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BIBLIOTHEEK UNIVERSITEIT UTRECHT
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2856 687 9
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Beitr�ge
�ur vergleichenden
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pathologischen Anatomie
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i)r. Aiiiiiist Paiilicki,
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pracUschcm Artl in Hamburg-
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Mit zwei Tafeln Abbildungen.
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Berlin, 1873.
Verlag von August Hirschwald.
Unter den Lindau Nr. G8.
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Separat-Abdruck aus dem Magazin f�r die gi-saaiiBtu Thierln-ilkmukv
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Inhalt.
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Sc lie
Einleitnng,
I. lieber verk�sentlo Pneamonie, Tuberkulose und Perlsucbt
bei S�ugetliicren....................... 6
11. Gr�ne Psorospermienheerdo in der AlVenlunge...... til
llf. Beitr�ge zur Pathologie der V�gel............ ti7
IV. Ergebnisse der in dem Zeitr�ume vom 5. Noveiuber ISGS bis zum 10. Mai 187U im Hamburger zoologischen Garten
vorgenommenen Sectionen................. 83
Nachtrag............................... 160
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nn wir die grossartigen Fortschritte betrachten, durch
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welche in verh�ltnissm�ssig kurzer Zeit die Lehre von dem gr�beren und feineren Bau der Thiere sich zu einer bl�henden Wissenschaft emporgeschwungen hat, wenn wir weiterhin die vielen eifrigen Forscher ins Auge fassen, die bem�ht sind, auf oxperimentellem Wege die Krankheiten des Menschen durch k�nstlich hervorgebrachte Krankheiten an einzelnen leicht zu�g�nglichen Thieren zu erkl�ren, dann muss es freilich Wunder nehmen, dass die vergleichende Pathologie im weiteren Sinne bis jetzt so wenig Bearbeiter gefunden hat. Ja man kann sagen, dass eine vergleichende Pathologie als Wissenschaft bis jetzt noch gar nicht existirt, dass die ersten Grundlagen f�r dieselbe noch gelegt werden m�ssen.
Sehen wir von einer Reihe bekannter Missbildungen, die insbesondere bei Articulaten h�ufig beobachtet worden sind, so�wie von dem Parasitismus, dessen Vorkommen weit verbreitet und bis zu den Actinien und niedersten Thieren herab verfolgt ist, ab, so ist das ganze Gebiet der Wirbellosen in Bezug auf pathologische Ver�nderungen noch unerforscht.
Wenden wir uns alsdann zu den Wirbelthieren und zu�n�chst zu den niedersten derselben, zu den Fischen, so ist auch hier noch alles dunkel. Man liest zwar hie und da von einem massenhaften Sterben der Fische und findet auch patho�logisch-anatomische Befunde angegeben. Die Mittheilungen
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dat�bei sind jedoch so eparsam und entbehren so sAir jeder weiteren Be�t�tigung, dass man mit Reolit die Pathologie der Fidcbe als anerforsclit bezeichnen kann. Dasselbe gilt von der grosses Klasse der Amphibien, �eber Krankheiten der V�gel giebt es bereits seit alter Znit, oinc Reihe von Beobacbtangen, die ullmShlig mi Hausv�geln, an Bahnern und Taabeo, iusbe-soadere aber auch an Falken gesammelt wurden sind.
So sch�tzeuswerth auch manche dieser Beobacbtangen sein mag, so entbehrt doch die Pathologie der Vogel bis jetzt noch v�llig einer wissenEchaftlichen, auf mikroscopischcr �nter-soehuog basirender Begr�ndung. Wir sind bis jetzt noch nicht einmal im Stande, zu sagen, ob die Pathologie dar V�gel in ihren wesentlichen Punkten mit der der S�ugetbiere �berein�stimmt oder ob bei ihnen eigene, den S�ugetbieren nicht zu-kommende Krankheiten vorkonunon. Zu dem Kreis der S�ugeraquo; ihiere angelangt finden wir ganze Klassen , deren Pathologie in Dunkel geh�llt ist. Nur die Krankheiten der wenigen Haass�ogethiere, insbesondere auch die auf den Mensehen �ber�tragbaren, sind genauer erforscht. Bei den menschen�hnlichsten lliieren, bei den Allen, sind unsere Kenntnisse �ber deren i'a-thologie wieder sehr l�ckenhaft. Dass Alien in der Gefangen�schaft sehr h�ufig an Laogenschwindsncbt erkranken und der�selben erliegen, ist eine bereits seit langer Zeit bekannte Kr-fahrung. Genauere Untersuchungen der gestorbenen Alien, ins�besondere auch Vergleichungen mit den analogen Processen dos Menschen . fehlen bis jetzt noch ganz.
Seliou wir uns nach den Gr�nden um, weshalb die vorglei�chende Pathologie bis jetzt so sehr % omachl�ssigt worden ist, to raquo;ind diu Schwierigkeiten zur Grlangang des u�thigcn Mate�rials in erster Linie zn nennen. Wohl war es in fr�heren Jah�ren mit grosseit Schwierigkeiten verbunden, vergleichende patho�logische Studien zu maclieo, denn aasserenrop�ische Thiere ka�men nur .selten nach Europa.
Der Fortschritt der Cuitur hat jedoch in neuerer und iu
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nen�ster Zeit einf Reibe von Institnten geschafieo, die gimz iinbchindort ihrer darcb dio Existenzfrage bedingten Haupt�aufgabe, n�mlich der der Belebruog und Unterhaltung f�r das gri)Sf,ero Publikum, wissenschaftlicha Aufgaben sich stellen k�n�nen, dio insbesondere im Stande sind, die sehr empfindiicbe L�cke in der vergleichenden Pathologie auszuf�llen Ich meine die zoologischen G�rten.
Thiere sterben leider genug j�brliob in jedem Garten. Von jedem gestorbenen S�ugethiere kann f�r das Museum ein Skelet angefertigt, kann die Maut zum Ausstopfen rerwendet, k�nnen s�ramtliche innere Organe als Spiritospr�parate aufbewahrt laquo;�prden. Soweit es sich hiermit vereinigen l�sst, sollte aber auch jedesmal eine genaue Untersuchung auf pathologische Ue-i'unde vorgenommen werden. Welch reiches Material w�rde f�r die vergleichende Pathologie innerhalb oinos Decenniums zusammen kommen, wenn die gi�sseren zoologischen Garten m�glichst genaue Sectionsbefunde ihrer gestorbenen Thiero an�fertigen und durch Ver�ffentlichung zum Gemeingut machen woll�ten! Ich nenne die zoologischen G�rten von London, Paris, Berlin, Coin, Breslau, Dresden, Frankfurt a/M., Hannover, Amsterdam und Antwerpen. Nehmen wir den zoologischen Garten in Frank�furt aus, dessen Director, Herr !fr, Schmidt, eine Zeit lang kurze Berichte �ber Sectionsbefunde im �zoologischen Garten-geliefert hat, so haben alle �brigen G�rten in Betreff ihrer Todesf�lle seither ein consequentes Stillschweigen beobachtet. Und doch ist die pathologische Anatomie der Thiere die einzige m�gliche Grundlage, auf welcher wir mit der Zeit zu einer rationellen Behandlung der ericrankten Thiere oder zu einer Verh�tung der Krankhe�en kommen k�nnen. So lange wir nicht wissen, was den Thieren fehlt, tappen wir, wie Herr Dr. Schleirel, der Director des Breslauer Gartens treffend bemerkt hat, mit unserer Behandlung v�llig im Dunkelen. � Beim '1 hier ist es genau ebenso, wie beim i\lenscheu. Alle Aerzte sind dar�ber einig, dass die pathologische Anatomie
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den Schwerpunkt des �rztlichen Wissens bildet. � Alle beim Menschen gesammelten therapeutischen Erfahrungen � und eraquo; wird Niemand wegl�ugnen k�nnen, dass wir der pathologischen Anatomie wesentliche Fortschritte in der Therapie zu verdan�ken haben � k�nnen anch auf die analogen Krankheitsprocesse der Thiere �bertragen werden, sowie auf der anderen Seite je�der Fortschritt in der thierischen Pathologie auch seine R�ck�wirkung auf die menschliche Pathologie �ussern muss.
Wenn ich im Folgenden versucht habe, die Resultate der Sectionen, die ich seit etwa anderthalb Jahren gemeinsobaftlich mit Herrn Director Dr. Hilgendorf im Hamburger zoologi�schen Garten vorgenommen habe, mitzntheilen, so glaube ich von vorne herein eine g�tige Beurtheilung des Lesers in An�spruch nehmen zu d�rfen. Auf practische Th�tigkeit allein an�gewiesen, konnte ich diesen Untersuchungen nur einen Theil meiner Zeit widmen. Literarisch in mannigfacher Weise be�schr�nkt, musste Manches unentschieden bleiben, was sich an einem anderen Ort in kurzer Zeit leicht h�tte entscheiden lassen. Insbesondere gilt dies von der gr�sseren Mehrzahl der Eotozoen
Ich lasse hier ein Verzeichniss der zur Section gekomme�nen S�ugethiere folgen :
1.nbsp; nbsp;Affen und Halbaffen. 1 Simia traglodytcs, 5 Ma-cacus cynomolgus, 1 Macacus nemestrinus, 1 Macacns Sile-uus, 1 Cercopithecus erjthrogaster, 1 Cercopitbeciis albigena 1 Cercopithecus pygerythrus, 1 Cercopithecus ruber, 1 Cerco�pithecus griseoviridis, 2 Gynocephalus anubis, 4 Cynocephalus babuin, 3 Cynocephalus porcarius, 1 Cynocephalus Mormon, 1 Cynocephalus Sphinx, 1 Lemur eollaris, 1 Lemur Catta und 1 Lemur Macaco, 1 Perodicticus Potto.
2.nbsp; nbsp; nbsp;Raubt hiero. 1 Fells concolor, 1 Felis minuta, 1 Viverra Zibetha , 1 Vivcrra indica, 1 Gulo borealis, 1 Nasua solitaria, 1 Proteles Lalandii, 1 Canis lagopus, 1 Canis corsac, l Canis adustus, 1 Canis lupaster, 2 Canis pictus, 1 Canis
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cancrivorus, 1 Herpestes Ichneumon, 1 Mustela faro, 1 Lutra vulgaris.
3.nbsp; nbsp; nbsp;Wiederk�uer. 1 Antilope picta, 1 Antilope Max-. welli, 3 Antilope dorcas, 1 Cervus tarandus, 3 Cervus alces,
1 Cervus canadensis, 1 Cervus virginianus, 1 Cervus axis, 3 Ovis aries, 1 Camelus bactrianus, 1 Camelopardalis Girafla.
4.nbsp; nbsp; nbsp;Nagetlnere. 1 Castor fiber, 1 Dasyprocta Azarae, 1 Myopotamus coy pus, 1 Arotomys Marmota, 1 Sciurus caro-linensis, 3 Sciurus vulgaris.
5.nbsp; nbsp; nbsp;Dickh�uter. 9 Dicotyles torquatus.
6.nbsp; nbsp; nbsp;Einhufer. 1 Equus caballus.
7.nbsp; nbsp; nbsp;Floss enfiisser. 2 Phoca annellata.
8.nbsp; nbsp; nbsp;B eutelthiere. 2 Macropus major, 2 Ilalmaturus Derby anus, 1 Petrogale xanthopus, 1 Dasyurus viverrinus, 1 Didelphys virginiana.
9.nbsp; nbsp; nbsp;Zahnarme. 1 Myrmecophaga jubata , 1 Dasypus sxecinctus, 2 Dasypus villosus.
Von den gestorbenen S�ugethieren wurde die griissere Mehrzahl secirt, dagegen konnte von den gestorbenen V�geln nur ein sehr kleiner Bruchtheil untersucht werden. Ebenso muaste das sehr reiche Material, welches das Aquarium an Was-serthiereu lieferte, bis jetzt ganz unbenutzt bleiben.
Schliesslich er�brigt mir, Herrn Director Dr. Hiigendorf f�r die gef�llige Ueberlassung des Materials, sowie f�r seine freundliche Unterst�tzung in dem zoologischeu Gebiet meinen besten Dank auszusprechen.
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�eber verk�sende Pnenmonie, Tuberkulose nud Perlsacht bei Siiugetliioreu.
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.4. Affen iilaquo;d Halbaffen.
i. C y nocep h alus Mormon. Man drill.
Weibliches ludividuum. YAv/a 3 Monatu vor dem Todo itollcou sich �tlitnungobescbwerdi'.u oin, die an lutensit�t lang�sam zunahmen und den Grund abgaben, weshalb dor Mandrill .-ieparirt und den �ugen deraquo; Poblicums entzogen wurde. Hu�sten ist nicht beobachtet worden, ebenso wenig Durchfall, Da�gegen trat merkliche Abmagerung ein. Tod am 21. Februar 1870. Die am 22. Februar vorgenommene Obduction ergab folgendes Resultat:
K�rper sehr abgemagert.
Die linlie H�lfte des Thorax ergiebt in ihrer ganzen Aus�dehnung einen leeren Percussionsschall, w�hrend die rechte Thoraxh�lftc einen vollen Ton giebt. Die K�rpermascnlatar ist blass und ser�s darchfenchtet, � Von der i3auchh�hlo aus-; f�hlt man durch das Diaphragma hindurch die hepatisirte Basis der linken Lunge.
Die linke Lunge ist in ihrer ganzen Ausdehnung test mit der Rippenwand verwachsen. Rerc-its beim Heraussch�len derselben, welches von der Banchh�hle aus geschehen muss, um den Thorax zu cooserviren, f�hlt man, dass der untere und obere Lappen im Zustande der Hepatisation sich befinden, Auf der durchweg luftleeren Schnittfl�che wechseln graur�th-liche Partien vielfach mit gelbweissen, k�sigen ab. Erstere Masse, die an manchen Stellen ein gallertiges Aussehen ha-ben, bilden gleichsam die Gruadsubstanz, iu weiche die k�si
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K.
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gen Heerde eingestreirt sind. Letztere liaben meist eine rtmd-Ifehij l'orm mid eunlluircn vielfach mit eibander. Die ^r�sso-ren zeigen sieb fast B�mimtlicb in ihrflin G�Dtr�m erweicht. Die graarothiicbe gallertige Substanz scliliosst einzelnraquo;. Ms hirsc-korngrosse, gelbe Punkte ein. Am weitesten vorgeschritten i.-' di� Erweicb�Dg in der oberen H�lfte des unteren Lappens. Beim Anschneiden desselben flicsst eitrige Masse untermengt mit k�sigen Br�ckeln ab und es bleibt eine zerkl�ftete H�hle zur�ek, Durch die u;;inzo Lunge hindarch linden sieb ziemlich reichliche, gleiehm�esig vertlie�to, bis zu 1 Mm. grosse, schwarze Pigmentflecken, V\e l'lenra ist in ihren seitlichen Partien zu einer 1 Mm. dicken, bindegewebigeii Schwarte verdickt. An den �brigeii Steilen ist sie mit. �dematosen Membranen bedeckt Die rechteLungs ist gr�ssteutheils lufthaltig. Die Ober�fl�che derselben ist uneben und h�cfcrig durch einisje beet
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artig vorspriiigendt-;, rundliche, gelbweisse Stel
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Aul' dem
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Durchschnitt erscheinen dieselben laquo;'s amschriebene, catsrrha-lisch-pneumonische Heerde mit fester, gelbweisser Peripherie und erweichtem Centruro. Aus mehreren fleerden �iesst rah�miger Kiter ab. Das Langenparencliym ist ziemlich blutreich und gleicli dem der linken Seite von grossen, schwarzen Pig�mentflecken durchsetzt, welche liier nnter der Pleara ein weit�maschiges Balkenwerk bilden. Die Oberfl�che der rechten Lnnge ist durch einzelne strangfSrmige, leicht trennbare Adh�sionen mit der Rippenwand verwachsen. Die Pleura, sowie das Langengewebe sind durchweg ohne Miliartuberkel.
Die Br �nchi al dr � sen sind in hiilmereigrosse Tumoren umgewandelt, welcho den Areas Aortae rings umgeben und mit der Oberfl�che der Lungen verwachsen sind. Beim Anschnei�den entleeren dieselben einen br�okliehen Brei.
Der Kehl kept' zeigt keine Abnormit�t, insbesondere Ist die Schleimhaut frei von Ulcerationen oder k�sigen Inflltratio-neu. Ebenso ist die Trachea ohne Abnormit�ten. Kurz nach der Bifurcation i'.uiiet sieh im Haken Bronchiio die oet�
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thete Schleimhaut mit Ulcerationen versehen, die alsbald einen grossen Thoil des Bronchialrohrs einnehmen und dessen Wan�dungen theilweise perforiren. Der nach der rechten Lunge f�h�rende Bronchus ist ohne Ulcerationen.
Das Diaphragma enth�lt keine k�sigen Ablagerungen.
Beim Anseheiden des Herzbeutels fliesst eine ziemliche Men^e klarer Fl�ssigkeit ab. Auf dem linken Ventrikel finden sieb, auf eine 2 Ctm. grosse Stelle beschr�nkt, zottenf�rmige 0.5 Ctm. hohe, dicht beisammenstehende Fibringerinnungen.
An der Oberfl�che des Herzens bemerkt man ausser einigen fleckigen Bluterg�ssen etwa G feste, rundliche, gelb-weisse, stecknadelkopf- bis erbsengrosse Kn�tchen, die zum Theil etwas �ber die Herzoberfl�cho prominiren. Senkrecht durch dieselben gef�hrte Schnitte ergeben, dass es sich um k�sige Heerde handelt, die bis 2 Mm. weit in die Musculatur eindringen. Beim weiteren Einschneiden in die Herzmuscula-tur finden sich auch mitten in derselben �hnliche Heerde. Die kleinereu bis stecknadelkopfgrossen haben meist eine kreis�runde Form, stechen durch ihr gelbweisses Aussehen scharf von der umgebenden braunrothen Musculatur ab und sind durchweg auch in ihrem Centrum zu einer rahmigen Fl�ssigkeit erweicht. Am reichlichsten finden sieh die Hoerde in der Wandung des linken Ventrikels.
Der Oesophagus enth�lt in seinen Wandungen zwei gelbliehe Heerde. Der obere Heerd sitzt in der H�he des zweiten Brustwirbels, der untere etwa an der Durchtrittsstelle des Oesophagus durch das Diaphragma. Beide Hoerde stellen l�nglich ovale, 1,5 bis 2 Mm. breite und 1,2 bis 1,4 Mm. hohe, feste, gelblichweisse, durch die blassr�tliliche Schleimhaut des Oesophagus durchschimmernde, zwischen den Fingern hin und her verschiebbare Kn�tchen dar, die mitten in der �usseren Muskelinge des Oesophagus sitzen. Die intacte Schleimhaut nelist der inneren Muskellage werden durch die Kn�tchen leicht nach der H�hle des Oesophagus hin vorgetrieben. Einschnitte
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in die Rn�tchen ergeben, dass sieb sonolil nach aussei), als nacb innen bin �ber denselben noeb eine d�nne Muskellage vorlindet, dass also die Kn5tchen mitten in der Musculatur ein�gebettet sind. Beide Kn�tchen besitzen eine feste, gelbweisse Rindensubstanz und einen dickfl�ssigen, gelbweissen Inhalt.
Der Magen zeigt von aussen an der Curvatura major 4 Ctm. vom Fundus entfernt, eine durch die Sera durchschim�mernde, kreisf�rmige, fast 1 Ctm, im Durchmesser haltende, opako Stelle. Die Sera selbst ist hier ohne Ver�nderung; sie liegt in gleichem Niveau mit der Umgebung. Beim Aufschnei�den des Magens findet sich dieser Stelle entsprechend ein in die Magenh�hle halb kugelf�rmig prornioirender Tumor. Die Geschwulst ist von der Magenschleimhaut �berzogen, die hier genau dasselbe Aussehen hat, wie im �brigen Magen. Der Tumor f�hlt sich prall und elastisch an, er l�sst sich unter der Schleimhaut hin und her bewegen. Ein von der Magenh�hle aus in den Tumor gemachter Schnitt ergiebt, dass die Schleim�haut und die Muscularis intact sind, w�brond sich zwischen Muscularis und Sera eine dicke, gelbweisse, �ber die Schnittfl�che vorquellende Fl�ssigkeit befindet. Die Magenschleimhaut ist wie im �ebrigen auch auf dem Tumor von zahlreichen, punktf�rmigen, frischen Bluterg�ssen durchsetzt. Auf der Magenschleimhaut findet sich eine geringe Menge eines z�hen, farblosen Schleims.
Der D�nndarm erscheint von aussen vom Duodenum an bis zum Coecum stark ger�tbet, was beim Dickdarm nicht der Fall ist. Der L�ngsrichtung des Darmrohres folgend verlaufen �ber weite Strecken blutige, mitunter zickzackf�rmig oder schlangenf�rmig hin und her gebogene Streifen, durch Bluter�g�sse in die Darmwand bedingt. Meist finden sich diese Blut�erg�sse in der Umgebung gr�sserer Gef�ssst�mme. Auch in den Zotten linden sich vielfache Blutaustretungen, so dass man an manchen Stellen der Form und der Vertheilung der Zotten entsprechende kleine rothe Punkte durch die d�nne Darmwand Von aussen durcbscbiuimcru sieht. Der Schleimhaut sitzt ein
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z�hm-, blutig tingirior Schleim int. Bereits durch die Sora von ausson daFchsehimmernd sielit man einzelne gelbweisse, bis erbsengrosse Flocke. Denselben entspre�hon SchwelluDgen iind k�sige Infiltrationen der solit�ren Follikel und dor Peyer'sehen Plaqaes, Die AlTeetion beginnt in einiger Entfernung vom Duodenum und wird nach dein Coecum zu iiiiuliger. Die mei�sten erkrankten Follikel prominiren eis gelbweisse Kn�toben in das Luaieu des Darmrohres hinein. Bei den Peyer'sehen Plaques ist immer nur ein Tliei! der Follikel, mitunter nur einer knsig entartet. Die gr�ssere Mehrzahl derselben erscheint intact. Einzelne der En�tchen zeigen in ihrer Mitte eine kra-terf�rmige Vertiefung. Die Ulcerationen erstrecken sich je�doch niemals �ber die Kn�tcheu hinaus auf die umgebende Schleimhaut,
Auch durch der. ganzen Dickdarm hindurch bis zum Rectum finden raquo;ich �hnliche, gleicligrosse, zum Theil eboni'al!laquo; uleerirte Kn�tchen in iler Schleimhaut. Im Coecum keine Kn�tchon oder Ulcerationen. Im Dickdarm breiige halbge�formte Faeces.
Die Leber ist v�llig frei von k�sigen Heerden, Weder an der Oberfl�che, noch auf dem Durchschnitt lindet sich eine Spur davon. Das Organ ist von fester Consistenz und von braaorother Farbe, Bei Zusatz von Jodl�sung tritt keine amy-loide Reaction ein.
Die Milz ist fest und relativ gross. Nur im vorderen Rande linden siel; einige, durch die Oberfl�che durchschim�mernde, stecknadelkopfgrosse, balbweiche Ueerde.
Im Pancreas, 0 Ctm. vom Darm entfernt, wird unter der Oberfl�che, ringsum in Dr�aengewebe eingebettet, ein fester, k�siger Qeerd von gleicher Grosse gefunden.
Beide Nieren sind durchsetzt von zahlreiubeo Heerden, die sich der Grosse, der Form und dem Aussehen nach �hn�lich verhalten, wie die in der Herzmuseulatur, Die ober��ch-lieh gelegenen ragen meist mit einem Segment �ber das um-
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gehendlaquo; Niveau, Kinigc der Heorde sind -son oinetn stark in-jicirton Gef�sakraaz umtoben. Die Kapsel i�sst sieli leicht al^-zieben. Die Mal pbtghi'scben K�rper sind gross, jedoch nur schwacb gef�llt.
In den Nierenbecken keine Abnormit�t.
Die rechte Nebenniere enthiilt einen iinsengrossen, heilweissen, festen Tumor in ihrer l�udensubstanz, w�hrend die iiake Nebenniere ohne Ver�nderung ist.
Auf der Harnblase nahe dem Vertex sitzt aussan, vom Peritoneum umgeben, ein erbsengrosser, fester, k�siger Tumor, der sich jedoch nicht bis in die Muscnlatni hinein erstreckt.
Die Utorush�hle ist mit frischen balbgeroonenen Blut�gerinnseln erf�llt. Am Uterus selbst, sowie an den Ovarien keine Abnormit�t.
Das Mesentorium durchaus ohne Miliartuborkel. L�ngs der gr�sseren Gefiisse lindet sieh im Mesenterium ein 0,� Mm. breiter Fettg�rtel. In dem orangegelben Fett sieht man viele helle, citronengelbe Punkte. Bei der microscopiseben Unter�suchung sind hier die Fettzellen mit einer dunkelen, k�rnigen, bei auffallendem Lieht blassgelb erscheinenden Masse erf�llt.
Die Mese n t ori a 1 dr ii se n sind stark ger�thet und ge�schwellt, jedoch ohne k�sige Heerde.
Auf der Innenfl�che der Mandibnla inferior eine gro-scheni^rosse, rundliche, missfarbige Stelle des Poriosts mit theil-v.eiser Ijloidegunj' des rauhen Knochens,
In der Dura raater und zwar im linken Tentorium findet sich ein linsengrosser, gelber, k�siger Heerd zwischen beiden Bl�ttern.
Im Gehirn keine Abnormit�t.
2. Lemur collar is.*} M�nnliches Individuum. Section am i Februar 1869. Ausgesprochene Abmagerung.
*) In der Wiener medic Woehenschrift 1870. Nr. 14, mitgetbeilt.
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In der rechten Lange sind der mittlere und untere Lap�pen hepatisirt. Der gr�sstentheils luftleere mittlere Lappen ist durchsetzt von sehr reichlichen, grauweissen, stecknadelkopf-grossen Infiltrationen, die zum Theil in der Mitte erweicht sind. Zwischen diesen Heerden finden sich noch Reste Infthaltigen Parenobyms. Zu ausgedehnter Erweichung ist es im unteren Lappen gekommen. Beim Einsohneiden in denselben fliesst reichlicher, rahmiger Eiter ab, nach dessen Abfliessen eine von einem maschigen Ger�st durchsetzte, fast den ganzen unteren Lappen einnehmende Caverne zur�ckbleibt. Der rechte obere Lappen, wie die gesammte linke Lunge zeigen normalen Luft�gehalt und sind v�llig frei von Infiltrationen. Das Lungenge�webe ist gleichm�ssig von feinen schwarzen Pigmentzeichnungen durchsetzt.
In der Pleura pulmonalis finden sich einzelne, jedoch nicht sehr zahlreiche, grauweisse Miliartuberkel. In den Lun�gen selbst werden Miliartuberkel nicht gefunden. In beiden Pleuras�cken eine geringe Menge rothbrauner Fl�ssigkeit. Die Lungen sind nirgends mit der Rippenwand verbunden.
Die Bronohialdr�sen sind stellenweise verk�st. Im Kehlkopf keine Abnormit�t.
An der Oberfl�che des Herzens im visceralen Blatt des Herzbeutels sind mehrere grauweisse, gruppenweise beisam-menliegende Miliartuberkel zu sehen. An der Herzmusculatur, sowie am Klappenapparat keine Ver�nderung.
Im Oesophagus und Diaphragma keine k�sige Heerde. Desgleichen der Magen ohne Abnormit�t.
Im ganzen D�nndarm sind die solit�ren Dr�sen und die Follikel der Peyer'schen Plaques k�sig geschwellt und stellen�weise in kraterf�rmige Geschw�re umgewandelt. Grossere, auch auf die Darmschleimhaut sich erstreckende Ulcerationen werden nicht gefanden. Im Duodenum ist die Schleimhaut stark schiefrig gef�rbt. Diese Pigmentirung setzt sich in ge-
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ringerem Grade durch den ganzen D�nndarm fort und erreicht im Coecum wieder einen sehr hoben Grad.
Im Mesenterium, sowie im ser�sen Ueberzngc des Ma�gens, des Darmes und des Diaphragmas finden sich �usserst reichliche, graue, durchscheinende, hirsekorngrosse Miliartuber-kel. Die kleineren sind durchscheinend und hart, die gr�sse-ren meist mit einem getr�bten Centrum versehen. Im Perito�neum werden ausserdem einige bis linsengrosse, gleiehm�ssig gelb gef�rbte Heerde gefunden. Im grossen Netz atrophisches Fettgewebe.
Die Milz ist ausserordentlich stark vergr�ssert. Bei der Er�ft'unng der Bauchh�hle stellt sie sich einem lenk�mischen Milztumor beim Menschen vergleichbar, als eine bis in die Beckenh�hle herabsteigende, sich prall anf�hlende Geschwulst dar. Die Oberfl�che derselben zeigt gr�ssere und kleinere, bis Gquot;' im Durchmesser haltende, gelbweisse Flecke auf bell-kirschrothem Grunde. In dem ser�sen Ueberzag finden sich reichliche Miliartuberkel, sowie einige gr�ssere Knoten. Auf einem Durchschnitt zeigt sich fast das ganze Organ in eine k�sige Masse verwandelt, in der nur noch sparsame Reste von Milzparenchym zu sehen sind.
Beide Nebennieren sind wohl um das Doppelte vergr�s�sert und zu durchweg k�sigen Massen entartet, in denen keine Spar von normalem Parenchym mehr zu erkennen ist. Die Form der Nebennieren ist im Allgemeinen erhalten.
Die Nieren enthalten in ihrer Rindensubstanz sparsame, k�sige Heerde bis zur Grosse eines Hirsekornes.
Die Leber ist durchsetzt von �usserst reichlichen, bis hirsekorngrossen, runden, grauweissen Kn�tchen, zum Theil mit gelbem Centrum. Die Kn�tchen liegen sowohl in den In-tcrlubularr�uraen, als auch mitten in den Acinis.
Die Meson teri aldr�sen sind stark vergr�ssert und zum Theil k�sig entartet. Die Ingninaldr�sen sind geschwellt, von gelblicher Farbe, jedoch ohne k�sige Heerde.
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In der Chorioidea keine Miltartnberkel. Ini Gebirn und in dosson Uiillen keine Abnormit�t.
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3. Cercop i thecus al bi g en a. *)
Weibliches Individuum. Section mn 4. M�rz 1SG9.
in der hinteren H�lfte des linken oberen Laogealappens lindot sich eine walluassgrosse, hepatisirte Stelle, die beim An�schneiden fast aus ganz verk�sten, gelbweissen, trockenen blas�sen besteht. Die �brigen Abschnitte der linken Lunge, sowie die gosamrate rechte Lunge sch�essen selir zahlreiche, gelbe, steckuadelkopfgrosse bis erbsengrosse Heerde ein, von denen die grosseren an der Oberfl�che zum 'l'iiei! �ber die Pleura vorspringen. Einzelne der Heerde sind von einem dunkelen Gef�sskranz umgeben. Zur Cavernenbildaog ist es nirgends gekommen. Im erhaltenen Lungengewebe lindet sich gleich-massige, geringe, schwarze Pigmentirung, Die gr�sseren Bronchien enthalten reichlichen Sehleim.
In beiden Pleuras�cken findet sich gallertiges, durch-sebeinendes Bxsadat, mit einzelnen, v,-eijsL'n Punkten durch�setzt. Die Pleura costalis, besonders in ihren hinteren Ab�schnitten ist stark injicirt und mit einigen kleineren Haemor-rhagien durchsetzt.
Die Lungen sind au cinigeu Stellen mit der [tippenwand verwachsen.
Die Bronchialdr�sen sind in teste, k�sige Geschw�lste umgewandelt, in deren Inuerem sich einige ilaemorrhagion vorlinden.
Der Herzbeutel ist, wie sich bereits von anssen zu erken�nen giebt, mit reichlicher Fl�ssigkeit angef�llt. Beim Anschnei�den fliesst eine mit rothbraunen Partikelchen, die aus zusam�mengeballten farbigen Blutk�rperchen bestehen, untermengte
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*) Mitgotheilt im Archiv f�r Beilkonde 1370, Seite 196.
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Fl�ssigkeit, Bowie oin raembran�ses, durchscheiMendee mil ftin-zehxen weisson Paakten durchsetztes Gerinnse] ab.
li] dor Wand des Herzbeutels finden sich am Debergange
ii�s parietalen in Jas viseeralB Blatt mehrere giaisweissc, dureh-.�#9632;clieiiiondu Kn�tehen von dem Aussehen der Miliartaberkel.
Im �brigen Herzbeutel, sowie auf der getaminten Pleora weiden weitere, derartige Kn�tehen nicht gefunden.
Auf der Schleimhaut des Magens li'ings der Curvatura major zahlreiche! kleine, schwarze Flecke.
Die Milz ist sehr gross, resistent und mit abgerundeten R�ndern vcrseheu. Das Organ ist von reichlichen, k�sigen Heerden durchsetzt, von denen einige bis linsengrosse die Ober-fl�cbe b�ckrig machen, Aul' einem Durchschnitt erscheint das restirende Milzp�renehym von dnnkelbraunrother Farbe. Die Heerde sind tbeihveise in ihrem Inneren erweicht und lassen bei Druck einen dicken, rahmigen Eiter austreten.
Die Leber ist von �usserst zahlreichen, gelbwoissen, ruud-liclion, steeknadelkopf- bis crbseugrosseu Heerden sowohl an der �ber��che, als auch im Inneren durchsetzt.
Die Nebennieren mit grauer Mark- und brauner Hinlaquo; densubstanz ohne k�sige Heerde.
Die Nieren haben eine leicht abziebbare-Kapsel und eine glatte Oberfl�che. Durch die Oberfl�che schimmern einzelne, zerstreute, gelbliche Herde durch. Dieselben finden sich auch im Innern,
Im D�nndarm in der N�he des Coccums einzelne ver�k�ste, solit�re Follikel. Die meisten Plaques vollst�ndig un�ver�ndert. In einigen Plaques sieht man einen, zwei oder drei k�sig infiltrirte Follikel, die stellenweise in kraterf�nnige Ge-schw�re umgewandelt sind. Auch im Dickdarm die solit�ren Follikel zum Tfaeil verk�st oder in von einem erh�hten Wall umgebene Goscbw�re verwandelt. Die Ulcerationen an keiner Stelle, �ber die Follikel hiuausgebeud Die Zotten des ganzen Darmkanals als feine, schwarze P�nktchen erkennbar und bei
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der microscopischen Untersuchung mit discreten, schwarzen, braunen oder goldgelben Pigmentk�rnchen erf�llt. Nach dem Coecum hin nimmt die I'igmentirung der Darmsehieimbaut zu. Im Coecum selbst stellt die Schleimbaut eine gleichm�ssige, schwarze Fl�che dar. Weniger intensiv ist die Pigmentirung im Dickdarm. Im Rectum sind die Blutgef�sse der Schleim�haut etwas st�rker gef�llt.
Die Mesenterialdr�sen sind gr�sstentheils von grau-rothem Aussehen; hie und da sind sie von einzelnen oder meh�reren bis stecknadelkopfgrossen, gelblichen, festen, durch die Oberfl�che durchschimmernden Heerde durchsetzt.
Im fettlosen Mesenterium einige bis stecknadelkopfgrossei gelbe, k�sige Heerde, jedoch keine grauen Miliartuberkel. 4. Macacus cynomolgus
M�nnliches Individuum. Section am 10. Juli 1869.
Beide unteren Lungenlappen sind durchweg luftleer, f�h�len sich derb an und zeigen auf dem Durchschnitt kleinere und gr�ssere, inself�rmige, k�sige Heerde, die in ein dichtes, grau-rothes Gewebe eingelagert sind. Die gr�sseren K�seheerde haben einen Durchmesser von 3 bis 4 Ctm. Hie und da lindet sich Erweichung im Inneren derselben. Die oberen Lungen�lappen sind gr�sstentheils lufthaltig, jedoch linden sich auch in ihnen einzelne zerstreute, verdichtete Heerde, mit ser�ser Durch�tr�nkung der Umgebung. Beide unteren Lappen sind mit der Rippenwand verwachsen; die Basis dieser Lappen ist mit der Pleura diaphragmatica verwachsen. Die oberen Lappen sind ohne Verwachsungen. Keine Miliartuberkulose der Pleura.
In der Trachea reichlicher, schaumiger Schleim.
Im Kehlkopf keine UIcerationen.
Das Herz gross, mit Erweiterung des rechten Vorhofs und rechten Ventrikels. Der linke Ventrikel derbwandig. Am Klappenapparat keine Ver�nderung. Das pariotale Blatt des Herzbeutels verdickt und getr�bt.
Am Oesophagus keine Abnormit�t.
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Zwischen Magen, Netz nnd linken Leberlappen findet sich ein Jauclieheerd, welcher durch ein rnndliehcs, 0,8 Ctm. im Durchmesser haltendes Loch in der Magenwand mit der Magen-b�ble communicirt. Die Scbleimhant des Magens ist in der Umgebung der Perforationsstelle in einer Ausdehnung von 2�3 Ctm. weit sohiefrig pigmentirt. Die dem Jancheheerd anlie�gendlaquo; Partie der Leber zeigt in einer Tiefe von 2�3 Ctra. dasselbe grauschwarze Aussehen, wie es die 'Wandungen des Heerdes darbieten.
Der nntoren Fl�che der Leber, jedoch ausserhalb des Jauchoheerdes, sitzt eine kirscheugrosse, rundliehe Geschwulst .'inf, die sich beim Ausclineidcn als eine verk�ste Lymphdr�se herausstellt.
Sodann sitzt der unteren Fl�che des Diaphragmas eine plattenformige, 0,3 Ctm. dicke und 2 Ctm. breite Geschwulst auf, die beim Anschneiden aus trockenen, verk�sten Massen besteht. Eine �hnliche Geschwulst sitzt der Wandung des Ma�gens ausserhalb des daucheheerdes auf. Dieselbe hat einen Durchmesser von 0,8 Ctm.
Die Milz4) ist von keilf�rmiger Gestalt, rnisst G,5 Ctm. im L�ngendurchmessor, 3,8 Ctm. im gr�ssten Breiteadnrchniesser und ist 2 Ctni, dick; sie hat eine duukelviolette, breiige Pulpe.
Im lliius findet sich eine vollst�ndig isolirte, runde, mit glatter Oberfl�che versehene, kirschkerngrosse Nebenmilz , die beim Anschneiden ebenfalls eine dunkelviolette, breiige Pulpa zeigt. In einiger Entfernung davon findet sich eine zweite, fast gleich grosse, ebenfalls isolirte Nebenmilz. Eine dritte, etwa linsengrosse Nebenmilz ist vermittelst eines bindegewebi-geu Stranges an den scharfen Rand der Milz befestigt.
Auf der im Uchrigen txlatten, convexon Oberfl�che finden sich 8 etwa stecknadclkopfgrosse Prominenzen, die beim An-
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*) Mitgetheilt im Centralblatt f�r die medicinischen Wissenschaf�ten, 1869, Nr. 3G.
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schneiden Milzpalpa enthalten, welche ohne erkennbare Grenze in die Pulpa des �brigen Organs �bergeht. Die Kniitchen sind s�mmtlich isolirt und es geht �ber sie der gemeinschaftliche, ser�se Ueherzug des Organs hinweg.
Die Milz scliliesst keine k�sigen Hecrde ein.
Ebenso die Leber und die Nebennieren.
In der rechton Niere ein jieripherisch gelegener, steck-nadelkopfgrosser, gellnveisslicher Heerd.
Die Dr�sen des Darms nicht erkrankt.
Im Netz ziemlicb reichliches, saturirtes Fett. Die Me-senterialdr�seu nicht wesentlich ver�ndert, insbesondere ohne k�sige Hcerde.
In dorn weisslicben Schleim der sehr grossen Saamen-bl�schen*), von denen jedes etwa den dreifachen Umfang der Prostata hatte, landen sieh bei der inicroscopischen Untersu�chung ziemlich reichliche runde K�rper mit 1 oder 2 Schich�tungslinien. Nur ausnahmsweise wurden solche mit 1 oder 5 Linien gesehen und es wurden �berhaupt nur relativ kleine Formen beobachtet. Einige der K�rper waren hell, durchsich�tig, in vielen fand sich jedoch eine dunkele, k�rnige Masse. H�ufig sah mau mehrere gr�ssorc und kleinere derartige Ge�bilde zusammen gelagert. Bei Zusatz von .Tod wurde an kei�nem einzigen dieser K�rper eine blaue Farbe hervorgerufen; sie f�rbten sieh gelb oder nach intensiver Einwirkung braun-gelb. In der Prostata fanden sich keine Concretionen,
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5. Geroop i thecus p ygery thru s.**)
M�nnliches Geschlecht. Section am 27. Februar 18G9. Vom Scheitel bis zu den Sitzbeinh�ckern 42 Ctm. rnessend. Sehr starke Abmagerung.
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quot;) Mitgetheilt im Centralblatt f�r die medicinischen Wissenschaf�ten 1861), Nr; 37.
**) Mitgetheilt in Virchow's Archiv, 48, Band,
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Dor r�chte mittlere Lungenlappcn ist hepatisirt, luft�leer, von graurother Scbnittfl�che mit einzelnen insclf�rmigen, nicht scharf umschriebenen Stellen beginnender Entf�rbung.
Der rechte untere Lappen f�hlt sich fluctuirend an. Beim Anschneiden lliesst eine blutig-ser�se, mit weissen Flocken un�termengte Fl�ssigkeit ab. Der Lappen zeigt alsdann in seiner unteren H�lfte eine zerkl�ftete H�hle, w�hrend die k�sige, obere H�lfte desselben theils aus festeren, k�sigen, tbeils aus hafergr�tzartig erweichten Massen besteht. Der mittlere Lap�pen ist mit dem unteren durch leicht treunbare Adh�sionen verklebt, w�hrend beide fest mit der Pleura costalis und die Basis mit dem Diaphragma verwachsen sind. Der rechte obere Lappen ist luftbaltig und von normaler F�rbung; er schliesst in seiner Spitze einige miliare Ileerde ein. Beginnende Pig-inentablagcrung in beiden Lungen.
Die linke Lunge hat einen stark gespaltenen oberen und feinen mit hyper�inischen R�ndern versehenen untoreu Lappen; sie ist durchweg von normalem Luftgehalt. In derselben finden sich keine k�sigen Heerde.
Im uuteren Theil der Trachea r�thlicher Schleim. Die Morgagni'schen Taschen mit Schleim gef�llt und besonders rech-tersoits ger�thet. Die Lymphdr�sen beiderseits in der Umge�bung der Trachea ger�thet.
Die Epiglottis an ihrer vorderen Fl�che rechts fleckig ger�thet; desgleichen stellenweise die hintere Fl�che derselben.
Die rechte Tonsille und deren Umgebung auf 6 Mm. weit ger�thet und theilweise necrotisch zerfallen. Die linke Tonsille nur in geringem Grade ger�thet. In der linken Na�senh�hle ein Blutgerinusel.
Der Herzbeutel enth�lt etwa 2 Gramm einer klaren, gelblichen Fl�ssigkeit. Das Fett der Ilerzoberfl�che ist in orangefarbenes Schleimgewebe umgewandelt. Das viscerale Blatt dos Herzbeutels ist stark getr�bt. Der Klappenapparat ist ohne Ver�nderung.
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Unter der Pleura costalis finden sich mehrere platten-formige, k�sige Infiltrationen, Jedoch nur in der rechten Tho-raxb�lfte. Eine S Mm. lange und 1 Mm. dicke, l�nglichrunde Infiltration liegt zwischen den Knorpeln der fi. und 7. Rippe; eine kleinere zwischen denen der S. und 9. Rippe in der N�he der Knorpel. Eine dritte liegt nnterhalb der letzten Rippe, Die darunter gelegene Musculatnr ist hier �berall intact.
Von der Pleora diapbragmatica gebt ein �hnlicher, rund�licher, etwa erbsencrosser, gelbweisser, trockener, k�siger Tu�mor durch die ganze Dicke des Zwerchfelles hindorch und grenzt an die mit dem Zwerchfell verwachsene Oberfl�che der Leber. Weiterhin findet sielraquo; ein kirsehkerngrosser, in das Ca-vmn der Brusth�hle prominiremler, gelbweisser Tumor der rech�ten H�lfte des zehnten Brustwirbels anfliegend.
In der Batiehh�hle sind mehrere Lymphdr�sen zu k�sigen Tumoren entartet. Bin solcher, etwa kirsehkerngrosser liegt unweit der Porta hepatis. Derselbe entleert beim Anschneiden eine breiige, gr�nliche Masse. Weiterhin finden sich der Wir�bels�ule anfliegend mehrere Lymphdr�sen, die zum Theil k�sig entartet sind.
Das Mesenteriam ist fast ganz ohne Fett. Die Lymphdr�sen des Mesenterinms sind B�mtntlich von schwarz - violetter Farbe, jedoch ohne k�sige Ablagerungen.
In der Leber ist das Pfortadergebiet roth, das Leber�venengebiet, grangelb gef�rbt. Das Organ schliesst keine k�sigen Ileerde ein. Die Gallo ist tr�be, gr�nlich.
Im Darm sehr starke Pigmentirnng s�mmtlicher Peyer-sehen Plaques, sowie der solil�ren Follikel; letzteres besonders auch im Dickdarm. Die Zotten ebenfalls mit schwarzen Punk�ten versehen. Mastdarm diffus schwarz pigroentirt.
Im Coecum einige Trichoeephalen, Keine k�sigen Schwel�lungen der Follikel daselbst.
In der Milz zwei durch die Oberfl�che durchschimmernde, gelbweisse Heerde; der eine von der Grosse einer Linse, der
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andere etwa hirsekorngross. Beim Anschneiden ist der erstero theiiweise erweicht.
Nieren, Nebennieren und Genitalien ohne Abnor�mit�t.
In der Pia mater des Gehirns, besonders am kleinen Ge�hirn mehrere fleckige Bluterg�sse. Auf dem unteren Rando der beiden Scheitelbeine das Poriost blutig snH'undirt.
G. C eb us capnzinns.
M�nnliches Geschlecht. Section am 30. September 1869.
Ziemlich starke Abmsgerang,
Linke Lunge. Der untere Lappen, sowie die unteren Dreiviertel des oberen Lappens f�hlen sich hepatisirt an. Der untere Lappen Lt durchweg in eine k�sige Masse verwandelt welche in der hinteren H�lfte desselben zu einem hafergr�tz-artigen Brei erweicht ist. Im oberen Lappen linden sich n-elbe, k�sige lieerde in eine dichte, graurothe Masse eingelarrert. Die lufthaltige Spitze dieses Lappens ist von einem schaumi'gt;,en Serum inliltrirt.
Die rechte Lunge ist gr�sstentheils lufthaltig, in sie eingestreut linden sich hie und da bis erbsengrosse, rundliche, gelbweisse Tumoren, die in ihrer Peripherie grauroth gef�rbt sind. Beide Lungen sind gleichm�ssig erf�llt mit sehr zahl�reichen, discret steheudeu punklf�rmigen bis stecknadelkopl'-grossen, dunkelgr�nen Heerdeo, die aus Psorospennienkolonien bestehen.
Die Lungenalveolen sind hier erf�llt mit kugelf�rmigen, gra-uulirten, deutlich gr�n gef�rbten, kernf�hrenden Psorospermien. Die Psorospermienheerde finden sich sowold in den lufchaltigen Lungenabschnitten, als wie auch in den k�sig inl'iltrirten in gleicher Vertheilung vor.
Die B r one hi aldr �s en sind umgewandelt in k�sige, zum Theil erweichte Tumoren. Die linke Lunge ist in ihrem gan�zen Umfange, mit Ausnahme der Spitze, mit der Costalwand
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verwachsen. Von der rechten Lunge gehen einige strangf�r-migo Adh�sionen an die Rippenwand. In der Pleura sind Mi-liartuberkol nirgends zu sehen.
Keine k�sigen Heerde unter der Pleura costalis oder im Diaphragma,
Der Herzbeutel mit einer massigen Menge ser�ser Fl�s�sigkeit erf�llt. Das Herz ohne Abnormit�t.
In der Bauchh�hle eine k�sige Lymphdr�se nahe der Porta hepatis und einige kleinere Eiterheerdo in der Milz.
Sonst der Magen, der Darm, die Leber und die Nie�ren ohne Ver�nderungen. Mesenterialdn'isen nicht erkrankt. Keine Tuberkulose des Peritoneums.
7. Wandern. Macacus Silenus.
M�nnliches Individuum. Section im October 1869.
Stark abgemagert.
Der rechte untere Lun genlappon verdichtet und gr�ss-tentheils in eine gleichm�ssige, k�sige Masse umgewandelt. Der mittlere und obere rechte Lappen, sowie die gesammtc linke Lunge von einzelnen nicht sehr reichlichen, runden, bis erbsengrossen Yerdichtungshcerden durchsetzt, die theilwcise in k�siger Metamorphose begriffen sind. Die freien R�nder, ins�besondere die vorderen ziemlich stark emphysematiseh aufge�trieben.
Die Bronchialdrusen gr�sstentheils verk�st.
Die Lungen au mehreren Stellen, insbesondere im Bereich des rechten, unteren, hepatisirten Lappeos mit der Rippenwand verwachsen. Beide Lungen von massig reichlichen Pigment�streifen durchsetzt. Keine k�sigen Hoerde unter der Pleura costalis oder im Diaphragma.
Die Obertl�cho des Herzens mit zahlreichen, streifigen Bluterg�ssen dicht besetzt. Die Musculatur und der Klappen�apparat ohne Ver�nderung,
Im D�nndarm einige geschwellte und k�sig metamor-
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phosirte Follikol; desgleichen im Dickdarm. Der Mageu bis auf einige scliiefrige Pigmentiruugen normal. In der Leber einzelne zerstreute, bis erbsengrosse, rundliche, k�sige Heorde. Die Milz wohl um das Vierfache vergr�ssert. Auf der �lierfl�che derselben einige knollige K�s�heerde hervorragend. Bin Theil derselben im Inneren eitrig zerilossen. Im Netz mehrere bis bohnengrosse, rothe, feste Heerde: in einem Theil derselben beginnender, eitriger Zerfall.
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8, Macacos n euiestri nu s.
Weibliches Geschlecht.
Im Zahuwechsel begriffen. Die oberen Eckz�hne fehlen. Die Backz�hne sind s�mmtlich noch Milchgebiss.
Von der Stirn bis zu den Ges�ssschwielen '60 Ctm.
Section am 5, Januar 1869.
Starke Abmagerung.
Durch die Pleura pulmonalis schimmern zahlreiche, bis erbsengrosse, gelbliche Heerde durch. Beim Einschneiden sind die Lungen durchsetzt von einer betr�chtlichen Zahl fairsekorn-bis erbsengrosser K�scheerde. Eine ausgedehntere Hepatisa-tion lindet sich nicht. Das Lungengewebe mit beginnender i'igmentirung. Keine Verwachsungen der Lungenoberfl�che mit der Rippenwand. Trachea und Bronchien ohne Abnormit�t, BroncLialdr�seu zum Theil verk�st. Im Colon ascendens die Schleimhaut in einer Ausdehnung von etwa 4 Ctm. ger�thet und gewulstet. Keine k�sigen Schwellungen der Follikel. D�nn-und Dickdarm mit einigen fleckigen, schiefrigcn Pigmentiran-gen. Grosses Netz fettlos.
Magen, Milz, Leber und Nieren ohne Abnormit�ten.*)
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*) Siehe Fall 1, im Nachtrag (verk�sender Piieiituunie bei einem Schimpause).
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Ich sclilicsse hieran einige iiieiher geh�rige F�lle aus dem ..zoolosischen Garten- :
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9. Mandrill.'1)
Mannliches Geschlecht. Im Zahmveehsel begriffen.
Dia Section ergab eine sogenannte tuberkul�se Dr�senge�schwulst unter der Gabelung der Luftr�hre. Die Geschwulst, ziemlich von der Gr�sse eines G�nseeies, war in eitrigen Zer�fall �bergegangen. Sie war an den rechten Bronchus und nach links an die Speiser�hre verwachsen. Die W�nde der Speise�r�hre waren nahezu durchbohrt. Die beiden Lungonmagen-uerven fest mit der Oberfl�che der Geschwulst verbunden, Ausserdem und wohl in ihrem Ursprung auf Verschleppung aus dieser Geschwulst hinzuf�hren, fanden sich sehr zahlreiche kleine Tuberkelhoerde in den Lungen, die meist von kleinen Entzfindnngsheerden umgeben waren, w�hrend eine gr�ssore metastatische, tuberkul�se Pneumonic des rechten unteren Lap�pens wie die Geschwulst selbst schon in eitrige Schmelzung �bergegangen war. Die Caverne war aber noch nicht mit einem Bronchus in Verbindung getreten und geschlossen. Auch in der Leber waren zahlreiche, kleine Tuberkeln eingestreut, w�h�rend die M�z einen gr�sseren k�sigen Ileerd aufwies. Dane�ben zeigten sich ganz unbedeutende peritonitische Adh�sionen. H�tte in diesem Fall die Pneumonie das Thier nicht get�dtet, 'so w�re gewiss in wenigen Tilgen der eitrige Inhalt der tuber�kul�sen Bronchiaidr�sen in Speiser�hre und Magen entleert worden. An einem Finger der linken Hand hatte dieser Alle ein kleines Geschw�r, unter welchem eine alto Caries mit Hy-perostose lag. Kann wohl in diesem sehr alten Process die Ursache der Driisenerkrankung und weitere Verschleppung von Krankheitssubstraten gesucht werden?
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') Mitgetlieilt von Professor H. Alexander Pagoastecherlaquo; Zoologischer Garten, 18GG, S. 265,
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10. Ma got.*)
Der AiTo batto bereits im Winter angefangen zu kr�nkeln uaj war in den letzten Wochen nur mit Jliiiie dahin zu brin�gen, wenigstens etwas Nahrung zu sich zu nelunen.
Bei dor Section war die sj.'inzo Longe mit Ausnahme der beiden oberen Lappen hart und fest anzuf�hlen und v�llig luft�leer. Die �ussero �ber��che war -iiit h�utigen Gebilden be�deckt, mittelst welcher die Lunge mit dem Brustfell verwach�sen war. Ihre F�rbung war gelbroth, au dem �ebergange in die noch lufcbaltigren Theile dnnkelrotb. Die eanze Luose war mit weisslichen Kn�tchen in der Grosse von Hirsek�rnern (Mi-liartulierkcln) durchsetzt. Auf dew Durchschnitt erschien die Lunge dunkeiroth und gelbroth marmorirt. Der untere Theil der rechten Lunge war fast gleichm�ssig inliitrirt und von gelb�lichem speckartigem Aussehen. Milz, Nieren und Leber an der Oberfl�che mit kleinen Kn�tchen besetzt, die sich als Mi-liartuberkel erweisen. Ebenso das Netz, Die Leber war auf�fallend gross, sonst aber normal. Die Gekr�sdriisen geschwellt.
11. Kapnzinera f f e.
Nur zwei Tage vor dem Tode zeigte sich das Thier krank und trauerte.
Die Section ergab Hepatisation beider Lungen fast in ihrem ganzen Umfang. Auf dem Durchschnitt war das Lungen-gewebe nicht mehr als solches zu erkennen, sondern erschien als eine feste Masse, die bell lederfarbig, an einzelnen Stellen weiss'icli marmorirt war. Die obere H�lfte der rechten Lunge war auf gr�ssere Strecken fest mit dem Rippenfell verwachsen. Beide Lungen f�hlten sich Jest, beinahe hart, an, mit Ausnahme des oberen Lappens der linken Lunge, welcher nicht hepati-
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*) Der lOte bis l3to Fall sind von Dr. Schmidt in Frankfurt mitgetheilt.
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sirt war, wohl aber zahlreiche Knoten von Erbsengr�sse und dar�ber enthielt, die nicht scharf begrenzt waren, sondern die allm�blig in das Lungengewebe selbst �berzugehen schienen, �urchschnitten zeigten sie ein grauliches, gallertiges oder gla�siges Aussehen. Die Nieren waren an Terschiodenon Stellen unter ihrem �usseren Ueberzug mit hellen, gelbliehen Kn�tchen in der Grosse von Hirsek�rnern besetzt, die aus einer weichen, k�sigen Masse bestanden und sich ebenfalls gegen ihre Umge�bung nicht scharf absetzen.
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12. Eriodes frontatus.
Bereits im Sp�tsommer war zu bemerken, dass das Thier nicht mehr seine fr�here Munterkeit besass, doch fehlten deut�lich ausgesprochene Krankheitserschoinungen, Mit Beginn der rauhen Witterung, welche nicht mehr gestattete, den Affen zeit�weise in die freie Luft zu bringen, nahm die Fresslust bedeu�tend ab, er war traurig und hockte den ganzen Tag zusammen�gekauert mit tief auf die Brust gesenktem Kopf. Husten wurde nie geh�rt. In den letzten Tagen seines Lebens verlor sich der Appetit g�nzlich und es stellte sich mitunter ein leich�ter Ausiluss von wasserheller Fl�ssigkeit aus beiden K�sen-l�chern ein.
Bei der Section fand sich die linke Lunge normal. Der obere Lappen der rechten mit einer k�sigen Tuberkelmasse inliltrirt und mit einzelnen gr�sseren Tuberkelconglomeraten durchsetzt. Der linke Herzventrikel war massig exeentrisch hypertrophisch; die Klappen normal. Auf dem ser�sen Ueber�zug der oberen Fl�che des Zwerchfelles sassen etwa ein Dutzend Tuberkelconglomerate. Die Lebersabstanz beurkundete eine beginnende Muskatnussleber. An der unteren Seite des linken Leberlappons war ein kleiner Tuberkel. Die Milz br�chig. Die Gckr�sdriisen geschwellt.
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13. Cynocephalus leucophaeus.
Das immer sehr muntere Thier, welches namentlich nie gehustet hatte, zeigte sich 8 Tage vor dem Tode etwas lang�samer in seinen Bewegungen and im Allgemeinen ruhiger. Das Auge war etwas tr�be. Das Augenlid ger�thet und leicht ge�schwollen. An den beiden letzten Lebenstagen trat starke Athmungsbeschwerde ein, so dass das Thier mit dem Maule athmete und bei jedem Athemzug eine schnappende Bewegung mit dem Kiefer machte.
Bei der Section fand sich in der Bauchh�hle etwas ge-r�thetes Serum. Milz und Leber waren mit Miliartuberkel be�setzt, namentlich in der N�he der Oberfl�che, weniger im In�neren, so dass sich an der Oberfl�che der Milz etwa zwei Dutzend solcher Kn�tchen fanden, im Innern dagegen nur ein�zelne. Die Oberfl�che der Leber war dicht �bers�et, in der Tiefe fanden sich nur sehr wenige. Beim Oeffnen der Brust�h�hle floss viel rothes Serum aus. Die linke Lunge war mit dem Brustfell fest verwachsen. Beide Lungen waren nicht zusam�mengefallen, r�thlichgrau, fest, wie sandig anzuf�hlen von der Masse von Miliartuberkel, mit denen sie durchsetzt waren. Nur am oberen Lappen der rechten Lunge fand sich ein fast viereckiger Tuberkelknoten von der Grosse einer Haselnuss, von gelblicher, innen fast weisser F�rbung. Alle anderen Tu�berkel waren von Hirse- bis Erbsengr�sse. Herzbeutel und Herz waren zu einer unf�rmlichen Masse verwachsen, deren Oberfl�che eine Schicht von gelblichgrauer, fasorstoffhaltiger Substanz bildete, welche von sehr ungleicher Dicke war, so dass sie an einzelnen Stellen nur wie dickes Papier, an ande�ren bis zu %quot; stark war. Sie war an manchen Stellen sehr fest, so dass sie unter dem Messer knirschte und zeigte au diesen eine eigenth�mliche, bl�ulichweisse, knorpclartige Beschaf�fenheit, an anderen war sie mehr speckartig weich. Sie grenzte eich scharf von dem sehr geschwundenen Herz�eisch ab,
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Die beim Mensehon der Sehwiadsachl: zn Grande lioiren-
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den iKitholo^
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in Ver�aderangen des Organismus haben zu
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allen Zeiten, so lange �berhaupt Obductionen gemacht laquo;erden, das Interesse der Aerzta in hohem Grade in Anspruch genom�men. Galt es doch eine der furohtbarsten und verbreitetstea Krankheiten, die allj�hrlich viele Tausendo von Opfern dahin.* rafl't, zu bek�mpfen.
Die Namen Tuberkel und Tuberkulose sind in so ver�schiedenem Sinne gebraucht worden, dass mau eine Zeit lang in der That nicht wusste, was mit diesem Namen gemeint sei.
Man bezeichnete jede kiisigo .Masse als Tuberkel, gleich�viel ob sie aus lUiliartuberkel, aus Entuhidungsproducten, aus hyperplastischen Lymphdr�sen oder aus einem Carcinom her�vorgegangen war. In der neueren Zeit bat man sich jedoch daran gew�hnt, den Tuberkel streng zu trennen, von verk�sten Entz�ndungsproducten und anderen k�sigen Massen. Man be�zeichnet gegenw�rtig nur noch eine ganz characteristisebe, in Form kleiner, fester, rundlicher bis hirsekorngrosser Knotcheu auftretende Neubildung als Tuberkel, die in ihrem Anfangssta-dium stets ein graues, durchseheinendes Aussehen hat, alsbald aber von ihrem Centrum aus sich tr�bt und ein opakes, sp�ter gelbliches Aussehen annimmt. Der Sitz des Tuberkels sind vor�wiegend die ser�sen li�ute; gelegentlich findet er sich aber auch im Inneren der meisten Organe,
Es gilt jetzt als ausgemacht, dass die Ver�nderungen, welche die menschliche Lunge bei der Schwindsucht erf�hrt, in der Mehrzahl der F�lle auf verk�senden Bronchopneumonien beruhen.
Bei s�mmtlichen Affen, deren Befunde wir oben mitge-thoilt haben, fanden sieh verk�sende Paenmonien und Broncho�pneumonien,
Beim Menschen ist die verk�sende Broncbopncumonie oder lobulare Pneumonio weit h�ufiger, als dio verk�sende lob�re Pneumonie. Wenn letztere liier vorkommt, so liudeu sich in
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d�n �brigen Lungenabsebnitten meist verk�ste brnnoUopneumo-nisohe Heerde. Hoi den Aden sebeint das letztere Verhalten daeegeo die Regel zu sein. Unter den 13 ancrelVilirten F�llen findet sich 10 mal lob�re verk�sende Pnemnonie neben lobu-l�ren ITeerden in den ubrigoo LungenabschDitten, Mitunter sehen wir selbst zwei Lappen oder eine ganze Lunge im Zu�stande der verk�senden Pneomonic, wie dies bei dem Mandrill (Beobacbtnng 1.) der Fall war. �nderemale nehmen die In�filtrationen zwar nicht einen ganzen Lappen, aber doch einen so quot;rossen Thoil desselben ein, dass sie nicht mehr als lobu-l�re Heerde bezeichnet werden konnten. Dies war bei Cerco-nithecas albigena ^Beobachtung quot;gt;.) der Fall,
Sehr anfTallend verschieden ist die Mcnamp;cbenlange von der Affenlunge in Beziehung auf den Sitz der verk�senden Pneu-inonie. W�hrend es beim Menschen fast als Regel bezeichnet werden kann, dass der Process in den Lungenspitzen beginnt und von dort naeb abw�rts allm�hlig weiter fortschreitet, fanden wir diese bei Affen in der Mehrzahl der F�lle relativ am we�nigsten erkrankt. Lei einem Kapuzineraffen war sogar die oberste Spitze die einzige Stelle in der ganzen Lunge, welche nicht hepatisirt war (Beobachtung G.).
Die beim Menschen so h�ufig vorkommenden Cavemen, welche hier im Inneren einzelner kleinerer, erweichter Heerde auftreten, die entweder isolirt bleiben oder durch Znsammen-fliessen gr�ssere Lnngenabschnitte, mitunter selbsl einen ganzen Lnngenlappen einnehmen, haben wir bei den Affen in s�nimt-lichen F�llen vennisst. Ks fanden sich zwar meist die Heerde im Inneren eitrig erweicht, ja wir trafen ganze Lnngenlappen an, die beim Anschneiden eine gr�ssere Menge eitriger Massen unter Hinterlassung zerkl�fteter Cavernen abfliessen Hessen, so dass die M�glichkeit zur Entstehung selbst gr�sserer Ca�vernen vorhanden war, allein niemals war es bei Lobzeiten zur Bildung von Cavernen gekommen. M�glicherweise findet dieser Befund darin seine Erkl�rung, dass der Inhalt der ge-
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schmolzenen Heerdo, obwohl dieselben wohl ohne Frage mit gr�sseren Bronchien in Verbindung gestanden haben, bei dem mangelnden Husten nicht nach anssen bef�rdert worden ist Die Verwachsungen der Lungeuoberfl�cho mit der Eippenwand fanden sich bei den Affen in ganz analoger Meise, wie beim Mensehen. Die Verwachsungen entsprechen meist den erkrank�ten Lungenabschuitten. Gew�hnlich war der Lappen, welcher sich im Zustande der verk�senden l'neumonie befand in seiner ganzen Ausdehnung mit der Ixippenwand verwachsen. Da die Lungenspitzen meist frei von k�sigen Ileerden waren, so waren dieselben auch in der Mehrzahl nicht mit der Rippenwand ver�wachsen, ein Verh�ltuiss, welches beim Menschen umgekehrt der Fall zu sein pilegt. Schwartenartige Verdickungen der l'leura pulmonalis, wie sie beim Menschen mitunter vorkommen, fanden wir auch einmal bei einem Mandrill. Frische exsuda-tive Pleuritis wurde bei einem Cercopitheeus albigona (Beob�achtung 3.) gefunden. Hier war gallertiges, durchscheinendes Exsudat in beiden l'leuras�cken und die Pleura costalis war besonders in ihren hinteren Abschnitten stark injicirt und mit einzelnen llacm�rrhagieu besetzt.
Ob bei Thieren spontan Miliartuberkulose vorkomme dies ist vielfach bezweifelt worden. Waidenburg spricht sich dar�ber in seinem klassischen Werke �ber Tuberkulose Seite 393 folgendermaassen aus: -Alle Autoren, welche einen Unterschied zwischen Tuberkel und k�sig zu machen gewohnt sind, sind sich dar�ber einig, dass eine wirkliche Miliartuber�kulose bei Thieren entweder gar nicht vorkomme oder minde�stens zu den allergr�ssten Rarit�ten geh�rt. Virchow erkl�rte in seinem Geschwulstwerk geradezu, niemals graue Miliartu. berkel bei Thieren gesehen zu haben und doch hat wohl kaum Jemandem ein gr�sseres Material zur Beobachtung vorgelegen, als gerade Virchow.1-
unter den oben mitgetheilten Beobachtungen stellt die zweite, von einem Lemur collaris, einen Fall von ganz unzwei-
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ielhafter, sehr aasgedelintcr Miliartuberknloso des Bauchfelles dar. Auch Schmidt theilt einen Fall mit (IJoobachtung 10,)gt; wo es sich der Beschreibung nach, um Miliartuberkulose des Bauchlelles gehandelt hat. AVir k�nnen also, haupts�chlich auf unseren Fall 2. gest�tzt, behaupten, dass die Miliartuberkulose bei Ati'en in derselben Weise spontan vorkommt, wie beim Menschen,*)
Als einen wesentlichen Fortschritt in der Lehre von der Tuberkulose rauss man es bezeichnen, wenn man in neuester Zeit ermittelt hat, dass die Miliartuberkulose stets etwas Se-eund�res darstellt, dass sie �berhaupt nur dann sich bildet, wenn bereits k�sige Heerde an irgend einer Stelle des K�rpers sich l�ngere Zeit befunden h�ben. Auch bei den oben ange�f�hrten F�llen von Miliartuberkulose bei Affen fanden sich gleich�zeitig k�sige Heerde in den Lungen und anderen Organen. DnrehscboiUlich kann man darauf rechnen, dass sich beim Men�schen unter 10� F�llen verk�sender l'neumonio zu 30 bis 40 derselben Miliartuberkulose hinzngesellt. Unter 13 schwind�s�chtigen Affen fand sich 4 mal Miliartuberkulose, also ann�hernd dasselbe Verh�ltniss, wie beim Menschen.
Beim Menschen linden sich mitunter neben verk�sender l'neumonio kleinere oder gr�ssere k�sige Heerde in den ver�schiedensten Organen, in der Milz, in den Nebennieren, in der Leber, auf der i'leura und au anderen Orten, die wohl in der Mehr�zahl der F�lle aus Entz�ndungsprodukten hervorgegangen sind.
Bei den Affen kommen, wie wir gesehen haben, derartige k�sige Heerde neben verk�sender Pneumouie in den verschie�densten Organen in sehr ausgedehnter Weise vor. Ja wir m�s�sen nach den vorliogendcn Beobachtungen behaupten, dass so�wohl der Umfang dieser k�sigen Heerde in manchen Organen (Milz, Leber) beim Affen relativ grosser wird, als es beim Men�schen gew�hnlich der Fall ist, als auch, dass beim Affen die Zahl der Organe, in denen k�sige Heerde auftreten, bei einem
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*) Siehe im Nachtrag Fall 2.
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and demselben iDdiridam tri�sscr ist, als I)oint Mpnsclicn. Wenn wir im Folgenden den ^isdruck Tuberkul�se ffir k�sige Ilcerdo beibehalten, wenn wir also im Folgenden von einer Tu2-berkulose der Nebennieren, uei Magens, der Dura mater u. s. w sprechen, so wollen wir damit nicht sagen, dass diese Ueerda aus Miliartnberkel berrorgegangen simi, sondern es geschieht dies mir deshalb, weil bisher der Sprachgebraach f�r die ana-ogen Processe leim Menschen uoeh keinen arideren Namen ein�gef�hrt hat.
Tuberkulose des Oesophagus wird beim Menschen als h�chst seltenes Vorkommen beobachtet. In Virohow's Archiv lid. 44. S. 373 habe ich einen liiorher geh�rigen Fall ver�ffentlicht. Einen ganz eolatanten Fall von Tuberkulose des Oesophagus haben wir bei einem Mandrill aufzuweisen. liier fanden sich in der ausseren Mnskelsehieht zwei l�nglich ovale, etwa 2 Mm. breite, feste, gelbweisse, k�sige Heerde, die, wenn der Tod nicht fr�her einiretreten w�re, bei weiterein Wachs-thinn und fortschreitender Erweichung nach der lliihlo des Oesophagus hin perforirt und ein tuberkul�ses Geschw�r her�vorgebracht hatten.
Tuberkulose des Magens geh�rt beim Menschen eben�falls zu den allergr�ssten Seltenheiten. In der Berliner klini�schen Wochenschrift 1867 Nr. 32. habe ich einen Fall beschrie�ben, wo sich im Magen eines Droschkenkutschers ein grosso?, tuberkul�ses Geschw�r vorfand, welches durch Perforation t�dt-liche Peritonitis hervorgebracht hatte. Hier fand sich in der Bauchh�hle ein kindskopfgrosser, aus verk�sten Lymphdr�sen bestehender Tumor. Den Befund im Maireri eines Mandrills halte ich f�r sehr bemerkenswerth. H�tte die Pneumonia das Thier nicht get�dtet, so w�re wohl bald eine Berstnng des Tu�mors und ein Ergnss dor erweichten, k�sigen Massen in die Magenh�hle erfolgt. Es w�rde dann zur Bildung eines soge�nannten tuberkul�sen Magengeschw�rs gekommen sein. Dass sich in der Magenschleimhaut miliare Tuberkel heim Menschen
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entwickeln und durch Zerfall zur �lceration f�hren k�nnen, dar�ber liegen keine sicheren Beobachtungen vor. Bei dem Mangel einer universellen jn�iaren Eruption vormuthe ich, dass auch in meinem Falle sieh in der Magenwand ein k�siger Heerd, �hnlich wie hei dem Mandrill, gebildet hat, der durch Zerlall zur Bildung eines Geschw�rs gef�hlt hat. Beim Menschen sind meines Wissens k�sige Heerde, die balbkttgelf�rmig in die Magenboble hineinragen, noch nicht beobachtet worden. Bei dem Maoaous cynomolgos bat wohl eine der Magenwand aussen aufsitzende, zerfallende Lymphdr�se erstere perforirl und so zur Bildung eines Jaachebeerdes in der Umgebung des Magens gef�hrt.
Wenn man mit den Erfahrungen aus der menschlichen patho�logischen Anatomie an die Section der Affen herantritt, so wird man sehr �berrascht, den Darm, der gew�hnlich beim Menschen sehr ausgedehnte Erkrankungen zeigt, hei schwinds�chtigen Affen entweder gar nicht oder nur relativ wenig erkrankt zu sehen. Unter den 13 von uns mitgetheilten Beobachtungen fand sich nur 8 mal Darmtuberkulose. Die hier beobachteten Ver�nde�rungen stimmen auffallend �beroin mit den ersten EnUvicke-lungsstadien der Darmtuberkulose beim Menschen : hier wie dort ist der Beginn der Erkrankung an die Follikel gebunden, welche dorch zunehmende Zelleninliltrationen grosser werdend, allm�lilig eine k�sige Metamorphose eingehen. Das Aussehen der aus den zerfallenden Follikeln hervorgehenden, kraterf�r-gen Geschw�re, die von einem erh�hten Wall umgeben sind, stimmt beim Affen ebenfalls mit dem Menschen �beroin. W ei-terhin haben Mensch und Affe das Gemeinsame, dass in den Plaques meist nur ein Theil der Follikel, mitunter nur einer erkrankt, w�hrend die �brigen intact sind. Beim Menschen sehreitet nun die Inliltration in der Umgebung der erkrankten Follikel in der Schleimhaut weiter fort, die infiltrirte Schleim-hautpartie zerf�llt nach und nach und es kommt so zur Bil�dung grosser Geschw�re, insbesondere zur Bildung der be-
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kannten Giirtoljrpscliwure. Beim AITen eclieint dagegen der Pro�cess sich auf die Follikel zu bescUr�nkon. In keinem der 3 F�lle orstroekte sich die �lceration auch nur �ber einen ein�zigen Follikel hinaus. Weitere Beobachtungen m�ssen lehren, ob bei den Affen ausgedehntere Darmnlccrationen �berhaupt nicht Torkominen. Beim Menschen pilegt das Coecnm besonders reichliche Ulcerationen zu zeigen; ja, mir sind Falle vorgekom�men, wo sich nur im Coecum Geschw�re fanden, w�hrend der ganze �brige Darm t'rei davon war. Bei den 3 Affen wurden im Coecum keine k�siggeschweliten Follikel oder Ulcerationen gefunden.
Worin mag die auffallend geringe Betheiligung des Darms im Vergleich zu den m�chtigen, k�sigen Jlasson, die in den Lungen, in der Milz und in anderen Organen abgelagert sind, beruhen? Klebs nimmt an, dass der Tuberkulose ein speci-iisches Virus zu Grunde liegt, und dass der Darmtractus selbst der Weg ist, auf welchem die Ueliertragung von den Lungen aus stattfindet, dass es verschluckte l'roducte der Lungensub�stanz sind, welche den Process auf die Darmfollikel Bbertra-geii. Da Husten bei unseren schwinds�chtigen Affen gew�hn�lich ganz fehlte und somit auch das Verschlacken aus der er�krankten Lunge stammender Spnta bei ihnen wohl seltener vor�kam, als beim Menschen, so d�rfte die Klebs'sche Annahme in der fehlenden oder geringen Erkrankung des Aflendarms eine Best�tigung finden.
#9632;Miliartuberkulose der Leber findet sich beim Men�schen constant, wenn �berhaupt frische miliare Eruption vor�handen ist. Ausser diesen miliaren Tuberkeln, die in ihren ersten Anf�ngen meist nur microscopisch zu erkennen sind, werden beim Menschen in seltenen F�llen und fast nur bei Kindern in der Lober gr�ssere k�sige Knoten beobachtet. Die�selbon haben die Grtissc einer Erbse bis zn der einer Hasel-nuss. Nach Forster kommen selbst solche von der Grosse einer Faust vor. In der Uegel uraschliessen derartige Heerde
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allseitip; einen Gallengang; ihr Centnim orseheint dann erweicht nnd gallig tingirt.
Unter den 13 mitgetheilton Affensectionen fand sich ein�mal ausgesprochene Miliartuberkulose der Leber bei einem Le�mur collaris (Beobachtung 2.) neben MiUartubercnlose des Bauchfelles. Hier war die ganze Leber durchsetzt von �usserst reichlichen bis hirsekorDgrossen, gramveisson Kn�tchen. Die Km'Uohan lagen theils in den Interlobularr�urnen, theilweise waren sie mitten in den Acinis eingeschlossen. W�hrend heim Menschen die Miliartuberkel in der Leber h�ufiger sind, als gr�ssere k�sige Ileerde, scheint dies beim AfTen urngekehrt der Fall zu sein. In der Leber eines Wandern CBeobachtung 7.) fanden wir einzelne, zerstreute, bis erbsengrosse Ileerde. Die�selben unterscheiden sich in diesem Falle, abgesehen von ihrer Grosse, haupts�chlich durch ihr ungleichm�ssiges Auftreten,
Tuberkulose des Pancreas Jindet sich beim Menschen in �usserst seltenen F�llen neben ausgebreiteter Tuberkulose der Lungen und des Darms in Form zerstreuter, kleiner, gelber Kn�tchen. Wir beobachteten bei einem Mandrill einen steck-nadelkopfgrossen, gelbweisson, festen Ileerd.
Tuberkulose der Milz kommt beim Menschen nicht selten vor und zwar tritt dieselbe liier sowohl in Form der Miliartuberkulose, als auch in Form gr�sserer bis erbsengros-ser, k�siger Heerde auf. Nur in seltenen F�llen ist von die�sen die ganze Milz durchsetzt. Die Milz bewahrt beim Men�schen dabei gew�hnlich ihre Form und Grosse. Bei den uns vorliegenden Affensectionen war die Milz bald ganz frei von k�sigen Heerdea (Macacus cvnomolgus, Macacus nemestrinus), bald enthielt sie in sehr ausgedehntem Maasso k�sige Heerde. Von einer derartigen Vergn'isserung der Milz durch k�sige Ein�lagerungen, wie ich sie bei einem Lemur collaris (Beobach�tung 2.) gefunden habe, ist mir aus der menschlichen patholo-schon Anatomie kein Beispiel bekannt. Hier stellte die Milz einen grossen, prallen, �ber die Dartnsehlingcn quer verlau-
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f�nden Tumor dar, dor mit seinem oberen Ende das Diapliragma ber�hrte, w�hrend sein unteres bis in die Beckenh�hle herab�stieg. Der Tumor bestand last durchweg ans k�sigen Massen. Bis wallmissgrosso, im Centram erweichte K�seheerde fanden sich in der Milz bei einem Wandern, Die Milz war hier etwa um das 4fac-he vergr�ssert. Aehnliche Verh�ltnisse fanden sich bei Cercopitheeus albigena. Auch in dem l'agen stech er'-sehen Kali enthielt die Milz einen gr�ssereu K�soheerd, Klei�nere Heerde ohne wesentliche Ver�nderung der Form und der Grosse der Milz landen sich bei einem Cebus capuzinus und einem Cynocephahis Mormon.
Tuberkulose d er N ob ennioren kommt beim Menschen nicht selten vor und zwar meist neben Lungen-, Darm- und Lymplulr�sentnberkulose. Sie betrifft bald nur eine, bald beide Xebennieren und tritt meist in Form erbsen- bis wallnussgros-ser oder di�'user, nicht scharf begrenzter, harter oder weicher, gelher, k�siger Massen auf, welche von derbem iibr�sem Ge�webe umgeben sind und neben denen vom normalen Drilsen-gewebo kaum eine Spur zu linden ist. Die entarteten Neben�nieren erscheinen meist vergr�ssert, taubonei- bis luihnereigross, hart und h�ckerig. Nicht selten tritt partielle oder totale Ver�kalkung der k�sigen Taberkelmassen ein. (F�rster.)
Wir haben zwei F�lle von Tuberkulose der Nobenniercn bei Affen aufzuweisen, die im Wesentlichen vollkommen mit den menschlichen Bel'unden �bereinstimmen. Der eine Fall be�trifft einen Letnnr collaris (Beobachtung 2.), bei dem beide Ne�bennieren wohl um das Doppelte vergr�ssert und zu gleichm�s-sigen k�sigen Massen entartet waren, in denen keine Spur von normalem Parenchym mehr zu erkennen war. Die Form der Nebennieren war hier im Allgemeinen erhalten. Der andere Fall betrifft einen Mandrill (Beobachtung 1.), wo die rechte Nebenniere in ihrer Rindensabstanz einen linsengrossen, festen, gelbweissen, k�sigen Tumor einschiiesst, w�hrend die linke Ne-benuiere gesund ist. Tuberkulose der Nebennieren bei Affen
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hat �brigens schon Reynaud gesehen (F�rster's specielle jiath. Anat. 2to Aufl. S. S35). Erw�hnt sei noch, dass in keinem der beiden F�lle irgend eine Ver�udoriing in der Haut�oder in der Haarf�rbang beobachtet worden ist.
Tuberkul�se lleerdo in den Niereu von ziemlicher Aus�dehnung fanden sich bei einem Mandrill, von geringerer Grosse wurden sie bei einem Lemur collaris, bei einem Cercopithecus albigena und einem Macacos oynomolgus gesehen.
Prim�re k�sige Ablagerungen im Gereich des Genital-systeras, die beim Menschen nicht selten zur Beobachtum' kommen, haben wir bei Affen nicht gefunden, Auf der Harn�blase nahe dem Vertex sass unter dem Peritoneum eines Man�drill's ein fester, k�siger, erbsengrosscr Tumor, der jedoch of-feubar secund�rer Natur war.
Beim Menschen kommen auf der Pleura ausser Miliar-tuberkel auch gr�ssere, hanfkorn- bis orbsengrosse, gelbe, k�sige Heerde vor, die erweichen und Caries der Rippen bedin�gen k�nnen. Wir haben bei Affen zun�chst einen Fall von Miliartaberkulose der Pleura bei einem Lemur collaris (Beob�achtung 2.) aufzuweisen. Hier fanden sich neben ausgedehnter miliarer Eruption auf dem Bauchfell einzelne grauweisse Mi-liartuberkel in der Pleura pulmonalis. Mehrfache gr�ssere, k�sige Heerde unter der Costalpieura fanden -wir bei einem Cer�copithecus pygerythrus (Beobachtung 5.). Weiterhin boschreibt Schmidt einen Befund, wo bei einem Eriodes frontatus auf der oberen Fl�che des Zwerchfelles etwa ein Dutzend Tuberkel-concclomerate sass.
Ich kann hier nicht umhin, au die Aehnlichkeit zu erin�neren, die die bei dem Cercopithecus pygerythrus beobachteten Inliltratiouen unter der Costulpleura mit den plattenf�nnigen Pcrlsuchtgeschw�lsten besitzen, die wir unter der Costalpieura bei einem Nilgau beobachtet haben.
Miliartuberkulose dos Herzbeutels fand sich bei einem Lemur. Das Bauchfell schloss ausser reichlichen Miliartuber-
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kein einzolue bis erbsengrosse, gelbe Knoten ein, was mitunter auch bei der Bauehfelltaberkalose des Menschen v�rkommt.
Tuberkul�se Ulcerutionen der Bron chialsclileimkaut sahen wir einmal bei einem Mandrill. Dieselben fanden sich in dem linkeu Bronchus, der von seinem Eintritt in die Lun�gen an in seinem ganzen weiteren Verlaut' in verk�stes, zum Theil eitrig erweichtes Gewebe eingebettet war. In dem Haupt-Stamm waren die Ulcerationen sparsam und stellten scharf aus�gezackte, mit stark ger�theten und gewulstetenlt�ndern umgebene Gesch�wre dar. Die dazwischen liegende Schleimhaut war stark ger�thet, erheblich verdickt und zum Theil mit eitrigem Schleim bedeckt. Weiter nach unten fl�ssen alsbald die Ulcerationen zusammen, so dass nur noch inseltVirmige Reste der Schleim�haut �brig blieben, und durchbohrten vielfach die Wandungen des Bronehialrohrs, In dem rechten Bronchus und in dessen Verzweigungen wurden, obwohl sich in der entsprechenden Lunge ebenfalls einige k�sige Ileerde fanden, keine Ulceratio�nen beobachtet.
lu keinem Fall wurde bei Affen Tuberkulose der Trachea oder des Kehlkopfs gefunden, eine Affection, die beim Men�schen die Tuberkulose sehr h�utig zu begleiten pflegt. Liegt der Grund hierf�r wohl darin, dass die Schleimhaut des Kehl�kopfs bei der mangelnden Lxpectoratiou der Atfen weniger in-ficirenden Stoffen ausgesetzt ist, als beim Menschen?
Tuberkel kommen in der Herzmus enlatur beim Men�schen mitunter vor, tbeila als Miliartuberkel, tbeils als gr�ssere, gelbe, k�sige Massen, die bald vom Pericardium aus eich in die Maskelsubstanz erstrecken, bald auch im Inneren des Iferz-fleisches gefunden werden. Ileerde der letzteren Art haben wir in ziemlich ausgedehntem Grade bei einem Mandrill ge�funden.
Miliartuberkel sind in der quergestreiften Muscula-tur mit Ausnahme des Herzens und der Zunge bis jetzt beim Menschen noch nicht beobachtet worden, Wohl aber fand man
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bei Tuberkul�sen in einzelnen Muskeln einfach oder mebriaeh umschriebene harte oder weiche k�sigo Knoten, welche aus tuberkul�ser Entz�ndung hervorgiugen (F�rster). Wir beob�achteten in dem Diaphragma eines Cercopithecus pygerythrus (Beobachtung 5.) einen erbsengrossen, trockenen, gelbweisseo, k�sigen Tumor, der die ganze Dicke des Zwerchfelles durch�setzte und an die mit demselben verwachsene Obor��clie der Leber grenzte. Hierher geh�ren auch die oben beschriebenen k�sigen Heerdo in der �ussercn Muskelscl�cht des Oesophagus bei einem Mandrill.
Beim Menschen erkranken die in der N�he der Pfortader und im Mesenterium gelegenen Lymphdr�sen, besonders bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, bekanntlich oft selbst�st�ndig, indem sich in denselbeu ein hyperplastiscber Process entwickelt, der zur Verk�sung f�hrt. Eine �hnliche Scrophu-losis meseraica habeu wir bei AlFan bis jetzt noch nicht ge�funden.
Verschieden hiervon sind die k�sigen Schwelhingen der Lymphdr�sen, welche dadurch zu Stande kommen, dass den�selben mit dem Lymphstrom von einem Organ , das bereits der Sitz k�siger Heerde ist, inlicirende Theile zugef�hrt werden. Beim Menschen finden sich wohl in den meisten F�llen k�sige Heerde in den Bronchialdr�seu bei verk�sender Poeamonie und k�sige Heerde in den Mesenterialdr�sen bei ausgedehnterer Darm-tuberkulose. Auch bei Affen haben wir niemals k�sige Schwel�lungen der Broochialdr�sen bei verk�sender Pnenmonie ver-misst; dagegen landen sich unter den 3 i'�llen von Darnituber-kulose nur einmal k�sige Heerde in den Mosenterialdr�sen-Mehreremale dagegen wurden k�sige Lymphdr�sen in der Bauch�h�hle ohne Darmtuberkulose gefunden. Bei dem Mandrill wa�ren die Bronchialdr�seu zu h�hnereigrossen, durchweg k�sigen Tumoren entartet, die zum Theil breiig erweicht waren. Pagcnslecher nimmt f�r seinen Fall an. dass die Broachial-
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(IrGsen-Erkrankung das Prim�re gcwospn sei und dass sp�tcT die Lungenerkrankuui; liinzugetreten sei.
Tuberkulose der J)ura mater gehurt beim Moiiscbon za den gr�ssten Seltenheiten und tritt meist nur in Form diffuser, k�siger Infiltrationen auf. Einen griisseren tuberkul�sen Kno�ten in der Dura mater, welcher eine Grube im Sch�del und im Gehirn bewirkt hatte, sah Lobert (Tr. d'Asat, path, II. P. 104, Fig. 7.).
Wir fanden bei einem Mandrill im linken Tentorium zwi�schen beiden Bl�ttern einen linsengrossen, k�sigen Ileerd.
Ob sich im Gehirn bei einem Affen Tuberkel befunden ha�ben, k�nnen wir nicht sagen, da dieses Organ geschont und dem Museum �bergeben werden musste.
Hei einem Lemur eollaris, wo sich ausgedehnte Miliartuber�kulose des Bauchfelles fand, wurden Miliartuberkel in der Pia odor in dor Cborioidea nicht beobachtet.
Eine Combination, die auch beim Menschen nicht sel�ten zur verk�senden Pneamonie hinzutritt, n�mlicb Pericar�ditis, beobachteten wir bei einem Cercopithecus albigena. Hier war der Herzbeutel mit reichlicher, blutiger Fl�ssigkeit erf�llt und enthielt ein durc'nscheineudes Gerinnsel. Bei einem Cynocephalus Mormon enthielt der Herzbeutel eine ziemliehe Menge klarer Fl�ssigkeit und fanden sicli auf der Oberfl�che des linken Ventrikels zottenformige Fibringerimiungen, \\ ei-terhin ist in dem von Schmidt mitgetheilten Fall von einem Cynocephalus leacophaens alte, abgelaufene E'ericarditis mit Verwachsung beider Bl�tter des Herzbeutels und stellcnweiser Verdickung derselben zu einer knorpelartigea Masse vorhan�den gewesen.
Als eine zul�l'ige Combination sind wohl die bei einem Cebns capuzinus in den Lungen gefundenen gt;ehr zahl�reichen Psorospermienheerde zu bezeichnen. �ass dieselben in den Lungen bereits zu einer Zeit vorhanden wareu, wo noch das gesammte Lungengewebe laftbaltig war und dass die
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Hep.itisation des linken Lungenlappons erst sp�ter erfolgt ist, daf�r sprechen mehrere Momente, Dass aber die l'sorospenmon-Heerde die Veranlas-mng zur Entstoluing der l'neuinonie ab�gegeben Laben, ist nicht wahrscheinlich.
Als eine zuf�llige Combioatioo sind weiterhin zu bezeich-uea die necrotischo Zerst�rung einer Toosille, welche bei einem Cercopithecus pygervthrus gefunden wurde, sowie die starken Figmentiraogen auf der Darmscbleimbaat, die bei demselben Allen und bei Cercopithecas albigena zur Beobachtung kamen.
Vgt; as nun die Symptome anbetrifft, so sind ausgospro-ehene Erscheinungen, die bereits bei Lebzeiten mit Bestimmt�heit eine verk�sende I'neumouie erwarten Hessen, unter den von uns mitgethe�ten F�llen nur bei dem Mandrill beobachtet worden. Hier Waren insbesondere auH'ullende Athmungsbe-sebwerden vorhanden, die aueh Schmidt f�r einen Cyno-cepbalus lencophaeas angiebt, Husten war in keinem unserer F�lle vorhanden und wird auch von Schmidt f�r '2 F�lle iu Abrede gestellt. Diarrh�en fehlten ebenfalls in allen F�llen. Die eingetretene Abmagerung fiel meist erst bei der Section auf; nur bei dem Mandrill war sie bereits bei Lebzeiten con-statirt worden, Schmidt f�hrt f�r 2 seiner F�lle an, dass eine gewisse Traurigkeit und Langsamkeit in den Bewegungen dem Tode l�ogero Zeit vorausgegangen sei. Fast bei unseien s�mmtllehen F�llen fand man eines Tages ganz unerwartet die Thiere todt, nachdem sie noch Tags zuvor wie gew�hnlich iu ihrem K�fig amhergeklettert waren. Ich will hierbei bemer�ken, dass ein junger Schimpanse, der im August 1S60 an Diphtheritis faacium gestorben ist, zeitweise kurze, rauhe Uu-stenst�sse von sich gab, so dass man eine Lungenerkrankuug erwartete. Bei der Section erwiesen sieh jedoch die Lungen als vollkommen gesund.
Dass das Thermometer, die Percussion und die Ausculta�tion bei so ausgedehnten Hepatisationen, wie wir sie gefunden haben, �hnliche liesultato ergeben werden, wie beim Menschen,
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ist anzunchinen. Derartige Untorsuchungen werden jedoch aus
ualieliegendeu Grilndou nur im be�chr�ukten Maassstabe stattquot; liudeu k�uuun.
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B. Wiederk�uer.
1. Antilope pieta. Nilgau.4)
Di'.s Thier ist im hiesigen zoologischen Garten geboren wor�den und zwar von einer Mutter, die, wie durch die von Herrn Thierarzt Seh rader gemachte Section festgestellt worden ist, an Perlsncht gestorben ist. Schon bei Lebzeiten bot der Nilgau Er�scheinungen dar, die die ererbte Perlsacht vermuthen liessen. In der rechten Parotisgogend entwickelte sich eine A'ortreiluing der Haut durch eine darunter gelegene, langsam wachsende Geschwulst bedingt. Zugleich magerte das Thier sichtlich von Tag zu Tag ab, w�hrend die Geschwulst in der Parotisgegend etwa die Grosse einer Faust erreichte. Etwas �ber 2 Jahre alt, wurde das Thier am 8. Februar ISG'J todt gefanden.
Bei der Section sind beide Lungen von der Basis bis zur Spitze hin durch alle Theile hindurch gleichm�ssig durchsetzt von �usserst reichlichen Heerden von |�4 Linien Durchmesser, welche eine gelbe, trockene, centrale Zone und eine mehr grau-roth gef�rbte, fleischige, von reichlichen Gelassen durchsetzte., peripherische Schicht erkennen lassen. Bei der Palliation f�hlt man die Geschw�lste als harte, ziemlich schart'couturirtc Kno�ten. Die unter der Pleura gelegenen Geschw�lste springen theilwelse als rundliche Prominenzen �ber die Oberfl�che der Langen vor, ohne sich jedoch alizuschn�ren. Das sparsame, rostirende Lungenparencliym hat eine rothe Farbe und entleert beim Anschneiden eine schaumige, r�thliche Fl�ssigkeit. In der Trachea liudet sich eine reichliche Menge schanmisreo
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*) Mitgetbeik in Virchow'a Archiv, Bd. -i'i'.
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S�lileims, jedoch ist hier nirgends Gesehwiirsbildung vorhanden-In der Brusth�hle eine geringe Menge von Fl�ssigkeit. Beide Lungen an ihren vorderen li�ndern mit der Kippemvand durch d�nne Adh�sionen verbunden. Zwischen den Adb�sionen meh�rere gelblicbgr�ne, gallertige, gegen tbulergrosse, platteuiormige Tumoren. Die BrODcblaldrnseD an der Langenworzel zu Ge�schw�lsten von �pfelsioengr�sse entartet. Sie stellen harte Tumo�ren dar, welche auf der Durchscbitts��che ein gleichm�ssiges, braungelbes, m�rtelartiges Aussehen darbieten. Zu beiden Sei�ten der Wirbels�ule ragen in die l'leurah�hle hinein rundliche, knollige l'rotuberanzen von der Grosse einer Wallnass bis zu der eines Apfels. Fast jeder Rippe entsprechend findet sich hier in einer Entfernung von 4�6 Zoll von der Wirbels�ule ein solcher Tumor, der sich prall anf�hlt und beim Anschnei�den dieselbe Beschaffenheit darbietet, wie die entarteten Bi-on-cbialdr�sen. Auch in der Pleura costalis der vorderen Thorax�h�lfte finden sich zerstreute, plattenf�rmige Geschw�lste,
Im Herzbeutel eine massige Menge dunkelbraunen Se�rums ohne Fibrinllocken. Beide Bl�tter des Herzbeutels sind frei von Nsnbildangen; desgleichen die Herzmuscnlatur,
In der rechten I'aro t is g t gen d linden sich drei zu h�h-nereigrosseu Tumoren entartete Lymphdr�sen, die dasselbe Aussehen darbieten, wie die Brouchialdr�sen. Liei'arotis selbst ist unver�ndert.
Bei Er�ffnung der Bauchh�hle linden sich im grossen Netz zerstreut einzelne bis erbsengrosse Geschw�lste von eben be�schriebener Beschaffenheit. Die retroperit on eal e n Lymph�dr�sen sind zu faustgrossen l'aquets entartet, welche mitunter ein ausgesprochen pcrlartiges Aussehen ihrer Oberfl�che zeigen. Beim Anschneiden bestehen diese Tumoren fast durchweg aus einer homogenen, gelblich gef�rbten Substanz, in der reichliche Kalkkr�mmel eingebettet sind. Nach der Peripherie hin gehen diese Geschw�lste in eine mehr rbthlichgraue Kiudeusubstanz �ber uud diese ist umgeben vou einer festen, knorpelartigen.
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etwa eine Linie dicken, bindegowebigen Kapsel. Aul' dieser Kapsel sitzen den t'.uistgrossen Tumoren zahlreiche kleinere Ge�schw�lste auf, von der Gr�sse eines Stecknadelkopt'es bis zu der einer Krbse. An einigen Geschw�lsten ist die Olierfliiche gleichsam �bers�et mit einer etwa \ Zoll dicken Schicht solcher Perleu, die durch ein lockeres, gefiissreiches Bindegewebe mit einander vereinigt sind und s�mmtlich einen verkalktes Kern und eine weichere Rindeosabsanz unterscheiden lassen. Die Milz zeigt eine stark gefaltete Kapsel, durch welche die Mal-piglu'schen K�rper als rundliche Prominenzen durchschimmern. An einer Stelle lindet sich in der Milz ein etwa linsengrosser, fester lleerd, der beim Anschneiden sich ebenso verh�lt, wie die �brigen Neubildungen und ziemlich die ganze Dicke des platten Organs durchsetzt.
Durch die Oberfl�che der Leber schimmern mehrere gelb�liche, rundliche Geschw�lste durch; die gr�sseren derselben haben einen Durchmesser von 5 � 6 Linien, die kleinsten stel�len noch eben erkennbare, graaweisse Knotchen dar. In der Leber sind die Geschw�lste unregelm�ssig vertheilt und lange nicht so reichlich vorhanden, wie in den Lungen. Das Lober-parenehym hat eine dnnbelbranoe Farbe.
Im .Magen, Darm, in den Nieren, am Skelet, im Gehirn und in dessen H�llen worden keine derartigen Neu�bildungen gefunden.
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'-'. C am clop ardal is Giraffa. Giraffe.
Weibliches Geschlecht.
Die Giraffe lebte etwas �ber 2 Jahre in unserem Garten. Sie starb am il. Januar 1870 in einem Alter vou etwa 27 Jahren.
Lei der Section f�hlt man in den collabirteu, von aussen keine auffallende Abnormit�ten darbietenden Lungen mehrere sehr harte, h�hnereigrosse Geschw�lste. Die Tumoren liegen haupts�chlich in der N�he der Luugenwurzel; in jeder Lunge
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siml otwa 3�4 lmlinereip;rnsse nnd ��6 haselnussgrosse Ge-sclivr�lste vorhanden. Pie Vortlioilanp; derselben ist derart, dass sprosse Lungonabselinitte vollst�ndig i'roi davon sind. Die Hasalr�ndor beider unteren Lappen, die in gerinjrem Grade em-physemat�s aufgetrieben sind, sohliessen jederseits einige Ge-sclnv�lste ein. Desgleichen findet sich auch in der N�he der Spitze des linken oberen Lappens ein �ber Zoll grosser Knoten. Auf einem Durchschnitt dor Geschw�lste, wobei dem Messer ein knorpel�hnlicher Widerstand geleistet wird, zeigt die Schnitt�fl�che ein granweissliches Aussehen.
j\Ian erkennt nun mit grosser Deutlichkeit, dass die Ge�schw�lste zusammengesetzt sind aus einer sehr grossen Anzahl dicht beisammen gedr�ngter, grauweisser, sehr fester Kn�tchen, die sich nur. mit Anwendung einiger Gewalt mit den Nadeln zerzupfen lassen. Auch in der Mitte der Tumoren sieht man die Kn�tchen mit gr�sserer Deutlichkeit. Dieselben sind hier �berall ebenso beschaffen, wie in der Uussersten Rindenschicht, Die einzelnen Kn�tchen besitzen eine graue Peripherie und ein mehr weisslich gef�rbtes Centrum. Sie sind durch eine sehr feste, bindegewebige Masse von fast schwielenartiger Beschaf�fenheit mit einander verbunden. In den Geschw�lsten selbst findet sich nirgends mehr eine Spur von Lungengewebe. Fet�tige und kalkige Bn'ickel sind in einzelnen Geschw�lsten als lianfkorni^rosse Einsprengungen vorhanden, jedoch ist die Mehr�zahl der Gesehw�lste v�llig frei von derartigen Producten. Das Langenparenchym ist von ziemlich vielen, schwarzen Pigment-Hecken durchsetzt. Die Lungen, die jederseits nur - Lappen haben, sind nirgends mit der Rippenwand verwachsen. In der Pleura costalis worden Geschwnlstbildungen nirgends gefunden. An der Lungenwurzol sind jederseits 2 taubeueigrosse, stein-artig feste Bronchialdr�sen vorhanden. Auf einem Durchschnitt bestehen dieselben nicht wie die Gesehw�lste in den Lungen aus Kn�tchen, sondern haben ein homogenes, granscliwarzes, schwielenartigcs Aussehen. Nur bei einer Bronchialdr�se ist
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noch ein schmaler Saum nnver�nderter Dr�snnsubstanz �brig
geblieben.
Im Mesenterium des Colons finden sieb einige geschwellte Ljmphdr�sen, die sich hart anf�hlen und auf dem Durchschnitt inself�rmige, granweisse, sehr feste, fibr�se i\Iassen einsehliesscn von �hnlichem Aussehen #9632;wie in den Hronchialdn'isen. Hier war jedocli der gr�ssto Theil der Igt;r�sensubstanz meist noch er�halten.
Die colloide Degeneration beider Schilddr�sen , die Echi-nocoeeon in der Leber und im Herzen, sowie die atheromat�sen Heerde in der rechten Arieria. iliaca sollen weiter unten in der Zusammenstellung eine n�here Besprochung linden.
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Offenbar geh�ren beide Befunde in die Reihe derjenigen Neubildungen, welche beim Rindvieh h�utig vorkommou und denen die sogenannte Perlsucht oder Fran zosen kr ank-heit zu Grunde liegt.
quot;Wir haben zwei verschiedene Modificationen von Porlsncht vor uns. In dem einen Falle, beim Nilgau, hatten die Knoten in den Lungen die Grosse einer Erbse bis zu der einer Hasel-nnss, sie waren gleichm�ssig durch alle Lungenabschnitte ver�breitet, f�hlten sich sehr fest an und bestanden aus einem llei-schigen, granrotheu, peripherisehen Theil und einem gelben, k�sig 1.r�cklichen oder verkalkten, mittleren Theil. Der flei�schige, graurotho Rindentheil war zwar von reichlichen Gef�s-san durchzogen, bot aber Im Uebrigen ein gleichartiges Aus�sehen dar und es war im Besonderen keine Spur von Miliar-tuberkeln in demselben zu sehen. Bei der Giraffe dagegen fanden sich in den Lungen bis h�hnereigrosso, sehr feste Ge�schw�lste, die durchweg zusammengesetzt waren aus trraaweis-sen, sehr festen miliaren Kn�tchen. Auffallend war weiterhin der Unterschied beider F�lle in Betreff der Betlieili^unir der Lymphdr�sen. Bei dem Nilgau fand sich die ausgedehnteste
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Erkrankung der Lymphdr�sen. Es waren daselbst die Lymph�dr�sen in der Parotisgegend, die Bronchialdr�sen, sowie die Mesentorialdr�sen zu l'austgrossen Tumoren umgewandelt, #9632;w�h�rend sich hei der Girafi'o nur einige Bronchialdr�sen zu tauben-eigrossen Geschw�lsten umgewandelt und im massigen Grade auch einige Mesenterialdrusen erkrankt zeigten. Weiterhin fanden sich bei dem Nilgau ausgedehnte plattenl'�rmige Ge-sciiw�lste auf der Pleura, die bei der Giraffe fehlten. Bei dem Nilgau waren Geschw�lste in der Leber und in der Milz vor�banden, was bei der Giraffe nicht der Fall war. Bei dem Nilgau war ziemlich ausgesprochene Abmagerung eingetreten, die bei der Giraffe kaum zu bemerken war. Ein weiterer, sehr wesentlicher Unterschied bestand darin, dass bei dein Nilgau sehr ausgedehnte Verfettungen und Verkalkungen s�mmtlicher Geschw�lste, insbesondere der �r�sentumoren stattgefunden hat�ten, w�hrend bei der Giraffe die meisten Lungengeschw�lste durchweg ohne Kalkablagerungen und ohne erhebliche fettige Degeneration angetroffen wurden. Auch die Lyraphdr�senge-schw�lsto waren frei von Verkalkung und Verfettung.
Die microscopische Untersuchung der Gesehw�lste selbst ergab ziemlich �bereinstimmende Resultate. Bei Druck Hessen einige der weicheren Lungengeschw�lste dos Nilgaus eine mil�chige Fl�ssigkeit austreten, welche bei der raicroscopischen Un�tersuchung aus ziemlich reichlichen spindelf�rmigen Zellen, aus Ivornchenkugeln, aus einem k�rnigen Detritus, sowie aus far�bigen und farblosen Blutk�rpern bestanden. Bei der GiraiTo Hess sich aus keiner der Geschw�lste durch Druck eine aus�tretende Fl�ssigkeit gewinnen. Die graue peripherische Sub�stanz der miliaren Kn�tcbon, aus denen die grossen Lungen�geschw�lste der Giraffe zusammengesetzt waren, ergaben den�selben bekannten Bau der Perlsuchtgeschw�lste, wie der grau-vothe, fleisci-ige Kindentheil der erbsengrossen Tumoren in der Lunge des Nilgaus. Beide Male bestanden die Znpfpr�parate haupts�chlich aus Fasern und spindelf�rmigen Zellen. Besen-
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ders in don Gescliw�lsten ans der Lnngo des Nilgans wurden auch grosse, spindelf�rmige Zellon mir melireren Kernen beob�achtet. Die Zahl dieser Kerne �berschritt jedoch niemals 3 oder i. Bei der Giraffe fanden sich nur wenig Kornchenkugeln und Detritus vor.
H�lt man den Standpunkt aus der menschliehen patholo�gischen Anatomie fest, wonach man als Tuberkel nur eine miliare Eruption, die aus Randzellen besteht, bezeichnet, so kann man weder die Limgengeschw�lste der G-iraffe, noch des Nilgaus als Tuberkel bezeichnen. ]\Ian hat sich damit geholfen, dass man eine besondere Modification des Tuberkels, den sogenannten libr�sen Tuberkel zugelassen bat, der auch beim Mensehen -vorkommen und aus dem gew�hnlichen Tuberkel hervorgehen soll, L�sst man diesen libr�sen Tuberkel zu, so kann man die Geschw�lste in der Lunge der Girallo als ein Coaglomerat fibr�ser Tuber�kel bezeichnen. In Verlegenheit kommt man jedoch, wenn man die Lungengeschw�lste des Nilgaus mit menschlichen Befunden parallelisiren soll. Sind diese Ileerdo den verk�senden bron-chopneumonischen Ileerden des Menschen und der Allen gleich�zusetzen oder entsprechen sie einem Aggregat zusammengeflos-sener Miliartnberkel? Treten in diesem Falle die letzten bei den Wiederk�uern ebenfalls nur soeur.d�r nach vorausgegan�genen k�sigen Heerden auf? K�sige Ileerde, die etwa die Ver�anlassung der Perlsucbt bei der Giraffe h�tten sein k�nnen, wurden nicht gefunden. Der macroscopisebe Befund giebt kei�nen Anhaltspunkt daf�r, dass die Ileerde in der Lunge des Nilgaus durch Zusammeniiiessen tniliarer Kn�tchen entstanden sind, und auf der anderen Seite kann man, abgesehen von dem microscopischen Bau, die einzelnen linsen- bis hasolnussgrossen Ileerde nach der gegenw�rtigen Auffassung doeb auch nicht als Tuberkel bezeichnen. Mit pneumonischen Heerden hat der grau-rothe, fleischige Uiudentiieil der Gesehw�lste, der �berall sehr deutliche, wohlerhaltcne Formelemente einschliesst, wenig Achn-lichkeit. Unverkennbar, sowohl dem inacroscopiscuon Aussehen,
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als aueli dem niicroscopiscbeu Bau nach, ist dagegen die AeLu-licbkeit, welche die Geschw�lste des Nilgaus mit mancheu For�men des Sarcoms besitzen.
Auf der anderen Seite darf man nicht verkennen, dass die Perlsucht viele Aelmlichkeiten mit der Tuberkulose bat und dies veranlasste sehr namhafte Autoren, wie Bochdalekj, F�rster, Gerlacb, Klebs, sie als eine besondere Modifi�cation der Tuberkulose aufzufassen. Dieselben beriefen sich hierbei haupts�chlich auf die Aehnlicbkeit der Verbreitungs�weise, auf den �bnlicben Gang der Erkrankung, auf die con-statirte h�ufige Erblichkeit, insbesondere aber auf die Resul�tate der Impfung. Klebs impfte ein gesundes K�lbchen mit vom Menschen herstammender k�siger Masse und fand nach einigen Monaten, dass sich Miliartuberkulose entwickelt hatte. Dasselbe Agens, welches bei einem Kaninchen Miliartuberkulose erzeugt, bringt somit bei einem Wiederk�uer Perlsucht hervor.
Man darf daher wohl sagen, dass die Perlsucht das f�r die Wiederk�uer ist, was die Phtisis f�r den Menschen und Affen ist, dass aber der Phtisis der Wiederk�uer weder Miliar-tuberkel, noch verk�sende Pneumonie zu Grunde liegen, son�dern Geschw�lste von oben beschriebener Besehaffenheit. Die Perlsuchtgeschw�lste hat Johannes M�ller zu seinen Des-moiden gerechnet. Da aber das Wort Desmoid gegenw�rtig allgemein aus der Geschwulstlehre verschwunden ist und man f�r die Perlgeschwulst eine Bezeichnung haben muss, so em�pfiehlt es sich vielleicht, f�r diese entweder das Wort Desmoid oder Desmom in Anwendung zu bringen. Wir werden bei den Sectionsbefunden der V�gel sehen, dass der Schwindsucht der V�gel Geschwulstbildungen zu Grunde liegen, die in mancher Hinsicht an die Perlsuchtgeschw�lste der Wiederk�uer erinnern.
Ich lasse nun einen Befund von einem Dickh�uter folgen, der mit der Perlsncht der Wiederk�uer ebenfalls vieles Ge�meinsame hut,
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('. Dickb�uter.
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Dicotylcs torqualus.
M�DDliohes Geschlecht.
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Section am 6. M�rz 1870.
Nach Er�ffnung der Bauchh�hle schimmern durch das Dia�phragma einige opake, gelbe Stellen durch. Denselben ent�sprechen, wie sich bei Eroftnung der Brusth�hle von der Bauch�h�hle aus zu erkennen giebt, der Pleura diaphragmatica auf�sitzende, rundliche, feste, aus Gruppen gelber Kn�tehen zu�sammengesetzte Geschw�lste. Auf der Pleura costalis sitzen �hnliche Geschw�lste, die zum Theil beim Einschneiden einen trockenen, br�ckliehen Kern austreten lassen. Die Geschw�lste, die mit Perlgeschwulsten eine grosse Aehnlichkeit haben, sitzen theils in der N�he der Wirbels�ule, theils in den Intercostal-r�umen, theils auch im Mediastinum anticum und posticum. Ein Theil derselben zeigt schwarz-plgmentirte Stellen, andere bestehen haupts�chlich aus gr�nen, durchschimmernden, frischen, stecknadelkopf- bis erbsengrossen Knoten, noch andere haben ein ausgesprochen maulbeerf�rmiges Aussehen ihrer Oberfl�che. Die Lungen sind au mehreren Stelion durch membran�se Ad�h�sionen mit der Costalwand verwachsen; es betrifft dies je�doch nur die unteren Lungenabschnitte, w�hrend die oberen frei sind. In den membran�sen Adh�sionen mehrere Geschw�lste. Von dem scharfen Rande der Lungenbasis gehen einzelne ge�stielt anh�ngende Geschw�lste aus. In beiden Lungen ein�zelne Gruppen von Geschw�lsten. Zwischen denselben grosae Lungenabschnitte relativ intact. Die Heerde sind bis wallnuss-gross, schimmern zum Theil durch die Pleura durch und be�stehen aus zusammengedr�ngten kleineren Knoten. Im rechten unteren Lappen eine haselnussgrosse, mit einem eingedickten, gelben, scbneidbaren Inhalt erf�llte Broncbieetasic. Die H�hle
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derselben ist mit einer glatten Schleimhaut ausgekleidet und communicirt mit einem etwa rabenfederkieldicken Bronchus, Derselbe ist ausgegossen mit einem weichen, coh�renten, gelb-weisseii Gerinnsel. Broncbiectasien finden sich an mehreren anderen Stellen, besonders auch an der Lungenwnrzel und er�scheinen als erbsen- bis haselnussgrossc, feste Knoten, welche sich beim Anschneiden als eine trockene, golbweisse Masse unter Hinterlassung einer glattwandigen H�hle herausdr�cken lassen. Mitunter finden sich in der Umgebung derartiger Broncbiecta�sien graue Kn�tchen in das Lungpngewebe eingestreut, oft grup�penweise beisaramengelagert. Derartige Gruppen von Kn�tchen, die theils bereits eine k�sige Metamorphose erfahren haben, finden sich jedoch auch vor, ohne in der Umgebung von Bron-obioctasion zu liegen, insbesondere ist dies am scharfen Rande der unteren Lungenlappen der Fall. Die Oberfl�che der Lun�gen ist mit grobnetzf�rmigen, schwarzen Pigmentirungen ver�sehen. Dieselben finden sich auch im Inneren der Lungen vor. Die Bronchialdr�sen sind schwarz pigmentirt und mit ein-r.olnen k�sigen Heerden durchsetzt.
Das Herz ist ohne Abnormit�t.
Durch die Oberfl�che der Leber schimmern einige steck-nadelkopfgrosse, graue, durchscheinende Kn�tchen hindurch. Auf der Oberfl�che der Leber ist der ser�se Ueberzug an einer umschriebenen Stelle bis auf 1 Linie schwielig verdickt und von weisser Farbe, Die Galleng�nge mit dicken Wandungen versehen und einen orangefarbenen Schleim austreten lassend.
Die Nieren ohne Abnormit�t; desgleichen die Milz, der Darm, das Mesenterium und die Lymphdr�sen desselben. Das Blut dunkel. In der Aorta abdominalis ein gallartiges, farb�loses Gerinnsel. Kein ser�ser Erguss in die Bauchh�hle oder in das Unterhautbindegewebe. Keine auffallende Abmagerung,
Bei der microscopischen Untersuchung zeigten die grauen Kn�tchen in der Lunge und auf der Pleura dieselbe Textur, wie die Perlsuchtgeschw�lste bei dem Nilgau und der Giraffe.
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�ass der Tuberkel des Schweins sehr von dem mensch-lichen abweicht und dem Perlknoten des Rindes sich n�hert, dar�ber finde ich von Leiseving eine kurze|Notiz bei Gele�genheit eines von Trasbot mitgetheilten Falles von Tuberku�lose bei einem Schwein. (Virchow, .Tahresbericht 18GS, Bd. 1., Seite 518.)
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D. Raubthiere.
Der Garten verlor kurz hintereinander zwei seiner kost�barsten Thiere, n�mlich einen m�nnlichen und einen weiblichen Hy�nenhund, Thiere ans Afrika, die sonst in keinem zoologi-gischen Garten, selbst dem Londoner nicht vertreten sind. Das Weibchen warf zehn lebende Junge, die s�mmtlich noch an demselben Tage starben. Wenige Wochen darauf starb das M�nnchen und einige Tage nachher auch das Weibchen. Letz�teres wurde als Geschenk an Herrn Professor Pagenstecher in Heidelberg geschickt, dessen Brief der unter Nr. 2. mitge-theilte Befund entnommen ist.
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1. Can is pictus. Hy�neuhund.
M�nnliches Geschlecht.
Anf der Oberfl�che beider Lungen, sowie auf Durchschnit�ten ziemlieh reichliche, gleichm�ssig verbreitete, discrete, steck-nadelkopfgrosse, weissliche Knntchen, die sich als in eitriger Schmelzung begrifiene bronchopneumonische Heerde zu erken�nen gaben. Das dazwischen gelegene Lungengewebe lafthaltig, ohne Pigment. In der Wand der Aorta thoracica eine etwa 1 Ctm. im Durchmesser haltende, harte Platte von gelbbrauner Farbe. Das Lnmen der Aorta ist da, wo sich die Platte be�findet, etwas ausgeweitet. Keine Abnormit�t am Herzen. Fleckige Pigmentirung in der Schleimhaut der Trachea. In der Bauchh�hle reichliches Fett, mehrfach in Form gestielter Anh�nge dem Peritoneum aufsitzend. Die Follikel der Plaques
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dunkel pigme�tirt. Im 1 hin ml aim einige Baodwurmproglottideo. Die dazu geh�rigen �aimen worden nicht gefunden. Schleim�haut des Mastdarms im geringen Grade ger�tliet. Die dunkelquot; braune Leber mit einigen orangefarbenen Stellen in den schar�fen R�ndern, bedingt durch Anh�ufung eines gelben, k�rnigen Pigments in den Leberzellen. Keine Ver�nderuDgen der Milz. Auf der Oberfl�che beider Nieren jederseits 8�10 unregelm�s-sige ausgezackte, vertiefte Stellen mit weisslichem, schwieligem Boden. Die Kapsel l�sst sich nur schwer und mit Abtrennung von Parencbym abziehen. Purulenter Ausfluss aus der Urethra. Die Haare in der Umgebung des Schlauchs durch eingetrock�nete gelbliche Br�ckel mit einander verklebt. Die Sehleimhaut der Urethra gcr�thet. Die Harnblase mit einem purulenten Fluidum erf�llt.
2. Canis pictus, Hy�uenhund,
Die Krankheit, an welcher das Thier, dessen �terush�nier 11 Junge zu vorrathon scheinen, w�hrend nur 10 angegeben sind, gestorben ist, war eine lobul�re Pneumonie, vor der Hand nur gr�ssere und kleinere Verdichtungen im Gewebe, welche sich �usserlich schon als von Oedem umgebene Elnsenkungen charakterisirtcn. In Folge davon Stase im Herzen, in der Lo�ber, in den Nicreu. Die Erkrankung mag sich wohl an die Niederkunft gekn�pft haben, sie war jedenfalls frisch und eine oase�se Umwandlung noch nicht zu Stande gekommen.
3. Canis canorivorus.
Section im Januar 1870.
Auf der Oberfl�che beider Lungen linden sich zerstreute, weisse nicht ganz stecknadelkopfgrosse Heerde in nicht sehr reichlicher Menge, die in ihrem Inneren erweicht sind und beim Anschneiden eine eitrige Fl�ssigkeit entleeren. Unter dem Mi-croscop erscheint ein derartiges Kn�tchen als ein dunkeler, k�rniger Haufen, in dessen Peripherie man noch einige K�rn
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chenkugeln erkennt. Auf Durchscbnitten finden sich auch im Inneren der Lungen �hnliche Kn�tchen, Das Lungengewebe ohne Pigment. An der Leberoberil�che einige unrogelm�ssige, blaesgelbe Flecken, auf partieller fettiger Infiltration der Le�ber beruhend. Im Magen zwei fleckige Haemorrhagien, 3�4 Mm. gross; im D�nndarm vier 0,5�1 Ctm, lange Nematoden. Im Rectum auf der H�he der Falten einige streifige Bluterg�sse,
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4. Marder.
In den Lungen zerstreute, bis stecknadelkopfgrosse, bron-chopneumonische Heerde in eitriger Schmelzung begriffen. Die�selben schimmern unter der Pleura durch, finden sich aber auch auf Durchschnitten im Inneren beider Lungen. Das Parenchym der Lungen ohne Pigment. Lungeuoberfl�che mit der Rippen�wand nirgends verwachsen. Eine Blesenterialdr�se k�sig ent�artet und in einen haselnussgrossen. gclbgef�rbten Tumor um�gewandelt, der beim Anschneiden eine eitrige Fl�ssigkeit ent�leert. In den �brigen Mesenterialdr�seu keine k�sigen Abla�gerungen. In der Milz, in der Leber und im Darm keine Abnormit�ten.
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5. Viverra Zibetha. Zibethkatze.
M�nnliches Geschlecht. Section am '2. December 18G8.
Beide Lungen sind durchsetzt von �usserst reichlichen, bis stecknadelkopfgrossen, gelbweissen Kn�tchen. Die gr�sse-ren derselben entleeren beim Anschneiden eine eitrige Fl�ssig�keit. Keine Pigmentirung der Lungen. In der Mnsculatnr des rechten Musculus rectus abdomiois mehrere weisse, elliptische, scharf begrenzte K�rper, die sich als mit einem in die Leibes-h�hlo eingezogenen Hakenkranz versehene Helminthen ergeben,
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Diese Befunde haben unter sich viel Uebereinstimmendes. In allen 5 F�llen handelte es sich um heerdweiso auftretende
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catarrhalischc l'neumoaieo, mit mehr oder minder weit vorge�schrittener k�siger Metamorphose und beginnender Erweichung. Ausgedehntere Hepatisationen, lob�re Pneumonien oder seeun-d�re k�sige Heerde, wie sie bei Affen gefunden wurden, kamen hier nicht zur Beobachtung. Bei einem Marder fand sich ein scrophul�ser bereits in eitrige Schmelzung �bergegangener Me-seuterialdr�sentumor, der wohl ohne Frage �lteren Datums war, als die Lungenerkrankung. Miliartuberkel wurden in keinem einzigen Falle angetroffen. Den vorgefundenen Ver�nderungen nach zu schliessen, schien der Verlauf der Erkrankung in allen F�llen ein ziemlich aenter gewesen zu sein und d�rfte sich wohl kaum �ber einige Wochen ausgedehnt haben.
Eine ganz �hnliche Erkrankung der Lungen fand ich bei einem Seehund vielleicht in Connex stehend mit gleichzeitig ge�fundenen Abscesson in der Leber, die bedingt waren durch massenhafte Anh�ufung von Diatomen in den Galleng�ngen. Dio Seehundo werden bekanntlich von manchen Autoren eben�falls zu den Raubthieren gestellt.
E. P i n u i p c d i a.
Phoca annollata.*)
Section am 2. Februar 1870.
Die Gallenblase ist mit 3�400 1 Mm. langen zungenf�r-migen l'lattw�nnern erf�llt. Der Duetns choledochus ist bis zur Dicke eines kleinen Fingers erweitert und schliesst nebst den Galleng�ngen sehr reichliche Plattw�rmer ein. In der Le�bersubstanz finden sich bis wallnussgrosse, gelbliche Heerde, die beim Anschneiden theils mit Distomen untermengte schlei�mige Massen, theils einen consistenten, gr�nen Eiter austreten lassen. Das N�here �ber die Leber folgt weiter unten in der Zusammenstellung.
Beide Lungen erscheinen an ihrer Oberfl�che �bers�et mit �usserst zahlreichen, kleinen, weissen P�nktchen. Auch auf
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*) Mitgethoilt in der Berliner klinischen Wochenschrift 1870, Nr. 47.
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dem Durchschnitt erkennt man im Inneren der Lungen kleine weisse, mitunter etwas vorspringondo Kn�tchen. Die genauere Untersuchung erwies dieselben als sehr kleine, ziemlich scharf umschriebene, catarrhalisch-pneumonische Heerde, in denen die Rundzellen bereits gr�sstentheils in Fettk�rnchenkugeln umge�wandelt waren. An der Pleura oder dem Peritoneum werden nirgends Miliartnberkel gefunden. In der Bauchh�hle liegen frei 6�8 Nematoden, die bis zu 3 Ctm. lang sind. Einer sitzt in der Wandung des Magens unterhalb des ser�sen Ueberzugs. Auf der Schleimhaut des Magens gegen 20 derartige W�rmer von gleicher Grosse, in einem theerartigen schwarzen Sehleim ein�gebettet. Der Eingang des Kehlkopfes ist verschlossen durch einen sehr z�hen Schleimballen, in welchem sich eine sehr grosse Anzahl junger, lebender, mit energischen Kr�mmungen sich bewegender, geschlechtsloser Nematoden finden.
F. Bcutelthierc
1. Macropus giganteus. Riesenk�nguruh,'}
M�nnliches Geschlecht. Section am 18, October 1SG8.
Die Lungen sind stellenweise collabirt, nirgends mit der Rippenwand verwachsen, pigmentlos. Unter der Pleura finden sich im rechten, unteren Lappen 2 hirsekorngrosse, durchschei�nende Kn�tchen. In den �brigen Lungenabschnitten keine Tu�berkel.
Kein Exsudat in der Pleurah�hle.
Das Herz ohne Abnormit�t.
Die stark gelappte Leber ist von �usserst zahlreichen, gelben Kn�tchen durchsetzt. Die Kn�tchen sitzen sowohl im Inneren des Organs, als auch an der Oberfl�che und stellen hier bis zu linsengrosse, �ber das Niveau der Oberfl�che vor�ragende, im Inneren erweichte, gelbbraune Gebilde dar. Im Inneren der Leber findet man neben diesen gr�sseren Heerden
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*) Mitgetbeilt in Virchow's Archiv, Bd. 46.
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auch kleinere, noch eben erkenubare, sich scharf absetzende, gelbweisse P�nktchen.
Die Milz hat eine lineare Gestalt; sie ist 7 Zoll lang, % Zoll breit und theilt sich an ihrem unteren Ende gabelf�rmig in einen 2 Zoll langen und einen 1% Zoll langen Ast. Das ganze Organ ist durchsetzt von �usserst zahlreichen, linsen-grosaen, k�sigen Heerden, die bereits an der Oberfl�che einem Theil nach zu erkennen sind, indem sie aus der Tiefe durch�schimmern.
Beim Anschneiden entleeren sie einen gelben, m�rtelarti-gen Brei. Die Malpighi'sehen K�rper sind nicht deutlich zu erkennen.
Die Nieren sind relativ klein; sie enthalten nur eine ein�zige Pyramide. In der linken Niere findet sich ein periphe-risch gelegener, erbsengrosser, k�siger Knoten, der bis an die Oberfl�che reicht. Letzterer ist platt und die Kapsel leicht ab�ziehbar. In der Harnblasenwandung iindet sich nicht weit von den dicht bei einander liegenden Einm�ndungssteilen beider Ureteren eine etwa 2 Linien im Durohmesser haltende k�sige Infiltration. In der sehr entwickelten, walzenf�rmigen, in der Mitte von der Urethra perforirten Prostata mehrere linsengrosse, braunschwarze, h�ckerige Concretionen. In der Aorta mehrere quer verlaufende, etwa J Linie hoho, atheromat�se Heerde mit kalkigen Ablagerungen.
2. Halmaturus Derbyanua.
Weibliches Geschlecht. Section am 8. Februar 1870.
Nach Er�ffnung der Bauchh�hle schimmern durch die Wan�dungen des D�nn- und Dickdarmes einzelne gelbe Punkte durch; beim D�nndarm sind meist mehrere neben einander ge�lagert. Dieselben entsprechen, wie die Untersuchung der Darm-schleimhant zeigt, den Peyer'schen Plaques und den solit�ren Follikeln, S�mmtliche Follikel dor Plaques erscheinen geschwol�len und springen �ber das Niveau der �brigen Schleimhaut vor.
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Die Contaren der einzelnen, den Plaque zusammensutzondori Follikel sind veriviscbt. In den meisten Plaques siebt man mehrere grossere und kleinere intenaiv gelb gef�rbte Flecke. Die microseopisehe Untersuchung ergiebt, dass bereits in der Umgebung der Follikel eine Infiltration mit lymphoideu Zellen stattgefunden hat. In den gelben Flecken haben die Follikel nebst dem Infiltrat in der Umgebung eine k�sige Metamorphose erfahren. Zur Geschw�rsbildang ist es jedoch noch nirgends gekommen. Die Schleimhaut geht �ber s�mmtliche Flecke un�ver�ndert hinweg. Der D�nndarm enth�lt in seiner oberen H�lfte breiige, gr�ne, ans Pflanzennahrung bestehende, in seiner unteren H�lfte geformte Faecalmassen. Nirgends Pigmentirun-gen oder Entozoen,
Im Mesenterium findet sich eine bedeutend geschwellte, scrophul�se Lymphdr�se. Dieselbe hat eine cjlindrische Form, ist 5 Ctm. lanc und 1,5 Ctm. dick. Sie f�hlt sich fest an. Auf einem Durchschnitt besteht etwa die H�lfte derselben aus einer graur�thlicben Masse. In dieselbe eingestreut linden sich gelbe, k�sige Heerde von unregelm�ssiger Form, Der �brige Tbeil dieser Lymphdr�se hat ein weissliches, mehr normales
laquo;
Ausseben. Unter den �brigen Mesenterialdr�sen sind mehrere vorhanden, die durch die Oberfl�che durchschimmerd einzelne, bis stccknadelkopfgrosse, blassgelbe Punkte enthalten. Eine solche Lymphdr�se sitzt dem Magen auf. Keine Pigmentirun-gen der Mesenterialdr�sen.
Unter der Oberfl�che der Leber finden sich zerstreut, hie und da kleine, bis 0,5 Ctm. im Durchmesser haltende, grau durchschimmernde Kn�tchen, an denen ein gelbes Centrum nicht zu erkennen ist. Die Kn�tchen finden sich stets auf der Grenze zweier Acini, so dass sie zur H�lfte in der Peripherie des einen, zur H�lfte in der eines anderen L�ppchens sitzen. Bei der mieroscopischon Untersuchung besteht der mittlere Theil deiselben aus lymphoiden Zellen und grosaen Kernen, w�hrend die Peripherie reichliches, �brill�res Bindegewebe einschlicsst.
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Id der Milz koine Veranderuug. Dcfgleichen die Lud* gen v�llig intact.
Der Befand der Nieren, der Eierst�cke nnd der Vagina folgt weiter unten in der Zusammenstellung.
quot;gt;. Petrosale xanthopas.
Weibliches Geschlecht, Section am 14 Februar 1870.
In der Leber, sowohl unter der Oberfl�che, als auch im Inneren des Organs graue, halbdurchschiminernde Kn�tchen bis zur Grosse eiuos Hirsekorns. Dieselben linden sich in der Leber jedoch nur in massiger Menge. Sonst wurden Miliar-tuberkel in keinem anderen Organ gefunden. Die Lungen, die Milz, die Dr�sen des Darms, die Mesenterialdr�sen und das Bauchfell erwiesen sich als vollkommen normal. In beiden Nieren sehr ausgedehnte senile, atrophische Stellen. In deu Nierenbecken beiderseits ein braunes, br�ckliches Concrement. Bei der microscopisclien Untersuchung zeigten die Kn�tchen in der Leber, die offenbar ganz frischen Datums waren, alle Cha-ractere eines Miliartuberkols.
Bemerkt sei, dasa mehrere Tage lang vor dem Tode grosse K�lte herrschte und das Thermometer bis zu � 15 Gr. R. zeigte.
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Diese 3 Befunde bei Beutelthieren unterscheiden sich von den oben mitgetheilten der �brigen S�ngethierklassen sehr we�sentlich dadurch, dass die Lungen bei den Beutelthieren, mit Ausnahme zweier kleiner Kn�tchen, die sich im ersten Fall unter der Pleura fanden, jedesmal intact waren. In der Leber, in der Milz, im Darm und in den Mesenterialdr�sen wurden Ver�nderungen gesehen, die in mancher Hinsicht mit den oben angef�hrten Befunden bei Affen �bereinstimmten. In dem drit�ten Fall hat es sich um eine Miliartuberkulose gehandelt, die indessen auf die Leber allein beschr�nkt blieb, Dass die beiden
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Kn�tchen unter der Pleura im ersten Fall als Miliartuberkel zn bezeichnen sind, ist unwahrscheinlich, da sonstige miliare Erup�tion fehlte. Der zweite Fall zeigt, dass Darmtuberkulose auch ohne Lungentuberkulose bestehen kann, dass demnach die Er�krankung des Darms nicht blos durch verschluckte, in�cirende Sputa hervorgebracht wird, Dass in dem dritten Fall die herr�schende bedeutende K�lte in irgend einem Zusammenhange mit der Entwickelung der Miliartuberkulose der Leber gestanden habe, ist m�glich, jedoch nicht erwiesen.
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tir�ne Psorospermienheerde in der Affenlunge.
(Hierzu eine Tafel Abbildungen.)
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Die bereits seit etwa 30 Jahren unter dem Namen der Pso-rospermien bekannten Gebilde, die von dem Engl�nder Hake in der Kaninchenleber entdeckt worden sind, haben dadurch f�r die allgemeine Pathologie eine besondere Wichtigkeit er�langt, dass manche Forscher dieselben f�r nicht parasitischen Ursprungs, sondern f�r Abk�mmlinge des Thierk�rpers, f�r pathologische Produkte erkl�rt haben.
Ich theile zwei F�lle von Psorospertnienerkranknng der Lunge bei Affen mit, die in mehrfacher Hinsicht bemerkons-werth sind.
Der erste Fall betrifft einen Kapuzineraffen (Cebus capu-zinns), der an verk�sender Pneumonie zu Grunde gegangen ist.
Beide Lungen zeigen hier bei der Herausnahme ans dem Thorax auf ihrer Oberfl�che sehr zahlreiche, discret stehende, ausgesprochen gr�n gef�rbte Heerde, die durch alle Lungen�abschnitte hindurch ziemlich gleichm�ssig vertheilt sind. Die Heerde, welche s�mmtlich unter der Pleura gelegen sind, sind nicht alle von gleicher Grosse; die gr�ssten sind hirsekorn-gross, die kleinsten stellen noch eben mit blossem Auge er�kennbare gr�ne P�nktchen dar. In der Vertheilung und in der Grosse haben die Heerde eine entfernte Aehnlichkeit mit Miliartnberkeln. Ein Einschnitt in die Lunge ergieht alsbald, dass sich diese Heerde auch im Inneren der Lunge in gleicher
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Grosse und von gleichem Aussehen vorfinden, Im Allgemei�nen sind die Heerde an der Obeifl�che reichlicher vorhanden, als im Inneren der Lunge. Mit der Nadel lassen sie sieh leicht aus dem Lungenparenchym herausheben und stellen alsdann eine weiche, leicht zusammendr�ckbare , jedoch nicht zerfliess-bare Mssse dar. Das Microscop ergiebt, dass die Heerde im Inneren der Lungenalveolen gelagert sind. Die Heerde selbst bestehen sns sehr zahlreichen, dicht bei einander gedr�ngt lie�genden, rundlichen, mit einem gr�nen, k�rnigen Inhalt und einem -wasserhellen, bl�schenartigen Kern mit KornkSrper-chen bestehenden Gebilden, die sich als eine besondere Mo�dification der von der Kaninclienleber her bekannton Psoro-spermien herausstellen. Der gr�sste Theil der linken Lunge befindet sich im Zustande der k�sigen Hepatisatiou und ist zum Theil erweicht, Die rechte Lunge zeigt einzelne bis erb-sengrosse, k�sige Heerde. Die Psorospermien finden sich so�wohl in den lufthaltigen Lungenabschnitten, wie auch in den hepatisirten und erweichten in gleicher Vertlieilung vor.
In keinem weiteren Organ werden Psorospermien gefun�den. Auch die Bronehialdr�sen schliesseu derartige Bildungen nicht ein,
Der zweite Fall betrifft einen neugebornen, am 22. Fe�bruar 1870 zur Section gekommenen Macacus cynomolgus.
Die Lungen wurden auf etwa vorhandenes Pigment unter�sucht. Dies fand sich nicht vor, dagegen waren in beiden Lun�gen dieselben Psorospermien vorhanden, wie im vorigen Fall. Macroscopisch waren an den Lungen, die fast luftleer waren, keine Abnormit�seu zu sehen. Beim Dar�berstreiehen �ber die Schnittfl�che erhielt man in allen Lungenabschnittea ziemlich reichliche, isolirte Psorospermien, die in allen Punkten mit den im vorigen Fall beschriebenen �bereinstimmten. Zur Bildung gr�sserer, macroscopisch bereits sichtbarer Heerde war ea hier jedoch noch nicht gekommen.
Hier fanden sich gleichzeitig in dem Mageninhalt laquo;inigc
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Psorospermien vor; sonst enthielt weder der Darm, noeb ein anderes Organ derartige Gebilde.
Die genauere microscopische Untersucliung ergab, dasa sich in den Lungen des Macacus cynomolgus folgende Fortnelemeoto vorfanden:
1.nbsp; nbsp;Runde, kugelf�rmige K�rper, ohne deutliche Membran mit einem grannlirten Inhalt und einem Kern mit Kernk�rper-chen, von der Grosse eines farblosen Blutk�rperchens. Dies stellten die kleinsten Formelemente der Psorospermien dar. Derartige Gebilde fanden sich ziemlich viele in jedem Praeparat und hatten oft eino grosse Aehnlichkeit mit farblosen Blutk�r�perchen. Jedesmal konnte man jedoch die Psoroepermie von der farblosen Blutzelle durch das gleichm�ssige, fein punktirte Aussehen des Protoplasmas in ersterer unterscheiden. Bei der Psorospermie sind die einzelnen Granula feiner und liegen re-gelm�ssiger vertheilt, als bei den farblosen Blutzellen. Ein�zelne derselben hatten einen blassgr�nen Schimmer, Hessen je�doch im Inneren keine gr�ne K�rnchen erkennen; andere wa�ren g�nzlich farblos.
2.nbsp; nbsp;Gr�ssere Formen, etwa von dem doppelten bis drei�fachen Umfang eines farblosen Blutk�rperchens. Dieselben waren ebenfalls meist von runder Form und ohne Membran, enthiel�ten einen granulirten Inhalt und einen deutlichen Kern mit Kernk�rperchen. Diese Formen schl�ssen gew�hnlich einzelne, gr�ssere, gr�n gef�rbte Granula ein, w�hrend das Protoplasma im Uebrigen einen hellgr�nen Schimmer hatte. Der Kern lag mitunter wandst�ndig und wurde dann bei gewissen Lagerun�gen der Psorospermien nicht gesehen,
3.nbsp; nbsp; Formen von derselben Grosse und demselben Aussehen, jedoch mit einer deutlichen, scharf conturirten Membran ver�sehen. In einigen K�rperchen finden sich ausser den gr�nen Granulis auch einige braune K�rner. Die Form ist meist rund, hie und da l�nglich oval oder unregolm�ssig rundlich.
4.nbsp; nbsp; Noch gr�ssere Formen, etwa von dem 4- bis Sfachen
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Durchmesser einer farblosen Blutzelle. Auch hier war stets eine deutliche Membran vorbanden. HSirfig sah man in dorn feink�rnigen Protoplasma zwei getrennt von einander liegende, grosse belle, bl�schenartige Kerne.
5. Formen von derselben Grosse. Das Protoplasma hat sich an einer Stelle von der Membran zur�ckgezogen, so dass ein heller halbmondf�rmiger Raum an dieser Stelle entstanden ist.
Hiermit schliesscn die Befunde in der Lunge des Macacus cynomolgns ab. Formen mit doppelten Contaren, oder mit einer weitergehenden Zerkl�ftung des Protoplasmas und einer weiteren Differenzirung habe ich nicht zu Gesicht bekommen.
Die genauere Untersuchung der Psorospermienheerde in den Lungen des Cebus capuziims konnte leider im frischen Zustande nicht gemacht werden, sondern wurde erst sp�ter, nach�dem die Lungen l�ngere Zeit in Spiritus gelegen hatten, vor�genommen. Auch nachdem die Lungen mehrere Monate lang in Spiritus gelegen hatten, haben die Keerde ihre gr�ne Farbe bewahrt. Das Gr�n ist vielleicht etwas dunkeler geworden. lu den kleineren Heerden sind die Psorospermien wohl erhal�ten; in den gr�sseren dagegen sind sie zum Tbeil zu einem feink�rnigen, gr�ne Granula enthaltenden Detritus zerfallen. Eine Verkalkung ist nirgends zu bemerken. An den erhalte�nen Psorospermien ist der Kern im Allgemeinen weniger deut�lich sichtbar, wie bei den frisch untersuchten aus der Lunge des Macacus cynomolgns. Die einzelnen Psorospermien kleben mitunter zu zweien zusammen. Bei Zusatz von etwas Wasser und Anwendung eines geringen Druckes, l�sen sich die Psoro�spermien leicht von einander ab und schwimmen isolirt in der Fl�ssigkeit umher. Auch hier konnten trotz genauen Suchens keine Psorospermien mit doppelten Conturen oder mit einer #9632;weiteren Entwickelung gefunden werden.
In keinem der beiden F�lle wurden Psorospermien gefun�den, die im Inneren von Zellen eingeschlossen waren.
Nach dem Vorgange Wal denburg's und Stieda's wur-
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vion mehrere St�ckelien ans dor Lunge des Mae.icas eynomol-gus in Chromsiiure gelegt. Nach 6�S Wochen waren in deu Psorospermien Ven'indorungen noch nicht zu erkennen.
Bewegangserselieinnngon wurden auch bei den frisch nn-torsuchten nicht wahrgenommen. Die gr�sseren Psorospermien-lioorde hatten in der Lunge des Cebus capuzinus die Alveolen zum Tlieil stark ausgeweitet und zum Theil auch perlbrirt. Weitere Ver�nderungen des Lungengewebes, insbesondere Ver�dickungen des interstitieilen Gewebes oder der Bronchialwan-dangen waren nicht aut'zuliuden Dass wir nicht der Ansicht sind, dass durch die Psorospermieuheerde die verk�sende Pneu-rnonie bedingt worden ist. haben wir bereits oben ansgespro-clien. Die Lungen, die wir sonst in der Mehrzahl bei Affen ingmenthaltig gel'unden haben, enthielten bei dem Cebus capn-zinus kein Pigment.
Als neu d�rfen wir f�r diese beiden F�lle beanspruchen: zu�n�chst das Vorkommen von Psorospermjen in der Affenlunge. Weiterhin sind gr�ne Psorospern�enheerde bis jetzt noch nicht beschrieben worden. Die in den gr�sseren Psorospermien con�stant auftretenden gr�nen Granula, sowie die durchschnittlich mehr runden Formen selbst der gr�sseron Psorospermien unter-scheidou unsere Formen von denen der Kaninchenlebor. Es wird hierdurch nothwendig, verschiedene Species unter den Psorospermien anzunehmen und ich schlage f�r die in der Alfen-lungo von uns aufgefundenen Gebilde den Namen Psorosper-miam viridc vor.
Von ganz besonderem Interesse ist aber der Umstand, der meines Wissens auch noch nicht beobachtet ist, dass die Pso�rospermien bei einem Neugeborenen gefunden worden sind. Da der Macac nicht geathmet batle, und wenige Stunden, nach�dem er geworfen worden, zur Untersuchung kam, so lag die Annahme nahe, dass die Psorospermien bereits w�hrend der Schwangerschaft aus dem m�tterlichen Organismus durch selbst�st�ndige Wanderungen in die Lunge und in den Magen des
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Fotm gelangt aind. Die Mutter ist bis jetzt noch nicht zur Section gekommen und es wird daher von \Yichtigkeit sein, istzustellen, ob diese dieselben Psorospermien beherbergt.
Wir k�nnen nicht die Ansicht von Roloff und Lang '.heilen, dass die Psorospermien als pathologische Produkte aus lern Organismus selbst hervorgegangen sind. Die oben ange�gebenen Unterschiede zwischen den kleinsten Psorospermien #9632;ind den farblosen Blutk�rperu Hessen stets bei einiger Um�sicht beide Formen scharf von einander trennen. Es lagen iberhaupt keine Beobachtungen vor aus denen man berechtigt gewesen w�re, die Psorospermien als die Endprodukte eines pathologischen Processes zu betrachten. Welchen sp�teren Ent-wickelungsstadien die Psorospermien jedoch zu Grunde liegen, diese Frage blieb auch durch die initgetheilten Beobachtungen immer noch unerledigt.
Bei der grosseu Aehnlichkeit der pathologischen Processe des Menschen und des Affen ist die M�glichkeit immerhin vor�handen, dass diese Psorospermienheerde sich gelegentlich ein�mal auch in der Menschenlunge vorfinden.
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HI. Beitr�ge zur Pathologie der V�gel.
Mit einer Tafel Abbildungen.
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Die Sectionea der V�gel im Hamburger zoologischen Gar ten Laben uns das Resultat ergeben, dass bei denselben soli' li�nlig Neubildungen in verschiedenen Organen gefanden wer�den, welche sich in mancher Hinsicht den der Schwindsucht dei Menschen und des Allen zu Grunde liegenden pathologisclu-i: Befunden an die Seite stellen lassen, die aber in Beziehung a .; histologischen Bau und makroscopisches Aussehen besonde; . Eigenth�inlichkeiten besitzen.
1. Goldfasanhenne. Die Leber ist durchsetzt von sehr reichlichen gelber, Kn�tchen, die sich von dem rothbraunen Leberparenchym scharf absetzen. Die meisten sind stecknadelkopfgross, einige selb': linsengr�ss. An der Leberoberfl�che springen die gr�sserec etwas �ber das �brige Niveau vor. Die kleineren Heerde zei�gen alle eine durchscheinende peripherische Zone und cinei: opaken mittleren Theil.
In dem durchscheinenden, d�nnen, pariotalen Blatt des Herz beuteis sitzen 6�8 plattenf�rmige, runde, erbsengrosse, weiss liehe Tumoren. Aehnliche Tumoren sitzen am Peritoneum der vorderen Bauchwand.
Auf der �usseren Fl�che einer D�nndarmschlinge anfsitzend, eine wallnnssgrosse feste Geschwulst, die beim Anschneiden aus einer trockenen, br�ckllchen Masse besteht. Die Schleimhaut an disser Stelle unver�ndert. Aussei' diesem grossen Tumor linden sich auf dem Darm noch mehrere kleinere, bis linsen
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grosse Kuuteu, die ebenfalls unter der Sera gelagert sind. Un�ter der Haut des Halses liegeu mehrere blassgelbe, ziemlich feste Tumoren, die sieb als in eine m�rtelartige Masse venvan delte Lymphdr�sen herausstellen, lo den Lufts�cken der Lei-besh�hl� eine ziemliche Anzahl todter Milben.
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2. Phasianus colehicus.
Das Thier hat l�ngere Zeit an Diarrh�e gelitten.
Bei der Section land sieh hochgradige Abmagerung und vollst�ndiger Schwund des Fettes in der Leihesh�hle.
Im rechten Leberlappen findet sieh eine etwa walluusa grosse, grauweisso Geschwulst, die die ganze Dicke der Leber von der vorderen bis zur hinteren Fl�che durchsetzt. Gegen das Licht gehalten erscheint die Geschwulst durchscheiuend und bei der Palpation hat man deutliches i'luctuationsgeliihl. Beim Auselineiden entleert dieselbe eine klare, farblose, Masserige Fl�ssigkeit und es bleibt eine rundliche H�hle und eine etwa | Linie dicke, grauweisse Wand zur�ck. Aehnlicho kleinere Geschw�lste, die alle beim Anschneiden unter Hinterlassung einer H�hle, eine w�sserige Fl�ssigkeit entleeren, linden sich noch 5 bis 6 in der Leber vor. Die gr�sseren derselben sind etwa linseugross. Nach der Entleerung der Fl�ssigkeit bleibt eine fast kugelrunde, etwas h�ckerige, grauv. eise H�hlenwand zur�ck. Einigemale schwemmte die ausstr�mende Fl�ssigkeit farbloao, gallertige Gerinnsel mit hervor. Ausser diesen gr�s�seren c^-stischen Goschw�lsten findet sich in der Leber noch eine sehr grosse Zahl kleinerer, grauweisser Heerde von der Grosse eines Stecknadelkopfes bis zu der einer Linse. Diese Heorde schliessen keine Cysten ein , sondern bestehen durch�weg aus einer markigen Masse. Die bis an die Oberfl�che der Leber reichenden Geschw�lste grenzen mit einer unregelm�ssi-gen, rundlichen Fl�che an den ser�sen Ueliorzng. Diese Fl�che setzt sieh zwar durch ihre Farbe jedesmal schart' von der um�gebenden Leberaabstanz ab, lieg! aber stets in gleichem Niveau
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mit derselbeD. An einigen Goschw�lsten ist sie etwas nach innen eingezogen, so dass sie in der Mitte eine soichto Vertie-l'uug tr�gt. Das Leberparenchym ist von blassbrauner Farbe. Der acinose Bau ist nur stellenweise noch zu erkennen.
Die Milz ist sehr bedeutend vergrossert; sie ist in ein rundliches, mit knolliger Obertl�che versehenes Gebilde verwan�delt, von der Grosse eines �orsdorfer Apfels. Aul'einem Durch�schnitt zeigt sich das ganze Organ in eine gleichm�ssig gelbe, kartoffel�hnlicho Masse untergegangen. Nur in der Peripherie Jiudet sich noch an einigen Stellen eine bis 1 Linie dicke Schicht restireiiden Milzparenchyir.s. Die Geschw�lste in der Milz scliliesson keine Cystenr�ume ein.
Der �usseron Fl�che dos Darms sitzen etwa 18 grau-weisse Geschw�lste auf. Die meisten sind linsengross und mit glatter Oberfl�che versehen; eine erreicht die Grosse einer Ha-selnuss. Beim Eiuschueiden in diese Geschw�lste gelangt man in eine H�hle, die mit der Danuhohie eoramunicirt und die mit reichlichen, galligen Massen erf�llt ist. Nachdem der Darm aufgeschnitten worden ist, iinden sich da, wo die Geschw�lste aussen aufsitzen in der Schleimhaut rundliche bis linsengrosse Geschw�re mit aufgeworfenen It�nderu. Die Geschw�re f�hren in eine mehr oder minder tief gehende, stets mit gr�nen, breii�gen Massen erf�llte Bohle im Inneren der Gesehw�lste. Au einigen Stellen ist es in der Darmwand noch nicht zur Bil�dung von prominirenden Geschw�lstea gekommen. Die Affec�tion macht sich hier mehr als eine umschriebene Verdickung und weissliche Tr�bung des Dermrohros au einer Stelle geltend. Auch in den Wandungen beider Blindd�rme werden Geschw�lste und In�ltrationen gefunden.
Die Lungen sind ohne Geschw�lste und mit schwarzen Pigment�ecken durchsetzt. Der Muskelmagen ist ohne Ver��nderung. Die mikroscopische Uutersuchung ergiebt, dass von Echinococccn, woran man bei dem Befunde in der Leber wohl denken k�nnte, keine Rede ist, sondern dass os sich hier um
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cystisch entartete Geschw�lste handelt. Die kleineren grauen Geschw�lste, welche der Darmwand aufsiten, bestehen aus einem �brill�ren Bindegewebe mit nesterweise eingelagerten lymphoi-den Rundzellen. Die Geschw�lste in der Leber, die �ber steck-nadelkopfgrross sind, sind bereits durchweg in eine k�rnige strukturlose Masse umgewandelt, die viel kleine Fetttropfen einschliesst. Die in den Cystenr�umen der Leber eingeschlos�senen Membranen bestehen ans K�rnohenkugeln, die in eine I
homogene, mitunter leicht gestreifte Grnndsubstauz eingebettet
sind. Die K�rnchenkugeln haben hier meist eine eckige Form.
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3. Isabell lasanhenne.
Section am 13. April 1S69.
Das Unterhautbindegewebe ist stark ser�s infiltrirt. Die Muskeln des ganzen K�rpers sind blass und ser�s durchtr�nkt. Das Fettgewebe am Herzen, am Mesenterium und am Magen ist von schleimiger Beschaffenheit und von orangerother Farbe. Die Lufts�cke der Leibesh�hle sind prall angef�llt mit einer w�sserigen, klaren Fl�ssigkeit, in der gallertige, klare, farblose Gerinnsel schwimmen.
Die Leber ist durchsetzt von sehr zahlreichen, Krauweis-
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sen Hoerden, welche etwa in gleicher Menge vorhanden sind, wie das restirende Leberparenchym. Die Heerde haben eine graue, markige Peripherie und einen von blassgelben Z�gen
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durchsetzten, trockenen, mittleren 'Iheil. Mitten im Inneren
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der Leber liegen mehrere bis haselnussgrosse Heerde, die einen gelben, kartoffel�hnlichen, mittleren Theil und eine ^ Linie dicke, grauweisse llindensubstanz besitzen. Cystenbildungen werden im Inneren der Heerde nicht gefunden. Die oberfl�ch�lich gelegenen Heerde grenzen mit einer theils rundlichen klei�neren , theils unregelm�ssig gr�sseren Fl�che an den ser�sen �eberzug; sie springen jedoch nicht �ber das Niveau des Or�gans vor. Das Leberparenchym zeigt eine feste, teigige Con-sistenz, abgestumpfte R�nder und im Ganzen eine gewisse Aehn-
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lichkeit mit der Wacbsmilz des Menseben. Bei Zusatz von Jod tritt jedoch keine Reaction ein.
Im Mesenterium finden sich reichliche, weisse, runde miliare Tumoren.
Auch in den Wandungen der Luft sacke sieht man �hn�liche kleine weisse Geschw�lste in ziemlicher Anzahl. Die Luft�s�cke erscheinen gleich dem Peritoneum nach Entfernung der Fl�ssigkeit ziemlich stark getr�bt.
Im Pankreas finden sieh theils mitten in das Parenehvm eingelagert, theils mit einem Segment �ber die Oberflache vor�ragend, sehr zahlreiche perlsohnurartig nebeneinander gereihte, weissliche Kn�tchen von runder oder l�nglicher Form.
Auch in der Serosa des Magens und Darms liegen �hn�liche Kn�tchen. In beiden Blindd�rmen tr�gt die Schleimhaut punktf�rmige graue oder schwarze Pigmentirungen.
Beide Nieren sind ziemlich stark ser�s durchtr�nkt. Die Milz ist stark vergr�ssert; sie ist drei Ctm. lang und 1^ Ctm. dick. In derselben linden sich zwei Tumoren von rundlicher Form. Der eine besitzt die Grosse einer Kirsche, der zweite ist etwas kleiner und tr�gt wieder eine seeund�re, �hnliche Protuberanz. Auf einem Durchschnitt zeigen beide Geschw�lste ein mittleres, gleichm�ssig gelbgef�rbtes, kartoifel�hnliches Cen�trum, und eine schmale, etwa k bis 1 Linie dicke Rindensub�stanz. In dem noch restirenden, blassbr�unlichen Milzparenchym linden sich noch einige miliare bis linsengrosse, gelbliche Heerde, Die gr�sseren derselben prominiren ebenfalls �ber das Niveau des Organs.
Beide Lungen sind stark ser�s durchtr�nkt. Einschnitte in dieselben f�llen sich sofort mit einer ser�sen, klaren Fl�ssig�keit. In der rechten Lunge ein etwa erbsengrosser, gelblicher Heerd.
Bei der microscopischen Untersuchung erwiesen sich die meisten Geschw�lste bereits stark fetthaltig. Die klei�neren grauen Geschw�lste bestanden der Hauptmasse nach aus
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liinein vielfach von Kofttr�pfclien Jur�lisetzton fibrill�ron Rinde�gewebe, in welcbem nesterweise lieisammengel�gerle, ziemlich grosse, rnnde, mit deutlichem Kern und sparsamem Protoplasma versehene Zellen eingeschlossen lagen.
H�ufig schl�ssen diese Zollen, die an keiner Stelle den Character von Krebszellen erkennen Hessen, einige Fettk�rn-chon ein.
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4. Melcagris gallop.ivo.
Das Thier befand sich mehrere .Jahre lang im hiesigen Garten.
Starke Abmagerung, die Rauchh�hle fettlos. Die Leber ist durchsetzt von �usserst reicliliehen , weissliclien Heerden meist von Stecknadelkopfgr�sse. Etwa 5 der He.erde erreichen die Grosse einer Erbse oder eines Kirschkerns. Diese entlee�ren beim Anschneiden einen br�unlichen, feston Kern, worauf eine rundliche Caverne und eine ans grauweisser Masse beste�hende H�lle zur�ckbleibt.
Im Eierstock findet sich ein orbsengrossor, fester Knoten.
In der Milz mehrere orbsengrosse Geschw�lste, die gleich denen der Leber einen mittleren, br�eklichen, gr�nlich gef�rb�ten Kern besitzen.
Auf dem Darm etwa 1 Zoll von der Kloake entfernt, zwischen Sera und Muscnlaris eine erbsengrosse, weissliche Ge�schwulst, die ebenfalls beim Anschneiden einen br�eklichen, trockenen, gelben, heraussch�lharen Korn einsehliesst. Sonst werden auf der Oberfl�che des Darms keine �hnlichen Ge�schw�lste gefunden.
Die Lungen vollst�ndig frei von Tumoren.
Der Herzbeutel ist erf�llt mit einer klaren, w�sserigen Fl�ssigkeit.
Im Cavum des linken Vorhofs liegt ein rundlicher, etwa wallnussgrosser, mit knollig-h�ckriger Oberfl�che versehener, fester Tumor, der an mehrereo Stellen mit dem Endocardium
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lost venvacliseij ist, mit dem grSssten Theil seiner Oberfl�che jedoch IVei in die H�lilc des Vorhofes ragt. Der Tumor f�llt das Lumen des Vorhofs fast ganz aus. In Fig. 1, Tafel II., welche das Herz in nat�rlicher Grosse wiedergiebt, stellt a, den linken Ventrikel und b. den linken Vorhof dar; c. ist die Einmiindungsstelie der Lungenvenen in den linken Vorhof. Bei d. ist ein Einschnitt in die Wandung des linken Ventri�kels gemacht. Von den Lungenvenen aus ist eine Sonde durch die Mitralklappe in den linken Vorhof eingef�hrt, an der Ober�fl�che des Tumors vorbei in das Ostium der Mitralklappe, in den linken Ventrikel und durch den in die Wand desselben gemachten Einschnitt wieder heraus gef�hrt worden. Durch die steilenweise sehr d�nnen und durchscheinenden Wandungen des Vorhofs hindurch sieht man die knollige Oberfl�che des Tu�mors, der sich aus dem Lumen der abgeschnittenen Lungenvenen c. fast vollst�ndig hervorst�lpen l�sst. Fig. 2 stellt dies dar. Der Tumor ist durch das Lumen dor Lungenvenen hervorge�st�lpt und durch einen durch die Mitte desselben gef�hrten, senkrechten Einschnitt in 2 Theile getheilt. In Fig, 2. stellt a. den linken Ventrikel, e, die Valvula mitralis, f. die Trabe-celn dos linken Vorhofs und c. den Tumor dar. Durch den Einschnitt in die Ventrikelwand d, und das Ostium der Mitral�klappe ist wieder eine Sonde gef�hrt. Bei g., h. und i. h�ngt der Tumor mit den Wandungen des Vorhofs zusammen. Aus-serdem ist der Tumor noch an zwei weiteren Stellen, die in der Abbildung nicht sichtbar sind, mit der Wandung des Vor�hofs verwachsen. Die Adh�sionen zwischen Tumor und Vor�hofswand bilden bald schmale, dreieckig zugespitzte B�nder, bald d�nne Membranen, in die sich einzelne Trabeceln an ihrem Ende umwandeln und die an der Oberfl�che des Tumors noch eine Strecke weit verfolgt werden k�nnen. Zwischen diesen Adh�sionen liegt der Tumor mit freier Oberfl�che der Vorhofs�wand an, so dass sich zwischen denselben hindurch eine Sonde k. f�hren l�sst. Zwei der Stellen an denen der Tumor mit
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der Vorhofswand verwachsen ist, sind in Fig. 1. mit 1. und m, bezeichnet.
Der Tumor entspringt demnach mit mehreren Ans�tzen von der oberen Pl�lfte der Vorhofswand. In der Umgebung der Ostien der Lungenveneu und der Mitralis finden keine Ver�wachsungen des Tumors statt. Der im Allgemeinen kugelf�r�mige Tumor tragt eine gr�ssere, knollige Protuberanz, die in dem h�chsten Theil des Vorhofraumes liegt (Big. 1. n.), und die Wandung dos Vorhofs nach aussen gedr�ngt hat. Auf den ersten Blick schien es, als ob bei n. ein zweiter, gleich be-schaffener, knolliger Tumor sich vorf�nde, der der ausseren Fl�che der Vorhofswand aufsitzt. Ein in die Protuberanz von aussen gemachter Einschnitt ergab jedoch, dass die Geschwulst hier nach aussen noch umkleidet war von einer sehr d�nnen, halbdurchscheinenden, muscul�sen Membran, die an der Basis der Protuberanz in die Muskelwand des Vorhofs �berging, dass also an dieser Stelle die Musculatur der Vorhofswand bedeu-tend atrophirt und nach aussen vorgetrieben war. Die Sub�stanz der Protuberanz ging unmittelbar in die des grossen Tu�mors �ber. Der Tumor misst in seinem gr�ssten Durchmesser 2,7 Ctm., in der Dicke und Breite 1,7 und 1,9 Ctm. Die L�nge des linken Ventrikels betr�gt 3 Ctm.
Auf dem Durchschnitt dos Tumors, der eine graugelbliohe Oberfl�che hat, besteht derselbe aus einem grauen, von gr�sse-
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reu und kleineren injicirten Gef�ssen durchsetzten Balkenwerk, welches erf�llt ist mit trockenen, gelben, br�cklichen Massen. Die grauen Z�ge gehen in die letzteren Massen durch eine weissliche, opake Zwischensubstanz �ber. Bei Compression zeigt das graue Maschenwerk eine elastische Beschaffenheit, w�hrend die eingeschlossenen gelben Massen etwas �ber die Schnittfl�che vortreten.
Das graue Balkenwerk des Tumors l�sst sich leicht zu d�nnen Schuittchen schneiden.
Bei der microscopischen Untersuchung sieht man dicht ge-
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dr�ngt liegende runde Zellen, die ncsterweiso zwischen binde gewebigen, gefassf�hrenden Z�gen liegen. Die weisse Rinden-schicht der grauen Balkenziigo besteht aus einer opaken, leicht k�rnigen Substanz, in der bei Zusatz von Essigs�ure viele kleinere Fetttr�pfchen deutlicher hervortreten. Die trockenen, gelben, von dem Balkenwerk eingeschlossenen Massen enthal�ten nur amorphen Detritus mit vielen Fetttropfen.
Feine Schnitte durch die Leber ergeben folgendes Verhal�ten. In jedem Pr�parat sieht man ein sehr sch�nes engmaschi�ges Netzwerk, gebildet durch die Blutcapillaren. Die Maschen dieses Netzwerkes lassen relativ kleine, rundliche Zwischenr�ume zwischen sich, die von den Leberzellea erf�llt sind (Fig. 4.). Die Leberzellcn haben ein feink�rniges Protoplasma und einen grosson, bl�schonlormigen Kern mit Kernk�rperchen; sie stim�men im Wesentlichen mit den Leberzellen des Menschen �ber�ein. Die Capillaren haben ein sehr breits Lumen, sie �ber�treffen den Querdurchmesser eines farbigen Blutk�rperchens um das Sechsfache. In den Capillaren finden sich ziemlich reichliche grosse gelbe Pigmentklumpen, die fast in regelm�s-sigen Abst�nden von einander entfernt liegen. Gew�hnlich lie�gen mehrere Pigmentk�rner haufenweise beisammen. Einige derselben haben ein deutliches Kern oder zellenartiges Ausse�hen. Die Pigmentklumpen liegen s�mmtlich nur innerhalb der Gef�ssbahnen und zwar meist an den Vor�stelungon derselben, mitunter sind sie in sackf�rmige Ausbuchtungen derselben ein�geschlossen. Offenbar handelt es sich hier um �hnliche Pig-mentablagerungen, wie sie Eberth (Virch. Arch. Bd. 40) f�r die Winterfr�sohe beschrieben und abgebildet bat. � Fast in jedem Schnitt, der aus dem Inneren oder aus der Oberfl�che der Leber gemacht wird, finden sich einige rundliclio, weisso Geschwulsthcerde, die h�ufig erst mit dem Microseop erkannt werden k�nnen. Diese Heerdc schliessen weder Lcberzellen, noch Capillargef�sse oder Pigmentklumpen ein. Sie bestehen in ihrer Mitte aus sehr zarten, blassen, dicht gedr�ngt liegen-
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den Rundzellen, w�hrend die Peripherie derselben durch ein lein fibrili�res Bindegewebe gebildet wird.
5, Dendrocygna arborea, Baumente.
M�nnliches Geschlecht. K�rpermuseulatur blass.
Keine ser�se Durchtr�nkung des Unterhautbindogewebes; in mehreren Lufts�cken, insbesondere auch auf der �berfl�che der Leber gelbe Exsudatmembranen.
Bei der Er�fi'nung der Leibesh�hle entweicht ein iibeler Geruch.
In der oberen H�lfte des rechten Leberlappens findet sich eine kugelf�rmige, wallnnssgrosse Geschwulst, die in ihrer un�teren H�lfte von Leberparenchym umgeben ist, w�hrend ihre obere H�lfte als eine graur�thliche haibku^elf�rruige Prominenz frei aus der Leber herausragt.
Ein Durchschnitt des rechten Leberlappens, der den Tumor in seiner Mitte trift't, ergiebt, dass derselbe das obere Dritt-theil des Lappens erf�llt. Der Tumor misst auf dem Durch�schnitt 3 Ctm. in der H�he. Die H�he des rechten Lebcr-lappens inclusive der Geschwulst betr�gt 8 Ctm. Die Schnitt�fl�che des rechten Lappens ist in Eig. 7. wiedergegeben. Der Tumor f�hlt sich fest und etwas elastisch an. Auf einem Durch�schnitt unterscheidet man eine 0,S bis 0,7 Ctm. breite grau�r�thliche, saftige Rindenschicht und eine 2 Ctm. im Durchmes�ser haltende trockene, centralo Zone. In die graur�thliche Rindenschicht eingebettet linden sich einzelne bis linsengrosse, ziemlich zahlreiche Stellen, die mehr oder minder weit in der k�sigen Metamorphose vorgeschritten sind und zum Theil das�selbe Aussehen darbieten, wie der centrale Theil der Geschwulst. Einzelne bis stecknadelkopfgrosse graue Geschwulstmassen oder gelbe Kn�tchcn finden sich auch in dem den Tumor umgeben, den Leberparenchym. In den �brigen Leberabscbnitten insbe�sondere aiK-h im linken Leberlappcn werden einzelne zerstreuter bis stecknadelkop!'gro.';sc Heerde gefanden. Das .Leberparenchym
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hat eine blassrotliliche Farbe, einen nachsartigen Glanz und eine vermehrtet teigige Consistenz. nesonders an den R�ndern ist das Leberparenehym blase und dorchscheineod. Ein i'eines Schnittchen Leberjubsta 12 f�rbt sich bei Zusatz einer Jodl��sung ziemlich rasch von der Peripherie her rothgelb.
Zusatz von conoentrirter Schwefels�ure bringt nach einiger Zeit eine schmutzig-violette oder schmutzig-blaue Farbe hervor.
In der Milz keine k�sigen Ileerdo. Jodl�sung und con-centrirte Schwefels�ure bringen an dein dunkelbraunen Pareu-cbym der Milz, welche bei runder Form und ziemlich weicher Consistenz nur einen geringen Waebsglanz zeigt, eine fast rein blaue Farbe hervor.
Die Nieren und der Magen ohne Ver�nderungen. Auf der Oberfl�che des Darms einige bis erbsengrosse Geschw�lste.
Das Herz ohne Abnormit�ten.
Die untere H�lfte der rechten Lunge durchweg in eine feste graue, luftleere Masse verwandelt. Der erkrankte Theil erhebt sich �ber das Niveau des �brigen Organs um 2�4 Mm. und hat eine granr�thlicbe, von kleinen, injicirten Gef�ssen durchsetzte Oberfl�che, aus der einzelne rundliche, gelbgef�rbto luseln durchschimmern. Der untere Rand dieses Lungenab-schnittes erscheint knollig durch pcrlschnurartig neben einander gelagerte rundliche Prominenzen. Auf einem Durchschnitt er�kennt man in dem erkrankten Lungenabschnitt eine graur�th-liehe Grundsubstanz, in der gelbliche, trockene Massen insel-f�rmig eingelagert sind. Letztere lassen sich bei Druck als consistenle Pfropfe oder K�sesteiue mit blassgelber Riudensub-stanz und gelbbraunem Centrum herauspressen. Nach der Ent�leerung der Pfropfe bleibt eine rundliche, mit einer d�nnen blassr�thlichen Membran ausgekleidete H�hle zur�ck, die mit den Bronchien in Verbindung steht. Die oberen zwei Dritt-theile dieser Lunge sind lufthaltig und ohne Heerde. In der linken Lunge findet sich, 1 Gtm. vom unteren scharfen Rand entfernt, ein erbsengrosser. gelber llccrd. Das restironde Lun
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genparencbym ist liie und da von schwarzen Pigmenflecken durchsetzt.
6. Perlhuhn. Numida meleagris.
Section im Januar 1870.
Abgemagert. Die Bauchh�hle fettarm. #9632;
Die Leber ist sowohl an ihrer Oberfl�che, als auch im Inneren von sehr reichlichen, bis stecknadelkopfgrossen Ge�schw�lsten durchsetzt. Das Microscop ergiebt in der Leber viele kleinere Heerde, die macroscopisch nicht sichtbar sind. Man kann an den meisten gr�sseren Heerden eine helle, �ussere Zone und einen k�rnigen Inhalt unterscheiden. Letzterer l�sst sieli durch einen geringen Druck mit dem Deckglas als eine zusammenh�ngende, fettige Masse ans ersterer herauspressen. Die Milz ist von reichlichen, gelben Heerden bis zu Linsen-gr�sse durchsetzt. In beiden Lungen viele runde bis erbsen-grosse Heerde, denen in der Milz und in der Leber gleichend. Auf der �usseren Fl�che des Darms keine Geschw�lste.
7, Anas querquedula.
Die braunrothe Oberfl�che der Leber �bers�et mit grau-weissen Heerden mit gelblichem, opaken Centrum. Die meisten derselben sehr klein, nicht die Grosse eines Stecknadelkopfes erreichend. Nur eine Geschwulst von Linsengr�sse, von fester Consistenz und gelber Farbe.
Im Mesenterium ziemlich zahlreiche, bis linsengr�sse, rundliche oder eckige, mit glatter Oberfl�che versehene K�rper. Dem Darm sitzen keine Tumoren auf. Auf der Oberfl�che der Milz mehrere weissliche, rundliche, jedoch nicht verk�ste Geschw�lste. In der rechten Lunge ein �ber stecknadelkopf-grosser gelber, scharf abgesetzter Heerd, der bis an die Ober�fl�che reicht.
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8. Crax globiceia. Hokoluibu.
M�nnliches Geschlecht.
Gestorben am 24. Januar 1870.
Das Thier w�rde an Professor August M�ller in K��nigsberg als Geschenk geschickt. Derselbe theilte brieflich folgenden Befund mit:
Penis r�hmlichst entwickelt. Hoden klein, schwarz pig-mentirt, da wohl nicht Saison war. Thier abgemagert und tu�berkul�s. Leber bunt durch grosse (wie Haselnuss) und kleine Tuberkel. Am D�nndarm in der Wand an zwei von einander entfernten Stellen je ein kirsohengrosser Tuberkel, unter wel�chem die Schleimhaut noch erkenntlich ist. Tuberkelmasse sehr hart. Milz vieleckig, bunt von grossen Tuberkeln. In den Lungen nur linkerseits ein grosser Tuberkel. Keiner erweicht und exulcerirt, als einige in der Leber. Die Todesursache lag im Gehirn. Die linke Seite des Hinterkopfs war mit derselben, sehr festen Tuberkelmasse bedeckt; sie drang in die Diploe ein, hatte den linken Geh�rgang und die Paukenh�hle zusam�mengedr�ckt und die innere Sch�deltafel derselben Seite nicht nur so weit niedorgetrieben, dass sie erheblich niedriger stand, als rechts, sondern sie auch an einer Stelle durchbrochen � nach der Sch�delh�hle, in der sich an der Oberfl�che des Hirns Eiter fand.
9. Grax globicera. Hokohuhn.
Weibliches Geschlecht.
Auf der Oberfl�che der Leber weissliche, an manchen Stellen gruppenweise beisammen gelagerte Heerde, die theil-weise von einem galligen Hof umgeben sind. Die Geschw�lste springen nicht �ber das Niveau des Organs vor. Zahlreiche gelbe Geschw�lste sitzen, mitunter pilzf�rmig, der Luftsack�membran auf.
In der linken Lunge ein �ber 1 Gtm grosser, fester,
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laquo;relbwHisser Heerd. Am' J�rn Dann keine Geschw�lste. Eier-
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stock ohne Abnorniit�teii.
Ein von einer Loftsackmembran entnommenes graues Kn�t-chen leistete beim Zerzupfen ziemlich starken Widerstand. In dem Pr�parat bekam man dicht znsammengelagerte, rundliche, ziemlich kleine Zellen zu sehen. In der Fl�ssigkeit schwam�men viele freie Kerne und solche, die von einem sparsamen, blassen, fein granulirten Protoplasma umgeben waren. An ein�zelnen Stellen waren in dem Protoplasma einzelne Fetttr�pfchen sichtbar. Der Form nach stimmten diese Zellen meist mit den Eiterk�rperchen des Menschen nberein. Mitunter sah man auch gr�ssere runde Zellen, die bis zu 4 Kerne einschl�ssen. Diese Zellenmassen waren eingelagert in ein fein librill�res, von Fett-k�rnchen durchsetztes Bindegewebe.
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10 und 11. Zwei Perlh�hner.
Section am 20. December 18(J9.
In beiden F�llen ausgedehnte Geschwulstbildungen in der Leber, Milz und auf dem Darm. In dem einen Fall, wo gleich�zeitig auch ein linsengrosser Heerd in der linken Lunge ge�funden wurde, treten die Geschw�lste an der Leberoborfl�che als runde, gelbe bis erbsengrosse Tumoren aus dem Niveau des Organs heraus (Fig. 8.); in dem anderen Fall lag die Ober�fl�che der Geschw�lste stets in dem Niveau der Organober�fl�che (Fig, 5.).
1'2. M er gas merganser.
Section am 1. Februar 1SG9.
Die Leber ist durchsetzt von sehr reichlichen, gegen das gleichm�ssig tief braunroth gef�rbte Parenchym sich scharf ab�setzenden Geschw�lsten von verschiedener Grosse und von ver�schiedenem Aussehen. Die kleinsten sind weisse P�nktchen, die gr�ssten linsengrosse Geschw�lste von undurchsichtigem gel�ben Aussehen, beim lunschneiden eine k�sige Masse entleerend.
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Sonst werden Oescliwulstblhlnngpn in keinem anderen Organ gefunden.
13. Gypogeranus seeretarius. Schlangenadler.*)
Section am 7. November 1S6S.
Reichliche Ansammlung einer klaren w�sserigen Fl�ssigkeit in den Lufts�oken, welche gelbe Exsudatmassen und gallartige Gerinnsel einschliesst.
Die Lungen sind durchsetzt von sehr zahlreichen, m�r�telartigen gelben Heerden. Durch Druck lassen sich dieselben gr�sstentlieils herauspressen, so dass glattwandiglaquo;, mit den Bronchien communicirende H�hlen zur�ckbleiben.
In den L uftsack wand un gen sehr reichliche, linsengrosse, gelbe Gesehw�lste.
Am Herzen keine Vor�nderung.
Die Leber mit einer gelben Exsudatschicht �berkleidet, die sich in Forra einer Membran abziehen l�sst. Auf der Ober�fl�che derselben sehr zahlreiche kreisrunde, gelbe Kn�tchen. Die meisten Geschw�lste sind hirsekorngross, einige linsen-gross. Die gr�sseren springen zum Theil �ber das Niveau der im Uebrigen glatten Leberober��che vor. Auf einem Durch�schnitt finden sich auch im Inneren des Organs sehr reichliche Geschw�lste. Das Leberparenchym von gleicbm�ssigem, brau�nem Aussehen. Der acin�se Bau nicht deutlich zu erkennen.
Der Magen durch mehrere Adh�sionen mit den benach�barten Organen verwachsen. Die Adh�sionen sind neueren Ur�sprungs. Unter der Sera der Darmschlingen einzelne lin�sengrosse, runde, gelbliche Geschw�lste, von demselben Aus�sehen wie die an der Oberfl�che der Leber gelegenen. Die Geschw�lste nehmen etwa den dritten Theil der Peripherie des Darms ein, es sind etwa deren 6 vorhanden; alle stehen iso-lirt. Die Mucosa zeigt da, wo die Geschw�lste aufsitzen keine Ver�nderungen. Die Nieren frei von Tumoren. In der Milz.
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�) Mitgetheilt in Virchow's Archiv 46. Band.
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sowohl an der OborQiiclio als aucli im Innoron, mobrere bis lin-sonnrrosse, k�sigo Heerde.
Ausser iliesen 13 Befunden liegen mir noch S Beobach�tungen vor, auf die ich hier nicht weiter eini^ohen will, da sio den mitgetheilten F�llen nichts wesentliches Neues hinzuf�gen wiirden und es sich fast immer um dieselben Geschwulstbildun-gon in der Leber, in der Milz, auf der Darmwand und in den Lungen gehandelt hat.
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Ich habe mich in der Literatur nach diesem Gegenstand imigeseben und einige IMittheilungen gefunden, die hierher ge�h�ren.
Zun�chst fand Roloff*) auf der Oberfl�che des Magens und Darms und am Gekr�se bei einem Huhn, welches l�ngere Zeit an Verstopfung gelitten hatte und endlieh an Ersch�pfung zu Grunde gegangen war, sehr zahlreiche, hirsekorn- bis kirsch-kerngrosse Geschw�lste, von denen die gr�sseren derbelastisch, die kleineren weichelastisoh oder fluctuirend sieh anf�hlten und die theils einzeln sassen, theils zu zweien oder dreien an der Basis verschmolzen waren. Die Gesehw�lste hatten sich in der Subserosa entwickelt. Die Serosa konnte im Zusammenhang abgel�st werden und auch mit der Muscnlaris war die Verbin�dung am Magen nur durch eine lockere Bindegewebsschicht vermittelt, w�hrend am Darm die Basis der Knoten, besonders im Centrum mit der Muscularis fest zusammenhing. Der Durch�schnitt erschien au den kleinen bis erbsengrossen Geschw�lsten gleichm�ssig. Die gr�sseren Knoten waren hingegen deutlich gelappt und aus mehreren kleinen Kn�tchen znsammengesetzt. In allen Kn�tchen oder Knoten fand sich ein ziemlich stark
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*) Eoloff. Multiple Lymphosarcomo beim Huhn. Magazin f�r die gesammte Thierheilkunde 186S S. 135 und Virchow's Jahres�bericht Bd. I. S. 518.
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cnlwickelles dem Stroma der Lymphdr�sen �linliches Faserge�r�st, in welchem die dicken Balken aus spindelf�rmigen Zellen mit geringer Intercellularsubstauz und die feineren aus einem feinlibrill�ren Bindegewebe mit sp�rlichen runden oder spindel�f�rmigen Zellen bestanden, w�hrend sich die Maschen mit klei�nen, runden, den Lymplik�rpercheu v�llig gleichen Zellen an�gef�llt zeigten. Diese Zellenhaufen waren an einigen Stelleu tu der k�sigen Metamorphose begriffen. Roloff rechnet diese Neubildungen zu den Lymphosarcomen.
Weiterhin beschreibt F�rster*) einen �hnlichen Befund bei einem Papageien. Hier fand sieb am Halse eine Geschwulst, die don Character eines scrophul�sen Lymphdr�sentumors hatte. Die Geschwulst bestand aus Knoten, welche aus einer weichen, graur�thlichen, �ussercn und einer k�sigen, gelben inneren Sub�stanz zusammengesetzt waren.
Weinland**) beschreibt eine kindskopfgrosse Geschwulst am Hals eines Stranssen, die zum Theil mit ser�ser Fl�ssig�keit erf�llt war, gr�sstentheils aber aus k�sigen und knorpcl-artigon Massen bestand. Gleichzeitig fanden sich Tuberkeln in der Leber, in der Milz und in den Lungen.
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Stellen wir die mitgetheilten Befunde zusammen, so kom�men wir zu folgenden Resultaten :
1. Bei den in der Gefangenschaft gehaltenen V�geln tritt nicht selten eine langsam verlaufende, mit allm�hliger Abma�gerung und Schwund des Fetts einbergehende, mitunter mit bydropischon Erg�ssen in das Unterhautbindegewebe und in die Lufts�che verbundene Erkrankung auf, die auf der Entwickc-lung geschwulstartiger Bildungen in den verschiedensten Orga�nen beruht.
�) F�rster. Zoologischer Garten, 1663, gt;S. 66. *�) Weinlau d, Befund eines Straussen. Zoblogischoc Garten, 1.861. S. 177,
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2.nbsp; nbsp; nbsp; Die �rgaue, iu dorren dieso Geschw�lste bis jetzt volaquo; uns gefunden worden sind, sind die Leiter, die Milz, der Darm, die Lungen, die Luftsackmembranen, das viscerate Blatt des Herzbeutels, das Herz, der Eierstock, das Mescnteriivm und die Lymphdr�sen am Halse.
3.nbsp; nbsp; nbsp;Die Neubildungen haben den aivsgcspvoclieneraquo; Charac�ter metastasirender Geschw�lste und fallen fr�h einer regressi�ven Metamorphose anheim.
4.nbsp; nbsp; nbsp;Die fr�heren Entwickelungsstadien dieser Geschw�lste stimmen darin �berein, dass sie zusammengesetzt sind aus nester�weise beisammengelagerten lyraphoiden Zellen, die in ein libr�-liires Bindegewebe eingebettet sind.
Der Verlauf der Krankheit, insbesondere aber die Verbrew tangsweise der vorgefundenen Abnormit�ten erinnert an die Tu�berkulose des Menschen und der S�ugethiere, w�hrend der mi-croscopische Bau und das macroscopisehe Ausseben der Ge�schw�lste mauches Uebereinstimmende mit den Perlsnchtge-schw�lsten der Wiederk�uer hat.
Man wird, wie ich glaube, nicht zu weit gehen, wenn man sagt, dass die vorgefundenen Ver�nderungen f�r die V�gel das sind, was f�r den Menschen und Affen die verk�sende Pneu-monio und der Miliartuberkel und f�r die Wiederk�uer der Perlsuchtknoten ist oder anders ausgedr�ckt, dass der Schwind�sucht der V�gel die Entwickelung fester, h�ufig sehr umfang.-reicher Geschw�lste in den verschiedensten Organen zu Grunde liegt. Von grossem Interesse w�rde es sein, auf experimen�tellem Wege zu. ermitteln, ob sich diese Geschw�lste k�nstlich durch Injectionen vom Menschen entnommener k�siger Massen hervorbringen lasamp;en.
Dass es sich niclit um Miliartuberkulose handelt, wenig�stens in dem Sinne, wie der Miliartuberkel jetzt nur noch f�s den Menschen angewendet wird, liegt auf der Hand. Dass die Geschw�lste aber auch keine Entz�ndungsproduklo sind, dass sie nicht aus eingedicktem, k�signn Eiter bestehen, ist cbeofalls
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sidier. Es hsadelt sich, so weit wir es bis jetzt bcurtheilen k�nuen, um ganz ausgesprochene Neubiltlungeo, die durch Prc-liferationen aus einem pr�existirenden Gewebstlieil entstanden sind, die ihre eigenen ausgebildeten Gef�sse iiaben und die zu #9632;wallnussgrossen und noch gr�sseren Geschw�lsten heranwach�sen k�nnen.
Diejenige Geschwulst aus der menschlichen patbologischen Anatomie, der diese Neubildungen am n�chsten stehen, ist das Lymphosarcom. Jedoch weichen die beschriebenen Geschw�lste wieder in mehrfacher Weise von dem Lymphosarcom ab.
Da es sich bei den V�geln um eine ganz characteristischlaquo; Neubildung handelt, f�r die der Name Tuberkel nicht gebraucht werden darf und f�r die auch die Bezeichnung Lymphosarcorn nicht passt, so kann man das Wort Sclerom f�r diese Ge�schw�lste in Anwendung bringen. Das Wort bezeichnet weiter nichts, als dass es sich um eine feste Geschwulst handelt. Das F�rster'sche Sclerom ist jetzt wieder aufgegeben worden, in�dem daf�r der be�eichnende Ausdruck Sclerodermie allgemein aceej^irt worden ist.
Die Lungo zeigte sich nicht in allen F�llen ergriffen. Mehrcremale war sie ganz-iutaet, w�lirend sich ausgedehnte Ge-sehwulstbildungen in anderen Organen fanden.
Dasjenige Organ, welches sich constant erkrankt zeigte, war die Leber. Die Neubildungen traten hier bald als kleine, miliare, weisse Heerde auf, so dass die Erkrankung eine ge�wisse Aehnliehkeit mit der Miliartuberkulose beim Menschea hatte; bald, und zwar war dies der h�ufigere Fall, kam es zur Bildung gr�sserer Gesehw�lste. Dieselben traten theik als rundliche, erbsengrosse Tumoren ans der Oberfl�che der Leber hervor, theils �berschritten sie das Niveau des Organs nicht. In einem Fall hatten die Geschw�lste einen ausgesprochen cy-stischen Habitus; in einem anderen schl�ssen die gr�sseren einen festen, steinartigen, gallig tingirten K�rper ein. Einmal fand raquo;ich ein wallnussgrosser Tumor im rechten Leberlappen, w�hrend
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die �brigen Leberabscbnitte von GescLwulstbildungen ziemlicb frei waren. Hier war ziemlich ausgesprochene amjloido Dege�neration des Leberparenchynis vorhaden. � Wir sehen dem�nach, dass die atnyloide Degeneration bei Thieren �berhaupt vorkommt nnd bemerken hierzu, dass dies uuter etwa 200 Thier-Sectionen der einzige Fall gewesen ist, wo wir amyloido Degeneration fanden.
F�rster*) theilt in seinen �Studien zur vergleichenden Pathologie-4 mit, dass er amyloide Degeneration bei Thieren nie beobachtet habe. Roll bezeichnet dieselbe bei Thieren alraquo; ein seltenes Vorkommen und theilt mit, dass sie in Wien bei einer Anzahl Fasanen zur Beobachtung gekommen ist. Beim Menschen tritt bekanntlich amyloido Degeneration nur als eine seeund�re Erscheinung zu anderweitigen Erkrankungen , insbe�sondere zu lange bestehenden Eiterungen, zu verk�senden Pnen-monien, zu Lymphosarcomen hinzu. Auch in dem vorliegen�den Fall ist der Grund der amyloiden Degeneration wohl in den Geschwulstbildungen zu suchen, die langsam sich ent�wickelt haben.
Sehr auffallend und bei der Tuberkulose des Menschen kein Analogon findend, ist die Erkrankung des Darms. Hier kommt es, wie wir gesehen haben, zwischen Sera und Muscu-laris zur Bildung von Geschw�lsten, die beim weiteren Wachs-thum der �usseren Fl�che des Darms als linsengrosse oder selbst haselnuss^rosse Geschw�lste aufsitzen. In einem Fall fanden sich gegen 20 derartige Geschw�lste dem Darm auf�sitzend. Die Geschw�lste dr�ngen die Sera vor sich her und lassen meist die Schleimbaut intact. Nur in einem Fall hatten sie die Schleimhaut perforirt und fanden sich in derselben Ge�schw�lste.
Die Mil a war einigcmale ganz intact; in der Mehrzahl der F�lle jedoch enthielt sie reichliche Geschw�lste, mitunter
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�) W�rzburger Verhandlungen 1861-
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so dass das ganze Organ in eine knollige GcscWuistmasse etwa von der vierfacheu Grosse umgewandelt war. Einmal war die Milz amyloid degonerirt.
Die Laftsack-Membranen und das Mesenterium scheinen ziemlich h�ufig der Sitz f�r derartige Neubildungen zu sein.
Je einmal fanden wir derartige Geschw�lste im Pan kreas, im Eierstock, im Herzbeutel und im Herzen selbst vor.
Diese letztere Geschwulst erschien in hohem Grade auf�fallend. Sie hatte fast das ganze Cavum des linken Vorhofs erf�llt und die Blntcirculation, obwohl sie immerhin noch m�g�lich war, da der Tumor nicht mit den Ostien der Lungenvenen und der Mitralklappe verwachsen war, muss sehr erheblich er�schwert gewesen sein. Wie der Tumor sich hier entwickelt hat, vermag ich nicht zu sagen. M�glich ist, dass an einer Stelle zwischen Endocardium und Mnscularis sich eine Ge�schwulst gebildet hat, welche �hnlich den Geschw�lsten unter der Darmserosa bei weiterem Wachsthum nach der H�hle des Vorhofs hin mehr und mehr prominirte, und welche sp�terhin mit dem Endocardium an mehreren Stellen verwachsen ist.
Die Mesenterialdr�sen haben wir in der Mehrzahl der F�lle unver�ndert gefunden. In den F�llen, wo das Mesenterium mit kleinen Geschw�lsten bedeckt war, schienen dieselben nicht von den Lymphdr�sen ausgegangen zu sein.
Die Lymphdr�sen am Hals fanden wir einmal in br�ck-liche, gelbe Tumoren verwandelt. Es blieb hier unentschieden, ob dieselben hervorgegangen waren ans einer sogenannten scro-pbul�sen Hyperplasie oder ob in denselben eine �hnliche Neu�bildung Statt gefunden hatte, wie in der Leber und auf dem Darm. Das letztere war wohl der Fall in der von Weinland beschriebenen Geschwulst am Hals eines Straussen. Ob es wirklich �chter Knorpel war, was Wein land als aus einer �deutlich cellul�ren Structurraquo; bestehend beschreibt, durfte sehr zu bezweifeln sein. Das gleichzeitige Vorhandensein von Ge-
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schwulsten in lt;ler lieber, in Jer Milz und iu den Lungen deutet woiil auf einen analogen Bau des am Halse vorgefundeoeu Tumors.
�eber die Gewebslaquo;Iemente, welche den Ausgangspunkt f�r dieslaquo; Geschw�lste im Darm, in der Leber, in den Lungen und in den anderen Organen bildeten, stehen mir bis jetzt keine Erfahrungen zu Gebote. Ich behalte mir jedoch dar�ber f�r sp�terhin, sowie insbesondere �ber die Resultate der Impfver-suehe ansf�hrlichere Mittheilungen vor.
F�r jetzt kam es mir haupts�chlich darauf an, zun�chst auf die H�utigkeit des Vorkommens, wenigstens in den zoolo�gischen G�rten, sowie auf die Aehnlichkeit der Erkrankung mit der Taberkulosa des Menschen und der S�ngethiere hin�gewiesen zu haben.
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Ergebnisse der iu dem Zeitraum vom 5. November 18GS bis zum 10. Mai 1870 im Hamburger zoologi�schen Garten vorgenommeneu Sectioneu.
A. S�ugelhiere.
1. Aeussore Haut.
I.Mit -w�sseriger Fl�ssigkeit gefullteBlasen ent�wickelten sich aut'den Fluc;!i�uten eines l'Uecenden Hundes.*quot;) obnbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;j
Das Thier -wurde am 18. Juli 1S6S f�r den Garten er�worben. Die gr�sste Spannweite beider Flugh�ute betrug etwa �1 Fuss, w�hrend die K�rperl�nge nur etwa einen Fuss maass. Vormittelst seiner stark entwickelten, hakenf�rmig gebogenen, an den Fingern der hinteren Extremit�ten be�ndlichen Krallen pf}egte sich das Thier an eine im K�lig befindliche Stange an�zuh�ngen und in dieser Stellung ruhig zu verharren. Dabei trug es die grossen, schwarzbraunen, zwischen den oberen und unteren Extremit�ten befindlichen Flugh�ute, einem Mantel ver�gleichbar, um den K�rper herumgeschlagen, wodurch letzterer vollst�ndig bedeckt wurde. St�rte man das Thier, so streckte es zwischen den Flugh�uten den fuchs�hnlich gebauten Kopf hervor, blieb aber in seiner h�ngenden Stellung meist ruhig verharren. Mitunter gelang es auf diese Weise, das Thier zu einigen Fl�gelbewegungen zu bringen. Es spreizte alsdann die sehr langen Finger der oberen Extremit�ten auseinander, wo-
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*) Mitgetheilt in Virchow's Archiv Bd. 4G.
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durch die zwischen den einzelnen Fingern befindliche, bei ruhi�ger Lage f�cherartig zusammengelegte Flughaut entfaltet wurde und mit der zwischen oberer und unterer Extremit�t befind�lichen Flughaut zusammen einen m�chtigen Fl�gel darstellte.
In der Mitte des Monats October bildeten sich auf beiden Flugh�uten blasenartige Erhebungen der Epidermis. Die Bla�sen hatten eine kreisrunde Form und platzten tbeilweise nach mehrt�gigem Bestehen, wobei sie eine klare Fl�ssigkeit entleer�ten , w�hrend neue Blasen an anderen Stollen der Flugh�ute aufsch�ssen. Die Gr�sse der Blasen war eine verschiedene. Einige derselben erreichten die Grosse eines Zehngroschen�st�cks, die kleinsten stellten sich als stecknadelkopfgrosse Un�ebenheiten der schwarzbraunen, nur mit wenigen kurzen H�r�chen versehenen, im Uebrigen glatten Flugh�ute dar. An einigen Stellen standen die Blasen gruppenweise dicht bei ein�ander gedr�ngt, w�hrend man an anderen Stellen nur einzelne, isolirt stehende Blasen auf gr�ssere Strecken hin antraf. Am reichlichsten war die Blasenbildung an den peripherisohen Thei-len der Flugh�ute vorhanden. Spreizte das Tluer bei begin�nenden Fl�gelbewegungen die Finger der oberen Extremit�ten aus einander, so erkannte man dicht gedr�ngte, zum Theil mit einander zusammengeflossene Gruppen von Blasen. Insbeson�dere in der Umgebung der Phalangeaigelenke waren hieraus Geschw�re hervorgegangen. An einigen Stellen in der Umge�bung der Gelenke landen sich Geschw�re sowohl an der �usseren, als auch an der inneren Fl�che der Flughaut und es war auf diese Weise an den botreffenden Stellen nur eine d�nne, durch, scheinende, jedoch nirgends perforirte Membran zur�cbgeblie-ben. Die innere Fl�che der F'lugh�ute war mehr mit Blasen bedeckt, wie die �ussero. Auf ersteror war eine gewisse symme�trische Anordnung der Blasen an entsprechenden Stellen beider F'lugh�ute unverkennbar. So fanden sich in der Mitte beider Schulterflugh�ute Blasen von ann�hernd gleicher Grosse und Ausdehnung; weiterhin war die Anordnung, Zahl und Grosse
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der Blasen au deu Flugluluteu zwischen den Fingern beider oberen Extremit�ten nahezu gleich. Die Blasen platzten nur theilweise und hinterliessen alsdann meist einen weisslichen, n�ssenden Grund, der mit der umgebenden, dunkelschwarz ge�f�rbten Haut stark contrastirte. Bei einem Theil dor auf diese Weise entstandenen Geschw�re war der Geschwiirsgrund mit einer d�nnen, eiter�hnlichen Schicht, in der man hie und da injicirte Gef�ssst�mmchen erkennen konnte, bedeckt. Die Bla�sen, welche nicht aufplatzten, blieben auf der Grosse, die sie erreicht hatten, bestehen. Ein Einsinken oder Verschwinden der Blasen ist nicht beobachtet worden.
Vom 25. October an ist keine wesentliche Neubildung von Blasen oder Geschw�ren mehr beobachtet worden. Die Ge�schw�re, welche sieh das Thier h�ulig leckte, blieben in dem Zustande, wie sie waren, bestehen. Bis zu seinem Tode hat das Thier das ihm t�glich vorgelegte Futter vollst�ndig aufge�zehrt. Am 8. November fand man es todt, in seiner gew5hn-lichen Stellung h�ngend.
Bei der Section sind die bei Lebzeiten beobachteten Ge�schw�re im Allgemeinen wenitr ver�ndert. Einige Geschw�re
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sind mit trockenen, braunen Borken bedeckt. An den Stelleu, #9632;wo an beiden Seiten der Flugh�ute Geschw�re vorhanden waren, erscheint der Geschw�rsgrund als eine durchscheinende, ge�trocknete Membran, einem getrockneten Darm vergleichbar. Einige auf der R�ckenfl�cbe der Flugh�ute belindliche Bl�sehen entleeren beim Anstechen eine woissliche, d�nne Fl�ssigkeit, in der man bei microscopischer Untersuchung zahlreiche Eiterk�r-perclien erkennt. Beide Ohrenspitzen zeigen sowohl au der inneren, als auch an der �usseren IT�che, zahlreiche, festere Unebenheiten, die sich als eingetr�cknete Bl�schen zu erken�nen geben. An deu behaarten Theilcu dos Thieres sind weder im Gesicht, noch Rumpf Bl�schen oder Ulcerationen zu erken�nen. Die Z�hne sehr stark aligomitzt. Von den hinteren Back�z�hnen ist der K�rper vollst�ndig geschwundeu und es ragen
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nur noch getrennte Wurzelst�mpl'e aus den Alveolen hervor. Nur an einem der Backz�hne findet sich noch eine d�nne Br�cke zwischen vorderer und hinterer Wurzel. S�mmtlicho Finger beider unteren Extremit�ten tragen an ihren Volar-ll�chen l�ngliche Ulcerationen, die offenbar entstanden sind durch den anhaltenden Druck, welchem diese Tbeile beim An�krallen ausgesetzt waren. Die Lungen luithaltig, etwas colla-birt, ohne Pigment. Im Herzen nicht geronnenes Blut.
2.nbsp; nbsp; nbsp;Eine papill�re Gesch-wulst fand sich in der Hohl�hand der rechten unteren Extremit�t bei demselben Thiere. Die Geschwulst hatte die Grosse einer Erbse, war mit einer gelappten Oberfl�che versehen und zeigte dieselbe schwarze F�rbung, wie die gesammte Haut der lioblhand. Sie entsprang vermittelst eines d�nnen 3 Mm. langen Stieles aus der Haut zwischen Daumen und zweiten Finger und bestand aus einem bindegewebigen, Gef�sse lubrenden Grundstock und m�chtigen Epidermislagen.
3.nbsp; nbsp; nbsp;Decubitus wurde bei einem Erdwolf (Proteles La-landii) beobachtet. Es fanden sich an den Seitenfl�chen s�mmt-licher Extremit�ten, haupts�cblicli �ber den Gelenken, rundliche, mitunter bis auf den Knochen gebende Substanzverluste in der Haut. Das Thier starb an einem clironischen Intestinalcatairbe.
4.nbsp; nbsp; nbsp;Eine l�ngere Zeit eiternde Wunde auf dem rech�ten Kniegelenk wurde bei einem Mandrill (Cynocephalus Mor�mon) beobachtet. Die W�nde suhlosa sich allm�blig von selbst. Das Thier starb sp�terhin an verk�sender Pneumouie.
5.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrere Bluterg�sse fanden sich im �nterhautbinde-gewehe bei einem Vielfrass (Gulo borealis), der zahlreiche Di-stomen in den Galleng�ugen beherbergte.
6.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Mandrill wurden die blau gef�rbten Haut�stellen an den Wangen untersucht. Es ergab sich dass nur schwarzes Pigment vorhanden war, welches haupts�chlich seinen Sitz im Rete Malphigbi hatte. In den tieferen Stratis fanden
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sieb auch iu der lateicellulursubstiiuz bandurti^e /�ge eines schwarzen, k�rnigen Pigments.
2. Musculatur.
7. Mebrere ausgedehnte Bluterg�sse fanden sich in der Musculatur bei einer Antilope Dorcas. Das Unterbautbinde-gewebe war �demat�s. Die Musculatur war blass und ser�s durchtr�nkt. Dia Bluterg�sse fanden sich haupts�chlich in der Musculatur der rechten, hinteren Extremit�t und in der R�cken-museulatur. Nach dem Abziehen des Felles schimmerten blau�schwarze Stellen durch die Fagcie hindurch Das ergossene Blut hatte eine dunkele Farbe und die Muskelsuhstanz war oft in einer Ausdehnung von i �2 Zoll zermalmt, Eine traumatische Entstehung dieser Erg�sse war nicht nacbzuwei^en. Im Netz fanden sich zwei bohnengrosse, verkalkte Echinococcen. Die Pia mater war an einer umsclirlobenen Stelle eitrig inliltrirt.
3. Skelet.
S. Rhaehitis wurde in 4 F�llen und zwar bei zwei Affen (einem Macacus cvnomolgus und einem Cercopithecus griseo-viridis) und bei zwei Eichh�rnchen beobachtet. Der etwa ein�j�hrige Macac wurde im Garten geboren und blieb im Wachs-thum zur�ck. Der Thorax erschien von beiden Seiten her ein�gedr�ckt. An der Uebergangastelle s�mmtlicher Rippen in ihre Knorpel fanden sich kugelf�rmige Anschwellungen, die in das Cavura des Thorax hinein prominirten. Das Feriost der Rip�pen trug circumscripte, opake, weissliche Verdickungen, Beide Tibiao waren ziemlich stark nach innen gebogen. Die Gelenk�enden derselben waren verdickt. Bei dem Cercopithecus gri-seoviridis beschr�nkte sich die St�rung auf eine Anschwellung der Rippenkuorpel. Bei beiden Eichh�rnchen fanden sich eben�falls kugeliche oder cylinderische, rosenkranzf�rmig nebenein�ander liegende Anschwellungen der Rtppenknorpel. Bei dem einen waren stark entwickelte periostale Wucherungen in den hinteren H�lften der Rippen vorhanden. Bei dem anderen
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war die Wirbels�ule nuuli rechts und nuten gebogen und liessen sich die Knochen der Extremit�ten leicht durchbrechen.
9.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrfach geheilte Rippen fr actureu fanden sich bei einem am 23. September 18G9 zur Section gekommenen Cynocephalus porcarius. Rechts waren an der 2., 7. und 8. und links an der 9. und 10. Rippe quer verlaufende geheilte Fracturen. Zwischen den Bruchst�cken sah man noch einen weisslichen, leicht zerbrechbaren, etwas �ber die Oberfl�che der Rippen prominironden Callus.
Eine alte geheilte Rippenfractur fand sich weiterhin bei einer Giraffe.
10.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrere frische Sch�delfracturen (am rechten und lin�ken Scheitelbein) nebst einer Infraction des oberen Orbitalrandes des rechten Auges und einem ausgedehnten Bluterguss zwischen Bauchfell und dorn die linke Niere umgebenden Bindegewebe wurden bei einem am 13. Januar 1SG9 zur Section gekomme�nen m�nnlichen Maeucus cynomolgna gefunden.
11.nbsp; nbsp; nbsp;Eine umschriebene groschengrosse, necrotische Stelle fand sich an der inneren Tafel der rechten Unterkieferh�lfle mit missfarbiger Beschaffenheit des Feriosts und theilweiser Bloslegung des Knochens bei einem Mandrill.
12.nbsp; nbsp; Bei einem Nasenb�ren*) bestand l�ngere Zeit eine Eite�rung im Inneren der linken, vorderen Extrcmit�t. Es bildete sich ein Abscess in der N�he des Schultergelenkes, welcher von Herrn Inspector Si gel ge�ffnet wurde. �usserdem kam es an einer benachbarten Stelle zum spontanen Durchbruch des Eiters, worauf l�ngere Zeit aus der Fistel�ffnung eitrige Fl�s�sigkeit abgesondert wurde. Bei der am 26. Februar 1S69 vor�genommenen Section fand man in der Musculatur der hinteren Fl�che des Schulterblattes eine diffuse, jauchige Vereiterung, welche durch einen fistul�sen Gang an der bei Lebzeiten beob�achteten Stelle nach ausson m�ndete. An der Perforationsstelle
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*) MitgetheiU m der Wiener medic. Wochcnscli. 1SG0. Nr. 61.
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der aussereu Haut, welche einen Durcbmesser von 3 Linien hatte, war das Unterhautbindegewebe in einem Umfang von der Grosse eines Thalers vereitert. Die Gelenkkapsel des Schal�tergelenkes war ger�thet und verdickt; der Knorpel�berzug war gr�sstentheils zerst�rt und es zeigten die Gelenkfl�chen beider Knochen ein zerkl�ftetes, ger�thetes Aussehen. Es fan�den sich weiterhin pj�inische Heerde in den Lungen und Nie�ren sowie eine rechtsseitige Pleuritis vor. 4. Dura mater.
13.nbsp; nbsp; nbsp;Zahlreiche, streifige, hellrotho Blutextravasate wurden auf der inneren Fl�che der Dura mater bei einem m�nnlichen, am 26. Januar 1S69 gestorbenen, Cynocephalus babuin beob�achtet. In der linken Sch�delh�lfte waren dieselben am reicb-lichsten in den hinteren Partien, w�hrend sie sich in der rech�ten Sch�delh�lfte der H�he der Hemisph�ren entsprechend am
hlreichsten vorfanden. Die Dura mater war an einigen Stel�len mit dem Sch�del verwachsen. Gleichzeitig fanden sieb Bluterg�sse in den verschiedensten Organen, auf der Oberfl�che des Herzens, in der Pleura, auf der Schleimhaut des Magens, im Fettpolster der Wangen � neben einem alten Intestinal-catarrhe. Wenige Tage darauf (am 1. Februar 1S60) kam ein weihlicher Cynocephalus babuin zur Section, der einen ganz analogen Befund darbot. Hier waren die Bluterg�sse in der Dura etwas sparsamer.
Zahlreiche Bluterg�sse in die Dura fanden sich weiterhin bei einem Gulo borealis.
14.nbsp; nbsp; nbsp;Ein etwa linsengrosser, gelber k�siger Heerd zwischen beiden Bl�ttern wurde im linken Tentorium bei einem Mandrill gefunden.
5. Pia m a t e r.
15.nbsp; nbsp; nbsp;Eine eitrige Infiltration der Pia mater wurde bei einer am 21. F'ebruar 1869 gestorbenen Antilope Dorcas constatirt. Die Infiltration beschr�nkte sich auf das kleine Ge�hirn und die Medulla oblongata. Insbesondere war die Pia
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der linken H�lftn mit einem gelblichen, festen, etwa 1 Linie dicken Kxsudat bedeckt, das bei der mieroacopisclien Unter�suchung gr�sstentheils ans Kitericellen bestand. Auf der rech�ten H�lfte des kleinen Gehirns war das Infiltrat nur in d�nne�ren, nicht scharf umschriebenen Schichten vorhanden. Das Gleiche war an der Oberfl�che der Medulla oblongata der Fall. Am grossen Hirn zeigte sieh in dessen ganzer Ausdehnung die Pia frei von Infiltrat. Die Pia war an den Stellen, wo sie eitrig inflltrirt war, mit der Dura leicht verklebt.
16.nbsp; nbsp; nbsp;Rauchige Pigmentirung der Pia mater cerebralis wurde bei 2 Antilope Dorcas gefunden. Das Pigment war haupts�chlich l�ngs der Gcf�sso in grossen, ver�stelten, schwar�zen Z�gen vorhanden.
17.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer Lutra vulgarls waren die Gcf�sse der Pia strotzend mit Blut erf�llt. Pechterseits war in der N�he der Hypophysis ein Bluterguss zwischen Arachnoidea und Gehirn-substanz von etwa 6 Linien L�nge und 2 Linien Breite vor�handen. In der Hirnsubstanz selbst wurden keine Haeraorrha-gien beobachtet.
18.nbsp; nbsp; nbsp; Bei einem Nasenb�ren fand sich eine leichte Verklebung zwischen Pia und Dura, der H�be beider Convexit�ten entsprechend.
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fi. Plexus choroides.
19. Bei einer Antilope Dorcas fanden sich in den Plexus choroides beider Seitenventrikel concentrisch geschichtete Kalkk�rper. Im Allgemeinen waren dieselben jedoch nur klein und sparsam. Neben Kalkkugeln fanden sich auch st�bchen-f�rmige K�rper.
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7. Gehirn. 20. Das Gehirn konnte in den meisten F�llen nicht ge�nauer untersucht werden, da es f�r das Museum erhalten blei�ben musste. In keinem Fall wurde, soweit die Untersuchung m�glich war, irgend eine Abnormit�t am Gehirn gefunden.
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S. M u n d h ii b 1 e.
quot;21. Absoedirnngen, vom ZalinQeiseh ausgebend, kamen ia einer Reibe von F�llen bei AfTen znr neobacbtung. Es lag die Vermutluing nahe, dass dieselben durch das Eindringen frcmdei1 K�rper, -wie Strohhalme, die die Affen .zu zerkauen pflegen, bedingt waren.
Bei einem am 23. October ISCS zur Section gekommenen Cy n oeeplial ii s anubis*) war bei der �usseren Besichtigung die rechte Zwischenkielergegend aufgetrieben. Beim Aufheben der �berlippe fand sich das Zahnfleisch der rechten Oberkinn-Ittdeoh�lfte difi'us vereitert. Ein in der RiehtODg vom Eckzahn nach dem Auge aufw�rts in din Haut gef�hrter Einschnitt er�gab, dass die Eiterung zwischen Haut und Knochen aufw�rts bis etwa ?; Zoll unterhalb dos Auges hin sich erstreckte. Es floss beim Einschneidon ein mit necrotischen Fetzen untermeng�ter Eiter aus. Das Periost war von dem ganzen rechten Zwi�schenkiefer, sowie von einem Theil des rechten Oberkiefers ver�schwunden und der Knochen f�hlte sich hier rauh an. Nach�dem der rechte Zwisohenkiefer durchs�gt worden war, fand sich die Umgebung des noch nicht durchgebrochenen, definitiven Schneidezahns eitrig inliltrirt. Die Palpa dieses Zahns war ebenfalls in eine eitrige Masse umgewandelt. Die beiden Milch�schneidez�hne liessen sich leicht extrahiren, zeigten jedoch keine wesentliche Ver�nderung. Die Schleimhaut des harten Gau�mens war in einer Ausdehnung von I Zoll r�ckw�rts von den Schneidez�hnen eitrig inliltrirt. Die dahinter gelegenen Schleim-bautpartien waren intact. Die Nasenschleimhaut war in ihrem quot;vorderen Theil eine Strecke weit mit necrotischen Fetzen be�deckt. Die der Eiterung zun�chst gelegeneu Schleimhautpar�tien waren an einigen Stelleu auffallend stark ger�tbet und gewulstet.
Bei einem Cercop ithecus ery throgaster, der am 26.
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�) Mifgetbeilt in Virchow's Arobiv. Bd. 46.
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October 1808 zur Obduction kam, war das Zahnfleisch in der Gegend der letzten hinteren Backz�hne der rechten Unterkie-ferh�ll'te necrotiseh zerlallen. An der hinteren Unterkieferh�lfle fehlce hier das Penost sowohl an der inneren, als auch an der i'iusseren Klache. Die sich an den Unterkiefer ansetzenden Muskeln, iusbesondore ein Theil des Masseters waren von einem �belriechenden, jauchigen Exsudat ialiltrirt.
Bei einem am 4, December 1868 zur Section gekomme�nen Cy nocephal us babain war das Zahnfleisch an der Ober-und TJnterkinnlado im Bereich der Schneidez�hne ger�thet und gewulstet und theilweiso eitrig zerfallen, so dass sich hier halb-ruondiormigo, mit unterininirten R�ndern versehene Substanz-verluste gebildet hatten.
Aehnlich war der Befund bei einem am 24. December 1868 zur Obduction gekommenen Cy n oce ph al u s babuin. liier war das Zahnfleisch der rechten oberen Kinnlade von den Schneidez�hnen an bis zum hintersten Backzahn voreitert. Im Bereich der Schneidez�hne, wo die Eiterung am ausgedehnte�sten war, war das Periost in einiger Ausdehnung vom Kuochen losgel�st. Die benachbarte Musculatur war nicht ergrilVen. Auch der Zahnfleisehsamn an den unteren Schneidez�hnen zeigte eine beginnende Vereiterung.
Bei einem Cynocephalus po rear ins war das Zahn-lleisch der oberen Schneidez�hne durch bogenf�rmige Substanz�verluste zerst�rt.
Bei einem Cerco pith ecus griscoviridis fand sich zwischen den beiden rechtsseitigen oberen Schneidez�hnen eine kugelf�rmige, rothe, schwammige Granulation vom Zahnfleisch ausgehend.
Bei einem Schimpanso wurde neben ausgedehnter di-phtheritiseher Zerst�rung der Rachenschleimhaut ein eitriger Zer�fall des Zahnfleisches im Bereich der hinteren, oberen Back�z�hne gefunden.
Bei einem G�rtelthier, Dasypus villosus, war das Zahn-
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: fleisch aa der inneren Seite der 5 letzten linksseitigen Back�z�hne durch Eiterung zerst�rt und die Gaumenschleimhaut ne�ben dem hinteren Ende der Eiterung in einer Ausdehnung von etwa 1 Ctm. schiefrig pigraentirt.
22.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer Felis minuta (gestorben am 25. Decem�ber ISGil) waren die Ziiline, es waren delinitive, ausserordent-lich stark abgenutzt, vermuthlieh in Folge des Beissens gegen die Eisenstangen des Kiiligs. Am rechten Oberkieler fand sich im Bereich des vorderen Backzahns eine runde, listul�se Oeff-nung im Zahnfleisch, welche eine Schweinsborste nicht tief ein�dringen liess. Eitriger Ausfluss aus derselben wurde nicht beobachtet,
23.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer Fischotter, Lutra vulgar is, wurde zwi�schen dem 4, und �. linksseitigen, oberen Backzahn eine Fistel-�ffonng gefunden, die bis in die N�he des Auges f�hrte. Da�selbst fand sich eine sinu�se Erweiterung des Fistelkanals und eine blutige Tingirung desselben. Das Feriost liess sich von der �usseren, wie inneren Fl�che des Jochbeins leicht abl�sen. Der Masseter war etwas blasser, als der auf der anderen Seite. Die Knochen Hessen keino Abnormit�t erkennen.
24.nbsp; nbsp; nbsp; Schiefrige Pigmentirangeo der Mundh�hlen-sclileimhaut wurden wiederholt beobachtet. Bei einem Ameisen�b�ren, Mjrmecophaga jubata, war dir Boden der Mund�h�hle im vorderen Drittheil schiefrig pigmentirt, w�hrend er nach hinten zu die normale F�rbung zeigte, Die Haut auf der rechten unteren L�ngsschwiele des Mundes war in einer Aus�dehnung von etwa 3 Zoll gleichm�ssig schiefrig piguieutirt, w�hrend die entsprechende Partie der linken Seite von norma�ler F�rbung war.
Bei.einem Cercopithecus ruber fand sich hinter den oberen Schneidez�hnen eine schiefrige Figmentirung der Schleim�haut in einer Ausdehnung von 4 � 5 Mm, L�nge. Die oberen Sciinoidez�hne (Milcliz�bne) waren stark abgenutzt.
Bei ciuem Cynocephalns babnin (gestorben am d. De-
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ceraber 18GS) fond sich die Sclileimliant des harten Gaumens an verschiedenen Stellen schiefrig piginentirt, besonders fanden sich in der Nahe der Z�hne einige diiYuse, livido Flecke. Die linke Tonsille war in ihrer ganzen Ausdehnung schiefrig piginentirt. 9. Uachenh�hlo. 25, Ausgedehnte diphtheritische Zerst�rung der Fauces und des Kehlkopfes wurde bei einem noch nicht ausgewachsenen 1^- bis 2j�hrigen, m�nnlichen Schimpanse am 24, August 186'.) beobachtet.quot;) Dieser Schimpanse lebte mit einem �lteren weib�lichen Schimpanse �ber ein Jahr lang in einem gemeinschaft�lichen K�li^ zusammen, Zwei Tage vor seinem Tode wurde ersterer isolirt, nachdem er Tags zuvor erkrankt war. Bei der Section fanden sich auf beiden Tonsillon , auf der Zungenwur�zel und auf der hinteren Fl�che des weichen Gaumens grau�schwarze Kxsudatmassen. Am weitesten vorgeschritten wrar die Destruction an der rechten Tonsille und deren Umgebung, wo die darunter liegenden Theile bis in den Musculus ptervgoi-deus internus hinbin mit missfarbigem Exsudat infiltrirt waren. Ihrer Form nach noch zu erkennen war die linke Tonsille, Nach hinten zu ging der Process auf die Epiglottis �ber, deren vordere Fl�che und R�nder mit Exsudat bedeckt waren. I;n Uebrigen war die Kehlkopfschleimhaut unver�ndert. Nach oben zu erstreckte sich der Process l�ngs beider Arcus glossopala-tini bis auf die hintere Fl�che der Uvula und des weichen Gaumens, Die vordere Fl�che derselben, sowie die Schleim�haut dos harten Gaumens waren intact. Auf dem Zungenr�cken nahm der Process das hintere Dritthoil desselben ein. In den Oesophagus hinein erstreckte sich der Process nicht; desglei�chen war die Wangenscheimhaut unver�ndert, dagegen war das Zahnfleisch der oberen Zahnreihe beiderseits, besonders rech-terseits an s�mmtlichen Backz�hnen in einiger Ausdehnung ul-cerirt. Die Z�hne waren hier umgeben von rundlichen Sub-
*) Mitgethcilt im C'cntialblati fur die raedicin. Wlsseuscbaften, 1869, Nr. 47.
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stanzveriusten, die jedoch nicht das missfarbige Aussehen der Racbenscbleimhaut darboten und die mit einander zusammen�hingen. Vom hintersteraquo; Uackzahn aus ging die �lc-oration bei�derseits in die neerotische Zerst�rung der Fauces �ber. Beide Lungen waren ohne Tuberkel und zeigten keine Spur von Pigment. Die Trachea, die Bronchien und das Lungen-jiarenchym zeigten ausser Blasse keine Abnormit�t. In der rechten Pleurah�hle fand sich etna ein Essl�ffel voll klaren, braunen Exsudats ohne Fibrinniederschl�ge, Die linke Pleura�h�hle war ohne Exsudat. Die Lungen nirgends mit der Rip-jienwand verwachsen. Im Herzbeutel eine massige Menge kla�rer Fl�ssigkeit. Die Nieren relativ gross, blass. Die Gallen�blase sehr lang, gedreht, mit dunkelgr�ner Galle gef�llt. Die Leber von blassbr�unlicher Farbe und fester Consistent, an�scheinend gleich den Nieren im Zustande der parenehymat�sen Schwellung. Magen und Darm blass. Im letzteren keine Schwellung der Follikel. Einige Verwachsungen zwischen D�nn�darmschlingen und Banchwand. � AVeder bei dem �lteren Schimpanse noch bei den �brigen Affen ist vor- oder nachher eine �hnliche Erkrankung constatirt worden.
26,nbsp; nbsp; nbsp;Frische Schwellung beider Tonsillen kam zur Beobachtung bei einem am 5. Januar 1870 gestorbenen Dicotyles torquatus.
Beide Tonsillen stellten l�nglichelliptischo, stark �ber die Oberfl�che der Umgebung vorspringende, ger�thete Tumoren dar, aus denen an zahlreichen, rundlichen Oeffnungen eine dicke, eitrige Masse hervorquoll. Besonders war dies der Fall, wenn man die Tonsillen eomprimirte. Exsudat war auf der Ober�fl�che der Tonsillen nicht zu sehen. Die umgebende Kachen-schleimhaut war im massigen Grade gor�tliet. Zwischen beiden Tonsillen, die 3 Gtm. lang und 0,8 Ctm. breit waren, blieb nur noch ein Raum von 0,4 bis 0,5 Ctm. Weite �brii;. Die Kehl-kopfschleimhaut, sowie die Mundhoido zeigten keine Ver�nderung.
27.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem an verk�sender Fncumonie gestorbenen Cer
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copithecus pygerythrus war dio rechte Tonsille und derec �mgebnag auf etwa G Mm, weit ger�tliet und tbeilweise necro-tisch zerfallen. Die linke Tonsille war nur im geringen Grade ger�thet.
10. Schilddr�se.
Ver�ndcrungon der Schilddr�se, die in der mensebliehen pathologischen Anatomie unter dorn Namen Struma zusammen-gefasst werden, luilien wir in 4 F�llen beobachtet.
28. Bei einer Giraffe waren beide Schilddr�sen in allen Theilen in eine durchseheinende, lielli�thiiehe, eolloide Masse von teigiger Consistenz umgewandelt. Die L�nge der linken Schilddr�se betrug 13,3, die Breite 7, und die Dicke 4 Ctm. Aus der Schnittfl�che konnte man bernsteingelbe Kugeln von theils durchscheinender, elastischer Consistenz, theils von zer-iliessbarer Beschaffenheit heraus dr�cken.
2D. Bei einem Canis adustus fanden sieh in beiden Schilddr�sen, die eine tiefrothe Farbe besassen, einige graue, gallertige Inseln eingesprengt. Section am 5. December 1800.
30. Bei einem Anfangs August 1869 gestorbenen Korsak (Canis corsac) bot die rechte Schilddr�se folgende Eigenthnm-lichkeiten dar*): Dieselbe war von braunrother Farbe, hatte eine l�ngliche Gestalt, war etwa von dem doppelten umfang der linken Schilddr�se, von welcher sie v�llig getrennt war, maass in der L�nge etwas �ber 2 Ctm. und in der Dicke 1 Ctm. und zeigte durch die Oberfl�che durchschimmernd mehrere gelb�liehe, hei darchfallendem Lichte durchscheinende, fluctuirende, bis erbseugrosse Stellen , die beim Anschneiden eine w�sserige tr�be, gelblich gef�rbte Fl�ssigkeit entleerten. Auf einem Durchschnitt sah man neben mehreren kleineren eine gr�ssero Cyste die fast den dritten Theil des ganzen Organs einnahm, und welche, wie die �brigen, nach Entleerung der Fl�ssigkoi;
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*) Mitgeihoilt ia Vircliow t Archiv, Bd. 48.
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eine glatte Cystenwantl zuriickliess. Die linke Schilddr�se war vollst�ndig ohne Cysten,
31.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer Biberratte, Mvopotamus coypus, war die rechte Schilddr�se sehr bedeutend vergr�ssert, w�hrend die linke von normaler Grosse and Beschaffenheit war. Erstere stellte einen rnndlicheti Tumor von der Grosse eines Borsdor-fer Apfels und von fester Consisteuz dar. Auf einem Durch�schnitt bestand derselbe aus einem markigen graurothen Ge�webe, in welchem inself�rrnig trockene, gelbe, verkalkte Massen eingelagert waren. Colloide �mwandlang oder Bildung von Cvstenraomen wurden nirgends wahrgenommen. Bei der mi-croscopischen Untersuchung liestanden die graurothen Massen fast ausschliesslich aus kleinen, runden, blassen, lymphk�rper-chen�bnlicben Zeilen, die in rundliche Follikel eingeschlossen lagen. Beide Nebennieren waren bedeutend vergr�ssert und von gelber Farbe. Gleichzeitig fanden sich mehrere Myome im Uterus.
11. Oesophagus.
32.nbsp; nbsp; nbsp; Bei einem Mandrill fand sich Tuberkulose des Oesophagus. Hier waren 2 etwa erbsengrosse, k�sige, in der Mitte erweichte Heerde in der �usseren Muskelschicht der Speiser�hre vorhanden.
33.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer Giraffe wurde die Verbreitung der quer�gestreiften Musculatur im Oesophagus untersucht. Es fand sich, dass selbst in den untersten Partien der 2 IC Gtm. langen Speiser�hre (von den S an tori ni'sehen Knorpeln angerechnet) die �ussere Muskelschicht noch aus quergestreifter Musculatur bestand, die erst auf der �usseren Oberfl�che dos Magens, nach�dem sie sich hier f�cherf�rmig ausgebreitet hatte, endete.
12. Kehlkopf.
34.nbsp; nbsp; nbsp;Bei verk�sender Pneumonic und Tuberkulose der Lungen fand sich in keinem Fall eine Erkrankung des Kehl�kopfes.
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35. Bei einer Plioca annellat;i war der Kelilkopf durch einen Scbleimpfropf verschlossen, in dem sich reichliche, le�bende, geschlechtslose Rundw�rmer vorfanden,
3G. Bei einem Cercop i th o c u s py gery thr us, der an verk�sender Pneumonie starb, war die Epiglottis an ihrer vor�deren Fl�che rechts fleckig ger�thet. Dasselbe war stellenweise auch an der hinteren Fl�che derselben der Fall. Die Mor-gagni'scbon Taschen waren mit Schleim erf�llt uud besonders recbterseits ger�thet.
18, Trachea und Bronchien.
37. Bei einer #9632;weiblichen Meerkatze (C ercop i th ecus ery-throgastor*) fanden sich in der Trachea nahe der Bifurcation derselben gegen 30 l�ngliche, etwa |[ Linie lange, -.veisso K�r�perchen, die sich mit Anwendung einiger Gewalt herausheben iiessen. Die raicroscopische Untersuchung erwies diese K�rper als Milben, welche sich mit dem vorderen Theil ihres K�rpers in die Traehoalschleimhaut eingebohrt hatten. Auch in den gr�sseren Bronchien wurden in beiden Lungen mehrere Milben gefunden. Der obere Theil der Trachea, sowie der Kehlkopf waren frei von Milben. Die Trachealschleimhaut war gleich der Schleimhaut der Bronchien �berall von gew�linlichem Aus�sehen. �
Die Milben fanden sich auch bei einem fr�her gestorbenen m�nnlichen Individuum gleicher Species.
33. Schleimiger Inhalt in den Bronchien fand sich ohne Erkrankung des Lungenparenchyms bei einer Antilope Dor�cas: ferner neben verk�sender Pneumonie Lei einem Cereo-pi th ecus alb i gen a,
89. Bei einem Dicotyles torquatus wurden mehrere spindelf�rmige und sackf�rmige Bronchiectasien, die mit einem eingedickten, gelben Inhalt erf�llt waren, beobachtet. In der
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*) Mitgetheilt in Virohow's Archiv, Bd, -it!.
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Umgebung derselben fanden sich einzelne Geschwolstb�dnngen im Lungengewebo,
40.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Mandrill fand sich linksseitige ausgedehnte Ulceration der Bronchialschloimhaut neben verk�sender Pneu-monio der linken Lunge.
41.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Elen waren s�mmtliche Bronohialver�stc-lungen mit breiigen, gr�nen, aus Bilanzennahrung bestehenden Ingestis erf�llt. Hier war nach dem Tode beim Transport der Slagenirdialt in die Lunge gelangt.
42.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Dasyurus vivorrinus waren der untere Theil der Trachea, sowie ein Tbeil der Bronchien mit einem frischen Blutgerinnsel erf�llt. Gleichzeitig fand sich der Ma�gen prall ausgedehnt durch dunkeles, geronnenes Blut. Die Magenschleimhaut war blutig tingirt. Auf derselben keine Ul-cerationen. Die Quelle der Blutung blieb unermittelt.
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14. Lungen.
43. Schwarzes Pigment wurde in der Mehrzahl der F�lle in der Lunge bei Affen gefunden. Dasselbe lag stets im interacin�sen Gewebe und erschien maeroscopisch in Form fei�ner sternf�rmiger, schwarzer Figuren. Fast immer war das�selbe gleichm�ssig durch alle Lnngenabsehnitte verbreitet. Die Bronchialdr�seu waren meist mehr oder weniger sehiefrig gef�rbt. Das microscopische Verhalten des Pigments war genau ebenso wie beim Menschen. Bei einem neugeborenen Macac enthielt die Lunge kein Pigment; ebenso bei einem etwa zweij�hrigen Schimpanse. Schwarzes Lungenpigment fand sich �brigens auch bei einem Gulo borealis und bei einem Dicotyles torqua-tus, w�hrend es constant bei Edentaten und Wiederk�uern fehlte. Wenn das Lungenpigment auch bei Thieren nur von eingeath-metem Kohlenstaub herstammt, was �brigens durchaus selbst f�r den Menschen nocht nicht sicher festgestellt ist, so spielt m�g�licherweise die L�nge der Luftr�hre eine Rolle dabei. Bei Thieren mit kurzer Luftr�hre wird der Kohlenstaub die Alveo-
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len leichter erreichen k�nnen, als bei solchen mit langer Luft�r�hre.
44.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;Ein h �ra orrh agi s ehe r Infarct wurde in der Lunlt;Te eines H u n d s p av i an s beobachtet. Im rechten unteren Lungenlappen, nahe der Basis fand sich ein linsengrosser, schwarzblaaer, v�llig luftleerer Heerd, der bei der microseopi-sehen Untersuchung aus ergossenem Blut bestand. Gleichzei�tig fanden sich Bluterg�sse in verschiedenen arideren Organen.
45.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer l'hoca annellata wurde ziemlich aasge�sprochenes Emphysem der Langear�nder beobachtet. Hier fanden sich Bl�schen zum Theil bis zur Grosso einer Linse. Durch Compression der B�nder Hessen sich auch die umgeben�den Lungonabscbnitte empin-somat�s aufbl�hen.
In mehreren F�llen wurde geringes partielles Emphysem beobachtet, das wohl w�hrend der Agone entstanden ist, so bei einer Antilope Dorcas.
46.nbsp; nbsp; nbsp;Verk�sende lobare und lobul�re Pneumonie, meistentheils mit k�sigen Hcerden in anderen Organen verbun�den, wurden bei 8 Aften beobachtet (s. o.). Lobul�re Pneu�monie, meist in eitriger Schmelzung begriffen, fand sich bei 5 Raubthieren. Perls u chtkn o t en wurden in den Lungen einer Antilope pieta und eines Dicotyles torquatus beobachtet. Einen frischen catarrhalisch-pneumonischen Heerd ohne eingetre�tene case�se Metamorphose zeigte die Lunge eines Cercopi-thecus griseo v i ridis; ein �hnlicher Heerd fand sich in der Lunge einer Fischotter; hier war bereits beginnende Entf�rbung zu sehen. Einige luftleere, dunkele ger�thete Stellen im Luu-genparenehym ohne Granulirung der Sehuittfl�che fanden sich bei einem Ameisenb�ren und bei einem G�rtelthiere (D asy pus sexcinetus).
47.nbsp; nbsp; nbsp;Metastatische Heerde wurden in den Lungen eines an Pjamie gestorbenen Nasenb�ren (Nasua solitaria) be�obachtet. Die Heerde, die sich nur in den unteren Lungenlap�pen vorfanden, w�hrend die oberen frei davon waren, und von
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denen jederseits etwa 4�G vorhanden waren, lagen s�mmtlich peripheriscb und fanden sich haupts�chlich in den hinteren Lun�genabschnitten. Sie stellten keilf�rmige Massen dar, welche mit der Spitze nach innen gerichtet waren und deren schmutzig�gelblich gef�rbte Basis unter der i'leura pulnionalis lag. Auch durch das Gef�hl waren die Heerde als compacte Massen zu erkennen. Die Basis der Heerde hatte durchschnittlich einen Durchmesser von 5�6 Linien und war von gradlinigen Figuren begrenzt, den Grenzen einzelner Lungenl�ppohen entsprechend. Beim Einschneideu entleerten s�mmtliche Heerde einen �bel�riechenden, missfarbigen Eiter. Nach der Entleerung des Eiters zeigten sich die W�nde der Eiterh�hlen resistent, ziemlich dick und mit einem rahmigen Beschlag bedeckt. Nur ein einziger Heerd wurde gefunden, der mitten im Lungenparenchym lag. Pfropfe wurden in den zuf�hrenden Arterien nicht nachgewie�sen. Gleichzeitig war beiderseitige pnrulente Pleuritis vorhan�den. Den Ausgangspunkt bildete eine Eiterung an der linken, vorderen Extremit�t.
48. Krobsige m etastat isoh e Ileerdo*) in den Lun-den kamen bei einem Aguti (DasyproctaAzarae)zur Beobach�tung. Hier fanden sich in den Lungen zerstreute, granweisse, J�1 Ctm. grosso Heerde von ziemlich fester Consistenz. Die Heerde traten etnas �ber die Oberfl�che der im �ebrigen col-labirten. pigmeutlosen Lungen vor. Auf einem Durchschnitt erschienen die Heerde v�llig luftleer, von grauweissem, marki�gem Aussehen, mit einzelnen gelben EinsproDgungcn. An der Basis des rechten unteren Lappens durchsetzte ein derartiger Heerd die ganze Dicke des Organs. Die microscopische Un�tersuchung erwies die Neubildungen als carcinomat�s. Den Ausgangspunkt bildete ein in der Bauchh�hle gelegenes, faust-grosses, nach dem Coecum hin perforirendes, zum Theil zerfal�lenes Carcinom.
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*) Mitgctheilt in Virchow:s Archiv, Bd 4!).
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49.nbsp; nbsp; nbsp; Gr�ne Psorospermienlieerde fanden sich in der Ijange eines an vork�sender Pnearaonie verstorbeneu Kapnziner-afi'en, sowie bei einem neugeboruen Macacus ojDOmoIgDS.
50.nbsp; nbsp; nbsp;1'e n t as to m u m taen i oi d es im gosclileclitslosen Zu�stande wurde in 2 F�llen in derLutigo bei An ti lop e Dorcas be-obaebtet. Beidemale lagen die Entozoen im Inneren verdichteter, blaurotlier Heerde, die sich zerstreut durch beide Lungen vor�landen. Beim Anschneiden derselben ijuollen die Fentastomen, die noch lebten und sehr energische Bewegungen des Haken�apparats zeigten, hervor.
Gleichzeitig fanden sieh in beiden F�llen diese Entozoen sowohl frei in der Bauchh�hle als auch im Inneren von Me-senterialdr�sen eingeschlossen.
51.nbsp; nbsp; nbsp;Bl ase n wiir m er wurden in der Lunge eines K�n�guruhs, eines Eleos und einer Giraffe gefunden.
Bei einem Riesenk�ngarah war im hinteren Rande der lin�ken Lunge dicht an der Wirbels�ule, etwa in der Mitte zwi�schen Basis und Apex eine elastische, hasoluussgrossc Geschwulst durchzuf�hlen. Das umgebende Lungengewebe, sowie die Pleura zeigten sieh an dieser Stelle unver�ndert. Beim Anschneiden entleerte der Tumor eine wasserholle Fl�ssigkeit und es wurde gleichzeitig ein etwa stecknadelkopfgr�sses, weisses Bl�schen mit dem ausstr�mmenden Wasser an die Oberfl�che geschwemmt. Hierauf wurde ein weisser, etwa 1 Mm. dicker Balg sichtbar. Derselbe liess sich aus dem umgebenden Lungengewebe leicht herausl�sen. Auf der Innenseite des Balges sassen ziemlich reichliche, runde bis stecknadelkopfgrosse, theils opak weisse, theils durchscheinende K�rper. In diese eingeschlossen, aber auch frei der Innenfl�che des Balges mit einem kurzen dreiecki�gen Stiel aufsitzend fanden sich l�ngliche Scolices, die mit 4 Sangn�pfen und einem einfachen Hakenkranz vorsehen waren, der meist in die Leibesh�hle zur�ckgezogen getragen wurde und aus etwa 25 Haken bestand. Wogen Mangels der ein-
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werden. � Weitere Ecliinococcon wurden bei diesem K�nguruh weder in den Lungen noch in sonst einem Organ gefunden.
Bei einem am 18. November 18G9 zur Obduetion gekom�menen Elen, C erv us ale es, fand sieb im linken unteren Lappen nahe der Basis ein etwa haselnussgrosser, mit einem Segment bis in dio Pleura reichender Echinoeoccensaek vor. Hier waren Blasenw�rmor in grosser Menge im Netz vorhanden.
Bei einer Girafi'e wurden zwei abgestorbene, verkalkte erbsengrosse Eebinococcen in den Lungen, dicht unter der Pleura neben sehr reichlichen, gleich grossen und gleich beschaffenen Echinococcen in der Leber beobachtet.
15. Pleura.
52.nbsp; nbsp; nbsp;Eine gestielte, haselnussgrosse Eettgeschwulst, vom Mediastinum anticum ausgehend, wurde bei einem Sciurus ca�rol inen sis constatirt.
53.nbsp; nbsp; nbsp;Py�mische Pleuritis wurde bei einem Nasenb�ren ge�funden. In der linken Thoraxh�lfte war die Pleura mit einem eiter�hnlichen Belag bedeckt. In der rechten Pleurah�hle fand sich mehr gallertiges, z�hes, durchscheinendes Exsudat, sowohl auf der Pleura costalis, wie pulmonalis, welches sich mit dem Messer leicht wegstreichen Hess und bei der microscopischen Untersuchung reichliche Eiterk�rperchen einscliloss. Die Pleura auf den embolischen Heerden in der Lunge zeigte ein schmutzig gelbliches Aussehen.
54 Frische exsudative Pleuritis wurde neben verk�sender Pneumonie bei einem C er copith ecus albigena gefunden.
55.nbsp; nbsp; nbsp; Aeltere Verwachsungen der Lungen mit der Costal-wand fanden sich fast in s�mratlichen F�llen von verk�sender lob�rer oder lobul�rer Pneumonic, die wir oben mitgetheilt haben. Die Verwachsung entsprach gew�hnlich der Ausdeh�nung des pneumonischen Processes.
56.nbsp; nbsp; nbsp; Plattenf�rmigc k�sige Heerde kamen in der Pleura eines Cercopithecus pjgeiythrus zur Peobaolitung.
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57.nbsp; nbsp; nbsp;Perlsucbtgescbwiilste fanden sieb in der Pleura costa-lis bei einer Antilope picta und bei einem Dicotyles torquatns.
58.nbsp; nbsp; nbsp;Miliartuberkulose der Pleura wurde bei einem Le�mur collaris constatirt.
59.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrfache Bluterg�sse unter der Pleura fanden sieb zweimal bei Cynocepbalus babuin, sowie bei einem Castor fiber und eiueru Ccrvus tarandus.
60.nbsp; nbsp; nbsp;Mehr oder minder roicliliebes, ser�ses Exsudat in beiden Pleuras�cken mit Compression der unteren Lungenlap�pen wurde bei einem Elen, neben Echinococcen im Netz, bei einer Antilope Loucoryx neben Echinococcen in der Leber, bei einem Cervus tarandus neben Echinococcen im Netz, bei einem Gulo borealis neben Plattw�rmern in den Galleng�ngen und bei einem Schimpanse neben Diphtheritis faucium beobachtet.
61.nbsp; nbsp; nbsp;Eingekapselte geschlechtslose Uundw�rraer fanden sich unter der Pleura bei einem Perodicticus Potto.
16. Broncbialdr�sen.
62.nbsp; nbsp; nbsp;Scbiefrigo Pigmcntirungen der Broncbialdr�sen wur�den in allen F�llen bei Affen angetroffen, wo die Lungen Pig�ment enthielten. Eine intensive sohwarzgraue F�rbung der Broncbialdr�sen fand sich weiterhin bei einem Dicotyles torqua-tus. Hier enthielten die Lungen ebenfalls ziemlich reichliches schwarzes Pigment.
63.nbsp; nbsp; nbsp;Hyperplasie der Bronchialdr�sen mit k�siger Meta�morphose fand sich in allen F�llen von verk�sender Pnenmo-nie bei Afl'en. Umwandlung der Broncbialdr�sen in h�hnerei-grosse, in ihrem centralen Theil erweichte k�sige Tumoren be�obachtete man bei einem Mandrill.
64.nbsp; nbsp; nbsp;Umwandlung der BronchialJrnscn in Perlsuchtge-schw�lsten wurden bei einer Antilope picta und einer Giraffe notirt.
17. Thy m us.
65.nbsp; nbsp; Die Thymns mehrerer neugeborener und junger Sauge-tbiere wurde anf das Vorhandensein der in der menschlichen
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Thymus fast constant vorkommenden conoontrisch gesebichteten, sogenannten Hassal'scben K�rper untersucht. Gefunden wur�den dieselben bei einem Cercopithecus anubis und einem Cy-nocephalua Spbinx, sowie bei mebraren Dicotyles torquatus. Die K�rper verliielteu sieb morphologiscb genau ebenso, wie beim Menschen, erreichten jedoch keine betr�chtliche Grosse. Als erste Anfangsstadien sieht man grosse, homogene Blasen, etwa von dem 3�41achcn Durohmesser eines Lymphk�rperchens. Dann schn�rt sich das Protoplasma in einen Rinden- und einen ceutralen Theil ab, es bildet sich ein heller Ring, der l�ngs der �usseren Contour verl�uft. Hierauf treten an beiden Schiebten weitere Zeikl�ftungen ein. Die grossen homogenen Blasen scheinen aus den Lymphzellen hervorzugehen.
18. Herzbeutel.
G6, Miliartuberkulose des Herzbeutels kam bei einem Lemur collaris zur Beobachtung.
67.nbsp; nbsp; nbsp;Frische Pericarditis mit fibrinoscr Exsudation kam neben verk�sender Pneumonie bei einem Cercopithecus albigena und einem Mandrill zur Beobachtung.
68.nbsp; nbsp; nbsp;Ansammlung von Fl�ssigkeit im Herzbeutel sahen wir bei einem Schimpanse. Bei einem Elen wurde icterisch ge�f�rbte Fl�ssigkeit im Herzbeutel beobachtet.
69.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem etwa einj�hrigen Maea.'us cynomolgus war die Oberfl�che des Herzens mit einzelnen weissen Flecken be�deckt, bedingt durch umschriebene Verdickungen des Herz�beutels.
19. Herz.
70.nbsp; nbsp; nbsp;Ausweitung des rechten Vorhofs und des rechten Ventrikels fand sich neben verk�sender Pneumonie bei einem Macaous cynomolgus
71.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Cercopithecus erythrogaster fand sich im rechten Atrium, dem Septam aufsitzend, etwa 2 Linien ober�halb der Insertion der Valvula tricuspidalis ein hirsekorngros -
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sea, rothllcbes, rundes, mit glatter Oberfl�che versehenes Knot. chen, Tvelchos sich bei der inieroseojiischen Untersuchung als uns einem gef�ssreichen, mit k�rniger Griimlsabstan?, versehe�nen Bindegewebe bestehend erwies. Die Trieiispidalis war schluss�f�hig, �berhaupt fanden sich Ver�nderungen am Klappenapparat nicht vor.
72.nbsp; nbsp; nbsp;Bluterg�sse unter der Oberfl�che des Herzens, zum Theil sehr zahlreich und ausgedehnt, fanden sich bei einem Wandern, bei einem Gulo boroalis, einem Cercopithecus ruber und zwei Cynocephalus babuin.
73.nbsp; nbsp; nbsp;Mit einzelneu gelben Flecken versehen zeigte sich das Endocardium bei einem Dicotyles torqaatns,
74.nbsp; nbsp; nbsp; Fettige Degeneration der Ilerzmusculatur wurde bei einem G�rtclthier, Dasypaa villosus, gefunden. Das Bndocar-diom des linken Ventrikels zeigte gelbe, streifige Flecke, die sich besonders auch auf die Papillarmuskeln erstreckten. Beim Einschneiden fand sich die im �ebrigon braunroth gef�rbte Mus-culatur bis nahe an das Pericardium hin von gelben Streifen dureh�otzt. Die mieroscopische Untersuchung ergab hier eine feink�rnige Fettablagerung in die Mnskelbnndel, die sich ebenso verhielt, wie beim Mensehen. Die Querstreifung war stellen�weise gar nicht mehr zu sehen und an solchen Stellen hatten die Muskelb�ndel ein dunkeles, k�rniges Aussehen. An ande�ren Stellen war die Querstreifung noch erkennbar, jedoch von feinen K�rnchen durchsetzt.
75.nbsp; nbsp; nbsp;K�sige Heerdc, zum Theil im Inneren in eitriger Schmolzung begriffen, fanden sich in ziemlicher Menge in der Herzmusoulatur eines Mandrills.
76.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer ausgewachsenen Phoca annellata fand sich der Duotus Botalli nur in seinem mittleren Theil verklebt. Eine von der Arteria pulmonalis aus eingef�hrte Sonde zeigte die erste H�lfte des Ductus durchg�ngig; alsdann stiess sie auf ein Hinderniss, welches leicht �berwunden werden konnte und gelangte in die Aorta,
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77.nbsp; nbsp; nbsp;Eingekapselte Rundw�rmer worden in der rechten Vorhofswandung bei einem Porodicticus Potto beobachtet.
78.nbsp; nbsp; nbsp;In der Herzmusculatnr einer Gira�'e wurden vier erb-sengrosse, verkalkte Eehinoeoccen gefunden. Hiervon waren zwei in deu Wandungen des linken Ventrikels, einer in der rechton Vorhofswand und einer in der rechten Ventrikelwand eingeschlossen.
20. Aorta,
79.nbsp; nbsp; nbsp;In der Wand der Aorta tboracica wurde bei einem HySnenhnnde, Canis pictiis, eine etwa 1 Ctm. im Durchmesser haltende, harte Platte von h�ckeriger Oberil�che und gelbbrau�ner Farbe beobachtet. Gleichzeitig fanden sich atrophisehe Stel�len in der Rindensubstanz der Nieron.
Bei einem Riesenk�nguruh, Macropus gigantens, fanden sich in der Wand der Aorta thoracica und abdominalis meh�rere querverlaufende, etwa ^ Linie hohe, gelb gef�rbte athero-mat�se Heerde mit beginnender Kalkablagerung.
Bei einer 27j�hrigen Giraffe enthielt die rechte Arteria iliaca in ihrer Intima eine gr�ssero Anzahl blassgelber, fettiger Atheromplatten, die zum Theil usurirt waren. In der Aorta waren keine derartige Ver�nderungen aufzufinden.
21. Diaphragma.
80.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Coroopithecus pygerythrus ging von der Pleura diaphragmatica aus ein rundlicher, etwa erbsengrosser, k�siger Tumor durch die ganze Dicklaquo; des Zwerchfells hindurch und grenzte an die Oberfl�che der Leber.
Bei einem Macacus cynomolgus sass der unteren Fl�che des Zwerchfelles eine plattenf�rmige, 0,3 Ctm. dicke und 2 Ctm. breite, trockene, k�sige Geschwulst auf.
Bei einem Dicotyles torquatus sassen der Pleura diaphrag�matica mehrere rundliche, feste, aus Gruppen gelber Kn�tchen zusammengesetzte Geschw�lste auf.
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81.nbsp; nbsp; nbsp;Von dem ser�sen Ueberzug des Diaphragmas gingeu bei einem Pferde zablreiche, sicli viellaeb ver�stelnde papill�re Geschw�lste aus, deren Ramifieationen s�mmtlieh mit einem mehrfach geschichteten epitbelialen Ueberzug versehen waren.
23. Magen.
82.nbsp; nbsp; nbsp;Frische Bluterg�sse in der Magenschleimhaut kamen vor bei einem Gulo borealis, einem Dasynrus viverrinus, einem Cynocephalus porcarius, einem Cercopithecus griseoviridis, einem Cercopithecus erjthrogaster und zwei Oynocepbalus babuin.
S3. Schl�frige PigmeutiraDgea derMagenschleimhaat, meist in Form einzelner mehr oder minder zahlreicher Flecke auf�tretend wurden bei einem Dasypus villosus bei einem Cercopi�thecus albigena und zweimal bei einem Cynocephalus babuin notirt.
84. Auf der Magenschleimhaut eines am 19, Januar ISG'J zur Section gekommenen K�nguruhs, llalmaturus Derbyanus, fanden sich etwa.13 Geschw�lste von demselben blassroth-lichen Aussehen, wie die gesammte �brige Schleimhaut. Die Geschw�lste standen s�mmllich isolirt 4�G Linien von einan�der entfernt und hatten die Grosse eines Stecknadelkopfes bis zu der eines Kirschkernes. Die Oberfl�che der Geschw�lste zeigte einen k�rnigen, mitunter gelappten �au. Die gr�sseren Hessen einen Stiel erkennen, mit dem sie der Schleimhaut auf-sassen. Einige der Geschw�lste hatten eiu pilzformiges Aus�sehen, indem die k�rnigen Gescbwulstmassen den Stiel ringsum �berragten. Die kleineren Goschw�lste stellten in die Schleim�haut eingebettete rundliche Prominenzen dar Dei der micro-scopiseben Untersuchung erwiesen sick die Geschw�lste, die sich �brigens nur im Fundus des Magens vorfanden, als haupt�s�chlich aus vergr�sserten Dr�senschl�uchen bestehend. Die Muscularis zeigte ebenso wenig, wie die Sera an diesen Stellen eine Ver�nderung. Durch die Magenwand waren die meisten Geschw�lste bereits von aussen durchschimmernd zu erkennen.
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85. Ein etwa kirsclilcerngrosser, nach der Magenh�blo hin prominirender, k�siger Heerd wurde in der Magenwand bei einem Mandrill gesehen.
80. Eine Perforation der Magenwandnng, wie es seheint durch eine k�sige, zerfallene Lymplidr�se bedingt, wurde bei einem Macacus cynotnolgus beobachtet. Hier commanicirte die Magenh�hle durch die Perforation mit einem zwischen Leber, Milz und grossera Nelz befindlichen Jaucheheerd.
87, Ein perlbrirendes Magengeschw�r fanden wir bei einem Kamel, Camel us bactrianus. In dem Pansen, dessen AVan-dungen eine Dicke von 4 Mm. zeigten, fand sich ein unregel-m�ssig geformtes, ausgezacktes, mit senkrecht absteigenden Wandungen versehenes Geschw�r, dessen Grund gr�sstentheils durch die blosgelegto Muscularis gebildet wurde. In der Mitte hatte das Geschw�r, das in seinem gr�ssten Durchmesser etwa 1 Ctm. maass, mit einer rundlichen, etwa erbsengrossen Oeft-Dling die Muscularis und die Sera durchbohrt. Die Pcrforations-stelle der Sera war fr�her aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine Darmschlinge verlogt. Hierauf deutete eine bandf�rmige, etwa 8 Ctm. lange und 2^ Ctm. breite, der Form einer Diinn-darmschliuge entsprechende feinzottige, librin�so Ablagerung auf der Sera, die gerade �ber die Perforalionsstelle hinweg�ging und das Aussehen besass, welches die Oberfl�che zweier durch libriu�ses Exsudat mit einander verklebter Organfl�chen zeigen, wenn man sie auseinander reisst. Die Schleimhaut #9632;war in der Umgebung des Geschw�rs in einer Ausdohniing von 0,5 Ctm. schiefrig gef�rbt und die gesammte �brige Schleim�haut des Pansens erschien ger�thet, Ausser diesem perforiren-den Geschw�r waren noch 6 kleinere, von ersterem 2 bis S Ctm. entfernte Geschw�re vorhanden, die meistens eine rundliehe oder l�ngliche Form und scharfe R�nder besassen , jedoch nur bis in das Parenchjm der Schleimhaut hineingingen. Keines derselben drang bis auf die Muscularis, In der Bauchh�hle fand sich reichliche, piirulento, mit ger�imonen Fibrinilockeu
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untermengte Fl�ssigkeit. In den �brigen Organen keine Ab�normit�t.
Bei einem am 13. April 18G9 zur Obduction gekommenen Cervus alces fand sich in der SchleimLaut des Pansens ein bis auf die Muscularis dringendes, mit scharfen K�ndcrn versehe�nes Geschw�r von G Mm. Durchmesser.
Bei einem anderen am 18. November 18G9 secirten Elen fand sich gleichfalls ein scharfrandiger Substanzverlust in der Schleimhaut des Pansens. Derselbe hatte einen Durchmesser von 3 Ctra., erstreckte sich jedoch nicht bis auf die Muscularis.
Mehrere 1�2 Mm. grosse Geschw�re wurden in der Ma�genschleimhaut bei einem Ichneumon gesehen. Hier war der Darm mit schwarzem, theeraitigem Blut erf�llt.
88. Capilliire Bmbolien der Magenschleimhaut kamen bei einer am 10. Miirz ISCi) secirten Phoca annellata zur Beob�achtung. Hier war die Magenschleimhaut �bers�et mit linsen-grossen, schwarzgi�nen, von einem hellen gr�nlichgelben Saum umgebenen Flecken. Die zwischen diesen Flecken beiindliche Schleimhaut hatte eine blasse, brauogelbe Farbe. Die gmsse-ren von diesen Flecken trugen fast s�mmtlich in ihrer Mitte seichte Ulccrationen. Nach dem Faltenmagen zu fl�ssen die Flecken und die Ulcerationen theihveise zu einem engmaschi�gen Netzwerk zusammen. Auf den ersten Blick hatte die Af�fection eine gewisse Aehnlichkeit mit Bluterg�ssen, das Micro-scop zeigte jedoch bald, dass die dunkelen Stellen in der Ma�genschleimhaut keine Spur von ausgetretenem Blut enthielten, sondern dass die F�rbung durch Gallenpigment bedingt war. Man sah hier die Labdr�sen im Ganzen sehr wohl erhalten, aber alle von saturirt gelber Farbe. Der Magen enthielt einen dunkelen, galligen, fl�ssigen Inhalt. Nachdem der Magen 24 Stunden lang in Wasser gelegen hatte, waren die Flecken um ein Wesentliches heller geworden und die Substanzverluste in deren Mitte traten deutlicher hervor, sie stellten sich meist als scharf ausgezackte, seichte Vertiefungen dar. Auf dem Boden
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dieser Gescbw�re sah man einzelne, regelm�ssig gelagerte, dun�kelbraune Punkte, die sich als die unteren Enden zusammen�geh�ufter Dr�senschlaoche erwiesen. Die Capillargef�sse zeig�ten sich in dein Bereich der Flecke mit einer feink�rnigen, hel�len Masse erf�llt. Bliilk�rperchenfiihrende Capillaren quot;wurden hier nur seiton beobachtet. In den tieferen Stratis des Magens fand sich �berall Blut in den Gelassen.
Der Magen war in seiner Mitte eingeschn�rt und somit in eine Oesophagus- und Pvlorushiilfto getrennt. Nur in ersterer fanden sich die capillaren limbolien.
89. Ein haselnussgrosser, abgestorbener Blasenwurm sass bei einer Antilope Maxwelli der �usseron Fl�che des Pansens durch einen i Zoll langen, biudegewebigen Stiel auf. Im Me-seuterium fand sich ein zweiter etwa erbseugrossor Blasenwurm.
5)0. In dem Magen einer Felis concolor wurden mehrere d�uno Bandwurmgliedcr beobachtet.
91. Eingckupsolto liumlwiirraer wurden in der Magen�schleimhaut bei einem Cercopithecus ruber beobachtet. Hier fanden sich der Curvatura major entsprechend etwa in der Mitte zwischen Pylorus und Cardia gegen S stecknadolkopfgrosse, opake, weisslich durchschimmerudo Kn�tchen, die beim Ausbrei�ten des Magens etwas �ber die Oberfl�che nach innen prorni-nirtcn. Die Schleimhaut zeigte an diesen Stollen dasselbe Aus�sehen, wie im �brigen Magen. In die Schleimhaut gemachte Einschnitte legten im submue�sen Gewebe belindliche, scharf conturirte, weisse Bl�schen von sehr fester Beschaffonheit blos, die sich aus der Umgebung leicht heraus pr�pariren und v�llig isolireu Hessen. Unter das Microscop gebracht wurden in den Bl�schen bei Zusatz von Glycerin oder von Essigs�ure lebende, ziamlich grossa Pundw�rmer sichtbar. Ohne weiteren Zusatz oder in Wasser unter das Microscop gebracht, waren die Kap�seln so undurchsichtig, dass man von den eingeschlossenen Rundw�rmern nichts wahrnehmen konnte. Die Kapsel war sehr dick und resibtenl und zeigte einen lamellosen Bau.
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92,nbsp; nbsp; nbsp;Mehrere eingekapselte Rundw�rmer sassen unter der Sera bei einem Perodicticus Potto. Hier war die Kapsel eben�falls sehr resistent, vollkommen rund und zeigte einen zwie�belartigen lamell�sen Bau. Die W�rmer waren kleiner als im vorio'en Fall, lebten aber auch noch, obwohl der Alle bereits seit 18 Stunden todt war.
93.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer am 2. Februar 1870 7,ur Section gelcom-menen Phoea annellata landen sich auf der Magenschleimhaut gegen 20 3 Ctm. lange Iiundw�rmer in einem schwarten, theer-artigen Schleim eingebettet. Daneben waren �usserst reichlich microscopisclie Rundw�rmer in dem Magonschleim rorhanden. Die letzteren #9632;wurden hier auch bei einer am 10. M�rz 18G9 obdueirten Phoea annellata gefunden. Im Magen eines Dico-tyles torquatus (Anfangs Februar 1870 zur Ohduetion gekom�men) fanden sich 5 Rundw�rmer von G�8 Zoll L�nge, w�h�rend der Dactna choledochns und die gr�sseren Gallengange mit denselben V.'�rmern vollgepfropft waren.
Bei einem Canis lagopus, gestorben am 10. November 18G8 und bei einer Fclis eoncolor, gestorben am 21. December 18G8, fand sich eine Anzahl Nomatoden im Magen; auch bei einem Canis corsac fanden sich daselbst mehrere Rundw�rmer.
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94. Darm.
94, Acuter t�dtlich verlaufender Darrncatarrh wurde wie�derholt beobachtet; derselbe betraf haupts�chlich den Dickdarm.
Am 8. Januar 1870 starb ein Cynocephalus porca-rins. Hier war die Schleindiaut vom Anus an bis zur Mitte des Dickdarms stark gewolstet und aufgelockert, sowie vielfach von Blutextravasuton durchsetzt. Dor D�nndarm zeigte sich nicht erkrankt. Die Sera bot an den erkrankten Partien keine Abnormit�t und es war an dem Dickdarm von aussen keine Ver�nderung zu sehen.
Am 22. Februar 1870 starb ein zweiter Cynocephalus por-oarius. Auch hier war am Dickdarm von aussen nichts Besou-
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(leres zu seben, Dagogon fand sich beim Anscbneiden der ganze Dickdarm vom Coecum an bis zum Anus sehr stark gerothet und mit blutigem Schleim bedeckt. Nach dem Absp�len des Schleimes fanden sieh rundliche Ulcerationeii in der Schleim-Laut mit Bloslegung der Muscularis. Die Uleerationen schie�nen von den solit�ren Follikeln ausgegangen zu sein. Am D�nndarm keine Erkrankung.
Weiterhin starb am 28. Januar ISGi) ein Cynoeepbalus babuin. liier war die obere Hallte des Dickdarms mit blutig gef�rbtem Schleim bedeckt. Im Coecum fand sich ein Blutcoa-gulum. Die Valvula Bauhini war stark gowulstot und mit Blut-extravasaten durchsetzt. Auch hier, wo gleichzeitig die Reste eines fr�her �berstandenen Darmcatarrbs vorhanden waren, musste die Todesursacbo in dem Dickdarmeatarrhe gesucht wer�den, da sonstige erhebliche Voriindernngen nicht nachgewiesen werden konnten.
Eine auf etwa einen Zoll umschriebene R�tbong der Schleim�haut des Colon ascendens wurde bei einem Macacus nemestri-nus beobachtet, der am 5. Januar 18G9 an verk�sender Pneu�monic gestorben ist.
Acutor Dickdarmcatarrh wurde weiterhin bei zwei Raub-tbieren gefunden. Am 24. December IS�S starb eine Felis rainuta. Hier war die innere Fl�che des Dickdarms mit gallertigem Schleim bedeckt, nach dessen Entfernung die gesammte Sehleim�haut schwach ger�tbet, jedoch sonst intakt erschien. Nach dem Mastdarm zu nahm die R�thung an Intensit�t zu, jedoch ohne dass es zu Uleerationen oder H�morrhagien gekommen w�re. Bei einer im Januar 1870 zur Obduction gekommenen Zibeth-katze waren mehrere Tage lang vor dem Tode diarrh�isehe Kothentloerungen vorhanden gewesen. Hier fand sich im gesamm-ten Dickdarm und theilweiso auch im D�nndarm diffuse, je�doch nicht sehr hochgradige R�thung der Schleimhaut und auf derselben ein blutig gef�rbter Schleim.
Auf dio Schleimhaut dos Mastdarms beschr�nkt war die
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Erkratiknng bei einem am 8. November 186S zur Section ge�kommenen Ameisenb�ren. Die RothuDg, welolie 11-�2 Zoll vom Anus aufw�rts sehr intensiv war, erstreckte sich im Gan�zen etwa 5 Zoll weit. Vor dem Anns war die Schleimhaut mit einem blutigen Schleim bedeckt und mehrfach von Blut�erg�ssen durchsetzt. Am Amis selbst fanden sich einige exeo-riitto Stollen mit Bloslegung der Muscularis,
Auf den D�nndarm beschr�nkt beobachteten wir einen tndt-lich verlaufenden Darmcatarrh bei einer Felis concolor. Das Thier starb am 22, Decornbor 1868. Hier war der D�nndarm in seiner oberen H�lfte ohne Abnormit�t. Es begann alsdann eine diffuse R�thnng der Schleimhaut, die sich nach unten zu allm�hlig weiter verbreitete und an Intensit�t zunahm. Am Blinddarm h�rte die R�thung auf. Die ger�tlieten Stellen waren mit scbleimigen Massen bedeckt.
95. Mehrere male fanden wir das Darmrohr in reichlicher Menge erf�llt mit einem z�hen, farblosen oder grauen, galler�tigen Schleim, ohne dass irgend welche Entz�ndungs - Erschei�nungen vorhanden waren. Dies war besonders bei einigen Raubthieren der Fall. Auch bei einer Giraffe waren die Koth-ballen in z�he, schleimige Massen eingeh�llt.
06. Pigmentirungon der Darmsohleirabaat kamen so h�ufig zur Beobachtung, dass es in Frage kam, ob dieselben f�r manche Species nicht etwas Physiologisches darstellen. Wir haben die�selben beobachtet bei Affen, bei Halbaffen, bei Wiederk�uern, bei Raubthieren, bei Nagern und bei Beutelthieren (bei den zur Section gekommenen Edentaten zeigte keins Pigmentirung des Darms).
Es bot sich nun wiederholt die Gelegenheit dar, Thiere derselben Species mit einander zu vergleichen, von denen das eine Individuum Pigmentirungen der Darmschleimhaut hatte, w�hrend bei dem anderen die Darmschloirnhant ganz frei von Pigment war. Es d�rfte somit das Pigment in der Darm�schleimhaut wohl in allen F�llen als etwas Abnormes und als
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ein RosiJunm fr�herer, vielleicht reeidivirter Darmcatarrho auf�zulassen sein. H�ufig haben wir gefunJeu, dass die Pigraen-tirungen allein auf die Follikel, sowohl der solit�ren Dr�sen' als auch der Peyer'schen Plaques beschr�nkt waren. Die Fol�likel, die anfangs von hellgrauer Farbe sind, k�nnen sp�terhin ein intensiv schwarzes Aussehen annehmen und in solchen F�llen ereignet es sich, dass bei den oft sehr d�nnen Darmwandungen mancher Thiero, die Zahl und Anordnung der Follikel, aus denen ein Plaque besteht, sowie die Anzahl der Plaques und die Vertheilung der solit�ren Dr�sen bereits von aussen, bevor noch der Darm er�ffnet worden ist, auf das Deutlichste er�kannt werden k�nnen. Die Thiere, hei denen nur die Follikel pigmentirt waren, w�hrend die �brige Schleimhaut kein Pigment enthielt, waren ein Macaoas cvnomolgus, ein Felis oocolor, ein Nasaa solitaria, ein Corcopithccus niber, zwei Cervus alees, ein Canis pictus, ein Cercopitbocus griseoviridis und ein Cy-nocepbalus porcarius. Unter diesen F�llen betraf die Pigmen-tirnng der Follikel eimgemale den ganzen Darmtractus vom Duodenum an bis zum Anns; anderemale waren die Follikel nur in einzelnen Darmabschnitten pigmentirt.
In einer Reihe von F�llen waren jedoch neben den Pig-niontiningen der Follikel :iucb solche der Schleimhaut vorhan�den, welche von sehr verschiedener Intensit�t und Ausbrei�tung gefunden wurden. Meist begannen die Pigmentirungen im Inneren der Zotten; jeder einzelnen Zotte entsprach ein schwarzes, feines P�nktchen. Von diesen ersten Anfingen bis zur Umwandclung der gesanunten Schleimhaut in eine schwarze Fl�che wurden alle Mittelstufen beobachtet. Pigmentirungen der Schleimhaut gleichzeitig mit Pigmentirungen der Follikel wurden beobachtet bei drei Cynoeephalns babuin, sowie bei einem Cercopithecus griseoviridis. Es wurden jedoch auch F�lle gesellen, wo blos die Schleimhaut an dieser oder jener Stelle mehr oder minder intensiv- pigmentirt war und sich kein Pigment, in den Follikclr. vorfand, so bfi einem Cercopithecus
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Lilbi^oii.;, eiueai Macacas aomcstrioas und einem Katzenmaki, Bei letzterem fand sich die PigmentiruDg blos auf das Dtiodo-num beschr�nkt, War die l'igmontirnng der Follikel und der Schleimliaut sebr intensiv, so enthielt dor Darin miuinter einen grauschwarzon Schleim. Dies war der Fall bei einem Agnli (Dssjprocta Azarae) und einem Dasyurns viverriuus. Mitunter war die Schleimhaut gleichzeitig stark gewnistet, vielfach iquot; #9632; alten gelegt und verdickt. Dies war hei einem Cynocephalas babain der Fall. Anderemale fanden sich neben der Pigmen tirnng gleichzeitig frischer Darmcatarrb oder frische Haemorrha-i^ien in die Schleimhaut, wie bei einem Cynocephalas poroarius. Bei Affen war die Pigmentirnng der Darmschleimhant in einer Reihe von F�llen combinirt mit Figmentirungen der Lungen und der �ronchialdr�sen. Einigemale fanden sich neben den l'igmentirnngeu dos Darms �hnliche schiefrige F�rbungen der Magenschleimhaut. Die Pigmentirangen der Darmschleimhaut waren in der Mehrzahl der F�lle mit schiefrigen F�rbungen der Mesenterialdriisen combinirt. Die Intensit�t der F�rbung der letzteren ging gew�hnlich der der Darmschleimhant parallel, Aussei'einer �lteren Pigmentirungdes Darmkanals, die besonders das Coecnm betraf, wurde bei einem Erdwolf, Protoles Lalandii. keine Abnormit�t in den inneren Organen gefanden; es masste angenommen werden, d.ass in fr�herer Zeit ein Darmcatarrh cprhanden gewesen ist. Dass das Ti.ier sich in einem hoch�gradigen Schw�chezustaud befand, darauf deutete der Decabitns, der an verschiedenen Stellen vorgefunden wurde, und m�glich bleibt es immerhin, dass dieser Schw�chezustand mit dem fr��heren Darmcatarrhe in Verbindung gestanden hat.
1)7. K�sige Schwellungen der Follikel sowohl der solit�-ren Dr�sen, als auch der Peyer'schen Plaques kamen neben verk�sender Pneumonic bei 3 Affen und Fialbaffen zur Beob�achtung. Dies war bei einem Cynocephalns Mormon, einem Cercopithecus albigena und einem Lemur oollaris der Fall. Die geschwellten Follikel waren zum Theil in ihrer Mitte in kra-
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terf�rmige Geschw�re amgewaudelt. Weiterbio warden �bu-liclio k�sige Sobweliungen und Ulcerationon bei einem K�ngu�ruh, Halmaturus Derbyanue, gefandeo. In Iceinem dieser l'�llo n'ltis; die Dleeratioo bis �ber die Follikel hinaus.
98. Ein Careinom #9632;), welches nachdem Coecum hin perlb-rirt hatte, kam bei einem Agnti, Dasyprocta Azarae, zur Deob-aohtang. Die Totall�nge des Thieres in gerader Linie betrug 49,5 Ctm., die Kopfl�nge 10,5 Ctm, und die des Schwanzes 3,5 Ctm. Bei der Palpation ties Abdomens l'�hlte man durch die Baacbdecken hindarob einen rnndlichen Korper, der den Ein�druck machte, als ob sieh ein Junges in der Leibesh�hle bo-f�nde. Nach Er�ffnung der Bauchh�hle (ludet sich in dersel�ben ein Tumor, welcher von dem sehr stark entwickelten Coe�cum bedeckt wird. Derselbe liegt im Mesenteriam und kann mit demselben frei hin und bor bewegt werden. Er hat eint; rnndliche Gestalt, eine knollige Oberfl�che und inisst von rechts nach links 8 Ctm Die H�he und die Tiefe desselben betra�gen etwa -1 Ctm. Die Oberfl�che der Geschwulst ist glatt und tbeils grau, theiis gelblichweiss gef�rbt. Bei dor Palpation zeigt die Geschwulst eine weiche Consistenz. Beim Anschnei den liiidet man den mittleren Thoil des Tumors aus einem gelb liclnveisseu Brei, der sich mit dem Wasserstrahl leicht absp� len l�sst, bestellend. Der peripberisebe Theil des Tumors bat eine grauweissc, markige Schnittfl�che und eiue Dicke von j�I Ctm. Nach oben zu sind mehrere D�nudarmschlingen lest mit dem Tumor verwachsen, w�hrend von links nach rechts ziehend das sehr stark entwickelte Coecum an seinei hinteren Fl�che fest mit dorn Tumor verklebt ist. Etwa 3 Ctm. vom Colon entfernt hat der Tumor die hintere Wand des Coecnui perforirt mit einer unregelm�ssigen 1,5 Ctm. im umfang mes-senden Oeffanng, aus welcher sich bei Compression des Tumor;; gelbweisse, breiige Geschwalstmassen in das Eumeu des Coe-
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*) Mitgotheilt in Virchow's Archiv Bd. 40
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cums entleeren. Im �brigen gegen 12 Ctm, langen Cooeum wird keine weitere l'erlbration beobachtet. Das Cooeum zeigt eine starke Kothung der Sera, wodurch es sich von den �bri�gen blassgef�rbten Darmabschnitten unterscheidet, die Wandun-sen desselben sind verdickt. Es ist erf�llt mit einer r�thlich braunen Fl�ssigkeit, in der einzelne gelbweisso Fetzen von Geschwulstruassen schwimmen. Nach Entfernung dieser Fl�ssig�keit zeigt sich die Schleimhaut des Coecuras ger�thet, liier und da pigmentirt und an einzelnen Stollen mit croup�sem Exsu�dat bedeckt. Das blinde Ende des Coecums ist rings von Geschwulstmassen umgeben.
Die Bauchh�hle enth�lt etwa 20 Grra. brauner Fl�ssigkeit, Im Magen reichliche Speisereste; die Schleimhaut blass, sonst unver�ndert. Im Darm starke Pigmentirung. Im Ligamentmn Suspensorium hepatis 8�10 hirsokorngrosse Kn�tehcn. In dem Bindegewebe zwischen Leber und Gallenblase finden sich Knot-oben von derselben Grosso. Die Leber und Milz frei von Ge�schw�lsten, Metastatischo Ueorde linden sich in einer Niere und in beiden Lungen. In der Pleurah�ble keine Fl�ssigkeit. Die Lungen nirgends mit der llippenwand verwachsen. Das Herz 4,2 Ctm. im grossten Durchmesser messend, ohne Abnor�mit�ten; desgleichen das Gehirn und dessen H�llen.
Beim Zerzupfen eines Kn�tehens aus der Umgebung der Gallenblase bekam man Zelloiihaufen von epitbelialem Charac�ter neben sehr reiehlichen, fettig degenerirton Gowebstheiien und fettigem Detritus zu sehen. Die Zollen waren sehr blass und hatten ziemlich grosse runde Kerne mit Kernknrperchen. An einzelnen Gruppen waren nur die Kerne noch deutlich zu erkennen; an anderen waren die Zellen gut zu unterscheiden und vollst�ndig ohne Fett. Bei der Mehrzahl sah man im Pro�toplasma relativ grosso Fettk�rnchen, die anfangs ringf�rmig in einer IloIIio um den Kern angeordnet waren, in sp�teren Sta�dien dagegen das ganze Protoplasma durchsetzten. Was die Form der Zellen anbelangt, die thcils zu Gruppen zusammen-
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gehSaft waren, tlieils isoiirt umbersohwammen, so war dor epi-thelialo Cliaracter unverkennbar. Hie und da sah man Zellen von unregelm�ssig potygonaler Form. Ausbuclitungen und Fort�s�tze kamen an denselben nielit zu �esicht. Es wurden nur Zellen von massiger Grosse beobachtet, Grosse Zellen, wie sie das medullSre Carcinom des Menschen cliarakterisiren, wur�den nicht nachgewiesen. Aussei1 den erw�hnten Bestandtheilcn war in jedem Pr�parat eine gewisse Menge von Bindegewebe vorhanden, das meist von Fettk�rnchen durchsetzt erschien. Die breiigen gelbweissen Massen der Geschwulst bestanden aus amorphem, fettigem Detritus, w�hrend die liindensubstanz der�selben, sowie die Heerde in den Lungen eine �hnliche micro-seopische Struetur zeigten, wie die Knotehen aus der Umge�bung der Gallenblase. Sprach schon der raacroscopische Be�fund daf�r, dass es sich um heteroplastische Geschwulstbildung handele, so wurde diese Vormutlmng durch die microscopischo Untersuchung best�tigt, indem dieselbe die Neubildungen als aus Bindegowebe mit eingelagerton epithelialen Massen beste�hend nachwies. Ob eine Mesenterialdr�se oder das Coecum selbst den Ausgangspunkt bildete, bleibt dahingestellt.
Bemerken wollen wir nur noch, dass dies der einzige Fall von Carcinom gewesen ist, den wir bis jetzt bei einem Thiere gefunden haben.
99.nbsp; nbsp; nbsp;Intussnsepption des D�nndarmes wurde mehrere male bei Allen beobachtet. Am 1, Februar 1869 starb ein Cyno-cepbalus babuin. Hier war ein Theil des lienms in das Coecum getreten. Ks Hess sich aus dem Coecum ein etwa einen Fuss langes Darmst�ck herausziehen. In den anderen F�llen betraf die Affection nur ein kurzes Darmst�ck und fand die Intus�susception im Ileum statt.
100.nbsp; nbsp; nbsp;Vorfall des Mastdarms*) kam bei einem Hundspavian (Cynocephalus babuin) zur Beobachtung. Aus dem Anus hing
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*) Mitgetheilt in Virchow's Archiv, Bd 46,
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eiue apf�lsinengroBse blatigc Sckleimfl�che hervor, dio ointroeK-ncto und zwei Tage vor dem Tode eine schwarze Farbe an niihm. 15ei der Section war der Mastdarm in einer �ber 2 Zoll langen Strecke vorgefallen. Die vorgefallenen Theile waren mit einander verklebt and seilt erweicht, so dass eine Reposi�tion derselben in die �ancbboble ohne Zerreissung nicht m�g�lich war. Die Sera des Colons war oberhalb der vorgefalle�nen Strecke in einer Ausdehnung von 3 Zoll gangraen�s. Die dieser Stolle entsprechende Schleimhaut war diffus dunkel ge-rothet. Allgemeine Peritonitis war nicht vorhanden. Der Vor�fall war etwa S Tage vor dem Tode des Thieros eingetreten.
101,nbsp; nbsp; nbsp; Rundw�rmer wurden im Darm sehr h�ufig angetrof�fen. Von drei Elchen, die zur Section kamen, beherbergte je�der viele Hundorte grosser Tricbocephalen in seinem Coecum und Colon. Jedesmal handelte es sieh um dieselbe Species. Dei Alien wurden im Coecum wiederholt Trichocephalus dispar, jedoch nur in wenigen Exemplaren gefunden, so bei einem Cy-nocepbalus porcarius, einem Cercopithecns ruber und einem Cynocephalus babnin. Bei einem Dasynrus viverrinus fand sich in der Wand des Dickdarms, etwa G Ctm. vom Anus entfernt. eine verdickte, harte Stelle, ans welcher beim Anschneiden ein roth gef�rbter '2 Ctm. langer Wurm hervorkam. Kleinere, 1�2 Ctm. lange Nematoden wurden im Duodenum einer Felis eoncolor, im Jejannm einer Oiralfe, im D�nndarm einer Felis minnta und einer Viverra Zibetha gesehen. Grosse, bis G Zoll lange Ascaridcn wurden im Darm zweimal bei Diootylea ior-qnatus angetroffen.
102,nbsp; nbsp; nbsp;Eingekapselte, geschlechtslose Randw�rmer sassen der Aussenfl�che des Darms bei einem Perodieticus Potto auf.
103,nbsp; nbsp; nbsp;Im D�nndarm einer Zibethkatze (Viverra indica) fand sich ein Uandwurm nebst ahgestossenen Proglottiden. Die L�nge des Bandwuniis betrug gegen 3 Fuss. Die Untersucbnog der Amme ergab, das? es sich um einen Botbriocephalus hau
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laquo;leite. Binzelne BandwafmgUeder ohne zugeh�rige Ammo wur�den bei einem Canis pietns und einer Folis minata angetroffen,
104,nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Elcli landen sich zwischen den Darm�schlingen mehrere Blasenwiirmor,
24. Leber.
105.nbsp; nbsp; nbsp;Verwachsungen der Oberll�che der Leber mit dem Diaphragma sahen wir in 4 F�llen. Pgt;ei einem Cervns taran-dus scbloss die Lober einige Echinoeoccen ein und war die gan?,e convexe Fl�che des Organs mit dem Zwerchfell verwach�sen. Es fanden sieh ausserdem einige Bindegowebsstr�ngo, dnreh welche die Leber mit dem Magen und mit der vorderen Bauehwand verwachsen war. Bei einem Violfrass, Gulo borea-lis, war eine leichte Verklebung der oberen Fl�che der Leber mit dem Diaphragma vorhanden, hier schl�ssen die Gallen�g�nge zahlreiche Plattw�rmer ein. Bai einem am 23, April 1S70 zur Obduotion gekommenen Cervns alces fanden sich un�ter der coneaven Leberoberfl�che einige geschrumpfte Echino�eoccen und hier war die convexe Oberfl�che des Organs in ihrer gaii/ien Ausdehnung mit dem Zwerchfell verwachsen.
Bei einer Giraffe war die Leber von �usserst zahlreiobep, verkalkten Eelunococcen durchsetzt. Hier war die hintere H�lfte der Leberoberfl�che theilweise mit dem Zwerchfell verwachsen.
10G. Mehrere partielle, bis zu ^ Linie betragende Ver-dieknngen des ser�sen Ueberzuges der Leber wurden bei einem Gynocephalns porcarins angetroffen. Unter denselben war das Lebergewebo atrophirt. Bei einem Dicotyles torqnatus fand sich der ser�se �eberzng der Leber an einer umschriebenen Stelle bis auf 1 Linie schwielig verdickt. In geringerem Grade war dies auch bei einem Dicotylos torqaatns der Fall.
107.nbsp; nbsp; nbsp; Bei einem Cynocephalns habnin war der ser�se Ucberzug der Leber mit zahlreichen punkflormigen Excrcscen-zen versehsa.
108.nbsp; nbsp; nbsp; Zahlreiche, vielfach ver�stelte Papillome trug der se-
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rose Uebcrzng dor Lebor bei einem Pferde. Dor ser�se �eber-
zug erschien wie mit INliliartuberUeln Uiclit besetxt. Strioli mdii mit dorn Messer �ber die Oberfl�che der Leber, so sah man, wie jedes Knotoheo �berging in ein 0,� bis 1 Ctra. langes zu�gespitztes, lialbdurchscbeiuendes membran�ses Gebilde. Beim Ausbreiten auf dem Objekttr�ger oder unter Wasser l�ste sich letzteres, wie bereits mit blossom Ango constatirt werden konnte, in ein Convolut vielfach darcbsehlongener Vcriistelungen auf. Besonders beim Flottiren unter Wasser stellte jedes Kn�tchoii mit seinem Anhange ein banmt�nniges Gebilde auf, an dem die Aeste meist wieder seennd�re knospenf�rinige Anh�nge tru�gen. Tr. die meist deutlich weiss gef�rbte und fest sich anf�h�lende Basis eines jeden B�nmehens erstreckte sich von dem ser�sen �eberzug aus ein Netz elastischer Fasern. Die. elasti�schen Fasern landen sich jedoch nur eine Strecke weit vor und h�rton dann pl�tzlich auf. Der �brige Theil dor B�amcben entbehrte derselben vollst�ndig. Schnitt man einige Ver�ste�lungen mit der Schecre ab und brachte sie unter das Micro-scop, so sah man in s�mmtlichen einen bindegewebigen Grund�stock. Derselbe bestand meist aus einer wellenf�rmigen , sehr deutlich librill�ren Grnndsnbstanz mit eingelagerten Kernen. Die meisten Ramilieationen trugen einen epithelialen �eberzugj mitunter war derselbe an einzelnen Aestchen verloren gegan-gen. Das Epithel war ein mehrfach geschichtetes. In allen Zellen war ein deutlicher, oft mit zwei Kernk�rperehen verse�hener Kern zu sehen. Das Protoplasma war durchscheinend und leicht granulirt. Die Zollen hatten meist eine deutliche Membran. Bei Zusatz von Wasser quollen die Zellen der �ussersten Schicht zu blassen runden Kugeln auf, in denen der Kern meist wandst�ndig lag. In den gr�ssoren Itainilicationon des bindegewebigen Grundstocks waren stets Gof�sso zu er�kennen. Diese Dapillome fanden sich gleichzeitig auf dem se�r�sen �eberzug dos Zwerchfelles, sowie auf dem Peritoneum
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dor Bauolisvandunrjon, Hier stellten sin jedoch mehr membra-n�se Formen dar.
109.nbsp; nbsp; nbsp;Ven�se Hyperaemie der Leber wurde mehrere male bei Langenerkrankimgeti, insbesondere bei frischen Rroncho-pneumonien und verk�senden Pneumonion angetroffen.
110.nbsp; nbsp; nbsp;Nicht scharf umschriebene, blasse, gelbliche Stellen in der Leber, auf partieller Anaemie beruhend, wurden wieder�holt gesellen. Sehr ausgosproehon waren dieselben bei einem Dasjpas soxcinctus.
111.nbsp; nbsp; nbsp;Partielle Fettleber kam bei einem Ameisenb�ren zur Beobachtung. Auf der Leberoberfl�che fand sieh eine reich�liche Menge blasser, gelblicher P�nktchen auf dunkelem, brau�nem Grunde. Auf einem Dorchschnitt bot das gesammte Or�gan dieses Aussehen. Die hellen P�nktchen setzten sich meist ziemlich scharf gegen das umgebende, dunkele Gewebe ab, und es entstand hierdurch eine gewisse Aehnlichkeit mit einer Le�ber, die �bers�et ist mit Miliartnberkeln. Die Oberfl�che der Leber war glatt, die Consistenz ziemlich fest. Bei der micro-Bcopischen Untersuchung enthielten die �berall wohl erhaltenen Leberzellen in den hellen Stollen grosso Fetttropfen, w�hrend an den dunkelbraunen Stellen die Leberzollen fast ganz ohne Fett angetroffen wurden. Die fettigen Stellen entsprachen dem Pfortadergcbiot.
Eine partielle Fettleber, hier jedoch nicht �ber die ganze Leber zerstreut, sondern nur an einzelnen Stellen auftretend, kam weiterhin bei einem Frettchen, zur Reobachtung. Ausser mehreren kleineren, stecknadelkopfgrossen, blassgelben, von dein umgebenden dunkelbraunrothen Parenchym sich scharf ab�setzenden Jloerden enthielt die Leber im scharfen Rand des rechten Leberlappens eine 4 Mm. breite und 1/, Mm. in die Tiefe sich erstreckende Stelle von gelbweisslicher F�rbung welche durch die Conturen einzelner Leberl�ppchen begrenzt war. Diese Stelle hatte eine weiche Consistenz, entleerte auf dem Objecttr�ger eine milchige, grosso Fetttropfen einschlies-
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sondo I'liissigkeit und bpi dor mioroscojiisclien Untcriucliung waren hier sSmmtUche Leberzelleo mit grossen Fetttropfeo er-ffillt.
Sodann wurde eine umschriebene, anf einzelne Alischnitto Uescliriinkte Fettlebcr angetroffen bei einem G�rtelfhier (Da. sjpus vi�osus). �eira Einschneiden fanden sich in dem sonst orangefarbenen Organ einige etwa haselnussgrosse Stellen von blasggelblicher F�rbung. Das Microscop zeigte hier Fettabla�gerung in den Leberzellen.
Auch bei einem Canis pictos wurde partielle Fettleber in Form einzelner steeknadellioiifgrosser, diircli das Organ zer�streuter blassgelber Stellen angetroffen.
112. Ablagerungen eines gelben, k�rnigen Pigments in die Leberzellen wurde mehrere male gefunden. Bei einem Na�senb�ren , Nasua solitaria, waren besonders in den scharfen R�ndern einzelne hellorangeroth gef�rbte, schartquot; abgesetzte Stellen vorhanden. Die microscopisebe Untersuchung ergab, dass sich hier in den Leberzellen ein gelbes, k�rniges Pigment, vermuthlich vom Gallenfarbstoff berrnbrend, vorfand.
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Geringe icterisebe F�rbung der Leber ohne ander
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weitigen Icterus fand sich bei einem Cercopithecus griseoviridis. 114, Eine umschriebene Bindegewebswncbernng mit Ver��dung des Lebcrparenchytn kam bei einer Antilope Loncorvx zur Beobachtung, flier fand sich im rechten Leberlappen efwa 10 Ctm. vom scharfen Rand entfernt eine feste Stelle, an der die Leberoberfl�ohe etwas eingezogen erschien. Schnitt man hier ein, so kam man auf einen b�iinereigrossen Heerd, der eine weisse, schwielige Beschaffenheit hatte, bei knorpelartig fester Consistenz. Feine Schnittchen Hessen sich ans diesem Heerd sehr gut anfertigen. Das Microscop ergab, dass die Massen fast ausschliesslich ans Bindegewebe bestanden. Der Heerd setzte sieh nicht scharf gegen das umgebende Leberpa-renehym ab, an Schnitten aus der Peripherie der Geschwulst entnommen sah man zwischen einzelnen Leberzellenschl�uchen
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breite bindegewebige Ziige bipziehen, Dio Leberzollou schl�s�sen hier meist gelbe Pigmentk�rDcheD ein. Mehrere male hatte es das Aussehen, als ob die Bindegowobsmassen einen areol�-ren Bau besitzer. K�sige Einlagerungen wurden an keiner Stelle in der Gesch vulst gefunden. Die Leber beherbergte einen gr�sseren Eehinoeoceensaek in ihrem linken Lappen. Die M�glichkeit ist vorhanden, dass die Biudegewobsgesehwulst im Zusaminenhango mit einem obsoleten Ecbinococeensack stand. Jedoch wurde hiervon keine Spur in der Geschwulst vorge�funden.
115. K�sige Heerde in der Leber neben verk�sender Pueumonio sahen wir bei einem Wandern, einem Lemur colla-ris und einein Cercopithecus albigena. Einige sparsame, aber ziemlich grosse k�sige Heerde fanden sich bei einem Macacus cynomolgus. Hier war keine verk�sende Pnenmonie vorhanden. In der Mtisculatur des rechten Annes fand sich in Folije eines Traum.-is eine ausgedehnte Eiterung. Die embolische Natur der Heerde konnte nicht festgestellt werden. � Zahlreiche ziem�lich grosse, k�sige Heerde in der Leber neben solchen in der Milz und neben k�sigen Schwellungen der Eollikel des Darms, aber ohne Lungenaflection , kamen bei einem Beutelthior, Ma-cropus giganteus, zur Beobachtung Aelinliche aber durchschnitt lieh kleinere Heerde fanden sich neben k�sigen Schwellungen der Darmfollikel und scrophuloseu Drusentumoren bei einem Halmaturus Derbyanus.
ll(i. Miliartuberkulose der Leber wurde hoi einem Petrogale xanthopus angetroffen.
117. Perlsuchtgeschw�lste fanden sich in der Leber einer Antilope pieta.
1 1 S. L eberabseesse, bedingt durch reichliches Vorhan�densein von Distomen in den Galleng�ngen, wurden bei einem Seehund (I'hoca annellata) constatirt. Auf der Oberfl�che der r�thlich braun gef�rbten Leber sah man mehrere bis 1 Ctm. grosse, scharf umschriebene, oraooerothe Fleche. Beim An-
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achneiduu eiues s�lulieu qaoll tnu� schleimige Masse, antermengt mit einigen Piattwiinnern hervor. Andere Heerdo entleerten beim Anschneiden einen gr�aliehen, consistenten, streiehbaren Eiter. Die mieroscopische Untersucluing ergab, dass derselbe vorzugsweise aus runden, i'arblosen, gekernten Zellen bestand, von dem Aussehen der Eiterk�rperchen. Ausser diesen, die den Hauptbestaudtheil bildeten, landen sieh darin auch Zellen von dem 4- bis Gfaehen �niiang mit dunkel gniuulirtem Proto�plasma und ohne Kern, sowie zahlreiche Distomeneier, die h�utig iu zellenartige Gebilde eingeschlossen waren. Leberzellen und farbige Blutk�rperchen fanden sieh nur iu geringer Menge vor. Der Ductus choledochus war bis zur St�rke eines kleinen Fin�gers erweitert. Beim Anschneiden entleerte die Gallenblase eine hellgr�nlich gelbe Galle, worin gegen 400 Plattw�rmer vertheilt waren. Auch der Ductus bepatiens war sehr weit und entleerte den gleichen Inhalt. Auf Durchschnitten der Leber sah man Querschnitte der erweiterten Galleng�nge, aus welchen sich an jeder Stelle ein gelblich gef�rbter Piropf herausdr�cken Hess, der stets eine gr�ssere Menge von Distomen oder Disto-meneiern einschloss. Auf Durchschnitten der Leber kam man weiterhin auf mehrere in der Tiefe des Organs gelegene Ent-z�ndungsheerde. Einige derselben hatten eine gallertige, ziem�lich feste Beschaffenheit, die bei Druck keinen Eiter lieferte; an anderen traten auf Druck au einzelnen Punkten gr�ne Eiter-tropfen hervor. An noch anderen Stellen fanden sich Abscesse bis zur Grosse einer Haselmiss, die einen consistenten Eiter enthielten. Nach der Entleerung desselben blieb eine H�hle zur�ck. Mitunter sah man in den H�blea die gelblich gef�rb�ten Wandungen sackartig erweiterter Galleng�nse. Elnilt;re der Heerde entleerten beim Anschneiden eine ziemlich d�nnfl�ssige, schleimige, weissliohe Fl�ssigkeit. Im Magen fanden sich gegen 20 Nematoden; im Darm einige Plattw�rmer; in den Lungen wurden frische bronchopneumonische Heerde angetroffen.
Dilaquo; Distomen haben einen zangenf�rmigen K�rper, sind
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2 Mm. lang und 0,8 Mm. breit. Dor Mundsaugnapl' hat die gleiclie Grosso, wie der �auclisaiignapf. Letzterer liegt bei ausgewachsenen Exemplaren im Vordertheil des K�rpers. Bei j�ngeren Exemplaren liegt er etwas #9632;weiter zur�ck, etwa im vorderen Drittbeil der K�rperl�nge. Hinter dem Munde liegt ein kugolt'�rmigor, stark muscul�sor Pharynx. Der daraus hervoi-gehende, knrno Oesophagus thoilt sich alsbald in zwei Darni-schenkel, welche an den beiden Soitenw�ndeu bis nahe an das hintere K�rpereade verlaufen. Sie sind Hermaphroditeu. Zwei grosse, runde, wasserhelle Hoden liegen in dem hinteren K�r�perende, welches eine ovale, in der Mitte etwas vertiefte Fl�che tr�gt. Der Raum zwischen Hoden und Bauchsaugnapf ist von den �ternsschlingen eiugenomnien , die dicht erf�llt sind mit Eiern. Unmittolhar vor dem Bauchsaugnapf m�nden die m�nn�lichen und weiblichen Geschlechtsorgane dicht neben einander. Von den beiden Hoden sendet jeder einen von den �terns-aohlingen verdockten, d�nnen Samenleiter aus, welche in ein zur Seite des Bauehsangnapfes gelegenes schlauchfonniges, fein-granulirtes Organ, das Saamenbl�schen, eimn�nden. Letzteres geht in einen stark muscul�sen Gang �ber, der an der oben beschriebenen Stelle nach aussen m�ndet. Ein Penis ist nicht vorhanden. Ebenfalls von den Uterusschlingon verdeckt sind die Keimdr�sen und das lleceptaculum seminis, zwei rundliche Organe, die vor den Hoden liegen. An beiden Seitenw�nden des K�rpers verlaufen die ver�stelten Dotterst�c.ko, die jeder-seits einen gcmeinscliaftlichen A.usf�hriingsgan^ nach den ersten d�nnen Utorusschlingen senden. Der ganze K�rper ist mit nach r�ckw�rts gerichteten Borsten besetzt. Dicht unter der K�rpsroherlh'iohc limlet sich ein aus rogelm�ssigOD, polygonalen Elementen bestehendes Zellenlager. Am hinteren K�rperende m�ndet ein Wassorgef�sssystem ans, das an den beiden Seitenw�n�den des K�rpers his nahe an den Mundsaugnapf heran verl�uft. 119, Dieselben Distomen*) wurden in gleicher Menge in
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*) Sfitgetheilt in der Berliner klinischen Wochenschrift 1870, Nr. 47
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dor Leber eines Viollrasses (Gulo borealis) angetroll'en, ohne dass es hier jedoch zur Bildung von Abscesson gekommen ist. Der Vielfrass hatte sich bereits fast zwei Jahre in unserem Garten befunden, w�hrend die Pboca annellata nur einige Mo�nate lang im Garten gewesen ist. Die M�glichkeit bleibt im�merhin vorhanden, dass beide Thiere die Distomen erst im Gar�ten acqnirirt haben und alsdann k�nnten nur Fische die Tr�ger dor fr�heren Stadien der Distomen gewesen sein. � Bei dem Vielfrass waren der Ductus cboledochas, der Ductns hepaticus und die Galleng�nge ebenfalls sehr erweitert und Hessen beim Anscbneidon einen c;iilbliclien Schleim austreten, in welchem reichliche Distomen sich vorfanden. Die Distomen waren etwa in derselben Menge vorhanden, wie im vorigen Falle. Einzelne der erweiterten Galleng�nge traten mitten aus dem Leberpa-rencliym auf eine Strecke weit pl�tzlich als spindelf�rmi/e An�schwellungen hervor. An einzelnen Stellen waren die ektati-soheu Galleng�nge in ein weissliches, schwieliges Bindegewebe eingebettet. Die Gallenblase enthielt keine Galle, sondern einen blassgelben Schleim, in welchem jedoch keine Distomen gefunden wurden. Sie communicirte durch einen langen, ziem�lich engen, jedoch wegsamen Ductns oysticus mit dem sehr er weiterten Ductus choledochus. Im Darm und im Magen wur�den keine Plattw�rmer gefunden. Geringe ikterische F�rbung des Bindegewebes am Halse und der Nieren. In beiden Pleura-sacken eine geringe Menge einer klaren Fl�ssigkeit von dun kelgelber Farbe. Zahlreiche Bluterg�sse in den verschieden�sten Organen, so iu der Schleimhaut der Harnblase und der Gallenblase, auf der Oberfl�che des Herzens und der Lungen, in der Dura mater, dem Fett des Mescnteriums und in der �usseren Haut.
Ausser den beschriebenen Plattw�rmern fanden sich bei dem Vielfrass noch vier gr�ssere Plattw�nner in den Gallen-g�ngon vor. Diese Plattw�rmer haben eine lineare Form; sie sind 1 Cmt. lang und 2 Mm, breit. Das vordere Korperende
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sjiitzt sich ullm�hlig zu, w�hrend das hintere stuir.jifkGgellor-mig endet. Es ist ein Mund- und ein �auchsaugeuapf vorhan�den. Beide sind mit starker Museulatur versehen und von gleicher Grosse. Der Rauchsaugenapf liegt in dem vorderen F�nftel der K�rperl�nge, den hinteren K�rperabschnitt nehmen zwei hintereinander liegende vierlappige Hoden ein, die d�nne Samenleiter nach vorne in das Samenbl�schen senden. Vor den Hoden liegt die Keimdr�se. Erst vor dieser beginnen die Utorussclilingen, die, dicht mit Eiern erf�llt, sich in zahlreichen Windungen nach vorne bis in die N�he des Bauthsaugenapfos begeben, woselbst ein d�nner Ausfiihrungsgang dicht neben dem Ausf�hrungsgang des Saraenbl�schcus an der vorderen Pe�ripherie des Bauchsaugenapfes m�ndet.
120. Einen in auffallender Weise sieh kurz hinter einan�der wiederholenden Befand beobachteten wir im Januar 1870 bei mehreren Peckaris (Dicotylcs torquatus). Es fand sich hier der Ductus choledochus bis zur Dicke einer D�nudarmschlinge erweitert und etwa von der doppelten Dicke des Pvlorus. Schon von aussei) durchzusehen war es, dass dor Gallenganquot; vollgepfropft war mit grossen Rundw�rmern, die eine L�nge von 6 � 8 Zoll hatten. Beim Er�ffnen des Ductus choledochus ergab es sich, dass die W�rmer, die sieh als Ascaridon heraus�stellten, mit dem einen K�rperende in den Galleng�ngen und mit dem anderen im Duodenum lagen. Eine Gallonblase fehlte in s�mmtlichen F�llen. Mehrere der gr�sseron Galleng�nge wa�ren sackartig erweitert und mit weisslichen, verdickten Wan�dungen verseben. Die erweiterten Galleng�nge traten mitunter an die Oberfl�che der Leber und liessen die einzelnen W�rmer durchscheinen. Gleichzeitig fanden sich meist dieselben W�r�mer im D�nn- und Dickdarm, sowie einmal im Magen vor. In einem Falle wurden im Ganzen gegen 40 Rundw�rmer, s�mmt-lich von G bis S Zoll L�nge gefunden.- Bemerkt sei, dass in keinem einzigen der F�lle Icterus vorhanden war, sowie dass sonstige Ver�nderungen in keinem Organ gefunden wurden.
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Es ist immerhin m�glicli, tla.se illc, W�rmer orft nach dem Tode in den Ductus eh�ledocb�a vom Dann ans gokroc-hon sind. Dass eine derartige Verstopfung des Ductus choledochos l�n�gere Zeit niclit bestanden babon kann , daf�r spricht das Foh�len des Icterus. Auf der anderen Seite deuten aber die enorme Weite dos Ductus cholodochus, sowie die sackf�rmigen Erwei�terungen einzelner gr�sseror Gslleog�nge und die Vordickung der Wand derselben darauf bin, dass hier eine allm�hlige Aus�weitung stattgefunden haben muss.
121.nbsp; nbsp; nbsp;Rundw�rmer in der Leber fanden sieh weiterhin bei einem K�nguruh, Balmatnrus Derbjanus. Hier sah man zu�n�chst einige 2 bis 2-j Zoll lange Nematoden frei in der Bauch-h�ble. Auf dor Oberfl�che der Lober wurde ein gleich grosser Worm angetroffen, der mit der einen H�lfte in der Lobersub�stanz lag, w�hrend die andere H�lfte frei an der Oberfl�che hervorragte. Beim Einsebneiden an dieser Steile dr�ngte sich eine Anzahl gleicher Nematoden nebst braunen, harten Br�ckeln, aus zertr�mmertem Leberparenchym und Eiern bestehend, her�vor. Aehulicho schon durch das Gef�hl von anssen erkenn�bare Wurmh�hlen, die indess nicht einem ausgeweiteten Gallen-gang allein entsprachen, fanden sieh noch mehrere in der Le�ber vor.
122.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrere steeknadelkopfgrosse, woisse Bl�schen, die sich als eingekapselte Rundw�rmer ergaben, fanden sich unter dem ser�sen Ueborzug und im Inneren der Leber bei einem I'eroJiclicus Potto,
123.nbsp; nbsp; nbsp;Sehr zahlreiche i'chinoeoecen scbloss die Leber einer Giraffe ein. Die Leber zeigte an ihrer Ohorfi�ehe kirschkern-grosse, weissliche, runde, diseret stellende und gleichm�ssig �ber das ganze Organ verbreitete Geschw�lste, die sieh sehr hart anf�hlten und an manchen Stellen halbkugelf�rmig �ber das Niveau des Organs vorragten. Ein Durchschnitt der Leber ergab, dass sich diese Geschw�lste auch im Inneren in gleicher Menge vorfanden. Auf einen Qnadratzoll kamen 4 bis G Tu-
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nioren, Die Tumoren waren auch liier alle von gleicher Grosse, nur einzelne waren etwa erbsengross; keiner �berschritt we�sentlich die Grosse eines Kirschkernes. Versuchte man einen derartigen Tumor mit dem Messer zu durchsehneiden, so setzte er demselben einen sehr crhebliohen Widerstand entgegen. Die Geschw�lste bestanden aus einer woissen, kuorpolartigeu, festen 1�3 Mm. dicken Rindensehicht, die einen gelbbraunen, trocke�nen, br�ckliclieu, steinartigen Ifern von4�� Mm. Durchmesser einschloss. Letzterer Hess sich nur mit Anwendung einiger Gewalt in einzelne Fragmente zertr�mmern. In diesen Frag�menten gelaug es unter dem Mieroscop h�ufig runde Kalkk�r-per, die haufenweise beisammen lagen und denen des C3'sticer-cus cellulosae glichen, nachzuweisen. Dagegen gelang es nicht, Hakenkr�nze aufzufinden. Die Kapsel Hess sich mit der Nadel nur schwer zerzupfen, sie l�ste sich dabei in einzelne knorpel�artige Fragmente auf, die unter dem Mieroscop einen lamcll�-ren Bau zu erkensicn gaben. Hiernach war man berechtigt, die Geschw�lste als verkalkte Echinococcon zu erkl�ren. Auch in dem an den scharfen Rand des rechten Leberlappens heran�tretenden, aus dichtem, lilir�sen Bindegewebe bestehenden Bande fanden sich Echinococcon in gleicher Menge und Vertheilung vor, jedoch nur in einer Strecke von 1 bis 2 Ctm. von der Leber entfernt. Es machte den Eindruck, als ob hier, soweit wie sich Ecbinococcen in dein Bande vorfanden, das Leberpa-renehym geschwunden und durch Bindegewebe ersetzt worden w�re. Auch die an der Leberoberfl�che h�u�g Lalbkugelt�rmig vorspringenden Echinococcen sprechen daf�r, dass eine Atrophie des Lebergewebes stattgefunden habe. Dieselben Echinococcen wurden im Herzen und in den Lungen gefunden. Die Lungen schl�ssen mehrere Perlsuchtgeschw�lsto ein.
124. Bei einer Antilope Leucoryx fand sich mitten in das Leberparonchym eingebettet ein Echinococoensack von der Grosse eines Borsdorfer Apfels. Weitere Echinococcen wurden in der Lebor nicht gefunden; dagegen schloss das Netz zahl-
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reiche Echiiioeoccon ein. Wtiiterbin wurden bei einem Cervns alces, der am S. Februar 18(11) gostorbou ist, Echiuococcon in der Leber beobachtet. Hier waren etwa 15 haselnuss- bis wallnussgrosse Echinocoeceublasen in der Leber vorhanden. Bei einem aui 18. November 1869 zur Section gekommenen Klch wurden in der Leber keine Ecbinococcen gefunden. Hier schloss das Netz gegen 2;') Echinoeoccen ein. Bei einem am 13. April 1870 gestorbeneu Elch fanden sich iintor der Ober�fl�che der Leber einige geschrumpfte Ecbinococcen. Hier waren im Netz gegen �O Blasenw�rmer vorhanden, die zum Tbeil die Grosse einer Citrone besassen.
125.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Frettchen enthielt die Gallenblase keine Galle, sondern einen weisslichen Schleim.
25. Milz.
126.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrcrc Nebenmilzen kamen hei einem am 10. Juli 1860 zur Section gekommenen Macacus cynomolgus zur Beobachtung.
127.nbsp; nbsp; nbsp; Knotige Ilyperplasie der Milz wurde bei demselben Thiere gefunden.*)
128.nbsp; nbsp; nbsp; K�sige Hecrde in der Milz neben verk�sender Pneu-nionio kamen bei einem Lemur collaris, einem Wandern, einem Cercopithecus alhigena, einem Mandrill und einem Cereopithe-cus pygerythrus zur Beobachtung, Bei den drei orsteren war die Milz auf den 3- bis 9 fachen Umfang vergr�ssert. Bei einer Antilope pieta enthielt die M'dz. einen linsengrossen Perl-suehtknoten. Bei einem Riesenk�nguruh, Macropus giganteus, enthielt die Milz reichliche Heerde, die einen trockenen, gelben m�rtelartigen Brei entleerten. Aehnliche Heerde schloss hier die Leber ein.
129.nbsp; nbsp; nbsp;An der Oberfl�che der Milz eines Nasenb�ren, Na-sua solitaria, fand sich ein wasserhelles, stecknadelkopfgrosses
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*) Mitgetheilt im Ccntralblatt f�r die medicin. AVisscnschaften. 1869, Nr. 30.
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BISscheo, Dasselbe bestand aus einer dcrbou, gostreiften H�lle und aus reicldiclien, runden oder ge^onsoitig aligejilattoten, zel-li^nartigen, ziemlich grossen Gebilden, von denen �ber 100 vor-hauden waren. Das Ganze erinnerte an ein in der Furchung begriffenes Ei.
26. Pankreas.
130.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Mandrill wurde im Pankreas, 3 Gtni. vom Darm entfernt, dicht unter der �berll�che ein steckuadelkopf-^rossor, gelber, fester, k�siger Ileerd gofundou bei verk�sen�der Pneumonio.
131.nbsp; nbsp; nbsp; Mehrere Bluterg�sse wurden im Pankreas bei einem (Julo borealis beobachtet,
132.nbsp; nbsp; nbsp;In das Pankreas gr�sstentheils eingebettet und mit einem Segment die Oberfl�che des Orgaus �berragend wurde bei einem Cercopithecus ruber eiuc erbseugrosse, schiefrig pig-aioutirte Lymphdr�se beobachtet.
27. Nebennieren.nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp; nbsp;'
133.nbsp; nbsp; nbsp;Bedeuteude Vergrosserung*) beider Nebennieren mit iettiger Degeneration kam im November ISGi) bei einer Biber�ratte (Myopotamus coypus) zur Beubaehtung. Beide Neben�nieren waren nahezu von der Grosse der Niereu und hatten eine glatte, schwefelgelb gef�rbte Oberil�che. Auf dem Durch�schnitt konnte man die Mark- und die Uindensubstanz noch erkennen; jedoch waren die Grenzen verwischt. Beide Sub-stanzen zeigton eine hellgelbe F�rbung und eine weiche Be-schatfenheit. Bei der tnicroscopischen Untersuchung enthielten die Zellen der Rinden- und Marksubstanz viel Fett zum Theil in Form grosser Tropfen **). Gleichzeitig waren hyperplastische
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�) Owen gjebt an, dass die Nebennieren bei Biberratten sehr gross seien.
**) Einen analogen Befund beschreibt Leisering von einer Kuh. Hier waren beide Nebennieren zu feustgrosson Tuaiorcu umgewandelt,
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Processe an der Glanduia thyreoidea und an den Uteruswan-d�ngen vorbanden.
28. Nieren.
135. Partielle Atrophien der Nierenoberfl�cho kamen bei vier Beutoltliieren zur Beobachtung, bei zwei Halmaturtis Der-byanus, einem l'etrogalo xanthopus und einem Macropus gigan-teus. Hier fand sich an einzelnen Stellen die Oberll�che ver�tieft. Die vertieften Stellen hatten ausgezackte FJinder und meist war der Grund derselben etwas dunkeler gef�rbt, als die �brige Nieren-Ober�Sche. Die Kapsel Hess sich meist �ber diesen Stellen leicht und ohne Zerreissnng des Nierenparon-cbyms abziehen. Diese Stellen fanden sich sowohl an der vor�deren, als auch an der hinteren Fl�che der Nieren. Am aus-gebreitotsten waren sie beim Petrogale xanthopus. Es waren hier nicht mehr einzelne, vertiefte Stellen vorhanden, sondern �ber dio H�lfte der Oberfl�che beider Organe war atrophirt-An der den Darmschlingen zugewandten Seite waren von den Nierenbecken an bis in die N�he des eonvexen Seiteurandes beide Nierenoberfl�cbea von b�ckriger Bescha�'enhoit und dun�keler F�rbung. Auch an den oberen Fl�chen fanden sich meh�rere gr�ssero, ausgezackte Substanzverluste. Meist sah man im Grunde dieser atropbischen Stellen die Malpighi'schen K�rper n�her zusammenger�ckt. Eine auffallende Vermehrung des interstitiellen Bindegewebes konnte in der N�he der atro-phirton Stellen nicht coustatirt werden.
Aehnliche atrophische Stellen, jedoch nur von geringer Ausdehnung kamen in den Nieren eines Canis pictus und eines Canis eorsac zur Beobachtung.
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die sich im Zustande der fettigen Degeneration befanden. In dem Leisering'sehen Fall hatte eine ITaemorrhagie in beiden Nebennieren stattgefimden, die die Veranlassung zur fettigen Entartung gewesen ist. Einen �hnlichen, jedoch nur auf eine Nebenniere beschr�nkten Befund hei einem Kinde hat in neuester Zeit Fiedler (Archiv f�r Uoilkiinde) vcr�lTentlicht.
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13G. Pyaemiscbe Heerde wurden in beiden Nieren bei einem Nasenb�ren gefunden. Beide Nieren zeigten bereits durch die Kapsel durohnebimmernde zahlreiche, rundliche, gelb�liche Flecke. Die Kapsel liess sich nur schwer trennen nnd riss an einigen Stellen das Nierenparonchym mit fort. Die Oberfl�che hatte ein unebenes Aussehen. Zun�chst fanden sich einige ausgezackte, vertiefte, atrophirte Stellen �lteren Datums' dann fanden sich in der Rindeusubstanz beider Nieren zahl�reiche, gelbe Heorde, die zum Theil erweicht waren, und beim Anstechen einen rahmigen, gr�nlichgelben Eiter entleerten. Einige periphensch gelegene Abscesse ragten mit einem Kngel-segment �ber das Niveau des �brigen Organs, Bei einem bis in das Nierenbecken gef�hrten Durchschnitt quoll dem Messer eine reichliche Menge eines gr�nen, rahnigcn, hie nnd da mit etwas Blut untermengten Eiters entgegen, nach dessen Entlee�rung mehrere, bis linsongroose H�hlen zur�ckblieben. Ausser gr�sseren Abscessen fanden sich durch beide Nieren zerstreut kleinere, bis stecknadelkopfgrosse, feste Kn�tchen, mehrmals mit einem rothen Centrum versehen. Die kleinsten stell�ten noch eben erkennbare weisse P�nktchen dar. Das resti-rende Nierenparenchym war von blaurother Farbe. Die Pyra�miden waren etwas dunkeler gef�rbt, als die Eindensubstanz. Don Ausgangspunct bildete eine Eiterung Inder linken vorde�ren Extremit�t. Gleichzeitig waren embolische Heerdo in den Lungen vorhanden.
137.nbsp; nbsp; nbsp;K�sige Heerde in den Nieren neben verk�sender Pneumonic fanden sieh hei einem Mandrill, einem Lemur col-laris, einem Cercopitbecus albigena nnd einem Macacus cyno-molgus. Bei ciuem K�nguruh, Macropns giganteus, wurde in einer Niere ein k�siger Heerd angotrolTon neben �hnlichen Ab�lagerungen in der Leber und in der Milz.
138.nbsp; nbsp; nbsp;Bluterg�sse unter die Oberfl�che der Nieren kamen bei einem Gulo borealis laquo;uir i;oobacbtiing
139.nbsp; nbsp; nbsp; Zahlreiche Oysten von der Or�sse einer Linse bis
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Erbse entliielton dio Nieren oines im April 1870 gestorbeii�n Cynocejihalus Sphinx. Aul' der Oborfliiche einer Niere warden deren gegen 40 gez�hlt. Die Cysten entleerten eine wasser-Lelle Fl�ssigkeit und Hessen eine glattwaudige H�hlo zur�ck. Audi im Inneren der Niereu wurden Cysten beobachtet.
Bei einer Giraffe fand sich in der Rindensubstanz einer Niere, unter der Oberfl�che gelegen, eine erbsengrosse, mit farb�loser, w�sseriger Fl�ssigkeit gef�llte Cyste.
140. Bei einem K�nguruh, Petrogale xanthopus, schloss das Nierenbeckon jedorseits ein festes, br�unliches Concrement ein; hiervon war das eine kirschkern-, das andere erbsengross. Ersteres f�llte fast das ganze Becken aus. Nach der Entlee�rung der Steine blieb eine tr�be, r�thliche Fl�ssigkeit in den Nierenbecken zur�ck. Dieselbe bestand aus Epithelzellen der Nierenbeckon und aus Zellonschl�uehen aus den Ilarnkan�lchen stammend, sowie aus ziemlich vielen grosson, runden, kernf�h-den Zellen. In den Niorenpyramiden waren beiderseits einige gelbe Streifen, aus llarusedimenten bestehend, vorhanden.
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29. Harnblase.
141.nbsp; nbsp; nbsp; Bei einem Mandrill sass der �usseren Oberfl�che der Harnblase nahe dem Vertex ein vom Peritoneum umgebener, erbsengrosser, k�siger Heerd auf.
142.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Riesenk�nguruh fand sich in der Harn-blasenwandung nicht weit von der Rinm�ndungsstelle der Ure-teren eine etwa 2 Linien im Durchmesser haltende k�sige In�filtration.
113. Im Peritoneal�berzug der Harnblase eines Elchs traf man einen Eehinococcus an.
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30. Peritoneum.
144. Freier ser�ser Erguss in die liauchli�lile wurde bei einem Ameisenb�ren, einer Antilope loucoiyx und zwei Elchen cesehen.
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14�. Diffuse parulente Peri'tonitis war bei einem Eameel vorbanden. Hier batte ein Magcngescbwiir nach der Baueh-li�ble bin perf'orirt.
146.nbsp; nbsp; nbsp;Eine Verwachsung zwischen Netz und Blase laud .sich bei einem Cercopithecus griseoviridis.
147.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem 1'1'erde landen sich sehr zahlreiche papil-l�re und uiembran�se Ausw�chse des Peritoneums.
!4S. Schiel'rige Pigmentirung des BaucLlelles in der N�he des Nabels kam bei einem Cynocephalus babuiu zur Beob�achtung.
149.nbsp; nbsp; nbsp;Blutige Erg�sse in das Bauchfell, besonders in das Netz, kamen bei Gulo borealis, einem Macacus cynomolgus und einem Cynocephalus babuin zur Beobachtung.
150.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einem Wandern fanden sich im Netz feste Ent-z�ndungsbeerde, die zum Theil in eiteriger Schmelzung begrif�fen waren neben verk�sender Pneumonio.
151.nbsp; nbsp; nbsp;Miliartuberkulose des Bauchfelles wurde bei einem Lemur collaris angetroffen.
152.nbsp; nbsp; nbsp;Ausgedehnte Bildungen von Pcrlsuchtgeschw�lsten sahen wir bei einer Antilope pieta.
153.nbsp; nbsp; nbsp;Theilweise Gangraen des ser�sen Ueberzuges des Dickdarms entstand nach Vorfall dos Mastdarms bei einem Cy-nocephalus anubis.
154.nbsp; nbsp; nbsp;Mehrere freie Pentastomen fanden sich in der Baucb-hoble bei zwei Antilope Dorcas.
155.nbsp; nbsp; Freie Rundw�rmer kameu in der Bauchb�hle zur Beob�achtung bei einem Halmaturus Derbyanus und einem Seehund.
156.nbsp; nbsp; nbsp;Eingekapselte Rundw�rmer fanden sich unter dem Bauchfell bei einem Perodicticus Potto.
157.nbsp; nbsp; nbsp;Echinococceu kamen im grossen Netz zur Beobach�tung bei 3 Cervus alecs, 2 Antilope Dorcas, einer Antilope leueoryx, einer Antilope Maxwelli und einem Cervus tarandus. Die Echinoooccen waren zum Theil vorkalkt.
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158. Sehr grossc J'acini'scho Kurjier wurden im Meseu-tcrium eines Proteles Lalandii gefunden,
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31, Mesen terial dr iisen,
159.nbsp; nbsp; nbsp;Piginentiruugeu der Meseaterialdr�sen wurden wie�derholt gesehen. Sie landen sich meist neben Pigmeutirungen der Darmschleimhaut, sowie bei einem Cynoeephalus babuip und einem Dsyurus viverrinus. Bei einem Gulo borealis hatten zwei Lymphdr�sen eine sohiefrige F�rbung, w�hrend auf der Darmschleimhaut kein Pigment vorhanden war. Auch bei einem Cercopithecus ruber fand sich Pigraentirung der Mesonterial-dr�sen ohne Pigmentirung der Darmschleimhaut. Die Lymph�dr�sen waren in diesem Falle von einzelnou, regelm�ssig ge�stellten, schwarzen Punkten durchsetzt. Bei einem Cynoee�phalus porcarius waren die Lymphdr�sen der Achselh�hle und der Inguiualgegend schiefrig pigmontirt, w�hrend die Mesente-rialdr�sen frei von Pigment waren.
160.nbsp; nbsp; nbsp;Aeltero scrophnl�se Mesenterialdr�son-Tumoren, her�vorgegangen aus einer einfachen Hyperplasie, kamen bei einem Nasenb�ren und bei einem Marder zur Beobachtung. Bei dem Nasenb�ren fand sich ein etwa taubeneigrosser Tumor von fester Beschaffenheit im grosseu Netz, Beiiii Einschneiden zeig�ten sich etwa \ desselben aus einer m�rtelartigeu Masse beste�hend, worin einzelne citronengelbo Einsprengungen sich vorfan�den. Der �brige Tbeil des Tumors hatte ein graues Aus�sehen und bestand aus Lymplik�rperclien. Ein �hnlicher, kleinerer, linsengrosser, k�siger Tumor fand sich io einiger Entfernung davon. Bei dem Marder war eine Mesenterialdr�se in einen haseluussgrossen Tumor umgewandelt, der beim Ein�schneiden eine eiterige Fl�ssigkeit entleerte.
161.nbsp; nbsp; nbsp;K�sige Heerde in den Mesenterialdr�sen bei Darm-tuberkulose kamen bei einem Halmaturus Derbyanus, einem Le�mur collaris und einem Cercopithecus albigeua zur Beobachtung.
162.nbsp; nbsp; nbsp; K�sige Schwellungen der Mesonterialdr�scn ohne
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Darmtuberkulosc aber neben k�sig�nAbhigeiuugen in den Lun�gen und in anderen Organen kamen zur Beobachtung bei einem Cercopithecus prgerytbnis und bei einem Macacus cynomolgus. Bei letzterem hatte eine erweichte Lymphdr�se nach dem Ma�gen hin perforirt.
163. FerKsuGhtgeschwiilste von den Mesentorialdr�sen aus�gebend fanden sich bei einer Antilope pieta.
1G4. Beim AfTeu haben mitunter sammtlicbe Mesenterial-driiseu ein etwas anderes Aussehen, als es beim Mensehen im gesunden Zustande der Fall ist. Die Dr�sen sind relativ gross und prominiren balbkugelf�rmig �ber beide Bl�tter des Perito-neums. Schneidet man sie an , so findet man eine r�thliche, markige Schnittfl�che, so dass einige Aehnliehkeit mit geschwell�ten typhoiden menschlichen Mesenterialdriisen resultirt*),
32. Saamenbl�schen.
1G5. In den Saamenbl�schen eines Macacus cynomolgus fand sich eine Anzahl geschichteter K�rper, die bei Zusatz von Jod keine blaue Farbe annahmen.
33. Saanienstrang.
Ifi6. Am Vas deferens einer Lutra vulgaris fand sich ein wasserhelles, mit klarer Fl�ssigkeit gef�lltes erbsengrosses Bl�schen.
34. Prostata.
167. Bei einer im Mai 1870 gestorbenen Beutelratte zeigte die walzenf�rmige Prostata von ihrem Harnblasenende an auf eine Strecke von 2 Mm. weit eine dunkelgr�ne F�rbung des Parenchyms. Hier fand sich ein gr�nes, feink�rniges Pigment
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*) Auch Schmidt hat diese Beschaffenheit der Mesenterialdrii�sen bei einem jungen Hamadryas, einem schwarzen Pavian und einem Magot beobachtet.
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in den Zellen dor Prostataschlanohe. Die Zellen waren dabei wolil erbalten, insbesondere (raten aneh die Kerne als sehmutzig lt;;run gef�rbte K�rper in denselben hervor. Bei Zapfpr�para�ten bekam man letztere vielfaeb frei zu seilen. In jedem Pro-stataschlaach waren stets s�mmtliche Zellen mit derartigem Pigment erf�llt. An der Uebergangsstelle des pigmentirten Xbeils der Prostata in den nicht pigmentirten, sab man einzelne gr�ne Striche in dem sonst weissgelblicb gef�rbten Pareuebvm liegen; diese stellten einzelne pigmentf�lironde Prostataschl�uche dar. Es bleibt daliin gestellt, ob hier ein postmortales Pig�ment vorlag.
16S. Eine gr�ssere Anzahl .von Thieren wurde auf das Vorhandensein von Prostataconeretioneu untersucht. Dieselben wurden jedoch in keinem einzigen Falle gefunden.
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35, Penis,
1G9, Rothung der Urethra mit purulentem Ausfluss aus derselben wurde bei einem Cauis pictus gesehen.
Geringe Rothung der Urethra, auf einen Zoll weit in der Umgebung der Dr�soum�udungen, fand sich bei einem Ameisen�b�ren.
3(). Ovaricn,
170. Bei einem K�nguruh, Halmatarns Derbjanas, fanden sich jederseits in der Umgebung der Eierst�cke 4�6 wasser-helle, stecknadelkopfgrosse, durchscheinende, mit einem d�nnen Stiel aufsitzende Bl�schen von kngelicher borin. Eins dersel�ben, von Erbsengr�sse, trug einen seeuud�ren, etwa stecknadel-kopfgrossen Vorsprung. Brachte mau eines der kleineu Bl�s�chen unter das Microscop, so zeigte dasselbe auf seiner Ober�fl�che 8�10 halbkagelf�rmige Ausbuchtungen. Der Stiel er�schien in ziemlich eng stehenden Windungen um seine Axe ge�dreht. Bei Druck trat aus dem Bl�schen eine wasserhelle Fl�ssigkeit aus. Bei st�rkerer Vergr�ssernng erkannte man eine �usscro, bindegewebige, iibrill�re H�lle, welche in das In-
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iioro des Bl�sclicns hinoin an verschiedenen Stellen breitere und d�nnere Septa .sclnckto. Nacb dem Durcliscliroiten der bindegewebigen H�lle kam der Tubus auf eine Epitbelialschicht, die aus Pflasterzellen mit ziemlicli grosseo, runden Kernen be�stand. Auf welche Weise die Cysten entstanden sind, blieb imerinittelt.
37. Uterus. 171. Mehrfache Myome*) wurden in dem Uterus einer Bi�berratte, Myopotamns ooypns, beobachtet. Das Tliicr lebte fast 7 Jahre lang im hiesigen Garten, w�hrend welcher Zeit es nicht geboren hat. Es misst von der Nasenspitze bis zu den Sitzbeinh�ckern 86 Ctm. Die im Vergleich zur K�rperl�nge sehr lange Vagina misst 17 Ctm. Es ist ein doppelter Uterus vorhanden, wovon jeder mit einem eigenen, spaltenformigen Orilicium in die Vagina m�ndet. Die Gesammtl�nge des Uterus betr�gt 15 Ctm.; 5 Ctm. weit laufen beide Uteri parallel neben�einander und sind mit einander verwachsen. Von da an stellt jeder Uterus einen frei liegenden, 1 Ctm. breiten, nuisculosoa Schlauch dar, dessen Wandungen gegen 1 Mm. dick sind. Be�reits bei Er�ffnung der Bauchh�hio fiel am rechten Uterus, etwas oberhalb der Vcroinigungsstelle desselben mit dem lin�ken, eine rundliche, gleichm�ssige, etwas �ber 1 Ctm. lange Anschwellung auf, welche die Palpation als durch einen im Uterus liegenden, festen K�rper bedingt nachwies. Auch wei�ter oben f�hlte man einen kleinen derartigen K�rper ebenfalls im Uterus liegen. Nachdem alsdann von der Vagina aus beide Uteri ge�ffnet worden waren, sah man drei Geschw�lste der Innenwand desselben aufsitzen. Ein rundlicher, erbsengrosscr Tumor fand sich nicht weit von dem linken Ende des Uterus. Ein zweiter, etwa haselnussgrosser, der das. Lumen dos Uterus vollst�ndig ausf�llte, entsprach der bereits von anssen gesehe�nen Ansch\vellun�r. Unmittelbar vor der Vereinigtingsstelle bei-
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*) M�tgetheilt in Virchow'e Archiv Bd. �1
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der Uteri land sich noch ein dritter, etwa hirsekorngrosser Tumor. Im linken Uterus und in der Vagina wurden derartige Bildungen nicht gefunden. Die Geschw�lste hatten eine glatte Oberfl�che von derselben r�thlichen Farbe, wie die Innenwand des Uterus. Beim Anschneiden boten die beiden kleineren eine knorpolaitigo Consistenz, w�hrend der grosse Tumor sich weicher aui'iihlte und leichter schneiden liess. Die Schmttfl�cLe war bei allen dreien von homogenem Aussehen und bei den beiden kleinereu blassroth, w�hrend sie bei dem gr�sseren ge�s�ttigter roth erschien. Die beiden gr�sseren Tumoren waren durch einen deutlichen Stiel mit dem Uterus verbunden, w�h�rend der kleinste zum Theil in das Utemsparenchjm eingebet�tet lag. � Bei der microscopischen Untersuchung wurden viel�fach miteinander durchschiungene B�nde] glatter Musculatur sichtbar. Dei Zusatz von Essigs�ure kamen in denselben die charakteristischen st�bchenf�rmigen, parallel neben einander ge�lagerten Kerne der Muskelfasern zur Beobachtung. Dei Ziipf-pr�paratou bekam man auch isolirte Maskelzellen zu sehen.. In der grossen Geschwulst waren letztere grosser, als in den beiden kleineren ; man bekam hier h�ulig glatte Muskelfasern mit verbreiterten, in Franzen auslaufenden Enden zu sehen. In den beiden kleineren Geschw�lsten war zwischen den i\Ius-kelb�ndeln ziemlich reichliches Bindegewebe vorhanden, wel�ches in der gr�sseren Geschwulst nur in sparsamer Menge ge�funden wnrde.
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38. Vagina.
172. Am 30. Mai 1869 starb ein Katzenmakiweibehen, welches 2 Tage vorher zwei wohlgebildete Junge mit vollst�ndi�gen Plaeenten geworfen hatte, Bei der Section fand sich sehr starke Fettablagerung im Netz und im Peritoneum. Die Wan�dungen der sehr langen und noch stark erweiterten Vagina waren von Blutextravasaten durchsetzt. Bluterg�sse fanden aieh auch in dem die Vagina umgebenden Bindegewebe, sowie
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in dem Fett der Beckeuh�hle. Die �ussere Oberfl�che des mit zwei H�rnern versehenen Uterus war blass, bot aber sonst keine Abnormit�ten dar. Die mittlere, ziemlich d�nne Scheidewand erstreckte sich fast bis zum Oriilcium nteri hin. Die Schleim�haut des Uterus war mit einem rothliehen Schleim bedeckt. Die Ansatzstellen beider Placonteo waren deutlich zu erkennen. In der Schleimhaut der Urethra, besonders in deren unteren H�lfte reichliche Bluterg�sse. Sonst wurden Abnormit�ten in keinem Organe gefunden.
173. Bei zwei K�nguruhs waren die Seitenh�rner der Vagina erf�llt mit einem z�hen, dickfl�ssigen, stellenweise zu einer hornartigen Masse eingetrockneten Schleim. Derselbe be�stand fast ausschliesslieh aus epithelialen Elementen. In einem Falle wurden in demselben reichliche Samenf�den sowie ein�zelne grosse, farblose, kugelichrunde Psorospermien gesehen.
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39. Brustdr�se.
174. Ectasien der Milchg�nge, durch eingedickte Milch bedingt, wurden in dem Euter eines Zackelschafes, Ovis aries, gefunden. Dasselbe kam am 0. April 1S70 zur Section. Das Euter war in eine Geschwulst von 15 Cm. L�nge und 9,5 Cm. Breite verwandelt. Durch ihre h�ckrige Oberfl�che liess die Geschwulst zahlreiche, erbsen- bis bohnengrosse weissgelbliche Heerde durchschimraern. Anfeinem Durchschnitt war das ganze Organ von zahllosen, gelben, puriformen Heerden durchsetzt, die meist eine runde Form hatten, regelm�ssig vertheilt und gr�sstentheils isolirt waren. Hier und da confluirten die Heerde mit einander Eingebettet erschienen dieselben in ein r�th-liches, von reichlichen Gef�ssen durchsetztes Gewebe. Die pu�riformen Massen hatten eine streichbare Consistenz und Hessen sich als wurstf�rmige Pr�pfe aus der Schnittfl�che herauspres�sen, worauf eine glatte H�hlenwand, die Wandung der ausge�weiteten Milchg�nge sichtbar wurde. Uober die Beschaffenheit der Ausfiihrnngsg�nge in den Zitzen konnte nichts mehr ermit-
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telt werden, da dieselben bereits vor der Sectiou entfernt wor�den waren. Die r�thliclio Zwiseliensubstanz vorhielt sich zur Menge des angeh�uften, eingedickten Secrets wie 1 zu 2. Er-stere ergab bei microscopischur Untersuchung die Structur des Milchdriisengewebes. Die eingedickton Inhaltsmassen bestanden gr�sstentheils aus Fettkugeln. An manchen Stellen waren den�selben reichliche Zellen beigemengt, die den Character von Epithelzellen hatten und an denen nur ausnahmsweise eine be�ginnende, fettige Metamorphose zu erkennen war. � Das Thier hatte eine Zeit lang im Garten ges�ugt. Via inneren Organe erwiesen sich gesund.
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175.nbsp; nbsp; nbsp;Allgemeiner intensiver Icterus wurde bei einer Taube gefunden. Auf denselben wurde man erst nach dem Abziehen der Haut aufmerksam. Nach Eroffnang der Leibesh�hle fanden sich s�mmtliche Eingeweide in �hnlicher Weise ictoriseh ge�f�rbt, wie es beim Icterus dos Menschen der Fall ist.
176.nbsp; nbsp; nbsp;Eine Doppelmissbildung wurde bei einem Haushuhn beobachtet. Das Thier hat einen einfachen Kopf und einfache vordere, jedoch doppelte hintere Extremit�ten. Von letzteren ist das eine Paar nach oben gerichtet. Das lebensf�llige Thier tr�gt auf seinem K�cken ein paar nach hinten und oben ge�richtete, zwischen den Fl�geln herausstehende, mit Krallen und allem sonstigen Zubeh�r versehenen Beine. Das Huhn lebt gegenw�rtig noch.
177.nbsp; nbsp; Cronp�se Entz�ndung dos Darms trat im Monat April 1870 epidemisch unter den Wachteln, von denen etwa 20 star�ben, auf. Einigemale waren die Darinschlingen mit einander verklebt und der Darm erschien schon von ausson ger�thet.
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Der Befand beim Er�ffuen dos Dunns war �bereinstimmend,
Stets fand sieh die Sebleimliant dos Darms in mehr oder min�der grosser Ausdelmung ger�tliot und von einein rotlilichen Schleim bedeckt. Daneben fanden sich Stellen, wo der gor�theten Schleimhaut iuseltonnige, gellnveisse, weiche Exsudatiuassen aul'sassen. Der Process betraf haupts�chlich auch beide Blind�d�rme. Einmal fanden sich mehrere, rundliche L�cher in den V\ andungon der Blindd�rme. Auf eine andere Vogelspecies ist auffallender Weise diese Erkrankung nicht �bergegangen.
178. Amyloide Degeneration der Leber wurde bei einer Banmente, Dendrocygoa arlorea, neben festen Geschw�lsten in der Leber und in den Lungen gefunden.
170. Bei demselben Thier kam auch amyloide Degenera�tion der Milz zur Beobachtung.
ISO. Bei einem Hirtenvogel sass in der Kloake ein Polyp in der N�he der linken Uarnleiterm�ndung. (Nach einer brief�lichen Wittheilung des Herrn Prof. Mobius in Kiel.;
181.nbsp; nbsp; nbsp;Taberkal�se Geschw�lste wurden in der Lober, in der Milz, in den Lungen, auf dem Darm, im Herzen, im Ova-rium und auf den Lufts�ekeu bei einer Ileihe von V�geln be�obachtet. Einmal landen sich gleichzeitig scrophul�se Dr�sen-tumoren am Hals, Das N�here s. o.
182.nbsp; nbsp; nbsp;Bei einer Isabellfasanhetme waren die Lufts�cke der Leibesh�hle prall erf�llt mit einer klaren, w�sserigen Fl�ssig�keit, in welcher gallertige farblose Gerinnsel schwammen.
Bei demselben Vogel war das Unterhautbindegewebe stark ser�s infiltrirt. Die Muskeln waren blass und ebenfalls ser�s durchtr�nkt. Die Lober und andere Organe enthielten tuber�kul�se Geschw�lste.
183.nbsp; nbsp; nbsp; Bei einem Nashornvogel zeigte die Innenfl�che des Sch�dels, besonders an den Soitentheilen, in ziemlicher Aus�dehnung einen feink�rnigen, osteophythischen , leicht gor�theten Anilug, der gegen die gl�nzend weisse ebene Beschafi'enheit der normalen Sch�delknocben autTiel.
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184.nbsp; nbsp; nbsp; Eine Abnormit�t einer Schwanzfeder wurde bei einer Krontaube beobachtet. Ans der coneaven M�che der im �bri�gen wolil^ebildeten Feder trat ans einem senkrechten Schlitz hervor ein hornartin;es, bogeuformig gebogenes, etwa 6 Zoll langes, nach der Spitze zu d�nner werdendes, braun und weiss gef�rbtes Gebilde, welches eine gewisse �ebnlichkeit mit einem d�nnen Stachelschweinfeder hatte.
185.nbsp; nbsp; nbsp; �eichlicbe Ablagerungen von Leucin und Tjrosin in Form weisser Membranen fanden sich auf den Lufts�eken, auf der Oberfl�che der Leber, des Darms, der Milz, der Lungen und des Herzens bei einer Taube (Oreopeleia montana).
186.nbsp; nbsp; nbsp; Pigmentirung des einen Hodens, w�hrend der an�dere pigmentfrei war, wurde bei einer Wachtel gesehen.
187.nbsp; nbsp; nbsp;Pigmentirangen der Darmschleimhaat wurden wie�derholt bei V�geln gesehen. In einigen F�llen waren blos die Zotten ergriffen und man sah dann den Darm mit einzelnen schwarzen Punkten besetzt. Anderemale stellte die Schleim�haut eine diffuse, schwarze M�che dar. Pigmentirungen auf den Luftsackmembranen und in den Lungen wurden fast ebenso h�utig gefunden.
188.nbsp; nbsp; nbsp;Pigment in der Leber beobachteten wir bei einem Meleagris Gallopavo. Hier lag das Pigment in Form gelber oder brauner Klumpen oder als mehr oder minder erhaltene zellenartige Gebilde im Inneren der Capillargel'�sse.
189.nbsp; nbsp; nbsp;Aus Pilzmassen bestehende granweisse Kn�tcben wur�den auf den Lufts�eken bei einem Flamingo beobachtet. Es konnte nicht mehr festgestellt werden, ob dieselben bereits w�hrend des Lebens vorhanden waren, da der Vogel erst 24 Stunden nach dem Tode zur Section kam. Ich tbeile jedoch den Fall mit, weil bei den V�geln dadurch, dass die mit ein�ander communicirende Luftr�ume stets mit Luft gef�llt sind, auch die M�glichkeit einer Pilzbildung w�hrend des Lebens eine viel ausgedehntere sein d�rfte , als bei den S�ugethieren.
100, Bei einer Eisente fand sich in einer Niere ein steck-
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nadelkoptgrosser Ilcerd, dor l)eim Anschneiden cine eiter�hn-liehe, auf dem Objecttr�ger leiclit sich ausbreitende Fl�ssigkeit entleerte, �ei der microsoopiseben �ntersiiclumg schloss die�selbe reiciiliche farblose elliptische rsorosperuiioii mit doppel�ten Contureu ein, in denen das Protoplasma zum Theil in vier Ballen gekl�ftet erschien.
191.nbsp; nbsp; nbsp;Eingekapselte Rundw�rmer wurden auf der �usseren Oberfliicho des Darms und des Herzens, sowie auf den Luft-sackmerabrauen bei einem Nashornvogel (Baceros abessinicus) sofunden. Dieselben erschienen als hirsekorngrosso, wasscr-helle oder weissliche Rl�scheu. Nach Aufhellung der Kapsel mit Glycerin oder Essigsaure konnte man die W�rmer in den�selben bereits mit blossem Auge als spiralig aufgerollte Ge�bilde erkennen.
192.nbsp; nbsp; nbsp;In der Leber eines im December 1869 gestorbenen Papageien fanden sich in weisslicheu Z�gen l�ngs der Ober�fl�che liegend bis zu 2 Ctm, lauge Ilutidw�rmer, von denen die Weibchen viele Junge einschl�ssen.
l'J'i. Rundw�rmer im Darm wurden bei einer gr�sseren Anzahl von V�geln beobachtet.
11)4. Eine Wachtel beherbergte 5 Bandw�rmer in zwei verschiedenen Species, alle mit Ammen vorsehen, in ihrem Darm; bei einem schwarzen Schwan fanden sich daselbst gegen 12 Bandw�rmer.
196, Microscopiseh kleine Rundw�rmer wurden in den Lungen einer Taube (Oroopeleia raontana) angetroffen.
196. Milben wurden in grosser Menge in den Lufts�cken einer Goldfasanenhenue beobachtet. Eine andere Species Mil�ben fand sich in 3 Exemplaren in den Luftsiicken einer Trappe, (Bei dieser Trappe wurden zahlreiche Pacini'sohe K�rper im Mesenterium nachgewiesen.)
107. Im Drnsenmagen mehrerer aus Nordamerika stam�mender Wachteln schimmerten von aussen blaur�tldiche, steck-nadolkopfgrosso Flecke durch. Beim Anschneiden derselben,
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wovon in einem Falle etwa. 20 Torhamlen gewesen sein moch ten, quollen 2 �.'! Mm. grosso rotho Entozoen hervor. Der K�rper dieser Entozoen erseliien durchweg mit diffuseni, rotliera Blutfarbstoff eri'iillt und zeigte eine liiiigliche, mit 4 l�ngs ver�laufenden Einsclmiirungcn versehene Gestalt. Die beiden K�r�porendon, welche den Mund und Al'ter trugen, sassen gleich�sam als kurze, spitzdreiekige, l'arbloso, nicht blutig tingirto
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In der Leibesh�hlo erkannte man den mit kugelichen Ausbuch�tungen vorsehonea, eine braune Epitbelialanskleidung tragen�den Magen, sowie viele �ternsschlingen. N�here Mittheilun-gen �ber diese Entozoen sollen sp�ter folgen.
198. In dem Muskelmageo eines Condors (Sarcorhamphus gryphns) fand sich als Inhalt eine gr�ssero Anzahl von Schrotquot; k�rnorn. Der Condor hatte Ratten zu fressen bekommen, die mit Schrot erlegt worden sind. Da sich in dem Schrot stets eine gewisse Menge von Arsenik belindet, so kam in Frage, ob dies vielleicht die Todesursache gewesen sei. Der �brige Seetionsbofuml ergab jedoch keinen Anhaltspunkt, um die Au-nahme einer Arsenikvergiftung zu rechtfertigen, � Als Magenin�halt wurden Glasscherben, Kieselsteine und Sand h�ufig gefunden.
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�. A m p h i li i e n.
199. Bei einer am 14. M�rz ISGU zur Section gekomme�nen Schildkr�te*) (Chelonia imbricata) landen sich in den sehr dicken Darnuvaudungen gegen 12 isolirt stehende, hirsekorn-grosse, von aussen gelblich darchschimmernde En�tchen, die sich dem Gef�hl als sehr feste K�rper zu erkennen gaben und
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�) Mitgetheill in Virchow's Archiv, Bd. 48
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�ber dio die Sehloimli:iut und die Sera, uluio eiue Ver�nde�rung zu zeigen, hinwegging. Sclinitt man den Darm an der betreffenden Stelle ein, so kam man auf einen gelblichen, trocke�nen, m�rtelarti�en Stein, der sieh unter Hinterlassung einer glattwandigon H�hle leicht herausheben Hess. Aussei- diesen kleineren K�rpern landen sieh in der Darnnvand auch noch einige gr�ssere, bis zu der Grosse eines Kirschkerns und diese letzteren hatten meistentheils die Schleimhaut durchbohrt. Es war hier zu glattwandigon, der Grosse des Steins entsprechen�den H�hlen in der Darmwand gekommen, die durch eine meist rundliche Ooli'nung mit der Darinh�hle communicirten. Mit�unter Hess sich durch diese Oei'lnnng der Stein heraus in die Darmh�hle pressen. Die herausgopressten Steine zeigten eine platte, etwas knollige Oberfl�che, eine festere Schaalo und einen weicheren, mittleren Theil und waren von hlass gelblicher Farbe. Nur diejenigen Steine, welche die Schleimhaut perforirt hatten, waren an den Stellen, die frei in die Darinh�hle hineinragten, gallig gef�rbt. An einer Stelle des Darms sassen, einem tu-berkul�sen Gnrtelgeschw�r beim Menschen vergleichbar, gegen 8 gr�sserc Steine ringf�rmig neben einander. Der Darm nahm an dieser Steile um das Doppelte an Umfang zu und beim Einschneiden derselben sah man in der Sclileimhant ringf�rmig neben einander gestellte rundliche L�cher, wovon ein jedes einem darunter gelegenen Stein entsprach. Es fand sich �bri�gens im ganzen Darmkanal nur diese eiuo ringf�rmige Abla�gerung. Aehnliche steinartige, aber nur linsengrosse K�rper landen sich zerstreut in beiden Lungen und in der Milz. Bei der microscopischeu Untersuchung bestanden die Steine aus einem amorphen, fettigen Detritus. M�glicherweise handelt es sich hier um einen der Tuberkulose der S�ugethiere analogen Process, obwohl der Nachweis hierzu nicht geliefert ist. Sehr auffallend war der Umstand, dass wenige Tage nachher eiue zweite Schildkr�te (ebenfalls Chelouia imbricata und mit der�selben aus gleicher Heimath zugleich angelangt) zur Section
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kam, bei der sich genau dieselben Ver�ndernngen landen. Auch hier beobachtete man steioartdge K�rper von gleicher Beschaf�fenheit in der Darrawaud, in den Lungen und in der Milz. Auch hier fand sich im Dann eine ringf�rmige Ablagerung uebst Bildung eines G�rtelgeschwiirs. Im �ebrigen landen sieh die Steine in etwas geringerer Verbreitung, als im er�sten Fall.
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D. Fisch e.
200. Bei einem Seehasen, Cyclopterus latnpns, der am 5. Januar 1869 zur Untersuchung kam, fand sich ein Substanz-verlust �ber dem rechten Auge von etwa i; Zoll Grosse und 3 Linien Tiefe, der mit ger�theter, jedoch nirgends eitriger Basis verseilen war. Aehniiciie Substanzvcrluste landen sich auch noch an anderen K�rperstellen, zumal solchen, die durch Hervorragen exponirt sein mochten, jedoch waren diese Delecte von geringerer Ausdehnung. Bei Br�fftmog dor Bauchh�hlc �oss eine reichliehe Menge blutig gef�rbter Fl�ssigkeit ans. Unter dem perlmattergl�nzenden Peritoneum fanden sich sehr zahlreiche Haemorrhagien, die sich in Form einzelner Flecke und in der Herzgegend zumal als zusammenh�ngende blutig tingirte Felder darstellten. Auch die gesammte Mnsculatur des K�rpers war durchsetzt von bis erbsengrossen Peteohien, Nach�dem die �ossere Haut von der Muscuhunr entfernt worden war, ergab sich, dass das Bindegewebe zwischen Haut und Muskeln eben falls blutig tingirt war; es setzton sich zwischen die ein�zelnen Mnskelb�ndel solche blutig gef�rbte iStellen eine Strecke weit fort, vergleichbar einer blutig tingirten Arachnoidoa, welche sich zwischen einzelne Gyri dos Gehirns hineinzieht, Wieder�um war die N�he des Kopfs die st�rker afficirte Stelle. Am Schwanz fanden sich nur unbedeutende Bluterg�sse. Die Kie�men waren stark ekehymosirt. Anf der Oberfi�che des Herzens fanden sich ebenfalls Ekchymoscu, Bas Gehirn ohne Abnormit�t.
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In der Bmicliholilo, dem Mesonterium mehr oder minder fest anhaftend lag eine Anzahl von Nematoden, zum TLeil noch in lebhafter Bewegung begriffen. Einige derselben waren spi�ralig ziisamnicngerollt. In dieser Lage, eine geschlossene Spi�rale von 2�3 Linien Dnrelnnossor darstellend, fanden sicli die�selben auch auf der Oberll�che der Leber. Ein solcher Parasit fand sich auch unter der Haut des li�ckens.
Ich will hierbei bemerken, dass ich eine gr�ssere Anzahl von Cycloptorus lumpus untersucht habe und durchschnittlich unter 10 Fallen S mal diese Nematoden in der Leibesli�hle angetroffen habe. Gew�hnlich fand sich eine gr�ssere Anzahl spiralig zusammengerollt und von einer d�nnen bindegewebigen Kapsel umgeben au der Oberfl�che der Lober. Ausgebreitet hatten die W�rmer eine L�nge von 3 bis 4 Ctm.
201. Eine besondere Form von Infusionsthierchen *} als Pa�rasiten bei S�sswasserlischon wurde eine Zeit lang beobachtet. An den verschiedensten Fischarton wurde das Auftreten von schleimigen Excrescenzen beobachtet. Die microscopischo Un-tersucluing der Schleimmassen zeigte die gew�hnlichen aufge�quollenen Epithelzellen der Fischhaut. Aber schon bei der er�sten Besichtigung trat eine Art von infusionsthierchen, die sich durch ihre verh�ltnissm�ssig enorme Grosse auszoinhnete (bis 0,5 Mm. Durchmesser) in dem Gesichtsfelde auf, wurde indess anf�nglich f�r ein zuf�lliges Vorkommen angesehen. Die rni-croscopische Besichtigung von besonders geeigneten Stelleu des Fisches z. B. der Bartf�den und Flossen zeigte aber bald, dass jede eiuzelne Excrescenz im Inneren einen scharf conturirten, weissen Punkt bosass, der eine unverkennbare Aehnlichkeit mit dem macroscopischeo Aussehen jener Thierchen verrieth, eine Vermuthuug. die sich bei der Anwendung des Microsoops v�llig best�tigte.
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*) Mitgetheilt im Centralblatt f�r die medicio Wissenschafteu, ISfif), Nr. 3.
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Die bctroflorule Form zeigt weder Mund, noeli durch (ir�sse ausgezeiclin�te Wimperhaare oder Borston, noch eine characte-ristische Korpergestalt, Sie ist �berall mit feinen, gleicbm�ssig entwickelten, in schwach spiraligen, gedr�ngten L�ugslinion ste�henden Wimpern besetzt und liisst nur noch einen hei grossen Exemplaren hafeisenformigen Kern, die contractile Blase, Vacu-olen und K�rnchen erkennen. Ein Bartf�den von einem Soblammpeitzger zeigt die Einbettung des Thieros unter dem hier gelbliehen Epithel und �ber der Schicht der Pigmentzellen aufs Deutlichste. Die Epithellage bildet, ohne sonstige Ver�nde�rungen zu bieten, einen ansehnlichen H�gel �ber dem Parasitenraquo; welcher sich in einer fortw�hrenden, anscheinend stets nach derselben Seite gerichteten llotatiou befindet. Wenn, wie es �fter beobachtet wurde, eine Anh�ufung von Schmarotzern an eiuor bestimmten Stelle stattfindet, so verbinden sich die epi-thelialeu Decken der einzelnen in zusammenh�ngenden, ziem�lich ausgedehnten j\Iassen, welche den ganzen K�rper des Fi�sches, Augen. Nasenl�cher, Flossen etc. �bers�en. In ein be�sonderes Glasgef�ss untergebracht, verloren die Fische, alsbald einen Theil der Infusorien, welche sich auf dem Boden des Glases assammelten, und an diesen abgesonderten Thieren konnte nun eine weitgehende Theilung nach vorheriger Eney-stirung beobachtet werden, w�hrend die unmittelbar vom Fisch herabgenommenen Individuen nie die Andeutung eines Thei-lungsprocesses erkennen Hessen. Theilthierchen wurden bei demselben Individuum 2, 4, 8, 16 bis etwa 200 gez�hlt. Wurde die gemeinschaftliche H�lle durch Br�ck zum Bersten gebracht, so dr�ngten sich die kleineu Nachkomraen des Mutterthieres hervor und schwammen in schneller Bewegung als anf�nglich ovale, rotirendo Gebilde lebhaft umher. Innerhalb 24 Stunden nach vorausgegangener Eucystirung war der TheilnngsVorgang vollendet. Vermittelst der Hi 1 gond or f'sehen Kammer Hess sich dieser Vorgang von der Zweithoilung an sehr gut verfol�gen, Nachdem die Theilung bis auf etwa quot;200 Theilthierchen
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fortgeschritten war, sah raan die jungen Sprosslinge bereits in-
neriialb der Kapsel lebhaft uniherschwiiniiiou.
Igt;ieso wurde dann an einer Stelle durclibolirt, worauf die -Jungen aus der Cyste horausschwaiuiuen.
Wahrscheinlich werden diese kleinen Theilspr�salinge wie�der einen l-'isch anfsuchen , um au ihm durch Nahrung Waehs-thum und abermalige Theilangsf�higkeit zu erwerben und um dann denselben, soeben dargestellten Kreislauf zu wiederholen.
Mitunter entwickelten sich iu den schleimigen Excreseon-zen reichliche Pilzfaden.
Zeitweise verschwanden die Infusorien vollst�ndig, um dann sp�terhin wieder massenhaft an den Fischen aufzutreten.
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Nachtrag.
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A l) u o r m c Pigment fl ecken in der Haut bei o i n o m weiblichen Schimpanse (S i m i a troglodytes).*)
Der Schimpanse, dessen Sectionsbei'iind wir hier mitthei�len, d�rfte -wolil der gr�sste nnd �lteste gewesen sein, der �ber�haupt in Europa frisch je zur Section gekommen ist. Er be�fand sich �ber 3 Jahre lang iu unserem Garten und kann sein Alter auf mindestens 4 Jahre berechnet werden. Wiederholt traten in dem letzten viertel Jahr ror seinem Tode Anf�lle auf, welche die sich entwickelnde Lungenerkrankung bef�rch�ten liesson. Das sonst muntere Thier sass dann traurig auf dem Boden und machte Bewegungen gleich denen eines im Frost-schauer belindlichen Menschen. Die Haut f�hlte sich dann bren�nend heiss an und stets war eine erschwerte Respiration zu beobachten. Nach 3- bis 4t�gigom Kranksein erholte sich das Thier jedoch wieder und nahm dann seine fr�here Munterkeit und Theilnahme gegen seine Umgebung wieder an. Derartige Anf�lle traten in Zwischenr�umen von 2 bis 3 Wochen wieder�holt ein. Der W�rter versichert, dass er das Thier besonders des Abends habe husten geh�rt. Die letzten 5 Tage vor sei-
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*) Mitgetheilt in Virohow's Archiv, Bd. 52. S. 297. Daselbst befindet sich eine vermittelst des Lucae'sehen Apparates gezeichnete Abbildung dieses Schimpanse.
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nem Tode sass das Tliicr fast fortw�lirond still in einer Ecke, von h�ufigen Frostschauern durchbebt. Wenn es im K�fig her�umkroch oder mit den Armen an einem Ast eines im K�fig be�findlichen Baumes sich festzuhalten versuchte, so sah mau, wie ihm jede kleine Roweguno schwer wurde, so dass man hieraus auf einen sehr herabgesetzen Kr�ftezustand schliossen konnte. Das ihm vorgelegte Futter hat der Schimpanse nach der Aus�sage seines W�rters bis zum Tage vor seinem Tode stets auf�gezehrt. An Durchfall soll er in den letzten Tagen gelitten haben. Der Tod erfolgte am 30. Juni 1870 Morgens gegen � Uhr. Bei dem noch nicht todtenstarren Thiere ergab die 2 Stunden nach dem Tode vorgenommene Untersuchung eine absolute D�mpfung der linken Thoraxii�lfte. Auch in der rech�ten vorderen Thoraxh�lfte erhielt mau eine 5 Cm, weit �ber die rechte Parasternallinie hinausgehende D�mpfung, die, wie die Section ergab, bedingt war durch das nach rechts dislocirte Herz. Die Section ergab folgendes Resultat:
Decubitus oberhalb des linken Trochanters und der linken Spina osssis ilium anterior superior. Au der letzteren Stelle finden sich zwei rundliche grauweisse Schorfe, in deren Umge�bung die Haut in der Ausdehnung eines Zehngroscheust�ckes livide ger�thet ist. Bauchdeckon ohne Fettpolster. Musculatur blass. In der Bauchh�hle eine ziemlich reichliche Menge einer braungelben klaren mit gelben geronnenen Fibrinflocken unter�mengte Fl�ssigkeit. Das Colon in der Gegend der Flexura sigmoidea fest mit der Bauchwand verwachsen. Eine zweite Verwachsung mit der Bauchwand findet sich am Colon etwa 20 Cm. weit von der Valvula Bauhini entfernt. Unter dem ser�sen Ueberzug der Leber ziemlich zahlreiche graue, durch�scheinende, kreisrunde, meist mit einem gelben Punkt in der Mitte versehene Geschw�lste von 1�2 Mm. Durchmesser. In dem Leberparenchym einzelne bis haselnussgrosse, gelbe, k�sige Heerde. Die obere Fl�che der Leber in ziemlicher Ausdeh�nung durch eine gallertige Masse mit dem Zwerchfell verwach-
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sen. Die Milz von ziemlich reicliliclion, oft conflucnton, klei�neren Eiterlieorden Jurclisetzt.
In der Rindensubstanz beider Nebennieren mobrere liirse-korn- bis erbsongrosse, rnndliclie, graue Geschw�lste, zum Thoil fettig degenerirt. Die linke Niere zeigt an ihrer hinteren Flache eine strahlenf�rmige Vertiefung mit weisslichem, schwieligem Grund An der Oberfl�che beider Nieren einige kaum stack-nudelkopfgrosse, gelbe Ileerde. Der Durchschnitt der Nieren blutreich; sonst ohne Ver�nderung. Der Magen enth�lt eine gallig gef�rbte, schleimige Fl�ssigkeit. Von der unteren H�lfte des Jejunums an bis zum Dickdarm ist die D�nndartnschleim-haut stark gewulstet und gor�thet und mit einem graur�thlichen Schleim bedeckt. Audi das Coecum, sowie fast der ganze �brige Dickdarm zeigen eine nach unten zu allm�hlich abneh�mende Riithung der Schleimliaut. Im D�nndarm einzelne so-lit�re Follikol in gelbe, prominente Kn�tclien umgewandelt. Im Coecum keine Ulcerationen. Etwa in der Mitte des Dick�darms ziemlich zahlreiche, ausgezackte, selchte, bis erbsengrosse Uleerationen der Schleimliaut. Am Anus eine Excoriation mit Rothaog der Umgebung. Im Dickdarm sehr reichliche, breiig-fl�ssige, lehmige F�ces. Im Coecum eine gr�ssore Anzahl von Kirschkernen. Das Omentum majns verdickt und ziemliich stark ger�thet. Im Periton�al�berzug des Darms uud des Diaphrag�mas vereinzelte bis erbsengrosse, zum Theil graue, zum Theil opak-gelbe Geschw�lste. Das Mesenterimn einiger D�nndarm�schlingen injicirt. Die Umgebung der Gallenblase gallig im-bibirt. Die Harnblase stark ausgedehnt. Die Brusth�hle wird von der Bauchh�hle aus ge�ffnet. Im rechten PJeorasack Fl�s�sigkeit. Die gesammto linke Lunge von dei Basis bis zur Spitze hin durchweg gleichm�ssig hepatisirt. Die Basis in ihrer ganzen �usdebnung durch leicht trennbares Exsudat mit dem Zwerchfell verwachsen. Auch die Seitentheile beider Lungen�lappen mit der Rippenwand fast in ganzer Ausdehnung ver�klebt. Auf dem Durchschnitt wiegen in dem oberen Lappen
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r�tblicligrau gel�rbte Hepatisatioucn �ber eingospron^to k�sige Massen vor, w�brend der ganze untere Lappen vollst�ndig entquot; f�rbt und zum Theil breiig erweicht ist. Fast die gesammte rechte Lunge ist frei von Imiltrat. Nur ein einziges erbsen-grossos, gelbgraues, festes Kn�tcheu wird unter der Pleura im mittleren Lappen gefunden. Die Lunge ist durchweg lufthal-tig; die unteren Abschnitte derselben sind etwas durch das Ex�sudat in der l'lenrah�hle comprimirt. Von Pigment findet sich in dieser Lunge keine Spur vor. Das Parenchym zeigt un�gleiche Dlutvertheilung, indem schwammige, hellere Stellen mit dunUleren, consistenten , an der Oberfl�che meist etwas eiuge-^nkenou Stellen vielfach abwechseln. Das Herz ist stark nach rechts dislocirt. Beide Bl�tter dos Herzbeutels sind verdickt und getr�bt, schliessen jedoch keine k�sigen Heerde ein. Im Herzbeutel eine massige Menge Fl�ssigkeit. Die Pleura dia-phragmatica mit etwa 12 prominenten, zum Theil grau durch�scheinenden, zum Theil golbk�sigen, hanfkorngrossen Geschw�l�sten besetzt. An der Luugenwurzel findet sich linkerseits eine h�hnorcigrosso k�sige Bronchialdr�se. Dieselbe hat den Oeso�phagus nach rechts dislocirt und die Wandungen desselben bis auf die Schleiuihaut zur Atrophie gebracht. Nachdem der Oeso�phagus ge�ffnet worden ist, sieht man au dieser Stelle durch die Schleimhaut durchschimmern einen gelben, fluctuirenden , in das Lumen des Oesophagus beetartig vorspringenden, runden, 3 Cm. im Durchmesser haltenden Tumor. Beim Einschneiden in die Schleimhaut quollen hier sofort die k�sigen Inhaltsmas�sen des Tumors heraus. Der Oesophagus oberhalb des Tumors mit zerkauten Apfelsinen erf�llt.
Von einer Untersuchung des Gehirns musste Abstand ge�nommen werden, da dasselbe dem Museum �berwiesen wurde.
Von unseren fr�heren Beobachtungen von verk�sender l'ueu-monie bei Affen, deren uns jetzt bereits elf vorliegen, unter�scheidet sich dieser Fall haupts�clilicb dadurch, dass sich hier fast eine ganze Lunge intact zeigte, w�hrend in den �brigen
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F�llen moist in allen Lungonabsclinitten zerstreute Infiltrationen gefunden wurden. � Die Haut des K�rpers hatte Lei diesem fiehimpanse nahezu dieselbe Farbe, wie die eines S�d-Euro�p�ers. Wenn man sich die Haut eines S�d - Europ�ers mit d�nn-stehenden scliwarzen Haaren von 2�4 Zoll L�nge, die nur am R�cken dichter stehen, besetzt denkt, so bekommt man eine ann�hernd richtige Vorstellung von der Bescha�'enheit der Haut, wie sie dieser Schimpanse darbot. Nur am Gesicht oberhalb der Nase, an den Handr�cken der oberen und unteren Extre�mit�ten, sowie an der vorderen Fl�che beider Oberarme hatte die Haut mehr ein blassbr�unliches Colorit. Die wenig ent�wickelten Brnstorgana waren von einem 2 Mm. breiten Fig-raeutsauin umgeben. Der ganze K�rper trug schwarze Haare, nur das Kinn und die Seitoutheile der Oberlippe sowie die Haut oberhalb des Afters waren mit einigen kurzen weisseu Haaren besetzt.
Was nuu mit Wahrscheinlichkeit als eine Abnormit�r auf�zufassen ist, waren ziemlich zahlreiche, sommersprossen�hnliche, schwarzvi�lette, rundliche, bis linsengrosso Flecke im Gesicht. Am reichlichsten und vielfach confluirend fanden sich dieselben in der Umgebung beider Nasenl�cher, w�hrend der Nasenr�cken, die Wangen, die Ober- und Unterlippe, die Haut oberhalb beider Augen bis zu den Arcus supraciliaros nur einzeln ste�hende, gr�osere und kleinere Flecke zeigten. Weiterhin fanden sich einzelne Flecke auf der �usseren Fl�che beider Ohrmuscheln, auf dem rechten Knie, sowie an beiden Oberarmen bis 15 Cm* oberhalb der Handwurzeln. Die Vola manus war an s�mrat-licben 4 Extremit�ten mit sehr zahlreichen grossen meist nicht scharf begrenzten Flecken bedeckt. Im Allgemeinen waren die�selben hier blasser als im Gesicht. Auf dem R�cken der H�nde und der Finger fanden sich nur einzelne dunkle Flecke, Im �ebrigen war der ganze K�rper, besonders auch der Thorax und Hauch frei von Flecken.
Zur miuroscopisehou Untersuchung konnte aus dem Gu-
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sieht, da der Riilg bier gesoliont werden musste, kein Fleck Iieransgesclinittea werden. Es ist indessen wob) gestattet aus einem Pigmentlleck, der aus der linken unteren Extremit�t lier-ausgesclinitten wurde, auf eine analoge Beschafl'enheit s�mrat-licher Pigment�ecken zu schliessen. Die Untersuchung ergab nun, dass das Pigment nur im liete Malpighii gelagert war, w�hrend das subeutane Bindegewebe vollst�ndig frei von Pig�ment war. Bei niedriger stehenden Affen enth�lt das subeu�tane Bindegewebe wenigstens tbeilweise ebenfalls Pigment. Am st�rksten pigmentirt waren die untersten Zellenlagen des Schleim-netzes. Die Kerne waren stets frei, w�hrend das Protoplasma ein schwarzes, feink�rniges Pigment enthielt. An einigen Stel�len hatten einzelne pigmentirtlaquo; Zollen des Sehleimnetzes eine ver�stelte Form. Nach oben zu wurde die Pigmentirung der Zellen blasser, zwischen den Soli�ppchon der Epidermis sab man einzelne schwarze Striche, �ie vermuthlich die Reste fr� herer pigmentirter Zellen darstellten.
Bemerkt sei noch, dass diese Pigmentflecken in durchaus unsymmetrischer Form standen, sowie dass dieselben in gleicher Grosso nnd Anzahl bereits vor drei Jahren vorhanden waren. Wir wollen weiterhin bemerken, dass derartige Pigmentflecken bei einem vor etwa einem Jahre gestorbenen, m�nnlichen Schim�panse nicht vorhanden waren.
Man k�nnte hier an einen Zusammenhang der Pigment-fleeko mit der Erkrankung beider Nebennieren denken. In-dess spricht das lange Bestehen de)/ Pigmentflecke hiergegen, w�hrend sich die Nebennierenerkrankung aller AVahrschein-liihkeit nach erst im letzten halben Jahr entwickelt hat.
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M #9632;
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Ausgedehnte U1 cor ati on e 11 der Darmscbieimbaat mit
e ti: bo lis ob en K i t e rho erden in der Leber bei einem
Affen (Oehus apolla?). *)
Section am 2. Juli 1S70.
In der stark verdickten Dickdarmsohleimhaut siebt man zahlreiche runde, oft auch l�nglich ovale, scharfrandige, mit grauem, abgegl�ttetem, bei durchfallendem Licht durchscheinen�dem Grund versehene Geschw�re. Die Ulcerationen sind meist von einem erh�hten, weissen Wall umgeben und linden sich im ganzen Dickdarm his zum Anus hiu in gleicher Menge und in gleicher Vertheilung vor. Ihr L�ngendorchmcsser betr�gt zwi�schen 1 und 3 Mm. Auf einen Quadratcentimeter kommen durchschnittlich 8 Ulcerationen. Auch in dem 5 Cm. laugen Processns vermiformis zeigt die Schleimhaut bis linsengrosse, graue, runde Flecke; es wurden deren im Warmfortsatz einige vierzig gez�hlt. Am ausgedehntesten ist die Erkrankung in dem untersten Abschnitt des Ileums. Etwa 15 Ctm. von der Valvula Bauhini an ist die Schleimhaut siebformig mit Ulcera�tionen bedeckt. Die Geschw�re haben hier oft den 2- bis Sfachen Umfang derer im Dickdarm; sie erreichen hier einen Umfang bis zu � Mm. und conlluiren an mehreren Stellen in einander. Die meisten derselben zeigen einen von ihrer Mitte ausgehenden, im Wasser flottirenden, gallig gef�rbteo Gevvebs-fetzen. Bei einigen adh�rirt der Schorf uoch ziemlich fest, bei anderen ist er leicht zu entfernen; nur bei der Minderzahl ist er bereits ganz herausgefallen, laquo;ie dies im Dickdarm bei s�mmt-liehen Ulcerationen der Fall ist. Die restirende Schleimhaut hat in dem unteren Ende dos D�nndarms ein mehr giaur�th-liches Aussehen im Gegensatz zu der restirendon Dickdarm-Schleimhaut, die eine weisse, fast schwielige Beschaffenheit be-silit Auch im D�nndarm sind die meisten Ulcerationeu von
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*) Mitgetheilt In Virchow's Archiv, Bd ��. S. 153.
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einom orh�liton, weisslit;lion Saum umgolien. Die runden For�men, sowie die Verthcilung machen es wahrscheinlich, dass s�mmtliche Uleeratiouen von solit�ren Kollikeln ausgegangen sind. Die Peyer'sclien Plaques liegen meist vertieft in der Schleimhaut. Die Oberfl�che derselben zeigt viele runde, kleine Gr�bchen, so dass ein feiugitterf�nuiges Aussehen resultirt. Hie und da sieht man in den Plaques einzelne prominente o^ake, gelbliche Follikel. Die Zahl der gescliwellten Follikal betr�gt in jedem Plaque nur 3 bis 4, Einzelne Plaques sind von einem ger�theten Gefasskranz umgeben. Nach oben zu bis zur Mitte des lleums nimmt die Anzahl der Ulcerationen allm�hlich ab, sie r�cken weiter aus einander, sind aber stets ziemlich gross, bis erbsongross. Einige Geschw�re erreichen hier einen Durch�messer von S Mm. und kommen an Umfang benachbarten Pla�ques gleich. Im Jejunum sind die Ulcerationen bereits selten. Noch in der N�he des Duodenums werden einige Geschw�re gefunden, w�hrend dieses selbst, so wie (h;r Magen frei davon ist. S�mmtliche Ulcerationen dringen bis auf die Muscularis und diese ist an den durchscheiuemien Stellen gew�hnlich in weiterer Ausdehnung blossgelegt. Eine Durchbohrung der Mus�cularis und der Sera ist nirgends erfolgt. Dilaquo; Schleimhaut des Darms ist fast durchweg ohne Pigment. Nur hie und da in den Plaques und in der Umgebung einzelner Ulcerationen fin�den sich ganz geringe Mengen eines schwarzen Pigments. Am meisten ist dies noch in der Umgebung der Ulcerationen im Processus vermiformis der Fall. Die Schleimhaut des ganzen D�nn- und Dickdarms ist durchweg mit einem sehr z�hen, gla�sigen Schleim bedeckt, dor mit dem Messerstriche nicht ent�fernt werden kann. Dies gelingt erst beim festen Dar�ber�streichen mit dem Messerr�cken. In der N�he des Processus vermiformis sind mit der �usseren Fl�che des Darmrohrs (des D�nndarms sowohl als des Dickdarms) mehrere erbsen- bis haselnussgrosse, geschwellte Lymphdr�sen verwachsen. An der Oberfl�che derselben sieht man grau-durohsclieinende Follikel
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von weissen, sclnvieligen Z�gen umgeben. �ebnliche vorgr�s-serte Lyphmdr�sen finden sich auch im Mesentorium.
Die Leber zeigt einen tief gespaltenen rechten Lappen und enth�lt drei peripheriseh gelegene, keilf�rmige Eiterheerde unter ihrer convcxen Oberfl�che. Einer davon belindet sich im linken Lappen , ferner enth�lt jeder rechte Theillappen einen solchen. Der gr�sste derselben, die s�mmtlich beim Anschnei�den einen rahmigen Riter unter Plinterlassung einer rundlichen H�hle, die ron einer weisslich infiltrirten Wand umgeben ist, entleeren, misst 6 Mm. Die beiden kleineren haben einen Tie�fendurchmesser von 3 und 4 Mm. Bei dem grosseren Heerd ist das umgebende Leberparouchym in einiger Ausdehnung von missfarbiger �escliafl'enhoit. Pfropfe werden in den zuf�hren�den Gef�ssen nicht mit Sicherheit nachgewiesen Sonst finden sich Eiterheerde in keinem anderen Organ. An den Lungen ganz geringe Spuren von Pigment unter der Oberfl�cho der hinteren Abschnitte. Weder an den Lungen, noch am Herzen eine Abnormit�t. Die Milz von ziemlich fester Consistenz; scharfer Rand derselben mehrfach eingekerbt. Nieren von sehr fester Consistenz, blassbraungelber Farbe, ohne amyloide Re�action.
Das Thier hat lange Zeit an Durchfall gelitten.
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Ein Fall von Miliartubcrculose bei einem Affen
(Cercopi thecus Mona).*)
Der Affe, m�nnlichen Geschlechts, befand sich etwa 4 Jahre lang im Hamburger zoologischen Garten, woselbst er am 28. Juni 1870 starb.
Die Section ergab folgendes Resultat:
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*) Mitgetheilt in Virchow-'s Archiv, Bd. 52. S. 434.
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AuBgewachsenes, m�nnliches Individuum mit Tollst�ndigem Gebiss. Der K�rper misst von der HSLe der Scheitelbeine bis zu den Ges�ssschwielen 46 Cm. Starke Abmagerung. Mus-eulatur Mass, stark ser�s durchtr�nkt. In der Musculatur der vorderen Bauchwand 2 Cm. unterhalb des Nabels ein ovale^ fester, 1?. Cm. langer, im Inneren breiig erweichter, gelbweisser k�siger Tumor. Aus der Bauchh�hle fliesst heim Anschneiden derselben eine sehr reichliche, mit Fibrinflooken untermengte, r�thliche Fl�ssigkeit ab. Das Mesenterium des D�nn- und Dick�darms, sowie das grosse Netz, sind �bers�t mit grauen, durch�scheinenden, festen Miliartuberkeln. Nur ganz vereinzelt fin�den sich dieselben auch auf der Sera des Darms. Die Leber ist 13 Cm. breit, 7 Cm. hoch und 8 Cm. dick. Sie ist von glatter Obor��che, ziemlich fester Consistenz, braunrother Farbe und zeigt einen etwas verwischten acin�sen Bau. Der linke Leberlappen ist tief gespalten. Das Parenehym zeigt keine amyloide Reaction. Im Ligamentum Suspensorium hepatis einige Miliartuberkel. An der unteren Fl�che der Leber zwischen rechtem und linkem Lappen liegt eine ovale, -wallnuasgrosse Geschwulst, die 2,8 Cm. hoch und 2 Cm. dick ist und bis nahe an die Forta hepatis reicht. Die Geschwulst hat die bei�den Leberlappen aus einander gedr�ngt und ist mit dem gr�s-seren Theil ihrer Oberfl�che von beiden Leberlappen, mit denen sie fest verwachsen ist, bedeckt. Nur etwa der vierte Theil der Geschwulstoberfl�che ragt zwischen beiden Leherlappen frei hervor. Derselbe ist durchweg von glatter Beschaffenheit. Beim Ansehneiden entleert der Tumor einen gelbweissen, zum Theil orangefarbenen Brei. Wenn diese Geschwulst als eine entar�tete portale Lymphdr�se gedeutet werden muss, die alim�hlig die beiden Leberlappen aus einander gedr�ngt hat, so dass sie schliesslieh fast ganz in Leborparenchym eingebettet erscheint, so finden sich auch vom Leberparonchym ausgehende k�sige Geschw�lste. Fast bei jedem Einschnitt in die Lebersubstanz bekommt man stecknadclkopf- bis erbsengrosse, rundliehe, gelb-
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weisse Geschw�lste zu sollen, von denen die gr�ssorcn in ihrem centralen Theil einen oiter�hulichcn Brei einschliessen, T\�hrend die kleineren eine mehr breiige Beschaffenheit haben. Hier und da sind mehrere Heerde dicht bei einander gelagert, so beson�ders im rechten Leberlappen. Hier quillt beim Anschneiden aus zahlreichen, ruudlicheu Oe�'nungou, wie aus einem Bade�schwamm eine consistente, eiter�hnliclie Masse heraus, wobei das zwischen den Ileerden restirende Leberparenchym eine schwarzgrfine Farbe zeigt. Auch in der Umgebung des oben erw�hnten grosseu Tumors sind in der Lebersubstanz mehrere mit jenem cou�ueute kleinere Geschw�lste vorhanden. In der Vena portarum lindet sich ein das Lnmen vollst�ndig ausliillen-der, der Wandung lest adh�rirender, grar.weissor Thrombus, der zum Theil in der Mitte eitrig erweicht ist. Die Vena eava inferior ist frei. Die Gallenblase scliliesst eine dunkelgr�ne Galle ein. Der Ductus choledochus ist bis zu seiner Einm�n-dnngsstelle in das Duodenum �berall wegsam. Miliartuborkel werden mit Sicherheit weder im ser�sen Uebeizog noch in der Lebersubstang gefonden. Die Oberfl�che der Leber ist an meh�reren Stellen bedeckt mit in Membranen abziehbaren, gelbweis-sen Gerinnseln. Dieselben linden sich insbesondere auch zwi�schen den einzelnen Lappen.
Der Magen enth�lt eine z�he, schleimige Fl�ssigkeit und zeigt in seiner Schleimhaut einige linsengrosse, schwarzrothe Haemorrhagien. Im Darm sind einzelne Follikel der Plaques in gelbliche, hirsekorngrosse, k�sige Kn�tcbon umgewandelt. Einzelne �hnlich entartete solit�re F�llikel springen stark �ber die Oberil�che nach innen vor. Die nicht erkrankten Follikel dor Plaques sind nur schwer zu sehen. Die D�nndarmschleim-haut ist durchweg ohne Pigment. Auch die Follikel schliessen an keiner Stelle Pigment ein. Das Colon ascendens ist etwa 10 Cm, oberhalb der Valvula Bauiiini mit dem Duodenum ver�wachsen. Nachdem das Colon ge�ffnet ist, findet sieh an die-scr Stelle die Schleimhaut trichterf�rmig eingezogen und schie-
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1'rig pigmentirt. In dor Mitte der Vertielung licdet sich eine kleine, rundlielie Ooff'uung, welche eine gekn�pfte Sondo uach oben durclitreten l�sst. Verniuthlich handelte es sicli hier um eine rerk�ste Lymphdr�se, die mit dem Duodenum und Colon verwachsen ist, nach letzterem perlorirt und ihren Inhalt gr�ssteutheils entleert hat. An der Schleimhaut des Duode-minis ist an der betrett'enden Stelle keine Abnormit�t zu sehen. Der Dickdarm enth�lt weiche, geformte Faeces, Der D�nn�darm sehliesst einen gallig gef�rbten, z�hen Schleim ein. Zwi�schen beiden Nieren und in der Umgebung der Milz sind die rctroperitonealen Dr�sen in taubeneigrosse, gelbweisse, beim Anschneiden eine rahmige, eiter�hnlicho Masse entleerende Ge�schw�lste umgewandelt. W�hrend die Milz ringsnm in derar�tige Geschwulstmassen eingebettet ist, die zum Theil ihr an Umfang gleich kommen, finden sich im l'arenchjm der Milz keine k�sigen lieerde. Auch die Nebennieren, die zwischen den Dr�sentnmoren vergraben liegen, schliessen solche nicht ein. Beide Nieren (4 Cm. hoch und 1 Cm. dick) haben eine glatte Oberfl�che und eine feste Consisteuz. Nur ganz vereinzelt linden sich zwischen Rinden- und Marksubstanz einige feste, gelbweise, hirsekovngrosse Kn�tchen, Keine amyloide Reaction der Malpighi'schen K�rper. Au der Harnblase und dem Ge-uitalapparat keine Ver�nderung, Die Organe der Brusth�hle m�ssen, um den Thorax zu conserviren, von der Bauchh�hle aus herausgenommen werden. Beim Einschneiden des Zwerch�fells iliesst aus der Brusth�hle eine ziemlich reichliche Menge einer mit Fibrinmembranen untermengten Fl�ssigkeit ab. Einige leichtere, mit den Fingerspitzen alsbald trennbare Adh�sionen der Bmstorgane mit der Thoraxwand sind vorhanden. Was zu�n�chst bei der Herausnahme der �rustorgyne in die Augen lallt, ist eine colossalo Vergr�ssernng der Bronchialdr�sen. Die.selben sind beiderseits in Cosclnv�lste umgewandelt, welche den Umfang der Lungen nahezu erreichen und den des Her�zens wohl um das Vierfache �bertreffen, lu der rechten iho
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raxh�hle ist nahezu die ganze obere H�lfte derselben von einem derartigen Driisentumor eingenommen. Derselbe besitzt eine rundliche Form, ruisst in der H�he 5,5 Cm. und in der Dicke 4 Cm. und �berragt die Spitze dos oberen Lungenlappeas um 3 Cm. Die innere Fl�che dieses Lappens ist lest mit der Ge�sehwulst Tonvachseu. An ihrer hinteren Fl�che ist die Ge�schwulst mit dem rechten Bronchus und der Trachea verwach�sen; 2,4 Cm. oberhalb der Difureation hat dieser Tumor in diu Trachea perforirt. Mitten �ber die 0,8 Cm. grosse Perlbra-tions�il'nung, aus der br�ckliche, k�sige Massen herausquollen, geht br�ckenartig ein Knorpelring. �ehnliohe, erweichte puri-l'orme Massen, die aus den Tumoren stammen, bedecken die Wand der 8 Cm. langen Trachea. In der linken Thoraxh�lfte lindet sich ein nahezu gleichgrosser Tumor, der ebenfalls aus einer Bronchialdr�se hervorgegangen ist. Derselbe liegt um 2,4 Cm. tiefer, wie der rechterseits. Er �berragt die Spitze dos oberen Lungenlappens nur um 0,8 Cm. und ist mit dem�selben nur in der N�he der Lungenwurzel verwachsen. Der Arcus Aortae erscheint mitten eingebettet in das obere Viertel dieses Tumors. Die an der hinteren Fl�che desselben heraus�tretende Aorta thoracioa ist in ihrer ganzen Ausdehnung mit der Geschwulst vorwachsen. Eine Perforation dos Tumors nach der Aorta ist nicht nachzuweisen, dagegen hat derselbe in den linken Bronchus, 1.8 Cm. unterhalb der Bifurcation mit einer erbsongrosseu Oeffuuug perforirt. Beim Anschneiden bestehen beide Geschw�lste durchweg aus breiigen, gelbweisscn, mit dem Wasserstrahl leicht absp�lbaren Massen, die in eine derbe H�lle eingeschlossen sind. In der Gegend der Bifurcation linden sich noch 6�S bis kirschkerngrosse Bronchialdr�sen von graur�th-licher Farbe. In s�mmtlichen Lungenlappen (rechts linden sich de�ren drei, links zwei vor) sind zerstreute k�sigeHeerde vorhanden; bald sind es linsengrosse, feste, homogene, rundliehe, gelbweisse llepatisationen, bald beisammen gelagerte gelbweisse, miiiare Knutchen. Im rechten mittlereu Lappen, nahe der Lungen-
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#9632;.Tiirzel findet sich eine ausgedehntere Hepatisation von 3 Cm. Umfang. Die oberen Lungenalisclinitte sind in gleichem Grade ergriffen, wie s�mmtliche �brigen Lungenabsclinitto. Das Lun�gengewebe ist �demat�s durchtr�nkt und von punktf�rraigen, schwarzen Pigmentfleeken durclisetzt. Eier und da sieht man unter der Pleura einige durchscheinende, feste, grauweisse, liirsekornjrosse Kn�tchen, die als Miliartuberkel anzusprechen sind, der Herzbeutel ist sehr stark erweitert. Er stellt einen prall ausgedehnten, durchscheinenden, beide Lungen grossten-thoils bedeckenden Saek dar, der beim Anschneiden eine klare, w�sserige Fl�ssigkeit entleert, in welcher einige membran�se, gelbe, weiche Gerinnsel vorhanden sind. Nach dem Abfliessen der Fl�ssigkeit sieht man ein feines fibrin�ses Maschenwerk zwischen beiden Bl�ttern des Herzbeutels ausgespannt. Das Herz ist 3,2 Cm. hoch. Unter der Ober��ehe desselben einige graue Miliartuberkel. Im parietalen Blatt werden Miliartuber�kel nicht gefunden. Herzmusculatur und Klappenapparat ohne Ver�nderung. Keine Miliartuberkulose der Pia mater cerehra-lis oder der Chorioidea, Die Schleimhaut der Nasenh�hlen beiderseits ziemlich stark ger�thet. Mundschleimhaut stellen�weise schiefrig pigmentirt.
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ErM�nmg dor Tafeln.
Tafel 1.
Fig. 1. Die Lunge eines Kapuzinera�'en in natiidicbei Gr�sse, mit dem Lucae'scben Apparat gezeielmet. Die Ober�fl�che beider Lungen erscheint gleiclim�ssig �bers�et mit gr��nen bis stocknadelkopfgrosseri Psorospermienlieerden, a der liuke obere Lappen. Der untere Lappen zerf�llt durch einen fast bis zur Lungenwurzel gehenden Einschnitt in einen klei�neren oberen Lappen b' und einen gr�sseren unteren b. Rechts sind 4 bis zur Lungeuwurzel getrennte Lappen c, d, e und t' vorhanden. Der Herzbeutel h ist nach unten geschlagen: g rech�ter Ventrikel, i rechter Vorhof, k Aorta, 1 Trachea. Der linke untere, sowie der gr�ssere Theil des linken oberen Lappens befinden sicli im Zustande der k�sigen Hepatisation. In der rechten Lunge sind einzelne rundliche, k�sige Heerde eingela�gert. Bei in liegt ein derartiger Heerd dicht unter der Oberll�che.
Fig. '2. stellt einen Ton der l'leura aus durch 3 Heerde senkrecht gef�hrten Schnitt bei SOfacher Vergrossening thir. Bei den Ileerden b und c erkennt man, dass dieselben an ihrer Peripherie aus kleinen K�gelchen ziisamnierjgosetzt sind. Der Ileerd a hat eine keilf�rmige Gestalt und reicht bis unmittel�bar unter die Pleura.
Fig. 3. stellt einen feinen Querschnitt aus dem oberen Lappen der linken Lunge dar. Der Schnitt zeigt zun�chst, dass sich die Heerde auch im Inneren der Lungen befinden. Er hat deren zwei a und ay getroffen. Vergr�sseruug ;)(). Die Heerde sind im Inneren der Lungenalveoleu eingelagert und bestehen zum Theil aus erhaltenen Bl�schen (Psorosper-mien), zum Theil aus einer duukelgri'inon k�rnigen Masse (zer�fallenen Psorospermien), durch diis Pr�parat zerstreut sieht man viele isolirte, runde oder eckige mit gr�nen Granulis erf�llte Psorospermien (b). Das ganze Pr�parat erscheint durchsetzt von sehr zahlreichen Biterk�rpercken,
Fig. 1. stellt ein Schnitteben aus der Peripherie eines lieordos (Fig. 3 a) bei SoOmaliger Vergr�sserang dar. lu dei
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Umgebung desselben liegen zahlreiche, isolirte, zum Theil erhal�tene, zum Theil zerfallene Psorospermien. In laquo;Join gr�sseren Heerde a sind die Conturen der einzelnen Psorospermien nicht mehr zu erkennen.
Fig. 5, stellt einzelne Psorospermien aus der Lunge des Maeacus eynomolgus und des Cebus capuzinus dar. Vergr�s-sentog 300,
a.nbsp; nbsp; Vier farblose Psorospermien aus der Lunge des Ma�eacus eynomolgus, von der Grosse eines farblosen Plutkor-percheus, ohne deutliche Membran, mit einem oder zwei Kernen.
b.nbsp; nbsp; Eine Psorospermie aus derselben Lunge, von gleicher Grosso, mit einigen gr�nen K�rnchen durchsetzt.
c.nbsp; nbsp; Psorospermien aus der Lunge eines Cebus capuzinus, 3 davon ohne Kern, s�mmtlich mit Membranen,
d.nbsp; nbsp; Drei Psorospermien von l�nglicher oder unregelm�ssi-ger Form, ebendaher.
e.nbsp; nbsp; Zwei Psorospermien ohne Membran, ebendaher.
f. Zwei miteinander verklebte Psorospermien, ebendaher,
g. Eine gr�ssere Psorospermie mit zwei Kernen ans der Lunge des Maeacus.
b, Eine gleich grosso, kernlose Psorospermie, in welcher das Protoplasma an einer Stelle sich zur�ckgezogen hat, aus der Lunge des Maeacus,
i. Eine Psorospermie aus der Lunge des Cebus capuzi�nus mit gr�nen und braunen Granulis durchsetzt, Tafel II.
Fig. 1. Das Herz von Meleagris Gallopavo in nat�rlicbei Grosse. Im Cavum des linken Vorhofs befindet sich ein wall-nussgrosser Tumor, der mit der Innenfl�che der Vorhofswand an mehreren Stellen verwachsen ist. a linker Ventrikel, b lin�ker Vorhof, o Ostium der Lungenvenen , d ein in die linke Ventrikelwand gemachter Einschnitt, durch welchen eine Sonde eingef�hrt ist, welche, nachdem sie die Mitralklappe passirt hat, an dem Tumor vorbeigehend, zu dorn Lumen der Lun-genvenen wieder herausgef�hrt ist; n und m zwei Stellen, an
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denen der Tumor mit der Vorhofswand verwachsen ist; n eine Protuberanz des Tumors, �ber welcher die Musculatur der Vorhofswand stark atrophirt ist.
Fig. 2. Der Tumor ist durch das Lumen der Lungen-venen hervorgest�lpt und durch einen Einschnitt in zwei H�lf�ten getheilt worden. a linker Ventrikel, c Tumor, d Ein�schnitt in die linke Ventrikelwand, e Mitralklappe, f Trabe�keln des linken Vorhofs, g, h und i Verwachsungsstellen der�selben mit dem Tumor, k eine zwischen Tumor und Ventrikel�wand durchgef�hrte Sonde.
Fig. 3, Die Leber desselben Thieres in nat�rlicher Grosse. Das ganze Organ ist durchsetzt von weissen bis stecknadel-kopfgrossen Geschwulst on.
Fig. 4. Ein feines Schnittchen aus dieser Leber bei 300-maliger Vergr�sserung. Die Gapillargefasse bilden ein eng�maschiges Netz, in dessen Zwischenr�umen die Leberzellen ein�geschlossen liegen. Im Inneren der Gapillargefasse reichliche gelbe Pigmentklumpon , zum Theil von kern- oder zellonarti-gem Aussehen. Das Schnittchen schliesst zwei Geschwulst-heerde ein. Diese bestehen in ihrem mittleren Theil aus zar�ten, dicht gedr�ngt liegenden Ruodzellen, w�hrend die Peri�pherie derselben durch ein feines iibrill�ros Bindegewebe ge�bildet wird.
Fig. 5. Die Leber eines Perlhuhns durchsetzt von zahl�reichen Geschw�lsten.
Fig. G. Die Milz desselben Thieres.
Fig. 7. Die Leber einer Baumente, Deudrooygna. Der rechte Leberlappeu ist senkrecht durchschnitten. Derselbe schliesst in seinem oberen Drittheil eine wallnussgrosse Ge�schwulst ein. Die Leber ist amyloid degenerirt.
Fig. 8. Die Leber eines Perlhuhns. Die in derselben befindlichen Geschw�lste treten zum Theil als kugliche Tumo�ren �ber die Oberfl�che.
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Gedruckt bei Julius .Sittenfeld in Berlin.
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