bewohner von Matapaia sich ein neues Heim zu
begründen im Begriff waren. Nach der Mündung zurückgekehrt, landete
Macgregor in
Sisiamia, um dort eindringlichst vor weiteren Überfällen zu warnen. Am ii. wurde das am
Kanal zwischen dem Fly-Fluss und dem Bamu liegende Naria, alsdann Dibiri und ferner
Gauoaurubi am linken Fly-Ufer besucht. Auf dem Rückwege nach Daru begegnete er in
Saguana
james Chalmers, der gerade von England zurückgekehrt war. macgregor konnte
bei dieser Gelegenheit die Bemerkung nicht unterdrücken, dass die Beaufsichtigung der Mis-
sionsgehülfen, aber auch ihre Versorgung mit Lebensmitteln ungenügend sei

Ludwig Kärnbach 1895.

L. Kärnbach hatte im Juli 1894 den Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie verlassen, um
sich auf Seleo im Berlin-Hafen, wo er eine Pflanzung von Kokospalmen anlegte, anzusiedeln
Ausserdem unternahm er auch zahlreiche Handelsfahrten auf seinem Kutter „Doraquot;, auf denen
er besonders botanische und ethnographische Objekte sammelte. Im J anuar 1895 traf er in
der Langemak-Bucht bei Finsch-Hafen ein und unternahm von dort aus eine 14 tägige Tour
nach dem Sattelberg, wo er in grösserer Zahl die ersten Guttaperchabäume in Kaiser Wilhelms-
Land auffand

Louis Couppé 1895.

Der Bischof louis GouPPÉ in Kinigunan an der Blanche-Bai hatte sich Ende Mai 1894
nach Sydney begeben und trat am 25. Januar 1895 in Begleitung der Priester
Meng und
Jean Vandel auf dem norwegischen Dreimaster „Paragonquot; die Rückfahrt an. Das Schiff
passirte am 12. Februar die Rossel-Insel und lief am 24. in die Blanche-Bai ein. Am 25. konnte
Couppé seinen Wiedereinzug in die Missionsstation feiern, die den Namen Wuna Pope [Vuna
Pope], zu Deutsch Papsthausen, erhielt und von der
Vandel eine Beschreibung gab

Otto Dempwolflf 1895—96.

Der im Jahre 1895 in den Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie getretene Arzt Otto

1)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to Western Division of the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea
1895—96. Brisbane 1897, p. 38—49.

2)nbsp;Nachr. K. W. L. X. 1894, p. 37., XI. 1895, p. 19. — K- Schumann und K. Lauterbach. Nachträge zur
Flora der Deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig
1905, p. 20—21.

3)nbsp;A. Engler. Über einige Guttapercha-Bäume von Kaiser Wilhelms-Land. Notizbl. d. Kgl. botan. Gartens und
Museums. N°.
3. Leipzig 1895, p. loi—103. — K. Schumann und K. Lauterbach. Flora der Deutschen Schutzgebiete
in der Südsee. Leipzig
1901, p. 36 passim. — Kärnbach starb auf einer Fahrt nach den Le Maire-Inseln am i. Februar
1897. (Nachr. K. W. L. XIIL 1897, p. 23).

4)nbsp;Jean Vandel. En route pour La Nouvelle-Pomeranie. Les Missions Catholiques. XXVIII. Lyon; 1896, p.
245—248, 259—261, 274—275, 280—282, 294—296, 307—310, 320—321.

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Dempwolff war am 5. März in Friedrich Wilhelms-Hafen eingetroffen \'). Zwei Monate später
unternahm er wiederholt Streifzüge in das Gebiet des Hansemann-Berges von S. nach N., auf
denen er nur vereinzelte kleine Felder in der unmittelbaren Nähe der Dörfer antraf. Im Juh
machte er mehrtägige Exkursionen in das bergige Hinterland von Friedrich Wilhelms-Hafen,
um Nachforschungen nach dem Vorkommen von Sandelholz anzustehen. Als er im November
seinen Besuch des Hansemann-Berges wiederholte, bemerkte er, dass die Bergdörfer Nupanob,
God und Sasagas gemeinsam damit beschäftigt waren eine Urwaldfläche von 200—300 ha. zur
Anlage von Pflanzungen zu reinigen 2). Er zog daraus den meiner Ansicht nach ganz unbe-
rechtigten Schluss, dass die Papuanen ihre Lebensbedingungen verbessert hätten und, statt in
ein Fauhenzerleben zu verfallen, durch die die Arbeitslast erleichternden europäischen Eisen-
werkzeuge auch tätiger geworden seien 3). Im Oktober
1896 unternahm er nochmals einen
Auflug in das Hinterland der Station, diesmal um Untersuchungen über eine etwa vorhandene
Blatternepidemie anzustellen.

Arthur Wiiley 1895—1897.

Zum Zwecke zoologischer Studien, deren Resultate in einem umfangreichen Werke
niedergelegt wurden«), bereiste
Arthur Willey im Jahre 1895 den Bismarck-Archipel und
zwar Neu-Pommern, Neu-Hannover und Neu-Mecklenburg Hierauf reiste er nach Britisch-
Neu-Guinea, wo er die Milne- und die Hygeia-Bucht ß), sowie ferner die Deboyne-Insel [Pana Et]
(Januar
1896) und Tubi-Tubi\') aufsuchte. Nachdem er alsdann auf anderen Inseln des Stillen
Ozeans tätig gewesen war, berührte er
1897 nochmals Neu-Pommern®).

H. Rüdiger 1895.

Der stehvertretende Landeshauptmann von Deutsch-Neu-Guinea, H. RÜDIGER, unternahm
in der Zeit vom
14. Juni bis 12. Juli 1895 eine Fahrt auf dem Dampfer „Ysabelquot;, um die
Kenntnis des Landes zu erweitern und zugleich Arbeiter anzuwerben. Von Friedrich Wilhelm-
Hafen aus ging der Kurs zunächst nach Berlin-Hafen und hierauf nach Herbertshöhe an der
Blanche-Bai. Nach Besuch einiger nicht näher genannter, anderer Stationen im Bismarck-

1)nbsp;Otto Dempwolff. Über aussterbende Völker. Zeitschr. f. Ethnologie. XXXVI. Berlin 1904, p. .384. — Ärzt-
liche Erfahrungen in Neu-Guinea. Archiv, f. Schiffs- und Tropenhygiene.
IL Leipzig 1898, p. 134—166, 275—300.

2)nbsp;Die Erziehung der Papuas zu Arbeitern. Koloniales Jahrbuch. XL Berlin 1899, p. 5.

3)nbsp;Dempwolff war zufällig Zeuge der vor Eintritt der Regenzeit, durch die Erschöpfung der bisherigen gebotene
Neuanlage von Pflanzungen gewesen. Der Begriff Faulheit ist übrigens ein relativer. Ich habe die ärgsten Müssiggänger
immer in Europa gefunden.

4)nbsp;Arthur Willey. Zoological Results, based on Material from New Britain, New Guinea, Loyalty Islands, and
elsewhere. Collected during the years 1895, 1896, 1897, Cambridge 1898-1902. 6 Parts, s. auch Some Zoological Results
of a Voyage to Melanesia during the years 1894—97- Proceed. Cambridge Philos. Soc. IX. 1898, p. 398—401. — General
Account of a Zoological Expedition to the South Seas during the years 1894-97. Proceed. Zoolog. Soc. London 1899,
p. 7—9. Letters from New Guinea on Nautilus and some other organisms. Quart. Journ. Micr. Science. (2) XXXIX.
London 1897, p. 145—180. — Zoological Observations in the South Pacific. Ibid. p. 219—236.
— Charles Hedley
and Arthur Willey. Description of a New Species of Astralium. Proceed. Linn. Soc. N. S. Wales XXL 1896. Sydney,

p. 107—109. — P. Cameron. On the Hymenoptera collected in New Britain____Proceed. Zoolog. Soc. London 1901.

1. p. 224-248. — Wm. B. Benham. New Species of Perichaeta from New Britain and elsewhere... Journ. Linn. Soc.
(Zoology) XXVI. London 1898,
p. 193-225. — L. A. Borradaile. The Outline of a South Sea Voyage. Ann. and
Mag.^ Nat. Hist. (7) IH. 1899,
p. 264—267. — G. Lewis. On new Species of Histeridae and Notices of others. Ibid.
(7) XVIIL 1906, p. 182, 184. — G. W. Kirkaldy. Memoir on the Rhynchota . . . Transact. Entom. Soc. 1895, P- 327—363.

5)nbsp;Arthur Willey. I.e. Part VL 1902, p. 692—702.

6)nbsp;Ibid. p. 717.nbsp;7) Ibid. p. 724—726.nbsp;8) Ibid. p. 734.

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Archipel, wurde die Fahrt nach den Salomo-lnseln fortgesetzt und auf dem Rückwege in den
Huon-Golf eingelaufen \').

Am ii. August schiffte rüdiger sich aufs neue auf der „Ysabelquot;, diesmal von Kapt.
Faul Reimers geführt, zu einer Reise nach dem Huon-Golf ein. Es galt das südlich von
der Baden-Bucht liegende Gebiet im Hinblick auf die Arbeiteranwerbung abzusuchen, ferner
nähere Ermittelungen über die von Australien aus unternommenen Expeditionen von Gold-
gräbern nach dem deutsch-britischen Grenzgebiet anzustehen (s. oben p. 604) und endhch
Otto Ehlers nebst seinen Begleitern nach der Mündung des Salam Bu [Franziska-Fluss] zu
befördern. Nachdem der Dampfer sich dieser letzterwähnten Aufgabe am 14. erledigt hatte,
fuhr er an demselben Tage in südlicher Richtung weiter und kam westhch von der Ambush-
Spitze, die östhch von der Mambare- oder Duwira-[Traitor-] Bai hegt, zu Anker. Am 16. fuhr
Rüdiger mit Reimers in einem Boot um die genannte Spitze herum nach einem der Mün-
dungsarme des Mambare, vor dem eine schwere Brandung stand. Auf der Weiterfahrt begegnete
die „Ysabelquot; dem gerade aus der Mambare-Bucht herauskommenden Kutter „Mayflowerquot;
(s. oben p. 604), lief alsdann in die Bai ein und besuchte das Lager der dort zurückgebhebenen
Goldsucher. Nachmittags passirte der Dampfer die Mündung des Gira [Ikore-Fluss] und darauf
diejenige des Waria [Hercules-Fluss], in deren Nähe zahlreiche Eingeborene bemerkt wurden. Am
Morgen des 17. unternahm
Rüdiger in Begleitung von Reimers und Kärnbach eine Boot-
fahrt nach dem inneren Teile des Adolph-Hafens und entdeckte in der südöstlichen Ecke
eine Öffnung, durch die man in eine grosse Lagune gelangte. Nachdem diese durchfahren
war, führte ein Kanal nach einer noch grösseren, die sich in ihrem östhchen Teile zu einem
Becken von 3 Seemeilen Breite erweiterte. Die im Gebiet des Hafens wohnenden Eingeborenen
waren friedfertiger Natur. Am 18. erfolgte die Ankunft in der Bayern-Bucht und am nächsten
Tage, nach Besuch der Schneider-Spitze, auf der Freussen-Reede in einer kleinen Bucht, die
südlich vor der Mündung des Markham-Flusses lag. Nach einer Landung auf den Tami-Inseln
am 20., erfolgte am 21. die Rückkehr nach Friedrich Wilhelms-Hafen

Als die „Ysabelquot; sich hierauf nach Herbertshöhe begab, stiess sie am 28. auf ein 2
Seem. nordwestlich von der Insel Urara unweit der Nordküste der Gazelle-Halbinsel liegendes
unbekanntes Riff, von dem sie erst am 2. September wieder abkam

Otto Ehlers 1895.

Der Weltreisende Otto Ehlers der sich an europäischen Fürstenhöfen noch weit
wohler fühlte als an indischen traf am 24. Juh 1895 in Friedrich Wilhelms-Hafen ein mit
dem Vorhaben die südöstliche Halbinsel von Neu-Guinea zu durchqueren. Der Landeshaupt-

1)nbsp;Ankerplatz im Samoa-Hafen. Nachr. f. Seefahrer. XXVI. 1895, N°. 1557. — Bemerkungen über Ankerplätze
bei Königstuhl und im Hänisch-Hafen. Ibid. N°.
1561.

2)nbsp;Bemerkung über den Adolph-Hafen des Kaiser, V^ilhelms-Landes. Nachr. f. Seef. XXVI. 1895, N°. 3164.

3)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. XI. 1895, p. 2331. — H. Rüdiger. Der Hüon-Golf im Südosten
von Kaiser Wilhelms-Land. Verhandig. Ges. f. Erdkunde. XXIV. Berlin
1897, p. 280—295, Taf. VIL

4)nbsp;Nachr. K.W.L. XL 1895, p. 44. — Lage eines Riifes nordw. der Insel Urara. Nachr. f. Seefahrer. XXVI.
1895, 2913.

5)nbsp;Sein voller Name ist Otto Ehrenfried Ehlers.

6)nbsp;In dem Nachruf von Carl Peters heisst es über ihn: „Man traf ihn überall, bei Diners, Soupers, Dejeuners,
After-noon-teas und Bällen, in geographischen und colonialen Gesellschaften, Concerten amp;cquot;.
(W. Wolkenhauer. Otto
Ehlers. Deutsche Rundschau f. Geogr. und Stat. XVIII. Wien
1896, p. 234).

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mann H. Rüdiger riet dringend ab und zwar umsomehr als Ehlers keinerlei Vorbereitungen
für diesen Marsch getroffen und sich daher auch nicht in entsprechender Weise ausgerüstet
hatte \'). Durch das Drängen des „sehr gut eingeführten Herrnquot; liess er sich schliesshch herbei
ihm 43 Träger unter der Führung des Pohzeiunterofaziers W.
plering mitzugeben. Bei der
am
II. August angetretenen und oben (p. 617) beschriebenen Fahrt, gelangte die Expedition
nach der Mündung des Franziska-Flusses [Salam Bu] an der Bayern-Bucht im Huon-Golf und
wurde dort am 14. ausgeschifft. An demselben Tage wurde der Marsch flussaufwärts angetreten,
wobei der Dorfälteste und alle jungen Männer des Stranddorfes der Expedition eine Strecke
weit das Geleite gaben. Als die „Ysabelquot; am 17. wieder vor der Flussmündung eintraf, zeigten
die Eingeborenen auf einen etwa 1000 m. hohen, gegen 20 Seemeilen entfernt hegenden Bergzug,
der von
Ehlers an dem genannten Tage erreicht worden war Bfadlosigkeit des Urwaldes,
durch den erst mit Messern und Äxten ein Weg gebahnt werden musste, mehrere grosses
nach Osten fliessende Flüsse, die schwimmend überschritten werden müssten, fortwährende
Nebel und Regen hemmten das Vordringen in hohem Masse. Ausserdem wurden auch die
Blutigel und die Waldmilben zu einer wahren Plage. Die Berechnung von
ehlers täglich
6 km. in der Lufthnie und somit die 170 km. lange Strecke in etwa 30 Tagen zurücklegen
zu können, erwies sich als irrig.

Sehr bald trat Nahrungsmangel ein, so dass die Expedition von Gras und Blättern leben
musste, zudem erkrankten die beiden Weissen sowie viele Träger an Dysenterie. Am 30.
September erfolgte nach Überschreitung der Wasserscheide das Eintreffen am Oberlauf des
Williams-Flusses [Lakekamu] den
Ehlers entgegen seinen Erwartungen (!) unbewohnt fand.
Wie die geretteten Träger zunächst aussagten, hatte man darauf mit vieler Mühe ein Floss
gebaut, auf dem sich
Ehlers, Piering und zwei Träger einschiflten. Nach kurzer Fahrt
sei dasselbe umgeschlagen und beide Europäer ertrunken, während die Träger sich retten und
zu ihren Gefährten stossen konnten Es waren noch ihrer 21, die am 21. Oktober am
Lakekamu die ersten Eingeborenen, und

zwar zum Stamm der Mowi Awi gehörend, seit dem
23. August und zugleich die ersten Kokospalmen wiedersahen. Sie wurden nach dem an der
Mündung liegenden Toaripi [Motu-Motu] gebracht, wo sie beim Missionsgehülfen Unterkunft
fanden. Nachdem sie sich einigermassen erholt hatten, schaffte dieser sie nach der Regierungs-
station im Mekeo-Distrikt,

wo Charles Kowald es übernahm die Truppe nach Port Moresby
zu befördern. Am 29. März 1896 ging die „Merrie Englandquot; mit ihr nach Friedrich Wilhelms-
Hafen ab s). Bald nach der Rückkehr der Träger wurde durch Verrat bekannt, dass der Sach-
verhalt ein anderer gewesen war. Nach Fertigstellung- des Flosses hatte nämhch
ehlers
sämthche Leute bis auf Shokra, Marris, Ranga und Opia, auf dem Landwege mit einem

1)nbsp;„Herr Ehlers hat es ausdrücklich vor seinem Abmarsch betont, nicht eine wissenschaftliche That wolle er
vollbringen, sondern nur ein „Durchquot; sei seine Absichtquot;. (H.
Rüdiger. Der Huon-Golf. Verhandlungen Gesellsch. f.
Erdkunde. XXIV. Berlin 1897,
p. 285).

2)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. XI. Berlin 1895, p. 23—24, 53—54.

3)nbsp;Nicht Heath-Fluss [Tauri], an den Ehlers gelangen wollte.

4)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. XIL 1896, p. 52.

Schicksal der Ehlerschen Expedition. Deutsches Kolonialblatt. VIL Berlin 1896, p. 413—414. — [H. Rüdiger].
Ueber den Verlauf der Ehlerschen Expedition. Ibid. p. 448—453.

5)nbsp;Sir William Macgregor. Ann. Report on British New Guinea from ist July, 1S95 to 30th Juni, 1896.
Brisbane 1897,
p. XXXIV.

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Briefe an die Missionsstation weggeschickt. Kurz nach dem Abmarsch wurden Schüsse gehört
und, als sie zurück eilten, lagen
ehlers, plering und Shokra tot am Boden. Mörder waren
die Buka-Jungen
Ranga und Opia, also gerade diejenigen, zu welchen ehlers das grösste
Vertrauen gehabt hatte. Am folgenden Tage beförderten die beiden Übeltäter noch drei Neu-
Mecklenburger, mit denen sie seit längerer Zeit in Fehde gelebt hatten, ins Jenseits. Nach dem
Bekanntwerden dieser Untaten wurden beide in Stephansort in Haft genommen, brachen aber
aus, und erschoss einer von ihnen noch bei der Verfolgung am 14. August 1897 den kom-
missarischen Landeshauptmann und Generaldirektor der Neu-Guinea-Kompagnie
curt von
Hagen.
Schliesslich entgingen sie doch nicht ihrem Schicksal. Bei dem Versuch über den
Gogol zu schwimmen wurden sie überwältigt und getötet Von
Ehlers\' Aufzeichnungen ist
nie etwas zum Vorschein gekommen.

Wasa Mende 1895.

Der von Faul Reimers geführte Schoner „Sentaquot; war nach seiner Reparatur in Sydney
am 28. Juni 1895 wieder in Herbertshöhe eingetroffen, worauf er im Laufe des Jahres mit
dem dortigen Stationsvorsteher
Wasa Mende eine Anwerbetour unternahm, auf der auch die
Insel St. Matthias -) berührt wurde. Als das Schiff zwischen der Hauptinsel und den im Süden
vorgelagerten Inseln zu Anker gekommen war, kamen die Eingeborenen in ihren Kanus
scharenweise langseits und eröffneten einen lebhaften Tauschhandel. Infolge eines Diebstahls
kam es zu Auseinandersetzungen, die dahin führten, dass die Insulaner mit Speeren zu werfen
begannen, worauf die Weissen zu den Gewehren griffen und ein Blutbad anrichteten

Kapt. Leut. Grapow, Kapt. Leutn. Janke und Friedr- Hayn 1895—96.

Mit dem Eintreffen des Kreuzers „Möwequot; im deutschen Schutzgebiet von Neu-Guinea
beginnen die systematisch durchgeführten
Vermessungen der Marine^), für deren Grundlage
zunächst ein Anzahl fester Punkte astronomisch bestimmt werden musste, mit welcher Aufgabe
Friedrich Hayn im Jahre 1894 vom Reichsmarine-Amt in Berlin betraut wurde. Nachdem
er im November 1894 die Ausreise angetreten hatte, konnte er erst am 15. Juni 1895 auf der
vom Kapt. Leutn. z. See
Grapow befehligten „Möwequot; von Sydney aus die Weiterfahrt antreten.
Nach Besuch der Marshall-Inseln langte er am 8. September auf der Reede von Matupi an. Mit
dem auf dem Dampfer „Stettinquot; am 23. eintreffenden Ablösungstransport übernahm Kapt. Leutn.
Janke zugleich das Kommando. Am 30. dampfte die „Möwequot; aus und erreichte am 2. Oktober
dié Mündung, des Gira unweit der britischen Grenze an der Ostküste von Neu-Guinea. Sie wurde
am 7. wieder verlassen, um vom 8.—11. in einer Bucht an der Südküste von
Neu-Pommern,

1)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. XIII. Berlin 1897, p. 14.-—Maximilian Krieger. Neu-Guinea. 1899,
p. 9—II. — Schmiedeberg. Die Ermordung des Reisenden Otto Ehlers in Neu-Guinea. Marine-Rundschau. VIII. Berlin
1897, p. 1109—IUI. — Zur Ermordung des Forschungsreisenden Ehlers. Deutsches Kolonialblatt. VIII. Berlin 1897, p.
663—665. — Ernst .Tappenbeck. Deutsch-Neu-Guinea. Berlin 1901, p. iio—iii. — [A. HoffmannJ. Die Ermordung
des Landeshauptmanns v. Hagen. Berichte der Rheinischen Missions-Gesellschaft. Barmen
1897, p. 372—375.

2)nbsp;Wie H. Schnee mitteilt, führt die Insel bei den Eingeborenen des Archipels den Namen Musan. (MitÜgen.
aus den Deutschen Schutzgebieten. XIV. 1901, p.
240). Nach G. Friederici wird sie Elumakumäura genannt.

3)nbsp;Gurt Danneil. Die ersten Nachrichten über die Inselgruppe St. Matthias und deren Bewohner. Internat.
Archiv, f. Ethnogr. XIV. Leiden
1901. p. 113.

4)nbsp;Die „Möwequot; war bis zu ihrer Ausserdienststellung im Jahre 1905 mit diesen Vermessungen beschäftigt und
wurde
1906 durch den eigens zu diesem Zweck erbauten „Planetquot; ersetzt.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;78

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dem Möwe-Hafen, abermals eine Bestimmung vorzunehmen \'). Nach einem vom 14.—20.
währenden Aufenthalt vor Matupi wurde Kurs nach der Insel Nusa gesetzt, wo die Ankunft
am 21. erfolgte. Während
Hayn mit seinen Beobachtungen beschäftigt war, wurde die in
Matupi mitsamt dem Stationsvorsteher von Herbertshöhe an Bord genommene Schutztruppe
unter Mitwirkung der „Möwequot; bei Kabln gelandet, um die Bestrafung der Eingeborenen für
den an
RojAHN und einem japanischen Händler 1894 verübten Mord herbeizuführen. Darauf
wurde das Dorf Uranepa aus Anlass des Überfalles auf Mannschaften des Schoners „Sentaquot;
am 30. März 1894^) aufgesucht. Beide Male hatten die Eingeborenen sich rechtzeitig zu flüchten
gewusst, so dass man sich darauf beschränken musste ihre Niederlassungen zu zerstören Am
25. trat die „Möwequot; die Weiterfahrt längs der Ostküste von Neu-Mecklenburg an und kehrte
durch den St. Georg-Kanal am 27. nach Matupi zurück. Nachdem sie vom 6. bis 17. November
einen Abstecher nach Friedrich Wilhelms-Hafen gemacht hatte nahm sie
Hayn wieder an
Bord und dampfte nach einer Bucht an der Ostküste von Neu-Mecklenburg, der der Kom-
mandant den Namen Elisabeth-Bucht gab. Nach Vornahme der Ortsbestimmung ging sie am
29. weiter nach Nusa und traf am 3. Dezember wieder vor Matupi ein. Die Zeit vom 29.
Dezember 1895—8. Januar 1896 sowie vom 16.—29. Januar wurde dazu verwendet auf den
Salomo-Inseln einige Punkte festzulegen. Am 6. Februar ging es von Matupi zunächst nach
der Westseite der Gazelle-Halbinsel und erfolgte die Ankunft bei der Duportail-Insel [Lólobau]
am nächsten Tage. Auf dem Wege dorthin konnte das Ottilien-Riff nicht an der angegebenen
Stelle bemerkt werden (s. oben p. 514, 536), dagegen etvt^a 9 Seem. östhch davon ein augenschein-
lich mit ihr identisches Riffquot;). Am 8. dampfte das Schiff nach der Ostseite der Willaumez-Halbinsel
und konnte auch hier, wie
von schleinitz dies 1887 an ihrer Westseite hatte beobachten
können (s. oben p. 457), feststellen, dass die angeblichen Inseln Willaumez, Raoul, Gicquel \'\'}
und Du Faur®) nichts anderes als Teile einer gebirgigen Halbinsel (s. oben Fig. 49, p. 453)
waren. Nachmittags wurde eine Insel erreicht, die den Namen Hannam-Insel erhielt Man fand
zugleich eine geschützte Bucht, den Hannam-Hafen, und errichtete auf der kleinen Observations-
Insel den Beobachtungspfeiler. An der gegenüberliegenden Küste der Willaumez-Halbinsel
wurden heisse Quellen beobachtet. Am 11. beendete die „Möwequot; mit dem Erreichen der
Nordspitze der Halbinsel die Küstenaufnahme und trat die Weiterfahrt nach Friedrich Wilhelms-

1)nbsp;Die „Möwequot; benutzte die Fahrt längs der Küste auch dazu die bestehenden Karten zu verbessern. (Vorläufige
Karte der Nord- und Südküste von Neu-Pommern. Berlin 1896. Reichsmarine-Amt. N°. 90. Neudruck 1910).

Bei dem Zweifel über die Lage des Kaps Orford wurde bei dieser Gelegenheit das eine in Betracht kommende
Kap Orford-Nordspitze und das andere Kap Orford-Südspitze genannt. (Bemerkungen über den Rügen-Hafen, einige Kaps
und die Jacquinot-Bucht. Ostküste von Neu-Pommern. Nachr. f. Seefahrer. XXVII. 1896, N°. 1826, p. 479).

2)nbsp;Nachr. K. W. L. X. 1894, p. 22.
, 3) Ibid. p. 32—33-

4)nbsp;Ibid. p. 61—62.

5)nbsp;Auf der Rückfahrt machte die „Möwequot; am 15. November den Versuch die Legelis- sowie die Vater- und
Sohn-Riffe auszumachen, doch konnte man im Umkreise von 10 Seem. nichts davon entdecken. (Ann. der Hydrographie.
XXV. 1897, p. 5. — Nachr. f. Seefahrer. XXVIL 1896, Nquot;. 1824, p. 478). Siehe oben p. 56.

6)nbsp;Bemerkung über das Ottilien-Riff nördlich der Westspitze von Neu-Pommern. Nachr. f. Seefahrer. XXVII.
1896, 2571, p. 677.

7)nbsp;Siehe Nova Guinea. I. p. 271.

8)nbsp;Siehe oben, p. 246.

9)nbsp;Garua der Eingeborenen.

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Hafen an, bei welcher Gelegenheit sie auf ein Riff lief, aber bald wieder abkam. Nach dem
vom
13.—20. währenden Aufenthalt dampfte sie nach Finsch-Hafen, wo Hayn an der Mündung
des Bu Mi eine Positionsbestimmung vornahm. Am
23. wurde der Missionsstation in Simbang
ein Besuch abgestattet und darauf am
24. nochmals die Mündung des Gira aufgesucht, um
eine Neuaufrichtung der Beobachtungspfeiler vorzunehmen Am
28. kehrte die „Möwequot; nach
Friedrich Wilhelms-Hafen zurück und schlug
am lO. März Kurs nach W. ein, um HAYN
Gelegenheit zu geben am 12. die Lage einer Bucht im S E. von Muschu [Gressien-Insel]
und am
15. diejenige des Angriffs-Hafens zu bestimmen. Nach Besuch des Berlin-FIafens am
18. traf die „Möwequot; am 21. wieder in Friedrich Wilhelms-Hafen ein und fuhr am 30.
nach den Admiralitäts-Inseln ab, um die Lage der an der Ostküste der Hauptinsel liegenden
Bird-Insel [Potomo] zu bestimmen. Auf dem Wege dorthin wurde die auf den Karten in
2° 35\' S., 146° 50\' E. angegebene Insel nicht gesehen, obgleich das Schiff in der Entfernung
von einer Seemeile an der Stehe vorbeifuhr. Ebensowenig kamen die in
2° 34\' S., 146° 33\' E.
und
2° 38\' S., 146° 40\' E. liegen soUenden Inseln in Sicht und vermutete janke, dass eine
Verwechslung mit den Purdy-Inseln vorlag, deren Lage aber ebensowenig richtig war. Die
Mole-sowie die Mouse-Insel befanden sich 12 Seem., die Bat-Insel sogar etwa 15 Seem. westhcher
als auf den Karten angegeben war. Desgleichen ergab sich, dass die Elizabeth-Insel [Ahm] auf
der britischen Seekarte mit unrichtiger Position eingetragen war. Sie lag in
2° 55\'S., 147° 3\'E.
Am
3. April fuhr die „Möwequot; nach Stephansort, blieb vom 7.—13. in Friedrich Wilhelms-
Hafen und dampfte alsdann nach der Jacquinot-Bucht auf Neu-Pommern, um die Bestimmung
deren Lage an der Südwestseite vorzunehmen. Nach Matupi zurückgekehrt, ging
Hayn auf die
„Stettinquot; über, auf der er am 6. Mai nach Singapore und von dort nach Deutschland weiter-
fuhr. Das Resultat seiner Bestimmungen war:

Mündung des Gira [Ikore]...........7° 59 7,2quot; S., 147° 57\'18,7quot; E.

Möwe-Hafen...............6° 13\'55,2quot; S., 149° 32\' 41quot; E.

Nusa, Faktorei..............2° 34\'13,8quot; S., I50°47\' 8,8quot; E.

Elisabeth-Bucht..............3° 53\' 1,8quot; S., 152° 45\'41, iquot; E.

Hannam-Hafen..............5° 16\'28,7quot; S., 150° 4\'12,1quot; E.

Mündung des Bu Mi............6° 33\'19,5quot; S., 147° 51\' 9,rquot;E.

Muschu [Gressien-Insel] im Dallmann-Hafen. . . . 3° 25\'49,5quot; S., 143° 37\'15,9quot; E.

Angriffs-Hafen..............2° 40\'45,1quot; S., 141° 17\'11,7quot; E.

Potomo [Tuaral, Bird-Insel].........2° 5\'55,6\' S., 147° 17\'16,9quot; E.

Jacquinot-Bucht, südw. Teil.........5° 37\' 5,9quot; S., 15 28\'31,9quot; E.

1)nbsp;Reise und Thätigkeit S. M. S. „Möwequot;. Deutsches Kolonialblatt. VII. 1896, p. 411—413, 499—500.

2)nbsp;Der Aufenthalt wurde auf Anregung der Direktion des Norddeutschen Lloyds dazu benutzt eine Vermes-
sung der Berlin-Reede vorzunehmen, da es wegen der Niederlassung der
Mission vom Göttlichen Wort und der
Faktorei von L.
Kärnbach sich als wünschenswert herausgestellt hatte, sie in Zukunft regelmässig anzulaufen. Als ver-
hältnismässig bester Ankerplatz wurde eine Stelle an der Westseite der Insel Seléo ermittelt. (Berlin-Hafen und -Reede.
Nebenkarte von Kaiser Wilhelms-Land von der Westgrenze bis Berlin-Hafen. Berlin
1901. Reichs-Marineamt. N°. 148).

Friedrich Hayn. Astronomische Ortsbestimmungen im Deutschen Schutzgebiete der Südsee. Berlin 1897 p. 23—32. —
Janke.
Kreuzfahrten in Kaiser Wilhelms-Land. Ann. der Hydrographie. XXV. Berlin 1897, p. 1—4- — Nachr. über
K.W.L.
XH. 1896, p. 51—52.

3)nbsp;Bemerkung über die Lage der Purdy-Inseln und anderer Inseln südlich der Admiralitäts-Inseln. Bismarck-
Archipel. Nachr. für Seefahrer. XXVII.
1896, N°. 2570, p. 176—177.

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Friedrich Wilhelms-Hafen..........5° 12\'31,4quot; S., I45°48\' 55quot; E.

Matupi.................4° 14\'12,3quot; S., 152° Ii\'35,2quot; E. 1).

Vor einigen Jahren sind die Längenbestimmungen einer Neuberechnung im Reichs-Marine-
Amt unterzogen worden, die geringe Abweichungen von den ursprünglichen ergeben haben.

Graf Rudolf Festeties von Tolna 1895—96.

Einer der sitthch verkommensten Menschen, der jemals im Stillen Ozean erschien
(s. oben p. 374), dabei ein eitler, hochmütiger Bursche, der nicht einmal den äusseren Anstand
zu bewahren wusste ist der Graf
Rudolf Festetics [Festetich], der am 10. Oktober 1893
auf seiner Jacht „Tolnaquot;, von San Francisco aus, eine mehrjährige Vergnügungsfahrt antrat.
Nachdem er in dem folgenden Jahre in Sydney eingetrofifen war, dampfte er am 22. Juni 1895
ab, um zunächst die Neu-Hebriden sowie die Salomo-Inseln zu besuchen

In der Nacht des 24. Dezember 1895 passirte die Jacht das St. Georg-Kap und kam
am 30., nach der Fahrt durch den St. Georg-Kanal vor Herbertshöhe zu Anker Der fast
drei Monate währende Aufenthalt wurde für
Festetics zu einer Quelle von Unannehmlichkeiten,
und er schildert das Auftreten der kaiserlichen Behörden, das er den Intriguen der Frau
Kolbe zuschrieb, in den schwärzesten Farben Er muss selbst zugeben, dass er s. Zt. mit
Rob. L. Stevenson den Versuch gemacht hatte, den auf Jaluit internirten König von
Samao — eine Sache, die ihn gar nichts anging — zu befreien und dass der Gouverneur von
Jaluit, bei seiner Ankunft gerade in Herbertshöhe anwesend war, ein allerdings für ihn
fatales Zusammentrefifen. Kaum einer konnte es ihm überhaupt recht machen und selbst das
Gericht musste herhalten, weil es keinen Anlass fand seinen Koch, der ihn angeblich hatte
vergiften wollen, zu bestrafen. Unter diesen Umständen erscheint es unverständlich, dass
Festetics so lange in der Blanche-Bai hegen blieb. Auf der Weiterreise durchfuhr die
„Tolnaquot; die Stefifen-Strasse und traf am 17. März 1896 vor Kapsu an der Nordostküste von
Neu-Mecklenburg ein. Nach einem Besuch der Insel Nusa am 19. segelte er weiter nach Neu-

1)nbsp;Friedrich Hayn. I.e. pag. 34. — Verzeichniss der nunmehr endgültig berechneten geographischen Positionen
der astronomischen Beobachtungspfeiler in der Südsee. MitÜg. von Forschungsreisenden aus den Deutschen Schutzgebieten.
X.
1897, p. 191 —192. — Verzeichniss der trigonometrischen Punkte, welche gelegentlich der letzten Vermessungen im
Kamerungebiet und in der Südsee bestimmt worden sind. Ibid. XL
1898, p. 175—176. — Déterminations des positions
géographiques. Annales hydrographiques.
(2) XIX. Paris 1898, p. 59—61. — Ad. Marcuse. Mittheilungen und allgemeine
Bemerkungen. Marine-Rundschau. X. Berlin
1899, p. 312—321.

2)nbsp;Man lese nur seine Bemerkungen über ein Erlebnis der Frau Kolbe [Queen Emma] gelegentlich eines Festes
in Herbertshöhe. (Vers Pécueil de Minicoy, p.
71—72).

3)nbsp;Cte. Rodolphe de Festetics de Tolna. Chez les Cannibals. Huits ans de croisière dans l\'Océan Pacifique â
bord du yacht „Le Tolnaquot;. Paris 1903, p. 390—391. — Welchen Unfug er auch in wissenschaftlicher Beziehung ange-
richtet hat, möge man aus dem Folgenden ersehen.
Julius V. MadarÄsz beschrieb die angeblich von ihm an der Ostküste
von Bougainville erlegten Vögel (Beiträge zur Omis der Salomon-Inseln. Természetrajzi Füzetek. XXV. Budapest
1902,
P- 350—351)1nbsp;denen jedoch Walter Rothschild und Ernst Hartert nachwiesen (Berichtigung. Ibid. XXVL
1903, p. 447—450), dass diese Tiere, die nicht einmal richtig präparirt und halb verwest waren, mit Ausnahme des
Eclectus pectoralis salomonensis, von Kaiser Wilhelms-Land stammten. Auf Befragen musste Festetics zugeben, dass er
nur „einigequot; selbst auf der Bougainville-Insel erlegt, die übrigen aber erworben habe. Die „einigenquot; beschränkten sich
aber auf e i n Exemplar !

4)nbsp;Cte. Rodolph de Festetics de Tolna. Vers l\'écueil de Minicoy. Après huit ans dans l\'Océan Pacifique et
Indien à bord du yacht „Le Tolnaquot;. Paris
1904, p. 57 ff.

5)nbsp;„Rien ne peut donner l\'idée de vexations de toutes sortes auxquelles on est soumis dans les possessions alle-
mandes. On y retrouve toute la bureaucratie procédurière; tout le foncüonnarisme arrogant, guindé, obtus, formaliste et
caporalesque avec lesquels on administre les bons paysans souabesquot;
(1. c. pag. 49).

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Hannover und traf auf der an der Nordküste liegenden Insel Ungalik einen französischen
Flüchthng, der nur ein Bein und einen Arm besass \'). Hierauf suchte er die benachbarte Insel
Kung, die er Nakung nennt, auf und setzte am 28. die Fahrt in westlicher Richtung fort. Am
3. April befand er sich vor Naüna [La Vandola] und ging bei Potomo [Bird-Insel] an der
Ostseite der Grossen Admiralitäts-Insel zu Anker. Nach der Karte muss er sich am 18. April
im S. der Hermit-Inseln befunden haben. Über Jokohama, Formosa, Manila, Borneo, Singapore
begab er sich auf die Heimfahrt, aber nach dem Verlassen von Ceylon scheiterte die Jacht
in der Nacht vom lo/ii. Februar 1900 bei der zu den Lakediven gehörenden Insel Minicoy.
Auch bei dieser Gelegenheit fehlte es nicht an Konflikten mit Behörden, diesmal mit den
britisch-indischen.

Richard Parkinson 1895.

Eine Reihe der von R. parkinson unternommenen Fahrten sind undatirt, so dass sie
leider hier nicht untergebracht werden können. Aus einer gelegentlichen Bemerkung geht
jedoch hervor, dass er im Jahre 1895 nach den Ontong Java-[Liueniua] und weiter noch bis
zu den Tasman-Inseln gelangte

H. Cayley Webster 1895—97.

Im Herbst 1895 trat H. Cayley WebstER von England aus seine zweite Fahrt nach
Neu-Guinea an Über Batavia und Makassar traf er am 15. Dezember 1895 in Amboina ein.
Er setzte am 28. seine Fahrt fort, befand sich am folgenden Tage auf Banda Neira, am 30.
auf Gisser, worauf der Postdampfer am 31. in den Mac Cluer-Golf einlief und in der Sekär-
Bucht ankerte An demselben Tage erreichte er noch die Reede von Sekru und bheb
dort über Nacht liegen. Am 1. Januar 1899 ging er weiter nach der Bai von Kapäur, wo
Webster die Gelegenheit benutzte die einige miles vom Ankerplatz entfernt liegende Missions-
station (s. oben p. 585) zu besuchen. Nachdem der Dampfer am 2. auf Tual (Kei-Inseln) ein-
getroffen war, ging er von Bord. Erst am 7. Mai, nachdem tags zuvor seine Jacht „Lizziequot;
aus Austrahen eingetrofl\'en war, verliess er,- begleitet von
fieinrich Kühn, die Kei-Inseln und
segelte noch Dobo auf Wamar (Aru-Inseln), wo er vom 9. Mai bis 19. Juli blieb und sich mit
dem Sammeln von Vögeln und Insekten beschäftigte Auf der Weiterfahrt traf er zunächst
in der Meerenge von Aiduma ein und landete bei einem Dorfe an der Küste von Aiduma.
Der weibliche Häupthng (mal. Radja Parampuwan) gab ihm 2 Leute mit, worauf er nach der
nahen Triton-Bai segelte und vor der unweit des früheren Forts Du Bus liegenden Mündung
des Sungun Walar ankerte. Am 23. setzte er seine Fahrt nach der Etna-Bai fort, auf der einer der
Leute entwich. Am dritten Tage wurde er nach der Triton-Bai zurückgetrieben, worauf er den
Weg durch die Iris-Strasse einschlug, von der er durch die dort herrschende Gegenströmung erst

1)nbsp;Es war dies der von Neu-Kaledonien entwichene Deportirte Casimir Gangloff, der aber mit der Kolonie in Port
Breton — wie
Festetics meinte — gar nichts zu tun gehabt hatte. Er betrieb in Kung einen ganz schwunghaften Handel.

2)nbsp;Zur Ethnographie der Ongtong Java- und Tasman-Inseln, mit einigen Bemerkungen über die Marqueen- und
Abgarris-Inseln. Internat. Archiv, f. Ethnogr. X. Leiden 1897, p. 104—118, 137—151, s. ferner Nachträge zur Ethno-
graphie der Ontong Java-Inseln. Ibid. XI. 1898, p. 194—209.

3)nbsp;Through New Guinea and the Cannibal Countries. London 1898, p. 144 ff.

4)nbsp;Ibidem p. 174.

5)nbsp;Walter Rothschild and Ernst Hartert. List of a Collection of Birdskins made In the Aru Islands by
Captain Cayley Webster from May to July 1896. Novitates Zoologicae. III. Tring 1896, p. 534—536.

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nach 8 Tagen in die Kajumerah-Bai, die er Kyamaka nennt gelangte. Endlich glückte es
m die Etna-Bucht einzulaufen und auch schliesslich ihr Ende zu erreichen, wo er landete
und Ausflüge in die Umgebung machte. Am Abend des
5. August kam an der Nordseite der
Bai ein Kanu mit 10—
12 Insassen in Sicht, am Morgen des 6. berichtete die Wache, dass
zahlreiche Kanus sich der Jacht näherten. Einige Eingeborenen kamen an Bord und begaben
sich darauf an den Strand, wo sie Hütten aufschlugen und Naturalien sammelten Am
nächsten Tage wurden Leute von
webster, die ebenfalls jagten und sammelten, überfallen,
zwei von ihnen erschlagen und mehrere verwundet, welche letztere sich schwimmend retten
müssten, da auch das Boot nebst
5 Gewehren in die Hände der Eingeborenen gefallen
war. Ferner wurde auch die Jacht angegriffen und vermochte
Webster sich nur durch eine
Kanone der Angreifer zu erwehren. Da kein Lüftchen wehte, so gelang es dem Schiffe erst
am
15. mit dem Ebbestrom aus der Bai herauszukommen und Kurs nach Tual zu setzen, wo
dem Kontrolleur von den Erlebnissen Bericht erstattet wurde

Am 10. September segelte Webster nach Palmerston an der Nordwestküste von
Australien ab, gelangte darauf nach der Thursday-Insel, wo die Jacht einer Reparatur unter-
zogen und neue Mannschaft angeworben wurde. Über die Yule-Insel gelangte er nach Port
Moresby, das er nach zweitägigem Aufenthalt auf der „Merrie Englandquot;, die die Jacht ins
Schlepptau genommen hatte, verhess, um zunächst nach Samarai zu fahren. Nach einem
Besuch der Missionsstation auf der Insel Kwato, wo er den Rev.
C. W. Abel antraf, und auf
der Pleath-Insel, setzte er die Fahrt über die Trobriand-Inseln nach Neu-Pommern fort und traf
zu längerem Aufenthalt auf der Ralum-Pflanzung an der Blanche-Bai ein. Von hier aus begab
er sich nach Mioko, das er am
2. Januar 1897 verlie.ss, um nach der Insel Kung an der Nordküste
von Neu-Hannover zu segeln, wo er von dem Händler
C. Gangloff nähere Auskunft über
St. Matthias und die Admiralitäts-Inseln einzuziehen gedachte. Infolge eines NW-Sturmes
wurde die Jacht gezwungen am
4. wieder den Mioko-Hafen aufzusuchen, konnte aber zwei
Tage später die Fahrt aufs neue antreten. Sie segelte nunmehr durch die Steffen-Strasse nach
Nusa, das nach eintägigem Aufenthalt verlassen wurde, um längs der Ostküste von Neu-Hannover
nach Kung zu gelangen, wo
Webster auch den gesuchten Gangloff antraf. Nachdem er
sich bei diesem einige Zeit aufgehalten hatte, stattete er der Westküste von Neu-Hannover
einen Besuch ab und setzte darauf Kurs nach den Admiralitäts-Inseln, die am
3. April in
Sicht kamen. Zunächst wurde an der Westküste von Päk [San Gabriel] zu einem mehrtägigem
Aufenthalt geankert, auf welcher Insel ein Schotte viele Jahre lang unter den Eingeborenen
gelebt hatte und von Eingeborenen einer anderen Insel getötet worden war 3). Am
7. traf

1)nbsp;Auch in diesem Berichte sind Ortsnamen vielfach verstümmelt worden, desgleichen lässt die Genauigkeit der
spärlichen Datumangaben zu wünschen übrig.

2)nbsp;Walter Rothschild and K. Jordan. On some New Lepidoptera from the East. Novitates Zoologicae. VL
1899, P- 440.

3)nbsp;Über die Bestrafung der Eingeborenen durch das Kriegsschiff „Javaquot; 1897 s. unten. Webster hatte übrigens
versäumt die ausdrückliche Erlaubnis zum Besuch von Neu-Guinea bei dem Residenten von Ternate einzuholen. Es wurde
am
21. Oktober 1896 daher überhaupt die ihm erteilte Erlaubnis Niederländisch-Ost-Indien zu bereisen, zurückgenommen.

4)nbsp;W. Warren. New Species of the Families Drepanulidae, Thyrididae Uraniidae, Epiplemidae, and Geometridae.
Novitates Zoologicae. VL Tring
1899, p. 14. — Walter Rothschild and K. Jordan. On some New Lepidoptera from
the East. Ibid. p.
436, 440. — Walter Rothschild und Ernst Hartert. Ein kleiner Beitrag zu ferneren Kenntnis der
Ornis von Neu-Hannover. Ornitholog. Monatsberichte. VIL Berlin
1899, p. 138—139.

5)nbsp;Es war dies augenscheinlich Donald Dow, den H. H. Romilly 1881 auf Lambutjo angetroffen hatte (s. oben p. 294).

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Webster bei der Grossen Admiralitäts-Insel ein, durchfuhr zwischen zwei Inseln (Hauwei und
Ndrilo) das Barrierriff und ging im Seeadler-Hafen bei einem kleinen Eiland vor Anker, ver-
legte aber den Ankerplatz abends nach der Insel Pitilu, die er Pichalew nennt. Da die Jäger
sich weigerten, der ihnen drohenden Gefahren wegen an Land zu gehen, so setzte das Schiff
seine Fahrt fort und gelangte am lo. nach Lou [St. George-Insel]. Sodann ging es durch die
St. Andrews-Strasse, in der bei drei kleinen Inseln, von denen die grösste Waikatu hiess \'),
und auf der sich ein Dorf befand, geankert wurde. Als er auf der Weiterfahrt an die Südseite
der Jesus Maria-Insel [Lambutjo, Rambutjo] gelangte, sah
Webster nach der Landung sich
dermassen von Eingeborenen umringt, dass keine Möglichkeit bestand Insekten und Vögel zu
sammeln. Auch auf der Insel La Vandola [Naüna] stellten sich bei seinem Besuch eine grosse
Anzahl Eingeborener ein. Von der Blanche-Bucht aus, nach der
Webster zurückkehrte,
segelte er zunächst nach Kurès auf Neu-Mecklenburg, wo die Jacht auf ein Riff hef und dabei
so beschädigt wurde, dass sie umkehren musste. Nach einem Besuch der Wesleyanischen
Missionsstation zu Kambakanda ging sie nach Matupi ab, um dort wiederhergestellt zu werden.
Diese Zeit benutzte
Webster zu Ausflügen in die Umgebung und besuchte die heissen
Quellen, die Bienenkörbe sowie das Dorf Nodup. Am ii. verliess die „Lizziequot; die Blanche-Bai,
durchsegelte den St. Georg-Kanal und erreichte nach Ablauf einiger Tage Nissan [Sir Charles
Hardy-Inseln]. Der hier hausende Händer
Oliver Beavis war lo Tage zuvor hinterrücks
mittelst einer Axt erschlagen worden. Hierauf besuchte er Buka [Bougainville-Insel], alsdann
Mono [Treasury-In.sel] und kam bei Guadalcanar, westlich vom Kap Hunter zu Anker. Auf der
Weiterfahrt erlitt die Jacht abermals einen Unfall, der sie zwang die Insel Gawatu bei Gua-
dalcanar aufzusuchen, wo
Webster nebst der Mannschaft von dem Kriegsschifif „Waharooquot;,
Kapt.
Pollard, aufgenommen wurde, das ihn nach Australien brachte. Mit einer Sammlung
von 83104 „specimensquot; trat
webster von hier aus die Heimreise nach England an.

D. W. Horst 1896.

Am 29. Mai 1896 trat der Resident von Ternate, D. W. HoRST, auf dem Regierungs-
dampfer „Zeemeeuwquot;, Kapt. W. C.
Meyer, eine Fahrt nach dem Mac Cluer-Golf an Auf
dem Wege dorthin besuchte er die Papuanischen Inseln, zuerst Gébé, darauf Mumes an der
Südküste von Waigëu, ferner Samaté und Sailolof auf Salawati sowie Misol. Auf der letztge-
nannten Insel unternahm er eine zweistündige Ruderfahrt auf dem Fagéu und gelangte als-
dann auf einem Waldpfade nach dem etwa 45 Minuten entfernt liegenden Dorfe Iläi. Am 16.
Juni traf er in der Sekär-Bucht ein, besuchte zunächst das auf der Insel Arguni [Argunung]
liegende gleichnamige Dorf und dampfte weiter bis zu dem östlicher, an der Festlandsküste
liegenden Goras. Am folgenden Tage erreichte die „Zeemeeuwquot; Bonggosé, den Hauptort der
Landschaft Bintuni, wo die Bewohner sich sehr misstrauisch zeigten infolge der wiederholten
Überfälle, die sie von den am nördhchen Ufer des Golfs, in Sarui, Tonèki, Mogotira, Äm,
Bibira und Kanara hausenden Stämmen zu erdulden gehabt hatten. Nachdem an Siritu vor-
beigefahren worden war, wurde Kurs nach der Mündung des Insé quot;) gesetzt und am Abend

1)nbsp;Uaimkatou der deutschen Seekarte N°. 480. Die beiden anderen Inseln heissen Palaiai und Kumuli.

2)nbsp;Koloniaal Verslag van 1897, p. 30—31. — D. W. Horst. Nieuws van de Jakati-rivier. Tijdschr. K. Nederl.
Aardr. Genootsch.
(2) XIV. 1897, p. 124—130.

3)nbsp;Das in der Nähe liegende Karang Broh war von Leuten aus Onin überfallen und geplündert worden.

4)nbsp;Nicht Jakati, wie Horst schreibt.

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des 19. unweit derselben geankert. Es währte am nächsten Tage noch 2 Stunden, ehe das zu
Wasser gelassene Boot die Mündung, deren Breite
HoRST, viel zu niedrig, auf etwa loo m. Breite
schätzte, erreicht hatte. Bis 12 Uhr mittags wurde stromaufwärts der Insel Modan entlang
gerudert und darauf ein sie in E. begrenzender Deltaarm durchfahren, bei welcher Gelegenheit
der Berg Tantiri [Tantiii] passirt wurde. Längs eines anderen aus NE. kommenden Seitenarmes
gelangte das Boot aufs neue in den Insé und traf gegen 47^ Uhr bei dem Dorfe Insé in der Nähe von
Mangkoi ein, das 1875 den ersten und einzigen Besuch von Europäern („Gazehequot;-Expedition)
erhalten hatte 7. Zur allgemeinen Überraschung fand man hier —- weit stromauf — einen
Schoner, den „Mulk ul Borihquot; liegend, der einem in Sekru ansässigen Buginesen gehörte.
Nachdem man am 21. nach eine Bootfahrt auf dem Jakati aufwärts bis zum Dorfe Jakati
unternommen hatte, wurde am 22. die Rückfahrt von Insé aus angetreten und abends die
„Zeemeeuwquot; wieder erreicht.
Horst führt unter den erkundeten Deltaarmen namentlich auf
Naramasa, Sowara-wara, Aridi, Wagur, Suga, Kaitaro, Kasira und Waref, die, soweit sie ander-
weitig bekannt geworden sind, richtiger lauten Aramasa, Suarawara, Aredo, Wagura, Kètero,
z. Tl. aber gar nicht mehr dem Stromgebiet des Insé angehören 7,

Am 30. traf die „Zeemeeuwquot; wieder auf der Reede von Ternate ein. Am 8. Oktober
fuhr
Horst aufs neue nach Neu-Guinea ab, suchte zunächst die Doré-Bai nebst der in ihr
liegenden Insel Manaswari auf und setzte darauf die Fahrt nach den Mapia-Inseln fort. Er
traf hier einen Norweger
[Peter Olsen] als Vertreter von D. D. O\' Keefe an. Der Kapitän
der „Zeemeeuwquot; bestimmte die Länge der Hauptinsel Pegun zu 134°
16\'E.^). Von den Mapia-
Inseln dampfte das Schifif nach dem Geelvink-Busen zurück und zwar zunächst nach der Insel
Nuför, wo die Einwohner der Dörfer Rumbai nnd Nurweer infolge von Überfällen ins Innere
verzogen waren «). Hierauf wurde die Reede von Korido auf der Insel Supiori und alsdann
Mokmèr sowie Saba an der Südküste von Wiak besucht. Auf der Fahrt nach der Insel Aberé
[Kurudu], auf der weder das Dorf Manupu noch überhaupt eine Menschenseele vorgefunden
wurde
7, entdeckte W. C. Meyer ein Rifif zwischen Aberé und der Neu-Guinea-Küste, auf
dem Brandung bemerkt werden konnte. Auf der Weiterfahrt in östlicher Richtung legte die
„Zeemeeuwquot; bei den Inseln Djamna [Jamna] und Anus, ferner in der Matterer-sowie der Tanah
Merah-Bai an. Auf der Rückreise wurde Ansus, an der Südküste von Japen, die Insel Ron 7,

1)nbsp;Horst behauptet, dass diese Insel von der „Gazellequot;-Expedition Greboer genannt worden sei. Dies ist ein
Irrtum, da sie von dieser namenlos gelassen wurde und nur der auf ihr liegende Hügel den Namen Credner-Berg erhielt.

2)nbsp;1901 war dieses Dorf nicht mehr vorhanden und zwar, wie P. E. MoOLENBURGH mitteüt (Tijdschr. K. Nederl.
Aardr. Gen.
(2) XX. 1903, p. 214), 1896 infolge einer Pockenepidemie verlegt worden.

3)nbsp;Nach Moolenburgh (L c. pag. 212) soll Horst 1897 (lies 1896) Arabauri besucht haben.

4)nbsp;Mit den obigen Angaben sind die folgenden Karten zu vergleichen: Golf van Bintoeni. Schetskarten van Ned.
Oost-Indië.
N°. 46. \'s Gravenhage 1903. Min. v. Marine. — [J. F. Niermever]. Nieuw-Guinea. De landengte tusschen
de Maccluer- en Geelvink-baaien. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch.
(2) XX. 1903, kaart N°. V. — J. W. van
Hille
. Kaart der afdeeling West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXII. 1905, kaart N°. IV. —-
Nova Guinea. II. i, p. 173. Fig. 18.

5)nbsp;Ligging der Mapia-eilanden. Rif aanwezig O. hoek eüand Jobi. Bericht aan Zeevarenden. \'sGravenhage 1897,
N°. 33/222.

6)nbsp;Mit Nurweer meint Horst wohl Nambér, das in den 8oger Jahren noch das einzige Küstendorf auf Nufor
war. (F. S. A.
de Clercq. De West- en Noordkust van Nederl. Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr, Gen. (2) X.
1893, p. ni). Der Ort Rumbai ist auf der Insel unbekannt.

7)nbsp;Wie Horst hörte, sollte die Bevölkerung durch Bewohner von Korido und Wiak vernichtet worden sein.

8)nbsp;Hier traf Horst am 30. Oktober ein. (Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. (2) X. 1897, p. 125—126).

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Wendèsi \'), Wasi\'or auf der Wandamèn-Halbinsel, Andai und schliesslich wiederum Doré
besucht. Von hier ging der Dampfer zunächst nach Gisser, um Kohlen zu laden und setzte
alsdann seine Fahrt nach der Südwestküste von Neu-Guinea fort, um auf Aiduma Erkundi-
gungen nach dem Überfall von
webster in der Etna-Bai (s. oben p. 624) einzuziehen. Nachdem
er noch einige Tage bei der unbewohnten Insel Lakahia vor Anker gelegen hatte, kehrte er
nach Ternate zurück, wo die Ankunft am 21. November erfolgte^).

William Doherty 1896—97.

Über die im 1896—97 von william doherty nach Neu-Guinea unternommenen
Reisen (s. oben p. 544) hegen nur einige, aus seinen Briefen an Sir
walter rothschild
und Ernst Hartert veröffentlichte Auszüge vor

Am 8. Oktober 1896 verliess der Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot; die Reede von Ternate
und war es
doherty gestattet worden an dieser Fahrt teilzunehmen (s. oben p. 626). Auf
der Rückfahrt von der Tanah Merah-Bai verhess er bei der Insel Masi-Masi das Schiff und
hess sich von Eingeborenen nach der gegenüberliegenden Küste und zwar nach der Landschaft
Takär übersetzen, in der er 3 Wochen zubrachte. Leider beschränkt sich ahes das, was er
über dieses noch so gut wie unbekannte Gebiet sagt, auf die folgenden Sätze: „The chief of
Masi-Masi and his brother came with me to Takar, and were of great help: but for their
wonderful skill as canoe-men we should all be still at Takar, prisoners of the surf. The whole
of this coast is almost unapprochable on account of the Pacific swell, and I feel that I got
away very cheeply with sacrifice of about the third of our catch, including the only crown-
pigeon .. . Wensudu being hilly, would be better than Takar ... At Takar it rained nearly
all the time ...quot;

Nachdem Doherty im November sich noch in Patani auf der Südosthalbinsel von
Halmahera aufgehalten hatte •■\'), gelangte er im Dezember auf dem Postdampfer nach Sekru
[Skru] (Ati-Ati Onin eigentlich), gegenüber der Insel Pandjang, an der Westküste von Neu-
Guinea\'). Auf schwer zu begehenden Pfaden gelangte er 16—18 miles weit ins Innere bis zu
den Quellen des Flusses Kapar Tutin Die mit dichtem Walde bedeckten Berge erreichten

1)nbsp;Östlich von diesem Ort entdeckte W. C. Meyer ebenfalls ein Riff. (Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage
1897, NU. 80/572).

2)nbsp;Koloniaal Verslag van 1897, p. 31—32.

3)nbsp;Walter Rothschild. On some New or Rare Lepidoptera of the Old-World Region. Novitates Zoologicae.
V. Tring 1898, p. 98, 100, 102. — H. Grose Smith. Descriptions of New Species of Oriental Butterflies. Ibid. p. 105,
no.
—■ W. Warren. New Species and Genera of the Families Drepanulidae, Thyrididae, Epiplemidae, and Geometridae.
Ibid.
VI. 1899, p. 3, 5, ii, 12, 13, 24, 25, 29, 42, 43, 47, 54- — W. Warren. New Drepanulidae, Thyrididae, Epiple-
midae, Uraniidae and Geometridae. Ibid. p. 320, 324, 353,
357-, IX. 1902, p. 343, 351., XV. 1908, p. 330, 347. —
H.
Grose Smith. Descriptions of New Species of Oriental Butterflies. Ibid. V. 1898, p. 105—no. — Walter Roth-
schild
and Karl Jordan. On some new or rare Lithosiinae. Ibid. VIII. 1901, p. 410, 411, 413, 414, 415, 419, 420,
421, 423. — Sir George Hampson. Descriptions of new Species of Noctuidae. Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) XVL 1905,
P-
533, 544, 545-, Descriptions of new Pyralidae. .. Ibid. (7) XVIIL 1906, p. 390, 391, 461. — Walter Rothschild.
Descriptions of new Syntomidae. Novitates Zoologicae. XVII. 1910, p. 430, 440, 441. — Martin Jacoby. New Species
of Phytophagous Coleoptera . . . Ann. Soc. Entom. de Belgique. XLII. 1898, p. 353 passim.

4)nbsp;Die Fahrt fand nicht, wie berichtet wird, im Jahre 18^7, sondern zweifellos 1896 statt.

5)nbsp;Wonsudu, auch Ansudu genannt, liegt westlich vom Flusse Bin.

6)nbsp;W. Warren. New Drepanulidae, Thyrididae, Epiplemidae, Uraniidae, aud Geometridae. Novitates Zoologicae.
VL Tring 1899, p. 345.

7)nbsp;Walter Rothschild and E. Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. VIIL Tring 1901, p. 56—60.

8)nbsp;Sekertemping bei Doherty.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte. -nbsp;79

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nach seinen Angaben Höhen von 2000—3000 feet. Vielen Anlass zum Klagen gab das Ver-
halten der Eingeborenen. „Almost every man has a gun, principally used in slave hunting,
but also shooting every edible bird, except the sacred ones, which are very numerousquot;. Der
am meisten geheiligte war der „lusiquot;
[Haliaëtes leucogaster) und als unglücklicherweise einer
seiner Jäger ein Exemplar dieses Vogels erlegt hatte, musste
Doherty diese Blutschuld in
Gestalt eines Gewehres sowie mehrerer Baumwollenzeuge und Messer von sich abwälzen. Die
Eingeborenen waren weder Kopfjäger noch Kannibalen, lagen aber in einem beständigen
Kriege untereinander „for the fun of itquot;. Reichlich ein halbes Jahr vor seiner Ankunft hatten
sie auch einen Zug nach Adi unternommen, um die Insel auszumorden. Sein Aufenthalt in
der Landschaft Kapäur währte bis Februar 1897

Hierauf begab Doherty sich nach der Insel Buru, worauf er im April nach der
Geelvink-Bai gelangte, um zunächst Doré und Andai zu besuchen. Infolge der damals unter
der Bevölkerung grassirenden Blattern, wozu sich noch Cholera und Beri-Beri gesellten, war es
unmöglich Träger nach dem Arfak-Gebirge zu erhalten. Auch herrschte andauerndes Regen-
wetter. Er begab sich von hier aus nach den Schouten-Inseln (Supiori und Wiak), doch ist
das, was er über diese Inseln mitteilt, belanglos. Den Rest des April und einen Teil des
Monats Mai brachte er in der Umgebung von Ansus an der Südküste von Japen zu, wo einer
seiner Jäger ermordet wurde, während die beiden anderen noch rechtzeitig entweichen konnten
Hierauf segelte er nach Nuför, wo er bis in den Juni hinein verweilte. Es gelang ihm, als dem
ersten Weissen, ins Innere der Insel vorzudringen und er fand dabei, dass sie sich aus Korallen-
kal-kstein aufbaut, deren Felsen zwar nirgends die Höhe von 300 feet überschreiten, aber
schwieriger zu begehen waren, als irgend ein anderes Gebiet im Indischen Archipel, Sumba
selbst nicht ausgenommen. Ebenso zeigten sie an den Küsten ein steiles Abfallen, stehenweise
sogar ein Überhängen. Die Strandbevölkerung bestand zurzeit aus Bewohnern von Wiak,
während die eigenthchen Nuforen sich ins Innere zurückgezogen hatten S), nachdem ihre
früheren Niederlassungen am Strande verbrannt worden waren.
Doherty, der sich im Dorfe
Suèr niedergelassen hatte, schildert seine Bewohner als die frechsten Wilden, denen er auf
seinen Fahrten begegnet sei, obwohl sie nicht verräterischer als diejenigen von Wiak waren.
Von Nuför begab er sich nach der Insel Ron, wo er im Juh eintraf, aber nur einige Weiber
vorfand, da die übrigen Bewohner, soweit sie nicht geflüchtet, der Cholera zum Opfer gefallen
waren. Nach einem Besuch der Wandamèn-Halbinsel traf er noch in demselben Monat in Doré
ein, worauf er Neu-Guinea endgültig verhess. Im September gelangte er nach Gross-Obi [Obi Ra].
Er starb am 25, Mai 1901 zu Nairobi in Ost-Afrika.

E. St. Vrâz 1896—97.

In der Absicht zoologische Sammlungen anzulegen, besonders aber um die Entwicke-
lungsgeschichte des
Tachyglossus zu erforschen, traf E. St. Vräz auf dem Regierungsdampfer

1)nbsp;Walter Rothschild and K. Jordan. On some New Lepidoptera from the East. Novitates Zoologicae VI
Tnng J899, p. 433.
- W. Warren. New Species and Genera of the Families Drepanulidae, Thyrididae, Uraniidae
Epiplemidae, and Geometridae. Ibid. V. 1898, p. 225, 231, 240, 249.nbsp;\'

2)nbsp;Als der Kreuzer „Borneoquot; am 22. Oktober 1897 nach Ansus kam, legte der an Bord befindliche Resident
D. W.
Horst dem schuldigen Dorf eine Busse auf, die, wie J. L. van Hasselt mitteüt (Berichten van de Utrechtsche
Zendingsvereeniging. N. S. IX. 1898, p. 57), in Waren im Werte von II, 200.— bestand.

3)nbsp;Sie lagen nicht weit von der Südwestküste entfernt auf den Gipfeln einiger Felsen

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„Zeemeeuwquot; am 8. November 1896 in der Doré-Bai ein. Er hielt sich hier zunächst in dem
Dorfe Kwawi und sodann in Mansinam auf der Insel Manaswari auf. Am 24. segelte er näch
Andai ab, um von dort aus das Arfak-Gebirge zu besteigen. Es währte bis zum 11. Dezember,
bis die Bewohner von Hatam — 70 Personen beiderlei Geschlechts — heruntergestiegen kamen,
um Träger- und Führerdienste zu leisten. Am nächsten Tage erfolgte der Abmarsch längs
des Andai-Flusses. Nach Zurücklegung von 5 km. wurde in südlicher Richtung eine 300 m.
hohe Hochfläche erstiegen, der ein Ausläufer des Arfak-Gebirges aufsass. Er bildete zugleich
die Wasserscheide des Meni und Prafi, die sich beide in den War Mari [Wär Merl] ergiessen
sollten^).
VrIz setzte seinen Marsch den Meni aufwärts fort und wanderte am 14. entlang dem
Kamm des Mungrungou. Nachdem am 15. das von Arfakern bewohnte Dorf Mieni erreicht
worden war, ging es talwärts, wobei die Bäche Mingan Goj a und Mingan Tijega durchschritten
wurden. Am 17. erbhckte man zuerst das Hatam-Tal und an dem oberen Ende das aus
zerstreuten Hütten bestehende Hatam Kaku [Gross-Hatam], das bisher von keinem Europäer
besucht worden war^). An dem nämhchen Tage traf
Vräz in Moré ein. Der Korano wohnte,
wie zu
D\'Albertis\' Zeit, zwischen Moré und Klein-Hatam Von Gross-Hatam aus unternahm
Vräz Ausflüge, die sich bis 20 km. weit in südwestlicher und südlicher Richtung ausdehnten.
Er erwähnt ein in WSW. verlaufendes
Beccari-Gebirge und einen anfangs in S. auslaufenden
Teil desselben, das Smetana-Gebirge Infolge von Streitigkeiten und anderer ihm durch die
Hatamer bereiteter Unannehmlichkeiten musste
VrIz nach dreiwöchigem Aufenthalt, ohne
auch nur im Entferntesten seinen Zweck erreicht zu haben, den Rückmarsch nach Andai
antreten, wo er bis zum Skelett abgemagert wieder eintraf*^).

Karl Schädler 1896—97.

Wie F. A. jentink mitteilt, hielt KaRL SchäDLER sich als Naturaliensammler vom 8.
Dezember 1896 bis 22. März 1897 in Sekru und dem Hinterlande auf Er war also bald nach
Doherty in dem nämlichen Gebiet eingetroffen, doch lautet sein Urteil über die eingeborene
Bevölkerung wesentlich günstiger Die von ihm erlegten Vögel sind von O.
Finsch
beschrieben worden

1)nbsp;Diese Angabe Icann, soweit sie sich auf den Prafi bezieht, nicht richtig sein. Man vergl. das Kärtchen in
Cosmos di Guido Cora, IIL 1875—76, Tav. X., auch Nova Guinea. IL l. Fig. 15 (p. 157).

2)nbsp;VRäz gab ihm den Namen D\'Albertis-Tal. Vier Tagereisen südlich von der Mitte dieses Tales sollte sich ein
grösserer See, namens Tschemti befinden, bewohnt von Angehörigen des Stammes Mam\'kion. Damit dürften wohl die beiden
von L. A.
van Oosterzee beschriebenen Angi-Seen gemeint sein. (Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXI.
1903, P- 998 — 1021).

3)nbsp;L. M. D\'Albertis und O. Beccari waren nur bis Moré und Klein-Hatam gekommen.

4)nbsp;VRäz zählt von der Landschaft Hatam (1000—1200 Seelen) 39 Ortschaften auf, deren Anführung unterbleiben
möge, da ihre Namen, zu einem grossen Teil wenigstens, schwerhch richtig geschrieben sein
werden, wie dies mit Sicherheit
mit den bereits bekannten Ortsnamen der Fall ist. Auch sonst wimmelt seine Darstellung von unzutreffenden Angaben.

5)nbsp;Genauere Angaben über die Lage dieser Gebirge fehlen, auch ist nicht einmal einmal eine Kartenskizze
beigegeben worden.

6)nbsp;E. St. VRäz. Reise nach Neu-Guinea. Petermanns MitÜg. XLIV. 1898, p, 232—235.

7)nbsp;Notulen der 7de Gemengde Algemeene Vergadering van Directeuren der Maatschappij en Leden der Commissie
ter bevordering van het Natuurkundig Onderzoek der Nederlandsche Koloniën, gehouden te Amsterdam, op Zaterdag den
22sten Mei 1897, p. II.

8)nbsp;On a Collection of Birds made by Karl Schädler at Sekru (northwest-coast [sic!] of New-Guinea). Notes from
the Leyden Museum. XXII. 1900/1901, p. 49—69.

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Sir William Macgregor i8g6.

Nach seiner Abfahrt von Port Moresby auf der „Merrie Englandquot; war macgregor
am 24. März 1896 auf Samarai angelangt. Er besuchte am folgenden Tage die von C. W. Abel
geleitete Missionsstation äuf der Insel Kwato und traf am 26. am Kap Vogel [Ipote] ein. Auf
der Weiterfahrt begegnete er am 28.
J. Green in einem Walboote, der die Küstenstämme
von der Mambare- bis zur Ope-Mündung besucht hatte. Während
Macgregor am 29. die
Fahrt auf dem Mambare antrat, machte der Dampfer einen Abstecher nach Friedrich Wilhelms-
Hafen, um die Überlebenden der EHLERSschen Expedition abzuliefern (s. oben p. 618). Das
erste Dorf, Taututu, war verlassen, da es von den Stämmen Andjiga [Anjiga] und Gouwo
überfaUen worden war. Auch das in der Nähe liegende Gadara war ausgestorben. Am 30.
hielt
Macgregor zunächst bei dem grossen Dorfe Peu, alsdann bei dem am hnken Ufer
hegenden Manatu. Nachdem an Apotji [Apochi], Eruatutu und Pinung vorbeigefahren war, hielt
er einige Minuten bei Umi, das am linken Ufer, i mile unterhalb der am Zusammenfluss des
Tamata und Mambare von
J. Green errichteten Tamata-Station (ca-8°22\'S., 147° 52\'/v e.) lag.
Es war ein Hauptzweck für das Kommen von
Macgregor gewesen diese mit Proviant zu
versehen. An dem nämlichen Tage ging er wieder stromabwärts, bei welcher Gelegenheit Eruatutu,
Peu und Apotji besucht wurden. Der i. April wurde zu Aufnahmen an der Mambare-Mündung
verwendet und am 2. bis i V^ miles südhch von der deutschen Grenze gefahren, wo kampirt wurde.
Auf der Weiterfahrt längs der Küste erreichte er am 3. die Mündung des Waria. Nachdem
er am 5. an der Mündung des Ope angelangt war, traf er am folgenden Tage mit M. H.
Moreton in der Goodenough-Bai zusammen, um nähere Erkundigungen nach den Urhebern des
Überfalls am Musa (s. oben p. 606) einzuziehen. Am 7. landete er bei Wamira und am 8. auf
der Missionsstation der Killerton-Inseln. Nachdem er am 9. nach Samarai zurückgekehrt war,
stattete er am 11. der Conflict-Gruppe [Baga Warina] einen Besuch ab, wo ein gewisser
wickham sich in der Spongienkultur versuchte und zugleich Kokospflanzungen angelegt hatte.
Alsdann dampfte er nach Misima [St. Aignan-Insel], wo er an der Nordküste bei Gulewa
landete. Hierauf fuhr die „Merrie Englandquot; nach der Südküste von Neu-Guinea ab, wo sie
sich am 20. und 21. an der Gwaibumata-Spitze gegenüber der Toulon-Insel aufhielt, am 22.
Dedele und Domara besuchte und am 24. über Hulä nach Port Moresby zurückkehrte \').

Nach den vielen vergeblichen Bemühungen sollte Macgregor endhch einmal die
Genugtuung haben Tugeris abzufassen. Er verliess Port Moresby bereits am 29. April wieder
auf der „Merrie Englandquot; und traf am 30. vor Orokolo ein, wo er die Dampfbarkasse „Rubyquot;
vorfand. Nach einem Besuch der Regierungsstation auf der Insel Daru dampfte er am 8. Mai
weiter. Des heftigen S E-Windes wegen konnte er an diesem Tage nur bis zur Insel Marakara
gelangen und erst am folgenden auf Saibai eintreff-en, wo ein Lager aufgeschlagen wurde. Am
II. ging er nach der Insel Boigu und am 12. nach dem Wasu Kusa ab. Drei bis vier mües
von der Mündung entfernt gelang es mit dem Feldstecher 10—12 Tugeri-Kanus zwischen dem
Festlande und der Insel Mata Kawa zu beobachten.
Macgregor ging sofort zum Angriffquot; über
und glückte es ihm einige Leute gefangen zu nehmen, während er diejenigen, welche nach der
erwähnten Insel geflüchtet waren, nicht verfolgen durfte, da diese zu Queensland gehörte. An

I) Despatch reporting Visit of Inspection to Mambare River District and other places. Ann. Report Brit. New
Guinea 1895—96. Brisbane 1897, p. 49—^52.

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der Mündung des Wasu Kusa wurden eine Menge, zwischen Mata Kawa und Karabailo dagegen
nur einige Kanus bemerlct. Nachdem die inzwischen aufgelaufene „Rubyquot; wieder flott gemacht
worden war, wurde die Verfolgung wieder aufgenommen, doch zwang der Eintritt der Dunkel-
heit zur baldigen Einstellung. Am 13. wurde in den Wasu Kusa eingelaufen und erschallte bei
der ersten Begegnung mit den Tugeris ein Geheul aus Hunderten von Männerkehlen.
MacGREGOR,
Johnson, A. Giulianetti
und A. W. Butterworth mit der Schutztruppe gingen zur Verfol-
gung über, nachdem die Tugeris durch Schüsse in die Flucht getrieben worden waren. Die Beute
bestand aus 38 Kanus, zu denen am folgenden Tage noch 10 hinzukamen, auch wurden mehrere
Tote gefunden. Die Kanus wurden in Schlepptau genommen und hierauf während der Nacht
am linken Ufer, dem Tugeri-Lager gegenüber, gelagert. Am 14. ging
Macgregor nach einem
Besuch von Mata Kawa, den Wasu Kusa nochmals aufwärts, fast bis zu seiner Vereinigung mit
dem Mai Kusa. Bei dieser Gelegenheit wurden noch mehrere verlassene Tugeri-Lager aufge-
sucht, von einer weiteren Verfolgung aber Abstand genommen und am 16. nach Boigu
zurückgekehrt \').

Alesander Agassiz 1896.

Auf dem von der United Steam Navigation Company gecharterten Dampfer „Groydonquot;,
Kapt.
Thomson, nahm Alexander Agassiz, in Gemeinschaft mit W. Mc. M. Woodworth
und A. G. Mayer, während der Monate April und Mai 1896 eine Untersuchung des Barrier-
Riffes und eines Teiles der Torres-Strasse vor. Auf diesen Fahrten wurde Neu-Guinea zwar
nicht berührt, aber die Resultate seiner Untersuchungen waren nicht ohne Bedeutung hinsicht-
lich der Frage nach den zwischen dieser Insel und Nord-Australien bestehenden Beziehungen.
Agassiz verneint die Möglichkeit, dass ein Barrier-Riff sich nur in Senkungsgebieten bilden
könne, und er behauptet, dass die Trennung von Neu-Guinea und Neu-Holland eine Folge
von Denudation und Erosion gewesen sei

M. P. Cosgrove 1896.

Unter der Leitung von M. F. COSGROVE ging im Jahre 1896 eine Goldsucherexpe-
dition von Adelaide nach Neu-Guinea ab. In den mir zugänglichen Berichten wird nur gesagt,
dass sie vollständig missglückte und die Teilnehmer am 4. August mit der Überzeugung heim-
kehrten, dass Neu-Guinea kein Goldland sei

Sir William Macgregor 1896.

Macgregor verliess auf der „Merrie Englandquot; Port Moresby am 15 Juni 1896 und
traf noch an demselben Tage auf der unter der Leitung des Rev. H. M.
Dauncey stehenden
Missionsstation in Delena ein. Als er am 16. nach der Yule-Insel gelangte, traf er dort den

1)nbsp;Despatch reporting Expedition undertolcen to repel Tugeri Invaders. Ibid. p. 52—56.

2)nbsp;A Visit to the Great Barrier Reef of Australia in the steamer „Croydonquot; during April and May, 1896. Bull,
of the Museum of Comparative Zoology at Harvard College. XXVIII. N°.
4. Cambridge, Mass, 1898, p, 95—148,
(besonders p. 107), — A Visit to the Great Barrier Reef of Australia. Americ. Journ, of Science (4) H. New Haven
1896, p. 240—244,

3)nbsp;Gordon amp; Gotch. The Australian Handbook... Guide for 1900. 31st Year of Issue London, Sydney amp;c,,
p. 625. — H.
Greffr.A-TH. Australien und die Südsee. Deutsche Rundschau f. Geogr. und Stat. XX. Wien 1898, p, 453-
(In dem letzterwähnten Aufsatz wird die Expedition in das Jahr 1897 verlegt).

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kürzlich von der Thursday-Insel zurückgekehrten Bischof L. A. Navarre an, während Pater
GlOV. Genocchi kurz zuvor abgereist und an seine Stelle H. St. Verjus getreten war. Am
17. setzte er seine Fahrt nach Pinupaka und am folgenden Tage nach Mohu fort, wo er auch

den 18. überblieb. Am 19. ging es über Abeära, Berema und Ina Wa nach der Regierungsstation
von Mekeo. Bereits am 20. setzte
Macgregor seinen Marsch nach Bäipaha [Vaepa] fort, wo
sich eine vom Pater
vitale geleitete Missionsstation befand, und erreichte am 20. Jeku
[Yeku]. Auf dem St. Joseph-Fluss gelangte er stromabwärts in den Hall-Sund, von dem aus
er am 24. den Ethel-Fluss [Kiwa] aufwärts fuhr, wo er zwischen Nada und dem Unterlauf
Robert Hunter und W. Nettle mit dem Fähen von Sandelholz\') beschäftigt fand2).
Am 25. ging Charles Kowald in seinem Auftrage nach dem 12 miles NE. von Delena
hegenden Dorf Wainamai [Vainamai], das zu dem der London Missionary Society zuge-
wiesenen Gebiete gehörte, in dem sich aber seit 28. Januar der Pater
victor mit dem Laien-
bruder
Placidus niedergelassen hatte 3).

Als Macgregor am 3. Juli vor Aroma erschien, um den im Hinterlande wohnenden
Bergstamm Rubi zu besuchen, musste er plötzlicher Erkrankung wegen seine Fahrt abbrechen.
Es gingen jedoch A. W.
Butterworth und A. C. English mit einem Teile der Schutz-
truppe am 4. dorthin ab. Sie erreichten an dem nämlichen Tage die etwa 20 miles von der
Küste entfernt hegenden Dörfer Konakohu und Olawoputo, die aber fast völlig verlassen waren.
Am Mittage des folgenden Tages trafen sie in dem auf dem Gipfel eines Berges liegenden,
ebenfalls menschenleeren Rubi ein. Bei näherer Untersuchung wurde der Häuptling aufgefunden,
der wegen des Überfahes von Garirupu Abbitte versprach. Er ging dann am 6. auf dem Wege
zur Küste mit und schloss mit dem Häupthng dieses Ortes Frieden^).

Nach seiner Wiederherstellung verhess macgregor Port Moresby, um zunächst am
19. Juh der Dufaure-Insel einen Besuch abzustatten. Von Samarai aus, das am folgenden Tage
erreicht wurde, traf er am 22. auf der Regierungsstation Niwani auf Pana Et [Deboyne-Insel]
ein und setzte an demselben Tag die Fahrt nach der Hula-Bai an der Südküste der Sud-Est-
Insel fort. Hier hatte die
British New Guinea Gold Mining Company, eine halbe mile
von der Küste entfernt, eine Niederlassung errichtet. Am 26. kam die „Merrie Englandquot; in
der Suloga-Bai an der Südküste der Woodlark-Insel zu Anker, worauf
Macgregor das 8
miles nördlich vom Grunde der Bai entfernt liegende Lager der Goldgräber aufsuchte, die
bereits 6000 Unzen des edlen Metalles ausgeführt hatten. Nach Besuch von Segara an der
Nordküste der St. Aignan-Insel am 28., erfolgte am 29. die Rückkehr nach Samarai %

Macgregor ging hierauf auf der „Merrie Englandquot; nach der Mambare-Mündung ab,
um den mit Erfolg gekrönten Versuch zu unternehmen, die Südosthalbinsel von Neu-Guinea
zu durchqueren. Am 6. August dampfte er auf der Barkasse, die zwei Boote im Schlepptau

i; Dieses Holz dürfte schwerlich dem echten Sandelholz angehören. Im Jahre 1891—92 begann die Produktion
m Brit. Neu-Guinea mit 42 tons im Werte von £.290.— und erreichte 1895—96 ihren höchsten Stand mit 525 tons
im Werte von £.4035.—. (Ann. Report on Brit. Neu Guinea 1897—98. Brisbane 1898, p. XXXIX).

2)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch reporting Visit of Inspection to the Mekeo District. Ann. Report on
Brit. New Guinea 1895—96. Brisbane 1897,
p. 56—60.

3)nbsp;lid. p. 60—61.

4)nbsp;Ibid. p. 61—62.

5)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to various Places in East End of the Possession. Ann. Report on Brit
New Guinea 1896—97. Brisbane 1898, p. i—2.

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mit sich führte, den Mambare aufwärts. Infolge des niedrigen Wasserstandes konnte man die
Felsen, welche das Flussbett z. TL bildeten, bemerken. Sie bestanden zwischen der Mündung und
dem Dorfe Gadara aus Korahenkalk, während die umliegenden Berge aus metamorphischen
Schiefern gebildet wurden. Nachdem
MACGREGOR am Ufer, 2—3 miles unterhalb Pen über-
nachtet hatte, erreichte er am nächsten Tage die Station an der Tamata [Taupota] Junction.
Am II. setzte er die Reise zu Fuss fort, erreichte mittags den 4 miles vom Green-Fluss ent-
fernten Clunas-Fluss und nach weiteren 5 miles den Simpson-Fluss, den grössten von diesen

drei Nebenflüssen des Mambare. Am 13. wurde der Marsch fortgesetzt, auf dem zahlreiche
Bäche mit Geröllen von Granit, Basalt, Quarzit und Tonschiefer durchschritten wurden; die
Bodenoberfläche bestand aus rotem Laterit. Am 14. erfolgte die Ankunft in „Simpson\'s
Storequot; am Otawia, der in 1500—1600 feet Höhe und i mile von Mambare in 8° 35\'30quot; S.
lag.
William Simpson hatte von hier aus, in Gemeinschaft mit seinen Gefährten, einen Pfad
angelegt, der von linken Ufer des Mambare nach dem Zusammenfluss des Tjirima [Ghirima]
mit dem Jäda [Yodda] führte. Ein im Lager gerade anwesender Häuptling von Neneba am

l) Zwischen diesen beiden ergoss sich noch der Fish-Fluss in den Mambare.

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Scratchley-Berg gab als einheimische Namen an: Nada für Victoria-Berg\'), Toroba für
Scratchley-Berg, Otowia für Gillies-Berg und Adjula Kadjula für Parkes-Berg. Den Mambare
nannte er Mamba oder Yodda. Am 17. setzte
Macgregor den Marsch fort und nach dem
Verlassen des Mambare ging es durch Schluchten und über Berge bis zu 2000 feet Höhe,
worauf am 20. die Ankunft am Zusammenfluss des Yodda und Tjirima (8° 39\'15quot; S.) erfolgte.
Zwei miles oberhalb der Mündung des Tjirima wurde der aus dem Süden kommende Neben-
fluss Oroa entdeckt. Am 28. verhess
Macgregor das Lager am Tjirima und gelangte nach
Zurücklegung von 3 miles an den Mac Laughlin-Fluss, der sein Bett in Tonschiefer und
Quarzit eingegraben hatte. Am 29. begegnete er nach imiles einem grösseren und
miles weiter einem etwas kleineren Nebenfluss des Yodda, die aUe drei am Ostabfah des
Scratchley-Berges entsprangen. Das Lager wurde an diesem Tage auf einem 2000 feet hohen
Ausläufer dieses Berges in 8° 45\'33quot; S. aufgeschlagen. Am i. September nahm die eigentliche
Besteigung ihren Anfang und erreichte
Macgregor die Höhe von 3350 feet, am 2. waren
es 5000 feet, am 4. 6850, am 5. 9075 feet. Während des 7. und 8. bheb er in 9700 feet
liegen, um den mit Lebensmitteln nachkommenden A.
C. English zu erwarten, der am
Nachmittage des 8. ein-traf. Am 12. wurde endlich ein 12100—12200 feet hoher Gipfel
(8°45
\'3quot;S.) erreicht Am 14. bestieg MacgreGOR einen anderen Gipfel, der 12650 feet
hoch war, während der höchste eine Höhe von 12850—12860 feet besass. Sichtbar war nur
ein einziges Dorf, das in etwa 3000 feet liegende Fofoana, das an einem Zufluss des Tjirima,
namens Adjibara [Ajibara], lag. Das nicht sichtbare Neneba lag gegenüber an der Westseite
des Momoa, eines vom Scratchley-Berges auslaufenden Rückens. Am 17. ging es bergab,
worauf am nächsten Tage die Winter-Höhe erreicht wurde, von der aus
Macgregor am 19.
die Besteigung des Victoria-Berges fortsetzte und am 20. den Gipfel, nunmehr zum zweiten-
male erreichte. Das Westende bestimmte er zu 8° 52\'20quot; S. Die Farnwedel, die ihm vor 7
Jahren als Lager gedient hatten, waren noch unversehrt und nicht in Fäulnis übergegangen.
Am 22. erfolgte der Abstieg und bereits am Nachmittage die Rückkehr nach der Winter-
Höhe. Nachdem er am 24. um
S^li^- p- m. Zeuge einer Erderschütterung gewesen, brach
er am nächsten Tage wieder auf und erreichte am 29. das am Südwestfuss des Knutsford-Berges
hegende Gosisi. Am i. Oktober ging es den Musgrave-Berg 2000 feet aufwärts und hier erhielt
die Expedition den Besuch von Einwohnern aus dem unfern liegenden Dorfe Tobiri. Als
einheimische Namen gaben sie an : Togoro für Victoria-Berg, Toi für Musgrave-Berg, Kasilani
für Thynne-Berg, Ubi für Belford-Berg, Ewani [Evani] für Knutsford-Berg, Dubi Goro für Mac
Hwraith-Berg, Turi für Lihey-Berg und Orei für das SW-Ende des Owen Stanley-Gebirges.
Auf dem Weitermarsch am 3. wurde der Lido, ein Fluss am Südfu.ss des Musgrave-Berges
überschritten, am 10. erfolgte das Eintreffen am Berge Guba und am 12. im Dorfe Koni
am Wanapa [Vanapa], wo die Bewohner seit mindestens einer Woche wussten, dass die
Expedition im Anzüge war, trotzdem sie keiner menschlichen Seele begegnet war, die die
Kunde hätte überbringen können. Am nächsten Tage erreichte
macgregor die Küste und

1)nbsp;Seiner höchsten Spitze gab Macgregor den Namen Huxley-Berg.

2)nbsp;In iiooo feet schoss Macgregor liier einen neuen Paradiesvogel, der von C.\'W.\'DEVia den\'Namen Macgregoria
pulchra
erhielt. (Description of a new Bird of Paradise from British New Guinea. Ibis (7) III. London 1897, p. 250—252. PI. VII).

3)nbsp;Siehe oben p. 488.

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damit war er der Erste, dem es geglückt war einen Teil von Neu-Guinea, und dazu noch
einen sehr beträchtlichen, zu durchqueren

Amedeo Giulianetti 1896.

Amedeo Giulianetti, der bereits als Begleiter von Lamberto Loria auf Neu-Guinea
gewesen war (s. oben p. 527), trat Anfang Februar 1896 seine zweite Reise an und erreichte
Ende April Port Moresby Er nahm zunächst an der Fahrt von
Macgregor nach Daru
und nach dem Wasu Kusa teil (s. oben p. 631), wurde darauf zum Travelhng Government
Agent ernannt, mit der besonderen Aufgabe Naturalien zu sammeln. In dieser Eigenschaft
verliess er am 2. Juli Port Moresby, landete am 4. bei dem Dorfe Magula an der Orangerie-
Bucht und trat hierauf einen Marsch nach den Suabina-Bergen an, in denen er 14 Tage in
der Umgebung des Dorfes Boirawe sammelte. Auch die in der Umgebung liegenden Dörfer
Tauofi, Wina-Wina, Tauare, Bau-Bauba, Dau-Dau und Ritji-Ritji [Richi-Richi] wurden besucht.
Ende Juli verlegte er sein Lager während einiger Tage halbwegs zwischen das Dorf Koiari
und die Milne-Bai, worauf er nach Samarai ging. Hier begab er sich an Bord der „Merrie
Englandquot; und begleitete
Macgregor auf seiner Anfang August angetreteten Fahrt nach dem
Mambare und dem Weitermarsch bis zum 25. August, worauf er sich von ihm trennte. Er
traf vor ihm in dem Lookout-Lager ein, bestieg alsdann den Gipfel des Scratchley-Berges am
9. und verweilte auf ihm bis zum 15. Oktober. Von hier aus stieg er nach
Neneba am Adjibara
[Ajibara] ab und sammelte dort bis 9. November Nachdem er am 29. wieder die Küste
erreicht hatte, kehrte er nach Port Moresby zurück^).

André Jullien und Victor de Rijke 1896.

Am 26. JuH 1896 begaben sich die auf der Yule-Insel stationirten Priester Andre
Jullien
und Victor de Rijke nach dem auf dem gegenüberliegenden Festlande in der
Landschaft Pokoa liegenden Dorfe Wanua Mae [ Vanuamae] von dem aus sie weiter land-
einwärts vordrangen. Sie entdeckten zunächst den Waida [Veida], einen am Owen Stanley-
Gebirge entspringenden Nebenfluss des Aroa, mit den beiden Zuflüssen Ibu und Dilafafala.
Weiter nördlich mündete der Kabuna. Nach viertägigem Marsch in NE. erreichten sie eine
Gruppe von Dörfern, unter denen Bubuni und Wale [Vale] die wichtigsten waren. Der ihnen

1)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch reporting Ascent of Mambare River and Journey across the Island. Ann.
Report on Brit. New Guinea
1896—97. Brisbane 1898, p. 4—14- — J- Thomson. Sir William Mac Gregor\'s recent

Journey across New Guinea and re-ascent of Mount Victoria. Nature LV. London 1896—97, p. 157_158. _ H. O.

Forbes. Sir William Macgregor\'s Journey across New Guinea. Ibid. p. 247.—J. P. Thomson. On Sir William Macgregor\'s
Journey in New Guinea. Journ. Manchester Geogr. Soc. XII.
1896, p. 201—203. — Sir William Macgregor\'s Journey
across New Guinea. Geographical Journal. XL London
1897, p. 449—4505 93~94- — Enrico H. Giglioli. Viaggio di
Sir William Macgregor attraverso la Nuova Guinea. Boll. Soc. Geogr. Ital. XXXIV.
1897, p. 26—27. — J. P. Thomson.
Sir Wm. Mac Gregor\'s Recent Journey Across New Guinea and Re-ascent of Mt. Victoria. Proceed, and Transact. Queensl.
Br. R. Geogr. Soc. Australasia
1896—97. XII. Brisbane 1898, p. 43—5o.

2)nbsp;Esplorazioni nella Nuova Guinea. Boll, Soc. Geogr. Ital. XXXIV. Roma 1897, p, 161166,

3)nbsp;Auch das in derselben Gegend liegende Dorf Maiama wurde besucht.

4)nbsp;Report of the Travelling Government Agent. Ann. Report on Brit. New Guinea 1896—97. Brisbane 1898,
p. 68—69. Die von ihm erbeuteten Vögel wurden von C. W. de Vis (Diagnoses of thirty-six new or little known Birds
from Brit. New Guinea. Ibis
(7) IIL 1897, p. 371—392., (7) IV. 1898, p. 174—175^ g. auch T. Salvador:. Note on
Daphoenositta miranda. Ibis
(7) IV. 1898, p. 208—209) beschrieben.

5)nbsp;In diesem Orte hatte de Rijke im Februar 1896 eine Missionsstation gegründet.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;80

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zunächst hegende, etwa 2000 m. hohe Berg hiess Manaku und lag in etwa 8° 30\'S., 144° 47\'E.\').

Bingham A. Hely 1896.

Der Resident Magistrate der Westabteilung von Britisch-Neu-Guinea, Bingham A. Hely,
unternahm im Jahre 1896 zunächst eine Dienstreise in das Stromgebiet des Fly-Flusses. Nach
einem Besuch der Inseln Pärama, Kiwai und Domori gelangte er am rechten Ufer nach dem
Dorfe Baramura, das aus einem einzigen 827 feet langen und 40 feet breiten Hause bestand
und darauf nach Koabaru, Ipi Darimu, Nabedai und Tirio Darimu. Jenseits der Station Daru,
im Gebiete von Mawata und Turi-Turi, besuchte er die Dörfer Gururu, Tatirua, Pududumete,
Sorgal, Pordari, Bugi, Dirimublu und Pianameti oder Sumlos, Mirabi und Badu [= Irapi und
Lami], ferner am Binaturi die Ortschaften Gowa Darimu, Aripara, Kakaripara und Jigaraga.
Ferner gelangte er nach einer Reihe von Dörfern, die, mit Ausnahme von Djibu [Jibu],
noch niemals von einem Weissen betreten worden waren, nämlich Paatupi, Mudjuara [Mujuara],
Papto, Dingapupu, das 30 miles von der Küste entfernt lag, Kuru sowie Namual

Sir William Macgregor 1896.

Am 9.. November 1896 verhess Macgregor Port Moresby und dampfte auf der „Merrie
Englandquot; nach Samarai, wo er nach einem Besuch des Rigo-Distriktes und von Suäu am 12.
eintraf. Am 13. setzte er seine Fahrt fort, blieb nachts vor Kapi-Kapi hegen und traf am 15.
vor der Mündung des Musa ein. In Begleitung von
John Green, Charles Kowald, William
Simpson
und Mac Lelland fuhr er in 2 von der Dampfbarkasse geschleppten Booten 10—12
miles stromaufwärts, worauf ein Lager am Fuss des Vietory-Berges bezogen wurde. Am
nächsten Tage fuhren die Boote zunächst nach der Küste zurück, um den Rest der Mann-
schaft und des Gepäckes zu holen. Am 19. wurde das in 9°i5\'5\'\'S. hegende Jasia [Yasia]
erreicht, wo die Barkasse infolge eines Defektes den Dienst versagte. Auf der Weiterfahrt
fand sich i mile oberhalb dieses Ortes am rechten Ufer die Mündung des augenscheinlich
am Westabfall des Vietory-Berges entspringenden Nebenflusses Totori. Zwei bis drei miles
oberhalb traf
Macgregor das neu angelegte Kiwosi (5 Häuser) an. Am 23. nachmittags erreichte
die Expedition das aus etwa ein Dutzend Häusern bestehende Dorf Jagisa [Yagisa] und am
25. das zu der Landschaft Eudari gehörende, in 9° 21\'30quot; S. liegende Dorf Dowe. Bald hinter
Gewaduru, das am 29. passirt wurde, musste die Bootfahrt eingestellt werden.
simpson und
Kowald waren nach dem weiter stromauf hegenden Dorfe Dugari gegangen, wo letzterer
dem Häuptling die Wirkung des Dynamits beim Fischen zeigen wollte. Die vorzeitig explo-
dirte Patrone riss ihm die rechte Hand sowie das rechte Auge ab und verletzte zugleich die
ganze rechte Körperseite.
simpson und Mac Lelland müssten nunmehr den Marsch allein
fortsetzen, da
Macgregor sofort mit dem Verwundeten nach der Küste zurückkehrte. Darauf
begab er sich mit dem Dampfer nach der Mambare-Mündung, wo er am 8. Dezember eintraf,

1)nbsp;Fern. Hartzer. Nouvelle-Guinée anglaise. Deux voyages d\'explorations des RR. PP. Jullien et De Rijcke
[sic!] Compt. rend. Soc. Géogr. Paris
1898, p. 206—207. — Explorations by Catholic Missionaries in Brit. New Guinea.
Geogr. Journal. XIL London
1898, p. 418—419. — Viaggio nella Nuova Guinea Brittanica. Boll. Soc. Geogr. Ital.
XXXVL Roma
1898, p. 511—512. — Tochten in Brit. Nieuw-Guinea. De Indische Gids. XXL i. Amsterdam 1899,\'
p. 209—210. — [André Jullien]. Les Missions de la Nouvelle-Guinée. Album, [Paris 1900] p. 25.

2)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Western Division. Ann. Report on Brit. New Guinea 1896—97.
Brisbane 1898, p. 43—45.

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fuhr am 9. den Fluss aufwärts nach der Tamata-Station, um ihr den für 6 Monate berechneten
Proviant zu überbringen und alsdann wieder an Bord zurückzukehren. Am 17. traf er auf
Samarai ein und fertigte die „Merrie Englandquot; am nächsten Tage ah, um
Kowald, allerdings
in hoffnungslosem Zustande nach Cooktown zu befördern \'). Das Weihnachtsfest verbrachte
Macgregor auf der Missionsstation von Kwato bei Rev. C. W. Abel

John Schmitt rSgö—97.

John Schmitt trat mit David Davis am 23. September von der Tamata-Station einen
Marsch den Mambare stromaufwärts nach dem goldreichen Mac Laughlin-Fluss an, über dessen
Untersuchung während seines Aufenthaltes bis zum 6. Juni 1897 er Bericht erstattete

William Simpson 1896—97.

Nach der Abreise von Macgregor am 2. Dezember hatte SiMPSON den Marsch längs
des Musa fortgesetzt. Er traf am 4. an der Stehe ein, wo
Macgregor 1895 gelagert hatte
(s. oben p. 605), und untersuchte zunächst den Adaua (s. Fig. 57, p. 606), fand aber erst im
Berggebiet „fine colours of goldquot;. Darauf begab er sich über Land nach dem Domara, in
welchem kein Gold gefunden wurde. Beide Flüsse führten Gerölle von Tonschiefer und Quarz,
was auch der Fall war in dem Moni, der am 12. erreicht wurde und etwas Gold führte. Von
hier aus trat
Simpson die Wanderung nach den Flüssen Poesi, Sisiwara und Oiwa an, worauf
er am 23. nach der Mündung des Poesi zurückkehrte. Am 25. gelangte er nach Dudura, am
26. wurde auf Booten und Flössen stromabwärts gefahren und am 2. Januar 1897 die Küste
wieder erreicht. Die „Merrie Englandquot; war an demselben Tage von Samarai nach der Musa-
Mündung gefahren und brachte die
SiMPSONsche Expedition am 5. dorthin zurückquot;).

David Davis, George Steele und Peter Olsen 1896—97.

Eine Gesellschaft von 21 Weissen und 65 farbigen Trägern brach im August 1896 von
der Woodlark-Insel in dem Schoner „Ehengowanquot; nach Samarai auf, um nach Ergänzung der
Mundvorräte nach dem Mambare zu segeln und auf den neuentdeckten Goldlagerstätten ihr
Glück zu versuchen. An der Tamata-Station angelangt, die zurzeit von A. W.
Butterworth,
an Stehe von J. Green, der an dem Zuge von macgregor teilnahm, verwaltet wurde, zer-
streuten sich die Goldsucher nach allen Richtungen. Eine aus
David Davis, George Steele
und Peter Olsen bestehende Partie machten sich mit einigen Gefährten und Trägern auf
den Weg nach dem Scratchley-Berg, wo ihre Bemühungen Gold zu finden, nur geringen
Erfolg hatten. Als daher der mit den Trägern geschlossene Vertrag seinem Ablauf nahe war,
kehrten sie am 31. Dezember nach der Tamata-Station zurück. Am 7. Januar 1897 unternahmen
sie mit anderen Goldgräbern die Fahrt nach der Küste auf dem Mambare, um dort die Ankunft
des Schoners abzuwarten. Als sie durch den nördhchen Mündungsarm in die Mambare-Bai
ausliefen, wurden sie von Eingeborenen behelligt, weshalb beschlossen wurde den südlichen

1)nbsp;Er verschied bereits am 28. Dezember.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to certain Places in the Eastern Portion of the Possession. Ann. Report
on Brit. New Guinea 1896—97 p. 17—^19.

3)nbsp;Ibid. p. 36.nbsp;4) Ibid. p. 20—21.

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Mündungsarm aufzusuchen. Bei diesem Versuch trieben aber die Flösse ins Meer ab und nur
nach grossen Anstrengungen gelang es wieder in die Nähe der Küste zu gelangen. Als nun-
mehr aber die Träger, aus Furcht vor den feindlichen Stämmen, sich weigerten zu landen,
beschlossen
Davis, Steele und Olsen nebst 3 Trägern die Fahrt auf eigene Faust fortzu-
setzen und die beiden anderen Flösse den übrigen Teilnehmern zu überlassen. Nach verschie-
denen Begegnungen an den Küsten des Huon-Golfs, bei denen sie auch Feindseligkeiten
ausgesetzt waren, wurde das Floss bei einem Sturme zertrümmert. Nach ihrer Rettung brachten
Eingeborene sie in ihren Kanus nach der Missionsstation auf den Tami-Inseln \'), von der sie
nach der Station Simbang an der Langemak-Bucht befördert wurden Später brachte sie
der Postdampfer „Stettinquot; nach Matupi, wo der Kreuzer „Falkequot; sie aufnahm und nach
Sydney brachte

Kriegsschiff „Dartquot; 1896.

Das wiederholt erwähnte britische Kriegsschiff „Dartquot; nahm im Jahre 1896 Vermes-
sungen im südlichen Teile der Torres-Strasse vor und fand zunächst auf dem Pearn-Riff [Duke
of Buckingham Shoal], dessen Lage zu 11° 25\'39quot; S., 142° 56\'2quot; E.
bestimmt wurde, eine
geringste Wassertiefe von 10 feet Es fand ferner für das Lansdown-Riff 12° 48\'10quot; S.,
143° 33\'25quot; E. und für den Tannadie-Felsen 12° 39\'50quot; S., 143° 31\'15quot; E.

Schoner „Tarawaquot; 1896.

Der Schoner „Tarawaquot; entdeckte 1896 in der Torres-Strasse, und zwar westlich vom
Warrior-Riff, in etwa 9^42\'S., 142° 51\'E.
3 kleine Korallenuntiefen, die in der Richtung
NW—SE. gegen i\'/^ Seem, lang waren®).

Albert S. Meek 1896—99.

Im Jahre 1896 (s. oben p. 592) nahm Alb. S. Meek seine Jagdzüge wieder auf Nach-
dem er vom September bis Dezember auf der Fergusson-Insel gewesen war \'), begab er sich
im letzterwähnten Monat nach der Goodenough-Insel % Während der Monate März und April
1897 treffen wir ihn auf der Woodlark-Insel an, wo er bereits 1895 gewesen
war »). Im August

, ^ ^^nbsp;Pamboula Island genannt. Die erwähnte Station der Neuendettelsauer Mission befindet sich

auf der Insel Wonam.

2)nbsp;H. Rüdiger. Der Hüon-Golf im Südosten von Kaiser Wilhelms-Land. Verhandig. Ges. f. Erdkunde XXIV.
1097, p. 294.

3)nbsp;A. Vollmer. Goldsucher in Neuguinea. Petermanns Mittlg. XLIII. 1897 p 138—139

4)nbsp;Nachr. f. Seefahrer. XXVII. 1896, N°. 1674, 2304 nach Notice to Marin\'ers.\' London 1896 N° 334

5)nbsp;Nachr. f. Seefahrer. XXVIL 1896, N°. 3078, 3079 nach Notice to Mariners. 1896 N- 666

6)nbsp;Nachr. f. Seefahrer. XXVIL 1896, N°. 918 nach Notice to Mariners. 1896, N°. 171.

A7 T ■ ^^nbsp;New er Rare Lepidoptera of the Old-World\'s\'Region. Novitates Zoologicae.

V Tring 1898, p. 97. - C. Swinhoe. New Species of Eastern and Australian Heterocera. Ann. and Mag. Nat. Hist
(7) IX. 1902, p. 85.nbsp;^

Geo inbsp;^r-nbsp;Drepanulidae, Thyrididae, Epiplemidae, Uraniidae and

Geometridae. Novitates Zoologicae. VL 1899, p. 57.nbsp;r r

9) Walter Rothschild and K. Jordan. On some New Lepidoptera from the East. Novitates Zoologicae VI
1899, p. 439- - W. Warren. New Species and Genera of the Family Drepanulidae amp;c. Ibid., p. 7, 11 39 - Walter
Rothschild.
On some New or Rare Lepidoptera amp;c. Ibid. V. 1898, p 201nbsp;\' P 1 39-

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langte er auf der St. Aignan-Insel [Misima] an und sammelte dort bis zum November
Während des Februar und März 1898 war die Rossel-InseP), während des April die Sud-Est-
Insel der Schauplatz seiner Tätigkeit worauf er die Louisiaden verhess. Im Juni finden wir
ihn am Kap York an der Nordspitze von Australien, wo er auch im Juh noch weilte
Nunmehr suchte er das Festland von Neu-Guinea, und zwar im Oktober die Milne-Bai auf®),
an der ihn G.
Ruthven Le Hunte noch im Mai an der Südküste zu Waga-Waga 1899
antraf 0). Wo er sich jedesmal während der Erholungspausen aufgehalten hat, war nicht zu
ermitteln \'\').

William H. Eands 1896.

Die Entdeckung des Vorkommens von Gold auf den Inseln der Torres-Strasse fällt bereits
in das Jahr 1894, als eine von einem gewissen
Smyth geleitete Goldgräbergesellschaft nach
der Horn-Insel [Narupai] gelangte ®). Während des folgenden Jahres erzielte sie durch Waschen
eine Ausbeute von 320 Unzen. In der ersten Hälfte von 1896 wurde die Insel von dem
Geologen
William H. Rands näher untersucht und beschrieben Er fand als Hauptgestein
Granit und nur den Horned Hill aus Quarzit bestehend, daneben noch einen Felsitgang
Nachdem man noch in dem nämhchen Jahre dazu übergegangen war das feste Gestein
zu verarbeiten, stieg die Ausbeute auf 1292, 1898 sogar auf 2559 Unzen, um darauf aber
schnell zu sinken, 1902 wurde sogar nichts mehr produzirt quot;).

1)nbsp;Ernst Hartert. On the Birds collected by Mr. Meek on St. Aignan Island in the Louisiade Archipelago.
Novitates Zoologicae. VI.
1899, p. 206—217. — W. Warren. New Species and Genera of Drepanulidae amp;c. Ibid. p. I,
3, 7, 12, 28, 32, 33, 38, 43, 46. — W. rothscfflld. Some New Lepidoptera from the East. Ibid. V. 1898, p. 216,
217, 219. — Oldfield Thomas.
Descriptions of two new Cuscusses (Phalanger). Ibid. p. 444.

2)nbsp;Ernst Hartert. On the Birds collected by Mr. Meek on Rossel Island in the Louisiade Archipelago. Novitates
Zoologicae. VI.
1899, p. 76—84. — W. Warren. New Drepanulidae, Thyridae, Epiplemidae, Uraniidae and Geometridae.
Ibid. p.
314, 315, 334, 351, 352, 357.

3)nbsp;Ernst Hartert. On the Birds collected on Sudest Island in the Louisiade Archipelago by Alb. S. Meek.
Novitates Zoologicae. V.
1898, p. 521—532. — W. Warren. New Drepanulidae amp;c. Ibid. VL 1899, P- 321, 326, 335,
3515 354i 357- — Walter Rothschild
and K. Jordan. On some New Lepidoptera from the East. Ibid. p. 521—532.

4)nbsp;Ernst Hartert. On some Birds from Cape York, North Queensland, Novitates Zoologicae. VI. 1899, p. 423—428.

5)nbsp;W. Warren. New Drepanulidae, Thyrididae, Epiplemidae, Uraniidae \'and Geometridae. Novitates Zoologicae.
VL
1899, p. 313, 315, 317, 318, 320, 323 passim. — Walter Rothschild and K. Jordan. On some New Lepidoptera
from the East. Ibid. p.
433, 435. — G. A. Boulenger. Descriptions of new Reptiles from Brit. New Guinea. Proceed.
Zoolog. Soc. London
1903. II. p. 125—126. — Walter Rothschild and Karl Jordan. On some new or rare Oriental
Lithosiinae. Novitates Zoologicae. VHI.
1901, p. 413, 415, 417, 420, 421.

6)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99, p. 24.

7)nbsp;Nachdem Meek mit seinem Schwager Eichhorn 1901 auf den Salomo-lnseln gesammelt hatte, kehrte er in
dessen Begleitung
1903 nach Britisch-Neu-Guinea zurück und war dort in der Umgegend von Augara am Anga Bunga
sowie im Quellgebiet des Aroa noch bis in das Jahr
1905 hinein beschäftigt. Seit Anfang des Jahres 1911 befindet sich
dieser mit erstaunlicher Ausdauer begabte Mann im südwestlichen Teile von Neu-Guinea.

8)nbsp;Auch auf der Prince of Wales-, der Possession-, der Hammond- und der Thursday-Insel wurden geringe Mengen
von Gold gefunden.

9)nbsp;William H. Rands. Report on the Horn Island Gold Field. Geological Survey of Queensland. Report N°. 112.
Brisbane 1896, 6 pp.

10)nbsp;Nach den 1907 von J. W. van Nouhuys gemachten Ssammlungen ist das Hauptgestein als ein Quarzporphyr
anzusehen.

11)nbsp;C. F. V. Jackson. Report on the Horn Island Gold Field. Report on a Visit to the West Coast of the Cape
York Peninsula and some Islands of the Gulf of Carpentaria amp;c. Queensland Department of Mines. Geolog. Survey Report,

180. Brisbane 1902, p. i6—20.

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Korv. Kapt. Krieg 1896.

Der vom Korv. Kapt. Krieg befehligte Kreuzer „Falkequot; lief, von den Marshall-Inseln
und den Karohnen über Matupi kommend, am 4. Januar 1896 in Friedrich Wilhelms-Hafen
ein. Auf Requisition des Landeshauptmanns dampfte er am 7. wieder aus nach den Admirali-
täts-Inseln, wo sich Bewohner von Jesus Maria [Rambutjo] und San Rafael [Tong] der
Ermordung eines weissen Händlers schuldig gemacht hatten \'). Da jeder Ortskundige fehlte
und auch kein Dolmetscher aufzutreiben war, musste von weiteren Massregeln Abstand
genommen werden Der Kreuzer setzte seine Fahrt nach Matupi und von dort am 23.
Januar nach Sydney fort

Am 15. Dezember traf das Schifif, diesmal von Apia über Jaluit durch den St. Georg-
Kanal kommend, abermals vor Matupi ein

A. F. V. Andersen 1896.

Der Schoner „Welcomequot;, Kapt. A. F. V. Andersen führ Anfang 1896 im Auftrage
der Firma
Hernsheim amp; Co. nach der Matty-Insel [Wuwulu], um dort eine Handels-
station
anzulegen c). Er benutzte diese Gelegenheit, um eine Sammlung ethnographischer
Gegenstände anzulegen, die grosses Aufsehen erregte Nach Einrichtung der Station im
März bheb der Händler
schielkope als Verwalter zurück, worauf der Schoner wieder
absegelte. Als ein Schifif einige Wochen später nach der Insel gelangte, fand es die Station
vernichtet.
Schielkopf war inzwischen ermordet worden. Im August dampfte der Kreuzer
„Möwequot; nach der Insel, war aber ebensowenig wie der „Falkequot;
1897 ®) imstande die Übeltäter
zu ermitteln.

Schiff „Big Bonanzaquot; 1896.

Als das amerikanische Schiff „Big Bonanzaquot; sich am 9. Januar 1896 etwa 8 Seemeilen
östhch von den St. Jan-Inseln befand, stiessen zwei mit je 12 Mann besetzte Kanus zu ihm,
die Yams, Kokosnüsse, Pfeile und Bogen gegen Tabak und alte Kleider eintauschten. Die
Insassen erzählten, dass die Gruppe aus 4 Inseln bestehe und dass sich kein Weisser auf
ihr befinde

1)nbsp;Dieser Fall, bei dem es sich augenscheinlich um Donald Dow handelt, wurde bereits von H. Cayley Webster
erwähnt (s. oben p. 624).

2)nbsp;Nachr. K. W. L. XII. 1896, p. 63.

3)nbsp;Auf der Hin- und Rückfahrt von Friedrich Wilhelms-Hafen wurde vergeblich nach der Legelis-Bank ausge-
sehen. (Nachr. f. Seefahrer. XXVII. 1896, N°. 662, p. 177).

4)nbsp;Von Matupi nach Sydney. Aus dem Reiseberichte S. M. S. „Falkequot;, Kommandant Korv. Kapt. Krieg. Ann.
der Hydrographie. XXV. 1897,
p. 4.

5)nbsp;Apia-Jaluit-Matupi. Ibid. p. 156—157.

6)nbsp;Paul Hambruch. Wuwulu und Aua (Matty- und Durour-Inseln). Jahrb. der Hamburg. Wiss. Anstalten. XXV.
Beiheft 4. 1907. Hamburg 1908, p. 8—10.

7)nbsp;F. von Luschan. Zur Ethnographie der Matty-Insel. Nordküste von Neu-Guinea. Internat. Archiv, f. Ethnogr.
VIII. Leiden 1895, p. 41—56. — Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896. Berlin 1897, p 259—260
J Edge-
Partington.
The Ethnography of Matty Island. Journ. AnthropoL Inst. XXV. Londoni 896, p. 288-295 - AB Meyer
Zwei Hauwaffen von Matty bei Neu-Guinea. Abhdlg. und Berichte KgL Zoolog, und Anthrop.-Ethnogr. Mus. Dresden

1894—95, 12. — Hans Wohlbold. Beitrag zur Ethnographie der Matty-Insel. Internat. Archiv f. Ethnogr XI
Leiden 1898, p. 41—51.nbsp;^

8)nbsp;Martinl Die Matty-Insulaner. Marine-Rundschau. IX. Berlin 1898, p. 117—122.

9)nbsp;Bemerkung über die St. John- [Wonneram-] Inseln ostw. von Neu-Mecklenburg. Nachr. f. Seefahrer. XXVII
1896, N°. 838, p. 225 nach Notice to Mariners-Washington 1896, N°. 12/248.

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Lajos Biro 1896—1901.

Die von dem 1893 gestorbenen Samuel Fenichel (s. oben p. 539) eingelieferten
Sammlungen veranlassten die Direktion des Ungarischen National-Museums in Budapest im
November
1895 den Naturahensammler Lajos Birö nach Deutsch-Neu-Guinea zu entsenden.
Bir6 traf in den ersten Tagen des Januar 1896 in Friedrich-Wilhelms-Hafen ein und hat es
mit ausnehmendem Geschick und Fleiss verstanden während eines sechsjährigen, durch längere
oder kürzere Pausen unterbrochenen Aufenthaltes zahlreiche und wertvoHe zoologische

i) J. von Madarész. Sammelergebnisse Ludwig Biro\'s. Természetrajzi Füzetek. XX. Budapest 1897, p. 17_54._

R. Gestro. Hispidae raccolte nella Nuova Guinea. Ibid. p. 449—554. — Giov. Canestrini. Nuovi Acaroidei. Ibid. p.
461—474. — Eug. Daday. Pseudoscorpiones. Ibid. p. 475—484. — C. Emery. Eormicidarum species. Ibid. p. 571—599.—
K. Kertész
. Dipteroiogisches aus Neu-Guinea. Ibid. p. 611—613. — L. von Mehély. An Account of the Reptiles and
Batrachians. Termész. Füz. XXI.
1898, p. 165—178. — Giov. Canestrini. Nuovi Acaroidei. Ibid.p. 193—197,480—487.—
Ed. Fleutiaux
. Eucnémides de Nouvelle-Guinée. Ibid. p. 232—234. — R. Gestro. Hispidae raccolte nella Nuova Guinea.
Ibid. p.
257—259. — F. Förster. Odonaten aus Neu-Guinea. Ibid. 271—302. — F. F. Kohl. Über neue Hymenoptera.
Ibid. p.
334—335. — F. M. van der Wulf. Dipteren aus Neu-Guinea. Ibid. p. 409—426. — K. Kertész. Verzeichniss

einiger----Dipteren. Termész. Füz. XXIL 1899, p. 173—195- — H. Friese. Die Trigona-Arten Australiens. Ibid. p.

427-431- — F. silvestri. Diplopoda a L. Biro in Nova Guinea collecta. Ibid. p. 205—^212. — J. von Madaräsz.
Ornithologische Sammelergebnisse L. Biro\'s. Ibid. p. 375—428. — K. Kertész. Eine neue Art der Gattung Anlacocephala.
Ibid. p.
481—482. — G. HoRvâTH. Monographia generis Apheloeheirus. Ibid. p. 258. — G. HoRvaTH und A. MocsaRY.
Troides [Ornithoptera] Elisabethae-rsginae. Ibid. p, 114—115. — J. v. MADARasz. Astur novae-guineae. Ornitholog.

Monatshefte. VII. 1899, p. 27. — Gy. Szépligeti. Braconiden aus Neu-Guinea. Termész. Füz. XXIII. 1900, p. 49—65._

E. CziKi. Promecotheca papuana. Ibid. p. 50. — F. Förster. Odonaten aus Neu-Guinea. Ibid. p. 81—108._E. Cziki.

Endomychidae. Ibid. p. 123—125. — A. MocsaRY. Siricidarum species duae novae. Ibid. p. 127. — P. Stein. Antho-
myiden aus Neu-Guinea. Ibid. p.
129—159. — G. HoRVaTH und A. MocsaRY. Les espèces du genre Troides. Ibid. p.
160—165. — E. Cziki. Hispidae très novae. Ibid. p. 196. — K. Kertész. Beiträge zur Kenntniss der indo-australischen
Sapromyza-Arten. Ibid. p.
254—276. — C. Emery. Formicidarum species novae. Ibid. p. 310—338. — K. Kertész.

Übersicht der Griphoneura-Arten. Ibid. p. 395—399. — A. L. Montandon. Hémiptéres exotiques nouveaux. Ibid. p. 415._

E. von Daday. Mikroskopische Süsswasserthiere aus Neu-Guinea. Termész. Füz. XXIV. 1901, p. i—56. — J. von
MADARasz. Beiträge zur Ornis von Deutsch-Neu-Guinea. Ibid. p. 73—80. — K. Kertész. Über indo-australische Loncha-
riden. Ibid. p.
82—87. — G. Kraatz. Cetoniden aus Neu-Guinea. Ibid. p. 155—156. — K. Kertész. Neue und bekannte
Dipteren. Ibid. p.
406, 40g—411, 421, 424, 425,431. — Harald Schött. Apterygota von Neu-Guinea. Ibid. p. 317 —331.—
Gy. Szépligeti
. Tropische Cenocoelioniden und Braconiden. Ibid. p. 310, 316, 367, 37°—375-. 397- — L. von Méhely.
Beiträge zur Keimtniss der Eugystromatiden. Ibid. p. 169—271. — E. CziKI. Übersicht der Arten der Endomychiden-
Gattung Encymon, Termész. Füz. XXV.
1902, p. 31 et passim. — Gy. Szépligeti. Tropische Cenocoelioniden und
Braconiden. Ibid. p.
61, 69, 71, 74, 78, 81, 82. — C. Emery. Formicidarum species novae. Ibid. p. 152 — 160. — Ign.
Bolivar
. Contributions à l\'étude des Phaneropterinae. Ibid. p. 181—196. — P. Speiser. Besprechung einiger Gattungen
imd Arten der Diptera pupipura. Ibid. p.
332—^337. — E. CziKi. Endomychidae novae. Ibid. p. 352. — Maurice Pic.
Anthicides exotiques nouveaux. Ibid. p. 405—410. —■ M. Pic. Hylophüidae d\'Océanie. Ibid. p. 521—524. ■— J. Weise.
Coccinelliden. Ibid. p. 489—520. — Gy. Szépligeti. Neue Trigonalys-, Megalyra- und Stephanus-Arten. Ibid. p. 527^
529—531- — A. Raffray. Psélaphides. Ann. Mus. Nation. Hungar. I. 1903, p. 29—101. — Frajïz Spaeth. Zusammen-
stellung der bisher von Neu-Guinea bekannt gewordenen Cassiden. Ibid. p.
109—160 passim. — Ign. Bolivar. Contri-
butions à l\'étude des Mecopodinae. Ibid. p.
161—178.— G. Enderlein. Die Copeognathen des indo-austr. Faunengebietes.
Ibid. p.
179—334 passim. — V. Szépligeti. Neue Evaniden. Ibid. p. 314—395 passim. — Sigm. Schenkling. Zwei
neue Cleriden. Ibid. p.
396. — F. Förster. Odonaten aus Neu-Guinea. Ibid. p. 504—554 passim. — M. Bezzi. Empididi
indo-australiani. Ann. Mus. Hungar. II.
1904, p. 320—361. — G. HoRVaTH. Hydrocorisae très novae. Ibid. p. 595. —
A. MocsaRY. Rhyssae sociarumquae species. Ann. Mus. Hungar. III. 1905. p. 810, 17—^18. — Fr. Sav. Monticelli.
Di una Temnocephala della Senema gracilipes. Ibid. p. 21—24. — V. Szépligeti. Exotische Braconiden. Ibid. p. 25, 34,
36, 39—42, 48, 50, 54. — G. HoRVâTH. Berytidae novae. Ibid. p. 59. — V. Theobald. Catalogue of the Culicidae. Ibid,
p.
65 £f. — J. Desneux. Isoptera of New Guinea. Ibid. p. 367—377. — Ign. Bolivar. Conocéphalidae de la Nouvelle-
Guinée. Ibid. p.
388—395. — Gius. Nobile Decapodi e Isopodi della Nuova Guinea. Ibid. p. 480—507. — Charles
T. Brues
. Phoridae from the Indo-Australian Region. Ibid. p. 541—555.—■ V. Szépligetl Neue exotische Ichneumoniden.
Ann. Mus. Hungar. IV.
1906, p. 125, 127, 129, 139, 140—143. — J. C. H. de Meijere. Über einige indo-australische
Dipteren. Ibid. IX.
1906, p. 165 —196. — K. Kertész. Die Dipteren-Gattung Evasa [nicht Evaza]. Ibid. p. 276—292.—
K. Kertész
. Eine neue Gattung der Heteroneuriden. Ibid. p. 320—322. — S. Matsumura. Mongraphie der Homopteren-

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botanische \') und ethnographische Objekte ^ zu sammehi. Eine Beschreibung seiner Reisen
scheint nicht erschienen zu sein, und
Birö selbst hat nur kürzere Mitteilungen, meist entomo-
logischen Inhalts, veröfifenthcht Ausser gelegentlichen Notizen ^ ist man daher für die
Ermittelung seiner Reiseroute auf die seinen Etiketten beigefügten Datumangaben angewiesen,
die besonders in den Arbeiten von
K. schumann und K. Lauterbach, J. von Madaräsz,
G. Kraatz, V. KULCZihSKi, J. Desneux sowie V. szepligeti mitgeteilt wurden.

Am 6. Januar 1896 begann Birö seine Tätigkeit an der Astrolabe-Bai uud sammelte
in ihrem Umkreise bis Ende Juni. Von Friedrich Wilhelms-Hafen aus besuchte er die Inseln
Siär, Graget, Behau und Bili-Bili, ferner Jomba und das Hansemann-Gebirge. Von Anfang
Juli bis in die zweite Hälfte des Oktober finden wir ihn auf den Inseln des Berlin-Hafens und auf
dem gegenüberhegenden Festlande, der Lamin-[Leming-] Küste, beschäftigt. Am i. Januari 897
taucht er wieder in Friedrich Wilhelms-Hafen auf, das er Mitte des Monats verlässt, um sich nach
Erima zu begeben und dort bis zum 22. April in der näheren und weiteren Umgebung zu jagen.
Er gelangte bis Tjingadji am Vorberge sowie nach Balai und Bawag im Oertzen-Gebirge selbst.
Am 23. April traf er in Stephansort ein, wo er sich bis in den August hinein aufhielt. Er
unternahm von dort aus Wanderungen nach den Dörfern Uom und Wale am Abhang des
Konstantin-Berges, nach Bongu sowie nach Jam-Jam und Wenki. Hierauf dampfte er nach
Singapore, um erst im Juli 1898 in Simbang an der Langemak-Bucht wieder zu erscheinen.
Während des bis zum Dezember währenden Zeitraumes besuchte er u. a. den Sattelberg und

Gattung Tropidocephala. Ann. Mus. Hung. V. 1907, p. 61, 64. — R. Oestro. Materiali per lo studio delle Hispidae.
Ibid. p.
78—83. — Charles T. Brues. Some new exotic Phoridae. Ibid. p. 405—409. — E. Czikl Coleoptera nova.
Ibid- p-
576—577. — K. Kertesz. Vorarbeiten zu einer Monographie der Notacanthen. Ann. Mus. Hung. VI. 1908, p.
342, 352—354, 356—364., VII. 1909, p. 384. — V. KuLCZvhsKi. Araneae... in regionibus Indica et Australica. Ibid.
VI.
1908, p. 428—494. — M. Bezzl Secondo contributo alla conoscenza del genere Asarcina. Ibid. p. 500, 501, 503.—
G. HoRVäTH. Colobathristinae e Heterogastrinae novae. Ibid. p. 593—595. — C. Szombathy. Notes \'sur quelques
Elaterides exotiques. Ann. Mus. Hung. VII.
1909, p. 118—124. — H. Friese. Die Bienenfauna von Neu-Guinea. Ibid.
p.
179, 288. — A. Griffini. Studi sopra alcuni Grillacidi. Ibid. p. 313—319, 322-327. — E. Czikl Coleoptera nova.
Ibid. p.
336—342. — E. Rowland Turner. New species of Thynnidae from the Australian and Austro-Malayan Regions.
Ann. Mus. Hungar. VHI.
1910, p. 117—122. — J. v. MadarÄsz. Über eine neue Taube aus Neu-Guinea. Ibfd. p.
172—174. — D. Kuthy. Orthoptera nonnulla nova in Nova Guinea. Ibid. p. 213—216. — Jos. Szabö. Formicides
nouveaux ou peu connus. Ibid. p.
364—369. — P. Stein. Australische Anthomyden. Ibid. p. 565—566. — V^alter
Rothschild
and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. 1903, p. 68, 100. — Julius von
MadarÄsz
. Über einige neue und seltene Vögel von Neuguinea. Ornitholog. Monatsber. VIIL 1900, p. 1—4.

1)nbsp;Karl Schumann und Karl Lauterbach. Nachträge zur Flora der deutschen Schutzgebiete in der Südsee.
Leipzig
1905, p. 14—15, 28, 29, 30,. 33, 34, 37—39, 239, 388 passim.

2)nbsp;J. Janko. Beschreibender Katalog der ethnographischen Sammlung Ludwig Birös aus Deutsch-Neuguinea
(Berlinhafen). Budapest
1899. — W. Semayer. Beschreibender Katalog der ethnographischen Sammlung Ludwig Birös
aus Deutsch-Neuguinea (Astrolabe-Bai). Budapest
1901.

3)nbsp;Vizenjärö poloskäk Uj-Guineäban. Rovartani Lapok. IV. Budapest 1897, p. 15—16. — Adalekok a tropikus
Coccidäk eletmödjäbor. Ibid. p. 73-74. — Pattogö hangyäk. Ibid. p. 73-74. _ Asilida äs lovasa. Ibid. p
129. —
Darazsel et Uj-Guineaban. Termesz. Közl. XXIX. 1897, p. 273-282. - Springende Ameisen [Strumigenys]. Berliner
Entomolog. Zeitschr. XLII.
1898, p. 136—137 (auch Der Zoolog. Garten. XXXIX. Frankfurt 1898, p. 131 —132). —
Hangya untänzö pokök. Rov. Lapok. VL 1899, p. 67—70 (hieraus Der Zoolog. Garten. XL. p. 357); Ibid. VH. 1900,
p. 87. —Über die Embia-Arten. Math, naturw. Berichte aus Ungarn. XIX. 1901. Leipzig 1904, p. 340—341. — Daten zur
Schiffahrt und Fischerei der Bismarck-Insulaner. Anzeiger der ethnogr. Abteilung der Ungar. National. Museum. IIL
Budapest
1906. Heft. i. (unzugängl.). — Über Stimme und Namen der Vögel auf Neuguinea. Ornitholog. Monatsberichte.
Vn.
1899, p. 73-76- — Insektenfang mit dem Käfersieb. Rovartani Lapok. XIL 1905, p. 1—4, 45—48, 67—71.

4) B. Hagen. Unter den Papua\'s. Wiesbaden 1899, p. 144. — Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin
1904, p. 5. — R. F[ranc]i]. Neue zoologische Forschungen in Deutsch-Neu-Guinea. Die Umschau. I. Frankfurt a. M.
1897, p. 899—900. — L. Alafi Aigner. Birö Lajos. Rovart. Lapok. IV. 1897, p. 159—164.

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mehrere Gebiete an der Nordseite des Huon-Golfs. Nach einem abermahgen Aufenthalt in
Singapore erfolgte im März
1899 die Rückkehr nach Simbang, um aufs neue bis zum August
in der Umgebung von Finsch-Hafen und am Sattelberg tätig zu sein. Im Dezember befand
er sich in Stephansort. In den ersten Tagen des Mai
1900 reiste er mit Robert Koch auf
dem Motorschoner „Herzog Johann Albrechtquot; nach Herbertshöhe und nahm auch an der
sich anschliessenden, vom
13.—28. währenden Fahrt (s. unten) nach verschiedenen Inseln
des Bismarck-Archipels teil. Im Oktober traf er in Sydney, ein verweilte bis nach Mitte
Dezember in Neu-Süd-Wales und gelangte er Anfang Januar
1901 wieder nach Friedrich
Wilhelms-Hafen. Im Mai befand er sich noch an der Astrolabe-Bai, worauf sich seine Spuren
verheren. Für Ende Januar
1902 ist seine Anwesenheit in Singapore festgestellt, von welchem
Hafenort er sich über Ceylon zu einem längeren Aufenthalt nach Bombay begab.

C. Lauterbach, O. Kersting und E. Tappenbeck 1896.

Auf Anregung von Ernst Tappenbeck begannen im Jahre 1893 die Vorbereitungen
zu einer nach Kaiser Wilhelms-Land zu unternehmenden Expedition, um von der Astrolabe-
Bai aus nach dem Bismarck-Gebirge vorzudringen und , entweder auf demselben Wege
zurückzukehren oder aber längs des
Markham-Flusses nach dem Huon-Golf zu gelangen.
Nachdem das Zustandekommen des Unternehmens durch die Mitwirkung der Neu-Guinea-
Kompagnie, der Deutschen Kolonialgesellschaft, der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin sowie
der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes gesichert war, wurden C.
Lauterbach, O.
Kersting
und E. Tappenbeck als Teilnehmer gewonnen von denen der erstgenannte
zugleich die Leitung übernahm. Am
10. März 1896 schiffte sich die Expedition in Genua
ein und erreichte am
23. April Friedrich Wilhelms-Hafen

Während Tappenbeck die letzte Hand an die Ausrüstung legte, unternahmen lauter-
bach
und Kersting, denen der Missionar A. Hoffmann sich für die Dauer zweier Tage
anschloss, von der Station Erima an der Astrolabe-Bai eine Besteigung des Oertzen-Gebirges
[Taju Mana], Nach dem Aufbruch am
12. Mai gelangten die Reisenden zunächst nach dem

1)nbsp;Ursprünglich war auch ein Dr. Eylmann als Teilnehmer in Aussicht genommen worden. (Petermanns Mittlg.
1895, p. 176).

2)nbsp;Carl Lauterbach. Bericht über die Kaiser Wilhelm-Land-Expediüon im Jahre 1896. Verhandig. Ges. f. Erd-
kunde. XXIV. Berlin 1897, p. 51—69. Taf. I.
— Carl Lauterbach. Die geographischen Ergebnisse der Kaiser Wilhelms-
Land-Expedition. Zeitschr. Gesellsch. f. Erdkunde. XXXIIL Berlin 1898, p. 141—177. Taf. III, IV. — Ergebnisse der
Kaiser Wilhelmsland-Expediüon. Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XII. 1896, p. 36—44., XIII. 1897, p. 52—55., XIV.
1898, p. 51
59. — C. Lauterbach. Die Astrolabe-Bai. Deutsche Kolonialzeitung. N. F. XL Berlin 1898, p. 325—327.—
A. Frhr.
von Danckelman. Die Ergebnisse der barometrischen Höhenmessungen und meteorologischen Beobachtungen
der Kaiser Wilhelms-Land-Expedition von 1896. Zeitschr. Ges. f. Erdkunde. XXXIIL 1898, p. 178—180.
■—Fritz Cohn.
Astronomische Ortsbestimmungen der Kaiser Wilhelms-Land-Expedition. Ibid. p. 181—182. — Max Moisel. Begleitworte
zur Karte des Ramu-Flusses. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XIV. 1901, p. 71—72, Taf. 3.
— Karl Schumann
imd Karl Lauterbach. Die Flora der deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig 1901. — [C. Lauterbach].
Neuentdecktes Plantagenland im Innern Neu-Guineas. Zeitschr. f. tropische Landwirtschaft. I. Berlin 1897, p. n. —
C. Lauterbach. Der Landbau der Eingeborenen von Kaiser Wilhelmsland und ihre hauptsächlichsten Kulturpflanzen.
Ibid. p. 123—129.
— C. Lauterbach. Die Aussichten für Plantagenkultur in Kaiser Wilhelms-Land. Ibid. p. 155—160.—
Anton Reichenow. Zur Vogelfauna von Kaiser Wilhelms-Land. Journal für Ornithologie. XLV. Leipzig 1897, p. 201—224. —
K.
Th. Preuss. Künstlerische Darstellungen aus Kaiser Wilhelms-Land. Die „Nordküste\'\'. Zeitschr. für Ethnologie. XXX.
Berlin 1898, p. 74—120. —■ P.
Hennings. Fungi novo-guineenses. Botan. Jahrb. v. A. Engler. XXV. 1898, p. 495—509.—
Anton Reichenow. Neue Vogelarten von Kaiser Wilhelms-Land. Ornitholog. Monatsberichte. V. Berlin 1897, p. 24—26.—
Arnold Jacobl Studien über die Homopterenfamilie der Cercopiden. Mittlg. Zoolog. Museum. Berlin. IIL i. 1905, p. 9—14.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;81

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i6o m. hoch gelegenen Dorf Wai. Am nächsten Tage stiegen sie nach dem Bett des
Nobuha [Guania] ab, der sich in den bei Bogadjim mündenden Gori [Juria] ergiesst, und
setzten den Marsch in ihm stromaufwärts fort. Nachdem das Lager am 15. an einem Berg-
abhange aufgeschlagen worden war, gelang es
Kersting am 16. den höchsten Gipfel
(iioo m.) mit Hülfe eingeborener Führer zu erklettern. Zwei Tage später erfolgte die Rück-
kehr nach Erima.

Am 30. Mai trat die gesamte Expedition von Erima aus ihren Marsch in westhcher
Richtung an \') und erreichte noch an demselben Tage den von der ersten LAUTERBACHschen
Expedition her bekannten Nuru [Elisabeth-Fluss] (s. oben p. 517), dessen Bett zunächst als
Pfad diente. Am folgenden Tage wurde ein Felsentor an der Stelle, wo er das Oertzen-Gebirge
durchbricht, passirt. Nach dem Erreichen einer Felsschlucht am 6. Juni nahm der Fluss, dessen
Lauf bis in die Nähe seiner Quelle gefolgt wurde, den Charakter eines Wildbaches an. Während
Kersting und Tappenbeck mit den Pferden und 20 Trägern nach Stephansort zurückgingen,
um Proviant nachzuholen, unternahm
Lauterbach eine Besteigung des Sigaun (900 m.) uud
erreichte ferner am 13. das 540 m. hoch gelegene Dorf Wodsa. Von hier aus gelang es einen
in W. fliessenden Fluss aufzufinden, nach dessen Ufer das Lager verlegt wurde. Nachdem
Kersting am 19. mit einem Teil der Lebensmittel eingetroffen war, wurde das Lager 12 km.
stromabwärts verlegt, worauf
Lauterbach nach der Küste aufbrach, um tappenbeck bei
der Herbeischaffung der letzten Vorräte behülflich zu sein. Nach der Wiedervereinigung sämt-
licher Mitglieder konnte der Marsch am 6. Juh in westlicher Richtung weiter flussabwärts
fortgesetzt werden. Die Ebene, in die man hierauf gelangte, wurde in SW. wieder verlassen,
worauf die Expedition am Abend des 10. einen etwa 100 m. breiten, wasserreichen und
schiff-baren Fluss, den Ränu — an seinem Unterlauf Jagei genannt — erreichte. Hier am
Fuss des Bismarck-Gebirges wurde ein Lager errichtet, dann ging ein Teil der Träger zum Bau
von Kanus über, während ein anderer den in einem Etappenlager verbliebenen Proviant
herbeischaffte.

Nachdem 15 Boote hergesteUt worden waren, wurde am 3. August die Fahrt strom-
abwärts angetreten (Fig. 60). Zunächst begleiteten 1000—2000 m. hohe Ausläufer des Bismarck-
Gebirges das hnke Ufer des Flusses, an dem auch zahlreiche, wasserreiche Nebenflüsse mündeten.
Während anfangs nur wenig bevölkerte Gegenden passirt wurden, nahm am Unterlaufe die
Zahl der Niederlassungen zu. Die von den Eingeborenen zur Schau getragenen Gesin-
nungen waren nicht immer freundlicher Art, und mehrfach wurden Angriff-e auf die Expe-
dition verübt. Als sie am 14. August unter 4° 43\'S.
144° 31\'1gelangt war, geboten die
schwindenden Lebensmittel Halt, so dass auf eine Fortsetzung der Fahrt bis zur Mündung
verzichtet werden musste. Es konnte aber keinem Zweifel mehr unterliegen, dass der Ränu
mit dem 1886 entdeckten Ottilien-Fluss identisch war 3). Die Kanuflotille trat am 16. die

1)nbsp;Sie setzte sich aus 3 Weissen, 4 Malaien, 40 Melanesiern, 4 Lastpferden und einer Herde von 40 Ziegen,
diese als Schlachtvieh, zusammen.nbsp;-r a i

2)nbsp;Während Lauterbach und seine Nachfolger stets Ramu schreiben, nennen P. Sprigade und M Moisel ihn

auf ihrer neuesten Karte Ränu. (Grosser Deutscher Kolonialatlas. Ergzgs. Lief. i. n°. 26. Berlin 1909) Es müssen

jedenfalls gewichtige Gründe gewesen sein, die die Einführung dieser neuen amtlichen Schreibweise veranlasst haben.

.Xnbsp;Schleinitz. Der Ottilienfluss, bezw. der Ramu in Neu-Guinea. Deutsche Kolonialzeitung.

N.E. XL 1898, p. 74—76 m. Karte.nbsp;^

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Rückfahrt an und traf am 3. September wieder in dem vor einem Monat verlassenen
Standlager ein.

Am 4. unternahmen Lauterbach und Kersting die Besteigung eines 990 m hohen
in 5° 38\'S., 145° 7^/3\' E. liegenden Vorberges des Bismarck-Gebirges, dessen Gipfel sie am
nächsten Tage erreichten. Von ihm aus liess sich der Ränu stromaufwärts in östhcher Richtung
bis auf etwa 100 km. Entfernung verfolgen. Im Westen erhob sich in weiter Ferne (etwa
5° 30\' S., 144° 17\' E:) ein 3000—4000 m. hohes Gebirge, das den Namen Hagen-Gebirge erhielt\').

Zwei Tage nach der Rückkehr ins Lager wurde am 8. September auf dem ursprüng-
lichen Wege der Marsch nach der Küste angetreten, der ohne Störung verlief, bis auf einen
Angriff vonseiten der Bewohner des am hnken Nuru-Ufer gelegenen Dorfes Didjaina, wobei

/

ein Träger schwere Verwundungen davon trug. Die Niederlassung wurde zur Strafe für diesen
Überfall zerstört. Am 16. traf die Expedition wieder in Stephansort ein. „Es ist in der That
ein glänzender Ausblick in die Zukunft von Kaiser Wilhelms-Land, wenn man sich vergegen-
wärtigt, dass es zwischen zwei konvergirenden Strömen, von denen der Augustastrom auf 300
Seemeilen mit Seeschiffen befahren ist, ohne dass das Ende seiner Schiffbarkeit erreicht wurde,
während der Ramu-Ottihenfluss einen schiffbaren Lauf von 3—400 km. bietet, eine Kultur-
ebene einschliesst, die auf Tausenden von Quadratkilometern unerschöpflichen Raum für
tropische Nutzpflanzen enthältquot;

In der Zeit vom 13. bis 21. Oktober machten Lauterbach und Kersting noch einen

1)nbsp;Nacli dem Generaldirektor der Neu-Guinea-Kompagnie Gurt von Hagen, der 1896 sein Amt als Nachfolger
von
H. Rüdiger, der am 28. August das Schutzgebiet verlassen hatte, antrat.

2)nbsp;Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XII. 1896, p. 44.

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Abstecher nach Herbertshöhe, worauf die Heimfahrt angetreten wurde. Am 9. November
erfolgte die Ankunft in Singapore, am 9. Dezember in Genua

Albert Hahl und JRiehard Parkinson 1896.

Der kaiserliche Richter Albert Hahl trat in Begleitung von R. Parkinson Ende
März 1896 eine Fahrt nach der Ostküste der Gazelle-Halbinsel auf der Jacht
„Zereldequot; an 2),
um die Wahrheit der Gerüchte, dass dort die Blattern herrschten, zu untersuchen. Der erste
Anlegeplatz war Talura am Masawa-Hafen an der Nordküste. Einen km. davon im W. entfernt
lag die kleine Insel Masikonäpuka, wo die letzten Küstenbewohner angetroffen wurden. Das
von dort bis Taumbubu reichende Gebiet der Landschaft Nakanai war unbewohnt, während
in den dahinter hegenden Bergen der Stamm der Baining hauste. Nachdem das Kap Lambert,
das nach
Hahl Arinde heisst gerundet worden war, gelangte die „Zereldequot; nach dem
2 km. südlich davon hegenden Platz Marakasik an der Mündung des gleichnamigen Baches.
Es ist die Stelle, an der die Baining und die Bewohner von Masikonäpuka zusammen-
treffen, um Handel miteinander zu treiben. Am 31. lief das Schiftquot; in den Tawanatangir-
[PoweU-] Hafen ein. Aus den Erkundigungen ergab sich, dass das zwischen ihm und Kap
Lambert liegende Küstengebiet Pondo, das südhch von der Bucht hegende dagegen Lakit hiess.
Der sich anschliessende und bis zur Mündung des in der Mitte der Offenen Bucht befind-
lichen Nesai reichende Landstrich hiess bei den Eingeborenen Matanakunai, der südlich bis
zum Nord-Sohn sich anschhessende, Nakanai. Das erste, südhch vom Nesai vorgefundene
Dorf hiess Taumbumbu, das aus schmutzigen und armseligen Hütten bestand und deren
Bewohner von denjenigen der Gazelle-Halbinsel abwichen. Zwischen diesem und dem nächsten
in der Hixson-Bai hegenden Dorfe Langa-Langa mündete ein kleiner Gebirgsfluss, der Korin-
dindi, in die Offene Bucht. Bei Langa-Langa mündete ein Fluss gleichen Namens, ein weiterer
zwischen diesem und dem Dorf Kamboka hiess Bändi. Die von
Powell angegebenen 3
Meereseinschnitte in der Offenen Bucht (s. oben Fig. 28, p. 243) bestanden nicht«), auch drang
die Hixson-Bai nicht so weit ins Land ein. Von Kamboka bis Bitan fanden die Reisenden
keine Niederlassungen an der Küste. Die nördhch vom Nord-Sohn^) liegende Heath- [Ledanseur-]
Insel wurde von den Eingeborenen Kolan, der südhch vom Vulkan Vater «) sich erstreckende
Landstrich Bitan genannt. Von den dort hegenden 13 Ortschaften konnten
Hahl und
Parkinson Lai-Lai und Sowi besuchen. Letztere lag etwa 100 m. nördhch von der Mün-
dung des gleichnamigen Flusses und WNW. vom Süd-Sohn, dem Bamus der Eingeborenen.

Südhch von diesem gewahrte man einen vierten ansehnlichen, offenbar vulkanischen Kegel
namens Uku \').

Weiter südwärts verhef die Küste einförmig. Erst südlich von Matuan schob sich eine

1)nbsp;Ueber den Abschluss der Kaiser Wilhelmslandexpedition. Deutsches Kolonialblatt. VHI. Berlin 1897, p. 5.

2)nbsp;[Albert Hahl]. Reise längs der Westküste der Gazelle-Halbinsel. Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land XIL
1896, p. 46—50.

3)nbsp;Arinde = Sandbank. Nach M. Rascher führt dieses Kap den Namen Takes.

AT ^ Kleinere Einbuchtungen sind nach den Aufnahmen der „Möwequot; allerdings vorhanden. (Vorläufige Karte der
Nord- und Südküste von Neu-Pommern. Berlin
1896 (Neudruck 1910). Reichs-Marine-Amt, Nquot;. 90).

5)nbsp;Lagunaubu der Eingeborenen nach Hahl.

6)nbsp;Naulawun der Eingeborenen nach LIahl.

7)nbsp;Er führt auch den Namen Richthofen-Berg.

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zweite Spitze, Bumbu, in deren Nähe ein gleichnamiger Fluss mündete, ins Meer vor. Noch
weiter im Süden wurde eine dritte Spitze, Wineleo [Vineleo], beobachtet, worauf die See tiefer
ins Land einzuschneiden begann und eine grosse Bucht bildete, die ihren Abschluss durch die
Chard-Halbinsel erhielt, die demnach keine Insel ist, wie
powell (s. oben p. 243, Fig. 28)
vermutet hatte. Hier ging die „Zereldequot; am 6. April vor Anker, und eine Bootfahrt heferte
die Gewissheit, dass eine Durchfahrt nicht vorhanden war. Vor dieser Halbinsel lagen zwei,
und im inneren Winkel der grossen, östlich davon befindlichen grossen Bucht drei kleinere
bewaldete Inseln. Von dieser Halbinsel holten die Bewohner des Nordens der Gazelle-Halbinsel
zur Zeit des Südost-Passats ihr Muschelgeld (Tabu)\') im Austausch gegen das in Neu-Mecklen-
burg gebräuchliche (Pele) 2), das im Süden Neu-Pommerns als Schmuck im höchsten Ansehen
steht. Der Hauptort für den Tabu-Handel war das auf der Chard-Halbinsel hegende Dorf
Tarom, der Endpunkt der Fahrt. Auf der Rückreise legte die „Zereldequot; nochmals bei dem
2 km. südlich vom Kap Lambert befindlichen Dorfe Marakasik an, von wo aus
Hahl und
Parkinson am 12. April eine Wanderung in die Baining-Berge antraten. Der Weg folgte
zunächst 6 km. dem Laufe des bei Talura mündenden Malamanga in nordsüdlicher Richtung
und darauf, nach Überschreitung des Baches, längs eines steilen Bergrückens, von dessen
höchster Erhebung, dem etwa 900 m. hohen Tokohomo, der Wuna Kokor im NE. und
Masawa^) im N. lag. Am Abhänge trafen die Reisenden inmitten wohlgepflegter Gärten die
Dörfer Wuna Ngahk [Vunangahk[, Wuna Momoroso [Vunamomoroso], Wuna Sale [Vunasale],
Kara, Tokohomo und Tikana Rundu an. Am 13. erfolgte die Rückkehr nach Herbertshöhe.

Matthäus Bascher 1896.

Pater matthäus Rascher hatte mit anderen Geistlichen der Mission vom Heiligen
Herzen Jesu am 23. September 1895 Genua verlassen und war am 18. November in Herberts-
höhe auf Neu-Pommern eingetroffen. Nachdem er auf verschiedenen Stationen tätig gewesen
und zugleich der Landessprache mächtig geworden war, unternahm er bereits im Jahre 1896
eine Reihe von Ausflügen. Den ersten dieser Art trat er am 6. April mit Pater B.
Bley von
Wlawolo aus an, um gleich G,
Schmiele 1888 (s. oben p. 477) zu Fuss von der Blanche-Bai
nach der Atahklikun-Bai zu gelangenquot;). Nachdem die Reisenden in Malaguna übernachtet
hatten, wanderten sie landeinwärts und erreichten über Eakunai das am Weber-Hafen liegende
Kambair, bestiegen dort ein Boot und segelten noch bis zu dem am Nawiu liegenden Baining
Am nächsten Tage ging es nach der diesem Ort gegenüberliegenden Insel Masawa und alsdann
nach der Insel Masikonäpuka. Nach Wuna Märita zurückgekehrt, wanderten die Geistlichen
längs des Strandes über Ramandu bis zur 80 m. breiten Mündung des Patongo, wo sie das
Boot wieder bestiegen, um nach Wlawolo zurückzukehren

Ein zweiter Ausflug wurde von RaSCHER, abermals in Begleitung von B. Bley, von Wuna

1)nbsp;R. Parkinson. Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907, p. 82, Tambu nach A. Hahl (1. c.). Auf Neu-
Laubenburg wird dieses Muschelgeld Dewara genannt.

2)nbsp;R. Parkinson 1. c. pag. 90.

3)nbsp;Matawa der Karten.

4)nbsp;Wenn Schmiele dureh Rascher eine ungünstige Beurteilung erfährt, so muss im Auge behalten werden, dass
die Mission sich mit ersterem nicht zu stellen gewusst hatte.

5)nbsp;Damit ist Wuna Marita gemeint, wo Rascher Ende des Jahres eine Station gründete.

6)nbsp;P. Matthäus Rascher und Baining (Neupommern). Münster 1909, p. 87—loi.

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Kaukambi an der Taiae-Bucht aus am 26. April unternommen. In südlicher Richtung ging es über
die Anhöhe von Wuna Wiwi nach dem Gehöft Wuna Wakikiu weiter nach der Atahklikun-Bai,
die bei der Mündung des Tabaula erreicht wurde. Auf dem nachgekommenen Boot segelten
die Geisthchen längs der Küste nach dem Fluss Karawat, den sie auch eine Strecke strom-
aufwärts befuhren. In der Frühe des folgenden Tages ging der Marsch zunächst bis Ramandu
und von dort ins Innere, wobei erst ein Nebenfluss und darauf der Patongo selbst überschritten
wurde. Nach dem Besuch eines auf einem Berge liegenden Bainingdorfes kehrten die Reisenden
nach Ramandu und von dort auf dem Schifi\'e nach der Station zurück i).

Endlich traten Rascher und Bley am 8. September von Wlawolo aus mit dem kaiser-
lichen Richter
A. Hahl eine Bootfahrt nach der Insel Watom [Wuatom, Vuatom] an, von
der letzterer bereits am folgenden Tage zurückkehrte, während die Patres dort 3 Tage\' ver-
weilen mussten

Friedrich Dahl 1896—97.

Am 12. März 1896 verhess Fr. Dahl Genua, um eine Forschungsreise nach dem
Bismarck-Archipel anzutreten Während eines fast einjährigen und ergebnisreichen Aufent-
haltes widmete er sich zoologischen Studien und legte zugleich ausgedehnte Sammlungen
pflanzlicher«) und tierischer Objektean. In Ralum an der Blanche-Bai, wo er sich bei

1)nbsp;Ibid. pquot;. 102—114.

2)nbsp;Ibid. p. 120—134.

3)nbsp;Eigentlich Friedrich Otto Dahl.

4)nbsp;O. Krümmel. Professor Dr. Friedrich Dahls Aräometerbestimmungen auf der Fahrt von Neapel nach Matupi
Ann. d. Hydrographie. XXIV. Berlin 1896, p.
545-546. - Fr. Dahl. Die Verbreitung der Thiere auf hoher Seequot;
Sitzgsber. K. Akad. d. W. Berlin 1897, p. 705—761. — Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XII. 1896, p. 50—51.

5)nbsp;Wissenschaftliche Station in der Südsee. Deutsches Kolonialblatt. VIL Berlin 1896, p. iio, 743\'., VIII ^897
p. 267, 723- — Der Bismarck-Archipel . in naturwissenschaftl. Beziehung. Sitzgsber. Ges. Naturf. Freunde Berlin 1897\'
p. 123—131. — Über den Bismarck-Archipel. Verhandig. d. Deutsehen Zoolog. Gesellseh. Leipzig 1897 p 204—210 —
Eme Reise nach der Südsee. Deutsche Kolonialzeitg. N. F. XL Berlin 1898, p. 98-99. - Über die Bildung der Korallen-
inseln Schriften des Naturw. Ver. f. Schleswig-Holstein. XI. Kiel 1898, p. 240-242. - Zur Frage der Bildtmg von
Koraüenmseln. Zoolog, Jahrbücher. Abt. f. Systematik. XI. Jena 1898, p. 141-150. - Korallenriff-Theorien. Sitzgsber.
Gesellschr. Naturf. Freunde. Berlin 1899, p. 211-220. - Puliciphora, eine neue, flohähnliehe Fliegengattung zLlog
Anzeiger. XX. Leipzig 1897, p. 409-412 (auch Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) I. London 1898, p. 99-101) - Ueber d^
blumenbesuchenden Vögel des Bismarek-Archipels. Sitzgsber. Ges. Naturf. Freunde. 1900,
p. 106—113 — Ueber abge
brochene Copulationsorgane männlicher Spinnen im Körper der Weibehen. Ibid. 1902, p. 36—45. — Das Leben der
Vögel auf den Bismarck-Inseln nach eigenen Beobachtungen vergleichend dargestellt. MitÜg. Zoolog. Museum Berlin I
3. 1899, p. 107—122. — Das Leben der Ameisen im Bismarck-Archipel, nach eigenen Beobachtungen dargestellt Ibid
n.
I. 1901. — Die Stellung^ der Puliciden im System. Archiv, f. Naturgesch. LXV, i. 1899, p. 71—86 — Ueber die
Pflegeeltern von Cacomantis insperatus. Ornithol. Monatsberichte, V. Berlin 1897,
p. 78—79.

6)nbsp;K. Schumann. Plantae Dahlianae. NoÜzbl. d. Kgl. Botan. Gartens zu Berliu 1. (N° 6) 1897 p 206—209 —
Die Flora von Neu-Pommern. Unter Mitwirkung von
P. Hennings, G. Hieronymus, [F.] Kränzlin, Th, Reinbold
bearbeitet von K, Schumann, Ibid. IL (N\'\'. 13) 1898, p. 61-158. - P. Hennings. Fungi novo-guineenses IIL Englers
Botan. Jahrbucher. XXV.. Leipzig 1898, p. 495-509- - A.
Engler. Beiträge zur Kenntnis der Araceae. Ibid p 8
ii, 14, 17, 19, 22, 24. — Karl Schumann und Karl Lauterbach. Flora der deutsehen Schutzgebiete in der Südsee\'
Leipzig 1901 p, 5, 13-16, 18-20, 24, 26, 28, 29, 38, 40, 41, 42, 44, 46, 74-82 usw. - Nachträge zur Flora der
deutschen Schutzgebiete. 1905, p. 66, 96, 305 passim.

7)nbsp;W, Weltner. Verzeichnis der bisher beschriebenen recenten Cirripedienarten, Archiv, f. Naturgesch. LXIII l
Berlin 1897, p. 244, 255, 256, 273. — O. v. Linstow. Nemathelminthen gesammelt von Herrn Prof Dr F Dahl Ibid\'
p. 281—291. — A.
Reichenow. Pachycephala melanura dahli nov. subsp. Ornitholog. Monatsber. V. Beriin 1897 p\'
178
-179. - Rhipidura dahli n. sp. Ibid. p. 7. _ Franz Werner, Ueber einige noch unbeschriebene Reptilien Lnd
Batrachier, Zoolog. Anzeiger. XX. Leipzig 1897, p, 261-267.
— Arnold Pagenstecher. Ueber das Weib von Delias
georgiana. Entomolog. Nachrichten. XXIV. Berlin 1897, p. 161-162, - G.
Weymer. Syntherata Dahli n sp eine neue

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R. Parkinson einquartierte, brachte er den grössten Teil seiner Zeit zu. Wie sich aus den seinen
Sammlungen beigefügten Datumangaben ergibt, besuchte er im August die Credner-Insel
[Balakuwor], unternahm im Oktober eine Fahrt nach der Nordküste der Gazelle-Halbinsel, auf
der er bis Wuna Märita gelangte, bestieg die von einem Vulkan gebildete Insel Watom [Wuatomj,
an deren Abhängen noch bis in einer Höhe von 170 m. Korallenstöcke angetroffen wurden,
und ferner den Vulkan Nord-Tochter [Towanumbatir], In den Tagen des 10.-19. November
weilte er auf der Neu-Lauenburg-Gruppe (Mioko, Neu-Lauenburg, Kerawara und Mualim).
Die Vulkan-Insel [Raluan] wurde im November und Dezember 1896 und dann wieder im
März 1897 besucht. Im Februar trat
Dahl einen Marsch nach dem Wuna Kokor [Varzin-
Berg] an, dessen Gipfel er auch erreichte, worauf er im März nochmals nach der Nordküste
der Gazelle-Halbinsel ging und von Wuna Märita aus einen Ausflug in das Baining-Gebirge
unternahm. Über Kaiser Wilhelms-Land kehrte er nach Kiel zurück.

Neu-Gruinea-Kompagnie 1896.

Die Ausübung von Hoheitsrechten durch die Neu-Guinea-Kompagnie in ihrem Schutz-
gebiete hatte wiederholt zu Unzuträglichkeiten geführt und in der Reichstagssitzung am 28.
März 189s war allgemein dem Wunsch Ausdruck gegeben worden, die Landeshoheit auf das
Reich zu übertragen 2). Am 13. xMärz 1896 traf die Reichsregierung mit der Kompagnie ein
Abkommen dahin, dass diese auf ihre Hoheitsrechte im ganzen Gebiete verzichtete, wofür ihr für
die Dauer von 15 Jahren in Kaiser Wilhelms-Land, Neu-Pommern (ausschliesslich der GazeUe-
Halbinsel) und den westlich vom 149° innerhalb des Schutzgebietes liegenden kleinen Inseln
nachstehende Rechte und Befugnisse bleiben sohten: i. ausschliesshch herrenloses Land in
Besitz zu nehmen und darüber zu verfügen sowie ausschliesshch mit den Eingeborenen Ver-
träge über Land- und Grundberechtigungen abzuschliessen; 2. einige Gewerbebetriebe, wie

australische Saturnide. Ibid. p. 209—212. — F. Ris. Neue Libellen vom Bismarck-Archipel. Ibid. p. 321—327. — C
schäffer. Die Collembola des Bismarck-Archipels. Archiv, für Naturgesch. LXIV. i. Berlin 1898, p, 392—425.
Benno Wandolleck
. Ist die Phylogenese der Aphanipteren entdeckt? Zoolog. Anzeiger. XXI. 1898, p. 308—309! —
P. Kramer. Neue Acariden aus Ralum. Ibid. p. 419—422. — R. Piersig. In- und ausländische Hydi^chniden Ibid p
569-575. — Franz Werner. Vorläufige Mitteilung über die von Herrn Prof. Dahl im Bismarckarchipel gesammelten
Reptilien und Batrachier. Ibid. p.
522—556. — Arnold Pagenstecher. Die Lepidopterenfauna des Bismarck-Archipels
Zoologica herausgeg. von C. Chun. XL Heft
27. Stuttgart 1899., XIL Heft 29. 1900. - Rich. Hevmons. Die systema-
tische Stellung der Puliciden. Zoolog. Anzeiger. XXH.
1899, P- 223-240. - F. Ris. Libellen vom Bismarck-Archipel.
Archiv, f. Naturgesch. LXVI. l.
1900, p. 175—204. - W. vävra. Die Ostracoden des Bismarck-Archipels. Ibid. LXVII.
I.
1901, p. 179—186. — P. Speiser. Ueber die Nycteribiiden, Fledermausparasiten aus der Gruppe der pupiparen Dipteren.
Ibid. LXVIL I.
1901, p. 31—32, 51—55.—Günther Enderlein. Neue Evaniiden, Stephanidra etc. Ibid p 196 217 —
Günther Enderlein
. Die von Herrn Prof. Dr. Fried. Dahl im Bismarck-Archipel gesammelten Copeognathen.\'Zoolog
Jahrbucher. Abtlg. Systematik. XX. Jena
1904, p. 105-112. - R. Piersig. Beiträge zur Kenntnis der Hydrachniden-
Fauna des. Bismarck-Archipels. Archiv f. Naturgesch. LXX. l.
1904, p. i—34- — H. Ude. Terricole Oligochäten von
den Inseln der Südsee.... Zeitschr. f. wiss. Zoologie. LXXXHI.
1905, P- 480—484. — Th. Kuhlgatz. Beiträge zur
Kenntnis der Metamorphose geflügelter Insekten. Jahrbücher f. Zoologie. Suppl. VIIL
1905, p. 595—606. — Ant.
Reichenow
. Die Vögel der Bismarck-Inselgruppe. Mitteilungen Zoolog. Museum Berlin. I. 3. 1899, p. i—106.Franz
Werner
. Die Reptilien- und Batrachierfauna des Bismarck-Archipels. Ibid. L 4. 1900. — Aug. Forel. Formiciden aus dem
Bismarck-Archipel. Ibid. II. i. 1901.
— Th. Kuhlgatz. Schädliche Wanzen und Cicaden der Baumwollstauden. Ibid. IIL
I. 1905, p. 33—47.
— Richard Krieger. Über die Ichneumonidengattung Echthromorpha. Ibid. IV. 2. 1908, p. 308—311. —
Edv. Ellingsen. Die Pseudoskorpione des Berliner Museums. Ibid. IV. 3. 1910, p. 308, 367, 389. — Wilh. W. O. Mielck.
Acanthometren von Neu-Pommern. Wissensch. Meeresuntersuchungen. Abt. Kiel. N. F. X. Kiel 1907, p. 41—105.

i) Stenogr. Bericht über die Verhandlungen des Reichtages. IX. Legislaturperiode. III. Session 1894/95. Band
IIL Berlin 1895, p. 1748—1750.

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Gewinnung von Guano, Ausbeutung der nicht im Besitz befindhchen Kokoswälder u s w. von
ihrer Genehmigung abhängig zu machen und für die Ausübung Abgaben zu erheben; 3. ver-
pflichtete die Kompagnie sich Grund und Boden für den Bau von Eisenbahnen, öffe\'nthchen
Wegen usw. unentgelthch abzutreten und Land, welches sie als herrenlos in Besitz genommen
oder von Eingeborenen erworben hatte, auf Verlangen der Regierung zum Zweck sofortiger
Besiedelung meistbietend zum Verkauf oder zur Verpachtung zu stellen, soweit sie es nicht
innerhalb einer gewissen Zeit selbst in Benutzung nahm ; 4. wurde der Kompagnie das aus-
schliesshche Recht zur Gewinnung von edlen und unedlen Metahen zugestanden. Nach § 11
des Vertrages war das Reich berechtigt, die der Kompagnie zustehenden Rechte und Befugnisse
jederzeit bis April 1905 durch Zahlung einer Entschädigungssumme abzulösen. Die Abfindungs-
•summe sohte bis i. April 1900 4 Millionen Mark betragen, sich aber von da ab jährhch um
120000 Mark erhöhen. Im Fahe der Ablösung oder, fahs von ihr kein Gebrauch gemacht
würde, nach Ablauf von 75 Jahren sohten die der Kompagnie verliehenen Rechte und Befug-
nisse unbeschränkt auf das Reich übergehen »).

Dieser, wie stets von besonderem Wohlwohen für die Neu-Guinea-Kompagnie zeugende
Vertrag fand im Reichstage keine günstige Aufnahme und ebensowenig der im Anschluss
an denselben eingegangene Nachtragsetat, in dem für das Etatsjahr 1896/97 237000 Mark gefordert
wurden. Nach dem Antrage der Budgetkommission wurde der genannte Etatsposten in der
Sitzung vom 15. Juni 1896 einstimmig abgelehnt^).

Korv. Kapt. Winkler 1896.

Der vom Korv. Kapt. winkler befehligte Kreuzer „Bussardquot; begab sich im Mai 1896 von
Sydney nach Cooktown, um dort die überlebenden Träger der Expedition von
Otto Ehlers
in Empfang zu nehmen. Sie waren jedoch, wie wir gesehen haben (p. 618), von den britischen
Behörden bereits nach der Astrolabe-Bai befördert worden. Auf der Weiterfahrt fand er in
der Lark-Passage sehr gutes Fahrwasser«) und traf am 18. in Friedrich Wilhelms-Hafen ein,
wo er bis zum 21. bheb. Alsdann ging er auf der Reede von Erima vor Anker und setzte\'
nach einem Besuch von Stephansort, seine Fahrt nach Herbertshöhe fort.

Am 28. wurde hier der kaiserliche Richter Albert Hahl mit der Polizeitruppe an
Bord genommen und nach dem östlich von Kapsu an der Nordostküste von Neu-Mecklenburg
gelegenen Mongäi s) (5°45V;S., i5i°6\'E.) gedampft, um dessen Bewohner wegen Raubes und
Mordanfalles zu züchtigen. Das geraubte Gut wurde in einer Hütte wieder aufgefunden. Nach

1)nbsp;Entwurf eines Gesetzes betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Haushalts-Etat für die Schutzgebiete
auf das Etatsjahr 1896—97. Sammlung von Drucksachen des Reichstages. 9. Legislatur-Periode IV. Session 1895/97 Bd
V. Berlin 1896, N°. 378,
p. 9-16. - Denkschrift betreffend Uebergang der Landeshoheit über das Schutzgebiet der
Nen-Guinea-Kompagnie auf das Reich. Ibid. p. 17—20. — Der Nachtragsetat. Deutsche Kolonialzeitung. N. F. IX. 1896
p. 162—163. — Verhandlungen mit dem Reich wegen Uebernahme der Landeshoheit. Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land\'
XH. Berlin 1896, p. 8.

2)nbsp;Mündlicher Bericht der Kommission für den Reichshaushalts-Etat. Sammlung von Drucksachen des Reichstages
1895/97. Bd. V. Berlin 1896, N°. 438. B, p. 3.nbsp;^

3)nbsp;Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Reichstages. IX. Legislaturperiode IV Session i8q;/q7
Bd. IV. Berlin 1896, p. 2366—2385, 2629.

4)nbsp;Bemerkungen über die Lark-Passage und über die Baken auf den Riffen Swinger, Marx und Harrison Nachr
f. Seefahrer. XXVII. 1896, N°. 2496,
p. 657.

5)nbsp;Nicht Mankai, wie es in dem Bericht heisst.

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einem Besuch der Salomo-lnseln kehrte das Schiff nach Herbertshöhe zurück und dampfte
am 15. Juni von Mioko nach Ontong Java [Lord Howe-Gruppe], auf der ein Agent der
Firma E. E.
Forsayth angetroffen wurde. Hierauf setzte der Kreuzer seine Fahrt nach den
Marshall-Inseln fort gt;).

«

Mission vom Göttlichen Wort (Societas Verbi Domini) 1896.

Durch päpsthches Dekret vom 23. Februar 1896 wurde auf Antrag der Kongregation
der Propaganda eine besondere apostolische Präfektur für Kaiser Wilhelms-Land errichtet und
vom dem durch die Société des Missionnaires de Notre-Dame du Sacré-Coeur [Kongregation
vom heiligsten Herzen Jesu] in Issoudun verwalteten Vikariat [Neu-Pommern] abgetrennt. Der
Präfekt
Everhard Limbrock vom Missionshause St. Michael in Steyl bei Kaldenkirchen
(Rheinprovinz) traf am 13. August 1896 in Begleitung der Priester
Franz Vormann und
Matthias Joseph Erdweg sowie von 3 Laienbrüdern, die Genua am 30. Juni 1896 verlassen
hatten, in Friedrich Wilhelms-Hafen ein. Die Missionare begaben sich bald darauf nach dem
Berlin-Hafen und gründeten zunächst auf Tumléo [Dudemaine-Insel] eine Missions.station

Korv. Kapt. Janke 1896.

Nachdem über die Fahrten der „Möwequot; in der ersten Hälfte des Jahres 1896 bereits
berichtet worden ist (s. oben
p. 620), müssen wir noch ihrer weiteren Tätigkeit gedenken. Sie
kehrte behufs Fortsetzung ihrer Vermessungsarbeiten nach Kaiser Wilhelms-Land zurück und
verhess am 5. Juli 1896 Friedrich Wilhelms-Hafen, um das deutsch-hohändische Grenzgebiet
aufzusuchen. Zunächst gelangte sie am 7. nach dem Angriffs-Hafen, dessen Bewohner, die sich
Wänimo nennen sollten, friedlich gesinnt waren. Hieran schloss sich die Aufnahme der
unmittelbar im Westen folgenden Friederichsen-Bucht an. Bis zur Robidé-Huk war an der
Küste ein schmaler Sandstrand vorhanden, hinter dem sich ein niedriger Höhenzug bis zum
Bougainville-Gebirge erhob. Etwas östhch von der Robidé-Huk begann der Charakter der
Küste sich zu ändern, indem die Vorberge des erwähnten Gebirges hart an den Strand her-
antraten und hier steil abfielen. Diese Ausläufer fanden an der Germania-Huk ihr Ende. Die
„Möwequot; ging in der östlich davon liegenden Bougainville- [Oinake-] Bucht, 300 m. vom Strande
entfernt, zu Anker und fand an ihrer Westseite ein Dorf der Wutong\'\'\'). Der letzte Ankerplatz
(21. Juli) in diesem Gebiet lag im Winkel zwischen der Germania-Huk und der Mündung des
Sechstroh-Flusses [Tami] \').

1)nbsp;Auszug aus dem Berichte des Kommandanten S. M. S. „Bussardquot;, Korvetten-Kapitän Winkler, über die Rund-
reise des Jahres
1896. Marine-Rundschau. VIII. Berlin 1897, p. 128. — Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XII. 1896,
p. 63—64, 22—23.

2)nbsp;Die neue apostolische Präfektur von Deutsch-Neu-Guinea. Gott will es! VIII. München-Gladbach 1896, p. 121—124.

3)nbsp;Richtiger Tegelen bei Venlo in Holland.

4)nbsp;Kleiner Herz-Jesu-Bote. XXII. Steyl 1896—97, p. 23, 36—37- — Nachr. K.W.L. XIL 1896, p. 68. —
Apostolische Präfektur Neu-Guinea. Gott will es! VIIL 1896, p. 269.

5)nbsp;Häharu der Eingeborenen.

6)nbsp;Das Dorf heisst Oinake.

7)nbsp;Segelanweisung für Prinz Friedrich Wilhelms-Hafen, Prinz Heinrich-Hafen, Angriffs-Hafen und die Küste bis
zur Germania-Bucht. Aus dem Reisebericht S. M. S. „Möwequot;, Kommandt. Korv. Kapt.
Janke. Ann. der Hydrographie.
XXV. Berlin
1897, p. 153—156. — Janke. Das deutsche Neu-Guinea-Schutzgebiet. Jahresbericht des Ver. f. Erdk. in
Metz. XX.
1897—98, p. 38—53- — Nachr. f. Seefahrer. XXVIII. 1897, N°. 754.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;82

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Nachdem der Kreuzer die Reede von Matupi wieder aufgesucht hatte, dampfte er am
13. August aufs neue nach Kaiser Wilhelms-Land. Auf dem Wege dorthin lief er zunächst
die Matty-Insel [Wuwulu] an, um deren Lage zu bestimmen. Bei der Annäherung stellte sich
ein Kanu mit
3 Salomo-Insulanern ein, die sich an Bord flüchteten mit der Angabe, dass ihr
Herr, der Agent der HERNSHEIMschen Faktorei, im März erschlagen worden sei (s. oben p. 640).
Es wurde die Lage der Nordseite der Insel zu 1\'^41\'S., die der Südseite zu i°45\'S. bestimmt.
Die Längenbestimmung ergab 142° 55\'E. für die ungefähre Mitte der Insel. Am 14. nach-
mittags wurde die Fahrt fortgesetzt, worauf zwei Tage später die Ankunft in Friedrich
Wilhelms-Hafen erfolgte\'). Am 18. ging die „Möwequot; über Matupi nach Sydney, worauf ihrer
Ruckkehr im Dezember «entgegengesehen wurde ^j.

Gründung der Missionsstation Wuna Marita 1896.

Während der Monate September und Oktober 1897 waren zahlreiche Bewohner des
Baining-Gebirges von Küstenbewohnern auf der Strecke von Ramandu bis Masikonäpuka im
westlichen Teile der Nordküste der Gazelle-Halbinsel an den Strand gelockt und teils getötet,
teils zu Sklaven gemacht worden. Die Gründung einer Missionsstation an der Zugangspforte
zu dem erwähnten Gebirge war bereits vorher vom Bischof
GoUPPÉ ins Auge gefasst worden,
erfuhr aber durch jene Ereignisse eine Beschleunigung.

Am 6. November 1897 schiff-te sich der Bischof mit dem zum Leiter der Station auser-
sehenen Pater
Matthäus Rascher, dem kaiserhchen Richter A. Hahl und 15 Polizeisoldaten
m Herbertshöhe auf der Jacht „Zereldequot; ein, die am folgenden Mittag vor dem DorfRamandu
an der NW-Ecke der Ataliklikun-Bai eintraf, das
Hahl zur Strafe einäschern liess. Hierauf
wurde das gegenüber der Insel Masawa liegende Wuna Märita erreicht.
Hahl fuhr sofort
nach dem benachbarten Dorfe Nawiu, das ebenfalls am Menschenraub beteiligt gewesen war
hess es aber hier mit Rücksicht auf die zu gründende Station mit einer Verwarnung ver-
wenden. Die befreiten Sklaven wurden im Laufe der nächsten Tage in ihre Heimatorte
zurückgebracht, worauf
Hahl am ro. die Rückfahrt antrat. GouPPÉ folgte erst am 27.\'
Inzwischen war mit dem Bau eines Stationsgebäudes, etwa
40 m. vom Strande entfernt
begonnen worden, dem etwas später derjenige einer Kirche folgte. Auch in Ramandu wurde
bald darauf mit dem Bau eines Gotteshauses der Anfang gemacht^). Die dort gegründete
Station wurde dem Pater
van der Aa überwiesen.

Friedrich Wandres 1896—99.

Von dem „Plantagen-Direktorquot; Friedrich Wandres erwarb das Museum in Basel
eme aus 840 Stücken bestehende ethnographische Sammlung für 6500 Mark. Wie
L. Rüti-
MEYer
mitteilt war sie 1896-99 persönlich zusammengebracht worden. „Sie erstreckt sich
Uber ganz Deutsch-Neu-Guinea und die benachbarten Inseln, French Islands (lies Französische
oder Witu-Inseln), Neu-Pommern, Neu-Mecklenburg, Neu-Hannover, Admiralitäts-Inseln und

1)nbsp;Reise S.M.S. „Möwequot;. Deutsches Kolonialblatt. VH. Berlin 1896, p 713-714

2)nbsp;Nachr. K.W. l. xil 1896, p. 61-63.nbsp;^ \' Pquot; 7^3 714-

NachnVh?nbsp;Gaining (Neupommern). Aus der deutsehen Südsee. L Münster 1909, p. 135-201.-

de la stat in mquot;sa Ï\'nbsp;^^nbsp;quot; Nouvelle-Pomméranie. Progrès de îa\'foi\'Fondation

de la station Massava. Extrait d\'une lettre de Msgr. Couppé. Missions Catholiques. XXIX. Lyon 1897, p 134-135

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die Salomonen Buka, Bougainville, Choiseul amp;c.quot; \'). WandRes war 1899 Pflanzungs-, zugleich
Stations- und Polizeivorsteher in Stephansort

C. F. A. Gregory und D. W. Horst 1897.

Der vom Kapt. Leutn. z. See C. F. A. Gregory befehligte Kreuzer Javaquot; traf von
Amboina kommend am
i. Mai 1897 auf der Reede von Ternate ein, wo et bis zum 12. hegen
blieb. Er dampfte hierauf nach der Etna-Bai, um eine Bestrafung der an dem Überfall des
Kutters von
H. Cayley Webster im August 1896 beteihgten Eingeborenen herbeizuführen
(s. oben p. 624)^). Nachdem am 15. auf der Lisel Gisser [Gèsir] ein Dolmetscher an Bord
genommen worden war, erfolgte Verabredetermassen am 18. die Ankunft vor der Insel
Lakahia, wo der Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot;, Kapt.
W. c. Meyer, mit dem Residenten
D.
W. Horst bereits vor Anker lag. Der Radja von Lakahia war mit Gefolge auf diesem
erschienen, um seine Aufwartung zu machen. Als nunmehr der Gegenstand des Kommens
erörtert wurde, fing die Gesellschaft an unruhig zu werden, und als gar
heinrich kühn und
zwei andere Weisse an Deck erschienen sprang sie über Bord und entkam bis auf einen,
der aber nur ungenügend Auskunft zu erteilen vermochte. Am 19. setzten beide Schiffe die
Fahrt nach dem östhchen Eingang der Kaju Merah-Bai fort, wo sie 2 Schoner antrafen. Durch
die Vermittelung ihrer beiden Kapitäne konnte man in Verkehr mit dem weiblichen Radja
von Aiduma treten, unter deren Oberherrschaft der Radja von Lakahia stand. Die Dame
erschien am 21. an Bord und kam dem Befehl auf Rückerstattung der geraubten Gegenstände
insofern nach, als sie das Boot der „Lizziequot; und 3 der 5 Gewehre ablieferte. Am 22. fuhr
die „Zeemeeuwquot; nochmals nach Lakahia ab, woräuf der Radja bekannte an dem Überfall
beteihgt gewesen zu sein. Es wurde seinem Dorfe sowie dem benachbarten Bäik eine Busse
auferlegt. Darauf dampfte das Schiff nach der Etna-Bai, in der Vermessungen vorgenommen
wurdet!. Am 29. kehrte das Schiff nach Lakahia zurück, um die auferlegte Busse, die in 3
Lilas, 4 Gongs, 4 Martavanen sowie einigen silbernen Ohrringen, Armbändern usw. bestand,
einzutreiben. Nachdem die Eingeborenen gelobt hatten sich keinerlei Mord- und Raubanfälle
wieder schuldig zu machen, kehrte die „Zeemeeuwquot; nach Ternate, die „Javaquot; aber über Gèsir
nach Surabaja zurück, wo sie am 12. Juni eintraf.

W. A. Mouton und D. W. Horst 1897.

Am 2. August 1897 verliess der Kreuzer „Borneoquot;, Kommandant Leutn. z. See W. A.
Mouton, die Reede von Ternate zu einem Besuch der Küstenplätze an der Nordküste von
Neu-Guinea, nachdem er den früheren Schonerkapitän
Amos Kalynkongan als Lotsen an
Bord genommen hatte. Infolge eines Defektes an der Maschine wurde das Schiff in der

1)nbsp;Bericht über die Ethnographische Sammlung des Basler Museums für das Jahr 1902. Abhdlg. Naturf. Gesellsch.
BaseL XV.
1903, p. 192. —^ Wahrscheinlich hatte Wandres auf Anwerbetouren Gelegenheit gehabt die in Rede stehenden
Gegenstände zu erwerben.

2)nbsp;Deutsches Kolonialblatt. X. Berlin 1899, p. 555.

3)nbsp;Jaarboek van de Koninkl. Nederlandsche Zeemacht 1896—1897. \'s Gravenhage 1898, p. 639—640. — Koloniaal
Verslag van
1898, p. 24.

4)nbsp;Man erfährt bei dieser Gelegenheit zum erstenmale, dass Webster bei seiner Anwesenheit auf den Kei-Inseln
H.
Kühn und einige andere Personen engagirt und nach der Etna-Bai mitgenommen hatte. Ersterer hatte s. Zt. an der
Etna-Bai ebenfalls Insekten gesammelt.
(W. Warren. Drepanulidae, Uraniidae and Geometridae. Novitates Zoologicae. VIII.
Tring
1901, p. 193).

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Sagewm-Strasse gezwungen für kurze Zeit in der Tipin-Bai an der Nordküste von Salawati
vor Anker zu gehen, konnte aber bereits am
5. in der Doré-Bai eintreffen \'). Nachdem der
Resident D. W.
Horst am 10. auf dem Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot; angelangt war, ging
er mit dem Kapitan Laut von Tidore, dem Prinzen
Mohamad Tahir Alting auf die
Borneoquot; über. Auch erschien der Missionar F. J. F.
van Hasselt, der an der Fahrt als
Dolmetsch teilzunehmen sich erboten hatte Am
11. wurde wieder ausgedampft und am
Abend des
12^ zunächst im Süden der Arimoa-Inseln zu Anker gegangen. Als der Kreuzer
am folgenden Tage vor dem Dorfe Bearikwär auf der Insel Liki erschien, das zuletzt im Jahre
1887 von dem Kreuzer „Javaquot; (s. oben p. 431) besucht worden war, konnte kein lebendes
Wesen entdeckt werden. Auf der Weiterfahrt bemerkte man an der Südspitze zwei Hütten
und teilten die beiden hier hausenden Leute mit, dass das erwähnte Dorf im verflossenen\'
Jahre der Blatternepidemie wegen verlassen worden sei und dass die einzige Niederlassung
Sandwendondwär an der Ostküste läge. Nachdem der Resident mit seinem Gefolge das aus
vier Häusergruppen bestehende Dorf besucht hatte, wurde die Fahrt nach der Insel Djamna
Damna] fortgesetzt, auf der es aber nicht gelang eines Dolmetschers für die Humboldt-Bai
habhaft zu werden. Am
14. hef die „Borneoquot; in die Tanah Merah-Bucht ein, wo sie 3 Dol-
metscher an Bord nahm und nach einstündigem Aufenthalt nach der Humboldt-Bai weiterfuhr

nnbsp;Eingang zur Binnenbai vor Anker, worauf der Resident

nach dem Dorf Tobadi fuhr. In einer hier mit den Bewohnern der Dörfer »Tobadie, Ragis
Senn, Ingeroes, Kajoe, Yambeo und Nafriequot; abgehaltenen Versammlung 3) wurde der Sohn
des verstorbenen Korano zu dessen Nachfolger ernannt. Am
15. fuhr Horst auf der Dampf-
barkasse nach dem an der Südseite der inneren [Jotëfa-] Bucht hegenden Dorfe Nafri [Wabal
und nachmittags nach dem Dorfe Kajö Entsäu, das auf der Insel Metu Gär in der äusseren
der eigenthchen Humboldt-Bai lag. Da behauptet worden war, dass der deutsche Kreuze;
„Möwe im vorhergehenden Jahre Grenzzeichen am
141° E. angebracht habe, so wurde am

r\\f ,nbsp;die für die Zwecke der Vermessung

angebrachten Baken. Bei der Ankunft an der Mündung des Tami brachte Horst in Erfahrung

dass die zwischen ihr und dem Kap Bonpland liegenden Dörfer „Jambi, Mabo und Tair \'
hiessen ). Nach der Rückkehr nach der Humboldt-Bai wurden die Anker gehchtet und
zunächst die Tanah Merah-Bai wieder aufgesucht wo der dreitägige Aufen?halt zu Ver-
messungen verwendet wurde und zwar sowohl im östlichen als im westlichen Teile. Am
Abend des
19. dampfte die „Borneoquot; wieder aus und erschien am folgenden Morgen vor den
Inseln Boek und Madiun, worauf eine Fahrt nach dem gegenüberliegenden Festland unter-

ZTT 7nbsp;quot; fstromaufwärts gerudert wurde. Am Nachmittage

besuchte das Schiff noch eine der Podena-Inseln und setzte die Fahrt in westlicher Richtung

Verlag liTs^tnbsp;Nederlandsche Zeemacht 1896-97. \'s Gravenhage 1898, p. ;3i-75x. - Koloniaal

2) Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. N. S. XL 1898, p. 49-59

Merkwürdig ist der et^rwähnte Na fnbsp;Humboldt-Bai unbekannt.

4)^Sienbsp;^^ ^^^^nbsp;(^va Guinea. L 1909, p. .5).

Aroma (is^o:^::;,nbsp;- — - —.debi,

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fort. Am Morgen des 21. wurde das Kap D\'Urville passirt und darauf nördlich von der kleinen
Insel Nau unweit der Insel Aberé [Kurudu] geankert. Am 22. lief der Kreuzer in die Bai von
Ansus an der Südküste von Japen ein. Der Resident legte den Einwohnern eine Busse von
fl. 200— wegen der Ermordung des Jägers von
Doherty (s. oben p. 628) auf und forderte
ausserdem die Rückgabe der von Ansus und Pom auf der Insel Wiak geraubten Menschen.
Als des Nachmittags diese Forderungen noch nicht erfüllt worden waren, warf die „Borneoquot;
zwei Granaten in den Ort, worauf am folgenden Morgen die Busse
entrichtet und die geraubten
6 Wiaker eingeliefert wurden. Mittags wurde die Fahrt nach der Doré-Bai fortgesetzt, in der
der Aufenthalt bis zum 26. währte. Am 28. erfolgte die Rückkehr nach Ternate.

Am 4. September lief die „Borneoquot; aufs neue aus und suchte, nachdem sie am 6. auf
Gisser Kohlen eingenommen hatte, am 10. die Tipin-Bai (etwa 0° 57\' S., 130° 50\' E.) an der
Nordküste von Salawati auf, um sie zu vermessen \'). Nachdem der Resident D. W.
horst
am II. auf der „Zeemeeuwquot; eingetroff-en war, ging er auf den Kreuzer über, der nunmehr
nach der Doré-Bai weiterdampfte. Er traf hier am 12. ein, nahm den Missionar F. J. F.
van
Hasselt
an Bord und setzte seine Fahrt nach dem an der Westküste des Geelvink-Busens
gelegenen Wendèsi fort, dessen Einwohner sich Plünderungen schuldig gemacht hatten. Die
Anwesenheit des Kriegsschififes genügte, die Zahlung der auferlegten Busse sowie die Rückgabe
der geraubten Sklaven herbeizuführen. Am 15. wurde nach der unfern liegenden Insel Rön
gedampft, wo der in Jendé wohnende Missionar G. L.
bink schwer erkrankt darniederlag,
aber das Anerbieten nach dem Lazaret in Ternate überführt zu werden ablehnte. Am 16.\'
ging es weiter nach Ansus, doch fand man den Ort verlassen. Am 18. wurde die Säureru-,
oder richtiger Woi-Bai auf Japen, die einen vortrefflichen, allerdings gegen die Südwinde
ungeschützten Ankerplatz abgab, aufgesucht und vermessen Das hier hegende Dorf hiess
nicht Woi, sondern Usawër (etwa i°4i\'S., 135° 26\'E.). Wie man hier in Erfahrung brachte,
hatten zwei Monate zuvor Wiaker einen Überfall ausgeführt und dabei 10 Menschen getötet
und 15 als Sklaven in die Gefangenschaft weggeführt. Die „Borneoquot; dampfte des Abends
wieder aus und traf am 19. in der Doré-Bai ein, die sie nach dreistündigem Aufenthalt wieder
verliess, worauf sie am 21. abends die Reede von Ternate erreichte.

E. Heldring 1897 (?)

Es wird um das Jahre 1897 herum gewesen sein, dass E. Heldring auf dem Post-
dampfer „Camphuysquot; zwei Fahrten nach Neu-Guinea von Ternate aus unternahm. Die eine
ging längs der Nordküste bis zur Humboldt-Bai, die andere nach der Südküste des nieder-
ländischen Anteils 3). Seine Mitteilungen sind selbst für einen Globetrotter aussergewöhnlich
nichtssagend und irgendwelchen genauen Angaben wird auf das Sorgfältigste aus dem Wege
gegangen. Von den Papuanen wird geschmackvollerweise gesagt: „Het zijn echte wilden, die
elkaar bestelen, eikaars vrouwen rooven, elkaar om den haverklap vermoorden, ja elkaar hier

1)nbsp;Noordkust Salawatti. Reede Tipin. Vaarwaters en Ankerplaatsen op de Westkust van Nieuw-Guinea. \'s Graven-
hage
i 903. Min. van Marine, N®. 270.

2)nbsp;Zuidkust van Jappen. Baai van Wooi (Saoereroe). Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea. Blad
iii. N°. i. \'s Gravenhage 1903. Min. v. Marine, N°. 200.

3)nbsp;Oost-Azië en Indië. Beschouwingen en Schetsen. Amsterdam 1899, p. 157_-166.

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en daar öppeuzelenquot;. Sein Buch wird dadurch nicht besser, dass es von dem Geographen
j. F. Niermeyer angepriesen wurde

John G-reen 1896—97.

Der Pohce Magistrate john green hatte Macgregor im Innern von Neu-Guinea
verlassen (s. oben
p. 634), um in seinem Auftrage zunächst nach der Mündung des Mambare
zu gehen und die dort liegende „Merrie Englandquot; nach der Redscar-Bai, wo
Macgregor
sie nach semer Durchquerung anzutreffen wünschte, abzufertigen. Darauf suchte er die Tamata-
Station wieder auf, die er etwas weiter stromaufwärts verlegte. Er hatte für diesen Zweck
eine geeignete Stelle am Ufer des Mambare ausgesucht, die Umgebung ausgerodet und bereits
eines der Gebäude fertiggestellt, als er, auf dem Dache beschäftigt, am 14. Januar 1897 von
Angehörigen des Orokowo-Stammes überfallen und niedergemacht wurde. Eine Stunde später
traf Kapt.
Whitlow mit Mannschaften der Schutztruppe auf der Station ein; er benachrichtigte
sofort die Goldgräber von dem Vorfall und fuhr mit ihnen, ausgenommen
John Schmitt
Ryan
und Burns, die zurückbleiben wollten, am 26. in Booten und auf Flössen nach der Mündung
wo am 28. und 29. ein Lager bezogen wurde. Am 5. Februar gingen die Überlebenden auf
dem inzwischen eingetroffenen Schoner „Ehengowanquot; über, der
Ende März in Sydney eintraf

Sir William Macgregor 1897.

Am 8. Februar 1897 dampfte Macgregor von Port Moresby auf der „Merrie Englandquot;
ab, um zunächst der Regierungsstation auf der Insel Daru einen Besuch abzustatten, worauf
er am 18. die Fahrt nach der Warrior-Insel [Tutu oder Tud] fortsetzte, um eine Untersuchung
nach der Ausdehnung der den Bewohnern von Neu-Guinea gehörenden Fischgründe vorzu-
nehmen. Auf Grund seiner Beobachtungen machte er den Vorschlag, die Grenze zwischen
Britisch-Neu-Guinea und Queensland in der Weise zu verlegen, dass sie eine Linie gezogen
vom Bramble Cay über den Moon Pass bis zur Warrior-Insel bildete und ihren weiteren

Verlauf südhch von der Turnagain- und Deliverance-Insel nach Damut [Dalrymple-Insel] nähme

Am 26. traf er auf Saibai und am folgenden Tage an der Biambo genannten Stehe am Westufer
des Wasu Kusa ein, an der er im vorhergehenden Jahre gelagert hatte (s. oben
p. 631) Am
I. Marz schlug er sein Lager am Westufer des Morehead-Flusses, und zwar 1000 yards von
der Mündung entfernt, auf. Während des 2. und 3. wurde weiter stromaufwärts gefahren und
darauf m der Nähe von Bangu kampirt. Die am
4. ins Lager kommenden Eingeborenen
erzahlten, dass die Tugeri seit ihrer Flucht im verflossenen Jahre den Fluss nicht wieder besucht
hatten. Nachdem am
5. die Fahrt noch bis 8 miles oberhalb Bangu fortgesetzt worden war, wurde
umgekehrt. Am 8. landete er auf der Insel Boigu und dampfte darauf weiter nach Daru Hier
traf
john Douglas am ii. auf dem ■Albatrossquot; ein, um die Nachricht von den am Mambare
verübten Morden zu überbringen. Am 13. verliess
Macgregor die Regierungsstation, sprach
am folgenden Tage auf der Missionsstation in Saguana vor und gelangte am i6. in die Mün-
dung des Bamu, übernachtete am Gama und erreichte am 17. die Risk-Spitze. Nachdem er
am 18. noch Orokolo besucht hatte, traf er auf der Dampf barkasse am 22. in Port Moresby ein

1)nbsp;Petermanns Mittlg. XLVI. 1900. Lit. Ber. N°. 623, p. 169.

2)nbsp;A. Vollmer. Goldsucher in Neu-Guinea. Petermanns Mittlg. XLIII 1897 p 139

3)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection towards the Western Division of the Possession. Ann. Report on Brit
New Guinea
1896—97. Brisbane 1898, p. 23—25.

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Erst Anfang April konnte er sich nach dem Mambare-Gebiet begeben, wohin er am lo.
von Samarai aus auf der „Merrie Englandquot; die Fahrt fortsetzte. Nachdem er am Kap Vogel
übernachtet hatte, lief er am ii. in die Porlock-Bai ein. In der Nacht vom 12/13. erschien
M. H.
Moreton, vom Mambare kommend, an Bord des Schiffes und berichtete, dass er am
10. März die Mambare-Mündung und am 14. die zerstörte Regierungsstation an der Tamata-
Mündung erreicht, dort aber vergebens bis zum 31. auf die Rückkehr der drei am oberen
Mambare zurückgebliebenen Goldgräber J.
Schmitt, Ryan und Burns gewartet habe.

Macgregor begab sich am 15. April den Mambare stromaufwärts und traf am 17.
auf der Tamata-Station ein \'). Nachmittags fuhr er weiter stromaufwärts und entdeckte etwa
ein halbes Dutzend im Bau begriffene Dörfer, in denen er eine Menge Waffen und andere
von dem Überfall herrührende Gegenstände vorfand. Auf der Weiterfahrt am 18. wurden
abermals in einem Dorfe derartige Sachen angetroffen, worauf die Schutztruppe die Umgegend
weiter durchstreifte. Nach den eingezogenen Erkundigungen waren es Eingeborene von Peu
und Gadara gewesen, die zwischen dem 7. und 12. Januar 5 Goldgräber zwischen Peu und der
Küste ermordet und beraubt hatten. Etwa 12 eingeborene Träger, die sich in ihrer Begleitung
befunden hatten, wurden vermisst.
JOHN GrEEN war mit Leuten der Schutztruppe am 14.
Januar auf der Tamata-Station ermordet und diese zerstört worden.

Nachdem Macgregor nach der Mambare-Mündung zurückgekehrt war und die „Merrie
Englandquot; nach Samarai und Cooktown abgefertigt hatte, ging er am 30. aufs neue stromauf-
wärts bis 2 miles unterhalb Peu Am nächsten Tage wurde die Polizeitruppe i mile unterhalb
des Dorfes gelandet, um es im Rücken anzufallen, doch vermochten die in nur geringer Zahl
vorhandenen Bewohner, unter Zurücklassung ihrer Habe, zu flüchten. Am 2. Mai wurde die
Tamata-Station erreicht, doch fanden die von hier aus ausgesandten Patrouillen nichts Ver-
dächtiges. Am 12. kehrte
Macgregor unter Zurücklassung von Polizeisoldaten nach der
Mündung des Mambare zurück, begab sich am 18. von hier aus nach derjenigen des Gira, in
die er am folgenden Tage in 2 Walbooten einlief. Die Fahrt ging während der ersten 3—4
miles durch niedriges, sumpfiges Land. Etwa 6 miles von der Mündung entfernt traten die
ersten Hügel am hnken Ufer auf, in deren Nähe das Dorf Tetu lag. Wenig oberhalb am
rechten Ufer fand man das Dorf Kotou. Nachdem i mile weiter stromaufwärts übernachtet
worden war, wurden am 20. weitere 5 miles und am 21. ebenfalls 5 miles auf dem Flusse
zurückgelegt. Am 22. befand
macgregor sich 24 miles von der Mündung entfernt; hier
konnten verhältnismässig reichliche Spuren von Gold im Sande nachgewiesen werden. In der
Nähe wurde ein Lager gerade oberhalb Mopi, unweit eines kegelförmigen, 800—900 feet
hohen Berges, der im wesentlichen aus Sandstein bestand, bezogen. Am 24. und während
der beiden folgenden Tage wurde die Ruderfahrt fortgesetzt, auf der Berge, die eine Höhe
bis zu 2000 feet erreichten, passirt wurden. Nachdem man 26. an der Mündung eines 60 yards
breiten, aus SE. kommenden Nebenflusses vorbeigefahren war, traf man 14 miles weiter auf-
wärts eine Stromschnelle (8°
15\'20quot; S., 147°44\'24quot; E.), die zur Umkehr zwang. Als Macgregor
am 27. wieder an der Mündung des Gira eintraf, stand dort eine derartige Brandung, dass die

1)nbsp;Despatch reporting Ascent of Mambare River, and Action taken to discover actual Perpetraters of Murderers
at Peu, Gadara amp;c. Ibid. p. 25—28.

2)nbsp;Despatch in Continuation of Report of Ascent of Mambare River to effect Punishment of Murderers. Ann.
Report on Brit. New Guinea 1896—97,
p. 29—36.

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Boote nicht auslaufen konnten. Er zog es vor über Land die Mambare-Mündung zu erreichen
und von hier aus am 4. nach der Tamata-Station zu fahren. Am 7. brach er wiederum auf,
hess sich noch bis nach dem stromabwärts hegenden Apotji [Apochi] rudern, um darauf über
Land den Gira aufzusuchen. Die Wanderung ging zunächst den Apotji-FIuss entlang, an dem
zwei Dorfer angetroffen wurden. Nachdem ein aus Konglomeraten bestehender Rücken über-
schritten worden war, gelangte man am 8. nach dem Dorf Wade. Am 13. ging es über den
Wade-Fluss nach dem Dorfe Diware, wo ein Teil der Mörder von
John Green in die
Hände fiel, zwei wurden erschossen. Auch fand man in den Behausungen eine Menge der
geraubten Gegenstände. Am
14. trafen J. B. Cameron und Mac Dowall in zwei Walbooten
auf dem Gira ein, worauf die Verfolgung der Mörder bei Mopi wieder aufgenommen wurde
und bei welcher Gelegenheit
4 von diesen fielen. Am 15. fuhr Macgregor auf den Booten
nach der^ Gira- und alsdann nach der Mambare-Mündung. Diese wurde am 21. auf der Merrie
England verlassen, um nach einem Besuch des Douglas-, des Porlock- sowie des Jasa-Jasa-
Halens nach Samarai zurückzukehren.

Im Anschluss an diese Expedition machte Macgregor den Vorschlag den Gira als
Grenze zwischen dem deutschen und dem britischen Anteil zu bestimmen Es sollte aber noch
bis zum Jahre 1909 währen, ehe man auf beiden Seiten dazu überging diese Frage durch eine
Grenzkommission untersuchen zu lassen

Am 3. Juli traf Macgregor auf der „Merrie Englandquot; auf Kiriwina (Trobriand-Inseln)
ein, um zwischen den Eingeborenen ausgebrochene Misshelligkeiten zu schlichten. Am nächsten
läge suchte er zunächst die unter der Leitung des Rev. S. B.
Fellowes stehende Wesleya-
nische Missionsstation in Kawatari auf und ruderte darauf am 5. nach Oburaka, das im Streite
mit meinem Nachbardörfern lag. Am 6. wanderte er über Land nach Kaibula, einem unweit
Emarakana hegenden Dorfe, und besuchte ferner am 7. Kadawaga

Bingham A. Hely 1897.

Der Resident Magistrate Bingham A. Hely unternahm im Februar 1897 eine Fahrt
m westhcher Richtung auf der Suche nach den Tugeris. Er vermochte aber weder im Wasu
Kusa, noch im Morehead-Fluss, den die Eingeborenen nach seiner Angabe Barimbar nennen
sollen ), eme Spur von ihnen zu entdecken

Amedeo Giulianetti 1897.

Amedeo Giulianetti, der am 14. Februar 1897 zum Government Agent for the Interior
befordert worden war (s. oben
p. 635), hatte zunächst die Aufgabe erhalten, einen Weg vom
Wanapa [Vanapa] aus nach der Owen Stanley-Kette auszuschlagen und zwar, um den Gold-
grabern Gelegenheit zu geben auf einem schnelleren und bequemeren Wege das Yodda-Goldfeld

zu erreichen, als dies von der Mambare-Mündung aus möglich war.

New oJLfTr —- --

4)nbsp;Auf niederländischem Gebiet wird er Turuasi genannt

5)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Western Division. Ann. Report on Brit. New Guinea 1896-97, p. 45.

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Während Fras. A. Rochfort am 25. Februar auf dem Kutter „Colombiaquot; mit Mann-
schaften direkt nach der Mündung des Wanapa abging, folgte
Giulianetti in einem Walboot,
um unterwegs noch Träger anzuwerben \'). Am 3. März konnte man in Booten den Wanapa bis
Daura [Doura] aufwärts fahren, wo eine Goldgräbergesehschaft unter der Führung von
william
Nettle
lagerte. Nach Ankunft der letzten Träger wurde die Fahrt am 5. bis Kone [Koni] fort-
gesetzt. (Fig. 61). Während der nächsten Tage hess
Giulianetti ein Lager am Toiwa [Evelyn-
Fluss] errichten, wohin er sich mit dem Rest der Leute am 14. begab. Am 16. setzte er, unter

Zurücklassung von Rochfort, den Marsch fort und traf am 17. am Exton-Fluss ein, wo er
etwas oberhalb der Mündung des Tu kampirte. Am 19. erreichte er mittags den Kebokanamo,
am 20. den Atoa [Bebi] und am 21. mittags das Dorf Suku, in welchem am 22. und 23. Rast
gemacht wurde. Am 24. erfolgte die Ankunft in dem am Abhänge des Cameron-Berges
liegenden Dorf Amaseba. Nachdem am folgenden Tage 5 miles zurückgelegt worden waren,
erhielt
giulianetti gerade bei Antritt des Weitermarsches am 26. die Kunde, dass Gold-

l) A. Giulianetti. Report of the Travelling Government Agent. Ann. Report on British New Guinea 1896—97,
p. 68—69., 1897—98, p. 31—38. — Nella Nuova Guinea Britannica. Boll. Soc. Geogr. Ital. XXXV. Roma 1898, p.
385—399. — Explorations in the Owen Stanley Range. Geographical Journal. XII. London
1898, p. 318.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;83

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graber, vom Scratehley-Berg kommend, in Ilabana angelangt seien, worauf er sofort umkehrte
und die Gesellsehaft in ziemlich heruntergekommenem Zustande noch in Amaseba antraf Sie

.nbsp;ebensowenig war es ihr geglückt den Mac Laughlin-Fluss

aufzufinden Während sie am den Weg nach der Küste fortsetzte, nahm GIULIANETTI

quot;quot;h Pnbsp;quot;nbsp;^^ 3 Tage bheb, um darauf

nach Port Moresby, das er am 14. April erreichte, zurückzukehren. Das wichtigste Resultat war

dass der Wanapa nicht, wie bisher angenommen, am Knutsford- und Victoria-Berge, sondern
an dem Wharton- und Albert Edward-Berge entsprang.

Am 15. April wurde ihm der Auftrag zuteil nochmals nach dem Wanapa zu gehen
um den Weg auch weiter aufwärts im Gebirge zu verbessern, die Eingeborenenstämm^
unterwegs zu besuchen und zu pazifiziren sowie endlich ein Hauptlager auf der Wharton-Kette
zu ernchten. Er fuhr am 8. Juni auf dem Kutter „Lokohuquot; mit z66 Trägern und Polizeisoldaten
ab landete zunächst bei Morabi (Fig. 61), das er am 15. wieder verhess, worauf er noch an dem-
selben Tage das am Wanapa hegende Dorf Kone erreichte. Am 19. traf er in dem inzwischen
von den Bewohnern verlassenen Dorf Suku ein und gelangte nach einem weiteren Tagesmarsch
nach Amaseba, das unweit der Mundung des Joseph-Flusses [HituJ in den Wanapa lag. Am
25. erfolgte die Ankunft in dem Dorfe Ilabana, am 24. durchschritt er den xXebenflL IIa
und schlug am 25. den nach der Wharton-Kette führenden Pfad ein, deren Ausläufer er am
30. erreichte ). Er errichtete dort in iiooo feet Höhe eine Station und beschäftigte sich mit
dem bammeln naturtiistorischer Objekte.

Am ,0. August verliess er das Lager, waaderte über Neneba im Adjibara- [Ajibara-l
Ta auf schwer .u begehenden Pfaden „ach dem Mac Laughlin-Fluss, an dem er am ,8

TtL d \' ; fT^Sen noch 3 hinzukamen. Am
20. t-t er den Ruckmarsch an, den er diesmal über den Scratchley-Berg „ahm und auf dem
er am Nachmittage des 24. seine Station wieder erreichte. (Fig. 61).

„„, m frnbsp;Ifquot;nbsp;quot;quot;nbsp;Wriford abgesandt waren,

um Meldung von e.nem Uberfall der Bewohner von Goromani zu machen, die bereits m, Mai

emen Goldgräber namens Martin Dabney getötet hatten. Am 5. September wurde WRIFORD

abermals n, semem Lager angegriffen, wobei sein Diener eine schwere Verwundung davontru»

Edward r September verliess Giulianetti seine Station, nm eine Besteigung des Alber

chlechten Pfade kam er nur langsam vorwärts und sah sich am 25. durch den Mangel an
L^ger eirafquot;nbsp;^ache zurückzukehren, worauf er am 29. wieder im

Als Macgregor am 30. September von Port Moresby bis Wrifords Lalt;,er bei
Goroman, vorgedrungen war, l.ess er
giclianetti zu sich entbieten und wanderte nach Ablauf
de Operat,onen m,t ,hm nach seiner Station. Sie wurde am
Oktober endgülti, von
Giooa«etti verla.,se„, der gleichfalls den Marsch nach dem M^bare antrat, aber Tit
sp^s^GREGOR, nämuch erst am
20. November die Tamata-Station erreichtL Von dort

dadurch das Owen St.nley-Gebig. ^Tta TJ 3 d quot;nbsp;«quot;quot;■quot;quot;S- der so.d.rba,.. Mei..=g

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aus fuhr er auf dem Mambare bis zur Mündung und hatte auf diese Weise ebenfahs Neu-
Guinea durchquert.

William Nettle und w. J. Kelly 1897.

Ende Februar 1897 brachen etwa 130 Goldgräber auf, um, statt auf dem umständlichen
Wege längs des Mambare, von der Südküste aus nach dem Mac Laughlin-Fluss zu gelangen.
Ein Teil derselben ging unter der Führung von
william Nettle und W. j. Kelly von Port
Moresby nach der Mündung des Wanapa und marschirte vom Dorfe Daura [Doura] in
Begleitung von A.
Giulianetti stromaufwärts bis Sikube, wo sich letzterer von ihnen trennte,
um nach Port Moresby zurückzukehren (s. oben p. 660). Sie wanderten hierauf über Karama,
Kambisi [Gambisi], Aduera und Henunda nach Kelapi (eigentlich 4 Dörfer), das sie am 12.
April erreichten. Nach Überschreitung eines 8500 feet hohen Berges kamen sie in ein langes,
zur Landschaft Waitapu gehörendes Tal, in dem sie 5 Dörfer fanden. Da sie den Eingeborenen
nicht trauten, kehrten sie nach Kelapi zurück, das sie am
17. zum zweitenmale verhessen, um
zwei Tage später den nördlichen Ausläufer des Scratchley-Berges zu überschreiten. Am 20.
wurde das zur Landschaft Tjirima [Chirima] gehörende Dorf Jungarwena [ Yungarvena] erreicht
und von dort aus die Dörfer Kaudirana, Simora, Simoraona, Fofoana und Neneba besucht
(s. Fig. 61,
p. 659). Am 2. Mai erfolgte endhch die Ankunft am Mac Laughhn-Fluss. Nach-
dem sie einige 30 Unzen Gold gewaschen hatten, traten sie im August den Rückmarsch an

Der andere Teil der Goldgräber suchte dasselbe Ziel vom Hall-Sund aus zu erreichen.
Nachdem sie 4 Monate dazu gebraucht hatten, um an den Tjirima [Chirima] zu gelangen,
marschirten die Leute aus Unkenntnis über die Wharton-Kette zurück, bis sie schhesshch, den
Spuren ihrer Vorgänger folgend, doch noch auf den richtigen Pfad gerieten

W. Crosüeld und R. Wardlaw Thompson 1897.

Die London Missionary Society entsandte im Jahre 1897 eine aus W. Crosfield und
ihrem Foreign Secretary, Rev. R.
Wardlaw thompson, bestehende Deputation zum Besuch
ihrer Stationen auf Neu-Guinea und Madagaskar. Wie es in der gelegenthch der Abschiedsfeier
am
ii. Januar beschlossenen Resolution heisst, „delicate und complicated financial problems,
grave questions of administration and efficient control, as well as the policy to be adopted
for future development and extension of the works have for some time demanded investigation
in the former Missionquot; •\'\'). Über alle diese Verhältnisse sohte ein Gedankenaustausch mit den
Missionaren sowie ein Einblick in die Verhältnisse an Ort und Stelle Aufschluss geben.

Die Fahrt wurde am 23. Januar auf dem Dampfer „Gothicquot; von Plymouth aus ange-
treten. Nach der am 4. März erfolgten Ankunft in Hobart, besuchten die beiden Abgeordneten
nach einander Melbourne, Launceton, Ballarat, Bendigo, Sydney, Ipswich und Brisbane. Hier
schifften sie sich zugleich mit dem Rev.
joseph king, dem Vertreter der Gesellschaft für
Australasien, auf dem Missionsdampfer „John Wilhamsquot;, Kapt.
Edw. C. Hore, ein und dampften

1)nbsp;J. A. Blayney. Report of the Resident Magistrate for the Central Division. Ann. Report on Brit. New Guinea
1897—98, p. 86.

2)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1896—97, p. 35. — A. Giulianetti. Report of the Travelling Government
Agent. Ann. Report Brit. New Guinea
1896—97, p. 69., 1897—98, p. 31.

3)nbsp;R. Wardlavvt Thompson. My Trip in the „John Williamsquot;. London 1900 (unzugänglich). — Farewell to
Mr. W. Crosfield and Mr. R. Wardlaw Thompson. Chronicle London Miss. Society
1897, p. 412.

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zunächst nach der Insel Kwato unweit Samarai, auf der die Ankunft am 5. April erfoMe \')
Von hier aus wurden alsdann die folgenden Missionsstationen aufgesucht: Tupuselei, Kerepunu^)

f« A n\'nbsp;Kapa-Kapa (.14.-17. April) ^ Port Moresby^)

Apnl), Delena (21. April)«), Jokea [Djokea], Saguana auf der Insel Kiwai (28. April)\')
sowie diejenigen auf Darnley- und Murray-Insel
b). Zum Schluss tagte noch eine gemeins\'chaft-

hche Konferenz mit sämthchen Missionaren zu Vatorata, worauf am 15. Mai die Weiterfahrt
angetreten wurde

Nach einem Besuch der Stationen im Stillen Ozean, wobei die Loyalty-Inseln, die Neu-
Hebriden, die Viti-Inseln, Niue, die Cook-Inseln (Rarotonga, Aitutaki, Mangaia) und schliesshch
Samoa berührt wurden, kehrte
Crosfield auf dem kürzesten Wege über Nord-Amerika zurück
wahrend
Thompson über Australien und Vorder-Indien noch erst Madagaskar aufsuchte so
dass er erst am 15. April 1898 wieder in England eintraf

Fräser A. Roehfort 1897.

Eraser A. Rochfort ging mit 6 Goldgräbern, 6 Trägern, r Jäger sowie 8 Pferden
am 28. Mai 1897 von Port Moresby ab, um im Osten des Victoria-Berges einen auf das Owen
Stanley-Gebirge bis in die Kluft („The Gapquot;) führenden Reitweg ausfindig zu machen, wodurch
die bequemste Verbindung mit dem Yodda-Goldfeld hergestellt werden würde\'«). Leider litten
diejenigen Pferde, welche wenige Tage vorher aus Queensland angekommen waren, an der
Rotzkrankheit, die sie den übrigen mitteilten, wodurch sie für die Reise kaum brauchbar
waren. Nach dem Durchschreiten des Laioki ging es über den nur 1600 feet hohen Rücken
des Lawes-Berges, von dem aus der Weitermarsch Schwierigkeiten begegnete. Man musste
einige miles zurückgehen und westliche Richtung einschlagen. Am 14. wurde der Brown-Fluss
[NaoroJ an einer Stehe erreicht, von der aus
Rochfort den Victoria-Berg in N 34° E peilte
Seme Absicht dem Lauf des Rosebery-Flusses von
Forbes zu folgen (s. Fig. 47, p. 445) musste
er äufgeben, da er ihn nicht auffinden konnte und dessen Vorhandensein er auch bestreitet
denn in jener Gegend mündeten nur kleine Bäche in den Naoro. Bis zum 24. wurde dem Lauf
des Naoro aufwärts gefolgt, bis die Lebensmittel auf die Neige gingen. Auf dem Wege nach
Port Moresby, wohin
Rochfort sich in Begleitung eines Weissen und der Träger begab, um
neue Vorräte zu holen, begegnete er am Laioki einigen Queensländern, die Piraten genannt
nach dem Kutter „Piratequot;, auf dem sie angekommen waren. Als
Rochfort nach dem 33
miles entfernt liegenden Lager zurückkehrte, war inzwischen wenig für das Heraushauen des

Ibid.nbsp;S™quot; ^nbsp;-nbsp;quot; and Kwato.

2)nbsp;R. Wardlaw Thompson. Kabeone and Aroma. Ibid. 1899, P- 220-22-gt;

3)nbsp;R. Wardlaw Thompson. Kalo and Huk. Ibid. 1899, p. 196-198

and Saro^.nbsp;quot;nbsp;^^^^^ P-R-Waro.aw Thompson. Vatorata

5)nbsp;R. Wardlaw Thompson. Port Moresby and Tupuselei. Ibid. 1899. p. 107-109.

6)nbsp;r. Wardlaw Thompson. Delena. Ibid. 1899, p- 84—87.nbsp;\' ^ \' ^

7)nbsp;R. Wardlaw Thompson. Saguane. Ibid. 1899, p. 37—39.

8)nbsp;R. Wardlaw Thompson. In Torres Straits. Ibid. 1899, p. 4-6

B... J!nbsp;r-c^^r^rnbsp;^^^ -

10) Annual Report on Brit. New Guinea 1897—98, p. 11—13.

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Weges geschehen und schhesshch konnte infolge des Weglaufens der Träger nur ein Teil der
Aufgabe gelöst werden. Am 7. September traf die ganze Gesellschaft wieder in Port Moresby ein.

André Jullien und Victor de Rijke 1897.

Am 2. August 1897 traten die Patres André Jullien und Victor de Rijke von
Wanua Maé [Vanuamaë] (s. oben p. 635) aus einen Marsch in nördlicher Richtung an, um den
Oberlauf des St. Joseph-Flusses zu erforschen. Nach dem Passiren des Dorfes Epa gelangten
sie an den Kubuna, einem Nebenfluss des Aroa. Von diesem aus erstiegen sie innerhalb zweier
Tage das in etwa 1000 m. Höhe gelegene Dorf Emene, das im Süden des Davidson-Berges
[Bobo Lewa] lag. Nordösthch davon befanden sich die Dörfer Polikoito, Lolaka und Keakamana,
die ingesamt etwa 2000 Seelen zählten. Der Endpunkt ihres Marsches war das Dorf Dewa-Dewa
[Devadeva]. Durch Nachfragen konnte ermittelt werden, dass die Quellflüsse des St. Joseph-
Flusses Aduala und Alabule heissen, von denen der erstgenannte am Albert Edward-Berge
[Umi Labule], der letztgenannte am ca. 4000 m. hohen Sainte Marie-Berge [Umi Manaia]
entsprang. In zutreff-ender Weise äussert
jullien die Vermutung, dass dieser als der eigent-
liche Quellfluss anzusehen sei, da die bei den verschiedenen Stämmen gebräuchlichen Namen
Angabunga, Arabure und Alabule die gleiche Bedeutung besitzen und dem St. Joseph-Fluss
entsprechen. An den Ufern des Alabule wohnten die Stämme Afoa und Aibala, während die
im Aduala-Tale hausenden Mafula und Gaiwala hiessen. Besucht wurden ausser dem bereits
erwähnten Dewa-Dewa noch die Dörfer Inaumaka Wale und Dinawa [Dinava]. Drei Tage-
märsche in NE. von ihnen entfernt, erhoben sich die Berge Pahba und Siguda [Ziguda], Die
Rückkehr erfolgte nach Wanua Mae am i. September \').

Wilhelm Joest 1897,

Am 29. Dezember 1896 trat wilhelm joest von Genua aus seine letzte Fahrt an,
auf der er nur einen kleinen Teil von Neu-Guinea sehen sollte. Nachdem er am 3. Februa^
1897 in Melbourne eingetrofifen war, ging er zunächst nach Tasmanien und Neu-Seeland,
worauf er nach Sydney gelangte. Am 11. Mai trat er von hier aus auf dem Dampfer „Titusquot;
die Fahrt nach Port Moresby an, wo die Ankunft am 21. erfolgte und nach quot;einem
Abstecher nach Tupuselei fuhr er auf dem Dampfer weiter, der, nachdem er bei Samarai
angelegt hatte, Kurs nach Narowo (Salomo-Inseln) setzte. Nach einem Besuch von Neu-Georgia
traf er am 9. Juni auf der Insel Ysabel ein, ging alsdann weiter nach Taunii, von wo aus
er nach Herbertshöhe dampfte. Nachdem er von hier aus Matupi und Mioko aufgesucht hatte,
kehrte er nach Sydney zurück. Am 25. Juh brach er aufs neue auf und fuhr auf dem Dampfer
„Ysabelquot; nach den Neu-Hebriden. Auf der Fahrt nach Santa Cruz\'begrifiquot;en, verschied er
angesichts dieser Insel auf dem Dampfer „Francequot; am 25. November^).

1)nbsp;andré jullien. Chez les Papous. Une première visite à la tribu des Uni-Uni. Missions Catholiques. XXXL
Lyon 1899,
p. 293—296, 306—309, 317—321,328—330, 346—348, 352—354, 370—372, 380—382. — [andré lullien],
Les Missions de la Nouvelle-Guinée. Album. [Paris 1907] p. 26—27. — fern. hartzer. Nouvelle-Guinée anglaise. Deux
voyages d\'explorations des R. R. P. P. Jullien et De Rijcke, missionnaires du Sacré-Coeur. Compt. rend. Soc. Géogr. Paris
1898.
p. 207—209. — Exploration by Catholic Missionaries in British New Guinea. Geogr. Journ. XII. London 1898,
p. 418—419. — Viaggio nella Nuova Guinea Britannica. Boll. Soc. Geogr. Ital. (3) XL Roma 1898, p. 511—512. ~
Tochten in Britisch Nieuw-Guinea. De Indische Gids. XXI.
i. Amsterdam 1899, p. 209—210.

2)nbsp;W. joest. Die Feier des Jubiläums der Königin Victoria bei den Eingeborenen Australiens. Globus. LXXII
1897,
p. 17.

3)nbsp;arthur baessler. Neue Südseebilder. Berlin 1900, p. 279—403 (Wilhelm Joest\'s letzte Weltfahrt).

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Sir William Macgregor 1897.

^ ..nbsp;tnbsp;Macgregor in Begleitung von D. Ballantine sowie

Tragern und Pohzeisoldaten von Port Moresby auf, um die Landschaft Baura am Oberlauf
des Brown-FIusses, deren Bewohner sieh wiederholt Angriffe auf Weisse schuldig gemacht
ha ten, aufzusuchen Nachdem in dem 6 miles entfernten Bomena übernachtet worden war,
gelangte die Expedition am nächsten Tage auf den Gipfel des Weriata (9= 26\'30quot; S ) Am
4

erfolgte der Abstieg nach Taburi, dem Hauptort der Landschaft Koiari, worauf der Marsch übei^

Waresebiwa nach der Landschaft Sogeri fortgesetzt wurde. Macgregor traf nachmittags
in
Ihrem damaligen Hauptort, Wibibota (9° 25\'28quot; S.), ein und bheb dort auch den 5 über
um die Häupthnge von Faweri [Haweri], Uberi, Meroka usw. zu empfangen. Am
gelangte er nach fünfstündigem Marsche nach dem etwa 10 miles entfernten, zur Landschaft
Üben gehörenden Dorfe Umuni, das am Ewofa lag. Am nächsten Tage wurde dieser, 20 yards
breite h luss dessen Bett mit Blöcken eines Konglomerats erfüllt war, durchschritten und
darauf der Berg Sefidubu erklommen. Von seinem Westsattel aus konnte man das Tal des
Waun oder Eoroa übersehen, in welchem keine Niederlassung zu gewahren war. Vor wenigen
Wochen waren dort
9 Angehörige von Uberi, die sich mit dem Einsammeln von Früchten
beschäftigten, von Leuten aus der Landschaft Baura überfallen, und mit Ausnahme von 2 oder
3, die sich zu retten wussten, getötet worden. Nachdem Macgregor die Nacht über in
Berebeinumu [Monanumu] (9°I9\'42quot;S.) gebheben war, setzte er am 8. seinen Marsch nach
Wamai fort. Zunächst musste ein 2000 feet hoher Berg erstiegen werden, alsdann gmg die

Ou^nr^Hnbsp;^^^^^^^ Öfi\' -ö\'dhchen

Qudlfluss des Goldie-Flusses^), erfolgte, an dem 3 miles unterhalb der Stelle gelagert wurde. Am

folgenden Tage musste ein 3500 feet hoher Berg überschritten werden, ehe gegen 10 Uhr a m
der Einzug in Wamai (9° 14\'22quot; S.) gehalten werden konnte. Man fand das an einem Nebenfluss
des Brown-Flusses [Naoro] liegende Dorf verlassen, doch ermittelte man, dass die Bewohner sich
etwa
I mile entfernt im Walde aufhielten, aus Furcht dafür bestraft zu werden, dass sie an
dem gegen die Uberi gerichteten Überfall beteiligt gewesen waren. Als sie hier aufgesucht
wurden, begaben sie sich auf die Flucht, und es fielen nur eine Frau und zwei Kinder in die
Hände der Schutztruppe. Durch die Vermittelung dieser Frau gelang es aber eine Verbindung
mit den Wamais herzustdlen, die dahm führte, dass einige von ihnen im Lager erschienen
und Frieden mit den Uberi.. schlössen. Am 10. wurde auf dem Weitermarsch der Brown-Fluss
[^Naoro] erreicht und längs desselben 6 miles stromabwärts marschirt, wo man eine Furt auffand
die man durchwatete. An jenseitigen Ufer wurde der 2480 feet hohe Berg, ein erloschene;
Vulkan, auf dem das durch H. O.
forbes und f. A. Rocheort (s. oben p. 444, 608) bekannt
gewordene Gmianumu
(9° i2\'4quot;S.) lag, erklettert. Das Dorf war verlassen, das Zelt von A S
Anthony stand noch und in seinem Innern fanden sich ein Gewehr sowie Konservenbüchsen:
Am Mittage des 11. setzte
Macgregor seinen Marsch nach Baura fort, in dem ebenso-
wenig, als in einem anderen am x2. besuchten Dorfe eine menschliche Seele angetroffen wurde
Hier wurden zwei Abteilungen ausgesandt, um die Eingeborenen aufzuspüren. Die eine ^ing
den^Vab^a aufwärts, der in der Landschaft Agi den Namen Whaumi führt, der Weg°der

gom.nbsp;- ne.......

2) Der siidüche Quellfluss heisst Ewofi.

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anderen führte über den Brown-Fluss. Am 13. erschienen einige Baura-Leute im Lager, die
unter Uberbnngung eines Schweines Frieden schliessen wollten. Trotz ihres Versprechens mit
ihren Landsleuten zurückzukehren, verschwanden sie auf Nimmerwiedersehen. An dem nämhchen
Tage ging eine Abteilung nach dem Dorfe Hagari am Service-Berge. Während des bis zum
19. wahrenden Aufenthaltes im Lager gelang es keinen einzigen Eingeborenen zu bemerken.
Hierauf suchte
Macgregor selbst Hagari auf Er überschritt an dem erwähnten Ta-e den
Naoro, erstieg einen steilen Ausläufer des Ufurinumu, gelangte abermals über den Naoro und
erkletterte von seinem rechten Ufer aus einen steilen Berg, der ein Ausläufer des Originumu
ist und m einem Winkel zwischen den Flüssen Wabuiawa und Ruguoa hegt. Schliesshch
wurde Hagari gegenüber das Lager (9°6\'4iquot;S.) aufgeschlagen. Am 20. ging es in dem Bett
des Ruguoa, der zwischen dem Originumu und dem Service-Berg floss, aufwärts, worauf am
Abhang des letztgenannten in 2000 feet Höhe gelagert wurde. Einer von hier aus am 21.
ausgesandten Abteilung gelang es innerhalb dreier Tage den Hagari-Rücken (7000 feet) zu
erklettern, ohne indessen einen einzigen Eingeborenen zu Gesicht zu bekommen, wohl aber
gewahrte sie in den Tälern des Ruguoa und des Womea zahlreiche Gärten.

Am 25. brach Macgregor aufs neue auf, um dem Tale zu folgen, das nach der grossen
Kluft im Owen Stanley-Gebirge „The Gapquot; führte und noch 10 miles in der Luftlinie entfernt
lag. Vier miles von diesen konnte er noch zurücklegen, musste dann aber wegen Unwohlseins
Halt machen, worauf
D. Ballantine noch 3 miles weiter vordringen konnte. Aus allem
ergab sich aber die Möglichkeit einen brauchbaren Weg nach dieser Schlucht bahnen zu können.

Am 28. wurde zum Rückmarsch geblasen, worauf auf dem bisherigen Wege Fort Moresby
wieder erreicht wurde.

Fräser A. Roehfort und D. Ballantine 1897.

Am 25. September rückten Fraser A. Rochfort und D. Ballantine von Fort
Moresby aus, um im Auftrage von
Macgregor den Versuch zu machen, einen Weg nach der
obengenannten Kluft herauszuschlagen \'). Auf demselben Pfade, den
Macgregor im August
eingeschlagen hatte, trafen sie am 5. Oktober in Mariri Kiriki [Baura] ein. Sie begaben sich
von hier aus am 6. nach Efogi zurück und rückten am 7. das Agi-Tal aufwärts, von wo aus
2 Abteilungen, von denen die eine in Rukopu mit den Einwohnern handgemein wurde und
mehrere von ihnen erschoss. Am 9. gingen auch
RöCHFORT und Ballantine dorthin und
sodann weiter nach Agi. Aus den angestellten Untersuchungen ergab sich, dass dieser Stamm
an dem Überfall, den im Juh die Bewohner von Baura verübt hatten, beteihgt gewesen war.
Nachdem Friede geschlossen worden war, ging es am 13. weiter auf den 4000 feet hohen
Bergrücken, der das Agi- von dem Hagari-Tal trennt. Am 14. wurde in dieses hinabgestiegen
und in demselben aufwärts gewandert, worauf man das Lager am Womea in der Nähe eines
Dorfes aufschlug. Am 16. ging der Marsch weiter bis Seregima, das aber verlassen war und am 17.
erfolgte die Besteigung des Ausläufers, der zu „The Gapquot; führte. Nachdem man in einer Höhe
von gegen 6000 feet gelagert hatte, erfolgte das Eintrefl-en in der Schlucht am Vormittage
des 18. Trotz des Fällens von Bäumen vermochte man nach Norden keine freie Aussicht zu

I) Report by F. A. Rochfort, Esq., Visit to the Maine Range, September and October 1897. Ann. Report on
Bat. New Guinea 1897—98,
p. 13—16. — Report by D. Ballantine. l.c. pag. 16—x8.

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erlangen, infolge zweier vorliegender, 6000 und 7000 feet hoher Ketten. Am 21. traf der
Expedition wieder in Mariri Kiriki ein, das inzwischen von den eigenen Bewohnern einge-
äschert worden war. Am 5. erfolgte die Wiederankunft in Port Moresby.

Sir William Macgregor 1897.

Als Macgregor am 19. September in Port Moresby die Nachricht erhielt, dass eine
Gesellschaft von Goldgräbern sich im Owen Stanley-Gebirge in bedrängter Lage befinde,
reiste er noch an demselben Tage nach dem Wanapa ab, um Hülfe zu leisten Von Morabi
aus fuhr er am 20. nach der Mündung und gelangte stromaufwärts bis Daura. Am 21. traf er
in Kone (9° 3\' 52quot; S.), am nächsten Tage im Lager Towiro [Toviro] und am 23. an dem Exton-
Fluss, einem Nebenfluss des Wanapa, ein (Fig. 61). Nachdem er am 24. bis zum Fluss
Kebokanamo gekommen war, erreichte er am 25. das noch immer von Eingeborenen verlassene,
in 2855 feet Höhe hegende Dorf Suku (8°55\'S.). Von hier aus erfolgte am 26. der Abstieg
nach dem in der Tiefe rauschenden Bergfluss Niaba und nach Ersteigung des jenseitigen
Abhanges die Ankunft in Amaseba. Des Nachmittags wurde in 3500 feet Höhe das Lager
aufgeschlagen. Auf dem Weitermarsch am folgenden Morgen ging es zunächst in den Jagumi
[Yagumi] hinab und wurde schliesslich in der Nähe des Wetapu [Vetapu] kampirt. Nachdem
Macgregor am 28. dem Laufe dieses Flusses 2 miles aufwärts gefolgt war, überschritt er
ihn und erkletterte darauf einen 600-800 feet hohen Abhang, worauf nachmittags das auf
dem Ausläufer eines Berges liegende Iritumuni mit etwa ein Dutzend Häusern erreicht wurde.
Am nächsten Tage schritt er zu der Besteigung des Berges selbst und übernachtete in 5000
feet Höhe, worauf am 30. das Lager von
George Wriford erreicht und alle Goldgräber
wohlbehalten angetroff-en wurden. Das angreifende Dorf Gorömani, oder richtiger Unuga lag
etwa 4000 feet unterhalb des Lagers und erhielt die Schutztruppe den Befehl am nächsten
Tage das Dorf zu umzingeln, um der Räuber habhaft zu werden. Der Überfall gelang insofern,
als das Dorf genommen werden konnte, wobei 7-8 Eingeborene fielen, während der Rest
entwich.
Macgregor war ebenfalls herabgestiegen und hatte sein Lager in der Nähe, in
8° 45\' 15quot; S., aufgeschlagen. Während des bis zum 8. Oktober währenden Aufenthaltes wurden im
Dorf und in den umhegenden Gärten viele der geraubten Gegenstände aufgefunden. Nachdem
alle Teilnehmer wieder in Wrifords Lager eingetrofi-en waren, schickte
MacGREGOR am 9.
W. J.
Kelly nach Port Moresby zurück, während er selbst in Begleitung des inzwischen
angelangten
Giulianetti und A. G. English nach der Wharton-Kette aufbrach und nach
vierstündigem Marsche das in 8° 40\'32quot; S. hegende Lager erreichte. Am Nachmittage des 11.
traf auch
Nettle ein, der nunmehr die Führung der Goldgräber übernahm. George WriFORD
kehrte ebenfalls nach Port Moresby zurück.

Am 17. trat Macgregor den Weitermarsch nach dem Mambare an, hielt sich aber
noch bis zum 27. am Scratchley-Berge auf, um Vermessungen anzustellen. Lifolge der andauernd
ungünstigen Witterung glückte es ihm nicht Ortsbestimmungen vorzunehmen. Am 29. erfolgte

t 1 . Despatch reporting Visit inland to the Western End of the Owen Stanley Range, and thence across the
Island to the North-east Coast. Ann. Report on Brit New Guinea 1897-98, p. 19-29. - Sir William Macgregor\'s
Second Journey across New Guinea. Geographical Journal. XIL London 1898, p. 417-418.

2)nbsp;Die Eingeborenen von Iritumuni nannten den Fluss Wenabe [Venlbe].

3)nbsp;Goromani ist der Name der Landschaft von der Unuga das Hauptdorf war.

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die Ankunft am Mac Laughlin-Fluss, an dem die Goldgräber nur wenig vom Glück begünstigt
und manche daher bereits wieder abgezogen waren. Am 30. wurde der Mambare etwas ober-
halb seines Zusammenflusses mit dem Tjirima [Chirima] erreicht, aber es währte bis zum i.
November, ehe es der Expedition gelang das jenseitige Ufer des reissenden Stromes zu erreichen.
Wenige Tage später, am
6. November, befand macgregor sich an der Tamata-Station, wo
der Government Agent M. W.
ShanaHAN den Bau der neuen Gebäude bewirkt hatte Am
7- ging es den Mambare stromabwärts und fand Macgregor an der Mündung die „Merrie
Englandquot;, Kapt.
George A. H. Curtis, bereit hegend. Er hatte zu dieser Durchquerung
von Neu-Guinea 51 Tage gebraucht.

A. Clunas und Robert Elliott 1897.

A. Clunas hatte mit einem anderen Goldgräber, namens Rob. Elliott, am o. Oktober
1897 einen Ausflug vom Mac Laughlin-Fluss nach dem Oberlauf des Tjirima [Chirima] ange-
treten. Sie wanderten zunächst längs des rechten Ufers und drangen bis zu dem 25 miles
entfernt liegenden Dorfe Neneba vor. Von dort aus gelangten sie über Fofoana (5 miles) nach
dem 10 miles weiter entfernten Simoraona und alsdann nach weiteren 5 miles nach dem
unweit des Tjirima hegenden Simora. Am 23. Oktober erfolgte die Rückkehr nach dem Mac
Laughlin-Fluss. Sie hatten unterwegs nur Spuren von Gold zu entdecken vermocht.

Auf einer anderen, mit MoSES Mac Lelland unternommenen Tour im Jäda- [Yodda-]
Tal aufwärts wurde
Clunas zweimal von den Eingeborenen angegriffen. Die aufgefundenen
Tonschiefer waren etwas goldhaltig.
Clunas und Elliott begleiteten darauf Macgregor auf
seinem Marsche nach der Tamata-Station \').

Bingham A. Hely 1897—98.

Der auf der Insel Daru stationirte Resident Magistrate for the Western Division,
Bingham A. Hely, segelte im Juli 1897 nach Mawata am Binaturi und besuchte hierauf
Turi-Turi, Irimisi, Gowa, Masingara, Gururu, Tatirua, Fududemete, Bugli, Mirabi und Badu
Andauernde Regengüsse hatten das Land unter Wasser gesetzt. Nach der Rückkehr nach
Daru fuhr
Hely den Fly-Fluss bis Domori aufwärts, um in den an ihm liegenden Ortschaften
nach dem Rechten zu sehen, worauf er am 9. August wieder auf seiner Station eintraf Am
13. segelte er abermals nach Turi-Turi und unternahm landeinwärts eine Wanderung nach
Forbudere, Irimisi, Gowa, Aripara, Kakaripara, Djigaraga [Jigaraga], Derimu, Djibu [Jibu],
Faatupi, Duwal, Kuru, Nam wai, worauf er nach der Küste und von dort nach Daru am 21.
zurückkehrte. Im Gegensatz zu dem einen Monat vorher gemachten Beobachtungen glich das
Land diesmal einem blütenreichen Garten.

I

Am 24. trat er eine zweite Fahrt auf dem Fly-Fluss an, besuchte zunächst die Insel
Kiwai und darauf die am rechten Ufer hegenden Dörfer aufwärts bis Baramura. Von hier aus
unternahm er einen Marsch nach der 9 miles in der Lufthnie entfernt hegenden Landschaft
Murare. Nachdem morastiges Gebiet durchschritten worden war, ging es stetig bergan,
aus welcher Tatsache
Hely den Schluss zog, dass das durchzogene Gebiet zugleich die

1)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1897—98, p. 38.

2)nbsp;Report of tlie Resident Magistrate for llie Western Division. Annual Report on Brit. New Guinea 1897—98.
Brisbane 1898, p. 78—82.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;84

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Wasserscheide zwischen dem Oriomo und dem Fly-Fluss sei. Nach Baramura zurückgekehrt,
fuhr er wieder stromabwärts und gelangte, nach einem Besuch von Dawari und Sui, am 4.
September nach Daru. Zwei Tage später segelte er nach dem Oriomo [Tait-Fluss], befuhr
ihn und sprach in den an seinen Ufern hegenden Ortschaften vor. Nachdem er am 9. wieder
auf der Station eingetroffen war, verliess er sie am folgenden Tage aufs neue und erreichte
nach Besuch verschiedener Küstendörfer am 13. Kuru. Sechs miles unterhalb der Niederlassung
schlug er in Bitua sein Lager auf. Am 14. wanderte er in Begleitung des Häupthngs von
Kuru nach dem in ENE. hegenden, bisher unbekannten Dorf Dumara, dessen Bewohner ihre
Nachbarn häufig behelligten. Über Suiri kehrte
Hely nach Bitua und von dort über Namwal
am 17. nach Daru zurück.

Nachdem er vom 22.-24. September gemeinschafthch mit john Murray die Inseln
Boigu und Saibai besucht hatte, segelte er am 9. Oktober mit einer Abteilung der Schutz-
truppe von Daru in westlicher Richtung ab, in der Absicht diese auf der etwas östhch
vom Morehead-Fluss hegenden Parliament-Spitze = Djerai [Jerai] zu
Stationiren, um die Tugeris
im Zaune zu halten und damit zugleich einen Krystallisationspunkt für die versprengten Reste
der verschiedenen Stämme zu gewinnen. Dieser Plan musste aber aufgegeben werden, da
sich herausstehte, dass es zwischen dem Mai Kusa und dem Morehead-Fluss an Süsswasser
fehlte. An dem letztgenannten Fluss hätte die Station erst 70 miles vom Strande entfernt
angelegt werden können, da der Unterlauf Überschwemmungen ausgesetzt war, womit aber
der eigentliche Zweck illusorisch geworden wäre.
Hely entschloss sich daher eine kleine und
befestigte Station zu Bugi am linken Ufer des Mai Kusa zu errichten. Während seine Leute
mit dem Bau begannen, suchte er die Überbleibsel der landeinwärts hausenden Stämme Bugi,
Tulda, Wasi, Bei, Dapu, Mat und Pabu auf, die er nebst einigen Angehörigen der Landschaft
Tabatata — im ganzen 220 Seelen — zu überreden wusste, sich in der neuen Station nieder-
zulassen. Am 19. segelte er nach der Parliament-Spitze, wo ihm mit Mühe die Landung
gelang, setzte darauf die Fahrt nach der Dehverance-Insel fort, auf der sich 2 Europäer nieder-
gelassen hatten und begab sich aufs neue nach Bugi, wo er 6 Pohzeisoldaten nebst einem
Korporal zurückliess. Am 26. traf er wieder in Daru ein.

Am 3. Dezember unternahm Hely abermals eine Fahrt auf dem Fly-Fluss, auf der er
Gelegenheit hatte die an den beiderseitigen Ufern hausenden Stämme, einschliesslich Pisirami
und Aduru, zu besuchen, und von der er am 26. zurückkehrte.

Die Zeit vom 15. bis 22. Januar 1898 benutzte er dazu die neue Niederlassung Bugi,
von deren Fortschritt er befriedigt war, zu inspiziren. Am 13. März segelte er nach dem
Wapa-Pass, dessen Untersuchung verbunden mit derjenigen des Warrior-Riff-es ihn bis zum
II. April in Anspruch nahm. Nach einem kurzen Besuch von Bugi, der Deliverance-Insel
sowie des Bamu, traf er am 15. wieder auf seiner Station ein. Am 2. Mai ging er mit dem
Landmesser
H. H. Stuart Russell nach dem Oriomo ab, an dem er 30. miles stromaufwärts
in Wugiwadja [Wugiwaja] sein Lager aufschlug. Die unaufhörlichen Regengüsse machten das
Arbeiten zur Unmöglichkeit, weshalb nach Daru zurückgekehrt wurde. Während
Hely nach
Kiwai weiterging und dort bis zum 22. bheb, nahm
Russell in der Nachbarschaft in Saguana,
Oromosapu, Gamobobo und Sumai Vermessungen vor. Nach der am 23. erfolgten Rückkehr
nach Daru, setzten beide die Fahrt nach dem Binaturi fort, von der sie am i. Juni wieder
auf der Station eintrafen. Während
Russell sich mit der Aufnahme der Ländereien am

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Oberlauf des Oriomo beschäftigte, benutzte Hely die Zeit vom 14. bis 21. zu einem Besuch
der zwischen Daru und Saguana hegenden Ortschaften.

J. A. Blayney 1897.

Am 24. September 1897 traf der Government Agent des Mekeo-Distriktes, B. W.
Bramell, auf dem Dampfer „Titusquot; in Port Moresby ein, um seinen Vorgesetzten über die
feindselige Haltung, die die Eingeborenen, besonders diejenigen von Aipiana und Baipaha
[Veipa], angenommen hatten, zu berichten. Während er selbst bereits am folgenden Tage in
einem Walboot die Rückfahrt antrat, konnte der Resident Magistrate erst am 28. auf dem
Kutter „Lokohuquot; folgen Er erreichte am 30. Pinupaka am Hah-Sund. Am 4. Oktober traf
er über Abeära (90 Seelen) in Berei\'na (160) ein, von welchem Ort er ferner nach Ina Wa (90)
und Jeku [Yeku] (120) gelangte. Wie sich durch die Untersuchung herausstellte, waren
die Einwohner von Zauberern aufgehetzt worden. Es wurden ihrer 20 und ausserdem noch
andere Unruhestifter — im ganzen 35 — verhaftet, die am 14. in Pinupaka auf der „Lokohuquot;
eingeschifft und nach Port Moresby befördert wurden, wo sie mit
Blayney am 18. eintrafen.

M. W. Shanahan 1897.

An 8. August 1897 war M. W. Shanahan auf der „Merrie Englandquot; an der Mambare-
Mündung eingetroffen, um sich nach der
Tamata-Station zu begeben und den durch den Tod
von J.
Green verwaisten Posten zu übernehmen. Nach seiner am 10. erfolgten Ankunft ging
er zunächst dazu über für die Wiedererrichtung der Gebäude Sorge zu tragen. Am 4. Oktober
begann er einen W^eg nach dem Gira auszuschlagen, von welcher Arbeit er am 6. November
heimkehrte. Am 4. Dezember rückte er aufs neue, und zwar in Begleitung von A.
Glunas
und anderen Goldgräbern aus. Erst Ende des Jahres wurde der Gira überschritten und darauf
in westlicher Richtung der Marsch nach dem Albert Edward-Berge fortgesetzt. Es wurde hier
kein Gold gefunden Fünf miles vom Berge kehrte
shanahan um und suchte die Station
wieder auf 3).

C. A. W. Monckton und A- W. Butterworth 1897.

Der Kommandant der Schutztruppe, A. W. butterworth, hatte an den verschiedenen
Fahrten von
Macgregor teilgenommen, sollte aber nach der Rückkehr vom Mambare
im November 1897 Gelegenheit haben, selbständig aufzutreten. Er schiffte sich auf Samarai
am 10. November mit 15 Mann auf dem Kutter „Siaiquot; in Begleitung des Acting Resident
Magistrate G. A. W.
monckton ein, um eine Bestrafung von Bewohnern der Goodenough-
Insel vorzunehmen, die
monckton kurz zuvor bei dem Versuch einen Mörder zu verhaften,
überfallen hatten. Nachdem am 12. die Ankunft vor dem an der Nordostküste hegenden Tabu-
weta erfolgt war, wurde die Fahrt am nächsten Tage nach Malahona fortgesetzt, wo nachmittags
gelandet wurde. Dieses Dorf sowie Fumudana und Niania waren verlassen. Am 14. setzte

1)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Central Division. Ann. Report on Brit. New Guinea 1897—98.
Brisbane 1898, p. 86—87.

2)nbsp;Am Gira selbst waren gegen Mitte des Jahres innerhalb dreier Monate nicht weniger als 1222 Unzen Gold
gewonnen worden,

3)nbsp;Report of the Assistant Resident Magistrate for the Mambare District. Ann. Report on Brit. New Guinea
1897—98, p. 102—105.

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die Schutztruppe die Suche nach dem Mörder Kuroa fort und überraschte die Bercrdörfer
Melanga, Marutagu und Faulobia, die unweit Imor Ro lagen. Bei dem Widerstande, der
geleistet wurde, fiel ein Eingeborener, während 3 in Gefangenschaft gerieten. Auch ein Berg,
auf den sich die Bewohner zurückzogen, wurde genommen, ohne dass es gelang des Gesuchten
habhaft zu werden. Nachdem auch ein weiterer Versuch am 15. ohne Erfolg gebheben war
setzte die „Siaiquot; der Fahrt nach Wataluma [Vataluma] fort. Es kam hier abermals zu einem
Gefecht, nach dessen Ablauf man von einem Gefangenen vernahm, dass
Kuroa sich in der
Landschaft Imor Ro [Imorro] befände. Hierauf wurde Malahona wieder aufgesucht und von dort
aus em Nachtmarsch angetreten, der seinen Zweck aber verfehlte, weil die Truppe infolge
Terrainschwierigkeiten, das erste Dorf erst mit Tagesanbruch zu erreichen vermochte das bei
der Ankunft bereits geräumt war. Da die Zeit drängte, musste die Insel wieder verlassen
werden, und erfolgte am 24. die Rückkehr nach Samarai i).

H. P. Sehlencker 1897.

Auf seinen Ausflügen von der Missionsstation an der Fyfe-Bai aus sammelte der Rev
H. F. Schlencker eine Reihe zoologischer Objekte, die von A. H. S. Lucas, J. Douglas Ogilby
W. J. Rainbow, T. Whiteligger, G. Hedley
und J. J. Fletcher beschrieben wurden^).

Kriegsschiff „Wallarooquot; 1897.

Das britische Kriegsschiff „Wallarooquot; bestimmte im Jahre 1897 die Lage der Alcester-
eigenthch Lord Alcester-Insel, [Tukuna] zu etwa
9° 53WS., 152° 25\'E. sowie diejenige der
Sharp-Insel [Pana Tanian] - bisher zu
9^23\' S., 152° 48\' E. angenommen - zu 9° .9\' S
152° 40\'E.^). Ausserdem wurde der Guasopa-Hafen auf der Woodlark-Insel vermessen, doch
sagt G.
Ruthven Le Hunte, dass diese Aufnahme manches zu wünschen übrig lasse

F. P. Winter 1897—98.

Am 14. Dezember 1897 trat der Chief Judicial Officer, Francis P. Winter, von Port
Moresby aus eme fünfwöchige Dienstreise an Im Hall-Sund gesellte sich zu ihm B W
Bramell, worauf er von der Yule-Insel aus sich nach dem St. Joseph-Fluss begab, diesen
aufwärts fuhr und die an ihm hegenden Dörfer bis Bereina besuchte. Das aus früheren Reise-
berichten bekannte Dorf Eboa (s. oben p. 336,
447, 449, 466, 532) war verlassen worden, und
die Einwohner hatten eine neue Niederlassung unter demselben Namen
2 miles von Jeku [Yekul
entfernt gegründet. Das kleine Dorf Ina Wa (s. oben
p. 609, 632) war ebenfalls aufgegeben
worden und waren die Bewohner nach Ina Wabui übergesiedelt. Am 24. Dezember befand
winter sich in Baipaha [Veipa]. Vom Mekeo-Distrikt wurde die Reise längs der Küste fort-
gesetzt und nach einander Maiwa, Kiwori, Oiapu, Djokea [Jokea, Yokea], Biaru, Lese, Toaripi,
Mowi Awi [Mobiabi], Karama und Womai besucht und alsdann nach Port Moresby zurückgekehrt.

i) Report of the Commandant of Armed Constabulary. Ann. Report on Brit. New Guinea 1897-98, p. 108-109

^nbsp;quot;nbsp;quot;nbsp;Guinea. ^Leld^inn. Solquot;

4) Annual Report on British N„ Cinea ,900-,901. Brisbane 1902, p. 20
Brit. Ne? ir:nbsp;\'\'nbsp;-nbsp;A„n, Repo„o.

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British New G-uinea Syndicate 1897—1899.

Am 7. Mai 1897 überreichte john Lowles dem britischen Kolonialminister namens des
mit einem Kapital von £ 5000 gegründeten New Guinea Syndicate eine von Sir
j. E. somers
Vine
, Sir Charles Malcolm Kennedy und ihm selbst verfasste Denkschrift, in der die
Pläne dieser Gesellschaft dargelegt wurden. Sie beabsichtigte nicht allein Handelsunternehmungen
ms Leben zu rufen, sondern hauptsächhch Pflanzungen von Guttaperchabäumen anzulegen,
wofür sie eine Landkonzession von nicht weniger als 250000 acres beanspruchte. Als Gegen-
leistung bot sie £ 1000 in vier Viertelsjahrsraten und, bei einer Weiterdauer der auf 8 Jahre
zu verleihenden Konzession, weitere Zahlungen bis zu dem Betrage von
£ 30000. Li einem
Schreiben vom 14. August berichtete
john Lowles, dass das Syndikat von den folgenden
Gesellschaften, Firmen sowie Privatpersonen gebildet werde:
i) The British Empire Finance
Corporation;
2) The New Gold Fields of British Columbia; 3) The European and
Colonial Investment Syndicate;
4) John Crowle, F. H. amp; J. w. Butler, W. H.
Bailey, John Mc Killop, Alb. W. Williams, Morison and Marshall, Thomas Adams,
Minet, Pering, Smith
amp; Co., Sir J. E. Somers Vine und John Lowles \').

Während in dem von Sir Hugh M. Nelson in Brisbane unter dem 8. Juh 1897
erstatteten Gutachten auf die Schwierigkeiten, die einer Konzessionserteilung, besonders mit
Rücksicht auf die Arbeiterfrage sowie die Abneigung der beitragenden Kolonien gegen Syn-
dikate
2) entgegenständen, aufmerksam gemacht wurde gab Sir William Macgregor am
27. Dezember ein günstig lautendes Urteil ab

Um die Angelegenheit persönhch zu betreiben, reiste John Lowles am 21. und Sir
J. E. Somers Vine am 28. August 1898 nach Australien und Neu-Guinea s).

Die Verhandlungen mit dem Kolonialminister führten schliesshch im Jahre 1899 zu
emer Ablehnung des Gesuches, zumal die Minister der an der Subventionirung für die Ver-
waltung von British Neu-Guinea beteihgten Kolonien Queensland, Neu-Süd-Wales und Victoria
der Ansicht waren, dass Ländereien von einem 50 000 acres überschreitenden Umfancre nicht
veräussert werden sollten.

Korv. Kapt. Krieg und Korv. Kapt. Wallmann 1897.

Nachdem der vom Korv. Kapt. Krieg befehhgte Kreuzer „Falkequot; von einer vom 2.—7.
Januar 1897 von Matupi aus unternommenen Fahrt nach den Salomo-Inseln zurückgekehrt

war, dampfte er nach der Südküste von Neu-Pommern, wo er sich in der Zeit vom 12._14.

im Möwe-Hafen aufhielt. Sein nächstes Ziel war der Huon-Golf, an dem die in der Nähe der

1)nbsp;British New Guinea. Correspondence respecting to an Agreement between the Government of British New
Guinea and the British New Guinea Syndicate. London 1898 [C. 8935], p. 2—7.
— George Turner. Correspondence

respecting British New Guinea Ordinance. Annual Report on British New Guinea 1897—98, p. 56_57. _ G. H. Reid.

Treasury Minute. Ibid. p. 57-58- — The Lieutenant-Governor of Brit. New Guinea to his Excellency the Governor.
Ibid. p. 58—69.

2)nbsp;Nachdem am 4. September 1897 die zehnjährige Periode, für welche Queensland, Victoria und Neu-Süd-Wales
sich
verpflichtet hatten, je £ 5000 jährlich zu den Verwaltungskosten von Britisch-Neu-Guinea beizutragen, zu Ende
gegangen war, hatten sie sich bereit
erklärt, diesen Beitrag auch während der nächsten 3—4 Jahre zu leisten. (Deutsches
Koloniablatt. IX. Berlin 1898, p. 182).

3^ British New Guinea. Correspondence I.e. pag. 4—5.

4)nbsp;Ibid. p. 12—^13.

5)nbsp;British New Guinea. Correspondence 1. c. pag. 6.

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Gira-Mündung 1896 errichteten Observationspfeiler (s. oben p. 619, 62z) eingestürzt waren. Nach
einem Besuch des Samoa-Hafens wurde die Dampier-Stra.sse durchfahren und auf dem Wege
langs der Nordostküste von Neu-Guinea am 16. Stephansort erreicht. Nach der Rückkehr
nach der Reede von Matupi wurde der Mioko-Hafen aufgesucht und darauf von jener aus am
10. Februar nach Sydney gedampft, wo die Ankunft am 18. erfolgte

der Kreuzer, nunmehr unter dem Kommando des Korv Kapt
Wallmann, wiederum im Bismarck-Archipel. Am 22. traf er vor der Matty-Insel [Wuwului
ein und zwar bhdete die Ermordung des Händlers
SchielkoPF (s. oben p. 640) den Anlass
■nbsp;)• Die vom Kommandanten sowie vom Stabsarzt
Martini gesammelfen ethno-

graphischen^^ Objekte wurden von F. von Luschan beschrieben 3). Am 27. August erschien
der Falke auf der Höhe der Insel Nusa, von wo aus am 28. eine Friedensexpedition nach

tLe quot;n t . tquot;nbsp;Neu-Mecklenburg (s. oben p. 620) unternommen

wmd. Nach 3 stundiger Bootfahrt wurde das gleichnamige Dorf, der Sitz der Unruhestifter,
erreicht. Auf eme Ansprache des kaiserlichen Richters erfolgte der Friedensschluss, welchém
Akte sich em Besuch des Dorfes nach halbstündigem Marsch auf steilem Pfade anschloss«)
Im September ging das Schiff von Matupi nach Sydney ab

Korv. Kapt. Merten 1897.

Der vom Korv. Kapt. Merten befehligte Kreuzer „Möwequot; verliess am 20. Februar 1897
die Reede von Matupi und traf am folgenden Tage auf dem Wege durch den St. Georl
Kanal in der Jacquinot-Bai an der Südküste von Neu-Pommern ein. Er fand, dass die im
vorigen Jahre errichteten Observationspfeiler verschwunden waren. Nach einem kurzen Besuch
des Mowe-Hafens wurde am folgenden Tage die Fahrt nach der Mündung des Gira fortgesetzt,
um m der Nähe des früheren Observationspfeilers eine Pyramidenbake zu zimmern. Am Abend
des 23. fuhr der Kreuzer nach Stephansort, verliess die Astrolabe-Bai wieder am 26. und traf
drei Tage später im Berlin-Hafen ein, wo sie an der Westseite der Insel Tumléo vor Anker
gmg ). Am 3. März dampfte er nach dem Angriffs-Hafen, um dort die Vermessungsarbeiten
fortzusetzen (s. oben p. 651). Vom 12.-19. April lag die „Möwequot; wieder im Berhn-Hafen
Als am 13. eine Vermessungsgruppe unter dem Leutn. z. See
von Restorff auf Ali [Faraguet-
Insel] landete, um Baken zu errichten, wurde sie von Eingeborenen überfallen, wobei 4 Matrosen
verwundet wurden. Sofort ging ein Landungszug unter der Führung des Kapt. Lt.
Schumann
nach der Statte ab, erschoss einige der Angreifer und zerstörte 16 Kanus. Als am folgenden Tage

4 Uebe™ Besuch bei den Kabienleuten (Neu-Hannover) [sie !]. Deutsches Kolonialblatt. ix. isgs\'p _

Ann.nbsp;^^^^ — Septemberio^to^^Ls:.-

.essunjeSrr^::^;nbsp;s v:nbsp;--

Mär. ,897. Annalen d. Hydrogr. XXV 1897, p ^x;!quot;^ quot;nbsp;\' ^—-d-t Korv. Kapt. Mk™. Februar-

Se.elan Je-^^^\'^^Hafen. \'Bericht S. M. S. „Möwequot;, Kommdt. Kapt. Merten. Ibid. p. 515-514 -
Segelanweisung für die Kuste von Angriffshafen bis zum Neumayer-Fluss. Ibid. XXVI. 1898, p. 148.

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em regelrechter Strafzug unternommen wurde, der am 15. seine Wiederholung fand, waren
sämthche Eingeborene verschwunden. Die auf 8 Dörfer verteilten 120—150 Häuser wurden
emgeäschert und die aufgefundenen Kanus zerstört Am 21. erfolgte die Ankunft in
Stephansort und kehrte die „Möwequot; alsdann nach Matupi zurück.

Am 21. Oktober wurde die dortige Reede aufs neue verlassen und am nächsten Tage
die Willaumez-Halbinsel erreicht. Als das Schifif der Küste entlang nach dem Hannam-Hafen
dampfte, lief es auf ein unbekanntes, unter 5°4\'S., 150° 16,5\'E. liegendes Riff, von dem es
nachmittags wieder abkam. Am 24. erfolgte die Ankunft im Friedrich Wilhelms-Hafen, der am
26. wieder verlassen wurde. Nach einem Besuch des Berlin-Hafens am 28. setzte die „Möwequot;
ihre Fahrt über Jap nach Hongkong fort, wo sie am 12. November eintraft).

Gründung der Missionsstation Bongu 1897.

Auf einem 10 Minuten von Bongu an der Astrolabe-Bai entfernt hegenden Hügel hatte
der Missionar A.
Hoffmann der Rheinischen Missions-Gesellschaft 1896 einen für die Anlage
einer Station geeigneten Platz ausgewählt^). Er hatte bereits mit den Arbeiten für derL
Errichtung einen Anfang gemacht, als er sich Ende des Jahres gezwungen sah eine Erholungs-
reise nach dem Sattelberge anzutreten. Der am 9. Oktober 1896 eingetrofifene Zimmermann
E.
Holzapfel übernahm es, den eigenthchen Bau in Angrifif zu nehmen und am 8. Februar
1897 zu Ende zu führen quot;).

Gründung der Missionsstation Regina Angelorum 1897.

Die 1896 auf der Insel Tumléo im Berlin-Hafen gegründete Station der Mission vom
Göttlichen Wort (s. oben p. 651) erhielt am 28. März 1897 eine Verstärkung durch die
Ankunft eines weiteren Priesters
[Chr. Schleiermacher] sowie eines Laienbruders. Am 22.
Juh 1897 traten die Missionare eine Bootfahrt nach der Stunden entfernt hegenden
Leming- (richtiger Walman-) Küste an und errichteten unter der Leitung des Paters
Franz
Vormann
in dem Dorfe Wokau (3°io\'S., 142° 25 V3\'E.) «) eine Station, die den Namen Regina
Angelorum erhielt \').

George Brown 1897.

Der frühere Leiter der Wesleyanischen Mission auf Neu-Lauenburg, Rev. George
Brown,
unternahm 1897 eine vom Mai bis September währende Fahrt nach den verschiedenen

1)nbsp;Bericht des Kommandos S. M. S. Kreuzer „Möwequot; über den Überfall einer Vermessungsgruppe und Bestrafung
der Aly-Leute. Marine-Rundschau. VHI. Berlin
1897, p. 644—649, 807—810. — Joseph Erdweg. Unruhen in der Neu\'^
Guinea-Mission. Kleiner Herz-Jesu-Bote. XXIV. Steyl
1896—97, p. 94—96.

2)nbsp;Von Matupi nach Hongkong S. M. S. „Möwequot;, Kommandant Korv. Kapt. Merten. Oktober—November 1897.
Annalen der Hydrogr. XXVI. Berlin 1898, p. 289—291.

3)nbsp;Berichte der Rheinischen Missions-Gesellschaft. Barmen 1896, p. 340—342.

4)nbsp;Ibid. 1897, p. 199—210. Holzapfel musste wegen Erkrankung am Schwarzwasserfieber bereits im Mai 1898
die Heimreise antreten. Ibid. 1898, p. 227.

5)nbsp;Leming (besser Lamin) ist der Name der Landschaft bei den Bewohnern von Tumléo.

6)nbsp;Ich verdanke diese Angabe einer freundlichen Mitteilung des Herrn Pater F. Schwager in Steyl, zugleich mit
der weiteren, dass diese Station später nach dem Dorfe Porö
10y.^\'S., 142° 261/3\'E. (Peró oder Pró nach G. Friederici)
verlegt worden ist.

7)nbsp;Die Missionsstation Regina Angelorum in Deutsch-Neu-Guinea. Kl. Herz-Jesu-Bote. XXV. Steyl. 1897/98, p,
37—39\' — Aus dem Bereiche der Missionen und Antisklaverei-Bewegung. Deutsches Kolonialblatt. IX. Berlin l898,p. 508_509.

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Stationen ). Er verliess Sydney auf dem Dampfer „Titusquot;, mit dem er über Port Moresby
nach Samara, gelangte, . Hier bestieg er einen Kutter, der ihn nach der Engineer-Gruppe und
darauf nach Pana Et [Deboyne-Insel] brachte. Darauf segelte er nach der Hauptstaln auf
Dobu [Goul vam-Insel , auf der er längere Zeit verweilte. Auf der Weiterreise nach den Statronen

.m B,smarck-Arch.pel (Neu-Pommern, Neu-Mecklenburg und Neu-Lauenburg) stattete er auch

der Insel Kinwina einem Besuch ab.

In der Blanche-Bai nahm die Vulkan-Insel [Raluan] umsomehr seine Aufmerksamkeit
Watend™ fnbsp;quot; rnbsp;Equot;t^tehung (Februar .878) kennen gelernt hatte.

d,e Hai te und der ursprüngliche Umfang von 3 miles war auf 2 zurückgegangen. Die
ursprunghch zwischen der Insel und einem kleinen Felseneiland [Green-Inse!] vorhandene
Meerenge war durch Abschwemmung zugeschüttet worden. Der Zeitraum von ,9 Jahren

hatte genügt, um die Insel vollständig zu bewalden, und einzelne Kasuarinen hatten bereits

eine Hohe von 30—40 feet erreicht.

Die Australasian Wesleyan Methodist Missionary Society nahm in dem genannten Jahre
auch eme Krnterlung ihrer Stationen im Bismarck-Archipel vor. Der erste, unter der Leitung
des Rev.
John Crump stehende Bezirk umfasste Neu-Lauenburg und Neu-Mecklenburg mit

L R W„ quot;quot;rnbsp;Blanche-Bai lagen. Der dritte, Kabakada [Kambakanda], unter

Ga^elf Hnbsp;CHAMBERS bestand aus 2, Stationen, die s.ch im nördlichsten Teile der

u:::quot;:quot; wim ;nbsp;-nbsp;-- ^-e-

Fregattenkapt. Lecuve 1897.

Der vom Fregattenkapitän Lecuve geführte französische Transportdampfer ,Eurequot;traf
nachdem er vom 22.-27. J.H vor Brisbane gelegen hatte, am 28. auf der Reede vo.; Cooktown

Z t . T JTquot; quot;nbsp;quot;quot; Ankunft am 8. erfolgte.

Am 9. Würde d,e Fahrt „ach Herbertshöhe fortgesetzt. Nachdem er hier am ,2. vor Anker

gekommen war, suchte er am ,4. die Reede von Mioko auf und dampfte am folgenden Tage

nach der As rolabe-Bai, in der er am ,7. vor Stephansort eintraf Nach efnem kurzen

Besuch von Friedrich Wilhelms-Hafen ging die Fahrt nach Herbertshöhe zurück, wo die

Ruckkehr am 2:. erfolgte. Vom 22. bis 25. lag die „Eurequot; auf der Reede von Ma upi n„d

am Ttnbsp;Fahrt nach Num.a auf Neu-Kaledonien fort, wo

Sie am 5. September eintraft).

A. Hahl, C. Danneil und M. Rasehcr 1897.

der Ca\'^enfHmquot;quot;,\'\' quot;quot; Blatternepidemie in der Landschaft Nakanai an der Ostküste
d-^^azeh^albinsel nicht verstummen wollten, so unternahm A. Hahl Anfang Juh 1897

Adv.nbsp;^^^ ^^^^^^nbsp;7th Meeting Aus.-al.sian Association

2) Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XIIL 1897, p. 66-67

command P^M.^^L;:::^™ TStLf A^rVdnbsp;^ ^nbsp;^^ I\'aviso-transport

médical sur la campagne de PEurequot; en Z 11 r Lnbsp;Pquot; ^S-^S- - Sisco. Rapport

p, 222-245,nbsp;quot;nbsp;Nouvelle-Gumee (8-26 août 1897). Revue Maritime. CXXXVI. Paris 1898,

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nochmals eine Fahrt nach dem erwähnten Gebiet (s. oben p. 646). Er verhess Herbertshöhe
am 5. Juli auf der Jacht „Zereldequot; in Begleitung des Stationsarztes
curt Danneil und traf
am nächsten Tage vor Wuna Märita ein. Nachdem
matthäus Rascher und 3 Eingeborene
der Insel Masikonäpuka als Dolmetscher an Bord gekommen waren, wurde die Fahrt am 7.
in westhcher Richtung fortgesetzt und abends in die Mündung des Nambung, am Fuss der
Gawit-Berge, eingelaufen. Während das Schifif am 8. wegen Windsthlen von der Mannschaft
bugsirt wurde, unternahmen die Reisenden eine Bootfahrt nach den benachbarten Talde-
[Scihy-] Inseln, einer aus 7 bewaldeten Eilanden bestehenden Gruppe. Vor Einbruch der Nacht
ging die „Zereldequot; in der Nähe des Kaps Lambert vor Anker. Der nächste Tag brachte sie
bis in die Nähe der Duportail-Insel [Lölobau], aber erst am 10. abends konnte vor dem
ersten Dorfe der Landschaft Nakanai, namens Ulo, Anker geworfen werden. Bei der Landung
stellte sich heraus, dass es verlassen war, und zwar hatte, wie man alsbald durch die Bewohner
des benachbarten Langaia vernahm, der grösste Teil der Bevölkerung seinen Tod durch die
Blattern gefunden. Am 13. unternahmen
Hahl, Danneil sowie der Kapitän der „Zereldequot;
eine Bootfahrt nach Witäu [Vittau], das am Fusse des Süd-Sohnes lag. Auch hier hatten die
Blattern gehaust und 5 bis 6 Dörfer waren fast ausgestorben. Am folgenden Tage wurde die
Rückfahrt angetreten und am 15. zunächst in Langa-Langa gelandet, wo sich noch viele
Kranke befanden. Am nächsten Tage erreichte die Expedition nach dem Passiren des Kaps
Mahwäu [Mahvao] das Dorf Watu, den letzten zu Nakanai gehörenden Ort, und trat von dort
am 17. einen Marsch nach dem im Gebirge liegenden Baleäwa an, von dem sie abends an den
Strand zurückkehrte. Am 19. ging sie wieder unter Segel und traf gegen Abend in dem
Powell-Hafen [Tawanatängir] ein. Am 20. ruderten die Teilnehmer in die Bucht und in den
dort mündenden Fluss ein, worauf mittags wieder der Anker gehchtet wurde. Bei Sonnen-
untergang erfolgte die Ankunft vor der Mündung des Toriu [Holmes-Fluss], der am 21.
befahren wurde. Erst am 26. segelte die „Zereldequot; weiter, erreichte am Morgen des 27. wieder
das Kap Lambert, wo bei dem Bach Marangasik [Marakasik] gelandet wurde. Ohne weiteren
Aufenthalt ging es alsdann nach Herbertshöhe

C. Sander 1897.

Die Neu-Guinea-Kompagnie hatte als Ersatz für die 1896 in Sydney verkaufte „Ysabelquot;
den Dampfer „Johann Albrechtquot; erbauen lassen der unter der Führung von Kapt.
c. sander
am 14. September 1897 von Bremen abging und am 21. November in Friedrich Wilhelms-
Hafen eintraft). Wenige Tage später unternahm er die erste Fahrt durch das Schutzgebiet,
die dazu verwendet wurde, am 29. und 30. November die Deslacs-Insel [Garowe oder Witu]
und am i.—3. Dezember die Merite-Insel [Unea] flüchtig aufzunehmen. Auf der Rückfahrt
geriet das Schiff auf ein südhch von der letztgenannten Insel liegendes Rifif, von dem es aber
wieder abkam

1)nbsp;P. Matthäus Rascher und Baining (Neupommern). Münster 1909, p. 202—229.

2)nbsp;Dampfer für Neuguinea. Deutsclie Kolonialzeitung. N.F. X. 1897, p. 380—381.

3)nbsp;Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XIIL 1897, p. 41—44.

4)nbsp;Deslaes-Insel und Mérite-Insel. Annalen der Hydrographie. XXVI. 1898. Taf. I.

Nova Guinea. IL Entdecküngsgeschichte.nbsp;85

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Kapt. Voogdt 1897.

Der Schoner „Sentaquot;, Kapt. Voogdt, fuhr am 22. November 1897 von Herbertshöhe

mit 103 Arbeitern ab, um sie nach Ablauf ihrer Dienstzeit in ihre Heimat (Neu-Mecklenburg

und Neu-Hannover) zurückzubefördern \'). Er hatte zugleich die Materialien für die von der

Neu-Gun.ea-Kompagnie in Böm (nicht Bohn) an der Westküste von Neu-Mecklenburg zu

errichtende Handelsstation an Bord genommen ^ Nachdem Voogdt die ihm erteilten Aufträc^e

ausgeführt hatte suchte er die Mündung des Warangoi an der Ostküste von Neu-Pommern

auf und vermochte festzustehen, dass die aus dem Innern zu verflössenden Hölzer dort bequem
verladen werden könnten.

Anonymus 1897—98.

einemnbsp;^^^^^^^^ ^ November 1897 ein völlig nackter Weisser auf

einem kleinen Kanu den Ränu stromabwärts kommend, nach dem etwa 8 Meilen östhch

von der Mündung entfernt hegenden Dorfe Busman, in dem er gute Aufnahme fand und
einen Monat bheb. Darauf setzte er seine Wanderung nach Margnituh fort, wo der Aufenthalt
etwa zwei Monate währte. Von hier aus gelangte er nach Borbor. Der dort hausende Stamm
der Tamul nahm ihn gleichfalls freundlich auf, und die Leute baten ihn, die ihn seiner
weissen Haut wegen als übernatürliches Wesen betrachteten, doch zu bleiben, da sie viel von
Ihm lerntem Er hess sich jedoch nicht halten und wanderte über Kajan nach Wodian FVodianl
wo er im Februar 1898 einen gewaltsamen Tod fand. Die Nachricht wurde kurze Zeit darauf
^n den Häuptlingen der vorhergenannten Dörfer zur Kenntnis der deutschen Behörde gebracht
die vermutete, dass der Unbekannte ein australischer Goldsucher war, der von Briti!ch-Neu-
L.uinea aus sich nach dem Ränu durchgeschlagen hatte »).

Unfreiwillige Fahrt von Talaut-Insulanern 1898.

Als gegen Mitte 1898 einige Bewohner der Insel Wiak die Doré-Bai aufsuchten, erzählten

Händtquot;^ quot;quot; wnbsp;F-mdllnge, die von den Philippinen stammen sollten, in die

Hände ,hrer M.tburger gefallen seien. Bald darauf suchten einige geborene Wiaker, die aber

Schr^r quot;\'ITnbsp;Gelegenheit sie dazu benutzten,

ermordetquot;\'nbsp;Sie waren vergeblich, da die Gefangenen inzwischen

rar abe Tnbsp;die mitteilten,

dass abermals „ verschlagene Leute in ihre Hände gefallen seien. Aus einem mitgebrachten

Tau scheut und emem Lukas-Evangelium ergab sich, dass die Unglücklichen auf äln Talaut-

nse n zu Hause waren. Der Kommandant des am 23. August eingelaufenen Kreuzers .Serdangquot;,

Leutn. z See P. r van der Velden Erdbrink, verabfolgte als Lösegeld 40 Stück blaue

B umwollenzeug (Wert fl. ,60), .0 Packete Tabak (fl. ;), , Packet Messer (fl. 3) und 4 Schnüre

Glasperlen (fl 2) unter der Bedingung, dass der Häuptling von Maudor, das unweit der NW-Spitze

von Supror. lag\'), die Leute in Doré ablieferte. Wirklich kehrte die zu diesem Zweck abgesandte

I) Nachr. K. w. L. xiv. ,8,8, p. 43-48.nbsp;,, ..

3) Ein „»bekannte, Wei.ser. Deutsches Kolonialbl.tt. x. ,899, p 565 \' \' \'\'\'

Dorf wurde überfallen und „rstfc, „r/nbsp;«gt;quot;lt;cH,chen Gluck, wenige J.hte späte, an sich selbst e,fah,en. Sein

ich ihn an. ,8. Juh ,903 .n.,: quot; \'nbsp;quot;quot;quot; quot;quot; quot;quot; quot;quot; »««\'quot;«quot;C quot;«1. äquot; I«»! Aif.ndi Büchten, Wo

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Prau mit den Schiffbrüchigen am 19. September wieder zurück, wenngleich die übrigen
Häupthnge ein höheres Lösegeld forderten, das ihnen auch ausgekehrt wurde. Aus den Erzäh.
lungen der Talaut-Insulaner ging hervor, dass sie mit Briefen des Missionars J. R.
van den
Bovenkamp zu
Morong auf Salibabu (Talaut-Inseln) versehen, mit einer Ladung Kopra, Matten
usw. nach Menado abgesegelt, durch die Strömung aber in E. und S E. abgetrieben, schliess-
lich aber unweit der Küste von Wiak (lies Supiori) überfahen und gefangen genommen
worden waren. Tags darauf langten 3 grosse Prauen von Korido und Sowèk an, deren
Insassen einen Anteil an der Beute beanspruchten. Bis zur Stunde der Befreiung waren die
Schiffbrüchigen gezwungen gewesen im Innern der Insel Sklavendienste zu leisten \'). Der
Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot; nahm die Talaut-Insulaner am 9. November mit nach Ternate,
von wo aus sie in ihre Heimat zurückbefördert
wurden 2).

Gründung der ßegierungsstationen zu Manokwari und Pak-Pak 1898.

In das Kolonialbudget für das Jahr 1898 war ein Posten von fl. 115000, wovon fl. 35000
an dauernden und fl. 80000 an einmaligen Ausgaben, für die Errichtung von zwei Regierungs-
stationen in Niederländisch-Neu-Guinea eingesetzt worden. In den Motiven wurde gesagt, dass
durch diese Massregel die niederländischen Souveränitätsrechte nicht ahein mehr zur Geltung
gelangen würden, sondern dass auch eine wesentliche Besserung der gänzhch ungeordneten
Zustände zu gewärtigen sei. Da ausserdem England und Deutschland bestrebt seien den ihnen
gehörenden Gebieten zu einer höheren Entwicklung zu verhelfen, könnten die Niederlande
nicht zurückbleiben 3). Bald nach Annahme des Budgets bestimmte ein Erlass des Generalgou-
verneurs vom 5. Februar 1898, N°. 62, die Einteilung von Niederländisch-Neu-Guinea in die
beiden Abteilungen „Noord-Nieuw-Guineaquot; — die Nordküste von der Humboldt-Bai bis zum
Kap der Guten Hoffnung umfassend — und „West- en Zuid-Nieuw-Guineaquot;, die den Rest des
Gebietes, die Papuanischen Inseln [Radja Ampat] einbegriffen, ausmachen sollte. Ein weiterer
Erlass vom 14. April, N°. 142 bestimmte, dass in Manokwari (o°53\'3oquot;S., 134° 7\'E.) an der
Doré-Bai ein Kontroleursposten für die erstgenannte und ein zweiter zu Fak-Fak (2°55\'S.,
132° 16\'E.) an der Westküste für die letztgenannte zu errichten sei. Mit dieser Tat wollte
die Regierung bekunden, dass sie gewiht war an ihren Besitzungen auf Neu-Guinea festzuhalten
und zweitens, dass sie entschlossen war den schwächeren Elementen unter den Eingeborenen
einen nachdrückhcheren Schutz angedeihen zu lassen, als dies bisher möglich gewesen war «).

Alsbald gingen Arbeiterkolonnen nach beiden Gebieten ab, die Waldungen zu roden
und die ersten, wenn auch provisorischen Unterkunftsräume zu errichten hatten. Infolge der
Erdarbeiten hielten, besonders in Manokwari, Beri-Beri sowie Malaria ihren Einzug, so dass
man anfänghch der weiteren Gestaltung der Dinge, die auch am 24. November 1899

1)nbsp;Jaarboek van de Koninkl. Nederl. Zeemacht 1897—98. \'s Gravenhage 1899, p. 338—339. — F. J. F. van
Hasselt.
Schipbreukelingen gered. Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging. N. S. XII. 1899, p. 69_76.

2)nbsp;L. c. pag. 122—123.

3)nbsp;Handelingen van de Tweede Kamer der Staten-Generaal 1897—98. Voorloopig Verslag. Onderafd. 36a. _

Zittingsverslag, p. 170—181. — Vestiging van Nederlandsch Bestuur op .Nieuw Guinea. De Indische - Gids. XIX. 2.
Amsterdam 1897, p. 1428—1430, s. auch p. 1450—1456, 1589—1590. — D.
W. Horst. Onze Bestuursvestiging op
Nieuw-Guinea. Ibid. XX. 2. 1898, p. 1285—-1290.

4)nbsp;Staatsblad van Nederlandsch-Indië voor 1898. Batavia, N°. 62, 142.

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AKf -1nbsp;UOSTERZEE am 8. November m sein Amt eingeführt Der für die

AbteUung West- „nd Süd-Neu-G.i„ea ernannte Kontrolleur J. A. Kkoesen verl.ess in BegleN

swol und traf anr 28. ,n Fak-Fak ein, wo er am ,, Dezember die Verwaltung übLahm,
P. F, Tan der Velden Erdbriuk 1898.

gt;, »quot;nbsp;\'\'\'\'\'\'nbsp;Erdbrink befehligte Kreuzer Serdanequot;

hatte , 898 den Befehl erhalten naeh den Mapia-Inseln abzugehen und d!rt einen Pollha ter
emznsetzen, Naehdem er am „. Mai die Reede von Surabaja verlassen hatte, traf r quot;m 8
auf der Reede von Ternate ein, wo er bis 30. blieb. Hierauf dampfte er naeh LZ T d^
Sudostecke von Halma era hegenden Patani, um den dort residirenden Postenhalter H
jIhzen
an Bord zu nehmenquot;). Da dieser sich auf einer Dienstreise befand, von der erst am T
zurückkehrte, so konnte erst am die We.terfahrt angetreten werden. Zwei Tage spä

arn Jun. übersiedelte. Am .. traf die „Serdangquot; in der Doré-Bai ein. um Kohlen zu
laden^ sprach am .3. abermals auf den Mapia-Inseln vor und kreuzte in dem NähTbis zum
7. Hierauf dampfte sie über Doré nach Amboina, wo sie sich vom 27. Juni bis 6 Ju 17-

D D onbsp;er endliih auch

T7 quot;nbsp;quot;quot; Kokosbestände ausbeutete, mit seinem Schoner an. Am To

A L Itquot;!: Z hquot;nbsp;Jquot;quot;

nach Amboiua f^t quot; quot;nbsp;«^P-\'Iquot;«\'quot; setzte darauf die Fahrt

nach Amboma fort, wo s.e am „. auf der Reede eintraf. Am 18. lief sie zum letztenmale

aus, um den Map.a-Inseln einen Besuch abzustatten. Sie wurden am wieder verÏÏs um
Nacbfo chungen nach den Stephens-Inseln von
Carteret anzustellen \'), deren ErfolX
den Anlass gaben s,e endgültig von den Karten zu streichen •). In der khe der Insei A fond
wurdenbsp;aufgefunden ,n der Doré-Bai ankerte das Schiff vom .3 AuEu t bi o

September, worauf es „ach Amboina abfuhr.

J. J. W. H. van der Toorn und D. W. Horst 1898.

Der Kreuzer ,Ediquot;, Kommandant Leutn. z. See J. J. W H van dpr Toorn tr=f

:: quot;roiïT:quot; ^^nbsp;--nbsp;am quot;

H dnbsp;^nbsp;Von hier aus wurden vom 9 — ,

und dann wieder vom ,8.-20. Fahrten nach den Mapia-Inseln unternommen.

ZeemeerW Kap quot;wquot;?quot;!:\'quot;nbsp;R^^ierungsdampfer

6) Jaarboek van de Kon. Nederl. Zeemacht 1897-98, p. 342.

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fort. Der folgende Ankerplatz befand sich in der Warbusi-Bai, in der Nähe des Dorfes Siarf.
Nachdem diese vermessen worden war wurde Werör an der Karwän-Bucht ein Besuch ab^^e-
stattet und darauf die gegenüberliegende Küste der Wandamèn-Halbinsel aufgesucht. Während
die Schiffe vor dem Dorfe Mijé ankerten, begab sich die Dampfbarkasse in Begleitung eines
armirten Bootes nach dem Delta des Wosimi, den

sie bis zu dem verlassenen Dorfe W^amori
aufwärts fuhr. Nach ihrer Rückkehr wurde die Fahrt nach der Insel Ron fortgesetzt, auf der
man in Jendé den schwer erkrankten Missionar G.
L. BlNIi antraf. Am 30. Oktober dampften
die Schifife nach der Umär-Bai ab, von der aus ein Ausflug nach den Mündungen des Bawé-
sowie des Jaratuar-Flusses, die bei dieser Gelegenheit aufgenommen wurden stattfand. Am
6. November erfolgte die Rückkehr nach der Doré-Bai, worauf zwei Tage später der Kon-
trolleur
L. A. van Oosterzee in der errichteten Regierungsstation Manokwari in sein Amt
eingeführt wurde Am 9. fuhr die „Ediquot; aufs neue nach den Mapia-Inseln, dampfte
alsdann nach dem Geelvink-Busen zurück, um zunächst auf der Insel Nuför, am 11. zu Korido
an der Südküste von Supiori sowie am 12. zu Woi [Usawer] an der Südküste von Japen die
Häuptlinge von der Anstellung des KontroUeurs zu benachrichtigen. Am 14. wurden die
Mapia-Inseln zum letztenmale aufgesucht und zwei Tage später in der Doré-Bai geankert.
Nachdem am 17. hier die „Borneoquot; eingetrofifen war, dampfte die „Ediquot; am
ig. aus und
erreichte am i, Dezember die Reede von Surabaja\'\').

Paul Bouellat und Joseph M. Vitale 1898.

Am II. Januar 1898 verhessen die Patres P. BoUELLAT und J. M. ViTALE die Missions-
station Waipaha [Baipaha] und wanderten über Amo-Amo und Rarai nach Ina Waüi. Am
nächsten Tage hessen sie sich nach dem gegenüberliegenden, linken Ufer des St. Joseph-
Flusses übersetzen, worauf sie nach Überschreitung des Bergbaches Welei [Velei] in das Dorf
Kuluma, das auch Waipaha [Veifaa] genannt wurde, gelangten. Auf dem Weitermarsch am 13.
kamen sie erst an den Bergstrom Laifa, worauf sie eine schwierige Kletterpartie nach dem Dorfe
Okoluga unternehmen mussten und erst am 14. wiederum ein Dorf an dem Berge Oio antrafen
Am nächsten Tage überschritten die Reisenden den Bergfluss Amui\'a und trafen eine Stunde
später in Apiapu [Afiapu] ein, das 23 Häuser mit etwa 100 Bewohnern zählte. Mit dem
Erreichen von Wailope [Vailope] am 16. fand die Wanderung infolge heftiger Regengüsse
ihren Abschluss. Trotz der noch immer ungünstigen Witterung sahen sie sich am 18. gezwungen
den Rückmarsch anzutreten, Sie übernachteten in einer Hütte unweit Laifa, kamen am
nächsten Tage noch bis Kuluma und trafen am 20. wieder in Waipaha ein

1)nbsp;Reede Siari I : lo.ooo. Hr. Ms. Edi 1898. Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea en nabijliggende
eilanden. Blad II. \'s Gravenhage, Oetober 1903. Afd. Hydrographie. Min. v. Marine, N°. 199—8.

2)nbsp;Baai van Jauer. Ankerplaats bij Bawee. I : 50.000. Hr. Ms. Edi 1898. Ibid. N°. 199—15.

3)nbsp;[F. J. F. van Hasselt]. Installatie van den Gontroleur. Berichten van de Utrechtsche Zendingsvereeniging (2)
XIL 1899,
p. 117—121.

4)nbsp;Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht 1897—99. \'s Gravenhage 1900, p. 421^—423. — Koloniaal
Verslag van 1899, p. 41—42.

5)nbsp;Bouellat schreibt Veifaa.

6)nbsp;Bei dieser Gelegenheit teilt Bouellat mit, dass in diesem Gebiete, ebenso wie in den am Unterlauf des
St. Joseph-Flusses liegenden Landschaften des Mekeo-Distriktes, das Salz sehr beliebt ist.

7)nbsp;P. Bouellat. En route pour 1\'Éléia. Missions Catholiques. XXX. Lyon 1898, p. 585—587, 593—594, 610—61 r. —
Mit Eléia war der Yule-Berg gemeint, doch kam jener Name in Wirklichkeit einem etwa 20 km. SSE. von diesem
entfernt liegenden Gipfel zu.

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J- A. Blayney 1898.

Im Febrnar 1898 unternahm J. A. Blayney von Port Moresby aus eine Fahrt nach
dem Stromgebiet des Purari. N.ch Besuch der im Mündungsgebiete hegenden Dörfer Apiope
und Maipua, fuhr er den Aide aufwärts, fand am rechten Ufer das Dorf Eweda [E^dal
und 13 miles weiter das Dorf Moru. Nach der Mündung zurückgekehrt, ging er in östhcher
Richtung nach Orokolo und darauf nach dem halbwegs zwischen der Mac Clatchie-Spitze und
der Kerema-Bai mündenden Keura, wo Eingeborene das an ihm hegende Haus eines Händlers
erbrochen und geplündert hatten.
Blayney nahm einige Verhaftungen vor, besuchte darauf
Kerema und weiter Opäu. Hier hatte ein Häuptling seine beiden Frauen getötet und sich bei
der Annäherung des Resident Magistrate mit seinen sämtlichen Dorfgenossen auf die Flucht
begeben. Nach emem Besuch von Ipisi traf
Blayney am 18. auf der Mekeo-Station ein Am
26. begab er sich nach Obu [Nara] und Diumana, ferner nach Rokama, Tubu und Lahma
Bewohner von Diumana hatten die Faktorei von
Robert HüMTER beraubt, weshalb auch hie;
Verhaftungen vorgenommen werden müssten. Am 21. März traf
Blayney aufs neue auf der

Befuche atquot;nbsp;Gelegenheit Mohu sowie den umhegenden Ortschaften

Während des Monats April hielt er sich in dem östhch von Port Moresby bis zur

Ded T r\'nbsp;Tupuselei, Kapa-Kapa, Hulä, Bihrupu und

Dedele besucht wurden. Am 22. hatte er Gelegenheit bei dem östhch von der Table-Spitze

mundenden Oweta [Oveta] zu landen und von dort am 23. über Oweta und Tarawa nach dem

erwähnten Vorgebirge zu marschiren, wo er die „Lokohuquot; wieder bestieg und über Boramai

er nach r/\'Mnbsp;Rigo-Station zu besuchen, worauf

er nach Port Moresby zurückkehrte.

h . \'r f\'Lf\'?.nbsp;Mekeo-Distrikt, in dem B. W. Bramell

.nbsp;Monckton als Government Agent ersetzt wurde und mit dem er gemein-

schafthch die verschiedenen Ortschaften durchwanderte. Das neu erbaute Eboa (s. oben p. 670)
zahlte 62 Häuser.
nbsp;t\' / J

Im Juni hielt er sich einige Zeit in den Landschaften Maiwa und Kiwori auf i).
Sir
William Macgregor 1898.

auf DaT^b\'T^nbsp;Regierungsstation

auf Daru begeben d.e er am 22. wieder verliess =). Nachdem er die Nacht über in Saibai

gebheben war, traf er am nächsten Morgen in der neuen Ortschaft Bugi ein (s. oben p 668

quot; ® ®bestimmte. Am 24. set.te er die Fahrt nach det
Jobu- Yobu-]Sp.t.e fe
«,.\'44quot;S.. .4.° 57\'.9.2quot; E.) fort, besuchte am nächsten Tage da sDor
Walarter und erre.chte von dort auf der Dampfbarkasse die Dehverance-Insel in 3 Stunden

L^hLhl T™nbsp;-- Sand und lag nur ,-3 feet über Sprmgflut:

i F kquot;quot;;-nbsp;\'nbsp;i»- Lage zu 9° 30\'5^3.,

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der Barkasse nach Saguana, besuchte in Abwesenheit von Chalmers die Missionsstation
Saguana und ausserdem das Dorf Giwoi. Am 5. abends erreichte er die Insel Wabuda, auf
der er übernachtete. Am nächsten Tage ging es weiter bis zu dem am linken Fly-Ufer liegenden
Gauoaurubi, wobei er unterwegs Dibiri besuchte. Am 7. traf er vor der Mündung des Bamu
em, in die er einfuhr. Nachdem Sisiamia passirt worden war, gelangte er an den Zusammenfluss
des Wawoi, Ibu und Bamu und folgte dem Laufe des erstgenannten auch noch während
des nächsten Tages. Am 10. ging es wieder stromabwärts, worauf bei Sisiamia gelandet
und nachmittags der Stamm Bebea, der ein grosses Haus zu Bina, am rechten Ufer erbaut
hatte, besucht wurde. Am 12. verliess
macgregor den Bamu und traf nachmittags beim Kap
Blackwood die ihn erwartende „Merrie Englandquot; an. Am 14. erfolgte die Rückkehr nach
Port Moresby.

Die Schwierigkeiten, mit denen die Goldsucherexpeditionen zu kämpfen gehabt hatten,
um den Wanapa aufwärts über das Owen Stanley-Gebirge nach den Goldfeldern zu gelangen
{s. oben p. 658—660), hessen es als eine dringende Aufgabe erscheinen, einen bequemeren Pfad
den Brown-Fluss entlang und weiter durch die Schlucht (the Gap) ausfindig zu machen. Zu diesem
Zweck brach
Macgregor am 18. April von Port Moresby auf, erreichte an demselben Tage
noch das Südufer des Laioki und überschritt am 19. den westhchen Ausläufer des Lawes-
Berges. Am Nachmittage des 20. traf er am Brown-Fluss [Naoro] ein, dem er noch bis zur
Mündung des Ruguoa folgte.
John MacdONALD kehrte mit ihm von hier aus nach Port
Moresby zurück, um bei der Schaffung eines passirbaren Weges weiter behülflich zu sein

Lord Lamington, Sir Hugh M. Nelson und Sir William Macgregor 1898.

Wenige Tage nach seiner Rückkehr, trafen auf MacGREGORS besondere Einladung der Gou-
verneur von Queensland, Lord
Lamington, sowie Sir H. M. Nelson, am 25. April in Port
Moresby ein, um persönlich die Kolonie und das dort innerhalb eines Jahrzehnts Geschaffene
in Augenschein zu nehmen. Nachdem noch an demselben Tage unter der Führung
Macgregors
die Kokospflanzungen auf der Insel Tauko besichtigt worden waren, wurde am 26. ein Ritt
nach dem Berge Werirata unternommen, von wo am 27. die Rückkehr nach Port Moresby
erfolgte. Am 28. dampften die Reisenden auf der „Merrie Englandquot; ab und trafen, nach einem
kurzen Besuch von Tupuselei, abends in
Kapa-Kapa ein. Sie besuchten am folgenden Morgen
die von W. G.
Lawes geleitete Missionsstation Vatorata und setzten darauf die Fahrt bis
Aroma fort. Als sie am 30. in Dedele eintrafen, berichtete ein Herr
Greenaway, dass land-
einwärts, einige miles von der Table-Spitze entfernt, ein ausgedehnter Landsee läge. Am i.
Mai ankerte der Dampfer vor der
Dufaure-Insel, worauf Lord Lamington am nächsten Tage
einen Abstecher nach dem Mullens-Hafen unternahm. Am 3. erfolgte die Ankunft auf der
Insel Samarai. Bereits am 4. ging es nach der Milne-Bai weiter, am 5. wurde Mita, alsdann
Awaiama besucht, worauf nachts noch in der Baunia-Bucht geankert werden konnte. Nach
Besuch der Anghkanischen Mis.sion in Dogura wurde am 6. längs der NE-Küste von Neu-
Guinea weitergedampft. An diesem Tage bheb die „Merrie Englandquot; über Nacht in dem
Phillips-Hafen, am 7. in der Porlock-Bai, worauf am 8. die Mündung des Mambare erreicht
wurde. Auf der Dampfbarkasse ging es am 9. stromaufwärts und traf
macgregor mit seinen

1) Despatch reporting Visit of Inspection to the lower Part of the Brown River. Ann. Report on Brit. New Guinea
1897—98,
p. 42.

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Gasten am lo. auf der Tamata-Station ein. Am ii. wurde noch eine Strecke weiter strom-
aufwärts gefahren, am nächsten Tage nach der Mündung zurückgekehrt und weiter diejenige
des Gira aufgesucht. Hier ging es in Booten am 13. stromaufwärts bis Tabara, das am 16
erreicht wurde. An Bord der „Merrie Englandquot; zurückgekehrt, setzte diese erst die Fahrt
nach der Mündung des Ope und ferner nach derjenigen des Kumusi fort. Am 19 erfolgte
der Besuch des Dorfes Bafare und am 20. die Ankunft an der Mündung des Musa der 15-20
miles stromaufwärts befahren wurde. Am 23. kam der Dampfer in Port Hennessy am -^5 vor
Jasa-Jasa [Yasaiasa] zu Anker. Am 26. wurde nochmals die Missionsstation Dogura aufgesucht
um den anghkanischen Bischof, der an der Fahrt teilgenommen hatte, zu landen. Infollt;.e des
bei
Nelson eingetretenen hohen Fiebers, die ein möglichst baldiges Verlassen der Küste
von Neu-Guinea wünschenswert erscheinen hess, musste auf die Ausführung der weiteren
Plane verzichtet werden. Mit beschleunigter Fahrt ging es nach Samarai, wo
MacgreGOR

zuruckbheb, während Lord Lamington und Sir H. M. Nelson am 28. nach Cooktown
weiterdampften

A. C. English 1898.

Am 6. April 1898 rückte A. C. English mit Mannschaften der Schutztruppe von der
Regierungsstation Rigo aus und traf am Nachmittage des folgenden Tages in Dewemawa
[Devemava] ein, wo E.
Buchanan mit einigen Goldgräbern sein Lager aufgeschlagen hatte
Am 9. überschritt er in ihrer Begleitung zwei Ausläufer des Bride-Berges und stieg zum Mus^rave-

F1U.SS [Aleme] ab {s. Fig. 46, pag. 441). Am jenseitigen Ufer ging es alsdann aufwärts zum
Dorfe Ihowi [Ihovi]. Nachdem hier am folgenden Tage die Häuptlinge der umhegenden
Dorfer ihre Aufwartung gemacht hatten, trat er am 11. den Weitermarsch an, überschritt den
Irawo 2 miles oberhalb seiner Einmündung in den Kemp Welch-Fluss und traf darauf
m dem Dorf Demori ein. Am 13. besuchte er zunächst die Stätte, an der 1895 noch ein Dorf
gestanden hatte und setzte darauf seine Wanderung nach Babuori fort. Dieser Ort wurde am
14. wieder verlassen, ein Ausläufer des Deakin-Berges überschritten und darauf das erste Dorf
der Landschaft Honiawa erreicht. Am nächsten Tage ging es zuerst über den Fluss laba
worauf ein steiler, 1500 feet hoher Rücken erstiegen werden musste. Nachdem beim Abstieg
der Mera durchschritten worden war, wurde am jenseitigen Ufer ein Ausläufer des Potter-
Berges erklettert und schliesshch das aus 6 Häusern bestehende Dorf Badoa erreicht. Andert-
halb miles von diesem entfernt, floss der gleichnamige Fluss vorbei. Aus Erkundigungen
ergab sich dass am Memai stromaufwärts die Dörfer Bubuduma, Tabu, Goberi, Itoni, Wabura
[Vabura], laroni, Naura, Seweri [Severi], Barai und Igonamo lagen, von denen die meisten
bereits von
Buchanan und seinen Genossen besucht worden waren. Sie befanden sich in der
Nahe des Berges Baron Die Namen der Dörfer am Adai, einem bedeutenden Nebenfluss
des Kemp Welch-Flusses, lauteten Imato, Senari und Agari. Am
17. kehrte English um und
traf nach einem Marsch von 15 miles wieder in Demori ein. Er sandte hier am folgenden

Lrr^Vf. fr7:\'°quot; - --wt- rs^^rrs^,«

(nach Queensl. Agricult. Journal. iii. 1898).nbsp;quot;cd. loy/ 9», P-137—145

2) Über den Ursprung dieses Namen s. oben p. 443.

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Tage Polizeisoldaten aus, um der Mörder habhaft zu werden, die sich aber nach der Landschaft
Serami zurückgezogen hatten. Am 20. setzte er den Rückmarsch über den Pasco-Berg
[Udumu Maga] nach Wegofi [Vegofi] fort, am 22. traf er mittags an der Einmündung des
Meneme in den Kemp Welch-Fluss und am 23 in Kahkodobu ein. Am 24. erfolgte die
Rückkehr nach Rigo \').

New Guinea Development Syndicate 1898.

Am i. April 1898 berichtete macgregor, dass der zum Vertreter eines New Guinea
Development Syndicate
ernannte Charles Ernest Kennedy um 1000 acres für Kokos-
palmenpflanzungen und zugleich um die ausschliessliche Konzession für das Einsammeln von
Guttapercha nachgesucht habe. Unter dem 18. Juni richtete der Sekretär dieses Syndikats,
J.
Francis Bramley in Liverpool, eine Eingabe an das Golonial Office, in der die Geseü-
schaft die Absicht kundgab, Kokospalmen- und Kautschukpflanzungen mit einem „central
Storequot; in Samarai anzulegen und zu diesem Zweck bereits Singalesen in Ceylon angeworben
habe. Der Staatssekretär für die Kolonien lehnte das Gesuch bereits am 24. Juni ab, mit der
Begründung, dass keinerlei Handelsmonopole erteilt würden

Alfred C. Haddon (Cambridge-Expedition) 1898.

Schon im Jahre 1896 hatte ein von der British Association for the Advancement of
Science erwähltes Komitee die Notwendigkeit betont, geeignete Naturforscher auszusenden,
um einige der interessantesten ozeanischen Gebiete, deren Fauna und Flora dem Untergang
geweiht seien, einer gründlichen Durchforschung zu unterziehen, wozu eine jährliche Ausgabe
von £ 400 genüge. Das Komitee sprach zugleich die Hoffnung aus im nächsten Jahre einen
Plan vorlegen zu können Ähnliche Anregungen machte
sidney PL Ray in der anthropo-
logischen Sektion mit bezug auf die Erforschung der ethnographischen und sprachlichen
Verhältnisse von Britisch-Neu-Guinea. „Already there are signs of change, customs and
languages are dying out before the advance of civilisationquot;

Im Laufe des Jahres 1897 bildete sich in Cambridge ein Komitee, das diesen Plan wenigstens
teilweise zu verwirklichen in die Hand nahm, so dass das von der British Association ernannte
von weiteren Vorschlägen absah Die Besprechungen führten zu dem Ergebnis, dass
Alered
C. Haddon
zum Leiter und W. H. R. rivers, sidney H. Ray, W. Mac Dougall, C. S.
Myers, C. G. Seligmann
und A. WilkiN zu Mitgliedern der Expedition ernannt wurden.

1)nbsp;Report by the Government Agent for Rigo District on Expedition to Eastern Slopes of Mount Potter. Ann.
Report Brit. New Guinea 1897—98, p. 115—117.

2)nbsp;British New Guinea. Correspondence respecting Agreement between the Government of British New Guinea
and the New Guinea Syndicate. London 1898 [C. 8935], p. 31-

3)nbsp;The Necessity of the Immediate Investigation of the Biology of Oceanic Islands. Report of the Committee.
Report of the 66th Meeting of the British Association for the Adv. of Science. London 1896, p. 487—489.

4)nbsp;Anthropological Opportunities in British New Guinea. Ibid., p. 928—929.

5)nbsp;The Necessity of the Immediate Investigation of the Biology of Oceanic Islands. Report of the 67th Meeting
of the British Association 1897, p. 352, siehe auch
Sidney H. Ray. Proceed. Irish Acad. (3) IL Dublin 1893, p. 463—616.,
(3) IV. 1896, p. 119—373-

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;86

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Wonbsp;quot;nbsp;Universität Cambridge verwaltete

Naehden, die Ausreise am ,0. März 1898 angetreten worden war, traf die Expedition
w , /r \'nbsp;Thursday-Insel ein, wohin C. G. Seligmann bereits vorausgeeilt war

\\vahrend Habdon, Rivers, Rav und Seligmann sich am 30. auf dem iMeil Anderson
gehörenden Kutter .Freyaquot; einschifften, folgten Mac Dougall, Myers und wilkin auf dem
Regierungsschoner Governor Cairnsquot;. Während die , Freyaquot;, nach Besuch der Dungeness-
Djeaka], der Renneil- [Mauar] sowie der Darnley-Insel [Èrub], am 6. Mai auf der Murray-Iusel
[Merl emtraf, konnte der .Governor Cairnsquot; hier erst am
,0. vor Anker gehen. Nach einem
bis zum
23. währenden Aufenthalte wurde die Fahrt auf dem Missionsschoner „OUve Branch-
fortgesetzt und drei Tage später die Missionsstation Delena am Hall-Sund „reicht Am
20
segelte der Schoner weiter und traf am 30. vor dem an der Leeseite der Insel Haidana
hegenden Borebada e,n. Nachdem das Dorf am folgenden Morgen besucht worden war, landeten
die Reisenden des Mittags in Port Moresby.

In der Frühe des 2. Juni schiffte die Expedition sich auf dem ihr zur Verfügun«.
gestellten Regierungsschoner .Peuleulequot; ein und fuhr zunächst „ach Kaile [Gaile] „o auf
Anregung von
Macgregor die Eingeborenen bereits ihre Pfahlbauten verlassen u^d sich auf
dem Festlande niedergelassen hatten. Am 3. traf das Schiff vor Kapa-Kapa ein \'), worauf der
unter oer Leitung von W. G.
Lawes stehenden Missionsstation Vatorata ein Besuch abgestattet

Toch Hr. rnbsp;\'\'nbsp;- -- erreichte abends

noch Hula ). Am 5 unternahmen die Mitglieder der Expedition eine Kanufahrt „ach der

Pflanzung von R. t. Guise, die während der Abwesenheit des Besitzers vom .German Harry-
verwaltet wurde. Sie durchfuhren in seiner Begleitung in einem Wagen die Hood-Halbinsel

Ka o. D e im Wesentlichen aus Ablagerungen des Kemp Welch-Flusses [Wanigela] gebildete

Str Dlquot;nbsp;\'

bZhnbsp;iquot; den gleichnamigen Dörfern hansend, waren durch die

Bewohner von Hula nach Babaka vertrieben worden. Nachdem die Expedition auch Kerepunu «),

7 Tunbsp;- \'S-

bena h arte , rnbsp;n Vquot;nbsp;lt;lem

benachbarten Ikoro ein Besuch abgestattet, worauf es am 16. weiter „ach Kaile ging, von dem

aus ein Ausflug „ach Gomor.dobo unternommen wurde. Abends erfolgte die B ck ehr nach

p. 276.

^^ fZT^JlTlT d? quot;r\'rnbsp;Borneo. Nature LVII. London 1897-98,

2) li-of F %nbsp;Geographieal Journal. XL 1898, p. 437 \'

to Torrefstt Id tr w\'ftr^^^ ^xiV\'nbsp;^^ quot; ^^^^ AntH^^oLglc^ Expedition

polog. Expedition to Torres s;rS^^dSara^If Jt t\'x Pquot;nbsp;306. - Aler. C. Habdon. The Cambridge Anthro-

Blaeh, White and Brown. Lond n .90 ^P Xm It\'^yf\' Al^-Cnbsp;^^

British New Guinea. Geograph lourLl fvT n\' o . ^nbsp;Anthropogeography of

nach der Torres-Strasse. ri^T\'o^nbsp;~ S—quot; ^^ Cambridge-Expedition

Inseln der Torres-Strasse und Neu Snea Ib d\' p\'\' 32,quot; 333quot;nbsp;quot;quot; ^^ Forschungen auf den

3) Nach Haddon lautet der wirkliche Name Tawa-Tawa [Tava-Taval
4j Eigentlich Siruwäi nach
Haddon.

5)nbsp;Der richtige Name soll nach Haddon Bulaa lauten

6)nbsp;Eigentlich Keapara nach Haddon.

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Port Moresby. Zwei Tage später unternahm die Expedition einen Ritt in das Hinterland.
Nachdem 9 miles bis zum Dorfe Bomana zurückgelegt worden waren, erfolgte der Anstieg
zum Werirata (2615 feet), worauf es abwärts durch bewaldete Täler in einem Nebenfluss des
Laioki ging, von dem aus das kleine Dorf Atsiamakara (11 Häuser) erstiegen wurde. In Taburi
schlug man das Lager auf. Nachdem D.
Ballantine von einem Ausflug nach dem 17 miles
entfernten Sogeri wieder eingetroffen war, wurde mit ihm nach Port Moresby zurückgekehrt.

Am 25. segelte Seligmann in Begleitung des Regierungsekretärs A. Musgrave auf dem
Kutter „Lokohuquot; nach Kaile und von dort nach Kapa-Kapa, worauf sie die Regierungs-
station Rigo aufsuchten \'). Als die Reisenden am 27. abends wieder in Port Moresby eintrafen,
fanden sie das gerade von der Thursday-Insel angelangte Kanonenboot „Goldfinchquot; auf der Reede
hegend, zu dem sich am folgenden Tage noch der von den Santa Cruz-Inseln kommende
Kreuzer „Mohawkquot; gesellte.

Am 6. Juli segelten Haddon, Ray und wilkln nach dem Hall-Sund, wo der erst-
genannte sich zunächst auf der Yule-Insel bei den Missionaren von Notre Dame du Sacré-
Coeur einquartierte, während die beiden anderen sich nach Mohu begaben.
HadDON folgte
am 14., worauf es am 15. nach Ina Wa und Ina Wi weiterging. Nach zweitägigem Aufenthalt
wohten die Reisenden ihren Marsch nach Maiwa fortsetzen, als die Nachricht eintraf, dass der
Schoner „Alice Mayquot; bei der Yule-Insel ihrer harre. Sie fuhren am 20. nach der Murray-Insel
zu längerem Aufenthalte

Während Myers und Mac Dougall am 24. August die Weiterfahrt nach Sarawak an
der Westküste von Borneo antraten, segelten die 3 obengenannten Mitglieder der Expedition
auf der „Niuequot; am i. September nach der Darnley-Insel, wo sie bis zum 9. blieben. An
demselben Tage erreichten sie noch die Regierungsstation Daru, von der aus Saguana, die
Missionsstation von
james chalmers, auf dem Südende von Kiwai im Fly-Delta aufgesucht
wurde. Nachdem am 12. dort auch
SeliGMANN wieder zu der Expedition gestossen war,
wurde am 15. die Weiterfahrt nach Mabuiag [Jervis-Insel] angetreten, wo die Ankunft am 17.
erfolgte. Am 19. trat
WiLKIN und 2 Tage später auch Rivers die Heimfahrt an. Am 21.
traf
John Douglas auf dem „White Starquot; ein, auf dem sich auch der Re.st der Expedition
einschiffte, die nun nacheinander Jam [Yam], Saibai, Tud [Tutu] sowie Nagir und endlich die
Thursday-Insel zu einem längeren Aufenthalt aufsuchte\'\'^). Diese wurde am 15. November end-
gültig verlassen, um über Hongkong nach Sarawak zu fahren und dort den Rest der verfügbaren
Zeit zu Untersuchungen zu verwenden. Am 31. Mai 1899 erfolgte die Rückkehr nach London.
Die Ergebnisse der Expedition sind in einem grösseren, noch nicht vollendeten Werk nieder-
gelegt worden^), auch hat man die von ihr gesammelten Objekte zum Gegenstand einer Reihe
von Abhandlungen gemacht

1)nbsp;Report by the Government Secretary on Visit of Inspection to Rigo Station. Ann. Report on Brit. New Guinea
1897—98, p. 52—53.

2)nbsp;Alfr. C. Haddon. Head Hunters. 1. c. pag. 12—^94.

3)nbsp;Ibid. p. 95—109.

4)nbsp;Reports of the Cambridge Anthropological Expedition to Torres Straits. III. Linguistics by S. H. Ray. Cam-
bridge
1907., V. Sociology, Magic and Religion of the Western Islanders by A. C. Haddon, W. H. R. Rivers, C. G.
Seligmann and A.Wilkin 1904., VI. Sociology, Magic and Religion of the Eastern Islanders by A. C. Haddon, W. H.
R. Rivers, C. S. Myers and A. Wilkin 1908.

5)nbsp;A. C. Haddon. Studies in the Anthropogeography .of British New Guinea. Geogr. Journal. XVL 1900, p.
285—291, 414—441. — A. C. Haddon. A Classification of the Stone Clubs of Brit. , New Guinea. Journ. Anthrop.

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A. Clunas, M. M. Clark, J, G. Nelson und J. F. Olose 1898.

Am 30. April traten die Goldgräber A. Clunas, M. M. Clark und J. G. nelson von
dem Clarkes-Fort genannten Lager (8° S., ,47° 49\' E.) am Mambare einen Marsch in südlicher
R.chtnng an, nm einen bequemeren Pfad als den bisherigen nach dem Jäda-[Yodda-] Tal ausfindig
^u machen. Nach Zurücklegung von 20 miles gelangten sie an den Ope, von dem aus sie „ach
werteren
7 m.les den Gipfel eines Ausläufers des Parkes-Berges [Adjula Kadjula] erstiegen.
Nach dem Ausgangspunkt zurückgekehrt, zogen am 26. Mai sämtliche Teilnehmer aus und
trafen 3 Tage später am Ope ein. Von hier aus wandten sie sich am 3:. in NNE und
erre.chten nach einem Marsche von
7 miles ein an diesem Fluss hegendes Dorf. Clark suchte
nunmehr m Beglertung eines Eingeborenen einen „ach dem Oberlauf des Mambare führenden
Pfad ausfindig zu machen, doch traf man am to. Juni wieder im Lager ein, ohne das Ziel erreicht
zu haben. Am i,. traten die Goldgräber den Wertermarsch an. wa„derte„ 2 miles lä„lt;.s des

?aTequot;; rnbsp;-S.undSSW. auszuschlagen, aber bereits am zweiten

rage stellte s,ch em Emgeborener vom Ope mit der Nachricht ein, dass die am Kumusi hausenden
Emgeborenen d.e Absicht hätten die zurückgelassenen Vorräte zu rauben. Man sah sich genötigt

7a^tLr mquot; w fTamata-Station zu schicken, um den Assistant Resident
Magistrate M. W.
Shanahan um Hülfe zu bitten. Dieser ging darauf „ach dem Ope ab, wo
er jedoch erkrankte. Die Goldsucher machten sich „uumehr „ochmals auf de„ Weg, u„d »e ang
es .hnen
.„ s. u„d SW. in 5 Tagen emen anderen, 26 miles vom Lager entfernten Aufläufe!
des Parkes-Berges zu erreichen, wo sie aber wieder umkehren müssten. Hierauf lt;,ingen

IZZ dnbsp;ab, auf der sie am 2. Juli Macg^eook

a„trafe„, der rhnen Pohze,Soldaten und Träger mitgab. Sie verliessen die Station am 7. und

raten, nachdem s.e wieder im Lager eingetroffen waren, mit ihren Genossen de„ Marsch den

Kumus. entlang a„. Am dritten Tage erreichten sie Bogi, worauf sie in den Ilopa gelangten

dem stromau Wärts gefolgt wurde. Zwei Tage später erfolgte die Ankunft in Anda Kota! wo

der A fenthalt .„folge der Erkrankung von Clunas ,4 Tage währte. Hierauf wurde ;ach

ernem Tagemarsch Polena uud „ach ei„em werteren endlich der Yodda erreicht und zwar im

Getaet der Landschaft Kaie. Nachdem dem Flusslauf eine Strecke lang stromabwärts gefolgt

Stafon. Gold war uberall rn Spuren, aber nirgends in ausbeutefähiger Menge gefu„den worden ■).

Sir William Macgregor 1898.

die ,Merrie Englandquot; am 7. Juni von Cooktown „ach Samarai zurückgekehrt

quot;^fJlZlTh n r\'ZlonTV\'r\'\'\'- 17.nbsp;Jquot;quot;-A-\'-\'-PoI««!. insti.. XXXVIll ^„S

..d Dub.s of Brit. New Cin« ftd f » \'^r.\'\'nbsp;P-590.N„,e= o„ ,1,. Cl.b

•nd .. .ppendix E.\'l. G?.™quot; Crbri^e .\' .o \' quot;quot;quot;quot;nbsp;quot;quot;nbsp;*nbsp;B™\'

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war (s. oben p. 682), konnte macgregor seine Fahrt nach den Louisiaden- und D\'Entrecasteaux-
Inseln am 8. antreten an welchem Tage zunächst Tubi-Tubi [Slade-Insel] und der dort vom
Rev.
J. T. Field geleiteten Missionsstation ein Besuch abgestattet wurde. Am 9. erfolgte
die Ankunft auf der Missionsstation von Dobu, der Rev. W.
Fletcher vorstand. Nachdem der
folgende Tag auf die Besichtigung mehrerer Dörfer verwendet worden war, dampfte das
Schifif am
II. in östhcher Richtung nach der Insel Mohu, auf der kein menschhches Wesen
zu bemerken war, und erreichte am 13. Kawatari auf Kiriwina, wo sich eine vom Rev. S. B.
Fellows geleitete Missionsstation befand. Am 14. besuchte Macgregor mehrere zwischen
Kawatari und Enamäkana liegende Dörfer, worauf er bei Kaibula wieder an Bord ging. Am
16. traf die „Merrie Englandquot; vor Waméa in der Amphlett-Gruppe, am 18. in der Hughes-Bai
auf der Fergusson-Insel ein, wo sie an der Mündung des Faia vor Anker ging. Am folgenden
Tage wurden eine Reihe von Dörfern, am 20. die unter der Leitung des Rev.
J. Th. Field
stehende Missionsstation besucht und am 21. die Mündung des Gebawa an der Seymour-Bai
erreicht. Während die „Merrie Englandquot; nach Samarai abging, um Kohlen einzunehmen,
widmete sich
MacGREGOR den umhegenden Gebieten. So besuchte er am 24. die Insel Wagipa
[Dodogèsa] in der Nähe der Goodenough-Insel, auf der er einen erloschenen Krater fand.

Nach der Rückkehr des Dampfers wurde Kurs nach der Neu-Guinea-Küste gesetzt und
dort zunächst am 26. in der Jasa-Jasa- [Yasaiasa-] Bucht geankert. Am nächsten Tage stattete
Macgregor den Sidney-Inseln einen Besuch ab, worauf er nach dem Philhps-Hafen weiterging,
in dem er nachts eintraf. Nachdem er die hier vom Rev.
Tomlinson errichtete, aber ungünstio-
gelegene Missionsstation besichtigt hatte, kampirte er am 28. auf der kleinen Hardy-Insel
[Sinipari], die bei Springflut überschwemmt wurde weshalb ihr
Macgregor ein baldiges Ver-
schwinden vorhersagte. Am 29, erfolgte die Ankunft in der Porlock-Bai und am 30. vor der
Mambare-Mündung. Als er am 2. Juli auf der Tamata-Station eintraf, berichtete
Shanahan,
dass bereits 56 Goldgräber am Gira eingetrofifen und bedeutende Goldfunde auf der Wasserscheide
zwischen diesem und dem Mambare gemacht worden seien. Nach der Rückkehr nach der
Mambare-Mündung dampfte
Macgregor am 9. nach der Gona-Bai, um die in der Umgebuno-
von Waututu wohnenden Stämme zu besuchen. Am 10. traf er vor Kewoto und am 11. in dem
Maclaurin-Hafen ein. Am 12. kampirte er an der Fir-tree-Spitze, am 13. besuchte er die
Missionsstation Dogura, worauf die Ankunft in Samarai am 16. erfolgte. Nach Besuch des
Glasgow-Hafens [Nobanoka] am 18., der Missionsstation Vatorata am 19. und der Regierungs-
station Rigo am 20., erfolgte die Rückkehr nach Port Moresby am letzterwähnten Tage.

Von 26. bis 31. unternahm Macgregor einen Ausflug nach dem Brown-Fluss, um sich
von dem Fortgang der Arbeiten behufs Schafifung eines Pfades nach der Schlucht im Owen
Stanley-Gebirge zu überzeugen. Während der ersten Nacht lagerte er am Zusammenfluss des
Goldie und des Laioki, während der zweiten 2 miles vom Hospital-Berge entfernt. Am 28.
bestieg er den Berg und übernachtete auf ihm, worauf er am folgenden Tage am Brown-
Fluss [Naoro] eintraft).

Am 10. ging Macgregor endhch dazu über den langgehegten Plan der Erforschung

1)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to various Districts of the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea
1897—98,
p. 45—50.

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to Road between Port Moresby and the Main Range. Ann. Report on
Brit. New Guinea 1897—98, p. 54.

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des Unterlaufes des Brown-Flusses zur Ausführung zu bringen. Mit der „Merrie Englandquot; fuhr
er bis zur Redsear-Spitze, auf der er übernaehtete und von der aus er am nächsten Tage mit
A. C.
English nach der Galley Reach wanderte. Am 12. ging es von der Mündung des hier
besser Naoro statt Laioki zu nennenden Flusses zunächst auf der Dampfbarkasse und später

auf Booten stromaufwärts. Während der ersten 6 miles ruderte man an Mangrovesümpfen vorbei

aber auch höher hinauf bheben die Ufer unbewohnt. Am 13. wurde der Zusammenfluss des
Naoro und des Laioki erreicht und hierauf dem Lauf des erstgenannten am 14. gefolgt aber
bereits am nächsten Tage musste die Fahrt infolge der im Strome hegenden Baum:tämme
abgebrochen werden. Am 16. machte man den Versuch wenigstens auf dem Laioki weiter
vorzudringen, doch stiess man hier auf dieselben Hindernisse, worauf auf der Insel Sepa das
Lager aufgeschlagen wurde. Am 23. traf eine Botschaft des Regierungssekretärs A.
Musgrave ein
der einen Uberfall auf einer Pflanzung im Astrolabe-Gebirge berichtete. Am 24. ging
Macgregor
Uber Land dorthm ab, doch stellte sich heraus, dass der Vorfah stark überstrieben war \').

F. Manson Bailey 1898.

Der Botaniker F. Manson Bailey untersuchte im Juni 1898 während einer 3 wöchigen

Fahrt die Flora der Goode-, der Hammond-, der Turtle-, und besonders diejenige der Thursday-

Insel sowie der gegenüberhegenden australischen Küste bei Somerset 2).
André Jullien und Victor de Eijke 1898.

t:ti, cnbsp;^^^^ der Yule-Insel durch den

Hall^und nach der gegenüberhegenden Küste und von dort landeinwärts nach dem in der

Landschaft Pokoa liegenden Dorfe Wanna Mae [Vanuamae] 3), in dem sein Amtsbruder

victor de Rijke stationirt war. Wie die Bewohner erzählten, waren ihre Voreltern vor 100

Jahren [sie!] von Uni-Uni ausgewandert, weshalb sie den Wunsch kundtaten ihre Urheimat

zu besuchen. Um diesem zu willfahren, zugleich aber um das gänzhch unbekannte Gebiet

kennen zu lernen, brachen die beiden Geisthchen mit ihren Schutzbefohlenen am 23. auf und

stündigem Marsch den Kubuna, augenscheinlich einen Nebenfluss des Aroa

Vnbsp;? Durchschreiten desselben gelangte man erst an den Ubio und darauf an den Waida

[Veida, welcher letzterer als Oberlauf des Aroa angesehen wurde. Nachdem die Reisenden

eine Stunde lang längs seines rechten Ufers gewandert waren, setzten sie über den Fluss und

gelangten nachmittags an den Ibu, den sie ebenfalls überschritten. Ein steiler Anstieg brachte

sie auf den Rucken des Obiau, auf dem das Nachtlager aufgeschlagen wurde. Am folgenden

Tage ging es weiter bergan nach dem Kamm des Eikanäunäu, auf dem zwei Stunden lanlt;.

marschirt wurde, worauf der Abstieg nach dem Waida [Veida] erfolgte. Nach der Mittagsrast

jsste aufs neue eine Anhöhe von ± 1800 m. erstiegen werden, auf der man an einer Stehe,

Manaku genannt, kampirte. Am 25. stiegen die Patres zum Dilafa ab und fanden am jenseitigen

l^das aus 5 Hütten bestehende Dorf Bubuni, das zur Landschaft Uni-Uni gehörte. Der

X) Despatch reporting second Visit to Lower portion of Brown River. Ann. Rep. Br. New Guinea 1897-98 p 55

Proc. R. Soc. of Queensland. XIV. 1899. BrisW p x4-5onbsp;quot;quot; \'\'

3) Nicht Yanuamaë, wie auf der Karte (Fig. 62) steht.

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bis zum 30. währende Aufenthalt wurde dazu benutzt näher mit den Bewohnern sowie mit
der Umgebung des Ortes bekannt zu werden. Hierauf erfolgte der Rückmarsch \').

J. A. Blayney 1828.

Der Resident Magistrate der Central Division, J. A. Blayney, unternahm im August
von Port Moresby aus einen Ausflug nach den Landschaften Taburi und Maki\'biri. In

der letzterwähnten besuchte er das Hauptdorf Aro Numune. Er durchwanderte bei dieser
Gelegenheit das Tal des Laioki von den
Rauna-Fällen aufwärts bis zu seiner Quehe im Bimu-Tal

Francis P. Winter 1898.

Da Sir william macgregor am i. September Neu-Guinea verlassen musste und sein
Nachfolger, der Lieutenant-Governor G.
ruthven Le Hunte, sein Amt erst am 22. März
1899 antreten konnte, so wurde der Chief Judicial Officer, Francis P. Winter, mit der

1)nbsp;André Jullien. Une première visite à la tribu des Uni-Uni. Missions Catholiques. XXXL Lyon 1899, p. 293—296,
306—309, 317-321, 328—330, 346-348, 352—354, 370—372, 380-382.

2)nbsp;Report of the Resident Magistrate for the Central Division. Ann. Report Bnt. New Guinea 1898—99, p. 66.

3)nbsp;Man braucht wohl nicht hinzuzuHigen : Auf Nimmerwiedersehen, da Macgregor durch seine 1909 erfolgte
Ernennung zum Gouverneur von Queensland wieder in die Nähe von Neu-Guinea gelangt ist.

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zeitweiligen Verwaltung des Schutzgebietes betraut. In dieser Eigenschaft trat er am 7. Oktober

von Port Moresby aus, einen Ritt auf dem neu angelegten, nach dem Brown-Flnss [Naora]

fuhrenden Weg an. Nach seiner Rückkehr besuchte er am 19. das an der Südseite der Astrolabe-
Kette liegende Maroka \').

Am 25. Dezember dampfte er auf der „Merrie Englandquot; nach Samarai, wo der vom
3.-5- Dezember, ganz besonders am letztgenannten Tage wütende Zyklon, ebenso wie auf
den Louisiaden, den D\'Entrecasteaux-Inseln, der Ost- und Südostküste von Neu-Guinea, grosse
Verheerungen angerichtet hatte. Die von der Deboyne-Insel [Pana Et] an ihn gelangten\' Nach-
richten veranlassten ihn zunächst Niwani am 27. aufzusuchen und von dort den gestrandeten
und defekt gewordenen Kutter „Muruaquot; nach Samarai mitzunehmen. Auf der Weiterfahrt nach
dem Mambare wurde vor Awaiama gehalten, um Wasser einzunehmen; gleichzeiti«. wurde
die MLssionsstation Taupota besucht. Von dem Vorsprung, auf dem diese stand? waren
infolge des Orkans 50 feet weggeschlagen worden, während das am Strande hegende Dorf
120 Hauser eingebüsst hatte. Nach der Ankunft an der Mambare-Mündung, am i. Januar
1899, ging
Winter am folgenden Tage stromaufwärts nach der Tamata-Station. Während
seines Aufenthaltes wurde ihm berichtet, dass das Goldwaschen sich zur Zeit auf das zwischen
dem Mambare und Gira hegende Gebiet beschränkte, doch dass zwischen dem i. September
1898 und 5. Januar 1899 nicht weniger als 13 Weisse, deren Zahl übrigens niemals 200 über-
schritten hatte, den verbreiteten Krankheiten erlegen waren. Nach der Rückkehr nach der
Mambare-Mündung ging die Fahrt nach dem Ope, an dem kurz vorher ein Kampf zwischen
den an der Mündung und den mehr landeinwärts wohnenden Eingeborenen stattgefunden
hatte. Es gelang
Winter nicht den Frieden wiederherzusteUen, da er die letzteren zum
grössten Teile in ihren Dörfern nicht vorfand. Nachdem die „Merrie Englandquot; hierauf im
Philhps-Hafen in der Cohingwood-Bai vor Anker gekommen war, wurde am 12. der Marsch
nach Maisina angetreten, wo die Dörfer ebenso verlassen gefunden wurden, wie in der darauf
besuchten Landschaft Dori, so dass nach mehrtägigem Marsch unverrichteter Sache zurück-
gekehrt werden musste. Hierauf suchte
winter die neue anghkanische Missionsstation in
Wanigela und ferner eine kleine, westhch vom Kap Vogel liegende Bucht auf, an der auf
einem oberhalb liegenden Berge ebenfahs eine Missionsstation errichtet werden sohte. Nach-
dem schhesshch noch Paiwa sowie Boianai in der Goodenough-Bai besucht worden waren,
kehrte
Winter über Samarai nach Port Moresby zurück

A. W. Butterworth 1898.

Am 4. Juh 1898 verHess der Kommandant der Schutztruppe, A. W. Butterworth
mit seiner Mannschaft die Reede von Samarai auf der Dampfbarkasse „Rubyquot; und traf am
ii. vor der Mambare-Mündung ein. Nachdem er am 13. die Tamata-Station erreicht hatte,
brach er am 16. in Begleitung von 17 Pohseisoldaten, 7 Trägern und einem Dolmetsch
abermals auf, um den Versuch zu machen der letzten Mörder von
john Green, die sich am
Gira aufhalten sohten, habhaft zu werden (s. oben p. 658). Am Nachmittage des 18. traf

A.n Rnbsp;Proceedings since the departure of the Lieutenant Governor,

.^nn. Report Bnt. New Gumea 1898—1899. Brisbane 1900, p. 1—2.

Despatch from the Acting Administrator reporting Visit of Inspection to Eastern and North-Eastern Districts
of Possession. Ibid. p. 2—
-5.

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er am rechten Ufer des Gira ein und schlug dort sein Lager auf Sein erster Besuch galt den
am jenseitigen Ufer hegenden Dörfern Oramatutu und Aioi, und im Laufe der folgenden Tage
gelang es seinen Leuten nicht allein der gesuchten Übeltäter, sondern obendrein der Mörder der
Goldgräber
Fry und Haylor habhaft zu werden. Hierauf kehrte er nach der Tamata-Station
zurück, um dort bis zum i. September zu bleiben. Am 7. traf er mit den Gefangenen in
Fort Moresby ein \').

M. H. Moreton 1898—99.

Der Resident Magistrate der Eastern Division, M. H. MoRETON, verliess im August

1898nbsp;Samarai auf dem Kutter „Siaiquot; und segelte über die Goodenough-Insel nach den
Trobriand-Inseln. Von dort aus setzte er seine Fahrt nach Kitawa [ Jurien-Insel] und Wakuta
[Vakuta] fort, worauf er am 30. auf Dobu eintraf und alsdann nach Samarai zurückkehrte

Nachdem er Ende September einen Ausflug längs der Südküste von Neu-Guinea bis
zur Dufaure-Insel unternomhien hatte, bei welcher Gelegenheit auch Ainioro [Amazonen-Inseln]
besucht wurden, war der Oktober der Nordostküste gewidmet, die er zunächst bis zum
Kap Vogel bereiste; dann lief er in die Goodenough-Bai ein, in der er die Dörfer Wurawara
[Vuravara], Boianai und Radawa besuchte.

In der ersten Hälfte des November fuhr er nach Tubi-Tubi in der Engineer-Gruppe
und kehrte über Basilaki am 18. nach Samarai zurück, das er an dem nämlichen Tage aufs
neue verliess, um nach einem Besuch von Forotona sowie der Nordküste der Goodenough-Bai
nach Dobu und der Fergusson-Insel zu segeln, worauf er am 28. wieder in Samarai eintraf.
Hier war er Zeuge des in den Tagen vom 3.—5- Dezember wütenden Orkans, über dessen
Verheerungen er eingehende Mitteilungen machte

Endhch ging er am 28. Dezember nach der Cohingwood-Bai, die er erst am 6. Januar

1899nbsp;erreichte und von der er am 21. wieder zurückkehrte.

Amedeo Giulianetti 1898.

A. Giulianetti verhess Fort Moresby am 13. September 1898, um als Government
Agent die Verwaltung des Mekeo-Distriktes zu übernehmen. Er traf am 16. auf der Regie-
rungsstation ein, von der aus er eine Reihe kleinerer Dienstreisen unternahm

Paul Breuer und W. G. Dammköhler 1898—99.

Anfang September 1898 verhess Faul BREUER, in Begleitung von W. G. DammköHLER,
auf seinem Kutter „Ednaquot; (5 T.) die Thursday-Insel, um im westhchen Teile der Südküste
von Neu-Guinea sowie bei den Inseln der
Torres-Strasse dem Schhdkrötenfang und der Perl-
fischerei obzuhegen Sie gelangten Anfang Oktober an die Mündung des Morehead-Flusses,

1)nbsp;Report of the Commandant of the Armed Constabulary. Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99, p. 93.

2)nbsp;Report of the Resident Magistrate of the Eastern Division. Ibid. p. 81—85.

3)nbsp;Ibid. p. 84, 85, 86, 87.

4)nbsp;Report of the Government Agent of the Mekeo District. Ibid. p. 76—77-

5)nbsp;Statement of William Dammköhler. Annual Report on British New Guinea 1898—99, p. 10—11. — Die von
J. A.
Kroesen gegebene Darstellung stimmt nicht in allen Teilen mit der von Dammköhler selbst mitgeteilten überein.
(Extract uit een verslag d.d. Fakfak
24 Januari 1901. Koloniaal Verslag van 1901. Bijlage C., s. auch: De Zuidkust
van Nederlandsch Nieuw-Guina. De Indische Gids. XXIV. i.
1902, p. 211—214. — J. F. Niermever. De Zuidkust van
Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. NederL Aardr. Genootsch.
(2) XVIIL 1901, p. 956—962).

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;87

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sahen sich aber infolge des heftigen Südostwindes genötigt ihre Fahrt in westhcher Richtung
fortzusetzen, worauf sie, 80—90 miles von der britischen Grenze entfernt, in mehreren auf
hohändischem Gebiete hegenden Dörfern freundliche Aufnahme fanden. In einem derselben
währte ihr Aufenthalt 5 Tage. Auf der Rückfahrt liefen sie in den Bensbach-Fluss [Turasi]
ein und fuhren ihn 50—60 miles weit stromäufwärts. Hierauf hielten sie sich 8 Tage lang
an einer sandigen, halbwegs zwischen dem Bensbach- und dem Morehead-Fluss liegenden
Bucht auf, die sie erst verhessen, als das Wasser auf die Neige gegangen war. Nach 4 tägigem,
vergeblichem Suchen traf der Kutter an der Morehead-Mündung ein, an der
Breuer zurück-
blieb, während
DammkÖHLER in einem Boot am 28. November stromauf fuhr und nach
Zurücklegung von 30 miles süsses Wasser fand. Als er am i. Dezember wieder an der
Mündung eintraf, war von der „Ednaquot; nichts zu sehen. Nach vergeblichem Suchen ruderte er
wieder stromaufwärts in der Meinung durch natürhche Kanäle nach dem Mai Kusa oder dem
Wasu Kusa gelangen zu können. Nachdem sich diese Hoffnung als trügerisch erwiesen hatte,
fuhr er auf dem Morehead-Fluss weiter stromauf und machte dort die Bekanntschaft von
Eingeborenen, mit denen er landeinwärts wanderte; am 15. aber kehrte er nach dem Fluss
zurück, wo er von den Marinde Anim [Tugeri] angegriffen wurde, weshalb er auf einem Baum
übernachten musste. Am folgenden Tage kehrte er zu seinen Bekannten zurück, um sie vor den
Eindringhngen zu warnen und mit ihnen einen sicheren Unterschlupf aufzusuchen. Nachdem
die Pfeilwunde, die er sich bei dem Überfall zugezogen hatte, geheilt war, kehrte er in Beglei-
tung von 3 Eingeborenen nach der Mündung zurück und gelangte nach viertägigem Marsch
nach dem Mai Kusa (?), wo er ein Kanu erhielt auf dem er nach 3 weiteren Tagen in Bugi
eintraf. Nachdem er dort 5 Tage geblieben war, setzte er seine Fahrt nach Daru fort, das er
am 12. Januar erreichte und wo er dem Resident Magistrate Meldung von dem Vorfall machte.
G.
Ruthven Le Hunte liess nach seinem Amtsantritt sofort Erkundigungen einziehen und
hatte bei seinem Besuche der Thursday-Insel, am 4. April, Gelegenheit aus dem Munde
Dammköhlers Einzelheiten über dessen Erlebnisse in Erfahrung zu bringen Erwähnenswert
ist die Behauptung des letzgenannten, dass die Angreifer aus Selariki stammten einem Orte,
in dem er selbst gewesen sein wollte.

Wie wir unten sehen werden, zog der Vorfall noch weitere Folgen nach sich, da er
zur Kenntnis der niederländischen Behörden gebracht wurde.

Levesey 1898.

Im November 1898 erzählte ein Herr Levesey dass er kürzlich mit seinem Sohne
eine Fahrt auf den in den Papua-Golf mündenden Flüssen Tauri und Lakekamu unternommen,
ihre Quellen aber erst nach Überschreitung von Gebirgsland erreicht habe. Als die bemerkens-
werteste Entdeckung bezeichnete er die Auffindung eines Korallenriffes auf dem Gipfel eines
3000 feet hohen Berges, der das Aussehen hatte, als ob er erst kurz vorher dem Meere
entstiegen sei und an dem sich - um die Illusion vollständig zu machen - Sande mit
Muscheln und Korahenfragmenten befanden. Von den Küstengebieten abgesehen waren die

1)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99, p. 7—8.

2)nbsp;Damit ist Sarire gemeint.

t,.nbsp;..^rTinbsp;^P- 438) erwähnten M. Livesey, der ebenfalls eine

r:cht zweifelhafte Persönlichkeit war?

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besuchten Landstriche menschenleer. Alsdann fuhr Levesey den Biaru aufwärts und fand
hier den Stamm Omwom, der, soweit er die Leute verstand, früher am Unterlaufe gehaust
hatte, aber infolge einer feindlichen Begegnung mit
charles KowaLD sich nach dem gegen-
wärtigen Wohnsitz zurückgezogen hatte.
francis P. winter machte bereits darauf aufmerksam,
dass ein derartiger Zusammenstoss niemals erfolgt seiund auch die übrigen Angaben harren,
wie wir hinzufügen wollen, noch immer der Bestätigung.

S. Pace 1898.

Wie einer Notiz von Fl. Lyster Jameson zu entnehmen ist hat im Jahre 1898 der
Zoologe S.
Pace die Torres-Strasse bereist und dort gesammelt

Emil Weiske 1898—1900.

Der Ornithologe und Naturaliensammler Emil Weiske traf, nachdem er seit dem
Jahre 1895 in Queensland tätig gewesen war, 1898 in Britisch-Neu-Guinea ein, wo er, z. Tl.
in Gemeinschaft mit seinem Bruder, zunächst im Hinterlande
von Port Moresby, im Astrolabe-
Gebirge (Juni 1898) sowie am Brown-Fluss [Naoro] sammelte. Im August begab er sich nach
Wailala und später (1899) nach dem
Aroa-Gebiet, wo ihn J. A. Blayney am 25. August in
der Nähe des Dorfes Awo Rani im Besitz zahlreicher Vogelbälge antraft). 1900 kehrte er
nach Deutschland zurück. Während eine Reihe von Beschreibungen der vom ihm erbeuteten
Objekte vorliegen hat er selbst anscheinend nur wenig veröffenthcht

Kreuzer „Bussardquot; 1898.

Am 13. Januar 1898 verhess der vor Matupi hegende deutsche Kreuzer „Bussardquot; die

1)nbsp;Despatch from the Acting Administrator reporüng Proceedings since the Departm-e of the Lieutenant-Governor
Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99, p.
2., hieraus Mr. Levesey\'s Journey in British New Guinea. Geograph.
JournaL XIII.
1899, p. 436, auch Globus. LXXV. 1899, p. 295.

2)nbsp;Proceed. Zoolog. Soc. London 1901. II, p. 386.

3)nbsp;Rediscovery of Euselenops luniceps. Proceed. Malac. Soc. IV. London 1901, p. 202—205. — On the supposed
Rediscovery of „Moseleyaquot; in Torres Straits. Ann. and Mag. Nat. Hist.
(7) VII. 1901, p. 385—387.

4)nbsp;Report respecting a Visit paid to the Inland Tribes of Mafula, laroga and Sekuba. Ann. Report. Brit. New
Guinea
1899—^1900, p. 65.

5)nbsp;W. Warren. New Drepanulidae, Tyrididae, Epiplemidae... Novitates Zoologicae. VL Tring 1899, P- 349- —
Walter RoTHScmLD and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Ibid. VIII. 1901, p. 61, 65, 72, 74, 77, 84. —
Hugh Fulton. Descriptions of new Species of Land Mollusca from New Guinea. Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) IX. 1902,
p. 182—184.
— Morfiz Sassi. Bemerkungen zu den von E. Weiske in Britisch-Neu-Guinea und Nord-Queensland gesam-
melten Vogelbälgen. Journ. f. Ornithologie. LVII. Leipzig 1909, P- 365—383-, LVIII. 1910, p. 182—190.
— Walter
Rothschild.
Some new Butterflies and Moths. Novitates Zoologicae. VIII. 1901, p. 218—220. — Walter Rothschild
and Karl Jordan. On some new or rare Oriental Lithosiinae. Novitates Zoologicae. VIII. 1901, p. 419. — W. Warren.
Drepanulidae, Thyrididae, Uraniidae, Epiplemidae and Geometridae from the Oriental Region. Novitates Zoolog, IX. 1902,
P- 345. 353, 363, 366. — A.
Reichenow. Neue Arten vom südöstlichen Neu-Guinea und Nord-Queensland. Ornitholog.
Monatsberichte. VIII. 1900, p. 185—188.
— Carl Riebe. Neue Lepidopteren aus Neu-Guinea. InselUen-Börse. XVII.
Leipzig 1900, p. 308, 329—330, 346.
- Walter Rothschild and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates
Zoologicae. X. Tring 1903, p. 66, 67, 82, 98, 99. — A.
Reichenow. Zwei neue Arten von Neuguinea. Ornitholog.
Monatsber. IX. 1901, p. 4—5.
— Walter Rothschild. Some new Butterflies and Moths. Novitates Zoologicae. X. 1903,
p.
309, 312. — Carl Ribbk. Bemerkungen über die Lepidopteren, die vor Kurzem beschrieben wurden. Iris. XIII.
Dresden
1900, p. 338—340. — H. Fruhstorfer. Neue Lepidopteren aus dem austromalayischen Gebiet. Ibid. XIV. 1901,
p. 330. — H.\' Fruhstorfer. Neue Indo-Australische Lepidopteren. Ibid. XIV. 1901, p. 330, 339—340. (Nach dieser
Mitteilung hat
Weiske auch auf der Woodlark-Insel gesammelt).

6) Zwei Sagen der Eingeborenen der Koiaredistrikte im Astrolabe-Gebiet (Neu-Guinea). Globus LXXXII. 1902,
p. 15. — Ein Beitrag^\'zur Naturgeschichte der Taubenvögel. Ornitholog. Monatsschrift. XXIIL Gera 1902, p. 41—45, Taf. 3, 4.

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Reede, um in Herbertshöhe den Richter A. Hahl nebst Mannschaften der Schutztruppe
aufzunehmen und nach den Admirahtäts-Inseln zu dampfen. Am 15. wurde vor Rambutjo
[Jesus Maria-Insel] gehalten, auf der vor einiger Zeit ein Händler erschlagen worden war
Aus den mit den Eingeborenen geführten Unterhandlungen ergab sich, dass die Mörder sich
auf der 15 Seem. entfernten Hauptinsel der Fedarb-Gruppe, Siwisa [Sèpèsa] (2° 21\'S., I47°39\'E.),

befinden sollten. Hier konnten auf friedlichem Wege die 3 bei jenem Überfah in die Gefangen-
schaft geratenen Salomo-Insulaner befreit werden. Über Päk [San Gabriel] wurde die Fahrt
nach den Anachoreten-Inseln, bei denen der Kreuzer am 17. für kurze Zeit stoppte, und nach
den Hermit-Inseln fortgesetzt, wo nachmittags bei der Insel Luf die Anker fielen. Nach einem
Besuch der Insel wurde am 18. weitergedampft und am 19. Berhn-Hafen, am 21. Stephansort
und am 24. endlich Herbertshöhe erreicht.

Am r. Februar nahm der zweite Teil der Rundfahrt seinen Anfang, auf der am 2.
zunächst bei Djaul [Sandwich-Insel] gehalten wurde, um
Hahl Gelegenheit zu geben ihr einen
kurzen Besuch abzustatten. Hierauf setzte der „Bussardquot; Kurs nach der Nordküste von Neu-
Hannover, wo er zwischen der Insel Kung, auf der sich die Handelsstation von C.
Gangloff
befand, und dem Festlande zu Anker kam. Nach kurzem Aufenthalte dampfte das Schiff am
3. längs der Ostküste weiter und traf abends vor Nusa ein. Am folgenden Tage ging es nach
der Visscher-Insel [Simbéri], die in der Frühe des 5. erreicht wurde, und nach kurzem Aufenthalt
weiter nach der an der Küste von Neu-Mecklenburg hegenden Station Leineru, deren Wieder-
eröffnung in Aussicht gestellt werden konnte 2). Am 6. lief der Kreuzer die St. Jan- [Feni-] Inseln
an, um ihre Lage zu bestimmen und traf am 7. durch den St. Georg-Kanal wieder vor
Herbertshöhe ein. Am 15. fuhr er von Matupi nach Sydney ab 3).

C. Sander 1898.

Anfang Februar 1898 trat der Administrator der Neu-Guinea-Kompagnie, O. B......,

auf dem Dampfer Johann Albrechtquot;, Kapt. g. Sander, eine Werbefahrt von Friedrich
Wilhelms-Hafen nach dem Bismarck-Archipel an. Nachdem in Herbertshöhe der Arzt
curt
Danneh., dem wir eine Beschreibung der Fahrt zu verdanken haben, an Bord gekommen
war % ging es weiter nach Neu-Mecklenburg und Neu-Hannover. Als das Schiff an der Nord-
küste der letztgenannten Insel bei dem Eiland Kung vor Anker gekommen war, machte der
dort hausende
casimir gangloff, „eine der originellsten, abenteuerlichsten und wildesten Typen
der Südseehändlerquot;, den Vorschlag einmal auf St. Matthias einen Versuch mit Arbeiteran-
werbung zu machen. Nachdem in der Frühe des 15. wieder ausgelaufen worden war, passirte
das Schifif während der Mittagsstunden eine ESE. von St. Matthias liegende, 10 Seem. lange
flache und dichtbewaldete Insel, die auf den Karten als Kerué bezeichnet war, während nach
der bqually-Insel von
Dampier vergebens ausgesehen wurde. Wie bereits oben bemerkt

1)nbsp;Es war dies der oben (p. 624) erwähnte Donald Dow gewesen.

2)nbsp;Sie war 1897 überfallen und geplündert worden (PL Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 84)
1898,
p. 24^-^5 quot;nbsp;Squot;k-Archipel. Deutsches Kolonialblat;. IX. Berlin

Tanna,- rtfnbsp;V-.\'quot; N^-^ber 1895 die Ausreise angetreten und war als Arzt der Neu-Guinea-Kompagnie im

Janua 1896 m Herbertshohe statiomrt worden (Nachr. K. W. L. XL 1895, P- 23., XIL 1896, p. 27., XIV. 1898,%. 29).

Die: Jahre spater kehrte er nach Deutschland zurück, kam aber X903 nochmals, und zwar als Regierungsarzt nach Herbertlhoh .

5) Nova Gmnea. I. 1909, p. 232, 244.

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konnte Danneil feststellen, dass das erwähnte Eiland die Tench-Insel war, die somit mit
Kerué identisch ist. Der Dampfer steuerte hierauf auf eine St. Matthias vorgelagerte Gruppe
von Inseln zu und ankerte in i° 35\'S-, 149° 5o\'E. Er lag 800—1000 m. von einem Barrierriff
entfernt, bis zu dem die Eingeborenen sich in ihren Kanus näherten. Da sie keine Miene
machten weiter heranzukommen, ruderten 2 Boote ihnen entgegen, mit denen sie auch in
Tauschverkehr traten. Später fuhr ein Boot nochmals zu ihnen, wurde aber überfallen, wobei
auf beiden Seiten Verwundungen vorkamen. Hierauf trat der Dampfer die Rückfahrt an \').

Als er Anfang Mai mit Ladung nach Berhn-Hafen fuhr, erhielt er den Auftrag sich
nach den Hermit- [Luf-] Inseln zu begeben, um Mannschaft und Ladung des am 4. Februar
dort gescheiterten Schoners „Welcomequot; der Firma
Hernsheim amp; Co. abzuholen Bei dem
Versuche aber am 13. in die Westpassage einzulaufen stiess er auf das am Nordende des
Südriffes gelegene Riff und konnte nicht wieder abgebracht werden. Am 15. wurde auf der
Insel Monof gelandet und am nächsten Tage, als sich herausstellte, dass der Dampfer auch
leck geworden war, mit den Bergungsarbeiten begonnen. Am 2. Juni fuhr der Steuermann in
dem grossen Schiffsboote nach Berhn-Hafen und veranlasste den Reichspostdampfer „Stettinquot;
Hülfe zu leisten. Dieser stellte sich am 21. bei der Inselgruppe ein und brachte die Besatzunjj

O

nach Stephansort

Korv. Kapt. Merten 1898.

Der Kreuzer „Möwequot;, Korv. Kapt. MERTEN, hatte Hongkong am i. März, Manila am
9. verlassen und war darauf zunächst nach Jap (Karohnen) gedampft. In der Nacht 25/26.
passirte er die Stehe, auf der die beiden 1877 von
EURY auf dem Äquator in 146° E. ent-
deckten Inseln (s. oben p. 238) hätten hegen müssen, doch konnte von ihnen keine Spur
bemerkt werden In der Nacht 26/27. wurde die Fahrt längs der Nordküste der Grossen
Admiralitäts-Insel fortgesetzt und am folgenden Morgen den Negros-Inseln entlang gefahren,
die als eine Kette von 6—8 langgestreckten, niedrigen und bewaldeten Inseln erkannt wurden.
Nachdem noch längs der Ostküste der Admiralitäts-Insel und an der Bird-Insel [Potomo oder
Tuaral] vorbeigedampft war, wurde Kurs nach der Westküste von Neu-Mecklenburg gesetzt
und hier am 29. in die Elisabeth-Bucht eingelaufen. Nach dem Verlassen derselben ging es
in den St. Georg-Kanal ®).

In Mai dampfte die „Möwequot; nach der Südküste von Neu-Pommern, besuchte die

1)nbsp;Die ersten Nachrichten über St. Matthias und deren Bewohner. Internat. Archiv f. Ethnographie. XIV. Leiden
1901, p. 112—127. — Zwei wenig bekannte Inseln östlich von St. Matthias im Bismarck-Archipel. Petermanns Mittlg.
XLVIII.
1902, p. 278—286.

2)nbsp;Dieser Schoner hatte, von den Echiquier-Inseln [Ninigo] kommend, die etwa i Seemeüe breite Westeinfahrt
verfehlt und war auf das nordwestliche Aussenrifif der Hermit-Inseln aufgelaufen. Während Kapitän und Steuermann sich
aufmachten die Nachricht nach Matupi zu überbringen, blieb der Vertreter der Firma,
Fritz Gugot, mit einem Chinesen
zurück, um die Ladung zu überwachen.

3)nbsp;Nachrichten über K. W. L. XIV. 1898, p. 39—41- — Zur Strandung des Dampfers Johann Albrechtquot; bei
den Hermit-Inseln. Deutsche Kolonialzeitung. N. F. XI.
1898, p. 273. — Auszug aus einem Schreiben des Herrn P. Jos.
Erdweg. Kleiner Herz-Jesu-Bote. XXV. Steyl 1898/99, p. 45—40-

4)nbsp;Strom zwischen Yap und den Admiralitäts-Inseln. Ann. der Hydrogr. XXVII. 1899, P- 2. Auch der Dampfer
„Peihoquot; passirte
1908 die bewusste Stelle, ohne etwas von den Inseln zu bemerken (Nachr. f. Seefahrer XXXIX. 1908,

2483, p. 749).

5)nbsp;Admiralitäts-Inseln. Elisabeth-Bucht (Neu-Mecklenburg). S. M. S. „Möwequot;, Kommandt. Korv. Kapt. Merten, Ann.
dd. Hyrogr. XXVII.
1899, p. 3—^4.

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Jacquinot-Bucht, sodann den Möwe-Hafen und ferner die Roos- (nicht Ross-) Inseln deren

Lage bestimmt wurde. Hierauf dampfte sie nach der Langemak-Bucht [Bubui Aua], von der

aus ein Abstecher nach Finsch-Hafen gemacht wurde. An den Tagen des 14. und 15 Juni

befand sich der Kreuzer an der Gira-[Ikore-] Mündung, worauf er am 19. vvieder auf der
Reede von Matupi eintraf).

Am 2. Juli unternahm das Schifif aufs neue eine Fahrt, an der diesimal R. Parkinson
teilnahm 2), nach dem Vermessungsgebiet an der Westgrenze von Kaiser Wilhelms-Land (s. oben
p. 672). Es traf am 6. vor der Mündung des Babue [Neumayer-Fluss] ein, xvo sogleich die
Arbeiten begannen, die 5 Wochen in Anspruch nehmen sollten, mit dem Resultat dass 30
Seem. Küste vermessen wurden 3). Nahe dem Strande lag das Pfahldorf Mussuli (2° 50^\' \' S
141° 39\'E.), das
Parkinson Lektre nennt, in einer grossen Süsswasserlagune; es ist dasselbe\'
welches nach
Finsch Massiha heissen sohte, in Wirklichkeit aber nach G. Friederici den
Namen Läitere [Leitere] trägt Von hier ab war die Küste in östlicher Richtung auf einer
Strecke von etwa 15 Seem, unbewohnt. Ein Höhenzug bis etwa 375 m. Höhe trat erst bei
der Pnttwitz-Spitze ») wieder an das Meer heran. Östhch hiervon mündete der Dohy-Fluss
[Punau], der sich durch Sandsteinfelsen hindurchwand. Zwischen der Prittwitz-Spitze und dem
bei der Baudissin-[Sera-] Huk mündenden Arnold-Fluss [Rainbrüm] wohnte der Stamm Sera, der
s. Zt. stark durch die Pockenepidemie dezimirt worden war. Zwischen diesem und dem La^un^n-
Fluss wohnten die Si\'sano. Darauf folgten in der Warupü-Lagune die Warupü, deren Nieder-
lassungen zu einem grossen Teile durch das Erdbeben und die Flutwelle im Dezember 1907
vernichtet worden sind «). Zwischen dem Bastian-Eluss [Takön] und Arak-Fluss [Ujan-Lagune]
hausten die Aröp und zwischen diesem und dem Kap Lapar [Woltangen Sauwin] die Malöl
Am 17. August traf die „Möwequot; in Friedrich Wilhelms-Hafen ein, kehrte nochmals nach dem
Aufnahmegebiet zurück und suchte im Oktober wieder den Matupi-Hafen auf^).

Gründung der Missionsstation Sankt Paul 1898.

Nachdem die Missionare durch die Errichtung der Stationen zu Wuna Märita und
Ramandu (s. oben p. 652) mit den Bewohnern der Landschaft Baining im nordwestlichen Teile
der Gazelle-Halbinsel näher vertraut worden waren, beschloss der Bischof LouiS CouPPE auf
dem betretenen Wege fortzufahren und beauftragte
Matthäus Rascher mit der Gründung

1) Ann. d. Hydrographie. XXVI. 1898, p. 433—434

f Ethnoä XTU TT\'quot;nbsp;Ein Beitrag zur Ethnographie der Neu-Guinea-Küste. Internat. Archiv

f. Ethnogr. XIIL Leiden 1900, p. 18—54, Taf. XV—XXH.

3)nbsp;[Kühne]. Erlebnisse in Neu-Guinea. Deutsche Kolonialzeitung. N.F. XL 1898 p 399—402

4)nbsp;Petermanns Mittlg. LVI. 2. 1910. Taf. 34. - Wie o. Schlamin häufen vermutet, beruht Massuli auf einer
Verstümmelung von Passule, womit eine hinter Läitere liegende Anhöhe gemeint ist (Abhdlg. \'und Berichte Kgl. Zoolog,
u. Anthrop. Ethnogr. Museum. Dresden. XIIL N°. i. 1910, p. 15).nbsp;^ooiog.

5)nbsp;Eitaweri nach Friederici.

6)nbsp;Die Expedition Sapper-Friederici. Deutsches Kolonialblatt. XX. 1909, p. 336, auch I.e. pag. 175-176.
Fluss wohnetnbsp;quot;nbsp;quot; quot;nbsp;Warupü-Lagune und dem Bastian-

8) Küstenbeschreibung vom Neumayer-Fluss bis Joest-Fluss. Kaiser Wilhelms-Laud. s. M. s. „Möwequot;, Korv. Kapt

f-TZo B^r \'nbsp;^quot;--Kaiser Wilhelms-Land von der WestgreLe bis Berlin-Hafemquot;

1.150000. Berlin 1901. Reichs-Marine Amt. N°. 148.

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einer Station im Lande selbst. Dieser erwarb ein 50 ha. grosses Gebiet i), das im Süden von
Wuna Märita, etwa 2 Stunden entfernt, in etwa 4° 1/S., i5i°47\'E., 150 m. ü. d. M. und in
der Nähe des Baches Riwun unterhalb des Dorfes Puktas lag. Noch bevor der Weg fertig-
gesteht war, brach er am 9. Mai 1898 auf und liess sich vorläufig in einem notdürftig
hergl-
nchteten Schuppen nieder, worauf Eingeborene die von Herbertshöhe nach Wuna Märita
beförderten Bauhölzer heraufzuschaß-en begannen. Der erste, der sich auf der Station, die den
Namen Sankt Paul erhielt, einstellte, war A.
Hahl. Nach seiner Ankunft am 11. unternahm
er mit
Rascher einen Ausflug nach der benachbarten Landschaft Suwit. Beide wanderten
noch an dem nämlichen Tage nach dem auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges liegenden
Dorfe Kara und stiegen am folgenden abwärts nach dem Bett des Patongo. Nach dem
Durchschreiten desselben ging es steh bergauf zu dem ersten Gehöft der Suwit. Auf dem
Weitermarsch nach dem Dorf des Häupthngs
Gamdären wurden im Bett des Baches Machoan
viele Ghmmerblättchen gefunden, die man für Gold ansah. Von dem erwähnten Dorfe aus ging
es nach dem an der Atahklikun-Bai hegenden Wuna Lamis und schhesshch nach Ramandu,
wo die Reisenden in der Mission Unterkunft fanden. Am IS-unternahmen
Hahl und Rascher
noch einen Ausflug nach Gawit, worauf ersterer am 18. mit 25 in Ramandu befreiten Sklaven-
kindern, die der Mission in Kininigunan [Wuna Pope] anvertraut werden sollten, nach Herberts-
höhe zurückkehrte, während letzterer St. Paul wieder aufsuchte. Die dort an demselben Tage
eingetroffenen beiden Laienbrüder nahmen den Bau der Stationsgebäude in Angriffquot; und hatten
sie am 31. Juli soweit fertiggestellt, dass sie bezogen werden konnten\'■^j.

Ernst Tappenbeck i?

In sehr wesentlicher Weise beeinflusst durch die an der britisch-deutschen Grenze
gemachten Goldfunde sowie durch das von C.
Lauterbach im Bismarck-Gebirge auf Grund
der dort auftretenden Gesteine vermutete Goldvorkommen, beschloss die Neu-Guinea-Kompagnie
eine zweite Expedition nach dem Ränu auszusenden, der sie die folgenden Aufgaben stellte:
i. Feststellung, ob die Mündung des Ottilien-Flusses in der Tat mit derjenigen des Ränu
zusammenfällt, 2. Erforschung des Oberlaufes des Ränu, 3. Anlegung einer Station im Innern,
4. Erforschung des Landes des Ränu-Gebietes von der Station aus, womöglich bis zu den
Gebieten des Markham-Flusses und des Huon-Golfs, 5. Erforschung des Bismarck-Gebirges,

6.nbsp;Nachforschungen und Untersuchungen auf das Vorkommen von Gold und anderen Metahen

7.nbsp;Anknüpfung von Beziehungen zu den Eingeborenen.

Da behufs Lösung einiger dieser Fragen die Beschaffung eines Flussdampfers als
unumgängliches Erfordernis angesehen worden war, so wurde ein solcher, der den Namen
„Herzogin Elisabethquot; erhielt, 1897 in Vegesack hergestellt und im September, in einzelne
Teile zerlegt, nach dem Schutzgebiet befördert. Zum Leiter der Expedition war
Ernst
Tappenbeck,
der bereits an der ersten Ränu-Expedition (s. oben p. 643) teilgenommen hatte,
erwählt worden, während
Robert philipp aus Cooktown und Hans Klink aus Sydney den
Auftrag erhalten hatten „hauptsächlich den geologischen Theil der Aufgabe der Expeditionquot;

1)nbsp;Das Terrain wurde teilweise abgeholzt und mit Kaffe und Kakao bestellt. 1900 kamen noch weitere 50 und
später noch
200 ha. hinzu, so dass die Besitzung 300 ha. umfasste (l.c. pag. 369). Rascher fiel am 13. August 1904 als
Opfer eines vorher geplanten Mordes.

2)nbsp;P. Matthäus Rascher und Baining (Neupommern). Münster 1909, p. 255—278.

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auszuführen \')• Letzterer war sein Zeichens Architekt, von dem erstgenannten wurde überhaupt
nichts wieder vernommen.

Am 3. April 1898 lief der Johann Albrechtquot; mit der Dampfpinasse der „Stettinquot; im
Schlepptau und in Begleitung der „Herzogin Ehsabethquot; aus Friedrich Wilhelm-Hafen aus ^j.
Starke Dünung zwang die Schifife alsbald in einer jenseits des Kaps Croisilles hegenden Bucht,
die den Namen Elisabeth-Bucht erhielt, Schutz zu suchen, und es währte bis zum 7. April\'
ehe sie es wagen konnten diese zu verlassen. Sehr bald musste aus der nämhchen Ursache
in den Prinz Adalbert-Hafen eingelaufen werden, in dem die „Herzogin Elisabethquot; zurückblieb.
Aber auch der „Johann Albrechtquot;, der ihn am 12. verlassen hatte, sah sich schlechten Wetters
wegen genötigt den Potsdam-Hafen aufzusuchen, von dem aus er aber am folgenden Tage die
Mündung des Ottihen-FIusses erreichte und in ihn einhef. In ihrer Nähe, am rechten^\'ufer,
mündete ein etwa 30 m. breiter Wasserlauf in den Strom. Am 14. setzte der Dampfer seine\'
Bergfahrt fort und erreichte am 18. die Stelle, welche C.
Lauterbach , vom Oberlauf
kommend, am 14. August 1896 erreicht hatte (s. oben p. 644). Damit war der Beweis der bereits
vermuteten Identität von Ränu und Ottilien-Fluss geliefert worden {Fig. 63) Da der Tiefgang
des „Johann Albrechtquot; nicht gestattete weiterzufahren, so wurde eine provisorische Station
am rechten Ufer errichtet, ja, die gesamte Ladung musste schhesslich gelöscht werden,
da das Schifif infolge raschen Fahens des Wasserspiegels zum Festsitzen kam. Während H.
Klink und Hans Rodatz mit Hülfskräften zurückblieben, trat es am 23. die Talfahrt an,
kam am folgenden Tage nochmals auf Grund, von dem es am 25. wieder frei kam, passirte am
26. die Schleinitz-Insel und hef alsdann aus. Auf dem Wege nach Friedrich Wilhelms-Hafen,
wurde am 27. die „Herzogin Ehsabethquot; wohlbehahen angetrofifen. Da, wie wir bereits gesehen
haben (p. 695), der „Johann Albrechtquot; bald darauf scheiterte, so bot sich keine Gelegenheit
den Heckraddampfer weiter zu befördern. Erst am 9. August konnte
tappenbeck auquot;f einer
Dampfpinasse und in Begleitung eines Segelbootes nach dem Prinz Adalbert-Hafen fahren,
der am 18. von der „Herzogin Ehsabethquot; verlassen wurde, um zunächst den Prinz Eitel
Friedrich-Hafen aufzusuchen. Vom 21. bis 25 bheb sie im Potsdam-Hafen, um darauf in
die Ränu-Mündung einzulaufen. Am 31. ging es stromaufwärts und am 3. September traf sie
vor der Station ein. Die im April hier Zurückgebhebenen hatten die Zwischenzeit dazu benutzt

Nachr. K.W.L. XIIL 1897, p. 52-55., XIV. 1898, p. 57-59 mit Karte.

2) max Moisel. Begleitworte zu der Karte des Ramuflusses. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XIV
Beiim^i90i,^p. 7^1-72, Taf. 3. - Freiherr
von Schleinitz. Der Ottilienfluss bezw. Kamu. Deutsche Kolonialzeitung.

T Lnbsp;(Neu-Guinea und der Bismarckarchipel. Berlin 1900, p. 189): „Die Fahrt des Dampfers

? ™nbsp;^^^ Ottihen-Fluss hinauf hat dank der Peilungen und astronomischen Messungen des

ersten OfSziers, Joseph Buchal, ergeben, dass die Mutmassung Lauterbachs richtig war. Es sei auch an dieser Stelle aus-
druckhch betont, dass die Ehre für diese Bereicherung der Wissenschaft ausschliesslich den Offizieren des „Johann Albrechtquot;
gebühit und nicht dem „Forschungsreisendenquot; Tappenbeck, der nicht einmal im Stande war, die Buchaischen Aufnahmen
in richtiger Onentirang in der Karte einzutragen. Da die Neu-Guinea-Kompagnie es vergessen hat, in ihrem letzten
Jahresbericht den wirklichen Entdecker zu nennen und auf der Karte sogar den Nameu Tappenbeck als Urheber ver-
zeichnet, fordert die
I flicht, der Wahrheit die Ehre zugeben, diese kurze Personalnotizquot;. Falls diese bisher unwidersprochen
gebliebene Behauptung richtig ist, wüsste ich nicht zu sagen, was
Tappenbeck auf dieser Expedition geleistet hat. Merk-
würdig ist, dass auf der seinem 1901 erschienenen Buche „Deutsch Neuguineaquot; (Berlin) beigegebenen Karte der Unterlauf
des Ranu noch punktirt dargestellt ist.

Einige der von ihm erlegten Vögel beschrieb Ant. Reichenow (Neue Arten aus Kaiser Wilhelms Land. Orni-
tholog. Monatsberichte. VII. Berlin
1899, p. 130—131).

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etwa 5000 qm. Wald zu roden, Kanus zu bauen und die Umgebung aufzunehmen. Sie hatten
1200 m. vom rechten Ufer des Ränu entfernt, einen Fluss mit starker Strömung nach N.
aufgefunden, der etwa 3 km. stromabwärts sich in einen grösseren, aus NE. kommenden Fluss
ergoss, von dem aber nicht festgestellt werden konnte, ob er dem Stromgebiet des Ränu
angehörte, oder direkt ins Meer ausmündete.

Alfred Zdekauer i8g8.

In der zweiten Hälfte des Jahres 1898 trat A. Zdekauer von Triest aus eine Fahrt
nach dem Bismarck-Archipel an, um anthropologische Studien zu machen und zugleich zoolo-
gische Sammlungen anzu-
legen. Er verhess Ende Sep-
tember Tandjong Friok, den
Hafen von Batavia, auf dem
Dampfer „Stettinquot; und ge-
langte über Makassar, Am-
boina und die Banda-Inseln
zunächst nach Berlin-Hafen.
Ferner berührte er an der
Küste von Kaiser Wilhelms-
Land Friedrich Wilhelms-
Hafen, Erima, die Insel Siär
sowie die Langemak-Bucht.
Nach der Ankunft in Her-
bertshöhe auf Neu-Pommern
quartierte er sich während
einiger Monate auf Malapau,
dem Besitztum von R.
par-
kinson
ein, unternahm von
dort aus einen Ausflug nach der Insel Mioko und ferner einen Marsch durch den nördlichen
Teil der
GazeUe-Halbinsel über Wlawolo nach Kambair am Weber-Hafen. Auf dem Dampfer
„Moresbyquot; setzte er die Reise nach Sydney fort und kehrte über Austrahen nach Öster-
reich zurück \').

Asel Monrad 1898.

Wie Gurt Danneil mitteilt 2), trat Kapt. Axel Monrad auf der „Murunaquot; im Mai

1)nbsp;tiber die Sundaiiiseln nacli Neu-Guinea und dem Bismarck-Archipel. Trautenau 1899, p. 28—91. — Die
Eingeborenen Neu-Guinea\'s und des Bismarck-Archipels. MitÜg. Anthropolog. Gesellsch. XXIX. Wien
1899, p. (54). —
Ueber Schädeltrepanation im Bismarck-Archipel. Ibid. XXX. 1900, p. (116)—(117). —. Das an erster Stelle angeführte
Büchlein wimmelt von Übertreibungen und Unrichtigkeiten. Es ist so nachlässig gearbeitet, dass nicht einmal Datumangaben
mitgeteilt werden und man lediglich aus der Erzählung eines äusseren Ereignisses auf Java ermitteln kann, dass er die
Reise
1898 unternahm. Ausserdem hat er sich Märchen aufbinden lassen. Das stärkste Stück ist wohl die Erzählung von
der Aufhebung der Station Finsch-Hafen, infolge des Ausbruches einer Epidemie im J.
1891 (s. oben p. 535). „Der
einzige überlebende Malaye kam nach unsäglichen Mühen und Gefahren auf einem Einbaume rudernd zu einem Händler
bis in die Nähe der Astrolabe-Bai, um das traurige Ende dieser Colonic mitzutheilenquot; (1. c. pag.
45).

2)nbsp;Zwei wenig bekannte Inseln östlich von St. Matthias im Bismarck-Archipel. Petermanns Mittlg. XLVIII. 1902,
p. 279—280.

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;88

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nbsp;^^Jaeipunotl

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1898, von Nusa aus, eine Fahrt nach der Greenwich-Insel [Kapinga Marangi] (1° 4\'N., 154° 45\'E.)

an. Durch starke Stromversetzung gelangte er in die Nähe einer kleinen Insel, deren Lage
ziemlich genau der auf den Karten eingetragenen Squally- [Sturm-] Insel entsprach, nur dass
sie bedeutend kleiner - etwa i Seem, lang und breit - war. Ihre Lage wurde zu etwa
i°4o\'S., 150° 29\'E. bestimmt. Sie entsprach daher, wie
Danneil erkannte, der Tench-Inseh

Korv. Kapt. Wallmann 1898.

Im Mai 1898 verliess der vom Korv. Kapt. Wallmann befehhgte Kreuzer „Falkequot; die

Samoa-Inseln. Als er Ende des Monats die Tonga-Inseln erreicht hatte, gestattete er G. Thi-

LENIUS an der Weiterfahrt teilzunehmen worauf er über die Viti-Inseln, die Neu-Hebriden,

die Santa Cruz- und Salomo-Inseln nach Nissan und von dort nach Herbertshöhe weiterfuhr 2)\'

wo Thilenius das Schiff verliess. Nach einem Besuch der Karolinen sowie der Marshall-

Inseln kehrte der Kreuzer im August nach der Blanche-Bucht zurück, nahm an den gleich

zu erwähnenden Operationen auf der Gazelle-Halbinsel teil und setzte darauf seine Fahrt nach
Sydney fort

Albert Hahl 1898.

Gegen Mitte April 1898 war dem kaiserhchen Richter in Herbertshöhe, albert Hahl,
von dem Häuptling Tokitang von Farapatawa am Wuna Kokor [Varzin-Berg] die Nachricht
zugegangen, dass ein Krieg zwischen den Leuten von Tamanairiki und denen von Wiwirei
ausgebrochen sei. Letztere übertrugen den Streit auf die jenseits des Kerawat wohnenden
Taulil, worauf diese auf Weiriki und Taptawul losschlugen. Da einer der Zusammenstösse in
der Landschaft Taptawul nur etwa 7 km. von der Pflanzung Gunamur der Neu-Guinea-
Kompagnie stattgefunden hatte, so richtete
Hahl im August an den Kommandanten des
„Falkequot; das Ersuchen eine Landungsabteilung, in Gemeinschaft mit der Schutztruppe, einen
Marsch nach dem Varzin-Berg antreten zu lassen, um die Eingeborenen durch eine friedhche
Demonstration von weiteren kriegerischen Unternehmungen abzuschrecken. Am Morgen des
10. August setzte das Landungskorps sich von Herbertshöhe aus in Bewegung und erreichte
in 47, Stunden einen 18 km. entfernt liegenden Platz, auf dem ein Lager aufgeschlagen wurde.
Am nächsten Tage erfolgte nach einem Marsch von iV, Stunde der Anstieg zum Gipfel des
Varzin-Berges, auf dem eine provi.sorische, dem Fürsten Bismarck gewidmete Gedenktafel, die
später durch eine solche aus Erz oder Stein ersetzt wurden sollte, errichtet wurde. Abends
schififte die Abteilung sich wieder an Bord des „Falkequot; ein \'\').

Kapt. Voogdt 1898.

Im Jahre 1898 unternahm der von Kapt. VooGDT geführte Schoner „Sentaquot; eine Reihe
von Fahrten im Bismarck-Archipel, die den Zweck hatten Arbeiter anzuwerben und solche,

1)nbsp;Thilenius hatte im Juli 1897 von Deutschland aus eine Forschungsreise nach Neu-Seeland angetreten und war
voa dort über die Samoa-Inseln im April
1898 auf den Tonga-Inseln eingetroffen (Ethnograph. Ergebnisse aus Melanesien.
Nova Acta Abhandig. Leop. Carolin. Alsademie. LXXX. Halle
1903 [1902], p. 3—5).

2)nbsp;Strömungen zwischen den Samoa-Inseln und dem Bismarck-Archipel. Ann. der Hydrogr. XXVIL 1899 p 4 —
Faysi. Ankerplatz. Sir Charles Hardy-Insel. Ibid. p. 5.

3)nbsp;Strömung zwischen Matupi und Jaluit, Juni, Juli 1898. Ibid. p. 147—148.

4)nbsp;Strom zwischen dem Bismarck-Archipel und Sydney. August 1898. Ibid. p. 49.

5)nbsp;Unruhen auf der Gazelle-HalbinseL Deutsches Kolonialblatt. IX. 1898, p. 796—797.

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die entlassen waren, in ihre Heimat zurück zu befördern. Bei dieser Gelegenheit errichtete
man zugleich Handelsstationen auf der Insel Kaboteran, zu Tiripaks und Saganusa auf den
Gardner-Inseln, zu Fetsöa, Kondahk an der Kurap-Bucht und Peparatawa auf Neu-Mecklenburg.
Der Warangoi an der Ostküste von Neu-Pommern wurde besucht, um Flösse der dort
geschlagenen Hölzer nach Herbertshöhe zu schleppennbsp;\'

Am 15. August segelte das Schiff nach den Französischen [Witu-] Inseln, um dem
bereits ansässigen, im Dienste der Neu-Guinea-Kompagnie stehenden Händler
Prter Hansen
23 Arbeiter zuzuführen Die Landung erfolgte auf der Südseite der Deslacs-Insel [Garowe]
an der Balangori-Bucht, die man in Johann Albrecht-Hafen umtaufte. An der Ostseite dieser
tief einschneidenden Bai lag die Landschaft Lamu, unmittelbar an ihrem Eingang eine mit
Bäumen bestandene Felseninsel und weiter einwärts eine grössere, die bewaldet, etwa 300 m.
lang,
2ÖO m. breit war und Bona Kare-Kare hiess Sie bot an ihrer Nordwestseite guten
Ankergrund. An der Westseite der Bucht befand sich die von allen Teilen der Insel am besten
bevölkerte Landschaft Balangori. An der Ostseite von Garowe lag der von den Landschaften
Meto und Rula umgebene Meto- oder Peter-Hafen, an dem die Handelsstation errichtet wurde.
Die Nordseite der Insel wurde von den Landschaften Porto-Porto und Lambe, ihre ganze
Westküste aber von Witu, auch Widu [Vidu], eingenommen. Zwischen den beiden letztge-
nannten befand sich ein erhebliches Gebiet herrenlosen Landes. 1896 hatte sich die Zahl der
Eingeborenen durch die von Neu-Pommern aus eingeschleppten Blattern dermassen gelichtet,
dass manche Dörfer ganz ausstarben, während andere verlassen wurden.

Auf der Rückreise errichtete die „Sentaquot; an der Nordküste von Neu-Pommern eine
Handelsstation zu Nango und liess den Händler
HilDEBRANDT zurück. Am 7. traf sie wieder
in Herbertshöhe ein

A. Hanke und H. Helmich 1898.

Die Missionare der Rheinischen Missions-Gesellschaft, A. Hanke und H. Helmich,
unternahmen Anfang 1898 eine Fussreise längs der Küste, die sich bis zu der an der Iris-
Spitze hegenden Landschaft Bai ausdehnte. Sie trafen nur 5 nennenswerte Dörfer an, die
auch durch die Blatternepidemie stark gelitten hatten. Der Bericht ist so dürftig, dass nicht
einmal die Namen der Ortschaften mitgeteilt wurden

Paul Lüeker 1898.

Da die Handelsstation auf der Insel Seleo am Berlin-Hafen durch den am i. Februar
1897 erfolgten Tod ihres Besitzers
Ludwig kärnbach verwaist war\'), so wurde sie von der
Neu-Guinea-Kompagnie übernommen, die
paul lücker mit der Verwaltung betraute, der im

1)nbsp;Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XIV. 1898, p. 43-

2)nbsp;Nachr. K. W. L. XIV. 1898, p. 43.

3)nbsp;Sie entspricht der Wharf-Insel bei Thomas Jefferson Jacobs (Scenes, Incidents and Adventures. London,
1844, P- 92). Siehe auch oben p. 28, 362.

4)nbsp;Nadir. K. W. L. XIV. 1898, p. 50—51.

5)nbsp;Rai bei Hanke und Helmich. Dies ist der Name des ganzen Küstengebietes.

6)nbsp;Berichte der Rheinischen JVIissions-Gesellschaft. Barmen 1898, p. 82.

7)nbsp;Nachr. K. W. L. XIII. 1897, p. 23.

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i^aufe des Jahres 1898 eine Informationsreise nach den im Osten hegenden Küstengebieten
von Kaiser Wilhelms-Land unternahm. Fünfzehn Seemeilen südöstlich von Seléo fand er die
Landschaft Cham (Jamir der Tamara-Leute), die eine Ausdehnung von etwa 8 Seem, längs
der Küste besass und 4 Dörfer zählte. Zwischen dieser und der 10 Seem, weiter entfernt
liegenden Landschaft Suwain lagen einige kleinere Ortschaften, die mit den Angehörigen von
Cham und Suwain in Feindschaft lebten. Beim Näherkommen an die letzgenannte Landschaft
traten die Ausläufer des Torricehi-Gebirges immer mehr an die Küste heran, bis sie beim
östhchsten Dorfe unmittelbar ans Meer stiessen. Wie
LüCKER bemerkt, fahren die Suwain-
Leute zur Zeit des SE-Fassats nach Seléo (Tamara), um Töpfe zu erhandeln.

Alsdann begab LüCKER sich nach der Bertrand- [Sarawäi oder Tarawäi] und Gilbert-Insel
[Wahs], die beide an ihrer Südostküste je eine grosse Einbuchtung besitzen. Auch sohte sich
im Innern von beiden je ein grosser, von Anhöhen umgebener See befinden. Er erkannte
bereits, dass beide Inseln aus Korallenkalk, Walls daneben auch noch aus Laterit, bestehen
Der Verkehr mit malahschen Händlern ging auf Tarawäi bis auf das Jahr 1870 zurück. Die
D\'Urville-Insei [Kairirü] und zwar der Victoria-Hafen, konnte nach mehrstündiger Fahrt von
dort erreicht werden, doch erwiesen sich die wenigen Eingeborenen nicht sehr zugänghch.
Westhch vom Dallmann-Hafen fand
Lücker die beiden Njuho-Inseln 3), worauf er nach der
Gressien-Insel [Muschü] weiterfuhr, an deren Westseite das Dorf Muschu und an deren Ostseite
das Dorf Saup lag. Nahe dem Festlande fand sich die ebenfalls bereits bekannte Meta-Insel
[Rabum] ^j, worauf nach dem Berhn-Hafen zurückgekehrt wurde s).

W. A. Lucas 1898 (?)

Ende der 90ger Jahre des vorigen Jahrhundert, sicher aber nicht nach Anfang 1899
besuchte der Photograph W. A.
Lucas Britisch- und Deutsch-Neu-Guinea, wo er Aufnahmen
m Port Moresby und Umgegend, auf der Yule-Insel, Samarai und Sariba, an der Milne-Bai,
auf Dobu, Friedrich Wilhelms-Hafen, Matupi, Herbertshöhe und Mioko machte «).

P. H. Brocx und J. Bollaan 1898—99.

Der am i. November 1898 von Makassar abgedampfte Kreuzer „Borneoquot;. Leutn. z. See
i Kl. P. H. Brocx, traf am 4. auf der Reede von Ternate ein, wo er bis zum 9. liegen bheb.
Am II. lief er in die Doré-Bai ein. Nachdem am 28. auch der Resident D.
W. HoRST auf
dem Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot;, der den kleinen, für Manokwari bestimmten Stations-
dampfer „Resident Bensbachquot; mit sich führte, angelangt war, dampfte die „Borneoquot; wieder
aus, um den Mapia-Inseln einen Besuch abzustatten, von denen er am i. Dezember zurückkehrte.
In den Tagen des 13.—15. wurden die MapiaTnseln nochmals aufgesucht, worauf sie am 23
die Doré-Bai endgültig verhess, um nach der Einnahme von Kohlen auf der Insel Gisser, am

1)nbsp;K Sapper. Beiträge zur Kenntnis Neupommerns und des Kaiser Wilhelms-Landes. Petermanns MitÜg LVI i
1910, p 256 - Zweiter Berieht des Kapt. O. Stolberg -über die Expeditionsreise des Norddeutschen Lloyd-Dampfers
„Natuna m der Sudsee im Jahre 1909. Beiträge zur Küstenkunde. 1. Berlin 1910, p. 8

2)nbsp;Chagur nach Lücker. Tjakur ist ein Dorf an der Nordküste der Insel.\'

3)nbsp;Gemeint waren Juó und Kärsau.

4)nbsp;Nicht Babuin wie Lücker schreibt.

5)nbsp;Nachr. K.W.L. XIV. 1898, p. 46—50.

. Mnbsp;and German New Guinea, New Britain, Solomon Islands, Santa Cruz Group,

and New Hebrides. Taken by W. A. Lucas of Bahnain, N.S.W. Geograph. Journal. XIV. London 1899, p. 696.

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31. die Fahrt nach Fak-Fak, der neuen Regierungsstation an der Westküste fortzusetzen. Sie
fand hier den kürzhch eingetroffenen Stationsdampfer „Pionierquot; vor und dampfte am 3. Januar
1899 über Kupang (7.—11.) nach Makassar, wo sie am 14. eintraft).

Als sich das Gerücht verbreitete, dass der in Singapore liegende Kreuzer „Jaguarquot;, der
den Befehl erhalten hatte auf den Karolinen, die das Deutsche Reich von Spanien erworben
hatte, die Flagge zu hissen, zugleich die Mapia-Inseln in Besitz nehmen würde hess die
niederländische Regierung die „Borneoquot; nach der genannten Gruppe abgehén, um dort ihre
berechtigten Ansprüche zu vertreten Das diesmal vom Kapt. Leutn. J.
Bollaan kom-

mandirte Schifif verhess am 18. August die Reede von Surabaja, hielt sich vom 23._24. in

Amboina auf und nahm am 26., nachdem es die Sagewin-Strasse durchlaufen hatte, Kurs
nördhch von den Mios Su (Amsterdam und Middelburg). Nachmittags Uhr brach unter
o°4272\'S., 131° 2272\'E. plötzlich die Achse. Als der Versuch, den Kreuzer mit Hülfe des
Dampfbeibootes nach der 12 Seem, entfernten Reede von Sorong zu bugsiren, misslang, wurde
der Leutn. z. See J.
van der bilt in einem Boot nach Manokwari an der Doré-Bai gesandt.
Infolge von Windstillen traf er dort erst nach einer achtägigen Fahrt ein. Der kleine Stations-
dampfer „Resident Bensbachquot; ging mit dem Assistentresidenten L. A.
von Oosterzee alsbald
unter Dampf und traf die „Borneoquot; am 8. September zwischen Moreha und Wakeré (131° o\'3oquot;E.)
vor Anker hegend. Da auch der „Resident Bensbachquot; nicht über die Kraft verfügte, um den
Kreuzer schleppen zu können, fuhr er nach der unfernen Reede von Saunek, auf der der
Postdampfer „Camphuysquot; erwartet wurde. Dieser traf dort fahrplanmässig am 13, ein, bugsirte
die „Borneoquot; nach der Reede von Samaté und setzte, gleich dem „Resident Bensbachquot;, die
Fahrt nach der Doré-Bai fort. Auf seiner Rückreise, am 27., nahm der „Camphuysquot; den
Kreuzer wiederum ins Schlepptau und brachte ihn nach Patani an der Südostspitze von

1)nbsp;Jaarboek van de Kon. Nederl. Zeemacht 1898—99. \'s Gravenhage 1900, p. 396—397- — Koloniaal Verslag
van 1899, P- 42.

2)nbsp;Spanien hatte bereits 1897 Ansprtich auf die Mapia-Inseln erhoben, trotzdem es dieselben niemals besessen
hatte. Soweit nachweisbar, sind sie überhaupt niemals von einem Spanier betreten worden (Diplomatieke bescheiden
behoorende bij de Staatsbegrooting voor het dienstjaar 1900. \'s Gravenhage 1899, p. 2—3).

3j Das Auswärtige Amt in Berlin liess aus Anlass dieses Gerüchtes offiziös den Bescheid erteilen : „Was die
verhältnissmässig sehr kleine Mapia-Insel-Gruppe betrifft, so betrachtet sich Deutschland mit Fug und Recht als Rechts-
nachfolgerin Spaniens. Es fällt der deutschen Regierung selbstverständlich nicht ein, einen begründeten Rechtsanspruch
aufzugeben. Andrerseits hat sie keine Veranlassung sich mit der holländischen Regierung nicht in freundschaftlicher Weise
auseinanderzusetzen. Die Annahme, dass der holländische Kreuzer dem deutschen Kreuzer „Jaguarquot; den Rang abzulaufen
bestimmt sei, ist nicht zutreffend, der „Jaguarquot; geht gar nicht nach Mapiaquot; (Allgemeine Zeitung, München, Dienstag 26.
September 1899, Abendl^l., N°. 267). — Meine Darlegung dieses Streitfalles (Die Mapia- oder Bunai-Inseln. Petermanns
Mittlg. XLVI. 1900, p. 68—69) hat A.
Seidel, der jahrelang die Deutsche Kolonialzeitung in seiner Eigenschaft als
Schriftleiter unsicher gemacht hatte, dazu benutzt, den Sachverhalt in einer geradezu niederträchtigen Weise zu entstellen.
Seidel sagt: „Da diese Inseln in dem deutsch-spanischen Protokoll vom 17. Dezember 1885 ausdrücklich als spanisches
Eigentum bezeichnet wurden, sind sie durch den Kaufvertrag wegen der Karolinen und Marianen ohne weiteres deutsch
gewordenquot;. Ich habe a. a. O. ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Spanien einen Gegenstand an Deutschland verkauft
hat, den es nicht besass und auch niemals besessen hat. Nicht allein dies verschwieg
Seidel, sondern er suchte auch
meine Bemerkung, dass die Jaluit-Gesellschaft in Hamburg eine Niederlassung auf den Mapia-Inseln nicht besitze, mit den
Worten abzutun : „Der englische Ansiedler O. Keefe [sie!] daselbst, den Dr. Wichmann öfters erwähnt, ist aber ein Agent
der Jaluit-Gesellschaft; diese steht sonach mit Mapia in denselben Verhältnissen wie mit den meisten Karolinenquot;. Dies
wagte er zu schreiben, nachdem die Jaluit-Gesellschaft mir — wie auch mitgeteilt — brieflich ausdrückhch erklärt hatte,
sie besitze dort
keine Niederlassung. D. D. O\' Keefe beutete die Palmenbestände der Mapia-Inseln sowie verschiedener
Eilande der Karolinen für eigene Rechnung aus. Wir haben über dieses Unternehmen wiederholt berichtet (s. oben p. 260,
287, 297, 330, 556, 626, 678).

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Ha mahera, wo che Ankunft am 29. erfolgte. Nachdem der Postdampfer in Ternate gelöscht
hatte, kehrte er zurück und traf mit der „Borneoquot; am 11. Oktober auf der Reede von Amboina
em. Hier übernahm es am 18. November der Kreuzer „Sumatraquot; das willenslose Schiff in
neuntagiger Fahrt nach Surabaja zu befördern gt;).

Heinrich Kühn 1890.

Der seit langen Jahren auf Kei Dula (Kei-Inseln) ansässige Heinrich Kühn (s oben
p. 330, 623, 653) unternahm im Januar 1899 eine Fahrt nach den Papuanischen Inseln, auf
der er besonders auf Misol, sodann aber auch auf Salawati und Sorong [Insel Dom] Vögel
und Insekten sammeltenbsp;J fc-

L. A. van Oosterzee 1899.

Nachdem der Dampfer „Constantijnquot; der Nederlandsche Nieuw-Guinea-Handels-
maatschappij
im April 1899 von Ternate aus 20 Paradiesvogeljäger nach dem Mamberomno
gebracht hatte, wiederholte er im Juni diese Fahrt, an der auch der in Manokwari stationirte
Kontrolleur L. A.
van Oosterzee teilnahm =). Er traf an der Mündung nur wenige Einge-
borene an, die übrigen hatten sie wegen der Überfähe von Leuten aus der Landschaft
Waropen verlassen. Der Dampfer setzte alsdann seine Fahrt nach Djamna [Jamna] und weiter

bis zur Tanah Merah-Bai fort, worauf er auf der Rückreise noch die Podena- sowie die
Mapia-Inseln besuchte.

Im August dampfte van Oosterzee auf dem „Resident Bensbachquot; nach den an der
Wandamen-Bai im Geelvink-Busen liegenden Dörfern Isui und Kabo, die beschossen wurden

und endhch im Oktober nach der Südseite des genannten Busens, um Jaür sowie die Terschelhng-\'

und Mor-Inseln zu besuchen.
J. A. Kroesen 1899.

Von den Fahrten des Kontrolleurs J. A. Kroesen 1899 von Fak-Fak aus, auf dem
Stationsdampfer „Pionierquot; wird eine erwähnt, die im Juni der Westküste von Neu-Guinea
entlang unternommen wurde und die sich bis zur Nautilus-Strasse ausdehnte, bei welcher
Gelegenheit er bei Kap Wap, unweit des Kaps Katumin, einen Fluchthafen entdeckte. Im
August trat er eine zweite Fahrt an, auf der er den Mac Cluer-Golf besuchte. Er gelan-te an
der Sudküste bis Sekär und will an der Nordseite auch am Kap Rumakain sowie in der Land-
schaft Beräu gewesen sein. Endlich dampfte er im November nochmals nach Süden ab, wobei
er bis zum Kap Buru gelangte. Im Dezember traf er wieder in Fak-Fak ein

R. D. M. Vertaeek 1899

Aufmerksam gemacht auf den alten Bericht von G. E. Rumphius über das Vorkommen
von Belemniten auf den Sula-Inseln, wies der Oberingenieur des Bergwesens in Niederländisch-
Lidien^^^. M.
Verbeek, auf die Bedeutung dieser Fundorte hin und erhielt darauf von

I) Jaarboek der Kon. Nederl.. Zeemaeht 1899-1900. \'s Gravenhage 1901, p 422

n 61nbsp;Zoologieae. VIH. Tring 1901,

VHL 1901 p 192 igf\'nbsp;~nbsp;Uraniidae, and Geometridae. Ibid.

3)nbsp;Koloniaal Verslag van 1900, p. 42.

4)nbsp;Koloniaal Verslag van 1900, p. 41_42.

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der Regierung den Auftrag eine Forschungsreise nach dem geologisch noch so wenig unter-
suchten östlichen Teile des Indischen Archipels zu unternehmen \'). Nachdem er Buitenzorg
am 4. März 1899 verlassen hatte, traf er am 10. in Makassar ein. Wir übergehen, als nicht
zur Sache gehörig, seine Untersuchungen auf der Insel Saleyer, auf Amboina und den
Nachbarinseln sowie auf den Eilanden im Umkreise der Banda-See, nach Ablauf welcher er
am 26. Juli 1899 in Ternate eintraf. Auf dem ihm zur Verfügung gestellten Regierungsdampfer
„Zeemeeuwquot;, Kapt. W.
C. Meyer, fuhr er am 28. weiter, um zunächst eine Untersuchung
der Sula-Inseln vorzunehmen. Nach Erledigung dieser Aufgabe verhess er mit demselben Schiffe
Ternate zum zweitenmale am 18. August und traf am 26. an der Nordküste von Misol ein,
wo er zunächst auf der kleinen Koralleninsel Katafu landete und hierauf in dem Boot auf dem
in der Nähe mündenden Fagéu aufwärts ruderte. Nach 1=^/4 stündiger Fahrt wurde eine Wan-
derung angetreten, die nachnbsp;Stunden nach dem kleinen Dorfe Pawo führte. Auf der
Weiterreise fuhr der Dampfer längs Popa und ankerte an der Mitte der Nordküste von
Kofiau, nördhch von der kleinen Insel Der [DeerJ.
Verbeek landete auf Kohau bei dem
±80 m. hohen Hügel Bomfoar Runggun, den er auch bestieg. Auf der Weiterfahrt o-glano-te
er in die Sagewin-Strasse, von der aus sowohl die Südküste von Batan Tä als zwei Punkte
an der Nordküste von Salawati besucht wurden. Nachdem er noch eine Untersuchung der
kleinen Insel Snapan [Duf] unweit der
NE-Ecke von Salawati vorgenommen hatte, wurde die
Sélé-Strasse gequert und kam die „Zeemeeuwquot; auf der Reede von Sorong, auf der Insel Dom
vor Anker. In einem Boot wurde am 29. die gegenüberliegende Westküste von Neu-Guinea
erreicht und auf dem durch H. A.
bernstein, O. Beccari und L. M. D\'Albertis bekannt
gewordenen Ramui [Ramoi] aufwärts gerudert (s. oben,
p. 125, 156, 201). Sein niedriger
Wasserstand zwang
verbeek sehr bald die Exkursion zu Fuss fortzusetzen. Am Abend traf
er noch auf der Reede von Saünek ein, besuchte die Insel Gross-Saünek [Saünek Besar],
worauf der Dampfer längs Mios Mansär nach den Doif-Inseln [Jèf Dolf] weiterfuhr. Auf der
höchsten von ihnen, Klaarbeek = Njos Amèn [Mios Fi] wurde gelandet darauf Gag und
endhch am 31. die Nordküste von Waigeu aufgesucht. Hier betrat
Verbeek zunächst die
schmale Landzunge, welche die kurz vorher von der „Sibogaquot; entdeckten Mané Tèp- und
Wunoh-Buchten von einander trennt, worauf es nach der östlicher liegenden Fafak-Bai
weiterging. Von ihrem Südufer aus wurde eine Wanderung über die Landenge nach dem
Nordufer der Majalibit-Bai [Telaga Waigëu] unternommen. Auf der Rückreise nach Ternate
landete er noch auf den In\'seln Fau und Gébé.

Nach einer Reihe weiterer Fahrten, auf denen jedoch keine der in diesem Werke
behandelten Gebiete wieder berührt wurden, traf
verbeek

am I. Dezember wieder in

Buitenzorg ein.

1)nbsp;Voorloopig Verslag over eene geologische reis door het oostelijk gedeelte van den Indischen Archipel in 1899.
Batavia 1900,
p. 5, 22—24. — Molukken-Verslag. Geologische verkenningstochten in het oostelijk gedeelte van den
Nederlandsch Oost-lndischen Archipel. Jaarboek van het Mijnwezen. XXXVIII. 1908. Wetensch. ged. m. atlas. (Französische
Ausgabe u. d. T. Rapport sur les Moluques. La Haye 1908).

2)nbsp;Nach Verbeek (1. c. pag. 197) lauten die einheimischen Namen für die übrigen Inseln Kommerust = Njos Matop,
Schooteroog = Njos Mön Besar und Vlaming = Njos Mön Ketjil. Sie sind abweichend von den von der „Sibogaquot; ermittelten
(s. unten p. 707), deren Gewährsmänner jedenfalls einem anderen Stamme angehörten.

3)nbsp;Verbeek hebt ausdrücklich hervor, dass der Name nach eingehenden Erkundigungen Fafak oder vielleicht
Fak-Fak, keinenfalls oder Fofag lautet.

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Max Weber und G. p. Tydeman („Sibogaquot;-Expedition) 1899-1900.

Von weit grösseren Abmessungen als das vorhergehende war ein Unternehmen, das
ebenfahs :m März
1899 von Java aus seine Tätigkeit begann. Die von Max Weber geleitete
Expedition war von der Maatschappij tot Bevordering van het Natuurkundig Onderzoek der
Nederlandsche Koloniën ausgerüstet worden und die Regierung hatte das wichtigste Instrument,

. n w\' rnbsp;befehhgten kleinen Kreuzer „Siboga\'l zur Verfügung

gestellt\'). Wie früher bei der „Chahengerquot;-Expedition, müssen wir uns auf die Besprechun\'
Ihrer Tätigkeit in dem uns angehenden Gebiet beschränken.

Sie verliess die Reede von Surabaja am 7. März und traf nach weiten Umfahrungen
von den Talaut-Inseln kommend, am
29. Juh in Ternate ein. Am 3. August dampfte die\'
Siboga längs der Westküste von Halmahera weiter, umschiffte, nach einem Besuch von
Batjan und Gross-Obi [Obi Ra], die Südspitze und kam am
18. an der Südwestküste von Gébé
bei der Insel Fau vor Anker. Nach einer Untersuchung des letztgenannten Eilands ging der
Kurs in östhcher Richtung weiter und wurde am
12. in der Kawé-[Bougainvihe-] Strasse unter
o
7 30 S., 130° 6 30quot; E. eine Untiefe entdeckt^). Am folgenden Tage erreichte das Schiff die
Nordkuste von Waigëu und fand dort zunächst, dass die Nordwestspitze, Kap Forrest auf
einer
600 Fuss hohen Insel, namens Meè, lag. Auf der Suche nach einem Ankerplatz w\'urde
gegen Abend erst die Mané Tèp- und darauf die Wunoh-Bai entdeckt und hier in
5,4\'S.
130 19,2 E. geankert. Am nächsten Tage erfolgte die Vermessung dieser Bucht mit der ihr
vorhegenden
355 Fuss hohen Insel Wunoh und der Mané Tèp-Bai (Fig. 64) Nach dem
Auslaufen am
15. suchte die „Sibogaquot; vor dem Verlassen von Waigëu noch die seit den
Zeiten von
F0RRESI-) bekannte Fiapis- oder, wie sie eigenthch heisst, Saripa-Bai auf. Nachdem
an der Westseite gelandet und die ±
50 m. hohe Landzunge bestiegen worden war, wurde
die Fahrt fortgesetzt und nach dem Durchlaufen der Kawé-Strasse südhcher Kurs eingeschlagen.
In o
15 40 S., 130° 6\'40quot; E., westhch von der Insel Dju, fand man abermals eine Untiefe^)
und gelangte darauf nach den sehr wenig bekannten Fam-Inseln [Jèf Fam], wo die „Sibogaquot;
abends in o
32,9\' S., 130° 14,6\' E. bei Jèf Fam Besar, die auch am folgenden Morgen untersucht
wmde^A^r warf. Wie sich ferner herausstehte, bildeten die genannten Inseln zwei getrennte

1800 n\'^nbsp;-- Natuurk. Onderzoek. der Nederl. Koloniën, Nquot;. 34-32,

800 ^ön r \' T\' ~ ^nbsp;Nederlandsche Zeemacht 1898-99. \'s Gravenhage 1900, p. 396-397

TZX PI VInbsp;tnbsp;rw •nbsp;of theSiboga-ExpeditioLbid.III. 1903,

en enkele harer resultaten D Gid^ LXIV \' f.nbsp;~ quot;quot;quot;quot;nbsp;^^ Siboga-expeditie, haar doel

Sibogaquot; Exoedition tt ; ^ids. LXIV. 2. Amsterdam 1900, p. 519-540. - Max Weber. Die niederländische

Siboeaquot; in the Indi.n a\\ ,nbsp;- A. A. W. Hubrecht. The Cruise and Deep sea Exploration of the

ÉS-Exnedit on aufnbsp;quot;^^^ 3^7-328. - Gerhard Schott. Die niederländische

iietsee Expedition auf der „Sibogaquot;. Ann. der Hydrographie. XXXII. 1904, p 97-107 Taf VI C F

Siboga-Expeditie. Verslagen der Marine-Vereeniging. \'s Sravenhage 1904-5 n\' 2nbsp;\'nbsp;~

\'s Gravenhage-1899, No. 220/z472., hieraus Nachr. für

v. Marine,.\'\';98 quot;^903.quot; quot;nbsp;^^^erplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea. gt;s Gravenhage Min.

4) Siehe Nova Guinea. I, p. 226.
:899,N?3°o°8f\'\'\'nbsp;Zeevarenden. .899, N^ 220/X473., Heraus Nachr. f. Seefahrer. XXX.

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Gruppen, von denen die in N. liegenden 5 felsig waren und eine Höhe von 210 m. erreichten,
während die im S. hegenden, ebenfalls
5 an der Zahl, Jèf Fam Ketjil, niedrig und wahrschein-\'
lieh koralligenen Ursprungs waren. Hierauf gelangte das Schiff nach den Doif-Inseln [Jèf Doif],
deren Lage sowie Namen ermittelt wurden \') und alsdann nach der Nordküste von Kofiau
wo der Anker unter 1°
10,5\'S., 129° 50\'E. fieP). Das folgende Ziel war das unweit des Süd-
einganges der Sélé-Strasse an der Westküste von Neu-Guinea hegende Segèt, wo am
18. in
o
°25\'S., 130° 57\'E. geankert wurde®). Dem armseligen Dorf, das Stunde vom Strande
entfernt lag, machte man
am nächsten Tage einen
Besuch. Auch auf der am
Eingang der Meerenge
liegenden Insel Membok
wurde gelandet. Am
20.
nahm das Schiff Kurs nach
den fast unbekannten Da-
ram- [Falsche Pisang-]
Inseln [Jèf Daram] und
ging in
2° 8,8\' S., 130°
52,9\'
E, an der Nordseite
der Hauptinsel Daram vor
Anker. Nach einer Auf-
nahme dieser Gruppe
fuhr das Schiff am
22.
weiter nach den Pisang-
Inseln, die aus der Haupt-
insel Sabuda und
4 kleine-
ren Eilanden besteht, und

ankerte in 2° 38,4\'S., 131° 34,7\' E. bei Sabuda. Am nächsten Tage nahm die „Sibogaquot; zum
zweitenmale Kurs nach der Westküste von Neu-Guinea, passirte die Insel Batu Puti, deren
Westspitze sie zu
2° 57\'S., 131° 57\'E. bestimmtequot;) und gelangte darauf nach Ati-Ati Onin
(2° 56\' 38quot; S., 132° 8\' 5quot; E.) «). Vom 25.-28. lag das Schiff zum Kohlenladen bei der Insel Gisser
und traf noch am Ab^nd des letztgenannten Tages vor dem an der NE-Küste von Ceram
hegenden Dorf Waru ein, das am
30. wieder verlassen wurde. Die letzte der Papuanischen
Inseln, die die „Sibogaquot; besuchte, war Misol, wo sie am Abend des
31. vor Lilinta (2°4,3\'S.,

1)nbsp;Die erkundeten Namen lauteten Mios Pi für Klaarbeek, Mios Ga für Kommerrust, Mios Pas für Schooteroog
und Mios Gin für Vlaming (s. auch oben, I, p.
179. II. i., p. no, 705).

2)nbsp;Der höchste Berg, Bomfoar Béba nach Verbeek, wurde zu 260 m. geschätzt (s. oben p. 705).

3)nbsp;G. F. Tydeman. 1. c. PI. VIIL, auch Vaarwaters en Ankerplaatsen op de Westkust van Nieuw-Guinea. \'s Gra-
venhage. Min. van Marine, N°.
270—2. 1903.

4)nbsp;G. F. Tydeman. 1. c. PL IX.

5)nbsp;Verbeterde ligging van hoek Tatingar (lies Fataga) en eenige eilanden beW. Nieuw-Guinea. Bericht aan Zee-
varenden.
1899, N°. 220/1474., hieraus Nachr. f. Seefahrer. XXX. 1899, N°. 3080, wo die Breite von 2° 56\' S. angegeben
vifird. — G. F.
Tydeman. I.e. PI. X., auch Vaarwaters en Ankerplaatsen... N°. 270—9. 1903.

6)nbsp;Der in den Schriften der Expedition sich findende Name Atjatuning beruht auf Verstümmelung.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;89

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130° 14,2\'E.) eintraf. Beim Absuchen der in der Nähe liegenden Klippen Demu \') wurde von
einem Mitghede der Expedition,
J. Versluys, am 31. der erste Ammonit in diesem Gebiet
gefunden.

Am 26. Februar 1900 traf die „Sibogaquot; wieder in Surabaja ein, um nunmehr ihrem
eigentlichen Beruf zugeführt zu werden.

H. Engelsman 1899,

Der vom Kapt. H. Engelsman geführte Postdampfer „Generaal Pelquot; war auf der ihm
vertraglich auferlegten Fahrt am 27. Dezember 1899 an der Südküste von Niederländisch-
Neu-Guinea in der Gegend von Sarire vor Anker gegangen, worauf ein mit dem i. Steuer-
mann, W.
van Orden, dem 3. Steuermann, J. F. van der Plaat, dem 3. Maschinisten
F.
Leemans und dem 4. Maschinisten, L. F. van Breemen, sowie einigen Matrosen bemanntes
Segelboot nach dem Strande fuhr, um den Versuch zu machen mit den Eingeborenen in
freundliche Berührung zu treten. Als sie bis auf etwa i Seemeile herangekommen waren,
befanden sie sich inmitten zahlreicher Kanus und gelang es nach einigem Zögern mit den
Insassen Tauschhandel zu treiben. Da man aus den Gebärden herauszulesen glaubte, dass ein
Besuch an Land gewünscht würde, begaben sich, trotz des Abratens seitens des i. Offiziers,
van der Plaat, Leemans und van Breemen auf Kanus an den Strand, wo sie zwischen
den Kokospalmen auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Nach etwa dreistündigem Warten
kamen allmählich wieder Eingeborene zum Vorschein und näherten sich watend dem Boote.
Auf Schussweite näher gekommen, holten sie ihre unter dem Wasser verborgen gehaltenen
Bogen zum Vorschein und entsandten einen Hagel von Pfeilen auf die Insassen, bei welcher
Gelegenheit dem W.
van Orden der rechte Lungenflügel durchbohrt wurde. Glücklicherweise
gelang es ohne weitere Anfechtung den Dampfer zu erreichen. Nachdem der Kapitän noch am
folgenden Morgen die Küste auf der Dampfbarbasse nicht allein ohne Erfolg abgesucht hatte,
sondern auch noch mit Pfeilen beschossen worden war, wurde die Rückfahrt angetreten 2). Als
der „Generaal Feiquot; am 30. auf der Reede von Dobo (Aru-Inseln) eintraf, fand er dort die
„Sibogaquot;, für die er Proviant mit sich führte, vor Anker hegen. Während der erstgenannte
Dampfer nach Fak-Fak weiterfuhr, brach der letztgenannte seine Untersuchungen ab und
dampfte mit dem Verwundeten an Bord nach Amboina, wo die. Ankunft am 2. Januar 1900
erfolgte. Der dort liegende Kreuzer „Serdangquot; ging bereits zwei Tage später unter Dampf
nach der Unglücksstätte

P. F. van der Velden Erdbrinck 1899—1900.

Der auf der Reede von Amboina liegende Kreuzer „Serdangquot;, Leutn. z. See i. Kl.
P. F. van der Velden Erdbrinck, dampfte am 19. Oktober 1899 ab und traf auf dem

1)nbsp;G Boehm. Aus den Molukken. Zeitsehr. d. Deutschen geolog. Ges. LUI. 1901, p.708.-J. Wanner. Beiträge
zur geologischen Kenntnis der Insel Misol. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2)
XXVIL 1910, p. 483

2)nbsp;Utrechtsch Provinciaal en Stedelijk Dagblad, 14 Februari 1900, 2de Blad (N^ 105)., 18 April le Blad fNquot;. 24O -

p. 43-45. _ De Zuidkust van Nederlandsch Nieuw-Guinea. De Indische

Gids. XXIV. I. Amsterdam 1902, p. 368.

3)nbsp;Maatschappij tot Bevordering van het Natuurk. Onderzoek der Nederl. Koloniën, Bulletin 34 (igoo) —
Max Weber. Introduction et description de l\'expédition. Siboga-Expeditie. L Leiden 1902, p. 126-127. - Mevrouw
A. Weber—van Bosse. Een jaar aan boord H. M. Siboga. Leiden 1904, p. 283—285

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Wege durch die Sagewin-Strasse am 22. vor den Mapia-Inseln ein, wo der Postenhalter
H. Janzen in schwer erkranktem Zustande angetroffen wurde. Da die Beschaffung eines
Stellvertreters dringend nötig erschien, begab sich das Schifif nach Manokwari an der Doré-Bai
und kehrte mit dem Unteroffizier der dort stationirten Polizeisoldaten am 26. zurück, worauf

es mit dem Postenhalter am 28. wieder in der Doré-Bai eintraf. In der Zeit vom 15._18.

November stattete die „Serdangquot; den Mapia-Inseln einen nochmahgen Besuch ab und verhess
am 24. nach Einnahme von Kohlen die Dore-Bai, worauf sie am 28. auf der Reede von
Ternate vor Anker ging. Am 8. Dezember setzte sie die Fahrt nach Kema fort, blieb dort
bis zum 29. und hef zwei Tage später wieder in die Bai von Amboina ein.

Nachdem, wie bereits erwähnt, die „Sibogaquot; am 2. Januar 1900 mit der Nachricht von
der in Sarire an der Südküste von Neu-Guinea erfolgten Gefangennahme dreier Offiziere des
Postdampfers „Generaal Pelquot; eingetroffen war, ging die „Serdangquot; bereits am 4. unter Dampf, um
möglichst rasch die Befreiung der Gefangenen herbeizuführen. Auf der Reede von Banda traf sie
am folgenden Tage den „Generaal Beiquot; an, der den Djurumudi, der sich mit den gefangen
genommenen Leuten in demselben Boote befunden hatte, mitgab, worauf die Fahrt zunächst
nach Fak-Fak fortgesetzt wurde, um den Kontroheur J. A.
Kroesen an Bord zu nehmen.
Nach Einnahme von Kohlen auf der Reede von Dobo (Aru-Inseln), lichtete der Kreuzer am
12. die Anker und erreichte am 15. die Fledermaus-Insel. Als am nächsten Morgen einige
Kanus an das Schifif kamen, gab man, in der Meinung, dass die Gefangenen noch unter den
Lebenden weilten, den Insassen einen Zettel an sie mit, der die Aufiforderung erhielt an Bord
zu kommen. Als die Eingeborenen am 17. allein zurückkehrten und anscheinend den ihnen
erteilten Auftrag nicht begriffen hatten, dampfte der Kreuzer am 20. nach dem in 8° 36\' S.,
140° Ya\'E. befindlichen Ankerplatz des „Generaal Pelquot;, der noch 5 Seem. von Sarire entfernt
lag \'). Da der Westrnonsun bereits in seiner vollen Gewalt eingesetzt hatte, war es unmöglich
armirte Boote nach der Küste abgehen zu lassen, weshalb am 21. die Rückfahrt angetreten
und Amboina am 24. erreicht wurde. Am 25. lief die „Serdangquot; wieder aus und traf am 7.
Februar auf der Reede von Surabaja ein.

Nachdem sie gedockt und Kohlen eingenommen hatte, dampfte sie am 17. Februar
zum zweitenmale nach der Südküste von Neu-Guinea, um einen letzten Versuch zur Rettung
der Gefangenen zu machen. Nach einem vom 23. bis 25. währenden Aufenthalte fuhr sie
nach Fak-Fak weiter, wo sie am 27. anlangte. Mit dem Kontrolleur J. A.
Kroesen an Bord,
setzte der Kreuzer am 2. März seine Fahrt fort und kam am 6. in 8° 37,5\'S., 140° 17,9\'E.,
in der Nähe des Dorfes Jouberika zu Anker. Die am 7. auf der Dampfbarkasse mit einem
Boot in Schlepptau längs der Küste unternommene Fahrt verlief resultatlos, da keine
Beziehungen mit den Eingeborenen angeknüpft werden konnten. Das Schifif verlegte daher
seinen Ankerplatz nach 8° 35,5\' S., 140° 20,5\' E. und am folgenden Tage nach 8° 32\' S., 140° 19\'E.
Am 9. begab
Kroesen sich unter dem Schutz von 49 Bajonetten an den Strand, der, nach
einer Ruderfahrt, der Untiefen wegen erst nach anderthalbstündigem Waten, erreicht werden
konnte. Hier angelangt, wurde der Marsch nach Buterika fortgesetzt, wobei die Zahl der die
Abteilung begleitenden Eingeborenen allmähhch auf 500 anschwoll.
KroesEN will im Dorfe
mit den Bewohnern unterhandelt und ihren Angaben entnommen haben, dass die 3 Offiziere

i) Nach der neuesten niederländischen Seekarte (N». 154. 1908) wäre das fast 56 km. westlich von Merauke.

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des „Generaal Pelquot; tot und begraben worden seien. Wie er dies in Erfahrung gebracht haben
wih, geht aus seinen Mittehungen nicht hervor. Elf Eingeborene gingen freiwillig mit an Bord
worauf das Schiff nach Einbruch der Nacht seewärts dampfte und alsdann aufs neue ankerte
Nachts machten die fremden Gäste den Versuch über Bord zu springen, was 5 von ihnen
gelang, wahrend die übrigen noch rechtzeitig gefesselt werden konnten. Sie wurden von
Kroesen mit Hülfe des MoNTAGUEschen Wörterverzeichnisses einem Verhör unterzogen mit
dem Resultat, dass die Gefangenen aussagten, die
Schififsoffiziere des „General Pelquot; sden zu
Buterika und Jouberika durch Pfeilschüsse getötet und darauf unter Teilnahme von Bewohnern
der umhegenden Ortschaften verzehrt worden. Weiter will
Kroesen erfahren haben dass 3
der Gefangenen ihre übrigen Kameraden als die Übeltäter bezeichnet hätten. Um sich völh^e
Gewissheit hinsichtlich dieses Punktes zu verschaffen^), begab sich der Kreuzer nach dtr
Thursday-Insel, wo man hoffte die Leute durch Dolmetscher weiter ausforschen zu können
Nach der Ankunft in Port Kennedy am 12. stehten sich dnrch Vermittelung der Firma
BüRNS,
Philp amp; Co. drei Eingeborene an Bord ein, die aus dem, wie wir oben (p. 668) gesehen haben\'
unbewohnten Gebiet zwischen dem Bensbach- und Fly-Fluss stammen sohten. Das mit Hülfe
dieser Leute fortgesetzte Verhör bestätigte das Resultat der ersten Untersuchung.

Am 22. verhess die „Serdangquot; wieder die Thursday-Insel, schiffte am 26. Kroesen
mitsamt den Gefangenen 3) in Fak-Fak aus und langte, nach einem vom 31. März bis 3 April
wahrenden Aufenthalt auf der Reede von Amboina, am 9. in Surabaja an.

D. de Grooth 1899—1900.

Die „Nederlandsche Nieuw-Guinea Handelsmaatschappijquot; in Ternate hatte wie
oben (p. 704) bemerkt, im April 1899 Vogeljäger nach dem Mamberomno gesandt. Da\'dem
Dampfer „Constantijnquot; die Fahrt dorthin nicht wieder gestattet worden war, so erklärte sich
D.
de Grooth, der Kapitän des Postdampfers „Camphuysquot; bereit, die von ihnen errichtete
Handelsstation aufzusuchen und sie gelegenthch seiner Fahrt nach der Nordküste im November
1899 am Flusse abzusetzen. Aus dem von ihm erstatteten Berichte geht hervor, dass der
„Camphuysquot; die Reede von Ansus an der Südküste von Japen im Geelvink-Busen des Nachmittags
am 14. verlassen hatte und bei Tagesanbruch am 15. unweit der Mündung eintraf. Nachdem die
Fahrrinne ermittelt worden war, wurde eingelaufen und unweit des am rechten Ufers hegenden
Dorfes Teba, wo die oben erwähnten Jäger sich niedergelassen und eine Faktorei errichtet

neuesten\'^^i quot;^^ettnbsp;^^nbsp;«twa Sepadim und Youbareeka etwa Borim der

rDeetBÏrmÎetÏ^^^^^^^^ Nreuw-Gurnea. Nederlandseh Gebied .000000. Batavia 1909. Topogr. Inrichting.

2) Weder das an und für sich bereits unbrauchbare Wörterverzeichnis von Montague, noch das viel später

landsl^-\' T tnbsp;^^^^nbsp;Zuid-Oostkust van nL r-

d\'lSenbsp;^^nbsp;NO. 4) bot die geringste Handhabe, um

gewesen d:e Antworten zu verstehen. Es war ihm auch nur darum zu tun gewesen den Eindruck zu erwecken, als ob
ei den ihm zuteil gewordenen Auftrag prompt und gewissenhaft ausgeführt habe

Anim TT?nbsp;^^ ^^ ^^ ^^^nbsp;^ie Sprache der Marinde

it equot; Nest aIIquot; quot;t :nbsp;Obenstehenden nur zu leicht begreiflich ist, fand er bei seiner Ankunft ein

wi\' d iw h Tknbsp;km. in der Luftlinie entfernte Heimat

Jemtr h rnbsp;. ™ Hinterlande von Fak-Fak hausenden Stämme sie entweder totgeschlagen oder zu Sklaven

fsTaratditer dquot;quot;nbsp;bquot;quot;quot; quot;quot;quot;nbsp;Photographie von ihnen angefltigt, L in seinem Buche

(Smaragdinseln der Sudsee. Bonn [1901], p. 170) reproduzirt wurde.

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hatten, geankert. Nachmittags wurde die Fahrt stromaufwärts auf der Dampfbarkasse ange-
treten und am folgenden Tage das von der Fahrt von D. F.
BraAm Morris her bekannte
Dorf Fauwi (s. oben p. 332) erreicht. Hier kehrte
de Grooth um und traf nach 5 stündiger
Fahrt wieder an Bord ein. Ausser in Teba war während der Fahrt nirgends am Fluss eine Men-
schenseele zu gewahren gewesen. Der Mamberomno hatte seit der ersten Befahrung im Jahre
1884 keine wesenthchen Veränderungen erlitten, ausgenommen, dass die Loman-Insel als solche
nicht mehr bestand, da sie inzwischen mit dem hnken Ufer verwachsen war und ferner süd-
westlich von der Monod-Insel sich ein kleines Eiland gebildet hatte. Da die Jäger mit der
Vogeljagd nur geringe Erfolge gehabt hatten und mit der Faktorei, der schwachen Bevölke-
rung wegen, keine Geschäfte zu machen gewesen waren, so wurde sie aufgehoben und die
Jäger an Bord genommen. Auf der Insel Djamna, wohin nunmehr der „Camphuysquot; Kurs
nahm, wurden sie am folgenden Tage wieder abgesetzt

Wie de Grooth ferner berichtete 2), hef er in der Frühe des 10. Januar 1900 zum
zweitenmale in die Mamberomno-Mündung mit dem „Camphuysquot; ein, fand das dort liegende
Teba verlassen und fuhr nunmehr auf dem Schiffe selbst stromaufwärts. Nachmittags ging er
unweit eines etwa 5 km. südwestlich von dem noch immer verödeten Fauwi entfernt liegenden,
bewohnten Dorfe vor Anker. Mit Anbruch des folgenden Tages setzte er die Fahrt fort und
passirte bald darauf ein zweites bewohntes Dorf. Dagegen war von dem früher vorhandenen
Mawa ebensowenig wie von Kukunduri (s. oben p. 333) auch nur die geringste Spur zu
gewahren. Des Nachmittags um 5 Uhr ankerte der Dampfer endhch westlich von der Nord-
spitze der Havik-Insel. Nachdem noch in den ersten Morgenstunden des 12. der der starken
Strömung wegen bald aufgegebene Versuch gemacht worden war auf dem Dampfbeiboot
weiterzufahren, wurde die Rückreise angetreten und bereits nachmittags um 5^/3 Uhr die
Mündung erreicht. Über Djamna fuhr der „Camphuysquot; weiter nach der Humboldt-Bai und von
dort auf dem üblichen Wege zurück nach Ternate.

J. M. Dumas 1900.

Auf der soeben beschriebenen Fahrt hatte der „Camphuysquot; an Bord den Naturalien-
sammler
J. M. dumas, was von DE GrOOTH nicht ausdrücklich erwähnt wurde 3). Mit seinen
Begleitern, 30 Eingeborenen aus West-Borneo, wurde er am Endpunkt der Fahrt, am linken
Ufer abgesetzt, worauf
Dumas ein Lager an der Mündung eines Nebenflusses an der letzten
Flusskrümmung vor der Havik-Insel errichten hess Unglücklicherweise brach unter den Leuten
eine Beri-Beri-Epidemie aus, der 8 erlagen, während ein anderer Teil in erkranktem Zustande
an Bord des „Camphuysquot; gebracht werden musste, als dieser nach etwa 50 Tagen als ein

1)nbsp;Der Bericht von D. de Grooth ist von G. P. Rouffaer veröffentlicht worden (De drie opvaarten der Mam-
berlmo (Noord-Nieuw-Guinea), Juli
1884, Jan. 1900 en Juni 1906. Tijdschr. Kon. Nederl. Aardr. Gen. (2) XXVI, 1909,
p. 116—119); s. ferner Mededeeling omtrent de Mamberonmo-rivier. Nieuw-Guinea Noordkust. Mededeelingen op Zee-
v.aartkundig Gebied, N°.
24/77. \'s Gravenhage 1901, p. 6 — 7.

2)nbsp;G. P. Rouffaer. I. e. pag. 119124.

3)nbsp;Ich verdanke diese bisher nicht veröffentlichte Notiz mündlichen Mitteilungen des Herrn Dumas, die er mir
während unseres Aufenthaltes in der Humboldt-Bai im Jahre
1903 machte.

4)nbsp;Die von ihm gesammelten Vögel sind von Walter Rothschild und Ernst Hartert beschrieben worden
(Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae, VIII. Tring
1901, p. 60 passim).

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rettender Engel auftauchte und die Expedition nach der Humboldt-Bai beförderte Der kurze
Aufenthalt auf dem Dampfer hatte genügt diesen zu infiziren. Infolge der Erkrankung von
Offizieren und Mannschaften musste er nach Java weitergehen, um dort einer gründlichen
Reinigung unterzogen zu werden.

G-. Ruthven Le Hunte 1899.

Am 22. März 1899 hatte der zum Nachfolger von Macgregor ernannte Lieutenant-
Governor G.
Ruthven Le Hunte sein Amt in Port Moresby angetreten und bereits am 29.
unternahm er auf dem Regierungsdampfer „Merrie Englandquot;, Kapt.
Harvey, seine erste Fahrt,
um das seiner Verwaltung unterstellte Gebiet kennen zu lernen. Zunächst nahm das Schifif
Kurs in nordwestlicher Richtung und gelangte, nach kurzem Aufenthalt im Hall-Sund während
der Mittagsstunde, bis Kerema [Uaripi]. Nach einem Besuche des Dorfes am folgenden Morgen
wurde die Fahrt der Küste entlang fortgesetzt und zunächst an der Mündung des Wai
Lala und darauf in Orokolo gelandet. Am 31. erfolgte die Ankunft vor Saguana an dem
Südende der Insel Kiwai. Da hier zur Zeit eine Landung sich nicht ermöglichen liess, wurde
das westhcher hegende Samari aufgesucht. Als
Le Hunte am nächsten Tage den Bramble
Cay (9° 07\'45quot; S., 143° 52\'8quot; E.) passirte, nahm er die Gelegenheit wahr diese Sandbank zu
besuchen. Nachmittags traf er auf der Regierungsstation auf Daru ein, wo ihm die ersten
Berichte über die Erlebnisse
Dammköhlers am Morehead-Fluss zugingen (s. oben p. 692).
Von einem Abstecher nach der Thursday-Insel am 6. April zurückgekehrt, setzte er 2 Tage
später seine Fahrt nach der Yule-Insel fort, auf der er am 9. landete und abends noch Delena
sowie Pokama am Hall-Sund besuchte. Am 18. erfolgte die Rückkehr nach Port Moresby,
nachdem unterwegs noch bei Kido an der Westseite der Redscar-Spitze angelegt worden war

Am 14. dampfte Le Hunte nach den östlichen Gebieten der Kolonie. Die Fahrt
ging nach einer Besichtigung der auf der Insel Tauko bei Port Moresby befindhchen Kokos-
palmenpflanzung, die keineswegs die erhofiften Fortschritte zeigte, zunächst nach Kapa-Kapa.
Nach der Landung am folgenden Tage erfolgte der Besuch der Dörfer Gumuridobo, Trugaru,
Saroa, Girubara, Warubarawa [Varubarava] sowie der Regierungsstation Rigo, worauf am 16.
nach der Keakaro-Bai gefahren wurde, wo er in dem Dorfe Maopa, das etwa 1800 Seelen
(240 Häuser) zählte, übernachtete und Gelegenheit hatte auch die beiden kleineren Dörfer
Aiwakala (250) und Eagalona (100 Seelen) zu besichtigen. Am 17. erreichte er Dedele an der
Cloudy-Bucht, das er am 19. verliess, um nach dem Douglas-Hafen zu dampfen, wobei unter-
wegs auf der Toulon-Insel [Mailiu Kolo] gelandet wurde. Nachmittags erfolgte die Ankunft
im Glasgow-Hafen [Nobanoka], an dessen Südende das Dorf Gea-Gea und an dessen Nordende
das durch den Bach Lobougina von dem kleinen Dorf Gema getrennte Dorf Oni-Oni vorge-
funden wurde. Am 20. abends ging die „Merrie Englandquot; weiter nach Samarai, wo sie am
nächsten Tage nach einem kurzen Aufenthalt auf der von Rev.
C. J. Cribb geleiteten Mis-

1)nbsp;Über die in ilirer Umgebung erlegten Vögel s. Walter Rothschild und Ernst Hartert 1. c. X. 1903, p.
202, 203, 206, 216, 437, 438, 447, 450. — Wie aus einer Mitteilung von Waltrr Rothschild hervorgeht, hat Dumas
bereits im Januar 1899 in der Umgebung der Humboldt-Bai gejagt (Ein neuer interessanter Vögel aus Neu-Guinea.
Ormitholog. Monatsberichte. VIII. Berlin
1899, p. 137).

2)nbsp;Nicht Samarai, wie Le Hunte schreibt.

3)nbsp;Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Visit of Inspection to Western Districts of the Possession,
Ann. Report on British New Guinea
1898—99. Brisbane 1900, p. 5—11.

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sionsstation an der Fyfe-Bai am Nachmittage des 21. eintraf. Nach einem kurzen Abstecher
nach der Missionsstation auf der benachbarten Insel Kwato — Vorsteher Rev.
C. W. ABEL —,
am 22. setzte Le Hunte seine Reise am 24. nach der Nordostküste fort \'). Er erreichte an
demselben Tage noch die vom Rev,
Clark geleitete Missionsstation Taupota, ging dann
weiter nach dem in der Nähe von Topoura hegenden Dorf Togo, um die Kokosanpflanzung
zu besichtigen, die
Kennedy im Auftrage eines Syndikats von Kaufleuten in Manchester und
Liverpool angelegt hatte, und endhch nach Wedau an der Bartle-Bai [Baunia], der Hauptstation
der Anghkanischen Mission, in der er ausser dem Rev.
CoPLAND KiNG auch den Bischof
M. J.
Stone Wigg antraf Nachts ging die „Merrie Englandquot; bereits wieder unter Dampf
und ankerte am Nachmittage des 25. in der Porlock-Bai. Am nächsten Tage erfolgte die
Ankunft an der Mambare-Mündung, von der aus nach einem Besuche des Dorfes Duwira am
27. in zwei Walbooten die Fahrt nach der Tamata-Station, die von dem nicht gerade vor-
teilhaft bekannten W. E.
Armit (s. oben p. 165, 314—315) als Acting Resident Magistrate
verwaltet wurde. Als
Le Hunte am 2g. an der Mündung wieder eintraf, fand er den inzwischen
von Samarai angelangten Schoner „Ivanhoequot; mit 36 Goldgräbern vor. Am
i. Mai besuchte er
in der Darnpfbarkasse die Mündung des Gira und alsdann den Mitre-Felsen, auf dem zum
ersten Male, begünstigt durch Niedrigwasser und stille See, gelandet werden konnte. Am 2.
traf abermals ein Schiff mit austrahschen Goldgräbern ein, so dass im ganzen 150—200 im
Mambare- und Gira-Gebiet anwesend waren. Am 3. ging die „Merrie Englandquot; weiter nach
der Oro-Bai, worauf sie am 4. an der Mündung des Musa vor Anker ging. Am folgenden Tage
ging
Le Hunte in 2 von der Dampfbarkasse geschleppten Booten stromaufwärts. Nachdem
er in 20 miles Entfernung sein Nachtlager am Ufer aufgeschlagen hatte, setzte er am 5. die
Fahrt fort und erreichte bald nach dem Passiren des Nebenflusses Totori das 30 miles von
der Mündung entfernt, am rechten Ufer liegende Dorf Kiwosi, in welchem nur einige Frauen
bemerkt werden konnten, die beim Näherkommen flohen. Nachdem auch weiter stromaufwärts
Cecil VauGHAN, der sich im Flussgebiet als Vertreter eines in Sydney gebildeten Syndikats
behufs Anlegung von Kautschukpflanzungen aufhalten sollte, nicht angetroffen wurde, gab
Le Hunte den Befehl zur Rückkehr. Am Morgen des 6. dampfte die „Merrie Englandquot; weiter
nach dem Sudest-Kap und landete bei einem Dorf Buna an der Gona-Bai eine dort beheimatete
Frau, die geraubt worden war. Abends fiel der Anker vor der Mündung des Ope, auf dem
es am 7. in Booten stromaufwärts ging bis zum Dorfe Koila. Auf der Rückfahrt wurde noch
bei dem am Berge Gumboro liegenden Dorf Momonga gehalten und am 8. nach Port Hennessy,
in der Nähe des Kaps Nelson, weitergefahren. Am 9. ging die Fahrt nach der Collingwood-
Bai, an der
Le Hunte beim Kap Flardy den Dampfer, der nach dem Philhps-Hafen weiter-
ging, in einem Walboot verhess, um die verschiedenen Küstenorte zu besuchen. Zuerst landete
er nördlich von dem im N. der Keppel-Spitze liegenden Kap Itoto, wo die Eingeborenen
jedoch flüchteten. Darauf wurde die Missionsstation Wanigela, in der er Rev.
Abbot und Dakres
antraf, und weiter das Dorf Maisena besucht, worauf alsbald die Ankunft im Phihips-Hafen
erfolgte. Am lO. ging es auf der „Merrie Englandquot; weiter nach der neuen Missionsstation
Mukau am Kap Vogel, wo er die Reverends
tomlinson, Sage und foote vorfand. Abends

1) Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Visit of Inspection to the Eastern Part of the Possession.
Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99. Brisbane 1900, p. 11—14.

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ging das Schiff bei Jasi-Jasi [Yasi-Yasi] an der SE-Seite der Kap Vogel-Halbinsel zu Anker.
Am
ii. traf Le Hunte zum zweitenmale auf der Missionsstation Wedau, am 12. auf der
Missionsstation Labe, die an einer kleinen Bucht in der Milne-Bai lag, ein. Nachdem auch
das Dorf Mita besucht worden war, wurde den im Grunde der Bai liegenden, unter dem
Namen Waimala [Waimara] bekannten Komplex von Dörfern und darauf das an der Südküste
der Bai hegende Waga-Waga aufgesucht. Hier waren der Naturaliensammler
Alb. S. Meek
sowie die Prospektoren J. gray und James Lindon anwesend Letztere hatten im Hinter-
lande Spuren von Gold gefunden, waren aber am 8. von 20—30 Bewohnern des Dorfes
Kamudi, das an der Quelle des Sagaräi, der sich in den Mullens-Hafen ergiesst, mit Speeren
und Steinen angegriffen worden

Le Hunte, der am 13. in Samarai eingetroffen war, kehrte am 17. nach Waga-Waga
zurück, um die Angelegenheit zu untersuchen. Er begab sich zunächst nach der Mündung des
Gibara und von dort nach Sekagura, wo er übernachtete. Auf dem Weitermarsch am 18.
passirte er die Dörfer Lugudeu und Poä, überschritt die Wasserscheide und traf mittags über
Tobu in Goanipi ein. Als er nachmittags nach Kamudi gelangte, fand er den Ort verlassen,
doch gelang es mit den im Walde befindhchen Eingeborenen Unterhandlungen anzuknüpfen.
Unter Mitnahme des Häuptlings trat
Le Hunte am 19. auf dem Wege über Foöa, Degu
Dagugu am Deone und Daria den Rückmarsch zur Küste an. Nach Überschreitung der 1100
feet hohen Wasserscheide, gelangte er wieder an den Gibara, dem er eine Strecke folgte, um
an den Bächen Bera Kiwiwi und Batau vorbei, nach Poä und schhesslich nach Boni-Boni zu
gelangen, wo er sich wieder nach Waga-Waga einschiffte.

Am 20. setzte er die Fahrt nach der Teste-Insel und von dort nach Niwani auf Pana
Pompom fort. Nach einem Ausflug auf der Dampfbarkasse nach der Missionsstation auf der
Deboyne-Insel fuhr er am 22. weiter nach Pana Numara, wo er in der Hoba-Bucht ankerte.
Am 23. traf er bei der Griffin-Spitze auf der Sud-Est-Insel und darauf in der Pantawa-Bucht
ein. Von hier aus begab er sich am 24. auf dem Dampfbeiboot nach der Mündung des Hula,
in die er aber ebensowenig wie in die des Winia, der Untiefen halber, einzulaufen vermochte.
Aus diesem Grunde musste von dem Besuch der etwa 6 miles landeinwärts liegenden, aber
zur Zeit stihiegenden Grube der British New Guinea Proprietary Goldfields Gompany abge-
sehen werden. Nach einem Besuch des Dorfes Pantawa am Nachmittage des 24. setzte die
„Merrie Englandquot; am nächsten Morgen ihre Reise nach der Rossel-Insel fort und ging in der,
an der Südküste liegenden Dixon- [Kwaja-] Bai vor Anker. Am 26. unternahm
Le Hunte auf
der Barkasse eine Fahrt längs der Küste und setzte am 27. Kurs nach Misima. Am 28. unter-
nahm er eine Bootfahrt nach Guliwa, von wo aus er einen Marsch nach dem Dorf Liaki antrat.
Nach seiner Rückkehr nach der Bugoja-Bai dampfte die „Merrie Englandquot; wieder aus und
traf am folgenden Tage in der Woni- [Kwarapan-] Bucht an der Südwestküste der Woodlark-
Insel ein. Nach einem Besuch des Kulamadau- sowie des Ivanhoe-Goldfeldes, welches bereits
eine Ausbeute von £ 10.000 geliefert hatte, schiffte
Le Hunte sich wieder ein und dampfte
nach der Suloga-Bai, wo er landete, um eine verlassene Goldwäsche zu besichtigen. Am 31.

1)nbsp;Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Visit of Inspection of certain Places of the N. E. Coast of
the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99. Brisbane 1900, p. 15—24.

2)nbsp;Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Visit to Head of Milne-Bay to arrest certain Natives who
had been guilty of an Attack on Europeans. Ibid. p. 25—27.

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erfolgte die Ankunft bei Kaibula an der NW-Küste von Bwoio [Kiriwina], der grössten
Trobriand-Insel. Den Weg nach dem 4 miles entfernten Dorf Blnamäkana, in dem übernachtet
wurde, legte er zu Fuss zurück. Am i. Juni wurde der Marsch nach dem 7 miles entfernt
liegenden Kawatari, auf dem auch Kumi Lawa-Lawa berührt wurde, fortgesetzt. Dort fand
Le Hunte die Barkasse vor, auf der er nach dem zwischen den Inseln Kadawaga und
Kiriwina befindhchen Ankerplatz der „Merrie Englandquot; dampfte. Nach einem Besuch des
Dorfes Osiwasi auf Kadawaga wurde die Fahrt am 23. nach der Fergusson-Insel, wo das
Schifif in der Hughes-Bai vor Anker ging, fortgesetzt. Am 3. Juni traf der Dampfer in der
Mud-Bai auf der Goodenough-Insel ein und ging, nachdem die an ihrer Südseite hegenden
Dörfer Wifala und Iwola besucht worden waren, während der Nacht in der Dawson-Strasse
vor Anker. Den Vormittag des 4. brachte
Le Hunte auf der Missionsstation auf Dobu zu,
unternahm während der Nachmittagsstunden einen Ausflug nach den an der gegenüberliegenden
Küste der Fergusson-Insel liegenden Dörfern Taibeu und Bau, woran sich am 5. ein Besuch
der kleinen, an der Westküste der Normanby-Insel liegenden, 350 feet hohen Insel Ubüja
[Ubuya] anschloss. Nach der Rückkehr nach Dobu ging es am 6. weiter nach der Seymour-
Bai an der Westküste der Fergusson-Insel, wo in der Nähe des Berges Waimeai geankert und
den Schwefelquellen ein Besuch abgestattet wurde. Am nächsten Tage dampfte die „Merrie
Englandquot; nach Wedau in der Bartle-Bai und traf am Morgen des 8. vor Samarai ein Am
9. besuchte er zum zweitenmale die Insel Kwato und fuhr am nächsten Morgen von Samarai
nach der Fyfe-Bai. Am ir. wurde in der Hood-Bai gehalten, um R. E.
Guise zu landen,
worauf über Hulä nach Kalo, zum Besuch der Dörfer Babaka und Kamali, gedampft wurde.
Am 12. ging es nach Hulä zurück und am 13. weiter nach Kapa-Kapa, wo
Le HuntE- den
Bericht von A. C.
English entgegennahm, dass die ganze, aus 20—30 Personen bestehende
Bevölkerung des etwa
lO miles hinter der Sandbank-Bai, dem Westende des Cloudy-Bai-
Distrikts, liegenden Dorfes Mirani von dem an den Westabhängen hausenden Stamm Doriwaida
ermordet worden war. Als
Le Hunte abends in Port Moresby wieder eintraf, fand er den
von der
Thursday-Insel gekommenen Kreuzer „Mohawkquot;, auf der Reede liegend, an

Am 22. unternahm er mit dem Vertreter von burns, Philp amp; Co, namens Gors,
einen bis zum 24. währenden Ausflug über Bomana nach den Berge Werirata, wo die Firma
eine Kafifepflanzung besass, und weiter bis zu den vom Laioki gebildeten Rauna-Fällen.

Auf der am 6. Juh mit der „Merrie Englandquot; angetretenen Fahrt nach Brisbane,
besuchte er zunächst W. G.
Lawes auf der Missionsstation Vatorata, ferner Dedele, die
Toulon- sowie die Dufaure-Insel. Nach einem vom 9.—11. währenden Aufenthalt auf Samarai
traf er am 13. in Cooktown und am 20. in Brisbane ein. Er begab sich am 13. August von
hier aus nach Sydney zur Teilnahme an Besprechungen mit dem Premierminister von
Queensland, J. R.
dickson, sowie demjenigen von Neu-Süd-Wales, H. S. dutton, die am
15. und 16. stattfanden, über den von diesen Kolonien weiterhin zu gewährenden Zuschuss
zu den Verwaltungskosten von Britisch-Neu-Guinea. An diese schlössen sich Unterredungen

1)nbsp;Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Visit of Inspection to the Islands in the Eastern Portion of
the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea
1898—99, p. 28—33.

2)nbsp;Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Conclusion of Visit of Inspection round the Coast and
Islands of the Possession. Ibid. p. ,35—37.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;90

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von Le Hunte mit dem Premierminister von Victoria, Sir George Turner, in Melbourne an \').

H. H. Stuart Russell 1899.

Die 1898 von macgregor veranstalteten Untersuchungen zur Herstellung eines Weges
zwischen Port Moresby und dem Jäda-[Yodda-] Tal (s. oben p. 68 r, 687) wurden ein Jahr
später wieder aufgenommen. Am 25. April 1899 ging der Landmesser H. H.
stuart Russell,
begleitet von John Macdonald sowie von Polizeisoldaten, Trägern, Pferden und Mauleseln zu
diesem Zweck von Port Moresby
ab 2). Wider Erwarten hatte die Regenzeit noch nicht ihr
Ende erreicht, so dass das Passiren der Flüsse mit Schwierigkeiten verknüpft war. So gingen
am Laioki 3 Tage mit dem Schlagen einer Brücke verloren. Am Mittag des 30. erfolgte die
Ankunft im Korema-Lager am Brown-Fluss [Naoro], worauf am 2. Mai wieder aufgebrochen
und ein 9 miles stromaufwärts liegendes, früheres Lager von
Macdonald erreicht wurde. Am
4. drang man weitere 3 miles vor, und am 7. trafen hier 60 von Port Moresby kommende Träger
ein, worauf 3 miles weiter stromaufwärts eine Brücke über den Fluss geschlagen wurde, deren
Herstellung zwei Tage beanspruchte (Fig. 65). Kurz nachdem der Übergang vollzogen worden war,
wurde sie weggeschwemmt. Nach Zurücklegung von 2^3 miles gelangte die Expedition an die
Mündung des Macdonald-Flusses in den Naoro. Als sie nach weiteren 5 miles auf den 400
feet hohen Gipfel eines Ausläufers gelangt war, wurde sie durch Schüsse auf die unter
David
Ballantine
stehende Hülfsexpedition aufmerksam gemacht, deren Aufgabe es war freundliche
Beziehungen mit den Bewohnern der Landschaft Hagari anzuknüpfen. Das Mount Service-Lager
war zum Stelldichein bestimmt worden, doch verfehlten sich beide Expeditionen, da
Ballan-
tlne
längs des linken, statt des rechten Naoro-Ufers, gezogen war.

Russell traf nach Zurücklegung weiterer 5—6 miles bei dem Dorfe Baruri ein, in dessen
Nähe eine Unterkunftshütte erbaut wurde. Nach Zurücklassung zweier Pohzeisoldaten setzte
er am 24. Mai den Marsch fort und gelangte zwei Tage später in die Landschaft Tugami.
Am Morgen des 27. erfolgte der Einzug in eines der verlassenen Dörfer. Am 4. Juni wurde
nach einem Marsch von 5 miles ein bedeutender Nebenfluss des Naoro, wahrscheinlich der
Ruguoa, erreicht und unweit seiner Mündung durchschritten. Eine halbe mile weiter passirte
man den Wowea, den
RusSELL für den Oberlauf des Naoro ansah, der in Wirkhchkeit aber
ein Nebenfluss desselben war, und traf nachmittags im Dorfe Omali ein. Am 5. kehrte er nach
dem früheren Lager zurück, um einen besseren und kürzeren Weg nach der Schlucht ausfindig
zu machen, worauf er am nächsten Tage mit allen Mannschaften auf den Karaje [Le Hunte-
Berg] zuging, der an der Südostseite der Schlucht sich erhob, welche letztere noch 4 miles
davon entfernt lag. Nachdem er 3 Wochen dort zugebracht und Gelegenheit gehabt hatte
mit den Bewohnern der Landschaft Neneba in nähere Berührung zu kommen, setzte er am
30. Juni seinen Marsch in NE. fort. Bald darauf begegneten ihm Nenebaner, die ihn nach
ihrem Hauptdorf Liro geleiteten. Zwei bis drei miles in SE. lag das Dorf Agutao jenseits des
Iura, der sich reichlich 8 miles stromabwärts in den Jäda [Yodda] ergoss. Am 2. Juli führte
der Pfad parallel dem Laufe des Iura in nördlicher Richtung weiter, worauf der Jäda bei der

1)nbsp;Despatch from the Lieutenant-Governor reporting Results of Interviews with Prime Ministers of Contributing
Colonies regarding future Administration of Land Settlement in the Possession. Ibid. p.
54—60.

2)nbsp;Report by Mr. H. H. Stuart Russell, Government Surveyor, of road party\'s Expediüon via the Brown River
Valley to „the Gapquot; and Yodda Valley. Ann. Report on Brit. New Guinea
1898—99. Brisbane 1900, p. 41—45.

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Mündung des Iura überschritten und 1^/2 mhe vom Ufer entfernt gelagert wurde. Am nächsten
Morgen kamen die Bewohner der im Südosten liegenden Dörfer Sorigi und Bana (200—-300
Mann) ins Lager und übernahmen die Beförderung des ganzen Gepäcks. Im Laufe des Nach-
mittags stellte sich jedoch
heraus, dass sie
russell in
eine Fahe gelockt hatten.
Sie bewaffneten sich nicht
allein bis an die Zähne,
sondern erhielten auch noch
Verstärkung durch Bewoh-
ner von Kali, Manna, lu-
rawa, Ewowa sowie von
anderen Angehörigen der
Landschaft Koriri. Am 4.
wurde in der Frühe der
Rückmarsch angetreten,
wobei hinter der Expedition
ein Wald von Speeren und
Keulen folgte. Schhesshch
gingen die Papuanen zu
Tätlichkeiten über, denen
durch wohlgezielte Schüsse
aus Snidergewehren bald

ein Ende gemacht wurde. Nach der Rückkehr in das Stromgebiet des Naoro besuchte russell
am 13. Juh das im Süden der Schlucht liegende Dorf Kagi, worauf der Rückmarsch nach
Port Moresby angetreten wurde. Die Kosten der zwei Jahre beanspruchenden Schaffung eines
Weges wurden auf £ 10.000 veranschlagt.

D. Ballantine 1899.

Wie soeben erwähnt, war D. ballantine im Hinblick auf die unter H. H. stuart
Russell stehende Expedition nach dem Yodda-Tal beauftragt worden mit dem am Service-
Berg [Kanawi] hausenden Stamm Hagari freundhche Beziehungen anzuknüpfen und darauf am
Brown-Fluss mit
russell zusammen zu treffen. Mit Mannschaften und Trägern verliess er
am 25. Aprü 1899 Port Moresby, übernachtete in der Kaffepflanzung auf dem Berge Werirata
und traf am Nachmittage des 26. über Taburi und Maiakotet in Sogeri ein, von wo am
folgenden Morgen der Marsch längs des 5000 feet hohen Rückens Bagafebi fortgesetzt wurde.
Nach Übernachtung in Umuna, wo die Bevölkerung von Uberi zwei grosse Unterkunftshäuser
errichtet hatte, überschritt
Ballantine am 28. den Ewofi und durchwanderte in iiördlicher
Richtung ein schwierig zu begehendes Gebiet. Von der Schlucht lidaram stieg er in das
Tal des Goldie-Flusses ab und schlug sein Lager auf der Anhöhe Abunumu auf, die noch
im Gebiet von Uberi lag. Am 29. erstieg er auf dem Weitermarsch in nördhcher Richtung
einen 3000 feet hohen Rücken, auf dessen Gipfel er in dem nur aus 4 Hütten bestehenden
Dorfe Waganumu [Vaganumu], das zur Landschaft Eaha gehörte, sein Lager aufschlug. Dann

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ging es am 30. in derselben Richtung weiter und erfolgte kurz nach Mittag die Ankunft in
dem Dorfe Nikanibawia, worauf er Botschafter nach
Agi, Wamai und Baura entsandte. Am
nächsten Tage wurde die Landschaft Eaha verlassen und nach sechsstündigem Marsche am
hnken Ufer des Brown-Flusses [Naoro] das zu Wamai gehörende Utukatana erreicht und dort
übernachtet. Am 2. Mai wanderte
Ballantine zunächst 6 miles längs des Naoro, durchschritt
den Fluss, lagerte des Abends in der Nähe von Baura und bheb am 3. in diesem Dorf.
Nachdem er am 4. den Marsch fortgesetzt hatte, stieg er am folgenden Tage den Service-Berg
aufwärts, worauf er alsbald an die Dörfer der Landschaft Hagari gelangte. Als er während
der nächsten Tage in Tugami vergebens auf
RuSSELL gewartet hatte und auch Kundschafter
seinen Aufenthalt nicht hatten ermitteln können, trat er am 12. den Rückmarsch an. Nachdem
der Naoro aufs neue erreicht worden war, ging es durch ihn und alsdann auf einen im Süden
hegenden, etwa 4000 feet hohen Bergrücken. Am 13. marschirte
ballantine in westhcher
Richtung bergabwärts und lagerte in 2500 feet Höhe, in der das Flüsschen Eroro in nördhcher
Richtung dem Naoro zufloss. Auf dem Weitermarsch am 14. wurde die Landschaft Baruri
verlassen und in ein Gebiet gelangt, das „no man\'s landquot; war, da diese Landschaft Koniri
von den Bewohnern von Hagari und Agi ausgemordet worden war. Die Namen der auf diese
Weise vernichteten Stämme lauteten: Koniri, Ebe, Uruwi, Waragadi [Varagadi], Bereka,
Mokari, Erei und Aiari. Einige der Überlebenden hatten sich nach dem Wanapa zu retten
gewusst, wo sie von den Uberi und Eaha aufgenommen und in diese aufgegangen waren.
Am 15. und 16. wurde der Marsch in der Flussrichtung fortgesetzt, worauf am 17. der Naoro
erreicht und an seinem Ufer das Lager aufgeschlagen wurde, wo vergebens auf das Eintreffen
von
Russell gewartet wurde. ballantine setzte hierauf am 18. seinen Marsch fort, durch-
schritt den Naoro, gelangte bis zu der Mündung des Nebenflusses Ejohe [Eyohe] und ging
am folgenden Tage am rechten Ufer des Naoro weiter bis zur Mündung des Nebenflusses
Fao. Am 20. traf
Ballantine mit A. Giulianetti zusammen und lagerte am Wege zum
Goldie-Fluss. Nachdem er am 21. den Zusammenlauf des Goldie-Flusses und des Laioki erreicht
hatte, traf er am 22. wieder in Port Moresby ein

A. Butterworth, A- C. English und C. G. Murray 1899.

Infolge der Ermordung von vier Bewohnern des Dorfes Huwaia durch Angehörige der
Landschaften Keweri und Barua fuhr am 10. Juli 1899 eine Abteilung der Schutztruppe unter
der Führung von A.
Butterworth und begleitet von A. C. English und G. G. MuRRAY
in Booten nach Bumbaka am Bumugina Als die Truppe in die Nähe von Huwaia
gekommen war, wo sie ihr Lager aufschlug, brachte sie in Erfahrung, dass einige Barua-Leute
in Balle auf Besuch weilten, worauf es am folgenden Tage gelang ihrer 3 abzufangen. Am 13.
wurde Barua selbst erreicht, das aber verlassen war. Am 16. erfolgte die Ankunft am Robinson-
Fluss, worauf die Abteilung über Demimari nach Dedele gelangte. Am 18. setzte sie die Fahrt
in zwei Walbooten nach Domara fort, das jedoch von der Bevölkerung verlassen worden war.
Anlass dazu hatte die von dieser verübte Ermordung von Eingeborenen der Dörfer Merani,

1)nbsp;Report on an Inland Journey by Mr. D. Ballantine. Ann. Report on Brit. New Guinea 1898—99. Brisbane
1900, p. 77—80.

2)nbsp;A. C. English. Report of the Government Agent, Rigo District. Ann. Report Brit. New Guinea 1899—1900.
Brisbane 1901, p. 69—70.

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Parupagolo, Ihowi und Duduri gegeben. Am nächsten Tage wurde über Laiaura nach Kabadi
und von hier aus am 20. flussaufwärts gerudert, um die zur Landschaft Domu gehörenden
Dörfer Aba und Nahaobu zu besuchen. Nach der Rückkehr nach Kabadi ging es weiter nach
Bilirupu [Wilirupu]. Am 21. wurde die Fahrt längs der Küste fortgesetzt und bei den an ihr
liegenden Niederlassungen gehalten. Nachdem am 25. die Ankunft bei Kabauda erfolgt war,
marschirte die Truppe landeinwärts noch bis Gemaboro, wo
butterworth zurückblieb,
während
Murray am 26. nach der Küste und alsdann nach Rigo zurückkehrte.

Am 14. November traten J. A. Blayney und A. C. English in Begleitung von
Polizeisoldaten von Dedele aus über Baile und Baitu Boga abermals einen Marsch nach dem
Keweri-Tale an, auf dem am 14. Dezember die Wasserscheide zwischen dem Wawela und
Gradukwin überschritten werden konnte. Sie kamen zu der Ansicht, die später ihre Bestätigung
fand dass der erstgenannte sich mit dem Adau im Keweri-Tal vereinigt und sich darauf in
den Musa ergiesst. Sie traten den Rückweg über Huwaia an und gelangten, nach Überschreitung
der Küstenkette, nach den Dörfern der Landschaft Bumbago, von denen aus in Booten die
Rückkehr nach Dedele am 30. Dezember erfolgte

Inzwischen hatte Murray in den Tagen des 7.—9. Dezember Barua und Keweri zum
zweitenmale aufgesucht, ohne der Übeltäter habhaft werden zu können. Dagegen gelang es
ihm vom Keweri-Tal aus eine Besteigung des Clarence- sowie des Suckhng-Berges vorzunehmen.

J. A. Blayney 1899.

Den Anlass zu einer von dem Resident Magistrate J. A. Blayney in Begleitung von
Amedeo Giulianetti, einem Teil der Schutztruppe sowie Trägern unternommenen Expedition
nach dem Gebirgslande des Mekeo-Distriktes hatte ein Überfall von Angehörigen der Land-
schaft Mafula auf eine von den Missionaren im Juni ausgesandte Expedition, wobei eine
Beraubung ihres Gepäckes erfolgt war, gegeben. Ausserdem hatte auch der Häuptling von
laroba sich der Ermordung seiner Frau schuldig gemacht.

Nachdem von Delena aus am 17. Juli der grösste Teil der Bagage vorausgesandt
worden war, folgte
Blayney mit seiner Truppe am 21., indem er von Paukawa aus längs
des Ethel-Flusses und darauf längs des Upupu nach dem 8 Stunden entfernt liegenden Epa
gelangte (Fig. 66). Auf dem Weitermarsch traf die Truppe am 24. in Inaumolopa ein, wo sie den
folgenden Tag über liegen bheb. Am 26. ging es in östhcher Richtung weiter und, nachdem
Manena passirt worden war, nach dem in 3345 feet Höhe hegenden Dorfe Wanna [Vanua].
Bei dem Abstieg am 28. wurde der Bach Akuluma durchschritten, worauf an dem Dorfe Ika
vorbei, nachmittags, nach steilem Anstieg die Ankunft in dem in 3963 feet Höhe hegenden
Aliama {5 Häuser) erfolgte. Infolge der vielen Regengüsse setzte die Truppe erst am 30.
ihren Marsch fort, überschritt in 4481 feet den steilen Berg Kebea und langte darauf indem
Dorf Pia an. Auf den Abstieg zum Ulala, einem Nebenfluss des St. Joseph-Flusses, am 31.,
folgte abends nach steilem Anstieg die Ankunft in dem 3236 feet hoch hegenden Dorfe Eola.
Nachdem am 2. August Igilaha passirt worden war, wurde zum reissenden Kea äbgestiegen,
darauf wieder bergan geklettert und in einer Höhe von 6140 feet gelagert. Am 3. kam man

1)nbsp;Ann. Report Brit. New Guinea 1899—1900, p. 70.

2)nbsp;J. A. Blayney. Report of Resident Magistrate, Central District. Ibid. p. 57.

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an dem Dorf Kaidiaba [Mafula] und alsdann an der Stelle vorbei, an der der erwähnte Über-
fah erfolgt war. In dem darauf folgenden Dorfe Tjiwua [Chivua] wurde die Schutztruppe mit
den Eingeborenen handgemein, von denen sie einige gefangen nahm. Nachdem man in den
Häusern einige der geraubten Gegenstände aufgefunden hatte, kehrte man nach Kaidiaba zurück.
Während es am 4. August mit Eingeborenen von Kenewama, die sich dem Lager näherten,
zu Scharmützeln kam, trafen abends 3 Bewohner von Tjiwua ein, die gestohlene Sachen zurück-
geben und zugleich Frieden schliessen wollten. Trotz andauernder Regengüsse, denen erst am
15. der erste schöne Tag folgte, wurde am 14. nach Pia aufgebrochen, von dem aus der Marsch
in nördlicher Richtung fortgesetzt wurde. Nachdem
Blayney am 17. die Wasserscheide

Fig. 66.

in S006 feet überschritten hatte, gelangte er am nächsten Tage an den Papala, der sich in
den zum Aroa strömenden Hi ergoss und hierauf nach dem Dorfe Paula. Am 21. machte er
einen Abstecher nach Paura und stieg am 24. zum Auiu ab, worauf ein Anstieg nach dem
in 3057 feet Höhe liegenden Awera [Avera] folgte. Am 25. gelangte er in das aus 14
Häusern bestehende Dorf Awo Rani [Avo Rani], in dessen Nähe er den Naturahensammler
E.
Weiske antraf. Hierauf wanderte er am 26. weiter dem Bache Abawe und alsdann dem
laroga, dem Hauptnebenfluss des Aroa, entlang, den er durchschritt, um nach Aworani und

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endlich nach Hiba zu gelangen. Nach weiterem Anstieg gelangte er am 28. in den Afe,
der sich in den laroga ergoss, und am 29. weiter aufwärts bis in 5486 feet. Als er beim
Abstieg an den Bach Amurera gekommen war, ging es wiederum bergan und bergab, worauf
am Ufer des lubena gelagert wurde. Am 30. folgte er seinem Laufe und erreichte das Dorf
Sekuba Da die Bewohner im Kriege mit denen des jenseits des Wanapa hegenden Iritu-
muni lagen, beschloss
Blayney sich dorthin zu begeben, um Frieden zu stiften. Beim Fällen
der Bäume, behufs Herstellung einer Brücke, trug ein Polizeisoldat so schwere Verwundungen
davon, dass wieder nach Sekuba zurückgekehrt werden musste. Am i. September ging jedoch
ein Korporal mit einigen Leuten nach Iritumuni und gelang es diesem eine Aussöhnung
der streitenden Parteien herbeizuführen. Nachdem am 3. der Marsch fortgesetzt und der Berg
Fabana erstiegen worden war, ging es am nächsten Tage abwärts nach dem Afe und hierauf
wieder nach Hiba. Am 6. gab es einen steilen Abstieg zum laroga, dem ein Anstieg auf den
Berg Koewan und abermals ein Abstieg zum Bach Ilabana folgte. Diesem entlang ging die
Wanderung am 7. bis zu seiner Einmündung in den laroga, dessen Lauf am nächsten Tage
gefolgt wurde, um schliesshch nach einem schwierigen Marsch in das Dorf Arewa (1208 feet)
zu gelangen. Nachdem am 9. das Dorf Kereo erreicht worden war, traf
Blayney mit seiner
Begleitung am 12. wieder in Delena ein®).

Hieran anschliessend möge noch mitgeteilt werden, dass giulianetti in der Zeit vom
13. November bis 22. Dezember vom Hall-Sund aus den Marsch nach den Landschaften
Mafula und Tjiwua wiederholte

Robert Elliott 1899.

Robert Elliott, der im Juli 1899 eine Konzession für die Goldgewinnung an den
hohen Abhängen des Albert Edward-Berges erhalten hatte, konnte in Gemeinschaft mit
seinen Genossen in einer Schlucht so reichliche Mengen innerhalb 6 Tage erbeuten, dass
auf den Mann 100 Unzen kamen. Bei einer anderen Gesellschaft erreichte dieser Betrag
45 Unzen

G. Ruthven Le Hunte 1899.

Am 19. November 1899 dampfte G. Ruthven Le Hunte auf der „Merrie Englandquot;
von Port Moresby nach der Insel Daru, auf der er am folgenden Morgen eintraf. Als er von
dem dort fungirenden Beamten T, WoOD den Bericht erhielt, dass die Bewohner des unweit
Bugi liegenden Dorfes loro überfallen und 5 Eingeborene getötet worden waren, verliess er
bereits am 21. wieder die Station in Begleitung eines Teües der unter den Befehlen von
F.
R. Barton stehenden Schutztruppe. Er besuchte zunächst die Insel Paho, die gegenüber
der Insel Malakura lag und die Ostspitze der Bai bildete, in der der Paho Turi mündete. Auf

1)nbsp;Sikubi der Karte.

2)nbsp;Iritiomony im Text.

3)nbsp;J. A. Blayney. Report respecting a Visit paid by the Resident Magistrate of the Central District and the
Government Agent of the Mekeo Station to the Inland Tribes of Mafula, laroga, and Sekuba. Ann. Report on Brit.
Nevs\' Guinea 1899—1900. Brisbane 1901, p. 60—69.

4)nbsp;A. Giulianetti. Report of Government Agent, Mekeo District. Ibid. p. 57—78.

5)nbsp;William E. Armit. Report of Resident Magistrate, Northern Division. Ann. Report on Brit. New Guinea
1899—1900, p. 85.

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ihr befand sich die Station einer Perlfischereigesellschaft. Nachdem er am folgenden Tage auf
Saibai eingetrofifen war, setzte er die Fahrt nach dem östhch von der Mai Kusa-Mündung
liegenden Bugi fort. Wie die Untersuchung ergab, war es der Stamm Dimiri, der zwei Tagereisen
landeinwärts wohnte, gewesen, der sich im Juni des Überfalles schuldig gemacht hatte. Die
Schutztruppe war auf dem Marsch am 22. von den Dimiris angegriffen worden, hatte jene
aber bald in die Flucht geschlagen. Während
Barton die Untersuchung weiterführte, fuhr
Le Hunte nach dernbsp;miles entfernt hegenden Mündung des Mai Kusa und traf am

Morgen des 23. wieder auf Saibai ein. Von dort begab er sich nach Mawata an der Mündung
des Bina Turi, wo er in der Missionsstation übernachtete und sich am 24. nach dem unfern
gelegenen, auf der anderen Seite des Flusses liegenden Dorf See begab. Nachdem er abends
wieder auf Daru eingetrofifen war, trat er am 27. die Rückfahrt nach Port Moresby an

Am 2. Dezember dampfte Le Hunte, begleitet von C. Vaughan, der vorläufig zum
Medical Officer and Assistant Magistrate for the Eastern Division ernannt worden war, auf der
„Merrie Englandquot; nach Samarai, bei welcher Gelegenheit er unterwegs Dedele besuchte. Am
7. setzte er die Fahrt nach der Conflict-Gruppe [Baga Warina] fort, die ein Herr
WiCKHAM
gepachtet hatte 2), und besuchte zunächst dessen Wohnsitz, die Insel Ita Marina, deren
Lage H. H.
Stuart Russell zu io°46\'i5quot;S., 1545\'27,3quot; E. bestimmte. Am folgenden
Morgen fuhr er auf der Dampfbarkasse nach der grösseren, an der Nordseite des Westein-
ganges der Lagune hegenden Insel Irai, worauf die „Merrie Englandquot; nach der Rückkehr
nach Ita Marina wieder unter Dampf ging. Als sie bald darauf dem kürzhch aus England
angelangten
H. Lyster Jameson (s. unten p. 724) in einem Boote begegnete und von diesem die
Mitteilung erhielt, dass
WiCKHAM sich auf Pana Sesa befinde, richtete sie ihren Kurs dorthin.
Der genannte machte hier
Le Hunte an Bord des Schififes seine Aufwartung, worauf die
Fahrt nach Niwani fortgesetzt wurde. Am 9. machte
Le Hunte einen Abstecher nach der auf
der Deboyne-Insel [Pana Et] liegenden Missionsstation und dampfte in der Frühe des 10. weiter
nach Misima [St. Aignan-Insel], wo bei Liaki und darauf bei dem östhcher hegenden Sagaro
geankert wurde. In Liaki, wohin er des Nachmittags eine Fusswanderung unternahm, erfuhr
Le Hunte, dass die Goldausbeute nur noch sehr gering war und das meiste von Einge-
borenen gewaschen wurde. Auf der abends fortgesetzten Fahrt nach den Laughlan-Inseln wurde
am
ii. der Cannac-Felsen passirt und dessen Höhe zu 115 feet bestimmt. Nach Le Hunte
wird er von den Eingeborenen Banene genannt Auf den Laughlan-Inseln waren sowohl der
Pländler R.
Ede als die meisten Einwohner abwesend, letztere auf der Woodlark-Insel, wohin
sie am Ende des SE-Monsuns zu ziehen gewohnt waren, um mit Beginn des NW-Monsuns
wieder zurückzukehren. Am 12. traf die „Merrie Englandquot; in der Woni-Bai auf der Woodlark-
Insel ein, worauf
Le Hunte am nächsten Tage landete und zunächst das Kulamadau-Goldfeld
besichtigte, das die kürzlich gegründete
WoODLARK island company durch eine Bahn mit
der Küste zu verbinden im Begrifif war. Alsdann besuchte er das 7 miles weiter landeinwärts
hegende Busai-Goldfeld, auf dem übernachtet wurde. Am Abend des 14. erfolgte die Wieder-

1)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Western Division of the Possession. Ann. Report on Brit. New-
Guinea 1899—1900, p. I—4.

2)nbsp;WiCKHAM hatte Kokospflanzungen angelegt, die gut gediehen, dagegen hatte er mit seinen Versuchen Perl-
muscheln und Schwämme zu kultiviren kein Glück (s. oben p. 630).

3)nbsp;Nach Macgregor lautete der einheimische Name Weneina (s. oben p. S91).

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einschiffung, worauf die „Merrie Englandquot; am 15. weiterdampfte und nach kurzem Aufenthalt
vor der Insel Kwaiawata am 16. vor Kitawa (Trobriand-Inseln) Anker warf Am 17. erreichte
sie Kaibula, von wo
Le Hunte auf der Dampfbarkasse nach Kawatari abfuhr, das er am
folgenden Tage abermals besuchte (Fig. 52). Nach einem Berichte von M. H.
Moreton hatten sich
nämhch die Dörfer Oboada, Obaikoda, Kwabaku, Toboada, Boitawaia, Kulua sowie einige
andere kleinere gegen ihren erkannten Häuptling
Enamakala erhoben und ihn aus seinem
Heimatsorte Omaräkana vertrieben. Sie hatten auch die Missionsstation und ausserdem die Dörfer
Kodokabidi, Kaulaga, Kwalagi, Jolawota [Yolawota], Tilakaiwa, Wakailu, Kwapani, Juwada
[Yuwada], Mitawa, Liluta und Sawi überfallen.
Enamakala war bis nach dem 2 miles von
Tukwauku entfernten Giugwa, wo er mit den Seinen kampiren musste, vertrieben worden.
MORE-
ton hatte ihn dort am 8. November aufgesucht, und drei Tage später glückte es ihm den Frieden
wiederherzustellen, wobei die Aufrührer sich verpflichteten Schadenersatz zu leisten und Strafe
zu zahlen \'). Über die dabei stattgehabten Zeremonien berichtete Rev. S. B.
Fellows

Am 19, Dezember verhess Le Hunte die Trobriand-Inseln und richtete zunächst seinen
Kurs nach der Amphlett-Gruppe, in der er bei der ziemhch hohen Insel Urasi vor Anker ging.
Er begab sich am 20. nach der in SE. hegenden Insel Wam6a und besuchte das in 500—600
feet Höhe hegende Dorf Dromo-Dromo. Am 21. hielt er auf der Fahrt nach Kap Vogel an
der Neu-Guinea-Küste, bei der Missionsstation Bwoidosa an der Mud-Bai auf der Fergusson-
Insel und traf abends auf der vom Rev.
Tomlinson geleiteten Missionsstation zu Mukawa ein.
H. H.
Stuart Russell bestimmte die Lage des dort gelegenen Leuchtturmes zu 9° 37\'40quot; S.,
149° 50\'15quot; E. Bereits am näcksten Tage dampfte die „Merrie Englandquot; weiter nach der
Porlock-Bai, die sie am 23. verliess; nachmittags erreichte sie die Mambare-Mündung. Am 24.
ging
Le Hunte in der Dampfbarkasse stromaufwärts und gelangte am nächsten Tage, nachdem
er unterwegs die Dörfer Apotji und Umi besucht hatte, an die Tamata-Station. Bereits am
28. trat er die Rückreise an, nahm in Umi den erkrankten Rev.
HiNE auf und verhess am
Mittag des 30. wieder die Mambare-Mündung, worauf abends die Ope-Mündung erreicht wurde.
Am 31. ging es weiter nach Kap Nelson, wo am i. Januar 1900 die Dampf barkasse nach
Wanigela abging, um den Vorsteher der dort befindhchen Missionsstation, Rev. W.
H. Abbot,
der mit der Landessprache vertraut war, zu holen % Le Hunte verwendete die beiden
folgenden Tage auf die Untersuchung der in der Umgegend liegenden Einbuchtungen, nämhch
der Iboru-, der Tainabuna- sowie der Kofura-Bai, deren Bewohner zum Stamm Kairi-Kairi
gehören. Die nördhch davon hausenden gehörten dagegen samt denjenigen des Hennessy-
Hafens [Koroto] dem Stamm Mokoru an. Aus den weiteren Erkundigungen ergab sich, dass
weiter westhch, in der Gegend des Porlock-Hafens, der Stamm Okein seinen Wohnsitz hatte.
Nachdem
Le Hunte den Vorsprung zwischen der Tufi- und Kofura-Bucht für die Anlage
einer Regierungsstation ausgesucht hatte, setzte er am 3. die Fahrt bis zum Kap Vogel und
am 4. längs der Goodenough-Bai fort. Hier wurde vor der Missionsstation in Boianai, Vorsteher

1)nbsp;G. Ruthven Le Hunte. Despatch reporting Visit of Eastern Part of the Possession. Ann. Report on Brit.
New Guinea
1899—1900, p. 4-—-ii.

2)nbsp;Memo, for His Excellency the Lieutenant-Governor, concerning the Peace-Making Ceremony between the
Kiriwina Tribes, who were lately at War. Ibid. p.
20—21.

3)nbsp;Abbot war dort unter dem Stamm Oijan [Oiyan] tätig, über den er nach seiner Rückkehr nach England einige
Mitteilungen machte (Three Years in New Guinea. Journal of the Camera Club. XVIII. London
1904, p. 30—33).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;91

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Rev. Buchanan, Halt gemacht und abends in die Bartle-Bai, zum Besuch der Missionsstation
Wedau, eingelaufen. Nachdem
Le Hunte am 5. auf der Weiterfahrt die Missionsstation in
Taupota besucht hatte, querte er die Goschen-Strasse und ankerte in der Sewa-Bucht an der
Normanby-Insel. Am
6. mittags traf er auf Samarai und am 9. wieder in Port Moresby ein

John Douglas 1899.

Gegen Ende des Jahres 1899 unternahm John Douglas im Auftrage der queenslän-
dischen Regierung eine Fahrt nach der Torres-Strasse, doch geht aus seiner Darstellung^)
nicht hervor, welche Inseln er ausser Boigu und Saibai besucht hat

Kriegsschiff „Royalistquot; 1899.

Das britische Kriegsschiff „Royahstquot; entdeckte 1899 eine etwa 15v4 Kabellängen von
der Thursday-Insel entfernt liegende Untiefe
(10° 33\'40quot; S., 142° 18\'20quot; E.) mit mindestens
2,5 Faden Wasser. Sie erhielt den Namen Royahst-Untiefe

H. Lyster Jameson 1899—1900.

In Begleitung und auf Veranlassung von wickham, des Pächters der Conflict-Gruppe
(s. oben p.
630), trat H. Lyster Jameson im Jahre 1899 von England aus eine Reise an, um
die Perlmuscheln eingehend zu studiren 5). Nach der am
13. Oktober erfolgten Ankunft in
Cooktown ß) wurde die Fahrt nach der Conflict-Gruppe fortgesetzt. Als
Le Hunte dort am
8. Dezember eintraf, fand er Jameson mitten in seiner Arbeit begriffen \'). Da letzterer seine
Untersuchungen in den Bonvouloir-Inseln, an der Moresby-Insel, bei Samarai, an der Ostküste
von Neu-Guinea sowie endlich an der Mulgrave-Insel [Badu] fortsetzte, so muss er noch
während eines Teiles des Jahres
1900 in den erwähnten Gebieten tätig gewesen sein.

Christian Schleiermachcr 1899.

Der Pater Chr. Schleiermacher trat im Februar 1899 von der Missionsstation Regina
Angelorum, die ein Jahr vorher von der Mission vom Göttlichen Wort an der Leming- [Walman-]
Küste gegenüber Berlin-Hafen angelegt worden war, eine Bootfahrt in östhcher Richtung an.
Er fuhr hierauf den Rlntin einige Kilometer stromauf und wanderte nach der Landung nach

1)nbsp;Despatch reporting continuation of Visit of Inspection to Eastern and South-Eastern Divisions of the Possession.
Ann. Report on Brit. New Guinea 1899—1900, p. 12—17.

2)nbsp;John Douglas. The Islands and Inhabitants of Torres Strait. Queensland Geogr. Journal (N. S.) XV. 1899—1900.
Brisbane 1900, p. 25—40.

3)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1899—1900, p. i. Als Le Hunte Saibai am 22. November 1899 besuchte,
war
Douglas wenige Tage vorher dort gewesen, um die bisher von der London Missionary Society geleitete Schule als
Regierungsanstalt zu übernehmen.

4)nbsp;Auffindung einer Untiefe in der Flinders-Passage. Torres-Strasse. Nachrichten für Seefahrer XXXI. 1900, N^. 173,
p. 60 nach Notice to Mariners. London 1900, N°. 5. — Australia Directory. Vol. IL 7th ed. 1907, p. 480.

5)nbsp;Ein Jahr früher hatte S. Pace Untersuchungen in der Torres-Strasse angestellt. Sein Bericht (The commercial
Pearl-shell of Torres Straits and its cultivation. Report of the Government Resident at Thursday Island for 1898.
Queensland Parliamentary Report C. A. 74. Brisbane 1899. Appendix) war mir jedoch nicht zugänglich.

6)nbsp;On the Identity and Distribution of the Mother- , of Pearl-Oysters, with a Revision of the Subgenus Margari-
tifera. Proceed. Zoolog. Soc. 1901. 1. London, p. 372-374- — On the Origin of Pearls. Ibid. 1902. I, p. 140—160. —
Arthur W. Allen. Some Notes on the Life-History of Margaritifera panasesae. Journ. Linn. Soc. Zoology. XXIX.
London 1903—6, p. 410—413.

7)nbsp;Ann. Report Brit. New Guinea 1899—1900, p. 5., s. auch oben p. 722.

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dem Dorfe Pultalu i), das er einige Monate früher besucht hatte 2). Nach einem weiteren,
anstrengenden Marsch traf er nachmittags in dem auf einem Berge liegenden Dorfe Anal ein,
worauf am nächsten Tage die Rückkehr nach der Station erfolgte 3).

Erik Nyman 1899.

Erik Nyman reiste im Februar 1897 von Schweden nach Java, wo er sich mit bota-
nischen Studien beschäftigte Er fasste hier den Entschluss das Feld seiner Tätigkeit nach
Deutsch-Neu-Guinea zu verlegen, weshalb er im November 1898 Batavia verliess.

Aus den seinem Herbarium beigefügten Daten lässt sich entnehmen, dass er vom Januar
bis März 1899 in der Umgebung von Stephansort und Konstantin-Hafen sammelte Hierauf
folgte eine Lücke durch Krankheiten hervorgerufen, die es auch gewesen sein werden die
ihn auch zu einer Übersiedelung nach dem Sattelberg veranlasst haben werden. Nachdem er
dort während der Monate Juni und Juh tätig gewesen war begegnen wir ihm im August zu
Simbang bei Finsch-Hafen Alsdann fuhr er nach der Blanche-Bai auf Neu-Pommern, wo er
sich mit dem Sammeln von Pflanzen in der Umgebung von Herbertshöhe sowie an den
Abhängen des Vulkan Mutter beschäftigte Im September und während eines Teiles des
Oktober befand er sich wieder in Stephansort, von wo aus er nach Friedrich Wilhelms-Hafen
übersiedelte\'quot;). Am 15. Oktober bestieg er von dort aus den Hansemann-Berg\'\'). Nochmals
suchte er den Sattelberg auf\'2), ohne jedoch die erwartete Genesung zu finden, weshalb er
Ende November die Rückreise nach Java antrat.
axel Preyer begegnete ihm 1900 in
BuitenzorgSein Malarialeiden zwang ihn Mitte Juni zur Abreise, doch sollte er seine Heimat
nicht wiedersehen, da er unterwegs in München, am 29. Juli, seiner Krankheit erlag

Heinrich Selinee 1899.

Am 24. Dezember 1898 waren in Kambair [Kabaira] an der Kambair-Bucht (Ostseite
der Atahklikun-Bai), an der Nordküste der Gazehe-Halbinsel unweit der Niederlassung des
Händlers
Strasser, die dort wohnhaften Eingeborenen überfahen und 3 von ihnen getötet

1)nbsp;Schleiermacher schreibt Buldalu.

2)nbsp;Ein Streifzug ins Innere von Neu-Guinea zum Stamm Buldalu. Kleiner Herz-Jesu-Bote. XXVI. Steyl 1898—99,
p. 167—169. 184—186.

3)nbsp;Der erste Besuch beim wilden Stamm der Anal. Ibid. XXVII. 1899—1900, p. 7—^9, 22—24.

4)nbsp;Sein voller Name ist Erik Olof August Nyman.

5)nbsp;Erik Nyman. Botaniska excursioner pä Java. Botaniska Notisa for är 1900. Lund 1900, p. 117—122, 181—184.

6)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. Nachträge zur Flora der deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig
1905, p. 48, 56, 63. 241, 344- — Nyman hat auch ethnographische und zoologische Objekte gesammelt. Über die letzt-
genannten handeln:
Walter Rothschild and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae; VIIL 1901,
p. 60 passim. — E. Lönnberg. Reptiles and Batrachians... Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) VL 1900, p. 574—581. —
Walter Rothschild and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. 1903, p. 74, 81, 84, 86,
91, 92, 201—203.

7)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. 1. c. pag. 35—44, passim.

8)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. I.e. pag. 35, 42, 46, 49, 104, 285.

9)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. L c. pag. 39, 40, 44, 45... 237, 271.

10)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. 1, c. pag. 48, 57... 281, 325.

11)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. I.e. pag. 63.

12)nbsp;K. Schumann und K. Lauterbach. 1. c. pag. 292, 263,

13)nbsp;Indo-Malayische Streifzüge. I.eipzig 1903, p. 150.

14)nbsp;K. Schumann nnd K. Lauterbach. 1. c. pag. 14, 24—25.

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worden. Da auch jener sich in seinem Leben bedroht wähnte und bereits 14 Europäer im
Laufe der Jahrzehnte erschlagen worden waren, trat der stehvertretende Gouverneur
heinrich
Schnee\')
am 15. Februar 1899 mit einem Teil der Schutztruppe von Malaguna an der
Blanche-Bai aus den Marsch nach Kambair an, während ein anderer sich auf dem Schoner
„Zereldequot; dorthin einschiffte. Die feindlichen Napapar-Leute hatten, als sie von dem Zuge
hörten, in Kaimbair ansagen lassen, dass sie alle töten würden. Nachdem am 16. morgens wieder
aufgebrochen war, gelangte die Truppe in 5 Stunden an die ersten Pflanzungen. Die Einge-
borenen umgingen die Abteilung, um sie darauf anzugreifen, wurden aber mit dem Verlust
von 7 Toten zurückgeschlagen. Nachmittags erfolgte die Rückkehr nach
Kambair 2).

Am 21. Februar segelte ScHNEE darauf mit 23 Polizeisoldaten auf dem Schoner
„Alexandraquot; von Herbertshöhe ab und traf am 28. vor der Station der Firma
Hernsheim
amp; Co., auf der Insel Nusa ein, die vom Händler Dunkel verwaltet wurde. Am 3. März
setzte er die Fahrt nach der Insel Enuk fort und besuchte von dort aus in einem Boote einige
benachbarte Inseln, darunter Nusaum, die Eigentum des Händlers
julius Ruge war. Nach einem
Besuche von Kabïn an der Küste von Neu-Mecklenburg segelte die „Alexandraquot; am 6. nach
Lawangäi auf Neu-Hannover. Am 10. traf
SCHNEE auf der Insel Kung ein, auf der C. gang-
loff
noch immer hauste, und unternahm von dort aus auch eine Ruderfahrt nach den benach-
barten Inseln. Nachdem noch die Insel Tseni [Zeni] angelaufen worden war, setzte der Schoner
seine Fahrt nach der Nordostküste von Neu-Mecklenburg fort und besuchte die Handels-
stationen Lawuan und Fetsoa, welcher letzteren der Händler
Wagenbrett vorstand. Wie er
hier vernahm, waren 1897 in dem unfern gelegenen Leineru 2 Weisse angegriffen und später
in Lakurefanga 10 Buka-Leute ermordet worden. Da die Bevölkerung geflüchtet war, als sie
Kunde von dem Nahen der Schutztruppe erhielt, sah
ScHNEE von einem Besuche ab. Am 17.
erschien der Schoner vor Tèripaks auf Tabär, musste aber nach der Abfahrt am 18. bis zum
28. infolge der starken Strömung kreuzen, ohne vorwärts zu kommen. Es musste daher der
Kurs geändert und Nusa angesteuert werden, das am 29. erreicht wurde. Am 4. April
erfolgte die Rückkehr nach Herbertshöhe

Tfeu-Guinea-Kompagnie 1899—1900.

Wie wir oben gesehen haben (p. 650), hatte der Reichstag den Nachtrags-Etat für das
Schutzgebiet von Neu-Guinea am 15. Juni 1896 und damit auch den zwischen dem Reich
und der Neu-Guinea-Kompagnie geschlossenen Vertrag abgelehnt. Die finanziellen Verhältnisse
der letzteren waren aber je länger je weniger haltbar geworden, weshalb sie darauf sinnen

1)nbsp;H. Schnee hatte 1898 die Ausreise angetreten, im November Batavia auf dem Dampfer „Stetünquot; verlassen
und am 5. Dezember Berlin-Hafen erreicht. Nach einem Besuch von Friedrich \\¥ilhelms-Hafen, Erima, Stephansort sowie
der Langemak-Bucht gelangte er nach Herbertshöhe.

2)nbsp;[H.] Schnee. Über einem Zug gegen die Anapaparleute auf der Gazelle-Halbinsel. Deutsches Kolonialblatt. X.
Berlin
1899, p. 438—439. — Bilder aus der Südsee. Unter den kannibalischen Stämmen des Bismarck-Archipels. Berlin
1904, p. 105 —116.

3)nbsp;Dieses Schiff scheiterte am 13. Juli 1902 an der Ostküste von Neu-Mecklenburg (J. Hermann. Ort und Ursache
der Strandungen deutscher Seeschiffe. Ann. der Hydrogr. XXXVIII.
1910, p. 159).

4)nbsp;[H.] Schnee. Ueber eine Reise nach Neu-Mecklenburg und Neu-Hannover. Deutsches Kolonialblatt. X. 1899,
p. 436--438. — Bilder aus der Südsee 1904, p. 117—141.

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musste doch noch zu einem Abkommen zu gelangen Sie konnte diesen Versuch um so eher
wagen als sie durch ihre Beziehungen zu den leitenden Kreisen auf eine wohlwollende Berück-
sichtigung ihrer Wünsche rechnen konnte. Der nächste Schritt war die Ausarbeitung einer
Denkschrift, die der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes eingereicht und von dieser im
Oktober 1897 dem Kolonialrat zur Beratung überwiesen wurde

Ith Juh 1898 nahm die Kompagnie auf Einladung der Kolonialabteilung die Bespechungen
wieder auf, die zum Abschluss eines Vertrages führten, der am 5. September die Genehmigung
der Generalversammlung fand und am 7. Oktober vom Reichskanzler vollzogen wurde. Vom
Kolonialrat, der ihn zur Kenntnisnahme erhielt, wurde er in demselben Monat gutgeheissen,
und zwar bezeichnenderweise einmütig^). Die Bestimmungen dieses Vertrages hefen im wesent-
lichen darauf hinaus, dass das Reich die in den kaiserlichen Schutzbriefen vom 17. Mai 1885
und 13. Dezember 1886 verliehenen Rechte zu eigener Ausübung zurücknahm und die Kom-
pagnie auf die ihr verliehenen besonderen Vermögensrechte verzichtete. Dagegen gewährte
das Reich der Kompagnie ein Kapital von 4 Millionen Mark zahlbar in 10 Jahresraten von je
400000 Mark, von denen die erste am l. April 1899 fällig sein sollte, wofür sie die Ver-
pflichtung übernahm jene Kapitalanlage 4 Jahre auf wirtschaftliche Unternehmungen im Interesse
des Schutzgebietes zu verwenden. Ferner wurde der Kompagnie das Recht eingeräumt inner-
halb 10 Jahre, vom i. April 1899 ab, in Kaiser Wilhelms-Land oder Neu-Pommern sowie
den dazu gehörigen Inseln Land in einer Gesamtfläche von 50 000 ha. ohne Entgelt in Besitz
zu nehmen. Endlich wurde der Kompagnie, mit Rücksicht auf die bereits im Gange befindhche
Expedition nach dem Ränu und dem Bismarck-Gebirge, das ausschliessliche Recht auf Aus-

1)nbsp;Bei ihrer Gründung im Jahre 1885 waren auf jeden Anteilsschein 1250 Mark eingezahlt worden, 1895 hatte
dieser Betrag bereits die Höhe von
9500 M. und 1899 sogar von 12000 M. erreicht. (Herbert jäckel. Die Neu Guinea
Compagnie. Zeitschr. f. Kolonialpolitik. II. Berlin
1909, p. 38).

2)nbsp;Nachr. über Kaiser Wilhelms-Land. XIII. 1897, p. 13. — Als Beispiel für die Weise, wie man das Publikum
zu beeinflussen suchte, gebe ich die folgenden Auslassungen von
Wasa Mende, die keines Kommentars bedürfen, wieder:
„Man muss Neu-Guiuea und die grossen Inseln des Bismarck-Archipels nicht mit den Korallen-Atollen der schon lange
im Besitz des Reiches sich befindenden Marshall-Inseln vergleichen. Während diese weiter nichts als Kopra erzeugen
können, stehen jene auf gleicher Stufe mit Ceylon und den ostindischen Inseln der Holländer, Java und Sumatra, deren
Nachbarn sie sind. Die Versuche der Neu Guinea Kompagnie haben erwiesen, dass alle Tropenkulturen in unserem
Schutzgebiete eine Stätte finden können und dieses hat ausserdem noch den Vortheil, überall jungfräulichen Boden darzu-
bieten, während die holländischen Kolonien so ziemlich abgewirtschaftet haben. Die weite Entfernung vom Mutterlande
hat es mit letzteren gemein und diesem wirklichem Nachtheile müssen wir ebenso wie die Holländer dadurch zu begegnen
suchen, dass wir hochbezahlte Produkte anbauen wie Kakao, Kaffee, Tabak, Gewürze u.a. Wir verfügen über Inselklima im
Bismarck-Archipel und kontinentales Klima im Kaiser Wilhelmsland, während die Holländer nur ersteres besitzen. Unsere
Küsten weisen vorzügliche Häfen auf, wie sie weder Java noch Sumätra kennen, trotz der vielen Millionen, welche die
Holländer für Hafenanlagen angewendet habenquot;. (Zur Uebernahme der Verwaltung des Schutzgebietes von Neu-Guinea
durch das Reich. Koloniales Jahrbuch. X. Berlin
1897, p. 276).

i) Nachr. K.W.L. XIV. 1898, p. 2—9. — Mit welchem Mangel an Gewissenhaftigkeit der Kolonialrat seines
Amtes waltete, möge man aus der folgenden wörtlichen Wiedergabe der Niederschrift ersehen : „In seiner letzten Sitzung
am
26. Oktober [1898] gab der Kolonialrat zunächst zu dem vom Reiche mit der Neu-Guinea-Kompagnie abgeschlossenen
Vertrage wegen Ablösung der Landeshoheitsrechte der Kompagnie seine volle Zustimmung zu erkennen. Es wurde allge-
mein anerkannt, dass der Vertrag in seinen Grundzügen den früheren Vorschlägen des Kolonialrates entspricht und sein
Zustandekommen für das Reich schon im Hinblick auf die hohe Entwickelungsfähigkeit von Neu-Guinea auch als voi-teilhaft
bezeichnet werden könne. Zugleich sprach der Kolonialrat der Neu-Guinea-Kompagnie für die bisher mit grossen Opfern
geführte Verwaltung des Landes einstimmig ihre vollste Anerkennung ausquot;. (Deutsche Kolonialzeitung. N. F. XI. Berlin
1898, p. 396). Nicht unerwähnt darf bleiben, dass die Mitglieder Ad. von Hansemann und C. Herzog zugleich Direktoren
der Neu-Guinea-Kompagnie waren.

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beutung von Edelmetallen und brennbaren Mineralien innerhalb des Gebietes, jedoch nur
zwischen 5° S. und der Wasserscheide, verheben 1).

Im Reichstage fand der Vertrag eine weit günstigere Aufnahme, als der 1896 vorge-
legte (s. oben p. 649—650), trotzdem er dem Eeiche ganz erhebhch höhere Lasten auferlegte
Seine endgültige Annahme erfolgte in dritter Lesung in der Sitzung am 21. März 1899, zugleich
mit einer am ii. März beantragten Resolution, die das Auswahlsrecht der Kompagnie auf die
50 000 ha. auf 3 Jahre einschränkte, um, wie der Abgeordnete
Ernst Hasse hervorhob,
„möghchst bald freie Bahn in den Schutzgebieten zu schaffen für den Wettbewerb der kleineren
Gesellschaften und der einzelnen Privatenquot;

Die durch die neuen Verhältnisse bedingte Umwandlung der Neu-Guinea-Kompagnie
in eine Kolonialgesellschaft erfolgte in einer Versammlung am 30. Mai 18994). Die neuen
Satzungen erhielten die Genehmigung des Reichskanzlers, worauf der Bundesrat am 8. Februar
1900 der Kompagnie die Rechtsfähigkeit verlieh % Die neuerwählten Direktoren
Carl von
Beck
und Carl Lauterbach traten am i. April in Funktion

Das grosse Publikum hatte dem Abschluss des Vertrages ziemlich teilnahmslos gegen-
übergestanden, obgleich
Hans Blum noch kurz vor seiner Beratung in mehreren Aufsätzen
ihn in sehr abfälliger Weise kritisirt hatte Der erste Punkt, der berechtigten Anstoss erregte,
war die ungeheure Summe von 4 Mihionen Mark, welche die Kompagnie als Geschenk erhielt.
Denn das, was das Reich von ihren Besitzungen übernahm (Verwaltungsgebäude, Landungs-
brücken
U.S.W.) war, wie E. Tappenbeck sagt, „mit 500000 Mark fürstlich bezahltquot;«). Bereits
in der Reichstagssitzung am 11. März 1899 hatte der Abgeordnete
Eugen Richter launig
bemerkt: „Die Herren haben sich abgequält dafür einen vernünftigen Grund zu findenquot;. Die
Nachwelt wird jedenfalls noch den Namen jenes ungetreuen Beamten in Erfahrung bringen,
der der Kompagnie ein derartiges Vermögen in die Hände spielte. Seine Handlungsweise war
umso verwerflicher als nicht das geringste öffentliche Interesse vorhanden war, der Gesellschaft
eme besondere Unterstützung zuzuwenden. Es standen doch nicht Vermögenswerte von Witwen
und Waisen auf dem Spiele, sondern von Leuten, die den reichsten und z. Tl. auch vor-
nehmsten Kreisen angehörten. Weit schhmmer, und für die Zukunft noch gar nicht zu über-
sehen, erscheint die Tatsache, dass das Monopol der Kompagnie nicht, wie es anscheinend
der Fall war, aufgehoben, sondern trotz aller Resolutionen geradezu für aUe Ewigkeit festgelegt

I) Nachr. K. W. L. XIV. 1898, p. 75—81.

T,nbsp;Rechnungsjahr 1899 waren zu diesem Zweck 7.^2000 M. in den Etat eingestellt worden (Der Reichs-

tiaushaits-ütat tut das Rechnungsjahr 1899. Eine Erläuterung zu dem Etatsgesetz vom 25 März 1889 und dem
Haushalts-Etat für die Schutzgebiete. Berlin
1899, P- SH)-

TT i\' Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Reichstages. X. Legislaturperiode. I. Session 1898/1900.
Bd. IL Berhn 1899, p. 1478-1488, 1650. - Mündlicher Bericht der Kommission für den Reiehshaushalts-Etat Samm-
lungen sammthcher Drucksachen des Reichstages. X. Legislatur-Periode. 1. Session. Bd. IIL Berlin
1899 167

4) Die Kompagnie benutzte diese Gelegenheit, um die von ihr herausgebenen „Nachrichten über Kais« Wi\'lhelms-
Land und den Bismarck-Archipelquot;, von denen
14 Jahrgänge erschienen waren, eingehen zu lassen.

.5) Allerhöchste Verordnung, betreffend die Uebernahme der Landeshoheit über das Schutzgebiet von Deutsch-
Neu-Gumea durch das Reich. Deutsches Kolonialblatt. X.
1899, p. 227—228.

6)nbsp;Deutsches Kolonialblatt. XL 1900, p. 247, 275—281.

7)nbsp;Neu-Guinea im Haushalte für die Schutzgebiete. Deutsches Wochenblatt. XIL i. Berlin 1899 p 186—194 —
Noch einmal Neu-Guinea. Ibid. p. 390-393: - Südseebüder. Die Zukunft. XXVI. Berlin 1899, p. 383-386 (4 März^

8)nbsp;Deutsch-Neuguinea. Berlin 1901, p. 28.nbsp;, r j j ^^ y.

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wurde. Auf diesen wunden Punkt hat abermals Tappenbeck sodann aber besonders ein
Anonymus den Finger gelegt Die Direktion der Neu-Guinea-Kompagnie hat die Bedenken
zu entkräften versucht. Sie legte dar, dass ihre Landtitel mit Zurechnung der ihr zugebilligten
50000 ha. im ganzen 150
ooo ha. betragen würden, was noch nicht %% der auf 18 Millionen
ha. geschätzten Landfläche ausmache. Sie suchte ferner nachzuweisen, dass die Kompagnie zwar
im Besitz von gegen 200 km. und mit Zurechnung der zugebilligten weiteren
loo km. von 300 km.
Küstenland sei, dass dieses aber noch nicht den sechsten Teil der Küstenerstreckung ausmache
Sie verschwieg aber, dass ein überaus grosser Teil des Gebietes nicht allein nicht in absehbarer
Zeit, sondern überhaupt nicht kulturfähig ist. Gegenüber dem Umstände, dass die Kompagnie
auch fernerhin in der Lage sein wird jede Konkurrenz zu erdrosseln, fallen die erwähnten
Bedenken gar nicht in die Wagschale. Wer mit den in Kolonien herrschenden Verhältnissen
einigermassen vertraut ist, weiss, dass jeder Unternehmer von dem Wohlwohen der Regierungs-
beamten abhängig ist und zwar besonders in Deutsch-Neu-Guinea, wo man die längsten und
breitesten Wege mit den erlassenen Verordnungen auch ein Fluch des Assessorismus —
bepflastern könnte. Für Kaiser Wilhelms-Land ist es damit noch nicht getan, sondern ein
jeglicher Pflanzer muss sich überdies die Gunst der Kompagnie zu erwirken suchen, da er
sonst einfach an die Wand gedrückt wird. Mehr als 12 Jahre sind seit jenem Reichstags-
beschluss verstrichen, von den kleineren Gesellschaften und Privaten, für die er „freie Bahnquot;
hatte schaßquot;en wohen, hat sich aber noch keine einzige eingestellt. Die wenigen Pflanzungen
der damals bereits bestehenden Missionsgesellschaften kommen nicht in Betracht. Somit dürfte
sich denn auch das Urteil von
plerre Decharme über die Kompagnie bewahrheiten und
welches lautet: „11 est bien certain que son existence a été un malheur pour le paysquot;

Korv. Kapt. Emsmann 1899.

Infolge Stromversetzung lief der Kreuzer „Cormoranquot;, Korv. Kapt. Emsmann, im März
1899 auf das Whirlwind-[Wirbelwind-] Riff auf und konnte erst nach siebentägiger, ange-
strengter Arbeit wieder flott gemacht werden % Nähere Angaben über diesen Unfall sind nicht
veröffquot;enthcht worden, nur erfährt man einige Einzelheiten durch
Johannes Wieda, der das
Schiff bei seiner Ankunft in Friedrich Wilhelms-Hafen antraf«). Nach einem vom 22.—30.
März währenden Aufenthalt setzte der Kreuzer seine Fahrt in westlicher Richtung fort \').

Korv. Kapt. Merten und Korv. Kapt. Dunbar 1899.

Der Kreuzer „Möwequot;, Korv. Kapt. Merten, war von Hongkong aus über Luzon und
den Sulu-Inseln nach Ternate gelangte, das am 20. März wieder verlassen wurde, um über
Amboina und Friedrich Wilhelms-Hafen nach zu Matupi zu dampfen, wo die Ankunft am i.

1)nbsp;Was verspricht uns Neu-Guinea? Der Zeitgeist. Beilage zum Berliner Tageblatt. 1901, N^ 26, p. 2—3 (16. Juli),
30, p. 1—2 (23. Juli).

2)nbsp;Zur Lage in Deutsch-Neuguinea. Kölnische Volkszeitung, 22. Januar 1901, N®. 73.

3)nbsp;Kaiser Wilhelmsland. Deutsche Kolonialzeitung. XVIII. 1901, p. 70—72.

4)nbsp;Compagnies et Sociétés coloniales allemandes. Paris 1903, p. 157.

5)nbsp;R. Parkinson. Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907, p. 36—37.

6)nbsp;Johannes Wilda. Reise auf S. M. S. „Mövi^equot;. Streifzüge in den Südseekolonien und Ostasien. 2. Aufl. Berlin
1903. p. 96—99.

7)nbsp;Deutsches Kolonialblatt. XL 1900, p. 381.

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April erfolgte \')• Nachdem Korv. Kapt. dunbar hier das Kommando übernommen hatte, begab
sich das Schifif am i8. nach Herbertshöhe, worauf es am folgenden Tage die Fahrt durch den
St. Georg-Kanal fortsetzte und am 20. vor Nissan [Nesan] eintraf. Die Westseite der Durchfahrt
zwischen den Inseln Nissan und Barabun wurde zu 4°33\'S., 154° 10\'E, bestimmt, so dass sie
5—6 Seem. südlicher lag, als vbisher angenommen worden war. Nach einer Strafexpedition
nach Buka, an die sich eine Umfahrung der Insel anschloss, wurde die Rückfahrt angetreten
und am 26. wieder in den St. Georg-Kanal eingelaufen

Auf der Fahrt nach der Matty-Insel bestimmte die „Möwequot; am 23. Juni die Lage der
Ostspitze der Durour-Insel zu 1° 27\' 30quot; S., ca 143° 6\' 20quot; E.

G-eorg Thilenius 1899.

Nach Abschluss seiner Untersuchungen, die Georg Thilenius zum zweitenmale nach
Neu-Seeland geführt hatten, kehrte er im März 1899 über Britisch- und Deutsch-Neu-Guinea
nach der Blanche-Bai auf Neu-Pommern zurück (s. oben p. 700), wo er sich bei
Max Thiel,
dem Vertreter der Firma Hernsheim amp; Co, auf der Insel Matupi einquartierte. In Gemein-
schaft mit diesem unternahm er auf dem Schoner „Mascottequot; eine Fahrt nach den Admiralitäts-
Inseln samt den benachbarten Inselgruppen, die sich bis in den Monat Mai ausdehnte, worauf
er die Heimfahrt nach Deutschland antrat. Leider hat
Thilenius keine Beschreibung seiner
Fahrt gegeben, so dass man auf seine zerstreuten Notizen über die verschiedenen Inseln
angewiesen ist, die eine chronologische Darstellung zur Unmöglichkeit machen Anscheinend
setzte der Schoner zunächst Kurs nach der zu der St. Andrew-Gruppe gehörenden Insel
Kumuli [Broadmead-Insel], die
ThileniuS irrigerweise mit San Gabriel identifizirt worauf
unter der Führung des Händlers
Molde eine Ruderfahrt nach der zwei Stunden entfernten
St. George-Insel [Löu] unternommen und ein in 200 m. Höhe liegendes Dorf besucht wurde
Unterwegs erfolgte auch eine Landung auf der Insel Waikatu. Alsdann scheint
thilenius
die Reise nach La Vandola [Naüna], und weiter im April nach den Hermit-Inseln fortgesetzt zu
haben. Er fand hier auf der Hauptinsel Luf 8 \'), auf Arkeb 2 Häuser Sodann besuchte er

1)nbsp;Hydrographische Notizen zu der Reise von Ternate über Amboina und Friedrich-Wilhelmshafen nach Matupi.
S.
M. S. „Möwequot;. Kommandant Korv. Kapt. Merten. März und April 1899. Ann. der Hydrogr. XXVIL 1899, p. 529—530. —
Der „Marineschriftstellerquot;, Jon. Wilda, der diese Fahrt (I.e. pag. 3 ff) beschreibt, ist so nachlässig, dass er sich nicht
einmal die Mühe gegeben hat die richtige Schreibweise der Namen zu ermitteln. So heisst es bei ihm Gamma Komorro
statt Gam Konora, Hiere statt Hiri, Maylara statt Maitara, Kamir Islands statt Kanari-Inseln. Auch wird das Jahr, in dem
die Fahrt stattfand, nicht erwähnt.

2)nbsp;Hydrographische Bemerkungen auf der Reise von Matupi nach den Salomons-Insein und zurück nach Herberts-
höhe.
S. M. S. „Möwequot;, Kommandant Korv. Kapt. Dunbar. April 1899. Ann. d. Hydrogr. XXVII. 1899, P- 53°—53i,
Taf. XVI—XVII. — Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 142—151.

3)nbsp;Neu-Guinea NO-Küste. Inseln Matty und Durour. Nachr. f. Seefahrer. XXXVI. 1905. N°. 2757.

4)nbsp;Ergebnisse einer Reise durch Oceanien (Reiseerfahrungen-Ausrüstung). Zoologische Jahrbücher. Abtlg. für
Systematik. XVII. Jena
1903, p. 425—443. Auf p. 431 heisst es, dass er sich vom Februar—Mai 1899 im Bismarck-
Archipel aufhielt, während er in der folgenden Abhandlung (p.
5) die Zeit seines Eintreffen in den März vorlegt. —•
Ethnographische Ergebnisse aus Melanesien. Nova Acta, Abhdlg. Leop. Carol. Akademie LXXX.
1903. — Geologische
Notizen aus dem Bismarck-Archipel. Globus LXXVIII.
1900, p. 201—203.

5)nbsp;Kumuli liegt in 2° 26\'42quot; S., 147° 26\'15quot; E.

6)nbsp;Thilenius nennt es Lo (lies Löu) Mandrian [Gross-Lo].

7)nbsp;Ethnographische Ergebnisse I.e. p. 162. Auf p. 189 heisst es dagegen, dass sich auf der Insel nur 4—5
Häuser befänden.

8)nbsp;Ethnographische Ergebnisse. I.e. pag. 161^196, Iii —112.

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Ninigo [Echiquier-Inseln], deren Einwohnerzahl er auf 400 Seelen schätzte. Er landete auf der
Insel Logan Endhch segelte er nach den Anachoreten- [Kanît-] Inseln, auf denen er etwa
30 Eingeborene fand. Die grösste Insel hiess nach ihm Suf, südlich davon lagen Wareng und
Teleng, während auf dem umgebenden Rifif sich noch Tetek und Tefoni befanden

Johannes Wilda 1899.

Der oben (p. 729, 730) erwähnte johannes wilda hatte nach der Ankunft in Matupi
den Kreuzer „Möwequot; verlassen, worauf er sich am 7. April 1899 auf einem dort liegenden Kopra-
schoner einschiffte. Auf diesem besuchte er zunächst die Handelsstation Kurakakaul an der
Nordküste der Gazelle-Halbinsel und ging darauf weiter durch die Stefifen-Strasse nach der
Insel Nusa. Hierauf wurde die Fahrt nach den an der Nordostküste von Neu-Mecklenburg
hegenden Stationen Kabelman, But-But, Kapsu sowie Lawuan [Lauan] und ferner nach Soa
auf der Gardner-Insel [Tabär] fortgesetzt. Nachdem auch hier Ladung eingenommen worden
war, suchte das Schiff abermals die Küste von Neu-Mecklenburg auf, ankerte erst vor Rahang
und darauf vor dem zwischen diesem und Matatundo liegenden Soon von wo aus er einen
Ausflug in das Innere unternahm. Nach seiner Rückkehr nach der Küste segelte das Schifif
nach der Insel Nuguria (Fead- oder Abgarris-lnseln), auf der die Station Akani lag. Nachdem
endlich noch auf Nissan Kopra eingenommen worden war, kehrte der Schoner durch den
St. Georg-Kanal am 19. April nach Matupi zurück

Hannah Chewings 1899.

Miss Hannah Chewings aus Adelaide nahm im Jahre 1899 an einer Fahrt des
Passagier- und Frachtdampfers „Moresbyquot; teil, der sie von Australien über Port Moresby, der
Yule-Insel, und Samarai nach Dobu führte. Von hier aus besuchte sie die Missionsstation Bunama
auf der Normanby-Insel sowie die an der Seymour-Bai auf der Fergusson-Insel befindhchen
heissen Quellen. Nach der Rückkehr nach Dobu setzte sie die Fahrt nach Deutsch-Neu-Guinea
fort, auf der Simbang und Stephansort berührt wurden, und dampfte am 24. Juh weiter nach
dem
Bismarck-Archipel. Nach einem Aufenthalt in Herbertshöhe und Mioko kehrte sie über
die Salomo-lnseln in ihre Heimat zurück

Lewandowsky 1899.

LewaNDOWSKYj augenscheinlich ein Beamter der Neu-Guinea-Kompagnie, hielt sich im
August 1899 in der Gegend von Stephansort auf und sammelte dort Herbariummaterial

Korv. Kapt. Rudolf von Benningsen und Dunbar 1899.

Bald nachdem der Gouverneur des Schutzgebietes, rudolf von Benningsen, sein Amt
im Juli 1899 angetreten hatte, ersuchte er den Kommandanten der „Möwequot;, Korv. Kapt.

i) Ethnographische Ergebnisse. I.e. pag. 113, 236—256.nbsp;2) Ibid. pag. 112, 197—235.

3)nbsp;Die Lage dieser Ortschaften, deren Namen augenscheinlich verstümmelt sind, war nicht zu ermitteln.

4)nbsp;Reise auf S. M. S. „Möwequot;. Streifzüge in den Südseekolonien und Ostasien. 2. Aufl. Berlin 1903, p. 130—-165.
5J
Miss Hannah Chewings. Amongst Tropical Islands. Transact, and Proceed. R. Geogr. Soc. Australasia. Victoria

Branch. XIX. Melbourne 1901, p. 17—29. — Amongst Tropical Lands; or Notes and Observations made during a visit
of the
s.s. „Moresbyquot; in 1899, to New Guinea, New Britain and the Solomon Islands. Adelaide 1910 (unzugänglich).

6) K.\'Schumann und K. Lauterbach. Flora der deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig 1901, p. IV, 134.
Nova Guinea
. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;92

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Dunbar, gegen einige Eingeborenenstämme, die sich in letzter Zeit an Leben und Eigentum
anderer vergriffen hatten, vorzugehen. Nachdem er in Begleitung des kaiseri. Richters H.
schnee,
der Kaufleute Max Thiel in Matupi und schulz in Mioko sowie 20 Polizeisoldaten an Bord
gekommen war, dampfte der Kreuzer am 29. von Herbertshöhe nach den AdmiralitätsTnseln \').
Der erste Besuch galt den Liseln Mok Mandrian [Gross-Mok] und Mok Lin [Klein-Mok].
Bei dem Versuch Kanus der Eingeborenen abzufangen, dampfte das Schiff zwischen Baluan
[St. Patrick-Insel] und der etwa i Seem. NE. davon hegenden Insel Mok hindurch und fand
in der 40 m. breiten Durchfahrt einen vortrefaichen Ankerplatz -j. Hierauf wurde Kumuli
[Broadmead-Insel], die südhch von Palaiai [Bull-Insel] und südwesthch von Ndreu [Berry-Insel]
in 2°27\'
s., I47°26v2\'E. hegt und auf der sich 1898 die Händler Molde und Maetzke
angesiedelt hatten, aufgesucht. Am Nachmittage des 31. unternahm von benningsen von
dort aus eine Bootfahrt nach der benachbarten, ganz flachen und menschenleeren Insel Waikatu
Auf der Weiterfahrt bemerkte die „Möwequot;, dass sich in der St. Andrew-Strasse, zwischen Löu
[St. George-Insel] und den Fedarb-Inseln, mindestens 4 und nicht, wie bisher angegeben, 2
Riffe befanden Alsdann wurden die an der Nordostecke der Grossen Admiralitäts-Insel
liegenden Negros-Inseln aufgesucht und durch die einzige Einfahrt, zwischen den Inseln Hauwei
und Ndrilo «), in die grosse Bucht — jetzt Seeadler-Hafen genannt — eingelaufen, an deren
Südseite sich ein gegen alle Winde geschützter Ankerplatz fand. Nach dem Verlassen desselben
setzte die „Möwequot; am 2. August Kurs nach der Insel San Gabriel [Päk], um den Versuch zu
machen die 1893 den ermordeten Händlern
möller und andersen geraubten Hinterlader in die
Hände zu bekommen, was wenigstens zum Teil gelang. Der Kreuzer hatte zwischen der Insel
und dem nördlich von ihrer NW-Spitze hegenden kleinen Eiland Hulungau \') einen geschützten
Ankerplatz gefunden®). Abends wurde die Fahrt nach der St. Matthias-Insel fortgesetzt,
wo die Ankunft

am Mittag des 3- unweit der Südküste erfolgte. Die SW-Spitze wurde zu
l°35\'S., 149° 37\' E. und eine kleine südösthch davon hegende Insel, in der Nähe des
Ankerplatzes, zu 1° 43\'S., 149° 58\'E.
bestimmt «). Da bei der Landung keine Eingeborenen
zu bemerken waren i«), ging das Schiflquot; wieder unter Dampf und traf am folgenden Morgen
vor Kapsu an der Nordostküste von Neu-Mecklenburg ein. Nach einem Besuch des Dorfes

1)nbsp;[R. von Benningsen]. Bericht der Expedition S. M. S. „Möwequot;. Deutsches Kolonialblatt. X. 1899, p. 697—701.—
Bemerkungen über den Bismarck-Archipel, Admiralitäts-Inseln, Neu-Hannover, Neu-Mecklenburg. Aus dem Reisebericht
S.M.S. „Möwequot;, Kommandant Korv. Kapt.
Dunbar, Juli, August 1899. Ann. d. Hydrographie. XXVIII. 1900, p. 103—105.
Taf. 4.
— Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 160—176.

2)nbsp;Baluan. Ankerplatz bei der Südosthuk. i : 75000. Admiralitäts-Inseln. Berlin 1909. Reichs-Marine-Amt, Nquot;. 480.
Nebenkarte.

3)nbsp;St. Andrew-Inseln, i 136000. Admiralitäts-Inseln. Berlin 1909. Reichs-Marine-Amt N^ 480. Nebenkarte.

4)nbsp;Beikatu bei von Benningsen, Uaimkatou auf der deutschen Seekarte .(Nquot;. 480).

5)nbsp;Pacific Islands. Vol. I (Western Groups). London 1890, p. 471. Der Fehler ist inzwischen berichtigt worden
(4th ed. 1908, p. 391).

6)nbsp;Hauei und Bilo nach Dunbar.

7)nbsp;Ulunau bei Dunbar.

8)nbsp;Pak-Insel. Ankerplatz bei Hulungau. i : 25 000. Admiralitäts-Inseln. Berlin 1909. Reichs-Marine-Amt, N°. 480.
Nebenkarte.

9)nbsp;Beide Bestimmungen sind, falls nicht etwa Druckfehler vorliegen, unrichtig.

10) Wie H. Schnee (I.e. pag. 172) mitteilt, hatte der kleine Schoner „Minnaquot;, Kapt. Deckner, hier angelegt,
um Wasser einzunehmen. Während des Füllens der Fässer versuchten die Eingeborenen einen Überfall, wurden aber durch
Flintenschüsse, denen zwei zum Opfer fielen, vertrieben.

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ging der dort wohnende Händler Petersen an Bord. Auf der Weiterfahrt wurde auch der
in Laineru lebende Händler
schlüter mitgenommen und alsdann nach dem Passiren von
Fetsoa \') vor Lakurefanga gehalten, deren Bewohner im verflossenen Februar lo Buka-Leute
erschlagen und verzehrt hatten. Nachdem der Ort mit Granaten beschossen worden war,
wurde eine Abteilung gelandet, um das Vernichtungswerk zu vollenden. Nach ihrer Rückkehr
dampfte das Schiff nach der Insel Nusa, auf der sich die vom Händler
dunkel verwaltete
Station der Firma
Hernsheim amp; Co befand. Nach einem Besuch der Handelsniederlassung
von
E. E. Forsayth auf der gegenüberhegenden Küste von Neu-Mecklenburg, untersuchte
die „Möwequot; noch die Durchfahrt zwischen den Inseln Lelemmus (hes Lemus) und Labadei
(lies Wute), lief alsdann am 5. durch die Steffen-Strasse aus und traf am folgenden Tage
wieder in Herbertshöhe ein.

Rudolf von Benningsen 1899.

Am 20. August 1899 trat R. von BenninGSEN in Begleitung des Administrators der
Neu-Guinea-Kompagnie,
Herbert Geisler, auf dem Kutter „Balticquot; eine Fahrt nach der
Nordwestseite der Gazehe-Halbinsel an. Nachdem die Reisenden am folgenden Tage die gegen-
über der Insel Masikonäpuka hegende Station, in deren Nähe sich die Missionsstationen W^una
Märita und St. Paul befanden, erreicht hatten, traten sie eine Wanderung nach der letzt-
genannten an, die einige Wegestunden entfernt im Baining-Gebirge lag. Da der Pater M.
Rascher nicht anwesend war, so wurde nachmittags noch das 300 m. höher hegende
Gunan [Dorf] Karo aufgesucht. Nachdem am 22. die nur aus 4—10 Hütten bestehenden Ort-
schaften Rokus, Wuna Kao, Taliska, Puktas und Aideo besichtigt worden waren, erfolgte
der Rückmarsch zum Strande. Am 25. segelte der Kutter nach der Atalikhkun-Bai und
ankerte vor Kambair, wo in der Handelsstation übernachtet wurde. Am nächsten Tage traten
von
Benningsen und Geisler eine Wanderung längs des Strandes nach der Talili-Bucht an.
Hinter der Missionsstation Wuna Kamkambi ging es in südlicher Richtung über Malaguna und
Dawaun nach Herbertshöhe zurück

Am 12. September marschirten VON BenNINGSEN und H. ScHNEE, von 15 Pohzeisoldaten
begleitet, nach dem Wuna Kokor [Varzin-Berg], um die Möghchkeit einer Wegeverbindung
zwischen Herbertshöhe und der Ataliklikun-Bai zu prüfen. Von dem halbwegs gelegenen
Takabur [Missionsstation Viha Maria] wanderten sie erst durch Gras- und Waldland und darauf
bergan nach dem auf dem Berge hegenden Paparatawa [Missionsstation St. Josephstal]. Am
13. wurde unter der Führung des Paters
Assunto Constantini und in Begleitung des inzwischen
nachgekommenen Landmessers W.
WERNICKE nach Tamanairiki und weiter nach Naoma
marschirt, auf welchem Wege unterwegs der Talitso, der sich in den Kerawat, einen Nebenfluss
des Warangoi, ergiesst, überschritten werden musste. Von Naoma ging es weiter durch die
Schlucht des Baches Ramalum und alsdann bergan nach dem Dorfe Taolapitok. Nach einer
Wanderung in halber Höhe entlang dem Berge Tamawatur erfolgte die Rückkehr nach Paparatawa.

1)nbsp;Fasana nach von Bennikgsen.

2)nbsp;Ponokonda bei von Benningsen.

3)nbsp;Matthäus Rascher und Baining (Neupommern). Land und Leute. Aus der deutschen Südsee I. Münster
1909, p. 369.

4)nbsp;Rocus, Vonacao, Talisca, Puctas und Aideo nach von Benningsen.

5)nbsp;Bericlit über eine Reise nach der Nordlcüste der Gazelle-Halbinsel. Deutsches Kolonialblatt. X. 1899, p. 809—811.

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Da von Benningsen hier die Nachricht von dem Eintrefifen des „Kudatquot; sowie des Kreuzers
„Jaguarquot; vorfand, brach er die Expedition ab und kehrte am 14. nach Herbertshöhe zurück

Carl Lauterbach 1899—1900. (Dritte Ramu-Expedition).

Nachdem die Identität des OttiHen-Flusses und des Ränu festgesteht worden war
(s. oben p. 698), trat
Carl Lauterbach zum drittenmale die Fahrt nach Neu-Guinea an,
um seine Untersuchung im Gebiete dieses Flusses fortzusetzen. Über diese Expedition ist
ausserordentlich wenig in die Öffentlichkeit gedrungen. Man erfährt durch
Max Moisel
dass Lauterbach auf dem Dampfer „Herzogin Elisabethquot;, Kapt. Krebs, am 28. September

1899nbsp;an der Mündung des Ränu (4° i\' 54quot;) eintraf und am folgenden Tage die bis zum 14.
Oktober währende Bergfahrt antrat, nachdem am 10. die Hauptstation in 5° 6\'S., 144° 50^/3\'E.
unweit des Dorfes Arumene erreicht worden war. Hierauf ging es in Kanus weiter stromauf-
wärts. Am 28. befand sich die Expedition in 5° 24\'12quot; S., am 22. November in 5° 32\'S., am
24. am Lagerplatz B. i. des Jahres 1896, worauf die Fahrt noch 30 km. weit fortgesetzt
wurde. Aus dem von
Lauterbach angelegten Herbarium ergibt sich, dass er im Oktober am
Ränu, am 4. November im Bismarck-Gebirge (5° 28^4\'S., 145° 77/E.) und am 20. November
am Schumann-Fluss (5° 3072\' S.,
145° 27\' e.) 3) sammelte. Auch ethnographische Objekte
wurden erworben

Hauptaufgabe dieser Expedition war aber die Auffindung von Goldlagerstätten, der sich
die Prospektoren
Hans Klink und Hans Rodatz \') widmen sollten. Von dieser Tätigkeit
ist eigentlich so gut wie nichts in die Öffentlichkeit gedrungen Sie haben jahrelang dort
vegetirt, bis sie — wenn ich recht unterrichtet bin — durch W. C.
DammkÖHLER entlarvt
wurden. Mit Recht schrieb
Hans Blum bereits im Jahre 1900, dass es zu bedauern sei, dass
die Expedition nicht von einem wissenschaftlich gebildeten Geologen begleitet werde

Den äussersten Punkt erreichte Lauterbach am i. Dezember in etwa 5° 4473\'S.,
145° 2872\' E. Zur Zeit des ersten Aufenthaltes von
Robert Koch, also im Januar oder Februar

1900nbsp;kehrte er von der Expedition nach der Astrolabe-Bucht zurück und dürfte bald darauf

1)nbsp;Expediüon nacli dem Varzinberge. Deutsches Kolonialblatt. X. 1899, p. 811—812.

2)nbsp;Begleitworte zur Karte des Ramufiusses. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XIV. Berlin 1901, p. 71—72. —
j.
B. Messerschmidt. Resultate der astronomischen Beobachtungen von Dr. Lauterbach. Ibid. p. 70.

3)nbsp; i\'47quot;S., 144° 39\'48quot; K. nach Krebs.

4)nbsp;Nicht 144° 37, wie 1. c. pag. 70 angenommen wurde.

5)nbsp;Karl Schumann und Karl Lauterbach. Die Flora der deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig 1901,
p. 72, 99, 112, 113, 121, 124, 138 passim.

6)nbsp;Rudolf Pöch. Geschnitzte Figuren aus Deutsch-Neu-Guinea. Globus. LXXIX. 1901, p. 352—354.

7)nbsp;Rodatz ist wohl kaum als Prospektor zu bezeichnen. Er war 1897 in den Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie
als Pflanzungsassistent getreten (Nßchr. K.W.L. XIIL
1897, p. 15) und hat während der Expedition Herbariummaterial
gesammelt (K.
Schumann und K. Lauterbach. Nachträge zur Flora der deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig
1905, p. 250, 350).

8)nbsp;C. Schmeisser. Die nutzbaren Bodenschätze der Deutschen Schutzgebiete. Verhandig. des Deutschen Kolonial-
kongresses in Berlin
1902. Berlin 1903 p. 112. — Die nutzbaren Bodenschätze und die Entwickelung des Bergbaues in
den deutschen Schutzgebieten.
2. Aufl. Breslau 1908, p. 30. — Als R. Schlechter am 4. Januar 1902 auf der Station am
Ränu eintraf, war
Klink anscheinend noch gar nicht im Gebirge gewesen (Der Tropenpflanzer. VE 1902, p. 229).

9)nbsp;Neu-Guinea und der Bismarck-Archipel. Berlin 1900, p. 194. Hinsichtlich der von Blum geäusserten Klage
ist zu bemerken, dass man in Berlin nur Bergingenieure und Geographen, aber noch niemals einen Geologen hinaus-
geschickt hat (s. auch oben p.
697—698).

10) Dritter Bericht über die Thätigkeit der Malaria-Expedition. Deutsche medizinische Wochenschrift. XXVI.
Leipzig
1900, p. 211.

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wohl die Heimfahrt nach Deutschland angetreten haben, da er inzwischen zum Direktor der
Neu-Guinea-Kompagnie erwählt worden war \').

Ich habe nicht ermitteln können, wann die Expedition aufgelöst worden ist

Dampfer „Dundeequot; 1899.

Der Dampfer „Dundeequot; bemerkte am 7. August 1899, ±60 Seem, nördlich von den
Echiquier-Inseln, in ca. 0° ii\'S., 144° 5\'E., ein Riff mit zwei 5—6 m. über dem Meere empor-
ragenden Felsen

Max Laeager 1899.

Max Eaenger besuchte Ende des 19. Jahrhunderts die Blanche-Bai auf Neu-Pommern
sowie die Astrolabe-Bai auf Neu-Guinea

H. Schnee, Louis Couppé und Matthäus Rascher 1899.

Da von Seiten der Baining Einbruchsdiebstähle in der Missionsstation Wuna Märita
[Masawa] verübt worden waren, ging der stellvertretende Gouverneur H.
SCHNEE in
Begleitung des Bischofs L.
GOUPPÉ und des Sekretärs Warnecke sowie 13 Pohzeisoldaten
am 7. November 1899 auf dem von Kapt. J. M.
RÖNDAHL geführten Missionsdampfer „Gabrielquot;
(16 T.) von Herbertshöhe ab und traf abends vor Masawa an der Nordküste der Gazehe-
Halbinsel ein. Am 8. wurde unter der Führung des Paters
MATTHÄUS RaSCHER der Marsch
ins Gebirge angetreten. Nachdem während mehrerer Stunden dem Laufe des Karo gefolgt
worden war, verhess die Truppe das Tal und erreichte mittags die erste, in 250 m. Höhe
liegende Ansiedelung der Landschaft Loan, wo einige Diebe festgenommen wurden. Nach
einem weiteren Marsch traf man in einer Niederlassung der Landschaft Lasul ein; in der
ebenfalls einige Einbrecher verhaftet wurden. Endhch gelang es noch abends das etwa 500 m.
hoch hegende, aus 5 elenden Hütten bestehende Wanderam [Vanderam] zu erreichen, in dem
zwei Diebe in die Hände fielen. Am 9. stattete die Reisegesellschaft einigen Dörfern der
Landschaft Nawin [Navin], die aber verlassen waren, einen Besuch ab. Die Hütten der am
Einbruch beteihgt gewesenen Besitzer wurden zerstört. Ein steiler Abstieg führte ins Karo-Tal
und durch dieses nach Wuna Märita zurück.

Auf der Rückreise, am 10., wurde bei Wuna Talis [Vunatalis], bei Ramandu und bei
der Insel Urara angelegt, worauf abends das Wiedereintreffen in Herbertshöhe erfolgte

1)nbsp;Nach 25jähi-igen Bestehen der Kompagnie war er der erste Direktor, der Neu-Guinea aus eigener Anschauung,
kennen gelernt hatte. Laut Bekanntmachung in Friedrich Wilhelms-Hafen am 17. Oktober, trat er
1905 wieder aus dem
Vorstande aus (Deutsches Kolonialblatt. XVII.
1906, p. 27).

2)nbsp;Am II. Januar 1901 brachte R. von Benningsen während seiner Anwesenheit in Friedrich Wilhelms-Hafen
in Erfahrung, dass ein den Wasserweg um Wochen verkürzender Landweg in das Goldgebiet des Ränu gefunden worden
sei (Deutsches Kolonialblatt. XIL 1901,
p, 282). Im September desselben Jahres berichtete der Bezirksamtmann StüCK-
hardt, dass er in Stephansort Gelegenheit gehabt habe, den Leiter der Expedition zu sprechen, der dort sein Quartier
aufgeschlagen habe. Von Stephansort führe ein Weg, auf dem die am weitesten vorgeschobene Station in 9 Tagen zu
erreichen sei (Deutsches Kolonialblatt. XIII. 1902, p. 71—72).

3)nbsp;Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1899, N=. 245/1681. — Das deutsche Kriegsschiff „Condorquot; konnte
am 22. August 1906 bei gutem astronomischen Besteck nichts davon gewahren (Nachr. für Seefahrer. XXVIII. Berlin
1907, N°. 102, p. 39j.

4)nbsp;Plaudereien über deutsche Kolonien. Die Grenzboten. LIX. 3. Leipzig 1900, p. 449—451, 487\'—492.

5)nbsp;Bericht des stellvertretenden Gouverneurs Dr. Schnee über einen Zug in die Bainingberge. Deutsches Kolonial-
blatt. XI. 1900, p. 209—211. — H.
Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 216—224.

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Am i8. verliess der „Gabrielquot; aufs neue Herbertshöhe mit SCHNEE, COUPPE und
Rascher an Bord. Da das Ziel diesmal die Südküste von Neu-Pommern war, so hatte der
erstgenannte noch 13 Pohzeisoldaten mitgenommen. Die Fahrt ging nach dem Einlaufen in
den St. Georg-Kanal der Ostküste von Neu-Pommern entlang und zwar zunächst an der
Landschaft Löndip mit den Dörfern Kabanga, Akamare, Merara, Branwalwal, Löndip (Station
4° 28\' S.), Namarara sowie Liwuan und alsdann an der Mündung des Warangoi vorbei, an
der die Neu-Guinea-Kompagnie mit der Anlage eines Sägewerkes beschäftigt war. Hierauf
hef das Schiff in den Put-Put-[Rügen-Hafen] (4° 33\'/^ S.) ein und später in eine südhch vom
Kap Palliser [Iltis-Huk] hegende Bucht. Die Reisenden unternahmen eine Bootfahrt auf dem
hier mündenden Fluss, der aber bald zu flach wurde, so dass in ihm weiter gewatet werden
musste. Mit Eintritt der Dunkelheit kehrte man an Bord zurück. Am 19. fuhr der „Gabrielquot;
längs der Küste weiter und ging, nachdem an mehreren Stellen gelandet wordenwar, in der
westhch von der Zungen-Spitze hegenden Henry Reid-Bai vor Anker. Nach einer Bootfahrt
auf dem Henry Reid-Fluss setzte er am folgenden Tage seine Fahrt fort und traf erst am
Ostufer der Grossen [Weiten] Bucht, nordwestlich vom Kap Orford, das erste Dorf seit dem
Verlassen von Löndip, das den Namen Mochlön führte. Bei der Landung wurden die
Reisenden von den Eingeborenen, von denen manche einen ausgesprochenen semitischen
Typus zur Schau trugen, freundhch begrüsst. Auf der Weiterfahrt konnte noch in der unmit-
telbaren Nähe des erwähnten Vorgebirges ein Dorf bemerkt werden. Südlich davon (Kap
Orford Nordspitze) fand sich das Dorf Wüwin, das ebenso wie das unmittelbar an einem Fluss
bei Kap Orford Südspitze liegende Nangunei besucht wurde. Während der Nacht ankerte das
Schiff in einer unmittelbar am Kap Quoy sich befindenden Bucht. Am 21. erfolgte die
Weiterfahrt der Bucht entlang, worauf eine Bootfahrt auf einem 30—40 m. breiten Fluss und
ferner, bei einem kleinen Wasserfall, ein Marsch landeinwärts unternommen wurde. Nach der
Rückkehr an Bord lief der Dampfer in die Jacquinot-Bucht ein, an der sich an mehreren
Stellen von Palmenhainen umgebene Dörfer befanden. Auch auf einem in ihr mündenden
Fluss wurde eine Bootfahrt unternommen. Am 22. erreichte die Expedition das Ende der
Jacquinot-Bucht und trat, nachdem dort gelandet worden war, die Rückfahrt, zunächst nach
dem Kap Quoy, an. Vom Strande aus unternahmen die Reisenden noch eine Wanderung nach
dem Dorfe Matöng. Am Nachmittage des 23. traf das Schiff an seinem früheren Ankerplatz
in der Henry Reid-Bucht ein, worauf die Expedition am nächsten Tage zunächst im Boote
den Henry Reid-Fluss aufwärts fuhr und alsdann einige Kilometer weiter landeinwärts wanderte.
Die ihr hier begegnenden Eingeborenen griffen sie mittelst Steinschleudern an, stoben aber, unter
Zurücklassung von Waffen und Lebensmitteln, auseinander, als man gegen sie vorging. Noch
3 Stunden weiter konnte dem Laufe des Flusses gefolgt worden. Am 25. erfolgte eine Boot-
fahrt auf dem Powell-Fluss, dessen 100 m. breite Mündung sich einige Hundert Meter südhch
von derjenigen des Henry Reid-Flusses befand. Es gelang nur einige
Kilometer auf dem
Strome vorzudringen, der sehr bald untief wurde. Nach der Rückkehr ging der „Gabrielquot;
wieder unter Dampf und erreichte abends den Ankerplatz am Kap Paihser. Einen Tag später
traf die Expedition wieder in Herbertshöhe ein \').

I) Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 228—246. — Bericht über eine Fahrt nach der
Südküste Neu-Pommerns. MitÜg. aus den Deutschen Schutzgebieten.
XH. Berlin 1900, p. 75—85 m. Karte. — Aus der
Deutschen Südsee I.
P. Matthäus Rascher und Baining (Neupommern). Münster 1909, p. 304—338.

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Robert Kocht 1899—1900.

Der Malariaforscher Robert Koch hatte sich nach einem vom 21. September bis 12.
Dezember 1899 währenden Aufenthalte auf Java\'j nach Deutsch-Neu-Guinea eingeschifft und
landete zunächst am 26. auf der Insel Tumleo im Berhn-Hafen. Nach kurzem Aufenthalt setzte
er seine Fahrt nach Friedrich Wilhelms-Hafen fort und hess sich zu einem zweimonatigen
Aufenthalt am 29. Dezember in Stephansort an der Astrolabe-Bucht nieder. Es gelang ihm
während dieser Zeit 734 Personen, von denen 157 malariakrank waren, zu untersuchen. Sie
rekrutirten sich ausser den chinesischen und malaiischen Pflanzungsarbeitern aus Eingeborenen
von Bogadjim, das sich aus den 4 Ortschaften Lalu, Sarar, Bom und Garima zusammensetzt,
sowie von Bongu

Ende März nahm xoch an einer Fahrt behufs Anwerbung von Arbeitern an Bord des
Dampfers „Herzog Johann Albrechtquot; teil und wurde dadurch in die Lage gesetzt seine Unter-
suchungen an Eingeborenen aus der Umgebung von Finsch-Hafen und des Huon-Golfs fort-
zusetzen. Von den Siasi-Inseln besuchte er Mantok, auf der sich eine Handelsstation befand,
sowie Aramut. Hierauf wandte sich der Dampfer nach der Nordwestküste von Neu-Pommern,
ankerte ferner bei den Tami-Inseln und suchte schliesslich die zu den Französischen [Witu-]
Inseln gehörende Merite-Insel [Unea]
auf^). Nach der Rückkehr nach Stephansort im April
wurde noch in Begleitung von
olewig eine Reise naeh der Mündung des Ränu sowie nach
Potsdam-Hafen unternommen und alsdann im Mai nach Herbertshöhe weitergedampft. Nach
einer gemeinsam mit dem Gouverneür R.
von benningsen im Bismarck-Archipel im Monat
Mai ausgeführten Fahrt, von der noch unten die Rede sein wird, ging
KoCH nach Stephansort
zurück 4), das er in der zweiten Hälfte des Juni zu einer ebenfalls zu beschreibenden Fahrt im
Bismarck-Archipel verhess, und trat am 6. August die Heimfahrt von Herbertshöhe aus auf
dem Reichspostdampfer „Münchenquot; über Ponape (12.—13. August) und Saipan (Marianen)
(17. August) an

Jos. Brdweg 1899.

Pater Jos. Erdweg unternahm 1899 von der Missionsstation auf Tumleo am Berlin-
Hafen aus auf dem Kutter „Mariaquot; eine Fahrt, die den an der Festlandsküste von Neu-Guinea
liegenden Landschaften Arop und Warüpu galt, die von ihm näher beschrieben wurden. Er
wiederholte diesen Besuch im Jahre 1900

1)nbsp;R. Koch. Zweiter Bericht über die Thätigkeit der Malaria-Expedition. Deutsche medicinische Wochenschrift.
XXVI. Leipzig
1900, p. 88—90 (N°. 5). — Forschungsreise des Professors Dr. Koch. Deutsches Kolonialblatt. XI. 1900, p. 119.
Für diese Expedition waren 120 000 Mark ausgeworfen worden (Der Reichshaushalt-Etat für das Rechnungsjahr 1899, P- 514)-

2)nbsp;R. Koch. Dritter Bericht... Ibid. p. 281—284 (N°. i?)- — Malaria-Expedition. Untersuchungen in Deutsch-
Neu-Guinea während der Monate Januar und Februar
1900. Deutsches Kolonialblatt. XL 1900, p. 379—380, 506, 943—947.

3)nbsp;R. Koch. Vierter Bericht... die Monate März und April umfassend. Deutsche medicinische Wochenschrift.
XXV.
1900, p. 397-—398 (N^. 25).

4)nbsp;R. Koch. Fünfter Bericht... Untersuchungen in Neu-Guinea während der Zeit vom 28. April bis 15. Juni
1900. Ibid. p. 541—542 (N°. 34).

5)nbsp;Schlussbericht über die Thätigkeit der Malariaexpedition des Geh. Med.-Raths Prof. Dr. Koch. Ibid. p. 733—734
(N°. 46) p. 781—782 (N°. 49). — R. Koch. Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse der Malariaexpedition. Ibid.
p.
801—805 (N°. 50).

6)nbsp;Ein Besuch bei den Varöpu (Deutsch-Neu-Guinea). Globus LXXIX. I90l, p. loi—105., Steyler Herz-Jesu-Bote.
XXIX. Steyl
1901/2, p. I18—120, 130—131.

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Gründung der Missionsstation in Monumbo [Potsdam-Hafen] 1899—1900.

Am 5. November 1899 segelten der apostolische Präfekt E. limbrock, der Priester
Franz Vormann nebst 2 Laienbrüdern von Tumléo (Berlin-Hafen) nach dem etwa 320 km.
entfernten Potsdam-Hafen [Monumbo]. Sie liessen sich zunächst auf der in der Bucht hegenden
Insel Mälagen nieder, auf der die Neu-Guinea-Kompagnie in dem nämlichen Jahre eine Handels-
station hatte anlegen lassen, und begannen darauf mit der Errichtung der für diese Herz-Jesu-
Station erforderhchen Gebäude unter der Leitung von
vormann auf dem gegenüberliegenden
Festlande, in der Nähe des Dorfes Kotsa-Kotsa. Das Wohnhaus wurde am 7. Juni 1900
fertiggestellt \').

I. D. Eeijning und D. W- Horst 1900.

Der unter dem Befehl des Kapt. Leutn. z. See I. D. Heijning stehende Kreuzer „Javaquot;
verliess am 22. März 1900 die Reede von Surabaja und traf nach einem vom 27.—31. in
Amboina währenden Aufenthalt am 2. April in Ternate ein. Am 8. lief er in Begleitung des
Regierungsdampfers „Zeemeeuwquot;, der den Residenten D. W.
HORST an Bord hatte, wieder
aus und kam zwei Tage später auf der Reede von Samaté an der Nordostküste von Salawati zu
Anker. Ein Mordanfall auf die Führer einiger Prauen auf der nahe am jenseitiger Ufer der
Sélé-Strasse liegenden Insel Dom [Sorong] veranlasste die Schiffe am nächsten Tage dorthin
zu dampfen. Im Anschluss hieran wurden auf der Weiterfahrt längs der Nordküste der Nord-
vv^esthalbinsel von Neu-Guinea einige auf den Karten sehr verbesserungsbedürftige Gebiete, deren
Darstellung noch auf der Aufnahme von
Jacob WeyLAND im Jahre 1705 beruhte, untersucht
Am 12. kamen die Schiffe vor dem Batu Lobang am 13. vor der Insel Hum vor Anker.
Am 14. wurde die Doré Hum-Bai und während der folgenden Tage die Mios Su [Amsterdam
und Middelburg] untersucht. Am 17. erfolgte die Ankunft vor dem westhch vom Kap der
Guten Hofifnung mündenden Flüsschen Kor. Ferner wurden Amberbaken, Wajasi, Wasmu,
Sau Korem sowie die Kleine Geelvink-Bai besucht, worauf am 20. in die Doré-Bai eingelaufen
wurde. Auf der am folgenden Tage angetretenen Weiterfahrt liefen die Schiffe am 22. Wendèsi
an der Westseite des Geelvink-Busens, am 23. Korido an der Südküste von Supiori, am 24.
Mokmèr auf Wiak an, worauf sie am 26. vor den Mapia-Inseln eintrafen. Nachdem sie am 28.
vor der Huk Brebes von
WEYLAND vor Anker gekommen waren, suchten sie am 29. die
Reede von Sorong zum zweitenmale auf und setzten am 30. die Fahrt durch die Sélé-Strasse
nach Segèt fort. Schhesslich erfolgte noch ein Besuch von dem an der Südwestküste von

1)nbsp;Eine neiie Missionsstation in Potsdamhafen. Steyler Herz-Jesu-Bote. XXVH. 1899—Ï900, p. 98. — fxa.f^z Vor-
mann
. Monumbo. Ibid. XXIX. 1901—2, p. 55—56, 70—72, 90—91. — Ernst von PIesse-Wartegg. Durch die katho-
lischen Missionen und Handelsstationen von Neuguinea. Ibid. p.
39—42., Deutsches Kolonialblatt. XI. 1900, p. 558—559.

2)nbsp;Jaarboek van de Koninklijk Nederlandsche Zeemacht 1899—1900. \'s Gravenhage 1901, p. 433—435._-Mede-
deelingen op Zeevaartkundig Gebied voor Nederl. Oost-Indië. \'s Gravenhage. April
1901, N°. 24/76, p. l—5; hieraus
Zur Küstenkunde von Neu-Guinea. Ann. der Hydrographie. XXIX.
1901, p. 535—540. — Dorei Hoem-baai 1:40000.,
Reede Mar I : 40 ooo., Reede Saokorem i : 20 000., Hr. Ms. Java 1900. Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea.
Blad II. \'s Gravenhage
1903, N°. 199.

3)nbsp;Dies ist die Bezeichnung der malaiischen Seefahrer., Der einheimische Name lautet nach J. W. von Hille
Kalédoko. (Reizen in West Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXH. 1905, p. 190; (2) XXIH.
1906,
p. 465).

4)nbsp;Der wirkliche Name lautet nach Heijning Maja, nach J. W. van Hille dagegen Sawasar (Tijdschr. K. Nederl.
Aardr. Genootsch.
(2) XXIIL 1906, p. 473).

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Salav/ati liegenden Sailolof, worauf die Schifife sich trennten. Während die „Javaquot; die Rückreise
nach Surabaja antrat, kehrte die „Zeemeeuwquot; nach Ternate zurück.

P. E. Moolenburgh 1900.

Gegen Mitte August rgoo waren 5 Handelsprauen, auf denen sich Vertreter der Firmen
Nederlandsche Nieuw-Guinea-Handelsmaatschappij, Hadji ben Mohamad Tahir und
Li Hong Bi befanden, mit Tauschwaren im Werte von etwa fl. 1750 von Ternate nach der
Nordküste von Neu-Guinea gesegelt. Nachdem sie in den Witriwäi eingelaufen waren, gingen
sie vor dem in der Lagune liegenden Dorfe Ar-
mopa (s. oben p. 311) vor Anker und löschten
ihre Waren \'). Als die Bewohner einen Teil als
Vorschuss für ihre Lieferungen an Kopra be-
anspruchten, erhielten sie eine abschlägige Ant-
wort, worauf die Prauen in der Frühe des folgenden
Morgens überfallen wurden, so dass unter Zurück-
lassung ihrer Habe ihr Heil suchten mussten. In
Manokwari reichten sie eine Klage ein, worauf der
Aspirantkontrolleur P. E.
Molenburgh im No-
vember auf dem Postdampfer „Camphuysquot; nach
der Insel Djamma fuhr, um den Tatbestand
möglichst festzustellen Er fand hier nicht allein
die Angaben der Händler bestätigt, sondern brachte überdies in Erfahrung, dass im September
abermals eine Prau, und zwar von Bewohnern von Tarawäsi, und im Oktober eine andere
geplündert worden war

J. A. Kroesen 1900.

In der zweiten Hälfte des September 1900 unternahm der Assistentresident J. A.
Kroesen eine Fahrt auf dem Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot;, auf der er Bira unweit der
Nordwestecke des Mac Cluer-Golfs, die Insel Misol und endhch Salawati besuchte. Hier in
dem Hauptort Samaté ernannte er, dem Wunsche der Bevölkerung Rechnung tragend,
Mohamad
Omin,
den Bruder des einige Monate zuvor gestorbenen Radjas, zu dessen Nachfolger und
kehrte am 7. Oktober wieder nach Fak-Fak zurück

G. W. C. Pim und W. C. Dammköhler 1900.

G. W. C. pim war mit dem uns bereits bekannten W. C. DammkÖHLER (s. oben p. 691)
in einem Kutter von der Thursday-Insel nach der Südküste von Britisch-Neu-Guinea gesegelt,
dort aber durch Wind und Strom bis in die Gegend des Merauke-Flusses getrieben worden,
in dessen Mündung sie Schutz fanden. Sie sahen sich aber bereits nach wenigen Tagen zum

1)nbsp;Armopa war auch der Stapelplatz für die von den ternatischen Jägern im Hinterlande erworbenen Paradiesvögel.

2)nbsp;Im Koloniaal Verslag van 1901, p. 38 kurz erwähnt. Ich verdanke die obenstehenden Angaben einer freund-
lichen Mitteilung des Herrn
Moolenburgh zugleich mit der nach seinen Erkundigungen angefertigten Kartenskizze (Fig. 67).

3)nbsp;Wie wir weiter unten (p. 743) sehen werden, vermochte die zur Bestrafung entsandte „Serdangquot; am 13. Januar
1901 keine Landung bewerkstelligen.

4)nbsp;J. W. van Hille. Reizen in West Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIII. 1906,
p. 452—454. — Koloniaal Verslag van 1901, p. 37., auch Tijdschr. voor Nederlandsch Indië 1901, p. 668.

Nova Guinea. il Entdeckungsgeschichte.

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Verlassen derselben gezwungen, da die Eingeborenen Anstalten trafen, das Schiff zu über-
fallen. Als sie gegen Mitte Oktober nach der Thursday-Insel zurückkehrten, hatten sie bald
darauf Gelegenheit dem Assistentresidenten J. A.
Kroesen mündlich über ihre Erlebnisse
Bericht zu erstatten \').

A. Seret, A. M. P. C. van der Laar, J. A- Kroesen und Charles G. Murray 1900—1901.

Die Überfähe der Marinde Anim [Tugeri] im britischen Anteil haben uns wiederholt
beschäftigt (s. oben p. 359, 389, 439, 465, 485—486, 501, 502, 523, 540—541, 548—549-
560—561, 582, 614, 630—631, 656). Nicht ahein die ernsten Vorstellungen der britischen
Behörden, sondern auch die üblen Erfahrungen, die die Niederländer selbst mit ihren Unter-
tanen gemacht hatten, veranlassten die Indische Regierung zu durchgreifenderen Massregeln
ihre Zuflucht zu nehmen, der eine gemeinschaftliche Untersuchung durch britische und nieder-
ländische Beamte vorhergehen sollte

Am 16. Oktober 1910 verhess die unter dem Befehl des Kapt. Leutn. z. See A. Seret
stehende Panzerdeckkorvette „Sumatraquot; mit geheimen Befehlen die Reede von Surabaja und
dampfte über Amboina nach der Thursday-Insel. Bereits 14 Tage vorher war der Kreuzer
„Serdangquot;, Leutn. z. See
i Kl. A. M. P. C. van der Laar, auf dem sich auch der Haupt-
mann im Generalstabe C. F. H.
TuCKERMANN eingeschifft hatte, ausgelaufen und hatte sich
über Amboina, das am 11. verlassen wurde, nach Fak-Fak begeben, um den Assistentresidenten
J. A.
Kroesen an Bord zu nehmen. In Begleitung des Regierungsdampfers „Zeemeeuwquot;, Kapt.
W. C.
Meyer, wurde die Fahrt nach der Mündung des Umär an der Südwestküste fortgesetzt,
um die zum Besuch nach Fak-Fak gekommenen Häuptlinge der Landschaften Umär, Kipiak
und Akara nebst deren B\'amilien wieder abzusetzen, was am 16. geschah 3). Während die

1)nbsp;G. W. C. pim. Pioneering and Exploring in New Guinea. The Tugeri head hunting tribe. Tprres Strait Pilot
1900. Auszug: Koloniaal Verslag van 1901. Bijlage A., p. 2—3.
— Dammköhler trat bald darauf in den Dienst der
Neu-Guinea-Kompagnie und fand im Oktober 1909 am Markham-Eluss einen gewaltsamen Tod (Deutsche Kolonialzeitung,
XXVI. 1909, p. 750, 872).

2)nbsp;Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemaeht 1900—1901. \'s Gravenhage 1902, p. 508—518. — Extract uit
een verslag, d. d. Eakfak 24 Januari 1901, van den assistent-resident ütulair der afdeeling West- en Zuid-Nieuw-Guinea,
den heer J. A.
Kroesen, betreffende eene dienstreis naar Britsch- en de Zuidkust van Nederlandsch Nieuw-Guinea, onder-
nomen met Hr. Ms. flottieljevaartuig
Serdang. Koloniaal Verslag 1901. Bijlagen van het Verslag der. Handelingen van
de Tweede Kamer der Staten-Generaal 1901—02. C. [S-^]. Auszug: De Zuidkust van Nieuw-Guinea. De Indische Gids.
XXIV. Amsterdam 1902,
p. 205-^215, 367—378. — Eene dienstreis naar Britisch Nieuw-Guinea en de Zuidkust van
Nederl. Nieuw-Guinea. Tijdschr. v. Nederl. Indië 1901, p. 669—709, 768—904. — Een belangwekkende tocht. Prov.
Overijselsche en Zwolsche Courant. 18 (N°. 65) en 25 Maart (N°. 71) 1901. — G.
Ruthven Le Hunte. The Tugeri Raids
and the Netherlands Government. Ann. Report on Brit. New Guinea 1900—1901. Brisbane 1902, p. XXIV—XXVI. —
C. G.
Murray. Report of Resident Magistrate Western Division on Visit with Resident of Dutch New Guinea to the
Tugeri Tribe. Ibid. p. XXI—XXVL — J. F.
Niermeyer. De Zuidkust van Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardrijksk.
Genootsch. (2) XVIIL 1901, p.\' 956—962. — Mededeelingen betreffende de eilanden Batoe Poeti, Ekka en Pandjang, de
kust van hoek Boeroe tot Providentiaalbank en van de Ambrouwke tot de Bensbach-rivier. Mededeelingen op Zeevaart-
kundig Gebied over Nederl. Oost-Indië, N®. 26. \'s Gravenhage 1901. Afd. ïlydrogr. van het Min. van Marine, p. 12_■18,

3)nbsp;Nach Kroesen bewohnt der Stamm Timowaka das Küstengebiet zwischen Kap Buru und Kap Steenboom und
heissen die an den gleichnamigen Flüssen liegenden Landschaften von NW. nach SE: Buru, Napuke, Potawai, Katya,
Kottegak, Aidua, Umar, Jeruwe, Taukejak, Nojaijak, Jerak, Pejokwak, Paurauke, Ewandyak, Kipiak, Maparak, Akarak,
Wamokak, Utanata, Muperoké und Wauokak. Zwischen dem Kap Steenboom und der Providential-Bank soll die Küste
von dem Stamm Timekauwe bewohnt werden und lauten die Namen der an den gleichnamigen Flüssen liegenden Land-
schaften von NW. nach SE: Kamorokak, Paripyak, Ipirowyak, Bigowyak, Mimikak, Wanyak, Attoka, Nawerepi und Inyak.
Die Insel Puridi sollte gerade gegenüber dem Attoka liegen. Die Mehrzahl dieser Namen, soweit sie sich überhaupt
identifiziren lassen, sind verstümmelt.

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„Zeemeeuwquot; über Dobo nach Ternate zurückkehrte, fuhr die „Serdangquot; nach der Thursday-
Insel und traf dort am 20. ein. Die Beratungen, die mit dem 4 Tage später angekommenen
Gouverneur von Queensland, Lord
Lamington, sowie mit dem Lieutenant-Governor von
Britisch-Neu-Guinea, G.
Ruthven Le Hunte, gepflogen wurden, führten zu dem Beschluss,
gemeinschaftlich eine Begehung des Grenzgebietes vorzunehmen. Während die beiden letzt-
genannten sich auf dem Regierungsdampfer „Merrie Englandquot; nach Daru begaben, folgte
J. A. Kroesen am 30. auf der „Serdangquot;.

Nachdem der auf Daru stationirte Resident Magistrate charles G. murray sich
ebenfalls auf dem Kreuzer eingeschiffquot;t hatte, fuhr dieser am 3. November nach der Insel
Dauan und traf dort am nächsten Tage ein. Um den durch die Tugeris angerichteten
Schaden festzustellen, fuhren
Kroesen und Murray auf der Dampfbarkasse nach der Insel
Saibai und von dort am 5. nach Bugi, worauf sie am 6. nachmittags wieder an Bord der
„Serdangquot; eintrafen. Als der Kreuzer am 8. wieder vor der Thursday-Insel anlangte, fand er
dort die „Sumatraquot;, die am 2. vor Anker gekommen war. Auf der Weiterfahrt nach dem
Grenzgebiet entdeckte der Kreuzer am 10. eine unter etwa 9° 20\'S., 140° 5 5\'E. liegende
Sandbank. Am 11. gelang es ihm zwischen dem Bensbach- und dem Morehead-Fluss einen
Ankerplatz zu finden, worauf in der Frühe des 13.
Kroesen und Murray sich in dem von
der Offiziersschaluppe begleiteten Dampfbeiboot, das für 10 Tage verproviantirt worden war,
einschiffquot;ten und nach sechsstündiger Fahrt die Mündung des Morehead-Elusses erreichten, in
der vorher bereits ein Walboot mit einer Abteilung der Schutztruppe von Britisch-Neu-Guinea
eingetroff\'en war \'). Nachdem die Barkasse mit der Schaluppe und dem Walboot im Schlepptau
stromaufwärts gedampft war, wurde mit Einbruch der Nacht ein Lager am hnken Ufer auf-
geschlagen. Am 14. erreichte die Expedition das grosse Dorf Tugaribio, dessen Bewohner dem
Baberi-Stamm angehörten. Am nächsten Tage ging die Barkasse noch 4 Stunden allein weiter
stromaufwärts nach Firawa, um die Bekanntschaft des Sanana-Stammes zu machen. Am 16.
wurde von Tugaribio aus die Rückfahrt nach der „Serdangquot; angetreten, die man am Abend
des 17. wieder erreichte 2). Am 18. wurden die Anker gehchtet und traf der Kreuzer am 19.
wieder auf der Thursday-Insel ein.

Nachdem J. A. Kroesen telegraphisch die Ermächtigung seitens des Generalgouverneurs
von Niederländisch-Indien, Jhr.
c. H. a. van der wljck, eingeholt hatte, um mit Hülfe der

1)nbsp;Als sie in der Nacht des 9.—lo. November 40 Tiigeri-Kanus stromabwärts kommend und die Fahrt in west-
licher Richtung längs der Küste fortsetzend bemerkte, hatte sie ein Feuer auf dieselben eröffnet.

2)nbsp;Kroesen will am Morehead-Fluss die Namen der folgenden Dörfer, die sich an den Raubzügen beteiligten, in
Erfahrung gebracht haben: l. Biobo,
2. Djambuti, 3. Bade, 4. Garem, 5. Demazeka, 6. Koepe, 7. Saneminka, 8. Bongerpas,
9. Tama, 10. Kantukar, 11. Bimimka, 12. Samarika, 13. Wanerika, 14. Kajake, 15. Kontu, 16. Bouterika, 17. Youberika,
18. Seierika, 19. Mengetje, 20. Wontara, 21. Mare, 22. Kaugere, 23. Djawi, 24. Mikai. 25. Ngarikar, 26. Darwayar, 27.
Kantagom, 28. Seriek, 29. Aringoi, 30. Takerier. Es ist nicht ohne Interesse diese Liste mit der C. G. Murray mitge-
teüten zu vergleichen, die ebenfalls
30 Namen enthält. „Names of Tugeri villages as known and given by Kaiang and
Maibu, of Tugaribio, Morehead River. All on Dutch chart: Kondur (believe to be the same as Romdu on map), Bibiominko,
Bade leke. Garem leke, Demo seke, Kupe leke, Saue minka, Bongapas, Tama leke, Kandurar, Biminka, Samarika, Wanarika,
Butenka, luberika, Selerika. Not shown on charts nor known by name: Kaiaga, Jambuti, Mengeche, Wondir, Mare, Kau-
urgere, Javi, Mikai, Narika, Darawaia, Kantagom, Serik, Aringoi, Vakirirquot;. (Ann. Report on Brit. New Guinea
1900—1901,
p. XXVI). Auf der neuesten und zugleich zuverlässigen Karte dieses Gebietes findet sich nicht ein einziger der von Kroesen
angeführten Namen (Schetskaart von Nieuw-Guinea [Nederlandsch gebied] i : i.oooooo. Batavia 1909, Blad HI), s. auch
oben p.
542.

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„Sumatraquot; sowie der „Serdangquot; die Räuber aufzuspüren und die britischen Untertanen zu
befreien, hefen beide Schiffe am 25. wieder aus und trafen am Mittag des 26. in 8° 26,5\'S.,
140° 11)3\'E. vor der Mündung des Kumbe ^ ein. Am 28. fuhren die beiden Dampf barkassen
mit armirten Booten im Schlepptau in den Fluss ein, worauf nachts in der Nähe des
Dorfes Kumbe biwakirt wurde. Am 29. ging es in einer Barkasse noch weitere 22 Seem.
stromaufwärts, wobei
C. F. H. Tuckermann und Leutn. z. See J. van den BuRG Gelegen-
heit hatten den Fluss aufzunehmen. Nachdem die Boote am i. Dezember wieder an Bord
der Schifife angelangt waren, dampften diese am nächsten Tage nach der Mündung des
Merauke-Flusses von der aus ebenfahs eine Bootfahrt angetreten wurde. Am 4. gelang es
der „Serdangquot; selbst in die ±: 700 m. breite Mündung einzulaufen. Nunmehr rückten 3 Lan-
dungsabteilungen aus zur Durchsuchung der in SE. liegenden Ortschaften. Die beiden Strand-
dörfer waren von ihren Bewohnern verlassen worden, aber beim Durchsuchen der Häuser fand
man zahlreiche Gegenstände, die vom Kutter „Ednaquot; (s. oben p. 692) herrührten. Das dritte,
östhchste Dorf, Kajakerike das mit bewaffneten Männern besetzt war, die erst mit Gewalt
vertrieben werden müssten, wurde eingeäschert. Am 5. dampften beide Barkassen 40 Seem.
stromauf und ermittelten dort noch eine Breite von 150—200 m., bei einer Tiefe von 8—9
Faden. Sie kehrten am 6. wieder zurück. Am 7. trat eine Abteilung vom Biwak aus einen
Marsch an, um die Dörfer „Joberikaquot;, „Buterikaquot; und wo möglich „Silerikaquot; aufzusuchen
Der Weg führte anfänglich den Strand entlang, darauf, als dieser Schwierigkeiten bot,
landeinwärts. Am 8. wurde auf dem Rückmarsch eine Durchsuchung der Dörfer vorgenommen,
wobei abermals geraubte Gegenstände an den Tag kamen. Die vorgefundenen Pfeile und
Kanus wurden den Flammen preisgegeben. Nachmittags schifften sich alle Landungstruppen
wieder an Bord ein. Am 10. gingen die Schifife unweit Sarire vor Anker. Nachdem die am
folgenden Tage gelandete Abteilung den verlassenen Ort durchsucht und keinerlei geraubte
Objekte hatte entdecken können, wurde die Expedition als beendet angesehen. Während die
„Sumatraquot; am 12. über Kupang die Rückreise nach Surabaja antrat, suchte die „Serdangquot;
zunächst noch die Mündung des Bondara auf, machte aber am 13. den an einem Mangrovesumpf
gescheiterten Versuch eine Abteilung zu landen. Schhesshch stellte sich heraus (wodurch?),
dass man es gar nicht mit dem Bondara zu tun gehabt habe Nachdem der Kreuzer SE-
Richtung eingeschlagen hatte, fand er am 14. eine Flussmündung, an der bei der Landung
aber keine Eingeborenen entdeckt werden konnten. Unmittelbar darauf wurde nach der
Thursday-Insel Kurs gesetzt, auf der der Aufenthalt zum Kohlenladen vom 5.—18. währte.
Nachdem am 24. vor Fak-Fak
Kroesen gelandet und die Reede vermessen worden war®), setzte
der Kreuzer am 27. seine Fahrt nach Manokwari an der Doré-Bai fort, wo er zwei Tage später

1)nbsp;In der Relaüon wird er Beronlia genannt. Nach der neueren niederländischen Seekarte von 1908 (N°. 154)
befindet sich die Mündung in 8° 227.2\'S., 14°° 14\'E.

2)nbsp;Nach Jos. ViEGEN heisst der Fluss gar nicht Merauke, sondern Maro. (De Marindineezen van Nederlandsch
Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch.
(2) XXVIII. 1911, p. 113).

3)nbsp;Auch ein Dorf dieses Namens ist heutzutage unbekannt.

4)nbsp;Silerika = Sarire.

5)nbsp;Mit dem Bondara war ein nordwestlich vom Baratara [Java-Flusse] in 142° 52\'E. mündender Fluss bezeichnet
worden. Der Name kommt auf der neuesten Karte nicht mehr vor.

6)nbsp;Reede Fakfak i: 50000. Gouv. S.S. Zeemeeuw 1898, Hr. Ms. Serdang 1901 (Vaarwaters en Ankerplaatsen op
de Westkust van Nieuw-Guinea. \'s Gravenhage Min. van Marine
1903, N°. 270, 10).

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eintraf). Bereits am 30. dampfte er weiter nach den Mapia-Inseln ab. Eine Umfahrung der
Inselgruppe gab Gelegenheit eine Vermessung vorzunehmen (Fig. 68) Bei dein Besuche der
Hauptinsel Pegun, traf man endhch wieder einmal den so oft gesuchten D. D.
O\' Keefe an (s. oben,
p. 678). Wie berichtet wurde, war die Inselgruppe im August 1900 von einem schweren Sturm
und einer Flutwelle heimgesucht worden. Nachdem die „Serdangquot; am 2. Januar wieder in der
Doré-Bai angelangt war, setzte sie am 8. mit dem an Bord gekommenen Kontrolleur L. A.
van Oosterzee die Fahrt längs der Nordküste von Neu-Guinea in östlicher Richtung fort
und ging zunächst bei der Insel Djamna [Jamna] vor Anker, deren Reede vermessen wurde.
Auf Grund der von
van Oosterzee einge-
zogenen Berichte über die an den Händlern
bei Armopa verübten Raubanfälle (s. oben
p. 739) dampfte der Kreuzer am 12. weiter,
nahm unterwegs die Podena-Inseln flüchtig
auf und ging südhch von Boèk, Seem. von
der Mündung des Witriwäi, vor Anker. Eine
Landung erwies sich der heftigen Brandung
wegen als untunlich, worauf am 14. die Fahrt
nach der Tanah Merah-Bai fortgesetzt wurde.
Die „Serdangquot; ging hier vor dem Dorfe Bitia
vor Anker. Sie konnte die im allgemeinen
zutreffenden Aufnahmen der „Borneoquot; (1897)
dahin ergänzen, dass im Süden der westhch
vom Dorfe Sapua hegenden Huk ein Riff
von beträchtlicher Ausdehnung aufgefunden
wurde. Nach eingezogenen Erkundigungen
lautete der Name des NNE. vom Anker-
platze am Ostufer liegenden Dorfes Tabrasua.
Am nächsten Tage gelang es auch mit der
Bevölkerung in Verkehr zu treten. Nachdem
der Kreuzer am 16. in der Humboldt-Bai vor

Anker gekommen war, ging er am 20. noch in östhcher Richtung weiter bis zur Oinäke-Bai,
deren Länge zu 140° 59\' 30quot; E. (in Wirkhchkeit etwa 141° 3\' E.) bestimmt und zugleich der
unzutreffende Schluss gezogen wurde, dass sie als die Grenze zwischen dem deutschen und
niederländischen Anteil anzusehen sei. Auf der Rückfahrt wurde bei starkem Gegenstrom
(i geogr. Meile in der Stunde) bei den Inseln Anus und Masi-Masi geankert worauf die
Ankunft in der Doré-Bai am 25. erfolgte. Am 29. dampfte die „Serdangquot; wiederum nach
Fak-Fak, wo sie am i. Februar den für sie bestimmten Proviant einnahm. Der lange Aufenthalt

1)nbsp;Jaarboek der Kon. Nederlandsche Zeemacht 1900—1901. \'s Gravenhage 1902, p. 539_541.

2)nbsp;Mapia-eilanden i : 100 000. Hr. Ms. Serdang 1901 (Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea, Blad H.
\'s Gravenhage. Min. van Martne
1903, N°. 199, 5).

3)nbsp;Ankerplaatsen op de Noordkust van Nieuw-Guinea en nabijliggende eilanden, Blad HI. \'s-Gravenhage 1903,
N°. 200. — 10. Eiland Masi-Masi l : 30 000. — 11. Reede Jamna l : 30 000. — 12. Podena-eilanden l : 40 000. Hr. Ms.
Serdang
1901. — Neu-Guinea, N.- und W.-Küste. Mittheilungen über Riffe. Nachr. für Seefahrer. XXXIIL 1902, NO. 880
p. 305—306 nach Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1902, N°. 74/518.

Fig. 68.

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in den Neu-Guinea-Gewässern war nicht ohne Einfluss auf den Gesundsheitszustand gebheben.
Nicht weniger als 15 Matrosen und Marinesoldaten europäischer Abkunft waren allein seit
dem\' zweiten Eintreffen in der Doré-Bai erkrankt und einer der letztgenannten gestorben.
Nach einem vom 7.—13. währenden Aufenthalt auf der Reede von Amboina traf die „Serdangquot;
am 20. wieder in Surabaja ein.

William E. Armit 1900.

Am 26. Januar 1900 verliess der Assistent Resident Magistrate William E. Armit in
Begleitung von Trägern und Polizeisoldaten die Tamata-Station am Mambare, um einen bequemen,
nach den neu im Yodda-Tal entdeckten Goldfeldern führenden Pfad zu ermitteln \'). Nachdem
er den Ope am 29. erreicht hatte, folgte er seinem Lauf und traf am nächsten Tage in
Konida ein. Auf dem Weitermarsche überschritt er am l. Februar den Ope und gelangte
nach Borua Tutu, wo er eine Abteilung nach den aufrührerischen Dörfern Nagirita, Sau und
Patere sandte, die jedoch von ihren Bewohnern verlassen worden waren. Am 3. setzte er über
Toembare Susu den Marsch durch die menschenleeren Dörfer Osaka und Nasigagora und,
darauf über die kaum zu gewahrende Wasserscheide zwischen dem Ope und Kumusi fort. Eine
Viertelmeile im Süden von ihr gelangte er an den Bach Koendara und alsdann bei dem
Dorfe Taga Tutu an den nur 3—5 chains breiten Kumusi. Am 4. traf er in Bogi ein, das
A.
Glunas und Genossen im Juh 1898 besucht hatten (s. oben p. 686), und miles südhch
davon nach Garawarakita, in welchem 1898
Albert Hudson überfallen und seiner Habe
beraubt worden war. Jetzt war das Dorf menschenleer. Nach einem weiteren Marsch von 5
miles hess
Armit das Lager aufschlagen. Am 5. legte er 12 miles zurück, worauf er an den
Ilopa und darauf in das westlich vom Kumusi und 3 miles von dem Nebenfluss Segarata
entfernt liegende Angerita gelangte, dessen Bewohner den Goldgräber
gray nebst seinen
Gefährten 1898 erschlagen und beraubt hatten. Am 9. wurde der Marsch fortgesetzt, am Segarata
kampirt und am 11. der Kumusi an der Mündung des Sena erreicht. Hierauf ging es den
Kumusi aufwärts nach Korobama, wo
Armit erkrankte und erst am 15. wieder aufbrechen
konnte. Er lagerte abends am Pidsä und gelangte am nächsten Tage stromauf in das Dorf
Papangi, wo ein Angriff der Eingeborenen zurückgeschlagen werden musste. Auf dem Weiter-
marsch am 19. kam es mit den Bewohnern von Babagi ebenfalls zu einem Gefecht. Auch in
den nachfolgenden Dörfern Sisureta (22. Februar), Twidi (24.) und Koko (26.) wurde man,
ausgenommen in Baia (23.), mit den Bewohnern handgemein Am 25. ging es von dem 9
miles von Sisureta entfernt hegenden Twidi, das das Yodda-Tal beherrscht, steil abwärts, um
nach Überschreitung dreier Flüsschen an und über den Mambare zu gelangen. Am 26. wurde
das am Jada [Yodda] gelegene Koko, in welchem der am 10. März auf dem Goldfelde verstorbene
Thomas Davitt „has been shooting, looting and destroyingquot;, und nach dem Weitermarsch
am 3. März mittags das Goldfeld erreicht. Während der Zeit vom 4. bis 12. März nahm

1)nbsp;Diary of Trip to the Yodda Valley, undertaken for the purpose of discovering a practical Road to the new
Diggings, and of lying out the prospecting Claim at Blazed Tree Creek. Ann. Report Brit. New Guinea 1899—1900.
Brisbane 1901, p. 87—95. — Report on the new Road from Tamata to Yodda Valley. Ibid. p. 96—98.

2)nbsp;Armit hatte auf dieser Expedition ein in den Annalen von Britisch-Neu-Guinea unerhörtes Blutbad angerichtet.
Es wurden erschossen am 16. Februar in Papangi 13, am 19. in Babagi 17, am 22. in Sisureta i, am 24. in Twidi 6
am 26. in Koko 4 und am
16. März in Berobesila 13, im ganzen 54 Eingeborene, ohne dass auf seiner Seite der Verlust
eines Menschenlebens zu beklagen gewesen wäre.

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Armit die Vermessung und Verteilung der claims vor und traf am i. April wieder auf seiner
Station ein

G. Eutliven Le Hunte 1900.

Le Hunte hatte Port Moresby am 10. Februar 1900 auf der „Merrie Englandquot; ver-
lassen und war, nachdem er über Nacht vor Djokea [Jokea] geblieben, am Abend des 11. auf
Daru eingetroffen Am folgenden Morgen besuchte er den der Insel gegenüber mündenden
Oriomo, worauf er am 14. seine Fahrt fortsetzte und nachts bei der Dungeness-Insel ankerte.
Am Vormittage des 15. erreichte er Dauan, das er am 16. in Begleitung der Dampfbarkasse
„Rubyquot;, auf der 33 Pohzeisoldaten untergebracht worden waren, verliess, um nach einem
Besuch der Insel Boigu bei Bugi zu landen. Nunmehr galt es den Tugeris nachzuspüren. Zu
diesem Zweck ging
Le Hunte mit Begleitung am 17. auf der „Rubyquot; nach dem Wasu Kusa
ab und untersuchte während der nächsten Tage sowohl diesen als den Be Kusa und den Mai
Kusa nebst den Nebenflüssen ohne weitere Spuren als verlassene Lager zu finden. Nach der
Rückkehr nach Bugi fuhr am 21. ein Walboot nach der bei Dauan liegenden „Merrie Englandquot;
um Lebensmittel zu holen, worauf am 22. die Fahrt längs der Küste in westlicher Richtung
fortgesetzt wurde. Westlich von der Wasu Kusa-Mündung ging es zwischen den Kawa-Inseln
und dem Festlande hindurch, an der Jobu- [Yobu-] Spitze, ferner an der Maguara-Spltze, die
das Ostende der Thompson-Bai bildet, sodann an ihrem Westende, der Warlarter-Spitze vorbei
Nachdem noch die Galital-Spitze passirt worden war, ging die Barkasse bei der in geringer
Entfernung hegenden Tarudaru-Spitze, die das Ostende der Heath-Bai bildet, vor Anker.
Nachdem hier während der Nacht kampirt worden war, fuhr die Expedition nach dem
Morehead-Fluss, fand dessen Mündung erst am späten Abend auf, so dass in den Booten
übernachtet werden musste. Die am nächsten Morgen stromaufwärts fortgesetzte Fahrt wurde
von F. R.
Barton zu einer Aufnahme des Flusses benutzt. An diesem Tage konnten 15,
und am 25. 30 miles zurückgelegt werden. Am 26. begegnete man auf der Weiterfahrt einigen
Angehörigen des Stammes Toibaba, nach deren Mitteilungen ferner am Flusse die Babiri,
Sanana, Pirarä und Tugare wohnten, die aber zusammen kaum mehr als 100 erwachsene
Männer zählten. Am Abend des 27. kam ein Eingeborener ins Lager und erzählte, dass die
Tugeri einen mächtigen Stamm an der Südküste bildeten, der mit Beginn des NW-Monsuns,
im November, naeh verschiedenen Richtungen Raubzüge anträte, von denen er am Anfang
des SE-Monsuns (März oder April) wieder zurückkehrte.

Nachdem die Expedition am 28. bis gegen 72 miles von der Mündung entfernt gelangt
war, trat sie am i. März die Rückfahrt an, worauf die Boote in 3 Stunden 20 Minuten den
Abstand zurücklegten Während der Nacht wurde aufs neue an der Tarudaru-Spitze gelagert
und am nächsten Tage nach Bugi zurückgekehrt. Am 3. traf
Le Hunte wieder auf der
„Merrie Englandquot; ein, die hierauf am 4. nach der Thursday-Insel abfuhr. Nach fünftägigem

1)nbsp;Im August ging Armit kranltheitshalber nach Australien und kehrte, ohne wiederhergestellt zu sein, am 17
November zurück. Er starb am 3. Januar 1901 (Ann. Report Brit. New Guinea 1900—1901, p.
XLI—XLII).

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Western Portion of the Possession. Annual Report on Brit.
New Guinea 1899—1900. Brisbane 1901,
p. 21—30. 2 Maps.

3)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Western District of the Possession. Ann. Report on British
New Guinea 1899—1900, p. 30—33.

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Aufenthalt dampfte sie nach Daru, wo sie am ii. anlangte. Zwei Tage später begab Le Hunte
sich in der „Rubyquot; nach der Missionsstation Saguana auf der im Fly-Delta hegenden Insel
Kiwai, auf der er ausser
chalmers auch den kürzlich aus England eingetroffenen Rev. Oliver
Fellows Tomkins,
der die Station zu übernehmen bestimmt war \'), vorfand. Nach einem
Besuch der Schule wurde am nächsten Morgen die Fahrt längs der Ostküste von Kiwai fort-
gesetzt und bei dem Dorfe Agabara gelandet, von dem aus ein Ausflug nach Ipisia unternommen
wurde. Nachmittags dampfte die „Rubyquot; noch bis Wiorubi, in dem
Le Hunte übernachtete.
Am 15. ging es weiter nach Doropodäi, worauf die Nordspitze von Kiwai umfahren und als-
dann vor Sumai geankert wurde. Am nächsten Tage unternahm die Barkassse eine Fahrt nach
dem auf dem Festlande am linken Fly-Ufer hegenden Baramura, von der sie am 17. nach Kiwai
zurückkehrte und vor lasa ankerte. Am 18. traf
Le Hunte wieder auf Daru ein, unternahm
am 20. abermals auf der „Rubyquot; einen Ausflug nach Faramä [Bampton-Insel] und Mawata -),
von dem er abends zurückkehrte. Am 21. fuhr er nach dem Hah-Sund und erreichte am 23.
wieder Port Moresby.

Robert Bruce 1900.

Am 7. März 1900 segelte R. Bruce in Begleitung von F. Berne und 6 Eingeborenen
aus Wareabuda in einem Walboot von Ipisia nach dem Bamu, doch stellte sich nach der
Ankunft auf der Insel Aboura [Abära?] heraus, dass es defekt geworden war, weshalb sie am
nächsten Tage wieder zurückkehrten 2). Am 12. traten sie die Fahrt zum zweitenmale an und
liefen nach einem Besuch von Wabuda in die Mündung des Duro ein, worauf sie bei der Insel
Maipani ankerten. Am folgenden Morgen wurde auf der Weiterfahrt bei Waldau da gehalten und
alsdann den Debiri und ferner den Bena aufwärts gerudert bis zu den bei einander liegenden
grossen Dörfern Damari und Sisaäma. Am 14. ging es weiter bis Borno, nachdem unterwegs
das Dorf Aboe besucht worden war. Auf der Weiterfahrt am 15. wurde am rechten Ufer ein
grosses Dorf bemerkt und, nachdem der Fluss sein Ende erreicht hatte, in den eigentlichen
Bamu eingelaufen, der eine Breite von reichlich einer mile besass. Auch hier konnte ein
grosses Dorf bemerkt werden, das jedoch nur aus einem einzigen, wohl 700 feet langen Hause
bestand. Abends ging das Boot an der Ostseite der Insel Aramia vor Anker. Am i8. wurde
die Rückfahrt angetreten und nach zweimaliger Landung, um abzukochen, bis Wadauda
gerudert. Am nächsten Tage hef das Boot in die Fly-Mündung ein und erreichte nachmittags
die nördhch von Kiwai liegende Insel Gebora Am 29. März begaben sich die Reisenden
zunächst nach der Insel Daumori und von dort nach der Canoe-Insel (142° 45\'E.), von der aus
sie am 30. nach dem unmittelbar im Süden in den Fly-Fluss mündenden Bituru (nicht
Betura) gelangten. Stromaufwärts rudernd, trafen sie Eingeborene, die ihnen freundlich ent-

1)nbsp;Chalmers siedelte nämlich aus Gesundheitsrücksichten nach Daru über, sah sich einige Monate später jedoch
aus demselben Grunde genötigt die Thursday-Insel aufzusuchen. Als er im Oktober auf
der „Niuéquot; nach Daru zurückkehrte,
starb seine Frau am 25. kurz vor der Ankunft
(Cuthbert Lennox. James Chalmers of New Guinea. London 1902, p. 187).

2)nbsp;Nicht zu verwechseln mit dem Mawata, das westlich von Daru und zwischen diesem und Mabudauan liegt.

3)nbsp;Robert Bruce. Report of a Visit to the Bäum and Betura Rivers, Western Division. Ann. Report on Brit.
New Guinea 1899/1900, p. 102.

4)nbsp;Die beiden Inseln Abo and Gebora waren früher von Macgregor als Sepota und Sisiamia bezeichnet worden
(s. oben p. 524).

5)nbsp;Bituru nach der Angabe von C. G. Murray (Ann. Report Brit. New Guinea 1900—1901. Brisbane 1902, p; 86gt;

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gegenkamen. Merkwürdigerweise waren sie Geophagen. Über Daumori wurde hierauf nach
Gebora zurückgekehrt.

G-. Ruthven Le Hunte 1900.

Nachdem Le Hunte im April noch einen fünftägigen Ausflug nach dem Laioki und
dem Naoro [Brown-Fluss] unternommen hatte, fuhr er am 22. Mai auf der „Merrie Englandquot;
nach Kapa-Kapa, um der am folgenden Tage stattfindenden Einweihung des Erinnerungs-
zeichens für die 1880 in Kalo ermordeten Missionsgehülfen (s. oben p. 289) beizuwohnen \').
Am 25. fuhr er nach Hulä weiter, übernachtete dort und traf am 26. in Kerepunu an der
Hood-Lagune ein. Zwei Tage später ging der Dampfer bei der Paramän-Spitze an der Keakaro-
Bai vor Anker, worauf er am Morgen des 29. nach dem Mac Farlane-Hafen weiterfuhr, der
das äussere Bassin der Marshall-Lagune bildet, und wo
Le Hunte das an ihm liegende
Bilirupu [Wihrupu] besuchte. Am 30. fuhr er in die Lagune ein, landete bei dem Dorf Waiori,
in dem sich eine Missionsstation befand, und ruderte schliesshch nach dem Imiläi, dessen Ufer
morastig und von Rhizophorengebüsch bedeckt waren. Als er nach Bilirupu zurückkehrte,
erhielt er die Nachricht, dass die Bewohner von Toabure vor 14 Tagen das eine Tagereise
westhch von Biliripu hegende Dorf Oluone überfallen hatten. Am i. Juni setzte die „Merrie
Englandquot; die Fahrt nach der Cheshunt-Bai fort. Hier angelangt, begab
Le Hunte sich nach
dem an der Mündung des Mawäi liegenden kleinen Dorfe Kapari, dessen Bewohner zum
Stamm Domu gehörten. Am 2. ging der Dampfer in der Cloudy-Bai vor Anker. Mittags war
die Dedele-Spitze erreicht und hierauf die Dörfer Boro und Boromäi an der Baxter-Bai besucht
worden. Am folgenden Tage wurde zunächst bei den Amazonen-Inseln [Laraoro und Ainioro],
niedrigen, mit Kokospalmen bedeckten Inseln, geankert und auf der ersterwähnten gelandet.
Nach der Rückkehr von der Ruderfahrt nach einer Flussmündung an der Amazonen-Bai,
wurde am 4. nachmittags der Toulon-Insel ein Besuch abgestattet, worauf der Dampfer
noch vor Anbruch der Dunkelheit in den Mihport-Hafen einlaufen konnte. Am nächsten
Morgen besuchte
Le Hunte hier zwei an ihm hegende Dörfer, liess sich alsdann nach dem
Glasgow-Hafen rudern, an dem er bei Gea-Gea landete, und dampfte alsdann nach der Dufaure-
Insel. Am 6. stattete er ihrem Hauptdorf Dahuni, ferner Were-Were einen Besuch ab und trat
darauf eine Bootfahrt nach dem Mullens-Hafen bis in seinen innersten Teil an. Der grössere,
hier mündende Fluss führte den Namen Fuhutu. Nach seiner bald eintretenden Teilung
behielt der nördhche Arm diese Bezeichnung bei, während der andere Tausiri genannt wurde.
An der Südostseite der Bucht mündete der weit kleinere Tawa-Tawa. Am 7. suchte die „Merrie
Englandquot; erst die Meikle-Bucht mit dem am meisten landeinwärts hegenden Dorf Warumari
und darauf die Fyfe-Bai auf, in der
Le Hunte bei Isutäu landete, um sich nach der Missions-
station in Isulele zu begeben. Am folgenden Tage wanderte er weiter landeinwärts, um nach
einem für die Anlage einer Niederlassung geeigneten Platz auszuschauen. Nachdem er auf der
Weiterfahrt noch von der etwas östhch von Suäu hegenden Modeiwa-Bucht aus eine Bootfahrt
auf dem Gara unternommen hatte, traf er abends in Samarai ein. Am 10. fuhr er nach der
auf der benachbarten Insel Kwato liegenden Missionsstation und setzte darauf die Fahrt nach

1) Despatch reporting Visit of Inspection to the Central Coast District and to the Eastern and South-Eastern
Districts of the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea 1899—1900, p. 33—42.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;g^

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der Bentley-Insel [Anagusa] fort, die 350 feet hoch war und anscheinend aus Korahenkalk bestand.
Am 14. erreichte er die Regierungsstation Niwani auf Pana Pompom, am 15. die Missionsstation
auf Pana Et [Paniet, Deboyne-Insel], worauf er über St. Aignan [Misima], wo der Dampfer
nachmittags bei Segara Wasser einnahm, nach der Woni-Bai
auf der Woodlark-Insel weiter-
dampfte, um bei Kulamadau zu landen. In der Frühe des 19. erfolgte die Rückkehr nach
Samarai und am 20. das Wiedereintreffen in Port Moresby.

Am 4. Juh dampfte Le Hunte auf der „Merrie Englandquot; aufs neue über Kapa-Kapa
nach Samarai\'). Am Mittage des folgenden Tages setzte er die Fahrt nach Wedau in der
Bartle-Bai fort und traf am 9. am Kap Nelson zur Besichtigung der neu errichteten Regie-
rungsstation ein (s. oben
p. 723). Hieran schloss sich eine Expedition auf der Dampfbarkasse
und in Booten nach der 12 mhes entfernt liegenden Wanari-Bucht an, in der ein Händler
kurz vorher überfallen worden war.
C. A. W. Monckton und F. R. Barton gelang es 5
Leute des schuldigen Winiape-Stammes gefänglich einzuziehen und einen Teil der geraubten
Gegenstände zurückzuerhalten. Nach dem am 10. erfolgten Eintreffen vor der Mambare-
Mündung ging es am 11. noch stromaufwärts nach der Tamata-Station. Nach Erledigung
der seiner hier harrenden Geschäfte trat
Le Hunte die Rückreise an, auf der er die Holnicote-
Bai, das Kap Vogel und die Missionsstation auf Dobu besuchte. Während seines vom 21. bis
27. wahrenden Aufenthaltes auf Samarai unternahm er noch einen Ausflug nach der Insel
Kwato sowie nach der Hayter-Insel [Sariba], worauf er am 28. wieder in Port Moresby eintraf.

Charles G. Murray 1900—1901.

Der neu ernannte Resident Magistrate der West-Abteilung, C. G. Murray, war am 12.
Juh 1900 auf dem Kutter „Juanitaquot; in Daru eingetroflquot;en und trat bald darauf seine erste
Inspektionsfahrt an Nachdem er am 25. Mawata und Masingara besucht hatte, segelte er
nach Bugi weiter, von wo aus er eine Wanderung nach dem an einem Nebenfluss des Mai
Kusa hegenden Tabaram unternahm. Nach der am 31. erfolgten Rückkehr nach Bugi setzte
er die Fahrt über die Insel Paho, Mabudauan, Mawata am Binaturi und Turi-Turi fort und
traf am 5. August wieder in Daru ein.

Die Zeit vom 5. bis zum 19. August verwendete er zu einer Fahrt auf dem Oriomo,
auf der er Gelegenheit hatte die unbekannten Dörfer Mida, Baia, Warigi, Barimu und Dogona
zu besuchen. Die Bewohner des letzteren trugen ein feindsehges Betragen zur Schau.

Am I. Oktober verhess er seine Station zu einem abermaligen Besuch von Mawata und
Bugi, worauf er in einem Walboot den Morehead-Fluss gegen 100 miles aufwärts fuhr und in
seinem Gebiet die Dörfer Tugaribio, Gwaigar, Babiri, Sarabas, Temench und Mataka
antraft).
Bei seiner Rückkehr nach Daru fand er den inzwischen auf dem niederländischen Kreuzer
„Serdangquot; angelangten Kontrolleur J. A.
Kroesen vor, mit dem er am 3. November zunächst
Saibai und Bugi und am 12. wiederum den Morehead-Fluss aufsuchte (s. oben p. 741).
Der Sergeant der in dem Gebiet stationirten Polizeitruppe berichtete-ihm, dass er am 10.

1)nbsp;. Despatch from His Excellency the Lieutenant-Governor of British New Guinea reporting Visit of Inspection
to Eastern and North-Eastern Districts of the Possession. Ann. Report on Brit. New Guinea
1899—1900, p. 49—57.

2)nbsp;Report of the Resident Magistrate, Western Division, on the Affairs of the Division. Ann. Report on Brit.
New Guinea
1900—i. Brisbane 1902, p. 81_^83.

3)nbsp;Die von Le Hunte am 26. Februar ermittelten Namen lauteten fast ausnahmslos anders (s. oben p. 745).

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Tugeris gesehen habe (40 Kanus mit etwa 300—400 Insassen), von denen 30 erschossen worden
seien. Ausserdem waren 3 Kanus erbeutet worden. Nachdem
murray auf der „Serdangquot; nach
der Thursday-Insel gelangt war. dampfte er nach Daru zurück und trat am 26. eine längere
Fahrt nach dem Bamu an. Nachdem er unterwegs bei Saguana, Ipisia, Agabara und auf der
Insel Waboda vorgesprochen hatte, lief er in die Mündung ein und hatte Gelegenheit die an
den verschiedenen Armen liegenden Dörfer Maipani, Wärdada, Damera Koromo, Sisiamia,
Oropäi, Bunigi und Binarubi zu besuchen. Erst am 6. Februar 1901 traf er wieder auf
Daru ein \').

O. Ballantine 1900.

Um einen Mord am Oberlauf des Kemp Welch-Flusses [Wanigela], zu verfolgen, brach
O.
Ballantine am 17. Juh 1900 mit Polizeisoldaten von Port Moresby auf und übernachtete
auf dem Berge Werirata. Am 18. erreichte er Bagudobo, auch Körohi genannt, und am 19.
das linke Ufer des Uno, eines Nebenflusses des Wanigela. Ein mit 5 Mann nach Maiari, wo
ein zweiter Mord stattgefunden hatte, gesandter Korporal fand in den Häusern 18 Leichen
vor. Am 21. wurde auf dem Weitermarsch der Fluss Arerögo durchschritten und alsdann das
Lager aufgeschlagen. Um das 5 Stunden entfernt hegende Dorfe Seremina zu umzingeln,
bildete
Ballantine zwei Abteilungen, die am folgenden Morgen aufbrachen. Der Weg führte
über einem 3000 feet hohen Rücken, von dem es steil zum Tale des nachmittags erreichten
liare abwärts ging. Gegen Mitternacht wurde aufs neue aufgebrochen, doch war Seremina bei
der Ankunft am nächsten Morgen bereits von den Bewohnern verlassen. In einem benachbarten
Dorfe, das am 24. besucht wurde, gelang es wenigstens den Häuptling festzunehmen. Nachdem
die Wanderung noch bis Deduri, auch Demori genannt, fortgesetzt worden war, überschritt
die Truppe am 25. einen 300 feet hohen Rücken, worauf sie wiederum in das Tal des Arerögo
gelangte. Das hier liegende Dorf war seit dem Überfall von Maiari von den Einwohnern
verlassen worden. Am 26. erfolgte die Ankunft in Haweri, am 27. in Sogeri und am 29.
endhch wieder in Port Moresby 2).

J. A. Blayney, F. H. Barton und A. C. English 1900.

Eine Bande von Angehörigen des Stammes Doriwaida in Punea Buru hatte das an der
Sandbank-Bai, östhch vom Kap Rodney hegende Dorf Merani überfallen und zugleich einige
Bewohner niedergemacht. Am 2. September 1900 brach eine Strafexpedition unter der Führung
von
J. A. Blayney, dem Kommandanten der Schutztruppe F. R. BartoN sowie A. C.
English in Booten von dem am Ostufer der Cheshunt-Bai hegenden Dorf Kapari auf und
fuhr den Mauai del Robinson aufwärts, um, nach dem Passiren von Domu, an der Landungs-
stelle der Arimo-Dörfer ausgeschifft zu werden. Nach der Ankunft in Arimo am 3. ging am
nächsten Tage ein Korporal in Begleitung von 10 Mann nach Christy\'s Camp ab und kehrte

l) Report of the Resident Magistrate, Western Division, on a Visit to the Bamu Estuaries. Ibid. p. 85—87.
■ 2)
Report of the Assistant Resident Magistrate, Central Division, on his Investigation into the Maiari and Ihove
Massacres. Ann. Report Brit. New Guinea igoo—i, p.
37—38 m. Karte N°. i.

3) So genannt nach dem Goldgräber Christy Terfloth. Wie erinnerlich (s. oben p. 719) waren Blayney und
English bereits im vorhergehenden Jahre im Keweri-Tal gewesen.

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am 5. mit drei Doriwaida-Leuten zurück, die er auf dem Wege in Pauwara angetroffen hatte.
Blayney, Barton und English unternahmen an den beiden folgenden Tagen dieselbe Wan-
derung, worauf sie am 8. die Gefangenen nach der Küste abführen hessen, während sie selbst
in nördlicher Richtung nach dem Fluss More weiter gingen und ihn nachmittags durchschritten
(Fig. 69). Sie verfolgten am 9. seinen Lauf stromauf, nachdem sie abermals über ihn gesetzt waren,
in NE., wobei es steh bergan ging, darauf dem eines Nebenflusses bis 2300 feet Höhe nach
Punea Buru, das ausser 4 gewöhnlichen Häusern noch 3 Baumhütten besass. Am 10. gingen

15 Pohzeisoldaten nach Doriwaida ab, fanden es aber verlassen. Blayney, BaRTON und English

machten vom 11. bis 14. einen Abstecher nach dem alten Punea Buru, das aus 14 Häusern
bestand und nur etwa 1000 feet hoch lag, worauf am 15. der Marsch über die zwischen dem
Clarence- und Brown-Berge hegende Punea-Buru-Kette, die am 18. in 4500 feet überschritten
wurde, fortsetzten. Nach steilem Abstieg wurde nachmittags in 1200 feet gelagert. Am 19.
ging es stromaufwärts in dem Tal des Okaude (eines Zuflusses des Musa) nach der Land-
schaft gleichen Namens, die aus 4 Dörfern bestand, worauf in etwa 2000 feet gelagert wurde.
Am 22. überschritt die Expedition auf dem Weitermarsch in ESE. in etwa 4500 feet die
Wasserscheide zwischen dem Domara und Adau und gelangte in das Tal des WawMa in der

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Landschaft Keweri [Keveri], wo sie in dem in 2800 feet hegenden Dorf Demolo anlangte
Am 27. wurde in SE. über die Ganai-Berge und damit zugleich über die 2300 feet hohe
Wasserscheide zwischen Süd- und Ost-Neu-Guinea, abwärts in den Gada Gina gewandert.
Nachdem in der Nähe von Bambaga, NE. von der Cloudy-Bucht, in looo feet gelagert
worden war, wurde der Marsch nach der Dedele-Spitze angetreten und von dort zu Schiff
heimgekehrt. Das Resultat der angestellten Untersuchung war, dass an dem Mord in Merani
29 Männer von Dorowaida, 30 aus Dörfern an den NE-Abhängen der Hauptkette teilge-
nommen, sowie dass eine Anzahl von Bewohnern vou Arimo die von Doriwaida begleitet
hatten. Von den Übeltätern hatten nur drei gefasst werden können.

M. H. Moreton 1900.

Der Resident Magistrate der Ost-Abteilung, M. H. moreton, trat am 22. August 1900
von Samarai aus eine Inspektionsreise an, auf der er am 27. zunächst auf der von Rev. J. T.
Eield
geleiteten Missionsstation zu Bunama auf der Normanby-Insel eintraf Er besuchte auch andere
Ortschaften an der Ostküste und ferner Loboda am Kap Pierson. Nachdem er sich vom
29.—31. auf der unter der Leitung des Rev. W. E.
BrOMILOW stehenden Missionsstation auf
der Insel Dobu aufgehalten hatte, segelte er nach den Trobriand-Inseln, auf denen er erst vor
Kawatari auf der Insel Kiriwina, der Missionsstation des Rev. S. B.
Eellows, und darauf bei
Kaibula an der Nordwestecke vor Anker ging. Am 3. wanderte er nach Kawatari und besuchte
hierauf gemeinschaftlich mit
Eellows Lukuli-Kuli, Omaräkana, Obweria, Kulua und Gumilabada.
Von Kaibula setzte er seine Fahrt nach der Fergusson-Insel fort und landete am 11. am Fluss
Mbuli-Mbuli, um die Angelegenheit eines Händlers, der in dem Gebiet überfallen worden war,
zu untersuchen. Zu diesem Zweck suchte er auch das im Gebirge liegende Dorf Waiaruru und
das an der Küste hegende Basima auf Am 12. segelte er nach Maraoni an der Nordküste
der Goodenough-Insel, alsdann nach der vom Rev. A.
Fletcher geleiteten Missionsstation in
Bwaidoga, sowie nach Wagifa, worauf er Dobu zum zweitenmale aufsuchte und am 25. wieder
verhess. Die „Siaiquot; traf am 26. in Samarai mit 29 Gefangenen ein, die vor den Richterstuhl
gebracht werden mussten.

Am 23. Oktober brach Moreton aufs neue auf der „Siaiquot; auf und erreichte, nach
einem Besuch von Awaiama und Taupota an der Ostküste von Neu-Guinea, am 27. die
Missionsstation in Boianai an der Goodenough-Bai. Am 29. traf er in Jasa-Jasa [Yasaiasa]
am Kap Vogel ein, worauf er am nächsten. Tage mit C. A. W.
Monckton nach der im
Innern der Goodenough-Bai hegenden Landschaft Paiwa weitersegelte, um einige Mörder zu
verfolgen. Nachdem im Dorfe Koboro zwei Eingeborene verhaftet worden waren, ging es am
31. nach dem mile entfernt hegenden Kokopu. Um die Verfolgung weiterer Übeltäter
bewerkstelligen zu können, wurde die Nordküste der Kap Vogel-Halbinsel aufgesucht, die von
dort aus nach der Goodenough-Bai in zwei Tagen durchquert wurde. Am ersten November
wurde am Fluss Ruaba gelagert, worauf am nächsten Tage die Ankunft in Kokopu folgte

1)nbsp;J. A. Blayney. Report of the Resident Magistrate, Central Division, on an Expedition to the Doriwaidi
Tribes. Ann. Report on British Nev? Guinea igoo—I, p. 42—46.
— Francis P. Winter. Notes on a Government
Expedition under Dr. J. A. Blayney, Capt.
F. R. Barton, and A. E. [sic!] English, to the Main Range, Brit. New Guinea.
Queensland. Geogr. Journ. N. S. XVI. 1900—l. Brisbane, p. 63—68.

2)nbsp;Report of the Resident Magistrate, Eastern Division. Ann. Report. Brit. New Guinea 1900—I. Brisbane igo2,
p. 70—72.

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P. R. Barton 1900.

Wiederholte Morde im Kemp Welch-Gebiet hatten die Entsendung einer Strafexpedition
nötig gemacht, weshalb der Kommandant der Schutztruppe
F. R. Barton mit 20 Polizei-

Soldaten am 23. Oktober Port Moresby auf dem Kutter „Lokohuquot; verhess. Die Truppe begab
sich nach der
Landung in Kapa-Kapa, am Mittage des folgenden Tages nach der Rigo-

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Station, und trat am 26., begleitet vom Government Agent A. C. English, ihren Weitermarsch
an (Fig.
70). Sie gelangte an diesem Tage bis Ginihikolo, am 27. nach dem an der Einmündung
des Nutmeg-Flusses in den Wanigela liegenden Dorfe Saroa Ke. Nachdem am folgenden Tage
das SE. davon hegende Barikageri erreicht worden war, setzte sie in Kanus über den Wanigela
und erstieg vom jenseitigen Ufer aus das neu erbaute, aus
21 Häusern bestehende Dorf Bera
Goro. Am
29. erfolgte die Ankunft in dem auf demselben Bergrücken in 1400 feet Höhe
liegenden, aus
26 Häusern bestehenden, aber verlassenen Dorfe Babakagoro. Am 30. ging
es durch das in SE. hegende Waiapa Goro
(30 Häuser) nach Mao Komana, in dem über-
nachtet wurde, nachdem das östhch davon, an einem Steilabsturz hegende Laula Komana, das
einen schönen Überblick über das Tal des Upugau gewährte, besucht worden war. Während
der folgenden Tage stellte
Barton Untersuchungen nach den verschiedenen Mordtaten an,
worauf er am
5. November nach Mimika [Memeka] ging. Nach einem Marsche erst in süd-
licher und darauf in östhcher Richtung wurde gegen Mitternacht der Fuss des Berges, auf
dem das Dorf einer Feste gleich auf schwer zugänglicher Höhe sich erhob, erreicht, doch
gelang es nicht dasselbe zu umzingeln. Die im Laufe der nächsten Tage gemachten Gefangenen
wurden am
12. nach Rigo geschickt, worauf Barton am folgenden Tage den Marsch nach
dem in
2300 feet hegenden Koloa Komana und weiter nach dem auf dem Pyramid Hill in
gleicher Höhe hegenden Gubaia Goro fortsetzte. Am
14. erreichte er das nördhch davon
hegende Maikana Goro. Am
16. traf die Truppe nach zweistündigem Marsch in Wamio
Komana ein, wanderte hierauf in nördhcher, später in westlicher Richtung weiter, bis sie
das über dem Kemp Welch-Fluss sich erhebende, aber zur Zeit verlassene Uga Goro erreichte.
Inzwischen hatte regnerisches und stürmisches Wetter eingesetzt. Wenige Tage darauf ging es
über den Shilhnglaw-Berg nach Dogura, das am Zusammmenfluss des Margaret- und Kemp
Welch-Flusses lag. Während
Barton sein Lager im NW. davon aufschlug und Flösse für die
Talfahrt anfertigen liess, schickte er eine Abtehung in das Dorf Demori, das unweit des
larawo, der nördhchen Fortsetzung des Kemp Welch-Flusses, lag. Nach ihrer Rückkehr wurde
am
22. abgefahren und innerhalb 6 Stunden Kalikodobu, am nächsten Tage Ginihikolo
erreicht, worauf der Rest des Weges nach Rigo zu Fuss zurückgelegt wurde \').

Vermessungsschiff „Penguinquot; 1900.

Das britische Vermessungsschiff „Penguinquot; berichtete über seine Untersuchungen in der
Torres-Strasse^), und zwar dass es die Lage der Money-Untiefe zu io
°2i\'25quot;S., I32°45\'50quot; E.,
diejenige der Marie-Untiefe*\'^) zu
10° 55\'20quot; S., i30°6\'i5quot;E. bestimmt hatte. Dagegen konnte
die angeblich in
10° 17\'S., 131° 6\'E. hegende Indus-Untiefe ebensowenig gefunden werden,
wie die vom Schiff „Scorffquot;, in
10° 37\'S., i 39° 27\'E. und die von der „Durancequot; in I0°53\'S.,
138° 45\'E. entdeckten flachen Stehen.

H. P. Schleneker 1900.

Kurz erwähnt wird, dass der in Isulele stationirte Rev. H. P. SCHLENCKER im Jahre

1)nbsp;F. R. Barton. Report of Patrol made in the Central District in October and November, 1900. Ann. Report
on Brit. New Guinea
1900—I, p. 89—94, Map VI.

2)nbsp;Nachrichten für Seefahrer XXXI. 1900, N°. 1933 (p. 609—610) nach Notice to Mariners. London 1900, N°. 494.

3)nbsp;G. W. Earl. Sketch of the Steam. Route. Journ. Ind. Arch. V. Singapore 1851, p. 624. ■—■ S: Green. The
Money Shoal. Nautical Magazine. X. i84i, p.
781—782.

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I900 einen Ausflug nach dem Mount Douglas-Distrikt unternahm, um zu erkunden, ob er für
die Errichtung einer Missionsstation geeignet sei \').

Alexandre Pillodeau 1900—1901.

Nach einer brieflichen Mitteilung des Paters Comte de Boismenu vom 29. Januar 1901,
hatte der Pater A.
Fillodeau eine Reise nach dem im Norden des Hall-Sundes liegenden
Gebirgsmassiv unternommen die in Aussicht gestellte ausführliche Beschreibung scheint
jedoch nicht erschienen zu sein. Zu gleicher Zeit berichtete
de Boismenu, dass es dem Pater
Pages nach 14 monatigen Anstrengungen geglückt sei in dem dort liegenden Uni-Uni eine
Missionsstation zu gründen

R. H. Bohu 1900.

Es wird im Jahre 1900 gewesen sein, dass der Goaler and Overseer der Tamata-Station,
R. H. Rohu, der am 18. Oktober 1900 seine Entlassung nahm 3), das Albert Edward-Gebirge
besuchte und dort bis in die Höhe von 6000 feet gelangte. Dieses Unternehmen ist nur
dadurch bekannt geworden, dass er zoologische Objekte sammelte Y.

H. R. Maguire 1900—1902.

Der Landmesser H. R. Maguire war am 17. November 1900 von Brisbane auf der
„Merrie Englandquot; abgedampft und am 28. in Port Moresby eingetrofifen. Im Auftrage des
Lieutenant-Governor begab er sich über Samarai nach dem Mambare und von der Tamata-
Station aus weiter nach.den Goldfeldern am Tamata und Gira, um hier die Vermessung der
Claims vorzunehmen. Zu dem nämhchen Zweck trat er von der erwähnten Station die Wande-
rung nach dem am Kumusi liegenden Bogi an und gelangte von dort aus nach den Goldfeldern
am Jäda [Yodda]. Ein Itinerar wird nicht mitgeteilt und seine Beschreibungen gehen über
Allgemeinheiten nicht hinaus. Nach Beendigung seiner Arbeiten verhess er am rö. Januar
1902 Neu-Guinea und traf eine Woche später wieder in Brisbane ein

Heinrich Schnee 1900.

Der Tod des im Jahre 1894 von Bewohnern der Landschaft Kabïn ermordeten Händlers
Rojahn 0) (s. oben p. 593, 620) hatte noch immer keine Sühne gefunden. Da das Sünden-
register dieser Eingeborenen sich inzwischen vermehrt hatte, ging der kaiserliche Richter
H.
Schnee mit sämtlichen in Herbertshöhe verfügbaren Polizeisoldaten am 10. Januar 1900
auf dem von der Firma
Hernsheim amp; Co in Matupi gecharterten Motorschoner „Mascottequot;

1)nbsp;New Guinea. Chronicle London Miss. Soc. LXIV. London 1900, p. 255.

2)nbsp;Nouvelle-Guinée. Missions Catholiques. XXXIII. Lyon 1901, p. 173. _ Später hat Fillodeau das erwähnte
Gebiet nochmals besucht und eine Karte von demselben angefertigt (Papua. Annual Report for the year ending 30th lune
1907. Victoria 1908, Map).nbsp;\'\'nbsp;,

3)nbsp;Ann. Report on British Neu Guinea 1900—1901, p. XL—XLI.

4)nbsp;Oldfield Thomas. On a new Genus of Vespertilionine Bat from New Guinea. Ann. and Mag. Nat Hist

(7)nbsp;X. 1902, p. 220—222. — G. A. Boulenger. Descriptions of new Reptiles from Brit. New Guinea. Proceed. Zoolog
Soc.
1903. IL p. 126—127. — Walter Rothschild and K. Jordan. Some rare and unflgured Lepidoptera Novitates
Zoologicae.
X. 1903, p. 484. — Oldfield Thomas. The Species of the Genus Dactypsila. Ann. and Mag Nat Hist

(8)nbsp;l 1903, p. 123.

5)nbsp;Impressions of a year\'s Sojourn in British New Guinea. Queensland Geogr. Journal (N. S ) XVII Brisbane
1901—2, p. 117—143.

6)nbsp;Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land. X. 1894, p. 22.

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ab und traf am folgenden Tage auf der Sandwich-Insel [Djaul] ein. Durch Vernehmung von
Einwohnern konnte
schnee feststehen, dass Kabin-Leute noch vor kurzem das an der
gegenüberliegenden Küste von Neu-Mecklenburg befindliche Dorf Bahatoret überfallen und
eine grössere Anzahl ihrer Bewohner erschlagen hatten. Während der Nacht wurde die Pohzei-
truppe in der Gegend des Dietert-Berges [Lemai] gelandet und in der Frühe des
12. die
schuldigen Dörfer umgangen und überfallen. Nach Niederbrennung der Hütten sowie Zerstörung
der Kanus wurde die Wanderung nach der i Stunden entfernt liegenden Handelsstation
Kabln angetreten. Es gelang den ausgesandten Pohzeisoldaten später den Häupthng
Rawes,
den Mörder Rojahns, zu erschlossen. Hierauf setzte Schnee nach einem Besuch der Insel
Nusäum in der Steffen-Strasse die Fahrt nach den Admiralitäts-Inseln fort und erreichte am
16. die Handelsstation auf der Insel Kumuli. Mit den beiden Händlern
Schlehahn und
Rebstock sowie 12 Eingeborenen von Siwisa [Sepesa] (Fedarb-Inseln] und Mok Lin als Führer
ging die „Mascottequot; am 17. nach Alim [Elizabeth-Insel], wo im Laufe der nächsten Tage die
an dem Morde des Händlers
Maetzke beteiligt gewesenen Bewohner von Mok Mandrian
teils festgenommen, teils erschossen werden konnten.

. Rudolf von Benningsen und Korv. Kapt. Schack 1900.

Zwei Morde auf den Admiralitäts-Inseln bestimmten den Gouverneur R. von benningsen
sich des vor Herbertshöhe hegenden Kreuzers „Seeadlerquot;, Korv. Kapt. ScHACK, zu einer Straf-
expedition zu bedienen. Der erste Fah betraf den soeben bereits erwähnten Händler
Maetzke,
der von Eingeborenen von Mok Mandrian erschlagen worden war, der zweite den Kapitän
der „Nukumanuquot;,
Dathe, der mit dem Steuermann Johannsen bei der Insel Papitaläi an
der Nordostspitze der Grossen Admiralitäts-Insel ermordet worden war. Die farbige Mannschaft
war, soweit sie nicht ebenfalls den Tod gefunden hatte, in die Gefangenschaft weggeführt
worden. Dem Händler
Molde war es wenigstens geglückt das völlig ausgeraubte Schiff nach
Kumuli zu bringen.

Nachdem von Benningsen sich auf dem Kreuzer am 18. Januar eingeschifft hatte,
traf dieser verabredeterweise am 20. bei der Insel Alim mit der „Mascottequot; zusammen Auf
der Fahrt dorthin passirte er die unter 2° 43\'S., 147° 19\'E. auf der Karte eingetragene, 300 m.
lange und bewaldete Insel und bemerkte auch eine 1400 m. weiter westhch hegende zweite,
die gleichfalls bewaldet und etwa 700 m. lang war Nach Ankunft des Gouverneurs wurde
eine nochmalige Durchsuchung von Alim vorgenommen und darauf den Mok
Mandrian-Leuten
die Insel ihrer Schandtaten wegen abgenommen und sie dem Händler
Molde, dem Gesell-
schafter von
Maetzke, als Ersatz für den durch den Überfall auf Kumuli erhttenen Schaden,
als Eigentum zugewiesen. Abends dampften die Schiffe nach Baluan [St. Patrick-Insel],

1)nbsp;Schlehahn wurde 1906 auf San Gabriel [Päk] erschlagen (Deutsches Kolonialblatt. XVIIL 1907, p. 516.,
Deutsche Kolonialzeitg. XXIII. 1906,
p, 179—i8o).

2)nbsp;[R. von Benningsen]. Strafexpedition nach Neumecklenburg und den Admiralitäts-Inseln. Deutsches Kolonial-
blatt. XI. 1900, p. 326—331.
— Heinrich Schnee. Büder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 255—258, 181—206. —
Zur Küstenkunde des Bismarck-Archipels i. Aus dem Reisebericht S. M. S. „Seeadlerquot;, Kommandt. Korv. Kapt.
Schack.
Jan. und Mai 1900. Ann. d. Hydrographie. XXIX. 1901, p. 8—11, Taf. 3.

3)nbsp;Mit der erstgenannten dürfte die südwestliche Heuschober-Insel, die aber nach der deutschen Seekarte N°. 480
(Ausgabe 1910) in 2° 41V2\' S., 147° 17V2\' E. liegt, und mit der letzterwähnten die Platform-Insel [Sauwäi] (2° 43\' S. 147° 15\' E).
gemeint gewesen sein.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;gg

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auf der sich die Bewohner von Mok Mandrian nach der Ermordung und Beraubung Maetzkes
angesiedelt hatten. Sie legten sich in Deckung hinter die vorgelagerten kleinen Inseln Mok Ein
[Klein-Mok], Mok Mandrian [Gross-Mok], Pom Ein und Pom Mandrian, worauf die Polizei-
truppe, die in der Frühe des\' 21. auf Baluan ausgeschifft worden war, auf schmalem Pfade
den Marsch ins Innere antrat und drei Niederlassungen nahm, während ein weiteres, vom
Lande aus nicht erreichbares Dorf vom „Seeadlerquot; mit Granaten beschossen wurde. Nach
dieser Züchtigung wurde die Fahrt nach der Grossen Admiralitäts-Insel fortgesetzt und während
der Nacht im Kelaua-Hafen bei der Bird-Insel [Potomo, Tuaral] geankert. Am 22. trafen die
Schiffe an dem Schauplatz des Überfalles der „Nukumanuquot; ein, indem sie durch die Einfahrt
zwischen den Inseln Ndrilo \') und Hauwäi in die grosse Bucht, die den Namen Seeadler-
Hafen erhielt, einhef (Fig. 71). Der Kreuzer ging etwa 500 m. von der westhch von Hauwäi
liegenden Insel Pitelu [Pitilu] entfernt vor Anker. Sie war von einem Stamm bewohnt, der in
Gemeinschaft mit den Bewohnern von Papitaläi die der Firma
Forsayth gehörende „Nukumanuquot;
überfallen hatte. Die Bewohner des letzterwähnten Dorfes hatten überdies später die Händler

Forsayth und Bullok
beschossen und letzteren
schwer verwundet; endhch
hatten sie auch versucht
den Kutter des Händlers
Molde zu nehmen. Die an
der Westseite der Insel ge-
landete Pohzeitruppe fand in
den Plütten zahllose Gegen-
stände, die von der „Nuku-
manuquot; herrührten. Am 23.
querte der „Seeadlerquot; die
Bucht, indem er an den
unbewohnten Inseln Reta,
Butschou [ Bendney-Insel]
und Butshoruo vorbei, auf
den SE-Winkel zusteuerte,

um eine Bestrafung der in Papitaläi wohnenden Mörder des Kapt. Dathe herbeizuführen. Vom
Ankerplatz aus ging eine armirte Pinasse unter der Führung des Kapt. Leütn.
von hippel,
gefolgt von Booten mit der Schutztruppe, nach dem an einem schmalen Meeresarm hegenden
Dorf (2°3\'9quot;S., 147° 25\'/^\'E.). In den verlassenen Hütten fand man abermals von der „Nuku-
manuquot; herrührende Objekte, darunter die Schiffspapiere. Nachdem der Rest des Tages zu
Vermessungsarbeiten verwendet worden war, dampften die Schifife wieder aus, um Baluan
sowie die Pom-Inseln wieder aufzusuchen. VoN
Benningsen, Schnee und molde landeten
am nächsten Tage auf Pom Ein, das etwa 50 Einwohner zählte. Auf der Wanderung fanden
sie grosse Blöcke von Obsidian. Die Bemühungen mit den Bewohnern von Pom Mandrian

i) Drillo bei Schack und von Benningsen. Die Namen der Negros-Inseln lauten von W. nach E: Pitelu, Hauwäi,
Ndrilo, Koruniat [Korniat] und Kitjapon [Kitschawon],

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Unterhandlungen anzuknüpfen, schlugen fehl. An diesen Besuch schloss sich eine Fahrt nach
Siwisa an, worauf abends vor Kumuh geankert wurde. Während der „Seeadlerquot; am 25. die
Rückreise nach Herbertshöhe antrat, setzte
Schnee seine Fahrt auf der „Mascottequot; nach
Neu-Hannover fort und ging am Abend des 26., nach einem Besuch der Insel Kung, bei der
Insel Ungalik (2° 22V3\'S., 150°
h\'/s\'E.) vor Anker. Am 27. traf er auf der Insel Zoi (lies Tsoi
ein, wo 7 Bewohner des Dorfes Manoi ein Händlerboot mit 4 farbigen Arbeitern bei Buka-
Buka an der gegenüberhegenden Ostküste von Neu-Hannover ausgeraubt und ausgemordet
hatten. Erst später konnte wenigstens einer der Mörder zur Einlieferung gelangen. Nachdem
abends noch Nusäum (2°38\'S., 150° 387V E.) in der Steffen-Strasse erreicht worden war, fuhr
Schnee am 28. weiter zum Besuch der Handelsstation Kabïn sowie der vom Händler Pagels
verwalteten auf der Insel Liseno, worauf nachmittags die Ankunft auf der Insel Nusa erfolgte.
Am 29. setzte die „Mascottequot; ihre Fahrt nach der Handelsstation Kapsu (Händler
petersen),
am 30. nach Lanau (Händler Schlüter) und Towarnehng, am 31. nach Fètsoa, sämthch an
der Nordostküste von Neu-Mecklenburg gelegen, fort. Am 4. Februar erfolgte die Rückkehr
nach Herbertshöhe.

Rudolf von Benningsen 1900.

Am 4. Februar 1900 schiffte sich R. von benningsen mit dem kaiserlichen Richter
P.
Boether, dem Plantagenleiter LoAG sowie der Pohzeitruppe in Herbertshöhe, auf dem
„Herzog Johann Albrechtquot; ein und nahm zunächst Kurs nach den Französischen Inseln Das
Schiff lief am 8. in den Peter-Hafen auf der Insel Delacs [Garowe] ein, an dem sich die von
Peter Hansen geleitete Station der Neu-Guinea-Kompagnie befand. Auf der am 9. ange-
tretenen Weiterfahrt wurde der Long-Insel ein kurzer Besuch abgestattet, worauf die Ankunft
in Friedrich Whhelms-Hafen am 12.
erfolgte 2). Bereits am folgenden Tage brachen die TeiL
nehmer mit 10 Pohzeisoldaten und 30 Trägern über Jomba nach dem Hinterlande auf, um
die Trace eines zwischen Friedrich Wilhelms-Hafen und Stephansort anzulegenden Weges zu
erkunden und zugleich weglaufene Chinesen, die in den Dörfern der Tamul zurückgehalten
wurden, zu ergreifen. Nachdem das erste Nachtlager in Jèsup aufgeschlagen worden war,
wurde am 14. der Gum [Marien-Fluss] 3) durchschritten und während des mehrstündigen
Marsches die jedesmal nur aus wenigen Hütten bestehenden Dörfer Mala, Medog, Haje und
Kabal-Kabal durchzogen, worauf in Atjèb, in der Nähe des Gogol, übernachtet wurde.
Von
Benningsen
war am 15. früher als der übrige Teil der Expedition aufgebrochen und ver-
fehlte durch das Einschlagen eines anderen Weges das Zusammentreffen. Er geriet in einen
Nebenfluss des Gogol, den er später verlassen musste, und erreichte schhesslich bei dem Dorfe
Koning, gegenüber der Insel Bili-Bili, den Strand der Astrolabe-Bai, wo er übernachtete. Am
16. liess er sich in einem Boot nach Erima-Hafen rudern, worauf er am nächsten Tage über
Balama, Erima und Zenadge [wohl Tsenadge] nach Stephansort gelangte, das die übrigen
Teilnehmer am 18. erreichten. Am 19. setzte die Expedition ihren Marsch in südwestlicher
Richtung fort und
ermittelte in dem aus 30 Häusern bestehenden Dorf Baua viele Gegenstände,
die teils Eigentum der Kompagnie, teils der Chinesen waren. Sie beschränkte sich auf die

1)nbsp;Es gibt drei Inseln dieses Namens, nämlich Tsoi Wuka, Tsoi Lik und Tsol Boto.

2)nbsp;Ueber eine Expedition im Hinterlande von Friedrich Wilhelms-Hafen und Stephansort. Deutsches Kolonialblatt.
xl 1900, p. 324—326.

3)nbsp;Früher als Tamembo bezeichnet.

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Mitnahme von Geissein, durchschritt darauf den stark angeschwollenen Mintjim und erkletterte
das auf einem 300 m. hohen, steilen Berge liegende Wange [Wenki ?], das aus einem Unterdorf
(17) und einem Oberdorf (7 Hütten) bestand. Nachdem am 20. eine Durchsuchung des erst-
genannten vorgenommen worden war, wurde der Rückmarsch nach Stephansort angetreten \')•

Ernst von Hesse-Wartegg 1900.

Der Reiseschriftsteher E. von hesse-WarteGG trat 1900 von Singapore aus über die
Banda-Inseln, die am 12. April wieder verlassen wurden, eine Fahrt nach Deutsch-Neu-Guinea
an, die er in einem eigenen Werke und mehreren Zeitschriftenartikeln beschrieben hat \').
Seine Unwissenheit die nur von seiner Dreistigkeit übertroffen wird, die Art und Weise,
wie er mit dem geistigen Eigentum anderer umspringt, sind sattsam bekannt. Es lohnt daher
auch nicht lange bei seinen Fahrten zu verweilen. Nachdem er mit dem Reichspostdampfer
über Berlin-Hafen, Potsdam-Hafen, Friedrich Wilhelms-Hafen. Stephansort und Finsch-Hafen
in Herbertshöhe eingetrofifen war, erhielt er die Erlaubnis an der Fahrt des Kreuzers „Seeadlerquot;,
(5.-—-12. Mai) über die noch berichtet werden wird, teilzunehmen. Nach der Rückkehr hielt er
sich noch einige Zeit auf der Gazelle-Halbinsel auf Neu-Pommern auf und besuchte ferner die
Insel Mioko.

R. von Benningsen und Korv. Kapt. Schack 1900.

Auf Requisition des Gouverneurs trat der Kreuzer „Seeadlerquot;, Korv. Kapt. schack, der
zu diesem Zweck die Reede von Matupi am 3. Mai 1900 verlassen hatte, von Herbertshöhe
aus eine Pquot;quot;ahrt an, an der
von benningsen selbst, ferner E. von hesse-Wartegg und 22
Polizeisoldaten teilnahmen. Nach einem Besuch der an der Ostküste von Neu-Pommern
liegenden und von H.
Geisler verwalteten Station schlug das Schifif nördhchen Kurs ein
und erreichte am 4. die Sandwich-Insel [Djaul]. Nachdem bei dem an der Südküste liegenden
Dorfe Kari gelandet worden war, wurde die Insel nach halbstündigem Marsche durchquert,
worauf man auf den bei dem Dorfe Pandekum wieder vorgefundenen Booten an Bord zurück-
kehrte. Die nächste Haltestelle war die vom Händler
Schneider verwaltete Station Kabln
an der Neu-Mecklenburg-Küste. Während der „Seeadlerquot; durch die Stefifen-Strasse nach Nusa

1)nbsp;Ueber eine Expediüon im Hinterlande von Friedrich Wilhelmshafen und Stephansort. Deutsches Kolonialblatt.
XI.
1900, p. 324—326.

2)nbsp;Samoa, Bismarckarchipel und Neuguinea. Drei deutsche Kolonien in der Südsee. Leipzig 1902. p. 18—194.

3)nbsp;Durch die katholischen Missionen und Handelsstationen von Neuguinea. Steyler Herz-Jesu-Bote. XXIX. Steyl
19012, p. 10—ii, 23—24, 39—42. — Über die Missionsstation in Potsdamhafen. Deutsches Kolonialblatt. XL 1900,
p. 558—559. — Unbekannte Gebiete in der deutschen Südsee. Velhagen und Klasings Monatschafte. Bielefeld 1900—1901.
1. p. 556—568. — Die Zukunft von Deutsch-Neu-Guinea. Deutsche Rundschau für Geogr. und Stat. XXIV. Wien 1902,
p. 97.—-103. — Durch unbekannte Gebiete im Bismarck-Archipel. Jahresbericht Frankf. Ver. f. Geogr. und Stat. LXIV.
u. LXV.
1899—1901, p. 159—160.

4)nbsp;In welcher Weise er seine Behauptungen einfach aus der Luft greift, möge durch zwei Beispiele illustrirt
werden. Er schreibt: „Wir sahen auch die Stelle, wo der erste deutsche Hafen liegen soll, der in nicht sehr schmeichel-
hafter Weise für die Holländer den Namen Angriifshafen führtquot;. Die Holländer haben mit diesem Hafen niemals auch
nur das Geringste zu tun gehabt. Bekanntlich hat die Anse de l\'Attaque ihren Namen einer Begegnung mit J.
Dumont
d\'Urville
im Jahre 1828 zu verdanken (s. Nova Guinea. I, p. 330). ■— Auf St. Matthias ist nach von Hesse-Wartegg
„der Grund der Feindseligkeiten der Eingeborenen in den Sklavenjagden zu suchen, welche in früheren Zeiten von
spanischen Schiffen hier abgehalten wurden, um für die Goldminen in Peru Arbeiter zu findenquot;. Es gibt keine einzige
Quellenschrift, in der von einer derartigen Tatsache gesprochen wird. Der erste Spanier, der diese Insel gesichtet, aber
auch nur gesichtet hat, war erst
Maurelle im Jahre 1781, betreten hat sie aber bisher kein einziger.

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weiterdampfte, durchfuhr von benningsen auf der Dampfbarkasse den Albatross-Kanal, um
die Station von J.
RuGE auf der Insel Nusäum aufzusuchen und sich alsdann ebenfalls nach
Nusa zu begeben Am 5. galt ein weiterer Besuch der gegenüberliegenden Neu-Mecklenburg-
Küste. Nach der Landung auf der vom Händler
Mag Shan verwalteten Station Nowan [Nuan]
der Firma
forsayth wanderte von benningsen längs des Strandes nach der Stelle, an der
die neue Regierungsstation Käwieng (besser Kewing) angelegt werden sollte. Nach halbstün-
digem Marsche wurde endhch die vom Händler
coenen geleitete Station Bagall der Firma
O.
Mouton erreicht, worauf nach Nusa zurückgekehrt wurde. Nachmittags unternahm von
Benningsen
mit Schack auf der Dampfpinasse noch einen Ausflug nach der Insel Kabö-
teron. Am 6. verhess der „Seeadlerquot; die Reede von Nusa und setzte durch die Nissel-
Einfahrt Kurs nach Neu-Hannover, wo zunächst die unweit der Ostküste liegende, unbewohnte
Insel Cerla (lies Mösuang 2° 26\'S., 150° 21,7\'E.) und ferner die Insel Ungahk (etwa 300
Seelen) aufgesucht wurde. Als der Kreuzer am folgenden Tage vor der Insel Kung vor
Anker ging, traf er den Händler
Lundin als Vertreter des zur Zeit in Deutschland weilenden
Besitzers C.
gangloff an. Bereits in den Nachmittagsstunden näherte der „Seeadlerquot; sich
der Insel St. Matthias und ging bei einer südlich von ihr hegenden Vorinsel zu Anker. In der
Frühe des
8. kam ein Kanu längsseits und eröffnete einen Tauschhandel, worauf von ben-
ningsen
sich nach der Insel rudern liess. Obwohl die Eingeborenen scheu waren, hessen sie
sich doch auf einen Handel mit ihren Erzeugnissen ein Im Laufe des Tages erfolgte auch
die Ankunft des Vertreters der Firma
Hernsheim amp; Co in Matupi, Max Thiel, auf dem
Schoner „Mascottequot;, der zwei Tage blieb. Der „Seeadlerquot; verwendete den
8. und 9. auf Ver-
messungsarbeiten und umfuhr zum Schluss die ganze Insel, wobei sich zeigte, dass sowohl
ihre Gestalt als ihre Lage von der bisherigen DarsteUung auf den Karten erhebhch abwich.
Auf der Rückfahrt wurde abermals östlich von Neu-Hannover und alsdann durch die Steffen-
Strasse gedampft, worauf am 12. morgens die Ankunft in Herbertshöhe erfolgte.

Alexander Pflüger 1900.

Nachdem Alexander Pflüger Anfang 1900 einen grossen Teil des Indischen Archipels,
nämhch Sumatra, Java, Celebes und die Molukken bereist hatte, gelangte er von Amboina aus
nach den Südwest- und den Südost-Inseln Von den Kei-Inseln brachte ihn der Postdampfer
nach der Westküste von Neu-Guinea und zwar nach Fak-Fak, wo man noch mit dem Ausbau
der neu errichteten Regierungsstation beschäftigt war s). Am folgenden Tage lief das Schifif in
den Mac Cluer-Golf ein und gelangte nach kurzem Aufenthalt in der Sekär-Bai über Gisser auf

1)nbsp;[R. von Benningsen]. Bericht über eine Dienstreise des Kaiserlichan Gouverneurs von Deutsch-Neu-Guinea.
Deutsches Kolonialblatt. XI. Berlin 1900, p. 637—641. — Zur Küstenkunde des Bismarck-Archipels, i. Aus dem Reise-
bericht S. M. S. „Seeadlerquot;, Kmmdt. Korv. Kapt.
Schack. Januar und Mai 1900. Ann. d. Hydrographie. XXIX. 1901, p. 8—11.

2)nbsp;Gurt Danneil. Die ersten Nachrichten über die Inselgruppe St. Matthias und deren Bewohner. Internat. Archiv
f. Ethnographie. XIV. Leiden 1901, p. 112—127. — R.
Parkinson. Die Insel St. Matthias (Bismarck-Archipel). Globus.
LXXIX. 1901, p. 229—233, 256 m. Karte.

3)nbsp;St. Matthias 1:75000. Berlin 1901. Reichs-Marineamt, N°. 161.

4)nbsp;Smaragd-Inseln der Südsee. Reiseeindrücke und Plaudereien. Bonn [1901], p. 167-—175. Ebenso wie auf dem
Titel die Jahreszahl fehlt, hat der Verfasser auch im Texte auf jegliche Zeitangabe Verzicht geleistet.

5)nbsp;Pflüger nennt den Ort Skroë (lies Skru oder Sekru), der aber westlicher liegt und den er gar nicht zu sehen
bekommen hat.
t. J. Bezemer. der das Pflügersche Buch für holländische Leser bearbeitet hat (Door Nederlandsch Indië.
Schetsen van Land en Volk. Groningen 1906, p. 615—626), und der es besser hätte wissen können, schreibt dies einfach nach.

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der Reede von Banda. Er fand hier Anschluss an den Reichspostdampfer „Stettinquot;, auf dem
. er zunächst nach Kaiser Wilhelms-Land und weiter nach dem Bismarck-Archipel fuhr. Er
besuchte die Umgegend von Herbertshöhe, die Insel Matupi, den Krater des Kaije sowie
den Vulkan Mutter, hatte darauf Gelegenheit an einer Fahrt der „Möwequot; vom 28. Juni bis
8. Juh (s. unten p. 761—762), sowie an einer Fahrt mit H.
Schnee vom 3. bis 6. August
nach Neu-Mecklenburg teilzunehmen (s. unten p. 763), und trat alsdann die Heimreise an.

Rudolf von Benningsen und Robert Koch 1900.

Der Motorschoner der Neu-Guinea-Kompagnie „Herzog Johann Albrechtquot; \') war, auf
einer Anwerbetour begriffen, mit
Robert Koch und LUDWIG BiRÖ an Bord von der Astrolabe-
Bai nach Herbertshöhe gekommen. Nachdem sich am 13. Mai auch
RUDOLF VON BENNINGSEN
eingeschifft hatte, setzte er seine Fahrt durch den St. Georg-Kanal fort und traf am nächsten
Morgen vor der Landschaft Siar [Siara] an der Südostküste von Neu-Mecklenburg ein, wo die
Reisenden in Lambon landeten Nachdem
küch die eingeborenen Kinder auf Malaria
untersucht hatte, dampfte das Schiff mittags wieder aus und gelangte längs der Ostküste
nach dem Kap Santa Maria, wo sich 6 Leute anwerben hessen. Vor dem Dorfe Asu wurde
zwar gestoppt, doch erwies sich eine Landung der heftigen Brandung wegen als untunlich.
Als 19. landeten die Reisenden an der Südseite der Gardenijs-Insel [Lihir] und wanderten,
während der „Herzog Johann Albrechtquot; nach dem Louise-Hafen weiterfuhr, durch den Wald
nach dem aus 20—30 Hütten bestehenden Dorf But-But, wo
KoCH ebenfalls Untersuchungen,
aherdings mit negativem Erfolge anstellte. Wieder an Bord gelangt dampften .sie nach der
San Joseph-Insel [Masahèt] sowie der San Francisco-Insel [Mahur], die beide besucht wurden,
und trafen am 21. an der NE-Küste der Insel Tabär (Gardner-Inseln) bei dem Dorfe Koko
ein, in dem
KoCH einige Malariafälle feststehen konnte. Nach einem kurzen Besuch der
Visscher-Insel [Simbéri] wurde wiederum nach Neu-Mecklenburg Kurs gesetzt, und traf der
Dampfer am Morgen des 23. vor Lasu quot;) (etwa 3° 2\'S., 151° 38\'E.) ein, wo sich seit 3 Monaten
eine vom Händler
KUMMER verwaltete Station befand. Das nächste Ziel war die Handels-
station Fetsöa (etwa 2° 25\'S., 151° 26\'E.) mit einem grossen reinhchen Stranddorf Am 24.
erfolgte die Ankunft vor Nusa, worauf der Bauplatz für die zukünftige Regierungsstation
Käwieng an der gegenüberhegenden Neu-Mecklenburg-Küste besichtigt wurde. Am Nach-
mittage gelangte der „Herzog Johann Albrechtquot; noch bis zur Insel Kaböteron und setzte am
Morgen des 25. die Fahrt nach der Südküste von Neu-Hannover fort, wo der Anker nahe
der Mündung des Saula fiel. Nach halbstündigem Marsche erfolgte die Ankunft in dem Dorfe
Lawangäi (2° 39\'12quot; S., 150° 16\'40quot; E.), wo
KoCH die Kinder verhältnismässig gesund fand.
Nachmittags wurde noch eine Bootfahrt auf dem Fluss, 2 km. stromaufwärts unternommen.
Am 26. erreichte der Dampfer nach zweistündiger Fahrt in westhcher Richtung einen anderen

1)nbsp;Dieses Schiff strandete am 23. Dezember 1904 in der Westeinfahrt des Nord-Hafens auf Neu-Hannover.
(_T.
Hermann. Art und Ursache der Strandungen deutscher Seeschiffe. Ann. der Hydrogr. XXXVIII. 1910, p. 159).

2)nbsp;Soll wohl heissen Lonlun (4° 18\'45quot;S., 153° 10\'E.).

3)nbsp;Nach Karl Sapper (Höhenschichtkarte von Süd-Neu-Mecklenburg. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgeb. Ergzgsh.
N°.
3. 1910, Karte 3) ist dies die einheimische Bezeichnung für das Kap Santa Maria, das nach O. Schlaginhaufen
indessen Rikambeng heisst (Mittlg. aus den Deutschen Schutzgeb. XXI. 1908, p. 215).

4)nbsp;Von Benningsen schreibt Lessu.

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guten Hafen, in dem der Boi \') mündete. Dreiviertel Stunden von der Küste entfernt lag das
Dorf Asmin^), in dem viel Malaria herrschte. Auch auf diesem Flusse unternahmen die Reisenden
eine Bootfahrt. Auf der Weiterfahrt am nächsten Tage vpurde nochmals geankert, und zwar
an der Westküste in der Marien-Bucht, von der aus auf beschwerlichem Pfade längs des
Strandes das Dorf Lipengen aufgesucht wurde. Während der Fahrt war der Bati Suilaüa
[Stosch-Berg] auf dem nach Angabe der Eingeborenen die Geister hausen sollen, überall als
Marke sichtbar. Darauf nahm man von Neu-Hannover Abschied, das nach
von benningsen
„wie die Provinz Hannover eine Perle im Gebiete des Königreiches Preussen ein Edelstein im
Gebiete des deutschen Schutzgebietes zu werdenquot; verspricht.

Nachdem an dem 28. auf der Sandwich-Insel 53 Arbeiter angeworben worden waren,
erfolgte die Rückkehr nach Herbertshöhe am 30

Jos. Erdweg und Friedr. Vormann 1900.

Am 20. Mai 1900 verhessen die Patres J. Erdweg und F. Vormann auf dem Kutter
„Mariaquot; die Station der Väter vom Göttlichen Wort auf der Insel Tumléo im Berhn-Hafen,
um der Landschaft Aróp an der Küste von Kaiser Wilhelms-Land einen zweiten Besuch
(s. oben p. 737) abzustatten®). Nachdem das Schiff seinen Bestimmungsort erreicht hatte,
fuhren sie in einem Boot nach der 20-—30 m. breiten Mündung des Takón [Bastian-Fluss] nach
dem dort hegenden Dorf Taikus, wo sie übernachteten. Am 23. traten sie die Wanderung
längs der Küste an,, die auf einer Strecke von 300—400 m. von den Dörfern der Land-
schaft Aróp bekränzt war. Darauf folgte in gleicher Ausdehnung ein Waldgebiet, an das sich
die Mündung der Warupü-Lagune anschloss, die ein Haff bildete, das sich nach
E. bis fast
an den Takón ausdehnte und auf dessen Nehrung (200—400, stellenweise selbst 500 m. breit)
die erwähnten Dörfer lagen Warupü lag auf zwei Inseln in der Lagune und zählte gegen
600 Seelen. Der nur 3 Stunden währende Aufenthalt wurde u.a. dazu benutzt ein Wörterver-
zeichnis anzulegen. Nach Eintritt der Flut fuhren die Missionare nach ihrem Kutter und darauf
nach dem
Berhn-Hafen zurück.

Rudolf von Benningsen und Kapt. Leutn. Hering 1900.

Am 28. Juni 1900 schifften sich auf dem vom Kapt. Leutn. z. See Hering befehhgten
Kreuzer „Möwequot; in Herbertshöhe ein R.
von Benningsen, Rob. Koch, Richard par-
kinson
und Alexander Pflüger, welch letzterer sich bereit erklärt hatte während der
Reise geologische Studien anzustellen und dem Gouverneur darüber Bericht zu erstatten \').

1)nbsp;Woi nach Sapper, Matawoi nach der Deutschen Seekarte N°. 414 (Neu-Hannover und nordwestl. Teil von
Neu-Mecklenburg. Berlin 1909).

2)nbsp;Metawoi nach Sapper, bei dem Asmin der Name eines westlichen Flusses, auch Ulegong genannt, bedeutet.

3)nbsp;Von Benningsen nennt ihn Suislawa, K. Sapper Suilik.

4)nbsp;[R. von Benningsen]. Bericht über eine Bereisung Neu-Mecklenburgs durch den Kaiserlichen Gouverneur und
Prof. Dr. Koch. Deutsches Kolonialblatt. XI. 1900, p. 630—637.

5)nbsp;J. Erdweg. Ein Besuch bei den Varöpu (Deutsch-Neu-Guinea). Globus. LXXIX. 1901, p. loi—105.

6)nbsp;Nach G. Friederici lauten ihre Namen, ausser dem bereits erwähnten Taikus, Masiäm, Saimo, Rainwäwul und
Anoapäo (In das Hinterland der Nordküste des Kaiser Wilhelmslandes. Petermanns Mittlg. LVI. 2. 1900, Taf. 34).

7)nbsp;Reisebericht des Gouverneurs v. Benningsen. Deutsches Kolonialblatt. XI. 1900, p. 752—759. — Aus dem
Reisebericht S. M. S. „Möwequot;, Kommandant Kapt. Lieut.
Hering. Ann. d. Hydrographie XXIX. 1901, p. 11-—16. —
R. Parkinson. Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907, p. 33—35.R. Parkinson. Mit der „Möwequot; im Bismarck-

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Die Fahrt ging zunächst nach der an der Atahkhkun-Bai hegenden Kambair-Bucht
sowie nach der Masawa-Bucht an der Nordküste der Gazehe-Halbinseh Am 29. wurde längs
der Westküste über die Horton-Bänke nach der Hixson-Bai gedampft und dort in 4° 54,2\' S.,
151° 32,9\'E. geankert. Am nächsten Tage folgte eine Bootfahrt auf dem mit einem Delta
versehenen Pani, worauf abends Kurs nach den Französischen [Witu-] Inseln genommen und
gegen Mittag des i. Juli in den Peter-Hafen auf Garowe [Deslacs-Insel] eingelaufen wurde, an
dem die von
Peter Hansen verwaltete Station der Neu-Guinea-Kompagnie lag. Da die
„Möwequot; zu Vermessungszwecken zwei Tage liegen blieb, so konnten die Reisenden längere
Wanderungen durch die Insel, deren Bewohner durch die Blatternepidemie von 1895 furchtbar
mitgenommen waren, unternehmen.
KoCH fand unter ihnen die Malaria allgemein verbreitet.
Pflüger sah den Peter-Hafen als den Rest eines Kraters an und erstieg in SW. die höchste
Erhebung der Insel (304 m.) in einer halben Stunde. In nördhcher Richtung stiess er nach
iVa Stunden auf ein Dorf und darauf auf die Nordküste, an der ein 100 m. breites Strandrift

1nbsp;m. über dem Flutstrand emporragte. Es sohte erst 1895 gehoben und dabei zugleich
eine heisse Quelle versiegt sein. Am 4. dampfte die „Möwequot; nach Unea [Mérite-Insel], die
weit stärker bevölkert war (2—3000 Seelen).
KoCH fand hier eine sehr verschiedene Ver-
breitung der Malaria und einige Punkte selbst frei davon.
Pflüger hatte Gelegenheit einige
kurze Ausflüge in NE. und NW. zu unternehmen. Der Kreuzer fuhr abends weiter nach
der Willaumez-Halbinsel, die er am folgenden Morgen erreichte. Da er an der Westküste
keinen geeigneten Ankerplatz fand, suchte er die Ostküste auf und hef in den bereits 1896
von ihm besuchten Hannam-Hafen (s. oben p. 620) ein. Am Morgen des 5. begaben die
Reisenden sich an den Strand, an dem sich Quellen von 85° C. befanden. Als sie, einer
Dampfsäule folgend, den Wald durchwanderten, stiessen sie nach 20 Minuten auf ein etwa
200 m. langes und 100 m. breites, von Vegetation entblösstes Gebiet, in welchem sich eine
8 m. hoch springende, intermittirende heisse Quelle, die den Namen Koch-Geysir erhielt,

2nbsp;kleinere Geysirs, ein Schlammvulkan sowie mehrere heisse Quellen befanden. Die Gesteins-
massen waren mit Schwefelkrusten bedeckt. Nach der Rückkehr nach dem Strande wurde
nachmittags noch ein 4 km. entferntes Dorf besucht. Am 6. folgte eine Rundfahrt um die
Bucht in der Dampfpinasse, bei welcher Gelegenheit auch auf der Hannam-Insel gelandet
wurde. Am nächsten Abend dampfte die „Möwequot; wieder aus und erreichte am Morgen des 8.
Naraga [Nord-Insel]. Nach einem Besuch der heissen Quehen am Strande (95° C.), unter denen
sich ein Geysir befand, wurde F.
Hansen im Peter-Hafen abgesetzt und die Rückfahrt nach
Herbertshöhe angetreten, auf der in der Talili-Bucht an der Nordküste der GazeUe-Halbinsel
gestoppt wurde, um der vom Pater
Bernh. Bley geleiteten Missionsstation einen Besuch
abzustatten.

Paul Boether und Franz Vormann 1900.

Am 15. Januar 1900 war der Händler Schultz aus der Hansa-[Nubfa-] Bucht in

Archipel. Überall. Bildergeschmückte Zeitschrift des Deutschen Flotten-Vereins. 1901, I, p. 86—89. — [A.] Pflüger.
Einige geologische Bemerkungen über den Bismarck-Archipel. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XIV. Berlin
1901, p.
131 -138. Die von Pflüger gesammelten Gesteine sind von E. Lehmann beschrieben worden (Petrographische
Untersuchungen an Eruptivgesteinen von der Insel Neupommern. Tschermaks Mineralog. petrogr. MitÜg. XXVIL Wien
1908, p. 181—243). — A. Pflüger. Ein neu entdecktes deutsches Geisergebiet. Die Umschau. VI Frankfurt 1902

p. 765—767-

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Monumbo mit der Nachricht eingetroffen, dass Angehörige des 15 Seem. westhch von dort
hausenden Stammes Kajan ein Boot der Kompagniestation Ramumünde beim Landen über-
fallen und die Besatzung mit Ausnahme von 3 Mann getötet hätten. SCHULTZ habe sich 8
Tage später mit
2 anderen Beamten aufgemacht, um das geraubte Boot zurück zu erlangen,
aber unverrichteter Sache Ramumünde wieder aufsuchen müssen, da er von den Eingeborenen
angegriffen wurde. Als er am nächsten Tage zurückkehrte waren die Papuanen geflohen, worauf
ihr Dorf angezündet wurde. Das Boot fand sich, seiner Eisenteile beraubt, in einem Versteck
vor. Am 8. März landete der Postdampfer „Stettinquot; eine Abteilung Marinesoldaten vom
Kreuzer „Möwequot; unter der Führung des Leutn. z. See
SCHMIDT und zugleich den kaiseri.
Richter P. BOETHER, um die Übeltäter an der Hansa-Bucht zu bestrafen. Sie musste sich
wegen der Flucht der Eingeborenen auf die Niederbrennung ihrer Niederlassung beschränken.
Einige wenige anscheinend Unbeteiligte fielen in ihre Hände.

Am 2. Juli stellte sich P. BOETHER mit einem Teile der Schutztruppe zum zweitenmale,
diesmal auf dem Regierungskutter „Hedwigquot; ein, um die Gefangenen zurückzubefördern, zugleich
aber um mit dem Landmesser
Van.DER Laan eine . Prüfung der Landverträge vorzunehmen.
Auf det bis zum
7. August währenden Fahrt begleitete der Missionar Franz Vormann als
Landes- und Sprachkundiger die erwähnten Beamten. Es wurden bei dieser Gelegenheit
Arepapon im Hinterlande von Monumbo [Potsdam-Hafen], ferner der Hansa- und der Dallmann-
Hafen, die Bertrand-Inseln und endlich die Inseln des Berlin-Hafens besucht

Heinreh Schnee und Alexander Pflüger 1900.

Am 3. August 1900 trat H. Schnee in Begleitung von A. PflÜGER auf dem Missions-
dampfer „Gabrielquot; von Herbertshöhe aus eine Fahrt nach Tinggenahanga an der Westküste
von
Neu-Mecklenburg (3° 46\'S., 152° 27\'E.) an, das innerhalb 6 Stunden erreicht wurde. Am
nächsten Morgen unternahmen beide einen Marsch längs des Strandes nach Bom, von dem aus
sie nach Überschreitung des
430 m. hohen Gebirgskammes das Dorf Sahon bei Namatanai an
der Nordostküste erreichten. Die Durchquerung der Insel hattenbsp;Stunden in Anspruch

genommen. Am Morgen des 5. wurde auf einer Bootfahrt das Dorf Bo an der Nabuto-Bucht
aufgesucht, von dem aus die Durchquerung in etwas mehr als
4 Stunden nach Pulgaramut
vollzogen wurde. Nach
7 stündiger Wanderung längs des Strandes trafen die Reisenden wieder
in Tinggenahanga ein, worauf sie nach Herbertshöhe zurückdampften

Albert Daiber 1900.

Albert Daiber hatte Europa Anfang April 1900 verlassen und sich nach einem
dreimonatigen Aufenthalt in Austrahen, im Juli in Sydney auf dem Reichspostdampfer
„Münchenquot; nach Herbertshöhe eingeschifft Wir können uns über die Reise dieses Welt-
touristen, die nichts Neues, dagegen viel Unrichtiges bietet, kurz fassen 4). Bei dem Passiren
der
Laughlan-Inseln entschlüpft Daiber die Bemerkung: „Hier soll die Mannschaft eines

1)nbsp;Franz Vormann. Monumbo. Steyler Herz-Jesu-Bote. XXIX. 1901/2, p. 70—71.

2)nbsp;Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlin 1904, p. 266—267.

3)nbsp;Eine Australien- und Südseefahrt. Leipzig 1902, p. 221—281.

4)nbsp;Bezeichnenderweise nennt Georg Wegener, gelegentlich einer Besprechung des Buches, den Autor einen
„modern naturwissenschaftlich durchgebildeten Gelehrtenquot; (Zeitschr. Gesellsch. f. Erdkunde XXXVII. Berlin
1902, p. 819).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;96

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Schiffes verspeist worden seinquot;. Es ist glücklicherweise das erste Mal, dass diesen harmlosen
Eingeborenen Kannibalismus angedichtet wird. Durch den St. Georg-Kanal gelangte das Schiff
am
4. August nach Herbertshöhe und ging am Mittage des 5. auf der Reede von Matupi
vor Anker. Am 6. legte es nochmals vor Herbertshöhe an und setzte alsdann die Fahrt, an der
auch
Robert Koch teilnahm, längs der Nordküste von Neu-Pommern fort. Den am nLhsten
Morgen in Sicht kommenden Willaumez-Berg bezeichnete
Daiber als einen „gewaltigen, noch
tätigen Vulkan, der Stromboli-ähnlich direkt aus dem Meere emporsteigtquot; i). Abends gelangte
man in die Höhe der Deslacs-Inseln, „die in französischem Besitz sindquot;. Nach einem Besuch
der Astrolabe-Bai ging der Dampfer über die Karolinen und Marianen weiter nach Hongkong,
wo er am
26. eintraf.

Albert Hoffmann 1900.

Mitte August 1900 unternahmen eine Anzahl Beamten der Neu-Guinea-Kompagnie eine

viertägige Tour nach dem Oertzen-Gebirge [Taju Mana], an der auch der Missionar Albert

Hoffmann teilnahm. Ausser einer kurzen Notiz des letzteren ist nichts über sie bekannt
geworden

Max Wiedemann 1900.

Max Wiedemann verliess am 20. Oktober 1900 Sydney auf dem Reichspostdampfer
„Münchsquot; und traf am
27. in Herbertshöhe ein, worauf er wenige Tage später auf der
„Stettinquot; wieder umkehrte. Nach einer kurzen Beschreibung der Station verbreitet er sich in
optimistischer Weise über die Kulturfähigkeit der umgebenden Gebiete ^j.

Rudolf von Benningsen 1900.

Im November 1900 trat R. von Benningsen auf dem Regierungsdampfer „Stephanquot;
von Herbertshöhe aus eine Fahrt nach den Salomo-lnseln an Auf der Weiterfahrt erreichte
er am
27. die von etwa 3000 Seelen bewohnten Ontong Java- [Lord Howe-] Inseln und besuchte
erst die Handelsstation der Firma E. E.
Forsayth auf der Insel Nwo-Arewa und darauf die
Hauptinsel Liueniua % auf der auch der Häuptling seinen Sitz hatte. In der Frühe des
28.
ging es weiter nach Nukumanu, den Tasman-Inseln, und darauf nach Tauu [Marken, Mortlock-
Inseln], wo er am Mittag des
29. eintraf. Die.Insel war Eigentum einer Frau Altmann, die Kopra
gewann. Nach einem Abstecher nach der Insel Buka (Salomo-lnseln) langte der Dampfer am
3. Dezember bei Nissan, den Grünen [Sir Charles Hardy-] Inseln, an und setzte in der Nacht
seine Fahrt nach den Fead- [Abgarris-] Inseln fort, die er am
4. erreichte. Nach kurzem Aufenthalt
ging es weiter nach Nusa zur Besichtigung der neuen Regierungsstation Käwieng an der gegen-
überliegenden Neu-Meckenburg-Küste. Am 8. erfolgte die Rückkehr nach Herbertshöhe.

1)nbsp;Dieser Berg steigt weder direkt aus dem Meere empor, nocli ist er Stromboli-ähnlich, noch überhaupt seit
Menschengedenken tätig gewesen.

2)nbsp;Berichte der Rheinischen Missions-Gesellschaft. Barmen 1900, p. 357.

3)nbsp;Ein Besuch in Herbertshöhe. Deutsche geogr. Blätter. XXIV. Bremen 1901, p. 1—9.

4)nbsp;Ueber eine Reise nach den deutschen und englischen Salomons-Inseln. Deutsches Kolonialblatt. XH Berlin
1901, p. 113—117.

5)nbsp;Nicht Lennewa, wie v. Benningsen schreibt. Nach Augü.stin Krämer lautet der Name Loaniua (Mittlg aus
den Deutschen Schutzgebieten
XXI. 1908, p. 169), nach G. Friederici Luaniua (Ibid. Ergzgshaft N°. 5. 1912, p. 165).

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SchifF „Cambusdoonquot; 1900.

Die norwegische Bark „Cambusdoonquot; entdeckte am 21. August 1900 in etwa 2° 4\'N.,
135° 32\'E. eine kleine Insel, die sie in einer Entfernung von 1,5
Seem, passirte. Die Insel besass
einen Durchmesser von 0,7 Seem, und war etwa 4 m. hoch. Im Südosten, 180 m. davon
entfernt, ragten einige Felsen aus dem Wasser hervor Bi.sher ist dieses Eiland nicht wieder
bemerkt worden.

Paul Preuss 1900.

Im Jahre 1900 unternahm Paul Preuss im Auftrage der Neu-Guinea-Kompagnie, zu
deren Direktor er 1905 ernannt wurde, eine Reise nach Kaiser Wilhelms-Land sowie den
Französischen Inseln, um die Pflanzungen der Gesellschaft zu inspiziren

Georg Wegener 1900.

Der Geograph Georg Wegener stattete Kaiser Wilhelms-Land und dem Bismarck-
Archipel im Jahre 1900 einen Besuch ab. Wann und wo er gewesen ist, geht aus seinem
Werke, das im wesenthchen nur eine recht dürftige Kompilation ist, nicht hervor

Bruno Mencke 1900—1901.

Ein mit irdischen Gütern überreichlich gesegneter Privatmann, namens Bruno Mencke,
rief im Jahre 1900 ein Unternehmen unter dem tönenden Titel „Erste Deutsche Südsee-
Expeditionquot; ins Leben. Er erwarb zunächst die Jacht „Princesse Alice (I)quot;, die in „Eberhard-
umgetauft wurde, aber für den gedachten Zweck wenig brauchbar war, vom Fürsten von
Monaco und nahm den Zoologen G. Duncker den Arzt und Zoologen O. Heinroth
sowie den Präparator P. Kothein seinen Sold. Mitte März 1901 engagirte er ausserdem
noch den früheren Postassistenten
Caro als Privatsekretär.

Von Hamburg aus gelangte der vom Kapt. voogdt geführte „Eberhardquot; nach Neapel,
das am 13. August verlassen wurde, und setzte über Port Said und Aden die Fahrt nach
Colombo auf Ceylon fort, wo die Ankunft am 9. September erfolgte. Nach 14 tägigem
Aufenthalt dampfte das Schiff nach Singapore, das nach einem vom i.—28. September
währenden Aufenthalte über Batavia, Amboina, Friedrich Wilhelms-Hafen (i. Dezember) nach
Herbertshöhe weiterfuhr, wo es am 5. eintraf).

I) Vorhandensein einer kleinen Insel nordösüieh von den St. Davids-Inseln. Nachrichten f. Seefahrer XXXII
Berhn
1901, N°. 409, p. 127—128 nach Notice to Mariners. Washington 1901, Nquot;. 4/108

1905-6)^nbsp;Kolonialzeitung. XXIV. Berlin 1907, p. .49 (Aus dem Geschäftsbericht der Neu-Guinea-Kompagnie

3)nbsp;Deutschland im Stillen _ Ozean. Samoa, Karolinea, Marianen, Kaiser Wilhelms-Land, Bismarck-Archipel und
Saloino-Inseln. Bielefeld und Leipzig
1903, p. 198-242. - Wegener unternahm seine Reise im Auftrage des Berliner
Lokal-Anzeigers. Es ist daher möglich, dass in diesem Blatte sich eingehendere Schilderungen finden.

4)nbsp;Er schied bereits bei der Ankunft in Herbertshöhe aus.

5)nbsp;Kothe musste im März 1901 infolge Malaria die Rückreise nach Europa antreten

_ 6) O. Heinroth verdankt man eine Schilderung der Expedition, doch sind seine Mitteilungen sehr wenig
präzise (Die erste Deutsche Südsee Expedition von Br. Mencke. Zeitschr. Ges. f. Erdkunde. XXXVII Berlin
1902 p
382-592). - Eine Südsee-Expedition. Deutsche Kolonialzeitung. XVIL 1900, p. 80. - Beilage zur Allgemeinen Zeitung.
München
1900, N°. 228, hieraus Verhandig. Ges. f. Erdkunde. Berlin 1900, p. 447

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Uber die erste Fahrt, die von dort aus unternommen wurde, hegt ein kurzer Bericht
des Gouverneurs
von Benningsen, der als Gast an ihr teilnahm, vor \'). In der Nacht 7.-8.
Januar igoi verliess die Jacht die Reede von Herbertshöhe und setzte längs der Nordküste
von Neu-Pommern Kurs nach Friedrich Wilhelms-Hafen, wo die Ankunft am 11. erfolgte.
Nach einem Besuch der Missionsstation auf der Insel Siar wurde abends wieder ausgelaufen
und am 12. Simbang bei Finsch-Hafen erreicht. Am 14. ging die Fahrt nach dem Huon-Golf, und
zwar wurde, nach einem Besuch der Nordküste, nach der Hercules-Bai gedampft. Am nächsten
Tage erfolgte die Landung in der Nähe der Luard-Inseln, worauf der Barobi Marobe 6 km.
stromaufwärts befahren wurde. Am Mittage des 16. ging der „Eberhardquot; in dem Adolph-Hafen
[Sinogu] vor Anker, dampfte am 17. vier Seemeilen weiter in südlicher Richtung, worauf eine
Bootfahrt auf dem Waria [Hercules-Fluss) unternommen wurde. Am Abend des 18. ging es
weiter nach der Südküste von Neu-Pommern, wo die Lieblichen Inseln und endlich der Henry
Reid-Fluss besucht wurden. Am 22. trafen die Reisenden wieder in Herbertshöhe ein.

Nachdem Heinroth und kothe in den Tagen vom 9.—11. Februar 1901 einen Ausflug
nach den Credner-Inseln unternommen hatten, raffte
Mencke sich zu einem neuen Unter-
nehmen auf und trat am 21. die Fahrt nach der St. Matthias-Insel an. Das Schifif gelangte
über Mioko und Ungan bei Kaböteron nach Nusa und machte von dort aus einen Abstecher
nach der Insel Kung an der Nordküste von Neu-Hannover. Am 2. März trafen
Heinroth
und Kothe auf der Regierungsstation Käwieng auf Neu-Mecklenburg ein, die sie, wegen
schwerer Erkrankung des ersteren, erst gegen Ende des Monats wieder verlassen konnten. Der
„Eberhardquot; war inzwischen nach St. Matthias abgedampftund bei der kleinen in 1° ^i^j^\'S.,
149° 36\' E. hegenden Insel Ekaleu [Kaleu], auf der sich eine HERNSHElMsche Handelsstation
befand, vor Anker gekommen. Kurz nach Mitte März war das Lager nach St. Matthias selbst
verlegt worden, um dort Streifzüge ins Innere zu unternehmen. Auf dem 15—20 m. steil an
der Südwestküste ansteigenden KoraUenfels in, wie es heisst, i°2i\'2oquot;S., 149° 43\'15quot; E. fand
man einen geeigneten Platz. Während der „Eberhardquot; gegen Ende des Monats eine eintägige
Rekognoszirungsfahrt um die Insel unternahm, errichteten die mitgenommenen Salomo-Insulaner
unter der Leitung eines Unterofliziers die Zelte und Hütten. Sie benutzten, was für das Ver-
ständnis der kommenden Ereignisse von Wichtigkeit ist, die Gelegenheit sich an den Kokos-
palmen der Eingeborenen zu vergreifen Am 29. konnte das Lager bezogen werden, worauf
der „Eberhardquot; zum Abholen der Post nach Herbertshöhe dampfte. Am 31. morgens um 7
Uhr erfolgte ein ÜberfaU, während die Mannschaft gerade mit der Reinigung der auseinander
genommenen Gewehre beschäftigt war.
Caro fand sofort durch Speerwürfe seinen Tod, während
Mencke sowie der Leichtmatrose Krebs schwere, Heinroth leichte Wunden davontrugen.
Durch Gewehrschüsse der sich sammelnden Bedeckungsmannschaft gelang es den Feind in die
Flucht zu schlagen, doch musste das Lager im Stich gelassen werden, um die Verwundeten

1)nbsp;Reise des Gouverneurs nacli dem Süden von Deutsch-Neu-Guinea. Deutselies Kolonialblatt. XII. 1901, p. 282—283.

2)nbsp;„Bald nach Ankunft im Bismarckarchipel wurde es jedoch klar, dass dem Eigentümer des Schififes die Wissen-
schaft nicht so sehr am Herzen lag, wie das Vergnügen . . . Herr Mencke schien der Sache bereits überdrüssig zu werden;
die Malaria hatte das etwa übriggebliebene Interesse für die Wissenschaft fast ganz vertrieben . . .quot; schreibt
R. Parkinson
(Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907, p. 315).

3)nbsp;Richtiger wohl 1° 29V2\'S., 149° 40V2\'E. nach Annalen der Hydrographie. XXXVH. 1909, Taf. 9).

4)nbsp;Bericht des Präparators Rothe. Ormitholog. Monatsberichte. IX. Berlin 1901, p. m —112.

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nach der Handelsstation zu befördern, wozu das Boot ó\'/a Stunden brauchte Mencke
verschied am 2. April und wurde auf dem Eiland beigesetzt, das fortan den Namen Mencke-
Insel führen sollte 2). Nach 6 tägigem Warten tauchte die Jacht wieder auf, die nunmehr die
Expedition nach Matupi beförderte.

Nachdem Heinroth Anfang Mai noch an einer /\\nwerbetour nach Neu-Mecklenburg
teilgenommen hatte, trat die Expedition auf dem „Eberhardquot; am 7. Juni über Makassar und
Singapore die Heimreise nach Deutschland an. Die einzigen greifbaren- Ergebnisse dieser
Expedition waren ein paar von O.
Heinroth verfasste Abhandlungen^).

B. F. F. Bik 1901.

Der vom Leutn. z. See i. Kl. E. F. F. BiK befehligte Kreuzer „Javaquot; verhess am 23.
Februar 1901 die Reede von Surabaja, um eine Aufnahme und Untersuchung der an der
Südküste von Neu-Guinea mündenden Merauke- und Berauke- [Amberauke-] Flüsse vorzu-
nehmen Nach dem vom 28. Februar bis 3. März währenden Aufenthalt auf Amboina
setzte das Schifif seine Fahrt fort und begegnete kurz vor dem Eintrefifen in Fak-Fak, in der
Meerenge zwischen den Inseln Èga und Pandjang, dem Stationsdampfer „Pionierquot; mit dem
Assistentresidenten J. A.
Kroesen an Bord, der weder sich selbst, noch seinen Dampfer zur
Verfügung stellen konnte. An seiner Stelle ging der Aspirantkontrolleur J.
C. van der
Meulen
auf die „Javaquot; über, die am 7. weiterdampfte und am 12., um Kohlen zu laden, die
Thursday-Insel anlief. Sie wurde am 17. wieder verlassen, und am 20. wurde nach stürmischer Fahrt
die Mündung des Merauke-Flusses erreicht. Am 22. ging die „Javaquot; unter 8° 21,5\'S., 140° 41\'E.
vor Anker und begann sofort mit den Vermessungsarbeiten, die jedoch der starken Krüm-
mungen wegen bereits am folgenden Tage eingestellt werden mussten. Man ging daher
am 25. dazu über in Booten die Arbeiten fortzusetzen, die aber am 30. infolge der Erkran-
kung von zwei Matrosen abgebrochen werden mussten. Eine zweite Bootfahrt währte vom i.—5.
April. Eine dritte, erfolgreichere Fahrt wurde vom
7.—14. auf der Dampfbarkasse unter
der Leitung des Leutn. z. See F.
C. Brust ausgeführt. Den vielfachen Krümmungen des,
PTussès folgend, der sich durch niedriges und durchweg morastiges Land hindurchwand,
gelang es bis in 7° 26,3\'S., 140° 49,5\'E. zu kommen, wo er schhesshch zu einem kleinen

1)nbsp;Der Überfall der Menckeschen Expediüon. Deutsches Kolonialblatt. XII. Berlin 1901, p. 450—451. — Straf-
expedition. Ibid. p. 631. — Ein Trauerspiel in der Südsee. Deutsche Koloniakeitung. XVIII. 1901, p. 225—226.

2)nbsp;Das ist inzwischen längst wieder vergessen worden. Kornmajer besuchte 1904 die Begräbnisstätte auf der Insel
Ewarian, vermochte sie aber nicht aufzufinden (Deutsches Kolonialblatt. XV.
1904, p. 543). — Am i. Februar 1905
wurde ein Denkmal für Mencke in Herbertshöhe enthüllt (Deutsches Kolonialblatt. XVI. 1905, p. 92).

3)nbsp;Ornithologische Beobachtungen auf dem Bismarck-Archipel. Journ. f. Ornithologie. L. 1902, p. 128—130. —
Ornithologische Ergebnisse der „L Deutschen Stidsee-Expedition von Br. Menckequot;. Ibid. L. 1902, p. 390—457, Taf. 8. 9.,
LL 1903, p. 65—125.

4)nbsp;Jaarboek der K. Nederl. Zeemacht 1900—1901. \'s Gravenhage 1902, p. 532-—535. — Mededeelingen betreffende
de eilanden Batoe Poeti, Ekka en Pandjang, de kust van hoek Boeroe tot de Providentiaalbank en van de Ambrouwke
tot de Bensbach-rivier (Mededeel, op Zeevaartkundig
Gebied van Ned. Oost-Indië. N°. 26.\'s Gravenhage 1901, p. 1218).—
Die von Bik gesammelten ethnographischen Objekte hat J. D. E. Schmeltz beschrieben (Die Stämme an der Südküste
von Niederl. Neu-Guinea. Internat. Archiv, f. Ethnogr. XVL Leiden
1904, p. 194—241). — Im Auftrage des Botanischen
Gartens in Buitenzorg nahm noch der Eleve-Mantri
Jaheri an der Expedition teil, um Pflanzen zu sammeln (Verslag
omtrent den staat van \'s Lands Plantentuin te Buitenzorg
1901, p. 4, s. auch Nova Guinea. VIII. l. 1911, p. Vll).

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Bache reduzh-t war\'). Nachdem der Kreuzer in der Zeit vom 16.-20. auch die Mündun^ des
Merauke aufgenommen hatte, stach er am
21. in See, um die Mündung des Amberauke
aufzusuchen, was aber nicht gelang 3). Infolge ungünstiger Witterung und zahlreicher Erkran-
kungen suchte er abermals die Thursday-Insel am
26. auf. Unter Zurücklassung von 6 Beri-
Ben-Kranken und nach Einnahme von Kohlen lief er am
3. Mai wieder aus, worauf er am
nächsten Tage in die Amberauke-Mündung einzulaufen versuchte, was
aber nicht glückte • eben-
sowenig gelang es infolge starken Stampfens des Schiffes in die
Merauke-Mündung zu kommen
Am
8. traf die „Javaquot; zum drittenmale auf der Thursday-Insel ein, wo sie bis zum 24 blieb
Nach einem Besuch der Tanimbar-Inseln wurde am
6. Juni die Reede von Surabaja erreicht
wo sofort
19 Matrosen ins Lazarett geschafft werden mussten.

D. A, P. Koning und L, A. van Oosterzee 1901.

Der vom Leutn. z. See i. Kl. D. A. P. KONING befehhgte kleine Kreuzer „Ceramquot;
verhess am
22. Juni 1901 die Reede von Surabaja mit dem Befehl, die Nordküste von Neu-
Guinea von der Tanah Merah-Bai bis zur deutschen Grenze
(141° E) zu vermessen 4) Nach
einem vom
28. Juni bis i. Juh währenden Aufenthalt auf der Reede von Amboina traf
er nach kurzem Besuch von Ternate am
5. in der Doré-Bai ein. Hier ging der Kontrolleur
L. A.
VAN OOSTERZEE an Bord, worauf am 11. die Fahrt in östhcher Richtung mit dem
Stationsdampfer „Resident Bensbachquot; im Schlepptau, fortgesetzt wurde. Nachdem am
13 der
Korano von Masi-Masi auf der Insel Djamna [Jamna] als Lotse
und Dolmetscher mitgenommen
worden war, dampfte der Kreuzer nach der Insel Anus und sodann nach der Münduno- des
Witriwäi. Den hier sich einfindenden Häuptlingen der
3 zur Landschaft Bonggo gehörenden
Dorfer Taromta, Armopa und Tarawäsi, die sich der oben (p.
739) erwähnten Überfälle
schuldig gemacht hatten, wurde eine Busse auferlegt, deren Zahlung aber von den Bewohnern
verweigert wurde. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, fuhren armirte Boote am
15
nach der Lagune, erreichten aber erst nach 1\'/, stündiger Fahrt Taromta, worauf sie alsbald
an Bord zurückkehrten. Am folgenden Tage traten sie dieselbe Fahrt an, diesmal jedoch von

r .nbsp;(0°Üeend aan van den Lt. ter zee 2de klasse F. C. Brust). Tijdsehr. K Nederl 4ardr

Genootseb. (2) XIX. 1902, p. 586-592, kaart VUL, Verbeteringen. Ibid. (2) XXL 1904, L 201. Der AbÏuJk des
\'rn t \'m t tquot;\'nbsp;^überbietenden Naehlässigkeit und ünwrsseUeit selten! l^ckriftlÏtung D e Dez

r^a n de Minuten wurde, als Sekunden wiedergegeben Dureh Weglassung des Kommas wtn-de ausserdem einLl 8° fg\' S

S^ittLl\'S dïïl uLiltX:!nbsp;^^^ bäUe sofort zu^:

2)nbsp;Damit war der Kumbe gemeint.

3)nbsp;Monden der Merauke- en Amberauke-rivieren.nbsp;Vaarwaters en Ankerplaatsen op de Zuidkust van Nieuw-Guinea
\'s Gravenhage 1903. Mm. v. Marine, N°. 273—3.nbsp;^ v^uinea.

4)nbsp;Jaarboek van de Kon. Nederlandsehe Zeemaeht 1900-1901. \'s Gravenhage 1902, p. 549-553. 1901-1902
P. 395-399. - Het Santani-meer. Het Cyeloopgebergte. De Wühelmina- of Tami-rivier. Ontleend aan rapporten vTn\'
den Luitenant ter zee iste klasse D. A. P.
Koning, Commandant van Hr. Ms. flotüeljevaartuig „Ceramquot; en van d rdn-
^oleur van Noord-Nieuw-Guinea L. A.
van Oostkrzee). Tijdsehr. K. Nederl. Aardr. Genootseh. (2) XIX. 1902, p 592-60^^ -
D. A. P
Koning. Eenige gegevens omtrent land en volk der Noordoostkust van Nederlandseh Nieuw-Gulnea genaamd
Papoe Telandjang. Bijdr. t. de T. L. en Vk. (7) 1. \'s Gravenhage
1903, p. 250-282, 7 Taf. i. Karte. - H. E Ba^n
van Asbeek. Voordraeht over de reis van H. M. „Ceramquot; in de wateren ter noordkust van Nieuw-Guinea in igoi inT
bui engewone vergadering der Maatschappij van 22 Oetober 1902. Maatschappij tot bevordering van het Natuuil. Ondei\'
zoek der Nedeil. Kolonien Bulletin J. 4X [1902], p. 1-29. - Neu-Guinea, N- und W-Küste Mitteilungen über Riff
Ib f N ■ S;; r\'s 8nbsp;\' ^^S-Neu-Oumea, N-Küste. Humboldt-Bai. [Napobeh-] Riff aufgefunden.quot;

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dem Dampfbeiboot geschleppt, und langten nach 17, Stunden vor dem mitten in der Lagune
hegenden Armopa an (s. Fig. 67, p. 739). Der Forderung, nunmehr auch den aus Ternate
stammenden Jäger
Moli auszuliefern, der die Bewohner in so ungünstiger Weise beeinflusst
hatte, wurde keine Folge geleistet. Als endlich sogar Pfeilschüsse fielen, wurde ein Gewehrfeuer
eröffnet und einige Häuser in Brand gesteckt und umgekehrt. Hierauf fuhr die „Ceramquot; in
östlicher Richtung weiter und kam vor Tarawäsi vor Anker, wo am 17. die Auslieferung des
Moli erfolgte. Der nächste Besuch galt dem weiter östhch hegenden Mawes Däi, um Erkun-
digungen nach den im Hinterlande vorkommenden Kohlen einzuziehen.
Koning und van
Oosterzee
unternahmen einen dreistündigen Marsch landeinwärts, ohne indessen bis zum
Fundort vordringen zu können. Dagegen brachten Eingeborene ihnen 165 kg. Kohle, die sich
bei der Prüfung an Bord als brauchbar erwies. Nachdem die „Ceramquot; am 19. in die Humboldt-
Bai eingelaufen und an ihrem Ostufer zwischen dem Strande und der Insel Sibir vor Anker
gekommen war, wurde am nächsten Tage eine Bootfahrt nach der inneren [Jotefa-] Bai unter-
nommen, wo man J. M.
Dumas auf der Insel Metu Débi antraf. Während nunmehr die Ver-
messungsarbeiten in der Humboldt-Bai zur Ausführung gelangten, machte
Koning am 23. einen
Ausflug nach der Mündung des Tami und nach Oinake. Durch die am 24. ausgeführten Bestim-
mungen konnte er den Nachweis führen, dass dieser Ort bereits auf deutschem Gebiet lag
(s. oben p. 651). Am 29. machte er den Versuch mit der Dampfbarkasse und Booten auf dem
Tami vorzudringen, doch erwies sich dieser als Wasserweg unbrauchbar. Am 15. August führte
der Kreuzer einen weiteren Ausflug nach dem östhch von Oinake hegenden Dorf Jako aus,
übernahm, nach der Rückkehr nach der Humboldt-Bai am 17. Kohlen vom Postdampfer
„Camphuysquot;, worauf dieser, mit dem „Resident Bensbachquot; im Schlepptau, die Rückreise antrat.
Wenige Tage später trat eine Abteilung von 15 Mann unter der Führung zweier Offiziere und von
van Oosterzee und J. M. Dumas den Marsch nach dem etwa 8 km. entfernten Sentani-See
an, um diesen in seiner ganzen Ausdehnung aufzunehmen (Fig. 71). Die Rückkehr nach der
Küste erfolgte von einem Teile der Expedition unter der Leitung von
dumas durch den
Ausfluss des Sees bei Pue, auf dem Djafuri, und darauf weiter auf dem Tami. Sie traf am 29.
wieder in der Humboldt-Bai ein. Inzwischen hatte die „Ceramquot; in der Zeit vom 25.-28.
August die schwer zugängliche Küste zwischen dieser und der Tanah Merah-Bai vermessen,
war dort am 2. September eingetroff\'en und hatte sie vom 3.-6. aufgenommen. Von ihrem
Ostufer aus wurde noch eine Besteigung des 5670 Fuss hohen Dafónsero ausgeführt, die jedoch
nicht von dem gewünschten Erfolge begleitet war, da der oben einsetzende
Regen jede Aussicht
unmöglich machte. Am 11. September traf der Regierungsdampfer „Glatikquot;, Kapt. J. W.
van
Nouhuys
\'), mit Proviant ein, worauf am 12. ein zweiter Marsch nach dem Sentani-See ange-
treten wurde. Nach der Vermessung der Jotefa-Bai und vereinzelter Rifl-e in der Humboldt-Bai
verhess die „Ceramquot; endgültig das Aufnahmegebiet und fuhr mit dem Aspirantkontroheur
P.
e. Moolenburgh, der den nach seinem Standplatz zurückkehrenden Kontroheur L. A.
van Oosterzee inzwischen ersetzt hatte, wieder nach dem Wiriwäi, um die auferlegte Busse
einzufordern (s. oben p. 768). Nach der Doré-Bai zum Kohlenladen zurückgekehrt, dampfte der

l) Während der Fahrt im Geelvinlc-Busen war von dem Schiff ein Riff nördlich von Jendé auf der Insel Ron in
etwa
i8\'3oquot;S., 134° 31\'E. entdeckt worden (Bericht aan Zeevarenden. 1901, N°. 228/1601., hieraus Nachr. f. Seefahrer.
XXXII. 1901, N°. 2867,
p. 976).

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Kreuzer auf Requisition des Kontrolleurs zunächst am 3. Oktober nach der Insel Nuför, deren
Bewohner sich des Menschenraubes schuldig gemacht hatten. Die Landungsabteilung steckte
das verlassene Dorf Andee in Brand, während sie von den im Walde verborgenen Bewohnern
mit Pfeilen beschossen wurde. Als das westlicher liegende Wangma die geraubten Menschen
abends noch nicht ausgeliefert hatte, wurde auch dieses eingeäschert. Als die „Ceramquot;
am 5. auf der Reede von Korido an der Südküste vom Supiori erschien, leisteten die Bewohner
der gleichen Forderung Folge und lieferten am nächsten Tage die von ihnen Geraubten

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aus. Nach Nuför zurückgekehrt, gelang es durch einen nächtlichen Überfall, bei dem der
Leutn. z. See A.
Rombach eine schwere Verwundung mittelst eines Lanzenstiches davontrug,
einige Bewohner von Andee zu verhaften und als Geissein mitzunehmen. Nach einem vom
8,—10. währenden Aufenthalt in Manokwari dampfte der Kreuzer nach Ternate, wo er am
15. eintraf.

J. A. Kroesen 1901.

Der in Fak-Fak stationirte Kontrolleur J. A. KrOESEN war im Jahre 1901 zur Berichter-
stattung über die Verhältnisse im niederländischen Teile der Südküste von Neu-Guinea nach

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Batavia berufen worden, was zur Folge hatte, dass am i8. Juni die bisherige Abteilung
West-Neu-Guinea in zwei Abteilungen getrennt wurde. Der ursprüngliche Name verblieb dem
nördhchen Teile bis zum Kap Steenboom [Nan\'o], während der übrige bis zur britischen Grenze
an der Südküste reichende die Bezeichnung Abteilung Süd-Neu-Guinea erhielt
\'). Kroesen
wurde zum Assistentresidenten dieser letzteren ernannt. Er übergab daher, nach Fak-Fak
zurückgekehrt, am i. Juli dem Kontrolleur J. G.
van der Meulen die Geschäfte, um sich
nach seinem Standort Merauke an der Mündung des Merauke-Flusses zu begeben.

J. C. van der Meulen 1901.

Die erste Fahrt nach Übernahme der zeitweiligen Verwaltung der Abteilung West-
Neu-Guinea unternahm J. G.
van der Meulen nach dem Mac Cluer-Golf wegen eines
zwischen den Bewohnern der Landschaften Kamrau und Arguni ausgebrochenen Streites. Die
Eingeborenen von Tefara waren nämhch ausgezogen, um den Tod eines ihrer Angehörigen
an dem Bergdorf Wariema zu rächen und hatten sich zu diesem Zweck mit Leuten von
Bintuni verbündet. Als sie ihre Feinde am Fluss Ombora aufsuchten, stiessen sie statt auf
diese auf ganz unschuldige Bewohner der Landschaft Kamrau, die sie überfielen und von
denen sie 9 töteten und noch mehr in die Gefangenschaft wegführten. Es gelang
van der
Meulen
bei dem Besuch von Bintuni neun von diesen zu befreien und im November in ihre
Heimat zurückzubefördern

Auf dieser Fahrt mit dem „Pionierquot; hatte van der Meulen sich in der erwähnten Zeit
nicht auf den Besuch der Kamrau-Bucht beschränkt, sondern er setzte sie nach der Triton-Bai
fort, von der aus er in wenigen Stunden nach dem seit dem Besuche
N. von Miklucho MaCLAYS
im Jahre 1874 nicht wieder erreichten Kamaka-See [Kamaka Walar] gelangte (s. oben p. 186).
Er traf dort keine Bewohner an und vermochte auch, der Steilheit der Ufer sowie des starken
Dickichts wegen, den See nicht in seiner ganzen Ausdehnung zu umwandern 4). Wie ich
während meiner Anwesenheit in Fak-Fak hörte (Januar 1903), soll er in der Umgebung noch
einige andere Seen entdeckt haben. Von der Triton-Bai dampfte er nach der Insel Lakahia
und bemerkte in dem Fahrwasser zwischen ihr und dem Berg Buru eine Stelle, die ein
schwarzes Aussehen hatte und der „Erdölgasequot; entstiegen. Endhch machte er an der Südwest-
küste von Neu-Guinea noch den missglückten Versuch in die Mündung des Umär einzulaufen.

1)nbsp;Staatsblad van Niederlandsch-Indie. Batavia 1901, N°. 239. — Am 20. Januar 1902 wurde ferner Süd-Neu-
Guinea von der Residentschaft Ternate abgetrennt und zu einer Abteilung mit selbständiger Verwaltung erhohen (Staatsbl.
Ned. Indië 1902, N°. 63). Zwei Tage vorher waren auch die beiden anderen Abteilungen zu Assistentresidentschaften
gemacht worden, blieben jedoch wie bisher der Residentschaft Ternate unterstellt (Staatsbl. Ned. Indië 1902, N°. 56).

2)nbsp;Der Name des Ortes Merauke ist nach den Angaben Jos. Viegen bei den Eingeborenen durchaus unbekannt.
Sie nennen ihn Ermesu (De Marindineezen van Nederlandsch Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2)
XXVIIL 1911, p.
iio).

3)nbsp;J. W. van Hille. Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIL 1905, p.
294. — Wie
van Hille später noch mitteilt (1. c. (2) XXIV. 1907, p. 554), war van der Meulen im zweiten Halbjahr
1901 dreimal in Bintuni gewesen. Im August war er den Sigaroi aufwärts gefahren (I.e. pag. 607). Endlich teilt
van
Hille
noch mit, dass er 1901 über die Jèf Daram auch nach Salawati gelangte (I.e. (2) XXIII. 1906, p. 456).

4)nbsp;J- W. van Hille. I.e. pag. 301. Zuletzt ist der Kamaka-See von J. Hirschi im Jahre 1905 besucht worden
(Reisen in Nordwest-Neu-Guinea. Jahresber. Geogr. Ethnogr. Gesellsch. 1907/8. Zürich 1909, p. 99—100). Anschliessend
hieran möge noch erwähnt werden, dass K. F.
Koch 1910 auch hinter der Kaju Merah-Bai einen See, den Emah Walar,
und bei Arama einen ähnlichen See entdeckte (Tijdschr.
K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXXVIII. 1911, p. 126—127).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;97

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worauf er nach Fak-Fak zurückkehrte. Er übergab hier dem zur Verwaltung der Abteilung
berufenen Kontrolleur J. W.
van Hille die Geschäfte.

P. E. Moolenburgh 1901.

Trotzdem die Überschreitung des zwischen dem Mac Cluer- und Geelvink-Busen hegenden
Gebirgsrückens nur einen Tagesmarsch erfordert, sollte es bis zum Jahre 1901 währen, ehe es
einem Europaer gelang diesen Weg zurückzulegen. Den äussseren Anlass zu dieser Tour des
in Manokwari stationirten Kontrolleurs P. E.
moolenburgh gab ein von den Bewohnern
von Jakati und Karwän gemeinschafthch unternommener Raubzug nach Wendèsi, bei dem
jedoch nur einem Knaben der Schädel abgeschlagen und ein Mann gefangen genommen
wurde Sehr bald nach der Untat kam
Moolenburgh auf dem „Resident Bensbachquot;
vor Anker und nahm den Haupträdelsführer, den Major
Karufi, nebst seinem Sohn gefangen,
sicherte aber beiden die Freiheit zu, falls das Dorf die zu einem Zuge nach Jakati erforder-
lichen Vorbereitungen treffen und sie selbst als Träger mitgehen würden. Nachdem
Moolen-
burgh
von einer weiteren Fahrt nach nicht genannten Gebieten im GeelvinkBusen am 7.
September nach Karwän zurückgekehrt war, begann am 8. der Marsch unmittelbar vom
Strande aus bergan. Alsdann musste eine Lagune durchwatet werden, worauf abermals ein
Hügel und endhch ein etwa 500 m. hoher Berg überschritten werden musste. Damit war
nachmittags eine ,im Walde liegende Stelle Woroboi, die an einem gleichnamigen, am Berge
Woroboi entspringenden Nebenfluss des Jakati lag, erreicht worden. Da die für die Weiterfahrt
erforderlichen Kanus erst geholt werden mussten, so konnte die Reise erst am 10 fortgesetzt
und nach einstündigem Rudern der Jakati erreicht werden, auf dem es stromabwärts weiter-
ging.
Moolenburgh passirte nacheinander die verfahenen Dörfer Wanamberi und Arabaüri
darauf das ebenfalls verlassene Worobéré und ferner Wanatamaré sowie Kabinandin, die
alle am linken Ufer, dem Hügel Masina gegenüber hegen Mittags verhessen die Kanus
den Jakati und gelangten durch den kurzen Verbindungskanal Solong [Salong] in den
Insé nach dem stromaufwärts hegenden Dorf Mangkoi, wo mit den Eingeborenen verhandelt
werden musste. Hierauf ging es auf demselben Wege nach dem Jakati zurück, auf diesem
aber stromabwärts bis zu dem an der Mündung hegenden Dorf Insé nachdem unter-
wegs der am Nordufer inmitten von Sümpfen steil sich erhebende Bebusa (lies Wir Busa

1)nbsp;Reis door het smalste gedeelte van Nederlandsch-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) XX.
1903, p. 206—221. Die Schriftleitung hatte, wie so oft, es nicht zu unterlassen vermocht, den Aufsatz durch möglichst
unpassende Randbemerkungen zu entstellen. Sie nahm die Gelegenheit wahr sich darüber zu beklagen, dass die Verwal-
tungsbeamten nicht imstande seien topographische Aufnahmen zu machen. Es wäre ja sehr schön, wenn sie dazu stets
befähigt wären, aber für sie kommen doch in erster Linie ganz andere Qualitäten in Betracht. Geradezu komisch wirkt
aber ein solcher Klageruf, wenn man bedenkt, wie nachlässig die gelehrten Herausgeber die in der erwähnten Zeitschrift
veröffentlichen Karten redigiren.

2)nbsp;Wie Moolenburgh mitteilt, wurde dieses Dorf 1896 von D. W. Horst besucht, der es aber nicht namenüich
anführt (s. oben p.
626).

3)nbsp;Bei J. W. van Hille finden sich auf dieser Strecke die Namen Korèterawâi, Kambunabu, Worobéri und
Menanibe (Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen.
(2) XXIII. 1906, Kaart X).

4)nbsp;Mit Recht gibt J. W. van Hille an, dass Moolenburgh damit das Dorf Nusa Wamar an der Nordküste der
gleichnamigen Insel gemeint hat, wohin er nach den Auslaufen aus dem Jakati durch die schmale Ampato-Strasse gelangte
(Tijdschr. K. Nederl. Aard. Genootsch.
(2) XXIV. 1907, p. 568), denn sonst befindet sich in der nächsten Umgebung
nirgends eine Niederlassung.

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oder Wir Wusa) passirt worden war. Nachdem Moolenburgh am 12. noch eine Ruderfahrt
nach einer kleinen, im Mac Cluer-Golf hegenden Insel unternommen hatte, trat er am 13. die
Rückfahrt an, holte erst die in Mangkoi zurückgebliebenen, von Karwän mitgekommenen
Frauen ab und fuhr dann den Jakati über Woroboi hinaus aufwärts bis zu einer Senaüri oder
Sainuri genannten Stehe. Um 7 Uhr morgens am 14. wurde der Marsch über das Gebirge
wieder angetreten und, nachdem schhesshch noch die Hügel von Sabuber überschritten worden
waren, um 3 Uhr nachmittags an der Stelle Adimawau, etwa 5 km. nördhch von Karwän,
der Geelvink-Busen erreicht. Zwei Stunden später befand
moolenburgh sich an Bord des
„Resident Bensbachquot; \'^), auf dem er nach Manokwari zurückkehrte.

G. Ruthven Le Hunte 1901.

Am ii. Januar 1901 fuhr Le Hunte in Begleitung von F. R. Barton und A. Giu-
lianetti
auf der Dampf barkasse „Rubyquot;, die ein Walboot mit Pohzeisoldaten im Schlepptau
mit sich führte, von Port Moresby nach der am Ende der Redscar-Bai hegenden Landschaft
Kabadi. Er gelangte nachmittags nach Morabi, einem Motu-Dorf an der Mündung des GaUey
Reach, fand aber fast die ganze Bevölkerung abwesend, die nach Hanuabada (Port Moresby)
gegangen war, um Sago zu erhandeln, der von den Lakatois (siehe hierüber oben p. 67)
gerade angebracht worden war. Am nächsten Morgen ruderte die Expedition den Apisi eine
Strecke aufwärts, marschirte hierauf nach Matapaila und nachmittags weiter nach Kopuana,
nachdem sie sich über den Aroa hatte setzen lassen. Am 13. wurde über den Fluss zurück-
gekehrt, hierauf nach Keweo [Keveo] gewandert und über Aukankana [Oukankana] nach
Matapaila zurückgekehrt. Von hier aus schlug
Le Hunte am 14. über Nanuabaka den Weg
zur Küste ein, die er bis zur Mündung des Aroa verfolgte, wo die „Rubyquot; seiner harrte. Auf der
Weiterfahrt nach Kap Suckling landete er bei dem Dorf Hisiu an der Redscar-Bai, in dessen
Nähe ein Herr
Anderson eine Kautschukpflanzung angelegt hatte. Abends traf die „Rubyquot;
in Delena an der Südostecke des Hall-Sundes ein. Nachdem die beiden folgenden Tage zu
einem Besuch der Mission auf der Yule-Insel verwendet worden waren, ging
Le Hunte am
17. nach dem Ethel-Fluss [Kiwa] ab, liess sich diesen und darauf den Bioto aufwärts rudern,
worauf der Rest des Weges nach Ina Wabui zu Fuss zurückgelegt wurde. Den Beschluss des
Tages machte ein Besuch der von der kürzhch gegründeten
Hall Sound Company ange-
legten Tabakspflanzung, auf der
Le Hunte über Nacht bheb. Am 18. gelangte er über Ina
Wa, Eboa und Jesu Baibua [Jeku] an den St. Joseph-Fluss, worauf er in einem Kanu das

1)nbsp;Wir Wusa bedeutet nach von Hille „Weisser Steinquot; (1. e.). Moolenburgh hatte, wie bereits oben erwähnt
(p.
175) mitgeteilt, dass nach Aussage der Eingeborenen A. B. Meyer (lies ein Weisser) ein Stück von dem Felsen
abgeschlagen habe. Diese müssen sich jedoch mit Bezug auf die, Lokalität geirrt haben, da in seiner Nähe kein Dorf
vorhanden ist, wie dies von der Gazelle-Expedition ausdrücklich angegeben wird.

2)nbsp;Die Durchquerung ist seitdem einige Male wiederholt worden. Am 22. Mai 1903 wurde sie von L. A. van
Oosterzee
ausgeführt, der Sabubar, nördlich von Adimawau am Geelvink-Busen, als Ausgangspunkt wählte. Er hatte die
Wanderung morgens 8 Uhr angetreten, war nach der Ankunft in Kurumoi auf einem Kanu stromabwärts gefahren und
nachmittags
6 Uhr an Bord des vor Worobéri liegenden „Pionierquot; angelangt (s. auch J. W. van Hille. Tijdschr. K.
Nederl. Aardr. Gen.
(2) XXIV. 1907, p. 575—576). Im Jahre 1905 überschritt H. Hirschi vom Mac Cluer-Golf aus
das Gebirge nach der Karwän-Bai und kehrte auf demselben Wege wieder zurück (Reisen in Nordwest-Neu-Guinea.
Jahresber. Geogr. Ethnogr. Gesellsch. Zürich
1907—8, p. 90—92). Endlich hat noch J. A. van Balen von Wendèsi
aus in den Tagen des
31. Januar bis Februar 19x1 die Landenge hin und zurück überschritten, wie ich einer freund-
liehen Mitteilung des Herrn
Joh. F. Snelleman in Rotterdam entnehme.

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jenseitige Ufer erreichte und nach einem Marsch über Ina Wai und Ina Wi schhesshch in
der Mekeo-Station eintraf\'). Am
20. kehrte er über Mohu und Pinupaka nach der Yule-Insel
zurück, wo er übernachtete, und fuhr am
21. in der Barkasse nach Aroapaka an der entgegen-
gesetzten Seite der Insel, wo die
Hall Sound company eine Niederlage errichtet hatte und
wo auch die Regierung eine Station anzulegen beabsichtigte. Abends erfolgte die Rückkehr
nach Port Moresby 2).

Nachdem das während einiger Tage im Februar in Port Moresby liegende österreichische
Kriegsschiff
„Leopoldquot; Kapt. z. See von Elbein, wieder abgedampft war verliess Le
Hunte
den Hafen am 19. auf der „Merrie Englandquot; und traf am 23. über Samarai auf der
Regierungsstation am Kap Nelson ein. Am
24. gelangte er bis zur Mündung des Kumusi und
am
25. vor diejenige des Mambare, worauf er in dem Dampfbeiboot die Fahrt am nächsten
Morgen stromaufwärts nach der Tamata-Station fortsetzte. Nach einem bis zum
2. März
währenden Aufenthalt ging es stromabwärts und alsdann auf der „Merrie Englandquot; am
3.
weiter nach der Kumusi-Mündung. Am folgenden Tage trat Le Hunte die Fahrt auf der
Barkasse aufwärts nach der in
8° 34\'S., 147° 57\'E. hegenden Station Bogi [Boigo] an, von der
er am
10. nach der Küste zurückkehrte und abends noch Buna (8°4i\'S., 148° 27\'E.) erreichen
konnte. Am 11. traf die „Merrie Englandquot; in der Porlock-Bai
auf der von C. A. W. monckton
verwalteten Regierungsstation Tufi ein. Le Hunte erkannte bei dem schönen Ausblick, den
er von hier aus auf den Trafalgar-Berg hatte, dass dieser
3 Gipfel besass. Er behielt für den
höchsten
(5584 feet) den ursprünglichen Namen bei, nannte den südlichen, 4946 feet hohen,
Britannia-Berg und den nördlichen,
5048 feet hohen, Temeraire-Berg (s. oben p. 189).

Von Tufi dampfte das Schifif nach Samarai, das am 22. wieder verlassen wurde. Es traf
abends, nachdem es unterwegs gerade vor dem Ost-Kap ein Segelschiff mit angeworbenen
Arbeitern von der Normanby-Insel, das sich aber nicht ausweisen konnte, angehalten und nach
Samarai geschickt hatte, bei Ruaba in der Goodenough-Bai ein. Am
23. ging es in der
Rawdon-Bai zwischen Abuara und der Mosquito-Insel vor Anker, worauf
Le Hunte am
nächsten Tage das Dorf Menapi besuchte. Am
25. erfolgte die Ankunft auf der Yasaiasa-
[Jasa-Jasa-] Reede, westhch von Kap Sebiri-Biri. Nach einem Besuch des Dorfes Iruwo Wono
fuhr der Dampfer am
26. weiter nach Kap Vogel und kam abends, nach Besuch des Pusi-
Pusi-Hafens (9°
36\'S., 149° 48 V2\'E.), an der Fir-tree-Spitze vor Anker. Am nächsten Morgen
wurde der PhiUips-Hafen, ferner das grössere Dorf Wiaku [Viaku oder Uiaku], der Hauptort
der Landschaft Maisini, an der Westseite der Collingwood-Bai und endhch die Missionsstation
am Wanigela aufgesucht. Am
27. wurde die Fahrt über das Kap Nelson nach Tufi fortgesetzt
und darauf am
28. östhcher Kurs eingeschlagen. Am 29. nachmittags warf der Dampfer vor
Itu Marina in der Conflict-Gruppe Anker, fuhr am
30. erst weiter nach der Regierungsstation
Niwani und darauf nach der Missionsstation auf der Deboyne-Insel [Pana Et]. Als
Le Hunte
am nächsten Tage in der Bugoja-Bucht an der Südostküste der St. Aignan-Insel [Misima] eintraf,

1)nbsp;Siehe die Karte Fig. 48, p. 448.

2)nbsp;Despatch reporting proceedings since the resumption of duty on the 28th November 1900. Ann. Report on
Brit. New Guinea 1900—1901. Brisbane 1902, p. i_4.

3)nbsp;Nicht „Leopardquot;, wie Le Hunte schreibt.

4)nbsp;ßemerlcungen über Port Moresby. Südl^üste von Neu-Guinea. Nachr. f. Seefahrer. XXXIL Berlin i9oi,N°. 1142,
nach Kundmachung für Seefahrer. Pola 1901, N°. 17/279

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fand er dort den Kutter „Muruaquot; liegend, und bald nach der Landung begegnete er auch
dem Resident Magistrate A. M.
campbell. Hierauf wurde die Sagara-Bucht an der Nordküste
der Insel aufgesucht. Am 31. unternahm
Le Hunte noch auf dem Walboot einen Ausflug
nach Liaki und nach Baga-Baga, hinter welchem Ort die Berge, darunter als höchster der 3 500
feet hohe Koiatau steil anstiegen, und dampfte darauf nachts weiter. Als er am nächsten
Morgen in der Frühe die Lord Alcester-Inseln passirte, bemerkte er, dass diese nicht aus 3,
sondern nur aus 2 Inseln bestanden. Da die nur 15 miles entfernten Egum-Eilande seit Juli
1891 keines Besuches gewürdigt worden waren \'), so beschloss er einen Abstecher dorthin
zu machen und landete zuerst auf Manuba oder Januba [Yanuba], die 3 Dörfer mit etwa
200 Seelen zählte und in deren Nähe noch 2 oder 3 kleinere Inseln lagen. Inmitten des Atolls
waren zwei kleinere Gruppen von Inselchen, darunter das eigentliche Egum, das ebenfalls
besucht wurde. An der Südseite des Osteinganges des Atolls befand sich eine kleine Insel
und, einige miles von ihr entfernt, eine weitere. Am Nachmittage des 3. April lief die „Merrie
Englandquot; in die Kuiapan-Bai, die innere Bucht der Kropan-Bai, ein, an der
Le Hunte am
4. landete und zunächst Wonegäi aufsuchte. Nachmittags traf er in der Wonai-Bucht ein,
worauf er am folgenden Morgen nach Kulumadau wanderte, wo er die Pochwerke der
Woodlark Proprietary Company besichtigte. Die Kulumadau Company sowie die
Ivanhoe Company sahen ebenfalls der Ankunft derartige Maschinen entgegen. Am 5.
gelangte er nach dem Suloga-Hafen, in dessen Nähe sich die Werke der
suloga Gold-Mining
Company
befanden, und am 6. nach dem Guasopa-Hafen, worauf es nach den Laughlan-Inseln
weiterging, die noch abends erreicht wurden. Hier hatte sich der kürzhch aus England zurück-
gekehrte Händler R.
Ede angesiedelt. Nach Besuch einiger Dörfer fuhr Le Hunte am Abend
des 7. weiter nach der Rossel-Insel und traf am nächsten Tage in der Wonga-Bucht ein. Nach
einem Besuch von Wöla [High-Insel] am 9., ging er nach der Tryon-Bai, besichtigte am
10. das Dorf Banidju [Baniju], am 11. das Dorf Doroa und nahm Kurs nach der Sudest-Insel,
wo das Schiff vor der Mündung des Rabuso vor Anker ging. Am Morgen des 12. ging es
durch die enge Yuma-Passage nach der Griffin-Spitze, von der aus in einem Walboot die
Piron-Insel [Jeina oder Yeina] aufgesucht wurde. Am 14. erfolgte der Besuch von Nimoa sowie
der Grass-Insel in der Calvados-Kette, die der Dampfer durch die Duma Labua-Passage wieder
verhess, worauf er am Abend an der Nordseite der seit 1891 nicht wieder besuchten Renard-Insel
[Kimuta] vor Anker ging. Nachdem
campbell in Niwani wieder abgesetzt worden war, kehrte
die „Merrie Englandquot; über Samarai am 24. nach Port Moresby zurück^).

Archibald L. Walker 1901.

Am 18. März 1901 verhess Archibald L. Walker, begleitet von 14 Pohzeisoldaten
die Tamata-Station und traf, nachdem er unterwegs die Missionsstation besucht hatte, in
Dapotji [Dapochi] ein. Am 22. erreichte er nachmittags das Dorf Osi und setzte am 24.
die Fahrt auf dem Gira in Kanus fort. Nachdem er unterwegs bei den Dörfern Indawara und

1)nbsp;Sir William Macgregor. Despatch reporting Visits to the Dentrecasteaux and Trobriand Groups. Ann. Report
on Brit. New Guinea 1891—92, p. 8—9 (s. auch oben, p. 529).

2)nbsp;Despatch reporting Visit of Inspection to the Eastern Parts of the Possession. Ann. Report on Brit. New
Guina 1900—1901, p. 12.

3)nbsp;Sollte damit nicht Apotji [Apochi] gemeint sein?

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Onamba Tutu am linken sowie bei Ainsi am rechten Ufer Halt gemacht hatte, traf er in
Ombeja [Ombeya] ein, wo er den
25. über bheb. Am 26. ruderte er in 12 Kanus weiter strom-
abwärts und gelangte nach Besuch der Dörfer Tokana und Daan Tutu bis zur Mündung. Am
31. fuhr er nach der Tamata-Station, auf der er am
3. Aprh eintraf).

Bereits 10 Tage später verliess Walker die Station aufs neue und zwar in Begleitung
von
16 Pohzeisoldaten sowie 40 Trägern und erreichte am 16. die Station Bogi am Kumusi %
wo er mit
de Moleyns zusammentraf. Am 20. marschirte er nach dem 10 miles in SE.
entfernt liegenden Memeko Wari, dessen Bewohner sich Überfähe hatten zu Schulden kommen
lassen. Wie üblich, fand man bei der Ankunft das Dorf geräumt. Auf dem Weitermarsch
erfolgte jedoch nachmittags ein unerwarteter Angriff mit Speeren seitens Eingeborener, der
sich am nächsten Tage wiederholte. Am
23. wurde der Kumusi und am 24. das Dorf\'Hai,
das am Ende eines vom Lamington-Berg ausgehenden Ausläufers lag, erreicht. Nachdem
Walker am 25. nach dem Dorf Kamburada [Wohambo] gelangt war, traf er am 27. wieder
am Kumusi ein, den er einige miles oberhalb Korobambo überschritt. Am
28. wanderte er
weiter talaufwärts, musste dann aber infolge Erkrankung einige Tage liegen bleiben, so dass
er erst am i. Mai weiter vorwärts kommen konnte. Am
4. kehrte er nach Korobambo zurück,
von wo aus er mittelst eines Flosses bis Bogi gelangte, das er am
7. verhess. Am 13. traf er
wieder auf der Tamata-Station ein

0. A. W. Monckton und P. R. Barton 1901.

Da während des Zeitraumes eines Jahres nicht weniger als 30 Menschen dem räuberischen
Stamm der Doriri^zum Opfer gefahen waren und noch am
10. Februar 9 Bewohner von Koia-
Koia, einem kleinen Dorfe am Wanigela, von Angehörigen des Stammes ermordet worden
waren, so liess sich eine Strafexpedition nicht mehr umgehen

Nachdem der Kommandant der Schutztruppe F. R. Barton mit 20 Pohzeisoldaten
in der Regierungsstation am Kap Nelson eingetroffen war, ging die Expedition unter Führung
des Resident Magistrate
C. A. W. Monckton am i. Aprü 1901 in Walbooten und Kanus
nach der Mündung des Wanigela ab % Nachforschungen hatten ergeben, dass die Übeltäter
in den am Nordufer des Musa liegenden Dörfern Mbesa und Gewadura beheimatet waren.
Am
2. erreichte man Udjaku [Ujaku] ein Maisina-Dorf, das an der Mündung des Irma Ramu
lag und wohin die Träger vom Kap Nelson aus über Land gegangen waren. Als man am
3.
in Walbooten nach der Fir-tree-Spitze gelangte, war der erwartete Reis nicht eingetroffen,
weshalb nach dem Wanigela zurückgekehrt werden musste. Am
5. landete die Expedition —
im ganzen
159 Mann — in Udjaku [Ujaku] und legte noch einige miles der SE-Flanke des
Maisina-Berges entlang zurück, worauf sie das Lager aufschlug. Am
7. war der Bura, ein
Nebenfluss des Wakioki und am 8. dieser selbst erreicht worden. Hierauf ging es talaufwärts,

1)nbsp;Special Report of Visit to Gira River, Northern Division, 14th to 31st March 1901. Ann. Report on Brit
Nevi- Guinea 1900—-1901, p. 52—54. Map IV.

2)nbsp;Bogi liegt 17 miles (27 km.) in SSE. von der Tamata-Station entfernt.

3)nbsp;Report of Visit to the Head of the Kumusi River, Brit. New Guinea. Ann. Report on Brit. New Guinea
1900—1901,
p. 54—59.

4)nbsp;Über den im August 1898 in Maisina verübten Mord s. oben p. 690.

5)nbsp;c. A. W. Monckton. Report by Resident Magistrate, North-Eastern Division, with regard to Doriri Expedition ist

April to 24ih April, 1901. Ibid. p. 63-69. - E. R. Barton. Special Report on Doriri Expedition. Ibid. p. 94-100. Map VIL

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alsdann am 9. über den Sattel zwischen dem Goropu- und Didina-Gebirge nach dem Quell-
gebiet des Ibinamu. Am 10. wurde diesen entlang stromabwärts marschirt, wobei es gelang
bei Bare [Boure] einiger Doriri-Leute habhaft zu werden, andere wurden erschossen. Am I2.
kam es aufs neue zu Zusammenstössen, bei denen abermals einige Eingeborene fielen. Bei der
nachmittags erfolgten Ankunft in Domara, wo die Truppe den 13. über blieb, fand man den
Ort verlassen. Auf dem Weitermarsch in nördhcher Richtung wurde am 14. vor dem Ein-
treffen an der Mündung des Momi in den Domara, das verlassene Dorf Bare-Bare passirt und
am nächsten Tage der Domara durchschritten, um in östhcher Richtung nach dem in den
Ibinamo mündenden Bach Tewara [Tevara] zu gelangen. N,ach Überschreitung der Wasser-
scheide ging es am
16. in den Bach Dudura, worauf, seinem Laufe folgend, am 17. das am
Musa hegende Dorf Dudura erreicht wurde. Hier fanden sich zahlreiche geraubte Gegenstände
vor, wie denn auch Eingeborene von der Golhngwood-Bai erklärten, dass es der Wohnsitz der
grössten Übeltäter sei. Die Truppe setzte den Marsch noch längs des rechten Musa-Ufers bis
zum Bache Maman und am 18. weiter stromabwärts bis kurz vor Gewadura am hnken Ufer
des Musa
fort. Am 20. wurde nach abermaliger Überschreitung des Stromes bis Dowe [Dove]
und am 21. über Jagisa [Yagisa] bis zur Mündung des Baches Totore gewandert. Weiter ging
es diesen stromaufwärts, worauf nach einem Marsche längs des südlichen Gehänges des Victory-
Berges, am Mittage des 23. Irma Ramu am Wanigela und am 24. die Station am Kap Nelson
im Gefolge von 3 Gefangenen wieder erreicht wurde.

James Chalmers und Oliver Pellowes Tomkins 1901.

Am 4. April 1901 hatte Ghalmers sich in Begleitung seines Amtsbruders O. F. tomkins
in Daru auf der „Niuequot; nach dem Aird-Fluss eingeschifft. Er traf am Nachmittag des 7. vor
der Risk-Spitze an der Insel Goari Bari ein, wo das Schifif sofort von einer Unmenge von
Kanus umringt wurde. Der dringenden Einladung zum Besuch der Insel Folge leistend,
gingen die beiden Geisthchen am nächsten Morgen bei dem Dorfe Dopima an Land in der
ausgesprochenen Absicht nach i Stunden zurückzukehren, was aber nicht geschah. Wie die
bald darauf angestellten Untersuchungen ergaben waren beide unmittelbar nach ihrem Ein-
treffen niedergemetzelt worden, und hatten die Eingeborenen ihre Köpfe gekocht und mit
Sago verspeist 2). Die Untat war auf Anstiften eines Eingeborenen von Dorima, namens
Garopo, von Einwohnern der Dörfer Dopima, Turotere, Bai la, Aidio, Eheubi, Goari Ubi,
Aimaha, Gewari Bari, Ubu Oho und Dubumuba verübt worden. Der weitere Plan auch die
„Niuequot; zu überfahen und auszumorden, missglückte dagegen, da das Schiff, nachdem es
keinerlei Zeichen am Lande gewahren konnte, am 9. nach Daru absegelte. Es traf hier erst
am 17. ein und ging darauf weiter nach Port Moresby, wo die Ankunft am 27. erfolgte.

Der Resident Magistrate von Daru hatte sofort nach dem Eintreffen der Trauernachricht

1)nbsp;G. Ruthven Le Hunte. Despatch reporting the Massacre of the London Missionary Society Party under the
Rev. James Chalmers and the Rev. Oliver Fellowes Tomkins by the Natives of Goaribari Island. Ann. Report on Brit.
New Guinea 1900—^1901, p. 25—35. — A.
E. Hont. The New Guinea Tragedy. The Story of the Government Expedition.
Chronicle I.ondon Miss. Soc. 1901, p. 188—189.
— Cutheert Lennox. James Chalmers of New Guinea. Missionary,
Pioneer, Martyr. London 1902.

2)nbsp;Die vermutlichen Skeletteile wurden am 4. Februar 1908 aufgefunden und, nach ihrer Untersuchung auf der
Thursday-Insel, auf der Insel Daru beigesetzt fPapua. Report for the year ending 30th June 1908, p. 13).
— [E. Baxter
Riley].
Remains of Chalmers and Tomkins. Chronicle London Miss. Soc. LXXIII. 1908, p. 119.

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diese nach der Thursday-Insel weiter befördert, so dass bereits am 26. der Dampfer „Paruaquot;
mit einer Abteilung der Royal Australian Artillery unter der Führung des Leutn.
Brown
erschien und zunächst nach Port Moresby weiterfuhr, wo er am 29. eintraf. Inzwischen hatte
Le Hunte mit allem, was an Mannschaften und Waffen verfügbar war, sich am 28. mit dem
Rev. A. E.
Hunt auf der „Merrie Englandquot; eingeschifft. In Delena, wo er abends eintraf,
begab sich auch Rev.
H. M. Dauncey an Bord. Am 30. ging es weiter bis Orokolo, wo die
„Paruaquot; am Morgen des i. Mai anlangte. Nachdem beide Schifife am 2. Goari Bari erreicht
hatten, wurden die Truppen auf die verschiedenen Boote verteilt und auf Dopima und Turotere,
die auf der Karte von
Macgregor unter den Namen Anawaida und Otea eingetragen waren,
zugesteuert. Sie wurden beim Näherkommen von den Bewohnern, die an dem schlammigen
Ufer Aufstellung genommen hatten, mit Pfeilen überschüttet. Nachdem diese durch Gewehrschüsse
in die Flucht getrieben worden waren, wobei 24 Männer fielen, wurde gelandet. Während man
die Wohnungen unberührt liess, übergab man dagegen die Versammlungshäuser [Dubu] den
Flammen. Auch die Waffen fielen der Vernichtung anheim, soweit man sie nicht als Kuriosi-
täten mitgehen hiess. Nachdem das Dubu von Bai la sowie die Versammlungshäuser anderer
an dem Morde beteiligter Dörfer eingeäschert worden waren, kehrten die Truppen an Bord
der Schifife zurück. Am 5. fand ein Trauergottesdienst statt, worauf die „Paruraquot; nach der
Thursday-Insel zurückkehrte. Die „Merrie Englandquot; fuhr am 7. bei stürmischem Wetter — der
SE-Monsun hatte Tags zuvor eingesetzt — nach Daru.

C. G. Murray 1901.

Wie wir oben (p. 749) sahen, war der Resident Magistrate c. G. murray am 6. Februar
von der Bamu- [Baum-] Mündung nach Daru zurückgekehrt, doch sohte sich bald heraussteUen,
dass seine Anwesenheit keinen bleibenden Eindruck zurückgelassen hatte. Ja noch mehr, als
er auf die Nachricht hin, dass die Bewohner von Sisiame abermals den Kriegspfad betreten
hätten, nach dem Bamu fuhr, wurde er mit Pfeilschüssen begrüsst. Es gelang die Angreifer
durch Gewehrschüsse zu vertreiben, aber ihre Verfolgung war in dem morastigen Gebiet
unmöglich. Nach einem Besuch der am linken Fly-Ufer liegenden Ortschaften wurde nach
Daru zurückgekehrt

Am 10. segelte murray aufs neue auf der „Juanitaquot; aus und besuchte am 11. die
Missionsstation Saguana, ferner Agabaro und schliesshch Dameratam auf der Insel Wabada
im Fly-Delta. Am 12. traf er mittags an der Mündung des Maipani ein und fuhr dann weiter
nach Wadada, wo er die Nacht über bheb. Am 13. kam er nach dem Dorf Maipani, darauf nach
Damera Koromo und schliesslich nach Segera, das er am Morgen des 14 verliess, um über Goabura
nach Wabada zu gelangen. Am 16. setzte er seine Fahrt fort und erhielt nach seinem Eintreffen
abends in Gaema die Bestätigung der Nachricht, dass die Pisarame-Leute sich eines Überfahes
schuldig gemacht hatten. Nach zweistündiger Fahrt am 17., erfolgte die Ankunft in Domori,
wo man ihm erzählte, das die Einwohner von Akarina vor 14 Tagen die Bananengärten von
Pisarame zerstört hätten, worauf die von Pisarame in Gemeinschaft mit denen von Tawamone
gemeinschafthch Gaema angegriffen hätten. Hier vertrieben, hätten sie sich zur Verübung von

1) Report of the Resident Magistrate, Western Division, on the Affairs of the Division. Ann. Report on Brit.
New Guinea 1900—1901, p. 83.

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Räubereien nach Domori gewandt. Murray kehrte hierauf nach Pisirami zurück, nahm drei
Rädelsführer gefangen und setzte in der Frühe des i8. seine Fahrt fort. Er ging am Bituru\')
zwischen Domori und Canoe-Insel vor Anker, worauf er im Walboot Tawamone aufsuchte und
am 19. wieder vor Domori eintraf Am 21. kehrte er nach Daru zurück^).

J. A. Blayney 1901.

Der Resident Magistrate der Central Division, J. A. Blayney, war mit 8 Pohzeisoldaten
von Port Moresby nach der Rigo-Station gelangt, von der er in Begleitung von
George F.
English nebst Trägern am 19. Juni aufbrach. Über Kwaleripu, Saroa und Gosoru gelangte die
Expedition nach Überschreitung des Musgrave-Flusses an den Kemp Welch-Fluss. Nachdem
sie an das jenseitige Ufer gelangt war, marschirte sie nach Kalikodobu. Am nächsten Tage ging
es aufwärts nach Gaigeri und weiter nach dem hoch gelegenen Ugawa Goro, in dem
Blayney
nähere Nachricht erhielt, dass Einwohner von Mikani Goro 14 Tage vorher 3 Männer von
Toboro Goro getötet hatten. Auf dem Weitermarsch am 21. traf man zunächst in dem ver-
lassenen Toboro Goro ein, worauf es bergab ging, um abends an einem Flüsschen das Lager
aufzuschlagen. Bereits nachts um 2 Uhr erfolgte der Wiederaufbruch und der Aufstieg nach
Mikani Goro, das man überraschte und in dem 15—16 Einwohner gefangen genommen
werden konnten (s. Fig. 70, p. 752). Am 24. wurde der Rückmarsch angetreten und am 25.
die Rigo-Station wieder erreicht

Flood 1901.

Der amerikanische Naturaliensammler Flood traf Mitte 1901 in Port Moresby ein und
begab sich ohne Begleitung nach dem Wanapa [Vanapa], um Landmollusken zu suchen. Als
nach geraumer Zeit keine Nachricht von ihm eintraf, wurden die Behörden um sein Schicksal
besorgt, worauf die von D.
Ballantine angestellten Nachforschungen nur zur Auffindung
seines Lagers führten, ohne dass von ihm selbst eine Spur zur entdecken gewesen wäre.
Augenscheinhch war er das Opfer eines Unglücksfahes geworden

George Klotz und Frank Pryke 1901.

Wie H. R. Maguire mitteilt, entdeckten G. Klotz und F. Pryke in einem Bachbett,
20 miles von der Cloudy-Bai entfernt, Gold und zwar in einer derartigen Menge, dass sie
innerhalb eines Zeitraumes von 5—6 Wochen 700 Unzen gewinnen konnten. Als sie nach
Samarai zurückkehrten, rief die Nachricht einen „rushquot; hervor, doch konnten später nur noch
geringe Mengen des Metalls gewonnen werden

1} Beturi bei R. Bruce (Ann. Report Brit. New Guinea 1899—1900, p. 99—102).

2)nbsp;Report of the Resident Magistrate, Western Division, on a Visit to the Bamu Estuaries. Ann. Report amp;c.
1900—1901, p. 85—87.

3)nbsp;Report of Resident Magistrate, Central Division, on Inland Trip behind Rigo to the Mikani-Goro Tribe in
Connection with reported Massacre of Taboro-Goro Natives by the Mikani-Goro Tribe. Ann. Report on Brit. New Guinea

1900—1901,nbsp;p. 46—47, Map VI.

4)nbsp;A. E. Pratt. Two Years among the New Guinea Cannibals. London 1906, p. 181.

5)nbsp;Impressions of a year\'s Sojourn in British New Guinea. Queensland Geogr. Journ. N. S. XVII. Brisbane

1901—2,nbsp;p. 135.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;gg

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G. Ruthven Le Hunte igoi—2.

Es muss als ein Beweis für das schwindende Interesse angesehen werden, dass in dem
üblichen Jahresbericht über Britisch-Neu-Guinea vom i. Juh 1901 ab nicht mehr, wie bisher,
die Berichte der Beamten über ihre Reisen zum Abdruck gelangten, so dass wir auf die
allgemeinen, meist der genaueren Zeitangaben entbehrenden Berichte über die einzelnen
Abteüungen sowie über das ganze Gebiet angewiesen sind \').

Am 26. November 1901 verliess Le Hunte Port Moresby auf der „Merrie Englandquot;
und begab sich zunächst, nach einem Besuch der Rigo-Station sowie der Missionsstation am
Millport-Hafen, nach Samarai, machte von dort einen Abstecher nach der Milne-Bai und setzte
alsdann die Fahrt nach der Goodenough-Insel fort, wo das Schiff in der Mud-Bai zu Anker
ging. Nachdem er während eines einwöchigen Aufenthaltes die Insel bereist hatte, setzte er
die Fahrt nach der Regierungsstation am Kap Nelson fort und traf alsdann am 20. Dezember
an der Mambare-Mündung ein. Die folgenden 5 Tage wurden auf den Besuch der Tamata-
Station verwendet, worauf es nach der Mündung des Kumusi weiterging, um von dort auf
der Dampfbarkasse einen Ausflug nach der Station Bogi zu machen. Nach Samarai zurück-
gekehrt, hef die „Merrie Englandquot; aufs neue aus und dampfte zunächst nach der Insel Dobu,
von der
Le Hunte Ausflüge auf der Normanby-Insel bis zum Kap Pierson [Baba Khnai]
sowie auf der Fergusson-Insel bis zum Kap Mourylian und Kap Sikiruku unternahm. Hierauf
wurde auf der Fahrt nach der Woodlark-Insel bei der Egum-Gruppe gehalten und auf jener
die Kulumadau-Gruben besichtigt. Alsdann ging es weiter nach Kitawa, den Trobriand- und
den Lusangay-Inseln, unter denen der Insel Gawa ein Besuch abgestattet wurde. Über Kap
Nelson und Samarai traf
Le Hunte Anfang 1902 wieder in Port Moresby ein 2).

P. H- Parke 1901—2.

Nach dem Tode von Amedeo Giulianetti war P. H. parke vorläufig die Verwal-
tung des Mekeo-Distriktes übertragen worden. Er unternahm eine Fahrt längs der Küste in
westhcher Richtung bis zum Purari, auf der er zugleich eine Reihe von Flüssen besuchte, die
mit diesem in Verbindung stehen. Er machte bei dieser Gelegenheit auch die Bekanntschaft
der von ihnen bewohnten Stämme

A. J. Jiear 1901—2.

Der zum Nachfolger von C. G. MuRRAY ernannte Resident Magistrate of the Western
Division, A.
J. Jiear, unternahm während des Dienstjahres vom i. Juh 1901 bis 30. Juni 1902
fünf Inspektionsreisen, davon 3 nach den westhch von Daru hegenden Gebieten und 2 nach
dem Fly-Fluss. Bei Gelegenheit der ersten Fahrt auf diesem Fluss gelangte er bis zu der
unweit der Mai Kusa-Mündung befindlichen Station Bugi, von der aus ein Marsch nach dem
Hmterlande angetreten wurde, auf dem es zu einem Zusammenstoss mit dem bisher unbe-

1)nbsp;Das Anerbieten: „The Appendices can be seen upon application at the Department of External Affairsquot;
(Ann. Report on Brit. New Guinea 1901—2, p. 39), ist zwar sehr anerkennenswert, doch erscheint es reichlich umständlich,
dieser Reiseberichte wegen eine Fahrt nach Melbourne zu unternehmen.

2)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1901—2. [Melbourne] Victoria 1903, p. 12.

3)nbsp;Giulianetti war am 4. November 1901 von einem Eingeborenen erschossen worden (Ann. Report on Brit.
New Gninea 1901-—2, p. 15).

4)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1901—2. Victoria 1903, p. 16.

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kannten Stamm Dembeki kam. Auf der letzten in westlicher Richtung unternommenen Fahrt
erreichte
jlear auch den Morehead-Fluss und erfuhr dort, dass die Tugeri inzwischen aufs
neue eingedrungen waren und bei dem Überfall eines Dorfes mehrere Bewohner getötet hatten.
Auf der Rückfahrt geschah es aber, dass sie von anderen Anwohnern des Flusses angegriffen
und mit Verlust einiger Leute sowie sämthcher Kanus in die Flucht geschlagen wurden

Ä. Malcolm Campbell 1901.

Der Resident Magistrate der Südost-Abteilung, A. Malcolm Campbell, gelangte von
der Station Niwani auf Pana Pompom Ende 1901 nach der Normanby-Insel. Als er in Korada
eintraf, wurde er von einem Fall von Kannibalismus, den man in dieser Abteilung ausgerottet
wähnte, in Kenntnis gesetzt. Er begab sich daher mit seiner Begleitung nach der Sawa-Säwai-
Bai und dort aus über Land nach der Landschaft Maiabari, wo er 6 dieses Verbrechens
beschuldigte Eingeborene verhaften liess

C. A- W. Monckton 1901—2.

Der Resident Magistrate der Nordost-Abteilung, C. A. W. MONCKTON, sah sich
während des Dienstjahres 1901—2 genötigt, einen Zug gegen die in der Nähe der Oro-Bai,
nördhch vom Kap Nelson hausenden Stämme zu unternehmen die sich Überfälle von einigen
an der Nordabhängen der Kap Nelson-Halbinsel liegenden Dörfern schuldig gemacht hatten.
Es glückte ihm die Rädelsführer nebst einigen anderen Teilnehmern zu übermannen und
gefänglich emzuziehen

Eine zweite Expedition war erforderhch nach dem Oberlauf des Musa, an dem Gold-
gräber mit Eingeborenen, die sie bestohlen hatten, in Konflikt geraten waren. „The pioneer
gold miner is, no doubt, a very worthy and useful member of the community, but he can
hardly hope to be regarded by officers in charge of outstations in this country with unqualified
approbationquot;

Schoner „Tarawaquot; 1901.

Der Führer des Schoners „Tarawaquot; entdeckte im Jahre 1901 im Banks-Kanal in der
Torres-Strasse in etwa 10° 14\'! 5quot; S., 141° 11\'45quot; E. ein gegen 100 yards langes Riffquot; mit i
Faden und in etwa 9° 53\'3°quot; S., i4i°57\'oquot;E. eine Sandbank mit i Faden
Wasser

1)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1901—2, p. 16_17.

2)nbsp;Ibid. p. 18.

3)nbsp;Ibid. Victoria 1903, p. 21.

4)nbsp;Den Anschauungen von Monckton mögen auch diejenigen der Goldgräber in ihren nackten Rohheit gegen-
übergestellt werden. „Five miners have been arrested for killing a number of natives in the Buhutu district. They have
been charged with murder, and will be placed on trial at Samarai at an early date. Great
Sympathie is felt for the men.
It is necessary for the prospectors to shoot the wild natives whenever they get an opportunity, because while at large
they are dangerous to all travellers in the island. It is common practice to destroy the useless savages, but occasionally
the missionaries in order to make a little show, induce the police to arrest a few pioneers and charge them with murder.
In Australia natives that could not be civilised had to be killed, and the same policy must be continued in this countryquot;.
(Mining in New Guinea. Mining Journal. London. Saturday, 30th November 1901, hieraus De Indische Gids. XXIV. i.
1902, p. 232).

5)nbsp;Nachrichten für Seefahrer. XXXH. 1901, N°. 2102, p. 714 nach Notice to Mariners. Brisbane 1901, N°. 23.—
Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1901, N°. 173/1191 nach Notice to Mariners. London 1901, N°. 669.

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Rudolf von Benningsen 1901.

Der im Hinterlande der Ataliklikun-Bai auf der Gazelle-Halbinsel in Neu-Pommern
hausende Häuptling
Dangpet hatte 2 Plingeborene erschlagen und ausserdem Drohungen gegen
die Mission ausgestossen, was den Gouverneur
r. von benningen veranlasste sich am 24.
April 1901 in Herbertshöhe mit 20 Pohzeisoldaten auf dem Missionsdampfer „Gabrielquot; einzu-
schiffen. Am 2Ó. trat er, von Pater
matthäus Rascher begleitet, den Marsch nach dem
Dorfe Siridrit im Baining-Gebirge an. Nachdem das Dorf Kuwit passirt worden war, begann
der eigentliche Anstieg und traf man nach s\'j^ Stunden, nach Überschreitung des Mandres-
Baches, in dem 600 m. hoch liegenden Dorfe Nembang ein, in dem übernachtet wurde. Am
nächsten Tage erfolgte nach vierstündiger Wanderung die Ankunft in Siridrit, wo zwei ein-
flussreiche Einwohner als Geissein mitgenommen wurden, um zu bewirken, dass der Häuptling
4 grosse Schweine als Busse an die Mission ablieferte. Alsdann wurde nach Nembang und
am 28. nach der Küste zurückgekehrt. Unterwegs wurden die Reisenden von Leuten von
Dangpet eingeholt, die den Auftrag hatten den Schweinetribut zu entrichten. Am 29. fuhr
von Benningsen auf dem „Gabrielquot; von Mandres nach dem am Südufer der Ataliklikun-Bai
mündenden Karawat, auf dem er eine Bootfahrt L/2 km. stromaufwärts unternahm, worauf er
nach Herbertshöhe zurückkehrte

Auf dem Dampfer „Nuen Tungquot; des Norddeutschen Lloyd fuhr von Benningsen
am 14. Mai nach Friedrich Wilhelms-Hafen. Er besuchte von dort aus die Missionsstationen
auf der Insel Siär und in Bogadjim. Auf der Rückfahrt von Stephansort hef er die Insel Jabob
an und landete alsdann auf der auf dem gegenüberhegenden Festlande hegenden Tabaks-
pflanzung Jomba. Schhesshch machte er noch einen Ausflug nach den Hansemann-Bergen. An
Bord des am 24. in Friedrich Wilhelms-Hafen eingelaufenen Regierungsdampfers „Stephanquot;
setzte er seine Fahrt nach Simbang fort, wo er am 26. eintraf Von einem Abstecher nach
dem Sattelberg am 7. Juni zurückgekehrt, besuchte er noch die frühere Station Finsch-Hafen
und setzte darauf wieder Kurs nach Herbertshöhe

Franz Vormann 1901.

Pater Franz Vormann trat im Mai 1901 von Tumléo (Berlin-Hafen) aus eine Segelfahrt
nach den Le Maire-Inseln an. Er landete zunächst auf Särawäi [Bertrand-Insel], die von
350—400 Seelen bewohnt war und 120 Häuser zählte. Hierauf besuchte er die dichter
bevölkerte Gilbert-Insel [Walls] Nachdem er auf der Weiterfahrt bei der Meta-Insel [Rabuin]
im Dahmann-Hafen geankert hatte, segelte er nach der etwa 80 m. hohen Gressien-Insel
[Muschü], wo er bei dem Dorfe Sup (150—200 Einwohner) landete. Ausserdem besuchte er
die Dörfer Bam sowie Gross- und Klein-Matju. Nunmehr setzte der Kutter Kurs nach der
Roissy-Insel [Wogéo], die er nach dreissigstündiger Fahrt erreichte.
vormann fand auf dem steh
abfallenden Eiland nur ein unsauberes Dorf 4), weshalb er nach eintägigem Aufenthalt nach

1)nbsp;Bericht des Gouverneurs v. Benningsen über eine Reise nach dem Weberhafen. Deutsches Kolonialblatt. XH.
Berhn
1901, p. 560—561.

2)nbsp;Reisendes Gouverneurs von Benningsen nach Neu-Guinea. Deutsches Kolonialblatt. XH. 1961, p. 631—633.

3)nbsp;Wie Vormann sagt, waren diese beiden Inseln von jeder das beliebte Ziel malaiischer Koprahändler gewesen.
^ 4) Augenschemhch war es das Dorf Moro, welches besucht wurde. Die deutsche Seekarte (N°.
418) führt übrigens

nicht weniger als 14 Dörfer auf Wogéo auf.

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der Deblois-Insel [Keule] weiterfuhr und dort 3 Tage bheb. Keule zeigte nur mässig geneigte
Abhänge und zählte etwa 200 Seelen. Nach einem nochmaligen Besuch der Gressien-Insel
sowie des Dallmann-Hafens erfolgte die Rückkehr nach Tumléo am 23. Mai Anfang des
folgenden Jahre unternahm
VoRMANN gemeinschafthch mit E. LiMBROCK vom Potsdam-Hafen
aus eine Eahrt nach der Nubia- [Hansa-] Bucht und wanderte von dort landeinwärts zu den
Dörfern des Stammes Iku \').

Gründung der Missionsstation Bogia 1901.

Bald nach der Gründung der Herz-Jesu-Station am Potsdam-Hafen war die Mission vom
Göttlichen Wort darauf bedacht ihr Gebiet zu erweitern und erhielt sie von der Regierung
die Erlaubnis an der Küste zwischen dem Potsdam- und Eitel Eriedrich-Hafen einen Komplex
von 500 ha. anzukaufen. Es gelang ihr an der Bogia-Bucht, 2 Stunden Gehens südöstlich von
Monumbo, ein geeignetes Gebiet zu erhalten. Nachdem der auf dem Gouvernementsdampfer
„Stephanquot; am 30. Mai 1901 in Monumbo eingetroffene kaiserliche Richter
p. Boether die
Kaufverträge geprüft und genehmigt hatte, wurde unter der Leitung des Paters
Eranz padberg
mit dem Klären des Urwaldes der Anfang gemacht Später entstand an Stehe der Hütte am
Strande ein Missionsgebäude auf dem hinter der Bucht sich erhebenden Tsepa-Berge [Heiliger
Geist-Berg] in etwa 125 m. Höhe, das am 6 Juni 1902 bezogen werden konnte^). Es erhielt
den Namen Station vom Heiligen Geiste.

E. Limbrock, Jos. Erdweg und J. Klafll 1901.

Die Missionare E. LiMBROCK, Jos. Erdweg und J. Klaefl verliessen am 21. Juli 1901
ihre Station auf der Insel Tumléo (Berhn-Hafen) auf ihrem Kutter und erreichten nach sechs-
tägiger Fahrt die Walman-Küste. Sie fanden dort 6 Eingeborenenstämme, von denen die
Lamin [Walman] 4, die Lalép die Jakamul 12, die Ulä 6 und die im Osten hausenden
Suein 9 Dörfer besassen

Korv. Kapt. Grapow 1901.

Der vom Korv. Kapt. Grapow befehligte Kreuzer „Cormoranquot; verhess Anfang Juli
1901 die Reede von Herbertshöhe\'\'\'), um die St. Matthias-Insulaner wegen des an der
MENCKEschen Expedition verübten Überfalles zu züchtigen. Er hatte zu diesem Zweck auch
eine Abteilung Pohzeisoldaten an Bord genommen und fuhr zunächst durch die Stefifen-
Strasse nach der Insel Nusa, von der die Fahrt in Begleitung des Motorschoners „Mascottequot;
fortgesetzt wurde. Von SE. kommend, hefen die Schiffe in die zwischen St. Matthias und den
südhch davon hegenden Koralleninseln befindliche Durchfahrt ein und kamen in der Nähe der
kleinen Insel Kaléu, auf der sich die
HERNSHElMsche Handelsstation befand, in 1° 32\' S.,

1)nbsp;Franz Vormann. Zu den Schouten-Inseln. Steyler Herz-Jesu-Bote. XXVIII. Steyl 1900/1, p. 140—141,161—162.

2)nbsp;Franz Vormann. Eine Reise in Hinterland von Monumbo. Ibid. XXIX. 1901/2, p. 182—184.

3)nbsp;Die Errichtung einer Missionsstation in Bogfa bei Monumbo. Steyler Herz-Jesu-Bote. XXVIII. l900/l,p. 177—178,
siehe auch I.e. XXIX. 1901/2, p. 43.

4)nbsp;Die jüngste Missionsstation in \' Kaizer Wilhelmsland. Steyler Missions-Bote. XXX. 1902/3, p. 118—120.

5)nbsp;Deutsch-Neuguinea. Ibid. XXIX. 1901/2, p. 43.

6)nbsp;Der „Cormoranquot; war bereits am 2. Dezember 1900, von Apia kommend, in Matupi gewesen, aber am 5. nach
Ponape weitergefahren (Ann. der Hydrographie. XXX.
1902, p. 160).

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H9° 35 72 E. (nicht, wie es heisst in i°43\'S., 149° 40\'E.) vor Anker. Eine Landungsabteilung
ging mit der Pohzeitruppe nach der Stehe, an der sich das ehemalige Lager von
Mencke
befand {1° so%S., 149° 38^; E.) und tötete in dem darauf folgenden Gefecht 81 Eingeborene.
Nach Herbertshöhe zurückgekehrt, setzte der „Cormoranquot; am
16. Juh seine Fahrt, mit VON
Benningsen an Bord, der auf Urlaub ging, nach Apia (Samoa-Inseln) fort \').

Dampfer „Willowdenequot; 1901.

Der Führer des Dampfers „Willowdenequot; wollte am 25. August 1901 auf etwa i\'N.,
146° E. die 1877 vom „Adventurerquot; gemeldeten Inseln (s. oben p. 238) wieder aufgefunden
haben es gelang aber weder dem deutschen Kreuzer „Condorquot;
1906 s), noch dem Dampfer
„Peihoquot; 19087 eine Spur von diesen Inseln zu entdecken.

Korv. Kapt. Schönfelder 1901.

Nachdem die nunmehr von Korv. Kapt. C. SCHÖNEELDER befehligte „Möwequot; im Sep-
tember
1901 Baken auf der Reede von Matupi angebracht hatte, dampfte sie durch die Steffen-
Strasse nach Nusa, die sie auf dem Wege durch die Nissel-Durchfahrt wieder verhess, um
nach Matupi zurückzukehren 7. Im Oktober nahm sie ihre Vermessungen auf Neu-Pommern,

zunächst an der Nordküste der Gazelle-Halbinsel unter 4° 11,9\'S., 15 i°4i,9\'E. und im November

an der Nordwestküste bis zum Kap Kapono Särere wieder auf«). Vom Kap Susum, das die
Westecke der Masawa-Bai bildete, verlief die Küste nach Westen bis zum Kap Giretar. Zwischen
diesem und dem Kap Rangingi fanden sich mehrere kleine Buchten. In der Luan-Bucht lagen
im westhchen Teile die beiden kleinen Inseln Masokona Kanal und Palatär. An der Westecke
der Luan-Bucht lag das Kap Tutui und zwischen diesem und dem Kap Rangingi die Buchten
Tinge Nanganao und Aul Atonger; vor dieser das Felseneiland Naurawäs und vor dem Kap
Rangingi die Insel Wanombo. Die grösste Einbuchtung an der Nordwestecke bildete die Lasul-
Bucht, unweit deren Südostecke Matäna Takena Mboroi lag, in der auch der Kahwuwur mündete.
Ein Flüsschen, der Nemduk, mündete unweit der Westecke und ein anderer, der Nambung,
1400 m. weiter westhch, dem ein dritter, der Naugas folgte. Von Wunambere ab nahm die
Küste einen westhchen Verlauf bis zur Halbinsel Luai Panum, vor der die Inseln Lili-na-Kaia
und Sola-Sola lagen. Weiter gen W. folgte die Bucht Raingmarka, das Kap Dukutar und der
Fluss Talau. Unter den weiter folgenden Flüssen besass nur der Tawanainit einige Bedeutung.
Auf weite Entfernung war der Berg Rapalawat sichtbar. Es folgte eine breite [Garer-] Bucht, in der
der Laginga und im westhchen Teile der Rangarere mündete. Ihre Westecke wurde von dem

1)nbsp;Zur Küstenkunde des Bismarck-Archipels. Ann. der Hydrographie. XXIX. 1901, p. 504—505 Taf 36 —
Strafexpedition. Deutsches Kolonialblatt. XIL 1901, p. 631
.-Heinrich Schnee. Bilder aus der Südsee. Berlini904 p \'179

2)nbsp;Gemeldete Untiefe bei den Two Islands nördlich der Admiralitäts-Insel. Nachr. für Seefahrer XXXIl\' Berlin
1901, N°. 2554, p. 872.

3)nbsp;Bi.smarck-Archipel. Neu-Pommern. Blanche-Bucht. Bemerkungen. Ibid. XXXVIII. 1907, N°. 102, p. 39.

4)nbsp;N-lich und NW-lich von den Admiralitäts-Inseln. Inseln, Untiefe und Felsen. Nichtbestehen. Ibid. XXXIX
1908, N°. 2483,
p. 749. — r. Vahsel. Erfolgloses Suchen nach einigen Inseln, Untiefen und Felsen. Ann der Hydro-
graphie. XXXVII. 1909, p. 57—58.

5)nbsp;Bemerkungen über Matupi. - Bemerkungen über die Steffen-Strasse und das Nusa-Fahrwasser. Annalen der
Hydrographie. XXX. 1902, p. iio—Iii.

6)nbsp;Beschreibung und Segelanweisung für die Nord- und Nordwestküste der Gazelle-Halbinsel von Kap Susuna
bis Kap Kaponosärere. Bericht S. M. S. „Möwequot;, Komdt. K. Kapt.
C. Schönfelder. November 1901. Ibid p 449-451
vergl. F. Bischoff. Der nördhche Teil der Gazelle-Halbinsel. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgeb. XXI 1908 Karte 2«\'

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Kap Wuna Wuwur gebildet, zwischen dem und dem Kap Rawarende die Tokusup-Bucht lag.
Zwischen dem Kap Lili-na-Kaia und dem Kap Wuna Wuwur erstreckten sich der Küste
entlang die bis zum Gipfel bewaldeten Gawit-Berge. Das Kap Lambert [Tongilus] bildete einen
steil abfallenden, 20 m. hohen Felsen, hinter dem sich der in einem Palmenhain liegende
Handelsplatz Tongilus befand. Die nordöstlich vom Kap Lambert liegenden Talele- [Scilly-] Inseln
bestanden aus 7 grösseren und 5 kleineren, mit dichtem Busch bewachsenen Inseln Zwischen
der Mündung des Ramaulun und dem Kap Wuna Tawakarar [Pomas] fand die „Möwequot; die
beiden grösseren Flüsse Wuna Kapiaka und Marangasik und weiter, kurz vor dem Kap Gnasiana
Kasika, den Rapa Latip. Etwa 3800 m. östhch von diesem mündeten die beiden kleinen
Flüsse Wuna Tapuk und Tawana Tongo, worauf die Küste bis zum Kap Pono Särere die
flache, 3700 m. breite Palangumar-Bucht bildete, in deren nördlichem Teile sich der Fluss
Rako-Rakoro befand, an dessen Mündung ein Handelsplatz lag. An der Südostecke dieser Bucht
mündete der grosse Tongoli Nakanai. Querab vom Kap Wuna Tawa Karar lagen auf dem
Riffe 2 Sandbänke, von denen die nördhche Rarende, die südhche Arende Angäla hiess.

Paul Schlenzig 1901—3.

Im Frühjahr 1901 bildete sich in Berhn unter der Führung der Disconto-Gesellschaft
ein Syndikat mit einem Kapital von 500 000 Mark -) zur bergbaulichen Erforschung der am
Huon-Golf hegenden Gebiete in Kaiser Wilhelms-Land, dem am 17. Juni 1901 die Konzession
zum Bergbau verliehen wurde Die unter der Leitung des Bergingenieurs
Paul Sghlenzig
unternommene und 1903 aufgelöste Expedition ist mit einem Schleier des Geheimnisses bedeckt.
Das erste was über sie in die Öffenthchkeit drang, war eine Mitteilung in der dem Kolonialrat
während seiner Tagung im November 1901 übermittelten „Übersicht über die seit der Herbst-
tagung des vorigen Jahres vorgefallenen, die Schutzgebiete betreff\'enden wichtigeren Ereignissequot;,
in der es hiess, dass die Arbeiten für die Ausbeutung der Huon-Golf-Bergbau-Konzesssion
begonnen hätten Ferner vernimmt man aus einem Bericht des Bezirksamtmanns
Stuckhardt,
der am 4. September 1901 Herbertshöhe auf der „Stettinquot; verlassen und zwei Tage später
Finsch-Hafen erreicht hatte, dass der Dampfer dort die für die Expedition im Bismarck-Archipel
angeworbenen Träger gelandet sowie den Proviant gelöscht habe, für den ein Lager auf der
Insel Madang errichtet worden sei.
Stuckhardt setzte auf der „Stettinquot; die Fahrt nach
Friedrich Wilhelms-Hafen fort und ging auf dem von der Expedition gecharterten Dampfer
„Metoquot; über, der am 22. aushef und am 23. mittags in Finsch-Hafen mit 5 Europaern und
160 farbigen Arbeitern eintraf. Er landete hier und benutzte die Zeit bis zum Wiedereintreffen
der „Stettinquot; (19. Oktober) zu einem Besuch der Tami-Inseln, der Deinzerhöhe bei Kap
Gerhardts, des Sattelberges sowie von Simbang. Am 22. traf er wieder in Herbertshöhe ein

1)nbsp;Ein auf einer der Talele-Inseln von der „Möwequot; gelegentlich der Aufnahmen veranstaltetes Picknick ist von
Rascher geschildert worden (P. Matthäus Rascher und Baining. Münster 1909, p. 412—414).

2)nbsp;Das Huon-Golf-Syndikat steht bei der Neu-Guinea-Kompagnie mit 408577 Mark 22 Pf. zu Buch (Herbert
jäckel.
Die Neu Guinea Compagnie. Zeitschr. f. Kolonialpolitik. XL 1909, p. 69). Es ist mir unbekannt, ob dieser
Betrag die ganze Summe darstellt, welche das Unternehmen verschlungen hat. Für die Wissenschaft ist so gut wie nichts
dabei herausgekommen.

3)nbsp;Konzession zum Bergbau im Hinterlande des Hüongolfs. Deutsches Kolonialblatt. XIL 1901, p. 475—478.

4)nbsp;Kolonialrath. Ibid. p. 863.

5)nbsp;Reisebericht des Bezirksamtmanns Stuckhardt. Ibid. XIII. 1902, p. 71—72.

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Die Huon-Golf-Expedition scheint zunächst die Mündung des Markham-Flusses aufge-
sucht zu haben, denn, wie
Stuckhardt sagt, lag es in der Absicht des Leiters eine Verbin-
dung zwischen Madang und dem genannten Fluss, sowohl auf dem Land- als auf dem
Wasserwege herzustellen.
C. Schmeisser schreibt über die Ergebnisse dieses Unternehmens:
„Die an das englische Gebiet anstossenden Flüsse wiesen Gold auf im Waria sowie in seinem
grössten Nebenflusse dem Wiwo, im Morope \'), im Fajawo und im Majama, also in ahen
Flüssen von der Ostgrenze an bis zum Kap Longuerue hin. Der Waria ist, nach dem im
Unterlaufe abgesetzten Feingolde zu urteilen, im Oberlaufe recht reich; doch hegt dieser
reichere Teil auf englischem Gebiete . . . Der Expeditionsleiter
schlenzig hält den Lauf des
Wiwo für abbaulohnend. Der berechnete Durchschnittsgoldgehalt ist hoch — im Verhältnis
zu austrahschen Seifen . . . Auf Grund dieser (Zeitschr. f. prakt. Geologie XIL 1903, p. 200) am
oberen Ramu gemachten Beobachtungen goldführender AUuvionen erscheint
SCHLENZiG auch
das Vorkommen goldhaltiger Quarze am oberen Markham sehr gut möglichquot; Trotz alledem
hat man von der von
schmeisser als „dringend erwünschtquot; bezeichneten näheren Untersuchung
wohlweishch Abstand genommen. Am 7. Februar 1908 wurde die dem
Huon-Golf-Syndikat
erteilte Konzession für verfallen erklärt.

Rudolf Schlechter 1901—2.

Im Auftrage des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees trat der Botaniker R. schlechter
Ende 1900 eine Forschungsreise nach Neu-Guinea und dem Bismarck-Archipel an, die haupt-
sächhch die Auffindung von Guttapercha- und Kautschukpflanzen zum Zweck hatte.^ Am 5.
Januar 1901 war er in Singapore eingetrofifen, aber erst nach Besuch anderer Gebiete reiste
er von dort auf dem Dampfer „Stettinquot; am 28. September ab und traf am 17. Oktober in
Friedrich Wilhelms-Hafen ein. Nach Besuch der Pflanzung Jomba und von Erima-Hafen
setzte er die Fahrt über Finsch-Hafen nach Herbertshöhe fort, wo die Ankunft am 21. erfolgte
Zunächst fuhr er mit demselben Dampfer nach Matupi und Mioko und segelte sodann am 28.
auf einem kleinen Schoner nach der Mis.sionsstation Wuna Märita an der Nordküste der
Gazelle-Halbinsel, von der aus er in Stunden die von Pater M.
Rascher geleitete Station
St. Paul im Baining-Gebirge erreichte. Nachdem er am i. November wieder an der Küste
eingetroffen war, besuchte er die Pflanzung der Neu-Guinea-Kompagnie in Masawa, segelte
am 4. nach der Missionsstation Mandres an der Atalikhkun-Bai und traf am 7. wieder in
Herbertshöhe ein. Am 18. fuhr er auf dem Schoner nach Kabanut an der Westküste von

1)nbsp;Lies Marobe oder Barobi. Wie einer Kartenskizze von W. Wernicke zu entnehmen ist, hatte die Expedition
auf Tosapaita, einer der Mangrove-Inseln, unweit der Mündung dieses Flusses eine Station angelegt (Karte der Waria-
Expedition vom 5.-15. März 1908. 1:100000. Deutsches KolonialblaU. 1908 bei p. 948).

2)nbsp;Über geologische Untersuchungen und die Entwickelung des Bergbaues in den deutschen Schutzgebieten. Zeitschr.
für prakt. Geologie. XIV. Berlin 1906, p. 79., Verhandig. des deutschen Kolonialkongr. 1905. Berlin 1906, p. 159. —
Die nutzbaren Bodenschütze und die Entwicklung des Bergbaus in den deutschen Schutzgebieten. Breslau 1908, 2 Aufl. p. 30.

3)nbsp;R. Schlechter. Guttapercha- und Kautschuk-Expedition nach den Südsee-Inseln. Bericht 1. des Kolonial-
Wirtschaftlichen Komitees. Berlin 1901. — Die Guttapercha- und Kautschuk-Expedition nach den Südsee-Kolonien.
Deutsche Kolonialzeitung. XVIIL 1901, p. 332. — Deutsches Kolonialblatt. XH. 1901, p. 398, 717, 832—833, 863,918.

4)nbsp;R. Schlechter. Reisebericht der Guttapercha- und Kautschuk-Expedition nach den Südsee-Kolonien! Der
Tropenpflanzer. VL Berlin 1902, p. 213—234, 394--402., VIL 1903, p. 308—320, 467—471-— Deutsches Kolonialblatt.
XIIL 1902, p. 145, 148, 149, 283, 531.

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Neu-Mecklenburg und unternahm von hier aus einen Marsch über das Rossel-Gebirge. Nach
der Rückkehr der „Stettinquot; aus Sydney verhess er mit dieser am\'14. Dezember Herbertshöhe
und erreichte am 16. Stephansort. Nachdem er am 18. noch einen Ausflug nach der Pflanzung
Jomba angetreten hatte, brach er am 26. von Erima-Hafen mit 48 Mann auf, zu welchen sich
noch 44 gesellten, die der Ränu-Expedition angehörten. Nachdem der Nuru im Laufe der
nächsten Tage wiederholt durchschritten worden war, ging es am 30. über einen Hügelrücken, der
die Wasserscheide zwischen ihm und dem Schumann-Fluss darstellte. Auf dem nächsten
Tagesmarsch gelangte man von diesem in den Warapusa, der auch noch am i. Januar 1902
eine
Zeitlang durchwatet wurde, worauf SE-Richtung eingeschlagen wurde. Am 4. erfolgte die
Ankunft am Ränu und zugleich an der Goldfeldstation (s. oben p. 734). Sieben Tage später
begann der Aufstieg ins Bismarck-Gebirge und bereits in 400 m. Höhe fand
schlechter
Bestände von Guttaperchabäumen [Palaquium) \'). Am sechsten Tage wurde der Höhengrat in
1850 m. erreicht, von dem aus der höchste Gipfel (G.) des Gebirges eine leichte Schneebe-
deckung zeigte. Am 18. wurde der Rückmarsch angetreten, nachdem es bei einem Ausflug am
vorhergehenden Tage zu einem Angrifif seitens Eingeborener gekommen war. Zwei Tage nach
dem am 24. erfolgten Wiedereintreffen auf der Ränu-Station ging
schlechter wieder nach
der Küste, erreichte am 7. Februar Erima-Hafen und noch an demselben Tage Stephansort.

Am 26. brach er aufs neue, und zwar in Begleitung von A. Hoffmann und Heine
auf, um auf Eingeborenenpfaden über Jinglama (bis Djingle Mana) in das Finisterre-Gebirge
vorzudringen, gelangte aber nur in 600 m. Höhe, wo tiefe Schluchten zur Umkehr zwangen.
Am 8. März trefifen wir ihn in Konstantin-Hafen mit der Anzapfung von
Ficus ^-/^y^^/fö-Stämmen
beschäftigt, am 15. März erfolgte die Ankunft in Stephansort.

Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Ränu-Gebiet hatte schlechter das folgende
Telegramm nach Berlin gesandt: „Guttapercha in reichlicher Menge entdeckt, desgleichen
Kautschukquot; 2). In der Sitzung des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees am 2. Juni 1902 wurde
ihm der 1900 vom Herzog
Johann Albrecht von mecklenburg gestiftete Preis von 3000
Mark zuerkannt und die „Feststellung von Guttaperchabeständen in Neuguinea durch... Herrn
Rudolf Schlechter als gelöst betrachtet. Diese Feststehungen eröffnen neue Bahnen für die
wirtschafthche Entwicklung des Schutzgebietes uud zugleich die Aussicht, Deutschlands Kabel-
industrie hinsichtlich des Bezuges von Guttapercha wenigstens teilweise vom Auslande unab-
hängig zu machen. Weitere Aufschlüsse des Herrn
schlechter sind von einer beabsichtigten
neuen Reise ins Innere von Neuguinea zu erwartenquot; Guttaperchabäume waren bereits im
Jahre 1895 durch
ludwig Kärnbach in Kaiser Wilhelms-Land nachgewiesen worden^), was
Schlechter allerdings verschwieg; er hatte sogar gesagt, dass wenig Grund vorhanden sei
anzunehmen, dass sich in Neu-Guinea Guttapercha finden würde. Ebenso verschwieg er, dass
die Art und Weise des Vorkommens der von ihm aufgefundenen Bestände, eine Ausbeutung
als untunlich erscheinen lassen musste. Von dem „neuen wahrscheinlich nicht unbedeutenden

1)nbsp;R. Schlechter. Über die neue Guttapercha von Neu-Guinea. Der Tropenpflanzer. VII. 1903, p. 467—471.

2)nbsp;AufiSndung von Guttapercha in Deutsch-Neu-Guinea. Deutsche Kolonialzeitung. XIX. 1902, p. loi.

3)nbsp;Kolonial-Wirtschaftliches Komitee. Ibid. p. 292. — R. Schlechter. Über die neue Guttapercha von Neu-
Guinea. Der Tropenpflanzer. VII.
1903, p. 467—471. _ Karl Schumann und Karl Lauterbach. Nachträge zur Flora
der deutschen Schutzgebiete in der Südsee. Leipzig
1905, p. 16—17, 35—-42, passim.

4)nbsp;A. Engler. Über einige Guttapercha-Bäume. NotizbL des Kgl. Botan. Gartens zu Berlin N°. 3. 1895, p. loi—103.
Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;00

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Ausfuhrhandelquot; hat man denn auch bis heutigen Tage nichts bemerkt \'). Im Jahre 1903
beschloss das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee ein Guttapercha-Unternehmen ins Werk zu
setzen, welches die Erziehung der eingeborenen Bevölkerung von Neu-Guinea zur Guttapercha-
gewinnung bezweckte. „Die erforderhchen Mittel zur Durchführung des Unternehmens auf 3
Jahre veranschlagt
Schlechter, der sich zur Ausführung des Unternehmens bereit erklärt
hat, auf 150000 Markquot; 2).

In der Hoffnung auch Guttaperchabäume im Hinterlande von Berlin-Hafen zu finden,
verhess
schlechter am 7. Aprü Stephansort auf dem Dampfer „Paknamquot;, der am folgenden
Morgen Potsdam-Hafen anhef und am 9. vor der Insel Seleo im Berhn-Hafen
eintraft). Am 4.
fuhr er in Begleitung von
steffens, dem Leiter der Station Seleo der Neu-Guinea-Kompagnie,
sowie des Paters
Girard nach der Küste und landete bei Vrinangol [Wrinangol] wohin der
übrige Teil der Expedition bereits tags zuvor abgegangen war. Mittags wurde nach der in
3° ii\'S., 142° 30\'E. hegenden Mündung des Nekier (hes Njakir) ^ marschirt und am jenseitigen
Ufer gelagert. In der Frühe des 15. ging es längs des Strandes weiter, bis nach vierstündigem
Marsch die Mündung des Mararei erreicht wurde. Nachdem im Dorfe Paul übernachtet worden
war, trat die Expedition am folgenden Morgen die Wanderung in das Hinterland an und stiess
nach 3 Stunden auf den Bach Garub, in dessen Bett stromaufwärts marschirt wurde, bis nach
einer halben Stunde die xA.nkunft in dem Dorfe Awur (10 Häuser) erfolgte. Weiter stromaufwärts
wurde alsdann das Lager errichtet. Bald nach dem Weitermarsch am 17. begann das Gebiet
hügelig zu werden und wurde eine Höhe von 600 m. erreicht.
schlechter konnte unterwegs
stellenweise ziemlich zahlreiche Guttaperchabäume im Urwalde bemerken Infolge der Steilheit
der Abhänge gelangte die Expedition am 18. nur langsam vorwärts und musste am 19. ein
Rasttag gemacht werden. Am 20, wurde die anscheinend höchste Kuppe des Gebirges (etwa
iioo m.) überschritten und 150 m. tiefer, jenseits derselben gelagert. Am 21. ging es erst in
ein tiefes Tal hinab in einem ziemlich bedeutenden Gebirgsbach und dann wieder bergauf,
worauf die Ankunft in dem Dorfe Apur (19 Häuser) erfolgte. Von hier aus hatte man vor-
treffliche Aussicht nach Süden, wie
Schlechter meinte; nach der Victor Emanuel-Kette, auch
glaubte er dem Kaiserin Augusta-Fluss nicht mehr fern zu sein Von Apur aus ging es am
23. weiter bergab in einem Flussbett. Nachdem 3 Dörfer passirt worden waren, wurde in dem
vierten Halt gemacht und von den Eingeborenen etwas Sago erhandelt. Nach dem Verlassen
desselben erfolgte von hinten ein Angriff, der indessen abgeschlagen wurde. Mittags wurde an
dem Fluss gelagert und darauf am 24. der Rückmarsch angetreten. Am 3. Mai erfolgte die
Ankunft am Njakir und am 4. über Wrinangol auf Seleo.

1)nbsp;Zum neuen Jahre. Tropenpflanzer. VIL Berlin 1903, p. 9. W. von Hanneken. Eine Zukunftskultur für
Neu-Guinea. Tägliche Rundschau. XXIL Berlin
1902, 15. Juli, N°. 305 Morgen-Bl. — W. von Hanneken. Über
Kautschuk- und Guttaperchakulturen in Neuguinea. Deutsche Kolonialzeitg. XIX.
1902, p. 336—337. — A. Schulte im
Hofe
. Eine Zukunftskultur für Neuguinea. Ibid. p. 292—293.

2)nbsp;Guttapercha-Unternehmen auf Neu-Guinea. Verhandig. des Kolon. Wirtsch. Komitees Nquot;. 2, 27. Oktober 1903.
Berlin, p. 20.

3)nbsp;R. Schlechter. Reisebericht der Guttapercha- und Kautschuk-Expedition nach den Südsee-Kolonien. Der
Tropenpflanzer. VII.
1903, p. 308—320.

4)nbsp;Wrinägol [Wernägol, Wrinyühol] bei G. Friederici (Petermanns Mittlg. LVI. 2. 1910. Taf. 35)

5)nbsp;Nikfel [Nih\'er] bei G. Friederici (1. c.).

6)nbsp;Sie wurden auf dem Rückmärsche untersucht und erwiesen sich als nicht brauchbar.

7)nbsp;Er war in Wirklichkeit noch über 100 km. vom Kaiserin Augusta-Fluss und über 180 km. von der Victor
Emanuel-Kette entfernt.

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Am 13. schiffte schlechter sich in Berhn-Hafen wieder ein und langte am 20. in
Herbertshöhe an, setzte aber bereits am 29. auf dem Motorschoner „Gazellequot; in Begleitung
von
Franz Boluminski von Matupi aus die Fahrt nach Nusa fort, wo er bereits am folgenden
Tage eintraf; mit
Boluminski siedelte er dann nach der von diesem geleiteten Regierungs-
station Käwieng an der gegenüberhegenden Neu-Mecklenburg-Küste über. Am 16. Juni brachen
beide zu Pferde auf und gelangten über Kabelman, But-But [Put-Put] und Kapsu abends nach
Lauan (lies Läwuan). Über Lakurefanga und Lemakot ritten beide am 18. nach Lakuru Mäu,
worauf
Boluminski nach Käwieng zurückkehrte, während schlechter mit seinen Trägern
am 19. den Weitermarsch, immer noch der Küste entlang, antrat. Über Panumene (lies
Panemane) \') und Muniwai 2) traf er in Raibine ein. Am 20. wurde zunächst sehr bald das
Dorf Logagon [Logogon], darauf Panefan und weiterhin das ausgedehnte Dorf Madine passirt
worauf die Ankunft in Fesöa erfolgte. Kurz vor Mittag setzte
schlechter den Marsch fort,
kam durch Bure, Kaf-Kaf und schliesshch nach Fetmilak [Papmila], in welchem Dorfe er
übernachtete. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Bol, Tandes, Liba [Limba), Lengeni^)
und Lasu Am 22. kam er erst durch Fobbe\'), darauf durch tiefe sandige Strecken nach
Lemasson (lies Lämusong) und endlich nach Panerodu (hes Panakudu). Am 23. war das erste
Dorf Kattendau (lies Katendan), dem Lewambusso®) darauf Malelum ») und schhesshch Loasere \'O)
folgte. Am 24. durchzog
schlechter zunächst Panamusmus [Kanamusmus], worauf die Dörfer
Katembu quot;), Kolik, Bumbewe Lemmeris und Kanebo quot;) folgten. Am nächsten Tage
ging es durch Panatkin 1®) und Lambano, worauf in Silum übernachtet wurde und am 26.
über Bulu quot;) und Soleba nach Karu Am 27. musste man zunächst sich in Kanus über
einen grösseren Fluss [Salik] setzen lassen, während der kurz darauf folgende [Soalaba] durch-
watet werden konnte. Auf dem Weitermarsch ging es durch Belik nach Kulelimboi Am 28.
konnte endlich der Rest des Weges längs der Nordostküste zurückgelegt werden Zunächst

1)nbsp;Bei Sapper (Höhenschichtkarte von Nord-Neu-Mecklenburg. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsheft
3. 1910, Karte 2) ist Panemane der Name einer Landschaft, in der ein Dorf Komangan liegt, das
Schlechter passirt
haben muss.
Sapper hat offenbar die Angaben Schlechters, wie so vieler anderer Reisender, einfach ignorirt, was den Wert
seiner Arbeiten herabdrückt.
Schlechter hatte ohne Zweifel kein gutes Gehör für Namen.

2)nbsp;Munawei bei Sapper.

3)nbsp;Lareibini bei Sapper.

4)nbsp;Bei Sapper folgt die Landschaft Panseman erst nach Madine.

5)nbsp;Nicht von Sapper angeführt, entspricht möglicherweise seinem Pangania.

6)nbsp;Lasu ist der Name der Landschaft, das Dorf heisst bei Sapper Wonel.

7)nbsp;Dieser Ort findet sich, wie manche andere, nicht auf der Karte von Sapper.

8)nbsp;Entspricht wahrscheinlich dem Labusso bei Sapper, der es als Name einer Landschaft anführt.

9)nbsp;Malum bei Sapper.

10)nbsp;Vielleicht dem Lasigi von Sapper entsprechend.

11)nbsp;Bei Sapper gibt es eine Landschaft Kantebu, aber kein Dorf an der Küste.

12)nbsp;Bubue bei Sapper.

13)nbsp;Lemeries als Landschaft, aber ohne Dorf bei Sapper.

14)nbsp;Landschaft Kanabu bei Sapper, ohne Ortschaft.

15)nbsp;Landschaft Pinatkin bei Sapper. Das Dorf heisst bei ihm Dengap.

16)nbsp;Bei Sapper der Name der Landschaft, während das Dorf Kinadodo heisst.

17)nbsp;Bulu ist bei Sapper, der kein Dorf anführt, der Name der Landschaft.

18)nbsp;Sapper führt eine Bucht von Karu an, in der die Flüsse Salik und Soalaba münden. Der Ort, in dem Schlechter
übernachtete, heisst bei ihm Onone Rebiä (Höhenschichtkarte von Süd-Neu-Mecklenburg. Ibid. Karte 3).

19)nbsp;Kalonoboi als Name der Landschaft ohne Dorf bei Sapper.

20)nbsp;Schlechter hat in den Tagen des 16. bis 28. längs der Küste von Käwieng aus bis Bo 70 km. zu Pferde
und 165 km. zu Fuss zurückgelegt.

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ging es durch Kanewit\'), alsdann durch Bagan und das Stunden lange Pire worauf
nachmittags die Ankunft in Bo (3° 39\' S.. 152° 25\' E.) erfolgte. Von hier aus marschirte
Schlechter am 29. quer durch die Insel nach Ula Butür und besuchte zunächst die katho-
lische Missionsstation in Bom und darauf die wesleyanische in Tingge Nahanga [Rätubu]
Nunmehr zog er ins Rossel-Gebirge, wo er 6 Tage bheb, um die Träger, die ihn auf der
Expedition in Kaiser Wilhelms-Land begleitet hatten, in ihre Heimat zurückzubringen. Nach
der Rückkehr nach der Küste fuhr er in einem Boot nach Mioko, wo er am 15. Juh eintraf,
und nach Ablauf einiger Tage weiter nach Herbertshöhe. Auf Neu-Pommern hatte er noch
Gelegenheit, die neue Regierungsstation Paparatawa am Wuna Kokor sowie einige Pflanzungen
zu besuchen, worauf er sich am 15. August auf der nach Sydney fahrenden „Stettinquot; einschifi-te.

Henri Rouyer 1901—2.

Wie berichtet wird, verhess H. Rouyer im Dezember 1900 den Hafen von Marseille,
um über Singapore nach Batavia zu dampfen und von dort aus die grösseren Inseln des
Indischen Archipels zu bereisen. Seine Studien galten der pohtischen und ökonomischen
Geographie, besonders aber der Naturgeschichte sowie der Ethnographie s).

Die in Paris erscheinende Zeitung „La Patriequot; überraschte in der ersten Hälfte des
Jahres 1902 die Welt mit der Nachricht, dass eine aus Baron
villars, De Saint-Remy, De
Vries, Hagenbeck
und H. Rouyer bestehende Expedition nach Besuch verschiedener Inseln
am 31. Dezember 1901 auf der Dampfjacht „Salvattiquot; vor Sileraka (hes Sarire) im nieder-
ländischen Gebiet an der Südküste von Neu-Guinea angelangt und nach der Landung am i.
Januar 1902 debarkirt sei, worauf infolge eines Überfahes der
Eingeborenen die 4 erstgenannten
Personen nebst 25 Leuten der Mannschaft getötet und 33 verwundet worden seien. Nachdem
die Überlebenden an Bord zurückgekehrt waren, wurde nochmals debarkirt und nunmehr zum
Angriff gegen die Papuanen vorgegangen, von denen 32 erschossen wurden
«). Rouyer traf
am 23. Februar 1902 wieder in Marseille ein und liess sich in Frankreich als Held feiern

Sehr bald sollte sich herausstellen, dass man es hier mit einem frechen Schwindel zu

tun hatte. An der Südküste von Neu-Guinea war überhaupt keine Expedition erschienen und

die Jacht „Salvattiquot; sowie die ermordeten Teilnehmer existirten lediglich in der Phantasie

von Rouyer. Es konnte ermittelt werden, dass letzterer als einfacher Passagier auf einer der

regelmässigen Fahrten des Postdampfers lediglich Fak-Fak an der Westküste von Neu-Guinea
berührt hatte ®).

Einer Anzeige entnimmt man, dass Rouyer sich später in Pajakombo im Padanger
Hochlande (Sumatra) als Naturahensammler niederliess und Käfer sowie Schwetterlinge zum
Verkauf ausbot

1)nbsp;Landschaft Kanapit, Dorf Konenenanas bei Sapper.

2)nbsp;Landschaft Balcan, Dorf Balelclels bei Sapper.

3)nbsp;Landschaft Pire bei Sapper. Mit dem Dorf ist vielleicht Raulhabo gemeint

4)nbsp;Schlechter schreibt Eretubu.nbsp;5) Bttll. Soc. Géogr. Marseille. XXIV. 1900, p. 427.

Knbsp;Petermanns Mittlg. XLVIIL 1902, p. „9. _ Geograph. Journal. XIX. London 1902, p. 761. - Tijdschr.

K. NederL Aardr. Gen. (2) XIX. 1902, p. 652.nbsp;y i f /nbsp;J

7)nbsp;Bull. Soc. Géogr. Marseille. XXVI. 1902, p. 203.

8)nbsp;Java-Bode, Vrijdag 4 April 1902, N°. 76. — Petermanns Mittlg. XLVIIL 1902, p. 244. — Tijdschr. K.
NederL Aardr. Genootsch. (2) XX. 1903, p. 131. - Geogr. Journal. XXH. 1903, p. 464.

9)nbsp;Natura. I. Amsterdam 1906, p, 40.

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Gründung der Regierungsstation Merauke 1902.

Die Gründung der Regierungsstation Merauke an der Südküste des niederländischen
Anteils von Neu-Guinea wurde mit der Entsendung des vom Leutn. z. See i.Kl. J. W.
DoijER
befehhgten Kreuzers „Niasquot; eingeleitet. Er verhess am 18. Januar 1902 die Reede von Surabaja,
hielt sich vom 28.—31. in Amboina auf und traf am ^4. Februar vor der Mündung des Merauke-
Flusses ein. Der ungünstigen Witterung halber musste das Einlaufen in diese auf dem 7.
verschoben werden. Am 9. erschien der Postdampfer „Van Swollquot;, der einen Teil der Besatzung
sowie Baumaterialien mit sich führte, worauf am i2. der Postdampfer „Van Goensquot; mit dem
Rest folgte. Nachdem am 14. die Ausschiffung der Truppe beendet worden war, übernahm
J. A.
Kroesen unter dem Hissen der Flagge die Verwaltung der neuen Abteilung und wurde
zugleich die Errichtung eines zeitweiligen Biwaks in Angriff genommen\'). Am 21. langte das
Vermessungsschiff „Van Doornquot; an, das der Zivilverwaltung zeitweilig als Regierungsdampfer
überlassen worden war, wurde aber bereits am 25. nach der Thursday-Insel gesandt, um
Kohlen zu laden und zugleich beauftragt von der Regierung auf telegraphischem Wege Ver-
stärkungen zu erbitten.

Das Betragen der Eingeborenen war anfänglich den Ankömmlingen gegenüber freund-
lich, doch erlitt das Verhältnis sehr bald einen Stoss durch die Ermordung von 3 Pohzei-
soldaten und 4 chinesischen Arbeitern, die sich ohne Erlaubnis aus dem Biwak entfernt
hatten. In der Nacht vom 27.—28. Februar erfolgte sogar ein Überfall, der indessen zurück-
geschlagen wurde. Auch dem Auslegen der Tonnen und Baken legten sie Hindernisse in den
Weg, indem sie die zu diesem Zweck am Strande niedergelegten Materialien zu zerstören suchten.

Am I. April trat die „Niasquot; eine Fahrt längs der Küste in östhcher Richtung an, um
zu erkunden, ob etwaige Tugeris, also Marinde Anim, aus dem britischen Gebiet in ihre Heimat
zurückkehrten. Nachdem nichts Verdächtiges bemerkt worden war, setzte sie die Fahrt nach
der Thursday-Insel fort, die sie am 8. wieder verhess. Am 11. traf sie wiederum vor Merauke
ein und begann am 20. mit dem Auslegen der Baken, worauf sie am 30. zum zweitenmale nach
der Thursday-Insel fuhr, wo die bis zum 5. Mai vor Anker lag. Bei ihrer Rückkehr bemerkte
man, dass die meisten Tonnen inzwischen von den Eingeborenen gestohlen worden waren.
Als ihre Raubgier auch in der Folge kein Nachlassen zeigte, beschoss die „Niasquot; am 4. Juni
einige Dörfer mit Granaten, jedoch ohne den gewünschten Erfolg, denn zwei Tage später
begann das alte Lied von neuem. Von einer dritten, nach der Thursday-Insel am 16. ange-
tretenen Fahrt kehrte sie am 25. nach ihrem Ankerplatz bei Merauke zurück.

Inzwischen hatte der Kreuzer „Ceramquot;, Leutn. z. See i. Kl. H. C. A. SCHLÜTER, den
Befehl erhalten die „Niasquot; abzulösen. Er hatte die Reede von Amboina am 12. Juli verlassen
und war über die Thursday-Insel am 22. vor Merauke eingetroffen, worauf die „Niasquot; am
24. abdampfte.

Am 15. August entflohen 28 Atjehsche Sträflinge unter Mitnahme einiger Spaten und
Messer sowie eines Revolvers. Als ihr Aufenthalt in Kuperika gemeldet worden war, ging eine
Truppenabtehung dorthin ab, fand aber das Dorf verlassen. Es wurden aber ihrer Schädel
beraubte Leichen ausgegraben. Ein am 25. freiwihig zurückgekehrter Strafgefangener berichtete.

i) Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht 1901 —1902.\'s Gravenhage 1903, p. 391—394. — Kolonial Verslag
van
1902, p. 87—90.

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dass alle seine Kameraden erschlagen worden seien., Nachdem Kroesen für jeden lebenden
Sträfling 2 und für jeden Schädel i Beil zugesagt hatte, lieferten die Eingeborenen einen
Atjeher und i8 Schädel ab, zu denen später 6 hinzukamen. Am 3. September unternahm
eine Landungsabteilung einen Marsch nach den südhchen Stranddörfern \').

Nachdem der Leutn. z. See M. WljT vom 12.—21. September zeitweihg das Kommando
über die „Ceramquot; übernommen hatte, trat von diesem Tage ab der
Leutn. z. See i. KI. F. Smit
als Kommandant auf und wurden hierauf die Aufnahmen in der Umgebung von Merauke
fortgesetzt. Bald darauf dampfte das Schiff zu dem nämlichen Zweck nach dem Amberauke,
von dem es am 24. Oktober zurückkehrte. Vom 6.—12. November unternahm die „Ceramquot;
eine Küstenfahrt, um zu erkunden, ob die Tugeris ihre Raubzüge unternähmen. Auch die
Mündungen des Amberauke [Kumbe], Dewinka [Bian] und Sollung [Bulaka] wurden zu dem
nämlichen Zweck durchsucht. Am 20. fuhr das Schifiquot; nach der Thursday-Insel, wo es bis zum
27. hegen blieb, und traf am 30. wieder vor Merauke ein. Am 6. Dezember dampfte es nach
dem Bian und hef am folgenden Tage in den Strom ein, in dem es etwa 5 Seem. weit strom-
aufwärts gelangte. Seine letzte Tätigkeit bestand in dem Ausloten des Fahrwassers zwischen
dem Merauke-Fluss und Bian. Am 16. traf der vom Leutn. z. See i. Kl.
J. J. Rambonnet
befehligte Kreuzer „Koeteiquot; ein worauf die „Ceramquot; über die Thursday-Insel und Amboina

nach Surabaja zurückkehrte

J. W. van Hille 1902.

Als in Fak-Fak die Nachricht eintraf, dass 5 Eingeborene der an der Südküste des Mac
Cluer-Golfs hegenden Landschaft Darembang bei dem Einhandeln von Sago in Kinära in der
Landschaft Beräu in Gefangenschaft geraten waren, dampfte der Kontrolleur
J. W. van Hille
am 3. Februar 1902 auf dem „Pionierquot; dorthin. Er fand von West nach Ost die jedesmal an
einem Flüsschen gelegenen Dörfer Kinära, Bebiräni, Taröhi und, in einem
etwas grösseren
AbStande, Pera-Pera, Aüm sowie Mugutira. Der Radja von Kinära war bereit die Gefangenen
auszuliefern, forderte aber ein Lösegeld von 500 Barang Tauschartikel, da die Darimbanger
angeblich früher einen seiner Landsleute getötet, andere gefangen genommen und ausserdem
Waren geraubt hätten. Nach diesem Bescheide begab der „Pionierquot; sich nach der an der
Nordküste der Mac Cluer-Golfs hegenden Mündung des Sebjar 4). Während des Auslotens des
Fahrwassers am 5. hefen 6 Kanus aus, die, als sie angerufen wurden, einfach weiterruderten.
Nachdem die Insassen das abgefertigte Boot obendrein noch beschossen, machte man Jagd
auf sie, nahm zwei Kanus, während die übrigen zerstört wurden. Die Eingeborenen hatten sich
aus dem Staube gemacht und verschwanden im Strandwalde

Im März verhess van Hille auf dem „Pionierquot; Fak-Fak in südlicher Richtung und
untersuchte nach einem Besuche der Karas-Inseln zunächst den Küstenteil, der seit der

1)nbsp;Jaarboek der K. Nederlandsche Zeemaeht 1901—02. \'s Gravenhage 1903, p. 398.

2)nbsp;Ibid. 1902—03. \'s Gravenhage 1904, p. 360—362.nbsp;\'

3)nbsp;Die „Koeteiquot; blieb noch bis zum 18. März 1903 vor Merauke liegen, von welchem Zeitpunkte ab die StaÜoni-
rung eines Kriegsschiffes nicht mehr notwendig war (Ibid. p.
367—369).

4)J.nbsp;W. van Hille. Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIV iqo7
p- 587—599. \'

5)nbsp;Wenige Wochen spätfer trafen J. C.-van der Meulen und J. S. A. van Dissel ebenfalls auf dem Pionierquot;
vor der Mündung des Sebjar ein und unternahmen eine Bootfahrt auf dem Fluss bis zum Dorfe Tomu (Ibid. p. 599).

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Fahrt von Johannes Keyts im Jahre 1678 i) von den Seefahrern gemieden worden war
Er hef hier in die Wap-Bai ein, die in der Nähe der Sanggala-Bucht hegt, und dampfte am
nächsten Morgen längs der Küste der Halbinsel Kumawa, weiter durch die Nautilus-Strasse
und sodann nach Kaimana, das an der Nordecke einer Bai lag, die sich im Westen durch
die Landzunge Simora und im Osten durch Bitjaru in geschützter Lage befand und das
Handelszentrum für die Landschaft Kowiai darstellte. Von hier aus lief er in die Arguni-Bai
ein und er war der Erste, der alle 4 Becken bis an ihr Nordende durchfuhr und den end-
gültigen Nachweis erbringen konnte, dass keine Wasserverbindung zwischen ihr und dem Mac
Cluer-Golf bestand % An dem Nordende mündete der Bianongga, der noch In Booten eine
Tagereise weit befahrbar ist. Nach den eingezogenen Erkundigungen kann man weiter auf Wald-
pfaden in einem Tage nach dem Sara, einem rechten Nebenfluss des Kaitero, der in den Mac
Cluer-Golf mündet, gelangen. Noch kürzer soh ein Weg sein, der nach dem östhcher in den
Wagura mündenden Schuga führt Im Osten der Arguni-Bai beobachtete
van Hille den
bereits bekannten Genofo [Gnowo] und ferner die Berge Hodi, Tonggarau sowie Njurdamis,
die ihre Ausläufer bis hart an die Ufer der Bucht entsenden.

Nach Kaimana zurückgekehrt, fuhr der „Pionierquot; in die Bitjaru-[Quaelbergh-] Bucht ein,
in deren Nordwestecke der Sisi Andang in zwei Armen mündete. Von der Königin Sophie-
\' Strasse aus gelangte er in die 1890 entdeckte Raaf-[Wangkora-] Bai (s. oben p. 503, 598), in
der die Flüsse Emba, Wangkora und Waresa mündeten. Vor dem Auslaufen aus der erwähnten
Strasse besuchte
van FIille noch den am Südende der Insel Namatote liegenden Ort Nama-
tote, den W^ohnsitz des Radjas von Kowiai. Nach einem Besuch der Inseln Aiduma, Kaju
Merah sowie Lakahia, welche letztere noch immer unbewohnt war, kehrte er nach Fak-Fak zurück.

Gegen Ende des Monats fuhr er in Begleitung des Residenten D. W. Horst auf dem
Regierungsdampfer „Zeemeeuwquot; nach Sekär, wo in Garwa bei Asu am 29. mit dem Aufrührer
Butinik Frieden geschlossen wurde Hierauf ging es weiter nach der Insel Misol, auf der
von Lilinta aus eine Bootfahrt nach dem an der Mündung des Biga liegenden Dorfe Kofoket
unternommen wurde. Am i. April wurde sodann die an der Nordküste liegende Landschaft
Waigama aufgesucht \'\').

J. M. Dumas 1902.

Nachdem J. M. Dumas von der Humboldt-Bai nach Ternate zurückgekehrt war (s. oben

1)nbsp;Siehe Nova Guinea. 1. 1908, p. 118.

2)nbsp;J. W. van Hn.le. Reizen in quot;West Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) XXIL 1905, p. 233—236
Karte N°. IV.nbsp;\'

3)nbsp;Nach der neuesten Ausgabe der „Schetskaart van Nieuw-Guinea, Nederl. Gebiedquot;, l : 1,000000. Batavia 1912,
erweitert sich die Arguni-Bai in ihrem Nordende zu einen grossen, 16 km. breiten und 29 km. langen Becken, das geringe
Übereinstimmung mit der Darstellung von
van Hille zeigt.

4)nbsp;H. Hirschi hat 1905 als erster das Gebiet zwischen der Arguni-Bucht und dem Mac Cluer-Golf gequert,
dazu noch unter erschwerenden Umständen, die nicht zur Nachfolge reizen konnten. „Die Insektenplagen in diesen
Gegenden waren kaum mehr erträglich und sogar mitten am Tage wurden wir an den Flüssen derartig von Insekten
angefallen, dass wir öfters von unseren geologischen und topographischen Arbeiten
absehen mussten. Und erst die
schlaflosen Nächte, die den qualvollen Tagen folgten!quot; (Jahresber. der Geogr. Ethnogr. Gesellschaft in Zürich 1907—8
p. 85—86). \'

5)nbsp;Siehe Nova Guinea. 1. 1909, p. 53, 82.

6)nbsp;J. W. van Hille I.e. (2) XXIV. 1907, p. 591—592.

7)nbsp;J. W. van Hille I.e. (2) XXIL 1905, p. 323, 324, 327—328.

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p. 769), unternahm er im März 1902 auf einem kleinen Schoner, abermals im Auftrage der Nieuw-
Guinea-Handelsmaatschappij,
eine Fahrt nach der Südwestküste, an der er sich bis zum
Mai aufhielt. Über diese Fahrt hat er J. W.
van hille einige Einzelheiten mitgeteilt, die sich
auf den Abschnitt zwischen dem Kap Buru und der Mündung des Newérip alias Pisang-Bai
beziehen \')• Am Kap Buru nahm er wahr, dass der gleichnamige Berg eine isolirte Stellung
einnahm und kein Ausläufer des Charles Louis-Gebirges war. Unter den für kleine Fahrzeuge
befahrbaren Flussmündungen fand er diejenigen des Aindua, Umär, Wämuka, Uta, Bohamäu
(lies Bokamäu), Mimika^), Aika (Westmündung) sowie besonders des Newérip. Alle diese Flüsse
standen durch natürliche Kanäle mit einander in Verbindung, so dass seiner Ansicht nach
Boote vom Newérip bis zum Kap Buru kommen können, ohne von einem Tropfen Seewasser
benetzt zu werden. Mit Ausnahme von Kipfak und Uta war die Küste morastig und nur
während des Westmonsuns bewohnt, da die Eingeborenen der heftigen Brandung sowie der
Insektenplagen wegen während des Ostmonsuns ins Innere zogen.
dumas unterscheidet folgende
Stämme von West nach Ost: i) Emoi, dem auch die Bewohner der Etna-Bai und vielleicht
auch diejenigen des Jamür-Sees angehören,
2) Taria, der vielleicht mit dem bisher als Timowaka
bezeichneten identisch ist,
3) Timakowa und 4) Karu.

Die längste Zeit hielt Dumas sich an der Mündung der Newérip-Mündung, in der die
Inseln Naurio und Furiri hegen, auf, um besonders der Baradiesvogeljagd obzuhegen; auch
legte er bei dieser Gelegenheit ein W^örterverzeichnis an Er war es ferner, der feststellte,
dass der einheimische Name des Kaps Steenboom Naurio lautet.

J. M. W. Kuijl und J. W- van Hille 1902.

Der vom Kapt. Leutn. z. See J. M. W. KuiJL, befehligte Kreuzer „Javaquot; war von Menada
kommend am
30. Mai 1902 auf der Reede von Ternate eingetrofifen und setzte am 4. Juni
die Fahrt nach der Westküste von Neu-Guinea fort. Die erste Aufgabe, welche des Schififes
harrte, als es am
7. in Fak-Fak angelangt war, war 8 von Bewohnern von Angululi an der
Südküste des Mac Cluer-Golfs an der Beräu-Küste geraubte Menschen in ihre Heimat zurück-
zubefördern. Ausser ihnen begaben sich der Kontrolleur J. W.
van Hille und der Radja von
Hanaran an Bord, worauf am
9. zunächst nach Rumbati gedampft wurde, um den Radja als Dol-
metscher mitzunehmen Hierauf ging es nach Patipi, wo der Radja ebenfahs zur Mitreise ver-
anlasst wurde. Der Versuch, in dem östhcher gelegenen Anguluh die Sklavenjäger in die Hände
zu bekommen, misslang, da die gesamte Bevölkerung die Flucht ergriffen hatte. Der Kurs
ging nunmehr nach Kais an der Nordwestecke des Golfs, wo der Kreuzer der Untiefen wegen
6 Seem. vom Lande entfernt ankern musste. Die Geraubten konnten daher nur in Booten nach
ihrem Heimatdorf befördert werden, welche Fahrt zwei Etmale beanspruchte. Nach Erledigung

1)nbsp;Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXII. 1905, p. 318_321. Die

Darstellung des in Rede stehenden Gebietes auf der beigefügten Karte N°. IV. beruht ebenfalls auf einer Skizze von Dumas.

2)nbsp;Am Mimika bewiesen die Eingeborenen ihr freundliches Entgegenkommen dadurch, dass 20 Kanus mit vereinten
Kräften den Schoner bis zum Dorf Wakatimi schleppten.

3j Woordenlijst verzameld op de Mimika- en Atoeka-rivieren (Zuid-West-Nieuw Guinea). Bijdr. t. de T. L. en
Vk. (8)
I. 1910, p. 116- 127.

4) Jaarboek van de Kon. Nederlandsche Zeemacht igoi—2. \'s Gravenhage 1903, p. 338—389. — T. W. van Hille.

Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIV. 1907, p. 555_556, 567_568. _

Schetskaarten van Nederlandsch Oost-Indië, N°. 46. \'s Gravenhage 1903. Afd. Hydrogr. van het Ministerie van Marine,
s. auch die Kompilation von J. F.
Niermeyer. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XX. 1903, Kaart, Nquot;. V.

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dieser Angelegenheit, kehrte van HILLE auf dem mitgekommenen Stationsdampfer „Pionierquot;
zeitweilig nach F\'ak-Fak zurück, während die „Javaquot; zunächst, um die Flagge zu zeigen, den
Küsten des Mac Cluer-Golfs entlang fuhr und alsdann am 17. vor Sekär Anker warf. Am
folgenden Tage stellte sich auch J.
W. van Hille auf dem „Pionierquot; wieder ein, worauf beide
Schiffe am 19. nach dem Nordufer des Golfs abgingen, zur Ausführung von Vermessungen
und zum Besuch der dort hegenden Ortschaften. Zwei Tage später suchten sie die Südküste in
ihrem östlichen Teile auf und gingen vor der Mündung des Kasuri vor Anker. Hier ging der
Leutn. z. See S. J. P.
Müller auf den „Pionierquot; über, dessen geringer Tiefgang es möglich machte
die Flüsse Kasuri, Kasurö, Aramäsa, Insé und Jakati zu befahren und aufzunehmen (Fig. 73) \').
Von Aramäsa aus traf der „Pionierquot; nach einem kurzen Besuch von Nusa Wamär am 30. Juni
wieder in der Sekär-Bai ein.

Leutn. Muller ging auf die
am i. Juli hier sich einstellende
„Javaquot; über, die noch an dem
nämhchen Tage ihre Fahrt
nach Ternate fortsetzte, wo sie
am 4. anlangte.

Am 9. Oktober dampfte
der Kreuzer nach den Mapia-
Inseln, die er 3 Tage später
erreichte. Er fand hier auf der
Insel Pegun die Insassen einer
am 17. September gestrandeten
tidorischen Fischerprau, die ab-
getrieben waren und 22 Tage
lang fast ohne Trinkwasser ihr
Dasein hatten fristen müssen,
so dass ihrer 4 vor der An-
kunft an Erschöpfung gestor-
ben waren. Die acht Uber-

Jffl»

mm.

»

Fig. 73-

lebenden gingen auf die „Javaquot; über, die noch an demselben Tage in südhcher Richtung nach
der Neu-Guinea-Küste weiterfuhr, darauf ihren Weg durch die
Sagewin-Strasse nahm und
15. wieder in Ternate eintraf-^).

J- W. van Hille 1902.

Nachdem van Hille nach der Trennung von der „Javaquot; Fak-Fak aufgesucht hatte,
hef er auf dem „Pionierquot; am 13. August abermals in den Insé ein und gelangte bis Jakati\'s)\'
In demselben Monat besuchte er abermals die Arguni-Bucht

1)nbsp;Verbesserte Darstellungen auf Grund späterer Bereisungen bieten die Karten von J. W. van Hille Golf van
Bmtoeni (Tijdsehr. K. Nederl. Aardr. Gen.
(2) XXIII. 1906, N°. X) und Schetskaart der Maccluer-golf (Ibid. (2) XXIV
1907, N°. VII).nbsp;^nbsp;^ ^

2)nbsp;Jaarboek van de Kon. Nederl. Zeemacht 1902--3. \'s Gravenhage 1904, p. 350.

3)nbsp;Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) XXIV 1907 p ^67—1;68

4)nbsp;Ibid. (2) XXH. 1905, p. 295.nbsp;^ f- D / D

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.nbsp;jqp

am

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Im September hatte van Hille endhch auch Gelegenheit einzelne Gebiete im nörd-
hchen Teile seiner Abteilung kennen zu lernen. Von Fak-Fak aus gelangte er auf dem
„Pionierquot; über die Daram-Inseln [Jèf Daram] nach Saholof an der Südwestküste von Salawati
Von hier aus setzte er die Fahrt der Küste entlang in nördhcher Richtung und darauf durch
die Sagewin-Strasse nach Samaté fort. Am 21. September finden wir ihn in dem Dorf Bèsir [Bèsëu]
an der Südküste von Gaman Er scheint hierauf Mumes an der Südküste von Waigëu und
ferner die Nordküste der Nordwesthalbinsel von Neu-Guinea aufgesucht zu haben. Hier ent-
deckte er am 24. fünf Seemeilen von der Mündung des Äs entfernt eine Untiefe von 5 Faden
Er landete alsdann bei
Äs Bakin, das zusammen mit Sawatut und Mlani die bekannte Ort-
schaft Äs [Was] bildet. Auf der Weiterfahrt in östlicher Richtung traten bei dem Fluss Megâ
die Berge hinter der Küste zurück, um sie vom Kap \'Sawasar ab wieder zu begleiten. Am
Megâ fand
van Hille nur ganz spärliche Überreste des gleichnamigen Dorfes, das von
Angehörigen von Mär und Warsai besiedelt worden war, die nunmehr aber ihren Wohnsitz,
wie zur Zeit von F. S. A.
de Clercq (s. oben p. 428), nach Wéwé zu verlegen im Begriffquot;e
waren. In Wéwé kam
van hille vor der Mündung vor Anker, landete aber nicht, da von
Wohnungen noch nicht viel zu bemerken war. Er dampfte weiter bis zur Insel Middelburg
und ging tags darauf bis Kor, dessen Fluss die Grenze seiner Abteilung bildete

Im Oktober wurde endhch nochmals der Sebjär in der Landschaft Beräu aufgesucht
und aufwärts gerudert. Er fand das Dorf Tomu an dem Nebenfluss Atamä liegend. Ferner
besuchte er Birä. Die eigentliche Wohnstätte der hierzu gehörenden Bevölkerung lag am
Sigaroi ± 8 Meilen NW. vom Kap Sabrä.
Van Hille stellte ferner fest, dass dieses Vorgebirge
dem Kap Rumakain der niederländischen Seekarte (N°. 154) entsprach®)).

John Waterstradt 1902.

Der Naturaliensammler john waterstradt traf am 28. November 1902 auf der Insel
Waigëu ein, auf der er bis zum 6. Januar 1903 bheb

Gr. Ruthven Le Hunte 1902.

Am 18. Februar 1902 fuhr Le Hunte auf der „Merrie Englandquot; von Port Moresby
über Daru nach der Thursday-Insel und trat abermals über Daru die Rückfahrt an. Er suchte
hierauf das Kap Blackwood auf und verwendete eine Woche auf die Untersuchung der Insel
Goari Bari, auf der
James Chalmers und O. F. Tomkins 1901 ermordet worden waren
(s. oben p. 777). Nachdem er nochmals nach Daru gelangt war, besuchte er auf der Weiter-
fahrt nach Port Moresby die Küstenorte Orokolo, Wailala, und Toaripi sowie die Missions-
stationen auf der Yule-Insel und am Hah-Sund

1)nbsp;Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIIL 1906, p. 456.

2)nbsp;Ibid. p. 482.

3)nbsp;Ibid. p. 468, 469.

4)nbsp;Ibid. p. 474.

5)nbsp;Ibid. (2) XXIV. 1907, p. 606—607.

6)nbsp;Walter Rothschild and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. Tring 1903
436, 447-nbsp;\'

7)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1901—2, p. 12.

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Sir Francis P. Winter 1902.

Ende März 1902 hatte Le Hunte sich nach Austrahen begeben, um von dort aus
einen Monat später eine Urlaubsreise nach England anzutreten i). Sein Stellvertreter, der Chief
Judicial Officer Sir
francis P. Winter, trat am 24. Mai eine Inspektionsreise auf der „Merrie
Englandquot; an und gelangte nach einem Besuch von Kapa-Kapa, Aroma, Dedele sowie der
Dufaure-Insel zunächst nach Samarai. Von hier aus setzte er seine Fahrt nach der Station
am Kap Nelson, nach der Station Bogi am Kumusi und nach der Tamata-Station am Mambare
fort. Auf der Rückreise nach Samarai landete er an der den Mangrove-Inseln in der Gona-
[Holnicote-] Bai gegenüberhegenden Küste und legte ferner im Hennessy-Hafen und nochmals
am Kap Nelson an. Von Samarai aus machte er einen Abstecher nach der Normanby-Insel und
besuchte alsdann die Woodlark-Insel, die Trobriand-Inseln, die Inseln Muo und Urasi, worauf
er auf Dobu eintraf. Von hier fuhr er nach Sikiruku auf der Fergusson-Insel und gelangte
landeinwärts bis an den Fluss Marasa. Über Samarai traf er am Abend des 4. Juli wieder in
Port Moresby ein

A. L. Walker 1902.

Im Laufe der Monate Januar und Februar 1902 unternahm A. L. Walker von der
Tamata-Station aus einen Zug nach dem Waria [Hercules-Fluss], über den leider nichts
Näheres bekannt geworden ist. In NW-Richtung kam er nach Überschreitung des Gira in
ein ganz unbekanntes Gebiet, das von zwei nicht unbedeutenden Flüssen entwässert wurde.
Erst beim Eintreffen am Waria begegnete er wieder Eingeborenen

A. Elliott 1902.

Die von uns wiederholt erwähnte Station Bogi, zu Papangi am oberen Kumusi, die
halbwegs zwischen der Tamata-Station und den Yodda-Goldfeldern zur Sicherung des Verkehrs
errichtet worden war, wurde im Jahre 1901—2 von einer Abteilung Pohzeisoldaten unter dem
Kommando von
R. De Moleyns besetzt. Gelegentlich eines Besuches unternahm es A. Elliott
von Papangi aus nach der Küste zu wandern, wobei er einen besseren und kürzeren Pfad
ermittelte, der 12 miles von der Kumusi-Mündung entfernt sein Ende fand

R. Hislop 1902.

Der neu ernannte Assistant Resident Magistrate des Mekeo-Distriktes, R. Hislop, trat
Mitte April 1902 sein Amt an und widmete sich zunächst der Untersuchung des St. Joseph-Tales

F. E. Barton 1902.

Am 13. Juh 1902 begab F. R. Barton sich von Port Moresby aus über Sogeri nach
dem westlich vom Oberlauf des Kemp Welch-Flusses hegenden Seremina, das am 22. Juh

1)nbsp;Er traf am Ii. Mai 1902 wieder in Port Moresby ein, sagte aber bereits am 9. Juni Neu-Guinea endgültig
Lebewohl, um den Posten als Gouverneur von Süd-Australien zu übernehmen (Ann. Report Brit. New Guinea
1902—3, p. 13, 47).

2)nbsp;Ibid. 1902—2, p. 13.

3)nbsp;Er starb am 20. Juni 1902.nbsp;4) Sie heissen Aia und Wuwu.

5)nbsp;Ann. Report on Brit. New Guinea 1901—2, p. 22.

6)nbsp;Ibid. p. 16.

7)nbsp;Ann. Report on British New Guinea 1901—2, p. 22.

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iqoo von O. Ballantine bestraft worden war (s. oben p. 749). Durch einen Knaben, der
damals nach Port Moresby gebracht und erzogen worden war, gelang es Verbindungen mit
diesem Stamm anzuknüpfen, der seinen Wohnsitz inzwischen nach dem Gipfel des Deakin-
Berges verlegt hatte. Die Bewohner waren hoch erfreut, den längst tot Geglaubten wieder in
ihrer Mitte zu sehen. Die Rückkehr nach Port Moresby erfolgte am 25. Juli.

Am 25. September segehe Barton auf dem Kutter „Lokohuquot; nach dem Hall-Sund,
von dem aus er bis zum 11. Oktober mit R.
hislop die Dörfer des Mekéo-Distriktes besuchte.
Am 18. unternahm er alsdann eine Expedition gegen den im Gebirge hausenden Stamm
Kumaweka, dessen Angehörige sich mehrerer Morde schuldig gemacht hatten. Es gelang am
23. Oktober das am Oberlauf des Biaru, hinter dem Tully-Pik hegende Dorf zu umzingeln
und mehrere Leute zu verhaften, während der Häuptling beim Angriff fiel. Mit den Gefangenen
wurde Port Moresby am 3. November erreicht. Zwölf Tage später ging
Barton nochmals
nach Mekéo ab, um den neu ernannten Assistant Resident Magistrate J. R. S.
stuart russell
in sein Amt einzuführen.

Nachdem er am 25. November zurückgekehrt war, trat er eine vom 2.-7. Dezember
währende Fahrt nach Kapa-Kapa, Kalle und Tupuselei an, wo es galt Streitigkeiten zu schlichten \').

A. C. English 1902.

In seiner Eigenschaft als stellvertretender Resident Magistrate der Western Division,
unternahm A. C.
English in der Zeit vom 26. September bis i. Oktober eine Fahrt nach
Bugi sowie nach den westlich von Daru hegenden Küstendörfern. Vom 13. bis 21. Oktober
besuchte er die Insel Kiwai in der Mündung des Fly-Flusses und die am rechten Ufer des
Unterlaufes befindlichen Ortschaften.

A. H. Jiear 1902.

Im Dezember 1902 trat A. J. JlEAR, der ENGLISH inzwischen wieder abgelöst hatte,
eine längere Fahrt nach dem Barnu an, auf der er, ausser den unterwegs besuchten Dörfern am
Fly-Fluss, sämtliche Ortschaften, die an den drei Mündungsarmen des Bamu bis 40 miles
stromaufwärts lagen ~ mit einer Ausnahme — betreten konnte. Zwei Tage brachte er bei
dem bereits früher erwähnten Stamm Sisiame zu (s. oben p. 778). Es war ferner das erste
Mal, dass ein Weisser das stark bevölkerte Kuria sowie das 40 miles von der Mündung
entfernt hegende Sepota aufsuchte.
JlEAR kam ausserdem in Berührung mit den Stämmen
Bumiki, Bina, Bamio und Oropäi, wie er auch auf den Inseln Maipama und Waibada landete.
Zum Schluss stattete er den Dörfern Katakai und Pärama auf der Bampton-Insel [Pärama]
einen Besuch ab

M. H. Moreton 1902.

Anfang 1902 wurde die Regierungsstation Niwani auf Pana Pompom nach Bonagäi auf
der Woodlark-Insel verlegt, weil die Goldproduktion auf der Saint Aignan- sowie der Sud-Est-
Insel stark zürückgegangen war, während sie sich auf Woodlark in aufsteigender Linie bewegte
und daher bei dem Zufluss weisser Elemente eine mehr unmittelbare Beaufsichtigung erwünscht

1)nbsp;Ibid. 19023, p. 1620.

2)nbsp;A. H. Jiear. Report on the Western Division. Ann. Report on Brit. New Guinea 1902—3. Victoria 1904, p. 21.

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war. Der zum Resident Magistrate ernannte M. H. moreton unternahm im ersten Halbjahr
eine Inspektionsreise nach Sud-Est, St. Aignan und den Trobriand-Inseln worauf er im
September eine derartige Fahrt nach den beiden erstgenannten Inseln wiederholte und zugleich
die Rossel-Insel besuchte.

Am i. November segelte er auf dem Kutter „Siaiquot; abermals von Bonagäi und traf am
2. auf Kitawa ein, wo er bis zum lo. bheb; erst am i8. konnte er seine Station wieder
erreichen. Zwei Tage später fuhr er abermals nach Kitawa, worauf er am 23. die Fahrt nach
Kaibula fortsetzte, wo er mehrere Dörfer besuchte. Am 2. Dezember hatte er mit dem
Rev. M. K.
Gilmore eine Zusammenkunft mit den Häuptlingen von Kadukwaikera, worauf er
am 7. wieder in Kitawa eintraf. Am 8. trat er die Rückfahrt an und erreichte am 18. Bonagäi

C. A. W. Monckton 1902.

Aus dem Jahresbericht lässt sich entnehmen, dass der am Kap Nelson stationirte Resident
Magistrate C. A. W.
Monckton im September 1902 die Oro-Bai besuchte, um Streitigkeiten
zwischen dem dort wohnenden Stamm Notu und dem einige mÜes landeinwärts hausenden
Stamm Dobodura zu schhchten, der vom erstgenannten der Zauberei, und dadurch Dürre und
Missernte hervorgerufen zu haben, bezichtigt worden war. Im Dezember war er genötigt eine
Expedition nach dem Fuss der Tam-Tam-Kette und dem Tal des Ruaba zum Schutz des
Goldgräbers
LindsaY zu unternehmen, der von den Eingeborenen verjagt worden war

A. M. Campben 1902.

Von den Reisen, die der Resident Magistrate der Eastern Division A. M. campbell
sowie der Assistant Resident Magistrate C. O. Turner unternahmen, ist ledighch bekannt
geworden, da.ss sie 20 Fahrten in 248 Tagen machten, auf denen 4343 miles zurückgelegt wurden.
Von diesen erfolgten 1444 im Kutter „Muruaquot;, 2263 in Walbooten und 636 auf andere Weise

Sir Francis P. Winter 1902.

Am 29. Oktober 1902 trat Sir Francis P. winter seine letzte Inspektionsreise an ^j.
Er verhess Port Moresby auf der „Merrie Englandquot;, Kapt. R. H. Harvey. Von der Mündung
des Mambare aus besuchte er einige südlich von der Kumusi-Mündung hegende Küstendörfer
und ging darauf vor der Mündung des Umunda, dem Unterlauf des Barigi, nahe dem Ende
der Dyke Acland-Bai vor Anker. Am 15. November fuhr er in Begleitung von
monckton,
Harvey
und Manning den Barigi, der sich zwischen der Hydrographer Range und dem De
Vis-Berge hindurchwindet, stromauf und wanderte vom linken Ufer nach dem 5—6 mhes
entfernten Hauptdorf der Barugi, dessen Bewohner
Monckton 18 Monate vorher über-
fallen hatten. Nach Überschreitung des Flusses ging es etwa 4 miles in östlicher Richtung

1)nbsp;Ann. Report amp;c. 1901-2, p. 19—20.

2)nbsp;M. H. Moreton. Report upon the South-eastern Division. Ibid. 1902—3, p. 29—31.

3)nbsp;Report on Affairs of North-eastern Division, Ann. Report on British New Guinea 1902_3, p. 32_35.

4)nbsp;Report on Eastern Division. Ibid. p. 23_29.

5)nbsp;Am 3. Januar 1903 nahm Winter seinen Abschied und verliess Neu-Guinea fur immer. Von diesem Tage bis
zum Wiedereintreffen von
Le Hunte am ii. Mai, lag die Verwaltung in den Händen des Regierungssekretärs Anthony
Musgrave
(Ann. Report on British New Guinea 1902—3, p. 12\'_13).

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durch Wald, worauf man auf ein ausgedehntes Moor stiess, das sich meilenweit längs des
linken Ufers des Musa ausdehnte. Endlich gelang es ein Dorf des Agaiambo-Stammes zu
erreichen, worauf der Rückmarsch angetreten wurde. Am 3. Dezember traf
Winter wieder
in Port Moresby ein

A. E. Pratt 1902.

Einer Anregung von george T. Bethune-Baker und Sir George H. Kenrick
folgend, reiste der Naturaliensammler A. E. Pratt im Januar 1902 mit seinen Sohne Henry
an Bord des „Duke of Sutherlandquot; von England ab. Auf der Thursday-Insel erhielt
er von dem Kommandanten des gerade dort liegenden Kreuzers „Niasquot; die Erlaubnis mit
nach Merauke zu fahren (s. oben p. 791), wo er am 11. April eintraf®). Bei den unfertigen
und unsicheren Verhältnissen fand er kein für seine Zwecke geeignetes Gebiet, so dass er bald
auf dem Dampfer „Moresbyquot; wieder abreiste und sich nach Port Moresby und weiter nach
der Yule-Insel begab. In Begleitung zweier Patres segelte er nach der Mündung des am
Nordufer des Hah-Sunds mündenden Ethel-Flusses [Kiwa], auf dem er stromauf in den Bioto-
Fluss und darauf nach dem aus 19 Häusern bestehenden Bioto gelangte. Am nächsten Tage
wurde die Fahrt auf dem Ethel-Fluss fortgesetzt und in Upupu gelandet und der Weg nach
dem Dorfe Epa zu Fuss zurückgelegt. Am dritten Tage wurde nach 5 stündigem Marsch das in
1500 feet Höhe liegende
Ikeikei s) und einen Tag später das auf dem Rücken des Dine hegende
Madui erreicht. Von hier ging es abwärts nach dem Akuluma, der einen Wasserfall bildete,
und am jenseitigen Ufer aufwärts nach Dinawa, wo er sich niederliess Am 22. Juh brach
er wieder auf und erreichte in 6 Stunden über Falofoida den Anga Bunga [St. Joseph-Fluss],
an dem er das Lager aufschlug. Da die Jagdergebnisse dort aber seinen Erwartungen nicht
entsprachen, kehrte er nach einiger Zeit wieder nach Dinawa zurück. Am 23. September traf
er in Ikeikei und folgenden Tage in Epa ein. Auf diesem Marsche hatte er ganz besonders
von den Waldmilben zu leiden. Über Upupu gelangte er ferner nach Pokama, wo er einen
kleinen Kutter bestieg, der ihn nach Port Moresby brachte. Nachdem er dort seine Samm-
lungen geordnet hatte, unternahm er eine Fahrt in östlicher Richtung, auf der er Kapa-Kapa,
Hulä, Kalo und Kerepunu besuchte und alsdann am Schluss des Jahres nach Port Moresby
zurückkehrte

Die Schilderung seiner ferneren Reise, die er genau am i. Januar 1903 antrat, hegt

1)nbsp;Ann. Report I.e. pag. 13—15.

2)nbsp;A. E. Pratt. Two years among the New Guinea Cannibals. A Naturalist\'s Sojourn among the Aborigines of
Unexplored New Guinea. With Notes und Observations by his Son
Henry Pratt. London 1906, p. 35 ff. — Two years
among Cannibals. Being some account of the aborigines of Papua (New Guinea, and a travel and adventure of that
Island, with Drawings by S.
Beggs. The Illustrated London News. CXXV. Oktober i. 1904. N°. 3415. Suppl. 8 pp.
Abgesehen davon, dass der Titel geschmacklos ist, gibt er auch der Wahrheit nicht die Ehre. Dass das beregte Gebiet
nicht unerforscht war, davon legen Fig.
62 (s. oben p. 689) und Fig. 65 (s. oben p. 717) Zeugnis ab. Ausserdem hatte
auch bereits E.
Weiske in demselben gesammelt (s. oben p. 693).

3)nbsp;Pratt macht nur ganz ausnahmsweise Zeitangaben. Die oben angeführte ist denn auch dem Reiseberichte der
„Niasquot; entnommen.

4)nbsp;Pratt schreibt Oo fa fa.

5)nbsp;Pratt schreibt Ekeikei.

6)nbsp;Two years among the New Guinea Cannibals, p. 112—126,

7)nbsp;Ibid. p. 127—180.

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ausserhalb des Rahmens dieses Buches. Anscheinend kehrte er Anfang 1904 nach England
zurück

Max Thiel, Rud. Wahlen, H. Fellmann und Warnecke 1902.

Der Chef der Firma Hernsheim amp; Co in Matupi, Max Thiel, trat in den ersten Tagen
des Januar 1902 auf dem gecharterten Dampfer „South Austrahaquot; eine Fahrt an, an der der
Prokurist
RUD. Wahlen, der Missionar H. FellmaNN sowie der Gouvernementssekretär
Warnecke teilnahmen. Man verdankt dem letztgenannten einen Bericht über die Fahrt Nach-
dem das Schiff die Insel Nusa wieder verlassen hatte, setzte es Kurs nach den wenig bekannten
Portland-[Tingwon-] Inseln. Die Mitte Dezember 1901 von der Firma
Hernsheim amp; Co an der
Westspitze der westlichsten Insel Biligila [Belegila] errichtete Station (2° 37,4\'S.^ 149° 40,4\'E). war
mit dem Händler
Wohlers besetzt worden. Wie an Ort und Stehe ermittelt werden konnte,
setzte die Inselgruppe sich ausserdem aus den Inseln Kulenusa [Kolenusa], Tingwon und Nusa
Mani sowie aus dem Biligila vorgelagerten Felsen Pulitoi zusammen % Nur die Insel Tingwon
war bewohnt und verteilte die Bevölkerung sich auf die 3 Dörfer Tep-Tep, Penamaila und
Awibau. Ein Ankerplatz war nirgends vorhanden.

Nachdem die Fahrt am Nachmittag des 7. fortgesetzt worden war, traf der Dampfer
am Morgen des 8. vor Kumuli (Admiralitäts-Inseln) ein. Wie der dort stationirte Händler
Schneider berichtete, war der Händler Carlbourn nebst 2 Polizeisoldaten auf der Insel Mbuke
ermordet worden, während der Händler
Molde ^ mit einem Pohzeisoldaten verschollen war.
Schneider lieferte 28 Tons Kopra und 7000 Stück „green snail shellsquot; {Margaritifera vulgaris
Schum.) ab, worauf am 9. die Bird-Insel und darauf der Seeadler-Hafen aufgesucht und bei der
Insel Ereta [Oneta?] geankert wurde. Am folgenden Morgen nahm die „South Austrahaquot; die
am vorigen Abend eingetroffene und aus 12 Schififen bestehende HAMILTONsche Perlfischer-
flottille 5) in Schlepptau und beförderte sie bis zur Wild-Insel [Sori], die an der Nordseite des
Nares-Hafens lag, worauf sie abends weiterfuhr und am Morgen des 11. die von dem Händler
Lemele verwaltete Station auf den Kanit- [Anachoreten-] Inseln verwaltete Station auf der
Insel Wasang erreichte. Diese Inselgruppe lieferte zusammen mit der unbewohnten Commerson-
Insel [Sae] eine jährhche Ausbeute von 30 T. Kopra und 6 T. Tripang. Am 12. wurde die
vom Händler
MaRTIN verwaltete Station auf der Insel Feme (Hermit-Inseln) besucht und
darauf am folgenden Tage die Fahrt nach den Echiquier-Inseln [Ninigo] fortgesetzt. Am

1)nbsp;Ibid. p. iSsfif. — Am 15. März 1904 legte er in einer Sitzung der Zoolog. Society in Londen Paradiesvogelbälge
vor (Proceed. Zoolog. Soc.
1904, I, p. 426). Über seine Sammlungen sind u. a. folgende Abhandlungen veröffentlicht worden:
G. A.
Boulenger. Descriptions of new Reptiles from Brit. New Guinea. Proceed. Zoolog. Soc. 1903. IL, p. 128—129.—
Oliver E. Janson
. Descripdons of new Coleoptera of the Family Cetoniidae from Brit. New Guinea. Ann. and Mag. Nat.
Hist.
(7) XVI. 1905, p. ii —18. — W. L. Distant. Rhynchotal Notes. Ibid. p. 557. — George H. Kenrick. A List
of Moths of the Family Pyralididae. Proceed. Zoolog. Soc.
1907, p. 68—87. — G. K. Gude. Report on a small collection
of Helicoids from Brit. New Guinea. Proceed. Malacol. Soc. VL
1904 -5. London 1905, p. 114—116.

2)nbsp;Die nordwestlichen Inselgruppen des Bismarck-Archipels. Deutsches Kolonialblatt. XIIL Berlin 1902, p. 197—199,
221—222.

3)nbsp;Siehe die Karte: Tingwon-Gruppe (Portland-Inseln) i : 50 000. (S. Stiller Ozean-Bismarck. Archipel. — Häfen
von Neu-Hannover und die Tingwon-Gruppe. Berlin
1909. Reichs-Marine-Amt, N°. 413).

4)nbsp;Wie H. Schnee mitteüt, hatte er mit seinem Kutter den Untergang in einem Sturme Ende 1900 gefunden
(Bilder aus der Südsee. Berlin
1904, p. 207).

5)nbsp;Firma Hamilton amp; Wolff. Wenige Monate später, am 13. April 1903, wurde ein Taucher nebst 3 farbigen Arbeitern
an Bord des bei der Insel Pitilu liegenden Loggers „Goreaquot; ermordet (Deutsches Kolonialblatt. XIV.
1903, p. 442).

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Morgen des 14. landeten die Reisenden auf der vom Händler Devlin verwalteten Station
auf der Insel Longan, die zusammen mit der Insel Meman jährlich 25 T. Kopra, ausserdem
10000 Perlmuscheln und 25 T. Tripang heferte. Am 15. setzte das Schiff Kurs nach der
Matty-Insel [Wuwulu], wo es abends eintraf, nachdem es im Laufe des Nachmittags die
Alhson-Insel [Malus] und die Durour-Insel [Aua] passirt hatte. Nach kurzem Aufenthalte
auf der Station des Händlers LOUIS
voaden am 16. Januar, ging es am folgenden Morgen
weiter nach Luf (Hermit-Inseln), wo das Wrack des 1898 gescheiterten Johann Albrechtquot;
besucht und der Händler
petersen eingesetzt wurde. Am 20. suchte die „South Austrahaquot;
die vor der Wild-Insel liegende Perlfischerflottille abermals auf und übernahm die von ihr
innerhalb einer Woche erbeuteten 2 Tonnen Perlmuscheln. Am 21. erfolgte die Ankunft
auf Kumuli behufs Übernahme von Produkten und am 22. die Rückkehr nach Nusa.

Albert Hahl 1902.

Im Januar 1902 trat der Vizegouverneur A. Hahl \') von Herbertshöhe aus eine Inspek-
tionsreise nach der Insel Nusa an und gelangte darauf nach der von
Franz Boluminski
geleiteten Regierungsstation Käwieng an der gegenüberhegenden Neu-Mecklenburg-Küste. Trotz
der kurzen Zeit ihres Bestehens hatte der letztgenannte die erstaunliche Leitung fertiggebracht
eine bis Manawai reichende, iio km. lange Strasse anzulegen. Wie
Hahl ermittelte waren die
im Nusa-P\'ahrwasser hegenden Inseln Nusa, Nusalik, Enuk, Globig-Insel (2° 38,7\'S., I53°44\'E.),
Kaböteron, Ungan, Nusalom [Schröder-Insel], Nusaum und Lemus ahmähhch in den Besitz
von Weissen übergegangen.
Hahl beabsichtigte, wenn möghch, die Inseln Edmago, Usein Lik,
Natia (nicht Natte) und Liseno für den Landesfiskus zu erwerben und sie ebenfalls mit Kokos-
palmen zu bepflanzen

Emil WolfF 1902.

Der Pflanzer Rudolf Wolff hatte sich im Oktober 1900 in Tobaule am Südfusse des
Wuna Kokor [Varzin-Berg] in der Landschaft Paparatawa niedergelassen und eine 500 ha.
grosse Pflanzung angelegt. Am 3. April 1902 wurde während seiner Abwesenheit sein Besitztum
nicht aUein ausgeraubt und demolirt, sondern auch seine Frau nebst ihrem Säugling ermordet.
Ein im Hause weilendes Fräulein
Carrie Coe hatte sich zu retten gewusst. Kaum war die
Kunde nach dem Stunden entfernt hegenden Herbertshöhe gedrungen, als der kaiserliche
Richter
Emil Wolff in Begleitung von Polizeisoldaten und den Pflanzern der Umgebung
nach dem Tatort abging. Hierauf wurde das von den Bewohnern geräumte Dorf. Paparatawa
aufgesucht und den Flammen übergehen. Nach einem Aufenthalt in der Missionsstation
St. Joseph nahm E.
Wolff die Verfolgung wieder auf, hess die Pflanzungen der Paparatawa-
Leute zerstören und nahm am 11. Aprü das Dorf Tomainisiki, in dem er übernachtete. Ein
Teil der Übehäter hatte sich nach Taulil gewandt, war aber dort von den Bewohnern
erschlagen worden. Der schuldige Häuptling
tokilan hatte die Absicht gehabt, sich mit seinen
3 Söhnen ebenfahs dorthin zu begeben, war aber umgekehrt, als er die Kunde von dem
Schicksal seiner Untertanen erhielt.
WoLFF traf am 28. in Taulil ein und überraschte dort

1)nbsp;Im Dezember desselben Jahres wurde er als Nachfolger von R. von Benningsen zum Gouverneur von Deutsch-
Neu-Guinea ernannt (Deutsches Kolonialblatt. XIII.
X902, p. 505—506).

2)nbsp;Über die Lage in Neu-Mecklenburg und Neu-Hannover. Ibid. p. i8o.

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die Eingeborenen beim Menschenmahle. Tokilan wurde endlich am 2. Mai von Polizeisol-
daten niedergestreckt \').

Am 22. August unternahm Emil Wolff in Begleitung des Polizeimeisters AssUNTO
Constantini 30 Pohzeisoldaten und 20 eingeborenen Trägern, von der Station am Varzin-
Berge aus, einen Marsch quer durch die Gazelle-Halbinsel nach der Westküste. Er hatte
die Entfernung in der Lufthnie auf 40 km. geschätzt, während sie in Wirkhchkeit 67 und der
zurückzulegende Weg etwa 90—100 km. betrugt), und nur für 4 Tage Proviant mitgenommen
Man gelangt daher zu der Überzeugung, dass diese Expedition ein leichtsinniges, um nicht zu
sagen leichtfertiges Unternehmen war, umsomehr als
WoLFF seine Leute noch mit einem ganz
überflüssigen Europaerzelt und sogar einem Feldstuhl beschwert hatte.

Nachmittags wurde Palakokor, der Hauptort der Landschaft Taulil, erreicht, wo wolff
sich während der Nacht durch 3 Doppelposten bewachen liess. Auf dem Weitermarsch am 23,
verschwanden die bisher den Boden bedeckenden vulkanischen Aschengesteine und traten an
deren Stehe rote Latente. Am 26. traf die Expedition an einem der Quellflüsse des Toriu
[Holmes-Fluss] ein und folgte zunächst dessen Lauf. Zwei Tage später wurde er in NW. in
einem Bogen umgangen und am 29. abermals erreicht. Im Laufe des Vormittags liess
wolff
II Flösse bauen, auf denen eine Strecke abwärts gefahren wurde. Sie waren am nächsten
Morgen abgetrieben, doch konnten stromab ihrer drei noch aufgefunden werden. Der Leiter
setzte auf ihnen mit 6 Leuten, alles Übrige im Stiche lassend, die Fahrt fort und erreichte
nachmittags die Mündung des Toriu, an der
constantini mit dem grössten Teile der Mann-
schaft nach zehnstündigem Marsch bereits zuvor eingetroffen war. In der in der Nähe befindhchen
Missionsstation, die dort ein Sägewerk besass, fand die Expedition gastliche Aufnahme, worauf
sie am 2. September von dem Kreuzer „Möv/equot; nach Herbertshöhe zurückbefördert wurde
Da nicht einmal eine Wegeskizze angefertigt worden war, hatte das Unternehmen einen so
gut wie ergebnislosen Verlauf genommen.

Gründung der Missionsstation Naeharunep 1902.

Der Ende 1900 nach Neu-Pommern gelangte Pater Heinrich Kütten®) wurde bald
nach seiner Ankunft in Pierbertshöhe nach der Missionsstation St. Paul (s. oben p. 696)
gesandt. Nachdem er die Bainingsprache sich zu eigen gemacht hatte, siedelte er 1902 nach
dem im Westen, 2—3 Stunden entfernt hegenden Dorfe Nacharunep über und gründete dort

1)nbsp;Der Überfall von Paparatawa und seine Bestrafung. Deutsches Kolonialblatt. XIII. igo2, p. 346—348.

2)nbsp;Es war der frühere, p. 733 erwähnte Priester. Wie ich einer freundlichen Mitteilung des Herrn Dr. G. Friederici
entnehme, schied Constantini später wieder aus dem Kolonialdienst und machte sich als Pflanzer und Händler mit aus-
gezeichnetem Erfolge in der Gegend von Fesoa (Neu-Mecklenburg) selbständig. In neuester Zeit hat er den Schauplatz
seiner Tätigkeit nach Neu-Hannover verlegt.

3)nbsp;Wolff will seiner Berechnung,^ die Übersichtskarte zu Grunde gelegt haben. Nach meiner Messung beträgt die
Entfernung nach der Deutschen Seekarte (N°.
100), die Wolfe wohl gemeint haben wird, 57 km.

4)nbsp;Glücklicherweise gelang es während der letzten Tage noch einige Wildschweine zu erlegen, so dass die Expedition
vor dem ärgsten Unheil bewahrt blieb.

5)nbsp;Die Durchquerung der Gazelle-Halbinsel, Bismarck-Archipel. Abteilung Berlin-Charlottenburg der Deutschen
Kolonial-Gesellschaft. Verhandlungen
1903—04. VIII. (Heft 2). Berlin 1904, p. 38—54, s. auch P. Matthäus Rascher
und Baining. Münster 1909, p. 370.

6)nbsp;Sein eigentlicher Name lautet Hendrik Kütten.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;ioi

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eine Missionsstation, wo er am 13. August 1904, an dem nämlichen Tage wie M. Rascher,
durch Ermordung seinen Tod fand \').

A, Hofimann, A. Hanke, Heinr. Ostermann und O. Dempwolff 1902.

Mitte des Jahres 1902 unternahmen die Missionare Hoffmann, Hanke und oster-
mann,
denen sich der Stabsarzt Dempwolff anschloss, einen Ausflug nach dem im SW.
von Bogadjim aufragenden Balai Mana [Balai-Berg]. Sie wanderten zunächst im Bett des Jori
aufwärts und gelangten alsdann in das Tal des Guanja, in dem sie Salzquellen auffanden.
Nach sechsstündigem Marsche begann in etwa 200 m. Höhe der eigenthche Anstieg, worauf
sie m etwa 300 m. das gegen 100 Einwohner zählende Dorf Balai antrafen. Der schhesshch
erreichte Gipfel besass eine Höhe von 940 m. und man hofi-fe, dass er sich zur Anlage einer
Gesundheitsstation eignen würde

Kapt. Leutn. Seiferling 1902.

Im September 1902 setzte der Kreuzer „Möwequot;, Kapt. Leutn. SeiferlinG, die im
November 1901 bis zum Kap Kapono Särere 3) an der Westküste der Gazehe-Halbinsel
gediehenen Aufnahmearbeiten fort (s. oben p. 784-785) 4). Er fand in seiner unmittelbaren
Nahe den kleinen Fluss Tawana Sarakoko und 2,3 km. südhch davon die Mündung des
ebenfahs unbedeutenden Rawa Raräi. Etwa 5,3 km. von dem obengenannten Vorgebirge
entfernt, lag das Kap Tawana Mapinai, auf das 4,8 km. weiter das Kap Rara Karakau folgte,
zwischen denen der Tonga Linakäi sowie der Topan Gathän mündeten. Zwischen dem letzt-
genannten Vorgebirge und der Huk Mätiu mündete der Tawana Mbuk. Das 1,6 km. von
Mätiu entfernt hegende, unbewohnte, in der Rawuawuat-Bai liegende Felseneiland Misa-Misa
Goro wird von vorbeifahrenden Eingeborenen zum Übernachten benutzt. Etwa 3,5 km. südhch
davon passirte das Schifl- den kleinen Wasserfall Narurun Guta und südhch davon einen
grossen, Malaulau genannt; zwischen beiden sprang das Kap Pokolomä vor. Hierauf folgte das
Kap Ronowi Rua und schhesshch wiederum ein Wasserfall namens Tambu Langati. Weiter
mundeten an der Küste die Flüsschen Wuna Sale, Tambu Bulu und
Tandu Gulai. Etwa 600 m.
von der Mündung des letztgenannten entfernt sprang die kleine Halbinsel Rangomböh vor, der
die Mündung des Tawana Koko und darauf das flache Kap Fondo folgte. An der sich hieran
anschhessenden Küstenstrecke fand sich die Mündung des Raturu Suru, der Abfluss einer
landeinwärts gelegenen Lagune, der in SSE. eine Wira-Wira genannte, vorspringende Stelle
folgte. Südhch hiervon fand sich die Mündung des unbedeutenden Wuna Tirisiri, darauf die-
jenige des Marimarit und 3,6 km. SSE. von der ersterwähnten entfernt das Kap Wuna Mbere.
Weiter mündete längs derselben Küstenstrecke der Marawo, an den sich Kap Molua anschloss.
In 4°4o\'S. mündete sodann der Sambäi, dem der Wuna Ngamata und endhch der Toriu
[Holmes-Fluss], der grösste Fluss an der Westküste der Gazelle-Halbinsel, folgte.

Die „Möwequot; untersuchte hierauf den Powell-Hafen [Tawana Tangir], ein etwa 600 m.

1)nbsp;F. Matthäus Rascher und Baining. Münster 1909, p. 369, 438—439.

2)nbsp;Neu-Guinea. Berichte der Rhein. Missions-Gesellschaft. Barmen 1902, p. 434—435.

3)nbsp;Ponosarer-Spitze nach der Karte von F. Bischoff (MitÜg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XXI. 1908 Nquot; 2a)

4)nbsp;Segelanweisung und Beschreibung der Wesfküste der Gazelle-Halbinsel von Kap Kaponosärere bis zum Aus-
gang der Hixon-Bai. Bericht
S. M. S. „Möwequot;. Kmdt. Kaptlt. Seiferling. Annalen der Hydrographie. XXXL Berlin
1903, P. 303—306.

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im Durchmesser betragendes Becken, in dessen Nordecke ein gleichnamiger Fluss mündete.
Die am Eingang des Hafens liegende Schildkröten-Insel nannten die Eingeborenen Matana
Kunai. In ihrem weiteren Verlauf fand sich an der Küste der Nesäi, an dessen Mündung ein
Dorf lag. Bei der Mündung des Korin Dindi bildete sie eine kleine Bucht. Zwischen dem
Kap Utukau und der Offenen Bucht konnten viele kleine Flüsschen bemerkt werden. Das Kap
Rangambol, an dem ein kleines Dorf lag, bildete die Grenze zwischen der erwähnten und der
Hixson-Bucht. In dieser in der Mitte etwa 8 km. breiten und 2,4 km. tiefen Bai mündete
der grosse Laga-Laga, während ungefähr 3 km. davon sich der Bändi fand, der zahlreiche
Nebenflüsse besass.

Otto Dempwolflf und r. E. Hellwig 1902.

Der Stabsarzt O. Dempwolff in Herbertshöhe trat am 13. November 1902 eine bis
6. Januar 1903 währende Fahrt nach den westhch von den Admiralitäts-Inseln gelegenen
Inselgruppen an \'). Sie galt hauptsächhch der neuen mit Kokospflanzungen verbundenen,
Niederlassung, die
rudolf Wahlen auf den Luf- [Hermit-] Inseln- in grossem Massstabe
angelegt hatte und auf der nicht weniger als 7 Europäer und 100 eingeführte, farbige Arbeiter
Beschäftigung fanden.
Dempwolff brachte hier bei 3 Besuchen 10 Tage zu. Auf den Kanit-
[x^nachoreten-] Inseln verlebte er zwei Tage. Auf seiner Weiterfahrt auf dem Motorschoner
„Gazellequot; betrat er als der erste Weisse auch die Ahison-Insel [Malus] und versuchte alsdann
die von G.
Thilenius erwähnte Insel Utan, die unter 146° E. hegen sollte, aufzufinden, aber
er vermochte sie zwischen 145° 45\'_i46° 15\'E. in 2° N. nirgends zu gewahren, trotzdem Ein-
geborene ihr Bestehen ausdrücklich versichert hatten. Ausser den Echiquier-Inseln [Ninigo], auf
denen er zweimal war, gelangte er auch nach Wuwulu [Matty-Insel] auf der F. E.
Hellwig
gleichzeitig mit ihm eintraf, um im Auftrage von Hernsheim amp; Co ethnographische Samm-
lungen anzulegen und überhaupt das Eiland näher zu untersuchen Seine Aufzeichnungen
sind von
Faul Hambruch in einer ausführlichen Monographie verwertet worden

Im Laufe des früher behandelten Zeitabschnittes (1867—1885) war nicht ahein der
Verlauf der letzten noch unerforschten Ostküste von Neu-Guinea festgestellt worden, sondern
vereinzelten Reisenden war es sogar gelungen auf einigen Flüssen (Fly-Fluss und Mamberomno)
weit ins Innere der Insel vorzudringen. Durch den Besuch des Arfak-Gebirges war auch die
Möghchkeit eines Vordringens auf dem Landwege dargetan worden. Der Verlauf der Ent-
deckungsreisen während dieser Periode (1885—1902) sohte jedoch zeigen, dass einem solchen Vor-
dringen noch aussergewöhnliche Schwierigkeiten entgegenstanden. Soweit nicht Küstenaufnahmen
in Betracht kamen, konnte daher von einer systematischen Untersuchung nicht die Rede sein.
Vielmehr waren es Forscherlaune, Strafexpeditionen sowie die Ermittelung von goldführenden

1)nbsp;Über aussterbende Völker. (Die Eingeborenen der „westlichen Inselnquot; in Deutsch-Neu-Guinea). Zeitschr. f.
Ethnologie. XXXVL Berlin
1904, p. 384—413, Taf. 5. Die Admiralitäts-Inseln konnte Dempwolff nur flüchtig berühren.

2)nbsp;Nicht Manus, wie Thilenius schrieb (Nova Acta. Abhdlg. Leop. Carol. Akad. LXXX. 1902, p. 113).

3)nbsp;Hier hatte von 1900—1902 Louis Voaden die Handelsstation verwaltet. Im Juni 1902\' wurde William
Leonhard
sein Nachfolger.

4)nbsp;Von August bis Dezember 1903 besuchte Hellwig die Durour-Insel [Aua] und 1904 nochmals Wuwulu.

5)nbsp;Wuwulu und Aua (Maty- und Durour-Inseln) auf Grund der Sammlung von F. E. Hellwig aus den Jahren
1902 bis 1904. Jahrb. der Hamburg. Wissensch. Anstalten. XXV. 1907. Beiheft 4. Hamburg 1908.

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Lagerstätten, die das nur allzuoft verfehlte Ziel bestimmten. Der politischen Dreiteilung ent-
sprechend, werden wh in der nachfolgenden kurzen Übersicht die einzelnen Gebiete gesondert
betrachten.

Der Westen des britischen Anteils stand andauernd unter dem Eindruck der Tugeri-
[Marinde Anim-] Überfälle. Die Nachforschungen nach den Wohnsitzen der Urheber führten
zu der Entdeckung des Morehead-Flusses, der wiederholt befahren und aufgenommen wurde.
Das ganze Hinterland aber, sowie überhaupt das zwischen ihm und dem Fly-Fluss liegende
Gebiet, blieb unerforscht. Die Kenntnis der bereits früher bekannten Flüsse Wasu Kusa und
Mai Kusa erfuhr keine wesentliche Bereicherung, während vom Bina Turi aus wiederholt
(1891, 1895 und 1897) Vorstösse landeinwärts unternommen werden konnten.

Die Gründung einer Regierungsstation auf der Insel Daru unweit der Westmündung
des Fly-Flusses führte zu einer näheren Untersuchung des Oriomo, besonders aber zu häufigen
Fahrten durch das Delta des erstgenannten, dessen östliche Hälfte bisher eine geringere
Beachtung erfahren hatte. Aus pohtischen Gründen wurde der Unterlauf des Fly-Flusses
wiederholt befahren, sein Oberlauf hegt aber, nachdem er 1889 und 1890 durch
macgregor
bis zur äussersten Grenze besucht worden war, verlassen dar. Sein linker Nebenfluss, der
bedeutende Strickland-Fluss, war nur ein einziges Mal und zwar 1885 das Ziel einer Expedition,
nämhch des „Bonitoquot; gewesen. Der Verlauf der weiter östhch an der Küste mündenden Flüsse
Bamu und Turama wurde im grossen und ganzen festgestellt, soweit dies wenigstens ihren
Unterlauf betrifft.

Ein ausgedehntes Delta schliesst den Papua-Golf im Norden ab. Unter den Flüssen,
die an seiner Bildung teilnehmen, ist der bedeutendste der Aird-Fluss [Kikor], welcher bereits
1845 von der Fly-Expedition entdeckt, erst 1887 wieder von
theodore F. Bevan und
genauer 1892 von
Macgregor untersucht wurde. Ein Gleiches geschah von beiden Forschern
mit dem vielfach verzweigten System des Purari, auf dem
Macgregor ebenfalls am weitesten
vordrang Auf wiederholten Fahrten konnte auch der Verlauf der im Osten folgenden Flüsse
Wai Lala, Tauri, Lakekamu und Biaru festgestellt werden.

Die Gründung einer Missionsstation auf der Yule-Insel [Rawao] hatte die Errichtung
einer Reihe kleinerer Stationen auf dem gegenüberliegenden Festlande und zugleich den Bau
einer Regierungsstation für den Mekeo-Distrikt im Gefolge gehabt. Sie wurden die Ausgangs-
punkte für eine Reihe von Expeditionen, die sowohl zu einer Kenntnis des Gebirges, das im
Kowio [Yule-Berg] gipfelt, als auch zu einer Erforschung des Oberlaufes des St. Joseph-Flusses
sowie des Aroa führten. Von grösserer Bedeutung und zwar als Zugangspforte zu dem Owen
Stanley-Gebirge erwies sich der in der Redscar-Bai mündende Wanapa. Von ihm aus erreichte
Macgregor 1889 den Gipfel, von ihm gelangte man später nach dem Albert Edward-Gebirge
sowie nach den Yodda-Goldfeldern. Ebenfahs von der Redscar-Bai aus wurde eine Unter-
suchung des Brown-Flusses [Naoro] sowie seines Nebenflusses, des Laioki, vorgenommen,
wobei es indessen nicht gelang über den Unterlauf hinaus vorzudringen, so dass beider Oberlauf
nur auf dem Landwege von Port Moresby aus zu erreichen war. Die dort Hegenden Gebiete
wurden eingehender studirt, als es sich darum handelte einen Weg nach den
Yodda-Goldfeldern

I) Erst igio glückte es M. Staniford Smith bis in die Quellgebiete beider, weit aus dem Innern kommenden
Plusse vorzudringen (Exploration in Papua. Geographical Journal. XXXIX. London
1912, p. 313—334. — Papua. Report
for the year ended 30th June
1911. Melbourne 1912, p. 165—203, 3 Karten).

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von der Südküste aus ausfindig zu machen. Die zwischen dem Oberlauf des Laioki und dem-
jenigen des Wanigela hegende Landschaft Sogeri ist nach ihrer ersten Untersuchung durch
H. O.
Forbes wiederholt das Ziel von Beamten sowie von Naturaliensammlern gewesen.
Nachdem es 1887
Walter R. Cuthbertson geglückt war vom Wanigela [Kemp Welch-Fluss]
aus bis zur Spitze des Obree-Berges [Wonoro Goro] vorzudringen, hat er wiederholt als Aus-
gangspunkt von Expeditionen gedient, hauptsächlich um die im Osten hausenden räuberischen
Eingeborenenstämme zu bestrafen.

Die Kenntnis der zunächst in östhcher Richtung folgenden Küstengebiete machte
während dieser Periode nur geringe Fortschritte, dagegen gelang es 1889, dann wieder 1899
und besonders 1900 in die hinter der Cheshunt- und der Cloudy-Bai hegenden Landschaften
einzudringen, dabei die Wasserscheide zu überschreiten und in das Stromgebiet des Musa zu
gelangen. Was die Südosthalbinsel anbetrifft, so sind ausser den Untersuchungen der Küsten-
gebiete hervorzuheben die Durchquerungen von dem Westende der Milne- bis zur Orangerie-
Bai. Die erste unternahm
MacGREGOR im Jahre 1889, eine zweite 1891, worauf eine dritte,
durch
Le Hunte, 1899 folgte.

Von der Goodenough-Bai drangen reginald E. guise und W. E. Armit 1894 auf
dem Dako vor und bestiegen von ihm aus die Abhänge des Maneäo bis in eine Höhe von
4650 feet. Erwähnenswert ist ferner, dass es M. H.
moreton 1900 gelang die Kap Vogel-
Halbinsel von der Collingwood- bis zur Goodenough-Bai zu durchqueren. Von der Dyke Acland-
Bai aus wurde auf dem in ihr mündenden Musa zuerst 1895 von
Macgregor aufwärts gefahren.
Der Fluss wurde auch später wiederholt besucht. Ebenso wurde der in die Holnicote-[Gona-] Bai
sich ergiessende Kumusi zuerst 1895 von
Macgregor erforscht. Von weit grösserer Bedeutung
erwies sich der unweit der deutschen Grenze mündende Mambare und zwar dadurch, dass sich
auf ihm, nach der Auffindung von Gold, sich vom Jahre 1895 ab ein Strom von Goldsuchern
ergoss, der immer weiter bis tief ins Innere vordrang. Der Gira, der nördlichste auf britischem
Boden mündende Fluss, wurde 1898 von
Macgregor einer eingehenden Untersuchung unterzogen.
Viermal wurde während dieses Zeitraumes Britisch-Neu-Guinea durchquert und zwar dreimal
während der Jahre 1896 und 1897 von
Macgregor und einmal (1897) von A. GiULIANETTL

Uber die Torres-Strasse können wir uns kurz fassen. Nachdem die geeignetesten
Fahrrinnen bereits früher festgestellt worden waren, beschränkte sich die nautische Unter-
suchung auf die Verbesserung ihrer früheren Aufnahmen, so dass die Kenntnis der abseits
hegenden Teile nur geringe Förderung erfuhr. Desto wichtiger sind die ethnologischen,
linguistischen und auch geologischen Untersuchungen, die auf zwei Expeditionen (1889 und
1898) unter der Leitung von
Alere!) C. Haddon vorgenommen wurden.

Wie auf dem Festlande von Neu-Guinea, so hat auch Macgregor sich grosse Ver-
dienste um die Erforschung der D\'Entrecasteaux-Inseln und des Louisiaden-Archipels erworben,
wenngleich das Innere der grösseren Inseln auch heutigentags noch wenig bekannt ist. Bei
inanchen, wie der St. Aignan-Insel [Misima], der Woodlark- sowie der Sud-Est-Insel fand ihre
Kenntnis eine wesenthche Förderung durch die dort gemachten Goldfunde.

Unter den auf deutschem Gebiet gemachten Untersuchungen sind in erster Linie die
am weitesten vorgeschrittenen Küstenaufnahmen des Kreuzers „Möwequot; hervorzuheben. Es
wurden ausser gelegentlichen Aufnahmen in den verschiedensten Teilen, besonders die westliche
Hälfte der Nordküste von Kaiser Wilhelms-Land und sodann die Gazelle-Halbinsel auf Neu-

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Pommern vermessen. Von besonderer Wichtigkeit waren auch die durch Friedrich Hayn
1895—96 astronomisch festgelegten Punkte, die einzigen fundamentalen Bestimmungen, welche
überhaupt bisher auf dem ganzen Gebiete ausgeführt worden sind.

Was nun zunächst den Bismarck-Archipel anlangt, so wurden die im Osten von Neu-
Mecklenburg liegenden Inselgruppen, wie die Tabär- [Gardner-] Inseln, Lihir [Gardenijs-Insel]
usw. ab und zu eines Besuches gewürdigt, jedoch wurde nur Nissan etwas eingehender durch
G.
Schmiele (1890) erforscht. Mit den bei St. Matthias hegenden Eilanden kam man erst
1898 in Berührung. Diese Fahrt trug wenigstens viel zur Klarstehung der Lage der Inseln Kerue,
Squally und Tench bei. 1901 folgte sodann der unglücklich verlaufene Besuch von St. Matthias
selbst durch
Br. Mencke. Auch Neu-Hannover fand nur geringe Beachtung, doch ist die Auf-
nahme der Nord- und Ostküste durch E.
fisser (1894) erwähnenswert. Es folgten im Jahre 1900
die Vermessungen unter Korv. Kapt.
ScHACK. Die Handelsstation auf der Insel Nusa, sowie
die häufig wiederholt erforderhchen Bestrafungen von Dörfern an der Nordküste von Neu-
Mecklenburg gaben den Anlass zu einer genaueren Erforschung der zwischen Neu-Hannover
und Neu-Mecklenburg befindhchen Meerengen, die bereits 1886 von den Kriegsschiff\'en
„Albatrossquot;, „Olgaquot;, „Bismarckquot; und „Adlerquot; in Angriff genommen worden war.

Von Neu-Mecklenburg wurden einzelne Teile 1888 durch joachim Graf pfeil und 1902
durch R.
schlechter erforscht, die beide auch die Insel durchquerten. Die Westseite wurde
infolge der Gründung der Regierungsstation Käwieng (1900) näher bekannt.

Von der Neu-Lauenburg-Gruppe ist ausser ihren gelegentlichen Besuchen durch Fr.
Dahl
und G. Riebe, ihre Vermessung durch P. schneider hervorzuheben.

Auf Neu-Pommern wurden die ersten bemerkenswerten Küstenaufnahmen, und zwar im
westhchen Teile der Nord- sowie der Südküste, bereits 1887 von G. E. G.
von schleinitz
ausgeführt. Die in spätere Jahre fallenden Arbeiten der „Möwequot; haben bereits Erwähnung
gefunden. Das Innere des Landes blieb mit Ausnahme auf der Gazelle-Halbinsel unerforscht.
Von Wichtigkeit war die Beobachtung von
von schleinitz, dass die angeblichen Inseln
Willaumez, Raoul und Gicquel Berge waren, die einer Halbinsel aufsassen.

Die Französischen [Witu-] Inseln hatten anfänghch nur von Werbeschiffen Beachtung
gefunden, später gründete die Neu-Guinea-Kompagnie auf ihr eine Handelsstatio n, aber erst
1900 wurden einzelne Teile von der „Möwequot; vermessen. Auch A.
Pflüger konnte bei dieser
Gelegenheit einige bemerkenswerte Beobachtungen machen.

Was die Admiralitäts-Inseln anbetrifft, so wurden die meisten Besuche durch die auf
ihnen gegründeten Handelsstationen veranlasst, ihre Kenntnis wurden eigentlich erst gefördert
durch die zur Bestrafung von Überfällen ausgesandten Expeditionen. Besonders war dies der
Fall in den Jahren 1899 und 1900 (s. oben p. 732—733, 755—756).

Von den Luf-[Hermit-], den Ninigo-[Echiquier-] sowie den Kamt-[Anachoreten-] Inseln
sind im wesenthchen nur die ethnologischen Untersuchungen von G.
Thilenius hervor-
zuheben. Im Jahre 1893 und dann wieder 1896 wurde die Aufmerksamkeit auf die eigen-
artigen Erzeugnisse der Bewohner der Matty-Insel [Wuwulu] gelenkt. Eingehendere Unter-
suchungen folgten 1897 durch den Kreuzer „Falkequot; und 1899 durch G.
thilenius. 1886
entdeckte W. N.
Allison die Ahison-Insel aufs neue. Die Purdy-Inseln waren 1886 von von
Schleinitz
und im folgenden Jahre von der unter der Leitung von C. Schräder stehenden
Expedition im Hinbhck auf das Vorkommen phosphoritischer Kalke untersucht worden.

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Von den in der Nachbarschaft des Festlandes aufragenden Inseln wurde Krakar [Dampier-
Insel] durch
Georg Kunze näher bekannt. Er hatte dort 1890 eine-Missionsstation gegründet,
die jedoch 1895 wieder einging. Die Le Maire-Inseln und zwar die Inseln Lesson, Garnot,
Jacquinot, Deblois sowie Roissy wurden 1893 von L.
KäRNBACH aufgesucht, dem wir einige
Mitteilungen darüber zu verdanken haben. Über die Roissy-und die Deblois-Insel machte
Franz
Vormann
190i einige Angaben. Auch die D\'Urville-Insel [Kairirü] sowie die benachbarte
Gressien-Insel [Muschü] erfreuten sich nur geringer Aufmerksamkeit. Ausser der Vermessungs-
tätigkeit der „Möwequot; ist nur an die kurzen Bemerkungen von G.
SCHMIELE Und F. LÜCKER
zu erinnern. Die Bertrand- sowie die Guilbert-Insel wurden von L. KÄRNBACH (1893), F. LÜCKER
(1898) und Franz Vormann (1901) besucht. Grössere Aufmerksamkeit widmete man den
Inseln des Berlin-Hafen, über die zahlreiche Mitteilungen der Missionare vom Göttlichen Wort
vorliegen. Vermessen wurden sie 1897 von der „Möwequot;.

Auf Kaiser Wilhelms-Land war es G. E. G. von schleinitz, der 1886 bereits die
Nordküste des Huon-Golfs und zugleich seine Westküste bis zum Margot-Fluss aufnahm. In
demselben Jahre wurden diese Arbeiten von M.
Dreger fortgesetzt, der auch den Unterlauf
des Markham-Flusses sowie den Herzog-Kreek und den Herzog-See untersuchte. 1886 konnte
C. Schneider die erwähnten Aufnahmen in manchen Punkten ergänzen. Der von Otto Ehlers
1895 unternommene Versuch Neu-Guinea vom Huon-Golf aus zu durchqueren, verlief ergeb-
nislos. Da die erste Station der Neu-Guinea-Kompagnie am Finsch-Hafen angelegt worden war,
so wurde naturgemäss sein Hinterland sehr bald Gegenstand einer näheren Untersuchung, die
sich bis zum Sattelberg ausdehnte. G.
schräder fertigte 1886 die erste Karte dieses Gebietes
an (s. oben p. 414). 1892 gelang es erst
Bruno GeiSLER bis zu dem 22 km. weiter entfernten
Nanson vorzudringen. Die Kenntnis der in geringem Masse zugänglichen Nordküste vom Kap
King William bis zur Astrolabe-Bai hatte seit den Untersuchungen von
von schleinitz nur
geringe Fortschritte mehr zu verzeichnen. Das Gebiet der Astrolabe-Bai war Gegenstand der
Fquot;orschungen der Expedition unter
C. schräder Im Jahre 1888 gewesen. Ein Jahr später
folgte der Vorstoss von H.
Zöller nach dem Finisterre-Gebirge, der seitdem nicht wiederholt
worden ist, wenigstens konnte R.
schlechter nicht im entferntesten soweit vordringen. 1890
untersuchte
C. lauterbach von derselben Bucht aus den Gogol-Fluss und 1896 drang derselbe
Forscher in südwesthcher Richtung nach dem Ränu sowie dem dahinter hegenden Bismarck-
Gebirge vor. Es war dies ein Zug, den R.
schlechter 1902 wiederholte. Unter den Buchten,
die weiter im NW. Einschnitte in die Küste bilden, waren es besonders die Hansa- [Nubia-]
Bucht sowie der Potsdam-Hafen [Monumbo], die etwas näher bekannt wurden. Weiter im
W. hatte
von Schleinitz 1886 bereits die Mündung des Ottihen-FIusses entdeckt. Durch
die zweite Ränu-Expedition unter E.
tappenbeck (1898) wurde es zur Gewissheit, dass
er mit dem Ränu identisch war. Am weitesten
aUf ihm zu Schifif vorzudringen gelang der
dritten Expedition (1899—1900) unter
C. lauterbach. In geringer Entfernung vom Ränu
mündet der Kaiserin Augusta-Fluss, der bereits 1886 so weit stromauf befahren wurde, wie
auf keiner späteren Fahrt innerhalb dieses Zeitabschnittes. Von den weiter bis zur holländischen
Grenze folgenden Küstengebieten sind eigenthch nur die bereits erwähnten Aufnahmen des
Kreuzers „Möwequot;, ferner die Mitteilungen über einige Volkstämme seitens R.
parkinson,
sowie die Untersuchungen der Warupü-Lagune durch Jos. Erdweg hervorzuheben.

Die Forschungen im niederländischen Anteil von Neu-Guinea beschränkten sich im

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wesentlichen auf die Arbeiten der Marine und zwar waren es die beiderseitigen Grenzgebiete,
denen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. So wurde die Nordküste von der deutschen
Grenze über die Humboldt-Bai bis zur Tanah Merah-Bucht 1901 von dem Kreuzer „Ceramquot;
vermessen. Auch der unweit der Humboldt-Bai hegende Sentani-See wurde aufgenommen und
dabei zum erstenmale seine wahre Gestalt ermittelt. Ebenso gelang es den Unterlauf des Tami
festzustellen. Verschiedene Reisen vermochten auch zur besseren Kenntnis einiger anderer
Gebiete der Nordküste beizutragen. So der Tanah Merah-Bucht, der Matterer-Bai, des Mün-
dungsgebietes des Witriwäi, der Landschaft Takär durch
F. S. A. de Clercq und A. G. Ellis
(1887), denen man auch Mitteilungen über die Arimoa-Inseln verdankt. 1899—1900 wurde der
Mamberomno durch D.
de Grooth aufs neue befahren und die Änderungen seines Laufes
seit 1884 festgestellt. Für den Geelvink-Busen waren die Untersuchungen, besonders seiner
Ost- und Südküste, durch A. G.
Ellis und F. S. A. de Clercq von Bedeutung. Der zwei-
malige Besuch des Arfak-Gebirges durch
David Burke und E. St. Vräz verlief dagegen ohne
bemerkenwerte Resultate. Die dem Geelvink-Busen vorliegenden Schouten-Inseln (Supiori und
Wiak) wurden von der „Javaquot; zum erstenmale umfahren und dabei ihre Küsten genauer
erforscht. Auch d ie Mäpia-Inseln wurden durch die häufiger werdenden Besuche genauer
bekannt. Eine Vermessung nahm erst 1901 der Kreuzer „Serdangquot; vor. Die Kenntnis der
Nordwesthalbinsel hatte nur geringe Fortschritte zu verzeichnen, doch ist besonders hervor-
zuheben, dass F. E.
Moolenburgh als erster 1901 die schmale Landenge zwischen Geelvink-
Busen und Mac Cluer-Golf überschritt. Eine Vermessung des östlichen Teil des letzteren,
nämlich des Bintuni-Golfs samt den in ihn mündenden Flüssen, wurde 1902 von den Schiffen
„Javaquot; und „Pionierquot; bewerkstelligt.

Hinsichthch der Papuanischen Inseln sind die Arbeiten der „Sibogaquot; sowie die geolo-
gischen Untersuchungen von R. D. M.
Verbeek hervorzuheben.

An der Westküste von Neu-Guinea wurden verschiedene Gebiete, die seit 1678 nicht
wieder berührt worden waren, durch J. W.
VAN HILLE näher bekannt. In der grossen, zwischen
der Nautilus-Strasse und Kap Buru liegenden Bucht wurden Untersuchungen von nur geringer
Bedeutung angestellt. Erwähnenswert ist indessen die erste Durchfahrung der Namatote von
dem Festlande trennenden Königin Sophia-Strasse und die bei dieser Gelegenheit entdeckte
Raaf-Bucht.

Während die Südwestküste sich sehr geringer Beachtung zu erfreuen hatte, nahm die
Südküste die Aufmerksamkeit der Regierung infolge der Tugeri-Überfähe desto mehr in
Anspruch. Mit den Operationen der Marine ging eine Aufnahme der Küste sowie einiger
Flüsse Hand in Hand. Naturgemäss musste die Gründung der Station Merauke auch zu einer
genaueren Kenntnis von Land und Leuten führen.

Besser als alle Worte bekunden die beiden angehängten Tafeln den Forschritt, der sich
im Laufe von drei und einhalb Jahrhunderten vollzogen hat. Während Taf. I uns das Ergebnis
der Expedition unter
yhigo Ortiz de Retes, der 1545 die Küste zwischen 135° und 145° E.
zum erstenmale befuhr, vor Augen führt, gibt Taf. II ein Bild von dem Stande der Forschune
im Jahre 1902 \'). In den Freudenbecher fällt aber ein Wermutstropfen, wenn man sich die

i) Die Verlagshandlung von Justus Perthes in Gotha gestattete freundlichst die Wiedergabe eines Ausschnittes
von Blatt
8l von Stielers Handatlas (9. Aufl.), das gerade Ende 1902 erschienen ist.

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schweren Opfer vergegenwärtigt, mit denen dieses immerhin recht bescheidene Resultat erkauft
werden musste. Nicht darüber wohen wir klagen, dass überhaupt Opfer gebracht werden
müssten, sondern darüber, dass ihrer so viele nutzloser Weise gebracht wurden, während sie
doch leicht hätten vermieden werden können. In der Wissenschaft steht einer auf den Schultern
des andern, und die Literatur über den betreffenden Gegenstand bildet gleichsam den roten
Faden, der ahe Teile miteinander verbindet. Für Neu-Guinea trifft dieser Gang der Entwicke-
lung um so weniger zu, als manche Reiseberichte der Nachwelt lange, zuweilen jahrhundertelang
oder gar überhaupt vorenthalten wurden, so dass der abgerissene Faden nur allzuoft aufs neue
aufgenommen werden musste. Der Seefahrer vermochte alsdann von den Erfahrungen seiner
Vorgänger keinen Nutzen zu ziehen. Verderblicher wirkte aber und wirkt es noch, dass die
Mehrzahl der Forschungsreisenden, ahen üblen Erfahrungen zum Trotz und bis in die neueste
Zeit hinein, sich nicht dazu aufzuschwingen vermochte sich über frühere Arbeiten zu unterrichten
und daher in unzureichender Weise vorbereitet hinauszog. Auch in Zukunft wird es nicht an
Leuten fehlen, die sich selbst schändend und unbekümmert darum, dass das Schicksal sie
guter Letzt doch ereilt, durch fingirte Reisebeschreibungen die rasch sich verflüchtigende
Gunst des grossen Haufens zu erringen suchen. An allen diesen Missständen wird auch dieses
Werk kaum etwas zu ändern vermögen. Nichts gelernt und alles vergessen!

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

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BERICHTIGUNGEN UND ZUSÄTZE.

Band 1. Seite XVII, Z. 25 v. o. S. 250 statt 253.

„ 4, Z. 4 und 10 v. o., Z. 8 v. u. R. Parkinson statt B. Ankermann. Zu meinem
lebimften Bedauern hatte ich aus dem Prospektus des heferungsweise bezogenen
Werkes des erstgenannten (Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907), die
Überzeugung gewonnen, dass die in Aussicht gestellte Einleitung des Heraus-
gebers B.
Ankermann auch die versprochene Entdeckungsgeschichte des
Bismarck-Archipels bringen würde, umsomehr als ich es für ausgeschlossen
halten musste, dass ein auf Neu-Pommern lebender Pflanzer — weit abseits
von den Bibliotheken — den Mut finden würde eine derartige Arbeit zu ver-
fassen. Es war eine Flüchtigkeit von mir nicht beachtet zu haben, dass jene
Entdeckungsgeschichte einen Teil des Textes (p. 809—858) ausmacht.

n »nbsp;Z. 23 v.o. R. Parkinson statt B. Ankermann.

„nbsp;„ 24, Z. 14 v.o. Der Kuriosität halben möge angeführt werden, dass nach W.

H. Abbot der erste Spanier Neu-Guinea seinen Namen gab, weil es der Anti-
pode der Goldküste von Afrika sei.
Abbot fügt dieser Bemerkung noch die
wunderbare Mitteilung hinzu, dass etwa 100 Jahre später ein Portugiese längs
der Küste segelte und die Insel Papua, das Land des kraushaarigen Volkers,
nannte (Three Years in New Guinea. Journal of the Camera Club. XVIII.
London 1904, p. 30).

„nbsp;„ 25, Z. 23 v. o. Guilbert statt Gilbert, Walls statt Valise, Kairiru statt Kairu.

„nbsp;„ 25, Z. 24 v. o. Rabuin statt Babuin.

Z. 31—33 v.o., S. 26, Z. I v.o. Auf Grund der Relation von Garcia de
Escalante
hatte ich die Vermutung geäussert, dass die von VfilGO Ortiz
de Retez
am 29. Juli 1545 entdeckte Inselgruppe La Caymana mit den Luf-
[Hermit-] Inseln identisch sei. In dem von mir mitgeteilten Bericht \\var gesagt
worden, dass die Spanier von den Eingeborenen mit „Feuersteinpfeilenquot; ange-
griff-en worden seien, woraus sich für
Fr. Graebner der „ganz einwandfreiequot;
Schluss ergab, dass die genannte Inselgruppe nicht zu den Hermit-, sondern
zu den Admirahtäts-Inseln gehöre (Petermanns Mittlg. LV. 1909, Lit.-Ber.
N°. 598). Es war dem Kölner Ethnographen vorbehalten gebheben, augen-
scheinhch, als Beweis für die Vortrefihchkeit seiner „Methode der Ethnologiequot;,

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den Nachweis geführt zu haben, dass nicht jacques Le Maire, wie man
bisher ahgemein angenommen hatte, der Entdecker der Admirahtäts-Insehi sei,
sondern dass diese Ehre
ynigo Ortiz de Retes zukomme. Nach Graebner
bieten nämhch die „in den Quehen vorhandenen vöhlt;erkundhchen Daten, . . .
bei der Mangelhaftigkeit der älteren geographischen Ortsbestimmungen oft das
sicherste Hilfsmittel der Identifizierungquot;. Wie es mit dieser Sicherheit bestellt
ist, möge man aus den folgenden Tatsachen ersehen. Der „San Juanquot; befand
sich am 27. Juh unternbsp;S. Zwei Tage später bemerkte er die an jener

Stelle gesichtete Inselgruppe aufs neue, zugleich aber La Caymana. Aus jeder
beliebigen Karte kann man ersehen, dass nach den vorhergegangenen Ereig-
nissen mit der unter i\'^^S. liegenden Inselgruppe nur die Ninigo-[Echiquier-]
Inseln gemeint sein können, woraus sich von selbst ergibt, dass für La Cay-
mana nur die Luf-Inseln übrig bleiben. Von einem Erreichen der Admiralitäts-
Inseln kann aber um deswillen schon keine Rede sein, weil sowohl in der
Relation als auf den Karten (s. Taf. I und oben Bd. I, p. 28, Fig. 7) das auf-
fallende Auftreten hohen Landes hätte vermeldet werden müssen. Diesen keine
andere Deutung zulassende Tatsachen weiss
Graebner nur die von mir selbst
angeführte weitere entgegenzuhalten, dass die Eingeborenen mit „Feuerstein-
pfeilenquot; bewaffnet gewesen seien. Da Feuerstein auf den nördhch von Neu-Guinea
hegenden Inseln unbekannt ist, so hatte ich schon selbst den Schluss gezogen,
dass es sich nur um den auf den Admiralitäts-Inseln verbreiteten Obsidian handeln
könne, wie ich dies auch in der Arbeit über den Obsidian
Von Löu ausgeführt
habe (Zeitschr. d. D. geolog. Gesellsch. LXIIL 1911, Monatsber. p. 77—79).
Was sich alles im Leben der Hermit-Insulaner seit ihrer ersten Begegnung mit
den Spaniern im Laufe von 3^/2 Jahrhunderten abgespielt hat, davon wissen
wir gar nichts. Wohl sollte man billigerweise von einem Völkerkundigen, der
über Neu-Guinea mitzureden sich gestattet, erwarten dürfen, dass er über die
Art des ausgedehnten Handelsbetriebes in jenen Gegenden einigermassen
unterrichtet sei. Er hätte bereits aus den Werken von L.
birö und B. HaGEN
ersehen können, wie wenig man aus dem Vorkommen von Gebrauchsgegen-
ständen berechtigt ist einen Schluss auf ihre Herkunft zu ziehen. Wenn daher
die Luf-Insulaner heutzutage über keinen Obsidian mehr verfügen, so beweist
dies nur, dass sie seit geraumer Zeit den Verkehr mit den Admiralitäts-Inseln
abgebrochen haben, was bei der Rohheit ihrer Bewohner ihnen auch gar nicht
zu verdenken ist. Als ein Zeichen der Zeit muss es noch angesehen werden,
dass
Graebner seine falsche Angabe nicht etwa in einer ethnographischen,
sondern in einer geographischen Zeitschrift veröffentlicht hat.

Ganz neuerdings ist die Frage auch von G, friederici angeschnitten
worden (Mitteilungen aus den Deutschen Schutzgeb. Ergzgsh. N^. 5, 1912, p. 12).
Dieser Forscher weist nach, dass mit „pedernalquot; im spanischen Amerika
Obsidian bezeichnet wird, und zweitens, dass eine beträchtliche Übereinstimmung
im Wortschatz der Luf- und Admiralitäts-Insulaner vorhanden ist, so „dass
früher, aber noch in historischer Zeit, viel engere Beziehungen . . . bestanden

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haben, als bisher gewürdigt worden istquot;. Er ist ebenfalls der Ansicht, dass für
La Caymana nur Luf in Betracht kommen kann.

Band I. Seite 28. Z. 10 v.o. Albert Bencke hat in einer ganz unbrauchbaren Arbeit auch
einige sogen. Faksimilekarten reproduzirt. Eine schlechte Wiedergabe der Karte
von
Herrea (s. unsere Fig. 7 a.a.O.) bezeichnete er als „Facsimile der Welt-
karte von
Mercatorquot; (s. unsere Taf I dieses Bandes), deren Erscheinen er
ausserdem in das Jahr 1509 (statt 1569) verlegt (Der heutige Stand unserer
Kenntnis Neu-Guineas. Deutsche Rundschau f Geogr. und Statist. XXXL Wien
1910,
p. 433—442).

„nbsp;„ 29, Z. 9 V. u. und aus statt un daus.

35. Z- 18 und 19 v.o. (2) XXIL 1905, p. 284, statt XXVIIL 1906, p. 451.
35—36. Auf der zweiten Fahrt von Alvaro de MendaAa de Neyra im
J- 1595 ging ein Schifif unter der Führung von LoPE
de Vega bei den Santa
Cruz-Inseln verloren. Der frühere Maschinist der „Nevaquot;,
LawrExNCE Hargrave,
(s. oben, p. 228) hat seiner ausschweifenden Phantasie die Zügel schiessen lassen
und zu beweisen gesucht, dass es Australien erreicht habe und vieheicht bei
der Murray-Insel [Mèr] gescheitert sei, wo 1906 zwei alte
Kanonen aufgefunden
worden waren. Die von W. D.
Campbell 1899 in der Nähe von Sydney auf-
gefundenen Petroglyphen schreibt er peruanischen Sklaven zu, die sie auf
Befehl der Spanier ausgeführt haben sollten. An den vorausgesetzten Schiff-
bruch bei der Murray-Insel knüpft
Hargrave noch die weiteren Schlussfolge-
rungen: „If we take Dow-dai to be a well-remembered man\'s name, we ha^\'ve
a most probable story to wit. De How-di or De Owdi, a shipmate of De Vega
left Darnley Island, travelled in the direction of Manila via Hogar and the
Fly river, and never returned. The north coast of New Guinea was previously
known in Peru. I have asked Mr.
collingridge if it is possible for him to
tell me if there was a De How-di with De Vega. Mr.
collingridge has found
no such namequot;. (Lope de Vega. Journ. and Proceed. R. Soc. New South Wales
1909. XLIIL pt. I. Sydney, p. 39—54, auch unter demselben Titel in Sydney
igirmit Karte und Ihustrationen als selbständige Schrift erschienen).
Z7, Z. i v.u. anzufügen. A. C. Macdonald. The Physical features... of the
New Hebride group in 1908 compared with de Quiros\' description in 1606
Victorian Geogr. Journal. XXVI-XXVIII. Melbourne 1908-9, p. 98—108.-
J. A.
Panton. A brief review of the additional evidence in the support of
the theory that the eastern coast of Austraha was discovered by the de Quiros
Expedition. Ibid. p. 66-73, 108-111
.-A.C. Macdonald. Alleged discovery
of Australia by de Quiros. Ibid. p. 74—88.

4G Z. 6 v.u. hinter Bulletin N°. 53, p. 4 anzufügen N°.. 58, p. 7.

„ 64, Z. 9 v. o., 2 v. u. Wie G. Friederici dargetan hat, ist die Claes Pietersz -
Bucht von
Jacques Le Maire nicht, wie ich vermutet hatte, mit der
Namatanai-Bucht identisch, sondern mit der zwischen Kap Sena und Matana-
tambaran hegenden. Er ermittelte, dass das von
Le Maire aufgenommene
Vokabular den Nokón-Leuten angehört (Beiträge zur Völker- und Sprachenkunde

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von Deutsch-Guinea. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgeb. Ergzgsh. N°. 5.
1912,
p. 2—7). Friederici schlägt vor diese Bucht aufs neue mit ihrem
ursprünglichen Namen zu belegen.

Band L Seite 65, Z. 3 v. o. Auf Grund des von Le Maire mitgeteilten Wörterzeichnisses
des Gefangenen
Moses, ermittelte friederici, dass dessen Wohnort zwischen
Kowamerara und Koko, also an der Nordwestküste der Insel Tabär lag (Mittlg.
aus den D. Schutzgeb. Ergzgsh. N°.
5, p. 10). Wie Friederici ferner bemerkt
(1. c. pag. 6) hätten Le MairE die von ihm auf der Karte nicht eingetragenen
Tanga-Inseln nicht entgehen können. Dagegen hält er es für ausgeschlossen,
dass man bei der Umsegelung von Neu-Hannover St. Matthias, und ferner für
unwahrscheinlich, dass man den Stosch-Berg habe sichten können.

„nbsp;„ 66, Z. 14 v.o. Die St. Patrick-Insel heisst weder Balual, noch wie II, p. 732, 755,

756 geschrieben wurde Baluan, sondern nach G. Friederici (1. c. pag. 46) Päluan.

„nbsp;„ 67, Z. 2 v.u. Rabuin gtatt Babuin.

«nbsp;,, 81, Z. 6 und 8 v.o. Nach J. S. wurffbain traf gerrit Thomas Pool am

26. März vor Banda ein und segelte am 7. April (nicht 17.) wieder ab (Vierzehn-
jährige Ost-Indianische Krieg- und Ober-Kaufifmanns-Dienste. Nürnberg
1686,
p. 96—97)-

1)nbsp;» 82 r84. Gegen meine Deutung der schmalen Meerenge zwischen den Inseln

Namatote und Sangnus als Moordenaars-river wendet sich J. W. van hille
(De Moordenaars-rivier en de Snopi-rivier in West Nieuw-Guinea. Tijdschr. K.
Nederl. Aardr. Gen.
(2) XXVL 1909, p. 274—278), um nochmals für die
Richtigkeit seiner früher von ihm geäusserten Ansicht einzutreten (1. c.
(2j XXII.
19OS) P- 305—306). Im Journal von PoOL heisst es ausdrückhch, dass die
Schiffe nach dem Erreichen des SE-Endes von Adi nördhchen Kurs einschlugen

o

und sich — in vohständiger Überstimmung damit — am Mittag des 27. April
in 3°45\'S. befanden. Die „Steile Hoekquot; musste aber nach derselben Relation
nördhch davon liegen. Würde aber, wie
van Hille will, dieses Vorgebirge
dem Kap Awura entsprechen, so hätten sie ESE-Kurs nehmen müssen. Ausser-
dem hegt dieses Kap nicht nördhch von
3° 45\' sondern in 4° 2\'S. Doch genug
davon ! Allein auf einen Punkt möchte ich noch hinweisen.
Van Hille bemerkt
in seiner Bescheidenheit, dass meine Deutung bereits dadurch widerlegt würde,
dass zwischen Kaimana und der Etna-Bai nirgends eine „Vlakke Hoekquot; zu
finden wäre. Richtig daran ist lediglich, dass Namatote nach W. steil abstürzt,
aber es hätte ihm doch schwerlich entgehen können, dass sich dort am Strande
auch vereinzelte niedrige Vorsprünge finden.

„nbsp;„ 85, Z. 7 v.o. Nach J. S. wurffbain (I.e. pag. 99) trafen die Schifife der

PoOLschen Expedition am 30. Juni 1636 (also nicht am 10. Juli) wieder auf
der Reede von Banda ein.

„nbsp;„ 86, Z. 14 v.u. Amsterdam 1722, p. 201—223, statt Paris 1722, p. 201—233.

vnbsp;5, 86, Z. 7 v.u. 1759 statt p. 759.

„nbsp;„ 86, Z. 6 v.u. XIL Leipzig 1754, p. 217—222 statt XVIIL Leipzig 1764.

))nbsp;J, 90\' Z. 7 v. u. Nach Otto Schlaginhaufen (Orientierungsmärsche in Süd-Neu-

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Mecklenburg. Mittlg. aus den D. Schutzgebieten. XXI. 1908, p. 133) ist Rikam-
beng der einheimische Name für das Kap Santa Maria (4° 23\'S., 145° 17\'E.),
nach K.
Sapper heisst es Assu (Höhenschichtkarte von Süd-Neu-Mecklenburg.
Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsh. 3. Berhn 1910. Karte 3).

Band I. Seite 91, Z. 5 v.u. Der Name Gardner-Inseln findet sich zuerst bei F. COREAL
(Voyages aux Indes occidentales. III. 1722 p. 218).

„nbsp;„ 99, Z. 22 v. o. Batan Pale statt Batang Pale.

quot;nbsp;z. 27 v. o. Das Werk von G. e. rumphius ist inzwischen veröffentlicht

worden (De Ambonsche Historie. Deel II. Bijdr. tot de Taal- Land- en Volkenk.
(7) X. \'s Gravenhage 1910, p. 64).

„nbsp;„ 129, Z. ii v.o., Z. 8. v.u. Der einheimische Name für die Westspitze von

Batan Tä lautet Monkait, also beinahe übereinstimmend mit der oben gemachten
Angabe. Ich erhielt diese Auskunft durch die freundliche Vermittelung des
Herrn Dr. L. F.
de Beaufort von dem Postenhalter von Sorong, Herrn L.
A.
de Bruyne. Das echte Kap Maba, nämlich die Südostspitze von Halmahera,
heisst in Wirkhchkeit Tutuli (Bericht aan Zeevarenden. \'s Gravenhage 1895
53/476).

„ „ 131, Z. 3 v.u. Wie G. Friederici dartat, kann die Shnger Bay von Dampier
nicht mit der Bol-Bucht identisch sein, wahrscheinlich entspricht sie der Bucht
von Kanabu (Mitteilungen aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsheft N° 5,
1912,
p. 10).

„nbsp;„ 132, Z. 3 v.u. Der einheimische Name der Blosseville-Insel an der Südostküste

von Neu-Mecklenburg lautet nach O. SCHLAGINHAUFEN Toau (Orientierungs-
reise an der Ostküste von Süd-Neu-Mecklenburg. Mitteilg. aus den Deutschen
Schutzgeb. XXI. Berhn 1908, p. 133), nach K.
Sapper Tawau oder Dowau
(Höhenschichtkarte von Süd-Neu-Mecklenburg. Ibid. Ergzgsheft 3. 1910, Karte 3).

„ 132, Z. i v.u. Iro statt Tro (O. SchlaGINHAUFEN I.e.). Tro beruht auf einem
Stichfehler der Deutschen Seekarte N°. 100.

\'\'nbsp;quot;nbsp;Z. 3 v.o. und 6 v.u. Der rauchende Berg, welchen Dampier am 10. März

1700 von der Südküste von Neu-Pommern aus gewahrte, ist, wie G. Friederici
nachwies (I.e. pag. 12—13., Petermanns Mittlg. LVIL 2. 1911, p. 135. Anm. 2),
der Vater, wie dies
K. L. Hammer bereits vermutet hatte (Die Verbreitung
der vulkanischen Erscheinungen und Gebilde im Bismarckarchipel und auf den
Salomonen. Inaug. Diss. Glessen 1907, p. 5, 8, 23).

„ „ 134, Z. 4 v.o. Das Kap Gloucester heisst nach G. Friederici (Mittlg. aus den
Deutschen Schutzgeb. Ergzgsh. 5. 1912,
p. 23) bei den Eingeborenen Rare.

„ „ 134, Z. 5 v.o. Der einheimische Name des Gloucester-[Below-] Berges lautet
nach G.
Friederici (1. c.) Potläka, nach E. Stephan (Globus. LXXXVIII.
1905, p. 217) Taläwi.

142. Anmerkung 5 statt 2, 6 statt 3, 2 statt 5 und 3 statt 6.

„nbsp;„ 143, Z. I v.o. Das Dorf Mafoort (s. auch p. 174, Z. 6 v.o.) ist augenscheinhch

identisch mit dem noch am 24. Dezember 1864 von H. A. Bernstein erwähnten
Mefor (S. G.
J. W. van Musschenbroek. Dagboek van H. A. Bernstein\'s

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laatste reis. Bijdr. t. de T. L. en Vk. (4) VII. 1883, p. 67). Es ist dies eine südlich
von Dom [Sorong] liegende Niederlassung von Leuten der Nuforschen [Mefor-
schen] Stämme Rumsaräi und Anggradifu, deren wirkhcher Name nach J. W.
van Hille Sasi Palé lautet (Reizen in West-Nieuw-Guinea. Tijdschr. K. Nederl.
Aardr. Genootsch. (2) XXIIL 1906, p. 463).
Band 1. Seite 166—173.
JacOB Roggeveen. Das vor einigen Jahren aufgefundene Journal
von
Cornelis Bouman, Führer des Schiffes Thienhoven, ist kürzhch von F. E.
Baron
Mulert herausgeben worden (Scheepsjournaal, gehouden op het schip
Tienhoven tijdens de ontdekkingsreis van Mr.
Jacob RoGGEVEEN, 1721^—22.
Archief. Vroegere of latere mededeehngen voornamelijk in betrekking tot
Zeeland uitgegeven door het Zeeuwsch Genootsch. der Wetensch. Middelburg

1911,nbsp;p. 52—183). Da es mit dem 15. Juni 1722 endigt, ist es für die Erleb-
nisse der Expedition in den Gewässern von Neu-Guinea ohne Bedeutung.
Ebensowenig ist es in dieser Hinsicht der Fall mit der Neuausgabe des
ROGGEVEENschen Journals durch denselben
Mulert (De reis van Mr. Jacob
Roggeveen ter ontdekking van het Zuieland. \'sGravenhage 1912). Die günstige
Gelegenheit ein zusammenfassendes historisch-kritisches Werk über
roggeveen
zu schreiben, ist überhaupt gründlich verpasst worden.

•„nbsp;„ 173, Z. 24 v.o. und 5 v.u. Nähere Angaben über den Abschluss des Vertrages

zwischen der Ost- und West-Indischen Kompagnie über die von der ersteren
zu gewährende Entschädigung wegen der Beschlagnahme der Schiffe der
ROGGEVEENschen Expedition hatte JACOB SwART gebracht (De Beeindiging
van den Twist tusschen de Ost- en West-Indische Compagnien . . . Algemeene
Konst- en Letterbode. Haarlem 1839. II, p. 50—55, 67—63. s. auch l.c. 1839.
I, p. 258—260). In der obenerwähnten, kürzhch erschienenen Ausgabe von
F. E. Baron
Mulert (l.c. pag. 255—285) sind die betreffenden Aktenstücke in
extenso zum Abdruck gelangt.
„ 189, Z. 3 v.u. IL Paris 1756, PI. V. statt 1. Paris 1756, PI. V.
„nbsp;„ 194, Z. 8 v. u., 209, Z. 5
v. u. Der einheimische Name für den Gower-Hafen

lautet weder Abataros, noch Kambotorosch (s. oben I, p. 280, Z. 10 v. u.,
311, Z. 28 v.o., 326, Z. 5 v.o.), sondern, wie G.
Friederici kürzlich mitteihe,
Kambotorós (Mittigen aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergsgsh. N°. 5.

1912,nbsp;p. 29).

„nbsp;„ 197, Z. 13 v.o. G. E. G. von Schleinitz ist in der Annahme, dass das von

der „Gazellequot; besuchte West-Kap [Matanälam] mit dem Queen Charlotte-
Vorland identisch sei, C. H.
Simpson gefolgt (Hydrographie Notice. London
1873, N°. i), so dass diesem der Irrtum in erster Linie zur Last fällt.
„nbsp;„ 202,
Z. 7 v. u. Der einheimische Name der Insel Ouessant lautet Tari Werwi

(Pacific Islands. 1. 4th ed. London 1908, p. 120).
„nbsp;„ 205, Z. i—8 v.o. Nach G.
Friederici muss das von BOUGAINVILLE geschilderte

Gefecht auf der Strecke Lämusong-Katendan an der NE-Küste von Neu-
Mecklenburg stattgefunden haben (Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten.
Ergzgsh. N°. 5. 1912, p. 10).

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Band I. Seite 205, Z. 2 v. u. anzufügen : S. Pasfield Oliver. The Life of Philibert Commerson.
Edited by G. F. ScOTT
Elliot. London 1909.

214, Z. 28 v.o. Pierre Poivre reiste auf dem Schiff „Machaultquot; über Isle
de France nach Cochinchina, wo er sich vom
29. August 1749 bis 11. Februar
1750 aufhielt (Revue de 1\'Orient. IIL Paris 1887, p. 364—510).
216,
Z. 4 v.u. anzufügen: Auch P. L. ScLATER hatte irrigerweise angenommen,
dass
Sonnerat Neu-Guinea gesehen und die Insel Japen [Jobi] besucht habe,
indem er sie mit Gébé verwechselte (On the Zoology of New Guinea. Journ.\'
Linn. Soc. IL London
1858, p. 149).

»nbsp;„ 219, Z. 14 v.u. 1. statt IL

„nbsp;„ 229, Z. ii v.o. Foul statt Fowl Island.

„ 233, Z. 19 v.o. Der einheimische Name für die Ontong Java-Inseln ist neuer-
dings von G.
Friederici einer Erörterung unterzogen worden (Mitteilungen
aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsh. N°.
5. 1912, p. 299). Er selbst
schreibt Luaniua, während
George Brown (Report Australasian Assoc. Adv.
of Sc. IX. p.
258). Le ua Niua angibt. Bei R. parkinson heisst es Liuaniua
(Mittlg. Geogr. Gesellsch. Hamburg
1887—88, p. 214., Internat. Arch. f. Ethnogr.
X.
1897, p. 105) bei C. M. Woodford Leueneuwa (Man. London 1906, N°. 89)
und bei Augustin Krämer Loaniua (Mitteilg. aus den Deutschen Schutzgeb.
XXL
1908, p. 189). Bei dieser Gelegenheit möge noch darauf hingewiesen
werden, dass Sir
Everard im ThurN (Geograph. Journal. XXXIV. 1909, p. 272),
ins Blaue hineinschreibend, die Entdeckung dieser Inselgruppe durch MendaAA
im Jahre 1567 für wahrscheinhch hält.

268, Z. 3 V. u. Baba Khnai [Kap Pierson] statt Babaehnai.

» 274—276. Die kürzhch erschienene Abhandlung von Ida Lee (A Forgotten
Navigator: Captain (afterwards Sir) John Hayes and his Voyage of
1793.
Geograph. Journal. XXXVIIL London 1911, p. 580-590), die übrigens eine
auffahende Unbekanntschaft mit der über ihren Helden handelnden Literatur
verrät, ermöglicht es die Schilderung seiner Fahrt zu ergänzen und zu berich-
tigen. Nach den erwähnten Aufzeichnungen waren der „Duke of Clarencequot;
(250,T.) und die „Duche.ssquot; (100 T.), letztere von William Ralph geführt,
wirklich von Kaufleuten in Calcutta und nicht von der Regierung ausgerüstet
worden. Die Abfahrt erfolgte am
6. Februar 1793. Als die SchifTe sich am 15.
März zwischen Timor und Neu-Holland befanden, wurde der Beschluss gefasst
nach Tasmanien zu segeln, das
Hayes, entgegen meiner ursprünghchen Annahme
(p.
275), vor dem Besuch der Doré-Bai aufgesucht hat. Nach einem vom 25.
April bis 9. Juni währenden Aufenthalt will Hayes nach Neu-Kaledonien
gesegelt sein und am
28. Juni in 20° 43\'20quot; S., 163° 41\'20quot; E., also in der
Gomen-Bai, vor Anker gegangen sein. Die Schifife müssten also im Mittel täglich
100 km. zurückgelegt haben. Am 2. Juh soll auf der Insel, gerade dem
Ankerplatz gegenüber, ein heftiger Ausbruch erfolgt sein. „A large mountain
took fire and burned furiously, agitating the sea in a most extraordinary
manner and causing the waves to recede to a great distance from the shorequot;.

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Da Neu-Kaledonien keinen Vulkan besitzt und inbesondere die Umgebung der
Gomen-Bai aus Serpentingesteinen besteht, so ist
HayES entweder gar nicht
auf dieser Insel gewesen oder der erwähnte Ausbruch gehört in das Bereich
der Erfindungen. Am 3. Juh wohen die Schiffe Kurs nach dem Archipel der
Louisiaden gesetzt und alsdann den Versuch gemacht haben, zwischen diesem
und dem Festlande von Neu-Guinea hindurch zu segeln. Als dieser Versuch
der Inseln und Riffe wegen nicht glückte, fuhren sie zurück nach der Rossel-
Insel.
Hayes rundete Kap Délivrance „das Südkap einer hohen, gebirgigen
Inselquot;, die er Bougainville-Insel nannte, landete und vermochte unter den Ein-
geborenen zwei Rassen zu unterscheiden. Auf der Weiterfahrt wih er bei einer
Insel in 10° 40\'S., 154° 20\'20quot; E., die
Ida Lee mit Misima [St. Aignan] identi-
fizirt, geankert haben und nach dem Erreichen von Neu-Guinea längs der Küste
bis an ihr SW-Ende [sie !] gesegelt sein, um weiter nach der Nordküste zu fahren.
Als Strom und Wind das Vorhaben, durch den St. Georg-Kanal zu fahren und
Neu-Britannien [Neu-Pommern] zu umsegeln, vereitelt hatten, wurde südhcher
Kurs eingeschlagen und eine Inselgruppe passirt, die den Namen Cornwallis-
Archipel erhielt. „After this he returned to finish his exploration of New Guinea
and, crossing Geelvink bay, entered a large harbourquot;. Kurz vor der am 18.
September erfolgten Ankunft war an Bord beider Schifife eine Epidemie ausge-
brochen und erst nach dem Aufenthalt auf dem Festlande erfolgte die Wieder-
herstellung. Angeblich unbekannt mit der Tatsache, dass der Hafen bereits
den Namen Doré-Bai besass, nannte
Hayes ihn Restoration Bay. Das von uns
ebenfalls bereits erwähnte Fort Coronation war am 25. Oktober, dem Jahrestage
der Krönung
George IIL, vollendet worden. Nach der Anlegung einer Pflanzung
von Muskatnussbäumen segelte er über die Molukken und Timor nach Surabaja,
wo er auf das vom Commodore Sir
Andrew Mitchell befehhgte Geschwader
überging und mit diesem über Batavia nach Kanton weiterfuhr.
William
Ralph hatte in Surabaja die Führung des „Duke of Clarencequot; übernommen
und war nach Calcutta gesegelt, um die Direktoren der 0.1. Kompagnie zu
veranlassen, die junge Kolonie an der Doré-Bai unter ihren Schutz zu stehen.
Das Gesuch soll aus dem Grunde abgewiesen worden sein, weil
Th. Forrest
das betreffende Gebiet bereits entdeckt hatte.

Mein ungünstiges Urteil über john Hayes wird durch diese neueste
Veröffentlichung nur noch bekräftigt. Wie bereits hervorgehoben, sind seine
Angaben über Neu-Kaledonien falsch. Überhaupt hegt über die Bewegungen
der Schifife zwischen dem 9. Juni und 18. September ein Schleier. Es geht aus
der Relation nicht einmal hervor, auf welchem Wege
Hayes den Geelvink-
Busen erreichte. Dass er in dem guten Glauben gewesen sein will, der Entdecker
der Doré-Bai zu sein, muss bestritten werden, denn es möge daran erinnert
werden, dass die „Duchessquot; erst kurz vor
Hayes\' Abreise, also Ende Oktober,
dort eintraf. Die beiden Kapitäne müssen demnach vor ihrer Trennung diesen
Platz als Stelldichein verabredet haben. Die Anlage einer Muskatnusspflanzung
beweist ebenfalls, dass ihnen das Buch von
Forrest bekannt war. Es ist
Nova Guinea. il entdeckungsgescmchte.nbsp;jo^

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bezeichnend, dass das nach der Rückkehr nach Calcutta eingereichte Gesuch
um einen Beitrag zu den Druckkosten seines Journals von der Regierung
abgelehnt wurde.
Band I. Seite 283, Z. 25 v. o. erreichte es statt erreichtes.

„nbsp;„ 286, Z. I v. u. anzufügen : Ernest Scot. Terre Napoléon : a history of French

Explorations and Projects in Australia. London 1910.

287, Z. 19 v. o. Das Flinders zur Verfügung gestehte Begleitschiff „Lady
Nelsonquot; war am 14. Februar 1902 in Port Phihip und am 14. Mai in Sydney
eingelaufen (
Wm. Campbell Thomson. H. M. S. „Lady Nelsonquot;. Transact, and
Proc. R. Geogr. Soc. Australasia. Vict. Br. XIX. Melbourne 1901, p. 85—88).
31
L Z. 13 v.u. anzufügen: R. P. Lesson. Voyage médical autour du Monde,
exécuté sur la corvette La Coquille. Paris 1829.
312,
Z. Il v.u. Latâu statt Latao.
quot; )) 318,
Z. 12 V.u. Sherburne- statt Shernburne-Bank.

318, Z. v.u. anzufügen: Wm. C. thomson. H. M. S. „Lady Nelsonquot;. Transact,
und Proceed. R. Geogr. Soc. Australasia Vict. Br. XIX. Melbourne 1901, p. 85—88.
321,
Z. 15 v.o. Kreis-Riff. Auf der Karte der Admiralitäts-Inseln (Berlin 1910-
Reichs-Marine-Amt, N°. 480) findet sich zwischen 3° 23\'—3° 28%\'S., 147° 42\'—
147° 50\'E. das Korat-Rifif eingetragen. Das 8\'/, km. nordwestlich davon liegende
Kreis-Riff trägt die Bemerkung: „Vorhanden?quot; Vermuthch sind beide Riffe
identisch, denn die Bestimmung seitens Kapt
Renneck zu 3° 18\'S., 147=40\'E.
darf keinen Anspruch auf Genauigkeit erheben. Dementsprechend würden auch
das Sydney-Riff 3°2o\'S., 146° 50\'E. (s. oben I,
p. 293-295) sowie die Sherburne-
Bank 3° 15\'S., 148° 10\'E. (a.a.O. pag. 319) dem Korat-Rifif entsprechen.
\'\' » 321, Z. 13 v.u. William Johns statt John.

332, z. i v.o. Nach der 1911 von J. F. J. de Wal vorgenommenen Bestim-
mung hegt das Kap D\'Urville in 1° 26\'56quot; S., 137° 54\'20quot; E. (Tijdschr. K.
Nederl. Aardr. Genootsch. (2) XXIX. 1912, p. 279).
» „ 338, Z. I v. o.
Menezes statt Meneres.
» » 339gt; Z. 24 v.o. 127 .statt 117.
Band IL
I. Seite X, Z. 5 v.u. 1877 statt 1879.

„nbsp;„nbsp;2, Z. 25 v.o. John Coulter statt Coulters.

wnbsp;t,nbsp;4, Z. 21 v.o. William Johns statt John.

»nbsp;nnbsp;9gt; Z. 7 v.u. Parepia statt Paripia.

„nbsp;„nbsp;10, Z. 12 V.o. „Siewaquot; statt „Siwaquot;.

„ 12, z. 3 v.u. anzufügen: P. Bleeker. Reis door de Minahassa en den Moluk-
schen Archipel. L Batavia 1856, p. 285—286.

„ 28, Z. 4 v. u. Ich hatte a. a. O. die Bemerkung gemacht, dass die Garove-Bucht
auf dem Kärtchen von
Thomas Jefferson Jacobs Ähnlichkeit mit dem Johann
Albrecht-Hafen [Balangori-Bucht] an der Südküste der Deslacs-Insel besitze.
In ihrer neuen Ausgabe bezeichnen P.
Sprigade und M. Moisel (Grosser
Deutscher Kolonialatlas. Ergänzungs-Lieferung i. Berhn 1909, Blatt 27) wirklich
Garowe als den einheimischen Namen der Insel, so dass sie in der Tat von

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Benjamin Morrell besucht sein dürfte. Bisher galt Witu als ihr eigenthcher
Name (R.
Parkinson. Dreissig Jahre in der Südsee. Stuttgart 1907, p. 35).

Band II. i. Seite 31, Z. 7 v. o. Thomas Deighton statt Deyghton.

„nbsp;„ 31» zw. Z. 26 und 27 v.o. einzuschalten: Karl Freiherr von HÜGEL 1834. Wie

K. Schumann und K. Lauterbach (Die Flora der Deutschen Schutzgebiete
in der Südsee. 1901, p.
IX) berichten, besuchte Carl Alexander Anselm
Freiherr von Hügel Ende 1834 die Blanche-Bai und sammelte dort Pflanzen.
Diese Angabe beruht auf einem Irrtum.
Von Hügel segelte am 6. Oktober
1834 von Sydney auf dem „North Britonquot; nach Manila, hat aber auf dieser
Fahrt den Bismarck-Archipel nicht einmal gesichtet, da der Kurs des Schiffes
weit östhcher verhef. Am 26. Oktober wurde Motu-Iti [Kennedy-Insel] (8° 36\' S.,
167° 5\'E.) passirt und am 4. November der Äquator geschnitten
(Karl Frhr.
von Hügel. Der stille Ocean und die spanischen Besitzungen im ostindischen
Archipel. Wien i860, p. 9, 64—66). Augenscheinlich liegt eine Verwechselung
mit
Anatole Frhr. von Hügel vor (s. hierunter p. 827).

«nbsp;37—39- Das p. 26 angeführte Buch von William Edw. Brockett habe ich

inzwischen einsehen können. Es finden sichln ihm nur geringfügige Abweichungen
von der a.a.O. mitgeteilten Relation. So heisst es, dass die „Isabellaquot; bereits
am 18. Juni bei der Murray-Insel [Mèr] vor Anker kam und dass die Rückkehr
nach Sydney am 10. (nicht am 12.) Oktober erfolgte.

„nbsp;„ 48, Z. i v.u. anzufügen: Ausser einigen kleineren Abhandlungen (Revue

Zoologique. Paris 1842, p. 138, 141, 314., L\'Institut. Journ. génér. des Sc. et
trav. scientif.
le sect. IX. Paris 1841, p. 279—280) hat E. Le Guillou auch
eine Beschreibung der Expedition unter J.
DuMONT d\'urville herausgegeben
{Voyage autour du Monde, pendant les années 1837, 1838, 1839 et 1840.
Paris 1842).

„nbsp;„ 49\' Z. 13 v. u. CuRT Danneil statt Danneill.

„nbsp;„ 52, Z. 3 v. u. anzufügen : George Bentham. The Voyage of the Sulphur. London

1844. — The Botany of the Voyage of H. M. S. Sulphur under the Command
of Capt. Sir Edward Belcher... 1836—42. Edited and Superintended by R. B.
Hinds. The Botanical Description by George Bentham, London 1844, p.
179—182, — R. B.
Hinds. Remarks on the Vegetation ofthe Feejee Islands,
Tanna, New Ireland, and New Guinea. London Journal of Botany I, 1842, p,
672—675, — M. J.
Berkeley, Description of Fungi, cohected by R, B, Hinds,
principally in the Islands ofthe Pacific. Ibid, p, 447—457. — George Bentham,
Enumeration of the Plants cohected by R, B, Hinds, and by Mr, Barclay in
the Feejee Islands, Tanna, New Ireland, and New Guinea ,. . Ibid. IL 1843,
p, 211—240,

„nbsp;„ 56, Z. 11 v. u, anzufügen : auch Nachr. f. Seefahrer. XXVIL 1896, N°, 1824, p. 478.

„nbsp;„ 61, Z. 14 v. u. Der einheimische Name des Fly-Flusses lautet nach M. Stani-

ford Smith Debiri, doch meinten die Eingeborenen im Quellgebiet des Kikor
damit den Strickland-Fluss (Exploration in Papua, Geograph. Journal. XXXIX.
1912, p. 317),

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Band IL i. Seite 62, Z. 2 v.o. Nach M. Staniford Smith ist Kikor der einheimische Name
für den Aird Fluss (I.e. pag.
315).

,nbsp;„ 64, Z. 24 v. o. und 66, Z. 20 v. o. „ Maids of Athensquot; statt „ Maids of Athenequot;.

„ 67, Z. i v.u. anzufügen: F. R. Barton. The Annual Trade Expedition to
the Papuan-Golf
(C. G. Seligmann. The Melanesians of British New Guinea.
London
1910, p. 96—120).

,, 69, Z. I v. o. Von J. X. H. MOxNTROUZIER sind noch die folgenden Arbeiten
über die Woodlark-Insel erschienen: Essai sur la faune de l\'île de Woodlark
ou Moiou. Ann. Soc. sc. phys. et nat. d\'Agriculture
(2) VIL Lyon 1855, p.
i—114, (2) VIIL 1856, p. 393—504. — SouvERBiE [G. B. Sowerby] et Mont-
ROUZIER. Description d\'espèces nouveUes. Journ. de Conchyliologie. XV. Paris
1863, p. 74—77, 161 —176, 276—287.

„ 69, Z. 14 v. u. P. A. CuRTi statt Curtis.

„nbsp;„ 75, Z. 8 v. o. zum zweitenmale statt erstenmale. J. dumont D\'Urville hatte

nämlich 1840 ebenfalls die Bligh-Einfahrt gewählt.

„ „ 77, Z. 8 v. u, und s. 78, Z. 11 v. o. Thomas Deighton statt Deyghton

83, z. 24 v. o. G. J. Fabritius wird noch im Mai 1863 erwähnt, als er mit
seinem Schiffe vor Mansinam in der Doré-Bai lag (Berigten Utrechtsche Zen-
dingsvereeniging. IV.
1863, N°. 10, p. 3).

nnbsp;n 84, Z. 6 ,v. u. anzufügen : N°. 156.

quot; v 88, Z. 17 v. o. Thomas Deighton statt Deyghton.

»nbsp;„ 9S, Z. ii v.u. hes A. F. R. E. van Haersolte van den Doorn.

„nbsp;„ 95, Z. v. u. lies N. A. KOLMBERG DE BeCKFELT.

„nbsp;„ 96—97» iio—iii. Ausser den a.a.O. mitgeteilten Literaturangaben über die

Fahrten von A. R. Wallace nach Neu-Guinea und den Papuanischen Inseln
möge noch den folgenden, der Vollständigkeit halber, ein Platz eingeräumt werden :

On the great bird of Paradise, Paradisea apoda. Ann. and Mag. Nat. Hist. (2) XX 1857
p. 411-416, auch Natuurlc. Tijdschr. Ned. Ind. XVH. 1858-59, p. 377-387. ~ On the Natural
History of the Aru Islands. Ibid. p.
473—485. — Correction of an Important Error affecting the
Classification of the
Psittacidae. Ibid. (3) HL 1859, p. 147-148. - Notes on Semiptera Wallacu...
Proceed. Zool. Soc.
i860, p. 61. - On some New and Rare Birds from New Guinea. Ibid. 1862
p. 164-166. — Remarks on the Habits, Distribution, and Affinities of the Genus Pitta. Ibis
VI London
1864, p. 100-114. — On the Parrots of the Malayan Region. Proceed. Zoolog. Soc.
1864, ,p. 272—295. — On the Phenomena of Variation and Geographical Distribution as Ulustrated
by the Papilionaceae of the Malayan Region. Transact. Linn. Soc. XXV.
1864, p. i—71 — On the
Pigeons of the M\'alay Archipelago. Ibis
(2) 1. 1865, p. 365-400., auch Journ. f. Ornithol. XIV.
Cassel
1866, p.269—285. —Descriptions of New Birds from the Malay Archipelago. Proceed. Zoolog.
Soc.
1865, p. 474—481. — On the Varieties of Man in the Malay Archipelago. Transact. Ethnolog.
boc. N S. III. London
1865, p. 196—215. - On the Raptorial Birds of the Malay Archipelago,
ibis.
(2) IV. 1868, p. 1—27, 215—216. — On the Pieridae of the Indian and Australian Regions.
Transact. Entomolog. Soc. (3) IV. London
1865-68, p. 330 passim. - A Catalogue of the Cetonidae
of the Malayan Archipelago. Ibid. p.
538 passim. - Notes on Eastern Butterflies. Transact. Entomolog.
boc
1869, p. 78, 81, 330, 338, 340, 345, 348. — The Geographical Distribution of Mammals. 1.
London
1876, p. 409—417. — New Guinea and its Inhabitants. Contemporary Review. XXXIV
London
1879, P- 422—442.

Henry Adams. List of the Land Shells collected in the Malay Archipelago .... Proceed
Zoolog. Soc. London
1865, p. 405—416. — Richard Bagnall. On some New and Curious Thysa-
noptei-a (Tubulifera) from Papua. Ann. and Mag. Nat. Hist.
(8) 1. 1908, p. 353-363. — Joseph

-ocr page 473-

S. Baly. Phytophaga Malayana; a Revision of the Phytophagous Beetles of the Malay Archipelago.
Transact. Entom. Soc.
(3) IV. 1865—68, p. 14 passim. Descriptions of new genera and species of
Halticinae. Transact. Entomolog. Soc. 1876, p. 433—449., Descriptions of new genera and species of
Galerucidae. Ibid. 1886, p. 27—38., Descriptions of a new Genus and of some new Species of
Galerucinae . . . Journ. Linn. Soc. (Zoology). XX. 1890, p. i—27., Descriptions of some Genera and
Species of
Galerucinae. Ibid., p. 156—188. — F. H. Walter Blanford. Descriptions of New
Scolytidae. Transact. Entomolog. Soc. 1896, p. 191—228. — W. L. Distant. Rhynchotal Notes. Ann.
and Mag. Nat. Hist.
(7) XVIII. 1906, p. 350. — G. R. Gray. List of the Birds lately sent by Mr.
A. R. Wallace from Dorey or Dorery, New Guinea. Proceed. Zoolog. Soc. XXVIL
1859, p. 153—159.,

A List of Birds collected by Mr. Wallace at the Molucco Islands\'____Ibid, i860, p. 341—366.,

Remarks on, and Descriptions of New Species of Birds lately sent by Mr. A. R. Wallace from
Waigiou, Mysol, and Gagie Islands. Ibid.
1861, p. 427—438. — W. C. Hewitson. Descriptions of
some Butterflies from the Collection of Mr. Wallace. Proceed. Zoolog. Soc. XXVI.
1858, p. 464—466.,
Ibid. 1862, p. 87—91., A List of Diurnal Lepidoptera collected by Mr. Wallace in the Eastern
Archipelago. Journ. Linn. Soc. (Zoology) VIIL
1865, p. 143—149., Remarks on Mr. A. R. Wallace\'s
„Pieridae of the Indian aud Australian Regionsquot;. Transact. Entomolog. Soc.
1868, p. 97—100. —
Robert M\' Lachlan. Descriptions of new or little kown Genera and Species of Exotic Trichoptera .. .
Transact. Entomolog. Soc.
(3) V. 1865—67, p. 247—278. — Francis P. Pascoe. Contributions

towards a Knowledge of the Curculionidae. Journ. Linn. Soc. (Zoology) XI. 1873, P- 154_216,

440—492., XH. 1876, p. i99. — Frederick Smith. Catalogue of Hymenopterous Insects collected

by Mr. A. R. Wallace----Journ. Linn. Soc. (Zool.) V. 1861, p. 93—143., VIL 1864, p. 6—48.,

Notes on the Geographical Distribution of the Aculeate Hymenoptera . . . Ibid. VII. 1864, p. 109—145.,
Descriptions of new species of Hymenopterous Insects... Ibid. VIIL 1865, p. 61—94., A Catalogue

of the Aculeate Hymenoptera and Ichneumonides____With Introductory Remarks by Mr. A. R.

Wallace. Ibid. XL 1873, P- 285—415. — Francis Walker. Catalogue of \' the Dipterous Insects
collected at Dorey... Journ. Linn. Soc. (Zoology). V.
1861, p, 229—254., Catalogue of the Dipterous
Insects collected in Waigiou... Ibid. VIL
1864, p. 202—238., Descriptions of New Species of the
Dipterous Insects of New Guinea. Ibid. VIIL
1865, p. 102—130., Descriptions of some New Species ...
from the Island of Salwatty. Ibid. p.
130—136., Synopsis of the Diptera of the Eastern Archipelago,
discovered by Mr. Wallace... Ibid. IX.
1868, p. 1—30., Catalogue of the Homopterous Insects...
Ibid. X.
1870, p. 82—193, 276—330. — J. O. Westwood, Descriptions of new exotic species of
Coleopterous Insects. Transact. Entomolog. Soc.
1876, p. 494.

Band II. I.Seite 103, Z. 22 v.o. hinter 4) anzufügen: Die von F. G. Beckman an der Humboldt-
Bai gesammelten ethnographischen Objekte wurden von J. D. E.
schmeltz,
der die „Etnaquot;-Expedition irrigerweise in das Jahre 1865 verlegt, beschrieben
(Beiträge zur Ethnographie von Neu-Guinea. Internat. Archiv, f. Ethnographie.
VIII. Leiden
1895, p. 166). — Die Schmetterlinge dieser Expedition hat Cajetan
Felder
bearbeitet (Lepidopterologische Fragmente. Wiener Entomolog. Monats-
schrift.
in, p. 178—186, 263—272, 321—328, 390—405., IV, p. 97—112,
225—25 i).

»nbsp;„ 103, Z. 26 v. u. Neu-Guinea statt Nieuw-Guinea.

„nbsp;„ HO, Z. II v.u. Mios Mön statt Mios Num.

„nbsp;„ 117, zw. Z. 8 und 9 v.o. einzuschalten: andrew Cheyne 1862. Nach a. G.

Findlay besuchte Cheyne 1862 die Grosse Admiralitäts-Insel (A Directory
for the Navigation of the South Pacific Ocean. 5th ed. London
1884, p. 896).

î;nbsp;v 112, z. 14 v.o.. Tip Wagé zu streichen. Nach einer freundhchen Mitteilung

von Herrn Dr. L. F. de Beaufort, der sich Anfang 1910 längere Zeit auf
Waigeu aufhielt, führt nämlich die Telaga Waigëu bei den Eingeborenen
ausschliesslich den Namen Tip Majalibit [Majahbit-Bai]. Mit Tip Wagé, besser
Tip Waigé [Kwasi-Bucht], bezeichnen sie dagegen den breiteren, östlichen Teil
der Meerenge zwischen Gaman und Waigeu, so dass nur der engere, westlichere

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Teil den Namen Kabü-Strasse trägt. F. S. A. de Clercq hatte angegeben,
dass die ursprünghche Bezeichnung der Tip Wagé auf die Telaga Waigëu
übertragen worden sei (De West- en Noordkust van Nederl. Nieuw-Guinea.
Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Genootsch.
(2) X. 1893, p. 14, 22, 23).

Band IL I. Seite 123, Z. 21 v.o. J. G. Geissler statt J. J. Geissler.

„nbsp;„ 124, Z. 12 v.u. O. Finsch und E. von Martens statt E. von Martens und

O. Finsch.

„nbsp;„ 124, Z. II V.u. p. 130—143 statt p. 130—139.

„nbsp;„ 131, Z. 18 v.o. anzufügen: Ernst Friedel, der 1867 Formosa als ein für

Preussen geeignetes Kolonisationsobjekt in Vorschlag gebracht hatte, knüpfte
daran die Bemerkung: „Sobald dieses Centrum der preussischen Handels- und
Pflanzungs-Colonien im östhchen Asien gesichert ist, kann an die Anfügung
neuer Colonien gedacht werden, die zugleich als Relais-Stationen angesehen
werden dürfen.... Als derartige neue Anfügungen würden.... im Südosten

gewisse Districte von Neu-Guinea, Neu-Britannien und Neu-Irland..... ins

Auge zu fassen seinquot;. Von Neu-Guinea im besonderen sagt er noch: „ ... aber
selbst wenn der hoUändische Gebietsteil wirklich sich über
3210 Geviertmeilen,
die er enthalten soll, erstreckte, so bleiben doch noch
7000 Quadratmeilen
herrenlosen Landes übrig, wo sich preussische Handelsfactoreien und Plantagen
mehrfach anlegen hessen und die Engländer kraft des Londoner Vertrages
von
1824 niemals [sie!] Fuss fassen dürfenquot; (Die Gründung preussisch-deutscher
Colonien im Indischen und Grossen Ocean mit besonderer Rücksicht auf das
östliche Asien. Berhn
1867, p. 195.196).

„nbsp;„ 134, Z. I v.u. anzufügen: Später hat D. S. HoEDT noch auf Amboina und

Ceram gesammelt. Im Jahre 1870 unternahm er sodann eine Reise nach den
Aru-Inseln, auf denen er einige Monate zubrachte
(AUGUST von Pelzeln.
Über eine Sendung von Vögeln von den Aru-Inseln und den Molukken.
Verhdlg. k. k. zoolog. botan. Gesellsch. XXII. Wien
1872, p. 425—430).

„nbsp;„ 137, Z. 9 v.u. N°. 712 statt N°. 412.

„nbsp;„ 138, Z. 18 v.o. 1868—69 statt 1869—1869.

„nbsp;„ 150, Z. 3 V. u. sechziger statt sechziget.

„nbsp;»154, Z. 10 v. u. über N. von Miklucho Maclay anzufügen: O. Finsch. Kaiser

Wilhelmsland. Deutsche Kolonialzeitg. N. F. IL 1889, p. 77.

„nbsp;„ 156—158, 200—202, 213—216. Zu den Reisen von Odoardo Beccari und

L. M. D\'Albertis 1872 und Beccari 1875—76 sind noch nachzutragen:

T. Salvador!. Nuove specie di Uccelli delle isole Aru e Kei. Ann. Mus. Civ. Stor. Nat. VL
Genova 1874, p. 72—80. — T.
Salvadorl Altre nuove specie di \'Uccelli della Nuova Guinea e di
Goram. Ibid. p. 81—88. — T.
Salvadori. Altre nuove specie di Uccelli raccolte nella Nuova Guinea...
e nelle isole Aru e Kei. Ibid. p. 308—314. — P.
Pavesi. Intorno ad una nuova forma di trachea
di
Manucodia. Ibid. p. 315—324. — G. Doria. Enumerazione dei rettili raccolti . ... in Amboina,
alle isole Aru ed alle isole Kei durante gli anni 1872—73. Ibid. p. 325—357. — R.
Oestro. Enu-
merazione. dei Cetonidi raccoUi, nell\' arcipelago Malese e nella Papuasia . . . . Ibid. p.
487—536. —
C.
Tapparone-Canefrl Contribuzioni per una Fauna Malacologica delle isole Papuane. Ibid. p. 548—568,
VIL 1875, p. 1028—1033., VIII. 1876, p. 323—336.,\'IX. 1876—77, p. 278--300., XIL 1878, p. 97,
98., XVI. 1880—81, p. 59—61. — W.
Peters. Diagnosi di tre nuovi Mammiferi della Nuova Guinea

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ed isole Key. Ibid. p. 303. — W. Peteks e G. Doria, Diagnosi di alcuue nuove specie di Marsupiali
appartenenti alla fauna Papuana. Ann, Mus. Civ. Stor. Nat. VII. 1875, p. 541—544. — Tommaso
Salvadori. Descrizione dell
Harpyopsis novaeguineae, nuove genère e nuove specie... Ibid. p. 682—683. —
J.
putzeys. Description de Carabiques nouveaux ou peu connus. Ibid. p. 721, 722, 726, 727, 728,
732, 734, 738, 748. — R.
Gestro. Descrizione di un nuovo genere e di alcune nuove specie di
Coleotteri Papuani. Ibid. p. 993—1027. — W.
Peters e G. Doria. Diagnosi di tre nuove specie di
Mammiferi della Nuova Guinea e di Salawatti. Ibid. VIII. 1876, p. 335—336.
T. Thorell. Descrizione
di alcune specie di Opilioni delP Arcipelago Malese . .. Ibid, IX. 1876—77, p. m—138, — R.
Gestro.
Enumerazione dei Longicorni della tribu dei Tmesisternini. . . Ibid. p. 139—-182. — E. de Harold.
Enumération des Lamellicornes coprophages rapportés de l\'Archipel Malais .... Ibid. X. 1877, p.
38—iio. — W.
Peters e G. Doria. Catalogo dei Rettili e Batraci raccolti da Ü. Beccari, L. M,
D\'Albertis e A. A. Bruijn nella sotto-regione Austro-Malese. Ibid. XIII. 1878, p. 323—450. —
Albert Fauvel. Les Staphylinides des Moluques et de la Nouvelle-Guinée. Ibid. XII. 1877—78, p.
171—315., XV. 1879—
80, p. 63—121. — S. A. de Marseul. Enumération des Histérides rapportés
de PArchipel Malais, de la Nouvelle-Guinée et de l\'Australie boréale par M. M. le Prof.
O. Beccari
et L. M. D\'Albertis. Ibid. XIV. 1879, p. 254—286, XVI. 1880—81, p. 149—160.
— Edm. de Selys
Longchamps.
Nouvelles observations sur les Odonates. Ibid. p. 287—304. — A. Dubrony. Enumé-
ration des Orthoptères rapportés par MM. J. Doria, O. Beccari et L. M. D\'Albertis des régions
Indenne et Austro-Malaise. Ibid. p. 348—-383 passim.
— Edmund Reitter. Neue Nitiduliden des
Museo Civico di Storia Naturale in Genua. Ibid. XV. 1879—80, p. 124—128.
—■ Ch. Oberthür.
Étude sur les collections de Lépidoptères Océaniens. Ibid. p. 46i\'—529. — V. Signoret. De quelques
Genres nouveaux et Espèces nouvelles de l\'ordre des Hémiptères.. .Ibid. p. 531—545. — R.
Gestro.
Enumerazione dei Lucanidi raccolti nell\' Arcipelago Malese e nella Papuasia... Ibid. XVI. 1880—81,
p. 303—347. — C. R.
Osten Sacken. Enumeration of the Diptera of the Malay Archipelago . . .
Ibid. p. 393—492., XVIII. 1882—83, p. 10—20. — W.
Peters e G. Doria. Enumerazione dei
Mammiferi raccolti da O. Beccari, L. M. D\'Albertis e A. A. Bruijn nella Nuova Guinea propriamente
detta. Ibid. XVI. 1880—81, p. 665—707. — T.
Thorell. Studi sui Ragni Malesi e Papuani. Ibid.
XVII. 1881, p. 1^721 passim.
— C. Tapparone Canefri. Fauna malacologica della Nuova Guinea
e delle Isole adiacenti. Ibid. XIX. 1883, p.
i—318 passim. — T. Thorell. Descrizione di alcuni
Aracnidi inferiori dell\' Arcipelago Malese. Ibid. XVIII. 1882—83, P- 21—69. — M.
Régimbart.
Gyrinides nouveaux , ., Ibid. p. 70—74. — A. Grouvelle, Cucujides nouveaux .. . Ibid. p. 275—296. —
L. W.
Schaufuss. Neue Pselaphiden . . . Ibid. p. 375, 397. — Louis Bedel. Essai sur la famille des
Erotylidae. Ibid. p. 438.
— Mart. Jacoby. Descriptions of new Genera and Species of Phytophagous
Coleoptera. Ibid. XX. 1884, p. 198, 199, 201. 207, 210, 216, 224, 226, 233., XXIL 1885, p. 20—76.,
XXIV. 1887, p. 42—121. ■— L. W.
Schaufuss. Die Scydmaeniden Nordost-Africa\'s, der Sunda-Inseln
und Neu-Guinea\'s. Ibid. XXI. 1884, p. 387—429 passim. — R.
Gestro. Material! per lo studio
delle Hispidae Malesi e Papuane. Ibid. XXIL 1885.
— Francis P. Pascoe. List of the Curculionidae
of the Malay Archipelago. Ibid. p. 201—332. — J. W.\'
van Lansberghe. Description d\'espèces
nouvelles de Coleoptères appartenant au Musée Civique de Gênes. Ibid. p. 375—400. — H.
S.
Gorham.
Descriptions on some Endomychidae and Erotyhdae in the Genoa Civic Museum. Ibid. p.
517
530- C. Tapparone Canefri. Fauna malacologica della Nuova Guinea e delle isole adiacente.
Parte 1. Ibid. XXIV. 1887, p.
w^bis—200. — Oldfield Thomas e G. Doria. Note intorno ad alcuni
Chirotteri .... Ibid.
p. 201—207. — Oldfield Thomas. Diagnosis of a new species of Phascologale.
Ibid. p. 208. — Carlo Emery. Catalogo delle Formichi. .. Ibid. p. 209—258, XXV. 1887—88, p.
427—472 passim.
— Oldfield Thomas. On the specimens of Phascologale in the Museo Civico,
Genoa.... Ibid. XXIV. 1887, P- 5^2—511 passim.
— Paolo Mantegazza. Studii antropologici ed
etnografici sulla Nuova Guinea. Archivio per I\'Antropol. e la Etnografia. VII. Firenze 1877, p. 137-—^172,
307—348.
— Angelo Incoronata. Sullo scheletro e cranii di Papua mandati da O. Beccari. Ibid.
IV. 1874, p. 252—281,
—■ H. G. Reichenbach. Odoardo Beccari! novitiae Orchidaceae papuanae
describuntur. Botanisches CentralbL XXVIII. Cassel 1886, p. 343—346.
— Odoardo Beccarl Malesia.
I—III. Genova 1877—1890.

Band II, i, Seite 161, Z. 6 v. o, Kapar Tutin statt Kapar Tunin. Nach J, S, A, VAN Dissel
ist der Name aus Kapäur Tutin verstümmelt (Tijdschr. K, Nederl, Aardr. Gen.
(2) XXI. 1904, p. 618).
„nbsp;„ 165,
Z. 21 V, o. Nachweis statt Nachweiss.

„nbsp;„ 171, Z. 10 V. u, tot statt ter.

-ocr page 476-

Band IL I. Seite I75gt; Z. lo v.o. 1901 statt 1902 (s. auch p. 772—-773).

„nbsp;„ 175, Z. 3 u. 4 v. u. XXIL 1906 statt XIL 1896.

„nbsp;„ 176, zw. Z. 21 u. 22 einzuschalten: A.B. Meyer (Ueber Dreparnornis Albertisi,

Trichoglossus Josefini und Trichoglossus Wilhelminae. Journ. f. Ornithologie.
XXIL
1874, p. 55) „ich selbst fand ihn [Trichoglossus papuensis] nur auf dem
Arfakgebirge in einer Höhe zwischen
36000 Fuss !quot; — A. B. Meyer. (Ueber
Psittacella Brehmii und modesta. Ibid. p.
74). Es gelang mir im Juli 1873 auf
dem Arfakgebirge im Nordwesten von Neu-Guinea auf einer Höhe von circa
3500\' ü. d. M. mehrere Exemplare dieser merkwürdigen Art zu erlegenquot;.

„nbsp;„ 176, Z. 2 v.u. anzufügen: Lettere ornithologica di O. Beccari . . . Ann. Mus.

Civ. Stor. Nat. VIL Genova 1875, p. 705. — Lettere del Dr. A. B. Meyer
al Mse G. Doria. Ibid. VIII. 1876, p. 333—334 mit Anmerkung von O. Beccari.

„nbsp;„ 177, Z. 18 v.u. das zweite „istquot; zu streichen.

»nbsp;n 177. Z. 3 v. u. anzufügen : Siehe auch H. Hirschi. Reisen in Nordwest-Neu-

Guinea. Jahresber. Geogr. Ethnogr. Gesellsch. 1907—8. Zürich 1908, p. 90.

,,nbsp;» 194» Z. 17 v.u. Kapt. Bird war 1870 auf Luf ermordet worden (Zeitschr. f

Ethnologie. XXXVIL Berlin 1904, p. 44).

„nbsp;„ I94gt; Z. 78 v. u. Nach neueren Erkundungen ist der einheimische Name der

Bird-Insel weder Potomo noch Rubiu, sondern Tuaral (Forschungsreise S. M. S.
„Planetquot;. I. Berhn
1909, p. 85).

„nbsp;„ 201, Z. 9 v. o. sicherlich nicht statt vielleicht. — Nach K. F. KoCH ist der

Wa Samson oder Sené nur auf eine kurze Strecke befahrbar. In seinem Oberlauf
heisst er Kebär (Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen.
(2) XXIX. 1912, p. 212).

„nbsp;„ 206, Z. 12 v.o. anzufügen: 14. März nach anderer Angabe (Letter from L. M.

D\'Albertis giving some account of several excursions into Southern New
Guinea. Proceed. Zoolog. Soc.
1875, p. 530—532).

„nbsp;„ 206—208, 228—232. Unter den Abhandlungen, die von D\'Albertis während

seiner Reisen in Britisch-Neu-Guinea 1875—1877 gesammelten Naturalien zum
Gegenstande haben (s. auch oben p.
824—825), wären noch anzuführen:

Ettore Regalia. Su nuove crani metopici di razza Papua. Archivio per PAntropol. e la
Etnolog. VIIL Eirenze
1878, p. 121—162., Casi di anomalie numericlie delle vertebre nell\' uomo...
Ibid. X.
1880, p. 306—311. — P. Mantegazza. Una nuova razza del Ely River. Ibid. p. 421—422.,
Sur 1\'Ethnologie de la Nouvelle-Guinée. Bull. Soc. d\'Anthrop. (3) III. Paris 1880, p. 214—216. —
P. Mantegazza e E. Regalia. Nuovi studi craniologici sulla Nuova Guinea. Arch, per PAntropol. XL
1881, p. 149—185., Sopra dei crani del Ely River. Ibid. p. 482—485. — Gius. Amadel II processo
paroccipitale e
fars mastoidea del temporale dei mammiferi nelP uomo. Ibid. X. 1880, p. 274—275.—
L. M. D\'Albertis e T. Salvadori. Catalogo degli Uccelli raccolti da L. M. D\'Albertis durante le
ia e esplorazione del Fiume Fly. Ann. Mus. Civ. St. Nat. XIV. Genova 1879, p. 21—147. —
T. Salvadori e L. M. D\'Albertis. Catalogo di una collezione di Uccelli dell\' isola Yule ... Ibid.
VII.
1875, p. 797—839. — Th. Kirsch. ïwà. neue Coleoptera-Arten aus Neu-Guinea. Ibid. XIV.
1879, p. 18—20. — E. Candèze. Additions au relevé des Elatérides Malais. Ibid. XV. 1879, p.
188—198. — A. Dubrony. Énumération des Orthoptères.... Ibid. p. 348—383. — G. Kreeft.
Notes on Australian animals in New Guinea. Ibid. VIIL 1876, p. 390—394. — A. E. Eaton.
Palingeniae papuanae, specie Ephemeridarum novae, diagnosis. Ibid. XIV. 1879, p. 398—400. —
Edm. Reitter
. Neue Nitiduliden des Museo Civico di Storia Naturale in Genua. Ibid. XV. 1879—80,
p. 454—460. — V. signoret. Revue des Cydnidae contenus dans la Collection du Musée Civique
d\'Histoire Naturelle de Gênes. Ibid. p.
624. — T. Thorell. Studi sui Ragni Malesi e Papuani. Ibid.

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XVII. 1881 passim,, Pedialpi e Scorpioni delP arcipelago Malese . .. Ibid. XXVI. 1888 p. 345 passim. —
A.
LeveillÉ. Description d\'une nouvelle espèce de Trogostides. Ibid. XXI. 1884, p. 637—638. —
Martin Jacoby
. Descriptions of new Genera and Species of Phytophagous Coleoptera . . . Ibid. XX.
1884, p. 188—233., XXIV. 1887, p. 131 passim. — H. S. Gorham. Descriptions of some Endomy-
chidae and Erotylidae .. . . Ibid. XXII.
1885, p. 519, 522, 523, 527. — J. W. van Lansberghe.
Description d\'espèces nouvelles de Coléoptères,. .. Ibid. p. 375—^400. — Francis P. Pascoe. List
of the Curculionidae of the Malay Archipelago. Ibid. p.
201—232. — Martin jacoby. New Species
of Phytophagous Coleoptera. Ann. Soc. Entomolog. Belg. XLII. Bruxelles.
1898, p. 353 passim. —
Walter Rothschild and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. Tring
1903, p. 68. —■ Odoardo Beccari. Sulle Plante raccolte alia Nuova Guinea dal Signor L. M.
D\'Albertis durante Panno 1877. Malesia. I. Genova 1877, p. 255—257., Feld e Licopodiacee della
Nuova Guinea. Ibid.
IH. 1886—90, p. 30—55.

Band IL i. Seite 218, Z. 6 v.u. anzufügen: George Brown. Pioneer Missionary and Explorer.

An Autobiography. London 1908., Melanesians and Polynesians, their life-
histories described and compared. London 19
10,
„nbsp;„ 219,
Z. 10 v.u. anzufügen. Spätere von George Brown eingesandte zoolo-

gische Objekte wurden beschrieben von P. L. sclater (Proceed. Zoolog. Soc.
London
1880, p. 65—67), F. D. Godman und O. Salvin (Ibid. 1882, p. 754—755)
und A. G. Butler (Journ. Linn. Soc. Zoology. XXV. London 1896, p. 387).
„nbsp;„ 219,
zwischen Z. 8 und 9 einzuschalten: Anatqle Freiherr von hügel 1875.

Die Angabe, dass er 1875 nach dem Bismarck-Archipel gelangt sei, hat sich
ebensowenig wie der Besuch seines Vaters im J.
1834 (s. oben p. 821) bestätigt
(1. H. Burkill. On a collection of plants from New Britain [Neu-Pommern].
Proceed. Cambridge Phil. Soc. IX.
1898, p. 90—97). Wie Herr Baron von
Hügel
in Cambridge mir unter dem 7. August 1911 mitzuteilen die Freund-
lichkeit hatte, war er nur bis zum Viti-Archipel gelangt und sandte von dort
aus in dem genannten Jahre den Pflanzensammler
Walter mit dem Wesleya-
nischen Missionsschiffe nach Neu-Lauenburg, wo er auf dieser Insel sowie an
der gegenüberliegenden Küste der Blanche-Bai sammelte.
„nbsp;„ 220, Z. 2 v. o. lies „Goshawkquot; statt „Gohawkquot;.

„nbsp;„ 220, Z. i v. u. anzufügen : Die von octavius C. Stone gesammelten Vögel

beschrieb R. Bowdler Sharpe (On the Collection of Birds brought by Mr.
Octavius C. Stone from South-eastern New Guinea. Journ. Linn. Soc. Zoolog.
XIIL
1878, p. 486—505), s. auch Walter Rotschild and Ernst Hartert.
Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. Tring 1903, p. 93, 443.
„nbsp;„ 224.
Z. 13 v. u. London statt Londen. Anzufügen: W. Y. Turner. The

Ethnology of the Motu. Journ. Anthropol. Inst. VIL London 1878, p. 470—498,
IX. 1880, p. 475—494. s. Globus. XXXIV. 1878, p. 186—189.
„nbsp;„ 226,
Z. I v. o. hinter aufzusuchen einzufügen : Von dort aus unternahm er

[James] Ausflüge nach den auf dem gegenüberhegenden Festlande hegenden
Dörfern Nikura, Delena und Paitua.
„nbsp;„ 226, Z. 16 v. u. anzufügen : Die von ihm gesammelten Vögel beschrieb R.

Bowdler Sharpe (On the Ornithological collections formed by Dr. James in
South-eastern New Guinea and Yule Island. Journ. Linn. Soc. Zoology. XIII.
1878, p. 305—321).

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.nbsp;104

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Band IL i. Seite 232, Z. 7 v.u. L. M. D\'Albertis starb 1901, nicht wie a.a.O. angegeben
1904, s. auch Di Luigi Maria D\'Albertis e deüe sua opera scientifica. Cenni
di
Aldobrandini Mochi. Rivista Geog. Itahana. VIL Roma 1901. p. 628—632.—

D.nbsp;vinciguerra. L. M. D\'Albertis. Boll. Soc. Geogr. Ital. Roma. 1901, p.
849—855. — L. M. D\'Albertis. Deutsche Rundschau f. Geogr. u. Stat. XXV.
Wien
1902, p. 182—184^

233, Z. i v.u. über die von LÉON Laglaize gesammelten Objekte anzufügen :
Edm. de Selys Longchamps. Liste des Odonates recueihis par M. Laglaize
à Ternate et dans le pays des Karoons (NouveUe-Guinée) et descriptions d\'espèces
nouvelles. Ann. Mus. Giv. St. Nat. XIV. Genova
1879, p. 305—324). — A. B.
Meyer. Notiz über eine Vogelsammlung... Zeitschr. für die gesammte Orni-
thologie.
IIL Budapest 1886, p. 30—38.
Vnbsp;V 236, Z. 22 v. o. Die erwähnten Bohnen dürften zu Dolichos tetragonolobus gehören,

rnbsp;„ 237, zwischen Z. 6 und 7 v.o. anzufügen: Regierungsdampfer „Tagalquot; 1877.

Der erwähnte Dampfer unternahm

eine Fahrt nach Misol, um zu untersuchen,
ob die Radjas von Misol und Waigama mit dem Aufstand von
Danu Baba
Hassan
auf Halmahera (s. oben, p. 236) verflochten waren (p. J. B. G. r0bidé
van der Aa. Reizen naar Nederlandsch Nieuw-Guinea. 1879, p. 394 nach
Koloniaal Verslag
1878, p. 34).
„nbsp;„ 238,
Z. 5 V. u. einzufügen : R. Vahsel. Erfolgloses Suchen nach einigen Inseln,

Untiefen und Felsen nördhch und nordwesthch von den Admiralitäts-Inseln.
Ann. der Hydrographie. XXXVIL Berlin
1909, p. 57—58. Taf. 8.
„nbsp;„ 242,
Z. 9 V. u. anzufügen : wllered powell. Field-notes on the Moorop

[Casuarius bennetti) of New Britain. Proceed. Zoolog. Soc. 1880, p. 493—496.
„nbsp;„ 244,
Z. 16 v.u. Kaila statt Keila (p. Matthäus Rascher und Baining.

Münster 1909, p. 225).
„nbsp;„ 255,
Z. 23 V. o. Die von K. Broadbent erbeuteten Vögel beschrieb R. Bowdler

Sharpe (On recent Gollections from New Guinea. Journ. Linn. Soc. Zoology.
XIV. London
1879, p. 626—634).
„nbsp;„ 268,
Z. 15 v.o. hes Ai Wai .statt Aiwei.

„nbsp;„ 269, zw. Z. 19 und 20 v.o. einzuschalten: Dr. med. Gerlach 1879. Er gelangte

auf der Fahrt nach Hongkong nach Neu-Mecklenburg sowie Neu-Pommern und
sammelte dort zoologische Objekte (Bericht über die Senckenbergische Naturf.
Gesellsch.
1880—81. Frankfurt a/M. 1881, p. 13), s. auch arnold Pagen-
stecher.
Die Lepidopterenfauna des Bismarck-Archipels I. Zoologica herausgeg.
von G.
Ghun. Heft 27. Stuttgart 1899, p. i, 65.
„nbsp;„ 269,
Z. I v.u. anzufügen: Hydrographie Notice. London 1880\' N°. 38.

„ 269, Z. 21 v.o. Über die Fahrt des „Renardquot;, Leutn. G. E. Richards, teilt

E.nbsp;L. G. Layard noch einige Einzelheiten mit (Notes of a Collecting-trip in
the New Hebrides, the Solomon Islands, New Britain and the Duke of York
Islands. Ibis
(4) IV. London 1888, 290—309). Das genannte Kanonenboot verhess
Numea (Neu-Kaledonien) am
19. April 1879, traf äm 22. Mai vor Mahira
(San Cristoval) und in der ersten Juniwoche in der Blanche-Bai ein.
Layard

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ging hierauf auf die Korvette „Danaequot; über (s. oben p. 270) und besuchte mit
dieser Neu-Hannover sowie Guadalcanar, worauf er nach Sydney zurückkehrte.
Aus einer Notiz von
walter rothschild und Ernst Hartert (Notes on
Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. 1903, p. 196) geht hervor, dass
richards
sich am 9. Juli auf Neu-Pommern befand. Er sammelte zahlreiche Vögel auf
dieser Insel sowie im Louisiaden-Archipel u. a. auf St. Aignan (H. B.
Tristram.
Description of a new Fruit-pigeon of the Genus Carpophaga from the Louisiade
Archipelago. Proceed. Zoolog. Soc. 1881,
p. 995). Die von Layard gesam-
melten Insekten stammen zum überwiegenden Teile von Neu-Mecklenburg
(F. D.
Godman and O. Salvin. On some Rhopalocera from New Ireland.
Proceed. Zoolog. Soc. 1882, p. 754—755).

Band IL i. Seite 271, Z. 13 v.u. Kabehängen statt Kabbehängen,

276, Z. 3 v. u. anzufügen: jEAN PoULAIN. Le Rocher de Port Breton, Journal
d\'un voyage en Océanie. Nantes 1883 (unzugänglich),

„nbsp;„ 281, Z. i v, o. Der einheimische Name der Brown-Spitze lautet nach K, Sapper

Kanan (Höhenschichtkarte von Nord-Neu-Mecklenburg. Mittlg. aus den Deut-
schen Schutzgeb, Ergzgsh, 3, Berhn 1910, Karte 2).

„nbsp;„ 285, Z, II V, u. Über die von Ad. VON HaNSEMANN dem Fürsten BISMARCK

unterbreiteten Vorschläge s, noch HeiNR. VON PosCHiNGER. Eine Denkschrift
des Geh. R.
A. v. Hansemann über die deutsche Kolonialpolitik. Zeitschr, f,
Kolonialpolitik. IX. Berlin 1907, p. 130—134.

„ 286, Z, 6 v, u, p, 532—540 statt p. 532—550.

„nbsp;„ 287, Z. i v. u, anzufügen : Die von J, van Oldenborgh an der Humboldt-Bai,

auf Jamna u s w, erworbenen ethnographischen Objekte beschrieb J, D, E,
Schmeltz (Uber Gegenstände von Nord-Neu-Guinea, Internat, Arphiv, f.
Ethnogr. IX, Leiden 1896, p. 125—129).

„nbsp;„ 288, Z. 16 v. u. Die Angabe von J, W, IJzerman (Mededeelingen omtrent eene

ontworpen expeditie naar de Binnenlanden van Nieuw-Guinea. Tijdschr. K,
Nederl, Aardr. Genootsch. (2) XXL 1904, p. 342), dass man am 4. Aprh 1881
an Bord der „Bataviaquot; von der Geelvink-Bai aus das gar nicht sichtbare
Schneegebirge nicht ahein gesichtet habe, sondern dass die Peilungen sich
mit denen am 4. Januar 1881 an der Südwestküste unter 4° 15\'S., 137° 6\'30quot; E.
schnitten, beruht auf freiester Erfindung. Übrigens hegt das eine Schneegebirge
(Carstensz-Gipfel) in 4° S., 137° 12\' E., das andere (Wilhelmina-Gipfel) in 4° 16\' S.,
138° 39\'30 \'E., und dieser letztgenannte war am 4, Januar bemerkt worden
(s, oben p. 285),

„nbsp;„ 293, Z, 24 v. o. Da der Vergeltungszug anlässlich der Ermordung von Th,

Kleinschmidt am 13. Mai 1881 unternommen wurde, so kann die Angabe
von O, Finsch (Ibis (4) V, London 1881, p, 610), dass er seinen Tod im Juh
gefunden habe, nicht richtig sein. Ferner heisst es
schulle statt schüller.

„nbsp;„ 294, Z. 14 v.u. anzufügen: Novitates Zoologicae. X. 1903, p. 90, — P, L,

ScLATER, Exhibition and descriptions of New Birds from New Britain, Proceed.
Zoolog, Soc. 1881, p, 451—453.

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Band II. i. Seite 301, Z. 25 v. o. einzuschalten: Der Kapitän des „Ehengowanquot;, H. J. Liljeblad,
entdeckte auf dieser Fahrt 4 Seem. ESE. von der Nordspitze von Pärama ein
Korahenriff mit 2,7 m. Wasser, ferner in der Caution-Bai, 4 Seem. S. \'/a E.
von der Redscar-Spitze, ein Riff mit 3,7 m. Wasser und endhch das Kid-Riff,
2 Seem. SE z. E E. von der Table-Spitze entfernt (Lage von Rififen bei der
Insel Bampton, dem Vorgebirge Redscar und der Spitze Table. Nachrichten
für Seefahrer. XIV. Berlin 1883, N°. 1648, p. 413).

„nbsp;„ 303, Z. 7 v. u. O. Dempwolff teilt einige Einzelheiten über die Strafexpedition

der „Carolaquot; und der „Hyänequot; nach den Luf- [Hermit-] Inseln mit (Über aus-
sterbende Völker. Zeitschr. f Ethnologie. XXXVL Berhn 1904, p. 415). Sie
war dadurch veranlasst worden, dass die Eingeborenen Anfang 1882 den seit
2 Jahren ansässigen Händler
southwell und am l. Mai den Kapitän HoMEYER
des Dampfers „Freyaquot; ermordet hatten. Die Landungsabteilung der erwähnten
Kriegsschiffe zerstörte 67 Häuser und 54 Kanus. Bei der Verfolgung wurden
2 Männer und eine Pquot;quot;rau erschossen.

„nbsp;„ 305, Z. 26 v. o. Aus den Mitteilungen von Gervaise F. Mathew geht hervor,

dass die „Espièglequot;, Kapt. Cyprian A. G. Bridge, ausser Neu-Lauenburg, auch
Neu-Pommern 1882 besuchte (Life-histories
oi Rhopalocera from the Australian
Region. Transact. Entomolog. Soc. London 1888, p. 137—188. — An Afternoon
among the Butterflies of Thursday Island. Proceed. Linn. Soc. N. S. Wales X.
1885, Sydney 1886, p. 263, s. auch I.e. IX. 1884, p. 1206.

»nbsp;» 314, Z. 19 v.u. anzufügen: walter rothschild and Ernst Hartert. Notes

on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. YIII. 1901, p. 77 passim., X. 1903,
p. 77, 79, 203, 205.

„nbsp;„ 314, zw. Z. 2 und 3 v.o. einzuschalten: C. Platen 1883—84. Platen, der

sehr ausgedehnte Sammlungen, besonders im östhchen Teile des Indischen
Archipels angelegt hat, reiste 1883 von Halmahera über Gébé nach Waigëu, wo
er im November eintraf Infolge Erkrankung musste er die Insel im Februar des
folgenden Jahres wieder verlassen, um Genesung in der Minahassa (Celebes)
zu suchen. Die Ausbeute belief sich auf 656 Vögelbälge sowie einigen Säuge-
tierskeletten und -bälgen. Nach Waigëu ist
Flaten nicht wieder zurückgekehrt,
doch hat er dort noch Anfang der neunziger Jahre sammeln lassen. 1894
kehrte er vöhig erblindet und fast taub nach Europa zurück (A.
Nehrkorn.
Zur Avifauna von Waigëu. Journ. f Ornithol. XXXIIL Berlin 1885, p. 30—35,
s. auch T.
Salvadorl On some Papuan Birds. Ibis (5) IV. 1886, p. 151—155. —
O.
Staudinger. Eine neue Lycaeniden-Gattung. Iris VIIL Dresden 1895, p.
153—157gt; s. hierzu H. H.
Druce. Proceed. Zoolog. Soc. 1893, p. 552).
314, Z. 14 v.u. English statt Englich.

)1 315» Z. 6 v.o. Einige von William Denton gesammelte Mollusken wurden
von
John Ford (Proceed. Acad, of Nat. Soc. Philadelphia 1889, p. 138., 1890,
p. 188) und von H. A.
Pilsbry (Ibid. 1890, p. 186) beschrieben.

»nbsp;« 327, Z. 15. Walter Rothschild und Ernst Hartert beschrieben Vögel

(Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. X. 1903, p. 83, 197, 198, 206),

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die Wilfred Powell am 23. und 27. Oktober sowie am 6. Dezember 1883
auf Waigëu geschossen haben wiU. Diese Angabe kann unmöghch richtig sein,
da er am 7. Mai 1883 und ebenso sicher noch 1884 in England weilte. In
seinen Schriften findet sich keine Andeutung über den Besuch dieser Insel.

Band II. I. Seite 331, Z. 11 v.u. anzufügen: Carl Plötz. Neue Hesperiden des indischen
Archipels und Ost-Africa\'s. Berhner Entomlog. Zeitschr. XXIX. 1885, p. 226,
229, 231.
— Ed. G. Honrath. Neue Rhopalocera. Ibid. p. 278.

„nbsp;„ 336, Z. 4 v.u. anzufügen: William E. Armit. Notes on the Philology of the

Islands adjacent to the South-Eastern Extremity of New Guinea. Proceed, R.
Soc. of Queensland. II. 1885. Brisbane 1886, p. 2—11., The Papuans: Com-
parative Notes on Various
Authors, with Original Observations. Ibid. p. 78—116.

„nbsp;„ 342, hinter Z. 32 v.o. anzufügen: A. J. Duffield 1884. — A. J. Duffield

nahm 1884 als Regierungsbeamter an der Fahrt eines W^erbeschiffes nach
Neu-Mecklenburg, den Salomo-Inseln usw. teil. Aus seinen Angaben geht nicht
hervor, welche Orte er besucht hat. Er scheint auch auf Simbéri [Visscher-
Insel] gewesen zu sein, von der er sagt, dass die Eingeborenen sie Toolatt
nennen, ein Name, der bisher nicht gehört worden ist (Notes on the Inhabitants
of New Ireland and its Archipelago, their fine and industrial Arts, Customs,
and Language. Proceed. R. Soc. of Queensland. I. Brisbane 1884, p. 115—127.—
On the Natives of New Ireland. Journ. Anthropol. Inst. XV. London 1886,
p. 114—121).

„nbsp;„ 346, Z. 12 v.o. Anmerkg. i statt 2.

„nbsp;„ 346, Z. 24 V. o. einzufügen : HeinR. von POSCHINGER. Der Konflikt Kusserow-

Bamberger. Zeitschr. f. Kolonialpolitik. X. 1908, p. 363—368.

.nbsp;^ 352, Z. 3v. u. II. 1902, p. 406—424, 570—584, 728—743, 875—889 statt 1. 1902.

„nbsp;„ 352, Z. 27 V. o. das zweite „dasquot; zu streichen.

„nbsp;„ 361, Z. I V. o. Das Dendrobimn sphenochilum Muell amp; KränzL wurde bei diesem

Besuch des Cloudy-Berges gesammelt (F. KräNZLIN. Orchidaceae Papuanae.
Oesterr. botan. Zeitschr. XLIV. Wien 1894, p. 255).

„nbsp;„ 363, Z. 9 V. o. Madang statt Madan.

„nbsp;„ 363, Z. 4 V. u. anzufügen: Lage einer Untiefe in der Nissel-Durchfahrt. Nach-

richten f. Seefahrer. XVIL 1886, N°. 571, p. 148.

„nbsp;B 365, Z. 12 V. u. Kibirisi statt Kibiriri.

„nbsp;„ 366, Z. 13 v.o. Auffindung statt Auffindnng.

Band IL 2. Seite 373, Z. 8 v.u. A. S. Anthony statt J. Anthony.

„nbsp;„ 374, Z, 4 V. o. Festetics statt Festetich.

„nbsp;„ 382, Z. 5 V. o. Bilirupu statt Belerepu,

■nnbsp;1) 383. Z. 18 V.o. Iwo statt Iwa, Jurien statt Jurrien.

„nbsp;387, Z. i v.u. anzufügen: Fr. KräNZLin. Orchidaceae Papuanae. Oesterr.

botan. Zeitschr. XLIV. Wien 1894, p. 164, 253., XLV. 1895, p. 180. — A.
Geheeb. Neue Beiträge zur Moosflora von Neu-Guinea. Bibliotheca Botanica.
Heft 13. Cassel 1889.

„nbsp;„ 388, Z. 24 V.o. Mata Kawa statt Mata Kaua, Adabama Kawa statt Adaberdana Kaua.

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Band II. 2. Seite 392, Z. 19 v.o. Fisherman-Insel statt Fishermen-Insel.

» 393\' Z. 4—10 v. o. Aus der mir inzwischen zugänghch gewordenen Abhand-
lung von J. W.
Potts (Proceed. R. Soc. of Queensland 1886. III. Brisbane
1887, p. 2—10) ergibt sich, dass er am 10. September 1885 auf dem Dampfer
„Elamangquot; von Brisbane nach der Thursday-Insel gefahren war, von wo aus
er einen Ausflug nach der Prince of Wales-Insel [Muralug] unternahm. Er hielt
sie für vulkanischen Ursprungs und meint auch einen
298 feet hohen, erloschenen
Vulkan mit einem Krater von reichlich
25 feet im Durchmesser entdeckt zu
haben. Nach der Thursday-Insel zurückgekehrt, setzte er am i. Oktober die
Fahrt auf dem Schoner „Elseaquot; (also nicht „ Elsiequot;) fort, berührte am
4. die
Village-Insel und traf am
11. in Port Moresby ein. Nach dem bereits erwähnten
Ausflug nach dem Laioki segelte er nach Hulä und Kerepunu, alsdann nach
Kalo, von dem aus der Kemp Welch-Fluss befahren wurde. Nach Besuch von
Delena, Maiwa und Toaripi [Motu-Motu] traf er nach sechswöchiger Abwesen-
heit wieder auf der Thursday-Insel ein.

»nbsp;7gt; 394, Z. 12 v.o. die nördhchste Tanga-Insel heisst nach G. Friederici Bueng

(K. Sapper. Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsh. 3. 1910, p. 43).

„nbsp;rgt; 39^gt; Z. I v. u. Navigateurs statt Navigteurs.

„nbsp;„ 400, Z. 20 V. o. Kabin statt Käwieng. KabTn liegt nämlich in 5°45\'S.,

150° 47\'52quot; E., Käwieng zwar auf demselben Längengrad, aber in 5° 34\'35quot; S.

„nbsp;„ 400, Z. 2 V. u. anzufügen: Errichtung von zwei Baken im Hafen von Nusa.

Nachrichten f. Seefahrer. XVIL 1886, N°. 1096, p. 280.

„nbsp;„ 402, Z. I V. u. anzufügen: R. ALLEN ROLFE. A Morphological and Systematic Review

of the Apostasicae. Journ. Linn. Soc. Botany. XXIX. London i890,p. 5—6.

„nbsp;„ 403, Z. 6 V. u anzufügen: J. R. H. Neervoort van de Poll. On new or

little known Batoceridae. Notes from the Leyden Museum. XIL 1890, p. 5—6.
F. K
NZLIN. Orchidaceae Papuanae. Oesterr. botan. Zeitschr. XLIV. Wien
1894, p. 163. —W. F. Kirby. A Revision of thenbsp;with Descriptions

of New Species... Journ. Linn. Soc. Zoology. XXXIIL London 1888, p. 509.

„nbsp;„ 407, Z. 14 v.o. C. F. Page und der p. 382 Z. 13 v. o. erwähnte C. H. Page

werden wohl eine und dieselbe Person sein.

Dnbsp;j) 410, Z. 23 V.o. anzufügen: Die auf der Expedition des „Trompquot; vom Lt. z.

See H. P. Netscher gesammelten Schmetterhnge beschrieb P. C. T. Snellen
(Aanteekeningen over Lepidoptera van Nieuw-Guinea. Tijdschr. v. Entomologie.
XXXIIL \'s Gravenhage
1888—-89, p. 377—400).

„nbsp;„ 412, Z. 4 v.u. anzufügen: Flaches Wasser in der Tarlily-Bucht Neu-Pommern.

Nachr. f. Seefahrer. XVIL 1886, N°. 1777, p. 461.

))nbsp;w

412, Z. I V. u. anzufügen: Lage der Portland-Inseln bei Neu-Hannover. Nachr. f.
Seefahrer. XVIL 1886, N^. 1778, p. 461. — Inseln nordösthch der Gommerson-
Inseh Ibid. N°.
1779.

» n 416? Z. 9 v. o. Knappe brachte aus Neu-Guinea eine ethnographische Sammlung
von
316 und aus Neu-Pommern von 16 Nummern mit (Katalog der ehemaligen
Dr. Knappe\'schen Sammlung... im Herrenhause des grossen Hospitals. Erfurt

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1890, p. 7—16. — Beschreibungen und Erläuterungen des Konsuls a.D. Dr.
Knappe zu den von ihm in den Jahren
1885—89 auf den Inseln der Südsee
gemachten ethnographischen Sammlungen. Erfurt
1891, p. 13—31).

BandIL 2. Seite42i, Z. 9 v. o. Kalebat statt Kalelat.

„nbsp;„ 425, Z. 29 v.o. Saibai statt Sabai.

„nbsp;„ 426, Z. 20 v. u. Gutachten statt Gestachten.

„nbsp;„ 431, Z. 7 v. o. dem statt den.

„nbsp;„ 433, Z. 8 v. u. J. H. Holmes teilt (Initiation Ceremonies of Natives ofthe Papuan

Golf. Journ. Anthropolog. Inst. XXXII. 1902, p. 430) mit, dass das Dorf Karama
in Wirkhchkeit Kaipi heisst. An anderer Stelle gibt er als weiteren Namen
auch Kuaru an (Notes on the Elema Tribes of the Papuan Gulf. I.e. XXXIII.
1903, p. 134). Nach ihm muss es ferner heissen Fawe statt Jokéa, Miaru statt
Biaru, Moarapi statt Lèse, Toaripi statt Motu-Motu, Eawara statt Mowi Awi,
Milaripi statt Wamai, Lewu statt Süo, Siwiri statt Ipisi, Uaripi oder Maii statt
Kerema, Hai statt Keuru, Haita statt Wailala, Herewa und Moreaipi statt
Orokolo sowie Oikapu statt Oiapu oder Oiabu.

„nbsp;„ 435, Z. 8 v.u. „Mabelquot; statt „Mablequot;.

„nbsp;„ 436, Z. 10 V. o. Aurormar statt Aurarmar.

„nbsp;„ 436, Z. II v.o. p. 317 statt p. 217.

„nbsp;„ 436, Z. 19 v.o. John Douglas statt Jonh Douglas.

„nbsp;„ 437, Z. I v.u. anzufügen: Er [C. H. Hartmann] hat auch Saibai besucht und

dort gesammelt (Er. Kränzlin. Orchidaceae Papuanae. Oesterr. botan. Zeitschr.
XLIV. Wien
1894, p. 337).

„nbsp;„ 438, Z. 6 V. V. anzufügen: Die von Hartmann gesammelte Araucaria cun-

ninghami (Ferd. von Mueller. Descriptive Notes on Papuan Plants. IX.
Melbourne 1890, p. 65) kann daher auch nicht vom Obree-Berge „von 6000
feet an aufwärtsquot; stammen.

„nbsp;„ 440, Z. I v.u. anzufügen : Fr. KräNZLIN. Orchidaceae Papuanae. Oesterr.

botan. Zeitschr. XLV. Wien 1894, p. 208, 253, 298—300., XLV. 1895, p. 180.

wnbsp;443\' Z. II V. o. Kopogoro statt Kopegoro.

„nbsp;„ 450, Z. 24 V. o. Charlton-Berg statt Charleton-Berg.

„nbsp;„ 450 hinter Z. 29 v.o. anzufügen: William E. Armit Jr. sammelte 1887 im

Astrolabe-Gebirge und ferner, ohne Angabe der Zeit, auf dem Dayman-Berg
in
9000 feet Höhe Pflanzen (V. F. BroTHERUS. Some New Species of Austrahan
Mosses described. Finska Vet. Soc. Förh. XXXVIII.
1894/95. Helsingfors, p.
169—170., XL. 1897/98, p. 170—171, 175, 188, 189, 191—193., XLIL
1899/1900 p. 106).

„nbsp;„ 456, z. 8—23 V. o. Weitere Mitteilungen über die P^ahrten von douglas

Rannie wird man voraussichtlich finden in seinem kürzlich erschienenen, mir
noch nicht zugänglichen Werke : My Adventures among the South Sea Can-
nibals. Account of the Experiences und Adventures of a Government Official
among the Natives of Oceania. London
1912.

„nbsp;„ 460, Z 4 V. o. Da Joh. Stanislaus Kubary keine ausgedehnte Fahrten auf

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Neu-Guinea unternommen hat, so ist er etwas kurz weggekommen, weshalb an
dieser Stelle noch einige kurze Notizen über ihn folgen mögen. Nachdem er
1885 (?) als Dolmetscher auf deutschen Kriegsschiffen nach Neu-Pommern
gekommen war, trat er in den Dienst der Neu-Guinea-Kompagnie und wurde
Leiter der Station Konstantin-Hafen. Nach dem Erlöschen seines Vertrages
reiste er Ende 1891 nach Europa, kehrte aber, aufs neue angestellt, im April
1892 nach Kaiser Wilhelms-Land zurück. 1895 entlassen, fuhr er über Manila
nach Ponapé, wo er am 9. Oktober 1896 starb (J. D. E.
Schmeltz. Johann
Stanislaus Kubary. Internat. Arch, f Ethnographie. X. 1897, p. 132—136).
Über die von ihm angelegten Sammlungen s. O.
von möllendorff. On a
Collection of. Land Shells made by Mr. J. Kubary in German New Guinea.
Proceed. Malacolog. Soc. I. 1893—95. London 1895, p. 234—240. — C. T.
Ancey. On some new or hitherto little known Land Shells from New Guinea.
Proceed. Linn. Soc. N.S.W. (2) X. 1895. Sydney 1896, p. 374—381. —J. D.
E.
Schmeltz. Über eine Sammlung aus Konstantinhafen, Astrolabebai. Internat.
Archiv f Ethnogr. VIII. 1895, p. 241—244., IX. 1896, p. 113—125. — O.
von
Möllendorff.
Diagnosen neuer und kritischer Landdeckelschnecken. Nach-
richtenbl. d. D. Malakozoolog. Ges. XXIX. Frankfurt a. M. 1897, p. 45. —
Walter Rothschild and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates
Zoologicae. X. 1903, p. 84, 91, 197, 204.
Band IL 2. Seite 462, Z. 5 v.u. Mumes statt Mumus.

„nbsp;„ 463, Z. 14 v. o., S. 627, Z. 5 V. u. Nach F. J. P. Sachse heisst der Ort nicht

Wonsudu, sondern Ansudu (Tijdschr. K. Nederl. Aardr. Gen. (2) XXIX.
1912, p. 76).

„nbsp;„ 465, Z. 19 V. o. Mata Kawa statt Mata Kaua, Wara Kawa statt Wara Kaua

und Adabama Kawa statt Adabama Kaua.
„ „ 465,
Z. 13 v.u., 481, Z. 3 v. o., 492, Z. 16 v. o. David Burke statt G. L. Burke.
„nbsp;„ 465, Z. 3 V. u. Karobailo Kawa statt Karobailo Kaua.

„nbsp;„ 467, Z. 7 V. u. anzufügen : James Cosmo Melvill and Rob. Standon. Report

on the Marine Mollusca obtained during the First Expedition of Prof A. C.
Haddon to the Torres Straits, in 1888—89. Journ. Linn. Soc. Zoology. XXVII.
1899—1900, p. 150—206.
„nbsp;„ 474, Z. 9 v. o. Lugauèng statt Lugauèn.

„nbsp;„ 476, Z. 23 v.o. hinter Kahl anzufügen: 3°55\'S., 152° 3272\'E. nach der Karte

von K. Sapper.
„ „ 476, Z. 17 v.u. A. Rocholl statt W. Rocholl.
„nbsp;„ 477, Z. 8 v. u. am statt von.

„nbsp;„ 478, Z. 6 v.u. p. 184—217 statt Heft i.

„nbsp;„ 486, Z. 2 V. u. anzufügen : A. B. Meyer. Beschreibung der bisher unbekannten

Weibchen von Astrarchia Stephaniae und Epimachus macleayanae. Journ, f.
Ornithol. XXXVII. 1889, p, 321—326.
„nbsp;„ 489, Z, 7
V. u. anzufügen : Fr. KräNZLIN. Orchidaceae Papuanae. Oesterr. botan.

Zeitschr. XLIV. Wien 1894, p. 301 ^

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Band IL 2. Seite 489, Z. 10 v.u. anzufügen: V. F. Brotherus. Some New Species of Australian
Mosses described. Öfversigt af Finska Vet. Soc. Förh. XXXVII. 1894/95.
Helsingfors 1895, p. 151, 153—155gt; 163, 165, 170., XLII. 1899/1900, p. 105, 120.
„nbsp;„ 496, Z. 13
v. o. Grossen statt Kleinen Providence-Insel.

„nbsp;„ 501, Z, 19 v.o. Mabudauan statt Mabaduan.

„nbsp;^510 zw. Z. 23 u. 24 v.o. einzufügen: Lix 1890. — Der Sammler Lix ging

1890 für das Muséum d\'Histoire naturelle in Paris nach Neu-Guinea. Aus den
wenigen, mir bekannt gewordenen Beschreibungen der von ihm gesammelten
Objekte entnehme ich, dass er sich auf der Thursday-Insel, auf der Yule-Insel,
zu Nikura und Nabuapaka an der Südküste von Britisch-Neu-Guinea aufgehalten
hat
(Léon Vaillant. Sur une collection de poissons ... île Thursday. BuU. Soc.
Philomat. (8) III. 1890—91. Paris 1891, p. 8—11.
— walter rothschild and
Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Novitates Zoologicae. VIIL Tring

1901,nbsp;p. 61, 77, 82., X. 1903, p. 75, 90, 92, 196.— V. F. Brotherus. Some
New Species of Australian Mosses described. Öfversigt af Finska Vet. Soc.
Förh.
XL. 1897—98. Helsingfors 1898, p. 175, 187).

„nbsp;„ 512, Z. 20 v.u. Herbertshöhe statt Herhertshöhe. Nach G. Friederici (Mit-

teilungen aus den Deutschen Schutzgeb. Ergzgsh. N^ 5. 1912, p. 9) lautet der
einheimische Name Kökopo.
„ 517, Z. 28 v.o.,
s. 518, Z. 17 v.o. Herbert statt Hubert Geisler.
„nbsp;„ 517, Z. i v.u. anzufügen: W. schmidle. Epiphylle Algen nebst einer Pitophora

und Dasya aus Neu-Guinea. Flora. Allgem. botan. Ztg. LXXXVIII. Marburg
1897, p. 304—326.
— V. F. Brotherus. Some New Species of Australian

Mosses described. Öfvers. af Finska Vet. Soc. Förh. XLII. 1899/100, p. 106._

Anton Reichenow. Neue Vogelarten aus Kaiserwilhelmsland. Ornithol.
Monatsber. V. 1897,
p. 161., Zur Vogelfauna von Kaiser Wilhelms-Land. Journ.
f. Ornith. XLVI. 1898, p. 124—128.
„nbsp;„ 518, Z.
i v.u. anzufügen: K. M. heller. Beitrag zur Papuanischen Käfer-

fauna. Abhdl. u. Berichte K. Zool. und Anthrop. Ethnogr. Museum Dresden.
V. 1894
/5, N°. 16., VL 1896/7, N°. ii. X. 1901, N°. 2., XIL 1908., Zwei
neue Beutelthiere aus Neu-Guinea. Ibid. VL 1896/97, N°. 8., Anuromeles keine
neue Säugetiergattung. Zoolog. Anzeiger. XXVIL Leipzig 1904, p. 675—676.,
Ueber Terinos und eine neue Abisara-Art aus Neu-Guinea. Iris XV. Dresden

1902,nbsp;p. 127—132. — A. B. Meyer. Notiz über Vögel in Deutsch-Neu-Guinea.
Ornithol. Monatsber. VIL 1899, p. 144.
— Arnold Pagenstecher. Die
Lepidopterenfauna des Bismarck-Archipels. Zoologica herausgeg. von C. Chun.
Heft 27. 1899,
p. 6. — Walter Rothschild. Catalogue of the Arctianae.
Novitates Zoologicae. XVIL 1910, p. 146, 152. — Ernst Hartert. On the
Eggs of the
Paradiseidae. Ibid. p. 485, 488—490.

„nbsp;„520, Z. 16—20 v.o. Ricardo Rohde (nicht Rhode) ist, wie er kürzlich selbst

mitteilte (Eine Reise nach Neu-Guinea vor 25 Jahren. Der Welt-Courier. XVL
Berhn 1911, p. 128), 1887 als Beamter der Neu-Guinea-Kompagnie nach Kaiser
Wilhelms-Land gelangt. Die Tatsche, dass er in der Umgebung von Finsch-
Nova Guinea. il Entdecküngsgeschichte.nbsp;105

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Hafen einige Insekten gesammelt hat, veranlasste Ed. G. Honrath zu dem
folgenden Erguss: „Es muss besonders anerkannt werden, wie die genannte
Gesellschaft dafür Sorge trägt, dass von ihrem grossartigen, von deutscher
Thatkraft zeugenden Unternehmen auch die Wissenschaft Nutzen ziehtquot; (Neue
Rhopaloeeren. Berliner Entomolog. Zeitschr. XXXII. 1888, p. 247).

Bandll. 2. Seite 521, Z. 10 v.u. anzufügen: V. F. Brotherus. Some New Austrahan Mosses
described. Öfvers. af Finska Vet. Soc. Förh; XXXVIL 1894/95 p. 160.

„nbsp;„ 523, Z. 21 v.o. Thomson- statt Thompson-Bai.

„nbsp;„ 528, Z. 16 v.u. anzufügen: Lamberto Loria. II matrimonio nei villagi del

Basso San Giuseppe. Archivio per l\'Antrop. e la Etnol. XXXIIL Firenze
1903, p. 85—96.

„nbsp;„ 529, Z. 13 v.u. G. W. Kirkaldy statt Kirkeldy.

„nbsp;„ Z. 4 v. u. anzufügen : V. F. BROTHERUS. Some New Australian Mosses described.

Öfvers. af Finska Vet. Soc. Förh. XLII. 1899/1900, p. 95.

„nbsp;„ 536, Z. 3 und 7 v.o. Heinrich Böhmermann statt B. Böhmermann.

„nbsp;„ 542, Z. 4 v. o. Südküste statt Südküte.

„nbsp;„ 545, Z. 3 v.u. 627, Z. 7 v.u. Über die von william Doherty in den Jahren

1892-—93 sowie 1896—97 erbeuteten Tiere handeln noch die folgenden Arbeiten :

K. Jordan. New Species of the Genus Scymitus from the East and New Guinea. Novitates
Zoologicae.
1. Tring 1894, p. 125—128, 137. — K. Jordan and Walter Rothschild. Some new
Forms of the Genera
Bizarda and Milionia. Ibid. IL 1895, P- 4^4465- Walter Rothschild
and K. Jordan. On some New Lepidoptera from the East. Ibid. A^I. 1899, p. 431, 433., Descriptions
of new or rare Oriental
Lithosn7iae. Ibid. VIII. 1901, p. 410—-423 passim. — Walter Rothschild
and Ernst Hartert. Notes on Papuan Birds. Ibid. X. 1903, p. 73, 74. — W. W.arren. New Species
and Genera of the Families- Drepanulidae, Thyrididae, Uraniidae, Epiplemidae, and Geometridae. Ibid.
V.
1898, p. 225, 230, 236, 240, 249., XV. 1908, p. 330, 347. — Walter F. H. Hampson. Descrip-
tions of New Scolytidae .. . . Transact. Entomolog. Soc.
1896, p. 207—208. — A. Senna. A new
genus and several new species of Brenthidae. Notes from the Leyden Museum XX.
1898/99, p. 66—-67.—
H. Grose-Smith. Descriptions of Five New Specimens of Lycaenidae. Novitates Zoologicae. IV. 1897,
p. 366—368. — C. SwiNHOE. Descriptions of new Eastern Moths. Ann. and Mag. Nat. Hist. (7) XII.
1903,
p. 194. — W. L. Distant. Rhynchotal Notes. Ibid. (7) XII. 1903, p. 249, 251—252. —
Edgar
A. Smith. Descriptions of New Species ,of Land-Shells from New Guinea and Neighbouring
Islands. Proceed. Malacolog. Soc. II.
1896-—97. London 1897, p. 286—290.

„nbsp;„ 549, Z. 24 v.o. Thomson- statt Thompson-Bai.

„nbsp;„ 557, Z. 3 v.u. Rothschild statt Rolhschild.

„nbsp;„ 564, vor Z. I v.o. einzufügen: Melchior Treub 1893. — Der Direktor des

Botanischen Gartens in Buitenzorg, Melchior Treub, trat am 2. September
1893 eine zweimonatige Fahrt nach dem östlichen Teile des Indischen Archipels
an. Er besuchte Amboina, Ceramgt; Gisser, Ceram Laut, einige der Banda-,
Tanimbar-, Kei-, Aru- und Südwest-Inseln sowie Sekrü [Skru] an der West-
küste von Neu-Guinea, wo er sich nach Ausweis der Etiketten der von seinem
Begleiter J. G.
Kramers geschlagenen Gesteine am 10. Oktober aufhielt.
Ausser Listen der gesammelten Pflanzen sind über die Reise keine Einzelheiten
bekannt geworden (Verslag omtrent den toestand van \'s Lands Plantentuin te
Buitenzorg over het jaar 1893. Batavia 1894, p. 26—31).

„nbsp;„ 579, Z. 18 v.o. Nowaun [Nuan] statt Nowaum.

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BandIL 2. Seite 581, zw, Z. 12—13 v. o. einzufügen: F. Kunzmann 1893—96. — Wie B. HagEN
mitteilt (Unter den Papua\'s. Wiesbaden 1899, p. 141), war kunzmann von
1893—96 Apotheker und Hospitalverwalter in Stephansort und sammelte Inder
Umgebung der Astrolabe-Bai hauptsächlich Fische, Kriechtiere und Schmetter-
linge, die er an Händler verkaufte. Die von ihm erbeuteten Reptihen und
Batrachier beschrieb
Th. W. van Lidt de Jeude (Reptiles and Batrachians
from New Guinea. Notes from the Leyden Museum
XVIIL 1896/97, p. 249—257).

,,. „ 582, Z. i ff. v. u. Wilhelm Micholitz 1893—94. Aus den von V. F. Brotherus
mitgeteilten Daten erfahren die a. a. O. angegebenen die folgenden Ergänzungen :
Auf dem Wege von oder nach den Timor Laut-Inseln besuchte er Sekrü [Skru]
an der Westküste von Neu-Guinea. Ausser auf Mioko sammelte er im Oktober
1893 auch auf dem benachbarten Neu-Mecklenburg. In Britisch-Neu-Guinea
hielt er sich, ausser auf den bereits erwähnten Cloudy-Bergen, auf der Stirling-
Kette und in Suan auf; im Februar
1895 befand er sich im 2000 feet hohen
Gebirge bei Mita unweit der Milne-Bai.
1898 traf er endhch im Louisiaden-
Archipel ein, wo er im April und Mai auf der Rossel-Insel sammelte. Auch
die Thursday-Insel hat er besucht. (V. F.
Brotherus. Some New Species of
Australian Mosses described. Öfversigt af Finska Vet. Soc. Förhandl. XXXV.
1892/3, p. 38, 40, 41., XXXVII. 1894/95, p. 157, 158, 166, 167, 171, 172.,
XL. 1897/98, p. 166, 167, 180, 181, 183, 184, 190, 192., XLII. 1899/1900, p.
96, 97, 108, iii, 118, 119. — H. G. Reichenbach. Xenia Orchidacea, fortges.
von F.
Kränzlin. IIL Leipzig 1900, p. 100—loi, Taf. 256. —J. Valckenier
SüRINGAR. Cyperaceae. Nova Guinea VIIL 2. 1912, p. 700).

„ 586, Z. ii v.u. anzufügen: C. J. F. Le Cocq D\'Armandville. Woordenlijst
der taal die gesproken wordt in het gebergte van Kapaur tot Sekar. Tijdschr.
v. Ind. T. L. en Vk. XLVI. Batavia 1903, p. l70.

T,nbsp;5) 59L Z. 29 v. u. „Lokohuquot; statt „Tokohuquot;.

,, 592, zw. Z. ii-—10 v.u. einzuschalten: Jean Gabriel Coltee 1894. — Pater
J. G.
Coltee verliess am 10. Juh 1894 in Begleitung von 4 Amtsbrüdern der
Mission von Notre-Dame du Sacré-Coeur die Yule-Insel, fuhr in einem Boote
zunächst nach Pinupaka am Hall-Sund und darauf den St. Joseph-Fluss aufwärts
zu einem Besuch der Ortschaften Mohu, Abeära, Bereina und Poimo. Über
Pinupaka kehrte er nach dem Ausgangspunkte seiner Reise zurück (En Nouvelle-
Guinée. Les Missions Catholiques. XXVI. Lyon
1894, p. 380—383, 393—396).
604,
Z. 14 v. u. dasselbe Dorf statt dasjenige.

„nbsp;„ 608, Z. 25 v. o. besorgt statt bezorgt.

„nbsp;„ 609, Z. 5 v. o. auf einem rechten statt ein rechter.

„nbsp;„ 609, Z. 3 v. u. hinter N°. 39 anzufügen, p. 457—468.

,, 615, zw. 14 u. 15 v.o. einzufügen : George Kerr 1895. — Er entdeckte südlich
von der Deliverance-Insel in etwa
9° 40\'S., 141° 36\'E. auf der Fahrt des
Dampfers „Albatrossquot; ein Riff, dem
john Douglas den Namen Kerr-Riff gab
(Lage des Riffes Kerr südwärts der Insel Deliverance. Nachrichten f. Seefahrer.
XXXVL Berlin
1895, N°. 604, p. 167 nach Notice to Mariners. London 1895,

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N°. 129. — Sir William Macgregor. Ann. Report on Brit. New Guinea
1897—98,
p. 39).

Band II. 2. Seite 616, Z. 3 v.u. anzufügen: Lydia Jacubowa. Polycladen von Neu-Britannien
und Neu-Kaledonien. Jenaische Zeitschr. f. ges. Naturw. XLI. 1906, p. 113—158.

„nbsp;„ 625, Z. 6 v. o. St. Andrew-Strasse statt St. Andrews-Strasse.

„nbsp;„ 625, zw. Z. 24 und 25 v.o. einzuschalten: J. G. Pfalzer 1895. — Der Missionar

J. G. Pfalzer unternahm im Jahre 1895 einen Marsch in das Hinterland der
Missionsstation Simbang. Da die Beschreibung (Eine Predigtreise in Neu-Guinea.
Kirchl. Mittlg. über Amerika, Australien und Neu-Guinea. N. F-. XXVIII. Nörd-
lingen 1896, p. 89) unzugänglich war, vermag ich keine Einzelheiten mitzuteilen.

„nbsp;„ 635, Z. 2 v.u. anzufügen: V. F. Brotherus. Some New Species of Australian

Mosses described. Öfvers. af Finska Vet. Soc. Plandl. XL. 1897/98, p. 169,
174, 183., XLII. 1899/1900, p. 95.

„nbsp;„ 641, Z. 10 v.u. einzufügen: GlOVANNI Ganestrini. Acari della Nuova Guinea.

Atti Soc. Veneto-Trent. Sc. Nat. (2) III. Padova 1897, p. 389—400, 466—469.

„nbsp;„ 648, Z. i v. o. Talili- statt Taléle-Bucht.

„ „ 658, Z. 21 v.o. S. B. Fellows statt Fellowes.

„nbsp;„ 660, Z. 20 V. o. Über die von Amedeo Giulianetti gesammelten Pflanzen

siehe V. F. Brotherus. Some New Species of Australian Mosses described.
Öfvers. af Finska Vet. Soc. Forh. XL. 1897/98, p. 160, 166, 182, 186.— Flora
of British New Guinea. Royal Gardens of Kew. Bull, of Misc. Information.
London 1899, p. 95—126 (bearbeitet von J. G.
Baker, V. F. brotherus,
1. H. Burkill, C. B. Clarke, W. B. Hemsley, R.
A. Rolfe, F. Stephani
und C. H. Wright).

„nbsp;„ 670, Z. 14 v. o. hinter Missionsstation anzufügen: Isulele.

•nnbsp;n

677, Z. I v.u. anzufügen: In der Verwaltung von Niederländisch-Neu-Guinea
wurden seitdem noch folgende Veränderungen vorgenommen: Im Jahre 1903
wurden auch die beiden, dem Residenten von Ternate noch immer unter-
geordneten Abteilungen Nord- und West-Neu-Guinea zu Assistentresident-
schaften erhoben (Staatsblad van Nederl. Indië 1903, N°. 436—7, 8., Erlass
vom 14. Dezember 1903, N°. 14). Unter dem 25. Oktober 1910 (N°. 34) wurden
die Inseln Waigëu, Salawati, Batan Tä nebst den umhegenden kleineren
Inseln unter der Abteilung Nord-Neu-Guinea belassen und dieser noch das
zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und dem am Südende der Sélé-Strasse
liegenden Kap Sélé befindliche Gebiet zugewiesen (Staatsblad van Nederl. Indië
1910, N°. 557). Dagegen wurde laut Erlass vom 5. September 1911, N°. i die
Insel Misol nebst Nachbarinseln\' der Abteilung West-Neu-Guinea unterstellt,
diese der Residentschaft Ternate abgenommen und der Residentschaft Amboina
zugewiesen (Staatsblad van Nederl. Indië 1911. N°. 500).

»nbsp;» 673, Z. 18 v. u. Die von den Missionaren gemachten Sprachstudien über die

Eingeborenen der Walman-Küste verwertete W. Schmidt in einem Aufsatz
(Ein Beitrag zur Kenntniss der Valman-Sprache. Zeitschr. f. Ethnologie. XXXIIL
Berhn 1900, p. 87—104). Später wurden noch herausgegeben: Beiträge zur

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Kenntniss der Valman-Sprache. A. Texte von N. SpöLGEN. B. Beiträge zur
Grammatik von W.
SCHMIDT (Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgen-
landes. XV. Wien 1901, p. 335—366).
Band
II. 2. Seite 682, Z. 9 v.o. hinter Bischof anzufügen: M. J. Stone Wigg.
„nbsp;„ 700, Z. 17 v.o. Paparatawa statt Parapatawa.

„nbsp;„ 701, Z. 2 v.o. Kaböteron statt Kaboteran.

„nbsp;„ 701, Z. 3 v. o. Fesóa statt Fetsóa (G. Friederici. Mitteilungen aus den

Deutschen Schutzgebieten. Ergzgsh. N°. 5. 1912, p. 279).
„nbsp;„ 702, Z. 9
v. o. Tumléo statt Seléo.

„nbsp;„ 708, Z. 9 und ii v.u. Erdbrink statt Erdbrinck.

„nbsp;„ 714, Z. 7 v.u. Kulumadau statt Kulamadau.

„nbsp;„ 731, Z. 10 v.u. Rudolf von Benningsen und Korv. Kapt. Dunbar statt

Korv. Kapt. Rudolf von Benningsen usw.
„nbsp;„ 732, Z. 6 v. o. Päluan statt Baluan [St. Patrick-Insel] (G.
friederici 1. c. pag. 228).

„nbsp;„ 745, Z. 18 v.o. Thomson- statt Thompson-Bai.

„nbsp;„ 753, Z. 9 v.u. anzufügen: Der vom Leutn. de Saint-Julien befehhgte Trans-

portdampfer „Scorffquot; hatte die erwähnte Untiefe am 22. April 1888 in 10° 37,5\' S.,
139° 25,2\'E. aufgefunden (Nachr. f. Seefahrer. XIX. 1888, N°. 1689 nach Avis
aux Navigateurs. Paris 1888, N°. 132/788).

INQUIRENDA.

Julius L. Brenchley.

J. L. Brenchley sammelte auf Misol Fische, die Albert Günther beschrieb es wird
aber nicht mitgeteilt, wann dies geschah.
Brenchley selbst, teilt über diesen Besuch nichts
mit, wohl aber geht es aus seinem Werke hervor, dass er einige Male von China nach Australien
gereist ist, so dass er auf einer dieser Fahrten die erwähnte Insel berührt haben wird

E. Betcke, auch Betche oder Betke.

Betcke sammelte auf Neu-Pommern und Neu-Lauenburg Pflanzen, die F. KräNZLIN,
der sie von Ferd. von Mueller erhalten hatte, beschrieb Ein Teil wurde auch von
G. Lindau bearbeitet Aus einer Bemerkung von KräNZLIN geht hervor, dass Betcke am
24. November 1880 auf Upolu (Samoa-Inseln) sammelte Vermutlich ist er auf einem

1)nbsp;On some new Species of Reptiles and Fislies. Ann. and Mag. Nat. Hist. (4) X. 1872, p. 422—426.

2)nbsp;Jottings during the Cruise of H. M. S. Curagoa among the South Sea Islands in 1865. London 1873, p. XV.

3)nbsp;Orchidaceae Papuanae. Oesterr. botan. Zeitschr. XLIV. Wien 1894, p. 337.

4)nbsp;Acanthaceae papuanae. Englers Botan. Jahrbücher. XIX. Leipzig 1894, p. 3—5.

5)nbsp;Orchidaceae Papuanae, Oesterr. botan. Zeitschr. XLV. 1895, p. 179.

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GoDEFFROYschen Schiff nach Mioko und später nach Austrahen gekommen, wo sein Herbarium
in die Hände von
Ferd. VON Mueller gelangte.

S. White (t).

Nach E. P. Ramsay unternahm S. White aus Süd-x\\ustrahen eine Fahrt nach der
Südküste von Neu-Guinea sowie den Aru-Inseln und sammelte Vögel Es wird aber nicht
mitgeteilt, wann er diese Reise gemacht und welche Orte er besucht hat.

J. Groyon-

Es war nicht zu ermitteln an welcher Expedition nach Neu-Mecklenburg J. GOYON
teilgenommen hat, da mir ledighch der Titel seiner Abhandlung bekannt geworden ist

William Anderson.

Nach Mitteilung von Fr. Kränzlin sammelte William Anderson 1893 auf Neu-Guinea
Pflanzen. Es fehlen aber Angaben über die von ihm besuchten Gegenden

J. E. Linter.

J. E. Linter hat auf Neu-Guinea Schnecken gesammelt, ohne Angabe von Ort und Zeit
Prof.
Eischer.nbsp;/

Wie Franz Werner mitteilt, hat ein Professor Fischer auf Neu-Hannover und in
der Umgebung von Herbertshöhe gesammelt

Heppner.

Nach Rud. Pöch unternahm Heppner im Auftrage der Neu-Guinea-Kompagnie eine
grössere Expedition von Finsch-Hafen über den Sattelberg nach dem Oberlauf des Bu Bui
und kehrte längs desselben stromabwärts zurück. Er starb auf der Heimfahrt nach Deutschland.
Wann er den Marsch unternommen hat, wird nicht gesagt.

1)nbsp;Description of a new Species of Bird of the Genus Tychras. Proceed. Zoolog. Soc. London 1S82, p. 357—^358.

2)nbsp;Notes médicales sur une expedition à la Nouvelle-Irelande. Paris 1883. 75 pp.

3)nbsp;Orchidaceae Papuanae. Oesterr. botan. Zeitschr. XLIV. 1894, p. i6l, 162.

4)nbsp;O. von Möllendorff. Drei neue Arten. Nachrichtenbl. d. Deutsehen Malakozool. Gesellsch. XXIX. Frankfurt
p. 30—31.

5)nbsp;Beiträge zur Herpetologie der pacifischen Inselwelt und von Kleinasien. Zoolog. Anzeiger. XXII. Berlin 1899, p. 372.

6)nbsp;Wanderungen im Gebiet der Kai (Deutsch-Netiguinea). Mittlg. aus den Deutschen Schutzgebieten. XX. 1907, p. 223.

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REGISTER.

A.

Aa, van der., Pater., II. 652.

Aa, P. J. B. C. Robidé van der., 21, 46, 58,
69, 83, 95, 109,
HO, 121, 153, 154, 175, 176,
177, 219, 275, 293, 298,
II. 7, 8, 24, 36, 78,
79\' 95. 133» 134\' 135\' 144\' i47\' 150, 160,
185, 212, 213, 260, 261, 283, 284, 287, 297,
298, 310, 331, 358\' 393\' 828.

Aardrijkskundig Genootschap, Indisch., II. 276.

Aardrijkskundig Genootschap, Koninklijk Ne-
derlandsch., II.
371, 393, 584.

Aas = Was 117.

Aba II. 719.

Abadama Kawa = Adabama Kawa [Forsyth-
Insel II.
388, 465, 501.

Abaga Gaheia [Robinson-Insel] II. 72.

Abai 149.

Abâra [Aboura] II. 746.

Abataros-Bai = Kambotorós [Gower-Hafen] 194,
209, 280, 311,
IL 817.

Abau [Sewell-Insel] IL 224, 490.

Abbot, W. H., 713, 723, 812.

Abdul 179.

Abdul Wahab, Prinz., II. 213, 260.

Abeära IL 532, 591, 632, 669, 837.

Abel, Charles W., IL 528, 533, 534, 574, 624,\'
630, 637, 713.

„Abel Tasmanquot; IL 88.

Abel Tasman-Passage = Kawé-Strasse 102. s.
auch Bougainville-Strasse [Passage d. Français].

Abercromby-Pik IL 446.

Aberdare, Lord., IL 389.

Aberé [Kurudu] 176, 225, 332, IL 30, 31, 78,
137, 161, 201, 214, 331, 333,411,429,626,655.
„Abgarrisquot; 309.

Abgarris- oder Fead- [Nuguria-] Inseln 309, 320,
IL 22, 43, 292, 424, 460, 536, 559, 560, 623,
731\' 764-
Abiara s. Abeära.
Abit Nata = Blanche-Bai IL
162.
Ablancourt, Frémont d\'., 47, 125, 212.
Abo IL 500.

Abo [Sepota] IL 524, 746.
Aboe IL 746.

„Abondancequot; = „Recherchequot; 264.
Abori IL 490.
Aboura [Abâra] IL 746.
Abreu, Antonio d\'., 9—12, 337-
Abrigo, EL,
29.

Abrolhos = Houtman Rocks [Houtmans Abrol-
hos]
189.
Abru II. 409,

Abschima = Kaiserin Augusta-Fluss 11.417,454.

Abuara IL 774.

Abubuma IL 596.

Abugobi IL 529.

Abui IL 421.

Abu Kasim, Radja., IL 167.
Abukiru IL 587.
Abunuma IL 717.
Acapulco 31, 36, 38, 310.
Accident Inlet 80.
Acea 20.

„Achtekerkequot; 102.
Ackers-Untiefe IL 113.

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Acoley, Cornells., 81.
Acosta, Cristoforo d\'., 32.
Acta Sanctorum 183.
„Activequot; II. 140, 145.
„Adaquot; II. 404, 441.
Ada, Kap., 331.

Adabama Kawa [Forsyth-Insel] II. 388, 465,

501, 831, 834.
Adaberdama Kaua = Adabama Kawa II. 388.
Adai IL 682.

Adalbert-Hafen = Prinz Adalbert-Hafen II. 419.

,.Adam Lodgequot; IL 42,

Adamovic, K. von., IL 593.

Adams, Henry., II. 163, 822.

Adams, Thomas., II. 671.

Adau II. 605, 637, 750.

Adaua [Adau] IL 605, 637, 750.

Adelaide IL 545, 631, 731.

„Adelaidequot; IL 37.

Adelaide- [Clark-] Bank IL 37.

„Adèlequot; 292.

Adèle-Insel [Loa oder Bölora] 293, 325,11. 46,

55. 7L 571-
Adelung, Joh. Chr.,
18, 23, 36, 47, 86, 189 s.

auch Brosses, Charles de.,
Aden IL
274, 765.

Adi [Wesel-Insel] 53, 81, 103, 104, 112, 113,
119, 120, 251,
IL 10, 19, 20, 21, 22, 42,44,
45. 57. 98. 117. 144. 185. 216, 261, 366, 425,
503, 543, 628, 815.
Adi-Bai IL 129.
Adimawau IL 773.
Adiupi-Bai II. 463.
Adjibara [Ajibara] II. 634, 635, 660.
Adjula Kadjula [Parkes-Berg] IL 488, 605,

634, 686.
„Adlerquot; IL
423—424, 808.
Adler-Fluss [Bu Su, auch Lugarno] IL 417, 423,

513, 516, 518, 537, 597.
Admiralitäts-Insel, Grosse., 19, 66, 198, 232,
247, 266, 286, 317, 321,
IL 29, 108, 166,
194, 199, 227, 270, 295, 304, 321, 324, 343,
369. 477. 556, 560, 594, 621, 623, 624, 695,
732, 755. 756.
Admiralitäts-Inseln
47, 66, 171, 198, 209,232,
247, 265, 266, 272, 286, 294, 306, 334,
IL
29. 30. 50, 53. 75. 194. 199. 212, 227, 264,
270, 271, 294, 295, 324, 327, 369, 424, 464,

621, 624, 640, 652, 694, 730,732, 755—757.
801, 808, 812—813, 828.
Admirals-Halbinsel=z:Willaumez-Halbins.IL458.
Adolf-Berg = Ottihen-Berg II.
354.
Adolf-Hafen [Sinogu oder Morobe] II. 354,
617, 766.

Adolph-Hafen = Adolf-Hafen IL 502.
„Adolphinaquot; IL 502.
Adolphus-Kanal 307.

Adolphus, Mount., s. Mount Adolphus [Muri]
Adopi IL
234.
Adriaensz., Gerrit, 113.
Adsunambär IL 421.
Adua II. 134.
Aduala IL 466, 554, 663.
Aduera IL 661.
Aduru IL 590, 668.
„Advancequot; IL 386.
„Adventurerquot; IL 238, 784.
„Aerd van Nesquot; IL 86—87.
Aerfanas [Ajer Panas] IL 331.
Aes = Wäs 112, 117.
Afe IL 721.
Affen IL 31.
Afiapu [Apiapu] IL 679.
Afoa IL 663.
Afrika IL 349, 628, 812.
„Afrikaansche GaUeiquot; 168, 169—176.
Agabara II. 498, 523, 746, 749, 778.
Agabuge [Anga Bunga] = St. Joseph-Fluss. IL
446.

Agaçim = Grissé [Gresik] 10.
Agaiambo IL 800.
Agari IL 682.

Agassiz, Alexander., IL 631.

„Agatequot; II. 235.

Agi IL 664, 665, 718.

„Agnesquot; IL 18.

„Agnetaquot; IL 90.

Agno Opagan [Pagan] 102.

Ago IL 513.

Agoada, Isla., 15.

Agonäi II. 525.

Aguada, Eh, 28.

Agutao IL 716.

Aha 150.

Ahee, G. W. van., IL 482, 503, 540, 542, 543,
561. 565, 583. 584. 585, 599-

-ocr page 497-

Ah Gim [Ah Kim] II. 282, 525, 533.

Ahioma [Hioma] IL 471, 522.

Ai 227, 319, 333. IL 94.

Ai, Pulu., (Banda-Inseln) 115.

Aia IL 467, 568, 797.

Aiari IL 718.

Aibala IL 663.

Aibéran IL 331.

Aibinio IL 500, 523.

Aidéo IL 733.

Aidana = Haidana

Aidibal [Eidibal] IL 421.

Aidio IL 777.

Aidubal [Eidubal] IL 419.

Aiduma 46. IL 9, 10, 13, 42, 186, 217, 261,

425, 483, 598, 623, 627, 653, 793.
Aifondi [Mios Korwär, Gr. Providence-Insel]
70, 134, 149, 199, 267, 272, 332, IL 136,
191, 496, 676, 678.
Aigner, L. Alafi., IL 642.
Aiguade, Anse de 1\'., 326.
Aika IL 794.
Aikari, Kap., IL 139.
Aikihia = Tambèro IL 400.
Aikiri [Eikiri] IL 266, 316, 608.
Aikon = Aikiri IL 139.
Aimaha IL 777.
Aindua IL 794.

Ainioro [Amazonen-Insel] 45, IL 524, 525,

691, 747.
Ainsi IL 776.
Aioi IL 691.
Aioma IL 341.
Aiomi IL 139. ,
Aiona [Round-Insel] IL 106, 507.
Aiou = Ajäu-Inseln 221.

Aipiana IL 301, 505, 506, 520, 527, 532, 669.
Aipikara IL 444.
Aipisia IL 569.

Airapin Lawin [Arnold-Fluss] IL 357.
Airapin Ruhün [Joest-Eluss] IL 357, 597.
Aird, D., IL 2, 62, 63, 66—67.
Aird-Berg [Daräi], IL 61, 62, 64, 268,432,434,

450, 547, 568, 614.
Aird-Fluss [Kikor resp. Auror] IL 62, 63, 384,

386, 432, 548, 624, 777, 806, 822.
Airo [Airori] IL 547, 548.
Airóo IL 589.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Airori [Airo] 11. 547, 548.

Aitana [Haidana oder Lilly-Insel] 11. 179.

Aitari 11. 266.

Aitéa 11. 554.

Aitutaki 240, 11. 662.

Aivei = Ai Wai 11. 268, 317, 450.

Aiwa, Kap., 11. 186.

Ai Wai [Aivei] 11. 268, 317, 434, 436, 450,

549\' 550, 566, 567, 586, 587, 614, 828.
Aiwai [Aurormar, Purari] 11. 434.
Ai Wai Eapu 11. 567.
Ai Wai Hekai IT. 567.
Aiwakala 11. 712.
Ajambori 11. 119, 149, 234.
Ajapo 11. 563.

Ajau-Inseln 70, 98, 221, 238, 249, 276, 295,
306, 310, 317,
333, 338, 11. 41, 51, 94, 287.
Ajawi [Mios Kairu, KL Providence-Insel] 130,

134, 199, 267, 317, IL 136, 496.
Ajer Panas = Aerfanas 11. 331.
Ajer puti s. Weisses Wasser 121.
Ajibara [Adjibara] IL 634, 635, 660.
Ajori [Wajori] IL 234.
Aju Baba = Baba 224.
Ajub 279.

Ajuba, Nakhoda., 249.

Ajulakajula == Adjula Kadjula [ Parkes-Berg]

IL 634.
Ajuru IL 517.

Akabara IL 505, 531, 532, 553.

Akabara Pohé IL 447.

Akalauna II. 491.

Akamare IL 736.

Akani IL 559, 731.

Akara = Wakara IL 8, 740.

Akarina IL 778.

Akèsawi IL 234.

Akewa IL 238.

Ake Wailui II. 279.

Akor- [Schour-] Bucht IL 494.

Akuluma IL 719, 800.

Alabule [Anga Bunga] = St. Joseph-Fluss IL

446, 663.
„Alacrityquot; 231, IL 194, 369.
Alacrity-Hafen IL 194, 343, 423.
Alacrity-Spitze IL 194.
Alancatouw 162.
Alang 179.

106

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Alas-Strasse 229, 249, 254, 284, II. 81.
„AI Bahanasaquot; II. 585.
Albany, Duke of., IL 338.
Albany-Inseln 241, 307, II. 15, 291, 510.
„Albatrossquot; IL 141, 238, 357, 367, 400—401,
408, 409, 434, 456, 464, 466, 471, 483, 507,
510, 568, 570, 656, 808, 837.
Albatross-Inseln =: Egum-Inseln IL 466.
Albatross-Kanal IL 211, 400, 759.
„Albertquot; IL 437.
Albert-Berge IL 67.
Albert-Insel = Pandjang, Pulu., IL i6r.
Albert-Rifif IL 56, 85.

Albert Edward-Berg [Umi Labule] II. 488, 660,

663, 669, 754, 806.
Albertis Junction [Soak Point] IL 498.
Albino-Bucht IL 162.
Albinos IL 162.
Albrecht, F., IL 394.
Albrecht, George., IL 357.
Albuquerque, Affonso d\'., 9, 11.
„Albyn\'s Islequot; II. 184.

Alcester-Inseln = Lord Alcester-Inseln IL 365,
370.

„Alckmaerquot; 105, 106.
„Alcyonequot; IL 86.
Aleford-Inseln IL 188.

Alelc [Arere] IL 317, 450, 549, 567, 587,
680.

Alele-Insel IL 567.

Aleme [Musgrave-Fluss] IL 438, 441, 611,
682, 779.

„Alertquot; 301, IL 141, 193, 235—236, 291—292,

367-

Alert-Felsen IL 292.

Alert-Rifif 301, II. 55, 73.

„Alexanderquot; 238.

Alexander VI., Papst., 30.

Alexander, Prinz von Preussen, II. 356.

Alexander-Bai 128.

Alexander-Berg IL 268, 450, 607, 608.
Alexander-Gebirge = Prinz Alexander-Gebirge

II. 356.

„Alexandraquot; II. 143, 144, 296, 384, 387, 726.
Alexandra- [Mackarel-] Bai 128, IL 144, 366.
Alexandra-Durchfahrt II. 596.
„Alexandrinequot; IL 495—496, 514.
Alexandrine-See II. 165.

Alexis- oder Grossfürst Alexis-Hafen [Bostrèm-

Bai] IL 227, 324, 452.
„Aleyaiquot; IL 107.
„Alfredquot; 284.
„Alfred Vitteryquot; IL 339.
Alfuren s. auch Haraforas 3, 224, 339.
Alhoka IL 550, 551.

Alf [Faraguet-Insel, Paragua] 25, 94, 329, IL

269, 357. 597. 672-
Ali, Prinz von Tidore., II. 79, 89.
Ah, Schreiber., IL 98.
Ali, Tuwan., 286.
Aliama IL 719.
Alice Gordon-Fluss IL 442.
Alice Hargrave-[Alice-] Fluss IL 230, 231, 425,

498, 499.
„Alice Jardinequot; IL 183.
„Alice Maryquot; IL 259.
Ahce Mary- [Alice-] Rifif IL 259.
„Ahce Mayquot; IL 685.
„Alice Meadequot; II. 262.
Alice Meade-Lagune IL 262, 289, 335.
Ahce- [Alice Mary-] Rifif IL 259.
Ahe, la nymphe., = Insu Moär 206.
Alii = Alf [Faraguet-Insel, Paragua] 2g, 94, 329,

IL 269, 357, 597, 672..
Alim [Elizabeth- oder Elisabeth-Insel] 300, IL

53. 420, 621, 755.
„Aliquisquot; IL 49.
Aljui- [Rossel-] Bai IL 298.
Alkmaar (Geelvink-Bai) 150.
Allardt, Huych., 70.
Allas-Strasse s. Alas-Strasse.
Ahen, Arthur W., IL 724.
Ahen, Charles., IL iio, 112,
113-114, 125.
Allen, Kapt., IL 468.
Allen, William., 252.
Aheyne, H. G., IL 204.
„Alliancequot; 236.
„AUigatorquot; IL 43.
Alhgator-Spitze IL 190, 354.
Ahison, W. N., IL 406, 808.
Allison-Insel [Malus oder Manus] 27, II. 406,

802, 805, 808.
Almeida amp; Sons II. 43.
„Almorahquot; 309.
Aloma = Aroma IL 224.
Alstein [Alsteyn], Pieter., 124—125.

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Aistone, Edward R., II. 219.

Alt, Mathew Bowles., 259-264, 287, 340.

Alting, W. A., 15, 104, 105, 125, 126, 129,

178, 182, 184, 185.
Altmann, Frau., II. 764.
Alukune [Harukune] II. 684.
Alutor 318.
Alvarado 20.

Alvaro de Saavedra 18—20.

Aly-Insel [Siär] II. 353, 362,459,493,494,515,

_ 642, 699, 766, 782.

Am II. 625.

Ama II. 419, 451.

Amable, Mont., = Wunsudu- [Ansudu-] Gebirge
331-

Amabu II. 600.

Amadei, Gius. II. 826.

Amai-Ama II. 470.

Amakata = Neu-Lauenburg 313.

Aman, Prinz von Tidore, II. 260.

Amanubang 181.

Amapala-Bai 159.

Amari IL 490.

Amaribo — Mamoribo IL 430.
Amaseba II. 659, 660, 666.
Amati, Amato., IL 131.
„Amazonequot; 262.

Amazonen-Bucht [Seläi Du-Du] II. 224, 248,

255.- 525. TAT-
Amazonen-Insel II. 270, 602, 691.
Amazonen-Inseln [Laraoro und Ainioro] IL 524,

525, 533\' 747-
Amazonia 36.

Ambäi 19, 177, IL 214, 260, 312, 463.
Ambarak Djabraham, Schech., II. 95.
Ambärpön [Rumbärpon] s. Amberpon
Ambarpura = Amberpon
297.
Ambarssura = Rumbärpur IL 6.
Amberauke- [Berauke-] Fluss = Kumbe IL

767—768, 792.
Amberbaken 175, II. 83, 89, 96, 115, 123, 136,

140, 141, 157, 233, 234, 368, 738.
Amberno = Mamberomno 24, 97, 176, 225,11.

30, 149, 198, 331.
Ambernoli = Mamberomno IL 327.
Amberpon [Rumbarpön] 146, 150, 224, 225,
249, 278, 279,
IL 3, 78, 93, 114, 135, 171,
214, 428, 586.

Amberpon-Strasse 278, II. 174.

Amberpör IL i 39.

Ambitlé 64. IL 116.

Amblau 158.

Amboär II. 174.

Amboina 10, 11, 51, 55, 57, 72, 73, 76, 80,
81, 100, 104, 105, 112, 122, 148, 158, 160,
1ó1, 179, 180, 181, 182, 183, 185, 250, 267,
278, 283, 284, 286, 294, 316, 317, 320, 322,
323\' 325, 333\' n. 3, 4, 5, 10, ii, 14, 15, 19,
20, 22, 24, 26, 31, 32, 35, 36, 41, 54, 77,
79, 80, 82, 83, 84, 97, 98, ioi, 103, 115,
117, 118, 119, 134, 138, 144, 156, 158, 159,
160, 162, 185, 186, 191, 198, 200, 201, 208,
213, 216, 217, 223, 261, 284, 289, 296, 313,
390, 463, 503, 504, 514, 540, 561, 562, 594,
598, 600, 623, 653, 678, 699, 703, 704, 705,
708, 709, 710, 730, 738, 740, 744, 759, 765,
767, 768, 791, 792, 816, 824, 836, 838.

Amböm IL 415.

Ambon s. Amboina

Ambra [Ambergris] 179, 224. II. 17, 119.

Ambrim IL 264.

Ambrosoli, Pater., IL 80.

Ambush-Spitze IL 617.

Amelandt (Insel in der Sélé-Strasse) 151.

Am.èn, Njos., s. Njos Amen

„America II. 18, 73.

Amerika 229, IL 109.

Amherst of Hackney, Lord., 22, 31, 32.

„Amigosquot; IL 94.

AminaGina[Robinson-Fluss]IL 241,490,524,718.

Amir, Prinz von Tidore., IL 77, 78, 98.

Amir Bifalliladjidj 174.

Amis, lies des., 239.

Ammoniten IL 388, 708.

Amnamma = Aberé [Kurudu] IL 30.

Amo-Amo IL 301, 447, 505, 506, 520, 521,
532; 670.

Amos Kalyngkongan IL 481, 653.

Amoturi- [Aumo-] Passage II. 547.

Ampato-Strasse IL 772.

Ampenan 7, IL 57.

Amphlett-Inseln IL 187, 354, 368, 572, 590,
687, 723.

Ampthill, Lord., IL 309, 346.

„Amsterdamquot; 71.

Amsterdam IL 330, 393, 520.

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Amsterdam, Insel., 21, 151, 160.
Amsterdam, Insel., = Mon-Mon, Halbinsel., 81.
Amsterdam, Insel., (s. auch Mios Su)
97, 222,

272, 333, II. 54, 115, 157, 703, 738.
Amsterdam, Kap., = Kafura, Kap., 81, 103.
Amuia II. ó79.
Amuku 146, 150.
Amurera II. 721.
Amutak II. 493.
Amutak-Berge II. 493.

Anachoreten- [Kanit-] Inseln 205, 231, 247, 258,
272, 285, 306,
II. 41, 210,212,228,303,363,
369, 406, 423, 424, 694, 731, 801, 805, 808.
„Anacondaquot; II. 165.

Anagusa [Bentley-Insel] II. 341, 342, 383,437,

748.
Anal II. 725.

Anapapar = Napapar II. 726.
Anaphir = Nafri [Waba] II. 544.
Anawaida II. 547.
Anawaida — Dopima II. 778.
Ancell, E., II. 470, 471.
Ancell-Halbinsel IL 470, 471.
Ancey, C. T., IL 834.

Anchor Cay 255, IL 47, 61, 80, 82, 105, 257, 262.
Anchor-Insel II. 180, 342.
Andai IL 136, 140, 142, 145, 149, 157, 158,
167, 177, 202, 213, 215, 234, 260, 299, 429,
481, 539. 544, 545. 565, 627, 628, 629, 678.
Andai-Fluss IL 149, 215, 629.
Anda Kota IL 686.
Andé== Jendé II.
214.
Andée IL 770.
Andei II. 139.

Andersen, A. F. V., IL 640.
Andersen, Händler., IL 577, 732.
Andersen, Kapt., IL 534,
Andersen, Knud., II. 529.
Andersen, Pflanzer., IL 773.
Anderson, Hugh., II. 80.
Anderson, Neil., IL 522, 684.
Anderson, William., II. 840.
Anderson-Hafen IL 450.
Anderson-Spitze IL 525.
Andersson, G. G., IL 390.
Andesit IL 521.
Andjiga [Anjiga] IL 630.
Andra IL 166, 227.

Andrada, Francisco d\'., 16.
„Andrew Hammondquot; = „Sir Andrew Ham-
mondquot;
300.
Andrews, Joseph., 299—300.
Aneityum (Neu-Hebriden) 258, IL 258, II. 68, 69.
Aneläua ]Ene] IL ,596.
Anemaet, A., II. 35.

Anéri [Feni- oder St. Jan-Inseln] 64, II. 23.
Anga Bunga [St. Joseph-Fluss, Alabule, Arabule,
Paumumu] IL
336, 446, 505, 520, 528, 531,
532, 553. 554- 639, 663, 806.
Angal [Angél, Sanssouci-Insel] 25, 94,11.357,

578. 59Ö-
Angeeu w = Waigëu 152.

Angél [Angal, Sanssouci-Insel] 25, 94, II. 357,

578, 596.
Angerita IL 744.
Anggar Mios 150, IL 289, 502.
Anggradifu 124, 177, 298, IL 3, 168, 817.
Angl- [Maswon-] Seen IL 234, 629.
Angireeuw = Waigëu 139.
Angké, Fort., 274.
„Angleseyquot; 135.

Anglikanische Mission s. Australian Church of

Enghsh Mission.
Angola
59.

Angra Mios = Anggar Mios 150.
Angradifu = Anggradifu IL 168.
Angriffe der Eingeborenen s. Überfälle.
Angriffs-Hafen oder Anse de l\'Attaque [Mumre]
330, IL
28, 357, 358, 581, 597, 621, 651,
672, 758.

Angriffs- oder Attack-Insel [Doi]. 11.211,280.
Angululi II. 794.

Anir [Feni- oder St. Jan-Inseln] 64, IL 23.

Anjer IL 75.

„Anjerquot; IL 223.

Anjiga [Andjiga] IL 630.

Ankermann, B., 4, 13, IL 812.

„Annquot; 320, IL 65.

Ann, Kap., [Annen-Spitze] IL 30, 119.
„Annaquot; 259, 295.
Anna-Insel 272.

Anna, Pulu., = Bur [Bun, Pul] 199, 236, 276.
Annabel-Kette IL 444.
Anne, Kap., 134.

Annen-Spitze [Ann, Kap] IL 30, 119.
Annessau, Kap., = Fi [Pidéi], Kap IL 358.

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Annexionen II. 195 —196, 257—258, 306—307,
310, 325, 344—352,
s.auch Flaggenhissungen.
Anni = Kani [Tuburuasa] II.
82.
„Anniequot; II. 255.
„Annie Brooksquot; II, 281, 299.
Annie-Bucht II. 471.

Annie-Fluss = Wai Lala [Vailala] 11.268,334,

450, 549.
Annie-Spitze IL 290.
Anoapäo II. 761.
„Anoymequot; IL 69.
Anonymus IL 676.
Ansaldo, Marcelo., 28.

Anse d\'Attaque = Angriffshafen 330, IL 28,

357, 358\' 58l 597, 621, 651, 672, 758.
Anse lo = Tanah Merah-Bai 331, IL 215.
Ansudu Wonsudu IL 463, 627, 834.
Ansumanre 24.

Ansus 177, 225, 249, IL 78, 213, 260, 482,

543, 544, 565, 626, 628, 655, 710.
Ansus-Bai IL 139, 140, 148, 169, 201, 288,

298, 313, 33L 333, 411, 463-
Ansus-Insel II. 139.
„Antarcticquot; IL 16—18.
Antediluvian Island II. 57.
„Antelopequot; 235, 236, 248.
Anthony, A. S-, II. 373, 607—608,664,831.
Anthony Caens- [Tanga-] Inseln
90, 132, 204,
233,
IL 23, 43, 84, 116, 136, 212, 339, 340,
. 394, 456, 556.

Anthropophagie 52, 234, 235, 263, IL 105, 201,
233, 603, 609, 741, 803, s. Kannibalismus.
Anti-Slavery Society, British and Foreign.,
IL
195.

Antoine Caze = Anthony Caens-Inseln IL 116.

Anton, G. K., II. 398.

Antsois = Ansus 177.

Antwerpen II. 103, 104, 273.

Antzen, Willem van., 72.

Anuapata = Hanuabada IL 183.

Anumbe [Fetermann-Fluss] II. 356.

Anus 25, 95, 331, IL 30, 288, 411, 431, 626,

743, 768.
Anutschin, D., IL 325.
Anvihe, J. B. Bourquignon d\'., 3.
Ao [West-Insel] IL 271.
Apaa 34.
Apanaipi IL 554.

Aphrodysia 36.
Api (Neu-Guinea) II. 567.
Api (Neu-Hebriden) IL 197.
Api, Gunung., = Genofo oder Gnowo 53, 82,
84, 158.

Api, Gunung., (Banda-Inseln) 66.

Api, Gunung., (Banda-See) 10, 127, 284.

Apia 20, 21.

Apia (Samoa-Inseln) IL 226, 250, 258, 259,
286, 302, 305, 343, 344, 363, 412, 413, 456,
461, 473, 536, 555, 574, 580, 640, 783, 784.
Apiapu [Afiapu] IL 679.

Apiope IL 549, 567, 586, 587, 592, 614, 680.

Apisi IL 335, 773.

Aplin- [Idiha-] Inseln II. 392.

Apparente-Insel 303.

Apphn [Aplin] II. 206.

Apochi s. Apotji.

Apotji [Apochi] IL 630, 658, 723, 775.

Apur IL 788.

Arabaüri IL 626, 772.

Araber 4.

„Arabiaquot; II. 156.

Arabukupuna II. 505.

Arabure [Anga Bunga] = St. Joseph-Fluss IL

446, 663.
Arafak 154.

Arafuras 3, 224, 339, s, auch Alfuren, Haraforas.

Arafura-See IL 198.

Arago, Jacques E. V., 303.

Arago-Bai 303.

Araha II. 407.

Arâi IL 549, 567.

Arak [Ujan-Lagune] IL 696.

Arama IL 771.

Aramasa IL 626, 795.

Aramia II. 746.

Aramut IL* 737.

Arapanur IL 589.

Araucaria IL 557.

Araucaria cjinninghami IL 833.

Arawasi IL 484.

Arbeiter 11.156,318—322, 339—342,382, 383,
436—437, 476, 512, 513, 519, 557, 558,559,
575, 576, 577, 578, 579, 581,
586, 593, 595,
596, 597, 616, 617, 619, 671, 676, 694,
700—701, 737, 760—761, 767, 774, 785, 831.
„Arche d\'Ahiancequot; IL 69.

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Archer, Thomas., II. 307, 309, 345.
Archer-Berg II. 444.
Archway-[Bogengang-] Insel II. 281.
Archway- [Beaufort-] Spitze II. 243.
Arden-Insel [Garboi] II. 80, 81, 90, 117, 225, 263.
Aré = Aru, Tandjung., 242.
Aredo II. 626.

„Arendquot; 167, 168, 169—173, II. 504, 561.

Arende Angäla II. 785.

Arepapon II. 763,

Aréré = Alélé II. 450, 549.

Arerégo II. 749.

Arewa II. 721.

Arfak-Gebirge 154, II. 91, 118, 142, 149, 157,
171, 17s, 176, 177, 201, 202, 207, 215, 223,
233. 234, 236, 368, 539, 628, 629, 805, 810.
Arfaker II. 119, 142, 158.
Arff, P. Chr., II. 575.

Argensola, Bartolome Leonardode., 18,20, 33.

Arguimbar, N. G., IL 81, 106.

Arguni iio, 123, IL 625.

Arguni-Busen 53, IL 45, lOO, 129, 216, 276,

425. 793. 795-
Arguni-Insel IL 251, 289, 313,425,427,625, 771.
Argunung = Arguni-Insel II. 427, 625.
Argyll IL 266.

Argyll-Bai [Masawani Ju-Ju] IL 360, 376.
Ärhus [Hus] IL 560.
Aria II.
454.

„Ariadnequot; IL 226, 258—259, 263.

Arlas, Juan Luis., 32, 40, 43, 48, 211, 338.

Aridi = Aredo IL 626.

„Arielquot; II. 322.

Arihoa II. 289.

Arimo IL 749.

Arimo, Isla de., = Arimoa 13, 25, 29.
Arimoa-[Kumamba-]Inseln 20, 23, 24, 25, 69, 95,
97, 171, 176, 177, 206, 281, 317,
331. II. 53. 77.
78, 79, 136, 214, 215, 274, 299, 431, 654, 810.
Arinde = Lambert, Kap., IL 646.
Aringoi IL 741.
Arion IL 430.
Aripara IL 636, 667.

Aris-Insel [Botsa] 66, 94, 313, 329, II. 358.
Arkèb IL 108, 730.
Arkib = Arkèb IL 108.

Arkona, Kap., [Gundu] IL 423, 512, 513, 516,
537. 557. 578-

Armit, J. E., IL 196.

Armit, Robert H., II. 184, 196.

Armit, W. E., 133, 165, 301, 314-315, 336,
587, 588, 589, 590,
713, 721, 744-745,
807, 831, 833.

Armofin [Niru Moär] 69, IL 431.

Armopa IL 311, 431, 739, 743, 768, 769.

Armringe IL 578.

Armstrong IL 26.

„Arnhemquot; 74—80.

Arnold, Hans., IL 357, 495.

Arnold, Joseph., 298.

Arnold-Fluss [Rain Brum, Airapin Lawin oder
Èsim] IL
357, 696.

Arnoldi, von., Korv. Kapt., IL 580—581.

Aroa IL 179, 279, 290, 375, 635, 663, 688,
693. 720, 773, 806.

Aroapaka II. 774.

Arobi IL 22, 45, 547.

Aroi IL 407.

Aroma IL 224, 248, 265, 266, 278, 289, 291,
334. 336. 360, 381, 382, 409, 440, 465, 489,
490, 491. 533. 545. 551. 570. 592, 602, 632,
681, 797.

Aroma = Orüm IL 654.

Aromäi-Bucht IL 570.

Aromari IL 490, 524.

Aro Numune IL 689

Aroo — Anus II. 30.

Aroob == Èrub [Darnley-Insel] IL 27.

Aróp II. 096, 737, 761.

Aropura [Macey-Lagune] IL 267, 289.

Arora IL 186.

Arouw 152.

Arrowsmith, Aron., 244, 280, IL 53.

Arsaciden = Salomo-Inseln 239.

Arsau = Kärsau 329, IL 356.

Arthington, R., IL 150.

Arti, Isla de., = Insu Moär 13.

Artocarpus s. Brotfruchtbaum.

Aru — Anus II. 431.

Aru-Inseln. 11, 12, 52, 54, 76, 77, 80, 84, 85,
loi, 103, 104, 105, 119, 120, 122, 248, 297,
322,
IL 6, 8, 42, 43, 45, 55, 57, 83, 84,
144, 159, 167, 198, 200, 217, 261, 284, 285,
313. 330, 393. 425. 463. 464. 503. 561, 562,
563. 565. 583. 598. 623, 708, 709, 824,
836, 840.

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Aru, Tandjung., 242.
Aruai II. 140.
Aru-Aru II. 522.
Aruauna II. 684.
Arubada II. 267.
Arui 151, II. 234.
Arumé IL 405.
Arumene IL 734.
Aruwi IL 504.
Aruwo IL 610.

Is IL 114, ri5, 157, 201, 289, 428, 796.
Asahudi 104,

Asara Mirubi [Dibiri Turi] IL 524.
Asarimana IL 603.
Asba IL 169.
As Bakin IL 796.

Asbeek, H. E. Baron van., IL 768.
Ascension 135.

Ascension = Kawé [Ruib] 152.

Aschmann, Kapt. z. See., IL 461.

Ascott [Haskett] 263, 264.

Ashley, Evelyn, IL 347, 348.

Ashmore, Samuel., 295—296, 309, IL 12—13.

Ashmore-Riff 296.

Asi, Kap-, [Harafora-Kap]., 151, IL 148.
Asi = Warsai IL 89.
„Asiaquot; 242, 293, 302, 320, 324, IL 25.
Asia-[Pasi-] Insein 229, 293, 295, 317, 333,

II- 33. 287.

Askenasy, E., IL 208.

Asmin [Metawoi] IL 761.

Asmin [Ulegong] IL 761.

Asrâ, s. auch Isera, Is\'ra, Essera 109, iio.

Assa = Adi 103, 104.

Assassination Creek 251, IL 144.

Asschens, Lavienne Lodewijk van., 181.

„Assistantquot; 255, 256.

Assu s. Asu

„Astrolabequot; 192, 239. 324—334,11. i, 43-48,
77-

Astrolabe-Bai 26, 327, IL 17, 150, 152, 161,
184, 190, 227, 264, 269, 282, 324, 328, 352,
353, 359\' 362, 3ö8,
374, 412, 416, 419, 424,
451, 460, 474, 475\' 478, 512, 516, 518, 519,
535\' 536, 539^ 555\' 558, 581, 586, 599, 642,
643, 650, 672, 673, 674, 699, 734, 735,
737,
757\' 760, 7^4\' 809.
Astrolabe-Ebene IL 575.

Astrolabe-Gebirge IL 47, 73, 224, 240, 266,
314\' 335\' 337\' 380, 442, 519\' 527\' 528, 608,
688, 690, 693, 833.
Astrolabe-Kompagnie IL 519, 538, 581, 597.
Astrolabe, Mont., = D\'Urville-Pik IL 47.
Asu IL 760, 793.

Asu = Santa Maria, Kap., Il, 760, 815.
Asukuël-Bai IL 304.
Ansuwa = Ansus IL 463.
Ata IL 8.

Atagor — Edugor [Nepean-Insel] 256.
Ataijo [Ataiyo] IL 508.

Ataliklikun-Bai [Weber-Hafen] IL 219, 226,
244, 259, 362, 363, 400, 477, 576, 582, 647,
648, 652, 697, 725, 733, 762, 782, 786.
Atamâ IL 796.

Ati-Ati IL 82, 83, 84, 89, 95, 161, 216, 261,

283, 289, 424, 427, 504.
Ati-Ati Onin, 136, IL 89, 161, 261, 464, 504,

627, 707.
„Ati Atul Bariquot; IL 98—103.
Atja Tuning = Ati-Ati Onin IL 161, 707.
Atjèb IL 757.
Atjeh 227, IL 212, 483.
Atkins, John., IL 4.
Atlantischer Ozean 253, 280.
Atoa [Bebi] IL 486, 659.
Atolle IL 508, 514, 534, 536.
„Atravidaquot; 257.

Atsimar — Kaiserin Augusta-Fluss IL 417.
Attack-[Angriffs-] Insel IL 280.
Attack-Insel im Fly-Fluss IL 207, 232.
Attaque, Anse de 1\'., = Angrififs-Hafen [Mumre]

330, II 28, 358.
Attems, Carl Graf., IL 546.
Aua [Durour-Insel] 27, 198,11. 212,730,802,805.
Aua [Reynold-Fluss] IL 248.
Auapata IL 602.
Aubéri IL 314.
Aublet, J. B. Chr. F., 216.
„Auchenblaequot; IL 353.
Auckland IL 305, 412, 413, 555.
Auckland-Inseln IL 16.
Angara IL 639.

Augen-eiland [Pulu Eye] = Ai 227.
Augobi IL 603.

„Augustaquot; = „Princess Augustaquot; 183—184, 340.
Augusta-Fluss s. Kaiserin Augusta-Fluss.

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Augusta-Insel [Safer] 184, 252, 283, 292, II. 120,

124, 236.
Augusta-Untiefe 284.
Augustin, San., [Agustin, Santo.,] 24.
Augustus Mount., 257.
Auian II. 265.
Auiu II. 720.

Aukankana [Oukankana] II. 773, s. Ukankana.
AÜ1 Atonger II.
784.
Aulawun [Vater, Vulkan.,] IL 245, 594.
Aüm 109, II 792.
Aumana-Spitze IL 290.
Aumani IL 314.
Aumo-Strasse IL 547.
Aumoborepa IL 602.
Aumoturi- [Aumo-] Passage IL 547.
Aumuho [Hauboho] II. 567.
Auonganga IL 520.
Auopimaga IL 610.
Auratona IL 505.
Auri [Aure] IL 586, 587.
Auri, Mios., im Geelvink-Busen 150, 177.
Auri, Mios., [Jauri, Djauri] am Westeingang
des Geelvink-Busens
151, 153, 175, 177, 222,
IL 234.

Aurid [Aureed] IL 27, 38, 39, 105, 192.
Auror [Douglas-Fluss] IL 432, 434.
Auror [Port-Bevan] IL 432, 434, 547, 568.
Aurora-Riff 71.
Aurora-Untiefe IL 254.

Aurormar [Aiwai, Purari] IL 434, 436, 833.
Ausere IL 613.

Äussere Route (Torres-Strasse) 298, IL 2. s.
auch Bligh-Einfahrt, Nordost-Kanal, Raine-
Insel-Einfahrt.
Austen, Ernest A., IL
518.
Austen, H. H. Godwin., II. 327.
Austin II. 336.
Australasia 340.

Australasian Wesleyan Methodist Missionary
Society s. Wesleyan Methodist Missionary
Society.

Austrahan Church of Enghsh Mission [Angli-
kanische Mission] IL
374, 506, 533, 552,
573, 587, 681, 690, 713.
Austrahen 4, 17, 74, 167, 189, 228, 241, 286,
287, 303, 306, 333, 340,
IL I, 2, 24, 43,
48. 49. 57. 58, 59. 66, 67, 70, 84, 86, 92,

104, 109, 120, 122, 127, 130, 131, 132, 134,
146, 147, 159, 167, r8i, 195, 203, 218, 228,
232, 251, 252, 274, 277, 291, 305—310,318,
322, 324, 325, 328, 344, 345, 347, 348, 354,
363. 375. 382, 386, 399, 401, 403, 416, 424,
439. 443. 468, 469, 471, 478, 491, 509, 516,
520,
545. 558, 617, 623, 624, 625, 631, 639,
661, 662, 671, 699, 731, 745, 763, 781, 797,
814, 839, 840,
siehe auch Neu-Hohand.
Austrasia
340.
Auti IL 498.
Autila IL 493, 494, 557.
Autruches, Cap des., = Struishoek 92.
Autu IL 8.

Auxcousteaux, St., IL 275, 276.
Avatana [Awatana] = Kaileuna IL 508.
Avera [Awera] IL 720.

Avestruches, Cabo de las., = Struishoek 92.
„Aveyronquot; IL 136.
Avezac-Macaya, M. A. P. d\'., 30.
„Avonquot; 310.
Avon-Inseln 310.

Avo Rani [Awo Rani] IL 693, 720.
Awaiama IL 508, 681, 690, 751.
Awaiama-[Chads-] Bai IL 189, 377, 470, 471,

483, 508, 525, 526, 602.
Awak Awek (?) 225.
Awaka IL óii.
Awaki IL
139, 430.
Awara [Aworra] IL 524.
Awaroro II. 522.

Awatana [Avatana] = Kaileuna IL 508.

Awawiabi = Awawiadi IL 139.

Awawiadi II. 139, 430.

Awawur IL 344.

Awèk 225, IL 215, 288, 463.

Aweleng [Roos-Inseln] 327, IL 458.

Awera [Avera] IL 720.

Awibau IL 801.

Awika IL 611.

Awo Rani II. 693, 720.

Aworra [Awara] IL 524.

Awur IL 788.

Awura, Kap., 84, IL 45, 815.
Ayala, Aldama., 12.

Azimar [Atsimar] = Kaiserin Augusta-Fluss

IL 417, 454.
Azoren IL 594.

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B.

Baarda, M. J. van., 339.

Baba 70, 98, 221, 224, 317, II. 287.

Babaelinai = Ba Klinai 268, II. 818.

Babagi II. 744.

Babaka IL 684, 715.

Babaka Goro IL 751.

Baba Klinai [Duluna-Spitze, Pierson-Kap] 268,
IL 341, 354, 469, 509, 533, 751, 780, 818.
Babar 121, 318.
Bäbase 64, II. 116.
Babäu 127, 128.
Babelsberg-Strasse IL 357.
Baberi IL 741, 748.
Babiko IL 532, 553, 569.
Babine II. 607.
Babiri IL 745.
Babiritsa 297.

Babué [Neuniayer-Fluss] IL 357, 696.
Babuin = Rabuin [Meta-Insel] 25, 67, IL 702,

812, 815.
Babuk IL 452.
Babuori IL 682.
Babuyan Claro IL 51-
Babylonier
4.

„Bachelorquot; [„Nuestra Senora de la Incarnacion

del Desenganoquot;] 163—165.
Baddison, Thomas., 183—184.
Badeleke IL 741.
Baden-Bucht IL 418, 617.
Baden-Poweh, B. F. S., IL 374, 471.
Badhar
178.
Badila IL 365.
Badly-Insel II. 258.
Badoa II. 682.
Badu IL 523, 667.
Badu = Irapi und Lami II. 636.
Badu [Mulgrave-Insel] 257, IL 48, 67, 146,

39L 724.
Baer, Karl von., IL 151.
Baerle, Caspar van., [Barlaeus, C.,]
61.
Baessler, Arthur., IL 374, 463-464,558, 663.
Bafare IL 682.
Bäflo 155.

Bagabag [Rich-Insel] 26, 94, 134, 328, IL 238,

515-

Baga-Baga IL 550, 551, 775.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Bagafebi IL 717.

Bagail IL 759.

Bagamaga IL 611, 613.

Bagaman [Stanton-Insel] IL 72, 281, 550.

Bagan [Bakan] IL 790.

Baganowa [Condé-Spitze] IL 571.

Bagatère [Holz-Hafen] IL 211, 423.

Baga Warina [Conflict-Gruppe] IL 271, 368,

437, 507, 526, 630, 722, 724.
Bâghi IL 451, 452.
Bagnall, Richard., IL 822.
Bagshaw-Rifif IL 365.
Bagudobo [Korohi] II. 749.
Bahatoret IL 755.
Bahia 127.

Bahia = Bohia 46, 338.

Bai IL 217.

Baia IL 744, 748.

Bai Arabi [Koropenaira] IL 567.

Baibara 44, IL 522, 525.

Bâi-Bâi Bari IL 548.

Bai Besika [Tissot-Insel] II. 47, 335, 392.

Bâibua IL 447.

Bâi-Bucht = Etna-Bai IL loi.

Bai la IL 777, 778.

Bai lo IL 571.

Bâik 106, IL 653.

Bâik, Kap., II. 45, 156.

Bai Lala = Wai Lala [Vailala] IL 268.

Baildon, Frances., IL 527.

Baildon, H. Bahyse., IL 527.

Balle IL 718, 719.

Bahey, F. Manson., II. 682, 688.

Bailey, W. H., IL 671.

Baih [Bari] IL 589.

Baimapu IL 552.

Baimopau [Ilsasa] IL 531.

Baina IL 547.

Baines, Thomas., IL 92.

Baining IL 646, 696, 735, 803.

Baining Wuna Mârita IL 647.

Baining-Berg IL 576.

Baining-[Lasul-] Bucht II. 244, 576, 594, 784.
Baining-Gebirge II. 576, 647, 648, 649, 652,

733, 735, 782, 786.
Baio = Kirivi^ina [Bw^oio] IL 534.
Bâipa = Bâipaha II. 532.
Bai Paha [Wâi Paha] II. 679.

-107

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Bäipaha [Béipaha] II. 447, 505, 506, 532,609,

632, 669, 670.
Bairar = Wai Lala [Herauwiri] IL 268, 549.
Baisasara IL 590.
Baitu Boga IL 719.
Bajahé II. 121.
Bakamau
76.
Bakan [Bagan] IL 790.
Bakem, William., IL 522, 571.
Baken in der Torres-Strasse IL 219, 367.
Baker, J. G., IL 199, 440, 489, 838.
Bakera IL 533, 551, 571, 602.
Bakh [Coquille-Insel[ 71.
Bakhuizen van den Brink, R. C., 60.
Bakoni („Götzenbilderquot;) 312.
Balabalak 152, 303.
Balai IL 642, 804.
Balai Mana [Balai-Berg] IL 804.
Balakuwor [Credner-Inseln] IL 649.
Balama IL 757.
Balamafully 187.

Balambangan 219, 220, 224, 227.
Baianawang [Hunter-Hafen] 246, IL 76, 80, 166,
184, 218, 242, 243, 258,273,280, 295,319, 343.
Balangori, Landschaft., IL 701.
Balangori-Bucht [Johann Albrecht-Hafen] IL 28,

701, 820.
Balbo, Cesare., IL 15.
Balcombe, J., IL
472.

Bald-[Miri-] Spitze IL 67, 268, 290, 317, 367,

433, 434, 565, 567.
Baleklek IL 790.

Baien, J. A. van., IL 172, 329-330,481,773.

Balètwi [Naüna oder La Vandola] 232, II. 76,

108, 212, 294, 401, 623, 625, 730.
Balgai IL 400.
Balgai-Bucht IL 400.
Bali 10, 144, II. 65, 66, 68.
Bali-Strasse 184.

Ball, Henry Lidgbird., 243—245.
Bahantine, D., II. 608, 664, 665, 666, 685,

716, 717—718, 779.
Ballantine, O., IL 749, 798.
Ballarat IL 661.
„Baharatquot; II. 582.
Ballard, Chr. Lodewijk., 185.
Baileer, D., IL 250—251.
Ballena, La., = Ansumanre 24, 28.

Balli [Südkap] 327.

Balnatoman [Towanumbatir] = Nord-Tochter
195.

„Balticquot; IL 733.

Baltin, E., II. 83, 88, 93, 104, 114, 137.

Balual = Päluan [St. Patrick-Insel] 66, IL 815.

Baluan = Päluan [St. Patrick-Insel] II. 271, 732,
755, 756, 815, 839.

Balum II. 452, 598.

Balut Masila [Hammock-Insel] 248, 339.

Baly, Joseph S., IL 823.

Bam IL 148.

Bam auf Muschü IL 782.

Bambaga IL 751.

Bamberger, Ludwig., II. 346, 831.

Bamia IL 491.

Bamio IL 798.

Bamler, Ad., IL 558, 597, 598.

Bampton, Wilham Wright., 259—264,287, 340.

Bampton-Insel [Pärama] IL 61, 164, 183, 207,
231, 301, 316, 317, 391, 409, 464, 500, 523,
565, 614, 636, 746, 798, 830.

Bampton-Riff 260, IL 73.

Bampton-Untiefe IL 193.

Bamu IL 62, 524, 546, 614, 615, 656, 681, 746,
749. 778, 806.

Bamus [Süd-Sohn] IL 245,458, 594,646,668, 675.

Bana II. 717.

Bana-Bana [Grange-Insel] IL 47, 224, 255, 270.

Bananen [Pisang] IL 321, 567, 580.

„Bandaquot;, Bark., IL 193.

„Bandaquot;, Reederei, II. 193, 217—218.

Banda-Bank II. 193.

Banda-Inseln 9, 10, 11, 12, 17, 51, 52, 54, 56,
57, 66, 72, 73, 76, 80, 81, 85,
loi, 103, 104,
105, 106, 107, 108,
HO, 112, 113, 115, 116,
118, 119, 120, 121, 122, 123, 128, 135, 136,

137, 139, 142, 147) 148, 158, 180, 181, 182,
185, 226, 234, 263, 264, 308, 322, 323,
IL
3, 14, 22, 35, 44, 55, 68, 82, 117, 165, 198,
217, 313, 424, 463, 483, 504, 699, 709, 760,
815, 836.

Banda Neira II. 4, 6, 504, 623.

Banda-See 4, 5, 10, 127, 284, 303, 316, 333,
IL 41, 68, 84, 108, 424, 705.

Bandawäi IL 312.

Bandeira, Sa de., 12.

Bändi IL 646, 805.

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Banditen-Insel = Pulu Penida 229.

Bandurria, Isla., = La Vandola [Naüna] 232,

Banene = Cannac-Felsen [Weneina] IL 722.

Bangatang [Neuwerk] IL 413.

Bangka IL 197.

Bangka-Strasse 262.

Bangkok IL 186.

Bangu IL 614, 656.

„Bangueyquot; 221, 222.

Bani-Bani Siga IL 365.

Banidju [Baniju] IL 775.

Baniju [Banidju] IL 775.

Banks, Sir Joseph., 81, 211,213, 287, 299, 300.

Banks-Insel [Mua] 241, 254, 257, IL 164, 192,

203, 225, 337, 391, 467-
Banks-Inseln IL 166.
Banks-Kanal loi, IL 781.
Bannantyne, J., II. 81.
Banner, Kapt., II. 140, 146.
Bano IL 160.

Banse, Leutn. z. See., IL 31,
Banua Wahu IL 41.
Bantam 51, 52, 54, 55, 57, 73.
Bantay iio.

Baongung-[Wasser-] Hafen IL 211,

Bapai IL 568.

Bara-Bara IL 316.

Barabun IL 730.

Baragi II. 37Ó.

Baraha 150.

Barahun II. 460.

Barâi IL 682.

Baramura IL 590, 636, 667, 668, 746.

Baramuta-Spitze IL 248.

Bara Ramo II. 484.

Baratara [Java-Fluss] IL 561, 742.

Barbada,La.,= Ninigo-[Echiquier-]Inseln 13, 25.

Barbié du Bocage, J. D., 16, 17, 338.

Barbier de Meynard, C., 4, 5.

Barcelona II. 274, 296.

„Barcelonaquot; II. 274, 296.

Barcia, Andrés Gonzales de., = Gonzales de

Barcia, Andrés. 33.
Barclay, Sanitätsoffizier., II. 821.
Barclay, Andrew., 293.
Bare [Boure] IL 777.
Bare-Bare IL 777.
Barel II. 451.

Bari II. 157.
Bari [Baili] II. 589.
Barigi IL 799.
Barikageri II. 753.

Barimbär = Morehead-Fluss IL 502, 658.
Barimu IL 748.
„Baringquot; 307.

Baring Brothers, London IL 346.
Barkemeyer, Missionar., IL 515.
Barker, A. S., IL 235.
Barkley, Anton., 273.
Barkley, Steuermann., IL 77.
Barkly-Berg II. 450.
Barlaeus, C., [Baerle, Caspar van.,] 61.
Barlow, F. T. Pratt., IL 165.
Barium == Balum IL 452.
Barmen IL 459, 460.
Barnabec IL 272.
Barnett Junction IL 432.
Barneveld [Barneveldt], Fort., 58, 161.
Barobi [Marobe] IL 766, 786.
Baroi [Maroi] II. 567, 568, 614.
Baroi [Queen\'s Jubilee-Fluss] IL 434, 436.
Baron, The., II. 443, 682.
Barpilominka IL 540, 543.
Barrantes, Isla de Don Diego., = Baibara 44.
Barreto, Isabel., 35.
Barreto, Lorenzo., 35.
Barretuno-Bai = Hixson-Bai ? IL 29.
Barrier-Riff 253, 296, 298, 302, 309, 310, 319,
320, 324, II. 18, 25, 37, 59, 61, 63, 64, 65,
69, 70, 82, 107, 257, 392, 631.
Barros, Joäo de., 9, 14, 15, 16. 18, 20.
Barrow, Sir John., 241.
Barrow amp; Austin, Sydney IL 166.
Barthélemy, Gh., IL 474, 475.
Bartholomaeus-Fluss = Prinses Marianne-Strasse

[Muh] 322, IL 32.
Bartholomaeus-Insel 47, 212.
Bartholomew Island = Vleermuis-Eiland [Ha-
béke] 212.

Bartle-Bai [Baunia] IL 189, 377, 525, 533, 552,

573, 592, 601, 603, 681, 715, 724, 748.
Bartie Frere, Sir., II. 189.
Bartlett, John., 242.
Bartolome, Isias., = Mailiu Kolo 45.
Bartolomeo, Isla., = Bartholomaeus-Insel 47, 212.
Barton IL 604.

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Barton, F. R., II. 67, 686, 721, 722, 745, 748,

749—75752—753gt; 773,776—777.797—798,
822.

Barton, G. B., 166.

Baru, Kampong., = Kampong Baru [Tagär Tu-
ping] IL 156, 283, 543, 585.
Baru, Pulu., IL 543.
Barua IL 718.
Baruga IL 605.
Barugi IL 799.
Baruni IL 221.
Baruri IL 716, 718.
Barus [Baros] 3.
Barrussai 2, 3.
Barutu II. 569.
Bary, Nathalie de., 59.
Basabua IL 573.
Basadie -= Pasiata IL 22.
Basahun IL 514.
Basakai IL 492.
Basalt IL 45, 499, 589, 633.
Basari IL 588.
Basarualca IL lOi.
Baschi- [Batan-] Inseln 208, 284.
Basco y Vargas, José., 230, 232.
Basco-Insel = Admiralitäts-Insel, Grosse., 198,

232, IL 227.
Basel IL 652.

Basilaki [Moresby-Insel] II. 180, 187, 188, 240,
257, 316, 336, 339, 341, 342, 361, 376, 379,
383, 392, 436, 437, 449, 509, 691, 724.
„Basiliskquot; IL 132,
155, 178-182, 186-191,

368.

Basilisk-Bank IL 106.

Basilisk-Insel [Sideia] 44, IL 180, 181,225,336,

341, 461-

Basilisk-Kap IL 182.
Basilisk-Pass 261, IL 178, 392.
Basilisk-Passage IL 179.
Basilisk-[Isumrud-] Strasse 94, 328, II. 190.
Basima IL 573.
Bass-Strasse 325.
Basse, Pointe., 331.
Bassecour, Jean de., 173.
Bastiaanse, ]. H. van Boudyck.,
5,13,14,15, 78.
Bassullasulla = Duportail-Insel [Lólobau] IL
245-

Bastian, Ad., IL 357, 457.

Bastian-Fluss [Takón oder Rain Oi] IL 357,
597, 696, 761.

Bastian, Kap., IL 457.

Bat-Insel 300, IL 420, 455, 621.

Bataker 3.

Batalla, Boca de la = Rocky Pass 44.

Batang Palé = Batan Palé 99, IL 816.

Batan-[Baschi-] Inseln 208, 284.

Batan Palé 99, 162, 166, 220, 221, 339,11. 121,
124, 298, 816.

Batan Pele = Batan Palé 221.

Batan Tä [Batantä] 129, 130, 147, 152, 153,
154, 156, 162, 164, 166, 177, 179, 182, 186,
227, 259, 292, 307, IL 31, 112, 125, 126,
128, 140, 156, 202, 313, 564, 705, 816, 838.

Batan Wagé = Waigëu 15, 338,

Bataten \\Dioscorea\\ IL 23.

Batau IL 714.

Batavia 60, 70, 71, 74, 80, 85, 89, 100, loi,
103, 104, 115, 119, 127, 135, 138, 142, 144,
161, 162, 165, 166, 173, 179, 181, 182, 183,
186, 187, 195, 200, 207, 208, 214, 236, 239,
242, 243, 245, 248, 254, 262, 264, 274, 276,
280, 281, 289, 294, 302, 306, 308, 318, 320,
324, 333, IL 4, 10, r4, 31, 32, 35, 46, 66,
75, 85, 88, 90, 91, 115, 121, 141, 146, 147,
158, 160, 167, 212, 223, 235, 287, 296, 305,
324, 330, 390, 393, 399, 413, 463, 481, 491,
503, 528, 542, 555, 561, 585, 623, 699, 725,
•726, 765, 771, 790, 819.

„Bataviaquot; 106, IL 284—285, 287—289, 297,
298, 829.

Batavia-Fluss 75, 121.

Batavia, Insel in der Sélé-Strasse 75, 151.

Bataviaasch Genootschap van Kunsten en We-
tenschappen IL 393.

Bateo = Patio IL 596.

Bates, H. W., IL 140, 219, 327, 435.

Bates-Insel [Goari Bari] II. 435, 547, 777,
778.

Bathe, John de., IL 83.

„Bathurstquot; 308.

Bati Lasän IL 514,

Batimburuk Bating Bura IL 331.

Bating Bura IL 251, 331.

Batio Pitau IL 576.

Bati Suilaüa = Suihk [Stosch-Berg] IL 211,
761, 815.

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Batjan i8, 42, 57, 58, 161, 162, 172, 180, 181,
217, 220, 221, 224, 237, II. 88, 89, 121, 142,

144, 313, 564, 706.

Batsch, Kap., [Botiangin] 92, 197.
Battenpah = Batan Palé 162.
Batu, Pointe., — Haharu [Germania-Huk] 330.
Batu Lobang [Kalédoko] 151, IL 738.
Batu Mata [Table-Spitze] IL 270, 524, 680,
68r, 830.

Batu Puti 128, 242, IL 45, 144, 366, 707.

Batur [Tuburuasa] 118, IL 82.

Bau, Häupthng, 123.

Bau auf Neu-Guinea IL 225.

Bau auf Fergusson-Insel IL 715.

Baua II. 518, 757.

Bau-Bauba IL 635.

Baud, J. Chr., IL 32, 76. ■

Baudin, Nicolas, 191, 286, 291, 292.

Baudin, Kap., = Awura, Kap,, IL 45.

Baudissin, Graf von., II. 357, 400—401, 456.

Baudissin- [Séra-] Huk IL 357, 696.

Baudissin-Insel [Binigém] 266, IL 211, 400.

Baudouin, A., 312, II. 272, 274, 275, 293.

Bäuerlen, Wilhelm, IL 384, 386.

Bau Jang King IL 563.

Baum = Bamu IL 778.

Baumann, Oscar., 55, 74.

Baumhütten IL 485, 750.

Baumwolle IL 193, 222.

Baunia [Bartle-Bai] IL 189, 377, 525, 533, 552,

573, 592, 601, 603, 681, 715, 724, 748.
Baura IL 608, 664, 665, 718, s. Mariri Kiriki,
Bauro [San Cristoval]
244, II. 68, 69, 340,

392, 828.
Baütsu IL 447, 449.
Bave 175.
Bawag IL 642.
Bawé II. 679.
Bawia, Kap., IL lOi.
Bawo IL
392.
Baxter, David., 227.
Baxter, Miss., IL 192, 224, 335.
Baxter-Bai IL 248, 393, 747.
Baxter-Fluss = Mai Kusa IL 205, 337, 472.
Baxter-Hafen = Farm-Bai IL 47, 248, 379.
Bayern-[Ki-] Bucht IL 354, 418, 423, 513,

617, 6i8.
Bay of Islands IL 33.

„Bayonnaisequot; 328.

Bayseo = Waigëu (?) 34.

Bé-[Bi-] Insel [Èf Bé oder Jèf Bé] 226.

Beach, 7, s. auch Luca Veach.

„Beaglequot; IL 48—49, 54—55, 256, 269—270,

274, 280—281, 294, 376.
Beagle-Bai [Palawai] IL 277, 491.
Beagle-Felsen IL 270.
Beagle-Spitze 265, IL 281.
Beale, Thomas., IL 22—24.
Beäm IL 596.

Beardmore, Edward., IL 464.

Bearikwär IL 431, 654.

Beaufort, L. F. de., IL 428, 816, 823.

Beaufort- [Bogengang-] Spitze 326, IL 243.

Beautemps-Beaupré, C. F., 141, 265, 266, 267,

270, 273.
„Beautemps-Beaupréquot; IL 141.
Beautemps-Beaupré-Berg Wuna Kokor [Var-
zin-Berg]
313, IL 242, 313, 394, 477, 647,
649, 700, 733.
Beavis, Oliver., IL 625.
Beazley, C. R., 49.

Bebéa IL 62, 524, 546, 548, 614, 615, 681.
Bebéa Romo IL 62, 524.
Bebéo IL 447, 448, 449, 466.
Bebi [Atoa] IL 659.

Bebusa == Wir Busa [Wir Wusa] II. 772.
Bebiräm 109.
Bebirani IL 792.

Beccari, Odoardo., 175, IL 156-158,159,161,
166, 176, 200—202, 213—216, 232, 233,
368, 629, 705, 824—826, 827.
Beccari-Fluss IL 402, 444.
Beccari-Gebirge IL 629.
Bêche-de-mer s. Tripang.
Beck, Carl von., IL
728.
Beck, J. A. H., IL 564.
Becker IL 293.

Beekman, F. G., IL 98, 103, 823.
Becquerel, A. C., 311.
Bedel, Louis., IL 825.
Bedford, Kap., IL 527.
Bedidi 226.

Bedwell, Frederick., 306.
Bee-Inseln IL 190.
Beechey, Fred. W., 327, II. 52.
Beechey, Kap., 327, II. 420.

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Beehive [Bienenkorb] = Smufui 151,222, II. 234.
Beehive-Eiland II. 187.

Beehive-Felsen [Bienenkörbe] — Dawapia II.
163.

„Beethovenquot; II. 263, 267.

Beeuw — Boo-Inseln 136.

Befloft = Bestoft 151.

Begasi II. 571, 602, 603.

Beggs, S., II. 800.

Begräbnisstätten II. 569.

Behm, E., II. 257, 356.

Behm-Fluss II. 356.

Behrendt, Peter., II. 476.

Behrens, Carl Friedrich, 32, 167, 168—173,

178,
Bei II. 668.

Beibesika = Bai Besika [Tissot-Insel] II. 47.

Beikatu = Waikatu II. 732.

Béipaha s. Baipaha.

Bé Kusa II. 205, 338, 465, 745.

Belcher, Sir Edward., 66, 11.52—54, 129,821.

Belemniten II. 704.

Belerepu = Bilirupu II. 382, 831.

Beleropu = Bilirupu II. 336.

Belford, George., II. 314, 440, 444, 486, 488,

498, 499, 520—521.
Belford-Berg [Ubi] IL 315, 487, 634.
Behau [Eickstedt-Insel] IL 353, 359, 362, 642.
Bèligila [Biligila] II. 29, 801.
Belik IL 789.
Bell, F. Jeffrey., II, 292.
Beh, John., 301.
Bell Rock IL [80.
Beh-Spitze IL 547.
Bellamy-Berg IL 266, 607.
„Bellatrixquot; IL 86.
Belhn, J. N., 39, 230.
Behona-Untiefe 301, 307.
Below, C. W. von., IL
474, 475, 513.
Below- oder Gloucester-Berg [Potläka] 134,
IL 816.

Beiträn y Rózpide, Ricardo., 229.

Bëm [Lesson-Insel] 25, 26, 67, 94, 313, 329,

IL 17, 190, 228, 324, 577, 809.
Bembori 312.
Bena II. 746.
Bemmelen, W. van., 86.
Bencke, Albert, II. 814.

Ben Cruachan IL 266.
Bendemann-Berg 196, 246, IL 211.
Bendigo II. 661.

Bendney-Insel [Butschou] IL 756.
Benene = Cannac-Felsen IL 326.
Bengalen 233, 274, 276, 280, 286, 296, 299,

318, s. auch Calcutta.
Bengkulen 182, 187, 227, 234, 249, 251, 278,

294, 337-
Benham, Wm. Blaxland., IL 616.
Bennet, George., 320.
Bennet, R. G., 80, 141, 168, 335, 338.
Bennet-Insel II. 590.
Bennett, Frederick Debeh., IL 41.
Bennett, George., II. 95, 163, 228, 264.
Benningsen, R. van., 198, IL 56, 194, 577,
731-734, 735, 737, 755-762, 764,766,
782, 784,
802, 839.
Benoist, P. V., 331.
Benoist-Berg 331.

Bensbach, J., IL 481—483, 502—504, 543,

560—563, 599.
Bensbach-Fluss [Turasi] IL 562, 599, 692, 710,
741.

Benson, Kapt., IL 42.
Bentham, George., II. 821.
Benthem, Jan van., 135—137.
Bentley-Bucht IL 189, 341, 354, 355, 377, 471.
Bentley-Insel [Anagusa] IL 341, 342, 383,437,
748.

Bentuni [Bintuni] 226, II. 148, 425, 427, 625, 771.

Beo IL 28.

Bër II. 614.

Bera Goro IL 751.

Bera Kiwiwi IL 714.

Bérard, Auguste., 305, 312, 314.

Bérard, Kap., 305.

Beräu 226, 235, IL 125, 166, 193, 216, 331,

704, 792, 794, 796.
Berauke- [Amberauke-] Fluss = Kumbe II.

767—768.
Berckel, J. M. van., II. 297.
Berebeinumu [Monanumu] II. 664.
Berebo IL 381, 525.

Bereina IL 532, 591, 632, 669, 670, 837.
Bereka IL 444, 718.
Bèrekom IL 614.
Beresford-Untiefen II. 511,

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Bèreruba II. 491.
Beretaval == Beretawa II. 344,
Beretawa II. 344.

Bergmann, Gustav., II. 460, 493, 496, 515,
555,
575-

Bergroth, E., II. 528.
Bergschhpfe II. 227.

Beri-Beri 120, 186, II. 14, 122, 162, 543, 545,

584, 628, 677, 711—712, 768.
Beridni II. 296, 297.
Berikagera II. 550.
Berkeley, M. J., II. 821.
Berkeley-Sund 311.

Berlin IL 131, 147, 285, 345, 347, 348, 349,
352, 359. 399. 495. 520,
535.619,643,703,787.
Berhn-Hafen 25, 330, IL 357, 374, 578, 596,
615, 616, 621, 642, 651, 672, 673, 694, 695,
699, 701, 702, 724, 726, 737, 738, 761, 763,
782, 788, 789, 809.
Berhn-Reede IL 357.
Bernard, Johannes., 178.
Bernardino-Strasse 103, IL 68.
Bernays, Sidney A., IL 384.
Berne, F., IL 746.

Bernstein, H.A., 124, 138,216,221,229,11.1,114,

120-122, 124—127, 128, 134, 156, 705, 817.

Berobesila IL 744.

Beronka Kumbe IL 742.

Berry-Insel [Ndréu] IL 732.

Beru IL 388.

„Berthaquot; IL 239—240.

Bertha-Lagune IL 335, 379.

Bertrand, F. E., 329.

Bertrand-Insel [Sarawai] 25, 67, 329, II. 53.,

578, 702, 782, 809.
Bertrand-Inseln IL 763.
Berwai [Lainbobo] 332.
Besai II. 139.

Bèsëu [Bèsir] II. in, 121, 122, 796.

Bèsir [Bèsëu] IL in, 121, 122, 796.

„Besselquot; IL 343—344.

Bessel-Huk = Bessels-Huk IL 356.

Besselle C-, IL 68.

Bossels, Emil., IL 356.

Bessels-Huk = Pomone, Kap., II. 17, 356.

Bestoft, De hoek., 151.

Beswick, Thomas., IL 248,267—268,277—278,
290.

Bet-Insel [Burar] II. 81, 113, 292.
Betaff 95.

Betcke [Betche resp. Betke], E., IL 839.
Bethge, Kapt. Leutn.; II. 473.
Betke s. Betcke.

Bethune-Baker, George T., IL 800.
Betts, Kapt., II. 90.
Betufi II. 144.

Betur = Batur = Tuburuasa 106.
Betura = Bituru II. 746.
Beturi = Bituru IL 779.
Beukas [Virchow-Fluss] IL 356.
Béuw = Boo-Inseln 152.

Bevan, Theodore F., 37, IL 67, 254,281,282,
290, 299, 317,
342—343, 376, 379-380,
381, 407, 432-436, 450, 547.567. 568, 806.
Bevan, Thomas., IL 432.
Bevan-Hafen [Port Bevan] IL 432, 434.
Bevan-Inseln IL 586.
Beveridge Junction IL 433.
Bewa IL 551.

Beyer, Garh, IL 136, 167, 297.

Beyer, Rudolf., IL 127, 136, 137.

Bezemer, T. J., IL 759.

Bezzi, M., IL 641, 642.

Bi, Jèf., bei Misol s. Èf Bé.

Bi, Jèf, bei Waigëu 315.

Biak s. Wiak.

Biambu IL 656.

Bian II. 561, 584, 792.

Bianongga II. 793.

Biansi [Biantji] 155, IL 121,122,124,260,428.
Biantji [Biansi] 155, IL 121, 122,124,260,428.
Biara = Neu-Pommern 313.
Biaru [Orepai, Miaru oder Coombes-Fluss] IL 267,
289, 472. 553. 554, 566, 611, 670, 806, 833.
Bia Weweka IL 289.
Bibel I.
Bibira IL 625.
Bickford, John., IL 218.
Bidera = Neu-Pommern IL 29.
Bienenkorb [Beehive] = Smufui 151, 222, IL 234.
Bièr 24.
Biga IL 426.
„Big Bonanzaquot; IL 640.
Biger IL 160.
Bigiwin IL 411.
Bigor = Biger IL 160.

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Bijenkorf = Smufui 222.

Bik, E. F. F., II. 767—768.

Bilau-Bucht II. 421, 494.

Bilderdijk, W., 173.

Biliar Beliau [Eickstedt-Insel] IL 353.

Bili-Bili [Vitiaz-Insel] II. 154, 227, 352, 359,

419, 4Sh 460, 494, 516, 642, 757.
Bilibuna II. 507.
Biligila [Bèligila] IL 29, 801.
Bilirupu [Wilirupu] 382, 551, 592, 602, 680,

719, 747, 831.
Billiton IL 103, 197.
Billitonsche Beile 122.
Bilo =: Ndrilo IL 732.
Bilt, J. van der., IL 703.
Bima IL 13, 217.
Bimang IL 557.

Bimbingséng [Tsoi Boto] 11. 596.

Bimimka [Biminka] IL 741.

Bimsstein IL 17, 41, 249, 250, 475.

Bimu II. 689.

Bina IL 681, 798.

Bina-Fluss = Mai Bina IL 279.

Binarubi II. 749.

Bina Turi IL 146, 151, 164, 180, 182,203,204,
207, 229, 232, 316, 317, 367, 388, 391, 408,
436, 440, 464, 467, 501, 523, 613, 636, 667,
668, 722, 748.
Bingabon IL 614.

Binigém [Baudissin-Insel] 206, IL 211, 400.
Bink, G. L., IL 147, 236-237, 297, 312,
329-330, 394, 483, 543-544, 563, 655,
679.

Binotega = Bisotega II. 492.
Binovi^a IL 467.
Binsi 221.

Bintang s. Pentam 5, 6, 7.

Bintuni [Bentuni] 226, IL 148, 425, 427, 625, 771.

Bintuni- [Bentuni-] Fluss IL 427.

Bintuni-[Bentuni-] Golf IL 175, 795, 810.

Binumu [Killerton-Berg] IL 188, 377.

Biobo IL 741.

Bioto IL 180, 466, 506, 532, 553, 609, 773.
Bioto-[Hilda-] Fluss = Oreke IL 180, 206, 336,

378, 407. 447, 466.
Bira HO, 235, IL 739, 796.
Bira-Bira-[Inverary-] Bai II. 247.
Birah = Tambani IL 144.

Birara IL 293.

Birara-[Gazelle-] Spitze IL 243, 293, 516.
Bird, Kapt., IL 194, 826.
Bird, Samuel., 252.

Bird-Insel [Tuaral oder Potomo] (Admiralitäts-
Inseln] IL
194, 295, 304, 621,623, 695, 756,
801, 826.
Bird-Insel (Australien) IL 18, 25.
Bird-Inseln II. 90.
Biri II. 463, 627.
Birika IL 221.

Biró, Lajos., IL 373, 641-643,760-761, 813.
Birói IL 587.
Biru IL 217.

Bischoff, F., IL 784, 804.
Bischofif, James., 337.
Bishop = BischofF, James., 12, 337.
Bisisèra IL 498.

Bismarck, Fürst Herbert von, II. 356, 512.
Bismarck, Fürst Otto von., IL 285—286, 310,
325, 346, 347, 348,349, 350,353,479, 700,829.
„Bismarckquot; IL 412, 413, 461, 808.
Bismarck-Archipel 4, 50, 270, IL 129, 132, 133,
162, 184, 226, 259, 276, 303, 318, 319, 322,
345, 347, 348. 363, 368, 372, 374, 396, 398,
400, 401, 412, 413, 424, 455, 456, 462, 476,
494, 513, 514, 579, 616, 617, 643, 648, 672,
674, 694, 699, 700, 727, 731, 737, 758, 760,
765, 785, 786, 808, 812, 821, 827.
Bismarck-Gebirge IL 353, 479, 643, 644, 645,

697, 727, 734, 787, 809.
Bisotega [Binotega] IL 492.
Bisset, Kapt., II. 107.
Bisuri 220.
Bitan II. 646.
Bitia IL 311, 743.
Bitjaru IL
793.

Bitjaru-[Quaelbergh-] Bucht 118, 119, IL 99,

100, 186, 503, 793.
Bitjoli 19.
Bitoka IL 221.
Bitua IL 668.
Bituru IL
746, 779.
Bizar da IL 593.
Black-Fluss IL 499.
Black Rock II. 391.
Black Rocks [Fairway Ledge] 237.
Blackburne, John., 228.

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Blackwood, F. P., II. i, 25, 58--64, 75, 432, 548.

Blackwood-Bai II. 49, 59.

Blackwood-Kanal II. 89.

Blackwood-Kap II. 67, 268, 336, 432, 547, 568,
614, 681, 796.

Bladen, F. M., 291.

Blaeu, s. Jansz., Willem., 61.

Blaeu, Joan., 140.

Blain-Fluss II. 337.

Blakesley, Kapt., IL 255.

Blala IL 419.

Blanchard-Inseln [Doini] 44, IL 46, 186, 270,
462.

„Blanchequot; IL 141, 162—163, 281, 368, 369.

Blanche-Bai [Abit Nata] 195, IL 162, 184,211,
242, 249, 250, 258, 282, ,293, 294, 295, 297,
302, 305, 310, 318, 323, 328, 343, 344, 361,
369, 400, 401, 406, 420, 423, 456, 461, 462,
477, 480,
494\' 495\' 497\' 5^2, 516, 518, 520,
529\' 536, 556, 559\' 579\' 580, 594\' 615, 616,
624, 625, 647, 648, 674, 700, 725, 726, 730,
735, 821, 827, 828.

Blanford, F. H. Walter., IL 823.

Blanford, W. T., II. 327.

Blankenheym, C. M., 173.

Blankett, J., 252.

Blatternepidemie IL 121, 125, 597, 616, .626,
628, 646, 654, 674, 675, 696, 701, 762.

Blayney, J. A., IL 611, 661, 669, 680, 689,
693, 719—721, 749—751, 779.

Blazed Tree Creek IL 744.

Bleeker, Pieter., IL 36, 97, 103, 820.

Bleichröder, Gerson von., IL 336, 347.

Bley, Bernhard., IL 520, 647, 648, 762.

Bhgh, Wilham., 240—242, 252, 254—257,
260, 262, 286, 340.

Bligh-Einfahrt [Bligh\'s Entrance] 255,11.2,47,
75, 80, 81, 82, 90, 91, 92, 105, 109, 112,
113\' 117\' 307\' 822.

Bhgh-Kanal [Bligh\'s Farewell] 257, IL 48.

Blohm, Kapt, IL 298.

Blois, de., Leutn., 312.

Blommaert, Samuel., 59.

Bloom, Kapt., IL 298.

Bloomfield-Hafen IL 450, 550.

Blosseville, Jules de., 312, 314, 321, II. 17.

Blosseville-Insel [Garuwär oder Kadowär] 25,
67, 94, 134, 313, 329.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Blosseville-Insel [Toau] (Ostküste von Neu-

Mecklenburg) 132, IL 816.
Bloxberg = Bati Lasan IL 514.
Blub-Blub s. Blup-Blup [Garnot-Insel].
Blücher-Berg IL
500.
Blücher-Huk IL 513.
„Blue Behquot; IL 105, 140.
Blum, Hans., IL 398, 698, 728, 734.
Blume, C. L., IL 12.
Blumenthal, Leonhard Graf von., II. 418.
Blumenthal, Pflanzung., IL 355, 359, 399.
Blumenthal-Spitze., IL 418.
Blunden, Whliam., IL 240—241.
Blunden-Fluss [Gada Gina] IL 241, 490.
Bluntschli, H. C., IL 454, 512.
Blup-Blup [Garnot-Insel]
25, 26, 67, 94, 315, 319,

n. 358, 577\' 809.
Blutigel II. 278, 618.
Blyth, Sir Arthur., IL 307.
Bo IL 280, 763, 790.
Bo-Inseln s. Boo-Inseln [Jèf Dé].
Boa IL
597.
Boat Channel 254.
Bobagisa IL 507.

Bobo [Bristow-Insel] 261, IL 61, 180, 301.
Bobo Ama [Huxley-Insel] IL 72, 467.
Bobo Bober IL 404.

Bobo Lewa [Davidson-Berg] II. 506, 663.
Bobolo = Wuwulu [Matty-Insel] 198.
Bobuon IL 383.

Bocage, Terre du., [Ganai-Hügel] IL 47.
Bocander = Mamberomno IL 30.
„Boddamquot; 276.

Boe-Inseln = Boo-Inseln IL 235.

Boeach = Lochac 7.

Boehm, Georg., II. 708.

Boèk IL 654, 743.

Boekhorst, Te., IL 585.

Boekhoven, van.. Kapt., IL 90.

Boelen, David., 200.

Boer, A. de., IL 19, 20, 21, 22.

Boer, N. D. de., IL 109.

Boer, N. J. de, IL 91.

Boer, S. de., IL 117.

Boera s. Bura.

Boers, C. J. IL 5, 10, 11.

Boeseroenshoek 150.

Boether, Paul., IL 757—758, 762—763, 783.

108

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Boettger, Oskar., II. 546.

Boezeroens Eilanden = Mios Auri 150.

Bogadjim [Bogadje] II. 153, 451, 460, 493, 515,

583, 644, 737. 782, 804.
Bogen 25, 77, 78, 196, 255, II. 149, 515,640.
Bogengang-[Archway-] Insel II. 281.
Bogengang-[Beaufort-] Spitze 326, II. 243.
Bogeta [Jabwaia oder Leignel-Insel] 269.
Bogi II. 686, 744, 754, 774, 776, 780, 797.
Bogia, Missionsstation, II. 783.
Bogi\'a-[Prinz Albrecht-] Hafen II. 359, 783.
Bogidu II. 415.

Bogoja [Bogoya] II. 507, 522, 526, 535, 571,

591, 592.
Bo Goro II. 404.

Bogoya [Bogoya] II. 507, 522, 526, 535, 571,

S9h 592.
Boguslawski, Georg von., II. 453.
Boguslawski-Kap., IL
453.
Bohamäu = Bokamäu II. 794.
Böhla, Kap.,
46, 84, 338, II. 45, 366.
Böhmermann, Heinrich., IL 536, 575, 593, 836.
Bohn = Böm II. 676.

Bohnen[Dolü/zosUfragonolobus]II. 236, 237, 828.
Boi [Woi] II. 761.
Boianai IL 603, 690, 691, 723, 751.
Boidagu II. 572.

Boidoga [Goodenough-Insel] IL 187, 462, 470,
492, 510, 529, 573, 590, 638, 669, 687,691,
715, 75L 780.
Boigo = Bogi IL 774.

Boigu [Talbot-Insel] 262, IL 140, 146, 180, 203,
205, 222, 237, 257, 388, 391, 425, 439, 465,
467, 486, 501, 523, 549, 611, 630, 631, 656,
668, 724, 745.
Boio II. 551.
Boioa IL 603.
Boirama II. 365.
Boirawe IL 635.
Bois-Duval, J. A., 334. -
Boismenu, Comte de., II. 754.
Boitalu IL
611.
Boitawaia IL 723.
Boja = Bu Ja II. 415.
Bok IL
451.
Bokamäu IL 585, 794.
Bokemeyer, Heinrich., 104.
Boku II. 553.

Bol II. 789.

Bol-Bucht 131, II. 816.

Bolcanes, Los., = Le Maire-Inseln 13.

Bolcanes, Rio., 29.

Boldt, Steuermann., II. 137.

Bole II. 474.

Boh II. 530.

Bolibada II. 334.

Boliohuto II. 170.

Bolivar, Ignacio., IL 529, 641.

Bollaan, J., II. 702—704.

Bolland, Johannes., 183.

Böloa oder Loa [Adèle-Insel] IL 46, 55, 571.
Bólobab IL 421.

Boluminski, Franz., IL 789, 802.

Böm an der Astrolabe-Bai IL 737.

Böm auf Neu-Mecklenburg IL 676, 763, 790.

Böm = Poum IL 518.

Boma = Bu Ma II. 415.

Bomana II. 685, 715.

Bomatu [Denis-Kap] 269, II. 530, 552.

Bombaräi [Mombaräi] II. 425, 427.

Bombay 248, 251, 262, 277, 278, 279, 295, 301,

IL 75, 80, 263, 443, 643, s. auch Madras.
„Bombayquot;
-307.
Bombay-Bank 307.
Bomfia IL 585.
Bomfoar Béba IL 707.
Bomfoar Runggun II. 705.
Bomu IL 525.

Bon [Boni] 70, 152, 272, 304, 305, IL 28.
Bona-Bona [Mugula oder Dufaure-Insel] 44, II.

73, 224, 248, 255, 265, 270, 632, 681.
Bona-Bona, Dorf., II. 248, 266.
Bona-Bonana [Torlesse-Inseln] IL 271, 526.
Bonagäi IL 798, 799.
Bona Kare-Kare IL 28, 701.
Bonaparte, Prinz Roland., 89.
„Bonavistaquot; 324.
Bond, Henry., 283.
Bonds-Riff = Bramble Cay 255.
Boneawa II. 265.
Bonema IL 664.
„Boneratequot; 174.
Bonga IL
516, 537.
Bongapas [Bongerpas] II. 741.
Bongerpas [Bongapas] II. 741.
Bonggo II. 431, 768.

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Bonggosé IL 427, 625.

Bongi [Bungin], Hoek., = Ukmaré 151.

Bongu IL 152, 153, 352, 419, 519, 539, 575,

642, 673, 737.
Boni [Bon] 70, 152, 272, 304, 305, II. 28.
Boni-Boni II. 714.
Bonin-Inseln 22, IL 22, 23, 84.
Boni Soiné 272.

„Bonitoquot; IL 384, 386, 387, 806.
„Bonitoquot;-Expedition IL 383—388, 410, 806.
Bonito-Fluss = Strickland-Fluss IL 386.
Bonnet, Édouard., 274.
Bonotupu IL 279.
Bonpland, Aimé-, 330-

Bonpland, Kap., [Djuâr] 330, IL i, 76, 102,

149, 311, 351, 654.
Bonthain [Bantaeng] 200, IL 5.
Bonvouloir, Achard de., 267.
Bonvouloir-Inseln [Pana Sesa] 267, IL 163,
469, 724.

Boo-Inseln [Jèf Dé] 136, 152, 157, 163, 166,

187, 226, 267, 297, IL 120, 235, 236.
Booby-Felsen 195.

Booby-Insel 212, 241, 302, 307, 308, II. 15, 18,
25, 33. 39. 43. 49. 54. 59. 63, 64, 65, 66,
68, 69, 73, 80, 81, 82, 85, 90, 91, 107, 109,
no, 113, 117, 120, 123, 193, 198, 254, 263,
292, 391, 511.
Booby-Riff 308.
Booby Shoal 244.
Booby-Untiefe 301.

Boompjes-Eilande = Iwer und Rörbo 150.

Boompjeshoek 150.

Boon, H. G., IL 25, 35.

Boore, Fred. A., IL 432.

Boot-Riff 302, II. 24.

Boótja IL 121.

Bootless Inlet IL 240, 472.

Bor, Levinus., 104.

Bora-Bora 311.

Boramai II. 680.

Borasomari IL 525.

Bor-Bor II. 676.

Borde, J. B. de la., Laborde, J. B. de., 23,

208, 209.
Borebada [Bori Bada] II. 67, 407.
Boreel, Jonkheer Th. G. V., II. 298—299.
Borgen, Carl., IL 453.

Börgen-Bai II, 453.

Bori, Kap., IL 234.

Bori Bada [Borebada] II. 67, 407.

Borim II. 710.

Borné, Jacob., 106—107.

Borneo 14, 208, 220, 227, II. 75, 76, 127, 184,

228, 367, 443, 623, 685, 711.
„Borneoquot;, Prau., 221, 222.
„Borneoquot;, Kreuzer., IL 583—584, 598, 600,

628, 653—655, 679, 702—704, 743.
„Borneufquot; II. 85.

Bornholm, Insel in der Sélé-Strasse 151.
Borno II.
404, 746.
Boro IL 747.

Boroäm [Sahl-Huk] II. 356.
Borobada II. 485, 684.
Boro-Boro IL 605.
Boromai IL 747.
Boromata II. 589.
Boröpen IL 234.
Borowari IL 443.
Borradaile, L. A., IL 616.
„Borrowdalequot; 238.

Börry 105, 113, 116, 117, 118, 120.
Borston, J. H., II. 251.
Boru IL 491.

Boruada [Dudfield-Hafen] IL 256, 270, 277.
Borua Tutu IL 744.
Borware IL 611.

Bory de St. Vincent, J. B. G. M., 191.
Bosanquet, Day H., IL 468.
Bosariri IL 256.

Bosch, Chr. Fr., IL 515, 536, 555.
Bosch, Johannes Graf van den., IL 21.
Bosnik = Wosnik IL 430.
Bosscher C., IL 82—83, I04-
Bostrèm-Hafen = Alexis-Bai IL 452.
Bosu = Losuk IL 556.
Boswéri [Poswéri], Kap., 81, 82.
Bosynet-Spitze IL 467.
Botan 34.

Botany-Bai 239, 258, 259.

Both [Booth?], William., IL 4.

Botiangin s. Batsch, Kap.,

Botsa [Aris-Insel] IL 358.

Bottendorp, Jacob., 166.

Bötticher, Karl Heinrich von., II, 418.

Bötticher-Spitze II. 418.

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Bou II. 545.

Bouchage, Isles du., = Gardenijs-Inseln 204.
Boucher, Kap., = Karufa, Kap., II. 45.
„Boudeusequot; 201—208.
Boudeuse-Inseln = Ufe oder Liot 205, 266.
Bouehat, Paul, II. 679—680.
Bougainville, L. A. de., 37, 44, 91, 182, 187,
200-208, 209, 230, 239, 244, 285, 325, 330,
331, 335, II. 46, 72, 507, 817.
Bougainville-Bai == Humboldt-Bai II. 79.
Bougainville-[Oinake-] Bai II. 651, 743.
Bougainville-Berg 313, 330, 331.
Bougainvihe-Insel [Buka] 194, 203, 215, 265,
311, 318, II. 23, 30, 40, 211, 343, 609, 622,
625, 730, 764.
Bougainville-Insel = Rossel-Insel II. 819.
Bougainville- [Kawé-] Strasse 99, 206, II. 84, 706.
Bougainville-Strasse (Salomo-lnseln) 203, 238,
280.

Bouka = Buka 203.

Bouka Point = Nord-Kap von Buka IL 40.
Bouket, Mont., 331.

Boulenger, G. A., IL 529, 593, 608, 639, 754, 801.

Boullé, A., 214.

Bouman, Cornells., IL 817.

Bounce-Spitze IL 364.

„Bountyquot; 240.

Bourbon [Réunion] 214, 303.

Boure [Bâre] IL 777.

Bourke, Sir Richard., IL 37.

Bourke-Inseln IL 39, 220.

Bournand, Isle == St. Jan-[Feni-, Anir-] Inseln 204.

„Boussolequot; 239.

Bouterika [Bouterike, Buterika] = Sepadim IL
741, 742.

Boutons [Buttons, Knoopen] s. Loh-Loh-Inseln.

Bovenkamp, J. R. van den., IL 677.

Bowden, Vivian., II. 439.

Bowden Junction IL 433.

Bowdler Sharpe-Berg IL 444.

„Bowenquot; IL 220, 283.

Bowen, Sir George., IL 117, 123.

Bowen-Bank IL 283.

Bower, J. St. C., IL 270—271.

Bowera IL 484.

Bowles, W., IL 470.

Bowman, Kapt., IL 219.

Bowongko [Gambunko] IL 415.

Boyd, A. J., II. 277. •
Boydän = Hannibal-Insel (.?) IL 26, 38.
Boyen, Leopold Herm. von., II.. 418.
Boyen-Bucht IL 418.
Boyle, Barnaby., 249.
Boynes-Inseln = Deboynes-Inseln 267.
Boysen, Meindert., II. 93.
Boy-tay iio.
Braam, J. van., 87.
Brabant, J. B. de., IL 25, 35.
Brachymeles Gargassi Parmneles Doreyanus
IL 324.

Braconier, Josua., 105 — 106, 112—113.

Braddon, Edward., IL 603, 604.

Bradley, Händler., IL 513.

Bradley, H. B., IL 204.

Bradley Shoals [Candelaria] 245.

Bradly-Fluss IL 337.

Brady, H. B., IL 280.

„Braeckquot; 48.

„Brakquot; 100—loi.

Brakel, Hendrik van., IL 103.

Brama-Spitze 331.

„Bramblequot; 58-64, 66—67, 69—74, 129.
Bramble-Bai IL 364.

Bramble Gay [Masaramker] 255, IL 60,61,62,
64, 73. \'91, 154, 180, 257, 263, 292, 302, 364,
367, 489, 523, 545, 656, 712.
Bramble-Hafen IL 72, 270, 379.
Bramble-Insel IL 59, 511.
Bramble-Kanal loi.
Bramble-Pass IL 437.
Brameh, W. B., IL 669, 670, 680.
Bramley, J. Francis., IL 683.
Brandenburg-Küste IL 356.
Brandende Berg = Manäm 66.
Branders Eiland, \'t., = Manaswari 146, 150.
Brandes, J., 8.
Brandt, II. 322,
Bran wal wal II. 736.
Braou = Beräu 234, 235.
Brasilien 2.

Brassey, Lady., IL, 443.
Brassey, Lord Thomas., IL 443.
Brassey-Berg IL 450.
Braue, Chr. IL 559.

Braunkohlen IL 83, 84, loi, s. auch Kohlen.
Braunschweig-Hafen IL 418.

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Brauw, C. F. Stavenisse de., II. 83, 84, 129.
Brauw, C. P. de., II. 82-^83.
Brazier, John., IL 203, 204.
Breakfast-Insel = Bristow-Insel [Mibu] 261.
Breaksea Spit 11- 54, 58, 59, 66.
Breaute, NeU de., 203.

Brebes, Kap., = Maja oder Sawasar 151, IL

738, 796-

Brecher-Bai [Broken Water Bay] 329, IL 269, 420.
Bredow, Kap., IL 398.nbsp;\'

Breenien, L. F. van., IL 708.
Bremen IL 356, 357, 358, 675.
Bremen, Kap., IL 358.
Bremer, Sir J. J. Gordon., 318, IL 43.
Brenchley, Juhus L., IL 839.
Brest 239, 265, 274, IL 94, 116.
Bretagne 202.
Brethren IL 248.
Bretigny — D\'Entrecasteaux 264.
Breton, Port., 194, 312, IL 271, 272—275, 286,
293, 296, 297, 305, 343, 354, 361, 369, 623.
Breuer, Pauk,
11, 691—692.
„Breukelenquot; 112.
Breusing, A., IL 356.

Brew, Robert., IL 192—193,222, 237, 337, 465.
Bride, T. T., II. 442.
Bride-Berg IL 442, 682.

Bridge, Cyprian A. G., IL 305, 323, 328,

360—361, 364—365, 830.
Bridge-Spitze IL 163.
„Bridgewaterquot; 242, 289.

Brierly-Insel [Da-Da Hai] IL 71, 72, 339, 342,

564, 383, 550.

Briggs, Kapt., IL 318.
Brigstock, John., IL 25.
Brindisi IL 546.
Brink, A. J. ten., IL 276.
Bring IL 419.

Brisbane IL 131, 178, 182, 187, 211, 222, 254,
265, 292, 305, 321, 342, 343, 375, 382, 383,
390, 407, 439, 449/ 456, 489, 509, 527, 604,
661, 671, 674,
715, 754, 832.
„Brisbanequot; IL 228, 231, 232.
Bristow, Abraham., 203, 296, 300—301.
Bristow-Insel [Bobo] 261, IL 61, 180, 301.
Bristow-Insel [Mibu] 261, IL 231, 316, 386, 391.
Bristow-Insel — Jouvency- und Jurien-Insel 293.
Bristow-Inseln = Trobriand-Inseln II. 119.

„Britanniaquot; 234, 280—281, IL 53.
Britannia-Archipel = Le Maire-Inseln 66.
Britannia-[Tenggé-]Bai 234.
Britannia-Berg IL 189, 774.
Britannia-Gruppe [Six Islands] = Le Maire In-
seln 66. IL 53.
Britannia-Insel = Kairirü [D\'Urville-Insel] IL 5 3.
British Association for the Advancement of

Science II. 327, 389, 683.
British Empire Finance Corporation IL 671.
British NewGuineaGoldMiningCompanyIL632.
British New Guinea Syndicate II. 671.
Brito, Antonio de., 13, 14.
Brito, Miguel Rojo de., 34.
Brito, Simao de., 18.
„Britomartquot; IL 43, 55.
Brixen, von., Landmesser., IL 457.
Broadbent, KendaL, IL 220, 255, 384, 828.
Broadmead-Insel [Kumuh] II. 625, 730, 732,

755, 757, 801, 802.
Brocx, P. H., IL 702—703.
Brockett, W. F., IL 26, 821.
Brodle, Kapt., 301, IL 287.
Brokena Wter Bay [Brecher-Bai] 329, IL 269,420.
Bromilow, W. E., IL 526, 533, 534, 602,

603, 751-
„Bromoquot; IL 283—284.
Brongniart, Ad., 311.
Bronkendik-Bucht IL 585.
Bronsart von Schellendorf, Pauk, IL 418.
Bronsart, Kap., IL 418.
Brooke, Robert., 181—183.
Brooke, Sir James., IL 75.
Brooker-Insel [Utian] IL 72, 253, 299, 379, 437,

467, 526, 550.

Brooks, Kapt., IL 410.
Broome, M. A., IL 443.
Broomfield-Fluss II, 337.
Brori II. 214.

Brosses, Charles de. 23, 47, 85, 86, 168, 172,

189, s. auch Adelung, J. Chr.
Brotfruchtbaum
[Artocarpus] 240, 254, IL 566.
Brothers = Albany-Inseln 241.
Brothers [Gaba] 257, 261.
Brother\'s Hih = Two Brothers [Gaba] IL 155,

164, 180, 225, 510.
Brotherus, V. F., IL 517, 833, 835, 336, 837, 838.
Brouwer, Barend., 125.

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Brouwer, Hendrik., 85.
Brown, A. E. B., II. 184.
Brown, George., II.
218—219, 243, 249, 258,
273,
280-281, 369, 505, 509-510, 526,
529, 673—674,
818, 827.
Brown, Jacob, B., II. 235, 236.
Brown, Leutn., II. 778.
Brown, Peter IL 252.
Brown, Robert., II. 14, 34.
Brown, Robert H., 296.
Brown, Samuel., 252.
Brown, W., II. 596.
Brown-Berg IL 72, 438, 750.
Brown-Einfahrt II. 34, 37.
Brown-Fluss [Naoro] IL 252, 279, 440, 444,
445, 488, 608, 662, 664, 665, 681, 687, 688,
690, 693, 716, 717, 718, 747, 806.
Brown-Insel II. 243.
Brown-Spitze [Kanan] II. 281, 829.
Browne, C. J., IL 340.
Bruce, Robert., IL 524, 746—747, 779.
Brückner, Pflanzer., II. 578.
Brues, Charles T., II. 641, 642.
Bruijn, A. A., IL 213, 222, 233, 288, 299, 312,

411, 503.
Bruijn Kops, G. F. de., IL 77—78.
Bruining, F., 323.
Brumer-Inseln IL 47, 72, 335.
Brun, J., II. 68.
Brune, Isack de., 49.
Brunei 14, 227.
Bruno, Chevalier., IL 264.
Bruno, Sant., [Sanambir] 131, II. 221, 461.
Brust, F. C, IL 767.

Bruun, Konrad Malte., = Malte-Brun, Conrad,
306.

Bruyn [Bruin], C. de., 144.
Bruyne, L. A. de., II, 816.
Brydon, Jones amp; Co. IL 456.
Buache, Phil., 21, 24, 25, 26, 335.
Bu Angi IL 415.
Buano 160, 207, II. 119.
Buano-Strasse 160.
Buarba II. 493.
Bub [Bup] IL 421.
Bub = Kaukambär II. 419, 421.
Bu Barum II. 417.
Bubu II. 594.

Bubuduma IL 682.

Bubue [Bumbewe] II. 789.

Bu Bui II. 398, 415, 421, 452, 459, 474, 516,

518, 557, 840.
Bubui Aua [Langemak-Bucht] IL 363, 368,415,
452, 518, 537. 581, 597, 615, 638, 642, 696,
699, 726.
Bubuni II. 635, 688.
„Buccleughquot; s. „Duke of Buccleugh.quot;
Buccleugh-Untiefe 276, 284, 299, 324, II. 236.
Buceros-Insel II. 207.
Buchal, Joseph., IL 698.
Buchanan, E., II. 682.
Buchanan, Rev., IL 724.
Buchanan-Insel IL 199.
Buchner, Max., IL 356.
Buchner-Bucht., II. 356.
Bücking, Hugo., IL 170, 178.
Buckingham and Chandos, Duke of., IL 135.
Budd, A, C, IL 57.
Budd, G. C., 333.
Budd-Insel 333.
Budde, Kapt., IL 535.
Budel [Pedel], Thomas., 104.
Budelun IL 320, 321.
Budeóbu IL 451.
Budi II. 603.
Bududu Goro IL 553.

Buenaventura, Islade.,=.Basilisk-Insel[Sideia]44.

Buenaventura, Passagio., II. 144.

Buenaventura, Tierra de., 47.

Buèng IL 832.

Buen Bahia 29.

Buen Baya 140.

„Buen Finquot; = „Nuestra Senora de Consola-

cionquot; 219.
Buen Porto 28, 29.
Bufl\'alo-See IL 165.
Bufifon, G. L. L. Cte. de., 312.
Bufo IL 513.

Bufu = Nuför 14, 15, 20, 21.

Bugaé = Nuschunut II. 420.

Bu Gaim IL 417, 474.

Bugemgin IL 537, 555, 578, 597.

Bugi IL 636, 668, 680, 692, 721, 722, 741,

745, 748, 780, 798.
Bugi, Kap., = Sansäpor 151.
Buginesen IL 82, 626.

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Bugis II. 466.
Bugli II. 667.
Bugoja-Bai II. 714, 774.
Buhèm II. 513.
Buhutu IL 531, 781.
Buinai IL 603.

Buitenzorg IL 98, 120, 147, 186, 251, 705,

725, 767.
Bu Ja IL 415.

Buka [BougainviUe-Insel] 194, 203, 245, 265,
311, 318, IL 23, 30, 40, 211, 343, 609, 622,
625, 653, 730, 764.
Buka-Buka IL 757.
Bukaua IL 513, 537, 557, 578.
Bukau Asip IL 481, 597.
Bu Kau Imbang IL 474.

Buke [Mbuke, Zuckerhut-Insel] 198, IL 194, 801.

Bukemau = Bokamau II. 585.

Bukoswin IL 411.

Buktu 312.

Bukulan IL 320.

Bulaa = Hulä IL 684.

Bulaka IL 562, 792.

Buldalu = Pultalu IL 725.

Buh 163.

Bülidan IL 451.

Buhkina IL 507.

Bulina IL 603.

Bull, Kapt., IL 274.

Bull-Insel [Palaiai] IL 625, 732.

Buller, Kap., 195, 326.

Bullok, Händler., IL 756.

Buloff-Inseln = RulofFs-Inseln [Nusa Wulan]

IL 45-

Bultig Eiland = Mios Num 149, 332.

Bulu IL 789.

Bu Ma IL 415.

Bumatu-Spitze II. 530.

Bumbago IL 719.

Bumbaka IL 718.

Bumbewe [Bubue] IL 789.

Bumbi=:Bu Mi IL 415.

Bumbing — Bu Mi IL 415.

Bumbu II. 647.

Bu Mi [Bu Ming] 11-414,415.493.497. 515,621.
Bumi IL 538.
Bumi-Gebirge IL 497,
Bumiki IL 798.

Bu Ming s. Bu Mi.
Bumugina IL 718.

Bun [Bur, Pul, Pulu Anna] 199, 276, IL 330.

Bun IL 20, 22.

Buna IL 713, 774.

Bunama II. 731, 751.

Bunama-Bucht IL 571.

Bung-Berg IL 537.

Buni IL III.

Bunigi II. 749.

Bunker, Kapt., IL 56.

Büntgen, Johannes., 191.

Buntunan = Bintuni 226.

Bunu II, 451.

Bunu Likésal IL 451.

Bunu Miäu IL 451.

Bunu Muruik II, 451.

Bunu Udüsik II. 451.

Bup [Bub] IL 421.

Bupollum = Bu Porum IL 419.

Bu Porum IL 419, 476.

Bur [Bun, Pul, Pulu Anna] 199, 276, IL 330.
Bura IL 776.

Bura [Boera] IL 67, 191, 192, 203, 239, 240,
255. 267, 278, 280, 289, 290, 300, 315, 334,
335. 392. 450, 485. 553. 566.
Bura-Bura IL 341, 383.
Buramana IL 575.

Bura Mana [Gladstone- oder Kant-Berg] IL

190, 478.
Bura-Spitze IL 392.
Burar [Bet-Insel] II. 81, 113, 292.
Burat Mapia-Inseln IL 330.
Burchardt, Eugen., IL 546.
Burckhardt, G. B., IL 150.
Bure IL 789.

Bu Redobo [Margaret-Fluss] IL 442, 443, 613,
753-

Burg, J. van den., IL 742.
Burgberg IL 513.
Buriwadi II. 530.
Buriwaja IL 380.

Burke, David., IL 465-466, 472, 481, 492—

493, 539—540, 810, 834.
Burke, G. L., II, 470.
Burke-Insel [Suaragi] 256, 257.
Burkiii, 1. H., IL 827, 838.
Burmeister, Kapt., IL 223.

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Burnett River Heads II. 340.

Burney, James., 17, 20, 21, 27, 30, 3?, 40, 61,

71, 88, 92, 100, 165, 264.
Burning Isle Ritter-Insel 133.
Burning Isles 172.
Burns, Goldgräber., II. 656, 657.
Burns-Fluss [Udubi] II. 433.
Burns, Philp amp; Co. II. 432, 439, 710, 715.
Buro[Turn-again-Insel] 257,262, II. 180, 258,656.
Buru, Berg., 83, II. 9, 45, 771.
Buru, InseL, 135, 148, 165, 172, 180, 182, 184,
207, 229, 245, 249, 273, 275, 277, 278,, 281,
283, 286, 316, 333,
II. 27, 51, 54, 84, 144,
156, 193, 223, 628.
Buru = Buro [Turn-again-Insel] 257, 262, II. 180,
258, 656.

Buru, Kap., [Nariki] 54, 83, II. 9, 129, 144,

170, 704, 794, 810.
Burumaga II. 611, 613.
Burumäi II. 491.
„Burung Lautquot; II. 156.
Burutü [Purutü] II. 500, 523.
Bury Beräu 226.
Busai-Goldfeld II. 722.
Busch, Moritz., II. 349.
Büsching, A. F., 327,
Büsching, Kap., 327.
Bushy-Insel 298.

Bu Si [Markham-Fluss] II. 190, 417, 422, 516,

537, 643, 697, 740, 785, 809.
Bu Sim II. 415, 416.
Busk, George., II, 74.
Busman II. 676.

„Bussardquot; II. 555—557, 576—577, 650—651,

693—694-

„BussuUah Merchantquot; II. 65.nbsp;,

Bustamente y Guerra, José., 258.
Bu Su [Adler-Fluss] II. 417,423, 513, 516, 518,
537, 597-

Busum II. 415, 492, 494, 517, 537, 557.
Bu Sum II. 537.

Butauèng IL 452, 459, 474, 497, 516, 518, 537,

557, 582, 597-
Bu Tauèng IL
452.
But-But IL 295, 731, 760, 789.
Butchart, Charles., IL 560.
Butchart-Insel IL 187.
Buterika — Sepadim IL 709, 710, 741, 742.

Buti IL 563.
Butinik IL 793.
Butireke = Buti IL 563.
Butler, Arthur G., IL 219, 539.
Butler, F. H. amp; J. W., IL 671.
Butler, Thomas., 244, 260, 317.
Buto Goro IL 553.

Buton 73, 165, 172, 220, 245, 249, 281, 286,

IL 5, 87, 143.
Buton-Strasse 165, 182, 183, 283, 292, 294,11. 108.
Butschou [Bendney-Insel] IL 756.
Butshuruo IL 756.

Butterworth, A. W., II. 592, 603, 605, 607,
631, 632, 637, 669—670, 690—691, 718—719.
Buttons [Boutons, Knoopen] s. Loh-Loh-Inseln.
Buut IL
578.

Buyksloot, Insel., = Hum 151.
Buys, Willem., 107.
„Buysquot; 181, 185, 186.
Bwahi Nurada-Bucht IL 365.
Bwaidoga IL 751.
Bwoidosa IL 723.

Bwoio s. Kiriwina [Trobriand-Insel] II. 354.
Byron-Insel = Selapiu [Mausoleum-Insel] 197.
Byron-[Nord-] Kap 196, IL 295.
Byron, Lord John., 190.

Byron-Strasse[n] 65, 91, 196, 266, IL 29, 50,
162, 211, 362, 595, 596.

c.

Cabelwaija 155.
Cabilo-lo = Kabilol 155.
„Çaboiaquot; 9,

Cabot-Inseln = Madaif und Dombio IL 45.
Cacqueray de Lorme, Marqüis de., IL 609.
Cadiz 258, IL 18.

Caedha [Keda] == Bramble Gay IL 60.
Caens-Insel = Anthony Caens-Insel 90.
„Caernarvonquot; 183—184.
Caesar-Berg IL 486.
Cagias, Adriaan., 173 —174.
Caihié, René., 330.

Caülié, Kap., [Tuatja] 330, IL 79, 198, 215.
Caimana, La., 13. s. auch Caymana, La.
Caimans, Les., [Caymanes, Los.,] = Nissan
233.
Cainam s. auch Ceiram und Ceram 2.
Cairncross-Insel 307, 308, IL 15, 49, 66, 70.

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Cairns II. 339.
Cajadlo-lo 155.

Calcutta 237, 275, 276, 279, 280,281,286,293,
294, 296, 301, 307, 310, 324,
II. 18, 65, 85,
109, 818, 819, 820,
s. auch Bengalen.
„Caldewquot; II.
81—82.
Caledonia, Jemmy., II. 241.
Callander, John,, 86.

Callao 31, 35, 36, 37gt; 209, 258, 311, 316, II. 363.
Calvados-Gruppe II. 46, 72, 775,
Cambawer — Kamboda 165,
Cambioso, L., II. 158, 159.
Cambridge II. 683, 684, 827.
Cambridge, O, F., II. 219.
Cambridge-Expedition II. 683—685.
„Cambusdoonquot; II. 765.
Cameron, John., II. 317.
Cameron, J. B., II. 62, 444, 449, 466-467,
468. 472, 486, 488, 498, 501, 523,
541,
546, 547, 567, 607, 614, 658.
Cameron, P., II.
616.
Cameron-Berg II. 659.
Campbeh, A. Malcolm., II, 775, 781, 799.
Campbell, Händler., II. 400.
Campbell, James,, II, 113.
Campbell, John., 86.
Campbell, Lord George., IL
198, 199.
Campbell, R„ 298—299,
Campbell, W, D., IL 814.
Campbeh, W, T., II. 522.

Campbell-Insel [Sapker, Zapker, Tappoear, Jap-
pear, Jarmuth]
256, 261, IL 27, 39. 48, 73, 113.
Campbell-Kap [Kila] 92, IL 246, 458.
Campbell-Riff II, 113.
Campell-Kap = Campbell-Kap II. 246.
„Camphuysquot; IL 540, 543, 544, 561, 562, 565,
585, 599, 600, 655, 703, 710, 711, 739, 769.
Camphuys-Insel IL 598.
Campori, Giuseppe., 258.
Camus, A. G,, 86.
Canal Mauvais IL
48,
Canaris == Kanari-Inseln 163,
Canavalia obtusifolia II. 169.
Candelaria == Bradley Shoals 245.
Candèze, E., IL 528, 826.
Canestrini, Giovanni, IL 640, 838.
Canevaro, Graf F. Napoleone., IL 232.
Cannac-Felsen [Weneina] 326, IL 410, 591, 722.

Nova Guinea. II. Entdecküngsgeschichte.

Cannibal-Bai IL 437.

Cannonico, Tancredi., IL 145.

Canoë Cay 255, IL 38.

Canoe-Insel IL 207, 746, 779.

Canon Harrison- [Harrison-] Felsen IL 222, 264.

„Canterburyquot; 135.

Cany = Fäur [Pâur] 106, 118.

Cap-Insel [Mukwa oder Mukwär] 257, 261,IL 180.

„Cape Packetquot; 310.

Capota = Kapota 165.

Caprivi de Caprara de Montecucuh, Leo Graf

von., IL 356,
Caprivi-Fluss IL 355.
„Captain Cookquot; IL 163.
Capul 103,
Caras = Karas 106.
Car-car IL 28,
Cardweh II, 155, 178.

Careri, Giovanni Francisco Gemehi., 35, 215.

Carkek = Kéké 217.

Carlbourn, Händler., IL 801.

Carlo Alberto-Archipel IL 156, 216.

Carlson, S. P., IL 470.

„Carnarvonquot; s. „Caernarvon.quot;

Carnarvon, Earl of., IL 135, 195, 196.

„Carnaticquot; 276, 283, 284.

Carnbée, P. Baron Melvill van., s. Melvill van

Carnbée, P. Baron., IL 3, 66.
Carnegie, J., IL [22.
Carnow-Fluss IL 337,
Cams, R., 301.
Caro, Sekretär., IL 765, 766.
„Carolaquot; IL 302—305, 324, 369, 461, 830.
Caron, François., 102.

Carpentaria 53, loi, 181, 237, 240, 286, 289,

306, , 308, 318, 338.
Carpentaria, Golf von., IL 37, 39, 54, 70.
Carpenter, G. H,, IL 467,
Carpentier, Pieter de., 49, 85.
Carpentier-Fluss 158.
Carpi, Leone., IL 145.
Carr IL 51, 400.

Carrington, Lady Ceciha., IL 387.

Carrington Junction IL 387.

Carrion, Juan Pablo de,, 30, 31,

Carry-Insel IL 180,

Carsjens, F, M,, IL 86—87, 217.

Carstensz., Jan.,7,5 2,5 3,74- 80,84,93,289,11.132.

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Carstensz-Gipfel II. 829, s. auch Schneegebirge.
Carter 260, 262, 263.

Carteret, Phihp., 64, 70, 92, 193-200, 203,
207, 208, 231, 238, 245, 246, 266, 276, 335,
II. 53, 162, 273, 319, 678.
Carteret-Hafen 195, 238, 265, 325, 326, 334,
II. 76, 249.

Carteret-Inseln [Kihnailau] 233, II. 258, 295,

302, 424, 460.
Carteret-Kap II, 582.
Carteret-Spitze 326.

Carteret-Strasse = St. Georg-Kanal II. 29.

„Cartierquot; 296.

Carton, A. T. J., IL 35.

Carvalhaes, Pedro de., 7.

Cascado II. 543.

Cascoigne, Kapt., II. 141.

Casembroot, C. de., IL 115.

„Cashmerequot; IL 85.

Castanheda, Fernäo Lopez de., 9, 14, 18, 20, 22.
Castéra, J., 251.

„Castlereaghquot; s. „Lord Castlereaghquot; 301, 324.

„Castlereaghquot; IL 65, 66—67, 69, 129.

Castori-Inseln II. 46.

Gastonnet des Fosses 214.

Castro, Fernando de., 35, 39.

Castro, Lope Garcia de., 31.

Casuarina IL 311, 674.

Casuarius edwardsi IL 235.

Casiiarius bennetti IL 828.

Catalä, Francisco., 292.

Catalocke = Kataloke 107.

Catamaran-Bai [Modeiwa] IL 255, 256, 747.

Catharina-Inseln 317.

„Catherinequot; IL 328.

„Catoquot; 289.

Cato-Bank 324, IL 86.

„Gauquot; 112.

Caution-Bai II. 203, 290, 364.
Caution-Spitze IL 189, 830.
Cavité 230, 318, IL 54.
Cavo llano 44.

Cavour-Bai = Wartapin IL 144.
Cawley, John., 187, 188.
Cawston-Felsen IL 392,

Caymana [Caimana], La., === Luf-[Hermit-]Inseln

25, 29, IL 812—814.
Caymana-Inseln = Nissan 64.

Caymanes, Los., [Caimans, Les.,] = Nissan 233.
„Cearaquot; IL 322, 339, 341.
Cebü 31.

Cecilia-Pluss II. 387.
Cedrela Toona \\C. febrifugd\\ II. 408.
Ceiram = Ceram 2.
Ceiram = Neu-Guinea 26, 49, 77.
Celebes 13, 14, 22, 164, 172, 174, 199, 200,
228, 237, 333, IL 3, 19, 87, 167, 170, 200,
274, 313, 330, 759, 830.
„Celebesquot; IL 330.
Celebes-See 242.
Cellimalam = Kèlemala IL 21. .
Centenary-Fluss IL 434, 568.
Ceram 2, 8, 10, 34, 35, 51, 72, 76, 77, 100,
104, 105, 107, 108, 126, 129, 135, 142, 147,
148, 160, 164, 172, 177, 179, 182, 186, 187,

207,nbsp;215, 219, 225, 226, 249, 259, 267, 279,
281, 283, 286, 294, 320, IL 5, 19, 36, 41,
45, 54, 68, 77, 79, 82, 95, 108, HO, III,
112, 114, H8, 134, 138, 147, 156, 160, 193,

208,nbsp;223, 331, 585, 707, 824.
„Ceramquot; IL 372, 768—770, 791—792, 809.
Ceram-See 292, 303, IL 28.

Ceram Laut-Inseln 8,81, 103, 105, ic6, 112, 122,

186, 320, IL 5, 8, II, 13, 36, 261, 836.
Cerammer
II, 5, 8, 11, 13, 36, 261.
Cerbera Odollam II. 169.
Cerdeha 34.
Gérés, Pointe., 332.
Cerin 25, II. 654.
Cérisy, Lefébure de., 327.
Cérisy-Pik 327.
Cerla = Mosuang IL 759.
Cermeno, Pedro Bemal de., 37.
Cerruti, G. Emilio., IL 131,
142-145, 148, 158.
Cerruti, Pier Fedele., II. 143, 144.
Cette-Insel [Eunaro] IL 270.
Ceylon 298, IL 443, 471, 517, 519, Ó23, 643,

683, 727, 765.

Chabrol da Crouzol, Comte., 314.
Chabrol-[Crouzol-]Bai 314.
Chads-[Awaiama-]Bai II. 189, 377, 470, 471,

483, 508, 525, 526, 602.
Chagur = D\'Urville-Insel [Kairirü] 329, IL 702.
Chain-Insel IL 188.
„Challengequot; IL 178.
„Challengerquot; 211, IL
197—199, 369.

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Challenger-Cove = Kajö-Bai II. 199.
Challis Head 44.

Chalmers, James., II. 67, 207, 226, 239—240,
247—248,
253, 255-256, 257, 262, 265—
268, 279-280, 289-291, 300-301,
307.
314. 315-316, 317, 3^9. 334-335, 360-
361, 364-365,
375, 376, 377. 381-382,
384, 402, 403. 436, 440, 446. 450, 464—
465, 471. 491, 500, 501, 506, 527, 546,
549-550, 565-566, 587,589-590,615,
681, 685, 746, 777-778, 796.

Chalmers-Inseln II. 586.
Cham I.

Cham [Jamir] II. 702.
Chambaud, J., II. 275.
Chambaud, R., IL 275, 276.
Chambers, William., IL 674.
„Chamoisquot; IL 85.

Champel, Kap., = Steenboom, Kap., IL 8,
45-

„Chandernagorquot; IL 273, 297.
Chapman-Berg IL 267.
Chard-Insel (Halbinsel) IL 245, 647.
Charéndele IL 451-

„Charles Eatonquot; IL 25—27, 36, 37, 38.
Charles Hardy-Inseln = Sir Charles Hardy-

Inseln IL 18.
Charles Louis-Gebirge IL 44, 276, 794.
„Charlottequot; IL 59.
Charlton-Berg IL 268, 450, 833.
Charpentier, Dr., = Zimmermann, Alfred., IL

346, 347-
Ghasot-Insel — Kaju Merah IL 45.
Chasteleyn, C., 142, 146, 158.
Chatam IL 74.
Chatehet, J., II. 68.
„Chatillonquot; IL
113.
Chaurin, E., IL 68.
Chauvet, Kapt.,
294.
Chegel 155.
Chelsea IL
539.
Cheme [Tjeme] IL 571.
Cheribon IL 137, 226.
Cheshunt-Bai 253, IL 248, 747, 749, 807.
Cheshunt-Fluss [Maitagina] IL 552.

Chester, Henry Majoribanks., II. 145_146

206, 207-208, 222, 232, 237, 254, 255-
256,
265, 307, 309. 329. 382, 465.

Chester, Henry Naville., IL 237, 253, 277—

280, 535. 550, 570.
Ghester-Berg IL
268, 458.
Chester-Fluss = Wasu Kusa IL 222, 238, 465.
„Chesterfieldquot; 259.
Ghesterfield-Rifife IL 254.
„Chesterholmquot; IL 107.
„Chevertquot; IL 203—204, 206.
„Chevertquot;-Expedition. IL 196,203-204,225.
Chevry, de., [Etchevery, d\'.,]
215.
Chewings, Hannah., IL 731.
Gheyne, Andrew., II. 16, 33, 127, 823.
Chiens-Marins, Baie des., [Sharks-Bai] 303.
Chijs, J. A. van der., 192, 200, 273.
Chilca 209.

Ghilcott, Kapt., II. 90.
Chile 63, 209, 310, 311, 318, IL 22.
Chimmo, W., IL 92—93.
China 4, 126, 181, 183, 187, 208, 227, 228,
229, 234, 236, 242, 248, 251, 259, 276, 277,
278, 283, 291, 292, 293, 295, 296, 297, 298,
301, 302, 324,
IL 54, 57, 80, 81, 93, 94,
104, 181, 195, 197, 259, 511, 514, 839, s.
auch Kanton und Macao.
China-Strasse
4, IL 181, 182, 187, 225, 242,
256, 265, 269, 270, 361, 364, 375, 376, 399,
409, 461, 467, 481.
Chinesen 224, 225, IL 35, 104, 105, 231, 232,

278, 291, 436, 449, 495, 504, 507, 757,
Chinesisches Meer 208, 228, 237, II. 50.
Ching, Th., II. 26.

Chirima [Tjirima] IL 633, 634, 661, 667.
Chisi IL 474.

Chivua [Tjiwua] IL 720, 721.

Choiseul, Duc de Prashn, C. G. de., 201, 203.

Choiseul, Insel., II. 351, 653.

Chokinumu [Tjokinumu] II. 266.

Cholera IL 497, 539, 628.

Cholmondely, F. M., IL 437, 467.

Cholmondely, Richard V., II. 408, 409, 436.

Cholmondely-Fall IL 437, 467.

Chordâdbeh, Ibn., 5.

Choris, Louis., 258.

Chotin, A. G., 59.

Christ, H., IL 497.

Christian, Fletcher., 241.

Christian-Insel 254.

Christians, J. C., II. 455.

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Christmas- [Weihnachts-] Insel 338.

Christopher, Cain., II. 328,

Christy\'s Camp IL 749.

Chüden, Korv. Kapt., IL 141, 222, 292.

Churchill, Lord Alfred., 11. 327.

Church Medical Missionary Society IL 540, 542.

„Cinq Ports Gaheyquot; 158, 159.

„Circequot; IL 77—79.

„Circenesterquot; 284.

Circular-[Kreis-] Rifif 295, 319, 321, IL 820.
„Citadel van Antwerpenquot; IL 115.
Citters, Resident., 276.
„Claarbeekquot; 174.

Claarbeek = Klaarbeek [Mios Pi oder Njos

Amen] 100, 174, IL no, 705, 707.
Claassen, Th. F., 11. 133.
Claes Pietersz-Bucht 64, IL 814—815.
Claessens, A. C., 11. 296.
Claesz., Aris., 62, 66, 71.
Claesz., Lucas., 121.
Clappus-kust 101.
Clappus-rivier loi.
„Claraquot; 11.
147.
Clara-Fluss 11. 248, 382.
„Clara Henriettequot; IL 91, 92.
„Clara Jacksonquot; IL 560.
Claremont-Inseln IL 219.
Clarence, Duke of., 244.
Clarence-Archipel 257.
Clarence-Berg 11. 72, 750.
Clarence-Berg = Table Top-Berg 253.
Claret, C. P. Comte de Fleurieu., s. Fleurieu,

C. P. Claret, Cte de.,
Clark, George E., IL
603, 604.
Clark, Kapt., 11. 37.
Clark, M. M., 11, 686.
Clark, Reverend., 11.
713.
Clark-[Adelaide-] Bank 11. 37.
Clarke, A. W., 11. 468, 484.
Clarke, C. B., 11. 838.
Clarke, Dodd., 11. 433.
Clarke, Hyde., IL 135.
Clarke, Leutn., 11. 299.
Clarke, Marcus., 11. 184.
Clarke, Wihiam Stanley., 291.
Clarke-Berge 11. 433.
Clarke-Untiefe 11. 392.
Clarkes Fort 11.

Clarkson, A. D. S., IL 94.

Clarkson, Charles Howard., IL 404—405.

„Clarksonquot; 296.

„Claudinequot; 302, 308.

Claudine-Einfahrt 302.

Claudine-Riff 308.

Clay-Hafen IL 30.

Clayton, Francis S., IL 376, 381, 391 — 392,
407-408.

Clayton, S. W., 243.
Clayton Inlet IL 377.
„Gleen-[Klein-]Amsterdamquot; 80—85.
„Gleen-[Klein-] Weselquot; 80—85.
Clein, Pieter., 137—138.
[ Clemens VIIL, Papst., 36.
Clements, John., 227—228.
Clercq, F. S. A. de., 8, 15, 19, 35, 68, 69, 95,
109, 135, 142, 143, 144, 145, 146, 149, 150,
151, 154, 155. 157. 181, 184, 226, 235, 298,
304gt; 313, 315, II. 77, 112, 138, 139, 148,
149. 160, 167, 168, 169, 174, 215, 288, 299,
311, 333. 358, 371. 410, 411. 426-432,
462-463,
483, 796, 810, 824.
Cleveland-Bai IL 339, 383,
Cliff-Insel IL 179.
Chfif-Spitze II. 267.
Clippenburg, Hoek., 151.
Chpperton, John.,
159.
Close-Inseln [Tiwongo] IL 245.
Cloudy-Bai IL 47, 224, 241, 248, 256, 270,
■282, 336, 376, 393, 489, 490, 552, 589, 591,
712, 715, 747, 751, 779, 807.
Cloudy-Berg [Gugusara] IL 72, 361, 582, 831,

837-

Clunas, Alexander., II. 604, 667, 669, 686, 744.
Chmas-Fluss IL 633.

Clyde-Fluss = Mambare IL 190, 354, 587, 588.

Coast-Insel II. 187, 462.

Cobern, Kapt., IL 33.

Cobon, J. J., IL 546.

Cochard, Louis., IL 574, 609.

Cochet, Fregattenkapt, IL 398.

„Cochinquot; 298.

Cochinchina IL 818.

Cockburn-Inseln IL 18.

Cockburn-Rifif IL 25, 82.

Cockerell, James., IL 219.

Cockle [Red Cockle] Island 129.

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Cocoa-nut Island = Lamasa 195.

Cocoanut-InselIL75,80,8i,90,105,109, 113,179.

Coe, Carrie., IL 802.

Coe, Henry., IL 559.

Coe, John., IL 559, 560.

Coeho, Francisco., 43, 44, 46, 47, 48.

Coelogyne Veitchii II. 539.

Coen, Jan Pietersz., 42, 56, 60, 71, 78, 85.

Coenen, Händler., IL 759.

„Coeranquot; 231, IL 194.

Coeran-Fahrwasser IL 194.

Coertzen, F., 319—320.

Coetivi, Chevalier de., 217.

„Coetlogonquot; IL 223.

Cohen, Emil., IL 250.

Cohn, Fritz., IL 643.

Cole, G., 64.

Cole, G. A. J., IL 467.

Cole, Kapt., IL 440, 449.

Cole-Inseln IL 219.

Coleman-Fluss 80.

Colenbrander, G. P. van Hecking., IL 284.
Collin, Anton., IL 546.

Colhngridge, George., 3, 12, 17, 37,49, 54, 100,
IL 814.

Collingwood, Lord Cuthbert., IL 189.
Collingwood-Bai IL 189, 377, 508, 526, 606,

607, 690, 691, 713, 774, 777, 807.
Collini, G. A., IL 491.
Collins IL 146.

Cohins, A. Keith., II. 130, 146.
Collins, David., 244, 252, 259, 280.
Collomb, J. G., IL 68, 69.
Colocasia antiquorum 312.
Colom, Arnold., 70.
„Colombiaquot; IL 659.

Colomb-Insel [Jabob] IL 153, 362, 419, 558.
Colombier, Kap., [Dedele-Spitze] IL 47, 270,

376, 524, 747, 751.
Colombo 298, II. 274, 765.
Colonial Institute, Royal., IL 195, 307—309,

345, 349-
„Colonistquot; IL 251.

Colster [Coolsteerdt], Willem Joosten van., 76.
Coltee, Jean Gabriel., IL 837.
„Comberquot; 137.
Commelyn 174.

Commens, Henry., =:: Coomans, Arie., 273.

„Commerquot; [„Comberquot;] 137, 156—157.
„Commerrustquot; 174.
Commerrust — Kommerrust 174.
Commerson, Philibert., 205, 207, 216, 285, IL 818.
Commerson-Insel [Sae]
205, 231, 285, IL 210,

801, 832.
Commodore-Bai IL 245.
Comrie, Peter., IL 191.
Comyn, S. Fraser., IL 184.
Concepcion II. 28.

Concordia, Kap., [Eintracht-Spitze] IL 357.
Condé-Spitze [Baganowa] IL 571.
„Condorquot; IL 735, 784.
Condur =:: Kondor 6.
Cone Island = Ritter-Insel IL
30.
„Confiancequot; IL 113.
„Conflictquot; IL 221, 252, 271, 274, 294.
Conflict-Gruppe [Baga Warina oder Pana Sesa]
IL
271, 368, 437, 507, 526, 630, 722, 724, 774.
Conflict-Rifiquot; im Louisiaden-Archipel IL 271.
Conflict-Riffquot; bei Neu-Pommern IL 271.
Congregatio Mariae IL 68—69, 80—81.
Coninck, Dirck de., 142, 147.
Connel, Terence., IL 35
Conner, Leutn., IL 384.
Connor, Edward R., IL 180.
Connor, Thomas., IL 408.
Connor-Insel IL 187.
„Constancequot; = „Constantquot; IL 104.
„Constantquot; IL 103—104.
„Constantijnquot; IL 704, 710.
Constantin-Hafen s. Konstantin-Hafen.
Constantine, L., IL
26.
„Constantinoquot; IL 94.
Constantini, Asunto., IL 733, 803.
„Contractorquot; 242.

Cook, James., 21, 37, 39, 49, 201, 209-214,

241, 286, 299, 322, 323, IL 33, 283, 285.
Cook-Fluss IL 388.

Cook-Inseln IL 662, s. auch Aitutaki, Mangaia,

Rarotonga.
Cook, Kap.,
214.

Cook-Strasse = Torres-Strasse 211.
Cooke, C. Kinloch., IL
375.
Cooke, Edward., 164.

Cooktown IL 225, 256, 273, 281, 282, 295,
296, 307, 315, 324, 329, 335, 343, 354, 359,
361, 363, 375, 376, 379, 380, 390, 392, 396,

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399, 40I, 403gt; 4I3, 42I, 423, 449, 45o, 456.
460, 461, 462, 468, 471, 473, 475, 478, 491,
492, 493, 494, 496, 498, 509, 526, 527, 532,
533, 555, 572, 588, 637, 650, 657, 674, 682,
686, 697, 715, 724.
Coolsteerdt [Colster], Willem Joosten van., 76.
Coomans, Arie., 207, 250, 273, 278.
Coombes-Fluss [Biaru] II. 267, 289,472, 5 5 3, 5 54.
Coop-to-do-Choose-Riflf II. 56.
Coordes, G., IL 331.
Coorengel, J. G., IL 159—162.
Coote, C. H., 53.
Coote, Ch. N., 17.
Copogoro — Kopogoro IL 441.
Coppinger, R. W., IL 291—294.
„Coq de merquot; = „Zeehaenquot; 85.
„Coquillequot; 66, 311—316, 321, 325, 332.
Coquille-Insel [Bakh] 71, 99.
Cora, Guido., 128, IL 144, 156, 159, 200,356,491.
Coral-Hafen IL 71, 364.
„Çoral Seaquot; IL 407, 408.
Cordé 217,

Cordeiro, Bernaldim., 18.
„Cordeliaquot; IL 42, 108, 503.
Cordelo, Händler., IL 556.
Cordier, L., 305, 334.
„Coreaquot; IL 801.
Coreal, François., 86, IL 816.
„Coredoquot; IL 410, 481, 502, 600, 601.
Coredo-Rifif IL 502.
Coringa-Inseln II. 64.
„Coringa Packetquot; IL 63, 64, 65.
Cork 281, 285.
Corlaili — Korlaili II. 245.
„Cormoranquot; IL 259, 455, 536, 729, 783—784.
„Cormorantquot; IL 271, 294, 365.
Cormorant-Kanal IL 271.
Cornabé, Alexander., 184, 242.
Cornelis Witsen-Reede 95.
Cornelis Kinersz-Bucht 67.
Cornelisz., Bieter., 153, 154, 156.
Corner, Cape., = Winkelhaakshoek [IVIaniburu]
150.

Cornwah, Kap., 289, 309, IL 49.
Corn wallis-Archipel IL 819. ,
Cornwallis-Land 254.
Coroa 20, 21.

Coronation, Fort., 275, 279, II. 819.

Correa, Gaspar., 10, 16, 20.
Corroca = Pómas, Kap., II. 244,
Corsali, Andrea., 2.
Cortés, Hernando., 20.
Cos, Simon., 104—105.
Cosgrove, M. F., IL 631.
Coster-Insel == Pandjang [Noha Préka] IL 45.
Cotton, Kapt., IL 582—583.
Coulter, John., IL 2, 34—35, 820.
Coumany [Kumany], Kapt. z. See., IL 152, 161.
„Countess of Harcourtquot; 318.
Couppé, Louis., IL 245, 378,406—407,446-
448,
465, 466, 593, 594, 615, 652, 696,
735-736.
Coupvent-Dubois IL
48.
„Courierquot; II. 282.

Couronne, Ile de la., = Crown-[Kronen-Insel 327].

Court, J. W., 275, 279.

Courtney, Stephen., 163.

Coutance, Ruault., 292-293, 325, IL 55, 113.

Coutance-Insel 293, IL 47, 224, 269.

Coutance-Rifif 293, II. 112—113, 392, 473.

„Coutchinquot; 106.

Couto, Diogo do., 5, 16, 18, 20, 22, 33.
»Couttsquot; 284.

Coutts Trotter Crag II. 446.

Coveay, Covejay, Coveghy Kowiai 112.

Cowes IL 313.

Cowley, A. S., IL 339.

Cox, James., 252.

Coxbrootje Jèf Man 152.

Coyett, Balthazar., 160, 161.

Craandijk, C., 251, IL 455.

Craay, Jan., 276.

„Crabquot; 137, 148, 156—157.

Crab, Pieter van der., 109, II. 117—118, 133,

144, 146-150, 159.
Cragh, R. Gethin., II. 384.
Craig, Alexander., IL 464.
Craig, J. C, IL 407, 408, 526.
Craig-Pfeiler II. 509.

Cramaille, Th., II. 296—297, 328—529, 532.
Cranssen, Wihem Jacob., 294.
Craphoek = Kamumjil 151.
Crawfurd, J. S., II. 160.

Crediet- en Handelsvereeniging, Internationale.,
IL
28.

Credner, Unterleutn. z. See., IL 209.

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Credner-Berg II. 209, 626.
Credner-Inseln [Balakuwor] II. 649, 766.
„Creeftquot; 108.

Creighton, George., = Crichton, George., II. 42.

Cremer, J. T., II. 393.

Crespigny, C. de., II. 109.

Crespos, Isias de los., = Schouten-Inseln 13, 24.

Crespos, Los., 24, 28, 29, 30, 189, IL 53.

Crétin, de., Leutn., 270.

Crétin-[Tami-] Inseln 270, II. 417, 420, 516,

597, 598, 617, 638, 737, 785.
Crétin, Kap., 270, IL 190, 354, 597.
Crevecoeur, Kapt., II. 108.
Cribb, C. J., IL 712.
Crichton, George., II. 42.
Gripps, Kapt., 296.
„Crishnaquot; II. 178.
„Cristoforo Colomboquot; IL 232.
Crocker, Henry., IL 133.
„Crocodilequot; II. 15.
Croiset, Kapt., II. 89.

Croislhes, Kap., 327, IL 17, 150, 227, 359,

419, 451, 698.
Croix, Paul Titieu de la., II. 273.
Cromwell-Berg [Ulur] IL 50, 492.
Crondace, Wilham F., II. 113.
Croockewit, J. H., IL 98, loi, 103.
Crosfield, W., IL 661—662.
Crouzol- [Chabrol-] Bai 314.
Crowle, John., IL 671.

Crown-[Kronen-] Insel 26, 93, 134, 327, H. 50,

137, 219, 238.
Crown-Insel — Wolo i88.
„Groydonquot; IL 631.
Crozet 208.
Crump, John., II. 674.
„Crystalquot; IL 465.
Cuda [Kuda] II. 60.
Cuff, Adriaen Jacobsz., 57—58.
Cul de sac de l\'Orangerie 291, s. Orangerie-Bai.
Cuma Suma 15.

Cum-Amba = Kumamba-[Arimoa-] Inseln 176. I

„Cumberlandquot; 290.nbsp;i

Cumberlandquot; Island Salawati (Fig, 39) 282.
Cumberland Island — Waigëu 182.
Cumberland-Passage IL 63, 64.nbsp;!

„Cumbrianquot; 295.
Cunningham, Allen., 306.

Cunningham, R., 326.
Cunningham-Kap 326.
Cupola, Kap., IL 67, 267.
„Curaçoaquot; IL 131, 575.
Curl, S. D., 337.
„Curlewquot; IL 471.

Current Island == Bur, Bui oder Pul 199.

Currie, J. L., IL 443.

Currie-Fälle IL 443.

Curtis, George A. H., IL 667.

Curti, P. A., IL 69, 81, 822.

Curtis, John., II. 42.

Curtis, Kapt., IL 82.

Cuthbertson, Walter R., IL 403, 405, 406,

438, 440-443. 807.
Cuvier, George., 273.
„C. Walkerquot; IL 314.

Cyclades, Les Grandes., — Neue Hebriden 37,
20Î.

Cyclopen-Gebirge 95, 206, 313, 330, 331, IL

119, 214, 311.
Cziki, E., IL 641, 642.

D.

Daan Tutu IL 776.
Dabanu IL 106.

D\'Ablaing van Giessenburg, W. J., 109.

D\'Ablancourt, Frémont., 47, 125, 212.

Dabney, Martin., IL 660.

D\'Abreu, Antonio., 9—12.

Dabu II. 548.

Dabubona II. 365.

Dabura IL 547.

Dactypsila IL 754.

Da-Da Hai s. Brierly-Insel [Dodahai].
Daday, Eug. von., IL 641, 642.
Dadi 152.

Dadi, Kap., II. 126.
Dafónsero 95, IL 311, 769.
Dagäputa IL 421.

Dago = Dako [Fir-tree-Spitze] IL 587.
Dahl, Friedrich., II.
648—649, 808.
Dahuni IL 248, 522, 531, 747.
Dahuta IL 484.
Daiamo II. 547.

Daiber, Albert., II. 374, 763—764-
Daisiutau IL 431.

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„Daisyquot; II. 376, 403, 404.
Daiwari II. 365.
Daiwer II. 411.
Dajawal II. 6.

Dako [Fir-tree-Spitze] II. 508, 587, 589, 687,
774-

Dako, Fluss., II. 587, 588, 589, 807.
Dakres, Reverend., II. 713.
Daku II. 421.

D\'Albertis, Enrico., II. 232.
D\'Albertis, L. M., II. 73,
156-158, 159, 176,
180, 200, 206—208, 228—232, 233, 247,
367, 368, 386, 497, 498, 499, 629, 705, 824—
826, 828.
D\'Albertis Junction II. 230.
D\'Albertis-[Hatam-] Tal II. 629.
D\'Albuquerque, Affonso., 9.
Dalichula II. 451.

Dallmann, Eduard., 301, II. 246, 352—359,
361, 362, 366, 399, 415, 416, 459, 496\'
577-578, 579-
Dallmann-Einfahrt II. 353, 362.
Dallmann-Fluss II. 353.
Dahmann-[Woodbury-j Hafen II. 17, 356, 578,

621, 702, 763, 783, 785.
Dallmann-Kap [Tarabü] 67, II. 356.
Dalrymple, Alexander., 7, 32, 39, 40, 52, 61,
63, 87,
III, 116, 141, 149, 150, 184, 187,
189, 195, 196, 201, 210, 211, 217, 219, 222,
224, 228, 229, 230, 231, 246, 248, 249, 252,
260, 335, 338, 339, II. 169.
Dalrymple-Insel [Damud oder Damut] 256, II.

39, 48, 60, 6s, 90, 207, 258, 467, 565, 656.
Dalrymple, Port., 293.
Dalton, Hermann., II. 88.
Dalua-Bucht II. 494.
Damar [Daam] (Südwest-Inseln) 104.
Damar bei Halmahera 166, 186, 237.
Damari II. 746.
Dambir II. 474.
Damera Koromo II. 749, 778.
Damera Muba II. 569.
Dameratam IL 778.
Dammaraharz IL 288, 312.
Dammköhler, W. C., IL
691—692, 712, 734,
739-740.

Dampfquehen IL 571, s. auch Quehen, heisse.
Dampfschiffe IL 58, 83, 84.

Dampling-Inseln IL 418.
Dampier, Wihiam., 64, 70, 94, 126,
127-135,
138, 139, 141, 142, 158-162, 163-165,
172, 189, 194, 195, 199, 205, 232, 317, 320,
326, 327, IL 41, 49, 144, 694, 816.
Dampier-Insel [Krakar] 26, 134, 281, 328, II,

17. 28, 353, 374, 474, 515, 555, 809.
Dampier-Insel = Rook-Insel IL 16.
Dampier-Inseln = Hibernische Inseln 132.
[ Dampier-Kap 327.
Dampier-Strasse bei Neu-Guinea 93, 134, 270,
293, 299, 327, IL 24, 30,
SO, 119, 136, 137,
190, 246, 269. 283, 294, 363, 368, 530, 672.
Dampier-[Gaman-] Strasse 15, 70, 97, 129, 135,
146, 188, 229, 252, 281, IL 42, s. ferner
Gaman-Strasse.
Damud [Dalrymple-Insel] 256, s. Damut.
Damulu [Domu] IL 491, 552, 719, 747, 749.
Damut [Dalrymple-Insel] 256, IL 39, 48, 60,

63, 90, 207, 258, 467, 565, 656.
„Danaequot; IL
270—271, 369, 829-
Dana Gadu IL 365.
„Dancing Wavequot; IL 294.
Danckelman, A. Frhr. von., 321, IL 643.
Danger Island = Ajawi [Mios Kairu] 281.
Danger Shoal 281.
Dangpet, Häupthng., IL 782.
1 Dänisches Schifif 284.
Dan Jewäm [Lindeman-Fluss] IL 356—357.
Danks, B., IL 218, 319.
Dan Map [Breusing-Fluss] II, 356.
Danneil, Gurt., 131, 205, 230, 232, 244, IL 49,

619, 674—675, 694-695, 699, 700, 759,
821.

Danu Baba Hassan II. 236, 828.
Danu Gébé IL 427.
Danvers, Freder. Charles., 14.
D\'Anvihe, J. B. Bourquignon., 3.
D\'Anvihe-Insel s. Èrub.
Danzig IL 418.

Daose [Friederichsen-Bucht] IL 358, 651.

Daphne = Visscher-Insel bei Kap Mabo 153.

„Daphnequot; II. 562.

Dapit [Mon-Mon] 81.

Dapochi [Dapotji] IL 775.

Dapotji [Dapochi] IL 775.

Dapu IL 668.

Daräi [Aird-Berg] IL 61, 432, 434, 547, 614.

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Darâi-Berge IL 547.

Daram IL 707.

Daram-Inseln [Jèf Daram] 72, 105, 106, 135,
IL 707, 771, 796.

Darawa IL 589.

Darawaia [Darwayar] IL 741.

Darèmbang [Drembang] II. 148, 216, 251,
427, 792. .

Daria IL 714.

Dariamo IL 501.

Darmstadt IL 103.

Darnley-Insel [Èrub] 255, 256, 260, 261, 262,
263,
IL 27, 38, 47, 59, 60, 61, 62, 64, 73,
123, 151, 163, 164, 178, 182, 183, 191, 192,
203, 204, 206, 220, 221, 225, 239, 240, 283,
316, 391, 443, 464, 565. 591, 609, 662, 684,
685, 814.

„Dartquot; IL 361, 364—365, 368, 376, 423, 473, 638.

Dart-Rlffe IL 365.

Daru IL 231, 391, 408, 409,436, 501, 546, 569,
592, 601, 602, 613, 614, 615, 630, 635, 636,
656, 667, 668, 669, 680, 685, 692, 712, 721,

722, 741, 745, 746, 748, 749, 777, 778, 779,
780, 796, 798, 806.

Darvel-Bai IL 443.

Darwayar [Darawaia] IL 741.

Darwin, Charles., IL 52.

Dassel, Ad., IL 515.

„Dassoonquot; IL 138, 147—150, 158, 159—162.

Datan 279.

Dathe, Kapt., IL 755, 756.

Dan IL 551.

Dauan [Mount Cornwallis] 257, 261, II. 61,
151, 164, 178, 180, 183, 192, 203, 206, 207,
225, 257, 258, 337, 388, 389, 439, 465, 467,
501, 502, 527, 549, 565, 566, 741, 745.

Dauar 287, IL 37, 61, 86.

Dauat [Dowat] IL 409.

Daubo IL 389.

Daudai [Daudi] IL 146, 500, 814.

Dau-Dau IL 635.

Daudet, Alphonse., IL 276.

Daugo oder Tauko [Fisherman-Insel] IL 179,
392, 602, 681, 712.

Daui IL 614.

Dauila = Goodenough-Insel [Dawila] 269,11.470.

Däumhnge [Nalèmo] IL 357—358.

Daumori IL 498, 746.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Dauncey, H. M., II. 591, 631, 778.
Dauni == Dahuni IL 248.

Daura [Doura] IL 279, 300, 382, 407, 485,659,
661, 666.

D\'Auribeau, D\'Herminy., 264, 273, 274.
Davidson, Surveyor General., IL 506.
Davidson-Berg [Bobo Lewa] IL 506, 663.
Davis, David., IL 637.
Davis, John Griffith., IL 320—322.
Davitt, Thomas., IL 744.
Dawada IL 533.
Dawa-Dawa IL 257.

Dawapia [Bienenkörbe] IL 163, 250, 625.
Dawäre IL 500.
Dawari IL 667.
Dawaun IL 733.

Dawila =3 Goodenough-Insel 269, IL 470.
Dawson, L. S., IL 182, 187, 188, 189, 511.
Dawson, Samuel Edward., 30.
Dawson-Insel IL 271.
Dawson-Strasse 269, II. 187, 571, 715.
Day, William., IL 603, 604.
Day-Insel = Gardenijs-Insel [Lihir] IL 50.
Dayman, J., IL 72, 74.

Dayman-Berg [Kaowa Goro] IL 72, 607, 833.

Dé-Insel [Jèf Dé oder Popa] 157.

Deakin, A., IL 442.

Deakin-Berg II. 442, 682, 798.

Death Adder-Bai IL 190, 364.

Deba-Deba IL 484.

Debana-Spitze 44.

Debelle, Kap., = Vlakke Hoek [Namaripa] 84,

IL 44-
Debene Watu IL
572.
Debiri II. 746.
Debiri = Fly-Fluss IL 821.
Deblois, Leutn., 314.

Deblois-Insel [Keule] 25, 26, 94, 313, 329, IL

17, 577- 783, 809.
Deboyne[s]-Insel [Pana Èt, Panniet] 267, IL
379, 381, 383, 392, 526, 534; 550, 551, 570,
591, 611, 616,632, 674, 690,714,722,748,774.
Decaen, Charles Math. Isidore de., 290, 291.
Deceit, Island of., = Fanelten 159.
Deception-Bai IL 67, 268, 433.
Deception-Insel 291.
Deception- [Täuschungs-] Spitze IL 246.
Decharme, Pierre., II. 395, 398, 729.

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Deckert, EmiL, II. 306, 307.
Deckner, Kapt., II. 732.
Dedawi II. 589.

Dedel [D\'Edel], Cornells., 57, 71—72, 73.
Dedele [Dedere] II. 224, 270, 491, 524,
591, 592, 630, 680, 681, 712, 715, 718, 719,
722, 797.

Dedele- [Colombier-] Spitze II. 47, 270, 376,

524, 747, 751.
Dedere s. Dedele.
Dédifu IL 430.
Deduri IL 315.
Deduri = Demori IL 749.
Deene-Inseln = Déni-Inseln 163.
Deep-Bai IL 281.
Deer [Dër] IL
705.
Degu Dagugu IL 714.
Deia IL
572.

Deighton, Thomas., IL 31, 77, 78, 88, 821, 822.
Dei Mage IL 102.
Deinzer, J., II. 537, 597.
Deinzerhöhe IL 785.
Deirina [Dèrenai] IL 282, 379.
Deirina [Léocadie-Inseln] IL 47, 225, 257, 379.
Dejei- [Deyei- oder Johnson-Pass] IL 70.
Dekay, James E., II. 17.
Dekay-Bai = Astrolabe-Bai II. 17.
Delagoa-Bai IL 263.
Delani 44.
Delargy, J., IL 140.
Delden, A. J. van., IL 2—12.
Delena IL 280, 289, 290, 334, 360, 505, 527,
553, 565, 566, 569, 586, 591, 631, 632, 662,
684, 712, 719, 721, 773, 778, 827, 832.
Delfziel oder Delfzijl = Kasim 152.
Deli II. 512, 538.
„Dellquot; IL 201, 202.

Dehverance-Insel 262, II. 222, 257, 258, 656,

668, 680, 837.
Délivrance, Isles de la., = Owa Raha und Owa
Riki 244.

Délivrance, Kap., 203, 239, 267, 295, 325, IL46,
71, 222, 257, 258, 507, 551, 656, 668, 680, 819-
Dell 260, 261.

Della Torre, Kap., 23, IL 355, 356, 419.
Demana-Sirie = Lamantjiri IL 15.
Demazeka [Demo seke] IL 741.
Dembeki, IL 781.

Demborisimani II. 333.
Demimari IL 718.
Demoa = Insu Moär 171.
De Moleyns, R., IL 776, 797.
Demolo II. 751.

Demori [Deduri] IL 610, 613, 682, 749.
Demo seke [Demazeka] IL 741.
Dempwolff, Otto., IL 406, 615—616, 804,

805, 830.
Demta II. 311.
Demù IL 708.
Demu, Kap., 163.
Demuri IL 753.

Dendrobiiim sphenochilum IL 131.
Dengap II. 789.

Denge-Huk [Schrader-Kap] IL 596.
Denge-Rifif [Nusa Mawiam] IL 596.
Denham, LI. Mangles., 301, 302, IL 92, 107,

109—110, 254.
Déni-Ihseln 153, 154, 163.
Denis, Kap., [Bomatu] 269, IL 530, 552.
Dennison, Kapt., 294.
Denton, Sherman F., IL 314—315.
Denton, William., IL 314—315, 830.
D\'Entrecasteaux, Antoine Joseph Raymond
Bruni., 93, 141, 191, jgg^ 202, 236—
237, 247, 264-274, 275, 295, 305, 310,
325, IL 46, 56, 71, 189, 190, 269, 368, 420,
457, 514, 551, 552, 591-
D\'Entrecasteaux-Inseln 268, II. 129, 132, 187,
189, 340, 348, 364, 368, 374, 506, 571, 592,
687, 690, 807.
D\'Entrecasteaux-Rifife 269, IL 199.
Dentzelmann, II. 323.
Denucé, Jean., 337.
Deone II. 714.
Der [Deer] IL 705.

Derby, Earl of, IL 69, 307, 309, 319, 324,

325, 326, 344, 345, 348, 359.
Derebäi IL 525.
Dereina IL 465.
Dèrenai [Deirina] IL 282, 379.
Derimu IL 667.

Der Schelling = Terschelling [Mör-Inseln] 149.
Derwent-Fluss [Nord, rivière du.,] 275.
Descaisne, J., IL 48.

Descalante = Escalante, Alvarado Garcia d\'.,
20, 22, IL 812.

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Desceiiers, Pierre., 17, 212, 238.
Deschamps 272.

Deschamps, Kap., [Torkoro] 272, II. 245, 594.
Deschamps, Pik., = Nord-Sohn oder Likuruanga
272.

„Descubiertaquot; 257.
Des Essards, Kapt., II. 141.
Desgraz, Leutn., IL 44.
Deslasc, Charles François Hyppolite., 270.
Deslacs-Insel [Garowe oder Witu] 270, 271,
IL 28, 362, 536, 575, 675, 701, 757, 762,
764, 821,
Desneux, J., IL 641, 642.
Desparmet, J. B., IL 105, 106.
Desvalebetuezar 45.
Detached-Riff II. 18, 107.
Deutsche IL 132, 133, 298.
Deutschland II. 131, 146, 147,196,285-286,
305 -310, 346-352, 359gt; 361, 365, 394,
515- 538. 558, 579. 597.
621, 677, 703, 730,
735. 759. 767. 787. 840.
Devadeva [Dewa-Dewa] IL 663.
Devemava [Dewemawa] IL 682.
Devitt-Fluss IL 224.
De Vis, C. W., IL 634, 635.
De Vis-Berg IL 799.
Devlin, Händler., IL 802.
Devhn, Kapt., IL 95.
Dewa-Dewa [Devadeva] IL 663.
Dewar, James., 183—184.

Dewara (Muschelgeld) 313, IL 258, 297, 580,

594. 647-
„Dewawongsequot; IL
538.
Dewemawa [Devemava] IL 682.
Dewers, C., IL 577.
Dewinka = Bian IL 584, 792.
Deyei-Pass == Dejei- [Johnson-] Pass II. 70.
Deyghton, Kapt., = Deighton, Thomas, IL 31,

77, 78, 88, 821, 822.
Diama 267, IL 551.
„Diamantquot; 112.

„Diamondquot;, Kriegsschiff., IL 323, 376, 392,

407, 408, 525,
„Diamondquot;, Bark., IL 408.
Diamond-Insel IL 29.
„Dianaquot; IL 35, 36, 85, 90.
Diana-Untiefe IL 37.
Diapu IL 565.

Dia ware IL 603.

Dibiri [Segara] IL 524, 615, 681.
Dibiri Turi [Asara Mirubi] IL 524.
Dibori IL 583.
Dibua IL 509.
Diceras-Berg [Tamrau] 333.
„Dickquot; 308.

Dickson, J. R., IL 715.
Dickson, Kapt., IL 399.

Dickson- [Jongga- oder Yongga-] Bai IL 469,
551-

Dickson-Kap IL 386.

Dickson-Pass IL 488.

Didina-Gebirge IL 605, 777.

Didiwago IL 589.

Didjaina IL 645.

Didomerer IL 404.

Didymus-Insel 44, IL 270.

Diemen, Antonio van., 48, 50, 80, 81, 85, 104.

Dierks, J., IL 293.

Dietert-Berg [Lemai] 196, IL 211, 755.

Dietrich, C., IL 193.

Digana IL 590.

Digaragara IL 376, 571.

Digby, Noel S. F., IL 254—255.

Digul 54. 93. II- 33-

Dijk, L. C. D. van., 42, 53, 54, 56, 57, 72, 73,

74. 77. 83. 102, 103, i8i.
Dilafa IL 688.
Dilafafa IL
635.
Diligaoli IL 365.
Dillon, Peter., 240.
Dilly 303, II. 18, 84, 217.
Dima Dimwara [Prevost-Kap] IL 533.
Dimba = Warèni [Wainami] 145.
Dimiri IL 722.
Dimouka, Pointe., 331.
Dinawa [Dinava] IL 663, 800.
Diné IL 800.
Dingapupu IL 636.
Dingen 270.
Dingwall IL 203.

Dinner-Insel = Samarai II. 181, 187, 256, 257,

265, 270, 277, 316, 335, 361.
Diodati, Leutn., IL 124.
Dio-Dio IL 256.

Dioscorea [Yams, Ubi, Bataten, Ignamen] IL 23.
Dioubaba — Baba 317.

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Dirck de Vries-Bai 74.
Dircksz., Augustijn., 118, 120—121, 322,11.8
Dirksz., Jan., 63.
Dirksz., Koen., 63.
Direction-Insel 241.
Direction-Kap II. 74, 104.
Diria-Kette II. 602, 603.
Diriga II. 684.
Dirimu II. 613.
Dirimublu II. 636.
„Dirk Arnoldquot; II. 109.
Disappointment-Bai = Mayao-Bucht 200.
Disappointment, Island of., = Pegun 159.
Disconto-Gesellschaft II. 395, 785.
Discovery-Bai II. 182, 188, 256, 257, 341, 522.
Discovery-Insel = Habéke [Habé] II. 222.
Disinganno, Baia del., = Tanah Merah-Bai II.
215.

Disraeli-[Schopenhauer-] Berg II. 190, 478.
Dissel, J. S. A. van., 84, 226, II. 331, 710,
792, 825.

Distant, W. L., II. 440, 529, 801, 823, 836.

Diumana II. 680.

Diware II. 658.

Di wir, See., II. 451.

Diwo II. 341.

Dixon-[Kwaja-]Bai II. 364, 507, 714.

Djafuri II. 769.

Djailolo II. 236.

Djakari II. 311.

Djakari-Bai s. Isis-Bai 331.

Djala [JalaJ II. 315.

Djamaludin 181.

„Djambiquot; II. 120.

Djambruk II. 410.

Djambuti II. 741.

Djamna [Jamna] 25, 68, 89, 95, 96, 102, 231,
II. 310, 431, 463, 543, 626, 654, 704, 711,
739, 743, 768, 829.
Djan [Ndjan] 270, II. 420.
Djanara [Janara] IL 267.
Djanari [Janari] II. 608.
Djansimbi IL 479.
Djaroga [Jaroga] II. 438.
Djaru == Jèf Jal IL 426.
Djarun IL 108.

Djaul [Sandwich-Insel] 196, 265, 272, II. 29,
76, 108, 211, 281, 413, 575, 694, 755, 758, 761.\'

Djauri, Mios., [Mios Auri] 151, 153, 175, 177,

222, IL 234.
Djawi [Javi] IL 741.

Djeaka [Jeaka oder Dungeness-Imsel] IL 48,
684, 745.

Djeguei = Djeaka [Dungeness-Insel] IL 48.
Djenggi 5.

Djeräi [Jerai] = Parliament-Spitze IL 668.

Djèrif [Foul-Insel] 229, 292, IL 42, 54, 120.

Djeronga [Hasil] 217.

Djibu [Jibu] IL 614, 636, 667.

Djigaraga [Jigaraga] II. 667.

Djihm IL 583.

Djingle Mana IL 479, 787.

Djokéa [Jokéa oder Yokéa] IL 267, 289, 317,

360, 565, 566, 593, 662, 745.
Djongu Mana II. 479.
Djoros = Ingräs II. 214.
Djotjir IL 429.
Djquot; [Ju] 99, n. 28, 124, 706.
Djuar [Bonpland, Kap.,] 330, IL r, 76, 102, 149,

357, 654.
Djumat 122, s. auch Joumat 117.
Djumelaba, Radja., IL 147.
Dobbo s. Dobo.
Dobeo IL
537, 538, 557.

Dobo IL 42, 45, 144, 159, 217, 261, 284, 285,
330, 425, S03, 561, 562, 565, 583, 590, 598,
623, 708, 709, 741.
Dobodura IL 799.
Dobson, G. E., II. 219.

Dobu [Goulvain-Insel] 269, IL 340, 383, 469,
510, 526, 528, 529, 533, 534, 551, 552, 571,
592, 601, 602, 603, 674, 687, 691, 702, 715,
731, 748, 751, 780, 797.
„Doctrina et Amicitiaquot; IL 86.
Dodahai [Da-Da Hai, Brierly-Insel] IL 71,
72,

339, 342, 364, 383, 550.
Döderlein, L., IL 546.
Dodo IL 421.

Dodogèsa [Wagipa] IL 529, 573, 687.
Dodt van Flensburg, J. J., 73.
Doffon = Dafonsero IL 311.
Dogona IL 748.
Dogöpe IL 500.

Dogura IL 603, 681, 682, 687, 753.
Doherty, William., IL 373, 544—545, 627—
628,
629, 655, 836.

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Doi != Angriffs-Insel IL 211, 280.
Doif-Inseln [Jéf Doif] 100, 174, IL 110, 158,

298, 366, 426, 705, 707.
Doijer, J. W., IL 791.

Doini [Blanchard-Inseln] 44, IL 46, 186, 270,462.

Doipodo [Doyopodo] 297.

Dokoro IL 405.

Dokopanù IL 160.

Dokopunan = Dokopanù IL 160.

Dokura IL 613.

Dolak s. Prins Frederik Hendrik-Insel.
Dolichos tetragonolobiis IL 828, s. auch Bohnen.
Dolly-Fluss — Punau [Thorspecken-Fluss] IL

357, 696.
Dololaweil — Nanawaul IL 363.
Dolomit IL 175.
„Dolphinquot; 193.

Dom 124, 138, 151, 177, IL 114, 124, 125, 126,
137, 138, 148, 156, 166, 201, 428, 704, 705,
738, 817,
s. auch Sorong.
Domara IL
248, 490, 591, 592, 630,

750, 777-
Domara-Bucht IL 490.
Domara-Wâi IL 490.
Dombio IL 45.
Domicella stavorini IL 176.
Domógi IL 500.
Domora-Kette IL 605.
Domori IL 500, 636, 667, 778, 779.
Domu [Damulu] IL 491, 552, 719, 747, 749.
„Dona Carmelitaquot; 324.
Donal, Kapt., IL 18.
Donaldson, J., IL 499.
Donaldson-Fluss IL 499.
Donaldson-Kette IL 500.
Don Manuel Flores-Insel 293.
Donung [Dunung] IL 595.
Doodkist 149,

Doodslagers-rivier 55, 76, 84.
Dopima IL 777, 778.
„Doraquot; IL 615.
„Doradusquot; 157.
Dore IL 452.

Doré 222, 223, 224, 225, 249, 276, 277, 279,
280, 321, 334,
IL 79, 81, 88, 91, 96,97, 114,
118, 119, 134, 137, 140, 158, 176, 234, 235,
236, 543, 544, 628, 676.
Doré-Bai 146, 154, 175, 222, 223, 226, 259, 275,

277, 278, 279, 286, 316, 332, IL 25, 31, 77,
78, 79, 88, 89, 93, 94, 96,
loi, 103, 104, 115,
119, 123, 127, 129, 133, 134, 136, 142, 147,
148, 149, 150, 152, 154, 157, 161, 162, 167,
168, 175, 177, 201, 213, 215, 223, 234, 235,
236, 237, 260, 262, 287, 289, 297, 298, 299,
300, 312, 313, 331, 333, 372, 410, 412, 428,
429, 430, 432, 463, 481, 482, 483, 586, 599,
600, 626, 627, 629, 654, 655, 676, 677, 678,
679, 702, 703, 709, 738, 742, 743, 744, 768,
769, 818, 819, 822.

Doré Hum II. 157, 201.

Doré Hum-[Threshold-] Bai 130, 151, 225, IL
191, 738.

Doré-Kap 151.

Doré Ketjil [Klein-Doré] IL 157.

Doré Um = Doré Hum IL 157.

Dorey = Doré IL 176, 544.

Dorf-Insel [Village-Insel, Teliata] II. 353, 474,

513-

Dori IL 527, 690.

Doria, Giacamo., IL 233, 491, 824, 825, 826.

Dorimba = Drembang [Darèmbang] IL 148,
216, 427, 792.

Dorin, Joseph., 242.

Doriri IL 776, 777.

Doriwaida IL 715, 749, 750, 751.

Dornseiffen, J., IL 103.

Doroa IL 775.

Doromu IL 553.

Doropadâi IL 498, 746.

Dorowna II. 654.

Dorre Eylanden — Jen-Inseln 152.

„Dorsetshirequot; 296.

Dorsey, G. A., II. 454.

Dorst, van., = Dortsman, A., 104.

Dortsman, Adriaan., 51, 103, 104-

„Dorundaquot; IL 335, 416.

Dot-Insel IL 418.

Double-Insel 241, 288, IL 39, 80,81, 109, 117,
291, 545.

Double-Spitze IL 155.

Douglas, John., IL 247, 254, 258, 327, 377, 386,
388, 389, 391,
401, 403, 404, 408—409,
432, 436 -437, 444, 45°, 465, 467, 656,
685, 724, 833, 837.

Douglas, R. Sholto Johnstone., II. 545.

Douglas-Bai II. 588.

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Douglas-Bend II. 387.

Douglas-Berg [Duamaga] IL 404, 405, 442, 610.
Douglas-Berg im Owen Stanley-Gebirge IL 488.
Douglas-Distrikt = Mount Douglas-Distrikt IL
754-

Douglas-Fluss [Auror] IL 432, 434.
Douglas-Hafen IL 509, 573, 658, 712.
Douin = Onin 105.

Doura [Daura] IL 279, 300, 382, 407,485,659,
66 r, 666.

Dourado, Fernäo Vaz., 12, 13, 29, 337.

„Dourgaquot; 322-323, IL 4.

Dourga-Fluss = Prinses Marianne-Strasse [Muli]

322, IL 6, 31, 32, 192.
Dourga-Strasse = Prinses Marianne-Strasse IL
^ 32.

„Douroquot; IL 253.
Dove [Dowe] IL 636, 777.
Dove, Heinr. Wilh., II. 356.
Dove-Bucht. IL 356.

Dove-Insel [Utu] 261, IL 63, 80, 113, 609.
Dover-Ihseln 247, IL 194.
D».w, Donald;, IL 294, 624, 640, 694.
Dowat = Dauat IL 409.
Dowau = Blossevihe-Insel IL 816.
Dowaura, Kap., 195, 313.
Dow-dai IL 814, s. Daudai.
Dowe [Dove] IL 636, 777.
Downs 190, 214, IL 68.
Dowora IL 96.
D\'Oyly, George., IL 27, 37.
D\'Oyly, Hauptmann., IL 26.
D\'Oyly, Wilham., IL 27, 37.
Doyopodo = Doipodo 297.
Dozy, C. M., 88.
„Draakquot; IL 14.
Drake, Sir Francis., 59.
Dramai IL 9.
Drees, Fr., IL 412.
Dreger, Max., IL 417, 420, 421—423,
Dreger-Hafen II. 417, 537.
Drembang [Darèmbang] IL 148, 216, 251,

427, 792-

Dresden II. 306.

Drew, Robert., == Brew, Robert, IL 222.

Drew, W. L. G., IL 506.

Drew-Berg IL 506, 521, 611.

Drie Gezusters = Bono Kabäi-Inseln 149, 332.

Driesje 178.

Drillo = Ndrilo II. 756.

Drimpelhoek = Doré-Kap 151.

Drislane, Thomas., IL 603.

Dromo-Dromo II. 723.

Drooge bocht 49, 79.

Druce, Hamilton H., IL 545, 593, 830.

Drugul IL 560.

Drummond, Charles., 283—284.
Drury, Byron., II. 52.
Dsu-Dsur IL 421.

Duamaga [Douglas-Berg] IL 404, 405, 442,
6iq.

Duarti [Isla de Arti] Insu Moär 13.
Duau IL 341.

Duau [Normanby-Insel] 268, IL 187, 262, 339,
341, 342, 354, 364, 376, 383, 392, 462, 466,\'
469, 489, 525, 526, 533, 551, 571, 582, 601,
602, 603, 715, 724, 731, 751, 774, 780, 781,
. 797-

Dubbins, H., IL 267, 268, 315.
Dubi Goro ~ Mac Ilwraith-Berg IL 634.
Dubila IL 603.
Dublin IL 467.

Du Bouchage-Insel = Lihir [Gardenijs-Insel]
IL 50.

Dubrony, A., II. 825, 826.
Dubuaru IL 316.
Dubuläi II. 523.
Dubumabai IL 548.
Dubumuba IL 777.

Du Bus de Gissignies, Leonard Burggraf, IL 10.
Du Bus, Fort, IL 10, 11, 13, 14, 19, 20, 24,
35, 36, 45, 79, 82, 84, 97, 186, 216, 598, 623.
Duchäteau-Einfahrt s. Duchäteau-Pass.
Duchâteau-Inseln IL 72, 74.
Duchäteau-Pass [Enghsh Entrance] IL 70, 299.

364-

„Duchessquot; = „Dutchessquot; 163—165.

Duchess-Insel [Uruma] IL 533.

„Duchess of Clarencequot; 275, 277, 278, 279, IL

818—819.
Ducie-Fluss 121.
Ducie-Kap IL 189, 506.
Duclesmeur, Chevaher., 208.
Duclos-Insel = Latao 203.
Dudekai = Brierly-Insel IL 383.
Dudemaine, E. J. G. Girard., 330.

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Dudemaine-Insel [Tumléo] 330, II. 269, 357,
374, 597, 651, 672, 673, 737, 738, 761, 782,

783, 839.

Dudfield, Charles., II. 220, 222, 240, 241.

Dudfield-Hafen II. 256, 270, 277.

Dudfield-[Dutfield-]Khppe II. 220.

Dudi II. 317, 500.

Dudura II. 637, 777.

Duduri II. 719.

Duf [Snapan] II. 124, 126, 705.

Du Faur, Eccleston., II. 246.

Du F^aur-Berg II. 245.

Du Faur-Insel II. 246, 458, 620.

Du Faure — Du Faur II, 245.

Dufaure-Insel [Bona-Bona, Mugula] 44, II. 73,
224, 225, 248, 25s, 265, 270, 360, 376, 379,
522, 632, 681, 691, 715, 747, 797.

Dufifield, A. J., IL 831.

Dufief 59.

Duga IL 8.nbsp;^

Dugamor-Bucht = Dugumor-Bucht IL 494.

Dugari IL 605, 636.

Dugumor IL 419, 421, 457.

Dugumor-Bucht II. 421, 494.

Duivenbode, C. W. R. van Rennesse van., IL
288, 299, 312, 400, 411, 600.

Duivenbode, M. D. van., IL 31, 83, 89, 95,96,
119, 138.

Duivenbode, Prinz., = Mahomad Taher, Prinz.,
IL
147.

Duiven-Eiland — Ir [Pigeon-Insel] IL 124.

„Dukequot; 163—165.

„Duke of Buccleughquot; 276, 283—284.

Duke of Buckingham Shoal [Pearn-Riff] IL 638.

„Duke of Clarencequot; 275, 279, IL 818—819.

„Duke of Montrosequot; 242.

Duke of Portland- [Tingwon-] Inseln 92, 197,
247, 266, 272, 281, IL 29, 109, 166, 212,
281, 369, 556, 801, 832.

„Duke of Sutherlandquot; IL 800.

Duke of York-Insel[n] [Neu-Lauenburg] 195,
196, 246, 247, 281, 285, 31^,
334, 11.29, 53,
76, 80, 108, 131, 133, 166, 184, 194, 218,
219, 220, 238, 242, 243, 246, 249, 258, 269,
273, 274, 282, 285, 286, 293, 295, 305, 318,
319, 321, 342, 349, 352, 361, 369, 375, 398,
461, 462, 476, 480, 512, 579, 594, 596, 647,
649, 673, 674.

Duki IL 614.

Dukutar, Kap., II. 784.

Dula [Kei Dula] IL 144, 159, 561, 704.

„Dulamaquot; II. 379.

Dulaurier, Edward., 8, 31.

Duluna-Spitze [Baba Klinai, Pierson-Kap] 268,

n. 34L 354, 469, 509. 533. 75 L 780,
818.

Dumaga IL 610.
Duma Labua-Passage IL 775.
Dumara II. 668.
Dumarulug 310.

Dumas, J. M., 121, IL 8, 373, 711-712, 769,
793-794.

Dumbu IL 583.
Dumérite [Mérite] 270.

Dumont d\'Urvihe, J. S. C., 23, 84, 94, 144,
. 191, 192, 203, 206, 215, 275, 293, 309, 311,
312, 313, 314, 324—334, IL i, 8, 9, 17, 28,
36, 43-48, 51, 52, 57, 94, 118, 129, 140,
269, 288, 357, 358, 566, 758, 821, 822.
Dumoulin-Inseln IL 46, 72. -nbsp;quot;

Dumoutier IL 48.
Duna-Duna IL 589.

Dunbar, Korv. Kapt, IL 729—730, 731—733,

839-

Duncker, G., II. 765.

Duncomb, Kapt., II. 253.

Dundee IL 192.

„Dundeequot; IL 735.

Dundee-Fluss II. 224, 255.

Dunedin IL 282.

Dungeness (Queensland) IL 342.

Dungeness-Insel [Djeaka, Jeaka] 256, 261, IL

48, 684, 745.
Dungeness-Riff 256.
Dunkel, Händler., II. 726, 733.
Dunung [Donung] II. 595.
Duperré, V. G. Baron., 327.
Duperré-Inseln IL 72.

Duperré-Kap [Kusserow-Kap] 327, IL 352.
Duperrey, L. L, 66, 191, 203, 258, 281, 294,
303, 304, 305, 310-316, 32r. 324. 329.
331, IL 52, 78.
Duperrey-Inseln = Insu Moär und Insu Manai
331-

Dupont de Nemours 214, 215.
Du Portail, La Motte., 271.

-ocr page 536-

Duportail-Insel [Lólobau] 271, 272, II. 245,

620, 675.
Duportail-Inseln II. 29.
Duppar II. 27, 37.
Dupré II. 477.
Duramba II. 507.
Duramu II. 490.
„Durancequot; II. 753.
„Durancequot; = „Espérancequot; 264.
Durand, Kapt., 301, 324.
Durin, Pater., II. 296.
Düring 180.

Duro II. 524, 546, 746.

Duro, C. Fernandez., s. Fernandez Duro, C., 31.
„Durocquot; II.
92.

Durour-Insel [Aua, Hün] 27, 198, 266, 317,

II. 212, 730, 802, 805.
D\'Urville-Insel [Kairirü] 25, 67, 94, 313, 329,

II. 53, 129, 356, 596, 702, 812.
D\'Urville-Insel ^ Budd-Insel II. 94, 358.
D\'Urville-Kap 332, II. 75, 78, 118, 198, 269,

312, 514, 655, 820.
D\'Urville-Pik IL 47.
Dusnèr IL 600.
Dussen, Adriaen van der., 58.
„Dutchessquot; 163—165.
Dutfield-[Dudfield-] Klippe IL 220.
Dutton, H. S., IL 715.
Duvel, Gerard Hendrik., 178—179.
Duvira-Bucht, s. Duwira-Bucht.
Duwa, Pulu., IL
144.
Duwal, J., IL 667.

Duwes, James., = Dewar, James., 184.
Duwira IL 713.

Duwira-Bucht [Mambare- oder Traitor-Bucht]

IL 190, 354, 617, 637.
Duyfhen Point 54.
„Duyfkenquot; 51—57, 77.
Duyfkens-Eylant 54.
Duyfkens-Riff 55.
Duymaer van Twist, A. J., II. 97.
Dwaelhoek 151.
Dwar IL
430.

Dwars in den weg = Nau 149.

Dyke Acland, Sir Thomas., IL 189.

Dyke Acland-Bai [Ketakerua] IL 189, 314,

377. 438. 440, 573. 588, 799, 807.
Dysenterie 272, 273, 333, JJ. 618.

E.

Eafa IL 607.

Eagalona IL 712.

Eaha IL 440, 717, 718.

Eardly-Wilmot, S., IL 443.

Earl, George Windsor., 253, 318, 321, 322, IL

43. 45. 55. 254, 753.
„Earl of Holdernessquot; 181—183, 186.
„Earl of Mansfieldquot; 228, 229, 340.
Eastabrooke, John., 236.
East Anchor Cay II. 257.
East Cape oder Ost-Kap [Tawéra] IL 182, 187,
188, 189, 256, 286, 316, 336, 348, 350, 354,
359. 360, 361, 364, 365, 379, 383, 439, 491,
533. 545. 774-
East Cay IL
80.
East Entrance-Insel IL 67, 268.
Eastern Fields 287, 290, 299, 302, 308, 309,

324, IL 24, 80, 90, 91, 109.
East-Insel [Warimata] IL 271, 469, 522.
Eaton, A. E., IL 826.
Eaula IL 591.

Eaux troubles, Anse des., = Brecher-Bai 329.
Eawara = Mowi Awi IL 833.
Ebe IL 444, 718.

Ebeboa [Llewellyn-Spitze] IL 526, 551.

Ebeling, C. D., 220.

„Eberquot; IL 473.

„Eberhardquot; IL 765—767.

Eboa IL 336, 447, 449, 466, 532, 670, 680, 773.

Ebola, Kap., 267.

Ebolo IL 496, 557.

Ebu-Bucht [Ebu Du-Du] IL 525.

Ebu Du-Du s. Ebu-Bucht.

Ebwauépa IL 602.

Échiquier- [Ninigo-] Inseln 25, 27, 205, 230, 266,
IL 128, 166, 212, 227, 264, 695, 731, 735,
801, 805, 808.
Eckardstein-Fluss II. 355.
Eckardtstein-Rötzel, Frhr. von., IL 355.
Eckebrecht, Phil., 79.
Eclectus linnaei IL 174.
Eclectus pectoralis salomonensis IL 622.
„Economistquot; IL 251.
Edagwaba IL 529.

Eddystone [Pana Rora] IL 72, 269, 299, 526.
Ede, Richard., IL 545, 722, 775.

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Edelfelt, E. G., 11.335 -336,392,437,44=6—

448, 462, 484-
Edgar, Andrew., IL 150,
Edgar- [Pic-] Fluss IL 434.
„Ediquot; IL 455, 678, 679.
Edinburgh IL 389.

Edith-Fluss = Wanapa [Vanapa] IL 180, 279,

450, 634.
Edkins, Joseph., 4.

Eduiago [Einfahrts-Insel] IL 362, 802.
„Ednaquot; IL 691—692.

Èdugar [Nepean-Insel] 256, 261, IL 38, 48,
63, 105.

Edward Augustus, Duke of York and Albany.,
210.

Edward-Fluss 80.

Edwards, Edward., 253—254, 255, 340, IL

59, 72-

Edwards, Kapt., IL 105, 123, 140, 203—204.
Edwards-Felsen IL 140.
Eeg, C., 319—320.

Een, Pulu., = Metjé [Uranie-Insel] 221.
„Eendrachtquot; 50—71, 73.
Efari [Ifari] IL 267.

Èf Bé oder Èf Bi [Jèf Bé] 226, IL 313.

Èf Bi s. Èf Bé.

Èf Kèsem = Sagewin IL 112.

Èf Man [Jèf Man] 147.

Èf Matel [Jèf Matel] IL 166, 167.

Èf Nowau 221.

Efogi IL 665.

Èga 72, IL 45, 283, 427, 504, 767.

Egano Pagan [Pagan] 102.

Egériba IL 568, 569.

„Egeronquot; IL 87, 283, 427, 504, 767.

Egeron-Riff IL 251.

Egeron-Strasse IL 87, 217.

Egg Island = Tumbu-Tumbu [Vogel-Insel] IL 57.

Egli, J. J., 340.

Egmond 59.

„Egmondquot; IL 82—83, 384-
Egmond-Insel
285.
Egum IL 462, 466, 775, 780.
Egum-Inseln IL 529, 592, 593.
Eheubi IL 777.

Ehlers, Otto., IL 374,617-619,630,650,
Ehrmann, T. F., 248.
Ehus IL 535. ,

Nova Guinea. IL Entdeckungsgeschichte.

Eich, Friedr., 454, 459-460, 475, 515.

Eichhorn, Naturaliensammler., IL 639.

Eickstedt, von., Kapt. Leutn., 319, IL 56, 361.

Eickstedt-Durchfahrt IL 362.

Eickstedt-Insel [Behau] IL 353, 359, 362, 642.

Eidibal [Aidibal] IL 421.

Eidubal [Aidubal] IL 419.

Eihaus IL 550.

Eikanaunau IL 688.

Eikiri [Aikiri] IL 266, 316, 608.

Eikiri-Berg IL 266.

Einfahrts-Insel [Edmago] IL 362, 802.
Einfahrts-Kap., IL 595, s. Salomon Sweers-Kap.
Eintracht-Spitze = Concordia-Kap [Mäke] IL
357-

Eisen 41, 51, 77, 78, IOI, 225, IL 23, 578, 587.
Eisenach IL 306.

Eitawéri [Prittwitz-Spitze] IL 696.

Eitel Friedrich-Hafen IL 783.

Eiu Guga-Guga IL 550.

Ejohe [Eyohe] IL 718.

Ejuna IL 611.

Eka = Èga 72.

Ekaléu [Kaléu] IL 766, 783.

Ekeikei = Ikeikei IL 800.

Ekenholm, J., 279.

Ekka s. Èga.

Ela IL 392.

„Elamangquot; II. 832.

Elba IL 28.

Elbein, von., Kapt. z. See., IL 774.
„Electraquot; IL 380.

Elefanten-Gebirge = Ohfant 149, IL 169.

Elefantenzähne 300.

Elefa = Yule-Berg II. 679.

Elema IL 268, 360.

Eleonoren-Bai IL 454.

Elewara IL 67, 183, 192, 392.

„Elisaquot; IL 304.

„Elisabethquot; 318, IL 29, 116, 361—363.
Elisabeth-Bucht II. 353, 620, 621, 695, 698.
Elisabeth-Fahrwasser = Möwe-Fahrt IL 362.
Elisabeth-Fluss [Nuru] IL 516, 517, 644, 645,
787.

Elisabeth-[Ehzabeth-] Insel [Alim] 300, IL 53,

420, 621, 755.
Elisabeth- [Wrack-] Riff IL 244.
„Elizabethquot; 186, 228, 234, IL 56.

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Elizabeth-[Elisabeth-] Insel [Ahm] 300, II. 53,

420, 621, 755.
Elizabeth-Riff 308, IL 56.
Elk, Pieter van., 148.
Ehe, Otto., IL 412, 413.

„Ehengowanquot;, Dampfer., IL igi, 192, 203, 205,
206, 207, 220, 221, 224, 225, ,228, 237, 247,
248, 255, 256, 257, 265, 267, 268, 301.
„Ehengowanquot;, Schoner., IL 316, 334, 335, 378,

439) 449) 4SO) 464, 637, 656.
Ellengowan-Bai [Gabu Suaiaru] II. 248, 265, 522.
Ellengowan-Einfahrt IL 392.
Ellengowan-Insel IL 230, 232, 498.
Elhce-Inseln IL 258, 295, 305.
Ellinghuijzen, A. A., II. 14.
Ellingsen, Edv., IL 649.
Ehiott IL 604.
Ehiott, A., IL 797.
Ehiott, G. F. Scott., II. 818.
Ehiott, Robert., IL 667, 721.
Ellis, A. G., 251, IL 166, 169, 313, 411,425,

426-432, 810.
Ellis-Kanal IL 247.
Elorlor IL 282, 379.
Elout, Jonkheer C. Th., IL 3.
Elpapa, Kap., [Threshold-Spitze] 151, IL 148.
Elsas sia electrica II. 401.
„Elseaquot; IL 315, 360, 832.
Elsiequot; = „Elseaquot; II. 393, 832.
Eisie-Berg II. 266.

Eluma Kumaura = St. Matthias-Insel IL 619.
Emah Walar [Emah-See] IL 771.
Emarâkana IL 534, 658.
Emba IL 793.
Embaidora, La., 44.
Embi = Kajó Jenbf., IL 215.
Emburuwui IL 430.
„Emeloortquot; 107, 108.
Emeloorts-Bai = Patipi-Bai 110.
Emene IL 663.

Emeno = Neu-Mecklenburg IL 29.
„Emeraldquot; IL 299.
Emerald-Riff IL 299, 575.
Emery, Carlo., IL 640, 825.
Emilia, Porto., IL 144.
Emilien-Bai IL 454.
„Emilyquot; 310, II. 251, 252, 407, 408.
Emirâ s. Emirau.

Emirau [Squally-, Sturm- resp. Keruë-Insel]
131, 317) II- 4I) 49) 303-

„Emma Pattersonquot; IL 150,

Emoi IL 794.

Emsmann, Korv. Kapt., IL 729.

Enamakala, Häuptling., IL 723.

Enamäkana IL 687, 715.

Enamas II. 112.

Enang IL 577, 595.

Enauta IL 550.

„Echantressquot; IL 25, 66.

Encke-Spitze IL 419.

Enda [Endari] IL 605.

Endari s. Enda.

„Endeavourquot; 210—214, 248—251.

Endeavour-Strasse 17, 211, 212, 238, 239,241,
252, 289, 296, 298, 307, 309,
IL 49, 54, 59,
65, 66, 70, 87.

Endeh 7, IL 483.

Enderlein, Günther., IL 582, 649.

Endidori II. 430.

Ene [Anelaüa] IL 596.

Engane = Mios War 150.

Engano IL 393.

Engelsman, H., IL 708.

Enggami IL 430.

Engineer-Inseln IL 187, 188, 316, 376, 379,
674, 691.

England 186, 190, 192, 227, 237,245,252,254,
262, 287, 290, 291, 306,
II. I, 2, 22, 31, 49,
52, 76, 132, 155, 191, 192, 193, 195, 197,
300) 305) 31O) 347—352) 365, 425, 439, 446,
449) 464) 47I) 486, 583, 591, 602, 615, 623,
625, 662, 677, 722, 723, 724, 775, 797, 800,
801, 824, 830.,
s. auch Gross-Britannien.

Engländer 126—135, 185, 186, 191, 192, 193,
208, 220, 278, 279, 280, 297, 321, 336,
IL
3) 76-

England\'s Island = Sop 188.

Engler, Ad., IL 208, 494, 517) 579) öi5) 648,787.

Enghsh, A. C., II. 449, 484) 506, 610, 613,
632, 634, 666) 682—683, 688, 715, 718—
719, 749-751, 753, 798.

Enghsh, George, F., IL 779.

Enghsh Cove 194, 245, 312, IL 53, 273, 305,
354, s. auch Port Breton.

Enghsh Entrance = Duchäteau-Pass IL 60.

Enghsh Point = Sélé-Kap 249.

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Enkhuizen, Insel., 150.

Enluru = Neu-Mecklenburg 311.

Enogoro [Ino Goro] II. 404.

Enok — Enuk [Nainuk] II. 320, 423, 726, 802.

Enona II. 279.

Ensowèni, Kap., II. 430.

Entrance-Insel in der Endeavour-Strasse II. 68.

Entrance-Insel im Aird-Fluss II. 432.

Entrance-Inseln II. 67.

Entrance-Riff II. 366.

„Entreprisequot; II. 598.

Enuk [Nainuk] II. 320, 423, 726, 802.

Eola II. 719.

Eoro [St. George-Fluss] II. 315.

Eoroa [Wauri] II. 664.

Epa II. 206, 378, 663, 719, 800.

Epakari = Ipikari II. 220, 267.

Epa Komani II. 553.

Epi II 264.

Epidermis-Insel [Nekumara] IL 572.

Epidotgestein IL 572.

Epilepsie IL 547.

Epimachus ater II. 114.

Era-Bai [Langford-Sund] IL 434, 568, 614.

Eramau IL 596.

Erdbeben 153, H. 174, 227, 250, 280,601,604,

634. 696, s. auch Seebeben.
Erdbrink, F. F. van der Velden.,
199, IL 676,

678, 708—710, 839.
Erdöl IL 771.
Erdschlipfe IL 227.
Eredia, Manuel Godinho de., 7.
Erd weg, Matthias Joseph., IL 651, 673, 695,

737, 761, 783, 809.
Erei IL 718.
Erembi IL 227.
Ereta IL 801.
Eretubu [Ratubu] IL 790.
Erierua IL 533.

Erima IL 512, 538, 581, 642, 643, 644, 650,

699, 726, 757.
Erima-Berg IL 522.
Erima-Hafen IL 757, 786, 787.
Erina [Gould-Berg] IL 248.
Erine IL 206, 545.
Erinina II. 446.
Ermesu = Merauke IL 771.
Ermitanos, Los., = Luf-[Hermit-]Inseln
230, 231.

Ernesto, Porto., IL 144.

Ernst, Frans., 135—137.

Erntsen, O. Th., IL 503.

Eromanga 258.

Eroro IL 573, 718.

Erropang = Waropèn 145.

Erskine, James Elphinstone., IL 359—361.

Erskine-Hafen IL 248.

Eruatutu IL 630.

Èrub [Darnley-Insel] 255, 260, 261, IL 27, 38,
48, 59, 60, 61, 62, 64, 73, 123, 151, 163,
164, 178, 182, 191, 192, 203, 204, 206, 220,
221, 224, 225, 239, 240, 283, 316, 391, 443,
^ 464, 565, 591. 609, 662, 684, 685, 814.
Èrupa [Village-Insel] IL 109, 220, 224, 239, 832.
Eruption-Insel = St. Aignan-Insel [Misima] 295.
Erwartungs-[Expectation-] Strasse IL 245.
Esaw IL 460.

Escalante, Alvarado Garcia de., 20, 22, 23,

IL 812.
Esede Motu-Riff IL 392.
Èsim [Arnold-Fluss] II. 357.
„Esmeraldaquot; IL 116, 323, 478, 520.
Espalle, Jean Baptiste., IL 68.
„Espérancequot;
264—273.
„Espièglequot; IL 305, 323, 328, 360—361.
Espinosa y Teho, Josef., 219, 230, 232, 244,

258, 285, 292.
Espiritu Santo 37, 38, 39,40,54, 102, 103,201.
Esquivel, Juan de., 42.
Essenigh, Richard., IL 66.
„Essingtonquot; II.
49.
Essington, Port., 318, II. 43, 49.
„Estafettequot; IL 85.
Este, Wihem Adriaan van., 242.
„Esther Helenaquot; II. 96—97, 135.
Etcheverry, d\'., [Chevry, de.,] 215.
Ethel-Fluss = Kiwa IL 180, 204, 206, 407, 447,

609, 632, 719, 773, 800.
Etheridge jr., Robert., IL 388, 464, 468.
„Etiennequot; IL 226.
„Etnaquot; IL 84, 94, 97--103.
Etna-Bai [Kiruru-, Bäik- oder Timbona-Bai]
IL loi,
129, 186, 276, 366, 623, 624, 627,
653, 794, 815.
„Etnaquot;-Expedition IL i, 97—103, 129, 823.
„Étoilequot; 200—208.
„Étoile du Matinquot; 215.

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Eudaiadere IL 588.
Eudari IL 636.

Eugenie-Insel [Naria oder Maria Pohu] IL 47,

224, 256, 270.
Eugynia 36.

Eunaro oder Euna [Cette-Insel] 45, IL 270.
„Eurequot; IL 674.

Europa IL 130, 138, 159, 167, 177, 396, 517,

539, 557, 559, 834.
„Europaquot; 173, IL 292.

European und Colonial Investment Syndicate

IL 671.
Eury, Kapt., IL
238, 695.
Euselenops luniceps IL 693.
Evani [Ewani] = Knutsford-Berg IL 634.
Evans 301.

Evans, Kapt., IL 107.

Evans, Sir Fred. J. G., IL 291.

Evans-Bai IL 63, 73.

Evans-Insel [Tana Ba] IL 62, 339, 383.

Evarra [Ewara] IL 567.

Eveda [Eweda] IL 680.

Evening-Inseln = Kuren-Inseln IL 78.

„Everdine Ehzabethquot; IL 85.

Everill, H. C„ IL 383—388, 472.

EveriU Junction IL 386, 498, 500.

Ewanan [Mencke-Insel] IL 767.

Ewani [Evani] = Knutsford-Berg IL 634.

Ewara [Evarra] IL 567.

E\'Watto = Watu [Vatu] IL 245.

Eweda [Eveda] II. 680.

Ewia IL 408.

Ewofa IL 664.

Ewofi II. 664, 717.

Ewowa IL 717.

Excellent-Spitze IL 470.

Expectation-[Erwartungs-] Strasse IL 245.

Expeditions-Hafen IL 2ii, 369.

„Explorerquot; IL 240, 241.

Exploring-Inseln IL 250.

Eye, Pulo., = Ai, Pulu., 227.

Eylmann, Dr., IL 643.

Eyriès, J. B. B., 87, 248, 330.

Eyriès-Berge [Hartmann-Berg] 330.

Fabana IL 721.
„Fabertquot; IL 398.

Fabri, Friedrich., IL 306.
Fabritius, G. J., IL 79,
83, 115, 123, 822.
Fadän [Podéna] 25, 95, 331, IL 30, 411, 654,
704, 743-

Faed-Inseln = Fead-Inseln [Nuguria] 321.
Fafag-Bai = Fafak-Bai 313, IL 705.
Fafak-Bai 221, 313, 314, 316, IL 236, 298,

428, 705.
Fafanlap IL 216, 426.

Fagéu IL 134, 160, 215, 223, 426, 625, 705.
Fahrten, unfreiwillige., 14, 15, 16, 17, 19, 20,
21, 22, 72, 73, IL 108, 141 —142, 483, 600,
601, 676—677, 795.
Fairfax-Hafen IL 179, 220, 281, 334, 392.
Fairway Ledge [Black Rocks] 237.
Fakal = Fagéu IL 223.

Fak-Fak [Pak-Pak] IL 89, 161, 261, 273, 504,
677-678, 703, 704, 708, 709, 710, 739,
740, 742, 743, 759, 767, 770, 771, 772, 790,

792, 793, 794, 795, 796-
Fak-Fak-Bai IL 705, s. Fafak-Bai.
Faktoreien IL 193, 411.
„Falconquot; IL 320.
Falcon-Insel = Packe-Insel 310.
„Falkequot; IL 638, 640, 671—672, 700, 808.
Falkenstein, Eduard Vogel von., IL 418.
Falkenstein, Kap., IL 418.
Falkland-Inseln 201. 306, 311, IL 74.
Fahows-Rifif IL 365.
Falmouth IL 52, 58.
Falofoida IL 800.

Falscher Utanata = Kupera Pukwa IL 6, 7.
Falscher Waki\'a = Newérip IL 7.
False Cape = Valsch, Kap,, 212.
False-Insel [Käingana] IL 417.
Falso, Kap., = Valsch, Kap., 49.
Fam-Inseln [Jèf Fam] 99, 100, 129, 339, IL

77, 236, 297, 706.
Fanelten (Mapia-Inseln) 159.
Faniki [Paniki] IL 122.
„Fannyquot; IL 146, 318—319, 322, 328, 340.
Fao = Fau 297.
Faraguet, H., 329.

Faraguet-Insel [Ah] 329, IL 269, 357, 597, 672.

Fardatte Vordate 263.

Farewell, Bligh\'s., [Bligh-Kanal] 257, IL 48.

Farewell-Strasse IL 106.

Faria y Sousa, Manuel de., 20.

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Farm-Bai IL 225, 248.

Farquharson, John., 284.

Farreh, Thomas., IL 275, 293, 323, 460.

Farrer, Henry., 236.

Farunumu IL 221.

„Fasanaquot; IL 510, 593, 594.

Fasana = Fèsoa IL 732.

Fasüi IL 280.

Fatagar [Patagar] 117, 118, 122, 123, 139, 152,

IL 144, lór, 707.
Fatanggar = Fatagar IL 144, 161.
Father-Bank IL 56.
„Fathui Hairquot; IL 167—178.
„Fathui Nasarquot; IL 118—119.
Fau 137, 297, IL 77, 89, 121, 158, 236, 705,
706.

Faulobia IL 670.
Fâur, Dorf., IL 160.

Fâur [Pâur], InseL, 106, 118, 128, IL 156, 160,

161, 216.
Fauvel, Albert., IL 825.

Favele, Faveli oder Favere = Faweri [Haweri]

IL 266, 278.
Favereau IL 275.
Fawe Jokéa IL 833.
Faweri [Haweri] II, 266, 278, 664, 749,
Fazzari, Achille., IL 264.
Fead- oder Abgarris-Inseln [Nuguria] 309, 321,
IL 22, 43, 292, 424, 460, 536, 559, 560,

73 L 764-
„Fearnotquot; IL 138—140.
Fearnot-Bai = Kawauwi IL 140.
Fearnsides, W. G., IL 572.
Fedarb [Siwisa oder Sèpèsa] IL 271, 694, 732,

755, 757-
„Fei Lungquot; IL 406.
Felder, Cajetan., IL 823.
„Félicequot; 237—238.
Felicia proper — Balambangan 220.
Fehmann, H., IL 128, 674, 801—802-
Fellows, S. B., IL
534, 551, 570, 592, 658,

687, 723, 751, 838.
Felsinschriften II, 251, 289, 312, 313,331,814.
Felsit IL 639.

Femen, Nord- und Süd-., IL 112.
Feni-[Anir- oder St. Jan-] Insein 64, 89, 132,
194, 204, 233,
IL 23, 43, 116, 136, 340,
424, 456, 460—461, 640, 694.

Fenichel, Samuel., IL 373, 539, 575, 641.
Ferguson, James., IL 470.
„Fergusonquot; IL 64.

Ferguson-[Makadau-] Hafen IL 218, 258, 259,
280.

Fergusson, Kapt., IL 163.
Fergusson-Berg IL 450.

Fergusson-Insel [Moratau oder Kaluwawa] 269,
IL 187, 262, 341, 383, 462, 469, 492, 508,
526, 529, 533, 534, 551, 571, 572, 591, 592,
593, 601, 602, 603, 638, 687, 691, 715, 723,
731, 751, 780.
Fernândez de Navarrete, M., 15, 18.
Fernândez Duro, Cesareo., 31, 35.
Ferraris, Kap., — Gainèf IL 144.
Fèsoa [Fètsoa] IL 701, 726, 733, 757, 760,
803, 839.

Festetics von Tolna, Rudolf Graf., IL 374,
622-623, 831.

Festungs-Kap [Kilumala, Fortifikations-Spitze]

n. 353, 365, 419, 475, 493, 5i8.
Fetmilak [Papmila] IL 789.
Fètsoa [Fèsoa] IL 701, 726, 733, 757, 760,

803, 839.
Feue-de-joie-Bai IL 407.
Feuerland [Patagonien] 13, 59, 240.
Feuerschiffe IL 223, 254, 367.
Feuerstein 26, II. 499, 812—813.
Ficus elastica II. 787.
Fidele, Paolo., IL 376.
Field, A. Mostyn., IL 473-
Field, J- T., IL 551, 687, 751.
Figueroa, Cristoval Suarez de., 35, 48.
Fiji-Inseln s. Viti-Inseln.
„Fihpinoquot;
285.

Fillodeau, Alexandre., IL 754.

Filongan 297.

Pölitz, Volontär., 271.

Filtz-Insel [Kimbe] 271, IL 246.

Findlay, Alexander George., II. 286, 823.

Fini-Inseln — Feni- [St. Jan-] Inseln IL 23.

Finistère, Département., IL 272.

Finistère, Montagnes du., = Finisterre-Gebirge

327-

Finisterre-Gebirge [Mana Boro-Boro] 327, IL
190, 227, 269, 327, 328, 353, 453, 479, 480,
539, 787, 809.
Finn-Bucht II. 509.

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Finsch, Otto., 26, 66, 281, 313, 329, 330, IL
121, 124, 184, 238, 242, 249, 252, 262, 265,
269, 274, 275, 276,
286-287, 291, 305, 320,
324, 32s, 337, 346) 347) 350, 352—359, 362,
363- 368, 398, 408, 420, 479, 629, 632, 824.
Finsch-Hafen IL 354, 363, 368, 398, 399, 412,
413, 414, 415, 416, 417, 418, 420, 421, 423,
424, 451, 452, 453, 454, 455, 458, 459, 460,
461,
474) 475) 476) 477) 478) 481, 492, 493)
494) 495) 496) 497) 5i2,
513, SHgt; S^ô, 517,
518, 520, 535, 557, 558, 577, 582, 597, 615,
621, 643, 696, 699, 725, 737, 758, 766, 782,
785, 786, 809, 836, 840.
Finsch-Küste II. 356.
Fiolini, Lucien., IL 551.
Fire Island = Cap-Insel [Mukwär] 261.
First Flad Rock-Spitze IL 104.
Fir-tree-Spitze [Dako] IL 508, 587, 589, 687,774.
Fisaua = Fèsoa IL 701, 726, 733, 757, 760,

803, 839.
Fischel-Insel [Gragèt] IL 362.
Fischer, Chr. Aug., 258.
Fischer, Korv. Kapt., IL 554—555, 560.
Fischer, Professor., II. 840.
Fischer, W., IL 546.

Fischerei II. 67, 636, 656, 691, s. auch Perlen-

und Tripangfischerei.
Fischer-Insel == Visscher-Eiland (Gaman-Strasse)

129, 153, 259, 292.
Fischer-Insel [Visscher-Insel, Simbéri] 91, 131,
232, 233, 316, IL 50, 212, 226, 305, 340,
424, 456, 461, 514, 560, 581, 694, 760.
Fish-Fluss IL 633.

Fisherman-Insel [Tauko oder Daugo] IL 179,

392, 602, 681, 712, 832.
Fisser, E., IL
581, 595—596, 808.
Fitz-Insel == Filtz-Insel [Kimbe] 271, IL 246.
Fitzgerald IL 244.

Fitzgerald-Berg = Rukhusam (?) II. 244.
Fitzroy-Insel IL 292.
Flaggenhalbinsel IL 363.

Flaggenhissungen 24, 195, 257, 259, 261, 308,
318, II. 2, 6, 10, 43, 66, 128, 132, 181, 195,
207, 260, 307, 324, 347, 348, 350, 352, 359—
3^5) 373) 376) 496) 703) 79i-
Flat-Insel [Hemenahâi] IL 72, 341, 364.
Fledermäuse IL 122.

Fledermaus-Insel [Vleermuis-Insel, Habé oder

Habéke] 47, 78, lor, 2i2gt; 213, 239, 289, IL
222, 284, 285, 541, 561, 562, 583, 584, 600.

Fledermausklippen 119, 339.

Fletcher, A., II. 751.

Fletcher, J. J., IL 670.

Fletcher, W., IL 218, 687.

Fleurieu, C. P. Ciaret Comte de., 141, 142, 190,
201, 203, 208, 211, 230, 238, 239.

Fleutiaux, Édouard., IL 528, 640.

Fhchtenhöfer, Korv. Kapt., II. 576—577.

Flierl, Johannes., IL 421, 460, 492, 53T-538,
582.

Flight Harbour [Flucht-Bucht] IL 162.

Flinders, Matthew., 52, 54, 85, 211, 255, 257,
259, 260, 262, 275,
286-291, 296, 340, IL
37) 48, 820.

Fhnders-Passage 254, IL 164, 237, 270, 724.

Floggof = Sagof 163.

Flood, Naturaliensammler., IL 779.

„Floraquot; IL 18.

„Florentiaquot; 333, IL 51.

Florentia-[Budd-] Insel, [Ile Isolée] 333, IL
5L 118.

Flores 7, 10, 254, 283, IL 483, 585.

Flores-See 292.

Flores-Strasse 283, 284.

Florida-Insel IL 392.

Florin = Wunambere II. 244.

Flounder-Riff IL 365.

Flower, W. H., IL 163.

„Flower of Jarrowquot; II. 228.

Flucht-Bucht [Flight Harbour] IL 162.

FlutweUen IL 227, 249, 250, 475, 513, 601,
696, 743.

„Flyquot; IL I, 58-64, 66,69, 129, 384,432, 806.

Fly-Fluss IL 61, 63, 151, 180, 204, 207, 208,
228—232, 301, 316, 317, 367, 372, 384)386,
387, 388, 389, 391, 403, 408, 409, 410, 425,
435) 439) 464) 472) 497—5oi, 523) 524, 546)
563, 565) 568, 569, 589, 590, 592, 599, 601,
614, 615, 636, 667, 668, 681, 685, 710, 746,
778, 780, 798, 80s, 806, 814, 821.

Fly-Inseln II. 190.

Fobbe IL 789.

Fofag-[Fofak-] Bai = Fafak-Bai 221, 313, 314,
316, IL 236, 298, 428, 705.

Fofoana IL 634, 661, 667.

Fogaça, Joäo., 22.

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„Foiquot; IL 337—339- .
Foija = Foja
297.
Foja 297.

Fokkens, F., IL 90.
Follenius-Insel IL 362, 419.
Foóa II. 714.
Foote, Reverend., IL 713.
Foraminiferen IL 280.
Forbes, Edward., IL 74.

Forbes, Henry O., IL 72, 337, 372, 377, 384,
389-391, 401-403, 407-408, 436, 440,
444-446, 488, 635, 662, 664, 807.
Ford, John-, IL 830.
Forel, August., IL 649.
Forestier, Jean François., 270.
Forestier-Insel [MunduaJ 270, 340, IL 362.
„Forest Kingquot; IL 340, 342, 455—4S6-
Forewa IL
589.
Foril IL 216.

Forman, Kapt., IL 281, 299.
Formosa 102, 103, IL 138, 623, 824.
Forrest, Austen., 27, 293-295, IL 578.
Forrest, Thomas., 10, 187, 217, 219—227, 234,
249, 251, 275, 303, 339,
IL 124, 169,\'234,
706, 819, 820.
Forrest, Kap., 303, IL 706.
Forsayth, E. E., IL 536, 556, 557. 559. 576,

651. 733. 756. 759. 764-
Forsayth, Frau., = Kolbe, Frau., [Queen Emma]

IL 275, 497.
Forsayth-Insel = Nubareke [Nugakau oder

Kambi] IL 454.
Förster, F., IL 518, 539, 641.
Forster, Georg., 208.

Forster, Joh. Reinhold., 187, 201, 215, 219, 253.
Forster, W. F., IL 154.

Forsyth-Insel = Adabama Kawa IL 388, 465,
501.

Fort, G. Seymour., II. 375.

Fort Angké 274.

Fort Barneveld 58, 161.

Fort Coronation 275, 279, IL 819.

Fort Du Bus s. Du Bus, Fort.

Fort Marlborough 182, 227, 249, 278, 339.

Fort Tangerang 274.

Fort Victoria 278.

Fort Zeelandia 102.

Fortescue-Spitze IL 386.

Fortescue-Strasse IL 180, 181, 240.
Fortifikations-Spitze oder Festungs-Kap [Kilu-

mala] IL 353, 365, 419, 475.
Foss, Korv. Kapt., = Voss, Korv. Kapt., IL 536.
Foul-Inseln [Djèrif] 229, 292, IL 42, ,54, 120, 818.
Foul Point s. Sorong- [Spencer-] Kap.
Foulkes, John Davy.,
242.
Fouhioy, Kap., = Patimuni, Kap., IL 45.
Four, Ile du, = Horno-Insel 232.
Fournereau, Lucien., 12.
Fowell, Newton., 244.
Fowl-Insel = Foul-Insel IL 292, 818.
Fowler, Robert., 289.
„Foxquot; 228.

Fradin, J., 321, II. 116.

Fraenkel, S. G. F., IL 92.

Français, Détroit des., 217.

Français, Passage des., — Kawé-[Bougainville-

Strasse] 206.
Française, Baie., = Berkeley-Sund 306, 311.
Françaises, Iles., = Französische [Witu]-Inseln
270.

„Francequot; IL 663.
Francé, R., II. 642.
Franklin, Benjamin., 328.
Franklin-Bucht 328, IL 515, 536, 555, 556.
Frankreich 190, 191, 192, 201, 208, 209, 236,
262, 273, 325,
IL I, 68, 92, 132, 195, 223,
235. 273, 296, 349, 471, 790.
Fransecky, Eduard Friedr. von., IL 420.
Fransecky, Kap., IL 420.
„Franzquot; IL 158, 166, 167.
Franz-Insel IL 362.
„Franziskaquot; IL 281, 369.
Franziska-Fluss [Salam Bu] 11.418,423, 617, 618.
P\'ranzosen 192, 193, 275, 336, s. auch Frankreich.
Französische [Witu-] Inseln
93, 270, IL 28, 56,
116, 362, 514, 536, 575, 579, 652, 701, 737,
757. 762, 765, 808.
Fraser, Hugh., 228.
Fraser, Kapt., IL 24, 42.
Fraser, R. L., II. 75.
Fraser, William., 229.
„Freakquot; IL 69.
„Frederickquot; IL 12.
Frederik Hendrik, Prinz., II. 32.
Frederik Hendrik-Insel s. Prins Frederik Hen-
drik-Insel.

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„Frederika Wilhelminaquot; II. 460.
Freeman II. 342.
Freewill, Joseph., 199.
Freewill-Insel = Pegun 199.
Freewill-Inseln = Mapia-Inseln 199, 238, 325.
Freigang, Ludwig., [Trégance, Louis.,] IL 133.
Fremery, G. de., IL 213.
Fréminville, de., 264.
Frémont, Y. P., IL 68, 69, 80, 81.
French-Inseln = Französische [Witu-] Inseln
270.

Frenzel, August., IL 171.

Frere, Kap., [Girumia] IL 189.

Frères, Les., = Mandené und Swandei 332,

IL 140.
Fresco, Cabo., 47.

Freshwater-Bai [Sipatnanam] 128, IL 67, 144,

161, 193, 262, 267, 366, 467, 554.
Freshwater River 128.
„Freyaquot; IL 304, 684, 830.
Freycinet, Louis C. Désaulses de., 19, 191, 217,

292, 302-306, 311-
Freycinet, Kap., 152.
Friday-Insel [Gialug] IL 107, 314, 391.
Friedebach, A., IL 537.
Priedel, Ernst., IL 824.
Friedensschluss-Zeremonien IL 723.
Friederich.sen, L., IL 189, 219, 226, 358.
Friederichsen-Bucht [Daose] IL 358, 651.
Friederici, Georg., IL 23, 245, 357, 358, 417,
454gt; 455gt; 493. 619, 673, 696, 761, 764, 788,
803, 813, 814, 815, 816, 817, 832, 835, 839.
Friedmann, S., IL 97.
Friedrich IIL, Kaiser., IL 353.
Friedrich Carl-Hafen IL 419, 555.
Friedrich Wilhelms-Hafen IL 353, 359, 362,
412, 451, 459, 474, 493, 496, 535, 538. 555.
556, 558, 560, 576, 577, 578, 580, 581, 582,
583, 597, 615, 617, 618, 620, 621, 622, 630,
640, 641, 642, 643, 650, 651, 652, 673, 674,
675, 694, 696, 698, 699, 702, 725, 726, 729,
730, 735. 737. 757. 758. 765. 766, 782, 785,
786.

Frier, John., = Fryer, John., IL 376, 379.
„Friendshipquot; 238, 239, 284, 285—286.
Friendship\'s Passage 286.

P\'ries, Maerten Gerritsz., = Vries, Maerten
Gerritsz., 102—103.

Friese, H., IL 641, 642.
F-Rifif IL 527.

Frobenius, Leo., IL 515, 555, 575.

Froggat, Walter W., IL 384.

„Frolicquot; IL 64.

Fromm, M., IL 296, 297.

Fruhstorfer, H., IL 518, 693.

Fruin IL 121.

Fruin, Robert., 109.

Fruin-Insel [Jèf Fruin] IL 122.

Ery, Goldgräber., IL 691.

Fryer [Fryar, Frier], John., IL 376, 379.

Fudi, Nusa., = Nusa Fugi 112.

Fuego, Terra de., = Feuerland 13.

Fugi-Insel [Nusa Fugi] 112.

Full, Bezirksamtmann., IL 417, 454, 455.

Fuller, Percy Charles., IL 253.

Fulton, Hugh., IL 518, 693.

Fuluwatu IL 311.

Fquot;umudana IL 669.

Funnel, Wilham., 158-161, 187.

Fürbringer, Max., IL 546.

Futschou IL 259.

Futuna 63.

Fyfe-Bai IL 248, 670, 713, 715, 747.
G.

Ga, Mios., [Njos Matop, Kommerrust], 100, 174.
Gaba [Brother\'s Hill oder Two Brothers] 257,

26t, II. 155, 164, 178, 180, 225, 510.
Gabang IL 76.
Gabara Sapua IL 497.
Gabarön IL 451.
Gabau IL 139.

Gabelentz, Georg von der., IL 228.

Gabeneu ^ Kabenau IL 227.

Gabert, P. A., 303.

Gabert-Insel 303.

Gabi\'a II. 493.

Gabidsau IL 452.

Gabina [Observations-Spitze] IL 227.
Gabinau =: Kabenau IL 419.
Gabituma IL 589.
Gaboné IL 380.

„Gabrielquot; IL 735, 736, 763, 782.
Gabu Sanrea [Meikle-Bucht] IL 248, 256, 522,
547-

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Gabu Goghi [Isabel Cove] IL 225.
Gabu Suaiaru [Ellengowan-Bucht] IL 248, 265,
522.

Gada Gina [Blunden-Fluss] IL 241, 490, 751.

Gadafsu IL 531.

Gadara II. 630, 633, 657.

Gadarama II. 525.

Gadok IL 120.

Gaeff, Claes., 51.

Gaema IL 778.

Gaétan, Juan., = Gaytan, Juan., 22, 27.
Gag 137, 163, 166, 174, 206, 217, 220, 226,
333, IL
HO, III, 121, 122, 124, 298, 426,
705.

Gagaisena IL 525.

Gagawai IL 547.

Gagi s. Gag.

Gagy = Gag 163, 297.

Gaibobo IL 550.

Gaigeri IL 779.

Gaigainua Geti-Geti 44.

Galle Kalle IL 684.

Gaillard, Benjamin., IL 328, 329

Gaimard, J. F., 128, 303, 304, 305, 306, 334.

Gaimard-Insel 303.

Gainèf IL 144.

Gaiwala IL 663.

Galapy 187.

Galela 174.

Galelum IL 30.

Galewo 178.

Galewo-[Sélé-] Strasse 129, 130, 142, 147, 152,
160, 187, 188, 267, IL 31, 58, 79, 210, 216,
366, 426, 504, 564, 598, 705, 738.
Galirupu IL 552.
Galital-Spitze IL 745.
Gall, B. E., IL 212.
Gallega, La., 23.
Gallego, Hernan., 22, 32.

Galley Reach [Manu-Manu-Bai] II. 179, 278,

485, 688, 773.
Galhna, La., = Djèrif 292.
Galoma IL 591.
Galton, Francis., II. 327.

Galväo, Antonio., 10, 11, 16, 18, 19, 20, 21,
22, 57.

Gaman II. 68, in, 120, 121, 122, 124, 152,
236, 796, 824.

Nova Guinea. II. Entdecküngsgeschichte.

Gaman-[Dampier-] Strasse 15, 70, 97, 129, 135,
147, 152, 162, 166, 172, 184, 188, 192, 229,
236, 259, 276, 281, 284, 286, 291, 292, 293,
294, 299, 307, 310, 320, II. 42, 54, 57, 68,
77) 79) 93) 9Ö, 108, 112, 115, 120, 128, 147,
428, 598, 823.
Gama Oromo II. 546, 547.
Gamata II. 573.
„Gambiaquot; IL 75, 80, 81.
Gambisi [Kambisi] IL 661.
Gambunko [Bowongko] II. 415.
Gamdâran IL 697.
Gamio Komani IL 553.
Gam Konora IL 730.
Gamme = Gaman 162.
Gamobobo II. 498, 668.
Gamsungi IL 121.
Gam Ta IL 216, 426.
Gana IL 614.
Ganai-Berge IL 751.
Ganai-Hügel [Terre de Bocage] IL 47.
Gané di dalam 16, 180, IL 96, iii, 544.
Gané di luwar II. 96, iii.
Gang Engkiat IL 217.
Ganges 292.
„Gangesquot; 291.

Gangloff, Casimir., IL 623, 624, 694, 726, 759.
Gani = Gané di dalam II. 544.
Gania II. 610.

Ganim [Wanim, Grass-Insel] IL 340, 383, 550,
775-

Ganjimbi IL 451.

Gap, The., [Schlucht] IL 662, 665, 681, 687,

716—717.
„Gapinghquot; 103, 104.
Gara IL 256, 545, 747.
Garawarakita IL 744.

Garboi [Arden-Insel] II. 80, 81, 90, 117, 255, 263.

Garça = Makian 14, 16.

Garcia == Hasil 217.

Gard-Fluss IL 388.

Gardener, Isle de., 91.

Gardeney, Garde Neys = Gardenijs-Insel [Lihir]
91.

Gardenijs, Arent., 91.

Gardenijs-Insel [Lihir] 64, 91, 131, 132, 204,
232, 316, II. 50, 84, 116, 212, 249,271,281,
305, 340, 456, 461, 536, 556, 575, 760, 808.

112

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Gardner-Inseln [Tabär] 25, 65, 91, 171, 204,
232, 233, 316, IL 50, 305, 461, 514, 560,
581, 593, 701, 726, 731, 760, 808, 816.
Garéa IL 602.
Garem II. 741.
Garem Leke II. 741.
Garer-Bucht IL 784.
Gargasi IL 152.
Garia II. 485.

Garibaldi, Menotti., IL 264.
Garima IL 737.
Garirupu IL 632.
„Garnaalquot; 185.
„Garnaelquot; 108.
Garnot, Prosper., 311.

Garnot-Insel [Blup-Blup] 25, 26, 67, 94, 313,

329, IL 358, 577, 809.
„Garonnequot; IL 232.
Garopo IL 777.
Garove IL 28.

Garove-Bucht IL 28, 820, s. Johann Albrecht-

Hafen [Balangori-Bucht].
Garowe [Witu oder Deslacs-Insel] 270, 271,
IL 28, 362, 536, 575, 675, 701,757, 702, 821.
Garret Denijs = Gardenijs-Insel [Lihir] IL 50.
Garua [Hannam-Insel] II. 620, 762.
Garub IL 788.
Garwa II. 793.
Gasa 16.
Gasira II. 523.

Gaspar de San Augustin, Fray., 30.
Gaspar Rico 26, 29.
Gaspar-Strasse 228.
Gaudichaud, Ch., 303, 305.
Gaudichaud-Insel 303.
Gauffre, Kap., IL 453.
Gauoaurubi II. 615, 68r.
Gauoburarubi = Gowa Buräi IL 524.
Gauss, Carl Friedr., IL 356.
Gauss-Bucht IL 356.
Gauta IL 538.
Gauttier-Gebirge 331.
Gavanon 220.

Gawa IL 342, 466, 507, 534, 572, 780.
Gawada IL 403.
Gawäi IL 547, 615.
Gawaido Nonoto IL 510.
Gawatu IL 625.

Gawit-Berge IL 675, 697, 785.

Gay, Kapt., IL 163.

„Gazellequot;, Brigg., IL 81.

„Gazellequot;, Korvette., 197, 271, IL 53, 208—
211, 626, 773, 817.

„Gazehequot;, Motorschoner II. 789, 805.

„Gazellequot;-Expedition II. 132, 174, 208—211,
626, 773.

Gazehe-Hafen [Sisir-Bucht] IL 208.

Gazelle-Halbinsel 272, IL 211, 226, 242, 244,
248, 250, 259, 286, 294, 344, 361, 369, 400,
412, 423, 424, 458, 461, 477, 518, 579, 580,
581, 617, 620, 646—647, 649, 652, 674, 696,
699, 700, 725—726, 731, 735, 758, 762, 782,
784, 786, 802—803, 804—805, 808.

Gazelle-Kanal 196, IL 211, 295, 369.

Gazehe-[Birara-] Spitze [Wuata] 195, IL 243,

293, 516-

Gaytan, Juan., 22, 27.

G\'bagebag = Wag-Wag [Rich-Insel] 94, 134,
281.

Gea-Gea IL 712, 747.

Gea-Gea = Glasgow-Hafen [Nobanoka] 45, 338.

Geaoro II. 525.

Gébar II. 233.

Gebaro II. 500.

Gebawa IL 687.

Gébé 15, 35, 71, 105, 135, 137, 148, 152, 162,
163, 166, 173, 178, 179, 182, 183, 215, 2[6,
217, 218, 224, 225, 226, 250, 277, 297, 303,
317, 333, n. 28, 31, 77, 78, 84, 89, 114,
118, 121, 122, 124, 125, 138, 158, 212, 227,
236, 260, 298, 312, 482, 625, 705, 706, 818,
830.

Gebora [Sisiamia] II. 524, 546, 615, 681, 746,
747-

Gebroeders [Vier Gebroeders] 150.

Gebroken Eilanden 152.

Gebroken Eylandt, \'t., = Ron 150.

Gebroke[n] Hoek = Sei Pelé, Kap., 152.

Gebroken Hoek 99, 139, 147, 148.

Geby = Gébé 163.

Gedi-Gedi IL 525.

Geel, Pieter., 144.

Geelvink, Joan., 139.

„Geelvinkquot; 139—148, 154, 156.

Geelvink-Busen 15, 21, 126, 140, 141, 142, 145,
146, 149, 177, 189, 222, 224, 225, 249, 259,

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207, 2/2, 275, 278, 298, 313, 332, 335,
II. 2, 30, 31, 53, 78, 79, 83, 93, 97, 100,
102, 119, 127, 129, 133, 134, 135, 137, 138,
145, 148, 150, 161, 169, 170, 174, 177, 178,
201, 213, 214, 215, 276, -288, 297, 329, 330,
368, 410, 411, 425, 428, 429, 463, 481, 482,
502, 543,
544, 565. 599. 600, 626, 628, 655,
678, 679, 704, 710, 738, 769, 772, 773, 810,
819, 829,
s. auch Doré-Bai.
Geelvink-Bai, Kleine., [Sau Béba oder Manséni]
142, 146, 151, 332, II. 157, 234, 428, 503,

504, 738-

Geelvinks Baay, Oosthoek van de., 144, 151, 332.
Geelvinks Oosthoek 144, 146, 149, 332.
Geelvinks Vis en Waterplaats II. 170.
Gegèpwara [Gigipwara] II. 571.
Geheeb, A., IL 831.
Gehrmann, Kapt. Leutn., IL 413.
Geiseler, Kapt. Leutn., IL 302—305, 343.
Geisler, Bruno., IL 373, 517—518, 557—558,
809.

Geisler, Herbert, IL 373, 517—518,733,758,

835-

Geiso II, 452.

Geissler, J. G., 83, 88, 89, 93, 96, 103, 104,

114-115, 119. 123, 133, 136, 137, 824.
Geissler, Kanzler., IL 556, 559.
Gelare IL 61.
Gelcich, Eugen., 31,
Geleynsz., WiUem.,
107.
Gelles [Gueles] = Mapia-Inseln 20, 22.
Gelun IL 194.
Gelvires, Gala de., 44.
Gema IL 712.
Gemaboro IL 719.
Gemby = Gébé 317.
Gemi = Gaman 152.
„Generaal de Stuersquot; IL 90.
„Generaal Pelquot; II. 708, 709, 710.
„Génilquot; IL 273, 274, 275, 293.
Genocchi, Giovanni., IL 591, 594, 609, 632.
Genofo [Gnowo] 53, 82, IL 99, 100, 793.
Genootschap, Aardrijksk., s. Aardrijkskundig

Genootschap.
Gente Bianca [Isias de Hombres blancos] =

Matty- und Durour-Insel 29.
Gentil de la Galaisière, G. H. J. le = Le Gen-
til
215.

Genua IL 156, 200, 216, 491, 537, 539, 581,

597, 643, 646, 647, 648, 651, 663.
Geographical Society of Australasia IL 384,

386, 440, 441.
Geographical Society, Royal., II. 327, 389.
Geographical Society, Scottish., II. 389.
Geologen IL 734.

Geophagie IL 747.nbsp;1

George IIL, König., 195, 212, 257, IL 819.

George, G., II. 52.

George, Laienbruder., IL 447.

George Brown Point = Brown-Spitze oder Ost-

Huk [Kanan] IL 281, 829.
„George Hibbertquot; II. 25.
George\'s Road II, 49.
Geotrochus fergttsoni IL 163.
Gerekanumu IL 528.
Gerise IL 279.

Gerhards, Kap., IL 423, 512, 578, 597, 785.

Gerlach, Dr. med., II. 828.

Gerland, Georg., II. 127.

Germania-Huk [Häharu] 330, IL 358, 651.

Gerret Frank., IL 381.

Gerrit de Nijs = Gardenijs \'91.

Gerrit Denis = Gardenijs 91.

Gerrit Denys-Insel = Gardenijs-Insel [Lihirj IL

281, 556.
Gerritsz., Dirck., 58.
Gerritsz., Hessel., 38, 55, 63.
Gertz, Korv. Kapt, II. 555—557.
Gesellschaft für innere und äussere Mission im
Sinne der Lutherischen Kirche s. Neuen-
dettelsauer Mission.
Gesellschaft-Inseln
240, 311, II. 41, 300.
Gésir [Gisser] 234, IL 4, 82, 118, 156, 185, 216,
217, 283, 284, 331, 424, 425, 585, 623, 653,
655, 702, 707, 759, 836.
Gesiwa IL 533.

Gestro, R., IL 528, 641, 642, 824, 825.
Gètulai [Pole-Insel] 256, IL 140.
Gevaarlijk Eiland — Kurkäf II. 22.
Gewadura IL 605, 636, 776, 777.
Gewai IL 63.
Gewari Bari IL 777.

Gewürzhandel II. 3, s. auch Massoi und Mus-
katnuss.

Gewürznelken, l, 5, 10, 18, 78, 126, 135, 137,
142, 161, 173, 175, 178, 179, 182, 183, 184,

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185, i86, 192, 214—218, 219, 220, 242,278.
Geyn, Jacob van., 142, 152—156.
Geysirs II. 762.

Gezusters, Drie., = Pono Kabai-Inseln 149, 332.

Ghaie s. Kaije.

Ghibber-Felsen II, 391.

Giaka [Dungeness-Insel] 256.

Gialug [Friday-Insel] II. 107, 314, 391.

Giawi II. 614.

Gibara II. 714.

Giblin, E. L., II. 686.

„Gibson Craigquot; II. 81.

Gibuan = Kibuan II. 431.

Gicquel, Pierre Guillaume., 271.

Gicquel-Berg II. 457, 458, 808.

Gicquel-Insel = Raoul-Berg 271, II. 458, 620.

Gide-Insel — Batu Puti II. 45.

Gidjar [Guijar, Poll-Insel] IL 81, 113.

Giebacht-Insel = Tuale IL 353.

Giesen, Gerrit Jacobsz. van., 146.

Gigia IL 509.

Gigipwara [Gegèpwara] IL 571,
Giglioli, Enrico Hillyer., IL 200, 213, 635.
Gijsbertsz., Jan., 122, 123.
Gijsels, Aert., 72.

Gilbert-Insel == Guilbert-Insel [WalïsJ 25, IL 812.
Gilbert-Inseln IL 34, 258, 286, 305, 323.
Gile.s, Ernest., IL 442.
Giles-Berg IL 442.

Giliba [Giriba] IL 531, 534, 552, 590.
Gill, Kapt., IL 49.

Gill, William Wyatt., IL 154, 163-164, 207,
226, 239, 247, 253, 256, 262, 266, 267, 279,
289, 290, 334—335.
Gill-Berg II. 268, 450.
Gillespie, Kapt., IL 154.
Gillet, Kapt., 324.
Gillies, Duncan., II. 442.
Gillies-Berg [Otowia] II. 438, 442, 488, 634.
Gilmore, M. K., II. 799.
„Gilmorequot; IL 52.
Gilmore-Untiefe IL 52.
Gilolo = Halmahera II. 544.
Gilolo-Passage 164, 302, 310, 316, 320, IL 31,

41, 84, 94, 116, 158.
Gm, Mios., [Vlaming] 174, IL iio, iir, 705, 707.
Ginada IL 508,
Gingala-Inseln II. 317.

Ginges [Tupinier-Insel] 133, 327, IL 50.
Giniakuru IL 602.

Ginianumu [Keninumu oder Kininumu] II. 221,
266, 267, 278, 314, 440, 444, 445, 608, 664.
Ginihikolo II. 610, 611, 613, 753.
Ginmanimon [Quoy-Insel] 71, 99, 302, 303.
Giodjiwari [Giojiwari] II. 605.
Gipps, Sir George., IL 56.
Gipps-Insel = Nord-Insel [Naraga] 270, IL 56,

514, 536, 762.

„Gipsy Queenquot; IL 90.

Gira [Ikore-Fluss] II. 588, 617, 619, 621, 657,
658, 669, 672, 682, 687, 690, 691, 696, 713,
754. 775. 797. 807.
Girard, Pater., IL 788.
Gire-Gire Balnakawur II. 580.
Giretar, Kap., IL 784.
Giria IL 529.

Giriba [Giliba] II. 531, 534, 552, 590.
Giri-Giria II. 526.
Girubara IL 712.
Girumia [Frere, Kap.,] II. 189.
Gisser [Gésir] 234, IL 4, 82, 118, 156, 185,
216, 217, 283, 284, 331, 424, 425, 585, 623,
653, 655. 702, 707, 759, 836.
Gitti-Gitti [Gor-Gor] 119.
Giugwa IL 723.

Giulianetti, Amedeo., II. 373, 491, 527, 554,
631, 635, 658-661,
666, 691, 718,719—
721, 773, 780, 838.
Givry, Kap., [Schluss-Spitze] IL 280, 318, 320,

322.
Giwoi IL 681.

Gladstone, Wilham Ewart., II. 347.
Gladstone- [Kant-] Berg [Bura Mana] IL 190, 478.
Gladstone-Fluss IL 165.
Gladys-Fluss IL 155.
Glanville-Inseln II. 377.

Glasgow-Hafen [Nobanoka-Bai] 45, 338, II. 241,

248, 525, 687, 712, 747.
„Glatikquot; IL 769.
„Glattonquot; 227—228, 283.
Glazemaker, J. H., 104.
Gleeson, Denis., IL 444, 486, 527.
Gleeson-Berg IL 486.
Gleeson-Insel IL 587.
Glen-Insel IL 365.
Glendaragh IL 90.

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Glenton-Insel IL 187.
Glimmer IL 135, 154, 697.
Glimmerschiefer IL 71, 469, 470, 529.
Globig-Insel IL 802.
„Glorianaquot; IL 91.

Gloucester- oder Below-Berg [Potlaka] 134, IL
816.

Gloucester-Inseln IL 66.

Gloucester-Kap [Rare] 134, 270, IL 16, 29, 30,

246, 453, 816.
Gnasiana Kasika IL 785.
Gnowo [Genófo] 53, 82, IL 99, 100, 793.
Goa 38.

Goabura II. 778.
Goanipi IL 714.

Goari Bari [Bates-Insel] IL 43 5, 547, 777, 778, 796.

Goari Ubi IL 777.

Göben, August von., IL 418.

Göben, Kap., IL 418.

Goberi IL 682.

Gobubu 45.

God IL 616.

Godau IL 407, 408.

Godawa IL 484.

Godeffroy amp; Sohn, J. C., IL 127, 184, 193, 226,

237, 246, 249, 258, 293, 295, 345, 840.
Godinho de Eredia, Mannek, 7, 52.
Godman, F. D., IL 191, 219, 827, 828.
Godman-Insel = Goodman-Insel [Nuguria] IL
460.

Godron, C. H. J., IL 13, 15.

God\'s Mercy 263.

Goeije, M. J. de., 5.

„Goelangquot; 112.

Goes, Damiâo de., 10.

Goes, LI. D. A. van der., IL 97—103.

„Goethequot; II. 293.

Gof ketjil 221.

Gogohe IL 225.

Gogoiareba IL 571.

Gogol [Wéu] IL 419, 451, 516, 517, 619, 757,
809.

Gogora IL 248, 265.
Gogulum IL 479.
Goidami IL 605.
Golang Samba IL 451.

Golau [Nord-Sohn] 272, IL 29, 245, 458, 594,
646.

Gold 5, 7, 13, 14, 18, 33, 34, 47gt; 52, 59, 63,
78, 167, 177, 179, 218, IL 17, 28, 135, 146,
154, 165, 207, 241, 251, 252, 373, 380, 424,
434, 438, 448, 449, 461, 465, 467, 468, 469,
472, 489, 499, 507, 509, 521, 522, 526, 550,
551, 570, 587, 591, 592, 603, 604, 605, 607,
608, 611, 617, 631, 632, 637, 639, 658, 660,
661, 667, 669, 681, 686, 687, 690, 697, 714,
721, 722, 734, 744, 754, 758, 779, 786, 798,
807.

„Goldfinchquot; IL 575, 685.

Goldgräber IL 146, 154—155, 207, 240—242,
251—252, 253, 254—255, 263, 438,449,462,
465, 466, 467, 471—472, 489, 522, 551, 553,
592, 601, 603, 604—605, 631, 632, 636, 637,
638—639, 656, 657, 659, 660,661, 662, 666—
667, 669, 676, 681, 682, 686, 687, 690, 691,
713, 721, 744, 779,
781, 807.

Goldie, Andrew., IL 221, 239—242,262—263.
267, 337, 368, 436, 439, 441.

Goldie-Berg II. 525.

Goldie-Fluss IL 244, 252, 262, 266, 277, 278,
287, 315, 316, 367, 402, 444, 446, 527, 608,
664, 687, 717, 718.

Goldie-Riff II. 262.

Goldinseln 167.

Goldland 5, 7, 76, IL 373.

Goldman, Jonkheer C. F., IL 89, 97.

Goldman, Jonkheer W. C. F., 298, IL 118—119.

Goldsmid\'s Island = Asia-Inseln 295.

Golgatha = Dauar IL 38.

Golowa-Strasse = Galewo-[Sélé-] Strasse 225.

Goltstein, W. Baron van., 274, IL 76.

Goltz, Kap., IL 457.

Gomen-Bai IL 818—819.

Gomes de Queria = Gomes de Sequeira 16.

Gomes de Sequeria 14, 16—17.

Gommersdorp, Frederick., 105—106.

Gomoma = Gomumu IL 818.

Gomoridobo IL 684.

Gomumu 229, 249, 339, IL 818.

Gona IL 573, 687.

Gona-[Holnicote-] Bai IL 189, 377, 509, 573,
588, 713, 748, 797, 807.

Gongs („chinesische Glockenquot;) 47, 51.

Gononkon IL 596.

Gonoro-Insel = Galelum(?) IL 30.

Gonoro-Strasse IL 30.

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Gonzal, Jean Etienne., 180—181, 185.

Gonzales de Barcia, Andres., 33.

Gonzales de Sequeira, Ruy., 33.

Good, Peter., 288.

Good Insel 288, s. Goode-Insel.

Goode-Insel [Palilug] 288, 302, 307, II. 90, 222,

247, 292, 391, 443, 688.
Goodenough, James Graham., II. 187.
Goodenough-Bai II. 189, 354, 377, 491, 552,
573) 592, 601, 602, 603, 690, 691, 723, 751,
774) 807.
Goodenough-Berg II. 187.
Goodenough-Insel [Morata, Dawila, Boidoga,
Kwaibwaga] 269, II. 187, 462, 470, 492,
508, 510, 529, 573, 590, 638, 669, 687, 691,
715) 75I) 780.
Goodman-Berg II. 180.
Goodman-Insel [Nuguria] 321, II. 460.
Goodwin, A. P., II. 486.
Goodwin Lodge II. 487.
Goodwyn, W., II. 51—52.
Goos, Pieter., 87, 92.
Goosen 120.
Gooszen, A. J., II. 8.
Gopi 221.
Gora IL 513.
Gorag Ag IL 421.

Goram [Gorong] 105, 106, 107, 108, 116, 117,
122, 128, IL 5, 35,
HO, 117, 118, 156, 185,
289, 425.
Goras no, IL 216, 427, 625.
„Gordonquot; == „Pie IX.quot; II. 379.
Gordon, Ahce., IL 442\'.
Gordon, George., 37, IL 442.
Gordon, Sir Arthur Hamilton., [Stanmore,

Lord.,] IL 294.
Gordon amp; Gotch II. 141, 631.
Gordon-Kette = Sir Arthur Gordon-Kette II.
268.

Gorendu [Gorindu oder Korendu] IL 153,294,

419, 479.
Gorgona, Insel., 159.
Gor-Gor [Gitti-Gitti] 119.
Gorham, H. S., IL 825, 827.
Gori [Juria] II. 644.
Gorima IL 352, 419, 451, 512, 519.
Gorima-Spitze IL 538.
Gorindu s. Gorendu.

Gorio, F. de., IL 88.
Goromani IL 660, 666.
Gorong s. Goram.
Gorontalo II. 167.

Goropu [Macgregor-Berge] II. 527, 777.

Gors, Agent., II. 715.

Gorubada II. 390.

Goruoni IL 552.

Goschen, Sir G. J., II. 189.

Goschen-Strasse IL 189, 724.

Gosende, Immer., II. 401.

„Goshawkquot; II. 220, 827.

Gosisi II. 634.

Gosoru IL 485, 550, 553, 779.
Gossler, Gustav von., II. 357, 418.
Gossler-Fluss [Sarai] II. 357.
Gossler-Spitze II. 418.
Gossner, Johannes., IL 88.
Gossnerscher Missionsverein IL 2, 88.
Gotch s. Gordon amp; Gotch IL 141, 631.
Gotha II. 356, 810.
„Gothicquot; IL 661.

Göttlichem Wort, Mission vom., II. 379, 621,

651, 673, 724, 761, 783, 809.
Götze, F., 52.

Goudswaard, A., 298, IL 83, 88,
Gould, John., II. 52, 402.
Gould-Berg [Erina] IL 248.
Goulvain-Insel [Dobu] 269, IL 340, 383, 469,\'
510, 526, 52\'8, 529, 533, 534, 551, 552, 571,
590, 592, 601, 602, 603, 674, 687, 691, 702,
715) 73I) 748, 751) 780, 797.
Gourdon, Kap., 9, 90, 328, II. 421.
Goutheran. Phil., IL 580.
Gouwo IL 630.

„Governor Blackahquot; II. 155, 375—377, 380, 390.

„Governor Cairnsquot; IL 409, 527, 684.

Governor Farquhar-Gruppe 308.

Governor Loch Range IL 442.

„Governor Readyquot; IL 14.

Gowa IL 667.

Gowa Buräi IL 524.

Gowa Darimu IL 636.

Gower-Hafen [Kambotoros] 194, 195, 203, 245,

280, 3n, 312, IL 40, 52, 53, 152, 817.
Gowland, Leutn., II. 155.
Graafif, Isaac de., 83, n6, 121, 142, 143, 146,
IL 8.

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Graaff, Jurriaen de., 120.

Grabowsky, Fritz., IL 398, 399—400.

Gracieuses, Iles., [Liebliche Inseln, Molus] 327.

Gradifu = Anggradifu 177.

Graebner, Fritz., 89, 311, 312, IL 812—814.

Grager IL 353.

Gragèt [Fischel-Insel] IL 353, 362, 642.
Gramoa = Arimoa 171.
Granado, Francisco.,
18.
Granat IL 499.

Grandes Gyclades = Neu-Hebriden 201.
Grandprès, L. M. J. 0\'Hier de., 218.
Grange, J., II. 48.

Grange-Insel [Bana-Bana] IL 47, 224, 255, 270.
Granit 289, IL 61, 125, 170, 180, 442, 499,

501, 633, 639.
Grant, Charles., 218.
Grant, J., IL 26.
Grant-Insel II. 187.
Granville IL 409.

Granville, Earl of., IL 307, 347, 350, 409.

Granvihe East II. 406, 409.

Granville West IL 406, 409, 436.

Gräos, Ilhas dos., 14, 15.

Graos, Isla., 15.

Graphit IL 527.

Grapow, Kapt. Leutn., IL 619, 783—784.
Grass-Insel [Ganim oder Wanim] II. 340, 383,
550, 775-

Gravesend IL 41.

Gray, Goldgräber., IL 744.

Gray, G. R., II. 823.

Gray, J., IL 714.

Gray, J. F., IL 52.

Great Bay = Geelvink-Busen 141.

Great Detached Riff II. 26, 85, 107.

Great Providence = Aifondi [Mios Korwär] 130.

Greboer = Credner-Berg IL 626.

Green, John., IL 605, 630, 636, 637, 656, 657,

658, 669, 690.
Green, Kapt., II, 432.
Green, S., IL 55, 753.
Green-Fluss IL 633.

Green-Insel IL 240, 674, s. auch Vulkan-Insel

[Raluan].
Green-Insel [Rubal] IL
194, 424.
Green Island— Latäu 194, 203.
Greenaway IL 681.

Geeen snail shells \\Margavitifera vulgaris^
IL 801.

Greenwich-Insel [Kapinga Marangi] IL 212, 700.
Greet-[Matupi-] Hafen IL 162, 211, 302, 401,
412, 594.

Greffrath, Henry., IL 205, 206, 218, 221, 224,
226, 229, 231, 239, 247, 310, 314, 375, 386,
390. 393, 400, 404, 432, 440, 631.
Gregory, A. C., IL 92.
Gregory, Aug. Hendrik., 184.
Gregory, C. F. A., II. 653.
Gregory, F. A. A., 227, II. 82.
Gregory-Fluss [Jaro Kusa] IL 337, 339.
Grenzregelungen II. 350—352, 562—563, 656,
658.

Greppi, Emanuele., 259.
Grèsik [Grissée] 10, 57.
Gressien, V. A., 329.

Gressien-Insel [Muschu] 329, IL 356, 596, 621,

702, 782, 783, 809.
„Greyhoundquot; 294.
Grie = Kri 229.
„Grifhnquot; IL 462.

Griffin-Spitze IL 571, 591, 592, 714, 775.

Griffini, A., IL 642.

Griffith, Sir S. W., II. 533.

Griffith-Berg II. 488.

Griffith-Spitze IL 551, 611.

Griffiths, G. S., IL 442.

Griffiths, W. M., IL 386.

Griffiths-Kanal II. 386.

Griffiths Sugar Loaf IL 442.

Grigorief, A., IL 325.

Grijalva, Hernando de., 15, 20—22, 92.

Grijalva, Juan de., 23.

Grillo, Carlo., II. 158.

Grimes, Kapt., 320, IL 39—40.

Grimould, Leutn., II. 105.

Grindeil, W., II. 26.

Grissé [Grèsik] 10, 57.

Groene Boompjes Hoek = Oranswari, Kap., 150.
Groene Eylandt, \'t., = Mios Auri [Jauri] 151.
Groeneveldt, W. P., 5.
Groene Vlakke Hoek IL 170.
Gronemann, B., IL 361.
Gronemann-Insel [Urèm] IL 362, 419.
Gronovius, J. D. van den Dungen., IL 76—79, 89.
Groot, Cornelis de., II. 103.

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Groote, P. de., II. 273.

Groote Imbocht, De., = Geelvink-Busen 149.
Grooth, D. de., II. 710—712, 810.
Gross-Banda [Lonthor] 107.
Gross-Britannien 228, 318, II. 2, 3, 132, 195,

348—352, 372, 599, s. auch England.
Gross-Daudai II. 164.
Grosse Bucht = Geelvink-Bai 146.
Grosse Bucht [Weite B., Spacious B.] IL 219,

243, 736.

Grossfürst Alexis-Hafen IL 227, 324, 512, 518.
Gros.sfürstin Helena-Durchfahrt IL 9, 186.
Grossfürstin Helena-Strasse IL 9.
Gross-Hatam [Hatam Kaku] IL 629.
Gross-Kei [Nuhujut] 106, 121, IL 8.
Gross-Matju IL 782.

Gross-Mok [Mok Mandrian] IL 732, 755, 756.
Gross-Obi oder Obi Major [Obi Ra] 217, 237,

IL 89, 313, 628, 706.
Gross-Saünèk [Saünèk Bondé] II. 215, 705.
Gross-Tawali [Kasiruta] 217, 220.
„Grosvenorquot; 187.

Grosvenor-Bank 187, 301, 324, IL 80.
Grosvenor Shoal 187.
„Gros-Ventrequot; == „Espérancequot; 264.
Grottes, Cap des., 305.
Grouvehe, A., IL 529, 825.
Grubauer, Albert., II. 539.
Grube, W., II. 480.
Grundemann, R., IL 150, 249.
Grüne Inseln [Nissan, Sir Charles Hardy-Inseln]
63, 89, 233, 245, IL 43, 50, 116, 305, 460,
514, 560, 700, 764, 808.
Grynaeus, Simon., 6, 7.
Gu II. 160, 215, 426.
Guadalcanar IL 84, 321, 625, 829.
Guaibumata-Spitze IL 630.
Guam 31, 164, 233, 306.
Guania [Nobuha] IL 644.
Guanja IL 804.
Guano IL 650.

Guap = Jüo 67, 329, IL 356, 578, 702.
Guasópa-Bai II. 69, 8r, 106, 507, 522, 534,

572, 591, 670, 775.
Guayamellin = Wajameli 19.
Guba IL 486, 634.
Guba-Guba II. 589.
Gubaia Goro IL 753.

Gudari IL 605.

Gude, G. K., IL 8or.

Gudin-Inseln — Karas-Inseln IL 45.

Guébar = Gébar II. 223.

Gueles [Gehes] — Mapia-Inseln 20, 22.

Guepupu IL 613.

Guérin, N. F. de., 305.

Guérin, Kap., [Wariai] 305.

Guerreira, Fernäo., 42.

Gugot, Fritz., IL 695.

Gugusara [Cloudy-Berg] IL 72, 361, 582, 831, 827.

Gui IL 517.

„Guidequot; IL 12.

Guido Cora-Huk IL 356.

Guignes, Ch. L. J. de., 4.

Guijar = Gidjar [Poll-Insel] IL 81, 113.

Guilbert, P. E., 329.

Guübert-Insel [Walîs] 25, 329, IL 53, 702, 782,
809, 812.

Guillemard, F. H. H., IL 313—314.
Guilik = Kunghk IL 595.
Guillou, A. J. A., IL 275.
Guis, L. J., IL 609.

Guise, Reginald E., IL 439, 526, 587, 588.

589, 684, 715, 807.
Gulamanis 249.
„Gulden Haringhquot; 104.
Gulewa IL 535, 550, 620.
Guliwa IL 714.
Gulungeo IL 537.
Gum = Marien-Fluss IL 538, 757.
Gumbim IL 451.
Gumbo = Gumboro IL 588.
Gumboro [Gumbo] II. 588, 713.
Gumbu IL 153.

Gumi-Gumi [Kowio oder Yule-Berg] IL 66, 336,

447, 448, 505, 520, 521, 816.
Gumilabada IL 751.
Gumini IL 483.
Gumuridobo IL 712.

Gumutu = Mutu [Tomaku, Temaguju] 162.
Guna IL 615.
Guna Karo IL 733.
Gunamur IL 700.
Gunan = Malaguna IL 242.
Gunderson, Händler., IL 556.
Gundu [Arkona, Kap.,] IL 423, 512, 513, 516,
537. 557. 578.

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Gungnugu II. 538.

Gunkel, Hermann., i.

Günther, Albert., II. 219, 292, 603, 839.

Guntowa Mana [Hansemann-Berge] II. 352, 555,

642, 725, 782.
Gunung Api (Banda-Inseln) 66.
Gunung Api (nördhch von Wetar)
10, 127, 284.
Gunung Api = Gnowo [Genofo] 53, 82, 84, 158.
Guppy, H. B., 31.
Gurewa Weria II. 525.
Guriron II. 477.
Gurumeui II. 173, I77-
Gurur II. 451.
Gururu II. 636, 667.
Guscheru II. 441.
Gusoro II. 610.
„Guthriequot; II. 432.
Guttapercha II. 683, 787, 788.
Guttaperchabäume II. 615,671,683,786,787,788.
Gwaigar II. 748.
Gynaecopolis 36,
„Gympiequot; II. 465.
Gynia nova [Virginia] 36.

H.

Haacke, J. W., II. 384, 386.

Haacke, Kapt., II. 86.

Haak, David., 125.

Haag II. 142, 147.

Haan, W. de., II. 12,

Haarlem-Inseln 150, IL 169, 288.

Haay de Vu = Anggradifu 177.

Habé [Habéke, Fledermaus-Insel] 47, 78, loi,
212, 213, 239, 289, II. 222, 284, 285, 541,
561, 562, 583, 584, 600,
s. auch Vleermuis-
und Bartholomaeus-Insel.

Habéke s. Habé.

„Habichtquot; IL 295, 304, 369-

Habsy 226.

Haddon, Alfred C., 17, IL 39, 64, 373, 464,
466- 467, 683-685, 686, 807, 834.

Haeckel, Ernst., IL 74.

Haersolte van den Doorn, A. F. R. E. van.,
IL
95, 822.

Hafen-Bach IL 451.

Hafkenscheid, Leutn., II. 13.

Haga, A., 15, 56, 58, 72, 73, 84, 103, 104, 125,

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

129, 139, 142, 144, 145, 146, 147, 148, 157,
159, 161, 162, 171, 173, 177, 180, 181, 182,
184, 185, 186, 187, 193, 215, 219, 220, 227,
242, 243, 248, 250, 275, 276, 278, 279, 295,
297, 298, 11. 3, 4, 13, 19, 20, 24, 25, 35, 66,
76, 84, 91, 93, 95.

Hagari 11. 665, 716, 717, 718.

Hagen, Bernhard., IL 475, 518, 539, 581,582,
583, 597) 642, 813, 837.

Hagen, Curt von., IL 538, 619, 645.

Hagen, Steven van der., 51, 53, 57, 72.

Hagen-Gebirge IL 645.

Hagenbeek IL 790.

Haharu [Germania-Huk] 330, II. 358, 651.

Hahl, Albert., IL 245, 406, 646—647, 648,
650-651, 652, 674—675, 694, 700
802-803.

Hai IL 776.

Hal [Keuru] II. 833.

Haiari II. 567.

Haidana [Aitana, Lilly-Insel] IL 179, 684.

Haime 20.

Haingsisi 251.

Haita = Wailala IL 833.

Haïti IL 23.

Haje IL 757.

Haje, Kapt., IL 263.

Haki-Hiki- [Hawki-Hawki-] Rifif II. 365.

Hakluyt, Richard., 29.

Halfway-Insel 288, 290, 308, II. 14, 39, 222.

Halia\'étes leucogaster II. 628.

Haliwa Una-Bucht II. 365.

Hall, C. E. Strode., IL 222, 238, 465.

Hall, Joseph., [Mercurius Britannicus] 36.

Hall Sound Company II. 773, 774.

Hall-Sund II. 151, 180, 204, 206, 220, 287, 289,
290, 335) 360, 367, 378, 392, 407, 446, 447,
466, 491, 531, 532, 545, 553, 565, 569, 609,
632, 661, 670, 684, 685, 688, 712, 721, 746,
754) 773) 796) 800, 837.

Halmahera 12, 13, 14, 15, ig^ 20, 25, 70, 71,
99, 105, 124, 135, 136, 137, 139, 148, 155,
156, 163, 164, 166, 172, 173, 174, 180, 186,
217, 218, 226, 228, 243, 258, 280, 284, 286,
297) 303) 333) 339, H. 77, 96, iii, 114, 118,
120, 121, 122, 124, 138, 141, 142, 148, 158,
236, 287, 482, 544, 565, 598, 627, 678, 704,
706, 830.

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Halstenberg, J. F., IL 19, 20.
Hambly, William., 228—229.
Hambruch, Paul., II. 640, 805.
Hamburg IL 93, 116, 127, 128, 226, 237, 250,
258, 293, 343, 345, 357, 358, 398, 413, 423,

Si9gt; 539, 703, 765.

Hamburg, Kap., IL 358.

Hamélin-Insel II. 106.

Hamey t8, 19, 20.

Hamilton II. 226.

Hamilton, Alexander., 307.

Hamilton, George., 252.

Hamhton amp; Wolff IL 801.

Hamleigh-Zuckerplantage II. 339.

Hammacher, Friedrich., IL 355.

Hammacher-Fluss IL 355.

Hammer, K. L., 134, IL 816.

Hammer-Insel [lie aux Marteaux] = Lambóm

203, 312.
Hammet, L. U., IL 14.
Hammock-Insel = Balut Masila 248.
Hammond-Insel [KeririJ 254, 288, IL 180, 198,

247, 292, 545, 639, 688.
Hampson, Sir George F., II. 607, 627.
Hampson, Walter F. H., IL 836.
Hamy, E. T., 10, I2, 14, 16, 21, 24, 25, 26,

29, 40, 43, 46, 47, 92, 210, 267.
Han IL 514.

Hana Kuba-Kuba II. 365.
Hanaran IL 794.

Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südsee,
Deutsche., IL
128, 275, 295, 319, 345, 346, 398.
Hänisch-Hafen IL 423, 481, 537, 578, 597, 617.
Hanke, Albert., IL 701, 804.
„Hankowquot; II. 238.
Hannah, Kapt., IL 220.
Hannah-Bank IL 220.
„Hannah Morequot; IL 381.
Hannam-Hafen IL 620, 621, 673, 762.
Hannam-Insel [Garua]] IL 620, 762.
Hanneken, W. von., IL 788.
Hannibal-Insel II. 26.
Hanran, John., IL 252.
„Hansquot; IL 329.

Hansa- [Nubia-] Bucht 328, IL 399, 420, 762,

763, 783, 809.
Hansa-Strasse IL 358.
Hansa-Vulkan = Manäm II. 358.

Hansemann, Adolph von., IL 285—286, 345,

346, 347, 352, 354, 394, 395, 397, 398,582,
727, 829.

Hansemann, Ottihe von., IL 354.
Hansemann-Berge [Guntowa Mana] IL 352, 555,

616, 642, 725, 782.
Hansemann-Küste IL 356.
Hansen, Peter., IL 701, 757, 762.
Hanson, Kapt., 292.
Hantara 139.
Hantzsch, Viktor., 15.
Hanuabada (Kabadi) II,
485, 506.
Hanuabada (Port Moresby) IL 67, 183, 192,

220, 773.
Hanudamawa IL 392.
Harafora-Kap [Asi] IL 148.
Haraforas 3, 224, 330, II. 35, s. auch Alfuren

und Araforas.
Haraton
4.

Hardenberg-Huk IL 513.

Harding, G. H., = Hartmann, C. H., II. 437.

Hardman-Insel IL 271.

Hardy, Kapt,, II. 263.

Hardy-Insel = Sir Charles Hardy-Insel (Austra-
hen) II.
18, 25, 107, 198.
Hardy-Insel [Sinipari] IL 687.
Hardy-Insel (Ostküste von Neu-Guinea) II. 189,
574, 588.

Hardy-Inseln = Sir Charles Hardy-Inseln [Nis-
san] IL
23.
Hardy-Kap IL 189, 509, 713.
Haremanu IL 268.
Hargrave, Ahee., II. 230.
Hargrave, Lawrence., 35, IL 220, 221, 228,

384, 814.
Hariba IL 535.
Harimon Rodago IL 600.
„Haringhquot; 74, 104.
Harmand, Jules., 6.
Harmansz., Laurens.,
279—280.
Harmansz., Wolfert., 51, 57, iio.
Harold, E. de., IL
825.
Flaro Wani [Killerton-Insel] IL 268, 574.
Harper, John., IL 31.
Harper-Bai IL 31.
Harper-Insel IL 509.

„Harrierquot; 294, IL 359, 360, 376, 380, 449,474,

527.

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„Harrietquot; H. 290, 598.

Harris, Geo., II. 382.

Harris, John., 86.

Harris, John W., 243.

Harris, Stanley., II. 382.

Harris-Insel IL 342, 469.

Harrison, Kapt., 308.

Harrison, Thomas., IL 39.

Harrison-Klippe [Canon Harrison-Khppe] IL

222,nbsp;264.
Harrison-Riff IL 650.
Harry, Matrose., IL 287.

Hartert, Ernst., IL 294, 519, 544, 545, 583,
592,
S93gt; 607, 608, 622, 623, 624, 627, 639,
642, 693, 704, 711, 712, 725, 796, 827, 829,
830, 834, 835, 836.
Harthorn-Sund IL 392.
Hartmann, C. H., IL 386, 437—438, 833.
Hartmann-Berg [Eyriès-Berge] 330.
Hartog, P. C. L., IL 217, 218, 251.
Hartzer, Ferdinand., IL 81, 296, 328—329,

378, 448, 472, 532, 636, 663.
Haru IL 290, 567.
Haruku 182.

Harukune [Alukune] IL 684.
Harvey, R. H., IL 712, 799.
Harvey-Klippen II. 117, 270.
Harwood, P., IL 470.
Has=-ls [Wasé] IL 201.
„Hasewintquot; 105 —106, s. auch „Hazewintquot;.
Hasil [Djëronga] 217, 237.
Haskett = Ascott 262.
Hassan Udin, Prinz., IL 260.
Hasse, Ernst., IL 728.
Hassel, G., 334.
Hasselt, A. L. van., IL 393.
Hasselt, F. J. F. van., IL 654, 655, 677, 679.
Hasselt, J. L. van., IL 119, 127, 133—134,
137—138,
152, 157, 167, 297, 313; 330,
331—333, 334, 410, 628.
„Hastingsquot; 228.
Hasting.s-Insel IL 271.
Hastings-Khppe IL 270.
Hasweh, W. A., IL 205.
Hatam IL 142, 149, 157, 158, 177, 202, 215,

223,nbsp;234, 539, 629.

Hatam Kaku [Gross-Hatam] IL 629.
Hatam-[D\'Albertis-] Tal IL 629.

Hati Lawi = Joannet-Hafen IL 407.
Hatmago = Edmago [Einfahrts-Insel] IL 362.
Hatton-Richards, T., II. 490, 492, 497, 501-
Hatuaina 44.
Hatuwe 104.

Hatzfeldt-Hafen IL 250, 359, 399, 416, 417,
419, 421, 424, 451, 457, 460, 479, 493,
494,
496, 497, 512, 513, 538, 555.
Hatzfeldt-Wildenbruch, P. M. H. G. Graf von.,

II. 359-
Hauboho [Aumuho] IL 567.
Hauei == Hauwai II. 732.
Hauet, G. P. L., IL 503.
Hausberg II. 421.
Hauwai IL 625, 732, 756.
„Havikquot; IL 260, 261, 262, 263, 283, 331—333,

462—463, 482—483, 504.
Havik-Eiland IL 333, 711.
Havik-Riff IL 260.
Haviland, G. D., IL 402.
Hâvre 306, II. 273, 275.
„Hâvre de Gracequot; [„Marquisquot;] 163—165.
Hawaii- [Sandwich-] Inseln IL 22, 23, 41, 286,
287.

Haweri [Faweri] II. 266, 278, 664. 749.
Hawido = Orokolo II. 587.
Hawke, Edward., 210.
Hawki-Hawki-[Flâki-Hâki-] Riff IL 365.
Hawkesbury, John., 17, 41, 64, 92, 133, 193,

194, 195, 196, 197, 208, 211.
Hawkesbury-Insel [Wara] 254.
Hawkins, Richard., 59.
Haws, J. R., IL 213.
Hay, James., 276.
Hay, Kapt., II. 293.

Hayes, John., 259, 274—276, 277, IL818-820.

Haylor, Goldgräber., IL 691.

Hayn, Friedrich., IL 619—622, 808.

Haynes-Berg IL 18r.

Hayrick-[Heuschober-] Insel 300, IL 755.

Hayter, Francis., II. i8i.

Hayter-Insel [Sariba] IL 181, 187, 242, 270,

316, 339, 383, 384, 506, 702, 748.
Hay ward, Peter., IL 380.
„Hazewintquot; 74, s. auch „Hasewintquot;.
Healey, John., 36.
Heath, J. F., II. 502.
„ Heathquot; IL 340.

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Heath-Bucht II. 501—502, 745.
Heath-Fluss [Tauri] II. 267, 566, 618, 692, 806.
Heath-Insel [Logia oder Rogia] 44, II. 181, 187,
242, 247, 257, 375, 471, 484, 521, 528, 624.
Heath-Insel Ledanseur-Insel [Kakolan] 272,

II. 245, 646.
Heath-Riffe IL 270, 364.
Heather, W., 317.
Heawood, Edward., 17.
Héclars-Insel 303.

Hedley, Charles., IL 509, 616, 670.
Hedley, John., IL 502.
„Hedwigquot; II. 763.
„Heemskerckquot; 85—100.
Heemskerck, Cornehs van,, 57.
Heemskerck, Jacob van., 56, 57.
Heeres, J. E., 7, 49, 50, 52, 53, 54, 56, 58,
72, 74, 76, 80, 81, 86, 87, 88, 89, 91,92,93,
95, 97, 100, loi, 102, 103, 104, 115, 158,
iSi, 289.
Hehegu IL 533.
Hehn, Victor., IL 325.
Heijning, I. D., 151, 175. II. 738—739.
Heijtman, Jurriaen., 147.
HeUigen Geist, Station vom., IL 783.
Heiliger Geist-[Tsepa-] Berg IL 783
Hein-Insel [Rocky Isle] s. Heyn-Insel.
Heine IL 787.
Heinrichs-Inseln IL 454.
Heinroth,. O., II. 765—767.
Heinzelmann, Friedrich., IL 48.
„Heklaquot; IL 545.
Heia, Halbinsel., II. 418.
Helder 318.

Heldring, E., IL 374, 655—656.
Heldring, O. G., II. 88.
„Helenquot; 199, 276, IL 25.
Helen-Riff 199, 276, 291, 292, 296, IL 42, 93,
94, 426.

Helena, Grossfürstin., IL 152, 186.
Helena-Strasse = Grossfürstin Helena-Strasse
IL 9.

Heliopora caerulea IL 467, 511.
Heller, K. M., IL 518, 546, 835.
Hellevoetsluis II. 133.
„Hellevoetsluisquot; IL 119—120.
Hellingman, W. N. Crap., IL 90.
Hellwig, F. E., IL 805.

Hellwig, Franz., 475, 478—480, 481, 492—493,
494.

Hehwig, R. L. A., IL 561.
Hellwig-Berg IL 479.
Helmich, H., IL 701.
Heisdingen, W. F. C., IL 83, 88.
Hely, Bingham A., IL 470, 484, 489, 507,
509—510, 525, 529, 533, 569, 636, 658,
667—669.
Hembongko IL 415, 538.
Hemenahâi [Flat-Insel] II. 72, 341, 364.
Hemert, A. J. Langeveit van., 275, IL 212—217.
Hemmans, Kapt., 308.

Hemmekam, François Bartholomeus., 218—219,.
220.

Hemmen, Jan van der., 179.
Hemmen., IL 88.
Hemsley, W. B., IL 199, 838.
Hemsworth, Godfrey., IL 384.
Henderson, Kapt., IL 137, 330.
Henderson, W. H., IL 360.
Henderson-Insel = Matupi IL 162.
„Hendrikquot; II. 85.
Hèngo IL 419.

Henkel-Fluss [Prinz Wilhelm-Fluss] IL 355.
Hennessy, James M., IL 106, 390, 401, 450,
497, 505, 507, 534, 588.

Hennessy-Hafen [Koroto] IL 509, 682, 713, 723,
797-

Hennings, P., IL 494, 579, 643, 648.

Henoch, Hubert., IL 398.

„Henriette Ehsabethquot; IL 160—162.

„Henriette Mariaquot; II. 190, 191.

Henriques, Garcia., 13, 14.

Henry, Jules., IL 274.

Henry, Kap., 267.

„Henry Reidquot; IL 243, 244.

Henry Reid-Bai 133, IL 243, 560, 736.

Henry Reid-Fluss II. 243, 736, 766.

Hentschel, Ernst., IL 546.

Henty, Francis., IL 442.

Henty-Kette IL 442.

Henunda IL 661.

Hei\'a 150.

Herabura II 174.

„Heraldquot; II. 109—110, 388, 389.

Herald-Fluss IL 388.

„Herald of the Morningquot; IL 137, 139.

-ocr page 557-

Herau IL 291.

Herauwiri [Wailala] IL 268, 279, 317, 433, 491,

549gt; 567-
Herbert IL
382.
„Herbertquot; IL 390.
Herbert-Berg IL 479.
Herbert-Fluss IL 356.

Herbertshöhe [Kókopo] IL 361, 512, 514, 518,

519, 535,nbsp;537, 556, 557, 558, 576, 577, 579,

580, 581,nbsp;582, 583, 593, 616, 617, 619, 620,

622, 643,nbsp;646, 647, 650, 651, 652, 663, 674,

675, 676,nbsp;693, 694, 697, 699, 700, 701, 702,

725, 726,nbsp;730, 731, 732, 733, 734, 735, 736,

737, 754, 755, 757, 758, 759, 760, 761, 762,
763, 764, 765, 766, 767, 782, 783, 784, 785,
786, 787, 789, 790, 802, 803, 805, 835, 840.
Herbing, Korv. Kapt., IL 56, 513—514.
„Herculesquot; 320.

Hercules-Bai II. 190, 354, 366, 766,
Hercules-Fluss [Waria] II. 354, 617, 630, 766,

786, 797.
Hercus-Fluss IL 248.
Herderschee, A. Franssen., IL 333.
Herewa — Orokolo IL 833.
Herfurth, Kurt., IL 396.
Hering, Kapt. Leutn., 246, IL 761—762-
Hering, Oscar., IL
477.
Herman, Otto., IL 539.
Hermann, Händler., II. 423.
Hermann, J., II. 726, 760.
Hermit-[Luf-] Inseln 25, 230, 231, 266, II. 29,
108, 128, 194, 212, 227, 264, 303, 305, 324,
369, 424, 495, 556, 623, 694, 695, 730, 801,
802, 805, 808, 812—814, 830.
Hermosa, Cabo., 29.

Hernsheim, Eduard., IL 56, 163, 184, 193,219,
249-250, 258, 286, 310, 321, 322, 323, 369.
Hernsheim, Franz., II. 282-—283.
Hernsheim amp; Co. IL 258, 293, 295, 304, 320,
322, 461, 477, 556, 577, 640, 652, 695, 726,
730, 733, 754, 759, 766, 783, 801, 805.
Hernsheim-Fassage IL 258.
Hero-Felder IL 514.
„Heroinequot; IL 57—58, 65—66.
Heron-[Hunimock-]Insel = Koi 259, 283, IL 120.
Heron-Insel bei der Rossel-Insel II. 571.
Herrera, Antonio de., 18, 20, 22, 23, 27, 29,
90,
IL 814.

Hertford II. 582.

Hertsman 125, 242—243.

Hervey-Inseln 240.

Herwarth-Spitze IL 419.

Herwerden, J. H. Hondius van., 41.

Herz-Jesu-Station IL 738, 783.

Herzog, C., IL 418, 727.

Herzog-Gebirge II. 418, 423.

„Herzogjohann Albrechtquot; II. 643, 737, 757, 760.

„Herzogin Elisabethquot; IL 697, 698, 734.

Herzog-Kreek II. 422, 809.

Herzog-See IL 513, 537, 809.

Hèsimbu IL 494.

Heskett-Untiefe IL 220.

„Hesperquot; 298.

Hesper-Riff — Buccleugh-Untiefe 299.
Hessen, Landgraf Wilhelm von., II. 477—478.
Hessen-Bucht IL 418, 581.
Hesse-Wartegg, Ernst von., II. 374, 738, 758.
Hetuari II.
437.

Heuschober-[Hayrick-] Insel 300, II. 755.
Heussner, Kap., IL 458.

Heuveltjes Eylandt, \'t., = Aifondi [Mios Kor-
wär]
149.
Hewitson, W. C., IL 823.
Hexham, Henry., 53.
Heybroek, Arie., IL 600—-601.
Heyden, C. van der., IL 561, 584, 585-
Heydrich, F., IL
494, 598.
Heymons, Richard., IL 649.
Heyn-[Hein-] Insel 134, IL 116, 362.
Heyning, J. D., = Heijning, I. D., 151, 175.
Hi IL 720.
Hiairé 156.
Hiba IL 721.
„Hiberniaquot; 295—296.
Hibernia-Untiefe 296.
Hibernian Range 296.

Hibernische Inseln = Hibernian Range, 296.

Hibiscus IL 566.

Hibwa II. 365.

Hickson, Sidney H., IL 467.

Hie-Berge IL 566.

Hie-Bucht IL 566.

Hieronymus, = G., IL 648.

Hiersemann, Karl W., 201.

High-Insel 300.nbsp;.

High-Insel [Wöla] II. 469, 507,, 775. /

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High Peak Island = Tanah Djampeja 234.
Hihiaura II. 355.
Hihilo II. 552.

Hilda-Fluss = Oreke [Bioto] II. 180, 206, 336,

378, 407, 447, 466.
Hildebrandt, Händler., II. 701.
Hilerin, de., II. 275.
Hihwut IL 383.
Hih 260, 263.

Hille, J. W. van., 15, 35, 53, 81, 84, 99, 106,
109,
HO, 118, 124, 151, 152, 154, 235, 251,
298, 338, II. 100, 121, 124, 145, 160, 175,
210, 283, 285, 585, 626, 738, 739, 771, 772,
773,
792—793, 794—796, 810, 815.
Hilly-Spitze II. 194.
Hinang — Enang II. 577.
Hinderstein, G. F. Baron von Derfelden van.,

IL 21, 22, 32.
Hindorf, Richard., IL 250, 398, 475.
Hinds, R. B., IL 52, 821.
Hindu II. 251.
Hine, Reverend., IL 723.
Hinter-Indien i.
Hiobie = Jobi 144.
Hioma [Ahioma] IL 471, 522.
Hippel, von., Leutn., IL 756.
Hirdapa rezia IL 403.
Hiri IL 730.

Hirschi, H,, II. 100, i86, 771, 773, 793, 826.

Hirt, Arnold., IL 358.

Hirt-Insel [Mot-Mot] IL 358.

Hisiu II. 773.

Hislop, R., IL 797, 798.

Hitu (Amboina) 105.

Hitu [Joseph-Fluss] IL 487, 660.

Hitu (Rigo-Distrikt) IL 485.

Hiwéla IL 452.

Hiwick-Fluss IL 444.

Hixson-Bai IL 29, 245, 594, 646, 762, 805.

„Hi-yeiquot; II, 555.

H. K. F\'s. IL 383.

Hoba-Bucht IL 714.

Hobart 333, IL 46, 59, 70, 439, 661.

Hobart Town s. Hobart.

Hobia [Owio oder Sobia] IL 533, 571.

„Hoboisquot; 135.

Hobson IL 28.

Hobson, Kapt., IL 33.

Hockin, John Peareste., 236, 248, 249, 251,

252, 278.
Hodi IL 793.

Hoedt, D. S., IL 134, 824.
Hoen, Simon Jansz., 58.
Hoëvell, G. W. W. _C. Baron van., IL 584.
Hoevell, W. R. Baron van., IL 58.
Hoeven, Philip ter., IL 119.
Hoeven, W. van der., II. 85.
Hoffmann, Albert., IL 575, 619, 643, 673, 764,
767, 804.

Hoffnung, Bucht der Guten., = Riebeck-Bucht
93-

Hoffnung, Kap der Guten., (Afrika) 47, 58, 89,

236, 240, 265, IL 31, 41, 58.
Hoffnung, Kap der Guten., [Jermur Sba] (Neu-
Guinea) 70, 89, 97, 130, 151, 177, 182, 183,
184, 222, 226, 266, 267, 277, 282, 313, 316,
317, 319, 332, 333, n. 4, 6, 31, 54, 79, 108,
123, 138, 428, 677, 738, 838.
Hofker, D., IL 85.
Hofman, Coenrad Frederik., 137.
Hogan, Michael., 281—283.
Hogar = Ugar [Stephens-Insel] 261, IL 814.
Hoghton, Thomas de., IL 269,
280—281, 369.
Hog-Insel = Raäs 309, 340.
Hogolu [Truk] IL 104.
Höh, Adam., IL 538.

Hohenlohe-Langenburg, Fürst Hermann zu.,

n. 357.

Hohenlohe-Langenburg-Spitze IL 357.
Höhlen IL 160.

Hohondabo = Ontong Java [Liueaniua] 233.
Hokara IL 552.
Holcomb, Kapt, IL 295.

„Holdernessquot; = „Earl of Holdernessquot; 181 — 183.
Holland 125, 138, 273, IL 147, 651, s. auch

Niederlande.
Holland, H. C,
4IO, 430, 502.
Holland-Insel IL 432.
Holländer 280, s. auch Niederländer.
Hollmann, Kap., IL 458.
Hollrung, Max., IL
413-415, 419, 420-421,

451—452, 454—455-
Holmberg de Beckfeit, N. A., IL 95, 822.
Holmes, A. B., IL 244.
Holmes, J, H., IL 593, 833.
Holmes, William., 234.

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Holmes-Fluss [Toriu] II. 244, 576, 675, 803, 804.
Holnicote-[Gona-] Bai II. 189, 377, 509, 573,

588, 713, 748, 797, 807.
Holtmann, F., II. 408.
Holtrop, J. F., II. 24.

Holz (Nutzhölzer) IL 382, 389, 407, 676, 781.
Holz, fossiles., IL 499.
Holz-[Bagatère-] Hafen II. 211, 423.
Holz-Insel [Madang] IL 363, 399, 785, 786, 831.
Holzapfel, L., IL 673.

Hombres blancos, Isias de., = Matty- und

Durour-Insel 13, 27, s. auch Gente blanca.
Hombron, J. B.,
215, IL 36, 45, 48.
Hombron-Bluff [Wetura] IL 266.
Homem, Diogo., 15.
Homeyer, Kapt., IL 304, 830.
Homogar = Keate-Insel IL 39,
Hondius, Henricus., 32.
Hondius, Jodocus., 29, 49, 63.
Hongifahrten 175, 218, IL 77, 78, 79, 89, 103,

150, 160, 216, 482—483, 503—504.
Hongkong IL 64, 84, 94, 116, 128, 153, 198,
226, 286, 292, 324, 461, 673, 685, 695, 729,
764, 828.
Honiawa IL 682.
Honin = Onin 235.
„Honoluluquot; IL 141.
Flonolulu-[Wreck-] Rifif IL 141.
Honrath, Ed. G., IL 831, 836.
Hony = Onin 152.

Hood-Bai IL 179, 224, 238, 241, 254, 255, 291,

334, 360, 375, 379, 440, 527, 715-
Hood-Lagune IL
224, 225, 747.
Hood-Spitze 253, IL 203, 238, 473, 684.
Hoog Eylandt = Mios Mansär 152.
Hooge Eylandt in Zee, \'t., Supiori 149.
Hooge Hoeck == Dallmann, Kap., 67.
Hooge Hoek = Menonket, Kap., 152.
Hooge Noordhoek — Freycinet, Kap., 152.
Hooghe Berg = Lesson-Insel 67.
Hoog Land = Nuför 140.
Hoog Land in Zee, \'t., = Nuför 140.
Hooke, Robert., 86.
Hooker, J. D., IL
539.
Hooker, Sir Joseph D., 211.
Hoop-iron-Bucht IL 180, 187, 240, 376, 392.
Hoorn 59.

„Hoornquot; 59-—60, 62.

Hoorn [Kabur] im Geelvink-Busen 150.

Hoorn, Insel bei Batavia 165.

Hoorn, Kap., 60, 166, 169, 170, 210, 240, 253,

311, 316, 320, II, 22, 23, 41, 74.
„Hopequot; 259.
Hope, W. G., IL 502.
Hope-Inseln IL 219.
„Hopefulquot; IL 318, 341-342, 383-
Hoper, Kapt., IL
14.
Hopi Bamanka IL 494.
Hoppe, Kapt., IL 495.
Höre, Edw. G., IL 661.
Horegöru IL 451.
„Hormuzearquot; 259—262.

Horn-Insel [Narupäi] IL 163, 237, 247, 386, 639.
Hornby-Kette IL 527.
Horne, John., 259, 283.
Horned Hih IL 639.
Horno-Insel [lie du Four] 232.
Horsbrough, M., = Horsburgh, James., 250.
Horsburgh, James., 129, 181, 182, 183, 187,
199, 209, 227, 228, 229, 236, 237, 242, 250,
276, 277, 283, 284, 291, 292, 293, 295, 296,
297, 298, 299, 301, 302, 307, 309, 310, 318,
319, 321, 324,
II. 12, 14, 34.
Horse Point = Elpapa [Jelpap], Kap.,
Horse-shoe Mounts [Hufeisen-Gebirge] II.
252,
337-

Horsley II. 315.

Horst, D. W., IL 175, 410—412, 599—600,
625—627, 628, 653—655, 677—679, 702,
738-739, 772, 793.
Horton-Bänke IL
56, 762.
Horväth, G., IL 546, 641, 642.
Hosken-Inseln IL 190.
Hoskins, Kap., IL 245.
Hospital-Berg IL 687.
„Houndquot; IL 34, 35.
Houtkooper, Kapt., IL 410, 411.
Houtmans Abrolhos [Los Abrolhos] 189;
Houtree IL 165.
Höveker, J. E., IL 88.
Howiek-Inseln IL
219.
Howitt, Wilham., 23, 275.
Howling-Spitze II. 590.
Howrie, Kapt., IL 322.
Huasco 310.

Hubert, L., II. 532, 608—609.

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Hübner, Franz., II. 237—238.
Hubrecht, A. A. W., II. 706.
Huddart, John., 228.

Hudson, Albert,, II. 744.nbsp;*

Hudson, Henry., 59.
Hudson-Fluss IL 26,
Hudumu Iwa-Einfahrt II. 71.
Hufeisen-Gebirge [Horse-shoe Mounts] IL 252,

337-
Hugar
34, 35.

Hügel, Anatole Frhr. von., IL 821, 827.
Hügel, Karl Frhr. von., IL 821.
„Hugh Crawfurdquot; 320.

Hughes-Bai [Mobowarai] IL 469, 534, 572, 573,

602, 687, 715.
Hugo, Frhr. von., IL 477.
Huhn = Durour-Insel [Aua] 198.
Huijsman, J., IL 117.
Huisduinen 57.
Huku IL 268.
Hula IL 714.

Hula [Bulaa] IL 221, 239, 255, 256, 277, 290,
291, 334, 336, 360, 375, 380, 382, 440, 464,
484, 533, 545, 574, 591, 592, 602, 630, 662,
680, 684, 715, 747, 800, 832.
Hula-Bai IL 632.
Hull-Insel IL 410.
Hulot, Baron E., 236, 264.
Hulungan IL 732.

Hum 130, 151, 225, IL 738 s. auch Doré Hum.
Humbâa
150.

Humboldt, Alexander von., 192, 330.
„Humboldtquot; IL 292.

Humboldt-Bai 330, TL i, 75, 79, 102, 103, 119,
129, 149, 190, 198, 199, 214, 261, 269, 288,
311—312, 353, 358, 368, 372, 411,431,540,
543, 544, 563, 586, 654, 655, 677, 711, 712,
743. 769. 794. 809, 829.
Humboldtheim IL 287.
Hummock Head [Kwas] II. 245.
Hummock-Insel = Heron-Insel [Koi] 282,11.120.
Hun = Durour-Insel [Aua] 198.
Hunde IL 587.

Hunstein, Carl., IL 252, 263, 278, 287, 337,
355. 359. 399, 415, 416, 421-423, 474,
475, 513-

Hunstein-Gebirge IL 454.
Hunt = Durour-Insel [Aua] 198.

Hunt, A. E., II. 443, 777—778.

Hunter, George., IL 314, 380, 403-405,407,

437-438, 440—443, 473, 484-
Hunter, John., 218, 243, 245—248, 265, IL 41.
Hunter, Robert., IL 380, 407, 409,437, 473,

485. 520, 632, 680.
Hunter, Rob. L., IL 33, 37. 39. 40, 49—51-
Hunter-Fluss [Wudjewa] IL
441, 528, 553,
609, 613.

Hunter-Hafen [Baianawang] 246, 334, IL 76,
80, 166, 184, 218, 242, 243, 258, 273, 280,
295. 319. 343-
Hunter-Inseln IL
23.
Hunter-Kap IL 84.
Huon de Kermadec 264, 270.
Huon-Golf 270, IL 190, 269, 350, 353, 354, 364,
368, 373, 374. 417. 422, 423. 467. 512, 513,
516, 518, 537, 557, 578, 581, 597, 617, 618,
638, 643, 671, 697, 737, 766, 785—786, 809.
Huon-Golf-Syndikat IL 785—786.
Hupoani IL 383.
Hurley, James., IL 592.
Hus [Ärhus] IL 560.
Huser, G. J., IL 537.
Hussin, Leutn., IL 98.
Hutan Kadali 8.
Hutchinson, Norton.,
183—184.
Hutter, Kapt., IL 475.
Huwaia IL 718, 719.
Huxley, Leonard., IL 74, 75.
Huxley, Thomas Henry., 192, IL 70, 74.
Huxley-Berg IL 72.
Huxley-Insel [Bobo Ama] IL 72, 467,
Huxley-Fik IL 488, 634.
Huxley-Spitze IL 408, 446, 488.
„Hyänequot; IL 302—305, 354, 361—363, 368,

400, 830.
Hyäne-Hafen IL 29.
„Hyderabadquot; IL 63, 64.
Hydrographer Range II. 799.
„Hygeiaquot; IL 449, 462, 467, 468—471, 490. 509-
Hygeia-Bucht IL
616.

laba IL 682.
labama IL 365.
larawo IL 753.
lare IL 587, 614.

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laroba IL 719.
laroga IL 720, 721.
laroni IL 682.

lasa IL 61, 317, 386, 435, 464, 497, 498, 500,

523, 746.

lauwa IL 592.
lawola IL 715.
Ibargoitia, Juan.,
285.
Ibawageta IL 529.
Ibé Auriri II. 447-

Ibibu Bari [Lord Salisbury-Insel] IL 547.

Ibinannu IL 777.

Ibiru IL 589.

Ibn Chordhadhbeh 5.

Iboru-Bai IL 723.

Ibrahim, Leutnant., 249.

Ibu IL 635, 681, 688.

Icore- [Ikore-] Fluss s. Gira.

„Idaquot; IL 206, 207, 231.

Idiha IL 392.

Idiha-Inseln IL 392.

Idlers-Bucht IL 392.

Iduna IL 206, 207, 231, 279.

Ifari [Efari] IL 267.

„Ifigeniaquot; 292.

Igarbu = Marsden-Insel IL 39.

Igglesdon, Kapt., IL 37—39-

Igilaha IL 719.

Ignamen \\Dioscorea\\ IL 23.

Ignatius 103.

Ignesoi, Kap., 144, 151.

Igonamo IL 682.

Ihovi s. Ihowi.

Ihowi [Ihovi] IL 610, 682, 719.

liare II. 749.

lidaram IL 717.

IJzerman, J. W., IL 8, 829.

Ika IL 719.

Ikahüa IL 509.

Ikara [Ipoteto Ikara] IL 508.

Ikas IL 530.

Iko-Iko = Rarai IL 505.

Ikore [Gira] IL 588, 617, 619, 621, 657, 658,
669, 672, 682, 687, 690, 691, 696, 713, 754,

775, 797, 807.
Ikoro IL 380, 684.
Iku IL 783.
Ila IL 660.

Nova Guinea. II. Entdecküngsgeschichte.

Ilabana IL 660, 721.
Iläi IL 625.
Ilamu II. 529.

I[s]le de France [Mauritius], 192, 204, 207, 240,

265, 291, 292, IL 818.
Ilo-Ilo IL 120, 184.
Ilopa IL 676, 744.
Ilsassa = Baimopau IL 531.
Iltis-Huk =: Pahiser, Kap., 736.
Iluone IL 491.

Imari [Sumai] IL 207, 230, 498.
Imarre IL 576.
Imato IL 682.
Imbaha IL 451.

Imbert-Insel [Pana Mau] IL 72, 271.

Imbiri IL 139.

Imi, Mios., 149.

Imiläi IL 747.

Imoa Gola IL 550.

„Imogenequot; IL 25.

Imor Ro [Imorro] IL 670.

Imsa [Juliade-Insel] 44, IL 47.

Imwäi IL 483.

Inabiäf 305.

Inabui IL 177.

Inabuka 84.

Inagero IL 508.

Inagoi IL 177.

Inambir-Bai 305.

Inanggi IL 451.

Ina Pokoa IL 466.

Inaumaka Wale IL 663.

Inaumolopa IL 719.

Ina Wa IL 609, 632, 669-, 670, 685, 773.
Ina Wabui IL 407, 447, 449, 466, 505, 506,

53L 553, 609, 670, 773.
Ina Wabui [Taéna] II. 449, 466, 505.
Ina Waé = Ina Wai II. 466.
Ina Waé IL 447, 449, 466.
Inawa Hanga == Biaru II. 611.
Ina Wahuni IL 449.

Ina Wai IL 301, 407, 466, 505, 531, 532, 553,
609, 774.

Ina Wala = Ina Wäi IL 505, 506, 609.

Inawa Pokoa II. 407.

Ina Waüi IL 679.

Ina Wepahe = Ina Wepäi IL 466.

Ina Wepäi IL 447, 466.

114

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Ina Wi II. 447, 466, 505, 506, 521, 532, 553,

569, 591, 609, 685, 774.
Ince-Spitze II. 62.
Incoronata, Angelo., II. 825.
Indawara II. 775.
„Indefatigablequot; 298.
Indefatigable-Route 298.

Indermajoe [Indramaju], Hoek., == Kap der

Guten Hoffnung 151.
„Indiaquot; IL 273—275.
Indien IL 386, 443.

Indisch Aardrijkskundig Genootschap IL 276.
Indischer Archipel i, IL 43, 158, 330, 546,

628, 790, 836.
Indischer Ozean 184, 218, 227, 229, 240, 254,
283, 295, 298, 333, IL 41, 58, 68, 84, 108, 128.
Indispensable-Riff IL 321.
Indramaju, Kap., 151.
Indre, Département., IL 471.
Indus-Untiefe IL 753.
Ine-Inseln — Jen-Inseln 303.
„Infatigablequot; = „Indefatigablequot; 298.
Influenza IL 558.

„Ingeborgquot; = „Nouvehe-Bretagnequot; IL 274.

Ingeroes = Ingras IL 654.

Ingeros — Ingras IL 544.

Inggaboe IL 139, 430.

Ingham, W. B., IL 253.

Ingham-Berge IL 267.

Ingnesoi [Muarki] IL 234.

Ingras IL 102, 214, 544, 563, 654.

Ingrau IL 102, 214, 312, 563, 654.

Inhülsen, G., IL 398.

Inif IL 331.

Inimari IL 490, 524.

Inman, John., IL 29.

Inman, Kapt., IL 341.

Inman-Insel IL 29.

Innere Route (Torres-Strasse) 296, 298, 302,
IL 25, 42, 43, 49, 66, 85, 90, 93, 120, 223,
269, 511.
„Inoquot; = „Irisquot; IL 68.
Inoceramus IL 388.
Ino Goro [Enogoro] IL 404.
Insé IL 173, 175, 209, 366, 425, 625, 626,

772, 795.
Insel- [Lauriston-] Bai 209.
Insel- [Island-] Spitze IL 245.

Insu = Insu Manai 68.

Insu Manai 25, 68, 95, 96, 172, 317, 331, IL
53, 463-

Insu Moar 25, 68, 69, 89, 95, 96, 172, 206,

317, 331, IL 28, 53, 299, 463.
Intjemag IL 103.

Intricate- [Byron-] Strasse 196, IL 50.
Inverary- [Bira-Bira-] Bai IL 247.
„Investigatorquot; 287—291.
Inwiorage IL 171.
„I0quot; IL 222.

lo, Anse., = Tanah Merah-Bai 331

lodomu IL 553.

loro IL 721.

lowi II. 278.

Iperoja IL 8.

„Iphigeniequot; 237.

Ipi Darimu II. 636.

Ipikari [Epakari] IL 220, 267.

Ipikoi IL 569.

Ipili-Riff IL 90, 219.

Ipisi [Siwiri] IL 267, 566, 680, 833.

Ipisia IL 498, 614, 746, 749.

Ipiu IL 554.

Ipote [Vogel, Kap.,] IL 189, 377, 508, 587,
588, 601, 630, 657, 690, 691, 713, 714, 723,
748, 751, 774-
Ipotet-Insel IL 365.
Ipoteto Ikara IL 508.
Ipsomari IL 592.
^pswich IL 661.

Ir [Pigeon-Insel] 283, IL 79, 120, 124, 236.

Irai IL 722.

Irapi IL 636.

Irarawo IL 610.

Ireland, John., IL 27, 38.

Irempi IL 452.

Iri 124.

Iriauna II. 506.
Irawo IL 682.
Iriko = Arihoa IL 289.
Irimaga s. Irimamaga.
Irimamaga IL 611, 613.
Irimisi 11. 667.

„Irisquot; IL 5, 9, 10, t3, 14, 15, 68.
Iris-Spitze 327, IL 419, 701.
Iris-Strasse 46, II. 9, 83, loi, 186, 623.
Irish Cove IL 343, 354.

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Iritiomony = Iritumuni II. 721.
Iritumuni IL 666, 721.
Irland 281, 285.
Irma Ramu IL 776, 777.
Irmer, Georg., IL 426.
Iro IL 816, s. auch Tro.
Irons IL 256,
270.
Irua IL 8.

Irubi IL 170, 171, 429.

Irupi IL 614.

Iruwo Wono IL 774.

Irving, M. J. Loftus., IL 314.

Isabel = Ysabel (Salomo-Inseln) 31, 338.

Isabel Cove [Gabu Goghi] IL 225.

„Isabellaquot; IL 37—39^ 821.

Isera [Is\'ra] = Asra 109.

„Iserbrookquot; IL 184.

Isidau IL 522.

Isi Kokoiro IL 522.

Isimari II. 490.

Isis-[Djakari-] Bai 331.

Isiu IL 569.

Isla de Oro 18.

Island Bay = Endeavour-Strasse 241.

Island-[Insel-] Spitze IL 245.

Isias de Mo — Insu Moär und Insu Manai 25.

„Isle de Francequot; 217, 218.

Ismael, Nakhoda., 9,

Ismansar — Mios Mansär IL 120.

Ismarta = Mios Mansär IL 120.

Isolée, Ile., [Budd-, Florentia- oder D\'Urvihe-

Insel] 333, IL 51, 57, 94, 118,
Ison IL 558.

Iss = Ir [Pigeon-Insel] IL 120.

Issoudun IL 471, 651.

Isui IL 704.

Isu-Isu IL 265.

Isulele IL 747, 753, 838.

„Isumrudquot; [„Izoumroudquot;] IL 152—153, 161,
190.

Isumrud-[Basilisk-] Strasse 94, 328, IL 190.

Isutäu IL 747.

Itaha, Stadt., IL 264.

Italien IL 131, 145, 146, 206, 528.

Italiener IL 131, 133, 264.

Ita Marina IL 722, 774.

Ita Wihaira IL 614.

Itéwi, Kap., IL lOi.

Itindate IL 214.

Itona IL 603.

Itoni IL 682.

Itoto, Kap., IL 713.

lubena IL 721.

luberika [Yuberika] IL 741.

Iura IL 716, 717,

lurawa IL 717.

luro IL 716.

„Ivanhoequot; II. 604, 713.

Ivanhoe Company IL 775.

Ivanhoe-Goldfeld IL 714.

Ivanhoe Prospecting Expedition IL 604.

Iviri [Iwiri] IL 568.

Iwa = Iwo [Jouvency-Insel] IL 383, 831.
Iwer 150.

Iwiri [Iviri] IL 568.
Iwo, Fluss., IL, 611.

Iwo [Jouvency-Insel] 269, IL 383, 507, 534, 831.
Iwoniswari [Saavedra, Kap.,] 332.
lyuri = Türe oder Tyuri 54.
„Izoumroudquot;[„Isumrudquot;]n. 152—153, 161, 190.

J.

Jabadiu = Java 2, 3.

Jaban [Jäten] IL 476.

Jabbering-Inseln IL 189, 377.

Jabim IL 537, 538, 557.

Jabo, Kap., = Patani-Spitze [Tutuli] 129.

Jabob [Jambom, Colomb-Insel] IL 153, 362,

419, 558, 782.
Jabo-Jabo [Yabo-Yabo] IL 552.
Jabwaia [Yabwaia oder Bogéta] 269.
„Jacatraquot; 107, 112.

Jack, Robert L., IL 338, 468, 484, 572.
Jäckel, Herbert., IL 352, 396, 397, 727, 785.
Jackson, C. F. V., IL 639.
Jackson, F. A. L., IL 24, 25.
Jackson, James., 276, 283.

Jackson, Port., s. Port Jackson, auch Sydney.
„Jacoba Helenaquot; IL
108.
Jacobi, Arnold., IL 643.

Jacobs, Thomas Jefferson., 198, 319, IL 2,

27-31, 70, 820—821,
Jacobs-Insel = Otär und Urat IL 45.
„Jacobusquot; II. 117.
Jacobus East Shoal IL 117.

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Jacobus Opdekams-hoek 149.
Jacobus West Shoal II. 117.
Jacoby, Martin., II.
529, 627, 825, 827.
Jacquinot, Ch. H., 326, II. 43, 48.
Jacquinot-Bucht IL 620, 621, 672, 696, 736.
Jacquinot-Insel [Wiei] 25, 26, 94, 313, 329,11.

17. 377, 809.
Jacquinot-Kap [Kolramrau] 326.
Jacquinot-Spitze [Lainbobo oder Berwai] 332.
Jacubowa, Lydia., IL 838.
Jâda [Yodda] IL 633, 634, 667, 686, 716, 717.

744. 754.
Jaesrich, J. W. G., IL
119, 123.
Jafrak IL 174.
Jafuri s. Djafuri II. 769.
Jaga [Yaga] IL 601.
Jagei =:: Ranu IL 644.
„Jagerquot; 72.

Jagerua [Yagerua] IL 607.

Jagisa [Yagisa] IL 636, 777.

Jaguarquot; IL 703, 734.

Jagumi [Yagumi] IL 666.

Jaheri, Mantri., IL 767.

Jakai IL 419.

Jakamul IL 783.

Jakari = Djakari-[Isis-] Bai 331.

Jakati IL 173, 174, 175, 209, 625, 626, 772,

773. 795-
Jakatra [Batavia]
60, 71, 73, 74.
Jakema IL 517.
Jako IL 769.

Jakobs-Eiland = Mios Korwär [Aifondi] 70.
Jaku [Yaku] IL 611.
Jakud IL 284.

Jal-Insel [Jèf Jal] 152, IL 426.
Jala [Djala] IL 315.

Jaluit IL 286, 456, 555, 577, 580, 622, 640.

Jaluit-Gesellschaft IL 703.

Jam s. Jama [Turtlebacked-Insel].

Jama [Jam, Yam oder Turtlebacked-Insel] 257,

261, IL 42, 48, 60, i8o, 386, 467, 685.
Jamaica 240.
Jamari IL 140.
Jambang II. 557.
Jambi = Jambué IL 654.
Jambom = Jabob IL 153.
Jambonäi IL 454.
Jambué IL 654.

Jambuti 11. 741.
Jamdena 263, 11. 26, 87, 217.
James, Dr., 11. 203, 204, 221, 224, 225-226,
827.

James Mount 286.
„James Scottquot; 310.

Jameson, H. Lyster., 11. 693, 722, 724-
„James Wheelerquot; 11.
65.
Jamir [Cham] 11. 702.
Jam-Jam 11. 642.

Jamna [Djamna] 25, 68, 89, 95, 96, 102, 331,
II. 310, 431, 463, 543, 626, 654, 704, 711,
739. 743. 768, 829.
Jamür-See 225, 11. 794.
Janara [Djanara] IL 267.
Janari [Djanari] 11. 608.
„Jan de Costaquot; IL 386.
„Jane and Henryquot; IL 33.
Jane-Insel bei Port Moresby IL 179.
Jane-Insel [Oroluk] IL 64.
Janga [Yanga] IL 180.
Janir = Anir [St. Jan-Inseln] IL 23.
Janke IL 56.

Janke, Korv. Kapt., IL 619—622, 651—652.
Janko, J., IL 539, 642.
Jannasch, Robert., IL 258, 356.
Jannasch-Bucht IL 356.

Jansen van Afferden, R. C. A. L., IL 542,

560 563.
Janson, Oliver E., IL
608, 801.
Janssen, L., 343—344.
Janssonius, Johannes.,
32, 53.
Jansz., Carsten., 123.
Jansz., Lucas., 122, 123,
Jansz., Willem., 7, 50-57. 73, 80, 82.
Jansz., Wihem., [Blaeu] 61.
Januba [Yanuba oder Manuba] IL 466, 775.
Janus-Insel = Metu Débi IL 103.
Janzen, H., IL 678, 709.
Jap [Yap] IL 128, 212, 426, 556, 673, 695.
Japan 5, 112, IL 115, 158, 199.
Japara 73, 172.
„Japaraquot; 106, 112, IL 251.
Japas IL 654.

Japear [Campbeh-Insel] IL 39.
Japèn 19, 21, 140, 143, 144, 149, 176, 177, 225,
249. 296, 332,
IL 31, 53, 75, 78, 118, 137,
139, 148, 169, 201, 213, 214, 215, 260, 288,

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298, 312, 313, 331, 411, 463, 482, 543, 544,
545, 565, 586, 626, 628, 655, 679, 7io, 818.

Jaras [Yaras] II. 509.
Jaratuar II. 679.

Jardine, Frank., II. 237, 247, 265.
Jardine, J., II. 123.
Jardine-Fluss 289.
Jari Kei Ari [Kéari] II. 139.
Jaria II. 9.

Jarmuth = Campbell-Insel II. 39.
Jaroga [Djaroga] II. 438.
Jarogu [Yarogu] II. 508.

Jaro Kusa [Gregory-Fluss] II. 337, 339, 465.
Jarotwar = Jotwar II. 171.
Jarowin II. 411.

Jarricus, Petrus., [Jarric, Pierre de.,] 32.
Jarsun 25^ 95, 331, H. 30, 411, 431.
Jaru Kusa = Jaro [Yarro] Kusa II. 465.
Jasa-Jasa-[Yasaiasa-] Hafen II. 366, 508, 658,

682, 687, 751, 774.

Jasia [Yasia] II. 636.

Jasi-Jasi [Yasi-Yasi] II. 714.

Jasinga, Meijert Johan van., 185.

Jaten [Jaban] II. 476.

Jateri II. 8.

Jaua II. 518.

Jauer s. jaur.

Jau-Jau II. 522.

Jaumba [Semmla] II. 493.

Jaumobi [Yaumobi] II. 526.

Jauna II. 590.

Jaur [Jauer] 225, II. 127, 429, 544, 679, 704.
Jauri s. Mios Auri.

Java 3, 4, 5, 6, 7, 10, 17, 74, 113, 172, 187,
234, 240, 249, 272, 274, 292, 294, 317, 320,
II. 5, 18, 42, 86, 93, 105, 108, 114, 120, 137,
153, 186, 216, 218, 223, 226, 234, 390, 403,
471, 482—483, 516, 545, 558, 653, 706, 712,
725, 727, 737, 759, 767—768.
Javaquot; II.
167, 177, 42Ó—432, 503, 504, 561 —

563, 624, 738—739, 794—795, .810.
ava la Grande 16, 17.
ava-Bai II. 503, 598.
ava-Kreek [Baratara] II. 561, 742.
ava-See 286. \'
ava-Spitze 294.
avi [Djawi] IL 741.
awau = Cyclopen-Gebirge IL 214.

Jawibinumu [Yavebenumu] IL 444.

Jeaka [Djeaka, Dungeness-Insel] 256, IL 48.

Jebbe s. Jèbe

Jèbe IL 518.

Jeddo 48.

Jeef 117.

Jèf Bi 315.

Jèf Daram [Daram-Inseln] IL 707, 771, 796.
Jèf Dé [Boo-Inseln, Popa] 136, 152, 157, 163,
166, 187, 226, 267, 297,
IL 120, 235, 236,

705-

Jèf Doif [Doif-Inseln] lOO, 174, IL 110, 158,

298, 366, 426, 705, 707.
Jèf
Fam [Fam-Inseln] 99, roo, 129, 339, II. 77,

236, 297, 706, 707.
Jèf Fam Besar [Gross-Fam] IL 706.
Jèf Fam Ketjil [Klein-Fam] IL 707.
Jefamp;man = Jèf Man 147.
Jeffries, Leutn., 298.
Jèf Fruin [Fruin-Inseln] IL 122.
Jèf Jal [Jal-InselJ 152, II. 426.
Jèf Jus [Jus-Insel] 152, IL 426, 598.
Jèf Kebon [Kebon-Insel] II. 564.
Jèf Kesem = Sagewin II. 112.
Jèf Lu = Mios Su 151.
Jèf Man [Èf Man] 147, 152.
Jèf Matel [Èf Matel] II. 166, 167.
Jèf Njé [Mios Mansär, King Williams Island]
129, 130, 135, 152, 162, 187, 252, 259, 277,
292,
IL 120, 122, 124, 236, 705.
Jeina [Yeina oder Piron-Insel] IL 71, 105, 340,

341, 364, 437, 775.
Jeku [Yeku]=Jesu Bäibua II. 532, 553, 569,

591, 609, 632, 669, 670, 773.
Jela [Yela] = Rossel-Insel 202, 267, 293, IL

104, 551.
Jelegde IL 451.
Jelpäp = Elpapa 151.
„Jemina Pereiraquot; IL 88.
Jen [Stéphanie-Insel]
71, 99, 303.
Jen-[Ine-] Inseln 71, 99, 152, 303.
Jena IL 545.
Jenbf s. Kajö Jenbi.

Jendé IL 78, 127, 148, 214, 297, 329,412,428,

655, 679, 769.
Jenggi-Spitze II. 551.
Jenkins-Bai 44, IL 180.
Jenkins-Insel [Mitum Mitumitaba] IL 246.

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Jens, W. L., IL 139, 236—237, 260, 297,

312, 313, 330, 334.
Jentink, F. A., IL 629.
Jerai [Djerai] = Parliament-Spitze IL 668.
Jerakobe IL 172.
Jergai IL
454.
Jeri IL 517.
Jerisiam IL 170.
Jerman, Kapt., IL 239.

Jermur Sba [Hoffnung, Kap der Guten.,] 151,
IL
4, 6, 31, 54, 79, 108, 123, 138, 428,

677, 738.

Jervis, Kapt., 228.

Jervis-Insel [Mabuiag] 257, IL 48, 106, 146,
164, 178, 183, 191, 192, 203, 225, 237, 265,
287, 337, 391, 467, 549, 685.
Jervis-Riff IL 270.
Jeschke, Kapt. Leutn., IL 209.
Jeschke-Fluss ~ Insé IL 209.
„Jessiequot; 308.

Jesu Baibua [Jeku] IL 532, 553, 569, 591,609,

632, 069, 670, 773.
Jesuiten-Mission IL 374, 585.
Jèsup IL 757.

Jesus Maria-Insel [Rambutjo oder Lambutjo]
66, 232, 247, 266, IL 194, 212, 294, 295,
625, 640, 694.
Jeve = Gébé 34.
Jibu [Djibu] IL 614, 636, 667.
Jiear, A. J., IL 780—781, 798.
Jièra IL 8.

Jigaraga [Djigaraga] IL 636, 667.
Jinglama = Dingle Mana IL 787.
Joannet-Hafen [Hati Lawi] IL 407.
Joannet-Insel [Pana Timani] 268, Fig. 37, IL 71,
72, 339, 341,
364, 383, 407, 408, 437, 462, 467.
Job 225.

Joberika [Youberika] IL 741, 742.

Jobi 19, 21, 143, 144, [49, 296, IL 31, 170,

544, 545, 818, s. auch Japèn.
Jobi, Dorf.,
144, 296, IL 288, 463.
Jobi-Strasse 149, 154.
Jobu- [Yobu-j Spitze IL 680, 745.
„Joesoerquot; IL 24.

Joest, Wilhelm., IL 138, 357, 374, 663-664.
Joest-Fluss [Airapin Ruhün] IL
357, 597.
Johann Albrecht, Herzog von Mecklenburg
IL
787.

„Johann Albrechtquot; IL 675, 694—695, 698, 802.
Johann Albrecht-Hafen [Balangori-Bucht] IL 28,

701, 820.
Johanna-[Kaut-] Bucht II. 211.
Johannsen, Steuermann., IL 755.
Johi=Ju 163.
„Johnquot; IL 42.
„John Buhquot; IL 105.
„John Knoxquot; IL 151, 225.
„John Munroequot; 324.
„John Wesleyquot; 246, IL 218.
„John Wihiamquot; IL 150.

„John Wihiamsquot; IL 192, 238, 257, 300, 334,

574, 661.
Johns, Wihiam., 321, IL 4, 820.
Johnson, G. A., IL 465, 631.
Johnson, Robert., II. 16.
Johnson, T., IL 37.
Johnson- [Deyei-] Pass II. 70.
Johnstone, Christie., IL 409.
Johnstone-Inseln 66, IL 271.
Johnstone Opening Johnson- [Deyei-] Pass
IL
70.

Joke [Joo] IL 284, 562, 584.
Jokéa [Djokéa, Yokéa resp. Fawe] IL 267,
289, 3Ï7, 360, 553, 565, 566, 593, 662, 670,
745, 833.

Jokohama [Yokohama] II. 158, 201, 212, 363,
623.

Jolawota [Yolawota] IL 723.

Jomard, Edm. François., 2, 23.

Jomard-Inseln [Pana Waipona] IL 72.

Jomba-Ebene IL 538.

Jomba-Inseln IL 352, 558, 642.

Jomba-Pflanzung IL 538, 757, 782, 786, 787.

Jomi = Nim Moar IL 214.

Jones, Frank., IL 252.

Jones, John., 276.

Jones, Kapt., IL 113, 254, 573.

Jones, Mervine Albine., IL 603.

Jones-Fluss II. 248.

Jong, C. J. de., IL 19, 20, 41.

Jonge, Jonkheer J. C. de., 109.

Jonge, Jonkheer J. K. J. de., 51, 52, 55, 56,

57, 58, 73-

Jongga- [Yongga- oder Dickson-] Pass IL 469,
551-

Jonkers, Jan., 185 — 186.

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Jontsu [Sabadi] II. 654.
Joo [Joke] II. 562, 584.
Jop II. 171.

Jop Anggâr [Jopengär] II. 127, 429.

Jopengâr = Jop Anggär II. 127.

Jordan, KarL, IL 529, 545, 582, 593, 624, 627.

628, 639, 693, 754, 836.
Jorge, Ilha de Dom., — Wiak 14, 338.
Jori IL 288, 804.
Josche, W., IL 408.
Joseph-Fluss [Hitu] IL 487, 660.
„Joseph Winterquot; IL 18.
Joseph Winter-Pass IL 18.
„Joshquot; IL 378.

Jotefa-Bai IL 103, 199, 214, 311, 358, 411,

431, 544, 563, 586, 654, 769.
Jotefa-Sprache IL 563.
Jotwär IL 171.

Jouberika [Youberika] Borim (?) II. 709, 710,
741, 742.

Jouët, Victor., II. 296, 328, 378, 447.

Jouke = Joo IL 584.

Joumat 117, s. auch Djoumat 122.

Jouvency, Ingenieur., 269.

Jouvency-Insel [Iwo bezw. Iwa] 269, 295, IL

383, 507, 534-
Joy = Ju 297.
Ju 15, 226.
Ju, Fluss., IL 452.
Ju- [Asia-]Inseln 293, IL 287.
Ju [Dju] 99, IL 28, 124, 706.
Ju bei Gébé 137, 163.
Juan Fernandez 170, 193, IL 41.
„Juanitaquot; II. 462, 467, 748, 778.
Judaeus, Cornelius de., 49.
Jue-Jue [Yueyue] IL 573.
Jukes, J. Beete., 261, 310, IL 57, 58—64,65,
164, 524.

Juliade-Insel [Imsa] 44, IL 47, 376.
Julhen, André., IL 609, 635—636, 663, 688—
689.

Juhien-Berg 329, IL 269.
Jumell 302.
Jung, Emil., IL 318.
Jungmichel, J, A., IL 109.
Jungarwena [Yungarwena] IL 661.
Junior Mission House IL 244, 423.
„Junoquot; IL 85.

Juno-Insel IL 451, 452.

Juno-Spitze 327, II, 419.

Jüo [Guap] 329, IL 356, 578, 702.

„Jupiterquot; 129, IL 25, 100.

Juria [Gori] IL 644.

Jurien de la Gravière, E., 191, 264.

Jurien-Insel [Kitawa] 269, 295, IL 383, 508,

534, 572, 691, 780, 831.
Jus-Insel [Jèf Jus] 152, IL 426, 598.
Justice Fry-Kette IL 402.
Juwada [Yuwada] IL 723.
Juynboll, H. H., 47.

K.

Kaa IL 568.

Kaa-Kaa = Kéa-Kéa IL 379.

Kaan-Inseln = Anthony Caens- [Tanga-] Inseln

n. 394, 556.

Kabada = Kambakanda [Wunela] IL 244.
Kabadi IL 279, 289, 300, 335, 382, 407, 472,

506, 719, 773.
Kabair = Kambair IL 226.
Kabaira IL 344, 362, 674, 725.
Kabakada = Kambakanda [Wunela] IL 248,

302, 361, 424, 674.
Kabakadäs IL 596.
Kabakon IL 579.
Kabal-Kabal II. 757.
Kabalinak IL 421.
Kabanga IL 736.
Kabanut IL 786.
Kabarang II. 419, 451.
Kabaré 305.
Kabaré-Bai 304, 305.
Kabatsi [Kapatsi] IL 290.
Kabauda IL 719.
Kabelman IL 295, 456, 731, 789.
Kabenau IL 227, 419, 451, 479.
Kaberé 226.

Kabiai-Strasse = Rabiai-Strasse IL 112.
Kabibi IL 450.
Kabikan [Yorke-Insel] IL 39.
Kabilol 155.

Kabîn IL 400, 593, 620, 672, 726, 754, 755,

757, 758, 832.
Kabinandin IL 772.
Kabital IL 428.

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Kabiu Kombiu [Mutter] 195.
Kabo II. 599, 704.
Kabogeba II. 492.
Kaboka Namo [Taula] II. 486.
Kabomi II. 333.

Kabóteron II. 319, 455, 577, 701, 759, 760,

766, 802, 839.
Kabra 188, II. 564, 598.
Kabroja = Rabosa II. 411.
Kabsay 226.

Kabü-Strasse II. iio, 122, 824.

Kabul II. 126.

Kabun II. 607.

Kabuna II. 635.

Kabur II. 476.

Kabur [Hoorn-Insel] 150.

Kaburuang [Kabruang] 244, 283.

Kadai [North Island] 269, II. 572.:

Kada-Kada II. 479.

Kadawa II. 146, 164, 183, 203, 317, 391, 408,
501, 523.

Kadawaga II. 529, 531, 534, 590, 658, 715.

Kadiowaga = Kadawaga II. 590.

Kadowago IL 508.

Kadukwaikera 11. 799.

Kaèsri [Kérési] 11. 333.

Kaewa 11. 268.

Kafaur s. Kapaur.

Kaffee IL 462, 475, 697, 715, 717, 727.

Kaffir IL 585.

Kafiau s. Kofiau.

Kaf-Kaf IL 789.

Kafu IL 578.

Kafura, Kap., 81, 103, IL 156, 223.
Kagataru IL 8.
Kagi IL
717.

Kai 139, 144, 149, IL 463, 480, 840.

Kai, Landschaft., IL 537, 538.

Kai [Nuwoâi] IL 429.

Kaiaga II. 741.

Kaiaha IL 341.

Kaibaboana IL 603.

Kaibada II. 603.

Kaibula [Kaibola] IL 497, 529, 534, 552, 658,

687, 715, 723, 751.
Kaiburawi IL 550.
Kaibus-Bai IL 161.
Kaidba IL 160.

Kaidiaba IL 720.

Kaije [Ghaie, Kaia, Kaie, Kaiia, Ta Wur-Wur]
246, IL 184, 219, 244, 249, 250, 282, 302,
305, 323, 516, 760.
Kaijs — Kai 139.
Kail [Matan] IL 598.
Kaila = Keila [Turtle-Insel] IL 244, 828.
Kaile [Tawa-Tawa] IL 239, 249, 279, 334,335,
336, 375, 381, 404, 440, 473, 485, 570, 602.
684, 685, 798.
Kaile (Neu-Pommern) IL 344.
Kaileuna IL 508, 529, 530, 531, 534, 590,611,
Kaili = Kaile IL 249.
Kaihu IL 317.
Kailu [Kairu] IL 268.
Kaimana IL 99, 793, 815.
Kaimana-[Kaimani-] Bucht 82, IL 99, 10:, 503,

543, 598, 793-
Kaimari IL 550, 567, 614.
Kaimër IL 4, 20, 22.
Kain Bah 47, 51.
Kainea IL 572.
Kaingan [False-Insel] IL 417.
Kain-Kain Beba = Hoffnung, Kap der Guten.,

[Jermur Sbä] 151, IL 138.
Kain Koré [Kain Kory] 47, 51, 338.
Kainos IL 20, 22.
Kaipi = Karama IL 833.
Kaipu IL 447.
Kaipurau IL 290.
Kai Purawe IL 317.
Kairaga IL 508.
Kairari 149.
Kairawi IL
550.
Kairi-Kairi IL 723.

Kairiru [D\'Urville-Insel] 25, 67, 94, 313, 329,

II- 53, 129, 356, 358, 59Ó, 702, 812.
Kairu [Kailu] IL 268.
Kairu [Kariki] IL 268, 567, 587.
Kairu = Kairirü [D\'Urvihe-Insel 25, IL 53, 812.
Kairiru Effluence [Woodhouse Junction] IL 434,
567.

Kairu, Mios., s. Ajawi.
Kais IL 794.
Kaisabu IL
531.

Kaiserin Augusta-Fluss 67, 329, IL 355, 372,
415, 416—417, 454—455, 512, 516, 788, 809.
Kaiser Wilhelms-Land IL 372, 373,. 398, 413,

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421, 401, 4/8, 494, 490, 497, 5i2, 516, 539,
581, 596, 601, 615, 621, 622, 643, 645, 649,
651, 652, 696, 699, 702, 727, 729, 760, 765,
785, 787, 790, 808, 809, 834, 836.
Kaiser Wilhelms-Land Plantagen-Gesellschaft

IL 519-
Kaitaro = Kètero IL 626.
Kaiteh = Kaiti IL 421.
Kaitero IL 793-
Kaiti [Kaiteh] IL 421, 493.
Kaitoro IL 425.
„Kaitsu Marnequot; IL 556.
Kaiuoni IL 607.
Kaiwala IL 533.
Kaja Gi II. 451.

Kaja-Kaja = Marinde Anim [Tugeri] II. 561.

Kaja-Kaja, Kap., IL 561.

Kajake IL 741.

Kajakerike IL 741, 742.

Kajan IL 676, 763.

Kajawka IL 8.

Kajeh 148, 180, 207, 229, 249, 273, 275., 277,

278, 284, 316, 333, IL 144, 156.
Kajeli-Bai IL 27, 54.
Kajo auf Ron IL 329.
Kajoa II. 124.
Kajó-Bai IL 199.
Kajoe s. Kajó-Inseln.

Kajó Entsäu IL 199, 312, 315, 411, 431, 654.
Kajó Gabau = Kajó Entsäu IL 431.
Kajó-Inseln IL 103, 198, 215, 288, 312, 411, 431.
Kajó Jenbf IL 215, 431.

Kaju Merah 46, 323, IL 8, 10, 45, 217, 793.
Kaju Merah-Bai 46, 121, 11.8, 10, 45,.217, 793.
Kakai IL 8.

Kakaopflanzungen IL 519, 697, 727.
Kakarau IL 329.
Kakaripara II. 667.
Kako [Autila] IL 557.

Käkolan [Ledanseur- oder Heath-Insel 272, IL

245, 646.
Kalaiwa [Watts-Insel] IL 187, 342.
Kalakaua, König., II. 287.
Kalal 270.
Kalän IL 320.

Kalana Fat [Radja Ampat] 35, 298.
Kalaotua 284.
Kalap 163, 291.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Kalapa II. 122.

Kalausi [Pigeon-Insel] 129, 252, II. 124.

Kalavavu [Kalawawu] 11. 566.

Kalawa 11. 554.

Kalawawu [Kalavavu] II. 566.

Kaldenkirchen 11. 651.

Kale 11. 686.

Kale [Kole] 11. 419, 451.

Kalebat 11. 421, 833.

Kalebat Ag. 11. 421.

Kalédoko [Batu Lobang] 151, 11. 738.

Kalefan = Kalap 163.

Kaléu [Ekaléu] 11. 766, 783.

Kah 11. 717.

Kali = Kaili 11. 249.

Kalidobu 11. 611.

Kalifornien 11. 34, 109, 137.

Kaligola-Spitze 11. 248.

Kaligumana = Koliku Mana II. 479.

Kalija Akat 11. 96.

Kalikodobu 11. 610, 683, 753, 779.

Kalikogolo II. 613.

Kahl II. 218, 420, 476, 834.

Kalile 11. 323.

Kaliwuwur 11. 784.

Kalkblasen [Kalkwerfen] 41, 213, 323, 11. 7,
Kalkstein 265, 305, 11. 61, 99, 100, loi, iii,
122, 125, 160, 187, 223, 234, 235, 313, 433,
469, 499, 525, 547, 572, 600.
Kalkwerfen s. Kalkblasen.
Kalo IL 239, 255, 265, 277, 278, 289, 291, 334,
336, 360, 375, 379, 382, 440, 484, 491, 533,
550, 574, 591, 662, 684, 715, 747, 800, 832.
Kalo-Fluss = Kemp Welch-Fluss [Wanigela] 11.
393-

Kaloeman = Katumin IL 45.
Kalonna Wossu IL 87.
Kalonoboi [Kulebimboi] IL 789.
Kaluèng IL 415.
Kaluma IL 408.

Kaluwawa — Fergusson-Insel II. 508.

Kal wal IL 112, 126.

Kalwal-Bai IL 126.

Kalyngkongan, Amos., IL 481, 653.

Kamaka Walar [Kamaka-See] II. 186, 366, 771.

Kamah [Kamari] H. 255, 379, 484, 491, 533,

574, 591, 684, 715.
Kamalu H. 360.

IIS

-ocr page 570-

Kamaludin, Prinz von Tidore., 242.
Kamampa H. 201.
Kamari s. Kamali.

Kambair IL 226, 344, 400, 477, Ó47, 699, 725,
726, 733.

Kambair-Bucht [Weber-Hafen s. str.] H. 244,
259, 294, 302, 354, 362, 363, 412, 582, 647,

699, 725, 762.

Kambakanda [Wunela] IL 244, 248, 302, 361,

362, 400, 423, 424, 625, 674.
Kambam IL 417.
Kambatore 312.
Kambèpi IL 411.
Kamkeramboi IL 333.
Kamberkiaru 11. ii6.

Kambi [Nugakau, Forsayth- oder Sigismund-

Insel] IL 454.
Kambisi [Gambisi] H. 66 r.
Kamboda
165.
Kambodja 7.
Kamboka IL 646.

Kambotorós [Gower-Hafen] 194, 195, 203, 245,
280, 311, 312, 326, 11.40, 52, 53, 152, 582, 817.
Kambotorosch s. Kambotorós.
Kambui IL
411.
Kambunabu IL 772.
Kambuni [Kamburai] IL 214,
Kamburada [Wohambo] II. 776.
Kamburai s. Kambuni.
Käme IL
139.

Käme, Kap., = Jacobus Opdekams-hoek 149.

Käme Watam = Kaiserin Augusta-Fluss IL 454.

Kamfumabor IL 174.

Kamkamuru IL 590.

Kampen, N. G. van., 80.

Kampfschilde IL 557.

Kampong Baru [Tagär Tuping] IL 157, 283,

543, 585-
Kampong Radja IL 598.
Kamrau IL 99, 771.

Kamrau an der Astrolabe-Bucht IL 227.

Kamrau-Bucht IL 99, 100, 117, 598, 771.

Kamta = Gam Tä IL 216.

Kamtschatka IL 313.

Kamu IL 258.

Kamudi IL 714.

Kamumjil 151.

Kamumping Ambóm II. 415, 493.

Kamutu IL 383.

Kan, G. M., 107, IL 87, 213, 217, 393, 425.

Kanabu [Kanebo] IL 789.

Kanabu-[Slinger-] Bai IL 816.

Kanakai Bua IL 507.

Kanaken IL 146.

Kanamu II. 572.

Kanamusmus [Panamusmus] IL 78c.
Kanan [Brown-Spitze] IL 288, 829.
Kanapit [Kanewit] IL 790..
Kanara IL 625.

Kanari-Inseln 8, 148, 226, 235, 259, 267, 292,

IL 162, 543, 730.
Kanawi [Service-Berg] IL 377, 665, 716, 717,
718.

Kandari II. 139.

Kandurar [Kantukar] IL 741.

Kane II. 139.

Kanebo [Kanabu] II. 789.

„Kaneelboomquot; 185, 220, 226.

Kanewit [Kanapit] IL 790.

„Kangarooquot; 298.

Kanguar IL 493.

Kani = Fäur 118, IL 82.

Kanikai Bua IL 466.

KanIt- [Anachoreten-] Inseln 205, 231, 247, 258,
306,
IL 41, 210, 228, 303, 363, 369, 406,
424, 694, 731, 801, 805, 808.
Kannibalismus IL 104—105, 166, 170, 201, 227,
233, 333,541, 603, 609,733, 741,764,781,803.
Kanotage IL 279.

Kant- [Gladstone-] Berg == Bura Mana IL 190,

478.

Kantagom IL 741.
Kantebu IL 789.
Kanter, J. de., 171.

Kanton 182, 235, 236, 237, 249, 252, 259,284,

IL 25, 31, 819.
Kantukar [Kandurar] IL 741.
Kanua IL 34.

Kanus 23, 25, 27, 64, 66, 69, 78, 91, 94, 95,
109, 117, 25s, 256,
IL 102, 452, 484, 552,
561, 569, 577, 603, 606, 630, 631, 638, 640,
672, 695, 772, 775, 792.
Kaowa Goro [Dayman-Berg] IL 72, 607, 833.
Kapaina [Stanhope-Fluss] IL 433, 567.
Kapa-Kapa IL 241, 279, 335, 375, 380, 381,
.404, 405, 438, 441, 443, 473, 484, 491, 528,

-ocr page 571-

533, 545,550,57°, 592, 6o2, 613, 662, 680, 681,
684, 685, 712, 715, 747, 748,752,797,798,800.
Kapari II. 747, 749.

Kapar Tunin = Kapar Tutin II. 161, 825.
Kapar Tutin II. 161, 825.
Kapatbo, Kap., II. 126.
Kapatsi [Kabatsi] II. 290.

Kapaur [Kafaur] II. 82, 129, 156, 161, 193, 216,

261, 276, 283, 366, 543, 585, 623, 628.
Kapaur-Bucht = Wodar-Bai II. 623.
Kapaur Tutin s. Kapar Tutin II. 825.
Kapia II. 585.
Kapiboi = Napirboi II. 215.
Kapi-Kapi II. 508, 636.

Kapinga Marangi [Greenwich-Insel] II. 212, 700.

Kapituär II. 95, 147, 217, 427.

Kapono Särere [Pono Särere], Kap., II. 244,

784, 785, 804.
Kapota 1Ó5.

Kapstadt 240, 265, 280, 290, 303, II. 51, 70.
Kapsu II, 295, 362, 400, 412, 423, 495, 555,
577, 579, 593, 622, 650, 731, 732, 757, 789.
Kapumari = Warumari II. 248.
Kapverdische Inseln II. i6.
Kap Vogel-Halbinsel II.
714, 751, 807.
Kap York-Halbinsel 54, 80, 121, 189, 289.
Kara II. 647, 697.
Karabailo II. 631.
Karabèra — Karabra II. 167.
Karabra IL 166, 167, 366, 427.
Karafra = Karufa IL 134.
Karagaga IL 529.
Karai Goro IL 610.
Karaje [Le Hunte-Berg] IL 716.
Karama [Kaipi oder Kuaru] IL 267, 433, 450,

491, 565, S66, 592, 670, 833.
Karama im Owen Stanley-Gebirge IL 661.
Karamako II. 8.

Karandifur = Anggradifu 177, 297.

Karang IL 565.

Karang Broh IL 625.

Karara IL 533.

Kararabu [Prinses-Insel] 151.

Kararipara IL 636.

Karas 106, 112, 117, 118, 121, 128, 139, 180,

IL 82, 84, 117, 156, 160. 425, 543, 565.
Karas-Inseln ro6, 118, 126, 128, IL 45, 82,83,
129, 156, 160, 216, 261, 366, 565, 792.

Karau-Jotäfa II. 563, s. auch Jotefa.
Karawap [Sapa-Spitze]
329, IL 356.
Karawari, Versammlungshaus., IL 214, 299, 544.
Karawari [Nusa Wulan] IL 160.
Karawarra — Kerawara IL 476.
Karawat IL 576, 594, 648, 782.
Karawatu IL 21, 22, 45, 82, 598.
Karawawi IL 216.

Karcher, Korv. Kapt., IL 302 305, 324.

Karé = Inggrâu IL 312.

Karegulan IL 478.

Karewaro IL 441.

Kari IL 758.

Karia IL 8.

Karikatâ IL 491.

Karikatana IL 267.

Kariki. [Kairu] IL 268, 550, 567, 587.

Kariko IL 553.

Kariko Dabu IL 553.

Karimata\'sche Beile 122.

Karimata-Strasse 295.

Karitahua [Ventenat, Kap.,] 268, IL 187, 354,

466, 533, 571-
Karkolang
244.
Karl V. 30.

Karl Ludwig-Gebirge = Charles Louis-Gebirge
IL 44-

Kärnbach, Ludwig., 329, IL 418, 459, 478,
512 513, 516-517, 537, 577-579, 615,

617, 621, 701, 787, 809.
Karo IL 735.

Karobailo Kawa IL 465, 501, 834.
Karobi IL 170, 171.
Karo-Karo IL 248.

Karolinen 19, 316, 333, IL 22, 44, 127, 128,
131, 138, 184, 212, 227, 260, 282, 286, 295,
330, 401, 426, , 555, 640, 695, 700, 703, 764.
Karomei IL 553.
Karon IL 233, 235.
Karondefer = Anggradifu IL 6.
Karondifer — Anggradifu
177.
Karoner IL 115, 233.
Karowa IL 67.

Kärsau [Päris-Insel] II. 356, 702.
Karselaers, J., IL 609.
Kam auf Neu-Guinea IL 794.
Karu auf Neu-Mecklenburg IL 789.
Karu-Bai IL 789.

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Karufa II. 45, 84, 117, 134.
Karufa-Bucht 53.
Karupi IL 772.
Karuwea-Bucht IL 571.
Karwän IL 772, 773.

Karwan-Bai II. 133, 171, 178, 214, 412, 679,
773.

Karwassi = Tarawäsi IL 311.

Kasai, Häupthng., IL 557.

Kasanga II. 597.

Kasbi 151.

Kasewai IL 341.

Kasi IL 234.

Kasi-Kas\'i IL 341, 383.

Kasilamaka-Strasse IL 531.

Kasilani = Thynne-Berg IL 634.

Kasim IL 134, 160, 215, 223, 260, 426.

Kasim [Delfzijl, Insel.,] 152.

Kasinarei IL 526.

Kasira IL 626.

Kasiruta [Gross-Tawali] 217, 220.

Kasiu IL 428, s. auch Sorong.

Kaskade-Fluss IL 356.

Kasowäi II, 407, 408.

Kasser, Coelestin., II, 520.

„Kastrikumquot; 102.

Kasuar IL 95, 163, 189, 235.

Kasuarinen 77, 95, IL 311, 674.

Kasuri IL 795.

Kasuró IL 795.

Katafu IL 705.

Katakäi IL 798.

Katau = Kadawa IL 146, 151.

Katau-Fluss = Bina Turi IL 146, 151.

Katawari II. 590.

Kate, H. ten., II. 586.

Kätega [Katika] IL 416, 452.

„Kate Kearneyquot; II. 146.

Kateloke 107.

Katembu IL 789.

Katéndan, II. 789, 817.

Katepu, 157, IL 426.

Katherinen-Hafen IL 211, 420.

Katika [Kätega] IL 416, 452, 537, 538, 557.

Katow = Kadawa IL 151.

Kattendau Katéndan II. 789.

Katumin, Insel., IL 160.

Katumin, Kap., IL 45, 704.

Kauaheri IL 567, 613.
Kauauro IL 525.
Kaudirana IL 661.
Kaugere IL 741.

Kaukambär [Margarethen-Fluss] II, 419, 421,

493, 494-
Kaukambi IL 648.
Kaukana IL 300.
Kaukane IL 485.
Kaukari IL 402, 444.

Kaukomba = Kaukambär [Margarethen-Fluss]
IL 494.

Kau Kusa = Kawa Kusa II. 308.

Kaulaga II. 723.

Kaumai II. 567.

Kaunamaga IL 613.

Kaurakuba IL 534, 572.

Kauripinu IL 267.

Kausagi [Neu-Georgia] IL 40.

Kaut-[Johanna-] Bucht IL 211.

Kautschuk IL 713, 773, 786, 787.

Kau-urgere [Kaugere] IL 741.

Kawa IL 572, 601.

Kawa — Wara Kawa IL 501.

Kawa-Inseln IL 572, 745.

Kawa Kusa [Baho Turi] IL 308, 501, 523.

Kawara IL 268.

Kawasa IL 15.

Kawasungi IL 139.

Kawatari IL 530, 552, 572, 601, 658, 687, 715,
751-

Kawauwi IL 140.

Kawé [Ruib] 99, 152, 206, 221, 303.
Kawé- [Bougainville-] Strasse 99, 102, 206, 221,

226, II. 84, 706.
Käwieng II. 759, 760, 764, 766, 789, 802,
832.

Kawowär IL 421.
Kawuhkäu [Kawulekao] IL 596.
Kay, Kapt., 309.
Kayassa — Kajasa 297.
Kea IL 719.

Kéa-Kéa [Käa-Käa] IL 379.
Keabada IL 569.
Keai-Inseln IL 566.
Keakamana IL 663.
Keakoro II, 248, 266.
Keakoro- [Keakaro-] Bai II. 248, 712, 747.

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Keane, A. H., IL 233.
Keapara =: Kerepunu IL 591, 684.
Kéari = Kei Ari IL 139.

Keat-Insel [Umaga oder Homogar] IL 39, 60,

Keat-Riff IL 365.

Keate, George., 236.

Keate-Inseln IL 39.

Keauna IL 566.

Kebar [Wa Samson] IL 826.

Kebar = Gébar IL 233.

Kebea IL 719.

Kebirisi-Spitze IL 365.

Kebokanamo IL 659, 666.

Këbon [Kubbon] 221.

Keda [Caedha] = Bramble Cay [Masaramker]

IL 60.
Kedari IL 614.
Kedgeree 234.

Keerweer 48, 52, 53, 77, 80, 93, 158, IL 33.
Keffing 51, 112, 117, 122, 139, 142, 158, 322,

IL 32, 118, 424.
„Keffingquot; 148.

Kei Ari [Kéari oder Jari] IL 139, 312, 411.
Kei Dula IL 144, 159, 561, 704.
Kei-Insein 52, 54, 56, 76, 85, lOi, 106, 122,
IL 6, 20, 36, 55, 57, 144, 159, 198, 200,
217, 285, 298, 330, 331, 425, 463, 464, 561,
585, 598, 623, 653, 704, 759, 836.
Kei-Kei = Pandjang 106.
Keila = Kaila [Turtle-Insel] IL 244, 828.
Keith, A., IL 470.

Kekagalu oder Kekagula = Sattelberg 11. 492,

538.

Kekamana IL 554.
Kekâr IL 452.
Kéké 207, 217.

Kekeni = Kikini [Skittle-Felsen] 11. 279.

Këladi [Kladi] = Colocasia anüquomm IL 40.

Kelana IL 474, 575.

Kelang 104, 207.

Kelapi IL 661.

Kelaua-Hafen IL 756.

Kèlemala 119, IL 10, 21, 22, 45, 82.

Kelibubu 139.

Kehet, H., IL 52.

Kelley amp; Wilhams IL 295.

Kelly, W. J., IL 661, 666.

Kelo IL 513.

Kelooma-Insel [Pana Wina] IL 72.

Kema IL 119, 167, 709.

Kemaia IL 484, 610.

Kemboa IL 493.

Kémélu IL 447.

Keminimu s. Keninumu.

Kemiri IL 441.

Kemon IL 174.

Kemp, P. H. van der, IL 2, 3.
Kemp Welch, J., IL 239.

Kemp Welch-Fluss [Wanigela] IL 179, 239,
255, 266, 277, 278, 289, 334, 337, 375, 379,
393, 404, 405, 438, 440, 441, 442, 528, ,550,
553, 602, 610, 611, 613, 682, 683, 684, 749,
752, 753, 779, 797, 807, 832.
Kenara IL 522.
Kenewama IL 720.

Keninumu [Gininumu] TL 221, 266, 267, 278,

314, 440, 444, 445, 608, 664.
Kenn, Alexander., 318.
Kenn-Riff 318, 324, IL 18.
Kennedy, Charles Ernest., II, 683.
Kennedy, E. B., IL 69, 70.
Kennedy, James B., 293,11. 107, 112—113, 117.
Kennedy, Sir Charles Malcolm., IL 671.
Kennedy-Insel [Motu Iti] IL 821.
Kennerly, J., IL 326.
Kenrick, Sir George H., IL 800, 801.
Kensa IL 416.
„Kentquot; IL 22—24.
Keobada IL 505.
Keowi IL 589.
Kepler, Johannes., 79, 80.
Kepler-Spitze IL 419.
Keppel, Henry., IL 75—76.
Keppel-Bai IL 287, 291, 508.
Keppel-[Paraman-] Spitze IL 255, 256, 328,

37Ö, 713-

Kerakoose, Pländler., IL 514.

Kerawara IL 293, 458, 476, 480, 494,497, 512,

516, 579, 649.
Kerawat IL 700, 733.

Kerema [Uaripi oder Mail] IL 268, 450, 491,

565, 566, 586, 591, 592, 680, 712, 833.
Kerema-Bucht IL 268—269, 566, 688.
Keremu IL 278.
Kereo IL 721.

Kerepenairu [Korepenairu] IL 268.

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Kerepunu II. 221, 224, 238, 239, 241,248,254,
255, 256, 257, 265, 277, 334, 336, 360, 375,
379\' 382, 393, 409, 440, 464, 468, 484, 489,
490, 49igt; 506, 521, 524, 527, 545, 551, 570,
574, 602, 662, 684, 747, 800, 832.
Kérési [Kaèsri] IL 333.
Kerguelen-Insein II. 16, 208.
Ken\'am IL 60.
Kengia IL 415.

Keriri [Hammond-Insel] 254, 288, IL 180, 198,

247, 292, 545, 639, 688.
Kerkberg, Groote., 149.
Kerkberg, Kleine., 149.
Kerkhoven, E. O., IL
331—333.
Kerkhoven-Eiland IL 333.
Kermadec, Huon de., 264, 270.
Kern, H., 3, 8, II. 563.
Kernot, W. C., IL 442.
Kernot-Fälle II. 442.
Kerowaia II. 547.
Kerr, George., II. 491, 837.
Kerr-Riff II. 837.
Kerremans, C., IL 528.
Kerry, T. G., IL 337, 339, 472.
Kersting, O., IL 643-—646.
Kertész, K., IL 529, 641, 642.
Kérué- [Squally-] Insel = Tench-Insel bezw.

Emirau 131, 205, 244, IL 41, 994—695, 808.
Keruriamo IL 501.
Kesèm, Èf., s. Sagewin IL 112.
Ketakerua = Dyke Acland-Bai IL 573.
Ketaupai-Bai IL 534.
Kètero IL 626.
Kethel-Fluss II. 388.
Ketjépé II. 84, 236.
Kettlewell, G. T., IL 313—314.
Keuakagari = Kuakagari IL 278.
Keule [Deblois-Insel] 25, 26, 94, 313, 329, IL

17\' 577gt; 783, 809.
Keulen, Johannes van., 92.
Keulen 40, 41, 64, IL 67, 226, 256, 381, 717.
Keura IL 567, 680.
Keuru [Hai] IL 833.
Kevani [Kiwani] IL 279.
Keveo [Kiwio] IL 279, 485, 773.
Keveri [Keweri] IL 718, 719, 751.
Kevori [Kiwori] IL 280, 289, 290, 335, 505,
506, 670, 680.

Kewando II. 454.

Kewarmumi IL 590.

Keweri IL 718, 719, 751.

Kéwing. s. Käwieng IL 400, 759.

Kewoto IL 588, 687.

Kewoto-Spitze IL 588.

Keyser, Arthur., IL 360, 361.

Keyser, Lamers., IL 156.

Keyts, Johannes., 50, 83, 105, 115—120, 121,

IL 19, 99, 793.
Ki-Bucht = Bayern-Bucht IL
354.
Kiai II. 531.
Kibèré IL 405.
Kibirisi IL 508, 831.
Kibuan [Gibuan] IL 431.
Kickbusch, Händler., IL 507, 522.
Kidknapping Act IL 155, 307, 310, 318.
Kido IL 169, 712.
Kidobada IL 279.
Kid-Riff IL 830.
Kië [Pines, Isle of.,] 245.
Kieffer, J. J., H. 529.
Kieft, J. N., IL 537.
Kiel IL 208, 30s, 473, 555, 649.
Kiepert, Heinrich., II. 453.
Kiepert, Kap., IL 453.
Kies, Jan Glementsz., 61.
Kies, Pieter Glementz., 61.
Kifauna IL 531.
Kikini [Skittle-Felsen] TL 279.
Kikor = Aird-Fluss IL 806, 821, 822.,
Kikori IL 548.

Kila [Campbell, Kap.,] IL 246.
Kiletai 142.
Kiletu IL 551.
Kiliakat IL 425.

Kihnailau [Carteret-Inseln] 233, IL 258, 295,

302, 424, 460.
Kilkerran-Berg [Oia Tabu] IL 469, 573, 602.
Killerton-Berg [Binumu] IL 188, 377.
Killerton-Insel [Haro Wani] IL 364,, 574.
Kiherton-Inseln IL 182, 188, 257, 270, 341, 354,

359- 361, 364, 365, 376, 377, 379, 3^3, 399.\'
440, 545.
630.
Killerton, Kap., IL 572.

Kilumala [Festungs-Kap oder Fortifikations-

Spitze] IL 353, 365, 419, 475, 493, 518.
Kiiwaru 51, IL 13, 82, 186.

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Kimbe [Filz-Insel] II. 246.
Kimuta [Renard-Insel] 267, II. 775.
Kinadodo II. 789.
Kinara 109, 251, II. 792,
Kinawanua II. 218.
Kindt, Ludwig., II. 516,
519-
Kinersz., Cornells., 63, 67.
Kineta II. 573.

King, Copland., IL 552, 573, 603, 713.
King, John Francis., IL 51,
55-57, 129, 514.
King, Joseph., IL 661.

King, Phillip Gidley., 211, 218, 243, 287, 290,
291, IL 41.

King, Phillip Parker., 301, 306, 307, 308, 309,

318, 324, IL 25, 26, 37, 49, 51, 82.
King, Kap., IL 69.
King Georges Island = Salawati 182.
„King Learquot; IL 113.
„King Williamquot; IL 55.

King William-Insel = Mios Mansär [Jèf Njé]
129, 130, 135, 162, 187, 252, 292, IL 120,
122, 705.

King William, Kap., 134, 141, 270, IL 35, 50,

269, 474, 513, 809.
Kinigunan [Kininigunan] IL 242, 302, 328,

361, 5,18, 579, 594, 615, 697.
Kininumu s. Keninumu.
Kinnaird, Arthur., II. 196.
Kinsale 158.
„Kinsbergquot; 187.
Kior IL 451.
Kipfak -II. 8, 740, 794.
Kirby, W. F., IL 403, 468, 832.
Kirchen IL 289, 481, 505, 609.
Kirchhoff, Alfred., IL 453.
Kirchhoff, Kap., IL 453.

Kiriwina [Trobriand-Insel oder Bwoio] 269, IL
354, 508, 530, 531, 534, 552, 572, 590, 592,
611, 658, 674, 687, 715, 751.
Kirkaldy, G. W., IL 529, 616, 836.
Kirkpatrick, Kapt., IL 300.
Kirori [Philp-Fluss] IL 433.
Kirsch, Th., IL 826.
Kirton, Wilham., 228.
Kiruru = Etna-Bai IL lOi.
Kisirimaika IL 602.
Kisser [Kisar] IL 4.
Kitai IL 461. .

Kitai Bona-Bona IL 551.

Kitawa [Nowau oder Jurien-Insel] 269, IL 383,

508, 534, 572, Ó91, 723, 780, 799.
Kitjapon [Kitschawon] IL 756.
Kito Barta IL 404.
Kitora IL 508.

Kitschawon [Kitjapon] IL 756.
Kitson, Arthur., 211.
Kitt-Riff IL 270.
Kiva s. Kiwa.

Kiwa [Ethel-Fluss] IL 180, 204, 206, 407, 447,

609, 632, 719, 773, 800.
Kiwai, Dorf., = Gelare und lasa II, 61, 207,
498, 500.

Kiwai, Insel., IL 61, 230, 301, 317, 386, 391,
409, 435, 464, 497, 500, 523, 524, 546, 565,
568, 569, 590, 601, 614, 636, 662, 667, 668,
685, 712, 746, 798.
Kiwani [Kevani] IL 279.
Kiwio [Keveo] IL 279, 485, 773.
Kiwori [Kevori] IL 280, 289, 290, 335, 505,

506, 670, 680.
Kiwosi, IL 636, 713.

Klaarbeek [Mios Pi oder Njos Amen] 100, 174,

IL HO, 705, 707.
Kladi
[Colocasia antiquorum^ IL 40.
Klafa, J., IL 783.
Klatt, Kap., IL 596.
Klaus, J. Fr., IL 515.
Klein-Daudai IL 164.
Klein-Doré [Doré Ketjil] IL 157.
Klein-Fortuin = Bun und Kainos IL 20.
Klein-Hatam IL 629.
Klein-Kei [Nohn Roha] IL 298.
Klein-Matju IL 782.

Klein-Mok [Mok Ein] IL 732, 755, 756.
Klein-Saünek [Wéem] IL 410, 427.
Kleinschmidt, Theodor., IL
293, 458, 829.
Klerck, A. W. de., 3.

Klerk, Reinier de., 15, 104, 105, 125, 126,

129, 144, 158, 178, 180, 182, 184, 185.
Kleyne, W. A., IL
88—89, 129.
Klien, Herman., IL 520.
Klink, Hans., IL 697, 734.
Klip-hoek 151.
Klippige Bucht 55.
Klotz, George., IL 779.

Knappe, Konsul., IL 415, 416, 452, 832—833.

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Knight II. 203, 204.
Kniphorst, J. H. P. E., IL 393.
Knoopen = Loh-Loh-Inseln 221, 303, 339.
Knorr, Konteradmirah, IL 412.
Knorr, Kap., IL 458.
Knowles, John., IL 226.
Knutsford, Lord., IL 425, 472, 488.
Knutsford-Berg [Ewani] IL 488, 608, 634, 660.
Koabaru IL 636.
Koapeupa IL 491.
Koäs [Low-Spitze] IL 245, 594.
Kobi [Samal], Kap., IL iii.
Kobio = Kowio [Gumi-Gumi oder Yule-Berg]
IL 66.

Koblaman == Kabelman IL 456.
Koboro IL 751.
Kobory = Kaberé 226.
Koch, K. F., IL 771, 826.
Koch, P., IL 373.
Koch, Pflanzer., IL 512.
Koch, Robert., IL 643, 734,
737, 760—762,
764.

Koch-Geysir IL 762.
Kodal IL 39.
Kodokabidi IL 723.
Koendara IL 744.

Koenneritz [Könneritz], von., IL 386, 398, 400,

410.
Koepe IL 741.
„Koeteiquot; IL 792.
Koewan IL 721.
Koferan IL 454.

Kofiau 100, 152, 163, 166, 174, 177, 184, 186,
187, 259, 291, 292, 301, 324, II. 68,80,
HO,
120, 158, 202, 235, 236, 426, 705, 707.
Kofoket IL 793.
Kofura-Bucht IL 723.
Kohl, F. F., IL 641.

Kohlen 115, 119, 120, 121, IL 13, 83,84,101,

217, 587. 769-

Köhne, J., IL 302.
Kohu IL 317.

Koi [Heron- oder Hummock-Insel] 259, 283,

IL 120.
Koia-Koia IL 776.
Koiali = Koiari IL 220.
Koianiu IL 534.

Koiari IL 220, 608, 635, 664, 693.

Koiaria [Skelton-Insel] IL 187, 342, 379.

Koiatau IL 775.

Koi-Koi 45-

Koikoko IL 402.

Koila IL 713.

Koiläu [Koilao] IL 375.

Koira IL 186.

Koitabu IL 279.

Koiwai = Kowiai IL 8.

Kok, Samuel., 136, 137.

Kokau Badina II. 279.

Kokhun IL 517.

Kokila IL 610, 613.

Kokipau IL 552.

Koko IL 744, 760, 815.

Kokobu IL 557.

Kokoéla II. 442.

Kokoi IL 589.

Kókopo Herbertshöhe II. 835.
Kokopu IL 75
I.

Kokos-Insel [Lamasa] 195, 265, 326.
Kokosnüsse 64, 67,
gi, 95, 96, 143, 172, 195,
238, IL 28, 53, 83, 146, 149, 212, 261, 293,
310, 492, 580, 640.
Kokospalmen 68, 78, loi, 113, 196, 213, 317,
n, 87, 109, 174, 179, 272, 284, 311, 320,
482, 547, 577, 578, 583, 585, 602, 613, 615,
630, 650, 678, 681, 683, 712, 713, 722, 747,
766, 802, 805.
Kokospalmen-Küste = Clappus-kust loi.
Koksbrood = Jèf Man [Èf Man] 147.
Kokuan = Kaiser Augusta-Fluss IL 417, 454,
Kolan = Ledanseur-Insel IL 646.
Kolao = Ledanseur-Insel IL 594.
Kolbe, Emma., [Queen Emma] II. 275, 497,

559, 622.
Kolbe, P., IL 576, 580.
Kole [Kaie] IL 419, 451.
Kolenusa [Kulenusa] IL 29, 801.
Kol«; D. H, 41, 107, 121, 318,
321-323,

IL 4, 5, 6, II, 31, 32.
Kolff-Bank 121, 322.
Kolff, Kap., IL 33.
Koli IL 227.
Kolik II. 789.
Koliku IL 575.
Koliku Mana IL 479.
Kollyko = Koliku Mana II. 479.

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Koloa Komana II. 753.

Kolonialbestrebungen II. 195—196, 285^—286,
305—310, 824.

Kolonialgesellschaften II. 132, 134—135, 196—•
197,
s. auch Kompagnien.

Kolonialrat II. 727.

Kolonial-Wirtschaftliches Komitee II. 786—788.

Kolramrau [Jacquinot-Kap] 326.

Koluwa II. 415.

Komambo = Kumamba- [Arimoa-] Inseln 225.

Komangan II. 789.

„Komberquot; — „Commerquot; 137.

Kombia II. 32.

Kombiu [Mutter, Vulkan.,] 195, II. 242, 244,
249, 477, 516, 725, 760.

Kombul [Toppershoedje] 150.

Komitee, Kolonial-Wirtschaftliches., II. 786—
788.

Komiti II. 404.

Kommerrust [Mios Ga oder Njos Matop] 100,
174,
II. 705, 707.

Komoka II. 513.

Kompagnie, Australische., 56, 59, 60, 61.

Kompagnie, Enghsche Ost-Indische., 182, 188,
219, 259, 279,
II. 819.

Kompagnie, Französische Ost-Indische., 208,
214.

Kompagnie, Niederländische Ost-Indische., 51,
58, 59, 60, 62, 107, 114, 117, 126, 135, 160,
162, 167, 173, 174, 177, 185, 186, 192, 193,
214, 219, 220, 227, 242,
II. 817.

Kompagnie, Niederländische West-Indische.,
113, 114, 167, 173, II. 817.

Kompagnie von Ostende 173.

Kompagnie, Südsee-., 165.

Kompagnien II. 130, 131, 134—135, 196—197,
282, 285, 326, s. ferner Astrolabe-Kom-
pagnie — British Empire Finance Corpora-
tion — British New Guinea Gold Mining
Company — British New Guinea Syndicate —
European and Colonial Investment Syndi-
cate — Hall Sound Company — Handels-
und Plantagen-Gesellschaft der Südsee, Deut-
sche., — Hernsheim amp; Co. — Huon-Golf-
Syndikat •— Ivanhoe Company — Kaiser
Wilhelms-Land Plantagen-Gesellschaft —
Kulumadau Company — Neu-Guinea-Kom-
pagnie — New Guinea and Western Pacific

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Trading Syndicate — New Guinea Colonizing

Association--New Guinea Company —

New Guinea Development Syndicate — New
Guinea Exploration and Colonisation Com-
pany — New Guinea Proprietary Goldfields
Company, British., — New Guinea Syndi-
cate — New Guinea Trading Corporation —
Nieuw-Guinea-Handels-Maatschappij, Neder-
landsche., — Papuan Syndicate — Société
des Fermiers généraux de la Nouvelle-
France — Société des Sucreries, Distilleurs
Sic. — Société franco-océanienne de Com-
merce et de la Navigation — Société franco-
océanienne des Mines de la Nouvelle-France
— South Sea Company — Suloga Gold
Mining Company — Western Pacific and
Trading Company — Woodlark Island Com-
pany —• Woodlark Proprietary Company.

Kompanie-Bucht [Labuan Kompani] IL 126.

Kona-Fluss [Mai Kona] II. 279.

Konakohu II. 632.

Konamaga IL 611.

Konasiali IL 509.

Kondahk IL 701.

Kondur IL 741.

Kone [Koni] IL 300, 634, 659, 660, 666.

Kone [Wagalusu] IL 572.

Konenenanas IL 790.

Koner-Huk = Reiss-Huk IL 358.

Konglomerat IL 61, 163, 469, 521, 658, 664.

Kongregation vom heiligsten Herzen Jesu IL
651, s. auch Société des Missionnaires.

Koni [Kone] IL 300, 634, 659, 660, 666.

Konida IL 744.

König-Insel == Misèm IL 362.

Königin Charlotte-Vorland [Queen Charlotte
Foreland]
197, IL 817.

Königin Sophia-Strasse IL 185, 503, 598, 793,
810.

Königstuhl II. 423, 537, 617.

Koning IL 757.

Koning, D. A. P., IL 431, 768—770.

Koning Willem HI-Inseln = Karas-Inseln IL 216.

Koning Wihems-Eiland 24.

Koniri IL 718.

Könneritz [Koenneritz], von., IL 386, 398,
400, 410.

Konokapü [Tüngelo] IL 595.

116

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Konstantin Nikolajewitsch, Grossfürst., II. 152.
Konstantin-Berg [Sambu Mana] II. 451, 642.
Konstantin-Hafen II. 152, 153, 227, 294, 352,
359, 413, 416, 419, 424, 451, 454, 459, 460,
474, 478,. 479, 494, 496, 497, 516, 517, 519,
538,539.725,834.
Kontu II. 741.
Konvention II. 2.
Kool, Kap., II. 33.
Koolsted, H., II. 35.
„Koophandelquot; II. 108.
Kopogoro II. 441, 443, 552, 553, 833.
Kopori II. 607.
Koppelow-Insel II. 362.

Kopra II. 109, 250, 258, 260, 295, 310, 320,
322, 330, 340, 406, 447, 452, 461, 470, 508,
559, 727, 731, 739. 782, 801, 802.
Kops, J., II. 15.
Kopuana II. 773.
Kor II. 738, 796.
Korada II. 781.
Kora-Kora II. 95.
Korallen II. 499, 600, 649.
Korallen-Fluss Bu Mi II. 415.
Korallen-Hafen [Coral Harbour] II. 364, 371.
Koralleninseln II. 52, 61, 64, 72, 82, 163, 171,
179, 227, 460, 508, 511, 526, 534, 572, 648,
705, 727, 783.
Korallenkalkstein II. 223, 234, 235, 469, 508,
530, 538, 572, 628,: 633, 702, 748, 766, s
auch Kalkstein.
Koran — Admiralitäts-Insel, Grosse., II. 227.
Korat-Rifif II. 820.
Korboro II. 537.
Kordo = Korido 21, II, 169.
Koré 338.
Koreap II. 288.
Kore-Kore II. 477.
Korèm II. 430.
Korema II. 716.

Korendu [Gorendu] II. 153, 294, 419, 479.
Korèterawäi II. 772.

Korido 21, 249, II. 79, 139, lói, 169, 201, 235,
262, 287, 299, 310, 410, 411, 430,,544, 626,
677. Ö79, 738, 770.
Koriki [Kairu] II. 567, 587, 614.
Korin Dindi II. 646, 805.
Koriri II. 717.

Korlaili [Corlaili] II. 245.

Kormutzen — „Hormuzearquot; 259.

Korniat [Koruniat] II. 756.

Kornmajer, Bezirksamtmann., II. 767.

Korobama II. 744.

Korobambo II. 776.

Korohi [Bagudobo] II. 749.

Koromo II. 749.

Koro Painura II. 317, 549.

Koro Penaira [Baiarabi oder Rabi] II. 268, 567.

Koroto [Hennessy-Hafen] II. 509, 682, 713, 723.

Korumbo [Tatäu] II. 50, 461, 514, 593.

Koruniat [Korniat] II. 756.

Koruwea-[Perry-] Bai II. 525.

Korwär, Mios., s. Mios Korwär oder Aifondi

[Gr. Providence-Insel].
Koschitzky, Max von., II. 285, 345, 346, 347,
349. 350.

Kosmann-Insel [Mara Gill] II. 72, . 348, 359,

360, 379.
Koster, Jan., 167, 170.
Koster, L. C., II. 120.
Kothe, P., II. 765, 766.
Kotou . II. 657.
Kotsa-Kotsa II. 738.
Kotum II. 514.

Kotze, Stefan von., II. 474, 475.
Kotzebue, Otto von., 258.
Kowakau II. 552.

Kowald, Charles [Karl]., II. 466, 486, 498,
520, 531, 553, 554, 611, 618, 632, 636—
637,
693.
Kowald-Berg II. 487..
Kowamerara II. 815.
Kowi IL 550.

Kowiai 8, ri2, 113, 118, 119,123,11.185, 793.
Kowio [Kobio, Gumi-Gumi, Yule-Berg] IL 66,

336. 447. 448, 505, 520, 521, 8G6.
Kraal, Kapt., II. 158.
Kraal-Bai = Sowéri IL 144.
„Kraanvogelquot; 139—148, 154, 156.
Kraanvogels-Droogte 149.
Kraatz, G., IL 641, 642.nbsp;•

Kraetke, Reinhold., IL 474, 495.
Kraetke-Berg IL 479.

Krakar [Dampier-Insel] 26, 93, 94, 134, 328,

II. 17. 28, 190, 35-3, .474,,,515, 555, 809.
Krämer, Augustin., IL 557, 764, 818.

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Kramer, P., II. 649.
Kramers, J. G., II. 836.

Kränzlin, F., IL 579,, 582, 648, 831, 832, 833,

834, 837, 839, 840.
Krater II. 45, 219, 249, 250, 362, 469, 470,

687, 760, 762, 832, s. auch Vulkane.
Krater-Halbinsel IL
219, 242, 249, 297.
Krauel, Generalkonsul., IL 355.
Krauel-Bai IL 355-
Krause, R., II.
128, 226, 238, 294.
Krauss, Aug. Herm., II. 546.
Krauss, E., IL 454.

Krawang, Hoek., = Manganeki, Kap., 151.

Krebs, Kapt., IL 734. \'

Krebs, Matrose., IL 766.

Krefft, G„ IL 826.

Kreide IL 280, 433.

Kreis-[Circular-] Riff 295, 319, 321, IL 826.
„Kreisserquot; IL 594.
Kri [Mansfield-Insel] 229, IL 120.
Krieg, Korv. Kapt., IL 640, 671—672,
Krieger, Maximilian., 74, ,259, IL 619.
Krieger, Richard., IL 582, 649.
Kroesen, J. A., 76, II. 439, 542, 562, 678,
691, 709-710, 739-742, 748, 767,
770^^1. 791-792. ^
Krokisius, Kapt. z. See., IL
271, 363—364.
Krokodil-Spitze 326.

Kronen-Insel [Crown-Insel] 26,93, 134,327,11.

50, 137, 219, 238.
Kronentauben 128, 203.

Kronprinzessin-Untiefe [Prineess- oder Sher-

wood-Untiefe] IL 14.
Kronprinz Friedrich Wilhelms-Hafen — Frie-
drich Wilhelms-Hafen IL
353.
Kronstadt IL 152.
Kropan-Bai IL 775.
Krümmel, Otto., IL 457, 648.
Krümmel-Berg IL 457.
Kruse, Th., 3.

Krusenstern, J. A. von., 132, 134, 142, 199,
205, 211, 230, 246, 272, 280, 285, 295, 296,
298, 300, 301, 318, 321, 335.
Kuakagari IL 266, 278.
Kualsan IL 474.
Kuam-Kuam IL 513.
Kuaniagal IL 572.
Kuaru = Karama IL 833.

Kubary, J. S., IL 330,,460, 478, 833—834.

Kubbon = Këbon 221.

Kubioia II. 529.

Kubira IL .498.

Kubuna II. 663, 688.

Kuda [Cuda] IL 60.

„Kudatquot; IL 734.

Kuderal IL 39.

Kudikan = Tsoi Laünung IL 596.
Kudu-Kudu IL 218, 476, 596.
Kufi IL 492.
Kuhlgatz, Th., IL 649.
Kuhnaong, Pulu., 6.

Kühn, Heinrich., IL 330—331, 623, 653, 704.
Kuhn, Kapt. z. See., II. 295, 412, 461.
Kuhn, M., 208.

Kühne, Leutn. z. See., IL 696.
Kuiapan-Bai IL 775,
Kuijl, J. M. W., IL 794—795-
Kuimara IL
529.
Kükenthal, Willy., 60.
Kukuia IL 529, 551.
Kuku-Kuku IL 566.
Kukunduri IL 333.
Kulabweta IL 530.
Külb, Phil. Hedwig., IL 48.
Kulczihski, V., IL 642.
Kulelimboi [Kälonoboi] IL 789.
Kulénus IL 576.

Kulenusa [Kolenusa] IL 29, 801.

Kuliku Mana IL 153.

Kuht Lawan 279, IL 217.

Kulobob IL 515.

Kuloko IL 344.

Kulua II. 723, 751.

Kuluma [Wai Faha] IL 679.

Kulumadau Company IL 775.

Kulumadau-Goldfeld IL 714, 722, 748, 775,

780, 830.
Kumamba = Lansutu II. 214.
Kumamba-[Arimoa-] Inseln 20, 23, 24, 25, 69,
95, 97, 171, 176, 177, 206, 225, 281, 317,
33L II. 33, 77, 78, 79, 136, 214, 215, 274,
299, 431, 654, 810.
Kumany [Coumany], Kapt. z. See., II, 152, 161^
Kumawa 53, 81, 251, II. 19, 20, 21, 41, 99.

117, 160, 184, 185, 366, 793.
Kumaweka IL 798.

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Kumbe II. 284, 702, 768, 792.
Kumi Lawa-Lawa II. 715.
Kumini [Kuniniamo] II. 501.
Kum-Kum II.
99.
Kumkuri II. 530.

Kumkwalegu [Sim-Sim] II. 331, 572, 601.
Kümmel, Dr., II. 401.
Kummer, Händler., II. 760.
Kumrai IL 140.

Kumuli [Broadmead-Insel] IL 625, 730, 732,

755, 757, 801, 802.
Kumusi, Fluss., IL 573, 588, 607, 682, 686,

744, 754, 774, 776, 780, 797, 799, 807.
Kumusi, Landschaft., II. 573.
Kundambèsu [Undambèsus] II.
333.
Kung IL 595, 623, 624, 694, 726, 757, 759, 766.
Kunglik IL 595.
Kuniniamo [Kumini] IL 501.
Kunini Badaga IL 501.
Kunstmann, Friedrich.,
337.
Kunu IL 416.
Kunur 150.

Kunze, Georg., II. 493, 496, 515, 536, 809.
Kunzmann, F., IL 837.

Kupang (Timor) 127, 158, 241, 242, 251, 252,
254, 275, 278, 289, 290, 298, 303, IL 10, 18,
39, 43, 48, 59, 65, 66, 67, 84, 92, 106, 208,
292, 473, 481, 483, 703, 742.
Kupang, Häupthng., IL 95, 96, 423.
Kupe Leke IL 741.
Kuper-Gebirge IL 423.
Küpera Bukwa = Küpera Pukwa 84.
Küpera Pukwa 84, II. 6, 8.
Kuragori IL 265.
Kurakakaul II. 423, 731.
Kuramba = Kumamba 172.
Kurap IL 701.
Kuras = Kurès II. 280.
Kuren-Inseln IL 78.
Kurere IL 525.
Kurès IL 280, 320, 625.
Kuria IL 798.
Kurkap [Kurkäf] IL 22.
Kuroa IL 670.
Kuru IL 614, 636, 667, 668.
Kurua IL 8.

Kurudu [Aberé] 176,\' 225, 332, IL 30, 31, 78,
137, 161,201, 214, 331,333,411,429,626,655.

Kurumait IL 218, 280.
Kurumoi IL 177, 773.
Kurumut = Kurumait IL 218.
Kusaie [Walan] 316.
Kusch
I.
Kussack IL 439.

Kusserow, Heinrich von., IL 346, 353, 394,
^398, 837.

Kusserow, Kap., = Duperré, Kap., IL 553.

Kutéa IL 8.

Kuthy, Desid., IL 642.

Kutter, Ed., IL 378.

Kuwit IL 782,

Kuyfhoek = Valsche kaap 151.

„Kuyperquot; 137.

Kwaba-Kawabaia IL 602.

Kwabaku IL 723.

Kwade hoek = Sorong, Kap., 151.

Kwäi IL S67.

Kwaiama IL 509.

Kwaiatabu = Normanby-Insel IL 508.
Kwaiawata IL 342, 466, 507, 534, 572, 590,

723-

Kwaibaga = Goodenough-Insel IL 508, 573.

Kwaibo [Quibo] IL 379.

Kwaibwaga = Goodenough-Insel IL 590.

Kwagila IL 589.

Kwagiri II. 587.

Kwaile [Qualle] IL 442.

Kwaipo [Quaibo] IL 484.

Kwaipo Ropu [Quaiporopu] IL 484.

Kwaja-[Dixon-] Bai IL 364, 507, 714,

Kwajahn-[Mentschikow-] Inseln IL 456.

Kwalagi II. 723.

Kwalasam IL 597.

Kwaleripu IL 779.

Kwamana II. 603.

Kwapani II. 723.

Kwarama IL 614.

Kwarapan-[Woni-] Bai IL 714, 722, 748.

Kwari II. 609, 613.

Kwaru Awa [Wapiga] IL 510.

Kwas [Hummock Head] IL 245.

Kwasi-Bai [Tip Wagé oder Tip Waigé] II. 112,

428, 823.
Kwatisoré IL 601.

Kwato IL 521, 528, 533, 566, 574, 624, 630,
637, 662, 713, 715,
747,, 748-

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Kwawi an der Doré-Bai 275, IL 88, 96, 115,

119, 141, 167, 629.
Kwawi an der Goodenough-Bai IL 607.
Kwietniewski, C. R., IL 546.
Kwirlé [Quirley] IL 404.
Kwu IL 429.
Kwuh Tuwaré IL 585.
Kyamaka = Kaju Merah-Bai IL 624.
Kyckbusch, von., Korv. Kapt., IL 292, 302-
Kyue- [Kerne-] Insel = Tench-Insel, resp.
Emirau
205.

L.

Laage Noordhoek = Wariai, Kap., 152.
Laan, van der., Landmesser., IL 763.
Laan, Johan Adolph van der., 137—138, 156—

157-

Laar, A. M. P. C. van der., IL 740—744.

Laars-Bank 291, 293, IL 115.

Laat, E. van der., IL 276.

Labadei--Wute IL 733.

Labe IL 714.

Labé, Gu., 209.

Labiche, J. J., 303.

Labiche-Insel 303.

Labillardière, J. J. de., 264—270, 273—274.

Labillardière, Kap., 269, IL 469, 573.

Labilliere, Francis F., IL 195.

Labipai IL 550.

Labojee = Labuan Hadji 249.

Laborde, C. L. Th., 303.

Laborde [La Borde], J. B. de., 23, 208, 209.

Laborde-Insel 303.

Labour Trade IL 132, 155, 196, 318, 321, 322,

339—342, 382.
Labuan 227, IL 75.
Labuan Hadji 249, IL 42.
Labuan Kompani [Kompanie-Bucht] IL 126.
Labuga-Inseln 125.
Labuha 42, 161; IL 142, 144, 564.
Labun [Ralün] IL 356.
Labur-Bai II. 280.
Labusso IL 789.
La Caymana s. Caymana, La.,
I.acroix, Fr„ IL
48.
Lacroix, L. A. N. de., 139.
Ladronen [Marianen] 28, 102, 159.
„Lady Blackwoodquot; IL 51.

„Lady Clarkequot; IL 55.
„Lady Nelsonquot; 287, 318, IL 820.
„Lady Peelquot; IL 75, 80, 81.
„Lady Salequot; IL 82.
Lady Scratchley-Berg IL 377.
Eaenger, Max., IL 735.
Laewe [Lauwe], Kap., 83.
Laforey-Insel 254.

Lagaba [Redscar-Kap] IL 73, 183, 290, 300,

367, 368, 712, 830.
Laga-Laga [Langa-Langa] IL 594, 805.
La Gallina — Djèrif 292.
Lagamu IL 573.

Lage- [Siasi-] Inseln 270, IL 365, 459, 513,

558, 737-
Lageagea IL
602.
Laginga II. 784.
Lagira IL 550.

Laglaize, Léon., II. 233, 368, 828.
Lagó [Lagâ] 124.
La Grandière, Leutn., 269.
Lagrandière-Insel Wakuta [Vakuta] 269, IL

462, 531, 534, 552, 572, 691.
Lagunauba [Nord-Sohn] IL 29, 245, 646.
Lagunafanna = Lakurefanga IL 593.
Lagunebanje = Lakurefanga IL 295.
Lagunen IL 578.
Lagunenfluss IL 357, 696.
La Haye, Gärtner., 269.
Lahaye, Kap., 269.
Lai\'fa IL 679.
Laig- [Leig-] Insel 265.
Laignat 273.
Laignel = Leignel 269.
Lai-Lai IL 646.
Laimotu IL 531.
Lainbobo [Berwai] 332.
Laing-Inseln [Rombi] 328, IL 420.
Lainsiló s. St. Georg-Kap.
Lair, P. J. Gu. Baron de.,
332.
Lair-Spitze 332.
Läitere [Lektre] IL 357, 696.
Laju IL 81.

Lak [Lawai] 226, 303, IL 428.
Lakabes = Sakabu IL 124.
Lakahia, InseL, 120, 121, 323, II. 8, 9, 10, 79,
83, 84,
loi, 156, 186, 217, 261, 266, 627,
653, 771, 793-

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Lakahia, Berg., = Buru, Berg., IL 45.
Lakahia-Bucht 121, IL 8, loi.
Lakasse, F., IL 537.
Lakatoi IL
67, 217, 773.
Lake, T. A., IL 375.
Lakediven II. 623.

Lakekamu [Wihiams-Fluss] IL 267, 289, 335,

437, 446, 561, 618, 692, 806.
Lakeman, Kapt., II. 80.
Lakia-Gebirge IL 469.
Lakit II. 646.
Lako IL 552.
Lakowitz, C., 494.
Laku 117.
Lakumi IL 528.

Lukurefanga IL 295, 593, 726, 732, 789.
Lalande, J. J. L. de., 203, 207.
Laiaura IL 719.
Lalèp II. 783.
Lalima IL 680.
„Lalla Rookhquot; 319, IL 379.
Lalla Rookh-Passage 319.
Laioki [Laroki] IL 164, 165, 179, 220, 221,
239, 240, 252, 255, 262, 266, 278, 286, 301,
314, 316. 335, 367. 390, 393. 406, 407, 440,
444, 449, 51Ô, 608, 662, 681, 685, 687, 688,
689, 715, 716, 718, 747, 806, 807, 832.
Lalu IL 737.

Laluga-Inseln 124—125, 243.
Lalugas [Lugas] 125.
Laluin IL 124.
Lama IL 236.

La Madeleine [La Magdalena] 233.

La Magdalena [La Madeleine] 233.

Lamantjiri II, 9, 15.

Lamarche, Kap., 152, IL 251.

Lamasa [Kokos-Insel] 195, 265, 326.

Lamasa, Kap., 312.

Lamb, John., 307.

Lambano IL 789.

Lambe II. 701.

Lambert, Henri de., 272.

Lambert, Kap., [Tongilus, Takes oder Arinde]
272, IL 56, 244, 246, 536, 594, 646, 647,

675, 785-

Lambóm. 194, 203, 312.

Lambon = Lonlun IL 760.

Lambutjo [Rambutjo oder Jesus Maria-Insel]

66, 232, 247, .266, IL, 194, 294, 295, 625.
Lamerote IL 400.
Lami IL 636.

Lamin [Walman] IL 673, 783, 838.
Lamington, Lord., IL 681—682, 741.
Lamington-Berg IL 776.
Lamira IL 186.

La Motte du Portail, Leutn., 271.
Lamu II. 701.
Lamurko 312.
Lämusong IL 789, 817.

Lamzweerde van der Horst, E. R. van., IL 19.

Lanau II. 757.

Lander, Robert., 279.

Landseen IL 601, 702.

Langaia IL 675.

Langa-Langa [Laga-Laga] IL 594, 646, 675, 805.
Lange Eylandt, \'t., Nufor 146, 149.
Lange Insel = Long-Insel 327.
Lange Land = Lange hooge Eylandt = Japèn
140, 149.

Langemak, Korv. Kapt., IL 361—363.
Langemak-Bucht [Bubui Aua] IL 363, 368,415,
452, 518, 537, 581, 597, 615, 638, 642, 696,
699, 726.
Langen, Adolf., IL 298.
Langen, H. Gottfried., IL 298.
Langenburg-Spitze = Hohenlohe-Langenburg-

Spitze IL 357.
„Langeoogquot; IL 455.
Langéu = Wonam IL 420.
Langford-Sund [Era-Bai] IL 434, 568, 614.
Langhans, Paul., 92, 196, 233, IL 56, 356, 394,

452, 457, 476, 578.
Langhans-Berg = Gicquel-Berg IL 457, 458.
Langmack, Gerichtsvollzieher., IL 477.
Langur IL 585.
Lanjus, Graf Carl., IL 510.
Lankèsi, Pulu., [St. Matthäus-Insel] 245, 283.
Lannuzel, R., IL 275, 296, 319, 328.
Lans, M. C. (?)., IL 19, 20.
Lans, N., II. 14, 19, 20.
Lansberghe, J. W. van., IL 825, 827.
„Lansdownequot; IL 113.
Lansdown-Riff IL 638.
Lansutu 69, 206, IL 214, 431.
Lanut 312.

Lanza, Giovanni., IL 145.

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Lanzen s. Speere.
Laokope IL
557. •

Lapar-Spitze [Woltangén Sauwin] 330, IL 357,
496, 696.

Lapar, Tandjung., = Aru, Tandjung., 242.
Lapérouse, Jean François Galaup, Cte. de., 230,
239—240, 247, 264, 265, 266, 325, II. 28.
Lapie, Pierre., 335.
Larantuka 283.

Laraoro [Amazonen-Insel] 45, IL 525, 533,

602, 747.
Larat 263.

Lareibini [Raibinie] IL 789.

La Renaudière, Ph. F. de., 331.

La Renaudière-Inseha = Jarsun und Podena 331.

Larike 156.

Lario-Bank IL 499.

„Lariquequot; 156.

„Larkquot; IL 113, 375, 392—393, 473-

Lark-Passage II. 650.

Laroki s. Laioki.

Larpent-Bank 302.

„Larsenquot; IL 594.

Larsen-Riff IL 594.

Lasanga [Longerue-Insel] IL 190, 581.

Laseinie-Inseln 268, IL 271.

Lasigi IL 789.

Laso, Pedro., 20.

Lass, Kapt., IL 115\'—116.

Lassen, Christian., 3.

Lasu IL 760, 789.

Lasua IL 400.

Lasul IL 735.

Lasul- [Baining-] Bucht II. 244, 576, 594, 784.
Lata IL 492.
Lata-Lata-Inseln 220.
Lata-Lata-Strasse 220.
Latao = Latâu 194, 203, 312, II. 820.
Latau 194, 203, 312, IL 820.
Latent-Riff 300, IL 420, 535.
Laterit IL 544, 633, 702, 803.
Latham, R. G., IL 174.
Lauan [Lawuan] IL 726, 731, 789.
Laughian, David., 296—297.
Laughlan-Inseln [Nada] 297,: 325, IL 51, 76,
119, 136, 273, 310, 320, 321, 410, 508, -522,
529, 534, 572, 591, 592, 722, 763, 775.
Laula = Kalal IL 420.

Laula Komana II. 753.
Launceton IL 661.
„Launcetonquot; IL 90.

Launoka Du-Du [Mayri-Bucht] II. 248, 270, 525.
Lauo IL 557.

Lauriston, Law de., 208, 217.
Lauriston-Bai Insel-Bai 209.
Lauterbach, Carl [Karl]., II. 372, 494, 497,
516-517, 579, 582, 615, 642, 643-646,
648, 697, 698, 725, 731, 734-735, 787,
809, 821.
Lauterbach, Oberst a. D., IL 406.
Lauts, G., 55, 141, 211, IL 2, 3, 33.
Lauwe [Laewe], Kap., 83.
Lauwi Aisi II. 124.
Lava II. 577.

La Vandola [Naüna oder Balètwi] 66, 232, 247,
266, 272, 334,
IL 76, 108, 212, 294, 295,
401, 623, 625, 730.
Lavanha, Joao Baptista., 15, 16.
Laveaux IL 28.
„Laviniaquot; II. 286.

Lavinia- [Liki-Liki-] Bucht II. 286, 369.
Lavoidai [Lawoidai] IL 524.
Lawai [Lak] 217, 226, 304, IL 428.
Lawak = Lawai [Lak] 304, 305.
Lawangai IL 726, 760.

Lawes, Frank., IL 315, 380, 520, 524, 528,

546, 552-553, 565, 567.
Lawes, W. G., IL
179, 192, 203, 220, 221,
223—225,238-240,290 - 291,300 - 301,

307, 315, 317, 334-335,341,468,506, 574,
681, 684, 715.
Lawes-Bai II. 265.
Lawes-Berg IL 444, 662, 681.
Lawes-Spitze IL 270.
Lawin 207, 217.
Lawoidai [Lavoidai] II. 524.
Lawrence, Kapt., 11. 340.
Lawrie IL 315.
Laws, J. M., IL 49.

Lawson, J. A., = Armit, W. E., II, 91, 133,

165, 314-
Lawson-Berg IL
566.
Lawuan [Lauan] IL 726, 731, 789.
Layard, E. L. C, IL 828—829.
Layard-Inseln IL 190.
Lea-Lea IL 67, 203, 279, 290, 382.

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Le Borgne de Kerambosker II. 223.
Lebrun-Inseln IL 46.

Le Cocq d\'Armandville, C. J. F., IL 584—

585, 837.
Lecuve, Fregattenkapt., IL 674.
Ledanseur- [Heath-] Insel = Kakolan, auch Ko-

lâo oder Kolan 272, IL 245, 594, 646.
Lee, Dr., II. 315.
Lee, Ida., IL 818, 819.
Leegh, W. J., IL 94. ,
Leeman, Kapt., IL 264.
Leemans, F., IL 708.
„Leervischquot; 148, 152—156, 185.
„Leeuwerikquot; 135, 136, 137, 138.
Leeuwin, Kap., 193, II. 68.
Legaspi, Miguel Lopez de., 30—31.
„Legaspiquot; IL 271.

Legelis-Untiefe IL 56, 363, 536, 620, 640.
Le Gentil de la Galaisière, G. H. J., 215.
Le Goarant, Kapt., 328.
Legoarant-Inseln 328, IL 419.
Le Grand, Kadett., 269, 273.
Legrand-Insel [Wawiwa und Jabwaia] 269.
Le Guillou, E., IL 821.
Lehmann, E., IL 762.

Le Hunte, Sir G. Ruthven., IL 189, 205, 255,
271, 466, 492, 529, 531, 543, 562, 639, 670,
689, 692,
712—716, 721-724, 740, 741,
745—746, 747—748, 773—775, 777, 780,
796,
797, 799, 807.
Le Hunte-Berg [Karaje] IL 716.
Leichhardt, Ludwig., IL 65.
Leiden IL 120, 134.
Leiden, InseL, [Nuluri] 150.
Leig-Insel = Laig-Insel 265.
Leigh, F. W., 283.
Leigh-Insel 195, 326.
Leignel [Laignel], Kadett., 269.
Leignel- [Laignel-] Insel [Wamea] 269.
„Leijerdorpquot; 180.
Leineru IL 694, 726, 733.
Leinsilo = Lainsilo s. St. Georg-Kap.
„Leipzigquot; IL 514.

Leitere = Laitere [Lektre] IL 357, 696.

Lejeune-Inseln II. 72.

Lektre = Laitere IL 357, 696.

Leléi, Kap., s. Léléwie 297.

Lelei Gana IL 365.

Lelemnus = Lemus IL 556.
Lelemus = Lemus IL 413, 733.
Léléwie — Leléi, Kap. 297.
Lelewel, Joachim., 7.
Lemai [Dietert-Berg] IL 211, 755.
Le Maire, Daniel., 71.
Le Maire, Isaac., 59, 61, 71.
Le Maire, Jacques., 7, 25, 28, 50,
58, 71,89,
91, 94, 95, 96, 97, 125, 127, 141, 166, 172,
193, 206, 313, 332, IL 813, 814, 815.
Le Maire-[Schouten-] Inseln 26, 281, 313, 320,
IL 28, 119, 136, 358, 577, 578, 782, 809.quot;
Lemaistre, Charles., IL 163.
Lémakot IL 789.
Lemasson = Lamusong IL 789.
Lemèle, Händler., IL 276, 801.
Lemeries [Lemmeris] IL 789.
Leming = Lamin [Walman] IL 642, 673, 724,

783.

Lemmeris [Lemeries] IL 789.
Lemoine, J. A., IL 432.
Lemus IL 413, 556, 753, 802.
Lendenfeld, R. von., IL 386.
Lengeni IL 789.
Lenheim, L., IL 25.
„Leniezaquot; IL 115.

Lenna, Giuseppe de., 128, IL 143, 145, 366.
Lennewa = Liueniua [Luaniua] IL 764.
Lennox, Charles., 284.

Lennox, Cuthbert., IL 265, 291, 450, 527, 590,

746, 777.
Lenon-Sund [Paia-Bai] IL 568.
Lenz, Kapt., IL 406.
Leo X., Papst., IL 295.

Léocadie-Inseln [Deirina nnd Elorlor] IL 47,

225, 247, 257, 282, 335, 379, 392.
Léon, Th. B., IL
251, 289, 313.
Leon y Pmelo, Antonio de., 33.
Leonhard, K. C. von., IL 12.
Leonhard, William., IL 805.
„Leopardquot; 252.

„Leopardquot; = „Leopoldquot; IL 774.
Leopold, Duke of Albany., II. 338.
„Leopoldquot; IL 774.

Lepel-Eylandt = Snapan [Senapan] 152.
Lepra II. 543.

Lero, Bischof von., = Couppé, L., IL 537.
Leroy II. 274.

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Lesage-Insel 313.

Les Caimans [Los Caymanes] = Nissan \'233.
Leschen, K. W. E. von., IL 283—284.
Lèse [Moarapi] II. 267, 289, 491, 506, 554,

565, 566, 670, 833.
Leskayay 226.
Leshe, C. Robert., 164.
Lesseps, J. B. B. de,, 240.
Lesser, Richard., II. 398.

Lesson, R. P., 311, 312, 313, 314, 315, 316,

331, IL 820.
Lesson-Insel [Bêm] 25, 26, 67, 94, 313, 329,

IL 17, 190, 228, 324, 577, 809.
Lesson-Insel = Anus 331.
Lesson-Spitze = Wuata 313.
Lessu = Lasu II.
760.
L\'Estrange, Kapt., II. 327.
Letti II. 123.

Leueneuwa [Ontong Java] IL 818, s. Liueniua.
Le-ua-Niua IL
818, s. Liueniua.
Leupe, P. A.,
7, 47, 48, 5L 52, 53- 54, 55, 56,
57, 58, 72, 73, 74. 80, 81, 82, 83, 84, 85, 88,
91, 92,
IOI, 102, 103, 105, 106, 107, 108, HO,
III,
112, 113, 115, 116, 118, 121, 122, 123,
124, 135, 136, 137, 138, 139, 142,
143, 144,
145, 147, 148, 153, 156, 158, 162, 166, 171,
174, 175, 177, 178, 180, 182, 185, 248, 251,
259, 267, 274, 275, 276, 277, 278, 322, 11.8,

99, 154-
„Leuraquot; IL
441.
Leuter, Pieter., 201.
Léveillé, A., IL 528, 827.
Levesey II. 692—693, s. auch Livesey, M.
Levinson, Kapt., II.
184, 226, 258.
Levinson-Einfahrt II. 226, 295.
Levuka II, 286.
Lewambusso II. 789-
Lewandowsky II.
731.
Lewe II. 573.

Lewis, Charles M., IL 27, 37—39.
Lewis, G., IL 616.
Lewu ^ Süo IL 833.

Leyn, Pieter., 142, 152—156.nbsp;, \'

Leyte 22.

Liaki IL 714, 722, 775.
Liba [Limba] IL 789.
Libbeke, Laurens., 157.
Libido IL 400.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Libikina IL 550.
Li Bo, Prinz., 248.
Libobo, Kap., 99, II. iii.
Lidji-Lidji-[Lijiliji-] Bai IL
571.
Liebeherr, B. T. von., 274.
Liebhche Inseln [Molus] 327, IL 766.
Lifau 127.

Lifu IL 150, 151, 163, 192, 238, 257,264,300.

Lifu, Caesar., II. 444, 486.

Lifu, Peter., II. 404.

Ligtermoet, Kapt., IL 410.

Ligtvoet, J., II. 14.

Lihir [Gardenijs-Insel] 64, 91, IL 50, 84, 116,
212, 249, 271, 281, 305, 340, 456, 461, 536,
555, 575, 760, 808.
Li Hong Bi II. 739.
Lihou, John., 193, 309—310, IL 65.
Lihou-Hafen 310, II. 88.
Lihou-Inseln und -Untiefen 310.
Lijiliji-[Lidji-Lidji-] Bai II. 571.
Lijn, Cornelis van der., 50, 104.
Likasi IL 572.

Liki Ó9, 176, 206, IL 214, 299, 431, 654.
Liki-Liki 312, II. 273, 286, 305, 343, 456.
Liki-Liki- [Lavinia-] Bai II. 369.
Likuruanga [Nord-Sohn oder Deschamps-Pik]

272, IL 29, 245, 458, 594, 646.
Lilahuta IL 341.
Lilas II. 125.
Lili-na-Kaia IL 784, 785,
Lilinta 135, 157, 226, IL 95, iio, 112, 114,
215, 260, 261, 283, 426, 707, 793,
s. auch
Sèl Palèket.
Lilipa IL
554.

Liljeblad, H. J., IL 335, 830.
Liljeblad-Passage IL 392.
Lilley-Berg [Turi] IL 488, 634.
Lillie-Fluss II. 442, 443.
Lilly, Nathaniel., 252.

Lilly-Insel [Aitana oder Haidana] IL 179.
Lilo-Berg IL 442.
Lilo-Lilo II. 441.
Liluta IL 723.

Lima, Pulu., [Lima-Inseln] IL 598.
Limai IL 153.
Limba [Liba] IL 789.
Limbrock, Everhard., II. 651, 738, 783.
Limbutu, Pulu., [Tukan Bèsi] 165, 245, 283.

117

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„Limmenquot; loo—loi.

Limyre, Bischof von., = Verjus, H. St., IL 505.

Lina-Bai = Oro-Bai II. 492.

Lindau, G., IL 839.

Lindeman, M., IL 357.

Lindeman-Fluss [Dan Jewän] IL 356—357.

Lindner, L., 334, 340.

Lindon, James., IL 714.

Lindsay, Goldgräber., II. 799.

Lindt, J. W., IL 270, 336, 375, 376, 381, 391.

Lmedale, Anthony., II. 603, 604.

Linguadocia 36.

Linke, Unterleutn., 125, 242, 243.
Linnemann, B., IL 493, 494.
Linschoten, Jan Huygen van., 7, 8, 15.
Linstow, O. von., IL 648.
Linter, J. E., IL 840.
Linty = Lilinta 226.

Liot = Ufe oder Uwe [La Boudeuse] 205, 266.
Lipengen IL 761.

Lïiquot; = Lihir [Gardenijs-Insel] 64, 91.
Lisamatula 228.
Liseno H, 757, 802.
Lismore IL 486.

Lith de Jeude, Th. W. van., IL 837.
Little Providence Ajawi [Mios Kairu] 133.
Liuaniua IL 818. s. Liueniua.
Liueniua oder Luaniua [Ontong Java]
233, 245,
339, II. 286, 460, 496, 557, 623, 651, 764, 818.
Liuniua = Liueniua 233, 245, 339.
Liverpool IL 42, 86, 683, 713.
Liversidge, Archibald., II. 219, 280, 470.
Livesey, M., IL 437, 438, 492, 692.
Livesey, W. B., II. 382.
Livingstone, Edw. P., IL 17.
„Livingstonequot; IL 55.

Livingstone, Kap., = Croisilles, Kap., IL 17.
Liwuan- [Luin-] Bucht II. 244, 423.
Liwuan- [Luin-] Halbinsel IL 423.
Liwuan [Luin], Kap., II. 412.
Liwuan an der Ostküste van Neu-Pommern
IL
736.

Lix, Naturaliensammler., IL 835.
„Lizardquot; II. 554.
Lizard-Inseln II. 55, 59, 253.
„Lizziequot; II. 239, 408, 623—625, 653.
Elana, Isla., 45.

Llewellyn-Spitze [Ebeboa] IL 526, 551.

Lo=Lóu [St. GeorgeTnsel] IL 271.
Loa oder Bölora [Adèle-Insel] 293, II. 46, 55, 571.
Loag, Plantagenleiter., IL 757.
Loan IL 735.

Loan- [Luan-] Bucht II. 784.

Loaniua = Liueniua [Luaniua] 233, IL 557,

764, 818.
Loasere IL 789.

Lobang, Bukit., [Kalédoko] 151.
Lobo [Merkus-oord] IL
10, 45, 186.
Loboda IL 751.

Lobos de Afuera s. Lobos de Mar.

Lobos de Mar [Lobos de Afuera] 161.

Lobougina II. 712.

Lobua IL 530, 552.

Locac s. Lochac.

Loch, Sir H. B., II. 442.

Loch-Berg IL 442.

Lochac [Locac] 5, 6, 7.

„Loch Awequot; IL 141.

„Lochielquot; IL 339.

Lock, Kapt., IL 34.

Locol-Insel [Manupata] IL 221.

Lodewijcksz, Jan., 57.

Lodewijcksz Rosengeyn, Jan., 55—57.

„Loehaquot; IL 164, 182.

„Loenenquot; 112.

„Loevesteinquot; II. 108.

Loeze hoek 150.

Logagon [Logogon] II. 789.

Logan II. 731.

Logan, J. R., 227.

Logea oder Rogea s. Logia.

Logia oder Rogia [Heath-Insel] 44, IL 471,

484, 521, 528.
Logiwaga II. 315.
Logogon [Logagon] II.
789.
Logula Motu-Motu IL 392.
Lo-hoh [Lo-kok] 7.

Loh-Loh-Inseln [Buttons, Boutons, Knoopen]

303, 339-
Lokaye == Lakahia
323.
Lokman, Häuptling., 139, 142, 147.
„Lokohuquot; IL 591, 660, 669,685, 752,798, 837.
Lo-kok [Lo-hoh] 7.
Loku Rukuma IL 279.
Lolaka IL 663.
Lolebü IL 517.

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Lolo = Roro IL 360.

Lölobau [Duportail-Insel] 271, 272, IL 245,

620, 675.
Lolo Loa IL 179.

Lolo Rua [Mourilyan-Insel] IL 179, 392.
Loman, R. C., IL 331.
Loman-Insel IL 331, 711.
Lombok 7, 10, 249, IL 42, 57, 583, 584.
Lombok-Strasse 219, 249, 292.
Lombom = Lamböm 194, 203.
Lomele = Lumu Lé-Inseln 148.
Löndip IL 736.

London IL 2, 34, 37, 68, 164, 192, 327, 328,
348, 349, 389, 390, 416, 439, 443, 444, 460,
471, 539, 582, 685.
„Londonquot; 236.

London Missionary Society IL 133, 150, 163,

254, 374, 378, 506, 542, 565, 661.
Loneu = Loniu IL 227.
Lonfabé [Kwawi] IL 89, 119.
Long-Insel 26, 93, 134, 327, IL 50, 51, 57,
152, 350, 362, 365, 757-

Long-Insel = Daumori (?) II. 498.
Long-Insel in der Torres-Strasse IL 106.
Long-Spitze [Unamungo] IL 245, 594.
Longan II. 802.

Longerue, Kap., = Longuerue, Kap., IL 418,
786.

Longue, Ile., = Long-Insel 327.

Longue, Ile., = Nuför 332.

Longuerue, de., Kadett., 270.

Longuerue-Inseln 270.

Longuerue-Insel [Lasanga] IL 190, 581.

Longuerue, Kap., 270, IL 418, 786.

Loniu IL 227.

Lonlun IL 760.

Lönnberg, Einar., IL 725.

Lonthor [Gross-Banda] 56, 107.

„Look-Outquot; IL 609.

Lookout-Lager IL 635.

Look-out Shoals 253.

Loon, J. J. van., IL 117.

Loots, J., II. 481.

„Looverendaalquot; 180.

Lope de Vega IL 814.

Lopes, J., IL 390.

Lopez de Castanheda, F., s. Castanheda, F.
Lopez de.

Lord Alcester-Inseln [Tukuna] IL 365, 670, 775.

Lord Anson-Insel = Buka 194.

Lord Byron 190.

„Lord Castlereaghquot; 301, 324.

„Lord Hollandquot; 227, 228.

Lord Howe-Insel 285.

Lord Howe-Inseln [Ontong Java] s. Liueniua 245.

Lord Lowther\'s Island = Murray Insel [Mèr] 308.

„Lord Lyndoekquot; IL 42.

„Lord Macartneyquot; 276.

„Lord Melvihequot; IL 14.

„Lord Northquot; 228.

Lord North-Insel [Tobi] 117, 164, 228.

„Lord of the Islesquot; II. 529.

Lord Salisbury-Insel = Ibibu Bari IL 547.

„Lord Wihiam Bentinckquot; IL 36—37.

Lorembo [Lobo] IL 45.

Lorentz, H. A., 41, IL 285, 383, 541.

Loria, Lamberto., II. 373, 438, 491-492,

527- 528, 553, 554, 573, 635, 836.
Loring, Leutn., IL 106.
Lori\'s [Papapageien] 224.
Lorscheid, Josef, 31, 35.
Losa-Bucht 45.

Los Caymanes [Les Caimans] = Nissan 233.
Löser, H. O,, II. 260.
Los-Los II. 598.

Los Monges [Monks-Inseln] 231, IL 194.
Los Negros [Makarange] 232, IL 303, 695,

732, 756.

Losoa-Bai [Millport-Hafen] 45, II. 241, 248, 270,

376, 381, 392, 525, 747, 780.

Losoa Du-Du s. Losoa-Bai.

Los Reyes 232, 272, IL 108, I94.

„Los Reyesquot; 31.

Losuk IL 556.

Lote IL 28.

Lottin, Leutn., 312, 314, 330.
Lottin-Insel [Tolokiwa] 26, 327, II. 116, 259,
362.

Löu [St. George-Insel] 247, IL 271, 623, 625,

730, 732, 813.
Löu Mandrian [Gross-Löu] IL 730.
„Louisa Kroonprinses van Zwedenquot; IL 136.
„Louisequot; IL 302.

Louise-[Luisen-] Hafen 131, IL 288, 305, 461,
760.

Louisiade, Golfe de la., 203.

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Louisiade, Terre de la., 202, 23g, 267.
Louisiaden-Archipel 43, 141, 192, 202, 253, 255,
260, 267, 293, 295, 325,
335, II. I, 2, 23,
46, 58, 69, 70, 129, 132, 241, 269, 271,336,
340, 341, 349. 350, 364. 368, 373, 374, 375,
378, 383. 423. 436, 437. 462, 506, 522, 526,
534. 550, 551. ôii, 639, 687, 690, 807, 819,

829,nbsp;837.

Lovera di Maria, Conde Giuseppe., 44, II. 158—
159.

Lovett, Richard., II. 150, 191, 224, 283, 439.
Low, Chr. R., 275.
Low-Insel 300.

Low Island = Lôu [St. George-Inselj IL 271.
Low-Spitze [Koas] IL 245, 594.
Lowles, John., IL 671.

Loyalty-Inseln IL 46, 150, 163, 192, 257, 662.

Luai-na-Pun IL 784.

Luan- [Loan-] Bucht IL 784.

Luaniua [Ontong Java] IL 764, 818, s. Liueniua.

Luard, Kapt., IL 190.

Luard-Inseln IL 190, 354, 766.

„Lübeckquot; IL 577, 582, 583, 597.

Lübeck, Kap., IL 358.

„Lübken, J. H.quot;, IL 398, 399.

Lucach [Lochac] 7.

Lucas, A. H. S., IL 670.

Lucas, W. A., IL 702.

Luca Veach 7.

Lucca-Inseln IL 45.

Lucipara-Inseln [Nusa Pari] 127, 284.

Lucius-Riff IL 254.

Lücker, Paul., 329, IL 701—702, 809.
Lüderitz, A., IL 398.
Ludwig, Stationsbeamter., IL 493.
Luen, Kap., = Liwuan, Kap., IL 271, 412.
Luf IL 194, 265, 303, 304, 694.
Luf-[Hermit-1 Inseln 25, 231, 266, IL 29, 108,
194, 227, 228, 264, 303, 363, 369, 424, 556,
694, 695, 730, 801, 802, 805, 808,812—814,

830.

Luga-Inseln 124.
Lugamo IL 537.

Lugarno = Adler-Fluss [Bu Su] IL 417.
Lugas [Lalugas] 125.
Lugauèng IL 417, 459, 834.
Lugauèng-Berge IL 474.
Lugaumu IL 516.

Lugudéu IL 714.
Luigi = Sui IL 409.
Luin-Bucht = Liwuan-Bucht IL 244.
Luin-Halbinsel == Liwuan-Halbinsel IL 423.
Luin, Kap., = Liwuan, Kap., IL 412.
Luisen-[Louise-] Hafen 131, IL 288, 305,461,
760.

Lukuli-Kuli IL 751.

Luküs Kanai IL 596.

Luleba IL 553.

Lulima IL 572.

Luliwa IL 610.

Lulu Duja IL 365.

Lumu Lé-Inseln [Lomele] 148.

Lundin, Händler., IL 759.

Lungun Walar = Sungun Walär IL 45, 623.

Lunseweer 221.

Lusangay-Inseln 269, IL 23, 601, 780.
Lusaum = Nusaum IL 556.
Luschan, F. von., IL 578, 640, 672.
Lusi = Tupinier-Insel [Ginges] IL 30.
Lusk, Kapt., IL 25.
Lusurajah 226.
Luthander, Axel., IL 533.
Luther-Hafen IL 69, 513.
Lutjens, D. Boes., IL 145.
Lütke, F. P. Graf., 327.
Lütke-Kap 327.

Luzon 103, 230, 318, IL 412, 729.
Lydia-Insel [Nuakata] II. 187, 341, 377, 379,

383. 437, 462, 571.
Lyne, Charles., IL 360.
Lyne, W. J., IL 382.
„Lynxquot; 316—318, 319.
„Lyraquot; 321.

Lyra-Untiefe 321, IL 116.

M.

Maäbor [Maäwor] 150, IL 169.
Maat II. 465.

Maatschappij ter Bevordering van het Natuurk.

Onderzoek der Nederl. Koloniën IL 706.
Maäwor s. Maäbor.

Maba 125, 135, .136, 148, 155, 162, 163, 184,

243. IL 124.
Maba, Kap., = Tutuila [Patani-Spitze] 102, 129,
IL 816.

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„Mabelquot; II. 434—435, 833.

Maben-Insel II. 187, 379.

Mabianumu II. 314.

Mabo am Geelvink-Busen II. 236.

Mabo in der Landschaft Sekä IL 214, 288, 654.

Mabo, Kap., [Monkait] 23, 129, 130, 135, 164,
189, 192, 206,
II. 816.

Maboro IL 174.

Mabudauan IL 180, 501, 523, 527, 540, 546,
548, 549, 565, 569, 748, 835.

Mabuduma IL 498.

Mabuiag [Jervis-Insel] 257, IL 48, 106, 146,
164, 178, 183, 191, 192, 203, 205, 225, 237,
265, 287, 337,
35L 467, 549, 685-

Mabun = Mambrun Sawäi IL 288.

Macao 159, 182, 184, 218, 229, 237, 238, 249,
251, 252, 276, 277,
IL 42.

Mac, Arthur, Kapt., IL 43.

Mac Arthur-Berg IL 450.

„Macartneyquot; = „Lord Macartneyquot; 276.

Macartney, Lord., 251.

Mac Clatchie-Spitze IL 67, 267, 334, 360, 680.

Mac Clelland, Samuel, IL 603.

Mac Cluer, John., 226, 248—251, 275, 276,
277-280, 323, II- 129, 173, 209, 210, 366.

Mac Cluer-Golf 8, 35, 50, 108, in, 112, 123,
125, 128, 135, 142, 144, 226, 235, 250, 251,
IL 4, 35, 45, 82, 95, 100,, 128, 133, 144,
147, 150, 161, 171, 174, 175, 277, 178, 208,
209, 216, 217, 251, 261, 276, 283, 289, 312,
366, 372, 424, 425, 427, 494, 543, 564, 586,
598, 623, 625, 626, 704, 739, 759, 771, 772,
773, 792, 793, 794, 795, 810.

Mac Clymont, J. R., 10.

Mac Connachy, Kapt., IL 222.

Mac Cormac II. 354.

Mac Court, John., = Mac Ort, John., IL 253.

Maccrossan-Insel IL 230, 499.

Mac Cullock-Spitze IL 246.

Macdonald. A. C., 17, IL 442, 814.

Macdonald, James., II. 241.

Macdonald, John., IL 681, 716.

Macdonald, Lilhe., IL 443-

Macdonald, Margaret Rainy., IL 442.

Macdonald-Fluss IL 716.

Macdonald-Insel IL 245.

Mac Dougah, W., IL 683—685.

Mac Dowah IL 658.

Macey-Lagune [Aropura] II. 267, 289.

Mac Farlane, Samuel., II. 150-151, I54, ^59,
163, 191—192, 202—203, 205, 206, 207-
208, 223-225,
226, 239—240, 252, 256,
257, 301, 316-317, 368, 378, 386, 387,
391, 521-

Mac Farlane-Hafen IL 248, 266, 382, 747.

Mac Gechan, W., II. 384.

Macgilhvray, John., 17, IL 67, 69—74.

Macgihivray-Kette IL 224.

Macgregor, Sir William., 267, 326, 338, II. 62,
66, 72, 73,
gl, 105, 146, i8o, 189, 204, 206,
207, 230, 255, 268, 271, 320, 321, 372, 373,
381, 386, 408, 434, 435, 436, 439, 440, 442,
445, 446, 450,462,468—471,472,473, 481,
483—485, 486—489, 489-491, 492,
497-502, 504-509, 510, 520-527,
528,
529 532,532-535, 54^546-549,550-
552, 553-554,
560, 562 - 563,565, 566-
569,570 - 574, 586 - 589,590-591, 599,
602-603, 604-607,
608, 611—615, 618,
630—635, 636—637, 656-658, 660-
661, 664-667,
669, 671, 680—682, 684,
686-688, 689, 712. 716, 722, 775, 778,
806, 807, 838.

Macgregor-Berge, [Goropu] IL 527, 610, 777.

Macgregoria pulchra II. 634.

„Machaultquot; II. 818.

Machoan IL 697.

Mac Ilvifraith, Thomas., IL 306.

Mac Ilwraith-Berg [Dubi Goro] IL 488, 634.

Mac Ilwraith-Kanal IL 316.

Mac Iwer, Henry R., II. 324, 325-327-

Mackarel-[Alexandra-] Bai 128, IL 144, 366.

Mackay IL 318, 319, 340, 382.

Mackay, G., IL 470.

Mac Kehar, D., IL 79—80.

Mackenzie, John., 310.

Mackenzie, M., IL 57—58, 65—66.

Mackenzie, William., IL 80.

Mac Kihop, John., IL 671-

Macklot, H. C., IL 5, 8, 12.

Mac Lachlan, Robert., IL 823.

Maclangin 201.

Maclaren, Albert A., II. 506, 507, 508, 509, 533.

Maclaren-Bucht II. 509.

Maclatchie-Spitze = Mac Clatchie-Spitze IL 67.

Mac Laughhn, Joseph., IL 604.

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Mac Laughlin, Kapt., II. 273.

Mac Laughlin-Fluss IL ,637, 660, 661, 667.

Maclaurin-Hafen IL 687.

Maclay, N. von Miklucho., 26, 198, 328, IL 9, 133,
151-154, 161, 184 -186, 2x6,226-228,
264-265,
282, 291, 319, 324-325, 348,
366, 368, 3Ó9, 771, 824.
Maclay-Bach IL 451.

Maclay-[Rai-] Küste IL 153, 227, 324, 325.

Mac Lean, John., IL 340.

Maclear, John., P , IL 141, 222, 291—292, 367.

Macleay, WiUiam., IL 203-204, 264.

Macleay Junction IL 434.

Mac Lelland, Moses., IL 636, 667.

Mac Murdo, Wilham., IL 321—322.

Mac Neil IL 342, 382.

Mac Nicol, Wihiam., IL 576.

Mac Ort, John., IL 253—254, 437.

Macqueen-Fluss., IL 388.

Mac Shan, Händler., IL 759.

Mac Thiers, John., IL 489.

Madagaskar II. 31, 661, 662.

Madagin [Matakin] IL 218, 476.

Madaif IL 45.

Madalena, Tierra de la., 47.
Madang [Holz-Insel] IL 363, 399, 785, 786, 831.
Madaräsz, Julius von., IL 539, 622, 641, 642.
Madeira II. 70.

Madeleine, La., [Magdalena, La.,] 233.

Madémo [Turabi] 95, 331.

Madera, Isla de., 45.

Madiarubi IL 500.

Madib IL 6.

Madilo IL 444.

Madimaga IL 610.

Madine II. 789.

Madiun [Merkus-Insel] 331, IL 288, 654.
Madjila 177.

Madras 181, 183, 235, 281, 301, IL 113.

Madre de Dios 29.

Madrid 38.

Madui IL 800.

Madumaga II. 610.

Madura 10, 73, 273.

„Maeanderquot; IL 75—76.

Maelen, Ph. van der., 335.

Maerten van Delft loi, 138, 157—158.

Maetsuijcker, Joan., 96.

Maetsuijcker-Reede 96.

Maetzke, Händler., IL 732, 755.

Mafifei [Maffejus], J. F., 17.

Mafifore [Maaffoort] = Sasi Palé (?) 124.

Mafoort = Sasi Palé(?) 124, 143, r53, 174,

IL 816—817.
Mafor = Nuför 21, 124, 146, IL 138, 168, 201,

429, s. auch Mefor.
Mafula [Mafulu] IL
663, 719—721.
Maga 175, IL 89.

Magadebwana =: Ventenat, Kap., [Karitahua!
n. 533-

Magalhäes, Fernäo de., 12—13.
Magalhäes-Strasse 16, 32, 58, 59, 114, 193,

IL 43, 152, 291.
Magaubu II. 524.

Magdalena-Inseln = Kajö-Inseln IL 103, 199.
Magdalena, Isla de la., 25, 26.
Magdalena, La., [Madeleine, La.,] 233.
Magigi [Orford Südspitze, Kap.,] 133.
Magindanao s. Mindanao.
Magna Margarita, La., = Neu-Guinea
40.
Maguara-Spitze IL 745.
Maguire, H. R., IL 754, 779.
Magula IL 635.

Mahamad Ali, Sultan von Ternate., 298.
Mahamad Tahir, Sultan von Tidore., 298.
Mahde, Steuermann., IL 359.
Mahde-Insel [Tschirimotsch] IL 359.
Mahira IL 828.
Mahol 136.

Mahomad, Prinz., II. 98, 260.
Mahomad Anas, Prinz., IL 147.
Mahomad Djin, Prinz., IL 260.
Mahomad Tahar, Prinz., IL 147, 160, 213.
Mahomet = Mahomad, Prinz., IL 68.
Mahu, Jacques.,
59.

Mahur [San Francisco-Insel] 64, 233, IL 50,

271, 281, 560, 760.
Mäi [Mail] IL 139, 264.
Maiabari II. 781.
Maiadobu IL 573.
Maiakotet II. 717.
Maiama IL 635.
Maiari IL 278, 749.
Mai Bina IL 279.

Maide, A. A. H. V. Cornesse de la., IL 24.
„Maids of Athensquot; II. 64, 66, 822.

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Mail [Uaripi] = Kerema IL 833, s. auch Mai.
Maiil-Insel IL
258.

Makana Goro = Mikani Goro IL 753.
Mai Kassa = Mai Kusa IL 205.
Mai Kikiria IL 586, 587.
Mai Kona IL 279.

Mai Kusa [Baxter-Fluss] 261, IL 205, 222, 237,
337, 338, 367, 388, 425, 465, 472, 486, 500,
501, 502, 523, 548, 549, 590, 631, 668, 692,
722, 745, 748, 780, 806.
Mailand IL 80.

Mailiu Kolo [Toulon-Insel] 45, IL 47, 224, 248,
360, 381, 403, 464, 506, 521, 574, 607, 638,
712, 715, 747.
Mailiu Para [Mairupara] IL 507.
Mailu [Mairu] = Maihu Kolo 45, IL 47.
Mainai IL 333.

Maindron, Maurice., II. 233—235.
Mainioro 45.

„Mainoquot; IL 409, 473, 550, 570.
Maipama IL 798.

Maipani IL 524, 546, 614, 746, 749, 778.
Mai Pua IL 268, 290, 317, 450, 549, 587.
Maipua IL 567, 587, 592, 593, 614, 680.
Maipuia IL 607.
Maire, Le., s. Le Maire.
Mairu = Maihu Kolo
45, IL 47.
Mairupara == Maihu Para IL 507.
Mais II. 222, 389.

Maisina IL 508, 574, 606, 607, 690, 774, 776.
Maisina-Berg IL 776.
Maisioro IL 525.

Malt [Redland-Insel] 246, 265, IL 108, 281,413.
Maitagina [Cheshunt-Fluss] IL 552.
Maitara 297, IL 730.

Maitland, A. Gibb., IL 241, 521, 526-527, 529.

Maitland-Insel [Pom] IL 271.

Maiu IL 589.

Maiva s. Maiwa.

Maivau s. Maiwau.

Maiwa IL 2Ó2, 267, 280, 290, 300, 301, 334,
335, 336, 367, 505, 506, 520, 521, 527, 532,
553, 566, 570, 670, 680, 685, 839.
Maiwara IL 377, 483, 522, 531.
Maiwau IL 268.

Maja [Brebes, Hoek.,] 151, 175, IL 738.
Majalibit-Bai [Telaga Waigëu] 154, 155, 156,
314,
IL 10, 122, 298, 313, 428, 705, 824.

Majama II. 786.
Majasalawa [Monambar] 152.
Majau 19, 215, 217.

Major, R. H., 7, 10, 12, 13, 16, 17, 28, 32, 40,

43, 48, 49, 52, 87, 100, 114, 158.
Makabiang [Nachtigal-Bucht] 67, IL 356.
Makada = Makadau 313, IL 218.
Makadau [Makada] 313, IL 193, 218, 226, 242,

249, 250, 258, 295, 305, 579.
Makadau- [Fergusson-] Hafen IL 218, 258, 259,

280, 294, 361.
Makapili IL 266.
Makarenge s. Negros-Inseln.
Makassar
100, 158, 185, 200, IL 5, 46, 54, 100,
167, 200, 217, 251, 283, 296, 330, 463, 464,
474, 481, 483, 514, 561, 563, 564, 578, 581,
583, 584, 598, 623, 699, 702, 703, 705, 767.
Makassar, Kampong., auf Ternate., 279.
Makassaren IL 82.

Makassar-Strasse 200, 228, 237, 239, 242, 248,

259, 317, n. 443.
Makata = Makadau 313.
Makataua IL
476.
Makatea 170.

Mâke [Concordia- Kap oder Eintracht-Spitze]

n- 357-
Makén IL
451.

Makian 16, 42, 156, IL 114, 124.

Makibiri IL 689.

Makim [Makimi] 150, IL 429.

Maki-Maki II. 574, 606.

Makimi s. Makim.

Making IL 288.

Makirupu IL 684.

Makjan s. Makian.

Makoi, Kap., IL 124.

„Makreelquot; 137, 153—156.

Makuna [Miaru] IL 506.

Maku Tu IL 255.

Makwas IL 611.

Mala IL 757.

Malab IL 452.

Malabaia IL 581.

Mälagen IL 738.

Malagente, Isla de., 13, 29.

Malaguna IL 242, 329, 647, 726, 733.

Malagunen IL 323, 324.

Malahe U. 597.

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Malahona IL 669, 670.
Malai IL 476.
Malaien IL 578, 782.
Malaiische Halbinsel TL 186.
Malaita 244.

Malaka 9, 11, 14, 32, 184, 208, 227.

Malaka-Stras^e 10, 280, 286, 295.

Malakat [Phillip-Berg] 244.

Malakoko 312.

Malaküe IL 415.

Malakuna s. Malaguna.

Malakura IL 721.

Malala IL 536, 556.

Malalau IL 804.

Malaleo 220.

Malamanga IL 647.

Malapau IL 699.

Malaria IL 122, 154, 497, 509, 515, 535, 539,

558, 677, 699, 725, 737, 760, 761, 762.
Malaspina, Alessandro., 257—258.
Malawaja II. 513.
Malayur 5, 6, 7.
Malelum [Malum] II. 476, 789.
Maletur 7, s. auch Malayur.
Mali [San AntonioTnsel] 131, 233,11. 271,281,
4Ó1.

Mahhora IL 381.
Mahkolo IL 35.
Malivao s. Maliwau.
Maliwau IL 675.
Malkeri [Walkeria] 163.
Mallein-Insel IL 47.
Malo IL 264.
Malobótan IL 421.
Malól IL 696.

Malte-Brun, Conrad., [Bruun, Konrad Malte.,]

306, 334, 335.
Malu IL 454.
Malu Kawa IL 501.
Malum [Malelum] IL 476, 789.
Malus oder Manus [Allison-Insel] 27, IL 406,
802, 805.

Mamâar-[Raingmarka-] Bucht IL 784.

Mamai IL 99.

Maman IL 777.

Mamanaiama IL 463.

Mamba = Mambare IL 634.

Mambare [Clyde-Fluss] IL 190, 354, 373, 587,

588, 603, 604, 617, 630, 632, 633, 635, 636, 637,
657, 658, 660, 661, 666,667, 669,681,686,687,
690, 713, 723, 744, 748, 774, 780,797,799, 807.

Mambare- [Duwira- oder Traitor-] Bucht IL 190,
354, 617, 637.

Mamberamo = Mamberomno IL 331, 333.

Mamberomno [Rochussen-Fluss] 24, 97, 176,
206, 255, 332, IL 30, 132, 134, 149, 161,
170, 198, 214, 288, 312, 327, 328, 331—333,
368, 431, 704, 710, 711, 805, 810.

Mambrun Sawäi IL 288.

Mambuwin IL 411.

Mamori, Kap., 151, IL 91.

Mamoribo [Amaribo] IL 430.

Man, Insel.,Jèf Man [Èf Man] 147, 152.

Man, Isle of., Wuatom [Watom] 195, 196,
265, IL ,271, 319, 536, 648, 649, 674.

Mana II. 214, 428.

Mana Boro-Boro [Finisterre-Gebirge] 327, IL
190, 227, 269, 327, 328, 353, 453, 479, 480,
539, 787, 809.

Manafuin-Bucht 221.

Manai, Insu., s. Insu Manai.

Manakèsi IL 94.

Manaku IL 636, 688.

Manäm [Vulkan-Insel] 26, 66, 94, 134, 313,
328, IL 228, 355, 475.

Mana-Mana = Brown-Fluss IL 252, 279.

Manamarike IL 353.

Mana Morop IL 344.

Manapeton, Kap., 129.

Manaswari 146, 150, 223, 224, 259, 275,11.88,
104, 148, 157, 167, 237, 410, 626, 629.

Manatu IL 630.

Manawai [Manawei] IL 789, 802.

Manawi II. 463.

Mana Wiwio IL 344.

Mana wiwio IL 323.

Manbonsawei = Maäbor [Maäwor] IL 169.

Manchester IL 713.

Manchester, Duke of., II. 195^ 308.

Mandamy = Wandamèn 222, 225.

Mandené [Mandeneh] 332, IL 140.

Mändi IL 333.

Mandioh 217, 220.

Mandona IL 383.

Mandoni IL 427.

Mandosi IL 139.

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Mandres II. 782, 786.
Mane [Namane] II. 400, 577.
Maneäo II. 587, 589, 807.
Maneau, Berg., II. 590.
Manèm II. 138, 139, 168, 430.
Manena IL 719.
Maneo IL 614.
Mané Tèp-Bai IL 705, 706.
Mangaia IL 662.
Manganeki 151.
Mangangemé IL 214.
Manganitu IL 21, 99, 216.
Mangarewa IL 152.
Mange IL 597.
Mangké IL 311.

Mangkoi IL 175, 209, 366, 626, 772, 773.
„Manglesquot; 293, IL 51.

Mangrove [Rhizophoren] 262, IL 61, 99, loi,
175, 179, 180, 204, 205, 501, 502, 523, 543,
524, 546, 566, 567, 568, 688, 732, 742, 747.
Mangrove-Insel IL 568, 570.
Mangrove-Inseln in der Holnicote-Bai IL 797.
Mangrove-Inseln im Huon-Golf IL 586.
Mangrove-Inseln bei Selapiü IL 577.
Mani, Nusa., IL 801.
Maniana IL 552.

Maniburu [Winkelhaaks Hoek] 150, IL 601.

Maniki = Maniko (?) IL 485.

Manikion IL 629.

Maniko IL 485.

Maniku Mana IL 479.

Manila 28, 36, 40, 42, 102, 208, 215, 217, 230,
247, 258, 277, 285, 292, .309, 310, 318, IL
16, 17, 24, 55, 68, 104, 108, 117, 136, 153,
274, 296, 297, 324,
394, 623, 69s, 814, 821,

834.

Manipa 160, 207.

Manipa-Strasse 135, 249, 283, 303, 320, 336,

IL 41, 42, 68, 108, 208.
Manjèwas 8.

Mankai ^ Mongäi IL 400, 650.
Mankayte = Monkait 129, IL 816.
Manly, Jeddy., IL 13.
Mann, F. C., IL 384.
Mann, J. F., IL 360.
Mann, Kapt., IL 470.
Mannen-rivier = Meeuwen-rivier loi.
Manners, Thomas., IL 34.

NOVA GUINEA. II. ENTDECKUNGSGEScmcHTE.

Mannert, Kurt., 3.

Mannikam = Maniku Mana IL 479.

Manning IL 799.

Manning, Edward., 259.

Manoa IL 151.

Manoi IL 757.

Manokwari IL 236, 372, 677-678, 679, 702,

703, 704, 709, 739, 742, 770, 772, 773.
Manom 177.

Manorom [Manuran] 70, 98, 221, 226, 304,
305, 333-

Manouaran = Manuran [Manorom] 221, 304.
Mansär, Mios., [Jèf Njé] 129, 130, 135, 152,
187, 252, 259, 277, 297, IL 120, 122, 124,
236, 705.
Mansary = Rumsaräi 297, IL 6.
Mansawar II. 139.
Mansember IL 428.
Mansénam 223, II. 236.
Manséni = Geelvink-Bai, Kleine., IL 234.
„Mansfieldquot; s. „Earl of Mansfieldquot;.
Mansfield-Insel [Kri] 229, IL 120.
Mänsinam 223, IL 88, 94, 96, 127, 135, 137,
140, 141, 157, 158, 167, 175, 202, 213, 329,
334, 629, 822.
Mansingham — Mansénam 223.
Mansuär = Mios Mansär [Jéf Njé] 162, IL 236.
Mansuary 225.
Mansumbing IL 139.
Mantegazza, Paolo., IL 825, 826.
Mantero, G., IL 529.
Manteuffel-Spitze II. 418.
Mantok IL 737.»
Manua IL 717.
Manuabaka IL 773.
Manuarki [Ingnesoi] IL 234.
Manuba [Januba oder Yanuba] IL 775.
Manubóri IL 411.
Manuèti IL 500.
Manugoro IL 473, 485, 602.
Manukwär 19.

Manu-Manu II. 67, 164, 179, 182, 183, 203,

279, 289, 300, 382, 407, 485, 486, 545.
Manu-Manu [Morabi] IL 569.
Manu-Manu in der Landschaft Goruoni IL
552.
„Manu-Manuquot; IL 209.

Manu-Manu, Unterlauf des Naoro resp. Laioki
IL 164, 165.

118

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Manu-Manu-Bai [Galley Reach] II. 179, 278,
485, 688. .

Manumudär = Manäm [Vulkan-Insel] 66, 94.

Manupasi IL 139.

Manupata [Locol-Insel] IL 221.

Manüpu IL 214, 411, 626.

Manuran [Manorom] 70, 98, 221, 226, 304,

305, 333-
Manurei IL 526.

Manus oder Malus [Allison-Insel] 27, IL 406,
802, 805.

Manus = Admirahtäts-Insel, Grosse., 198, IL227.
Manutawa IL 463.
Mao Komana IL 753.

Maopa [Maüpa] IL 248, 255, 256, 270, 334,

375, 376, 409, 491, 545, 553, 570, 712.
Mapalona IL 554.
Mapama IL 587.
Mapara IL 8.
Mapas IL 507, 572.
Mapi IL 333.

Mapi, Mios., 224, 225, 275.
Mapia-Inseln [Burät oder Bunaj] 22, 159, 183,
199, 238, 249, 284, 292, 293, 295, 320, IL
77, 109, 119, 136, 210, 227, 260, 287, 297,
310, 330, 626, 678, 679, 702, 703, 704, 709,
738, 743, 795, 810.
Mapu II. 566.
Mapuja [Mapuya] IL 606.
Mär auf Neu-Guinea 151, IL 114, 115,428, 796.
Mär auf Ron IL 329.
Mara 121, 138, 179, 188, IL 613.
Mara = Saribi 149.nbsp;•

Maraga IL 516, 519, 538.
Mara Gill [Kosmann-Insel] IL 72, 348, 359, 360,
379-

Märagun, Kap., IL 451.
Marai IL 429.
Marai Swari IL 139, 411.
Marakara IL 630.

Marakasik [Marangasik] II. 646, 747, 675.
Marangasik IL 785, s. auch Marakasik.
Maraoni IL 751.
Marara IL 526.
Mararei IL 788.
Marasa IL 797.
Marasi IL 602.
Maratu [Naratu] IL 267.

Marau IL 451, 466.
Marawat = Karawat IL 576.
Marawidi, Häuptling., II. 260, 330.
Marawo IL 804.
Marceau, Kapt., IL 69.
„Marchesaquot; IL 313—314, 366.
Marchesa-Bai IL 313.
Märcker, Carl., II. 138.
Marco Polo = Polo, Marco., 5—8.
Marcuse, Ad., IL 622.
Mardijker 122.
Mare IL 741.
Maré 297, IL 124.
Marea IL 268, 568.
Mareare, Missionsgehülfe., IL 265.
Mareau, Leutn., 217.
Maregada Gina II. 490.
Marescot, Leutn., IL 45.
Margaret-Fluss [Buredobo] IL 442, 443, 613,
753-

Margarethen-Fluss [Kaukambar] IL 419, 421,

493, 494-
„Margaret Oakleyquot; IL 27—31.
Margaritifera panasesae IL 724.
Margaritifera vulgaris IL 801.
Margnituh II. 676.
Margot-Fluss IL 418, 809.

„Mariaquot; IL 55, 154—155, 559, 594, 737, 761,

s. auch „Zereldequot;.
Maria-Insel = Adèle-Insel [Loa oder Bölora]

55.

Marianen [Ladronen] 14, 19, 31, 102,159,233,

333, n. 23, 138, 703, 737, 764.
Marianne, Prinzessin der Niederlande., II. 32.
Marianne-Strasse s. Prinses Marianne-Strasse.
Mariano, Laienbruder., IL 446.
Maria Pohu oder Naria [Eugenie-Insel] IL 224,
256.

Maria, Porto., IL 144,
„Maria Reigersbergquot; 319—320.
„Mariequot; II. 363—364.
Marien-Berg IL 479.
Marien-Bucht IL 761.

Marien-Fluss [Gum oder Tamembo] IL 419,757.
Marien-Fluss [Simbana] IL 513.
Mariènga II. 451.
Marien-Hafen IL 459, 513, 581.
Marie-Untiefe IL 753.

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Marikomiro-Spitze II. 567.

Marimarit II. 804.

„Marinaquot; II. 107—108, 127.

Marinde Anim II. 560, 692, 740, 791, 806,

s. ferner Tugeri.
Marin la Meslée, E., II. 386.
„Marionquot; II. 381, 403, 489.
Marion-Dufresne, Nicolas Thomas., 208.
Mariri Kiriki [Baura] II. 665, 666.
Mari Waionumu II. 266.

Maristen [Société de Marie oder Congregatio

Mariae] II. 2, 68—69, 80—81.
Marken oder Mortlock-Inseln [Tauu] 89, II. 16,

460, 623, 764.
Markham, Sir Clements., 10, 31, 35, 37, 38, 39,

40. 44, 45, 46, 251, IL 190.
Markham-Fluss [Bu Si] IL 190, 417, 422, 516,

537, 617, 643, 697, 740, 786, 809.
Marlborough, Fort., 182, 227, 249, 278, 339.
Maro IL 739, 742, s. ferner Merauke-Fluss.
Marobe [Barobi] IL 786.
Maroi [Baroi] IL 554, 567, 568.
Maroka IL 690.
Maron IL 108.

Marqueen = Marken [Tauu] IL 460, 623.

Marquesas IL 41, 43.

„Marquisquot; [„Hâvre de Gracequot;] 163—165.

„Marquis Cornwahisquot; 281—283.

„Marquis de Raysquot; IL 274.

„Marquis of Hastingsquot; 308.

Marr, J. E., IL 572.

Marriott, John., IL 574.

Marris IL 618.

Marsden, William,, 6, 182, 208, 234, 235.
Marsden-Insel [Sireb oder Igarbu] IL 27, 39.
Marseille IL 272, 328, 378, 537, 790.
Marseul, S. A. de., IL 825.
„Marshah Bennettquot; IL 33, 40, 49—51.
Marshall Bennett-Inseln IL 40, 342, 466.
Marshall-Inseln 21, IL 84, 258, 286, 295, 456,
536, 557, 560, 580, 619, 640, 651, 700, 727.
Marshall-Lagune [Raio] II. 224, 602, 747.
Marso = Admiralitäts-Insel, Grosse., 198, IL 29.
Marta, Antonio., 33.

Marteaux, Ile aux., = Lambóm [Hammer-Insel]
203, 312.

Martens, Eduard von., IL 125, 546, 824.
Martensz. de Leeuw, Arent., 76.

„Martha Ridgwayquot; IL 57, 59, 66.

Martin IL 476, 486.

Martin, Aimé., 333.

Martin, C. H., IL 438.

Martin, Händler., IL 801.

Martin, James., 252.

Martin, John., 12.

Martin, K., II. 12, 139.

Martin, Wihiam Byam., 297, 298.

Martini, Stabsarzt., 27, IL 640, 672.

Martyres, Isla de los., 13.

Martyres, Los., 23, 24.

Maru IL 610.

Maru-Bai IL 340.

Marupwasia II. 533.

Marutagu IL 670.

Marx, John L., IL 342, 364, 381.

Marx- [Yuma-] Pass IL 364.

Marx-Riff IL 650.

„Maryquot; 296, 302, IL 319, 322,439,464,491,591.
„Mary Annquot; 309.
„Marytsquot; IL 57.
Masagari IL 389.

Masahèt [San Joseph-Insel] 64, 233, IL 271,

281, 340, 760.
Masait = Masahèt 64, 233.
Masalam IL 280.

Masaramker [Bramble Gay] 255, IL 60, 61,62,
257, 263, 292, 302, 364, 367, 523, 545,656,712.
Masawa II. 647, 652, 735, 786.
Masawa-Bucht IL 762, 784.
Masawa-Hafen II. 646.
Masawani Ju-Ju [Argyh-Bai] IL 360, 376.
Maschwedt, H., II. 456.

„Mascottequot; IL 730, 754, 755, 757, 759, 783.

Mase [Mosse] IL 596.

Mäsei IL 419.

Masiäm IL 761.

Masid IL 39.

Masig [Yorke-Insel] IL 39, 60, 105, 182, 183,

191, 192, 239, 391, 443, 467, 565.
Masikonäpuka IL 646, 647, 652, 675, 733.
Masi-Masi 25, 68, 95, 176, 317, 331, IL 53,

431, 463, 627, 743, 768.
Masina IL 772.

Masingara IL 523, 614, 667, 748.
Masiu IL 383, 509.
Masken IL 515.

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Masmapy ^ Mios Mapi 225.

Masokona Kanai II. 784.

Masómbéri = Sorong Masombéri 143.

Massacre-Inseln = Marken [Tauu] II. 16.

Massambau II, 173, 177.

Massaua II. 235.

Masses 124.

Massey = Owa Riki 244.

Massilia = Läitere [Lektre] II. 357, 696.

Massis = Aberé (?) 176.

Massoi = Nuför 146.

Massoia aromatica 8.

Massoirinde 8, 80, 81, 103, 104, 105, 112, 113,
115,
117, 118, 123, 126, 224, 225, 226, 27s,
279,
IL 78, 100, 148, 217, 251,428,459, 537.
Masson, Johan Sebastiaan van., 184.
Massoy Karas 139.
Masterops Hoek 151.
Masters, G.,
203.
Mastieka = Mustika 152.
„Mastoeraquot; IL 137.
Masudi 4, 5.

Maswön- [Angi-] Seen II. 234, 629.

Mat IL 668.

Matabaira IL 485.

Matabara IL 552.

Matâga IL 572.

Mata Goro-Goro [Mata Kolo-Kolo] IL 221.

Mataka IL 748.

Matakamaga IL 611.

Matakama [Matakaua] II. 476.

Mata Kaua = Mata Kawa IL 465.

Mata Kawa IL 388, 465, 501, 630, 631, 831, 834.

Matakin [Madagin] IL 218, 476.

Matakoka IL 529.

Mata Kolo-Kolo [Mata Goro-Goro] IL 221.

Matan [Kail] 152, IL 598.

Matana Kunai II. 646.

Matana Kunai [Schildkröten-Insel] IL 805.

Matanälem [Queen Charlotte-Vorland] IL 162,

595, 817.
Matana Takena Mboroi II, 784.
Matana Tambar IL 814.
Matantidu [Matantuduk] IL 476.
Matäntuduk II, 476.
Matapaia IL 615.
Matapaila II. 300, 773.
„Mataramsche Erfprinsquot; 166.

Mataran-Bucht IL 79.

Matawa = Masawa II. 647.

Matawai-Bucht 210.

Matawi-Bucht 253.

Matawoi IL 761.

Matel, Insel., [Jèf Matel oder Èf Matel] II.
166, 167.

Matheson, Kapt., II. 461.

Mathew, Gervaise F., IL 830.

Mathilde-Eiland Misate IL 103.

Mati IL 614.

Matiju IL 245.

Matiu, Huk., IL 804.

Matju, Gross- und Klein-., IL 782.

Matóng IL 736.

Matop, Njos., [Mios Ga oder Kommerrust]
100, 174, IL 705, 707.

Matschie, Paul., IL 546.

Matsumura, S., IL 641.

Matterer-Bai 331, IL 28, 269, 311, 368, 431,
544, 810.

Matthäus, St., [Lankèsi] 245, 283.

Matthias, Sant., 65, 130, 131, 317, IL 33, 40,
4L 49, 162, 184, 211, 265, 303, 619, 624,
694, 695, 732, 758, 759, 766, 767, 783—784,
808, 815.

Matthyssen, P. A., IL 83.

Matty-Insel [Wuwulu] 27, 198, 266, 294, 301,
IL 578, 640, 652, 672, 730, 802, 805, 808.

Matuan IL 646.

Ma-tuan-lin 5.

Matukanaputa II. 244.

Matükar IL 451.

Matupe IL; 287, 566.

Matupi [Matupit] IL 162, 165, 184, 193, 211,
242, 249, 258, 259, 274, 282, 286, 293, 295,
297, 302, 304, 305, 310, 318, 321, 322, 343,
347, 361, 3Ö3, 398, 400, 406, 412, 413, 423,
424, 452, 455, 456, 46L 473, 477, 478, 480,
494, 495, 496, 513, 514, 529, 534, 536, 555,
556, 558, 560, 577, 581, 593, 619, 620, 621,
622, 638, 640, 652, 663, 671, 672, 673, 674,
693, 695, 696, 702, 729, 730, 731, 732, 754,
758, 759, 760, 764, 766,783,784,786, 801, 802.

Matupi-[Greet-] Hafen IL 162, 211, 295, 302,
363, 40L 412, 413, 420, 559, 594, 696.

Matupit s. Matupi.

Matura [Nubäling] II, 417.

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Maturin, Leutn., IL 294.

Maty, Mathias [Mathew]., 198.

Maty-Insel s. Matty-Insel [Wuwulu],

Mauai del Robinson IL 749.

Mauär [Rennel-Insel] IL 39, 81, 90, 109, 183,

259, 292, 684.
Maudor IL 430, 676.
MaukeUlu [Pig-Insel] IL 218, 226.
Maumiri [Moumiri] IL 262, 266, 267, 278.
Maüpa [Maopa] IL 248, 255, 256, 270, 334,
375- 376, 409, 491, 545, 553, 57°, 590.712.
Maupine-Bucht = Karwän-Bucht IL
133.
Maur = Mahur [San Francisco-Insel] 64, 233,

IL 50, 271, 281, 560, 760.
Maurelle [Mourelle], Francisco Antonio., 91,
132, 198,
229—233, 245, 285, 300, IL 50,
281, 758.

Mauritius [Isle de France] 54, 55, 85, 192, 207,
214, 215, 217, 218, 240, 265, 290, 291, 292, 303,
316, 324, 325, 333,
IL 27, 31, 70, 94, 105, 208.
„Mauritiusquot; 73, 74.
„Mauritius\' de Nassauquot; 59.
Maurura [Wednesday-Insel] 241, 307, II. 15,
25, 39, 59, 68, 73, 81, 140, 198, 237, 545.
Maus-[Mouse-] Insel 300, IL 420, 455, 621.
Mausolée, Isle du., s. Selapiü [Mausoleum-Insel].
Mausoleum-Insel [Selapiü]
196, 197, 266, II.

211, 302, 576, 577.
Mausoleum-Riff IL 413.

Mauvoisis, de., D\'Auribeau, D\'Herminy., 264.

Mauwa IL 415.

Mauwara IL 186.

„Mavisquot; IL 386, 565.

Mawa IL 333, 711.

Mawäi IL 747.

Mawara IL 10, 15, 216.

Mawara Lolo IL 392.

Mawata [Muwata] am Bina Turi II. 164, 180,
204, 207, 230, 231, 232, 389, 440, 464, 467,
501, 523, 546, 613, 614, 636, 667, 722, 748.
Mawata bei Paramä IL 746.
Mawes IL 149, 311, 431-
Mawes Däi IL 769.

Mäwlu = Mèwlu [Powell-Fluss] IL 243.
Mawoi IL 483.
Mawotunumu IL 390.
Maxweh, Wihiam Henry., IL 299.
May-Insel 272.

Mayao-Bucht 200.
Maybole-Kette IL 469, 573.
Mayer, A. G., IL 631.
Mayerne Turquet, Louis., 87.
„Mayflowerquot; IL 604, 617.
„Mayorga, Isias de., 44.

„Mayriquot; IL 238—240, 241, 287, 289, 290,
301, 386.

Mayri-Bucht [Launoka Du-Du] IL 248, 270, 525.

Maytara = Maitara 297.

Mazzuconi, Giovanni., IL 80, 81.

Mbesa IL 776.

Mbewa IL 571.

Mboh IL 392.

Mbop IL 576.

Mbüdsib IL 421.

Mbüdsib Ag IL 421.

Mbüke [Sugar Loaf oder Zuckerhut-Insel] 198,

286, IL 194.
Mbuli-Mbuh [Mebuhbuli] IL 572, 591, 751.
Mbutmanda 232.

99.

Meade, R. H., IL 349—350.

Méak-Inseln 312.

Meares, John., 237—238.

„Meathquot; IL 296.

Meau 179, 215.

Meauri = Miauri IL 532.

Mebi-Bucht IL 507.

Mebulibuli = Mbuli-Mbuh IL 572.

Méchain 203.

Mechan IL 454.

Medene II. 6io.

Medenbach, M. A., IL 284—285, 297.

Medici, Giuliano de., 2.

Medog IL 757.

„Medusaquot; IL 115.

Meduwe IL 573.

„Medwayquot; IL 112—113.

Meè 303, IL 706.

Meek, Albert S., IL 373, 592, 593, 638-639,
714.

Meer, H. van der., IL 298.
Meerburg, Kapt., IL 502.
Meeting of the Waters IL 205.
Meeuwen-Eiland = Pun-Inseln IL 103.
Meeuwen-rivier [Möwen-Fluss] lOi, 158.
Meeuwig, J. H., II. 147, 171, 213.

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Mefor Nufor 21, 23, 249, II. 138, 166, 429,

817, s. auch Mafor.
Mega IL 796.
Megga = Maga IL 89.

Megik [Merir, Pulu.,] 209, 242, 258, 276, 293,

n. 330.
Mègim IL 417, 537.
„Meg Merriliesquot; IL 322.
Méhely, L. von., IL 539, 641.
Mei = Mijé IL 214.
Meijere, J. C. H. de., IL 529, 641\'.
Meikle-Bucht [Gabu Sanrea] II. 248, 256, 522,
747-

Meinicke, C. E., 12, 14, 17, 19, 33, 89, 91,
169, 171, 172, 296, 299, 309, 338, IL 14, 18,
121, 124.
Meiningen, Friedrich von., 294.
Meinsma, J. J., IL 3.
Meissner, M., IL 546.
Mekéo IL 446.

Mekéo-Distrikt IL 374, 520, 527, 531—532,
553, 59Ï, 6or, 611, 618, 669, 670, 680, 691,
719—721, 780, 797, 798, 806.
Mekéo-Kette IL 611.

Mekéo-Station IL 520, 521, 531, 532, 553,554,

611, 632, 679, 680, 774.
Mekinley-Insel IL 225, 269, 270.
Mekka 220.
Mekong 7.
Mektimèk 312.

Melanesien 337, IL 68—69, 80—81, 296.
Melanesier IL 287.
Melanga IL 670.
„Melaniequot; IL 140, 146, 178.
Melbourne IL 68, 90, 91, 107, 109, 131, 184,
309, 314, 315, 337, 375, 377, 384, 388, 399,
408, 439,440, 443, 444, 558, 661, 661,716,780.
Melisz., Dirck., 76.
Mellish-Riff IL 92.
Mehon, Kapt., IL 18.
Melvill, James Cosmo., IL 834.
Melville, Harden S., IL 58.
Melvill van Carnbée, P. Baron., 3, 66, 70.
Memai IL 682.
Meman IL 802.
Membok IL 707.
^Memeka [Mimika] IL 753.
Memeko Wari II. 776.

Memèn IL 459.
Memil 188.
Mèming IL 415, 537.
Mèming Sâun IL 537.
Memming s. Mèming.
Mena IL 297.

Menabrea, Conde F. L., IL 143.
Menado 317, IL 677, 678, 794.
„Menadoquot; IL 213.
Menangin IL 236.
Menanibe IL 772.
Menapi IL 774.

Menawas = Pandjang, InseL, IL 161.
Mencke, Bruno., IL 374,
765-767, 783. 808.
Mencke-Insel == Ewanan IL 767.
Mendamui II. 94, 214.

Mendana de Neyra, Alvaro de., 31—32,35-

36, 90, 239, 244, 245, IL 814, 818.
Mende, Wasa., IL 619, 727.
Mendoza, Alvaro de., 35.
Mendoza, Antonio de., 22, 23.
Mendoza, Garcia Hurtado de., 35.
Mendoza, Luis Torres de., 18, 22, 37, 39.
Meneme [Sayer-Fluss] IL 442, 610,61 r, 613, 683.
Menezes, Jorge de., 5, 10,
14-16, 29, IL 142,

430, 820.
Meng, Pater., II, 615.
Mengeche s. Mengetje.
Mengetje IL 741.
Meni IL 629.
Meniâwa IL 234.

Menjaifun [Mumai Sepatan] 162, IL 121, 124,

s. Alancatouw.
Menonket 152, IL 126.
Mensing, Anton., 88.
Mensing, Korv. Kapt., II, 453.
Mensing, Kap., IL 453.
Mentschikow-[Kwajehn-] Insein IL 456.
Mentz, F., II. 577.
Mentzel, Richard., IL 399, 415.
Menufu = Mios Num 15.
Menusu = Mios Num 15.
Meoko = Mioko IL 413.
Meonsum = Mios Num 20, 21.
Meppelder, F., IL 136.

Mèr [Murray-Insel] 255, 287, 290, 299, 302,
308, 309, 310, IL 24, 37, 39, SI, 59, 60, 61,
63, 86, 164, 179, 182, 191, 203, 221, 225,

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239, 240, 255, 3IÖ, 31?, 335, 39i, 403, 439-
443, 464, 467, 471, 565,662,684,685,814, 821.

Mera II. 682.

Merabui II. 333.

Merani II. 490, 718, 749, 751.

Merara II. 736.

Mérat, V. A., 331.

Mérat-Inseln = Jamna und Madémo 331.

Merau [Maroj = Merauke-Fluss II. 284, 739, 742.

Merauke [Ermesu] II. 372, 561, 709, 771,
791-792, 800, 810.

Merauke-Fluss [Maro] loi, II. 284, 739, 742,
767—768, 771, 791.

Mercator, Gerard., 2, 6, 7, 8, 12, 13, 23, 24,
25, 27, 28, 30, 49, 63, 69,
IL 814.

„Mercedesquot; IL 89.

Mercier, Kapt., IL 297.

Mercurius Britannicus [Hall, Joseph.,] 36.

Merena = Espiritu Santo 37.

Merewether, E. C., IL 435.

Merewether-FIuss [Omati] IL 435, 547.

Merir, Pulu., [Megïk] 209, 242, 258, 276, 293,
IL 330.

Mérite [Dumérite], Volontär., 270.

Mérite-Insel [Unéa oder Unia] 93, 270, 340,
IL 362, 536, 675, 737, 762.

„Merkaraquot; IL 293.

Merkara-Untiefe IL 293.

Merkus, Pieter., 322, 327, 331, 333, IL 4, lo,

13, 76-

Merkus-Insel Madiun 331, IL 288.

Merkus, Kap., 327, IL 459.

Merkus-oord = Lobo IL 10, 35.

Merlo, Juan de., 40.

„Mermaidquot; 306, 307, 308.

Meroka [Moroka] IL 266, 315, 337, 402, 528,
607, 610, 613, 664.

„Merrie Englandquot; IL 489, 490, 491,497—498,
500, 501, 502, 505, 506, 507, 508, 509, 520,
521, 522, 523, 524, 525, 526, 529, 531, 532,
533, 534, 535, 546, 547, 549, 550, 551, 552,
553, 554, 562, 563, 566—569, 570—574,
586—589, 590—591, 592, 601, 602, 603, 604,
606, 611—615, 618, 624, 630, 631, 632,635,
636, 637, 656, 657, 658, 667, 669, 68
r, 682,
686—688, 690, 712—715,721—724, 741,745,
747, 748,
754, 774, 775, 778, 780, 796, 797.

Merriman, Gebrüder., IL 155.

Merten, Korv. Kapt., IL 672—673, 695—696,

729—730.
Mèsa 286.
Mesani IL 592.
Mesmeri IL 173.

Mesmon-Inseln = Doif-Inseln [Jèf Doif ] IL 100.
Mesrei IL 168.
Messerschmidt, J. B., IL 734.
Mèsuing IL 452.

Meta-Insel [Rabuin] 67, IL 356, 702, 782.
Meta-Inseln 25.
Metawoi [Asmin] IL 761.
Metawoi-Hafen IL 514.

Meteorologische Beobachtungen IL 293, 302,

329, 577-

Methodisten- [Wesleyanische] Mission = Austra-
lasian Wesleyan Missionary Society IL
218.
Mètjé [Uranie-Insel] 71, 79, 221.
Metlek-Halbinsel IL 305, 343.
Meto IL 701.
„Metoquot; IL 785.

Meto-[Peter-] Hafen IL 701, 757, 762.

Metu Débi IL 103, 311, 543, 563, 769.

Metu Gär IL 199, 654.

Metu Gerau IL 198.

Metzger, Emil., IL 323.

Meulemans, J., IL 262.

Meulen, J. C. van der., IL 186, 767, 771—772, 792.

Meunsu = Mios Num 14, 15.

Meuterei 38, 241.

Mewadi IL 533.

Mèwhi [Powell-Fluss] IL 243.

Mewstone [Moturina] IL 72, 281, 299, 339, 379,

383, 407, 437, 526, 550.
Mexiko 18, 22, 23, 31, 32, 285.
Meyer, Adolf Bernhard., IL 91, 133, 165, 166,
167-178, 189, 209, 228, 252, 337,354,429,
480, 518, 557,\'640, 773, 826, 828, 834, 835.
Meyer, Aron Baruch., = Meyer, Adolf Bern-
hard., IL
167.
Meyer, W. C., IL 625, 626, 627, 653, 678,

705, 740.
Meyer, Kap., = Bétufi IL 144.
Meyrick, Eduard., IL 440.
Miam 32.

Miangas [Palmas] 248.
Miaru [Makuna] IL 506.
Miaru — Biaru IL 833.

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Miauri [Meauri] IL 532.

Mibu [Bristow-Insel] 261, IL 61, 231, 301,316,

386, 391, 409.
Michelis, Eduard., IL 68.
Michie, Alexander., IL
195.
Michie, Archibald., II. 141.
Michielsen, Thomas., 83.
Micholitz, Wilhelm., II. 373, 582, 837.
Mid-Felsen, IL 512.
Mid-Sandbank IL 365, 410.
Mida IL 748.
„Middelburchquot; 58.

Middelburg, Insel., 21, 97, 151, 160, 173, 222,
272, 333gt; II- 54, 113, 150, 428, 705, 738,
796,
s. auch Mios Su.
Middelburg, Insel., = Nana 151.
Middle-Insel IL
187.

Midge-Insel [Waboda] IL 435, 566, 749, 778.
Midimini = Seymour-Bai II. 603.
Midway-Riff 301, IL 271, 361.
Mielck, Wilh. M. O., IL 649.
Mieni IL 629.

Miers, Edw. J., IL 219, 292.
Mijé II. 214, 260, 429, 482, 679.
Mijlendonk, J. E. van., 15, 104, lO\'S, 125, 126,

129, 178, 182, 184, 185.
„Mikadoquot; IL 226.
Mikai IL 741.

Mikani Goro [Maikana Goro] IL 753, 779.
Miklucho Maclay, N. von., s. Maclay, N. von

Miklucho.,
Mikronesien IL
287.
Milano, Kap., = Fatagar IL 144.
Milaripi = Wamai IL 833.
Milben IL 9, 178, 278, 618, 800.
MilioHna II. 593.
Miller, Fred., II. 375.
Miller, J., IL 283.
Miller, J. W., IL 113.
Miller, Kapt., IL 35, 66.
Miher, M., IL 55.
Miller, Norman., IL
57.
Miher-Insel IL 55.

Milles-iles == Ninigo- [Echiquier-] Inseln 230.
Millet-Mureau, L. A., 208, 230, 232, 239.
Millport-Hafen [Losoa Du-Du] 45, IL 241, 248,

270, 376, 381, 392, 525, 747, 780.
Mills, R., IL 282.

Milman, Hugh., II. 409, 464.
Milne, G. F., II. 326.
Müne, Sir Alexander., IL 162.
Milne-Bai [Tauwara] 44, IL 182, 188, 256, 257,
316, 336, 341, 364, 368, 373, 377, 379,
439,
462, 471, 483, 492, 509, 522, 527, 531, 582,
616, 635, 639, 681, 702, 714, 780, 807, 837.
Mimiai 156.

Mimika [Memeka] (Brit. N. Guinea) II. 753.
Mimika (Niederl. N. Guinea) IL 8, 794.
Minahassa 333, IL 830.

Mindanao [Magindanao] 4, 11, 16, 19, 22, 103,
161, 174, 200, 217, 227, 237, 239, 247, 258,
285, 317, II. 44, 116, 228.
Mindoro 103, 237, 258.
Mindoro-Strasse II. 49.
„Minervaquot; 285, 301, IL 5.
Minerva-Untiefe 301, 307.
Minet, Pering, Smith amp; Co. IL 671.
Minez = Menezes (?) 16.
Ming-Dynastie 5.
Mingan Goja IL 629.
Mingan Tijega II. 629.
Miniäu IL 568.
Minicoy IL 623.

Minister, Nikolaus., IL 379, 403, 408.

Minjem s. Mintjim.

„Minnaquot; IL 137—138, 732.

Minnie-Felsen IL 270.

Mintjim IL 583, 758.

Minton, E. H., IL 141.

Miogrek IL 430.

Mioko IL 193, 218, 226, 238, 242, 250, 258,
274, 275, 285, 293, 295, 305, 319, 320, 323,
355, 359, 361, 363, 398, 399, 413, 424, 455,
462, 494, 497, 559, 579^ 624, 651, 663, 674,
699, 702, 731, 732, 766, 786, 840.
„Miokoquot; IL 30S, 361.

Mioko-[Wesley-] Hafen IL 76, 218, 226, 250,
258, 259, 285, 329, 343, 344, 352, 353, 354,
401, 420, 423, 455, 458, 480. 513, 582, 624,
649, 672, 758, 790.
Miori IL 206, 545.

Mios Amen s. Njos Amen [Klaarbeek].
Mios Auri [Djauri oder Jauri]
151, 153, 175,
IL 234.

Mios Ga oder Njos Matop [Kommerrust] 100,
174,
II. 705, 707.

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Mios Gin oder Njos Mon ketjil [Vlaming] 174,

II. HO, III, 705, 707.
Mios Imi 149.

Mios Kairu oder Ajawi [Providence-Insel,
Kleine.,] 130, 134, 199, 267, 317, II. 108,
136, 496.

Mios Korwär oder Aifondi [Providence-Insel,
Grosse.,] 70, 134, 149, 199, 267, 332, II. 136,
191, 496, 676, 678.
Mios Mansar [Jéf Njé] 129, 130, 135, 152, 162, 187,
252, 259, 277, 292, II. 120, 122, 124, 236, 705.
Mios Maon II. 114, 115.
Mios Mapi 224, 225, 275.
Mios Mon, s. Mesmon-[Doif-] Insein II. 110.
Mios Num 15, 21, 149, 175, 177, 332, II. 79,

118, 140, 201.
Mios Palu = Mios Su [Amsterdam und Middel-
burg] 21, 175, II. 94.
Mios Pas oder Njos Mon besar [Schooteroog]

174, II. HO, 705, 707.
Mios Pi oder Njos Amen [Klaarbeek] 100, 174,

II.nbsp;HO, 705, 707.

Mios Su [Amsterdam und Middelburg] 21, 97,
151, 160, 175, 222, 272, 333, II. 54,94, h5,
150, 428, 474, 703, 738.
Mios War 150, IL 127, 134, 135, 145, 148,214,330.
Miquek F. A. W., IL 12.
Mirabi IL 636, 667.
Mirani IL 715.
Mirapo IL 614.

Miri-[Bald-] Spitze IL 67, 268, 290, 317, 367,

433, 434, 565, 567.
„Miroquot; IL 565, 590.
Misa-Misa Goro IL 804.
Misäte IL 103.

Misèm [König-Insel] IL 362, 419.
Misima [Saint Aignan-Insel] 267, IL 241, 341,
373, 381, 437, 467, 469, 489, 507, 522, 526,
535, 550, 551, 571, 591, 592, 611, 630, 632,
639, 714, 722, 748, 774, 807, 819, 829.
Miskin, W. H., IL 488.

Misol 8, 33, 47, 51, 58, 72, 105, 122, 124, 135,,
136, 137, 148, 152, 157, 163, 164, 166, 177,
179, 184, 185, 186, 187, 219, 226, 235, 249,
250, 259, 298, IL 4, 80, 84, 89, 95, 96, HO,

III,nbsp;112, 113, 114, 134, 138, 144, 160, 193,
215, 220, 223, 260, 261, 283, 366, 426, 543,
625, 704, 705, 707, 739, 793, 828, 838. 839.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Mispalu = Mios Palu [Mios Su] 175, 222, 225.

Missies — Massis 176.

Missionary Passage IL 301, 316, 523, 568, 570.

Missionen IL 2, 68—69, 80—8r, 88, 123, 127,
129, 136, 163, 182—183, 191 — 192,203,218,
224, 225, 238, 239, 240, 243, 256, 282, 283,
289, 290, 295—297, 301, 305, 316, 328—329,

334, 335, 374—375, 378, 379, 421, 443, 446,
459—460, 471—472, 481, 491, 493, 506, 507,
510, 515, 520, 521, 525, 529, 532, 533, 534,
537, 538, 540—542, 543, 550, 551, 552, 554,
561, 569, 570, 571, 573, 574, 585, 587, 592,
593, 597,
601, 602, 609, 615, 623, 624, 625,
630, 632, 635, 647, 651, 652, 658,661—662,
673, 674, 681, 684, 685, 687, 690, 696, 713,
714, 722, 723, 724, 731, 733, 738, 746, 747,
748, 751, 754, 761, 762, 766, 773, 774, 780,
782, 783, 786, 792, 796, 802, 803, 804, 806,
809, 837.

Missionsgehülfen [teachers] IL 151, 163—164,
182—183, 191 —192, 203, 205, 207,218,238,
239, 248—249, 255, 256, 257,265—267,277—
278, 289, 391, 300, 316, 334—335, 391, 407,
409, 437, 491, 506, 526, 550, 551, 566, 571,
574, 603,
615, 747-

Mission vom. Göttlichen Wort [S. V. D.] IL 374,
621, 651, 673, 724, 761, 763, 809.

Mission vom Heiligen Herzen Jesu IL 520,
337, 651, s. ferner Austrahan Church of
Enghsh Mission [Anglikanische Mission] —
Congregatio Mariae [Société de Marie] —
Gossnerscher Missionsverein — Jesuiten-
Mission — London Missionary Society —
Neuendettelsauer Lutherische Missionsgesell-
schaft — Rheinische Missions-Gesellschaft —
Société des Missionaires de Notre-Dame du
Sacré-Coeur —■ Utrechtsche Zendingsver-
eeniging •—• Wesleyan Methodist Missionary
Society, Australasian.

Misty-Berg IL 165.

Mita IL 379, 471, 507, 522, 681, 714, 837.

Mitawa IL 723.

Mitchell, Sir Andrew., IL 819.

Mitchell-Fluss 222.

Mitchell-Sund IL 435.

Mitre-[Mitra-] Fels IL 190, 354, 377, 506,509,

573, 588, 713.

Mitum-Mitum Mitaba [Jenkins-Insel] IL 246.

119

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MIani II. 796.

Mo de la paz == Insu Moär 25.
Mo, Isias de., = Insu Moär und Insu Manai
25, 27.

Moa = Insu Moâr 24, 68, 69, 95, 171, II. 53.

Moa = Mua [Banks-Insel] 241.

Moa = Muor 297.

Moa = Sarmi 331.

Moapa s. Maùpa.

Moär, Insu., 25, 68, 69, 89, 95, 96, 172, 206,

317, 331; n. 28, 53, 299, 463.
Moarapi == Lèse II. 833.
Mobiabi = Mowi Awi IL 566, 670.
Mobiri II. 587.

Mobowaräi [Hughes-Bai] IL 469, 534, 572, 573,

602, 687, 715.
Mocha, La., 169.
Mochi, Aldobrandini., II. 826.
Mochlón IL 736.
Mocsäry, A., IL 641.
Modan II. 209, 626.
Modar Goro IL 404.
Modder Eylandt 54.

Modeiwa [Gatamaran-Bai] II. 225—226, 747.
Modema 25, 68.

Modera, J., 41, 323, IL 5, 6, 8, 13.
Modiri Siba IL 531.
Moewes, F., 205.

Mofia == Mios Korwar [Aifondi] IL 496, 678.

Mogobu IL 573.

Mogoruia IL 602.

Mogosi IL 615.

Mogotira IL 625.

Mohamad s. Mahomad.

Mohamad Onin IL 739.

Mohamad Takar, Hadji ben., II. 739.

Mohamad Tahir Alting, Prinz., IL 654.

Mohamadil Mabusi Amirudin 242.

„Mohawkquot; II. 685, 715.

Mohu IL 206, 407, 472, 505, 532, 545, 553,

569, 609, 632, 680, 685, 774, 837.
Mohu, Insel., IL 687.

Moisel, Max., 67, IL 30, 69, 219, 227, 244,

354, 355, 357, 479, 492, 57^, 593, 643, 644,
698, 734, 820.
Moisy, Bodo von., IL 536, 555, 556.
Mojamutu II. 186.
Mok [Móuk] IL 732.

Mok [Móuk] Lin oder Klein-Mok IL 732,
755, 756.

Mok [Móuk] Mandrian oder Gross-Mok IL 732,

755, 756-
Mokari IL 718.

Mokmèr IL 410, 411, 430, 463, 626, 738.
Mokuru IL 723.

Moide, Händler., IL 730, 732, 755, 756, 804.
Mole-Insel 66, 300, IL 420, 455, 520, 621.
Molengraafif, G. A. F., IL 170.
Moletka [Moluka] - Prinses Marianne-Strasse

II. 541.

Moleyns, R. de., s. De Moleyns, R., IL 776,

797.

Moh, Jäger., IL 769.

Molikamas [Pearce Gay] IL 258.

Molineau, le géant., = Wunsudu [Ansudu] 206.

Moh, Gerrit., 85, 88.

Möllendorff, O. von., IL 834, 840.

Möller, Fländler., IL 577, 732.

Möher, H., IL 423.

Mohet, D., IL 93, 94.

Molot IL 218.

Moltke, Kap., IL 418.

Molua, Kap., IL 804.

Moluka = Prinses Marianne-Strasse IL 541, 561.
Molukken 5, 8, 9, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 21,
30, 31, 33, 34, 41, 42, 135, 182, 201, 215,
216, 220, 272, 297, 321, 325, 339, IL 3, 4,
76, 77, 97, 121, 131, 223, 251,494,759,819.
Molukken-Passage 228, IL 120.
Molukken-See 164, 215, 220, 235, 237, 245.
Molus [Liebliche Inseln oder lies Gracieuses]

327, II. 766.
Möm IL 171, 213.
Mom = Nuför 176.
Mombara IL 573.
Mombaräi = Bombaräi IL 427.
Mombrani IL 234.
Momi IL 777.
Momih IL 221.
Momonga IL 713.

Mon besar, Njos., s. Njos Mon besar [Mios Pas].
Mon ketjil., Njos., s. Njos Mon ketjil [Mios Gm],
Monaco, Fürst Albert von., IL 765.
Monambar [Majasalawa] 152.
Monanumu [Berebeinumu] IL 664.
„Monarchquot; II. 92.

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Mönchs- [Monks-] Insein — Anachoreten-Insein

231, IL 194.
Monckton, C. A. W., IL 488, 669, 670, 680,

748, 751, 774, 776—777, 781, 799.
Monday IL 17, 27.
Monday-Bank IL 80, 109.
Monénu IL 417.
„Monetaquot; IL 222.
Moneta-Bank IL 222, 292.
Money-Untiefe IL 55, 753.
Mongai IL 400, 650.
Mongèn IL 459.

Monges [Monjos], Los., = Anachoreten-Insein

231, IL 194.
Mongori IL 605.
Moni II. 605, 637.
Moniwauf IL 466.

Monjos [Monges], Los., = Anachoreten-Insein

231, IL 194.
Monkait, Kap., 129, IL 816.
Monks- [Mönchs-] Insein = Anachoreten-Insein

231, IL 194.
Mon-Mon 81, 339, IL 160.
Mono [Treasury-Insel] IL 33, 40, 625.
Monod de Froideville, H. J., IL 298, 332.
Monod-Eiland IL 332, 711.
Monof 230, II. 695.
Monokwari IL 411.
Monopamba IL 411.
Monopole IL 3, 5, 683.
Monrad, Axel., IL 699—-700.
Montagu, J. W. IL 15.
Montagu-Spitze IL 420.

Montague, Dr., IL 540—543, 561, 583, 710.

Montague-Bai 133, 327.

Montandon, A. L., IL 528, 641.

Montanus, Arnoldus., 86.

Montefiore 8c Co., Joseph., IL 184.

Montémont-Inseln IL 46, 72.

Monterey 37.

Monterey, Puerto de., 44.

Monteverde-Inseln IL 51.

Montevideo 306.

Montgomery, John., 320.

Montgomery, Kapt., IL 141.

„Montiaraquot; IL 321, 322.

Monticelli, Fr. Sav., IL 641.

„Montrealquot; IL 55.

„Montrosequot; = „Duke of Montrosequot;.

Montrouzier, J. X. H., IL 68, 69, 822.

Monts, Kap., IL 458.

Monubori IL 214.

Monukwär IL 429.

Monumbo [Potsdam-Hafen] IL 420, 698, 737,
738, 758, 763, 783, 788, 809.

Monyé, A. de., IL 41—42.

Moolbaan 175.

Moolenburgh, P. E., IL 175, 177, 626, 739,
769, 772—773,
810.

Moolenwerf, Jan Jansz., 61.

Moon-Pass II. 316, 656.

Moor [Sumpf] IL 800.

Moordenaars-Fluss 83, 84, 119, 120, 158, IL
186, 815.

Moore, J. G., II. 25—-27.

Moore, W. Usborne., II. 364—365.

Moötti IL 170.

Mopi IL 657, 658.

Moppa = Armopa II. 311.

Mopüe II. 593.

Mör [Nutu Rutumoraja] 149, IL 429, 601,704.

Mör- [Ter Schelling-] Inseln 149.

Morabi [Manu-Manu] IL 407, 569, 660, 666, 771.

Morait IL 211.

Moran, Francis Patrick., 37.

Morata s. Goodenough-Insel IL 470, 590.

Moratau s. Fergusson-Insel.

Moratau, Berg, IL 590.

Morawi II, 506.

Morde 76, 112, 123, 124, 137, 180, II. 27, 38,
68, 83, 123, 127, 146, 148, 155, 158, 166,
183, 195, 227, 232, 246—249,253—254, 258,
265, 281, 282, 289, 293, 294, 299, 300, 305,
376, 381, 400, 407, 410, 423, 427, 437, 449,
470, 473, 485, 486, 489, 490, 495, 503, 504,
505, 506, 507, 513,, 514, 522, 525, 533, 535,
536, 540, 551, 555, 556, 557, 559, 561, 568,
569, 577, 583, 592, 539, 602, 603, 606, 614,
619, 620, 624, 625, 628, 640, 656, 652, 656,
669, 672, 690, 691, 694, 708, 709, 710, 715,
718, 719, 726, 738, 744, 749, 751, 752, 753,

754, 7SS, 757, 77L 772, 776, 777,J^^, 79L
798, 802, 804, 829, 830, s. auch Überfälle.

Mörder-Fluss s. Moordenaars-Fluss.

More II. 750.

Moré IL 177, 629.

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Moreaipi = Orokolo II. 833.
Moreau, C., 182.
Moreha II. 428, 703.
Morehead, B. D., II. 502.
Morehead-Berg II. 488.

Morehead-Fluss [Barimbär, Totogabe oder Tu-
ruasij IL
502, 540, 541, 549, 562, 614, 658,
668, 691, 692, 712, 741, 745, 748, 780, 806.
Moresby IL 378.

Moresby, John., 26, 44, 192, 269, IL 155-156,
164, 165, 166, 178-182, 186-191, 195,
242, 290, 368, 417, 573.
Moresby, Sir Fairfax., IL 179.
„Moresbyquot; IL 699, 731, 800.
Moresby-Felsen IL 292.
Moresby-Hafen s. Port Moresby.
Moresby-Insel [Basilaki] IL
180, 187, 188, 240,
257, 316, 336, 339, 341, 342, 361, 376, 379,

383,nbsp;392, 436. 437, 449, 509, 691, 724.
Moresby-Strasse II. 187, 469.

Moreton, M. H., IL 105, 507, 526-527, 529,
534, 567, 587, 588, 603, 607, 611, 630,
657, 691,
723, 751, 798-799, 807.
Moreton-Bai IL 66, 70, 73, 92, 127, 154, 341,

384.

Morga, Antonio de., 33, 38, 40.
Morgan, Edward., 159, i6i.
Morgan, E. W., IL 470.
Morgan, Robert., 228.
„Morgensterquot; 72.

Mori oder Muri [Mount Adolphus-Insel 241,
254, 298, 307, 308, 309, 318, 319,
IL 39,
49, 59, 85, 90, 510.
Morigio IL 62, 547.
Morison and Marshah IL 671.
Moro [Morotai] bei Halmahera 20.
Moro auf der Roissy-Insel II. 782,
Morobada [Manu-Manu] IL 485.
Morobe s. Adolf-Hafen.
Moroka s. Meroka.
Morong IL
677.

Moroke = Marobe [Barobi] II. 786.
Morope = Marobe [Barobi] IL 786.
Morotai 14, 23, 25, 71, 164, 166, 174, 227, 228,

236, 258, 317, IL 118, 136, 158.
Morotai-Strasse 237.
Morotau s. Fergusson-Insel.
Morrell, Abby Jane., IL
16.

Morrell, Benjamin., 319, IL 2,16 -18,27—31,

356, 821.
Morrell-Inseln IL 17, 28, 29, 30.
Morrell-Lagune II. 29.
Morrell-Vulkan IL 29.

Morris, D. F. van Braam., IL 132, 251, 310—

323, 331-333, 368, 711.
Morris-Insel IL 333.

Morrison, George Ernest., IL 165, 315—316.
Morro de buena paz = Insu Moär
25, 29.
Morro, Heinrich., IL 533.
Morry = Mor 225.
Mortier, Bieter., 65.

Mortlock-Inseln oder Marken [Tauu] 89, IL 16,

460, 623, 764.
Morton, Alexander., IL 240—241.
Morton, Wihiam., 252.
Moru IL 680.

Mosche, Franz., IL 127, 133—134, 135—138.

Moseley, H. N., IL 198, 199, 327.

Moseley-Insel IL 199.

Moseley a IL 693.

Moses 64, 65, 66, IL 815.

Moses-Insel [Tabär] 65, IL 815.

Moskitos 262, IL 793.

Mosmon II. 411.

Mosmosa IL 411.

Mosquito-Inseln [Tuwäi und Tuwäikike] IL

552, 573, 774-
Mosse [Mase] IL 596..
Mossel, J., 200.
Mosto, Andrea da., 13.
.Mósuang IL 596, 759.
Motu IL 67, 317, 773.
Motu-Iti [Kennedy-Insel] IL 821.
Motu Lawäu IL 290.
Motu-Sprache IL 439.

Motu-Motu IL 267, 279, 289, 335, 360, 380,

437, 449, 471, 527, 549, 554, 566, 592, 618,
832, 833,
s. auch Toaripi.
Motuna II.
383.
Motupuia IL 383.

Moturina [Mewstone] IL 72, 281, 299, 339,

379, 383, 407, 437, 526, 550.
Móuk s. Mok.

Moumeri = Maumiri II. 278.
Moumih == Maumiri IL 266.
Mount Adolphus [Muri] 241, 254, 298, 307,

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308, 309, 3I8, 319, II. 34,49,59,85,90,510.

Mount Augustus 257.

Mount Cornwallis [Dauan] 257, 261, II. 61,
151, 164, 178, 180, 183, 192, 203, 206, 207,
225, 257, 258, 337, 388, 389, 439, 465, 467,
501, 502, 527, 549, 565, 566, 741, 745.

Mount Douglas-Distrikt II. 754.

Mount Ernest [Nagir] 256, II. 60, 73, 159, 207,
259, 263, 467, 685.

Mountainous Island = Banks-Insel 254.

Mountainous Island = Mount Adolphus 241.

Mourelle [Maurelle], Francisco Antonio., 229.

Mourilyan, Leutn., II. 179.

Mourilyan-Insel [Lolo-Loa oder Lolo-Rua] IL
179.

Mourilyan-Kap [Waneta] II. 470, 529, 780.

Mouse-[Maus-] Insel 66, 300, II. 420, 455,621.

Mouton, O., II. 276, 759.

Mouton, W. A., II. 600, 653—655.

„Möwequot; 198, IL 211, 238, 292, 302,357, 372,
458, 593gt; 619—62.2, 640, 646, 65 I, 654, 672—
673, 695—696, 729, 730, 731, 760, 761, 762,
763, 784—785, 803, 804—805, 807, 808, 809.

Möwe-Fahrt [Elisabeth-Fahrwasser] II. 362.

Möwe-Hafen II. 620, 621, 671, 672, 696.

Moweawe = Mowi Awi IL 267, 335.

Möwen-Fluss = Meeuwen-rivier loi.

Mowi Awi [Eawara] IL 267, 335, 437, 527,
566, 618, 670, 833.

Moxel = Misol 152.

Moyse, Isle., = Moses-Insel 65, II. 815.

Mozambique II. 31.

Mrouwke-Fluss== Merauke-Fluss [Maro] II. 768.

Mua [Banks-Insel] 241, 254, 257, II. 164, 192,
203, 225, 337, 391, 467.

Mualim [Muarlin] IL 218, 226, 579, 649.

Muarlin s. Mualim.

Mubke IL 6.

Mud-Bai IL 510, 573, 715, 723, 780.

Muddy-Bai IL 204.

Mudge-Bai II. 379, 437.

Mudge-Insel IL 271, 295.

Mudjuara [Mujuara] IL 636.

Mueller, Ferdinand Frhr. von., IL 229, 241, 337,
368, 387, 408, 434, 440,443, 489, 521, 839, 840.

Mueher, J., II. 208.

Mugula = Dufaure-Insel [Bona-Bona] 44, IL 255.

Mugutira 109, IL 792.

Muirhead-Rifif 286.

Mujua = Woodlark-Insel IL 39.

Mujuara [Mudjuara] II. 636.

Muka IL 459.

Muka = Umka 143, 155.

Mukau IL 713.

Mukawa II. 508, 723.

Muki IL 236.

Mukwa [Cap-Insel] 257, 261, IL 180.
Mukwär s. Cap-Insel [Mukwa].
Mulert, F. E. Baron., IL 817.
Mulgrave-Insel [Badu] 257, II. 48, 67, 146,

39 c 724.

Mulholland IL 282, 43.7.

Muli = Prinses Marianne-Strasse, 322, 11.6,541.
„Mulk ul Borihquot; II. 626.
Mullens, Joseph., IL 225.

Mullens-Hafen [Paro oder Pouro] 44, IL 159,
225, 248, 256, 367, 484, 522, 525, 527, 531,
681, 714, 747.
Muher, D. G., 109.

Müller, Ferd. von., s. Mueller, Ferd. von.
Muher, G. S., IL 24.
Müher, Johannes., II. 97.
Müller, Karl., IL 208.

Müher, Salomon., 23, 41, 80, IL 5, 9, 12, 31.
Muher, S. J. P., IL 795.
Muher, Th. N., IL 19, 24.
Multum, Anthony Adriaensz., 107, 109, 112.
Mulua IL 244.

Mumai Sepatan [Menjaifun] 162, IL 121, 124,

s. Alancatouw.
Mumes IL 298, 313, 428, 462, 564, 598, 625,
796, 834.

Mumre [Angriffs-Hafen] 330, IL 28. 357, 358,

581, 597, 621, 651, 672, 758.
Mumus s. Mumes.
Munawei [Muniwai] II. 789.
München IL 725.
„Münchenquot; IL 737, 763, 764.
Mundawpa iL 28.

Mündt, Friedr. Ludw. Theod., 133, IL 138.
Mundt-Lauff, Theodor., s. Mündt, Friedr. Ludw.
Theod.

Mundua [Forestier-Insel] 270, 340, IL 362.
Mungrungou IL 629.
Munikahila IL 220, 221, 266, 278.
Munikahila-Fluss IL 266.

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Munikai\'ra - Munikahila II. 220.

Muninima II. 220.

Muninumu II. 390.

Muniwai [Munawei] IL 789.

Munnick, O. M. de., IL 260.

Munnik\'s Hoek = Hooge Zuidhoek 150.

Münster, Graf Herbert zu., II. 347, 349, 350.

Munsury = Rumsaro 222, 223.

Munubäi II. 214, 411.

Munukwari IL 214.

Munwaworo IL 463.

Muo IL 797.

Muor 217, 286, 303, IL 121, 122, 124.
Muralug [Prince of Wales-Insel] 17, 45, loi,
211, 212, 241, 254, 289, IL 141, 146, 163,
267, 287, 391, 443, 467, 639, 832.
Murare II. 667.
Murawawa-Bucht IL 603.
Murchison, Sir Roderick Impey., IL 140.
Muri [Mount Adolphus] 241, 254, 298, 307,

308,nbsp;309, 318, 319, IL 39,49,59,85,90.510.
Murray, A. W., LI. 150-151, 154,163-164,

165, 179, 182-183, 191—192, 300.
Murray, Charles G., IL
718-719, 740—741,

746, 748-749, 778-779, 780.
Murray, John., 287, IL 668.
Murray, John Guthrie., IL 196.
Murray, Regierungsagent., IL 455.
Murray-Insel [Mèr] 255, 287, 290, 299, 302, 308,

309,nbsp;310, 324, n. 24, 37, 39, 51, 59, 60, 61,
63, 86, 164, 179, 182, 191, 203, 221, 225,
239, 240, 255, 316, 317, 335, 391, 403, 439,
443, 464, 467, 471, 565, 662,684,685,814,821.

Murray-Inseln 253, 255, 287, 290, 324, IL 15,

61, 64, 86.
Murua = Ondamuda (?) IL 365.
Murua [Jela] s. Rossel-Insel.
„Muruaquot; IL 690, 775, 799.
„Murunaquot; IL 699—700.

Musa IL 377, 588, 604, 605, 606, 630, 636, 637,
682, 713, 719, 750, 776, 777, 781, 800, 807.
Musan =r St. Matthias-Insel IL 619.
Muschelgeld [Dewara, Pele, Tabu, Tambu] 313,

IL 258, 297, 580, 594, 647.
Muschü [Gressien-Insel] 25, 67, 329, IL 356,

596, 621, 702, 782, 783, 809.
Musgrave jr., Anthony., IL 203, 377, 378, 380,
382, 383, 407, 467, 473, 685, 688, 799.

Musgrave-Berg [Toi] IL 487, 488, 634.

Musgrave-Fluss [Alémé] IL 438, 441, 611,
682, 779.

Musgrave-Fluss [Taboro] IL 404, 405, 553.

Musia II. 613.

Muskatblüte 10, 63, 72.

Muskatnuss, 8, 10, 52, 57, 63, 72, 78, 105, 117,
118, 126, 128, 137, 147, 156, 157, 180,214—
218, 219, 222, 224, 259, 275, 278, 279, 286,
297, IL 16, 17, 82, 100, 217, 251, 330, 425,
428, 819, 820.

Muskiet-Eiland = Sibir IL 103.

Musschenbroek, S. C. J. W. van., 124, 138, 221,
229, IL 121, 124, 159, 212, 817.

Mussilia = Laitere [Lektre] IL 357, 696.

Mussuli [Passule(?)] IL 696.

Musters, J. G., IL 252,

Mustika, Insel., 136, 152, IL 121.

Mutji IL 493.

Mutlar IL 344.

Mutter, Vulkan., [Kombiu] 195, 313, IL 242,
244, 249, 305, 477, 516, 725, 760.

Mutu [Tomagu oder Temaguju] 162, 22 r.

Mutu Besar = Biantji [Biansi] IL 124, 428.
Muwata = Mawata IL 164.

Myers, C. S, IL 683—685.

Myfory = Nufor 222, 223, 224, IL 169.

Myristica argentea 8, 215.

Mysore Schouten-Inseln IL 169.

Mysory = Nuför IL 169.

Mysory = Schouten-Inseln 222, 249, 300, 332.

N.

Na 33.

Naala = Nara IL 290.

Nabäi IL 530, 531.

Nabanapa IL 529.

Nabedäi II. 636. •

Nabeu II. 524.

Nabo IL 566.

Nabuapaka IL 835.

Nabuto-Bucht IL 763.

Nacharunèp IL 803.

„Nachtegaalquot; 185.

Nachtigal, Gustav., IL 356.

Nachtigal-Bucht [Makabiang] 67, IL 356.

Nada [Laughlan-Inseln] 297, 325, IL 51, 76,

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119, 136, 2/5, 320, 321, 5O8, 522, 529, 534,
572, 591, 592, 722, 763.
Nada — Victoria-Berg II. 634.
Nadi II. 529.

Nafn\' [Waba] II. 102, 411, 431, 544, 586, 654.

Nagarakrëtagama 7, 337.

Nagasaki 211.

Nagila II. 316.

Nagimu II. 538.

Nagir [Mount Ernest-Insel] 256, II. 60, 73,

207, 259, 467, 685.
Nagira II. 510.
Nagirita II. 744.
Nagling II. 415.
Nago II. 362.

Nago- [Nissel-] Durchfahrt II. 362, 363, 759

784, 831.
Nahaobu II. 719.
Naiaburi II. 206.
Naimèse II. 547.

Nainuk = Enuk II. 320, 423, 726.

Nairobi II. 628.

Naiwaia II. 586, 587.

Nakanai II. 594, 646, 674, 675.

Nakari II. 377.

Nakung = Kung II. 623.

NaIa = Nara II. 335, 565.

Nalèmo [Daumlingé] II. 358.

Nalèsa II. 217.

Namai II. 267.

Namaka II. 614.

Namakalau II. 420.

Namane ~ Mane II. 400, 577.

Namarara II. 736.

Namaripa [Vlakke Hoek oder Debelle-Kap]

84, IL 44.
Namatanai II. 763, 814.
Namatanai-Bucht 64.

Namatote 54, 82, 83, 103, 119, 120, IL 10, 15,
45, 82, 185, 186, 216, 261, 366, 425, 503,
793, 810, 815.
Naman IL 317.
Nambar IL 421.

Nambèr IL 139, 168, 235, 430, 626.
Nambung IL 675, 784.
Namea IL 268.
Nameless Island 302.
Namianumu IL 266.

Namidsin Ag IL 421.
Naminadobu II. 524.

Namisoko = Lólobau [Duportail-Insel] IL 245.

Namoa II. 280, 289, 335.

Namosé IL 463.

Namual = Namwal IL 636.

Namwal IL 636, 667, 668.

Nan 293, II. 287.

Nanawaul II. 363.

Nangaura IL 186, 216.

Nango IL 701.

Nangunei II. 736.

Nan Lama 293, IL 287.

Nanora IL 344.

Nanson IL 492, 557, 809.

Nantes 201.

Nanuba = Januba IL 466.
Nanuk IL 344.
Naoma IL 733.

Naoro [Brown-Fluss] IL 252, 279, 440, 444,
445, 488, 608, 662, 664, 665, 681, 687, 688,
690, 693, 716, 717, 718, 747, 806.
Napairu IL 447.

Napakur = Tatau 65, 91, IL 461, 593, s. auch
Tabär.

Napan II, 127, 148, 171, 429.
Napapar IL 726.
Napeku IL 8.
Napèrboi s. Napirboi.

Napirboi IL iii, 121, 215, 298, 313, 410, 427,

s. auch Umka.
Napoles, Vicencio de., 18, 19.
Napoleon IL 28.
Napoleon III-Bassage IL 106.
Napusis IL 476.

Nara [Nala] 11. 279, 290, 335, 505, 565, 569,680.
Naraga [Nord-Insel] 270, IL 56, 514, 536,762.
Naramasa = Aramasa IL 626.
Nara-Nara Wai [Skelton-Insel] IL 379.
Naratu [Maratu] IL 267.
Nares, Sir G. S., IL 197—198.
Nares-Hafen II. 199, 369, 473, 560, 801.
Naresüm IL 411.
Naria IL 615.

Naria [Maria Pohu oder Eugenie-Insel] IL 47,
224.

Narianumu II. 314, 335, 390.

Nariki [Buru, Kap.,] 83, IL 9, 129, 144, 170.

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Narinoko II. 390.

Nario = Naun\'o [Steenboom, Kap.,] II. 771.
Nâriro II. 510.
Narowo II. 663.

Narupai [Horn-Insel] II. 163, 237, 247, 386, 639.

Narupu II. 248.

Narurun Guta II. 804.

Nash, John., II. 184.

Nash, Kapt., 296.

Nasigagora II. 744.

Nasimoff [Nazimoff], Kapt. z. See., II. 152.
Nassa callosa II. 594, s. auch Muschelgeld.
Nassau, Max von., [Zander, Otto.,] II. 577.
Nassau-Bucht II. 418.
Nassau-Fluss II. 418, 422.
Natia II. 802.

National-Museum, Ungarisches., II. 539, Ó41.
Natividad de Nuestra Senora 29, 90, s. auch

Santa Maria, Kap.,
Nativité, Port de la., = Guasopa-Bai II. 69.
Natte = Natia II. 802.
„Natunaquot; II. 702,
Natuna-Inseln II. 582.

Nau oder Nawi [Dwars in den weg] 149, II.

288, 429, 655.
Nauagere II. 265.
Nauéa = Eboa IL 336.
Naugas IL 784.

Naulawum [Vater, Vulkan.,] IL 245, 646, 816.
Naumann, F., IL 175, 208.
Naumburg a. S. IL 518.
Naüna in Brit. Neu-Guinea IL 267.
Naüna [Balètwi oder La Vandola] 66, 233, 247,
266, IL 76, 108, 212, 294, 295, 401, 623,
625, 730.
Nau-Nau IL 529.
Naura IL 682.
Naurawas IL 784.
Nauria IL 572.

Naurio [Steenboom, Kap.,] 121, IL 8,45, 771, 794.
Nausen [Siegel-Insel] IL 362.
„Nautilusquot; IL 19, 22, 24, 165, 292.
Nautilus-Strasse 81, 119, IL 19, 22, 45, 82,

129, 144, 185, 216, 366, 704, 793, 810.
Nautilus-Untiefe IL 292.
Nauwasewe II. 5 50.
Navangen IL 295.

Navarre, L. A., IL 296—297, 305, 328—329,

378-379, 446-443, 471-472, 505, 53i,
608-609, 632.

Navarre-Nadel IL 506.

Navarrete, M. Fernandez de., = Fernandez de

Navarrete, M., 15, 18.
Navidad, Puerto de la., 31, 38.
Navil-Insel = Tobi 242.
Navin [Nawin] IL 735.
Nawan 221.
Nawarakadina 44,

Nawawara IL 529.nbsp;,

Nawi [Nau] 149, IL 288, 429, 655.
Nawin [Navin] IL 735.
Nawiu IL 647, 652.

Nazimoff [Nasimoff], Kapt. z. See., IL 152.

Nbulibuh = Nbuli-Nbuh IL 534.

Nbuli-Nbuli IL 534.

Ndjan [Djan] 270, IL 420.

Ndréu [Berry-Insel] IL 732.

Ndrilo IL 625, 732, 756.

Neabo IL 547.

Neapel IL 206, 287, 528, 765.
„Nearchusquot; 310.
„Nécessairequot; 217, 218.
Neeuw = Jèf Njé 162.
Negawo-Bucht IL 392.
Negidebi IL 654.
Negri, Christoforo., IL 201.
Negri Sembilan 338.
Negritos IL 153, 233.
Negros 258, 310.

Negros-Inseln oder Negros, Isias de los., [Ma-

karenge] 232, IL 303, 695, 732, 756.
„Nehalenniaquot; IL 84.
Nehrkorn, A., IL 830.
Neill-Fluss [Tomari Kusa] IL 337.
Neilson IL 507, 522, 604.
Neinduk IL 784.
Ne Ital IL 596.
Neitap = Ne Ital IL 596.
Nekumara [Epidermis-Insel] IL 572.
„Nelliequot; IL 489.
Nelson, J. G., IL 686.
Nelson, Sir Hugh M., IL 671, 681—682.
„Nelsonquot; IL 360—361.

Nelson, Kap., IL 189, 366, 377, 491, 508, 509,

573gt; 574, 713, 723, 748, 774, 77^, 777, 780,
781, 797, 799.

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Nembang II. 782.

Nembo = Nemtó II. 596.

Nemtó II. 596.

Nemisorco oder Nemisocco = Powell-Hafen
[Tawanatângir] II.
244.

Neneba II. 633, 634, 635, 660, 661, 667, 716.

Nepean, Evan., 256.

Nepean-Insel [Edugor] 256, 261, II. 38, 48,
63, 105.

„Neptunequot; 301.

Neptun-Spitze 328.

Nerakoi 313.

„ Nereidquot; II. 270.

Nereid-Klippe II. 270.

Nèsai II. 245, 646, 805.

Nèsan = Nissan II. 460.

Netscher, A. D. van der Gon., II. 35,

Netscher, H. P., II. 832.

„Nettie Merrimanquot; = „Marquis de Raysquot; II.
274.

Nettle, Wilham., II. 520—521, 554, 632, 659,
661, 666.

Neu-Britannien 64, 133, 178, 189, 195, 196, 231,
•232, 246, 270, 271, 272, 281, 313, 325, 335,
II- 131, 349, 819, 824, s. ferner Neu-Pommern.

Neue Inseln = Däumhnge [Nalèmo] II. 358.

Neuendettelsauer Lutherische Missionsgesell-
schaft II.
374, 421, 537—538.

Neu-Fundland 210.

Neu-Georgia II. 40, 663.

Neu-Guinea-Kompagnie [Neu Guinea Compag-
nie] IL
345, 346, 372, 394-398, 413, 459,
475, 478, 479, 495, 512, 518, 520, 535,538,
539, 555, 557, 558, 560, 575, 649-650,
675, 676, 697, 701, 726-729,735,738,757,
762, 765, 785, 808, 809, 835—836, 840.

Neu-Hannover 65, 87, 91, 102, 131, 196, 197,
205, 231, 232, 247, 266, 272, 317,
ii. 29, 34,
50, 108, 162, 211, 212, 265, 270, 271, 281,
294, 303, 305, 3Ö2, 369, 400, 412, 477, 514,
556, 560, 575, 581, 595—596, 616, 623,624,
652, 676, 694, 726, 757, 759, 760, 761, 766,
803, 808, 815, 829, 840.

Neu-Hebriden 9, 37, 240, 258, 281, 325, 333,
IL 30, 52, 68, 155, 197, 264, 305, 309, 318,
349, 558, 622, 662, 663, 708, 814.

Neu-Holland i, 7, 16, 17, 27, 45, 49, 51, 53,
80, 85, 100,
IOI, 115, 127, 138, 157, 158,

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

181, 189, 209, 210, 211, 212, 227, 236, 239,
240, 251, 286, 287, 289, 291, 306, 308, 318,
340,
IL 45, 63, 130, 164, 631, 818, s. auch
Austrahen.

Neu-Irland 64, 85, 131, 132, 171, 196, 204,
238, 239, 245, 247, 265, 281, 326,, 334,
IL
349, 824, s. ferner Neu-Mecklenburg.

Neu-Kaledonien 239, 245, 265, 275, 325, II.
68, 92, 105, 116, 136, 195, 223, 262, 264,
274, 343, 623, 674, 818, 819, 828.

Neu-Lauenburg [Duke of York-Insel] 195, 196,
246, 313,
II. 29, 53, 76, 80, 108, 131, 133,
166, 184, 194, 218, 219, 220, 238, 242, 243,
246, 249, 258, 269, 273, 274, 282, 285, 286,
293, 295, 305, 318, 319, 321, 342, 349, 352,

361,nbsp;369, 375, 398, 461, 462, 476, 480, 512,
579, 594, 596, 647, 649, 673, 674, 808, 827,
830.

Neumann, K. F., 5.

Neumayer, Georg., IL 357, 453.

Neumayer-Fluss [Babüe] 330, IL 357, 696.

Neumayer, Kap., II. 453.

Neu-Mecklenburg [Neu-Irland] 13, 36, 64, 85,
92, 131, 171, 194, 196, 204, 209, 232, 239,
245, 265, 266, 280, 296, 311, 312, 313, 316,
326,
IL 16, 23, 29, 34, 37,40, 50, 52, 53, 76,
108, 133, 152, 162, 163, 208, 211, 212, 218,
226, 237, 271, 273, 274, 280, 281, 282, 286,
292, 294, 295, 296, 305, 315, 318, 319, 320,
321, 322, 327, 339, 343, 354, 362, 369, 375,
400, 412, 413, 420, 423, 424, 455, 456, 460,
461,
476, 477, 495, 496, 513, 519, 555, 556,
559, 575, 577, 579, 581,
S92, 596, 616, 620,
622, 625, 647, 650, 652, 672, 674, 676, 694,
69s, 726, 731, 732, 733, 755, 757, 758, 759,
760, 761, 763, 764, 766, 767, 786, 787, 789,
802, 803, 808, 815, 818, 828, 829, 831, 837,
840.

Neu-Pommern [Neu-Britannien] 64,92, 93, 133,
178, 189, 195, 196, 231, 232, 246, 270, 271,
272, 312, 313, 325, 326, 327, 335,
IL 16,24,
28, 29, 30, 31, 34, 95, 119, 131, 133, 152,
162, 163, 184, 208, 211, 218, 226, 237, 238,
242, 243, 244, 246, 248, 249, 250, 251, 259,
268, 270, 271, 286, 293, 294, 295, 302, 305,
310, 315, 318, 319, 323, 327, 344, 349, 352,

362,nbsp;363, 375, 394, 413, 420, 423, 424, 454,
457—459, 460, 462, 475, 480, 497, 513, 519,

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536, 537\' 555\' 56o, 576, 579, 580, 581, 582,
594, 609, 615, 616, 619, 620, 621, 624, 646,
647, 649, 651, 652, 671, 672, 674, 676, 695,
699, 701, 725, 727, 730, 735, 736, 737, 758,
762, 764, 766, 782, 784, 790, 803—805, 812,
816, 819, 827, 828, 829, 830, 834.

Neuri II. 548, 615.

Neu-Seeland 85, 87, 170, 209, 210, 280, 316,
320, 325, II. 16, 33, 46, 85, 107, 113, 119,
130, 186, 195, 196, 208, 282, 286, 309, 314,
323, 345, 412, 439, 516, 663, 730.

Neu-Spanien 230.

Neu-Süd-Wales 193, 212, 238, 243, 244, 254,
259, 280, 281, 287, 291, 306, II. 2, 49, 120,
135, 196, 228, 307, 309, 325, 345, 383, 403,
434, 444, 486, 516, 603, 671, 715.

Neuville, de., 333.

Neuwerk [Bangatang] 65, II. 413.

„Nevaquot; II. 228—232, 814.

Neven du Mont, August., II. 478.

Neven du Mont-Berg II. 479.

Neville-Insel = Tobi 242.

Nevin, Andrew., 234.

New Albion = Doré 275, 276, 297, 279.

„Newarkquot; II. 109.

Newberry-Fluss [Wai Roro] II, 432, 548.

New Britain = Neu-Britannien [Neu-Pomme-
ren] 196.

Newcastle (N.S.W,) IL 92, 137, 141, 263, 292, 394.

Newell, J., IL 470.

Newérip IL 7, 794, s. Falscher Wakia.

New Georgia — Salomo-Inseln 238.

New Gold Fields of British Columbia IL 671.

„New Grovequot; IL 34.

New Guinea and Western Pacific Trading Syn-
dicate IL 326;

New Guinea Colonizing Association IL 196—-197.

New Guinea Company IL 134—135, 472.

New Guinea Development Syndicate IL 683,

New Guinea Exploration and Colonisation Com-
pany II. 326.

New Guinea Proprietary Goldfields Company,
British., IL 714.

New Guinea Prospecting Expedition IL 603.

New Guinea Syndicate IL 472.

New Guinea Trading Corporation IL 226.

New Ireland = Neu-Irland [Neu-Mecklenburg]
196.

New Jersey IL 16.

Newman IL 604.

New Plymouth IL 85.

New Year\'s Island [Oxley-Insel] 251.

New York IL 16, 31, 235.

Neytape Ne Ital IL 596.

Ngarikar II. 741.

Ngatik II. 64.

Ngawaüni IL 505, 520, 554.
Ngawui [Violet-Insel] IL 271.
Ngor IL 558.
Niaba IL 666.
Niâmes
\\Dioscorea\\ IL 23.
Niania IL 669.
Nias IL 459.
„Niasquot; IL 791, 800.
Nicholl, Kapt., 285.
Nicholls, Kerry., II. 193.
Nichols\' Gay 261.
Nicura = Nikura IL 206.
Niederlande 192, 228, IL i, 2, 147, 310, 347,
351—352, 372, 599, 677, 703, s. auch Holland.
Niederländer 50—125, 126, 193, 287, 336, IL
I, 20, 48, 132, 306, 727, 740, 758, s. auch
Holländer.
Niedermüher, A., IL 152.
Nielsen, Laars., IL 352, 359.
Nielsen-Inseln II. 359, 420.
Niermeyer, J. F., IL 177—178, 542, 543, 626,

656, 691, 740, 794.
Nieron = Niru Moär 176.

Nierop, Dirck Rembrandtsz. van., = Rem-

brandtsz. van Nierop, Dirck., 86, 87, 92.
„Niersteinquot; IL 537, 538.
Nieu Foule Vage = Gébé 148.
„Nieuw-Beertaquot; IL 411.
Nieuwe Diep 318, IL 120,
Nieuwenhoff, W\\ van., IL 586.
Nieuwenhuijs, M, H, W., IL 135—136.
Nieuw - Guinea- Handelsmaatschappij, Neder-
landsche., IL 600, 704, 710, 739, 794.
Nieuw Zeelandt = Kumawa 53.
Night Island IL 105.
Nigirsa IL 411,
Nigo-Nigo IL 531,
Nikanibawia IL 718.
Nikiel oder Nikfer [Njakir] IL 788.
Nikfer s. Nikfel.

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Niks, J. F., IL 147.

Nikura II. 206, 378, 609, 827, 835.

Nikura-Fluss = Kiwa IL 180.

Nikuruaga [Nord-Sohn, Vulkan.,] IL 29, 245, 594.

Nikwegai IL 466.

Nila 104, 221.

Nimoa [Pig-Insel] II. 71, 340, 341, 383, 775.
„Nimrodquot; 309.
Ninau IL 550.

Nine Islands — Ontong Java 193, 238, 245.
Nine Pin-Felsen IL 113, 292, 535.
Ningeneawerdur IL 323.

Ninigo- [Echiquier-] Inseln 25, 27, 205, 230,
266, IL 128, 166, 227, 264, 695, 731, 735,
801, 805, 808.
Ninu Kamudi 316.
Nipapalmen IL 205, 568.
Niquet, Jacques., 59.
Niru Moär 69, 95, 176, 206, IL 214.
Nisbet, Hume., IL 374,
438-439.
Nisbet-Berg IL 266, 608.

Nissan [Grüne Inseln, oder Sir Charles Hardy-
Inseln 63, 94, [93, 233, 265, IL 23, 43, 116,
305, 340, 412, 460, 514, 560, 625, 700, 730,
731, 764, 808.
Nissel- [Nago-] Durchfahrt IL 362, 363, 759,

784, 831.
„Nisusquot; IL 94.
Niuafou 62.

„Niuafouquot; IL 319—320.

Niué IL 152, 574, 662.

„Niuequot; IL 574, 685, 746, 777.

Niukuruaga = Nord-Sohn, Vulkan., IL 245.

Niuma IL 589.

Niurdamis II. 793.

Niwani IL 550, 551, 570, 571, 591, 592, 601,

632, 690, 714, 722, 748, 774, 781, 798.
Njakir [Niki\'er] IL 788.
Njé-Insel [Mios Mansär] s. Jèf Njé.
Njos Amèn [Mios Pi oder Klaarbeek] 100, 174,

IL HO, 705, 707.
Njos Matop [Mios Ga oder Kommerrust] 100,

174, IL 705, 707.
Njos Mön besar [Mios Pas oder Schooteroog]

174, IL 705, 707.
Njos Mön ketjil [Mios Gm oder Vlaming] 174,

IL HO, HI, 705, 707.
Njuho-Inseln II. 702.

Noah, Mordecai M., IL 17.

Noah-Insel = Krakar [Dampier-Insel] IL 17.

Nobanoka-Bai [Glasgow-Hafen] 45, 338, IL 241,

248, 525, 687, 712, 747.
Nobili, Giovanni., IL 641.
Noble, E. le., 215.
Nobhgani 175.
Nobulia [Guania] IL 644.
Nodup IL 242, 249, 296, 297, 305, 319, 328, 625.
Nogales, Isla de., 45.

Noha Freka [Pandjang] IL 45, 161, 251, 627, 767.
Nohu Roa [Klein-Kei] IL 298.
Nokön IL 814.

Nolam = Gardenijs-Insel IL 456.
Nolles, D., II. 482.
Noloa 33.

Nologun [Sandy Point] = Mulüa IL 244.
Nom [Noman] = Mios Num 176.
Nomoi-Inseln IL 104.
Nomuka 240.

Noord-[Lorentz-] Fluss IL 6.
Noord-Nieuw-Guinea, Abteilung,, IL 677—^678,
838.

Noord-Oost-hoek 81, 83.

Noorilim IL 443.

„Nootkaquot; 237.

„der Nordquot; II. 109.

Nord-Amerika 237, 238, IL 662.

Nord-Bat-Insel IL 455.

Norddeutscher Lloyd IL 621.

Nord-Hafen oder North Harbour [Ungulabü] IL

162, 2H, 271, 281, 369- 595, 760.
Nord, Ile du., = Naraga (Französische Inselnj
270.

Nord, lies du., (D\'Entrecasteaux-Inseln) 269.
Nord-Insel [Naraga] 270, IL 56, 116, 514,
536, 762.

Nord- [North-] Inseln (Neu-Hannover)91, IL 281.
Nord-Kap [Buka-Spitze] IL 40.
Nord-[Byron-] Kap IL 295.
Nord, Rivière du., [Derwent-Fluss] 275.
Nordenskiöld, A. E., 16, 32.
Nordost-Durchfahrt 59.

Nordost-Kanal, Grosser., IL 263, 292, 302, 367.
Nordost-Kap an der Rossel-Insel 267.
Nord-Sohn, Vulkan., [Golau, Likuruanga, Niku-
ruaga, Lagunauba oder Pik Deschamps] 272,
IL 29, .245, 458, 594, 646.

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Nord-Tochter, Vulkan., [Towanumbatir, Balna-
toman] 195, 313, II. 242, 329, 594, 649.
Nordwest-Durchfahrt (Amerika) 59.
Nordwest-Durchfahrt (Mioko) II. 226.
Nordwest-Riff 288, II. 107.
„Norfolkquot; II, 18.

Norfolk-Insel 245, 259, 260, 281, II. 24.
Norie, J, W., 141, II. 50.
„Normaquot; IL 536.

Norman, Sir Henry Wylie., 211, IL 472.
Normanby-Insel [Duau] 268, II, 187, 262, 339,
340, 341, 342, 354, 364, 376, 383, 392, 462,
466, 469, 489, 508, 509, 525, 526, 533, 551,
571, 582, 601, 602, 603, 715, 724, 731, 751,
774, 780, 781, 797.
Normanby-Sund IL 247, 292.
Normantown IL 247.
„North-Britonquot; IL 821.
North Foreland IL 182, 187.
North Harbour s. Nord-Hafen [Ungulabü].
North Island [Kadai] 269, IL 572.
North Possession Island 257.
„Northumberlandquot; 233—-235, 283,
Northumberland-Untiefe 283.
„Northumbrianquot; IL 107,
North-West Hih IL 267.
Norton-Insel = Du Faur-Berg IL 245. .
Notan 34, 35, IL 6.
Notasia = Neu-Hohand 340.
Notendopje [Nusi] 150, IL 288.
Noton — Notan 34.

Notre Dame du Sacré-Coeur s. Société des

Missionnaires de N. D. du Sacré-Coeur.
Nottang = Notan II. 6.
Notu IL 799.

Nouhuys, J. W. van., 84, IL 8, 175, 285, 482,

499, 639, 769.
Nouméa [Numéa] IL 136, 274, 674, 828.
„Nouvelle-Bretagnequot; IL 274, 296.
„Nouvehe-Francequot; IL 272—276.
Nova Britannia = Neu-Britannien [Neu-Pom-
mern] 133.

Nova Guinea 24, 71, 72, 73, 85, 93, 99, 100,

103, 114, 115, 139, 140, 171.
„Nova Guineaquot; 139—148, 154, 161—162.
Nova Hibernia = Neu-Irland [Neu-Mecklen-

burg] 64, 196.
„Nova Hollandiaquot; 157—158.

Nova Zeelandiaquot; = Neu-Seeland 170.
Novosilsky-Spitze IL 419.
Nowack, W.,
I.

Nowaun = Nuan IL 579, 759, 837.
Nu 99, IL 121, 122.
Nuai [Unai] IL 356.

Nuakata [Lydia-Insel] IL 187, 341, 365, 377,

379, 383, 436, 462, 571.
Nuama IL 529.

Nuan [Nuwaun] IL 579, 759, 837.
Nuarguta II. 572.
Nub IL 596.

Nubahng [Matura] IL 417.

Nubareke s. For.sayth-Insel.

Nubia- [Hansa-] Bucht IL 399, 420, 762, 763,

783, 809.
„Nuen-Tungquot; IL 782.

Nuestra Senora, Natividad de, 29, 90, s. Santa

Maria, Kap.,
Nuestra Senora de la Asumpcion, Baya de., =

•Mullens-Hafen 44, IL 159, 225.
„Nuestra Senora de la Consolacionquot; [„Buen
Finquot;] 219.

„Nuestra Senora de la Incarnacion del Desen-

ganoquot; [„Bachelorquot;] 163—^165.
Nuestra Sehora del Socorro 37.
Nueva Guinea 24.
Nueva Hierusalem 38.

Nuför 15, 21, 23, 124, 140, 146, 149, 177, 222,
223, 249, 279, 298, 332, II, 94,
h8, 137,
138, 139, 168, 169, 201, 214, 235, 299, 429,
626, 628, 679, 770, 817.
Nugakau [Sigismund- oder For.sayth-Insel,

Kambi] IL 454.
Nugidu IL 398.

Nuguria [Godman-Insel] IL 460.
Nuguria- [Fead- oder Abgarris-] Inseln 309, 321,
IL 22, 43, 292, 424, 460, 536, 559, 731,764.
Nuhujut [Gross-Kei] IL 8,
Nuijtsland 167.
Nukguniga IL 242.

Nuku, Prinz., 242, 277, 278, 280, 286.
Nukuana IL 572.
Nukuhiwa IL 43.

Nukumanu [Tasman-Inseln] IL 556, 623, 764.
„Nukumanuquot; IL 755, 756.
Nukuoro [Monteverde-Inseln] IL 51.
Nuluri [Leiden, Insel.,] 150.

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Num, Mios., s. Mios Num.
Numamura-Strasse
150, II. 171, 329, 429.
Numéa [Nouméa] II. 136, 274, 674, 828.
Numfor, s. Nuför.
Numi II.
234.
Numina 150.
Nunda Uwip II. 463.
Nuiïez, Nicolas., 32.
Nuovo y Colson, Pedro de., 258.
Nupaiwa II. 522.
Nupanob II. 616.
Nurowa [St. George-Insel] 66.
Nuru [Elisabeth-Fluss] II.
516, 517, 644, 645,
787.

Nurweer = Nambèr II. 626.
Nusa II. 295, 302, 319, 321, 322, 343, 362, 363,
369, 400, 401, 406, 413, 423, 424, 455, 456,
461, 494, 496, 497, 513, 516, 555, 556, 559,
577, 579. 593, 620, 621, 622, 624, 672, 694,
700, 726, 731, 733, 757, 758, 759, 760, 764,
766, 783, 784, 789, 801, 802, 808, 832.
Nusa Endeh 7.

Nusa-Fahrwasser II. 362, 369, 423, 802.
Nusa F~udi = Nusa Fugi [Sabuda] 129.
Nusa Fugi [Sabuda oder Pisang-Inseln] 112,

129, II. 208, 707.
Nusa-Insulaner II. 601.
Nusakelo [Nusankelo] II. 596.
Nusale = Nusalik II. 362.
Nusalik II. 362, 556, 802.
Nusalom [Schröder-Insel] II. 802.
Nusa Mani IL 29, 801.
Nusa Manuk [Vogel-Insel] 121, 128, IL 22.
Nusa Mawian [Denge-Rifif] IL 596.
Nusandaüla IL 596.
Nusanive, Kap., 278.
Nusankelo [Nusakelo] IL 596.
Nusa Pari == Lucipara-Inseln 127.
Nusa Penju = Schildpatt-Inseln 10, 11.
Nusa Tello [Pulu Tiga] IL
Nusaüm IL
556, 726, 755, 757, 759, 802.
Nusa Wamär IL 772, 795.
Nusa Wulan [Ruloffs-Inseln] 106, II. 22, 45,
82, 160.

Nusa Wulan = Mon-Mon 81, 339.
Nuschunut IL 420.
Nusendu IL 214.
Nusi [Notendopje] 150, IL 288.

Nusing 270, IL 417.
Nuslik IL 596.

Nusotam = Nusandaüla IL 596.

Nusundu IL 411.

Nutmeg-Fluss IL 441, 753.

Nutu Rutumoraja [Mör] 149, II. 429, 601, 704.

Nuwankai Wawena = Richards-Bai IL 466.

Nuwankawéna IL 507.

Nuwaun [Nuan] IL 579, 759, 837.

Nuwoâi [Kai] IL 429.

Nuwono IL 139.

NW-Riff IL 219.

Nyappa IL 28.

Nyman, Erik., IL 373, 725-

Nyuho-Inseln = Juo-Inseln 329.

o.

Oao IL 505.

Oarimaga IL 610.

Obaikoda IL 723.

Obakoi IL 491.

Obei-Berge IL 605.

Oberlak = Oburak IL 320.

„Oberönquot; IL 94.

Oberthür, Gh., II. 825.

Obi s. Ubi \\Dioscorea\\ 78, 91, IL 23.

Obi-Inseln 136, 282, 186, 217,219,229,11. 120.

Obiau IL 688.

Obi Major oder Gross-Obi [Obi Ra] 217, 237,

IL 89, 313, 628, 706.
Obi Ra s. Obi Major.
Oboada IL
723.
Oboro IL 552.

Obree-Berg [Wonoro Goro] IL 72, 252, 405,

437, 438, 443, 528, 610, 807, 833.
Obreen, J. M., 139, 142, 147, 148, 149.
Observation Islet = Metu Gerau IL 198.
Observations-Spitze [Gabina] IL 227.
Observatory Bend IL 387.
Observatory-Insel IL 366.
Observatory Islet IL 199.
Obsidian IL 756, 813.
Obstruction-Inseln IL 365.
Obu [Nara] IL 680.
Oburak [Oksupan] IL 320.
Oburaka IL 552, 658.
Obweria IL 751.

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„Oceanquot; 284, 312.
„Ocean Pearlquot; II. 298.
O\'Connell II. 277—278.
O\'Connor, Dan., II, 252.
Odagosltia II, 207, 498, 500, 590.
Odmann, S., 216.
Odo II. 139,

Oertzen, G. von., 313, II. 310, 347, 394, 400.
Oertzen-Gebirge [Taju Mana] II. 227, 642, 643,

644, 764.
Oertzen-Insel [Paéowai] II. 362.
Of¥ak-Bai = Fafak-Bai 221, 313, 314.
Offene [Open-] Bai II. 244, 245, 594, 646, 805.
Ofi II. 664.
Ofiaborodi II. 314.
Oga II. 459.

Ogär=. Ugär 35, no, 338,11.95, 209, 289, 331.

Ogerema II. 508.

Ogilby, J. Douglas., II. 670.

Ogoda Gina [Oo Gina] II. 490.

Ogueo = Waigëu 33.

Ohlendorff, von., II. 346.

Oiabu = Oiapu [Oikapu] II. 301, 833.

Oiapu [Oikapu] II. 267, 289, 301, 360, 670, 833.

Oia Tabu == Kilkerran-Berg IL 469, 573, 602.

Oibutetimaga IL 610.

Oidjagu [Oijagu] IL 554,

Oifabama IL 492, 573, 588,

Oiganumu II. 314.

Oijagu [Oidjagu] IL 554.

Oijan [Oiyan] II, 723,

Oikapu = Oiapu [Oiabu] IL 833,

Oinake IL 651, 769,

Oinake- [Bougainville-] Bucht IL 65 r, 743.

Oio IL 679.

Oisini IL 490.

Oiwa IL 637,

Oiyan [Oijan] IL 723.

Okaude IL 750.

0\'Keefe, D. D., IL 226-227, 260, 287, 297,

330, 550, 626, 678, 703. 743.
Okein IL
723.
0\'Kelly, Kapt., IL 565.
Oketana IL 510.
Okiama-Fälle IL 510.
Okoluga IL 679.
Oksupan [Oburak] IL 320.
Ola IL 217.

Olaruru II. 554.
Olawoputo IL 632.

Oldenborgh, J. van., 293, IL 251, 259-262,
283—285, 287—289, 586,
829.

Olea [Ulea oder Wolea] 19.
Olegedu s. Oh Gedu.
„Olesegoquot; IL
250.
„Olgaquot; IL 413, 473—474, 808.
Oh IL 4SI.

Ohfant [Elefant] 149, IL 169,
Oh Gedu IL 518, 537, 578, 597,
Ohlit II, 26,
„Olive Branchquot; II, 684.
Ohver, Daniel., IL 169.
Ohver, S. Pasfield., II. 818.
„Ohvier van Noordquot; IL 107.
Ollwig, Dr., II. 737.
Oloko IL 684.

Olsen, Peter., IL 330, 626, 637—638.

Oluone IL 747.

Omagag Wina IL 524,

Omali IL 716.

Omani IL 220.

Omanney, Sir Erasmus., IL 327.
Omaräkana IL 572, 723, 751.
Omarsi IL 330,

Omati [Merewether-FIuss] IL 435, 547, 614.
Ombai 127,

Ombai-Passage 218, 316, 333, IL 41, 68, 84,

108, 424.
Ombeja [Ombeya] IL 776.
Omberpon, Omberpone = Amberpon [Rumbar-
pön]
224, 225.
Ombeya s. Ombeja.
Ombora II.
771.
Omfabé = Lonfabé IL 89.
Omka oder Omkah == Umka 154, II. 121.
Omo IL 139.
Omombaräi IL 216.
Ompai [Ompain] 105, 143, 154.
Omutu IL 193.
Omwom II, 693,
Ona IL 451.
Onage 14, 16,
Onamba Tutu IL 776,
Ondamuda IL 106, 365, 507, 534, 572.
„Ondankquot; 178—179.
Onder de Linden, G., 87,

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Ondjerau = Ingräu II. 214.
Ondor II. 117.

0\'Neill-Insel [Waitoa] II. 180.
Oneta [Ereta] (?) IL 801.
One Tree-Bérg IL 267.
One Tree-Spitze IL 248.
Ongelauw 154.

Onin 8, 104, 105, 106, 107, iio, 112, 113, 117,
123, 126, 139, 142, 147, 152, 158, 180, 185,
186, 187, 219, 226, 235,
IL 4, 6, 10, 79, 625.
Onin Point = Sélé, Kap., 187.
Oni-Oni IL 712.
Onokawäi IL 140.
Onone Rebiä IL 789.
Onrust, Insel., 200.
Onslow IL 203.

Ontong Java oder Lord Howe-Gruppe [Liueniua
oder Luaniua]
193, 233, 238, 245, IL 286,
460, 496, 557, 623, 651, 764, 818.
Ony = Onin 147.
Oo Fafa = Upupu IL 800.
Oog-Eiland = Ai, Pulu., 227.
Oo Gina [Ogoda Gina] IL 490.
Oópi IL 139.
Oort, P. van., IL 5, 12.

Oosterzee, L. A. van., 150, II. 233, 234, 629,

678, 679, 703, 704, 743,768-769,773.

Oosthaven 151.

Oosthoek Geelvinks Baal = Ignesoi, Kap.,

144, 151.
„Oostvoornquot; 147, 152—156.
Opa IL 450.
„Opalquot; IL 410, 468.
Opao s. Opäu.
Opäu IL
267, 680.

Ope [Opera] IL 588, 630, 682, 686, 690, 713,
723, 744.

Open- [Offene] Bucht IL 244, 245, 594, 646,
805.

Opera = Ope IL 588.

Opia II. 618, 619.

Opmarai = Ukmaré 151.

Oßpeäa IL 388.

Oppen, Rud. von., IL 399.

Op ten Noort, Jonkheer L. P. D., II. 540, 542.

Opuos-Inseln — Upuos-Inseln IL 576.

Oragueis, Isla., = Squally-Insel [Emirau] 232.

Oral IL 447.

Oraison-Insel = Anthony Caens-Insel [Tanga]

204, IL 116.
Oramatutu IL 691.

Orangerie-Bai 44, 45, 201, IL 47, 73, 159, 224,
248, 256, 265, 367, 379, 403, 484, 522, 525,
531, 607, 635, 807.
Orangie, rivier d\'., [Oranje-rivier] loi, 158.
Orang Wok IL 133.
Oranien, Prinz von., 113.
Oranswari 150, 225.
Orawai IL 139.

Orcades-Eylanden — Sajang 152.
Orchideen IL 392, 539, 582.
Orden, W. van., II. 708.
Orea II. 607.
Orel IL 634.

Oreke [Bioto- oder Hilda-Fluss] IL 180, 206,

336, 378, 407, 447, 466.
Orembai IL iii.
Orepai [Biaru] IL
566.

Orford, Kap., 133, 326, IL 30, 218, 620, 736.
Orford Nordspitze, Kap., IL 620, 736.
Orford Südspitze, Kap., [Magigi] 133, 326, IL

620, 736.
Originumu IL 444, 665.
Orika 121.

Oriomo [Tait-Fluss] IL 408, 501, 667, 669,

745, 748, 806.
Oriori IL 608.
Oriropetana IL 569, 609.
Orkney, James., IL 182.
Orman, B., 299.
Ormans-Riff 299, II. 106.
Ormapa = Armopa IL 431.
Ormond, Francis., IL 443.
Ormond, Kapt., 302.
Ormond-Fluss IL 443.
Ormond-Riff IL 337.
Ormopa = Armopa IL 311.
Ormsbee, John H., 302.
Ormsbee-Riff 71, 302.
Oro IL 509.
Oro, Isla de., 18.

Oro-Bai IL 492, 573, 713, 781, 799.

Oroa IL 634.

Orobeu IL 174.

Orofedabi II. 266.

Oroi IL 609,

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Orokolo [Herewa und Moreaipi] II. 268, 290,
317, 433, 450, 549, 565, 567, 586, 587, 592,
593, 614, 630, 656, 680, 712, 778, 796, 833.
Orokolo-Bai II. 268.
Orokowo II. 656.
Oroluk II. 64.
Oromosapu II. 668.
„Orontesquot; II. 43.
Oropai II. 524, 749, 798.
Orous, de., 275.
Ortega, Pedro de., 31.
Ortelius, Abraham, 7, 29, 49.
Ortiz de Retes, Ynigo., 10, 13, 20,
23—30,

66, 94, 144, 172, II. 406, 810, 812—813.
Ortiz-Inseln 25.
Ortmann, A., II. 546.
Orum II. 654.
Osa 284, 286.
Osaka II. 744.

Osasai [Round-Insel] II. 71, 437.
Osba II. 287.
Osborne, Ahck., II. 24.
Osi II. 775.
Osiwasi II. 715.
Osman = Orman, B., 299.
Osprey-Riff II. 399.
Ossa = Adi 104.
Ossy — Wosi 223.
„der Ostquot; II. 108.
Ost-Asien II. 313.
Ostende, Kompagnie von., 173.
Osten Sacken, C. R., II. 825.
Oster-Insel II. 152.
Ostermann, Heinr., II. 804.
Osterreich II. 699.
Osthafen [Sélé-Strasse] II. 210.
Ost-Huk [Brown-Spitze] II. 281, 829.
Ost-Inseln bei Neu-Hannover 91.
Ost-Kap oder East Cape [Tawéra] II. 182, 187,
188, 189, 256, 286, 316, 336, 348, 350, 354,
359, 360, 361, 364, 365, 379, 383, 439, 491,
533, 545, 590, 774,
Oststrasse, Neue., = Torres-Strasse 211.
Otago II. 113, 119.
Otaia II. 614.
Otär 106, II. 45.
Otawia = Otowia II. 633.
Otea = Turotere II. 778.

Oteai II. 547.

Otomata [Rodney-Kap] 253, 260, II. 47, 591,
748.

Otowia II. 633.

Otowia-Berg = Gillies-Berg II. 634.
Otteren, Coenraed van., 124.
Otterspoor, W., II. 133.

„Ottihequot; 300, 328, II. 416, 417, 419, 420, 421,
452, 454, 456, 457, 460, 474, 475, 478, 493,
496, 512, 513, 535.
Ottilien- [Adolf-] Berg IL 354.
Ottilien-Einfahrt IL 419, 452.
Ottihen-Fluss == Ranu [Ramu] IL 355, 420, 644,

645, Ó97, 698, 734, 809.
Ottilien-Riff IL 514, 536, 620.
Otto-Berg IL 479.
Otto-Riff IL 354.
Ottow, Auguste., IL 104.
Ottow, C. W., IL 88, 93, 96, 104, 115.
Oudemans, J. Th., IL 546.
„Oud-Hoornquot; 72, 73.
Oudraat, J. C., IL 89.

Ouessant, Insel., [Tari Werwi] 202, IL 46, 72, 817.

Oukankana [Aukankana] IL 773.

Ouman, Henri., = Coomans, Arie., 207.

Ourageuse, Ile., = Emirau [Squally-Insel] 332.

Oustalet, E., IL 235.

Ouwgara s. Augara.

Oveta [Oweta] IL 680.

Oviedo y Valdes, G. F. de., 19.

Owaka = Awaka IL 611.

Owa Pua IL 447.

Owa Raha [Sirius-Insel] 244.

Owa Riki [Massey] 244.

Owei [Owé] IL 365.

Owen, Richard., 326.

Owen-Kap 326.

Owen Stanley- [Victoria-] Berg II. 72, 402, 488,

605, 608, 634, 660, 662.
Owen Stanley-Gebirge 269, IL 72, 151, 204,
221, 252, 277, 278, 279, 300, 373, 384, 389,
390, 401, 438, 440, 444, 446, 486—488, 608,
635, 658, 660, 662, 665, 666, 681, 687, 806.
Owen Stanley-Insel [Sabari] II. 364.
Oweta [Oveta] IL 680.
Owio [Hobia oder Sobia] IL 533, 571.
Owua IL 186.

Oxley-Insel [New Year\'s Island] 251.

-ocr page 617-

p.

Paai II. 602.

Paaplioek = Padre, Kaap., 151.

PaardehoekElpapa [Jelpäp] 151.

Paatupi II. 636, 667.

Pabu II. 668.

Pace, S., II. 693, 724.

„Pacificquot; II. 249—250, 286.

Packe-Insel 31OV

Pada = Padwa (?) 176.

Padaaido-[Verräter-] Inseln 24,69,97, 143, 144,

149, 224, 249, 332, II. 28, 78, 118.
Padado = Padaaido-Inseln 224.
Padana Nahua-Einfahrt II. 392.
Padang 228.nbsp;■

„Padangquot; II. 92.
Padanger Hochland II. 790.
Padberg, Franz., II. 783.
Padbrugge, Robertus., 115.
Padowador 176.
Padpadada II. 160.
Padre, Kap., 151, IL 210.
Padwa oder Padua 176.
Paeowäi [Oertzen-Insel] IL 362.
Pagai IL 215.
Pagamana II. 610.
Pagan [San Ignacio] 102.
Page, Benjamin., 259.
Page, Clayton F., II. 382, 407, 409, 832.
Page, C. H., IL 382, 832.
Pageis, Händler., IL 757.

Pagenstecher, Arnold.,quot; IL 518, 519, 546, 579,

648, 649, 828, 835.
Pagès, Pater., IL 754.
Paget, J. M., IL 68.
Paget, Kapt., IL 151.
Paget\'s Camp IL 485.
Pagou IL 603.
Paho II. 721, 748.

Paho Turi [Kawa Kusa] IL 308, 501, 523, 721.
Pahud, C. F., IL 98.
Päi IL 572.
Paia IL 687.

Paia-Bai [Lenon-Sund] II. 568.

Paihana = Paitana IL 336.

Paimomo = Paimumu [St. Joseph-Fluss] II. 446.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Paimumu IL 407, 446, 5 53, s. auch St. Joseph-

Fluss.
Pain, J. B., IL 64.
Painan IL 288.
Paine 19.

Paitana II. 250, 336, 447.
Paitua IL 827.

Paiwa II. 573, 587, 588, 602, 690, 751.
Paja IL 8.
Pajakombo IL 790.
Pajawo IL 786.

Päk [San Gabriel-Insel] 232, 247, IL 29, 194,

294, 577, 624, 694, 730, 732, 755.
Paka-Paka IL 404.
„Pakehaquot; IL 146.
Pakémi 19, IL\' 463.

Paketvaartmaatschappij, Koninklijke., IL 540,
542.

„Paknamquot; IL 788.

Pak-Pak IL 89, 161, 261, s. Fak-Fak.
Palaiai [Bull-Insel] IL 625, 732.
Palakokor IL 803.
Pala lelaki 8.

Pala papua [papuan. Muskatnuss] 8, 215, 218,

224.nbsp;\'

Palangumar-Bucht IL 785.
Palaqtmm IL 787, s. auch Guttapercha.
Palatär IL 784.

Palau-Inseln 17, 18, 236, 239, 248, 249, 251,
277, 285, 292, 333, IL 51, 104, 127, 128, 131,
212, 227, 228, 305, 324.
Palawai TL 277.

Palawai- [Beagle-] Bai IL 277, 491.

Palawan 237.

Paleäwa IL 675.

Pal em bang 7.

Paleske, Max., IL 496.

Paliba II. 663.

Palilug [Good-, resp. Goode-Insel] 288, 302,

307, IL 90, 222, 247, 292, 391, 443, 688.
„Pallasquot; 294, IL 250—251.
Pallas-Riff IL 251.
Pallas-Spitze 328.

Palliser, Kap., oder Iltis-Huk [Dowaura] 195,

313, IL 394, 401, 594, 736.
Palm, W. A., IL 482, 503.
Palmas [Miangas] 248.
Palmer, E. H., 289.

121

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Palmer, George., 276, II. 318.
Palmer, J., II. 470.
Palmer, Sir Arthur., II. 499.
Palmer, Sir A. H., II. 307.
Palmer-Fluss II. 499.
Palmer Junction II. 499.
Palmerston II. 624.
Palmyras-Spitze 234.
Palopogolo II. 602.

Paluan [St. Patrick-Insel] II. 815, 839, s. Baluan

und Balual.
„Palumaquot; II. 510, 511—512.
Palumu II. 221.

Pamanukan, Hoek., = Saukorem, Kap., 151.
Pamboula = Wonam II. 638.
Pana Et [Panniet, Pannaet oder Deboyne[s]-
Insel] 267, II. 379, 381, 383, 392, 526, 534,
550, 551, 570, 591, 611, 616, 632, 674, 690,
714, 722, 748, 774.
Pana Hara II. 550.
Pana Kaururu II. 526.
Pana Krusima II. 550.
Pana Kudu II. 789.
Panama II. 52.
Panama, Bai von., 158.
Pana Mau [Imbert-Insel] II. 72, 271.
Pana Munara II. 550.
Panamusmus [Kanamusmus] II. 789.
Panandjang-Bai 74.
Pana Numara II. 714.

Pana Pom-Pom [Ware] II. 526, 550, 551, 570,
592, 601, 714, 748, 781, 798, s. auch Niwani.
Panarai II. 317.
Panaroa IL 450, 549, 587.
Pana Rora [Eddystone] II. 72, 269, 299, 526.
Pana Sesa IL 271, 368, 437, 507, 526, 630,

722, s. auch Baga Warina.
Pana Sia [Réal-Insel] II. 72, 379.
Pana Tanian [Sharp-Insel] II. 55, 670.
Pana Timani [Joannet-Insel] IL 71, 72, 339,

34L 364, 383, 407; 408, 437, 462, 467.
Panatkin [Pinatkin] IL 789.
Pana Tona IL 383.
Pana Udi-Udi IL 526, 550.
Pana Waipona [Jomard-Inseln] IL 72.
Pana Wina [Kelooma-Insel] IL 72.
Panay 258, IL 120.
„Panayquot; IL 296.

Pandékum IL 758.

Pandita, Pulu., = Penida, Pulu., 229.

Pandjang [Noha Freka], Insel bei Neu-Guinea

72, 106, IL 45, 161, 217, 251, 627, 767.
Pandjang, Insel bei Salawati IL 126.
„Pandoraquot; 252, 253, 287, 340.
Pandora-Einfahrt 253, 287, IL 24, 59.
Pandora-Pass 253, 302.
Panefan IL 789.
Panemane II. 789.
Panerodu = Panakudu IL 789.
Pangania IL 789.
Pani II. 762.

Pani — Asia- [Pasel-] Inseln 293.

Paniki [Faniki] IL I22.

Panjang [Pandjang] = Anggar Mios 150.

Pannaet = Pana Èt 267.

Panniet = Pana Èt II. 748.

Panseman IL 789.

Pantawa II. 714.

Pantawa-Bucht II. 714.

Panther IL 30, 31.

„Pantherquot; 248—251.

Pantjalang 147.

Pantjalangshoek = Sélé, Kap., 147. 152.

Panton, A. C., IL 814.

Panton, J. A., IL 443.

Panton-Berg IL 443.

Panumene = Panemane II. 789.

Pao IL 718.

Papaga [Papaka] IL 279, 484, 491.

Papageien 128, 224.

Papaka s. Papaga.

Papa Kadobo IL 484.

Papakori IL 221.

Papala IL 720.

Papangi IL 744, 797.

Paparatawa IL 700, 701, 733, 790, 802, 839.

Papiai IL 140.

Papitalâi IL 227, 755, 756.

Paples-Insel 44, IL 270.

Papmilak [Fetmilak] IL 789.

Papoia, Ilha de., = Halmahera 12.

Papoux, Terres des., 217.

Pappangh = Misol 136.

Papto IL 636.

Papua = Neu-Guinea IL 30, 141, 812.
Papua = Britisch-Neu-Guinea 340.

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Papua, Insel., = Misol 51, 58, 72.
„Papuaquot; II. 399.

Papua-Golf 45, 260, IL 67, 253, 267, 315, 380,

386, 549, 806.
Papua Kowiai IL 185.

Papuanen 3, 5, 12, 13, 14, 18, 19, 20, 21, 67,
225, 256, 304, 315, IL 153, 163, 165, 306,
506, 609, 616, 655, 790.
Papuanische Inseln [Radja Ampat] 8, 14, 15, 16,
18, 22, 35, 104, 105, 126, 174, 178, 181, 182,
185, 193, 220, 297, 298, 306, IL ], 3,
III, 121,
128, 217, 366, 598, 599, 625,677,704, 707, 810.
Papuan Syndicate IL 472.
Papuas, Ilhas dos., 14.
Papuas, Terra dos., 16, 32.
Papuasien 337.

Papua Tälandjang IL 119, 544.
Para II. 207, 230.

Para = Imari [Sumai] IL 207, 230, 498.
Paradiesvögel 224, 297, IL 89, 96, 97, m,
114, 119, 125, 140, 142, 176, 234, 337,
393,
563, 634, 704, 739, 794, 801.
Paradise-Fluss IL 404.
„Paragonquot; IL 615.
Paragua s. Ah [Faraguet-Insel.
Pärama [Pärama Maura] IL 523, 551, 798.
Pärama [Bampton-Insel] IL 61, 164, 183, 207,
231, 301, 316, 317, 391, 409, 464, 500, 523,
565, 614, 636, 746, 798, 830.
Paramagoro IL 438.
Pärama Maura II. 523, s. Pärama.
Paraman s. Keppelspitze.
Paramata IL 491.
Paramata-Reede IL 409.
Paramäu IL 570, 747.
Parameles doreyanus IL 324.
Parapatawa = Paparatawa IL 700, 701.
Fareirori IL 429.
Parepäa s. Paripia.
Parepia s. Paripia IL 820.
Pari IL 67, 221, 334, 392.
Parimata IL 334, 375, 382, 545, 589.
Paripia = Parepia IL 8, 9, 585, 820.
Paris 127, 192, IL 31, 48,
Paris, Vertrag von., (1784) 127, 192.
Pâris, Edouard., 329.
Päris-Insel [Kärsau] 329, IL 356, 702.
Park, John., 289.

Parke, P. H., IL 780.
Parker, William., 242.
Parker-Insel 254.

Parkes-Berg [Adjula Kadjula] IL 488, 605,
634, 686.

Parkinson, Richard., 4, 13, 27, 64, 131, 232,
240, 330, IL 41, 50, 242, 244, 245, 249, 274,
275, 293, 305, 319,- 320,
323-324,344,
346, 357, 369, 394, 401, 406, 455, 458,
460—461, 478, 576, 578, 594,623,646-
647,
649, 696, 699, 729, 759, 760-761,
766, 809, 812, 818, 821.
Parkinson, Sydney., 211, 212.
Parliament-Spitze [Djerai oder Jerai] IL 668.
Parman = Faumau IL 315.
Paro [Muhens-Hafen] 44, 338, IL 159, 225, 248,
25Ö, 367, 484, 522, 525,527, 531,681,741,747.
Parsee-Spitze II. 190, 354, 417.
Partington, J. Edge-., IL 640.
Partington, Watkin., 186—187.
„Paruaquot; II. 778.
Parupagolo IL 719.

Pas, Mios., s. Mios Pas [Njos Mön besar].

Pasahei IL 517.

Pasai IL 492, 493, 494.

Pasco, C. A. D., II. 442.

Pasco-Berg [Udumu Maga] II. 442, 610, 683.
Pascoe, Francis F., II. 823, 825, 827.
Pasi-[Asia-]Inseln 229, 293, 295, 317, 333, H-

33, 287.
Pasiata IL 22, 45.
Pasim 150.
Pasir Puti II. 543.
Pasir-Spitze 330, IL 269, 357.
Pasquier, Emile Victor., IL 275.
Passage, Äussere., (Torres-Strasse) IL 18, s.

auch Route, Äussere.
Passage, Innere, (Torres-Strasse) IL 18, s. auch

Route, Innere.
Passage-Insel IL 48, 106.
Passage-Insel = Sagewin 183.
Passagio Buenaventura IL 144.
Passik = Ungachüm IL 596.
Passule == Pasule IL 696.
Passy, Kap., IL 47.
Pasule IL 696.
Pasuruan IL 86.
Pataga [Fataga] 117, 122.

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Patakia (Sechstroh-Insel] II. 359.
Patani 105, 124, i35gt; i37. i5S, i74, i75. i7Tgt;
215, 217, 218, 297,
II. 148, 482, 565, 599,
627, 678, 703.
Patani-Spitze [Tutuli] 129, II. 124, 816.
Patere II. 744.
Patibo II. 383.
Patiburak II. 427.
Patientie-Strasse 136, 180, 186.
Patimuni II. 117, 216, 261.
Patimuni, Kap., II. 45.
Patio II. 596.

Patipi IL 95, 148, 261, 283, 543, 794.
Patipi-Bai [Werl Abuan oder Solat Lèn] IIO,

112, IL 147, 209, 366, 427.
Patnäi IL 550.
Patongo II. 647, 648, 697.
Patra Alam, Sultan von Tidore., 242.
Patsiri IL 221.
Pattaway = Patani 297.
Patterson IL 355, 359, 399.
Paukawa IL 719.
Paul-Berg IL 450.
Paula IL 720.

„Pauline et Victoirequot; IL 105.

Pauline-Insel = Village-Insel [Èrupa] IL 105.

Paumau IL 315.

Paumumu IL 531.

Päur [Fäur] 128, IL 156, 160, 161.

Paura II. 720.

Paurauke IL 740.

Pauro = Päro [Muhens-Hafen] 44, 338.

Paut IL 788.

Pauwara II. 749.

Pauwi IL 332, 333, 711.

Paveal = Mamberomno (?) 176.

Pavesi, F., 824.

Pavet de Courtelle 4, 5.

Pawa-Lagune IL 552.

Pawo IL 705.

Payne, John., 209.

Payta 20, 311.

Pearce Cay [Malikamas] IL 258.
Pearce Sandy Cay 256.
„Pearlquot; II. 277.
Pearn, Kapt., IL 222.

Pearn-Riff [Duke of Buckingham Shoal] II.
222, 638.

Pearse, Albert., IL 464-465, 489, 506, 520,

551,574,591.

Pearson, George., II. 85.
Pearson, Kapt., IL 265.
Pêcheurs, Pointe des., 305.
Pedder-Kap 327.
Pedea Sapua IL 497.
Pedel, Thomas,. 104.
Pediri II. 381, 525.
„P. E. E.quot; IL 491.
Pée, J. G. E. van., IL 332.
Peeken — Pegun II. 330.

Pegun 159, 199, II. 119, 227, 260, 330, 626,

678, 743. 795, s. auch Mapia-Inseln.
„Peihoquot;/IL
238, 455, 695, 784.
Pelakói IL 491.
Pele (Muschelgeld) IL 647.
Pelego = Neu-Hannover IL 29.
„Pelikaanquot; IL 599.
Pelletier, Narcisse., IL 105.
Pellion, J. Alph., 303.
Pellion-Insel 303.
Pelzeln, Aug. von., IL 824.
Fémé IL 194, 801.
Penamaila IL 80 r.
Penang [Pulu Pinang]
294.
Penck, Albrecht.,, IL 454.
Penck-Berg IL 454.
Pendieton, Kapt., 312.
Pènegwa-Bai IL 571.
„Penguinquot; IL 570, 753.
Penida, Pulu., 229.
Peninsula-Spitze IL 270.
Penlease-Berg 310.
Penn, FL S., IL 254.
Pennant, Kapt., II. 104—105.
Pennefather, C., IL 237, 277, 301.
Penrose-Fluss IL
433.
Pentam = Bintang 5, 6, 7.
Pepaka IL 379.
„Peraquot; 74—80, 289.
Pera-Pera 109, IL 792.
Perau IL 317, 450.
Percy-Inseln IL 224.
Périer, Kap., = Bohia, Kap., II. 45.
Perlen 115, 119, 121, 218, 224.
Perlen (Glasperlen) 64, 67, 69, 77, 78, 95, 96,
loi, 131, 244, II. 100, 149.

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Perlfischerei IL 140, 151, 155, 156,, 164, 166,
222, 225, 247, 265, 407, 564, 598, 691, 722,
801, 802.

Perlmuscheln 119, 121, 179, IL 28, 121, 146,

217, 295, 501, 564, 722, .724, 801, 802.
Pernety, Ant. Jos., 201.
Peró = Poró II. 673.
Pérou, François., 191, 286.
Perry- [Koruwéa-] Bucht IL 525.
„Perseverancequot; 294, 295.
„Persianquot; IL 22.
Perthes, Justus., IL 810.

Peru 30, 31, 36, 63, 159,208,209,11.758,814.

Perugia, A., IL 528.

Pescadores, Isias de los., 20, 21, 103.

Peschel, Oscar., IL 91.

Pesi = Ipisi IL 267.

Peso de ocho [Reaal van achten] 104.

Petan == Pentam [Bintang] 7.

„Peter Godeffroyquot; IL 250.

Peter- [Meto-] Hafen IL 701, 757, 762.

Petermann, August., IL 69, 131, 146, 356.

Petermann-Fluss [Anumbe] IL 356.

Peters, Garh, IL 476, 617.

Peters, W., IL 233, 824, 825.

„Petersquot; II. 423.

Petersen, Händler., IL 733, 757, 802.

Petherick, E. A., 27, 28, 49, 166.

„Petrelquot; IL 381.

Petroglyphen s. Felsinschriften.

Petterd IL 204, 220.

Peu IL 630, 633, 657.

Peüka II. 8.

■„Peuleulequot; IL 684.

Pfahlbauten IL 684.

Pfalzer, J. G., IL 838.

Pfarrius IL 455.

Pfeffer 41, 42.

Pfeiffer, Kapt., IL 399.

Pfeil, Joachim Graf., 246, IL 475—477, 479,
596, 808.

Pfeile 24, 26, 41, 68, 77, 78, 83, 109, iio, 112,
128, 136, 178, 196, 197, 255, 256,
IL 62,64,
68, 93, 149, 457, 499, 565, 640, 708, 710, 748.
Pflüger, Alexander., IL 56, 163, 710, 759 —

762, 763, 808.
Phater = Faur 106.
Philadelphia 236.

Philip-Hafen IL 178.
Philipp IL 30.
Philipp IIL 36.
Phihpp, Robert., IL 697.

Philippinen 4, 30, 31, 33, 48, 102, 103, 208,
216, 217, 229, 292,
II. .50, 94, 120, 13amp;,
167, 184, 198, 676. .
Philippovich, Eugen von., IL 264.
Phillip, Arthur., 243.
Phillip, Mount., = Malakat 244, 317.
„Phihip Dundasquot; 324.

Phillips-Hafen II. 508, 526, 574, 588, 606,681,

687, 690, 713, 774.
Philp, Robert., IL 432.
Philp-Fluss [Kirori] IL 432, 433.
Philp-Fluss = Aird-Fluss IL 432.
„Phoenixquot; IL 90, 95.
Phönizier 337.

Phosphorit IL 455, 478, 494, 520, 808.
„Physiciennequot; 306.

Fi, Mios., s. Njos Amen 100, 174^ IL 119,

705. 707-

Fi [Pidéi], Kap., IL 358.
Pia IL 719, 720.
Piamis 221.

Pianameti [Sumlos] IL 636.
Piapis- [Saripa-] Bai 226, IL 706.
Pibubu IL 587.
Pic, Maurice., IL 529, 641.
Pic-[Edgar-] Fluss IL 434, 567.
Piccinacoli, Terra di., 2. \'
Pichalew = Pitilu IL 625.
Pickering, Charles., 158.
„Picturaquot; IL 85.
Pidéi [Pi], Kap., IL 358. .
Pidibaiba IL 315.
Pidju-Bai IL 42, 68.
Pidsä IL 744.

„Pie IXquot; = „Gordonquot; IL 379, 407, 446.
Pielaat, Jacob Christiäen., 175.
Piering, W., IL 582, 583, 6i8,\'6i9.
Piersig, R., IL 649.
Pierson 268.

Pierson, Kap., [Baba Klinai oder Duluna] 268,

n. 341, 354, 469, 509, 533, 751, 780, 818.

Pier-Spitze II. 67, 267.

Piet in \'t Huijsje Eylandt 148, 152.

Pietersz., A. B., IL 98.

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Pietersz., Burgert., iro, 112.
Pietersz., Claes., 63, 71.
Pietersz., Pieter., 80—85.
Pietersz., Teeke., 161, 162.
Pigafetta, Antonio., 12, 13.
Pigajab = Tarfia II. 431.

Pigeon Island [ïr] 283, 292, IL 54, 79, 120,
124, 236.

Pigeon Island [Kalausi] 129, 252, II. 124.
Pigeon Island in der Torres-Strasse IL 42.
Pig-Insel [Nimoa] IL 71, 340, 341, 383, 775.
Pig-Insel = Ulu [Mauke] IL 218.
„Pigotquot; 228.

Pigot-[Ume-] Spitze 152, 182, 187, 228, 276,
284, 292, 293, 299, 307, 324, IL 54, 57, 236.
Pigott, G., IL 26.
Pigville IL 62.
Pijnappek J., IL 83.
Pikén = Pegun IL 330.
Pilkuhn, J. Aug., IL 515.
Pilsbry, H. A., IL 830.
Pim, G. W. C., IL 739—740.
Pinang, Pulu., = Jèf Jus 152.
Pinang, Pulu., [Penang] 294.
Pinatkin [Panatkin] II. 789.
Pineo, O., II. 42.
Pineph 63, 89, 338, IL 460, 514.
Pines, Isle of., [Kië] 245.
Pingré, A. G., 61, 230.
Pinkerton, John., 340.
Pinkster Oosthoek 145, 150, IL 169.
Pinkster Westhoek 145, 150, IL 170.
Pinnace-Riff IL 270.
Pinon [Pinang] = Jèf Jus 152.
Pinon = Nusa Fugi [Pisang-Insein] IL 208.
„Pinson jaunequot; = „Geelvinkquot; 139.
Pin-tree-Rücken [Wala Wama] IL 589.
Pinung IL 630.

Pinupaka IL 407, 449, 532, 545, 553, 591-632,

669, 774, 837.
Pioa IL 140.
„Pioneerquot; II. 117, 177.

„Pionierquot; 84, IL 455, 703, 704, 767, 773, 792—

793, 795, 796, 810.
Piper-Inseln II. 223.
Pipon-Inseln II. 219.
Pira Birä 110.
Pirarä IL 745.

„Piratequot; IL 662.

Pirawa IL 741.

Pire IL 790.

Piri IL 267.

Pirie, G., IL 511—512.

Piron, Maler., 267, 274.

Piron-Insel [Jeina oder Yeina] 267, IL 71, 105,

340, 341, 364, 437, 775-
Pirsson, H. J., IL 13.
Pisang s. Bananen.
„Pisangquot; 116, 118, 119, 120—121.
Pisang-Bai 121, IL 8, 794.
Pisang-[Sabuda-] Inseln [Nusa Fugi] 112, 138,

152, IL 208, 707.
Pisang-Inseln, Falsche., = Daram-Inseln 72,

152, IL 707.
Pisang, Pulu., S E. von Halmahera 137, 148,
157, 186, 206, 207, 217, 219, 292, 303, IL 51.
Pisang, Pulu., s. Sabuda.
Pisirami IL 590, 668, 778, 779.
Pitau IL 576.
Pitcairn 253, IL 41.
Pitcairn, W. D., IL 461—462.
Pitelu = Pitilu IL 756.
Pitia [Wandisiau] IL 431.
Pitilu [Pitelu[ IL 625, 756, 801.
Pitt IL 255.
Pitt, Wihiam.. IL 560.
„Pittquot; 126, 181—183, 186, 259.
Pitt-Bai [Sawatera] II. 257, 509.
Pitt-Passage 127, 182, 183, 184, 227, 229, 236,

259, 276, 283, 284, 295, 310, IL 57, 128.
Pitt-[Sagewin-] Strasse 182, 187, 188, 225,226,
234, 237, 283, 297, 299, IL 112, s. ferner
Sagewin-Strasse.
Pius IX., Papst., IL 68.
Plaat, J. F. van der., IL 708.
Placidus, Laienbruder., IL 632.
Plana-Inseln = Karawatu und Kèlemala IL 45.
Plancius, Petrus., 29, 49.
„Planetquot; IL 619, 826.
Plant, Joh. Traugott., 211, 222, 335.
„Planterquot; IL 24.
Pias, van der., Fähnrich., 279.
Platen, C., IL 830.
Platform-Insel [Sauwäi] 300, IL 755.
„Piatinaquot; IL 57.
„Piatypusquot; IL 253.

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Pleasant-Fluss [Wulwut] II. 243.

Plemp, Willem., 83.

Plessen, Baron von., II. 348.

Ploos van Amstel, Jonkheer J. W., IL 131,

140, 141, 145, 146.
Ploravia 36.
Plötz, Carl., IL 831.

PlÜddemann, Max., II. 400—401, 513—514.
Plumb Island 254.

Plymouth 193, 308, 318, IL 24, 49, 52, 70,

232, 291, 292, 661.
Poâ IL 714.

Pöch, Rudolf., 66, 328, IL 417, 454, 476, 734.
Pockenepidemien IL 121, 125, 597, 616, 626,

628, 654, 674, 675, 696, 701, 762.
„Pocklingtonquot; IL 254.
Pockhngton-Riff IL 254.

Podbielsky, Eug. Anton Theophil von., IL 420.
Podbielsky-Spitze IL 420.

Podéna [Fadän] 25, 95, 331, H. 30, 411, 654,

704, 743-
Poé = Puë IL
563, 769.
Poesi IL 637.

Pohoun, Pointe., = Sisaroär 331.

Poiliwoilo IL 554.

Poimo IL 532, 545, 609, 837.

Poivre, Pierre., 214—216, IL 818.

Pokama IL 712, 800.

Pokäu = Pokoa IL 472.

Pokembo II. 503.

Pokoa II. 472, 635, 688.

Pokolamä IL 804.

Polack, P. A., IL 116—117.

Pole-Insel [Gètulai] 256, IL 140.

Polena IL 686.

Polikoito IL 663.

Poll, J. C. van der., IL 107.

Poh, J. R. H. Neervoort van de., IL 823.

Pollard, Kapt., IL 625.

Poll-Insel [Gidjär oder Guijar] II. 81, 113.

„Polluxquot; 319—320.

Polo, Marco., 5—8.

Polynesien 337, 340, IL 287.

Pom [Maitland-Insel] IL 271.

Pom auf Japèn IL 288, 463, 655.

Pomas, Kap., [Wuna Tawakarar] II. 244, 785.

Pom-Inseln IL 756.

Pom Lin IL 756.

Pom Mandrian IL 756.
Pomone, Kap., 329.
Pommern-Bncht IL 419.
Ponapé IL 286, 737, 783, 834.
Pondichery 215, 291, 319.
Pon do IL 244, 646, 804.
Poniente, Isias del., 30.

Pono Kabai-Inseln [Drie Gezusters oder Trois

Soeurs] 149, 332.
Ponokonda == Lakurefanga IL 733.
Pono Särere, Kap., [Kapono Särere] IL 244,

784, 785, 804.
„Pönsbornequot; 209.
„Pontianakquot; IL 564—565.
Pool, Thomas Gerrit., 54, 80—85, IL 815.
Pool\'s Hoek., 83, 103.
Poom = Pöum IL 493.

Popa [Jèf Dé] 136, 157, 163, 1Ó6, 186, IL 236,
705.

Popa = Kofiau 152, 297, IL 235.

Popogania IL 408.

Popolo = Wuwulu [Matty-Insel] 198.

Poppa = Kofiau 297.

Poppangh = Kofiau 152.

Porbudere IL 667.

Pordari IL 636.

Fori IL 220.

Porlock-Bai IL 189, 364, 377, 491, 573, 588,
601, 606, 657, 658, 681, 687, 713, 723, 774.
Porö [Peró oder Pró] IL 673.
Porotona IL 691.

Porphyr 289, s. auch Quarzporhyr.
„Porpoisequot;
289, 290.
Port Albany IL 70, 92, 247.
Port Bevan [Auror] IL 432, 434, 547, 568.
Port Bloomfield IL 450, 550.
Port Breton [English Cove] 194, IL 271, 272—•
275, 286, 293, .296, 297, 305, 343, 354, 361,
369, 623.

Port Chalmers auf Neu-Seeland IL 119.
Port Curtis 37, IL 107, 108.
Port Dalrymple auf Tasmania 293.
Port Darwin IL 292, 443, 481, 503.
Port Dauphin IL 31.
Port de France IL 116.
Port de la Nativité = Guasópa-Bai IL 69.
Port Essington 318, IL 43, 45, 49, 55, 57, 58,
59, 63, 64, 65, 66, 70, 75, 84, 92.

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Port Hennessy [Hennessy-Hafen] IL \'509, 682,
713, 723, 797.nbsp;\'

Port Hunter [Baianawang] 246, s. ferner Hunter-
Hafen.

Port Jackson 238, 244, 245, 259, 260, 280, 281,
285, 287, 289, 290, 291, 295, 296, 298, 299,
301, 306, 307, 308, 310,-316, 318, 319, 320,
324, 325,
IL 14, 18, 24, 36, 51, 58—59, Ö3,
64, 68, 70, 75, 80, 8i,\' 82, 85, 86, 90, 91,
109, 112, 117, 119, 158, 178, 204, 218, 242,
254, 263, 264, 291, 300, 305, 323, 343, 352,
361, 363, 384, 388, 389, 392, 401, 412, 424,
495» 513, 536\' 560, s. auch Sydney.

Port Kennedy IL 3-91, 562, 710.

„Portlandquot; IL 12.

Portland-[Tingwon-] Inseln 92, 197, 247, 266,
272, 281,
IL 29, 109, 166, 212, 2amp;1, 369,
556, 801, 832. ■ .

Port Léon (Yule-Insel) IL 378, 447, 448, 505, 609.

Port Lihou 310, IL 88. -

Portlock, NathanaeL, 255^257.-

Portlock-Insel 257.

Portlock-Riff 255, IL 47, 61, 80, 81, 82, 105.

Port Louis (Mauritius) 217.

Port Moresby IL 47, 179, 183, 19 [, 192, 203,
204, 220, 221, 224, 225, 228, 238, 239, 240,
241, 242, 251, 252, 253, 254, 255, 262, 265,
266, 267, 277^ .278, 279, 287, 289, 290, 291,
■ 300, 301, 307, 314, 315, 31D, 317, 323, 327,
328, 334, 335, 336, 337, 343, 359, 360, 361,
367, 375, 376, 377, 379, 380, 381, 382, 383,
389,
390, 39L 392, 393, 403, 404, 405, 406,
407, 409, 436, 437, 438, 439, 440, 441, 443,
444, 446, 449,\' 4Ö2, 464, 465, 467, 471, 473,
481, 484, 485, 486, 489, 491, 498, 502, 504,
505, 506, 510, 520, 521, 522, 523, 524, 526,
527, 528, 531, 532, 533, 534, 535, 546, 549,

550,nbsp;553, 554, 555,nbsp;569, 570, 574, 586, 587,

589,nbsp;591, 592, 601,nbsp;602, 604, 607, 608, 613,

618,nbsp;624, 630, 631,nbsp;632, 635, 636, 656, 660,

661,nbsp;662, 663, 665,nbsp;666, 669, 670, 674, 680,

681,nbsp;684, 685, 687,nbsp;689, 690, 691, 693, 702,

712,nbsp;71-5, 716, 717,nbsp;721, 722, 724, 731, 745,

746, 748, 749, 752, 754, 773, 774, 775, 777,
779, 780, 796, 797, 798, 800, 806, 832.

Port Musgrave 121.

Porto Emilio IL 144.

Porto Ernesto II. 144.

Porto Maria IL 144.nbsp;■

Porto-Porto IL 701. •nbsp;î

Porto San Isidore-[Port Saint-Isidore] IL 69, 80.
Port Phillip II. 91, 109, 184, 820, s. auch Mel-
bourne.nbsp;• \' * Î
Port Prashn = Gower-Hafen [Kambotoros]
203,

311, IL 582.
Port Präshh Port Breton IL 272.
Port Praslin auf Ysabel (Salomo-Inseln) 203, 209.
Port Romilly IL 433, 434, 550, 567, 568.
Port Said IL 765.nbsp;.

Port Saint-Isidore [Porto San Isidore] IL 69, 80.
Portsmouth 192, : 210, ; 233, 242, 252, 291, IL
• 197, 443; ■ ■ \' ^ - lt;
Port Spicèr IL 409\'.
Port Stanley IL
74.
Port Sulphur IL 53. •
Port Yarborough — Port Lihou 310.
Portugiesen 5, 9—17, 19,\'5L 218, 336, IL 812.
Port Weber,^ Weber-Hafen IL 226.
„Posaquot; IL 93, 94.nbsp;• .

Poschinger, Heinrich von., IL 353, 829, 831.
Pos Kanal IL 596.nbsp;■

Possession-Bai IL 181, 187, 188, 225.
Possession-Insel 212, 307, IL 49, 92, 292, 639.
Possession-Kap.,\' [Waimaituna] IL 66, 267, 280,

360, 446.. ■ \'
Postkasten auf Booby-Insel TL 33, 54, 63, 65,

73, 92, 113, 117.
Posthumus Meyjes, R., IL 6, 22, 562, 563.
„Postillonquot; IL 31, 32.
Poswéri [Boswéri], Kap., 8igt; 82.
Potläka [Gloucester- oder Below-Berg] 134, IL

816, s. auch Talawi.
Potomo = Bird-Insel [Tuaral] IL
194, 295, 304,
621, 623, 695, 756, 801, 826,
s. auch Rubiu.
Potsdam-Hafen [Monumbo] II.
420, 698, 737,
738, 758, 763, 783, 788, 809.

Potter, Wihiam., IL 442.
Potter-Berg IL 442, 682.
Potts, J. W., IL 393, 832.
Poulain, Jean., IL 275, 276, 829.
Pöum IL 493, 518.

Pouro Paro [Mullens-Hafen] 44, IL 159.
Poverty-Bai 210.

PoweU, Wilfred., IL 242—246, 249, 262, 268—
269,
309, 327—328, 344, 369, 389, 646,
647, 828, 831.

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Powell-Fluss [Mäwlu oder Mèwlu] II. 243, 736.
Powell-Hafen [Tawana Tangir] II. 244, 646,
67 s, 804.

Prado y Tovar, Diego de., 37, 38, 40, 43, 44,

46, 47, II. 8.
Praed-Huk [Talwat] II. 162.
Prafi II. 157, 202, 629.
Prahl, P., II. 175.
Prancudo, Marcos., 32.
Prapança [Prapanjtja] 8, 337.
Praslin-Hafen s. Port Prashn.
Prat-Bernon, Ch. L., 305.
Prat-Bernon, Kap., 305.
Pratkendak Pona II. 585.
Pratt, A. E., II.
373, 779, 800-801.
Pratt, George., II. 439—440.
Pratt, Henry., II. 800.
Prau = Beräu II. 331.
Prauga II. 8.
Prepe = Parepia II. 585.
Prescott, Kap., = Tégin II. 144.
Prescott, Kapt., II. 143.
Preston II. 342.
Preston, C., II. 231, 232.
Pretuai II. 8.

Preuss, K. Th., IL 455, 643.

Preuss, Paul., IL 765.

Preussen IL 147, 824.

Preussen-Reede IL 417, 597, 617.

Prévost, A. F., 86, 91.

Prevost, J. A. le., IL 273, 274—275.

Prevost-Insel = Namatote IL 45.

Prevost, Kap., [Dima Dimwara] IL 533.

Preyer, Axel., IL 725.

„Pride of the Loganquot; IL 251, 255, 379, 381,

382, 436, 437.
Primera tierra 28, 29.
„Prince Frederickquot; 193.
„Prince Georgequot; IL 59, öi, 62, 63, 524.
Prince Leopold-Fluss = Wasu Kusa IL 338, 388.
Princen-Eylandt, \'t., = Kararabu 151.
„Prince of Danmarkquot; IL 105.
„Prince of Walesquot; 238.

Prince of Wales-Insel [Muralug] 17, 45, loi,
211, 212, 241, 254, 289, IL 141, 146, 163,
247, 287, 391, 443, 467, 639, 832.
Prince of Wales-Insel = Batan Tä 182.
Prince of Wales-Insel = Sandwich-Insel 195.

Nova Guinea. II. Entdeckungsükschichte.

Prince of Wales-Inseln 45, IL 73.
Prince of Wales-Kanal 241, 288, 289, 290, 299,
302, 307, 308, 319, IL 15, 34, 39, 42, 59,
70, 80, 81, 82, 85, 86, 90, 92, 106, 107, 109,
113, 159, 198, 219, 222, 223, 247, 259, 263,
292, 302, 364, 511.
„Princesaquot; 229—233.
„Princess Augustaquot; 183—184.
„Princesse Ahcequot; (1.) = „Eberhardquot; IL 765.
„Princess Louisaquot; II. 464.
„Princess Royalquot; IL 14.

„Princess- [Kronprinzessin- oder Sherwood-]

Untiefe IL 14.
„Princes van Orangequot; 185.
Prince William Henry-Insel = St. Matthias 244,
317. 320.

Prinses-Insel = Kararabu 151.
Prinses Marianne-Insel [Rakaanga] IL 32.
Prinses Marianne-Strasse [Muh] 11, 52,93, 101,
322, IL 6, 32, 129, 192, 261, 283, 285, 541,

561, 585-

„Prins Frederik Hendrik der Nederlandenquot; IL
83—84.

Prins Frederik Hendrik-Insel [Dolak] 41, 52,
54, 78, 100, loi, 212, 213, IL 32, 79, 193,
222, 261, 583.
Prinz Adalbert-Hafen IL 419, 698.
Prinz Albrecht-[Bogi\'a-] Hafen IL 359,- 783.
Prinz Alexander-Gebirge IL 356.
Prinz Eitel Friedrich-Hafen IL 698.
Prinzenflagge 109.

Prinz Heinrich-Hafen IL 353, 362, 412, 474, 493.
Prinz Wilhelm-[Henkel-] Fluss IL 355.
Prinz Wilhelm-Fluss = Ränu IL 355.
„Priokquot; II. 537.
Prionas simplex IL 176.
Prittwitz-Spitze [Eitawéri] IL 696.
Prittwitz und Gaffron, von., Korv. Kapt., II.

495—496, 514.
Pro = Poró IL 673.
Proclamation Creek IL 364.
Proctor, John., 248, 251.
„Promptquot; II. 328.
„Prospectquot; IL 253.
„Prospectorquot; IL 282.
Protectorate-Riff IL 271, 365.
Proudfoot-Untiefe II. 254, 391, 511.
„Providencequot; 255—256.

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Providence-Insel, Grosse., = Mios Korwär [Ai-
fondi] 70, 332, II. 136, 191, 496, 676, 678, 835.
Providence-Insel, Kleine., = Mios Kairu [Ajawi]

130, 317, II. 108, 835.
Providence-Inseln [Aifondi und Ajawi 130, 267,

272, 325, II. 136.
Providential-Bank 251, 323, II. 425.
Provost 214—218.
Pryke, Frank., II. 779.
Ptolemäus, Claudius., 2—4.
Pubi = Papitalâi IL 227.

Pucanucambulla = Koäs [Low-Spitze] IL 245,

Pududumete IL 636, 667.

Pue IL 563, 769.

Puhutu IL 747.

Puktas IL 697, 733.

Pul s. Pulu Anna [Bur oder Bun].

Pulgaramut IL 763.

Pulié IL 458.

Pulitoi IL 801.

Pullan IL 27.

Pullen, Thomas Francis., IL 375, 392—393.
Puhen-Berg IL 390.
Pulo-larcien = Lawin 217.
Pultalu IL 725.

Pulu Anna [Bur, Bul ader Pul] 236, 276, 284.

Pulu Baru IL 543.

Pulu Duwa II. 144.

Pulu Een = Mètjé [Üranie-Insel] 221.

Pulu Lankèsi [St. Matthäus] 245, 283.

Pulu Lima IL 598.

Pulu Limbutu [Tukan Bèsi-Inseln] 1Ó5, 245, 283.
Pulu Merir [Meglk] 209, 242, 258, 276, 293,
n. 330.

Pulu Pandita = Pulu Penida 229.

Pulu Penida 229.

Pulu Pinang [Penang] 294.

Pulu Pisang s. Pisang, Pulu.

Pulu Run 72.

Pulusuk [Suk] 19.

Pulu Tiga [Nusa Tello] 11.

Pulu Womy = Hum [Um] 225.

Punaio IL 508.

Punau [Thorspecken-Fluss] IL 357, 696.
Punea Buru IL 749, 750.
Punea Buru-Kette IL 750.
Pun-Inseln IL 103.
Punnett, R. C., IL 467.

Punta primera 47.
Punta Salida 21.

Purari [Wickham-Fluss] IL 67, 268, 434, 436,

450, 528, 567, 586, 587, 680, 780, 806.
Purchas, Samuel., 52.
Purdie, R. A., IL 253.

Purdy, John., 280, 295, 296, 300, 301, IL 14.
Purdy-Inseln 66, 300, IL 53, 75,420,454—455,

478, 479—480, 494, 520, 536, 621, 808.
Puri-Puri IL 484.
Puri-Spitze IL 568.
Puriri IL 794.

Puriri-Bai 121, s. auch Pisang-Bai.
Purmerendt = Wairundi 150.
Puroh IL 206.
Purry, Jean Pierre., 167.
Puru IL 8.

Purutù [Burutu] IL 500, 523.

Pusi-Pusi-Hafen IL 774..

Putat IL 157, 158.

Put-Put = But-But IL 789.

Put-Put-Bai [Rügen-FIafen] IL 344, 394, 401,

576, 620, 736.
Puttkammer, Willy von., IL 452, 493, 538.
Putuli [Los Reyes] 232.
Putzeys, J., IL 825.
Puydt, Lucien P. de., IL 275, 276.
„Pyladesquot; IL 35, 88—89-

Pyramiden-Berg [Pyramid, Mount.,] IL 245,753.
Pyramid, Mount., s. Pyramiden-Berg.
Pyramid-Spitze IL 381.

Q.

Quade Eyland,\'t., = Ram 151.
Quaelbergh, Cornehs., 115, 119.
Quaelbergh-Bucht = Bitjaru-Bucht 119, 121, IL

99, 793-
Qualle = Kwaile IL 442.
Quaipo = Kwaipo IL 484.
Quaiporopu = Kwaipo Ropu IL 484.
Quarz IL 468, 469, 488, 591, 592, 607, 637, 786.
Quarzit IL 488, 521, 527, 572, 633, 634, 639.
Quarzitschiefer II. 527.

Quarzporphyr Ii. 59, 198, 639, s. auch Porphyr.
Quass = Kwas [Hummock Head] IL 245.
Quedah [Keda] 227.
Queemy = Gaman 152.

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„Queenquot; 235.

Queen Charlotte Foreland = Matanälem [West-
Kap] 92, 197, IL 162, 595, 817.

Queen Charlotte Foreland = Batsch, Kap., [Bo-
tiangin] 197.

Queen Charlotte-Inseln 35.

Queen Emma = Kolbe, Emma., IL 275, 497,
559, 622.

Queen\'s Jubilee-Fluss [Baroi] IL 317, 434,436,
450.

Queensland 37, 254, IL 2, 123, 127, 130, 132,
154, 196, 237, 242, 253, 255, 257—258, 265,
306, 307, 309, 314, 318, 321, 322, 325, 335,
339. 340, 342, 343. 345. 360, 363, 364, 375,
38[, 390, 391, 403, 406, 436, 439, 455, 456,
462, 468, 472, 481, 489, 494, 509, 526, 527,
603, 630, 656, 662, 671, 693, 715, 741.

Queensland Royal Mail Line IL 491.

„Queen Victoriaquot; IL 465.

Queiros, Pedro Fernandes de., = Quiros, Pedro
Fernandez de., 36.

Quélen de la Villeglée, F. L. de., 303.

Quélen-Insel 303.

Quehen, heisse., IL 28, 53, 56, 116, 127, 187,
258. 305. 331. 469, 470. 510, 534, 571, 573,
620, 625, 715, 731, 762.

Quellen, intermittirende., 56, 116, IL 762.

Quellen, kalte., IL 134, 304.

Quellen, Salz-., IL 53, 804.

Quehen, Schwefel-., IL 715.

Queria, Gomes de., = Sequeira, Gomes de.,
16.

„Quettaquot; IL 510.

Quetta-Felsen IL 510, 511, 512.

Quibo = Kwaipo [Kwaibo] IL 379.

Quimark IL 272.

Quin, R., IL 26.

Quirley [Kwirlé] IL 404.

Quiros, Pedxo Fernandez de,, 35, 36-39
40, 41, 48, 54, 63, 167, 178, 201, 211,
IL 814.

Quoy, J. R. C., 128, 303, 304, 305, 306, 326,
332. 334-

Quoy-Insel [Ginmanimon] 71, 99, 302, 303.

Quoy-Insel = Aberé [Kurudu] 332.

Quoy, Kap., (Neu-Pommern) 326, IL 736.

Quoy, Kap., (Waigëu) 305.

Quoy-Pik 326, IL 736.

R.

„Raafquot; IL 503, 504.

Raaf- [Wangkora-] Bai IL 503, 598, 793, 810.
Raalten, G. van., IL 5, 12.
Raas 340.
Rabai IL 572.

Rabardy, Gustave., IL 273—275, 293.
Rabaul [Simpson-Hafen] IL 512.
Rabi an der Milne-Bai IL 471, 522.
Rabi [Baiarabi oder Koropenaira] IL 567.
Rabiai-Strasse IL 112, 298, 313, 428, 598.
Rabiamaka IL 279.
Raboni IL 380.
Rabrosa IL 411.
Rabua IL 552.

Rabuin [Meta-Insel] 25, 67, IL 356, 702, 782,

812, 815.
Rabuso IL 55t, 571, 775.
„Racerquot; IL 109.
Radawa IL 552, 603, 691.
Radja Ampat [Kaiana Fat oder Vier Radja-
schaften] 33, 34, 219, 298, IL 677, s. auch
Papuanische Inseln.
Raffles, Sir Thomas Stanford., 144.
RafiHes-Bai IL 39, 45.

Raffray, Achille., IL 167, 233—235, 368, 641.
Ragged Point = Aru, Tandjung., 242.
Ragis IL 654.

Ragunai = Rakunai IL 423.
Rahalu IL 456.
Rahang IL 731.
Rai [Bai] IL 701.
Raiatea IL 41, 300.
Raibine [Lareibine] IL 789.
Raillard, L., 305.
Raihard-Bai 305.
Raimondi, Pater., IL 80, 81.
Rainbow, W. R., IL 670.
Rain Brum [Arnold-Fluss] IL 357, 696.
Raine-Insel 320, IL 57, 59, 65, 68, 75, 85, 86,
197, 263.

Raine-Insel-Einfahrt 321, IL 75, 81, 82, 84, 85^

86, 90, 91, 106, 107, 113.
Raingmarka-Bucht IL 784.
Rain Oi [Takón oder Bastian-Fluss] IL 357,

597, 696, 761.
Rainwâwul IL 761.

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Raio [Marshall-Lagune] IL 224, 602, 747.

Rai-Rai IL 520.

„Rajahquot; IL 392.

Rakaanga II. 32.

Rako-Rakoro IL 785.

Rakunai IL 423, 647.

Rallier, Kapt., IL 136.

Ralph, Wihiam., IL 818, 819.

Raluan [Vulkan-Insel] IL 249, 250, 258—259,

649, 674.
Raluana IL 249, 258, 674.
Ralum-Pflanzung IL 275, 323, 344, 406, 455,
456, 462, 480, 494, 497, 512, 516, 556, 558,
559, 583, 594, 624, 648.
Ralun [Labün] II. 356.
Ram 151, 175, 225, IL 125.
Ramalum IL 733.

Ramandu IL 647, 648, 652, 696, 697, 735.
Ramaulun IL 785.
Ramay = Ram 225.
„Ramblerquot; IL 511.

Rambonnet, F. L., IL 333.nbsp;*

Rambonnet, J. J., IL 455, 792.
Rambutjo [Lambutjo oder Jesus Maria] 66,
232, 247, 266, IL 194, 212, 625, 640, 694.
Ramoi s. Ramui.

Ramsay, E. Pierson., IL 204, 241, 263, 287,
840.

Ramsay, Händler., II. 476, 477.
Ramsi IL 288.

Ramu Ränu 94, IL 365. 644, 786.
Ramu-Expeditionen IL 643—646, 697—699,
734—735-

Ramui [Ramoi] IL 125, 156, 201, 705.

Ramumünde IL 763.

Ramusio, Giovanni Battista., 2, 5, 22.

Rands, Wihiam H., IL 488, 572, 639.

Ranga IL 6r8, 619.

Rangambol IL 805.

Rangarere II. 784.

„Rangerquot; 228.

Rangingi, Kap., IL 784.

Rangombóh IL 804.

Rani 332.

Ranjatüm IL 496.

Rannie, Douglas., II. 456, 833.

Ransäwar 221.

Ränu [Ramu oder Jagei] 94, IL 355, 373,420,
644,
645, 676, 697—699, 727, 734, 735, 737,
786, 787, 809.
Rao 23.

Raoul, Joseph., 271.

Raoul-Berg IL 246, 458, 620, 808.

Raoul-Berg = Willaumez-Berg IL 457.

Raoul-Insel 271, IL 457.

Raoul, Kap., IL 453.

Raoult, Kap., = Kiepert, Kap., II. 453.

Rapa IL 407, 553.

Rapa Latip II. 785.

Rapa Lawat IL 784.

Raper, George., 246.

„Rapidquot; IL 449, 470.

Raputata IL 534.

Raräi IL 447, 505, 506, 532, 611, 679.
Rara Karakau II. 804.
Rarakit 72, 142.

Rare [Gloucester-Kap] 134, 270, IL 16, 29,30,

246, 453, 816.
Rarende IL 785.
Rarga Ragan IL 244.
Rarotonga IL 257, 300, 334, 574, 662.
Rasa, Isla., [Rase, lie.,] 232.
Rasch, W., IL 416, 457, 460.
Rasch-Einfahrt IL 419.

Rascher, Matthäus., IL 242, 646, 647—648,
652, 674-675, 696-697,
733, 735-736,
782, 785,
786, 804, 828.
Rase, lie., [Rasa, Isla.,] 232.
Rasié II. 394, 429, 482.
Ratawul-Bai = Tahh-Bai IL 226, 250.
Ratawul-Pass IL 242.
Ratiwo 149.
Rato 277.

„Rattlesnakequot; 192, IL 2, 23, 69-74, 75, 129.

Rattlesnake-Berg [Rui] IL 71.

Rattray, Alexander., IL 123.

Rätubo [Tingge Nahanga] IL 790.

Raturu Suru IL 804.

Ratzel, Friedrich., IL 357.

Ratzel-Berg II. 357.

Raubfahrten IL 372, s. Überfähe.

Raüdi 222, IL 119.

Raulhabo II. 790.

Rault, Kap und Insel., 271 (Fig. 38).
Rauna- [Rona-] Fälle IL 262, 266, 301, 335,
510, 689, 715.

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Raupomu II. 525.
Rauwewa II. 139.

Ravao [Rawao oder Yule-Insel] II. 73, 180, 206,
553-

Raven, William., 280—281.

„Ravenquot; II. 321, 360, 361, 364—365, 376, 381.

Raven-Inseln II. 64.

Rawak s. Lawak [Lawai oder Lak] 226, 304.

Rawao [Yule-Insel] II. 73, 180, 206, 553.

Rawa Raräi IL 804.

Rawarende, Kap., II. 785.

Rawdon-Bai IL 364, 377, 522,- 774.

Rawes, Häuptling., II. 755.

Rawlins, Kap., IL 418.

Rawlinson, Sir Henry C., 2, IL 190.

Rawlinson-Berge 270, IL 190.

Rawuawuat-Bai IL 804.

Ray, Sidney H., IL 424, 467, 683—685.

„Raymondquot; 242.

Rays, Charles Bonaventure du Breil, Marquis
de.,
312, IL 132, 271—276, 295, 296, 369.
Rawson Sl Co., E. S., IL 318.
Reaal, Frans., 166.

Reaal van achten [Peso de ocho] 104.
Read, Thomas., 236.
Reael, Laurens., 56, 57, 59, 71. \'
Réal-Insel [Pana Sia] II. 72, 379.
Réaumur, R. A. F. de., 327.
Réaumur-Pik 327.

Rebel, H., IL 539.nbsp;\'

Rebello, Gabriel., 10, 16, 18, 19.
Rebstock, Pländler., IL 755.
Reche, O., II. 455.
„Recherchequot; 264—273.

Recknagel, Bergingenieur., IL 419, 421, 493,

494.

„Recoveryquot; IL 37.
Redjang 337.

Redland-Insel [Mait] 246, 265, IL 108, 281, 413.
Redhch, Edwin., IL 158, 166—167, 206, 207,

224, 231, 241, 253.
Redlick, E., = Redhch, Edwin., II. 166.
Redlick- [Redlich-] Inseln IL 241, 336, 339, 341,

368, 379, 437.
Redscar-Bai IL 73, 74, 151, 164, 179, 180,278,
279, 289, 335, 375, 438, 545, 656, 773, 806.
Redscar-Kap [Lagaba] IL 73, 183, 290, 300,
367, 688, 712, 830.

Reed, Hughes., 285—286.

Reedy, J., IL 203, 368.

Rees, James., 233—235, 263.

Rees, Otto van., IL 333.

Rees- [Tenggé-] Bai 234.

Refuge, Ile du., [Refugio, Isla del.,] 233.

Refugio, Isla del., s. Refuge, Ile du..

Regalia, Ettore., IL 826.

Regenberg [Ulum Bèbi] IL 421.

Régimbart, M., IL 825.

Regina Angelorum, Missionsstation., IL 673,
674.

„Regularquot; IL 57.
Rehberg, B., IL 406,
Rehse, Ernst., IL 286.
Reiber, Jos., 330.
Reichel 186.

Reichenbach, H. G., IL 199, 825, 837.
Reichenow, Anton., IL 546, 643, 648, 649, 693,

698, 835.
Reid, G. H., IL 671.
Reid, Wihiam., IL 376.
Reid-Bank IL 568, 570.
Reilly, H. E. O., IL 197.
Reimers, Paul., II. 593, 617, 619.
Rein, Joh. Justus., IL 453.
Rein-Bai IL 453

Reina, Paolo., IL 16, 51, 80, 81.
Reinbold, Th., IL 648.
Reinel [Reynel], Jorge., 337.
Reinel [Reynel], Pedro., 12, 337.
Reis IL 193, 222, 234, 389, 434.
Reiss, Wilhelm., IL 358.
Reiss-Huk., IL 358.
Reitter, Edmund,, IL 826.
„Reliancequot; 287.

„Rembangquot; 254, IL 77, 78, 88.
Rembrandtsz. van Nierop., Dirck., 86, 87, 92.
Remé-Inseh, IL 424.

Remé, Kap., = Sipatnanam Tutin IL 144.
Renard 267.

„Renardquot; 253, IL 226, 246, 269, 828.
Renard-Insel [Kimuta] 267, IL 775, s. auch

Renard-Inseln.
Renard-Inseln IL
341, 383, 437, 526.
Renaudière, Ph. F. de la., 331.
Rendowa IL 392.
Renneck, Kapt., 321, IL 116, 820.

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Rennel-Insel [Mauar] II, 39, 81, 90, 109, 183,

259, 292, 684,
Rennesse van Duivenbode, C, W. R. van.,

s, Duivenbode.
Repos, Ile du., = Jèf Bi
315,
Requin, H., 303.
Requin-Insel 303.
Rerete IL 607.

„Resident Bensbachquot; IL 171, 702, 703, 704,

768, 769, 772, 773.
„Resolutionquot; 340.
„Résolutionquot; 236—237.
„Resourcequot; 242, 278, 279.
Restoration-Bai =: Doré-Bai 275, IL 819.
Restoration-Insel 241, IL 54.
Restorff, von., Leutn, z, See., IL 672,
Reta IL 756.

Retez, Yhigo Ortiz de., s. Ortiz de Retes, Ynigo.
„Retrievequot; IL
183, 191.
Return- [Umkehr-] Spitze IL 243,
Reua IL 383.

Réunion [Bourbon] 291, 316, IL 48,
Revareva [Rewa-Rewa] IL 279,
„Revengequot; 187, 188,
Revenge-Strasse = Sélé-Strasse 187, 188,
Rewa-Rewa [Revareva] IL 279,
Rewi IL 571.

Reyes, Los., = Los [tres] Reyes 230, 232.
Reynel s. Reinel.
Reynolds, J. N., IL
28.

Reynolds-Bai = Angriffs-Hafen [Mumre] IL 28,

Reynolds-Fluss [Aua] IL 248.

Rheinische Missions-Gesellschaft IL 374, 459—

460, 515, 575, 673, 701.
„Rhinequot; IL 535.
Rhinoceros IL 189.

Rhode, Ricardo., = Rohde, Ricardo., IL 520.
Rhododendron IL 337.
Rhizophoren s. Mangrove.
Rhyolith IL
572.

Ribbe, Carl., IL 33°—3.3L 373gt; 519, 579, 580,

693, 808.
Ribera de Caya 30.
Riberoi IL 461.
Riboty = Ribu Tutin IL 144.
Ribu Tutin IL 144.
Rieh, A. C., IL 235.
Rieh, Sir Robert., 134,

Rich-Insel [Bagabäg] 26, 94, 134, 328, IL 238,

515-

Richard, A., 334.
„Richard Behquot; IL 25.

Richards, G, E., 253, IL 269, 369, 828—829.

Richards, G. H., IL 131,

Richards-Bai [Nuwankai Wawena] II, 466.

Richardson, John., IL 18, 52.

Richardson, Kapt., IL 113.

Richardson-Kette IL 390, 402,

Richarz, Stephan., 330,

Riehe, C. A. G., 269, 273, 274.

Riehe-Insel 269, IL 190, 269.

Richi-Richi [Ritji-Ritji] IL 635.

„Richmondquot; 309.

Richmond-Fluss IL 486,

Richter IL 478.

Richter, Eugen., IL 728.

Richthofen, Ferd. Frhr. von,, 4.

Richthofen-Berg [Uku] IL 646.

Richthofen-Huk 67, 94,

Rickard, R, H,, II, 424,

Rico, Gaspar., 26, 29.

Ridgley, Thomas., IL 300, 301,

Ridgley-Ketten IL 301,

Ridley, H, N., IL 402.

Ridley, St. O., IL 292.

Riebeck, Hermann., IL 457,

Riebeck-Bucht 93, II, 457,

Riedel, J. G. F., IL 170.

Riemsdijk, J. J. W. E. van., IL 159,

Rienzi, G, L, Domeny de,, 311, II, 24.

Rietz, Matheus Feretz du., 180.

„Riflemanquot; IL 18.

Riger IL 28.

Ri Gina = Rig Wina IL 490,
Rigny, Kap,, [Tewuhp] 327, IL 353, 419.
Rigo II- 335, 380, 404, 438, 440, 441, 473,
484, 491, 550, 553, 570, 602, 610, 611, 612,
613, 636, 680, 682, 683, 685, 687, 719, 752,
753, 779, 780.
Riguina s, Rig Wina.
Rig Wina [Riguina] IL
490, 524, 589.
Rijau- [Riouw-] Inseln IL 76.
Rijcklof van Goens-Bai = Sebekör-Bai 53, 106,

118, 158, 339, IL 160, 216.
Rijcklof van Goens-Bai = Kaibus-Bai IL 161.
Rijke, Victor de., IL 635—636, 663, 688—(

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Rijn van Alkemade, L. W. van., II. 85.
Rikambeng = Santa Maria, Kap., II. 461, 760,
816.

Riki = Liki II. 214.
Rikorea II. 383.
Riley, E. Baxter., II. 777.
Rinnoy, N., II. 135, 136, 148.
Rïntin II. 724.

Rio de Janeiro 201, 253, 303, 306, II. 90.

„Rio Packetquot; II. 82.

Rios, Hernando de los., 34.

Riouw-Inseln II. 76.

Ris, E., II. 649.

Risdom, William Bellamy., 279.

Risei II. 429.

Risia major amp; minor 36.

Risk-Spitze II. 62, 547, 548, 614, 777.

„Ritaquot; II. 219, 225.

Rita-Riff II. 137, 219.

Ritji-Ritji [Richi-Richi] II. 635.

Ritter, Carl., II. 356.

Ritter-Bucht 67, II. 356.

Ritter-Insel 133, 270, 327, II. 30, 475, 513.

Rivers, W. H. R., II. 683—685, 686.

Riwun II. 697.

Rixatia 36.

Robaduma II. 301.

Röber, J., IL 518.

Robert de Vaugondy, Gilles., 47, 141, 189,
206, 335.

Robert Hall-Sund = Hall-Sund IL 180.
Robertson, George., 182, 183, 187, 227, 228,

229, 236, 242.
Robertson, Thomas., 284.

Robertson amp; Hernsheim IL 345, s. auch Herns-
heim amp; Co.
Robertum = Robaduma IL
301.
Robidé-Huk IL 358, 651.
Robidé van der Aa, s. Aa, P. J. B. C. Robidé

van der.
Robinson IL
470.
Robinson, J., IL 437.
Robinson, Kapt., IL 117.
Robinson, Sir Hercules., IL 190.
Robinson-Bai IL 509.

Robinson-Fluss [Amina Gina] IL 241,490, 524,

718, s. Mauai del Robinson II. 749.
Robinson-Hafen IL 224.

Robson 294.
Robson, Th., IL 18, 37.
Rocha, Diogo la., 16.
Rochas, Victor de., IL 105.
Rochefort IL 489.

Rochfort, Fraser A., IL 445, 608, 659, 662—

663, 664, 665—666.
Rocholl, August., IL 394, 401, 476, 520, 576,

594. 834.
Rochussen, J. J., IL 2, 76.
Rochussen-Fluss = Mamberomno [Amberno]

225, IL 134.
Rockhampton IL 127.
Rockingham-Bai IL 70, 155.
Rocky Pass 44.
Rodatz, Hans., IL 698, 734.
„Rodneyquot; IL 107.

Rodney-Kap [Otomata] 253, 260, IL 47, 591,749.

Rodriguez, Francisco., 11, 12.

Roe, John Septimus., 306.

„Roebuckquot; 127—135, 327.

Roebuck-Spitze 327, IL 420.

Roeloffs-Inseln = Ruloffs-Inseln IL 22.

Roest, J. L. D. van der., IL 599.

Rogea [Logea] s. Rogia [Heath-Insel].

Rogers IL 342.

Rogers, C., IL 259.

Rogers, Woodes., 161, 163 —165.

Roggeveen, Arent., 113—115, 166, 167.

Roggeveen, Jacob., 127, 166—173, 178, 189,

206, 316, IL 817.
Roggeveen-Insel = Sagewin IL 112.
Roggewijn-Insel = Sagewin 183.
„Roghquot; 116—120.
Rogiers, Abraham., 122, 123.
Rogiers, Marcus., 122, 123.
Rogues Creek 188.

Rohde, Ricardo., IL 475, 520, 835—836.

Rohlfs, Friedrich., 131, 233, IL 281.

Rohlfs, Gerhard., IL 306, 476.

Rohlfs-Hafen IL 476.

Rohu, R. H., II. 754.

Roijer, G., IL 78, 84, 97, 98, 99.

Roi\'na 150.

Roissy-Insel [Wogéo] 25, 26, 94, 313, 329, IL

17, 578, 782, 809.
Rojahn, Händler., IL 593, 620, 754, 755.
Rokama IL 680.

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Roko II. 602.
Rokus II. 733.

Rolfe, R. Allen., II. 539, 832, 838.

„Rollaquot; 290.

Rolland, J. P., II. 68.

Rom II. 296, 356.

Rom, Kap., 330.

„Romanquot; II. 42.

Romanet du Caillaud, F., IL 447, 449.

Rombach, A., IL 770.

Rombu IL 139.

Romdu IL 741.

Römer, F., IL 546.

Romi IL 288.

Romihy, Hugh Hastings., 195, IL 105, 165,
262, 282, 293, 294-295, 303, 316,318,321,
322—323, 341, 342,
359, 360, 375, 377,
382-383, 433, 440, 449-450, 468, 624.
Romilly-Berg = Trafalgar-Berg IL 377.
Romihy-Hafen [Port Romilly] IL 433, 434,

SSO, 567, 568.
Ron 150, IL 78, 83, 94, 127, 135, 137, 139,
145, 214, 269, 289, 297, 329, 334, 394, 412,
428, 463, 483, 543, 545, 563, 565, 600, 601,
626, 628, 655, 679, 769.
Rona-Fälle s. Rauna-Fälle.
Roncador = Bradley Shoals
245.
Rondado = Arimoa-Inseln 317.
Rondahl, J. M., IL
735.
Rondepi IL 463.
Ronowi Rua IL 804.
Ronquillo de Penalosa, Gonzalo., 33.
Ronquillo, Juan., 33.
Roode Steyle Hoek = Pasim 150.
Rook-Insel [Umboi] 16, 93, 134, 270, 327, IL 2,
16, 30, 50, 69, 80, 81, 116, 129, 246, 350,
362, 365, 459, 513, 558.
Roon, Kap., IL 418.
Roos, Fitzgerald de., 327.
Roos, K. H. F., II. 564.
Roos, Maarten., 113.
„Roosquot; 185.

Roos-Insein [Aweléng] 327, IL 458, 696.
Roosa Woelan Nusa Wulan = Mon-Mon 339.
Rooselaer, Pieter., 47, 152, 161.
Root, B. C., IL 29.
Root-Bal = Hyäne-Hafen (.?) IL 29.
Roper, William., 283.

Rörbo 150.

Roro IL 415.

Roro [Lolo] IL 360, 447, 609.

Roro [Lolo] = Yule-Insel [Rawao] IL 73, 206,
553-

Rosa, Daniele., IL 529.

„Rosarioquot; II. 318.

Roscher, Kapt., IL 455.

Rose, Fritz., IL 495, 497, 514, 535, 538, 555 —
556, 558, 559.

Rosebery-FIuss IL 662.

Rosenberg, H. (= C. B. H.), von., 81, 136, 144,
145, 149, ISL 332, IL 97,98, 103,111-112,
113, 125, 138-140, 142, 242, 266.

Rosengeyn, Jan Lodewijcksz., 55 — 57.

„Rose of Sharonquot; IL 90-

Ross, H. L., IL 364-365, 376, 377-

Ross-Berg = Victory-Berg IL 377.

Ross-Inseln = Roos-Inseln [Aweléng] 327, IL
458, 696.

Rossel, E. B. E. de., 199, 264, 265, 266, 267,
272, 273, 274.

Rossel-[Aljui-] Bai II. 298.

Rossel-Berge IL 343, 476, 786, 787, 790.

Rossel-Einfahrt IL 364.

Rossel-Insel [Rua oder Jela] 202, 267, 293, 295,
325, IL 46, 71, 104, 105, 340, 341, 364, 437,
462, 469, 507, 550, 551, 571, 591, 592, 615,
639, 744, 775,
799, 819, 837.

Rossel-Kap IL 280.

Rossel-Lagune IL 364.

Rossel-Riff IL 423.

Rossitter-Fluss = Musa IL 377.

Rota IL 64.

Rothschild, Walter., II. 294, 519, 529, 544,
545, 582, 583, 592, 593, 607, 608, 622, 623,
624, 627, 628, 638, 639, 642, 693, 704, 711,
712, 725, 754, 796, 827, 829, 830, 834, 835,
836.

Rotterdam IL 88, 167, 218, 773.

Rotti IL 217.

Rottok, Kapt. Leutn., IL 453.

Rottok-Bai IL 453.

Rotumah II. 218, 305.

Rotz [Roze], Jean., 16, 212.

Roua = Rossel-Insel IL 551.

Roubaud, J. J. L., II. 275.

Rouesné, A. P., IL 68.

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Rouffaer, G. P., 3, 5, 7, g, 47, 83, 214, IL 5,

II, 333, 542, 711.
Round Head IL 380, 489,
Round-Insel 300.

Round-Insel [Aiona] IL 106, 507.
Round-Insel [Osasai] IL 71, 437.
Rouwenhoff, Paulus., 178.
Roux-Insel IL 47, 270.
Rouyer, Henri., II. 790.
Rowa = Rossel-Insel II. 551.
Rowan, Francis., IL 340.
Rowe, Kapt., IL 336.
Roxburgh, David., IL 25.
„Royal Gharlottequot; 283.
Royal-Fluss IL 165.
„Royalistquot; IL 724.
Royalist-Untiefe II. 724.
Roze [Rotz], Jean., r6, 212.
Roze-Insel = Èga IL 45.
Rozengain 57.
R-Riff IL 219.
Rua s. Rossel-Insel.
Ruaba IL 751, 774,
799.
Rubal [Green-Insel] IL 194, 424.
Rubi IL 632.
Rubi = Irubi IL 170.
Rubin IL 499.

Rubiu = Bird-Insel [Tuaral] IL 194, 826.
„Rubyquot; IL 501, 502, 523, 546, 549, 566, 567,

586, 587, 630, 631, 690, 745, 746, 773.
Rüdiger, H., II. 604, 616-617, 618, 638,

645-

Rüdiger-Spitze IL 454.

Ruelens, Charles., 7, 52, 53.

Rüge, Juhus., IL 726, 759.

Rüge, Sophus., 10, 12, 32, 89, IL 184, 454.

Rüge, Kap., II. 454.

Rügen-Hafen [Fut-Put-Bai] IL 344, 394, 401,

576, 620, 736.
Rugged Point IL 225, 248.
Ruguoa IL 665, 681, 716.
Rui [Rattlesnake-Berg] IL 71.
Ruib [Kawé] 99, 152, 206, 221, 303.
Ruige Hoek = Aru, Tandjung., 242.
Rukhusam II. 244.
Ruk-Inseln = Truk-Inseln IL 104.
Rula IL 701.
Ruloffs, J. P. C, IL 22.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Ruloffs-Inseln [Nusa Wulan] 106, IL 22, 45,
82, 160.

Rumakain 106, 110, 112, IL 704, 796.
Rumana II.
139.
Rumangri = Rumansaräi 146.
Rumansaräi 124, 151.
Rumansaräi bei Warsai 143, 146.
Rumaséwi [Umaséwi] IL 139.
Rumasol 135, 136.

Rumbärpön = Amberpön 150, 224, 225, 298,

339. II. 3.
Rumbarpur II. 3.

Rumbati 105, 106, 107, 108, 109, 110, 112, 122,
123, 136, 137, II- 95. 261, 283, 289, 424,
425, 427, 543,
794.
Rumbobo II. 148.
Rume IL 277.

Rumphius, Georg Eberh., 8, 18, 49, 72, 83,

104, 119, 123, IL 9, 704, 816.
Rumsaräi IL 3, 817.
Rumsäri IL
139.
Rumsäro 222, 223, II. 139, 430.
Rum Seräm 222.
Run [Pulu Run] 72, ILquot; 424.
Runde, Kapt., IL 205, 207, 224, 436.
Runcie-Felsen IL 225.
Runcie-F\'luss II. 437, 467.
„Rupakquot; IL 212.
Ruruba IL 216.

Russell, H. H. Stuart., IL 668, 716—717, 718,

722, 723.
Russell, J. R. S. Stuart., IL 798.
Russland II. 133.
Rutawul IL 423.
Rütimeyer, L., II. 652.

Rutten, Hendrik., [Rütten, Heinr.,] IL 803—804.

Rutumoraja, Nutu., [Mör] 149, IL 429, 601, 704.

Ruwang IL 41.

Ruyge Hoek 149.

Ruys, Th. H., IL 233.

„de Ruyterquot; II. 481, 491.

Ryan, Goldgräber., IL 656, 657.

„Ryderquot; 181.

„Ryndaquot; IL 449.

s.

Sa, Henrique de., 32.
Sa de Badeirna 12.

123

-ocr page 634-

Saar, Johann Jacob., 104.

Saavedra, Alvaro de., 18—20, 332.

Saavedra, Kap., [Iwoniswari] 332.

Saba 176, 223, 224, II. 430, 626.

Sababa = Mios Auri 153, 154.

Sabadeibai 2, 3.

Sabadi [Jontsoe] II. 654.

Sabäer 4.

Sabah II. 126.

Sabara II. 550.

Sabara Makara II. 510.

Sabari [Owen Stanley-Insel] II. 364.

Sabarwin II. 411.

Sabben-Fahrwasser II. 194.

Sabben-Felsen 266, II. 560.

Sabèki, Häuptling., II. 481.

Sabiar = Sèbjâr 251.

Sable-Insel II. 460.

Sabrä II. 796.

Sabuber II. 773.

Sabuda [Nusa Fugi] 112, 128, 138, II. 19, 79,

209, 707.
Sabuti = Sabuda 128.
Sachse, F. J. F., II. 834.
Sachsen-Bucht II. 418, 423.
Sacré-Coeur, Société amp;c., s. Société des Mis-
sionnaires de Notre-Dame du Sacré-Coeur.
Saddle-Insel (Torres-Strasse) II. 155, 178.
„Sadie F. Callerquot; II. 264.
Sadipi-Bai = Tanah Merah-Bai II. 215.
Sadipi-Doré-Bai = Tanah Merah-Bai II. 215.
Sae [Commerson-Insel] 205, 231, 285, II. 210,
801.

Safer [Augusta-Insel] 184, 232, 283, 292, II.

120, 124, 136.
Safiudin, Prinz von Tidore., II. 95.
Sagäing Kapuing II. 417.
Sagäing Saun II. 417.
Sagamodu II. 531.
Saganusa II. 701.
Sagara II. 507, 531, 775.
Sagaräi II. 484, 714.
Sagaro II. 722.
Sagaway 154.
Sagawin s. Sagewin.
Sage, Reverend., II. 713.
Sägewerke II. 736, 803.
Sagewiely 124.

Sagewin [Sagawin, Saguin oder Jèf Kesem] 152,
163, 183, 320, II. 112.

Sagewin-[Pitt-] Strasse 129, 147, 152, 153, 162,
182, 183, 184, 187, 188, 192, 226, 227, 237,
267, 283, 284, 297, 320, II. 31, 75, 89, 112,
119, 126, 142, 147, 156, 158, 161, 167, 215,
223, 234, 289, 313, 427, 514, 564, 654, 703,
705, 709, 795, 796.

Sagil [Sangnus] 84, II. 186.

Sagiler = Sergile (?) 123.

Sago 24, 41, IIO, 128, 143, 177, 221, 224,226,
235, II. 67, 83, 144, 157, 173, 174, 179, 193,
317, 447, 547, 566, 568, 773, 788, 792.

Sag-Sag II. 475, 513.

Saguana II. 498, 565, 569, 590, 615, 656, 662,
668, 669, 681, 685, 712, 746, 749, 778.

Saguin, Saguin-Strasse s. Sagewin, Sagewin-Str.

Sagumu II. 524.

Sahl, Konsul,, II. 356.

Sahl-Huk [Boroäm] II. 356.

Sahon II. 763.

Sahudjuan, Prinz., II. 160.

Saibai II. 140, 146, 164, 178, 180, 183, 184, 192,
203, 205, 257, 258, 316, 339, 388, 389, 391,
409, 425, 439, 464, 465, 467, 485, 486, 565,
630, 669, 680, 722, 724, 741, 748, 833.

Sailolof 179, 218, II. 112, 114, 126, 159, 161,
426, 564, 598, 625, 796.

Saimo II. 761.

Sainson, L. A. de., 329.

Sainson-Insel [Seléo] 25, 329, II. 269, 357,
578, 596.

Sainson-Inseln II. 357.

Saint-Aignan, Frenay de., 267.

Saint-Aignan-Insel [Misima]267, 295, II. 241,
341, 373. 381, 437. 467. 469. 489. 507. 522,
526, 535, 550, 571, 591, 592, 611, 639, 714,
722,
743, 774, 798, 799, 807, 819, 829.

Saint Augustine, Port, = San Augustino, Puerto,
de., 214.

Saint Barthélemie — Vleermuis- [Fledermaus-]
Eiland 239.

Sainte-Croix, C. L. F. Félix Renouard de., 291.

Sainte-Marie-Berg [Umi Manaia II. 663.

Sainte-Rose [Santa Rosa] 253.

Saint-Felix, de., 265.

Saint-Génois, Jules de., 59.

„Saint Georgequot; 158, 159, 161.

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Sainte-Hyacinthe [San Jacinto] 233.

Saint-Isidore, Port., [San Isidore, Porto ,] II. 69.

„Saint Jean Baptistequot; 208.

„Saint Johnquot; 159, 160, 161, 187.

Saint-Joseph-Fluss s. St. Joseph-Fluss.

Saint-Julien, de., Leutn. IL 839.

„Saint-Micheh\' IL 116.

Saint-Remy, de., IL 790.

Sainte-Rose [Santa Rosa] 253.

Sainuri [Senauri] IL 773.

Saipan IL 737.

Saiping 249.

Sajang 152, 227, 302, 319.

Sakabu IL 124.

Sakabu-Strasse IL 124.

Sakaigawa 48.

Sakalaki IL 509.

Sakar s. Tupinier-Insel.

Sakertemmin = Kapar Tutin IL 161.

Sala, Javier de., IL 274.

Salakiti-Bai IL 427,

„Salamanderquot; II. 122.

Salam Bu [Franziska-Fluss] II. 418, 423,617, 618.
Salati 104.

Salawâi, Kap., IL 118.
Salawat 113.

Salawati 33, 35, 105, 124, 129, 137, 138, 142,
147, 148, 152, 153, 154, 156, 162, 166, 174,
177- 178, 179, 180, 182, 183, 184, 185, 186,
187, 188, 218, 219, 221, 225, 243, 249, 250,
278, 297, 298, 339,
IL 31, 58, 78, 79, 83,
89, 94, 112, 114, 124, 126, 140, 142, 144,
145, 147, 156, 158, 161, 166, 167, 191, 192,
201, 213, 234, 235, 260, 262, 289, 299, 312,
313, 366, 412, 426, 427, 428, 482, 504, 543,
564, 586, 598, 625, 654, 655, 704, 705, 738,
739- 77L 796, 838.
Saléo IL 298, 410, 427.
Salerio, Carlo., IL 81.
Saleyer IL 705.

Saleyer-Strasse 165, 183, 184, 229, 245, 249,

281, 283, 292, IL 51, 57, 108, 143.
Salibabu IL 677.
Salida, Punta., 29.
Salik IL 789.
Salisbury-Insel IL 432.
Saliü == Seléo [Sainson-Insel] 25, 329.
Saloa = Saroa IL 335.

Salomo-Inseln 26, 31, 32, 35, 140, 141, 165,
194, 203, 238, 244, 245, 265, 267, 285, 311,
318,
IL 30, 33, 40, 52, 68, 80, 84, 131, 136,
163, 166, 264, 265, 271, 294, 299, 305, 315,
323- 340, 343, 35 L 392, 423, 460, 473, 495,
496, 519, 520, 557, 560, 579, 582, 583, 617,
620, 622, 639, 651, 653, 663, 671, 700, 730,
73 L 764, 831-

Salomon, Kapt., IL 55.

Salomon, Pieter., IL 585.

Salomon Sweers- [Einfahrts-] Kap 87, 91, 92,
102, 103, T31,
IL 595.

Salong [Solong] II. 772.

Saltkeld, Kapt., 285.

Salvadori, Tommaso., IL 233, 491, 528, 635,
824, 825, 826, 830.

„Salvattiquot; IL 790.

Salvin, O., IL 191, 219, 827, 829.

Salwatty = Salawati 225.

Salz IL 679.

Salzburg IL 520.

Salzquellen IL 53, 804.

Samabowi IL 482.

Samafo 20.

Samäi IL 425.

Samal [Kobi], Kap., IL iii.

Samar 22, 102, 103.

Samarai [Dinner-Insel] IL 181, 187, 256, 257,
265, 272, 277, 316, 335, 361, 365, 375, 376,
377, 379- 381, 392, 399. 403, 407, 408, 409,
436, 437, 439, 440, 444, 446, 449, 461, 462,
466, 467, 470, 471, 483, 484, 489, 491, 492,
507, 508, 510, 521, 522, 525, 526, 528, 529,
531, 533- 534, 535, 545, 550, 551, 570, 571,
574, 587, 588, 589, 590, 591, 592, 601, 602,
603, 604, 607, 61
r, 612, 624, 630, 632, 635,
636, 637, 657, 658, 662, 663, 669, 670, 674,
681, 682, 683, 687, 690, 691, 702, 712, 713,
714, 715, 722, 724, 731, 747, 748, 751, 774,
779- 780, 781, 797-

Samarang 254, 274, II. 10, 167, 276.

Samari IL 230, 498, 712.

Samarika IL 741.

Samaté 138, 152, 183, IL 31, 83, 89, 94, 112,
114, 124, 126, 140, 142, 144, 145, 147, 148,
156, 158, 161, 166, 167, 192, 201, 202, 213,
234, 260, 262, 289, 299, 313, 412, 427, 428,
504, 564, 598, 625, 703, 738, 739, 796.

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Sarnau 251.

Samâu-Strasse 333, II. 65, 424.
Samaumor II. 379.
Sambai II. 804.
Sambéri II. 201, 430.

Sambuenaventura, Puertos y bayas de tierra
de., 43.

Sambu Mana [Konstantin-Berg] II. 451, 642.
Samei — Otär und Urat 106, II. 45.
Saminumu II. 390.

„Samoaquot; II. 347, 352—359, 363, 368, 383,
399, 415, 417, 418, 422, 451, 454, 457,

459, 475-
Samoa Cove IL 358.

Samoa-Hafen = Hatzfeldt-Hafen IL 359, 399.
Samoa-Hafen im Huon Golf II. 418, 422, 513,

516, 537, 597, 617, 672.
Samoa-Huk IL 419, 421.
Samoa-Inseln II. 43, 152, 218, 237, 258, 285,
286, 292, 295, 319, 323, 343, 349, 351, 363,
399, 400, 412, 413, 456, 461, 473, 496, 536,
555, 559, 560, 574, 580, 622, 662, 700, 783,
s. auch Apia.
Samoa-Plantagen-Gesellschaft IL 346,
Samrün IL 411.
Sam-Sam [Siam] II. 112, 122.
Samuel, Sir Samuel., IL 307.
Sanambir [Sant Bruno-Insel] IL 281, 461.
Sanana auf Sula Bèsi IL 87.
Sanana am Morehead-Fluss IL 741, 745.
San Anastasio, Montafla de., 232.
San Andrés 28.
„San Antonioquot; 308.

San Antonio-Insel [Mali] 132, 233, IL 271, 281.

San Antonio, Isla de., [West-Insel] 44.

Sanaroa [Wehe-Insel] 269, IL 354, 383, 534,601.

Sana Sanagai IL 314.

San Augustin, Kap., 199, 285.

San Augustin [San Agustin], Rio de., 24, 28.

San Augustino, Puerto., 47, 214.

San Bartolomeo-Insel 212.

San Bartolomeo, Puerto de., 47.

San Benito, Isla de., [Paples-Insel] 44.

San Bernardino-Strasse 292.

San Blas-Insel 233.

San Blas (Mexiko) 233, 285.

San Buenaventura s. Sambuenaventura 43.

San Buenaventura, Cabo de la costa de., 47, 214.

San Cristoval [Bauro] 244, II. 68, 69, 340,
392, 828.

Sanctis, Giuseppe de., IL 328—329.

Sanct Petro de Arlança, Baya de., = Kaju

Merah-Bai 46, IL 8.
Sandbank-Bai IL 248, 256, 269, 715, 749.
Sandbergen, Jan Ortwijn., 178—179.
Sandelholz II. 616, 632.
Sander, C., IL 675, 694—695.
Sanders amp; Co., J., II. 582.
Sanders-Spitze IL 194.

San Diego, Cabo de., = Heath-Insel [Rogia] 44.

„Sandflyquot; IL 187, 188.

Sandfly-Bucht IL 379.

Sandhill II. 25.

Sandji 5.

Sandstein IL 45, 61, 99, 100, 163, 587, 657, 696.
Sandwendondwär II. 654.
Sandwich, Lord., 187.

Sandwich-Insel [Djaul] 196, 246, 265, 272, 286,
313, IL 29, 76, 108, 211, 281, 413, 575,694,
755, 758, 761.
Sandwich-Sund 254.
Sandy Hook IL 16.
Sandy-Inseln IL 72.

Sandy Island = Tumbu-Tumbu [Vogel-Insel]
IL 58.

Sandy-Kap in Australien IL 257.
Sandy Point [Nolugan] = Mulua IL 244.
Saneminka IL 741.
Sanènèn IL 329.

San Fecunda, Isla de., = Blanchard-Insel 44.
San Felipe y Santiago 37, 39.
San Francisco (Kalifornien) IL 622.
San Francisco-Insel [Mahur] 64, 233, IL 50,

271, 281, 560, 760.
San Gabriel-Insel [Bäk] 232, 247, II. 29, 194,

294, 577, 624, 694, 730, 732, 755.
San Gerónimo 28.

Sanggala-[Speelman-] Bai 118, II. 793.
Sanggar 338.
Sanggei IL 429.
Sanggéweri II. 429.

Sangi-Inseln 164, 174, 227, 237, 248, II. 41,

141, 274.
Sangnus [Sagil] 84, II. 815.
Sang-Riff II. 597.
San Ignacio-Insel [Bagan] 102.

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San Isidore, Porto., [Saint-Isidore, Port.,] IL

69, 80.
San Jacinto-Insel 233.

San Joseph-Insel [Masahèt] 64, 233, IL 271, 281,

340, 760.
„San Juanquot; 21, 30, IL 813.
San Juan-Insel 248.
San Juan de Prado, Puerta de., 46.
Sankalago IL 537.

Sankt Paul, Missionsstation., IL 696—697, 733,

786, 803.
Sankué IL 415.

San Lorenço, Gran Baya de., = Orangerie-
Bai 44.

San Lorenzo, Cabo de., 29.
San Lorenzo-Insel 233.
San Lorenzo, Isla de., 47.
Sanlucar de Barrameda 36.
San Lucas, Puerto de., 46.
San Marco 29.

San Miguel-Inseln 232, 247, 300, IL 212.
San MiUan, Baya de., = Jenkins-Bai 44.
San Nicolas, Bahia de., 29.
Sanoba IL 342.
„San Pedroquot; 31, 57.

San Pedro de Arlança-Bai = Kaju Merah-Bai
46, II, 8.

San Pedro-Insel = Visscher-Insel [Simbéri] 91,

233.

San Pedro y Pablo 28.

„San Pedro y Pabloquot; 37, 38.

San Rafael-Insel [Tong] 232, IL 194, 640.

San Roque, Estrecho de., 44.

Sansapor 151.

Sansibar II. 412.

Sanson d\'Abbeville, N., 65, 139.

Sanssouci-Insel [Angal] 25, IL 357, 578.

Santa Ana-Insel 233.

Santa Ana-Insel = Owa Raha 244.

Santa Bârbara-Insel 233.

Santa Catalina-Insel = Owa Riki 244.

„Santa Catharinaquot;, 9, 10.

Santa Catharina, Ilha de., 311.

Santa Clara, Isla de., 44, 47.

Santa Clara- [Surigao-] Strasse 102.

Santa Cristina-Insel (Marquesas) IL 41.

Santa Cruz, InseL, 35,, 37, 239.

Santa Cruz-Inseln IL 663, 685, 700, 814.

St. Albans II. 582.

Santa Maria, Kap., [Ri\'kambeng oder Asu] 89,
90, IL 50, 456, 461, 760, 816.

St. Aignan s. Saint-Aignan [Misima].

St. Andrew-Hafen IL 271.

St. Andrew-Insel [Sonsol] 199, 236, IL 330.

St. Andrew-Inseln IL 730.

St. Andrew-Strasse 66, IL 271, 625, 732, 838.

Santa Rosa-Insel 233.

Santarem, Manuel P\'rancisco de Barros y Souza,
Viconde de., 12.

Sant Bruno-Insel [Sanâmbir] 131, 233,11. 281,
461.

St. David-Inseln = Mâpia-Inseln 183, 325,11.
109, 330.

Santen, Baltus van., 162—163.

St. Georg-Bai == St. Georg-Kanal 194, 195.

St. Georg-Fluss = Eoro IL 315.

St. George, Fort., 181.

St. George-[Low-] Insel = La IL 271.

St. George-Insel [Lóu] 247, IL 271, 623, 625,
730, 732, 813.

St. George-Insel [Nurowa] 66.

St. George-Insel = Batan Ta 183.

St. George-Insel = Salawati 182.

St. Georg-Insel = Iro 132, IL 816.

St. Georg-Kanal 132, 104, 195, 239, 245, 265,
280, 281, 285, 297, 299, 312, 318, 326, IL
I4gt; 29, 53, 55, 76, 80, 108, 166, 184, 211,
242, 249, 250, 258, 274, 286, 294, 295, 302,
321, 323, 354, 361, 40L 412, 455, 456, 473,
496, 497, 555, 559, 560, 580, 620, 622, 625,
640, 672, 694, 695, 730, 731, 736, 760, 764,
819.

St. Georg-Kap [Lainsiló] 132, 194, 195, 198,
203, 245, 265, 280, 285, 297, 311, 319, 326,
IL 16, 23, 29, 33, 50, 52, 55, 76, 84, 108,
211, 249, 272, 286, 292, 412, 622.

Santiago 28.

Santiago de Tolima 32.

Santistéban, Geronimo., 23, 25.

St. Jan-Inseln [Feni oder Anir] 64, 89, 132,
194, 204, 233, IL 23, 43, 116, 136, 340,424,
456, 466—461, 640, 694.

St. John\'s Straights == Sélé-Strasse 160.

St. Joseph-Fluss [Anga Bunga, Arabule, Ala-
bule, Agabuge resp. Paumumu] IL 336,407,
446—448, 449, 465—466, 472, 505, 506, 509,

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520, 528, 531, 532, 545, 553, 554, 569, 574,
6oi, 609, 611, 632, 639, 663, 670, 679, 719,
773, 797, 806, 837.
St. Joseph-Insel = Masahèt 64, 233, IL 271,

281, 340, 760.
St. Joseph, Missionsstation., [Paparatawa] IL
733, 802.

St. Matthäus-Insel [Lankèsi] 245, 283.
St. Matthias, Insel., 65, 130, 131,205,232,244,
■ 258, 317, 320, IL 33, 40, 41, 49, 162, 184,
211, 265, 303, 560, 619, 624, 694, 695, 732,
758, 759, 766, 767, 783—784, 808, 815.
St. Michael, Missionshaus., IL 651.
Santo Augustin [San Augustin], Rio de., 24, 28.
Santo Torivio, Puerto de., = China-Strasse 44.
St. Patrick-Insel [Päluan oder Bäluan] 66, IL

271, 732, 755, 756, 815, 839.
„St. Paulquot; IL 104—105, 507.
St. Paul, Insel., 240, II. 58.
St. Paul, Missionsstation., IL 696—697, 733,

786, 803.
St. Petersburg IL 264, 324, 325.
St. Vincent, Insel., 240.
Sao = Säur 223, 224, 225.
Saonek s. Sâunèk.
Sao Thiago II. 58.
Sapareko IL 517.
Saparua IL 14.

Sapa-Spitze [Karawap] 329, IL 356.
Sapey, Kap., = Baik, Kap., IL 45.
Saphir = Safer [Augusta-Insel] IL 120.
Sapi-Strasse 227, 228, 234, 284.
Sapker [Zapker] = Campbell-Insel 256, IL 27,

39, 48, 72, 113.
Sapör IL 411, 430.
Sappen = Japèn 176.

Sapper, Karl., II. 211, 245, 476, 595, 596, 696,
702, 760, 761, 789, 790, 816, 829, 832, 834.
„Sapphirequot; II. 66, 107, 108.
„Sapphoquot; IL 254—255, 381.
Saprop Mani = Bonpland, Kap., [Djuär] IL 102.
Sapua IL 743.
Sapural Kawa II. 501.
Sara IL 793.
Sarabas IL 748.
„Sarah and Ehzabethquot; IL 23.
Saräi s. Gossler-Fluss.
„Sara Johannaquot; IL 85.

Sarangani-Iuseln 19, 22, 200, 227, 247, 285.
Sarar IL 737.

Sarawäi oder Tarawäi [Bertrand-Insel] 25, 67,

329, IL 53, 578, 702, 782, 809.
Sarawak [Serawak] IL 75, 685.
Saraweri [Saraweri Wurat] = Iris-Strasse IL 9.
Sarenbon 152.

Sariba [Hayter-Insel] IL 181, 187, 242, 270,

316, 339, 383, 484, 506, 702, 748.
Saribi 149.

Saripa- [Piapis-] Bai 226, IL 706.
Saripun IL 173, 174.

Sarire IL 284, 372, 540, 541, 542, 561, 562,
563, 584,\' 585, 692, 708, 709, 741, 742, 790,
s. auch Sileraka.
Saris, John., 52, 54.
Sarka Bu IL 557.
Sarmi 176, 331.
Sarmiento, Pedro., 31.

Saroa [Saloa] IL 278, 335, 404, 440, 484, 491,

550, 610, 712, 779.
Sarao Kai [Saroa Ké] IL 404, 441, 550, 602, 753.
Saroaki = Saroa Ké IL 550.
Saromagoro II. 438.
Sarrett = Larat 263.
Sarui IL 625.
Sasagas IL 616.
Sasi Palé 124, IL 817.
Sassen [Soffon] 163.
Sassi, Moritz., II. 693.
„Satelhtequot; 309, IL 49.
Satisfaction-Insel = Rossel-Insel 295.
Sattelberg [Suputina Saleng oder Kekagalu] IL
374, 415, 492, 494, 516, 519, 538, 557, 582,
597, 615, 642, 643, 725, 782, 785, 809,840.
Sau = Ankerplatz IL 233.
Säu auf Japèn IL 288.
Säu auf Neu-Guinea IL 744.
Säu Amboben IL 234.
Säu Amborbri IL 115.

Säu Béba [Säu Wéba] = Geelvink-Bai, Kleine.,

142, 146, 151, IL 157, 234.
„Saucy Jackquot; IL 255.
Saue minka IL 741.
Saugomu IL 451.
Säuin IL 139.

Säu Korem 151, IL 233, 234, 428, 738.
Säu Kris IL 115, 233.

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Saula II. 760.
Saulolo 156.

Saul Samuel-Berg II. 434, 436.

Sau Mokrak II. 115.

Saumoto II. 605.

Saunders, F. W., II. 194.

Saunèk II. 122, 260, 410, 427, 564, 598, 703, 705.

Saunèk Bondé [Gross-Saunèk] II. 215, 705.

Saüni-Bai 305.

Saup II. 702.

Säur 223.

Saurem-[Woi-] Bai II. 655.
Säutwer II. 411.

Sauwäi [Platform-Insel] 300, II. 755.

Sau Wéba II. 234, s. Säu Béba.

Savage, E. B., 403, 439, 464, 466, 485—486, 491.

Savage Club-Rücken II. 444.

Saville-Kent, W., 510, 511, 527.

Savu 7, 214.

Sawäi auf Ceram 179, 187, 215, 226.
Sawäi = Mambrum Sawäi II. 288.
Sawarika II. 614.

Sawasar [Brebes, Huk.,] 151, II. 738, 796.
Sawa-Sawäi-Bucht II. 781.
Sawatatoi-Bai II. 533.
Sawatera [Pitt-Bai] II. 257, 509.
Sawatut II. 796.
Saweba, Kap., 153, 175, 332.
Sawi II. 723.
Sayce, George, 234.
Sayer, W. A., II. 440, 441.
Sayer-Fluss [Meneme] II. 442, 610,61 r, 613,683.
Scaevola Konigii II. 169.
Scarr, Frank., II. 442.
Scarr-Berg II. 442.
Scarvell, Kapt., 324.
Schacht, Hauptmann., 161,
Schack, Korv. Kapt, II. 755—759, 808.
Schadelijk Eiland — Takapoto 178.
Schädel II. 38, 231, 253, 792, s. auch Amadei,
G., Incoronata, A., Mantegazza, P., und
Regalia, E.
Schädler, Karl., II.
629.
„Schaepherderquot; 137.
Schaer == Sekär 110.
Schäfifer, C., II. 649.
„Schagenquot; 276.
Schaufuss, W., II. 825.

Scheffer, R. H. C. C., II. 150.

Scheidt, Wilhelm., II. 460, 493, 512, 515,

536, 5S5-
Schelling-[Mör-] Inseln
149.
Schehong, Otto., II. 415, 452, 457-
Schellong, Kap., II.
457.
Scheltema, Adama van., II. 86.
Schenkling, Sigmund., II.
641.
Schering, Rud. Emik, 319, II. 361, 363, 458.
Schering-Berg II. 458.
Schering-Halbinsel II. 362, 535, 538.
Schering-Insel [Kapepa] II. 458.
Schering-Inseln II. 458.
Scherpbier, J. A., II. 540.
Scherrl, F., II. 321, 322.
„Schiedamquot; 102.

Schiefer II. 442, 468, 469, 527, 633, s. auch

Tonschiefer.
Schielkopf, Händler., II.
640, 672.
Schiffbrüche 20, 54, 135, 180, 222, 239, 253,
289, 293, 306, 309, 321, 324,
II. 18, 25, 26,
33, 42, 49, 51, 55, 57, 63, 64, 65, 66, 73,
81, 86—87, 90, 92, 93, 104, 106, 107, 108,
115, 127, 137, 141, 154, 155, 235, 246, 301,

321, 339, 363gt; 409, 423- 464, 489, 504, 510,
Siigt; 527, S3S, 536, 59iv 623, 729, 760.
Schiffner, V., II. 208, 494.
Schilde 41, II. 515, 557.
Schildkröten II. 691, s. auch Schhdpatt.
Schildkröten-Insel [Matana Kunai] II.
804.
Schhdpads Westelijkste Eilanden 163.
Schildpatt 179, 224, 225, II. 28, 67, 78, 82,

89, 100, 119, 149, 212, 217, 295, 691.
Schildpatt-Inseln [Nusa Penju] 10.
Schiller, Andreas., 83.
Schilling, Adam., 242.

Schlaginhaufen, Otto., II. 23, 394, 696, 760, 816.
Schlammvulkane II. 762.
Schlechter, Rud,, II. 734, 786-790, 808, 809.
Schlegel, G., 7.

Schlegel, Hermann., IL 12, 120, 142.
Schlehahn, Händler., IL 755.
Schleiermacher, Chr., IL 673, 724—725.
Schleinitz, G. E. G. Frhr. von., 197, 231,271,
272, 328,
IL 53, 162, 175, 208—211, 269,
3S4, 3SS, 372, 415-420,453-454,457-
459,
460, 474—475, 620, 644, 698,
,, 817.

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Schleinitz-Gebirge IL 211.
Schleinitz-Insel IL 698.
Schlencker, H. P., IL 670, 753—754-
Schlenzig, Paul., IL
785, 786.
Schleudern 64, 131, 132, IL 736, s. auch Stein-
würfe.
Schlossberg, II.
422.

Schluss-Spitze [Givry, Kap.,] IL 231, 280, 318,

320, 322.
Schlüter, H., IL 166, 167.
Schlüter, H. C. A., IL 791.
Schlüter, Händler., IL 733, 757.
Schmeisser, C., IL 734, 786.
SchmeUer, J. A., 338.

Schmeltz, J. D. E., IL 128, 205, 226, 237, 238,

294, 426, 540, 562, 767, 823, 829, 834.
Schmidle, W., 835.
Schmidt, J., IL 528.
Schmidt, L., 15.

Schmidt, Leutn. z. See., IL 763.
Schmidt, W., IL 684, 838, 839.
Schmiede IL 138.
Schmiedeberg IL 619.

Schmiele, Georg., 329, IL 356, 477, 496-497,
514, 558, 575, 576-577, 580, 596—597,

647, 808, 809.
Schmitt, John., IL 637, 656, 657.
Schnars, Kapt. Leutn., IL 496.
Schnee, Heinrich., 36, 64, 89, 91, 131, 198,
IL 162, 163, 227, 245, 275, 304, 495, 619,
642, 694, 725—726, 730, 732—733, 735 —
735, 754—757, 760, 763, 784, 801.
Schnee, Paul., IL 519.
Schnee IL 787, s. auch Schneegebirge.
Schneegebirge
76, IL 44, 91, 159, 285, 601, 829.
Schneider, C., IL 413-415, 417, 421-423,

451-452, 454-455, 809.
Schneider, Händler., II. 758, 801.
Schneider, O., II. 56, 246, 496, 513, 514.
Schneider, Oscar., IL
331, 579.
Schneider, P., IL 420, 452. 461, 808.
Schneider-Hafen IL 417, 474, 537.
Schneider-Spitze IL 418, 513, 597, 617.
Schoen-Eiland = Soulier, le., 303.
Schohenbruch, Ernst., IL 399, 415,420,421—

423, 452.
Schölten, J. W., II.
260, 331.
Schölten, R. J. D., IL
85.

Scholten-Eiland II. 333.
Schönberg, Wolf von., II. 518, 579.
Schönfelder, C., IL 784—785.
Schönwand, Fr., IL 329.
Schoondervoort, Jacob van., 186.
Schooteroog [Mios Pas oder Njos Mön besar]

174, IL HO, 70s, 707.
„Schooteroogquot; 174.

Schopenhauer- [Disraeli-] Berg II. 190, 478.

Schott, Gerhard., IL 706.

Schött, Harald., IL 641.

Schottland IL 266.

Schour- [Akor-] Bucht II. 494.

Schouten, Jan Cornelisz., 10.

Schouten, Willem Cornehsz., 51, 60—71, 94,

97, 167, 170.
Schouten, Wouter., 60.
Schouten-Berg 332.

Schouten-Inseln 18, 19, 23, 30, 69, 97, 134,
139, 143, 149, 153, 172, 189, 206, 222, 223,
235, 249, 2S9, 266, 272, 286, 316, 317, 320,
IL 7S, 79, 108, 136, 139, 161, 169, 312,430,
544, 628, 810,
s. auch Supiori und Wiak.
Schouten-Inseln = Le Maire-Inseln
281, 313.
Schräder, C., IL 372, 413-415, 416, 424.

451-452, 453 , 454-455, 492, 808, 809.
Schrader-Berg IL 453.
Schrader-Kap [Denge-Huk] IL 596.
Schreiber, A., IL 459.
Schrijber, J., IL S, 13.
Schröder, J. F. L., 319, 322, 324.
Schröder-Insel [Nusalom] II. 802.
Schröter, J. M., IL 242.
Schubert, Eduard., II. 196,
Schuga IL 793.
Schuler, Leutn., IL 19, 22.
Schuhe, Friedr., IL 293, 496, 556.
Schulte im Hofe., A., IL 788.
Schultz, Gehülfe., IL 293.
Schultz, Händler., IL 762—763.
Schultz, Kaufmann., IL 732.
Schumann, Kapt. Leutn. II.
672.
Schumann, Karl., IL 494, 497, 516, 579, 582,
598, 61S, 642, 648, 725, 731, 734, 787, 821.
Schumann-Fluss II. 734, 787.
Schutzbriefe, Kaiserliche., IL 375, 727.
Schwager, F., IL 673.
„Schwalbequot; IL 338, 558.

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„Schwanquot; [„Swanquot;] II. 330.

Schwanzmenschen IL 249, 482.

Schwarze Khppen [Black Rocks] 237.

Schweden IL 725.

Schwefel IL 470, 762.

Schwefelquellen IL 715.

Schwefel- [Sulphur-] Spitze IL 162.

Schweine 64, 95, 133, 203, 213, IL 62, 144,

246, 507, 583, 587, 665, 782, 803.
Schweinezähne [Eberhauer] 67, 78.
Schwerter 33, 41, 57, 64, 103, 120, 122, 128.
SciUy-[Taléle-] Inseln IL 244, 675, 785.
Sclater, P. L., IL 191, 199, 219, 818, 827,828.
„Scorffquot; IL 753, 839.
Scot, Ernest., IL 820.
Scott, Charles, IL 348.
Scott, Goldgräber., IL 337, 339.
Scott, Harry., II. 403.
Scott, Kapt., IL 237.
Scott, J. Tait., IL 283.
Scott, Robert., 183.
Scott-Felsen IL 237.
Scott Rock 254.
Scott\'s Bend IL 339.

Scratchley, Sir Peter., IL 372, 375- 377, 378,

380, 390, 424.
Scratchley-Bai = Argyll-Bai [Masawani Ju-Ju]

11-376.

Scratchley-Berg [Toroba] IL 488, 601, 634, 635,

637, 660, 661, 666.
„Seabirdquot; IL 226, 227.
„Sea-Flowerquot; 307.
Sea HiU IL 363.
Séan [Zean] IL 526.
„Sea Parkquot; IL 107.
Searly-Riff IL 365.
„Sea Starquot; IL 235.
Sebastiaens-Bai 55.

Sebekör- [Rijcklof van Goens-] Bai 53, 106, 118,

339, IL 160, 216.
Sebiri-Biri II. 365, 774.

Sebiribiri = Ipote [Vogel, Kap.,] II. 189, 508.
Sebiribiri-Inseln IL 189, 508.
Sèbjär [Sabiär] 251, IL 792, 796.
Sebrän, Kap., IL 126.
Seburuia II. 602.

Sechstroh, Hinrich., IL 352, 353.417,459, 512.
Sechstroh-Fluss = Tami IL 358, 361.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Sechstroh-Insel = Patakia IL 357.
Sedari, Kap., = Kasbi 151.
„Seeadlerquot; IL
755—759.
Seeadler-Hafen IL 625, 732, 801.
Seé II. 722.

Seebeben 70, 92, s. Flutwellen.
Seehundsfelle IL 16.
Seelhorst-Huk IL
280.

Seeraub 279, 284, 308, IL 76, 77, 258, s. auch

Überfälle.
„Seesternquot; II.
406, 454.
Sefidubu II. 664.

Segara IL 535, 592, 632, 748, 778.
Segara [Dibiri] IL 524, 615.
Segarata IL 744.
Segat 34.

Segèt 35, 124, 138, 152, 188, IL 126, 426, 504,

707. 738.

Segèt Pasir 138.

Ségu IL 419.

Seidel, A., IL 703.

Seidel, Heinrich., IL 478.

Seidelmann, Sekretär., 186.

Seiferling, Kapt. Leutn., IL 804—805.

Seijne Kok, J., II. 543, 710.

Seflaba = Salomon Sweers-Kap IL 595.

Seita IL 573.

Sëkâ IL 149, 288, 311, 358, 654-

Sekagura IL 714.

Sekär 110, 125, IL 95, 289, 330, 331, 494,

564, 565, 586, 598, 704, 793, 795.
Sekär-Bai IL 208, 209, 216, 217, 251, 276,312,

330, 366, 424, 427, 464, 623, 625, 759.
Sekeremaga = Seremagoro IL 442.
Sekerimaga IL 611, 613.

Sekru [Skru] IL 217, 251, 330, 331, 504, 586,

623, 626, 627, 629, 759, 836, 837.
Sekuba IL 721.

Selai Du-Du [Amazonen-Bucht] IL 224, 248,

255, 525-

Selang-Bucht IL 415.

Selapiu [Mausoleum-Insel oder Mausolée, Ile

du.,] 196, 197, 266, IL 211, 302, 576, 577.
Selarika = Sarire IL 692.
Selaru IL 87, 217.
Sélé 138, IL 126.

Sélé, Kap., 147, 152, 187, 188, 249, II. 79, 166,
210, 585, 838.

124

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Sélé-[Galewo-] Strasse 35, 124, 125, 129, 130, I
142, 147, 152, 153, 160, 187, 188, 225, 249,
267, IL 31, 58, 79, 119, 126, 144, 156, 158,
161, 210, 216, 366, 426, 504, 564, 598, 705,
707, 738, 838.
Seléo [Sallù] oder Sainson-Insel 94, 329, IL
269. 357\' 578. 596. 615, 621, 701, 722, 788,
839.

Seléo = Bertrand-Insel [Sârawai] 329.
Seleucides alba IL 114.
Sèlewop 154.

Seljun-Inseln = Tatjun-Inseln 136.

Seligmann, C. G., IL 572, 683-685,686,822.

Selim Allem = Kèlemala IL 82.

Sèl Palèkèt 157, IL 112, 215, 426, s. Lilinta.

Sèl Pelé, Kap., 152.

Selleway 154.

Selwin, John., IL 35.

Selys Longchamps, Edm. de., IL 825, 828.

Semayer, W., IL 642.

Sembi IL 452.

Seméruai IL 435.

Seméu IL 42, 216.

semitischer Typus IL 736.

Semmla — Jaümba IL 493.

Semon, Richard., IL 545-—546.

Semper, Carl., IL 127.

Semsigoro IL 244, 245.

Semtowin IL 411.

Sena IL 744.

Sena, Kap., IL 814.

Senandobo [Sèrori] IL 148.

Senapan = Snapan [Duf] IL 124.

Senari IL 682.

Senauri [Sainuri] IL 773.

Sendariki = Java-Kreek [Baratara] IL 561.

Sendasi IL 428.

Sendré-Bank = Seudre-Bank IL 263.

Sené = Wa Samson IL 826.

Senemane IL 140.

Senf, Fr., IL 593.

Senfift, Arno., IL 580.

Senior, A. Hastings W., IL 384.

Seniü == Seléo [Saliü] 94, IL 596.

Senkungen II. 631.

Senna, A., IL 528, 836.

„Sentaquot; IL 536, 559, 575, 593, 619, 620, 676,
700—701.

Sentani-See IL 102, 372, 544, 563. 769, 809.
Sentani-Sprache II. 563.
Sentjan IL 208.
Sepa IL 688.

Sepadim [Buterika] II. 710.

Sèpèsa oder Siwisa [Fedarb-Inseln] IL 271, 694,

732, 755, 757-
Sepota [Abo] IL 524, 746, 798.
Seprang-Inseln [Shaggy Rocks] 98, 221, 303, 339.
„Septimusquot; IL 550.

Sequeira, Gomes de., = Gomes de Sequeira
16—17.

Sequeira, Ruy Gonzales de., = Gonzales de

Sequeira, Ruy., 33.
Sequeira-Insel 17.
Sèra IL 696.

Sera-[Baudissin-] Huk IL 357, 696.

Serami IL 683.

Seran 8, s. auch Ceram.

Serawak [Sarawak] IL 75, 685.

„Serdangquot; 199, IL 676, 677, 678, 708—710,

739, 740—744, 748, 749, 810.
Seregima IL 665.

Seremagoro [Sekeremaga] IL 442, 443.

Seremina IL 749, 797.

Seret, A., IL 740—742.

Serghile = Sergile 339.

Sergi, G., IL 491.

Sergile 123, 124, 339, s. auch Sergila und Sagiler.

Sergila 135.

Seri 20, 21.

Seriek s. Serik.

Serik II. 741.

Serin IL 654.

Serire [Sarire] II. 284, 372, 790.
Sèrori [Senandoba] IL 148.
Serot [Sirot] IL 460, 514.
„Serpentquot; IL 84.
Serpentin 305, IL 819.
Serpentine-Bach IL 444.
Serräo, P^\'rancisco., 10, i], 337.
Serua 121.

Serui [Surui] 21, 177.
Serumamaga IL 610.

Service-Berg [Kanawi] IL 377, 665, 716, 717.
Service-Fluss IL 387.
Seton, Kapt., 199,
276—277, 278.
„Seudrequot; IL 263.

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Seudre-Bank II. 263.

Severi [Seweri] II. 682.

Sevillana, La., 23.

Sewa-Bai IL 533, 532, 571, 724.

Sewell-Insel [Abau] IL 224, 490.

Seweri [Severi] IL 682.

Sexton, J., IL 27.

Seylamme = Selamana [Sleman] 72.
Seychellen 218.

Seymour-Bai [Midimini] IL 469, 509, 510, 529,

602, 603, 687, 715, 731.
Seymour Fort-Berg IL 444.
Shaggy Rocks [Seprang-Inseln] 98, 221, 303, 339.
Shahanan, M. W., IL 667, 669, 686, 687.
Shallow-Bai IL 224.
Shanghai IL 79, 235, 406.
Sharks-Bai [Chiens-Marins, Baie de.,] 303.
Sharp-Insel [Pana Tanian] IL 55, 670.
Sharpe, R. Bowdler., IL 221, 241, 263, 292,

402, 827, 828.
Sharpe, Watson., IL 403.
Shaw, Steuermann., 260, 262, 263, 264.
Shaw, James H., IL 239—240, 384.
Shaw, Kapt., IL 341—342.
Sheerness II. 191.
Shelvocke, George., 161.
„Sherburnequot; 318—319.
Sherburne-Bank 318—319, IL 29, 362, 820.
Sheriff, Kapt., IL 18.

Sherwood- [Kronprinzessin- oder Princess-] Un-
tiefe IL
14.
Shilhnglaw-Berg II. 442, 753.
Shoal-Kap 241.
Shokra II. 618, 619.
Sholfield IL 342.
Shortland, John., 238—239.
Shortland-Insel (Louisiaden) IL 187.
Shortland-Inseln IL 579.
Shortland-Strasse = Bougainvihe-Strasse 238.
Sia IL 530.

Siabes II. 214, 297, 329, 428.
„Siaiquot; IL 669, 670, 691, 751, 799.
Sialum IL 513.
Slam 7.

Siam [Sam-Sam] IL 112.
Siana IL 417.
Siang II. 118,
Siär [Siara] IL 7Ó0.

Siar [Thiar, Tiar oder Aly-Insel] II. 353, 362,

459, 493, 494, 515- 642, 699, 766, 782.
„Siarquot; II. 454-

Siari 150, II. 171, 174, 428, 679.

Siasi-[Lage-] Inseln 270, IL 365, 459, 513,

558, 737-
Siau
215, 217, 237, IL 141.
Sibidä, Kap., IL 415.
Sibir II. 103, 358, 769.
Siboa II. 417.

„Sibogaquot; 98, 99, 221, 226, 303, IL 706—708,
709, 810.

„Sibogaquot;-Expedition IL 161, 208, 372, 705,
706—708.

Sideia [Basihsk-Insel] 44, IL 180, 181, 225,

336, 341, 461.
Sidney-Inseln IL 687.
Siébu IL 429.

Siegel-Insel [Nausen] IL 362.
Siegen IL 137.
Sievers, Wilhelm., 60.
„Siewaquot; IL 10, 14, 820.
Sigaroi 108, 235, IL 771, 796.
Sigaun IL 644.
„Sigismundquot; IL 406.

Sigismund-Insel Forsayth-Insel [Nugakau

oder Kambi] IL 454.nbsp;*

Sigismund-Inseln II. 454.
Signoret, V., IL 826.
Sigokoira IL 248, 266.
Siguda [Ziguda] IL 663.
Sikajana 245.
Siki IL 415.

Sikiruku IL 571, 592, 603, 797.
Sikiruku, Kap., IL 780.
Sikube II. 660, 66 r.
Sikubi = Sekuba IL
721.
Sila IL 160.

Sila-Sila IL 522, 523, 525, 602.

Sileraka = Sarire IL 540, 541, 561, 790.

Silerika = Sarire IL 742.

Sililiu IL 494.

Silinta — Lilinta IL iio.

Sihpuaka IL 572.

Silo [Lewu] IL 267, 268, 433, 833.
Silum IL 789.

Silvestre, Aug. François de., 273.
Silvestri, Filippo., IL 528, 529, 641.

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Simba II. 22.
Simbana II. 513, 558.
Simbana [Marien-FIuss] II. 513, 558.
Simbang II. 374, 415, 421, 456, 459, 518,537,
538, 557, 558, 582, 621, 638, 642, 643, 725,
731, 766, 782, 785, 838.
Simbéri [Visscher- oder Fischer-Insel] 91, 316,
338, II. 50, 212, 226, 305, 340, 424, 456,
4Ó1, 514, 560, 581, 694, 760, 831.
Simbo II. 265, 582.
Simlaiadori II. 572.
Simon, E., II. 546.
Simora II. 661, 667, 693.
Simoraona IL 661, 667.
Simpson, C. H., IL 162-163, 211, 817.
Simpson, Kapt. IL 255.
Simpson, Leutn., IL 72, 73.
Simpson, William., IL 604, 636, 637.
Simpson-Berg II. 72.
Simpson-Fluss II. 633.
Simpson-Hafen Ii. 262, 477.
Simpson-Hafen = Rabaul IL 512.
Simpson\'s Store II. 633.
Sim-Sim = Kumkwalegu IL 531, 572, 601.
Sinaketa II. 552.
Sinapi IL 606.
Sinclair, Perlfischer., II. 511.
„Sindoroquot; IL 331.
Sineberi — Simbéri 91, 338.
Sinewit IL 576.

Singapore IL 15, 25, 31, 43, 54, 57, 58, 63,
65, 75, 79, 81, 116, 143, 144, 156, 158, 165,
167, 186, 206, 212, 228, 250, 274, 292, 296,
313, 459. 514, 537, 539, 542, 558, 577, 581,
582, 621, 623, 643, 646, 703, 758, 765, 767,
789, 790:
Singelmann, C., IL 346.
„Sing Tjinquot; IL 298—299, 310—313.
Sinipari [Hardy-Insel] II. 687.
Sinogu [Adolph- [Adolf-] Hafen] IL 354, 617,766.
Sipatnanam IL 144.
Sipatnaman Tutin IL 144.
Sipik — Kaiserin Augusta-Fluss IL 417, 454.
„Sir Andrew Hammondquot; 300.
„Sir Archibald Campbehquot; IL 65, 66.
Sir Arthur Gordon-Kette IL 268, 450, 587.
Sir Charles Hardy-Inseln (Australien) IL 18,
25, 65, 66, 107, 198.

Sir Charles Hardy-Inseln [Nissan] 64, 193, II.
23, 43, 116, 305, 340, 412, 460, 514, 560,
625, 700, 764.
Sireb [Marsden-Insel] IL 27, 39.
Sir Everard Hume-Inseln IL 64, 105.
„Sireenquot; II. 19, 20, 21, 22, 31, 32.
Sirèwèn IL 288, 463.

Sir George Rook-Insel 134, s. ferner Rook-Insel.

Siria IL 566.

Siridrit IL 782.

Sirika II. 510.

Siritu IL 427, 625.

„Siriusquot; 245, 281, II. 31.

Sirius-Insel = Owa Raha 244.

„Sir John Byngquot; IL 73.

Sirot [Serot] II, 460, 514.

Sirote-Inseln IL lOO.

Sir-reb = Sireb [Marsden-Insel] II. 27.

Sir Richard Burke-Inseln II. 27.

Sir Robert Rich-Insel 134, s. ferner Rich-Insel.

Siruwai = Kapa-Kapa IL 684..

Sisaäma IL 746.

Si\'sano IL 696.

Sisaroär 331.

Sisco, Sanitätsoffizier., IL 674.
Sisiame s. Sisiamia.

Sisiamia [Gebora] IL 524, 546, 615, 681, 746,

778, 798.

Sisi Andang IL 793.
Sisiba II. 533.
Sisi-Inseln 266.

Sisir IL 95, 148, 216, 289, 427.
Sisiran 230.
Sisir-Bucht II. 208.
Sisiwara IL 637.

Sisters = Three Sisters IL 81, 565.
Sisureta IL 744.

Sitjun-Inseln = Tatjun-Inseln 136.

Sittard-Untiefe = Vansittart-Untiefe 229.

Sittig, Otto., 17.

Siu = Sui IL 409.

Siuru 312.

„Siwaquot; s. „Siewaquot;.

Siwiri = Ipisi IL 833.

Siwisa [Sèpèsa] IL 271, 694, 732, 755, 757.
Siwusat IL 362.

Six Islands [Britannia-Inseln] = Le Maire-Inseln
281, IL 53.

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Six Sisters 256, 261, 281.
Skardon-Fluss 54.

Skelton-Insel [Koiaria oder Nara-Nara Wai]

IL 187, 342, 379.
Skittle-Felsen [Kikini] II. 279,
Sklaven 51, 105, 106, 107, 108, 109, no, 112,
US, 118, 122, 123, 124, 126, 128, 137, 175,
178, 179, 180, 224, 235, 321, IL 95, 105,
119, 411, 483, 544—545, 628, 652, 655, 677,
697, 758\' 794, 814-
„Skobeleffquot; IL 324.

Skobeleff- [Skobelew-] Insel = Ségu IL 419.
Skorbut 122, 206, 207, 209, 239, 272, 273.
Skroë = Sekrü [Sekru] II. 759.
Skru [Sekrü] IL 217, 504, 627, 629, 759, 836, 837.
Slade-Insel [Tubi-Tubi] IL 187, 341, 376, 383,

392, 509, 551, 601, 606, 687, 691.
Slamapin IL 140.
Slape, Pulu., = Jèf Jal 152.
Slavante-Insel = Intjemäg IL 103.
Slinger-[Kanabu-] Bai 131, IL 816.
Sluiter, C. Ph., II. 546.
Smail 279.

Smedley, Henry., 242.
Smetana-Gebirge IL 629.
Smit, F., IL 792.
Smith, Detmer., 252.

Smith, Edgar A., IL 292, 467, 468, 590, 836.

Smith, E. M., IL 90.

Smith, Frederick., IL 823.

Smith, H. Grose-., IL 545, 583, 593, 608, 627, 836.

Smith, M. Staniforth., IL 806, 821, 822.

Smith, R. A., IL 301.

Smith-Insel IL 187.

Smith-Insel = Malaita 244.

Smith-Pass [Smith Opening] IL 70.

Smithurst, E., IL 205.

Smits, A., IL 147, 159.

Smufui [Bienenkorb] 151, 222, II. 234,

Smulders, C. M., IL 3.

Smyth, Goldgräber., IL 639.

Snake-Spitze IL 230, 231.

Snapan [Duf] 152, 183, IL 124, 126, 705.

SneUeman, Joh. F., IL 609, 773.

Snellen, P. G. T., IL 832.

Sneri Swari IL 430.

Snijder, Johannes., IL 138.

Snoek, J. A., IL 502—504.

Snow, William Joseph., IL 8i-—82.

„Snuffelaerquot; 178—179, 219.

So IL 517.

Soa [Sósua] IL 731.

Soakiki II. 507, 522.

Soak Point [Albertis Junction] IL 498.

Soalaba IL 789.

Sobala IL 451.

Sobia [Hobia oder Owio] IL 533, 571.
Societas Verbi Domini = Mission vom Gött-
lichen Wort IL 651.
Société de Marie [Congregatio Mariae] IL 68—•
69, 80—81.

Société des Fermiers généraux de la Nouvelle-

France IL 275.
Société des Mi.ssionnaires de Notre du Sacré-
Coeur IL 133, 295—297, 328—329, 374, 378—
379, 446—448, 471—472, 506, 590,651,685,

837.

Société des Sucreries, Distilleurs amp;c. IL 275.
Société franco-océanienne de Commerce et de

la Navigation IL 276.
Société franco-océannienne des Mines de la

Nouvelle-France IL 276.
Sodara IL 377.
Sodur =: Sondur 5, 6.
Soein IL 578.
Soëk = Sowèk II. 139.
Soerabaja s. Surabaja.
„Soerabajaquot; IL 212—217, 366, 368.
„Soerabajaquot;-Expedition IL 212—217,
Soetermeer, J. H., IL 41.
Soffon [Sassen] 163.
Sogai 156.

Sogeri II. 266, 301, 314, 337, 367, 376, 390, 391,
401, 440, 446, 610, 664, 685, 717, 749, 787,
807, s. auch Wibibota.
Sogeri im Bamu-Gebiet IL 546.
Sokambim = Nuschunut IL 420.
Solander, Daniel., 213.
Sola-Sola IL 784.

Solat Lèn [Patipi-Bucht] IL 147, 209, 366, 427.
Sölberg, Oscar., IL 462.
Soleba IL 789.
Solfataren IL 219, 470.

Solitarya = Gunung Api in der Banda-See 10.
Solitary-Insel II. 418.
Sollas, W. J., 64, 467.

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Sollasolla [Sula-Sula] = Rarga-Ragan IL 244.
Sollung = Bulaka IL 792.
Solomasweer = Salomon Sweers-Kap 131.
Solong [Salong] IL
772.
Solor-Inseln 10.

Somerset 241, II. 2, 122 —123, 132, 141, 145,
151, 155, 163, 164, 165, 178, 180, 182, 183,
191, 192, 198, 202, 204, 205, 206, 207, 208,
221, 223, 224, 225, 226, 228, 231, 238, 239,
246, 247, 25s, 265, 367, 425, 502, 688.
Somlos IL 614.
Son-Bank IL 56.
Sondur 6.
Songalon IL
459.

Sonnerat, Pierre., 215—218, IL 818.

Sonnini de Manoncourt, Chr. N. S., 217.

Sonsol [St. Andrew-Insel] 199, 236, IL 330.

Soomioot = Sumai IL 464.

Soong = Sorong 177.

Soor = Wiak 176.

Sop [Tjiof] 151, 188, IL 125.

Sopèn IL 430.

Sophia, Königin der Niederlande., IL 185.
„Sophiaquot; IL 83.

„Sophia Annquot; == „Samoaquot; IL 352.

„Sophiequot; IL 56, 329, 513—514-

„Sophie Frazerquot; IL 79.

Soping IL 169.

Sor 176, IL 430.

Sör, Häuptling., IL 559.

Sorgal IL 635.

Sori [Wild-Insel] IL 199, 801, 802.

Soriari IL 430.

Sorido IL 430.

Sorigi IL 717.

Sornidori-Strasse IL 430.

Soromanai II. 525.

Sorong 124, 138, 177, 225, II. 114, 115, 125,
137. 156. 157, 166, 206, 428, 703, 705, 738,
816, 817.
Sorong-Fluss IL 144.

Sorong, Insel., = Döm 124, 138, 151, 177, IL
114, 124, 125, 126, 137, 138, 148, 156, 166,
201, 428, 704, 705, 738, 817.
Sorong, Kap., [Spencer, Kap.,] 151, IL 79,

148, 368.
Sorong Masombéri 143.
Sösua [Soa] IL 731.

Soulier, le., [Schoen-eiland] 303.
Southhampton IL 313, 443.
„South Australiaquot; IL 801—802.
„Southern Crossquot; IL 286.
South Sea Company 165.
South weh, Daniel., 245.
Southwell, Händler., IL 830.
„Southworthquot; IL 18.

Sovereign-Insel = Admiralitäts-Insel, Grosse.,
286.

Sowanawara = Suarawara IL 626.

Sowèk IL 79, 137, 139, 201, 235, 430, 677.

Sowerby, G. B., IL 822.

Sowéri IL 144.

Sowi II. 646,

Spacieuse, Baie., = Grosse [Weite] Bucht 326.
Spacious- [Weite] Bucht = Grosse Bucht IL 219,

243-

Spaeth, Franz., IL 641.

Spalding II. 203.

Spanien 201, 237, 258, IL 702.

Spanier 9, 18—49, 5©, 180, 230, 237, 337, IL

758, 812, 814.
Spear-Inseln IL 189.
Speckz, Jacob., 48.
„Speequot; IL 68.
Speelman, Cornells.,
118.
Speelman-Bai = Bitjaru-Bai 118, 119, IL 99.
Speelman-[Sanggala-] Bai 118, IL 99, 793.
Speere 25, 26, 40, 41, 64, 77, 78, 83, 109, 112,
178, 196, 197, 213, 247, 256,
IL 67, 381,457,
477. 491. 522, 577, 603, 608, 619, 717, 776.
Speiser, F., IL 641, 649.
Spencer, W. E. F., II. 502.
Spencer, Kap., [Foul Point] = Sorong, Kap.,

151. IL 79, 148, 368.
„Sperberquot;IL 536, 554—555. 559. 56o, 5-80-581.
Sperling, C. F., IL 461.
„Sperwerquot; IL 141, 146.
Speult Herman van., 42, 74.
Speult-Fluss loi, 289, 339.
Spicer, Albert., IL 316.
Spicer-Hafen IL 316.
Spiegel, Frh. von., IL 455.
„Spieringhquot; 116—120.
Spike-Insel [Suaroni] IL 187.
Spübergen, Joris van., 60, 62, 71.
„Spitfirequot; IL 461.

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Spithead 182, 183, 200, 240, 287, IL 54, 55,
63, 75-

Splunder, J. van., IL 394, 411.

Spölgen, N., IL 839.

Spongien IL 630, 722.

Sprachen 64, IL 563, 599, 838, 839.

Spree-Fluss IL 354.

Sprengel, Matth. Chr., 3, 4, 10.

Sprigade, PauL, 67, IL 30, 69, 219, 227, 244,

354gt; 355, 357, 479, 576, 593, 644, 820.
Sprouw = Matan 152.
Spry, W. J. J., IL 198.
„Spyquot; IL 64.

Squally- [Sturm-] Insel = Emirau 131, 205, 232,
244, 317,
320, IL 41, 49, 211, 694,700,808.
Sruan 305.
Staal, L., IL 84—85.
Staaten-Eüand 170.

Stacey-Insel [Suäu] IL 225, 240, 241, 247, 254,
256, 257, 265, 273, 277, 282, 335, 360, 361,
484, 507, 521, 545, 574.
„Stad Amsterdamquot; IL 86.
Stakman Bosse, K. A., IL
410—412.
Stalaktiten 305.
Staho, A., IL 536, 559.
Standon, Robert., IL 834.
Stanford, Edward., IL 57.
Stanhope-Fluss [Kapaina] IL 433, 567.
Stanhope-Kette IL 450.
Stanley, Frederick., IL 377.
Stanley, J. E., 40, s. auch Morga, Antonio de.
Stanley, Kapt., IL
340.

Stanley, Owen., IL 2, 26, 43, 49, 55, 69—74.
„Stanleyquot; IL
320—321.
Stanley-Bai IL 270.

Stanmore, Lord., [Gordon, Sir Arthur Hamilton.,]
IL
294.

Stanton-Insel [Bagaman] IL 72, 281, 550.

Stapleton-Riffe IL 392.

Starck, Frhr. von., IL 477.

„Starlingquot; IL 52.

„Star of the Eastquot; IL 242—246.

„Star of the Peacequot; IL 470.

Starop, Hoek., 151.

Stationskap IL 516.

Staudinger, O., IL 539, 830.

Staunton, Sir George., 251.

Stavers, F. R., IL 40—41.

Stead, T. F., 324.
Stead-Passage IL 37, 42, 75.
Stedenbach, M. A„ = Medenbach, M. A., IL
284.

Steel, Thomas., IL 670.

Steele, George., IL 637—638.

Steele, Kapt., IL 604.

Steenboom, J. J., IL 5, 10, 11.

Steenboom, Kap., [Naurio] 121, IL 8, 45,

771, 794-
Steffen, Obersteurer., IL
211.
Steffens, H., IL 119-—120.
Steffens, Stationsleiter., IL 788.
Steffens, W., 229.

Steffen-Strasse 196, IL 211, 295, 319, 320, 321,
362, 363, 369, 400, 406, 413,
423, 455, 456,
461, 494, 513, 555, 556, 559, 576, 577, 579,
622, 624, 731, 733, 755, 757,758,759,783,784-
Steile Hoek=Boswéri [Poswéri] Kap., 81, 82,

83. 84, IL 815.
Stein, B., IL 337.
Stein, F., IL 642.

Steinbeile 224, II. 28, 67, 508, 572.

Steinberg, S., IL 128.

Stein-Fluss IL 418.

Steinhäuser, Robert., IL 475.

Steinmetz-Spitze IL 418, 422.

Steingeräte IL 231, s. auch Steinbeile.

Steinwürfe 27, 64, 131, 205, 268, IL 320, 381,

477, 490, 610, 736.
Stephan, Emil., 89, 311, 312, IL 272, 816.
Stephan, Heinr. von., IL 346, 478.
„Stephanquot; IL 764, 782, 783.
Stephani, F., IL 489, 521, 579, 838.
Stephanoceras IL 388.
Stéphanie-Insel [Jen] 71, 99, 303.
Stephansort IL 478, 494, 496, 497, 512, 518,

519, 535, 536, 538, 555, 556, 558, 581, 582,

583; 597, 621, 642, 643, 644, 645, 650, 653,
672, 673, 674, 694, 695, 724, 726, 731, 735,
737, 757, 758, 782, 787, 788, 837.
Stephan-Strasse 67, 94, 328, IL 358.
Stephens, Philip., 199, 201.
Stephens, W. J., IL 328.

Stephens-Insel [Ugär] 261, IL 38, 48, 81, 90,
92, 105, 109, 117, 183, 203, 316, 391, 464, 814-
Stephens-Inseln [Aifondi und Ajawi] 70, 199,
325,
IL 678.

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Stephens, Kap., [Tawui] 195, 196, 272, II. 14,
242, 423.

„Stettinquot; II. 577, 619, 621, 638, 69s, 698, 699,
726, 760, 763, 764, 785, 786, 787, 790.

Stevenson, Rob. L., IL 622.

Steward, Hugh., 39.

Stewart, C., II. 404.

Stewart, Naturahensammler., IL 337.

Stewart-Inseln IL 460.

Stewart-Inseln = Sikajana 245.

Steyl II. 651, 673.

Steyns, Johannes., 74.

Stieler, Adolph., 54, 335, II. 810.

Stille, Hoek., 151,

Stille Negory 151.

Stiller Ozean 100, 158, 163, 165, 169, 193,201,
228, 229, 236, 237, 240, 242, 251, 258, 259,
265, 276, 280, 286, 295, 306, 310, 311, 316,
320, 324,
IL 31, 40, 41, 43, 49, 51, 52, 56,
68, 74, 118, 127, 128, 131, 141, 182, 212,
226, 274, 280, 285, 286, 291, 299, 305, 318,
345, 346, 349, 392, 426, 459, 555, 616, 622,
662,
s. auch Süd-See.

„Stirling Castlequot; IL 42.

Stirling-Gebirge II. 188, 377, 807.

Stirhng-Insel II. 40.

Stokes, J. Lort., II. 26, 27, 33. 49, 51,54—55.

Stolberg, O., II. 702.

Stoll, A. F., IL 292.

Stompe, Bartel., 157.

Stone, Kapt., 293.

Stone, Octavius C., 213, IL 67, 204, 220—
221, 827.

Stony-reef Island 253.

Stoomvaart-Maatschappij., Nederlandsch-Indi-
sche., IL
540.

„Storm Cloudquot; IL 113.

Stosch-Berg [Bati Suilaüa oder Suhik] 66, II.
211, 761, 815.

Strachan, John., 144, IL 337-339,388—389,
424—425,
426, 465, 472, 502.

Strachan-Insel II. 388, 425, 465.

Stradling, Thomas., 158, 159.

Strafkolonien IL 143, 195.

Straggling-Inseln II. 190, 418.

Strait-Felsen II. 545.

Strasser, Händler., IL 725.

„Strathfieldsayquot; IL 25.

„Stratfordquot; IL 34, 35.

Stratman, Kapt., IL 154,

Strauch, F., 198, IL 227.

Strauch, H., IL 211, 473.

Strauch-Kap., II. 318.

Strickland, Sir Edward., IL 386.

Strickland-Fluss IL 232, 386, 387, 388, 498,

500, 806, 832.
Strickland Junction II. 387.
Strömungen 16, 25, 68, 93, 94, 95, 99, 128,
134, 138, 153, Ï58, 164, 195, 206, 207, 228,
248, 260, 263, 267, 269, 271, 281, 282, 286,
313, 330, 33L II. 15, 22, 52, 84, HO, 118,
19L 198, 215, 248, 250, 311, 312, 412, 423,
446, 498, 500, 531, 586, 603, 605, 623, 624,
739, 743, 819.
Strong, Charles., II. 442.
Strong, W., Mersh., IL 572.
Strong-Berg II. 442.
Struis-Huk 47, 92.

Struyck, Nie., 124, 139, 140, 141, 143, 149,

150, 162.
Struys- [Struis-] hoek 92.
Stuart-Bank II. 270.
Stubbenkammer IL 423, 578.
Stuckhardt, Bezirksamtmann., IL 735, 785, 786.
Studd, Edward., 284.
Studer, Theodor., IL 208, 211.
Studer-Berg [Rukhusam (?)] IL 244.
Stuers, F. A. V. de., IL 46. ,
Stuers-Insel [Mulalé] s. Stuers-Inseln IL 46, 72.
Sturler, J. E. de., IL 376.
Sturm-Insel = Squally-Insel [Emiräu] 320, IL

4L 49, 303, 7quot;0.
„Styxquot; IL
105.
Su, Mios., s. Mios Su.
Suabina II.
522, 531.
Suabina-Berge II. 635.
Suaiaro IL 522.
Suan II. 837.

Suaragi [Burke-Insel] 256, 257.
Suarawara II. 626.
Suaroni [Spike-Insel] IL 187.
Suäu [Stacey-Insel] IL 225, 240, 241, 247, 254,
256, 257, 265, 273, 277, 282, 335, 360, 361,
365, 375, 377, 379, 392, 436, 440, 465, 484,
49L S07, 521, 533, 545, 574, 636, 747.
Sub IL 596.

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„Subtilequot; 236—237.

Suckling-Berg II. 72, 527, 719.

Suckling, Kap., [Südwest-Kap] II. 73, 279, 280,
289, 290, 335, 565, 773.

Süd-Amerika 299, 309, 320, II. 43.

Süd-Australien II. 325, 421, 840.

Süd-Bat-Insel II. 455.

Sud-Est-Insel [Tagula] 268, Fig. 37, II. 46, 70,

- 71, 339gt; 340, 341, 342, 364, 373, 383, 408,
437, 462, 467, 468, 469, 489, 507, 522, 526,
550, 551, 570» 571, 591, 592, 601, 611, 632,
639, 714, 775, 798, 799, 807.

Sud-Est-Kap II. 189, 377, 388, 713.

Süd-Huk [Turner-Spitze] II. 243.

Süd-Kap von Neu-Guinea II. 225, 240, 241,
254, 257, 273, 360, 379, s. auch Suäu [Stacey-
Insel].

Süd-Kap von Neu-Pommern 327, II. 458.

Süd-Kap von Neu-Seeland II. 16.

Südland 16, 39, 48, 49, 58, 59, 60, 63, 72, 74,
100, 103, 115, 120, 165, 167, 177, 178.

Südost-Inseln II. 217, 251, 759, s. auch Aru-
und Kei-Inseln.

Südost-Kap = Sud-Est-Kap II. 377.

Süd-See 49, 59, loi, 108, 158, 164, 253, II. 345,
346, 347, s. auch Stiller Ozean.

Südsee-Inseln i, 165.

Südsee-Expedition, Erste Deutsche., II.765—767.

Südsee-Plantagen-Gesellschaft = Handels- und
Plantagen-Gesellschaft der Südsee, Deutsche.,
II. 295, 319.

Süd-Sohn [Bamus] II. 245, 458, 594, 646, 668,
675.

Süd-Tochter [Turanguna] 195, 246, 313, IL 162,
219, 244, 249.

Südwest-Inseln 103, 104, 121, 297, 318, IL 10,
123, 185, 217, 251, 464, 759, 836.

Südwest-Kap = Suckling, Kap., IL 73.

Suein IL 783.

Sue-Insel [Waraber] IL 81, 204, 467.

Suer IL 628.

Suf IL 731, s. auch Kanit-[Anachoreten-] Inseln.

Sufia 34, 35.

Suga IL 626.

Sugan II. 425.

Sugar Loaf Island [Zuckerhut-Insel] = Mbuke
198, 286, II. 194, 801.

Suhm-Insel IL 199.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Sui IL 61, 317, 409, 500, 523, 546, 614, 667.

Suilik = Stosch-Berg IL 211, 761, 815.

Suislawa = Stosch-Berg IL 761.

Suiri IL 668.

Suk [Pulusuk] 19.

Suki Bali 162.

Suku IL 659, 660, 666.

Sula [Tölpel] 212.

Sula Bèsi 182, 184, 229, IL 87, 223, 284.
Sula-Inseln 164, 245, IL 144, 704, 705.
Sula-Sula [Sollasolla] = Rarga Ragan IL 244.
Sulla, Kap., = Kapono Särere, Kap., IL 244.
Suloga-Bai IL 632, 714, 775.
Suloga Gold-]V|ining Gompany IL 775.
Suloga-Pik IL 507, 572, 611.
„Sulphurquot; IL 52—54, 74, 821,
Sulphur-Bai [Port Sulphur] IL 53, 129, 211.
Sulphur-[Schwefel-] Spitze IL 162.
Sulu-Inseln 215, 227, 251, IL 31, 729.
Suma 15, 105.
Sumaat = Sumai IL 498.

Sumai IL 207, 230, 231, 232, 301, 386, 387,

409, 464, 498, 590, 614, 668, 746.
Sumaiut — Sumai IL 464, 498.
Sumalata IL 170.
Sumanti = Sumai IL 498.
Sumati = Sumai IL 386.

Sumatra 3, 4, 7, 182, 207, 228, 234, 278, 337,

IL 2, 512, 538, 583, 727, 759, 790.
„Sumatraquot; II. 704, 740—^742.
Sumba 227, 229, 252, 283, IL 628.
Sumbapo IL 174.

Sumbawa 10, 17, 234, 338, II. 13, 313.

„Sumbawaquot; IL 504.

Sumbü Marän IL 451.

Sumgrentori II. 233.

Sumier, E. J. M. J., IL 275, 276.

Sumiut — Sumai II. 498.

Sumlos [Pianameti] II. 636.

Summer, Kapt., 310.

Summers, Frank., IL 237.

Sumogi IL 498.

„Sunquot; 324.

„Sunbeamquot; IL 443.

Sunda-Inseln 252, II. 128, s. auch Indischer

Archipel.
Sunda-Inseln, Kleine., IL 108.
Sunda-Strasse 74, 115, 126, II. 51.

125

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Sunday = Tellum-by-by-Darco II. 17, 27, 28.
Sunday-Passage II. 392.

Sungun Walar [Lungun Walar] II. 45, 623.
Supiori
ig, 21, 23, 6g, 70, 97, 149, 206, 223,
249, 272, 313, 332, II. 28, 79, 108, 119, 137,
139, 161, 169, 201, 235, 262, 287, 299, 310,
410, 430, 496, 544,
626, 628, 676, 677, 679,
738, 770, 810, s. auch Schouten-Inseln.
Sup II. 782.
„Supplyquot; 243—245.

Suputina Saleng = Sattelberg [Kekagalu] II. 492.
Surabaja 10, 273, 306, 316, 325, II. 10,37,42,
79, 90, 92, 93, 104, 108, 137, 167, 200, 213,
217, 218, 251, 483, 496, 503; 512, 539, 563,
564, 578, 598, 653, 678, 679, 703, 704, 706,
708, 709, 710, 738, 739, 740, 742, 744, 767,
768, 791, 792, 819.
Surigao- [Santa Clara-] Strasse 102.
„Surinamequot; II. 135.
Suringar, J. Valckenier., II. 837.
„Surprisequot; II. 151, 154.

Surui 21, 177, II. 201, 214, 260,288,411,463.
Surville, Jean François de., 203, 208—209,

239, 244.
Susoh II. 233.

Susum [Susuma], Kap., IL 784.
Sutherland, Alexander., 37.
Sutrana II. 41.
Suva II. 321, 322.
Suve-Suve [Suwe-Suwe] II. 613.
Suwain II. 702.
Suwamo II. 431.
Suwan II. 160.

Suwe-Suwe [Suve-Suve] II. 613.
Suwit II. 697.

Suzannet = Gardner-Inseln [Tabar] 91, 204.

Swaan, P., II. 212—217.

„Swallowquot; 193—200, 207.

„Swaluwquot; 106.

„Swanquot; II. 251, 330.

Swandei 332, II. 140.

Swan-Fluss II. 25, 49, 59.

Swanson, J., IL 470.

Swart, Jacob., 48, 52, 73, 80, 81, 83, 85, 88,

89; 92, 95. 97. 100, loi, 172, IL 817.
Swart, Jan., 123.
Swart, J. J., IL 108.
„Swerrerquot; IL 35.

Sweys, H., 11. 85—86.

„Swingerquot; IL 342, 360, 361, 381, 468—469.

Swinger-Riff IL 650.

Swinhoe, C., II. 638, 836.

Swol, Christoffel van., 167.

Swuriai IL 411, 430.

Syang = Sajang 227, 302.

„Sybilquot; IL 340.

Sydney 252, 258, 259, 280, 281, 285, 287,289,
291, 302, 306, 307, 308, 309, 318, 320, 324,
325, IL 15, 18, 24, 25, 26, 30, 37, 39, 40,
42, 43. 54. 55. 58, 59. 61, 63, 64, 65, 66,
67, 68, 70, 73, 74, 75, 76, 80, 82, 84, 85,
86, 90, 94, 103, 104, 105, 108, 109,
HO,
113, 120, 123, 130, 134, 135, 146, 154, 155,
159, 163, 165, 166, 178, 182, 184, 187, 188,
192, 203, 204, 219, 220, 221, 225, 226, 228,
231, 232, 239, 240, 241, 242, 246, 251, 255,
256, 258, 259, 262, 264, 265, 269, 273, 274,
275, 286, 291, 294, 295, 299, 300, 305, 309,
314. 324, 325. 326, 328, 329, 334, 337, 339,
343. 344. 347. 352. 355. 35^, 359. 360, 361,
365. 375. 376. 380, 383, 384, 387. 388, 389,
392, 396, 398. 399. 401, 406, 413, 424, 426,
432, 434. 436, 444. 449. 450, 464. 471. 5ir.
514. 537. 555. 558,
581, 583. 615, 619, 622,
638, 640, 643, 650, 652, 656, 661, 663, 672,
674. 675, 697, 699, 700, 713.71,5.763.764.787.
790, 814, 820, 821, 829, s. auch Port Jackson.

„Sydneyquot; 293—295.

Sydney-Inseln II. 508.

Sydney-Riff 294, II. 820.

Syenit 261.

Symington, W., IL 238.

Syndicate, British New Guinea., IL 671.

Syndicate, European and Colonial Investment.,
IL 671.

„Syrenquot; 321, IL 4.

Szab6, Jos., IL 642.

Szepligeti, Gy., IL 641.

Szepligeti, V., IL 641, 642.

Szombathy, C., IL 642.

T.

Tabak IL 140, 149, 176, 234, 434, 478, 512,

538, 578, 601, 640, 727, 773, 782.
Tabakut IL 344.

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Tabär [Gardner-Inseln] 25, 65, 91, 171, 204,
232, 233, 316, IL 50, 305, 461, 514, 560,
581, 593, 701, 726, 731, 760, 808, 815,816.
Tabär IL 593, s. Korumbo.
Tabara IL 547, 682.
Tabaram IL 748.
Tabatata IL 668.
Tabaula IL 648.
Tabèra IL 431.

Tabi [Takär] 95, IL 77, 78, 149, 463, 627, 810.
Tabirap Bitia IL 311.
Table-Bai IL 589.

Table-Spitze [Batu Mata] IL 270, 524, 680,

681, 830.
Table Top-Berg 340.

Tabo, Kap., = Tutuli [Patani-Spitze] 129, IL 124.
Tabomaga IL 610.
Taboro IL 404, 553.

Taboro [Musgrave-Fluss] II. 404, 405, 553.
Taboro Goro IL 404, 405, 442, 553.
Tabrasua IL 743.
Tabu IL 682.

Tabu (Muschelgeld) IL 647.
Tabuirodato IL 615.
Tabukuia II. 572.
Tabunari IL 279.

Taburi IL 301, 335, 337, 377, 510, 527, 608,

664, 685, 689, 717.
Tabuweta IL 669.
Tachyglossus bruijnii IL 233, 628.
Tadema, A. F., IL 481—483.
Tadhomme, Kapt., IL 452.
Tadjupia II. 285.
Taë = Thaë IL 214.
Taéna IL 449, 466, 505.
Tafuré 19.
Tagai IL 357.
„Tagaiquot; IL 828.

Tagar Tuping [Temborok oder Kampong Baru]

IL 156, 283, 543, 585, 825.
Taga Tutu IL 744.
Tagota IL 498, 500, 590.
Tagula [Sud-Est-Insel] IL 46, 70, 71, 339,340,
341, 342, 364, 373, 383, 408, 437, 462, 467,
468, 469, 489, 507, 522, 526, 550, 551, 570,
571, 59L 592, 601, 611, 632, 639, 714, 775,
798, 799, 807.
Tahiri Siga IL 365.

Tahiti 201, 210, 240, 253, 254, 255, 286, 311,

320, 339, IL 34, 35, 41, 43, 152, 291.
Taiara IL 378.
Taiawa IL 530.
Taibéu IL 715.
Taikus IL 761.
Talma IL 392.
Taimaka II. 8.
Tainabuna-Bucht IL 23.
Taioro IL 525.
Tair = Thaë IL 654.
Tait IL 408.

Tait-Fluss [Oriomo] IL 408, 501, 667, 669, 745,

748, 806.
Taiwa IL 531.
Tajando-Inseln II. 285.

Taju Mana [Oertzen-Gebirge] IL 227, 642, 643,

644, 764.
Takabur [Villa Maria] IL 733.
Takal 95.
Takana 312.
Takapoto 170, 178.

Takär\'[Tabi] 95, 232, IL 77,78, 149,463, 627, 810.

Také IL 594.

Takerier [Vakirir] IL 741.

Takes == Lambert, Kap., IL 646.

Takón oder Rain Oi [Bastian-Fluss] IL 357,

597, 696, 761.
Takwauüku IL 531.
Talabudin, Schreiber., IL 160.
Talangami 14.
Talau IL 784.

Talaut-Inseln 23, 125, 161, 174, 227, 244,283,

IL 676, 677, 706.
Taläwi = Potläka [Below- oder Gloucester-Berg]

134, IL 816.
Talbot-Insel [Boigu] 262, IL 140, 146, 180, 203,
205, 222, 237, 257, 388, 391, 425, 439, 465,
467, 486, 501, 523, 549, 611, 630, 631, 656,
668, 724, 745.
Talcahuano 311.

Taléle-Bai Tahli-Bai IL 648, 838.

Taléle- [Scilly-] Inseln IL 244, 675, 785.

Taliabu IL 144.

Talili, Häuptling., IL 249.

Talih-Bai IL 226, 248, 250, 412, 423, 648, 733,

762, 832, 838.
Taliska IL 733.

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Talitso II. 733.
Talura II. 646, 647.
Taluri 235.

Talwat [Praed-Huk] II. 162.
Tama II. 741.
Tama Leke IL 741.
Tamaku II. 141.
Tamanairiki IL 700, 733.
„Tamarquot; 318.
Tamara IL 702.

Tamara = Tumléo [Dudemaine-Insel 330.
Tamaro IL 484.
Tamata II. 630, 754.
Tamata [Taupota] Junction II. 633.
Tamata-Station IL 630, 637, 656, 657, 660, 667,
669, 682, 686, 687, 690, 691, 713, 723, 744,
748, 754, 774, 775, 776,^780, 797.
Tamatara II. 604, 605.
Ta Maté-Bai IL 365.
Tamawatur II. 733.
Tambani IL 144, 148, 366, 424.
Tambèro IL 400, 416, 419, 493.
Tambèro-Kette IL 419.
„Tamboerquot; 137.
Tambii [Muschelgeld] IL 647.
Tambu Bulu IL 804.
Tambuku\'sche Schwerter 107, 122, 128.
Tambu Langati IL 804.

Tameay = Fam-Inseln [Jèf Fam] IL 236, 297.
Tamembo [Gum oder Marien-B\'luss] II. 419, 757.
Tami [Sechstroh- oder Wilhelmina-Fluss] IL

358, 651, 654, 769, 810.
Tami II. 537.

Tami- [Crétin-] Inseln 270, IL 417, 420, 5 [6, 597,

598, 617, 638, 737, 785.
Tamiai = Fam-Inseln [Jèf Fam] IL 297.
Taminu Gedu IL 537, 578.
Tamoro II. 531.
„Tam 0\'Shanterquot; II. 70.
Tam 0\'Shanter-Spitze IL 155.
Tamrau [Diceras-Berg] 333.
Tam-Tam-Kette II. 799.
Tamul IL 676, 757.

Tana Ba [Evans-Insel] II. 62, 339, 383.
Tanah Djampeja 234.

Tanah Merah-Bai 95, 331, IL 119, 215, 288,
311, 368, 372, 431, 544, 626, 627, 654, 704,
743, 768, 769, 810.

Tanamgina IL 589.

Tanamo IL 415.

Tandes IL 789.

Tandia IL 429, 481, 482.

Tandifuitau IL 431.

Tandjong Priok IL 481, 597, 699.

Tandu Gulai IL 804.

Tanembar-Inseln s. Tanimbar-Inseln.

Tanfaluwa II. 431.

Tang-Dynastie 5.

Tanga-[Anthony Caens-] Inseln 90, 132, 204,
233,
IL 23, 43, 84, 116, 136, 212, 339, 394,
456, 556, 815, 832.
Tangan Set an IL 331.
Tangerang IL 274.
Taniki = Faniki [Paniki] IL 122.
Tanimbar-Inseln 85, loi, 106, 278, 297, 323,

IL 464, 598, 768, 836.
Tanna, Jack., IL 444.
Tanna (Neu-Hebriden) 281, IL 264.
Tannadie-Felsen II. 638.
Tanno, Bihy., IL 337.
Tanobada IL 67.
Tanosina IL 247.
Tantan Wata 44.
Tantiii [Tantiri] IL 626.
Tantiri s. Tantili.
Tan Tjengau
277.
Tanunda II. 421.
Tanu Rabua IL 365.
Taodüu II. 365.
Taolapitok IL 733.
Taori Namu-Namu IL 365.
Tapa 220.
Tapaharti IL 220.
Tapa-Tapa II. 321.
Tapopo 221.

Tapparoni Canefri, C., IL 235, 824, 825.
Tappe, Kapt., IL 403.

Tappenbeck, Ernst, II. 398, 535, 555, 558,
619, 643-646, 697—698, 728—729, 809.
Tappoear = Campbell-Insel [Sapker] IL 39.
Taptawul IL 700.
Taputa IL 341.
„Taraquot; IL 528.

Tarabu [Dallmann-Kap] 67, IL 356.

Tarak IL 160.

Tara Kwaruru II. 365.

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Tarama II. 607.
Tarapui II. 508.
Tarara II. 8.
Tarawa IL
680.
„Tarawaquot; II. 638, 781.

Tarawai [Sarawai] = Bertrand-Insel 25, 68, 329,

IL 702.
Tarawara IL 341.

Tarawäsi II. 311, 411, 431, 739, 768, 769.
Tarawäsi Durung Däu [Klein-Tarawäsi] IL 311.
Tarawäsi Womfafo [Gross-Tarawäsi] IL
311.
Tardy de Montravel, Leutn., IL 45.
Tarera-Bai IL loi.
Tarfia IL
311, 43L 544-
Taria II.
794.

Tari Werwi [Ouessant, Insel.,] 202, IL 46, 72, 817.

Tarlily-Bucht = Talili-Bai IL 832.

Taro \\Colocasia antiquoruin\\ 312, II. 40, 146,

281, 567, 594.
Taroasi = Tarawäsi IL 431.
Tarohi IL 792.
Tarom II. 647.
Taromta IL 311, 431, 768.
Tarowa IL 277, 279.
„Tartarquot; 220—227.
Tarteldär IL 411.
Tarudaru-Spitze IL 745.
Tarungare IL 170.
Tashiro, Y., IL 555.

Tasman, Abel Jansz., 48, 50, 52, 54, 70, 72, 73,
85-101, 102, 120, 125, 131, 141, 172, 174,
193, 197, 206, 245, 270, 271,
IL 50, 285, 367.
Tasmania [Van Diemens-Land] 85, 87, 100,
240, 265, 267, 275, 293, 332,
IL 15, 46, 59,
70, 130, 309, 663, 818.
Tasman-Inseln [Nukumanu] IL 556, 623, 764.
Tastu, J., 331.

Tastu-Insel == Masi-Masi 331,

Tatana IL 67, 220.

Tatani II. 174.

Tatanlap = Fafanlap IL 216.

Tatäu IL 593, s. auch Napakur 65, 91, II. 461

und ferner Tabär.
Täte, John.,
295.
Täte, Ralph., IL 205.
Tate-Insel = Èrub [Darnley-Insel] 260.
Tatee-Inseln — Ajau-Inseln 237, 238.
Tatingar — Fataga IL 707.

Tatirua IL 636, 667.

Tatjun-[Sitjun- oder Seljun-] Inseln 136.

Tauabéni = Raräi IL .505.

Tauahik IL 550.

Tauan 257, s. Dauan [Mount CornwaUis].
Tauare IL
635.

Tauben 129, s. auch Kronentauben.

Taufa = Fuluwatu IL 311.

Taui = Admiralitäts-Insel, Grosse., 198, IL 227.

Tauko oder Daugo [Fisherman-Insel] IL 179,

392, 602, 681, 712.
Taula [Kaboka Nama] IL 486.
Taulil IL 700, 802, 803.
Taumako 37.
Taumbulu IL 646.
Taumbumbu IL 646.
Taumoa IL 603.
Taunii IL 663.
„Taunton Castlequot; 284.
Tauofi IL 635.

Taupota [Tauputa oder Taupotu] IL 470, 471,

525, 526, 592, 602, 690, 713, 724, 751.
Taupota [Tamata] Junction IL 633.
Tauputa s. Taupota.
Tauraki IL
437.
Taurama IL 392.

Tauri [Heath-Fluss] IL 267, 566, 618, 692, 806.
Täuschungs- [Deception-] Spitze IL 246.
Tausend-Inseln 172, 339.
Tausiri IL 747.

Tau-Tau [Toutou] IL 179, 279, 290, 569.
Tau ton = Manu-Manu IL 164.
Taututu IL 630.

Tauu [Marken- oder Mortlock-Inseln] 89, IL 16,

460, 623, 764.
Tauwara = Milne-Bai IL 182, 188, 256.
Tauwär Wèsi IL 186.
Tauwawile IL 323.

Tava-Tava = Tawa-Tawa [Kaile] II. 684.

Tavitangora = Filtz-Insel [Kimbe] IL 246.

Tawali, Gross-., [Kasiruta] 217, 220.

Tawalobo IL 344.

Tawamone IL 778, 779.

Tawanainït IL 784.

Tawana Koko IL 804.

Tawana Mapina IL 804.

Tawana Mbuk IL 804.

Tawana Sarakoko IL 804.

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Tawana Tangir [Powell-Hafen] II. 244, 646,

675, 804.
Tawana Tongo II. 785.
Tawaris, Jeronimus., 186.
Tawa-Tawa, Fluss., II. 747.
Tawa-Tawa [Kaile] IL 239, 279, 684.
Tawau = Blosseville-Insel [Toau] IL 816.
Tawema II. 530.
Tawéra s. Ost-Kap.

Tawitangora = Filtz-Insel [Kimbe] IL 246.
Tawuaolai 312.

Tawui [Stephens-Kap] 196, 272, II. 14, 242, 423.

Ta Wur-Wur [Kaije] IL 184, 219, 250.

Taylor, John., 312.

Taylor, Kapt., IL 25.

Teakholz \\Tectona\\ IL 184, 197.

Teaul s. Djaul.

Teba IL 331, 333, 710, 711.

Tebog IL 353.

Tebuku [Tombuku] IL 284.

Teenstra, M. D., 80.

Tefara IL 771.

Tefoni IL 731.

Tegelen IL 651.

Tégin, Kap., IL 144.

Telaga Waigëu [Majalibit-Bai] 154, 155, 314,
IL 112, 122, 298, 313, 428, 705, 823—824.
„Telegraafquot; IL 117—118, 134, 135.
Teleng IL 731.

Tehata [ Vihage- oder Dorf-Insel] IL 3 5 3,474,513.
Teliata, Kap., IL 227, 474.
Tellum-by-by-Darco IL 27, s. auch Sunday.
Telok Beräu 235, s. ferner Mac Cluer-Golf
Telok Lintju = Humboldt-Bai IL 102.
Telum [Tulumbi] IL 451.
Temaguju [Tomogoi] 162, II, 121, 122, 124.
Temborok [Tagär Tuping] IL 283.
Temench IL 748.
Téméraire-Berg IL 189, 774.
Temminck, C. J., 80.
Tench, Watkin., 244.

Tench-Insel 232, 244, 317, IL 41, 50, 303, 695,
700, 808.

Tendange = Bertrand-Insel [Särawai] IL 53,
578, 702.

Teneriffa [Tenerife] 240, 265, 311, 325.
Tenet-Insel = Tench-Insel IL 303.
Tenggé- [Rees- oder Britannia-] Bai 234.

Tenteng, Datu., 227.

Tenggiri [Karufa-Fluss] IL 45, 99, 117.

Tenok Lamana II. 550.

Tepefna IL 505.

Tèp-Tèp IL 801.

Tèraioro IL 525.

Terebo IL 615.

Terfia = Tarffa IL 544.

Terfloth, Christy., IL 749.

Ter Hoeven = Hoeven, Phil, ter., IL 119.

Tèripaks II. 701, 726.

Ternate 8, 10, 12, 14, 22, 32, 33, 42, 59, 71,
102, 113, 124, 125, 137, 138, 142, 143, 148,
152, 156, 157, 161, 162, 164, 166, 172, 173,
174. 17s, 177, 178, 179, 180, 181, i§2, 183,
184, 185, 186, 187, 220, 224, 237, 242, 249,
277, 279, 280, 286, 297, 298, IL 3, 31, 44,
76,
77, 78. 87, 88, 89, 93, 94, 95, 98, 103,
104, 109,
III, 114, 118, 119, 121, 122, 124,
126, 127, 135,
137, 138, 140, 142, 144, 145,
147. 150, 153, 162, 167, 177, 200, 201, 202,
212, 217, 223, 233, 234, 235, 236, 260, 261,
262, 283, 285, 287, 289, 297, 298, 299, 310,
311, 312, 313, 331, 333,
371, 372, 410, 412,
426, 427, 429, 432, 462, 463, 481, 482, 483,
503, 504, 511, 540, 544, 545, 561, 562, 563,
564, 565, 578, 583, 584, 586, 598, 599, 600,
625, 626, 627, 653, 655, 677, 678, 702, 704,
705, 706, 709, 711, 729, 730, 738, 739, 741,
768, 769, 770, 771, 793, 794, 795, 838.
„Ternatequot; IL 88, 93, 142.
Terra dos Papuas 5.
Terra Australis 287, s. auch Südland.
Terrasson, de., = Huon de Kermadec 264.
Terres des Papoux 217.
Terry, Henry., IL 260, 330.
TerscheUing IL 704.
Tervogt, C., IL 20, 24.
Tessier, Abbé., 215, 216.

Teste-Insel [Wari] IL 46, 72, 180, 240, 241,
253. 254, 257, 277, 295, 299, 316, 339, 341,
342, 361, 379, 383, 439, 440, 461, 467, 471,
507, 509, 526, 571, 591,
714.
Testu, Guillaume de., 16.
Tèt [Tsèt] IL 194.
Tetebe II. 316, 464.
Tetek IL 731.

Tetens, Alfred., IL 127—128.

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Tetens-Land IL 128.
Tetu IL 657. .

Tetzlaff, Carl Friedrich Wilhelm., IL 320—322,

508, 522.
Tëukia IL 8.

Tevara [Tewara] II. 590, 605, 777.
Tewalib [Rigny, Kap.,] 327, IL 353, 419. \'
Tewara [Tevara] IL 509, 605, 777.
Tewouka IL 585.

Tewulip = Tewalib [Rigny, Kap.,] 327.
Texeira, Domingo., 12.

Texel 56, 161, 165, 169, 173, 320, IL 10, 86.
Teysmann, J, E., IL 125, 144, 147-150, 223,

366, 368.
Thaë IL 214, 288, 654.
„Thahaquot; IL 14.
„Thamesquot; 252, 283—284.
Thamm, Adolph., II. 473.

Theasopershead[Toppershoedje] = Kombul 150.

Themse 286, IL 40.

Thenau, Max., IL 127.

Thense — Tench-Insel 317.

Theobald, V., IL 641.

Theretra IL 592.

Thévenot, Melchisédec., 86, 257.

Thewalt, Wessel., 135.

Thiel, Max., IL 732, 759, 801—802.

Thiel-Insel II. 245.

„Thienhovenquot; 169—173, II. 817.

Thierry, Kapt., IL 94.

Thilenius, G., 27, 222, IL 238, 406, 684, 700,

730-731, 805, 808.
Thobbs-Riff II. 365.
Thomas, John., IL 490.
Thomas, Julian., IL 314—315.
Thomas, J.W., IL 153, 154,454,457,45 9-460.
Thomas, Kapt., II.
35.
Thomas, Laienbruder., II. 472.
Thomas, Oldfield., IL 292, 402, 529, 539, 592,

639, 754, 825.
„Thomasquot; IL 35.
„Thomas Arbuthnotquot; IL 81, 82.
„Thomas Harrisonquot;., IL 39.
Thomas, le gros., = Pulu Pisang 206.
„Thomas Lordquot; II. 67.
Thomassin, J., IL 68, 69.
Thompson, Cohn., II. 408, 436, 467, 468, 490.
Thompson, J., IL 342.

Thompson, R. Wardlaw., IL 661—-662.

Thompson-Bai = Thomson-Bai IL 523, 549,
745, 836, 839.

Thomson, Barbara., IL 73.

Thomson, Basil., 22, 30, 32.

Thomson, Basil H., IL 468, 469, 47©, 50i-

Thomson, Frank Turle., IL 197—199.

Thomson, J. F., IL 343, 450, 467, 468, 486,

497, 635-

Thomson, J. T., 7,

Thomson, Kapt., IL 631.

Thomson, Sir Wyville., IL 197.

Thomson, Wm. Campbell., 37, II. 820.

Thomson-Bai IL 501, 523, 549, 745, 836, 839.

Thomson-Berg IL 72.

Thonner = Dunung IL 595.

Thoreh, T., IL 826.

Thorngren, Karl., IL 151, 164—165,182—183,
221, 225—226.

Thorspecken, K., IL 357.

Thorspecken-Fluss [Punau] IL 357, 696.

„Three Cheersquot; IL 559.

Three Islands = Arimoa-Inseln 281.

Three Sisters, s. Sisters IL 81, 109, 565.

Threshold-Bai = Doré Hum-Bai II. 190, 738.

Threshold-Spitze = Elpapa [Doré, Kap,] II. 148.

\' Thümen, F. von., IL 208.

Thum, Sir Everard im., II. 818.

Thursday-Insel [Wai Bén] 254, IL 132, 222,
232, 237, 241, 242,
246—247,252,254,255,
265, 277, 283, 286, 287, 290, 291, 302, 306,
314, 315, 323, 329, 335,
337, 339, 367, 378,
384, 387, 391, 403, 408, 409, 432, 434, 436,
439, 441, 443, 456, 465, 471, 472, 481, 500,
502,
511, 516, 527, 528, 545, 546, 547, 555,
562, 563, 566, 568, 569, 584, 591, 592, 594,
600, 609, 624, 632, 639, 684, 685, 688, 691,
692, 710. 712, 715, 724, 739, 740, 741, 742,
745, 746, 749, 767, 768, 777, 778, 791, 792,
796, 800, 832, 835.

Thurston, J. B., IL 377.

Thwart the way [Dwars in den weg] — Näu
oder Nawi
149.

Thynne-Berg [Kasilani] IL 488, 634.

Tiar = Siär IL 353.

Tiaul s. Djaul.

Tibumaga IL 610.

Tidore 12, 13, 18, 19, 22, 23, 27, 33, 113, 123,

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137, 143, i66, 172, 174, 175, 177, 179, 181,
184, 185, 187, 218, 219, 222, 223, 224, 226,
234, 242, 243, 279, 286, 297, 298,
II. 3, 6,
76, 77, 79, 89, 95,96, 103, 117, 119, 122, 146,
150, 213, 236, 298, 310, 312, 482, 504, 654.

Tidorer II. 83.

Tiele, C. P., 4.

Tiele, P. A., 14, 15, 17, 18, 20, 21, 24, 25,
26, 30,
33, 35, 51, 55, 57, 59, 60, 61, II. 196.

„Tienhovenquot;,- s. „Thienhovenquot;.

Tierney, Michel., II. 378.

Tigedu [Tiggedu] II. 481, 537.
Tiger-Insel = Matty-Insel [Wuwulu] 301, II. 578.

Tiggedu s. Ti\'gedu.

„Tigrisquot; II. 39.

„Tijgerquot; 112.

Tikana Rundu II. 647.

Tilakaiwa II. 723.

Timakowa II. 8, 794, s. auch Timowaka.

Timapare II. 8.

Timbona II. lor, 186.

Timbona-Bai = Etna-Bai II. loi.

Timoleo, Isias de., 45.

Timor 4, 5, 115, 127, 135, 158, 180, 215, 218,
241, 251, 252, 254, 257, 263, 275, 278, 286,
289, 290, 303,
II. 3, 10, 18, 26, 41, 48, 59,
65, 67, 68, 84, 96, 106, 159, 208, 217, 223,\'
292, 423, 424, 473, 483, 818, 819,
s. auch
Kupang.

Timor Laut-Inseln 85, 263, 278, IL 26, 87,
217, 583, 837.

Timowaka IL 740, 794, s. auch Timakowa.

Tinanwa II. 431.

Tînbeke II. 459.

Tinea desquamans II. 543.

Tingall, Nakhoda., 52.

Tingge Nahanga [Ratubo] IL 763, 790.

Tingge Naganao IL 784.

Tingge Nawudu IL 580.

Tingwon II. 281, 801.

Tingwon- [Duke of Portland-] Inseln 92, 197,
247, 266, 272, 281,
IL 29, 109, 166, 212,
281, 369, 556, 801, 832.

Tip 221.

Tipin 182.

Tipin-Bai II. 654—655.

Tip Majalibit [Telaga Waigëu oder Majalibit-Bai]
154, 155, 314,11.112,122,298,313,428,824.

Tip Wagé s. Tip Waigé 154, 155, 314,11. 112,

122, 298, 313, 428, 824.
Tip Waigé [Tip Wagé oder Kwasi-Bai] II. 112,

122, 298, 428, 823.
Tirio Darimu II. 636.
Tirion Isaak., 129, 152, 163, 189, 221.
Tiripaks s. Tèripaks.
Tisard, P., II.
273.

Tissot-Insel [Bai Besika] II. 47, 335, 392.

Tissot van Patot, Leutn., IL 98.

Titéuka IL 8.

„Titusquot; IL 663, 669, 674.

Tiur IL 427.

Tiweri IL 566.

Tiwongo [Close-Inseln] II. 245.

Tizard, Thomas H., IL 194, 198, 199.

Tjakranegara 7.

Tjakür IL 702.

Tjampa [Tsiampa] 6, 7.

Tjeme [Cheme] IL 571.

Tjesbandi II. 454.

Tjingadji IL 642.

Tjiof [Sop] 151.

Tjiria [Chiria] IL 446.

Tjiriar [Tschiriar] IL 457.

Tjiriar Beiadat IL 421.

Tjiriar Munu-Munadak IL 421.

Tjirima [Chirima] IL 633, 634, 661, 667.

Tjiwua [Chivua] IL 720, 721.

Tjokinimu IL 266.

Tjonioku IL 451.

Toabure IL 747.

Toaripi IL 262, 267, 289, 335, 360, 380, 433,
437, 446, 449, 450, 471, 527, 549, 554, 565,
566,
592, 618, 670, 796, 832, 833, s. auch
Motu-Motu.
Toau = Blossevihe-Insel II.
816.
Toaware II. 607.

Tobadi IL 102. 149, 214, 312, 358, 411, 431,

544, 563, 564-
Tobaule IL 802.

Tobi [Lord North-Insel] 17, 164, 228, 242,
IL 426.

Tobian Kusa [Wynne-Fluss] IL 337, 465.

Tobias, J. H.. IL 94.

Tobin-Insel 257.

Tobiri IL 634.

Tobi Serang s. Tubi Serang.

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Toble Too-Berg = Table Top-Berg 253, 340,

Toboada II. 723.

Tobokau II. 279.

Toboro Goro II. 779.

Tobu IL 714.

Tobungku [Tombuku] IL 87.

Töchter, Vulkane., 195, s. auch Nord- und

Süd-Tochter.
„Todos Santosquot; 31.
Toembare Susu IL 744.
Toewater, F. R., IL 95—96.
Tofonga 297.
Tofua 240, 241.
Toga [Togalai] IL 501, 523.
Togaiwina IL 341.
Togalai s. Toga.
Xogari = Tugeri IL 389.
Togo II. 713.

Togoro = Victoria-Berg II. 634.

Togosi IL 365.

Toi = Musgrave-Berg IL 634.

Toibaba IL 745.

Toiliwoilo IL 554.

Tokajaka IL 508.

Tokana IL 776,

Tokilan IL 802, 803.

Tokitang II. 700.

Tokohomo IL 647,

„Tokohuquot; = „Lokohuquot; IL 591, 837.

Tokuda-Fluss II. 337, 388.

Tokuman = Towanumbatir [Nord-Tochter] 195.

Tokuna IL 507.

Tokusup-Bucht IL 785.

Tolhuys hoek = Asi, Kap., 151.

Tolitoro, Häuptling., IL 296.

„Tolnaquot; IL 622—623.

Tolokiwa s. Lottin-Insel.

Tölpel [Sula] 212.

Tolumbi IL 575.

Tomadora, Isla., 15.

Tomagi 221.

Tomagu [Temaguju] 221.
Tomaguy = Tomagi 221.
Tomainisiki IL 802.
Tomaku = Temaguju 162, 221.
Tomari Kusa [Neill-Fluss] IL 337, 465.
Tomasinelli, Gehülfe., IL 206.
Tombara == Neu-Mecklenburg 311.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Tombat IL 544.

Tombeaux, Ile aux., = Jèf Bi 315.
Tombénam IL 421, 457, 493.
Tomboner IL 28.
Tombuku [Tebu] IL 284.

Tombuku [Tobungku] IL 87, s. auch Tambuku.
Tomkins, Oliver Fellows., IL
746, 777—778,
796.

Tomlinson, Reverend., IL 713, 723.
Tomogoi [Temaguju] IL 121, 122, 124.
Tomson, Felipe., 219.
„Tom Toughquot; IL 92—93.
Tomu IL 792, 796.

Ton [Töpfertonp. p.] IL 135, 154, 227, 387,

499, 600.
Tonèki IL 625.

Tong [San Rafael-Insel] 232, II. 194, 640.
Tonga-Inseln 240, 258, 267, 425, IL 237, 258,

323, 349, 400, 700.
Tonga Linakäi II. 804.
Tongan IL 245.
Tongatabu IL 286.
„Tonga Tabuquot; IL 319—320.
Tonggarau IL 793.
Tongilus IL 785.

Tongüus, Kap., [Lambert, Kap.,] 272, IL 56,

244, 246, 536, 594, 646, 647, 675, 785.
Tongkin 7.
Tongoa IL 264.
Tongoli Nakanäi IL 785.
Tongolo IL 552.

Tongue Point [Zungen-Spitze] 326, IL 243, 560.
Tonjes, Kapt., II. 85.

Tonschiefer IL 469, 488, 521, 633, 634, 637,

667, s. auch Schiefer.
Toolatt == Simbéri [Visscher-Insel] IL 831.
Toorak IL 443.

Toorn, J. J. W. H. van der., IL 678—679.

Toowoomba IL 438.

Topan Gathän IL 804.

Topari IL 607.

Töpferei II. 227.

Topfhandel IL 227, 317, 614, 702.

Töpferton IL 135, 154, 227 s. auch Ton.

Topiu IL 533.

Topiwage IL 589.

Topoura IL 713.

Toppershoedje = Kaimêr IL 20.

126

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Toppershoedje = Kombul 150.

Toppershoedje nordöstL von Keke 207.

Torasi = Turasi [Bensbach-Fluss] IL 562/599.

„Torchquot; IL 92—93.

Tordesillas, Vertrag von., 30.

Tore = Fau IL 89.

Torin, Robert., 284.

Toriu [Holmes-Fluss] IL 244, 576, 675, 803, 804.

Torkoro [Deschamps, Kap.,] 272, IL 24g, 594.

Torlesse-Inseln [Bona-Bonana] IL 271, 526.

Toroba = Scratchley-Berg IL 634.

Toro Kusa = Bensbach-Fluss [Turasi] IL 562.

Toro-Toram = Turi-Turi IL 164.

Torquemada, Juan de., 37.

Torre, Bernardo de la, 22—23, 30, 329.

Torre, Hernando de la., 19.

Torre, Kap deüa., 23, 329.

Torres, Isla del Capitan Luis Vaez de., = Kaju
Merah
46.

Torres, Luis Vaez de., 37, 39—48,51,54,63,
178, 201, 211, 213, 323, 338,
IL 73, 159,
182, 368.

Torres de Mendoza, Luis., 18, 22, 37, 39.

Torres-Strasse 17, 27, 45, 47, 51, 54, 55, 79,
100, lOi, 189, 193, 211, 239, 241, 251, 252,
253. 254, 255, 260, 262, 287, 288, 289, 290,
293, 296, 299, 301, 302, 306, 308, 309, 310,
318, 319, 320, 324, 325, 334,
IL I, 2, 12,
14, 18, 25, 26, 33, 34, 35, 37, 42, 43, 47, 48, 49
5L 54, 55, 57, 5», 63, 64, 65, 66, 67, 69, 70\'
73, 75, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88^
89, 90, 91, 92, 93, 106, 107, 108, 109, 113\'
117, 120, 123, 127, 129, 132, 135, 140, 141^
145, 146, 155, 156, 159, 163, 178, 179, 180,
182, 192, 195, 198, 203, 204, 219, 220, 221,
222, 223, 225, 229, 239, 246, 254, 257—258,
259, 263, 264, 265, 269, 270, 277, 286, 291,
292, 302, 308, 310, 363, 367, 373, 388, 391,
409, 423, 424, 425, 443, 456, 464, 466, 473,
510, 535, 545, 555, 565, 570, 631, 638, 684,
691, 693, 724, 753, 781, 807.

Torricelli-Gebirge 330, IL 356, 357, 702.

„Tortelduyfquot; 55.

Tosapaita II. 786.

Totobwaia IL 603.

Totogabe = Morehead-Fluss IL 502.

Totori II. 636, 713, 777.

Toublanc, Athanase., IL 378, 472, 505, 520.

Toulon 303, 311, 316, 325, 333, II. 43,48, 233.
Toulon-Insel [Mailiu Kolo] 45, IL 47, 224, 248,
360, 381, 403, 464, 506, 521, 574, 607, 630,
712, 715, 747.
Toulon-Inseln IL 47, 266, 270.
Tournier-Insel 305.
Toutou = Manu-Manu II. 164, 298.
Toutou [Tau-Tau] IL 179, 279, 290, 569.
Toviro [Towiro] IL 666.
Towamut, Häuptling., IL
323.
Towanumbatir [Balnatoman oder Nord-Toch-
ter]
195, 313, IL 242, 329, 594, 649.
Towarneling IL 757.
Towasi IL 99. •
Toweris 225.
Towi (Los Reyes) 232.
Towila IL 290.
Towiro [Toviro] IL 666.
Towns, Robert.,
324.

Townsville IL 255, 319, 335, 339, 340, 341,
364, 375, 377, 381, 382, 383, 384, 436, 481.
Toynbee, H., IL 91.
Toyo (Sagobrot) 235.
Trachyt IL 61.

Trafalgar-Berg II. 189, 377, 508, 573, 574, 606,
774-

Trainer, Kapt., IL 34.

Traitor- [Duwira- oder Mamabare-] Bucht II.

190, 354, 617, 637.
Tramezzini, Michael., 16.
Travers-Insel IL 337.
Treacherous-Bai 211, II. 38, 62.
Treachery-Spitze IL 268.

Treasury-Inseln [Mono und Stirhng] II. 33,40,

84, 625.
Tree Island = Memil 188.
Tree-Spitze = One Tree-Spitze II. 248.
Trégance, Louis., IL 133.
Trégosse, Kapt., 308.
Tregosse-Inseln 308.
Tremel, Missionar., IL 421.
Tremignon [Tremigon], de., 215.
Trepang s. Tripang.
„Tres Reyesquot;
37,
Treub, Melchior., IL 836.
„Trialquot; 74.

Tribulation, Kap., IL 92.
Tribut IL 87, 89, 213, 261.

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Trichoglossus arfaki II. 176.

Triest IL 699.

Tring IL 544.

Tripang [Trepang] 275, IL 16, 17, 27, 28, 42,
67, 78, 82, 89, 100, 119, 123, 128, 212, 216,
220, 225, 247, 253, 254, 25s, 281, 282, 294,
340, 342, 379, 380» 38L 426, 461, SOI, 556,
576, 801, 802.

Tripupu IL 501.

Tristan da Cunlia IL 16.

Tristram, H. B., II. 468, 829.

„Tritonquot;, KaufFahrteischiff., II. 86.

„Tritonquot;, Korvette., II. 5—9, 12, 13.

Triton-Bai 46, 84, IL 9, 13, 15, 19, 20, 21, 24,
25, 35, 36, 42, 45, 79, 82, 83, 84, 97, loi,
129, 144, 186, 216, 217, 366, 483, 598, 623,
771.

Triton-Bank IL 6.

„Tritonquot;-Expedition II. i, 2—12, 31, 32, 129,
285.

Trivett, J. F„ IL 65, 68-

Tro = Iro [St. Georg-Insel] 132, IL 816.

Trobriand, Denis de., 269, 273.

Trobriand-Insel [Bwoio oder Kiriwina] 269, IL
354, 508, 530, 531, 534, 552, 572, 590, 592,
593, 611, 658, 674, 687, 715, 751.

Trobriand Inseln 269, II. 39, 40, 80, 119, 264,
492, 507, 529, 534, 570, 572, 590, 592, 593,
601, 611, 624, 658, 691,723,751,780,797,799.

Trockene Bucht = Drooge bocht 49, 79.

„Trois Frèresquot; 308.

Trois Soeurs = Pono Kabâi-Inseln 332.
„Trompquot; IL 410-412, 43©, 832.

Troost, P., 319.

Trotter, Coutts., 10.

Trouton-Gruppe IL 388.

„True Britonquot; 236, 291.

Trugaru IL 712.

„Truganiniquot; IL 399, 436, 437, 441.

Truganini-Spitze IL 437.

„Truitequot; = „Recherchequot; 264.

Truk [Hogolu] IL 104.

Truk-Inseln IL 104.

Trupara IL 491.

Truppel, Gustav., II. 275, 398.

Tryon, G., IL 364.

Tryon, Henry., IL 509.

Tryon-Bai IL 775.

Tsanbulo = Nusankelo IL 596.
Tsarar II. 451.

Tschemti = Angi-Seen (?) IL 629.
Tschiriar [Tjiriar] IL 457.
Tschirimotsch [Mahde-Insel] IL 359, 399, 457.
Tschu-schu 5.

Tsebamu = Admiralitäts-Insel, Grosse., IL 227.

Tsemara = Samarai IL 230.

Tsenadge [Zenadge] IL 757.

Tseni [Zeni] IL 726.

Tsepa- [Heiliger Geist-] Berg IL 783.

Tsèt [Tèt] IL 194.

Tsiampa [Tjampa] 6, 7.

Tsimbin IL 421.

„Tsinanquot; IL 441.

Tsiringi II, 479.

Tsobuka = Tsoi Boto IL 596.

Tsoë Boto u s w., s. Tsoi Boto usw.

Tsoi Boto [Bimbingséng] IL 596, 757.

Tsoi Boto [Tsoi Wuka] IL 596.

Tsoi Laùng [Tsoi Laùnung] IL 596.

Tsoi Launung s. Tsoi Laiing.

Tsoi Lik IL 596, 757.

Tsoi Wuka [Tsoi Boto] IL 596, 757.

Tsolava = Tsoi Wuka IL 596.

Tsubia II. 451.

Tsumata = Sumai IL 386.

Tu IL 513, 659.

Tuai II. 298, 561, 623, 624.

Tuale [Giebacht-Insel] IL 353.

Tuaral s. Bird-Insel [Potomo] IL 194, 295, 304,

621, 623, 695, 756, 801, 826.
Tuaro IL 442.

Tuatja [Cailhé, Kap.,] 330, IL 79, 198.
Tubi Serang IL 89, 156, i6r, 504.
Tubi-Tubi [Slade-Insel] IL 181, 341, 376, 383,

392, 509, 55L 601, 616, 687, 691.
Tub-Tub IL 295, 496, 513.
Tubu II. 680.
Tubulai 207.
Tuburuasa IL 160.

Tuburuäsa, Insel., 106, 118, 128, IL 82, 160,

425, 505.

Tubutala IL 380.

Tuckermann, C. F. H., IL 740, 742.
Tud oder Tutu [Warrior-Insel] 256, 261, IL 48,
61, 63, 140, 145, 146, 151, 155, 164, 178,
180, 182, 183, 191, 192, 204, 467, 656.

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Tudus = Ingras IL 102, 411.
Tuesday-Insel IL 545.
Tufi IL 774.
Tufi-Bucht II. 723.
Tuff IL 163.
Tugami IL 716, 718.
Tugare IL 745.
Tugaribio IL 741, 748.

Tugeri [Marinde Anim] IL 339, 389, 439, 465,
485—486, 501, 502, 523, 540, 541, 548, 549,
560, 584, 614, 630, 631, 656, 658, 668, 692,
740, 741, 745, 749, 780, 791, 806, 810.
Tugumor [Dugumor] II. 421, 457.
Tugumor- [Dugumor-] Bai IL 421, 494.
Tukan Bèsi-Inseln [Pulu Limbutu] 165, 245, 283.
Tukarwatu = Karawatu IL 21, 82.
Tukuna [Lord Alcester-Inseln] IL 365, 670, 775.
Tukwauku IL 723.
Tula 164.
Tulda IL 668.
Tullop == Kalap 163.
Tully, W. A., IL 506.
Tully-Berg IL 506, 521, 798.
Tully-Fluss IL 499.
Tulumbi [Telum] IL 451.
Tuma [Tumu] IL 572.
Tumagabuna-Bai IL 529.
Tumagu = Temaguju [Tomogoi] IL 124.
Tumamaran II. 419.

Tumbu-Tumbu [Vogel-Eiland] 81, 251, IL 8,
22, 45, 58.

Tumléo [Dudemaine-Insel] 25,330,11. 269,357,
374gt; 597, 651, 672, 673, 737, 738, 761, 782,
783, 839.
Tumu IL 548.
Tumu [Tuma] IL 572.\'
Tüngelo [Konokapü] IL 595.
Tuom IL 558.
Tupi IL 607.

Tupinier-Insel [Ginges oder Sakar] 133, 327,

IL 30, 50, 246, 259.
Tupuselei IL 239, 240, 279, 280,335,375,381,
392, 440, 473, 484, 528, 550, 608, 662, 663,
680, 681, 798.
Turabi [Madémo] 95, 331.
Turama IL 63, 547, 806.

Turanguna [Süd-Tochter] 195, 246, 313,11. 162,
219, 244, 249.

Turasi [Bensbach-Fluss] IL 562, 599, 692, 710,

741.

Türe [Tyuri resp. lyuri] 54.
Turi [Lilley-Berg] II. 488, 634.
Turin IL 427.

Turi-Turi IL 164, 183, 316, 389, 436, 501, 523,

565, 613, 636, 667, 748.
Turnagain-Insel [Büro] 257, 262, IL 180, 258,
656.

Turner, C. O., IL 799.
Turner, E. Rowland., IL 642.
Turner, George., II. 671.
Turner, Henry Giles., IL 442.
Turner, Sir George., IL 716.
Turner, W., IL 199.
Turner, W. Y., IL 221, 224.
Turner\'s Bluff IL 442, 610.
Turner-Spitze [Süd-Huk] IL 243.
Turotere IL 777, 778.
Turpie, R., IL 257, 574.

Turquet, Louis Mayerne., = Mayerne Turquet,
Louis., 87.

Turtlebacked-Insel [Jama] 257, 261, IL 42, 48,

60, 180, 386, 467, 685.
Turtle-Insel 241, 306—307, IL 89, 92, 688.
Turtle-Insel [Kaila] IL 244, 828.
Turton, Z. H., II. 336.
Turu Cay IL 549.

Turuasi IL 502, 614, 658, s. ferner Morehead-

Fluss.
Turupo IL 614.
„Tuscanquot; IL 40—41.
Tutu s. Tud [Warrior-Insel],
Tutui, Kap., IL 784.
„Tutuilaquot; LI. 260.

Tutuli, Kap., [Mabo, Kap.,] 129, IL 124, 816,

s. ferner Patani-Spitze.
Tuuk, H. Neubronner van der., 3.
Tuwäi IL 552.
Tuwäikike IL 552.
Tuwan Ali 286.
Tuwan Hadji 220.
Twidi IL 744.

Two Brothers oder Brother\'s Hih [Gaba] 155,
257, 261, IL 155, 164, 178, 180, 225, 510.
Two Peaks- [Zweispitz-] Berg IL 246.
„Two Sistersquot; IL 57.
Twyfelhoek 150.

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Tydeman, G. F., 99, 221, 226, 303, IL 161,

208, 706—708.
Tydeman, H. W., 173.
Tyerman, David., 320.
Tynemouth IL 106—107.
Tyuri [Türe bezw. Syuri] 54,
lOi.

u.

Uaimkatu = Waikatu IL 424, 625, 732.

Uakenümu = Wakinumu IL 278.

Uakinumu = Wakinumu IL 266.

Uanakila IL 491.

Uaripi IL 566, 712, 833.

Uatom = Watom oder Wuatom [ManTnsel]
IL 319.

Ubauna IL 509.

Überfälle 24, 26, 52, 64, 73, 76, 77, 78, 82—83,
104, 106, 107, 109,
HO, 112, 113, 120, 123,
144, 147, 172, 175, 176, 178, 197, 234, 255,
256, 260, 261, 263, 325, 330, IL 13, 16, 26,
37, 62, 65, 67, 68, 72, 76, 77, 82, 83, 93,
94, 95, lOS, 106, 107, 117, 119, 123, 125,
128, 144, 166, 183, 186, 190, 194, 207, 211,
212, 226, 232, 240, 248—249, 253—254,256,
258, 268, 281, 282, 289, 290, 291, 293, 299,
301, 302, 303, 304, 305, 312, 316, 319, 320,
328, 336, 339, 372, 376, 380, 381, 382, 391,
400, 403, 407, 408, 409, 410, 411, 423, 437,
446, 449, 457, 467, 470, 473, 477, 482, 484—
485, 486, 490, 492, 493, 495, 496, 499. 501,
503, 504, 505, 506, 507, 508, 517, 519, 523,
531, 535, 536, 540, 541, 545, 546, 547, 549,
552, 553, 556,
557, 559, 560, 561, 562, 568,
569, 570, 573, 576, 580—581, 583, 586, 587,
589, 592, 593, 603, 606, 607, 608, 610, 611,
613, 614, 615, 618, 619, 624, 625, 626, 627,
628, 630, 632, 638, 640, 645, 650, 652, 653,
655, 657, 660, 664, 665, 666, 667, 669, 672,
676, 680, 692, 693, 694, 695, 700, 708—709,
714, 717, 718, 719, 721, 722, 725, 726, 732,
735, 738, 739, 740, 741, 743, 744, 745, 748,
749, 751, 753, 755—757, 758, 763, 766,
770, 771, 772, 776, 777, 778,
781, 783,
790, 792, 799, 802, 810, 830, s. auch Morde.

Uberi IL 608, 664, 717.

Überschwemmungen IL 227, 667, 668.

Ubi [Belford-Berg] IL 315, 487, 634.

Ubi \\Dioscorea\\ 78, 91, IL 23.
Ubikoro IL 484.
Ubuja [Ubuya] IL 715.
Ubu Oho II. 777.
Uburukara IL 444, 445.
Ubutu IL 529.
Ubuya s. Ubuja.
Ude, Hans., IL 649.
Udjaka [Ujaka] IL 776.
Udjauro [Ujauro] IL 605.
Udjir 85, 202.

Udubi [Burns-Fluss] IL 433.

Udumu Maga [Pasco-Berg] IL 442, 610, 683.

Uëpai = Wapai IL 233.

Ufe oder Liot [Boudeuse-Inseln] 205, 266.

Uferinumu IL 665.

Uga Goro IL 553, 753.

Ugär [Ogär] im Mac Cluer-Golf 35, iio, 338,

IL 95, 209, 289, 331.
Ugar [Stephens-Insel] 261, IL 38, 48, 81, 90,
92, 105, 109, 117, 164, 183, 192, 203, 316,
391, 464, 814.
Ugawa Goro IL 779.
Uges, U., IL 543, 561.
Ugi IL 294, 392, 473.
Ugibago IL 528.
Ugru = Ingräu IL 411.
Uhiri = Sui IL 409.
Uhlson, Matrose., IL, 152.
Uiaku = Wiaku IL 774.
„Uitgeleidequot; 180.
Ujaka [Udjaka] IL 776.
Ujan-Lagune [Arak] IL 696.
Ujauro [Udjauro] IL 605.
Ukan Kana IL 279, 290.
Ukerawe IL 268, 317, 549.
Ukiarawi IL 614.
Ukmaré [Opmarai] 151.
Uku [Richthofen-Berg] IL 646.
Ukur Lena IL 10.
Ulä IL 783.
Ula [Ulla] IL 244, 245.
Ulala IL 719.
Ulama-Berge IL 474.
Ulamorn [Ullamorn] IL 244, 245.
Ulauüna IL 534.

Ulawun [Vater, Vulkan.,] II. 245, 458, 594,
646, 816.

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Ulea = Oleai 19.
Ulegong II.
761.
Ule Put-Put II. 476.
Ulini Bau-Bau 44.
Ulla s. Ula. \'
Ullamorn s. Ulamorn.
Ulo II.
675.

Ulu II. 293, 494, 554, 579.
Ulu [Pig-Insel oder Mauke] II. 218, 226, 242,
476.

Ulum Bèbi [Regen-Berg] II. 421.

Ulunau = Hulungau II. 732.

Ulur oder Beasiki [Cromwell-Berg] II. 50, 492.

Um = Hum 151, 225.

Umaga [Keat-Insel] II. 39, 60.

Umaidai II. 547.

Umär, Hadji., 220, 221, 222.

Umär II. 429, 740, 771, 794.

Umär-Bai II. 148, 171, 429, 544, 601, 679.

Umaséwi [Rumaséwi] II. 139, 430.

Umasir II. 139.

Umawa, Kap., II. 21.

Umbarpon = Rumbarpön [Ambarpön] 297.
Umboi == Rook-Insel 134, 170, II. 50.
Ume, Kap., [Pigot-Spitze] 152, 182, 187, 228,
276, 284, 292, 293, 307, 324,
II. 54, 57, 236.
Umeri II. 8.

Umgachum = Umgaküm II. 596.
Umgakum II. 596.
Umi II. 630, 723.
Umiakurape II. 267.

Umi Labule = Albert Edward-Berg IL 663.
Umi Manaia [Sainte Marie-Berg] II. 663.
Umka 143, 154, 155, 156, 175, IL III, 121,

122, 298, 313, 410, 427, s. auch Napirboi.
Umkehr- [Return-] Spitze II.
243.
Umolt-Bai = Humboldt-Bai II. 102.
Umperai II. 430.
Umudu II. 569.
Umuna II. 717,
Umunda IL 588, 799.
Umuni IL 664.
Unaga = Wainaga IL 22.
Unai [Nuai] 329, IL 356.
Unalabü = Ungulabü IL 595.
Unamisoko = Duportail-Insel [Lólobau] II. 245.
Unamulla = Toriu IL 244.
Unamungo [Long-Spitze] IL 245, 594.

Unburmeta IL 186.

Undambèsus [Kundambèsu] IL 333.

Undokwei IL 139.

Unéa oder Unia [Mérite-Insel] 93, 270, 340,

IL 362, 536, 675, 737, 762.
Unei s. Unai [Nuai].
Ungahk IL
596, 623, 757, 759.
Ungan IL 766, 802,
Ungewitter, F. H., i.
Ungrauw = Ingrau II.
102, 199.
Ungulabü oder Ungulapü [Nord-Hafen] IL 162,

211, 271, 281, 369, 595, 760.
Ungulapü IL 595, s. ferner Ungulabü.
Uni-Uni IL
688, 754.
Unius = Nub IL 596.
Uno II. 749.

Unsau = Kajó Entsâu IL 215, 411.

Unsus = Ansus 225.

Unter-Kambair II. 477.

Unuga IL 256, 666.

Uolo IL 491.

Uom IL 642.

Uonne = Wane [Wonne] II. 415.
Upiarfi IL 430.

Upolu IL 258, 839, s. auch Apia.
Upua II.
548.

Upugâu [Wanea] IL 553, 570, 753.

Upukâu II. 491.

Upuos IL 576.

Upuos-Inseln IL 576, 577.

Upupu IL 719, 800.

Urabi = Arobi IL 22.

Urais la grande = Neu-Guinea 19.

Uramaki IL 8.

Uranepa IL 593, 620.

„Uraniequot; 19, 302—306, 315.

Uranie-Insel [Mètjé] 71, 99, 221.

Uranie, Passage de 1\'., 303.

Urara IL 617, 674, 735.

Urasi IL 572, 590, 723, 797.

Urasire IL 476.

Urat IL 45.

Urawa IL 444.

Urawara IL 603.

Urdaneta, Andrés de., 18, 30, 31, 33,229,339.
Urèm [Gronemann-Insel] IL 362, 419.
Uriarte, Martin de., 15.
Urika IL 268, 549.

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Urima II. 566.
Urita s. Urika.

Uru Languru = Triton-Bai IL 9.

Uruma [Duchess-Insel] IL 533.

Urut IL 411.

Uruwi II. 718.

Usanepa = Uranepa IL 593.

Usau, Kap., IL 21.

Usa wer IL 655, 679.

Usba 304.

Usborne-Fluss = Laioki IL 179, 180, 290.
Use 277.

Usein Lik IL 802.

Ushanai = Lukus Kanal IL 596.

Ushant = Ouessant [Tari Werwi] II. 72.

Usiai 198.

Ustsar IL 596.

Uta 152, 163, 226, IL 8, 794.

Utaina 149.

Utakwa 84.

Utan II. 238, 805.

Utanata II. 6, 7, 9, 44, 156, 159, 200, 217,

237, 283, 285.
Utanata, Falscher., IL 6, 7.
Utani [Wabomat] IL 320, 321.
Uti\'an [Brooker-Insel] IL 72, 253, 299, 379,

437» 467, 526, 550.
Utiz 25.

Utrechtsche Zendingsvereeniging IL 2, 133,

297. 374, 481, 542.
Utu [Dove-Insel] 261, IL 63, 80, 113, 609.
Utuan IL 218, 293, 458, 479.
Utukatana IL 718.
Utukau IL 805.
Utukul IL 576.
Utumbuwe IL 6.
Uwag IL 451.
Uwamarum IL 216.

Uwe oder Liot [Boudeuse-Inseln] 205, 266.
Uythoek, de läge., = Mamori, Kap., 151.
Uyttenhoven, Kapt., IL 103-—104.

V.

Vaangiop = Warangoi IL 576.
Vabura [Wabura] IL 682.
Vader Smit 150, II. 288.
Vadumaga [Wadumaga] II. 610.

Vaele Eylandt, \'t., = Balabalak 152.
Vaepa = Bäipaha IL 632.
Vaganumu [Waganumu] IL 717.
Vagavaga [Waga-Waga] IL 256, 341,465, 522,

639, 714-

Vagi, Clip Poelo., = Uta 152.

Vagi, Nieu Poelo., = Gébé 152.

Vagopi [Wagopi] IL 610.

Vagopimaga [Wagopi Maga] IL 610.

Vahness = Wahnes, Carl., II. 519.

Vahsel, R., IL 784, 828.

Vaibada [Wai Bada] II. 267, 798.

Vaigana [Wai Gana] IL 406.

Vailala [Wai Lala] IL 268, 290, 317, s. ferner

Wailala und Wai Lala.
VaiUant^ Léon., II. 835.
Vailope [Wailope] IL 679.
Vaimuru [Waimuru] IL 317.
Vainamai [Wainamai] IL 632.
Vaissière, de la., Kapt., IL 92.
Vakinumu [Wakinumu] IL 278.
Vakirir [Takerier] IL 741.
Vahunabada [Wakuna Bada] IL 392.
Vakuta = Wakuta [Lagrandière-Insel] 269, IL

462, 531, 534, 552, 572, 691.
Valamont, P. de., IL 276.
Valckenaer, P. J., 215, 220.
Vale [Wale] IL 635, 642.
Valenti, Kapt., IL 274.

Valentijn, François., 22, 83, 87, 92, 104, 105,
108,
III, 115, 116, 123, 125, 139, 147, 161,
162,
166, 167, 215, IL 10.
Valentini, H. F., IL 89.
Valies = Walls [Guilbert-Insel] 329, IL 812.
Valise = Walls 25, 68, 329, IL 812.
Valkenier-Bai = Walckenaer-Bal IL 149.
Valladolid 36.
Vallard, Nicholas., 16.
Vallendar IL 477.
Vallentin, W., IL 398, 597-
Valman s. Walman IL 839.
Valois, Kapt. z. See., IL 412, 514.
Valparaiso 316, IL 43, 52, 152.
Valsch, Kap., 41, 46, 48, 49, 55, 78, 80, 101,
181, 212, 213, 239, 289, 322, II. 4, 35, 45,
285, 432, 511.
Valsche Kaap 151.
Valsch Los-Los IL 598.

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Valse hoek 149.

„Valua Lassquot; = „Wailuaquot; IL 115.
Vanapa [Wanapa] IL 180, 279, 450, 486, 487,

528, 634, 658, 660, 661, 666, 779, 806.
Vandel, Jean., IL 615.
„Van den Berghquot; IL 406.
Van den Bosch, Kap., [Wap] 81, 103, 106, 339,

IL 21, 22, 82, 134, 160, 216, 704.
Vanderam [Wanderam] IL 735.
Van der Crab-Bai = Karwän-Bai IL 133.
Van Diemens-Land [Tasmania] 85, 87, 100,

240, 265, 267, 275, s. ferner Tasmania.
Van Diemens-Land = Nordwest-Austrahen 100.
Vandola, La., s. La Vandola [Nauna].
„Van Doornquot; IL 791.
„Van Goensquot; IL 791.

Vanigela [ Vanigera] = Wanigela [Kemp Welch-

Fluss IL 239.
Vanig;ela [Wanigela] II. 602.
Vanigera s. Vanigela IL 239.
Vanike IL 224.
Van Rees-Gebirge IL 333.
„Vansittartquot; 228, 229, 340.
Vansittart, Henry., 229.
Vansittart-Untiefe 229, 236, 277, 291.
„Van Swollquot; IL 678, 791.
Vanua [Wanna] IL 719.
Vanuabada [Wanna Bada] II. 375.
Vanuamae [Wanna Mae] IL 635, 663, 688.
Vapakuri [Wapakuri] IL 392.
„Varquot; IL 263.
Var-Untiefe IL 263.
Varagadi [Waragadi] IL 718.
Varauru [Warauru] II. 256.
Vardelli [Wardèh] IL 473.
Varemenana [Ware Menana] IL 279.
Variata [Weriata oder Werirata] II. 577.
Varigadi [Wari Gadi] IL 316.
Varika [Warika] IL 186.

Varivari = Wari-Wari [Aplin-Inseln (?) ] IL 73,

74, 164.
Varopu [Warupü] II. 737.
Varubarava [Waru Barawa] IL 712.
„Varunaquot; 294.
Varuva [Waruwa] II. 611.

Varzin-Berg [Beautemps Beaupré-Berg] = Wuna
Kokor 313, IL 242, 248, 323, 344, 369,394;
477; 576, 647, 649, 700; 733, 790, 802, 803.

Vataluma [Wataluma] II. 670.

Vatan, Louis., II. 328, 329.

Vater, Vulkan., [Ulawun] IL 245, 458, 594,

646, 816.
Vater- und Sohn-Riff IL 362, 620.
Vatom s. Watom [Wuatom].
Vatorata [Watu Rata] II. 662, 681, 684, 687, 715.
Vatu [Watu] II, 245.
Vaudon, Jean., II. 296, 329, 378.
Vaughan, Cecil., II. 713, 722.
Vaugondy, Giles Robert de., = Robert de Vau-
gondy, Gilles., 47,. 141, 189, 206, 335.
Vaviai [Wawiai] IL 106, 507.
Vävra, W., IL 649.

Vaz Dourado, Fernäo., 12, 13, 29, 337.
Vea [Wéa] IL 490, 524.

Veach [Beach, Boeach, resp. Lochac], 7, s.

auch Luca Veach.
Veen, Adriaen van., 57.
Veer, K. C. de., IL 109.
Vega, Lope de., IL 814.
Vegesack IL 697.
Vegofi [Wegofi] IL 683.
Vehi [Wehl] = Wedge-Insel IL 225, 392.
Veiburi = Wai Buri IL 485.
Veida [Waida] IL 635, 688.
Veifaa=-Bai Paha [Wai Paha] IL 679.
Veimauri [Waimauri] IL 528.
Veinouri = Wainuri IL 438.
Veipa = Baipaha IL 669, 670.
Veipuri = Wai Puri IL 279.
Veitch amp; Sons, James., IL 539.
Vekumara [Wikumara] IL 383,
Velasco, Juan Lopez de., 23, 24, 29.
Velasco, Luis de., 30, 31, 36.
Vele [Wele]
ÏI, 554.
Velei [Welei] IL 679.
Velerupu [Wilirupu] IL 719.
Velthoen 283.

Velthuijzen, H., IL 583—584, 600.
Venabe [Wenabe] = Wetapu IL 666.
Veneina oder Weneina [Cannac-Felsen] 326,

IL 410, 591, 722.
Venlo IL 651.
Vennenkool, Jacob., 87.
Ventenat, Louis., 268, 274.
Ventenat, Kap., [Karitahua] 268, IL 187, 354,
466, 533, 571.

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„Venturequot; II. 316, 317,
„Venusquot; 277, 278.

Venus-Durchgang 203, 209—210, II. 208.
Venus-Spitze 329, II. 355, 420.
Verbeek, Paul., 129.

Verbeek, R. D. M., 157, 174, 229, II. 704—

705, 707, 810.
Verde, Isla., 44.

Verdy du Vernois, Julius von., II. 418.

Verdy, Kap., II. 418.

Verentu [Werentu] II. 334.

Vererupu [Wererupu] II. 552, 591.

Vere-Vere [Were-Were] II. 525, 747.

Verguet, C. M. Léopold., II. 65, 68, 69, 80.

Verhagen, Kap., 55.

Ver Huell, Q. M. R., II. 35.

Veriata [Weriata oder Werirata] II. 301, 510,

527, 681.
Vérius s. Verjus, H. St.,
Veriveri [Weri-Weri] II.
248, 525.
Verjus, H. St., II. 377-379, 406—407,439,
446—447, 449, 471—472, 505,
531, 532,
553. 632.
Verjus-Dom II.
506.

Verkwikking, Eiland van., = Makatea 170.
Verley, Pieter., 174.
Véron, Astronom.,
203.

Verräter-[Padaaido-] Inseln 24, 69, 97, 143, 144,

149, 224, 249, 332, II. 28, 78, 118.
Versailles II. 48.

Verschlagene, s. Fahrten, unfreiwillige.

Verschoor, Jan Wihem., 52.

Versija — Warsai 14, 15.

Versluys, J., II. 708.

Versteeg, F. W., II. 393.

Verte, lie., = Latao 312.

Vertrag von Tordesillas 30.

Vertrag zwischen Ternate und Tidore (14.

Oktober 1771) 219.
Vertrag von Paris (1784) 192.
Vertrag zwischen Ternate und Tidore (27. Ok-
tober
1814) 297—298, II. 3.
Vertrag zwischen Gross-Britannien und den
Niederlanden
(17. März 1824) II. 2—4, 824.
Vertrag zwischen Deutschland und Gross-Bri-
tannien
(25. und 29. April 1885) II. 350—352.
Verträge zwischen der Reichsregierung in Ber-
lin und der Neu-Guinea-Kompagnie
(23. Mei

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

1889) IL 495; (13. März 1896) IL 649—650;
(7.
Oktober 1898) IL 727.
Vertrag zwischen Gross-Britannien und den

Niederlanden (16. Mai 1895) IL 599.
Verzino 2.
Vessy-Insel II. 245.
„Vestaquot; II. 128.
„Vestalquot; IL 64.
„Vesuviusquot; IL 83—84, 89.
Vetapu [Wetapu] II. 666.
Veth, H. J., IL
121, 134.
Veth, P. J., IL 87, 96, HO, 114, 142, 217.
„Vettor Pisaniquot; II. 158—^159, 201—202, 367.
Vettor Pisani-Hafen = Muhens-Hafen [Päro] 44,

IL 159, 225, 367.
Vetura [Wetura] IL 221, 266.
Vetuvetu [Wetu-Wetu] IL 248.
Viaku [Wiaku] IL 574, 774.
Vicencio de Näpoles 18. •
Victor, Pater., II. 632.
Victoria, Königin., IL 181, 434.
Victoria, Fort., 278.

Victoria, Kolonie., IL 196, 309, 314, 325, 339,

345. 348, 383, 403, 440, 443. 444. 516, 671,
716.

Victoria, NW-Austrahen., IL 54.
„Victoriaquot; IL 58, 359, 382—383.
Victoria-Bai II. 53, 129, 702.
Victoria- [Owen Stanley-] Berg, auch Nada oder
Togoro IL
72, 446, 488, 605, 608, 634, 660,
662.

Victoria-Berg = Yule-Berg [Kowio] IL 66.
Victoria-Felsen IL
58.
Victoria-Fluss IL 93.
Victoria Riff IL 56.

Victor Emanuel-Kette IL 231, 499, 500, 788.
„Victorinequot; IL 163.
„Victoryquot; IL 432—434.

Victory-Berg IL 189, 377, 508, 573, 588, 589,

606, 636, 777.
Victory Junction IL 433.
Vidu [Widu] IL 701.

Vidua de Conzano, Conde Carlo., IL 2, 14, 15, 78.
Vidua-Insel IL 15.
Viegen, Jos., IL 742, 771.
Vier Gebroeders [Gebroeders] 150.
Vier Radjaschaften = Radja Ampat [Kaiana
Fat]
33, 34, 219, 298, IL 677.

127

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„Vigilantquot; 215, IL 50.

Vikariat, Apostolisches, für Melanesien IL 68,

69, 80—81, 296.
„Vikingquot; IL 164—165, 182—183.
Vihabonihas, Isla de., 45.
Villada, Isla., = Eunaro [Euna] 45.
Village-Insel [Èrupa] IL 109, 220, 224, 239, 832.
Village- oder Dorf-Insel [Tehata] IL 353, 474,

513-

Villalobos, Ruy Lopez de., 22.

Villa Maria [Takabur] IL 733.

Villars, Baron., IL 790.

Villaumez = Willaumez IL 458.

Villien, Pater., IL 69.

Vihiers, J. A. J. de., 60.

Vincendon-Dumoulin, C. A., IL 43, 45, 48.

Vincent, Charles., IL 68.

Vinciguerra, D., IL 828.

Vinck, Nicolaes., 50, 107—111, 112.

Vinck-Golf=Mac Cluer-Golf in.

Vine, Sir J. E. Somers., IL 671.

Vineleo [Wineleo] IL 647.

Vinibu [Winibu] IL 524.

Violet-Insel [Ngawui] IL 271.

Virchow, Rudolph., IL 128, 356, 454.

Virchow-Fluss [Beukas] IL 356.

Virchow-Kap = Rüdiger-Spitze IL 454.

Virgenes, Las., 28.

„Virginiaquot; IL 80.

Vis, C. W. de., = De Vis, C. W., IL 634, 635.
Visscher, François Jacobsz., 85, 88, 91, 102.
Visscher, Nie., 29, 30.

Visscher- [Fischer-] Insel bei Kap Monkait 129,
153, 292.

Visscher- [Fischer-] Insel = Simbéri 91, 131,
232, 233, 316, IL 50, 212, 226, 305, 340,
424, 456, 461, 514, 560, 581, 694, 760, 831.
Visscher-Inseln 25, 204.

Visschers-hoek {1° 2g%\'S., 131° 13\'E.) 147.

Visschers-hoek [Wanomket] 152.

Visser, G. M., IL 76, 84.

Vitaita [Witaita] IL 611.

Vitale, Jos. M., IL 532, 569, 632, 679—680.

Vitao [Witau] IL 594.

Viterbo, Souza., 36.

Viti-[Fiji-] Inseln 425, IL 16, 43, 52, 186, 196,
218, 258, 291, 293, 294, 305, 309, 319, 321,
322, 323, 343, 344, 510, 558, 662, 700, 827.

Viti Levu IL 294, 321, 322.
„Vitiazquot; [„Witjäsquot;] IL 152.
Vitiaz-Insel = Bili-Bih IL 153, 227, 352.
Vitiaz-Strasse IL 152.
Vittau = Witau II. 594, 675.
Vittores, Diego Luis de., 28.
Vivien-Spitze IL 247.

Vlagge Clip, Hoek van de., = Kalédoko 151.
Vlakke Hoek von Thom. G. Pool 82, 83, 84,
IL 815.

Vlakke Hoek = Bohia, Kap., 83, IL 815.
Vlakke Hoek = DebeUe, Kap., 84, IL 44, s.

auch Namaripa.
„Vlamingquot; 174.

Vlaming [Mios Gïn oder Njos Mön ketjil] 174,

IL HO, III, 705, 707.
Vlaming van Outshoorn, Arnold de., 104.
Vlavolo [Wlavolo] IL 328, 594, 647, 648, 699.
Vleermuis-[Fledermaus-]Insel = Habéke [Habé]

39, 78, 212.
Vleermuyzen == P^ledermaus-Klippen 339.
„Vliegende Zwaanquot; 115.
Vliet, C. A. M. van., 144, 158, 180.
Vlissingen IL 273.
„Vlydtquot; 242.

Voaden, Louis., IL 802, 805.
Vodian [Wodian] IL 676.
Voepa [Woépa] IL 404.
Vogan, Arthur J., IL 384, 468.
Vogel, Sir Julius., IL 189,
Vogel-Insel [Nusa Manuk] 121, 128, II. 22.
Vogel-Insel [Tumbu-Tumbu] 81, 251, II. 8, 22,
45, 58.

Vogel, Kap., [Ipote] IL 189, 377, 508, 587,
588, 601, 630, 657, 690, 691, 713, 714, 723,
748, 751, 774, 807.
Vogelnester, essbare., IL 82.
Voglia, Baia della., IL 215.
Vokabulare 91, 95, IL 24, 74, 543, 363, 583,

761, 814, 815.
Volcan, Ile du., = Ritter-Insel 270, 327.
Volcanes, \'Bahia de los., 29.
„Volgaquot; IL 511.
Voll, Kapt., 119, IL 100.
Vollmer, A., IL 638, 656.
„Volunteerquot; 297,
Vonck, Cornells., IL 108.
Von Mueller-Kette IL 387.

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Voogdt, Kapt., II. 676, 700—701, 765—767.
Vordate 263.

Vorder-Indien II. 55, 112, 318, 443, 546, 662.
Vordermann, A. G., 8.

Vormann, Franz., II. 651, 673, 738, 761, 762—

763, 782—783, 809.
Vorópu = Warupü II. 761.
„Vosquot; 72.
Vos, Jan., 74.

Vos-Inseln = Daram-Inseln [Jèf Daram] 72,

io5gt; 135-

Voss, Korv. Kapt., II. 536.
Voss II. 56.
„ Vosschenbergquot; 158.
„Vosschenboschquot; 157, 158.
Vräz, E. St., IL 539, 628-629, 810.
„Vriendschapquot; IL 95.
Vries, de., IL 790.
Vries, J. J. de., IL loi.
Vries, Maerten Gerritsz., 102—103.
Vrinangol = Wrinagol IL 788,
„Vrouw Elizabeth Dorotheaquot; 185.
Vuatom s. Watom [Wuatom].
Vuile Bogt 150.
Vulawa [Wulawa] IL 557.
Vulcan-Berg IL 165.
Vulcanus = Manäm 66, 67, 328.
Vulkane 26, 66, 133, 246, 270, 313, IL 17, 34,
60, 61, 64, 184, 190, 201, 228, 244, 245, 246,
249, 250, 305,. 433, 457, 458, 469, 470, 475,
477, 508, 515, 521, 529, 534, 572, 573, 589,
594, 603, 646, 649, 664, 674, 687, 764, 816,
818—819, 832.
Vulkan-Insel [Manäm] 26, 66, 94, 134, 313,

322, IL 298, 355, 475.
Vulkan-Insel [Raluan] IL 249, 250, 258—259,

649, 674.
Vulkan-Inseln 22, 29, 94.
Vuna Kaukambi [Wuna Kaukambi] IL 647, 648.
Vunakokor = Wuna Kokor [Varzin-Berg] 313,
Vuna Märita [Wuna Märita] IL 647, 649, 653,

67s, 696, 697, 733, 735, 786.
Vunamomorosa [Wuna Momorosa] II. 647.
Vunangalik [Wuna Ngalik] IL 647.
Vuna Pope [Wuna Bope] IL 615, 697.
Vuna Sale [Wuna Sale] IL 647, 804.
Vuna Wakikiu [Wuna Wakikiu] IL 648.
Vura Wiwi [Wuna Wiwi] II. 648.

Vuravara [Wurawara] IL 691.
Vuyl Eylandt \'t., = Bon [Boni] 152.
Vyvyan, Abel., 284.

w.

Waafif=Wäf 163.

„Waakzaamheydquot; 245—248.

Waay = Djèrif IL 120.

Waba [Wabau] 146, 150.

Waba [Nafri] IL 102, 411, 431, 544, 586, 654.

Wabadam [Wabodam] IL 314.

Wabaraba IL 550.

Wabau [Waba] 146, 150.

Wabo IL 312,

Waboda [Midge-Insel] IL 435, 566, 749, 778.

Wabodam [Wabadam] IL 314.

Waboma IL 531.

Wabomat [Utani] IL 320, 321.

Wabuda IL 464, 500, 568, 569, 614, 681, 746.

Wabuiawa [Whaumi] IL 664, 665.

Wabukori IL 67.

Wabumari IL 522, 602.

Wabura [Vabura] IL 682.

Wackjoel - - Wakjol [Waglol] 162.

Wadada IL 778.

Waddick, Peter., IL 384.

Wade IL 658.

Wadhop [Wajori] IL 234.

Wadiwu IL 430.

Wadumaga [Vadumaga] IL 610.

Waeij, H. W. van., 297.

Wäf 163.

Waftib 221.

Wafwa 221.

Wagalusu [Kone] IL 572.
Waganumu [Vaganumu] IL 717.
Wagawag = Bagabäg [Rich-Insel] 134.
Waga-Waga [Vagavaga] IL 256, 341,465,522,

639, 714-

Wagé [Batan Wagé] = Waigëu 15.
Wagé, Tip., s. Tip Waigé [Kwasi-Bai].
Wagenaar, Samuel., 180.
Wagenbrett, Händler., IL 726.
Wagener, J. W., IL 19, 20.
Wagifa IL 751.

Wagipa [Dodogèsa] IL 529, 573, 687.
Waglol = Ju [Dju] 99, 162, IL 124.

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Wagner, Herrn., II. 257.

Wagopi [Vagopi] II. 610.

Wagopi Maga [Vagopimaga] II. 610.

Wagur = Wagura II. 626.

Wagura II. 626, 793.

Wag-Wag = Bagabag [Rich-Insel] 134.

Wagwama-Bai II. 552.

Wahai II. 19, 20, 77, 95, iio, iii, 112, 114,
134, 138, 223.

Wahlen, Rud., II. 801—802, 805.

Wahnes, Carl., II. 373, 518—519, 579-

Wahuna Bada [Vahunabada] II. 392.

Wai II. 644.

Wai-Inseln II. 54, 129, 184, 229, 236.

Wai-Strasse = Gaman-Strasse 184.

Waiakär 152.

Waiakinumu = Wakinumu II. 278.

Wai Amerok 154, 155, 156.

Waiapa Goro II. 753.

Waiaruru II. 751.

Wala Waima [Pin-tree-Rücken] II. 589.

Wai Bada [Vaibada] II. 267, 798.

Wai Bèn 254, II. 32, 247, s. ferner Thursday-
Insel.

Wai Buri [Veiburi] II. 485.

Waida [Veida] II. 635, 688.

Wai Daba II. 531.

Wai Dauda II. 746.

Waier 287, II. 37, 38, 61.

Waigama 33, 58, 143, 157, 163, 177, 179,219,
298,
II. 4, 84, 95, 112, 134, 160, 215, 223,
260, 283, 426, 543, 793, 828.

Wai Gana [Vaigana] II. 406.

Waigëu 14, 15, 33, 34, 58, 70, 71, 97, 98, 99,

\' 105, 137, 139, 143, 147, 152, 154, 155, 156,
166, 172, 173, 174, 175, 177, 182, 186, 187,
188, 206, 217, 219, 221, 226, 228, 236, 237,
249, 259, 272, 273, 276, 283, 284, 292, 293,
295, 298, 301, 303, 304, 305, 307, 313, 315,
316, 317, 320, 324, 333,
334, IL 4, 28, 41,
54, 57, 68, 78, 93, HO, iii, 112, 114, 118,
121, 122, 124, 138, 141, 193, 201, 215, 236,
251, 260, 298, 312, 313, 366, 410, 427, 428,
462, 482, 543, 564, 586, 598, 625, 705, 706,
796, 823—824, 830, 831, 838.

Waigiou s. Waigëu.

Waigua = Kiriwina [Bwoio] IL 508.

Waikala IL 186.

Waikatu IL 424, 625, 730, 732.
Waikuni IL 550.
Wai La IL 552.
Waila Banua IL 570.

Wailala [V^ailala, Herauwiri, Haita oder Bairara],
Dorf., IL
268, 279, 317, 433, 491, 549, 566,
567, 693, 796, 806, 833.
Wai Lala [Vailala oder Annie-Fluss] IL 268,
279, 290, 334, 450, 549, 565, 567, 613, 712.
Wailik = St. Georg-Kanal 195.
Wailolo IL 589.
Wailope [Vailope] IL 679.
„Wailuaquot; IL 115.

Waimaituna = Possession-Kap IL 66.

Waimala [Waimara] IL 714.

Waimara s. Waimala.

Waimata IJ. 217.

Waimauri [Veimauri] II. 528.

Waimeta IL 8.

Waimuru [Vaimuru] IL 317.

Wainaga IL 22, 45.

Wainamai [Vainamai] IL 632.

Wainami 145, IL 429, s. auch Warèni und Dimba.

Waineai IL 715.

„Wainuiquot; II. 163, 164.

Wainuri [Veinuri] IL 438.

Wai 0min [Wär Mak] IL 428.

Waionumu s. Mari Waionumu II. 266.

Waiori IL 747.

Wäi Paha [Bäi Paha] IL 679.

Wäi Paha [Kuluma] IL 679.

Wai Para IL 552.

Wai Poiam IL 533.

Waipoiama IL 533, 572.

Wai Puri [Veipuri] IL 279.

Wairiki IL 344.

Wairor = Weror IL 214, 428.

Wai Roro [Newberry-Fluss] IL 432, 548.

Wairundi 150.

Wairur — Weror II, 214, 428.
Waisaru [Wisaru] IL 201.
Waisom 70.
Waitapu IL 661,
Waitemnonu IL 185.
Waitiapa [Walford-Berg] II. 248.
Waitoa [0\'Neill-Insel] IL 180.
Wai Umi IL 298.
Wai Wer IL 391.

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Wai Wo IL 410.
Wajaban 163.

Wajag [Wajak] 302, 303, 304, IL 118.

Wajak s. Wajag.

Wajam IL 70.

Wajameli 19, 297.

Wajasi IL 738.

Wajori [Ajori resp. Wadhop] IL 234.

Wajunami IL 288.

Wakailu IL 723.

Wak Amin IL 288.

Wakara IL 285, 367, s. Akara.

Wakaré IL 201, s. Wakeré.

Wakari IL 608.

Wakassum 157.

Wakatimi IL 794.

Wakawa IL 492.

Wak Biada IL 287.

W^akdé 68.

Wakdé-Inseln IL 53, 299.
Wake, John., IL 106—107.
Waker, Obersteuermann., 219.
Wakeré IL 201, 703.
Wakia 11. 7, 8.

Wakia, Falscher., [Néwerip] IL 7.
Wakinumu [Vakinumu] IL 266, 278.
Wakioki IL 776.

Wakjol = Waglol = Ju [Dju] 162.

Wak Mandl IL 287.

Wak Mefori IL 287.

Wakoia IL 534.

Wakorwa IL 379.

Wako-Wako IL 383.

Wakum — Kawulikau IL 596.

Wakuta [Lagrandière-Insel] 269, II. 462, 531,

534, 552, 572, 590, 691.
Wal, J. F. de., IL 820.
Walan [Kusaie] 316.
Walarter IL 680.
Walarter-Spitze IL 745.
Walaur IL 477.
Walckenaer, Ch. A. de., 331.
Walckenaer-Bai 68, 95, 331, IL 149, 150, 288,

368, 431-

Waldeck., J. A., IL 185.
Wale [Vale] IL 635, 642.
Wales, William., 212.

Walfischfahrer 192, 310, IL 16, 22—24, 33,

34, 40—41, 50, 51, 55, 56, 73, 129, 152,466.
Walford-Berg [Waitiapa] IL 248.
Wah = Liki 176.
Walilipa IL 554.
„Walingenquot; 108.

Walïs [Guilbert-Insel] 25, 68, 329, IL 53, 702,

782, 809, 812.
Walisi = Wendèsi IL 600.
Walker IL 337.
Walker, Alfred O-, IL 189.
Walker, Archibald L., IL 775—776, 797.
Walker, Francis., IL 823.
Walker, F. W., IL 507, 520, 528,533,574,591.
Walker, J. B., 88, 89.
Walker, Korrespondent., IL 337.
„Walkerquot; 285, 286.
Walker-Berg IL 446.
Wall, Jan van der., 115.
Wall, Thomas., 276, 283.
Wallaby-Berg IL 444.

Wallace, Alfred Russeh., 41, IL l, 96—97,
110-111, 113, 114, 128, 137, 142, 176, 366,
822—823.
„Wallarooquot; IL 625, 670.
Wahis, Samuel., 193, 208.
Wallis-Insel = Lambóm 194.
Wallis-Inseln 212, IL 54, 321.
Wahmann, Korv. Kapt,, IL 671—672, 700.
Wallroth, E., IL 537, 558, 596, 598.
Walman [Lamin] IL 673, 724, 783, 838—839.
„Walmer Castlequot; 283.
Walraven, Maria van., 59.
Walsh, Cape., == Valsch, Kap., 213, 239.
Walter, Pflanzensammler., IL 827.
Walters-Rifiquot; IL 365.
Waluwea-Spitze IL 529.

Wamai [Milaripi] IL 566, 608, 664, 718, 833.
Wamana IL 466, 507, 534, 572, 591.
Wamar IL 144, 159, 561, 565, 623.
Wama Runi IL 45.
Wambu 177.
Wame IL 567, 568.

Waméa [Leignel-Insel] 269, IL 572, 687, 723.
Wamela IL 534.

Wamilug [York-Insel] IL 25, 49, 59.
Wamio Komana IL 753.
Wamira IL 525, 573, 601, 630.
Wamori IL 429, 679.

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Wamrai II. 139.

Wamuka [Wamur] II. 7, 8, 9, 794.

Wamur II. 9, s. Wamuka.

Wamvax = Èrub [Darnley-Insel] 261.

Wanamberi II. 772.

Wanapa [Vanapa oder Edith-Fluss] II. 180,
279, 450, 486, 487, 488, 528, 634, 658, 659,
660, 661, 666, 681, 721, 779, 806.

Wanari-Bucht II. 748.

Wanarika [Wanerika] II. 741.

Wanatamaré II. 772.

Wanbonda II. 169.

Wandamèn 222, 225, II. 93, 94, 214, 297, 312,
329, 394, 429, 481—483, 504, 599, 627, 628,
679, 704.

Wandamèn-Bai II. 482.

Wanderam [Vanderam] II. 735.

Wanderer-Bai IL 84.

Wanderungen, unfreiwillige., s. Fahrten, un-
freiwillige.

Wandesi = Wendèsi IL 544.

Wandisiau [Pitia] II. 431.

Wandolleck, Benno., IL 649.

Wandres, Friedrich., IL 652^—653.

Wanéa [Upugâu] IL 553, 570, 753.

Wâne [Wonne] IL 415, 538.

Waneipa II. 341.

Wanerika IL 741.

Waneta [Mourilyan-Kap] IL 470, 529, 780.

Wangar 146.

Wange [Wenki?] IL 758.

Wangi-Wangi = Wantji-Wantji 165.

Wangkora-[Raaf-] Bai IL 503, 598, 793, 810.

Wangma IL 770.

Wanigela [Wanigera, Vanigela oder Kemp
Welch-Fluss] IL 179, 239, 255, 266, 277, 278,
289, 334, 337, 375, 379, 393, 404, 405, 438,
440, 441, 442, 528, 550, 553, 602, 610, 611,
613,682,683,684, 749, 752, 753, 779, 807,832.

Wanigela an der Collingwood-Bai IL 774, 776,
777-

Wanigela, Missionsstation., IL 690, 719, 723, 774.

Wanigera [Vanigera] = Wanigela [Kemp
Welch-Fluss] IL 239.

Wanikoro 240.

Wanim oder Ganim [Grass-Insel] IL 340, 383,

550, 775-

Wanimo IL 358, 651.

Wanjon, Timotheus., 254.
Wankora II. 793.
Wanner, J., IL 708.
Wanombo IL 784.
Wanomket [Visschers-hoek] 152.
„Wansteadquot; IL 15.
Wansu IL 411.

Wantjé, Pulu., [Wantji-Wantji] 165.
Wantji-Wantji 165.
Wanua [Vanua] IL 719.
Wanua Bada [Vanuabada] II. 375.
Wanua Lawa IL 264.

Wanua Mae [Vanuamaë] IL 635, 663, 688.
Wanuorai II. 139.
Waornum IL 115.

Wap = Van den Bosch, Kap., II. 704.
Wap-Bai IL 793.
Wapa-Pass II. 668.
Wapai IL 233, 234.
Wapakuri [Vapakuri] IL 392.
Wapari IL 172, 174, 177.
„Wapen van Amsterdamquot; 72—73.
„Wapen van Rotterdamquot; 74.
Wapiga [Kwaru Awa] II. 510.
Wapori IL 429.

Wappenschilder II. 77, 78, 79, 149, 161, 214,
215, 217, 260, 261, 283, 284, 285, 288, 310,
311, 333, 430, 431, 503, 540-
War [Wari] II. 430.
War, Mios., s. Mios War.
Wara [Hawksbury-Insel] 254.
Warabèr [Sue-Insel] IL 81, 204, 467.
Waragadi [Varagadi] IL 718.
Wara Kakèt IL 144.
Wara Kawa II. 465, 834.
Warambër IL 236.
Warandamo 226.

Warangoi IL 576, 676, 701, 733, 736.

Warapusa II. 787.

Wararai IL 341.

Warari IL 524.

Warasiär IL 214.

Warassi = Warsai 153.

Warauru [Varauru] IL 256.

Warbéfondi IL 139, 430.

Warburg, Otto., 215, 216, IL 475, 479, 493, 494-

Warbusi 224, 225, IL 201.

Warbusi-Bai IL 171, 213, 428, 679.

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Wärdada IL 749.

Wardèli [Vardelli] IL 473.

Wardenburg, J. F. C., IL 21.

Wardenburg-Gruppe IL 21, 82, 99.

Ward Hunt-Kap 269, IL 190, 509.

Ward Hunt-Strasse IL 189, 365, 398, 481, 554.

Wardjo auf Waigëu 295.

Wardju = Waigëu 15.

Wardle, Kapt., IL 25.

Wardo 226, IL 430.

Ware = Pana Pom-Pom IL 526.

Wareabuda IL 746.

Waref IL 626.

Warefondi = Warbefondi IL 139.
Waremata = Warimata [East-Insel] IL 469.
Ware Menana [Varemenana] IL 279.
Warén IL 429.
Wareng IL 731.

Warèni = Wainami [Dimba] 145.
Warèsa IL 793.
Waresebivva IL 664.
Warfandu IL 428.
Wargow = Wardo 226.
Wari [War] IL 430.
Wari an der Orangerie-Bai IL 531.
Wari [Teste-Insel] IL 46, 72, 180, 240, 241,
253, 254, 257, 277,. 295, 299, 316, 339, 341,
342, 361, 379, 383, 439, 440, 461, 4Ö7, 471.
507, 509. 526, 571, S9F 7H-
Waria [Hercules-Fluss] IL
354, 617, 630, 766,

786, 797.
Wariada IL 547.

Wariai [Guérin, Kap.,] 97, 152, 305.

Wariap 150, 225, IL 93.

Waria Tutu IL 547.

Waridoi IL 139.

Waridori IL 430.

Warièma IL 771.

Wari Gadi [Varigadi] IL 316.

Wari Garauu IL 546.

Warigi II. 748.

Warika [Varika] II. 186.

Warimata [East-Insel] IL 271, 469, 522.

Wari Menana, s. Ware Menana.

Warinam IL 288,

Warir IL 564.

Warirata II. 390, s. Werirata.
Wari Rubi IL
546.

Waritju = Waigëu 15.
Wariura IL 500, 323.

Wari-Wari [Varivari] II. 73, 74, 164, 289.
Warkoi IL 236.

Warlarter-Spitze = Walarter-Spitze IL 745.
Warlters, John Cundree., IL 502—503.
Warmafin = Waropèn 224.
War Mak [Wai 0min] IL 428.
Warman 151.

Warmangan = Warmankèni IL 233.
War Manggèn IL 233.
Warmankenni = Wär Manggèn IL 233.
War Mari [Wär Merl] IL 629.
Warmassine 225.
Warmasui IL 431.
Warmendi IL 176, 202.
War Merl [Wär Mari] IL 629.
Warmèsing 279.
Warmoriswary 225.
Warmuruka = Bulaka IL 562.
Warnecke, Sekretär., IL 735, 801—802.
Warnona 182.
Waronbaron IL 174.
Warong = Pala Papua 224.
Waropèn 145, 224, 225, IL 429, 463, 704.
Waropine = Waropèn 224, 225.
Warorwere II. 174.
Warosia IL 364.
Warpassary IL 225.

Warren, W., IL 593, 607, 624, 627, 638, 639,

653, 693, 704. 836.
„Warren Hastingsquot; 283.
Warrington, Kapt., 309.

Warrior-Insel [Tud oder Tutu] 256, 261, IL 48,
61, 63, 140, 145, 146, 151, 155, 164, 178, 180,
182, 183, 191, 192, 204, 467, 656.
Warrior-Riff II. 48, 146, 204, 257, 301, 316,

386, 501, 5Ó8, 570, 609, 638, 668.
Warsai auf Neu-Guinea 15, 125, 137, 143, 151,
153. 175, 177, 243, 279, 338,
IL 89, 428, 796.
Warsai [Warsa] auf Wiak 15, IL 430.
Warsambó IL 177.
War Song-Spitze IL 190.
Wartapin IL 144.
Wartjau 15, 155, 156.
Wartuwär [Wertuwär] IL 95.
Waru 152, 279, IL 106, 707.
Waru-Bai IL 45.

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Warubarawa [Varubarava] II. 712.
Warumari II. 248, 747.
Warumi II. 444.

Warupu [Varópu] II. 696, 737, 761.

Warupü-Lagune II. 696, 761, 809.

Waruwa [Varuva] IL 611.

Warwé IL 428.

„Warwickquot; 183—184, 340.

Was [Äs] 112, 117, 118, IL 114, 115, 157,201,

289, 428, 796.
„Wasaquot; 292.
Wasagi 221.

Wa Samson [Sené] IL 201, 826.

Wasanémbo II. i8ó.

Wasang IL 801.

Wasaüni II. 235.

Wasé = Is [Was] IL 201, 428.

Wasèng II. 303.

Wasi [Wasi Gororo] II. 588, 668.

Wasiammi IL 173, 174, 177.

Wasian IL 177.

Wasi Gororo IL 588.

Wasi Kusa s. Wasu Kusa.

Wasimu IL 320.

Wasfor IL 148, 214, 429, 627.

Wasir 322.

Wasmu IL 738.

Wasori = Wajori [Ajori] II. 234.
Waspimat II. 466.

Wasserfälle II. loi, 115, 144, 148, 262, 266,

30L 335, 437, 467, 479gt; S10, 800, 804.
Wasser-[Baongung-] Hafen IL 211, 369.
Wasserkapazität von Flüssen IL 499—500, 587.
Wassina II. 174.
Wasu II. 501.

Wasu Kusa II. 205, 222, 237, 238, 367, 388,
465, 501, 502, 523, 539, 614, 630, 631, 635,
656, 658. 692, 745, 806.
Wataluma [Vataluma] II. 670.
Watam = Kaiserin Augusta-Fluss II. 417.
Wate IL 264.
„Waterhondquot; 104.
Waterman, Kapt., 297.
Waterplaets 80.

Waterplaets = Jardine-Fluss 289.
Waterstradt, John., II. 796.
„Waterwitchquot; IL 55—57.
Wathimbourt, Thomas., 278.

Watino IL 471.
Watkins, John., IL 376.

Watom [Wuatom, Vatom oder Man-Insel] 196,

265, IL 271, 319, 536, 648, 649, 674.
Watson, James., 187—188.
Watson, Reverend., II. 534, 551.
Watson Cay IL 270.
Watson-Insel =3= Kabra 188.
Watson-Strasse = Sélé- [Galewo-] Strasse 187.
Wattos IL 34,
Watts, Kap., II. 398.
Watts-Insel [Kalaiwa] IL 187, 342.
Watu [E\'Watto] IL 245, 675.
Watu Bèla-Inseln 128, IL 20, 144, 185, 289.
Watu Koiaria II. 383.
Watulei IL 159.
Watu Rata = Vatorata IL 662.
Watutu-Spitze II. 529.
Wäu auf Neu Guinea 151.
Wäu auf der Rossel-Insel II. 551.
Wa Ulu IL 415.
Wauri [Eoroa] IL 664,
Wausirau II. 186.
Waututu IL 687.
Wawah = Waba [Nafrf] IL 102.
Wawanama 151.
Wawèla IL 750.
Wawepu-Bucht IL 572.
Wawéra II. 572.
Wawiai [Vaviai] II. 106, 507.
Wawiturai II. 615.

Wawiwa [und Jabwaia] == Le Grand-Inseln 269.
Wawoi II. 681.

Wawn, William T., II. 184, 318—319, 321,

328, 339-340, 34L 342, 382.
Way 175.

Wayabling = Wajaban 163.

Wayamlie = Wajameli 297.

„Wayerquot; 135, 157—158.

Waygamme = Waigama 163.

Way wouw 156.

Wazajo = Warsai 137.

Wéa [Véa] II. 490, 524.

Webb, Henry P., IL 57.

Webb, Kapt., IL 255, 376, 380-381, 525.

Webb-Insel IL 47, 270.

Webber, Kapt., IL 264.

Weber—van Bos.se, Anna., II. 706, 708.

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Weber, Max., 98, II. 372, 546, 706-708-
Weber, Theodor., II. 226, 259.
Weber-Hafen = Ataliklikun-Bai II. 219, 226,

259, 362, 477.
Weber-Hafen — Kambair-Bucht II. 226, 259,
294, 302, 354, 362, 412, 477, 582, 647, 699.
Websdale, Kapt., IL 164.
Webster, Daniel., IL 29.
Webster, H. Cayley., II. 294, 373, 582—583,

623-625, 627, 640, 653.
Webster-Bai IL 29, 30.

Weda, 99, 102, 105, 135, 136, 148, 155, 286,

IL 121, 124.
Weda-Inseln s. Widi-Inseln.
Wedau IL 533, 552, 573, 587, 714, 715, 724, 748.
Weddik, A. L., IL 76, 77.
Wedelia biflora IL 169.
Wedgborough, Leutn., 251, 279.
Wedge-Insel [^^ehi] IL 225, 392.
Wednesday-Insel [Maurura] 241, 307, IL 15,

25. 39, 59, 68, 73, 81, 140, 198, 237, 545.
Weduri IL 115.
Weel, K. M. van., 125.
Wéem = Klein-Saünek IL 410.
Wegener, Georg., IL 374, 763, 765.
Wegofi [Vegofi] II. 683.
Wehl [Vehi] s. Wedge-Insel.
Weiber-Hafen = Metawoi-Hafen II. 514.
Weihnachts-Bucht IL 354.
Weihnachts-[Christmas-] Insel 21, 338.
Weinbau II. 527.
Weinland, C. A. F., IL 497.
Weiriki IL 700.
Weise, J., H. 641.

Weiske, Emil., IL 373, 693, 720, 800.
Weisse Bucht = Blanche-Bai IL 162.
Weisser, J., 313, IL 242, 302, 303, 305, 343, 361.
Weisses Wasser [Ajer puti] 121.
Weite Bucht [Baie Spacieuse] == Grosse Bucht

326, IL 219, 243, 736.
Welbe, John., 165-—
\\66.
Welcher, Kartograph., IL 457.
Welcker-Berg IL 457.
„Welcomequot; IL 640, 695.
Welcome Island = Snapan 183.
Wele [Vele] IL 554.
Welei [Velei] IL 679.
Welle, Singler de., 269.

Nova Guinea. II. Entdeckungsgeschichte.

Welle-Insel [Sanaroa] 269, IL 354, 383, 534, 601.
Weller, R., IL 478, 520.
Well\'s Shoals 253.
Welsh-Riff 302.

Welsh, J., 290, 302, 308, 309-
Welstead, Kapt., 237.
Weltner, W., IL 546, 648.
Wemyss, T. E., IL 26.
Wenabe [Venabe] = Wetapu IL 666.
Wënaliwa IL 379.

Wendèsi IL 93, 133, 135, 148, 171, 172, 330,
334, 428, 481, 482, 483, 544, 599, 600, 627,
655, 738, 772, 773-
Wendt, H. W., IL 250.
Wenduréka IL 284.

Weneina [Cannac-Felsen] 326, IL 410, 591, 722.

Wenki IL 642, 758.

Wensudu = Wonsudu [Ansudu] IL 627.

„Wentworthquot; IL 384, 436—437.

Werabur IL 330.

Werara Turi IL 614.

Weratin IL 261.

Werder, August Graf von., IL 418.
Werder, Kap., IL 418.
Werentu [Verentu] IL 334.
Wererupu [Vererupu] IL 552, 591.
Were-Were (Vere-Vere] IL 525, 747.
Werfu IL 173.

Werl Abuan = Solat Lèn [Patipi-Bai] IL 427.
Weriata [Veriata] IL 301, 377, 510, 527, 681,

685, 715, 717, 749, s. Werirata.
Werirata [Warirata] IL 301, 510, 527, 664, 681.
Weri-Weri [Veriveri] IL 248,484, 522, 525, 531.
Wernägol [Wrinagol resp. Wrinyühol] IL 788.
Werner, B. von., IL 226, 249, 258—259, 263.
Werner, Franz., IL 648, 649, 840.
Werner, Kap., II. 595.
Wernicke, W., IL 245, 733, 786.
Weror IL 133, 171, 214, 428, 679.
Wertuwär [Wartuwär] IL 95.
Wesel-Insel = Adi 81, 103, 112, 158.
Wesleyan Methodist Missionary Society, Austra-
lasian., IL 133, 218, 243, 258, 506, 507, 526,
533, 534, 551, 571, 658, 673—674.
Wesley-Hafen [Mioko-Hafen] IL 76, 218, 226,

250, 258, 295.
Wessel, Kap., IL 54.
„der Westquot; IL 109.

128

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West-Australien II. 309, 424.

West Boompjes Hoek = Oranswari, Kap., 150.

West Entrance-Insel II. 67, 268.

West- en Zuid-Nieuw-Guinea, Abteilung., II.

677, 678, 838.
Western Pacific and Trading Company II. 275.
West-Hafen II. 595.
Westhoek = Saribi 149.
Westhoek, Hooge., 150.
Westhoek, Lange., = Makimi 150.
Westhoek, Stompe., 150.
West-Indien 240, 254, 255, IL 31.
West-Insel [Ao] IL 271.
West-Insel ( Jenkins-Bai) 44.
West-Insel (Torres-Strasse) 241, 254, 255, II, 292.
West-Kap = Matanalem [Queen Charlotte-Vor-
land] IL
162, 595, 817,
„Westmorelandquot; IL 25.
West-Nieuw-Guinea, Abtlg., IL 838.
„Westvrieslandtquot; 54.
Westwood, J. O., IL 823.

Wetapu [Vetapu] IL 666, s. auch Wenabe

[Venabe],
Wetar [Wetter]
10, 127.
Wetari IL 602.

Wetura [Hombron-Bluff] IL 221, 266.

Wetu-Wetu [Vetuvetu] IL 248.

Weu = Gogol IL 451,

Weule, K., 2,

Wewaté IL 429,

Wéwé 15, IL 428, 796.

Weyergang amp; Zoon, J. G., II. 283.

Weyland, Jacob., 126,138—152, 153, IS4, 157\'

158, 160, 188, 222, 332, IL 368, 738.
Weymer, G., IL 648.
Wharf-Insel II. 28, 701.
Wharton, W. J. L., 211.
Wharton-Kette IL
446, 660, 661, 666.
Whaumi [Wabuiawa] IL 664.
Whermoysen = Vleermuis-[Fledermaus-] Eiland
212.

Whirlwind-[Wirbelwind-] Riff IL 259, 457, 536,
729.

White, Andrew., IL 74.
White, G., 318—319, IL 29.
White, S., IL 840.
White Isle = Batu Puti 128.
Whitelegger, T., IL 670.

„White Starquot; IL 685.
Whitlow, Kapt., IL 656.
Whitton, W., II. 39, 466.
Whyte, David., IL 462, 467.
Whytootackee — Aitutaki 240.
Wiak [Biak] 15, 19, 21, 23, 69, 97, 149, 153,
176, 223, 249, 313, 317, 332, 338,11. 28, 169,
297, 410, 411, 429, 430, 463, 544, 626, 628,
655, 676, 677, 738, 810,
s. auch Schouten-
Inseln.
Wiaker II.
463.

Wiaku [Viaku, Uiaku] IL 574, 774.
Wiarek IL 169.
Wibibota IL 664.

Wichmann, A., 22, 58, 61,. 72, 76, 83, 159,

174, IL 44, HO, 170, 178, 703.
Wichmann, H., IL 455, 542.
Wickham, John Clements., IL 48—49, 54.
Wickham, Pflanzer., IL 630, 7?2, 724.
Wickham-Fluss [Purari] IL 268, 317, 436,450.
Widi-Inseln 148, 156.
Widt [Wit], F. de., 87.
Widu = Witu IL 701.
Wiedemann, Max., II. 764.
Wiegminck, G. F., II. 91.
Wiei [Jacquinot-Insel] IL 17, 377, 809,
Wien IL 167, 177.
Wieser, Franz., 17.

Wietersheim, von., Korv. Kapt., II. 423—424.
Wifala IL 715.

Wigg, M. J. Stone., IL 713, 839.

Wiggers, Christiaan Enoch., 174—177.

Wijck, Jonkheer C. H. A. van der., IL 741.

Wijk, J. van-, 80, 141, 168, 169, 173\'335\'338-

Wijnmalen, Th. C. L., IL 142.

Wijt, M., IL 792.

Wikaiku IL 554.

Wikumara [Vekumara] IL 383.

Wilcox, John., 249, IL 228.

Wild, John James., IL 198, 199.

Wild-Insel [Sori] IL 199, 801, 802.

„Wild Duckquot; IL 336, 387, 409.

Whda, Johannes., IL 374, 729, 730, 731.

Wilhelm L, Kaiser., IL 357.

Wilhelm-Berg II. 479.

Wilhelmina-Berg IL 285, 829.

Wilhelmina-Fluss = Tami IL 768.

„Wilhelmina Frederikaquot; IL 147, 148, 340.

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Wilhelmshaven IL 258, 259, 495.

Wüirupu [Biliripu oder Velerupu] IL 382, 551,

592, 602, 680, 719, 747, 831.
Wilkens, Jacob., 57.
Wilkie, Kapt., IL 408.
Wilkie, Lotse., IL 237.
Wilkin, A., IL 683—685.
Wilkinson, C. S., IL 205, 384, 387.
Wilkinson, William., 291—292.
Willaumez, Leutn., 271, 274.
Willaumez-Berg IL 457, 764, 808.
Willaumez- [Admirals-] Halbinsel 93, 271, IL
34, 246, 362—363, 457, 458, 620, 673,
762, 808.

Willaumez-Insel = Willaumez-Halbinsel 271.

Willcox, G. J. W., IL 359.

Wihem IL, König., IL 32.

Willem Schouten Eylant = Schouten-Inseln 69.

Wihemoes-Suhm, R. von., IL 198, 199.

Wihems-Eiland, Koning., 24.

Wihems-Reede = Witsen-Reede 95.

Willems-Rivier 48.

Wihey, Arthur., IL 467, 616.

Wilham, Kap King., 134, 141, 270, IL 35, 50,

269, 474, 513, 594, 615, 697, 809.
„William Ackersquot; IL 113.
„Wilham Mack Kinnonquot; IL 239.
„Wihiam Moneyquot; IL 55.
„Wilham Shandquot; 318.
Wilhams, s. Kelly amp; Wihiams IL 295.
Wilhams, Alb. W., IL 671.
Wilhams, Bernard., IL 342.
Wilhams, Holzhändler., IL 408.
Wilhams, Kapt, IL 386.
Wihiäms, Robert, 227, 259, 283, 284.
Wilhams, S. B., IL 221.
Wilhams, Stephen, 227.

Williams-Fluss [Lakekamu] IL 267, 289, 335,

437» 446, 566, 618, 692, 806.
Williamson, Goldgräber, II. 207.
Willinck, G., 319.

Willinck, J. P. M., 316-318, 319, 320,11. 32.

Willis IL 256, 270.

Wilhs-Inseln IL 85.

„Willowdenequot; IL 784.

„Wilmotquot; IL 57.

Wilson, Henry., 235—236, 248.

Wilson, J. C., IL 291.

Whson, T. B., IL 14.
Wilson, Wihiam., 126, 181-183-
Wilson, Kap., IL
457.
Wilson, Kap., = Brebes, Kap.
Wina-Wina IL
635.
Winchelsea-Insel = Buka 194, 203.
Winchester-Riff 71.
Windèsi = Wendèsi IL
133.
„Windhondquot; 243.
„Windhowerquot; IL 489.
Windthorst, Ludwig., II. 346.
Wineleo [Vineleo] IL 647.
Winia IL 714.
Winiape IL 748.
Winibu [Vinibu] IL 524.
Winjèt IL 596.

Winkelshaak-hoek = Maniburu, Kap., 150.

Winkler, Jacob., IL 520. .

W^inkler, Korv. Kapt., IL 650—651.

Winsor, Justus., 12.

Winston, W., IL 470.

Wintau IL 431.

Winter, Beamter., IL 475, 478—480, 481, 493,

512—513-

Winter, Kapt., 309.

Winter, [Sir] Francis Pratt., IL 488, 506,
521-522, 591-592, 601-602, 670,
689-690,
693, 751, 797, 799—800.

Winter, William Irving., IL 443.
Winter-Berg IL 479.
Winter-Fluss IL 443.
Winter-Höhe IL 488, 634.
Wiorubi IL 498, 746.
Wira-Wira IL 804.

Wirbelwind- [Whirlwind-J Riff., IL 259, 457,

536, 729-

Wir Busa [Wir Wusa] IL 175, 772.

Wiriwäi IL 311, 768, 769.

Wir Jagar 251.

Wir Jas IL 427.

Wirowäi = Wiriwäi IL 311.

Wir Wusa [Wir Busa] IL 175, 773.

Wisai IL 139.

Wisaru [Waisaru] IL 201.

Wishart = Visscher-Insel [Simbéri] 131.

Wissmann, Eduard., IL 495, 535.

Wit [Widt], F. de., 87.

Wit, Kapt. de., IL 147.

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Witaita [Vitaita] II. 6ii.
Witäu [Vitao oder Vittau] IL 594, 675.
Witib IL 583.
„Witjäsquot; [„Vitiazquot;] IL 152.
Witriwäi IL 311, 411, 431, 654, 739, 743, 768,
8x0.

Witsen, Cornelis., 95, 103, 104.
Witsen, Nicolaas., 49, 83, 86, 95, loi, 102, 123.
Witsen- [Cornelis Witsen-] Reede 95.
Witte Reede = Witsen-Reede 95.
Witte Ruyge Hoek = Warman, Kap,, 151.
Witu, Insel., [Garowe oder Deslacs-Insel] 270,
271, 340, IL 28, 362, 536, 575,675,701,757,
762, 764, 821.
Witu-Inseln [Französische Inseln] 93, 270, IL
28, 56, 362, 514, 536, 575, 579, 652, 701,

737, 757, 762, 765, 808.

Witu [Widu oder Vidu], Landschaft., II. 701.
Wiwirei IL 700.
Wiwo IL 786.
Wjenge IL 583.

Wlawolo [Vlavolo] II. 328, 594, 647, 648, 699.
Woai IL 140.

Wobur = Warbusi [Warobusi] 224.
Wodär-[Kapäur-] Bucht IL 585, 623.
Wodian [Vodian] II. 676.
Wodsa IL 644.

Woelders, W, H. IL 136, 14L 142, 149, 168,

176, 202, 215, 223, 312.
Woépa [Voepa] IL 404.
Woerd, John C., II. 57.
Woerden, A. W. F. C. van., IL 213.
Wogel = Vogel-Insel [Tumbu-Tumbu] IL 45.
Wogéo [Roissy-Insel] 25, 26, 94, 313, 329,11.

17, 578, 782, 809.
Wohambo [Kamburada] IL 776.
Wohlbold, Hans., II. 640.
Wohlers, Händler., IL 801.
Woi [Boi] IL 761.
Woi = Usawer IL 655, 679.
Woi-[Säureru-] Bai IL 655.
Wolde, Ch.
G., 88.
Woju IL 429.
Wokau IL 673.

Wöla [High-Insel] IL 469, 507, 775.
Wolea = Oleai [Ulea] 19.
Wolekot IL 144.
Wölembik IL 452.

Wolf, de., Kapt., II. 147.
Wolf-Bai 254.

Wolff, s. Hamilton amp; Wolff IL 801.
Wolff, Emil., IL 802.
Wolff, J. J., IL 20, 24.
Wolff, Rudolf, IL 802.
Wolkenhauer, W., IL 617.
Wolo 188.

Woltangm Sauwin [Lapar-Spitze] 330, IL 357,

496, 696.
„Wolverenequot; IL 254, 291, 375.
Womai U. 664.
Womakambere IL 174.
Wombéka = Joke IL 562.
Womea IL 665.
Womy, Pulu., = Hum [Um].
Wonäi-Bucht IL 775.
Wonam 270, IL 420, 597, 638.
Wondir IL 741.
Wondiri II. 139.
Wondiwoi-Gebirge IL 483,
Wonegäi IL 775.
Wonel IL 789.

Woneram — St. Jan-Inseln [Feni oder Anir]

IL 23.
Wonga-Bucht II. 775.
Wongi IL 415.

Woni-[Kwarapan-] Bai II. 714, 722, 748.
Wonin = Onin 8, 226.
Wonne [Wane] IL 415, 538.
Wonopäi 177, IL 463.

W^onoro Goro [Obree-Berg] IL 72, 252, 405,

437, 438, 443, 528, 610, 807, 833.
Wonsudu [Ansudu] 206, 331, II. 463, 627, 834.
Wontara IL 741.
Wonyn —- Onin 226.
Woo 175.

Wood, Harrie., II. 384.

Wood, T., IL 721.

Woodard, David., 253, 262.

„Woodbinequot; IL 178.

Woodbury, Levy., IL 17.

Woodbury-Hafen — Dallmann-HafenIL 17, 356.

Woodbury-Kap = Pomone-Kap [Bessels-Huk]

IL 17.\'
Woodford, C. M., IL 818.
„Woodfordquot; 284.
Woodford-Untiefe 284.

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Woodhouse Junction [Kairu Effluence] II. 434,

567.

„Woodlark II. 39.

Woodlark-Insel [Mujua oder Murua] IL 2, 39,
40, 51, 65, 69, 80, 81, 106, 119, 129, 269,
294, 339. 350. 365. 373. 466, 492. 507. 522,
529. 534, 572. 591. 592. 593. 611,
632, 637,
638, 670, 693, 714, 722, 748, 780,
797gt; 798,
807, 822.
Woodlark-Insel, Kleine., II. 383.
Woodlark Island Company IL 722.
Woodlark Proprietary Company IL 775.
Woods, J. E. Tenison., IL 205.
Woodworth, Samuel., IL 29.
Woodworth, W. Mc. M. IL 631.
Woodworth-Bai IL 29.
Woody Hih II. 208.
Wopimy
225.
Wor 284, 286.
Worang 225.

Woransbari — Oranswari 150.
Wori-Wori II. 403.
Wormgouw 48.

Worobéré [Worobéri] IL 772, 773.
Woroboi IL 772, 773.
Worobusi [Warbusi] 224.
Woromborpi IL 333.

Wörterverzeichnisse 91, 95, IL 24, 74, 543,

563, 583, 761, 814, 815, 837, 838.
Wosi 223.

Wosimi IL 429, 482, 679.
Wosfri IL 139.

Wosnik [Bosnik] IL 297, 411, 430.
Woti IL 429.
Wotunu IL 379.

Wouden, van der., Leutn., IL 35.
Woudenberg, Pieter van., 173—174.
Wowéa II. 716.

Wrack- [Wreck-] Riff = Elisabeth-Riff IL 244.
Wrack- [Wreck-] Riff (Torres-Strasse) IL 56,

141, 292.
Wrangel-Spitze IL 418.
Wreck-Riff (KoraUen-Meer) 298, 301.
Wreck-Riff s. Wrack-Riff.
Wriford, George., IL
523, 525, 527, 551, 660,
666.

Wright, C. H., IL 838.
Wright, J., IL 26.

Wrinagol [Wernägol] IL 788.

WrinangolWrinagol IL 788.

Wrinyühol = Wrinagol IL 788.

Wuata [Gazelle-Kap oder Lesson-Spitze] 313.

Wuatom [Vuatom], s. Watom [Man-Insel.

Wudjewa [Hunter-Fluss] IL 441, 528, 553,

609, 613.
Wuéla IL 452.
Wuènam IL 421.
Wugerland = Oburak IL 320.
Wugiwadja [Wugiwaja] IL 668.
Wulan, Insel., s. Nusa Wulan.
Wulawa [Vulava] IL
557.
Wulp, F. M. van der., IL 641.
Wulwut [Pleasant-Fluss (?)] IL 243.
Wuna Kamkambi IL 647, 648, 733.
Wuna Kao IL 733.
Wuna Kapiaka IL 785.

Wuna Kaukambi = Wuna Kamkambi IL 647,
648.

Wuna Kokor [Beautemps Beaupré- oder Varzin-
Berg]
313, IL 242, 248, 323, 344, 369, 394,
477. 57Ö. 647, 649, 700, 733, 790, 802, 803.
Wuna Lamis II. 697.
Wunamberé IL 244, 784.

Wuna Marita IL 647, 649, 652, 675, 696, 697,

733. 735. 786.
Wuna Mbere IL 804.

Wuna Momoroso [Vunamomoroso] IL 647.
Wuna Ngahk [Vunangalik] IL 647.
Wuna Ngamata IL 804.

Wuna Pope [Vuna Pope] = Kinigunan IL 615,
697.

Wuna Sale [Vunasale] IL 647, 804.
Wuna Talis [Vunatalis] IL 735.
Wuna Tapuk II. 785.

Wuna Tawakarar [Pomas, Kap.,] IL 244,785.

Wuna Tirisiri II. 804.

Wuna Wakikiu [Vuna Wakikiu] IL 648.

Wuna Wiwi [Vuna Wiwi] IL 648.

Wuna Wuwur IL 785.

Wunbori IL 139.

Wunela = Kambakanda IL 244.

Wuneram = St. Jan-Inseln [Feni oder Anir]

64, II- 23.

Wunoh IL 706.

Wunoh-Bai 98, IL 705, 706.

Wunsudu = Wonsudu [Ansudu] 206, 331.

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Wurawara [Vuravara] II. 691.

Wurffbain, J. S., II. 815.

Württemberg-Bucht IL 418.

Wusi = Bu Si [Markham-Fluss] IL 190.

Wute IL 733.

Wutong IL 651.

Wüwia IL 736.

Wuwu IL 797.

Wuwulu [Matty-Insel] 27, 198, 266, 294, 301,
IL 578, 640, 652, 672, 730, 802, 805, 808.
Wwanin = Wonin = Onin 8.
Wycherly, Michael., IL 57.
Wjdhe, Kapt., 324.
Wynne-Berg IL 450.

Wynne-Fluss [Tobian Kusa] IL 337, 465.
Wytfliet, Cornelius., 7, 49, 100.
Wyville-Spitze IL 199.

X.

„Xenophonquot; = „Investigatorquot; 287.
XenorJiina IL 603.
X-Rifl- IL 219.

Y.

Yabo-Yabo [Jabo-Jabo] IL 552.

Yabwaia [Jabwaia oder Bogéta] 269.

Yaga [Jaga] IL 601.

Yagerua [Jagerua] II. 607.

Yagisa [Jagisa] IL 636, 777.

Yagumi [Jagumi] IL 666.

Yaku [Jaku] IL 611.

Yaloupe [Yalope] = Taluri (?) 234, 235.

Yam [Yama, Jam, Turtlebacked Island] 257,

261, II. 42, 48, 60, 180, 386, 467, 685.
Yamboe = Jambué IL 654.
Yams
\\Dioscorea\\ II. 23, 146, 640.
Yanga [Janga] IL 180.
Yan-iba = Januba IL 466.

Yanuamae — Wanua Maë [Vanuamae] IL 688.

Yanuba = Januba [Manuba] IL 466, 775.

Yap [Jap] IL 128, 212, 426, 556, 673, 695.

Yaras == Jaras IL 509.

Yarborough, Port., 310.

Yarogu [Jarogu] IL 508.

Yarro Kusa = Jaru Kusa IL 465.

Yarru — Daru IL 231.

Yaru = Daru IL 501.

Yasaiasa- [Jasa-Jasa-] Hafen IL 658, 682, 687,
751-

Yasaiasa- [Jasa-Jasi-] Reede IL 366, 508, 774.

Yasia [Jasia] IL 636.

Yasi-Yasi [Jasi-Jasi] IL 714.

Yasu = Jarsun IL 30.

Yaumobi [Jaumobi] IL 526.

Yaur = Jaür IL 544.

Yavebenumu [Jawibinumu] IL 444.

Yawetta = Inawa(?) IL 336.

„Ydroessiquot; IL loi.

Yeina [Jeina oder Piron-Insel] IL 71, 105, 340,

341, 364, 437, 775.
Yeku = Jeku [Jesu Baibua] IL 532, 553, 569,

632, 669, 670.
Yela [Jela] = Rossel-Insel IL 551.
Yelliott IL 479.
Yenoshima 48.

Yobu-[Jobu-] Spitze IL 680, 745.
Yodda [Jâda] II. 633, 634, 667, 686, 716, 717,
744, 754-

Yodda-Goldfeld IL 608, 634, 658, 662, 744,

754, 797, 806, 807.
Yokéa = Jokéa II. 553, 670.
Yokohama [Jokohama] IL 158, 201,212, 363,623.
Yolawota [Jolawota] IL 723.
Yomba = Jomba IL 352.

Yongga- [Jongga- oder Dickson-] Bai II. 469,
551-

Yopine = Job 225.
Yorick Club-Pik IL 442.

York-Halbinsel s. Kap York-Halbinsel 54, 80,

121,nbsp;189, 289.

York-Insel [Wamilug] IL 25, 49, 59, 86.
York-Inseln 254, 290.

York, Kap., 43, 210, 241, 298, 307, 308, 319,
IL 2, 15, 43, 61, 63, 66, 70, 73, 85, 86,

122,nbsp;127, 155, 163, 183, 192, 198, 246,

425, 639-

Yorke-Insel [Masig, Masid oder Kabikan] IL
39, 60, 105, 182, 183, 191, 192, 239, 391,
443, 467, 565-
Youbareeka = Jouberika = Borim II. 710.
Youberika = Joberika = Borim IL 741, 742.
Young, John A., IL 549.
Young, Kapt., IL 14.
Young, Robert., 229.

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Young, Sir John., II. 135.

Yowl-Inseln == Ajau-Inseln 22i.

Yowry = Jaur 225.

Yowry = Mios Auri 222.

Ysabel (Salomo-Inseln) 31, 140, 209, 338, II.
68, 115, 351, 496, 557, 663.

„Ysabelquot;, Dampfer., II. 452, 453—454, 457—
460, 477, 496, 513, 514, 515, 536, 57Ö—579,
581, 582, 595—596, 616, 617, 618, 663, 675.

„Ysabelquot; Kutter., II. 502—503.

Ysabel-Fahrt II. 596.

Ysabel-Riff II. 496.

Yu = Ju [Dju] II. 124.

Yueyue_ [Jue-Jue] II. 573-

Yule, Charles B., 293, 301, 302, II. 2, 63, 64,
66-67, 68, 69-74, 107, 113, 247, 268,
545-

Yule, Henry., 5, 6, 7.

Yule-Berg [Kowio, Kobio oder Gumi-Gumi]
II.
66, 336, 447, 448, 505, 520, 521, 679,
806.

Yule-Insel [Rawao] II. 73, 151, 180, 203, 204,
206, 207, 221, 224, 225, 226, 228, 267, 280,
287, 289,
334, 360, 374, 378—379, 406, 407,
446, 447, 448, 449, 450, 465, 466, 471, 472,
505, 506, 520, 521, 527, 531, 532, 533, 545,
553, 569, 574, 591, 592, 601, 609, 624, 631,
635, 670, 685, 688, 702, 712, 731, 773, 774,
796, 800, 835, 837.

Yule-Pass 254.

Yule\'s Detached-Rifif II. 18.

Yuma- [Marx-] Pass II. 364, 775.

Yungarvena [Jungarwena] II. 661.

Yuo s. Jüo [Guap].

Yutafa = Jotefa II. 544.

z.

„Zaanquot; II. 40—42.

Zamboanga 217, 237, 258, 285, II. 228.
Zander. Otto., [Nassau, Max von.,] II. 577.
Zapafo 24.

Zapker = Sapker [Campbell-Insel] 256, II. 27,

39, 48, 72, 113.
Zaragoza, Justo., 10, 23, 29, 30, 32, 33, 34, 35,

37, 38, 39, 40, 41, 244.
Zauberei II. 265, 580, 669, 799.
Zdekauer, Alfred., II. 699.

Zeachen 85.

Zean = Séan II. 526.

Zedaria [Sedari], Hoek., = Sansapor 151.

Zedernholz II. 256, 408.

„Zeeduifquot; II. 598.

„Zeehaenquot; 85—100.

Zeeland = Sop [Tjiof] 151, 188.

„Zeelandquot; 71.

Zeelandia, Fort., 102.

Zeeman, A. C., II. 598.

„Zeemeeuwquot; 100—101, II. 171, 43^, 543, 544,
561, 562, 563, 586, 625—627, 629, 653—655,
677, 678—679, 702, 705, 738, 739,
741, 793-
Zeemeeuwen-Eiland = Seméu II. 42.
„ZeewolfFquot; 73.
„Zéléequot; II. I, 43—48.
Zenadge [Tsenadge] II. 757.
Zeni [Tseni] II.
726.
„Zenobiaquot; 209, II. 65.
Zepa-Berg s. Tsepa-Berg II. 783.
„Zereldequot; „Mariaquot; II. 594, 646, 647, 652,
675, 726.

Zeremonien IL 723.
Zeri, Augusto., 259.
Zet s. Tsèt IL 194.
Ziguda [Siguda] IL 663.
„Zijdeteeltquot; 178—179.

Zijl Eylandt, \'t., = Gebroken Eylanden 152.

Zimmermann, Alfred., IL 345, 346.

Zimmermann, E. A. W. von., 4, lO.

Zincken, J. M., IL 585.

Zinn 115, 119.

Zippelius, A., IL 5, 12.

„Zoequot; IL 534.

Zoi s. Tsoi [Tsóe] IL 757.

Zöller, Hugo., II. 246, 372, 398, 453, 478—

480, 809.
Zöher-Bai II. 453.
Zöller-Berg IL 479.
Zondervan, Hendrik., IL 584.
Z-Riff IL 219.

Zuckerhut-Insel = Sugar Loaf [Mbüke] 198,

286, IL 194.
Zuckerplantagen IL 318, 320, 339, 360, 382,

436, 456.

Zuckerrohr IL 174, 184, 193, 222, 434.
Zufriedenen Menschen, Archipel der., IL 153,
419,
459-

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Zuidhoek, Hooge., [Munnick\'s Hoek] 150.
Zuidhoek, Lage., 150.

Zungen-Spitze [Tongue Point] 326, H. 243,
560.

„Zutphenquot; 102, 103.
Zuydhoek binnen, D\'., 152.

Zwaardecroon, H., 142, 146, 158, 173.
Zwarte hoek 151.

Zweispitz-[Two Peaks-] Berg IL 246.
Zwergvölker 3, 5,
Zyklone IL 690, 691.
Zylklip 152.

BERICHTIGUNGEN ZUM REGISTER.

Seite 849 Sp.nbsp;i, Z. 11 v.o. hinter Äs einzufügen 112, 117, 118.

855 „nbsp;2, zwischen Z. 13 und 14 v.o. einzufügen Beasiki s. Ulur [Cromwell-Berg].

857nbsp;„nbsp;I, Z. 15 v.u. 68 statt 67.

858nbsp;„nbsp;I, Z. 6 V. o. 153 statt 154.

858 „nbsp;I, Z. 10 v.o. Die Seitenzahlen beziehen sich auf Bd. IL

861 „nbsp;I, Z. 22 V. o. anzufügen 705.

864 „nbsp;I, Z. 4 V. o. 506 statt 505.

I, Z. 12 v.u. 331 statt 231.

878 „nbsp;2, Z. 12 v.o. anzufügen 636.

I, zwischen Z. 7 und 8 v.u. einzufügen Exton-Fluss IL 486, 659, 666.

889 „nbsp;2, zwischen Z. 17 und 18 v.u. einzufügen Franssen Herderschee, A., IL 333.

901 „nbsp;2, Z. 6 V. u. 484 statt 384.

908 „nbsp;2, Z. 17 v.u. einzufügen 292, IL 54.

916 „nbsp;I, Z. 12 v.u. 156 statt 157.

920 „nbsp;I, Z. 8 V. u. hinter 64 einzufügen 256.

I, zwischen Z. 12 und 13 v.o. einzufügen Kobilo Kabital IL 428.

926 „nbsp;I, Z. 6 v.o. 531 statt 331.

928 „nbsp;I, Z. 8 v.o. 566 statt 561.

933 «nbsp;2, Z. 13 v.o. 17 statt 117.

937nbsp;„nbsp;I, Z. 13 v.o. 630 statt 638.

938nbsp;„nbsp;I, Z. 25 v.o. 132 statt 131.

938nbsp;„nbsp;I, zwischen Z. 27 und 28 v.o. einzufügen Malikamas [Pearce Cay] IL 258.

939nbsp;„nbsp;I, Z. 19 v.o. einzufügen 503.
946 „nbsp;2,
Z. 12 v.o. anzufügen 128.
946 „nbsp;2,
Z. 9 v.u. 295 statt 285.

952 „nbsp;I, Z. 12 v.u. Woodlark-Insel IL 39 statt Rossel-Inseh

955 „nbsp;2, Z. 16 v.u. 593 statt 592.

960 „nbsp;2, Z. 5 V. o. Oleai statt Olea.

979 „nbsp;2, Z. I V. u. Bandeira statt Badeirna.

987 „nbsp;I, Z. I v.u. 651 statt 361.

991 „nbsp;I, Z. 17 v.o. 616 statt 606.

^ 1013 „nbsp;I, zwischen Z. 2 und 3 v.u. einzufügen Vunatalis [Wuna Talis] II. 735.

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